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Radies Krankheits- und Schädlingsbuch

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YOUR BEST RADISH

STARTS WITH US

Krankheiten und Schädlinge an Radies

enzazaden.com/de


Vorwort

Wir freuen uns, Ihnen ein praxisorientiertes Krankheits- und Schädlingsbuch

für den Radies-Anbau zu präsentieren, welches als Hilfsmittel dient, um die

gängigsten Krankheiten und Schädlinge in der Kultur zu erkennen.

Wir möchten, dass Sie Erfolg mit dem Radies-Anbau haben und unterstützen

Sie mit unserem starken Produktportfolio für alle Anbaussegmente. Unsere

Radies-Sorten zeichnen sich durch ihre Farbe, Qualität sowie Haltbarkeit nach

der Ernte aus. Die über 30-jährige Züchtungserfahrung in Radies und die enge

Zusammenarbeit mit unseren Kunden hilft uns, auf Trends und Veränderungen

zu reagieren und unsere Züchtungsarbeit anzupassen, um den aktuellen

Bedürfnissen gerecht zu werden.

Für Fragen und weitere Informationen zu unseren Sorten, besuchen Sie unsere

Radies-Webseite oder kontaktieren Sie Ihren regionalen Ansprechpartner - denn

„Your best radish starts with us”

Inhaltsverzeichnis

Vorwort 2

Inhaltsverzeichnis 3

Pilzliche Krankheiten 4

Falscher Mehltau (Peronospora parasitica) 4

Rhizoctonia-Fäule (Rhizoctonia solani) 5

Weißer Rost (Albugo candida) 6

Alternaria-Blattflecken (Alternaria sp.) 7

Rettichschwärze (Aphanomyces raphani) 8

Fusariose (Fusarium oxysporum sp.) 9

Bakteriosen 10

Pseudomonas syringae pv. maculicola 10

Streptomyces scabies 11

Schädlinge 12

Kohlfliege (Delia sp.) 12

Kohlerdfloh (Phyllotreta sp.) 13

Freifressende Larven 14

Abiotische Schäden 15

Entdecken Sie unser gesamtes Angebot

und Know-how rund um Radies.

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Pilzliche Krankheiten

Pilzliche Krankheiten

Falscher Mehltau (Peronospora parasitica)

Rhizoctonia-Fäule (Rhizoctonia solani)

Schadbild:

Gelb-/bräunliche, dunkle Blattflecken am Laub und schwarze Flecken auf der

oberen Hälfte der Knolle sowie dem Übergang zum Bodenhorizont.

Schadbild:

Schwarzbraune Flecken und Einrisse im Grenzbereich zur Bodenoberfläche

und an der unteren Hälfte der Knolle.

Auftreten:

Besonders bei herbstlicher Witterung.

Auftreten:

Vor allem bei hoher Bodenfeuchte und Bodentemperatur sowie auf schweren

Böden mit schlechter Bodenstruktur. Tritt verstärkt ab pH-Wert 7 auf.

Bekämpfung:

Fruchtfolge und Aussaatdichte beachten, außerdem Bestand gut belüften und

vorsichtig wässern.

Bekämpfung:

Weites Wirtspflanzenspektrum, daher Befallsflächen sowie Staunässe meiden.

Fruchtfolge beachten und für lockere Bodenstruktur sorgen.

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Pilzliche Krankheiten

Pilzliche Krankheiten

Weißer Rost (Albugo candida)

Alternaria Blattflecken (Alternaria sp.)

Schadbild:

Gelbe Flecken auf der Blattoberseite und weißliche Pusteln auf der

Blattunterseite.

Schadbild:

Graubraune, ringförmige Flecken auf gelbem Blattgrund. Führt teils auch zu

Faulstellen an Stielen und Knolle.

Auftreten:

Im Frühjahr und Herbst bei kühlfeuchter Witterung. Tritt oft zusammen mit

Falschem Mehltau auf.

Auftreten:

Erhöhter Befallsdruck im Herbst. Tritt oft in Nachbarschaft zu anderen

Brassica-Arten auf.

Bekämpfung:

Flächenwechsel nach Befall.

Bekämpfung:

Auf Feldhygiene achten und weite Fruchtfolge planen. Befallene Blätter sofort

entfernen und Erntereste schnell zerkleinern. Bei hohem Befallsrisiko im

Vorfeld präventiven Pflanzenschutz durchführen.

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Pilzliche Krankheiten

Pilzliche Krankheiten

Rettichschwärze (Aphanomyces raphani)

Fusariose (Fusarium oxysporum sp.)

