Sculpture & Works of Art, Furniture & Interior, Clocks, Silver
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ONE OF THE LEADING<br />
AUCTION HOUSES<br />
IN EUROPE<br />
CATALOGUE I<br />
SCULPTURE & WORKS OF ART<br />
FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS<br />
SILVER<br />
Auctions: Thursday, 26 September 2024<br />
Exhibition: Saturday, 21 September – Tuesday, 24 September 2024
SCULPTURE &<br />
WORKS OF ART
1<br />
SCHNITZRELIEF<br />
„GRABLEGUNG CHRISTI“<br />
CARVED RELIEF OF THE<br />
“ENTOMBMENT OF CHRIST”<br />
14 x 13,5 cm.<br />
Deutschland, um 1500.<br />
Im quadratischen Format, im Flach- und Hochrelief<br />
gearbeitet, mit Resten polychromer Bemalung im<br />
Hintergrund, der eine Landschaft zeigt, sowie in den<br />
Gewandfalten der Christusfigur.<br />
Jesus wird hier von Joseph von Arimathia und der<br />
Mutter Maria beweint und auf den Deckel des Sarkophags<br />
gelegt. Im Hintergrund Johannes Ev., Maria<br />
Magdalena sowie ein Jüngling mit Turban. Das Felsgestein<br />
im Hintergrund, in kubischen Formen, wie dies<br />
auch in italienischen Gemälden des 15. Jahrhunderts<br />
zu finden ist.<br />
(14111312) (11)<br />
14 x 13.5 cm.<br />
Germany, ca. 1500.<br />
€ 18.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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15
2<br />
SELTENE SPÄTGOTISCHE FIGUR<br />
EINER MADONNA MIT KIND<br />
Höhe: 57 cm.<br />
Verso seitlich runder Aufkleber mit Wappen und Umschrift<br />
„PRIVE COLLECTIE E. J. PHILIPS“.<br />
Portugal, um 1530.<br />
Alabaster, mit Resten ehemaliger Farbfassung und<br />
Teilvergoldung.<br />
Die schlanke Standfigur weist in der Körperhaltung<br />
deutlich den S-förmigen Schwung des europaweit<br />
verbreiteten Stils der „Schönen Madonna“ auf. Der<br />
Mantel fällt beidseitig elegant zum mitgearbeiteten<br />
Plinthensockel herab, das enganliegende Kleid betont<br />
die Körperform. Das Gesicht der Madonna gerahmt<br />
von gekämmtem, glatten Haar, der Blick in die<br />
Ferne gerichtet. Das Kind liegt in den Armen quer, mit<br />
aufgerichtetem Oberkörper, hält eine Traube in den<br />
Händen, das pausbackige Gesicht nachdenklich leicht<br />
nach unten gewandt. Die ehemalige Farbfassung<br />
lässt sich zudem noch in den Tiefen der Gewandfalten<br />
erkennen, die in Gold gemalten Saumbordüren des<br />
Mantels ist an mehreren Stellen noch erhalten. Insgesamt<br />
sehr gute Bildhauerarbeit, die sowohl flämische,<br />
als auch französische Einflüsse verrät.<br />
(1411498) (1) (11)<br />
RARE LATE GOTHIC FIGURE OF THE VIRGIN<br />
AND CHRIST CHILD<br />
Height: 57 cm.<br />
Round label with coat <strong>of</strong> arms and circumscription<br />
“PRIVE COLLECTIE E. J. PHILIPS” on the back.<br />
Portugal, ca. 1530.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
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3<br />
PIETRO TACCA,<br />
1577 – 1640, KREIS DES<br />
VERGOLDETE FIGURENGRUPPE EINER<br />
KREUZABNAHME CHRISTI<br />
Bronze, vergoldet und bruniert.<br />
Höhe: 56 cm.<br />
Plinthe 34 x 29 cm.<br />
Die aus insgesamt acht Figuren gebildete Figurengruppe<br />
zeigt das biblische Ereignis im Sinne einer<br />
bühnenhaften Aufführung. Solche figürlichen Inszenierungen<br />
finden sich in der barocken Bildhauerei mehrfach,<br />
fast immer jedoch im Auftrag einer herrschaftlichen<br />
Stiftung. Die Bildhaftigkeit der Gemälde wird<br />
hier ins Plastische übertragen. Die große brunierte<br />
Plinthe fungiert als Rasensockel mit Erhebungen,<br />
der den Golgataberg andeutet. Darauf erhebt sich ein<br />
schwarzpatiniertes Kreuz, angelehnt daran die Leiter<br />
der Kreuzabnahme. Das Zentrum der vergoldeten,<br />
trauernden Personengruppe bildet der vom Kreuz abgenommene<br />
Leichnam Jesu, gehalten von den beiden<br />
Gestalten Josef von Arimatia und Nikodemus. Der<br />
Oberkörper Jesu ist bewusst aufrecht gezeigt, um<br />
eine Draufsicht zu gewährleisten. Zu Füßen Jesu die<br />
trauernde Magdalena, die niedergekniet den Fuß<br />
Jesu küsst. Die Mutter Maria und die weiteren der<br />
„Drei Marien“ bilden zusammen mit dem rechts stehenden<br />
Evangelisten Johannes einen Kreis. Ein Jüngling<br />
auf der Leiter ist als Helfer gezeigt. Die Figuren<br />
sämtlich einzeln gegossen, feuervergoldet und in Kaltbarbeit<br />
nachziseliert. Die Suche nach dem Namen für<br />
den Bildhauer der Gruppe ist noch nicht abgeschlossen.<br />
Die berühmten Werke des Pietro Tacca haben<br />
etliche Bildhauer inspiriert, besonders auch wegen<br />
dessen Kleinbronzen.<br />
(1411495) (1) (11)<br />
PIETRO TACCA,<br />
1577 – 1640, CIRCLE OF<br />
GILT FIGURAL GROUP WITH DEPOSITION<br />
OF CHRIST<br />
Bronze; gilt and burnished.<br />
Height: 56 cm.<br />
Plinth: 34 x 29 cm.<br />
The group <strong>of</strong> a total <strong>of</strong> eight figures depicts the biblical<br />
scene <strong>of</strong> Christ’s Deposition from the Cross in a stagelike<br />
performance. Such figurative creations can be<br />
found several times in Baroque sculpture, but almost<br />
always by royal commission. The imagery <strong>of</strong> the paintings<br />
is transferred into the sculptural. The famous<br />
works <strong>of</strong> Pietro Tacca inspired many sculptors, especially<br />
his small bronzes.<br />
€ 40.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
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4<br />
NICCOLÒ ROCCATAGLIATA,<br />
TÄTIG 1575 – 1636, ZUG.<br />
Höhe: 34 cm.<br />
Breite: 34 cm.<br />
Bronze-Hohlguss, dunkle Patina. Die Büste, in der<br />
Besitzertradition als des Hl. Sebastian angenommen,<br />
weist jedoch Elemente auf, die für die Darstellung<br />
einer jungen Frau sprechen. Darauf weisen die leicht<br />
vortretende Brustpartie, die ins Haar eingeflochtene<br />
Perlenkette, als auch die Reliefdekoration des Gewandes,<br />
mit Blüten und Blättern hin. Jegliche Verweise auf<br />
eine vermutete Sebastiansbüste, wie Nacktheit, Pfeile<br />
oder dergleichen, fehlen. Dagegen lässt das aufwärts<br />
gerichtete Gesicht mit weit <strong>of</strong>fenen Augen an die Darstellung<br />
einer jugendlichen Heiligen denken.<br />
Nicht zu übersehen ist die Reliefdarstellung einer stilisierten<br />
Lilie in der Brustmitte, präsentiert durch die<br />
zur Seite gezogenen Gewandsäume, möglicherweise<br />
als Stadtsymbol von Florenz zu deuten. Ein vergleichbares<br />
Werk des in Venedig tätigen Roccatagliata ist<br />
nicht bekannt. Auch die Gestaltung des Gesichtes mit<br />
betont glatt gearbeiteten Hautflächen findet sich bei<br />
dem Venezianer nicht. So bleiben für die Urheberschaft<br />
der sehr qualitätvollen Büste noch Fragen <strong>of</strong>fen,<br />
zudem auch, ob es sich um eine jugendliche Heilige<br />
oder eine höfische Dame in betender Haltung handelt.<br />
Der Stil weist in die Zeit um 1600.<br />
(14114912) (1) (11)<br />
NICCOLÒ ROCCATAGLIATA,<br />
ACTIVE 1575 – 1636, ATTRIBUTED<br />
Height: 34 cm.<br />
Width: 34 cm.<br />
According to the tradition <strong>of</strong> the owner the bust is<br />
assumed to depict Saint Sebastian, however, some<br />
features suggest the depiction <strong>of</strong> a young woman<br />
instead. The relief depicting a stylized lily at the centre<br />
<strong>of</strong> the chest, revealed by the hems <strong>of</strong> the robe pulled<br />
to the side, cannot be overlooked, and may be interpreted<br />
as the symbol <strong>of</strong> the city <strong>of</strong> Florence.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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5<br />
ZIEROBELISK MIT CAMEO-EINLAGEN<br />
Höhe: 32,5 cm.<br />
Tiefe: 8 cm.<br />
Italien/ Rom, 16. und 18. Jahrhundert.<br />
Seltenes Wunderkammer-Tischobjekt in Form eines<br />
flachen Obelisken über pr<strong>of</strong>iliertem Sockel und getreppter<br />
Basis in rotem Marmor. Die Vorderseite des<br />
Obelisken mit fünf geschnittenen, gerahmten Kameen,<br />
nach oben in abnehmender Größe eingelassen. Die<br />
Spitze mit einem geschliffenen Bergkristall besetzt,<br />
weitere Kristalle als Fußkugeln. An der Sockel-Vorderseite<br />
ein Achat eingelassen. Obelisk und Sockel vergoldet,<br />
mit seitlichen, in Schweifungen geschnittenen<br />
und floral sowie mit Voluten gravierten Wangen. Die<br />
Kameen im Stil antik-römischer Gemmen, mit Kopfbildnissen,<br />
wie Herkules, Alexander, zwei Frauenbildnissen<br />
und zuoberst einer kleinen Gemme mit Darstellung<br />
einer laufenden Gestalt mit Stab.<br />
An der Rückseite entsprechend der Vorderseite floral<br />
graviert und ziseliert. Die Kameen sind Arbeiten des<br />
16. Jahrhunderts, einst wohl für antik erachtet, der<br />
vergoldete Gesamtaufbau 18. Jahrhundert.<br />
(14100819) (13)<br />
DECORATIVE OBELISK WITH CAMEO INLAYS<br />
Height: 32.5 cm.<br />
Depth: 8 cm.<br />
Italy/ Rome, 16th and 18th century.<br />
Rare Wunderkammer table object in the shape <strong>of</strong> a<br />
flat obelisk on a pr<strong>of</strong>iled base and stepped plinth in<br />
red marble. The front <strong>of</strong> the obelisk with five cut and<br />
framed cameos, set in decreasing size towards the<br />
top. The tip is set with a cut mountain crystal, while<br />
the ball feet are made <strong>of</strong> further crystals.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
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6<br />
MUSEALES HORIZONTAL-KALENDARIUM<br />
MIT SONNENUHR<br />
31 x 31 cm.<br />
Wohl Nürnberg, 17. Jahrhundert.<br />
Messing, Silber, vergoldet, Kompass verglast. Quadratische<br />
Messingplatte auf vier gequetschten Kugelfüßen.<br />
In Kupferstich-Technik graviert: Zentrierte Kreise mit<br />
Monatsangaben, figürlichen Sternzeichen sowie Arabeskendekor.<br />
An den Außenrändern Nennung der<br />
Himmelsrichtungen. Mittig eine quadratische Silberplatte<br />
(schwarz oxydiert) aufgenietet, als Sonnenuhr<br />
mit römische Stunden, hochstellbarem Winkel in<br />
Messing. Kompass im Messingrähmchen eingelassen,<br />
die Nadel gebläut. Die Silberplatte flankiert von<br />
Hermendarstellungen, in den Ecken Rundbilder mit<br />
Putten, Allegorien der Elemente. Ferner Masken und<br />
Rollwerk. Von besonderem Reiz die figürlichen Dekorationen<br />
und die in Ovalkartuschen gravierten Monats-<br />
Szenen.<br />
(1411345) (11)<br />
HORIZONTAL CALENDAR WITH SUNDIAL<br />
OF MUSEUM-QUALITY<br />
31 x 31 cm.<br />
Probably Nuremberg, 17th century.<br />
Brass, silver, gilt, glazed compass.<br />
€ 17.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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25
7<br />
GOLDENER HERRENRING MIT KARNEOLGEMME<br />
Ringdurchmesser: maximal 1,9 cm.<br />
Karneolstein: 1,7 x 1,5 cm.<br />
Die Gemme weist auf das 2. Jahrhundert n. Chr.,<br />
Rom.<br />
Der Ring mit gewölbter Goldschiene (Ende 18./ Anfang<br />
19. Jahrhundert), die breit in die Fassung einzieht,<br />
beidseitig fein floral graviert. Die hochovale Gemme<br />
in schöner, cremig rot leuchtender Farbe, darin vertieft<br />
eingraviert eine Caesarenbüste. Das Bildnis<br />
nach rechts zeigt einen mit Lorbeer bekränzten bärtigen<br />
Caesar im Harnisch, mit aus der Schulterpartie<br />
hervorziehendem Lanzenstab, der Lorbeerkranz am<br />
Hinterkopf durch herabwehende Schleifen gebunden.<br />
Das Kaiserbildnis weitgehend identisch mit den<br />
Aureus-Münzprägungen des Lucius Septimus Severus<br />
(11.04.145 - 4.02.211 n.Chr.).<br />
(1410126) (11)<br />
GOLD GENTLEMAN’S RING<br />
WITH CARNELIAN CAMEO<br />
Ring diameter: max. 1.9 cm.<br />
Carnelian gemstone: 1.7 x 1.5 cm.<br />
The cameo suggests Rome, second century AD.<br />
The portrait <strong>of</strong> the emperor is largely identical to the<br />
aureus coins <strong>of</strong> Lucius Septimus Severus (11.04.145 -<br />
04.02.211 AD). The ring with a rounded gold band<br />
(late 18th/ early 19th century) finely engraved.<br />
€ 15.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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8<br />
MATTEO CIVITALI,<br />
1436 LUCCA – 1501 EBENDA., ZUG.<br />
Civitale lernte in Florenz, verbrachte jedoch die meiste<br />
Zeit seines Werkschaffens in Lucca. Er war in Lucca<br />
einer der führenden Künstler als Maler, Bildhauer und<br />
Architekt.<br />
MARIA MIT DEM KINDE<br />
Cartapesta.<br />
80 x 59 x 12 cm.<br />
Auf mit rotem Samt bezogener Präsentationsplatte.<br />
In einer <strong>of</strong>fenen Dreieckskomposition sehen wir Maria<br />
deren Haupt in einem raumgreifendem Scheibennimbus<br />
kulminiert mit ihren Armen zärtlich das Christuskind<br />
umgreifend und dieses anblickend, während<br />
dessen Aufmerksamkeit dem Betrachter gilt. Matteo<br />
Civitali ist der bedeutendste Bildhauer aus Lucca in<br />
der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Vasari verzeichnet<br />
ihn als Schüler des Sienesers Jacopo della<br />
Quercia, was jedoch unwahrscheinlich ist; es ist<br />
wahrscheinlicher, dass er bei Antonio Rossellino ausgebildet<br />
wurde. Sein erstes dokumentiertes Werk ist<br />
das Grabmal von Pietro da Noceto (gest. 1467), das<br />
auch den Einfluss von Mino da Fiesole zeigt. Nach<br />
1470 erhielt Civitali eine Reihe bedeutender Aufträge<br />
im Dom von Lucca vom Humanisten und päpstlichen<br />
Delegaten Domenico Bertini, darunter den Altar des<br />
Sakraments - auch hiervon werden teilweise Güsse in<br />
London aufbewahrt. Seine Werke dort bilden eines<br />
der vollständigsten und kohärentesten Skulpturenprogramme<br />
des 15. Jahrhunderts in der Toskana. Sein<br />
wichtigstes Werk außerhalb von Lucca ist die außergewöhnliche<br />
Johannes-der-Täufer-Kapelle im Dom von<br />
Genua mit sechs äußerst expressiven lebensgroßen<br />
Marmorfiguren. Vergleichsbeispiele zu unserer Madonna<br />
sind etwa in der Sammlung des Vrijth<strong>of</strong> in Maastricht,<br />
in der Sammlung des Victoria & Albert Museum<br />
in London und auch in der Chiesa della SS. Trinita in<br />
Lucca zu finden (letztere in Marmor, 86 x 77 cm).<br />
Eine weitere Marmormadonna seiner Hand wird verwahrt<br />
im Museo Nazionale di Villa Guinigi in Lucca<br />
(Inventarnummer 193).<br />
MATTEO CIVITALI,<br />
1436 LUCCA – 1501 IBID., ATTRIBUTED<br />
THE VIRGIN AND CHRIST CHILD<br />
Cartapesta.<br />
80 x 59 x 12 cm.<br />
On a presentation plate covered with red velvet.<br />
Comparative examples <strong>of</strong> our Madonna can be found<br />
in the collection <strong>of</strong> the Vrijth<strong>of</strong> in Maastricht, in the<br />
collection <strong>of</strong> the Victoria & Albert Museum in London<br />
and in the Chiesa della Santissima Trinità in Lucca (the<br />
latter in marble, 86 x 77 cm). Another marble Madonna<br />
by his hand is held at the Museo Nazionale di Villa<br />
Guinigi in Lucca (inventory no. 193).<br />
Literature:<br />
cf. Dario Cimorelli, Matteo Civitali e il suo tempo.<br />
Pittori, scultori e orafi a Lucca nel tardo Quattrocento,<br />
2004.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Literatur:<br />
Vgl. Dario Cimorelli, Matteo Civitali e il suo tempo.<br />
Pittori, scultori e orafi a Lucca nel tardo Quattrocento,<br />
2004 (14114914) (1) (13)<br />
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9<br />
FIGURENPAAR<br />
ADAM UND EVA<br />
Höhe: 65 cm.<br />
Oberitalien/ Tirol/ Venedig.<br />
Zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.<br />
Rundplastisch geschnitzt, im Kontrapost bzw. in Schreithaltung<br />
je auf einem mitgeschnitzten felsenförmigen<br />
Sockel. Adam schlank gezeigt, mit leicht nach unten<br />
gesenkten, ausgebreiteten Armen, und nachdenklichem<br />
Blick in Haltung der Unentschlossenheit, Eva<br />
schreitend, mit langem Haar, in beiden Händen eine<br />
apfelförmige Baumfrucht.<br />
Die Figuren in Qualität eines Bildschnitzers von Rang,<br />
mit noch gut erhaltener, etwas beriebener und nachgedunkelter<br />
Originalfassung.<br />
(1411224) (11)<br />
A PAIR OF FIGURES<br />
ADAM AND EVE<br />
Height: 65 cm.<br />
Upper Italy/ Tyrol/ Venice.<br />
Second half <strong>of</strong> the 17th century.<br />
Three-dimensionally carved figures, in “contrapposto”<br />
or in a walking stance, each on a rock-shaped base<br />
that is carved in one piece with the sculpture. Adam<br />
is depicted as slim, with his arms slightly lowered and<br />
outstretched, and a thoughtful gaze in a pose <strong>of</strong> indecision.<br />
Eve is shown walking, with long hair with an<br />
apple-shaped fruit in both hands. The figures’ quality<br />
suggests a high-ranking woodcarver, with the original<br />
polychromy still well preserved, although slightly<br />
rubbed and darkened.<br />
€ 25.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID
10<br />
ITALIENISCHER BILDHAUER<br />
DES 18. JAHRHUNDERTS<br />
MARIA MAGDALENA<br />
Höhe: 35 cm.<br />
Breite: 48 cm.<br />
Der kompositionelle Aufbau in Form eines längsziehenden<br />
Felsensockels, darauf in halb liegender Haltung<br />
mit aufgerichtetem Oberkörper die Gestalt der<br />
büßenden Heiligen Maria Magdalena. Ihr Kopf leicht<br />
geneigt, mit langem, <strong>of</strong>fenen Haar, was ikonographisch<br />
als Zeichen ihres ehemals lockeren Lebenswandels<br />
gemeint ist. Die Hände über der Brust gekreuzt.<br />
Vor ihr auf einem Felsen das Kreuz mit Corpus<br />
Christi. Das Gewand fließt in großzügigen Partien<br />
über den Körper und zu den Felsen herab. Die Bildhauerarbeit<br />
von hoher Qualität eines noch nicht ermittelten<br />
Künstlers von Rang.<br />
(14114911) (1) (18)<br />
ITALIAN SCULPTOR,<br />
18TH CENTURY<br />
MARY MAGDALENE<br />
Height: 35 cm.<br />
Width: 48 cm.<br />
The composition is in the shape <strong>of</strong> a longitudinal rock<br />
base, on which the figure <strong>of</strong> the penitent Saint Mary<br />
Magdalene is shown in a half-reclining position with<br />
her upper body upright. Her garment is draped in generous<br />
sections over her body and down to the rocks.<br />
The sculptural work is <strong>of</strong> high quality by a not yet<br />
identified artist <strong>of</strong> rank.<br />
€ 15.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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31
11<br />
PIERRE PUGET,<br />
1620 MARSEILLE – 1694, NACH<br />
SALVATOR MUNDI<br />
Höhe: 36 cm.<br />
Weißer Marmor. Der Künstler wirkte in allen Gattungen<br />
der Bildenden Kunst, als Maler, Architekt und<br />
vor allem als bekannter Bildhauer des französischen<br />
Barock. 20-jährig ging er nach Rom. Dort war er an der<br />
Ausmalung des Palazzo Pitti in Florenz beteiligt, bevor<br />
er sich später der Bildhauerei zuwandte, spürbar unter<br />
dem Einfluss von Bernini. In der Plastik liegt auch seine<br />
Bedeutung. Seine Werke finden sich im Louvre, ebenso<br />
wie in Marseille. Berühmt wurde u. a. sein „Milon<br />
von Cronton“ im Louvre, seine Atlanden in Toulon oder<br />
die Parkfiguren in Versailles. Die Christusbüste verrät<br />
bereits eine Beruhigung der Barock-Plastik, erfordert<br />
wohl auch durch den zeitlosen Ernst des Themas. Die<br />
Büste zeigt langes, in Locken zur Schulter herabfließendes<br />
Haar, der Kopf geneigt, mit nach innen gerichtetem<br />
Blick. Weitere Exemplare im Musée des<br />
Beaux-arts Marseilles sowie im Brooklyn Museum<br />
Archives, Goodyear Archival Collection.<br />
(1402281) (11)<br />
PIERRE PUGET,<br />
1620 MARSEILLE – 1694, AFTER<br />
SALVATOR MUNDI<br />
Height: 36 cm.<br />
White marble. Further specimens <strong>of</strong> the bust can be<br />
found in the Musée des Beaux-arts Marseille, in the<br />
Brooklyn Museum Archives and the Goodyear Archival<br />
Collection.<br />
€ 33.000 - € 35.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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12<br />
PAAR ZIERVASEN IN ELFENBEIN<br />
Höhe: je 19 cm.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />
Zwecke in der EU.<br />
A PAIR OF DECORATIVE IVORY VASES<br />
Height: 19 cm each.<br />
19th century.<br />
Accompanied by CITES document, valid for<br />
commercial purposes within the EU.<br />
Entsprechend dem Zahnwuchs weisen die Gefäße<br />
einen ovalen Grundriss auf. Die Sockelpartie umzogen<br />
von geschnitztem Zungenblattfries, darüber Godronierband.<br />
Die Wandungen im Relief figürlich beschnitzt,<br />
mit antiken Darstellungen wie Venus am<br />
Brunnen, Amorknabe hält Schmetterlinge am Zügel,<br />
Amor in einem von einem Bock gezogenen Wagen,<br />
Mutter mit Kindern, dazwischen Amoretten. Oberer<br />
Abschluss durch einen Perlstab-Rand. Stil und Themen<br />
gehen auf Beispiele von Elfenbeinhumpen des<br />
17. Jahrhunderts zurück. Möglicherweise war auch<br />
hier an eine alternative Weitergestaltung mit Silbermontur<br />
gedacht.<br />
(1411101) (3) (11)<br />
CITES export restrictions.<br />
€ 25.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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13<br />
GESCHNITZTE ELFENBEINGRUPPE<br />
Maximale Höhe: 10 cm.<br />
Maximale Breite: 15,5 cm.<br />
Italien, Ende 18. Jahrhundert.<br />
Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />
Zwecke in der EU.<br />
Tischgesellschaft mit zwei Herren und einem jungen<br />
Paar. Links und rechts jeweils zwei Figuren an einem<br />
Weinfass, mit erhobenem Glas, am Zapfhahn, bzw.<br />
rechts ein Dudelsackspieler auf dem Fass, daneben<br />
ein Trunkener ans Fass gelehnt.<br />
Sehr feine Schnitzarbeit, mit Wiedergabe der Kostüme<br />
des 18. Jahrhunderts. Die Sockelbasen lassen darauf<br />
schließen, dass die Schnitzgruppen für die ovale Dose<br />
oder eine ähnlich ovale Rahmung geschaffen wurden.<br />
In ovaler Deckelschachtel.<br />
(14100820) (11)<br />
CITES export restrictions.<br />
€ 4.500 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
14<br />
MUSEALE MADONNEN-FIGURENGRUPPE<br />
IN ELFENBEIN,<br />
SOG. „TRAPANI-MADONNA“<br />
Höhe: 33,5 cm.<br />
Breite: 17 cm.<br />
Sockeltiefe: 6,5 cm.<br />
Schatullenhöhe: 35,5 cm.<br />
Trapani, Italien, Ende 18. Jahrhundert.<br />
Beigegeben CITES-Dokument, gültig für kommerzielle<br />
Zwecke in der EU.<br />
Der Gesamtaufbau dreistufig gestaltet, mit einem<br />
nach oben sich verjüngenden Sockel in Giallo-Rosso-<br />
Marmor. Darüber eine Wolkenbankzone, besetzt mit<br />
gravierten Perlmuttwölkchen mit geflügelten Engelsköpfen<br />
und zwei seitlichen, vollplastisch geschnitzten<br />
kleinen Engeln. Die darüber sich erhebende Madonnenstatue<br />
mit nochmaligem angeschnitzten achtseitigen<br />
Sockel mit Pr<strong>of</strong>ilen. Die Madonna, nur leicht<br />
S-bogig bewegt, hält das Kind in der linken Armbeuge<br />
über hochgezogenem Mantel, der sich in feinen,<br />
teilweise kantig geschnitzten Falten zur Sitzfigur des<br />
Kindes hochzieht. Die Hände der Mutter und des<br />
Kindes berühren sich bei der Übergabe einer Frucht,<br />
die Rechte des Kindes an die Brust der Mutter gelegt.<br />
Die Mutter nimmt mit dem Kind Blickkontakt auf.<br />
Beide Figuren tragen je eine hohe, durchbrochen<br />
geschnitzte Krone mit eingeschnitzten Blüten.<br />
Die Figur geht auf das großformatige Marmor-Vorbild<br />
in der Wallfahrtskirche Santuario della Santisssima<br />
Annunziata in Trapani zurück, Nino Pisano (1349-1368)<br />
zugeschrieben. Von dem wunderbringenden Andachtsbild<br />
wurden vor allem im 17. Jahrhundert Wiederholungen<br />
geschaffen. Im Santuario wird die große Figur von<br />
zwei stehenden Leuchtern tragenden Engelsgestalten<br />
flankiert. Die geschnitzten, geflügelten Putten, Perlmuttwolken<br />
und der Sockel sind eigenständige Entwürfe<br />
des Barock der Trapani-Kunst. In tadelloser Erhaltung,<br />
mit zugehörigem, lederbezogenen Behältnis<br />
mit Aufklappvorrichtung und Verschlusshaken. A.R.<br />
(14100825) (11)<br />
CARVED IVORY STATUETTE OF THE VIRGIN<br />
AND CHILD OF MUSEUM-QUALITY,<br />
SO CALLED “TRAPANI MADONNA”<br />
Height: 33.5 cm.<br />
Width: 17 cm.<br />
Depth <strong>of</strong> base: 6.5 cm.<br />
Height <strong>of</strong> box: 35.5 cm.<br />
Trapani, Italy, end <strong>of</strong> the 18th century.<br />
Accompanied by CITES document, valid for commercial<br />
purposes within the EU.<br />
Three-part design with a tapered base in Giallo Rosso<br />
marble. The design is a copy after the large-format<br />
marble sculpture attributed to Nino Pisano (1349-1368)<br />
and held at the Basilica-Sanctuary <strong>of</strong> Maria Santissima<br />
Annunziata, a pilgrimage church in Trapani. The miracleperforming<br />
original Madonna <strong>of</strong> Trapani was especially<br />
