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Sculpture & Works of Art, Furniture & Interior, Clocks, Silver

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ONE OF THE LEADING<br />

AUCTION HOUSES<br />

IN EUROPE<br />

CATALOGUE I<br />

SCULPTURE & WORKS OF ART<br />

FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS<br />

SILVER<br />

Auctions: Thursday, 26 September 2024<br />

Exhibition: Saturday, 21 September – Tuesday, 24 September 2024


SCULPTURE &<br />

WORKS OF ART


1<br />

SCHNITZRELIEF<br />

„GRABLEGUNG CHRISTI“<br />

CARVED RELIEF OF THE<br />

“ENTOMBMENT OF CHRIST”<br />

14 x 13,5 cm.<br />

Deutschland, um 1500.<br />

Im quadratischen Format, im Flach- und Hochrelief<br />

gearbeitet, mit Resten polychromer Bemalung im<br />

Hintergrund, der eine Landschaft zeigt, sowie in den<br />

Gewandfalten der Christusfigur.<br />

Jesus wird hier von Joseph von Arimathia und der<br />

Mutter Maria beweint und auf den Deckel des Sarkophags<br />

gelegt. Im Hintergrund Johannes Ev., Maria<br />

Magdalena sowie ein Jüngling mit Turban. Das Felsgestein<br />

im Hintergrund, in kubischen Formen, wie dies<br />

auch in italienischen Gemälden des 15. Jahrhunderts<br />

zu finden ist.<br />

(14111312) (11)<br />

14 x 13.5 cm.<br />

Germany, ca. 1500.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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15


2<br />

SELTENE SPÄTGOTISCHE FIGUR<br />

EINER MADONNA MIT KIND<br />

Höhe: 57 cm.<br />

Verso seitlich runder Aufkleber mit Wappen und Umschrift<br />

„PRIVE COLLECTIE E. J. PHILIPS“.<br />

Portugal, um 1530.<br />

Alabaster, mit Resten ehemaliger Farbfassung und<br />

Teilvergoldung.<br />

Die schlanke Standfigur weist in der Körperhaltung<br />

deutlich den S-förmigen Schwung des europaweit<br />

verbreiteten Stils der „Schönen Madonna“ auf. Der<br />

Mantel fällt beidseitig elegant zum mitgearbeiteten<br />

Plinthensockel herab, das enganliegende Kleid betont<br />

die Körperform. Das Gesicht der Madonna gerahmt<br />

von gekämmtem, glatten Haar, der Blick in die<br />

Ferne gerichtet. Das Kind liegt in den Armen quer, mit<br />

aufgerichtetem Oberkörper, hält eine Traube in den<br />

Händen, das pausbackige Gesicht nachdenklich leicht<br />

nach unten gewandt. Die ehemalige Farbfassung<br />

lässt sich zudem noch in den Tiefen der Gewandfalten<br />

erkennen, die in Gold gemalten Saumbordüren des<br />

Mantels ist an mehreren Stellen noch erhalten. Insgesamt<br />

sehr gute Bildhauerarbeit, die sowohl flämische,<br />

als auch französische Einflüsse verrät.<br />

(1411498) (1) (11)<br />

RARE LATE GOTHIC FIGURE OF THE VIRGIN<br />

AND CHRIST CHILD<br />

Height: 57 cm.<br />

Round label with coat <strong>of</strong> arms and circumscription<br />

“PRIVE COLLECTIE E. J. PHILIPS” on the back.<br />

Portugal, ca. 1530.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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3<br />

PIETRO TACCA,<br />

1577 – 1640, KREIS DES<br />

VERGOLDETE FIGURENGRUPPE EINER<br />

KREUZABNAHME CHRISTI<br />

Bronze, vergoldet und bruniert.<br />

Höhe: 56 cm.<br />

Plinthe 34 x 29 cm.<br />

Die aus insgesamt acht Figuren gebildete Figurengruppe<br />

zeigt das biblische Ereignis im Sinne einer<br />

bühnenhaften Aufführung. Solche figürlichen Inszenierungen<br />

finden sich in der barocken Bildhauerei mehrfach,<br />

fast immer jedoch im Auftrag einer herrschaftlichen<br />

Stiftung. Die Bildhaftigkeit der Gemälde wird<br />

hier ins Plastische übertragen. Die große brunierte<br />

Plinthe fungiert als Rasensockel mit Erhebungen,<br />

der den Golgataberg andeutet. Darauf erhebt sich ein<br />

schwarzpatiniertes Kreuz, angelehnt daran die Leiter<br />

der Kreuzabnahme. Das Zentrum der vergoldeten,<br />

trauernden Personengruppe bildet der vom Kreuz abgenommene<br />

Leichnam Jesu, gehalten von den beiden<br />

Gestalten Josef von Arimatia und Nikodemus. Der<br />

Oberkörper Jesu ist bewusst aufrecht gezeigt, um<br />

eine Draufsicht zu gewährleisten. Zu Füßen Jesu die<br />

trauernde Magdalena, die niedergekniet den Fuß<br />

Jesu küsst. Die Mutter Maria und die weiteren der<br />

„Drei Marien“ bilden zusammen mit dem rechts stehenden<br />

Evangelisten Johannes einen Kreis. Ein Jüngling<br />

auf der Leiter ist als Helfer gezeigt. Die Figuren<br />

sämtlich einzeln gegossen, feuervergoldet und in Kaltbarbeit<br />

nachziseliert. Die Suche nach dem Namen für<br />

den Bildhauer der Gruppe ist noch nicht abgeschlossen.<br />

Die berühmten Werke des Pietro Tacca haben<br />

etliche Bildhauer inspiriert, besonders auch wegen<br />

dessen Kleinbronzen.<br />

(1411495) (1) (11)<br />

PIETRO TACCA,<br />

1577 – 1640, CIRCLE OF<br />

GILT FIGURAL GROUP WITH DEPOSITION<br />

OF CHRIST<br />

Bronze; gilt and burnished.<br />

Height: 56 cm.<br />

Plinth: 34 x 29 cm.<br />

The group <strong>of</strong> a total <strong>of</strong> eight figures depicts the biblical<br />

scene <strong>of</strong> Christ’s Deposition from the Cross in a stagelike<br />

performance. Such figurative creations can be<br />

found several times in Baroque sculpture, but almost<br />

always by royal commission. The imagery <strong>of</strong> the paintings<br />

is transferred into the sculptural. The famous<br />

works <strong>of</strong> Pietro Tacca inspired many sculptors, especially<br />

his small bronzes.<br />

€ 40.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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4<br />

NICCOLÒ ROCCATAGLIATA,<br />

TÄTIG 1575 – 1636, ZUG.<br />

Höhe: 34 cm.<br />

Breite: 34 cm.<br />

Bronze-Hohlguss, dunkle Patina. Die Büste, in der<br />

Besitzertradition als des Hl. Sebastian angenommen,<br />

weist jedoch Elemente auf, die für die Darstellung<br />

einer jungen Frau sprechen. Darauf weisen die leicht<br />

vortretende Brustpartie, die ins Haar eingeflochtene<br />

Perlenkette, als auch die Reliefdekoration des Gewandes,<br />

mit Blüten und Blättern hin. Jegliche Verweise auf<br />

eine vermutete Sebastiansbüste, wie Nacktheit, Pfeile<br />

oder dergleichen, fehlen. Dagegen lässt das aufwärts<br />

gerichtete Gesicht mit weit <strong>of</strong>fenen Augen an die Darstellung<br />

einer jugendlichen Heiligen denken.<br />

Nicht zu übersehen ist die Reliefdarstellung einer stilisierten<br />

Lilie in der Brustmitte, präsentiert durch die<br />

zur Seite gezogenen Gewandsäume, möglicherweise<br />

als Stadtsymbol von Florenz zu deuten. Ein vergleichbares<br />

Werk des in Venedig tätigen Roccatagliata ist<br />

nicht bekannt. Auch die Gestaltung des Gesichtes mit<br />

betont glatt gearbeiteten Hautflächen findet sich bei<br />

dem Venezianer nicht. So bleiben für die Urheberschaft<br />

der sehr qualitätvollen Büste noch Fragen <strong>of</strong>fen,<br />

zudem auch, ob es sich um eine jugendliche Heilige<br />

oder eine höfische Dame in betender Haltung handelt.<br />

Der Stil weist in die Zeit um 1600.<br />

(14114912) (1) (11)<br />

NICCOLÒ ROCCATAGLIATA,<br />

ACTIVE 1575 – 1636, ATTRIBUTED<br />

Height: 34 cm.<br />

Width: 34 cm.<br />

According to the tradition <strong>of</strong> the owner the bust is<br />

assumed to depict Saint Sebastian, however, some<br />

features suggest the depiction <strong>of</strong> a young woman<br />

instead. The relief depicting a stylized lily at the centre<br />

<strong>of</strong> the chest, revealed by the hems <strong>of</strong> the robe pulled<br />

to the side, cannot be overlooked, and may be interpreted<br />

as the symbol <strong>of</strong> the city <strong>of</strong> Florence.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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5<br />

ZIEROBELISK MIT CAMEO-EINLAGEN<br />

Höhe: 32,5 cm.<br />

Tiefe: 8 cm.<br />

Italien/ Rom, 16. und 18. Jahrhundert.<br />

Seltenes Wunderkammer-Tischobjekt in Form eines<br />

flachen Obelisken über pr<strong>of</strong>iliertem Sockel und getreppter<br />

Basis in rotem Marmor. Die Vorderseite des<br />

Obelisken mit fünf geschnittenen, gerahmten Kameen,<br />

nach oben in abnehmender Größe eingelassen. Die<br />

Spitze mit einem geschliffenen Bergkristall besetzt,<br />

weitere Kristalle als Fußkugeln. An der Sockel-Vorderseite<br />

ein Achat eingelassen. Obelisk und Sockel vergoldet,<br />

mit seitlichen, in Schweifungen geschnittenen<br />

und floral sowie mit Voluten gravierten Wangen. Die<br />

Kameen im Stil antik-römischer Gemmen, mit Kopfbildnissen,<br />

wie Herkules, Alexander, zwei Frauenbildnissen<br />

und zuoberst einer kleinen Gemme mit Darstellung<br />

einer laufenden Gestalt mit Stab.<br />

An der Rückseite entsprechend der Vorderseite floral<br />

graviert und ziseliert. Die Kameen sind Arbeiten des<br />

16. Jahrhunderts, einst wohl für antik erachtet, der<br />

vergoldete Gesamtaufbau 18. Jahrhundert.<br />

(14100819) (13)<br />

DECORATIVE OBELISK WITH CAMEO INLAYS<br />

Height: 32.5 cm.<br />

Depth: 8 cm.<br />

Italy/ Rome, 16th and 18th century.<br />

Rare Wunderkammer table object in the shape <strong>of</strong> a<br />

flat obelisk on a pr<strong>of</strong>iled base and stepped plinth in<br />

red marble. The front <strong>of</strong> the obelisk with five cut and<br />

framed cameos, set in decreasing size towards the<br />

top. The tip is set with a cut mountain crystal, while<br />

the ball feet are made <strong>of</strong> further crystals.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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6<br />

MUSEALES HORIZONTAL-KALENDARIUM<br />

MIT SONNENUHR<br />

31 x 31 cm.<br />

Wohl Nürnberg, 17. Jahrhundert.<br />

Messing, Silber, vergoldet, Kompass verglast. Quadratische<br />

Messingplatte auf vier gequetschten Kugelfüßen.<br />

In Kupferstich-Technik graviert: Zentrierte Kreise mit<br />

Monatsangaben, figürlichen Sternzeichen sowie Arabeskendekor.<br />

An den Außenrändern Nennung der<br />

Himmelsrichtungen. Mittig eine quadratische Silberplatte<br />

(schwarz oxydiert) aufgenietet, als Sonnenuhr<br />

mit römische Stunden, hochstellbarem Winkel in<br />

Messing. Kompass im Messingrähmchen eingelassen,<br />

die Nadel gebläut. Die Silberplatte flankiert von<br />

Hermendarstellungen, in den Ecken Rundbilder mit<br />

Putten, Allegorien der Elemente. Ferner Masken und<br />

Rollwerk. Von besonderem Reiz die figürlichen Dekorationen<br />

und die in Ovalkartuschen gravierten Monats-<br />

Szenen.<br />

(1411345) (11)<br />

HORIZONTAL CALENDAR WITH SUNDIAL<br />

OF MUSEUM-QUALITY<br />

31 x 31 cm.<br />

Probably Nuremberg, 17th century.<br />

Brass, silver, gilt, glazed compass.<br />

€ 17.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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25


7<br />

GOLDENER HERRENRING MIT KARNEOLGEMME<br />

Ringdurchmesser: maximal 1,9 cm.<br />

Karneolstein: 1,7 x 1,5 cm.<br />

Die Gemme weist auf das 2. Jahrhundert n. Chr.,<br />

Rom.<br />

Der Ring mit gewölbter Goldschiene (Ende 18./ Anfang<br />

19. Jahrhundert), die breit in die Fassung einzieht,<br />

beidseitig fein floral graviert. Die hochovale Gemme<br />

in schöner, cremig rot leuchtender Farbe, darin vertieft<br />

eingraviert eine Caesarenbüste. Das Bildnis<br />

nach rechts zeigt einen mit Lorbeer bekränzten bärtigen<br />

Caesar im Harnisch, mit aus der Schulterpartie<br />

hervorziehendem Lanzenstab, der Lorbeerkranz am<br />

Hinterkopf durch herabwehende Schleifen gebunden.<br />

Das Kaiserbildnis weitgehend identisch mit den<br />

Aureus-Münzprägungen des Lucius Septimus Severus<br />

(11.04.145 - 4.02.211 n.Chr.).<br />

(1410126) (11)<br />

GOLD GENTLEMAN’S RING<br />

WITH CARNELIAN CAMEO<br />

Ring diameter: max. 1.9 cm.<br />

Carnelian gemstone: 1.7 x 1.5 cm.<br />

The cameo suggests Rome, second century AD.<br />

The portrait <strong>of</strong> the emperor is largely identical to the<br />

aureus coins <strong>of</strong> Lucius Septimus Severus (11.04.145 -<br />

04.02.211 AD). The ring with a rounded gold band<br />

(late 18th/ early 19th century) finely engraved.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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8<br />

MATTEO CIVITALI,<br />

1436 LUCCA – 1501 EBENDA., ZUG.<br />

Civitale lernte in Florenz, verbrachte jedoch die meiste<br />

Zeit seines Werkschaffens in Lucca. Er war in Lucca<br />

einer der führenden Künstler als Maler, Bildhauer und<br />

Architekt.<br />

MARIA MIT DEM KINDE<br />

Cartapesta.<br />

80 x 59 x 12 cm.<br />

Auf mit rotem Samt bezogener Präsentationsplatte.<br />

In einer <strong>of</strong>fenen Dreieckskomposition sehen wir Maria<br />

deren Haupt in einem raumgreifendem Scheibennimbus<br />

kulminiert mit ihren Armen zärtlich das Christuskind<br />

umgreifend und dieses anblickend, während<br />

dessen Aufmerksamkeit dem Betrachter gilt. Matteo<br />

Civitali ist der bedeutendste Bildhauer aus Lucca in<br />

der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Vasari verzeichnet<br />

ihn als Schüler des Sienesers Jacopo della<br />

Quercia, was jedoch unwahrscheinlich ist; es ist<br />

wahrscheinlicher, dass er bei Antonio Rossellino ausgebildet<br />

wurde. Sein erstes dokumentiertes Werk ist<br />

das Grabmal von Pietro da Noceto (gest. 1467), das<br />

auch den Einfluss von Mino da Fiesole zeigt. Nach<br />

1470 erhielt Civitali eine Reihe bedeutender Aufträge<br />

im Dom von Lucca vom Humanisten und päpstlichen<br />

Delegaten Domenico Bertini, darunter den Altar des<br />

Sakraments - auch hiervon werden teilweise Güsse in<br />

London aufbewahrt. Seine Werke dort bilden eines<br />

der vollständigsten und kohärentesten Skulpturenprogramme<br />

des 15. Jahrhunderts in der Toskana. Sein<br />

wichtigstes Werk außerhalb von Lucca ist die außergewöhnliche<br />

Johannes-der-Täufer-Kapelle im Dom von<br />

Genua mit sechs äußerst expressiven lebensgroßen<br />

Marmorfiguren. Vergleichsbeispiele zu unserer Madonna<br />

sind etwa in der Sammlung des Vrijth<strong>of</strong> in Maastricht,<br />

in der Sammlung des Victoria & Albert Museum<br />

in London und auch in der Chiesa della SS. Trinita in<br />

Lucca zu finden (letztere in Marmor, 86 x 77 cm).<br />

Eine weitere Marmormadonna seiner Hand wird verwahrt<br />

im Museo Nazionale di Villa Guinigi in Lucca<br />

(Inventarnummer 193).<br />

MATTEO CIVITALI,<br />

1436 LUCCA – 1501 IBID., ATTRIBUTED<br />

THE VIRGIN AND CHRIST CHILD<br />

Cartapesta.<br />

80 x 59 x 12 cm.<br />

On a presentation plate covered with red velvet.<br />

Comparative examples <strong>of</strong> our Madonna can be found<br />

in the collection <strong>of</strong> the Vrijth<strong>of</strong> in Maastricht, in the<br />

collection <strong>of</strong> the Victoria & Albert Museum in London<br />

and in the Chiesa della Santissima Trinità in Lucca (the<br />

latter in marble, 86 x 77 cm). Another marble Madonna<br />

by his hand is held at the Museo Nazionale di Villa<br />

Guinigi in Lucca (inventory no. 193).<br />

Literature:<br />

cf. Dario Cimorelli, Matteo Civitali e il suo tempo.<br />

Pittori, scultori e orafi a Lucca nel tardo Quattrocento,<br />

2004.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Literatur:<br />

Vgl. Dario Cimorelli, Matteo Civitali e il suo tempo.<br />

Pittori, scultori e orafi a Lucca nel tardo Quattrocento,<br />

2004 (14114914) (1) (13)<br />

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9<br />

FIGURENPAAR<br />

ADAM UND EVA<br />

Höhe: 65 cm.<br />

Oberitalien/ Tirol/ Venedig.<br />

Zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.<br />

Rundplastisch geschnitzt, im Kontrapost bzw. in Schreithaltung<br />

je auf einem mitgeschnitzten felsenförmigen<br />

Sockel. Adam schlank gezeigt, mit leicht nach unten<br />

gesenkten, ausgebreiteten Armen, und nachdenklichem<br />

Blick in Haltung der Unentschlossenheit, Eva<br />

schreitend, mit langem Haar, in beiden Händen eine<br />

apfelförmige Baumfrucht.<br />

Die Figuren in Qualität eines Bildschnitzers von Rang,<br />

mit noch gut erhaltener, etwas beriebener und nachgedunkelter<br />

Originalfassung.<br />

(1411224) (11)<br />

A PAIR OF FIGURES<br />

ADAM AND EVE<br />

Height: 65 cm.<br />

Upper Italy/ Tyrol/ Venice.<br />

Second half <strong>of</strong> the 17th century.<br />

Three-dimensionally carved figures, in “contrapposto”<br />

or in a walking stance, each on a rock-shaped base<br />

that is carved in one piece with the sculpture. Adam<br />

is depicted as slim, with his arms slightly lowered and<br />

outstretched, and a thoughtful gaze in a pose <strong>of</strong> indecision.<br />

Eve is shown walking, with long hair with an<br />

apple-shaped fruit in both hands. The figures’ quality<br />

suggests a high-ranking woodcarver, with the original<br />

polychromy still well preserved, although slightly<br />

rubbed and darkened.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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10<br />

ITALIENISCHER BILDHAUER<br />

DES 18. JAHRHUNDERTS<br />

MARIA MAGDALENA<br />

Höhe: 35 cm.<br />

Breite: 48 cm.<br />

Der kompositionelle Aufbau in Form eines längsziehenden<br />

Felsensockels, darauf in halb liegender Haltung<br />

mit aufgerichtetem Oberkörper die Gestalt der<br />

büßenden Heiligen Maria Magdalena. Ihr Kopf leicht<br />

geneigt, mit langem, <strong>of</strong>fenen Haar, was ikonographisch<br />

als Zeichen ihres ehemals lockeren Lebenswandels<br />

gemeint ist. Die Hände über der Brust gekreuzt.<br />

Vor ihr auf einem Felsen das Kreuz mit Corpus<br />

Christi. Das Gewand fließt in großzügigen Partien<br />

über den Körper und zu den Felsen herab. Die Bildhauerarbeit<br />

von hoher Qualität eines noch nicht ermittelten<br />

Künstlers von Rang.<br />

(14114911) (1) (18)<br />

ITALIAN SCULPTOR,<br />

18TH CENTURY<br />

MARY MAGDALENE<br />

Height: 35 cm.<br />

Width: 48 cm.<br />

The composition is in the shape <strong>of</strong> a longitudinal rock<br />

base, on which the figure <strong>of</strong> the penitent Saint Mary<br />

Magdalene is shown in a half-reclining position with<br />

her upper body upright. Her garment is draped in generous<br />

sections over her body and down to the rocks.<br />

The sculptural work is <strong>of</strong> high quality by a not yet<br />

identified artist <strong>of</strong> rank.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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31


11<br />

PIERRE PUGET,<br />

1620 MARSEILLE – 1694, NACH<br />

SALVATOR MUNDI<br />

Höhe: 36 cm.<br />

Weißer Marmor. Der Künstler wirkte in allen Gattungen<br />

der Bildenden Kunst, als Maler, Architekt und<br />

vor allem als bekannter Bildhauer des französischen<br />

Barock. 20-jährig ging er nach Rom. Dort war er an der<br />

Ausmalung des Palazzo Pitti in Florenz beteiligt, bevor<br />

er sich später der Bildhauerei zuwandte, spürbar unter<br />

dem Einfluss von Bernini. In der Plastik liegt auch seine<br />

Bedeutung. Seine Werke finden sich im Louvre, ebenso<br />

wie in Marseille. Berühmt wurde u. a. sein „Milon<br />

von Cronton“ im Louvre, seine Atlanden in Toulon oder<br />

die Parkfiguren in Versailles. Die Christusbüste verrät<br />

bereits eine Beruhigung der Barock-Plastik, erfordert<br />

wohl auch durch den zeitlosen Ernst des Themas. Die<br />

Büste zeigt langes, in Locken zur Schulter herabfließendes<br />

Haar, der Kopf geneigt, mit nach innen gerichtetem<br />

Blick. Weitere Exemplare im Musée des<br />

Beaux-arts Marseilles sowie im Brooklyn Museum<br />

Archives, Goodyear Archival Collection.<br />

(1402281) (11)<br />

PIERRE PUGET,<br />

1620 MARSEILLE – 1694, AFTER<br />

SALVATOR MUNDI<br />

Height: 36 cm.<br />

White marble. Further specimens <strong>of</strong> the bust can be<br />

found in the Musée des Beaux-arts Marseille, in the<br />

Brooklyn Museum Archives and the Goodyear Archival<br />

Collection.<br />

€ 33.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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12<br />

PAAR ZIERVASEN IN ELFENBEIN<br />

Höhe: je 19 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />

Zwecke in der EU.<br />

A PAIR OF DECORATIVE IVORY VASES<br />

Height: 19 cm each.<br />

19th century.<br />

Accompanied by CITES document, valid for<br />

commercial purposes within the EU.<br />

Entsprechend dem Zahnwuchs weisen die Gefäße<br />

einen ovalen Grundriss auf. Die Sockelpartie umzogen<br />

von geschnitztem Zungenblattfries, darüber Godronierband.<br />

Die Wandungen im Relief figürlich beschnitzt,<br />

mit antiken Darstellungen wie Venus am<br />

Brunnen, Amorknabe hält Schmetterlinge am Zügel,<br />

Amor in einem von einem Bock gezogenen Wagen,<br />

Mutter mit Kindern, dazwischen Amoretten. Oberer<br />

Abschluss durch einen Perlstab-Rand. Stil und Themen<br />

gehen auf Beispiele von Elfenbeinhumpen des<br />

17. Jahrhunderts zurück. Möglicherweise war auch<br />

hier an eine alternative Weitergestaltung mit Silbermontur<br />

gedacht.<br />

(1411101) (3) (11)<br />

CITES export restrictions.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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13<br />

GESCHNITZTE ELFENBEINGRUPPE<br />

Maximale Höhe: 10 cm.<br />

Maximale Breite: 15,5 cm.<br />

Italien, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />

Zwecke in der EU.<br />

Tischgesellschaft mit zwei Herren und einem jungen<br />

Paar. Links und rechts jeweils zwei Figuren an einem<br />

Weinfass, mit erhobenem Glas, am Zapfhahn, bzw.<br />

rechts ein Dudelsackspieler auf dem Fass, daneben<br />

ein Trunkener ans Fass gelehnt.<br />

Sehr feine Schnitzarbeit, mit Wiedergabe der Kostüme<br />

des 18. Jahrhunderts. Die Sockelbasen lassen darauf<br />

schließen, dass die Schnitzgruppen für die ovale Dose<br />

oder eine ähnlich ovale Rahmung geschaffen wurden.<br />

In ovaler Deckelschachtel.<br />

(14100820) (11)<br />

CITES export restrictions.<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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14<br />

MUSEALE MADONNEN-FIGURENGRUPPE<br />

IN ELFENBEIN,<br />

SOG. „TRAPANI-MADONNA“<br />

Höhe: 33,5 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Sockeltiefe: 6,5 cm.<br />

Schatullenhöhe: 35,5 cm.<br />

Trapani, Italien, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />

Zwecke in der EU.<br />

Der Gesamtaufbau dreistufig gestaltet, mit einem<br />

nach oben sich verjüngenden Sockel in Giallo-Rosso-<br />

Marmor. Darüber eine Wolkenbankzone, besetzt mit<br />

gravierten Perlmuttwölkchen mit geflügelten Engelsköpfen<br />

und zwei seitlichen, vollplastisch geschnitzten<br />

kleinen Engeln. Die darüber sich erhebende Madonnenstatue<br />

mit nochmaligem angeschnitzten achtseitigen<br />

Sockel mit Pr<strong>of</strong>ilen. Die Madonna, nur leicht<br />

S-bogig bewegt, hält das Kind in der linken Armbeuge<br />

über hochgezogenem Mantel, der sich in feinen,<br />

teilweise kantig geschnitzten Falten zur Sitzfigur des<br />

Kindes hochzieht. Die Hände der Mutter und des<br />

Kindes berühren sich bei der Übergabe einer Frucht,<br />

die Rechte des Kindes an die Brust der Mutter gelegt.<br />

Die Mutter nimmt mit dem Kind Blickkontakt auf.<br />

Beide Figuren tragen je eine hohe, durchbrochen<br />

geschnitzte Krone mit eingeschnitzten Blüten.<br />

Die Figur geht auf das großformatige Marmor-Vorbild<br />

in der Wallfahrtskirche Santuario della Santisssima<br />

Annunziata in Trapani zurück, Nino Pisano (1349-1368)<br />

zugeschrieben. Von dem wunderbringenden Andachtsbild<br />

wurden vor allem im 17. Jahrhundert Wiederholungen<br />

geschaffen. Im Santuario wird die große Figur von<br />

zwei stehenden Leuchtern tragenden Engelsgestalten<br />

flankiert. Die geschnitzten, geflügelten Putten, Perlmuttwolken<br />

und der Sockel sind eigenständige Entwürfe<br />

des Barock der Trapani-Kunst. In tadelloser Erhaltung,<br />

mit zugehörigem, lederbezogenen Behältnis<br />

mit Aufklappvorrichtung und Verschlusshaken. A.R.<br />

(14100825) (11)<br />

CARVED IVORY STATUETTE OF THE VIRGIN<br />

AND CHILD OF MUSEUM-QUALITY,<br />

SO CALLED “TRAPANI MADONNA”<br />

Height: 33.5 cm.<br />

Width: 17 cm.<br />

Depth <strong>of</strong> base: 6.5 cm.<br />

Height <strong>of</strong> box: 35.5 cm.<br />

Trapani, Italy, end <strong>of</strong> the 18th century.<br />

Accompanied by CITES document, valid for commercial<br />

purposes within the EU.<br />

Three-part design with a tapered base in Giallo Rosso<br />

marble. The design is a copy after the large-format<br />

marble sculpture attributed to Nino Pisano (1349-1368)<br />

and held at the Basilica-Sanctuary <strong>of</strong> Maria Santissima<br />

Annunziata, a pilgrimage church in Trapani. The miracleperforming<br />

original Madonna <strong>of</strong> Trapani was especially<br />

copied during the 17th century. The Madonna in the<br />

Sanctuary is flanked by two standing angels holding<br />

candelabras. In the statuette on <strong>of</strong>fer for sale here the<br />

winged putti, tortoiseshell clouds and the base are<br />

original Baroque designs in the artistic style <strong>of</strong> Trapani.<br />

