Alster Magazin 08-2024
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ALSTER<br />
LOCAL | PEOPLE | LIFESTYLE | <strong>08</strong> <strong>2024</strong><br />
MAGAZIN<br />
WEITE<br />
KANADA-IMPRESSIONEN<br />
im Planetarium in Winterhude<br />
HOMMAGE<br />
AN EINEN HAMBURGER JUNG:<br />
Internationales Musikfestival zu Ehren<br />
von Felix Mendelssohn Bartholdy
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Ausstellung:<br />
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KOLUMNE<br />
LIEBE LESERINNEN & LIEBE LESER<br />
In dieser Ausgabe haben wir viele spannende Kulturtipps versammelt.<br />
Eines der vielen Highlights, die Hamburg in naher Zukunft zu bieten hat,<br />
ist beispielsweise das 10. Internationale Mendelssohn Festival - unter<br />
anderem in der Kirche St. Johannis Harvestehude, die ein wundervolles<br />
Ambiente für Konzerte bietet. Es ist Felix Mendelssohn Bartholdy gewidmet,<br />
der am 03. Februar 1809 in Hamburg geboren wurde. Zum zehnjährigen<br />
Jubiläum gibt es 10 Konzerte mit herausragenden Musikerinnen und<br />
Musikern, die zum Teil in Hamburg an der HfMT lehren. Es lohnt sich also<br />
und mit Glück können Sie ein Konzert des Festivals for free erleben, denn<br />
wir verlosen Tickets. (S. 8)<br />
Um Kunst (und Natur) geht es auch bei zwei weiteren, spannenden<br />
Themen, zu denen wir mit den Protagonisten gesprochen haben. Der<br />
Künstler Joschua Gumpert zeigt gerade an der <strong>Alster</strong> aktuelle Werke in der<br />
Ausstellung „We Need Moor“. Dabei geht es dem 28-Jährigen nicht nur um<br />
Kunst, sondern auch um Umweltschutz. Das klappe gut, so der Hamburger,<br />
denn „Kunst kann unheimlich guter emotionaler Träger sein, um einen<br />
Lösungsansatz oder eine Idee zu forcieren“. (S. 16) Kunstvoll sind auch die<br />
Landschaftsaufnahmen von Aaron und Achill Moser. Die aktuelle Reise der<br />
beiden Weltenbummler führte sie nach Kanada. Was sie dort gesehen und<br />
erlebt haben, zeigen sie in einer aktuellen Ausstellung und bald in einer<br />
Multivisionsshow im Planetarium in Winterhude. (S. 22)<br />
Dazu gibt es wieder viele weitere Tipps und Wissenswertes. Etwa, dass die<br />
Hamburger Schauspielerin Marion Elskis das Theaterstück „Der Prozess des<br />
Hans Litten“ in die Stadt geholt hat. Es erinnert und ehrt einen Mann, der<br />
Hitler im Kampf um Recht und Demokratie die Stirn geboten hat. (S. 14)<br />
Lassen Sie sich inspirieren und viel Spaß beim Lesen!<br />
WIEDERAUFNAHME<br />
WEGEN DES GROSSEN ERFOLGS<br />
Kai Wehl, Chefredakteur<br />
Joschua Gumpert<br />
möchte mit seinen<br />
Werken Menschen<br />
zu mehr Umweltschutz<br />
anregen.<br />
Seite 16<br />
© Luca Credo<br />
© Manuel Opttz
INHALT<br />
24<br />
IN WINTERHUDE ZU<br />
SEHEN: KANADA-<br />
IMPRESSIONEN<br />
© Aaron & Achill Moser<br />
INHALT<br />
3 EDITORIAL<br />
6 NEWS<br />
Weinfest, Hamburger Stiftungstage,<br />
Charity-Abend und über Beethoven<br />
8 NEWS<br />
Internationales Mendelssohn Festival, Kicken<br />
mit Herz und Ausstellungstipp<br />
10 MUSEUMSHIGHLIGHTS<br />
Zwei spannende Ausstellungen<br />
12 NEWS<br />
Nacht der Kirchen, Hamburg zeigt Kunst,<br />
spannende Ölmalerei zusehen und neuer<br />
4 | ALSTER<br />
Linearbeschleuniger im<br />
Strahlenzentrum<br />
13 FOOD<br />
Neues aus der Europa Passage<br />
14 HAMBURG<br />
Theater „Der Prozess des<br />
Hans Litten“<br />
und Kinder-Hospiz<br />
Sternenbrücke Förderung<br />
16 KUNST<br />
Spendenevent für das<br />
Umweltschutzprojekt<br />
„We Need Moor“<br />
18 LOCAL PEOPLE<br />
2.000 km für den guten Zweck und<br />
Charity-Kamelrennen<br />
20 HAMBURG<br />
Jetzt auch in hamburg: Route der Industriekultur<br />
22 AUSSTELLUNG<br />
Aaron und Achill Moser zeigen Kanada-<br />
Impressionen im Planetarium<br />
32 IMMOBILIEN<br />
Balkone ändern den Kaufpreis<br />
34 WHATS UP IN TOWN<br />
Sommer-Essen und -Fest
INHALT<br />
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20<br />
PLANETARIUM UND DIE<br />
ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR<br />
TIPPS & TRENDS<br />
26 TRAUMBÄDER<br />
Modernes Baddesign<br />
SERVICE<br />
32 Impressum / Kleinanzeigen<br />
Wir lassen Sie nicht im Regen<br />
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27 BAUEN & RENOVIEREN<br />
Sanierung von Hausfassaden,<br />
Messe und Farblehre für Wände<br />
8© @Ville Hautakangas<br />
TICKETS FÜR MEN-<br />
DELSSOHN FESTIVAL<br />
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Mo.-Fr. 8.00-19.00 Uhr,<br />
Sa. 8.00-15.00 Uhr<br />
Sierichstraße 30<br />
22301 Hamburg<br />
Tel. 040-279 42 48<br />
ALSTER | 5
NEWS<br />
Das Weinfest „Vive le Vin“ ist ein Fest<br />
für alle Sinne und die Lebensfreude!<br />
© Stadthöfe<br />
SOMMER-HIGHLIGHT:<br />
„VIVE LE VIN“ <strong>2024</strong><br />
ADVERTORIALS<br />
Die Stadthöfe Hamburg, Große Bleichen 35, laden vom 22. bis 25. August zum<br />
Sommer-Highlight des Jahres ein: dem Weinfest „Vive le Vin“. Zwischen malerischen<br />
Fleeten und der geschäftigen Innenstadt gelegen, bieten die denkmalgeschützten<br />
Stadthöfe ein einzigartiges Erlebnis unter freiem Himmel. Präsentiert wird eine<br />
Auswahl bester Weine von der Pfalz bis zur Mosel. Ob Schoppen oder Champagner,<br />
Weißwein oder Rosé – für jeden Gaumen ist etwas dabei. Insgesamt werden<br />
50 verschiedene Weine von verschiedenen Winzern angeboten, die persönlich vor<br />
Ort sind. Insgesamt sind bis zu 8 Weingüter vertreten. Neben den erlesenen Weinen<br />
und acht verschiedenen Champagnersorten von Moët & Chandon, Ruinart und Dom<br />
Pérignon, gibt es auch ausgewählte Portweine. Ein Glas Champagner beginnt bei<br />
15 EUR, während ein Glas Wein (0,1l) ab 4,50 EUR erhältlich ist. Zusätzlich werden<br />
Bier, Softgetränke und Kaffeespezialitäten angeboten. Die Gastronomie der Stadthöfe<br />
bietet begleitende Gerichte. Musikalisch wird das Fest von Live-Musik und DJs untermalt.<br />
Zum Opening am Donnerstag spielt die Band Jazz Appeal, während am Freitag<br />
und Samstag die Grammophon Jazzband für Stimmung sorgt. Täglich legt ein DJ<br />
auf und begleitet das Fest mit passenden Klängen. Die Eröffnung und das Rahmenprogramm<br />
des Weinfests werden von der taff-Moderatorin Neda Peemüller begleitet.<br />
Öffnungszeiten: 22.<strong>08</strong>. 16-22 Uhr, 23.<strong>08</strong>. 14-22 Uhr, 24.<strong>08</strong>. 12-22 Uhr und<br />
25.<strong>08</strong>. 12-18 Uhr. Der Eintritt zum Weinfest „Vive le Vin“ ist kostenlos.<br />
Mehr Infos auf www.stadthoefe.de<br />
VIEL LOS BEI DEN HAMBURGER STIFTUNGSTAGEN <strong>2024</strong><br />
© Stiftungsbüro Hamburg/Sven Wied<br />
Die Stiftungstage laden dazu ein, verschiedene<br />
Institutionen und Projekte für das Gemeinwohl<br />
und ihre Arbeit kennen zu lernen. Tipp: das große<br />
Abschluss-Event am 14.09 auf dem<br />
Rathausmarkt, u.a. mit Showbühne und Hamburgs<br />
längster Tafel für Demokratie.<br />
„Vielfalt vereint“ ist das Motto der diesjährigen Hamburger Stiftungstage,<br />
die vom 6. bis 14. September in ganz Hamburg stattfinden. Viele Hamburger<br />
Stiftungen - mehr als 1.500 gibt es in der Stadt! - öffnen ihre Türen und laden<br />
zu über 120 Veranstaltungen ein. Das Angebot ist vielfältig: Ausstellungen,<br />
öffentliche Workshops, Erlebnisspaziergänge für alle Altersgruppen, Theatervorstellungen,<br />
Konzerte, Baum-Pflanzaktionen, Vorträge, Debatten und vieles<br />
mehr: Für (fast) jedes Themenfeld und Interesse findet sich ein spannendes, meist<br />
kostenloses Event in der Stadt. Dabei können Hamburger:innen Neues entdecken,<br />
aktiv sein, mitgestalten, staunen, feiern, genießen, ins Gespräch kommen und<br />
selbst erleben, warum sich Engagement für das Gemeinwohl lohnt! Neben zahlreichen<br />
staatlichen Institutionen und politischen Bildungs-programmen fördern auch<br />
unzählige zivilgesellschaftliche Akteure wie Stiftungen die Vielfalt in und konstruktive<br />
Auseinandersetzung mit der Demokratie. Ihre unterschiedlichen Projekte,<br />
Initiativen und Angebote tragen mittelbar oder unmittelbar zu Zusammenhalt,<br />
gesellschaftlichen Dialog und demokratischen Miteinander bei.<br />
Das ganze Programm gibt es auf www.hamburger-stiftungstage.de<br />
Viele Veranstaltungen sind kostenfrei, bei Veranstaltungen mit begrenzten<br />
Kapazitäten ist eine Anmeldung erforderlich.<br />
6 | ALSTER
NEWS<br />
Kiki Fehlauer (links) und Nele G. Philipp (rechts) mit Künstlerin<br />
Yuliya Savytska (Mitte)<br />
CHARITY-ABEND<br />
Kiki Fehlauer von der Hamburger Sternschnuppe e.V. und Nele G.<br />
Philipp vom Studio 28 Milchstrasse präsentierten anlässlich des 49. Geburtstag<br />
der Ersten UN-Weltfrauenkonferenz einen chilligen Abend mit exklusiven<br />
Unikaten von Yuliya Savystka zu Gunsten der Sternschnuppe. Die gutgelaunten<br />
(primär weiblichen) Gäste ließen sich von der Magie ihrer Juwelier-Handstickerei<br />
verzaubern und verschickten zudem eine Sternschnuppe aus der Milchstraße.<br />
„Untermalt“ wurde diese exklusive Veranstaltung von den sonnigen Werken von<br />
Künstlerin Sarah Jastram, die an diesem Abend der Hamburger Sternschnuppe<br />
gewidmet waren. Ein Teilbetrag des Verkaufserlös dieses Abends geht an die<br />
Institution, die hat sich zur Aufgabe gemacht hat, Kinder und Jugendliche in Not<br />
zu unterstützen. Mehr Infos gibt es auf www.hamburger-sternschnuppe.de<br />
© Beate Zoellner<br />
@ Evelyna Kislych<br />
Fabian Gehring absolvierte<br />
sein Konzertexamen an der<br />
HfMT Hamburg und ist seit<br />
2023 bei TONALi.<br />
SPANNENDES VON<br />
LUDWIG VAN BEETHOVEN<br />
Der Kulturkreis Torhaus präsentiert in Wellingsbüttel am 07.09. um 18 Uhr den<br />
Theaterabend „Frau Schnaps – Beethovens Haushälterin packt aus!“<br />
mit Chris Pichler und Fabian Gehring. Die Zuschauenden erleben, wie Beethovens<br />
Haushälterin, die er scherzhaft „Frau Schnaps“ nannte, mit dem völlig unberechenbaren<br />
Genius Ludwig van Beethoven fertig wird. Basierend auf historischen<br />
Fakten und Aussagen, bietet sie überraschende und auch ungewöhnliche Einblicke<br />
in sein Leben. Alles wahr, doch pointiert verpackt! Die pfiffige ‚Bedienstete‘ räumt<br />
seine leeren Bouteillen weg und flickt seine Unterhosen. Sie plaudert über Konzerterfolge<br />
und Misserfolge, Liebes- und Heiratssachen und Streitigkeiten im Hause<br />
Beethoven in Wien. Begleitet wird sie von der Musik ihres „Chefs.“<br />
