Impressionists & Modern Art, 19th/20th Century Paintings
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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />
CATALOGUE IV<br />
IMPRESSIONISTS & MODERN ART<br />
19TH/20TH CENTURY PAINTINGS<br />
Auctions: Thursday, 26 September 2024<br />
Exhibition: Saturday, 21 September – Tuesday, 24 September 2024
IMPRESSIONISTS<br />
&<br />
MODERN ART
JEAN-BAPTISTE-ARMAND<br />
GUILLAUMIN<br />
1841 PARIS – 1927 ORLY<br />
406<br />
JEAN-BAPTISTE-ARMAND GUILLAUMIN,<br />
1841 PARIS – 1927 ORLY<br />
Der Künstler besuchte ab 1861 die Académie Suisse.<br />
Dort begegnete er Paul Cézanne (1839-1906) und<br />
Camille Pissarro (1830-1903), mit denen er lebenslang<br />
befreundet blieb. Zu seinen späteren Freunden zählten<br />
außerdem Vincent van Gogh (1853-1890) und dessen<br />
Bruder, der Kunsthändler Theo van Gogh (1857-1891),<br />
der einige von seinen Werken verkaufte.<br />
GELÉE BLANCHE, ÉCLUSE DE BOUCHARDON,<br />
CROZANT, CA. 1900<br />
Öl auf Leinwand.<br />
54 x 65 cm.<br />
Links unten signiert „Guillaumin“<br />
In Impressionistenrahmen.<br />
Das vorliegende Gemälde ist im Catalogue raisonné<br />
des Künstlers unter der Referenznummer 474 aufgeführt.<br />
JEAN-BAPTISTE ARMAND GUILLAUMIN,<br />
1841 PARIS – 1927 ORLY<br />
GELÉE BLANCHE, ÉCLUSE DE BOUCHARDON,<br />
CROZANT, CA. 1900<br />
Oil on canvas.<br />
54 x 65 cm.<br />
Signed “Guillaumin” lower left.<br />
The present painting is listed in the catalogue raisonné<br />
of the painter under reference number 474.<br />
Provenance:<br />
Galerie Durand-Ruel et Cie., Paris.<br />
Auction, Christie´s New York, 9 November 1999, lot<br />
238.<br />
Literature:<br />
G. Serret, D. Fabiani, Armand Guillaumin, Catalogue<br />
raisonné d l’oeuvre peint, Paris 1971, no. 474 (ill.).<br />
Blick auf eine winterliche Landschaft, in deren Mitte<br />
ein Fluß verläuft, über die im Hintergrund einen kleine<br />
Steinbrücke führt. Rechts am Ufer mehrere Nadelbäume,<br />
die sich im Wasser wiederspiegeln, während<br />
links auf einer Anhöhe ein Haus mit rauchendem<br />
Schornstein zu erkennen ist. Die Darstellung im winterlichen<br />
Licht in impressionistsich aufgefassten, überwiegend<br />
weißen, türkisen und violetten Farbtönen.<br />
€ 40.000 - € 60.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Galerie Durand-Ruel et Cie., Paris.<br />
Auktion Christie´s New York, 09. November 1999,<br />
Lot 238.<br />
Literatur:<br />
G. Serret, D. Fabiani, Armand Guillaumin, Catalogue<br />
raisonné d l’oeuvre peint, Paris 1971, Nr. 474 (Abb.).<br />
(1411043) (18)<br />
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15
WILLY SCHLOBACH<br />
1865 BRÜSSEL – 1951 NONNENHORN<br />
407<br />
WILLY SCHLOBACH,<br />
1865 BRÜSSEL – 1951 NONNENHORN<br />
BORD DE MER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
50,8 x 61 cm.<br />
Rechts unten monogrammiert in Ligatur und datiert<br />
„WS 1907“.<br />
In Impressionistenrahmen.<br />
Weiter Blick auf das in vielen grünen und dunkelblauen<br />
Farbtönen bei sommerlichem Licht schimmernde<br />
Meer, das im Vordergrund seitlich von Meeresfelsen<br />
flankiert ist. Auch der Himmel in hellblauer und gelblich-weißer<br />
Farbgebung in impressionistischer Manier.<br />
WILLY SCHLOBACH,<br />
1865 BRUSSELS – 1951 NONNENHORN<br />
BORD DE MER<br />
Oil on canvas.<br />
50.8 x 61 cm.<br />
Monogrammed lower right in ligature and dated<br />
“WS 1907”.<br />
Provenance:<br />
Private collection, France.<br />
€ 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Frankreich.<br />
Anmerkung:<br />
1884 war er Mitbegründer der Gruppe Les XX , die für<br />
ihre dunstigen, atmosphärischen Gemälde bekannt<br />
war. 1887 zog er nach London. Gegen Ende des Jahrzehnts<br />
war sein Werk zunehmend von neoimpressionistischen<br />
Einflüssen geprägt, doch nach 1894 kehrte<br />
er zu seinem früheren impressionistischen Stil zurück.<br />
(1411046) (18)<br />
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17
THÉO VAN RYSSELBERGHE<br />
1862 GENT – 1926 SAINT-CLAIRE/ LE LAVANDOU<br />
408<br />
THÉO VAN RYSSELBERGHE,<br />
1862 GENT – 1926 SAINT-CLAIRE/ LE LAVANDOU<br />
JUNGE FRAU MIT HUT<br />
Öl auf Papier.<br />
15,3 x 18,1 cm.<br />
Links unten Monogramm „VR“.<br />
Im Passepartout, hinter Glas in vergoldeten Rahmen.<br />
Beigegeben ein Zertifikat von Belart International<br />
von Olivier Bertrand, Luxemburg, 12. Juni 2018, dass<br />
das vorliegende Werk von dem genannten Künstler<br />
stammt, gemalt zwischen 1905 und 1909, und es in<br />
das von ihm erstellte Werksverzeichnis des Künstlers<br />
aufgenommen wird.<br />
Blick in leichter Untersicht auf den Oberkörper und<br />
den Kopf einer jungen Frau, die einen farbenfrohen<br />
Hut trägt, vor sommerlicher Landschaft in überwiegend<br />
blau-grünem und rosafarbenem und zart grünem<br />
Hintergrund. Pointilistische Darstellung in der typischen<br />
Manier des flämischen Malers.<br />
(1411701) (18)<br />
THÉO VAN RYSSELBERGHE,<br />
1862 GHENT – 1926 SAINT-CLAIRE/ LE LAVANDOU<br />
YOUNG WOMAN WITH HAT<br />
Oil on paper.<br />
15.3 x 18.1 cm.<br />
Monogrammed “VR” lower left.<br />
Accompanied by a certificate from Belart International<br />
by Olivier Bertrand, Luxembourg, 12 June 2018, stating<br />
that the present work was created by the named<br />
artist, painted between 1905 and 1909, and that it will<br />
be included in the catalogue raisonné of the artist<br />
compiled by him.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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19
ALBERT ANDRÉ<br />
1869 LYON – 1954<br />
409<br />
ALBERT ANDRÉ,<br />
1869 LYON – 1954<br />
Postimpressionistischer Maler aus dem Freundeskreis<br />
von Renoir, Monet und Valtat.<br />
BOULEVARD DE CLICHY, 1920<br />
Öl auf Leinwand.<br />
55,5 x 70 cm.<br />
Rechts unten signiert „Albert André“, verso auf altem<br />
Etikett Künstlernennung und Betitelung „A. Andre<br />
11725 Le Boulevard de Clichy (1920)“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
Blick von hohem Standpunkt auf den prachtvollen,<br />
verschneiten Boulevard mit zahlreichen Figuren und<br />
einigen wenigen Automobilen. Im Zentrum eine kleine<br />
Parkanlage mit schmalen grün-bräunlich verfärbten<br />
Bäumen und Litfasssäule. Linksseitig die Häuserreihe<br />
mit zahlreichen Geschäften und Cafes, worauf die<br />
Markisen im Erdgeschoss hindeuten. Die Sonne bescheint<br />
den Platz von rechts und wirft große Schatten<br />
von den Gebäuden auf der rechten Strassenseite.<br />
Malerei in raschem Pinselduktus mit gekonnter Lichtund<br />
Schatteninszenierung.<br />
ALBERT ANDRÉ,<br />
1869 LYON – 1954<br />
Post-Impressionist painter from the circle of friends<br />
Renoir, Monet und Valtat<br />
BOULEVARD DE CLICHY, 1920<br />
Oil on canvas.<br />
55.5 x 70 cm.<br />
Signed “Albert André” lower right, old label on reverse<br />
with artist’s name and title “A. Andre 11725 Le Boulevard<br />
de Clichy (1920)”.<br />
Provenance:<br />
Durand-Ruel Galleries, New York.<br />
Private collection.<br />
Exhibitions:<br />
cf. Durand-Ruel, New York, Ausstellung der Gemälde<br />
von Albert André, 1 February - 18 February 1921.<br />
€ 15.000 - € 20.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Durand-Ruel Galleries, New York.<br />
Privatsammlung.<br />
Ausstellungen:<br />
Vgl. New York, Paul Durand-Ruel Galleries, Ausstellung<br />
der Gemälde von Albert André, 1. Februar - 18. Februar<br />
1921. (1411041) (18)<br />
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21
ANDRÉ LHOTE<br />
1885 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
410<br />
ANDRÉ LHOTE,<br />
1885 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
JEANNE, 1908<br />
Öl auf Papier, auf Leinwand aufgezogen.<br />
55,3 x 39,4 cm.<br />
Links oben signiert „A. LHOTE.“, verso auf dem<br />
Keilrahmen betitelt „Portrait de Jeanne“.<br />
Beigegeben eine Echtheitsbestätigung und Bestätigung<br />
der Aufnahme in Band I des in Vorbereitung befindlichen<br />
Werksverzeichnis des Künstlers von Dominique<br />
Bermann Martin und Jean François Aittouarès,<br />
Paris, 10. November 2005 (in Kopie vorliegend).<br />
Das Gemälde zeigt das Portrait einer Frau mit langem,<br />
hellblauem Schal über ihrem Kopf, der nach vorne<br />
herabhängt. Das Blau wiederholt sich in den ausdrucksstarken<br />
Augen, dazu hat sie einen leuchtend roten<br />
Mund. Die Dargestellte Jeanne (Hayet) war Lhotes<br />
Schwägerin, Schwester seiner Frau Marguerite Hayet<br />
(1898-1978) und mit Gustave Tronche, einem seiner<br />
besten Freunde verheiratet.<br />
ANDRÉ LHOTE,<br />
1885 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
JEANNE,1908<br />
Oil on paper, laid on canvas.<br />
55.3 x 39.4 cm.<br />
Signed “A. LHOTE“ top left, titled “Portrait de<br />
Jeanne“ on the stretcher.<br />
Accompanied by a certificate of authenticity and confirmation<br />
of the inclusion in volume I of the artist’s catalogue<br />
raisonné currently being prepared by Dominique<br />
Bermann Martin and Jean-François Aittouarès, Paris,<br />
10 November 2005 (copy enclosed).<br />
Provenance:<br />
Soufer Gallery, New York (gallery label, artist’s name,<br />
title, and date on the reverse).<br />
Private collection, Pennsylvania.<br />
€ 25.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Soufer Gallery, New York (verso dazu Galerieaufkleber<br />
mit Künstler- und Titelnennung, sowie Datierung);<br />
Privatsammlung Pennsylvania. (1411581) (18)<br />
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HENRI BAPTISTE LEBASQUE<br />
1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CANNET<br />
411<br />
HENRI BAPTISTE LEBASQUE,<br />
1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CANNET<br />
NU DANS L‘ATELIER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
61 x 50,8 cm.<br />
Links unten signiert „Lebasque“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
In einem hellen Atelier, durch dessen Fenster warmes<br />
Sonnenlicht hereinfällt, eine junge, nackte, stehende<br />
Frau, deren Rückenansicht von der Sonne beschienen<br />
wird, blickt interessiert auf ein großes Gemälde auf<br />
einer Staffelei, von dem nur die Rückseite für den Betrachter<br />
zu erkennen ist. Zu ihrer Linken ein weiteres<br />
kleineres, wohl bereits fertiggestelltes Werk. Im Vordergrund<br />
ein Stuhl und ein bläuliches Sofa, über denen<br />
Kleidungsstücke hängen. Das Sofa findet sich häufig<br />
auf Werken des Künstlers wieder. Für den Künstler<br />
typisches Werk mit bravouröser Lichtstimmung.<br />
HENRI BAPTISTE LEBASQUE,<br />
1865 CHAMPIGNÉ – 1937 LE CANNET<br />
NU DANS L’ATELIER<br />
Oil on canvas.<br />
61 x 50.8 cm.<br />
Signed “Lebasque” lower left.<br />
Provenance:<br />
Old collection, Madame Darmon.<br />
Auction Thierry de Maigret, Drouot-Richelieu, Paris<br />
10 December 2001, lot 187.<br />
Literature:<br />
Denise Bazetoux, Catalogue Raisonné Henri<br />
Lebasque 2008, vol. 1, no. 1107.<br />
€ 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Alte Sammlung, Madame Darmon.<br />
Auktion Thierry de Maigret, Drouot-Richelieu Paris,<br />
10. Dezember 2001, Lot 187.<br />
Literatur:<br />
Denise Bazetoux, Catalogue Raisonné Henri<br />
Lebasque 2008, Bd. 1, Nr. 1107. (1411045) (18)<br />
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GIORGIO DE CHIRICO<br />
1888 VOLOS – 1978 ROM<br />
412<br />
GIORGIO DE CHIRICO,<br />
1888 VOLOS – 1978 ROM<br />
Der Künstler war ein italienischer Maler, Bildhauer<br />
und Grafiker, er gilt als Hauptvertreter der Pittura<br />
Metafisica, der sogenannten Metaphysischen Malerei,<br />
die als einer der wichtigsten Vorläufer des Surrealismus<br />
angesehen wird.<br />
CAVALIERI PRESSO UN RUSCELLO, 1956<br />
Öl auf Leinwand.<br />
40 x 50 cm.<br />
Rechts unten signiert „g. de Chirico“.<br />
In schmalem Leistenrahmen, eingesetzt hinter Glas<br />
in großem vergoldeten Prunkrahmen.<br />
In hügeliger Landschaft mehrere berittene Soldaten in<br />
Rüstung mit Helm, teils einen Bachlauf überquerend,<br />
einer von ihnen eine rote Standarte haltend. Malerei<br />
in überwiegend toniger beige-brauner Farbigkeit, die<br />
bewegten Pferde zum Teil weiß gehöht.<br />
Anmerkung:<br />
Verso Leinwand beschriftet mit Verweis auf Gino<br />
Brambilla, Sammler.<br />
Literatur:<br />
Publiziert im Gesamtkatalog: Claudio Bruni<br />
Sakraischik (Hrsg.), Giorgio de Chirico Bd. VI, opere<br />
dal 1951 al 1974, Nr. 916. (1410721) (18)<br />
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27
GIORGIO DE CHIRICO,<br />
1888 VOLOS – 1978 ROME<br />
The artist was an Italian painter, sculptor, and graphic<br />
artist. He is considered the main representative of<br />
Pittura Metafisica, the so-called metaphysical painting<br />
and regarded as one of the most important precursors<br />
of Surrealism.<br />
CAVALIERI PRESSO UN RUSCELLO, 1956<br />
Oil on canvas.<br />
40 x 50 cm.<br />
Signed “g. de Chirico” lower right.<br />
Framed with glass in narrow mould, set in a large<br />
ornate gilt frame.<br />
Notes:<br />
Canvas inscribed with reference to “Gino Brambilla”,<br />
collector on the reverse.<br />
Literature:<br />
Published in: Claudio Bruni Sakraischik, Catalogo<br />
Generale Giorgio de Chirico, volume sesto, opere dal<br />
1951 al 1974, Milan 1976, no. 916.<br />
€ 70.000 - € 90.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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JEAN DUFY<br />
1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY<br />
413<br />
JEAN DUFY,<br />
1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY<br />
Der Künstler erhielt seine Ausbildung an der École des<br />
beaux-arts in Le Havre und folgte dann seinem Bruder<br />
Raoul Dufy (1877-1953) 1912 nach Paris. Sein Bruder<br />
stellte ihm seinen Kreis postimpressionistischer<br />
Freunde vor, darunter Georges Braque (1882-1963)<br />
und Pablo Picasso (1881-1973). 1914 wurde seine erste<br />
Ausstellung organisiert, aber die charakteristische<br />
Lebendigkeit seiner Palette und seines Pinselstrichs<br />
kamen erst nach dem Ersten Weltkrieg zum Vorschein.<br />
LE MOULIN DE LA GALETTE – MONTMARTRE,<br />
CA. 1940<br />
Öl auf Leinwand.<br />
41 x 33 cm.<br />
Links unten signiert „Jean Dufy“.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Beigegeben eine Expertise von Jacques Bailly, Paris<br />
vom 09. Februar 2024, dass das vorliegende Werk in<br />
den in Vorbereitung befindlichen Catalogue raisonné<br />
mit der Zertifikat-Nr. 4914 aufgenommen wird, in<br />
Kopie.<br />
Die Stadt Paris war das bevorzugte und inspirierende<br />
Stadtmotiv des Künstlers, welches er in zahlreichen<br />
Ölbildern und Aquarellen verewigte – die Stadttore,<br />
die Straßen, Plätze, Kutschen, den Eiffelturm, die Seine<br />
und auch le Moulin de la Galette. Sie war zunächst<br />
seit dem 17. Jahrhundert eine Windmühle, die sich an<br />
der Spitze des Montmartre-Viertels befindet. 1870<br />
wurde sie in eine Schenke umgewandelt. Sie wurde<br />
oft von Malern aufgesucht und inspirierte Renoir, aber<br />
auch Toulouse-Lautrec und Picasso. Typisch ist ihre<br />
Holzfassade. Auch Jean Dufy hat sie vielfach auf<br />
seinen Werken verewigt, mehrfach aus der gleichen<br />
Perspektive wie in dem vorliegenden Werk: Blick über<br />
eine blau-gelbe breite Straße auf die Mühle mit Holzfassade<br />
und Windrad unter blau-weißem Himmel.<br />
Linksseitig eine in Blau gehaltene Häuserfassade, daneben<br />
ein angedeuteter grün leuchtender Baum und<br />
am rechten Bildrand ein mehrstöckiges rötliches<br />
Haus, vor dem mehrere Figuren flanieren. Malerei in<br />
raschem Pinselduktus in überwiegend differenzierten<br />
Blau-, Gelb- und Rottönen in der typischen Manier<br />
des Künstlers.<br />
JEAN DUFY,<br />
1888 LE HAVRE – 1964 BOUSSAY<br />
LE MOULIN DE LA GALETTE – MONTMARTRE,<br />
CA. 1940<br />
Oil on canvas.<br />
41 x 33 cm.<br />
Signed “Jean Dufy” lower left.<br />
Accompanied by an expert´s report by Jacques Bailly,<br />
Paris dated 9 February 2024. It states that the present<br />
work will be included in the catalogue raisonné currently<br />
being prepared with the certificate no. 4914, in<br />
copy.<br />
Provenance:<br />
Herman C. Goldsmith Gallery, New York (label on the<br />
reverse).<br />
Notes:<br />
An almost identical work by the artist was auctioned<br />
at Bonham, New York on 15 2018 under lot no. 36.<br />
Variations can be found particularly in the colour of<br />
the house on the right edge of the painting and in<br />
the greater number of figures and a carriage on the<br />
square/street.<br />
€ 35.000 - € 55.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Herman C. Goldsmith Gallery, New York (verso Label).<br />
Anmerkung:<br />
Ein fast identisches Werk des Künstlers wurde bei<br />
Bonhams New York am 15. Mai 2018 unter Lot 36<br />
versteigert. Abweichungen sind insbesondere in der<br />
Farbigkeit des Hauses am rechten Bildrand und in<br />
der höheren Anzahl der Figuren und einer Kutsche<br />
auf der Straße zu finden. (1411042) (18)<br />
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RAOUL DUFY<br />
1877 LE HAVRE – 1953 FORCALQUIER<br />
414<br />
RAOUL DUFY,<br />
1877 LE HAVRE – 1953 FORCALQUIER<br />
LA BAIGNADE (BADENDE), CA. 1924<br />
Aquarell auf Papier.<br />
50 x 65,2 cm.<br />
Rechts unten signiert „Raoul Dufy“, verso<br />
verschiedene Etiketten.<br />
Unter Glas in dekorativem, vergoldeten Rahmen.<br />
Beigegeben eine Expertise von Fanny Guillon-Laffaille,<br />
Paris, 01. März 2022, Zertifikat Nr. A22-9653.<br />
Blick auf einen sommerlichen Strand mit badenden<br />
Figuren, meist in blauen oder schwarzen Badeanzügen<br />
in Rückenansicht, davon abweichend rechts ein junger<br />
Mann in Badehose. Der Körper der Figuren in schnellen<br />
hellbraunen Strichen nur angedeutet. Die einzelnen<br />
Wellen des Meeres in unterschiedlicher Länge<br />
und Breite, sowie abwechselnd in hellen und dunkleren<br />
blauen, türkisen und schwarzen Farbtönen wiedergegeben,<br />
dabei von links nach rechts quasi in fünf<br />
nebeneinander liegenden Spalten. Der Augenblick des<br />
Badevergnügens wird in direkten kurzen und schnellen<br />
Pinselstrichen eingefangen. Der Künstler kreiert<br />
so eine fröhliche und unbeschwerte Atmosphäre und<br />
lädt den Betrachter dazu ein, den Badenden zu folgen.<br />
RAOUL DUFY,<br />
1877 LE HAVRE – 1953 FORCALQUIER<br />
LA BAIGNADE (BATHING WOMAN), CA. 1924<br />
Watercolour on paper.<br />
50 x 65.2 cm.<br />
Signed “Raoul Dufy“ lower right, various labels on<br />
the reverse.<br />
Accompanied by a certificate by Fanny Guillon-<br />
Laffaille, Paris, dated 1 March 2022, certificate no.<br />
A22-9653.<br />
Literature:<br />
Fanny Guillon-Laffaille, Catalogue raisonné des<br />
aquarelles, gouaches et pastels de Raoul Dufy,<br />
vol. II, no. 1059, p. 3.<br />
€ 150.000 - € 200.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Anmerkung:<br />
Raoul Dufy war ein Maler und Dekorateur, der an der<br />
École des Beaux-<strong>Art</strong>s in Le Havre ausgebildet wurde.<br />
Er begann als Landschaftsmaler erst in der Normandie,<br />
dann in der Provence, wo er mit den „Fauves“<br />
Albert Marquet (1875-1947), Maurice de Vlaminck<br />
(1876-1958) und Henri Matisse (1869-1954) in Kontakt<br />
stand. Mit dem Modeschöpfer Paul Poiret bedruckte<br />
er zeitweise Stoffe; zu dem von ihm entworfenen<br />
Motiven gehörten auch Regatten, Strandszenen und<br />
Seestücke, was ihn zu der Erkenntis brachte, Farben<br />
nach ihrem Lichtgehalt zu ordnen, wofür er einen eigenen<br />
Zeichencode entwarf; das vorliegende Werk ist<br />
ein gutes Beispiel dafür. Von Paul Cézanne (1839-1906)<br />
beeinflusst, wandte er sich auch der Stilllebenmalerei<br />
zu. Er arbeitete später mit Pablo Picasso (1881-1973)<br />
und Georges Braque (1881-1963) zusammen, die sich<br />
in ihrer Formensprache austauschten und zusammen<br />
schließlich den Kubismus entwickelten. Schnell fand<br />
Dufy zu einem eigenen Stil, in dem er die Farbe von<br />
den Konturen löste. Der vielseitige und neugierige<br />
Künstler versuchte sich zudem in den unterschiedlichsten<br />
Kunstformen.<br />
Literatur:<br />
Fanny Guillon-Laffaille: Catalogue raisonné des Aquarelles,<br />
gouaches et pastels de Raoul Dufy, Band II,<br />
Nr. 1059, S.3 (1411584) (18)<br />
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33
JOAN MIRÓ<br />
1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA<br />
415<br />
JOAN MIRÓ,<br />
1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA<br />
PERSONNAGE ET OISEAU<br />
Höhe: 64 cm.<br />
Breite: 72 cm.<br />
Tiefe: 35 cm.<br />
Am Sockel im Guss signiert „J. Miró“, nummeriert<br />
„4/6“ und mit Giesserstempel „Fonderia <strong>Art</strong>istica<br />
Bonvicini“ (Verona, Italien) versehen. 1978. Bronze.<br />
Beigegeben Echtheitsbestätigung von Daniel Lelong,<br />
Paris (in Kopie).<br />
Diese Skulptur gehört zu einer Serie mit dem o.g. Titel<br />
von insgesamt 6 Bronzen.<br />
Literatur:<br />
Alain Jouffroy und Joan Teixidor, Miró Sculptures,<br />
Paris 1980, Nr. 299, S. 247.<br />
Emilio Fernández Miró und Pilar Ortega Chapel, Joan<br />
Miró: Sculptures. Catalogue raisonné 1928-1982,<br />
Paris 2006, Nr. 356, S. 333 und 387. (14107011) (19)<br />
JOAN MIRÓ,<br />
1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA<br />
PERSONNAGE ET OISEAU<br />
Height: 64 cm.<br />
Width: 72 cm.<br />
Depth: 35 cm.<br />
The base signed in the cast “J. Miró”, limited edition<br />
no. 4/6 and foundry stamp “Fonderia <strong>Art</strong>istica Bonvicini”<br />
(Verona, Italy) 1978. This sculpture is part of a<br />
limited-edition series of six bronzes with the above<br />
mentioned title.<br />
Accompanied by certificate of authenticity by Daniel<br />
Lelong, Paris (in copy).<br />
Literature:<br />
Alain Jouffroy and Joan Teixidor, Miró Sculptures,<br />
Paris 1980, no. 299, p. 247.<br />
Emilio Fernández Miró and Pilar Ortega Chapel, Joan<br />
Miró: Sculptures. Catalogue raisonné 1928-1982,<br />
Paris 2006, no. 356, p. 333 and p. 387.<br />
€ 70.000 - € 110.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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35
ISAAC LAZARUS ISRAËLS<br />
1865 AMSTERDAM – 1934 DEN HAAG<br />
416<br />
ISAAC LAZARUS ISRAËLS,<br />
1865 AMSTERDAM – 1934 DEN HAAG<br />
Der Maler war Sohn des Frühimpressionisten Jozef<br />
Israels (1824-1911). Er besuchte zunächst die Koninklijke<br />
Academie van Beeldende Kunsten in Den Haag,<br />
ehe er sich an der Rijksakademie van Beeldende<br />
Kunsten von Amsterdam einschrieb. Im Sommer war<br />
er oft in Scheveningen an der holländischen Küste, wo<br />
er mit dem älteren deutschen Impressionisten Max<br />
Liebermann (1847-1935) zusammenarbeitete. Er war<br />
Freund von Georg Hendrik Breitner (1857-1923), vor<br />
allem während seiner Arbeitszeit in Paris und London.<br />
1928 erhielt er die Goldmedaille für sein Bild „Reiter<br />
in rotem Rock“.<br />
DAME BEI DER MODISTIN<br />
Pastell auf Karton.<br />
39 x 32 cm.<br />
Rechts unten signiert.<br />
Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />
Verso original gedruckter Zettel einer Ausstellung<br />
„KUNSTZAAL D´AUDRETSCH / NORDEINDE 119 -<br />
DEN HAAG“ mit handschriftlicher Künstler- und Titelbezeichnung<br />
„J. Israels - by de modiste 19 x 32 / No. /<br />
232“. Auf dem Rahmen verso Klebeetikett der Kunsthandlung<br />
Perez.<br />
ISAAC LAZARUS ISRAËLS,<br />
1865 AMSTERDAM – 1934 THE HAGUE<br />
LADY AT THE MODISTE<br />
Pastel on card.<br />
39 x 32 cm.<br />
Signed lower right.<br />
Original printed exhibition notes on the back: “KUNST<br />
ZAAL D’AUDRETSCH / NORDEINDE 119 - DEN HAAG”<br />
with handwritten artist name and title: “J. Israels - by<br />
de modiste 19 x 32 / No. / 232”. On the back of the<br />
frame adhesive label from Perez art dealer.<br />
We would like to thank Ivo Bouwman for confirming<br />
the attribution.<br />
€ 35.000 - € 45.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Wir danken Herrn Ivo Bouwman für die Bestätigung<br />
der Zuschreibung.<br />
Neben holländischen Strand- und Genreszenen bot<br />
Israels mit seinen Bildern, entstanden auf seinen<br />
häufigen Reisen, wie etwa nach Paris und England,<br />
auch Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse<br />
seiner Zeit. In breitpinselig-flotter Pinselführung zeigte<br />
er auch den Alltag von Arbeitern in Werkstätten, wie<br />
etwa die „Arbeiterinnen in der Nähwerkstatt von<br />
Paquin“. Auch hier in diesem Damenbildnis kommt der<br />
genannte Aspekt zum Tragen. Das Interesse gilt auch<br />
der jungen Modistin, die sich soeben mit dem Hutschmuck<br />
der Dame beschäftigt.<br />
(1411432) (1) (11)<br />
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MAX LIEBERMANN<br />
1847 BERLIN – 1935 EBENDA<br />
417<br />
MAX LIEBERMANN,<br />
1847 BERLIN – 1935 EBENDA<br />
FRAU MIT KIND – STUDIE ZU DEM GEMÄLDE<br />
MÜNCHNER BIERGARTEN, 1883<br />
Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen.<br />
32 x 26 cm.<br />
Rechts oben signiert „M Liebermann“.<br />
Unter Passepartout gerahmt.<br />
Beigegeben eine Expertise von Prof. Matthias Eberle,<br />
Berlin, 25.Februar 2019.<br />
Die kleine Studie ist eine von mehreren Arbeiten, mit<br />
denen der Künstler das große Bild Münchner Biergarten<br />
vorbereitete und im Frühjahr 1884 auf dem<br />
Pariser Salon ausstellte. Sie zeigt ein Kind in weissem<br />
Kleidchen, dass in langen, tiefen Zügen aus dem von<br />
der Mutter hingehaltenen Glas trinkt. Interessant ist,<br />
dass Liebermann diese Szene in den Vordergrund seines<br />
Hauptwerkes stellt und damit die Fürsorge der<br />
Erwachsenen für die Kleinen als Leitmotiv herausstellt.<br />
MAX LIEBERMANN<br />
1847 BERLIN – 1935 IBID.<br />
WOMAN AND CHILD - STUDY FOR THE PAINTING<br />
MUNICH BEER GARDEN, 1883<br />
Painted in 1883/4<br />
Oil on paper, laid down on cardboard.<br />
32 x 26 cm.<br />
Signed upper right: “M Liebermann“<br />
Accompanied by an expert‘s report by Prof Matthias<br />
Eberle, Berlin, 25 February 2019.<br />
€ 39.000 - € 45.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Max Liebermann, Berlin 1914/1923;<br />
Privatbesitz, Berlin/Los Angeles;<br />