In excellent condition with matching, leather-lined<br />

hinged box with hook closure.<br />

CITES export restrictions.<br />

€ 35.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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15<br />

GROSSER, SELTENER, FIGÜRLICH DEKORIERTER<br />

DECKELHUMPEN IN GESCHNITTENEM MEER-<br />

SCHAUM MIT VERGOLDETER METALLFASSUNG<br />

UND BRONZEMONTIERUNG<br />

Höhe: 49 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Wandung und Deckelbekrönung in Meerschaum,<br />

altersgetönt. Ovaler, kräftiger Standfußring, leicht<br />

gewölbt auf vier amorphen, floral gestalteten, versilberten<br />

Füßen, dazwischen erhabene, applizierte<br />

Dekorationsstücke im Knorpelwerkstil. Der Henkel<br />

S-förmig geschweift, kräftig und plastisch gegossen<br />

mit nacktem Oberkörper einer Mädchenfigur, aus<br />

Blättern emporsteigend. Daumenrast in Form des<br />

Oberkörpers eines geflügelten Putto, am leicht gewölbten<br />

Deckelrand ansetzend, dieser ebenso vergoldet<br />

und mit versilberten Reliefstücken mit Fruchtornamentik<br />

dekoriert. Als Deckelbekrönung große<br />

Figurengruppe des Herkules, der mit einem Kentaur<br />

kämpft, die Wandung umlaufend, mit reich figürlicher,<br />

antiker, mythologischer Szenerie dekoriert, aus Flachrelief<br />

in Vollplastik übergehend. Der Hintergrund<br />

gliedert die Wandung in sechs über den Häuptern<br />

sichtbaren Mauerbögen in Felsrustika mit daraus hervorwachsenden<br />

Mauerblumen und Blättern. Am<br />

Henkel beginnend, antike Gestalten, die Frauenfiguren<br />

jeweils mit nackten Oberkörpern, die Kinder nackt<br />

wiedergegeben. Einem Krugträger, der nach oben<br />

blickt, folgen zwei Mädchen, eine mit Fruchtschale<br />

neben der Göttin Athena mit Helm und Speer, darunter<br />

rechts eine junge Frau sitzend, die eine Muschel<br />

emporhält. Im weiteren Gefolge zwischen Frauen und<br />

einem Trompete blasenden Musiker ein altersfeister<br />

Gott Bacchus, von jungen Mänaden gehalten, in der<br />

rechten Hand eine große Traube haltend. Nach rechts<br />

folgend, thematisiert die Szenerie das Meeresthema,<br />

beginnend mit einem Delfin, darüber vergreift sich ein<br />

fischschwänziger Triton an einem Pansmädchen,<br />

rechts in einer Muschel stehend, Gott Neptun mit<br />

Zepter und Krone, den Arm auf eine Mänade gestützt,<br />

dahinter ein Mädchen mit Fischen an einen Stab gebunden.<br />

Zwischen den großen Figuren vielfach einkomponierte,<br />

geflügelte und ungeflügelte Puttenfiguren.<br />

Die Bogenarchitektur zeigt verschiedentliche<br />

Kriechtiere wie etwa eine Schlange unterhalb des<br />

Haltegriffes, der Lippenansatz als breites Band nach<br />

oben sich weitend, mit Blatt- und Blütendekoration<br />

ziseliert, im Kruginneren vergoldeter Einsatz, Deckelunterseite<br />

ebenfalls vergoldet.<br />

(1410061) (10)<br />

LARGE, RARE AND FIGURATIVELY DECORATED<br />

LIDDED TANKARD IN CARVED MEERSCHAUM<br />

WITH GILDED METAL MOUNTING AND<br />

BRONZE MOUNTING<br />

Height: 49 cm.<br />

19th century.<br />

Body and lid crowning in meerschaum, age-toned.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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16<br />

CORPUS CHRISTI<br />

Höhe inkl. Sockel: 37,5 cm.<br />

Höhe ohne Sockel: 27,5 cm.<br />

Flämisch, 17. Jahrhundert.<br />

In Buchsbaum gearbeiteter Corpus Christi im Dreinageltypus<br />

mit verso kursorisch bearbeiteter Fläche.<br />

Tief geschnitzte Dornenkrone um das emporgerichtete<br />

Haupt mit symmetrisch über die Schultern fallendem<br />

Haar. Hände und Füße genagelt, der hängende<br />

Körper in leichter S-Kurve bezeichnet.<br />

(1411493) (1) (13)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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17<br />

BERNSTEIN-CHRISTUS<br />

Höhe: 41,5 cm.<br />

Breite: 42,5 cm.<br />

Deutschland, der Stil verweist in das 12. Jahrhundert.<br />

In Bernstein und Festigungsmaterialien gefertigter<br />

Corpus Christi in symmetrischer Gestaltung mit breit<br />

gefältetem Lendenschurz, der am oberen Abschluss<br />

ein tordiertes Band aufweist, das rechts außerhalb<br />

des Figurenumrisses zusammengeknotet erscheint.<br />

Die ausgestreckten Arme mit dem Betrachter zugewandten<br />

Innenflächen, Brustkorb summarisch behandelt,<br />

der bärtige Kopf Chrsiti leicht herabgesenkt mit<br />

scheinbar geöffneten Augen.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Camille Coppinger, Ambre, mémoire du temps,<br />

Italie, 2009.<br />

Vgl. Paul Thoby, Le Crucifix des Origines au Concile<br />

de Trente, Bellanger, Nantes, 1959. (1410978) (1) (13)<br />

€ 7.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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18<br />

ALABASTERRELIEF PONTIUS PILATUS<br />

12,4 x 9,6 cm.<br />

Gesamtmaß: 22,5 x 19,5 cm.<br />

In breitem, ornamental reliefierten Rahmen.<br />

Mecheln, erste Hälfte 17. Jahrhundert.<br />

In Alabaster geschnitten und goldgehöht. Hochformatige<br />

Darstellung mit einem Turban tragenden Würdenträger<br />

unter einem Baldachin, der im Kontext mit<br />

der Bibelstelle (Matth. 27, 24-26) als Pontius Pilatus<br />

identifiziert werden kann: „Als aber Pilatus sah, daß<br />

er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer<br />

größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die<br />

Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an<br />

seinem Blut; seht ihr zu! Da antwortete das ganze<br />

Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere<br />

Kinder! Da gab er ihnen Barabas los, aber Jesus ließ<br />

er geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt<br />

werde.“ Min. besch.<br />

(1410272) (13)<br />

€ 1.500 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

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41


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19<br />

GROSSES HOLZRELIEF MIT RELIGIÖSEN<br />

EMINENZEN<br />

Höhe: 108,4 cm.<br />

Breite: 75 cm.<br />

Tiefe: 13 cm.<br />

Süddeutschland, Anfang des 16. Jahrhundert.<br />

Das Relief ist nahezu vollständig plastisch gestaltet<br />

und befindet sich in einer eckigen Rahmung, die von<br />

schmalen Rundsäulen und geometrisch facettierten<br />

Kapitellen umgeben ist. Diese Kapitelle tragen eine<br />

meisterhaft ausgearbeitete Blattschnitzerei, die den<br />

Eindruck einer gotischen Loggia vermittelt. Es scheint,<br />

dass das Relief zu einem späteren Zeitpunkt in die<br />

Rahmung eingefügt wurde. Es ist geschnitzt, polychrom<br />

gefasst und teilvergoldet, wobei die originale<br />

Fassung weitgehend erhalten ist, jedoch bereits zu<br />

einem früheren Zeitpunkt restauriert wurde.<br />

Das Relief stellt den wichtigsten Teil einer Gesamtdarstellung<br />

dar, von der die Seiten- und Mittelteile fehlen.<br />

Die mehrfigurige Darstellung kann aufgrund fehlender<br />

weiterer Attribute nicht genau bestimmt werden. Insgesamt<br />

sind 12 Figuren abgebildet: Im hinteren Bereich<br />

stehen vier männliche Figuren (Kirchenväter und<br />

Mönche) sowie drei weibliche Karmeliten, die mit<br />

spezifischen Gewändern und allgemeinen kirchlichen<br />

Attributen dargestellt sind. Im mittleren Bereich befinden<br />

sich zwei Männer, vermutlich Begleitpersonen,<br />

die ohne religiöse Attribute und mit reichlich geschnitzten<br />

Details abgebildet sind.<br />

Im vorderen Bereich knien und beten die Eminenzen,<br />

eingewickelt in tief geschnitzten und vergoldeten Gewändern.<br />

Die römische Krone, die Mitra und der Kardinalshut<br />

belegen die Bedeutung dieser Persönlichkeiten<br />

und weisen auf die hohe Relevanz des Holzreliefs<br />

hin. Die Schnitzerei ist von hoher Qualität, und die<br />

präzise physiognomische Wiedergabe der Gesichter<br />

sowie die fallenden, faltenreichen Drapierungen dürften<br />

stilistisch mit der Entstehung des Bildwerkes<br />

übereinstimmen.<br />

(1410421) (1) (19)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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20<br />

ITALIENISCHE RELIQUIENBÜSTE<br />

47 x 47 x 26 cm.<br />

Italien, 16. Jahrhundert.<br />

In Holz vollrund geschnitzt als Brustbildnis eines jungen<br />

männlichen Heiligen mit Chormantel und Tonsur.<br />

Brust mit hochovaler, ehemals sicher verglaster und<br />

mit Reliquien gefüllter Öffnung. Diese optisch als<br />

Agraffe des reich polychrom mit vegetabilen Ornamenten<br />

bestickten Kragens fungierend. Fassung sicherlich<br />

teilweise noch original.<br />

(1410275) (13)<br />

ITALIAN RELIQUARY BUST<br />

47 x 47 x 26 cm.<br />

Italy, 16th century.<br />

Three-dimensionally carved bust portrait <strong>of</strong> a young<br />

male saint with cope and tonsure.<br />

€ 10.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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Rückwärtige Ansicht von Lot 20<br />

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43


21<br />

STEHENDE FIGUR DES HEILIGEN JOHANNES<br />

Höhe: 106 cm.<br />

Deutschland, 16. Jahrhundert.<br />

Dreiviertelrund geschnitzte Figur des Hl. Johannes<br />

der Täufer darstellend. Rückseite gehöhlt. Auf einer<br />

runden Bodenscholle aufrecht stehender Johannes.<br />

Das linke Bein als Standbein, das rechte Bein als<br />

Spielbein gearbeitet. Das Gewand bis zu den Füßen<br />

reichend, die Füße aus dem Gewand herausragend.<br />

Das Gewand vergoldet, inwendig blau gefasst, mit<br />

gedrehtem grünen Gürtel. Rechte Hand in Segensgeste<br />

gehoben, Finger fehlend. Linke Hand die Attribute<br />

des Heiligen, das Buch und das Agnus Dei haltend<br />

und nach vorne präsentierend. Selten fein<br />

geschnitzte Spirallocken, die sich in den Bart hineinziehen.<br />

Der Kopf von Johannes zur Seite geneigt und<br />

mit expressiven Gesichtszügen dargestellt. Rest.<br />

(1401902) (3) (19)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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22<br />

PIETÁ<br />

Höhe: 52 cm.<br />

Breite: 49 cm.<br />

Tiefe: 15 cm.<br />

Norditalien, 16. Jahrhundert.<br />

Terracotta, farbig gefasst. Die trauernde Mutter Maria<br />

in langer Gewandung, die über das Haupt zieht, auf<br />

einem felsenförmigen Sockel, den Sohn auf den Knien.<br />

Ihre Linke hält ein Tränentuch; der Arm Jesu hängt<br />

senkrecht nach unten, was stilistisch auf eine Entstehungszeit<br />

nach 1500 weist.<br />

An der Rückseite konkav gehöhlt, die alte Fassung<br />

er halten, altersbedingt etwas berieben.<br />

(1411152) (11)<br />

€ 4.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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23<br />

ANDREA DEL VERROCCHIO,<br />

UM 1435 – 1488, NACHFOLGE DES<br />

TERRACOTTABÜSTE „CRISTO REDENTORE“<br />

Höhe: 40,5 cm.<br />

Breite: 40 cm.<br />

Um 1500.<br />

Beigegeben eine Expertise von Giancarlo Gentilini<br />

und David Lucidi, in Kopie.<br />

Prototyp der Büste ist ein Werk des berühmten florentinischen<br />

Bildhauers Verrocchio, das schon im 15.<br />

Jahrhundert für seine Werkstatt und einen weiteren<br />

Kreis vielfach Anregung zur Schaffung gleichgestalteter<br />

Beispiele bot. Meist in Terracotta geschaffen,<br />

häufig auch polychrom gefasst.<br />

Anmerkung:<br />

Gentilini und Lucidi verorten die Skulptur in der Nachfolge<br />

Verrochios und ziehen eine Zuschreibung an den<br />

Maestro del San Sebastiano dell‘ Aracoeli in Betracht.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Philine Helas, Ondulationen. Zur Christusbüste<br />

in Italien (ca. 1460-1525), in: Kopf/Bild. Die Büste in<br />

Mittelalter und Früher Neuzeit, Jeanette Kohl und<br />

Rebecca Müller (Hrsg.), München 2007.<br />

Vgl. Francesco Negri Arnoldi, Il San Sebastiano dell’<br />

Aracoeli. L’enigma di un capolavoro, in: Bollettino<br />

d’<strong>Art</strong>e, XCVI, 2011 S. 149 ff.<br />

Vgl. Francesco Caglioti and Andrea De Marchi (Hrsg.),<br />

Verrocchio: Master <strong>of</strong> Leonardo, Florenz 2019,<br />

S. 298-313. (1411272) (2) (11)<br />

€ 4.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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45


24<br />

CORPUS CHRISTI<br />

Höhe: 145 cm.<br />

Breite: 110 cm.<br />

Süddeutschland.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst. Großformatige Darstellung<br />

Christi im Dreinageltypus mit geschnitzten in den<br />

Wunden steckenden gefassten Nägeln. Mit barock<br />

gefältetem Lendentuch, geschnitzter Dornenkrone<br />

und zweisträhniger, das ausgemergelte Gesicht umspielender<br />

Barttracht. Min. besch.<br />

(1411512) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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25<br />

TILMAN RIEMENSCHNEIDER,<br />

UM 1460 – 1531, ART DES<br />

Lindenholz.<br />

Höhe: 58 cm.<br />

Die Standfigur auf mitgeschnitztem, kurzen, gewölbten<br />

Sockel, betont schlank und leicht überlängt gearbeitet.<br />

Der Mantel zeigt schalenförmige Falten mit<br />

kleinen Krüppelbildungen, das Kleid parallele Röhrenfalten.<br />

Die Unterarme übereinandergelegt, in der Hand<br />

das Buch, Attribut als Verweis auf das Evangelium.<br />

Das von Locken gerahmte Gesicht in auffallender<br />

Ähnlichkeit mit dem Schnitzstil des fränkischen Bildhauers<br />

Tilman Riemenschneider, mit seitlich schräg<br />

herabgeführten Augen. Rundplastisch geschnitzt, an<br />

der Rückseite jedoch etwas volumenreduziert und<br />

kursiv mit Senkrechtfalten beschnitzt.<br />

Ohne Fassung, am Sockel geleimt.<br />

(1411499) (1) (11)<br />

TILMAN RIEMENSCHNEIDER,<br />

CA. 1460 – 1531, STYLE OF<br />

CARVED FIGURE OF SAINT JOHN<br />

Limewood.<br />

Height: 58 cm.<br />

The face, framed by curls, is strikingly similar to the<br />

carving style <strong>of</strong> the Franconian sculptor Tilman Riemenschneider,<br />

with eyes set at an angle to the sides.<br />

Three-dimensionally carved but somewhat reduced<br />

in volume on the back and carved in a cursory style<br />

with vertical folds. Without polychromy, glued to the<br />

base.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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26<br />

MARIA MIT DEM KINDE<br />

123 x 50 x 35 cm.<br />

Zentraleuropa, 19. Jahrhundert.<br />

Holz, vollrund geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf<br />

gekanteter Basis stehend, im leichten S-Schwung mit<br />

körpernegierendem, reich gefälteten, überlappendem,<br />

Gewand Maria, das Christuskind in ihren Händen haltend,<br />

wobei sich ihre Finger wirkungsvoll im jungen<br />

Fleisch des Kindes abzeichnen. Diese Madonna mit<br />

Kind bezieht sich auf eine Gruppe von Madonnen, die<br />

in Böhmen entstanden und deren berühmteste Darstellung<br />

wohl die Madonna von Krumau (Kunsthistorisches<br />

Museum, Wien) ist, deren Schöpfer anonym<br />

bleibt. Diese „Schönen Madonnen“ stellen die perfekte<br />

Harmonie zwischen Realismus und Sanftheit<br />

dar. Der Stil entstand Ende des 14. Jahrhunderts in<br />

Prag und Salzburg, bevor er sich in ganz Mitteleuropa<br />

verbreitete. Diese Madonnen, die nicht ohne einen<br />

gewissen Lyrismus sind, werden alle in derselben<br />

Haltung präsentiert. Die Jungfrau trägt das Kind auf<br />

ihrem linken Bein. Ihre geschwungene Silhouette ist<br />

von großen Wellen von St<strong>of</strong>fen bedeckt. Das Kind, nackt<br />

oder halbnackt dargestellt, scheint aus dem Wirbel<br />

der Draperien herauszutreten und zieht den Blick des<br />

Betrachters auf sich. Schließlich hat der Bildhauer bei<br />

jeder dieser Madonnen besonderen Wert darauf gelegt,<br />

die Verbindung zwischen der Jungfrau Maria und<br />

dem Jesuskind darzustellen.<br />

(1410977) (1) (13)<br />

THE VIRGIN AND CHRIST CHILD<br />

123 x 50 x 35 cm.<br />

Central Europe, 19th century.<br />

Wood; three-dimensionally carved,<br />

polychrome, and gilt.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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27<br />

SIZILIANISCHES ALTARKREUZ<br />

Höhe: 75,5 cm.<br />

Breite des Sockels: 32 cm.<br />

Sizilien, 18. Jahrhundert.<br />

Auf geschweiftem und gekehltem rotbraunen Marmorsockel<br />

die auf Holzgrund montierte vergoldete<br />

Kupferbasis. Diese sich zweifach verjüngend, vergoldet,<br />

ziseliert, sowie mit Cherubim, Blüten und roten<br />

Korallensegmenten dekoriert. Zentrale geschweifte<br />

Kartusche mit gravierter Monogrammeinlage RM.<br />

Einzusteckendes mit Schildpatt-Trompe l’oeuil besetztes<br />

Kreuz. Dieses mit silbernem Corpus Christi in Viernageltypus,<br />

Schädel, zwei vollplastisch ausgebildeten<br />

Engeln das Vera Icon haltend, Rokoko-Inri-Schild und<br />

à jour gearbeiteten vegetabilen Balkenenden. Rest.<br />

(1411131) (13)<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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28<br />

KARTUSCHENSCHNITZEREI<br />

120 x 30 cm.<br />

Italien, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Hochovale<br />

Schnitzerei mit symmetrischem Grundriss und plastisch<br />

nach vorne ragendem Rollwerk und Maskaronschnitzerei.<br />

Fruktale Festons an Löwenkopf sowie zentrale<br />

Kartusche mit Schriftzug „Sub Tuum Praesidium“<br />

und Kreuzschnitzerei.<br />

(1401112) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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29<br />

BAROCKES ALLIANZWAPPEN<br />

53,5 x 56 x 10 cm.<br />

Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />

Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Symmetrische<br />

Darstellung eines Allianzwappens mit Helmzier mit geschnitzten<br />

Figuren und einem Bären. Seitlich angrenzendes<br />

stark raumgreifendes teilvergoldetes Akan thuslaub.<br />

Das Allianzwappen heraldisch rechts mit Mann<br />

mit Blumenbund vor Rankengrund darunter schwarze<br />

horizontale Balken, heraldisch links Unterarm mit Fackel<br />

vor Rankengrund mit vergoldeten Relief sternen.<br />

(1411504) (1) (13)<br />

€ 3.300 - € 3.800<br />

Sistrix<br />

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49


30<br />

MUSEALE URBANIA-MAJOLIKA-VASEN<br />

Höhe: 81 cm.<br />

Italien, ca. 1670.<br />

Aufbau in Form einer antiken Henkel-Amphore mit eingezogenem<br />

Rundfuß, ovaloidem Vasenkörper, zylindrisch<br />

hochziehendem Hals mit weiter Halsmündung,<br />

an der zwei seitlich hochziehende, zum Teil geflochtene<br />

Henkel in Form von Karyatiden, Fruchtgirlanden<br />

und Schlangen anliegen. Ganzheitlich bemalt Blau-<br />

Weiß, Gold-Gelb, Grün, Dunkelocker und Mangan.<br />

Die Wandung völlig bedeckt mit testamentarischen<br />

Szenerien, umziehenden Puttis, Cherubs und Figurenstaffage.<br />

Die polychrome Seite einer Vase stellt eine Maria<br />

Lanctans vor, die Muttergottes stillt das Baby Jesus<br />

kurz nach der Geburt, sie sind von Musikern, Hirten und<br />

begeisterten Besuchern umgegeben. Auf der Gegenseite<br />

in hellblauer Grisaille ist die Auferstehung Christi<br />

dargestellt. Der gewölbte Fuß bezeichnet „GLO-<br />

RIA IN EXCE“ und trägt die Inschrift „MIAVRESVRG“.<br />

Die zweite Vase ist ebenfalls auf der Hauptseite polychrom<br />

bemalt und zeigt das Martyrium des Heiligen<br />

Bartholomeus. Auf der Rückseite ist sie in Blau in<br />

Grisaille-Technik gestaltet und stellt die Pieta Christi<br />

dar. Der Fuß trägt die Inschriften „DIVI BARTHOLO<br />

MAEI MARTVRIVM“ sowie „MORTEM NOSTRA<br />

MORIENDO DESTRV“.<br />

Dieses Vasenpaar ist stilistisch eng mit Ippolito Rombaldoni<br />

(1619-1679) verbunden, einem der bedeutendsten<br />

Maler, der im 17. Jahrhundert in Italien für seine<br />

Istoriato-Malerei bekannt war. Seine Majolica-Stücke<br />

sowie die Zeichnungen sind stark von der Genauigkeit<br />

und den Schraffuren der Grafik beeinflusst und ähneln<br />

Stichen. Es gibt eine Reihe von Vasen mit Schlangenhenkeln,<br />

die dem vorliegenden Stück ähneln, jedoch mit<br />

allegorischen Motiven verziert sind, von denen zwei<br />

von Rombaldoni signiert wurden. Es besteht die Möglichkeit,<br />

dass es sich bei diesen Vasen um eine besondere<br />

Auftragsarbeit von Conte Federico Ubaldini aus<br />

Urbania handelt, die als Geschenk für Papst Urban VIII<br />

gedacht war. Dieser wurde 1635 zum Papst gewählt,<br />

und sein Geburtsort Castel Durante wurde in Urbania<br />

umbenannt. Kleine Fehlstellen an einem Henkel.<br />

Literatur:<br />

Dora Thornton und Timothy Wilson, Italian Renaissance<br />

Ceramics, a catalogue <strong>of</strong> the British Museum, London<br />

2009, S. 589-592, Abb. 366.<br />

Vgl. Giovanni Conti, L’arte della maiolica in Italia,<br />

Mailand 1973, Abb. 360. (1410761) (19)<br />

A PAIR OF URBANIA MAIOLICA VASES<br />

OF MUSEUM-QUALITY<br />

Height: 81 cm.<br />

Italy, ca. 1670.<br />

Literature:<br />

Dora Thornton, Timothy Wilson, Italian Renaissance<br />

Ceramics, a catalogue <strong>of</strong> the British Museum collection,<br />

London 2009, vol. II., pp. 589-592, image 366.<br />

cf. Giovanni Conti, L’arte della maiolica in Italia, Milan<br />

1973, ill. 360.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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31<br />

ISTORIATO TAZZA MIT APOLLO<br />

Höhe: 7 cm.<br />

Durchmesser: 31,3 cm.<br />

Bodenseitig in Unterglasurblau: „Apollo: 1532“.<br />

Urbino, 1532.<br />

Über unglasiertem Standring der stark eingezogene<br />

Fuß mit weitem Spiegel und gelapptem Rand mit<br />

gelber Bordüre. Zentrum mit polychromer Darstellung<br />

des Berg Parnass mit Felsen, Bäumen und zentraler<br />

Darstellung des stehenden Apoll mit Harfe. Um ihn<br />

herum Personen. Die Darstellung nimmt Bezug auf<br />

ein Gemälde von Raffaello Sanzio (Urbino, 1483-Roma,<br />

1520) in der Stanze della Segnatura im Vatikan, das<br />

Apollo zwischen den Musen auf dem Parnass zeigt<br />

und auf ca. 1510 - 1515 datiert wird und somit zur Entstehung<br />

der hier angebotenen Platte hoch aktuell<br />

war.<br />

Vergleiche:<br />

Eine passige Schale mit ähnlichem Thema befindet<br />

sich im Minneapolis Institute <strong>of</strong> <strong>Art</strong>, Inventarnummer<br />

90.100. Auch in Cincannati wird eine Schale mit dem<br />

Thema aufbewahrt. (1410051) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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51


32<br />

STEINFIGUR EINER GOTISCHEN MADONNA<br />

MIT KIND<br />

Höhe: 93 cm.<br />

Frankreich, 14. Jahrhundert.<br />

Standfigur auf vierkantigem, mitgearbeiteten, kleinen<br />

Plinthensockel. Leichte S-bogige Körperhaltung,<br />

das lange Gewand auf der Plinthe ruhend. Die rechte<br />

Fußspitze vortretend, das rechte Bein im Kontrapost<br />

minimal vorgestellt. Ein Rosenbouquet hält sie in ihrem<br />

rechten Hand, im linken Arm ist das Kind sitzend wiedergegeben.<br />

Das Haar der Muttergottes ist symmetrisch<br />

vorgeführt, in welligen Locken auf den Schultern<br />

aufliegend. Sie trägt eine prächtige Krone. Gesamtduktus<br />

und Faltenwurf lassen die Skulptur in die Zeit<br />

der Gotik datieren. Rest.<br />

(1410271) (19)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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33<br />