Infos und Tickets (10-25€) auf www.kulturkreis-torhaus.de<br />
ALSTER | 7
LOCAL PEOPLE<br />
ADVERTORIAL<br />
Ist am 13.09. im Rahmen des<br />
Mendelssohn-Festivals in Harvestehude<br />
zu hören: die klassische Bratschistin<br />
Anna Kreetta Gribajcevic.<br />
© @Ville Hautakangas<br />
10 x MENDELSSOHN<br />
Vom 11. bis zum 22. September läuft das 10. „International Mendelssohn<br />
Festival“ in der Stadt, das dem 1809 in Hamburg geborenen Felix Mendelssohn<br />
Bartholdy gewidmet ist. Für zehn Konzerte zum zehnjährigen Jubiläum des<br />
Festivals in Elbphilharmonie, der Kirche St. Johannis Harvestehude und dem Forum<br />
der HfMT hat Initiator Niklas Schmidt wieder tief in die Schatztruhe erlesener<br />
Kammermusik gegriffen und ein Programm mit bekannten und weniger bekannten<br />
Werken zusammengestellt, die nicht nur von Felix Mendelssohn-Bartholdy stammen,<br />
sondern auch von Komponisten, die dessen Weg begleitet haben, die er inspiriert<br />
hat, von denen er inspiriert wurde. Eines der vielen Highlights - für das wir<br />
Karten verlosen - gibt es am 13.09. um 19.30 Uhr in St. Johannis-Harvestehude:<br />
Das Konzert umfasst u.a. die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Orchester<br />
Es-Dur KV 364 von Wolfgang Amadeus Mozart mit der Bratschistin und Professorin<br />
an der HfMT Anna-Kreetta Gribajcevic, Sophia Jaffé (Violine) und den Mendelssohn<br />
Festival Strings sowie das Streichquartett D-Dur op. 44.1 von Felix Mendelssohn<br />
Bartholdy, gespielt vom Fine Arts Quartet.<br />
Mehr Infos und Tickets von 11-55€ (Einzelkarten) und 82,50-350€ (Abo für<br />
10 Konzerte, 25% Rabatt) auf www.mendelssohn-festival.com/konzerte/<br />
KARTEN ZU GEWINNEN<br />
Wir verlosen 5x2 Karten für das Konzert am 13.09. um 19:30 Uhr in<br />
St. Johannis Harvestehude, u.a. mit Anna Kreetta Gribajcevic (l.).<br />
Wer 2 Karten gewinnen möchte, der sendet bis zum 09.09. eine Mail an<br />
k.wehl@alster-net.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />
Eine Institution bei Kicken<br />
mit Herz: der Eppendorfer<br />
Jorge Gonzalez.<br />
ES GIBT NOCH RESTKARTEN<br />
Reminder: Das legendäre Benefiz-Fußballspiel „Kicken mit Herz“ startet in<br />
diesem Jahr am 8. September um 14 Uhr im Stadion Hoheluft. In Sichtweite des<br />
UKE treten zahlreiche Promis wie Tim Mälzer, Bosse oder Holger Stanislawski<br />
gegen die Ärzte und medizinisches Personal des UKE an, um Spenden für dessen<br />
Kinder Herz Medizin zu sammeln und die Herzen der Fußballfans höher schlagen<br />
zu lassen. Der Erlös, einschließlich der Einnahmen aus dem Ticketverkauf und<br />
einer lohnenswerten Tombola, fließt direkt in wohltätige Projekte, die die Versorgung<br />
herzkranker Kinder und ihrer Familien unterstützt. Eintritt: Haupttribüne<br />
25 Euro, Erw. 12 Euro, Kinder 6 Euro, unter 8 Jahren frei. Keine Zeit, aber Lust<br />
trotzdem zu helfen? Kein Problem. Das Spendenticket kostet 7,77 Euro. Das,<br />
Tickets und Infos gibt es über www.kickenmitherz.de<br />
© Kai Wehl<br />
ÜBER FLUCHT UND NEUANFANG<br />
Die Kunstklinik Eppendorf, Martinistraße 44a, präsentiert vom 2. bis zum<br />
30. September die Ausstellung. „Nichts. Nur Fort!“ - Flucht und Neuanfang<br />
in Buenos Aires, Montevideo und Sao Paulo. Die Ausstellung zeigt am Beispiel<br />
der drei südamerikanischen Metropolen und verschiedener Biografien den<br />
schwierigen Weg deutschsprachiger Jüdinnen und Juden ins Exil und die langandauernden<br />
Nachwirkungen der nationalsozialistischen Vertreibungspolitik.<br />
Auf Plakaten, mit einer Audiostation und einem Katalog mit weiteren<br />
Materialien werden verschiedene Schlaglichter auf diese komplexe Geschichte<br />
geworfen.<br />
Veranstalter:<br />
Geschichtswerkstatt<br />
Eppendorf.<br />
Vernissage:<br />
3. September<br />
um 18:00 Uhr.<br />
Eintritt frei<br />
Foto: Coverbild<br />
Ausstellungskatalog,<br />
Design:<br />
Franziska<br />
Häuser<br />
8 | ALSTER
WEISS IMMOBILIEN<br />
Wohnen wo andere Urlaub machen<br />
Modernes Landhaus mit Parkgrundstück und unverbaubarem Ostseeblick<br />
DAS WICHTIGSTE AUF EINEN BLICK:<br />
• Einzigartige Lage in Hohwacht – wenige Meter zur Ostsee<br />
• 2009 erbautes Landhaus mit Reetdach<br />
• 157 m² Wohnfläche, aufgeteilt auf 5 Zimmer<br />
• 2.476 m² großes Grundstück direkt am Naturschutzgebiet<br />
• Parkähnlicher Garten mit verschiedenen Terrassenbereichen<br />
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Eichenparkett, wertiger Naturstein und Maßeinbauten<br />
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LOCAL PEOPLE<br />
SEHENSWERT<br />
Hamburger Museen und Galerien haben<br />
zum Glück immer viel zu bieten. Wir präsentieren<br />
zwei spannende Ausstellungen,<br />
die sich lohnen.<br />
Riesige Verdunstungsbecken<br />
zur<br />
Lithiumgewinnung,<br />
Lithium Series I,<br />
Tom Hegen, Salar<br />
de Atacama, Chile, 2021<br />
Henry B. Sloman Archiv<br />
Ostfassade des Chilehauses im Kontorhausviertel, Fotograf*in undokumentiert,<br />
Hamburg, vermutlich späte 1920er Jahre<br />
© Henry B. Sloman Archiv<br />
© Tom Hegen<br />
WEISSES WÜSTENGOLD: CHILE-SALPETER UND HAMBURG<br />
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Chilehauses in Hamburg rückt<br />
die Ausstellung „Weißes Wüstengold – Chile-Salpeter und Hamburg“ im<br />
Museum am Rothenbaum (MARKK) bis zum 3. März 2025 die Arbeits- und Lebensbedingungen<br />
der Salpeterarbeiter*innen in der Atacama-Wüste in Chile in den<br />
Vordergrund. Deren Ausbeutung und Schwerstarbeit in der trockensten Wüste der<br />
Welt sowie die hohe Nachfrage nach dem „weißen Gold“ als Grundlage für Dünger<br />
und Sprengstoff begründeten Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts den<br />
10 | ALSTER<br />
Reichtum europäischer „Salpeterbarone“, wie der Hamburger Hermann C. J. Fölsch<br />
und Henry B. Sloman, dem Erbauer des Chilehauses. Auch die archäologischen und<br />
ethnografischen Chile-Sammlungen des MARKK wurden vielfach von im Rohstoffhandel<br />
aktiven deutschen Geschäftsleuten ausgegraben oder erworben.<br />
MARKK<br />
Rothenbaumchaussee 64, www.markk-hamburg.de
LOCAL PEOPLE<br />
ANNA HAIFISCH –<br />
ohne Titel (Dior),<br />
2021, Museum für<br />
Kunst und Gewerbe<br />
Hamburg<br />
BIS HIERHIN<br />
LIEF’S NOCH GUT<br />
Unter dem obigen Titel ist noch bis zum 20. Oktober eine Einzelausstellung<br />
der international bekannten Illustratorin und Comiczeichnerin Anna Haifisch<br />
im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) zu sehen. Mit rund<br />
300 Werken gibt die Ausstellung einen umfassenden Einblick in das vielfältige<br />
kreative Schaffen der 1986 geborenen Künstlerin. Gezeigt werden Illustrationen,<br />
Drucke, Comics und Zeichnungen sowie von ihr gestaltete Designprodukte.<br />
Im Fokus der Zusammenschau von freien und angewandten Arbeiten stehen<br />
der künstlerische Entstehungsprozess und die Präsentation neuer Werke wie die<br />
Serie „Ready America“ sowie eine zur Ausstellung entstandene Neuproduktion.<br />
Charakteristisch für Anna Haifischs Gestaltung ist das Zusammenspiel von<br />
expressiver Farbgebung und fragilem Strich. Ihre Erzählungen zeichnen sich<br />
durch den humorvollen wie virtuosen Umgang mit popkulturellen Versatzstücken<br />
aus, wobei Anna Haifisch mit visuellen und narrativen Codes aus<br />
Design, Comic- und Kunstgeschichte spielt und somit eine eigenständige<br />
Gestaltungssprache erschafft.<br />
MKG<br />
Steintorplatz, www.mkg-hamburg.de<br />
ANNA HAIFISCH – LAB Bowls – Friedrichs Hunde,<br />
2023 (Schalen für KPM Königliche<br />
Porzellan-Manufaktur Berlin GmbH Porzellan)<br />
© Anna Haifisch<br />
• Reparaturarbeiten<br />
jeglicher Art<br />
• Dachrinnen und<br />
Erneuerungen<br />
• Dachflächenreinigung<br />
• Dachbeschichtung<br />
(in allen Farben)<br />
• Dachfirstsanierung<br />
• Flachdachsanierungen<br />
(Dämmung)<br />
• Schornsteinverkleidung<br />
• Schieferarbeiten<br />
jeglicher Art<br />
Dachdecker Voß 0171 / 510 28 83<br />
Rothenbaumchaussee 78<br />
20148 Hamburg<br />
Tel.: 040 - 450 6<strong>08</strong> 23<br />
Öffnungszeiten:<br />
Mo., Do., Fr.: 8.00 - 19.00 Uhr<br />
Di., Mi.: 8.00 - 18.00 Uhr<br />
Sa:<br />
9.00 - 16.00 Uhr<br />
ALSTER | 11
LOCAL PEOPLE<br />
© D. Wagner<br />
Singen um 18 Uhr auf der NDR Bühne, Spitaler Straße -<br />
Am Mönckebergbrunnen: die Gospel Ambassadors<br />
NACHT DER KIRCHEN HAMBURG<br />
Am 21. September laden mehr als 80 Kirchengemeinden in und um<br />
Hamburg zu einem vielfältigen Kultur- und Musikprogramm ein. Mit über 250<br />
Veranstaltungen bietet das stadtweite Event musikalische und spirituelle Highlights,<br />
und das zum 21. Mal. Wie immer sind alle Veranstaltungen an diesem<br />
Abend kostenfrei. Vor allem musikalisch ist bei der Nacht der Kirchen wieder<br />
viel dabei: Es gibt Konzerte mit Pop- und Rockmusik, Schlager, Gospelchöre<br />
und Rap und eine Lasershow mit Elektrobeats. Orgelmusik trifft auf Techno<br />
und auch klassische Vorführungen erklingen in Hamburgs Kirchen. Weitere<br />
Kulturveranstaltungen bieten Kabarett, Theater, Literatur sowie Stadt- und<br />
Kirchenführungen.<br />
Das ganze Programm und weitere Infos gibt es auf www.ndkh.de.<br />
Manfred Winkler,<br />
Schwanenwikbrücke, <strong>2024</strong>,<br />
Öl auf Lwd., 80x60 cm<br />
HH UND MEER IN ÖL<br />
Die Galerie Kunst und Rahmen, Eppendorfer Weg 77, eröffnet am<br />
30. August um 18 Uhr die Ausstellung „Öl-Malerei“ von Manfred Winkler.<br />
Viele aufwendige Farbschichten und Details verleihen seinen Werken - meist<br />
die See und verschiedene Hamburg-Motive - „lebendige“ Lichtreflexe und einen<br />
besonderen Charakter. Das passt perfekt zu der individuellen und charmanten<br />
Architektur der Filiale, in der werktags Bilder gerahmt, aufgehangen und<br />
verkauft werden. „Wir legen viel Wert auf eine große Auswahl an qualitativ<br />
hochwertigen Bilderrahmen sowie eine individuelle Kundenberatung. Zusammen<br />
mit unseren Filialen in Volksdorf, Winterhude und Poppenbüttel, ergänzen sich<br />
unsere Zuständigkeitsbereiche, wir schneiden unter anderem Passepartouts,<br />
drucken Fotografien, kaschieren Bilder, spannen Bilder auf Keilrahmen und<br />
organisieren kleine Ausstellungen“, erklärt Inhaberin Luba Strelow. Mehr Infos<br />
gibt es unter Tel. 040 490 43 89 auf www.kunst-und-rahmen.de<br />