Franz Resch, Gauting;<br />
Privatbesitz, Deutschland;<br />
Sammlung Georg Schäfer, Schweinfurt, bis 1999;<br />
Sammlung Schäfer Auktion, Neumeister, München,<br />
27.2.1999, Los 296;<br />
Durch Erbfolge seit 1999 Privatsammlung, Berlin.<br />
Literatur:<br />
Kunst und Künstler, Jg. 5, Heft 9, Juni 1907, Abb. S. 385;<br />
Erich Hancke, Max Liebermann. Sein Leben und seine<br />
Werke, Berlin 1914 und 1923, S. 533 (Werkkatalog),<br />
Abb. 186;<br />
Katrin Boskamp, Studien zum Frühwerk von Max<br />
Liebermann mit einem Verzeichnis der Gemälde<br />
und Ölstudien von 1866-1889, Hildesheim 1994,<br />
Kat.-Nr. 174;<br />
Matthias Eberle, Max Liebermann, Werkverzeichnis<br />
der Gemälde und Ölstudien, Bd. 2, München, 1996,<br />
Nr. 1883/4, Abb. S. 245.<br />
Ausstellung:<br />
München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen,<br />
Neue Pinakothek, Max Liebermann. Münchner Biergarten.<br />
Studio-Ausstellung 9, 1986, Kat.-Nr. 7, Abb. 7,<br />
S. 21;<br />
Bielefeld, Kunsthalle, Der deutsche Impressionismus,<br />
22.11.2009-28.2.2010, Ausstellungskatalog hrgs. v.<br />
Jutta Hülsewig-Johnen u. Thomas Kellein, Köln 2009,<br />
Farbtaf. S. 48. (1411611) (18)<br />
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LOTTE LASERSTEIN<br />
1898 PREUSSISCH HOLLAND/ KÖNIGSBERG – 1993 KALMAR/ SCHWEDEN<br />
418<br />
LOTTE LASERSTEIN,<br />
1898 PREUSSISCH HOLLAND/ KÖNIGSBERG –<br />
1993 KALMAR/ SCHWEDEN<br />
MADELEINE IM PELZMANTEL<br />
Öl auf Leinwand.<br />
61 x 50 cm.<br />
Rechts oben signiert „Lotte Laserstein“.<br />
Beigegeben eine Expertise von Dr. Anna-Carola<br />
Krausse, Verfasserin des Lotte Laserstein Werkverzeichnisses,<br />
Berlin, Juni 2024.<br />
In einem Innenraum vor einer Wand, an der linksseitig<br />
ein Bücherregal steht, sitzt eine elgant gekleidete<br />
Dame mit Pelzmantel, einem langen grünen Schal und<br />
dazu farblich passenden Ohrringen in einem Sessel.<br />
Befremdlich wirkt der nicht abgelegte Mantel in diesem<br />
Raum. Den Kopf mit den dunkelblonden kurzen<br />
Haaren hat die Dame dem Betrachter zugewandt,<br />
jedoch ist die Augenpartie verunklärt – lt. Krausse tilgt<br />
die Malerin damit gleichsam die Identität der Dargestellten<br />
(wobei die Freundin Madeleine erkennbar<br />
bleibt); der locker-bewegte Duktus und der kraftvoll<br />
aufgebrachte Farbauftrag legen für sie eine Datierung<br />
auf die (späten) 1950er Jahre nahe.<br />
LOTTE LASERSTEIN,<br />
1898 PREUSSISCH HOLLAND/ KÖNIGSBERG –<br />
1993 KALMAR/ SCHWEDEN<br />
MADELEINE IN A FUR COAT<br />
Oil on canvas.<br />
61 x 50 cm.<br />
Upper right signed “Lotte Laserstein”.<br />
Accompanied by an expert’s report by Dr Anna Carola<br />
Krausse, author of the Lotte Laserstein catalogue raisonné,<br />
Berlin, June 2024.<br />
€ 20.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Anmerkung:<br />
Laserstein lernt Margarete Jaraczewsky, genannt<br />
Madeleine, Ende der 1930er Jahre kennen. Wie die<br />
Künstlerin musste sie mit ihrer Familie aus Deutschland<br />
fliehen und ist nach Schweden emigriert. Sie<br />
wird Lasersteins zweites Lieblingsmodell nach Traute<br />
Rose und eine sehr gute Freundin. (1411582) (18)<br />
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LOVIS CORINTH<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
419<br />
LOVIS CORINTH,<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
REITER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
119 x 95 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Lovis Corinth 1913“,<br />
verso mit Ausstellungs- und Auktionsetiketten.<br />
In breitem ebonisiertem teilvergoldetem Rahmen.<br />
Blick auf einen prachtvollen, gesattelten Braunen, der<br />
von Herrn Wuttke geführt wird. Rechts von ihnen ein<br />
Hühnerpaar, während im Hintergrund der Gutshof<br />
Niendorf und weitere laufende Hühner zu erkennen<br />
sind. Malerei in raschem Pinselduktus in überwiegend<br />
beige-brauner und rötlicher Farbgebung, in der typischen<br />
Manier des bekannten Künstlers.<br />
Von 1912-1914 spielten für Corinth Erholungsurlaube<br />
eine wichtige Rolle. Dazu hielt er sich auch auf einem<br />
Rittergut in Klein-Niendorf in Mecklenburg auf, wo er<br />
neue landschaftliche Motive entdeckte. In dieser Zeit<br />
ist wohl das 1913 datierte vorliegende Gemälde des<br />
Reiters mit seinem Pferd entstanden.<br />
Provenienz:<br />
1913 vom Künstler erworben:<br />
Wohl Carl Glantz jun., Klein-Niendorf, Mecklenburg.<br />
Albert Wuttke, Klein-Niendorf, Mecklenburg.<br />
Dr. Fritz Rothmann, London, 1963.<br />
Villa Grisebach, Auktion 40, Berlin, 25.11.1994, Los 7.<br />
Herbert Singer, 1998.<br />
Durch Weitervererbung an Vorbesitzer.<br />
Literatur:<br />
Thomas Corinth, Lovis Corinth. Eine Dokumentation<br />
zusammengestellt und erläutert von T.C., Tübingen,<br />
1979, S. 183.<br />
Charlotte Berend-Corinth & Hans Konrad Röthel,<br />
Die Gemälde von Louis Corinth: Werkkatalog,<br />
München 1958, Nr 589, Abb. S 607.<br />
Ausstellungen:<br />
Lovis Corinth, Gemälde und Aquarelle, Gedächtnisausstellung,<br />
Nationalgalerie Berlin, 1926, Nr. 236.<br />
Lovis Corinth, Gedächtnisausstellung zur Feier des<br />
hundertsten Geburtstages, Stadthalle in Wolfsburg,<br />
1958, Kat. Nr. 117.<br />
Lovis Corinth, Gedächtnisausstellugn zum 100. Geburtstag,<br />
Kunsthalle Basel, 1958, Nr. 69 und Kunstverein<br />
Hannover, 1958, Nr. 52.<br />
Sammlung Dr. Fritz Rothmann, London, Kassel,<br />
Staatliche Kunstsammlungen, 1963 / 1964, Nr. 12.<br />
Corinth gilt als einer der bedeutendsten Maler des<br />
deutschen Impressionismus, neben Max Liebermann,<br />
Ernst Oppler und Max Slevogt. Doch weit stärker als<br />
jene entwickelte er seinen Malstil in eine expressive<br />
Richtung, womit ihm zurecht die Würdigung als<br />
einer der Protagonisten der „Geburt der <strong>Modern</strong>e“<br />
zuteil wurde, ihn in der NS-Zeit jedoch als „entartet“<br />
diffamierte.<br />
Nach Ausbildungen in Königsberg, Antwerpen, Paris<br />
und München wirkte er vor allem in Berlin, wo er 1901<br />
der Secession beitrat. Noch im Oktober desselben<br />
Jahres eröffnete er eine Malschule. Seine erste Schülerin,<br />
Charlotte Berend (1880-1967), Tochter aus jüdischem<br />
Elternhaus, wurde neben Käthe Kollwitz (1867-<br />
1945) als eine der wenigen Frauen in die Secession<br />
aufgenommen. Als 22 Jahre jüngere Ehefrau und<br />
Mutter zweier Kinder spielte sie eine tragende Rolle<br />
im Wirken Corinths. Zwischen 1909 und 1923 war<br />
Corinth regelmäßig auf Einladung seines Freundes<br />
und Malschülers, Albert Wuttke (in Reitkleidung und<br />
Stiefeln neben dem Pferd stehend) und des Gutsbesitzers<br />
Carl Glantz jun. auf dem Rittergut Klein-Niendorf<br />
in Mecklenburg zu Gast. Neben der vorliegenden<br />
Ansicht malte Corinth den Pferdestall des Gutes (WVZ<br />
Behrend - Corinth / Hernad, Nr. 590) und 1911 das<br />
Portrait von Carl Glantz sen. mit Hund (WVZ, Nr. 454).<br />
Thomas Corinth zitiert in seiner „Dokumentation“ das<br />
Folgende aus eine Brief seines Vaters vom 17. September<br />
1913: „Seit 3 Tagen quäle ich mich mit dem<br />
Fuchs (?WKK589. „Reiter“) herum und war schon nah<br />
an der Verzweiflung. Gestern machte ich es nun zu<br />
Ende und es wurde besser als ich dachte. Herr Glantz<br />
also hat es für ...M abgekauft.“ Sollte hier vorliegendes<br />
Gemälde gemeint sein, wäre es vor Wuttke noch in<br />
Besitz von Carl Glantz Jun. gewesen. (1411601) (13)<br />
LOVIS CORINTH,<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
RIDER<br />
Oil on canvas.<br />
119 x 95 cm.<br />
Signed and dated “Lovis Corinth 1913“ lower right.<br />
Old exhibition and auction labels on the back.<br />
View of a magnificent, saddled brown horse led by Mr<br />
Wuttke. To their right is a pair of chickens, while in the<br />
background shows other running chickens and the<br />
Niendorf estate. The painting is executed in Corinth‘s<br />
typical style in rapid brushstrokes in predominantly<br />
beige-brown and reddish colours. The artist's recreational<br />
vacations play an important role in his art between<br />
1912 and 1914. He also stayed on a manor in<br />
Klein-Niendorf in Mecklenburg, where he discovered<br />
new landscape motifs. The present painting of the rider<br />
with his horse, dated 1913, was probably created<br />
during this time.<br />
Provenance:<br />
Acquired from the artist in 1913.<br />
Probably Carl Glantz Junior, Klein-Niendorf,<br />
Mecklenburg.<br />
Albert Wuttke, Klein-Niendorf, Mecklenburg.<br />
Dr Fritz Rothmann, London, 1963.<br />
Villa Grisebach, Auction 40, Berlin, 25 November<br />
1994, lot 7.<br />
Herbert Singer, 1998.<br />
By inheritance to previous owners.<br />
Literature:<br />
Thomas Corinth, Lovis Corinth. Eine Dokumentation<br />
zusammengestellt und erläutert von T.C., Tübingen<br />
1979, p. 183.<br />
Charlotte Berend-Corinth & Hans Konrad Röthel,<br />
Die Gemälde von Louis Corinth: Werkkatalog,<br />
Munich 1958, No 589, ill. p 607.<br />
Exhibitions:<br />
Lovis Corinth, Gemälde und Aquarelle, Gedächtnisausstellung,<br />
Nationalgalerie Berlin, 1926, no. 236.<br />
Lovis Corinth, Gedächtnisausstellung zur Feier des<br />
hundertsten Geburtstages, Stadthalle in Wolfsburg,<br />
1958, cat. no. 117.<br />
Lovis Corinth, Gedächtnisausstellugn zum 100.<br />
Geburtstag, Kunsthalle Basel 1958, no. 69 and<br />
Kunstverein Hannover, 1958, no. 52.<br />
Dr Fritz Rothmann collection, London, Kassel,<br />
Staatliche Kunstsammlungen, 1963 / 1964, no. 12.<br />
€ 180.000 - € 250.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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LOVIS CORINTH<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
420<br />
LOVIS CORINTH,<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
ZENTAURENPAAR<br />
Öl auf Leinwand, auf Karton.<br />
54,5 x 80,5 cm.<br />
Rechts oben signiert und datiert „Lovis Corinth 1917“.<br />
In vergoldetem Rahmen.<br />
Das vorliegende Werk mit dem sich voller Lust vereinigenden<br />
Zentaurenpaar ist von 1917, einige Jahre<br />
nachdem Corinth im Dezember 1911 einen Schlaganfall<br />
erlitten hatte. Für Corinth gehörten Verführung,<br />
Sinnlichkeit und Lust zu seinen wichtigen Themen, die<br />
in seinen Motiven ständig wieder auftauchen, insbesondere<br />
der Akt. Er zeigte häufig den unbekleideten,<br />
menschlichen Körper in den unterschiedlichen Variationen,<br />
sowohl als Modell im Atelier als auch in mythologischen<br />
Zusammenhängen und in sinnlich-intimen<br />
Szenen. So sind weibliche Akte in seinen mythologischen<br />
Darstellungen oft Ausdruck sinnenfroher, handfester<br />
Begehrlichkeit wie bei dem hier vorliegenden<br />
Gemälde. Das Zentaur oder Kentaur ist ein Mischwesen<br />
der griechischen Mythologie mit einem Pferdeleib<br />
und dem Oberkörper eines Mannes und der Inbegriff<br />
von Vitalität und Manneskraft. Die als Zentaurin<br />
dargestellte Frau wirkt zugleich als Verführerin und<br />
Lustobjekt. Einen Höhepunkt in der Kunst bildeten<br />
sicherlich die 1889-1912 als Gemälde und Radierung<br />
ausgeführten Bilder „Die Sinnlichkeit“ bzw. „Die<br />
Sünde“ Franz von Stucks. Bereits seit 1878/80 hatten<br />
seine Künstlerkollegen schon Zentaurenpaare gemalt,<br />
die großen Erfolg hatten. Corinth dürfte diese Werke<br />
seiner Kollegen sicher gekannt haben.<br />
LOVIS CORINTH,<br />
1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT<br />
CENTAUR COUPLE<br />
Oil on canvas, laid on card.<br />
54.5 x 80.5 cm.<br />
Signed and dated “Lovis Corinth 1917” top right.<br />
In gilt frame.<br />
Provenance:<br />
Palais Schwarzenberg collection, Vienna, sold at<br />
auction in 1932 by the Viennese auction house Albert<br />
Kende, cat. no. 127 (will ill. titled Satyr mit Nymphe,<br />
dated 1912).<br />
Private collection, England.<br />
Private collection, Italy.<br />
Auction, Ketterer Munich, 2 June 2006, lot 324.<br />
Literature:<br />
Georg Biermann, Der Zeichner Lovis Corinth, Dresden<br />
1924, p. 56 (with ill. of the drawing “Studie zum<br />
Kentaur / Berlin 1911”).<br />
Charlotte Berend-Corinth, Lovis Corinth. Die Gemälde,<br />
neu bearbeitet von Béatrice Hernad, Munich 1992,<br />
catalogue raisonné no. 1002, p. 907.<br />
€ 90.000 - € 120.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Provenienz:<br />
Sammlung Palais Schwarzenberg, Wien, versteigert<br />
1932 durch das Wiener Auktionshaus Albert Kende,<br />
Lot 127 (mit Abb. unter dem Titel „Satyr mit Nymphe“,<br />
datiert 1912). Privatbesitz, England.<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ketterer, München, 02. Juni 2006, Lot 324.<br />
Literatur:<br />
Georg Biermann, Der Zeichner Lovis Corinth, Dresden<br />
1924, S. 56 (mit Abb. der Zeichnung „Studie zum<br />
Kentaur / Berlin 1911“).<br />
Charlotte Berend-Corinth. Lovis Corinth. Die Gemälde,<br />
neu bearbeitet von Béatrice Hernad, München 1992,<br />
Wvz.-Nr. 1002, S. 907. (1411391) (18)<br />
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45
ALEXEJ VON JAWLENSKY<br />
1864 TORSCHOK – 1941 WIESBADEN<br />
421<br />
ALEXEJ VON JAWLENSKY,<br />
1864 TORSCHOK – 1941 WIESBADEN<br />
LANDSCHAFT MIT ROTEM DACH –<br />
WASSERBURG, UM 1906<br />
Öl auf Malpappe.<br />
48,9 x 52,4 cm.<br />
Rechts unten signiert „A. Jawlensky“.<br />
Der im russischen Kaiserreich geborene Künstler zählt<br />
als Maler des Expressionismus zum Umfeld der Künstlergemeinschaft<br />
„Der Blaue Reiter“. 1896 zog er zusammen<br />
mit Marianne von Werefkin nach München<br />
und wohnte in Schwabing in der Giselastrasse,<br />
danach war er zeitweise in Paris. Das Jahr 1905 verbrachte<br />
er wieder in Deutschland. In und um Füssen<br />
im Allgäu malte er eine Reihe bunter Bilder. In dieser<br />
Zeit könnte auch das vorliegende Gemälde entstanden<br />
sein.<br />
Provenienz:<br />
Museum Wiesbaden, 1952.<br />
Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf, 1961.<br />
Anmerkung:<br />
Auf der Rückseite des Gemäldes alte Aufkleber:<br />
Galerie Neue Kunst Hans Goltz, München. Gegenstand:<br />
Gemälde, Künstler: Jawlensky, Titel: Häuser;<br />
Gemäldegalerie Wiesbaden, Inv.Nr. 880; M 389.<br />
Literatur:<br />
Das Gemälde abgebildet in: Alexej von Jawlensky,<br />
Catalogue Raisonné of the Oil <strong>Paintings</strong>, Volume<br />
One 1890-1914, The Alexej von Jawlensky Archive,<br />
Abb. S. 136, Nr. 145 (Kopie beigegeben).<br />
Clemens Weiler, Alexej Jawlensky, Köln 1959, Nr. 514,<br />
Abb. S. 262.<br />
ALEXEJ VON JAWLENSKY,<br />
1864 TORSCHOK – 1941 WIESBADEN<br />
LANDSCAPE WITH RED ROOF –<br />
WASSERBURG, CA. 1906<br />
Oil on card.<br />
48.9 x 52.4 cm.<br />
Signed “A. Jawlensky” lower right.<br />
Provenance:<br />
Museum Wiesbaden, 1952.<br />
Galerie Wilhelm Grosshennig, Düsseldorf.<br />
Notes:<br />
Old labels on the reverse of the painting: Galerie<br />
Neue Kunst Hans Goltz, Munich. Gegenstand:<br />
Gemälde, Künstler: Jawlensky, Titel: Häuser;<br />
Gemäldegalerie Wiesbaden, inv. no. 880; M 389.<br />
Literature:<br />
The painting is listed in: Alexej von Jawlensky, Catalogue<br />
Raisonné of the Oil <strong>Paintings</strong>, Volume One<br />
1890-1914, The Alexej von Jawlensky Archive,<br />
p. 136, no. 145 (copy enclosed).<br />
C. Weiler, Alexej Jawlensky, Köln 1959, no. 514, ill.<br />
p. 262.<br />
Exhibitions:<br />
1954, Wiesbaden, Neues Museum, no.10.<br />
1956/57, Wiesbaden, Städtisches Museum,<br />
Kunstwerke aus Galeriebesitz, no.24.<br />
1961, Düsseldorf, Wilhelm Grosshennig.<br />
1979, Wasserburg, Ganserhaus, no.8, ill. p.32.<br />
€ 250.000 - € 350.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Ausstellungen:<br />
1954, Wiesbaden, Neues Museum, Nr.10.<br />
1956/57, Wiesbaden, Städtisches Museum, Kunstwerke<br />
aus Galeriebesitz, Nr.24.<br />
1961, Düsseldorf, Wilhelm Grosshennig.<br />
1979, Wasserburg, Ganserhaus, Nr.8, Abb. S.32.<br />
(1411741) (18)<br />
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47
BEPPE CIARDI<br />
1875 VENEDIG – 1932 QUINTO DI TREVISO<br />
422<br />
BEPPE CIARDI,<br />
1875 VENEDIG – 1932 QUINTO DI TREVISO<br />
Sohn des Malers Guglielmo Ciardi (1842/43-1917) und<br />
Bruder von Emma Ciardi (1879-1933). Ab 1896 bis 1899<br />
Schüler der Akademie in Venedig.<br />
FRA AQUILEIA ED ALTINO<br />
Öl auf Leinwand.<br />
80 x 130 cm.<br />
Rechts unten signiert.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Blick auf die flache italienische Landschaft mit einem<br />
ruhigen Flusslauf, an dessen rechter Uferseite ein<br />
Mann auf einem von zwei Pferden reitet, die einen<br />
alten Holzkarren ziehen, die sich im Wasser wiederspiegeln;<br />
weiter hinter ihnen ein weiterer Reiter. Am<br />
linken Flussufer ein hoher, kahler Baum, an dem ein<br />
Holzkasten hängt. Stimmungsvolle Darstellung, die<br />
Weite der Landschaft betonend, unter hohem blauen,<br />
fast wolkenlosen Himmel, der Dreiviertel der Bildfläche<br />
einnimmt. Vereinzelt rest., leichte Rahmenschäden.<br />
Anmerkung:<br />
Der Titel bezieht sich auf zwei Städte, Aquileia ist in<br />
der Region Friaul und liegt am Fluss Natissa, Altino<br />
liegt an der Lagune von Venedig.<br />
Literatur:<br />
Katalog der 11. Internationalen Kunstausstellung von<br />
Venedig, 1914, zitiertes Werk auf S. 98 zitiert und in<br />
Tabelle 74 wiedergegeben: Giorgio Nicodemi, Beppe<br />
Ciardi, Mailand, S.76, Tafel LIII, Abb. in schwarz-weiß.<br />
Ausstellung:<br />
Venedig, 11. Internationale Kunstausstellung, 1914,<br />
Saal 29, Nr. 6. (14021211) (18)<br />
BEPPE CIARDI,<br />
1875 VENICE – 1932 QUINTO DI TREVISO<br />
Son of the painter Guglielmo Ciardi (1842/43-1917)<br />
and brother of Emma Ciardi (1879 -1933). He studied<br />
at the Venice Academy of Fine <strong>Art</strong>s Academy from<br />
1896 to 1899.<br />
FRA AQUILEIA ED ALTINO<br />
Oil on canvas.<br />
80 x 130 cm.<br />
Signed lower right.<br />
Notes:<br />
The title refers to two cities: Aquileia in the Friuli<br />
region on the river Natiso and Altino in the Venetian<br />
Lagoon.<br />
Literature:<br />
Catalogue of the 11th International <strong>Art</strong> Exhibition of<br />
Venice, 1914, the painting is cited on p. 98 and reproduced<br />
in table 74.<br />
Giorgio Nicodemi, Beppe Ciardi, Milan 1942, the painting<br />
is cited on p. 76 and reproduced in black and white<br />
on plate LIII.<br />
Exhibition:<br />
11th International <strong>Art</strong> Exhibition of Venice, 1914,<br />
hall 29, no. 6.<br />
€ 25.000 - € 45.000<br />
Sistrix<br />
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LEO PUTZ<br />
1869 MERAN – 1940 MERAN<br />
423<br />
LEO PUTZ,<br />
1869 MERAN – 1940 EBENDA<br />
STILLLEBEN MIT ERPEL UND GEMÜSE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
47 x 74,5 cm.<br />
Rechts unten signiert „Leo Putz“.<br />
In marmoriertem Holzrahmen.<br />
Beigegeben ein Gutachten von Sigrid Putz, Gauting,<br />
30. September 2020.<br />
Diagonal ausgerichtete Komposition eines rücklings<br />
liegenden Erpels mit Kopf am unteren Bildende, sowie<br />
neben ihm liegendem Gemüse. In ihrem Gutachten<br />
kommt Sigrid Putz zu einer Datierung von um 1924-<br />
1926 und erwähnt mehrere Vergleichsbilder im Werkverzeichnis.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Helmut Putz, Leo Putz: 1869-1940. Werksverzeichnis<br />
in zwei Bänden, Bd. 2, Wolznach 1994,<br />
S. 981, WVZ-Nr. 2894. (1410062) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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49
PABLO PICASSO<br />
1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS<br />
424<br />
PABLO PICASSO,<br />
1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS, NACH<br />
VISAGE AU NEZ NOIR, 1969<br />
Höhe: 34,2 cm.<br />
Bodenseitig gestempelt: Edition Picasso sowie<br />
Madoura Plein Feu. Geritzt auf schwarzem Fond:<br />
Edition Picasso 148 / 200 Madoura. Neben dem<br />
Henkel eingeritzte Datierung: 9.1.69.<br />
PABLO PICASSO,<br />
1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS, AFTER<br />
VISAGE AU NEZ NOIR, 1969<br />
Height: 34.2 cm.<br />
Stamped underneath: Edition Picasso and Madoura<br />
Plein Feu. Incised on black background: Edition<br />
Picasso 148 / 200 Madoura. Date incised next to<br />
the handle: 9.1.69.<br />
Stark bauchiger Henkelkrug mit Schnabelausguss.<br />
Über weißem Scherben Engobenmalerei, partiell<br />
glasiert und graviert. Malerei auf weißem Fond mit<br />
Darstellung eines Gesichtes.<br />
Literatur:<br />
Werkverzeichnis: Ramié 609. (1410091) (13)<br />
Literature:<br />
Catalogue raisonné: Ramié 609.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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JEAN GABRIEL DOMERGUE<br />
1889 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
425<br />
JEAN GABRIEL DOMERGUE,<br />
1889 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
Domergue war Schüler des Edgar Degas (1834-1917)<br />
und des Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) und<br />
machte sich vor allem als Portraitist junger Damen<br />
und anmutiger Akte einen Namen.<br />
DIE GRÄFIN RUSPOLI IN EINER<br />
WERTVOLLEN KUTSCHE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
74 x 92 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert<br />
„Jean Gabriel Domergue 1921“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
JEAN GABRIEL DOMERGUE,<br />
1889 BORDEAUX – 1962 PARIS<br />
COUNTESS RUSPOLI IN PRECIOUS CARRIAGE<br />
Oil on canvas.<br />
74 x 92 cm.<br />
Signed lower right and dated<br />
“Jean Gabriel Domergue 1921”.<br />
€ 15.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Vor bewegtem blau-weißem und violettem Hintergrund<br />
eine prachtvolle, innen goldfarbene Kutsche,<br />
durch deren geöffnete Tür der Blick auf die sitzende<br />
Gräfin fällt, mit weitem langem weißlichem Rock und<br />
dunklerem Oberteil mit Blumendekor. Sie hat ein weites<br />
Dekolleté, schmale Arme und lange zarte Finger<br />
und mit ihrem feinen Gesicht, bei fast geschlossenen<br />
Augen, blickt sie leicht nach unten. Malerei in raschem<br />
Pinselduktus des für seine Frauenportraits bekannten<br />
Malers.<br />
(1401483) (18)<br />
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53
426<br />
MAURICE BRIANCHON,<br />
1899 – 1979 PARIS<br />
IM KASINO<br />
Pastell auf Papier, auf Karton aufgelegt.<br />
60 x 64,5 cm<br />
Links unten signiert „Brianchon“.<br />
Hinter Glas gerahmt.<br />
In einem großen Kasino mit hohen Säulen und prachtvollen,<br />
von der Decke herabhängenden Kristalllüstern<br />
ein übergroßer Roulettetisch, um den herum zahlreiche<br />
elegant gekleidete Frauen und Männer stehen, teils<br />
auch sitzen, um ihr Glück bei einem Spiel zu wagen.<br />
Figurenreiche Darstellung in zurückhaltender Farbgebung.<br />
Provenienz:<br />
Galerie des Granges, Genf 1980.<br />
Anmerkung:<br />
Die künstlerische Karriere von Maurice Brianchon fing<br />
1917 an der École des <strong>Art</strong>s Décoratifs in Paris an. Er<br />
begegnete da Raymond Legeult und Roland Oudot,<br />
mit denen er die Gruppe „Peintres de la Réalité Poétique“<br />
bildete. Im Jahre 1927 bekam er seine erste<br />
Soloausstellung in der Galerie Portique in Paris. Dies<br />
führte dann 1930 und 1932 zu zwei Ausstellungen<br />
in der Prestigeträchtigen Galerie Marcel Bernheim.<br />
Neben der Malerei beschäftigte sich Brianchon in den<br />
dreißiger Jahren auch mit dem entwerfen von Dekoren<br />
für Oper und Ballett. 1949 wurde er zum Chef<br />
d‘Atelier der École Nationale des Beaux-<strong>Art</strong>s ernannt.<br />
Brianchon war in jener Zeit einer der einflußreichsten<br />
Maler der École und wurde wohl der einzig wahre<br />
Nachfolger in Frankreich von den Intimisten Bonnard<br />
und Vuillard genannt. (1411023) (18)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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427<br />
LOUIS NOËL VAN LINT,<br />
1909 BRÜSSEL – 1986 KRAAINEM/ BELGIEN<br />
DIE BILLARDSPIELER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
57,9 x 70,3 cm.<br />
Links unten signiert und datiert „Van Link 33“.<br />
In breitem Rahmen.<br />
In dem großen Raum eines Cafes ein großer Billiardtisch<br />
mit zwei Spielern. Voller Interesse schauen<br />
ihnen vier Cafebesucher an zwei Tischen zu, sowie<br />
der Wirt hinter der Theke, der dabei seinen Kopf auf<br />
seine Unterarme gestützt hat. Meist flächige Malerei<br />
in breitem Pinselduktus.<br />
Anmerkung:<br />
Der flämische Maler Louis van Lint war sowohl Gründer<br />
als auch eines der talentiertesten Mitglieder der<br />
Nachkriegsmalergruppe „Jeune peinture Belge“. Ausgebildet<br />
an der Akademie St. Joost-ten-Node, nahm er<br />
als figurativ-impressionistischer Maler in den 1930er<br />
und 1940er Jahren an Gruppen- und Einzelausstellungen<br />
im In- und Ausland teil. Nach dem Krieg vollzog<br />
sich in seinem Schaffen eine komplette Kehrtwendung<br />
und die Wirklichkeit wurde auf abstrakte, stark bewegende<br />
Kompositionen reduziert. Der starke Colorit ist<br />
das Bindeglied zwischen seinem Früh- und Spätwerk.<br />
Das Werk aus den Jahren 49-51 ist Experten zufolge<br />
besonders eng mit dem der holländischen Cobra-<br />
Maler verwandt.<br />
Verso auf Leinwand schwer leserlich vermerkt „Les<br />
joueurs de billard, café coin de la rue des Cultes et<br />
rue du Nord“ (Die Billardspieler, Café Ecke Rue des<br />
Cultes und Rue du Nord). (14110214) (18)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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55
ALFREDO GUTTERO<br />
1882 BUENOS AIRES – 1932 EBENDA<br />
428<br />
ALFREDO GUTTERO,<br />
1882 BUENOS AIRES – 1932 EBENDA<br />
BILDNIS EINER FRAU, 1918<br />
Öl auf Leinwand.<br />
65 x 54 cm.<br />
Rechts oben Widmung, signiert und datiert „A maître<br />
Prosper Levy Guttero 1918“.<br />
Vor beigem Hintergrund das Portrait der Frau mit<br />
schwarzen kurzen Haaren, einem großen roten Mund<br />
und halb geschlossenen dunklen Augen. Sie trägt ein<br />
Gewand mit weitem Rundausschnitt und einen blauen<br />
Umhang über ihrem Rücken. <strong>Modern</strong>istisches Gemälde,<br />
die Dargestellte sehr sinnlich wiedergegeben.<br />
Provenienz:<br />
Die Sammlung von Gaston Prosper Levy, Geschenk<br />
des Künstlers. Gaston Prosper Levy (1893-1977) war<br />
