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apport

Alexa Kreissl

Tim Trantenroth

Wolfgang Wende, Torsten Birne [Hg. / Eds.]


apport

Alexa Kreissl und Tim Trantenroth

im Zentrum für Baukultur in Dresden

Wolfgang Wende

Im September 2018 wurden im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) die Arbeiten

von Alexa Kreissl und Tim Trantenroth gezeigt. Es war das erste Mal, dass der

Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Dresdner Kulturpalastes einem bildenden

Künstler und einer bildenden Künstlerin überlassen wurde. Und das Wort „überlassen“

ist hier sehr bewusst gewählt, denn nicht zuletzt war es die Motivation

der Ausstellung, durch den Blick der Kunst mehr über den neuen Raum und seine

Potenziale zu erfahren.

Beim ersten gemeinsamen Treffen fiel Alexa Kreissl sofort die ungewöhnlich

geringe Deckenhöhe auf. Schnell war gesetzt: Ihre Installation würde sich flächig

und raumgreifend vom Bodenniveau in höhere Schichten bewegen. Schließlich

betonte sie die Höhenverhältnisse demonstrativ durch die senkrecht gestellten

dünnen Holzstäbe, die sich – als Träger für Collagen berühmter Architekturen

wie Le Corbusiers Unité d’habitation in Berlin – geradezu unter der enormen Last

der Decke zu verbiegen schienen. Der Maler Tim Trantenroth reagierte dagegen

unmittelbar auf das durch die großen Glasscheiben und die besondere nächtliche

Beleuchtung relevante Spiel zwischen Innen- und Außenraum. Und tatsächlich

war die Aus stellung die erste im ZfBK, die dieses Potenzial ganz umfangreich zu

nutzen wusste, ja überhaupt erst sichtbar machte.

Beide Kunstschaffenden loten mit ihrer jeweiligen Herangehensweise aus, was

Architektur leisten kann, um bildende Kunst zu befördern und um bildender Kunst

Möglichkeiten zu schaffen, aber auch welche Widerstände bestehen. Bildende

Kunst als Indikator für gelungene Architektur, bildende Kunst als Indikator für die

Grenzen der Architektur? Kunst ist kein Indikator für irgendetwas. Sie ist in erster

Linie autonom und verfolgt ihre eigenen ästhetischen Ziele. Dennoch interpretieren

Alexa Kreissl und Tim Trantenroth beide diesen Raum, sie spielen mit ihm, nehmen

ihn gewissermaßen auseinander und setzen ihn neu zusammen.

Alexa Kreissl beschäftigt sich mit dem umbauten Raum selbst. In ihren Werken

zerlegt sie ihn wieder in seine Einzelteile und dekonstruiert das, was vorher Architekten

oder Architektinnen geschaffen haben. Dabei entsteht eine ganz neue, teils

verschobene, teils instabile, dabei stets nur temporäre Situation. Man kann ihre

Perspektiven herausfordernden Installationen auch als eine Hommage an Instabilität

und Flexibilität verstehen. 1 In ihren Konstruktionen zitiert sie Gestaltelemente

der Architektur auf mitunter ironische Art und Weise. Die Form, beispielsweise

4


apport

Alexa Kreissl and Tim Trantenroth at the

Center for Building Culture in Dresden

Wolfgang Wende

In September 2018, Alexa Kreissl and Tim Trantenroth’s work was exhibited at the

Center for Building Culture Saxony (ZfBK). It was the first time that the exhibition

space on the ground floor of the Dresden Kulturpalast was entrusted to visual artists.

The word “entrusted” has been chosen here deliberately, since it was also the

motivation of the exhibition to learn more about this new space and its potential

through the perspective of art.

During the first meeting, Alexa Kreissl immediately noticed the unusually low

ceilings. It was quickly decided that her installation would extend through the

entire space and move from the floor upwards in higher levels. In the end, she

highlighted the height relations demonstratively through horizontally-placed

thin wooden slats—as supports for collages of famous buildings such as

Le Corbusier’s Unité d’habitation in Berlin—which almost seem to bend under the

enormous weight of the ceiling. The painter Tim Trantenroth, on the other hand,

reacted directly to the interplay between the interior and exterior as a result of the

large glass panes and the particular night illumination. In fact, the exhibition was

the first in ZfBK which was able to use this potential to its fullest and to make it

visible at all for the first time.

With their individual approaches, both artists sound out how architecture can

support the visual arts and create opportunities for it, but also which obstacles it

might present. Visual arts as an indicator for successful architecture? Visual arts as

indicator for the boundaries of architecture? Art is not an indicator for something.