© HZK<br />
„HAMBURG ZEIGT KUNST“<br />
Am 8. September wird zum elften Mal das Festival „Hamburg zeigt<br />
Kunst“ die Flaniermeile des nördlichen Überseequartiers von 10 bis 18 Uhr<br />
als Austragungsort nutzen. Über 80 Kunstschaffende aus allen Bereichen<br />
präsentieren hier ihre Kunst - etablierte Künstlerinnen und Künstler als auch an<br />
Newcomer der Kunstszene.<br />
Diese jährlich stattfindende Veranstaltung wurde als Plattform für die Arbeit<br />
von Künstlerinnen und Künstlern aus verschiedenen Städten ins Leben gerufen,<br />
um Kontakte und Verbindungen zwischen Kunstbegeisterten und Kunstschaffenden<br />
herzustellen. An diesem kunstvollen Sonntag im Überseequartier<br />
werden verschiedene Kunstschöpfungen zu sehen sein: klassische Malerei,<br />
Bildhauerei, Design und Fotografie. Auch Mode und Musik sind vertreten. Dazu<br />
gibt es ein buntes Rahmenprogramm Kunst-Workshops für Kinder und Live-<br />
Performances sowie Street-Food, der Eintritt ist kostenfrei.<br />
12 | ALSTER<br />
CDU-MdB Dr. Christoph Ploß weiht mit Dr. Sebastian Exner, Dr. Felix Behrens<br />
und PD Dr. Fabian Fehlauer (v.l.) den neuen „LINAC“ im SZHH ein.<br />
LINEARBESCHLEUNIGER DER NEUESTEN<br />
GENERATION EINGEWEIHT<br />
MdB Dr. Christoph Ploß hat im Strahlenzentrum Hamburg (SZHH) einen<br />
neuen Linearbeschleuniger der neusten Generation eingeweiht, der ab sofort eine<br />
qualitative Verbesserung der ambulanten Versorgung der Patienten im Kampf<br />
gegen den Krebs ermöglichen kann. Die Strahlentherapie ist eine der zentralen<br />
Säulen der Therapie. „Mit einer Präzision von unter einem Millimeter lassen sich<br />
einige Tumoren und Metastasen heutzutage, ohne Operation, alleinig durch die<br />
Strahlentherapie, behandeln“, erklärt Privatdozent Dr. med. Fabian Fehlauer,<br />
Gründer des SZHH – eines der führenden Versorgungszentren für Strahlenmedizin,<br />
Radiochirurgie und Schmerztherapie in Deutschland.<br />
Mehr Infos auf www.strahlenzentrum-hamburg.de<br />
© Beate Zoellner
ADVERTORIALS<br />
LOCAL PEOPLE<br />
© Kai Wehl<br />
TRENDIGES AN DER ALSTER<br />
Die Europa Passage wird von Hamburgerinnen und Hamburgern neben den vielfältigen<br />
Shoppingmöglichkeiten vor allem für ihre umfangreichen kulinarischen Angebote geschätzt. Es ist ein<br />
weiteres dazugekommen: My Bread bietet feines Gebäck, Brötchen, Kuchen und Brot.<br />
„Ein belegtes Brot mit Schinken – Schinken! Ein belegtes Brot mit Ei – Ei!“<br />
Wer kennt nicht diesen Textklassiker der Toten Hosen. Beides gibt es jetzt<br />
neu in der Europa Passage, bei My Bread im Erdgeschoss der beliebten<br />
Shoppingmall. Das Eibrot, in diesem Fall nicht einfach nur ein Brot, sondern<br />
ein kunstvoll mit Rührei gefülltes und knusprig getoastetes Briochebrot, ist<br />
eines der Highlights im umfangreichen Sortiment und derzeit Trend in Korea.<br />
Kann es an der <strong>Alster</strong> auch werden finden wir, denn wir haben das „EEG DROP<br />
SAND WICH“ probiert. Zu dem aromatischen Ei kommt zart schmelzender<br />
Cheddar und ein Mayodressing, das perfekt mit beidem harmoniert. Für Frische<br />
sorgen ein kleiner Salat und Avocado. Wir geben dafür 10 von 10 Punkten! Wer<br />
möchte, kann das Ganze auch mit crispy fried korean chicken oder Räucherlachs<br />
wählen. Ein weiteres Highlight ist täglich frisch gebackenes Sauerteigbrot, das<br />
in fünf Varianten angeboten wird, z.B. vegan und mit selbstgemachtem Humus.<br />
Das Schöne, das breit gefächerte Angebot macht von morgens bis abends<br />
glücklich: Vom Croissant über diverse frisch belegte Brötchen sowie Kuchen, drei<br />
verschiedene Reisbowls und besagtes Sauerteigbrot. Wer möchte kann das alles<br />
entspannt zwischen kleinen Kirschbäumen mit Kunstblüten genießen - einem<br />
wunderschönen, farbigen Eyecatcher in der Europa Passage.<br />
EUROPA PASSAGE<br />
Ballindamm 40,<br />
www.europa-passage.de<br />
ALSTER | 13
LOCAL PEOPLE<br />
Marion Elskis als Irmgard Litten im Gespräch mit ihrem Sohn<br />
Hans (Philip Heimke). Der wird von 1933 bis 1938 von den<br />
Nazis gefoltert und gedemütigt - bis er sich das Leben nimmt.<br />
© privat<br />
ÜBER EINEN MANN,<br />
DER HITLER DIE STIRN BOT<br />
© Jan Stapelfeldt<br />
Die Schauspielerin Marion Elskis spielt vom 07.-12. Oktober im Rudolf Steiner Haus in Harvestehude<br />
eine Mutter, die um das Leben ihres Sohnes kämpft: Hans Litten. Der berühmte Anwalt, den viele Zuschauer<br />
aus der Serie „Babylon Berlin“ kennen, bezahlte seinen unermüdlichen Einsatz für die Demokratie mit seinem<br />
Leben. Das Theaterstück „Der Prozess des Hans Litten“ erinnert an einen mutigen Mann.<br />
Im Jahr 1931 geht es vor dem Schwurgericht Berlin-Moabit um<br />
einen Überfall der SA auf den Arbeiter- und Geselligkeitsverein<br />
Wanderfalke im Edenpalast. Im Prozess ist als Armenanwalt und<br />
Nebenklägervertreter auch Hans Litten dabei. Obwohl erst 28<br />
Jahre alt, war er laut SZ „sehr brillant und ein Mann von nicht einzuschüchterndem<br />
Gerechtigkeitssinn.“ Er ließ Adolf Hitler als Zeugen<br />
vorladen, um zu beweisen, dass die NSDAP den SA-Terror billigt und<br />
sogar ausdrücklich anordnet. In der Befragung deckte Litten laut SZ<br />
„Widerspruch um Widerspruch der Aussagen auf, trieb den Zeugen<br />
mit seinen eigenen Aussagen in die Enge. Hitler geriet in Bedrängnis,<br />
verlor seine Selbstsicherheit, wurde nervös, die Staatsmann-Attitüde<br />
zerbrach. Litten bohrte nach, Hitler begann mit hochrotem Kopf zu<br />
brüllen“. Diese Demütigung verzieh Hitler Hans Litten nie. Gleich<br />
nach der Machtübernahme 1933 ließ Hitler den jungen Anwalt ohne<br />
Prozess in Schutzhaft nehmen. Er wird gefoltert und gedemütigt. Es<br />
geht um Leben und Tod. Das weiß auch seine Mutter Irmgard Litten.<br />
Sie kämpft energisch um seine Freilassung. Ohne Erfolg. Hans Litten<br />
stirbt 1938 im KZ Dachau. Diese Leidensgeschichte hat Irmgard Litten<br />
in dem Buch „Eine Mutter kämpft gegen Hitler“ aufgeschrieben.<br />
Der Brite Mark Hayhurst hat auf dieser Grundlage das preisgekrönte<br />
Theaterstück „Der Prozess des Hans Litten“ geschrieben, das 2014<br />
in England uraufgeführt und später in Nürnberg gespielt wurde. Es<br />
geriet aber in Vergessenheit, bis Marion Elskis es vor gut acht Jahren<br />
las. „Ich musste die ganze Zeit schlucken und weinen und hatte<br />
Gänsehaut. Dieses Stück muss unbedingt wieder auf die Bühne“,<br />
14 | ALSTER<br />
fand die Poppenbüttlerin damals und wollte es sofort umsetzen. Es<br />
klappte aber nicht. „Dabei ist die Geschichte von Hans Litten aktueller<br />
denn je. Es geht darum, an diesen mutigen Anwalt, der im Kampf für<br />
Demokratie und Meinungsfreiheit starb, zu erinnern, um zu zeigen,<br />
was passiert, wenn man sich nicht gegen rechtes Gedankengut oder<br />
korrupte Regierungen wehrt. Der Rechtspopulismus wird in Europa<br />
immer stärker und wir müssen für die Demokratie kämpfen und Gewalt,<br />
Hass, Antisemitismus und undemokratische Strömungen stoppen.“<br />
Marion Elskis gelingt es dann später doch, das Stück „Der Prozess des<br />
Hans Litten“ gemeinsam mit dem preisgekrönten Regisseur Marcus<br />
Kaloff zu produzieren und es seitdem in diversen Gedenkstätten<br />
aufzuführen. So fand die Premiere in der Schlosskirche St. Anna des<br />
KZs Lichtenburg statt. „Nur gut 300 Meter von der Zelle entfernt in<br />
der Litten von den Nazis gefoltert wurde. Das war krass, aber ich hatte<br />
das Gefühl, dass er zuguckt und sagt, Es ist gut, dass ihr das spielt und<br />
so meine und die Geschichte meiner Mutter erzählt“. Zuletzt wurde<br />
das Stück am Todestag von Hans Litten im KZ Dachau aufgeführt.<br />
Anfang Oktober kommt die Inszenierung nach Hamburg. Unterstützt<br />
u.a. von der Hamburger Kulturbehörde, der Landeszentrale für politische<br />
Bildung, der Körber-Stiftung, der Alfred Toepfer Stiftung und<br />
dem Ida Ehre Kulturverein gibt es diverse Schulaufführungen und<br />
Abendvorstellungen.<br />
kw<br />
„Der Prozess des Hans Litten“, 07.-12. Oktober, Großer Theatersaal<br />
im Rudolf Steiner Haus, Infos & Tickets: www.hanslitten.de
ADVERTORIAL<br />
DEN TAGEN MEHR LEBEN GEBEN.<br />
DER MITMACHZINS FÜR DAS KINDER-<br />
HOSPIZ STERNENBRÜCKE.<br />
Die Hamburger Volksbank hat erstmals ein karitatives Zertifikat aufgelegt, dass eine Geldanlage mit der<br />
direkten Unterstützung einer gemeinnützigen Institution vor Ort verbindet. Für je 1.000 Euro Anlagesumme in den<br />
MitmachZins erhält das Kinder-Hospiz Sternenbrücke eine Förderung in Höhe von 5 Euro.<br />
„Wir erleben bei unseren Kundinnen und Kunden ein wachsendes Bewusstsein<br />
für karitative Anlageformen. Diesen Impuls haben wir gern aufgegriffen und<br />
dabei eine Möglichkeit geschaffen, in und für Hamburg Gutes zu tun“, sagt<br />
Sven Schlautmann, Leiter Private Banking bei der Hamburger Volksbank. „Mit<br />
der Sternenbrücke verbindet uns eine lange Förderfreundschaft. Bei einem<br />
vollständigen Absatz des Zertifikats fließen 5.000 Euro direkt an das Kinder-<br />
Hospiz.“<br />
Das Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg-Rissen ist zum großen Teil<br />
spendenfinanziert und hilft seit mehr als 20 Jahren unheilbar erkrankten<br />
Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen würdevollen Weg bis zu<br />
ihrem Tod gehen zu können. Dabei werden die erkrankten jungen Menschen<br />
und ihre Angehörigen im Rahmen der Entlastungspflege auf dem oft über viele<br />
Jahre andauernden Krankheitsweg bis zur letzten Lebensphase begleitet. Auch<br />
Sven Schlautmann,<br />
Leiter Private Banking<br />
über den Verlust hinaus steht die Sternenbrücke den betroffenen Familien zur<br />
Seite.<br />
„Wir freuen uns sehr, das Kinder-Hospiz mit unserem MitmachZins jetzt noch<br />
zusätzlich unterstützen zu können.“ Das karitative Zertifikat ist zeitlich<br />
begrenzt verfügbar und kann noch bis zum 27. September <strong>2024</strong> gezeichnet<br />
werden. „Wenn auch Sie Ihren persönlichen Beitrag für die Sternenbrücke<br />
leisten und gleichzeitig Geld anlegen möchten, kommen Sie vorbei. Wir beraten<br />
Sie gern“, so Sven Schlautmann. www.hamburger-volksbank.de<br />
Kostenlose<br />
Eignungschecks<br />
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LOCAL PEOPLE<br />
© Luca Credo<br />
Joschua Gumpert vor einem von ihm<br />
gemalten Torfboden-Querschnitt. Mit<br />
