dei – Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie 06.2024
Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.
Die Fachzeitschrift dei - Prozesstechnik für die Lebensmittelindustrie berichtet über Verfahren, Anlagen, Apparate und Komponenten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Weitere Themen sind Hygienic Design, Industrie 4.0, digitale Produktion, MSR- und Automatisierungstechnik und die Verpackungstechnik. Abgerundet wird das inhaltliche Spektrum durch Nahrungs- und Genussmittelmaschinen, roboterbasierte Verpackungslösungen sowie Food Design und Getränkekonzepte.
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06-2024<br />
34 TITEL<br />
MAXIMALE LEISTUNG AUF<br />
KLEINSTEM RAUM<br />
12 TEEABFÜLLUNG<br />
ROBOTERLÖSUNG OHNE<br />
BERÜHRUNGSÄNGSTE<br />
28 MESSEVORSCHAU<br />
BRAUBEVIALE IN<br />
NÜRNBERG<br />
46 ZUSATZSTOFFE<br />
BESTE AROMEN AUS<br />
DEM MISCHER<br />
38 TREND<br />
NACHHALTIGKEIT<br />
PROZESSTECHNIK FÜR DIE LEBENSMITTELINDUSTRIE<br />
WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/FOOD<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 1
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<strong>dei</strong><br />
EDITORIAL<br />
„Da mischen<br />
wir uns<br />
gerne ein.“<br />
Herbstklassiker<br />
stehen wieder an<br />
Es ist wieder so weit: Draußen fallen <strong>die</strong> Blätter von den Bäumen<br />
und drinnen drängen sich <strong>die</strong> Menschen durch <strong>die</strong> Gänge der<br />
Messehallen in Nürnberg und Frankfurt <strong>–</strong> Herbstzeit ist eben Messezeit.<br />
Diesmal mit der BrauBeviale in Nürnberg vom 12. bis 14. November<br />
und der Fi Europe in Frankfurt vom 19. bis 21. November.<br />
Alle reden von Klimawandel und zu viel CO 2 . Vor zwei Jahren dann<br />
<strong>die</strong> Horrornachricht: Es ist kein CO 2 <strong>für</strong> Bier mehr da! Ein Aufschrei<br />
ging durch <strong>die</strong> Presse. Des Bayern liebstes Getränk vor dem aus? Natürlich<br />
nicht, aber der CO 2 -Mangel war real. Damit so etwas nicht<br />
wieder passiert, lässt sich Kohlendioxid in der Getränkeproduktion<br />
teilweise durch Stickstoff ersetzen, der vor Ort produziert wird. Wie<br />
das funktioniert und wo sich der Ersatz lohnt, lesen Sie in unserer<br />
Serie „Branche im Fokus: Getränkeherstellung“ ab Seite 18. Die zugehörige<br />
Messevorschau zur BrauBeviale finden Sie auf Seite 28.<br />
Um Getränke, genauer gesagt Getränkekonzepte, geht es auch auf<br />
der Fi Europe in Frankfurt. Diese werden dort zusammen mit vielfältigen<br />
Zusatzstoffen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelproduktion präsentiert.<br />
Ein großes Thema in <strong>die</strong>sem Jahr auf der Messe ist <strong>die</strong> Nachhaltigkeit.<br />
Stand bisher der Fokus auf Umweltaspekten, könnte sich <strong>die</strong>ser<br />
in Zukunft auf soziale und wirtschaftliche Aspekte verschieben. So<br />
jedenfalls sieht es <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsexpertin Monique van de<br />
Vijver. Sie ist Innovation Manager Health bei der international tätigen<br />
Nichtregierungsorganisation Solidaridad. Lesen Sie in unserem<br />
Trendbeitrag ab Seite 38, wie nachhaltige Beschaffung von natürlichen<br />
Zutaten aussehen kann. Eine Messevorschau zur Fi Europe haben<br />
wir <strong>für</strong> Sie ab Seite 41 zusammengestellt.<br />