copied during the 17th century. The Madonna in the<br />
Sanctuary is flanked by two standing angels holding<br />
candelabras. In the statuette on <strong>of</strong>fer for sale here the<br />
winged putti, tortoiseshell clouds and the base are<br />
original Baroque designs in the artistic style <strong>of</strong> Trapani.<br />
In excellent condition with matching, leather-lined<br />
hinged box with hook closure.<br />
CITES export restrictions.<br />
€ 35.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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15<br />
GROSSER, SELTENER, FIGÜRLICH DEKORIERTER<br />
DECKELHUMPEN IN GESCHNITTENEM MEER-<br />
SCHAUM MIT VERGOLDETER METALLFASSUNG<br />
UND BRONZEMONTIERUNG<br />
Höhe: 49 cm.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Wandung und Deckelbekrönung in Meerschaum,<br />
altersgetönt. Ovaler, kräftiger Standfußring, leicht<br />
gewölbt auf vier amorphen, floral gestalteten, versilberten<br />
Füßen, dazwischen erhabene, applizierte<br />
Dekorationsstücke im Knorpelwerkstil. Der Henkel<br />
S-förmig geschweift, kräftig und plastisch gegossen<br />
mit nacktem Oberkörper einer Mädchenfigur, aus<br />
Blättern emporsteigend. Daumenrast in Form des<br />
Oberkörpers eines geflügelten Putto, am leicht gewölbten<br />
Deckelrand ansetzend, dieser ebenso vergoldet<br />
und mit versilberten Reliefstücken mit Fruchtornamentik<br />
dekoriert. Als Deckelbekrönung große<br />
Figurengruppe des Herkules, der mit einem Kentaur<br />
kämpft, die Wandung umlaufend, mit reich figürlicher,<br />
antiker, mythologischer Szenerie dekoriert, aus Flachrelief<br />
in Vollplastik übergehend. Der Hintergrund<br />
gliedert die Wandung in sechs über den Häuptern<br />
sichtbaren Mauerbögen in Felsrustika mit daraus hervorwachsenden<br />
Mauerblumen und Blättern. Am<br />
Henkel beginnend, antike Gestalten, die Frauenfiguren<br />
jeweils mit nackten Oberkörpern, die Kinder nackt<br />
wiedergegeben. Einem Krugträger, der nach oben<br />
blickt, folgen zwei Mädchen, eine mit Fruchtschale<br />
neben der Göttin Athena mit Helm und Speer, darunter<br />
rechts eine junge Frau sitzend, die eine Muschel<br />
emporhält. Im weiteren Gefolge zwischen Frauen und<br />
einem Trompete blasenden Musiker ein altersfeister<br />
Gott Bacchus, von jungen Mänaden gehalten, in der<br />
rechten Hand eine große Traube haltend. Nach rechts<br />
folgend, thematisiert die Szenerie das Meeresthema,<br />
beginnend mit einem Delfin, darüber vergreift sich ein<br />
fischschwänziger Triton an einem Pansmädchen,<br />
rechts in einer Muschel stehend, Gott Neptun mit<br />
Zepter und Krone, den Arm auf eine Mänade gestützt,<br />
dahinter ein Mädchen mit Fischen an einen Stab gebunden.<br />
Zwischen den großen Figuren vielfach einkomponierte,<br />
geflügelte und ungeflügelte Puttenfiguren.<br />
Die Bogenarchitektur zeigt verschiedentliche<br />
Kriechtiere wie etwa eine Schlange unterhalb des<br />
Haltegriffes, der Lippenansatz als breites Band nach<br />
oben sich weitend, mit Blatt- und Blütendekoration<br />
ziseliert, im Kruginneren vergoldeter Einsatz, Deckelunterseite<br />
ebenfalls vergoldet.<br />
(1410061) (10)<br />
LARGE, RARE AND FIGURATIVELY DECORATED<br />
LIDDED TANKARD IN CARVED MEERSCHAUM<br />
WITH GILDED METAL MOUNTING AND<br />
BRONZE MOUNTING<br />
Height: 49 cm.<br />
19th century.<br />
Body and lid crowning in meerschaum, age-toned.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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16<br />
CORPUS CHRISTI<br />
Höhe inkl. Sockel: 37,5 cm.<br />
Höhe ohne Sockel: 27,5 cm.<br />
Flämisch, 17. Jahrhundert.<br />
In Buchsbaum gearbeiteter Corpus Christi im Dreinageltypus<br />
mit verso kursorisch bearbeiteter Fläche.<br />
Tief geschnitzte Dornenkrone um das emporgerichtete<br />
Haupt mit symmetrisch über die Schultern fallendem<br />
Haar. Hände und Füße genagelt, der hängende<br />
Körper in leichter S-Kurve bezeichnet.<br />
(1411493) (1) (13)<br />
€ 7.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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17<br />
BERNSTEIN-CHRISTUS<br />
Höhe: 41,5 cm.<br />
Breite: 42,5 cm.<br />
Deutschland, der Stil verweist in das 12. Jahrhundert.<br />
In Bernstein und Festigungsmaterialien gefertigter<br />
Corpus Christi in symmetrischer Gestaltung mit breit<br />
gefältetem Lendenschurz, der am oberen Abschluss<br />
ein tordiertes Band aufweist, das rechts außerhalb<br />
des Figurenumrisses zusammengeknotet erscheint.<br />
Die ausgestreckten Arme mit dem Betrachter zugewandten<br />
Innenflächen, Brustkorb summarisch behandelt,<br />
der bärtige Kopf Chrsiti leicht herabgesenkt mit<br />
scheinbar geöffneten Augen.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Camille Coppinger, Ambre, mémoire du temps,<br />
Italie, 2009.<br />
Vgl. Paul Thoby, Le Crucifix des Origines au Concile<br />
de Trente, Bellanger, Nantes, 1959. (1410978) (1) (13)<br />
€ 7.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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18<br />
ALABASTERRELIEF PONTIUS PILATUS<br />
12,4 x 9,6 cm.<br />
Gesamtmaß: 22,5 x 19,5 cm.<br />
In breitem, ornamental reliefierten Rahmen.<br />
Mecheln, erste Hälfte 17. Jahrhundert.<br />
In Alabaster geschnitten und goldgehöht. Hochformatige<br />
Darstellung mit einem Turban tragenden Würdenträger<br />
unter einem Baldachin, der im Kontext mit<br />
der Bibelstelle (Matth. 27, 24-26) als Pontius Pilatus<br />
identifiziert werden kann: „Als aber Pilatus sah, daß<br />
er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer<br />
größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die<br />
Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an<br />
seinem Blut; seht ihr zu! Da antwortete das ganze<br />
Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere<br />
Kinder! Da gab er ihnen Barabas los, aber Jesus ließ<br />
er geißeln und überantwortete ihn, daß er gekreuzigt<br />
werde.“ Min. besch.<br />
(1410272) (13)<br />
€ 1.500 - € 1.800<br />
Sistrix<br />
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41
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19<br />
GROSSES HOLZRELIEF MIT RELIGIÖSEN<br />
EMINENZEN<br />
Höhe: 108,4 cm.<br />
Breite: 75 cm.<br />
Tiefe: 13 cm.<br />
Süddeutschland, Anfang des 16. Jahrhundert.<br />
Das Relief ist nahezu vollständig plastisch gestaltet<br />
und befindet sich in einer eckigen Rahmung, die von<br />
schmalen Rundsäulen und geometrisch facettierten<br />
Kapitellen umgeben ist. Diese Kapitelle tragen eine<br />
meisterhaft ausgearbeitete Blattschnitzerei, die den<br />
Eindruck einer gotischen Loggia vermittelt. Es scheint,<br />
dass das Relief zu einem späteren Zeitpunkt in die<br />
Rahmung eingefügt wurde. Es ist geschnitzt, polychrom<br />
gefasst und teilvergoldet, wobei die originale<br />
Fassung weitgehend erhalten ist, jedoch bereits zu<br />
einem früheren Zeitpunkt restauriert wurde.<br />
Das Relief stellt den wichtigsten Teil einer Gesamtdarstellung<br />
dar, von der die Seiten- und Mittelteile fehlen.<br />
Die mehrfigurige Darstellung kann aufgrund fehlender<br />
weiterer Attribute nicht genau bestimmt werden. Insgesamt<br />
sind 12 Figuren abgebildet: Im hinteren Bereich<br />
stehen vier männliche Figuren (Kirchenväter und<br />
Mönche) sowie drei weibliche Karmeliten, die mit<br />
spezifischen Gewändern und allgemeinen kirchlichen<br />
Attributen dargestellt sind. Im mittleren Bereich befinden<br />
sich zwei Männer, vermutlich Begleitpersonen,<br />
die ohne religiöse Attribute und mit reichlich geschnitzten<br />
Details abgebildet sind.<br />
Im vorderen Bereich knien und beten die Eminenzen,<br />
eingewickelt in tief geschnitzten und vergoldeten Gewändern.<br />
Die römische Krone, die Mitra und der Kardinalshut<br />
belegen die Bedeutung dieser Persönlichkeiten<br />
und weisen auf die hohe Relevanz des Holzreliefs<br />
hin. Die Schnitzerei ist von hoher Qualität, und die<br />
präzise physiognomische Wiedergabe der Gesichter<br />
sowie die fallenden, faltenreichen Drapierungen dürften<br />
stilistisch mit der Entstehung des Bildwerkes<br />
übereinstimmen.<br />
(1410421) (1) (19)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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20<br />
ITALIENISCHE RELIQUIENBÜSTE<br />
47 x 47 x 26 cm.<br />
Italien, 16. Jahrhundert.<br />
In Holz vollrund geschnitzt als Brustbildnis eines jungen<br />
männlichen Heiligen mit Chormantel und Tonsur.<br />
Brust mit hochovaler, ehemals sicher verglaster und<br />
mit Reliquien gefüllter Öffnung. Diese optisch als<br />
Agraffe des reich polychrom mit vegetabilen Ornamenten<br />
bestickten Kragens fungierend. Fassung sicherlich<br />
teilweise noch original.<br />
(1410275) (13)<br />
ITALIAN RELIQUARY BUST<br />
47 x 47 x 26 cm.<br />
Italy, 16th century.<br />
Three-dimensionally carved bust portrait <strong>of</strong> a young<br />
male saint with cope and tonsure.<br />
€ 10.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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Rückwärtige Ansicht von Lot 20<br />
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43
21<br />
STEHENDE FIGUR DES HEILIGEN JOHANNES<br />
Höhe: 106 cm.<br />
Deutschland, 16. Jahrhundert.<br />
Dreiviertelrund geschnitzte Figur des Hl. Johannes<br />
der Täufer darstellend. Rückseite gehöhlt. Auf einer<br />
runden Bodenscholle aufrecht stehender Johannes.<br />
Das linke Bein als Standbein, das rechte Bein als<br />
Spielbein gearbeitet. Das Gewand bis zu den Füßen<br />
reichend, die Füße aus dem Gewand herausragend.<br />
Das Gewand vergoldet, inwendig blau gefasst, mit<br />
gedrehtem grünen Gürtel. Rechte Hand in Segensgeste<br />
gehoben, Finger fehlend. Linke Hand die Attribute<br />
des Heiligen, das Buch und das Agnus Dei haltend<br />
und nach vorne präsentierend. Selten fein<br />
geschnitzte Spirallocken, die sich in den Bart hineinziehen.<br />
Der Kopf von Johannes zur Seite geneigt und<br />
mit expressiven Gesichtszügen dargestellt. Rest.<br />
(1401902) (3) (19)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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22<br />
PIETÁ<br />
Höhe: 52 cm.<br />
Breite: 49 cm.<br />
Tiefe: 15 cm.<br />
Norditalien, 16. Jahrhundert.<br />
Terracotta, farbig gefasst. Die trauernde Mutter Maria<br />
in langer Gewandung, die über das Haupt zieht, auf<br />
einem felsenförmigen Sockel, den Sohn auf den Knien.<br />
Ihre Linke hält ein Tränentuch; der Arm Jesu hängt<br />
senkrecht nach unten, was stilistisch auf eine Entstehungszeit<br />
nach 1500 weist.<br />
An der Rückseite konkav gehöhlt, die alte Fassung<br />
er halten, altersbedingt etwas berieben.<br />
(1411152) (11)<br />
€ 4.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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23<br />
ANDREA DEL VERROCCHIO,<br />
UM 1435 – 1488, NACHFOLGE DES<br />
TERRACOTTABÜSTE „CRISTO REDENTORE“<br />
Höhe: 40,5 cm.<br />
Breite: 40 cm.<br />
Um 1500.<br />
Beigegeben eine Expertise von Giancarlo Gentilini<br />
und David Lucidi, in Kopie.<br />
Prototyp der Büste ist ein Werk des berühmten florentinischen<br />
Bildhauers Verrocchio, das schon im 15.<br />
Jahrhundert für seine Werkstatt und einen weiteren<br />
Kreis vielfach Anregung zur Schaffung gleichgestalteter<br />
Beispiele bot. Meist in Terracotta geschaffen,<br />
häufig auch polychrom gefasst.<br />
Anmerkung:<br />
Gentilini und Lucidi verorten die Skulptur in der Nachfolge<br />
Verrochios und ziehen eine Zuschreibung an den<br />
Maestro del San Sebastiano dell‘ Aracoeli in Betracht.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Philine Helas, Ondulationen. Zur Christusbüste<br />
in Italien (ca. 1460-1525), in: Kopf/Bild. Die Büste in<br />
Mittelalter und Früher Neuzeit, Jeanette Kohl und<br />
Rebecca Müller (Hrsg.), München 2007.<br />
Vgl. Francesco Negri Arnoldi, Il San Sebastiano dell’<br />
Aracoeli. L’enigma di un capolavoro, in: Bollettino<br />
d’<strong>Art</strong>e, XCVI, 2011 S. 149 ff.<br />
Vgl. Francesco Caglioti and Andrea De Marchi (Hrsg.),<br />
Verrocchio: Master <strong>of</strong> Leonardo, Florenz 2019,<br />
S. 298-313. (1411272) (2) (11)<br />
€ 4.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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45
24<br />
CORPUS CHRISTI<br />
Höhe: 145 cm.<br />
Breite: 110 cm.<br />
Süddeutschland.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst. Großformatige Darstellung<br />
Christi im Dreinageltypus mit geschnitzten in den<br />
Wunden steckenden gefassten Nägeln. Mit barock<br />
gefältetem Lendentuch, geschnitzter Dornenkrone<br />
und zweisträhniger, das ausgemergelte Gesicht umspielender<br />
Barttracht. Min. besch.<br />
(1411512) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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25<br />
TILMAN RIEMENSCHNEIDER,<br />
UM 1460 – 1531, ART DES<br />
Lindenholz.<br />
Höhe: 58 cm.<br />
Die Standfigur auf mitgeschnitztem, kurzen, gewölbten<br />
Sockel, betont schlank und leicht überlängt gearbeitet.<br />
Der Mantel zeigt schalenförmige Falten mit<br />
kleinen Krüppelbildungen, das Kleid parallele Röhrenfalten.<br />
Die Unterarme übereinandergelegt, in der Hand<br />
das Buch, Attribut als Verweis auf das Evangelium.<br />
Das von Locken gerahmte Gesicht in auffallender<br />
Ähnlichkeit mit dem Schnitzstil des fränkischen Bildhauers<br />
Tilman Riemenschneider, mit seitlich schräg<br />
herabgeführten Augen. Rundplastisch geschnitzt, an<br />
der Rückseite jedoch etwas volumenreduziert und<br />
kursiv mit Senkrechtfalten beschnitzt.<br />
Ohne Fassung, am Sockel geleimt.<br />
(1411499) (1) (11)<br />
TILMAN RIEMENSCHNEIDER,<br />
CA. 1460 – 1531, STYLE OF<br />
CARVED FIGURE OF SAINT JOHN<br />
Limewood.<br />
Height: 58 cm.<br />
The face, framed by curls, is strikingly similar to the<br />
carving style <strong>of</strong> the Franconian sculptor Tilman Riemenschneider,<br />
with eyes set at an angle to the sides.<br />
Three-dimensionally carved but somewhat reduced<br />
in volume on the back and carved in a cursory style<br />
with vertical folds. Without polychromy, glued to the<br />
base.<br />
€ 25.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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26<br />
MARIA MIT DEM KINDE<br />
123 x 50 x 35 cm.<br />
Zentraleuropa, 19. Jahrhundert.<br />
Holz, vollrund geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf<br />
gekanteter Basis stehend, im leichten S-Schwung mit<br />
körpernegierendem, reich gefälteten, überlappendem,<br />
Gewand Maria, das Christuskind in ihren Händen haltend,<br />
wobei sich ihre Finger wirkungsvoll im jungen<br />
Fleisch des Kindes abzeichnen. Diese Madonna mit<br />
Kind bezieht sich auf eine Gruppe von Madonnen, die<br />
in Böhmen entstanden und deren berühmteste Darstellung<br />
wohl die Madonna von Krumau (Kunsthistorisches<br />
Museum, Wien) ist, deren Schöpfer anonym<br />
bleibt. Diese „Schönen Madonnen“ stellen die perfekte<br />
Harmonie zwischen Realismus und Sanftheit<br />
dar. Der Stil entstand Ende des 14. Jahrhunderts in<br />
Prag und Salzburg, bevor er sich in ganz Mitteleuropa<br />
verbreitete. Diese Madonnen, die nicht ohne einen<br />
gewissen Lyrismus sind, werden alle in derselben<br />
Haltung präsentiert. Die Jungfrau trägt das Kind auf<br />
ihrem linken Bein. Ihre geschwungene Silhouette ist<br />
von großen Wellen von St<strong>of</strong>fen bedeckt. Das Kind, nackt<br />
oder halbnackt dargestellt, scheint aus dem Wirbel<br />
der Draperien herauszutreten und zieht den Blick des<br />
Betrachters auf sich. Schließlich hat der Bildhauer bei<br />
jeder dieser Madonnen besonderen Wert darauf gelegt,<br />
die Verbindung zwischen der Jungfrau Maria und<br />
dem Jesuskind darzustellen.<br />
(1410977) (1) (13)<br />
THE VIRGIN AND CHRIST CHILD<br />
123 x 50 x 35 cm.<br />
Central Europe, 19th century.<br />
Wood; three-dimensionally carved,<br />
polychrome, and gilt.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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27<br />
SIZILIANISCHES ALTARKREUZ<br />
Höhe: 75,5 cm.<br />
Breite des Sockels: 32 cm.<br />
Sizilien, 18. Jahrhundert.<br />
Auf geschweiftem und gekehltem rotbraunen Marmorsockel<br />
die auf Holzgrund montierte vergoldete<br />
Kupferbasis. Diese sich zweifach verjüngend, vergoldet,<br />
ziseliert, sowie mit Cherubim, Blüten und roten<br />
Korallensegmenten dekoriert. Zentrale geschweifte<br />
Kartusche mit gravierter Monogrammeinlage RM.<br />
Einzusteckendes mit Schildpatt-Trompe l’oeuil besetztes<br />
Kreuz. Dieses mit silbernem Corpus Christi in Viernageltypus,<br />
Schädel, zwei vollplastisch ausgebildeten<br />
Engeln das Vera Icon haltend, Rokoko-Inri-Schild und<br />
à jour gearbeiteten vegetabilen Balkenenden. Rest.<br />
(1411131) (13)<br />
CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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28<br />
KARTUSCHENSCHNITZEREI<br />
120 x 30 cm.<br />
Italien, 17./ 18. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Hochovale<br />
Schnitzerei mit symmetrischem Grundriss und plastisch<br />
nach vorne ragendem Rollwerk und Maskaronschnitzerei.<br />
Fruktale Festons an Löwenkopf sowie zentrale<br />
Kartusche mit Schriftzug „Sub Tuum Praesidium“<br />
und Kreuzschnitzerei.<br />
(1401112) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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29<br />
BAROCKES ALLIANZWAPPEN<br />
53,5 x 56 x 10 cm.<br />
Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Symmetrische<br />
Darstellung eines Allianzwappens mit Helmzier mit geschnitzten<br />
Figuren und einem Bären. Seitlich angrenzendes<br />
stark raumgreifendes teilvergoldetes Akan thuslaub.<br />
Das Allianzwappen heraldisch rechts mit Mann<br />
mit Blumenbund vor Rankengrund darunter schwarze<br />
horizontale Balken, heraldisch links Unterarm mit Fackel<br />
vor Rankengrund mit vergoldeten Relief sternen.<br />
(1411504) (1) (13)<br />
€ 3.300 - € 3.800<br />
Sistrix<br />
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49
30<br />
MUSEALE URBANIA-MAJOLIKA-VASEN<br />
Höhe: 81 cm.<br />
Italien, ca. 1670.<br />
Aufbau in Form einer antiken Henkel-Amphore mit eingezogenem<br />
Rundfuß, ovaloidem Vasenkörper, zylindrisch<br />
hochziehendem Hals mit weiter Halsmündung,<br />
an der zwei seitlich hochziehende, zum Teil geflochtene<br />
Henkel in Form von Karyatiden, Fruchtgirlanden<br />
und Schlangen anliegen. Ganzheitlich bemalt Blau-<br />
Weiß, Gold-Gelb, Grün, Dunkelocker und Mangan.<br />
Die Wandung völlig bedeckt mit testamentarischen<br />
Szenerien, umziehenden Puttis, Cherubs und Figurenstaffage.<br />
Die polychrome Seite einer Vase stellt eine Maria<br />
Lanctans vor, die Muttergottes stillt das Baby Jesus<br />
kurz nach der Geburt, sie sind von Musikern, Hirten und<br />
begeisterten Besuchern umgegeben. Auf der Gegenseite<br />
in hellblauer Grisaille ist die Auferstehung Christi<br />
dargestellt. Der gewölbte Fuß bezeichnet „GLO-<br />
RIA IN EXCE“ und trägt die Inschrift „MIAVRESVRG“.<br />
Die zweite Vase ist ebenfalls auf der Hauptseite polychrom<br />
bemalt und zeigt das Martyrium des Heiligen<br />
Bartholomeus. Auf der Rückseite ist sie in Blau in<br />
Grisaille-Technik gestaltet und stellt die Pieta Christi<br />
dar. Der Fuß trägt die Inschriften „DIVI BARTHOLO<br />
MAEI MARTVRIVM“ sowie „MORTEM NOSTRA<br />
MORIENDO DESTRV“.<br />
Dieses Vasenpaar ist stilistisch eng mit Ippolito Rombaldoni<br />
(1619-1679) verbunden, einem der bedeutendsten<br />
Maler, der im 17. Jahrhundert in Italien für seine<br />
Istoriato-Malerei bekannt war. Seine Majolica-Stücke<br />
sowie die Zeichnungen sind stark von der Genauigkeit<br />
und den Schraffuren der Grafik beeinflusst und ähneln<br />
Stichen. Es gibt eine Reihe von Vasen mit Schlangenhenkeln,<br />
die dem vorliegenden Stück ähneln, jedoch mit<br />
allegorischen Motiven verziert sind, von denen zwei<br />
von Rombaldoni signiert wurden. Es besteht die Möglichkeit,<br />
dass es sich bei diesen Vasen um eine besondere<br />
Auftragsarbeit von Conte Federico Ubaldini aus<br />
Urbania handelt, die als Geschenk für Papst Urban VIII<br />
gedacht war. Dieser wurde 1635 zum Papst gewählt,<br />
und sein Geburtsort Castel Durante wurde in Urbania<br />
umbenannt. Kleine Fehlstellen an einem Henkel.<br />
Literatur:<br />
Dora Thornton und Timothy Wilson, Italian Renaissance<br />
Ceramics, a catalogue <strong>of</strong> the British Museum, London<br />
2009, S. 589-592, Abb. 366.<br />
Vgl. Giovanni Conti, L’arte della maiolica in Italia,<br />
Mailand 1973, Abb. 360. (1410761) (19)<br />
A PAIR OF URBANIA MAIOLICA VASES<br />
OF MUSEUM-QUALITY<br />
Height: 81 cm.<br />
Italy, ca. 1670.<br />
Literature:<br />
Dora Thornton, Timothy Wilson, Italian Renaissance<br />
Ceramics, a catalogue <strong>of</strong> the British Museum collection,<br />
London 2009, vol. II., pp. 589-592, image 366.<br />
cf. Giovanni Conti, L’arte della maiolica in Italia, Milan<br />
1973, ill. 360.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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50 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
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31<br />
ISTORIATO TAZZA MIT APOLLO<br />
Höhe: 7 cm.<br />
Durchmesser: 31,3 cm.<br />
Bodenseitig in Unterglasurblau: „Apollo: 1532“.<br />
Urbino, 1532.<br />
Über unglasiertem Standring der stark eingezogene<br />
Fuß mit weitem Spiegel und gelapptem Rand mit<br />
gelber Bordüre. Zentrum mit polychromer Darstellung<br />
des Berg Parnass mit Felsen, Bäumen und zentraler<br />
Darstellung des stehenden Apoll mit Harfe. Um ihn<br />
herum Personen. Die Darstellung nimmt Bezug auf<br />
ein Gemälde von Raffaello Sanzio (Urbino, 1483-Roma,<br />
1520) in der Stanze della Segnatura im Vatikan, das<br />
Apollo zwischen den Musen auf dem Parnass zeigt<br />
und auf ca. 1510 - 1515 datiert wird und somit zur Entstehung<br />
der hier angebotenen Platte hoch aktuell<br />
war.<br />
Vergleiche:<br />
Eine passige Schale mit ähnlichem Thema befindet<br />
sich im Minneapolis Institute <strong>of</strong> <strong>Art</strong>, Inventarnummer<br />
90.100. Auch in Cincannati wird eine Schale mit dem<br />
Thema aufbewahrt. (1410051) (13)<br />
€ 1.000 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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51
32<br />
STEINFIGUR EINER GOTISCHEN MADONNA<br />
MIT KIND<br />
Höhe: 93 cm.<br />
Frankreich, 14. Jahrhundert.<br />
Standfigur auf vierkantigem, mitgearbeiteten, kleinen<br />
Plinthensockel. Leichte S-bogige Körperhaltung,<br />
das lange Gewand auf der Plinthe ruhend. Die rechte<br />
Fußspitze vortretend, das rechte Bein im Kontrapost<br />
minimal vorgestellt. Ein Rosenbouquet hält sie in ihrem<br />
rechten Hand, im linken Arm ist das Kind sitzend wiedergegeben.<br />
Das Haar der Muttergottes ist symmetrisch<br />
vorgeführt, in welligen Locken auf den Schultern<br />
aufliegend. Sie trägt eine prächtige Krone. Gesamtduktus<br />
und Faltenwurf lassen die Skulptur in die Zeit<br />
der Gotik datieren. Rest.<br />
(1410271) (19)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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33<br />
JUNGFRAU AUS EINER VERKÜNDIGUNGSSZENE<br />
Höhe: 60 cm.<br />
Breite: 27 cm.<br />
Tiefe: 32 cm.<br />
Lothringen, 14. Jahrhundert.<br />
In Kalkstein gearbeitete Dreiviertelfigur der knienden<br />
Maria mit Krone und zum Gebet zusammengeführten<br />
Händen sowie einem Kleid mit Parallelfalten und geschnürtem<br />
Mieder. Minimal besch. Witterungssp..<br />
(1351235) (13)<br />
€ 3.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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34<br />
BAROCKER CHERUBIM<br />
Höhe inkl. Stand: 42 cm.<br />
Höhe ohne Sockel: 31 cm.<br />
Italien, 16./ 17. Jahrhundert.<br />
In griechischem Marmor gestalteter Cherubim mit<br />
nur leicht geneigtem Kopf, dessen Blick dem Betrachter<br />
gilt, mit symmetrisch zusammengeführten Flügeln.<br />
Min. besch. Auf modernem Sammlungssockel.<br />
(1410273) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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35<br />
KOPF EINES HEILIGEN JOHANNES<br />
Höhe: 19 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel: 39,5 cm.<br />
18./ 19. Jahrhundert.<br />
In weißem Marmor vollrund gearbeiteter Kopf eines<br />