seinen Werken und seinem Umweltschutzengagement<br />
möchte er aufzeigen,<br />
„wie unsere Zukunft ganz konkret<br />
aussehen kann“.<br />
16 | ALSTER
LOCAL PEOPLE<br />
UMWELTSCHUTZ TRIFFT KUNST<br />
Der Hamburger Joschua Gumpert hat sich nicht nur der Kunst, sondern auch dem Umweltschutz verschrieben.<br />
Aus diesem Grund hat der 28-Jährige, der sich als Statement Art Künstler bezeichnet, gerade in<br />
seiner Galerie an der <strong>Alster</strong> die Vernissage zur Ausstellung seiner Werke zum Spendenevent für<br />
das Umweltschutzprojekt „We Need Moor“ werden lassen.<br />
ALSTER MAGAZIN: Sie bezeichnen sich als politischen Künstler<br />
und möchten mit Ihrer Kunst „Visionen und Lösungsansätze<br />
eröffnen, wie wir die Vielfalt und die Schönheit dieses Planeten<br />
bewahren“ {…} können. Finde ich gut, allerdings frage ich<br />
mich, wie Kunst Lösungsansätze eröffnen kann. Wie gelingt<br />
Ihnen das, bzw. mit welchen Mitteln setzen Sie es um?<br />
Joschua Gumpert: Ich bin seit 10 Jahren im Bereich der Kunst tätig und seit<br />
vielen Jahren befasse ich mich intensiver mit Visionen und Lösungsansätzen. Meine<br />
Arbeit beginnt zunächst mit einer Recherchephase von bis zu einem Jahr, in der ich<br />
mich intensiv mit einer Thematik beschäftige.<br />
Beim Thema Moor habe ich vor genau einem Jahr mit der Recherche begonnen.<br />
Dabei versuche ich wirklich, in die Thematik einzudringen und führe beispielsweise<br />
Experteninterviews, um wissenschaftlich fundiert ein künstlerisches Konzept aufzubauen.<br />
Ich persönlich finde, dass Kunst ein unheimlich guter emotionaler Träger sein<br />
kann, um einen Lösungsansatz oder eine Idee zu forcieren. Die Malerei bietet genau<br />
diesen Träger: Menschen, die von einem gesprochenen Wort nicht überzeugt werden,<br />
können vielleicht durch die ästhetische Umsetzung einer Idee inspiriert oder fasziniert<br />
werden.<br />
Die Kunstaktion läuft zugunsten Ihrer gemeinnützigen Umweltschutzorganisation<br />
ONE PLANET Organization, die Sie 2020 im<br />
Alter von 24 Jahren gegründet haben. Respekt. Was war Anlass<br />
der Gründung?<br />
Ich befasse mich seit meinem 18. Lebensjahr mit der Klima- und Ökologiekrise und<br />
habe mehrere Praktika in Umweltschutzorganisationen und gemeinnützigen Vereinen<br />
gemacht. Ich hatte schon lange den Wunsch, etwas Eigenes aufzubauen. Durch<br />
meine Erfahrungen, sowohl mit positiven als auch negativen Beispielen, wurde mir<br />
bewusst, wie wichtig es ist, den Verwaltungsaufwand bei einer Umweltschutzorganisation<br />
so gering wie möglich zu halten. Wenn man etwas Eigenes aufbaut, hat<br />
man die Möglichkeit, diese Kosten auf null zu setzen. Bei ONE PLANET kann ich bei<br />
jedem Cent überprüfen, wofür er verwendet wird. Das bietet uns als Organisation die<br />
Möglichkeit, möglichst effektiv an unseren Projekten zu arbeiten. Hinzu kommt, dass<br />
ich wirklich großartige Geschäftspartner habe. Das hat uns die Gründung erleichtert.<br />
Diesmal ging es um die Renaturierung eines Moores in Brandenburg.<br />
Motto der Vernissage war entsprechend „We Need Moor“.<br />
Es gibt – leider – unzählige Umweltprobleme – warum gerade<br />
Moore, und warum gerade dieses?<br />
Ja, es gibt sehr viele Umweltprobleme. Mit der Renaturierung der Moore können wir<br />
aber gleich zwei Probleme angehen. Zum einen den Umweltschutz: Indem wir Moore<br />
renaturieren, sorgen wir dafür, dass Ökosysteme wieder aufgebaut werden und die<br />
Artenvielfalt in den Mooren wieder größer wird. Dadurch hat das Moor selbst als<br />
Ökosystem einen enormen Wert für unseren Planeten.<br />
Zum anderen geht es auch um den klimatischen Aspekt: Die Trockenlegung von<br />
Mooren ist für sieben Prozent der deutschen Treibhausgase verantwortlich. Das<br />
entspricht ungefähr 53 Millionen Tonnen CO2 im Jahr und damit dem gesamten<br />
innerdeutschen Flugverkehr oder der Hälfte des deutschen PKW-Verkehrs. Im<br />
Vergleich zu anderen Klimaschutzmaßnahmen wie etwa dem Tempolimit haben die<br />
Moore das 20-fache an Potenzial. Durch die Wiedervernässung der Moore können<br />
wir daher einen erheblich direkteren Einfluss auf den Klimaschutz ausüben.<br />
Das Projekt ist aus mehreren Gründen optimal für mich: Wir arbeiten zum einen mit<br />
zwei renommierten Instituten zusammen, die uns im gesamten Projektverlauf sehr<br />
helfen. Dabei handelt es sich um die Michael Succow Stiftung und das Greifswald<br />
Moorzentrum. Zum anderen ist das Projekt sehr konkret. Es gibt klar definierte<br />
Flächen und formulierte Ziele, die wir gemeinsam festgelegt haben. Auf diese Weise<br />
können wir unseren Impact genau nachverfolgen.<br />
Lassen sich Gemälde, die Zerstörung zeigen und uns Menschen<br />
daran erinnern, was wir falsch machen, gut verkaufen? Wie schwer<br />
ist der Spagat zwischen Kommerz und Kritik – Sie müssen davon ja<br />
auch leben…<br />
Natürlich ist das ein schmaler Grat. Viele Menschen kaufen gern Kunstwerke, die<br />
vor allem einen ästhetischen Anspruch haben und in erster Linie schön sein sollen.<br />
Das ist auch vollkommen in Ordnung. Mich persönlich allerdings faszinieren am<br />
meisten solche Gemälde, die einen kunsthistorischen Überbau haben oder aus einer<br />
gewissen Intention heraus gemalt wurden. Daher finde ich es schön, wenn Kunst eine<br />
Geschichte erzählen kann. Ursprünglich habe ich künstlerisch gern das dargestellt,<br />
was verloren gegangen ist. Dazu gehörte das Spielen mit den Emotionen Wut und<br />
Trauer in meinen Kunstwerken. In den letzten Jahren ist mir aber klar geworden, dass<br />
ich meine Energie viel lieber dafür nutzen möchte, ein Teil der Lösung zu sein. Ich<br />
möchte aufzeigen, wie unsere Zukunft ganz konkret aussehen kann.<br />
Gibt es schon eine Summe, die zusammengekommen ist,<br />
oder läuft die Spendenaktion noch?<br />
Die Spendenaktion läuft noch bis Ende Oktober. Aktuell liegt die gesammelte Spendensumme<br />
im niedrigen fünfstelligen Bereich. Wir führen weiterhin Gespräche mit<br />
Unternehmen und auch privaten Förderern, die dieses Projekt unterstützen möchten.<br />
Wir hoffen, dass wir noch viele weitere großartige Unterstützer finden.<br />
Wie lange läuft die Ausstellung noch und werden die Bilder auch<br />
noch anderswo zu sehen sein?<br />
Bis zum 31. Oktober. Ursprünglich war der Plan, die Ausstellung auch noch an andere<br />
Orte in Deutschland wie Berlin oder Köln zu bringen. Wir haben uns nun aber als<br />
Team vorerst dagegen entschieden, weil wir die Bilder zum einen in der VISION<br />
GALLERY, in Hamburgs bester Lage, dauerhaft im Galerie Surrounding ausstellen<br />
wollen. Zum anderen möchte ich den Ort vor allem im Oktober als Plattform nutzen,<br />
um Unternehmen und Bildungseinrichtungen zu involvieren und vor Ort Vorträge zu<br />
diesem Thema zu halten. Mein Ziel ist es eine Symbiose aus Wissenschaft und Kunst<br />
zu schaffen und ich freue mich darauf, viele weitere Besucher begrüßen zu dürfen. kw<br />
VISION GALLERY<br />
Große Theaterstraße 43, 20354 Hamburg, www.joschuagumpert.de<br />
ALSTER | 17
LOCAL PEOPLE<br />
CHARITY: VON DER ALSTER<br />
ANS MITTELMEER – ZU FUSS !<br />
Wandern ist in, aber jetzt wird es krass: Der Hamburger Unternehmer<br />
Thorsten Kirschke (60) ist am 18. August mit Rucksack und Zelt am Cliff an<br />
der <strong>Alster</strong> gestartet, um zur französischen Mittelmeerküste zu laufen. Das macht<br />
rund schlappe 2.000 Kilometer! Seine Mission: Spenden von 10.000 €<br />
für das Mentoringprogramm Zeit für Zukunft zu sammeln – und damit<br />
Hamburger Kinder mit schwierigen Startbedingungen bessere Chancen im Leben<br />
zu schenken. Die Idee zu dieser Benefiz-Aktion kam Thorsten Kirschke auf einem<br />
seiner ausgedehnten Spaziergänge. Ende 2023 hatte er sich gemeinsam mit<br />
seiner Frau Petra als Mentor bei Zeit für Zukunft beworben. Beide haben das<br />
Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen. Inzwischen betreut seine Frau ein<br />
junges Mädchen aus Rahlstedt. Die beiden treffen sich regelmäßig; gemeinsam<br />
erkunden sie die Stadt und das Leben. „Ich bin begeistert von Zeit für Zukunft –<br />
ein Zusammenschluss engagierter Menschen, die Hamburger Kindern den Start ins<br />
Leben erleichtern. Mit meiner Langwanderung möchte ich andere ermutigen, groß<br />
zu denken, gewohnte Pfade zu verlassen und ihre Leidenschaft zu leben. Und ich<br />
möchte das Mentoringprogramm im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen“,<br />
erklärt Thorsten Kirschke. Spenden kann jeder über www.betterplace.org.<br />
Infos zum Verein gibt es auf www.zeitfuerzukunft.org<br />
© privat<br />
Läuft rund 2.000 km zugunsten<br />
eines Mentoringprogramms.<br />
KAMELRENNEN<br />
FÜR DEN GUTEN ZWECK<br />
Der Verein MenscHHamburg hatte am 17. August zum<br />
7. Hamburger Kamelrennderby auf den Dom geladen. Ein<br />
einzigartiges Event, das zum wiederholten Mal nicht nur jede<br />
Menge Spaß und Spannung bot, sondern dank Antrittsgeldern<br />
auch wohltätige Projekte in der Hansestadt unterstützt. 12<br />
Spielende aus 3er-Teams verschiedener Kategorien wie Firmen,<br />
Medien, Promis und Vereine/Stiftungen sind pro Runde gegeneinander<br />
angetreten, um mit Kugeln, die in Löchern versenkt<br />
werden mussten, kleine Kamele anzutreiben. Ein Domklassiker,<br />
den wohl die meisten HamburgerInnen schon mindestens<br />
einmal gespielt haben. Das <strong>Alster</strong> <strong>Magazin</strong> war durch seinen<br />
Geschäftsführer Benjamin Haben vertreten und landete im<br />
guten Mittelfeld. Sieger gab es natürlich auch. Während die<br />
meisten Kategorien jeweils um einen fantastischen Pokal<br />
spielten, gab es für Vereine und Stiftungen zusätzlich einen<br />
2.222 Euro-Scheck. Der ging diesmal an die St. Pauli Kirche/<br />
Elbdiakonie. Dafür von der Redaktion: Daumen hoch!<br />
Der Verein: MenscHHamburg e.V. ist ein kleiner gemeinnütziger,<br />
2011 gegründeter Verein. Im Mittelpunkt stehen die<br />
Menschen der Stadt. Durch die gute Vernetzung der Aktiven des<br />
Vereins eröffnen sich interessante Möglichkeiten, Projekte und<br />
Aktionen ins Leben zu rufen, die den Menschen in Hamburg<br />
zugute kommen. Infos: www.mensch.hamburg<br />
18 | ALSTER<br />
Siegten bei den Promis: Politiker Arne<br />
Platzbecker (SPD) und Moderator Arnd Zeigler.<br />
MenscHHamburg-Vorstand Lars Meier feierte mit (v.l.).