JUNGFRAU AUS EINER VERKÜNDIGUNGSSZENE<br />

Höhe: 60 cm.<br />

Breite: 27 cm.<br />

Tiefe: 32 cm.<br />

Lothringen, 14. Jahrhundert.<br />

In Kalkstein gearbeitete Dreiviertelfigur der knienden<br />

Maria mit Krone und zum Gebet zusammengeführten<br />

Händen sowie einem Kleid mit Parallelfalten und geschnürtem<br />

Mieder. Minimal besch. Witterungssp..<br />

(1351235) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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34<br />

BAROCKER CHERUBIM<br />

Höhe inkl. Stand: 42 cm.<br />

Höhe ohne Sockel: 31 cm.<br />

Italien, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

In griechischem Marmor gestalteter Cherubim mit<br />

nur leicht geneigtem Kopf, dessen Blick dem Betrachter<br />

gilt, mit symmetrisch zusammengeführten Flügeln.<br />

Min. besch. Auf modernem Sammlungssockel.<br />

(1410273) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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35<br />

KOPF EINES HEILIGEN JOHANNES<br />

Höhe: 19 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 39,5 cm.<br />

18./ 19. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor vollrund gearbeiteter Kopf eines<br />

bartlosen Mannes mit gebohrten Augen, der als<br />

Johannes interpretiert werden darf. Montiert auf rotschwarzem<br />

Marmorsockel. Besch.<br />

(1410274) (13)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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36<br />

BÜSTE EINES BÄRTIGEN MANNES<br />

Höhe: 51 cm.<br />

Breite: 41 cm.<br />

Tiefe: 22 cm.<br />

Italien, 16. Jahrhundert.<br />

In hellem Stein gearbeitete Büste eines nach links<br />

blickenden Mannes mit stark plastisch ausgearbeitetem<br />

Bart, dessen Strähnen sich rankengleich als<br />

verflochtene Wülste ausbilden. Rest.<br />

(13512312) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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53


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37<br />

FIGUR DES PAN<br />

88 x 56 x 43 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

In Terracotta gearbeitete interessante Figur eines<br />

knienden Pan auf naturalistisch gebildetem Rundsockel.<br />

Während seine eine Hand auf einer Brust liegt,<br />

hält die andere die Flöte, sein Blick zieht darüber hinweg.<br />

In der Vorbesitzertradition wurde die Figur Clodion<br />

zugeschrieben.<br />

(13622415) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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38<br />

MINIATURSCHNITZEREI<br />

MIT DARSTELLUNG DER SCHLÜSSELÜBERGABE<br />

AN PETRUS<br />

Höhe: 7,2 cm.<br />

Breite: 8,8 cm.<br />

Tiefe: 2 cm.<br />

Unteren Links und Rechts Monogramm „IBC“ und<br />

Datierung „1810“. Verso runder Galerieaufkleber<br />

„Kunstkammer Georg Laue München“.<br />

Eingefasst in einem massiven Bronzerahmen entwickelt<br />

sich die biblische Szenerie wie in einem Miniaturschaukästchen,<br />

räumlich abgestuft in <strong>Art</strong> einer<br />

Ruinenlandschaft mit Bäumen, Sträuchern und Felsen.<br />

Dazwischen zahlreiche Figuren, die die Mittelszene<br />

begleiten. Der Hintergrund eine dunkle, weiß bemalte<br />

Glasfläche, die Wolken in der inneren Rahmenoberseite.<br />

Schnitzmaterial wohl unter Verwendung von<br />

Bein oder Horn.<br />

Anmerkung:<br />

Objekt hier übergroß dargestellt.<br />

(14100816) (11)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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55


39<br />

TERRACOTTA-BÜSTE „PAPST INNOCENZ X.“<br />

Höhe: 48 cm.<br />

Die Terracottabüste zeigt den Papst – wie sämtliche<br />

seiner Bildnisse – bärtig, mit Kappe, Umhang und betontem<br />

Kragen, wie er uns auch aus anderen Wiedergaben<br />

geläufig ist. Die Ausführung erscheint bozzettoartig,<br />

im Gesicht jedoch fein nachgearbeitet, was für<br />

Werke des 18. Jahrhunderts typisch ist. Der eingezogene<br />

Sockel ist mitgearbeitet, an der Rückseite gehöhlt.<br />

Einige typische kleine Spannungs-Brandrisse.<br />

Der Papst, bürgerlich Giovanni Battista Pamphilj,<br />

(1574 ­1655) bekleidete von 1644 bis 1655 das Amt als<br />

Oberhaupt der Kirche, und war der Nachfolger von<br />

Papst Urban VIII. Sein Grabmal, das Giovanni Battista<br />

Maini 1729 in Marmor schuf, befindet sich in der römischen<br />

Kirche Sant’Agnese, die Innocenz auf der<br />

Piazza Navona anstelle des mittelalterlichen Vorgängerbaus<br />

errichten ließ. Dort ist der Papst mit Tiara<br />

gezeigt. Weitere Bildnisse bzw. Marmorbüsten (beispielsweise<br />

in Galleria Doria Pamphilij) schufen Alessandro<br />

Algardi (1598-1654) sowie der berühmte Gian<br />

Lorenzo Bernini (1598-1680). In der Malerei wurde<br />

er von Diego Velasquez porträtiert. Während seiner<br />

Amts zeit reformierte er den Regierungsstil des Heiligen<br />

Stuhles, vor allem schaffte er die viel kritisierte<br />

„Nepoten“-Bevorzugung seines Vorgängers ab. Eine<br />

empfindliche Niederlage erlitt die katholische Kirche<br />

während seiner Regierung durch den Westfälischen<br />

Frieden 1648, der den Protestantismus festigte und<br />

wogegen Innocenz vergeblich protestierte.<br />

(1400773) (11)<br />

TERRACOTTA BUST OF “POPE INNOCENT X”<br />

Height: 48 cm.<br />

As known from other portraits, the terracotta bust<br />

shows the Pope bearded, with a cap, cloak, and accentuated<br />

collar. The execution appears to be bozzetto-like,<br />

but the face is finely reworked, which is typical<br />

<strong>of</strong> works from the 18th century.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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40<br />

PAAR KLEINE BRONZEBÜSTEN<br />

„AFRIKA“ SOWIE „AMERIKA“<br />

Höhe: 15 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 27 cm.<br />

Büste: Italien, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

Sockel: Frankreich, Anfang 19. Jahrhundert.<br />

Die beiden weiblichen Allegorien gestaltet in der Erscheinung,<br />

die den Erdteilen entspricht, mit Halskette<br />

und Zackenkrone bzw. mit Blätterhut und geflochtenem<br />

Zopf, jeweils mit Gewanddraperie. Die Sockel<br />

mit ziseliertem Rundfuß in grauem Marmor, darauf<br />

Messingschild mit den Gravuren „L‘AFRIQUE“ und<br />

„L‘AMERIQUE“. Dabei ist die Bezeichnung für Amerika<br />

irrtümlich, da es sich hier um die Allegorie Asien<br />

handelt.<br />

(14100837) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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57


41<br />

PAAR ALLEGORISCHE FIGUREN<br />

Höhe: 18,2 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel max.: 29,3 cm.<br />

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Auf gestuftem Marmo Giallo Sockel mit schwarzem<br />

Pr<strong>of</strong>il jeweils eine mittelbraun patinierte, in Bronze gegossene<br />

Standfigur einer körpernegierend gewandeten<br />

Frau, vermutlich als Reduktion einer Parkfigur. Die<br />

Haare teils fein ausgearbeitet, einmal die Hand auf<br />

einen langen Köcher gestützt, einmal bereit, einen<br />

Gegenstand zu halten.<br />

(14100827) (13)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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42<br />

VENUS MIT EINEM TAUBENPAAR<br />

Höhe: 48,5 cm.<br />

Gesamthöhe mit Marmorsockel: 62 cm.<br />

Wohl Frankreich oder Deutschland,<br />

17./ 18. Jahrhundert.<br />

Standfigur in fein gegossener Bronze mit schöner<br />

brauner Patina. Venus als Akt gestaltet, mit um die<br />

Taille gewickeltem Tuch, dessen Enden sie in der<br />

Rechten hält; der linke Arm hochgehalten, in der ausgestreckten<br />

Hand zwei Turteltauben. Der Stil zeigt die<br />

Gestaltungselemente des französischen Manierismus<br />

auf; Guss möglicherweise nach Modell des 17.<br />

Jahrhunderts, die Bearbeitung mit dem separat gegossenen,<br />

fein angesetzten Arm weist auf einen späteren<br />

Guss – wohl des 18. Jahrhunderts. Montiert auf<br />

einen kannelierten Marmorsäulenstumpf.<br />

(1402285) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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43<br />

FRANZÖSISCHER BILDHAUER<br />

DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

Zwei bedeutende Bronzebüsten antiker<br />

Göttergestalten<br />

DER KRIEGSGOTT MARS IN ANTIKEM HARNISCH<br />

MIT DRACHENHELM<br />

sowie<br />

DIE JAGDGÖTTIN DIANA IM UMHANG MIT MOND-<br />

DIADEM<br />

Höhe: 37 bzw. 32 cm.<br />

Die beiden Büsten von derselben Hand eines französischen<br />

Bildhauers des 17. Jahrhunderts, der Guss aus<br />

dem 18. Jahrhundert.<br />

Die beiden Büsten sicher aus einer Reihe weiterer antiker<br />

Göttergestalten. Der bärtige Kriegsgott ist mit<br />

einem Drachen auf dem Helm dargestellt, wie er etwa<br />

auch im Kupferstich von Jacques de Gheyn von 1595<br />

zu sehen ist. Das Diadem der Dianabüste trägt eine<br />

Mondsichel als Attribut. Die beiden Büsten von hoher<br />

plastischer Qualität, lassen den Stil des französischen<br />

Manierismus erkennen. Merkmal für den Guss im 18.<br />

Jahrhundert ist die sehr gut erhaltene Lackpatina.<br />

Rückseitig ehemals abgedeckelte Öffnungen. Die<br />

schwarzen Sockel mit gedrehter Kannelur ebenfalls<br />

18. Jahrhundert. A.R.<br />

(1402284) (11)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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59


44<br />

GIROLAMO CAMPAGNA,<br />

1550 VERONA – 1625 VENEDIG, ZUG.<br />

PAAR VENEZIANISCHE BRONZEFIGUREN<br />

Bronze, gegossen, patiniert.<br />

Ca. 57 x 17 x 14 cm.<br />

Jeweils auf einem vasenähnlichen Sockel stehend,<br />

der sich über dreieckigem Grund mit gekanteten<br />

Ecken erhebt und je drei Handhaben in Gestalt von<br />

Karyatidenfiguren aufweist. Die Wandung des Unterbaus<br />

jeweils mit fruktalem Reliefdekor. Die Figuren<br />

jeweils vollrund gearbeitet, die mythologischen Figuren<br />

mit Attributen (Pfau bzw. Adler und Blitzbündel) ausgestattet.<br />

Min. besch.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Leo Planiscig, Venezianische Bildhauer der<br />

Renaissance, Wien 1921, S. 473, Abb. 490 (Zeus).<br />

Vgl. Giovanni Mariacher, Bronzetti veneti del Rinascimento,<br />

Vicenza, 1971, S. 40, Nr. 165-167 (Juno).<br />

(1411271) (2) (13)<br />

€ 4.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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45<br />

FIGURINE EINER WEIBLICHEN GESTALT<br />

IN ANTIKEM UMHANG<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Bleiguss, bronzebraun patiniert. Bezeichnungsaufschrift<br />

„R. Donner“ wohl 19. Jahrhundert.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Im Kontrapost auf mitgegossenem, quadratischen<br />

Sockel. Die rechte Hand zieht dtas Gewand etwas<br />

hoch, Kopfhaltung seitlich nach unten gerichtet.<br />

Das Haar am Hinterkopf zum Knoten gebunden, mit<br />

Zackenkrone. Die Zacken sind, aufgrund des weichen<br />

Bleimaterials niedergedrückt. Damit dürfte es sich um<br />

die Darstellung der Göttin Juno handeln. An der Rückseite<br />

bozzettoartig behandelt.<br />

(14104726) (11)<br />

FIGURINE OF A FEMALE WOMAN<br />

IN ANTIQUE CLOAK<br />

Height: 32 cm.<br />

Lead casting with bronze-brown patina.<br />

Inscribed “R. Donner”, probably 19th century.<br />

Italy, 18th century.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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46<br />

PAAR HERMENFIGUREN<br />

Höhe: je ca. 9 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel ca. 15,4 cm.<br />

Italien, 17. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf gestuftem<br />

Sammlungssockel jeweils eine weibliche und<br />

eine männliche Hermenfigur, aus Akanthusrollwerk<br />

erwachsend, mit ausgestellten Unterarmen. Die Hände<br />

eine kreisrunde Öffnung formend und vormals vermutlich<br />

ein Objekt haltend.<br />

(14100830) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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47<br />

BRONZESTATUETTE: KRIEGSGOTTES MARS<br />

Gesamthöhe: 34,5 cm.<br />

Gesockelt: eingezogener runder Schiefersockel über<br />

quadratischer Basis.<br />

In Gestalt eines Schwertkämpfers mit links erhobenem<br />

ovalem Schild, der rechte Arm nahe am Körper herabhängend,<br />

in der Hand der Schwertknauf (Klinge fehlt).<br />

Im Kontrapost auf mitgegossener runder Plinthe.<br />

Schöne dunkle, leuchtende Lackpatina, wie sie für<br />

französische und flämische Bronzen des 17. Jahrhunderts<br />

üblich ist.<br />

(13512329) (11)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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Lot 45<br />

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61


48<br />

SCHALE MIT VERMEILMONTIERUNG<br />

VON GROSSER SELTENHEIT<br />

Höhe: 11,4 cm.<br />

Durchmesser über die Handhaben hinweg: 29,4 cm.<br />

Keine für uns erkennbaren Punzen.<br />

Gemugelter, mehrschichtiger und polierter Stein in<br />

großer Koppchenform. Montiert in à jour gearbeiteter<br />

Vermeilmontierung mit manieristischem Dekor, wie<br />

Bandelwerk und cherubimreliefierten horizontalen<br />

Handhaben mit Blütenapplikation und Bandstreben.<br />

In edlem für dieses Objekt angefertigtem Etui mit<br />

Innentapezierung.<br />

(14100829) (13)<br />

BOWL WITH VERMEIL MOUNTING<br />

OF GREAT RARITY<br />

Height: 11.4 cm.<br />

Diameter across two handles: 29.4 cm.<br />

No recognizable hallmarks.<br />

Large multi-layered and polished semi-circular stone<br />

bowl. In vermeil openwork mounting with mannerist<br />

décor such as strapwork and horizonal handles decorated<br />

with cherub reliefs with flower appliqué and<br />

braces. In fine bespoke case lined on the inside.<br />

€ 18.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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49<br />

MARITIME BONBONNIÈRE<br />

Höhe: 2,3 cm.<br />

Durchmesser: 9,2 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

In Schildpatt gefertigter Korpus mit Stülpdeckel.<br />

Dieser mit hochfeiner polychromer Darstellung von<br />

Hafenszene mit umlaufenden Vignetten mit Symbolen<br />

des Friedens und der Treue auf Perlmutt gemalt und<br />

von Glas geschützt. Min. besch.<br />

(14100835) (10)<br />

CITES export restrictions - sale in the EU only.<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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50<br />

KUNSTKAMMER RÉGENCE TABATIÈRE<br />

3,9 x 5,5 x 4,5 cm.<br />

Gewicht: 71 g.<br />

Steckring mit französischen Garantiepunzen.<br />

Deutschland, um 1710.<br />

Als Dose geschnittene Cypraea Tigris, auch Tigermuschel<br />

genannt, montiert in mit Regencemotiven<br />

wie Bandelwerk gravierter vergoldeter Silbermontiertung<br />

mit Scharnierstülpdeckel und elegantem Drücker.<br />

(14100815) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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51<br />

GOLDBROSCHE MIT RÖMISCHEM<br />

MIKROMOSAIK<br />

Maße: ca. 4,8 x 7,5 cm.<br />

Gewicht: ca. 38,2 g.<br />

GG 750.<br />

Nadel und rückseitige Abdeckung Silber.<br />

Französische Feingehaltspunze.<br />

Paris, um 1830.<br />

Große antike Brosche mit feinstem römischen Mikromosaik,<br />

Darstellung eines antiken Rundbaus in römischer<br />

Landschaft mit einer einzelnen Figur. Zierliche<br />

Goldumrahmung mit Rocaillendekor.<br />

(14100811) (16)<br />

GOLD BROOCH WITH ROMAN<br />

MICROMOSAIC<br />

Dimensions: ca. 4.8 x 7.5 cm.<br />

Weight: ca. 38.2 g.<br />

18 ct yellow gold.<br />

Brooch pin and back closure in silver.<br />

French hallmark.<br />

Paris, ca. 1830.<br />

Large antique brooch with the finest Roman micromosaic,<br />

depicting an ancient rotunda in a Roman landscape<br />

with a single figure. Delicate gold framing with<br />

rocaille décor.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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52<br />

MIKROMOSAIKBROSCHE MIT HUND<br />

5,1 x 4,4 cm.<br />

Gewicht: ca. 22,6 g.<br />

GG 750.<br />

Links unten monogrammiert „A (Antonio Aguatti)“.<br />

Rom, um 1820/ 1830.<br />

Hochfeines, polychrom gesetztes Mikromosaik mit<br />

Darstellung eines liegenden Hundes vor Pfeilerstumpf<br />

und tiefblauem Himmel. In aus Gelbgold<br />

gefertigter feiner Broschierung mit achteckiger Innenrahmung<br />

und raumgreifendem symmetrischen Akanthusblattwerk.<br />

Anmerkung:<br />

Antonio Aguatti (gestorben 1846) entstammt einer<br />

Dynastie erfolgreicher Mosaikkünstler und verfeinerte<br />

deren Bildsprache. Im Jahr 1834 wurde er als Pr<strong>of</strong>essor<br />

an das Studio Vaticano del Mosaico berufen.<br />

(14100812) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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53<br />

FEINES MIKROMOSAIKBILD MIT COLOSSEUM<br />

Sichtmaß: 17 x 22 cm.<br />

Rahmenmaß: 24,5 x 29,7 cm.<br />

Verso mit alter Inventarnummer.<br />

Rom, 19. Jahrhundert.<br />

In schwarzem Basalt eingelegte gläserne Mikromosaikplättchen,<br />

die polychrome Darstellung des Colosseums<br />

mit Titusbogen und Figurenstaffage zeigend.<br />

In vergoldetem, blattwerkreliefverzierten Rahmen.<br />

(14100823) (13)<br />

FINE MICROMOSAIC PLAQUE WITH COLOSSEUM<br />

Sight size: 17 x 22 cm.<br />

Frame dimensions: 24.5 x 29.7 cm.<br />

Old inventory number on the reverse.<br />

Rome, 19th century.<br />

Glass micromosaic tiles inlaid in black basalt showing<br />

the polychrome depiction <strong>of</strong> the Colosseum with the<br />

Arch <strong>of</strong> Titus and figural staffage. In gilt frame with<br />

foliage relief décor.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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67


54<br />

FEINE LOUIS XV-TABATIÈRE<br />

4,9 x 9 x 4,1 cm.<br />

Der Steckrand mit Ritznummerierung und doppelter<br />

Repunzierung „ET“.<br />

Frankreich oder Italien, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Fein geschnittene Achatplättchen, deren zweifarbige<br />

Lagen geschickt zur Darstellung von barocken Architekturen,<br />

Rocaillen und Figuren vor hellem, transluziden<br />

Grund genutzt werden. Montierung in Rotgold 585<br />

mit graviertem Trellismuster und Rocaillen. Rest.<br />

(14100833) (13)<br />

FINE LOUIS XV SNUFFBOX<br />

4.9 x 9 x 4.1 cm.<br />

Rim with incised numbering and double re-struck<br />

hallmark “ET”.<br />

France or Italy, mid-18th century.<br />

14 ct rose gold mounting with engraved trellis pattern<br />

and rocailles.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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55<br />

BONBONNIÈRE MIT ALLEGORIE AUF DIE LIEBE<br />

Höhe: 3,2 cm.<br />

Durchmesser: 8,9 cm.<br />

Steckring dreifach mit Goldpunzen versehen, GG 585.<br />

19. Jahrhundert.<br />

In Amethyst geschnitten, mit Gelbgoldmontierung.<br />

Niedrige zylindrische Form mit Stülpdeckel. Dieser<br />

mit polychromer Gouache eine barbusige junge Frau<br />

in klassizistischem Gewand zeigend, der ein Amorknabe<br />

etwas zuflüstert. Der Amethystboden mit feinen<br />

Einschlüssen.<br />

(14100834) (13)<br />

BONBONNIERE WITH ALLEGORY OF LOVE<br />

Height: 3.2 cm.<br />

Diameter: 8.9 cm.<br />

Rim with three gold hallmarks, 14 ct yellow gold.<br />

19th century.<br />

Cut amethyst with yellow gold mounting.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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56<br />

ANTIKER GOLD-EMAIL-ANHÄNGER<br />

MIT MINIATUREN<br />

Maße: ca. 4,7 x 4,5 cm (ohne Ösen).<br />

Gewicht: ca. 51,4 g.<br />

GG 750.<br />

Sizilien, 17. Jahrhundert.<br />

Antiker, emaillierter doppelseitiger Anhänger aus Gold<br />

mit Email-Miniaturen unter Bergkristall, ein Kardinal<br />

und Judith mit dem Kopf des Hol<strong>of</strong>ernes. Email mit<br />

kleinen Fehlstellen.<br />

(1410087) (16)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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57<br />

ANTIKES GOLD-EMAIL-MEDAILLON<br />

MIT MADONNA-MINIATUR<br />

Maße: ca. 5 x 4,5 cm (ohne Ösen).<br />

Gewicht: ca. 38,4 g.<br />

GG 750.<br />

Wohl Sizilien, 18. Jahrhundert.<br />

Querovaler goldener Anhänger, beidseitig mit Medaillon<br />

jeweils mit feiner Miniaturmalerei unter Bergkristall,<br />

auf der einen Seite eine Rosenkranzmadonna,<br />

auf der anderen eine Nonne oder Äbtissin. Die Umrahmung<br />

mit emaillierten Blüten auf grünem Grund,<br />

leicht best.<br />

(1410082) (16)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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58<br />

SCHALE IM RENAISSANCESTIL<br />

9,5 x 17,5 x 9 cm.<br />

Gewicht: 375 g.<br />

Vermutlich Wien, um 1860.<br />

Silber, vergoldet, emailliert. Gemugelte Achatschale,<br />

montiert. Über ovalem Stand der leicht gewölbte Fuß<br />

mit teils oparkem teils transluzidem Email mit Blütendarstellungen.<br />

Die Kurzenden mit Füllhornhandhaben<br />

und aufgesetzten Blütenbouquets, das die Schale umrahmende<br />

Blattwerk besetzt mit Smaragden, Rubinen<br />

und Halbperlchen. Einige Steinchen sind zu ergänzen.<br />

Das Objekt erinnert an Werke des Wiener Hermann<br />

(tätig 1845-1894) dem das Objekt zugewiesen werden<br />

kann.<br />

(14100828) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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59<br />

SPANISCHES MARIENPENDENTIF<br />

7 x 5,2 x 1,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 69,5 g.<br />

GG 750.<br />

Spanien, Anfang 17. Jahrhundert.<br />

Gelbgold mit grünen Blattwerkeinlagen, blauem Email<br />

und facettiertem Bergkristalldeckel. Mit Ringöse,<br />

innenstehender, geschnitzter Holzmadonna en miniature,<br />

das Christuskind haltend. Auf umlaufendem<br />

Pr<strong>of</strong>il Lorbeerblattdekor in Email.<br />

(1410085) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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60<br />

BAROCKES PENDENTIF<br />

Höhe: 6,2 cm.<br />

Gewicht: ca. 48,1 g.<br />

GG 750.<br />

Spanien, 17. Jahrhundert.<br />

In Gelbgold gefertigter hochovaler Anhänger mit umlaufendem<br />

Strahlenkranz und beidseitiger, zentraler,<br />

gemugelter Verglasung. Einmal in rotem Textil tapeziert,<br />

einmal mit emaillierter Darstellung eines Heiligen.<br />

Auch die Strahlen mit weißem und schwarzem<br />

opaken Email versehen. Email altersbedingt mit kleinen<br />

Fehlstellen. Oberer Abschluss mit Öse.<br />

(1410083) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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Vorderseite Lot 60<br />

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61<br />

PENDENTIF MIT MONDSICHELMADONNA<br />

Höhe: 8,3 cm.<br />

Gewicht: ca. 51,3 g.<br />

GG 750.<br />

Spanien, Anfang 17. Jahrhundert.<br />

In Gelbgold gearbeitet, emailliert und mit Peridotsteinen<br />

dekoriert. In hochovaler Form mit Anhängeröse<br />

und halbplastisch ausgeformter Mondsichelmadonna<br />

als Himmelskönigin mit Flammenkranz. Umlaufende<br />

in Carreés gefasste Peridotsteine auf weißem Emailfond.<br />

Verso mit durch Schwarzlot hervorgehobene<br />

Inschrift: „SIN PECADO ORIGINAL CONCEBIDA“.<br />

Die französische Garantiepunze wohl später.<br />

(1410086) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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Rückseite Lot 60<br />

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75


62<br />

ANTIKER GOLD-EMAIL-BERGKRISTALL-<br />

ANHÄNGER MIT MINIATURMALEREI<br />

Länge: ca. 7,5 cm.<br />

Gewicht: ca. 46,1 g.<br />

GG 750.<br />

Spanien, 17. Jahrhundert.<br />

Antiker, beidseitig emaillierter und floral gestalteter<br />

Anhänger mit Medaillon, einmal mit Madonna, einmal<br />

mit Gott und Jesuskind, jeweils als Miniaturmalerei<br />

unter Bergkristall. Steinbesatz aus Glassteinen. Email<br />

leicht besch.<br />

(1410084) (16)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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63<br />

DEVOTIONSOBJEKT MIT EMAILBESATZ<br />

Höhe: 11 cm.<br />

Spanien, 17. Jahrhundert.<br />

Figürliche, in Bronze gegossene, mit Gold und polychromen<br />

Pigmenten verzierte Madonnenskulptur in<br />

mit Bergkristall verziertem Schrein. Dieser vergoldet<br />

und mit teils opakem, teils transluzidem Email dekoriert.<br />

Applizierte Kugeln in Achat und Jaspis sowie<br />

eine Perle.<br />

(1410081) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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64<br />

EMAILLIERTER SILBERNER<br />

ST. GEORGS-ANHÄNGER<br />

Länge: ca. 10 cm.<br />

Silber.<br />

Siebenbürgen, 19. Jahrhundert.<br />

Beidseitig farbig emaillierter Anhänger mit St. Georgs-<br />

Motiv, besetzt mit Rubinen und Smaragden. Zwei Perlanhänger.<br />

Aufhängung und Broschierung fehlen. Email<br />

leicht best.<br />

(14100810) (16)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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Abbildung Lot 63<br />