bartlosen Mannes mit gebohrten Augen, der als<br />
Johannes interpretiert werden darf. Montiert auf rotschwarzem<br />
Marmorsockel. Besch.<br />
(1410274) (13)<br />
€ 2.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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36<br />
BÜSTE EINES BÄRTIGEN MANNES<br />
Höhe: 51 cm.<br />
Breite: 41 cm.<br />
Tiefe: 22 cm.<br />
Italien, 16. Jahrhundert.<br />
In hellem Stein gearbeitete Büste eines nach links<br />
blickenden Mannes mit stark plastisch ausgearbeitetem<br />
Bart, dessen Strähnen sich rankengleich als<br />
verflochtene Wülste ausbilden. Rest.<br />
(13512312) (13)<br />
€ 3.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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53
zum Größenvergleich<br />
37<br />
FIGUR DES PAN<br />
88 x 56 x 43 cm.<br />
Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
In Terracotta gearbeitete interessante Figur eines<br />
knienden Pan auf naturalistisch gebildetem Rundsockel.<br />
Während seine eine Hand auf einer Brust liegt,<br />
hält die andere die Flöte, sein Blick zieht darüber hinweg.<br />
In der Vorbesitzertradition wurde die Figur Clodion<br />
zugeschrieben.<br />
(13622415) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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38<br />
MINIATURSCHNITZEREI<br />
MIT DARSTELLUNG DER SCHLÜSSELÜBERGABE<br />
AN PETRUS<br />
Höhe: 7,2 cm.<br />
Breite: 8,8 cm.<br />
Tiefe: 2 cm.<br />
Unteren Links und Rechts Monogramm „IBC“ und<br />
Datierung „1810“. Verso runder Galerieaufkleber<br />
„Kunstkammer Georg Laue München“.<br />
Eingefasst in einem massiven Bronzerahmen entwickelt<br />
sich die biblische Szenerie wie in einem Miniaturschaukästchen,<br />
räumlich abgestuft in <strong>Art</strong> einer<br />
Ruinenlandschaft mit Bäumen, Sträuchern und Felsen.<br />
Dazwischen zahlreiche Figuren, die die Mittelszene<br />
begleiten. Der Hintergrund eine dunkle, weiß bemalte<br />
Glasfläche, die Wolken in der inneren Rahmenoberseite.<br />
Schnitzmaterial wohl unter Verwendung von<br />
Bein oder Horn.<br />
Anmerkung:<br />
Objekt hier übergroß dargestellt.<br />
(14100816) (11)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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55
39<br />
TERRACOTTA-BÜSTE „PAPST INNOCENZ X.“<br />
Höhe: 48 cm.<br />
Die Terracottabüste zeigt den Papst – wie sämtliche<br />
seiner Bildnisse – bärtig, mit Kappe, Umhang und betontem<br />
Kragen, wie er uns auch aus anderen Wiedergaben<br />
geläufig ist. Die Ausführung erscheint bozzettoartig,<br />
im Gesicht jedoch fein nachgearbeitet, was für<br />
Werke des 18. Jahrhunderts typisch ist. Der eingezogene<br />
Sockel ist mitgearbeitet, an der Rückseite gehöhlt.<br />
Einige typische kleine Spannungs-Brandrisse.<br />
Der Papst, bürgerlich Giovanni Battista Pamphilj,<br />
(1574 1655) bekleidete von 1644 bis 1655 das Amt als<br />
Oberhaupt der Kirche, und war der Nachfolger von<br />
Papst Urban VIII. Sein Grabmal, das Giovanni Battista<br />
Maini 1729 in Marmor schuf, befindet sich in der römischen<br />
Kirche Sant’Agnese, die Innocenz auf der<br />
Piazza Navona anstelle des mittelalterlichen Vorgängerbaus<br />
errichten ließ. Dort ist der Papst mit Tiara<br />
gezeigt. Weitere Bildnisse bzw. Marmorbüsten (beispielsweise<br />
in Galleria Doria Pamphilij) schufen Alessandro<br />
Algardi (1598-1654) sowie der berühmte Gian<br />
Lorenzo Bernini (1598-1680). In der Malerei wurde<br />
er von Diego Velasquez porträtiert. Während seiner<br />
Amts zeit reformierte er den Regierungsstil des Heiligen<br />
Stuhles, vor allem schaffte er die viel kritisierte<br />
„Nepoten“-Bevorzugung seines Vorgängers ab. Eine<br />
empfindliche Niederlage erlitt die katholische Kirche<br />
während seiner Regierung durch den Westfälischen<br />
Frieden 1648, der den Protestantismus festigte und<br />
wogegen Innocenz vergeblich protestierte.<br />
(1400773) (11)<br />
TERRACOTTA BUST OF “POPE INNOCENT X”<br />
Height: 48 cm.<br />
As known from other portraits, the terracotta bust<br />
shows the Pope bearded, with a cap, cloak, and accentuated<br />
collar. The execution appears to be bozzetto-like,<br />
but the face is finely reworked, which is typical<br />
<strong>of</strong> works from the 18th century.<br />
€ 25.000 - € 35.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
40<br />
PAAR KLEINE BRONZEBÜSTEN<br />
„AFRIKA“ SOWIE „AMERIKA“<br />
Höhe: 15 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel: 27 cm.<br />
Büste: Italien, 17./ 18. Jahrhundert.<br />
Sockel: Frankreich, Anfang 19. Jahrhundert.<br />
Die beiden weiblichen Allegorien gestaltet in der Erscheinung,<br />
die den Erdteilen entspricht, mit Halskette<br />
und Zackenkrone bzw. mit Blätterhut und geflochtenem<br />
Zopf, jeweils mit Gewanddraperie. Die Sockel<br />
mit ziseliertem Rundfuß in grauem Marmor, darauf<br />
Messingschild mit den Gravuren „L‘AFRIQUE“ und<br />
„L‘AMERIQUE“. Dabei ist die Bezeichnung für Amerika<br />
irrtümlich, da es sich hier um die Allegorie Asien<br />
handelt.<br />
(14100837) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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57
41<br />
PAAR ALLEGORISCHE FIGUREN<br />
Höhe: 18,2 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel max.: 29,3 cm.<br />
Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
Auf gestuftem Marmo Giallo Sockel mit schwarzem<br />
Pr<strong>of</strong>il jeweils eine mittelbraun patinierte, in Bronze gegossene<br />
Standfigur einer körpernegierend gewandeten<br />
Frau, vermutlich als Reduktion einer Parkfigur. Die<br />
Haare teils fein ausgearbeitet, einmal die Hand auf<br />
einen langen Köcher gestützt, einmal bereit, einen<br />
Gegenstand zu halten.<br />
(14100827) (13)<br />
€ 4.500 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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42<br />
VENUS MIT EINEM TAUBENPAAR<br />
Höhe: 48,5 cm.<br />
Gesamthöhe mit Marmorsockel: 62 cm.<br />
Wohl Frankreich oder Deutschland,<br />
17./ 18. Jahrhundert.<br />
Standfigur in fein gegossener Bronze mit schöner<br />
brauner Patina. Venus als Akt gestaltet, mit um die<br />
Taille gewickeltem Tuch, dessen Enden sie in der<br />
Rechten hält; der linke Arm hochgehalten, in der ausgestreckten<br />
Hand zwei Turteltauben. Der Stil zeigt die<br />
Gestaltungselemente des französischen Manierismus<br />
auf; Guss möglicherweise nach Modell des 17.<br />
Jahrhunderts, die Bearbeitung mit dem separat gegossenen,<br />
fein angesetzten Arm weist auf einen späteren<br />
Guss – wohl des 18. Jahrhunderts. Montiert auf<br />
einen kannelierten Marmorsäulenstumpf.<br />
(1402285) (11)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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43<br />
FRANZÖSISCHER BILDHAUER<br />
DES 17. JAHRHUNDERTS<br />
Zwei bedeutende Bronzebüsten antiker<br />
Göttergestalten<br />
DER KRIEGSGOTT MARS IN ANTIKEM HARNISCH<br />
MIT DRACHENHELM<br />
sowie<br />
DIE JAGDGÖTTIN DIANA IM UMHANG MIT MOND-<br />
DIADEM<br />
Höhe: 37 bzw. 32 cm.<br />
Die beiden Büsten von derselben Hand eines französischen<br />
Bildhauers des 17. Jahrhunderts, der Guss aus<br />
dem 18. Jahrhundert.<br />
Die beiden Büsten sicher aus einer Reihe weiterer antiker<br />
Göttergestalten. Der bärtige Kriegsgott ist mit<br />
einem Drachen auf dem Helm dargestellt, wie er etwa<br />
auch im Kupferstich von Jacques de Gheyn von 1595<br />
zu sehen ist. Das Diadem der Dianabüste trägt eine<br />
Mondsichel als Attribut. Die beiden Büsten von hoher<br />
plastischer Qualität, lassen den Stil des französischen<br />
Manierismus erkennen. Merkmal für den Guss im 18.<br />
Jahrhundert ist die sehr gut erhaltene Lackpatina.<br />
Rückseitig ehemals abgedeckelte Öffnungen. Die<br />
schwarzen Sockel mit gedrehter Kannelur ebenfalls<br />
18. Jahrhundert. A.R.<br />
(1402284) (11)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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59
44<br />
GIROLAMO CAMPAGNA,<br />
1550 VERONA – 1625 VENEDIG, ZUG.<br />
PAAR VENEZIANISCHE BRONZEFIGUREN<br />
Bronze, gegossen, patiniert.<br />
Ca. 57 x 17 x 14 cm.<br />
Jeweils auf einem vasenähnlichen Sockel stehend,<br />
der sich über dreieckigem Grund mit gekanteten<br />
Ecken erhebt und je drei Handhaben in Gestalt von<br />
Karyatidenfiguren aufweist. Die Wandung des Unterbaus<br />
jeweils mit fruktalem Reliefdekor. Die Figuren<br />
jeweils vollrund gearbeitet, die mythologischen Figuren<br />
mit Attributen (Pfau bzw. Adler und Blitzbündel) ausgestattet.<br />
Min. besch.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Leo Planiscig, Venezianische Bildhauer der<br />
Renaissance, Wien 1921, S. 473, Abb. 490 (Zeus).<br />
Vgl. Giovanni Mariacher, Bronzetti veneti del Rinascimento,<br />
Vicenza, 1971, S. 40, Nr. 165-167 (Juno).<br />
(1411271) (2) (13)<br />
€ 4.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
45<br />
FIGURINE EINER WEIBLICHEN GESTALT<br />
IN ANTIKEM UMHANG<br />
Höhe: 32 cm.<br />
Bleiguss, bronzebraun patiniert. Bezeichnungsaufschrift<br />
„R. Donner“ wohl 19. Jahrhundert.<br />
Italien, 18. Jahrhundert.<br />
Im Kontrapost auf mitgegossenem, quadratischen<br />
Sockel. Die rechte Hand zieht dtas Gewand etwas<br />
hoch, Kopfhaltung seitlich nach unten gerichtet.<br />
Das Haar am Hinterkopf zum Knoten gebunden, mit<br />
Zackenkrone. Die Zacken sind, aufgrund des weichen<br />
Bleimaterials niedergedrückt. Damit dürfte es sich um<br />
die Darstellung der Göttin Juno handeln. An der Rückseite<br />
bozzettoartig behandelt.<br />
(14104726) (11)<br />
FIGURINE OF A FEMALE WOMAN<br />
IN ANTIQUE CLOAK<br />
Height: 32 cm.<br />
Lead casting with bronze-brown patina.<br />
Inscribed “R. Donner”, probably 19th century.<br />
Italy, 18th century.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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46<br />
PAAR HERMENFIGUREN<br />
Höhe: je ca. 9 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel ca. 15,4 cm.<br />
Italien, 17. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf gestuftem<br />
Sammlungssockel jeweils eine weibliche und<br />
eine männliche Hermenfigur, aus Akanthusrollwerk<br />
erwachsend, mit ausgestellten Unterarmen. Die Hände<br />
eine kreisrunde Öffnung formend und vormals vermutlich<br />
ein Objekt haltend.<br />
(14100830) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
47<br />
BRONZESTATUETTE: KRIEGSGOTTES MARS<br />
Gesamthöhe: 34,5 cm.<br />
Gesockelt: eingezogener runder Schiefersockel über<br />
quadratischer Basis.<br />
In Gestalt eines Schwertkämpfers mit links erhobenem<br />
ovalem Schild, der rechte Arm nahe am Körper herabhängend,<br />
in der Hand der Schwertknauf (Klinge fehlt).<br />
Im Kontrapost auf mitgegossener runder Plinthe.<br />
Schöne dunkle, leuchtende Lackpatina, wie sie für<br />
französische und flämische Bronzen des 17. Jahrhunderts<br />
üblich ist.<br />
(13512329) (11)<br />
€ 1.000 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Lot 45<br />
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61
48<br />
SCHALE MIT VERMEILMONTIERUNG<br />
VON GROSSER SELTENHEIT<br />
Höhe: 11,4 cm.<br />
Durchmesser über die Handhaben hinweg: 29,4 cm.<br />
Keine für uns erkennbaren Punzen.<br />
Gemugelter, mehrschichtiger und polierter Stein in<br />
großer Koppchenform. Montiert in à jour gearbeiteter<br />
Vermeilmontierung mit manieristischem Dekor, wie<br />
Bandelwerk und cherubimreliefierten horizontalen<br />
Handhaben mit Blütenapplikation und Bandstreben.<br />
In edlem für dieses Objekt angefertigtem Etui mit<br />
Innentapezierung.<br />
(14100829) (13)<br />
BOWL WITH VERMEIL MOUNTING<br />
OF GREAT RARITY<br />
Height: 11.4 cm.<br />
Diameter across two handles: 29.4 cm.<br />
No recognizable hallmarks.<br />
Large multi-layered and polished semi-circular stone<br />
bowl. In vermeil openwork mounting with mannerist<br />
décor such as strapwork and horizonal handles decorated<br />
with cherub reliefs with flower appliqué and<br />
braces. In fine bespoke case lined on the inside.<br />
€ 18.000 - € 22.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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49<br />
MARITIME BONBONNIÈRE<br />
Höhe: 2,3 cm.<br />
Durchmesser: 9,2 cm.<br />
Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
In Schildpatt gefertigter Korpus mit Stülpdeckel.<br />
Dieser mit hochfeiner polychromer Darstellung von<br />
Hafenszene mit umlaufenden Vignetten mit Symbolen<br />
des Friedens und der Treue auf Perlmutt gemalt und<br />
von Glas geschützt. Min. besch.<br />
(14100835) (10)<br />
CITES export restrictions - sale in the EU only.<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
50<br />
KUNSTKAMMER RÉGENCE TABATIÈRE<br />
3,9 x 5,5 x 4,5 cm.<br />
Gewicht: 71 g.<br />
Steckring mit französischen Garantiepunzen.<br />
Deutschland, um 1710.<br />
Als Dose geschnittene Cypraea Tigris, auch Tigermuschel<br />
genannt, montiert in mit Regencemotiven<br />
wie Bandelwerk gravierter vergoldeter Silbermontiertung<br />
mit Scharnierstülpdeckel und elegantem Drücker.<br />
(14100815) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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51<br />
GOLDBROSCHE MIT RÖMISCHEM<br />
MIKROMOSAIK<br />
Maße: ca. 4,8 x 7,5 cm.<br />
Gewicht: ca. 38,2 g.<br />
GG 750.<br />
Nadel und rückseitige Abdeckung Silber.<br />
Französische Feingehaltspunze.<br />
Paris, um 1830.<br />
Große antike Brosche mit feinstem römischen Mikromosaik,<br />
Darstellung eines antiken Rundbaus in römischer<br />
Landschaft mit einer einzelnen Figur. Zierliche<br />
Goldumrahmung mit Rocaillendekor.<br />
(14100811) (16)<br />
GOLD BROOCH WITH ROMAN<br />
MICROMOSAIC<br />
Dimensions: ca. 4.8 x 7.5 cm.<br />
Weight: ca. 38.2 g.<br />
18 ct yellow gold.<br />
Brooch pin and back closure in silver.<br />
French hallmark.<br />
Paris, ca. 1830.<br />
Large antique brooch with the finest Roman micromosaic,<br />
depicting an ancient rotunda in a Roman landscape<br />
with a single figure. Delicate gold framing with<br />
rocaille décor.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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52<br />
MIKROMOSAIKBROSCHE MIT HUND<br />
5,1 x 4,4 cm.<br />
Gewicht: ca. 22,6 g.<br />
GG 750.<br />
Links unten monogrammiert „A (Antonio Aguatti)“.<br />
Rom, um 1820/ 1830.<br />
Hochfeines, polychrom gesetztes Mikromosaik mit<br />
Darstellung eines liegenden Hundes vor Pfeilerstumpf<br />
und tiefblauem Himmel. In aus Gelbgold<br />
gefertigter feiner Broschierung mit achteckiger Innenrahmung<br />
und raumgreifendem symmetrischen Akanthusblattwerk.<br />
Anmerkung:<br />
Antonio Aguatti (gestorben 1846) entstammt einer<br />
Dynastie erfolgreicher Mosaikkünstler und verfeinerte<br />
deren Bildsprache. Im Jahr 1834 wurde er als Pr<strong>of</strong>essor<br />
an das Studio Vaticano del Mosaico berufen.<br />
(14100812) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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53<br />
FEINES MIKROMOSAIKBILD MIT COLOSSEUM<br />
Sichtmaß: 17 x 22 cm.<br />
Rahmenmaß: 24,5 x 29,7 cm.<br />
Verso mit alter Inventarnummer.<br />
Rom, 19. Jahrhundert.<br />
In schwarzem Basalt eingelegte gläserne Mikromosaikplättchen,<br />
die polychrome Darstellung des Colosseums<br />
mit Titusbogen und Figurenstaffage zeigend.<br />
In vergoldetem, blattwerkreliefverzierten Rahmen.<br />
(14100823) (13)<br />
FINE MICROMOSAIC PLAQUE WITH COLOSSEUM<br />
Sight size: 17 x 22 cm.<br />
Frame dimensions: 24.5 x 29.7 cm.<br />
Old inventory number on the reverse.<br />
Rome, 19th century.<br />
Glass micromosaic tiles inlaid in black basalt showing<br />
the polychrome depiction <strong>of</strong> the Colosseum with the<br />
Arch <strong>of</strong> Titus and figural staffage. In gilt frame with<br />
foliage relief décor.<br />
€ 10.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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67
54<br />
FEINE LOUIS XV-TABATIÈRE<br />
4,9 x 9 x 4,1 cm.<br />
Der Steckrand mit Ritznummerierung und doppelter<br />
Repunzierung „ET“.<br />
Frankreich oder Italien, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Fein geschnittene Achatplättchen, deren zweifarbige<br />
Lagen geschickt zur Darstellung von barocken Architekturen,<br />
Rocaillen und Figuren vor hellem, transluziden<br />
Grund genutzt werden. Montierung in Rotgold 585<br />
mit graviertem Trellismuster und Rocaillen. Rest.<br />
(14100833) (13)<br />
FINE LOUIS XV SNUFFBOX<br />
4.9 x 9 x 4.1 cm.<br />
Rim with incised numbering and double re-struck<br />
hallmark “ET”.<br />
France or Italy, mid-18th century.<br />
14 ct rose gold mounting with engraved trellis pattern<br />
and rocailles.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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55<br />
BONBONNIÈRE MIT ALLEGORIE AUF DIE LIEBE<br />
Höhe: 3,2 cm.<br />
Durchmesser: 8,9 cm.<br />
Steckring dreifach mit Goldpunzen versehen, GG 585.<br />
19. Jahrhundert.<br />
In Amethyst geschnitten, mit Gelbgoldmontierung.<br />
Niedrige zylindrische Form mit Stülpdeckel. Dieser<br />
mit polychromer Gouache eine barbusige junge Frau<br />
in klassizistischem Gewand zeigend, der ein Amorknabe<br />
etwas zuflüstert. Der Amethystboden mit feinen<br />
Einschlüssen.<br />
(14100834) (13)<br />
BONBONNIERE WITH ALLEGORY OF LOVE<br />
Height: 3.2 cm.<br />
Diameter: 8.9 cm.<br />
Rim with three gold hallmarks, 14 ct yellow gold.<br />
19th century.<br />
Cut amethyst with yellow gold mounting.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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56<br />
ANTIKER GOLD-EMAIL-ANHÄNGER<br />
MIT MINIATUREN<br />
Maße: ca. 4,7 x 4,5 cm (ohne Ösen).<br />
Gewicht: ca. 51,4 g.<br />
GG 750.<br />
Sizilien, 17. Jahrhundert.<br />
Antiker, emaillierter doppelseitiger Anhänger aus Gold<br />
mit Email-Miniaturen unter Bergkristall, ein Kardinal<br />
und Judith mit dem Kopf des Hol<strong>of</strong>ernes. Email mit<br />
kleinen Fehlstellen.<br />
(1410087) (16)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
57<br />
ANTIKES GOLD-EMAIL-MEDAILLON<br />
MIT MADONNA-MINIATUR<br />
Maße: ca. 5 x 4,5 cm (ohne Ösen).<br />
Gewicht: ca. 38,4 g.<br />
GG 750.<br />
Wohl Sizilien, 18. Jahrhundert.<br />
Querovaler goldener Anhänger, beidseitig mit Medaillon<br />
jeweils mit feiner Miniaturmalerei unter Bergkristall,<br />
auf der einen Seite eine Rosenkranzmadonna,<br />
auf der anderen eine Nonne oder Äbtissin. Die Umrahmung<br />
mit emaillierten Blüten auf grünem Grund,<br />
leicht best.<br />
(1410082) (16)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
58<br />
SCHALE IM RENAISSANCESTIL<br />
9,5 x 17,5 x 9 cm.<br />
Gewicht: 375 g.<br />
Vermutlich Wien, um 1860.<br />
Silber, vergoldet, emailliert. Gemugelte Achatschale,<br />
montiert. Über ovalem Stand der leicht gewölbte Fuß<br />
mit teils oparkem teils transluzidem Email mit Blütendarstellungen.<br />
Die Kurzenden mit Füllhornhandhaben<br />
und aufgesetzten Blütenbouquets, das die Schale umrahmende<br />
Blattwerk besetzt mit Smaragden, Rubinen<br />
und Halbperlchen. Einige Steinchen sind zu ergänzen.<br />
Das Objekt erinnert an Werke des Wiener Hermann<br />
(tätig 1845-1894) dem das Objekt zugewiesen werden<br />
kann.<br />
(14100828) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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59<br />
SPANISCHES MARIENPENDENTIF<br />
7 x 5,2 x 1,5 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 69,5 g.<br />
GG 750.<br />
Spanien, Anfang 17. Jahrhundert.<br />
Gelbgold mit grünen Blattwerkeinlagen, blauem Email<br />
und facettiertem Bergkristalldeckel. Mit Ringöse,<br />
innenstehender, geschnitzter Holzmadonna en miniature,<br />
das Christuskind haltend. Auf umlaufendem<br />
Pr<strong>of</strong>il Lorbeerblattdekor in Email.<br />
(1410085) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
60<br />
BAROCKES PENDENTIF<br />
Höhe: 6,2 cm.<br />
Gewicht: ca. 48,1 g.<br />
GG 750.<br />
Spanien, 17. Jahrhundert.<br />
In Gelbgold gefertigter hochovaler Anhänger mit umlaufendem<br />
Strahlenkranz und beidseitiger, zentraler,<br />
gemugelter Verglasung. Einmal in rotem Textil tapeziert,<br />
einmal mit emaillierter Darstellung eines Heiligen.<br />
Auch die Strahlen mit weißem und schwarzem<br />
opaken Email versehen. Email altersbedingt mit kleinen<br />
Fehlstellen. Oberer Abschluss mit Öse.<br />
(1410083) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Vorderseite Lot 60<br />
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61<br />
PENDENTIF MIT MONDSICHELMADONNA<br />
Höhe: 8,3 cm.<br />
Gewicht: ca. 51,3 g.<br />
GG 750.<br />
Spanien, Anfang 17. Jahrhundert.<br />
In Gelbgold gearbeitet, emailliert und mit Peridotsteinen<br />
dekoriert. In hochovaler Form mit Anhängeröse<br />
und halbplastisch ausgeformter Mondsichelmadonna<br />
als Himmelskönigin mit Flammenkranz. Umlaufende<br />
in Carreés gefasste Peridotsteine auf weißem Emailfond.<br />
Verso mit durch Schwarzlot hervorgehobene<br />
Inschrift: „SIN PECADO ORIGINAL CONCEBIDA“.<br />
Die französische Garantiepunze wohl später.<br />
(1410086) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Rückseite Lot 60<br />
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75
62<br />
ANTIKER GOLD-EMAIL-BERGKRISTALL-<br />
ANHÄNGER MIT MINIATURMALEREI<br />
Länge: ca. 7,5 cm.<br />
Gewicht: ca. 46,1 g.<br />
GG 750.<br />
Spanien, 17. Jahrhundert.<br />
Antiker, beidseitig emaillierter und floral gestalteter<br />
Anhänger mit Medaillon, einmal mit Madonna, einmal<br />
mit Gott und Jesuskind, jeweils als Miniaturmalerei<br />
unter Bergkristall. Steinbesatz aus Glassteinen. Email<br />
leicht besch.<br />
(1410084) (16)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
63<br />
DEVOTIONSOBJEKT MIT EMAILBESATZ<br />
Höhe: 11 cm.<br />
Spanien, 17. Jahrhundert.<br />
Figürliche, in Bronze gegossene, mit Gold und polychromen<br />
Pigmenten verzierte Madonnenskulptur in<br />
mit Bergkristall verziertem Schrein. Dieser vergoldet<br />
und mit teils opakem, teils transluzidem Email dekoriert.<br />
Applizierte Kugeln in Achat und Jaspis sowie<br />
eine Perle.<br />
(1410081) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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64<br />
EMAILLIERTER SILBERNER<br />
ST. GEORGS-ANHÄNGER<br />
Länge: ca. 10 cm.<br />
Silber.<br />
Siebenbürgen, 19. Jahrhundert.<br />
Beidseitig farbig emaillierter Anhänger mit St. Georgs-<br />
Motiv, besetzt mit Rubinen und Smaragden. Zwei Perlanhänger.<br />
Aufhängung und Broschierung fehlen. Email<br />
leicht best.<br />
(14100810) (16)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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Abbildung Lot 63<br />
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77
65<br />
CHINESISCHE ROTLACKDOSE<br />
Durchmesser: 17,5 cm.<br />
China, Ming-Dynastie.<br />
Jeweils kugelsegmentförmiger Lackkorpus, innen<br />
schwarz lackiert, außen mit aufwändigem, tiefen<br />
Schnitzlack versehen, Lotusblüten und Blätter darstellend.<br />
Einmal mit erhabenem Ring, so dass als Schale<br />
zusammenfügbar. Craquelé.<br />
(1410904) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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66<br />
TABATIÈRE IN GESTALT EINES SCHUHS<br />
4,7 x 6,2 x 3,4 cm.<br />
Wohl Dresden, 18. Jahrhundert.<br />
In Amethyst gestalteter Korpus, die Schichtung des<br />
Steins als elementaren Bestandteil des Schuhaufbaues<br />
nutzend und somit die Sohle kennzeichnend. Die<br />
Öffnung mit Scharniersteckdeckel, der Steckrand und<br />
das Scharnier in Roségold 585. Auf dem Schuhblatt<br />
ein Carrée mit Granatbesatz.<br />
(14100832) (13)<br />
€ 4.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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67<br />
PORTRAIT-CAMMEO-BROSCHE VON CASTELLANI<br />
6,7 x 5,7 cm.<br />
GG 750.<br />
Signiert: „CC“, zwei gespiegelte Cs.<br />
Italien, um 1860.<br />
Selten feiner, großer, hochovaler Gelbgoldrahmen mit<br />
gekordeltem Kreisbanddekor und feiner Granulation<br />
und einer zentralen Muschelcammeo mit nach links<br />
gerichtetem Portrait eines Mannes, die differenzierte<br />
Schichtung der Muschelstruktur nutzend. Die Cammeo<br />
mit zwei kaum sichtbaren, unbedeutenden Haarrissen.<br />
Ansonsten ein makelloser Erhaltungszustand.<br />
