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Furniture & Interior, Clocks, Silver, Sculpture & Works of Art

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ONE OF THE LEADING<br />

AUCTION HOUSES<br />

IN EUROPE<br />

CATALOGUE I<br />

FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS, SILVER,<br />

SCULPTURE & WORKS OF ART<br />

Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />

Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023


FURNITURE<br />

& INTERIOR<br />

C L O C K S<br />

S I L V E R


1<br />

CARTELLUHR VON JEAN-ADRIEN, PARIS<br />

Höhe: 51 cm.<br />

Breite: 28 cm.<br />

Tiefe: max. 18 cm.<br />

Rückplatine in Gravur signiert „Jean AParis“.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Werk: Pendel an Fadenaufhängung, Schloss scheiben-<br />

Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Gehäuse: Zifferblatt umgeben von hochoval komponierter<br />

Rahmung in vergoldeter Bronze, gebildet aus<br />

Zweigen, Blattwerk, Blüten und Rocaillebögen, die<br />

über vergitterten Schallöffnungen hinwegziehen.<br />

Be krö nung durch eine vollplastisch gegossene allegorische<br />

Figur mit erhobener Fackel. Werkabdeckung<br />

rückwärts durch Messingblech.<br />

Zifferblatt: Emailzifferblatt mit römischen Stunden,<br />

arabischen Minuten und Signatur. Zeiger vergoldet.<br />

(1380022) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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2<br />

BUREAU CAPUCIN<br />

Höhe: 88 cm.<br />

Breite: 56 cm.<br />

Tiefe: 72 cm.<br />

Gestempelt „Pierre Garnier“ (um 1726-1800),<br />

Meister ab 1742.<br />

Geschweifte, gekantete Beine mit à jour gearbeiteten<br />

Bronzesabots. Zweischübiger Unterbau mit überkragender<br />

teilpr<strong>of</strong>ilierter Deckplatte, diese mit grünem<br />

Leder bezogener und gold punzierter Schreibplatte,<br />

sowie herausziehbaren Kompartiments mit Zuggriffen<br />

bzw. einem Schlüsselschild. Seitlich <strong>of</strong>fene Kompartiments<br />

für Schreibzeug. Allseits in Spiegelfurnier gestaltet<br />

mit deckelseitiger Kartusche. Minimal besch.,<br />

rest. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

(1380943) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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15


3<br />

PAAR REPRÄSENTATIVE KANDELABER<br />

Höhe: 74 cm.<br />

Frankreich, um 1820-1830.<br />

Kombinationsarbeiten aus weißem Marmor sowie<br />

vergoldeter und dunkelbraun patinierter gegossener<br />

Bronze. Über quadratischem Stand mit gekanteten<br />

Ecken die teilkannelierten kartuschierten Basen mit<br />

Schlangenreliefzier. Darüber je eine antikisierende<br />

weibliche Figur mit Chiton und hochgesteckter Frisur.<br />

In ihren Händen vergoldete Blütenzweige deren<br />

Stempel teilweise als Tüllen fungieren.<br />

Provenienz:<br />

Christie‘s, 25. April 2017, Lot 176.<br />

(1380238) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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4<br />

GROSSE PRUNKPENDULE<br />

Gesamthöhe: 130 cm.<br />

Rückplatine signiert „Regnault à Paris“.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

Werk: Achttagegehwerk. Pendel mit Fadenaufhängung.<br />

Halbstunden- und Stundenschlossscheibenschlagwerk<br />

auf Glocke.<br />

Funktion: Stunden- und Minutenzeiger aus gebläutem<br />

Stahl.<br />

Gehäuse: In Gehäuse, Abdeckelung nach oben sowie<br />

Wandkonsole. Die Uhr balusterförmig gebaucht, mit<br />

vorderer Glastüre. Reiche Bronzebeschläge, durchbrochen<br />

gearbeitet mit figuralem Dekor, Blüten- und<br />

Blattmotiven sowie Rocaillen und Voluten. Der Aufsatz<br />

mit großer Rocaillekartusche sowie Blüten. Der<br />

Sockel symmetrisch gearbeitet, mit C-Voluten eine Kartusche<br />

bildend. Ebonisiertes Holz. Mittelfeld signiert.<br />

Zifferblatt: Treize pièces-Zifferblatt mit römischen<br />

Ziffern sowie arabischen Ziffern in separaten Indikationen.<br />

Zustand: Gut.<br />

(1380971) (10)<br />

LARGE PENDULUM CLOCK<br />

Total height: 130 cm.<br />

Signed “Regnault à Paris”.<br />

Paris, 18th century.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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17


5<br />

ZIERLICHE WANDELPOUDREUSE<br />

(TABLE D'ACCOUCHÉE)<br />

In zugeklapptem Zustand: 71 x 63 x 37,2 cm.<br />

Frankreich, um 1760.<br />

Gekantete, leicht geschweifte Beine in die dreischübige<br />

Zarge übergehend. Deckplatte mittig zu öffnen<br />

mit Klappspiegel und seitlichen Scharnierflügeln mit<br />

Druckknöpfen. Das Furnier als Spiegelfurnier aufgelegt.<br />

Das Möbel zweiteilig komponiert und zu Reisezwecken<br />

gedacht. Der untere Schub als Zarge für<br />

den Tisch, darauf ruhend der in die unteren Beine<br />

übergreifende Aufsatz mit den Schüben und der genannten<br />

aufklappbaren Deckplatte. Die Tischdeckplatte<br />

des Unterbaus mit weißem Marmor verkleidet.<br />

Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Die Möbel der Residenz München. Die Französischen<br />

Möbel des 18. Jahrhunderts, Bd. 1, S. 145,<br />

Nr. 31. Dort ein ähnliches Modell, diese von Pierre<br />

Roussel (Meister ab 1745). (1361612) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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6<br />

MÜNCHNER BOULLE-PENDULE<br />

MIT WANDKONSOLE<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Breite: 39 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

Signiert „Paulus Graf in München“.<br />

Deutschland, letztes Viertel 18. Jahrhundert.<br />

Werk: Federbetriebenes Acht-Tage-Werk, Viertelstunde<br />

Schlagwerk auf zwei Glocken und Messingpendelscheibe.<br />

Gehäuse: Hoher taillierter Gehäuseaufbau mit zweifach<br />

aufschwingender Bedachung und hoher vasenförmiger<br />

Bekrönung. Flächen von Gehäuse und Konsole<br />

mit rötlichem Schildpatt belegt. Entsprechend<br />

dekorierte Konsole, nach unten sich verjüngend.<br />

Zifferblatt: Messingring mit römischen Stunden und<br />

arabischer Minutenangabe, von Uhrmacher signiert.<br />

Messingrocaillen verzieren das gesamte Zifferblatt.<br />

(1380472) (10)<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

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Sistrix<br />

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7<br />

IMPOSANTE RUSSISCHE WANDAPPLIKEN<br />

Höhe: 67 cm.<br />

Um 1780/1790.<br />

Bronze, vergoldet und geschliffenes Glas. Jeweils<br />

zweiflammig. Über gehörntem Widderkopf die beiden<br />

geschweiften Leuchterarme, gefolgt von zentralem,<br />

in Obelisk-Form mittigen Stab aus facettiertem Glas.<br />

Die Bekrönung der Leuchter mit hängenden Bogen<br />

und Armen, besetzt mit beweglichen Ketten. Diese<br />

mit Mondsichel abschließend.<br />

Literatur:<br />

Vgl. eine ähnliche Ausführung ist hier zu finden: Igor<br />

Sychev, Russische Leuchter des Klassizismus, 1760-<br />

1830, Russland 2003, S. 55, Tafel 272 und 273.<br />

(1380281) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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8<br />

IMPOSANTES TINTENZEUG<br />

Höhe: 34 cm.<br />

Breite: 35 cm.<br />

Tiefe: 24 cm.<br />

Wohl Russland, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

In hellgrauem Marmor und vergoldeter Bronze. Aufbau<br />

in Form eines nach vorne ziehenden Sockels mit<br />

darauf stehendem Obelisken. Die seitlichen Kerzenarme,<br />

der Faunkopf am Obelisk, das Taubennest sowie<br />

die applizierten Dekorationen in vergoldeter Bronze.<br />

(13816816) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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19


9<br />

LOUIS XV-DAMENSCHREIBTISCH<br />

Höhe: 74,5 cm.<br />

Breite: 55,5 cm.<br />

Tiefe: 36 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

In vergoldeten Bronzesabots stehende gekantete<br />

geschwungene Beine, die zentral durch ein Mitteltableau<br />

zusammengeführt werden. Darüber der einschübige<br />

Korpus mit darüberliegender lederbezogener<br />

Schreibplatte mit Messingzugknauf. Der Schub<br />

mit vierfacher Gliederung mit rechts liegenden Kompartiments<br />

für das Schreibzeug. Überkragende, den<br />

Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit Mes singumrandung.<br />

Das Tableau sowie der Korpus und Deckplatte<br />

jeweils mit hochfeiner, teils eingefärbter Marketerie,<br />

Blumengebinde und Stadtansichten zeigend.<br />

Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Pierre Kjellberg, Le Mobilier français du XVIIIe<br />

siècle, Paris 1998, S. 402. (Zu den Einlegearbeiten,<br />

von denen es vergleichbare Werke von André-Louis<br />

Gilbert (1746-1809) gibt) (1371192) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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10<br />

PAAR BAROCK-KONSOLEN<br />

Höhe: max. 22,5 cm.<br />

Eiche, geschnitzt. Unterschiedliche Formen mit Engelskopfschnitzereien<br />

und fruktalen Ornamenten sowie<br />

überkragendem pr<strong>of</strong>ilierten Gesimsabschluss. Minimal<br />

besch.<br />

(13816721) (13)<br />

€ 600 - € 800<br />

Sistrix<br />

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11<br />

KOMMODE MAZARIN<br />

Höhe: 85 cm.<br />

Breite: 114 cm.<br />

Tiefe: 66 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Dreischübiger Korpus sans traverse mit geschweiften,<br />

teils à jour gearbeiteten, über Eck stehenden Risalitbeinen.<br />

Die Schübe in der Mitte vertikal geschnürt und<br />

jeweils mit zwei Scheinschüben versehen, mit intarsierten<br />

Kartuschen in gegensätzlichen kontrastierenden<br />

Holzarten. Ziselierte und vergoldete gegossene<br />

Beschläge. Überkragende rechteckige Deckplatte mit<br />

Spiegelfurnier. Der Korpus in Weichholz gearbeitet. Erg.<br />

(1361611) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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21


12<br />

GROSSER KPM-MALABAR<br />

Höhe: 39,5 cm.<br />

Zeptermarke mit zwei Schleifstrichen in Blau Aufglasur.<br />

Berlin, 20. Jahrhundert.<br />

Weißes Porzellan, glasiert. Entwurf von Friedrich Elias<br />

Meyer um 1777. Auf quadratischem, leicht gewölbten<br />

Sockel vollplastische, stehende Darstellung eines<br />

Malabaren in stiltypischer Bekleidung mit Hut. In den<br />

Händen Schellen haltend. Teil der Drapierung besch.<br />

(13808218) (10)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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13<br />

BAROCKER TABERNAKELSEKRETÄR<br />

Höhe: 192 cm.<br />

Breite: 133 cm.<br />

Tiefe: 75 cm.<br />

Österreich, um 1750.<br />

Der dreischübige Unterbau auf gedrückten Kugelfüßen<br />

lagernd. Die Front mehrfach geknickt und nach<br />

innen konkav geschweift. Die Schubladenfronten im<br />

äußeren Bereich in diagonal verlaufendem Nussbaum<br />

furniert, die Bandelwerkmarketerien sind in Zwetschgenholz<br />

und Mooreiche ausgeführt. Der mittlere Teil<br />

des Möbelstückes hat je zwei kleine übereinanderliegende<br />

Schübe außen und in der Mitte die nach vorne<br />

aufklappbare Schreibplatte. Von außen ist diese in<br />

aufwendiger Einlegearbeit gestaltet. Dargestellt ist,<br />

kartuschenartig eingefasst, ein Wanderer vor dörflich<br />

ländlicher Kulisse. Die Marketerie ist ausschließlich in<br />

Ahorn gefertigt, die einzelnen Furnierstücke sind brandschattiert,<br />

grenzen sich so voneinander ab und geben<br />

dem Bild eine gewisse Tiefe mit dreidimensionalem<br />

Charakter. Hinter der Schreibplatte die geräumige<br />

Arbeitsfläche mit vier kleinen Schüben. Aufsatz mit<br />

zentraler Tabernakeltüre, flankiert von zehn weiteren<br />

frontal geknickten Schüben, die über eine Zentralverriegelung<br />

verschließbar sind. Tabernakeltüre außen<br />

diagonal in Pflaume furniert und mit kartuschenartig<br />

eingefasster figürlicher Einlegearbeit aus Ahorn auf<br />

dunklem Fond versehen. Seiten mehrfach gefeldert<br />

und in Birkenmaser furniert.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Wolfgang L. Eller, Schreibmöbel 1700-1850 in<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz, Petersburg<br />

2006, S. 58. (1371194) (13)<br />

BAROQUE TABERNACLE SECRETARY<br />

Height: 192 cm.<br />

Width: 133 cm.<br />

Depth: 75 cm.<br />

Austria, ca. 1750.<br />

Literature:<br />

cf. Wolfgang L. Eller, Schreibmöbel 1700-1850, in<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz, Petersburg<br />

2006, p. 58.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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14<br />

BILDHAUER DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

MARMORFIGUR DES APOLLO VON BELVEDERE<br />

Höhe: 71 cm.<br />

Standfigur in weißem Marmor auf achtkantiger Plinthe.<br />

Die Apoll<strong>of</strong>igur im schreitenden Gestus wiedergegeben.<br />

Entsprechend dem antiken Original ist die linke<br />

Hand vorgestreckt und hält einen Stab, über den Arm<br />

die Chlamys gelegt. An der rechten Körperseite ein<br />

Baumstumpf mit hochziehender Schlange.<br />

(1381576) (10)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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15<br />

RÉGENCE-BUREAU<br />

Höhe: 110 cm.<br />

Breite: 113 cm.<br />

Tiefe: 57 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Über vergoldeten Bronzesabots stehende gekantete<br />

und geschweifte Beine mit dreischübigem Korpus mit<br />

erhabenem Mittelsegment. Herausziehbare Knaufstege<br />

zur Ablage der schrägen Schreibplatte, diese<br />

innen mit grüner Lederschreibplatte bedeckt. Dahinter<br />

teils <strong>of</strong>fene, teils geschlossene Kompartiments mit<br />

Blütenknöpfen und geschweiften Fronten. Horizontale<br />

Deckplatte, ornamental furniert. Das Furnier der Schübe<br />

und der Schreibplatte als Spiegelfurnier gearbeitet mit<br />

Würfelornamentumrandung. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1351031) (13)<br />

RÉGENCE BUREAU<br />

Height: 110 cm.<br />

Width: 113 cm.<br />

Depth: 57 cm.<br />

France, 18th century.<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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16<br />

RÉGENCE-KOMMODE<br />

Höhe: 85 cm.<br />

Breite: 129 cm.<br />

Tiefe: 65 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Eichenholzkorpus, furniert. In teils à jour gearbeiteten<br />

Bronzesabots die stehenden gekanteten Beine mit<br />

darüberliegendem Korpus mit fünf Schüben. Diese mit<br />

reichen Ormolu-Handhaben und dazwischenliegenden,<br />

à jour gearbeiteten Louis XV-Schlüsselschildern,<br />

wobei das obere Schlüsselschild blind gearbeitet ist<br />

und zwischen den beiden oberen Schüben liegt, diese<br />

flankiert von Espagnoletten. Überkragende, pr<strong>of</strong>ilierte,<br />

den Zügen des Möbels folgende Marmordeckplatte in<br />

rot-weiß geädertem Marmor. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1371193) (13)<br />

RÉGENCE COMMODE<br />

Height: 85 cm.<br />

Width: 129 cm.<br />

Depth: 65 cm.<br />

France, 18th century.<br />

Oak structure, veneered. The structure with five drawers<br />

is supported on canted legs in bronze sabots,<br />

some <strong>of</strong> them à jour.<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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17<br />

MEISSENER APOSTELFIGUR DES<br />

JAKOBUS MINOR<br />

Höhe: 48,7 cm.<br />

Schwertermarke mit zwei Schleifstrichen in Unterglasurblau<br />

am Sockelrand. Im Sockel eingeritzt mit<br />

„Weiß“ sowie mit Bossierer-Nr. „149“.<br />

Meißen, 20. Jahrhundert.<br />

Weißglasiertes Porzellan, den Apostel darstellend. Der<br />

Apostel in weiten Gewändern, auf einem hohen, pr<strong>of</strong>ilierten<br />

Sockel stehend. Seine linke Hand ist halb gehoben,<br />

in seiner rechten hält er einen Folianten. Sein<br />

Haupt ist stark nach seiner linken Seite gewandt. Entwurf<br />

von Johann Joachim Kaendler um 1747. Kaendler<br />

entwarf die Modelle zu den 12 Aposteln in Anlehnung<br />

an die berühmten, monumentalen Marmorskulpturen<br />

im Mittelschiff von San Giovanni in Laterano in Rom.<br />

Literatur:<br />

Ulrich Pietsch, Meißner Porzellanplastik von Gottlieb<br />

Kirchner und Johann Joachim Kaendler, München<br />

2006, S. 99, Kat. Nr. 152. (13808219) (10)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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Seitenansicht<br />

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27


18<br />

PAAR LOUIS XV-WANDAPPLIKEN<br />

Höhe ohne Leuchtmittel: 34 cm.<br />

Punziert mit C couronné (Steuerstempel 1745-1749,<br />

für feuervergoldete Arbeiten).<br />

Frankreich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Aus à jour<br />

gefertigter Rocaille mit plastischen Trauben zwei vegetabile<br />

Leuchterarme erwachsend, je eine Brennstelle<br />

über Blattwerktülle führend. Elektrifiziert. Nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

(13816761) (13)<br />

€ 900 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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19<br />

FLÄMISCHER GOBELIN-WANDTEPPICH<br />

MIT LANDSCHAFTSMOTIV<br />

310 x 243 cm<br />

17. Jahrhundert<br />

Im Hochformat, die breite Bordüre erhalten und von<br />

brauner Einfassung umzogen. Im Feld Blick in eine<br />

Baumlandschaft mit Durchblick auf eine Lichtung im<br />

Hintergrund. Im Vordergrund ein Gewässer mit drei<br />

schwimmenden Enten, weiter hinten befinden sich<br />

links am Ufer zwei Capriden. In der rechten, unteren<br />

Ecke tritt aus dem Schilf ein Enten jagender Otter hervor.<br />

Die breite, braungrundige Randbordüre besetzt<br />

von wappenförmigen Kartuschen an Schleifen, sowie<br />

Vasen mit Blumengestecken in den Ecken. In der<br />

oberen Bordüre zeigt sich im Zentrum ein Vogel mit<br />

ausgebreiteten Flügeln zwischen Blattranken, am<br />

Unterrand eine barocke Kartusche.<br />

Anmerkung:<br />

Verso unten auf kleinem St<strong>of</strong>fetikett beeichnet:<br />

DE Wit, Royal Manufacturers, Belgium - 2009.<br />

(1381851) (1) (18)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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20<br />

PAAR KERZENLEUCHTER<br />

Höhe: 25 cm.<br />

Paris, erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Ein außergewöhnlich fein gearbeitetes Paar Kerzenhalter.<br />

Bronze, feuervergoldet. Auf achtkantigem,<br />

gestuftem Standfuß erhebt sich ein taillierter Schaft,<br />

im Unterteil mit rundem Querschnitt und mittig im<br />

oktogonalen Schnitt. Der Schaft verbreitert sich im<br />

obersten Teil nach außen mit C-bogigen Voluten und<br />

stützt die prächtige, vasenförmige Tülle. Die runden<br />

Tropfenschalen sind ebenfalls mit Perldekor verziert<br />

und abnehmbar. Die gesamte Dekoration, mit geometrischem<br />

Muster sowie Rocaille und Blumendekor, ist<br />

gegossen, nur teilweise geprägt und weist eine feine<br />

detaillierter Verarbeitung auf.<br />

(1381823) (1) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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21<br />

KLEINES BAROCKES FAUTEUIL<br />

Lehnenhöhe: 80 cm.<br />

Sitzhöhe: 41 cm.<br />

Holz, geschnitzt, dunkel gefasst. Kannelierte Beine<br />

mit Akanthusblattknien, die Zarge mit gemuschelten<br />

Schnitzereien. Jüngere rot-gelbe Polsterung mit Kissen.<br />

(13808211) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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29


22<br />

BUREAU MAZARIN<br />

81 x 146 x 79,5 cm.<br />

Anfang des 20. Jahrhunderts<br />

Das Möbel auf insgesamt acht Beinen, die mit X-förmig<br />

gestellten Streben verbunden sind. In der Front seitlich<br />

flankierend jeweils drei Schübe. Mittig ein Schub auf<br />

Fronthöhe. Das Furnier in première partie mit Ranken<br />

und Blattwerk sowie Schaustellern nach Callot in<br />

symmetrischer Anordnung auf den Schüben und<br />

Seiten flächen. Die rechteckige Tischplatte mit Lambrequin-<br />

und figürlichem Dekor. Schlüssel vorhanden.<br />

Gebrauchsfertiger Zustand.<br />

Anmerkung:<br />

Das in Boulletechnik eingelegte Möbel ist benannt<br />

nach dem Kardinal Mazarin, der 1642-1661 Frankreichs<br />

Premierminister war.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Jean Nerée Ronfort (Hrsg.), Charles André Boulle.<br />

1642-1732. Ein neuer Stil für Europa, Paris 2009, S.<br />

294, Nr. 45. (1371121) (13)<br />

BUREAU MAZARIN<br />

81 x 146 x 79.5 cm.<br />

Beginning <strong>of</strong> the 20th century.<br />

Desk structure veneered with tortoiseshell with red<br />

underlay and inlays in ormolu and brass. Black lacquer.<br />

Notes:<br />

The bureau is inlaid in Boulle work and named after<br />

France from 1642 to 1661.<br />

CITES export restrictions - sale in the EU only.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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23<br />

PAAR VERGOLDETE UND GEFASSTE<br />

BAROCK-RAHMEN<br />

Gesamthöhe: je 92 cm.<br />

Breite: je 47 cm.<br />

Italien, um 1700.<br />

Die holzgeschnitzten Rahmen mit C-bogigen Voluten<br />

und Muscheldekor, behangen durch hervortretenden<br />

Lambrequin-Giebel, jeweils mit Standsockel. Spiegelglas<br />

neueren Datums.<br />

(13711220) (18)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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24<br />

HALBSCHRANK<br />

142 x 126 x 40 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Über kurzen furnierten Beinen stehender fast quadratischen<br />

Korpus mit zwei Flügeltüren. Diese außen mit<br />

dichter Rautenmarketerie und zwei nebeneinander<br />

liegenden Schlüsselschildern. Inneneinrichtung mit<br />

vier Einlegeböden. Leicht überkragende den Zügen<br />

des Möbels folgende hölzerne Deckplatte.<br />

(1362161) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

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31


25<br />

JACQUES PHILIPPE CARESME,<br />

1734 – 1796, ZUG.<br />

VENUS, FLORA UND EIN BACCHANT HULDIGEN<br />

EINER DIONYSOSHERME<br />

Gouache auf Papier, auf Holz aufgezogen.<br />

39 x 31 cm.<br />

Hinter Glas in reich geschnitztem und vergoldetem<br />

Originalrahmen.<br />

In sonnenbeschienener Landschaft mit antiken Gebäuderesten<br />

die auf einem roten Tuch sitzende schöne<br />

nackte Venus, in ihren Händen ein Räuchergefäß haltend,<br />

hinter ihr ein musizierender Bacchant und neben<br />

ihm Flora mit bläulichem Umhang, einen großen Korb<br />

mit Blumen haltend. Linksseitig auf einem steinernen<br />

Sockel stehend eine große Dionysosherme, denen<br />

sie huldigen. Zudem am linken und rechten Bildrand<br />

zwei Kinder mit Weinrispen gefüllten Körben. Feine<br />

qualitätvolle Darstellung.<br />

(1380471) (18)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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26<br />

SECRETAIRE À ABATTANT<br />

Höhe: 144 cm.<br />

Breite: 90 cm.<br />

Tiefe: 36 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Im Stil Louis XVI gestaltetes Schreibmöbel mit zweitürigem<br />

Unterbau, abgeschrägten Beinen die in die<br />

rahmenden Pilaster übergehen und Scharnierschreibplatte<br />

mit überfangendem Schub. Grün weiß geäderte<br />

Marmordeckplatte. Besch. Rest.<br />

(1380823) (13)<br />

€ 4.000 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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33


27<br />

NEOKLASSIZISTISCHER GUÉRIDON<br />

Höhe: 82 cm.<br />

Durchmesser: 72 cm.<br />

Frankreich, nach Pierre-Philippe Thomire (1751-1843).<br />

Über einer Marmorpr<strong>of</strong>ilbasis der vergoldete Fuß<br />

als zylindrischer Säulenstumpf mit Festonreliefzier.<br />

Darauf drei Grazien radial angeordnet sich die Hände<br />

gebend. Überkragende runde Deckplatte mit zentraler<br />

Ormolurosette und pr<strong>of</strong>iliertem Rand.<br />

Provenienz:<br />

Christie‘s, London, 22. Juni 1989, Lot 74.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Proschel et al., Vergoldete<br />