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77


65<br />

CHINESISCHE ROTLACKDOSE<br />

Durchmesser: 17,5 cm.<br />

China, Ming-Dynastie.<br />

Jeweils kugelsegmentförmiger Lackkorpus, innen<br />

schwarz lackiert, außen mit aufwändigem, tiefen<br />

Schnitzlack versehen, Lotusblüten und Blätter darstellend.<br />

Einmal mit erhabenem Ring, so dass als Schale<br />

zusammenfügbar. Craquelé.<br />

(1410904) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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66<br />

TABATIÈRE IN GESTALT EINES SCHUHS<br />

4,7 x 6,2 x 3,4 cm.<br />

Wohl Dresden, 18. Jahrhundert.<br />

In Amethyst gestalteter Korpus, die Schichtung des<br />

Steins als elementaren Bestandteil des Schuhaufbaues<br />

nutzend und somit die Sohle kennzeichnend. Die<br />

Öffnung mit Scharniersteckdeckel, der Steckrand und<br />

das Scharnier in Roségold 585. Auf dem Schuhblatt<br />

ein Carrée mit Granatbesatz.<br />

(14100832) (13)<br />

€ 4.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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67<br />

PORTRAIT-CAMMEO-BROSCHE VON CASTELLANI<br />

6,7 x 5,7 cm.<br />

GG 750.<br />

Signiert: „CC“, zwei gespiegelte Cs.<br />

Italien, um 1860.<br />

Selten feiner, großer, hochovaler Gelbgoldrahmen mit<br />

gekordeltem Kreisbanddekor und feiner Granulation<br />

und einer zentralen Muschelcammeo mit nach links<br />

gerichtetem Portrait eines Mannes, die differenzierte<br />

Schichtung der Muschelstruktur nutzend. Die Cammeo<br />

mit zwei kaum sichtbaren, unbedeutenden Haarrissen.<br />

Ansonsten ein makelloser Erhaltungszustand.<br />

(1410088) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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68<br />

FABERGÉ-SCHWEINCHEN<br />

Länge: 6 cm.<br />

Kästchen: 5 x 6 x 8,5 cm.<br />

Bergkristall, Äuglein wohl Pink-Saphir-Cabochons,<br />

gold gefasst. Im original Holzkästchen mit Firmenlogo<br />

„Fabergé“ auf dem Seiden-Innenfutter.<br />

(1400518) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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79


69<br />

DIE SOLOTHURNER WAPPENTAFEL<br />

DER WEBERZUNFT<br />

Durchmesser: 97 cm.<br />

Durchmesser inkl. Rahmung: 107 cm.<br />

Öl auf Holz, hinter Glas gerahmt.<br />

Solothurn, 18. Jahrhundert.<br />

Tafeln wie diese sind nur wenige erhalten. In den<br />

damaligen Freien und Reichsstädten Ravensburg,<br />

Solothurn, Augsburg, Kempten im Allgäu, Füssen und<br />

Memmingen entstanden Wappentafeln mit Zunftbezug,<br />

von denen mit der hier angebotenen Tafel<br />

insgesamt nur 46 nachgewiesen werden können. In<br />

Ravensburg werden im Museum Hupis-Quartier 24<br />

Tafeln verwahrt, im Solothurner Museum Blumenstein<br />

10, im Augsburger Maximilianmuseum 7, im Stadtmuseum<br />

Memmingen 2, im Museum der Stadt Füssen<br />

und im Allgäu-Museum zu Kempten jeweils. Diese<br />

Wappentafeln umfassen einen Zeitraum von 1347-<br />

1840, wobei unsere Wappentafeln mit dem Jahr 1751<br />

beginnt und mit dem Jahr 1795 endet. Im Zentrum ist<br />

der Heilige Blasius von Sebaste (rätoromanisch San<br />

Plasch, gest. 316) mit seinem Attribut der Egge dargestellt.<br />

Die optische Ähnlichkeit der Egge mit einem<br />

Hechelkamm erklärt seine Deutung als Schutzheiliger<br />

der Weber. Um das von einem Lorbeerkranz gesäumte<br />

zentrale Bildfeld herum angeordnet sind drei konzentrische<br />

Kreise mit Wappenschilden in Halbrundform<br />

ohne Oberwappen und mit darüberliegendem weißgrundigem<br />

Feld. Der erste Wappenring umfasst 22<br />

Wappen, der zweite Wappenring 32 Wappenschilde,<br />

von denen 25 gefüllt und 7 vakant sind. Der äußere<br />

Ring zeigt 41 vakante Warteschilde. Die gefüllten<br />

Wappenschilde tragen als untere Begrenzung das jeweilige<br />

Todesjahr der Person, die über dem Wappen in<br />

schwarzen Lettern genannt ist. Von diesen Personen<br />

konnten bisher folgende identifiziert werden: Johann<br />

Georg Sebastian Wysswald (1678-1752), Stephan<br />

Jakob Wysswald (1706-1775), Josef Ludwig Anton<br />

Schwaller (1690-1752), Urs Josef Bonaventura Bass<br />

(1717-1753), Peter Josef Bass (1716-1753), Urs Josef<br />

Bass (1714-1757), Peter Blasius von Staal (1740-1783),<br />

Franz Leopold Tschann (1711-1791), Urs Peter Josef<br />

von Roll (1720-1764).<br />

Literatur:<br />

Vgl. zu den Wappentafeln: Jens Kremb, Die runden<br />

Wappentafeln der Zünfte, in: Heraldica Nova: Medieval<br />

and Early Modern Heraldry from the Perspective <strong>of</strong><br />

Cultural History 4.5.2016. (1400143) (13)<br />

SOLOTHURN COAT OF ARMS<br />

OF WEAVER´S GUILD<br />

Diameter: 97 cm.<br />

Diameter incl. frame: 107 cm.<br />

Oil on panel, framed with glass.<br />

Solothurn in Switzerland, 18th century.<br />

Literature regarding the coat <strong>of</strong> arms:<br />

cf. Jens Kremb, Die runden Wappentafeln der Zünfte,<br />

in: Heraldica Nova: Medieval and Early Modern<br />

Heraldry from the Perspective <strong>of</strong> Cultural History,<br />

4 May 2016.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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70<br />

ZIERLICHE KASSETTE<br />

12 x 16,7 x 8,5 cm.<br />

Bodenseitig mit Resten eines alten<br />

Sammlungsetiketts.<br />

Portugal, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

In Holz hochfein geschnitzt und gedrechselt, teilgeschwärzte<br />

Beineinlagen. Rechteckiger Korpus mit<br />

Scharnierrunddeckel. Dieser und die Korpuswandung<br />

mit Beineinlagen sind gerahmt mit à jour gearbeiteten,<br />

in ihren Mustern alternierenden Feldern. Drücker<br />

als grüner Stein mit Silbermontierung.<br />

(1411135) (13)<br />

€ 8.500 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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71<br />

PAAR BRONZEPFERDE<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Länge: 27cm.<br />

Tiefe: 10 cm.<br />

Venedig, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Kleine Wiederholungen von zwei der vier Quadriga-<br />

Pferde, die sich erhoben an der Front der Basilika von<br />

San Marco in Venedig befinden. Die Pferde in Größe<br />

von je 1,60 Metern auf San Marco stammen aus der<br />

Antike und wurden Mitte des 13. Jahrhunderts aufgestellt,<br />

die Herkunft ist bis heute ungeklärt. Als Grand-<br />

Tour-Objekte wurden kleinere Gussexemplare hergestellt,<br />

entsprechend der großen Originale jeweils<br />

mit den Hufen auf Kapitellen. Schöne, glänzende hellbraune<br />

Patina.<br />

(1411562) (1) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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72<br />

PAAR KERZENSTÖCKE<br />

Höhe: 41 cm.<br />

Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />

Abbildung<br />

Lot 70<br />

Bronze gegossen, gedreht. Mehrfach gekehlter Fuß<br />

mit genodetem, hohen Schaft und kuppaförmiger<br />

Traufschale. Darin jeweils ein Dorn in langer Tropfenform.<br />

(14104727) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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81


FURNITURE<br />

& INTERIOR<br />

C L O C K S<br />

S I L V E R


73<br />

BEDEUTENDENDES BELLIFONTAINE<br />

RENAISSANCE-KABINETT<br />

Gesamthöhe: 242,5 cm.<br />

Unterteil: 104 x 136,5 x 58,5 cm.<br />

Oberteil: 98,5 x 126 x 52 cm.<br />

Trägt das Wappen der Familie Dodieu.<br />

Île-de-France, Schule von Fontainebleau,<br />

um 1560 – 1580.<br />

Helles Nussbaumholz, Eierschal-Pastiglia und Ebenholzeinlagen.<br />

Alles an diesem Möbelstück erinnert an<br />

die Strenge und Eleganz der Herrschaft Henri II. Dieser<br />

Renaissance-Schrank ist direkt von den Bellifontaines<br />

Werken der zweiten Hälfte des 16. Jahr hunderts inspiriert.<br />

Seine kraftvolle Struktur ist als Nachbildung<br />

der Architektur konzipiert, mit seinen schönen korinthischen<br />

Säulen und seinem eleganten Giebel, alles in<br />

großem Raffinement ausgeführt. Alle Stollen, Schubladen,<br />

das Gebälk und die Seiten sind mit Einlagen aus<br />

geschwärztem Holz und einem feinen Dekor aus Ranken<br />

und Arabesken in Pastiglia-Technik verziert. Diese<br />

in Frankreich selten angewandte Technik stammt direkt<br />

von italienischen Künstlern und ist von den italienischen<br />

Moresken inspiriert. Der untere Teil, der sich<br />

durch zwei Flügeltüren und zwei Schubladen öffnet,<br />

ruht auf einer pr<strong>of</strong>ilierten Sockelleiste, getragen von<br />

vier abgeflachten Kugelfüßen.<br />

Unter Henri II entsteht ein Möbelstil, der vollkommen<br />

architektonisch geprägt ist.<br />

Das Gleichgewicht ist gefunden und legt die Grundlagen<br />

für eine französische Kunst. Der Schrank, als<br />

Nachbildung einer Gebäudefassade, ordnet Konsolen<br />

mit Federornamenten, Säulen, Gesimse und kurvige<br />

Giebel. Dieses Spiel des Ineinandergreifens architektonischer<br />

Formen gilt auch für die dekorativen<br />

Elemente: Innerhalb dieser streng gestalteten Architektur<br />

steht der dekorative Effekt im Vordergrund.<br />

Die Stollen des unteren Teils sind mit Mustern versehen,<br />

bei denen Furniere aus geschwärztem Holz verwendet<br />

werden, deren durchdachte Anordnung die<br />

geschnitzten Flächen definiert. Diese erinnern auch<br />

daran, dass die ersten italienischen Künstler, die nach<br />

Frankreich kamen, Intarsienböden herstellten, eine<br />

Kunst, in der sie Meister waren und deren Einfluss<br />

lange Zeit nachwirkte.<br />

In pr<strong>of</strong>ilierten Rahmen sind die Türen beider Schrankteile<br />

mit Flachreliefs verziert, die in drei Register<br />

unterteilt sind. Im Zentrum jedes Paneels steht eine<br />

weibliche Figur, deren Scham nur durch ein vom Wind<br />

verwehtes Tuch leicht bedeckt ist, und die sich inmitten<br />

einer ländlichen Landschaft gegenüberstehen.<br />

Die erste Figur, links, hält ein kleines Blumensträußchen<br />

und ein Füllhorn voller Feldblumen. Es handelt<br />

sich um Flora, die Allegorie des Frühlings.<br />

Die zweite Figur, rechts, trägt ein Füllhorn, das von<br />

Früchten und Getreidegarben überquillt. Es handelt<br />

sich um Ceres, die Göttin der Landwirtschaft, der<br />

Ernte und der Fruchtbarkeit, die den Sommer und den<br />

Wohlstand symbolisiert.<br />

Im oberen Register stehen sich zwei liegende weibliche<br />

Figuren gegenüber.<br />

Das dominierende Thema ist das der Jahreszeiten.<br />

Hier verkörpern der Sommer und der Frühling den traditionellen<br />

Code, der später von Cesare Ripa in der 1603<br />

veröffentlichten Iconologia definiert wurde: Weibliche<br />

Figuren für den Frühling und den Sommer, jede mit<br />

ihren Attributen: Die Blumensträuße betonen die Jugend<br />

des Frühlings, der Sommer erntet die Felder voller<br />

Weizen.<br />

Anmerkung:<br />

Die erste Erwähnung des Namens Dodieu stammt aus<br />

dem Jahr 1269. Thomas und Guillaume Dodieu unterzeichnen<br />

damals den Waffenstillstand, der zwischen<br />

dem Kirche von Lyon und den Bürgern der Stadt geschlossen<br />

wurde.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Claude Le Laboureur, Les Mazures de l'abbaye<br />

royale de l'Isle-Barbe les Lyon..., J. Couterot, Paris,<br />

1681. (1410972) (1) (13)<br />

IMPORTANT RENAISSANCE CABINET<br />

OF BELLIFONTAINE<br />

Total height: 242.5 cm.<br />

Lower part: 104 x 136.5 x 58.5 cm.<br />

Upper part: 98.5 x 126 x 52 cm.<br />

With the coat <strong>of</strong> arms <strong>of</strong> the Dodieu family.<br />

Île-de-France, School <strong>of</strong> Fontainebleau,<br />

ca. 1560 - 1580.<br />

Light walnut, eggshell pastiglia and ebony inlays. The<br />

style <strong>of</strong> this piece <strong>of</strong> furniture recalls the austerity and<br />

elegance <strong>of</strong> the reign <strong>of</strong> Henri II. This Renaissance<br />

cabinet is directly inspired by the Bellifontaines´ works<br />

<strong>of</strong> the second half <strong>of</strong> the 16th century. The cabinet, a<br />

replica <strong>of</strong> a building façade, arranges consoles with<br />

feather ornaments, columns, cornices, and curved pediments.<br />

This play <strong>of</strong> interlocking architectural shapes<br />

also applies to the decorative elements.<br />

Literature:<br />

cf. Claude Le Laboureur, Les Mazures de l’abbaye<br />

royale de l’Isle-Barbe, J. Couterot, Paris, 1681.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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Wappen der Familie Dodieu<br />

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74<br />

ZIERLICHES RENAISSANCE-KABINETT<br />

160 x 118 x 54 cm.<br />

Zentralfrankreich, Ende 16. Jahrhundert.<br />

Dieser kleine Schrank aus Nussbaum, der sich an der<br />

Vorderseite mit vier Flügeltüren und zwei Schubladen<br />

im unteren Bereich öffnet, zeigt eine reiche Ornamentik.<br />

Er steht auf einem pr<strong>of</strong>ilierten Sockel, der mit breiten<br />

Palmetten verziert ist. Die seitlichen Stollen sind<br />

mit fein ausgeführten Blattgirlanden geschmückt. Auf<br />

dem mittleren Pilaster ruht eine lorbeerbekränzte<br />

männliche Herme, die auf einem Schaft mit einer langen<br />

geschnitzten Blattverzierung steht. Sie rahmen<br />

die Flügeltüren ein, auf denen sich ein Banddekor entfaltet,<br />

der drei Medaillons abgrenzt. Eines davon ist<br />

rund und mit einer Rose verziert, oben und unten<br />

eingerahmt von zwei halben Akanthusblättern. Die<br />

Paneele sind in pr<strong>of</strong>ilierte Rahmen eingelassen, die<br />

von einem Lorbeerfries umgeben sind.<br />

Der untere Bereich enthält zwei Schubladen, die mit<br />

zwei langen stilisierten Akanthusblättern verziert sind.<br />

Sie werden durch drei Konsolen getrennt.<br />

Der obere Teil des Schranks, in einem dreifachen<br />

Rhythmus gegliedert, ruht auf einer mit Palmetten<br />

besetzten Platte. Die Büsten der drei Hermen – männlich<br />

an den Enden und weiblich in der Mitte – die<br />

die Flügeltüren trennen, ruhen auf Schäften, die mit<br />

Blättern verziert sind. Rest.<br />

(1410973) (1) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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75<br />

BEDEUTENDE GOTISCHE TRUHE<br />

79 x 166 x 67 cm.<br />

Frankreich, Ende 15. / Anfang 16. Jahrhundert.<br />

In Eiche gefertigtes gotisches Möbel mit vier Eckpfosten<br />

und dazwischenliegendem, teilweise mit<br />

feinem, für die Zeit typischen Maßwerk beschnitzter<br />

Wandung. Ersteres mit Spitzbögen und floralen<br />

Füllungen und zweitere umgeben von Rundpr<strong>of</strong>ilen.<br />

Scharnierdeckplatte mit Fallriegel und Eisenschlossplatte.<br />

(1410975) (1) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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76<br />

HENRI II-DRESSOIR<br />

152 x 93 x 44 cm.<br />

Nordfrankreich, erste Hälfte 16. Jahrhundert.<br />

In Eichenholz garbeitetes Möbel. Dreiteilige Komposition<br />

ersten Register, wobei die mittlere Tür dasselbe<br />

Motiv wie die beiden anderen Flügeltüren aufweist<br />

und von zwei Paneelen mit pflanzlichen Reliefmotiven<br />

eingerahmt wird. Diese drei Elemente sind durch zwei<br />

aufgesetzte Baluster getrennt. Das erste Register<br />

endet an jedem Ende mit einem kannelierten Pilaster.<br />

Im zweiten Register sind die Stollen und der mittlere<br />

Pfosten mit kannelierten Pilastern und korinthischen<br />

Kapitellen verziert, die das erste Register visuell fortsetzen<br />

und so die Harmonie und das Gleichgewicht<br />

der Komposition gewährleisten.<br />

Im unteren Teil ist die Rückwand mit drei schlicht<br />

pr<strong>of</strong>ilierten Paneelen verziert. An der Vorderseite, seitlich<br />

der erhöhten und pr<strong>of</strong>ilierten Basis, stützen zwei<br />

feine, kannelierte Säulen mit ionischen Kapitellen den<br />

oberen Teil.<br />

In einem bemerkenswerten Erhaltungszustand und<br />

von sehr schöner Machart ist dieses Möbelstück ein<br />

vollendetes Beispiel für französische Arbeiten aus der<br />

ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine perfekt<br />

durchdachte Architektur, die schöne Harmonie seiner<br />

Proportionen und die Schlichtheit seiner Dekoration<br />

machen es zu einem Möbelstück von großer Eleganz.<br />

Provenienz:<br />

Aus der Sammlung Chabrières, Arlès.<br />

(1410974) (1) (13)<br />

HENRI II DRESSOIR<br />

152 x 93 x 44 cm.<br />

North <strong>of</strong> France, first half <strong>of</strong> the 16th century.<br />

Oak structure. Three-part composition <strong>of</strong> the first<br />

register, with the central door having the same motif<br />

as the other two hinged doors and framed by two<br />

panels with vegetal relief motifs. In remarkable condition<br />

and <strong>of</strong> very fine craftsmanship, this piece <strong>of</strong><br />

furniture is a perfect example <strong>of</strong> French work from the<br />

first half <strong>of</strong> the 16th century. Its perfectly elaborate<br />

architecture, beautiful harmonious proportions and<br />

the simple decoration make it a piece <strong>of</strong> furniture <strong>of</strong><br />

great elegance.<br />

Provenance:<br />

From the Chabrières collection, Arlès.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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87


77<br />

ZIERLICHES RENAISSANCEKABINETT<br />

À DEUX CORPS<br />

167 x 123 x 58 cm.<br />

Frankreich, Ende 16. Jahrhundert.<br />

Dieser kleine zweiteilige Schrank mit harmonischen<br />

Proportionen öffnet sich durch vier Flügeltüren an der<br />

Front und zwei Schubladen im unteren Bereich. Er<br />

ruht auf einem pr<strong>of</strong>ilierten Sockel.<br />

Die seitlichen Stollen und der mittlere Pilaster des<br />

unteren Teils sind mit langen, stilisierten Palmetten<br />

verziert. Sie rahmen die vier Flügeltüren ein, auf denen<br />

ein pflanzliches Dekor aus symmetrisch angeordneten,<br />

geschnitzten Stängeln und Blättern um zwei mit<br />

Federn geschmückte Maskarons gestaltet ist. Die<br />

beiden Paneele der Türen des unteren Teils sind in<br />

einen pr<strong>of</strong>ilierten Rahmen eingelassen.<br />

Rankungen aus Akanthusblättern schmücken die beiden<br />

Schubladen. Die Paneele des oberen Teils sind<br />

mit schönen Ranken verziert, die um ein Löwenmaul<br />

angeordnet sind. Auf den Stollen entspringen Eicheln<br />

und kleine Früchte inmitten von Blättern und Stängeln.<br />

Zwei Konsolen stützen ein wenig hervorstehendes<br />

Gesims. Das Gebälk ist in der Mitte mit einem<br />

geflügelten Puttenkopf und einem pflanzlichen Dekor<br />

verziert.<br />

Die Seitenpaneele sind schlicht pr<strong>of</strong>iliert. Die Muster<br />

der Friese und Paneele sind abwechslungsreich und<br />

die Ornamente sind mit großer Raffinesse ausgearbeitet.<br />

Rest. Erg.<br />

(1410971) (1) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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78<br />

BAROCKES KABINETTKÄSTCHEN<br />

50 x 64 x 30 cm.<br />

Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />

Über ebonisierten gedrückten Kugelfüßen der rechteckige<br />

Korpus mit seitlichen gegossenen Tragehandhaben<br />

und à jour gearbeiteten Ecklösungen. Schau seitig<br />

sieben Schübe mit Wellenleistenpr<strong>of</strong>ilen angeordnet<br />

um eine zentrale Tür. Dahinter <strong>of</strong>fenes Compartiment<br />

mit zwei darüberliegenden Schüben. Kein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(14104912) (13)<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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89


79<br />

BAROCKES CABINET A DEUX CORPS<br />

188 x 135 x 53,5 cm.<br />

Frankreich, 17. Jahrhundert.<br />

In Amaranth gefertigt mit Nussbaum und Satinholz<br />

auf Eiche. Auf gedrückten Kugelfüßen zweiteiliger<br />

Korpus mit zwei Flügeltüren und mehreren Schüben.<br />

Geschlossen zeigt es im oberen Teil zwei Szenen in<br />

Flachrelief, die in geometrische Medaillons eingearbeitet<br />

sind, umgeben von geometrischen Kartuschen<br />

mit fein gravierten, blattartigen Rankenmustern. Auf<br />

dem linken Flügel ist eine Szene zu sehen, die eine<br />

triumphale Einkehr eines Königs in eine Stadt darstellen<br />

könnte. Eine königliche Einkehr wird vom Historiker<br />

Pascal Lardellier als ein bedeutendes politisches Ritual<br />

definiert, bei dem eine Stadt <strong>of</strong>fiziell einen Herrscher<br />

oder hohen Würdenträger in einer für diesen Anlass<br />

präparierten, architektonischen und theatralischen<br />

Kulisse empfängt. Zu sehen ist ein reich gekleideter<br />

Reiter im römischen Stil, der ein Zepter trägt, begleitet<br />

von zwei tanzenden Musikern. Im Hintergrund erkennt<br />

man zwei Männer, die aus einem Fenster das Geschehen<br />

beobachten. Das gegenüberliegende Medaillon<br />

zeigt eine Szene, die schwerer zu identifizieren ist.<br />

Man sieht einen römischen Soldaten und zwei Männer,<br />

die sich unterhalten. Links ist ein Schiff zu erkennen,<br />

was darauf hindeuten könnte, dass die Szene in<br />

einem Hafen stattfindet. In der Ferne zeichnet sich<br />

die Silhouette einer Stadt mit Turm und Kuppel ab. Die<br />

Figur rechts, reich gekleidet, trägt ein Schwert an der<br />

Seite, hält ein Zepter in der linken Hand und zeigt mit<br />

der rechten auf die Stadt. Die Figur links hält denselben<br />

Hut wie die zuvor beschriebene Person in der<br />

rechten Hand und scheint auf das Schiff zu zeigen.<br />

In der Mitte steht der römische Soldat, erkennbar<br />

an seiner Rüstung, dem Helm und der Lanze, und<br />

hört der ersten Figur zu. Dieses Sammlungskabinett<br />

war nicht nur selbst Teil eines Kabinetts des 17. Jahrhunderts,<br />

das weitere Kunst- und Wunderkammergegenstände<br />

beherbergte, sondern barg auch selbst<br />

in seinen 27 Schubfächern eine Sammlung womöglich<br />

antiker archäologischer Fragmente, exotischer<br />

Muscheln oder Schmuckstücke und erlesene Parfüms.<br />

(1410979) (1) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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80<br />

BAROCKER KABINETTSCHRANK<br />

117,5 x 62 x 29 cm.<br />

Norditalien, 17. Jahrhundert.<br />

Über ebonisiertem Unterbau mit tordierten Holzsäulen,<br />

die durch eine bewegte X-förmige Strebe<br />

miteinander verbunden sind, der auf gedrückten<br />

Kugelfüßen ruhende Kabinettkasten. Dieser rechteckig<br />

mit zwei Türen versehen. Inneneinrichtung mit<br />

neun Schüben mit ebonisiertem Wellenleistenpr<strong>of</strong>il<br />

und zentraler Schwingtür mit dahinterliegendem<br />

Compartiment mit marmoriertem Papier und darüberliegendem<br />

Schub. Türen und Inneneinrichtung mit<br />

Hirschhorneinlagen. Diese mit geschwärzter aufwendiger<br />

Gravurarbeit. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(14104913) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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91


81<br />

PAAR PRÄCHTIGE LOUIS XV-KAMINBÖCKE<br />

Höhe: 33 cm.<br />

Breite: 32,5 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.<br />

Äußerst feine Bronzearbeit. Zwei allegorische Figuren<br />

darstellend: einen Mann mit einer Tasse, unordentlich<br />

bekleidet und entsprechend sitzend und ein zweiter<br />

Mann mit eleganter Bekleidung, ein Kästchen am<br />

Schoss haltend. Sie sitzen auf einem Podest, das<br />

gebildet wird aus Blattwerk, Rocaillen und Voluten.<br />

Diese extrem fein ausgearbeitet und ziseliert sowie<br />

feuervergoldet in Glanz- und Mattgold. Rückseitig mit<br />

schmiedeeisernem Steg.<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Mona von Bismarck.<br />

Sotheby´s New York, 6. November 2008, Lot 21.<br />

(14005113) (19)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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82<br />

LOUIS XV-KOMMODE<br />

Höhe: 97,2 cm.<br />

Breite: 159 cm.<br />

Tiefe: 68,6 cm.<br />

Gestempelt „J.F. GARREE“.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Über vier gegossenen, ziselierten und vergoldeten<br />

Bronzesabots die gekanteten Beine mit zweischübigem<br />

Korpus über rechteckigem Grund. Zarge leicht<br />

überlappend mit teils à jour gearbeiteten Ormolu-<br />

Applikationen. Kreisrunde Scheibenhandgriffe. Den<br />

Zügen des Möbels folgende, trapezförmige, pr<strong>of</strong>ilierte,<br />

rot-weiß geäderte Marmordeckplatte.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s New York, 20. November 1993, Lot 193.<br />

