Stille Wege - Silent Path - Gerhard Rasser, Gabriele Walter

meditaterra

Von der Stille wird gesagt, in ihr sei der weite Atem der Ewigkeit. Mit ihrem klaren, von Einschränkungen befreiten Blick sind Gerhard Rassers Bilder Verweilstätten der Ruhe. In unserer von Medienlärm geprägten Zeit laden sie zum Schweigen ein. Das Einswerden mit dem schöpferischen und künstlerischen Weltganzen schaltet alles Unwesentliche aus. Pilgern Sie mit diesem Kunst- und Geschenkbuch zur inneren Mitte. Sie werden sehen - in der Stille ist noch Platz für neue Horizonte. Ebenso wie Haiku und japanische Tuschebilder erscheinen die Werke des am Bodensee lebenden Österreichers als auf wenige Elemente reduzierte Ausschnitte, klar konturiert vor dem Hintergrund des Unendlichen. Aus der Seele des Künstlers sprießt eine geheimnisvolle Kraft. Die enge Beziehung zwischen Kunst, Dichtung und Natur überträgt sich auf den Rezipienten. Gleich einem Haiga-Kunstwerk kann das Buch als Gesamtkomposition aus Bildhaftigkeit und Poesie begriffen werden, welches beim Durchblättern Ruhe und Freude verleiht, das Bewusstsein erweitert und die Sinne anregt.

Silence is said to contain the long breath of eternity. With their open, unimpaired views, Gerhard Rasser’s paintings are peaceful resting places. Amid the noise of our media-dominated times, they invite observers to pause and fall silent. As they become one with the creative, artistic cosmos of the world, they manage to turn off all unnecessary noise. Pick up this art and gift book, and see for yourself. Embark on a pilgrimage to the core of your being. Within its silence, you will discover new horizons. Just like haiku and Japanese ink wash paintings, the works of the Austrian resident of the Lake Constance area appear as clippings of truth reduced to its essentials, clearly outlined against the backdrop of eternity. From the soul of the artist springs forth a mysterious power. The close connection between art, poetry, and nature reaches the recipient by way of direct artistic transmission. As in haiga art, this book is a composition of images and poetry that affords peace and quiet to those leafing through it, while expanding their consciousness, and stimulating their senses.

Stille Wege

Silent Paths

Gerhard Rasser

Kunstbilder und Haiku-Gedichte

Artworks and Haiku Poems

Gabriele Walter


Silent Paths

Stille Wege

25 Haiku-Gedichte von

25 haiku poems by

Gabriele Walter

37 Kunstbilder von

37 artworks by

Gerhard Rasser

2 Enter into Art 2016 | 3


Vorwort

Foreword

In Gerhard Rassers Kunstbildern regiert das

Schweigen. Es ist ein Schweigen frei von Anspannung,

ein Schweigen des Friedens. Entflieht man

dem Lärm der Welt, kann man Ruhe und Erfüllung

finden. Die Wege der Stille mahnen den Betrachter,

nicht zu sprechen und ohne Hast zu schreiten.

Obwohl in den Werken jede seelische Aufregung

geglättet zu sein scheint, geschieht in ihren Leerräumen

mehr, als sich vermuten lässt. Meister

Eckehart meinte einst: „Wer alle Dinge empfangen

will, der muss auch alle Dinge hergeben.“ Das ist,

mit Rassers Bildtiteln ausgedrückt, ein „Langer

Weg“ geprägt von Verlockungen, Abgründen und

Melancholie, ein Weg der Suche und des zaghaften

Annäherns, ein Weg, auf dem man sich in fernen

und neuen Welten verlieren kann.

Einsamkeit dient dem Aufspüren und Verstehen

der eigenen Persönlichkeit. Obwohl Rassers

Motive eher von nordischen Landschaften inspiriert

sind, erinnern sie an die Zeit der Wüstenväter,

an Einsiedelei und Eremitentum. Ein monotoner

Choral hallt durch die Stille seiner Landstriche. Wer

hineinhorcht, vermag es, sich zu sammeln - sich loszureißen

vom Hamsterrad der Betriebsamkeit. Wer

hineinblickt, spürt den Drang, dem engen Gehäuse

einer festgefahrenen Weltsicht zu entkommen, den

eingefahrenen Abläufen, den Verführungen, dem

Lärm und auch sich selbst.