ein französischer Immobilienmakler)<br />
ALFREDO GUTTERO,<br />
1882 BUENOS AIRES – 1932 IBID.<br />
PORTRAIT OF A WOMAN, 1918<br />
Oil on canvas.<br />
65 x 54 cm.<br />
With dedication, signed and dated “A maître Prosper<br />
Levy Guttero 1918” top right.<br />
Provenance:<br />
The collection of Gaston Prosper Levy, gifted by the<br />
artist to Gaston Prosper Levy (1893-1977), a French<br />
real estate agent.<br />
€ 40.000 - € 60.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Anmerkung:<br />
Der Künstler war ein argentinischer Maler und Kunstförderer<br />
der <strong>Modern</strong>e. 1904 erhielt er von der argentinischen<br />
Regierung ein Stipendium für ein Studium in<br />
Europa und lebte bis 1916 in Paris, wo er bei Maurice<br />
Denis studierte. 1927 kehrte er in seine Heimat zurück<br />
und wurde Direktor der Abteilung „Plastische<br />
Kunst“ der örtlichen Wagner-Gesellschaft und gründete<br />
die „Halle der modernen Maler“. Er entwickelte<br />
auch eine Maltechnik, die er „yeso cocido“ (gekochter<br />
Gips) nannte und die aus Gips und Pigmenten besteht,<br />
die mit Leim gebunden und normalerweise<br />
auf Holz aufgetragen werden.<br />
Das Werk wurde vom <strong>Art</strong> Loss Register bewertet<br />
und ist nicht in deren Datenbank eingetragen.<br />
(1411044) (18)<br />
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HERMANN ALBERT<br />
GEB. 1937 ANSBACH<br />
429<br />
HERMANN ALBERT,<br />
GEB. 1937 ANSBACH<br />
Der Künstler erhielt seine Ausbildung an der staatlichen<br />
Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig<br />
unter Peter Voigt (1925-1990). Ab 1967 sind seine<br />
Werke auf Einzelausstellungen in Berlin und Aachen<br />
sowie Baden-Baden zu sehen. 1977 beteiligte er sich<br />
an der documenta 6 in Kassel. Von 1985 bis 2001 war<br />
Albert Hochschullehrer an der Hochschule für bildende<br />
Künste in Braunschweig.<br />
Vor gelblichem Hintergrund der Blick auf zwei stehende<br />
Halbakte, links eine junge Frau, die sich gerade<br />
mit erhobenen Armen die Haare drapiert, rechts in<br />
Rückenansicht eine weitere junge Frau, die links einen<br />
kleinen Spiegel hält, während ihr erhobener rechter<br />
Arm eine Haarpartie ihrer langen schwarzen Haare<br />
nach oben zieht. Malerei in der typischen Manier des<br />
Künstlers, der in Italien lebt und arbeitet.<br />
(1411622) (1) (18)<br />
HERMANN ALBERT,<br />
BORN 1937 ANSBACH<br />
DIE EITLEN SCHWESTERN<br />
DIE EITLEN SCHWESTERN € 10.000 - € 15.000<br />
Öl auf Leinwand.<br />
185 x 210 cm.<br />
Rechts unten monogrammiert in Ligatur und datiert<br />
„HA. 90“, verso Künstlernennung, Datierung „1990“<br />
und Betitelung.<br />
Eingestellt in Holzrahmung.<br />
Oil on canvas.<br />
185 x 210 cm.<br />
Monogrammed in ligature and dated “HA. 90”<br />
lower right, artist’s name, date “1990” and<br />
title on the back.<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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59
SANDRO CHIA<br />
GEB. 1946 FLORENZ<br />
430<br />
SANDRO CHIA,<br />
GEB. 1946 FLORENZ<br />
Der italienische Künstler zählt zu den wichtigsten Vertretern<br />
der postmodernen Transavantgarde in Italien.<br />
Ausgebildet wurde er am Istituto d‘<strong>Art</strong>e in Florenz und<br />
an der Accademia di Belle <strong>Art</strong>i. Nach seinem Umzug<br />
nach Rom entwickelte er seine <strong>Art</strong> Konzeptkunst. In<br />
seinen Arbeiten finden sich oft Zitate älterer Kunstepochen<br />
wie dem Manierismus, aber auch Kubismus<br />
oder Futurismus.<br />
OHNE TITEL<br />
Öl auf Leinwand.<br />
182 x 127 cm.<br />
Rechts unten signiert „Chia“.<br />
In weißem Holzrahmen, teils mitbemalt.<br />
Vor blauem Himmel ein halb kniender, junger Mann<br />
in Denkerpose, seinen zur Seite geneigten Kopf auf<br />
seine rechte Hand gestützt. Er scheint an eine Frau<br />
zu denken, die als liegender Frauenakt, umgeben<br />
von rotem Licht, im linken unteren Bodenbereich zu<br />
sehen ist.<br />
(1410731) (18)<br />
SANDRO CHIA,<br />
BORN 1946 FLORENCE<br />
The Italian artist is one of the most important representatives<br />
of the postmodern Transavantgarde in<br />
Italy. He studied at the Istituto d‘<strong>Art</strong>e and at the Accademia<br />
di Belle <strong>Art</strong>i, both in Florence. After moving<br />
to Rome, he developed his own style of conceptual<br />
art. His works often contain quotations from older art<br />
periods such as Mannerism, but also Cubism and<br />
Futurism.<br />
UNTITELED<br />
Oil on canvas.<br />
182 x 127 cm.<br />
Signed lower right “Chia”.<br />
In white wooden frame, partially painted.<br />
€ 60.000 - € 80.000<br />
Sistrix<br />
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TONY CRAGG<br />
1949 LIVERPOOL<br />
431<br />
TONY CRAGG,<br />
1949 LIVERPOOL<br />
STACKS (BLUE), 2020.<br />
Muranoglas.<br />
40 x 27 x 24 cm.<br />
Signiert und nummiert 7/8.<br />
Glasskulptur aus Muranoglas, Berengo Studio, Venedig.<br />
Cragg hatte bereits Einzelausstellungen im Louvre,<br />
in der Ermitage in der Tate Liverpool und im Museo<br />
Reina Sovia, sowie im CAFA <strong>Art</strong> Museum in Peking.<br />
1988 stellte er auf der Biennale in Venedig, 1982 und<br />
1987 auf der Documenta aus.<br />
(1411628) (1) (13)<br />
TONY CRAGG,<br />
1949 LIVERPOOL<br />
STACKS (BLUE), 2020.<br />
Murano glass.<br />
40 x 27 x 24 cm.<br />
Signed and limited-edition no. 7/8.<br />
Murano glass sculpture, Berengo Studio, Venice. Cragg<br />
has had solo exhibitions at the Louvre, the State<br />
Hermitage, the Tate Liverpool, and the Museo Reina<br />
Sofía, as well as the CAFA <strong>Art</strong> Museum in Beijing. He<br />
exhibited at the Venice Biennale in 1988 and at the<br />
Documenta in 1982 and 1987.<br />
€ 60.000 - € 80.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
zum Größenvergleich<br />
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432<br />
DADAMAINO,<br />
EIGENTLICH EDOARDA EMILIA MAINO,<br />
1930 MAILAND – 2004 EBENDA<br />
Italienische Künstlerin der <strong>Modern</strong>e und Mitglied<br />
der Gruppe ZERO (1958-1968), zahlreiche Ausstellungen,<br />
in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen<br />
vertreten.<br />
VOLUME 1959<br />
Wasserfarbe auf Leinwand.<br />
100 x 70 cm.<br />
Verso Künstlerinnennung, Titel und Datierung.<br />
Eingesetzt in schwarzer Rahmung.<br />
Literatur:<br />
Flaminio Gualdoni, DADAMAINO 1930-2004, Ausstellungskatalog,<br />
Gallarate 2023, S.56, in Kopie<br />
vorliegend. (1410733) (18)<br />
DADAMAINO,<br />
ACTUALLY EDOARDA EMILIA MAINO,<br />
1930 MILAN – 2004 IBID.<br />
Italian modern artist and member of the artist group<br />
ZERO (1958-1968), numerous exhibitions, represented<br />
in many public and private collections.<br />
VOLUME 1959<br />
Water paint on canvas.<br />
100 x 70 cm.<br />
<strong>Art</strong>ist´s name, title, and date on the reverse.<br />
Set in black frame.<br />
Literature:<br />
Flaminio Gualdoni, DADAMAINO 1930 - 2004, exhibition<br />
catalogue, Gallarate 2023, p. 56 (in copy).<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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433<br />
DADAMAINO,<br />
EIGENTLICH EDOARDA EMILIA MAINO,<br />
1930 MAILAND – 2004 EBENDA<br />
Italienische Künstlerin der <strong>Modern</strong>e und Mitglied<br />
der Gruppe ZERO (1958-1968), zahlreiche Ausstellungen,<br />
in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen<br />
vertreten.<br />
VOLUME 1958<br />
Wasserfarbe auf Leinwand.<br />
88 x 68 cm.<br />
Verso Künstlerinnennung, Betitelung und Datierung.<br />
Eingestellt in weißer Rahmung.<br />
Literatur:<br />
Flaminio Gualdoni, DADAMAINO 1930-2004, Ausstellungskatalog,<br />
Gallarate 2023, S. 53, in Kopie<br />
vorliegend. (1410732) (18)<br />
DADAMAINO,<br />
ACTUALLY EDOARDA EMILIA MAINO,<br />
1930 MILAN – 2004 IBID.<br />
Italian modern artist and member of the artist group<br />
ZERO (1958 - 1968), numerous exhibitions, represented<br />
in many public and private collections.<br />
VOLUME 1958<br />
Water paint on canvas.<br />
88 x 68 cm.<br />
<strong>Art</strong>ist´s name, title, and date on the reverse.<br />
Set in white frame.<br />
Literature:<br />
Flaminio Gualdoni, DADAMAINO 1930 - 2004, exhibition<br />
catalogue, Gallarate 2023, p. 53 (in copy).<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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65
434<br />
HORST KUHNERT,<br />
GEB. 1939 SCHWEIDNITZ, SCHLESIEN<br />
OHNE TITEL<br />
Polyester, schwarz-weiß.<br />
137 x 159 cm.<br />
Verso signiert und datiert „1970“.<br />
Beigegeben ein Zertifikat von dem Künstler, Stuttgart,<br />
01. März 2017, in Kopie.<br />
Nach seiner Ausbildung unter Heinrich Wildemann an<br />
der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart wendet<br />
sich Kuhnert zunächst der abstrakten Malerei zu.<br />
Ab 1963 werden seine Arbeiten plastisch und im Jahr<br />
darauf entsteht die Serie der „Raumflächen“, der auch<br />
die vorliegende Arbeit angehört. Diese Raumflächen<br />
fertigt Kuhnert in Polyester und damit gehört er zu den<br />
ersten deutschen Künstlern, die sich intensiv mit diesem<br />
Material auseinandersetzen.<br />
Ausstellung:<br />
Brescia, The German Connection. Kuhnert. 1965-2015,<br />
Kanalidarte, 3. Oktober - 12 Dezember 2015, S. 126.<br />
(1410685) (19)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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435<br />
TERRY FROST,<br />
1915 LEAMINGTON SPA – 2003 NEWLYN<br />
Frost war einer der bedeutendsten zeitgenössischen<br />
britischen Künstler. Er malte überwiegend abstrakte<br />
Werke in Acryl, Öl, Collagen und einer breiten Palette<br />
anderer Medien, beeinflusst von der Umgebung Cornwalls.<br />
Er war einer der führenden Expressionisten des<br />
20. Jahrhunderts.<br />
RHYTHMS<br />
Acryl auf Leinwand.<br />
188 x 249 cm.<br />
Verso betitelt, signiert und datiert „65.66“.<br />
In breitem, schwarzen Rahmen.<br />
(14110613) (19)<br />
TERRY FROST,<br />
1915 LEAMINGTON SPA – 2003 NEWLYN<br />
RHYTHMS<br />
Acrylic on canvas.<br />
188 x 249 cm.<br />
Titled, signed, and dated “65.66” on the reverse.<br />
In wide black frame.<br />
€ 20.000 - € 30.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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67
436<br />
JONONE,<br />
EIGENTLICH JOHN ANDREW PERELLO,<br />
GEB. 1963 NEW YORK,<br />
AMERIKANISCHER GRAFFITI KÜNSTLER<br />
BREAKING NEWS<br />
Acryl und Tinte auf Leinwand.<br />
155 x 210 cm.<br />
Verso auf Leinwand signiert, datiert und betitelt<br />
„JonOne Paris 2017 Breaking News“.<br />
Freigestellt in schwarzem Rahmen.<br />
(1411069) (18)<br />
JONONE,<br />
ACTUALLY JOHN ANDREW PERELLO,<br />
BORN 1963 NEW YORK,<br />
AMERICAN GRAFFITI ARTIST<br />
BREAKING NEWS<br />
Acrylic and ink on canvas.<br />
155 x 210 cm.<br />
Signed, dated, and titled “JonOne Paris 2017<br />
Breaking News” on the reverse of the canvas.<br />
€ 20.000 - € 30.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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437<br />
MARCELLO LO GIUDICE,<br />
GEB. 1957 TAORMINA, SIZILIEN<br />
Der Künstler gilt als einer der innovativsten Künstler<br />
der zweiten Welle des europäischen Informel.<br />
OHNE TITEL<br />
Mischtechnik.<br />
100 x 100 cm.<br />
Verso bezeichnet „Eden univers“ und signiert<br />
„Lo Giudice 2014“<br />
In Plexiglaskasten.<br />
Verso Plexiglasecke besch.<br />
(1410734) (18)<br />
MARCELLO LO GIUDICE,<br />
BORN 1957 TAORMINA, SICILY<br />
The artist is considered one of the most innovative<br />
artists of the second wave of European <strong>Art</strong> Informel.<br />
UNTITLED<br />
Mixed media.<br />
100 x 100 cm.<br />
Inscribed “Eden univers” and signed<br />
“Lo Giudice 2014” on the reverse.<br />
In acrylic box. One corner of the box on the reverse<br />
damaged.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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69
MARCELLO LO GIUDICE<br />
1957 TAORMINA, SIZILIEN<br />
438<br />
MARCELLO LO GIUDICE,<br />
GEB. 1957 TAORMINA, SIZILIEN<br />
Der Künstler gilt als einer der innovativsten Künstler<br />
der zweiten Welle des europäischen Informel.<br />
TOTEM ROSSO<br />
Mischtechnik aus Öl, Pigmenten, Drahtgeflecht<br />
und Matratze.<br />
190 x 83 x 21 cm.<br />
In Acrylglasvitrine.<br />
Beigegeben ein Echtheitszertifikat Belair Fine <strong>Art</strong>,<br />
Venedig.<br />
(1410735) (18)<br />
MARCELLO LO GIUDICE,<br />
BORN 1957 TAORMINA, SICILY<br />
The artist is considered one of the most innovative<br />
artists of the second wave of European <strong>Art</strong> Informel.<br />
TOTEM ROSSO<br />
Mixed media sculpture (oil, pigments, wire mesh<br />
and mattress).<br />
190 x 83 x 21 cm.<br />
In acrylic cabinet.<br />
Accompanied by certificate of authenticity Belair Fine<br />
<strong>Art</strong>, Venice.<br />
€ 20.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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GRAHAM VIVIAN SUTHERLAND<br />
1903 LONDON – 1980 EBENDA<br />
439<br />
GRAHAM VIVIAN SUTHERLAND,<br />
1903 LONDON – 1980 EBENDA<br />
Der Künstler hat zahlreiche expressionistische Gemälde<br />
gefertigt. Seine Malerei zeichnete sich durch<br />
abstrakt-surrealistische Elemente aus.<br />
OHNE TITEL, 1975<br />
Tempera auf Papier, auf Leinwand aufgezogen.<br />
30 x 60 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Sutherland 1975“,<br />
verso auf Rahmen Label mit Künstlernennung der<br />
Galerie R. Rotta.<br />
In kleinem Rahmen, unter Glas in größerem Rahmen.<br />
Provenienz:<br />
Galerie Rinaldo Rotta, Genf.<br />
Privatsammlung, Italien. (14107013) (18)<br />
GRAHAM VIVIAN SUTHERLAND,<br />
1903 STREATHAM, LONDON – 1980 IBID.<br />
The artist created numerous expressionist paintings,<br />
characterized by abstract-surrealist elements.<br />
UNTITLED, 1975<br />
Tempera on paper, laid on canvas.<br />
30 x 60 cm.<br />
Signed and dated “Sutherland 1975” lower right, label<br />
with artist´s name by Galerie R. Rotta on the back of<br />
the frame.<br />
In small frame behind glass set in larger frame.<br />
Provenance:<br />
Galerie Rinaldo Rotta, Geneva.<br />
Private collection, Italy.<br />
€ 18.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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440<br />
GRAHAM VIVIAN SUTHERLAND,<br />
1903 LONDON – 1980 EBENDA<br />
Der Künstler hat zahlreiche expressionistische Gemälde<br />
gefertigt. Seine Malerei zeichnete sich durch<br />
abstrakt-surrealistische Elemente aus.<br />
OHNE TITEL, 1976<br />
Mischtechnik auf Karton.<br />
50 x 49cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Sutherland. 1976“.<br />
Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ausstellungen:<br />
ACP, Il Novecento a Palazzo Franchetti, Venedig,<br />
16. November 2019 - 16. Februar 2020. V.<br />
(14107014) (18)<br />
GRAHAM VIVIAN SUTHERLAND,<br />
1903 STREATHAM, LONDON – 1980 IBID.<br />
The artist created numerous expressionist paintings,<br />
characterized by abstract-surrealist elements.<br />
UNTITLED, 1976<br />
Mixed media on card.<br />
50 x 49cm.<br />
Signed and dated “Sutherland. 1976” lower right.<br />
Framed with mount under glass.<br />
Provenance:<br />
Private collection, Italy.<br />
Exhibitions:<br />
ACP - Palazzo Franchetti, Venice, Il Novecento a Palazzo<br />
Franchetti, 16 November 2019 - 16 February 2020.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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73
ELVIRA BACH<br />
GEB. 1951 NEUENHAIN<br />
441<br />
ELVIRA BACH,<br />
GEB. 1951 NEUENHAIN<br />
Vertreterin der „Jungen Wilden“.<br />
PALETTE, 1994<br />
Acryl auf Leinwand.<br />
165 x 262 cm.<br />
Verso betitelt, signiert und datiert 1994.<br />
In schwarzer Galerieleiste.<br />
Liegender Akt mit roter Schlange und daneben<br />
stehendem Glas und Babyflasche.<br />
(1411627) (1) (13)<br />
ELVIRA BACH,<br />
BORN 1951 NEUENHAIN<br />
Representative of the "Junge Wilde" artistic<br />
movemen.<br />
PALETTE, 1994<br />
Acrylic on canvas.<br />
165 x 262 cm.<br />
Titled, signed, and dated 1994 on reverse.<br />
In black gallery frame.<br />
Reclining nude with red snake and glass and baby<br />
bottle next to it.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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75
ALEX KATZ<br />
GEB. 1927 NEW YORK<br />
442<br />
ALEX KATZ,<br />
GEB. 1927 NEW YORK<br />
Das Werk des Künstlers ist dem modernen Realismus<br />
und der Pop <strong>Art</strong> zuzuordnen. Ein Großteil seiner Bilder<br />
sind Portraits seiner Frau und Muse Ada, aber er<br />
schuf auch Landschaften und Architekturbilder. Er<br />
wurde vor allem von den Holzschnitten japanischer<br />
Kunst beeinflusst.<br />
COCA COLA MÄDCHEN, 2019<br />
Höhe inkl. Sockel: 53,7 cm.<br />
Sockelbreite: 47,6 cm.<br />
Sockeltiefe: 7,6 cm.<br />
Vorne rechts Ritzsignatur „Alex Katz“. Rechts unterhalb<br />
des Sockels © 2019 Alex Katz AP 18/25 Lococo<br />
Fine <strong>Art</strong> Publisher“.<br />
Skulptur aus geformtem, pulverbeschichteten Aluminium.<br />
Teilausschnitt einer jungen blonden Frau<br />
mit roten Lippen in weißem Badeanzug, nach links<br />
schreitend.<br />
Anmerkung:<br />
Die Serie Coca Cola Girls von Alex Katz greift Werbeanzeigen<br />
der 50er- und 60er-Jahre und deren Motive<br />
auf und übersetzt sie auf seine Weise. Die Mädchen<br />
und Damen in den makellosen weißen Badeanzügen<br />
waren Sinnbild für die Popkultur. Sie zeigen eine<br />
idealisierte amerikanische Frau und es entstand der<br />
Mythos von American Beauty. (1411621) (1) (18)<br />
ALEX KATZ,<br />
BORN 1927 NEW YORK<br />
COCA COLA GIRL, 2019<br />
Height incl. base: 53.7 cm.<br />
Width of base: 47.6 cm.<br />
Depth of base: 7.6 cm.<br />
Incised signature “Alex Katz” front right. Inscribed on<br />
the right below the base: “© 2019 Alex Katz AP 18/25<br />
Lococo Fine <strong>Art</strong> Publisher”.<br />
Notes:<br />
The Coca Cola Girls series by Alex Katz takes up<br />
advertisements from the 50s and 60s and their<br />
motifs and interprets them in his own way. The girls<br />
and women in the immaculate white swimsuits were<br />
symbols of pop culture. They show an idealized American<br />
woman, and the myth of American Beauty was<br />
born.<br />
€ 45.000 - € 65.000<br />
Sistrix<br />
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TOM WESSELMANN<br />
1931 CINCINNATI – 2004 NEW YORK<br />
443<br />
TOM WESSELMANN,<br />
1931 CINCINNATI – 2004 NEW YORK<br />
STUDY FOR KATE NUDE LINEDRAWING<br />
(BRUNETTE), 1984<br />
Liquitex auf Bristol-Karton.<br />
26,7 x 33,7 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Wesselmann 84“.<br />
Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />
Anmerkung:<br />
Verso verscheidene Galerieaufkleber mit Künstlernennung<br />
und Betitelung, unter anderem die Hokin<br />
Gallery Ink. Palm Beach Florida und Max Lang New<br />
York.<br />
Der Künstler gilt als bedeutender Vertreter der New<br />
Yorker Pop <strong>Art</strong>. Er schuf gewagt Gemälde, die sich<br />
an die Popkultur und kunsthistorische Kompositionen<br />
anlehnen. Frauen waren für ihn eine kostante<br />
Inspirationsquelle; seine berühmteste Serie „Great<br />
American Nude“ (1961-1973), analysiert die Energie<br />
der amerikanischen Werbung und zeigt oft flache<br />
Frauenfiguren. Heute ist er in berühmten Sammlungen<br />
weltweit vertreten.<br />
Nicht geöffnet.<br />
(1411624) (1) (18)<br />
TOM WESSELMANN,<br />
1931 CINCINNATI - 2004 NEW YORK<br />
STUDY OF KATE NUDE LINE DRAWING<br />
(BRUNETTE), 1984<br />
Liquitex on auf Bristol board.<br />
26.7 x 33.7 cm.<br />
Signed and dated “Wesselmann 84“ lower right.<br />
Notes:<br />
Various gallery labels with artist name and title on<br />
the reverse, including Hokin Gallery Ink. Palm Beach<br />
Florida and Max Lang New York.<br />
€ 60.000 - € 80.000<br />
Sistrix<br />
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79
ANDY WARHOL<br />
1928 PITTSBURGH – 1987 NEW YORK<br />
444<br />
ANDY WARHOL,<br />
1928 PITTSBURGH – 1987 NEW YORK<br />
MARILYN MONROE<br />
Farbserigrafie.<br />
Sichtmaß: 81 x 81 cm.<br />
Verso Stempel „fill in your own signature“, signiert<br />
und datiert sowie Stempel „Published by Sunday<br />
B. Morning“.<br />
Hinter Glas gerahmt.<br />
Anmerkung:<br />
Andy Warhol gilt nicht nur als Mitbegründer, sondern<br />
auch als wichtigster Vertreter der amerikanischen Pop-<br />
<strong>Art</strong>. Zu verschiedenen limitierten Siebdruck-Editionen<br />
von ihm ist die sogenannte „Sunday B. Morning“-Edition<br />
auf den Markt gekommen, die nach der<br />
Druckereiwerkstatt benannt wurde. Die Werke dieser<br />
Edition haben die nahezu identischen Formate der<br />
limitierten Edition, sie sind jedoch unlimitiert. Es sind<br />
aber original Siebdrucke. Zur Authentifizierung sind<br />
die Exemplare dieser Edition auf der Rückseite mit<br />
dem Stempel versehen „fill in your own signature“.<br />
(14116210) (1) (18)<br />
ANDY WARHOL,<br />
1928 PITTSBURGH – 1987 NEW YORK<br />
MARILYN MONROE<br />
Screenprint in colours.<br />
Sight size: 81 x 81 cm.<br />
Stamped “fill in your own signature” on the reverse,<br />
signed and dated and stamped “Published by Sunday<br />
B. Morning”.<br />
Notes:<br />
The so-called “Sunday B. Morning” edition, named<br />
after the printing workshop, has been released alongside<br />
various of his limited screenprint editions. For<br />
authentication purposes, copies of this edition are<br />
stamped “fill in your own signature” on the back.<br />
€ 40.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
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81
445<br />
ALLEN JONES,<br />
GEB. 1937 SOUTHAMPTON<br />
Der Maler, Bildhauer und Lithograph Allen Jones<br />
gehört zu den wichtigsten Vertretern der britischen<br />
Pop <strong>Art</strong>. Er lebt und arbeitet in London. Die freie <strong>Art</strong><br />
zu malen von Jackson Pollock beeindruckt ihn nachhaltig<br />
und bewegen ihn auch in Bezug auf sein eigenes<br />
Werk zum Umdenken. Dabei findet er Anschluss<br />
an die gerade entstehende Bewegung der britischen<br />
Pop-<strong>Art</strong>, zu deren ersten Protagonisten er gehört.<br />
Seine Kunst ist provokant und möchte bestehende<br />
Grenzen sprengen, hat kein Interesse an den verkopften<br />
Ansätzen des Abstrakten Expressionismus,<br />
sondern fordert eine gemeinsame Kunst.<br />
HATS OFF, 1989<br />
Stahl, lackiert.<br />
122 x 28 x 26 cm.<br />
Geometrische, teil abstrakte Darstellung mit integrierter<br />
Säule.<br />
Provenienz:<br />
Werkstatt des Künstlers, vom Künstler direkt erworben.<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ausstellung:<br />
Bologna, Galleria d‘<strong>Art</strong>e Maggiore, Allen Jones.<br />
Forever Icon, 31. Januar – 16. April 2024.<br />
(14107010) (19)<br />
€ 7.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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446<br />
ALLEN JONES,<br />
GEB. 1937 SOUTHAMPTON<br />
Der Maler, Bildhauer und Lithograph Allen Jones<br />
gehört zu den wichtigsten Vertretern der britischen<br />
Pop <strong>Art</strong>. Er lebt und arbeitet in London. Die freie <strong>Art</strong><br />
zu malen von Jackson Pollock beeindruckt ihn nachhaltig<br />
und bewegen ihn auch in Bezug auf sein eigenes<br />
Werk zum Umdenken. Dabei findet er Anschluss<br />
an die gerade entstehende Bewegung der britischen<br />
Pop-<strong>Art</strong>, zu deren ersten Protagonisten er gehört.<br />
Seine Kunst ist provokant und möchte bestehende<br />
Grenzen sprengen, hat kein Interesse an den verkopften<br />
Ansätzen des Abstrakten Expressionismus,<br />
sondern fordert eine gemeinsame Kunst.<br />
MAN LOSING HIS HEAD AND HAT, 1988<br />
Stahl geschnitten, polychrom gefasst.<br />
78,5 x 24 x 21 cm.<br />
Provenienz:<br />
Werkstatt des Künstlers, vom Künstler direkt erworben.<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ausstellung:<br />
Pietrasanta, Flora Bigai <strong>Art</strong>e Contemporanea, POP.<br />
Yesterday and Now, 2. Juli - 12. September 2016.<br />
Bologna, Galleria d‘<strong>Art</strong>e Maggiore, The Body Schame:<br />
la forma del corpo. Da De Chirico ad Allen Jones, da<br />
Paul Delvaux a Louise Nevelson, 5. Juni - 22. Oktober<br />
2023.<br />
Bologna, Galleria d‘<strong>Art</strong>e Maggiore, Allen Jones. Forever<br />
Icon, 31. Januar - 16. April 2024. (1410709) (13)<br />
€ 7.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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83
447<br />
ALLEN JONES,<br />
GEB. 1937 SOUTHAMPTON<br />
Der Maler, Bildhauer und Lithograph Allen Jones<br />
gehört zu den wichtigsten Vertretern der britischen<br />
Pop <strong>Art</strong>. Er lebt und arbeitet in London. Die freie <strong>Art</strong><br />
zu malen von Jackson Pollock beeindruckt ihn nachhaltig<br />
und bewegen ihn auch in Bezug auf sein eigenes<br />
Werk zum Umdenken. Dabei findet er Anschluss<br />
an die gerade entstehende Bewegung der britischen<br />
Pop-<strong>Art</strong>, zu deren ersten Protagonisten er gehört.<br />
Seine Kunst ist provokant und möchte bestehende<br />
Grenzen sprengen, hat kein Interesse an den verkopften<br />
Ansätzen des Abstrakten Expressionismus, sondern<br />
fordert eine gemeinsame Kunst.<br />
FACE, 1988<br />
Stahl, lackiert.<br />
63,5 x 86,5 x 49 cm.<br />
Geometrische und dreidimensionale Darstellung eines<br />
Gesichtes.<br />
Der Maler, Bildhauer und Lithograph Allen Jones gehört<br />
zu den wichtigsten Vertretern der britischen Pop <strong>Art</strong>.<br />
Die freie <strong>Art</strong> zu malen von Jackson Pollock beeindruckt<br />
ihn nachhaltig und bewegt ihn auch in Bezug<br />
auf sein eigenes Werk zum Umdenken. Dabei findet<br />
er Anschluss an die gerade entstehende Bewegung<br />
der britischen Pop-<strong>Art</strong>, zu deren ersten Protagonisten<br />
er gehört. Seine Kunst ist provokant und möchte bestehende<br />
Grenzen sprengen, hat kein Interesse an<br />
den verkopften Ansätzen des Abstrakten Expressionismus,<br />
sondern fordert eine gemeinsame Kunst.<br />
Provenienz:<br />