Ehemals Sammlung Barbara Woolworth Hutton.<br />

Süddeutscher Adelsbesitz.<br />

LOUIS XV COMMODE<br />

Height: 97.2 cm.<br />

Width: 159 cm.<br />

Depth: 68.6 cm.<br />

Stamped “J.F. GARREE”.<br />

France, 18th century.<br />

Provenance:<br />

Sotheby´s New York, 20 November 1993, lot 193.<br />

Formerly collection <strong>of</strong> Barbara Woolworth Hutton.<br />

Southern german noble estate.<br />

Literature:<br />

cf. Pierre Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe<br />

siècle, Paris 1989, p. 347.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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Anmerkung:<br />

Ein ähnliches Möbel angeboten bei Sotheby´s New<br />

York, 04. Mai 1984, Lot 76 mit Abb., signiert „J.F.<br />

Garree“ (Jean-François Garrée).<br />

Literatur:<br />

Vgl. Pierre Kjellberg, Le Mobilier Francais Du XVIII-<br />

Siècle, Paris 1989, S. 347. (14005114) (13)<br />

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93


83<br />

PAAR LOUIS XVI-CHINOISERIE-OBJEKTE<br />

ALS KERZENHALTER<br />

Höhe: je 19 cm.<br />

Breite: 10,5 cm.<br />

Tiefe: ca. 9 cm.<br />

China und Frankreich, um 1770.<br />

Chinaporzellan und vergoldete Bronze. Die beiden<br />

Leuchter jeweils in vergoldeter Bronze in Form einer<br />

rundbogigen Laube gestaltet. Die pr<strong>of</strong>ilierten Sockel<br />

auf vier ovalen Füßen mit Blättern, an der Sockelfront<br />

je ein Blattfeston. Rückseitig je ein Haltering. Seitlich<br />

des Laubenbogens frei vortretende Porzellanblüten,<br />

polychrom gemalt und glasiert. Bekrönung durch eine<br />

Kerzentülle in Form einer Knospe. In der Laube jeweils<br />

ein chinesisches Figürchen in Sitzhaltung mit Ambrosiagefäß<br />

und hohem Kopfschmuck, türkis-grün glasiert.<br />

Derartige Objekte waren für Chinoiserie-Kabinette<br />

bestimmt und sollten sowohl den inzwischen erfolgten<br />

politischen Kontakt mit dem Fernen Osten demonstrieren,<br />

als auch das Interesse an der fremden<br />

Kultur. Minimal rest. (kaum sichtbar) am Basisrand<br />

einer Figur. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Galerie Kugel, Paris. (1410996) (11)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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84<br />

LOUIS XV-CHINOISERIE-OBJEKT<br />

Höhe: 9,5 cm.<br />

Breite: 13 cm.<br />

Tiefe: 11,5 cm.<br />

China und Frankreich, um 1740.<br />

Chinaporzellan und vergoldete Bronze. Schöne Alterspatina,<br />

vor allem auf der Unterseite. Lächelnde Buddhafigur<br />

auf einem vergoldeten Thron in Rocailleformen.<br />

Porzellan mit Türkisglasur, in Krabbenfassung auf dem<br />

Sitz eines ausladenden Armlehnsessels, dessen Füße<br />

in C-Bögen seitlich ausschweifen, an der Rückseite<br />

ein Einzelfuß, entsprechend geschweift. Die Lehne<br />

im Gitterwerk durchbrochen, durch kleine Voluten bekrönt.<br />

Derartige Objekte waren für Chinoiserie-Kabinette<br />

bestimmt und sollten sowohl den inzwischen<br />

erfolgten politischen Kontakt mit dem Fernen Osten<br />

demonstrieren, als auch das Interesse an der fremden<br />

Kultur. Alter, dunkler Riß an der Figur seitlich.<br />

Provenienz:<br />

Galerie Bernard Steinitz, Paris. (1410997) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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85<br />

VIER RÉGENCE-KERZENSTÖCKE<br />

Höhe jeweils: 17,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 1210 g.<br />

Standring teils mit altem Besitzermonogramm „F.P.“,<br />

undeutlich punziert.<br />

Deutschland, um 1720.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />

Über passigem, quadratischen gestuften Stand mit<br />

bewegten, eingezogenen Ecken der konisch zulaufende<br />

Schaft über einer Traufvertiefung. Balusterschaft,<br />

darüber hohe Tülle. Symmetrischer, gravierter Bandelwerkdekor<br />

über satiniertem Fond. Min. besch.<br />

Provenienz:<br />

Nach Einliefererangaben 1958 bei S.J. Philips in London<br />

erworben.<br />

Sammlung Hubert de Givenchy.<br />

(1410995) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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95


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86<br />

POTSDAMER PRUNKSCHRANK<br />

246 x 200 x 66 cm.<br />

Johann August Nahl, 1710 – 1785.<br />

Potsdam, um 1750 / 1760.<br />

In Holz gearbeiteter, prismierter Korpus mit gesprengtem<br />

Volutengiebel auf wellig ausgeschnittenem Sockel<br />

mit ausgeprägten Volutenfüßen. Die geschweifte,<br />

doppeltürige Front über einem Paar Schübe. Innen rot<br />

gefasst, außen cremefarben gefasst mit Teilversilberung.<br />

Schnitzwerk sehr fein mit Blumen, Blättern,<br />

Rocaillen, Girlanden und Zierfries. Johann August Nahl,<br />

als „Directeur des Ornements“ am H<strong>of</strong> von Friedrich<br />

II. dem Großen tätig, spielte eine zentrale Rolle in der<br />

Gestaltung der zahlreichen Bauprojekte, die unmittelbar<br />

nach Friedrichs Thronbesteigung initiiert wurden.<br />

Diese umfassten sowohl Neubauten als auch Umgestaltungen<br />

und Neueinrichtungen der königlichen Residenzen<br />

wie dem Berliner und Potsdamer Schloss,<br />

Schloss Monbijou, Charlottenburg und Sanssouci.<br />

Nahl prägte das friderizianische Rokoko maßgeblich<br />

und trug zur Stilkontinuität bei, die bis in die 1760er<br />

Jahre erhalten blieb. Gemeinsam mit anderen herausragenden<br />

Künstlern wie Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff<br />

und später den Brüdern Johann Michael und<br />

Johann Christian Hoppenhaupt, gestaltete er beeindruckende<br />

Wanddekorationen sowie dazugehörige<br />

Möbelstücke wie Konsolen, Spiegel, Prunksessel und<br />

Canapés. Diese Werke zeichnen sich durch die für<br />

Berlin typische naturalistische Ornamentik aus, die<br />

Elemente wie Blumen, Früchte, Vögel und Musikinstrumente<br />

einbezieht. Das Ergebnis war ein unverwechselbarer,<br />

französisch beeinflusster Rokokostil<br />

mit norddeutsch-protestantischem Charakter, der sich<br />

durch lebendige Frische, grazile Formen und den<br />

großzügigen Einsatz von Gold auszeichnete. Die<br />

Möbel jener Zeit, insbesondere die aus Berlin und<br />

Potsdam, spiegeln den höfischen Anspruch des jungen<br />

Königreichs wider und erfreuten sich großer Beliebtheit.<br />

Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Schnitzereien<br />

und Vergoldungen. Charakteristisch für die<br />

Kommoden der Mitte des 18. Jahrhunderts sind die<br />

kräftigen, geschwungenen Umrisse, eine aufwändige<br />

Parkettierung sowie die markante Wölbung des Mittelteils.<br />

Die hohen, vollplastisch geschnitzten Beine<br />

und die tief heruntergezogene Zarge unterstreichen<br />

die Opulenz dieser Stücke. Farbig gefasste und vergoldete<br />

Konsolentische, mit reich verziertem naturalistischen<br />

Schmuckwerk, gehören zu den besonderen<br />

Schöpfungen dieser Zeit. Besonders bemerkenswert<br />

sind dabei die für Nahl typischen Verzierungen, die<br />

unter anderem Melonen, Krautstrünke, Grottengebilde<br />

und Flügelschwingen umfassen.<br />

Provenienz:<br />

Fischer-Böhler, München.<br />

Privatsammlung Deutschland.<br />

Literatur:<br />

P. Meister / H. Jedding, Das schöne Möbel im Laufe<br />

der Jahrhunderte, Heidelberg 1958, Tafel 300.<br />

C. Freytag, Bruckmanns Möbellexikon, Frankfurt<br />

1978, Tafel 70.<br />

H. Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels,<br />

München, 1970, Tafel 793.<br />

Vgl. G. Streidt / P. Feierabend, Prussia <strong>Art</strong> and Architecture,<br />

Oldenburg 1999, S. 172 - 206. (1411344) (13)<br />

MAGNIFICENT POTSDAM CABINET<br />

246 x 200 x 66 cm.<br />

Johann August Nahl, 1710 - 1781.<br />

Potsdam, ca. 1750 / 1760.<br />

Provenance:<br />

Fischer-Böhler, Munich.<br />

Private collection, Germany.<br />

Literature:<br />

Peter Meister / H. Jedding, Das schöne Möbel im<br />

Laufe der Jahrhunderte, Heidelberg 1958, plate 300.<br />

Claudia Freytag, Bruckmanns Möbellexikon, Frankfurt<br />

1978, plate 70.<br />

Heinrich Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels,<br />

Munich 1970, plate 793.<br />

cf. Gert Streidt / P. Feierabend, Prussia <strong>Art</strong> and<br />

Architecture, Oldenburg 1999, pp. 172-206.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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97


87<br />

PAAR KLASSIZISTISCHE KONSOLEN<br />

Höhe: 94 cm.<br />

Breite: 106 cm.<br />

Tiefe: 56 cm.<br />

Rom, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Auf in Blattwerk geschnitzten Füßen stehende, konisch<br />

auslaufende kannelierte Beine mit Pr<strong>of</strong>ilring und Blattwerkkapitell.<br />

Darüber gerade Zarge mit Blütenschnitzereien.<br />

Überkragende, in Marmor belegte recht eckige<br />

Deckplatte, mit vier verschiedenen Marmorsorten<br />

eingelegt. Rest.<br />

(1411348) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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88<br />

ELEGANTER LOUIS XVI-KONSOLTISCH<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Breite: 122 cm.<br />

Tiefe: 57,5 cm.<br />

Italien, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Über vier gekanteten und konisch auslaufenden Beinen<br />

die aus gefasstem Blattwerk erwachsen, die gebogte<br />

Zarge mit Sonnen und Blattwerkreliefs teils in vergoldeten<br />

Bögen eingestellt. Grün weiße Marmordeckplatte<br />

über Blattwerkreliefkranz.<br />

(1401106) (11)<br />

€ 6.500 - € 8.500<br />

Sistrix<br />

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99


89<br />

LOUIS XV-CHIFFONIÈRE<br />

Höhe: 69 cm.<br />

Breite: 43 cm.<br />

Tiefe: 32 cm.<br />

Gestempelt „Guillaume Kemp“.<br />

Paris, um 1765.<br />

Auf vergoldeten Ormolu-Rollwerkfüßen leicht geschweifte,<br />

gekanntete Beine mit eingelegtem, an den<br />

Seiten eingezogenen Tableau mit marketiertem Blütenwerk.<br />

Seitlicher Schub mit Schreibzeugeinrichtung<br />

sowie schauseitigem Schreibbrett mit goldpunzierter<br />

Lederschreibplatte. Die Knielösungen mit vergoldeten<br />

Bronzen dekoriert. Den Zügen des Möbels folgende,<br />

leicht überkragende, an den Ecken ausgebuchtete<br />

Deckplatte mit mäandrierter Intarsienkartusche und<br />

zentralem, eingelegten Rankenblütenbouquet. Ein<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

Provenienz:<br />

Ehemals Sammlung Bernhard Steinitz.<br />

Anmerkung:<br />

Guillaume Kemp, Meister ab 01. Oktober 1764, seine<br />

Werke sind vertreten u.a. in Versaille in Form einer<br />

Chiffoniere mit Rosenholzmarketerie und im Metropolian<br />

Museum <strong>of</strong> <strong>Art</strong> durch einen Louis XVI-Sekretär,<br />

ehemals Sammlung Kress, sowie im Museum für<br />

Kunsthandwerk in Frankfurt in Form eines Zylinderbüros.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Pierre Kjellberg, Mobilier français du XVIIIe siècle:<br />

Dictionnaire des ebenistes et des menuisiers,<br />

Paris 1998, S. 461. (1410994) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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90<br />

DAMENSEKRETÄR<br />

Höhe: 101 cm.<br />

Breite: 60 cm.<br />

Tiefe: 46 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

In Bronzesabots mit Blattwerkdekoration stehende,<br />

leicht geschwungene, gekantete Beine mit Blattwerkund<br />

Lorbeerblattfestonauflagen auf den Knien. Die<br />

Zarge zweischübig mit unter einem zentralen Scheinschub<br />

liegender Schreibplatte. Der rechte Schub mit<br />

Kompartiments für Schreibzeug eingerichtet. Deckplatte<br />

leicht überkragend und von vergoldeten Beschlägen<br />

gerahmt. Zentrales herausziehbares Element<br />

mit Klappspiegel und <strong>of</strong>fenem Kompartiment. Aufbau<br />

zweitürig mit Marketerie und flankierenden Bronzeelementen<br />

mit Steckvasen. Vergoldeter Pr<strong>of</strong>ilabschluss.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. Lederschreibplatte mit starken<br />

Nutzungssp.<br />

(1411347) (13)<br />

€ 8.500 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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101


91<br />

SELTENE ROKOKO-KOMMODENUHR MIT<br />

KALENDER UND GLOCKENSPIELWERK<br />

Höhe: 58 cm.<br />

Fußbreite: 41 cm.<br />

Fußtiefe: 23 cm.<br />

Das Gehäuse in Holz, braun-gold gefasst, die Fronttüre<br />

verglast. Der Rechteckkasten auf weit ausschwingenden<br />

Rokoko-Füßen, Zargen mit Gitterwerk, seitlich<br />

hochziehendes geschnitztes Blattwerk, Bekrönung in<br />

Form von C-Bögen und asymmetrisches Blattwerk<br />

über einem Schweifgiebel. Kastenseitenöffnungen verglast.<br />

Frontplatine in graviertem, ziselierten Messing<br />

mit Eckapplikationen, Ziffernring versilbert, mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, die Zeiger<br />

gebläut. Unterhalb der XII Öffnung mit bewegter Pendelscheibe.<br />

Datumsanzeige über der VI, oben zwei Einstellzeiger<br />

für Schlag und Spielwerk, dazwischen rundes,<br />

kleines Emailbild mit „Anbetung der Hirten“.<br />

Rückplatine mit Rocaillegravur. Pendel an Ankerwerk.<br />

Walze für das Spielwerk mit ca. zehn Glocken. Kettenaufzug.<br />

Im Ziffernblatt drei Schlüsseleinführungen,<br />

Schlüssel fehlt. Kette ausgehängt, außer Funktion,<br />

reparaturbedürftig.<br />

(1411342) (11)<br />

€ 4.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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92<br />

ELEGANTE UND BEDEUTENDE<br />

RÉGENCE-KOMMODE<br />

Höhe: 83,6 cm.<br />

Breite: 132 cm.<br />

Tiefe: 63 cm.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

Korpus in Weichholz, furniert in Palisander. Die dreischübig<br />

gestaltete, vertikal geschweiftle Schübefront<br />

zeigt sich in einer eleganten Bewegung. Die Mittelzone<br />

ist mit Rechteckfeldern gestaltet, während die<br />

Schübe seitlich S-bogig nach hinten geschweift sind<br />

und die Ecken leicht vorgezogen wirken. Diese Elemente<br />

münden in geschweifte Stollenfüße, die mit<br />

reichhaltigem, feuervergoldetem Beschlagwerk verziert<br />

sind. Die feuervergoldeten Bronzebeschläge um<br />

die Schlüssellöcher sind in Form von Kartuschen über<br />

einem Schweifwerk angeordnet, das zwei gegenständige<br />

Büsten zeigt. An den Ecken befinden sich plastische<br />

Frauenköpfe, und die Traversen sind mit Messingkanneluren<br />

verziert. Entsprechend aufwendig auch € 5.000 - € 7.000<br />

die beweglichen Henkelzüge, mit sternförmigen Blattwerk.<br />

Furnier einheitlich in Palisander, die Bandeinlagen<br />

mit unterschiedlichen Schattierungen. Innenfelder<br />

dreifach gespiegelt, das Furnier an den Ecken<br />

diagonal verlegt, an den Seiten rautenförmig. Marmorplatte<br />

weiß, rot gesprenkelt, rest.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Pierre Kjellberg, Le mobilier francais du XVIIIe<br />

siècle, Paris 1989. S. 71, S. 551, S. 584, S. 592,<br />

S. 783. (1410751) (19)<br />

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93<br />

BUREAU-PLAT IM LOUIS XV-STIL<br />

78 x 162 x 87 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Beigegeben ein Gutachten mit Provenienzangabe<br />

von R. von der Reck.<br />

Eichenkorpus mit feinem Furnierholz symmetrisch<br />

belegt. In Bronzesabots stehen vier geschweifte und<br />

gekantete Beine, deren Knie mit gegossenen Espa gnoletten<br />

versehen sind. Einseitig mit drei Schüben versehene<br />

Front mit gegossenen, ziselierten Handhaben.<br />

Überkragende Deckplatte mit Messingpr<strong>of</strong>il und roter<br />

punzierter Lederschreibplatte. Mittleres Schloss und<br />

Schlüssel nicht vorhanden.<br />

Château d’Angers, Frankreich<br />

Provenienz:<br />

Château d’Angers, Frankreich. (1411517) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

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103


94<br />

HÖFISCHER EMPIRE-TISCHAUFSATZ<br />

Höhe: 25 cm.<br />

Plattendurchmesser: 33,5 cm.<br />

Fußdurchmesser: 36,5 cm.<br />

Wohl Russland, um 1820.<br />

In vergoldeter und brunierter Bronze, in Form einer<br />

von antiken Frauenfiguren getragenen Rundplatte in<br />

seltenem Pieta-dura Marmor. Die Figürchen stehen<br />

mit überschränkten Armen auf hohen, blattbesetzten<br />

Säulenstümpfen, wiederum getragen von Vorstößen<br />

der brunierten Basisplatte, über Löwentatzenfüßen.<br />

Die Steinplatte braun-beige-dunkelbraun geädert, umzogen<br />

von einer vergoldeten Pr<strong>of</strong>ileinfassung mit Lorbeerzweigen<br />

an kleinen Rosetten.<br />

Stil und Entwurf unter dem Einfluss des französischen<br />

Empire; die Sockelsäulen nehmen jedoch Bezug auf<br />

die östlichen Kulturen, die in die Kunst Russlands eingeflossen<br />

sind. A.R.<br />

(1402283) (11)<br />

COURTLY EMPIRE CENTREPIECE<br />

Height: 25 cm.<br />

Plate diameter: 33.5 cm.<br />

Foot diameter: 36.5 cm.<br />

Probably Russia, ca. 1820.<br />

€ 17.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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95<br />

IMPOSANTES PARISER VERMEIL-SCHREIBZEUG<br />

35 x 50 x 28 cm.<br />

Gewicht: ca. 13100 g.<br />

Punziert mit Meistermarke Odiot, Schriftzug „Odiot<br />

Paris“, 925er Feingehalt, Minervamarke für Sterling-<br />

Silber.<br />

Paris, nach 1956.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />

Über Löwentatzenfüßen der horizontal durch Pr<strong>of</strong>ile<br />

gegliederte Korpus mit Risalitvorsprüngen. Umlaufender<br />

Empiredekor mit Lorbeerblattkränzen, Blüten und<br />

Lyramotiven. Schauseitig mit breitem Schub ebenfalls<br />

in Silber. Federschale mit graviertem Wappendekor,<br />

Einsatz für Streusand mit Sternbohrung. Aufsitzende,<br />

kniende Engelsfiguren mit ausgestellten, fein ziselierten<br />

Flügeln und Füllhörnern vor figürlichem klassizistischen<br />

Relief, flankiert von Sphingenfiguren auf<br />

satiniertem und ornamental verziertem Fond. Rückwand<br />

mit Lyra spielendem Apollo auf Podest. Dieser<br />

und die Sphingen sind auf ein Modell von Thomire<br />

zurückzuführen. Dieses Modell wurde nach Charles-<br />

Maurice de Talleyrands Ernennung zum Außenminister<br />

in den Jahren 1814 und 1815 angefertigt und von<br />

Jean-Baptiste Claude Odiot nach Zeichnungen von<br />

Prud’hon und Fauconnier ausgeführt. Am 3. Dezember<br />

1819 kaufte der damalige Außenminister Etienne<br />

Denis Pasquier, der dieses Amt von 1819 bis 1822<br />

innehatte, dieses Schreibzeug für 11.493 Francs<br />

(siehe Audrey Gay-Mazuel, Odiot, un Atelier d’Orfèvrerie,<br />

S. 178-179, Kat. 186 und Jean-Marie Pinçon und<br />

Olivier Gaube du Gers, Odiot l’Orfèvre, 1990, S. 143).<br />

Das Schreibzeug wurde während der Unterzeichnung<br />

des Pariser Kongresses zur Beendigung des Krimkrieges<br />

im Jahr 1856 verwendet. Er ist auf dem Tisch in<br />

dem Gemälde Le congrès de Paris, 25 février au 30<br />

mars 1856 von Edouard Dubufe in den Sammlungen<br />

des Schlosses von Versailles (Inv. MV 1994) zu sehen.<br />

Dieses Schreibzeug wird jetzt im Quai d’Orsay, dem<br />

französischen Außenministerium, aufbewahrt (Inv.<br />

IASN-91021-000). Hier besteht nun die Möglichkeit<br />

eine Wiederholung in vergoldetem Silber dieses historischen<br />

Prachtstückes zu erwerben.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Jean-Marie Pinçon und Olivier Gaube du Gers,<br />

Odiot l’Orfèvre, 1990, S. 143 und 205.<br />

Vgl. Audrey Gay-Mazuel, Odiot, un Atelier d’Orfèvrerie,<br />

S. 178-179, Kat. 186. (1410762) (13)<br />

IMPRESSIVE PARIS VERMEIL DESK SET<br />

35 x 50 x 28 cm.<br />

Weight: ca. 13100 g.<br />

Hallmarked: Maker’s mark Odiot, signed Odiot Paris,<br />

925 silver Minerva hallmark for sterling silver.<br />

Paris, after 1956.<br />

<strong>Silver</strong>; wrought, cast, chased and gilt.<br />

Apollo and the sphinxes are based on a model by<br />

Thomire. This model was made after Charles-Maurice<br />

de Talleyrand’s appointment as Foreign Minister in<br />

1814 and 1815 and executed by Jean-Baptiste Claude<br />

Odiot based on drawings by Prud’hon and Fauconnier.<br />

This desk set is now held in the Quai d’Orsay, the<br />

seat <strong>of</strong> the French Ministry <strong>of</strong> Foreign Affairs (Inv.<br />

IASN-91021-000). The desk set presented in this lot<br />

<strong>of</strong>fers an opportunity to purchase a gilt silver replica<br />

<strong>of</strong> this historic masterpiece.<br />

Literature:<br />

cf. Jean-Marie Pinçon et Olivier Gaube du Gers,<br />

Odiot l’Orfèvre, 1990, p. 143 and 205.<br />

cf. Audrey Gay-Mazuel, Odiot, unAtelier d’Orfèvrerie,<br />

pp. 178-179, cat. 186.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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107


96<br />

ZIERLICHE LOUIS XVI-KOMMODE<br />

84,5 x 96,5 x 45 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

In gegossenen Bronzesabots stehende, gekantete,<br />

leicht geschwungene Beine, den zweischübigen Korpus<br />

mit vorspringendem Zentrum tragend. Die Schübe<br />

geometrisch marquetiert und innen textil tapeziert.<br />

Überkragende, den Zügen des Möbels folgende grauweiß<br />

geäderte Marmordeckplatte. Zwei Schlüssel<br />

vorhanden, erg.<br />

(1411563) (1) (13)<br />

€ 3.800 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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97<br />

BUREAU PLAT<br />

77 x 144 x 83 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Über kurzen Ormolufüßen konisch auslaufende Beine<br />

mit teils mit Blattwerk gefüllten Kanneluren. Dreischübige,<br />

mittig erhabene Zarge. Schübe teils mit<br />

durch Pressspahn ersetzten Böden. Überkragende,<br />

den Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit goldpunzierter<br />

Lederschreibplatte. Besch.<br />

(1411568) (1) (13)<br />

€ 4.600 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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98<br />

PAAR FRÜHKLASSIZISTISCHE FRANZÖSISCHE<br />

MARMORVASEN MIT VERGOLDETEM<br />

BRONZEDEKOR<br />

Höhe: 46 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Die beiden Kaminvasen repräsentieren den Louis<br />

XVI-Stil. Vasenkörper in dunkelgrünem Marmor, mit<br />

eingezogenem Rundfuß, auf dem die vergoldeten Dekorationen<br />

wie Perlstab und Festons besonders<br />

zur Wirkung kommen. Seitlich plastische Bocksköpfe<br />

in Andeutung von Amphorenhenkeln. Die gewölbten<br />

Deckel besetzt mit Pinienzapfen als Knauf.<br />

(1411564) (1) (11)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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99<br />

GUÉRIDON MIT MIKROMOSAIKPLATTE<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Durchmesser der Platte: 48,5 cm.<br />

Italien, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Der Stand in gegossener und ziselierter Bronze. Auf<br />

drei brünierten Löwentatzenfüßen stehende, kannelierte<br />

S-förmige Beine mit Blattwerkeinlagen. Darüber<br />

Blattwerkkapitell mit daraus ersteigendem, brüniertem<br />

Schaft. Auf einer Holzplatte liegende Pietra dura-Platte<br />

mit in Basaltstein eingelegtem Malachitring,<br />

darin in feinem Mikromosaik gelegt, ein Blütenkranz<br />

in polychromer Einlagetechnik. Rest.<br />

(1411343) (13)<br />

€ 8.500 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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109


100<br />

PAAR SALONFIGUREN<br />

Höhe: 127 cm und 126 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Auf kreisrundem, gekehlten und pr<strong>of</strong>ilierten roten Marmorsockel<br />

jeweils die Bronzefigur einer allegorischen<br />

Gestalt montiert, ein Zepter und eine Fackel haltend.<br />

Die brünierte Bronze kontrastierend zu den attributiven<br />

Elementen, welche in Bronze ziseliert und vergoldet<br />

sind. Die klassische Gewandung an die Antike gemahnend.<br />

Der Blick nach unten gerichtet, der Stand<br />

in leichtem Kontrapost mit ausgestellten, unter dem<br />

Gewand hervorblickenden Füßen.<br />

(14116618) (13)<br />

A PAIR OF SALON FIGURES<br />

Height: 127 cm and 126 cm.<br />

France, 19th century.<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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111