Bronzen, München 1986, Bd. I, S. 387, Abb. 5.16.12.<br />

(1380236) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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35


28<br />

FRÜHKLASSIZISTISCHE FRANZÖSISCHE<br />

KAMINUHR<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Breite: 38 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

Frankreich, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />

über der XII.<br />

Schlossscheiben-Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag<br />

auf Glocke.<br />

Gehäuse: Reiche bildplastische Gestaltung in feuervergoldeter<br />

Bronze. Auf kräftigem Längssockel mit<br />

frontalem Eichenblatt-Feston erhebt sich ein kannelierter<br />

Säulenstumpf, der das Werkgehäuse trägt, bekrönt<br />

mit einer großen Bandschleife und herabhängenden<br />

Rosen. Seitlich steigt ein vollplastisch gestalteter<br />

Löwe hoch. Gegenüber ein großes Früchtefüllhorn.<br />

Rückseitiges Türchen verglast.<br />

Zifferblatt: Ziffernring mit Perlstab um die randgeschliffene<br />

Verglasung, Emailzifferblatt mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten. Vergoldete filigrane<br />

Zeiger.<br />

(1380873) (1) (11)<br />

€ 7.500 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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29<br />

GROSSER EMPIRE-TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 50 cm.<br />

Sockellänge: 46 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Porzellan, gegossen, polychrom staffiert und vergoldet.<br />

Über oblonger Basis mit ornamentalem Reliefdekor<br />

zwei rücklings gegeneinander gestellte sitzende Sphingen<br />

einen à jour gearbeiteten Korb tragend. Dieser<br />

mit Blattreliefs, Zapfenknauf und Akanthusblatthandhaben<br />

an den Kurzenden. Minimal besch. rest. Vergoldung<br />

etwas berieben.<br />

(1380233) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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30<br />

GROSSER SURTOUT DE TABLE<br />

Durchmesser: 57 cm.<br />

Höhe: 14 cm.<br />

Schweden, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, vergoldet. Auf vier Füßen stehendes<br />

rundes Tablett mit klassischen Urnen die durch<br />

Ketten verbunden sind. Mit eingelegter runder passender<br />

Glasplatte.<br />

Provenienz:<br />

Christie‘s New York, 10. April 2018, Lot 110.<br />

(1380237) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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37


31<br />

GEORGE IV-HARFE<br />

Höhe: 168,5 cm.<br />

Oben mit Messingplakette: John Egan, 30 Dawson St,<br />

Dublin.<br />

Irland, um 1825.<br />

Obstholz, gefasst und vergoldet, Saiten und Beschläge.<br />

John Egan war ein irischer Musikinstrumentenbauer,<br />

der als der Vater der modernen irischen Harfe gilt. Er<br />

war zwischen 1804 und 1830 tätig und begann zunächst<br />

mit der Perfektionierung der großformatigen<br />

europäischen Pedalharfe, von der das vorliegende<br />

Stück ein schönes Beispiel ist. Dann wandte Egan<br />

seine Aufmerksamkeit der Innovation der modernen<br />

Harfe zu und erfand schließlich die tragbare irische<br />

Harfe, von der sich Beispiele in der Royal Collection,<br />

London und im Metropolitan Museum <strong>of</strong> <strong>Art</strong>, New<br />

York, befinden. Fassung teilweise schadhaft, nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby‘s London, 31. Oktober 2017, Lot 81.<br />

(1380234) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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32<br />

BEDEUTENDE FIGÜRLICHE WANDAPPLIKE<br />

Höhe: 52 cm.<br />

Frankreich, um 1815.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Figürlich<br />

dargestellte Amorette mit ausgebreiteten Flügeln aus<br />

einer Akanthusmanschette hervorwachsend und über<br />

seinem Kopf vier Brennstellen haltend, einmal aus<br />

einem kannelierten Schaft, dreimal aus Füllhornarmen<br />

hervorgehend. In der Einlieferertradition wird der Entwurf<br />

des hier angebotenen Wandleuchters an Antoine<br />

André Ravrio (1759-1814) gegeben, der im Stande war<br />

seine Bronzen an ein prestigeträchtiges Publikum zu<br />

verkaufen, darunter auch an Napoleon I.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel et al., Vergoldete<br />

Bronzen, München 1986, Bd. I, S. 356.<br />

(1380232) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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39


33<br />

AUSSERGEWÖHNLICH SELTENE FRANZÖSISCHE<br />

PENDULE VON LOUIS MONTJOYÉ<br />

IN GEHÄUSE VON OSMOND (1712 – 1789)<br />

Höhe: 47 cm.<br />

Breite: 27 cm.<br />

Tiefe: 23 cm.<br />

Typisch für seine Signatur das spiegelverkehrte „N“<br />

in „OSMOND“, so auch hier an der Rückseite des<br />

Sockels.<br />

Werk: Das Werk sowie der Drehmechanismus der<br />

Sphären mit zwei senkrechten Stahlachsen hinter einer<br />

herausnehmbaren Klappe, verso einsehbar. Pendel an<br />

Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk mit<br />

Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Mit mehreren<br />

Komplikationen.<br />

Gehäuse: Ferdinand-Berthoud-Robert Osmond war<br />

französischer Designer und Uhrengehäuse-Hersteller,<br />

in der Literatur genannt als Maître Fondeur, Ciseleur,<br />

Graveur, Doreur. Geboren 1712 in Canisy, Normandie<br />

als Sohn des Gabriel Osmond. Er lernte in der Werkstatt<br />

von Louis Regnard, wurde 1746 Meister und<br />

unterhielt sein Atelier in der Rue de Canette, Gemeinde<br />

Saint-Sulpice. Aufgrund der guten Auftragslage<br />

verlegte er seine Werkstatt in die Rue Macon. 1756<br />

Geschworener der Gilde, was ihm ermöglichte, als Erfinder<br />

und Gestalter seine Arbeiten schützen zu lassen.<br />

Zusammen mit seinem Bruder Jean-Baptiste<br />

Osmond lieferte er Gehäuse für namhafte Uhrmacher<br />

wie Berthoud, Dutertre, Imbert, Gille, Olin oder Robin.<br />

Seine letzten Arbeiten datieren zwischen 1770 und<br />

1774. Er starb 1789 im Rue Macon, Paris.<br />

Das Gehäuse in feuervergoldeter Bronze in figürlich<br />

bereichertem Aufbau: Der große Rechtecksockel mit<br />

halbrunden Vorsprüngen an den Ecken trägt einen<br />

hohen kannelierten Säulenstumpf. Er wird seitlich<br />

flankiert von zwei an den Ecken sitzenden Putten mit<br />

Zirkel und Schriftrolle, dahinter zwei große Deckel-<br />

vasen. An der Sockelfront tiefe Nischenöffnung in <strong>Art</strong><br />

eines Bücherregals, mit darin liegenden Büchern und<br />

Winkelmaß. Werk-Rückplatine in Messing, darauf in<br />

Gravur signiert: „Monjoye fils hor.-ger du Roy AParis“.<br />

In leicht abgewandelter Schreibweise wird genannt:<br />

Meister – Uhrmacher Louis Montjoie, (1748-1789) in<br />

Paris, Quai Pelletier, rue Dauphine, rue de la Vieille<br />

Draperie und Rue Galande, verheiratet mit Françoise<br />

Thérese Thernisien, erwähnt am 16. Juni 1790. (ist das<br />

so auf der Uhr vermerkt?) Lernte 1736 bei Michel<br />

Mathurin Guery.<br />

Zifferblatt: Das Zifferblatt an der Vorderseite der Säule<br />

mit gewölbter Verglasung, mit römischen Stunden und<br />

arabischen Viertelstunden, umzogen von Lorbeerfeston<br />

an Schleife. Die Zeiger filigran durchbrochen<br />

und vergoldet. Mittig <strong>of</strong>fene Mondphasen-Lünette,<br />

blau emailliert, mit goldenen Sternen und Mondscheibe,<br />

deren Zeigernase auf einen Datums-Halbkreis<br />

weist. Bekrönung der Säule durch einen Sphärenaufbau<br />

mit sechs ineinander liegenden, drehbaren<br />

Sphärenringen, jeweils einzeln in Gravur beschriftet,<br />

wie „Saturn“, „Mars“ und den weiteren Planeten.<br />

Darunter Cercle Equinoxes-Solsices und L´Equareur<br />

(n.erm.) etc. Die Planeten als Kugeln eingefügt. Der<br />

waagrechte breitere Außenring beschriftet mit Monatsbezeichnungen,<br />

Tierkreiszeichen und Tagesdaten der<br />

Monate. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft. A.R.<br />

(1380871) (1) (11)<br />

EXCEPTIONALLY RARE FRENCH<br />

PENDULE BY MONTJOYE<br />

IN CASE BY OSMOND (1712 – 1789)<br />

Height: 47 cm.<br />

Width: 27 cm.<br />

Depth: 23 cm.<br />

As is typical for his signature the “N” in “OSMOND”<br />

is mirror-inverted, as is also the case here on the back<br />

<strong>of</strong> the base.<br />

The dial on the front <strong>of</strong> the column features arched<br />

glazing, with Roman hours and Arabic quarter hours,<br />

surrounded by a laurel festoon on a ribbon. The gilt<br />

hands are crafted in delicate open-work. The bezel<br />

with moon phase is open at the centre, enamelled in<br />

blue with gold stars and moon disk, the tip <strong>of</strong> the<br />

hand points to a date semicircle. The column is surmounted<br />

by a spherical structure with six interlocking,<br />

rotating spherical rings, each individually engraved<br />

with the names <strong>of</strong> the planets such as “Saturn”,<br />

“Mars” etc. Below Cercle Equinoxes-Solstices and<br />

L’Équateur etc. The planets are inserted as spheres.<br />

The wider horizontal outer ring is inscribed with the<br />

names <strong>of</strong> the month, zodiac signs and days <strong>of</strong> the<br />

month. The clock movement and the rotating mechanism<br />

<strong>of</strong> the spheres with two vertical steel axes is visi<br />

ble behind a removable flap on the back. Pendulum<br />

on silk suspension, count wheel striking mechanism<br />

with half and hour strike on bell. Movement back<br />

plate in brass, with engraved signature: “Monjoye fils<br />

hor.-ger du Roy AParis”.<br />

€ 65.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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41


34<br />

GROSSE PARISER KAMINUHR<br />

Gregoire Rouma (um 1800-1840).<br />

Höhe: 49,5 cm.<br />

Breite: 36 cm.<br />

Tiefe: 12,5 cm.<br />

Werk: 14-Tage Werk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

verso Regulierung durch Rändelrad. Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Vergoldung in tadellosem Zustand.<br />

Gehäuse: Der Aufbau in vergoldeter Bronze ist thematisch<br />

dem Musengott Apollo und den Attributen Amors<br />

gewidmet. Sockel besetzt mit Lyramotiv zwischen<br />

Blumenkränzen, darin Amorpfeile. Auf dem aufgesetzten<br />

Sockel eine Lyra, die von dem links stehenden<br />

Musengott Apollo gehalten wird. Rechts große Harfe<br />

vor dem Bogen des Amor.<br />

Zifferblatt: Hochrechteckiger Werkaufbau mit Emailzifferblatt,<br />

signiert und ortsbezeichnet Paris, sowie<br />

römischen Stunden. Breguetzeiger gebläut. A.R.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Bd. I, München 1986, S. 394, Nr. 5.18.3.<br />

(1380231) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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35<br />

VIER TAFELAUFSÄTZE<br />

IM STIL RETOUR D’EGYPTE<br />

Höhe: 22,2 cm.<br />

Durchmesser: 17 cm.<br />

Der Stil verweist auf eine Herstellung in Deutschland<br />

oder Österreich im frühen 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und patiniert.<br />

Über zylindrischer Basis mit gewulstetem Stand<br />

und getreppter Plinthe drei ägyptisierende kniende<br />

Figuren in kontrastreicher, teilpatinierter Gestaltung,<br />

einen à jour gearbeiteten Korb tragend.<br />

(1380239) (13)<br />

FOUR CENTREPIECES<br />

IN RETOUR D’EGYPTE STYLE<br />

Height: 22.2 cm.<br />

Diameter: 17 cm.<br />

The style points to the manufacture in Germany<br />

or Austria in the early 19th century.<br />

Bronze; cast, chased, gilt and patinated.<br />

€ 12.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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43


36<br />

GROSSE FRANZÖSISCHE KAMINPENDULE<br />

DES KLASSIZISMUS „HERO UND LEANDER“<br />

62 x 40 x 20 cm.<br />

Bezeichnet „Soyer Fqt, de Bronze - Rue de<br />

Montmorency 96“<br />

Paris 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Die Kaminuhr in imposanter Größe, in vergoldeter<br />

Bronze, wirkt vor allem durch die Präsentation<br />

der beiden großen Figuren. Dies wird auch durch die<br />

Signatur auf dem Ziffernblatt deutlich, das den Pariser<br />

Bronzier „Soyer“ nennt.<br />

Zwei Figuren, ein sich umarmendes Paar, bilden das<br />

Hauptaugenmerk. Die beiden stehen auf einem grünen<br />

Marmorsockel, getragen von gequetschten vergoldeten<br />

Kugelfüßen, den Hintergrund bildet eine hochziehende<br />

Wand mit davorstehender Bank, seitlichen<br />

Pilastern und einem eingezogenen Rundbogen, in den<br />

das Ziffernblatt eingepasst ist. Die Pilaster sind mit<br />

antiken Dekorationen besetzt. Zwei Schwäne darüber<br />

halten einen Blattfeston, der unterhalb des Ziffernblattes<br />

halbrund zieht. Da ansonsten jeglicher weitere<br />

Hinweis auf die Thematik der Figuren fehlt, verweisen<br />

die beiden Schwäne auf das antike Liebespaar Hero<br />

und Leander. Die beiden Liebenden scheinen hier im<br />

Abschiedskuss vereint, wobei Hero hingebungsvoll<br />

dargestellt ist. Der Bildhauer ist nicht bekannt, hat<br />

hier jedenfalls ein beachtliches plastisches Werk geschaffen.<br />

Zifferblatt: Das weiße Emailleziffernblatt mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, gebläute Breguetzeiger.<br />

Werk: 14-Tage Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

an der Rückseite frei schwingend, Schlossscheiben-<br />

Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Verso Glasabdeckung des Werkgehäuses. Rückseite<br />

brüniert und teilvergoldet. Zustand: Werk läuft an.<br />

A.R.<br />

(1381827) (1) (11)<br />

LARGE FRENCH CLASSICAL MANTEL CLOCK<br />

DEPICTING “HERO AND LEANDER”<br />

62 x 40 x 20 cm.<br />

Inscribed “Soyer Fqt, de Bronze - Rue de<br />

Montmorency 96”.<br />

Paris, 19th century.<br />

The white enamel dial with Roman hour numerals and<br />

Arabic minute numerals and blued steel Breguet<br />

hands. 14-day striking, pendulum on silk suspension<br />

free-swinging on the back, count wheel striking<br />

mechanism for half and full hour strike on bell.<br />

€ 17.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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37<br />

BIEDERMEIER-SEKRETÄR<br />

Höhe: 189 cm.<br />

Breite: 99,5 cm.<br />

Tiefe: 43,5 cm.<br />

Signiert und datiert im Kopfteil „Alois Telle... Ebenist<br />

aus Carlsbad Anno 1819“.<br />

Carlsbad, 1819.<br />

Der Sekretär aus furniertem Mahagoni. Die Vorderfront<br />

flankiert von ebonisierten Säulen und Pilastern,<br />

auf vier konischen Füßen, mit bombiertem Aufsatz<br />

mit umlaufendem Säulengang, teilweise ebonisiert,<br />

mit ebonisiertem Giebel. Im Innenteil Kabinett mit<br />

Säulengang, verspiegelt, intarsiert, mit Banddekor und<br />

geheimem Schub. Daneben zwei Rundbögen, darunter<br />

drei Schübe mit Mauerwerksdekor, darüber vier<br />

weitere Schübe. Mit sechs Schlüsseln. Rest.<br />

(1380801) (18)<br />

€ 7.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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38<br />

BIEDERMEIER SITZBANK<br />

Höhe: 93 cm.<br />

Breite: 160 cm.<br />

Tiefe: 70 cm.<br />

Deutschland, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Über Säbelbeinen die gerade Zarge mit S-förmig<br />

auskragenden Armlehnen, die von einer bogigen<br />

Rückenlehne zusammengeführt werden. Rosa-Weißer<br />

Bezug. Besch. Rest.<br />

(1380821) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.400<br />

Sistrix<br />

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47


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39<br />

PAAR EMPIRE-ATHÉNIENNES<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Durchmesser: 28 cm.<br />

Keine für uns erkennbaren Marken.<br />

Frankreich, um 1810.<br />

Bronze, gegossen, dunkel patiniert, ziseliert und teilvergoldet.<br />

Über runder Basis mit Pilastervorsätzen, drei<br />

Hermen um einen Altarbaluster mit Zierflamme angeordnet,<br />

mit den Schwingen eine auskragende reliefverzierte<br />

Schale tragend.<br />

Provenienz:<br />

Christie‘s New York, 10. April 2018, Lot 100,<br />

mit Datierung um 1810. (1380235) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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40<br />

KLEINE FRANZÖSISCHE KAMINUHR<br />

Höhe: 35 cm.<br />

Breite: 24 cm.<br />

Tiefe: 13 cm.<br />

Frankreich, um 1800.<br />

Gehäuse: Aufbau in grünpatinierter und vergoldeter<br />

Bronze. Der streng gerade Sockel trägt ein Frontrelief<br />

mit Darstellung eines Amorputto im Garten mit<br />

Schubkarre und Hündchen. Der Werkkasten in Form<br />

eines Baumkübels mit daraus emporwachsender<br />

Blüten dolde einer Hortensie. Seitlich vergoldete Applikationen<br />

mit Gartenwerkzeugen. Rückseitig <strong>of</strong>fen.<br />

Zifferblatt: Emailzifferblatt mit römischen Stunden und<br />

gebläuten Breguetzeigern.<br />

Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />

über der XII. Schlossscheiben-Schlagwerk für Halbund<br />

Stundenschlag auf Glocke.<br />

(1380872) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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49


41<br />

PENDULE RETOUR D‘EGYPTE,<br />

G. SERVANT, ZUG.<br />

56 x 27 x 18 cm.<br />

Frankreich, um 1870.<br />

Kontrastierender obeliskenartiger Aufbau in schwarzem<br />

und rotem Marmor mit zentraler Zifferblattrotunde.<br />

Diese mit roten römischen Stunden, Zeiger für Stunden<br />

und Minuten, Aufzugslöchlein über der IIII und<br />

VIII. Auf der Überhöhung die Figur des Sonnengottes<br />

Re, dessen Kultgegenstand sinnigerweise der Obelisk<br />

war, auf dem er nun sitzt.<br />

(1380912) (1) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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42<br />

PAAR KANDELABER IM EMPIRE-STIL<br />

(ABB. RECHTS)<br />

Höhe: 91,5 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Grün-weiß geäderter Marmorsockel mit vergoldetem<br />

und ziseliertem Bronzebeschlag, Empire-Motive wie<br />

Lyra- und Blattornamente aufweisend. Darauf eine<br />

Kugel mit einer dunkel patinierten Genienfigur mit gespreizten<br />

Flügeln, einen blütenbesetzten Reif haltend<br />

mit fünf Brennstellen und einer überhöhten zentralen<br />

Brennstelle, in der <strong>Art</strong> von Pierre Philippe Thomire<br />

(1751-1832) gestaltet.<br />

(1381824) (1) (13)<br />

A PAIR OF CANDELABRA IN EMPIRE STYLE<br />

(ILL. RIGHT)<br />

Height: 91.5 cm.<br />

France, 19th century.<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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43<br />

BÜSTE DER VENUS VON CAPUA<br />

Höhe: 34,5 cm.<br />

Höhe mit Sockel: 47 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Die angebotene Büste basiert auf einer Skulptur,<br />

welche unter Hadrian (76-138 n. Chr.) entstanden ist<br />

und vermutlich auf einem verlorenen Original basiert,<br />

welches Aphrodite zeigte und dem Bildhauer Lysippos<br />

zugeschrieben wird. Über pr<strong>of</strong>iliertem doppelkonischen<br />

Marmorsockel, die in Bronze gegossene und<br />

dunkel patinierte Büste der nach rechts blickenden<br />

Frau mit Diadem und geflochtenem Haar. Patina minimal<br />

berieben.<br />

(1381392) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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44<br />

BÜSTE DES ANTINOOS<br />

Höhe inkl. Stand: 47,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

In gelbem Marmor gebildeter doppelkonischer,<br />

pr<strong>of</strong>ilierter Sockel mit darauf montierter Bronzebüste<br />

nach der Antike in dunkel patinierter Bronze. Patina<br />

partiell etwas berieben. Minimal rest.<br />

(1381391) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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45<br />

ELEGANTE GROSSE SCHREIBTISCHGARNITUR<br />

Höhe: 43 cm.<br />

Breite: 43,5 cm.<br />

Tiefe: 28,5 cm.<br />

Signiert „P. DVBOIS“ für Paul Dubois (1829-1905).<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Im Breche d‘alep der Unterbau mit bewegtem pr<strong>of</strong>ilierten<br />

Umriss, einer Federmulde sowie Tintenfässern<br />

zu den Seiten der aufmontierten, dunkel patinierten<br />

Bronzefigur, einen gallischen Krieger<br />

darstellend. Die Bronzefässer im Régence-Stil ziseliert<br />

und vergoldet. Rest.<br />

(13814613) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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46<br />

KLASSIZISTISCHE SITZBANK<br />

Lehnenhöhe: 82,5 cm.<br />

Breite: 208 cm.<br />

Tiefe: 63 cm.<br />

Frankreich, um 1800.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Über kannelierten,<br />

partiell vergoldeten, konisch auslaufenden<br />

Beinen die rechteckige Sitzfläche mit frontaler und<br />

seitlicher Kassettierung. Die daraus gebildeten Kartuschen<br />

mit ornamentaler Blüten- und Ornamentzier.<br />

Armlehnen als Voluten gestaltet mit plastischer Blütenzier.<br />

Sekundäre pr<strong>of</strong>essionelle Aufpolsterung mit<br />

rötlichem Bezug. Rest.<br />

(1380824) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

47<br />

BENEDETTO BOSCHETTI,<br />

1820 – 1860<br />

AUGUSTUS VON PRIMAPORTA<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Gesamthöhe: 82 cm.<br />

Auf der Basis mit Stempel „B. BOSCHETTI ROMA“.<br />

zum Größenvergleich<br />

Bronze, gegossen mit schöner goldener Patina, auf<br />

schwarzer Marmorplinthe. Entsprechen dem antiken<br />

Original, stehender Augustus mit Harnisch, Stab und<br />

erhobenem rechten Arm, zu seinen Füßen ein kleiner<br />

Amor. Im frühen 19. Jahrhundert war die Nachfrage<br />

nach qualitativ hochwertigen Kunstwerken wie Figuren<br />

und Skulpturen mit antikem Charakter in Italien sehr<br />

groß; Benedetto Boschetti, über dessen Biografie nur<br />

wenig bekannt ist, besaß im Zentrum Roms eine Werkstatt,<br />

wo er eine beträchtliche Anzahl klassizistisch<br />

beeinflusster Bronzen, Tischplatten und Mosaiken<br />

schuf.<br />

(13814611) (10)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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53


48<br />

KOMMODE IM EMPIRE-STIL<br />

94 x 131 x 60 cm.<br />

Frankreich.<br />

Auf gedrückten vergoldeten Kugelfüßen ruhender<br />

rechteckiger von Pilastern flankierter Korpus mit zwei<br />

Fronttüren mit Ormoludekor hinter denen sich vier<br />

übereinanderliegende Schübe mit je zwei Zuggriffen<br />

und vergoldeten Schlüsselschildern verbergen. Zarge<br />

mit fein ziselierten Bronzen. Überkragende den Zügen<br />

des Möbels folgende Marmordeckplatte. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1362164) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

49<br />

Sistrix<br />

KONSOLE RETOUR D‘EGYPTE<br />

INFO | BID<br />

91 x 118 x 57 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Über rechteckigem Grund der furnierte Korpus mit<br />

seitlichen Sphingenwangen und geradem Gesims.<br />

Leicht überkragende, den Zügen des Möbels folgende,<br />

weiß-grau geäderte Marmordeckplatte.<br />

(1380901) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Kommode geöffnet<br />

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50<br />

PAAR FAUTEUILS IM EMPIRE-STIL<br />

100 x 62 x 55 cm.<br />

Sitzhöhe: 46 cm.<br />

Frankreich.<br />

Als Gegenstücke konzipierte Sitzmöbel mit vier Beinen,<br />

gerader ornamental reliefierter Zarge und <strong>of</strong>fen gearbeiteten<br />

gepolsterten und teilkannelierten Armlehnen.<br />

Hochrechteckige Sitzfläche mit einem Giebel mit<br />

Empirereliefornamentik sowie Vergoldung. Smaragdgrün<br />

gepolstert.<br />

(1362166) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

51<br />

SOFA IM EMPIRE-STIL<br />

98 x 132 x 66 cm.<br />

Frankreich.<br />

Vergoldeter und reliefierter Aufbau über rechteckigem<br />

Grund mit gerader Zarge und geschlossenen<br />

gepolsterten Armlehnen. Hohe Rückenlehne und Zarge<br />

mit reliefierter Empireornamentik. Smaragdfarben gepolstert.<br />

(1362163) (13)<br />

€ 800 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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55