Werkstatt des Künstlers, vom Künstler direkt erworben.<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ausstellung:<br />
Bologna, Allen Jones. Forever Icon, Galleria d‘arte<br />
maggiore, 31. Januar-16 April 2024. (1410708) (19)<br />
€ 7.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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448<br />
VITTORIO MAGELLI,<br />
1911 MODENA – 1988,<br />
Magelli der seine Ausbildung am Kunstinstitut von<br />
Modena unter dem Einfluss und der Anleitung von<br />
Giuseppe Graziosi erhielt, zog Anfang 1930 für vier<br />
Jahre nach Rom, nachdem er das Stipendium des<br />
Pensionato Poletti für Malerei gewonnen hatte. Dort<br />
lernte er Mafai und Sciopione kennen, wurde von<br />
Literaten wie Campana – mit seinen Canti Orfici – und<br />
Ungaretti beeinflusst und war von der kulturellen<br />
Dynamik der Hauptstadt fasziniert. In Rom feiert er<br />
auch seinen ersten Erfolg mit der Ausstellung auf der<br />
Quadriennale 1931 mit der Skulptur Nudo di Bimba,<br />
später besser bekannt als Adolescenti, eine Skulptur,<br />
die ihm zahlreiche positive Kritiken einbringt, so dass<br />
sie zu einem der charakteristischen Themen seines<br />
Schaffens wurde.<br />
ADOLESCENT, CA. 1930<br />
Gips, bemalt.<br />
Höhe: 145 cm.<br />
Die Skulptur, stellt ein nacktes Mädchen mit nach<br />
unten gerichtetem Kopf dar.<br />
Die psychologische Qualität des kleinen Mädchens,<br />
das in einem Moment stiller Isolation gefangen ist,<br />
wird in der schlanken Figur deutlich: die perfekte Beziehung<br />
und Proportion der Gliedmaßen und ihre sehr<br />
leichten Bewegungen, die der Statue Leben und Charakter<br />
– man könnte sagen Seele – verleihen.<br />
Das Thema des weiblichen Aktes taucht in Magellis<br />
Werk noch mehrmals auf, so zum Beispiel 1949, als<br />
er eine Serie von Zeichnungen weiblicher Akte als Vorbereitung<br />
für die Donna in piedi anfertigt, eine Figur,<br />
deren Körper von Müdigkeit gezeichnet ist.<br />
Anmerkung:<br />
Eine etwas kleinere Version der Skulptur aus Bronze,<br />
ist dauerhaft in der Sammlung Assicoop/Unipol in<br />
Bologna ausgestellt.<br />
Literatur:<br />
Vgl. F. Petrucci, Vittorio Magelli (1911-1988), Begleitheft,<br />
Museo Civico Modena, Modena 1999.<br />
Vgl. Sandro Bergonzoni, Modena Ottocento e Novecento.<br />
Vittorio Magelli (1911-1988), Ausstellungskatalog,<br />
Modena, 1996. (1411173) (4) (10)<br />
VITTORIO MAGELLI,<br />
MODENA, 1911 – 1988<br />
ADOLESCENT, CA. 1930<br />
Painted plaster.<br />
Height: 145 cm.<br />
A bronze version, slightly smaller than ours, is permanently<br />
exhibited in the Assicoop/Unipol Collection in<br />
Bologna.<br />
Literature:<br />
cf. F. Petrucci, Vittorio Magelli (1911-1988), exhibition<br />
journal, Civic <strong>Art</strong> Museum, Municipality of Modena<br />
1999.<br />
cf. Sandro Bergonzoni, Modena Ottocento e Novecento.<br />
Vittorio Magelli (1911-1988), exhibition catalogue,<br />
Modena, 1996.<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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85
449<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
PROGETTO PER ARCO LIQUIDO<br />
Bleistift und Wasserfarben auf Karton.<br />
70 x 100 cm.<br />
Rechts unten signiert „Plessi“.<br />
Dem ausgeführten, vorliegenden Werk vorangehende<br />
aquarellierte Entwurfszeichnung, die bereits die<br />
Patinierung bestimmt.<br />
Provenienz:<br />
Atelier des Künstlers.<br />
Privatsammlung, Italien. (14107016) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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450<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
Bereits seit Ende der sechziger Jahre interessierte<br />
sich Plessi für die Möglichkeiten des Einsatzes neuer<br />
Technologien, neuer Medien und moderner Werkzeuge<br />
zur Verbreitung von Bildern und Worten in der Kunst.<br />
Die Installations-, Film-, Videoband- und Performance-<br />
Werke wurden sofort auf der Kunstbiennale von Venedig<br />
im Jahr 1970 ausgestellt, wo sie auch in späteren<br />
Ausgaben willkommen waren. Der Künstler lebt und<br />
arbeitet in Venedig und auf Mallorca.<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
ARCO LIQUIDO, 2003<br />
Metal structure and screen.<br />
200 x 250 x 52 cm.<br />
Provenance:<br />
<strong>Art</strong>ist´s studio.<br />
Private collection, Italy.<br />
ARCO LIQUIDO, 2003 € 17.000 - € 25.000<br />
Metallkonstruktion mit Monitor.<br />
200 x 250 x 52 cm.<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
In patiniertem Metall gearbeitete Rundbogenform mit<br />
am Rand geöffneter Rückwand und an den Seiten<br />
ansetzenden, kubischen Formen die in ihrer schauseitigen<br />
Öffnung je einen Monitor zeigen.<br />
Provenienz:<br />
Atelier des Künstlers.<br />
Privatsammlung, Italien. (14107015) (13)<br />
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87
451<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
PROGETTO PER FORESTA DI FUOCO<br />
Bleistift und Aquarell auf Papier.<br />
70 x 100 cm.<br />
Rechts unten signiert „Plessi“.<br />
Hinter Glas gerahmt.<br />
„Progetto per videoinstallazione“. Dieses Kunstwerk<br />
ist ein Entwurf für die dreidimensionale Installation<br />
„Feuerwald“ von Plessi. In dieser Installation kommunizieren<br />
die vier Elemente – Wasser, Feuer, Luft und<br />
Erde – über Monitore und verbinden sich mit der<br />
menschlichen Präsenz.<br />
452<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
FORESTA DI FUOCO, 2005<br />
Metall, Holz und Bildschirm.<br />
260 x 72 x 62 cm.<br />
Hochrechteckige Form in patiniertem Metall mit aufstrebender,<br />
eingelegter Aststruktur, darunter ein Monitor,<br />
Flammen zeigend.<br />
Provenienz:<br />
Atelier des Künstlers.<br />
Privatsammlung, Italien. (1410702) (13)<br />
Provenienz:<br />
Atelier des Künstlers.<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
(1410703) (19)<br />
€ 1.500 - € 2.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
FABRIZIO PLESSI,<br />
1940 REGGIO EMILIA<br />
FORESTA DI FUOCO, 2005<br />
Metal, wood, and screen.<br />
260 x 72 x 62 cm.<br />
Provenance:<br />
<strong>Art</strong>ist´s studio.<br />
Private collection, Italy.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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453<br />
CESARE MONTI,<br />
1891 BRESCIA – 1959 BELLANO<br />
Monti reiste schon in jungen Jahren nach Paris, wo er<br />
zwischen 1906 und 1908 in den Kreisen der impressionistischen<br />
und postimpressionistischen Maler verkehrte<br />
und Museen besuchte, wo er die großen alten<br />
und modernen Meister kennenlernte. Er zog in 1912<br />
nach Mailand um und begann 1915 seine Tätigkeit als<br />
Maler in dem eröffneten Atelier. In der Nachkriegszeit<br />
debütiert er 1920 auf der Biennale von Venedig, zu der<br />
er bis 1950 immer wieder eingeladen wurde. Von<br />
Anfang an war er eng mit der Gruppe Novecento verbunden,<br />
der er jedoch nie offiziell beitrat: Er nahm jedoch<br />
an der Ausstellung der Gruppe im Jahr 1926 teil.<br />
Seine malerische Entwicklung setzte sich bis zum<br />
Ende fort, indem er vom anfänglichen Pointillismus zu<br />
einem freieren Malstil überging, der ohne Zeichnung<br />
ausgeführt wurde, auf der Welle des Eindrucks, um<br />
sich mutig und bewusst mit neuen Tendenzen auseinanderzusetzen,<br />
in einer <strong>Art</strong> figurativ-informellem Stil.<br />
STUDIO DI COLORE<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
137,5 x 55 cm.<br />
Rechts unten signiert „C Monti“, verso auf Rahmen<br />
betitelt, Datierung „1957“ und mit handgeschriebenem<br />
Etikett versehen.<br />
In breiten Rahmen.<br />
In Frontalsicht das Portrait einer jungen Frau mit<br />
schwarzen Haaren, roten Lippen und tiefblauen Augen,<br />
die seitlich aus dem Bild herausblicken. Sie steht<br />
seitlich ganz ruhig da und hebt ihren rechten Arm auf,<br />
um Ihre Kopfbedeckung an den Haaren zu befestigen,<br />
vor gelb-grünem Hintergrund. Malerei in raschem<br />
Pinselduktus bei meist breitem, teils pastosem Farbauftrag<br />
und leuchtender Farbpalette.<br />
Literatur:<br />
Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri del<br />
Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />
Mailand 2023, S. 290, Abb. 187.<br />
(14111915) (4) (19)<br />
CESARE MONTI,<br />
1891 BRESCIA – 1959 BELLANO<br />
STUDIO DI COLORE<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
137.5 x 55 cm.<br />
Signed “C Monti” lower right, titled on the back of the<br />
frame, date “1957” and with hand-written label.<br />
Literature:<br />
Guido Cribiori, Tra le righe. Ventiquattro maestri del<br />
Novecento italiano attraverso immagini e parole,<br />
Milan 2023, p. 290, ill. 187.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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454<br />
FRITZ BEHN,<br />
1878 GRABOW – 1970 MÜNCHEN<br />
Fritz Behn ist heute vorwiegend aufgrund seiner beliebten<br />
Tierplastiken bekannt. Gerade während seiner<br />
Expeditionen nach Afrika studierte er aber auch die<br />
Menschen, denen er auf seinen Safaris im heutigen<br />
Tansania und Kenia (1907/08, 1909/10 und 1931/32)<br />
begegnete, und natürlich die Tiere, von denen er in<br />
einer Werkstatt vor Ort Gipsabgüsse schuf.<br />
TANZENDER MASSAI<br />
Bronze, gegossen, mittelbraun patiniert.<br />
Höhe: 66 cm.<br />
Auf der Standfläche signiert „Behn“.<br />
Dieses Werk ist im Fritz Behn Archiv unter der<br />
Inv.-Nr. 265 verzeichnet.<br />
In diesem Zusammenhang mit den Reisen des Künstlers<br />
ist auch unser Tanzender Massai zu sehen, dessen<br />
feingliedriger Körper sich durch das Wechselspiel von<br />
innerer Spannung und Dynamik auszeichnet. Exemplare<br />
im öffentlichen Besitz befinden sich in der<br />
Kunsthalle Bremen, im Museum Behnhaus/ Drägerhaus<br />
in Lübeck und in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus<br />
München. Guss wohl in der Bronzegießerei<br />
Wilhelm Füssel, Berlin.<br />
Literatur:<br />
Max Riehn Kunstverlag (Hrsg.), Figürliche Plastik von<br />
Fritz Behn, München 1919, Abb. o.S.<br />
Vgl. Helmut Friedel (Hrsg.), Figürliche Plastik im Lenbachhaus<br />
1830-1980, Ausst.-Kat., München 1997,<br />
Abb. S. 24. (1410063) (13)<br />
FRITZ BEHN,<br />
1878 GRABOW – 1970 MUNICH<br />
TANZENDER MASSAI<br />
Bronze; cast with mid-brown patina.<br />
Height: 66 cm.<br />
Signed “Behn” on foot plate.<br />
This work is listed in the Fritz Behn archive, inv. no.<br />
265.<br />
Literature:<br />
Max Riehn Kunstverlag (ed.), Figürliche Plastik von<br />
Fritz Behn, Munich 1919, ill.<br />
cf. Helmut Friedel, (ed.), Figürliche Plastik im Lenbachhaus<br />
1830 - 1980, exhibition catalogue, Munich 1997,<br />
ill. p. 24.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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91
CHRISTO<br />
1935 GABROVO – 2020 NEW YORK<br />
455<br />
CHRISTO,<br />
EIGENTLICH „CHRISTO JAVACHEFF“,<br />
1935 GABROVO – 2020 NEW YORK<br />
STORE FRONT/MANDARIN YELLOW, 1965<br />
Zeichnung mit gemischten Medien (Collage, Bleistift,<br />
Ölkreide, Email) auf Pergamentpapier/ Karton.<br />
71,5 x 56 cm.<br />
Am unteren Rand bezeichnet mit Maßangaben,<br />
rechts unten signiert und datiert „Christo 65“.<br />
In Plexiglasrahmen.<br />
(1411629) (1) (18)<br />
CHRISTO,<br />
ACTUALLY “CHRISTO JAVACHEFF”,<br />
1935 GABROVO – 2020 NEW YORK<br />
STORE FRONT/MANDARIN YELLOW, 1965<br />
Drawing with mixed media (collage, pencil, wax<br />
crayon, enamel) on vellum laid on card.<br />
71.5 x 56 cm.<br />
Inscribed with dimensions on the lower edge, signed<br />
and dated “Christo 65” lower right.<br />
In acrylic glass frame.<br />
€ 45.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
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MIMMO PALADINO<br />
GEB. 1948 PADULI<br />
456<br />
MIMMO PALADINO,<br />
GEB. 1948 PADULI<br />
Lebt in Rom, Mailand und Benevento.<br />
DISCO<br />
Terracotta, emailliert.<br />
Durchmesser: 120 cm.<br />
Italien, 2008.<br />
Beigegeben ein Echtheitszertifikat des Künstlers.<br />
Zusammen mit Francesco Clemente, Enzo Cucchi,<br />
Nicola De Maria und Sandro Chia gehört Mimmo<br />
Paladino zu den Vertretern der Transavanguardia, einer<br />
italienischen Kunstbewegung, die in der zweiten<br />
Hälfte der 1970er Jahre von Achille Bonito Oliva mit<br />
dem Ziel initiiert wurde, die abstrakt-konzeptuelle<br />
Sprache der Neo-Avantgarde durch eine Rückkehr zur<br />
Tradition und zu einer Figuration mit expressionistischen<br />
Zügen zu überwinden, die Malerei, Farbe und<br />
Technik bevorzugt und diese Merkmale in die Gegenwart<br />
zurückbringt. In der künstlerischen Forschung<br />
von Mimmo Paladino erinnern die Kunstwerke an ein<br />
geheimnisvolles und primitives Universum, in dem die<br />
Formen in elegante und vereinfachte Zeichen übersetzt<br />
werden. Seine Werke beziehen sich auf ein breites<br />
Spektrum archäologischer, mythologischer und<br />
stilistischer Quellen, darunter ägyptische, etruskische,<br />
griechisch-römische, frühchristliche und romanische<br />
Kunst.<br />
Ausstellung:<br />
„Paladino/Ceramiche“, Museo Internazionale delle<br />
ceramiche di Faenza, Ausstellungskatalog, kuratiert<br />
von Claudia Casali, 25. Mai - 7. Oktober 2012, S. 124.<br />
Bologna, Galleria d‘arte maggiore, Terra Italiana. Paladino,<br />
Leoncillo, Chia, Matta, 18. Januar - 1. April 2014.<br />
Bologna, Palazzo Isolani, Maggiore Design,<br />
22. Januar - 3. Februar 2015. (1410706) (19)<br />
MIMMO PALADINO,<br />
BORN 1948 PADULI<br />
Lives in Rome, Milan and Benevento.<br />
DISCO<br />
Terracotta, enamelled.<br />
Diameter: 120 cm.<br />
Italy, 2008.<br />
Accompanied by certificate of authenticity from the<br />
artist.<br />
Exhibition:<br />
Paladino/Ceramiche, exhibition catalogue, Museo<br />
Internazionale delle ceramiche di Faenza, by Claudia<br />
Casali, 25 May – 7 October 2012, p. 124.<br />
Terra Italiana. Paladino, Leoncillo, Chia, Matta, Galleria<br />
d’arte maggiore Bologna, 18 January – 1 April 2014.<br />
Maggiore Design, Palazzo Isolani, Bologna, 22 January<br />
– 3 February 2015.<br />
€ 18.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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MIMMO PALADINO<br />
GEB. 1948 PADULI<br />
457<br />
MIMMO PALADINO,<br />
GEB. 1948 PADULI<br />
Lebt in Rom, Mailand und Benevento.<br />
DORMIENTE<br />
Terracotta, emailliert.<br />
Höhe: 24,5 cm.<br />
Breite: 63 cm.<br />
Tiefe: 110 cm.<br />
Italien, 2011.<br />
Beigegeben ein Echtheitszertifikat des Künstlers.<br />
Zusammen mit Francesco Clemente, Enzo Cucchi,<br />
Nicola De Maria und Sandro Chia gehört der in Kampanien<br />
geborene Künstler Mimmo Paladino zu den<br />
Vertretern der Transavanguardia, einer italienischen<br />
Kunstbewegung, die in der zweiten Hälfte der 1970er<br />
Jahre von Achille Bonito Oliva mit dem Ziel initiiert<br />
wurde, die abstrakt-konzeptuelle Sprache der Neo-<br />
Avantgarde durch eine Rückkehr zur Tradition und zu<br />
einer Figuration mit expressionistischen Zügen zu<br />
überwinden, die Malerei, Farbe und Technik bevorzugt<br />
und diese Merkmale in die Gegenwart zurückbringt.<br />
In der künstlerischen Forschung von Mimmo Paladino<br />
erinnern die Kunstwerke an ein geheimnisvolles und<br />
primitives Universum, in dem die Formen in elegante<br />
und vereinfachte Zeichen übersetzt werden. Seine<br />
Werke beziehen sich auf ein breites Spektrum archäologischer,<br />
mythologischer und stilistischer Quellen,<br />
darunter ägyptische, etruskische, griechisch-römische,<br />
frühchristliche und romanische Kunst.<br />
MIMMO PALADINO,<br />
BORN 1948 PADULI<br />
Lives in Rome, Milan and Benevento.<br />
DORMIENTE<br />
Terracotta, enamelled.<br />
Height: 24.5 cm.<br />
Width: 63 cm.<br />
Depth: 110 cm.<br />
Italy, 2011.<br />
Accompanied by certificate of authenticity from the<br />
artist.<br />
Exhibition:<br />
Paladino Ceramiche, exhibition catalogue, Museo<br />
Internazionale delle ceramiche di Faenza, by Claudia<br />
Casali, 25 May - 7 October 2012, p. 123.<br />
Terra Italiana. Paladino, Leoncillo, Chia, Matta, exhibition<br />
at Galleria d’arte maggiore, Bologna, 18 January<br />
- 1 April 2014.<br />
€ 18.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Ausstellung:<br />
„Paladino/Ceramiche“, Ausstellung in Museo Internazionale<br />
delle ceramiche di Faenza, von Claudia Casali,<br />
25. Mai - 7. Oktober 2012, S. 123.<br />
„Terra Italiana. Paladino, Leoncillo, Chia, Matta“, Ausstellung<br />
bei der Galleria d‘arte maggiore, Bologna,<br />
18. Januar - 1. April 2014. (1410705) (19)<br />
zum Größenvergleich<br />
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458<br />
MIMMO ROTELLA,<br />
1918 CATANZARO – 2006 MAILAND<br />
OHNE TITEL<br />
Decollage, 1959<br />
31,5 x 25,5 cm.<br />
In schmaler Holzleiste in verglasten Kasten.<br />
Laut beigefügter Karte der G.A.M. srl, Galleria d´<strong>Art</strong>e<br />
Maggiore, Bologna, ist das vorliegende Werk registriert<br />
im Archiv der Mimmo Rotella Foundation unter<br />
dem Code „1844 DC 959c/00“.<br />
Provenienz:<br />
Atelier Bosi, Rue du Bac, Paris<br />
Privatsammlung, Italien. (1410701) (18)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
459<br />
LOUISE NEVELSON,<br />
1899 KIEV – 1988 NEW YORK<br />
Nevelson lernte 1931 in München während ihres<br />
Studiums bei Hans Hofmann den Kubismus kennen<br />
und arbeitete in den nächsten Jahren zusammen mit<br />
Künstlern wie Hofmann, Diego Rivera und Stanley<br />
William Hayter.<br />
WOMEN IN THE WIND, 1936<br />
Gips, gefasst.<br />
26 x 43 x 27 cm.<br />
Monogrammiert „LN“ und datiert „1936“.<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Italien.<br />
Ausstellung:<br />
Faenza, Museo Internazionaele delle Ceramiche di<br />
Faenza, Louise Nevelson, 27. September 1996 -<br />
19. Januar 1997, Nr. 1.<br />
Bolologna, Galleria d‘<strong>Art</strong>e Maggiore, The Body Shame:<br />
La forma del corpo. Da De Chirico ad Allen Jones, da<br />
Paul Delvaux a Louise Nevelson, 5. Juni - 22. Oktober<br />
2023. (1410707) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
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99
DAVID LA CHAPELLE<br />
GEB.1963 CONNECTICUT, USA<br />
460<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
GEB. 1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
Digital C-Print auf Aluminium.<br />
135 x 101 cm.<br />
Exemplar 1/ 5.<br />
Freigestellt hinter Glas gerahmt.<br />
Nicht geöffnet.<br />
(1411061) (18)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
BORN 1963 CONNECTICUT, USA<br />
AFTER THE DELUGE: STATUE, LOS ANGELES (2007)<br />
Digital C-Print on aluminium.<br />
135 x 101 cm.<br />
Limited edition 1/ 5.<br />
Framed, freely mounted behind glass.<br />
AFTER THE DELUGE: STATUE, LOS ANGELES (2007) € 40.000 - € 60.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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461<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
GEB. 1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
PAMELEA ANDERSON – STARS<br />
Digital C-Print auf Aluminium.<br />
112 x 152 cm.<br />
(1411067) (18)<br />
462<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
GEB. 1963 CONNECTICUT, USA<br />
SAINTS AND SINNERS. NEW YORK. 1999<br />
Digital C-Print auf Aluminium.<br />
155 x 122 cm.<br />
Verso offizieller Studioaufkleber, vom Künstler<br />
signiert, betitelt und datiert, Ed. 2/ 3<br />
(1411068) (18)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
BORN 1963 CONNECTICUT, USA<br />
SAINTS AND SINNERS. NEW YORK. 1999<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
BORN 1963 CONNECTICUT, USA<br />
PAMELEA ANDERSON – STARS<br />
Digital C-Print on aluminium.<br />
112 x 152 cm.<br />
€ 20.000 - € 30.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Digital C-Print on aluminium.<br />
155 x 122 cm.<br />
Official label by the studio, signed by the artist, titled,<br />
and dated, limited ed. 2/ 3.<br />
€ 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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463<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
GEB. 1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
Digital C-Print.<br />
101 x 152 cm.<br />
Edition 2/ 3.<br />
Auf Aluminiumplatte montiert.<br />
(1411064) (19)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
BORN 1963 CONNECTICUT, USA<br />
FACIAL<br />
Digital C-Print.<br />
101 x 152 cm.<br />
Limited edition no. 2/ 3.<br />
Mounted on aluminium panel.<br />
FACIAL € 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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464<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
GEB. 1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
NAOMI CAMPBELL – HAVE YOU SEEN ME?<br />
C-Print.<br />
183 x 231 cm.<br />
Verso etikettiert „David La Chapelle Studio“,<br />
nummeriert „2/ 3“.<br />
In schwarzem Holzrahmen.<br />
(1411066) (19)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
BORN 1963 CONNECTICUT, USA<br />
NAOMI CAMPBELL – HAVE YOU SEEN ME?<br />
C-Print.<br />
183 x 231 cm.<br />
Labelled “David LaChapelle Studio” on the back,<br />
limited edition no. “2/ 3”.<br />
In black wooden frame.<br />
€ 40.000 - € 60.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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105
465<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
Digital C-Print.<br />
152 x 101 cm.<br />
Edition 2/ 3.<br />
(1411065) (19)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
GISELLE THE FACE<br />
Digital C-Print.<br />
152 x 101 cm.<br />
Limited edition no. 2/ 3.<br />
Mounted on aluminium panel.<br />
GISELLE THE FACE € 20.000 - € 30.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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466<br />
MARIO TESTINO,<br />
GEB. 1954<br />
LIZ HURLEY<br />
Fotografie.<br />
155 x 124 cm.<br />
Hinter Plexiglas, in weißem Rahmen.<br />
(14110610) (18)<br />
MARIO TESTINO,<br />
BORN 1954<br />
LIZ HURLEY<br />
Photography.<br />
155 x 124 cm.<br />
Set behind acrylic glass in white frame.<br />
€ 25.000 - € 35.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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107
467<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
Digital C-Print.<br />
127 x 127 cm.<br />
Edition 2/ 3.<br />
Auf Aluminiumplatte montiert.<br />
(1411062) (19)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
AMANDA LEPORE AS LIZ IN RED<br />
Digital C-Print.<br />
127 x 127 cm.<br />
Limited edition no. 2/ 3.<br />
Mounted on aluminium panel.<br />
AMANDA LEPORE AS LIZ IN RED € 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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468<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
Der amerikanische Fotograf und Videokünstler David<br />
La Chapelle ist bekannt für seine hyperrealistischen,<br />
stark gesättigten und oftmals kontroversen Portraits<br />
von Prominenten. Im Laufe seiner produktiven Karriere<br />
hat er viele der bekanntesten Gesichter der Popkultur<br />
in einem humorvollen Stil abgelichtet, und die Elemente<br />
des Surrealismus und der Pop-<strong>Art</strong> vereint.<br />
Digital C-Print.<br />
152 x 101 cm.<br />
Verso auf offiziellem Studioaufkleber handsigniert und<br />
entsprechend identifiziert sowie nummeriert „2/ 3“.<br />
In Aluminium- und Glasrahmen.<br />
(1411063) (19)<br />
DAVID LA CHAPELLE,<br />
1963 CONNECTICUT, USA<br />
AMANDA AS MARILYN IN BLUE<br />
AMANDA AS MARILYN IN BLUE € 30.000 - € 50.000 (†)<br />
Digital C-Print.<br />
152 x 101 cm.<br />
Hand signed on official studio label on the reverse and<br />
respectively identified. Limited edition no. 2/ 3.<br />
Sistrix<br />
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109
469<br />
MICHAEL MÖBIUS,<br />
GEB. 1951 HARTHA<br />
MARILYN BUBBLEGUM<br />
Giclée-Druck auf Leinwand.<br />
168 x 118,5 cm.<br />
Rechts unten signiert, Edition „PP 2/3“.<br />
Freigestellt hinter Plexiglas in schwarzem Rahmen.<br />
(14110612) (18)<br />
MICHAEL MÖBIUS,<br />
BORN 1951 HARTHA<br />
MARILYN BUBBLEGUM<br />
Giclée print on canvas.<br />
168 x 118.5 cm.<br />
Signed lower right, edition “PP 2/3”.<br />
Freely mounted behind acrylic glass in black frame.<br />
€ 15.000 - € 25.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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470<br />
MICHAEL MÖBIUS,<br />
GEB. 1951 HARTHA<br />
BUBBLEGUM-AUDREY<br />
Giclée-Druck auf Leinwand.<br />
170 x 118,5 cm.<br />
Rechts unten signiert, Ed.“pp 2/5“.<br />
Freigestellt hinter Plexiglas in schwarzem Rahmen.<br />
(14110611) (18)<br />
MICHAEL MÖBIUS,<br />
BORN 1951 HARTHA<br />
BUBBLEGUM AUDREY<br />
Giclée print on canvas.<br />
170 x 118.5 cm.<br />
Signed lower right, limited edition “pp 2/5”.<br />
Freely set behind acrylic glass in black frame.<br />
€ 15.000 - € 25.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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111
471<br />
HELMUT NEWTON,<br />
1920 BERLIN – 2004 LOS ANGELES<br />
CYBER WOMAN, AUFLAGE 134/500, 2000<br />
Silbergelatineabzug.<br />
Höhe: 32,5 cm.<br />
Breite: 25 cm.<br />
Auf der Rückseite gestempelt, nummeriert<br />
und datiert.<br />
In elegantem schwarzen Rahmen.<br />
Die Fotografie ist Bestandteil von Helmut Newtons<br />
siebenteiliger „Cyber Women“-Serie, die im Jahr 2000<br />
entstanden ist. Aufgenommen im berühmten Hotel<br />
Chateau Mermont in Los Angeles steht das Werk<br />
exemplarisch für Newtons Bildsprache, die Erotik,<br />
Humor und Dekadenz vereint. Von jedem Foto wurden<br />
insgesamt 500 Exemplare hergestellt; die ersten<br />
100 sind von 1 bis 100 nummeriert und werden in<br />
Mappen zu je 7 Exemplaren präsentiert, die übrigen<br />
losen Exemplare sind von 101 bis 500 nummeriert.<br />
(14116212) (1) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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472<br />
HELMUT NEWTON,<br />
1920 BERLIN – 2004 LOS ANGELES<br />
NACKT, IN MEINEM HOTELZIMMER,<br />
MONTECARTINI, 1988<br />
Silbergelatineabzug.<br />
23,5 x 19 cm.<br />
Links oben signiert „Helmut Newton“.<br />
Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.<br />
Das Foto zeigt Ernesto Esposito und Frederica della<br />