Schadbild:

Blauschwarze Verfärbungen außer- und innerhalb der Knolle.

Schadbild:

Welke, Vergilbungen und Verformungen von Blättern. Zudem kommt es zu

Wurzelfäule und vermindertem Wuchs.

Auftreten:

Vorkommen an Radies eher selten. Tritt besonders bei warmer Witterung und

alkalischen Böden auf. Zudem fördern Bodenverdichtung, Nässe und Nachbau

das Auftreten.

Bekämpfung:

Boden lockern, Nässe vermeiden sowie physiologisch sauer düngen.

Auftreten:

Vorkommen vermehrt im Gewächshaus-Anbau, im Freiland sehr selten.

Optimale Entwicklungsbedingungen des Erregers bei 24 bis 29 °C.

Bekämpfung:

Resistente Sorten verwenden sowie Fruchtfolge und Anbaupausen beachten.

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Bakteriosen

Bakteriosen

Pseudomonas (Pseudomonas syringae pv. maculicola)

Streptomyces (Streptomyces scabies)

Schadbild:

Am Laub leicht eingesunkene, wässrige Blattflecken, die sich später dunkel

verfärben. Zudem unregelmäßige Form der Flecken, welche durch die

Blattadern begrenzt sind.

Auftreten:

Ausbreitung wird durch feuchte Witterung begünstigt, oft sind Spätsommerund

Herbstsätze betroffen.

Bekämpfung:

Auf Feldhygiene achten.

Schadbild:

Schorfartige Veränderungen in kreisrunder Form sowie schuppige und

aufgewölbte Läsionen.

Auftreten:

Auf leichten, sandigen, gut durchlüfteten Böden anzutreffen. Erreger benötigt

Sauerstoff und bevorzugt basische Böden ab pH-Wert 6,5 bis 7. Tritt häufig in

der Fruchtfolge von Kartoffeln und Rüben auf.

Bekämpfung:

Verwendung von physiologisch sauren Düngern. Gesunde Fruchtfolge und

gleichmäßige Bodenfeuchte reduzieren den Befall.

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Schädlinge

Schädlinge

Kohlfliege (Delia sp.)

Kohlerdfloh (Phyllotreta sp.)

Schadbild:

Eiablage findet an den jungen Radies statt. Die daraus entstehenden Maden

nagen Fraßgänge in die äußere Schicht der Knollen.

Schadbild:

Punktartige Fraßstellen an Blättern und Knolle sowie gesprenkeltes Schadbild.

Auftreten:

Hauptzeitraum für die Eiablage ist Anfang Mai. Sorgt oft für Probleme bei

Foliensätzen, welche mitten in der Kultur aufgedeckt werden.

Auftreten:

Vermehrter Schaden während Trockenperioden und bei langsamem

Wachstum.

Bekämpfung:

Pflanzenschutz und Kulturschutznetze verwenden.

Bekämpfung:

Gezielte Beregnung kann das Auftreten etwas unterdrücken.

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Freifressende Larven

Abiotische Schäden

Allgemeines Schadbild

Minierfliege

Platzer nach ungleichmäßiger Bewässerung

Frost- und Windschaden

Kohlmotte

Kohlrübenblattwespe

Schaden durch Bodenverdichtung

Nährstoffmangel in Folge von Überständigkeit

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enzazaden.com/de

Enza Zaden Deutschland GmbH & Co. KG

An der Schifferstadter Straße

67125 Dannstadt-Schauernheim

Deutschland

Tel. +49 6231 94 11 20

Fax +49 6231 94 11 22

info@enzazaden.de

www.enzazaden.com/de

Disclaimer

Beschreibungen, Empfehlungen und Abbildungen in Broschüren und Faltblättern müssen möglichst genau den Prüfungen und Praxiserfahrungen

entsprechen. Diese Informationen dienen der Unterstützung von Erwerbsgärtnern und Benutzern, wobei unterschiedliche örtliche Bedingungen zu

berücksichtigen sind. Enza Zaden übernimmt keinerlei Haftung für abweichende Ergebnisse an Produkten, die aufgrund ungenauer Informationen

entstanden sind. Der Käufer hat selbst zu entscheiden, ob die Artikel für den vorgesehenen Anbau und für die örtlichen Bedingungen geeignet

sind. Aktuelle Auskünfte über Resistenzen sind auf der Website www.enzazaden.com/de abrufbar.

© Enza Zaden Deutschland GmbH & Co. KG | Deutschland | Mai 2022

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