Wer nicht zur Ruhe kommt, ist oft desorientiert.

Obwohl Rassers Protagonisten so winzig

sind, dass man sie übersehen könnte, sind sie orientiert.

Einsam wie Caspar David Friedrichs Mönch

wandeln sie am Meer entlang, verlieren sich in der

Weite der Landschaft und versinnbildlichen so die

Bedeutungslosigkeit des Menschen im Verhältnis

zum Kosmos. Ins Weite blickend gleichen sie in

ihrer spärlichen Erscheinung den Skulpturen eines

Giacomettis. Ihr malerischer Minimalismus birgt

suggestive Poesie und entspringt einer Tiefe, die

gleichzeitig zum Gegenüber für wesentliche Fragestellungen

wird. Die panoramahafte Weitläufigkeit

des fernen Horizonts unter hohem Himmel lässt

die Protagonisten im Spielzeugformat erscheinen.

Ihre Verlassenheit im Raum ist ein Gleichnis für die

menschliche Isolation und die Frage nach dem Sinn

des Lebens, welche sich vor allem auch in Rassers

Triptychen stellt.

Im Œuvre des zweifachen „Enter into Art“- Preisträgers

dominiert die Monochromie. Mit „geizigem“

Pinsel gemalt, erscheinen zum Beispiel die Farben

eines Sonnenuntergangs oder die Skelette der

Bäume äußerst reduziert. Die gestalterische Leere

führt zu einer fast blassen Malerei, zur scheinbaren

Abwesenheit von Farben. Ebenso wie im Haiku-

Gedicht wird das Selbst des Künstlers nicht ausformuliert,

um Raum zu lassen für die Entdeckung der

stummen, inneren Stimme. Dennoch präsentiert

die Leere des unbemalten Papiers Räumlichkeit und

Weite. Diese Verschwiegenheit des Leerlassens ist

für das Verständnis wichtiger als das Gesagte. Der

Kern von Rassers Malerei steckt in der Reduktion

der Dinge auf ihre Wesenheit, vergleichbar mit einem

japanischen Garten, einem Arrangement aus

Steinen, Sand und Wasser, in dem bewusst auf

leuchtende Farben und prächtige Blumenflor verzichtet

wird. Eine Terrasse mag dazu anregen, die

Wirkung des Gartens bei Mondlicht zu studieren.

Der Künstler folgt den Stilregeln der Zen-Landschaftsmalerei,

welche den Eindruck der Unendlichkeit

verstärken. Dabei verbleibt das Bildgeschehen

nicht im inneren Geviert, sondern drängt über

dessen Grenzen hinaus, sodass sich eine Tür zum

Unbewussten öffnet. Ebenso wie man im Haiku

bewusst nichts tut, um statt künstlicher Verbalisierung

reinen Ausdruck zuzulassen, zeichnen sich

auch Rassers Bilder durch die Abwesenheit von

Taten aus. Bezeichnend sind die tiefen und flachen

Weiten seiner Fernblicke und das durchweg spürbare

künstlerische Arbeitsmotto „Weniger ist mehr“.

Im Gegensatz zu den breitformatigen Papierrollen

der chinesischen Malerei bewegen sich seine Figuren

von links nach rechts. Der Blick wird in die

Richtung gelenkt, in die das Quellwasser fließt, um

dann das Bild zu verlassen.

Die schmucklose Erhabenheit und Stille der Bilder

ruft unweigerlich auch beim Betrachter innere

Ruhe und Ausgeglichenheit hervor. Ihre Einfachheit

lässt ihn seinen elementaren Sinn für offene Weite

wiederentdecken. Vollendung und Virtuosität

geben sich der Schlichtheit hin. Die unbemalten

Teile des Bildträgers dienen der Identifikation mit

dem leeren Grund des Seins. Einen wahren Meister

erkennt man an dem, was er weglässt! All die gewohnte,

aufdringliche Schönheit lässt er fallen –

und entblößt so den inneren Klang der Dinge, das

Wesentliche. Damit schafft er optimale Bedingungen

für die Aufnahme der geistig-künstlerischen

Aussage. Folgen Sie der inneren Berufung des

Künstlers und betrachten Sie die Welt mit Zen-Augen.