It is first and foremost autonomous and follows its own aesthetic goals. Nevertheless,

Alexa Kreissl and Tim Trantenroth both interpret this space. They play with it,

take it apart as it were and put it back together in a new constellation.

Alexa Kreissl works with the built space itself. In her work, she dismantles it into

its individual components, deconstructing what the architects produced. In this

process, a completely new situation is produced which is partially displaced, partially

unstable, and consistently temporary. One can understand her perspectivechallenging

installations as an homage to instability and flexibility. 1 She invokes

architectural design elements in her constructions, at times ironically. The form of

the wooden construction here at the ZfBK, for example, is derived from a socialist

modernist visible concrete facade from a building in Dresden-Neustadt, near the

Golden Horseman. She uses the geometry of the concrete and transfers it into

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Serie, Raster, Geometrie

Annäherung an eine grenzüberschreitende

Beziehung

Juliane Richter

Skulpturale Deckenelemente aus dem Dresdner Kulturpalast überträgt Tim

Tranten roth malerisch in die Fläche. Formsteine und gerasterte Fassadenelemente

sind Grundformen, aus denen er seine Bildräume aufbaut. Dreidimensionales

wird auf den flachen Bildträger im Innenraum transferiert, changiert dort zwischen

illusionistischer Raumerweiterung und deren Verweigerung. Es kommt zu

Verschneidungen der Sichtachsen, zu Spiegelungen und Drehungen, die Regeln

der Zentralperspektive werden gebrochen, das Raster wird Muster. Die Kontraste

sind angezogen, Licht und Schatten treffen in harten Kanten aufeinander. Das

Vexierspiel geht noch weiter, indem als Trägermaterial der Malereien transparente

Poly propylenfolie oder Transparentpapier gewählt ist. Uneindeutig bleibt die Zuordnung

zwischen Vorder- und Hintergrund.

Formsteinserien und -systeme sind ebenso ein Ausgangspunkt von Alexa Kreissls

raumzeichenhaften Installationen und Skulpturen. Ihre origamiartig gefalteten

Strukturen aus Steinpapier haben etwas von einem Entwurf für ein Monument

oder einem Modell für etwas weitaus Größeres. So wie es im etwas zu niedrigen

Ausstellungsraum im Stützenraster präsentiert ist, verschiebt es den Maßstab,

ebenso wie es ein verkleinertes Abbild oder Nachbild einer Installation im öffentlichen

Raum vorgibt, das die Umsetzung desselben im öffentlichen Raum zitiert.

Bei dieser Arbeit hatte sie einen Brunnen in der niederländischen Stadt Tilburg mit

einer Struktur aus neongelb gefärbten Metallgestängen ergänzt, die formale, wenn

auch kaum sichtbare Bezüge herstellte zu einer Architekturikone: Falling water

von Frank Lloyd Wright. Le Corbusiers Unité d’habitation, die in Alexa Kreissls

Collagen fotografisch auftaucht, ist die Frage nach dem Standard eingeschrieben.

Der Modulor als Normator der Wohnmaschine. Ihre Holzkonstruktionen, in

denen sich Holzstäbe mikadogleich aneinanderlehnen und untereinander lediglich

durch Zahnstocher fixiert sind – eine an japanische Holzverbindungen angelehnte

Technik – wirken fragil und flexibel, sie haben etwas Zeichenhaftes. Alexa Kreissls

Installationen und Skulpturen beziehen formale Inspirationen aus Gestaltungen

moderner und nachkriegsmoderner Architekturen, jedoch wird bei ihr das Vollplastische

eines Betonformsteins oder eines Gebäudes zur Fläche oder zur umrisshaften

Linie.

Alexa Kreissl und Tim Trantenroth greifen Strukturen auf, die sich in unsere Städte

fest eingeschrieben haben, sofern sie durch abrisstaumelnden Furor nicht bereits

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Series, grid, geometry

Approach to a bordercrossing

relationship

Juliane Richter

Through painting, Tim Trantenroth translates the sculptural ceiling elements of

Dresden’s Kulturpalast into two dimensions. Shaped blocks (Formstein) and grids

of facade elements are the basic forms from which he constructs his pictorial

spaces. Three-dimensionality is transferred to the interior on the flat medium,

where it shimmers between illusionist spatial extension and the refusal to extend

space. The visual axes intersect, there are reflections and rotations. The rules of

central perspective are broken. The grid becomes a pattern. The contrasts are

heightened; light and shadow meet at hard edges. The game of deception goes

even further; Tim Trantenroth has chosen transparent polypropylene film and

transparent paper as the canvas for these paintings. The correlation between foreground

and background remains indistinct.

