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dei – Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie 06.2024

Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.

Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.

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06-2024<br />

34 TITEL<br />

MAXIMALE LEISTUNG AUF<br />

KLEINSTEM RAUM<br />

12 TEEABFÜLLUNG<br />

ROBOTERLÖSUNG OHNE<br />

BERÜHRUNGSÄNGSTE<br />

28 MESSEVORSCHAU<br />

BRAUBEVIALE IN<br />

NÜRNBERG<br />

46 ZUSATZSTOFFE<br />

BESTE AROMEN AUS<br />

DEM MISCHER<br />

38 TREND<br />

NACHHALTIGKEIT<br />

PROZESSTECHNIK FÜR DIE LEBENSMITTELINDUSTRIE<br />

WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/FOOD<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 1


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<strong>dei</strong><br />

EDITORIAL<br />

„Da mischen<br />

wir uns<br />

gerne ein.“<br />

Herbstklassiker<br />

stehen wieder an<br />

Es ist wieder so weit: Draußen fallen <strong>die</strong> Blätter von den Bäumen<br />

und drinnen drängen sich <strong>die</strong> Menschen durch <strong>die</strong> Gänge der<br />

Messehallen in Nürnberg und Frankfurt <strong>–</strong> Herbstzeit ist eben Messezeit.<br />

Diesmal mit der BrauBeviale in Nürnberg vom 12. bis 14. November<br />

und der Fi Europe in Frankfurt vom 19. bis 21. November.<br />

Alle reden von Klimawandel und zu viel CO 2 . Vor zwei Jahren dann<br />

<strong>die</strong> Horrornachricht: Es ist kein CO 2 <strong>für</strong> Bier mehr da! Ein Aufschrei<br />

ging durch <strong>die</strong> Presse. Des Bayern liebstes Getränk vor dem aus? Natürlich<br />

nicht, aber der CO 2 -Mangel war real. Damit so etwas nicht<br />

wieder passiert, lässt sich Kohlendioxid in der Getränkeproduktion<br />

teilweise durch Stickstoff ersetzen, der vor Ort produziert wird. Wie<br />

das funktioniert und wo sich der Ersatz lohnt, lesen Sie in unserer<br />

Serie „Branche im Fokus: Getränkeherstellung“ ab Seite 18. Die zugehörige<br />

Messevorschau zur BrauBeviale finden Sie auf Seite 28.<br />

Um Getränke, genauer gesagt Getränkekonzepte, geht es auch auf<br />

der Fi Europe in Frankfurt. Diese werden dort zusammen mit vielfältigen<br />

Zusatzstoffen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelproduktion präsentiert.<br />

Ein großes Thema in <strong>die</strong>sem Jahr auf der Messe ist <strong>die</strong> Nachhaltigkeit.<br />

Stand bisher der Fokus auf Umweltaspekten, könnte sich <strong>die</strong>ser<br />

in Zukunft auf soziale und wirtschaftliche Aspekte verschieben. So<br />

jedenfalls sieht es <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsexpertin Monique van de<br />

Vijver. Sie ist Innovation Manager Health bei der international tätigen<br />

Nichtregierungsorganisation Solidaridad. Lesen Sie in unserem<br />

Trendbeitrag ab Seite 38, wie nachhaltige Beschaffung von natürlichen<br />

Zutaten aussehen kann. Eine Messevorschau zur Fi Europe haben<br />

wir <strong>für</strong> Sie ab Seite 41 zusammengestellt.<br />

Viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe.<br />

Taste us!<br />

Visit us at<br />

Fi Europe 2024<br />

19-21 November<br />

Frankfurt<br />

Hall 3.1 Booth C50<br />

Ausgewogene Milchdrinks liegen<br />

im Trend: Mit den Stabiprime<br />

Funktionssystemen von Hydrosol<br />

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möglich<br />

Dr. Bernd Rademacher, Redakteur<br />

www.hydrosol.de <strong>dei</strong> 06-2024 3


<strong>dei</strong> INHALT 06-2024<br />

34 Titel Die Mess -<br />

geräte der Compact Line<br />

wurden speziell <strong>für</strong> Anwendungen<br />

entwickelt,<br />

bei denen Platz ein limitierender<br />

Faktor ist und<br />

eine reduzierte Leistung<br />

nicht infrage kommt.<br />

12 Wie das Zusammenarbeiten<br />

mit einem<br />

Roboter ohne Berührungsängste<br />

bei der Teeabfüllung<br />

funktionieren<br />

kann, zeigt <strong>die</strong>se Lösung.<br />

24 Die Herbsthäuser<br />

Brauerei Wunderlich KG<br />

setzt Stickstoff parallel zu<br />

Kohlensäure ein. Den<br />

Stickstoff produziert das<br />

Unternehmen vor Ort.<br />

VERPACKUNGSTECHNIK<br />

8 Wenn Käse im Beutel reift<br />

Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien <strong>für</strong> eine<br />

präzise Käsereifung<br />

10 Automatische Testsysteme <strong>für</strong> Metallsuchlösungen<br />

ATS steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität<br />

12 Roboterlösung ohne Berührungsängste<br />

„Do-it-yourself“-Cobot-Handling: Erfahrungen in der<br />

automatisierten Teeabfüllung<br />

28 MESSEVORSCHAU BRAUBEVIALE<br />

34 TITEL Kompakte Messtechnik, maximale Leistung<br />

Auf kleinstem Raum Füllstand, Grenzstand und<br />

Druck messen<br />

37 Effizientes Duo zur Stickstofferzeugung<br />

Kombination aus Stickstoffgenerator und<br />

Wasserstoffkatalysator<br />

BRANCHE IM FOKUS: GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

18 Durchgängige Lösung vom Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud<br />

CIP-Reinigung in der Brauindustrie<br />

20 Fokus auf das Fundament<br />

Hygienischer und sicherer Stahlbau <strong>für</strong><br />

Unterkonstruktionen<br />

22 Flexible Gestellbauten <strong>für</strong> den Reinraum<br />

Montagesystem und Rohrverbinder aus Edelstahl<br />

24 Stickstoff aus Eigenerzeugung<br />

Ersatz <strong>für</strong> Kohlensäure<br />

26 Robuste und hygienische Schlauchpumpe<br />

Störungsfreie Förderung der Kieselgur-Suspension<br />

bei Müllerbräu<br />

TREND NACHHALTIGKEIT<br />

38 Nachhaltige Beschaffung<br />

Soziale und wirtschaftliche Aspekte rücken in den Fokus<br />

FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />

41 MESSEVORSCHAU FI EUROPE<br />

44 Raps ist seit 100 Jahren kreativer Trendsetter<br />

Mit Verantwortung in eine nachhaltige Zukunft<br />

46 Beste Aromen aus dem Mischer<br />

Maillardreaktion oder Verkapselung<br />

4 <strong>dei</strong> 06-2024


38 Bisher standen beim<br />

Thema Nachhaltigkeit <strong>die</strong><br />

Umweltaspekte im Mittelpunkt.<br />

Dieser Fokus<br />

könnte sich jedoch verschieben.<br />

44 Florian Knell, CEO<br />

der Raps-Gruppe, spricht<br />

über Nachhaltigkeit,<br />

Umweltschutz und<br />

Trends zur pflanzen -<br />

basierten Ernährung.<br />

SAUBERE<br />

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RUBRIKEN<br />

3 Editorial<br />

4 Inhalt<br />

6 Nachrichten<br />

15 PRODUKTE<br />

32 Top-Produkt des Jahres 2024<br />

33 Exklusiv auf prozesstechnik-online.de<br />

33 Gewinner Top-Produkt des Monats September<br />

48 Partner der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

49 Literatur, Broschüren, E-Me<strong>die</strong>n<br />

49 Inserentenverzeichnis<br />

50 Vorschau<br />

50 So erreichen Sie <strong>die</strong> Redaktion<br />

50 Impressum<br />

WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/FOOD<br />

Mehr Nachrichten, Fakten, Produkte,<br />

Lösungen rund um <strong>die</strong> <strong>Prozesstechnik</strong><br />

in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong> finden Sie<br />

auf unserem Internet-Portal!<br />

info@gernep.de | www.gernep.de<br />

GERNEP GmbH | Benzstraße 6 | 93092 Barbing<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 5


<strong>dei</strong><br />

NACHRICHTEN<br />

Bild: Easyfairs<br />

Solids & Recycling-Technik überzeugen Aussteller und Besucher<br />

HACKATHON HINTERLÄSST TIEFEN EINDRUCK<br />

Die Gewinner und Teilnehmer des Bulk Master<br />

Hackathons auf der <strong>die</strong>sjährigen Solids<br />

Mit einer spektakulären Live-Explosion starteten<br />

<strong>die</strong> Fachmessen Solids & Recycling-<br />

Technik Dortmund am 9. Oktober 2024 in<br />

zwei ereignisreiche Tage. Rund 400 Aussteller,<br />

gut 35 % mehr als im Vorjahr, begeisterten<br />

mit ihren Lösungen und 4150 Fachbesucher<br />

nutzten <strong>die</strong> Gelegenheit, sich mit Experten<br />

auszutauschen. Der neue Ausstellungsbereich<br />

zur Prozessautomatisierung<br />

fand ebenso großen Anklang wie <strong>die</strong> separate<br />

Start-up-Area. Besonders beeindruckte<br />

das neue Side-Event, der „Bulk Masters“<br />

Hackathon. 18 Teilnehmer stellten sich den<br />

Challenges unter dem Motto „Food goes<br />

Powder“. Challenge-Geber Zeppelin Systems<br />

suchte eine automatisierte Reinigungsmethode<br />

<strong>für</strong> eine Mischanlage und bekam<br />

gleich mehrere Lösungsvorschläge.<br />

Die nächste Solids & Recycling-Technik<br />

Dortmund findet mit einem weiteren „Bulk<br />

Masters“ Hackathon am 18. und 19. März<br />

2026 statt.<br />

Software- und Digitalgeschäft ausgeweitet<br />

KUKA GRÜNDET GESCHÄFTSBEREICH DIGITAL<br />

GEA Brewery Systems feiert Jubiläum<br />

150 JAHRE BRAUTECHNO-<br />

LOGIE AUS KITZINGEN<br />

GEA Brewery Systems feierte 150-jähriges<br />

Jubiläum. In einer festlichen Veranstaltung<br />

würdigte das Unternehmen <strong>die</strong> Errungenschaften<br />

der letzten anderthalb Jahrhunderte.<br />

Seit Gründung im Jahr 1874 durch <strong>die</strong><br />

Brüder Huppmann hat sich das Unternehmen<br />

in Kitzingen von einer lokalen Schlosserei<br />

und Kupferschmiede zu einem globalen<br />

Marktführer in der Brautechnologie entwickelt.<br />

Heute steht das Unternehmen <strong>für</strong><br />

Innovation und Tradition gleichermaßen<br />

und unterstützt Brauereien mit modernster<br />

Technik. Mit einem starken Fokus auf Kreislaufwirtschaft<br />

und ressourcenschonenden<br />

Lösungen treibt GEA <strong>die</strong> Brauereitechnologie<br />

in eine nachhaltige Zukunft. Ein Höhepunkt<br />

der Veranstaltung war <strong>die</strong> Taufe eines<br />

neuen Sudhauskessels durch Landrätin<br />

Tamara Bischof. Der Kessel ist Teil der weltweit<br />

ersten CO 2 -neutralen Großbrauerei.<br />

Kuka hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet. Mit Kuka Digital erweitert<br />

das <strong>für</strong> seine orangefarbenen Industrieroboter und Automatisierungslösungen<br />

bekannte Traditionsunternehmen aus Augsburg sein Software- und Digitalgeschäft.<br />

Das Ziel: <strong>die</strong> durchgängige Digitalisierung unterschiedlichster Maschinen<br />

und Anlagen in Produktionen, von der ersten 3D-Simulation über <strong>die</strong> Vernetzung<br />

und Datenanalyse bis hin zum Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das<br />

Software- und Digitalportfolio ist nicht auf Kuka-Roboter beschränkt. Unabhängig<br />

von Maschinentyp und Hersteller sollen Kunden ihre Werkshallen so durchgängig<br />

digitalisieren können. Dabei geht es um Schnittstellen, Standards <strong>für</strong> Daten,<br />

Cloud-Integration und Beratungsleistungen. Im Sinne eines Ökosystem-Ansatzes<br />

setzt Kuka dabei zusätzlich auf ein Netzwerk kompetenter Partner.<br />

Hochrangige Vertreter der Politik, darunter<br />

<strong>die</strong> Landrätin Tamara Bischof (li.) beim 150-<br />

jährigen Jubiläum von GEA Brewery Systems<br />

Bild: Tim Simon <strong>–</strong> GEA<br />

<strong>dei</strong> NACHRICHTEN TICKER<br />

Geschäft <strong>die</strong> Bereiche Finanzen<br />

kannt gegeben, <strong>die</strong> bereits vor ei-<br />

Bild: Wellmann Anlagentechnik<br />

Neuer Geschäftsführer <strong>für</strong><br />

Wellmann Anlagentechnik<br />

und Strategie verantwortet.<br />

Bereits im Januar 2024 übernahm<br />

Niehaus <strong>die</strong> Rolle eines Interim-<br />

Managers bei der Wellmann<br />

Anlagentechnik GmbH.<br />

nigen Monaten unterzeichnet<br />

wurde.<br />

Die Vereinbarung zielt darauf ab,<br />

gemeinsame internationale Werbemaßnahmen<br />

zu entwickeln und<br />

<strong>die</strong> Cross-Selling-Aktivitäten <strong>für</strong><br />

ihre Messeportfolios zu verstär-<br />

Bild: Carboliq<br />

Neuer Geschäftsführer<br />

bei Carboliq<br />

Stefan Niehaus (rechts im Bild)<br />

ken. Ziel ist eine globale Präsenz<br />

Die Südpack Gruppe und<br />

bringt seit Oktober seine um-<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Messen, <strong>die</strong> sich auf Verar-<br />

Recenso heißen Dr. Harald Klein<br />

fangreiche Erfahrung als Führungskraft<br />

in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

bei der Wellmann<br />

Anlagentechnik GmbH ein. Der<br />

53-Jährige leitet <strong>die</strong> Geschäfte<br />

Bild: Ipack Ima<br />

Informa Markets und Ipack<br />

Ima arbeiten zusammen<br />

beitungs- und Verpackungstechnologien<br />

sowie Verpackungsmaterialien<br />

konzentrieren und auf<br />

<strong>die</strong> Schlüsselsektoren der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

abzielen. Ipack<br />

als neuen Geschäftsführer ihrer<br />

Beteiligung Carboliq GmbH willkommen.<br />

Dr. Klein hat <strong>die</strong> Aufgabe<br />

zum 1. Oktober 2024 übernommen<br />

und stärkt Carboliq auf<br />

mit Fokus auf Vertrieb und Tech-<br />

In Mailand wurde offiziell <strong>die</strong> stra-<br />

Ima wird zudem Seminare und<br />

dem Weg zu einem führenden<br />

nik, während Gerhard Wellmann<br />

tegische Allianz zwischen Informa<br />

Konferenzen zu branchenbezoge-<br />

Anbieter der Kreislaufführung von<br />

als Geschäftsführer im operativen<br />

Markets und Ipack Ima S.r.l. be-<br />

nen Themen organisieren.<br />

Kunststoffabfällen.<br />

6 <strong>dei</strong> 06-2024


Präzise, zuverlässig, robust.<br />

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extreme Bedingungen.<br />

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Durchflusssensor wurde umfangreichen, intensiven<br />

Tests unterzogen, sodass er auch den extremen Bedingungen<br />

der Lebensmittelproduktion standhält.<br />

Informieren Sie sich auf unserer Website oder lernen Sie den<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 7


<strong>dei</strong><br />

VERPACKUNGSTECHNIK<br />

Bilder: Allfo<br />

Für <strong>die</strong> Reifung und Verpackung von großen Käseblöcken sind Seitenfaltenbeutel eine Lösung<br />

Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien <strong>für</strong> eine präzise Käsereifung<br />

Wenn Käse im Beutel reift<br />

Keine Rindenbildung, weniger Gewichtsverlust und eine kontrollierte Reifung:<br />

das sind <strong>die</strong> Vorteile von Käsereifeverpackungen. Egal ob Hartkäse oder halbfester<br />

bzw. fester Schnittkäse <strong>–</strong> in den unterschiedlichen Verpackungslösungen von Allfo<br />

reifen <strong>die</strong> Produkte zum perfekten Käsegenuss.<br />

Der Verpackungsspezialist produziert<br />

maßgeschneiderte Mehrschichtfolien, <strong>die</strong><br />

unter anderem als Seitenfaltenbeutel, lose<br />

Beutel oder Kettenbeutel <strong>für</strong> <strong>die</strong> optimierte<br />

Käsereifung zum Einsatz kommen. Durch<br />

einen auf das Produkt individuell abgestimmten<br />

Folienaufbau erreicht Allfo eine<br />

exakt definierte Gasdurchlässigkeit, <strong>die</strong> das<br />

Entweichen von Reifegasen ermöglicht und<br />

gleichzeitig das Eindringen von Sauerstoff<br />

verhindert.<br />

„Die Folienreifung ist <strong>die</strong> ökonomische<br />

Alternative zur traditionellen Käserindenreifung.<br />

Für einen optimierten Prozess setzen<br />

wir auf produktorientierte Beratung und<br />

einen individuellen Folienaufbau. So<br />

erreichen wir einen intelligenten Gasaustausch,<br />

der <strong>die</strong> Käsereifung in der Folie<br />

optimal unterstützt“, erklärt Harald Wörner,<br />

Technischer Verkaufsleiter bei Allfo. Die spezielle<br />

Folie ermöglicht, dass Reifegase entweichen,<br />

gleichzeitig aber kein Sauerstoff<br />

eindringen kann.<br />

Mehrfach Vorteil <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifung<br />

Dank des intelligenten Gasaustausches<br />

bieten <strong>die</strong> Käsereifeverpackungen von Allfo<br />

einen Mehrfachvorteil <strong>für</strong> Molkereien und<br />

Käsereien: Durch <strong>die</strong> Reifung in der Folie ist<br />

der Prozess besser kontrollierbar und damit<br />

auch <strong>die</strong> Qualität des Käses reproduzierbar.<br />

Darüber hinaus führt <strong>die</strong> Folienreifung zu<br />

geringeren Gewichtsverlusten des Käses als<br />

das bei der herkömmlichen Methode der<br />

Fall ist. Da der Käse bei der Folienreifung<br />

keine Rinde ausbildet, ist auch keine Salzbehandlung<br />

erforderlich. „All das reduziert<br />

<strong>die</strong> Lager- und Pflegekosten <strong>für</strong> Molkereien<br />

und Käsereien erheblich“, betont Wörner.<br />

Die Verpackungslösungen von Allfo erhalten<br />

dabei das Aroma und den Geschmack des<br />

Käses während des Reifeprozesses und da -<br />

rüber hinaus. Sie sorgen zudem <strong>für</strong> eine<br />

längere Haltbarkeit des Käses und bieten<br />

optimalen Produktschutz vor Sauerstoff,<br />

Feuchtigkeit und Mikroorganismen.<br />

Die Käsereifeverpackungen, ob als loser<br />

Beutel, Seitenfaltenbeutel oder Kettenbeutel,<br />

8 <strong>dei</strong> 06-2024


punkten mit einer hohen Durchstoßfestigkeit<br />

und verhindern bei richtiger Anwendung<br />

sogenannte Luftzieher. Diese entstehen,<br />

wenn Luft in <strong>die</strong> Verpackung eindringt<br />

und den Reifeprozess des Käses beeinträchtigt,<br />

was zu unerwünschten Geschmacksund<br />

Texturveränderungen bis hin zur<br />

Schimmelbildung führen kann.<br />

Von der Folie bis zum Beutel<br />

Basis <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifebeutel von Allfo sind<br />

maßgeschneiderte Mehrschichtfolien, <strong>die</strong><br />

auf modernen Extrusionsanlagen speziell<br />

nach Produkt- und Kundenanforderungen<br />

gefertigt werden. Diese PA/PE-Folien oder<br />

optional mit EVOH-Barriere (Ethylen-<br />

Vinylalkohol-Copolymer) bietet der Verpackungsspezialist<br />

seinen Kunden zum einen<br />

als Rollenware an. Zum anderen verarbeitet<br />

Allfo <strong>die</strong> Folien aber auch zu vielfältigen<br />

Verpackungslösungen weiter: Lose Beutel<br />

wie Schlauch- und Siegelrandbeutel oder<br />

Seitenfaltenbeutel verpacken Schnitt-, Hartkäse<br />

sowie Käseblöcke oder Rundlaibe und<br />

passen sich perfekt an <strong>die</strong> Form des zu<br />

verpackenden Käses an. Kettenbeutel sind<br />

<strong>die</strong> Lösung <strong>für</strong> den automatischen<br />

Verpackungsprozess.<br />

Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien sind das A und O <strong>für</strong> eine optimierte Käsereifung<br />

Für noch mehr Individualisierung können<br />

<strong>die</strong> Folien <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifung auf Wunsch<br />

auch in unterschiedlichen Farben gefertigt<br />

sowie im Flexodruck mit bis zu zehn Farben<br />

individuell bedruckt werden.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Allfo<br />

AUTORIN:<br />

SABRINA DEININGER<br />

Freie Journalistin<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 9


<strong>dei</strong><br />

VERPACKUNGSTECHNIK<br />

ATS steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität<br />

Automatische Testsysteme<br />

<strong>für</strong> Metallsuchlösungen<br />

In einer Welt, in der auf dem Gebiet der KI rasant Fortschritte gemacht werden, ist<br />

<strong>die</strong> Lebensmittelproduktion bei der Metallerkennung immer noch stark auf manuelle<br />

Tests angewiesen, insbesondere <strong>für</strong> vertikale Schlauchbeutelmaschinen (VFFS). Dies<br />

gilt <strong>für</strong> Produkte wie Snacks, Süßwaren, Säuglingsnahrung, loses Mehl und Nahrungsergänzungsmittel<br />

in Pulverform. Manuelle Tests haben jedoch auch Nachteile<br />

und können mit einem automatischen Testsystem (ATS) verbessert werden.<br />

Bilder: Mettler-Toledo<br />

Die ATS-Technologie sorgt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Automatisierung<br />

des Testprozesses <strong>für</strong> vertikale<br />

Freifall-Metallsuchgeräte und ergänzt <strong>die</strong><br />

regelmäßigen manuellen Tests. Diese Technologie<br />

bildet <strong>die</strong> Erkennungsempfindlichkeit<br />

des Detektors in der Mitte der Suchspule<br />

nach <strong>–</strong> <strong>die</strong> am wenigsten empfindliche<br />

Stelle des Metalldetektors <strong>–</strong> und liefert<br />

konsistente und genaue Resultate über verschiedene<br />

Testpunkte hinweg. Durch <strong>die</strong><br />

Kalibrierung des Systems auf den<br />

schwächsten Punkt im Feld des Detektors<br />

bietet das ATS eine zuverlässige Messung<br />

der Gesamtleistung des Detektors und<br />

gleicht Empfindlichkeitsschwankungen aus.<br />

Traditionell wird bei manuellen Tests <strong>die</strong><br />

Freifallmethode verwendet, bei der Testkörper<br />

manuell in den Produktfluss eingeführt<br />

werden. Auch wenn das ATS manuelle Tests<br />

nicht vollständig ersetzt, reduziert es <strong>die</strong><br />

Häufigkeit <strong>die</strong>ser manuellen Eingriffe erheblich<br />

und steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität.<br />

Die ATS-Technologie sorgt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Automatisierung<br />

des Testprozesses <strong>für</strong> vertikale Freifall-Metallsuchgeräte<br />

und ergänzt <strong>die</strong> regelmäßigen<br />

manuellen Tests<br />

Verkürzung der Testzeiten<br />

Die Implementierung der ATS-Technologie<br />

in Metallsuchsystemen bietet eine praktische<br />

Lösung <strong>für</strong> Herausforderungen in der<br />

Fertigung wie Betriebssicherheit, Genauigkeit<br />

und Produktintegrität. Das ATS reduziert<br />

<strong>die</strong> Betriebskosten durch <strong>die</strong> Optimierung<br />

der Testverfahren. Da <strong>die</strong> Testzeiten auf unter<br />

40 Sekunden verkürzt werden, profitieren<br />

Unternehmen von einer höheren Effizienz<br />

und Produktivität. Dies führt zu erheblichen<br />

Zeit- und Ressourceneinsparungen, sodass<br />

Hersteller einen höheren Durchsatz erzielen<br />

können, ohne Abstriche bei der Sicherheit<br />

oder Genauigkeit zu machen.<br />

Gleichzeitig erhöht das ATS <strong>die</strong> Be<strong>die</strong>nersicherheit,<br />

indem es <strong>die</strong> Notwendigkeit <strong>für</strong><br />

Be<strong>die</strong>ner minimiert, in der Höhe zu arbeiten<br />

oder über Produktionsanlagen hinweg<br />

zu greifen. Diese Verbesserung schützt nicht<br />

nur <strong>die</strong> Mitarbeiter, sondern reduziert auch<br />

das Risiko kostspieliger Unfälle. Der Wert<br />

der Be<strong>die</strong>nersicherheit ist natürlich unbezahlbar.<br />

Geringeres Risiko von Rückrufen<br />

Mit den nicht-invasiven und automatisierten<br />

Tests des ATS wird das Risiko einer Kreuzkontamination<br />

oder von Produktmängeln,<br />

<strong>die</strong> zu kostspieligen Rückrufaktionen führen<br />

können, minimiert. Dieser präzisionsbasierte<br />

Ansatz verbessert <strong>die</strong> Produktqualität und<br />

-konsistenz und reduziert das Risiko von<br />

Rückrufen, indem Probleme frühzeitig im<br />

Produktionsprozess erkannt werden. Darüber<br />

hinaus bietet <strong>die</strong> automatische Dokumentation<br />

des Systems einen zuverlässigen<br />

Audit Trail, der <strong>die</strong> Einhaltung von Vorschriften<br />

zur Lebensmittelsicherheit und <strong>die</strong><br />

Rückverfolgbarkeit verbessert.<br />

10 <strong>dei</strong> 06-2024


Die ATS-Technologie bietet hohe Genauigkeit,<br />

indem ausgeklügelte Algorithmen zur<br />

Ausrichtung der Erkennungsempfindlichkeit<br />

in der Mitte der Suchspule mit dem Rand<br />

der Detektoröffnung verwendet werden<br />

Das ATS verkürzt <strong>die</strong> Testzeiten auf unter<br />

40 Sekunden. Unternehmen profitieren von<br />

einer höheren Effizienz und Produktivität.<br />

Auch wenn das ATS manuelle Tests nicht<br />

vollständig ersetzt, reduziert es <strong>die</strong> Häufigkeit<br />

<strong>die</strong>ser manuellen Eingriffe erheblich<br />

Die ATS-Technologie bietet sehr hohe Genauigkeit,<br />

indem ausgeklügelte Algorithmen<br />

zur Ausrichtung der Erkennungsempfindlichkeit<br />

in der Mitte der Suchspule mit dem<br />

Rand der Detektoröffnung verwendet werden.<br />

Dies bedeutet eine konsistente Detektionsleistung<br />

über das gesamte Produkt hinweg,<br />

wodurch <strong>die</strong> bei anderen Methoden<br />

häufig auftretenden Schwankungen eliminiert<br />

werden. Die automatisierte Kalibrierung<br />

des Systems erhöht <strong>die</strong> Zuverlässigkeit,<br />

was zu weniger Fehlern, verbesserter Produktivität<br />

und letztendlich zu Kosteneinsparungen<br />

führt, indem Ausfallzeiten reduziert<br />

werden und eine konsistente Produktqualität<br />

sichergestellt wird.<br />

Fallstu<strong>die</strong><br />

Betrachten wir einen typischen britischen<br />

Snack-Hersteller mit 24 Waagen-/Schlauchbeutel-Linien,<br />

<strong>die</strong> bei jeweils 100 Beuteln<br />

pro Minute 20 Stunden am Tag, 360 Tage im<br />

Jahr laufen. Derzeit testet das Werk seine<br />

Trichter-Metalldetektoren alle zwei Stunden<br />

manuell, wobei jeder Test drei Minuten dauert.<br />

Diese umfangreichen manuellen Tests<br />

führen zu erheblichen Produktionsausfällen<br />

und Produktverlusten.<br />

Durch den Einsatz der ATS-Technologie<br />

konnte Folgendes erreicht werden:<br />

• Die benötigte Testzeit wurde auf 30 Sekunden<br />

pro Test reduziert.<br />

• Es lassen sich pro Tag 60 000 Beutel mehr<br />

abfüllen. Im Laufe eines Jahres summiert<br />

sich <strong>die</strong>s auf über 21 Millionen Beutel.<br />

• Die erforderlichen Be<strong>die</strong>nerstunden <strong>für</strong><br />

das Testen sanken von 4320 Stunden pro<br />

Jahr auf nur noch 720 Stunden, was Einsparungen<br />

von ca. 54 000 Pfund pro Jahr<br />

bedeutet.<br />

Fazit<br />

Die Integration der ATS-Technologie in Metallsuchsysteme<br />

bietet eine leistungsstarke<br />

Lösung <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herausforderungen, denen<br />

sich Lebensmittelhersteller gegenübersehen.<br />

Durch <strong>die</strong> Verbesserung der Sicherheit, Genauigkeit<br />

und Produktivität wirkt das ATS<br />

steigenden Kosten entgegen und schützt <strong>die</strong><br />

Produktqualität und den Ruf der Marke.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Mettler-Toledo<br />