101<br />

ZWÖLF WANDGROSSE, KLASSIZISTISCHE<br />

PAPIERS PEINTS BILDSZENEN DER<br />

TAPETENMANUFAKTUR<br />

DUFOUR, PARIS<br />

Tapetenkarton, jeweils aufgezogen auf Leinen.<br />

Höhe: min. 183 bis max. 188 cm.<br />

Breite: min. 55 bis max. 165 cm, entsprechend der<br />

Bilddarstellungen.<br />

Mit den Themen:<br />

„Die Eltern der Psyche besuchen das Apollo-Orakel“<br />

– „Psyche wird von Zephyr entführt“ – „Psyche im<br />

Bade“ – „Psyche zeigt ihren Schwestern ihren Schmuck“<br />

– „Psyche belauscht den schlafenden Amor und betrachtet<br />

ihn mit Kerzenlicht“ – „Psyche erkennt ihren<br />

Fehler“ – Sie verlässt Amor“ – „Psyche und der Fischer“<br />

– „Psyche übereicht Venus einen Wasserkrug“<br />

- „Psyche besucht die Unterwelt“ – „Versöhnung von<br />

Psyche und Venus“ – „Psyche entsteigt der Unterwelt“<br />

– „Vereinigung von Psyche und Amor“.<br />

Die Szenen transferiert in Grisaille aus Gemäldevorbildern<br />

von französischen Malern wie Gérard, Blondel,<br />

Prud’hon. Die Tapetenserie wurde, wie auch weitere<br />

Zyklen, von der Manufaktur Dufour, Paris ab 1815 produziert<br />

und findet sich in etlichen herrschaftlichen<br />

Schlössern und Häusern. Von der Manufaktur wurden<br />

1872, 1905, 1923, 1931 ff. Wiederholungen hergestellt.<br />

Literatur:<br />

Ausführlich besprochen und abgebildet in dem Werk:<br />

Papiers Peints Panoramiques, Musée des <strong>Art</strong>s<br />

Décoratifs (Hrsg.), Paris 1990, S. 262-263. Dort<br />

sämtliche Szenen abgebildet.<br />

cf. Gisela Haase, Bildtapeten, Leipzig 1978.<br />

(14116621) (11)<br />

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113


Zwölf wandgroße, klassizistische Bildszenen der Tapetenmanufaktur Dufour, Paris<br />

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115


Wandverkleidungen mit klassizistischen<br />

Bildszenen im Interieur.<br />

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HIGHLY DECORATIVE CLASSICIST PAPIERS PEINT<br />

WALL DECORATION, COMPRISING A COMPLETE<br />

SERIES OF TWELVE WALL-SIZED SCENES FROM<br />

THE WALLPAPER MANUFACTURER DUFOUR,<br />

PARIS<br />

Wallpaper board, each laid on canvas.<br />

Height: ca. 182 cm each.<br />

Width: min. 54 cm - max. 160 cm, according to<br />

the size <strong>of</strong> the depictions.<br />

With the subjects:<br />

“Psyche’s parents visit the Delphic Oracle” – “The<br />

abduction <strong>of</strong> Psyche by Zephyr” – “The bath <strong>of</strong> Psyche”<br />

– “Psyche showing her sisters her jewellery” – “Psyche<br />

overhears the sleeping Cupid and looks at him by<br />

candlelight” – “Psyche recognes her mistake” – “Psyche<br />

leaving Cupid” – “Psyche and the fisherman” –<br />

“Psyche gives Venus a water jug” – “Psyche visits the<br />

underworld” – “Reconciliation <strong>of</strong> Psyche and Venus”<br />

– “Psyche emerges from the underworld” – “Union<br />

<strong>of</strong> Psyche and Cupid”. The scenes are transferred in<br />

grisaille from paintings by French painters such as<br />

Gérard, Blondel, Prud’hon. Like other cycles, the wallpaper<br />

series was produced by the Dufour factory in<br />

Paris from 1815 and can be found in several stately<br />

castles and villas. The factory produced the following<br />

wallpapers in 1872, 1905, 1923, 1931ff. Repetitions<br />

produced.<br />

Literature:<br />

Discussed in detail and illustrated in the work:<br />

Papiers Peints Panoramiques, ed. Under the direction<br />

<strong>of</strong> the Musée des <strong>Art</strong>s Décoratifs, Flamarion, Paris<br />

1990, pp. 262 - 263. All scenes illustrated there.<br />

cf. Gisela Haase, Bildtapeten, Leipzig 1978.<br />

€ 200.000 - € 250.000<br />

Sistrix<br />

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117


102<br />

ZEUS UND JUNO<br />

Höhe: ca. 21,5 cm.<br />

Italien, 18./ 19. Jahrhundert<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Jeweils auf einem Textil<br />

liegend die vollplastisch ausgeführte Figur der Juno,<br />

ihren Kopf auf eine Hand aufstützend, sowie Zeus mit<br />

gedrehtem Kopf. Ausführung in Anlehnung an barockes<br />

Vorbild auf geädertem sekundären Sockel.<br />

(1411669) (13)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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103<br />

SCHREIBZEUG IN TIGERAUGE<br />

9,2 x 15,3 x 8,5 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Im Empire-Stil gestaltetes Schreibzeug. Auf Rollwerkfüßen<br />

stehender, rechteckiger Korpus mit Tigeraugenfurnier<br />

und aufliegenden, symmetrisch gestalteten,<br />

fein ziselierten Bronzemontierungen mit vegetabilem<br />

Dekor. Oben mit zweifacher Öffnung für Einsätze. Mit<br />

traubenförmigen Steckdeckeln mit Zapfenknauf.<br />

(1411665) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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104<br />

MARITIMES SCHREIBZEUG<br />

18,5 x 31 x 16,5 cm.<br />

Bodenseitig geritzt „Duin (?)“.<br />

Italien, um 1820.<br />

In Bronze, vergoldet, in Form einer großen, quer liegenden<br />

Muschelschale über drei muschelförmigen<br />

Füßen, in der sich mittig auf einer Erhebung eine weitere<br />

große geschneckte Muschel befindet, gehalten<br />

von einem vergoldetem Seepferd mit geschupptem<br />

Fischleib. Der Henkel in Form eines Delfins, die Glaseinsätze<br />

für Tinte und Löschsand vorhanden, die Deckel<br />

jedoch fehlend.<br />

(14116610) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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105<br />

PAAR LOUIS-PHILIPPE-CASSOULETVASEN<br />

Höhe: 33 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

In grün geädertem Marmor die quadratischen Basen<br />

mit eingezogenen Ecken, darüber vergoldete ziselierte<br />

doppelkonische Füße mit Blattwerkdekor. Ovoider<br />

marmorner Korpus mit stark eingezogener Schulter<br />

und Mündung mit Perlbanddekor. Die Wandung seitlich<br />

mit Satyrmaskarons, welche durch Blütenfestons<br />

verbunden sind. Steckdeckel kanneliert und mit Zapfenknauf<br />

versehen.<br />

(1411664) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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119


106<br />

PAAR OBELISKEN ALS GRAND TOUR-OBJEKTE<br />

Höhe: 54,5 cm.<br />

Italien, Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts.<br />

Über quadratischer Basis in getrepptem schwarzen<br />

Marmor mit aufliegenden vergoldeten Sphinx-Figuren<br />

der doppelkonische Schaft mit Pietra dura-Einlagen.<br />

Darauf auf kleinen Löwentatzenfüßen mit Akanthusblattdekor<br />

stehender rotmarmorner Obelisk.<br />

(14116620) (13)<br />

€ 6.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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107<br />

ZIERLICHER DAMENSEKRETÄR<br />

Höhe: 73,5 cm.<br />

Breite: 96 cm.<br />

Tiefe: 48 cm.<br />

Gestempelt „Grohé à Paris“.<br />

Paris, um 1840/50.<br />

In gegossenen und vergoldeten Rollwerkfüßen stehende,<br />

gekantete, furnierte und leicht geschweifte<br />

Beine mit eleganten, dem Louis XV-Stil verpflichteten<br />

Knielösungen. Einschübige Front mit zurückspringendem<br />

Zentrum, dementsprechend auch die Deckplatte<br />

zurückspringend und in leichter Nierenform gestaltet.<br />

Mit eingelegtem, symmetrischen Trellis- und floralem<br />

Muster in kontrastierenden Furnierhölzern mit Messingpr<strong>of</strong>ilring<br />

an drei Seiten. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Le Mobilier Francais du<br />

XIXe Siecle: Dictionnaire des Ebenistes et des Menuisiers,<br />

Paris 1984, S. 237. Dort mit Vermerk Guillaume<br />

Grohé (1808-1885), ab 1827 in Paris ansässig,<br />

dort auch mit Vergleichsbeispielen: Etwa im Louvre<br />

befindet sich eine Kommode aus seiner Hand von<br />

1839, ebenfalls signiert, sowie im Musée Condé,<br />

Schloss Chantilly befindet sich eine Chaiselongue<br />

aus seiner Hand von 1845. (14116612) (13)<br />

DELICATE LADIES WRITING DESK<br />

Height: 73.5 cm.<br />

Width: 96 cm.<br />

Depth: 48 cm.<br />

Stamped “Grohé à Paris”.<br />

Paris, ca. 1840/50.<br />

Literature:<br />

cf. Denise Ledoux-Lebard, Le Mobilier Français<br />

du XIXe Siècle: Dictionnaire des Ébénistes et des<br />

Menuisiers, Paris 1984, p. 237.<br />

There with the note Guillaume Grohé (1808 – 1885),<br />

resident in Paris from 1827 and with comparative<br />

examples: for example, in the Louvre there is a chest<br />

<strong>of</strong> drawers created by him in 1839, also signed, and<br />

at the Musée Condé, Château de Chantilly there is<br />

a chaise longue created by him in 1845.<br />

€ 16.000 - € 24.000<br />

Sistrix<br />

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121


108<br />

PAAR BERGKRISTALLTAZZA<br />

Höhe: 29,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Über gestuftem weißen Marmorsockel die in Bronze<br />

gegossenen und vergoldeten gefußten Figuren von<br />

Satyrkindern, ihre Hände in ihre Seiten stemmend.<br />

Aufmontiert jeweils eine Bergkristall(?)-Kuppa in Gestalt<br />

einer weiten Muschelschale.<br />

(1411668) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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109<br />

PAAR PRUNKVASEN<br />

IM LOUIS XV-STIL<br />

Höhe: 65,5 cm.<br />

Frankreich und China, 19. Jahrhundert.<br />

Metallmontierung, vergoldet, über dreifüßigem Rollwerkfuß<br />

mit à jour gearbeiteter Wandung und Blattwerkzier.<br />

Die montierte ochsenblutglasierte Balustervase<br />

mit an der Mündung ansetztender Louis-XV-Stil-Montierung,<br />

ebenfalls à jour gearbeitet und mit plastischem<br />

Blütenwerk versehen. Montierung vermutlich aus vergoldetem<br />

Zinkguss. Minimal besch.<br />

(14116611) (13)<br />

A PAIR OF MAGNIFICENT VASES<br />

IN LOUIS XV STYLE<br />

Height: 65.5 cm.<br />

France and China, 19th century.<br />

Metal mounting, gilt, over a tripod base with scrollwork<br />

and openwork body and foliage décor. Mounted<br />

oxblood-glazed baluster vase, the mouth with Louis<br />

XV style mount also in openwork and decorated with<br />

sculptural floral décor. Mounting probably cast and<br />

gilt zinc.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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110<br />

PAAR BRONZESTATUEN<br />

„MERKUR“ UND „FORTUNA“<br />

Höhe: je ca. 65 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: ca 82 cm.<br />

An den Plinthen beider Figuren die gravierte<br />

Bezeichnung „J. de Bologne“, was auf einen<br />

französischen Bildhauer schließen lässt.<br />

Frankreich, Ende 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, braun patiniert, jeweils auf Marmor gesockelt.<br />

Die Gestaltung der beiden Bronzen als Gegenstücke<br />

ist eine ikonographische Idee des 19. Jahrhunderts.<br />

Die Figur des Merkur eine Wiederholung nach dem<br />

bekannten Vorbild von Giovanni da Bologna von 1580<br />

(Florenz). Diesem Gott des Handels hat der Bildhauer<br />

des 19. Jahrhunderts ein Pendant gegenüber geschaffen:<br />

„Fortuna“, Göttin des Glücks, mit einem Füllhorn,<br />

hier auf einem Rad stehend. In Körperhaltung entspricht<br />

die weibliche Figur dem „fliegenden Merkur“.<br />

Die Fortunafigur ist eine frei gestaltete Bilderfindung,<br />

entwickelt aus Vorbildern der Giambologna-Werkstatt<br />

(Antonio Susini), von der eine Fortunafigur mit erhobenem<br />

Arm bekannt wurde. Die beiden Figuren in<br />

hoher künstlerischer Qualität geschaffen, wohl von<br />

einem französischen Bildhauer. Die original zugehörigen<br />

Sockel in Form von Säulentrommeln gearbeitet,<br />

Basen und Plinthen in hellem Marmor, die Wandung<br />

in Bronze, mit Reliefdarstellungen, die Putten als<br />

Bildhauer zeigen, eine Hommage an den Renaissance-<br />

Künstler. A.R.<br />

Provenienz:<br />

Conte Santiccoli – Montecarlo. (1411663) (11)<br />

A PAIR OF BRONZE STATUES “MERCURY“<br />

AND “FORTUNA“<br />

Height: ca. 65 cm each.<br />

Total height: ca 82 cm.<br />

Both figures with engraved inscription “J. de Bologne”<br />

on plinths, which suggests a French sculptor.<br />

France, end <strong>of</strong> 19th century.<br />

Provenance:<br />

Conte Santiccoli – Montecarlo.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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111<br />

PAAR BÜSTEN IM ANTIKEN STIL<br />

Höhe: 52,5 cm und 53,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Jeweils in Kompositmarmor gestaltet mit pr<strong>of</strong>iliertem,<br />

gekehlten Rundsockel. Toga in braun-weiß geädertem<br />

Marmor und eingesetztem weißmarmornem Kopf,<br />

einmal einer Frau mit modisch gebundener, symmetrisch<br />

gelegter Frisur und einmal mit Haupt eines<br />

Herren mit nach vorne gerichtetem Blick.<br />

(1411667) (13)<br />

112<br />

PAAR VASEN IM EMPIRE-STIL<br />

Höhe: 68 cm.<br />

Italien.<br />

Auf quadratischen Metallbasen die Füße in grün-weiß<br />

geädertem Marmor mit Perlbandornament. Darüber<br />

der gefußte, ovoide Korpus mit Blattwerkdekor. Die<br />

Seiten mit Schlangenhandhaben, welche durch Blütenfestons<br />

verbunden sind. Doppelkonischer Hals<br />

mit montiertem Haubendeckel mit fruktalem Knauf.<br />

(1411666) (13)<br />

A PAIR OF BUSTS IN ANCIENT STYLE<br />

A PAIR OF EMPIRE STYLE VASES<br />

Height: 52.5 cm and 53.5 cm.<br />

Italy, 19th century.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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Height: 68 cm.<br />

Italy.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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113<br />

SERAFINO BRIZZI,<br />

1684 – 1737 , KREIS DES<br />

Set von vier hochovalen Gemälden<br />

FLUSSLANDSCHAFTEN MIT RUINEN<br />

ODER GEBÄUDEN<br />

Öl auf Holz, teils mit St<strong>of</strong>fstreifen hinterlegt.<br />

Sichtmaß: je ca. 83 x 68 cm.<br />

In hellem Holzrahmen.<br />

Jeweils zwei Gemälde an einem Flussufer: die Überreste<br />

eines antiken Tempels mit kannelierten Säulen<br />

und korinthischen Kapitellen, eines davon mit einer<br />

übergroßen weiblichen Skulptur auf einem Sockel.<br />

Die anderen beiden Gemälde zeigen eine breite Flusslandschaft<br />

mit Booten oder Schiffen auf dem Wasser,<br />

einen Rundturm bzw. eine Klosteranlage an einem<br />

Ufer, während jeweils im Vordergrund größere Figuren<br />

zu erkennen sind. Darstellungen in überwiegend<br />

hellen pastellartigen Farbtönen, eines davon mit kräftigerer,<br />

bereits herbstlicher Laubfärbung der Bäume.<br />

(1411661) (18)<br />

SERAFINO BRIZZI,<br />

1684 - 1737, CIRCLE OF<br />

A set <strong>of</strong> four upright oval paintings<br />

RIVER LANDSCAPES WITH RUINS<br />

OR BUILDINGS<br />

Oil on panel, partially underlaid with strips <strong>of</strong> cloth.<br />

Sight size: ca. 83 x 68 cm each.<br />

In light wooden frame.<br />

€ 30.000 - € 50.000<br />

Sistrix<br />

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129


114<br />

EMPIRE-VASE AUF DIE MUTTERSCHAFT<br />

Höhe: 48 cm.<br />

Durchmesser der Mündung: 25 cm.<br />

Bodenseitig Ritzsignatur „Dagoty à Paris“.<br />

Paris, 19. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischem Basaltsockel die gefußte, ovoide<br />

Porzellanvasenform mit Glasur und polychromer Staffage<br />

sowie Goldhöhung. Schauseitig mit hochovalem<br />

Medaillon in polychromer Manier eine Frau mit auf einem<br />

Tisch tänzelnden Kind, inmitten einer Pergola vor<br />

landschaftlichem Hintergrund zeigend. Seitliche, dezente<br />

Rollwerkhandhaben. Der konisch auslaufende<br />

Hals mit Vergoldung und radiertem Efeudekor.<br />

(14116623) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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115<br />

PAAR FRANZÖSISCHE PORZELLANVASEN<br />

Höhe: 37 cm.<br />

Paris, um 1810.<br />

Weißer Scherben, gegossen, glassiert und polychrom<br />

staffiert sowie vergoldet. Über quadratischer Basis der<br />

ovoide Korpus mit Flügelhermen-Handhaben und doppel<br />

konischen Hals. Jeweils einseitig mit polychromer<br />

Szene in der <strong>Art</strong> des 17. Jahrhunderts staffiert. Vergoldung<br />

teilweise berieben.<br />

(1411662) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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116<br />

FIGÜRLICHE TORCHÈRE<br />

Höhe: 175 cm.<br />

Venedig, Ende 18. Jahrhundert.<br />

In Holz geschnitzt, gefasst und vergoldet. Über rechteckigem,<br />

gefassten Stand die vollplastische Darstellung<br />

eines Mannes, über seinem Haupt ein Lambrequintableau<br />

tragend. Fassung partiell übergangen.<br />

(1411349) (13)<br />

FIGURAL TORCHÈRE<br />

Height: 175 cm.<br />

Venice, late 18th century.<br />

Wood carved, painted, and gilded. Above a rectangular,<br />

painted stand, the three-dimensional depiction <strong>of</strong><br />

a man, carrying a lambrequin tableau above his head.<br />

The painting has been partially repainted.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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131


117<br />

PAAR IMPERATORENBÜSTEN<br />

Höhe inkl. Sockel: max. 32,5 cm.<br />

Italien, 19. Jahrhundert.<br />

Auf quadratischer Basis zylindrischer Säulenstumpf in<br />

weißem Marmor mit dunkel patinierten Weinranken.<br />

Darauf sitzend, jeweils eine gegossene dunkel patinierte<br />

Büste jeweils eines Imperatoren, nämlich Trajan<br />

und Gaius Julius Caesar. Vergoldung teils berieben.<br />

(14100822) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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118<br />

MARMORBÜSTE EINES KNABEN<br />

MIT BLÜTENKRANZ<br />

Höhe: 39 cm.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Weißer Carrara-Marmor, auf separat gefertigtem Vierkantsockel<br />

mit seitlichen Einziehungen. Die Gesamtauffassung<br />

reflektiert die Büstentradition der Antike.<br />

So ist der Oberkörper unbekleidet gezeigt, lediglich<br />

ein Tuch wird durch einen Riemen und eine Agraffe<br />

über der Schulter gehalten. Der Kopf stark nach vorne,<br />

der Blick nach unten gerichtet. Dies zeigt, dass die<br />

Büste für einen höheren Aufstellungsstandort geschaffen<br />

wurde.<br />

(13512311) (11)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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119<br />

SELTENER SATZ VON ACHT<br />

EMPIRE-ARMLEHNSTÜHLEN<br />

Höhe: 95 cm.<br />

Breite: 68 cm.<br />

Tiefe: 69 cm.<br />

Frankreich, um 1810.<br />

In Mahagoni furniertes Möbel mit konisch auslaufenden<br />

Beinen, hinten in Säbelform. Offen gearbeitete<br />

Armlehnen, in sanftem Schwung in die Rückenlehne<br />

mit Griffpr<strong>of</strong>il übergehen. Lichtgrauer sekundärer Bezug.<br />

Minimal besch.<br />

Provenienz:<br />

Gemäß Einlieferertradition aus dem Besitz der<br />

Familie Esterházy. (14011012) (13)<br />

RARE SET OF EIGHT EMPIRE CHAIRS<br />

Height: 95 cm.<br />

Width: 68 cm.<br />

Depth: 69 cm.<br />

France, ca. 1810.<br />

Provenance:<br />

According to the tradition <strong>of</strong> the consignor from<br />

the former estate <strong>of</strong> the House <strong>of</strong> Esterházy.<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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133


120<br />

EMILE BOYER,<br />

1877 – 1948<br />

DIE NACHT<br />

Höhe: 81 cm.<br />

Weißer, feinkristalliner Marmor. Die allegorische Gestalt<br />

als schwebender Frauenakt, nahezu schwerelos,<br />

über einem ovalen Rasensockel mit Amorputto. Der<br />

Unterleib durch ein eng anliegendes Tuch bedeckt, das<br />

sich um die Rückenpartie zieht, der linke Arm über die<br />

Stirn gelegt, der Blick schläfrig nach unten gerichtet.<br />

Elegante Körperhaltung, in höchst qualitätvoller, plastischer<br />

Ausbildung. Der Putto zu Füßen der Aktfigur<br />

hält dem Thema gemäß Blumen und Mohnkapseln in<br />

den Händen.<br />

(1411565) (1) (11)<br />

€ 3.600 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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121<br />

DER DORNAUSZIEHER<br />

Höhe: 43 cm.<br />

Am Sockelrand signiert „Pazzi“.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Weißer, kristalliner Marmor, besch.<br />

Anmerkung:<br />

Nach dem antiken Vorbild, das sich im Britischen<br />

Museum London befindet, des 1874 auf dem Esquilin<br />

ausgegrabenen „Dornauszieher Castellani“, eine römische<br />

Kopie des 1. Jahrhunderts. (1411301) (11)<br />

€ 4.500 - € 6.500<br />

Sistrix<br />

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122<br />

JEAN-BAPTISTE CLÉSINGER,<br />

1814 BESANÇON – 1883 PARIS<br />

WEIBLICHE BÜSTE<br />

71 x 46 x 32 cm.<br />

Verso auf dem Büstenausschnitt signiert.<br />

Auf rundem Pr<strong>of</strong>ilsockel.<br />

Die Büste der jungen Dame mit nach rechts geneigtem<br />

Kopf, zwischen ihren Brüsten ein Rosenbouquet.<br />

(14015314) (13)<br />

€ 4.500 - € 6.500<br />

Sistrix<br />

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135


123<br />

ANTOINE LOUIS BARYE,<br />

1796 – 1875<br />

JAGUAR ERLEGT EINEN HASEN<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Breite: 102 cm.<br />

Tiefe: 38 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, dunkel patiniert. Auf einer ovalen<br />

Basis mit rau modellierter Oberfläche ein langgestreckter<br />

Jaguar, der sich in die Hinterläufe eines Hasen verbissen<br />

hat, dessen Oberkörper in Verkrampfung leicht<br />

über den Basisgrund hinausragt.<br />

Antoine-Louis Barye war der führende Bildhauer der<br />

französischen Künstlergruppe Les Animaliers. Als kleiner<br />

Junge ging Barye bei einem Medailleur in die Lehre<br />

und in 1824 bei einem Goldschmied. Seine Freizeit<br />

verbrachte er im Pariser Jardin des Plantes und beobachtete<br />

und zeichnete die vielen Tiere, die dort in Käfigen<br />

gehalten wurden. 1831 reichte er seine erste Tierskulptur<br />

beim Salon ein, und obwohl die Akademie<br />

das Thema als unkonventionell beurteilte, erhielt er<br />

mehrere Aufträge für Repliken. Das Gipsmodell von<br />

Antoine-Louis Barye zu dieser Skulptur wurde 1850<br />

im Salon (Nr. 3172) ausgestellt. Es befindet sich heute<br />

im Louvre (Inv.Nr. R.F. 1553, Geschenk Oubal<strong>of</strong>f,<br />

1912). Eine Bronzeversion wurde sogleich vom französischen<br />

Innenminister am 8. Oktober 1851 geordert<br />

und im Salon 1852 (Nr. 1295) ausgestellt. Dieser<br />

Guss wurde ebenfalls auf der Weltausstellung 1855<br />

gezeigt.<br />

(1410573) (19)<br />

ANTOINE-LOUIS BARYE,<br />

1796 – 1875<br />

JAGUAR DEVOURING A RABBIT<br />

Bronze; cast with dark brown patina.<br />

Height: 40 cm.<br />

Width: 102 cm.<br />

Depth: 38 cm.<br />

France, 19th century.<br />

The plaster model <strong>of</strong> this sculpture by Antoine-Louis<br />

Barye was exhibited at the Salon in 1850 (no. 3172). It<br />

is now held at the Louvre (inv. no. R.F. 1553, gifted by<br />

Oubal<strong>of</strong>f, 1912). A bronze version was immediately<br />

ordered by the French Minister <strong>of</strong> Home Affairs on 8<br />

October 1851 and exhibited at the Salon in 1852 (no.<br />

1295). This cast was also shown at the World Exhibition<br />

in 1855.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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124<br />

JEAN-LÉON GÉROME,<br />

1824 VESOUL – 1904 PARIS<br />

VOLLBLUTHENGST<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Breite: 37 cm.<br />

An der Plinthen-Vorderseite signiert.<br />

Bronzefigur eines Pferdes auf längsrechteckiger<br />

Rasenplinthe. Gérome – für seine außergewöhnlichen<br />

historistischen, vor allem auch orientalistischen Gemälde<br />

berühmt – wirkte auch als Bildhauer. 1890<br />

etwa entstand sein sitzender Frauenakt „Tanagra“,<br />

daneben auch die Aktfigur „Corinthe“. In einem Foto<br />

seines Ateliers ist er neben einem großen Modell<br />

einer Reiterstatue zu sehen. Fein ausgeführt, Bronze<br />

mit brauner Patina.<br />

(14014821) (11)<br />

€ 2.800 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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125<br />

HERBERT HASELTINE,<br />

1877 – 1962<br />

PRACHTVOLLER HENGST<br />

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert.<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Breite: 44 cm.<br />

Tiefe: 19 cm.<br />

Signiert und datiert „1910“, mitgegossener<br />

Copyrightstempel.<br />

Auf zulaufendem, rechteckigen Marmorsockel.<br />

Haseltine wurde in Rom geboren, zog jedoch nach<br />

Paris. In Frankreich und den USA, wo er während der<br />

deutschen Besatzungszeit lebte, war er für seine<br />

Pferdebronzen berühmt.<br />

Anmerkung:<br />

Im Kentucky Horse Park in Lexington, Fayette County,<br />

befindet sich eine großformatige Ausformung eines<br />

Pferdes von Haseltine von 1948. (1410651) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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137


126<br />

BRONZEGRUPPE – WILDSCHWEINJAGD<br />

Maße des größten Tieres: Höhe des Keilers: 21 cm.<br />

Länge: 31 cm.<br />

Maße der Hunde: Höhe: 11 cm.<br />

Länge: max. 28 cm.<br />

Sockelhöhe: 11 cm.<br />

Breite 45 cm.<br />

Tiefe: 41 cm.<br />

Deutschland oder Italien, 17. Jahrhundert. Sockel<br />

wohl Anfang 19. Jahrhundert.<br />

In seltener Weise ist die Gruppe in gesonderter<br />

Ausführung der einzelnen Tiere dargestellt. Ein Wildschweinkeiler<br />

wird von drei Jagdhunden attackiert.<br />

Einer der Hunde bereits auf dem Rücken des Wildschweines,<br />

die beiden weiteren in Angriffshaltung<br />

gezeigt, können auf dem separat gefertigten Messingsockel<br />

in Variation aufgestellt werden. Die Tiere in<br />

schwarz patinierter Bronze. Der nahezu quadratische<br />

Sockel vergoldet, an drei Seiten vertiefte Längsfelder,<br />

darin Blattbandornamentik, darüber kräftiger Perlstab<br />

an Hohlkehle; die Rückseite glatt.<br />

Ein Fuß eines Hundes fehlt (nicht augenfällig).<br />

(1351231) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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127<br />