Shaped block series and systems are also the departure point for Alexa Kreissl’s

spatially emblematic installations and sculptures. Her origami-like folded structures

made of stone paper refer to the design for a monument or a model of something

much larger. The way they are displayed on a grid of supports in the slightly

too low-ceilinged exhibition room makes the scale shift; the structures seem like

a reduced-scale model or afterimage of a real installation in public space which

this work is referencing. In this piece, Kreissl supplemented a fountain in the Dutch

city of Tilburg with a structure made up of neon yellow metal poles, which made

formal, if nearly invisible, reference to an architectural icon, Fallingwater by Frank

Lloyd Wright. The question of the standard is inscribed in Le Corbusier’s Unité

d’habitation, which appears in Alexa Kreissl’s collages as photographic images;

the “modulor” as normer of the dwelling machine (Wohnmaschine). Her wooden

constructions, in which she leans the wooden slats against each other like a game

of pick-up sticks and fastens them to each other with only toothpicks—a technique

which is based on Japanese woodwork—feel fragile and flexible. They have

an air of symbolism about them. Alexa Kreissl’s installations and sculptures derive

formal inspiration from the designs of modernist and post-war modernist architectures,

however, in her work, the three-dimensionality of a shaped concrete element

or a building becomes a plane or a contour-like outline.

Alexa Kreissl and Tim Trantenroth used structures which have been permanently

etched into our cities, inasmuch as they have not already been cleared away

by waves of demolition. Prefabricated, serial, and repeating shaped concrete

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er (zusammen mit Erhard Kister für das Wohnungsbaukombinat Erfurt) entwarf, war

ihre Asymmetrie, die sich aus der schrägen, oftmals konvex oder konkav gestalteten

Führung der Öffnungen durch den Stein ergaben, wodurch sich Vorder- und

Rückseiten der jeweiligen Elemente voneinander unterschieden. Formal bezogen

sie sich nicht auf Figürliches, sondern waren abstrakt. Die Betonformsteine wurden

in unterschiedlichen Winkeln zueinander oder gespiegelt zusammengesetzt. Auch

diese Reihungen konnten theoretisch endlos fortgeführt werden. Während Hubert

Schiefelbein oftmals versuchte, die Fugen zwischen den Betonelementen zu glätten,

ist bei Friedrich Krachts und Karl-Heinz Adlers Systemen das Fugenraster gestaltbestimmend.

Es wird nicht überspielt und legt den Konstruktionsprozess offen.

Architektur und Fassaden

In den westlichen Innenstädten waren sie allgegenwärtig: Fassadenverkleidungen

aus Kacheln, Fliesen und Reliefs, die eine All-over-Struktur bildeten. Seriell gefertigt

dekorierten sie – ganz nach Robert Venturi – die schnöden Kisten der zum

Konsum einladenden Gebäude. Egon Eiermanns Entwürfe für zwei Warenhäuser

der Kette Merkur Horten & Co. KG in Stuttgart und Heidelberg (beide 1961 fertiggestellt)

sind die bekanntesten Beispiele einer durch Fassadengestaltung erzeugten

Markenidentität und die „Horten-Kacheln“ heute ikonisch. Sie sind durch ihre

Serialität mit den Betonformsteinen verwandt, wenn auch ungleich filigraner und

graziler in ihrer metallenen oder keramischen Materialität. Noch stärkere Bezüge

können zu den durchbrochenen Wandaufbauten vieler Kirchen gezogen werden,

etwa zur Apsis von St. Severin in Frechen 15 oder zur Berliner Kaiser-Wilhelm-

Gedächtnis-Kirche mit ihrer Raster-Loch-Fassade. Die durchbrochenen Betonelemente,

aus denen der hexagonale Saal und Turm der Gedächtniskirche aufgebaut

sind, sind serielle und doch extra für den Bau entworfene Steine.

Im Osten beschäftigte sich der Vorgänger Hubert Schiefelbeins in Weimar, der

Bildhauer Siegfried Tschierschky, mit der „Architektur als Kunstform“ und stellte

die Frage, ob industrielle Architektur überhaupt noch Kunst sei, ja, er bezweifelte

dies sogar. 16 Die architekturbezogene Kunst habe deshalb die Funktion, die

Typenbauten zu individualisieren und eine plastische Körperwirkung der eigentlich

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grid of joints was part of the design. It was not hidden, but rather revealed the

construction process.