AUTORIN:<br />

KATI HOPE<br />

Global Key Account<br />

Manager,<br />

Mettler-Toledo Safeline<br />

Rührend, packend, bewegend.<br />

Zuverlässige Antriebslösungen <strong>für</strong><br />

Ihre Backwarenprozesse<br />

Langlebige Komponenten <strong>für</strong> alle<br />

Antriebsaufgaben Ihres Handwerks<br />

Hohe Energieeffizienz mit IE5+,<br />

einfache Reinigung mit Wash-down-Design<br />

Systemlösungen aus einer Hand mit<br />

weltweiter Verfügbarkeit<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 11


<strong>dei</strong><br />

VERPACKUNGSTECHNIK<br />

„Do-it-yourself“-Cobot-Handling: Erfahrungen in der automatisierten Teeabfüllung<br />

Roboterlösung ohne<br />

Berührungsängste<br />

Mittelständische Unternehmen aus der Lebensmittelverarbeitung sind bei der<br />

Automatisierung mit Robotern in der Regel auf externe Dienstleister angewiesen.<br />

Das bedingt jedoch Abhängigkeiten sowie hohe Kosten, wenn Umprogrammie -<br />

rungen erforderlich werden. Inzwischen sind jedoch Roboteranbieter auf dem Markt,<br />

<strong>die</strong> nicht nur leistungsfähige Geräte zu günstigen Preisen anbieten, sondern über<br />

ihre örtlichen Vertretungen auch Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ein Erfahrungsbericht.<br />

Seit ihrer Gründung 1930 ist <strong>die</strong> Morga<br />

AG in Ebnat-Kappel, Schweiz, auf <strong>die</strong> Verarbeitung<br />

qualitativ hochwertiger Lebensmittel<br />

spezialisiert. Das familiengeführte mittelständische<br />

Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden<br />

stellt gut 1500 verschiedene<br />

vegetarische Produkte aus hochwertigen<br />

natürlichen Lebensmitteln her, viele davon<br />

in Bio-Qualität. Dazu gehören Nuss- und<br />

Dörrobst-Mischungen, Müslis, Teigwaren,<br />

Fertiggerichte, Bouillons, Obstsäfte und<br />

Konfitüren sowie Tees.<br />

Besonderes Augenmerk gilt dabei der gesunden<br />

Ernährung und der Berücksichtigung<br />

von Allergien und Unverträglichkeiten.<br />

Auch gibt es diverse, meist <strong>für</strong> den Export<br />

bestimmte Produkte, bei deren Herstellung<br />

und Verpackung spezielle Vorschriften<br />

Der neue Cobot RB3-1200 von Rainbow wurde von der eigenen Belegschaft installiert<br />

und programmiert<br />

Bilder: Klaus Vollrath<br />

einzuhalten sind, da <strong>die</strong> Kunden auf Halaloder<br />

Kosher-Zertifizierung bestehen. Ergänzend<br />

betätigt sich das Unternehmen auch<br />

im Bereich Lohnabfüllung und -verpackung<br />

<strong>für</strong> große Kaufhausketten.<br />

Hoch automatisierte Teeabfüllung<br />

„Da wir bei Tees als Lohnabfüller <strong>für</strong> diverse<br />

Großabnehmer tätig sind, ist <strong>die</strong>se Abteilung<br />

besonders hoch automatisiert“, sagt<br />

Sandro Bättig, technischer Leiter bei Morga.<br />

Hier stehen inzwischen vier vollautomatische<br />

Abfüllanlagen. Mit ihrer komplizierten<br />

Technik stellen <strong>die</strong>se Maschinen 350 Teebeutel<br />

pro Minute her, <strong>die</strong> dann einzel -<br />

umhüllt und zu 20 Stück in <strong>die</strong> Teepackung<br />

gepackt werden. Abschließend packt <strong>die</strong> Anlage<br />

dann fünf <strong>die</strong>ser Teepackungen in einen<br />

Tray, den <strong>die</strong> Händler nach Abriss des Deckels<br />

direkt ins Regal schieben können. Die<br />

Trays werden etikettiert und verlassen <strong>die</strong><br />

Anlage über eine Rollenbahn.<br />

Hinter der Abpackanlage wird <strong>die</strong> Umverpackung<br />

von einem Cobot mit Sauggreifer<br />

gegriffen und auf Paletten gestapelt. Zwei<br />

<strong>die</strong>ser Paletten stehen jeweils rechts und<br />

links des Cobots in Warteposition. Sobald<br />

eine davon voll ist, wird sie von den Mit -<br />

arbeitenden per Hubwagen gegen eine<br />

Leerpalette getauscht. Dieselben Mitarbeitenden<br />

sorgen auch bei den Verpackungsmaschinen<br />

da<strong>für</strong>, dass <strong>die</strong> benötigten Verbrauchsmaterialien<br />

wie Teemischung,<br />

Gewebebeutel <strong>für</strong> <strong>die</strong> Teebeutel, Etiketten,<br />

Kartons usw. stets in ausreichender Menge<br />

verfügbar sind. Auch kümmern sie sich um<br />

Störungsmeldungen und <strong>die</strong> Beseitigung<br />

kleinerer Fehler.<br />

12 <strong>dei</strong> 06-2024


Auf solchen Maschinen entstehen bei Morga pro Minute jeweils 350<br />

fertige Teebeutel samt aromadichter Umhüllung. Im Auslauf kommen<br />

dann Karton-Umverpackungen mit je 5 Verkaufskartons zu 20 Beuteln an.<br />

Ein weiterer Roboter wurde benötigt<br />

„Als bei uns Anfang 2023 <strong>die</strong> Entscheidung<br />

zur Automatisierung einer vierten Abfüll -<br />

anlage anstand, wollten wir uns von der<br />

bisherigen Abhängigkeit vom Programm -<br />

ersteller lösen“, erinnert sich Christian<br />

Hinterberger, Betriebsleiter bei Morga. Auch<br />

waren <strong>die</strong> inzwischen erhältlichen Modelle<br />

preislich teils deutlich günstiger als <strong>die</strong><br />

Lösungen des bisherigen Anbieters.<br />

Nach gründlicher Prüfung des Marktangebots<br />

fiel <strong>die</strong> Vorentscheidung <strong>für</strong> das Modell<br />

RB3-1200 des südkoreanischen Herstellers<br />

Rainbow, das auch von den Abmessungen<br />

her besser mit den Platzverhältnissen vor<br />

der Abfüllstrecke harmonierte. Bei den bisherigen<br />

Robotern war wegen der beengten<br />

Platzverhältnisse jeweils ein gekröpfter<br />

Spezialgreifer erforderlich.<br />

Ausschlaggebend war jedoch <strong>die</strong> Tatsache,<br />

dass es <strong>für</strong> <strong>die</strong>ses Fabrikat umfassenden Support<br />

durch einen kompetenten Schweizer<br />

Vertriebspartner gibt. Die Compar AG ist ein<br />

Engineering-Unternehmen mit jahrzehntelanger<br />

Erfahrung in der Automatisierung<br />

industrieller Prozesse mit Schwerpunkt auf<br />

Robotik und kameragestützter Qualitätssicherung.<br />

Als Schweizer Vertriebspartner der<br />

Cobot-Systeme von Rainbow ist Compar bereit,<br />

seinen Rainbow-Kunden neben technischem<br />

Support auch Hilfe zur Selbsthilfe bei<br />

der Realisierung eigener Roboter-Lösungen<br />

zukommen zu lassen.<br />

Mit Wagemut ...<br />

„Wir hatten zwar schon Erfahrung mit dem<br />

Teachen unserer vorhandenen Roboter, standen<br />

aber bezüglich der eigentlichen Programmierung<br />

vor einem Sprung ins kalte<br />

Wasser“, verrät Bättig. Deshalb wurde im<br />

Synthetische Hochleistungsschmierstoffe<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />

H1 REGISTRIERT<br />

ISO 21469 ZERTIFIZIERT<br />

Verlängerte Ölwechselintervalle, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Sortenvereinfachung und<br />

eine optimierte Leistung, sind nur einige Vorteile der modernsten synthetischen Schmierstoffe<br />

von LUBRIPLATE, <strong>die</strong> selbstverständlich alle NSF H1-registriert sind.<br />

SFGO Ultra Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierstoffe<br />

• 100% synthetische Schmierstoffe aus PAO-Basis.<br />

• Extrem vielseitig einsetzbar, empfohlen <strong>für</strong> Druckluftkompressoren, Hydrauliksysteme,<br />

Getriebe, Lager, Pumpen und Ketten.<br />

• Verfügbar in 14 unterschiedlichen ISO-VG-Klassen.<br />

SynXtreme FG Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierfette<br />

• Modernste synthetische Calcium-Sulfonat-Komplexseifen-Fette.<br />

• Universell einsetzbar <strong>für</strong> unzählige Anwendungen.<br />

• Extrem stabil bei Anwendung unter hohen Drücken.<br />

SSO-FG 100 und SSO-FG 150<br />

• Diese hochwertigen, vollsynthetischen Schmierstoffe wurden speziell zur Verwendung<br />

in Dosenverschließmaschinen und <strong>für</strong> ähnliche Applikationen entwickelt.<br />

Lubriplate® Lubricants<br />

Authorized Master Distributor Europe:<br />

Finke Mineralölwerk GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Straße 1 / 27374 Visselhövede Deutschland<br />

www.lubriplate.de / E-mail: info@lubriplate.de / Tel: +49 (0) 4262 79 95 23 Registriert ISO 9001 und ISO 50001<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 13


<strong>dei</strong><br />

VERPACKUNGSTECHNIK<br />

Der Auslaufbereich der vier Teeabpacklinien. Links <strong>die</strong> drei bisherigen Cobot-Systeme,<br />

rechts der schlankere, raumsparende Rainbow-Cobot.<br />

Programmierung und Be<strong>die</strong>nung erfolgen mithilfe eines<br />

handelsüblichen Tablets<br />

Juni 2023 zunächst Compar in Freienbach<br />

aufgesucht, um einen dort vorhandenen<br />

Rainbow-Roboter zu besichtigen. Schnell<br />

habe sich gezeigt, dass Compar bereit war,<br />

<strong>die</strong> Risiken einer Eigenprogrammierung<br />

dank umfassender Unterstützung zu<br />

minimieren.<br />

So überprüfte Compar zunächst <strong>die</strong> Machbarkeit<br />

der ins Auge gefassten Roboter-<br />

Lösung mithilfe einer Simulation und bestätigte,<br />

dass der Hersteller Rainbow beson -<br />

deren Wert auf eine einfach zu erlernende<br />

Be<strong>die</strong>nung legt. Der Anwender soll nach<br />

Möglichkeit auch ohne einen externen Integrator<br />

zurechtkommen. Ziel ist es, dass <strong>die</strong><br />

Mitarbeitenden mit dem Gerät auch ohne<br />

vertieftes Know-how in komplexer Programmierung<br />

zurechtkommen. Programmierung<br />

und Be<strong>die</strong>nung erfolgen aus <strong>die</strong>sem<br />

Grund auch mithilfe eines ganz<br />

normalen handelsüblichen Tablets.<br />

... zur eigenen Lösung<br />

„Von Compar und Rainbow bekamen wir<br />

neben guter Dokumentation auch ein Musterprogramm<br />

sowie Hilfestellungen zu einer<br />

geeigneten Programmierstrategie“, sagt<br />

Bättig. Für <strong>die</strong> eigentliche Programmierung<br />

habe er vielfach auf fertig vorprogram -<br />

mierte Codeblöcke zurückgreifen können.<br />

Zudem habe sich Compar als sehr hilfreich<br />

erwiesen, indem Tipps gegeben und Fragen<br />

beantwortet wurden.<br />

Das Ergebnis <strong>die</strong>ser guten Unterstützung<br />

war, dass <strong>die</strong> Anlage innerhalb von lediglich<br />

vier Wochen hochgefahren werden konnte.<br />

Da er in <strong>die</strong>ser Zeit aufgrund seiner anderen<br />

Aufgaben im Unternehmen noch viele weitere<br />

Aufgaben zu übernehmen hatte, beziffere<br />

er den tatsächlichen Netto-Zeitaufwand<br />

<strong>für</strong> das Programmieren des Roboters auf<br />

lediglich etwa eine Mannwoche. Und das,<br />

obwohl <strong>die</strong> Programmierung nicht mit<br />

üblichen Schemata bewerkstelligt werden<br />

konnte. Grund hier<strong>für</strong> war, dass der Roboter<br />

das Handgelenk aufgrund beengter Platz -<br />

verhältnisse am inneren Palettenrand andersherum<br />

drehen muss als weiter außen.<br />

Letztlich sei das ganze Projekt sehr schnell<br />

realisiert worden: Nach der Bestellung im<br />

Juli 2023 wurde der Roboter bereits Ende<br />

August geliefert und schon im September<br />

aufgebaut. Seit November 2023 arbeitet das<br />

System störungsfrei.<br />

Akzeptanz bei den Mitarbeitenden<br />

„Ein besonders wichtiger Aspekt war <strong>für</strong><br />

uns auch <strong>die</strong> Akzeptanz des neuen Roboters<br />

durch <strong>die</strong> Mitarbeitenden in der Abteilung“,<br />

ergänzt Hinterberger. Dort habe wegen der<br />

Umstellung zunächst Unsicherheit bestanden,<br />

doch habe sich das schnell geändert<br />

und der „Neue“ werde als bester Roboter in<br />

der Abteilung angesehen.<br />

Schon der Umgang mit <strong>die</strong>sem Cobot-System<br />

sei sehr be<strong>die</strong>nerfreundlich. Zum Teachen<br />

könne der Mitarbeiter den gesamten<br />

Arm mit freigestellten Achsen ohne Mühe<br />

von Hand an <strong>die</strong> Stelle schieben, <strong>die</strong> er ansteuern<br />

solle. Bei unbeabsichtigtem Kontakt<br />

mit einem Mitarbeiter bleibe der Roboter<br />

sofort stehen und mache erst dann weiter,<br />

wenn man ihm zweimal einen leichten<br />

Klaps gebe.<br />

Die Handhabung erfolge mithilfe einer<br />

leicht verständlichen grafischen Be<strong>die</strong>noberfläche<br />

auf einem handelsüblichen Tablet.<br />

Zum erneuten Anfahren nach einer grö -<br />

ßeren Unterbrechung müssen Mitarbeitende<br />

nach dem Start des Tablets lediglich <strong>die</strong><br />

Steuersoftware des Roboters aufrufen und<br />

Angaben zur Palette und derjenigen Stapelposition<br />

auf der Palette eingeben, an der<br />

weitergemacht werden soll.<br />

„Mit dem Ergebnis <strong>die</strong>ses Projekts sind wir<br />

sehr zufrieden. Mut und Engagement haben<br />

sich ausgezahlt. Wir konnten Tausende<br />

Franken einsparen und <strong>–</strong> fast noch wich -<br />

tiger <strong>–</strong> unsere Abhängigkeit von externen<br />

Dienstleistungen verringern“, bilanziert<br />

Hinterberger.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Compar<br />

AUTOR:<br />

KLAUS VOLLRATH<br />

Fachjournalist<br />

14 <strong>dei</strong> 06-2024


<strong>dei</strong><br />

PRODUKTE<br />

Doppelblockventil <strong>für</strong> Sprühtrockner<br />

GEA stellt seine patentierte<br />

Conta-Doppelblockventiltechnologie<br />

<strong>für</strong> Sprühtrockner in<br />

der Lebensmittel- und Milchverarbeitung<br />

vor. Das System<br />

wurde entwickelt, um mikrobiologische<br />

Risiken zu reduzieren<br />

und so eine sicherere und<br />

effizientere Verarbeitung zu gewährleisten.<br />

Das Doppelblockventil<br />

nimmt das Produkt aus<br />

dem Zuführsystem auf und verteilt<br />

es auf mehrere Sprühdüsen,<br />

<strong>die</strong> es in <strong>die</strong> Trocknungskammer<br />

sprühen. Im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Konstruktionen<br />

reduziert <strong>die</strong>ses Design <strong>die</strong><br />

Bereiche, in denen sich Produkt<br />

ansammeln kann um bis zu<br />

96 %, was eine effizientere Reinigung<br />

vor Ort (CIP) ermöglicht<br />

und mikrobiologische Risiken<br />

senkt. Das Conta-Doppelblockventilsystem<br />

verbessert<br />

den hygienischen Betrieb und<br />

sorgt <strong>für</strong> mehr Prozess- und<br />

Produktsicherheit. Die standardisierte<br />

Doppelblockventileinheit<br />

kann sowohl <strong>für</strong> neue als<br />

Bild: GEA<br />

auch <strong>für</strong> bestehende Sprühtrocknungsanlagen<br />

einfach konfiguriert<br />

werden.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: GEA<br />

Mehrstufige Förderpumpe<br />

Die CME-Pumpe von Grundfos<br />

bietet zahlreiche Konfigurations-<br />

und Anpassungsoptionen<br />

und ist in diversen Materialausführungen<br />

erhältlich. Die mehrstufige,<br />

modulare Versorgungsund<br />

Förderpumpe <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel-<br />

und Getränkeindustrie<br />

arbeitet zuverlässig und flexibel.<br />

Installation, Be<strong>die</strong>nung<br />

und Wartung sind unkompliziert.<br />

Sie bietet eine elektronische<br />

Regelung, mit der hohe<br />

Energieeinsparungen realisiert<br />

werden können und kann problemlos<br />

in kleine und große Anlagen<br />

integriert oder als eigenständige<br />

Pumpe betrieben werden.<br />

CME-Pumpen verfügen<br />

über einen integrierten Frequenzumrichter,<br />

intelligente<br />

Funktionen, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Installation<br />

und Wartung erleichtern, und<br />

einen energieeffizienten Motor,<br />

der <strong>die</strong> Wirkungsgradklasse IE5<br />

besitzt. Die modular aufgebauten,<br />

zuverlässigen und flüsterleisen<br />

Pumpen eignen sich <strong>für</strong> eine<br />

Vielzahl von Anwendungen.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Grundfos<br />

So erntefrisch geht das?<br />

Attraktiv und effizient verpackt. Mit weniger Plastik.<br />

Schützen Sie Ihre empfindlichen Obst- und Gemüseprodukte über <strong>die</strong> gesamte Logistikkette<br />

hinweg. Mit frischen Verpackungslösungen, <strong>die</strong> Mehrwert bieten. Denn so einfach,<br />

attraktiv und nachhaltig kann Verpacken sein.<br />

Jetzt entdecken: TopWRAP, TopCLOSE und TopSEAL von MULTIVAC.<br />

Bild: Grundfos<br />

MULTIVAC. Multiply Your Value.<br />

www.multivac.com<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 15


<strong>dei</strong><br />

PRODUKTE<br />

Teiglogistik einfach effizienter<br />

Bottiche, Kessel und Kisten fahren flexibel und sicher<br />

durch <strong>die</strong> Produktion, werden einfach in Regale gehoben<br />

und rezepturreguliert von der einen zur nächsten Station<br />

gebracht <strong>–</strong> intelligent, sicher und effizient. Diosnas automatisch<br />

gesteuerte Transportfahrzeuge (Automated Guided<br />

Vehicles, AGVs) arbeiten vollautomatisiert, rezepturabhängig<br />

und intelligent. Sensorbasiert und über <strong>die</strong> Sicherheitsstandards<br />

hinaus detektieren und reagieren <strong>die</strong><br />

AGVs auf Hindernisse und vermeiden Kollisionen. So<br />

lässt sich <strong>die</strong> Produktion vereinfachen und gegen Personalmangel<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Zukunft sichern. Die freie Navigation<br />

und <strong>die</strong> linienübergreifende Transportoption führt zu einem<br />

Gewinn an Flexibilität. Anwender profitieren von<br />

mehr Produktionskraft und höherer Prozesssicherheit.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Diosna<br />

Bild: Diosna<br />

Lecksuchgeräte <strong>für</strong> Kaffeeverpackungen<br />

Um Lecks und Schäden vorzubeugen,<br />

sollten Dichtheitsprüfungen<br />

von Verpackungen bereits<br />

in der Produktion durchgeführt<br />

werden. Die Tests <strong>die</strong>nen letztlich<br />

der Produktsicherheit und dem<br />

Verbraucherschutz <strong>–</strong> wie etwa<br />

bei Kaffeekapseln und -verpackungen.<br />

Der italienische Kaffeehersteller<br />

Bialetti ist kürzlich von<br />

zerstörenden Wasserbadtests auf<br />

das zerstörungsfreie Verfahren<br />

mit Dichtheitsprüfgeräten der<br />

Contura-S400-Serie von Inficon<br />

umgestiegen. Mithilfe der angewandten<br />

Druckanstiegsmethode<br />

im flexiblen Prüfraum werden<br />

Lecks schnell, zuverlässig und<br />

ohne Prüfgase erkannt. Der Prüfprozess<br />

mit den mobil einsetzbaren<br />

Lecksuchgeräten lässt sich<br />

gut in <strong>die</strong> Produktion integrieren:<br />

Während der Evakuierung<br />

der Prüfkammer umschließen<br />

zwei flexible Membranen <strong>die</strong> vakuumverpackten<br />

Prüfobjekte, sodass<br />

<strong>die</strong>se unversehrt bleiben.<br />

Liegt ein Leck vor, dringt Gas aus<br />

der Verpackung in <strong>die</strong> evakuierte<br />

Testkammer ein <strong>–</strong> was einen<br />

messbaren Druckanstieg im Vakuum<br />

der Kammer verursacht.<br />

Groblecks und sogar Mikrolecks<br />

von unter 10 μm werden in Sekunden<br />

detektiert.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Inficon<br />

Qualitätskontrolle von Kohlendioxid<br />

Bild: Inficon<br />

Kunststoffreduzierte Schutzgasverpackung<br />

Bild: Sealpac<br />

Für einen frischen aufmerksamkeitsstarken<br />

Auftritt am POS bei<br />

deutlich reduziertem Kunststoffeinsatz<br />

sorgt Flatmap, eine MAP-<br />

Verpackungslösung von Sealpac,<br />

<strong>die</strong> unter anderem von einem renommierten<br />

Fleischproduzenten<br />

<strong>für</strong> Wurst in Scheiben eingesetzt<br />

wird. Die Verpackungs besteht<br />

aus einem flachen, mit einer<br />

hauchdünnen Kunststoffschicht<br />

überzogenen Kartonträger, auf<br />

dem <strong>die</strong> Aufschnittware platziert<br />

wird. Dieser wird mit einer wiederverschließbaren<br />

Oberfolie<br />

versiegelt. Die eng anliegende<br />

Folie sorgt <strong>für</strong> hervorragende<br />

Restsauerstoffwerte im MAP-Prozess,<br />

<strong>die</strong> deutlich geringer sind,<br />

als bei herkömmlichen wiederverschließbaren<br />

Tiefziehverpackung.<br />

Beim Öffnen der Verpackung<br />

lässt sie sich vollständig<br />

von der Verpackung abziehen,<br />

sodass <strong>die</strong> Wurstwaren direkt auf<br />

dem attraktiv bedruckten Produktträger<br />

serviert werden können.<br />

Hinterher wird <strong>die</strong> Folie<br />

wieder glatt über das Produkt<br />

gestrichen und sorgt mit ihrer<br />

hohen Wiederverschlusskraft <strong>für</strong><br />

eine sichere, hygienische Aufbewahrung.<br />

Dieser Vorgang lässt<br />

sich mehrfach wiederholen.<br />

Nach Gebrauch lassen sich<br />

Kunststoff und Karton sauber<br />

trennen und in den entsprechenden<br />

Wertstoffsammlungen zur<br />

Wiederverwertung entsorgen.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Sealpac<br />