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LOCAL PEOPLE<br />
Station <strong>08</strong> – Der Wasserturm im Stadtpark: Anfang<br />
des 20. Jahrhunderts entstanden auf dem heutigen<br />
Stadtgebiet mehrere monumentale Wassertürme. Einer<br />
davon steht seit 1916 in der Mitte des Stadtparks.<br />
5. ROUTE DER INDUSTRIEKULTUR<br />
In der Metropolregion Hamburg entsteht ein Netz von Routen der Industriekultur.<br />
Nach Neumünster, Schwerin, Lauenburg und Geesthacht hat nun auch Hamburg eine erste Route entwickelt.<br />
Auf dieser kann die lokale Wirtschafts-, Technik- und Sozialgeschichte des Industriezeitalters<br />
in Barmbek und Winterhude erkundet werden.<br />
Industriedenkmale begegnen uns überall. Die Metropolregion Hamburg bringt<br />
„ihre“ Industriedenkmale ins Bewusstsein und erzählt ihre Geschichte. Mit<br />
Führungen und Veranstaltungen rund um die Industriedenkmale ziehen die<br />
„Tage der Industriekultur“ seit 2011 jeweils bis zu 18.000 Besucher an.<br />
Diese gute Resonanz hat die Stiftung Historischer Museen Hamburg und das<br />
Museum der Arbeit motiviert, diese Orte der Industriegeschichte auch dauerhaft<br />
als Ausflugsziele zusammen zu fassen. Entstanden ist in Zusammenarbeit mit der<br />
Metropolregion Hamburg die Routen der Industriekultur Barmbek-Winterhude.<br />
Anhand von 20 Stationen können wichtige Meilensteine der industriegeschichtlichen<br />
Entwicklung erlebt werden.<br />
Die Tour startet an den Gebäuden der ehemaligen New-York Hamburger<br />
Gummi-Waaren Compagnie - mit über 1.000 Beschäftigten einst Barmbeks<br />
größte Arbeitgeberin. In ihr befindet sich heute das Museum der Arbeit. Über den<br />
angrenzenden Osterbekkanal ließen sich Rohstoffe und Kohle zu den Fabriken und<br />
zu den Kraftwerken bringen. Hier lag auch die <strong>Alster</strong>schifffahrtswerft zur Instandhaltung<br />
der <strong>Alster</strong>flotte. Noch heute fährt die „St. Georg“ vom Jungfernstieg bis<br />
zum Museum der Arbeit.<br />
An der unteren Osterbek errichteten die Ingenieure und Mühlenbauer Nagel und<br />
Kaemp eine Produktionsanlage, aus der sich eine der bedeutendsten Fabriken<br />
Hamburgs entwickeln sollte. Sie stellte Kräne her, darunter den ersten elektrischen<br />
Kaikran der Welt. Heute ist hier die Kulturfabrik Kampnagel. Vom Erfolg der<br />
Margarine als günstigem Butterersatz zeugt die Margarinefabrik Hinrich Voss mit<br />
ihrem imposantes Eingangsgebäude in der Bramfelder Straße. Heute ist hier die<br />
Hauptverwaltung einer Krankenkasse.<br />
Anfang des 20. Jahrhunderts entstand in der Mitte des Stadtparks der imposante<br />
Winterhuder Wasserturm mit einer Höhe von fast 65 Metern. Was nur wenige<br />
wissen: Auch das Barmbeker Krankenhaus erhielt damals einen eigenen Wasserturm,<br />
um diese Stadt in der Stadt zu versorgen.<br />
Unmittelbar an Hamburgs ältester U-Bahnlinie westlich des Barmbeker Bahnhofs<br />
liegt die Hauptwerkstatt der Hamburger Hochbahn. Neben großen Reparaturhallen<br />
befand sich dort auch ein Kraftwerk, mit dem die Hochbahn ihren Betriebsstrom<br />
deckte.<br />
Alle bisher erschienenen Routen sind online hier verfügbar:<br />
metropolregion.hamburg.de/industriekultur/routen<br />
Station 05 –Der <strong>Alster</strong>dampfer „St. Georg“:<br />
Vor dem Bau der U-Bahnen zählten die <strong>Alster</strong>schiffe zu<br />
den günstigsten Verbindungen in den Hamburger Norden.<br />
20 | ALSTER
DAS NEUE MAGAZIN<br />
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in der Kielerleben-Redaktion, Exerzierplatz 3, 23103 Kiel und auf
LOCAL PEOPLE<br />
IN WINTERHUDE KANADA ERLEBEN<br />
Seit Jahrzehnten bereist Achill Moser die ganze Welt, seit einigen Jahren auch mit seinem Sohn Aaron.<br />
Aktuell waren die beiden in Kanada. Was sie dort erlebt haben, zeigen sie demnächst im Planetarium in der<br />
Sternenkuppel. Schon jetzt sind dort einige Bilder als Dauerausstellung zu sehen.<br />
ALSTER MAGAZIN: Warum diesmal Kanada?<br />
Achill Moser: Wir wollten in Kanada ursprüngliche Natur und Wildnis hautnah<br />
erleben und vor allem Nunavik, das Land der Inuit, eines der letzten großen<br />
Natur- und Tierparadies unseres Planeten, mit der Kamera dokumentieren;<br />
wollten First Nations, Inuit, Trapper, Fallensteller und Auswanderer treffen. Wir<br />
waren insgesamt 3 Monate unterwegs - vom Osten zum Westen, vom Atlantik<br />
zum Pazifik. Highlights: NUNAVIK, das Land der Inuit, im Norden der kanadischen<br />
Provinz Québec. Und der Westen Kanadas, wo wir im Faltkajak auf dem Bow<br />
River und den Nation Lakes unterwegs waren – durch die Rocky Mountains und<br />
schier endlose Wälder.<br />
Ihr habt euch sogar mit dem Hubschrauber im Nichts absetzen<br />
lassen - beschreibe doch bitte deine Gefühle nach dem er wieder<br />
weggeflogen war.<br />
Es war ein seltsames Gefühl, als uns der Hubschrauber in der Wildnis von Nunavik<br />
absetzte. Irgendwie fühlten wir uns ausgesetzt und verloren. In hunderten von<br />
Kilometern kein Ort, keine Straße, keine Menschenseele – aber eine grandiose<br />
Natur. Schon aus dem Hubschrauber sahen wir unter uns ein Land, das sich aus<br />
Millionen von Seen und Flüssen zusammensetzt, unterbrochen von Wäldern,<br />
Bergen und leuchtenden Moos- und Flechtenteppichen. Ein Meisterwerk der Natur,<br />
in dem mehr Tiere als Menschen leben.<br />
Die beiden<br />
Fotografen Achill<br />
und Aaron (r.)<br />
Moser nehmen<br />
Zuschauende in<br />
Winterhude mit<br />
auf ihre Kanada-<br />
Expedition.<br />
22 | ALSTER
LOCAL PEOPLE<br />
Stundenlanges Warten auf<br />
die schönsten Tierfototos<br />
wurde häufig belohnt.<br />
Teile Kandas „setzen sich aus<br />
Millionen von Seen und Flüssen<br />
zusammen“, da hilft ein Kajak.<br />
Fotos: © Aaron & Achill Moser<br />
Gibt es auch dort in der von uns weit entfernten Wildnis sichtbare<br />
Zeichen des Klimawandels?<br />
Besonders im Norden Kanadas, im Land der Inuit, sind die Zeichen des Klimawandel<br />
sichtbar. Die Inuit klagen über extreme Waldbrände, ausgelöst durch große<br />
Trockenheit, sodass die Tiere immer weniger Nahrung finden. Als Gäste der Inuit<br />
haben wir erfahren, das Nunavik, eines der letzten großen Wildnisse unserer Erde,<br />
durch die Erkundung neuer Erzvorkommen und den Bau von Staudämmen bedroht<br />
ist, sodass die Inuit um die Erhaltung ihrer angestammten Heimat sowie die Weidegründe<br />
und Wanderrouten der Tiere fürchten. So ist in den vergangenen Jahren<br />
eine der größten wildlebenden Karibuherden der Erde dramatisch geschrumpft.<br />
Von einst 800.000 Tieren gibt es heute nur noch 8.000.<br />
NUNAVIK liegt im hohen Norden der kanadischen Provinz Québec und erstreckt<br />
sich über eine Fläche von 510.000 Quadratkilometer – so groß wie Deutschland,<br />
Dänemark, Niederlande, Belgien und die Schweiz. Aber nur 11.000 Menschen sind<br />
in diesem riesigen Naturraum beheimatet; 90% der Bewohner sind Inuit.<br />
Was war für euch das Beeindruckendste?<br />
Aaron: Mich begeisterten die intensiven Tierbegegnungen; oft lag ich stundenlang<br />
in feuchten Wiesen oder hockte im Gebüsch, um mit der Kamera Wölfe,<br />
Schwarzbären, Elche oder Wapitihirsche zu beobachten. Es war, als würden mir die<br />
Tiere ein Stück von sich selbst schenken.<br />
Achill: Mich berührten die Begegnungen mit den Menschen, die wir auf unserer<br />
Reise trafen: First Nations, Inuit, Trapper, Fallensteller und Auswanderer, die uns<br />
von ihrem Leben in der Natur erzählten; eine überwältigende Natur: Wir sahen<br />
spektakuläre Bergketten, gewaltige Gletscher, endlose Wälder, rauschende Flüsse,<br />
türkisfarbene Seen.<br />
Achill – du bist schon mehrfach um die Welt gereist, was nimmst du<br />
mit von dieser Reise?<br />
Das Erleben eines einzigartigen Natur- und Tierparadieses im Norden Kanadas war<br />
grandios, kaum in Worte zu fassen. Andererseits war es die anstrengendste Reise<br />
meines Lebens: Wir erlebten sintflutartige Regengüsse, schwere Gewitterfronten,<br />
Stürme, eisige Stromschnellen, dichte Nebelbänke, Waldbrände – dann die<br />
Blackflies, kleine Mücken, die mit ihrem zangenförmigen Beißwerkzeug, winzige<br />
Stücke aus der Haut herausbeißen und das Blut aufsaugen; jeder von uns hatte<br />
mehr als 500 Bisswunden im Gesicht und am Körper. Und schließlich die nicht<br />
ungefährlichen Begegnungen mit Schwarzbären und Wölfen, sodass wir am Tag<br />
und auch nachts äußerst wachsam sein mussten. Ein Schwarzbär richtete sich nur<br />
sechs Meter vor mir auf … zum Glück ging alles gut. Ein anderer Schwarzbär<br />
kletterte am Ufer auf unser Kajak, schnappte sich einen Lebensmittelbeutel und<br />
verschwand damit im Wald.<br />
Die Reise wird euch erst einmal noch extrem präsent bleiben, denn<br />
ihr geht bis März des kommenden Jahres auf Deutschland-Tournee<br />
– und das sogar erstmals als 360° Animation – worauf freut ihr euch<br />
am meisten?<br />
Wir freuen uns darauf, die Zuschauer auf unsere Kanadareise mitzunehmen;<br />
freuen uns auf die Reaktionen und Gespräche, wenn die Besucher unsere Fotound<br />
Filmaufnahmen von den faszinierenden Natur- und Tierparadiesen gesehen<br />
haben, die auch weiterhin geschützt werden müssen. Denn wir brauchen die Natur<br />
mit ihrer fantastischen Vielfalt nicht als ökonomischen Faktor, wir brauchen die<br />
Natur für unsere Seele.<br />
kw<br />
AKTUELLES<br />
Ab 29.09. präsentieren Achill Moser und Aaron Moser 10x ihre neue<br />
Live-Multivisionsshow „Kanada – Durch Weite und Wildnis“ im<br />
Planetarium Hamburg und berichten mit beeindruckenden Foto- und<br />
Filmaufnahmen an der Sternenkuppel (erstmals mit 360°-Aufnahmen)<br />
von ihrer abenteuerlichen Kanada-Expedition. Zudem zeigen die<br />