52<br />

RUNDER EMPIRE-TISCH<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Durchmesser: 100 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Klassischer Tisch im Empire-Stil mit hellgrauer Marmorplatte.<br />

Der Fuß auf dreiseitiger, segmentbogig eingezogener<br />

Bodenplatte, flankiert von drei geschnitzten<br />

und vergoldeten Delfinen. In der Mitte aufsteigende<br />

Wappen, mit stilisiertem Blattdekor. Vergoldung abgeblättert.<br />

(1380828) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

53<br />

PAAR EMPIRE-LEUCHTER<br />

Höhe: ca. 31,2 cm.<br />

Paris, um 1810.<br />

Ein außergewöhnlich fein gearbeitetes Paar Empire-<br />

Kerzenstöcke. Bronze, feuervergoldet. Auf rundem<br />

Standfuß, dekoriert mit einer Ritterrüstung und Kriegstrophäen,<br />

sich verjüngender Schaft mit Füßen und<br />

drei Köpfen, die die Tülle tragen. Die Attribute auf dem<br />

Standfuß sowie die Bearbeitung der Frauenköpfe<br />

mit Harnisch und Helm weisen auf eine Identifizierung<br />

mit der Minerva, die Göttin des Verteidigungskrieges,<br />

hin. Glanzgold und Mattgold alternieren.<br />

Vasenförmige Tülle mit abnehmbarer Tropfenschale,<br />

verziert mit geprägtem geometrischen Muster.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, München 1986, S. 326, Tafel 5.1.6.<br />

(1381822) (1) (10)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

54<br />

PAAR ALLEGORISCHE TORCHÈREN<br />

Höhe der Torchèren: 193 cm.<br />

Basis: 80 x 46 x 46 cm.<br />

Signiert „A. Carrier“ und „Anc. Mon Colin<br />

éditeur-fondeur Paris“.<br />

Frankreich, spätes 19. Jahrhundert.<br />

Auf pr<strong>of</strong>iliertem Rundsockel je eine in Bronze gegossene<br />

und dunkel patinierte figürliche Torchère einen<br />

vergoldeten mehrarmigen Leuchteraufsatz haltend<br />

und den Tag, bzw. die Nacht symbolisierend.<br />

(1380913) (1) (13)<br />

A PAIR OF ALLEGORICAL TORCHÈRES<br />

Height <strong>of</strong> the torchères: 193 cm.<br />

Base: 80 x 46 x 46 cm.<br />

Signed A. Carrier and Anc. Mon Colin<br />

éditeur-fondeur Paris.<br />

France, late 19th century<br />

€ 35.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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Fauteuil zum<br />

Größenvergleich


55<br />

PAAR LEUCHTER MIT PUTTI<br />

Höhe: 29 cm.<br />

Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Paar Leuchter mit plastischen Bronzen gegossener<br />

sitzender Putti, vor sich vergoldete Hörner haltend,<br />

in deren Öffnung die eingebaute Tülle. Diese sind<br />

dezent mit gegossenem und geprägtem Blattdekor<br />

verziert. Auf zylindrischen Sockeln mit feuervergoldeten<br />

Bronzemontierungen, einen Greif darstellend.<br />

(1381821) (1) (10)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

56<br />

KAMINUHR<br />

Höhe: 46 cm.<br />

Werk: Schlosscheibenschlagwerk mit Schlag auf Glocke<br />

zur vollen und zur halben Stunde.<br />

Gehäuse: Auf gedrückten Kugelfüßen stehender, in<br />

Bronze gegossener und ziselierter Korpus mit vergoldeten<br />

Elementen. Getreppter Fuß mit Rundreliefs,<br />

darüber Putti an Baumreliefs, überfangen durch eine<br />

Figur mit Vogelbauer und einem Nest sowie einem<br />

Hund.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert, römische schwarze Stunden<br />

und arabische Minuten mit Stabindizes. Aufzugslöchlein<br />

über IV und VIII. À jour gearbeitete vergoldete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

geprüft.<br />

(1381825) (1) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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57<br />

KAMINENSEMBLE MIT ALLEGORIE DER KÜNSTE<br />

Uhrenmaße: 47 x 40 x 13 cm.<br />

Kandelabermaße: 50 x 26 x 14 cm.<br />

Zifferblatt signiert „G. Fabre, 4 rue des Filles du<br />

Calvaire, Paris“. Uhrwerk signiert „Samuel Marti,<br />

1st price- gold medal 1900“.<br />

Frankreich, um 1900.<br />

Gehäuse: Auf Vasenfüßen ruhender weißer Marmorsockel<br />

mit gegossenem und vergoldetem vegetabilem<br />

Dekor. Um das Gehäuse, welches auf einem Textilfeston<br />

ruht, zwei Putti in allegorischer<br />

Funktion: Der linke schreibend, der rechte mit Malpalette<br />

und Pinsel.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />

Stunden und roten arabischen Minuten sowie Punktindizes.<br />

Aufzugslöchlein über der 4 und der 8, à jour<br />

gearbeitete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />

Die Kandelaber auf Vasenfüßen stehend mit weißem<br />

quadratischem Marmorsockel mit vergoldeter gegossener<br />

Ornamentik. Aufstehende brünierte Putto figuren<br />

je zwei Brennstellen an vegetabilen Armen tragend<br />

im tänzelnden Schritt.<br />

(1380911) (1) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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59


58<br />

GLOBUSSEKRETÄR<br />

Höhe: 126 cm.<br />

Durchmesser: 100 cm.<br />

Über drei vergoldeten Löwentatzenfüßen stehender<br />

Volutenunterbau, den kugelförmigen Korpus tragend.<br />

Dieser mit aufklappbarem Scharnierdeckel, dahinter<br />

siebenschübiger Einbau mit <strong>of</strong>fenem zentralen Kompartiment<br />

sowie einer Demi lune-Schreibdeckplatte<br />

mit zahlreichen Schüben, die teilweise verschließbar<br />

sind und einem Rundbogengang, mit ebonisierten<br />

Pilastern vorgelagert. Der zentrale Inneneinbau mit<br />

ebonisierter Umrandung und vergoldeten reliefierten<br />

Sternen. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

GLOBE SECRETARY<br />

Height: 126 cm.<br />

Diameter: 100 cm.<br />

Literature:<br />

cf. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />

Möbel · Metropolen, Germersheim 2009, p. 334.<br />

The furniture on <strong>of</strong>fer for sale in this lot is illustrated<br />

there with location “Vienna/Budapest” and dated<br />

ca. 1815.<br />

€ 70.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Vgl. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />

Möbel · Metropolen, Germersheim 2009, S. 334.<br />

Das hier angebotene Möbel wird dort abgebildet<br />

und mit „Wien/Budapest“ lokalisiert und auf um 1815<br />

datiert. (1381881) (13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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59<br />

LYRA-SEKRETÄR<br />

161 x 87 x 47 cm.<br />

Österreich/ Ungarn, um 1820.<br />

In Kirschbaum gefertigter Korpus mit brandschattierten<br />

Ornamenten und gegossenen sowie ziselierten Applikationen<br />

und Beschlägen. Auf brünierten Löwentatzenfüßen<br />

stehender Unterbau mit einem Schub, darüber<br />

der lyraförmige Korpus mit Scharnierschreibklappe.<br />

Dahinterliegender, architektonisch aufgefasster Einbau<br />

mit teilebonisiertem Schachbrettmuster sowie<br />

Schüben mit Löwenkopfhandhaben. Der Gesimsschub<br />

über die volle Breite übergehend und mit einem<br />

brandschattierten Dreiecksgiebel geziert. Ausziehbare<br />

Gesimsschreibplatte mit erneuertem goldpunziertem<br />

grünen Filzbezug. Demilune-Abschluss mit großem<br />

Schub mit Fächermusterung. Vier Schlüssel<br />

vorhanden. Rest.<br />

(1380804) (13)<br />

LYRE SECRETARY<br />

161 x 87 x 47 cm.<br />

Austria/Hungary, ca. 1820.<br />

Cherry wood structure with ornaments in pyrography<br />

and cast and chased fittings.<br />

€ 11.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

60<br />

FRANZÖSISCHE KAMINUHR MIT<br />

BILDNIS HENRI IV<br />

Höhe: 37 cm.<br />

Breite: 18,5 cm.<br />

Tiefe: 12 cm.<br />

Frankreich, Ende 18./ Anfang 19. Jahrhunderts.<br />

Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />

über der XII. Schlossscheiben-Schlagwerk für<br />

Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Werk läuft an.<br />

Gehäuse: Quadratischer Gehäuseaufbau in feuervergoldeter<br />

Bronze auf weißem Marmorsockel mit Spindelfüßen.<br />

Allseitige, kräftige, frühklassizistische Reliefdekorationen,<br />

im Sockel mit französischer Lilie. Als<br />

Bekrönung Hochreliefhalbbildnis des französischen<br />

Königs Heinrich IV. (1553 Navarra - 1610 Paris) im Harnisch.<br />

Dargestellt als Apotheose über einem Wolkengebilde<br />

mit seitlich ausziehenden Strahlen. Rückseitiges<br />

Türchen ebenfalls vergoldet.<br />

Zifferblatt: Das Emailziffernblatt verglast, mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten und vergoldeten,<br />

durchbrochen gearbeiteten Zeigern.<br />

(1380874) (1) (11)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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65


61<br />

TAPISSERIE MIT SIEG ÜBER DARIUS<br />

238 x 310 cm.<br />

Mitte 16. Jahrhundert.<br />

In Wolle, Seide und Goldfäden. In rechteckigem Format<br />

wird in einer hügeligen Landschaft mit einiger Vegetation<br />

ganz nah an den Betrachter gerückt die Familie<br />

des Darius, welche Alexander dem Großen hier rechts<br />

der Mitte der Darstellung, zu Füßen fällt. Hinter diesem<br />

seine Armee mit Lanzenträgern. Farben geblichen.<br />

Rest.<br />

(1371261) (13)<br />

TAPESTRY WITH VICTORY OVER DARIUS<br />

238 x 310 cm.<br />

Mid-16th century.<br />

Wool, silk, and gold thread.<br />

€ 16.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID


62<br />

ZUNFTTRUHE<br />

34 x 56 x 37 cm.<br />

Augsburg oder Nürnberg, letztes Drittel<br />

17. Jahrhundert.<br />

Über gedrückten Kugelfüßen stehender rechteckiger<br />

Korpus mit kartuschierten Seiten und inwanndiger<br />

Tapezierung mit drei Schlössern und drei Schlüsseln,<br />

einem Geheimfach sowie erhabenem Bord. Ziselierte<br />

gebläute Beschläge, mit floralen Ornamenten graviert.<br />

Bewegtes Pr<strong>of</strong>ilgesims, an den Ecken mit gedrehten<br />

Säulchen, die Schauseite mit Monogramm-Marketiere<br />

„EME“. Der Deckel mit Geheimfach.<br />

(1381185) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

63<br />

CASSONE<br />

Höhe: 65 cm.<br />

Breite: 170 cm.<br />

Tiefe: 58 cm.<br />

Toskana, um 1600.<br />

Holz, geschnitzt und dunkel patiniert. Über rechteckigem<br />

Grund die geschnitzten Löwentatzenfüße. Kartuschierter<br />

und pr<strong>of</strong>ilierter Korpus mit geschnitzten<br />

Engelsfiguren an den Ecken und überkragendem<br />

Scharnierdeckel, den Zügen des Möbels folgend. Ein<br />

Schlüssel vorhanden. Minimal erg.<br />

(1381189) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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64<br />

RENAISSANCE-TRUHE<br />

Höhe: 85 cm.<br />

Breite: 183 cm.<br />

Tiefe: 41 cm.<br />

Venedig, 15./ 16. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet. Kastenförmiger<br />

Korpus über Pr<strong>of</strong>ilsockelzone mit zentraler<br />

Kartuschenschnitzerei und vegetabil-ornamentalem<br />

Rankendekor. Ein original Schlüssel vorhanden. Altersund<br />

Gebrauchssp., besch.<br />

(1381188) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

65<br />

BAROCK-KOMMODE<br />

Höhe: 54 cm.<br />

Breite: 122 cm.<br />

Tiefe: 63 cm.<br />

Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In Nussbaum gearbeitet, mit Intarsien versehen. Über<br />

vier gedrückten Kugelfüßen der dreischübige Korpus<br />

mit bewegter Front und gemuschelten sowie mit Trellismuster<br />

versehenen Bronzebeschlägen. Die Schübe<br />

jeweils mit Bandelwerkkartuschen ausgestattet. Die<br />

Zarge und die den Zügen des Möbels folgende Deckplatte<br />

pr<strong>of</strong>iliert und mit kontrastierender Marketiere<br />

dekoriert. Drei Schlüssel vorhanden. Rest.<br />

(1380803) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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69


66<br />

AUGSBURGER BAROCK-KOMMODE<br />

Höhe: 82,5 cm.<br />

Breite: 122 cm.<br />

Tiefe: 59 cm.<br />

Augsburg, 18. Jahrhundert.<br />

AUGSBURG BAROQUE COMMODE<br />

Height: 82.5 cm.<br />

Width: 122 cm.<br />

Depth: 59 cm.<br />

Augsburg, 18th century.<br />

Rechteckiger Korpus mit abgerundeten Ecken an der<br />

Front. Vier Schübe mit gegossenen Bronzebeschlägen<br />

und Türschildern. Dreiseitig mit Marketerie versehen<br />

sowie mit gravierten Zinneinlagen, vegetabile Ornamente<br />

und Maskarons darstellend. Schauseitig mit<br />

Doppelpr<strong>of</strong>ilfüßen versehen. Den Zügen des Möbels<br />

folgende Deckplatte mit geometrischem Dekor und<br />

gekehltem Rand. Ein Schlüssel vorhanden. Rest.,<br />

besch. Stark restaurierungsbedürftig.<br />

(1380781) (1) (13)<br />

In need <strong>of</strong> restauration.<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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71


67<br />

BAROCK-KOMMODE<br />

Höhe: 82 cm.<br />

Breite: 120 cm.<br />

Tiefe: 62 cm.<br />

Süddeutschland, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In Nussbaum gearbeitet, mit Nussbaumwurzel-,<br />

Zwetschgen- und Ahornfurnier. Dreischübiger Korpus,<br />

auf Pilasterfüßen ruhend mit abgeschrägten Kanten<br />

und Pilastervorsätzen. Gegossene und ziselierte Bronzebeschläge.<br />

Bewegte Front mit kontrastreich ausgeführter<br />

Kartuschierung. Überkragende, den Zügen des<br />

Möbels folgende Deckplatte, mit Spiegelfurnier versehen<br />

und an den Rändern pr<strong>of</strong>iliert. Drei Schlüssel<br />

vorhanden. Mit Bandelwerkdekor. Rest.<br />

(1380802) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

68<br />

VITRINE<br />

Höhe: 202 cm.<br />

Breite: 146 cm.<br />

Tiefe: 28 cm.<br />

Deutschland, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Noch dem Stil Louis XV verpfllichtetes Sammlungsmöbel<br />

auf kurzen eleganten Füßen stehend mit zwei<br />

zonenübergreifenden Türen, die obere Hälfte mit bewegten<br />

verglasten Sprossen. Pr<strong>of</strong>iliertes bewegtes<br />

Gesims. Gespiegeltes teils in Ornamentmarqueterie<br />

ausgestaltetes Furnier.<br />

(1380822) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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69<br />

KREDENZ<br />

114 x 196 x 48 cm.<br />

Venetien, 18. Jahrhundert.<br />

In Nussbaum gefertigter viertüriger Korpus über trapezförmigem<br />

Grund mit über einem pr<strong>of</strong>ilierten Zwischengesims<br />

liegenden vier Schüben. Türen und Schübe<br />

mit Scheibenzugknöpfen. Überkragende den Zügen<br />

des Möbels folgende Holzdeckplatte. Kein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1381384) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

70<br />

MINIATURKOMMODE<br />

Höhe: 38,5 cm.<br />

Breite: 48 cm.<br />

Tiefe: 29 cm.<br />

Niederlande, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Über rechteckigem Grund dreischübiger Korpus mit<br />

Traversen, gravierten Schlüsselschildern und Beschlägen<br />

mit Klappbügeln und einer bewegten Zarge. Die<br />

Ecklösungen als Voluten ausgebildet. Leicht überkragende,<br />

den Zügen des Möbels folgende bewegte<br />

Deckplatte, an drei Seiten mit Wurzelholzfurnier verkleidet.<br />

Kein Schlüssel vorhanden.<br />

(1381297) (1) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

71<br />

PIETRA DURA-BEISTELLTISCH<br />

108 x 108 x 80 cm.<br />

Italien.<br />

Über quadratischem Grund der in Holz gearbeitete<br />

Unterbau mit balustrierten weiß gefassten Beinen mit<br />

geschnitztem bronzierten Blattwerk und ornamental<br />

reliefierter gerader Zarge mit Würfelkapitellen. Leicht<br />

überkragendes bronziertes Pr<strong>of</strong>il mit eingelegter quadratischer<br />

Pietra dura-Platte, vegetabile Ornamente<br />

sowie eine Bärenhatz im Zentrum darstellend. Partiell<br />

berieben.<br />

(1381382) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

72<br />

SCHREIBSEKRETÄR IM BAROCKSTIL<br />

252 x 180 x 68 cm.<br />

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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Über bewegtem Grund mit Tendenz zum Trapez der<br />

zweitürige Unterbau mit pr<strong>of</strong>iliertem Zwischengesims,<br />

Scharnierschreibplatte mit Kompartiments und Schubfächern.<br />

Aufbau zweischübig und zweitürig mit gesprengtem<br />

teilverspiegeltem Gesims mit pr<strong>of</strong>iliertem<br />

Abschluss. Ohne Dekoration.<br />

(1381383) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID


73<br />

LOUIS XV-TISCH<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Breite: 136 cm.<br />

Tiefe: 70 cm.<br />

Aachen/ Lüttich, 18. Jahrhundert.<br />

Hohe, leicht geschweifte kannelierte Beine mit einer<br />

ornamental beschnitzten Zarge und überkragender,<br />

den Zügen des Möbels folgender bewegter Holzdeckplatte.<br />

Minimal besch., rest.<br />

(1381679) (13)<br />

€ 800 - € 1.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

74<br />

LOUIS XV-TISCH<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Breite: 107 cm.<br />

Tiefe: 76 cm.<br />

Aachen/ Lüttich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gearbeiteter Tisch über rechteckigem Grund.<br />

Über Ball-and-Claw-Füßen stehende geschweifte,<br />

mit Schnitzwerk gezierte Beine. À jour gearbeitete<br />

Zarge mit Rocaille- und Blütenfestonschnitzereien.<br />

Den Zügen des Möbels folgende geschweifte Holzdeckplatte.<br />

Besch., rest.<br />

(13816711) (13)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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75<br />

FÜNF LOUIS XV-STÜHLE<br />

Lehnenhöhe: 100,5 cm.<br />

Sitzhöhe: 49 cm.<br />

Aachen/ Lüttich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Über leicht trapezförmigem Grund in Holz gearbeiteter<br />

Korpus mit geschweiften Beinen und vegetabiler<br />

Schnitzerei. Einmal mit Armlehnen versehen, die anderen<br />

Stühle ohne Armlehnen. Jeweils mit bewegter<br />

Rückenlehne mit Polsterung aus dem 20. Jahrhundert.<br />

(1381677) (13)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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76<br />

LOUIS XV-KOMMODE<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Breite: 106 cm.<br />

Tiefe: 56 cm.<br />

Aachen/ Lüttich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Eichenkorpus, auf hohen geschweiften Füßen stehend<br />

mit bewegter beschnitzter Zarge und drei mit Rocaille<br />

beschnitzten Zügen. Bronzebeschläge aus der Zeit.<br />

Seitlich hochrechteckige Kartuschen. Den Zügen des<br />

Möbels folgende pr<strong>of</strong>ilierte Holzdeckplatte. Kein<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

(1381675) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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77


77<br />

SCHREIBTISCH IM LOUIS XV-STIL<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Breite: 163 cm.<br />

Tiefe: 83 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

In bewegten, vergoldeten Bronzesabots stehende<br />

gekantete und geschweifte Beine mit zwei darüberliegenden<br />

Schüben und auf der Gegenseite liegenden<br />

Scheinschüben. Zwischen den Schüben liegendes<br />

Kartuschenschlüsselschild, die Schübe jeweils mit<br />

gegossenen vergoldeten und kannelierten Handhaben<br />

gestaltet. Die Espagnoletten mit Puttenzier, die Kurzseiten<br />

mit Maskarondekor. Überkragende, den Zügen<br />

des Möbels folgende, pr<strong>of</strong>ilierte und vergoldete Deckplatte<br />

mit wohl erneuerter grüner Lederschreibplatte<br />

mit goldpunziertem Dekor.<br />

(1381974) (3) (13)<br />

€ 4.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

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78 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


78<br />

AACHENER ROKOKO-SCHRANK<br />

247 x 187 x 70 cm.<br />

Aachen, 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gefertigter ungefasster Korpus, auf Kugelfüßen<br />

stehend. Hochformatiger zweitüriger Korpus<br />

mit abgeschrägten Kanten. Die elegant geschweiften<br />

Türen und Kanten mit Rocailleschnitzereien, wie auch<br />

das Zentrum des gekehlten und pr<strong>of</strong>ilierten Gesimses.<br />

Kein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Kreisel/ Himmelheber, Band 2, Abb. 946.<br />

Hubert Lüttgens, Haus Lüttgens – Alt Aachener<br />

Wohnkultur, Aachen 1965, S. 55. (1381671) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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79


79<br />

ROKOKO-VITRINE<br />

217 x 185,5 x 44 cm.<br />

Aachen/ Monschau, 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gefertigter, auf gekanteten Füßen ruhender<br />

Korpus mit zweitürigem Unter- und Oberbau. Die unteren<br />

Türen kartuschiert und mit Rocailleschnitzwerk<br />

versehen, die verglasten Türen und Seiten mit rocaillebeschnitzten<br />

bewegten Stegen. Gesims mehrfach<br />

pr<strong>of</strong>iliert, à jour gestaltet und mit zentraler überfangender,<br />

reich geschnitzter Rocaillekartusche. Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />

Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 44, Tafel 32.<br />

(1381674) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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80 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


80<br />

ROKOKO-VITRINE<br />

216 x 152 x 45 cm.<br />

Aachen/ Monschau, 18. Jahrhundert oder später.<br />

In Eiche gefertigter, auf gekanteten Füßen ruhender<br />

Korpus mit zweitürigem Unter- und Oberbau. Die unteren<br />

Türen kartuschiert und mit Rocailleschnitzwerk<br />

versehen, die verglasten Türen und Seiten mit rocaillebeschnitzten<br />

bewegten Stegen. Gesims mehrfach<br />

pr<strong>of</strong>iliert, à jour gestaltet und mit zentraler überfangender,<br />

reich geschnitzter Rocaillekartusche innerhalb<br />

eines gesprengten Giebels. Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />

Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 44, Tafel 32.<br />

(1381673) (13)<br />

INFO | BID<br />

€ 6.000 - € 8.000 Sistrix<br />

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81


81<br />

AACHENER ECKVITRINE<br />

215 x 135 x 70 cm.<br />

Aachen, 18. Jahrhundert.<br />

Auf geschweiften niedrigen Beinen erhebt sich über<br />

dreieckigem Grund mit bombierter Front das Möbel.<br />

Unterbau mit zwei kartuschierten Türen und flankierenden<br />

Kartuschpilastern, darüber der zweitürige<br />

verglaste und mit bewegten Sprossen versehene<br />

Überbau mit tapezierter Rückwand und bewegten<br />

Einlegeböden. Bewegtes, teils à jour gearbeitetes<br />

Gesims mit Fieder-Feston-Schnitzwerk. Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Joseph Zauß, Aachen.<br />

Literatur:<br />

Aachener/ Lütticher Möbel des 18. Jahrhunderts,<br />

Bd. 34, S. 136, Tafel 123. (1381672) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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82 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


82<br />

AACHENER ROKOKO-SCHRANK<br />

244 x 192 x 66 cm.<br />

Aachen, um 1750.<br />

In Eiche gefertigter ungefasster Korpus, auf Klötzchenfüßen<br />

stehend. Hochformatiger zweitüriger Korpus<br />

mit abgeschrägten Kanten. Die elegant geschweiften<br />

Türen und Kanten mit Rocailleschnitzereien, wie auch<br />

das Zentrum des gekehlten und pr<strong>of</strong>ilierten Gesimses<br />

à jour mit einer Rocaille beschnitzt ist. Kein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Kreisel/ Himmelheber, Band 2, Abb. 946.<br />

Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />

Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 52.<br />

(13816769) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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83


83<br />

KLEINER SCHRANK<br />

95,5 x 84 x 45,5 cm.<br />

Westdeutschland, 17. Jahrhundert.<br />

Auf Kufenfüßen stehender kastenförmiger Korpus mit<br />

eintüriger, nach rechts zu öffnender Front. Um die<br />

pr<strong>of</strong>ilkartuschierte Tür ein geschnitztes breites Ornamentband.<br />