Die Getränke- und Abfüllindustrie<br />

stellt hohe Anforderungen<br />

an <strong>die</strong> Verwendung von ultrahochreinem<br />

Kohlendioxid<br />

(CO 2 ). Sie benötigt ein Überwachungs-<br />

und Qualitätssicherungssystem,<br />

das eine hohe<br />

Qualität gewährleistet. Hier<br />

kommt das robuste, automatische<br />

und vorkalibrierte, schlüsselfertige<br />

Carbo2detek-System<br />

von LDetek, eine Marke von<br />

Process Sensing Technologies<br />

(PST), ins Spiel. Die industriellen<br />

Gaschromatographen von<br />

LDetek sichern <strong>die</strong> Qualität von<br />

mehr als 30 reinen Gasen und<br />

UHP-Gasen. Durch <strong>die</strong> Kombination<br />

des Plasma-Emissionsdetektors<br />

(PED) mit dem Flammenionisationsdetektor<br />

(FID)<br />

im industriellen Gaschromatographen<br />

Multidetek3 erfüllt<br />

das Gassystem Carbo2detek alle<br />

Anforderungen, <strong>die</strong> an den<br />

Einsatz bei niedrigen Konzentrationen<br />

gestellt werden. Die<br />

PED-Technologie ermöglicht es<br />

mit ihrem patentierten Design<br />

und einer Reihe von selektiven<br />

optischen Bandpassfiltern bis<br />

hinunter in den Sub-ppb-Bereich<br />

zu messen, ohne Störungen<br />

durch das CO 2 -Hintergrundgas.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: PST<br />

Bild: Process Sensing Technologies PST<br />

16 <strong>dei</strong> 06-2024


Optische Wasseranalysatoren<br />

ABB stellt <strong>die</strong> Wasseranalysengeräte<br />

Uvitec vor. Die Technologie<br />

ist der Nachfolger des Portfolios<br />

optischer Sensoren von Real<br />

Tech, das im Februar 2024 von<br />

ABB übernommen wurde. Die<br />

Produktfamilie basiert auf patentierten<br />

und firmeneigenen Technologien<br />

und ist eine umfassende<br />

Plattform zur Überwachung<br />

der Wasserqualität auf optischer<br />

Basis. Sie umfasst optische Sensoren,<br />

Steuerungen, eine Reihe<br />

von Zusatzgeräten sowie eine<br />

Datenanalyse- und Softwarelösung.<br />

Uvitec setzt spektralphotometrische<br />

und Fluoreszenz-<br />

Messverfahren ein, um Wasseranalysen<br />

in Laborqualität in der<br />

Prozessumgebung zu liefern.<br />

Durch <strong>die</strong> Leistungsfähigkeit der<br />

UV/VIS-Technologie ermöglichen<br />

<strong>die</strong> Geräte den schnellen<br />

Nachweis einer breiten Palette<br />

von Parametern und organischen<br />

Verbindungen zur Wasserqualität<br />

in Echtzeit. Die Datenanalyseund<br />

Softwareplattform Uvitec<br />

Liquid Ai nutzt <strong>die</strong> gewonnenen<br />

Messwerte, um den Anlagenbetreibern<br />

verwertbare Erkenntnisse<br />

zu liefern, <strong>die</strong> dazu beitragen,<br />

das Wasser- und Abwassermanagement<br />

zu verbessern.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: ABB<br />

Bild: ABB<br />

Bodenbeschichtungen<br />

aus Reaktionsharz<br />

Silikal-Bodenbeschichtungen<br />

passen in alle Bereiche der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>.<br />

Egal, ob es<br />

um Produktion und Lager geht,<br />

wo Eigenschaften wie Funktion,<br />

Haltbarkeit und Sicherheit gefordert<br />

sind, kombiniert mit nachweisbarer<br />

Eignung <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herstellung<br />

von Lebensmitteln, oder<br />

um Böden in Personal- und Sanitärräumen.<br />

Auf Basis von Methylmethacrylat<br />

(MMA) werden<br />

<strong>die</strong> Böden objektbezogen geplant<br />

und schnell verlegt. Die<br />

Reaktionsharze sind beständig<br />

gegen viele Laugen, Salze, Öle<br />

und Fette. Die fugenlos geschlossene<br />

Oberfläche der Beschichtungen<br />

kann mittels Hohlkehlen<br />

abgeschlossen werden.<br />

Mit besonderen Bodenvarianten<br />

wie dem modernen Concrete<br />

Look bietet Silikal auch Fußböden<br />

<strong>für</strong> Bereiche, in denen der<br />

Boden das Ambiente hervorheben<br />

soll. Alle Böden lassen sich<br />

einfach und schnell reinigen.<br />

Für nötige Trittsicherheit in nassen<br />

und feuchten Bereichen sorgen<br />

individuell einstellbare<br />

Rutschhemmstufen. Nachweise<br />

und Zertifikate, z. B. HACCP International<br />

und Halal, und <strong>die</strong><br />

Empfehlung des Bundesverbandes<br />

der Lebensmittelkontrolleure<br />

Deutschland e. V., zeigen <strong>die</strong><br />

speziellen Eignungen beim Umgang<br />

mit Lebensmitteln.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Silikal<br />

Nachhaltigkeit als Innovationstreiber<br />

Ob ressourcensparende Produktherstellung, umweltschonende<br />

Verpackungslösungen oder effiziente Recycling-Innovationen:<br />

wir wollen einen Beitrag leisten <strong>–</strong> gegen den Klimawandel, <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Ernährung der Weltbevölkerung und den verantwortungsbewussten<br />

Umgang mit Verpackungsmaterialien.<br />

BrauBeviale 2024, Nürnberg, 26. <strong>–</strong> 28. November<br />

Halle 7A-510<br />

krones.com<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 17


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

CIP-Reinigung in der Brauindustrie<br />

Durchgängige Lösung vom<br />

Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud<br />

Jumo hat das Automatisierungsportfolio um eine umfassende Lösung <strong>für</strong> verfahrenstechnische<br />

Abläufe erweitert. Mit dem Varitron-System und dem grafischen Programmeditor<br />

Smartware Program lassen sich kundenspezifische Lösungen einfach<br />

und ohne spezielle Programmierkenntnisse konfigurieren, wie das Beispiel CIP-Reinigung<br />

in der Brauindustrie zeigt.<br />

Die Jumo-Lösung ist besonders anwenderfreundlich<br />

und vielseitig einsetzbar, wodurch<br />

sie zur Kosteneffizienz in einer Vielzahl<br />

von Branchen beitragen kann. In der<br />

<strong>Lebensmittelindustrie</strong>, zum Beispiel beim<br />

Brauprozess, spielt <strong>die</strong> Verfahrenstechnik-<br />

Anwendung eine entscheidende Rolle. Von<br />

Maischen und Abläutern über das Würzekochen<br />

und -kühlen bis hin zur Gärung und<br />

Filtration − alle Prozesse können mit der<br />

Lösung effizient gesteuert werden.<br />

Das Herzstück bildet das Varitron-Automatisierungssystem,<br />

das durch verschiedene<br />

Smartware-Anwendungen eine durchgängige<br />

Lösung vom Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud ermöglicht.<br />

Drei Anwendergruppen stehen dabei im<br />

Fokus: Hersteller von verfahrenstechnischen<br />

Anlagen, Anlagenbetreiber und Endanwender.<br />

Vom Hersteller bis zum Endanwender<br />

Hersteller können mit Smartware-Setup einzelne<br />

Verfahrensschritte und Anlagentypen<br />

definieren. Anlagenbetreiber profitieren von<br />

der Smartware-Program-Anwendung, <strong>die</strong><br />

eine intuitive Erstellung und Bearbeitung<br />

von Programmen und Rezepten mittels eines<br />

grafischen Editors ermöglicht. Durch<br />

einfache Klicks können vordefinierte Verfahrensschritte<br />

ausgewählt, verknüpft und Sollwerte<br />

eingestellt werden.<br />

Der Endanwender kann dann den Programmablauf<br />

mithilfe eines Displays, zum<br />

Beispiel auf einem Webpanel oder einem<br />

Tablet, visualisieren und steuern. Dabei ist<br />

<strong>die</strong> Benutzeroberfläche ebenso frei individualisierbar<br />

wie <strong>die</strong> des grafischen Programmeditors,<br />

um eine durchgängige und<br />

intuitive Be<strong>die</strong>nung zu gewährleisten.<br />

Zur Überwachung, Chargenaufzeichnung<br />

und individuellen Reporterstellung können<br />

weitere Jumo-Anwendungen wie <strong>die</strong> Smartware<br />

Scada und <strong>die</strong> Jumo-Cloud genutzt<br />

werden. Smartware Scada läuft lokal beim<br />

Anwender und bietet eine detaillierte Prozesssteuerung<br />

und -überwachung. Die Jumo-Cloud<br />

hingegen bietet ein Rundumsorglos-Paket<br />

<strong>für</strong> den Kunden und ermöglicht<br />

den weltweiten Zugriff auf <strong>die</strong> Anlagen-<br />

und Chargendaten.<br />

CIP-Anlage <strong>für</strong> eine Brauerei inklusiv kompletter Automatisierung<br />

Bilder: Jumo<br />

Beispiel CIP-Reinigung<br />

Die CIP(Cleaning in Place)-Reinigung ist<br />

ein wesentlicher Bestandteil des Brauprozesses.<br />

Bei der CIP-Reinigung werden <strong>die</strong> Anlagen<br />

mit Reinigungsmitteln gespült, ohne<br />

18 <strong>dei</strong> 06-2024


Im persönlichen Dashbord werden <strong>die</strong> wichtigsten Funktionen<br />

übersichtlich dargestellt<br />

Mit Smartware Program lassen sich ohne Programmierkenntnisse verfahrenstechnische<br />

Abläufe wie eine CIP-Reinigung darstellen<br />

dass <strong>die</strong>se demontiert werden müssen. Dazu<br />

passend bietet Jumo eine große Auswahl an<br />

EHEDG-zertifizierten Sensoren. Das sind<br />

Sensoren, <strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Nassreinigung in geschlossenen<br />

Anlagen ohne vorherige Demontage<br />

geeignet sind.<br />

Die CIP-Steuerung läuft auf dem Varitron-<br />

System und ist komplett in das Automatisierungssystem<br />

der Brauereianlage integriert.<br />

Sie unterstützt verschiedene CIP-Verfahren,<br />

wie Ein- und Zweikreisverfahren, und ermöglicht<br />

auch <strong>die</strong> Durchführung von SIP<br />

(Sterilization in Place)-Prozessen. Der Prozessablauf<br />

kann dabei individuell an <strong>die</strong> Anforderungen<br />

der Anlage und des Produkts<br />

angepasst werden.<br />

Reinigungsablauf<br />

Der erste Schritt der CIP-Reinigung ist in<br />

den meisten Fällen das Vorreinigen der Anlagen<br />

mit dem letzten Spülwasser der vorangegangenen<br />

Reinigung. Das setzt voraus,<br />

dass ein Stapelwassertank zur Verfügung<br />

steht. Im Anschluss wird mit heißem Wasser<br />

gespült. Darauf folgt meist ein Reinigungsschritt<br />

mit Natronlauge. Nach einer weiteren<br />

Spülung mit Wasser wird oft mit Salpetersäure<br />

oder auch Phosphorsäure gereinigt.<br />

Sollte es keinen weiteren Anforderungen geben<br />

ist nach einer weiteren Spülung mit<br />

Wasser, das im Stapeltank gesammelt wird,<br />

<strong>die</strong> Reinigung abgeschlossen.<br />

Bei der Reinigung sind <strong>die</strong> Temperatur, der<br />

Durchfluss, <strong>die</strong> Konzentration der Reinigungsme<strong>die</strong>n<br />

und <strong>die</strong> Dauer der Reinigung<br />

<strong>die</strong> wesentlichen Faktoren <strong>für</strong> den Reinigungserfolg.<br />

Je höher <strong>die</strong> Reinigungstemperatur, desto<br />

höher ist der Reinigungserfolg. Anderseits<br />

können durch zu hohe Temperaturen auch<br />

Schäden an der Anlage entstehen.<br />

Ein wesentlicher Aspekt der CIP-Steuerung<br />

ist <strong>die</strong> Überwachung und Regulierung der<br />

Reinigungsparameter. Jumo bietet hier<strong>für</strong><br />

eine Vielzahl von Sensoren und Reglern an,<br />

<strong>die</strong> einfach in das System integriert werden<br />

können. Die Messdaten werden in Echtzeit<br />

erfasst und können <strong>für</strong> <strong>die</strong> Überwachung<br />

und Optimierung des Prozesses genutzt<br />

werden.<br />

Für <strong>die</strong> Dokumentation der CIP-Reinigung<br />

und <strong>die</strong> Erfüllung von Qualitäts- und Hygienestandards<br />

ist <strong>die</strong> Chargenaufzeichnung<br />

essentiell. Mit Smartware Scada und der Jumo-Cloud<br />

kann <strong>die</strong>se Aufgabe wie auch<br />

beim Brauprozess schnell, einfach und effizient<br />

erledigt werden. Beide Systeme ermöglichen<br />

eine detaillierte Aufzeichnung<br />

der Prozessparameter und <strong>die</strong> Erstellung von<br />

individuellen Kundenberichten.<br />

Intuitives Be<strong>die</strong>nkonzept<br />

Die Be<strong>die</strong>nung der CIP-Steuerung erfolgt<br />

über ein intuitives browserbasiertes Be<strong>die</strong>nkonzept,<br />

das auf den Anwender zugeschnitten<br />

ist. Dabei kann der Be<strong>die</strong>ner den Prozessablauf<br />

visuell verfolgen und bei Bedarf<br />

manuell eingreifen. Das System bietet dabei<br />

eine hohe Flexibilität und ermöglicht es,<br />

auch komplexe CIP-Prozesse effizient und<br />

sicher zu steuern.<br />

Ein weiterer Vorteil der Jumo-Lösung ist <strong>die</strong><br />

Integration in bestehende Anlagen und Systeme.<br />

Durch <strong>die</strong> offene Architektur und <strong>die</strong><br />

Unterstützung von Standard-Schnittstellen<br />

kann das Varitron-System einfach in bestehende<br />

Infrastrukturen eingebunden werden.<br />

Dies eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Modernisierung von Anlagen<br />

und <strong>die</strong> Optimierung von Prozessen.<br />

Fazit<br />

Zusammenfassend hat Jumo mit dem Varitron<br />

500 und Smartware Program eine umfassende<br />

und intuitive Automatisierungslösung<br />

geschaffen, <strong>die</strong> in vielen Industriezweigen<br />

eingesetzt werden kann, insbesondere<br />

in der Brauindustrie. Die Lösung bietet<br />

nicht nur <strong>die</strong> Möglichkeit, <strong>die</strong> verschiedenen<br />

Prozessschritte der Bierherstellung effizient<br />

und präzise zu steuern, sondern ermöglicht<br />

auch eine umfassende Überwachung,<br />

Chargenaufzeichnung und individuelle<br />

Reporterstellung.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Jumo<br />

AUTOR:<br />

MICHAEL WIENER<br />

Produktmanager<br />

Automatisierungssysteme,<br />

Jumo<br />

AUTOR:<br />

NICO MÜLLER<br />

Produktmanager Software,<br />

Jumo<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 19


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Hygienischer und sicherer Stahlbau <strong>für</strong> Unterkonstruktionen<br />

Fokus auf das Fundament<br />

Hohe Kundenanforderungen und strenge regulatorische Vorgaben erhöhen den<br />

Druck auf Handel und Hersteller, <strong>die</strong> <strong>Prozesstechnik</strong> zu modernisieren. Das Fundament<br />

neuer Anlagen und einer automatisierten Produktion sind hygienische, sichere<br />

und hochwertige Unterkonstruktionen. Sie sollten rechtzeitig geplant werden.<br />

Verbraucherinnen und Verbraucher sowie<br />

strengere Gesetze der EU setzen neue<br />

Maßstäbe <strong>für</strong> den Handel und <strong>die</strong> Konsumgüterindustrie.<br />

Dies stellt hohe Anforderungen<br />

an moderne Produktionsmethoden und<br />

eine entsprechende <strong>Prozesstechnik</strong>. Viele Lebensmittel-<br />

und Getränkeproduzenten investieren<br />

daher in komplett neue Maschinen<br />

und Anlagen, erweitern ihre Produktion und<br />

setzen innovative Technologien ein, um eine<br />

höhere Ausprägungsmenge zu erhalten und<br />

ressourcenschonender zu arbeiten.<br />

Zuletzt gebaut, zuerst geplant<br />

Das Fundament jeder Anlage und einer automatisierten<br />

Produktion sind <strong>die</strong> Bühnenkonstruktionen.<br />

Sie müssen individuell an<br />

den Bestand und <strong>die</strong> Gegebenheiten angepasst<br />

werden und sollten sich harmonisch<br />

in verschiedene Betriebsumgebungen vor<br />

Ort einfügen. Be<strong>die</strong>nbühnen und Begehkonstruktionen<br />

<strong>die</strong>nen dazu, Maschinen, Anlagen<br />

und Geräte effizienter, sicherer und<br />

funktionaler zu machen. Damit unterstützen<br />

sie reibungslose Produktionsabläufe und erfüllen<br />

gleichzeitig sicherheitsrelevante Anforderungen,<br />

um Gefahren bei der Arbeit zu<br />

reduzieren. Sie ermöglichen jederzeit Zugang<br />

und Zugriff auf Anlagen, um sie zu<br />

überwachen, anzupassen und Wartungen<br />

durchzuführen, ohne dabei sensible Produktionsabläufe<br />

zu beeinträchtigen. Die Konstruktionen<br />

bieten Maschinenbe<strong>die</strong>nern,<br />

Technikern und Wartungspersonal zudem<br />

eine sichere und stabile Arbeitsumgebung,<br />

um komplexe Aufgaben auch in erhöhten<br />

Positionen effizient und unfallfrei zu erledigen.<br />

In Produktionsumgebungen mit langen<br />

Prozesslinien verkürzen wiederum Überstiege<br />

und Wartungspodeste <strong>die</strong> Wege. Hier ist<br />

<strong>die</strong> Flexibilität wichtig: <strong>die</strong> Konstruktionen<br />

müssen zum Teil über mehrere Hindernisse<br />

oder Produktbänder hinaus <strong>–</strong> mit entsprechenden<br />

Querverstrebungen auch <strong>für</strong> hohe<br />

Produktionslinien <strong>–</strong> realisiert werden.<br />

„Be<strong>die</strong>nbühnen werden zwar zuletzt geplant,<br />

werden bei der Modernisierung von<br />

Produktionsanlagen aber zuerst benötigt.<br />

Bedeutet, bestenfalls schon in der Planungsund<br />

Layoutphase einen Experten hinzuzuziehen<br />

und <strong>für</strong> eine enge Abstimmung mit<br />

dem Obermonteur vor Ort und allen beteiligten<br />

Gewerke <strong>–</strong> Spedition, Logistikpartner,<br />

Maschinenhersteller <strong>–</strong> zu sorgen“, sagt Josef<br />

Müller, Geschäftsführer von Müller & Sohn,<br />

einem auf den Stahlbau spezialisierten Familienunternehmen<br />

aus der Eifel mit<br />

175-jähriger Historie.<br />

Ein ganzheitliches Vorgehen bei der Entwicklung<br />

der Konstruktion stellt sicher, dass<br />

<strong>die</strong> Lösung bestmöglich an <strong>die</strong> Branche und<br />

ihre individuellen Anforderungen angepasst<br />

ist. Gerade dort, wo Lebensmittel und Getränke<br />

hergestellt, verpackt oder verarbeitet<br />

werden, gelten höchste Hygiene-, Sicherheits-<br />

und Qualitätsstandards. Neben Richtlinien,<br />

<strong>die</strong> national und international einheitlich<br />

sind, wie der Verordnung (EG) Nr.<br />

852/2004 der EU <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelhygiene<br />

oder dem Codex Alimentarius, müssen<br />

auch landesspezifische Normen, Vorschriften<br />

und Gesetze erfüllt werden. Mit<br />

hochmodernen Schweiß- und Schleifmethoden<br />

kann das gesamte Spektrum der weltweiten<br />

Anforderungen abgedeckt werden.<br />

Erst kommt das Aufmaß mit dem 3-D-Laserscanner, um <strong>die</strong> digitalen Daten zu erfassen, dann wird im<br />

Planungsmodell ein virtuell begehbares Visualisierungsmodell erstellt<br />

Bilder: Müller & Sohn<br />

Hochpräzise virtuelle Planung<br />

Bestandteil jeder Projektplanung sind präzise<br />

statische Berechnungen in Bezug auf Größe,<br />

Ausführung und Belastung mittels Aufmaßnahmen<br />

und technischen Zeichnungen<br />

20 <strong>dei</strong> 06-2024


Wollen Unternehmen in neue Maschinen und Anlagen investieren, sollten<br />

sie frühzeitig an <strong>die</strong> Planung passender Konstruktionen denken<br />

Überall dort, wo Lebensmittel und Getränke hergestellt, verpackt oder<br />

verarbeitet werden, gelten höchste Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards<br />

per neuester 3D-Laserscantechnik. Da<strong>für</strong><br />

wird der Bestand einmal digital aufgenommen.<br />

Anschließend entsteht per CAD-Software<br />

in einer realitätsgetreuen Umgebung<br />

ein erster virtueller Modellentwurf. Dieser<br />

digitale Zwilling wird dann auf Anknüpfungs-<br />

und Kollisionspunkte überprüft. Bereits<br />

in <strong>die</strong>sem Schritt kommt es auf Millimeterarbeit<br />

an: Abmessungen, Konfigurationen<br />

und Zusatzfunktionen, wie integrierte<br />

Sicherheitsvorrichtungen, Treppen, Steigleiter,<br />

Geländer und rutschfeste Laufflächen,<br />

sind keine Grenzen gesetzt, müssen aber<br />

von Beginn an mitgedacht werden. Nur so<br />

können Konstruktionen auch in engen<br />

Raumverhältnissen platzsparend angeordnet<br />

werden. Zu berücksichtigen sind auch<br />

strenge statische Anforderungen und Verkehrslasten<br />

sowie Arbeitsschutzstandards<br />

wie <strong>die</strong> DIN EN ISO 14122. Durch <strong>die</strong> digitale<br />

Dokumentation kann im Laufe des Projekts<br />

flexibel auf Änderungen hinsichtlich<br />

Kollisionspunkte, Lasten oder Stützenstellungen<br />

reagiert werden.<br />

Im nächsten Schritt entscheidet sich, welches<br />

Material genutzt wird. Oberflächen von<br />

Stahl unterscheidet sich in Verzinkung,<br />

Grun<strong>die</strong>rung, Beschichtung und Lackierung.<br />

Wichtige Faktoren bei der Entscheidung sind<br />

Stand- und Einsatzort der Anlage. Verzinkter<br />

Stahl ist kostengünstiger und auch <strong>für</strong> draußen<br />

geeignet. Edelstahl ist zwar teuer, da<strong>für</strong><br />

glatter und korrosionsbeständiger. Er eignet<br />

sich besonders, wenn ein Produkt viele Berührungspunkte<br />

mit der Konstruktion hat. In<br />

jedem Fall ist Stahl langlebig und recycelbar.<br />

„Die DIN-gerechte Qualität und <strong>die</strong> von Lebensmittelherstellern<br />

geforderten Oberflächenparameter<br />

hinsichtlich eines geringen<br />

Ra-Wertes lassen sich über hochmoderne,<br />

teilautomatisierte Maschinen, Erfahrung und<br />

Know-how sicherstellen“, so Josef Müller.<br />

Sind <strong>die</strong> Entscheidungen über das Material<br />

getroffen, geht <strong>die</strong> Planung in <strong>die</strong> Konstruktionsphase,<br />

<strong>die</strong> den ersten Entwurf und später<br />

den perfekten Bauplan umfasst <strong>–</strong> <strong>die</strong>ser<br />

wird dann in der Fertigung umgesetzt.<br />

Werden neue Be<strong>die</strong>nbühnen und Maschinenunterkonstruktionen<br />

benötigt, sollten<br />

Unternehmen auf Spezialisten <strong>für</strong> komplexe<br />

Sonderanlagen im Bereich der Getränkeund<br />

<strong>Lebensmittelindustrie</strong> setzen<br />

Integrierte Lösung aus einer Hand<br />

Die Konstruktionen von Müller & Sohn werden<br />

aus der Eifel in <strong>die</strong> ganze Welt geliefert.<br />

Das letzte Großprojekt war eine 21 Tonnen<br />

schwere hygienische Bühnenkonstruktion<br />

aus Edelstahl <strong>für</strong> <strong>die</strong> Modernisierung einer<br />

Anlage eines führenden Nahrungsmittelherstellers<br />

mit Sitz in Ostdeutschland. Hier bestanden<br />

besondere Anforderungen an Hygiene<br />

und Statik. Die Konstruktion musste in<br />

den Bestand implementiert und komplett<br />

vor Ort verschweißt werden. Das heißt, alle<br />

Profile, Hohlräume und Rohre mussten geschlossen<br />

und der Bodenbelag mit Abläufen<br />

verschweißt sein, damit <strong>die</strong> Konstruktion<br />

leicht zu reinigen ist und sich kein Staub ablagert.<br />

Die Elemente wurden in Modulbauweise<br />

in der eigenen Fertigungshalle vorbereitet,<br />

auf <strong>die</strong> Transportmittel zugeschnitten<br />

und später auf der Baustelle miteinander<br />

verschweißt. Die Montage erfolgte innerhalb<br />

von zehn Tagen im Schichtbetrieb, um den<br />

Ausfall der Anlage so gering wie möglich zu<br />

halten <strong>–</strong> üblich sind sechs Wochen. Bei Projekten<br />

mit mehreren Bauabschnitten, verschiedenen<br />

technischen Spezifikationen und<br />

bürokratischen Hürden kann es bis zu zwei<br />

Jahre dauern, bis <strong>die</strong> Konstruktion fertig ist<br />

und <strong>die</strong> Anlage umgebaut werden kann. So<br />

geschehen bei einem belgischen Softdrinkhersteller,<br />

der eine 800 m 2 große Bühnenfläche<br />

mit verzinkter Unterkonstruktion und<br />

27 Überstiege benötigte. Hier wurde an<br />

zwei Standorten, beim Kunden und in Kall,<br />

parallel gearbeitet, um den strikten zeitlichen<br />

Rahmen einzuhalten. Josef Müller:<br />

„Beim Transport und der Vor-Ort-Montage<br />

kommt es dann auf ‚just in time‘ an.“<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Müller & Sohn<br />

AUTORIN:<br />

CATRIN SCHREINER<br />

Freie Journalistin<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 21


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Bilder: RK Rose+Krieger<br />

Das Edelstahl-Montage-System EMS ist eine saubere und flexible Alternative zu geschweißten Rohrkonstruktionen in Reinräumen<br />

Montagesystem und Rohrverbinder aus Edelstahl<br />

Flexible Gestellbauten<br />

<strong>für</strong> den Reinraum<br />

In Reinräumen eingesetzte Produkte müssen <strong>die</strong> Kontamination durch Staub oder<br />

andere Verunreinigungen vermeiden. Edelstahl ist hier der Materialstandard. Das<br />