Lassen Sie die Energie von Kunst und Lyrik frei

und vorurteilslos durch ihren Körper strömen. Rassers

Werk erinnert uns daran, dass unsere hektische

Art zu leben nicht die einzig mögliche ist.

Gerhard Rasser’s paintings are governed by

silence. It is a silence free of tension, a peaceful

silence. Those who escape the noise of the world

can find peace and fulfillment. The paths of silence

remind observers to be silent and walk without

haste. Although every emotional turmoil seems to

be smoothed out in these paintings, their empty

spaces contain more action than it seems. Master

Eckehart once opined: „To receive everything, we

must let go of everything.“ Rasser’s painting titles

imply that this is a “Long Path” marked by temptations,

abysses, and melancholy. A path of searching

and getting closer, of losing oneself in worlds new

and distant.

Loneliness helps us discover and understand our

personality. Although Rasser’s motifs are inspired

by northern landscapes, they call forth images of

the Desert Fathers and their hermitage. A monotonous

chorus reverberates through the silence of

his sceneries. Those who listen closely, will learn to

collect themselves and step out of the hustle and

bustle of the rat race. Those who look closely, will

feel the urge to escape the narrow confines of set

worldviews, modes of action, temptations, noise,

and even themselves.

Those who cannot find peace are often disoriented.

While Rasser’s protagonists are almost tiny

enough to be overlooked, they have a clear sense

of orientation. Lonely like Caspar David Friedrich’s

Monk by the Sea, they walk along the shore losing

themselves in the expanse of the landscape, embodying

the meaninglessness of man compared to the

vastness of the universe. Looking into the distance,

the tiny figures resemble Giacometti’s sculptures.

Their minimalism contains suggestive poetry and

originates in depths that also serve as a sounding

board for existential questions. The panorama-like

expanses of distant horizons under high skies make

the protagonists look like tiny toy figures. Their loneliness

in space symbolizes man’s isolation, and

the question about the meaning of life, which is

especially discernible in Rasser’s triptychs.

The œuvre of the twice “Enter into Art”- award

winner is predominantly monochrome. His sparse

brushstroke makes the colors of the sunset and

the skeletons of the trees appear understated. The

intentional emptiness leads to an almost pale appearance,

to the seeming absence of color. Just like

in haiku poetry, the artist refrains from actively

articulating himself trying to discover the silent,

inner voice of nature. On the other hand, the empty

spaces left on the paper evoke spaciousness and

expansiveness. The silence of emptiness is more important

to understanding these works that what is

being said. At the core of Rasser’s paintings lies the

concept of reducing things to their bare essentials,

as in a Japanese style garden, an arrangement of

stone, sand, and water, void of bright colors and

gorgeous flowers. A terrace may invite dwellers to

behold the garden in the moonlight.

The artist follows the stylistic devices of Zen

landscape painting, intensifying the impression of

infinity. The painted scene does not remain inside

the frame but pushes beyond its boundaries, opening

the door toward the unconscious. Just like

haiku, composed by the poet by “doing nothing” to

avoid artificial verbalization and admit pure modes

of expression instead, Rasser’s paintings, too, are

marked by the absence of action. Typical features

are the deep and flat expanses of his panorama

views, and the underlying premise of less is more.

As opposed to the horizontal scrolls used in Chinese

paintings, his figures move from left to right. The

movement of the observer’s eyes is aligned with the

direction of spring water, and then directed out of

the picture.

The austere sublimity and silence of the paintings

inadvertently imbues observers with a sense

of inner peace and balance. Their simplicity allows

them to rediscover their inherent affinity for open

spaces. Perfection and virtuosity lend themselves

to simplicity. The unpainted parts of the paper help

observers identify with the empty core of existence.