Überkragende pr<strong>of</strong>ilierte Deckplatte. Ein<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

(13816718) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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84<br />

BAROCK-TRUHE IN GESTALT EINER ANRICHTE<br />

80 x 159 x 72,5 cm.<br />

Westdeutschland, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gefertigter Korpus, auf Kufenfüßen ruhend.<br />

Dreifeldrige Front, durch vier Baluster gegliedert<br />

und quadratisch kartuschiert. Im Gesims drei Scheinschübe<br />

mit pr<strong>of</strong>ilierter Scharnierdeckelplatte. Erg.,<br />

besch.<br />

(13816722) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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85<br />

PARAMENTENSCHRANK<br />

116 x 130 x 67 cm.<br />

Rheinland/ Südliche Niederlande, um 1700.<br />

In Eiche gefertigter Korpus, auf vier niedrigen Füßen<br />

lagernd. Zweitürige Front mit architektonisch aufgefassten<br />

Rundbogenkartuschen, die mit capricciohaf<br />

ten polychromen Darstellungen der Gänge des<br />

Wissens (Vatikan) in der <strong>Art</strong> des Pieter Neefs d. J.<br />

gefüllt sind. Überkragende pr<strong>of</strong>ilierte Deckplatte.<br />

Schlüssel vorhanden. Erg.<br />

(13816723) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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85


88<br />

ROKOKO-WANDKONSOLE<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Breite: 82 cm.<br />

Tiefe: 84 cm.<br />

Franken, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst. Zwei Volutenbeine mit à<br />

jour gearbeiteter Muschel- und Rocaillezier mit einer<br />

Rocaillezarge und bewegter Marmordeckplatte, den<br />

Zügen des Möbels folgend. Besch., erg.<br />

(13816726) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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86<br />

GROSSES FAUTEUIL<br />

Lehnenhöhe: 125,5 cm.<br />

Sitzhöhe: 44 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

S-förmig bewegte Beine mit Volutenschnitzereien, die<br />

Armlehnen kanneliert mit raumgreifendem Blattwerk<br />

als Schnitzerei. Sitzfläche und Rückenlehne mit Leder<br />

bezogen. Besch.<br />

(13816714) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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87<br />

BAROCKER TISCH<br />

Höhe: 76 cm.<br />

Breite: 123 cm.<br />

Tiefe: 56 cm.<br />

Deutschland oder Niederlande, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gearbeiteter Tisch über rechteckigem Grund<br />

mit balustrierten Beinen, welche durch X-förmige<br />

Stäbe miteinander verbunden sind. Zarge dreischübig<br />

mit balustrierten Knäufen und kartuschierten Fronten.<br />

Den Zügen des Möbels folgende Holzdeckplatte mit<br />

abgerundeten Ecken. Minimal besch.<br />

(13816716) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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89<br />

ZWEI VENEZIANISCHEN LOUIS XV-FAUTEUILS<br />

Lehnenhöhe: 94 cm.<br />

Sitzhöhe: 50 cm.<br />

Venedig, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst. Über leicht trapezförmigem<br />

Grund bewegte kannelierte Beine mit pr<strong>of</strong>ilierter<br />

Zarge. Offen gearbeitete Armlehnen und geschweifte<br />

mit Rocaille beschnitzte Rückenlehne mit Polsterung<br />

aus dem 20. Jahrhundert. Besch.<br />

(13816713) (13)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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90<br />

DREI LOUIS XV-ARMLEHNSTÜHLE<br />

Lehnenhöhe: 86 cm.<br />

Sitzhöhe: 44 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

In Nussbaum gearbeitete pr<strong>of</strong>ilierte Rahmen mit vegetabilem<br />

und floralem Schnitzwerk, à jour gearbeiteter<br />

Rückenlehne und altrosafarbenem Bezug mit floraler<br />

Ornamentik. Minimal besch.<br />

(13816712) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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87


91<br />

LICHTSCHIRM MIT STICKEREIDEKOR<br />

Höhe: ca. 138,5 cm.<br />

Berlin/ Potsdam, um 1830.<br />

In Holz geschnitzte Volutenfüße mit Zungenfriesbasis<br />

und balustriertem Schaft. In der Höhe verstellbarer<br />

hochrechteckiger Lichtschirm mit abgerundeten Ecken<br />

und à jour gearbeitetem ornamentalen Dekor. Zentrales<br />

Bildfeld mit feiner Stickerei, eine Dame in einem<br />

Hauseingang mit Weinlaub darstellend.<br />

(13811814) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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92<br />

FIGÜRLICHE TORCHÉRE<br />

Höhe: 142 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt und gefasst. Über naturalistisch ausgebildetem<br />

Felssockel die schreitende Figur eines<br />

Mannes mit kurzer gestreifter Hose und ausgestreckter<br />

Hand. In der anderen Hand eine Fackel in Form<br />

eines Füllhorns haltend, mit zentralem eisernem Dorn.<br />

Fassung minimal besch.<br />

(13814618) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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93<br />

MINIATURSCHRÄNKCHEN<br />

49 x 44 x 20 cm.<br />

Süddeutschland, um 1820.<br />

Nussbaumkorpus mit Marketerie und ebonisierten<br />

Pr<strong>of</strong>ilen. Unterbau mit Schub, darüber zwei Flügeltüren<br />

mit Rautenmarketiere. Geheimverschluss der<br />

Schublade. Überkragendes ebonisiertes Gesims.<br />

(1381187) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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94<br />

GROSSE BIBLIOTHEK<br />

370 x 50 x 250 cm.<br />

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.<br />

In Nussholz furnierter Korpus mit sechstürigem<br />

Unterbau mit Rautenfurnier in Kartuschen. Pr<strong>of</strong>iliertes<br />

Zwischengesims mit Auszugselementen. Sechstüriger<br />

Aufbau mit dahinterliegenden Regalfächern. Die Türen<br />

paarweise von Pilastern mit korinthischen Kapitellen<br />

getrennt. Pr<strong>of</strong>iliertes überkragendes Gesims.<br />

(1381381) (13)<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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89


95<br />

CHARLES OCTAVE LEVY,<br />

1820 – 1899<br />

VENUS<br />

Höhe: 71 cm.<br />

Am Sockel im Guss „CH. LEVY“ signiert.<br />

Bronze, gegossen, mit schöner dunkler Patina. Auf<br />

einem felsenartigen Sockel sitzende Schönheit, ihre<br />

Scham durch weiche Drapierung bedeckt, diese ist<br />

mit Blumen und farbigen Cabochons geschmückt.<br />

Das rechte Bein vorgestreckt und das linke zu sich<br />

gebogen. Der Körper neigt sich leicht nach vorne und<br />

der Blick richtet sich nach unten. Zwei naturgetreu<br />

wiedergegebene Tauben bereichern die Komposition.<br />

Levy war ein berühmter französischer Bildhauer,<br />

studierte bei Armand Toussaint an der École des<br />

Beaux-<strong>Art</strong>s, Paris, zwischen 1873 und 1898 regelmäßig<br />

mit Portraits und Genrefiguren auf den Ausstellungen<br />

im Salon des Beaux <strong>Art</strong>s vertreten.<br />

(1381315) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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96<br />

ÉMILE GALLÉ,<br />

1846 – 1904<br />

GROSSE VASE MIT ANEMONEN<br />

Höhe: 46 cm.<br />

Durchmesser: 13,3 cm.<br />

Geätzte Signatur am Boden „Gallé / deposé / GG“.<br />

Um 1895.<br />

Die Vase zählt zu den frühen Werken der Gallé Produktion,<br />

noch vor den später üblichen, erhaben geschnittenen<br />

Signaturen. Oval hochziehend, öffnet die Vase<br />

sich dreifach spitz zungenförmig. Grünes Glas, die<br />

Oberfläche rau geätzt, darauf sich überschlingende<br />

Stiele der rosa- und rotviolettfarbigen Anemonenblüten,<br />

Blätter und Knospen in Emailglasauflage. An den<br />

Spitzen und in den Blattstängeln Schmelzgold/ -silber.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s, 22. Nov. 2016, Paris, Lot 107, Kat.-Abb. S. 10.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Ausstellungskatalog. Nancy 1900, Jugendstil<br />

in Lothringen, zwischen Historismus und <strong>Art</strong> deco.<br />

Münchner Stadtmuseum, 1980. Ein ähnliches Werk<br />

dort abgebildet Nr. 286 S. 290.<br />

Vgl. The Paris Salons; 1895-1914, Bd. IV, Caramics<br />

and Glass, Alastair Duncan, Woodbridge, 1988, decor<br />

sketch, Abb. S. 216.<br />

Vgl. Le Verre, <strong>Art</strong> & Design – XIXe siécles, Yves<br />

Delaborde, Paris 2001, S. 126. (1380116) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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91


97<br />

DRACHENLAMPE<br />

Höhe: 160 cm.<br />

Italien.<br />

Metall, bronziert und kupfergrün patiniert, mit einmontiertem<br />

stark bombierten Korpus in der <strong>Art</strong> von<br />

Eisglas. Aufmontierte im Anflug begriffene Drachenfigur<br />

mit gespreizten Flügeln und geöffnetem Maul.<br />

Elektrifiziert.<br />

(13813810) (13)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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98<br />

GROSSE PORZELLANBILDPLATTE<br />

Durchmesser: 49 cm.<br />

Außenmaß des Rahmens: 75 x 75 cm.<br />

Künstlerbezeichnung rechts unten im Marmorboden.<br />

Darunter Signatur der Porzellanmalerin Marie Adrienne<br />

Boverat.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Mit Darstellung „Die Toilette der Königin Esther am<br />

persischen H<strong>of</strong> des Königs Ahasveros“. Die große<br />

Platte mit leichter Randerhöhung, ganzflächig mit der<br />

genannten Szene bemalt. Im Zentrum sitzt Königin<br />

Esther, im weißen Kleid auf einem Kissens<strong>of</strong>a während<br />

ihr von einer Magd die Füße gewaschen werden.<br />

Sie ist umgeben von mehreren jungen Haremsmädchen,<br />

von denen eine links kniende den Spiegel entgegen<br />

hält. Im Hintergrund die bärtige Gestalt des<br />

persischen Königs Ahasver mit weißem Turban. Der<br />

Hintergrund zeigt eine Palastarchitektur mit Säulen<br />

und Rundbogen, links und am rechten Bildrand weiche<br />

Velumdraperie. Durch den Torbogen Blick in eine<br />

Baumlandschaft. Das Gemälde geht zurück auf ein<br />

Werk von Jean François de Troy aus dem Jahr 1738,<br />

das sich im Louvre in Paris befindet.<br />

In original, schwarzem, quadratischem Pr<strong>of</strong>ilrahmen<br />

mit vergoldeter Innenhohlkehle, die die Platte umzieht,<br />

sowie vergoldeten Eckdekorationen.<br />

(1381273) (1) (10)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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99<br />

REISESCHREIBTISCH-ENSEMBLE DER<br />

FRATELLI PANCIERA BESAREL<br />

Höhe: 101 cm.<br />

Breite: 73 cm.<br />

Tiefe: 60 cm.<br />

Der Schreibtischstuhl: 71 x 82 x 50 cm.<br />

Venedig, um 1880.<br />

Jeweils in Gestalt von überkreuzten Bambusstreben.<br />

Der Stuhl mit einem Trompe l‘oeil-Tuch, von einem Putto<br />

gehalten, der Tisch mit einem aufliegenden Schreibkasten<br />

in Gestalt eines Buchs mit Schließen und aufseitiger<br />

Rosenschnitzerei, sowie einem Schreibtischaufsatz<br />

mit Putto und hölzernen Schreibtischgefäßen.<br />

Anbei auch eine hölzerne Schreibfeder.<br />

(13815311) (3) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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100<br />

GROSSES MARMORWAPPEN<br />

82 x 80 cm.<br />

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor gestaltetes Wappen mit symmetrischem<br />

Aufbau und Volutenzier sowie Akanthusblattschnitzereien.<br />

Mit zentraler, im Wappen stehender<br />

Liliendarstellung.<br />

(1381575) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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101<br />

ALBERTO DRESSLER,<br />

1878 – 1949<br />

BRONZEVASE<br />

Höhe: 37 cm.<br />

Auf der Schulter der Wandung signiert und datiert<br />

„A. Dressler 1912“.<br />

Bronze, gegossen und dunkel patiniert. Bauchiger<br />

Korpus mit reliefiertem, auf der Schulter sitzendem<br />

Puttodekor. Leicht ausgestellte Wandung.<br />

(1381504) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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102<br />

NAPOLEON III-JARDINIÈRE<br />

Höhe: 76 cm.<br />

Breite: 69 cm.<br />

Tiefe: 41,5 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

In Rundsabots stehende kannelierte und teils gefüllte<br />

Beine, durch eine X-Zarge verbunden, welche in einem<br />

rechteckigen Element kulminiert, mit vergoldetem<br />

Zapfenaufsatz. Der Korpus mit gedeckeltem Einsatz,<br />

der Deckel mit fein marketierter, auf Wurzelholzbasis<br />

ruhendem Dekor mit Instrumenten und Rosendarstellungen.<br />

(1381973) (3) (13)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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95


103<br />

SCHÄDEL EINES CROCODYLOMORPH<br />

(DYROSAURUS PHOSPHATICUS)<br />

Maße mit Stand: 46 x 132 x 38 cm.<br />

Gewicht: 20 kg.<br />

Khouribga, Marokko, Kreide, 85 Millionen Jahre alt.<br />

Der Dyrosaurus gehörte zu einer bemerkenswert vielfältigen<br />

Familie, die den modernen Krokodilen vorausging.<br />

Aufgrund der schlechten Erhaltung sind nicht<br />

viele Überreste des Dyrosaurus bekannt, was dieses<br />

Exemplar so besonders macht. Die Details des Schädels<br />

und die Reihen der scharfen, spitzen Zähne sind<br />

deutlich zu erkennen. Die Typusart erhielt 1893 ihre<br />

wissenschaftliche Beschreibung anhand von Funden<br />

aus dem Gafsa-Becken in Tunesien. Der Dyrosaurus<br />

wurde bis zu 6 Meter lang.<br />

(1341251) (13)<br />

SKULL OF A CROCODYLOMORPH<br />

(DYROSAURUS PHOSPHATICUS)<br />

Dimensions incl. stand: 46 x 132 x 38 cm.<br />

Weight: 20 kg.<br />

Khouribga, Morocco, Cretaceous, 85 million years old.<br />

The dyrosaurus belonged to a remarkably diverse<br />

family that predated modern crocodiles.<br />

€ 12.000 - € 18.000 (†)<br />

Sistrix<br />

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104<br />

MALER DES 18./ 19. JAHRHUNDERTS<br />

GRISAILLEGEMÄLDE<br />

Öl auf Leinwand.<br />

130 x 130 cm.<br />

Ungerahmt.<br />

Auf einer Wolke stehender musizierender Apollo mit<br />

Lyra und Lorbeerkranz, um ihn herum Musen auf der<br />

Wolkenbank sitzend.<br />

(1370551) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />

Sistrix<br />

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105<br />

MALER DES 18./19. JAHRHUNDERTS<br />

PRUNKVASE MIT RELIEF<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

226 x 122 cm.<br />

Ungerahmt.<br />

Grisaillemalerei. Der Vasenkörper mit Relief, das vier<br />

weibliche Figuren in langen Gewändern zeigt, die teils<br />

die Hände ihrer nach unten gerichteten Arme gegenseitig<br />

ergriffen haben. Rundfuß über quadratischem<br />

Fußsockel, der auf einem rechteckigem reliefiertem<br />

Grundsockel steht, der erneut Putti zeigt. Der Vasenkörper<br />

mit zwei seitlichen Handhaben in Form von<br />

Widderköpfen.<br />

(1370553) (18)<br />

106<br />

KÜNSTLER DES 18./19. JAHRHUNDERTS<br />

PRUNKVASE MIT RELIEF<br />

Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />

226 x 122 cm.<br />

Ungerahmt.<br />

Grisaillemalerei. Der Vasenkörper mit Relief, das vier<br />

junge Frauen mit verschränkten Armen und langen<br />

Gewändern beim Tanz zeigt. Sie hat einen kannelierten<br />

mit Dekor versehenen Rundfuß über quadratischem<br />

Fußsockel, der wiederum auf einem reliefiertem<br />

Grundsockel steht, der spielende Putti zeigt. Zudem<br />

seitlich angesetzte Handhaben in Form eines Widderkopfes.<br />

(1370552) (18)<br />

ARTIST OF THE 18TH/19TH CENTURY<br />

MAGNIFICENT VASE WITH RELIEF<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

226 x 122 cm.<br />

Unframed.<br />

ARTIST OF THE 18TH/19TH CENTURY<br />

MAGNIFICENT VASE WITH RELIEF<br />

Oil on canvas. Relined.<br />

226 x 122 cm.<br />

Unframed.<br />

Grisaille painting.<br />

€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />

Sistrix<br />

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Grisaille painting.<br />

€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />

Sistrix<br />

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99


107<br />

HÖCHST SELTENER SATZ VON ACHT<br />

VERMEIL-SALZ-GEWÜRZFÄSSERN AUS<br />

DEM BESITZ VON KÖNIG LUDWIG II<br />

VON BAYERN<br />

Höhe: 5 cm.<br />

Breite: 8 cm.<br />

Tiefe: 5,3 cm.<br />

Länge der acht Löffel: 8 cm.<br />

Etnisgröße: 7 x 19 x 16,5 cm bzw. 7 x 23 x 15,5 cm.<br />

Jeweils Silberstempel „13“, Meistermarken „E.W.“<br />

für Eduard Wollenweber (1847-1918 München).<br />

Ehemals Schloss Herrenchiemsee.<br />

Beigegeben ein Provenienznachweis von Prinz Joseph<br />

Clemens von Bayern (1902-1990).<br />

Ein handschriftlich unterzeichnetes Schreiben des<br />

zuletzt am Europaplatz München-Bogenhausen in<br />

dessen Villa ansässigen Urneffen, des Kunsthistorikers<br />

und Sammlers Prinz Joseph Clemens von Bayern (Sohn<br />

von Prinz Alfons von Bayern und Prinzessin Louise<br />

Victoire d´Orleans-Alencon) bestätigt auf Briefpapier<br />

mit Königskrone: „Hiermit bestätige ich, daß die 2<br />

Kassetten mit je 4 Salzgefäßen für König Ludwig II.<br />

von Bayern für Schloß Herrenchiemsee gefertigt und<br />

von ihm benutzt wurden.“<br />

In zwei original Etuis mit goldener Innenprägung des<br />

H<strong>of</strong>lieferanten Eduard Wollenweber, München. Silber,<br />

matt- und glanzvergoldet, in Kaltarbeit nachziseliert.<br />

In tadellosem Zustand.<br />

Die einheitlich in Silber getriebenen Gefäße („Nefs“)<br />

im Stil des Rokoko, als „Salzschiffchen“ längsoval<br />

gestaltetet, jeweils auf vier kurzen Füßchen. Das Innere<br />

durch Zwischenwand für Salz und Pfeffer bzw.<br />

Gewürze getrennt. Die in Schweifung gemuldeten<br />

Oberseiten zweifach zu den Schmalseiten hin abgedeckelt,<br />

dazwischen je ein stegförmiger Henkel in<br />

Rocailleform. Seitlich Rocailereliefs, auf den Deckeln<br />

C-bogig eingefasste Kartuschen, darin Sonne- und<br />

Mondmotiv in Strahlengloriole.<br />

Zu jedem Vierer-Satz 4 kleine ebenfalls vergoldete Löffelchen<br />

mit Muscheldekoration an der Unterseite der<br />

Laffen.<br />

Dem Stil entsprechend waren die Salzschiffchen für<br />

das Speisezimmer im Schloss Herrenchiemsee bestimmt.<br />

Es befindet sich im Nordflügel des schon ab<br />

1873 geplanten und 1878 begonnenen Baus. Oval im<br />

Raumgrundriss, wurden Innendekorationen im Stil<br />

Louis XV nach Vorbild des Pariser Hotel de Soubise<br />

gestaltet. Dieses Speisezimmer erhielt nach Wunsch<br />

des Königs eine in den Boden versenkbare Speisetafel,<br />

bekannt als „Tischlein deck-dich“. Sie wurde im darunterliegenden<br />

Geschoß von der Küche gedeckt und<br />

dann wieder nach oben gekurbelt.<br />

Bekanntlich pflegte Ludwig II abendlich in einer imaginierten<br />

Gesellschaft zu speisen. Büsten der H<strong>of</strong>gesellschaft<br />

von Versailles, wie Madam Pompadour, Madame<br />

Maintenon etc. waren die Gesprächspartner, mit denen<br />

er sich ungestört unterhalten konnte, gelegentlich<br />

wurden entsprechende Bühnentexte durch einen H<strong>of</strong>schauspieler,<br />

wie Joseph Kainz rezitiert.<br />

Ludwig hatte bereits lange vor Baubeginn sämtliche<br />

Ausstattungselemente, so auch Geschirre und dergleichen<br />

nach eigenen Vorstellungen entwerfen und<br />

herstellen lassen. So ist auch hier anzunehmen, dass<br />

die Gefäße bereits vor 1878 entstanden. Zu den Entwerfern<br />

zählten die H<strong>of</strong>architekten und Maler wie<br />

Franz Brochier, Franz Stuhlberger, Philipp Perron und<br />

Julius H<strong>of</strong>mann. Es ist denkbar, dass die beiden separat<br />

gefüllten Etuis für die Schlösser Herrenchiemsee<br />

und Linderh<strong>of</strong> benutzt wurden.<br />

Nach dem Tode des Königs gingen die Schlösser in<br />

das Eigentum des Königreichs Bayern, später des<br />

Freistaates über. Der größte Teil des beweglichen<br />

Inventars, Geschirre, Silberobjekte, Gebrauchsutensilien<br />

etc. wurden sogleich veräußert, um die Kabinettskasse<br />

zu entschulden. Etliche Objekte gelangten<br />

auch in den Besitz der Familie Wittelsbach. So<br />

kommen derartige Gegenstände nur äußerst selten<br />

in den Handel. Silbergegenstände für den König<br />

wurden fast ausschließlich dem königlichen H<strong>of</strong>lieferanten<br />

Eduard Wollen weber in Auftrag gegeben.<br />

Die original lederbezogenen Etuis innen mit dunkelblauem<br />

Samt bzw. hellblauer Seide gefüttert, im<br />

Deckel inneren in Goldprägung Marke des H<strong>of</strong>lieferanten<br />

Wollenweber, München, Theatinerstraße 36.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee Räume<br />

und Symbole, München/Berlin 1993.<br />

Vgl. Alexander Rauch: Schloss Herrenchiemsee. Kapitel:<br />

Die kleinen Appartements. München/Berlin, 1995.<br />

A.R. (1380441) (11)<br />

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Marken der Gewürzfässer<br />

König Ludwig II von Bayern<br />

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101


VERY RARE SET OF EIGHT VERMEIL SALT AND<br />

SEASONING VESSELS FROM THE ESTATE OF<br />

KING LUDWIG II OF BAVARIA (1845 – 1886)<br />

Height: 5 cm.<br />

Length: 8 cm.<br />

Depth: 5.3 cm.<br />

Length <strong>of</strong> eight spoons: 8 cm.<br />

Formerly Herrenchiemsee Palace.<br />

Each with silver hallmark “13”, maker’s marks “E.W.”<br />

for Eduard Wollenweber, Munich (1847 – 1918)<br />

Accompanied by evidence <strong>of</strong> provenance: Prince Joseph<br />

Clemens <strong>of</strong> Bavaria (1902 – 1990). A hand signed<br />

letter by the great-nephew, the art historian and<br />

collector Prince Joseph Clemens <strong>of</strong> Bavaria (son <strong>of</strong><br />