Edelstahl-Montage-System EMS wurde <strong>für</strong> Gestellbauten aus Vierkant- oder Rundrohren<br />

im Reinraum entwickelt, während <strong>die</strong> Edelstahlrohrverbinder Robust Clamps<br />

<strong>für</strong> schwere Lasten sowie den stoßfesten Bereich geeignet sind.<br />

Geländer oder Gestelle aus Edelstahl werden<br />

typischerweise durch Verschweißen hergestellt.<br />

Ein außerordentlich arbeitsaufwendiger<br />

Vorgang, schließlich müssen <strong>die</strong> Rohre<br />

<strong>für</strong> Eckverbindungen zunächst präzise zugeschnitten,<br />

verschweißt, glattgeschliffen, gebeizt<br />

und abschließend poliert werden. Ein<br />

weiterer großer Nachteil <strong>die</strong>ser unflexiblen<br />

Lösung ist, dass sie nur sehr schwer verändert<br />

oder wiederverwendet werden kann. In<br />

Reinraumanwendungen kommen noch zusätzliche<br />

Herausforderungen hinzu: Große<br />

geschweißte Konstruktionen passen nicht in<br />

<strong>die</strong> Reinraumschleusen, und im Reinraum<br />

ist Schweißen selbstverständlich undenkbar.<br />

Daher beschreitet der Systemanbieter RK<br />

Rose+Krieger einen ganz anderen Weg. Das<br />

Edelstahl-Montage-System EMS ist eine saubere,<br />

Alternative zu geschweißten Rohrkonstruktionen.<br />

Der Kunde erhält fertig bearbeitete<br />

Verbindungselemente inklusive<br />

Spanntechnik, <strong>die</strong> er mit auf Länge geschnittenen<br />

Edelstahlrohren zu beliebigen<br />

Gestellen oder Geländern kombinieren<br />

kann. Mit <strong>die</strong>sen Verbindungselementen aus<br />

Edelstahl lassen sich Gestellbauten aus Vierkant-<br />

oder Rundrohren der gängigen Baugröße<br />

40 schnell, sicher und ohne besondere<br />

Fachkenntnisse mittels einer speziellen<br />

Spanntechnik montieren und demontieren.<br />

Benötigt wird hier<strong>für</strong> nur ein Innensechskantschlüssel.<br />

Für <strong>die</strong> Anwendung im Reinraum<br />

lassen sich alle Edelstahlkomponenten<br />

<strong>–</strong> jedes Verbindungselement, jedes Spannelement<br />

und jedes Rohr <strong>–</strong> entsprechend ordnungsgemäß<br />

gereinigt und zweifach luft-<br />

22 <strong>dei</strong> 06-2024


Aktuell umfasst das EMS-Produktprogramm jeweils fünf verschiedene Elemente <strong>für</strong> Rund- und Vierkantrohre<br />

dicht verpackt durch <strong>die</strong> Schleusen transportieren.<br />

Ausgeklügelte Spanntechnik<br />

Jedes der EMS-Elemente wird inklusive<br />

Spannverbinder aus Edelstahlguss ausgeliefert,<br />

<strong>die</strong> in <strong>die</strong> Anschlussrohre geschoben<br />

und über das Anziehen einer Schraube fest<br />

verspannt werden. Auf <strong>die</strong>se Weise entsteht<br />

eine sichere und dennoch jederzeit wieder<br />

lösbare Verbindung. Die spezielle Spanntechnik,<br />

<strong>die</strong> Toleranzen bis zu 2 mm kompensieren<br />

kann, sorgt sowohl im Rund- als auch<br />

im Vierkantrohr <strong>für</strong> einen sicheren Vierpunktkontakt.<br />

Die Verbindungselemente <strong>für</strong> Rundrohre bestehen<br />

aus zwei Halbschalen, <strong>die</strong> durch das<br />

Anziehen von zwei gegeneinander drückende<br />

Innensechskantschrauben im Rohr verspannt<br />

werden. Die Rippen auf dem konisch<br />

angeschrägten Außenradius der Verbinder<br />

pressen als erstes an. Anders als herkömmliche<br />

Verbinder haben <strong>die</strong> EMS-Rund-Verbinder<br />

aufgrund ihrer speziellen Konstruktion<br />

immer an vier Punkten im Rohr Kontakt.<br />

Das verhindert ein Kippeln und sorgt <strong>für</strong> einen<br />

sicheren, zentrierten Rundum-Sitz.<br />

Deutlich herausfordernder war <strong>die</strong> Entwicklung<br />

der Spannverbinder <strong>für</strong> Vierkantrohre.<br />

Die Konstruktion der Halbschalen musste<br />

sicherstellen, dass sie einen gleichmäßigen<br />

Druck in alle vier Richtungen ausübten.<br />

Dies stellt eine integrierte schiefe Ebene sicher,<br />

über <strong>die</strong> sich <strong>die</strong> beiden Halbschalen<br />

miteinander verhaken und dadurch stabilisieren.<br />

Durch <strong>die</strong> diagonale Spreizung der<br />

Halbschalen mithilfe von zwei Sechskantschrauben<br />

erzeugt <strong>die</strong> Geometrie des Bauteils<br />

sechs Anlageflächen. Damit ist ein sicheres<br />

Verspannen garantiert. Vorteil der<br />

Vierkantverbinder: Anders als bei den<br />

Spannelementen <strong>für</strong> Rundrohre bilden zwei<br />

identische, um 180° zueinander gedrehte<br />

Halbschalen das Spannelement der EMS-Verbinder<br />

<strong>für</strong> Vierkantrohre. Das erleichtert <strong>die</strong><br />

Bevorratung.<br />

Für den Abstand, den <strong>die</strong> Verbinder zwischen<br />

zwei Rohrstücken bilden, wurde mit<br />

23 mm bei Rundrohren bzw. 12 mm bei<br />

Vierkantrohren ein ganzzahliges Maß gewählt.<br />

Dabei ist der Abstand bei den Rundrohren<br />

aus konstruktiven Gründen größer<br />

als bei Vierkantrohren. Aktuell sind sowohl<br />

in der Rundrohr- als auch in der Vierkantrohrausführung<br />

fünf unterschiedliche EMS-<br />

Elemente vorgesehen: Ecken, T-Stücke,<br />

Kreuzverbinder, dreistrahlige Verbinder und<br />

Fußelemente mit Stellfußanbindung. Dabei<br />

verfügen <strong>die</strong> EMS-Fußelemente zusätzlich<br />

zur Gewindebohrung <strong>für</strong> den Stellfuß über<br />

eine zweite Bohrung zum Abfließen von<br />

Reinigungsflüssigkeit. Hierdurch ist das<br />

Edelstahl-Montage-System auch <strong>die</strong> ideale<br />

Lösung <strong>für</strong> Abfüll-, Verpackungs- und Förderanlagen<br />

in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong> sowie<br />

<strong>für</strong> alle korrosionsgefährdeten Bereiche.<br />

Robust Clamps sind hochfeste, temperatur- und korrosionsbeständige Rohrverbinder<br />

aus Edelstahl<br />

Rohrverbinder aus Edelstahl<br />

Zum Lösungsangebot <strong>für</strong> Reinraumanwendungen<br />

zählen auch <strong>die</strong> Rohrverbindungselemente<br />

Robust Clamps. Wie das Edelstahl-<br />

Montage-System lassen sich <strong>die</strong>se mit wenigen<br />

Handgriffen montieren, halten <strong>die</strong> einzelnen<br />

Bauteile kraftschlüssig und dauerhaft<br />

belastbar zusammen <strong>–</strong> und sind dennoch<br />

einfach wieder lösbar. Die Edelstahlverbinder<br />

sind speziell <strong>für</strong> schwere Lasten ausgelegt.<br />

Bei ihnen vereinfachen außen liegende<br />

Sechskantschrauben <strong>die</strong> Montage mit handelsüblichem<br />

Werkzeug. Aufgrund ihres besonderen<br />

Designs mit glatten Konturübergängen,<br />

geringer Oberflächenrauheit, großen<br />

Schlitzen und Sacklochausführungen<br />

unterbinden sie Schmutzansammlungen<br />

und sind somit <strong>für</strong> Reinraumanwendungen<br />

prädestiniert. Aktuell sind <strong>die</strong> Serientypen<br />

Flansch-(FK), Winkel- (W), Fuß- (FS) und<br />

Kreuzklemmstücke (K) in den Baugrößen<br />

12 bis 40 mm erhältlich.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Rose+Krieger<br />

AUTOR:<br />

BJÖRN RIECHERS<br />

Geschäftsführer,<br />

RK Rose+Krieger<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 23


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Ersatz <strong>für</strong> Kohlensäure<br />

Stickstoff aus<br />

Eigenerzeugung<br />

In vielen Brauereien wird mittlerweile Stickstoff parallel mit Kohlensäure eingesetzt.<br />

Die Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG, eine Privatbrauerei in Herbsthausen bei<br />

Bad Mergentheim, hat bereits langjährige Erfahrung mit dem Einsatz von Stickstoff<br />

aus Eigenproduktion gesammelt und weiß um <strong>die</strong> Vorteile der Stickstoffeigenerzeugung<br />

im Vergleich zur Flüssiggasversorgung und der reinen Kohlensäure Verwendung<br />

in den verschiedenen Prozessen.<br />

Die Herbsthäuser Brauerei verwendet in<br />

den Biertanks neben Kohlensäure auch<br />

Stickstoff zum Vorspannen oder <strong>für</strong> <strong>die</strong> KEG<br />

Anlage. Anfang 2024 wurde <strong>die</strong> Firma Lanz<br />

Drucklufttechnik beauftragt, den Austausch<br />

einer älteren Bestandsanlage, durch eine<br />

neuere und effizientere Stickstoffanlage von<br />

Oxysystems vorzunehmen. Schlüsselfertige<br />

Systemlösungen inklusive Installation, Inbetriebnahme<br />

und Wartung werden durch<br />

Christian Lanz und sein Team <strong>für</strong> Brauereien<br />

angeboten. Ein Rundum-sorglos-Paket ermöglicht<br />

einen dauerhaften und reibungslosen<br />

Brauereibetrieb und eine zuverlässige<br />

Stickstoffeigenerzeugung. Mit der Neuinstallation<br />

ist auch zukünftig sichergestellt, dass<br />

weiterhin erheblich weniger Kohlensäure<br />

eingekauft werden muss.<br />

Einsatz von Stickstoff in Brauereien<br />

In welchem Umfang Stickstoff in Brauereien<br />

eingesetzt wird hängt vorwiegend von den<br />

verschiedenen Prozessen der Brauerei ab. Typische<br />

Anwendungsbeispiele <strong>für</strong> den Einsatz<br />

von Stickstoff sind das Vorspannen oder<br />

Leerdrücken von Tanks oder Behältern. Hier<strong>für</strong><br />

verwendete man in der Regel Kohlensäure.<br />

Diese nicht unerhebliche Menge an<br />

Kohlensäure kann man komplett durch<br />

Stickstoff ersetzen.<br />

Auch bei der Bierabfüllung gibt es Einsatzmöglichkeiten<br />

<strong>für</strong> Sticksoff: Die KEG-Fass-<br />

Abfüllung kann mit 100 % Stickstoff und<br />

<strong>die</strong> Flaschenabfüllung über einen<br />

CO 2 /N 2 -Gasmischer mit bis zu 80 % Stickstoffanteil<br />

betrieben werden.<br />

Des Weiteren kann N 2 auch sehr gut zur<br />

Wasserentgasung eingesetzt werden.<br />

Die Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG, eine Privatbrauerei in Herbsthausen bei Bad Mergentheim,<br />

nutzt den Einsatz von Stickstoff aus Eigenproduktion seit vielen Jahren<br />

Bilder: Oxysystems<br />

Entfernung von Sauerstoff<br />

Bei der Herstellung von Lebensmitteln ist es<br />

stets notwendig, den Gehalt an Sauerstoff<br />

im Produkt so niedrig wie möglich zu halten.<br />

Denn Sauerstoff ist Voraussetzung <strong>für</strong><br />

das Wachstum aerober Keime wie z. B.<br />

Schimmelpilzen. Außerdem hat Sauerstoff<br />

ungünstige Auswirkungen auf <strong>die</strong> Farbe und<br />

den Geschmack. Besonders dann, wenn eine<br />

längere thermische Behandlung notwendig<br />

ist. Sauerstoff reagiert oxidativ mit der Aminosäure<br />

Methionin, der Ascorbisäure (Vitamin<br />

C), den Flavonoiden (sek. Pflanzenstoffe)<br />

und den ungesättigten Fetten und Lipiden.<br />

Zusätzlich fördert Sauerstoff <strong>die</strong> fotosensibilisierte<br />

Oxidation (ausgelöst durch<br />

sichtbares Licht) in transparent verpackten<br />

Lebensmittel. Die Haltbarkeit eines Lebensmittels<br />

hängt also somit stark vom Restsauerstoffgehalt<br />

ab. Dies gilt auch entsprechend<br />

<strong>für</strong> Getränke, deren Basis Wasser ist.<br />

24 <strong>dei</strong> 06-2024


Eigenerzeugung von Stickstoff: Aus Druckluft wird via Drucklastwechselverfahren (PSA) nahezu reiner<br />

Stickstoff erzeugt, der je nach Anwendung in verschiedenen Behältern zwischengespeichert wird<br />

Horst Nowosad (links) und Christian Lanz<br />

mit dem neuen Oxysystems-Stickstoffgenerator<br />

OS-25-NX in der Herbsthäuser Brauerei<br />

Mit der Eigenerzeugung von Stickstoff lässt<br />

sich der CO 2 -Fußabdruck einer Brauerei erheblich<br />

verkleinern. Im Bild eine OS-90-NX.<br />

Grundlagen der Wasserentgasung<br />

Sauerstoff lässt sich in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

am besten durch physikalische Verfahren<br />

aus dem Wasser entfernen. Bei Umgebungsluft<br />

mit 21 % Sauerstoff lösen sich<br />

in Wasser mit einer Temperatur von 20 °C<br />

ca. 9 ppm Sauerstoff. Ein niedriger Partialdruck<br />

verschiebt das Gleichgewicht, sodass<br />

sich weniger Sauerstoff löst bzw. sich der<br />

gelöste Sauerstoff entbindet. Diese beiden<br />

Zusammenhänge werden <strong>für</strong> <strong>die</strong> sogenannte<br />

Strippentgasung genutzt.<br />

Durch Einleiten eines sauerstofffreien<br />

Strippgases wird <strong>die</strong> Konzentration des Sauerstoffs<br />

und damit dessen Partialdruck gesenkt.<br />

Die Verschiebung des Phasengleichgewichtes<br />

bedingt den Übergang des Sauerstoffs<br />

vom Wasser in <strong>die</strong> Gasphase. In der<br />

Brauerei wird meist CO 2 als Strippgas eingesetzt.<br />

Da es bei der Gärung entsteht und<br />

auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Karbonisierung und andere<br />

Prozesse verwendet wird, steht es so gut wie<br />

immer zur Verfügung. Eine häufig verwendete<br />

Alternative stellt Stickstoff dar, der mit<br />

den Oxysystems-Generatoren aus der Umgebungsluft<br />

gewonnen wird. Kaltes Wasser<br />

kann je nach apparativer Gestaltung der Anlage<br />

auf unter 20 ppb entgast werden.<br />

Da Stickstoff nicht als Kohlensäure im Wasser<br />

gebunden wird, hat Stickstoff den besseren<br />

Wirkungsgrad bei der Sauerstoffentfernung,<br />

wenn stille Getränke hergestellt werden<br />

sollen. Werden karbonisierte Getränke<br />

produziert, dann ist CO 2 das Strippinggas<br />

der Wahl.<br />

Stickstoff vor Ort herstellen<br />

Im Falle der Herbsthäuser Brauerei, kann<br />

der Eigenerzeuger über 30 m 3 Stickstoff mit<br />

einer Qualität von bis zu 99,9 % produzieren.<br />

Der Stickstoffgenerator vom Typ OS-<br />

25-NX funktioniert nach dem Drucklastwechselverfahren<br />

(PSA <strong>–</strong> Pressure Swing Adsorption).<br />

In <strong>die</strong>sem Prozess wir der Stickstoffanteil<br />

aus der gereinigten Druckluft abgetrennt<br />

und <strong>für</strong> den weiteren Prozess in einem<br />

nachgelagerten Prozesstank zur Verfügung<br />

gestellt. Über weitere N 2 -Zwischenspeicher<br />

können Spitzenverbräuche einfach<br />

abgedeckt werden.<br />

Der Oxysystems-Stickstoffgenerator wird<br />

über das örtlich bestehende Druckluftnetz<br />

versorgt. Das N 2 -System ist mit einer Siemens-S7-Steuerung<br />

aufgebaut. Das produzierte<br />

Gas wird permanent mit einem hochwertigen<br />

Gassensor überwacht und <strong>die</strong> Daten<br />

zur vollautomatischen Prozesssteuerung<br />

verwendet. Über entsprechende Systemeinstellungen<br />

werden Alarmmeldungen bei Bedarf<br />

ausgegeben, um eine saubere Stickstoffversorgung<br />

sicherzustellen.<br />

Nachhaltiger Prozess<br />

Es lassen sich immer deutlicher <strong>die</strong> Vorteile<br />

der Stickstoffverwendung in der Brauerei erkennen<br />

und der Markt wächst stetig. Die<br />

Unabhängigkeit von Gaslieferanten sowie<br />

<strong>die</strong> jährliche Kosteneinsparungen sind mittlerweile<br />

oft ein wichtiger Grund <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Umstellung zur Stickstoffeigenerzeugung.<br />

Neben den direkten finanziellen Einsparungen<br />

können Brauereien ihr Bier noch klimaneutraler<br />

herstellen. Wärmerückgewinnung,<br />

erneuerbare Energien, energieeffizientere<br />

Systeme und <strong>die</strong> Vermeidung von Transporten<br />

helfen den CO 2 -Fußabdruck drastisch zu<br />

verringern.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Oxysystems<br />

AUTOR:<br />

HORST NOWOSAD<br />

Sales & Project Engineer,<br />

Oxysystems<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 25


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Störungsfreie Förderung der Kieselgur-Suspension bei Müllerbräu<br />

Robuste und hygienische<br />

Schlauchpumpe<br />

Wie viele Brauereien setzt auch <strong>die</strong> Traditionsbrauerei Müllerbräu Neuötting GmbH<br />

& Co. KG in Oberbayern auf Kieselgur als Filterhilfsmittel, um Bier seine klare Optik<br />

zu verleihen. Die Kieselgur-Suspension stellt jedoch aufgrund ihrer abrasiven Eigenschaften<br />

hohe Anforderungen an <strong>die</strong> Dosiertechnik. Die bisher in der Brauerei eingesetzte<br />

Membranpumpe erwies sich dabei als störanfällig und hygienisch problematisch.<br />

Abhilfe schaffte eine Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung.<br />

Für <strong>die</strong> Förderung der Kieselgur-Suspension im Brauprozess nutzt Müllerbräu nun eine<br />

Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung von Netzsch<br />

Bilder: Netzsch Pumpen & Systeme<br />

Seit über 250 Jahren steht Müllerbräu<br />

Neuötting <strong>für</strong> exzellente Braukunst und echte<br />

bayerische Biertradition. Gegründet im<br />

Jahr 1768, verbindet <strong>die</strong> Brauerei handwerkliches<br />

Können mit moderner Technologie,<br />

um Biere zu brauen, <strong>die</strong> höchsten Qualitätsansprüchen<br />

gerecht werden. Darüber wacht<br />

mit strengem Auge der Braumeister und<br />

Biersommelier Harald Haag. Dieser stand vor<br />

der Herausforderung, eine bessere Möglichkeit<br />

zu finden, <strong>die</strong> zur Filtration des Bieres<br />

eingesetzte Kieselgur-Suspension zu fördern.<br />

Durch <strong>die</strong> Beimischung von Kieselgur im<br />

Brauprozess werden dem Bier <strong>die</strong> klare Optik<br />

und weitere wichtige charakteristische<br />

Eigenschaften verliehen. Die poröse Struktur<br />

der Kieselgur filtert Schweb- und Trübstoffe<br />

aus dem Bier, sodass der erwünschte Effekt<br />

erzielt wird. Allerdings ist <strong>die</strong> Kieselgur sehr<br />

abrasiv und kann Komponenten der eingesetzten<br />

Dosiertechnik mit der Zeit schädigen.<br />

Die bisher verwendete Membranpumpe<br />

erwies sich als problematisch, da sie häufig<br />

ausfiel und regelmäßig demontiert werden<br />

musste. Dies wurde aufgrund der engen<br />

Platzverhältnisse am Installationsort zusätzlich<br />

erschwert, wodurch unnötig Zeit verloren<br />

ging. Auf Anraten des Herstellers der Filterpressen<br />

entschied sich Müllerbräu <strong>für</strong> den<br />

Wechsel zur Schlauchpumpentechnik und<br />

wandte sich an Netzsch. Bereits vor vielen<br />

Jahren hat der Pumpenspezialist <strong>die</strong> Brauerei<br />

an anderer Stelle mit zuverlässiger Pumpentechnik<br />

ausgestattet.<br />

Pumpe senkt Energieverbrauch<br />

Da <strong>die</strong> Brauerei eine kompakte, robuste und<br />

einfach zu wartende Lösung benötigte, <strong>die</strong><br />

26 <strong>dei</strong> 06-2024


Der Installationsort war vorgegeben. Die Pumpe wurde auf <strong>die</strong> engen Bedingungen<br />

hin angepasst, um auch <strong>die</strong> Wartung und Reinigung zu erleichtern.<br />

Pitt Maier (links), Area Sales Manager bei Netzsch und Harald Haag,<br />

Braumeister und Biersommelier bei der Müllerbräu Neuötting GmbH &<br />

Co. KG<br />

nicht mehr Platz beanspruchen sollte als das<br />

bisher eingesetzte Aggregat, wählte Netzsch<br />

eine Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung<br />

aus. Das Modell wurde speziell<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> entwickelt.<br />

Die Technologie der Schlauchpumpe<br />

basiert auf der Kompression eines elastischen,<br />

FDA-konformen Schlauchs. Dies ermöglicht<br />

eine schonende und kontaminationsfreie<br />

Förderung von Flüssigkeiten, da<br />

das Medium nicht mit mechanischen Teilen<br />

in Berührung kommt und <strong>die</strong>se angreifen<br />

könnte. Da keine verschleißanfälligen Bauteile<br />

wie Ventile oder Gleitringdichtungen<br />

verwendet werden und <strong>die</strong> Peripro zusätzlich<br />

in Monoblockbauweise mit Lagerkasten<br />

ausgeführt ist, eignet sie sich ideal <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Förderung korrosiver Produkte wie dem<br />

Kieselgur-Wassergemisch. Dieses muss mit<br />

einer Förderleistung von 50 bis 500 l/h bei<br />

2 bis 6 bar dosiert werden.<br />

Die Bauweise der Peripro bringt aber noch<br />

viele weitere Vorteile mit sich: Die Komprimierung<br />

des Schlauchs mit XXL-Rollen reduziert<br />

<strong>die</strong> Reibung, was zu einer längeren<br />

Lebensdauer des Schlauchs führt. Zudem ist<br />

der Schlauch <strong>die</strong> einzige wartungsrelevante<br />

Komponente der neuen Pumpe. Da der Rollendurchmesser<br />

eine optimale Kompression<br />

des Schlauchs sicherstellt, ermöglicht <strong>die</strong>se<br />

Technik im Vergleich zu herkömmlichen<br />

Schlauchpumpen mit Gleitschuhtechnik, eine<br />

um 30 % höhere Energieeffizienz. Dadurch<br />

wird nicht nur der Energieverbrauch<br />

gesenkt, sondern auch <strong>die</strong> Lebensdauer des<br />

Schlauchs verlängert, was <strong>die</strong> Betriebszeiten<br />

der Pumpe nachhaltig erhöht. Ist der Austausch<br />

des Schlauches doch einmal notwendig,<br />

kann <strong>die</strong>s aufgrund der Bauweise und<br />

der damit einhergehenden einfachen Reinigbarkeit<br />

problemlos vom Brauereipersonal<br />

selbst durchgeführt werden. Die CIP-Fähigkeit<br />

(„Cleaning-In-Place“) der Schlauchpumpe<br />

ermöglicht eine Reinigung ohne<br />

vorherige Demontage aus der Anlage.<br />

Regionalität bei der Technik<br />

Aber nicht nur <strong>die</strong> Technik der Peripro-<br />

Schlauchpumpe musste Müllerbräu überzeugen.<br />

Anstatt Produkte über Zwischenhändler<br />

zu beziehen, war es der Brauerei wichtig, direkt<br />

beim Hersteller kaufen zu können. Die<br />

Vorteile von Netzsch liegen auf der Hand: eine<br />

direkte Ansprechperson vor Ort, schnelle<br />

Verfügbarkeit von Ersatzteilen, ein umfassender<br />

technischer Service und Support und<br />

jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der<br />

Verdrängerpumpen. Besonders nach dem<br />

Weggang ihres Schlossers, der bisher <strong>die</strong><br />

Wartungsarbeiten übernommen hatte, war es<br />

<strong>für</strong> Müllerbräu wichtig, einen zuverlässigen<br />

und schnell reagierenden Partner zu finden.<br />

Die Schlauchkomprimierung mit XXL-Rollen (verborgen im Inneren des<br />

Gehäuses) reduziert <strong>die</strong> Reibung und so <strong>die</strong> Abnutzung des Schlauchs<br />

Die Peripro ist mittlerweile seit zwei Jahren<br />

erfolgreich im Einsatz und Braumeister<br />

Haag, zeigt sich zufrieden mit der Entscheidung,<br />

<strong>die</strong> regionale Partnerschaft weiter zu<br />

stärken: „Für uns war es wichtig, <strong>die</strong> Pumpe<br />

direkt vom Hersteller ohne einen Zwischenhändler<br />

zu beziehen. Aufgrund unserer guten<br />

Erfahrungen mit einer Nemo-Exzenterschneckenpumpe,<br />

<strong>die</strong> wir seit 1982 zur Förderung<br />

von Trebern einsetzen, haben wir<br />

uns auch bei <strong>die</strong>ser Anwendung wieder <strong>für</strong><br />

Netzsch entschieden. Insbesondere den persönlichen<br />

Support rund um <strong>die</strong> Uhr und <strong>die</strong><br />

schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen<br />

schätzen wir sehr.“<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Netzsch<br />

AUTOR:<br />

PITT MAIR<br />

Area Sales Manager,<br />

Netzsch Pumpen & Systeme<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 27