Volpe. Nicht geöffnet.<br />
(14116213) (1) (10)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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113
19TH/20TH CENTURY<br />
P A I N T I N G S
473<br />
SSILJWESTR F. SCHTSCHEDRIN,<br />
1791 – 1830<br />
NAPOLI, RIVIERA DI CHIAIA<br />
Öl auf Leinwand.<br />
45,5 x 67 cm.<br />
Beigegebene eine Expertise von Dr. Ermanno Bellucci,<br />
Ehreninspektor des Ministeriums für Kultur, in Kopie.<br />
Das äußerst fein und detailreich gestaltete Gemälde<br />
stellt, wie die Expertise bestätigt, vermutlich eine von<br />
mehreren Wiederholungen des Originals dar, das in<br />
der renommierten Tretyakov-Galerie zu finden ist, abgebildet<br />
im Katalog bzw. im Tretyakov-Magazine, Ausgabe<br />
4, 2009 sowie 2011.<br />
Die Ansicht von Norden auf den Golf, mit dem Vesuv<br />
im Hintergrund, sehr reicher und akribisch wiedergegebener<br />
Figurenstaffage ist identisch mit der Fassung<br />
in Moskau. In der Expertise werden einige wenige Abweichungen<br />
genannt. Die Abmessungen der beiden<br />
Bilder sind identisch. Der Malstil und die Feinheit in<br />
der Behandlung der Gegenstände ist auch mit sämtlichen<br />
weiteren Werken von Schtschedrin durchaus<br />
vergleichbar.<br />
Der Maler war Sohn eines Bildhauers, der den Posten<br />
eines Rektors an der Akademie von St. Petersburg<br />
innehatte. Auch sein Onkel war Landschaftsmaler, bei<br />
dem er auch Unterricht nahm. 1800 wurde er Akademiemitglied,<br />
dann ausgezeichnet mit einer Großen Goldmedaille.<br />
Nach 1818 ging er im großfürstlichen Auftrag<br />
Romanows nach Neapel und Rom, wo er etliche äußerst<br />
qualitätvolle Landschaften und Stadtansichten<br />
schuf, so auch eine weitere Ansicht der Bucht von<br />
Chiaia in Neapel, 1819, während das vorliegende Motiv<br />
1826 entstand.<br />
SSILJWESTR F. SCHTSCHEDRIN,<br />
1791 – 1830<br />
RIVIERA DI CHIAIA IN NAPLES<br />
Oil on canvas.<br />
45.5 x 67 cm.<br />
Accompanied by an expert’s report by Dr Ermanno<br />
Bellucci, Honorary Inspector of the Ministry of Culture,<br />
in copy.<br />
According to the expert´s report, the very fine and<br />
detailed painting is one of several repetitions of a<br />
painting held at the Tretyakov Gallery, shown in the<br />
catalogue and in the Tretyakov Magazine, Issue 4,<br />
2009 and 2011.<br />
Literature:<br />
L. A. Markina, O dolce Napoli, exhibition catalogue,<br />
Moscow 2011, pp. 32-33.<br />
€ 50.000 - € 70.000<br />
Sistrix<br />
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Literatur:<br />
L.A. Markina, O dolce Napoli, Ausstellungskatalog,<br />
Moskau 2011, S. 32-33. (1410311) (11)<br />
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117
474<br />
KARL KAUFMANN,<br />
GENANNT „J. ROLLIN“<br />
SOWIE „C. VON ERLACH“,<br />
1843 NEUPLACHOWITZ – 1902/05 WIEN<br />
Der Maler war Schüler der Wiener Akademie, bereiste<br />
sowohl den Norden Europas als auch des Öfteren in<br />
Italien, wo zahlreiche seiner Werke entstanden.<br />
VENEZIANISCHE VEDUTE MIT SANTA MARIA<br />
DELLA SALUTE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
69 x 110 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „C. Kaufmann<br />
1894“.<br />
In á jour gearbeitetem, vergoldeten Rahmen mit<br />
Rocaillebesatz.<br />
KARL KAUFMANN,<br />
ALSO KNOWN AS “J. ROLLIN”<br />
AND “C. VON ERLACH”,<br />
1843 NEUPLACHOWITZ – 1902/05 VIENNA<br />
VIEW OF VENICE WITH SANTA MARIA<br />
DELLA SALUTE<br />
Oil on canvas.<br />
69 x 110 cm.<br />
Signed and dated “C. Kaufmann 1894” lower right.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Breit liegt die Mündung des Canal Grande dar, umliegende<br />
Bauten spiegeln sich teils deutlich in dem<br />
Gewässer, das von Gondeln, Ausflugsbooten und<br />
Handelsschiffen belebt wird – die Dampfschiffe haben<br />
im 19. Jahrhundert auch die Lagunenstadt erobert.<br />
Rechts, sich klar vor dem Horizont abzeichnend, die<br />
Kuppel von Santa Maria della Salute sowie des Punto<br />
della Dogana.<br />
(1410775) (4) (13)<br />
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475<br />
FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />
1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />
Der Künstler war ein Tiroler Landschaftsmaler. Nach<br />
seinem Studium an der Akademie der Bildenden<br />
Künste in München war er von 1860 bis 1864 Schüler<br />
der Düsseldorfer Akademie unter Andreas Achenbach<br />
(1815-1910) und später Privatschüler von Oswald<br />
Achenbach (1827-1905). Gegen Ende der 1860er-Jahre<br />
bereiste er auch das südliche Italien, wo er zahlreiche<br />
Gemälde schuf. Die sonnigen Küstenlandschaften der<br />
Adria, aber auch Venedig, wurden für Unterberger<br />
bald zum Mittelpunkt seines künstlerischen Schaffens.<br />
KÜSTENSTÜCK VOR NEAPEL<br />
Öl auf Leinwand.<br />
75 x 146 cm.<br />
Links unten signiert „F.R. Unterberger“.<br />
Ungerahmt.<br />
Küstenstück vor Neapel mit angelandeten Fischerbooten<br />
und sanft an den Sandstrand schwappenden<br />
Wellen. Im Hintergrund die in den dunstigen Wolken<br />
verschwimmenden Umrisse des Vesuv. Das hier angebotene<br />
Gemälde in repräsentativem Format beeindruckt<br />
durch seine strahlende Farbigkeit und die<br />
Übersetzung der mittäglichen Sommerermattung der<br />
neapolitanischen Hafenbevölkerung.<br />
(14014817) (13)<br />
FRANZ RICHARD UNTERBERGER,<br />
1838 INNSBRUCK – 1902 NEUILLY<br />
COASTAL AREA OF NAPLES<br />
Oil on canvas.<br />
75 x 146 cm.<br />
Signed “F.R. Unterberger” lower left.<br />
€ 60.000 - € 90.000<br />
Sistrix<br />
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476<br />
TANCRÈDE DE LA BOUÈRE,<br />
1801 JALLAIS – 1881 LA TRONCHE<br />
KARDINAL IPPOLITO IM PARK DER VILLA<br />
D’ESTE, UM 1840<br />
Öl auf Leinwand.<br />
101,5 x 169,8 cm.<br />
Der Rahmen mit Plakette den Namen des Künstlers<br />
nennend.<br />
In vergoldetem Kehlrahmen.<br />
Tancrède Gazeau de la Bouère beginnt eine militärische<br />
Karriere als Hauptmann im Generalstab während der<br />
Algerien-Expedition im Jahr 1830. Er erwägt auch eine<br />
Karriere als Maler und stellt 1827 auf dem Salon de<br />
Paris eine Ansicht der Pyrenäen aus. Er gehört zur<br />
Generation der reisenden Maler und interessiert sich<br />
besonders für antike archäologische Stätten (Tempel<br />
von Luxor, 1836, Metropolitan Museum of <strong>Art</strong>, New<br />
York) sowie für römische und italienische Landschaften.<br />
Unser Gemälde historisiert den prächtigen manieristischen<br />
Palast der Villa d’Este durch eine belebte Szene<br />
aus dem 16. Jahrhundert. Der Maler stellt den Kardinal<br />
Ippolito d’Este (1509-1572), Gouverneur von Tivoli und<br />
Auftraggeber dieses Meisterwerks von Ligorio, um<br />
einen der Brunnenbecken im Park dar. Reliefartiger<br />
Auftrag der Farben, wodurch die Wasserströme des<br />
Brunnens und die auskragenden Schirmpinien glaubhaft<br />
in den Betrachterraum zu gleiten scheinen.<br />
Anmerkung:<br />
Im Musée des Beaux-<strong>Art</strong>s in Tours wird ein sehr<br />
schönes, ähnlich stimmungsvolles Gemälde des<br />
Künstlers verwahrt (Campagne de Rome, La moisson,<br />
Sammlung des Louvre Paris), das ebenfalls durch<br />
seine Polychromität besticht, die ein aus sich Herausstrahlen<br />
der Ockertöne suggeriert.<br />
Literatur:<br />
Explication des ouvrages de peinture, sculpture, architecture,<br />
gravure et lithographie des artistes vivants,<br />
exposés au Musée Royal le 15 mars 1842, Paris,<br />
Vinchon, 1842, S. 129, Nr. 1080. Dort unter dem Titel:<br />
„Vue prise de la Villa d’Est à Tivoli und mit der Pariser<br />
Wohnadresse des Künstlers, ohne Abbildung.<br />
Vgl. Théophile Lamathière, Panthéon de la Légion<br />
d’Honneur, Bd. X, Paris ohne Datum, S. 193.<br />
Vgl. Christian Omodeo, L’<strong>Art</strong> français et une capitale<br />
en declin? Peindre et exposer à Rome entre 1803 et<br />
1840, Bd. 3, 2011, S. 101-116.<br />
Vgl. H. Join, Notice des peintures, S. 43, Nr. 178.<br />
(1410161) (3) (13)<br />
TANCRÈDE DE LA BOUÈRE,<br />
1801 JALLAIS – 1881 LA TRONCHE<br />
CARDINAL IPPOLITO IN THE PARK OF VILLA<br />
D’ESTE, CA. 1840<br />
Oil on canvas.<br />
101.5 x 169.8 cm.<br />
Literature:<br />
Explication des ouvrages de peinture, sculpture, architecture,<br />
gravure et lithographie des artistes vivants,<br />
exposés au Musée Royal le 15 mars 1842, Paris,<br />
Vinchon, 1842, p. 129, no. 1080.<br />
Listed there under the title: “Vue prise de la Villa<br />
d’Est à Tivoli” with the artist´s Paris address, without<br />
illustration.<br />
cf. Théophile de Lamathière, Panthéon de la Légion<br />
d’Honneur, X, Paris, n.d., p. 193.<br />
cf. Christian Omodeo, L’<strong>Art</strong> français et une capitale<br />
en declin? Peindre et exposer à Rome entre 1803 et<br />
1840, Romantisme, 3, 2011, pp. 101-116.<br />
cf. H. Join, Notice des peintures, p. 43, no. 178.<br />
€ 20.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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477<br />
IPPOLITO CAFFI,<br />
1809 BELLUNO – 1866 LISSA<br />
Der Maler erhielt seine Lehre in Beluno sowie bei<br />
seinem Cousin Pietro Paoletti (1801-1847) in Padua.<br />
Ab 1827/29 an der Akademie in Venedig bei Tranquillo<br />
Orsi (1771-1845) und Teodoro Matteini (1754-1831),<br />
bevor er 1832 nach Rom ging, 1839 nach Mailand,<br />
sowie 1840 nach Triest und Venedig. Durch die Kriegswirren<br />
mehrfach inhaftiert, zog er sich 1855 nach<br />
Rom zurück, lebte aber 1858 wieder in Venedig. 1866<br />
befand er sich an Bord eines italienischen Kriegsschiffes,<br />
das in der Seeschlacht von Lissa versenkt<br />
wurde, wo er auch seinen Tod fand. Seinen großen<br />
Erfolg verdankt er 1855 einem seiner Werke auf der<br />
Pariser Weltausstellung. Durch sein patriotisches Engagement<br />
für Italien entstanden zahlreiche Gemälde in<br />
Zusammenhang mit den Freiheitskriegen, wie etwa<br />
„Die Bombardierung Margheras“ durch die österreichische<br />
Armee 1849. Aufgrund seiner hervorragenden<br />
Malqualität und der meist stimmungsvollen Wiedergabe,<br />
zählt Caffi zu den gefragtesten und bedeutensten<br />
Malern des italienischen Realismus.<br />
NÄCHTLICHER KARNEVAL IN ROM<br />
Öl auf Leinwand.<br />
68 x 93 cm.<br />
Rechts unten signiert auf einer Treppenstufe.<br />
Beigegeben eine Expertise von Dr. Annalisa Scarpa,<br />
vom 26. Februar 2020, in Kopie.<br />
„I moccoletti“ – die letzte Stunde im Karneval. Das<br />
imposante Gemälde dokumentiert den letzten Höhepunkt<br />
des römischen Karnevals in der Nacht des Faschingsdienstags,<br />
an dem die gesamte Bevölkerung<br />
der Stadt kostümiert und mit Masken teilgenommen<br />
hat. Als „moccoletti“ wurden die Laternen oder Lichter<br />
bezeichnet, die jeder mit sich führte. Das traditionelle<br />
Spiel bestand in dieser letzten Karnevalsstunde<br />
aus dem Versuch eines jeden, das Licht eines anderen<br />
zu löschen, der dann die Maske abzunehmen<br />
hatte, was nicht selten zu Überraschungen führte. Vor<br />
allem den Corso füllte ein Lichterstrom von tausenden<br />
Laternen und Lampions, wie hier gezeigt.<br />
Diese jährlich einmalige Situation hat den 1835 aus<br />
Belluno nach Rom gezogenen Maler verständlicherweise<br />
derart angeregt, dass er im Laufe der Jahre um<br />
1840 nicht weniger als etwa vierzig solcher Ansichten<br />
schuf, manche sind bislang noch nicht aufgetaucht.<br />
Die erste Version entstand 1837. Er selbst hat sich<br />
schriftlich anlässlich der Ausstellung des ersten solchen<br />
Werkes in der Akademie schriftlich geäußert. In<br />
seinem Brief an Antonio Tessari vom 14. August 1837<br />
hat er seine überwältigenden Eindrücke beschrieben,<br />
wie jedes Fenster erleuchtet und mit Teppichen geschmückt<br />
war, Prunkkarossen und Fahnen sich durch<br />
die Menschenmenge schoben.<br />
Bemerkenswert ist, dass Caffi keines seiner Bildwiederholungen<br />
identisch schuf. Jedes dieser Gemälde<br />
weist erstaunlicherweise völlig neue Aspekte und Detailbeobachtungen<br />
auf. Der Zeitgenosse Caffis, Pietro<br />
Selvatico, bemerkte das bereits 1841.<br />
Hier im Bild hat Caffi eine stimmungsbedingte Steigerung<br />
erzeugt – vom dunkler gehaltenen Vordergrund<br />
mit den kostümierten, zum Teil orientalisch gekleideten<br />
Festteilnehmern – bis hin zu einem turbulenten Aufleuchten<br />
in der Mitte des Geschehens. Der Maler vermochte<br />
die Dramatik der letzten Nacht des Festes<br />
überzeugend zu veranschaulichen, mit einem im Hintergrund<br />
zum Festabschluss aufspritzenden Feuerwerk.<br />
Caffi, der seine Ausbildung an der Akademie Venedig<br />
erhielt, wechselte häufig seine Wirkungsorte, wie<br />
Mailand, Triest, Venedig, Neapel oder eben Rom. 1843<br />
folgten Orientreisen, 1848 beteiligte er sich am Unabhängigkeitskrieg<br />
gegen Österreich unter Garibaldi. 1849<br />
entstand seine „Bombardierung Margheras“, wobei<br />
er hier den Feuerschein in der Nacht des 24. Mai dokumentierte.<br />
1866 fand er den Tod als Kriegsmaler auf<br />
dem Schiff Re d‘Italia, das bei Lissa versenkt wurde.<br />
(1411054) (11)<br />
IPPOLITO CAFFI,<br />
1809 BELLUNO – 1866 LISSA<br />
NOCTURNAL CARNIVAL IN ROME<br />
Oil on canvas.<br />
68 x 93 cm.<br />
Signed on step lower right.<br />
Accompanied by an expert‘s report by Dr Annalisa<br />
Scarpa, dated 26 February 2020, in copy.<br />
“I moccoletti” shows the last hour of the carnival. The<br />
impressive painting documents the last climax of the<br />
Roman carnival on the night of Shrove Tuesday, in<br />
which the entire population of the city participated in<br />
costumes and wearing masks.<br />
€ 170.000 - € 200.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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478<br />
FRANCESCO ZANIN,<br />
UM 1824 – 1884 VENEDIG, ZUG.,<br />
ZWISCHEN 1851 – 1888 IN VENEDIG TÄTIG.<br />
Der Maler wurde aufgrund seiner beliebten und qualitätvollen<br />
Bilder der „Canaletto des 19. Jahrhunderts“<br />
genannt.<br />
Gemäldepaar<br />
GONDEL–REGATTA AUF DEM CANAL GRANDE<br />
sowie<br />
FESTSCHIFF MIT ORIENTALISCH GEKLEIDETER<br />
BESATZUNG ANLÄSSLICH DER REGATTA<br />
Öl auf Leinwand.<br />
28 x 41,5 cm.<br />
Das Gegenstück zeigt eine weitere Situation des Festereignisses,<br />
jedoch im Kanalverlauf bereits näher der<br />
Dogana. Hier bildet eine geschmückte Barke das<br />
Hauptaugenmerk. Die Personen darin sind orientalisch<br />
gekleidet, unter türkischen Baldachinschirmen, Bug und<br />
Heck mit großem, federartigen Schmuck versehen. Ob<br />
es sich um verkleidete Venezianer handelt, oder um<br />
orientalische Besucher des Festes, muss offenbleiben.<br />
Das Gemälde entspricht weitgehend einer Ansicht<br />
Zanins mit denselben Gebäudeansichten, jedoch<br />
ohne die Festbarke und die ausgehängten Teppiche an<br />
den Fenstern (Auktion Christie‘s September 2016).<br />
(1410692) (11)<br />
Das erstgenannte Bild dokumentiert eine Gondel-<br />
Regatta, auf dem Canal Grande, gerahmt von Palazzi,<br />
mit einer eine Unzahl von Personen sowie geschmückten<br />
Barken. Die Aufmerksamkeit gilt den nach hinten<br />
ziehenden Gondeln, die um die Wette rudern. Den<br />
unteren Bildrand hat der Maler geschickt mit Kähnen<br />
belebt.<br />
In der Vedutenmalerei Venedigs ist dieses Thema selten<br />
dokumentiert worden. Seit 1315 fanden jährlich am 2.<br />
Februar, dem Fest der „Purificatione della Vergine“<br />
diese Regatten statt, beginnend an der Punta di Sant‘<br />
Antonio bis hin zu Santa Croce. Eine vergleichbare<br />
Sicht auf das Ereignis findet sich im Stichwerk von<br />
Visentini (Museo Diocesano Tridentino); ein Ölgemälde<br />
von Canaletto desselben Inhalts befindet sich in der<br />
Royal Trust-Collection London.<br />
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FRANCESCO ZANIN,<br />
CA. 1824 – 1884 VENICE, ATTRIBUTED<br />
A pair of paintings<br />
GONDOLA REGATTA ON THE GRAND CANAL<br />
and<br />
FESTIVAL BOAT WITH CREW IN ORIENTAL<br />
ATTIRE ON THE OCCASION OF THE REGATTA<br />
Oil on canvas.<br />
28 x 41.5 cm.<br />
€ 26.000 - € 28.000<br />
Sistrix<br />
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129
479<br />
GIUSEPPE PONGA,<br />
1856 CHIOGGIA – 1925 VENEDIG, ZUG.<br />
VEDUTE MIT DOGENPALAST UND PIAZETTA<br />
Öl auf Leinwand.<br />
117 x 196 cm.<br />
Rahmen mit den Namen des genannten Künstlers<br />
nennender Plakette.<br />
In ornamental verziertem, vergoldeten Rahmen.<br />
Ruhig liegt die Mündung des Canal Grande vor dem<br />
Betrachter und in flottem Pinselduktus ist nicht nur<br />
die hinten abschließende Kirche Santa Maria Salute<br />
und die gegenüber liegende Piazetta mit der Markusund<br />
Georgssäule, sondern auch der Dogenpalast mit<br />
einer reichen Figurenstaffage, die in ihrer teils tänzelnden<br />
Bewegtheit dem Pinselstrich des bekannten<br />
Malers entspricht.<br />
(14007617) (13)<br />
GIUSEPPE PONGA,<br />
1856 CHIOGGIA – 1925 VENICE, ATTRIBUTED<br />
VIEW OF THE DOGE‘S PALACE AND PIAZZETTA<br />
IN VENICE<br />
Oil on canvas.<br />
117 x 196 cm.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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480<br />
GIUSEPPE BERNARDINO BISON,<br />
1762 PALMANOVA – 1844 MAILAND<br />
Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus,<br />
er studierte in Brescia und befasste sich mit<br />
dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87-1562).<br />
Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium<br />
unter Giovanni Antonio Canal (1697-1768)<br />
fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von<br />
Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und<br />
Paestum führten. Mit seinen Venedigveduten begründete<br />
Bison ein kommerzielles Genre, um der Nachfrage<br />
von Touristen und Sammlern nachzukommen. Neben<br />
zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische<br />
Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen<br />
sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion<br />
hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts<br />
arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio<br />
Selva zusammen, so etwa für die Dekorationen des<br />
inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di<br />
Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte<br />
Werke von Guardi und Gian Domenico Tiepolo (1727-<br />
1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich<br />
nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach<br />
Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.<br />
ANKUNFT DES FRANZÖSISCHEN BOTSCHAFTERS<br />
Öl auf Kupfer.<br />
20 x 27,5 cm.<br />
In vergoldetem, ornamentreliefierten Rahmen.<br />
Beigegeben ein Gutachten von Dario Succi, Gorizia,<br />
ohne Datum, in Kopie. Von diesem der Hand des genannten<br />
Künstlers zugeordnet.<br />
Am 5. November 1726 erreichte der Französische<br />
Botschafter König Ludwig XV, Jacques-Vincent Languet,<br />
Comet de Gergy (1675-1734) Venedig und blieb<br />
bis zum 28. Oktober 1731 in der Stadt. Ganz im Vordergrund<br />
sind die vergoldeten und aufwändig mit<br />
Schnitzwerk verzierten Gondeln des Botschafters zu<br />
erkennen. Die bedeutendsten Bauwerke Venedigs<br />
ließen sich damit ins Bild bringen: der Dogenpalast<br />
rechts mit der anschließenden Piazzetta und den beiden<br />
Säulen, die Bibliothek des Sansovino, aber auch die am<br />
gegenüberliegenden Ufer des Canal Grande stehende<br />
Kirche Santa Maria della Salute. Diese Gebäude rahmen<br />
die fast unüberschaubare Menge der Figuren und<br />
heranziehenden Gondeln, aber auch großen Segelschiffen,<br />
die die Anwesenheit von Besuchern aus<br />
weiterer Ferne andeuten. Das Gemälde basiert, wie<br />
auch eine weitere Wiederholung, die sich 1939 in der<br />
Sammlung Dimitri Tziracopoulo in Berlin befand, auf<br />
einem Gemälde von Canaletto, das 1727 als Auftragsarbeit<br />
des Botschafters entstand, in den Besitz der<br />
Zarin Katharina II gelangte und sich nun in der Eremitage<br />
St. Petersburg befindet.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Susan Tipton, Diplomatie und Zeremoniell in<br />
Botschafterbildern von Carlevarijs und Canaletto,<br />
RIHA Journal 0008, 01. Oktober 2010.<br />
(1411251) (3) (13)<br />
GIUSEPPE BERNARDINO BISON,<br />
1762 PALMANOVA – 1844 MILAN<br />
THE ARRIVAL OF THE FRENCH AMBASSADOR<br />
Oil on copper.<br />
20 x 27.5 cm.<br />
Accompanied by an expert‘s report by Dario Succi,<br />
Gorizia, n.d., in copy. Succi identifies the artist as<br />
the creator of this painting.<br />
Literature:<br />
cf. Susan Tipton, Diplomatie und Zeremoniell in<br />
Botschafterbildern von Carlevarijs und Canaletto,<br />
RIHA Journal 0008, 1 October 2010.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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131
481<br />
GIUSEPPE BORSATO,<br />
1774 VENEDIG – 1849 EBENDA, ZUG.<br />
Der in Venedig zunächst als Bühnenbildner und Dekorationsmaler<br />
gearbeitet hatte, auch für das Teatro La<br />
Fenice, verlegte sich alsbald auf die Vedutenmalerei,<br />
wobei er in der späten Stilnachfolge des älteren Canaletto<br />
wirkte. Etliche seiner Werke, wie etwa „Molo di<br />
San Marco sotto la neve“ (Pinacoteca di Brescia) von<br />
1833, gelangten auch in öffentliche Sammlungen, wie<br />
das Musée Marmotton, Paris. Weitere Werke seiner<br />
Hand befinden sich in verschiedenem Besitz, darunter<br />
der Kirche San Maurizio, die Sta. Chiara, im Salon Napoleonico<br />
oder im Museo Correr.<br />
VENEDIGVEDUTE MIT MARKUSPLATZ<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
73 x 118 cm.<br />
Verso mit wohl übertragener Signatur und Datierung<br />
„1848“.<br />
In vergoldetem Kehlrahmen.<br />
Die Ansicht ist von der Kanalseite her gegeben.<br />
Mächtig erscheint die flächige Fassade des Dogenpalastes<br />
ins Bild gerückt, im Hintergrund der Platztiefe<br />
die Markuskirche und der danebenstehende Glockenturm.<br />
Campanile und Säulen fungieren, in dem vorliegenden<br />
Gemälde, geschickt positioniert, als kompositionelles<br />
Gegengewicht. Bemerkenswert ist die<br />
Präsentation der Fassadenfläche des Palastes, wodurch<br />
die Säulenarkaden, die Rasterdekoration und<br />
Quadratur des Obergeschoßes in seltener Genauigkeit<br />
und Präzision wiedergegeben werden. Links die größtenteils<br />
verschattete Bibliotheca, auf der Piazetta<br />
reich ausgestaltete Personenstaffage nebst Tauben,<br />
den Hintergrund horizontal abschließend der Torre dell‘orologio,<br />
der bereits in den letzten Jahren des 15.<br />
Jahrhunderts errichtet wurde. Die Figuren auf dem<br />
Gemälde machen deutlich, dass Borsato vor allem<br />
auch als Szenograph und Bühnenbildner etwa für das<br />
Teatro La Fenice Berühmtheit erlangte.<br />
(1411231) (13)<br />
GIUSEPPE BORSATO,<br />
1774 VENICE – 1849 IBID., ATTRIBUTED<br />
VIEW OF VENICE WITH SAINT MARK‘S SQUARE<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
73 x 118 cm.<br />
€ 40.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
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133
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482<br />
ANTONIO MANCINI,<br />
1852 ALBANO LAZIALE – 1930 ROM<br />
Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der<br />
italienischen <strong>Modern</strong>e. Nach lobendem Urteil über<br />
seine Jugendzeichnungen durch Domenico Morelli<br />
(1823-1901) wurde er bereits mit zwölf Jahren an<br />
der Kunstakademie in Napoli aufgenommen. Bereits<br />
18-jährig stellte er unter großem Beifall im Salon du<br />
Paris aus. Mancini war Mitglied der Verismo-Bewegung.<br />
Er begab sich 1877 nach Frankreich, wo er<br />
Édouard Manet (1832-1883) und Edgar Degas (1834-<br />
1917) kennenlernte, später war er eng befreundet mit<br />
John Singer Sargent (1856-1925) in London.<br />
PORTRAIT EINES ITALIENISCHEN JUNGEN<br />
Öl auf Leinwand.<br />
67 x 50 cm.<br />
Rechts unten signiert „A. Mancini“.<br />
In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.<br />
Vor einem Hintergrund in diversen rötlichen Farbtönen<br />
das Halbbildnis eines Jungen mit schwarzem<br />
breitem Hut, der neben weißen Federn mit goldenen<br />
Anhängern verziert ist. Er trägt eine dunkle Jacke mit<br />
weißem Spitzentuch um den Hals und Spitze am Armende<br />
der Jacke. In seiner linken Hand hält er eine<br />
<strong>Art</strong> Bambusstock. Er hat ein gebräuntes Gesicht, einen<br />
leicht geöffneten Mund und mit seinen glänzenden<br />
dunklen Augen schaut er seitlich aus dem Bild<br />
heraus. Das Bildnis vorgeführt in virtuoser, stark pastoser,<br />
dem Impressionismus naher Pinselführung,<br />
eine flirrende Atmosphäre vermittelnd.<br />
Der Maler zählt zu den bedeutendsten Künstlern der<br />
italienischen <strong>Modern</strong>e. Nach lobendem Urteil über<br />
seine Jugendzeichnungen durch Domenico Morelli<br />
(1823-1901) wurde er bereits mit zwölf Jahren an der<br />
Kunstakademie in Napoli aufgenommen. Bereits<br />
18-jährig stellte er unter großem Beifall im Salon du<br />
Paris aus. Mancini war Mitglied der Verismo-Bewegung.<br />
Er begab sich 1877 nach Frankreich, wo er<br />
Édouard Manet (1832-1883) und Edgar Degas (1834-<br />
1917) kennenlernte, später war er eng befreundet mit<br />
John Singer Sargent (1856-1925) in London.<br />
(1411695) (18)<br />
ANTONIO MANCINI,<br />
1852 ALBANO LAZIALE – 1930 ROME<br />
PORTRAIT OF AN ITALIAN BOY<br />
Oil on canvas.<br />
67 x 50 cm.<br />
Signed “A. Mancini” lower right.<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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483<br />
VENEZIANISCHER MALER,<br />
IN DER ART DES GIOVANNI ANTONIO CANAL<br />
VEDUTE VON VENEDIG MIT DEM MARKUSBECKEN<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
49,5 x 98,5 cm.<br />
Malerischer Blick über den Canal Grande mit wenigen<br />
Booten auf das belebte Ufer mit dem Dogenpalast,<br />
dem Markusdom und dem Campanile unter hohem<br />
hellblauen Himmel mit nur wenigen Wolken.<br />
(1411144) (3) (18)<br />
SCHOOL OF VENICE,<br />
IN THE STYLE OF GIOVANNI ANTONIO CANAL<br />
VIEW OF VENICE WITH SAINT MARK’S BASIN<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