Prince Alfons <strong>of</strong> Bavaria and Princess Louise Victoire<br />

d’Orléans-Alençon), who was most recently resident<br />

in his Villa at Europaplatz in Munich-Bogenhausen,<br />

confirms on stationery with a royal crown: “Hiermit<br />

bestätige ich, daß die 2 Kassetten mit je 4 Salzgefäßen<br />

für König Ludwig II. von Bayern für Schloß Herrenchiemsee<br />

gefertigt und von ihm benutzt wurden.”<br />

(“I hereby confirm that the 2 cases each with 4 salt<br />

vessels, were created for King Ludwig II <strong>of</strong> Bavaria for<br />

Herrenchiemsee Palace and used by him.”).<br />

From the estate <strong>of</strong> King Ludwig II <strong>of</strong> Bavaria. In two<br />

original cases with gilt embossing on the inside by the<br />

royal purveyor to the court Eduard Wollenweber,<br />

Munich.<br />

<strong>Silver</strong>, gilt in matte and polished finish, re-chased in<br />

cold work. In perfect condition. The vessels (“nefs”) are<br />

uniformly made <strong>of</strong> silver, in Rococo style, designed as<br />

“salt boats” in an elongated oval shape, each on four<br />

short feet. The inside is separated by a partition for<br />

salt and pepper or spices. The curved tops are covered<br />

twice towards the narrow sides, each with a barshaped<br />

handle in the shape <strong>of</strong> a rocaille. Rocaille reliefs<br />

on the sides, the lids with cartouches surrounded<br />

by C-shaped frames, the inside decorated with a sun<br />

and moon motif in a gloriole <strong>of</strong> rays. There are four<br />

matching gilt spoons with shell decoration on the<br />

underside provided for each set <strong>of</strong> four boats. In keeping<br />

with the style, the salt boats were intended for<br />

the dining room at Herrenchiemsee Palace in the<br />

north wing <strong>of</strong> the palace, which was planned in 1873<br />

and begun in 1878. Oval in floor plan, the interior decorations<br />

were designed in the Louis XV style based<br />

on the Paris Hotel Soubise. According to the king’s<br />

wishes, this dining room was fitted a dining table<br />

that could be retracted into the floor, known as a<br />

“Tischlein deck-dich”. Thus, it could be set by the<br />

kitchens on the floor below and lifted back up. As is<br />

well known, Ludwig II used to dine in an “imagined<br />

company” in the evenings. Busts <strong>of</strong> the society <strong>of</strong> the<br />

royal court <strong>of</strong> Versailles, such as Madame Pompadour,<br />

Madame Maintenon, etc., were his conversation partners<br />

with whom he could converse undisturbed by<br />

staff; occasionally relevant stage texts were recited by<br />

a court actor such as Joseph Kainz. Long before the<br />

start <strong>of</strong> construction, Ludwig II had all the furnishings<br />

including crockery designed and manufactured according<br />

to his own ideas. Hence it can be assumed<br />

that the vessels were made before 1878 as well. The<br />

designers included court architects and painters such<br />

as Franz Brochier, Franz Stuhlberger, Philipp Perron<br />

and Julius H<strong>of</strong>mann. It is conceivable that the two<br />

separately filled cases were used for the Palaces at<br />

Herrenchiemsee and Linderh<strong>of</strong>. Immediately after the<br />

king’s death, the palaces became the property <strong>of</strong> the<br />

Kingdom <strong>of</strong> Bavaria, and later the Free State. Most <strong>of</strong><br />

the movable inventory such as dishes, silver objects,<br />

utensils, etc. were promptly sold to relieve the debt <strong>of</strong><br />

the cabinet treasury. Quite a few objects also came<br />

into the possession <strong>of</strong> the Wittelsbach family. These<br />

items only rarely appear on the market. <strong>Silver</strong> items<br />

for the king were almost exclusively commissioned<br />

from the royal purveyor to the court, Eduard Wollenweber<br />

from Munich. The interior <strong>of</strong> the original leathercovered<br />

cases is lined with dark blue velvet or light<br />

blue silk, the inside <strong>of</strong> the lid features a gilt embossed<br />

mark from the court purveyor Wollenweber, Munich,<br />

Theatinerstraße 36.<br />

Literature:<br />

cf. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee –<br />

Räume und Symbole, Köhler & Amelang, Munich/<br />

Berlin 1993.<br />

cf. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee.<br />

Bildband-Monographie. Kapitel: Die kleinen Appar tements,<br />

Munich/Berlin 1995.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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König Ludwig II von Bayern<br />

108<br />

SILBERBESTECK-SATZ AUS DEM BESITZ KÖNIG<br />

LUDWIGS II VON BAYERN (1845 – 1886)<br />

Länge: 18 - max. 27 cm.<br />

Messerklinge gemarkt: H<strong>of</strong>lieferant „M. Tresch,<br />

München“.<br />

4-teilig bestehend aus: Messer, Gabel, Löffel, Kaffeelöffel.<br />

Jeweils mit dem verschlungenen Doppel- “LL“-<br />

Monogramm des Königs, darüber Königskrone.<br />

Fadenmuster, Silberstempel 13-lötig, Meistermarke<br />

Alois von Mayrh<strong>of</strong>er (1815-1895), der bei Ferdinand<br />

Harrach (1821-1898, Schöpfer von Bronzen für den<br />

König) lernte. Fertigte Silberarbeiten für Ludwig II,<br />

arbeitete nach dem Tode des Königs für den H<strong>of</strong>lieferanten<br />

und Silberschmied Eduard Wollenweber<br />

(1847-1918).<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung, Deutschland. (1381843) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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109<br />

SELTENES DOPPELBILDNIS VON KRONPRINZ<br />

LUDWIG UND PRINZ OTTO VON BAYERN<br />

den späteren Königen Ludwig II (1845-1886) und<br />

Otto (1848-1916).<br />

Auf Fotokarton, aquarelliert, Ecken original<br />

abgeschrägt.<br />

21,5 x 25,5 cm.<br />

Links schräg signiert „Fr. Hohbach“.<br />

Verso Sammlerstempel mit Nr. 355.<br />

Auf Grundlage von Fotovorlagen des Fotografen und<br />

Malers Hohbach entstandenes Aquarell mit Darstellung<br />

der beiden Prinzen im Kindesalter. Beide nebeneinander<br />

auf einem Felsen in der Anhöhe, auf der später<br />

Neuschwanstein entstand, vor der Landschaftskulisse<br />

mit der Burg Hohenschwangau im Hintergrund. Beide<br />

in schwarzer Seidenjacke in der Mode der damaligen<br />

Studentenkleidung. Ludwig, der spätere Erbauer seiner<br />

Königsschlösser, hat sich bekanntlich schon im<br />

Knabenalter für Architektur interessiert, hält hier ein<br />

Skizzenalbum mit dem von ihm selbst gezeichneten<br />

Schloss, auf dem die beiden ihre Sommerferien verbracht<br />

haben.<br />

Wenige Exemplare gingen an die Familie der Wittelsbacher.<br />

Erst um 1910 wurde die nicht kolorierte<br />

Darstellung auch als Postkarte verbreitet.<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung, Deutschland.<br />

Anmerkung:<br />

Mehrfach ausgestellt. Zuletzt war es eine Leihgabe<br />

zur Ausstellung zu den Bauten von König Ludwig II in<br />

der Pinakothek der Moderne, Architekturmuseum der<br />

Technischen Universität München „Königsschlösser<br />

und Fabriken“, München, 2018/ 2019.<br />

(1381844) (11)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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107


110<br />

FÜNF BESTECKTEILE FÜR KÖNIG FRIEDRICH<br />

WILHELM IV AUS DEM KÖNIGLICH-<br />

KAISERLICHEN HOF BERLIN<br />

Gewicht zusammen: 1050 g.<br />

Silber, bestehend aus drei Gabeln vom H<strong>of</strong>lieferant<br />

Gebrüder Friedländer & Sohn, Stempel „880“ (!), Halbmond<br />

und Krone.<br />

Vierzinkig, die am Ende verbreiteten Stiele mit dem<br />

reliefierten Preußenadler sowie zwei Kaffeelöffel, Entwurf<br />

entsprechend von Silberschmied Joh. Wagner &<br />

Sohn,<br />

Berlin gestempelt „15-lötig“ und Silberschmied Humbert<br />

& Sohn – Berlin ab 1799, hier um 1840-1860, gestempelt<br />

„937“ (!). Jeweils mit dem Königlichen Preußischen<br />

Adler in Rocailledekor-Kartusche (Vorderseite)<br />

sowie Königskrone mit ligiertem „FW“ für Friedrich<br />

Wilhelm IV von Preußen (Rückseite). Friedrich Wilhelm<br />

IV (1795-1861) war ab 1840 König von Preußen.<br />

Er führte die konstitutionelle Monarchie ein, begründete<br />

die Berliner Museumsinsel und sorgte als Kunstförderer<br />

für die Wiederherstellung des Kölner Domes.<br />

Die Kaiserkrone lehnte er ab.<br />

Provenienz:<br />

Privatsammlung, Deutschland.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Wolfgang Scheffler, Celle Schilber. Formenfibel<br />

einer niedersächsischen Residenzstadt, Celle 1988.<br />

(1381848) (11)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung Lot 110<br />

111<br />

NYMPHENBURG-SAUCIÈRE<br />

DES 18. JAHR HUNDERTS,<br />

DOMINIKUS AULICZEK<br />

(1734 POLICKA – 1804)<br />

Höhe: 14,5 cm.<br />

Breite: 21,5 cm.<br />

Tiefe: 10 cm.<br />

Am Boden Nymphenburger Rautenschild Pressmarke<br />

und Modelliernummer „O“.<br />

Um 1770.<br />

Porzellan mit Weißglasur, in <strong>Art</strong> eines Schiffchens<br />

muschelförmig längsgezogen, auf wellig vortretendem<br />

Fuß. Henkel in Form eines Delfins, dessen großer, fein<br />

gearbeiteter Kopf an der Muschelvolute anliegt, der<br />

Schwanz läuft blattförmig aus.<br />

Als Nymphenburger Modellmeister war Auliczek 1765<br />

Nachfolger des Franz Anton Bustelli, wurde 1773<br />

Inspektor und 1772 H<strong>of</strong>bildhauer von Kurfürst Max<br />

Joseph III, bekannt auch durch seine Parkfiguren in<br />

Nymphenburg. Studierte zunächst in Wien, Paris, London<br />

und Rom; von Papst Clemens mit dem 1. Preis<br />

der Akademie ausgezeichnet, ab 1762 in München.<br />

Diese äußerst seltene Saucière, möglicherweise Unikat,<br />

steht im Zusammenhang mit den Figuren für die<br />

H<strong>of</strong>tafel des Kurfürsten, wozu u. a. auch ein „Triton als<br />

Wasserlenker“, „Triton mit Muschelhorn“ oder die<br />

„Wasserrösser“ gehörten. Minimaler Chip am Fuß.<br />

(1381847) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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112<br />

PAAR OVALE BRONZEPLAKETTEN MIT RELIEF-<br />

BILDNISSEN VON MARCELLUS UND ANTINOUS<br />

9 x 7 cm.<br />

Jeweils am Unterrand beschriftet.<br />

Padua, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

Marcus Claudius Marcellus (42 v. Chr.-23 n. Chr.) war<br />

Neffe und Schwiegersohn von Kaiser Augustus.<br />

Antinous (um 115-130) war der Günstling und vermutlich<br />

Geliebte des römischen Kaisers Hadrian. Schöne<br />

braune Alterspatina.<br />

(1381845) (11)<br />

€ 500 - € 700<br />

Sistrix<br />

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109


113<br />

SILBERNER TRAUBENPOKAL<br />

Höhe: 44 cm.<br />

Gewícht: 950 g.<br />

Am Stand mehrere historisierende Punzen.<br />

Hanau, 19. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gegossen und ziseliert. Über Trompetenfuß<br />

mit Buckel- und Rautendekor ein auf einem<br />

Nodus stehender Armbruster auf seinem Kopf die<br />

gebuckelte Kuppa mit Stülpdeckel und Maienzier in<br />

Vase tragend. Innen vergoldet.<br />

(1381462) (13)<br />

€ 2.800 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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114<br />

NÜRNBERGER ANANAS-HUMPEN<br />

(ABB. RECHTS)<br />

Höhe: 18 cm.<br />

Fußdurchmesser: 11,2 cm.<br />

Meistermarke „LO“ auf der Deckeloberseite<br />

für Lorenz v. Walde (Meister 1582, gest. 1632).<br />

Um 1593.<br />

Wandung und Deckelrandung im Ananasdekor getrieben,<br />

der gewölbte Fußring mit Kymation-Fries, die<br />

Deckelbekrönung in Form eines Pinienzapfens. Der<br />

gegossene, geschweifte Henkel teils figürlich gestaltet,<br />

setzt mit einer Vogelkralle unten an, bildet mittig<br />

eine Büste über einer kleinen Volute und zeigt als<br />

Daumenrast ein fischleibiges Fabelwesen mit Helm.<br />

Außen- und Innenvergoldung.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Marc Rosenberg, Der Goldschmiede Merkzeichen,<br />

Bd. 3, Deutschland N-Z, Frankfurt a.M. 1925, S. 140.<br />

(1380831) (11)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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115<br />

110 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.<br />

DÄNISCHER MÜNZBECHER<br />

Höhe: 11,5 cm.<br />

Gewicht: 309 g.<br />

Bodenseitige nicht identifizierte Punzen.<br />

Dänemark, um 1680-1700.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet,<br />

eingelassene Silbermünzen. Auf Löwenfüßen ruhender<br />

leicht konisch auslaufender Korpus mit dichtem<br />

Ranken- und Münzdekor, leicht ausgestellter pr<strong>of</strong>ilierter<br />

Rand.<br />

(1381467) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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116<br />

ZUCKERSTREUER<br />

Höhe: 21 cm.<br />

Gewicht: 204 g.<br />

Bodenseitige Punze.<br />

Dänemark, 18. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, geschnitten und ziseliert. Über pr<strong>of</strong>iliertem<br />

Standring der birnförmige Körper mit à jour<br />

gearbeitetem hohen Deckel mit floralem Dekor und<br />

Balusterknauf.<br />

(1381469) (13)<br />

€ 600 - € 900<br />

Sistrix<br />

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117<br />

SILBERNER SCHLANGENHAUT FAUSTBECHER<br />

Höhe: 7,5 cm.<br />

Durchmesser: 8,7 cm.<br />

Süddeutschland, 18. Jahrhundert.<br />

Lippenrand glatt und leicht konkav gemuldet.<br />

(1381464) (11)<br />

€ 500 - € 700<br />

Sistrix<br />

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118<br />

SILBERNER TISCHAUFSATZ IN FORM EINER<br />

MUSCHELSCHALE AUF DELFINFUSS<br />

Höhe: 19 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Silberstempel 925, Marken „BMM“,<br />

Jahrespunze „q“, England 19. Jahrhundert.<br />

In Anlehnung an Kunstkammerobjekten des 17. Jahrhunderts<br />

gestaltet, mit längsgezogenem, geschweiften<br />

Fuß, darüber Schaft in Gestalt eines Delfins, der die<br />

Muschel trägt. An der Einrollung besetzt mit einem<br />

gefassten, geschliffenen Amethyst, am rocailleförmigen<br />

Henkel angehängt eine durch Blattwerk umzogene<br />

rotbraune Kugel (Achat ?).<br />

(13814610) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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119<br />

SILBER WEIN- HENKELKANNE AUF<br />

WEITER SCHALE<br />

Kanne Höhe: 19 cm.<br />

Schale Höhe: 4 cm.<br />

Länge: 39 cm.<br />

Tiefe: 29 cm.<br />

Die Kanne mit gewölbtem, eingezogenem Fuß, mit<br />

Zwischennodus, Wandung teilweise durch leicht gemuldete<br />

Lisenen gerippt, mit geweitetem Ausguss.<br />

Der Henkel gegossen und mehrfach geschweift;<br />

Gravurdekoration in Bandwerkformen um 1715/20.<br />

Die tiefgewölbte, mehrfach geschweifte Schale in<br />

Treib arbeit mit Rocaillen, Blättern und Blüten sowie<br />

Traubendolden dekoriert, um 1750. Eingelöteter ovaler<br />

Festigungsring im Spiegel zur Standsicherheit der<br />

Kanne. Kanne seitlich des Henkels mit verschlagener<br />

Marke, daneben Tremolierstrich; Schale am Innenrand<br />

mit Silber-Stadtmarke Augsburg, Pinienzapfen, sowie<br />

schwer entzifferbarer Meistermarke. An der Rand-<br />

Außenseite Tremolierstrich. Mariage.<br />

(13816826) (11)<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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120<br />

SILBERBÜSTE ZAR PETER DER GROSSE<br />

121<br />

BAROCKE ZUCKERDOSE<br />

122<br />

AUGSBURGER SCHLANGENHAUT-BECHER<br />

Höhe gesamt: 33,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: 2450 g.<br />

An der Rückseite unterhalb der Büste imitierende<br />

Punzen auf Russland hinweisend.<br />

Um 1900.<br />

Über quadratischem Grund gekehlte schwarze Steinbasis.<br />

Darauf montiert ein kannelierter Säulenschaft<br />

mit Lanzettblattfries und schauseitiger Monogrammkartusche.<br />

Darüber Kartusche mit kyrillischer<br />

Namensnennung des Dargestellten sowie der Büste<br />

in antikisierendem Gewand über Harnisch, nach vorn<br />

gerichtetem Blick, fein ausziselierten Haaren und<br />

Lorbeerkranz.<br />

(1381466) (13)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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9,6 x 13,2 x 10 cm.<br />

Gewicht: 255 g.<br />

Bodenseitige nicht identifizierte Punze, Monogramm<br />

und Datierung „1766“.<br />

Norddeutschland, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben. Über passigem Standring der ovale<br />

passige Korpus mit Stülpdeckel.<br />

(1381468) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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Höhe: 9 cm.<br />

Durchmesser: 7,5 cm.<br />

Am Boden Stadtmarke Pinienzapfen,<br />

Meistermarke „PW“.<br />

Tremolierstrich.<br />

(1381463) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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123<br />

LONDONER DECKELKANNE<br />

Höhe: 22 cm.<br />

Gewicht: 1032 g.<br />

Bodenseitig punziert: Lion passant, Londoner<br />

Beschau, sowie weitere Marken.<br />

London, 18. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Über rundem<br />

gekehlten Fuß der bombierte Korpus mit dichtem<br />

Rocaille- und Blütenrelief, aus C-Schwüngen gebildete<br />

Handhabe, <strong>of</strong>fene Schnaupe und Scharniersteckdeckel<br />

mit à jour gearbeiteter Daumenrast und Haubendeckel<br />

mit Blütendekor. Isolator.<br />

(1381465) (13)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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113


124<br />

GROSSE ZUPPIERA IN SILBER<br />

Gesamthöhe: 37 cm.<br />

Breite: 62 cm.<br />

Tiefe: 35 cm.<br />

Gewicht: ca. 7500 g.<br />

Fußunterseite mit Stempelung „Battuto“,<br />

Silberstempel 900 sowie „St“ im Queroval.<br />

Italien, 20. Jahrhundert.<br />

In Formen des Rokoko, zweiteilig, mit einer ovalen<br />

Henkelschale, darauf große ovale Terrine auf eingezogenem<br />

Fuß, Wandung mehrfach bombiert, mit seitlichen,<br />

gegossenen, bocksbeinigen Faunfiguren. Der<br />

gewölbte Deckel mit plastisch gearbeiteten Rocaillebögen<br />

und bekrönenden Früchten. Terrine und Deckel<br />

innen vergoldet.<br />

(1381587) (11)<br />

LARGE SILVER TUREEN<br />

Total height: 37 cm.<br />

Length: 62 cm.<br />

Depth: 35 cm.<br />

ca. 7500 g.<br />

Underside <strong>of</strong> foot stamped “Battuto”, silver hallmark<br />

900 and “St”.<br />

Italy, 20th century<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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125<br />

PAAR SILBERKANDELABER<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 6000 g.<br />

Standring punziert mit Minervakopf Feingehaltsmarke<br />

bzw. mit Meistermarke Claude Doutre Roussel.<br />

Paris, 1860-1895.<br />

A PAIR OF SILVER CANDELABRA<br />

Height: 64 cm.<br />

Total weight: ca. 6000 g.<br />

Foot rim with Minerva head hallmark and maker’s<br />

mark Claude Doutre Roussel.<br />

Paris, 1860 - 1895.<br />

Silber, gegossen, ziseliert. Über drei mit Blattwerk<br />

verzierten Volutenfüßen der im Stil Louis XV reliefierte<br />

Fuß mit Balusterschaft und Tülle. Diese mit Blatt werkumkränzung<br />

und Aufnahme eines einzusteckenden<br />

Aufsatzes, der mit fünf Brennstellen in vegetabiler <strong>Art</strong><br />

in zwei unterschiedlichen Höhen ausgeformt ist. Ehemals<br />

elektrifiziert.<br />

(1381582) (13)<br />

<strong>Silver</strong>; cast and chased.<br />

€ 11.000 - € 13.000<br />

Sistrix<br />

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126<br />

BEDEUTENDE JARDINIÈRE<br />

Höhe: 31 cm.<br />

Breite: 86 cm.<br />

Tiefe: 58 cm.<br />

Gewicht: 16000 g.<br />

Bodenseitig punziert mit „Odiot à Paris“ sowie<br />

Werksnummer.<br />

Frankreich, um 1850.<br />

Silber, gegossen, getrieben, ziseliert. Auf konisch<br />

auslaufenden kannelierten Füßen ruhender oblonger<br />

Korpus mit vierpassigem Grund. Die Korpuswandung<br />

à jour gearbeitet, mit übereinandergestaffelten stilisierten<br />

Blüten inmitten von gezüngelten Kartuschen.<br />

Darüber gekehltes Gesims mit überkragender Mündung<br />

mit Zungenfries und vegetabiler Zier. Die Kurzenden<br />

mit Handhaben in Form von sich aus Blattwerk<br />

ergebenden Nereiden mit Lorbeerkränzen. Schauseitiges<br />

bekröntes Wappen des Belgischen Königshauses<br />

bzw. des Königs Leopold II, Prinz von Belgien und Graf<br />

von Brabant und späterer König von Belgien, flankiert<br />

von zwei Löwenfiguren.<br />

(1381501) (13)<br />

IMPORTANT JARDINIÈRE<br />

Height: 31 cm.<br />

Width: 86 cm.<br />

Depth: 58 cm.<br />

Weight: 16000 g.<br />

Stamped on the base with “Odiot à Paris”<br />

and factory number.<br />

France, ca. 1850.<br />

€ 48.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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127<br />

IMPOSANTES BERLINER SILBER-SCHREIBZEUG<br />

VOM HOFLIEFERANTEN GEBRÜDER FRIEDLÄNDER<br />

Höhe (ohne Glasschale): 24,5 cm.<br />

Breite: 46 cm.<br />

Tiefe: 27 cm.<br />

Gemarkt an der Sockel-Rückseite:<br />

Gebrüder Friedländer, H<strong>of</strong>silberschmiede für Kaiser<br />

Wilhelm I Silberstempel „800“, Mond und Krone, sowie<br />

Meistermarke „M“.<br />

Grandioser Aufbau in Form eines großen, bühnenhaften<br />

Halbrund-Sockels, von glatter Wandung umzogen, getragen<br />

von Palmettenfüßen, an den vorderen Ecken<br />

mit balusterförmigen Kerzenhaltern besetzt. Zentral<br />

stehender Recktecksockel, der eine Glasschale trägt,<br />

flankiert von polsterförmig gestalteten Abdeckelungen<br />

mit Eckquasten für Tinten- und Löschsand-Einsätze.<br />

Dazwischen eine kleine Buchkassette (für Briefmarken),<br />

besetzt mit einem geschliffenen Karneol.<br />

Die H<strong>of</strong>lieferantenfirma Friedländer wurde 1829 von<br />

dem Silberschmied und Juwelier Zadig Levin Friedländer<br />

(1801-1861) gegründet, nachdem in Berlin seit 1671<br />

die Ansiedlung von Juden erlaubt war. Die Firma existierte<br />

bis 1938 und hatte ihren Firmensitz in Berlin,<br />

Unter den Linden 28. Vor allem nach der Reichsgründung<br />

1871 und dem Aufstieg Preußens konnten auch<br />

Unternehmen für Luxusartikel florieren. Auftraggeber<br />

waren die Kaiserin, der Kaiser sowie der deutsche<br />

Adel und das vermögende Bürgertum, aber auch Herrscherhäuser<br />

anderer Länder. Nach dem Untergang der<br />

Monarchie 1918 begannen schwerere Zeiten für die<br />

Firmen von Luxusartikeln. Der Begriff H<strong>of</strong>lie ferant war<br />

zur Makulatur geworden. 1939 wurde im Zuge der<br />

Arisierung das Unternehmen umbenannt.<br />

1990 wurde der Grundbesitz der Familie Unter den<br />

Linden an die emigrierten Erben restituiert. A.R.<br />

(1381583) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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128<br />

HÖCHST DEKORATIVER UND IMPOSANTER<br />

TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 37 cm.<br />

Breite: 64 cm.<br />

Tiefe: 45 cm.<br />

Christ<strong>of</strong>fle, Ende 19./ Anfang 20. Jahrhundert.<br />

Schwere Ausführung, versilbert. Mit großer Schale<br />

und darüberstehender Deckelterrine.<br />

Im Rokokostil, die ovale Schale auf floralen Füßen, an<br />

den Schmalseiten in Muschelform, daran vollpla stische<br />

Tritonen; an den Längsseiten Kartuschen. Mittig<br />

hochziehender Sockel, darauf das große Deckel gefäß<br />

mit Henkeln in Form von Schilfblättern, seitlich<br />

Meeres gott-Masken. Ein Delfin als Deckelknauf.<br />

Die figürliche Gestaltung zeigt das Gefäß als für<br />

Fisch speisen gedacht.<br />

(1381592) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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121


129<br />

GROSSE SILBERKANNE MIT RECHAUD<br />

Gesamthöhe: ca. 51,5 cm.<br />

Gewicht: 5800 g.<br />

Meisterpunze William Eley II. Am Hals punziert mit<br />

Lion passant, Londoner Beschau sowie Duty mark,<br />

Date letter und Meisterzeichen.<br />

London, 1828.<br />

LARGE SILVER TEAPOT WITH RECHAUD<br />

Total height: ca. 51.5 cm.<br />

Weight: 5800 g.<br />

Master’s mark William Eley II. Marked on the neck<br />

with lion passant, London hallmark and duty mark,<br />

date letter and master’s mark.<br />

London, 1828.<br />

Jeweils in Silber gegossen, getrieben und vergoldet.<br />

Der Rechaud mit reichen Rocaillen versehen,<br />

mittig zur Aufnahme von Petroleum einzustellen. Die<br />

Silberkanne mit Löwenkopf-, Blüten- und Blattdekor,<br />

auskragenden Rocaillen und einer aus C-Schwüngen<br />

gebildeten Handhabe mit Blattwerkrelief. Der<br />

Steckdeckel an zwei Scharnieren mit aufsitzendem<br />

Tabakraucher. Die Schulter der Kanne mit graviertem<br />

Einhorndekor.<br />

(1381503) (13)<br />

Each cast in silver, chased and gilt.<br />

€ 12.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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130<br />