Effiziente Vakuum- und Fluidtechnik<br />

Bild: Yontex<br />

Bild: Timmer<br />

Die Braubeviale schnürt vom 26. bis 28.<br />

November 2024 in Nürnberg wieder ein attraktives<br />

Gesamtpaket <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie.<br />

In neun Hallen bieten Aussteller<br />

Produkte und Lösungen entlang der gesamten<br />

Prozesskette <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herstellung von<br />

Bier, Wasser, Softdrinks, Fruchtsaft, Wein,<br />

Sekt und Spirituosen an. Das Angebot reicht<br />

von Rohstoffen über Technologien und<br />

Komponenten bis hin zur Verpackung sowie<br />

Zubehör und Vermarktungsideen. Neben<br />

dem Ausstellerportfolio wartet das Vortragsprogramm<br />

mit vielen Impulsen auf. Die Foren<br />

in Halle 1 und 9 sind <strong>die</strong> Bühnen <strong>für</strong><br />

Experten aus Forschung und Praxis. Dort<br />

werden <strong>die</strong> Themenfelder Rohstoffe & Marketing<br />

sowie Technik & Verpackung beleuchtet.<br />

Zusätzlich dazu können <strong>die</strong> Besucherinnen<br />

und Besucher <strong>die</strong> Sonderflächen zu<br />

Startups & Young Talents, Logistik sowie<br />

Wein & Spirituosen ansteuern. In Halle 4A<br />

integriert <strong>die</strong> Messe mit Wein@Braubeviale<br />

eine Plattform <strong>für</strong> Winzerinnen und Winzer.<br />

An allen drei Messetagen wird hier ein vielfältiges<br />

Programm geboten mit Schwerpunkten<br />

zu Kellertechnik/ Nachhaltigkeit/<br />

Qualitätssicherung sowie zu Weinmarketing/Vertrieb/Betriebsführung/<br />

Digitalem.<br />

Timmer präsentiert Produkte aus den Bereichen Handling<br />

und Fluidtechnik. Im Mittelpunkt des Messeauftritts<br />

stehen Lösungen zur Optimierung von Produktionsprozessen<br />

und zur Verbesserung der Arbeitssicherheit.<br />

Besucher erwarten unter anderem vielseitige Vakuum-Schlauchheber<br />

und <strong>die</strong> präzise Leimpumpe D4. Ein<br />

weiteres Highlight am Messestand ist das modulare System<br />

Fluidfit mit Steckverbindern, das speziell <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

flexible Flüssigkeitsförderung entwickelt wurde. Dank<br />

ihrer einfachen, werkzeuglosen Montage lassen sich <strong>die</strong><br />

Steckverbinder unkompliziert und vielseitig in Produktionsumgebungen<br />

einsetzen. Die lebensmitteltauglichen<br />

aus Acetal-Copolymer gefertigten Steckverbinder sind<br />

mit EPDM-O-Ringen ausgestattet und in unterschiedlichen<br />

Größen verfügbar. Neben den Steckverbindern<br />

umfasst das Sortiment auch Rückschlag- und Drosselventile,<br />

<strong>die</strong> sich ideal <strong>für</strong> enge Räume und präzise<br />

Durchflusssteuerung eignen.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Timmer<br />

Halle 4, Stand 107<br />

Hohe Effizienz <strong>für</strong> heiße Prozesse<br />

TLV Euro Engineering steigert<br />

<strong>die</strong> Anlageneffektivität durch<br />

hochwertige Dampf- und Kondensat-Lösungen,<br />

-Systeme und<br />

-Engineering. Unternehmen der<br />

Getränke- und <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

konnten mit Produkten<br />

wie dem Druckminderventil<br />

Cospect, der Trockner-Filter-Einheit<br />

SF1 und der Entwässerungseinheit<br />

Quickstation Produktivitätssteigerungen<br />

erzielen.<br />

Die Quickstation (QS) ist eine<br />

platzsparende Entwässerungseinheit<br />

zur Ableitung von Kondensat<br />

aus Dampfleitungen, Begleitheizungen<br />

und einfachen<br />

Prozessen. Das All-in-One-Design<br />

aus Edelstahl ermöglicht<br />

<strong>die</strong> Installation oder den Austausch<br />

eines Kondensatableiters<br />

innerhalb weniger Minuten. Jede<br />

TLV QS umfasst Absperrventile,<br />

einen integrierten Schmutzfänger<br />

zur Vermeidung von<br />

Schäden oder Produktionsproblemen<br />

sowie ein Rückschlagventil<br />

zur Verhinderung von<br />

Kondensatrückfluss. Sie macht<br />

es <strong>für</strong> Anwender, Anlagenbauer<br />

und Maschinenerstausrüster<br />

(OEM) einfach, eine komplett<br />

und richtig ausgeführte Entwässerungseinheit<br />

zu installieren.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: TLV<br />

Halle 4, Stand 214<br />

Bild: TLV Euro Engineering<br />

28 <strong>dei</strong> 06-2024


Nassleimetiketten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie<br />

Sappi, ein führender Hersteller<br />

von Verpackungs- und Spezialpapieren,<br />

hat in den vergangenen<br />

zwei Jahren umfangreiche<br />

Investitionen in sein Etikettenpapiergeschäft<br />

im Werk Gratkorn,<br />

Österreich, getätigt. Mit<br />

dem Nassleimetikett Parade Label<br />

WS bietet das Unternehmen<br />

ein nass- und laugenfestes Papier<br />

an. Es eignet sich hervorragend<br />

<strong>für</strong> hochwertige Etiketten<br />

auf Mehrweg-Getränkeflaschen.<br />

Anwender können zwischen einer<br />

glänzenden und jetzt auch<br />

einer leinengeprägten Version<br />

wählen. Darüber hinaus zeigt<br />

der Hersteller seinen Fusion<br />

Topliner <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kaschierung auf<br />

Wellpappe und Vollpappe <strong>für</strong><br />

Verpackungen oder Displays am<br />

POS. Weiter präsentiert Sappi<br />

sein Premium-Kartonsortiment<br />

Algro, das sich ideal <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gestaltung<br />

von einzeln verpackten<br />

Getränken eignet.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Sappi<br />

Halle 4A, Stand 410<br />

Bild: Sappi<br />

Filtrationslösungen<br />

<strong>für</strong> klare Getränke<br />

Die Filtration Division von<br />

Eaton zeigt, wie man klare, stabile<br />

und geschmackvolle Getränke<br />

produzieren kann. Das<br />

<strong>die</strong>sjährige Highlight sind <strong>die</strong><br />

Kieselgur-Typen der Becogur-<br />

Reihe. Die fünf Klärschärfen mit<br />

jeweils unterschiedlichen Permeabilitätsstufen<br />

decken alle<br />

Anwendungen in der Getränkeproduktion<br />

ab <strong>–</strong> vom schnellen<br />

Aufbau der Grundanschwemmung<br />

über <strong>die</strong> Sicherstellung<br />

eines fest haftenden Filterkuchens<br />

bis hin zur Glanzfiltration<br />

von Bier, Fruchtsäften und Wein.<br />

Die hohe Reinheit und niedrigen<br />

Schwermetallgehalte der<br />

Becogur-Reihe erfüllen dabei<br />

<strong>die</strong> Ansprüche der Verbraucher<br />

ebenso wie <strong>die</strong> strengen Vorschriften<br />

zur Getränkeherstellung.<br />

Ein weiteres zentrales Element<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> effiziente Filtration<br />

klarer, stabiler und geschmackvoller<br />

Getränke ist das optimierte<br />

und erweiterte Angebot an<br />

aktivkohlehaltigen Filterme<strong>die</strong>n.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Eaton<br />

Halle 7, Stand 202<br />

Bild: Eaton Technologies<br />

Driving the world<br />

Das perfekte Antriebssystem<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie<br />

MOVITRAC ® advanced / MOVIGEAR ® classic<br />

Der Umrichter MOVITRAC® advanced passt sich mit seinem Leistungsbereich<br />

von 0.25 <strong>–</strong> 315 kW und einem skalierbaren Funktionspaket flexibel<br />

an Ihre Anforderungen an. Ihr Allrounder <strong>für</strong> unterschiedliche Motoren,<br />

z. B. <strong>für</strong> <strong>die</strong> Antriebseinheit MOVIGEAR® classic.<br />

Ihre Vorteile auf einen Blick:<br />

• Auto-Inbetriebnahme in wenigen Sekunden<br />

• durchgängig steckbare Einkabeltechnik<br />

• Regelung von Synchron- und Asynchronmotoren ohne/mit Geber<br />

• Kommunikation mit gängigen Steuerungssystemen<br />

www.sew-eurodrive.de/movitrac-advanced<br />

www.sew-eurodrive.de/movigear-classic<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 29


<strong>dei</strong><br />

MESSEVORSCHAU<br />

Produktverfolgung mit Track-and-Trace-Station<br />

Sensoren <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gesamtchlor-Messung<br />

Bild: BBull Technology<br />

Das Highlight bei BBull Technology<br />

ist <strong>die</strong> Track-and-Trace-Station<br />

mit Messbrücke, sechs Kameras<br />

und Steuergerät. Sie zeigt,<br />

wie <strong>die</strong> Daten einzelner Produkte<br />

bis zur Pack- und Paletten-<br />

Ebene aggregiert werden und<br />

sorgt so <strong>für</strong> Transparenz und<br />

Rückverfolgbarkeit. Jedes Produkt<br />

erhält einen scanbaren<br />

Code mit allen wichtigen Produktionsinformationen,<br />

der Endkunden<br />

und Mitarbeitende über<br />

Materialherkunft, CO 2 -Bilanz<br />

und Qualitätskontrollen informiert.<br />

Dies verbessert zusätzlich<br />

das Beschwerdemanagement<br />

und beugt Produktfälschungen<br />

vor. Neu ist <strong>die</strong> exakte Flaschenausrichtung<br />

CAS mit dem Alpha-<br />

Steuergerät <strong>für</strong> geprägte Flaschen:<br />

Das Etikett sitzt immer an<br />

der richtigen Stelle. Die Kamera-<br />

Messbrücke Image EM prüft Etikettensitz,<br />

Aufdrucke und Codes,<br />

während das System MAS <strong>die</strong><br />

Kronkorken-Dichtigkeit inspiziert.<br />

Ein Ausleitband zeigt Ausleitsysteme,<br />

ein Schaukasten demonstriert<br />

zudem das Pulse-<br />

Dichtigkeits-Inspektions-Prinzip.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: BBull<br />

Halle 7, Stand 251<br />

Für <strong>die</strong> zuverlässige Online-<br />

Messung von Gesamtchlor hat<br />

Prominent zwei leistungsfähige<br />

Sensoren entwickelt. Der neuartige<br />

Aufbau des Membransystems<br />

ermöglicht noch genauere<br />

und langzeitstabilere Messungen<br />

des Gesamtchlors sowie <strong>die</strong> Bestimmung<br />

des gebundenen<br />

Chlors. Die seit Kurzem verfügbaren<br />

Produkte CTE2 und CTE3<br />

sind vielseitig in unterschiedlichen<br />

Wasserqualitäten einsetzbar<br />

und mit zahlreichen Desinfektionsverfahren<br />

kombinierbar. Die<br />

Dulcotest-Sensoren eignen sich<br />

zur Qualitätssicherung in der<br />

<strong>Lebensmittelindustrie</strong>, Chlor -<br />

aminierung von Trinkwasser, Ermittlung<br />

von gebundenem<br />

Chlor in Schwimmbadwasser<br />

Ganzheitlicher Liniengedanke<br />

Bild: Prominent<br />

sowie zur Desinfektion des Ablaufs<br />

kommunaler und industrieller<br />

Abwasserbehandlungsanlagen.<br />

Beide Baureihen CTE2<br />

und CTE3 verfügen über unterschiedliche<br />

Messbereiche und<br />

Signalausgänge und sind selbst<br />

<strong>für</strong> hohe pH-Werte bis 9,5 einsetzbar.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Prominent<br />

Halle 6, Stand 205<br />

Bild: Dausch Technologies<br />

Kontinuierliche Alkoholgehaltsmessung<br />

Mischungen von Cola mit Whiskey<br />

oder Rum, Wodka mit Lemon,<br />

diverse Spritz-Varianten<br />

oder Sekt mit verschiedenen<br />

Fruchtsäften boomen. Die Verbraucher<br />

wollen den Geschmack<br />

der Cocktails genießen, aber<br />

nicht selbst mixen. Für <strong>die</strong> Abfüller<br />

muss natürlich der Ethanol-Gehalt<br />

im Getränk exakt<br />

stimmen: Liquiguard Gen3 RTD<br />

misst inline das fertig ausgemischte<br />

Getränk, bevor es zum<br />

Füller geschickt wird. Syrup -<br />

guard Gen3 RTD bestimmt detailliert<br />

den Sirup mit allen Inhaltsstoffen,<br />

inklusive des Alkohols,<br />

bevor er mit Wasser zum<br />

fertigen Getränk aufgemischt<br />

wird. Vollautomatisch wird eine<br />

repräsentative Probe aus dem<br />

Batch-Tank an das Messsystem<br />

herangeführt und gemessen.<br />

Sämtliche Leitungen werden dazwischen<br />

mit Frischwasser gereinigt,<br />

sodass immer eine perfekte<br />

Messung des Alkoholgehalts<br />

und aller Inhaltsstoffe vorliegt.<br />

Das Messsystem und das<br />

Probennahmesystem sind vollautomatisiert<br />

in den CIP-Prozess<br />

eingebunden. Syrupguard Gen3<br />

RTD ermittelt den exakten Alkohol-Messwert<br />

und alle Inhaltsstoffe<br />

innerhalb von 2 min.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Dausch<br />

Halle 6, Stand 124<br />

Fülltechnik in Kombination mit umfassender Inspektionstechnik,<br />

<strong>die</strong> neue Plasmax-Generation und ein breites<br />

Spektrum an Serviceleistungen stehen im Fokus des<br />

<strong>die</strong>sjährigen Messeauftritts der KHS Gruppe. Exemplarisch<br />

<strong>für</strong> das umfassende Know-how im Bereich der Linienkompetenz<br />

präsentiert KHS seinen kompakten Dosenfüller<br />

Innofill Can C. Im Zusammenspiel mit der leistungsstarken<br />

Verschließereinheit des Schweizer Partners<br />

Ferrum arbeitet der Füller mit einer Kapazität von bis<br />

zu 60 000 Dosen/h. Dabei lässt er sich optimal in Getränkelinien<br />

mittlerer Leistung integrieren, insbesondere<br />

in Verbindung mit KHS-seitiger <strong>Prozesstechnik</strong> oder<br />

der über <strong>die</strong> letzten Jahre sukzessiv erweiterten Inspektionstechnik.<br />

Letztere umfasst unter anderem das Maschinenmanagementsystem<br />

Innocheck MMS, das fehlerhafte<br />

Füllventile sowie Verschlusselemente lokalisiert<br />

und auswertet, <strong>die</strong> Füllstandskontrolle Innocheck FHC,<br />

<strong>die</strong> Füllhöhen mithilfe von Röntgenstrahlung prüft sowie<br />

den Leerdoseninspektor Innocheck ECI.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: KHS<br />

Halle 8, Stand 516<br />

Bild: KHS/Frank Reinhold<br />

30 <strong>dei</strong> 06-2024


Brennertechnologie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bierherstellung<br />

Thermische Prozesse spielen<br />

beim Mälzen und Brauen eine<br />

wichtige Rolle. Ohne Wärme gäbe<br />

es kein Bier. Die Industriebrenner<br />

des Heiztechnikspezialisten<br />

Weishaupt liefern effizient<br />

und zuverlässig Prozesswärme <strong>–</strong><br />

unter anderem an Darren <strong>für</strong><br />

Getreide, Hopfen und Malz über<br />

Würze- bzw. Sudpfannen in<br />

Brauereien bis hin zur Reinigung<br />

des Leergutes und der Abfüllung.<br />

Durch eine umfassende<br />

energetische Optimierung des<br />

Wärmeversorgungssystems lassen<br />

sich nicht nur Energieverbrauch<br />

und -kosten von Feuerungsanlagen<br />

deutlich senken,<br />

sondern auch <strong>die</strong> Betriebssicherheit<br />

erhöhen. Für <strong>die</strong> Wärmeerzeugung<br />

in der Bierherstellung<br />

setzt <strong>die</strong> Bitburger Brauerei<br />

neben Biogas aus eigener Produktion<br />

auch Erdgas ein. 2017<br />

wurde <strong>die</strong> Anlage modernisiert.<br />

Zwei Weishaupt-Monoblockbrenner<br />

WKmono 80 in der<br />

Ausführung 3LN Multiflam mit<br />

je 10,9 MW Feuerungsleistung<br />

(ein Zweigas- und ein Zweistoffbrenner)<br />

wandeln seitdem<br />

<strong>die</strong> Brennstoffe in Prozesswärme<br />

um.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Weishaupt<br />

Halle 7, Stand 728<br />

Bild: Max Weishaupt<br />

Effiziente Behälterreinigung<br />

Lechler präsentiert seinen Rotationsreiniger<br />

Xactclean HP 2 <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Behälterreinigung. Dieser<br />

überzeugt durch seine kompakte<br />

Bauform. Durch <strong>die</strong> reduzierte<br />

Rotationsgeschwindigkeit gewährleistet<br />

er eine gründliche<br />

Reinigung der Behälteroberflächen,<br />

selbst bei hartnäckigen<br />

Verschmutzungen. Die FDA-Zulassung<br />

des Xactclean HP 2 ermöglicht<br />

den Einsatz in sensiblen<br />

Bereichen der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>.<br />

Zudem ist auf Anfrage<br />

eine Version mit Atex-Zulassung<br />

erhältlich, <strong>die</strong> auch <strong>für</strong><br />

den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />

Bereichen geeignet ist. Ein<br />

Vorteil <strong>für</strong> Anlagenbetreiber ist<br />

<strong>die</strong> einfache Wartung des Rotationsreinigers.<br />

Reinigung und Instandhaltung<br />

können direkt vor<br />

Ort durchgeführt werden, wodurch<br />

Stillstandzeiten minimiert<br />

und <strong>die</strong> Produktivität gesteigert<br />

werden. Die maximale Betriebstemperatur<br />

beträgt +150 °C.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Lechler<br />

Halle 7, Stand 435<br />

98% weniger Stillstand<br />

Gassenverstellung bei Rivella mit Apiro ® Getrieben<br />

Bild: Lechler<br />

Rüstzeiten bei Formatverstellungen um bis zu 98 % reduzieren<br />

Gassenverstellungen kostengünstig synchronisieren<br />

Schmier- und wartungsfrei verstellen<br />

igus ® auf der BrauBeviale<br />

26. - 28. November 2024<br />

Halle 7 | Stand 436 | Nürnberg<br />

/Gassenverstellung<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 31


<strong>dei</strong><br />

MESSEVORSCHAU<br />

Trenntechnik <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeherstellung<br />

Flottweg präsentiert langlebige<br />

und leistungsfähige Trennaggregate<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Brau- und Getränkeindustrie.<br />

Die Separatoren der<br />

AC-Baureihe bieten bei der Klärung<br />

von Flüssigkeiten eine<br />

Vielzahl an Features und somit<br />

zielgerichtete Lösungen <strong>für</strong> verschiedene<br />

Problematiken. Beispielsweise<br />

sorgt das Soft-Shot-<br />

Flex-Entleerungssystem <strong>für</strong> eine<br />

erhöhte Produktausbeute durch<br />

eine individualisierte Entleerungssteuerung.<br />

Mit der intuitiven<br />

und leicht be<strong>die</strong>nbaren Rezeptsteuerung<br />

sowie der kompletten<br />

Automatisierung der Separatoren<br />

schafft Flottweg nicht<br />

nur einen wichtigen Mehrwert<br />

<strong>für</strong> Produzenten im industriellen<br />

Bereich, sondern auch <strong>für</strong><br />

Klein-, und Mittelstandsbetrie-<br />

be. Ein weiterer Vorteil ist das<br />

Long Life Concept der Separatoren:<br />

eine einfache und planbare<br />

Wartung, eine minimale Anzahl<br />

an Verschleißteilen und verschiedene<br />

Safety und Solution-<br />

Features, wie beispielsweise<br />

Temperatur, Geschwindigkeit<br />

und Vibration Monitoring, sorgen<br />

<strong>für</strong> langlebige und robuste<br />

Maschinen und gleichzeitig<br />

niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Flottweg<br />

Halle 9, Stand 343<br />

Bild: Flottweg<br />

TOP<br />

PRODUKT<br />

DES JAHRES 2024<br />

ABSTIMMEN & GEWINNEN<br />

WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/TOP2024<br />

Welches ist Ihr Top- Produkt des Jahres 2024?<br />

In den vergangenen zwölf Monaten haben wir Ihnen,<br />

liebe Leserinnen und Leser, jeden Monat vier unserer<br />

Ansicht nach besonders innovative Produkte vorgeschlagen.<br />

Aus <strong>die</strong>ser Auswahl haben Sie jeweils ein Produkt<br />

zum „Top-Produkt des Monats“ bestimmt. Jetzt haben<br />

Sie <strong>die</strong> Möglichkeit, aus <strong>die</strong>sen zwölf Monatssiegern das<br />

„Top-Produkt des Jahres 2024“ zu wählen.<br />

Für <strong>die</strong> Abstimmung ist auf www.prozesstechnik-on<br />

line.de eine Sonderseite frei geschaltet. Machen Sie mit<br />

und wählen Sie Ihren Favoriten! Unter allen Teilnehmern<br />

verlosen wir attraktive Preise:<br />

1. PREIS<br />

Wasserdichter<br />

JBL-Lautsprecher<br />

2. PREIS<br />

Prous Keramik<br />

Heizlüfter 800 W<br />

3. PREIS<br />

Schweizer<br />

Taschenmesser<br />

32 <strong>dei</strong> 06-2024


PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE<br />

EXKLUSIV<br />

SIEGER<br />

TOP-PRODUKT SEPTEMBER 2024<br />

TOP-PRODUKT<br />

DES MONATS NOVEMBER 2024<br />

ABSTIMMEN UND GEWINNEN!<br />

Bild: Cadfem<br />

Bild: Schütz<br />

Bild: Lutz-Jesco<br />

Bild: Pepperl+Fuchs<br />

Bild: Elton Xhafkollari <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />

Bild: Klinger<br />

pto auf Linkedin<br />

Alle Trends im Blick<br />

Die Redaktion von <strong>Prozesstechnik</strong>-online<br />

(pto) ist auch auf Linkedin vertreten. Hier<br />

berichten wir über aktuelle Trends aus der<br />

<strong>Prozesstechnik</strong>. Themen wie Nachhaltigkeit,<br />

Lebensmittelsicherheit oder Cloudlösungen<br />

werden dort ebenso behandelt wie aktuelle<br />

Nachrichten, Messeberichte oder Events.<br />

Lesen Sie <strong>die</strong> Meinung von Experten zu ausgewählten<br />

Themen und verpassen Sie keines<br />

unserer Expertenvideos. Folgen Sie uns auf<br />

Linkedin und seien Sie mit uns immer auf<br />

dem Laufenden.<br />

www.prozesstechnik-online.de/linkedin<br />

Quergerätselt November 2024<br />

Held der Europäer<br />

Island, Rom - der christliche Athlet hat seine<br />

Spuren in ganz Europa hinterlassen. Vor<br />

allem aber natürlich in seiner Heimat, wo er<br />

seine Festung fast 20 Jahre lang gegen das<br />

übermächtige osmanische Großreich verteidigte<br />

und so zum Schild des europäischen<br />

Abendlandes avancierte. Haben Sie schon eine<br />

Idee, welchen berühmten Helden wir suchen?<br />

Nein? Lesen Sie den vollständigen<br />

Rätseltext auf unserer Homepage. Gewinnen<br />

Sie <strong>die</strong>smal unter anderem ein Jahresabonnement<br />

„bild der wissenschaft“.<br />

prozesstechnik-online.de/raetsel<br />

Dichtungen auf Basis von<br />

Naturkautschuk<br />

Klinger Gaja ist nicht einfach nur ein<br />

weiteres Dichtungsmaterial. Die Rohstoffe<br />

wurden sorgfältig nach ihren nachhaltigen<br />

Eigenschaften ausgewählt. Die<br />

Dichtung enthält <strong>die</strong> größtmögliche Anzahl<br />

an erneuerbaren Rohstoffen wie Naturkautschuk,<br />

organische Zellulosefasern<br />

und biologisch zirkulierende Kieselsäure.<br />

Zudem wurde bewusst auf <strong>die</strong> Verwendung<br />

von Farbpigmenten und Mineralölen<br />

verzichtet.<br />

Software simuliert<br />

Nachhaltigkeit<br />

IBC-Rahmenpalette<br />

aus Kunststoff<br />

Dosierpumpe mit<br />

Schrittmotor<br />

Interface-Module <strong>für</strong><br />

Ex-Bereiche<br />

Die von Cadfem vertriebenen<br />

Simulationsplattform Ansys<br />

Granta Material Intelligence<br />

bietet Referenzdaten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung<br />

neuer Produkte unter<br />

Berücksichtigung des ökologischen<br />

Fußabdrucks. Bereits im<br />

Standardumfang sind mehr als<br />

4000 Materialien mit ökologischer<br />

Bewertung hinterlegt.<br />

Die IBC-Kunststoffrahmen -<br />

palette aus Recyclingkunststoff<br />

von Schütz überzeugt durch ihre<br />

stabile und dennoch leichte<br />

Konstruktion. Aufgrund des einteiligen<br />

Aufbaus und der breiten,<br />

partiell glatten Auflageflächen<br />

ist <strong>die</strong> Palette prädestiniert<br />

<strong>für</strong> den automatisierten Längsund<br />

Quertransport.<br />

Die Schrittmotor dosierpumpe<br />

Memdos Smart von Lutz-Jesco<br />

lässt sich über ein Touchdisplay<br />

so leicht be<strong>die</strong>nen wie ein<br />

Smartphone. Der Schrittmotor<br />

der Membranpumpe wird von<br />

einem Mikroprozessor geregelt.<br />

So kann er asynchron laufen,<br />

um <strong>die</strong> Flüssigkeit schneller anzusaugen.<br />

Das K-System ist ein Portfolio an<br />

Interface- Modulen <strong>für</strong> explosionsgefährdete<br />

Bereiche von<br />

Pepperl+Fuchs. Die Produktfamilie<br />

bietet eine große Auswahl<br />

an Trennbarrieren und Signaltrennern.<br />

Durch <strong>die</strong> Trennbarriere<br />

wird <strong>die</strong> in den eigensicheren<br />

Stromkreis eingespeiste<br />

Energie begrenzt.<br />

WÄHLEN SIE IHR TOP-PRODUKT UNTER WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/TOP-PRODUKT<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 33


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Bilder: Endress+Hauser<br />