(1410088) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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68<br />
FABERGÉ-SCHWEINCHEN<br />
Länge: 6 cm.<br />
Kästchen: 5 x 6 x 8,5 cm.<br />
Bergkristall, Äuglein wohl Pink-Saphir-Cabochons,<br />
gold gefasst. Im original Holzkästchen mit Firmenlogo<br />
„Fabergé“ auf dem Seiden-Innenfutter.<br />
(1400518) (11)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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79
69<br />
DIE SOLOTHURNER WAPPENTAFEL<br />
DER WEBERZUNFT<br />
Durchmesser: 97 cm.<br />
Durchmesser inkl. Rahmung: 107 cm.<br />
Öl auf Holz, hinter Glas gerahmt.<br />
Solothurn, 18. Jahrhundert.<br />
Tafeln wie diese sind nur wenige erhalten. In den<br />
damaligen Freien und Reichsstädten Ravensburg,<br />
Solothurn, Augsburg, Kempten im Allgäu, Füssen und<br />
Memmingen entstanden Wappentafeln mit Zunftbezug,<br />
von denen mit der hier angebotenen Tafel<br />
insgesamt nur 46 nachgewiesen werden können. In<br />
Ravensburg werden im Museum Hupis-Quartier 24<br />
Tafeln verwahrt, im Solothurner Museum Blumenstein<br />
10, im Augsburger Maximilianmuseum 7, im Stadtmuseum<br />
Memmingen 2, im Museum der Stadt Füssen<br />
und im Allgäu-Museum zu Kempten jeweils. Diese<br />
Wappentafeln umfassen einen Zeitraum von 1347-<br />
1840, wobei unsere Wappentafeln mit dem Jahr 1751<br />
beginnt und mit dem Jahr 1795 endet. Im Zentrum ist<br />
der Heilige Blasius von Sebaste (rätoromanisch San<br />
Plasch, gest. 316) mit seinem Attribut der Egge dargestellt.<br />
Die optische Ähnlichkeit der Egge mit einem<br />
Hechelkamm erklärt seine Deutung als Schutzheiliger<br />
der Weber. Um das von einem Lorbeerkranz gesäumte<br />
zentrale Bildfeld herum angeordnet sind drei konzentrische<br />
Kreise mit Wappenschilden in Halbrundform<br />
ohne Oberwappen und mit darüberliegendem weißgrundigem<br />
Feld. Der erste Wappenring umfasst 22<br />
Wappen, der zweite Wappenring 32 Wappenschilde,<br />
von denen 25 gefüllt und 7 vakant sind. Der äußere<br />
Ring zeigt 41 vakante Warteschilde. Die gefüllten<br />
Wappenschilde tragen als untere Begrenzung das jeweilige<br />
Todesjahr der Person, die über dem Wappen in<br />
schwarzen Lettern genannt ist. Von diesen Personen<br />
konnten bisher folgende identifiziert werden: Johann<br />
Georg Sebastian Wysswald (1678-1752), Stephan<br />
Jakob Wysswald (1706-1775), Josef Ludwig Anton<br />
Schwaller (1690-1752), Urs Josef Bonaventura Bass<br />
(1717-1753), Peter Josef Bass (1716-1753), Urs Josef<br />
Bass (1714-1757), Peter Blasius von Staal (1740-1783),<br />
Franz Leopold Tschann (1711-1791), Urs Peter Josef<br />
von Roll (1720-1764).<br />
Literatur:<br />
Vgl. zu den Wappentafeln: Jens Kremb, Die runden<br />
Wappentafeln der Zünfte, in: Heraldica Nova: Medieval<br />
and Early Modern Heraldry from the Perspective <strong>of</strong><br />
Cultural History 4.5.2016. (1400143) (13)<br />
SOLOTHURN COAT OF ARMS<br />
OF WEAVER´S GUILD<br />
Diameter: 97 cm.<br />
Diameter incl. frame: 107 cm.<br />
Oil on panel, framed with glass.<br />
Solothurn in Switzerland, 18th century.<br />
Literature regarding the coat <strong>of</strong> arms:<br />
cf. Jens Kremb, Die runden Wappentafeln der Zünfte,<br />
in: Heraldica Nova: Medieval and Early Modern<br />
Heraldry from the Perspective <strong>of</strong> Cultural History,<br />
4 May 2016.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
70<br />
ZIERLICHE KASSETTE<br />
12 x 16,7 x 8,5 cm.<br />
Bodenseitig mit Resten eines alten<br />
Sammlungsetiketts.<br />
Portugal, 17./ 18. Jahrhundert.<br />
In Holz hochfein geschnitzt und gedrechselt, teilgeschwärzte<br />
Beineinlagen. Rechteckiger Korpus mit<br />
Scharnierrunddeckel. Dieser und die Korpuswandung<br />
mit Beineinlagen sind gerahmt mit à jour gearbeiteten,<br />
in ihren Mustern alternierenden Feldern. Drücker<br />
als grüner Stein mit Silbermontierung.<br />
(1411135) (13)<br />
€ 8.500 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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71<br />
PAAR BRONZEPFERDE<br />
Höhe: 32 cm.<br />
Länge: 27cm.<br />
Tiefe: 10 cm.<br />
Venedig, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
Kleine Wiederholungen von zwei der vier Quadriga-<br />
Pferde, die sich erhoben an der Front der Basilika von<br />
San Marco in Venedig befinden. Die Pferde in Größe<br />
von je 1,60 Metern auf San Marco stammen aus der<br />
Antike und wurden Mitte des 13. Jahrhunderts aufgestellt,<br />
die Herkunft ist bis heute ungeklärt. Als Grand-<br />
Tour-Objekte wurden kleinere Gussexemplare hergestellt,<br />
entsprechend der großen Originale jeweils<br />
mit den Hufen auf Kapitellen. Schöne, glänzende hellbraune<br />
Patina.<br />
(1411562) (1) (11)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
72<br />
PAAR KERZENSTÖCKE<br />
Höhe: 41 cm.<br />
Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />
Abbildung<br />
Lot 70<br />
Bronze gegossen, gedreht. Mehrfach gekehlter Fuß<br />
mit genodetem, hohen Schaft und kuppaförmiger<br />
Traufschale. Darin jeweils ein Dorn in langer Tropfenform.<br />
(14104727) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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81
FURNITURE<br />
& INTERIOR<br />
C L O C K S<br />
S I L V E R
73<br />
BEDEUTENDENDES BELLIFONTAINE<br />
RENAISSANCE-KABINETT<br />
Gesamthöhe: 242,5 cm.<br />
Unterteil: 104 x 136,5 x 58,5 cm.<br />
Oberteil: 98,5 x 126 x 52 cm.<br />
Trägt das Wappen der Familie Dodieu.<br />
Île-de-France, Schule von Fontainebleau,<br />
um 1560 – 1580.<br />
Helles Nussbaumholz, Eierschal-Pastiglia und Ebenholzeinlagen.<br />
Alles an diesem Möbelstück erinnert an<br />
die Strenge und Eleganz der Herrschaft Henri II. Dieser<br />
Renaissance-Schrank ist direkt von den Bellifontaines<br />
Werken der zweiten Hälfte des 16. Jahr hunderts inspiriert.<br />
Seine kraftvolle Struktur ist als Nachbildung<br />
der Architektur konzipiert, mit seinen schönen korinthischen<br />
Säulen und seinem eleganten Giebel, alles in<br />
großem Raffinement ausgeführt. Alle Stollen, Schubladen,<br />
das Gebälk und die Seiten sind mit Einlagen aus<br />
geschwärztem Holz und einem feinen Dekor aus Ranken<br />
und Arabesken in Pastiglia-Technik verziert. Diese<br />
in Frankreich selten angewandte Technik stammt direkt<br />
von italienischen Künstlern und ist von den italienischen<br />
Moresken inspiriert. Der untere Teil, der sich<br />
durch zwei Flügeltüren und zwei Schubladen öffnet,<br />
ruht auf einer pr<strong>of</strong>ilierten Sockelleiste, getragen von<br />
vier abgeflachten Kugelfüßen.<br />
Unter Henri II entsteht ein Möbelstil, der vollkommen<br />
architektonisch geprägt ist.<br />
Das Gleichgewicht ist gefunden und legt die Grundlagen<br />
für eine französische Kunst. Der Schrank, als<br />
Nachbildung einer Gebäudefassade, ordnet Konsolen<br />
mit Federornamenten, Säulen, Gesimse und kurvige<br />
Giebel. Dieses Spiel des Ineinandergreifens architektonischer<br />
Formen gilt auch für die dekorativen<br />
Elemente: Innerhalb dieser streng gestalteten Architektur<br />
steht der dekorative Effekt im Vordergrund.<br />
Die Stollen des unteren Teils sind mit Mustern versehen,<br />
bei denen Furniere aus geschwärztem Holz verwendet<br />
werden, deren durchdachte Anordnung die<br />
geschnitzten Flächen definiert. Diese erinnern auch<br />
daran, dass die ersten italienischen Künstler, die nach<br />
Frankreich kamen, Intarsienböden herstellten, eine<br />
Kunst, in der sie Meister waren und deren Einfluss<br />
lange Zeit nachwirkte.<br />
In pr<strong>of</strong>ilierten Rahmen sind die Türen beider Schrankteile<br />
mit Flachreliefs verziert, die in drei Register<br />
unterteilt sind. Im Zentrum jedes Paneels steht eine<br />
weibliche Figur, deren Scham nur durch ein vom Wind<br />
verwehtes Tuch leicht bedeckt ist, und die sich inmitten<br />
einer ländlichen Landschaft gegenüberstehen.<br />
Die erste Figur, links, hält ein kleines Blumensträußchen<br />
und ein Füllhorn voller Feldblumen. Es handelt<br />
sich um Flora, die Allegorie des Frühlings.<br />
Die zweite Figur, rechts, trägt ein Füllhorn, das von<br />
Früchten und Getreidegarben überquillt. Es handelt<br />
sich um Ceres, die Göttin der Landwirtschaft, der<br />
Ernte und der Fruchtbarkeit, die den Sommer und den<br />
Wohlstand symbolisiert.<br />
Im oberen Register stehen sich zwei liegende weibliche<br />
Figuren gegenüber.<br />
Das dominierende Thema ist das der Jahreszeiten.<br />
Hier verkörpern der Sommer und der Frühling den traditionellen<br />
Code, der später von Cesare Ripa in der 1603<br />
veröffentlichten Iconologia definiert wurde: Weibliche<br />
Figuren für den Frühling und den Sommer, jede mit<br />
ihren Attributen: Die Blumensträuße betonen die Jugend<br />
des Frühlings, der Sommer erntet die Felder voller<br />
Weizen.<br />
Anmerkung:<br />
Die erste Erwähnung des Namens Dodieu stammt aus<br />
dem Jahr 1269. Thomas und Guillaume Dodieu unterzeichnen<br />
damals den Waffenstillstand, der zwischen<br />
dem Kirche von Lyon und den Bürgern der Stadt geschlossen<br />
wurde.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Claude Le Laboureur, Les Mazures de l'abbaye<br />
royale de l'Isle-Barbe les Lyon..., J. Couterot, Paris,<br />
1681. (1410972) (1) (13)<br />
IMPORTANT RENAISSANCE CABINET<br />
OF BELLIFONTAINE<br />
Total height: 242.5 cm.<br />
Lower part: 104 x 136.5 x 58.5 cm.<br />
Upper part: 98.5 x 126 x 52 cm.<br />
With the coat <strong>of</strong> arms <strong>of</strong> the Dodieu family.<br />
Île-de-France, School <strong>of</strong> Fontainebleau,<br />
ca. 1560 - 1580.<br />
Light walnut, eggshell pastiglia and ebony inlays. The<br />
style <strong>of</strong> this piece <strong>of</strong> furniture recalls the austerity and<br />
elegance <strong>of</strong> the reign <strong>of</strong> Henri II. This Renaissance<br />
cabinet is directly inspired by the Bellifontaines´ works<br />
<strong>of</strong> the second half <strong>of</strong> the 16th century. The cabinet, a<br />
replica <strong>of</strong> a building façade, arranges consoles with<br />
feather ornaments, columns, cornices, and curved pediments.<br />
This play <strong>of</strong> interlocking architectural shapes<br />
also applies to the decorative elements.<br />
Literature:<br />
cf. Claude Le Laboureur, Les Mazures de l’abbaye<br />
royale de l’Isle-Barbe, J. Couterot, Paris, 1681.<br />
€ 18.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Wappen der Familie Dodieu<br />
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74<br />
ZIERLICHES RENAISSANCE-KABINETT<br />
160 x 118 x 54 cm.<br />
Zentralfrankreich, Ende 16. Jahrhundert.<br />
Dieser kleine Schrank aus Nussbaum, der sich an der<br />
Vorderseite mit vier Flügeltüren und zwei Schubladen<br />
im unteren Bereich öffnet, zeigt eine reiche Ornamentik.<br />
Er steht auf einem pr<strong>of</strong>ilierten Sockel, der mit breiten<br />
Palmetten verziert ist. Die seitlichen Stollen sind<br />
mit fein ausgeführten Blattgirlanden geschmückt. Auf<br />
dem mittleren Pilaster ruht eine lorbeerbekränzte<br />
männliche Herme, die auf einem Schaft mit einer langen<br />
geschnitzten Blattverzierung steht. Sie rahmen<br />
die Flügeltüren ein, auf denen sich ein Banddekor entfaltet,<br />
der drei Medaillons abgrenzt. Eines davon ist<br />
rund und mit einer Rose verziert, oben und unten<br />
eingerahmt von zwei halben Akanthusblättern. Die<br />
Paneele sind in pr<strong>of</strong>ilierte Rahmen eingelassen, die<br />
von einem Lorbeerfries umgeben sind.<br />
Der untere Bereich enthält zwei Schubladen, die mit<br />
zwei langen stilisierten Akanthusblättern verziert sind.<br />
Sie werden durch drei Konsolen getrennt.<br />
Der obere Teil des Schranks, in einem dreifachen<br />
Rhythmus gegliedert, ruht auf einer mit Palmetten<br />
besetzten Platte. Die Büsten der drei Hermen – männlich<br />
an den Enden und weiblich in der Mitte – die<br />
die Flügeltüren trennen, ruhen auf Schäften, die mit<br />
Blättern verziert sind. Rest.<br />
(1410973) (1) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
75<br />
BEDEUTENDE GOTISCHE TRUHE<br />
79 x 166 x 67 cm.<br />
Frankreich, Ende 15. / Anfang 16. Jahrhundert.<br />
In Eiche gefertigtes gotisches Möbel mit vier Eckpfosten<br />
und dazwischenliegendem, teilweise mit<br />
feinem, für die Zeit typischen Maßwerk beschnitzter<br />
Wandung. Ersteres mit Spitzbögen und floralen<br />
Füllungen und zweitere umgeben von Rundpr<strong>of</strong>ilen.<br />
Scharnierdeckplatte mit Fallriegel und Eisenschlossplatte.<br />
(1410975) (1) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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76<br />
HENRI II-DRESSOIR<br />
152 x 93 x 44 cm.<br />
Nordfrankreich, erste Hälfte 16. Jahrhundert.<br />
In Eichenholz garbeitetes Möbel. Dreiteilige Komposition<br />
ersten Register, wobei die mittlere Tür dasselbe<br />
Motiv wie die beiden anderen Flügeltüren aufweist<br />
und von zwei Paneelen mit pflanzlichen Reliefmotiven<br />
eingerahmt wird. Diese drei Elemente sind durch zwei<br />
aufgesetzte Baluster getrennt. Das erste Register<br />
endet an jedem Ende mit einem kannelierten Pilaster.<br />
Im zweiten Register sind die Stollen und der mittlere<br />
Pfosten mit kannelierten Pilastern und korinthischen<br />
Kapitellen verziert, die das erste Register visuell fortsetzen<br />
und so die Harmonie und das Gleichgewicht<br />
der Komposition gewährleisten.<br />
Im unteren Teil ist die Rückwand mit drei schlicht<br />
pr<strong>of</strong>ilierten Paneelen verziert. An der Vorderseite, seitlich<br />
der erhöhten und pr<strong>of</strong>ilierten Basis, stützen zwei<br />
feine, kannelierte Säulen mit ionischen Kapitellen den<br />
oberen Teil.<br />
In einem bemerkenswerten Erhaltungszustand und<br />
von sehr schöner Machart ist dieses Möbelstück ein<br />
vollendetes Beispiel für französische Arbeiten aus der<br />
ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine perfekt<br />
durchdachte Architektur, die schöne Harmonie seiner<br />
Proportionen und die Schlichtheit seiner Dekoration<br />
machen es zu einem Möbelstück von großer Eleganz.<br />
Provenienz:<br />
Aus der Sammlung Chabrières, Arlès.<br />
(1410974) (1) (13)<br />
HENRI II DRESSOIR<br />
152 x 93 x 44 cm.<br />
North <strong>of</strong> France, first half <strong>of</strong> the 16th century.<br />
Oak structure. Three-part composition <strong>of</strong> the first<br />
register, with the central door having the same motif<br />
as the other two hinged doors and framed by two<br />
panels with vegetal relief motifs. In remarkable condition<br />
and <strong>of</strong> very fine craftsmanship, this piece <strong>of</strong><br />
furniture is a perfect example <strong>of</strong> French work from the<br />
first half <strong>of</strong> the 16th century. Its perfectly elaborate<br />
architecture, beautiful harmonious proportions and<br />
the simple decoration make it a piece <strong>of</strong> furniture <strong>of</strong><br />
great elegance.<br />
Provenance:<br />
From the Chabrières collection, Arlès.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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87
77<br />
ZIERLICHES RENAISSANCEKABINETT<br />
À DEUX CORPS<br />
167 x 123 x 58 cm.<br />
Frankreich, Ende 16. Jahrhundert.<br />
Dieser kleine zweiteilige Schrank mit harmonischen<br />
Proportionen öffnet sich durch vier Flügeltüren an der<br />
Front und zwei Schubladen im unteren Bereich. Er<br />
ruht auf einem pr<strong>of</strong>ilierten Sockel.<br />
Die seitlichen Stollen und der mittlere Pilaster des<br />
unteren Teils sind mit langen, stilisierten Palmetten<br />
verziert. Sie rahmen die vier Flügeltüren ein, auf denen<br />
ein pflanzliches Dekor aus symmetrisch angeordneten,<br />
geschnitzten Stängeln und Blättern um zwei mit<br />
Federn geschmückte Maskarons gestaltet ist. Die<br />
beiden Paneele der Türen des unteren Teils sind in<br />
einen pr<strong>of</strong>ilierten Rahmen eingelassen.<br />
Rankungen aus Akanthusblättern schmücken die beiden<br />
Schubladen. Die Paneele des oberen Teils sind<br />
mit schönen Ranken verziert, die um ein Löwenmaul<br />
angeordnet sind. Auf den Stollen entspringen Eicheln<br />
und kleine Früchte inmitten von Blättern und Stängeln.<br />
Zwei Konsolen stützen ein wenig hervorstehendes<br />
Gesims. Das Gebälk ist in der Mitte mit einem<br />
geflügelten Puttenkopf und einem pflanzlichen Dekor<br />
verziert.<br />
Die Seitenpaneele sind schlicht pr<strong>of</strong>iliert. Die Muster<br />
der Friese und Paneele sind abwechslungsreich und<br />
die Ornamente sind mit großer Raffinesse ausgearbeitet.<br />
Rest. Erg.<br />
(1410971) (1) (13)<br />
€ 4.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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78<br />
BAROCKES KABINETTKÄSTCHEN<br />
50 x 64 x 30 cm.<br />
Süddeutschland, 17. Jahrhundert.<br />
Über ebonisierten gedrückten Kugelfüßen der rechteckige<br />
Korpus mit seitlichen gegossenen Tragehandhaben<br />
und à jour gearbeiteten Ecklösungen. Schau seitig<br />
sieben Schübe mit Wellenleistenpr<strong>of</strong>ilen angeordnet<br />
um eine zentrale Tür. Dahinter <strong>of</strong>fenes Compartiment<br />
mit zwei darüberliegenden Schüben. Kein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
(14104912) (13)<br />
CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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89
79<br />
BAROCKES CABINET A DEUX CORPS<br />
188 x 135 x 53,5 cm.<br />
Frankreich, 17. Jahrhundert.<br />
In Amaranth gefertigt mit Nussbaum und Satinholz<br />
auf Eiche. Auf gedrückten Kugelfüßen zweiteiliger<br />
Korpus mit zwei Flügeltüren und mehreren Schüben.<br />
Geschlossen zeigt es im oberen Teil zwei Szenen in<br />
Flachrelief, die in geometrische Medaillons eingearbeitet<br />
sind, umgeben von geometrischen Kartuschen<br />
mit fein gravierten, blattartigen Rankenmustern. Auf<br />
dem linken Flügel ist eine Szene zu sehen, die eine<br />
triumphale Einkehr eines Königs in eine Stadt darstellen<br />
könnte. Eine königliche Einkehr wird vom Historiker<br />
Pascal Lardellier als ein bedeutendes politisches Ritual<br />
definiert, bei dem eine Stadt <strong>of</strong>fiziell einen Herrscher<br />
oder hohen Würdenträger in einer für diesen Anlass<br />
präparierten, architektonischen und theatralischen<br />
Kulisse empfängt. Zu sehen ist ein reich gekleideter<br />
Reiter im römischen Stil, der ein Zepter trägt, begleitet<br />
von zwei tanzenden Musikern. Im Hintergrund erkennt<br />
man zwei Männer, die aus einem Fenster das Geschehen<br />
beobachten. Das gegenüberliegende Medaillon<br />
zeigt eine Szene, die schwerer zu identifizieren ist.<br />
Man sieht einen römischen Soldaten und zwei Männer,<br />
die sich unterhalten. Links ist ein Schiff zu erkennen,<br />
was darauf hindeuten könnte, dass die Szene in<br />
einem Hafen stattfindet. In der Ferne zeichnet sich<br />
die Silhouette einer Stadt mit Turm und Kuppel ab. Die<br />
Figur rechts, reich gekleidet, trägt ein Schwert an der<br />
Seite, hält ein Zepter in der linken Hand und zeigt mit<br />
der rechten auf die Stadt. Die Figur links hält denselben<br />
Hut wie die zuvor beschriebene Person in der<br />
rechten Hand und scheint auf das Schiff zu zeigen.<br />
In der Mitte steht der römische Soldat, erkennbar<br />
an seiner Rüstung, dem Helm und der Lanze, und<br />
hört der ersten Figur zu. Dieses Sammlungskabinett<br />
war nicht nur selbst Teil eines Kabinetts des 17. Jahrhunderts,<br />
das weitere Kunst- und Wunderkammergegenstände<br />
beherbergte, sondern barg auch selbst<br />
in seinen 27 Schubfächern eine Sammlung womöglich<br />
antiker archäologischer Fragmente, exotischer<br />
Muscheln oder Schmuckstücke und erlesene Parfüms.<br />
(1410979) (1) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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80<br />
BAROCKER KABINETTSCHRANK<br />
117,5 x 62 x 29 cm.<br />
Norditalien, 17. Jahrhundert.<br />
Über ebonisiertem Unterbau mit tordierten Holzsäulen,<br />
die durch eine bewegte X-förmige Strebe<br />
miteinander verbunden sind, der auf gedrückten<br />
Kugelfüßen ruhende Kabinettkasten. Dieser rechteckig<br />
mit zwei Türen versehen. Inneneinrichtung mit<br />
neun Schüben mit ebonisiertem Wellenleistenpr<strong>of</strong>il<br />
und zentraler Schwingtür mit dahinterliegendem<br />
Compartiment mit marmoriertem Papier und darüberliegendem<br />
Schub. Türen und Inneneinrichtung mit<br />
Hirschhorneinlagen. Diese mit geschwärzter aufwendiger<br />
Gravurarbeit. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
(14104913) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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91
81<br />
PAAR PRÄCHTIGE LOUIS XV-KAMINBÖCKE<br />
Höhe: 33 cm.<br />
Breite: 32,5 cm.<br />
Frankreich, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.<br />
Äußerst feine Bronzearbeit. Zwei allegorische Figuren<br />
darstellend: einen Mann mit einer Tasse, unordentlich<br />
bekleidet und entsprechend sitzend und ein zweiter<br />
Mann mit eleganter Bekleidung, ein Kästchen am<br />
Schoss haltend. Sie sitzen auf einem Podest, das<br />
gebildet wird aus Blattwerk, Rocaillen und Voluten.<br />
Diese extrem fein ausgearbeitet und ziseliert sowie<br />
feuervergoldet in Glanz- und Mattgold. Rückseitig mit<br />
schmiedeeisernem Steg.<br />
Provenienz:<br />
Sammlung Mona von Bismarck.<br />
Sotheby´s New York, 6. November 2008, Lot 21.<br />
(14005113) (19)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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82<br />
LOUIS XV-KOMMODE<br />
Höhe: 97,2 cm.<br />
Breite: 159 cm.<br />
Tiefe: 68,6 cm.<br />
Gestempelt „J.F. GARREE“.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
Über vier gegossenen, ziselierten und vergoldeten<br />
Bronzesabots die gekanteten Beine mit zweischübigem<br />
Korpus über rechteckigem Grund. Zarge leicht<br />
überlappend mit teils à jour gearbeiteten Ormolu-<br />
Applikationen. Kreisrunde Scheibenhandgriffe. Den<br />
Zügen des Möbels folgende, trapezförmige, pr<strong>of</strong>ilierte,<br />
rot-weiß geäderte Marmordeckplatte.<br />
Provenienz:<br />
Sotheby´s New York, 20. November 1993, Lot 193.<br />
Ehemals Sammlung Barbara Woolworth Hutton.<br />
Süddeutscher Adelsbesitz.<br />
LOUIS XV COMMODE<br />
Height: 97.2 cm.<br />
Width: 159 cm.<br />
Depth: 68.6 cm.<br />
Stamped “J.F. GARREE”.<br />
France, 18th century.<br />
Provenance:<br />
Sotheby´s New York, 20 November 1993, lot 193.<br />
Formerly collection <strong>of</strong> Barbara Woolworth Hutton.<br />
Southern german noble estate.<br />
Literature:<br />
cf. Pierre Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe<br />
siècle, Paris 1989, p. 347.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
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Anmerkung:<br />
Ein ähnliches Möbel angeboten bei Sotheby´s New<br />
York, 04. Mai 1984, Lot 76 mit Abb., signiert „J.F.<br />
Garree“ (Jean-François Garrée).<br />
Literatur:<br />
Vgl. Pierre Kjellberg, Le Mobilier Francais Du XVIII-<br />
Siècle, Paris 1989, S. 347. (14005114) (13)<br />
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93
83<br />
PAAR LOUIS XVI-CHINOISERIE-OBJEKTE<br />
ALS KERZENHALTER<br />
Höhe: je 19 cm.<br />
Breite: 10,5 cm.<br />
Tiefe: ca. 9 cm.<br />
China und Frankreich, um 1770.<br />
Chinaporzellan und vergoldete Bronze. Die beiden<br />
Leuchter jeweils in vergoldeter Bronze in Form einer<br />
rundbogigen Laube gestaltet. Die pr<strong>of</strong>ilierten Sockel<br />
auf vier ovalen Füßen mit Blättern, an der Sockelfront<br />
je ein Blattfeston. Rückseitig je ein Haltering. Seitlich<br />
des Laubenbogens frei vortretende Porzellanblüten,<br />
polychrom gemalt und glasiert. Bekrönung durch eine<br />
Kerzentülle in Form einer Knospe. In der Laube jeweils<br />
ein chinesisches Figürchen in Sitzhaltung mit Ambrosiagefäß<br />
und hohem Kopfschmuck, türkis-grün glasiert.<br />
Derartige Objekte waren für Chinoiserie-Kabinette<br />
bestimmt und sollten sowohl den inzwischen erfolgten<br />
politischen Kontakt mit dem Fernen Osten demonstrieren,<br />
als auch das Interesse an der fremden<br />
Kultur. Minimal rest. (kaum sichtbar) am Basisrand<br />
einer Figur. A.R.<br />
Provenienz:<br />
Galerie Kugel, Paris. (1410996) (11)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
94 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