GROSSES LONDONER SILBERTABLETT<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Breite: 54 cm.<br />

Gewicht: 9100 g.<br />

Meistermarke Philip Rundell (1746-1827). Bodenseitige<br />

Markung mit Lion passant, Londoner Beschau,<br />

Meister marke, date letter und duty mark.<br />

London, 1821.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Weiter rechteckiger<br />

Spiegel mit ornamentalem Bandelwerkdekor<br />

und zentralem graviertem viergeteilten Wappen.<br />

Kurzseiten mit gegossenen Schlangenhandhaben,<br />

die Ecken mit Rocailledekor und vegetabiler Zier. Die<br />

Fahne mit gegossenem Weinlaub- und Fruchtdekor.<br />

Auf vier gemuschelten Füßen ruhend.<br />

(1381502) (13)<br />

LARGE LONDON SILVER TRAY<br />

Height: 78 cm.<br />

Width: 54 cm.<br />

Weight: 9100 g.<br />

Maker’s mark by Philip Rundell (1746 – 1827). Hallmarked<br />

on underside.<br />

London, 1821.<br />

€ 28.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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125


131<br />

SIENESISCHE SILBERKANNE<br />

Höhe: 29,5 cm.<br />

Gewicht: 1233 g.<br />

Standring punziert.<br />

Siena, um 1740.<br />

Silber, getrieben. Über glockenförmigem Fuß mit vertikalen<br />

Zügen der gebauchte Korpus mit Rippendekor,<br />

einem S-förmigem ebonisiertem Griff mit Silberapplikationen<br />

sowie S-förmiger Tülle mit Entenkopfausguss.<br />

Stülpscharnierdeckel mit gefiederter Daumenrast und<br />

zapfenförmigem Knauf.<br />

(1381507) (13)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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132<br />

30 SILBERNE TELLER<br />

Durchmesser: 12,4 cm.<br />

Gesamtgewicht: 2436 g.<br />

Meistermarke Luigi Vernazzi (1771-1836).<br />

Parma, um 1870.<br />

30 SILVER PLATES<br />

Diameter: 12.4 cm.<br />

Total weight: 2436 g.<br />

Master’s mark Luigi Vernazzi (1771-1836).<br />

Parma, around 1870.<br />

Silber, getrieben. Mit weitem Spiegel steil auf ragendem<br />

Bord und konisch auslaufender Fahne, diese mit<br />

dem gravierten Wappen des Roberto I von Parma. In<br />

tapezierter Reisekassette, diese ebenfalls mit bekröntem<br />

Monogramm „R. I.“.<br />

(1381506) (13)<br />

<strong>Silver</strong>, embossed.<br />

€ 14.000 - € 16.000<br />

Sistrix<br />

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127


133<br />

ZWÖLF RÖMISCHE SILBERTELLER<br />

Durchmesser: 25 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 6000 g.<br />

Punziert „GB“ (Borgiani Giuseppe (1733-1769),<br />

geboren 1685).<br />

Rom, 1733-1769.<br />

Silber, getrieben. Runder Spiegel mit steilem Bord und<br />

passiger pr<strong>of</strong>ilierter Fahne.<br />

Anmerkung:<br />

Der oben genannte Silberschmiedemeister, Sohn<br />

von Michele, ebenfalls Silberschmied, und Caterina<br />

Amadei. Er war seit dem 19. Juni 1733 zugelassen<br />

und führte die Werkstatt seines Vaters weiter. Neben<br />

der Punze mit den Anfangsbuchstaben werden ihm<br />

und seinem Vater Michele eine weitere mit dem<br />

Skorpion-Symbol, das auf Gegenständen verwendet<br />

wurde, die in der zweiten Phase des Unternehmens<br />

mit der Gusstechnik hergestellt wurden, und eine<br />

weitere mit den Anfangsbuchstaben GB, die durch<br />

einen Punkt getrennt sind, zugeschrieben. Er starb<br />

vor dem 18. Februar 1769. (1381581) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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134<br />

ZWÖLF SILBERTELLER<br />

Durchmesser: 28 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 5000 g.<br />

Fahne verso punziert 800er Feingehalt, Lavorato a<br />

mano, sowie Beschau für Alessandria und Meistermarke<br />

Visconti & Baldi (229).<br />

Alessandria, zweite Hälfte 20. Jahrhundert.<br />

Silber, gedrückt, ziseliert. Weiter Spiegel mit steilem<br />

Bord und getreppter mit Lanzettblattfries verzierter<br />

Fahne.<br />

(1381584) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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129


135<br />

IMPOSANTES HÖFISCHES PRÉSENTOIR<br />

7,3 x 70,3 x 54 cm.<br />

Italien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Silbermontierung auf Holz, mit leicht facettiertem<br />

Spiegel. Dieser steht auf volutenförmigen Füßen,<br />

verziert mit bekrönten Wappen. Die Randung fein gearbeitet<br />

mit prächtigen Blattwerkblüten sowie Akanthusblättern.<br />

Das Présentoir diente als Hoch zeitsgeschenk<br />

und die Wappen an den Füßen weisen auf<br />

zwei adligen Familien Italiens. Ein Wappen mit Turm<br />

und aufsteigenden Löwen bezieht sich auf der Familie<br />

Della Torre aus Mailand, das zweite Wappen mit sich<br />

wiederholenden Wellen bezieht sich auf die Familie Di<br />

Tocco delle Onde aus Neapel.<br />

(1381585) (10)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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136<br />

PAAR SILBERNE TAFELAUFSÄTZE<br />

28 x 51 x 39 cm.<br />

Gesamtgewicht: 10760 g.<br />

Am Rand punziert 925er Feingehalt<br />

sowie Beschauzeichen Casprini.<br />

Florenz, 19./ 20. Jahrhundert.<br />

(1381591) (13)<br />

A PAIR OF SILVER CENTREPIECES<br />

28 x 51 x 39 cm.<br />

Total weight: 10760 g.<br />

€ 12.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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131


SCULPTURE &<br />

WORKS OF ART


137<br />

MUSEALE BISCHOFSSTAB-KRÜMME<br />

CROSSE ÉPISCOPALE<br />

Höhe: 28 cm.<br />

Gesamthöhe: 33,5 cm.<br />

Limoges, 13. Jahrhundert.<br />

Kupfer, Feuervergoldung und Email. Altersbedingte<br />

Abriebe der Vergoldung sowie schöne Alterspatina.<br />

Die Flügel des Engels möglicherweise später durch<br />

Nieten gefestigt.<br />

Partiell eingelegte türkisfarbene Steine in den Ornamenten.<br />

Als Krümme wird die gebogene Bekrönung<br />

eines Abt- oder Bisch<strong>of</strong>sstabes bezeichnet, deren<br />

formale Herleitung bis ins alte Ägypten zurückreicht.<br />

Im Christentum erhielt sie die Bedeutung des Hirtenstabes,<br />

zurückgeführt auf biblische Gestalten wie<br />

Abraham oder Jesus als Guter Hirte. Als mythischer<br />

Gegenstand des sakralen Kultes und aufgrund der geglaubten<br />

Wirkmächtigkeit erfuhr der Krummstab stets<br />

hohe Wertschätzung und demgemäß künstlerische<br />

Gestaltung. Beispiele in Elfenbein, Edelmetall, Vergoldung<br />

oder – wie hier – mit Emaildekor und Steinbesatz<br />

zeigen den hohen Wert, der dem Gegenstand stets<br />

beigemessen wurde.<br />

Zudem weisen mittelalterliche Krümmen meist auch<br />

bildliche Motive auf. Von den schlichter gehaltenen<br />

Beispielen des Frühmittelalters bis hin zu den üppig<br />

plastischen Ausformungen im Barock finden sich insbesondere<br />

seit dem 13. Jahrhundert figürliche Ergänzungen.<br />

Die Themen dürften dabei im Zusammenhang<br />

mit dem jeweiligen Patrozinium stehen. Ein Beispiel<br />

aus Bonn (13. Jahrhundert) zeigt den drachentötenden<br />

Erzengel Michael, eine Krümme aus Salzburg (1485)<br />

die Heilige Katharina.<br />

Hier in unserem Beispiel sind in die Krümmung die<br />

beiden Figuren der Verkündigung eingepasst, Maria<br />

und der Engel. Zwischen beiden, stilisiert, der Baum<br />

des Paradieses als Symbol des Sündenfalls, der durch<br />

Maria aufgehoben wird. Die Krümmung rollt als<br />

Schlange ein, auf deren Kopf der Engel seinen Fuß<br />

gestellt hat. Dessen große, gravierte Flügel liegen am<br />

Krümmungsbogen an.<br />

Der Nodus, als abgeflachte Kugel mit mittlerem Band<br />

gearbeitet, ist oben und unten mit durchbrochen gestaltetem<br />

stilisierten Blattwerk und Rosetten belegt.<br />

Er zeigt nach oben kronenartig hochstehende lanzettförmige<br />

Blätter. Damit ist das Motiv des Granatapfels<br />

gemeint, ein mariologisches Attribut. Am hülsenförmigen<br />

Schaft darunter drei nach unten ziehenden<br />

Schlangen appliziert, die ebenfalls symbolisch zu<br />

deuten sind, als das Böse das nach der Verkündigung<br />

nach unten weicht.<br />

Krümme und Schafthülse mit vergoldeten Wein blattranken<br />

im Emaildekor in Grün und Rot. An der Oberseite<br />

der Krümmung die emaillierte Aufschrift in gotischen<br />

Majuskeln: „AVE MARIA GRA. PLENA“. A.R.<br />

Anmerkung:<br />

Vergleichbare Exemplare:<br />

Bisch<strong>of</strong>sstab-Krümme um 1230, Galleria Farnese,<br />

Rom.<br />

Trierer Bisch<strong>of</strong>sstab des Arnold II (um 1190-1259),<br />

Domschatzkammer, Trier.<br />

Krümme eines Stabes, Limoges, um 1200-1235,<br />

Museum Schnütgen, Köln.<br />

Schloss Tirol, Limoges, 13. Jahrhundert, Landesmuseum<br />

Südtirol Alto Adige.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Romuald Bauerreiß, Abtsstab und Bisch<strong>of</strong>sstab,<br />

in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des<br />

Benediktinerordens und seiner Zweige, Bd. 68, 1957.<br />

Vgl. <strong>Art</strong>hur Martin, Des crosses pastorales, Mélanges<br />

d‘archeologie d‘hist. et litt. 4, Paris 1856, S. 145ff.<br />

Vgl. Charles Rohault de Fleury, La Messe: Études<br />

Archéologiques Sur Ses Monuments, Vol. 8, Paris<br />

1889, S. 75ff.<br />

Vgl. Karl Lind, Über den Krummstab. Eine archäologische<br />

Skizze, Wien 1863.<br />

Vgl. Catalogue <strong>of</strong> Pastoral Staves, Victoria and Albert<br />

Museum, London 1925, S. 17-20, Taf. 6/7., 10.<br />

Vgl. Katalog der Ausstellung „Kirchliche Kunstschätze<br />

aus Bayern“, München 1930.<br />

Vgl. Paul Williamson, Medieval <strong>Sculpture</strong> and <strong>Works</strong><br />

<strong>of</strong> <strong>Art</strong>: The Thyssen-Bornemisza Collection, 2003,<br />

Nr. 32 ff. (1381713) (11)<br />

CROOK OF A CROZIER “CROSSE ÉPISCOPALE”<br />

OF MUSEUM-QUALITY<br />

Height: 28 cm.<br />

Total height: 33.5 cm.<br />

Limoges, 13th century.<br />

Copper; fire-gilt and enamel. On the top side <strong>of</strong> the<br />

curvature enamelled inscription in Gothic majuscule:<br />

“AVE MARIA GRA. PLENA”<br />

€ 40.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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Lot 137


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137


138<br />

HANS VON JUDENBURG,<br />

TÄTIG UM 1375 – 1424, ZUG.<br />

BEDEUTENDE SÜDTIROLER SCHNITZMADONNA<br />

DES WEICHEN STILS<br />

Höhe: 70,5 cm.<br />

Breite: 37 cm.<br />

Tiefe: 25 cm.<br />

Die in Sitzhaltung auf einer Thronbank dargestellte<br />

Madonna ist aufgrund der stilistischen Merkmale dem<br />

bekannten Meister, dem Maler und Bildhauer Hans<br />

von Judenburg zuzuweisen. Die Sitzfigur ist in Lindenholz<br />

ausgeführt, im unteren Teil der Rückseite gehöhlt,<br />

und weist Reste der ehemaligen Fassung auf.<br />

Der Oberkörper etwas flacher gestaltet als die mit<br />

reichem Faltenwurf gearbeitete Beinpartie. Die seitlichen<br />

Thronwangen treten als senkrechte Begrenzungen<br />

nur leicht hervor. Trotz aller stilistisch gebotener<br />

ruhiger Haltung ist der Oberkörper in leichter Drehung<br />

nach links geneigt, was der Figur eine besondere innige<br />

Lebendigkeit verleiht. So ist der Blick in die Ferne<br />

gerichtet, das Gesicht gerahmt vom kaskadenartig<br />

gefalteten Kopftuch, das bis zur Brust herabzieht. Das<br />

durch eine vergoldete Agraffe zusammengehaltene<br />

Manteltuch umfängt seitlich die beiden vorgestreckten<br />

Unterarme und zieht weiter über die Kniepartie. Das<br />

ehemals rot gefasste Kleid weist Parallelfalten und<br />

eine tiefe Schnürung auf. Dem Zeitstil entsprechend<br />

ist zwischen den Knien eine nahezu spitzbogige prominente<br />

Falte herausgearbeitet, unter der sich zwei<br />

große Faltenbögen nach rechts unten entwickeln, flankiert<br />

von kräftigen Röhrenfalten, die von den Knien<br />

herabziehen, wobei die rechte Fußspitze am Boden<br />

hervortritt.<br />

Bei den Fassungsresten überwiegen die hellen, vom<br />

Kreidegrund bestimmten Partien; an Teilen des Manteltuches<br />

ist lüsterblaue und rote Farbe erhalten, die<br />

Fußspitze in schwarzer Fassung.<br />

Als besonderes Merkmal für den Stil des Hans von<br />

Judenburg ist neben der hohen Qualität der Faltenbildung<br />

und der gesamten figürlichen Komposition<br />

der ausgesprochen milde, schöne Gesichtsausdruck<br />

zu beobachten, wie er sich auch bei weiteren Werken<br />

des Meisters findet. Es ist der <strong>of</strong>fene Blick, der sich<br />

etwa auch bei der Pietà in der Bozener Pfarrkirche<br />

feststellen lässt.<br />

Der Meister gilt als bedeutender Vertreter des gotischen<br />

Weichen Stils, einer Richtung, die um 1400<br />

einsetzte und als Charakteristikum für die Marienfiguren<br />

zu sehen ist, die auch als schöne Madonnen<br />

bezeichnet werden. Der Begriff wurde 1907 geschaffen<br />

und von dem Kunsthistoriker Wilhelm Pinder ab<br />

1927 gefestigt. Das künstlerische Zentrum war Prag,<br />

gefördert durch Kaiser Karl IV (1346-1378), wobei der<br />

Stil alsbald eine weite Verbreitung zwischen Prag und<br />

Paris, in Böhmen, Österreich und Deutschland erfuhr.<br />

Hans von Judenburg ist vor allem durch sein großes<br />

Werk des ehemaligen Flügelaltars der Marienpfarrkirche<br />

zu Bozen von 1421-23 bekannt geworden. Die<br />

erhaltenen Teile dieses Altars finden sich verstreut in<br />

mehreren Museen und Sammlungen. So besitzt die<br />

Pfarrkirche Judenburg eine Madonna mit Kind um 1420,<br />

die Pfarrkirche von Deutschn<strong>of</strong>en u.a. die „Anbetung<br />

der Könige“, weitere Elemente des Bozener Flügelaltars<br />

finden sich in den Museen München (Bayerisches<br />

Nationalmuseum - „Verkündigung“), Nürnberg<br />

(Germanisches Nationalmuseum), Köln (Mueum<br />

Schnütgen - „Johannes d. T.“ etc.) und Zagreb. Weitere<br />

zugeschriebene Werke im Metropolitan Museum <strong>of</strong><br />

<strong>Art</strong>, New York.<br />

In der Forschung wurde ehemals eine Zuordnung der<br />

Werke des Meisters an Hans von Tübingen (um 1400-<br />

um 1462) und/oder dem Meister von Großlobming<br />

(Ende 14. Jahrhundert) gesehen, was inzwischen verworfen<br />

wurde. Rest., erg. A.R.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Eva Kreuzer-Eccel, Hans von Judenburg und die<br />

Plastik des weichen Stiles in Südtirol. Trient, 1976.<br />

Vgl. Günther Bräutigam, Hans von Judenburg I –<br />

die Bozener Tafel: Schicksale und Rekonstruktion,<br />

in: Kunsthistorisches Jahrbuch Graz 24, Graz 1990,<br />

S. 221-232.<br />

Vgl. Lothar Schultes, Hans von Judenburg, in: Allgemeines<br />

Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller<br />

Zeiten und Völker (AKL), Bd. 69, Berlin 2010.<br />

(1380091) (11)<br />

HANS VON JUDENBURG,<br />

ACTIVE CA. 1375 – 1424, ATTRIBUTED<br />

IMPORTANT SOUTH TYROLEAN CARVED<br />

MADONNA IN “SOFT STYLE”<br />

Height: 70.5 cm.<br />

Width: 37 cm.<br />

Depth: 25 cm.<br />

Lime wood, hollowed at the back. The Madonna,<br />

shown seated on a throne bench, can be attributed to<br />

the well-known master, the painter and sculptor Hans<br />

von Judenburg, due to its stylistic features. The seated<br />

figure is carved in lime wood and hollowed in the<br />

lower part <strong>of</strong> the back. Restored, mended.<br />

€ 80.000 - € 120.000<br />

Sistrix<br />

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139<br />

BRONZE MADONNA LACTANS<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 50 cm.<br />

Wohl Norditalien, Anfang 15. Jahrhundert.<br />

Starkwandiger Hohlguss, mit Montierlaschen an der<br />

Rückseite. In dieser Gussausführung äußerst selten.<br />

Montiert auf einen Sockel mit Rückwand, diese mit<br />

rotem Samt bezogen.<br />

In thronender Sitzhaltung, mit sternendekoriertem<br />

Mantel, der durch eine Vierpass-Agraffe zusammengehalten<br />

wird, reicht sie dem Kind die Brust. Das<br />

Händchen des Kindes greift nach dem Arm der Mutter.<br />

Kopftuch und Saum des Mantels wie des Kleides<br />

mit angedeuteter Borte. Die stark nach oben gerichtete<br />

Kopfhaltung des Kindes findet sich auch in der<br />

Malerei Italiens dieser Epoche. A.R.<br />

(1381711) (11)<br />

BRONZE SCULPTURE OF THE NURSING<br />

MADONNA<br />

Height: 40 cm.<br />

Height incl. base: 50 cm.<br />

Probably Northern Italy, beginning <strong>of</strong> the 15th century.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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140<br />

BEDEUTENDE, MUSEALE SILBERFIGUR EINER<br />

HEILIGEN MIT KLEINEM RELIQUIENSCHREIN<br />

Höhe: 31 cm.<br />

Rückseitig am Mantel ovale Silberpunze<br />

(Löwe nach links).<br />

Wohl Antwerpen (Leuven?), um 1500.<br />

Standfigur in künstlerisch hochwertiger Silber-Treibarbeit.<br />

Die Körperhaltung im sogenannten „Weichen<br />

Stil“ der „Schönen Madonnen“. Das hochgegürtete<br />

Kleid fällt bis zum Boden, an dem ein Fuß spitz vortritt.<br />

Der Boden leicht Kalotten förmig gewölbt, im<br />

Schlangenhautdekor punziert. Bodenrand achtseitig<br />

geschnitten, mit kleinen Lochungen der ehemaligen<br />

Befestigung.<br />

Das Kleid weist gebogte Parallelfalten auf, unterhalb<br />

der Ärmel leicht spitzbogige Schüsselfalten. Der Mantel<br />

oberhalb der Brust durch geknotete Verschnürung<br />

an Rosetten zusammengehalten, weist über den gesamten<br />

Saum eine breite Bordüre auf. Darin gotische<br />

Inschriften in Majuskeln. Das Haupt bekrönt mit einem<br />

geflochtenen Reif mit zentraler Kreuzrosette. Darunter<br />

das Lockenhaar, das das Gesicht rahmt und am<br />

Rücken in Fülle bis zur halben Höhe der Figur breit<br />

herabfällt. Die linke Hand hält ein <strong>of</strong>fenes Buch, die<br />

rechte einen kleinen verglasten Reliquienschrein. Der<br />

verschlossene Deckel dachförmig, mit bekrönenden<br />

Blättern.<br />

Die ehemalige Identifikation als „Maria Aegyptiaca“<br />

erklärt sich durch die fülligen Haare. Sie lebte im 4.<br />

Jahrhundert, wird zunächst als Sünderin, dann aber als<br />

reuige Büßerin in der Einsiedelei jenseits des Jordans<br />

überliefert. Ihre angeblichen Reliquien gelangten nach<br />

Rom, Neapel und Antwerpen.<br />

Der Stil dieser Silberfigur, beeinflusst von Frankreich,<br />

was der Augenschnitt verrät, lässt sich durchaus ins<br />

katholische Flandern verorten, was auch der Reliquienverehrung<br />

in Antwerpen entspricht.<br />

Antwerpen als Hüterin der Reliquien der Heiligen war<br />

daher auch ein Zentrum der Schaffung von zahlreichen<br />

Bildwerken und Graphiken.<br />

IMPORTANT, MUSEUM-QUALITY SILVER FIGURE<br />

OF A SAINT WITH A SMALL RELIQUARY<br />

Height: 31 cm.<br />

Oval silver hallmark (lion to the left) on the reverse <strong>of</strong><br />

the mantle.<br />

Probably Antwerp (Leuven?), ca. 1500.<br />

Notes:<br />

In the small reliquary three fragments <strong>of</strong> laid paper<br />

with faded inscriptions in 15th century lettering,<br />

as well as remnants <strong>of</strong> old silk, also browned and<br />

brittle due to age, further supporting the dating<br />

around 1500.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

In dem kleinen Reliquienschrein drei Büttenpapier-<br />

Fragmente mit verblassten Aufschriften in Schriftzügen<br />

des 15. Jahrhunderts, sowie Reste alter<br />

Seide, ebenfalls altersbedingt gebräunt und brüchig,<br />

die Datierung um 1500 nochmals untermauernd.<br />

(13816825) (13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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141<br />

BARTOLOMEO BORRONI,<br />

1703 VICENZA – 1787 ROM, ZUG.<br />

GRUPPE VON VIER SILBERFIGUREN<br />

Ca. 35 x 12 x 9,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 2300 g.<br />

Standring mit römischer Beschau.<br />

Rom, um 1730.<br />

Vier feine Silberskulpturen, die die Jungfrau Maria,<br />

den Heiligen Josef, die Heilige Anna und den Heiligen<br />

Joachim darstellen. Jeweils in Silber getrieben und<br />

ziseliert. Über ovalem Stand mit rocaillegerahmtem<br />

Lapislazuli-cabochon. Jeweils mit Strahlennimbus. Teilweise<br />

besch.<br />

BARTOLOMEO BORRONI,<br />

1703 VICENZA – 1787 ROME, ATTRIBUTED<br />

GROUP OF FOUR SILVER FIGURES<br />

Ca. 35 x 12 x 9.5 cm.<br />

Total weight: ca. 2300 g.<br />

Standing ring with Roman inscription.<br />

Rome, around 1730.<br />

Literature:<br />

cf. Costantino G. Bulgari, Argentieri gemmari e orafi<br />

d’italia, Rome 1958, p. 197, no. 304.<br />

€ 50.000 - € 80.000<br />

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Sistrix<br />

Literatur:<br />

Vgl. Costantino G. Bulgari, Argentieri gemmari e orafi<br />

d‘italia, Rom 1958, S. 197, Nr. 304. (13816823) (13)<br />

144 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


142<br />

ANDREA RICCIO,<br />

UM 1471 – 1532 PADUA, ZUG.<br />

SELTENE ITALIENISCHE<br />

RENAISSANCE-TISCHBRONZEFIGUR<br />

Höhe: 20 cm.<br />

Seitenlänge: 14,2 cm.<br />

Im Kontrapost stehender Frauenakt mit Füllhorn. Auf<br />

dreieckigem, von Löwenfüßen getragenem Sockel, mit<br />

reliefiertem Randdekor. An einer Spitze des Sockels<br />

vasenförmiges Gefäß. An Gefäß - und Füllhorn Öffnungen<br />

als Kerzentüllen. Eine kleine runde Öffnung auf der<br />

Kopfoberseite lässt vermuten, dass es sich hier um<br />

eine Tischleuchterbronze, ehem. in Zusammenhang<br />

mit einem Schreibzeug gehandelt haben könnte.<br />

Ästhe tische Ausformung des Frauenaktes mit an mutigem<br />

Gesicht. Die Figur in nahezu tänzerischer Haltung<br />

auf einer dreiseitigen, von Löwentatzen getrage<br />

nenen Sockelplatte mit reliefierter Zarge. Schöne<br />

braune Patina.<br />

Bereits in der frühen kunsthistorischen Literatur wurde<br />

die Tischbronze in variabler Zusammenstellung beschrieben,<br />

wie etwa das Exemplar im Berliner Kaiser<br />

Friedrich Museum: „Paduanisch, 15. Jhdt.“, (auch als<br />

Putto auf Sockelplatte - ehem. Sammlung Robert Mayer).<br />

Literatur:<br />

Leo Planiscig, Andrea Riccio Verlag, Anton Schroll &<br />

Co. Wien 1927 (mit Abbn.S. 85 ff.) Die Frauenfigur:<br />

Abb. 73, Sockel Abb. 74 und 238. (13811812) (11)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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143<br />