Auf kleinstem Raum Füllstand, Grenzstand und Druck messen<br />

KOMPAKTE MESSTECHNIK,<br />

MAXIMALE LEISTUNG<br />

In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie müssen Qualität und Sicherheit<br />

von Prozess und Produkt immer höheren Ansprüchen genügen. Die Mess -<br />

geräte der Compact Line <strong>für</strong> Füllstand, Grenzstand und Druck wurden<br />

speziell <strong>für</strong> Anwendungen entwickelt, bei denen Platz ein limitierender<br />

Faktor ist und eine reduzierte Leistung nicht infrage kommt.<br />

34 <strong>dei</strong> 06-2024


Industrie<br />

Das Kompetenznetzwerk der Industrie<br />

Websession<br />

Herstellung und Verpackung<br />

von Fleischalternativen<br />

Die Compact Line verwendet über alle Technologien hinweg eine identische<br />

Benutzeroberfläche mit Touchscreen<br />

Hoher Kostendruck und strenge Hygienevorschriften sind nur<br />

einige Herausforderungen in der Lebensmittel- und Getränke -<br />

industrie. Auch der Mangel an geschultem Personal <strong>für</strong> <strong>die</strong> Einrichtung<br />

und Inbetriebnahme von Messgeräten nimmt stetig zu.<br />

Endress+Hauser hat mit der Compact Line, bestehend aus Geräten<br />

zur Messung von Füllstand, Grenzstand und Druck, eine Messgerätelinie<br />

entwickelt, <strong>die</strong> <strong>die</strong> hohen Anforderungen an Qualität und<br />

Sicherheit erfüllen. Die Geräte sind besonders kompakt und dennoch<br />

außerordentlich leistungsfähig. Darüber hinaus lässt sich <strong>die</strong><br />

Anlagenleistung auch mit nicht speziell geschultem Personal verbessern.<br />

Einfache Inbetriebnahme und Be<strong>die</strong>nung<br />

Sind <strong>die</strong> Mitarbeiter mit einem Gerät vertraut, können sie alle Geräte<br />

der Produktlinie be<strong>die</strong>nen. So nimmt ein und derselbe Mitarbeiter<br />

beispielsweise den Druck einer Prozesslinie in Betrieb und überwacht<br />

<strong>die</strong>sen und kontrolliert gleichzeitig <strong>die</strong> Füllstände beim Mischen<br />

und Dosieren von Sirup und Säften mit unterschiedlichen<br />

Grundstoffen. Dadurch lassen sich Arbeitszeit, Fachpersonal und<br />

Kosten <strong>für</strong> Schulungen einsparen.<br />

Auch <strong>die</strong> Technik selbst reduziert den Aufwand auf ein Minimum,<br />

z. B. durch einfache Verkabelung wie beim Druckmessgerät Cerabar<br />

PMP43 und seinem M12-Stecker. Prozesse können durch Kommunikationstechnologien<br />

wie IO-Link und Hart vereinfacht und standardisiert<br />

werden. Das gut ablesbare Farbdisplay ist mit intuitiver<br />

Touch-Funktionalität ausgestattet. Geführte Assistenten vereinfachen<br />

<strong>die</strong> Inbetriebnahme und Wartung und verhindern Fehler von Anfang<br />

an. Die intuitive Be<strong>die</strong>nung wird durch <strong>die</strong> Endress+Hauser-<br />

Smartblue-App <strong>für</strong> Smartphones oder Tablets mit Bluetooth-Technology<br />

erleichtert.<br />

Besonders kompakt und skalierbar<br />

Die Compact Line besteht aus drei Produkten mit drei verschiedenen<br />

Messtechnologien <strong>–</strong> Micropilot FMR43 (80 GHz/180 GHz) <strong>für</strong><br />

kontinuierlichen Füllstand, Liquiphant FTL43 <strong>für</strong> Grenzstand und<br />

Cerabar PMP43 <strong>für</strong> Druck. Sie bietet hohe Leistung und Skalierbarkeit,<br />

angefangen bei kleinen Lager- und Prozessbehältern mit engen<br />

Platzverhältnissen bis hin zu großen Tanks und Silos. Von der Drucküberwachung<br />

in Pasteuren mit dem Cerabar PMP43 bis hin zur<br />

Fleischalternativen gelten als gesund und nachhaltig. Der Kreis derer, <strong>die</strong><br />

ihren Fleischkonsum reduzieren möchten, sowie der Vegetarier und Veganer<br />

wächst daher stetig und immer mehr Lebensmittelhersteller steigen in <strong>die</strong>sen<br />

Wachstumsmarkt ein.<br />

Erfahren Sie mehr über <strong>die</strong> effiziente Herstellung und Verpackung von<br />

Fleischalternativen <strong>–</strong> in der Aufzeichnung der Websession „Herstellung und<br />

Ver packung von Fleischalternativen“. Namhafte Unternehmen stellen ihre<br />

Anlagen und Dienstleistungen <strong>für</strong> Fleischalternativen vor.<br />

Keynote: Alternative Proteine in Deutschland <strong>–</strong> eine Bestandsaufnahme<br />

zu pflanzlichem und kultiviertem Fleisch<br />

Ivo Rzegotta<br />

Senior Public Affairs Manager Deutschland<br />

The Good Food Institute Europe<br />

Modulare Anlagenkonzepte <strong>für</strong> Entwicklung und Produktion von<br />

Fleischalternativen mit Doppelschneckenextrudern<br />

Albrecht Huber<br />

Head of Pharma and Life Science Extrusion<br />

Leistritz Extrusionstechnik GmbH<br />

Die bessere Alternative <strong>für</strong> <strong>die</strong> Alternative:<br />

Effiziente Antriebslösungen <strong>für</strong> moderne Verpackungen<br />

Stefan Blust<br />

Branchenmanager<br />

Verpackungsmaschinen<br />

Getriebebau NORD GmbH & Co. KG<br />

Webcast<br />

kostenlos<br />

anschauen<br />

Interessiert? Jetzt kostenlos<br />

registrieren und <strong>die</strong> Aufzeichnung<br />

der Websession ansehen!<br />

Unsere Partner:<br />

https://hier.pro/cStg4<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 35


<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />

Das Hygienedesign garantiert<br />

Produkt- und Prozesssicherheit.<br />

Alle drei Technologien<br />

entsprechen den Anforderungen<br />

von EHEDG und 3-A.<br />

Füllstandüberwachung von Milch oder Kakaopulver in großen<br />

Lagertanks mit dem Micropilot FMR43 profitieren Anwender von<br />

der standardisierten Produktlinie. Neben der bewährten 80 GHz-<br />

Frequenz beherrscht der Freifeld-Radarsensor Micropilot FMR43<br />

nun auch 180 GHz. Das ermöglich den Einsatz in nochmals<br />

schmäleren Prozesstanks.<br />

Die Skalierbarkeit wird durch ein kompaktes Sensordesign, kleine<br />

Prozessanschlüsse sowie skalierbare Messbereiche erreicht. Im Bereich<br />

New Food ist das ein besonderer Vorteil, denn häufig gilt es,<br />

direkt vom Labor- und Technikumsmaßstab den Transfer in den<br />

Produktionsbereich zu meistern, beispielsweise bei der Präzisions-<br />

Fermentation. Mit der Compact Line können in allen drei Stufen<br />

immer <strong>die</strong> gleichen Geräte eingesetzt werden.<br />

Erhöhte Transparenz dank Diagnosedaten<br />

Die von Endress+Hauser entwickelte Heartbeat Technology verbessert<br />

<strong>die</strong> Anlagenverfügbarkeit und reduziert <strong>die</strong> Risiken von Prozessausfällen<br />

über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Heartbeat<br />

Technology liefert zuverlässige Diagnose- und Überwachungsdaten<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> ständige Echtzeitüberwachung von Prozessbedingungen wie<br />

Schaumbildung (in Gärtanks) oder Ablagerungen (in Produktionstanks<br />

<strong>für</strong> Milchprodukte), was eine vorausschauende Wartung ermöglicht.<br />

Heartbeat Verification liefert zudem innerhalb von drei Minuten den<br />

exakten Status von Gerät und Prozess auf Abruf. Die ISO 9001-konforme<br />

Verifizierung ist rückverfolgbar und erfolgt direkt an der<br />

Messstelle ohne Unterbrechung des Prozesses. Eine Dokumentation<br />

wird automatisch erstellt. So hat der Anwender jederzeit einen Einblick<br />

in <strong>die</strong> Genauigkeit seines Messgerätes sowie den Prozessstatus,<br />

und der Aufwand <strong>für</strong> Kalibrierungen wird reduziert.<br />

Dank Heartbeat Technology kann <strong>die</strong> Produktion der nächsten Charge<br />

automatisch gestartet und innerhalb kurzer Zeit produziert werden.<br />

Verifikation, Monitoring und Diagnose ermöglichen eine permanente<br />

Überwachung der Messgerätefunktionalität sowie einen<br />

tieferen Einblick in <strong>die</strong> vorherrschenden Prozessbedingungen. Unerwünschte<br />

Prozesszustände können so zuverlässig erkannt und Ge-<br />

genmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Dadurch wird das<br />

Risiko von Anlagenstillständen reduziert.<br />

Unverwechselbar hygienisch<br />

Eine kompromisslos hohe Messperformance und das kompakte,<br />

360°-Hygienedesign sind zwei der entscheidenden Vorteile der gesamten<br />

Produktlinie. Sie garantieren Produkt- und Prozesssicherheit<br />

bei hochsensiblen und streng regulierten Anwendungen in der Lebensmittel-<br />

und Getränkeindustrie. Die Prozessteile der Compact<br />

Line sind ohne zusätzliche Dichtungen voll verschweißt. Die Messgeräte<br />

aus Edelstahl können dank der Schutzart IP 69K von außen<br />

mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln wie gasförmigem H 2 O 2<br />

und mit Hochdruckreinigern gereinigt werden. Dank eines Touch-<br />

Displays können Einstellungen direkt am Gerät vorgenommen werden.<br />

Da das Display spaltfrei ist, besteht keine Gefahr der Verschmutzung.<br />

Alle drei Technologien entsprechen den Hygienic-Design-Anforderungen<br />

von EHEDG und 3-A. Materialkonformität und Rückverfolgbarkeit<br />

sind durch Erklärungen und Zertifikate (z. B. EC<br />

1935/2004, FDA und cGMP) gegeben. Selbst extreme Temperaturschwankungen,<br />

<strong>die</strong> bei hydrostatischen Füllstandsmessungen in<br />

Prozesstanks zwischen 2 und 4 °C und bei der Reinigung (CIP/SIP,<br />

max. 150 °C) auftreten, beeinträchtigen <strong>die</strong> Funktion der Geräte<br />

nicht. Darüber hinaus gewährleistet <strong>die</strong> Compact Line Konfigurationsintegrität,<br />

d. h. prozesskritische Parameter können verriegelt<br />

werden, um unbeabsichtigte Änderungen zu verhindern und <strong>die</strong><br />

Konfiguration zu schützen.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Endress+Hauser<br />

Halle 6, Stand 119<br />

AUTOR:<br />

TIM SCHRODT<br />

Industriemanager Lebensmittel,<br />

Endress+Hauser<br />

36 <strong>dei</strong> 06-2024


Kombination aus Stickstoffgenerator und Wasserstoffkatalysator<br />

Effizientes Duo zur<br />

Stickstofferzeugung<br />

Reinheit erhöhen, Kosten senken <strong>–</strong> mit einer durchdachten Kombination aus<br />

Stickstoffgenerator und Wasserstoffkatalysator bietet Inmatec nun ein effizientes<br />

Duo zur Stickstofferzeugung an. Damit sparen Anwender sowohl bei der Investition<br />

als auch bei den laufenden Kosten.<br />

Mit der Kombination eines modifizierten PN-Stickstoffgenerators (PNK) und eines<br />

H 2 KAT-Wasserstoffkatalysators bietet Inmatec ein effizientes und wirksames System <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Eigenerzeugung von Stickstoff der höchsten Reinheitsklasse an<br />

Auch in der Getränke- und <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

wird Stickstoff höchster Reinheit<br />

eingesetzt. Unternehmen stehen dabei vor<br />

der Wahl, das Gas von Drittanbietern zu beziehen<br />

oder es selbst herzustellen. Die Vorteile<br />

der Eigenerzeugung liegen auf der<br />

Hand: Menge, Reinheit und Druck lassen<br />

sich optimal steuern und ideal an den Bedarf<br />

anpassen. Darüber hinaus entfallen<br />

Kosten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lieferung sowie Lagerung<br />

und das Gas steht genau dann zur Verfügung,<br />

wenn es benötigt wird. Kontinuierlich<br />

wird <strong>die</strong> Reinheit überwacht <strong>–</strong> ein weiterer<br />

Vorteil der On-Site-Erzeugung.<br />

Mit der Kombination eines modifizierten<br />

PN-Stickstoffgenerators (PNK) und eines<br />

H 2 KAT-Wasserstoffkatalysators bietet das zur<br />

Boge-Gruppe gehörende Unternehmen<br />

Inmatec ein effizientes und wirksames System<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Eigenerzeugung von Stickstoff<br />

der höchsten Reinheitsklasse (0,001 % O 2<br />

[Reinheitsgrad 5.0]) an.<br />

Für <strong>die</strong> da<strong>für</strong> benötigte Druckluft steht ein<br />

Portfolio an geeigneten Kompressoren und<br />

Aufbereitungskomponenten zur Verfügung.<br />

Die Druckluft wird gefiltert und getrocknet,<br />

bevor der Stickstoff mithilfe der PSA-Technologie<br />

(Pressure-Swing-Adsorption) unter<br />

Bild: Boge Kompressoren<br />

Einsatz eines hochwertigen Kohlenstoff-<br />

Molekularsiebs aus der Umgebungsluft abgeschieden<br />

wird.<br />

Der produzierte Stickstoff, der eine Reinheit<br />

von 0,1 % O 2 (Reinheitsgrad 3.0) besitzt,<br />

wird zunächst in einem Pufferbehälter zwischengespeichert<br />

und dann im H 2 KAT mit<br />

Kleinstmengen an Wasserstoff angereichert.<br />

Dem Stickstoff werden <strong>die</strong> restlichen Sauerstoffmoleküle<br />

entzogen, <strong>die</strong> mit Wasserstoff<br />

zu Wasserdampf gebunden werden. Der<br />

Stickstoff besitzt anschließend eine Reinheit<br />

von 0,001 % O 2 (Reinheitsgrad 5.0).<br />

Den H 2 KAT gibt es in acht Varianten mit<br />

einer Liefermenge bis zu 300 Nm 3 /h. Passend<br />

dazu gibt es acht PNK-Modelle, <strong>die</strong><br />

technisch optimal auf den jeweiligen H 2 KAT<br />

abgestimmt sind.<br />

Der Vorteil <strong>die</strong>ses zweistufigen Verfahrens<br />

zur Stickstofferzeugung ist eine deutliche<br />

Reduzierung des Druckluftverbrauchs um<br />

etwa 40 bis 50 % im Vergleich zu einer herkömmlichen<br />

Erzeugung von Stickstoff der<br />

Reinheit 0,001 % O 2 (Reinheitsgrad 5.0).<br />

Da der Generator fix <strong>für</strong> eine Reinheit von<br />

0,01 % O 2 (Reinheitsgrad 3.0) ausgelegt ist,<br />

kann <strong>die</strong> benötigte Druckluftmenge um fast<br />

<strong>die</strong> Hälfte reduziert werden. Das wirkt sich<br />

auf Investitions- und Betriebskosten aus.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Inmatec<br />

Halle 9, Stand 115<br />

AUTORIN:<br />

ANJA EHRMANN<br />

Freie Journalistin<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 37


<strong>dei</strong> TREND NACHHALTIGKEIT<br />

Bild: Attasit <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />

Soziale und wirtschaftliche Aspekte rücken in den Fokus<br />

NACHHALTIGE<br />

BESCHAFFUNG<br />

Nachhaltigkeit ist aktuell einer der beherrschenden Trends der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>:<br />

Unternehmen, ganze Industriezweige und Regierungen arbeiten<br />

auf ambitionierte Net-Zero-Ziele hin. Bislang haben sich <strong>die</strong>se Bemühungen<br />

bei natürlichen Zutaten größtenteils auf Umweltaspekte konzentriert.<br />

Dieser Fokus könnte sich jedoch verschieben.<br />

38 <strong>dei</strong> 06-2024


Monique van de Vijver ist Innovation Manager Health bei der international<br />

tätigen Nichtregierungsorganisation Solidaridad und<br />

Nachhaltigkeitsexpertin. Für sie ist Nachhaltigkeit in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

überwiegend eine ‚grüne‘ Agenda. „Die <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

konzentriert sich bei <strong>die</strong>sem Thema hauptsächlich auf Initiativen<br />

oder Produkte, <strong>die</strong> sich mit ökologischen Aspekten wie dem<br />

Klimawandel, Entwaldung, Plastikverschmutzung und der Nutzung<br />

von Pestiziden befassen. Dies geschieht durch den Einsatz natürlicher<br />

und ökologischer Zutaten, den Verzicht auf Plastikverpackungen<br />

oder Verbesserungen der Ressourceneffizienz“, erklärt sie.<br />

Während all <strong>die</strong>se Ansätze eine berechtigte Rolle spielen, ist ökologisches<br />

Handeln jedoch lediglich ein Aspekt der Nachhaltigkeit, wie<br />

van de Vijver erläutert: „Nachhaltige Entwicklung basiert auf drei<br />

Säulen: der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Säule.“<br />

In Zukunft erwartet van de Vijver, dass den beiden bisher „vernachlässigten“<br />

Säulen ein höherer Stellenwert auf der Agenda der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />

zukommen wird, und dass künftige Strategien<br />

darauf ausgerichtet sein werden, alle drei Aspekte zu umfassen.<br />

Gesetzgebung <strong>für</strong> mehr Nachhaltigkeit<br />

Die Gesetzgeber werden den Rahmen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung in Richtung<br />

mehr Nachhaltigkeit vorgeben. Nach einem zweieinhalbjährigen<br />

Weg durch den Prozess der EU-Gesetzgebung wurde <strong>die</strong> Europäische<br />

Lieferkettenrichtlinie (Corporate Sustainability Due Diligence<br />

Directive, CSDDD) am 5. Juli 2024 im Amtsblatt der Europäischen<br />

Union veröffentlicht. Diese wegweisende Gesetzgebung verpflichtet<br />

größere Lebensmittel- und Getränkeunternehmen dazu,<br />

Menschenrechts- und Umweltprüfungen entlang ihrer gesamten<br />

Lieferkette durchzuführen und sie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Auswirkungen ihrer Aktivitäten<br />

zur Verantwortung zu ziehen. Moderne Sklaverei, Kinderarbeit,<br />

unzureichende Arbeitssicherheit und Ausbeutung von Arbeitern<br />

fallen alle in den Anwendungsbereich <strong>die</strong>ser Regelung.<br />

Eng mit der CSDDD verbunden ist <strong>die</strong> EU-Verordnung über entwaldungsfreie<br />

Lieferketten (EUDR), <strong>die</strong> ab dem 30. Dezember 2024<br />

gelten wird. Dieser gesetzliche Rahmen soll sicherstellen, dass bestimmte<br />

Erzeugnisse und Produkte, <strong>die</strong> in der EU gehandelt und<br />

konsumiert werden, nicht mehr zur Entwaldung beitragen. Das ist<br />

einerseits ein großer Schritt, um Produkte aus dem Lebensmittelsystem<br />

zu verbannen, deren Herstellung mit Entwaldung einhergeht.<br />

Die Verordnung legt andererseits auch Anforderungen an europäische<br />

Unternehmen fest, <strong>die</strong> Menschenrechtsverletzungen in den internationalen<br />

Lieferketten verhindern soll.<br />

Umweltschäden sind untrennbar mit Armut verbunden<br />

Diese beiden Verordnungen spiegeln auch wider, wie <strong>die</strong> drei Säulen<br />

der Nachhaltigkeit miteinander verflochten sind. Ohne einen ganzheitlichen<br />

Ansatz sind Lösungen in ihrer Wirkung immer begrenzt.<br />

„Die wirtschaftliche und <strong>die</strong> soziale Säule sind stark miteinander verbunden,<br />

denn es ist <strong>für</strong> Kleinbauern sehr schwierig, in vollem Umfang<br />

an der Wirtschaft teilzuhaben, Zugang zu Märkten zu erhalten,<br />

Kredite zu bekommen und einen angemessenen Preis <strong>für</strong> ihre Produkte<br />

zu erzielen“, sagt van de Vijver. „Wir wissen auch, dass viele ökologische<br />

Probleme durch Armut bedingt sind. Auch wenn es so aussehen<br />

mag, als hätten Bauern eine Wahl bei ihrer Art zu produzieren,<br />

sieht <strong>die</strong> Realität anders aus: Wenn man arm ist, hat man keine Wahl <strong>–</strong><br />

man nimmt jede sich bietende Gelegenheit wahr und produziert so<br />

viel wie möglich zu den geringstmöglichen Kosten.“<br />

„Viele Landwirte werden so zu Produktionsmethoden gedrängt, <strong>die</strong><br />

den Einsatz von Agrochemikalien vorsehen und sich als schädlich <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> natürlichen Ressourcen erwiesen haben. Das hat zu einem Verlust<br />

an Biodiversität und einer Verschlechterung der Bodenqualität geführt.<br />

In Kombination mit steigenden Inputkosten und anhaltend niedrigen<br />

und volatilen Preisen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Erzeugnisse ist <strong>die</strong> Landwirtschaft <strong>für</strong> sie<br />

zu einem Verlustgeschäft geworden. Dadurch haben viele junge Menschen<br />

<strong>die</strong> Landwirtschaft vollständig aufgegeben. Aus <strong>die</strong>sem Grund<br />

ist der wirtschaftliche Aspekt der Nachhaltigkeit so wichtig, insbesondere<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong> ganz am Anfang der Lieferketten stehen.“<br />

Seit das Schicksal von Kleinproduzenten und <strong>die</strong> daraus entstehenden<br />

Umweltschäden ins öffentliche Bewusstsein dringen, wächst<br />

der Handlungsdruck auf <strong>die</strong>jenigen, <strong>die</strong> <strong>die</strong>se Situation beeinflussen<br />

können. Dazu gehören auch Akteure weiter oben in der Lieferkette,<br />

nämlich Lebensmittel- und Getränkehersteller. Für <strong>die</strong>se wird <strong>die</strong><br />

verantwortungsvolle Beschaffung von Zutaten zu einem Eckpfeiler<br />

einer wirkungsvollen Nachhaltigkeitsinitiative.<br />

Die Herausforderungen: Groß, aber überwindbar<br />

Selbst <strong>für</strong> Unternehmen mit den besten Absichten ist der Weg zu einer<br />

verantwortungsvollen Beschaffung von Zutaten voller Hürden.<br />

Bild: Monique van de Vijver<br />

Monique van de Vijver ist<br />

Innovation Manager<br />

Health bei der international<br />

tätigen Nichtregierungsorganisation<br />

Solidaridad<br />

und Nachhaltigkeitsexpertin<br />

DISKUSSIONSPLATTFORM: FI EUROPE 2024<br />

Eine gute Gelegenheit, das Thema „Nachhaltige Beschaffung“<br />

zu diskutieren, bietet <strong>die</strong> Fachmesse Fi<br />

Europe vom 19. bis 21. November in Frankfurt. Hier<br />

treffen sich alljährlich Lebensmittel- und Getränkehersteller,<br />

Zutatenlieferanten, Start-ups, Investoren, Marktanalysten,<br />

Händler und Branchenverbände. Solidaridad<br />

ist Nachhaltigkeitspartner der Fi Europe und bringt<br />

Fachwissen zum Thema Nachhaltigkeit in Lieferketten<br />

ein. Die langjährige Partnerschaft zielt darauf ab, den<br />

Wissenstransfer und <strong>die</strong> Zusammenarbeit in <strong>die</strong>sen<br />

Märkten zu fördern und letztendlich Unternehmen zu<br />

befähigen, Zutaten ethisch und nachhaltig zu beziehen<br />

und gleichzeitig den Forderungen nach mehr Transparenz<br />

in der Lieferkette gerecht zu werden.<br />

„Unsere Partnerschaft mit der Organisation Solidaridad<br />

ist Teil unseres anhaltenden Engagements <strong>für</strong> Nachhaltigkeit“,<br />

sagt Yannick Verry, Brand Director of Food Ingre<strong>die</strong>nts<br />

Europe & Americas. „Im Rahmen der Fi<br />

Europe und in den von uns zur Verfügung gestellten Inhalten<br />

heben wir nachhaltige Beschaffung, Transparenz,<br />

regulatorische Compliance mit viel Engagement immer<br />

wieder hervor.“<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 39


<strong>dei</strong> TREND NACHHALTIGKEIT<br />

Eine davon ist der Mangel an Transparenz in den meisten Lieferketten,<br />

denn <strong>die</strong>se umfassen oft mehrere Zwischenhändler. „Die meisten<br />

Lebensmittel- und Getränkehersteller kaufen ihre Zutaten von<br />

einem Händler, der sie von einem Lieferanten bezieht, der sie oft<br />

wiederum von noch kleineren Zwischenhändlern kauft. Somit ist es<br />

<strong>für</strong> einen Käufer in Europa nur schwer nachvollziehbar, woher <strong>die</strong><br />

Zutaten stammen. Das Einzige, was wirklich überprüfbar ist, ist <strong>die</strong><br />

Qualität“, sagt van de Vijver. Eine weitere große Herausforderung<br />

besteht darin, dass <strong>die</strong> Kriterien Qualität und Preis <strong>die</strong> Verhandlungen<br />

über den Zutatenkauf dominieren. Daran und an bestimmte<br />

Preisniveaus habe sich der Markt gewöhnt, fügt sie hinzu.<br />

Dies sind enorme Herausforderungen, denn im Wesentlichen handelt<br />

es sich um systemische Fehler, <strong>die</strong> in den globalen Marktkräften<br />

verankert sind. Doch van de Vijver lehnt es ab, <strong>die</strong>se als unüberwindbar<br />

zu betrachten. „Das Streben nach Wachstum durch Gewinn<br />

ist das vorherrschende Paradigma in unserem Lebensmittelsystem<br />

geworden, aber <strong>die</strong>ses wurde von Menschen konstruiert. Das bedeutet<br />

aber auch, dass wir in der Lage sind, es entsprechend zu verändern“,<br />

sagt sie. „Wir als Gesellschaft haben Geld an <strong>die</strong> erste Stelle<br />

gesetzt und dabei Mensch und Natur vernachlässigt, und am Ende<br />

kommt das wie ein Bumerang auf uns zurück. Es wird definitiv<br />

nicht einfach sein, aber wir müssen einige der Aspekte, denen wir<br />

ihren Wert abgesprochen haben, wieder neu bewerten.“<br />

Die Situation nachhaltig verbessern<br />

Aus jahrzehntelanger Erfahrung in der Umgestaltung von Lieferketten<br />

hin zu mehr Nachhaltigkeit hat <strong>die</strong> Organisation Solidaridad gelernt,<br />

dass eine Stärkung der Kommunikation über <strong>die</strong> gesamte Lieferkette<br />

hinweg der Schlüssel zur Veränderung ist. „Wir schaffen Multi-Stakeholder-Plattformen,<br />

um <strong>die</strong> Herausforderungen in einem vorwettbewerblichen<br />

Umfeld zu diskutieren. Die Landwirte verstehen dann <strong>die</strong><br />

Anforderungen des Marktes und wissen, welche Qualität von ihnen<br />

erwartet wird. Die Hersteller und Käufer wiederum lernen, was <strong>die</strong><br />