ANTOINE LOUIS BARYE,<br />

1796 – 1875<br />

STORCH AUF EINER SCHILDKRÖTE<br />

Bronze, gegossen, patiniert.<br />

Höhe 8 cm.<br />

Bodenseitig signiert „Barye“ sowie mit Gießerstempel<br />

„F. Barbedienne“.<br />

Auf einer Schildkröte, deren Gliedmaßen ausgestreckt<br />

sind und deren Kopf unter dem Panzer hervorblickt,<br />

ein rastender Storch.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Michel Poletti und Alain Richarme, Antoine-Louis<br />

Barye, Catalogue raisonné des sculptures, Paris 2000,<br />

Nr. A 199, S. 342. (1410576) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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128<br />

JAQUES AUGUSTE FAUGINET,<br />

1809 – 1847, ZUG.<br />

DER KAMPF GEGEN DEN LÖWEN<br />

Höhe: 77 cm.<br />

Bronze, dunkelbraun patiniert. Naturalistisch gebildeter<br />

Felssockel mit vegetabilem Bewuchs, darauf<br />

kniend und einen Speer haltend, ein spärlich bekleideter<br />

Krieger mit Turban, vor ihm eine Löwin, ihr Maul<br />

aufreißend.<br />

(14014820) (13)<br />

JACQUES AUGUSTE FAUGINET,<br />

1809 – 1847, ATTRIBUTED<br />

THE FIGHT AGAINST THE LION<br />

Height: 77 cm.<br />

Bronze with dark brown patina.<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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139


129<br />

FRAU AN EINER FAUN-STELE<br />

Maße: 140 x 40 x 40 cm.<br />

Um 1900.<br />

In Carraramarmor gefertigte Skulptur mit reizvoller<br />

Figurengruppe. Auf rundem Stand eine Stele mit<br />

Faunskopf der von einer jungen Frau als Akt, mit<br />

empor gestreckten Armen rücklings umfangen wird.<br />

Min. besch.<br />

(14114910) (1) (13)<br />

WOMAN ON A FAUN STELE<br />

Dimensions: 140 x 40 x 40 cm.<br />

ca. 1900.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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130<br />

BERTEL THORWALDSEN,<br />

1768/70 KOPENHAGEN – 1844 EBENDA, NACH<br />

CUPIDO UND PSYCHE<br />

Höhe: 175 cm.<br />

Bronze, gegossen und schokoladenbraun patiniert.<br />

Auf rechteckigem Sockel mit abgerundeten Ecken die<br />

großen Figuren des Cupidos mit Psyche nach Bertel<br />

Thorwaldsen.<br />

(1411115) (13)<br />

BERTEL THORVALDSEN,<br />

1768/70 COPENHAGEN – 1844 IBID., AFTER<br />

CUPID AND PSYCHE<br />

Height: 175 cm.<br />

Bronze, cast and patinated chocolate brown.<br />

On a rectangular base with rounded corners two large<br />

figures <strong>of</strong> Cupid and Psyche after Bertel Thorvaldsen.<br />

€ 11.000 - € 13.000<br />

Sistrix<br />

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131<br />

ORESTE CHILLERI,<br />

1872 PRATO – 1926 FLORENZ<br />

Chilleri stammte aus einer Familie von Steinmetzen<br />

und war Schüler von Augusto Rivalta an der Akademie<br />

der bildenden Künste in Florenz. Schon bald begann<br />

er mit der Bildhauerei von Büsten und Grabmälern für<br />

Auftraggeber in Prato und blieb seiner Stadt stets<br />

besonders verbunden. Er spezialisierte sich auf Grabstatuen<br />

und öffentliche Denkmäler und bewies dabei<br />

eine beachtliche Ausdruckskraft.<br />

DISCOBOLUS<br />

Bronze auf Holzbasis.<br />

Höhe: 76 cm.<br />

Auf dem Sockel im Guss signiert „O. Chilleri“.<br />

Auf der Holzbasis mit Plakette versehen.<br />

In bewegungsvoller Haltung bereitet sich der Athlet<br />

bereitet sich auf den Wurf des Diskus vor. Die Muskulatur<br />

sowie die Haltung sind von dem Bildhauer realistisch<br />

und minuziös wiedergegeben. Das Tuch ahmt die<br />

Bewegung nach.<br />

(14111916) (4) (19)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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132<br />

JAMES PRADIER,<br />

EIGENTLICH „JEAN JACQUES PRADIER“,<br />

1790 GENF – 1852 PARIS<br />

Pradier zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der<br />

Epoche Louis-Philippe. Er war ab 1809 Schüler von<br />

Lemont, studierte in Rom die Werke der Antike. Er<br />

gelangte zu Berühmtheit für seine Skulpturen antiker<br />

Themen aber auch durch Portraitbüsten, wie etwa von<br />

König Louis-Philippe, der ihn 1827 als Dozent an die<br />

École des Beaux-<strong>Art</strong>s berufen hat, und des Weiteren<br />

durch die Statue Jean-Jacques Rousseaus in Genf.<br />

Pradier war auch als Autor tätig.<br />

LOUISE COLET ALS SAPPHO<br />

Höhe ohne Sockel: 22,5 cm.<br />

Auf der Zarge „J. PRADIER“.<br />

Auf rechteckigem, dunklen Marmorsockel.<br />

Bronze, gegossen, patiniert.<br />

Vermutlich nach dem Ableben Pradiers entstandener<br />

Guss der sitzenden Frau in klassischer Gewandung<br />

mit überkreuzten Beinen, geneigtem Blick und über<br />

dem Schienbein gefalteten Händen. Die marmorne<br />

Großskulptur zu der angebotenen Reduktion wird im<br />

Musée d‘Orsay in Paris verwahrt. Als die Skultpur<br />

1852 in dem Salon ausgestellt wurde, starb Pradier<br />

plötzlich und sie wurde mit einem schwarzen Schleier<br />

versehen.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Harold Berman, Bronzes – sculptors and founders,<br />

Bd. III, Chicago 1984, S. 650, Abb. 2408 (mit Hinweis<br />

auf die Identifizierung der Figur). (1410574) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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141


133<br />

BEDEUTENDE PENDULE MIT ALLEGORIE<br />

AUF FREUNDSCHAFT UND LIEBE,<br />

WELCHE DIE ZEIT AUFHALTEN<br />

89 x 62 x 21 cm.<br />

Datiert „1809“.<br />

Frankreich, 1809.<br />

Gehäuse Bronze ziseliert und vergoldet. Auf vier<br />

Füßen ruhende, rechteckige Basis mit Blattwerkfries<br />

und symmetrischem, antikisierendem Relief dekor und<br />

zentralem Masqueron. Darauf Chronos die Weltkugel<br />

mit der Zeit schulternd, in seiner Hand eine Sense.<br />

Chronos wird auf elegante Weise zu seiner linken von<br />

der allegorischen Figur der Freundschaft und zu seiner<br />

rechten von der allegorischen Figur der Liebe in<br />

Gestalt des Amor mit seinem attributivem Beiwerk<br />

Köcher und Bogen, am Fortschreiten gehindert.<br />

Zifferblatt: In Stahl mit römischen Stunden und Stabindizes<br />

für Minuten in Schwarzlot.<br />

Funktion: Ein Pendel und ein Aufzugsschlüssel vorhanden,<br />

Werkabdeckelung hinten durch Drehmechanismus.<br />

Aufzugslöchlein außerhalb des Zifferringes.<br />

Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur vollen<br />

und zur halben Stunde.<br />

Gemäß der Auskunft des Einlieferers wurde die Uhr<br />

komplett zerlegt und das Uhrwerk revidiert, verso auf<br />

Rückplatine mit entsprechendem Datum aus 2024<br />

versehen.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Ausst.Kat. Leningrad 1984, Nr. 37.<br />

Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Die Bronzearbeiten des Spätbarock und<br />

Klassizismus, Band 1, München 1986, S. 345,<br />

Nr. 5.5.12. Dort Vorzeichnung Pierre-Philipe Thomires<br />

von 1813, bezeichnet: Leteme emporte les heures,<br />

lamour et lamitié, cherchent á le fixer“, verwahrt im<br />

Historischen Museum Frankfurt als Vorlage zur Einrichtung<br />

der Würzburger Residenz angefertigte Skizze<br />

(vgl. 5.2.11 im gleichen Buch).<br />

Anmerkung:<br />

Thomire stammte aus einer Familie von Ciseleuren<br />

und arbeitete zunächst mit dem berühmten Bronzier<br />

Pierre Gouthière (1732/45-1813/14) und dem Ciseleurdoreur<br />

du roi Jean-Louis Prieur (gest. ca. 1785-1790)<br />

zusammen, bevor er 1776 seine eigene Werkstatt<br />

eröffnete. Thomire, der für seine fein ziselierten Goldbronze<br />

Objekte berühmt war, die in großer Zahl vom<br />

königlichen Haushalt in Auftrag gegeben wurden, arbeitete<br />

häufig mit Marchands Merciers wie Simon-<br />

Philippe Poirier und dessen Nachfolger Dominique<br />

Daguerre zusammen und lieferte regelmäßig Passepartouts<br />

an berühmte Ebenisten wie Adam Weisweiler<br />

(Maître 1778) und Guillaume Beneman (Maître 1785).<br />

Nach dem Tod von Jean-Claude Duplessis, dem künstlerischen<br />

Leiter der Porzellanmanufaktur von Sèvres,<br />

im Jahr 1783 übernahm Thomire die Rolle des Bronzierers<br />

und Designers der Manufaktur. Thomire war einer<br />

der wenigen Künstler, der die Revolution überlebten<br />

und erhielt weiterhin wichtige Aufträge von ausländischen<br />

Königshöfen wie Spanien und Russland. Im Jahr<br />

1804 gründete er ein neues Unternehmen unter dem<br />

Namen Thomire, Duterme et Cie. und wurde 1809<br />

von Napoleon zum „Ciseleur de l‘Empereur“ ernannt.<br />

Im Jahr 1811 arbeitet er mit dem Silberschmied Odiot<br />

an der Ausführung der berühmten Wiege für den König<br />

von Rom zusammen.<br />

Vgl. Wordsdale, 1978, S. 40, hier wird eine solche Uhr<br />

– vielleicht mit der hier angebotenen ident – in einer<br />

Rechnung von 1812 erwähnt, die eine Lieferung Thomires<br />

für die Residenz Napoleons in Florenz beschreibt<br />

und mit 3600 francs veranschlagt.<br />

Weiter wohl spätere Uhren dieser <strong>Art</strong> sind in der Eremitage<br />

in St. Petersburg (Ausst.Kat. Ledningrad 1984,<br />

Nr. 37) und im Österrischiem Museum für angewandte<br />

Kunst zu finden, haben jedoch einen Marmorsockel<br />

in Rouge Royal mit applizierten Bronzen. (1410451)<br />

(13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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IMPORTANT PENDULUM CLOCK<br />

WITH ALLEGORY OF FRIENDSHIP AND LOVE,<br />

STOPPING TIME<br />

89 x 62 x 21 cm.<br />

Dated “1809”.<br />

France, 1809.<br />

Literature:<br />

cf. Exhibition catalogue Leningrad 1984, no. 37.<br />

cf. Hans Ottomeyer and Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Die Bronzearbeiten des Spätbarock und<br />

Klassizismus, vol. 1, Munich 1986, p. 345, no. 5.5.12.<br />

Notes:<br />

There is a preliminary drawing by Pierre-Philippe<br />

Thomire from 1813, inscribed: “Leteme emporte les<br />

heures, l‘amour et l‘amitié, cherchent á le fixer”, held<br />

at the Historisches Museum Frankfurt as a template<br />

for the furnishing <strong>of</strong> the Würzburg Residence (cf. 5.2.11<br />

in the same book).<br />

cf. Wordsdale, 1978, p. 40, here such a clock –<br />

perhaps identical with the one on <strong>of</strong>fer for sale in<br />

this lot – is mentioned in an invoice from 1812, which<br />

describes a delivery by Thomire to Napoleon‘s residence<br />

in Florence and estimates it at 3600 francs.<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

Vorzeichnungen Pierre-Philippe Thomire<br />

(vgl. Ottomeyer, Pröschel, Vergoldete Bronzen)<br />

Signatur und Datierung<br />

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145


134<br />

FRANZÖSISCHE LOUIS XV-PENDULE<br />

VON GERARD HUMBERT, METZ<br />

Höhe: 61 cm.<br />

Breite: 34 cm.<br />

Die zentrale Scheibe bezeichnet „GERARD<br />

HUMBERT / A METZ“.<br />

Gehäuse verso zweifach gestempelt „B.LIEUTAUD“<br />

(Baltazar Lieutaud).<br />

Metz, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Tailliertes Rokoko-Gehäuse in Holz, bemalt mit Streublumen<br />

auf rotem Grund; reich vergoldete Bronzeeinfassungen<br />

mit im Schwung hochziehenden schlanken<br />

Blättern und Blüten, Rocaillefüße und asymmetrische<br />

durchbrochene Dekoration an der verglasten Frontrahmung.<br />

Seitenöffnungen verglast. Glocke unter der<br />

abnehmbaren Bekrönung. Ziffernblatt zusammengesetzt<br />

aus 12 weiß-emaillierten Segmenten mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten. Pendel an<br />

Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk, Halbund<br />

Stundenschlag auf obenliegende Glocke. Läuft<br />

an, Schlüssel vorhanden.<br />

(1401371) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

135<br />

PENDULE IM LOUIS XV-STIL<br />

Gesamthöhe: 101 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Ganz dem Louis XV-Stil verpflichtetes Zeitmessgerät<br />

mit einer Konsole in Boulle-Technik mit einer vergoldeten<br />

Bronze mit Rocaillen und Blattwerkdekor. Darauf<br />

stehend das verglaste Gehäuse mit schauseitigem<br />

Adler über Rocaillen.<br />

Zifferblatt schwarze römische Stunden und arabische<br />

Minuten auf getriebenem Messinggrund in Email.<br />

Zeiger für Stunden und Minuten. Aufzuglöchlein über<br />

der IV und VIII. Seitlicher Schlüssel zur Öffnung der<br />

schausseitigen Glasabdeckelung. Schlossscheibenschlagwerk<br />

zur halben und zur vollen Stunde. Bekrönung<br />

durch einen Putto als Allegorie auf den Kontinent<br />

Amerika in Gestalt eines Satyrn, ebenfalls in Boulle-<br />

Technik gearbeitet. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.<br />

Besch., rest.<br />

(1411561) (1) (13)<br />

€ 3.300 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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136<br />

LOUIS XV-CARTELUHR<br />

Zifferblatt signiert „JBTE Baillon à Paris“.<br />

Paris, um 1760.<br />

Bronze, vergoldet, ziseliert. À jour gearbeiteter Korpus<br />

mit durchbrochen gearbeitetem Pendelkasten und<br />

textilhinterlegtem Klangkasten, gestaltet in Rocaillen<br />

und mit vollplastisch ausgestalteten Blüten. Zifferblatt<br />

weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden und<br />

arabischen Ziffern sowie Stabindizes. À jour gearbeitete,<br />

vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />

Aufzugslöchlein über der IV und der VIII. Schlag zur<br />

halben und zur vollen Stunde. Ein Pendel vorhanden.<br />

Vierzehntagegehwerk. Verso bezeichnet. Ein Pendel<br />

vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft. Rest.<br />

(1410463) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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147


137<br />

SELTENE ÖSTERREICHISCHE BAROCKUHR<br />

Höhe: 51,5 cm.<br />

Breite: 30 cm.<br />

Tiefe: 16,5 cm.<br />

Auf dem Zifferblatt signiert „Andreas Nirgendaheim<br />

Brugander Leitta“.<br />

Bruck an der Leitha, 18. Jahrhundert.<br />

Auf geflügelten Ball & Claw Füßen stehender, eintüriger<br />

Korpus in ebonisiertem Holz. Pr<strong>of</strong>iliertes und gekehltes<br />

Gesims mit Flammziervasen und vegetabiler Bügelhandhabe.<br />

Allseitig verglast. Dreiseitig mit von rotem<br />

Textil hinterlegten, gravierten Messingschallöffnungen.<br />

Schauseitig mit graviertem Grund, Gottesauge und<br />

Pendelauge. Zifferring mit geschwärzten römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten und Stabindizes.<br />

Repitions- und Schlagwerkregulierung, Schlag auf zwei<br />

Glocken zur vollen, halben und viertel Stunde. Ein<br />

Schlüssel und ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

geprüft. Rest.<br />

Anmerkung:<br />

Andreas Nirgendaheim wurde am 28.11.1763 Geselle<br />

in Graz und am 13.3.1791 Meister. Er war<br />

in Bruck an der Leitha tätig, wie es auch auf dem<br />

Zifferblatt vermerkt ist.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Jürgen Abeler, Meister der Uhrmacherkunst,<br />

Wuppertal 2010, S. 407. (1410252) (2) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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138<br />

LOUIS XVI-KAMINUHR VON ANTOINE CRONIER<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Breite: 33 cm.<br />

Paris, um 1770/80.<br />

Figürlich gestaltetes vergoldetes Bronzegehäuse. Werk<br />

in einem Sockel, darauf Wasserkanne und Schale,<br />

flankiert von zwei Figuren: links Venus bei der Toilette,<br />

rechts geflügelter Amorputto, der die Kanne und einen<br />

Lorbeerkranz hält. Sockel umzogen von Lorbeerblattpr<strong>of</strong>il.<br />

Zifferblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />

Minuten, umringt mit einem Früchtefeston. Zeiger<br />

durch brochen und vergoldet. Front verglast. Rückseitig<br />

ist das Werk durch in die Figurengruppe integrierte<br />

Türe geschlossen, die Uhr somit freistellbar. Schlossscheiben-Schlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag auf<br />

Glocke.<br />

Antoine Cronier, geboren 13. Januar 1732, war 1753<br />

Lehrling bei Nicolas Pierre Thuillier, Ouvrier und 1763<br />

Uhrmachermeister in Paris. Er starb 1806. Cronier war<br />

in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts führend, wirkte<br />

als vom H<strong>of</strong> gefragter Uhrmacher, der Gehäuse<br />

von namhaften Bronziers nutzte. Uhr läuft an. A.R.<br />

(1400502) (11)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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139<br />

PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE GEOGRAFIE<br />

42 x 28 x 16 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze gegossen, vergoldet und patiniert.<br />

Über gestauchten Kugelfüßen die rechteckige Basis<br />

mit Mäanderbandrelief. Darauf der architektonisch<br />

aufgefasste Werkskasten mit Louis XVI Schleife und<br />

aufsitzendem Globus, daneben auf bruniertem Sockel<br />

mit Palmettblattfries ein lehnender Putto. Schallöffnungen<br />

mit Trellismuster und mit rotem Textil hinterlegt.Min.<br />

besch.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />

Stunden, roten arabischen Minuten und Punktindizes.<br />

Erg.<br />

Funktion: À jour gearbeitete vergoldete Zeiger, Aufzugslöchlein<br />

über der 4 und der 8, Schlossscheibenschlagwerk<br />

zur halben und zur vollen Stunde auf Glocke. Nicht<br />

auf Funktionsfähigkeit getestet, ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1410388) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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140<br />

PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DEN FRIEDEN<br />

49,5 x 35,5 x 13 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Cronier A Paris“<br />

(Jean-François Cronier).<br />

Paris, um 1800.<br />

Gehäuse: Auf gestelzten gedrückten Kugelfüßen ruhende<br />

schwarze Marmorbasis mit Löwenkopfornamenten<br />

und Balusterrelief. Darauf das tonnenförmige Werksgehäuse<br />

mit zwei darum angeordneten geharnischten<br />

Männern mit Lanzen und auf dem Boden liegendem<br />

Gefechtsmaterial, das zu Friedenszeiten ruhen darf.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert, verglast, schwarze römische<br />

Stunden, arabische Minuten, Stab- und Punkt indizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

halben und zur vollen Stunde. À jour gearbeitete vergoldete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />

auf der IIII und der VIII, ein Schlüssel und ein Pendel<br />

vorhanden, nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Tardy, S. 148. (1410382) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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141<br />

KLEINE PARISER KAMINUHR<br />

IN MARMOR IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Länge: 26 cm.<br />

Tiefe 13 cm.<br />

Rückplatine gestempelt „A. Molle Paris“.<br />

Feinkristalliner, weißer Marmor und Bronze, feuervergoldet.<br />

Aufbausockel auf vergoldeten Halbkugelfüßen, darauf<br />

ovaler Säulenstumpf, von vergoldeten Bronzefiguren<br />

umgeben: zwei Amoretten in Begegnung mit einem<br />

jungen Mädchen. Figuren, Dekorationen und Frontrelief<br />

in hoher künstlerischer Qualität. Emailziffernblatt<br />

mit römischen Stunden und arabischen Minuten,<br />

Zeiger filigran ziseliert und vergoldet.<br />

14-Tage-Gehwerk, Pendel an Metallfederaufhängung,<br />

Schlossscheiben-Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag<br />

auf Glocke.<br />

Schlüssel fehlt.<br />

(14115116) (11)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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149


142<br />

LONDONER BRACKET CLOCK<br />

56,5 x 40 x 23,5 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Char. Massey, London“.<br />

London, 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Auf Volutenfüßen mit Blattwerkdekor in vergoldeter<br />

Bronze der kastenförmige, verglaste Korpus<br />

mit vorgesetzten, kannelierten dorischen Säulen,<br />

textil hinterlegten Schallöffnungen und pr<strong>of</strong>iliertem<br />

wie gekehltem Giebel mit Tragegriff und Zapfenaufsätzen.<br />

Zifferblatt: Stahl als Ring gearbeitet mit schwarzen<br />

römischen Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />

Funktionen: À jour gearbeitete Zeiger für Stunden und<br />

Minuten, Datumsanzeige, Lautstärkenregulierung, Aufzugslöchlein<br />

über der III, VI und VIII. Schlag auf Glocke<br />

zur viertel, halben und vollen Stunde. Rück platine fein<br />

graviert. Spielwerk mit acht Melodien. Drei Schlüssel<br />

vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

(1410384) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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143<br />

GROSSE ENGLISCHE KAMINUHR MIT GLOCKEN-<br />

SPIELWERK UND WESTMINSTERSCHLAG<br />

Höhe: 71 cm.<br />

Breite: 43 cm.<br />

Tiefe: 29 cm.<br />

19./ 20. Jahrhundert.<br />

Gehäuse in Mahagoniholz, Rechteckkasten im Barock-<br />

Stil, auf Bronzefüßen, getreppter Dachaufbau mit<br />

vergoldeten Pinienzapfen und Aplikation. Fronttüre<br />

goldgerahmt und verglast, seitlich Schallöffnungen.<br />

Frontplatine in graviertem und ziseliertem Messing<br />

mit Eckaplikationen, Ziffernring versilbert, mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, die Zeiger<br />

gebläut. Drei Stellzeiger für Glockenschlag oberhalb<br />

des Ziffernblattes. Pendel an Metallfederaufhängung,<br />

Walzenwerk für acht Glocken, Westminsterschlag auf<br />

Tonfeder. Auf der Rückplatine geprägte Nummer 218.<br />

Pendel und Schlüssel vorhanden.<br />

(14115612) (1) (11)<br />

€ 2.800 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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144<br />

GÉRARD-JEAN GALLE,<br />

1788 – 1846, WERKSTATT DES<br />

Höhe: 66 cm.<br />

Auf dem Ziffernblatt signiert<br />

„GUTEAU / PALAIS ROYAL 114“.<br />

Paris, 1815 – 1836.<br />

Klassizistische Pariser Kaminuhr mit Figur der Erato.<br />

Bronze, feuervergoldet. Der zweifach getreppte Sockel<br />

trägt den Werkkasten, auf dem die Muse Erato mit<br />

Lyra sitzt. Erato galt in der antiken Mythologie als<br />

Tochter des Zeus und als eine der neun Musen versinnbildlicht<br />

sie die Liebesdichtung. Am Sockel Relief<br />

mit Instrumenten. Ziffernblatt mit römischen Stunden.<br />

14 Tage Werk, Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag<br />

auf Glocke.<br />

Anmerkung:<br />

Gérard-Jean Galle war Bronzegießer und Modelleur in<br />

Paris. Ein ähnliches Werk im Stockholmer Schloss wird<br />

ihm zugeschrieben.<br />

Literatur:<br />

Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Bd. I, München 1986, S. 396. (14115115) (11)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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145<br />

EMPIRE-PENDULE MIT HIRTENMOTIV<br />

46,5 x 31,5 x 11,5 cm.<br />

Frankreich, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />

Über vier zylindrischen Füßen mit Ornamentrelief die<br />

rechteckige gestufte Basis mit Rollwerk- und Puttorelief.<br />

Darauf der hochrechteckige Gehäusekasten mit<br />

Landschaftsrelief und danebenstehender, vollplastisch<br />

ausgeführter Schäferfigur mit Hirtenstab und zwei<br />

Schafen wohl als Verweis auf ein literarisches Vorbild.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden und Stabindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

halben und zur vollen Stunde, à jour gearbeitete vergoldete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />

über der IIII und der VIII, ein Pendel und ein<br />

Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet.<br />

(1410387) (13)<br />

€ 2.000 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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151


146<br />

EMPIRE-PENDULE MIT ALLEGORIE DES WASSERS<br />

40 x 22 x 10 cm.<br />

Frankreich, um 1810.<br />

Gehäuse: Bronze vergoldet und ziseliert. Über vier gedrückten<br />

Kugelfüßen mit Ornamentdekor der gestufte<br />

Werkskorpus über ovalem Grund. Dekor mit Schilf<br />

tragenden Hermen und Blattwerk. Bekrönt durch<br />

einen Putto sich vor einer Psyche mit Spiegeleinsatz<br />

waschend.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

vollen und zur halben Stunde. Aufzugslöchlein über<br />

der IIII und VIII. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1410383) (13)<br />

€ 3.500 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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147<br />

PARISER VESTALINEN PENDULE<br />

57 x 37 x 14 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Verdiere, Rue Dauphine 15 á Paris“.<br />

Paris, 1820 – 1840.<br />

Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und<br />

bruniert. Über Volutenfüßen ruhender, rechteckiger<br />

gestufter Sockel mit Zungen- und Akanthusblattfries.<br />

Darauf das Werksgehäuse mit flankierenden brunierten<br />

Vestalinnen.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, Stab- und Punktindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

halben und zur vollen Stunde. Breguetzeiger für Stunden<br />

und Minuten. Aufzugslöchlein über der IIII und<br />

der VIII. Ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Tardy, S. 639. (14103810) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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148<br />

PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE LITERATUR<br />

24,5 x 23,5 x 8,5 cm.<br />

Zifferblatt signiert. „Picnot Pere à Paris“ (Jean-Nicolas<br />

Picnot, tätig 1785 – 1812, seit 1812 in der Rue de<br />

Fosses.<br />

Paris, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: In vergoldeter Bronze gefertigt. Über vier<br />