SPÄTGOTISCHE SCHNITZFIGURENGRUPPE<br />

EINER „PIETÀ“<br />

Höhe: 42,5 cm.<br />

Breite: 45 cm.<br />

Verso Inv.Nr. in Weiß „Pl. O. 102“.<br />

Um 1500.<br />

Die in Lindenholz geschnitzte Pietà gehörte einst<br />

zum Sammlungsbestand des Germanischen Nationalmuseums<br />

Nürnberg (Inv.Nr. Pl. O. 102). Die Kurzbeschreibung<br />

des früheren Museumskatalogs (siehe:<br />

Walter Josephi, 1910) unter Katalognummer 428 lautete:<br />

„Maria mit dem Leichnam Christi, der auf der<br />

Erde, angelehnt an ihr rechtes Knie, liegt - Gruppe mit<br />

abgeflachter und ausgehöhlter Rückseite. Lindenholz,<br />

abgelaugt und braun gebeizt, mit Spuren des Kreidegrundes...<br />

Maria, in ein langes Gewand mit darüber<br />

hängendem Mantel gekleidet, den Kopf von Hulle und<br />

Rise umhüllt, kniet, die Hände betend gegeneinander<br />

legend, hinter dem vom Lendentuche umhüllten,<br />

dornengekrönten, bärtigen Christus, dessen Rücken<br />

auf dem Knie ihres aufgestellten rechten Beines ruht.<br />

Die rechte Hand Christi ist zu Boden gesunken, die<br />

linke lagert auf dem linken Arm der Mutter.“<br />

Auf der Rückseite befindet sich die gelbe Ölfarbeninschrift:<br />

Ex voto /Zue grosser Ehr / gottes hat sebastian<br />

Öttinger baur v. heiling Pfleger alhie / Disses vesper<br />

Bildt Reno / viern lasshen. Ao 1699.<br />

Die vollrund geschnitzte Holzplastik ist an der Rückseite<br />

muldig gehöhlt und dort auf dunkelbraunem<br />

Bemalungsgrund altbeschriftet. Der frühere, 1890<br />

verfasste Katalog von 1890 (Nr. 305) hat das Werk als<br />

eine Arbeit aus dem nürnbergischen Kreis beschrieben.<br />

Der Zeitpunkt der Veräußerung aus dem Museum ist<br />

nicht überliefert. Die heutige Beurteilung der Gruppe<br />

folgt im Wesentlichen den Formulierungen der frühen<br />

Museumskataloge. Zu ergänzen wäre allenfalls die<br />

Würdigung der künstlerischen Leistung. Hier ist vor<br />

allem das ausgesprochen schön gearbeitete Gesicht<br />

der Maria zu nennen, dessen Ausdruck von zurückhaltendem<br />

Leid zeugt. Die nur leicht schräg gehaltenen<br />

Augen sind <strong>of</strong>fen, wobei der Blick auch ohne Bemalung<br />

als in die Ferne gerichtet erscheint. Die vollen<br />

Lippen sowie die das Gesicht mit runden Wangen entsprechen<br />

ganz dem Ideal der jungen Frau, wie uns dies<br />

insbesondere in der fränkischen Plastik begegnet. Der<br />

rechte, nahezu senkrecht herabhängende Arm Christi<br />

deutet jedenfalls auf eine Entstehungszeit kurz nach<br />

1500. Dem entspricht auch die betonte Horizontallage<br />

des Leichnams Christi und die insgesamt breit<br />

angelegte Komposition der Gruppe. Einzelne Anobiengänge.<br />

Ansonsten sehr gute Erhaltung. A.R.<br />

Literatur:<br />

Walter Josephi, Germanisches Nationalmuseum<br />

(Hrsg.), Die Werke plastischer Kunst im Germanischen<br />

Nationalmuseum Nürnberg, Nürnberg 1910,<br />

Kat.Nr. 428. (1380051) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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147


145<br />

SEGNENDER CHRISTUS<br />

53,5 x 44 x 12 cm.<br />

Schwaben, zweite Hälfte 14. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf einem<br />

pr<strong>of</strong>iliertem Bogen mit parallel gesetztem Körperaufbau<br />

sitzend die Figur des Christus in rot gefasstem<br />

Gewand, das durch eine Quastenschließe zusammengeführt<br />

ist. Die Füße, deren Stigmata gut zu erkennen<br />

sind, werden flankiert von zwei musizierenden Engeln,<br />

deren Flügel frei geschnitzt und vergoldet sind. Unterarme<br />

des Christus und zwei Unterarme der Engel<br />

fehlend. Die Haar- und Bartsträhnen Christi parallel<br />

geführt. Eine ähnliche Sitzfigur zeigt die Christusund<br />

Johannesgruppe im Württembergischen Landesmuseum<br />

Stuttgart aus der Johanneskapelle in Sulzburg,<br />

die von ihrer jüngeren Fassung jedoch befreit ist<br />

und die um 1360 datiert wird.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Heribert Meurer, Württembergisches Landesmuseum<br />

Stuttgart. Die mittelalterlichen Skulpturen, I,<br />

Stein und Holzskulpturen 800 - 1400, Stuttgart 1989,<br />

S. 148-150. (1370161) (13)<br />

CHRIST BLESSING<br />

53.5 x 44 x 12 cm.<br />

Swabia, second half <strong>of</strong> the 14th century.<br />

Wood; carved, polychrome and gilt. A similar seated<br />

figure shows the figural group <strong>of</strong> Christ and John at<br />

the Landesmuseum Württemberg Stuttgart from the<br />

Johanneskapelle in Sulzburg, which had its polychromy<br />

<strong>of</strong> a younger date removed and dates to ca. 1360.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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144<br />

ITALIENISCHER BILDSCHNITZER<br />

DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

VERGOLDETES SCHNITZRELIEF MIT<br />

DARSTELLUNG DER TAUFE JESU AM JORDAN<br />

Höhe: 54 cm.<br />

Breite: 34 cm.<br />

Gesamtmaße: 61 x 39 cm.<br />

Montiert auf st<strong>of</strong>fbezogener Holztafel.<br />

Geschnitzt im leichten Hochrelief, einige Teile unterschnitten.<br />

Überhalb der Szene die Heiliggeisttaube<br />

neben Wolkengebilden; der Mantes Jesu wird von<br />

einem Engel gehalten. Die leicht muskulösen Gestalten<br />

zeigen bereits die Stilistik des Hochbarock.<br />

Geschnitzt in Weichholz, Ölvergoldung, mit einigen<br />

Amöbensp., an der linken Seite ist der flache Hintergrund<br />

abgegangen, die Figuren jedoch gänzlich<br />

erhalten.<br />

(1380882) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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148 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


146<br />

SCHNITZFIGUR DER HEILIGEN BARBARA<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Thüringen, 16. Jahrhundert.<br />

Auf achtkantigem Sockel stehende Heilige Barbara, in<br />

leicht S-bogiger Haltung, eine prächtige vergoldete<br />

Krone über ihrem lange lockigen Haaren. Im dunkelroten<br />

taillierten Kleid mit einem goldenen Mantel.<br />

Die Pyxis, mit den gesegneten Hostien hält, sie in der<br />

Hand, um die ihr verliehene Macht zu bezeugen, denjenigen<br />

das Sakrament zu spenden, die von der mala<br />

morte, also dem plötzlichen Tod, betr<strong>of</strong>fen sind, der es<br />

ihnen nicht erlaubt, rechtzeitig Buße zu tun.<br />

Der weiche Faltenwurf, die feine und zarte Wiedergabe<br />

des Gesichtes sowie die detailreiche Ausfertigung<br />

der Haare und der Krone betonen den allgemein<br />

exquisiten Stil der Figur. Am Rücken tiefe Faltenkanne<br />

lur, dazwischen die einzelnen Haarsträhnen<br />

lockig heruntergeführt.<br />

(1381233) (10)<br />

CARVED SCULPTURE OF SAINT BARBARA<br />

Height: 84 cm.<br />

Thuringia, 16th century.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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147<br />

MAINZER MARIA IMMACULATA<br />

Höhe: 53 cm.<br />

Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Vollrund geschnitzt, rückseitig abgeflacht. Standfigur<br />

der Muttergottes über Weltkugel, diese ist mit der<br />

Schlange mit Apfel bereichert, Symbol des Sieges der<br />

Madonna auf die Sünde. Das rechte Bein als Standbein,<br />

das linke Bein als Spielbein gearbeitet. Die rechte<br />

Hand ist vor ihrem Körper geführt, der linke Arm und<br />

die rechte Hand vom Körper weisend. Langes, faltenreiches,<br />

kantig geschnittenes Gewand mit Umhang.<br />

Die nach hinten gekämmten Haare werden in einem<br />

Dutt gehalten.<br />

Der voluminöse Faltenwurf sowie die geschwungene<br />

Haltung der Figur sorgen für eine starke, lebendige<br />

Darstellung.<br />

Provenienz:<br />

Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />

Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />

abgebildet.<br />

Literatur:<br />

Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />

Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />

Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />

1965, S. 93. (1381414) (10)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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148<br />

HEILIGER DIAKON<br />

Höhe: 106,5 cm.<br />

Gotisch, um 1400.<br />

Starr und zurückhaltend tritt die Figur dem Betrachter<br />

gegenüber. Die zurückhaltende Mimik, die eng an den<br />

Körper angelegten Arme und der gerade Faltenwurf<br />

sowie die detaillierten Haare beschreiben die Figur<br />

als würdevoll und zurückhaltend. Sowohl die Finger<br />

als auch die Attribute der Figur fehlen, erhielt wohl<br />

in seiner Linken ein Schriftband. Fassung an der vorderen<br />

Seite übergangen.<br />

Anmerkung:<br />

Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />

Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />

abgebildet und war ehemals im Museum ausgestellt.<br />

Literatur:<br />

Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />

Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />

Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />

1965, S. 29. (13816719) (10)<br />

€ 5.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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151


149<br />

BEDEUTENDE SCHNITZFIGUR EINER<br />

THRONENDEN MADONNA MIT DEM<br />

KIND UND ENGELN<br />

Höhe Madonna: 74 cm.<br />

Höhe Engel: 36,5-40 cm.<br />

Schrein: 118 x 105 x 21 cm.<br />

Schwaben, 15. Jahrhundert.<br />

Die Maria aufrecht auf einer Thronbank sitzend wiedergegeben,<br />

der weite Mantel in voluminösen Falten über<br />

das geschnitzte Lederkissen der Sitzfläche verlaufend.<br />

Dabei zieht das Manteltuch über beide Knie und dient<br />

als Sitzunterlage für das auf dem Schoss liegend von<br />

der rechten Hand der Madonna gehaltene Kind. Das<br />

Haupt der Madonna leicht nach links geneigt, mit<br />

nachdenklichem Blick, das Gesicht gerahmt von fein<br />

geschnitztem lockigen Haar. Der Jesusknabe lehnt<br />

sich spielerisch nach außen, hält mit seiner Rechten<br />

die Falten des Mantels seiner Mutter, mit der Linken<br />

zieht er seinen Fuß zu sich. Das Haar des Kindes in<br />

feinen, braun gefassten Locken wiedergegeben, die<br />

Augenbrauen aufmerksam hochgezogen. Im Schrein<br />

begleiten erleuchtete Engel die Muttergottes. Auf<br />

einem grünbemalten Sockel halten kniende Engel die<br />

goldgefassten Leuchter. Die feine und detailreiche<br />

Schnitzerei macht sich bei der Wiedergabe des faltenreichen<br />

Gewandes sowie der Flügel, der Locken und<br />

der zarten Gesichtszüge bemerkbar. Schrein in höchster<br />

Schnitzqualität. Fassung der Madonna teilweise<br />

rest. Fassung der Engel in original Erhaltung.<br />

(1381111) (10)<br />

IMPORTANT CARVED SCULPTURE OF THE<br />

ENTHRONED MADONNA AND CHILD<br />

WITH ANGELS<br />

Height <strong>of</strong> Madonna: 74 cm.<br />

Height <strong>of</strong> Angels: 36.5-40 cm.<br />

Shrine: 118 x 105 x 21 cm.<br />

Swabia, 15th century.<br />

The fine and detailed carving shows in the rendition <strong>of</strong><br />

the rich folds <strong>of</strong> the robe and the wings, curls, and<br />

delicate facial features. The shrine is a high-quality<br />

carving. The Madonna’s polychromy is partly restored,<br />

while the angels’ is in its original condition.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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152 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.


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150<br />

PIETÀ<br />

Höhe: 73 cm.<br />

Flandern, 16. Jahrhundert.<br />

Maria auf einem Felssockel sitzend, der Leichnam<br />

Christi auf ihren Knien sinkt leicht herab, eine Hand<br />

hält seinen Kopf, die rechte Hand erhoben. Der linke<br />

Arm Jesu in einem Bogen herabhängend, der rechte<br />

Arm auf dem Schoss mit gut sichtbaren Stigmata, das<br />

Gesicht der Maria dem Haupt Christi zugewandt,<br />

gerahmt von einem Kopftuch, das in das Kleid hinabzieht.<br />

Die Ausdrucksstärke des Andachtsbildes wird besonders<br />

durch die Präsentation des zum Betrachter<br />

gewandten Körpers des leidvoll Verstorbenen erzielt,<br />

unterstrichen durch die detailreiche Darstellung der<br />

Gesichter, mit <strong>of</strong>fenem Mund und Glasaugen.<br />

(1381311) (10)<br />

PIETÀ<br />

Height: 73 cm.<br />

Flanders, 16th century.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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151<br />

SCHNITZFIGUR DER HEILIGEN BARBARA<br />

Höhe: 74,5 cm.<br />

Ende 15. Jahrhundert.<br />

Die Heilige in leicht S-bogig stehender Haltung, trägt<br />

eine Krone über ihrem langen herabfallenden, welligen<br />

Haar. In rotem hochgegurteten Kleid mit einem<br />

golden-, blaugefütterten Mantel. Das Attribut, ein<br />

Turm, mit der linken Hand gehalten. Der strenge, vertikale<br />

Faltenwurf steht im Kontrast zur feinen und zarten<br />

Wiedergabe des Gesichtes. Am Rücken eine tiefe<br />

Faltenkannelur, dazwischen die einzelnen Haarsträhnen<br />

lockig heruntergeführt. Rest., erg.<br />

(1381232) (10)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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152<br />

CAROLUS MAGNUS<br />

Höhe: 148 cm.<br />

Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Imposante, holzgeschnitzte Figur des Königs des<br />

Fränkischen Reiches in triumphierender Haltung. Der<br />

König in Harnisch hält vor sich den Reichsapfel, als<br />

Symbol seiner religiösen Verbindung zu Gott als dem<br />

höheren Herrscher.<br />

Anmerkung:<br />

Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />

Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />

abgebildet.<br />

Literatur:<br />

Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />

Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />

Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />

1965. S. 24, 91. (1381411) (10)<br />

CAROLUS MAGNUS<br />

Height: 148 cm.<br />

Beginning <strong>of</strong> the 18th century.<br />

Impressive, carved wooden sculpture <strong>of</strong> the King <strong>of</strong><br />

the Franks in triumphant pose.<br />

Notes:<br />

The sculpture was part <strong>of</strong> the well-known collection<br />

at Haus Lüttgens in Aachen and is depicted accordingly<br />

in its publication: Hubert Lüttgens (ed.), Haus<br />

Lüttgens. Alt-Aachener Wohnkultur. Ein Rundgang<br />

durch ein altes Aachener Haus im Wohnstil des 18.<br />

Jahrhunderts, Aachen 1965, p. 24, 91.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

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153<br />

KLEINE RELIQUIENBÜSTE<br />

Höhe: 23,5 cm.<br />

Breite: 15 cm.<br />

Tiefe: 9,5 cm.<br />

Frankreich, um 1890.<br />

Büste einer jugendlichen weiblichen Heiligen mit<br />

Krone, reich dekoriertem Umhang und Kreuzsymbol<br />

auf der Kleidbordüre. In Buchsholz geschnitzt und<br />

poliert; altmontiert auf einen durchbrochen gearbeiteten<br />

Sockel in Kupfer-Treibarbeit, verso fortgesetzt<br />

durch ein spitzbogiges Behältnis für die Reliquie, mit<br />

Türchen an Angeln, bekrönt mit einer Lilie. Im Stil der<br />

französischen Gotik.<br />

(1380883) (11)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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159


154<br />

BENEDETTO DA MAIANO,<br />

1442 FIESOLE – 1497 FLORENZ, ZUG.<br />

MARIA LACTANS<br />

76 x 48 x 15 cm.<br />

Am Sockel beschriftet „SS. Vergine del Latte“.<br />

Gefertigt in Leim-Stuck, farbig gefasst und auf samtbezogenem<br />

Holzpanel angebracht. Ab dem 15. Jahrhundert<br />

entwickelte sich in Florenz unter den bedeutendsten<br />

und gefragtesten Bildhauern das Vergnügen,<br />

Terrakotta und Stuck für die Herstellung von sakralen<br />

Kunstwerken zu modellieren, die häufig für Auftragsarbeiten<br />

und den privaten Gebrauch bestimmt waren.<br />

Die hier vorgestellte schöne Maria Lactans aus polychromem<br />

Stuck gehört zu dieser Produktion.<br />

Auf einem geradlinigen Sockel, der an der Vorderseite<br />

leicht gewölbt ist, ruht eine prächtige Madonna mit<br />

Kind. Sie ist in einen blauen Mantel gehüllt, der mit<br />

Gold eingefasst ist und sich in eleganten Draperien<br />

bewegt. Maria hält das Jesuskind, das sanft auf einem<br />

Kissen sitzt, in ihrem Schoß. Jesus, dessen Gesicht<br />

von einem goldenen Heiligenschein umgeben ist,<br />

trägt einen Korallenzweig um den Hals (ein Amulett<br />

für die Kindheit, das mit seiner roten Farbe für das<br />

Blut Christi steht) und blickt auf den Betrachter. Die<br />

Madonna, deren Gesicht von einem Heiligenschein<br />

umgeben und in einen weißen Schleier gehüllt ist,<br />

hält das Kind mit ihrer rechten Hand mit mütterlicher<br />

Zärtlichkeit an sich und bietet ihm mit ihrer linken<br />

Hand ihre Brust an.<br />

(1380685) (10)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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155<br />

SCHNITZFIGUR EINER THRONENDEN<br />

MADONNA MIT KIND<br />

Höhe: 75 cm.<br />

Schwaben, um 1500.<br />

Maria auf einer Thronbank sitzend wiedergegeben,<br />

der Oberkörper aufrecht und nur leicht gedreht, der<br />

Kopf leicht nach vorne gerichtet. Das Kind, in der rechten<br />

Hand gehalten, hat das rechte Händchen erhoben,<br />

die linke vor seinem Körper gehalten. Der Mantel mit<br />

vergoldeten Blumen und Borte, im Oberkörper glatt<br />

behandelt, vor den Beinen kantig geknittert und leicht<br />

gefaltet. Maria hält den Zapfen als Symbol der Fruchtbarkeit,<br />

sie trägt keine Krone, stattdessen wird ihr<br />

Haupt zart von einem weißen Tuch umhüllt. Das Gesicht<br />

der Maria weich modelliert, gerahmt von zum<br />

Rücken ziehenden, braun gefassten welligen Haarsträhnen.<br />

Der Jesusknabe detailreich dargestellt mit<br />

tiefgeschnitzten Locken, sein Haupt nach oben gerichtet.<br />

Die alte Fassung wohl schon früh erneuert,<br />

rückseitig gehöhlt. Rest.<br />

(1381241) (10)<br />

CARVED SCULPTURE OF ENTHRONED<br />

MADONNA AND CHILD<br />

Height: 75 cm.<br />

Swabia, ca. 1500.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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161


156<br />

BETENDE MADONNA MIT JESUS UND TAUBE<br />

DES HEILIGEN GEIST<br />

Majolika: 45 x 28 cm.<br />

Imposanter geschnitzter Rahmen: 68 x 53 cm.<br />

In glasiertem und polychrom bemaltem Terrakotta<br />

gefertigt. Die Tradition der Della Robbia-Werkstatt,<br />

benannt nach der Bildhauerfamilie in Florenz, wirkte<br />

vom 15. Jahrhundert an. Hochreliefs dieser <strong>Art</strong> waren<br />

und sind bis heute an Gebäuden oder Mauern eingelassene<br />

Andachtsbilder von höchster künstlerischer<br />

Ausdruckskraft. Hier wird eine kniende Madonna gezeigt,<br />

die Hände zusammengelegt, weiß glasiert vor<br />

blauem rundbogigen Hintergrund. Vor ihr, in einer grün<br />

glasierten Wiege liegt das Jesuskind. Die Fertigung<br />

der Figuren geht hauptsächlich auf Vorbilder des Girolamo<br />

della Robbia (1488-1566) zurück. Rest.<br />

(1381295) (1) (10)<br />

THE VIRGIN MARY PRAYING WITH JESUS AND<br />

PIGEON OF THE HOLY GHOST<br />

Majolica: 45 x 28 cm.<br />

The tradition <strong>of</strong> the Della Robbia workshop, named<br />

after the Florentine sculptor family, continued from<br />

the 15th century has been active since.<br />

€ 11.000 - € 13.000<br />

Sistrix<br />

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157<br />

AUGSBURGER EISENKASSETTE<br />

37,5 x 64 x 38,5 cm.<br />

Augsburg, 17. Jahrhundert.<br />

Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel und zwei<br />

schauseitigen Fallen. Eisenbänder über einem polychrom<br />

gefassten Fond mit Landschaftsdarstellungen<br />

und floralen Ornamenten. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />

Fassung berieben.<br />

(13814612) (13)<br />

€ 6.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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158<br />

RIPPENMÖRSER<br />

Höhe: 18,7 cm.<br />

Deutschland, 16. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Runder flacher Stand mit<br />

bis auf den Boden reichenden Vertikalrippen, seitliche<br />

gekantete Handhabe, ausgestellte Mündung.<br />

(1381331) (13)<br />

€ 3.200 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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159<br />

FRANZÖSISCHE EISENKASSETTE<br />

12 x 14,8 x 22 cm.<br />

Frankreich, 16. Jahrhundert.<br />

Rechteckig, querseitig aufklappbarer Deckel. Die<br />

Kassette aus Holzkern gearbeitet. Allseitig mit durchbrochenem<br />

und in Maßwerk gearbeitetem, in zwei<br />

Lagen bearbeiteten Mantel in Eisen. Der Deckel in<br />

Längsrichtung gewölbt. An der Schmalseite schwere,<br />

z. T. durchbrochen gearbeitete Schlempe mit zwei<br />

Zungen in Eisenschnitt. An den Seiten je zwei runde<br />

Anhängeösen.<br />

(1381333) (13)<br />

€ 5.800 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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163


160<br />

FRÜHBAROCKE ENGELSFIGUR<br />

Höhe: 108 cm.<br />

Ende 16. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst. Figur eines Engels, wohl ein<br />

Erzengel. Auf einer Wolke stehende Figur, sich nach<br />

vorne lehnend, den linken Arm hochhaltend. Das faltenreiche<br />

Gewand betont die starke Bewegung der Figur<br />

mit nach außen ziehenden Faltenzügen.<br />

Flügel sowie rechter Arm fehlend.<br />

(1380881) (10)<br />

€ 7.500 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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161<br />