You can tell a master by what he leaves out! Dropping

all the shrill beauty we are used to seeing, he

reveals the inner sound, the essence of things. This

way, he creates the perfect conditions for understanding

the spiritual, artistic message contained in

his pictures. Follow the artist’s call, and look at the

world through Zen eyes. Allow the energy of art and

poetry to flow through your body freely and unbiased.

Rasser’s work reminds us that our hectic way

of life is not the only one.

4 Enter into Art 2016 | 5


Einsam das Wandeln.

Nur ab und zu ein schwacher

Schatten nebenher.

Lonely wandering.

Only now and then, a faint

Shadow comes along.

4 5


Die Rabenfeder

Auf dem Weg edel schwarz im

Freiflug verloren.

Crow quill sparkles black

In the middle of the path

Fallen in free flight.

6 7


Mit Purpurkuss am

Horizont sich die Sonne

Zum Schlafe gelegt.

With a crimson kiss

The sun touches the offing

On its way to sleep.

8 9


Leise plaudern die

Vögel in weiter Abendstille.

Krähenruf.

Birds chat at nightfall,

Keeping their voices low. Hush

Until the crow calls.

10 11


Einsam die leere

Bank unter dem Wolkengrau

Am See. November.

Lonely the empty

Bench under gray cloud cover.

November lakefront.

12 13


Die Kunst des Weglassens

Nur ein Baum noch im Nebel.

Anfang Februar.

The art of leaving

Out. A single tree in the

February mist.

14 15


Im sagenhaften Blau

Ein Bussard ruhevoll

Seine Kreise zieht.

Staggering blue sky

As the buzzard calmly draws

His flawless circles.

16 17


Sinkende Stille

Rauschen, Rauschen, Rauschen

Schweigen, Schweigen, Schweigen.

Stillness sinking

Noise, Noise, Noise

Silence, Silence, Silence.

18 19


Die Nebelbäume

Auf der stillen Weide nur

Die Krähen stören.

Trees in the white mist

Of the pasture. Peaceful bliss

Until the crows cry.

20 21


Sehnsucht: Still

Die Tamariske rosa

Piniendüfte entfaltet.

Longing falls silent.

The pink tamarisk exhales

Its vital scent: Pine!

22 23


Zum Perlmuttglanz

Der Wolken andächtig die

Möwen meditieren.

Mother of pearl clouds

Enlighten the sky’s stupa.

Gulls meditating.

24 25


Im leisen Rauschen

Des Schlafes sich wiegen

In des Mondes Träume.

Rocking in the arms

Of sleep’s silent murmur to

the dreams of the moon.

26 27


Zum Rückzug der Flut

Das Schweigen der Möwen. Nur

Ein Rabe noch kräht.

As the tide withdraws

The gulls fall silent. Only

A raven still caws.

28 29


Schon seit Tagen das Grau

Und nun das Eis gefangen hält.

Krähenschrei.

Locked up by gray and

now by ice for days on end.

Outside the crow shrieks.

30 31


Sonnenuntergang

Vögleins Stimmen in süßen

Düften versinken.

As the sun goes down,

The birds’ voices sink into

The sweetest of scents.

32 33


Der Fischer in seinem

Schwarzen Boot allein

Am anderen Ufer.

Fisherman inside

His black boat all by himself

On the other shore.

34 35


Traurig und schweigsam

Der Bach zum Rinnsal verebbt.

Hitzig trockene Zeit.

Sadly, silently

The creek becomes a trickle

In dry, heated times.

36 37


Mönch am Meer:

Der Kormoran auf dem einsamen

Felsen da draußen.

The monk by the sea:

A cormorant on a rock

out there on his own.

38 39


Sehnsucht nach Ferne.

Sprießender Grund? Kein Holzzaun,

Kein bellender Hund.

Longing to travel.

Fertile ground? No wooden fence,

No barking dog.

40 41


Stille Wanderung:

Nur Schneeknirschen, Plätschern

Und der Ruf der Krähen.

Peaceful wandering:

Just snow crunching, a murmur,

And the caw of crows.

42 43


Ein warmer Regen

Wie damals als ich ging, um

Nicht umzukehren.