Landwirte benötigen, um ihre Praktiken zu ändern. Dies ermöglicht<br />

ihnen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, erklärt van de Vijver.<br />

Ein Beispiel <strong>für</strong> <strong>die</strong> Umsetzung in <strong>die</strong> Praxis ist <strong>die</strong> CO 2 -Handelsplattform<br />

„Acorn“, <strong>die</strong> gemeinsam von der Rabobank und Solidaridad<br />

eingerichtet wurde. Sie ermöglicht es Kaffeebauern, mittels<br />

Agroforstwirtschaft Geld <strong>für</strong> das Binden von Kohlenstoff zu erhalten.<br />

Diese Plattform verwendet Satellitensysteme und Algorithmen, um<br />

zu bestimmen, wie viel Kohlenstoff durch einzelne Betriebe gebunden<br />

wurde. „Dieses Programm ist <strong>für</strong> Hersteller und Landwirte gleichermaßen<br />

vorteilhaft. Der Hersteller erhält den Nachweis, dass seine<br />

Produkte nachhaltig erzeugt wurden, und der Landwirt wird <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Anwendung regenerativer Praktiken belohnt“, sagt van de Vijver.<br />

Zertifizierungssysteme<br />

Nachhaltigkeitszertifikate und -labels spielen eine bedeutende Rolle.<br />

Solidaridad war an der Entwicklung und Implementierung mehrerer<br />

<strong>die</strong>ser Systeme beteiligt, darunter UTZ Certified <strong>für</strong> Kaffee, Kakao<br />

und Tee, Bonsucro <strong>für</strong> Zuckerrohr, der Roundtable on Sustainable<br />

Palm Oil (RSPO) und der Round Table on Responsible Soy<br />

(RTRS). Allerdings weist van de Vijver darauf hin, dass Zertifizierungen<br />

nicht immer zu den gewünschten Effekten führen und teuer <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Beteiligten sind. „Zertifizierungen haben sich zu einem eigenen<br />

Geschäftszweig entwickelt“, sagt sie. Ein weiteres Problem solcher<br />

Systeme sei, dass sie <strong>die</strong> Abhängigkeit von einzelnen Nutzpflanzen,<br />

<strong>die</strong> einen sehr hohen Gewinn bringen, fördern. Das bringe eine<br />

Reihe von Nachteilen mit sich, wie eine erhöhte Anfälligkeit <strong>für</strong><br />

Marktschwankungen oder extreme Wetterbedingungen, sowie negative<br />

Auswirkungen auf <strong>die</strong> Biodiversität, fügt sie hinzu.<br />

Die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), <strong>die</strong> ab<br />

dem 30. Dezember 2024 gelten wird, soll sicherstellen, dass Erzeugnisse<br />

wie beispielsweise Palmöl nicht mehr zur Entwaldung beitragen<br />

Strategien nicht nur <strong>für</strong> Commodities<br />

Die Bemühungen, Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, konzentrierten<br />

sich bisher auf hochpreisige Erzeugnisse wie Kakao oder Kaffee<br />

sowie auf Palmöl und Soja. Van de Vijver betont jedoch, dass <strong>die</strong> Strategien<br />

zur Sicherstellung einer nachhaltigen Beschaffung genauso auf<br />

jede Zutat natürlichen Ursprungs anwendbar sind <strong>–</strong> auch auf solche,<br />

<strong>die</strong> <strong>für</strong> den Verbraucher weniger sichtbar sind. „Die Lieferketten mögen<br />

unterschiedlich sein, aber <strong>die</strong> Mechanismen im Hintergrund<br />

sind ähnlich. Wenn Hersteller sicherstellen wollen, dass ihre Zutaten<br />

nachhaltig sind, müssen sie bereit sein, an der Quelle zu investieren<br />

und langfristige, faire Einkaufsvereinbarungen abschließen.“<br />

Ein Beispiel sind Pflanzenextrakte und Kräuter, <strong>die</strong> als Zutaten in<br />

funktionellen Lebensmitteln und Getränken sowie in Nahrungsergänzungsmitteln<br />

immer beliebter werden. Den wenigsten Verbrauchern<br />

ist bewusst, wie <strong>die</strong>se Zutaten angebaut und produziert werden,<br />

und welche sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen<br />

sie an der Quelle verursachen. Die meisten Verbraucher<br />

wüssten nichts über <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsherausforderungen in <strong>die</strong>sen<br />

Lieferketten, so van de Vijver.<br />

Doch selbst Palmöl sei lange Zeit eine ‚unsichtbare‘ Zutat gewesen,<br />

zumindest so lange, bis NGOs auf <strong>die</strong> damit verbundene Rodung und<br />

Abholzung aufmerksam machten. Die Expertin be<strong>für</strong>chtet, dass <strong>die</strong><br />

steigende Nachfrage nach Botanicals schlechte Nachrichten <strong>für</strong> Produzenten<br />

und den Planeten bedeutet: „Sobald eine Pflanze zu einem<br />

Wirtschaftsgut wird, wird sie ‚ausgebeutet‘, dann geht <strong>die</strong> Verbindung<br />

zur Herkunft und zu ihrer natürlichen Umgebung verloren.“<br />

Verbundenheit mit Menschen und der Natur<br />

Sie fährt fort: „Es gibt den allgemeinen Trend in der Gesellschaft,<br />

dass wir Verbundenheit verlieren. Wir haben unsere Verbindung zur<br />

Natur verloren und wir verlieren unsere Verbindung zueinander. Wo<br />

es Verbundenheit gibt, gibt es Fürsorge und Respekt. Geht <strong>die</strong> Verbundenheit<br />

verloren, gehen auch <strong>die</strong>se Werte verloren. Deshalb<br />

glaube ich, dass es Initiativen braucht, <strong>die</strong> Verbindungen wiederherstellen.“<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Solidaridad<br />

AUTOR:<br />

MARCELO BRULL<br />

Sustainability Manager,<br />

Informa Markets<br />

Bild: NIKCOA <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />

40 <strong>dei</strong> 06-2024


Konzepte <strong>für</strong> natürlichen Geschmack<br />

Bild: Informa<br />

Die Fi Europe findet in <strong>die</strong>sem Jahr vom 19.<br />

bis 21. November in Frankfurt statt. Der Veranstalter<br />

Informa hat den Bereich „Food<br />

Manufacturing Technologies & Solutions“<br />

erweitert und widmet damit Lösungen, <strong>die</strong><br />

Herstellern von Lebensmitteln und Getränken<br />

helfen, Lieferketten zu sichern und Prozesse<br />

zukunftsfähig zu gestalten, eine größere<br />

Plattform. In <strong>die</strong>sem Jahr feiert auch der<br />

„Pet Food Suppliers‘ Hub“ Premiere. Hier<br />

werden Inhaltsstoffe und Technologien vorgestellt,<br />

<strong>die</strong> Hersteller von Heimtiernahrung<br />

bei der Entwicklung nahrhafter, sicherer<br />

und innovativer Produkte unterstützen können.<br />

Darüber hinaus wird es eine Reihe<br />

neuer Länderpavillons geben: Dänemark,<br />

Thailand und Lateinamerika werden hier<br />

erstmals vertreten sein.<br />

Zu den Höhepunkten der Fi Europe zählt<br />

auch das umfangreiche Rahmenprogramm.<br />

Zahlreiche Vorträge von Experten gewähren<br />

exklusive Einblicke in <strong>die</strong> Herausforderungen,<br />

Trends und Technologien, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel-<br />

und Getränkeindustrie prägen.<br />

Zum ersten Mal ist in <strong>die</strong>sem Jahr der Eintritt<br />

zur Fi Conference im regulären Ticket<br />

enthalten, sodass <strong>die</strong>ses Wissensforum <strong>für</strong> alle<br />

Besucher ohne Zusatzticket zugänglich ist.<br />

Bild: Raps<br />

Unter dem Motto „Natural Taste<br />

Meets High Functionality“ präsentiert<br />

Raps seine innovativen<br />

Produktkonzepte. Die Lösungen<br />

<strong>für</strong> Bäckerei- und Molkereibranche,<br />

Convenience- und Feinkost<br />

sowie <strong>für</strong> Fleisch- oder Fleischersatzprodukte,<br />

Süßwaren und<br />

Getränke basieren auf Technologien<br />

wie Mikroverkapselung<br />

oder Extraktion. Insbesondere<br />

im Frische- und Convenience-<br />

Segment zeigt der Gewürzspezialist<br />

Produkte, <strong>die</strong> vielseitig<br />

einsetzbar sind und den Verbraucherwünschen<br />

entsprechen.<br />

Raps präsentiert unter anderem<br />

eine breite Range an mikroverkapselten<br />

Inhaltsstoffen. Die<br />

Coatec-Technologie ermöglicht<br />

es, selbst ungleichmäßig geformte<br />

Partikel homogen zu<br />

Reisprotein als Ersatz <strong>für</strong> Milchprotein<br />

umhüllen und so <strong>die</strong> Inhaltsstoffe<br />

vor Temperaturschwankungen,<br />

Feuchtigkeit und Sauerstoff<br />

zu schützen. Dies führt zu<br />

einer erhöhten Stabilität der Inhaltsstoffe<br />

im Produkt sowie zu<br />

einer kontrollierten Freisetzung.<br />

Gleichzeitig erhalten <strong>die</strong> Produkte<br />

eine höhere Geschmacksund<br />

Farbstabilität. Einen besonderen<br />

Aromaschutz erzielt Raps<br />

mit der Flavocaps-Technologie<br />

und kann so maßgeschneiderte<br />

Inhaltsstoffe <strong>für</strong> Backwaren und<br />

Süßwaren über Nahrungsergänzungs-,<br />

Convenience- und Tiefkühlprodukte<br />

bis hin zu Fleischund<br />

Wurstwaren entwickeln.<br />

Über <strong>die</strong> sogenannte HD-Extraktion<br />

gewinnt Raps natürliche<br />

und hochkonzentrierte Extrakte<br />

aus hochwertigen Rohgewürzen.<br />

Als Extraktionsmittel<br />

wird dabei ausschließlich Kohlenstoffdioxid<br />

(CO 2 ) verwendet.<br />

Das Verfahren ist somit umweltund<br />

ressourcenschonend.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Raps<br />

Halle 4.2, Stand J21<br />

Bereits vor 9000 Jahren wurde<br />

in China <strong>die</strong> erste Reispflanze<br />

domestiziert. Südostasien ist<br />

auch heute noch der größte<br />

Produzent weltweit. Das<br />

(Bio-)Reisprotein-Isolat wird<br />

durch <strong>die</strong> Auswaschung des Klebereiweißes<br />

aus dem Reiskorn<br />

hergestellt und weist einen Gehalt<br />

von über 80 % auf. Das<br />

Reisprotein ist eine leicht verdauliche,<br />

pflanzliche Alternative<br />

zu Milchprotein. Es enthält einen<br />

hohen Anteil essentieller<br />

Aminosäuren, besonders geeignet<br />

ist es als pflanzliche Methioninquelle.<br />

Reisprotein ist als Zutat <strong>für</strong> diätetische<br />

Nahrungsmittel gut geeignet.<br />

Das Protein wird im Lebensmittelbereich<br />

auch vermehrt<br />

in Nahrungsergänzungsmitteln,<br />

low carb- und Sportler-<br />

Produkten eingesetzt. In Kombination<br />

mit Erbsenprotein kann<br />

eine optimale Zusammensetzung<br />

der Aminosäuren erzielt<br />

werden.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Ceresal<br />

Halle 3.1, Stand D14<br />

Bild: Ceresal<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 41


<strong>dei</strong><br />

MESSEVORSCHAU<br />

Funktionalität gezielt einstellen<br />

Gelatine- und Kollagenpeptidlösungen<br />

Glatt Ingenieurtechnik zeigt auf<br />

der FiE technologische Lösungen,<br />

um <strong>die</strong> funktionellen Eigenschaften<br />

von Pulvern, Granulaten,<br />

Agglomeraten und Pellets<br />

im Herstellungsprozess entscheidend<br />

zu verbessern. Ein<br />

Messeschwerpunkt sind funktionelle<br />

und alternative Proteine.<br />

Kontinuierliche Prozesse wie <strong>die</strong><br />

Agglomeration von Pulvern, das<br />

Trocknen von Flüssigkeiten bei<br />

gleichzeitiger Aufbaugranulation<br />

mittels Sprühgranulation sowie<br />

das Film-, Lipid- oder Hotmelt-<br />

Coating eignen sich hervorragend<br />

<strong>für</strong> den Schutz und <strong>die</strong><br />

Funktionalisierung von Partikeln<br />

bei großvolumigen Inhaltsstoffen.<br />

Besonders im Vergleich zu<br />

Standardtechnologien wie der<br />

einfachen Trocknung im Sprüh-<br />

turm bieten <strong>die</strong> innovativen<br />

Wirbelschichtlösungen von<br />

Glatt entscheidende Vorteile. Sie<br />

sind weitaus flexibler und können<br />

<strong>die</strong> gewünschten Produkteigenschaften<br />

durch <strong>die</strong> richtige<br />

Kombination und ein effizientes<br />

Zusammenspiel der Prozessparameter<br />

gezielt einstellen. Das gilt<br />

<strong>für</strong> Partikelgröße, Morphologie<br />

und Restfeuchte ebenso wie <strong>für</strong><br />

<strong>die</strong> Schüttdichte. Eine hohe<br />

Schüttdichte ermöglicht beispielsweise<br />

kleinere Verpackungsgrößen<br />

oder mehr Kapselinhalt,<br />

während sich eine geringere<br />

Schüttdichte besser <strong>für</strong><br />

lösliche Agglomerate mit lockerer<br />

Struktur eignet.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Glatt<br />

Halle 3.0, Stand J60<br />

Bild: Glatt<br />

Auf der Fi Europe 2024 wird<br />

Gelita zeigen, wie seine Gelatine-<br />

und Kollagenpeptidlösungen<br />

Riegel, Gummibärchen,<br />

Nahrungsergänzungsmittel und<br />

mehr aufwerten können.<br />

Optibar ist ein Kollagenpeptid,<br />

das den Herstellern helfen kann,<br />

Riegel zu formulieren, <strong>die</strong> den<br />

Anforderungen der zunehmend<br />

gesundheitsbewussten Verbraucher<br />

entsprechen. Bei Riegeln ist<br />

es schwierig, einen hohen Proteingehalt<br />

mit dem gewünschten<br />

Geschmack und der gewünschten<br />

Textur in Einklang zu<br />

bringen. Optibar ermöglicht es,<br />

mehr Protein in <strong>die</strong> Riegel einzubringen<br />

<strong>–</strong> ein Proteingehalt<br />

von bis zu 65 % ist möglich,<br />

während gleichzeitig eine weiche<br />

und genussvolle Textur erhalten<br />

bleibt.<br />

Soluform ist Gelitas Gelatine der<br />

nächsten Generation zur Opti-<br />

mierung des Nährwertprofils<br />

von Süßwaren, einschließlich<br />

Gummibärchen, Hartkaramellen,<br />

Marshmallows und Kaubonbons.<br />

Soluform PE kann den<br />

Proteingehalt erhöhen, während<br />

Soluform SR <strong>die</strong> Herstellung<br />

von zuckerreduzierten und zuckerfreien<br />

Süßwaren ermöglicht,<br />

ohne Kompromisse bei<br />

Geschmack und Textur einzugehen.<br />

Confixx ist eine schnell abbindende<br />

Gelatine, <strong>die</strong> einen<br />

Durchbruch bei der Herstellung<br />

von angereicherten Gummibonbons<br />

darstellt. Diese neue Gelatine<br />

ermöglicht <strong>die</strong> stärkefreie<br />

Herstellung von Gummibonbons<br />

mit einem sensorischen<br />

Profil, das bisher nur mit einem<br />

stärkebasierten Herstellungsverfahren<br />

erreicht werden konnte.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Gelita<br />

Halle 3.1, Stand F50<br />

Bild: Gelita<br />

Bild: Planteneers<br />

Kostenoptimierung, Clean Label und Genuss<br />

Die FiE in Frankfurt steht bei Planteneers im Zeichen von drei Schwerpunktthemen:<br />

Kostenoptimierung, Clean Label und Genuss. Als Beispiel <strong>für</strong> kostenoptimierte<br />

Lösungen präsentiert das Unternehmen ein Funktionssystem, mit dem<br />

eine breite Range an Aufschnitt-Spezialitäten realisiert werden kann. Dazu gehören<br />

unter anderem pflanzliche Alternativen zu Lyoner, Fleischwurst und Salami.<br />

Authentische Geschmackserlebnisse mit möglichst kurzer Zutatenliste sind weiter<br />

auf Wachstumskurs. Immer mehr Konsumenten achten bei pflanzlichen Lebensmitteln<br />

auf Clean-Label-Produkte. Für <strong>die</strong>sen Schwerpunktbereich präsentiert<br />

Planteneers Lösungen auf Weizenproteinbasis, <strong>die</strong> einen hohen Proteingehalt<br />

und außergewöhnliche Funktionalität bieten. Sie sind besonders effektiv<br />

bei der Nachbildung der kompakten Textur, <strong>die</strong> <strong>für</strong> Salami und andere gepökelte<br />

Fleischalternativen erforderlich ist. Für gesunden Genuss steht <strong>die</strong> pflanzliche<br />

Hähnchenbrust, <strong>die</strong> Planteneers auf der FiE vorstellt. Sie wird mit Mykoprotein<br />

hergestellt, das bekanntlich alle essenziellen Aminosäuren enthält und so mit einer<br />

hohen Proteinqualität überzeugt.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Planteneers<br />

Halle 3.1, Stand C50<br />

42 <strong>dei</strong> 06-2024


Stabilisierungssysteme neu inszeniert<br />

Hochfunktionale Erbsentexturate<br />

Die neuen Best Ager-Konzepte<br />

von Hydrosol richten sich an<br />

<strong>die</strong> Generation 55+, <strong>für</strong> <strong>die</strong> Fitness,<br />

ein aktiver Lebensstil und<br />

vor allem eine bewusste Ernährung<br />

von besonderer Bedeutung<br />

sind. Hydrosol zeigt unter anderem<br />

<strong>die</strong> neue Yogonaise zur Unterstützung<br />

der Verdauung und<br />

Darmgesundheit <strong>–</strong> mit angereichertem<br />

Calcium, reduziertem<br />

Fettanteil von 18 % und hohem<br />

Ballaststoffgehalt. Da <strong>die</strong> Mayo-<br />

Sauce zu 20 % mit thermisiertem<br />

Joghurt hergestellt wird,<br />

hat sie einen frischen, leichten<br />

Geschmack.<br />

Gesunde Knochen und Muskeln<br />

stehen im Mittelpunkt beim<br />

zweiten Best Ager-Konzept: ein<br />

proteinreicher Pudding mit<br />

zehn Prozent Eiweiß und nur einem<br />

Prozent Fett, angereichert<br />

mit Calcium, Vitamin D3 und<br />

Vitamin K2. Gleichzeitig ist der<br />

Pudding frei von zugesetztem<br />

Zucker. Er ist in unterschiedlichen<br />

Geschmacksrichtungen<br />

realisierbar. Auf der FiE wird er<br />

als Karamell-Variante im Tartelette<br />

serviert.<br />

Als genussvolles Topping zum<br />

Karamell-Pudding präsentiert<br />

Hydrosol eine neu entwickelte<br />

Mischfettsahne. Diese Kombination<br />

aus Milchkomponenten<br />

und pflanzlichem Fett hat einen<br />

Fettgehalt von 32 Prozent. Mithilfe<br />

des neuen Funktionssystems<br />

aus der Stabimuls ICR-Reihe<br />

ist es Hydrosol gelungen,<br />

Milch- und Pflanzenfett mit hoher<br />

Stabilität zu kombinieren.<br />

Geschmack, Textur und funktionelle<br />

Eigenschaften sind somit<br />

identisch mit konventioneller<br />

Sahne.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Hydrosol<br />

Halle 3.1, Stand C50<br />

Bild: Hydrosol<br />

Goodmills Innovation präsentiert auf der FiE rein<br />

pflanzliche Lösungen <strong>für</strong> verschiedene Anwendungsbereiche.<br />

Der Fokus wird auf zwei neu eingeführten Erbsentexturaten<br />

Vitatex Pea Flakes M SVP und Vitatex Pea<br />

Flakes M SVP Pro liegen, sowie auf einem Texturat aus<br />

zwei Proteinquellen, nämlich Favabohne und Weizen.<br />

Bei den Erbsentexturaten zeichnet sich insbesondere <strong>die</strong><br />

Pro-Variante durch eine einzigartige faserige Struktur<br />

aus, <strong>die</strong> bisher bei erbsenbasierten Produkten auf dem<br />

Markt nicht erreicht wurde. Sie eignet sich ideal <strong>für</strong><br />

Produkte wie pflanzliche Nuggets, Chunks oder Thunfisch-Alternativen,<br />

da sie eine lange Faserstruktur und<br />

einen angenehmen elastischen Biss erzeugt. Das Texturat<br />

nimmt leicht Wasser auf und gibt es auch wieder ab,<br />

wodurch man im Endprodukt einen besonders saftigen<br />

Biss erhält.<br />

Zudem sind <strong>die</strong> neuen Texturate sehr robust gegenüber<br />

Scherkräften, insbesondere im Kutterprozess. Im Vergleich<br />

zu herkömmlichen Weizentexturaten lassen sie<br />

sich flexibel zerkleinern und an <strong>die</strong> gewünschte Textur<br />

des Endprodukts anpassen. Diese Flexibilität macht Vitatex<br />

Pea Flakes M SVP Pro zu einem Allrounder, der sowohl<br />

in Reinform als auch in Kombination mit anderen<br />

Texturaten eingesetzt werden kann, um ganz spezifische<br />

Texturen zu erzeugen.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Goodmills<br />

Halle 4.1, Stand J61<br />

Bild: Goodmills Innovation<br />

Hilft.<br />

Hilft weiter.<br />

Wer sich selbst versorgen kann, führt ein Leben in Würde. brot-fuer-<strong>die</strong>-welt.de/wasser<br />

Geruchsprobleme bei der<br />

Lebensmittelverarbeitung?<br />

Unsere nachhaltigen Aktivkohlefilter sorgen <strong>für</strong> geruchsneutrale<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 43


<strong>dei</strong><br />

FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />

Bilder: Raps<br />

Florian Knell ist CEO der Raps-Gruppe<br />

Mit Verantwortung in eine nachhaltige Zukunft<br />

Raps ist seit 100 Jahren<br />

kreativer Trendsetter<br />

Vor 100 Jahren gründete Adalbert Raps <strong>die</strong> Raps GmbH & Co. KG in Hamburg als<br />

Gewürzhandel. Heute ist Raps ein international führender Anbieter von funktionalen<br />

Inhaltsstoffen und individuellen Geschmackskonzepten. Florian Knell, CEO der Raps-<br />

Gruppe, spricht über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Trends zur pflanzenbasierten<br />

Ernährung.<br />

Raps wird ein Jahrhundert alt. Was bedeutet <strong>die</strong>ses historische<br />

Jubiläum <strong>für</strong> Sie und das Unternehmen?<br />

Florian Knell: Seit 1924 steht Raps <strong>für</strong> Tradition, Werte und Verantwortung.<br />

Diese Werte bilden <strong>die</strong> Basis unseres Handelns, und das<br />

nicht nur auf dem Papier, sondern sie werden jeden Tag aufs Neue<br />

gelebt. Ich bin deshalb besonders stolz darauf, dass <strong>die</strong> „Rapsianer“<br />

<strong>die</strong>se Werte seit 100 Jahren im Herzen tragen und damit das Familienunternehmen<br />

stetig weiter voranbringen. Diese Erfolgsgeschichte<br />

über Generationen hinweg fortzuschreiben, ist <strong>für</strong> uns gleichermaßen<br />

Ansporn und Auftrag. Der Erfolg unserer Kunden ist damit untrennbar<br />

verbunden. Da<strong>für</strong> setzen wir neueste Technologien ein,<br />

sind kreative Trendsetter und bringen den besten Geschmack in <strong>die</strong><br />

Welt.<br />

Wie konnte Raps <strong>die</strong>se Werte über das Jahrhundert retten?<br />

Knell: Ein grundlegender Unterschied zwischen Familienunternehmen<br />

und Aktiengesellschaften liegt in der langfristigen Geschäftsorientierung.<br />

Während Aktiengesellschaften von Quartal zu Quartal<br />

denken müssen, richten Familienunternehmen ihr Handeln an der<br />

Übergabe von Generation zu Generation aus. Die langfristige Partnerschaft<br />

mit unseren Kunden steht <strong>für</strong> uns deshalb immer vor der<br />

kurzfristigen Gewinnoptimierung.<br />

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind heute wichtige Themen.<br />

Wie sieht Ihre Nachhaltigkeitsstrategie aus?<br />

Knell: Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind nicht nur heute, sondern<br />

schon seit vielen Jahren wichtige Themen <strong>für</strong> Raps. Das begann<br />

bereits mit der Gründung der Adalbert-Raps-Stiftung, <strong>die</strong> sich<br />

zum Ziel gesetzt hat, in der Region und über <strong>die</strong> Lebensmittelforschung<br />

nachhaltig zu wirken. Darüber hinaus orientieren wir uns<br />

an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und haben<br />

Zertifizierungen durchgeführt. Nachhaltigkeit bezieht sich also zum<br />

einen auf <strong>die</strong> Umwelt als ökologische Nachhaltigkeit und zum anderen<br />

auf <strong>die</strong> Gesellschaft als soziale Nachhaltigkeit.<br />

Beide Bereiche be<strong>die</strong>nen wir gleichwertig. Der Verantwortung im<br />

ökologischen Bereich wollen wir in allen unseren Geschäftsprozes-<br />

44 <strong>dei</strong> 06-2024


Raps bereitet <strong>die</strong> Rohstoffe in der hauseigenen Rohstoffaufbereitung auf<br />