84<br />
LOUIS XV-CHINOISERIE-OBJEKT<br />
Höhe: 9,5 cm.<br />
Breite: 13 cm.<br />
Tiefe: 11,5 cm.<br />
China und Frankreich, um 1740.<br />
Chinaporzellan und vergoldete Bronze. Schöne Alterspatina,<br />
vor allem auf der Unterseite. Lächelnde Buddhafigur<br />
auf einem vergoldeten Thron in Rocailleformen.<br />
Porzellan mit Türkisglasur, in Krabbenfassung auf dem<br />
Sitz eines ausladenden Armlehnsessels, dessen Füße<br />
in C-Bögen seitlich ausschweifen, an der Rückseite<br />
ein Einzelfuß, entsprechend geschweift. Die Lehne<br />
im Gitterwerk durchbrochen, durch kleine Voluten bekrönt.<br />
Derartige Objekte waren für Chinoiserie-Kabinette<br />
bestimmt und sollten sowohl den inzwischen<br />
erfolgten politischen Kontakt mit dem Fernen Osten<br />
demonstrieren, als auch das Interesse an der fremden<br />
Kultur. Alter, dunkler Riß an der Figur seitlich.<br />
Provenienz:<br />
Galerie Bernard Steinitz, Paris. (1410997) (11)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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85<br />
VIER RÉGENCE-KERZENSTÖCKE<br />
Höhe jeweils: 17,5 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 1210 g.<br />
Standring teils mit altem Besitzermonogramm „F.P.“,<br />
undeutlich punziert.<br />
Deutschland, um 1720.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />
Über passigem, quadratischen gestuften Stand mit<br />
bewegten, eingezogenen Ecken der konisch zulaufende<br />
Schaft über einer Traufvertiefung. Balusterschaft,<br />
darüber hohe Tülle. Symmetrischer, gravierter Bandelwerkdekor<br />
über satiniertem Fond. Min. besch.<br />
Provenienz:<br />
Nach Einliefererangaben 1958 bei S.J. Philips in London<br />
erworben.<br />
Sammlung Hubert de Givenchy.<br />
(1410995) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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95
96 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
86<br />
POTSDAMER PRUNKSCHRANK<br />
246 x 200 x 66 cm.<br />
Johann August Nahl, 1710 – 1785.<br />
Potsdam, um 1750 / 1760.<br />
In Holz gearbeiteter, prismierter Korpus mit gesprengtem<br />
Volutengiebel auf wellig ausgeschnittenem Sockel<br />
mit ausgeprägten Volutenfüßen. Die geschweifte,<br />
doppeltürige Front über einem Paar Schübe. Innen rot<br />
gefasst, außen cremefarben gefasst mit Teilversilberung.<br />
Schnitzwerk sehr fein mit Blumen, Blättern,<br />
Rocaillen, Girlanden und Zierfries. Johann August Nahl,<br />
als „Directeur des Ornements“ am H<strong>of</strong> von Friedrich<br />
II. dem Großen tätig, spielte eine zentrale Rolle in der<br />
Gestaltung der zahlreichen Bauprojekte, die unmittelbar<br />
nach Friedrichs Thronbesteigung initiiert wurden.<br />
Diese umfassten sowohl Neubauten als auch Umgestaltungen<br />
und Neueinrichtungen der königlichen Residenzen<br />
wie dem Berliner und Potsdamer Schloss,<br />
Schloss Monbijou, Charlottenburg und Sanssouci.<br />
Nahl prägte das friderizianische Rokoko maßgeblich<br />
und trug zur Stilkontinuität bei, die bis in die 1760er<br />
Jahre erhalten blieb. Gemeinsam mit anderen herausragenden<br />
Künstlern wie Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff<br />
und später den Brüdern Johann Michael und<br />
Johann Christian Hoppenhaupt, gestaltete er beeindruckende<br />
Wanddekorationen sowie dazugehörige<br />
Möbelstücke wie Konsolen, Spiegel, Prunksessel und<br />
Canapés. Diese Werke zeichnen sich durch die für<br />
Berlin typische naturalistische Ornamentik aus, die<br />
Elemente wie Blumen, Früchte, Vögel und Musikinstrumente<br />
einbezieht. Das Ergebnis war ein unverwechselbarer,<br />
französisch beeinflusster Rokokostil<br />
mit norddeutsch-protestantischem Charakter, der sich<br />
durch lebendige Frische, grazile Formen und den<br />
großzügigen Einsatz von Gold auszeichnete. Die<br />
Möbel jener Zeit, insbesondere die aus Berlin und<br />
Potsdam, spiegeln den höfischen Anspruch des jungen<br />
Königreichs wider und erfreuten sich großer Beliebtheit.<br />
Sie sind bekannt für ihre kunstvollen Schnitzereien<br />
und Vergoldungen. Charakteristisch für die<br />
Kommoden der Mitte des 18. Jahrhunderts sind die<br />
kräftigen, geschwungenen Umrisse, eine aufwändige<br />
Parkettierung sowie die markante Wölbung des Mittelteils.<br />
Die hohen, vollplastisch geschnitzten Beine<br />
und die tief heruntergezogene Zarge unterstreichen<br />
die Opulenz dieser Stücke. Farbig gefasste und vergoldete<br />
Konsolentische, mit reich verziertem naturalistischen<br />
Schmuckwerk, gehören zu den besonderen<br />
Schöpfungen dieser Zeit. Besonders bemerkenswert<br />
sind dabei die für Nahl typischen Verzierungen, die<br />
unter anderem Melonen, Krautstrünke, Grottengebilde<br />
und Flügelschwingen umfassen.<br />
Provenienz:<br />
Fischer-Böhler, München.<br />
Privatsammlung Deutschland.<br />
Literatur:<br />
P. Meister / H. Jedding, Das schöne Möbel im Laufe<br />
der Jahrhunderte, Heidelberg 1958, Tafel 300.<br />
C. Freytag, Bruckmanns Möbellexikon, Frankfurt<br />
1978, Tafel 70.<br />
H. Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels,<br />
München, 1970, Tafel 793.<br />
Vgl. G. Streidt / P. Feierabend, Prussia <strong>Art</strong> and Architecture,<br />
Oldenburg 1999, S. 172 - 206. (1411344) (13)<br />
MAGNIFICENT POTSDAM CABINET<br />
246 x 200 x 66 cm.<br />
Johann August Nahl, 1710 - 1781.<br />
Potsdam, ca. 1750 / 1760.<br />
Provenance:<br />
Fischer-Böhler, Munich.<br />
Private collection, Germany.<br />
Literature:<br />
Peter Meister / H. Jedding, Das schöne Möbel im<br />
Laufe der Jahrhunderte, Heidelberg 1958, plate 300.<br />
Claudia Freytag, Bruckmanns Möbellexikon, Frankfurt<br />
1978, plate 70.<br />
Heinrich Kreisel, Die Kunst des deutschen Möbels,<br />
Munich 1970, plate 793.<br />
cf. Gert Streidt / P. Feierabend, Prussia <strong>Art</strong> and<br />
Architecture, Oldenburg 1999, pp. 172-206.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
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97
87<br />
PAAR KLASSIZISTISCHE KONSOLEN<br />
Höhe: 94 cm.<br />
Breite: 106 cm.<br />
Tiefe: 56 cm.<br />
Rom, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
Auf in Blattwerk geschnitzten Füßen stehende, konisch<br />
auslaufende kannelierte Beine mit Pr<strong>of</strong>ilring und Blattwerkkapitell.<br />
Darüber gerade Zarge mit Blütenschnitzereien.<br />
Überkragende, in Marmor belegte recht eckige<br />
Deckplatte, mit vier verschiedenen Marmorsorten<br />
eingelegt. Rest.<br />
(1411348) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
98 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
88<br />
ELEGANTER LOUIS XVI-KONSOLTISCH<br />
Höhe: 84 cm.<br />
Breite: 122 cm.<br />
Tiefe: 57,5 cm.<br />
Italien, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
Über vier gekanteten und konisch auslaufenden Beinen<br />
die aus gefasstem Blattwerk erwachsen, die gebogte<br />
Zarge mit Sonnen und Blattwerkreliefs teils in vergoldeten<br />
Bögen eingestellt. Grün weiße Marmordeckplatte<br />
über Blattwerkreliefkranz.<br />
(1401106) (11)<br />
€ 6.500 - € 8.500<br />
Sistrix<br />
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99
89<br />
LOUIS XV-CHIFFONIÈRE<br />
Höhe: 69 cm.<br />
Breite: 43 cm.<br />
Tiefe: 32 cm.<br />
Gestempelt „Guillaume Kemp“.<br />
Paris, um 1765.<br />
Auf vergoldeten Ormolu-Rollwerkfüßen leicht geschweifte,<br />
gekanntete Beine mit eingelegtem, an den<br />
Seiten eingezogenen Tableau mit marketiertem Blütenwerk.<br />
Seitlicher Schub mit Schreibzeugeinrichtung<br />
sowie schauseitigem Schreibbrett mit goldpunzierter<br />
Lederschreibplatte. Die Knielösungen mit vergoldeten<br />
Bronzen dekoriert. Den Zügen des Möbels folgende,<br />
leicht überkragende, an den Ecken ausgebuchtete<br />
Deckplatte mit mäandrierter Intarsienkartusche und<br />
zentralem, eingelegten Rankenblütenbouquet. Ein<br />
Schlüssel vorhanden.<br />
Provenienz:<br />
Ehemals Sammlung Bernhard Steinitz.<br />
Anmerkung:<br />
Guillaume Kemp, Meister ab 01. Oktober 1764, seine<br />
Werke sind vertreten u.a. in Versaille in Form einer<br />
Chiffoniere mit Rosenholzmarketerie und im Metropolian<br />
Museum <strong>of</strong> <strong>Art</strong> durch einen Louis XVI-Sekretär,<br />
ehemals Sammlung Kress, sowie im Museum für<br />
Kunsthandwerk in Frankfurt in Form eines Zylinderbüros.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Pierre Kjellberg, Mobilier français du XVIIIe siècle:<br />
Dictionnaire des ebenistes et des menuisiers,<br />
Paris 1998, S. 461. (1410994) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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90<br />
DAMENSEKRETÄR<br />
Höhe: 101 cm.<br />
Breite: 60 cm.<br />
Tiefe: 46 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
In Bronzesabots mit Blattwerkdekoration stehende,<br />
leicht geschwungene, gekantete Beine mit Blattwerkund<br />
Lorbeerblattfestonauflagen auf den Knien. Die<br />
Zarge zweischübig mit unter einem zentralen Scheinschub<br />
liegender Schreibplatte. Der rechte Schub mit<br />
Kompartiments für Schreibzeug eingerichtet. Deckplatte<br />
leicht überkragend und von vergoldeten Beschlägen<br />
gerahmt. Zentrales herausziehbares Element<br />
mit Klappspiegel und <strong>of</strong>fenem Kompartiment. Aufbau<br />
zweitürig mit Marketerie und flankierenden Bronzeelementen<br />
mit Steckvasen. Vergoldeter Pr<strong>of</strong>ilabschluss.<br />
Ein Schlüssel vorhanden. Lederschreibplatte mit starken<br />
Nutzungssp.<br />
(1411347) (13)<br />
€ 8.500 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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101
91<br />
SELTENE ROKOKO-KOMMODENUHR MIT<br />
KALENDER UND GLOCKENSPIELWERK<br />
Höhe: 58 cm.<br />
Fußbreite: 41 cm.<br />
Fußtiefe: 23 cm.<br />
Das Gehäuse in Holz, braun-gold gefasst, die Fronttüre<br />
verglast. Der Rechteckkasten auf weit ausschwingenden<br />
Rokoko-Füßen, Zargen mit Gitterwerk, seitlich<br />
hochziehendes geschnitztes Blattwerk, Bekrönung in<br />
Form von C-Bögen und asymmetrisches Blattwerk<br />
über einem Schweifgiebel. Kastenseitenöffnungen verglast.<br />
Frontplatine in graviertem, ziselierten Messing<br />
mit Eckapplikationen, Ziffernring versilbert, mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten, die Zeiger<br />
gebläut. Unterhalb der XII Öffnung mit bewegter Pendelscheibe.<br />
Datumsanzeige über der VI, oben zwei Einstellzeiger<br />
für Schlag und Spielwerk, dazwischen rundes,<br />
kleines Emailbild mit „Anbetung der Hirten“.<br />
Rückplatine mit Rocaillegravur. Pendel an Ankerwerk.<br />
Walze für das Spielwerk mit ca. zehn Glocken. Kettenaufzug.<br />
Im Ziffernblatt drei Schlüsseleinführungen,<br />
Schlüssel fehlt. Kette ausgehängt, außer Funktion,<br />
reparaturbedürftig.<br />
(1411342) (11)<br />
€ 4.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
92<br />
ELEGANTE UND BEDEUTENDE<br />
RÉGENCE-KOMMODE<br />
Höhe: 83,6 cm.<br />
Breite: 132 cm.<br />
Tiefe: 63 cm.<br />
Paris, 18. Jahrhundert.<br />
Korpus in Weichholz, furniert in Palisander. Die dreischübig<br />
gestaltete, vertikal geschweiftle Schübefront<br />
zeigt sich in einer eleganten Bewegung. Die Mittelzone<br />
ist mit Rechteckfeldern gestaltet, während die<br />
Schübe seitlich S-bogig nach hinten geschweift sind<br />
und die Ecken leicht vorgezogen wirken. Diese Elemente<br />
münden in geschweifte Stollenfüße, die mit<br />
reichhaltigem, feuervergoldetem Beschlagwerk verziert<br />
sind. Die feuervergoldeten Bronzebeschläge um<br />
die Schlüssellöcher sind in Form von Kartuschen über<br />
einem Schweifwerk angeordnet, das zwei gegenständige<br />
Büsten zeigt. An den Ecken befinden sich plastische<br />
Frauenköpfe, und die Traversen sind mit Messingkanneluren<br />
verziert. Entsprechend aufwendig auch € 5.000 - € 7.000<br />
die beweglichen Henkelzüge, mit sternförmigen Blattwerk.<br />
Furnier einheitlich in Palisander, die Bandeinlagen<br />
mit unterschiedlichen Schattierungen. Innenfelder<br />
dreifach gespiegelt, das Furnier an den Ecken<br />
diagonal verlegt, an den Seiten rautenförmig. Marmorplatte<br />
weiß, rot gesprenkelt, rest.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Pierre Kjellberg, Le mobilier francais du XVIIIe<br />
siècle, Paris 1989. S. 71, S. 551, S. 584, S. 592,<br />
S. 783. (1410751) (19)<br />
Sistrix<br />
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102 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
93<br />
BUREAU-PLAT IM LOUIS XV-STIL<br />
78 x 162 x 87 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Beigegeben ein Gutachten mit Provenienzangabe<br />
von R. von der Reck.<br />
Eichenkorpus mit feinem Furnierholz symmetrisch<br />
belegt. In Bronzesabots stehen vier geschweifte und<br />
gekantete Beine, deren Knie mit gegossenen Espa gnoletten<br />
versehen sind. Einseitig mit drei Schüben versehene<br />
Front mit gegossenen, ziselierten Handhaben.<br />
Überkragende Deckplatte mit Messingpr<strong>of</strong>il und roter<br />
punzierter Lederschreibplatte. Mittleres Schloss und<br />
Schlüssel nicht vorhanden.<br />
Château d’Angers, Frankreich<br />
Provenienz:<br />
Château d’Angers, Frankreich. (1411517) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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103
94<br />
HÖFISCHER EMPIRE-TISCHAUFSATZ<br />
Höhe: 25 cm.<br />
Plattendurchmesser: 33,5 cm.<br />
Fußdurchmesser: 36,5 cm.<br />
Wohl Russland, um 1820.<br />
In vergoldeter und brunierter Bronze, in Form einer<br />
von antiken Frauenfiguren getragenen Rundplatte in<br />
seltenem Pieta-dura Marmor. Die Figürchen stehen<br />
mit überschränkten Armen auf hohen, blattbesetzten<br />
Säulenstümpfen, wiederum getragen von Vorstößen<br />
der brunierten Basisplatte, über Löwentatzenfüßen.<br />
Die Steinplatte braun-beige-dunkelbraun geädert, umzogen<br />
von einer vergoldeten Pr<strong>of</strong>ileinfassung mit Lorbeerzweigen<br />
an kleinen Rosetten.<br />
Stil und Entwurf unter dem Einfluss des französischen<br />
Empire; die Sockelsäulen nehmen jedoch Bezug auf<br />
die östlichen Kulturen, die in die Kunst Russlands eingeflossen<br />
sind. A.R.<br />
(1402283) (11)<br />
COURTLY EMPIRE CENTREPIECE<br />
Height: 25 cm.<br />
Plate diameter: 33.5 cm.<br />
Foot diameter: 36.5 cm.<br />
Probably Russia, ca. 1820.<br />
€ 17.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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95<br />
IMPOSANTES PARISER VERMEIL-SCHREIBZEUG<br />
35 x 50 x 28 cm.<br />
Gewicht: ca. 13100 g.<br />
Punziert mit Meistermarke Odiot, Schriftzug „Odiot<br />
Paris“, 925er Feingehalt, Minervamarke für Sterling-<br />
Silber.<br />
Paris, nach 1956.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />
Über Löwentatzenfüßen der horizontal durch Pr<strong>of</strong>ile<br />
gegliederte Korpus mit Risalitvorsprüngen. Umlaufender<br />
Empiredekor mit Lorbeerblattkränzen, Blüten und<br />
Lyramotiven. Schauseitig mit breitem Schub ebenfalls<br />
in Silber. Federschale mit graviertem Wappendekor,<br />
Einsatz für Streusand mit Sternbohrung. Aufsitzende,<br />
kniende Engelsfiguren mit ausgestellten, fein ziselierten<br />
Flügeln und Füllhörnern vor figürlichem klassizistischen<br />
Relief, flankiert von Sphingenfiguren auf<br />
satiniertem und ornamental verziertem Fond. Rückwand<br />
mit Lyra spielendem Apollo auf Podest. Dieser<br />
und die Sphingen sind auf ein Modell von Thomire<br />
zurückzuführen. Dieses Modell wurde nach Charles-<br />
Maurice de Talleyrands Ernennung zum Außenminister<br />
in den Jahren 1814 und 1815 angefertigt und von<br />
Jean-Baptiste Claude Odiot nach Zeichnungen von<br />
Prud’hon und Fauconnier ausgeführt. Am 3. Dezember<br />
1819 kaufte der damalige Außenminister Etienne<br />
Denis Pasquier, der dieses Amt von 1819 bis 1822<br />
innehatte, dieses Schreibzeug für 11.493 Francs<br />
(siehe Audrey Gay-Mazuel, Odiot, un Atelier d’Orfèvrerie,<br />
S. 178-179, Kat. 186 und Jean-Marie Pinçon und<br />
Olivier Gaube du Gers, Odiot l’Orfèvre, 1990, S. 143).<br />
Das Schreibzeug wurde während der Unterzeichnung<br />
des Pariser Kongresses zur Beendigung des Krimkrieges<br />
im Jahr 1856 verwendet. Er ist auf dem Tisch in<br />
dem Gemälde Le congrès de Paris, 25 février au 30<br />
mars 1856 von Edouard Dubufe in den Sammlungen<br />
des Schlosses von Versailles (Inv. MV 1994) zu sehen.<br />
Dieses Schreibzeug wird jetzt im Quai d’Orsay, dem<br />
französischen Außenministerium, aufbewahrt (Inv.<br />
IASN-91021-000). Hier besteht nun die Möglichkeit<br />
eine Wiederholung in vergoldetem Silber dieses historischen<br />
Prachtstückes zu erwerben.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Jean-Marie Pinçon und Olivier Gaube du Gers,<br />
Odiot l’Orfèvre, 1990, S. 143 und 205.<br />
Vgl. Audrey Gay-Mazuel, Odiot, un Atelier d’Orfèvrerie,<br />
S. 178-179, Kat. 186. (1410762) (13)<br />
IMPRESSIVE PARIS VERMEIL DESK SET<br />
35 x 50 x 28 cm.<br />
Weight: ca. 13100 g.<br />
Hallmarked: Maker’s mark Odiot, signed Odiot Paris,<br />
925 silver Minerva hallmark for sterling silver.<br />
Paris, after 1956.<br />
<strong>Silver</strong>; wrought, cast, chased and gilt.<br />
Apollo and the sphinxes are based on a model by<br />
Thomire. This model was made after Charles-Maurice<br />
de Talleyrand’s appointment as Foreign Minister in<br />
1814 and 1815 and executed by Jean-Baptiste Claude<br />
Odiot based on drawings by Prud’hon and Fauconnier.<br />
This desk set is now held in the Quai d’Orsay, the<br />
seat <strong>of</strong> the French Ministry <strong>of</strong> Foreign Affairs (Inv.<br />
IASN-91021-000). The desk set presented in this lot<br />
<strong>of</strong>fers an opportunity to purchase a gilt silver replica<br />
<strong>of</strong> this historic masterpiece.<br />
Literature:<br />
cf. Jean-Marie Pinçon et Olivier Gaube du Gers,<br />
Odiot l’Orfèvre, 1990, p. 143 and 205.<br />
cf. Audrey Gay-Mazuel, Odiot, unAtelier d’Orfèvrerie,<br />
pp. 178-179, cat. 186.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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107
96<br />
ZIERLICHE LOUIS XVI-KOMMODE<br />
84,5 x 96,5 x 45 cm.<br />
Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
In gegossenen Bronzesabots stehende, gekantete,<br />
leicht geschwungene Beine, den zweischübigen Korpus<br />
mit vorspringendem Zentrum tragend. Die Schübe<br />
geometrisch marquetiert und innen textil tapeziert.<br />
Überkragende, den Zügen des Möbels folgende grauweiß<br />
geäderte Marmordeckplatte. Zwei Schlüssel<br />
vorhanden, erg.<br />
(1411563) (1) (13)<br />
€ 3.800 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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97<br />
BUREAU PLAT<br />
77 x 144 x 83 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
Über kurzen Ormolufüßen konisch auslaufende Beine<br />
mit teils mit Blattwerk gefüllten Kanneluren. Dreischübige,<br />
mittig erhabene Zarge. Schübe teils mit<br />
durch Pressspahn ersetzten Böden. Überkragende,<br />
den Zügen des Möbels folgende Deckplatte mit goldpunzierter<br />
Lederschreibplatte. Besch.<br />
(1411568) (1) (13)<br />
€ 4.600 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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98<br />
PAAR FRÜHKLASSIZISTISCHE FRANZÖSISCHE<br />
MARMORVASEN MIT VERGOLDETEM<br />
BRONZEDEKOR<br />
Höhe: 46 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Die beiden Kaminvasen repräsentieren den Louis<br />
XVI-Stil. Vasenkörper in dunkelgrünem Marmor, mit<br />
eingezogenem Rundfuß, auf dem die vergoldeten Dekorationen<br />
wie Perlstab und Festons besonders<br />
zur Wirkung kommen. Seitlich plastische Bocksköpfe<br />
in Andeutung von Amphorenhenkeln. Die gewölbten<br />
Deckel besetzt mit Pinienzapfen als Knauf.<br />
(1411564) (1) (11)<br />
€ 3.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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99<br />
GUÉRIDON MIT MIKROMOSAIKPLATTE<br />
Höhe: 77 cm.<br />
Durchmesser der Platte: 48,5 cm.<br />
Italien, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />
Der Stand in gegossener und ziselierter Bronze. Auf<br />
drei brünierten Löwentatzenfüßen stehende, kannelierte<br />
S-förmige Beine mit Blattwerkeinlagen. Darüber<br />
Blattwerkkapitell mit daraus ersteigendem, brüniertem<br />
Schaft. Auf einer Holzplatte liegende Pietra dura-Platte<br />
mit in Basaltstein eingelegtem Malachitring,<br />
darin in feinem Mikromosaik gelegt, ein Blütenkranz<br />
in polychromer Einlagetechnik. Rest.<br />
(1411343) (13)<br />
€ 8.500 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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109
100<br />
PAAR SALONFIGUREN<br />
Höhe: 127 cm und 126 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Auf kreisrundem, gekehlten und pr<strong>of</strong>ilierten roten Marmorsockel<br />
jeweils die Bronzefigur einer allegorischen<br />
Gestalt montiert, ein Zepter und eine Fackel haltend.<br />
Die brünierte Bronze kontrastierend zu den attributiven<br />
Elementen, welche in Bronze ziseliert und vergoldet<br />
sind. Die klassische Gewandung an die Antike gemahnend.<br />
Der Blick nach unten gerichtet, der Stand<br />
in leichtem Kontrapost mit ausgestellten, unter dem<br />
Gewand hervorblickenden Füßen.<br />
(14116618) (13)<br />
A PAIR OF SALON FIGURES<br />
Height: 127 cm and 126 cm.<br />
France, 19th century.<br />
€ 18.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich
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111
101<br />
ZWÖLF WANDGROSSE, KLASSIZISTISCHE<br />
PAPIERS PEINTS BILDSZENEN DER<br />
TAPETENMANUFAKTUR<br />
DUFOUR, PARIS<br />
Tapetenkarton, jeweils aufgezogen auf Leinen.<br />
Höhe: min. 183 bis max. 188 cm.<br />
Breite: min. 55 bis max. 165 cm, entsprechend der<br />
Bilddarstellungen.<br />
Mit den Themen:<br />
„Die Eltern der Psyche besuchen das Apollo-Orakel“<br />
– „Psyche wird von Zephyr entführt“ – „Psyche im<br />
Bade“ – „Psyche zeigt ihren Schwestern ihren Schmuck“<br />
– „Psyche belauscht den schlafenden Amor und betrachtet<br />
ihn mit Kerzenlicht“ – „Psyche erkennt ihren<br />
Fehler“ – Sie verlässt Amor“ – „Psyche und der Fischer“<br />
– „Psyche übereicht Venus einen Wasserkrug“<br />
- „Psyche besucht die Unterwelt“ – „Versöhnung von<br />
Psyche und Venus“ – „Psyche entsteigt der Unterwelt“<br />
– „Vereinigung von Psyche und Amor“.<br />
Die Szenen transferiert in Grisaille aus Gemäldevorbildern<br />
von französischen Malern wie Gérard, Blondel,<br />
Prud’hon. Die Tapetenserie wurde, wie auch weitere<br />
Zyklen, von der Manufaktur Dufour, Paris ab 1815 produziert<br />
und findet sich in etlichen herrschaftlichen<br />
Schlössern und Häusern. Von der Manufaktur wurden<br />
1872, 1905, 1923, 1931 ff. Wiederholungen hergestellt.<br />
Literatur:<br />
Ausführlich besprochen und abgebildet in dem Werk:<br />
Papiers Peints Panoramiques, Musée des <strong>Art</strong>s<br />
Décoratifs (Hrsg.), Paris 1990, S. 262-263. Dort<br />
sämtliche Szenen abgebildet.<br />
cf. Gisela Haase, Bildtapeten, Leipzig 1978.<br />
(14116621) (11)<br />
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113
Zwölf wandgroße, klassizistische Bildszenen der Tapetenmanufaktur Dufour, Paris<br />
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115
Wandverkleidungen mit klassizistischen<br />
Bildszenen im Interieur.<br />
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HIGHLY DECORATIVE CLASSICIST PAPIERS PEINT<br />
WALL DECORATION, COMPRISING A COMPLETE<br />
SERIES OF TWELVE WALL-SIZED SCENES FROM<br />
THE WALLPAPER MANUFACTURER DUFOUR,<br />
PARIS<br />
Wallpaper board, each laid on canvas.<br />
Height: ca. 182 cm each.<br />
Width: min. 54 cm - max. 160 cm, according to<br />
the size <strong>of</strong> the depictions.<br />
With the subjects:<br />
“Psyche’s parents visit the Delphic Oracle” – “The<br />
abduction <strong>of</strong> Psyche by Zephyr” – “The bath <strong>of</strong> Psyche”<br />
– “Psyche showing her sisters her jewellery” – “Psyche<br />
overhears the sleeping Cupid and looks at him by<br />
candlelight” – “Psyche recognes her mistake” – “Psyche<br />
leaving Cupid” – “Psyche and the fisherman” –<br />
“Psyche gives Venus a water jug” – “Psyche visits the<br />
underworld” – “Reconciliation <strong>of</strong> Psyche and Venus”<br />
– “Psyche emerges from the underworld” – “Union<br />
<strong>of</strong> Psyche and Cupid”. The scenes are transferred in<br />
grisaille from paintings by French painters such as<br />