The rain is as warm

As that time I walked away

Never to return.

44 45


Auf herbstlichem Weg

Zwei Baumschatten sich legen.

Untrennbar.

Onto autumn’s path

Two trees lay down their shadows

Inseparable.

46 47


Keine Antworten

Nur das Rabenkrähen und

Das Starezwitschern.

There are no answers

But the caw of ravens and

The chirp of starlings.

48 49


Der Weg im Nebel

Endet. Und doch das Schreiten...

Immer weiter fort.

The path in the mist

Ends. And yet the wandering…

Goes on forever.

50 51


Im Vollmondschatten

Golden der Umriss der

Insel und ein Boot.

Under the full moon

The golden outline of the

Island and a boat.

52 53


Index

Cover 1: Fernland I / Awayland I, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 31 x 21 cm

Cover 2: Annäherung / Convergence, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 16 x 42 cm

Titelseite / title page: Quo Vadis? II, 2020, Aquarell / Watercolor, 59 x 40 cm

Seite / page

1 Quo Vadis? II, 2020, Aquarell / Watercolor, 59 x 40 cm

5 Weg ins Ungewisse / Path into the Unknown, 2018, Mischtechnik / Mixed Media, 43 x 30 cm

6 Orientierung / Orientation, 2020, Aquarell, 43 x 30 cm

8 - 9 Der lange Weg VIII / The long Way VIII, 2018, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, je 14 x 14 cm

11 Verlockung / Sonata of Temptation, 2020, Aquarell / Watercolor, 63 x 47 cm

12 Erwacht / Awakened, 2020, Mischtechnik / Mixed Media, 36 x 53 cm

15 Aufbruch / Raise, 2019, Aquarell / Watercolor, 20 x 21 cm

16 Auf der Suche XVIII / Searching for... XVIII, 2019, Aquarell / Watercolor, 44 x 13 cm

18 - 19 Auf der Suche VIII / Searching for...VIII, 2018, Aquarell / Watercolor, je 14 x 14 cm

21 Melancholie / Melancholia, 2019, Aquarell / Watercolor, 42 x 30 cm

22 Annäherung / Convergence, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 16 x 42 cm

24 - 25 Abgrund / Abyss, 2020, Aquarell / Watercolor, je 16 x 16 cm

27 Lost in Earth, 2019, Gouache, 30 x 21 cm

28 - 29 Watching you II, 2019, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, je 16 x 40 cm

30 - 31 Durchquerung / Crossing, 2019, Watercolor, 45 x 18 cm

32 Schwerelos / Weightless, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 18 x 40 cm

35 Watching you IV, 2020, Mischtechnik / Mixed Media, 48 x 45 cm

36 Watching you III, 2019, Mischtechnik / Mixed Media, 54 x 33 cm

38 - 39 Auf der Suche XII / Searching for... XII, 2019, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, je 14 x 14 cm

40 Fernland I / Awayland I, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 31 x 21 cm

43 Warum ? / Why ?, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 18 x 40 cm

44 Lost in Nature, 2019, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Colored Pencil, 45 x 30 cm

46 - 47 Auf der Suche XIII, 2019, Mischtechnik / Mixed Media, je 14 x 14 cm

49 Fernland II / Awayland II, 2020, Aquarell, Gouache, Buntstift / Watercolor, Gouache, Col. Pencil, 31 x 21 cm

50 Quo Vadis?, 2020, Aquarell / Watercolor, 31 x 21 cm

53 Fremde Welten VII / Strange worlds VII, 2019, Assemblage, 15 x 5, 5 x 2 cm

https://www.blickfang-gerhardrasser.com

gerhard.rasser@inode.at

Internationale Preise des Künstlers:

Zweiter „Enter into Art“-Jury-Preis 2019 – Mixed Media

Zweiter „Enter into Art“-Jury-Preis 2019 – LOUNGE 2

International awards of the artist:

2nd „Enter into Art“-Jury-Award 2019 – Mixed Media

2nd „Enter into Art“-Jury-Award 2019 – LOUNGE 2

Im Maisfeldschatten

Die glühende Hitze des

Sommers sich erfrischt.