Architecture and façades

In West German inner-cities, façade facings made of tiles or reliefs which created

a continuous structure on the outside of the building were ubiquitous. They were

serially produced and decorated—following Robert Venturi—the despicable buildings

which invited their visitors to consumption. Egon Eiermann’s designs for two

shopping centers for the Merkur Horten & Co. KG chain in Stuttgart and Heidelberg

(both completed in 1961) are the best examples of a brand identity created

through façade design; today, the “Horten tiles” are iconic. They are related to the

shaped concrete blocks through their seriality, although dissimilarly delicate and

graceful through their metal and ceramic materiality. It is possible to draw even

stronger relationships to the pierced wall constructions of many churches, for

example the apse of St. Severin in Frechen 15 or Berlin’s Kaiser Wilhelm Memorial

Church with its pierced grid façade. The pierced concrete elements which make

up the hexagonal hall and tower of the Memorial Church are serial but designed

expressly for this construction project.

In East Germany, Hubert Schiefelbein’s predecessor in Weimar, sculptor Siegfried

Tschierschky, was concerned with “architecture as an art form” and posed the

question whether industrial architecture is art at all; indeed, he doubted it. 16

Architecture-based art therefore had the function of individualizing the uniform

buildings and lending the flat facades a sculptural feel—it was somewhere between

architecture and visual arts. He differentiated its relationship to architecture

categorically in “allocation,” “classification,” and “subordination.” He placed ornamentation,

including pierced sculptures and reliefs which were constitutive parts

of the walls, in the “subordination” category. Through its organizational effect,

ornamentation helped to make the proportions of the building understandable, but

also to hide the parts of the building which were functionally necessary but which

could disturb the overall aesthetic impression. Siegfried Tschierschky also rejected

representationalism in sculptural facade design. 17

83


1 7

2 | 3

8

4

9 | 10

5 | 6

11

92


12

13 | 14

15

1

Alexa Kreissl

Baustelle

Fotodruck auf Papier,

Holz, Pappe

photo print on paper,

wood, cardboard

30 × 30 × 240 cm

2018

2

Alexa Kreissl

falling water

Holz, Farbe

painted wood

53 × 50 × 20 cm

2010

3

Alexa Kreissl

If, Detail

Holz

wood

600 × 270 × 200 cm

2018

4

Tim Trantenroth

ohne Titel (Fassade

Kaufhaus o/w), Detail

Acryl, PVC-Folie

acrylic, PVC film

220 × 120 cm

2018

Alexa Kreissl

If, Detail

Holz

wood

600 × 270 × 200 cm

2018

5 | 6

Tim Trantenroth

Betonzaun

Öl, Flip-Flop-Lack,

MDF

oil, flip-flop lacquer,

MDF

21 × 29,7 cm

2015

Tim Trantenroth

Formstein

Öl, Alufolie

oil, aluminum foil

40 × 30 cm

2018

7

Alexa Kreissl

If

Holz

wood

600 × 270 × 200 cm

2018

8

Alexa Kreissl

If, Detail

Holz

wood

600 × 270 × 200 cm

2018

9 | 10

Tim Trantenroth

ohne Titel (Fassade

Kaufhaus o/w)

Acryl, PVC-Folie

acrylic, PVC film

220 × 120 cm

2018

11

rapport

Ausstellungsansicht

exhibition view

12

rapport

Ausstellungsansicht

exhibition view

Tim Trantenroth

ohne Titel (Fassade

Kaufhaus o/w)

Alexa Kreissl

If

Holz

Wood

600 × 270 × 200 cm

Alexa Kreissl

If, Studie

Tim Trantenroth

ohne Titel

(Robotronbeton)

Tim Trantenroth

Robotronbeton

13

Alexa Kreissl

Collage

Papier, Pappe

paper, cardboard

25 × 13 × 35 cm

2017

14

Alexa Kreissl

Collage

Papier, Pappe

paper, cardboard

60 × 12 × 50 cm

2018

15

Alexa Kreissl

Flatowallee 16, Detail

Fotodruck auf Papier,

Holz, Pappe

photo print on paper,

wood, cardboard

Maße variabel

dimensions variable

2018

16

Alexa Kreissl

If, Studie

Graupappe

cardboard

260 × 110 × 100 cm

2018

Tim Trantenroth

ohne Titel

(Robotronbeton)

Acryl, PVC-Folie

acrylic, PVC film

220 × 120 cm

2018

Tim Trantenroth

Robotronbeton

Acryl, Nessel

acrylic, nettles

200 × 150 cm

2018

16

93


Alexa Kreissl

Alexa Kreissl

*1973, lebt und arbeitet in Berlin

1994–1997 École nationale supérieure d‘arts de Paris-Cergy

1997–2000 Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Fritz Schwegler)