Fotografen im Planetarium (bis Ende Januar 2025) eine faszinierende<br />
Kanada-Fotoausstellung. Mehr dazu: www.planetarium-hamburg.de<br />
ALSTER | 23
VERANSTALTUNGSTIPPS<br />
© Michael Petersohn<br />
EIN STÜCK VOLL FANTASIE<br />
Die Komödie Winterthuder Fährhaus zeigt ab dem 20. September das Stück<br />
„MÜNCHHAUSEN – ODER: FREUDS LETZTE REISE”. Inhaltlich dreht es sich um<br />
den Vorabend des zweiten Weltkrieges, an dem ein merkwürdiger Mann landet. Er<br />
behauptet, er käme vom Erdbeerpflücken auf dem Mond, in einem Ballon auf dem<br />
Dach des Buckingham Palastes. Als sich der englische Geheimdienst an dem Mann<br />
die Zähne ausbeißt, wird der Psychologe Sigmund Freud zu Rate gezogen. Am Anfang<br />
kann auch er keine Analyse stellen, doch dann erkennt er Fakten und Tatsachen<br />
in den Erzählungen. Die beiden völlig unterschiedlichen Charaktere beginnen, sich<br />
näher zu kommen, während Realität und Fiktion verschwimmen. Basierend auf dem<br />
Comic von Flix/Kissel hat Sönke Andresen ein Theaterstück voller Fantasie und Magie<br />
geschrieben, in dem es darum geht, was Wahrheit und was Lüge ist.<br />
KOMÖDIE WINTERTHUDER FÄHRHAUS<br />
Weitere Informationen unter www.komoedie-hamburg.de<br />
BENEFIZKONZERT IN DER ELPHI<br />
Die in Hamburg ansässige Deutsche Stiftung Musikleben lädt am 14. Oktober zum<br />
Benefizkonzert „So klingt Zukunft!“ in die Elbphilharmonie ein und präsentiert ausgewählte<br />
Stipendiatinnen und Stipendiaten. 26 junge MusikerInnen werden dabei sein<br />
und eine ehemalige Stipendiatin, die gerade als Pianistin ihre Solokarriere durchstartet:<br />
Mariam Batsashvili. Die musikalische Leitung des Kammerorchesters übernimmt der<br />
Nachwuchsstar Nicolò Foron. Die eingeladenen jungen KünstlerInnen zeigen stilistische<br />
Vielfalt und großes Können in verschiedenen Kammermusikensembles. Der Erlös des<br />
Benefizkonzerts kommt der Stiftungsarbeit und damit den jungen MusikerInnen zugute.<br />
ELBPHILHARMONIE<br />
Weitere Informationen unter www.elbphilharmonie.de<br />
MEGATALENT MIT<br />
FINGERSTYLE-GITARRE<br />
Die Kunstklinik Eppendorf präsentiert am 13. September um 19 Uhr im Rahmen der Hamburger Gitarrentage Jiazhao<br />
Liu „Jaco“. Einen der aufgehenden Sterne am internationalen „Fingerstyle-Gitarrenhimmel“. In seiner Heimat<br />
China genießt er schon jetzt große Popularität, was sich in mehr als einer Millionen Followern im chinesischen<br />
Internet niederschlägt. 2017 gewann er mit dem „WAGF Fingerstyle Competition“, den wohl prestigeträchtigsten<br />
Gitarrenwettbewerb in China. Seitdem teilt er sich die Bühne mit renommierten GitarristInnen wie Vitaly Makukin,<br />
Petteri Sariola, Sönke Meinen u.v.a. Sein erstes Album „A brand new day“ veröffentlichte Jaco 2019. Schon zwei<br />
Jahre später folgte das zweite Album unter dem schlichten Titel „17“. Sein persönlicher Gitarrenstil ist von ganz<br />
unterschiedlichen Genres wie Rock, Pop, Funk, Jazz aber auch ostasiatischen Elementen beeinflusst und<br />
verblüfft gleichermaßen durch Virtuosität, Intensität und atemberaubende perkussive Effekte. Um seine<br />
Kompositions- und Spieltechnik zu verfeinern, studiert er derzeit im renommierten Weltmusikstudiengang der<br />
Musikhochschule Dresden. Während er insbesondere in China und Vietnam regelmäßig auf der Bühne steht,<br />
dort von Publikum und Presse gefeiert wird und in seiner Heimat viele Kinder und Jugendliche für das<br />
Gitarrespielen begeistern konnte, ist Jaco in Europa noch relativ unbekannt. Das Konzert im Rahmen der<br />
„Neuen Szene“ der Hamburger Gitarrentage in der Kunstklinik trägt dazu bei, dies zu ändern.<br />
KUNSTKLINIK<br />
Weitere Infos unter www.kunstklinik.hamburg<br />
© Ovidiu Matiu<br />
© privat<br />
24 | ALSTER
VERANSTALTUNGSTIPPS<br />
© Perez Fajardo<br />
MUSIK AUS LATEINAMERIKA<br />
Gitarre und Gesang kann man am 07. September um 20<br />
Uhr auf Kampnagel hören, denn der uruguayische Singer-<br />
Songwriter Jorge Drexler kommt nach seinen Welttourneen mit<br />
größerem Ensemble nun mit seinen Songs nach Hamburg. Auf<br />
vierzehn Studioalben in 30 Jahren hat Drexler epochale Songs<br />
geschaffen, deren Texte von Literatur und Wissenschaft gleichermaßen<br />
inspiriert sind und die traditionelle uruguayische<br />
Musik mit Bossa Nova, Pop, Jazz und elektronischer Musik<br />
verbinden. Als einer der erfolgreichsten Musiker Lateinamerikas<br />
reduziert er in seinen Liedern spanischsprachige Musikgeschichte<br />
auf das Wesentliche.<br />
KAMPNAGEL<br />
Weitere Informationen auf www.kampnagel.de<br />
ERINNERN UND VERGESSEN<br />
Am 16. September wird um 19:30 Uhr auf Kampnagel das Projekt: „Kofflers<br />
Schicksal: Die Goldberg-Variationen” gezeigt. Mit einer musikalischen Untermauerung<br />
des Jewish Chamber Orchestra Munich entsteht ein Porträt des polnischen<br />
Komponisten Józef Koffler, das sich mit persönlichem und gesellschaftlichem Erinnern<br />
und Vergessen beschäftigt und die deutsche Erinnerungskultur hinterfragt.<br />
Der Musiker steht exemplarisch für viele jüdische KünstlerInnen seiner Generation:<br />
Seine vielversprechende Karriere wurde durch den aufkommenden Nationalsozialismus<br />
jäh unterbrochen, sein Name und sein bedeutendes musikalisches Werk<br />
sind heute nahezu vergessen. Die deutsch-jüdische Dramatikerin Stella Leder<br />
hat für dieses Projekt einen Text geschrieben, der Biografie Kofflers und seine<br />
wichtigsten Werke zu zeitgemäßer Erinnerungsarbeit verwebt.<br />
KAMPNAGEL<br />
Weitere Infos gibt es unter www.kampnagel.de<br />
© G2 Baraniak<br />
DER KUSS<br />
Ab dem 06. September um 20 Uhr kann man das Theaterstück „Der Kuss” im<br />
Sprechwerk sehen. Es handelt von zwei älteren Personen, die sich auf einer Wanderung<br />
mehrmals begegnen. Bei jedem Treffen erfahren sie mehr voneinander,<br />
streiten, flirten und nähern sich an. Es geht um Einsamkeit, geplatzte Träume und<br />
einen Blick in die Vergangenheit. Dabei wird es nicht zu einem deprimierenden<br />
Stück, sondern überzeugt mit witzigen Charakteren und intelligenten Dialogen.<br />
Am Ende stellt sich die Frage: „Können sie sich gegenseitig retten oder haben sie<br />
sich nur einen unerwarteten Tag Aufschub verschafft auf ihrem Weg?”.<br />
SPRECHWERK<br />
Mehr unter sprechwerk.hamburg<br />
© Thomas Dashuber<br />
ALSTER | 25
| TRAUMBÄDER<br />
LOCAL PEOPLE<br />
© HLC/Kinedo<br />
ADVERTORIAL<br />
Eine Duschabtrennung ist als Ecken- oder Nischeneinbau bzw.<br />
an einer geraden Wand installierbar und eignet sich für<br />
jede Badgröße.<br />
Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt für ein neues Badezimmer!<br />
BADEZIMMERSANIERUNG VOM PROFI<br />
Schon lange dient das Badezimmer nicht mehr nur zum einfachen Duschen - es<br />
ist längst ein Ort zum Entspannen und Wohlfühlen geworden. Das wissen auch<br />
die Profis von Sanitärtechnik Lind, die in Hamburg und Umgebung persönliche<br />
Traumbadezimmer erschaffen. „Ob Komplettbad- oder Teilbadsanierung, wir<br />
verhelfen Ihnen mit unseren professionellen Leistungen aus einer Hand zu einem<br />
neuen Komfort nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Zu unserem umfangreichen<br />
Leistungsangebot gehört die Komplettbadsanierung um einen alten<br />
schmucklosen Raum in Ihr persönliches Traumbad zu verwandeln. Dabei ist es<br />
unerheblich, ob es sich um ein geräumiges Familienbadezimmer oder ein kleines<br />
Gäste-WC handelt“, sagt Geschäftsführer Alexander Lind. Mehr Infos unter<br />
Tel. 040 611 820 78 und auf www.sanitaertechnik-lind.de<br />
MODERNES BADDESIGN<br />
FÜR AVANTGARDISTEN<br />
Gehen im Badezimmer Optik und Funktionalität Hand in Hand, spricht man<br />
oft von einer Wellness-Oase. Einzigartige Akzente setzt hierbei bspw.<br />
eine Walk-in Duschabtrennung mit edlen Profilfarben. In Sonderfarben<br />
gestaltete Profile in Kobaltblau gebürstet oder Kupfer machen den schlichten<br />
Auftritt der Glasabtrennung zu einem Eyecatcher. Dezenter kommt die<br />
Ausführung in Edelstahl gebürstet daher.<br />
Durch die offene Gestaltung entsteht eine Bewegungsfreiheit ohnegleichen.<br />
Zudem zeichnet sich eine solche Duschabtrennung durch ihren<br />
barrierefreien, komfortablen Einstieg aus. Die dabei verwendeten hohen<br />
Glaswände erleichtern die Reinigung und schaffen Transparenz, während<br />
die Glasabtrennung kalkschutzbehandelt ist und für die nötige Alterungsbeständigkeit<br />
sorgt. Ergänzt werden kann die Duschabtrennung – übrigens in<br />
einer Nische, Ecke oder an einer geraden Wand installierbar –<br />
um einen um 180 Grad schwenkbaren Flügel für noch mehr Spritzschutz.<br />
Ein erweitertes Programm beinhaltet eine feste Seitenwand für die Eck-<br />
Installation, als Türoption eine Schiebe- oder Schwenktür mit Festelement<br />
und weitere praktische Features. In verschiedenen Abmessungen von<br />
70 bis 180 cm erhältlich, eignet sie sich selbst für kleine Bäder.<br />
Alter Teichweg 63 • 22049 Hamburg<br />
Tel.: 040 - 611 820 78 • Mobil: 0171 / 20 24 670<br />
www.sanitaertechnik-lind.de • info@sanitaertechnik-lind.de<br />
Übrigens: Im Internet gibt es praktische Konfiguratoren für Duschabtrennungen<br />
und -wannen, sodass jeder sein persönliches Traumbad bequem<br />
von zu Hause aus realisieren kann. HLC<br />
26 | ALSTER
BAUEN & LOCAL RENOVIEREN PEOPLE|<br />
NACHHALTIG VERPACKT<br />
In Zeiten steigender Energiepreise und wachsenden Umwelbewusstseins<br />
wird die energetische Sanierung von Hausfassaden zu einer<br />
immer wichtigeren Maßnahme für Hausbesitzer. Die vorgehängte,<br />
hinterlüftete Fassade erfreut sich dabei immer größerer Beliebtheit.<br />
Umweltbewusst und designstark zeigen sich innovative Fassadensysteme.<br />