Shade in the cornfield.

Even the scorching summer

Comes here to cool down.

13 Jury-Mitglieder aus 12 Ländern

13 jury members from 12 countries

54 55


STILLE WEGE

Kunstbilder und Haiku-Gedichte

Kunstbilder von Gerhard Rasser

Haiku-Gedichte von Gabriele Walter

SILENT PATHS

Artworks and Haiku Poems

Artworks by Gerhard Rasser

Haiku poems by Gabriele Walter

Impressum:

Herausgeber: Gabriele Walter

Text: Gabriele Walter

Cover / künstlerische Gestaltung: Kurt Ries

Übersetzung ins Englische: Anna Sanner

Copyright:

Gabriele Walter

Pützstücker Straße 45

D-53639 Königswinter

Tel. 0049-2244-3823

www.meditaterra.de

www.enterintoart.com

Imprint

Published by: Gabriele Walter

Written by: Gabriele Walter

Cover / artistic design by: Kurt Ries

Translated into English by: Anna Sanner

Copyright:

Gabriele Walter

Pützstücker Straße 45

D-53639 Königswinter

Tel. 0049 2244 3823

www.meditaterra.de

www.enterintoart.com

© Königswinter, 2020

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film, Funk, Fernsehen und Internet,

durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeglicher Art nur mit schriftlicher

Genehmigung der Herausgeber.

All rights reserved. Any reprinting in full or in part, any distribution by film, broadcasting, or television, any publication

on the internet, or through photomechanical reproduction, sound recording, or data processing systems of any kind

requires the written consent of the publisher.

Translation of the following page:

Bibliographic information of the German National Library. The German National Library lists this publication in the

German National Bibliography; detailed bibliographic data are available on the Internet – http://dnb.ddb.de

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte

bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

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Von der Stille wird gesagt, in ihr sei der weite Atem der Ewigkeit.

Mit ihrem klaren, von Einschränkungen befreiten Blick sind

Gerhard Rassers Bilder Verweilstätten der Ruhe. In unserer von

Medienlärm geprägten Zeit laden sie zum Schweigen ein. Das Einswerden

mit dem schöpferischen und künstlerischen

Weltganzen schaltet alles Unwesentliche aus.

Pilgern Sie mit diesem Kunst- und Geschenkbuch

zur inneren Mitte. Sie werden sehen - in der

Stille ist noch Platz für neue Horizonte. Ebenso

wie Haiku und japanische Tuschebilder erscheinen

die Werke des am Bodensee lebenden Österreichers

als auf wenige Elemente reduzierte

Ausschnitte, klar konturiert vor dem Hintergrund

des Unendlichen.

Aus der Seele des Künstlers sprießt eine geheimnisvolle

Kraft. Die enge Beziehung zwischen

Kunst, Dichtung und Natur überträgt sich auf

den Rezipienten. Gleich einem Haiga-Kunstwerk

kann das Buch als Gesamtkomposition aus Bildhaftigkeit

und Poesie begriffen werden, welches

beim Durchblättern Ruhe und Freude verleiht,

das Bewusstsein erweitert und die Sinne anregt.

Silence is said to contain the long breath of eternity. With their

open, unimpaired views, Gerhard Rasser’s paintings are peaceful

resting places. Amid the noise of our media-dominated times,

they invite observers to pause and fall silent. As they become one with

the creative, artistic cosmos of the world, they

manage to turn off all unnecessary noise.

Pick up this art and gift book, and see for yourself.

Embark on a pilgrimage to the core of your

being. Within its silence, you will discover new

horizons. Just like haiku and Japanese ink wash

paintings, the works of the Austrian resident of

the Lake Constance area appear as clippings of

truth reduced to its essentials, clearly outlined

against the backdrop of eternity.

From the soul of the artist springs forth a mysterious

power. The close connection between art,

poetry, and nature reaches the recipient by way

of direct artistic transmission. As in haiga art, this

book is a composition of images and poetry that

affords peace and quiet to those leafing through

it, while expanding their consciousness, and stimulating

their senses.

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