49.5 x 98.5 cm.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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135
484<br />
FRANCESCO ZANIN,<br />
UM 1824 – 1884 VENEDIG, ART DES<br />
VENEDIG – DIE ABFAHRT DES BUCINTORO<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
39 x 55 cm.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Blick von erhöhtem Standpunkt auf Venedig mit der<br />
Abfahrt des Bucintoro von San Marco zu Wasser nach<br />
San Nicolò del Lido mit großer, festlichen Begleitung. Im<br />
Vordergrund am Ufer zahlreiche, vornehm gekleidete<br />
Figuren, das prachtvolle Schiff des Dogen und die zahlreichen,<br />
mit Figuren besetzten Gondeln, die es begleiten<br />
betrachtend. Detailreiche Malerei unter hohem<br />
blau-grauem Himmel.<br />
Anmerkung:<br />
Die Darstellung dürfte sich auf Christi Himmelfahrt<br />
beziehen, auf den Tag, an dem der Doge mit seinem<br />
gold glänzenden Staatsschiff, auch „Goldene Barke“<br />
genannt, traditionell den Molo verlässt, um auszufahren,<br />
um die symbolische Hochzeit von Venedig<br />
und dem Meer zu zelebrieren.<br />
(14111410) (3) (18)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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485<br />
ANTONIETTA BRANDEIS,<br />
1849 MISCOCON, GALIZIEN – 1910 VENEDIG,<br />
Antonietta Brandeis studierte in Prag und ab 1867<br />
als erste Frau an der Akademie in Venedig bei Michelangelo<br />
Grigoletti (1801-1870). Sie blieb in Italien wohnen<br />
und malte überwiegend Veduten verschiedener<br />
italienischer Städte.<br />
Gemäldepaar<br />
VENEDIGVEDUTEN<br />
Öl auf Holz.<br />
22 x 32 cm.<br />
Rechts unten signiert „ABrandeis“ (in Ligatur).<br />
In gekehltem Rahmen.<br />
Blick auf die Kirche Santa Maria della Salute über den<br />
Canal Grande auf die Punta della Dogana, die sich an<br />
der Spitze der Insel Dorsoduro befindet. Gut zu erkennen<br />
der Turm, an dessen Spitze die Skulptur der Erdkugel<br />
steht. Dahinter die Kirche Santa Maria della<br />
Salute mit ihrer mächtigen Kuppel. An der Anlage<br />
selbst haben, auf dem ruhigen Wasser mit zahlreichen<br />
Spiegelungen, einige Boote und eine Gondel angelegt.<br />
Harmonische Malerei in weicher Farbgebung<br />
unter hohem, sommerlich blauen Horizont. Das andere<br />
Gemälde führt den Blick über das ruhige Wasser des<br />
Canal Grande mit einer Gondel auf die Chiesa di San<br />
Giorgio mit dem hohen, rötlichen Glockenturm.<br />
(1410211) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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486<br />
GIOVANNI GRUBACS,<br />
1829 VENEDIG – 1919 POLA<br />
Mit Giovanni Grubacs entwickelte sich die Vedutenmalerei<br />
in Venedig fort, welche bereits Jahrhunderte<br />
vorher begann. Grubacs hatte sich auf gemalte Ansichten<br />
Venedigs spezialisiert und wurde dafür gefeiert.<br />
Geprägt wurde er vor allem durch Maler wie Francesco<br />
Guardi (1712-1793) und Canaletto (1697-1768) und<br />
übersetzte die Vedutenmalerei seiner Vorgänger in<br />
den Geschmack des 19. Jahrhunderts.<br />
Gemäldepaar<br />
BLICK AUF DEN DOGEN PALAST<br />
und<br />
DIE SEUFZERBRÜCKE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
Je 23,3 x 17,7 cm.<br />
Eines links unten signiert.<br />
In vergoldeten, geschnitzten Holzrahmen.<br />
Seitlicher Blick auf den berühmten Dogenpalast mit<br />
flanierenden Figuren, sowie auf die sonnenbeschienene<br />
Seufzerbrücke unter hellblauem Himmel mit<br />
eleganten Herren mit Zylinder und Damen in langen<br />
Kleidern mit Biedermeier-Strohhut. Malerische Ansichten<br />
in der typischen Manier des bekannten Künstlers.<br />
(1411051) (18)<br />
GIOVANNI GRUBACS,<br />
1829 VENICE – 1919 POLA<br />
A pair of paintings<br />
VIEW OF THE DOGE’S PALACE<br />
and<br />
BRIDGE OF SIGHS<br />
Oil on canvas.<br />
23.3 x 17.7 cm each.<br />
One signed lower left.<br />
€ 18.000 - € 20.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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137
487<br />
HEINRICH KARL JÄCKEL,<br />
TÄTIG 1842 – 1876<br />
VEDUTE VON VENEDIG MIT DER RIALTOBRÜCKE<br />
HEINRICH KARL JÄCKEL,<br />
1840 – 1876<br />
VIEW OF VENICE WITH RIALTO BRIDGE<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
81 x 121 cm<br />
Rechts unten signiert „Henry. Jaeckel“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
Das Gemälde ist das Werk eine Malers mit deutlich<br />
romantisch-traditionalistischer Prägung. Im Zentrum<br />
die noch im Schatten liegende, berühmte Rialtobrücke<br />
über dem Canal Grande. Rechts das belebte<br />
Ufer mit zahlreichen Figuren, darunter einige Händler,<br />
die ihre Waren anbieten. Zudem führen einige Treppenstufen<br />
zu den am Ufer ankernden Booten und einer<br />
Gondel. Unter der Brücke hindurch geht der Blick auf<br />
prachtvolle, von der Sonne beschienene Gebäude der<br />
Stadt. Malerische, stimmungsvolle und detailreiche<br />
Darstellung in der Manier des Künstlers.<br />
(1410641) (18)<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
81 x 121 cm<br />
Signed “Henry. Jaeckel” lower right.<br />
€ 23.000 - € 28.000<br />
Sistrix<br />
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139
488<br />
FRANZ XAVER WINTERHALTER,<br />
1805 MENZENSCHWAND/ SCHWARZWALD –<br />
1873 FRANKFURT AM MAIN<br />
PORTRAIT DER EUGENIE, VISCOUNTESS ESHER,<br />
GEB. MAYER (1814 – 1904)<br />
Öl auf Leinwand. Altdoubliert.<br />
65,4 x 54 cm (im Hochoval).<br />
Links mittig signiert, ortsbezeichnet und datiert<br />
„F Winterhalter. Paris 1852.“.<br />
In hochovalem, vergoldeten Prunkrahmen.<br />
Vor neutralem beigen, von unten nach oben aufhellendem<br />
Hintergrund das bezaubernde Halbportrait der<br />
jungen Frau, mit einer dreireihigen, imposanten Perlenkette<br />
um den Hals, die sie zart mit ihrer linken Hand<br />
berüht. Zudem trägt sie ein Armband mit Perlen um<br />
dieses Handgelenk und einen Ring. Sie trägt ein elegantes,<br />
fast schulterfreies Kleid, das nach unten fällt<br />
und mit Armschleife und zarter Spitze ausgestattet<br />
ist. Ihren Kopf mit dem wohlfrisierten schwarzen Haar<br />
mit Mittelscheitel, hat sie leicht geneigt und mit ihren<br />
dunklen Augen blickt sie würdevoll aus dem Bild heraus.<br />
Winterhalter, bekannt für seine Portraits der europäischen<br />
Aristokratie, fängt mit feinen Details und sorgfältiger<br />
Darstellungsweise die Eleganz ein, die zeitlose<br />
Raffinesse seines Themas.<br />
Provenienz:<br />
Christie‘s, 15. Dezember 2022, Lot 151.<br />
William Balliol Brett, 1. Viscount Esher (1815-1899).<br />
FRANZ XAVER WINTERHALTER,<br />
1805 MENZENSCHWAND/ BLACK FOREST –<br />
1873 FRANKFURT ON THE MAIN<br />
PORTRAIT OF EUGENIE, VISCOUNTESS ESHER,<br />
NÉE MAYER (1814 – 1904)<br />
Oil on canvas. Old relining.<br />
In upright oval: 65.4 x 54 cm.<br />
Signed, place name and dated “F Winterhalter.<br />
Paris 1852.” at centre left.<br />
In upright oval, magnificent gilt frame.<br />
Provenance:<br />
Christie’s, 15 December 2022, lot 151.<br />
William Balliol Brett, 1st Viscount Esher (1815-1899).<br />
Notes:<br />
Balliol Brett‘s was not elevated into peerage as Lord<br />
Esher until 1885 and so the painting was originally<br />
known as Portrait of Mrs Balliol Brett. The portrait<br />
was also exhibited under this title in 1853 at the<br />
Royal Academy in London (no. 96), making it one<br />
of only three portraits that Winterhalter exhibited<br />
at the Royal Academy.<br />
€ 50.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Anmerkung:<br />
Baliol Bretts Erhebung in den Adelsstand als Lord<br />
Esher erfolgte erst 1885 und daher war das Gemälde<br />
ursprünglich als Portrait von Mrs Baliol Brett bekannt.<br />
Unter diesem Titel wurde das Portrait auch 1853 in<br />
der Royal Academy in London ausgestellt (Nr. 96)<br />
und war damit eines der drei einzigen Portrait, die<br />
Winterhalter in der Royal Academie ausstellte.<br />
(1410602) (18)<br />
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489<br />
JULES ÉMILE SAINTIN,<br />
1829 LEMÉ – 1894 PARIS<br />
Portrait- und Genremaler der Französischen Schule,<br />
Schüler von Drolling (1789-1851), Archille Jean-Baptiste<br />
und François Edouard Picot (1786-1868). Saintin debütierte<br />
1848 im Pariser Salon, erhielt 1866/ 70 und 1886<br />
Medaillen-Auszeichnungen und wurde in die Ehrenlegion<br />
aufgenommen.<br />
Ganzkörperportrait einer jungen Dame in weißem<br />
Spitzenkleid mit im Schoß zusammengelegten Händen<br />
leicht nach rechts gedreht und dezenter Kropf kette vor<br />
textilem Fond.<br />
(1401536) (13)<br />
JULES-ÉMILE SAINTIN,<br />
1829 LEMÉ – 1894 PARIS<br />
PORTRAIT OF A LADY<br />
Oil on canvas.<br />
117 x 72 cm.<br />
Signed and dated “1888” lower right.<br />
PORTRAIT EINER DAME € 10.000 - € 15.000<br />
Öl auf Leinwand.<br />
117 x 72 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „1888“.<br />
In profiliertem Rahmen.<br />
Sistrix<br />
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490<br />
ADOLPHE ÉTIENNE PIOT,<br />
1850 – 1910, ZUG.<br />
DOUX REPOS (SÜSSE RUHE)<br />
Öl auf Leinwand.<br />
119,5 x 80 cm.<br />
In elegantem vergoldeten Rahmen.<br />
Das Gemälde zeigt ein schlafendes Geschwisterpaar,<br />
im Zentrum leicht nach unten versetzt, das in völliger<br />
Entspannung auf einem roten Samtsessel wiedergegeben<br />
ist, ihre weiße saubere Kleidung belegt ihre<br />
Unschuld. Hinter den beiden ist eine junge Frau dargestellt,<br />
wohl die Mutter, die in Richtung Betrachter<br />
blickt und zum Schweigen ermahnend einen Arm<br />
erhoben hat. Dennoch blickt sie mild und freundlich<br />
auf den Betrachter. Piot studierte Malerei unter Léon<br />
Cogniet (1794-1880) in Paris und stellte ab 1850 auf<br />
dem Pariser Salon auf. Von 1864 bis 1869 lebte er in<br />
New York, zog danach jedoch wieder zurück nach Paris.<br />
Piot war bereits zu Lebzeiten äußerst erfolgreich als<br />
Portraitist der wohlhabenden Pariser und ist besonders<br />
bekannt für seine Portraits junger Frauen. Ab<br />
1870 stellte Piot auf dem Salon auch Genredarstellungen<br />
aus, das vorliegende Gemälde ist eine besonders<br />
anmutige Verquickung der beiden Sujets, zeigt es<br />
doch als Genre die schlafenden Kinder und dahinter<br />
das feine Portrait der jungen Frau. Der starke Kontrast<br />
von hellen und dunklen Farben im Wechsel scheint die<br />
insgesamt ruhige Atmosphäre eher zu unterstützen,<br />
als aufzubrechen. So ist es kaum verwunderlich, dass<br />
er zu den gefragtesten Künstlern seiner Epoche<br />
avancierte.<br />
Provenienz:<br />
The Cooling Galleries, London.<br />
Sotheby‘s New York, Januar 2012, Lot 538.<br />
(14014813) (10)<br />
ADOLPHE ÉTIENNE PIOT,<br />
1850 – 1910, ATTRIBUTED<br />
DOUX REPOS (SWEET REST)<br />
Oil on canvas.<br />
119.5 x 80 cm.<br />
Provenance:<br />
The Cooling Galleries, London.<br />
Sotheby‘s New York, January 2012, Lot 538.<br />
€ 30.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
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491<br />
RENÉ LELONG,<br />
1871 – 1938<br />
ELEGANTES PAAR AM STRAND VON DEAUVILLE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
61 x 50 cm.<br />
Rechts unten monogrammiert.<br />
Im breiten Rahmen.<br />
Vor dem wolkenreichen Himmel steht ein eleganter<br />
Herr, dieser schaut mit einem Fernglas in die Ferne.<br />
Neben ihm sitzt neugierig eine Dame, die ebenfalls in<br />
die Ferne, außerhalb unserer Sicht, schaut. Im Hintergrund<br />
sind Badende und spielende Kinder. Die detailreiche<br />
Umsetzung der Figuren und deren Bekleidung<br />
gleicht sich mit der raschen und spontanen Umsetzung<br />
des Hintergrunds.<br />
René Lelong war ein bekannter französischer Maler,<br />
Buchillustrator und Plakatkünstler. Stilistisch dem <strong>Art</strong><br />
Nouveau nahe, wandelte sich seine Mal- und Illustrationsweise<br />
später zu einer lichtvollen Wiedergabe des<br />
modernen großstädtischen Lebens, was sich auch in<br />
seinen höchst qualitätvollen Entwürfen für Kunstdrucke<br />
und Werbeillustrationen ausdrückt. Sein volles Können<br />
präsentiert auch das hier vorliegende Gemälde.<br />
(1401489) (19)<br />
€ 6.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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492<br />
FRANÇOIS GAILLIARD,<br />
1861 BRÜSSEL – 1932 SAINT-GILLES, BRÜSSEL<br />
PLACE DE LA BOURSE IN BRÜSSEL<br />
Öl auf Leinwand.<br />
57,5 x 47,5 cm.<br />
Links unten signiert und datiert „François Gailliard,<br />
Bruxelles 1885“.<br />
In vergoldetem, ornamental reliefierten Rahmen.<br />
Der belgische Künstler studierte an der Académie<br />
Royale des Beaux-<strong>Art</strong>s in Brüssel, wo er unter anderem<br />
James Ensor (1860-1949) und Fernand Khnopff<br />
(1858-1921) kennenlernte. Hier sehen wir den Place<br />
de la Bourse in Brüssel mit dem namensgebenden<br />
Gebäude im Hintergrund, das mächtig über das sich<br />
davor abspielende Geschehen herrscht und sich doch<br />
im dunstigen Licht vornehm vor den sich scharf abzeichnenden<br />
Fahrzeugen, Figuren und Gebäuden ausnimmt.<br />
Das Gebäude von 1873 wurde anstelle des<br />
früheren Marché au Beurre gebaut, welcher selbst<br />
anstelle eines Klosters aus dem 13. Jahrhunderts errichtet<br />
worden war.<br />
(1401488) (13)<br />
FRANÇOIS GAILLIARD,<br />
1861 BRUSSELS – 1932 SAINT-GILLES, BRUSSELS<br />
PLACE DE LA BOURSE IN BRUSSELS<br />
Oil on canvas.<br />
57.5 x 47.5 cm.<br />
Signed “François Gailliard, Bruxelles 1885” lower left.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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493<br />
DELPHIN ENJOLRAS,<br />
1857 COURCOURONNES/ ARDÈCHE –<br />
1945 TOULOUSE<br />
Maler der französischen Schule.<br />
494<br />
CHARLES LOUIS MÜLLER,<br />
1815 – 1892, ZUG.<br />
PORTRAITS VON ELEGANTEN DAMEN<br />
CHARLES LOUIS MÜLLER,<br />
1815 – 1892, ATTRIBUTED<br />
PORTRAITS OF ELEGANT LADIES<br />
DIE JADEPERLEN<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
73 x 54 cm.<br />
Links unten signiert.<br />
In breitem ornamentverziertem und vergoldetem<br />
Rahmen.<br />
Der Tisch neben einem Kaminsims ist in warmes,<br />
künstliches Licht getaucht, das von einer Tischlampe<br />
mit textilem Schirm ausgeht. Davor eine junge Dame<br />
auf einem Fauteuil sitzend und in einem Spiegel ihre<br />
Jadeperlenkette betrachtend.<br />
(1401485) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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Öl auf Leinwand.<br />
62 x 46 cm.<br />
In breiten dekorativen Rahmen.<br />
Dreiviertelbildnis einer höfischen Dame in einem eleganten<br />
Kleid mit weitem Dekolleté vor frühsommerlichem<br />
Landschaftshintergrund bei untergehendem<br />
Licht. Sie hat ein zartes Inkarnat, leicht gerötete<br />
Wangen und mit ihren Augen schaut sie würdevoll<br />
aus dem Bild heraus. Sie hat schwarzen Haare, hochgebundenen<br />
mit rosafarbener Schleife. Das Gegenstück,<br />
ebenfalls ein Dreiviertelbildnis, stellt ein paar<br />
junge Damen am Balkon vor einer luftigen und sonnigen<br />
Landschaft dar. Eine Dame bindet vorsichtig ein<br />
Blumenbouquet zusammen und ihre Freundin lehnt<br />
sich an ihrer Schulter an und blick ruhig aus dem Bild<br />
heraus.<br />
Die Zugehörigkeit zum Adel könnte durch die wertvollen<br />
Stoffe der Gewänder angedeutet werden. Die<br />
Blumen sind meisterlich wiedergeben und die breite<br />
sowie zarte Farbpalette sorgt für eine lebendige Stimmung.<br />
Charles Müller, der bei zwei berühmten Meistern der<br />
neoklassischen und vorromantischen Malerei, Antoine-<br />
Jean Gros und Léon Cogniet, in die Lehre ging, etablierte<br />
sich als vielseitiges Talent, das gleichzeitig Historien-<br />
und Genremaler, Porträtist und Dekorateur war.<br />
Er schenkt den Gesichtern und dem Ausdruck seiner<br />
Figuren große Aufmerksamkeit. So beginnt er stets mit<br />
umfangreichen Studien der ausdrucksstarken Körperteile,<br />
bevor er sich um die Kleidung und das Dekor<br />
kümmert.<br />
(14014811) (19)<br />
Oil on canvas.<br />
62 x 46 cm.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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147
495<br />
CARLO ARIENTI,<br />
1801 ARCORE DI BRIANZA – 1873 BOLOGNA,<br />
ZUG.<br />
PORTRAIT EINES GEHARNISCHTEN MANNES<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
125 x 90 cm.<br />
In mit reliefierten Blüten verziertem, vergoldetem<br />
Rahmen.<br />
Die Autorschaft des Künstlers wurde gemäß der Einlieferertradition<br />
mündlich durch Prof. Francesco Leone<br />
und Prof. Fernando Mazzocca bestätigt.<br />
Innerhalb einer gotisierenden Architektur mit Passreliefs<br />
und tordierten Säuleneinlagen in Kehlungen<br />
steht die geharnischte Dreiviertelfigur eines Mannes<br />
mit weisender Hand und neben ihm ruhendem Brief,<br />
den er soeben gelesen zu haben scheint. Vermutlich<br />
auf ein literarisches Vorbild Bezug nehmend.<br />
(1411223) (13)<br />
CARLO ARIENTI,<br />
1801 ARCORE DI BRIANZA – 1873 BOLOGNA,<br />
ATTRIBUTED<br />
PORTRAIT OF A MAN IN ARMOUR<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
125 x 90 cm.<br />
According to the tradition of the consignor, the artist‘s<br />
authorship was confirmed verbally by Professor<br />
Francesco Leone and Professor Fernando Mazzocca.<br />
€ 27.000 - € 32.000<br />
Sistrix<br />
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496<br />
GODFRIED EGIDE GUFFENS,<br />
1823 HASSELT – 1901 SCHAERBEEK<br />
Gemäldepaar<br />
HERRSCHERPORTRAITS DES INFANT LUÍS,<br />
HERZOG VON PORTO, DES ZUKÜNFTIGEN<br />
KÖNIGS LUÍS I VON PORTUGAL (1838 – 1889)<br />
sowie<br />
PORTRAIT VON MARIA PIA VON SAVOYEN,<br />
GATTIN LUÍS I VON PORTUGAL (1847 – 1911)<br />
Öl auf Leinwand.<br />
Je 220 x 127 cm.<br />
Jeweils rechts seitlich signiert „Guffens.“<br />
In Prunkrahmen.<br />
Die beiden repräsentativen Ganzkörperportraits jeweils<br />
in einem Innenraum wiedergegeben. Die Darstellung<br />
des Infant Luís, Herzog von Porto findet sich auch auf<br />
einem Gemälde des Malers Jacques François Carabain<br />
(1834-1933) mit Abänderung des Hintergrunds wieder.<br />
Beide Gemälde jeweils oben rechts mit Wappen wiedergegeben.<br />
Luís in einem Innenraum an einem Tisch<br />
mit schwerer roter Brokatdecke und goldenen Fransen<br />
stehend wiedergegeben. Er trägt ein elegantes Gewand<br />
mit flachen schwarzen Schuhen, langen Strümpfen<br />
und weißen Schleifen. Über seinem dunklen Gewand<br />
trägt er eine Ordenskette, eine breite weiße Leibbinde,<br />
in der ein langes Schwert steckt, sowie einen Hermelinmantel,<br />
der reich mit Orden verziert ist. Er trägt eine<br />
dünne Nickelbrille, hat einen Backenbart und mit seinen<br />
glänzenden Augen blickt er aufmerksam seitlich aus<br />
dem Bild heraus. Das Gegenstück zeigt in einem Innenraum<br />
seine stehende Gattin Maria Pia von Savoyen in<br />
einem langen dunkelroten Samtkleid mit weitem<br />
spitzen besetztem Dekolleté und wertvollem Brilliantschmuck.<br />
Um den Hals eine Perlenkette und auf ihrem<br />
Haupt ein wertvolles Diadem. In der Hand ihres rechten<br />
Arms, den sie auf einem barocken Stuhl abstützt, hält<br />
sie einen Fächer und ein Spitzentuch. Sie hat ein feines<br />
Inkarnat und ihr Blick ist aus dem Bild heraus auf den<br />
Betrachter gerichtet. Prachtvolle repräsentative Herrscherbildnisse<br />
König Luís I von Portugal und seiner<br />
Gattin.<br />
(14115111) (18)<br />
GODFRIED EGIDE GUFFENS,<br />
1823 HASSELT – 1901 SCHAERBEEK<br />
A pair of paintings.<br />
RULER PORTRAITS OF INFANTE LUÍS,<br />
DUKE OF PORTO, THE FUTURE KING LUÍS I<br />
OF PORTUGAL (1838 – 1889)<br />
and<br />
PORTRAIT OF MARIA PIA OF SAVOY,<br />
WIFE OF LUÍS I OF PORTUGAL (1847 – 1911)<br />
Oil on canvas.<br />
220 x 127 cm each.<br />
Each signed “Guffens.” lower right.<br />
€ 14.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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497<br />
FRANÇOIS FLAMENG,<br />
1856 PARIS – 1923 EBENDA<br />
Der französische Maler ging in Paris an die École des<br />
Beaux-<strong>Art</strong>s und wurde dort Schüler von Alexandre<br />
Cabanel (1823-1889). 1905 berief man ihn als Dozent<br />
an die Académie des Beaux-<strong>Art</strong>s. Er wurde vielfach<br />
mit Preisen ausgezeichnet.<br />
ELITE-GENDARME DER KAISERLICHEN GARDE<br />
WÄHREND DES ERSTEN KAISERREICHS<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
100 x 73 cm.<br />
Rechts unten signiert „François.Flameng.“<br />
In dekorativem vergoldetem Rahmen mit Plakette mit<br />
Künstlernennung und Betitelung am unteren Rand.<br />
Vor einer teils verschattet liegenden hellen Wand, von<br />
der rechtsseitig ein Eingang mit hoher Holztür erkennbar<br />
ist, über der auf einer steinernen Tafel zu lesen ist<br />
„ETAT-MAJOR QUATIER IMPER...“, ein stehender<br />
Elite soldat in prachtvoller, gelb-rot-blau leuchtender<br />
Uniform mit hoher Kopfbedeckung, hinter ihm an einem<br />
Gurt hängend sein Degen. Er trägt helle Handschuhe<br />
und hat seinen linken Arm auf den Sattel eines neben<br />
ihm stehenden prachtvollen Pferdes gelegt, das seitlich<br />
aus dem Bild herausschaut. Seine rechte Hand hat er<br />
locker auf seine Hüfte gestützt und blickt zur linken<br />
Seite aus dem Bild heraus. Die hinter ihm liegende<br />
Wand teils mit Malerei und Worten bekritzelt. Qualitätvolle<br />
Darstellung des im Ersten Weltkrieg zu einem<br />
der bedeutendsten offiziellen Kriegsmaler Frankreichs<br />
avancierten Künstlers.<br />
(1401486) (18)<br />
FRANÇOIS FLAMENG,<br />
1856 PARIS – 1923 IBID.<br />
ELITE GENDARME OF THE IMPERIAL GUARD<br />
IN THE FIRST EMPIRE<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
100 x 73 cm.<br />
Signed “François Flameng” lower right.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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151
498<br />
MALER DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
PORTRAIT EINES ITALIENISCHEN KOMPONISTEN<br />
DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
PAINTER OF THE 19TH CENTURY<br />
PORTRAIT OF AN ITALIAN COMPOSER<br />
OF THE 19TH CENTURY<br />
Öl auf Leinwand.<br />
112 x 136 cm.<br />
Links unten signiert und datiert.<br />
Ungerahmt.<br />
In einem Innenraum neben einem Klavier auf einem<br />
Stuhl sitzend, ein elegant gekleideter Mann mit Vollbart<br />
und Brille, der mit seinen dunklen Augen aufmerksam<br />
aus dem Bild blickt. In seiner rechten Hand<br />
hält er einen Federkiel und ist wohl beim komponieren,<br />
worauf die Notenblätter auf das Klavier hindeuten.<br />
Eines von diesen weist die Jahreszahl 1856 auf. Seinen<br />
linken Arm hat er über die Rückenlehne des Stuhls<br />
gelegt und mit halb geöffneter Hand scheint er einen<br />
weißen Hund zu füttern, der auf einem roten Sessel<br />
sitzt, über dem teils ein grünes Tuch liegt. Im Hintergrund<br />
ein von rechts mit Vorhang leicht verdecktes<br />
Bücherbord, in dem ein Buch die Bezeichnung „chant“<br />
(= singen) trägt. Repräsentative Darstellung eines<br />
Komponisten.<br />
(1410604) (18)<br />
Oil on canvas.<br />
112 x 136 cm.<br />
Signed and dated lower left.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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153
499<br />
CARL FRIEDRICH MORITZ MÜLLER,<br />
GENANNT „FEUERMÜLLER“,<br />
1807 DRESDEN – 1865 MÜNCHEN<br />
Seinen Beinamen Feuermüller verdankt der Maler den<br />
Stimmungseffekten, mit denen er seine nächtlichen<br />
Genrebilder in Kerzenbeleuchtung zu tauchen vermochte.<br />
Diese <strong>Art</strong> der Darstellung war in der Malerei<br />
durchaus nicht neu. Bereits im 17. Jahrhundert hatten<br />
die Maler Georges de la Tour oder die Gruppe der<br />
„Candellight“ – Maler, dann auch Gottfried von Schalcken<br />
diese Effekte kultiviert. Im 19. Jahrhundert hat der<br />
gleichaltrige Belgier Pieter van Schendel (1806-1870)<br />
sich ebenfalls nächtlichen Gruppenbildnissen bei<br />
Kerzen licht gewidmet. Jetzt ging es nicht mehr allein<br />
um die raffinierten Lichteffekte, sondern vor allem um<br />
die Dokumentation des Volkslebens, des Genres also.<br />
Müller hatte bereits in Dresden bei seinem Vater,<br />
dann bei Friedrich Matthäi studiert, um als Porträtist und<br />
Kirchenmaler in Zittau zu wirken, zog jedoch alsbald in die<br />
Kunststadt München. Den politischen Ereignissen der<br />
Zeit entsprechend, widmete er sich – wie Defregger<br />
– mit seinen Bildthemen etwa den Tiroler Befreiungskriegen.<br />
So entstand 1834 die „Szene aus dem Tirolerkriege“,<br />
oder 1847 „Andreas Hofer auf der Flucht“.<br />
Müllers Empathie für die durch Politik und die Zeitverhältnisse<br />
zu dieser Zeit stark betroffene Gesellschaft<br />
ist seinen Werken anzusehen. Dies zeigt sich auch in<br />
dem hier vorliegenden Werk, dessen Thematik sich<br />
nahezu versteckt auf einer Schrifttafel am Opferstock<br />
in dieser Kirche offenbart: „Gedenket der Armen!“.<br />
GEDENKET DER ARMEN<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
139 x 119 cm.<br />
Links unten signiert, ortsbezeichnet „München“ und<br />
datiert „1860“.<br />
In vergoldetem Rahmen mit rundbogigem Abschluss<br />
mit Blütenrelief.<br />
Erst die genauere Betrachtung der Darstellung verrät<br />
uns einiges. Nicht zufällig hat der Maler ein rundbogiges<br />
Format gewählt, das auf den Bildinhalt – nämlich<br />
das Kircheninnere – verweist. Wände und Kanzel zeigen<br />
sich auffallend schlicht. Das entspricht auch dem Habitus<br />
des Predigers, der in brauner Kapuzinerkutte zu<br />
erkennen ist und somit einem Bettelorden angehört.<br />
Die Tafel auf einem Opferstock links mahnt im Halbdunkel<br />
„Gedenket der Armen“. Erst in diesem Zusammenhang<br />
wird deutlich, dass die zum Teil festlich gekleidete<br />
Gemeinde im Raum vielfach im Gegensatz<br />
zu denen steht, die in der mahnenden Predigt gemeint<br />
sind.<br />
Man darf nicht vergessen, dass die Zeit, in der Feuermüller<br />
dieses Bild schuf, durchaus geplagt war von<br />
großen sozialen Verwerfungen. 1859 hat der Österreicher<br />
Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865) sein<br />
berühmt gewordenes Bild „Die Klostersuppe“ geschaffen.<br />
Dort fiel die Gesellschaftskritik heftiger aus.<br />
Feuermüller dagegen bedient sich einer feineren Psychologie.<br />