Premium-Hersteller verwenden schlag- und bruchfestes Polyester<br />
Fiberglas – voll recyclebar, frei von Schadstoffen wie Asbest, Halogen<br />
und Cadmium. Zudem überzeugt ihr Fassadenprogramm durch eine<br />
große Farbauswahl, verschiedene Oberflächenstrukturen und Formate,<br />
die Hausbesitzer individuell kombinieren können. Die hinterlüftete<br />
Konstruktion sorgt für einen kontinuierlichen Luftaustausch, der<br />
Schimmelbildung vorbeugt und die Lebensdauer der Fassade verlängert.<br />
Neben den offensichtlichen ökologischen Vorteilen bietet die Regierung<br />
ebenso wie einige Energieversorger attraktive Förderprogramme für<br />
energetische Sanierungsmaßnahmen an. Dadurch werden Investitionen<br />
in die Zukunftsfähigkeit von Immobilien zusätzlich attraktiv. HLC<br />
Designstark und kreativ präsentieren sich innovative Fassadensysteme.<br />
Die Fassadenbekleidung wird auf Unterkonstruktionen<br />
angebracht und schützt das Mauerwerk zuverlässig<br />
vor Witterungseinflüssen.<br />
© HLC/Zierer Fassaden<br />
Garagentore und Haustüren nach Maß<br />
• Die meistgekauuen Garagentore<br />
Europas<br />
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www.hansabaustahl.de<br />
ALSTER | 27
BAUEN & RENOVIEREN<br />
Fotos: Holstenhallen Neumünster – Messe NordBau – SixConcept<br />
NORDBAU UND CONBAU NORD <strong>2024</strong>:<br />
ALTBAU, NEUBAU - HIER GEHT‘S LANG!<br />
Wer bauen, sanieren oder renovieren möchte, kommt an der Nordbau <strong>2024</strong> vom<br />
4. bis 8. September auf dem Messegelände Holstenhallen Neumünster nicht vorbei.<br />
Gerade jetzt suchen Bauwillige und vor allem „Umbau-Willige“ nach guten (Heiz-)Lösungen für ihr Zuhause.<br />
Als interessantes neues Format lockt außerdem die CONBAU Nord.<br />
Wärmepumpe mit oder lieber ohne PV-Anlage auf dem Dach? Infrarotheizung<br />
als Alternative? Oder vielleicht doch eine Kombinationslösung<br />
mit Gas? Viele Hausbesitzer*innen befinden sich im freien Fall und<br />
suchen nach Lösungen. Aber auch auf der anderen Seite, bei den Betrieben der<br />
Baubranche, ist nicht alles rosig. Viele suchen nach neuen Mitarbeiter*innen. Wie<br />
gut, dass es die NordBau gibt!<br />
GUTER TREFFPUNKT<br />
Neue Produkte und Trends entdecken, Aussteller*innen und Expert*innen persönlich<br />
treffen, Beratung erhalten, Geschäfte machen, sich weiterbilden, netzwerken<br />
– dafür steht die Fachmesse, die vom 4. bis 8. September auf dem Gelände der<br />
Holstenhallen Neumünster stattfindet. Und sie wird wieder in Ausmaßen daherkommen,<br />
wie es vor der Corona-Pandemie der Fall gewesen ist, denn die Themen<br />
Bauen und Sanieren könnten aktueller nicht sein.<br />
LÖSUNGSANSÄTZE ERNEUERN<br />
„Die Herausforderungen zur Erreichung der Klimaneutralität im Wohngebäudesektor<br />
sind gigantisch“, betont Kongress-Mitorganisator Prof. Dietmar Walberg. Als<br />
Geschäftsführer der ARGE e.V. und Honorarprofessor im Fachbereich Bau der<br />
TH Lübeck berät Prof. Walberg die Landes- und Bundesregierung im Bereich<br />
Wohnungsbau und hat mit seinem Institut zwei Machbarkeitsstudien herausgegeben,<br />
die aufhorchen lassen. Sie zeigen: Viele vermeintliche Lösungsansätze<br />
der Vergangenheit können und müssen über Bord geworfen werden, sonst wird<br />
das Ziel, die Klimaneutralität<br />
im Jahr 2045 zu erreichen,<br />
gefährdet. „Effiziente Strategien<br />
und Lösungsansätze sind<br />
stark von den regionalen Gegebenheiten<br />
abhängig“, ergänzt<br />
Prof. Walberg. Er wird als<br />
einer von 40 Referent*innen<br />
seine Expertise mit den<br />
Teilnehmer*innen der CONBAU<br />
Nord teilen – eine Premiere.<br />
28 | ALSTER
ADVERTORIAL<br />
BAUEN & RENOVIEREN<br />
PREMIERE CONBAU NORD<br />
Neben dem ausgebuchten Freigelände mit den Baumaschinen, Baugeräten<br />
und Nutzfahrzeugen für die anstehenden Infrastrukturmaßnahmen, liegt<br />
der Fokus auf der Premiere der CONBAU Nord. Der Baukongress widmet sich<br />
den zentralen Themen Wohnungsbau und Wärmewende. 40 Expert*innen<br />
aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Politik sowie Finanzindustrie<br />
informieren und diskutieren, wie zukünftig effizienter Wohnungsbau gelingen<br />
kann. Die CONBAU Nord bietet vom 4. bis 5. September die Möglichkeit für<br />
Austausch und Anstoß, um im Hochbau dringende Entwicklungen voranzutreiben.<br />
Schließlich spielt neben dem Klima-Aspekt auch die Anzahl der in<br />
Zukunft benötigten Wohnungen eine entscheidende Rolle.<br />
NEUE ARBEITSKRÄFTE<br />
Zügig machbare Lösungen zu entwickeln, ist für die Baubranche sehr wichtig,<br />
denn Perspektiven für zukünftige Bautätigkeiten können auch wieder<br />
Arbeitskräfte in die Bau- und Handwerksfirmen locken. Auf der eigens angelegten<br />
Recruiting-Fläche in Halle 1 präsentieren sich Firmen an allen fünf<br />
Messetagen. Hier finden sie statt, die Gespräche zwischen Arbeitgeber*in und<br />
Arbeitnehmer*in; hier lernen sich beide Seiten kennen. Das Angebot findet<br />
in Ergänzung zum traditionellen nordjob Bau-Tag am 5. September statt, der<br />
jungen Menschen Jobmöglichkeiten in und um die Baubranche aufzeigt.<br />
VON BAUMASCHINEN BIS ENERGIETECHNIK<br />
Fachbesucher*innen und private Bauinteressierte finden in thematisch<br />
besetzten Hallen und auf dem Freigelände Aussteller*innen aus der kompletten<br />
Bandbreite des Baugeschehens. Präsentiert werden moderne Baustoffe<br />
und Bauelemente, leistungsstarke Baumaschinen, Kommunalgeräte und<br />
Nutzfahrzeuge sowie die neueste Energietechnik.<br />
EINE HALLE FÜR DIE ENERGIE<br />
Für die Energietechnik stehen besonders in Halle 7 eine Vielzahl namhafter<br />
Hersteller*innen und Dienstleister*innen der Energie-, Klima- und Heiztechnik<br />
Rede und Antwort. Hier befinden sich auch die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale<br />
Schleswig-Holstein und Haus & Grund, die Informationen<br />
zur Sanierung oder Gebäudeertüchtigung geben können.<br />
© Germania-Luxaaex<br />
Lichtsteuerung mit Jalousien Rollos<br />
Plissees<br />
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Jalousien<br />
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Die Nordbau bietet<br />
nicht nur Theorie,<br />
sondern auch jede<br />
Menge Praxis.<br />
Ministerpräsident<br />
Daniel Günther wird<br />
die Messe eröffnen.<br />
Justus-von-Liebig-Straße 2<br />
24537 Neumünster<br />
ALSTER | 29
BAUEN & RENOVIEREN<br />
EINE KLEINE FARBLEHRE<br />
Wer seine vier Wände neugestalten möchte, kann das vor allem schnell mit einer neuen Farbe realisieren.<br />
Dabei sollte niemand vergessen, dass das Einfluss auf die Stimmung haben kann – positiv, wie negativ.<br />
Wir nennen die Wirkung der beliebtesten 5 Farben.<br />
GELB<br />
Gelb ist eine der lebendigsten und auffälligsten Farben im Farbspektrum und wird<br />
oft mit Sonne, Wärme und Glück assoziiert. Psychologisch gesehen wirkt Gelb<br />
erhellend und fördert Optimismus und Kreativität. Es ist eine stimulierende Farbe,<br />
die das Nervensystem anregt, was zu erhöhter Wachsamkeit und geistiger Aktivität<br />
führen kann. Gelb kann das Denkvermögen unterstützen und die Konzentration<br />
steigern, weshalb es häufig in Lernumgebungen oder Kreativräumen eingesetzt<br />
wird. Allerdings sollte Gelb mit Vorsicht verwendet werden, da es in zu intensiven<br />
oder großen Mengen auch eine gegenteilige Wirkung haben kann. Es kann Unruhe<br />
und Nervosität hervorrufen und in manchen Fällen sogar Aggressionen verstärken.<br />
Ein blasses Gelb kann hingegen beruhigend wirken und wird oft in Wohnräumen<br />
verwendet, um eine freundliche und einladende Atmosphäre zu schaffen. In der<br />
Farbpsychologie wird Gelb oft als Farbe der Kommunikation und des Austauschs<br />
gesehen, da es Offenheit und Freude symbolisiert.<br />
BLAU<br />
Blau ist eine Farbe, die häufig mit Ruhe, Gelassenheit und Vertrauen in Verbindung<br />
gebracht wird. In der Psychologie gilt Blau als beruhigend und ausgleichend.<br />
Es kann den Blutdruck senken und eine entspannende Wirkung auf den Körper<br />
haben, was es zu einer idealen Farbe für Schlafzimmer oder Entspannungsbereiche<br />
macht. Blau wird oft als Farbe der Intelligenz und Effizienz betrachtet, da es klares<br />
Denken und Konzentration fördert. In Geschäftsumgebungen oder Arbeitsräumen<br />
kann Blau das Gefühl von Professionalität und Zuverlässigkeit stärken. Dunklere<br />
Blautöne können jedoch eine gewisse Distanz oder Kühle vermitteln, weshalb es<br />
wichtig ist, sie mit wärmeren Akzenten zu kombinieren, um eine einladendere<br />
Atmosphäre zu schaffen. Insgesamt ist Blau eine Farbe, die Sicherheit und<br />
Stabilität ausstrahlt, weshalb sie auch in vielen Unternehmenslogos und offiziellen<br />
Dokumenten Verwendung findet.<br />
ROT<br />
Rot ist die Farbe der Leidenschaft, Energie und Macht. In der Psychologie wird Rot<br />
oft mit starken Emotionen wie Liebe, Wut und Aufregung assoziiert. Es ist eine<br />
stimulierende Farbe, die den Herzschlag und den Blutdruck erhöhen kann, was sie<br />
zu einer dynamischen und intensiven Farbe macht. Rot kann in Umgebungen, in<br />
denen Energie und Aktivität gefördert werden sollen, wie in Fitnessstudios oder bei<br />
Sportveranstaltungen, sehr effektiv sein. Gleichzeitig kann Rot jedoch auch Aggressionen<br />
und Stress verstärken, weshalb es mit Bedacht eingesetzt werden sollte. In<br />
der Farbpsychologie steht Rot auch für Selbstbewusstsein und Entschlossenheit,<br />
weshalb es häufig in Marketing und Werbung verwendet wird, um Aufmerksamkeit<br />
zu erregen und eine starke emotionale Reaktion hervorzurufen. Rottöne können<br />
30 | ALSTER
BAUEN & RENOVIEREN<br />