Scheibenfüßen mit Lanzettblattfries der rechteckige<br />

gestufte Korpus mit kubischem Werksgehäuse. Dieses<br />

mit Onramentrelief, aufsitzender brennender Öllampe<br />

und Büchern, daneben die Figur einer Lesenden<br />

in klassizistischem Gewand.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden und Stabindizes.<br />

Funktion: Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII.<br />

Brequetzeiger für Stunden und Minuten. Schlossscheibenschlagwerk<br />

auf Glocke zur vollen und zur halben<br />

Stunde. Ein Schlüssel und ein Pendel vorhanden.<br />

(1410389) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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149<br />

EMPIRE PENDULE MIT FELDHERRENPORTRAIT<br />

32,5 x 22 x 9 cm.<br />

Zifferblatt signiert: „Tardy à Lyon“.<br />

Lyon, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />

Über vier hohen Scheibenfüßen mit kanneliertem<br />

Relief der rechteckige Sockel mit schauseitiger Reliefschabracke<br />

mit Monogramm LL in Lorbeerblattkranz.<br />

Darauf Gehäusekasten mit aufliegendem Helm und<br />

Lorbeerkranz mit danebenstehender Person mit portraithaften<br />

Zügen in Harnisch und mit Marschallstab.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden und Stabindizes.<br />

Funktion: Brequetzeiger für Stunden und Minuten,<br />

Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII, Schlossscheibenschlagwerk<br />

auf Glocke zur vollen und zur halben<br />

Stunde, ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet.<br />

(1410381) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.400<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

150<br />

PENDULE MIT ASTROLABIUM<br />

36,8 x 28,5 x 11 cm.<br />

Zifferblatt signiert. „Gabriel Le Roy, Rue du Temple<br />

Nr. 115“.<br />

Paris, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze, gegossen, vergoldet, ziseliert. Über<br />

sechs Scheibenfüßen mit guillochierter Oberfläche der<br />

Oblonge Werkskasten in Gestalt eines klassizistischen<br />

Brunnens mit Trompe l‘oeil Wasserspeiern zu den Seiten.<br />

Schauseitig mit symmetrisch gesetzten klassizistischen<br />

Reliefs. Aufsatz in Gestalt eines Kindes ein<br />

Astrolabium bedienend.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden und Stabindizes.<br />

Funktion: Breguetzeiger für Stunden und Minuten,<br />

Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur vollen und<br />

zur halben Stunde. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

Aufzugslöchlein über der IIII und VII. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1410385) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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153


151<br />

PENDULE AUF VOLTAIRE<br />

36 x 27,5 x 12 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Carry à Agen“.<br />

Agen, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />

Über vier Löwentatzenfüßen ruhende Basis mit Zentraler<br />

antikisierender Szene im Oktagon. darauf das<br />

kubische Werksgehäuse mit danebenstehender antikisierender<br />

Figur Voltaires 1773 erschienenes Werk<br />

Les Lois de Minos, ou Astérie lesend.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

halben und zur vollen Stunde, Aufzugslöchlein über<br />

der IIII und der VIII, Breguetzeiger für Stunden und<br />

Minuten, ein Schlüssel vorhanden, nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

getestet.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Tardy, evt. identlisch mit Benoit Carry, Lyon,<br />

S. 114. (14103812) (13)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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152<br />

PENDULE MIT LIEBESGABE<br />

(ABB. UNTEN)<br />

42,6 x 29,5 x 12 cm.<br />

Frankreich, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen<br />

römischen Stunden und Stabindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

halben und zur vollen Stunde. Aufzugslöchlein über<br />

der IIII und VIII, Breguetzeiger (besch.) für Stunden<br />

und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

Ein Schlüssel und ein Pendel vorhanden.<br />

(1410386) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

153<br />

PENDULE MIT ALLEGORIE DES SOMMERS<br />

41 x 30 x 10,6 cm.<br />

Frankreich, um 1860.<br />

Gehäuse: Über Kugelsegmentfüßen mit Lanzettblattfries<br />

die rechteckige Basis mit risalitartigen Vorsprüngen<br />

und zentralem Ernterelief auf satiniertem Fond.<br />

Aufsatz mit Werksgehäuse in Gestalt eines Ährenbündels,<br />

daneben die allegorische Gestalt der Ceres<br />

nebst Korb und Flegel.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />

Stunden, Minuten und Stabindizes.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

vollen und zur halben Stunde, Brequetzeiger für Stunden<br />

und Minuten, Aufzugslöchlein über der 4 und der<br />

8. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet. Ein Schlüssel<br />

und ein Pendel vorhanden.<br />

(1410464) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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154<br />

PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE MUSIK<br />

43,5 x 30,5 x 12 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Chopin à Paris“ (Tardy, S. 130,<br />

Rue aus Ours, 1806).<br />

Paris, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und<br />

bruniert. Über vier gestauchten Kugelfüßen der rechteckige,<br />

gestufte Korpus mit geschrägten Ecken. Lyraund<br />

andere musische Reliefmotive schmücken die<br />

teilbrunierte Wandung, das Zifferblatt wird von je einer<br />

Lyra flankiert. Aufsitzendes, vollfigürliches Motiv einer<br />

sitzenden Theorbespielerin in klassizistischer Gewandung<br />

mit vor ihr stehendem Noten haltendem Putto.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes. Min.<br />

besch.<br />

Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />

Viertel-, Halben- und Vollen Stunde. À jour gearbeitete<br />

vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />

über der IIII und der VIII, ein Schlüssel vorhanden,<br />

nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />

(14103811) (13)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

155<br />

KAMINUHR VON BREVETÉ MIT KALENDER,<br />

MONDPHASE UND SEKUNDENZEIGER<br />

Höhe: 42 cm.<br />

Breite: 28 cm.<br />

Tiefe: 21 cm.<br />

Ziffernblatt signiert<br />

„BREVETÉ / LE ROY & FILS / PAL..R.G.Montpensier<br />

13 - 15 / PARIS / 296 REGENT STREET / LONDON“.<br />

Paris, Ende 19. Jahrhundert.<br />

Marmor, vergoldete Bronze und Emailzifferblätter.<br />

Strenger, hochrechteckiger Gehäuseaufbau, allseitig<br />

verglast mit Randfacettenschliff in vergoldeten Rahmungen.<br />

Sockel und Deckplatte in weißem Marmor.<br />

Frontplatine vergoldet und reich mit Arabeskendekor<br />

graviert und ziseliert, darauf zwei weißemailierte<br />

Ziffernringe mit römischen Stunden, sowie darunter mit<br />

französischen Monats- und Tagesangaben, mittig Mondphase<br />

in Blau mit Sternen und separatem Monatszeiger.<br />

Die Brequet-Zeiger gebläut, zusätzlicher<br />

Sekundenzeiger. Das Werk an drei Seiten einsehbar;<br />

Pendel an Metallfederaufhängung, Feinregulierung<br />

oberhalb XII. Schlagwerk für Halbstunden- und Stundenschlag<br />

auf Glocke. Ankerbewegung im Ziffernring<br />

sichtbar. Gute Erhaltung, Werk nicht geprüft.<br />

(14101015) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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155


156<br />

FRANZÖSISCHES KAMINUHR<br />

UND LEUCHTER-ENSEMBLE<br />

Höhe Kaminuhr: 36 cm.<br />

Höhe der Leuchter: 31 cm.<br />

Weißer Marmor und vergoldete Bronze, mit geschliffenen<br />

Schmucksteinen. Lyra-Uhr und die Leuchter im<br />

Louis XVI-Stil, die elegante Ausführung in kleinerem<br />

Format weist auf eine Ausstattung eines Damenkabinetts.<br />

Lyra-Uhr in Marmor, auf ovaler Basis, Randund<br />

Binnendekor in vergoldeter Bronze, mit Feston,<br />

Perlstab, Kordel- und Blütendekor, sowie bekrönendem<br />

Apolloantlitz.<br />

Pendel in Form von Harfensaiten, verbunden mit dem<br />

ebenfalls pendelnden Schmucksteinring. Emailziffernblatt<br />

verglast, mit arabischen Stunden und Minuten,<br />

bezeichnet „Paris“ und Herstellersignatur verrieben.<br />

Rechenschlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf<br />

Glocke. Werkplatine nummeriert „43314“. Werkabdeckung<br />

in Glas, mit kleinem Sprung. Regulierung am<br />

(seltenen) Gewichtpendel.<br />

Uhr läuft an.<br />

Die beiden Vasen mit Blütenzweigen und je drei Tüllen<br />

bestückt, seitlich Masken, ebenfalls mit Schmucksteinen.<br />

(14115610) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

157<br />

PARISER KAMINUHR DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 41 cm.<br />

Auf dem Ziffernblatt bezeichnet „à Paris“.<br />

Bronze, bruniert und vergoldet. Klassizistische, kantige<br />

Vasenform, mit eingezogenem Rundfuß auf quadratischem,<br />

gefußten Sockel mit Feston. An den Schultern<br />

und als Bekrönung aufgesetzte Pinienzapfen.<br />

Ziffernblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />

Viertelstunden, Zeiger vergoldet. Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Regulierung über XII Schlossscheiben-<br />

Schlag werk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Funktion nicht geprüft. Schlüssel vorhanden.<br />

(1411566) (1) (11)<br />

€ 1.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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158<br />

LYRA-PENDULE<br />

Höhe: 38,5 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Le Roy A Paris“.<br />

Paris, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Funktionen: À jour gearbeitete und vergoldete Zeiger<br />

für Stunden und Minuten. Schlag auf Glocke zur vollen<br />

und zur halben Stunde, ein Pendel und ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Gehäuse: Über gedrückten Kugelfüßen stehende,<br />

zweifach gekehlte, ovale Marmorbasis mit plastischem<br />

Perlstabdekor. Darüber das Gehäuse in <strong>of</strong>fener Lyraform<br />

mit einem trommelförmigen Werksgehäuse an<br />

Regulations-Scheinpendel. Lyraenden durch Lorbeerblattfeston<br />

zusammengeführt und von Strahlenkranz<br />

mit zentralem Maskaron überfangen.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein<br />

über der IIII und der VIII.<br />

(1410452) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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159<br />

LOUIS XVI-CARTELUHR<br />

96 x 50 cm.<br />

Mittig im Zifferblatt signiert „Charles Le Roy à Paris“.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

In Bronze gegossenes Gehäuse, ziseliert und vergoldet.<br />

Symmetrischer Aufbau mit <strong>of</strong>fen gearbeitetem<br />

Pendelkasten mit teilsatiniertem Laubdekor mit geblänkten<br />

Früchten und aufsitzender Flammenziervase<br />

mit zwei Handhaben. Das Zifferblatt weiß emailliert<br />

mit schwarzen römischen Stunden arabischen Ziffern<br />

sowie Stabindizes. Aufzugslöchlein über der IV und der<br />

VIII. À jour gearbeitete vergoldete Zeiger für Stunden<br />

und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

(1411261) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

160<br />

LOUIS XVI-CARTELUHR<br />

81 x 37 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Fagard Alabays“.<br />

Gehäuse in Bronze gearbeitet, ziseliert und vergoldet.<br />

Symmetrisch aufgebauter Uhrenkasten mit <strong>of</strong>fen gearbeitetem<br />

Pendelkasten und umlaufendem Lorbeerblattdekor<br />

mit aufsitzender Ziervase mit Zapfenknauf.<br />

Zifferblatt weiß-emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten sowie Stabindizes.<br />

Aufzugslöchlein neben der III und der VIII. À jour gearbeitet<br />

vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />

Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

(1411262) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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161<br />

PARISER LACK-PENDULE<br />

68 x 30 x 16 cm.<br />

Zifferblatt signiert „Planchon a Paris“. Auf der Werkplatine<br />

wiederholt Herstellerbezeichnung und Werknummer<br />

„1 7 7 6“.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Gehäuse: Aufbau in Form einer kleinen Standuhr im<br />

Transitionsstil, mit ausschwingendem Sockel, tropfenförmigem<br />

Pendelkasten und sich weitendem Oberteil,<br />

in dem das verglaste Emailzifferblatt eingepasst<br />

ist. Korpus in Mahagoni, schwarze Goldstaub-Lackfassung<br />

mit japanischen Motiven und Figuren. Florale,<br />

schlanke Kanteneinfassungen in vergoldeter Bronze,<br />

Blattfestons, oben seitlich zwei Frauenköpfe, Bekrönung<br />

durch Schleife sowie einen aufgesetzten Globus.<br />

Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />

Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.h<br />

Funktion: Schlossscheiben-Schlagwerk für Halbstunden-<br />

und Stundenschlag auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />

geprüft. Pendel an Stahlfederaufhängung,<br />

mit Temperaturausgleich. Pendelauge in Form eines<br />

Apollokopfes mit Strahlen. Ein Pendel und ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Tardy, S. 525. Mathieu Planchon, tätig in Paris,<br />

2. Hälfte 19. Jahrhundert. (1410453) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

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157


162<br />

BEDEUTENDE AUGSBURGER SILBERCLOCHE<br />

FÜR ZARIN KATHARINA DIE GROSSE<br />

Höhe: 22,5 cm.<br />

Durchmesser: 32,7 cm.<br />

Gewicht: 1485 g.<br />

Wandung mit Augsburger Beschau von 1779/1780<br />

(Seling 266), Meister Christian Drentwett II (Seling<br />

2427) Meister ab 1754, Händlermarke Raickher.<br />

Augsburg, 1779-1781.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Geschweifter<br />

Stand mit getrepptem, kartuschierten Korpus. Granatapfelknauf<br />

mit fest anliegender Akanthusmanschette.<br />

Alters- und Gebrauchssp., rest.<br />

Provenienz:<br />

Aus dem Gouvernementsservice für Perm oder<br />

Charkow.<br />

Anmerkung:<br />

Damit Zarin Katharina die Große ihre Repräsentationsaufgaben<br />

erfüllen konnte, wurden die russischen<br />

Gouvernements mit Silberservicen ausgestattet,<br />

damit nicht bei jedem Besuch der Zarin ein Service<br />

aus Sankt Petersburg vorausgeschickt werden musste.<br />

Aufträge für die Service wurden in Paris gefertigt,<br />

die Service aus Perm und Charkow hingegen wurden<br />

in Augsburg gefertigt.<br />

IMPORTANT AUGSBURG SILVER CLOCHE<br />

FOR CATHERINE THE GREAT TSARINA<br />

Height: 22.5 cm.<br />

Diameter: 32.7 cm.<br />

Weight: 1485 g.<br />

Body with Augsburg city mark from 1779/1780<br />

(Seling 266), maker’s mark for Christian Drentwett II<br />

(Seling 2427), maker from 1754, hallmark by dealer<br />

Raickher.<br />

Augsburg, 1779-1781.<br />

<strong>Silver</strong>; wrought, cast, and chased.<br />

Provenance:<br />

For government silver service for Perm or Kharkiv.<br />

Literature:<br />

cf. Kaiserlicher Glanz aus dem alten St. Petersburg,<br />

Augsburg 1991, p. 32 ff.<br />

cf. Björn R. Kommer (ed.), Augsburger Museumsschriften<br />

11, Augsburg 2001, p. 71.<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Vgl. Kaiserlicher Glanz aus dem alten St. Petersburg,<br />

Augsburg 1991, S. 32 ff.<br />

Vgl. Augsburger Museumsschriften 11, Björn R.<br />

Kommer (Hrsg.), Augsburg 2001, S. 71. (1400516)<br />

(13)<br />

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163<br />

JAGDLICHER FUSSBECHER<br />

Höhe: 8,5 cm.<br />

Gewicht: 124 g.<br />

Bodenseitig punziert mit Nürnberger Beschau,<br />

Tremolierstich und Meistermarke Georg Rötenbeck<br />

(Meister ab 1634).<br />

Nürnberg, erste Hälfte 17. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, graviert und vergoldet. Über flachem<br />

Standring der pr<strong>of</strong>ilierte Fuß mit weitem doch kurzem<br />

zylindrischen Schaft. Stark gebuckelter Korpus mit reicher<br />

Vergoldung und konisch auslaufender Wandung.<br />

Diese mit fein gravierter Wildschweinhatz in baumbestandener<br />

Landschaft mit Jägern und Jagdhunden.<br />

Besch.<br />

Literatur:<br />

Germanisches Nationalmuseum, Nürnberger Goldschmiedekunst,<br />

Bd. 1, Teil 1, Meisterzeichen 0742b.<br />

(14104725) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

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164<br />

ECCE HOMO SILBERRELIEF<br />

Maße ohne Etui: 35 x 23,5 cm.<br />

Gewicht mit Holzrahmen: 580 g.<br />

Keine für uns erkennbaren Punzen.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Auf geweißeltem Holzrahmen montiertes, fein ziseliertes<br />

Relief, im Zentrum den stehenden Christus mit<br />

Dornenkrone und überkreuzten Armen zeigend. Eingegliedert<br />

in eine barocke Architektur und auf einem<br />

gefließten Boden stehend hat er seinen Blick nach<br />

oben gerichtet. In vergoldetem ziselierten Rahmen<br />

mit á jour gearbeitetem silbernen Rahmenwerk aus<br />

Akanthusblättern und Blattwerk. In mit grünem Textil<br />

eingerichteten punzierten Lederetui.<br />

(14111310) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BID<br />

165<br />

OVALES SILBERRELIEF MIT DARSTELLUNG<br />

DER ST. TRINITÁ<br />

Höhe inkl Sockel: 42 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Italien, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts.<br />

Die ovale Darstellung zeigt im unteren Teil die auf<br />

Wolken stehende „apokalyptische Madonna“ mit<br />

Sternenkranz, darüber die Dreifaltigkeit: Gottvater mit<br />

Zepter neben der Weltkugel als Weltschöpfer, links<br />

Jesus mit Kreuz, dazwischen die Hl.-Geist-Taube im<br />

Strahlenkranz. Maria steht über dem Halbmond mit<br />

Schlange, ein Motiv, das auf die Türkenkriege der Entstehungszeit<br />

des Werkes zurückgeht. Die Rahmung<br />

mit Reliefdekor, vergoldet. Bekrönung und die am Unterrand<br />

herabziehende Dekoration ebenfalls getrieben<br />

und ziseliert, mit C- und S-Bögen, was die zeitliche<br />

Einordnung ins 18. Jahrhundert erlaubt.<br />

Von Holzkern hinterfangen, aufgestellt auf modernen<br />

Metallständer.<br />

(14111311) (11)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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161


166<br />

REPRÄSENTATIVES ODIOT - SILBERSERVICE<br />

Maße des Tabletts: 120 x 90 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 10500 g.<br />

Bodenseitig punziert Manufakturstempel „Odiot“, sowie:<br />

„Odiot a Paris“ sowie Modellnummer.<br />

Paris, 1825-1894.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und teilweise<br />

vergoldet. Das beeindruckende und repräsentative<br />

Ensemble für höchste Bedürfnisse bestehend aus:<br />

Tablett, Kaffeekanne, Teekanne, Milchkanne, Rechaud<br />

mit Heisswasserkessel und Zuckerschale. Jeweils auf<br />

Rocaillefüßen stehend und insgesamt dem Stil Louis<br />

XV verpflichtet mit Rocaille- und Bandelwerk auf satiniertem<br />

Grund, teilweise innen vergoldet. Das ovale<br />

Tablett mit Blattwerkhandhaben an den Kurzseiten<br />

und reichem, gegossenen, vegetabilem Motivwerk<br />

am Rand.<br />

(14115119) (13)<br />

PRESTIGIOUS ODIOT SILVER SERVICE<br />

Dimensions <strong>of</strong> tray: 120 x 90 cm.<br />

Total weight: ca. 10500 g.<br />

Hallmarked on the base: manufactory stamp “Odiot”,<br />

and “Odiot a Paris” and model number.<br />

Paris, 1825 - 1894.<br />

€ 16.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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162 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.


167<br />

VIKTORIANISCHE SILBERTERRINE<br />

Länge: 46 cm.<br />

Gewicht: 4813 g.<br />

Punziert mit „Lion passant“, Londoner Beschau,<br />

Date letter „R“, duty mark und Meistermarke<br />

„Robert Garrard“.<br />

London, 1852.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Über vier Volutenfüßen,<br />

die durch Festons verbunden sind der passige,<br />

geschnürte Korpus mit gliedernden Ornamentbändern<br />

und Blattwerkhandhaben. Einsatz passend, Steckdeckel<br />

den Ornamentdekor wieder aufnehmend, aufwändiger<br />

Knauf mit Blattwerkdekor.<br />

(1410766) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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168<br />

MARITIME BUCCELLATI-TERRINE<br />

Höhe der Terrine: 36 cm.<br />

Breite des Presentoirs: 55 cm.<br />

Gesamtgewicht: 6172 g.<br />

Punziert mit 925er Feingehalt,<br />

Meistermarke Buccellati Italy.<br />

Mailand, 20. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Dreiteilig bestehend<br />

aus Presentoir, Terrinenkorpus und Deckel.<br />

Jeweils mit getriebenem maritimen Dekor, figürlichen<br />

Tritonenhandhaben und ziseliertem Blattwerk.<br />

(1410764) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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165


171<br />

PAAR GROSSE BUCCELATI-KANDELABER<br />

Höhe: 51,8 cm.<br />

Gesamtgewicht: 10726 g.<br />

Punziert mit 800er Feingehalt, Mailänder Beschau<br />

und Meistermarke Mario Buccellati.<br />

Mailand, 20. Jahrhundert.<br />

Silber, gegossen, getrieben, ziseliert. Über vier rechteckigen<br />

Füßen mit passigem Abschluss der aus C-förmigen<br />

Volutenspangen gebildete Schaft mit vier über<br />

den Füßen ausstrebenden Armen, die jeweils eine<br />

Brennstelle mit Traufschale tragen. Zentrale Überhöhung<br />

durch fünfte Brennstelle.<br />

(1410763) (13)<br />

A PAIR OF LARGE BUCCELLATI CANDELABRA<br />

169<br />

PAAR AUGSBURGER KERZENSTÖCKE<br />

Höhe: 24,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: 1134 g.<br />

Am Standring punziert Augsburger Beschau von<br />

1775-1777 (Seling 261), Meister Gustav Friedrich<br />

Gerich (1726-1808, Seling 2524).<br />

Augsburg, 1775-1777.<br />

Height: 51.8 cm.<br />

Total weight: 10726 g.<br />

800 silver hallmark. Milan city mark and maker’s<br />

mark Mario Buccellati.<br />

Milan, 20th century.<br />

<strong>Silver</strong>; cast, wrought and chased.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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Silber, getrieben, gegossen. Über hohem, passigen<br />

Standring mit architektonisch aufgefassten Vorsprüngen<br />

der mehrfach gekehlte und pr<strong>of</strong>ilierte Fuß mit<br />

getriebenen Akanthusblattornamenten. Der Doppelbalusterschaft<br />

trägt eine Vasentülle mit Blattrelief.<br />

Seltener und gut erhaltener Zustand mit harmonischen<br />

Proportionen.<br />

(1410741) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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170<br />

TURINER DECKELSCHÜSSEL MIT UNTERSATZ<br />

Durchmesser des Untersatzes: 24 cm.<br />

Gewicht ohne Etui: 810 g.<br />

Meistermarke von Giuseppe Balbino.<br />

Turin, 1798-1809.<br />

Silber, getrieben. Untersatz mit weitem Spiegel, steilem<br />

Bord und ornamental verzierter Fahne, vier ovale<br />

gemugelte Medaillons mit Louis XVI-Schleifen rahmend.<br />

Zweihenklige Kugelsegmentschale mit gekanteten<br />

Bandhenkeln und Steckdeckel den Dekor des<br />

Untersatzes aufnehmend mit Granatapfelknauf. In<br />

originalem punzierten Lederetui. Min. besch.<br />

(14100821) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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172<br />

GROSSE ZARISTISCHE SILBERPLATTE<br />

Durchmesser: 44 cm.<br />

Gewicht: 1550 g.<br />

Bodenseitige Punze „AP“, eines der Medaillons<br />

mit österreichischer Importpunze (1901-1921).<br />

Russland, um 1918.<br />

Silber, getrieben, gestanzt, gesägt, graviert, satiniert.<br />

Weiter Spiegel mit steil aufsteigender Fahne. Montierte,<br />

durchbrochen gearbeitete Fahne mit umlaufendem<br />

klassizistischen Silberdekor. Dieser alternierend mit<br />

liegenden ovalen, von Perlstab gesäumten Medaillons.<br />

Diese mit Blumenkorbbouquets bzw. mit Inschriften<br />

versehen AEM ligiert, EWAR ligiert und mit Fürstenkrone<br />

versehen sowie „21. Nov. 1918.“ Wenige Altersund<br />

Gebrauchssp.<br />

Anmerkung:<br />

Die außergewöhnliche Silberplatte war sicherlich ein<br />

Geschenk des russischen Zarenhauses an Friedrich<br />

Georg von Oldenburg (1868 - 1924), welcher am<br />

21.11.1918 seinen 50. Geburtstag feierte. Er war Sohn<br />

von Fürst Alexander von Oldenburg sowie dessen<br />

Ehefrau Eugenie Maximilianowna, geborene Prinzessin<br />

Romanowsky und Herzogin von Leuchtenberg. Er<br />

war ein Urenkel des Zaren Nikolaus I und Schwager<br />

des Zaren Nikolaus II.<br />

Provenienz:<br />

Aus der Sammlung derer von Schönaich-Carolath.<br />

(14100713) (13)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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173<br />

GROSSES LONDONER SILBERTABLETT<br />

82 x 54 x 6 cm.<br />

Gewicht: ca. 7000 g.<br />

Bodenseitig punziert: „Lion Passant“, Londonder<br />

Beschau, Date letter „R“, Meistermarke „PS“ und<br />

duty mark.<br />

London, 1812.<br />

Silber, gegossen. Weiter oblonger Spiegel mit steilem,<br />

niedrigen Bord. Fahne mit starkem Reliefguss Muschelungen,<br />

Blüten und tordierte Bänder zeigend.<br />

Kurzenden mit Festongriffen.<br />

(1410151) (2) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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174<br />

SILBERSTATUETTE MIT RELIQUIENSOCKEL<br />

DES HL. IGNATIUS VON LOYOLA<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Ohne Punzierungen.<br />

Italien, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Der Heilige, Gründer des Jesuitenordens, hier als<br />

Standfigur im Messgewand, mit Stola am linken Arm<br />

gezeigt. Der mitgearbeitete Sockel allseitig geschweift,<br />

mit kleiner ovaler verglaster Rahmung, darin Reliquieneinlagen,<br />

darunter gekrönte Wappenkartusche mit<br />

dem herzförmigen Symbol des Heiligen, gerahmt von<br />

C- und S-Bögen. Allseitig ausgearbeitet, Silber-Treibarbeit,<br />

in den dekorativen Partien in Kaltarbeit ziseliert.<br />

Kopf und Hände gegossen. Sockel mit Holzkern.<br />

(1411132) (11)<br />

SILVER STATUETTE WITH RELIQUARY BASE<br />

OF SAINT IGNATIUS OF LOYOLA<br />

Height: 38 cm.<br />

No hallmarks.<br />

Italy, mid-18th century.<br />

€ 13.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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169


CATALOGUE II<br />

OLD MASTER PAINTINGS – PART 1<br />

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