gesund&schön 2/19

Hausapotheke2017

Magazin für mehr Vitalität

werden, die auch vor UVA schützen (UVA-Signet).

Die LSF-Werte beruhen auf Labormessungen;

die in der Realität aufgetragene Menge

entspricht etwa der Hälfte – auch deshalb lohnt

sich der in der Berechnung empfohlene Puffer.

Mit einem wirkungsvollen Schutz für

die Haut darf man die Sonne dennoch unbeschwert

geniessen. Hautverträgliche Sonnenfilter

in Kombination mit verschiedenen Pflanzenextrakten

(wie Edelweiss- oder Algenextrakte)

und Pflanzenöle (beispielsweise Broccolisamen-,

Kokos-, Sanddorn-, Granatapfelöl) oder

biophysikalischen Mineralsalzen bieten optimale

Ergänzungen.

Nach dem Sonnenbaden empfiehlt es sich,

After- Sun- Produkte aufzutragen, um die Haut

mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen.

Wie viel Sonnenschutz ist richtig?

Fachleute sind sich mittlerweile einig: Der Nutzen

von Sonnenschutzmitteln ist grösser als

mögliche Risiken. Als Ergänzung zum Aufenthalt

im Schatten und dem Tragen von Kleidern

wird eine konsequente Anwendung von Sonnenschutzmitteln

auf der unbedeckten Haut

empfohlen.

Jede Haut hat eine Eigenschutzzeit: Je nach

Haut- und Haarfarbe kann diese zwischen 5 und

30 Minuten variieren. Die Eigenschutzzeit multipliziert

mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) ergibt

die empfohlene Aufenthaltszeit in Minuten an

der Sonne, geschützt mit der entsprechenden

Sonnencreme. Vom Resultat besser noch 20

Prozent als Puffer abziehen, um Abrieb, Schwitzen

und anderes mehr zu berücksichtigen.

Der LSF bezieht sich auf die Schutzleistung vor

UVB-Strahlen. Da die UVA-Strahlen die Haut

ebenfalls schädigen, sollten Produkte bevorzugt

Des Weiteren gibt es saisonale Empfehlungen,

welche man berücksichtigen sollte:

November bis Februar: Im Mittelland braucht

es normalerweise kaum Sonnenschutz. In den

Bergen aber ist Sonnenschutz unbedingt notwendig,

weil die UV-Strahlen in der Höhe intensiver

sind. Kommt Schnee hinzu, wird die Strahlung

wegen der Reflektion nahezu verdoppelt!

März und April: Angenehme Temperaturen

täuschen über die Strahlungsintensität hinweg.

Im Frühling sollte die Haut gut geschützt werden.

Mai bis August: Während dieser Monate sind

die UV-Strahlen sehr intensiv, die Haut braucht

einen noch besseren Schutz durch Kleider und

Schatten. Aufenthalte in der Sonne sollten vor

oder nach der Mittagszeit (11 bis 15 Uhr) geplant

werden.

September und Oktober: Niedrigere Temperaturen

täuschen über die Stärke der UV-Strahlung

hinweg. Es wird empfohlen, an sonnigen

Tagen die Mittagszeit möglichst im Schatten

zu verbringen.

Chemische und physikalische UV-Filter

In Sonnenschutzmitteln wird zwischen organischen

(chemischen) und mineralischen (physikalischen)

UV-Filtern unterschieden. Chemische

UV-Filter sind Substanzen, die UV-Strahlen

absorbieren und in Wärme umwandeln.

Physikalische UV-Filter sind kleine Teilchen,

welche die UV-Strahlen sowohl absorbieren

als auch reflektieren. Um eine möglichst grosse

Bandbreite an UVA- und UVB-Strahlung abzu-

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