Gérard, Blondel, Prud’hon. Like other cycles, the wallpaper<br />
series was produced by the Dufour factory in<br />
Paris from 1815 and can be found in several stately<br />
castles and villas. The factory produced the following<br />
wallpapers in 1872, 1905, 1923, 1931ff. Repetitions<br />
produced.<br />
Literature:<br />
Discussed in detail and illustrated in the work:<br />
Papiers Peints Panoramiques, ed. Under the direction<br />
<strong>of</strong> the Musée des <strong>Art</strong>s Décoratifs, Flamarion, Paris<br />
1990, pp. 262 - 263. All scenes illustrated there.<br />
cf. Gisela Haase, Bildtapeten, Leipzig 1978.<br />
€ 200.000 - € 250.000<br />
Sistrix<br />
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117
102<br />
ZEUS UND JUNO<br />
Höhe: ca. 21,5 cm.<br />
Italien, 18./ 19. Jahrhundert<br />
Bronze, gegossen, patiniert. Jeweils auf einem Textil<br />
liegend die vollplastisch ausgeführte Figur der Juno,<br />
ihren Kopf auf eine Hand aufstützend, sowie Zeus mit<br />
gedrehtem Kopf. Ausführung in Anlehnung an barockes<br />
Vorbild auf geädertem sekundären Sockel.<br />
(1411669) (13)<br />
€ 7.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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103<br />
SCHREIBZEUG IN TIGERAUGE<br />
9,2 x 15,3 x 8,5 cm.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Im Empire-Stil gestaltetes Schreibzeug. Auf Rollwerkfüßen<br />
stehender, rechteckiger Korpus mit Tigeraugenfurnier<br />
und aufliegenden, symmetrisch gestalteten,<br />
fein ziselierten Bronzemontierungen mit vegetabilem<br />
Dekor. Oben mit zweifacher Öffnung für Einsätze. Mit<br />
traubenförmigen Steckdeckeln mit Zapfenknauf.<br />
(1411665) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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104<br />
MARITIMES SCHREIBZEUG<br />
18,5 x 31 x 16,5 cm.<br />
Bodenseitig geritzt „Duin (?)“.<br />
Italien, um 1820.<br />
In Bronze, vergoldet, in Form einer großen, quer liegenden<br />
Muschelschale über drei muschelförmigen<br />
Füßen, in der sich mittig auf einer Erhebung eine weitere<br />
große geschneckte Muschel befindet, gehalten<br />
von einem vergoldetem Seepferd mit geschupptem<br />
Fischleib. Der Henkel in Form eines Delfins, die Glaseinsätze<br />
für Tinte und Löschsand vorhanden, die Deckel<br />
jedoch fehlend.<br />
(14116610) (13)<br />
€ 3.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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105<br />
PAAR LOUIS-PHILIPPE-CASSOULETVASEN<br />
Höhe: 33 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
In grün geädertem Marmor die quadratischen Basen<br />
mit eingezogenen Ecken, darüber vergoldete ziselierte<br />
doppelkonische Füße mit Blattwerkdekor. Ovoider<br />
marmorner Korpus mit stark eingezogener Schulter<br />
und Mündung mit Perlbanddekor. Die Wandung seitlich<br />
mit Satyrmaskarons, welche durch Blütenfestons<br />
verbunden sind. Steckdeckel kanneliert und mit Zapfenknauf<br />
versehen.<br />
(1411664) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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119
106<br />
PAAR OBELISKEN ALS GRAND TOUR-OBJEKTE<br />
Höhe: 54,5 cm.<br />
Italien, Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts.<br />
Über quadratischer Basis in getrepptem schwarzen<br />
Marmor mit aufliegenden vergoldeten Sphinx-Figuren<br />
der doppelkonische Schaft mit Pietra dura-Einlagen.<br />
Darauf auf kleinen Löwentatzenfüßen mit Akanthusblattdekor<br />
stehender rotmarmorner Obelisk.<br />
(14116620) (13)<br />
€ 6.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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107<br />
ZIERLICHER DAMENSEKRETÄR<br />
Höhe: 73,5 cm.<br />
Breite: 96 cm.<br />
Tiefe: 48 cm.<br />
Gestempelt „Grohé à Paris“.<br />
Paris, um 1840/50.<br />
In gegossenen und vergoldeten Rollwerkfüßen stehende,<br />
gekantete, furnierte und leicht geschweifte<br />
Beine mit eleganten, dem Louis XV-Stil verpflichteten<br />
Knielösungen. Einschübige Front mit zurückspringendem<br />
Zentrum, dementsprechend auch die Deckplatte<br />
zurückspringend und in leichter Nierenform gestaltet.<br />
Mit eingelegtem, symmetrischen Trellis- und floralem<br />
Muster in kontrastierenden Furnierhölzern mit Messingpr<strong>of</strong>ilring<br />
an drei Seiten. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Denise Ledoux-Lebard, Le Mobilier Francais du<br />
XIXe Siecle: Dictionnaire des Ebenistes et des Menuisiers,<br />
Paris 1984, S. 237. Dort mit Vermerk Guillaume<br />
Grohé (1808-1885), ab 1827 in Paris ansässig,<br />
dort auch mit Vergleichsbeispielen: Etwa im Louvre<br />
befindet sich eine Kommode aus seiner Hand von<br />
1839, ebenfalls signiert, sowie im Musée Condé,<br />
Schloss Chantilly befindet sich eine Chaiselongue<br />
aus seiner Hand von 1845. (14116612) (13)<br />
DELICATE LADIES WRITING DESK<br />
Height: 73.5 cm.<br />
Width: 96 cm.<br />
Depth: 48 cm.<br />
Stamped “Grohé à Paris”.<br />
Paris, ca. 1840/50.<br />
Literature:<br />
cf. Denise Ledoux-Lebard, Le Mobilier Français<br />
du XIXe Siècle: Dictionnaire des Ébénistes et des<br />
Menuisiers, Paris 1984, p. 237.<br />
There with the note Guillaume Grohé (1808 – 1885),<br />
resident in Paris from 1827 and with comparative<br />
examples: for example, in the Louvre there is a chest<br />
<strong>of</strong> drawers created by him in 1839, also signed, and<br />
at the Musée Condé, Château de Chantilly there is<br />
a chaise longue created by him in 1845.<br />
€ 16.000 - € 24.000<br />
Sistrix<br />
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121
108<br />
PAAR BERGKRISTALLTAZZA<br />
Höhe: 29,5 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
Über gestuftem weißen Marmorsockel die in Bronze<br />
gegossenen und vergoldeten gefußten Figuren von<br />
Satyrkindern, ihre Hände in ihre Seiten stemmend.<br />
Aufmontiert jeweils eine Bergkristall(?)-Kuppa in Gestalt<br />
einer weiten Muschelschale.<br />
(1411668) (13)<br />
€ 3.500 - € 4.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
109<br />
PAAR PRUNKVASEN<br />
IM LOUIS XV-STIL<br />
Höhe: 65,5 cm.<br />
Frankreich und China, 19. Jahrhundert.<br />
Metallmontierung, vergoldet, über dreifüßigem Rollwerkfuß<br />
mit à jour gearbeiteter Wandung und Blattwerkzier.<br />
Die montierte ochsenblutglasierte Balustervase<br />
mit an der Mündung ansetztender Louis-XV-Stil-Montierung,<br />
ebenfalls à jour gearbeitet und mit plastischem<br />
Blütenwerk versehen. Montierung vermutlich aus vergoldetem<br />
Zinkguss. Minimal besch.<br />
(14116611) (13)<br />
A PAIR OF MAGNIFICENT VASES<br />
IN LOUIS XV STYLE<br />
Height: 65.5 cm.<br />
France and China, 19th century.<br />
Metal mounting, gilt, over a tripod base with scrollwork<br />
and openwork body and foliage décor. Mounted<br />
oxblood-glazed baluster vase, the mouth with Louis<br />
XV style mount also in openwork and decorated with<br />
sculptural floral décor. Mounting probably cast and<br />
gilt zinc.<br />
€ 15.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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110<br />
PAAR BRONZESTATUEN<br />
„MERKUR“ UND „FORTUNA“<br />
Höhe: je ca. 65 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel: ca 82 cm.<br />
An den Plinthen beider Figuren die gravierte<br />
Bezeichnung „J. de Bologne“, was auf einen<br />
französischen Bildhauer schließen lässt.<br />
Frankreich, Ende 19. Jahrhundert.<br />
Bronze, braun patiniert, jeweils auf Marmor gesockelt.<br />
Die Gestaltung der beiden Bronzen als Gegenstücke<br />
ist eine ikonographische Idee des 19. Jahrhunderts.<br />
Die Figur des Merkur eine Wiederholung nach dem<br />
bekannten Vorbild von Giovanni da Bologna von 1580<br />
(Florenz). Diesem Gott des Handels hat der Bildhauer<br />
des 19. Jahrhunderts ein Pendant gegenüber geschaffen:<br />
„Fortuna“, Göttin des Glücks, mit einem Füllhorn,<br />
hier auf einem Rad stehend. In Körperhaltung entspricht<br />
die weibliche Figur dem „fliegenden Merkur“.<br />
Die Fortunafigur ist eine frei gestaltete Bilderfindung,<br />
entwickelt aus Vorbildern der Giambologna-Werkstatt<br />
(Antonio Susini), von der eine Fortunafigur mit erhobenem<br />
Arm bekannt wurde. Die beiden Figuren in<br />
hoher künstlerischer Qualität geschaffen, wohl von<br />
einem französischen Bildhauer. Die original zugehörigen<br />
Sockel in Form von Säulentrommeln gearbeitet,<br />
Basen und Plinthen in hellem Marmor, die Wandung<br />
in Bronze, mit Reliefdarstellungen, die Putten als<br />
Bildhauer zeigen, eine Hommage an den Renaissance-<br />
Künstler. A.R.<br />
Provenienz:<br />
Conte Santiccoli – Montecarlo. (1411663) (11)<br />
A PAIR OF BRONZE STATUES “MERCURY“<br />
AND “FORTUNA“<br />
Height: ca. 65 cm each.<br />
Total height: ca 82 cm.<br />
Both figures with engraved inscription “J. de Bologne”<br />
on plinths, which suggests a French sculptor.<br />
France, end <strong>of</strong> 19th century.<br />
Provenance:<br />
Conte Santiccoli – Montecarlo.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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111<br />
PAAR BÜSTEN IM ANTIKEN STIL<br />
Höhe: 52,5 cm und 53,5 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
Jeweils in Kompositmarmor gestaltet mit pr<strong>of</strong>iliertem,<br />
gekehlten Rundsockel. Toga in braun-weiß geädertem<br />
Marmor und eingesetztem weißmarmornem Kopf,<br />
einmal einer Frau mit modisch gebundener, symmetrisch<br />
gelegter Frisur und einmal mit Haupt eines<br />
Herren mit nach vorne gerichtetem Blick.<br />
(1411667) (13)<br />
112<br />
PAAR VASEN IM EMPIRE-STIL<br />
Höhe: 68 cm.<br />
Italien.<br />
Auf quadratischen Metallbasen die Füße in grün-weiß<br />
geädertem Marmor mit Perlbandornament. Darüber<br />
der gefußte, ovoide Korpus mit Blattwerkdekor. Die<br />
Seiten mit Schlangenhandhaben, welche durch Blütenfestons<br />
verbunden sind. Doppelkonischer Hals<br />
mit montiertem Haubendeckel mit fruktalem Knauf.<br />
(1411666) (13)<br />
A PAIR OF BUSTS IN ANCIENT STYLE<br />
A PAIR OF EMPIRE STYLE VASES<br />
Height: 52.5 cm and 53.5 cm.<br />
Italy, 19th century.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Height: 68 cm.<br />
Italy.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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113<br />
SERAFINO BRIZZI,<br />
1684 – 1737 , KREIS DES<br />
Set von vier hochovalen Gemälden<br />
FLUSSLANDSCHAFTEN MIT RUINEN<br />
ODER GEBÄUDEN<br />
Öl auf Holz, teils mit St<strong>of</strong>fstreifen hinterlegt.<br />
Sichtmaß: je ca. 83 x 68 cm.<br />
In hellem Holzrahmen.<br />
Jeweils zwei Gemälde an einem Flussufer: die Überreste<br />
eines antiken Tempels mit kannelierten Säulen<br />
und korinthischen Kapitellen, eines davon mit einer<br />
übergroßen weiblichen Skulptur auf einem Sockel.<br />
Die anderen beiden Gemälde zeigen eine breite Flusslandschaft<br />
mit Booten oder Schiffen auf dem Wasser,<br />
einen Rundturm bzw. eine Klosteranlage an einem<br />
Ufer, während jeweils im Vordergrund größere Figuren<br />
zu erkennen sind. Darstellungen in überwiegend<br />
hellen pastellartigen Farbtönen, eines davon mit kräftigerer,<br />
bereits herbstlicher Laubfärbung der Bäume.<br />
(1411661) (18)<br />
SERAFINO BRIZZI,<br />
1684 - 1737, CIRCLE OF<br />
A set <strong>of</strong> four upright oval paintings<br />
RIVER LANDSCAPES WITH RUINS<br />
OR BUILDINGS<br />
Oil on panel, partially underlaid with strips <strong>of</strong> cloth.<br />
Sight size: ca. 83 x 68 cm each.<br />
In light wooden frame.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
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129
114<br />
EMPIRE-VASE AUF DIE MUTTERSCHAFT<br />
Höhe: 48 cm.<br />
Durchmesser der Mündung: 25 cm.<br />
Bodenseitig Ritzsignatur „Dagoty à Paris“.<br />
Paris, 19. Jahrhundert.<br />
Auf quadratischem Basaltsockel die gefußte, ovoide<br />
Porzellanvasenform mit Glasur und polychromer Staffage<br />
sowie Goldhöhung. Schauseitig mit hochovalem<br />
Medaillon in polychromer Manier eine Frau mit auf einem<br />
Tisch tänzelnden Kind, inmitten einer Pergola vor<br />
landschaftlichem Hintergrund zeigend. Seitliche, dezente<br />
Rollwerkhandhaben. Der konisch auslaufende<br />
Hals mit Vergoldung und radiertem Efeudekor.<br />
(14116623) (13)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
115<br />
PAAR FRANZÖSISCHE PORZELLANVASEN<br />
Höhe: 37 cm.<br />
Paris, um 1810.<br />
Weißer Scherben, gegossen, glassiert und polychrom<br />
staffiert sowie vergoldet. Über quadratischer Basis der<br />
ovoide Korpus mit Flügelhermen-Handhaben und doppel<br />
konischen Hals. Jeweils einseitig mit polychromer<br />
Szene in der <strong>Art</strong> des 17. Jahrhunderts staffiert. Vergoldung<br />
teilweise berieben.<br />
(1411662) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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116<br />
FIGÜRLICHE TORCHÈRE<br />
Höhe: 175 cm.<br />
Venedig, Ende 18. Jahrhundert.<br />
In Holz geschnitzt, gefasst und vergoldet. Über rechteckigem,<br />
gefassten Stand die vollplastische Darstellung<br />
eines Mannes, über seinem Haupt ein Lambrequintableau<br />
tragend. Fassung partiell übergangen.<br />
(1411349) (13)<br />
FIGURAL TORCHÈRE<br />
Height: 175 cm.<br />
Venice, late 18th century.<br />
Wood carved, painted, and gilded. Above a rectangular,<br />
painted stand, the three-dimensional depiction <strong>of</strong><br />
a man, carrying a lambrequin tableau above his head.<br />
The painting has been partially repainted.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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131
117<br />
PAAR IMPERATORENBÜSTEN<br />
Höhe inkl. Sockel: max. 32,5 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
Auf quadratischer Basis zylindrischer Säulenstumpf in<br />
weißem Marmor mit dunkel patinierten Weinranken.<br />
Darauf sitzend, jeweils eine gegossene dunkel patinierte<br />
Büste jeweils eines Imperatoren, nämlich Trajan<br />
und Gaius Julius Caesar. Vergoldung teils berieben.<br />
(14100822) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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118<br />
MARMORBÜSTE EINES KNABEN<br />
MIT BLÜTENKRANZ<br />
Höhe: 39 cm.<br />
Italien, 18. Jahrhundert.<br />
Weißer Carrara-Marmor, auf separat gefertigtem Vierkantsockel<br />
mit seitlichen Einziehungen. Die Gesamtauffassung<br />
reflektiert die Büstentradition der Antike.<br />
So ist der Oberkörper unbekleidet gezeigt, lediglich<br />
ein Tuch wird durch einen Riemen und eine Agraffe<br />
über der Schulter gehalten. Der Kopf stark nach vorne,<br />
der Blick nach unten gerichtet. Dies zeigt, dass die<br />
Büste für einen höheren Aufstellungsstandort geschaffen<br />
wurde.<br />
(13512311) (11)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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119<br />
SELTENER SATZ VON ACHT<br />
EMPIRE-ARMLEHNSTÜHLEN<br />
Höhe: 95 cm.<br />
Breite: 68 cm.<br />
Tiefe: 69 cm.<br />
Frankreich, um 1810.<br />
In Mahagoni furniertes Möbel mit konisch auslaufenden<br />
Beinen, hinten in Säbelform. Offen gearbeitete<br />
Armlehnen, in sanftem Schwung in die Rückenlehne<br />
mit Griffpr<strong>of</strong>il übergehen. Lichtgrauer sekundärer Bezug.<br />
Minimal besch.<br />
Provenienz:<br />
Gemäß Einlieferertradition aus dem Besitz der<br />
Familie Esterházy. (14011012) (13)<br />
RARE SET OF EIGHT EMPIRE CHAIRS<br />
Height: 95 cm.<br />
Width: 68 cm.<br />
Depth: 69 cm.<br />
France, ca. 1810.<br />
Provenance:<br />
According to the tradition <strong>of</strong> the consignor from<br />
the former estate <strong>of</strong> the House <strong>of</strong> Esterházy.<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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133
120<br />
EMILE BOYER,<br />
1877 – 1948<br />
DIE NACHT<br />
Höhe: 81 cm.<br />
Weißer, feinkristalliner Marmor. Die allegorische Gestalt<br />
als schwebender Frauenakt, nahezu schwerelos,<br />
über einem ovalen Rasensockel mit Amorputto. Der<br />
Unterleib durch ein eng anliegendes Tuch bedeckt, das<br />
sich um die Rückenpartie zieht, der linke Arm über die<br />
Stirn gelegt, der Blick schläfrig nach unten gerichtet.<br />
Elegante Körperhaltung, in höchst qualitätvoller, plastischer<br />
Ausbildung. Der Putto zu Füßen der Aktfigur<br />
hält dem Thema gemäß Blumen und Mohnkapseln in<br />
den Händen.<br />
(1411565) (1) (11)<br />
€ 3.600 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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121<br />
DER DORNAUSZIEHER<br />
Höhe: 43 cm.<br />
Am Sockelrand signiert „Pazzi“.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Weißer, kristalliner Marmor, besch.<br />
Anmerkung:<br />
Nach dem antiken Vorbild, das sich im Britischen<br />
Museum London befindet, des 1874 auf dem Esquilin<br />
ausgegrabenen „Dornauszieher Castellani“, eine römische<br />
Kopie des 1. Jahrhunderts. (1411301) (11)<br />
€ 4.500 - € 6.500<br />
Sistrix<br />
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122<br />
JEAN-BAPTISTE CLÉSINGER,<br />
1814 BESANÇON – 1883 PARIS<br />
WEIBLICHE BÜSTE<br />
71 x 46 x 32 cm.<br />
Verso auf dem Büstenausschnitt signiert.<br />
Auf rundem Pr<strong>of</strong>ilsockel.<br />
Die Büste der jungen Dame mit nach rechts geneigtem<br />
Kopf, zwischen ihren Brüsten ein Rosenbouquet.<br />
(14015314) (13)<br />
€ 4.500 - € 6.500<br />
Sistrix<br />
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135
123<br />
ANTOINE LOUIS BARYE,<br />
1796 – 1875<br />
JAGUAR ERLEGT EINEN HASEN<br />
Höhe: 40 cm.<br />
Breite: 102 cm.<br />
Tiefe: 38 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, dunkel patiniert. Auf einer ovalen<br />
Basis mit rau modellierter Oberfläche ein langgestreckter<br />
Jaguar, der sich in die Hinterläufe eines Hasen verbissen<br />
hat, dessen Oberkörper in Verkrampfung leicht<br />
über den Basisgrund hinausragt.<br />
Antoine-Louis Barye war der führende Bildhauer der<br />
französischen Künstlergruppe Les Animaliers. Als kleiner<br />
Junge ging Barye bei einem Medailleur in die Lehre<br />
und in 1824 bei einem Goldschmied. Seine Freizeit<br />
verbrachte er im Pariser Jardin des Plantes und beobachtete<br />
und zeichnete die vielen Tiere, die dort in Käfigen<br />
gehalten wurden. 1831 reichte er seine erste Tierskulptur<br />
beim Salon ein, und obwohl die Akademie<br />
das Thema als unkonventionell beurteilte, erhielt er<br />
mehrere Aufträge für Repliken. Das Gipsmodell von<br />
Antoine-Louis Barye zu dieser Skulptur wurde 1850<br />
im Salon (Nr. 3172) ausgestellt. Es befindet sich heute<br />
im Louvre (Inv.Nr. R.F. 1553, Geschenk Oubal<strong>of</strong>f,<br />
1912). Eine Bronzeversion wurde sogleich vom französischen<br />
Innenminister am 8. Oktober 1851 geordert<br />
und im Salon 1852 (Nr. 1295) ausgestellt. Dieser<br />
Guss wurde ebenfalls auf der Weltausstellung 1855<br />
gezeigt.<br />
(1410573) (19)<br />
ANTOINE-LOUIS BARYE,<br />
1796 – 1875<br />
JAGUAR DEVOURING A RABBIT<br />
Bronze; cast with dark brown patina.<br />
Height: 40 cm.<br />
Width: 102 cm.<br />
Depth: 38 cm.<br />
France, 19th century.<br />
The plaster model <strong>of</strong> this sculpture by Antoine-Louis<br />
Barye was exhibited at the Salon in 1850 (no. 3172). It<br />
is now held at the Louvre (inv. no. R.F. 1553, gifted by<br />
Oubal<strong>of</strong>f, 1912). A bronze version was immediately<br />
ordered by the French Minister <strong>of</strong> Home Affairs on 8<br />
October 1851 and exhibited at the Salon in 1852 (no.<br />
1295). This cast was also shown at the World Exhibition<br />
in 1855.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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124<br />
JEAN-LÉON GÉROME,<br />
1824 VESOUL – 1904 PARIS<br />
VOLLBLUTHENGST<br />
Höhe: 32 cm.<br />
Breite: 37 cm.<br />
An der Plinthen-Vorderseite signiert.<br />
Bronzefigur eines Pferdes auf längsrechteckiger<br />
Rasenplinthe. Gérome – für seine außergewöhnlichen<br />
historistischen, vor allem auch orientalistischen Gemälde<br />
berühmt – wirkte auch als Bildhauer. 1890<br />
etwa entstand sein sitzender Frauenakt „Tanagra“,<br />
daneben auch die Aktfigur „Corinthe“. In einem Foto<br />
seines Ateliers ist er neben einem großen Modell<br />
einer Reiterstatue zu sehen. Fein ausgeführt, Bronze<br />
mit brauner Patina.<br />
(14014821) (11)<br />
€ 2.800 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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125<br />
HERBERT HASELTINE,<br />
1877 – 1962<br />
PRACHTVOLLER HENGST<br />
Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert.<br />
Höhe: 40 cm.<br />
Breite: 44 cm.<br />
Tiefe: 19 cm.<br />
Signiert und datiert „1910“, mitgegossener<br />
Copyrightstempel.<br />
Auf zulaufendem, rechteckigen Marmorsockel.<br />
Haseltine wurde in Rom geboren, zog jedoch nach<br />
Paris. In Frankreich und den USA, wo er während der<br />
deutschen Besatzungszeit lebte, war er für seine<br />
Pferdebronzen berühmt.<br />
Anmerkung:<br />
Im Kentucky Horse Park in Lexington, Fayette County,<br />
befindet sich eine großformatige Ausformung eines<br />
Pferdes von Haseltine von 1948. (1410651) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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137
126<br />
BRONZEGRUPPE – WILDSCHWEINJAGD<br />
Maße des größten Tieres: Höhe des Keilers: 21 cm.<br />
Länge: 31 cm.<br />
Maße der Hunde: Höhe: 11 cm.<br />
Länge: max. 28 cm.<br />
Sockelhöhe: 11 cm.<br />
Breite 45 cm.<br />
Tiefe: 41 cm.<br />
Deutschland oder Italien, 17. Jahrhundert. Sockel<br />
wohl Anfang 19. Jahrhundert.<br />
In seltener Weise ist die Gruppe in gesonderter<br />
Ausführung der einzelnen Tiere dargestellt. Ein Wildschweinkeiler<br />
wird von drei Jagdhunden attackiert.<br />
Einer der Hunde bereits auf dem Rücken des Wildschweines,<br />
die beiden weiteren in Angriffshaltung<br />
gezeigt, können auf dem separat gefertigten Messingsockel<br />
in Variation aufgestellt werden. Die Tiere in<br />
schwarz patinierter Bronze. Der nahezu quadratische<br />
Sockel vergoldet, an drei Seiten vertiefte Längsfelder,<br />
darin Blattbandornamentik, darüber kräftiger Perlstab<br />
an Hohlkehle; die Rückseite glatt.<br />
Ein Fuß eines Hundes fehlt (nicht augenfällig).<br />
(1351231) (11)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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127<br />
ANTOINE LOUIS BARYE,<br />
1796 – 1875<br />
STORCH AUF EINER SCHILDKRÖTE<br />
Bronze, gegossen, patiniert.<br />
Höhe 8 cm.<br />
Bodenseitig signiert „Barye“ sowie mit Gießerstempel<br />
„F. Barbedienne“.<br />
Auf einer Schildkröte, deren Gliedmaßen ausgestreckt<br />
sind und deren Kopf unter dem Panzer hervorblickt,<br />
ein rastender Storch.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Michel Poletti und Alain Richarme, Antoine-Louis<br />
Barye, Catalogue raisonné des sculptures, Paris 2000,<br />
Nr. A 199, S. 342. (1410576) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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128<br />
JAQUES AUGUSTE FAUGINET,<br />
1809 – 1847, ZUG.<br />
DER KAMPF GEGEN DEN LÖWEN<br />
Höhe: 77 cm.<br />
Bronze, dunkelbraun patiniert. Naturalistisch gebildeter<br />
Felssockel mit vegetabilem Bewuchs, darauf<br />
kniend und einen Speer haltend, ein spärlich bekleideter<br />
Krieger mit Turban, vor ihm eine Löwin, ihr Maul<br />
aufreißend.<br />
(14014820) (13)<br />
JACQUES AUGUSTE FAUGINET,<br />
1809 – 1847, ATTRIBUTED<br />
THE FIGHT AGAINST THE LION<br />
Height: 77 cm.<br />
Bronze with dark brown patina.<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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139
129<br />
FRAU AN EINER FAUN-STELE<br />
Maße: 140 x 40 x 40 cm.<br />
Um 1900.<br />
In Carraramarmor gefertigte Skulptur mit reizvoller<br />
Figurengruppe. Auf rundem Stand eine Stele mit<br />
Faunskopf der von einer jungen Frau als Akt, mit<br />
empor gestreckten Armen rücklings umfangen wird.<br />
Min. besch.<br />
(14114910) (1) (13)<br />
WOMAN ON A FAUN STELE<br />
Dimensions: 140 x 40 x 40 cm.<br />
ca. 1900.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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130<br />
BERTEL THORWALDSEN,<br />
1768/70 KOPENHAGEN – 1844 EBENDA, NACH<br />
CUPIDO UND PSYCHE<br />
Höhe: 175 cm.<br />
Bronze, gegossen und schokoladenbraun patiniert.<br />
Auf rechteckigem Sockel mit abgerundeten Ecken die<br />