2001 Tokyo, Reisestipendium DAAD

2002 Reisestipendium Hessische Kulturstiftung

2005/06 New York Stipendium Berliner Senat

2016/17, 2019 Lehrauftrag, Institut für Architekturbezogene

Kunst (IAK), Prof. Folke Köbberling, TU Braunschweig

Forschungsreisen nach Japan, Ägypten, Nicaragua,

Australien, Fidschi, Kalifornien, Istanbul, Athen und Belgrad

Assistenz für Nancy Spero, Hort, Starstyling und Anri Sala

Alexa Kreissl experimentiert in Raumskizzen mit leichten

Materialien, Statik, Schwerkraft und gelegentlich dem

Glücks fall. Es entstehen Modelle als frei skalierbare Momentaufnahmen

zwischen hier und dort, vorher, jetzt und später.

*1973, lives and works in Berlin

1994–1997 École nationale supérieure d’arts de Paris-Cergy

1997–2000 Dusseldorf Art Academy (Prof. Fritz Schwegler)

2001 Tokyo, Travel stipend DAAD

2002 Travel stipend Hessische Kulturstiftung

2005/06 New York stipend from the Berlin Senate

2016/17, 2019 Adjunct lecturer, Institute for Architecturerelated

Art (IAK), Prof. Folke Köbberling, TU Braunschweig

Research journeys to Japan, Egypt, Nicaragua, Australia, Fiji,

California, New York, Istanbul, Athens, and Belgrade

Assistance to Nancy Spero, Hort, Starstyling, and Anri Sala

Alexa Kreissl explores spatial sketches with light materials,

statics, gravity, and occasionally, serendipity. The resulting

sculptures are freely scalable snapshots between here and

there, before, now, and later.

Tim Trantenroth

Tim Trantenroth

*1969 (Waldsassen), lebt und arbeitet in Berlin

1991–1993 Kunstakademie Münster (Prof. Ulrich Erben)

1993–1998 Kunstakademie Düsseldorf (Prof. Jan Dibbets)

1994 Stipendium Cité internationale des Arts Paris; 1996

Meisterschüler

1998–2000 Graduierten-Stipendium NRW

2003/04 einjähriger Aufenthalt in New York

2005/06 Gastprofessur Leibniz Universität Hannover,

Abteilung Architektur/Malerei

Okt./Nov. 2006 Istanbul-Aufenthalt

2007 Zypern-Projekt, Goethe Institut Nicosia

Juli–September 2008 Aufenthalt in Olevano Romano, Italien

2009/14 Lehrauftrag an der Leibniz Universität Hannover,

Abteilung Architektur/Malerei

2011 Arbeitsstipendium des Kunstfonds, Bonn

2012 Arbeitsstipendium der Hans und Charlotte Krull Stiftung

2015/19 Lehrauftrag, Universität der Künste Berlin

Seit 2017 Professur für Malerei, Hochschule der bildenden

Künste, Essen

2017 Stipendium Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf

Tim Trantenroth hat zahlreiche Kunst-am-Bau-Projekte

(Wandmalerei) realisiert, unter anderem 2015 am Fraunhofer

Institut Bremen und 2019 am Humboldt Forum im Berliner

Schloss; zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen und

Messebeteiligungen im In- und Ausland.

www.timtrantenroth.de, timtrantenroth.blog

*1969 (Waldsassen), lives and works in Berlin

1991–1993 Munster Art Academy (Prof. Ulrich Erben)

1993–1998 Dusseldorf Art Academy (Prof. Jan Dibbets)

1994 Cité internationale des Arts Scholarship Paris; 1996

Master Student

1998–2000 Graduate Scholarship NRW

2003/04 One-year stay in New York

2005/06 Guest professor at the Leibniz University in Hanover,

Department of Architecture/Painting

Oct./Nov. 2006 Stay in Istanbul

2007 Cyprus project, Goethe Institute Nicosia

July–September 2008 Stay in Olevano Romano, Italy

2009/14 Adjunct lecturer at the Leibniz University in Hanover,

Department of Architecture/Painting

2011 Work scholarship from the Art Funds, Bonn

2012 Work scholarship from the Hans and Charlotte Krull

Foundation

2015/19 Adjunct lecturer at the University of Arts, Berlin

Since 2017 Professor for Painting at the University of

Fine Arts, Essen

2017 Artist’s House Scholarship at the Wiepersdorf Palace

Tim Trantenroth has realized numerous building art projects

(murals), including in 2017 on the Fraunhofer Institut in

Bremen and in 2019 on the Humboldt Forum in the Berlin

Palace. He has also been involved in numerous individual

and group exhibitions and congresses both in Germany and

abroad.

www.timtrantenroth.de, timtrantenroth.blog

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