Jedem Gesicht, jeder Haltung der einzelnen<br />
Figuren ist eine ganz individuelle Reaktion auf die<br />
Mahnungen des Predigers abzulesen. Betroffenheit<br />
liegt im Blick der gut genährten Frau im Bildzentrum,<br />
wohingegen eine in Witwenschwarz Gekleidete links<br />
daneben ein Tränentuch hält. Ein kleines Mädchen<br />
blickt traurig-fragend zu einem Mann mit Schirm unter<br />
dem Arm hoch, vielleicht ihr Großvater, der wohl einiges<br />
erlebt hat. Als weit weniger mitempfindend hat<br />
der Maler einige Männer am rechten Bildrand charakterisiert.<br />
Man mag hineininterpretieren, welche Gedanken<br />
sich hinter diesen Gesichtern verbergen. Eher<br />
kritisches Nachdenken verrät der bärtige Mann am<br />
Fuß der Kanzel. Ein Dorflehrer vielleicht. Völlig mit sich<br />
selbst beschäftigt, und noch fern all dieser Zeitprobleme,<br />
zeigen sich die beiden kleinen Mädchen im Vordergrund,<br />
die ein Heiligenbildchen vors Kerzenlicht<br />
halten, beobachtet von einem Knaben. Derlei Beobachtungen<br />
lassen sich bei sämtlichen der ins Bild gesetzten<br />
Figuren machen, wie etwa auch die Lokalisierung<br />
der Darstellung durch die Trachten, vor allem der<br />
grünen kegelförmigen Hüte, wie sie im Voralpenland<br />
und Tirol anzufinden war.<br />
Das Psychologisieren im Genrebild wurde im 19. Jahrhundert<br />
zum eigentlichen Sinn dieser Bildgattung. Darin<br />
– und keineswegs nur in der realistischen bestaunenswerten<br />
Naturalistik der Lichteffekte – liegt die<br />
Leistung des Malers und die Bedeutung des Bildes.<br />
Anmerkung:<br />
1834 erwarb König Ludwig I von Bayern eine „Szene<br />
aus dem Tiroler Krieg 1809“ (München, Neue Pinakothek,<br />
Inv.-Nr. WAF 691).<br />
Literatur:<br />
Vgl. Horst Ludwig, C.F. M. Müller, in: Bruckmanns<br />
Lexikon der Münchner Kunst (im 19. Jahrhundert),<br />
Bd. 3, S. 189 f.<br />
Vgl. Alexander Rauch, Klassizismus und Romantik,<br />
Europas Malerei zwischen zwei Revolutionen, Köln<br />
2000, S. 318. (14101017) (11)<br />
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CARL FRIEDRICH MORITZ MÜLLER,<br />
ALSO KNOWN AS “FEUERMÜLLER”,<br />
1807 DRESDEN – 1865 MUNICH<br />
REMEMBER THE POOR<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
139 x 119 cm.<br />
Signed, with place name Munich and dated 1860<br />
lower left.<br />
The painter’s nickname “Feuermüller” [Fire Müller]<br />
arose due to the atmospheric effects employed by<br />
him to immerse his nocturnal genre paintings in candlelight.<br />
This type of depiction was by no means a<br />
novelty in painting. Painters such as Georges de la<br />
Tour and the group of “candlelight” painters, and then<br />
Gottfried von Schalcken, had already refined these<br />
effects in the 17th century. In the <strong>19th</strong> century, the<br />
Belgian artist Pieter van Schendel (1806-1870), a contemporary<br />
of Müller, also devoted himself to nocturnal<br />
group portraits by candlelight. From then on, the<br />
depictions were no longer just to show off sophisticated<br />
lighting effects, but more importantly a manifestation<br />
and documentation of popular life, i.e. genre<br />
paintings. It is evident in his works, that Müller displays<br />
empathy for a society heavily affected by the<br />
politics and circumstances of the time. The plaque on<br />
a collection box on the left warns in the semi-darkness:<br />
“Remember the poor”. A reminder, that the artist’s<br />
age was plagued by great social upheaval. During<br />
the <strong>19th</strong> century, the psychological aspect of genre<br />
painting became the true meaning of this genre. This<br />
is the artist’s true accomplishment and the painting’s<br />
importance rather than just the realistic and astonishingly<br />
naturalistic nature of the lighting effects.<br />
Provenance:<br />
In 1834, King Louis I of Bavaria acquired a “Scene<br />
from the Tyrolean War of 1809” (Munich, Neue<br />
Pinakothek, inv. no. WAF 691).<br />
Literature:<br />
cf. Horst Ludwig, C.F. M. Müller, in: Bruckmanns<br />
Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Maler im<br />
19. Jahrhundert, vol. 3, p. 189f.<br />
cf. Alexander Rauch, Klassizismus und Romantik,<br />
Europas Malerei zwischen zwei Revolutionen, Cologne<br />
2000, p. 318.<br />
€ 30.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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500<br />
EDUARD VON GRÜTZNER,<br />
1846 GROSS-KARLOWITZ BEI NEISSE –<br />
1925 MÜNCHEN<br />
IM KLOSTERKELLER<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
73 x 102 cm.<br />
Links unten signiert „Eduard Grützner“ und datiert<br />
„1878“.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Im Inneren eines alten Kellers, zu dem rechtsseitig<br />
durch eine geöffnete Tür einige Treppenstufen hinabführen,<br />
sitzt an ein Weinfass gelehnt ein trunkener,<br />
schlummernder Mönch, der in seiner rechten Hand<br />
noch einen Zinnkrug hält. Neben ihm am Boden mehrere<br />
leere Flaschen. Er wird kritisch beäugt von zwei<br />
stehenden Mönchen in langen hellen Kutten, von denen<br />
einer mit ausgestrecktem Arm besonders auf ihn hinweist.<br />
Im Hintergrund sind weitere Fässer erkennbar.<br />
Feine, erzählerische Genremalerei in der typischen<br />
Manier des bekannten Künstlers.<br />
Literatur:<br />
Laszlo Balogh, Eduard von Grützner 1846-1925.<br />
Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit,<br />
Mainburg 1991, S.187, Abb. 216.<br />
(14101016) (18)<br />
EDUARD VON GRÜTZNER,<br />
1846 GROSS-KARLOWITZ NEAR NEISSE –<br />
1925 MUNICH<br />
IM KLOSTERKELLER<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
73 x 102 cm.<br />
Signed and dated “Eduard Grützner.1878.” lower left.<br />
Literature:<br />
Laszlo Balogh, Eduard von Grützner 1846-1925. Ein<br />
Münchner Genremaler der Gründerzeit, Mainburg<br />
1991, p. 187, ill. 216.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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161
501<br />
EDUARD VON GRÜTZNER,<br />
1846 GROSS-KARLOWITZ BEI NEISSE –<br />
1925 MÜNCHEN<br />
BEMOGELT<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
42,5 x 55 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Ed. Grützner 90“.<br />
In breitem, ornamental verzierten Rahmen.<br />
Darstellung eines holzvertäfelten Innenraumes mit<br />
vier um einen Jogltisch sitzenden Männern beim<br />
Kartenspiel, bei welchem die drei rechten Personen,<br />
wie für den Betrachter gut sichtbar, versuchen, den<br />
Pfarrer zu betrügen, was diesem jedoch – wenn wir<br />
sein Schmunzeln richtig interpretieren – auffällt. Eine<br />
vom Werkverzeichnis abweichende Variante wurde<br />
2018 bei Neumeister in München mit dem falschen<br />
Literaturhinweis verkauft.<br />
Literatur:<br />
Das hier angebotene Gemälde ist aufgeführt im<br />
Werkverzeichnis: László Balogh, Eduard von Grützner,<br />
München 1991, N. 472, S. 216.<br />
Ostini, 1902, S. 85.<br />
Keller & Reiner, Berlin, März 1912, Katalognummer 51<br />
mit Abb. (13907712) (13)<br />
EDUARD VON GRÜTZNER,<br />
1846 GROSS-KARLOWITZ NEAR NEISSE –<br />
1925 MUNICH<br />
BEMOGELT<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
42.5 x 55 cm.<br />
Signed and dated “Ed. Grützner 90” lower right.<br />
Literature:<br />
The painting on offer for sale in this lot is listed in<br />
the catalogue raisonné:<br />
László Balogh, Eduard von Grützner, Munich, 1991,<br />
no. 472, p. 216.<br />
Ostini, 1902, p. 85.<br />
Keller & Reiner, Berlin, March 1912, cat. no. 51 with ill.<br />
€ 30.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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165
502<br />
BAREND CORNELIS KOEKKOEK,<br />
1803 MIDDELBURG – 1862 KLEVE<br />
Der Künstler war ein niederländischer Landschaftsmaler,<br />
der 1834 nach Kleve kam. 1841 gründete er dort<br />
eine Zeichenakademie. Das Wirken Koekkoeks und<br />
seiner Schüler begründete die Klever Romantik. Er<br />
war Mitglied der Köwniglichen Akademie der bildenden<br />
Künste in Amsterdam und wurde mehrfach<br />
mit Medaillen und Orden ausgezeichnet.<br />
EIN WINTERTAG<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
39,5 x 53 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert<br />
„B:C:Koekkoek 1837“.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
BAREND CORNELIS KOEKKOEK,<br />
1803 MIDDELBURG – 1862 KLEVE<br />
A WINTER’S DAY<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
39.5 x 53 cm.<br />
Signed and dated “B:C:Koekkoek 1837” lower right.<br />
Provenance:<br />
Christie´s London, 29 July 2020, lot 26.<br />
€ 35.000 - € 45.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Unter hohem Himmel mit den ersten gelblichen<br />
Strahlen der aufgehenden Morgensonne, deren Licht<br />
auch auf einen großen schneebedeckten Weg fällt,<br />
der durch ein kleines Dorf verläuft. Im Vordergrund<br />
auf diesem Weg ein junger Mann, der einen Schlitten<br />
mit einem Fass hinter sich herzieht. Rechtsseitig ein<br />
altes verfallenes Gemäuer mit einer dahinterliegenden<br />
Gartenanlage. In der Mitte des Bildes ein von der<br />
Sonne schneebedecktes Haus und eine Kirche, sowie<br />
linksseitig ein verschattet wiedergegebenes Haus mit<br />
einem kleinen zugefrorenen Weiher davor. Die wenigen<br />
Figuren, die das Bild beleben, werfen durch den Lichteinfall<br />
große Schatten. Stimmungsvolle harmonische<br />
Malerei mit gekonnter Licht- und Schattensetzung.<br />
Provenienz:<br />
Christie´s London, 29. Juli 2020, Lot 26.<br />
(1411435) (1) (18)<br />
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167
503<br />
DEUTSCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
DIE MAHLZEIT<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
160 x 124 cm.<br />
In breitem, ornamental reliefierten Rahmen.<br />
In einem ruralen Innenraum, der seine Beleuchtung<br />
von einer natürlichen Lichtquelle rechts außerhalb des<br />
Bildraumes empfängt, ein Junge sitzend und seine<br />
Mahlzeit aus einer weiß emaillierten konisch auslaufenden<br />
Schüssel löffelnd. Um ihn angeordnet ein<br />
Hund und eine Katze, deren Interesse dem Inhalt des<br />
Napfes gilt. Minimal besch.<br />
(14015312) (13)<br />
€ 4.500 - € 6.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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504<br />
WOUTERUS VERSCHUUR D. Ä.,<br />
1812 AMSTERDAM – 1874 VORDEN<br />
Der für seine Pferdebilder bekannte Verschuur war<br />
schon zu Lebzeiten angesehen, nachdem er bereits<br />
1828 auf der Exhibition of living Masters ausgestellt<br />
hatte und 1832 sowie 1833 jeweils die Goldmedaille für<br />
die jährliche Ausstellung bei Felix Meritis erhielt. Von<br />
seinem Lehrmeister, dem Tiermaler Pieter Gerardus<br />
van Os (1776-1839) hatte er den Bau und Bewegungen<br />
von Pferden bis zur Perfektion aufzuzeichnen erlernt.<br />
Er war auch ein geschickter Hundemaler, daher kommen<br />
diese Tiere auch auf den meisten seiner Gemälde<br />
vor. 1833 wurde er bereits Mitglied der königlichen<br />
Akademie in Amsterdam und 1855 erwarb Napoleon<br />
III auf der Weltausstellung in Paris eines seiner Werke.<br />
WOUTERUS VERSCHUUR THE ELDER,<br />
1812 AMSTERDAM – 1874 VORDEN<br />
RESTING THE HORSES<br />
Oil on panel.<br />
36.5 x 50 cm.<br />
Signed lower left.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
DIE RAST DER PFERDE<br />
Öl auf Holz.<br />
36,5 x 50 cm.<br />
Links unten signiert.<br />
In Louis XV-Stilrahmen.<br />
Inmitten einer hügeligen Landschaft ein baufälliges<br />
Gebäude mit mächtigem Rundbogen, in das ein Mauerwerk<br />
mit reduziertem Rundbogen eingegliedert ist,<br />
was auf den mehrfachen Umbau nach einstiger Pracht<br />
hinweist. Davor zahlreiche Personen mit verschiedenen<br />
Pferden, die das Markenzeichen des Verschuur<br />
sind und in ihrer Vielfalt die Kunst des Niederländers<br />
kennzeichnen.<br />
(1411436) (1) (13)<br />
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169
505<br />
CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,<br />
1816 BRÜSSEL – 1907 MAINZ<br />
Der Maler zählt neben seinen Lehrern Andreas Schelfhout<br />
(1787-1870), Wijnand Jan Joseph Nuyen (1813-<br />
1839) oder Bartholomäus van Hove (1850-1914) zu<br />
den bekanntesten Landschaftsmalern Hollands im 19.<br />
Jahrhundert. Seine Küstenansichten, Straßenveduten<br />
oder Flusslandschaften, nicht selten mit Windmühlen,<br />
und reicher Figurenstaffage haben ihn weit über sein<br />
Wirkungsgebiet hinaus bekannt gemacht. Seine Feinmalerei<br />
gibt den Bildgegenstand jeweils minutiös<br />
wieder, was gerade im heutigen zeitlichen Abstand<br />
zur Entstehung der Gemälde als bedeutende Dokumentation<br />
gewürdigt werden muss. Neben seinen<br />
bekannten holländischen Winterlandschaften finden<br />
sich nicht wenig authentische Stadtansichten seiner<br />
Heimat, aber vor allem auch der Niederlande. In Den<br />
Haag lebte und arbeitete er in den Jahren 1841 und<br />
1848, und danach verbrachte er dort seinen langen<br />
Aufenthalt von 1849 bis 1883. 1856 wurde er mit der<br />
Mitgliedschaft der Königlichen Akademie von Amsterdam<br />
geehrt. In der Folge bereiste er Frankreich,<br />
Deutschland und Italien.<br />
MARKTTAG IN EINER HOLLÄNDISCHEN STADT<br />
Öl auf Holz.<br />
27 x 21,2 cm.<br />
Rechts unten signiert „Ch Leickert.“.<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Von erhöhtem Standpunkt Blick auf eine gepflasterte<br />
Straße einer Kleinstadt mit Händlern, die ihre Ware<br />
zum Verkauf anbieten und auf spazierende Käufer.<br />
Durch die den Weg flankierenden Häuser ist die Straße<br />
größtenteils verschattet, nur rechts durch einen kleinen<br />
Torbogen strahlt die Sonne hindurch und hebt eine<br />
stehende Frau und eine Dreiergruppe besonders hervor.<br />
Stimmungsvolle Malerei mit vielen Details.<br />
(14110213) (18)<br />
€ 4.800 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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506<br />
ADRIANUS EVERSEN,<br />
1818 AMSTERDAM – 1897 DELFT<br />
Eversen war Schüler von Cornelius Springer und setzte<br />
dessen Themenwahl der Stadtveduten fort. Der neuen<br />
Auffassung der Zeit entsprechend, tritt bei Eversen<br />
jedoch der romantische Aspekt in den Vordergrund,<br />
aber auch das Gesellschaftliche, das Treiben in den<br />
Gassen, wofür die Architektur nun oft als bedeutende,<br />
aber kulissenhafte Rahmung fungiert. Eversen war in<br />
zahlreichen Ausstellungen vertreten, so etwa in den<br />
1860er Jahren in Den Haag und Bremen, 1871 und<br />
1880 in Dresden sowie in Berlin und 1882 in Wien.<br />
WINTERLICHE STADT MIT KIRCHE<br />
Öl auf Mahagoni.<br />
33,4 x 26,2 cm.<br />
Rechts unten ligiertes Monogramm „AE“, links unten<br />
kursiv signiert „A.Eversen“.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Pieter Overduin, Adrianus Eversen, 1818-1897.<br />
Schilder van stads – en dorpsgezichten. Een biografie<br />
met een œuvrecatalogus, Wijk en Aalburg 2010.<br />
(1411421) (1) (11)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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171
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Detailabbildung Lot 507
507<br />
JOHANN NEPOMUK HOECHLE,<br />
1790 MÜNCHEN – 1835 WIEN, ZUG.<br />
Schüler von Ferdinand Kobell in München. Später an<br />
der Wiener Akademie unter Füger und Wutky. Seinen<br />
Ruf erhielt er als Schlachtenmaler, bedingt durch die<br />
Zeitereignisse seines Lebens, bekannt wurde er vor<br />
allem durch seine Gemälde, wie etwa „Die Schlacht bei<br />
Aspern“ von 1809, „Truppenübergang über die Vogesen“<br />
oder „Der Krönungszug der Königin Karoline in<br />
Preßburg“ von 1825. Daneben sind aber auch Zeichnungen<br />
bekannt geworden wie etwa „Das Musi k<br />
zimmer Beethovens“ in Wien.<br />
JOHANN NEPOMUK HOECHLE,<br />
1790 MUNICH – 1835 VIENNA, ATTRIBUTED<br />
THE BIG FESTIVAL<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
113 x 142 cm.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
DAS GROSSE FEST<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
113 x 142 cm.<br />
In vergoldetem Kehlrahmen.<br />
Eingebettet in eine hügelige Landschaft mit auf einer<br />
Erhebung errichteter Festung eine Bauernschaft mit<br />
weit auseinanderstehenden Häusern und am rechten<br />
Bildrand befindlciher Kirche. Links vor einem Gasthof<br />
unter einer Baumgruppe eine große Ansammlung von<br />
Personen mit Musikanten, tanzenden Paaren, insgesamt<br />
in fröhlich sittsamer Stimmung.<br />
(1411221) (13)<br />
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173
508<br />
HERMAN FREDERICK CAREL TEN KATE,<br />
1822 DEN HAAG – 1891 EBENDA<br />
Der Maler ist bekannt für historistische Genreszenen,<br />
die häufig in die Zeit des 17. Jahrhunderts blicken<br />
lassen. Seine meist vielfigurigen Gemälde weisen eine<br />
Feinmalerei auf, bei der die einzelnen Details, wie<br />
Waffen und Kostüme, aber auch die Gesichter äußerst<br />
akribisch wiedergegeben werden. Stets ist auch ein<br />
inhaltlicher Kontext zu finden, etwa eine Rauferei, eine<br />
militärische Gerichtsverhandlung, oder wie hier im<br />
Bild, die Auseinandersetzung einiger Landsknechtführer<br />
am Tisch, auf dem gesiegelte Dokumente<br />
liegen. Stilllebenartig sind hier zudem Teile einer Eisenrüstung<br />
in den Vordergrund gesetzt. Ten Kate war Schüler<br />
von Cornelis Kruseman, beeinflusst von Ernest<br />
Meissonier, bereiste dann Deutschland, Belgien, Italien<br />
und Frankreich und studierte an der Royal Academy of<br />
<strong>Art</strong> in den Jahren 1841-42.<br />
HERMAN FREDERIK CAREL TEN KATE,<br />
1822 THE HAGUE – 1891 IBID.<br />
THE DEBT COLLECTOR<br />
Oil on panel.<br />
54.5 x 78.5 cm.<br />
Signed and dated “1860” lower left.<br />
The light is cast over several figures, especially on a<br />
Baroque table placed at the centre at which a gentleman<br />
in 17th century attire is sitting and is obviously<br />
about to receive money and objects. Detailed depiction<br />
in a historicizing style.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
DER GELDEINTREIBER<br />
Öl auf Holz.<br />
54,5 x 78,5 cm.<br />
Links unten signiert und datiert „1860“.<br />
In gekehltem, profilierten und ornamental<br />
reliefierten Rahmen.<br />
In einem großen Raum, dessen Wände in Fachwerk<br />
gestaltet sind und in dessen Ecke ein Rauchfang zu<br />
sehen ist. Links eine Lichtquelle mit bleiverglasten<br />
Fenstern und einer hochgeklappten Holzlade. Das<br />
Licht gleitend auf mehrere Figuren, besonders auf<br />
einen zentral gestellten barocken Tisch, an welchem<br />
ein Herr in Kleidung des 17. Jahrhunderts sitzt und<br />
offensichtlich im Begriff ist Geld und Sachgegenstände<br />
in Empfang zu nehmen. Detaillierte Schilderung in<br />
historisierender Manier.<br />
(1411431) (1) (13)<br />
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175
509<br />
HEINRICH HÖFER,<br />
1825 EISLEBEN – 1878 MÜNCHEN<br />
DER GRUSS AUF DEM EIS<br />
Öl auf Leinwand.<br />
36,5 x 48 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert. Verso mit Stempel<br />
eines Münchener Malmittelherstellers.<br />
In Louis XV-Stilrahmen.<br />
Winterlandschaft mit gefrorenem Gewässer neben<br />
einer Bauernkate. Auf dem Eis ein Pferdekarren haltend,<br />
um Passanten zu grüßen.<br />
(1410133) (13)<br />
€ 8.500 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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510<br />
HEINRICH BÜRKEL,<br />
1802 PIRMASENS – 1869 MÜNCHEN<br />
Der Künstler war ein Maler des Biedermeier, er malte<br />
hauptsächlich Landschaften und Darstellungen aus<br />
dem Volksleben der Alpen. Ab 1824 zählte er zu den<br />
ersten und wichtigsten Mitgliedern des neugegründeten<br />
Münchner Kunstvereins, der das Ausstellen<br />
seiner Bilder unabhängig von der Akademie ermöglichte.<br />
Mehrfach reiste er auch nach Italien und blieb<br />
teilweise bis zu zwei Jahre dort. Zu seinen Freunden<br />
zählten Mitte des 19. Jahrhunderts Carl Spitzweg<br />
(1808-1885) und Adalbert Stifter (1805-1868).<br />
SCHMIEDE IM WINTER, UM 1855/ 60<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
64,5 x 87 cm.<br />
Links unten signiert „HBÜRKEL.“.<br />
In vergoldetem Rahmen.<br />
Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine verschneite<br />
Landschaft mit einem breiten Weg, auf dem ein<br />
Schweinehirt seine Tiere vorantreibt. Rechts des Weges,<br />
vor einer steinigen Anhöhe, ein großes altes Bauernhaus,<br />
das wohl als Schmiede dient, worauf zwei<br />
neben dem Eingang stehende Pferde und zwei Wagenräder<br />
hindeuten. Vor dem Haus der Besitzer im<br />
Gespräch mit drei Musikanten. Rechtsseitig des Hauses<br />
ein zugefrorenes Wasserrad. Darstellung in überwiegend<br />
monochromer Farbigkeit mit hohem grauen<br />
Himmel, der die Kälte des Winters nachvollziehen<br />
lässt.<br />
Literatur:<br />
Hans-Peter Bühler und Albrecht Krückl, Heinrich<br />
Bürkel. Mit Werksverzeichnis der Gemälde,<br />
München 1989, S. 310, Abb. Nr. 705.<br />
(14101313) (18)<br />
HEINRICH BÜRKEL,<br />
1802 PIRMASENS – 1869 MUNICH<br />
A FORGE IN WINTER, CA. 1855/ 60<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
64.5 x 87 cm.<br />
Signed “HBÜRKEL.” lower left.<br />
Literature:<br />
Hans-Peter Bühler, Albrecht Krückl, Heinrich Bürkel.<br />
Mit Werkverzeichnis der Gemälde, Munich 1989,<br />
p. 310, ill. no. 705.<br />
€ 14.000 - € 16.000<br />
Sistrix<br />
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177
511<br />
ANTON BRAITH,<br />
1836 BIBERACH – 1905 EBENDA<br />
Der Künstler selbst war Verwalter eines Bauernhofs,<br />
als Kind half er oft beim Viehhüten. 1851 trat er mit<br />
einem Stipendium in die Stuttgarter Kunstschule ein<br />
und nach ersten Erfolgen zog er 1860 nach München.<br />
Dort erwarben Christian Friedrich Mali (1832-1906)<br />
und er ein Haus, das zeitweise auch anderen Malern<br />
wie Josef Willroider (1838-1915) als Atelier diente.<br />
Sein Werk wird der Münchener Schule zugerechnet<br />
und er galt nach dem Tod von Friedrich Voltz (1817-<br />
1886) als der führende deutsche Tiermaler. Sein Thema<br />
waren die Nutztiere Rind, Schaf und Ziege, seltener<br />
auch Geflügel. Zudem wurde er zum Ehrenmitglied<br />
der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in<br />
München ernannt.<br />
SPIELENDE HÜTEJUNGEN<br />
Öl auf Leinwand.<br />
110 x 140 cm.<br />
Links unten signiert und datiert „A. Braith München<br />
1863“.<br />
In dekorativem, vergoldeten Rahmen.<br />
Auf einer leicht herabfallenden Wiese, die von einem<br />
alten Holzgatter umgeben ist, zwei Hütejungen an<br />
einem kleinen Lagerfeuer, mit einem jungen Kälbchen<br />
spielend. Rechts von ihnen sitzend, ein junges Mädchen<br />
mit zwei Ziegen, das sie ebenso beobachtet wie im<br />
Hintergrund rechts drei Kühe vor einer zwischen hohen<br />
Bäumen versteckt liegenden, alten Hütte. Im Vordergrund<br />
links eine im Gras liegende gescheckte Kuh mit<br />
Kälbchen und ein stehender dunkler Bulle mit braunem<br />
Fell und Kuhglocke nach rechts, die Jungen ebenfalls<br />
in Augenschein nehmend. Hinter diesen Tieren mehrere<br />
nach oben in den Himmel ragende alte, große<br />
Bäume mit grünem Blattwerk. Durch das Sonnenlicht<br />
werden die Kinder und die Kuh besonders hervorgehoben,<br />
während andere Partien linksseitig verschattet<br />
wiedergegeben werden. Äußerst lebendige und qualitätvolle<br />
Darstellung, bei der besonders die Tiere in<br />
naturalistischer Weise wiedergegeben werden.<br />
(1381356) (18)<br />
ANTON BRAITH,<br />
1836 BIBERACH – 1905 IBID.<br />
SHEPHERDS´ BOYS PLAYING<br />
Oil on canvas.<br />
110 x 140 cm.<br />
Signed and dated “A. Braith München 1863”<br />
lower left.<br />
€ 9.000 - € 13.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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512<br />
FRIEDRICH VOLTZ,<br />
1817 NÖRDLINGEN – 1886 MÜNCHEN<br />
RINDERHERDE MIT HIRTEN<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
83 x 124 cm<br />
Links unten signiert und datiert „F. Voltz 68“.<br />
In dekorativem, vergoldeten Rahmen.<br />
Unter hohem Himmel mit linksseitig hinter einer Anhöhe<br />
aufgehendem Sonnenlicht ein Bauer zu Pferde<br />
mit seiner Kuh- und Rinderherde, der gerade ein Wegekreuz<br />
passiert, das von der Sonne bestrahlt wird. Der<br />
Weg führt hinab zu einem Gewässer, in dem bereits<br />
erste Kühe und Jungtiere stehen. Stimmungsvolle<br />
Wiedergabe mit gekonnter, einfühlsamer Schilderung<br />
des Naturschauspiels.<br />
(1381354) (18)<br />
FRIEDRICH VOLTZ,<br />
1817 NÖRDLINGEN – 1886 MUNICH<br />
HERD OF CATTLE WITH SHEPHERDS<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
83 x 124 cm.<br />
Signed and dated “F. Voltz 68” lower left.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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179
513<br />
ITALIENISCHER MEISTER<br />
DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
PORTRAIT EINER JUNGE DAME<br />
Öl auf Hartfaserplatte.<br />
86 x 74 cm.<br />
Links unten Signatur „Pietro Rotari“.<br />
In vergoldetem Rahmen.<br />
Ein beeindruckendes Portrait einer stolzen jungen<br />
Frau, die den Betrachter direkt anschaut. Über ihrer<br />
linken Schulter ruht eine Handsichel, sie kam von<br />
dem dunkleren Wald heraus und hält Streublumen-<br />
Bouquets in den Händen. Das natürliche Licht durchflutet<br />
die Dame und erzeugt meisterhafte Farbkontraste<br />
in Grün, Weiß und Rot.<br />
Das Gemälde hinterlässt einen tiefen Eindruck, die<br />
Farbe ist schnell aber gezielt aufgetragen, an manchen<br />
Stellen dünn und an anderen dick. Die Farbpalette bewegt<br />
sich zwischen naturgetreuen Tönen, wie Braun<br />
und Grün, bis zu Kontrastfarben wie dem leuchtenden<br />
Weiß ihrer Bluse und die roten Stellen der Streublumen<br />
und des Korsetts.<br />
Das Motiv des Portraits mit der Dame in bäuerlicher<br />
Kleidung spiegelt perfekt das Interesse am Landleben<br />
wider, wovon Italien im 19. Jahrhundert geprägt war.<br />
(1410521) (19)<br />
ITALIAN SCHOOL, 19TH CENTURY<br />
PORTRAIT OF A YOUNG LADY<br />
Oil on hardboard.<br />
86 x 74 cm.<br />
Signed “Pietro Rotari” lower left.<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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514<br />