großen Figuren des Cupidos mit Psyche nach Bertel<br />
Thorwaldsen.<br />
(1411115) (13)<br />
BERTEL THORVALDSEN,<br />
1768/70 COPENHAGEN – 1844 IBID., AFTER<br />
CUPID AND PSYCHE<br />
Height: 175 cm.<br />
Bronze, cast and patinated chocolate brown.<br />
On a rectangular base with rounded corners two large<br />
figures <strong>of</strong> Cupid and Psyche after Bertel Thorvaldsen.<br />
€ 11.000 - € 13.000<br />
Sistrix<br />
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131<br />
ORESTE CHILLERI,<br />
1872 PRATO – 1926 FLORENZ<br />
Chilleri stammte aus einer Familie von Steinmetzen<br />
und war Schüler von Augusto Rivalta an der Akademie<br />
der bildenden Künste in Florenz. Schon bald begann<br />
er mit der Bildhauerei von Büsten und Grabmälern für<br />
Auftraggeber in Prato und blieb seiner Stadt stets<br />
besonders verbunden. Er spezialisierte sich auf Grabstatuen<br />
und öffentliche Denkmäler und bewies dabei<br />
eine beachtliche Ausdruckskraft.<br />
DISCOBOLUS<br />
Bronze auf Holzbasis.<br />
Höhe: 76 cm.<br />
Auf dem Sockel im Guss signiert „O. Chilleri“.<br />
Auf der Holzbasis mit Plakette versehen.<br />
In bewegungsvoller Haltung bereitet sich der Athlet<br />
bereitet sich auf den Wurf des Diskus vor. Die Muskulatur<br />
sowie die Haltung sind von dem Bildhauer realistisch<br />
und minuziös wiedergegeben. Das Tuch ahmt die<br />
Bewegung nach.<br />
(14111916) (4) (19)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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132<br />
JAMES PRADIER,<br />
EIGENTLICH „JEAN JACQUES PRADIER“,<br />
1790 GENF – 1852 PARIS<br />
Pradier zählt zu den bedeutendsten Bildhauern der<br />
Epoche Louis-Philippe. Er war ab 1809 Schüler von<br />
Lemont, studierte in Rom die Werke der Antike. Er<br />
gelangte zu Berühmtheit für seine Skulpturen antiker<br />
Themen aber auch durch Portraitbüsten, wie etwa von<br />
König Louis-Philippe, der ihn 1827 als Dozent an die<br />
École des Beaux-<strong>Art</strong>s berufen hat, und des Weiteren<br />
durch die Statue Jean-Jacques Rousseaus in Genf.<br />
Pradier war auch als Autor tätig.<br />
LOUISE COLET ALS SAPPHO<br />
Höhe ohne Sockel: 22,5 cm.<br />
Auf der Zarge „J. PRADIER“.<br />
Auf rechteckigem, dunklen Marmorsockel.<br />
Bronze, gegossen, patiniert.<br />
Vermutlich nach dem Ableben Pradiers entstandener<br />
Guss der sitzenden Frau in klassischer Gewandung<br />
mit überkreuzten Beinen, geneigtem Blick und über<br />
dem Schienbein gefalteten Händen. Die marmorne<br />
Großskulptur zu der angebotenen Reduktion wird im<br />
Musée d‘Orsay in Paris verwahrt. Als die Skultpur<br />
1852 in dem Salon ausgestellt wurde, starb Pradier<br />
plötzlich und sie wurde mit einem schwarzen Schleier<br />
versehen.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Harold Berman, Bronzes – sculptors and founders,<br />
Bd. III, Chicago 1984, S. 650, Abb. 2408 (mit Hinweis<br />
auf die Identifizierung der Figur). (1410574) (13)<br />
€ 1.800 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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141
133<br />
BEDEUTENDE PENDULE MIT ALLEGORIE<br />
AUF FREUNDSCHAFT UND LIEBE,<br />
WELCHE DIE ZEIT AUFHALTEN<br />
89 x 62 x 21 cm.<br />
Datiert „1809“.<br />
Frankreich, 1809.<br />
Gehäuse Bronze ziseliert und vergoldet. Auf vier<br />
Füßen ruhende, rechteckige Basis mit Blattwerkfries<br />
und symmetrischem, antikisierendem Relief dekor und<br />
zentralem Masqueron. Darauf Chronos die Weltkugel<br />
mit der Zeit schulternd, in seiner Hand eine Sense.<br />
Chronos wird auf elegante Weise zu seiner linken von<br />
der allegorischen Figur der Freundschaft und zu seiner<br />
rechten von der allegorischen Figur der Liebe in<br />
Gestalt des Amor mit seinem attributivem Beiwerk<br />
Köcher und Bogen, am Fortschreiten gehindert.<br />
Zifferblatt: In Stahl mit römischen Stunden und Stabindizes<br />
für Minuten in Schwarzlot.<br />
Funktion: Ein Pendel und ein Aufzugsschlüssel vorhanden,<br />
Werkabdeckelung hinten durch Drehmechanismus.<br />
Aufzugslöchlein außerhalb des Zifferringes.<br />
Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur vollen<br />
und zur halben Stunde.<br />
Gemäß der Auskunft des Einlieferers wurde die Uhr<br />
komplett zerlegt und das Uhrwerk revidiert, verso auf<br />
Rückplatine mit entsprechendem Datum aus 2024<br />
versehen.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Ausst.Kat. Leningrad 1984, Nr. 37.<br />
Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />
Bronzen, Die Bronzearbeiten des Spätbarock und<br />
Klassizismus, Band 1, München 1986, S. 345,<br />
Nr. 5.5.12. Dort Vorzeichnung Pierre-Philipe Thomires<br />
von 1813, bezeichnet: Leteme emporte les heures,<br />
lamour et lamitié, cherchent á le fixer“, verwahrt im<br />
Historischen Museum Frankfurt als Vorlage zur Einrichtung<br />
der Würzburger Residenz angefertigte Skizze<br />
(vgl. 5.2.11 im gleichen Buch).<br />
Anmerkung:<br />
Thomire stammte aus einer Familie von Ciseleuren<br />
und arbeitete zunächst mit dem berühmten Bronzier<br />
Pierre Gouthière (1732/45-1813/14) und dem Ciseleurdoreur<br />
du roi Jean-Louis Prieur (gest. ca. 1785-1790)<br />
zusammen, bevor er 1776 seine eigene Werkstatt<br />
eröffnete. Thomire, der für seine fein ziselierten Goldbronze<br />
Objekte berühmt war, die in großer Zahl vom<br />
königlichen Haushalt in Auftrag gegeben wurden, arbeitete<br />
häufig mit Marchands Merciers wie Simon-<br />
Philippe Poirier und dessen Nachfolger Dominique<br />
Daguerre zusammen und lieferte regelmäßig Passepartouts<br />
an berühmte Ebenisten wie Adam Weisweiler<br />
(Maître 1778) und Guillaume Beneman (Maître 1785).<br />
Nach dem Tod von Jean-Claude Duplessis, dem künstlerischen<br />
Leiter der Porzellanmanufaktur von Sèvres,<br />
im Jahr 1783 übernahm Thomire die Rolle des Bronzierers<br />
und Designers der Manufaktur. Thomire war einer<br />
der wenigen Künstler, der die Revolution überlebten<br />
und erhielt weiterhin wichtige Aufträge von ausländischen<br />
Königshöfen wie Spanien und Russland. Im Jahr<br />
1804 gründete er ein neues Unternehmen unter dem<br />
Namen Thomire, Duterme et Cie. und wurde 1809<br />
von Napoleon zum „Ciseleur de l‘Empereur“ ernannt.<br />
Im Jahr 1811 arbeitet er mit dem Silberschmied Odiot<br />
an der Ausführung der berühmten Wiege für den König<br />
von Rom zusammen.<br />
Vgl. Wordsdale, 1978, S. 40, hier wird eine solche Uhr<br />
– vielleicht mit der hier angebotenen ident – in einer<br />
Rechnung von 1812 erwähnt, die eine Lieferung Thomires<br />
für die Residenz Napoleons in Florenz beschreibt<br />
und mit 3600 francs veranschlagt.<br />
Weiter wohl spätere Uhren dieser <strong>Art</strong> sind in der Eremitage<br />
in St. Petersburg (Ausst.Kat. Ledningrad 1984,<br />
Nr. 37) und im Österrischiem Museum für angewandte<br />
Kunst zu finden, haben jedoch einen Marmorsockel<br />
in Rouge Royal mit applizierten Bronzen. (1410451)<br />
(13)<br />
zum Größenvergleich<br />
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IMPORTANT PENDULUM CLOCK<br />
WITH ALLEGORY OF FRIENDSHIP AND LOVE,<br />
STOPPING TIME<br />
89 x 62 x 21 cm.<br />
Dated “1809”.<br />
France, 1809.<br />
Literature:<br />
cf. Exhibition catalogue Leningrad 1984, no. 37.<br />
cf. Hans Ottomeyer and Peter Pröschel, Vergoldete<br />
Bronzen, Die Bronzearbeiten des Spätbarock und<br />
Klassizismus, vol. 1, Munich 1986, p. 345, no. 5.5.12.<br />
Notes:<br />
There is a preliminary drawing by Pierre-Philippe<br />
Thomire from 1813, inscribed: “Leteme emporte les<br />
heures, l‘amour et l‘amitié, cherchent á le fixer”, held<br />
at the Historisches Museum Frankfurt as a template<br />
for the furnishing <strong>of</strong> the Würzburg Residence (cf. 5.2.11<br />
in the same book).<br />
cf. Wordsdale, 1978, p. 40, here such a clock –<br />
perhaps identical with the one on <strong>of</strong>fer for sale in<br />
this lot – is mentioned in an invoice from 1812, which<br />
describes a delivery by Thomire to Napoleon‘s residence<br />
in Florence and estimates it at 3600 francs.<br />
€ 28.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Vorzeichnungen Pierre-Philippe Thomire<br />
(vgl. Ottomeyer, Pröschel, Vergoldete Bronzen)<br />
Signatur und Datierung<br />
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145
134<br />
FRANZÖSISCHE LOUIS XV-PENDULE<br />
VON GERARD HUMBERT, METZ<br />
Höhe: 61 cm.<br />
Breite: 34 cm.<br />
Die zentrale Scheibe bezeichnet „GERARD<br />
HUMBERT / A METZ“.<br />
Gehäuse verso zweifach gestempelt „B.LIEUTAUD“<br />
(Baltazar Lieutaud).<br />
Metz, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Tailliertes Rokoko-Gehäuse in Holz, bemalt mit Streublumen<br />
auf rotem Grund; reich vergoldete Bronzeeinfassungen<br />
mit im Schwung hochziehenden schlanken<br />
Blättern und Blüten, Rocaillefüße und asymmetrische<br />
durchbrochene Dekoration an der verglasten Frontrahmung.<br />
Seitenöffnungen verglast. Glocke unter der<br />
abnehmbaren Bekrönung. Ziffernblatt zusammengesetzt<br />
aus 12 weiß-emaillierten Segmenten mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten. Pendel an<br />
Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk, Halbund<br />
Stundenschlag auf obenliegende Glocke. Läuft<br />
an, Schlüssel vorhanden.<br />
(1401371) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
135<br />
PENDULE IM LOUIS XV-STIL<br />
Gesamthöhe: 101 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Ganz dem Louis XV-Stil verpflichtetes Zeitmessgerät<br />
mit einer Konsole in Boulle-Technik mit einer vergoldeten<br />
Bronze mit Rocaillen und Blattwerkdekor. Darauf<br />
stehend das verglaste Gehäuse mit schauseitigem<br />
Adler über Rocaillen.<br />
Zifferblatt schwarze römische Stunden und arabische<br />
Minuten auf getriebenem Messinggrund in Email.<br />
Zeiger für Stunden und Minuten. Aufzuglöchlein über<br />
der IV und VIII. Seitlicher Schlüssel zur Öffnung der<br />
schausseitigen Glasabdeckelung. Schlossscheibenschlagwerk<br />
zur halben und zur vollen Stunde. Bekrönung<br />
durch einen Putto als Allegorie auf den Kontinent<br />
Amerika in Gestalt eines Satyrn, ebenfalls in Boulle-<br />
Technik gearbeitet. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />
Ein Pendel und ein Schlüssel vorhanden.<br />
Besch., rest.<br />
(1411561) (1) (13)<br />
€ 3.300 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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136<br />
LOUIS XV-CARTELUHR<br />
Zifferblatt signiert „JBTE Baillon à Paris“.<br />
Paris, um 1760.<br />
Bronze, vergoldet, ziseliert. À jour gearbeiteter Korpus<br />
mit durchbrochen gearbeitetem Pendelkasten und<br />
textilhinterlegtem Klangkasten, gestaltet in Rocaillen<br />
und mit vollplastisch ausgestalteten Blüten. Zifferblatt<br />
weiß emailliert mit schwarzen römischen Stunden und<br />
arabischen Ziffern sowie Stabindizes. À jour gearbeitete,<br />
vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />
Aufzugslöchlein über der IV und der VIII. Schlag zur<br />
halben und zur vollen Stunde. Ein Pendel vorhanden.<br />
Vierzehntagegehwerk. Verso bezeichnet. Ein Pendel<br />
vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft. Rest.<br />
(1410463) (13)<br />
€ 3.500 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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147
137<br />
SELTENE ÖSTERREICHISCHE BAROCKUHR<br />
Höhe: 51,5 cm.<br />
Breite: 30 cm.<br />
Tiefe: 16,5 cm.<br />
Auf dem Zifferblatt signiert „Andreas Nirgendaheim<br />
Brugander Leitta“.<br />
Bruck an der Leitha, 18. Jahrhundert.<br />
Auf geflügelten Ball & Claw Füßen stehender, eintüriger<br />
Korpus in ebonisiertem Holz. Pr<strong>of</strong>iliertes und gekehltes<br />
Gesims mit Flammziervasen und vegetabiler Bügelhandhabe.<br />
Allseitig verglast. Dreiseitig mit von rotem<br />
Textil hinterlegten, gravierten Messingschallöffnungen.<br />
Schauseitig mit graviertem Grund, Gottesauge und<br />
Pendelauge. Zifferring mit geschwärzten römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten und Stabindizes.<br />
Repitions- und Schlagwerkregulierung, Schlag auf zwei<br />
Glocken zur vollen, halben und viertel Stunde. Ein<br />
Schlüssel und ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
geprüft. Rest.<br />
Anmerkung:<br />
Andreas Nirgendaheim wurde am 28.11.1763 Geselle<br />
in Graz und am 13.3.1791 Meister. Er war<br />
in Bruck an der Leitha tätig, wie es auch auf dem<br />
Zifferblatt vermerkt ist.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Jürgen Abeler, Meister der Uhrmacherkunst,<br />
Wuppertal 2010, S. 407. (1410252) (2) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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138<br />
LOUIS XVI-KAMINUHR VON ANTOINE CRONIER<br />
Höhe: 38 cm.<br />
Breite: 33 cm.<br />
Paris, um 1770/80.<br />
Figürlich gestaltetes vergoldetes Bronzegehäuse. Werk<br />
in einem Sockel, darauf Wasserkanne und Schale,<br />
flankiert von zwei Figuren: links Venus bei der Toilette,<br />
rechts geflügelter Amorputto, der die Kanne und einen<br />
Lorbeerkranz hält. Sockel umzogen von Lorbeerblattpr<strong>of</strong>il.<br />
Zifferblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />
Minuten, umringt mit einem Früchtefeston. Zeiger<br />
durch brochen und vergoldet. Front verglast. Rückseitig<br />
ist das Werk durch in die Figurengruppe integrierte<br />
Türe geschlossen, die Uhr somit freistellbar. Schlossscheiben-Schlagwerk<br />
für Halb- und Stundenschlag auf<br />
Glocke.<br />
Antoine Cronier, geboren 13. Januar 1732, war 1753<br />
Lehrling bei Nicolas Pierre Thuillier, Ouvrier und 1763<br />
Uhrmachermeister in Paris. Er starb 1806. Cronier war<br />
in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts führend, wirkte<br />
als vom H<strong>of</strong> gefragter Uhrmacher, der Gehäuse<br />
von namhaften Bronziers nutzte. Uhr läuft an. A.R.<br />
(1400502) (11)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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139<br />
PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE GEOGRAFIE<br />
42 x 28 x 16 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze gegossen, vergoldet und patiniert.<br />
Über gestauchten Kugelfüßen die rechteckige Basis<br />
mit Mäanderbandrelief. Darauf der architektonisch<br />
aufgefasste Werkskasten mit Louis XVI Schleife und<br />
aufsitzendem Globus, daneben auf bruniertem Sockel<br />
mit Palmettblattfries ein lehnender Putto. Schallöffnungen<br />
mit Trellismuster und mit rotem Textil hinterlegt.Min.<br />
besch.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />
Stunden, roten arabischen Minuten und Punktindizes.<br />
Erg.<br />
Funktion: À jour gearbeitete vergoldete Zeiger, Aufzugslöchlein<br />
über der 4 und der 8, Schlossscheibenschlagwerk<br />
zur halben und zur vollen Stunde auf Glocke. Nicht<br />
auf Funktionsfähigkeit getestet, ein Schlüssel vorhanden.<br />
(1410388) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
140<br />
PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DEN FRIEDEN<br />
49,5 x 35,5 x 13 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Cronier A Paris“<br />
(Jean-François Cronier).<br />
Paris, um 1800.<br />
Gehäuse: Auf gestelzten gedrückten Kugelfüßen ruhende<br />
schwarze Marmorbasis mit Löwenkopfornamenten<br />
und Balusterrelief. Darauf das tonnenförmige Werksgehäuse<br />
mit zwei darum angeordneten geharnischten<br />
Männern mit Lanzen und auf dem Boden liegendem<br />
Gefechtsmaterial, das zu Friedenszeiten ruhen darf.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert, verglast, schwarze römische<br />
Stunden, arabische Minuten, Stab- und Punkt indizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
halben und zur vollen Stunde. À jour gearbeitete vergoldete<br />
Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />
auf der IIII und der VIII, ein Schlüssel und ein Pendel<br />
vorhanden, nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Tardy, S. 148. (1410382) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
141<br />
KLEINE PARISER KAMINUHR<br />
IN MARMOR IM LOUIS XVI-STIL<br />
Höhe: 32 cm.<br />
Länge: 26 cm.<br />
Tiefe 13 cm.<br />
Rückplatine gestempelt „A. Molle Paris“.<br />
Feinkristalliner, weißer Marmor und Bronze, feuervergoldet.<br />
Aufbausockel auf vergoldeten Halbkugelfüßen, darauf<br />
ovaler Säulenstumpf, von vergoldeten Bronzefiguren<br />
umgeben: zwei Amoretten in Begegnung mit einem<br />
jungen Mädchen. Figuren, Dekorationen und Frontrelief<br />
in hoher künstlerischer Qualität. Emailziffernblatt<br />
mit römischen Stunden und arabischen Minuten,<br />
Zeiger filigran ziseliert und vergoldet.<br />
14-Tage-Gehwerk, Pendel an Metallfederaufhängung,<br />
Schlossscheiben-Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag<br />
auf Glocke.<br />
Schlüssel fehlt.<br />
(14115116) (11)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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149
142<br />
LONDONER BRACKET CLOCK<br />
56,5 x 40 x 23,5 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Char. Massey, London“.<br />
London, 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Auf Volutenfüßen mit Blattwerkdekor in vergoldeter<br />
Bronze der kastenförmige, verglaste Korpus<br />
mit vorgesetzten, kannelierten dorischen Säulen,<br />
textil hinterlegten Schallöffnungen und pr<strong>of</strong>iliertem<br />
wie gekehltem Giebel mit Tragegriff und Zapfenaufsätzen.<br />
Zifferblatt: Stahl als Ring gearbeitet mit schwarzen<br />
römischen Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />
Funktionen: À jour gearbeitete Zeiger für Stunden und<br />
Minuten, Datumsanzeige, Lautstärkenregulierung, Aufzugslöchlein<br />
über der III, VI und VIII. Schlag auf Glocke<br />
zur viertel, halben und vollen Stunde. Rück platine fein<br />
graviert. Spielwerk mit acht Melodien. Drei Schlüssel<br />
vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />
(1410384) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
143<br />
GROSSE ENGLISCHE KAMINUHR MIT GLOCKEN-<br />
SPIELWERK UND WESTMINSTERSCHLAG<br />
Höhe: 71 cm.<br />
Breite: 43 cm.<br />
Tiefe: 29 cm.<br />
19./ 20. Jahrhundert.<br />
Gehäuse in Mahagoniholz, Rechteckkasten im Barock-<br />
Stil, auf Bronzefüßen, getreppter Dachaufbau mit<br />
vergoldeten Pinienzapfen und Aplikation. Fronttüre<br />
goldgerahmt und verglast, seitlich Schallöffnungen.<br />
Frontplatine in graviertem und ziseliertem Messing<br />
mit Eckaplikationen, Ziffernring versilbert, mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten, die Zeiger<br />
gebläut. Drei Stellzeiger für Glockenschlag oberhalb<br />
des Ziffernblattes. Pendel an Metallfederaufhängung,<br />
Walzenwerk für acht Glocken, Westminsterschlag auf<br />
Tonfeder. Auf der Rückplatine geprägte Nummer 218.<br />
Pendel und Schlüssel vorhanden.<br />
(14115612) (1) (11)<br />
€ 2.800 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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144<br />
GÉRARD-JEAN GALLE,<br />
1788 – 1846, WERKSTATT DES<br />
Höhe: 66 cm.<br />
Auf dem Ziffernblatt signiert<br />
„GUTEAU / PALAIS ROYAL 114“.<br />
Paris, 1815 – 1836.<br />
Klassizistische Pariser Kaminuhr mit Figur der Erato.<br />
Bronze, feuervergoldet. Der zweifach getreppte Sockel<br />
trägt den Werkkasten, auf dem die Muse Erato mit<br />
Lyra sitzt. Erato galt in der antiken Mythologie als<br />
Tochter des Zeus und als eine der neun Musen versinnbildlicht<br />
sie die Liebesdichtung. Am Sockel Relief<br />
mit Instrumenten. Ziffernblatt mit römischen Stunden.<br />
14 Tage Werk, Pendel an Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk<br />
für Halb- und Stundenschlag<br />
auf Glocke.<br />
Anmerkung:<br />
Gérard-Jean Galle war Bronzegießer und Modelleur in<br />
Paris. Ein ähnliches Werk im Stockholmer Schloss wird<br />
ihm zugeschrieben.<br />
Literatur:<br />
Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />
Bronzen, Bd. I, München 1986, S. 396. (14115115) (11)<br />
€ 1.200 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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145<br />
EMPIRE-PENDULE MIT HIRTENMOTIV<br />
46,5 x 31,5 x 11,5 cm.<br />
Frankreich, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />
Über vier zylindrischen Füßen mit Ornamentrelief die<br />
rechteckige gestufte Basis mit Rollwerk- und Puttorelief.<br />
Darauf der hochrechteckige Gehäusekasten mit<br />
Landschaftsrelief und danebenstehender, vollplastisch<br />
ausgeführter Schäferfigur mit Hirtenstab und zwei<br />
Schafen wohl als Verweis auf ein literarisches Vorbild.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden und Stabindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
halben und zur vollen Stunde, à jour gearbeitete vergoldete<br />
Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />
über der IIII und der VIII, ein Pendel und ein<br />
Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
getestet.<br />
(1410387) (13)<br />
€ 2.000 - € 2.500<br />
Sistrix<br />
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151
146<br />
EMPIRE-PENDULE MIT ALLEGORIE DES WASSERS<br />
40 x 22 x 10 cm.<br />
Frankreich, um 1810.<br />
Gehäuse: Bronze vergoldet und ziseliert. Über vier gedrückten<br />
Kugelfüßen mit Ornamentdekor der gestufte<br />
Werkskorpus über ovalem Grund. Dekor mit Schilf<br />
tragenden Hermen und Blattwerk. Bekrönt durch<br />
einen Putto sich vor einer Psyche mit Spiegeleinsatz<br />
waschend.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
vollen und zur halben Stunde. Aufzugslöchlein über<br />
der IIII und VIII. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
(1410383) (13)<br />
€ 3.500 - € 4.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
147<br />
PARISER VESTALINEN PENDULE<br />
57 x 37 x 14 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Verdiere, Rue Dauphine 15 á Paris“.<br />
Paris, 1820 – 1840.<br />
Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und<br />
bruniert. Über Volutenfüßen ruhender, rechteckiger<br />
gestufter Sockel mit Zungen- und Akanthusblattfries.<br />
Darauf das Werksgehäuse mit flankierenden brunierten<br />
Vestalinnen.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, Stab- und Punktindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
halben und zur vollen Stunde. Breguetzeiger für Stunden<br />
und Minuten. Aufzugslöchlein über der IIII und<br />
der VIII. Ein Pendel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
getestet.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Tardy, S. 639. (14103810) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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148<br />
PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE LITERATUR<br />
24,5 x 23,5 x 8,5 cm.<br />
Zifferblatt signiert. „Picnot Pere à Paris“ (Jean-Nicolas<br />
Picnot, tätig 1785 – 1812, seit 1812 in der Rue de<br />
Fosses.<br />
Paris, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: In vergoldeter Bronze gefertigt. Über vier<br />
Scheibenfüßen mit Lanzettblattfries der rechteckige<br />
gestufte Korpus mit kubischem Werksgehäuse. Dieses<br />
mit Onramentrelief, aufsitzender brennender Öllampe<br />
und Büchern, daneben die Figur einer Lesenden<br />
in klassizistischem Gewand.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden und Stabindizes.<br />
Funktion: Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII.<br />
Brequetzeiger für Stunden und Minuten. Schlossscheibenschlagwerk<br />
auf Glocke zur vollen und zur halben<br />
Stunde. Ein Schlüssel und ein Pendel vorhanden.<br />
(1410389) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
149<br />
EMPIRE PENDULE MIT FELDHERRENPORTRAIT<br />
32,5 x 22 x 9 cm.<br />
Zifferblatt signiert: „Tardy à Lyon“.<br />
Lyon, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />
Über vier hohen Scheibenfüßen mit kanneliertem<br />
Relief der rechteckige Sockel mit schauseitiger Reliefschabracke<br />
mit Monogramm LL in Lorbeerblattkranz.<br />
Darauf Gehäusekasten mit aufliegendem Helm und<br />
Lorbeerkranz mit danebenstehender Person mit portraithaften<br />
Zügen in Harnisch und mit Marschallstab.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden und Stabindizes.<br />
Funktion: Brequetzeiger für Stunden und Minuten,<br />
Aufzugslöchlein über der IIII und der VIII, Schlossscheibenschlagwerk<br />
auf Glocke zur vollen und zur halben<br />
Stunde, ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