auch ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit vermitteln, besonders in dunkleren<br />
Nuancen wie Weinrot, die oft in Wohnräumen oder Restaurants verwendet<br />
werden.<br />
BEIGE<br />
Beige ist eine neutrale und warme Farbe, die häufig mit Schlichtheit und Bodenständigkeit<br />
in Verbindung gebracht wird. Psychologisch gesehen wirkt Beige beruhigend<br />
und ausgleichend, da es weder zu stimulierend noch zu entspannend ist.<br />
Diese Farbe schafft eine unaufdringliche, aber dennoch einladende Atmosphäre,<br />
weshalb sie in vielen Wohnräumen, Büros und öffentlichen Räumen bevorzugt<br />
wird. Beige kann als Hintergrundfarbe dienen, die andere Farben unterstützt,<br />
ohne selbst zu stark in den Vordergrund zu treten. Es vermittelt ein Gefühl von<br />
Stabilität und Natürlichkeit und wird oft in Kombination mit anderen Erdtönen<br />
verwendet, um eine harmonische und gemütliche Umgebung zu schaffen. Beige<br />
kann jedoch auch als langweilig oder emotionslos empfunden werden, wenn es<br />
ohne Kontraste eingesetzt wird. Daher ist es wichtig, es mit lebendigeren Farben<br />
oder Texturen zu kombinieren, um den Raum lebendiger und interessanter zu<br />
gestalten.<br />
WEISS<br />
Weiß steht in der Farbpsychologie für Reinheit, Unschuld und Klarheit. Es ist eine<br />
Farbe, die mit Sauberkeit und Einfachheit assoziiert wird und in vielen Kulturen<br />
als Symbol für Frieden und Neuanfang gilt. Weiß kann Räume heller und größer<br />
wirken lassen, weshalb es häufig in kleinen oder dunklen Räumen verwendet<br />
wird. Psychologisch wirkt Weiß beruhigend und kann eine klare, ordentliche<br />
Atmosphäre schaffen, die Konzentration und Produktivität fördert. In medizinischen<br />
oder klinischen Umgebungen wird Weiß oft verwendet, um Sauberkeit und<br />
Hygiene zu signalisieren. Allerdings kann Weiß in zu großen Mengen auch steril<br />
oder kalt wirken, was zu einem unpersönlichen oder ungemütlichen Gefühl führen<br />
kann. Daher wird es oft mit warmen Farben oder natürlichen Materialien kombiniert,<br />
um die Kälte zu mildern und eine freundlichere Umgebung zu schaffen.<br />
Weiß bietet eine neutrale Basis, die es ermöglicht, Akzentfarben hervorzuheben<br />
und den Raum individuell zu gestalten.<br />
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ALSTER | 31
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Buchhaltung: 040 / 538 9 30-13<br />
Redaktion: 040 / 538 9 30-40<br />
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Unser kompetentes ANZEIGEN-VERMARKTUNGS-TEAM berät Sie gerne:<br />
Gabriele Bergerhausen, Tel. 040 / 538 930-55 g.bergerhausen@alster-net.de<br />
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Verlagsanschrift: <strong>Magazin</strong> Verlag Hamburg HMV GmbH, Barkhausenweg 11,<br />
22339 Hamburg | Geschäftsführer: Benjamin Haben (v.i.S.d.P.)<br />
Chefredakteur: Kai Wehl | Redaktion: Dr. Heiko Buhr, Luca Mohr,<br />
Hanna Odenwald | Produktionsleitung: Birgit Schümann-Nickelsen<br />
Grafik: Juliane Duczmal, Susanne Kaps, Sandra Schorr<br />
Titelgestaltung: Sandra Schorr | Fotos: u. a. Adobe Stock | EDV- und DTP-<br />
Beratung: Shared IT | Druck: PerCom Druck und Vertriebsgesellschaft mbH<br />
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© <strong>2024</strong> <strong>Magazin</strong> Verlag Hamburg<br />
Das <strong>Alster</strong> <strong>Magazin</strong> liegt in ausgewählten Unternehmen (in Eppendorf, Winterhude,<br />
Harvestehude, Uhlenhorst, Pöseldorf, Rotherbaum, St. Georg, Hafencity)<br />
für Sie bereit und ist kostenlos: magazine.hamburg/sharepoints<br />
Das nächste <strong>Alster</strong> <strong>Magazin</strong> erscheint am 13. September <strong>2024</strong><br />
Ob Sonnenbaden, Grillen oder Sternegucken – auf<br />
dem eigenen Balkon lässt sich der Sommer in<br />
vollen Zügen genießen. Das hat jedoch seinen Preis:<br />
Deutschlandweit treibt ein Balkon den<br />
Angebotspreis einer Eigentumswohnung<br />
um durchschnittlich 6,1 Prozent in die Höhe.<br />
In der Spitze müssen Käufer in deutschen Großstädten sogar fast 19<br />
Prozent mehr bezahlen. Doch es gibt auch Städte, in denen ein Balkon nur<br />
wenig am Kaufpreis ändert. Das zeigt eine aktuelle immowelt Analyse über<br />
die Preisaufschläge für Eigentumswohnungen mit Balkon in 42 ausgewählten<br />
deutschen Großstädten. Im Rahmen der Untersuchung wurde der durchschnittliche<br />
prozentuale Einfluss eines Balkons, einer Terrasse oder einer Loggia auf<br />
den Angebotspreis ermittelt, wobei alle anderen Wohnungsmerkmale konstant<br />
gehalten wurden.<br />
In den beliebten Metropolen fallen die prozentualen Aufschläge für einen<br />
Balkon vergleichsweise gering aus. Die starke Nachfrage in diesen Städten<br />
sorgt dafür, dass auch Wohnungen ohne Balkon oftmals zu hohen Preisen<br />
verkauft werden. Ein Balkon hat somit tendenziell weniger Einfluss auf den<br />
Gesamtpreis. Am deutlichsten zeigt sich das in München, der mit Abstand<br />
teuersten deutschen Großstadt. Dort erhöht ein Balkon den Angebotspreis<br />
einer Eigentumswohnung im Mittel um lediglich 2,0 Prozent – der niedrigste<br />
Wert der Analyse.<br />
32 | ALSTER
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E PREISE NACH OBEN<br />
In den anderen populären Hotspots müssen Immobilienkäufer ebenfalls nur mit<br />
moderaten Aufpreisen rechnen. In Köln liegt der durchschnittliche Aufschlag für<br />
eine Eigentumswohnung mit Balkon bei 2,9 Prozent. Vergleichsweise gering fallen<br />
die Mehrkosten auch in Frankfurt (+3,5 Prozent) und Hamburg (+4,0 Prozent)<br />
aus. Etwas größer ist das Preis-Plus in Berlin: Wer einen Balkon für unverzichtbar<br />
hält, muss in der deutschen Hauptstadt mit einem Aufschlag von 5,6 Prozent<br />
rechnen.<br />
Am deutlichsten ist der Einfluss von Balkonen auf die Angebotspreise hingegen<br />
abseits der beliebten Metropolen. Die höchsten prozentualen Mehrkosten der Analyse<br />
verzeichnet das nordrhein-westfälische Solingen. Dort verteuert ein Balkon den<br />
Preis einer Eigentumswohnung um durchschnittlich 18,8 Prozent. Mit zweistelligen<br />
prozentualen Aufschlägen müssen Käufer auch in mehreren anderen Großstädten<br />
Nordrhein-Westfalens rechnen, etwa in Mönchengladbach (+14,0 Prozent),<br />
Oberhausen (+12,9 Prozent) oder Mülheim an der Ruhr (+12,0 Prozent). Gerade<br />
die Ruhrgebietsstädte sind durch Arbeitersiedlungen geprägt, in denen ein Balkon<br />
oftmals nicht zur Ausstattung gehört. Eigentumswohnungen mit Balkon sind<br />
folglich begehrt und werden daher möglicherweise zu höheren Preisen angeboten.<br />
Auch in mehreren ostdeutschen Großstädten müssen sich balkonaffine Käufer auf<br />
ein spürbares Preis-Plus einstellen. Den zweitstärksten Aufschlag der Analyse gibt<br />
es in Halle (Saale) mit 15,4 Prozent. In Leipzig (+12,9 Prozent) und Magdeburg<br />
(+12,0 Prozent) fallen die Mehrkosten für einen Balkon ebenfalls vergleichsweise<br />
deutlich aus. Die ostdeutschen Städte verfügen über viel alte Bausubstanz, in<br />
der ein Balkon im Gegensatz zu Neubauten nicht als Standard gilt. Das könnte<br />
dafür sorgen, dass Eigentumswohnungen mit Balkon in diesen Städten zum Teil<br />
deutliche höhere Preise am Markt erzielen.<br />
Lennard Andreä,<br />
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WHAT‘S UP IN<br />
TOWN?<br />
TV-Moderatorin Sabrina Staubitz und<br />
Zeitgeistforscherin Kirstine Fratz<br />
Mona und Martina Buckenmaier, RIANI<br />
Ex-Fußballer Florian Mohr (u.a. Werder<br />
und Pauli) und der Unternehmer Andreas Mohr (r.)<br />
Die Radio Hamburg Moderatorinnnen Alicia Alvarez und Lea Kruse (r.)<br />
und Gastgeber Sharam Honarbakhsh.<br />
Gastrednerin Judith Rakers, Tagesschau-Legende Dagmar Berghoff und Gastgeberin Kristina Tröger<br />
SOMMER-ESSEN<br />
Das traditionelle CeU-Sommeressen fand in<br />
diesem Jahr wieder im Portolino am <strong>Alster</strong>ufer<br />
statt. Der Einladung von Kristina Tröger,<br />
Initiatorin und Präsidentin des Clubs europäischer<br />
Unternehmerinnen e. V. (CeU), folgten über 160<br />
CeU Unternehmerinnen - um zu feiern und der<br />
Rednerin des Abends zu lauschen: Judith Rakers.<br />
Thema war, wie es die Sprecherin der Tagesschau<br />
und Moderatorin geschafft hat, sich zur erfolgreichen<br />
Unternehmerin im Bereich „Homefarming“<br />
zu wandeln. Ihren Weg dorthin, der sie Anfang des<br />
Jahres auch raus aus ihrer Rolle als Tagesschau<br />
Sprecherin führte, beschrieb sie als „innere Evolution“.<br />
Mehr Infos: www.ceu-hamburg.eu<br />
Andrés Ebhardt (UBS Hamburg) Geva Johänntgen u.<br />
Christian Jendreczek (GF Infopulse Germany, v.l.)<br />
.<br />
Natascha und Jil von Allwörden,<br />
von Allwörden Gruppe<br />
Anne Alewell u. Christian Schmidt<br />
(GF CS Businesscenter)<br />
SOMMER-FEST<br />
Memberslounge-Gründer Sharam Honarbakhsh hatte zu seinem traditionellen<br />
Sommerfest geladen und mehr als 120 Personen trafen sich auf dem<br />
Rooftop der EXPORO AG in der HafenCity, mit Blick auf die Elphi. Die Gäste genossen<br />
bei sommerlichem Wetter nicht nur Kulinarisches und Musik, sondern engagierten<br />
sich durch Spenden auch für Kinder. Und so konnten sich die Radio Hamburg<br />
Moderatorinnen Alicia Alvarez und Lea Kruse über einen symbolischen Scheck von<br />
7.000 Euro für ihr Projekt Hörer helfen Kindern e.V. freuen. Die Summe wurde<br />
im Laufe des Abends noch auf 9.000 Euro erhöht. „Wir möchten anderen Menschen,<br />
die in unserer Stadt Hamburg Hilfe benötigen, unter die Arme greifen“, erklärt ein<br />
zufriedener Sharam Honarbakhsh. Mehr Infos auf www.memberslounge.com<br />
© Claudia Tejeda<br />
© Ulrich Tröger<br />
34 | ALSTER
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