ACHILLE ETNA MICHALLON,<br />
1796 – 1822, ZUG.<br />
LANDSCHAFT MIT FIGUREN UND TIEREN<br />
BEI STÜRMISCHEM WETTER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
38 x 46 cm.<br />
Verso auf altem Aufkleber Künstlernennung<br />
In dekorativem Rahmen.<br />
Auf einem sich vom Vordergrund in den Hintergrund<br />
zu einer Gebäudeanlage schlängelnden Weg sind ein<br />
Reiter mit zwei Kühen und ein Hirte mit seiner Ziegenund<br />
Schafsherde unterwegs. Die seitlich des Weges<br />
aufwirbelnden, hohen braunen Staubwolken, sowie<br />
die heftig mit ihren Ästen nach rechts wehende Birke<br />
und die dunkelgrauen Himmelswolken deuten auf einen<br />
Sturm und ein zu erwartendes heftiges Unwetter hin.<br />
Malerei in der Manier des Künstlers. Craquele, eine<br />
Unterlegung.<br />
(1410572) (18)<br />
ACHILLE ETNA MICHALLON,<br />
1796 – 1822, ATTRIBUTED<br />
LANDSCAPE WITH FIGURES AND ANIMALS<br />
IN STORMY WEATHER<br />
Oil on canvas.<br />
38 x 46 cm.<br />
Old label with artist‘s name on the reverse.<br />
In decorative frame.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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181
515<br />
GIULIO FABRI,<br />
1812 – 1865<br />
DER SATTLER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
92,5 x 73 cm.<br />
Rechts unten signiert.<br />
Ungerahmt.<br />
Vor den Kuppeln mehrerer orientalischer Sakralgebäude<br />
mit deren Minaretten eine Gruppe von Reitern, von<br />
denen einer mit einem Sattler zu verhandeln scheint.<br />
Provenienz:<br />
Sotheby‘s London, 25. April 2023, Lot 28.<br />
(14014826) (13)<br />
GIULIO FABRI,<br />
1812 – 1865<br />
THE SADDLER<br />
Oil on canvas.<br />
92.5 x 73 cm.<br />
Signed lower right.<br />
Unframed.<br />
Provenance:<br />
Sotheby‘s, London, 25 April 2023, lot 28.<br />
€ 6.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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516<br />
PETER KORNBECK,<br />
1837 – 1894<br />
Kornbeck begann zunächst in seiner Heimatstadt<br />
Architektur zu studieren, bevor er sich der Malerei<br />
zuwandte und bei dem Architekturmaler Heinrich<br />
Hansen das Zeichnen erlernte. Um sich weiterzubilden,<br />
reiste Kornbeck bereits 1860 nach Italien, wo er über<br />
fünf Jahre blieb, ehe er nach Hause zurückkehrte. So oft<br />
es ihm jedoch möglich war, reiste er wieder Richtung<br />
Süden, 1885 dann mit einem Reisestipendium der<br />
Akademie. Zu seinen bevorzugten Motiven gehörten<br />
Szenen aus dem Volksleben, die auch häufig unter<br />
freiem Himmel stattfinden. Seine Werke zeichnen sich<br />
durch sorgfältige Durcharbeitung und Detailreichtum<br />
aus, oftmals in heller Palette, wie auch auf dem vorliegenden<br />
Gemälde, das besonders in den architektonischen<br />
Details die Kunstfertigkeit des Malers wieder<br />
gibt. 1868 heiratete er und hatte am Tag seiner<br />
Hochzeit einen Unfall, bei dem er das Augenlicht auf<br />
einem Auge verlor, was ihn jedoch nicht daran hinderte<br />
auch weiterhin erfolgreich zu arbeiten.<br />
STRASSENSZENE IN KAIRO MIT MINARETT<br />
IM HINTERGRUND<br />
Öl auf Leinwand.<br />
121 x 83 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „1889“.<br />
In prächtigem vergoldeten Rahmen.<br />
Das vorliegende Gemälde zeigt geschäftiges Treiben<br />
im Vordergrund, wo sich zahlreiche Geschäfte links<br />
und rechts der Straße aneinanderreihen, und sich<br />
Männer und sogar Frauen und vereinzelt Kinder sowie<br />
ein Kamel im Treiben tummeln. Hauptaugenmerk liegt<br />
jedoch auf der Darstellung der beeindruckenden und<br />
orientalischen Architektur, die sicher großen Eindruck<br />
auf den dänischen Maler gemacht hat. Besonders<br />
schön herausgearbeitet ist die Wirkung von der im<br />
gleißenden Sonnenlicht liegenden Moschee und dem<br />
im kühlen Schatten stattfindenden Treiben auf der<br />
Straße.<br />
(14014829) (10)<br />
PETER KORNBECK,<br />
1837 COPENHAGEN – 1894<br />
CAIRO STREET SCENE WITH MINARET<br />
IN THE BACKGROUND<br />
Oil on canvas.<br />
121 x 83 cm.<br />
Signed lower right and dated “1889”.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
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183
517<br />
GUSTAVE SURAND,<br />
1860 PARIS – 1937<br />
LIEGENDER TIGER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
46 x 61 cm.<br />
Links unten signiert „Surand“.<br />
In breiten Holzrahmen.<br />
Liegend ruht sich der Tiger aus; viele dunklere Laubund<br />
Beerensträuche verstecken die Raubkatze, nachdem<br />
sie ihre Beute gefressen hat. Am Boden liegende<br />
Pfauenfedern weisen auf ihre Jagd hin. Meisterhaft<br />
gestaltete der Künstler ein kraftvolles Bild mit einer<br />
noblen Darstellung der Wildnis.<br />
Surand war Maler, Pastellist und Bildhauer, er widmete<br />
sich der Genremalerei, zeigte aber in seinen Werken<br />
große Sensibilität für atmosphärische Variationen und<br />
Lichtkontraste. Als Naturliebhaber portraitierte Surand<br />
außerdem häufig große Wildtiere und konnte mit geschickten<br />
Strichen die Bewegung sowie die Details<br />
des Felles hervorheben.<br />
(14014816) (19)<br />
GUSTAVE SURAND,<br />
1860 PARIS – 1937<br />
RECLINING TIGER<br />
Oil on canvas.<br />
46 x 61 cm.<br />
Signed “Surand” lower left.<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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518<br />
VICTOR PIERRE HUGUET,<br />
1835 – 1902<br />
ORIENTALISCHER REITERZUG<br />
AUF EINEM HÖHENWEG<br />
VICTOR PIERRE HUGUET,<br />
1835 – 1902<br />
ORIENTAL CAVALCADE ON<br />
A HIGH ROUTE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
40 x 59,5 cm.<br />
Rechts unten signiert.<br />
Felsig-kahler Weg über einer Meeresbucht, Reiter,<br />
Kamele mit Gepäck und Begleiter zu Fuß, sind in hellem<br />
südlichen Licht gezeigt, wie eine orientalische Momentaufnahme.<br />
Solche orientalischen Eindrücke sind Hauptinhalt<br />
des Werkes von Victor Pierre Huguet.<br />
Er studierte bei dem Landschafts- und Tiermaler<br />
Émile Loubon an der École supérieure des beaux-arts<br />
de Marseille. Später wurde er in Paris Schüler des<br />
Orientalisten Eugène Fromentin. 1852 unternahm er<br />
seine erste Reise nach Ägypten. Ein Jahr später begleitete<br />
er den Marinemaler Jean-Baptiste Henri<br />
Durand-Brager auf einer Expedition, um Szenen aus<br />
dem Krimkrieg zu malen. 1859 erstmals auf dem<br />
Pariser Salon und dem in Marseille. Ab 1893 regelmäßig<br />
Ausstellungen in der Société des Peintres Orientalistes<br />
Français. Er unternahm zahlreiche Reisen<br />
nach Istanbul, Ägypten, Libyen und Algerien.<br />
(14014828) (11)<br />
Oil on canvas.<br />
40 x 59.5 cm.<br />
Signed lower right.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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185
519<br />
JEAN-PAUL SINIBALDI,<br />
1857 PARIS – 1909 BOURG-EN-BRESSE<br />
Sinibaldi war Schüler bei Alexandre Cabanel und Alfred<br />
Stevens. 1886 erhielt er den Prix de Rome, 1889 die<br />
Goldmedaille, 1900 die Silbermedaille bei der Weltausstellung<br />
in Paris.<br />
BESUCH IM ORIENTALISCHEN PALAST<br />
Öl auf Leinwand.<br />
51 x 77,5 cm.<br />
Rechts unten signiert und ortsbezeichnet „Roma“.<br />
In breitem, ornamental verziertem und vergoldeten<br />
Rahmen.<br />
JEAN-PAUL SINIBALDI,<br />
1857 PARIS – 1909 BOURG-EN-BRESSE<br />
VISIT TO AN ORIENTAL PALACE<br />
Oil on canvas.<br />
51 x 77.5 cm.<br />
Signed and place name “Roma” lower right.<br />
€ 14.000 - € 18.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
In lichter Stimmung ein orientalischer Innenraum<br />
mit allerlei Zierrat und architektonischen Details mit<br />
Fliesen und Lampen. In der Mitte europäische Gäste<br />
des 18. Jahrhunderts bei der Begutachtung ausliegender<br />
Prunkobjekte. Gemäß der Ortsbezeichnung kann<br />
davon ausgegangen werden, dass das vorliegende<br />
Werk in seiner römischen Zeit in den späten 1880er-<br />
Jahren entstanden sein wird.<br />
(14014836) (13)<br />
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520<br />
SALVATORE POSTIGLIONE,<br />
1861 NEAPEL – 1906<br />
JUNGE FRAU MIT WASSERPFEIFE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
135 x 76 cm.<br />
Rechts unten seitlich signiert.<br />
In Goldrahmen mit Künstlernamensschild.<br />
Postiglione stammte aus einer Künstlerfamilie und<br />
studierte bei seinem Onkel Rafaele Postiglione (1818-<br />
1897) sowie bei Domenico Morelli (1823-1901). 1883<br />
stellte er in Rom ein Gemälde religiösen Themas aus,<br />
1881 in Turin war er mit einem Historiengemälde<br />
vertreten und 1887 in Venedig mit einem Heiligenbild<br />
sowie mit einem Portrait seines Meisters. Im öffentlichen<br />
Raum schuf er das Fresko in der Halle des Palazzo<br />
della Borsa in Neapel sowie im Castello Miramare in<br />
Triest. Bekannt geworden ist der Maler nicht zuletzt<br />
durch die Frauendarstellungen der eleganten Welt.<br />
Das Gemälde betont hochformatig, die Malweise in<br />
der bekannt hohen Qualität des Künstlers. Die junge<br />
Dame in leicht tänzerischer Haltung, im Dreiviertelbildnis<br />
wiedergegeben. Die Drehung des Körpers<br />
vermittelt Leichtigkeit, eine Tanzbewegung zum Ausdruck<br />
bringend. Der Kopf leicht zur Seite geneigt, der<br />
Blick lächelnd dem Betrachter entgegengerichtet. Im<br />
hochgesteckten Haar im Sinne orientalistischer Fantasiemode<br />
Schmuckketten und lange Nadeln eingebracht.<br />
Das smaragdgrüne Kleid an der Brust mit einem<br />
hellen durchsichtigen grauen Schleier umzogen.<br />
Dieses vermittelt gemeinsam mit dem Hintergrund<br />
eine insgesamt grünliche Farbharmonie, durch die<br />
das hell beleuchtete Inkarnat sowie ein rosafarbenes<br />
Seidentuch als Komplementärkontrast zur Wirkung<br />
kommen. In der linken Hand hält sie einen großen<br />
Pfauenfederfächer. Rechts steigt aus einer gläsernen<br />
Wasserpfeife feiner Rauch auf, der den Raumhintergrund<br />
verunklärt. So ist das Gemälde als Ausdruck des<br />
im ausgehenden 19. Jahrhunderts aufkommenden<br />
Interesses für orientalische Sujets zu verstehen, auch<br />
den Gesellschaftsveranstaltungen entsprechend, in<br />
denen nicht selten orientalische Kostüme zum Einsatz<br />
kamen.<br />
(1411715) (2) (11)<br />
SALVATORE POSTIGLIONE,<br />
1861 NAPLES – 1906<br />
YOUNG WOMAN WITH WATERPIPE<br />
Oil on canvas.<br />
135 x 76 cm.<br />
Signed on the side lower right.<br />
€ 12.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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187
521<br />
RUDOLPH WEISS,<br />
1869 – UM 1930<br />
LA CIGARETTE<br />
Öl auf Holz.<br />
46 x 27,5 cm.<br />
Oben links signiert „R. Weisse“.<br />
Verso gewidmet „Hommage à Madame Lasseldein“.<br />
In sandiertem bronzierten Rahmen.<br />
In orientalischem Gebäude mit Fliesendekor an den<br />
Wänden und an einem Torbogen eine in rotem Kleid<br />
stehende, offensichtlich von der Mittagshitze ermattete<br />
Frau sich reckend und eine Zigarette haltend.<br />
Rechts im Vordergrund ein inkrustierter Tisch mit Messingkanne.<br />
(14014838) (13)<br />
RUDOLPH WEISS,<br />
1869 – CA. 1930<br />
LA CIGARETTE<br />
Oil on panel.<br />
46 x 27.5 cm.<br />
Signed “R. Weisse” top left. Dedication on the<br />
reverse: “Hommage à Madame Lasseldein”.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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522<br />
EDOUARD FREDERIC W. RICHTER,<br />
1844 PARIS – 1913 EBENDA<br />
Der Künstler war ein französischer Genremaler des<br />
Orientalismus. Er begann sein Studium in Den Haag<br />
und setzte es an der Akademie der Schönen Künste in<br />
Paris fort. Hauptsächlich schuf er Portraits und Genrebilder<br />
aus dem orientalischen Milieu.<br />
DER VOGELBAUER<br />
Öl auf Leinwand.<br />
62 x 38 cm.<br />
Rechts unten signiert.<br />
In breitem, ornamental reliefierten Rahmen.<br />
Vor einer Fensterlaibung, in der ein geöffneter leerer<br />
Vogelbauer mit orientalisierender Kuppel steht, eine<br />
junge Frau im nachdenklichen Gestus mit altrosa verbrämtem<br />
Kleid vor einer mit orientalisierenden Fliesen<br />
verkleideten Nische mit gemuscheltem Abschluss.<br />
(14014834) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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523<br />
ALEXANDRE MARIE COLIN,<br />
1798 – 1875, ZUG.<br />
DES SULTANS MUSE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
73,5 x 59 cm.<br />
In breitem Empire-Rahmen.<br />
In einem Kiosk mit offen gearbeiteter Balustrade und<br />
textilem Baldachin eine musizierende Schönheit vor<br />
einem Sultan in reicher Gewandung. Hinten mit Park<br />
und Architekturen abschließend.<br />
Provenienz:<br />
Bonhams London, 20. Oktober 2021, Lot 8.<br />
(14014824) (13)<br />
ALEXANDRE MARIE COLIN,<br />
1798 – 1875, ATTRIBUTED<br />
THE SULTAN‘S MUSE<br />
Oil on canvas.<br />
73.5 x 59 cm.<br />
Provenance:<br />
Bonhams, London, 20 October 2021, lot 8.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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189
524<br />
KARL THEODOR BÖHME,<br />
1866 HAMBURG – 1939 MÜNCHEN<br />
AN DER KÜSTE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
90,5 x 119 cm.<br />
Links unten signiert und datiert „1907“.<br />
In ebonisiertem Rahmen.<br />
Darstellung einer im Abendlicht wiedergegebenen<br />
Küstenlandschaft mit schroffen Felsen und darauf sitzenden<br />
Vögeln, die sich teils von der Gischt und der<br />
silbrig glänzenden, sich in der Abendsonne spiegelnden<br />
Wasseroberfläche abheben.<br />
(1410107) (13)<br />
€ 4.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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525<br />
ARY SCHEFFER,<br />
1795 DORDRECHT – 1858 ARGENTEUIL<br />
MARIA MAGDALENA IN EKSTASE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
94,9 x 64,1 cm.<br />
Links mittig signiert und datiert „Ary Scheffer 1855“.<br />
Unter oben abgerundetem Passepartout,<br />
mit Beschriftung in Prunkrahmen.<br />
Dreiviertelbildnis der Heiligen in einem weißen, faltenreichen<br />
Gewand und rotem Tuch auf ihren dunkelblonden<br />
Haaren, das nach vorne verläuft. Sie hat ein zartes,<br />
fast weißes Inkarnat, ihre Unterarme mit gefalteten<br />
Händen leicht erhoben und blickt mit großen Augen<br />
überrascht seitlich nach oben zu einer nicht sichtbaren<br />
Stelle, die jedoch gegenüber dem dunkleren<br />
Hintergrund aufgehellt ist.<br />
Provenienz:<br />
Sammlung Edmund Salis Schwabe, Rycroft House,<br />
Cheetham Hill, Manchester.<br />
Christie‘s, London, 31 January 1913.<br />
Christie‘s, London, 18 April 1913, Lot 93.<br />
Privatbesitz, Großbritannien.<br />
Privatbesitz, Deutschland.<br />
Anmerkung:<br />
Ary Scheffer erhielt Unterricht von seinem Vater Jean<br />
Baptiste Scheffer. Nach seinem Tod zog er 1811 mit<br />
seiner Mutter und seinem Bruder Henry, ebenfalls<br />
Maler, nach Paris. Dort erhielten sie Unterricht bei<br />
Pierre Guérin, dem Lehrer der romantischen Größen<br />
Delacroix und Géricault. Ary machte sich schnell einen<br />
Namen mit seinen romantischen Historienmalerei,<br />
Porträts berühmter Zeitgenossen, Künstler und Mitglieder<br />
der königlichen Familie. Performances inspiriert<br />
von Episoden aus der Bibel und der Literatur.<br />
In den 1940er Jahren gehörte er zu den berühmtesten<br />
romantischen Malern Frankreichs.<br />
Literatur:<br />
The <strong>Art</strong> Treasures of Great-Britain, Manchester 1857,<br />
Ausstellungskatalog, Kat.Nr. 668.<br />
Catalogue des œuvres de Ary Scheffer, Paris, 1859,<br />
Kat. Nr. 79.<br />
Vgl. Leo Ewals, Ary Scheffer. Sa vie et son œuvre‘<br />
(proefschrift), Nijmegen 1987, S. 328.<br />
Ausstellung:<br />
Manchester, The <strong>Art</strong> Treasures of Great Britain‘,<br />
5 Mai -17 Oktober 1857.<br />
Paris, Boulevard des Italiens, Ary Scheffer. Etude sur<br />
sa vie et ses ouvrages, 1859. (14110217) (18)<br />
ARY SCHEFFER,<br />
1795 DORDRECHT – 1858 ARGENTEUIL<br />
MARY MAGDALENE IN ECSTASY<br />
Oil on canvas.<br />
94.9 x 64.1 cm.<br />
Signed and dated “Ary Scheffer 1855” at centre left.<br />
Provenance:<br />
Collection Edmund Salis Schwabe, Rycroft House,<br />
Cheetham Hill, Manchester, Great Britain.<br />
Christie‘s, London, 31 January 1913.<br />
Christie‘s, London, 18 April 1913, lot 93.<br />
Private collection, Great Britain.<br />
Private collection, Germany.<br />
Literature:<br />
The <strong>Art</strong> Treasures of Great-Britain, exhibition<br />
catalogue, Manchester 1857, cat. no. 668.<br />
Catalogue des œuvres de Ary Scheffer, Paris 1859,<br />
cat. no. 79.<br />
cf. Leo Ewals, Ary Scheffer. Sa vie et son œuvre<br />
(thesis), Nijmegen 1987, p. 328, cf. 319.<br />
Exhibitions:<br />
Manchester, Great-Britain, The <strong>Art</strong> Treasures<br />
of Great Britain, 5 May -17 October 1857.<br />
Paris, Boulevard des Italiens, Ary Scheffer.<br />
Etude sur sa vie et ses ouvrages, 1859.<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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191
526<br />
LOUIS EDOUART MAUBERT,<br />
1806 CALAIS – 1879 PARIS<br />
SAMMLUNG VON 14 BOTANISCHEN<br />
DARSTELLUNGEN<br />
Bleistift und Aquarell auf Papier und Karton.<br />
45,5 x 33 cm.<br />
Einzeln beschriftet und signiert „Maubert pinx“.<br />
Drei Aquarelle sind gerahmt, elf sind in einer Mappe.<br />
Edouard Maubert illustrierte mehrere botanische Werke.<br />
Er arbeitete dabei zusammen mit Botanikern und war<br />
mehrere Jahrzehnte lang beteiligt an allen <strong>Art</strong>en von<br />
Lexika und Gartenschriften, sowohl für Amateure als<br />
auch für Fachleute. Die großformatigen Aquarelle<br />
wurden teilweise als handkolorierte Lithografien in<br />
dem Werk des belgischen Herausgebers Jean Jules<br />
Linden „Pescatorea – Iconographie des Orchidées“,<br />
1855 – 1860 in Brüssel publiziert.<br />
LOUIS EDOUART MAUBERT,<br />
1806 CALAIS – 1879 PARIS<br />
COLLECTION OF 14 BOTANICAL DEPICTIONS<br />
Pencil, watercolour on paper and card.<br />
45.5 x 33 cm.<br />
Each inscribed and signed “Maubert pinx”.<br />
Three watercolours are framed, eleven are held<br />
in a folder.<br />
€ 13.000 - € 18.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
Literatur:<br />
Vgl. Elisabeth Hardouin-Fugier, French Flower painters<br />
of the <strong>19th</strong> <strong>Century</strong>, London 1989.<br />
Jean Linden, Pescatorea, Orchideenikonographie,<br />
Neuausgabe Turriers 1994, mit Abbildungen der<br />
Lithographien, Farbtafeln S. 67, S. 48 und S. 129.<br />
(1401097) (19)<br />
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193
527<br />
FRANZ VON STUCK,<br />
1863 TETTENWEIS – 1928 MÜNCHEN<br />
VORENTWURF FÜR DAS GEMÄLDE<br />
„DER ZENTAURENKAMPF“, 1894.<br />
Braune und graue Kreide auf Karton.<br />
42 x 46 cm.<br />
Rechts signiert „F. STVCK“.<br />
Beigegeben eine Expertise von Albert Ritthaler,<br />
Hamburg, 2. Juli 2021.<br />
(1411692) (11)<br />
FRANZ VON STUCK,<br />
1863 TETTENWEIS – 1928 MUNICH<br />
PRELIMINARY SKETCH FOR THE PAINTING<br />
“BATTLE OF THE CENTAURS”, 1894.<br />
Brown and grey chalk on card.<br />
42 x 46 cm.<br />
Signed “F. STVCK” lower right.<br />
Accompanied by an expert’s report’s by Albert<br />
Ritthaler, Hamburg, 2. July 2021.<br />
€ 10.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
528<br />
LEOPOLD SCHMUTZLER,<br />
1864 MIES – 1941 MÜNCHEN<br />
Leopold Schmutzler studierte ab 1880 in Wien an der<br />
Akademie der bildenden Künste, ab Herbst 1882<br />
Malerei in München. Er war ein begehrter Portraitist<br />
und malte Mitglieder des bayrischen Königshauses.<br />
VERTRÄUMT AUFBLICKENDE SCHÖNHEIT<br />
Öl auf Holz.<br />
88 x 64 cm.<br />
Links oben signiert „Schmutzler“.<br />
In dekorativem, teilvergoldeten Rahmen.<br />
Vor Landschaft im Licht der untergehenden Sonne<br />
das Halbportrait einer jungen Frau, an ein Steinpodest<br />
gelehnt und sinnend nach oben auf die darauf stehende,<br />
gefüllte, breite Schale blickend. Wiedergabe in lockerem<br />
Pinselduktus in der Manier des für seine Frauendarstellungen<br />
bekannten Künstlers.<br />
(14101321) (18)<br />
€ 4.800 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
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529<br />
PAUL SIEFFERT,<br />
1874 PARIS – 1957<br />
Portrait- und Aktmaler, Schüler von Gérôme. Er erhielt<br />
1902 den Rom-Preis. Bilder seiner Hand in mehreren<br />
bedeutenden Sammlungen und öffentlichen Museen.<br />
NU AU CHÉRUBIN<br />
Öl auf Leinwand.<br />
132 x 149 cm.<br />
Rechts unten signiert „P. Sieffert“, verso auf Leinwand<br />
erneut signiert und bezeichnet „No. 373“.<br />
In einem Interieur auf einem Chaiselongue mit grünlicher<br />
Samtdecke, leicht langestreckt sitzend eine junge<br />
nackte Frau, den Kopf auf ihre linke Hand gestützt und<br />
nachdenklich nach unten blickend auf den Boden; dieser<br />
ist mit einem wertvollen Teppich bedeckt, auf dem<br />
rechtsseitig mehrere zarte Rosen liegen. Hinter ihr<br />
hängt eine große rötlich-schwarz gemusterte Decke<br />
vor der Wand, unter der ein nacktes Kind auf die Sitzende<br />
blickt. Die Darstellung erinnert an eine Neuinterpretation<br />
der beliebten Darstellung von Venus und Amor.<br />
Teils Rahmenschäden.<br />
(1410501) (18)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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195
530<br />
OLYMPE MOUETTE GÉNIN,<br />
FRANZÖSISCHE SCHULE,<br />
WAHRSCHEINLICH 1785 – 1862<br />
STILLLEBEN MIT TRAUBEN, VOGELNEST<br />
UND STIEGLITZ<br />
Öl auf Leinwand.<br />
49,2 x 39,8 cm.<br />
Rechts unten singiert und datiert „Od. Mouette<br />
Génin. 1819“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
In der niederländischen Malerei des 18. Jahrhunderts<br />
wurden Blumen- und Früchtestillleben sehr originalgetreu<br />
dargestellt. Das vorliegende Gemälde zeigt vor<br />
grünem, von links nach rechts aufhellenden Hintergrund<br />
eine grüne Marmorplatte, auf der ein beiger<br />
Sockel mit Puttofries und einem darauf abgelegten<br />
Maiskolben steht. Dieser Sockel trägt eine breite<br />
grünliche Achatschale mit Früchten, auf denen sich<br />
ein Stieglitz und eine Fliege niedergelassen haben.<br />
Auf der Platte vor dem Fries sind linksseitig eine Rispe<br />
mit hellen Weintrauben und zwei Pflaumen zu sehen,<br />
während rechts ein Vogelnest mit Eiern das Bild belebt.<br />
(1411028) (18)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
531<br />
OLYMPE MOUETTE GÉNIN,<br />
FRANZÖSISCHE SCHULE,<br />
WAHRSCHEINLICH 1785 – 1862<br />
STILLLEBEN MIT FRÜCHTEN, KRUG UND MEISE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
49 x 39,5 cm.<br />
Rechts unten signiert und datiert „Olympe M. Génin<br />
1818.“.<br />
In Prunkrahmen.<br />
In der niederländischen Malerei des 18. Jahrhunderts<br />
wurden Blumen- und Früchtestillleben sehr originalgetreu<br />
dargestellt. Das vorliegende Gemälde zeigt vor<br />
dunklem, von links nach rechts aufhellendem Hintergrund<br />
eine grüne Marmorplatte, auf der sorgsam<br />
arrangiert präsentiert werden: einige samtige gelb -<br />
rötliche Pfirsiche, einer mit Fliege, ein Kürbis, eine blaue<br />
Weintraubenrispe und ein kleiner Zweig mit Blättern<br />
und einer hellen Traubenrispe. Rechts hinter diesen<br />
eine hohe gelbliche Vase, auf deren oberen Rand eine<br />
Meise sitzt, die ebenso zur Belebung des Bildes beiträgt,<br />
wie die Fliege und eine Biene auf der Marmorplatte.<br />
Feine qualitätvolle Malerei, insbesondere die<br />
Oberfläche der Früchte realistisch hervorhebend.<br />
(1411027) (18)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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532<br />
ABRAHAM-JOHANNES COUWENBERG,<br />
1806 DELFT – 1844<br />
PANORAMISCHE STRANDANSICHT<br />
BEI SCHEVENINGEN<br />
Öl auf Leinwand.<br />
42,8 x 99,8 cm.<br />
Rechts unten signiert „A. J. Couwenberg...“<br />
In vergoldetem Rahmen.<br />
Große Strandansicht mit zahlreichen Figuren im warmen<br />
Licht der untergehenden Sonne. Am Sandstrand<br />
mehrere stehende Boote auf dem Trockendock, sowie<br />
einige links angekommene Fischerboote mit Segeln<br />
und im Vordergrund ein junger Mann beim Einholen<br />
eines Netzes. Stimmungsvolle Malerei mit großem<br />
Wolkenhimmel.<br />
Anmerkung:<br />
A. J. Couwenberg wurde 1806 in Delft geboren.<br />
Bereits im Alter von 15 Jahren stellte er auf einer<br />
Ausstellung in Den Haag aus, wo er ab 1821 lebte<br />
und arbeitete. Er malte hauptsächlich Panoramen<br />
von Sommer- und Winterlandschaften, die von<br />
imposanten holländischen Wolkenhimmeln geprägt<br />
sind, so wie auf dem vorliegenden Gemälde. Couwenbergs<br />
Stil ist eine Kombination aus der topographischen<br />
Tradition des 18. Jahrhunderts und den<br />
narrativen Darstellungen der Romantik. Ab 1834<br />
unterrichtete der Künstler als Schulleiter an der<br />
Zeichenakademie in Arnheim. Das Rijksmuseum<br />
Amsterdam hat zwei Gemälde von Couwenberg<br />
in seiner Sammlung. (1411024) (18)<br />
€ 4.800 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BID<br />
533<br />
CARL SCHWENINGER,<br />
1854 – 1903<br />
Der österreichische Maler Karl Schweninger entstammte<br />
einer Wiener Künstlerfamilie. Er lernte Malerei zuerst<br />
bei seinem Vater, studierte dann von 1871-1873 an der<br />
Akademie der bildenden Künste in Wien. Nach dem<br />
beendeten Studium begab er sich nach Deutschland,<br />
wo er auch an der Akademie der bildenden Künste in<br />
München sein Studium fortsetzte. Der Künstler malte<br />
hauptsächlich Rokoko-Genreszenen, viele seiner Bilder<br />
wurden in Zeitschriften veröffentlicht.<br />
DAS JUNGE GLÜCK<br />
Öl auf Leinwand.<br />
81 x 60 cm.<br />
Unten rechts signiert „C. Schweninger“.<br />
In Louis XV-Stilrahmen.<br />
Inmitten einer Laube mit Postament und dahinter<br />
emporragender romanischer Kirche und blühendem<br />
Buschwerk eine sitzende Mutter mit ihrem Kind auf<br />
dem Schoß, neben ihr der mutmaßliche Vater stehend.<br />
(1410103) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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197
CATALOGUE V<br />
JEWELLERY, WRISTWATCHES<br />
& ACCESSORIES<br />
HAMPEL LIVING<br />
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