SIEBEN: Juni 2020

godewo

Nehmen Sie sich eine Auszeit. Machen Sie Urlaub zu Hause!

2 Editorial

Menschliche Annäherung

Liebe Leserinnen und Leser,

Social distancing, das ist großer Unsinn. Wie bitte,

fragen Sie sich jetzt vielleicht, ist die SIEBEN: auch

unter die Verschwörungstheoretiker oder -medien

gegangen? Nein, sind wir nicht. Wenn doch,

dann wären wir vielleicht Verschwörungspraktiker,

aber das lassen wir mal ganz beiseite. Es geht

um den Begriff „social distancing“, und den verstehen

wir als Bürger ja durchaus „right“.

Gemeint ist damit, dass wir uns nicht zu nahe

kommen sollten, wenn wir nicht zusammen

gehören. Also, wenn wir nicht eh zusammen in

einer Wohnung leben. Dann sind anderthalb

Meter die Grenze, die nicht unterschritten werden

sollte, damit eine Grenze nicht überschritten

wird. Social distancing ist wörtlich übersetzt deshalb

Quatsch, weil wir uns nicht sozial distanzieren

sollten, denn wir alle sind soziale Wesen. Das

Soziale gehört zum Leben dazu, ohne das soziale

Miteinander können wir nicht existieren. Wann

wurde uns das jemals so bewusst wie in diesen

Tagen?

Deshalb lautet der korrekte Begriff, wenn man es

denn schon unbedingt auf Englisch sagen will:

„Physical distancing“, physische Distanzierung.

Da ist man schon näher dran an der eigentlich

gemeinten räumlichen Distanzierung, die eine

Ansteckungsgefahr und die Virusverbreitung

verringert. Räumliche Distanz, aber soziale Nähe

ist das Gebot der Stunde. Empathie, Mitgefühl: in

diesen Zeiten so notwendig und kostbar.

Aber schon ist der Kipppunkt der Corona-

Beschränkungen erreicht, Vieles wird wieder

erlaubt. Wir können zum Friseur, in Hotels, Gaststätten,

und Geschäfte – mit Maske und ggbfs

Einkaufswagen.

Aber es geht nicht nur um den Konsum. Das Frühjahr

(kalendarisch noch bis einschließlich 19. Juni)

ist ja die klassische Jahreszeit, in der sich junge

Menschen oder junggebliebene „Soloselbstständige“

eigentlich näher kommen (sollen). Wie wird

das derzeit regelkonform praktiziert? Wie lassen

sich anderthalb Meter Distanz überbrücken ?

Wir stellen uns das einmal so vor: Man kommt

sich immer näher und stellt das Atmen ein, um

jegliche Tröpfcheninfektion zu vermeiden –

maskiert wie Räuber Lippold in sehr friedlicher

Absicht. Liebe in Zeiten von Corona- statt Cholera,

wie in einem der literarischen Werke von Gabriel

García Márquez.

Also, das Kennenlernen-wollen kann man nicht

völlig auf Eis legen. Lockdown funktioniert nicht

überall. Das gilt insbesondere, wenn man jung ist

und noch ein wenig ungestüm. Wie zum Beispiel

bei Kuyo, dem Golden Retriever-Welpen im Haus

der SIEBEN:. Sein Hundeleben und seine Abenteuer

kann man auch auf der SIEBEN:-Homepage

im Blog verfolgen – und sich bei ihm seinen Hundeblick

abschauen. Der wirkt garantiert. Und mit

Hunden spazieren gehen ist auch keine schlechte

Idee, lernt man doch viele andere Hundebesitzer*innen

kennen. So sind menschliche

Annäherungen möglich, bei denen anderthalb

Meter Sicherheitsabstand immer gewahrt bleiben.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre SIEBEN:

Frohe

Pfingsten

Aus dem Inhalt

Wanderbares Leinebergland 4 – 5

Urlaub zu Hause 6 – 7

Buchverlosung 6

Tag der Fahrrads 8 – 9

Tag des Hundes 10

Rezepttipp 11

Corona mit Welpen – ein Tagebuch 12–13

Tag des Gartens 14 – 15

Veranstaltungen im Juni 16 – 17

Die Sieben Schlösser 18

Aktionen in Einbeck 19

Mehr Farbe ins Leben bringen 20

Regionale Produkte 21

Fagus-Werk Alfeld 22

Ausbildung zum/zur HEP 23

Zum Titel:

Godehard Wolski und sein Hund Kyou

erkunden gemeinsam das Leinebergland

Foto: SIEBEN: regional

agentur wolski

Am Buchenbrink 21 · 31061 Alfeld · 05181 827 073

www.agentur-wolski.de · www. sieben-region.de

Fotos: Pixabay

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