Zu den auf Gemüsebasis hergestellten Produkten gehören<br />

auch vegane Bratwürste, Frikadellen oder Burger-Patties<br />

sen und Wirkungsbereichen gerecht werden. Was <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsziele<br />

der Vereinten Nationen betrifft, <strong>die</strong>nen uns als Maßstab<br />

vor allem <strong>die</strong> darin verankerten Ziele zu Gesundheit und Wohlergehen,<br />

bezahlbarer und sauberer Energie, Innovation und Infrastruktur,<br />

Konsum und Produktion sowie zum Klimaschutz. Die Integration<br />

<strong>die</strong>ser Nachhaltigkeitsziele in <strong>die</strong> Geschäftspraktiken und Produktionsprozesse<br />

erfolgt im Wesentlichen über <strong>die</strong> Umweltmanagementsysteme<br />

ISO 14001 und 50001.<br />

„Nachhaltigkeit ist <strong>für</strong> uns nicht nur ein<br />

Schlagwort, sondern ein Wert, der unser<br />

Handeln seit 100 Jahren prägt.“<br />

Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit <strong>für</strong> Raps?<br />

Knell: Soziale Nachhaltigkeit bedeutet <strong>für</strong> uns vor allem über <strong>die</strong><br />

Adalbert-Raps-Stiftung gesellschaftliche Verantwortung in der Region<br />

zu übernehmen, gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen<br />

und soziale Projekte zu fördern. Bei uns im Unternehmen steht der<br />

Mensch im Mittelpunkt. Darüber hinaus engagieren wir uns mit<br />

unserem Azubi-Programm und der Zusammenarbeit mit regionalen<br />

Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen <strong>für</strong> den Nachwuchs.<br />

Im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es <strong>für</strong> uns besonders<br />

wichtig, <strong>für</strong> <strong>die</strong> jüngeren Generationen ein attraktiver Arbeitgeber<br />

zu sein. Eine von Fairness und Respekt geprägte Zusammenarbeit<br />

mit unseren Geschäftspartnern sowie vertrauensvolle, langfristige<br />

Lieferbeziehungen prägen unser unternehmerisches Handeln<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Zukunft. Alle Lieferanten haben wir persönlich vor Ort nach<br />

unseren Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmaßstäben ausgewählt. Faire<br />

Arbeitsbedingungen und Löhne entlang der gesamten Lieferkette<br />

sowie Transparenz im Nachhaltigkeitsengagement fördern wir als<br />

Mitglied von Sedex.<br />

Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf tierische Produkte.<br />

Welche Lösungen <strong>für</strong> pflanzenbasierte Alternativen bieten Sie?<br />

Knell: Wir beobachten ständig Trends und hatten daher auch <strong>die</strong>ses<br />

Thema sehr früh auf dem Radar. Raps ist einer der Vorreiter, wenn<br />

es um vegetarische und vegane Produkte geht. Ein Beispiel da<strong>für</strong> ist<br />

<strong>die</strong> Produktion im 1982 gegründeten Werk Raps Fresh in Versmold.<br />

Dort wurden von Anfang an Produkte auf Gemüsebasis hergestellt.<br />

Heute bieten wir in allen Bereichen durchgängig pflanzliche Alternativen<br />

an. Das reicht von veganen Aufschnittvarianten wie Wiener,<br />

Frankfurter oder Fleischwurst über BBQ-Artikel wie vegane Brat-<br />

würste und Steakvariationen, vegane Hackfleischalternativen wie<br />

Frikadellen, gefüllte Bällchen oder Hamburger-Patties bis hin zu panierten<br />

Produkten wie vegane Schnitzel, Cordon bleu, Nuggets und<br />

Fischstäbchen. Auch Feinkostsalate, Fertiggerichte, Dips oder Toppings<br />

bieten wir als vegane Variante an und beliefern damit viele<br />

der großen pflanzenbasierten Produktionsbetriebe in ganz Europa.<br />

Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute mehr Transparenz<br />

und Qualität. Wie wird Raps <strong>die</strong>sem Anspruch gerecht?<br />

Knell: Bereits beim Einkauf der Rohstoffe achten wir auf höchste<br />

Qualität und unterziehen <strong>die</strong>se einer strengen Kontrolle. Im Gegensatz<br />

zu unseren Wettbewerbern bereiten wir unsere Rohstoffe nicht<br />

in den Ursprungsländern auf, sondern setzen schon hier auf „Made<br />

in Germany“. Unsere eigene Rohstoffaufbereitung ist im Zweifel etwas<br />

teurer, bietet da<strong>für</strong> aber deutlich bessere mikrobiologische Werte<br />

im Endprodukt. Auch <strong>die</strong> Qualitätsparameter in der Produktion<br />

werden streng überwacht und sind durch Zertifikate abgesichert.<br />

Zusätzlich gehen <strong>die</strong> Hygienestandards weit über <strong>die</strong> strengen gesetzlichen<br />

Vorgaben hinaus. Vom Rohgewürz bis zum fertigen Produkt<br />

durchlaufen alle Produktkomponenten umfangreiche sensorische,<br />

analytische und mikrobiologische Kontrollen.<br />

Zum Abschluss: Was macht Raps aus Ihrer Sicht einzigartig?<br />

Knell: Raps verfügt über eigene Marktrepräsentanzen in allen europäischen<br />

Kernmärkten und ein flächendeckendes Netz an lokaler<br />

Geschmacksorientierung. Diese Komplexität ist <strong>für</strong> uns kein Hindernis.<br />

Unsere Unternehmensstärke basiert auf der Akzeptanz der Komplexität,<br />

<strong>die</strong> durch lokale Geschmacksorientierungen entsteht. Zudem<br />

verfügen wir über ein breites Portfolio an Produkten, <strong>die</strong> im<br />

direkten Wettbewerb nicht angeboten werden, wie Coatingprodukte,<br />

Wursthüllen und Extrakte.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Raps<br />

Halle 4.2, Stand J21<br />

DAS INTERVIEW FÜHRTE FÜR SIE:<br />

DANIELA HELD<br />

Redakteurin<br />

<strong>dei</strong> 06-2024 45


<strong>dei</strong><br />

FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />

Maillardreaktion oder Verkapselung<br />

Beste Aromen aus<br />

dem Mischer<br />

Durch den Einsatz eines flexiblen Mischreaktors lassen sich Zusatzstoffe in<br />

hoher Qualität herstellen. Maillardreaktionen und Verkapselungstechniken<br />

verbessern Geschmack und sensorische Eigenschaften von Lebensmitteln<br />

und optimieren <strong>die</strong> Stabilität und Funktionalität der Inhaltsstoffe.<br />

Aromen spielen eine zentrale Rolle bei der<br />

Herstellung von Convenience-Produkten,<br />

insbesondere im Bereich der herzhaften<br />

Produkte (Savory Products). Dazu gehören<br />

Reaktionsaromen sowie fermentierte Produkte<br />

wie Sojasauce und Fischsauce, <strong>die</strong> <strong>für</strong><br />

den charakteristischen Geschmack sorgen.<br />

Die Reaktionsaromen entstehen während<br />

des Alltags beispielsweise beim Erhitzen von<br />

protein- und zuckerhaltigen Lebensmitteln.<br />

Reaktionsaromen können auch gezielt „in<br />

vitro“ durch Erhitzen von Zucker mit Proteinen<br />

hergestellt werden. Hinsichtlich<br />

Maillardreaktion wird grundsätzlich zwischen<br />

einer enzymatischen und einer nichtenzymatischen<br />

Bräunung unterschieden.<br />

Die enzymatische Bräunung findet sich beispielsweise<br />

beim Anschnitt von Äpfeln. Bei<br />

der nicht enzymatischen Bräunung reagieren<br />

<strong>die</strong> reduzierenden Zucker mit primären<br />

Aminen. Geeignete Zucker sind beispielsweise<br />

Glukose, Fruktose, Maltose und Laktose.<br />

Die primären Amine sind in Form von<br />

Aminosäuren in Lebensmitteln vorhanden.<br />

Die Produktion und Verarbeitung von Aromen stellt <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> vor anspruchsvolle<br />

Herausforderungen<br />

Bild: globalmoments <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />

Bei <strong>die</strong>ser Reaktion entstehen einerseits<br />

braune Pigmente, andererseits flüchtige aromaaktive<br />

Substanzen (Food Chemistry, Belitz/Grosch/Schieberle,<br />

2009). Diese aromaaktiven<br />

Substanzen werden dann als Aroma<br />

Convenience-Produkten zugesetzt.<br />

Optimierte Maillardreaktion<br />

Die Produktion und Verarbeitung <strong>die</strong>ser Zusatzstoffe<br />

stellt <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> vor<br />

anspruchsvolle Herausforderungen. Das genaue<br />

Temperatur-, Zeit- und Feuchteprofil<br />

bedingt, zusammen mit den Zutaten, das sich<br />

entwickelnde Aroma. Hier spielt der<br />

Eirich-Mischer seine Vorteile aus, denn er<br />

kann mit verschiedenen Materialzuständen<br />

arbeiten. So lässt sich eine Verfahrensweise<br />

mit reduziertem Feuchtegehalt durchführen.<br />

Das spezielle Eirich-Mischsystem besteht aus<br />

drei Komponenten, <strong>die</strong> besonders flexibel an<br />

<strong>die</strong> Anforderungen der Mischprozesse angepasst<br />

werden können. Der drehende Mischbehälter<br />

fördert das Mischgut in den Bereich<br />

der Mischwerkzeuge. Ein oder mehrere exzentrisch<br />

angeordnete Mischwerkzeuge können<br />

in ihrer Drehrichtung und Geschwindigkeit<br />

der jeweiligen Anwendung optimal an -<br />

gepasst werden. Der Boden-Wand-Abstreifer<br />

sorgt <strong>für</strong> eine zusätzliche Umschichtung des<br />

Mischgutstroms und verhindert so Anbackungen<br />

an der Behälterwand und am Boden.<br />

Für <strong>die</strong> nichtenzymatischen Bräunung z. B.<br />

wird reduzierender Zucker mit pulverför -<br />

miger Hefe im Mischer zusammengeführt.<br />

Durch das Mischwerkzeug und den sich<br />

drehenden Behälter werden <strong>die</strong> beiden Substanzen<br />

intensiv miteinander in Kontakt gebracht.<br />

Über <strong>die</strong> temperierte Mischbehälterwand<br />

wird das Mischgut zunächst auf<br />

125 °C erhitzt und nach einer Haltedauer<br />

46 <strong>dei</strong> 06-2024


wird der Ansatz auf 20 °C abgekühlt. Beim<br />

Unterschreiten der Glasübergangstemperatur<br />

bei ca. 70 °C erstarrt das Produkt. Durch<br />

ein Zerkleinern mit dem Mischwerkzeug<br />

entsteht schließlich ein fließfähiges Schüttgut,<br />

das aus dem Mischer entnommen werden<br />

kann. Das Aromaprofil kann durch den<br />

Einsatz von Wasser weiterhin beeinflusst<br />

werden: Im System ist eine konvektive<br />

Trocknung bei Atmosphärendruck und<br />

ebenfalls eine Vakuumtrocknung bei reduziertem<br />

Druck möglich.<br />

Bild: Eirich<br />

Cleanline C5: Im One-Pot-Verfahren sind<br />

viele Anwendungen wie Mischen, Des -<br />

agglomerieren, Dispergieren, Granulieren,<br />

Coaten, Kneten, Trocknen möglich<br />

Verkapselung von Zusatzstoffen<br />

Verkapselungen werden überall dort eingesetzt,<br />

wo wertgebende Inhaltsstoffe vor Umwelteinflüssen<br />

geschützt oder eine verzögerte,<br />

kontrollierte Freisetzung erzielt werden<br />

soll. Die Aromen behalten auf <strong>die</strong>se Weise ihre<br />

sensorischen Eigenschaften auch über längere<br />

Zeit bei und können länger gelagert<br />

werden. Gleiches gilt auch <strong>für</strong> Farbstoffe<br />

(bspw. Carotine) in Lebensmitteln, <strong>die</strong> durch<br />

eine Verkapselung vor unerwünschten Veränderungen<br />

mittels Oxidation wie etwa Farbverlust<br />

oder Fehlaromen geschützt werden.<br />

Die Verkapselung basiert typischerweise auf<br />

einem zweiteiligen System: einem Kernmaterial,<br />

z. B. Aromen, Vitamine, Mineralstoffe,<br />

Probiotika, Farbstoffe, Enzyme, Süßstoffe,<br />

Mikroorgranismen oder chemische Triebmittel,<br />

und einem Umhüllungsstoff. Für <strong>die</strong><br />

Umhüllung werden filmbildende Stoffe wie<br />

Fette und Wachse, Kohlenhydrate wie Zucker<br />

oder Stärken, Proteine und andere Stoffe,<br />

z. B. Polyvinylacetat, eingesetzt.<br />

Verkapselung mit Fett<br />

Das Eirich-System lässt sich beispielsweise<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Verkapselung von Stoffen wie Zitronensäure<br />

oder Saccharose mit Fetten einsetzen.<br />

Durch <strong>die</strong> besondere Bauweise des Mischers<br />

können Stoffe effizient miteinander<br />

in Kontakt gebracht und gleichmäßig umhüllt<br />

werden. Die Zugabe des Fetts erfolgt<br />

dabei in flüssiger Form, und bereits nach<br />

kurzer Zeit entsteht eine homogene Verteilung.<br />

Der Prozess läuft energieeffizient ab,<br />

und durch kontrollierte Abkühlung, etwa<br />

durch Kühlung im Doppelmantel des Mischers<br />

oder durch <strong>die</strong> Zufuhr gekühlter<br />

Luft, wird <strong>die</strong> Umhüllung gefestigt, ohne<br />

dass das Coating beschädigt wird.<br />

Während in herkömmlichen Systemen große<br />

Mengen konditionierter Luft <strong>für</strong> <strong>die</strong> Flui-<br />

disierung und Kühlung erforderlich sind,<br />

arbeitet das Eirich-System mit einer mechanischen<br />

Fluidisierung. Dies eliminiert den<br />

Bedarf an hohen Volumina energieintensiver<br />

Prozessluft, was sowohl <strong>die</strong> Anlagengröße<br />

als auch den Energieverbrauch im Prozess<br />

deutlich verringert. Dadurch lassen sich<br />

auch Stoffe verkapseln, <strong>die</strong> in der pneumatischen<br />

Wirbelschicht nicht fluidisierbar<br />

sind, etwa Materialien aus den Geldart-<br />

Gruppen C und D. Zudem entfällt das energieintensive<br />

Aufschmelzen und Versprühen<br />

von Fett, da <strong>die</strong> homogene Verteilung bereits<br />

durch das Mischwerkzeug erfolgt.<br />

Durch <strong>die</strong> variable Partikelgröße und <strong>die</strong><br />

Möglichkeit, <strong>die</strong> Prozessparameter flexibel<br />

zu gestalten, lässt sich sowohl eine Reservoir-Verkapselung<br />

als auch ein Matrixsystem<br />

herstellen, je nach gewünschtem Anwendungszweck.<br />

Im Cleanline C5 können<br />

komplexe Produktionsschritte vereint werden:<br />

Mehrkomponentensysteme lassen sich<br />

zunächst homogen trocken mischen und<br />

anschließend kneten, granulieren oder verkapseln,<br />

im sogenannten One-Pot-Verfahren.<br />

Dies macht den Eirich-Mischer zu einer<br />

idealen Lösung <strong>für</strong> anspruchsvolle Prozesse.<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 47


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sowie ein Höchstmaß an Qualität und Service<br />

bilden den Grundstein der Erfolgsgeschichte von<br />

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REMBE® ist Spezialist <strong>für</strong> Explosionsschutz und<br />

Druckentlastung und beschäftigt ca. 340 Mitarbeiter<br />

weltweit. Das Unternehmen bietet Kunden Sicherheitskonzepte<br />

<strong>für</strong> Anlagen und Apparaturen.<br />

Sämtliche Produkte werden in Deutschland gefertigt<br />

und erfüllen <strong>die</strong> Ansprüche nationaler und internationaler<br />

Regularien. Zu den Abnehmern der<br />

REMBE®-Produkte zählen Marktführer diverser<br />

Industrien, unter anderem Öl- & Gas-,Nahrungsmittel-,<br />

Holz-, Chemie- und Pharmaindustrie sowie Petrochemie.<br />

REMBE® verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz,<br />

indem Consulting, Engineering und Service <strong>die</strong><br />

vorrangig selbst entwickelten und in Eigenfertigung<br />

hergestellten Produkte ergänzen.<br />

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48 <strong>dei</strong> 06-2024


<strong>dei</strong><br />

LITERATUR, BROSCHÜREN, E-MEDIEN<br />

Lebensmittelhygiene als leichte Kost<br />

Pumpen richtig betreiben und warten<br />

Bild: Behr‘s<br />

„Lebensmittelhygiene als leichte<br />

Kost“ bringt den Mitarbeitern<br />

das Thema Lebensmittelhygiene<br />

auf humorvolle Weise näher. Die<br />

wichtigsten Schulungsinhalte<br />

werden in Form von Comics<br />

dargestellt, wodurch <strong>die</strong> Bedeutung<br />

und der Zusammenhang<br />

zur alltäglichen Praxis leichter<br />

verinnerlicht werden kann. Themen<br />

wie <strong>die</strong> rechtliche Basis,<br />

Personalhygiene (inkl. Händehygiene)<br />

und HACCP werden<br />

ebenso vermittelt, wie <strong>die</strong><br />

Grundzüge der Mikrobiologie<br />

und was <strong>die</strong>se mit leicht verderblichen<br />

Lebensmitteln und<br />

Produktsicherheit zu tun haben.<br />

Ebenfalls im Buch: ein Kapitel<br />

zu Schädlingsbekämpfung.<br />

Lebensmittelhygiene als leichte Kost,<br />

Dr. W. Kulow, 2. Auflage 2024,<br />

69,50 Euro (zzgl. 7 % MwSt.)<br />

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Suchwort: Behr‘s<br />

Der japanische Pumpenher -<br />

steller Tsurumi bietet eine<br />

Sammlung mit Filmen über den<br />

korrekten Betrieb und Service<br />

von Wasserpumpen. Die Videos<br />

sollen alle Themen abdecken<br />

und Fragen verständlich und<br />

versiert beantworten. Die Reihe<br />

umfasst daher ein breites Spektrum,<br />

etwa zur Inbetriebnahme,<br />

Wartung, Problembehandlung<br />

und Sicherheit. Jeder Ratgeberfilm<br />

wird von einem oder mehreren<br />

Experten präsentiert und<br />

enthält Schritt-<strong>für</strong>-Schritt-Anleitungen<br />

sowie nützliche Tipps,<br />

<strong>die</strong> in der Praxis erprobt wurden,<br />

z. B. grundlegende Maßnahmen,<br />

um <strong>die</strong> Lebensdauer<br />

einer Pumpe zu verlängern. Im<br />

Bild: Tsurumi<br />

hundertsten Film geht es um <strong>die</strong><br />

Dichtung. Spannende Themen<br />

etwa zu IoT-Technologien in<br />

Pumpensystemen sind in Planung.<br />

Direkter Link auf den Kanal:<br />

https://www.youtube.<br />

com/@tsurumi_europe.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: Tsurumi<br />

Plattform <strong>für</strong> Abwärme<br />

Die Plattform <strong>für</strong> Abwärme<br />

schafft eine Übersicht über gewerbliche<br />

Abwärmepotenziale<br />

in Deutschland. Ziel ist es, <strong>die</strong>se<br />

Abwärme nutzbar zu machen<br />

und damit <strong>die</strong> Energieeffizienz<br />

in Deutschland weiter zu steigern.<br />

Da<strong>für</strong> werden <strong>die</strong> Abwärmedaten<br />

von Unternehmen mit<br />

einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch<br />

von<br />

mehr als 2,5 GWh/a auf einer<br />

öffentlichen Plattform bereitgestellt<br />

und <strong>für</strong> Unternehmen vor<br />

Ort sichtbar gemacht. Diese<br />

Daten stehen damit auch <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Durchführung der Wärmeplanung<br />

in den Kommunen nach<br />

dem Wärmeplanungsgesetz zur<br />

Verfügung. Abwärme aus Unternehmen<br />

stellt ein großes Potenzial<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Dekarbonisierung<br />

dar. Das „Merkblatt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Plattform<br />

<strong>für</strong> Abwärme“ legt in der<br />

Fassung vom August 2024 nun<br />

Bagatellschwellen fest und regelt<br />

Ausnahmen von der Meldepflicht.<br />

Bei Unterschreiten der<br />

Schwellenwerte besteht keine<br />

Meldepflicht. Das Merkblatt in<br />

der Version 1.3 kann unter<br />

https://www.bfee-online.de<br />

heruntergeladen werden.<br />

www.prozesstechnik-online.de<br />

Suchwort: BAFA<br />

<strong>dei</strong><br />

INSERENTENVERZEICHNIS<br />

Berief Nahrungsmittelmaschinen<br />

GmbH & Co. KG, Wadersloh 48<br />

Endress+Hauser (Deutschland) GmbH & Co. KG,<br />

Weil am Rhein 1<br />

Eriez Deutschland GmbH, Recklinghausen 2<br />

Fette Compacting GmbH, Schwarzenbek 52<br />

Fritzmeier Umwelttechnik GmbH & Co. KG/<br />

Coalsi, Aying 43<br />

GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing 5<br />

Getriebebau NORD GmbH & Co. KG,<br />

Bargteheide 11<br />

Hydrosol GmbH & Co.KG, Ahrensburg 3<br />

ifm electronic GmbH, Essen 7<br />

igus GmbH, Köln 31<br />

JULABO GmbH, Seelbach 48<br />

Krones AG, Neutraubling 17<br />

Lubriplate Division Fiske Brothers Refining Co.,<br />

US-Newark, 13<br />

MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG.,<br />

Wolfertschwenden 15<br />

RCT Reichelt Chemietechnik GmbH + Co.,<br />

Heidelberg 48<br />

REMBE GmbH Safety+Control, Brilon 48<br />

Ruwac Industriesauger GmbH, Melle 5<br />

Securiton GmbH Alarm- und<br />

Sicherheitssysteme, Achern 51<br />

SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG, Bruchsal 29<br />

Urschel Deutschland GmbH, Ober-Mörlen 47<br />

Zeppelin Systems GmbH, Rödermark 9<br />

Konkrete Antworten auf<br />

komplexe Fragestellungen<br />

finden Sie in den<br />

Whitepapern der<br />

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<strong>dei</strong> 06-2024 49


<strong>dei</strong><br />

VORSCHAU<br />

01-2025<br />

ROBOTIK IN DER LEBENSMITTELINDUSTRIE<br />

In der Lebensmittelproduktion finden Roboter bei<br />

vielen Produktionsschritten Einsatz. Ein Grund,<br />

in der ersten <strong>dei</strong>-Ausgabe im Jahr 2025 das<br />

Thema „Robotik in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>“<br />

genauer unter <strong>die</strong> Lupe zu nehmen. Darüber<br />

hinaus werden im Frühling 2025 auf der<br />

Logimat und auf der Hannover Messe neue<br />

Roboter modelle <strong>für</strong> Produktion, Logistik und<br />

Verpackung vorgestellt. Lesen Sie mehr in<br />

unserer Messevorschau.<br />

Bild: Iftikhar alam <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />

<strong>dei</strong><br />

SO ERREICHEN SIE DIE REDAKTION<br />

DANIELA HELD<br />

Redakteurin<br />

Tel. 0711 7594-284<br />

daniela.held@konradin.de<br />

DR. BERND RADEMACHER<br />

Redakteur<br />

Tel. 0711 7594-263<br />

bernd.rademacher@konradin.de<br />

BARBARA DIVIGGIANO<br />

Redaktionsassistentin<br />

Tel. 0711 7594-415<br />

barbara.diviggiano@konradin.de<br />

Das Praxismagazin <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelproduktion<br />

einschließlich der Entwicklung,<br />

Verpackung, Lagerung und dem Transport<br />

von Nahrungsmitteln und Getränken.<br />

ISSN 0343<strong>–</strong>9704<br />

Herausgeberin<br />

Katja Kohlhammer<br />

Verlag<br />

Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH<br />

Ernst-Mey-Straße 8,<br />

70771 Leinfelden-Echterdingen,<br />

Germany<br />

Geschäftsführer<br />

Peter Dilger<br />

Verlagsleiter<br />

Peter Dilger<br />

Redakteur V.i.S.d.P.<br />

Lukas Lehmann (le),<br />

Ernst-Mey-Straße 8,<br />

70771 Leinfelden-Echterdingen, Germany<br />

E-Mail: <strong>dei</strong>.redaktion@konradin.de<br />

Redaktion:<br />

Dipl.-Ing. Daniela Held (dh),<br />

Phone +49 711 7594-284<br />

Dr. Bernd Rademacher (br),<br />

Phone +49 711 7594-263<br />

Redaktionsassistenz<br />

Barbara Diviggiano,<br />

Phone +49 711 7594-415, Fax -1415<br />

E-Mail: barbara.diviggiano@konradin.de<br />

Layout<br />

Jennifer Martins, Phone +49 711 7594-262<br />

Ana Turina, Phone +49 711 7594-273<br />

Gesamtanzeigenleitung<br />

(Verantwortlich <strong>für</strong> den Anzeigenteil):<br />

Andreas Hugel, Phone +49 711 7594-472<br />

E-Mail: andreas.hugel@konradin.de<br />

Auftragsmanagement<br />

Melanie Strauß, Phone +49 711 7594-403<br />

E-Mail: melanie.strauss@konradin.de<br />

Leserservice <strong>dei</strong><br />

Postfach 810580 70522 Stuttgart<br />

Phone: +49 711 82651-254, Fax: -399<br />

E-Mail: leserservice@konradin.de<br />

<strong>dei</strong> erscheint mit 6 Ausgaben jährlich und<br />

wird kostenlos nur an qualifizierte Empfänger<br />

geliefert.<br />

Bezugspreise<br />

Inland 71,55 € inkl. MwSt. und Versandkosten; Ausland<br />

71,55 € inkl. Versandkosten. Einzelverkaufspreis<br />

8,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten<br />

Phone: 01256 862589, Fax 01256 862182, E-Mail:<br />

jsp@trademedia.info; USA, Kanada: D.A. Fox<br />

Advertising Sales, Inc., Detlef Fox, 5 Penn Plaza, 19th<br />

Floor, New York, NY 10001, Phone 212 8963881,<br />

Fax 212 6293988, E-Mail: detleffox@comcast.net<br />

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf <strong>die</strong><br />

gleichzeitige Verwendung der Sprachformen<br />

männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet.<br />

Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen<br />

<strong>für</strong> alle Geschlechter.<br />

Druck<br />

Konradin Druck GmbH<br />

Kohlhammerstraße 1<strong>–</strong>15,<br />

70771 Leinfelden-Echterdingen,<br />

Printed in Germany<br />

© 2024 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer<br />

Auslandsvertretungen<br />

Großbritannien: Jens Smith Partnership, The Court,<br />

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