getestet.<br />
(1410381) (13)<br />
€ 1.800 - € 2.400<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
150<br />
PENDULE MIT ASTROLABIUM<br />
36,8 x 28,5 x 11 cm.<br />
Zifferblatt signiert. „Gabriel Le Roy, Rue du Temple<br />
Nr. 115“.<br />
Paris, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze, gegossen, vergoldet, ziseliert. Über<br />
sechs Scheibenfüßen mit guillochierter Oberfläche der<br />
Oblonge Werkskasten in Gestalt eines klassizistischen<br />
Brunnens mit Trompe l‘oeil Wasserspeiern zu den Seiten.<br />
Schauseitig mit symmetrisch gesetzten klassizistischen<br />
Reliefs. Aufsatz in Gestalt eines Kindes ein<br />
Astrolabium bedienend.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden und Stabindizes.<br />
Funktion: Breguetzeiger für Stunden und Minuten,<br />
Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur vollen und<br />
zur halben Stunde. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />
Aufzugslöchlein über der IIII und VII. Ein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
(1410385) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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153
151<br />
PENDULE AUF VOLTAIRE<br />
36 x 27,5 x 12 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Carry à Agen“.<br />
Agen, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet.<br />
Über vier Löwentatzenfüßen ruhende Basis mit Zentraler<br />
antikisierender Szene im Oktagon. darauf das<br />
kubische Werksgehäuse mit danebenstehender antikisierender<br />
Figur Voltaires 1773 erschienenes Werk<br />
Les Lois de Minos, ou Astérie lesend.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
halben und zur vollen Stunde, Aufzugslöchlein über<br />
der IIII und der VIII, Breguetzeiger für Stunden und<br />
Minuten, ein Schlüssel vorhanden, nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
getestet.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Tardy, evt. identlisch mit Benoit Carry, Lyon,<br />
S. 114. (14103812) (13)<br />
€ 2.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
152<br />
PENDULE MIT LIEBESGABE<br />
(ABB. UNTEN)<br />
42,6 x 29,5 x 12 cm.<br />
Frankreich, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen<br />
römischen Stunden und Stabindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
halben und zur vollen Stunde. Aufzugslöchlein über<br />
der IIII und VIII, Breguetzeiger (besch.) für Stunden<br />
und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />
Ein Schlüssel und ein Pendel vorhanden.<br />
(1410386) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
153<br />
PENDULE MIT ALLEGORIE DES SOMMERS<br />
41 x 30 x 10,6 cm.<br />
Frankreich, um 1860.<br />
Gehäuse: Über Kugelsegmentfüßen mit Lanzettblattfries<br />
die rechteckige Basis mit risalitartigen Vorsprüngen<br />
und zentralem Ernterelief auf satiniertem Fond.<br />
Aufsatz mit Werksgehäuse in Gestalt eines Ährenbündels,<br />
daneben die allegorische Gestalt der Ceres<br />
nebst Korb und Flegel.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />
Stunden, Minuten und Stabindizes.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
vollen und zur halben Stunde, Brequetzeiger für Stunden<br />
und Minuten, Aufzugslöchlein über der 4 und der<br />
8. Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet. Ein Schlüssel<br />
und ein Pendel vorhanden.<br />
(1410464) (13)<br />
€ 1.000 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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154<br />
PENDULE MIT ALLEGORIE AUF DIE MUSIK<br />
43,5 x 30,5 x 12 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Chopin à Paris“ (Tardy, S. 130,<br />
Rue aus Ours, 1806).<br />
Paris, erstes Viertel 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und<br />
bruniert. Über vier gestauchten Kugelfüßen der rechteckige,<br />
gestufte Korpus mit geschrägten Ecken. Lyraund<br />
andere musische Reliefmotive schmücken die<br />
teilbrunierte Wandung, das Zifferblatt wird von je einer<br />
Lyra flankiert. Aufsitzendes, vollfigürliches Motiv einer<br />
sitzenden Theorbespielerin in klassizistischer Gewandung<br />
mit vor ihr stehendem Noten haltendem Putto.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes. Min.<br />
besch.<br />
Funktion: Schlossscheibenschlagwerk auf Glocke zur<br />
Viertel-, Halben- und Vollen Stunde. À jour gearbeitete<br />
vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten, Aufzugslöchlein<br />
über der IIII und der VIII, ein Schlüssel vorhanden,<br />
nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.<br />
(14103811) (13)<br />
€ 2.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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155<br />
KAMINUHR VON BREVETÉ MIT KALENDER,<br />
MONDPHASE UND SEKUNDENZEIGER<br />
Höhe: 42 cm.<br />
Breite: 28 cm.<br />
Tiefe: 21 cm.<br />
Ziffernblatt signiert<br />
„BREVETÉ / LE ROY & FILS / PAL..R.G.Montpensier<br />
13 - 15 / PARIS / 296 REGENT STREET / LONDON“.<br />
Paris, Ende 19. Jahrhundert.<br />
Marmor, vergoldete Bronze und Emailzifferblätter.<br />
Strenger, hochrechteckiger Gehäuseaufbau, allseitig<br />
verglast mit Randfacettenschliff in vergoldeten Rahmungen.<br />
Sockel und Deckplatte in weißem Marmor.<br />
Frontplatine vergoldet und reich mit Arabeskendekor<br />
graviert und ziseliert, darauf zwei weißemailierte<br />
Ziffernringe mit römischen Stunden, sowie darunter mit<br />
französischen Monats- und Tagesangaben, mittig Mondphase<br />
in Blau mit Sternen und separatem Monatszeiger.<br />
Die Brequet-Zeiger gebläut, zusätzlicher<br />
Sekundenzeiger. Das Werk an drei Seiten einsehbar;<br />
Pendel an Metallfederaufhängung, Feinregulierung<br />
oberhalb XII. Schlagwerk für Halbstunden- und Stundenschlag<br />
auf Glocke. Ankerbewegung im Ziffernring<br />
sichtbar. Gute Erhaltung, Werk nicht geprüft.<br />
(14101015) (11)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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155
156<br />
FRANZÖSISCHES KAMINUHR<br />
UND LEUCHTER-ENSEMBLE<br />
Höhe Kaminuhr: 36 cm.<br />
Höhe der Leuchter: 31 cm.<br />
Weißer Marmor und vergoldete Bronze, mit geschliffenen<br />
Schmucksteinen. Lyra-Uhr und die Leuchter im<br />
Louis XVI-Stil, die elegante Ausführung in kleinerem<br />
Format weist auf eine Ausstattung eines Damenkabinetts.<br />
Lyra-Uhr in Marmor, auf ovaler Basis, Randund<br />
Binnendekor in vergoldeter Bronze, mit Feston,<br />
Perlstab, Kordel- und Blütendekor, sowie bekrönendem<br />
Apolloantlitz.<br />
Pendel in Form von Harfensaiten, verbunden mit dem<br />
ebenfalls pendelnden Schmucksteinring. Emailziffernblatt<br />
verglast, mit arabischen Stunden und Minuten,<br />
bezeichnet „Paris“ und Herstellersignatur verrieben.<br />
Rechenschlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf<br />
Glocke. Werkplatine nummeriert „43314“. Werkabdeckung<br />
in Glas, mit kleinem Sprung. Regulierung am<br />
(seltenen) Gewichtpendel.<br />
Uhr läuft an.<br />
Die beiden Vasen mit Blütenzweigen und je drei Tüllen<br />
bestückt, seitlich Masken, ebenfalls mit Schmucksteinen.<br />
(14115610) (1) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
157<br />
PARISER KAMINUHR DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
Höhe: 41 cm.<br />
Auf dem Ziffernblatt bezeichnet „à Paris“.<br />
Bronze, bruniert und vergoldet. Klassizistische, kantige<br />
Vasenform, mit eingezogenem Rundfuß auf quadratischem,<br />
gefußten Sockel mit Feston. An den Schultern<br />
und als Bekrönung aufgesetzte Pinienzapfen.<br />
Ziffernblatt mit römischen Stunden und arabischen<br />
Viertelstunden, Zeiger vergoldet. Pendel an Fadenaufhängung,<br />
Regulierung über XII Schlossscheiben-<br />
Schlag werk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />
Funktion nicht geprüft. Schlüssel vorhanden.<br />
(1411566) (1) (11)<br />
€ 1.500 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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158<br />
LYRA-PENDULE<br />
Höhe: 38,5 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Le Roy A Paris“.<br />
Paris, Ende 18. Jahrhundert.<br />
Funktionen: À jour gearbeitete und vergoldete Zeiger<br />
für Stunden und Minuten. Schlag auf Glocke zur vollen<br />
und zur halben Stunde, ein Pendel und ein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
Gehäuse: Über gedrückten Kugelfüßen stehende,<br />
zweifach gekehlte, ovale Marmorbasis mit plastischem<br />
Perlstabdekor. Darüber das Gehäuse in <strong>of</strong>fener Lyraform<br />
mit einem trommelförmigen Werksgehäuse an<br />
Regulations-Scheinpendel. Lyraenden durch Lorbeerblattfeston<br />
zusammengeführt und von Strahlenkranz<br />
mit zentralem Maskaron überfangen.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes. Aufzugslöchlein<br />
über der IIII und der VIII.<br />
(1410452) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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156 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
159<br />
LOUIS XVI-CARTELUHR<br />
96 x 50 cm.<br />
Mittig im Zifferblatt signiert „Charles Le Roy à Paris“.<br />
Paris, 18. Jahrhundert.<br />
In Bronze gegossenes Gehäuse, ziseliert und vergoldet.<br />
Symmetrischer Aufbau mit <strong>of</strong>fen gearbeitetem<br />
Pendelkasten mit teilsatiniertem Laubdekor mit geblänkten<br />
Früchten und aufsitzender Flammenziervase<br />
mit zwei Handhaben. Das Zifferblatt weiß emailliert<br />
mit schwarzen römischen Stunden arabischen Ziffern<br />
sowie Stabindizes. Aufzugslöchlein über der IV und der<br />
VIII. À jour gearbeitete vergoldete Zeiger für Stunden<br />
und Minuten. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />
(1411261) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.500<br />
Sistrix<br />
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160<br />
LOUIS XVI-CARTELUHR<br />
81 x 37 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Fagard Alabays“.<br />
Gehäuse in Bronze gearbeitet, ziseliert und vergoldet.<br />
Symmetrisch aufgebauter Uhrenkasten mit <strong>of</strong>fen gearbeitetem<br />
Pendelkasten und umlaufendem Lorbeerblattdekor<br />
mit aufsitzender Ziervase mit Zapfenknauf.<br />
Zifferblatt weiß-emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten sowie Stabindizes.<br />
Aufzugslöchlein neben der III und der VIII. À jour gearbeitet<br />
vergoldete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />
Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft.<br />
(1411262) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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161<br />
PARISER LACK-PENDULE<br />
68 x 30 x 16 cm.<br />
Zifferblatt signiert „Planchon a Paris“. Auf der Werkplatine<br />
wiederholt Herstellerbezeichnung und Werknummer<br />
„1 7 7 6“.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Aufbau in Form einer kleinen Standuhr im<br />
Transitionsstil, mit ausschwingendem Sockel, tropfenförmigem<br />
Pendelkasten und sich weitendem Oberteil,<br />
in dem das verglaste Emailzifferblatt eingepasst<br />
ist. Korpus in Mahagoni, schwarze Goldstaub-Lackfassung<br />
mit japanischen Motiven und Figuren. Florale,<br />
schlanke Kanteneinfassungen in vergoldeter Bronze,<br />
Blattfestons, oben seitlich zwei Frauenköpfe, Bekrönung<br />
durch Schleife sowie einen aufgesetzten Globus.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen römischen<br />
Stunden, arabischen Minuten und Stabindizes.h<br />
Funktion: Schlossscheiben-Schlagwerk für Halbstunden-<br />
und Stundenschlag auf Glocke. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
geprüft. Pendel an Stahlfederaufhängung,<br />
mit Temperaturausgleich. Pendelauge in Form eines<br />
Apollokopfes mit Strahlen. Ein Pendel und ein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Tardy, S. 525. Mathieu Planchon, tätig in Paris,<br />
2. Hälfte 19. Jahrhundert. (1410453) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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157
162<br />
BEDEUTENDE AUGSBURGER SILBERCLOCHE<br />
FÜR ZARIN KATHARINA DIE GROSSE<br />
Höhe: 22,5 cm.<br />
Durchmesser: 32,7 cm.<br />
Gewicht: 1485 g.<br />
Wandung mit Augsburger Beschau von 1779/1780<br />
(Seling 266), Meister Christian Drentwett II (Seling<br />
2427) Meister ab 1754, Händlermarke Raickher.<br />
Augsburg, 1779-1781.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Geschweifter<br />
Stand mit getrepptem, kartuschierten Korpus. Granatapfelknauf<br />
mit fest anliegender Akanthusmanschette.<br />
Alters- und Gebrauchssp., rest.<br />
Provenienz:<br />
Aus dem Gouvernementsservice für Perm oder<br />
Charkow.<br />
Anmerkung:<br />
Damit Zarin Katharina die Große ihre Repräsentationsaufgaben<br />
erfüllen konnte, wurden die russischen<br />
Gouvernements mit Silberservicen ausgestattet,<br />
damit nicht bei jedem Besuch der Zarin ein Service<br />
aus Sankt Petersburg vorausgeschickt werden musste.<br />
Aufträge für die Service wurden in Paris gefertigt,<br />
die Service aus Perm und Charkow hingegen wurden<br />
in Augsburg gefertigt.<br />
IMPORTANT AUGSBURG SILVER CLOCHE<br />
FOR CATHERINE THE GREAT TSARINA<br />
Height: 22.5 cm.<br />
Diameter: 32.7 cm.<br />
Weight: 1485 g.<br />
Body with Augsburg city mark from 1779/1780<br />
(Seling 266), maker’s mark for Christian Drentwett II<br />
(Seling 2427), maker from 1754, hallmark by dealer<br />
Raickher.<br />
Augsburg, 1779-1781.<br />
<strong>Silver</strong>; wrought, cast, and chased.<br />
Provenance:<br />
For government silver service for Perm or Kharkiv.<br />
Literature:<br />
cf. Kaiserlicher Glanz aus dem alten St. Petersburg,<br />
Augsburg 1991, p. 32 ff.<br />
cf. Björn R. Kommer (ed.), Augsburger Museumsschriften<br />
11, Augsburg 2001, p. 71.<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Literatur:<br />
Vgl. Kaiserlicher Glanz aus dem alten St. Petersburg,<br />
Augsburg 1991, S. 32 ff.<br />
Vgl. Augsburger Museumsschriften 11, Björn R.<br />
Kommer (Hrsg.), Augsburg 2001, S. 71. (1400516)<br />
(13)<br />
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163<br />
JAGDLICHER FUSSBECHER<br />
Höhe: 8,5 cm.<br />
Gewicht: 124 g.<br />
Bodenseitig punziert mit Nürnberger Beschau,<br />
Tremolierstich und Meistermarke Georg Rötenbeck<br />
(Meister ab 1634).<br />
Nürnberg, erste Hälfte 17. Jahrhundert.<br />
Silber, getrieben, graviert und vergoldet. Über flachem<br />
Standring der pr<strong>of</strong>ilierte Fuß mit weitem doch kurzem<br />
zylindrischen Schaft. Stark gebuckelter Korpus mit reicher<br />
Vergoldung und konisch auslaufender Wandung.<br />
Diese mit fein gravierter Wildschweinhatz in baumbestandener<br />
Landschaft mit Jägern und Jagdhunden.<br />
Besch.<br />
Literatur:<br />
Germanisches Nationalmuseum, Nürnberger Goldschmiedekunst,<br />
Bd. 1, Teil 1, Meisterzeichen 0742b.<br />
(14104725) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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164<br />
ECCE HOMO SILBERRELIEF<br />
Maße ohne Etui: 35 x 23,5 cm.<br />
Gewicht mit Holzrahmen: 580 g.<br />
Keine für uns erkennbaren Punzen.<br />
Italien, 18. Jahrhundert.<br />
Auf geweißeltem Holzrahmen montiertes, fein ziseliertes<br />
Relief, im Zentrum den stehenden Christus mit<br />
Dornenkrone und überkreuzten Armen zeigend. Eingegliedert<br />
in eine barocke Architektur und auf einem<br />
gefließten Boden stehend hat er seinen Blick nach<br />
oben gerichtet. In vergoldetem ziselierten Rahmen<br />
mit á jour gearbeitetem silbernen Rahmenwerk aus<br />
Akanthusblättern und Blattwerk. In mit grünem Textil<br />
eingerichteten punzierten Lederetui.<br />
(14111310) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
165<br />
OVALES SILBERRELIEF MIT DARSTELLUNG<br />
DER ST. TRINITÁ<br />
Höhe inkl Sockel: 42 cm.<br />
Breite: 17 cm.<br />
Italien, erste Hälfte des 18. Jahrhunderts.<br />
Die ovale Darstellung zeigt im unteren Teil die auf<br />
Wolken stehende „apokalyptische Madonna“ mit<br />
Sternenkranz, darüber die Dreifaltigkeit: Gottvater mit<br />
Zepter neben der Weltkugel als Weltschöpfer, links<br />
Jesus mit Kreuz, dazwischen die Hl.-Geist-Taube im<br />
Strahlenkranz. Maria steht über dem Halbmond mit<br />
Schlange, ein Motiv, das auf die Türkenkriege der Entstehungszeit<br />
des Werkes zurückgeht. Die Rahmung<br />
mit Reliefdekor, vergoldet. Bekrönung und die am Unterrand<br />
herabziehende Dekoration ebenfalls getrieben<br />
und ziseliert, mit C- und S-Bögen, was die zeitliche<br />
Einordnung ins 18. Jahrhundert erlaubt.<br />
Von Holzkern hinterfangen, aufgestellt auf modernen<br />
Metallständer.<br />
(14111311) (11)<br />
€ 6.500 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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161
166<br />
REPRÄSENTATIVES ODIOT - SILBERSERVICE<br />
Maße des Tabletts: 120 x 90 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 10500 g.<br />
Bodenseitig punziert Manufakturstempel „Odiot“, sowie:<br />
„Odiot a Paris“ sowie Modellnummer.<br />
Paris, 1825-1894.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert und teilweise<br />
vergoldet. Das beeindruckende und repräsentative<br />
Ensemble für höchste Bedürfnisse bestehend aus:<br />
Tablett, Kaffeekanne, Teekanne, Milchkanne, Rechaud<br />
mit Heisswasserkessel und Zuckerschale. Jeweils auf<br />
Rocaillefüßen stehend und insgesamt dem Stil Louis<br />
XV verpflichtet mit Rocaille- und Bandelwerk auf satiniertem<br />
Grund, teilweise innen vergoldet. Das ovale<br />
Tablett mit Blattwerkhandhaben an den Kurzseiten<br />
und reichem, gegossenen, vegetabilem Motivwerk<br />
am Rand.<br />
(14115119) (13)<br />
PRESTIGIOUS ODIOT SILVER SERVICE<br />
Dimensions <strong>of</strong> tray: 120 x 90 cm.<br />
Total weight: ca. 10500 g.<br />
Hallmarked on the base: manufactory stamp “Odiot”,<br />
and “Odiot a Paris” and model number.<br />
Paris, 1825 - 1894.<br />
€ 16.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
162 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
167<br />
VIKTORIANISCHE SILBERTERRINE<br />
Länge: 46 cm.<br />
Gewicht: 4813 g.<br />
Punziert mit „Lion passant“, Londoner Beschau,<br />
Date letter „R“, duty mark und Meistermarke<br />
„Robert Garrard“.<br />
London, 1852.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Über vier Volutenfüßen,<br />
die durch Festons verbunden sind der passige,<br />
geschnürte Korpus mit gliedernden Ornamentbändern<br />
und Blattwerkhandhaben. Einsatz passend, Steckdeckel<br />
den Ornamentdekor wieder aufnehmend, aufwändiger<br />
Knauf mit Blattwerkdekor.<br />
(1410766) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
164 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 7.000 additional images.
168<br />
MARITIME BUCCELLATI-TERRINE<br />
Höhe der Terrine: 36 cm.<br />
Breite des Presentoirs: 55 cm.<br />
Gesamtgewicht: 6172 g.<br />
Punziert mit 925er Feingehalt,<br />
Meistermarke Buccellati Italy.<br />
Mailand, 20. Jahrhundert.<br />
Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Dreiteilig bestehend<br />
aus Presentoir, Terrinenkorpus und Deckel.<br />
Jeweils mit getriebenem maritimen Dekor, figürlichen<br />
Tritonenhandhaben und ziseliertem Blattwerk.<br />
(1410764) (13)<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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165
171<br />
PAAR GROSSE BUCCELATI-KANDELABER<br />
Höhe: 51,8 cm.<br />
Gesamtgewicht: 10726 g.<br />
Punziert mit 800er Feingehalt, Mailänder Beschau<br />
und Meistermarke Mario Buccellati.<br />
Mailand, 20. Jahrhundert.<br />
Silber, gegossen, getrieben, ziseliert. Über vier rechteckigen<br />
Füßen mit passigem Abschluss der aus C-förmigen<br />
Volutenspangen gebildete Schaft mit vier über<br />
den Füßen ausstrebenden Armen, die jeweils eine<br />
Brennstelle mit Traufschale tragen. Zentrale Überhöhung<br />
durch fünfte Brennstelle.<br />
(1410763) (13)<br />
A PAIR OF LARGE BUCCELLATI CANDELABRA<br />
169<br />
PAAR AUGSBURGER KERZENSTÖCKE<br />
Höhe: 24,5 cm.<br />
Gesamtgewicht: 1134 g.<br />
Am Standring punziert Augsburger Beschau von<br />
1775-1777 (Seling 261), Meister Gustav Friedrich<br />
Gerich (1726-1808, Seling 2524).<br />
Augsburg, 1775-1777.<br />
Height: 51.8 cm.<br />
Total weight: 10726 g.<br />
800 silver hallmark. Milan city mark and maker’s<br />
mark Mario Buccellati.<br />
Milan, 20th century.<br />
<strong>Silver</strong>; cast, wrought and chased.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Silber, getrieben, gegossen. Über hohem, passigen<br />
Standring mit architektonisch aufgefassten Vorsprüngen<br />
der mehrfach gekehlte und pr<strong>of</strong>ilierte Fuß mit<br />
getriebenen Akanthusblattornamenten. Der Doppelbalusterschaft<br />
trägt eine Vasentülle mit Blattrelief.<br />
Seltener und gut erhaltener Zustand mit harmonischen<br />
Proportionen.<br />
(1410741) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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170<br />
TURINER DECKELSCHÜSSEL MIT UNTERSATZ<br />
Durchmesser des Untersatzes: 24 cm.<br />
Gewicht ohne Etui: 810 g.<br />
Meistermarke von Giuseppe Balbino.<br />
Turin, 1798-1809.<br />
Silber, getrieben. Untersatz mit weitem Spiegel, steilem<br />
Bord und ornamental verzierter Fahne, vier ovale<br />
gemugelte Medaillons mit Louis XVI-Schleifen rahmend.<br />
Zweihenklige Kugelsegmentschale mit gekanteten<br />
Bandhenkeln und Steckdeckel den Dekor des<br />
Untersatzes aufnehmend mit Granatapfelknauf. In<br />
originalem punzierten Lederetui. Min. besch.<br />
(14100821) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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172<br />
GROSSE ZARISTISCHE SILBERPLATTE<br />
Durchmesser: 44 cm.<br />
Gewicht: 1550 g.<br />
Bodenseitige Punze „AP“, eines der Medaillons<br />
mit österreichischer Importpunze (1901-1921).<br />
Russland, um 1918.<br />
Silber, getrieben, gestanzt, gesägt, graviert, satiniert.<br />
Weiter Spiegel mit steil aufsteigender Fahne. Montierte,<br />
durchbrochen gearbeitete Fahne mit umlaufendem<br />
klassizistischen Silberdekor. Dieser alternierend mit<br />
liegenden ovalen, von Perlstab gesäumten Medaillons.<br />
Diese mit Blumenkorbbouquets bzw. mit Inschriften<br />
versehen AEM ligiert, EWAR ligiert und mit Fürstenkrone<br />
versehen sowie „21. Nov. 1918.“ Wenige Altersund<br />
Gebrauchssp.<br />
Anmerkung:<br />
Die außergewöhnliche Silberplatte war sicherlich ein<br />
Geschenk des russischen Zarenhauses an Friedrich<br />
Georg von Oldenburg (1868 - 1924), welcher am<br />
21.11.1918 seinen 50. Geburtstag feierte. Er war Sohn<br />
von Fürst Alexander von Oldenburg sowie dessen<br />
Ehefrau Eugenie Maximilianowna, geborene Prinzessin<br />
Romanowsky und Herzogin von Leuchtenberg. Er<br />
war ein Urenkel des Zaren Nikolaus I und Schwager<br />
des Zaren Nikolaus II.<br />
Provenienz:<br />
Aus der Sammlung derer von Schönaich-Carolath.<br />
(14100713) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
173<br />
GROSSES LONDONER SILBERTABLETT<br />
82 x 54 x 6 cm.<br />
Gewicht: ca. 7000 g.<br />
Bodenseitig punziert: „Lion Passant“, Londonder<br />
Beschau, Date letter „R“, Meistermarke „PS“ und<br />
duty mark.<br />
London, 1812.<br />
Silber, gegossen. Weiter oblonger Spiegel mit steilem,<br />
niedrigen Bord. Fahne mit starkem Reliefguss Muschelungen,<br />
Blüten und tordierte Bänder zeigend.<br />
Kurzenden mit Festongriffen.<br />
(1410151) (2) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID
174<br />
SILBERSTATUETTE MIT RELIQUIENSOCKEL<br />
DES HL. IGNATIUS VON LOYOLA<br />
Höhe: 38 cm.<br />
Ohne Punzierungen.<br />
Italien, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Der Heilige, Gründer des Jesuitenordens, hier als<br />
Standfigur im Messgewand, mit Stola am linken Arm<br />
gezeigt. Der mitgearbeitete Sockel allseitig geschweift,<br />
mit kleiner ovaler verglaster Rahmung, darin Reliquieneinlagen,<br />
darunter gekrönte Wappenkartusche mit<br />
dem herzförmigen Symbol des Heiligen, gerahmt von<br />
C- und S-Bögen. Allseitig ausgearbeitet, Silber-Treibarbeit,<br />
in den dekorativen Partien in Kaltarbeit ziseliert.<br />
Kopf und Hände gegossen. Sockel mit Holzkern.<br />
(1411132) (11)<br />
SILVER STATUETTE WITH RELIQUARY BASE<br />
OF SAINT IGNATIUS OF LOYOLA<br />
Height: 38 cm.<br />
No hallmarks.<br />
Italy, mid-18th century.<br />
€ 13.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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169
CATALOGUE II<br />
OLD MASTER PAINTINGS – PART 1<br />
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