SPÄTGOTISCHE STEHENDE MADONNA<br />

MIT JESUSKNABEN<br />

Höhe: 93 cm.<br />

Um 1480.<br />

Schöne Figur, geschnitzt und gefasst, rückseitig abgeflacht.<br />

Stehende Gewandfigur, Gestalt in leicht S-bogig<br />

Haltung, der Kopf nach rechts minimal geneigt, der<br />

Oberkörper in Gegenbewegung nach links, die Hüfte<br />

nach rechts gestellt. Der rote Mantel mit breiter Goldborte<br />

wird an der Brust von einer kleinen Schnalle<br />

befestigt und fällt sanft über die Schultern. Unter den<br />

Armen fällt die Drapierung in parallelen, voluminösen<br />

Falten schwer zu den Beinen. Kleid und Mantel am<br />

mitgeschnitzten Rasensockel aufliegend, mit kleiner<br />

eleganter, frontal hervorstehender Fußspitze. Die<br />

Muttergottes hält in der rechte Hand den Granatapfel<br />

als Symbol für das Martyrium Jesu, und in der christlichen<br />

Ikonographie steht er neben Fruchtbarkeit<br />

und Überfluss auch für den Glauben und die Einheit<br />

zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen.<br />

Das betont ovale Gesicht mit hoher Stirn, hochgezogenen<br />

Augenbrauen und aufmerksam geöffneten<br />

Augen sowie kleinem Mund, gerahmt von beiderseits<br />

über die Schultern welligem Haar, im Zopf gebunden,<br />

mit feinen Schnitzerei angefertigt. Das Kind aufrecht<br />

im Arm sitzend, die Knie leicht angezogen, der Blick<br />

nach vorne, den Betenden entgegengerichtet. Beide<br />

Ärmchen mit den Ellbogen hochgestellt, mit der<br />

Rechte der Mutter fassend. Das Gesicht ebenso fein<br />

ausgearbeitet, mit umrahmenden, kurzen Locken.<br />

Fassung übergangen.<br />

(1381242) (10)<br />

LATE GOTHIC STANDING MADONNA<br />

AND CHILD<br />

Height: 93 cm.<br />

Ca. 1480.<br />

€ 16.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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165


162<br />

PAPSTHEILIGER<br />

Höhe: 56 cm.<br />

Flämisch, erste Hälfte 16. Jahrhundert.<br />

Eiche, dreiviertelrund geschnitzt, verso geringfügig<br />

abgeflacht. Im Kontrapost stehende Figur eines Heiligen<br />

in päpstlichem Ornat mit Tiara, Pontifikalstab und<br />

geöffnetem Buch. Minimal erg.<br />

(1370561) (3) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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163<br />

ALABASTERFIGUR DES HEILIGEN GEORG<br />

Höhe: 20 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Tiefe: 5 cm.<br />

Sockelmaße: 36 x27 cm.<br />

Wohl 17. Jahrhundert.<br />

Im Dreiviertel-Hochrelief geschnitzt, leicht gebräunt<br />

und mit Resten von Teilvergoldung. Montiert auf einen<br />

Sockel mit hochziehender Rückwand, bezogen mit<br />

rotem Samt.<br />

(1381339) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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164<br />

ITALIENISCHER BILDHAUER<br />

DES 16. JAHRHUNDERTS<br />

BÜSTE DES DIONYSOS<br />

Höhe: 47 cm.<br />

Breite: 32 cm.<br />

Tiefe: 19 cm.<br />

Verso alte, originale eiserne Befestigungsöse.<br />

Marmor. In der Vorbesitzertradition wird der Künstlername<br />

Benedetto Briosco (um 1460 Mailand – vor<br />

1526) überliefert. Dargestellt ist eine sehr weiblich<br />

anmutende Büste mit Weinblättern im Haar. Bekanntlich<br />

tradiert die antike Kunst den Weingott auch mit<br />

weiblichen Zügen. Die abgeschlagene Nase wurde<br />

schon im 16. Jahrhundert demonstrativ mitgefertigt,<br />

um den Figuren eine Anmutung der Antike zu verleihen.<br />

Wohl Teil einer größeren Gruppe von antiken<br />

Götter- und Imperatorenbüsten einer Sala Terrena­<br />

Ausstattung.<br />

(1380689) (11)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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165<br />

BÜSTE EINER ADLIGEN FRAU<br />

Höhe: 62 cm.<br />

16. Jahrhundert.<br />

Fein geschnitzte, polychrom und gold gefasste Darstellung<br />

einer junge Dame. Das fein gefertigte Gesicht<br />

ist von langem, tiefgeschnitztem lockigen Haar gerahmt;<br />

diese schmiegen sich an ihren Schultern sowie<br />

an ihren goldenen Mantel. Fassung rest.<br />

(1381316) (10)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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167


166<br />

PAAR MUSEALE FRANZÖSISCHE<br />

TISCHLEUCHTER IN BRONZE<br />

Höhe: 53 cm.<br />

Sockelweite: 19 cm.<br />

Frankreich, Nachfolge des 16. Jahrhunderts.<br />

Eleganter, mehrstufiger manieristischer Aufbau in fein<br />

gearbeiteter, dunkel patinierter Bronze. Stilistisch ist die<br />

Gestaltung – wie schon die Bronzekunst der Zeit des<br />

16. Jahrhunderts in Frankreich – von dem berühmten<br />

Florentiner Benvenuto Cellini (1500-1557) beeinflusst.<br />

Cellini begab sich erstmals 1535 nach Frankreich. Für<br />

Franz I schuf er die „Saliera“, das weltbekannte goldene<br />

Salzfass, das sich heut in Wien befindet. Cellinis Stil,<br />

der bereits manieristische Züge trägt, hat in Frankreich<br />

lange nachgewirkt.<br />

Die Gesamtform verjüngt sich in einzelnen Stufen, die<br />

jeweils figürlich besetzt sind. Der große dreiseitige<br />

Sockel auf Füßen in Form bärtiger Silensköpfe mit<br />

Widderhörnern, darüber sitzen gebeugt kauernde<br />

bocksfüßige Panfiguren. Die Füße verbunden durch<br />

Blattfestons mit Muscheln. Die Wandungen, leicht<br />

konkav einschwingend, sind mit perlstabgerahmten<br />

Feldern besetzt, in die weitere gehörnte Faunmasken<br />

im Relief eingefügt sind.<br />

Die folgende Stufe wird aus drei geflügelten Löwenprotomen<br />

gebildet, die eine runde Basis tragen. Darauf<br />

drei S-förmig geschweifte Spangen. Diese wiederum<br />

schwingen zu einer nochmals verjüngten Basis hoch,<br />

besetzt mit geflügelten Greifenfiguren mit Löwentatzen.<br />

Letztlich zieht ein hochoval geformter Balusterschaft,<br />

umgeben von Akanthusblättern zur betont<br />

geweiteten Tropfschale hoch. Der Kerzendorn setzt<br />

kegelförmig breit an.<br />

Der Entwurf und die künstlerische Ausführung von<br />

höchster Qualität, in Kaltarbeit nachziseliert. Der Stil<br />

weist auf wenige bekannte oder erhaltene Werke der<br />

französischen Hochrenaissance unter dem Einfluss<br />

des Manierismus. Im Gegensatz zu italienischen<br />

Bronzearbeiten dieser Stilepoche sind die französischen<br />

Arbeiten weit graziler und feinteiliger gestaltet.<br />

Dunkle Patina, tadellose Erhaltung.<br />

(1381712) (11)<br />

A PAIR OF FRENCH BRONZE CANDELABRA<br />

Height: 53 cm.<br />

Base width: 19 cm.<br />

France, following <strong>of</strong> the 16th century.<br />

Elegant multi-tiered mannerist structure in finely<br />

crafted bronze with dark patina. Stylistically, the design<br />

– like the bronze art <strong>of</strong> the 16th century in France<br />

– was influenced by the famous Florentine Benvenuto<br />

Cellini (1500 – 1571). The design and artistic execution<br />

are <strong>of</strong> the highest quality, re-chased in cold work. The<br />

style points to few known or surviving works <strong>of</strong> the<br />

French High Renaissance under the influence <strong>of</strong><br />

Mannerism. In contrast to Italian bronze works from<br />

this period, the French works are far more delicate<br />

and designed more finely. Dark patina, in excellent<br />

condition.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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167<br />

BERGKRISTALLPLAKETTE<br />

17 x 13,8 cm.<br />

17. Jahrhundert mit einer Montierung aus dem<br />

19. Jahrhundert im Stil der Renaissance.<br />

ROCK CRYSTAL PLAQUE<br />

17 x 13.8 cm.<br />

17th century with a 19th century mounting in the<br />

Renaissance style.<br />

Ovale Bergkristallscheibe, geschnitten. Die Montierung<br />

in Bronze gearbeitet, emailliert und vergoldet, mit<br />

appliziertem Blattwerk und Ringöse. Mit Landschaftsund<br />

Architekturdarstellung mit einer flankierenden<br />

Palme, sowie im Vordergrund auf einer Erhöhung sitzendem<br />

Jesus von Nazareth im Garten Gethsemane<br />

mit dem Heiligen Petrus und Jakob und Johannes.<br />

(1381508) (13)<br />

Oval rock crystal disc, cut.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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168<br />

FRANZÖSISCHER MÖRSER<br />

Höhe: 21 cm.<br />

Durchmesser: 27,5 cm.<br />

Frankreich, 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen und patiniert. Über glattem Stand<br />

der konisch auslaufende, horizontal gerippte Korpus<br />

mit feinen Reliefauflagen und seitlich ansetzenden<br />

Delfingriffen. Wandung jeweils mit Wappendarstellung<br />

einmal flankiert von Sternreliefs, einmal mit<br />

Monogramm CM. Vermutlich stammt der Mörser<br />

Literatur:<br />

Das hier angebotene Objekt abgebildet in: FRANCE<br />

ANTIQUITES, Nr. 116, S. 54, Abb. 23.<br />

Vgl. Auktionskatalog Fraysse & Associés, 10. März<br />

2010, S. 183. (1381341) (13)<br />

aus Avignon, wo eine Familie mit dem Namen Calvet<br />

und ähnlichem Wappen bekannt ist. € 3.500 - € 5.000<br />

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Sistrix<br />

169<br />

MÖRSER MIT PISTILL<br />

Höhe: 23,5 cm.<br />

Mit gegossener Inschrift „IHS Maria et Joseph<br />

Anno de 1738“.<br />

Spanien, 1738.<br />

Bronze, gegossen. Konisch auslaufender Korpus mit<br />

balustrierten Rippen und ausgestellter Mündung. Pistill<br />

mit zentralem Baluster.<br />

(1381337) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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170<br />

WEIHWASSERSITULA<br />

Höhe ohne Handhabe: 19,5 cm.<br />

Niederlande, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, Eisen, geschmiedet. Bronzekorpus<br />

mehrfach pr<strong>of</strong>iliert, konisch auslaufend mit<br />

gekanteter Mundung. Seitliche mitgegossene Ösen<br />

mit eingehängtem eventuell späteren Eisengriff.<br />

(1381336) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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171<br />

KLEINE WEIHWASSERSITULA<br />

Höhe ohne Handhabe: 14,5 cm.<br />

Niederlande, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen. Konisch auslaufender Korpus mit<br />

feinen Pr<strong>of</strong>ilringen und ausgestellter vertikaler Mündung.<br />

Erhabene Aussparungen zur Aufnahme der<br />

geschmiedeten Handhabe.<br />

(1381335) (13)<br />

€ 800 - € 1.000<br />

Sistrix<br />

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172<br />

FRANZÖSISCHE MADONNA MIT DEM<br />

JESUSKNABEN<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Frankreich, 15. Jahrhundert.<br />

Auf einer Thronbank sitzende Madonna, rückseitig<br />

abgeflacht, ihr Haupt neigt sich leicht nach links mit<br />

nachdenklichem Blick. Das Gesicht gerahmt von einem<br />

weißen, faltenreichen Kopftuch. Die Drapierung des<br />

Gewands, in tiefen sowie parallelen Falten wiedergegeben,<br />

kommt über die Füße herab und lässt nur die<br />

Fußspitzen herausschauen. Auf ihrem Oberschenkel<br />

von der linken Hand gehalten, sitzt der Jesusknabe<br />

eine Taube haltend. Jesus anständig sitzend ist ebenfalls<br />

mit einem fein geschnitzten Gewand dargestellt,<br />

nur die Füßchen schauen heraus. Das Haar des Kindes<br />

in, braun gefassten Locken wiedergegeben, die Augenbrauen<br />

hochgezogen, blickt aufmerksam vor sich hin.<br />

Fassung teilweise übergangen.<br />

FRENCH MADONNA AND CHILD<br />

Height: 70 cm.<br />

France, 15th century.<br />

The sculpture was held in the famous collection at<br />

Haus Lüttgens in Aachen and is depicted accordingly<br />

in the literature listed below.<br />

Literature:<br />

Hubert Lüttgens (ed.), Alt-Aachener Wohnkultur.<br />

Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes<br />

Aachener Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts,<br />

Aachen 1965, p. 83.<br />

€ 12.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />

Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />

abgebildet.<br />

zum Größenvergleich<br />

Literatur:<br />

Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />

Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />

Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />

1965, S. 83. (1381412) (10)<br />

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173


173<br />

PAAR BAROCKE ALTARLEUCHTER<br />

Höhe inkl. Dorn: jeweils 71 cm.<br />

Niederlande, 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert. Über drei Ball-and-Claw-<br />

Füßen dreieckiger Grund mit Akanthusblattrelief und<br />

Wappenzierrat. Balustrierter blattwerkbegleiteter Schaft,<br />

kuppaförmige Traufschale und hoher, konisch zulaufender<br />

Dorn.<br />

(13816731) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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174<br />

PAAR GOTISCHE KERZENLEUCHTER<br />

Höhe: 28,5 cm.<br />

16./ 17. Jahrhundert.<br />

Ausführung in Messing. Auf breitem, dreifach abgetrepptem,<br />

glockenförmigen Standfuß, bombierter und<br />

taillierter Schaft. Weite Tropfschale mit eingearbeitetem,<br />

kräftigen Eisendorn.<br />

(13816728) (10)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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175<br />

MINIATUR-KABINETTKÄSTCHEN<br />

DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 21,5 cm.<br />

Breite: 23,5 cm.<br />

Tiefe: 15 cm.<br />

Flandern, 17. Jahrhundert.<br />

Hochrechteckiges Kästchen, ebonisiert, mit eingelegten<br />

gravierten Kupfertäfelchen, von Flammleisten<br />

gerahmt. In den Türen Darstellung Jesus am Kreuz sowie<br />

ein geharnischter Ritter, auf den Tür-Innen seiten:<br />

Johannes der Evangelist und Maria. Die sieben Innenschübe<br />

mit gravierten Darstellungen, in denen Sternzeichen-Motive<br />

vorherrschen, wie etwa für Widder,<br />

Waage, Schütze, Fische, Löwe etc. Auf dem Mittelschub<br />

Räucheraltar mit brennendem Herzen, was darauf<br />

hinweist, dass es sich bei dem Kleinmöbel um<br />

eine Liebesgabe gehandelt hat. Schlüssel vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Ex. Slg. Zeeberg, Antwerpen. (1381721) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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177<br />

PAAR BAROCKE KERZENSTÖCKE<br />

Höhe inkl. Dorn: 50,5 cm.<br />

Niederlande, 17. Jahrhundert.<br />

In Bronze gegossen. Über dreieckigem Grund Balland-<br />

Claw-Füße mit Akanthusblattfuß und Engelkopfreliefs<br />

in den Zwickeln. Darüber mehrfach balustrierter<br />

und mit Blattwerk umzogener Schaft, weite Tülle und<br />

konisch zulaufender Dorn.<br />

(13816730) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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176<br />

PAAR LEUCHTER<br />

Höhe: 26 cm.<br />

16./ 17. Jahrhundert.<br />

Messing. Auf getrepptem glockenförmigem Fuß,<br />

Schaft mit drei Nodusscheiben, im oberen Teil sich<br />

verjüngend. Große, weit gestufte Tropfschale mit zentralem,<br />

eingearbeitetem Kerzendorn in Messing und<br />

Eisen. Bodenring minimal besch.<br />

(13816729) (10)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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178<br />

PAAR BAROCKE ENGEL<br />

Höhe: jeweils ca. 76,5 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: jeweils ca. 86 cm.<br />

Venetien, 17. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, vergoldet, gefasst. Im Kontrapost stehende<br />

Engelsfiguren mit ausgestellten Armen, stark<br />

eingeschnitzten vergoldeten Locken und mit geöffneten<br />

Mündern. Minimal besch., rest.<br />

(13816822) (13)<br />

A PAIR OF BAROQUE ANGELS<br />

Height incl. base: ca. 86 cm each.<br />

Height excl. base: ca. 76.5 cm each.<br />

Veneto, 17th century.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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179<br />

ALABASTER-HOCHRELIEF<br />

Höhe: 26 cm.<br />

Breite: 19 cm.<br />

Gesamtmaße: 45 x 38 cm.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Mit Darstellung der durch Putten bekrönten Madonna<br />

mit Kind. Die Figur stehend, vor ausgebreitetem Tuch,<br />

von Engeln gehalten. Gesamtdarstellung vor Wolkengebilden.<br />

Auf mit Samt bezogener Platte montiert und gerahmt.<br />

(13808220) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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180<br />

LONDONER DECKELKANNE<br />

Höhe: 34 cm.<br />

Gewicht: 2150 g.<br />

Rechts neben der Wandung punziert: Britannia-<br />

Stempel, Meistermarke PE (William Pearson),<br />

date letter, duty mark und verschlagene Punze.<br />

London, 1711.<br />

Silber, getrieben, gegossen, graviert. Über pr<strong>of</strong>iliertem<br />

Standring der konisch zulaufende Korpus mit<br />

S-Handhabe und Scharniersteckdeckel in Haubenform<br />

mit vegetabiler Daumenrast. Schauseitige Schenkungsgravur<br />

mit Ortsangabe.<br />

(13816827) (13)<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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181<br />

PAAR PLASTISCH AUSGEARBEITETE<br />

TERRAKOTTA-RELIEFS<br />

Eines 42 x 55 cm, in rechteckigem Holzsetzkasten:<br />

65 x 78,5 cm.<br />

Das andere in Tondo: Durchmesser ca. 45 cm, in<br />

quadratischem Holzrahmen: 72,5 x 72,5 cm.<br />

Jeweils rechts unten signiert.<br />

Die Darstellungen zeigen „Venus mit vier Putti und<br />

Delfinen“ sowie „Drei mit einem Delfin spielende<br />

Putti“. Das Venus, der Göttin der Liebe und der Schönheit,<br />

beigeordnete Tier ist der Delfin. Vereinzelt rest.<br />

(1381027) (18)<br />

€ 4.000 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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179


182<br />

MARMORKOPF DES KAISERS CARACALLA<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Wohl Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Weißer Marmor. Kaiser Caracalla (188-217) regierte<br />

das römische Weltreich von 211 bis 217. Wie alle<br />

Caesaren wurde auch er in Marmorbildwerken für die<br />

Nachwelt verewigt. Das Museum im Palazzo dei Conservatori<br />

in Rom besitzt eines der wenigen Originale.<br />

Eine Büste ist im Archäologischen Nationalmuseum<br />

Neapel zu sehen. Caesarenköpfe wurden erhalten, weil<br />

sie auch separat gemeisselt- und dann in die Büste<br />

oder die Standfigur eingepasst wurden.<br />

Caracalla, im heutigen Lyon geboren, war der Sohn<br />

des Septimus Severus, er wurde von Verschwörern<br />

in Mesopotamien ermordet. Berühmt sind heute noch<br />

die Reste der von ihm errichteten Thermen in Rom,<br />

weniger bekannt ist, dass er 212 die „Constitutio<br />

Antoniniana“ erließ, wonach den freien Reichsbewohnern<br />

das römische Bürgerrecht verliehen wurde.<br />

Doch werden auch von ihm blutige Unterdrückungen<br />

berichtet.<br />

Wie fast von allen Caesarenbildnissen, existieren auch<br />

von ihm zahlreiche, schon früh geschaffene Kopien.<br />

Der vorliegende Typus wird als „erster Alleinherrschertypus“<br />

seit dem Jahr 212 bezeichnet, der Gesichtsausdruck<br />

angespannt, wie sich der Kaiser auch <strong>of</strong>t<br />

selbst zeigte. Dieser Typus mit zusammengezogenen<br />

Brauen wurde in der Frühen Neuzeit (ab 1500) am<br />

häufigsten kopiert.<br />

Das hier vorgestellte Exemplar stammt aus der<br />

Sammlung von Roy H<strong>of</strong>heinz (1912 Texas-1982), von<br />

dessen Witwe veräußert. H<strong>of</strong>heinz hatte mehrere<br />

hohe Ämter inne: 1934-36 Repräsentant des Staates<br />

Texas, 1953 Bürgermeister von Houston. Freund von<br />

Präsident L. B. Johnson, und Mitglied der Demokraten,<br />

avancierte er 24-jährig zum jüngsten Richter.<br />

Es wurde eine Universität nach ihm benannt und er<br />

war Sponsor des bekannten „Astrodome“. Diese Bekanntheit<br />

erweckte beim Verkauf des Kopfes 2010<br />

auch das Interesse bei den Auktionshäusern Christie‘s<br />

und Sotheby‘s, sowie dem J. P. Getty Museum.<br />

Letztlich wurde das Exemplar bei Lewis & Maese, Lot<br />

Nr 57. verkauft, das H<strong>of</strong>heinz 50 Jahre zuvor in Rom<br />

erworben hatte, wohl in der Annahme, dass es sich<br />

um ein antikes Werk handle. Vielmehr lässt sich der<br />

Marmorkopf wohl in die Zeit des 18. Jahrhunderts<br />

einordnen.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Roy H<strong>of</strong>heinz.<br />

Lewis & Maese, 2010, Lot Nr 57.<br />

(1371052) (11)<br />

MARBLE HEAD OF EMPEROR CARACALLA<br />

Height: 32 cm.<br />

Probably Italy, 18th century.<br />

White marble. Emperor Caracalla (188 - 217) ruled the<br />

Roman Empire from 211 to 217. Like all Caesars, he<br />

was immortalized in marble sculptures for posterity.<br />

Provenance:<br />

Roy H<strong>of</strong>heinz collection.<br />

Lewis & Maese, 2010, lot 57.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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183<br />

KOKOSNUSS-PULVERFLASCHE<br />

Länge: 15,5 cm.<br />

Kolonial Spanien, 19. Jahrhundert.<br />

Die beschnitzte Kokosnuss in Gestalt eines Kugelfisches<br />

mit allseitigen Reliefs, teilweise mit reliefierter<br />

Büste eines Mannes in hochovaler Kartusche. Metallhängeösen<br />

und -verschluss, somit als Pulverflasche<br />

fungierend.<br />

(1381393) (13)<br />

€ 400 - € 600<br />

Sistrix<br />

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184<br />

KLEINER AMMONIT<br />

Durchmesser maximal: 37,5 cm.<br />

Wohl Kreidezeit.<br />

(1381396) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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185<br />

MINIATUR-KABINETTSCHRÄNKCHEN<br />

DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

Rom oder Augsburg, um 1680.<br />

Aufbau in ebonisiertem Holz in Form einer Kommode<br />

auf vergoldeten, gequetschten Kugelfüßen. Die Ecken<br />

abgeschrägt und mit Lisenen besetzt, im unteren<br />

Schubteil und im Gesims vortretend. Die vier Frontschübe<br />

und der Sockelschub mit rahmenden Flammleisten,<br />

darin ockerbraune geflammte Marmoreinlagen.<br />

Mittellisene und Seitenpilaster mit Lapiseinlagen.<br />

Zugknäufe kugelförmig, an Blütenrosetten, wie die<br />

seitlichen Tragehenkel vergoldet.<br />

(1381586) (11)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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181


186<br />

GROSSE NEAPOLITANISCHE KRIPPE<br />

Höhe der Krippe: 110 cm.<br />

Gesamthöhe: 185 cm.<br />

Ducrchmesser: 140 cm.<br />

Neapel, 18. Jahrhundert.<br />

Originelle Präsentation in vollrundem Aufbau. Zwei<br />

Drittel der Kreissegmente zusammengefasst mit<br />

Darstellung einer zentralen korinthischen Säule vor<br />

himmelblauem Grund als Außenbereich mit Darstellung<br />

der Geburt Christi mit umfangreichem Figurenund<br />

Tiermaterial, etwa den Heiligen Drei Königen, der<br />

Heiligen Familie, Engeln und ebenfalls im Aussenbereich<br />

stattfindenden Marktszenerien vor antikisierenden<br />

Ruinenfragmenten. Ein Drittel der Kreissegmente<br />

hingegen der Darstellung eines zeitgenössischen Innenraumes<br />

vorbehalten mit sitzendem Kaufmann sowie<br />

zahlreichen Staffagefiguren und Miniaturgeschirr<br />

sowie Miniaturwiedergabe von Gemälden. Insgesamt<br />

ca. 220 Teile. Besch., rest., erg.<br />

LARGE NEAPOLITAN NATIVITY SET<br />

Height <strong>of</strong> cot: 110cm.<br />

Total height: 185 cm.<br />

Diameter: 140 cm.<br />

Naples, 18th century.<br />

Original, three-dimensional structure. Two thirds <strong>of</strong><br />

the circular segment combined with depiction <strong>of</strong><br />

central Corinthian column against a sky-blue background<br />

as outside area with depiction <strong>of</strong> the Nativity.<br />

All together around 220 pieces.<br />

Notes:<br />

The object can be viewed by appointment only.<br />

€ 200.000 - € 300.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Das Objekt kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung<br />

besichtigt werden. (13816831) (13)<br />

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Detailabbildung Lot 186<br />

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CATALOGUE II<br />

OLD MASTER PAINTINGS – PART 1<br />

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ONE OF THE LEADING<br />

AUCTION HOUSES<br />

IN EUROPE<br />

CATALOGUE II<br />

OLD MASTER PAINTINGS PART 1<br />

Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />

Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023

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