Viel Spaß beim Lesen der aktuellen Ausgabe.<br />
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Fi Europe 2024<br />
19-21 November<br />
Frankfurt<br />
Hall 3.1 Booth C50<br />
Ausgewogene Milchdrinks liegen<br />
im Trend: Mit den Stabiprime<br />
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möglich<br />
Dr. Bernd Rademacher, Redakteur<br />
www.hydrosol.de <strong>dei</strong> 06-2024 3
<strong>dei</strong> INHALT 06-2024<br />
34 Titel Die Mess -<br />
geräte der Compact Line<br />
wurden speziell <strong>für</strong> Anwendungen<br />
entwickelt,<br />
bei denen Platz ein limitierender<br />
Faktor ist und<br />
eine reduzierte Leistung<br />
nicht infrage kommt.<br />
12 Wie das Zusammenarbeiten<br />
mit einem<br />
Roboter ohne Berührungsängste<br />
bei der Teeabfüllung<br />
funktionieren<br />
kann, zeigt <strong>die</strong>se Lösung.<br />
24 Die Herbsthäuser<br />
Brauerei Wunderlich KG<br />
setzt Stickstoff parallel zu<br />
Kohlensäure ein. Den<br />
Stickstoff produziert das<br />
Unternehmen vor Ort.<br />
VERPACKUNGSTECHNIK<br />
8 Wenn Käse im Beutel reift<br />
Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien <strong>für</strong> eine<br />
präzise Käsereifung<br />
10 Automatische Testsysteme <strong>für</strong> Metallsuchlösungen<br />
ATS steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität<br />
12 Roboterlösung ohne Berührungsängste<br />
„Do-it-yourself“-Cobot-Handling: Erfahrungen in der<br />
automatisierten Teeabfüllung<br />
28 MESSEVORSCHAU BRAUBEVIALE<br />
34 TITEL Kompakte Messtechnik, maximale Leistung<br />
Auf kleinstem Raum Füllstand, Grenzstand und<br />
Druck messen<br />
37 Effizientes Duo zur Stickstofferzeugung<br />
Kombination aus Stickstoffgenerator und<br />
Wasserstoffkatalysator<br />
BRANCHE IM FOKUS: GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
18 Durchgängige Lösung vom Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud<br />
CIP-Reinigung in der Brauindustrie<br />
20 Fokus auf das Fundament<br />
Hygienischer und sicherer Stahlbau <strong>für</strong><br />
Unterkonstruktionen<br />
22 Flexible Gestellbauten <strong>für</strong> den Reinraum<br />
Montagesystem und Rohrverbinder aus Edelstahl<br />
24 Stickstoff aus Eigenerzeugung<br />
Ersatz <strong>für</strong> Kohlensäure<br />
26 Robuste und hygienische Schlauchpumpe<br />
Störungsfreie Förderung der Kieselgur-Suspension<br />
bei Müllerbräu<br />
TREND NACHHALTIGKEIT<br />
38 Nachhaltige Beschaffung<br />
Soziale und wirtschaftliche Aspekte rücken in den Fokus<br />
FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />
41 MESSEVORSCHAU FI EUROPE<br />
44 Raps ist seit 100 Jahren kreativer Trendsetter<br />
Mit Verantwortung in eine nachhaltige Zukunft<br />
46 Beste Aromen aus dem Mischer<br />
Maillardreaktion oder Verkapselung<br />
4 <strong>dei</strong> 06-2024
38 Bisher standen beim<br />
Thema Nachhaltigkeit <strong>die</strong><br />
Umweltaspekte im Mittelpunkt.<br />
Dieser Fokus<br />
könnte sich jedoch verschieben.<br />
44 Florian Knell, CEO<br />
der Raps-Gruppe, spricht<br />
über Nachhaltigkeit,<br />
Umweltschutz und<br />
Trends zur pflanzen -<br />
basierten Ernährung.<br />
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RUBRIKEN<br />
3 Editorial<br />
4 Inhalt<br />
6 Nachrichten<br />
15 PRODUKTE<br />
32 Top-Produkt des Jahres 2024<br />
33 Exklusiv auf prozesstechnik-online.de<br />
33 Gewinner Top-Produkt des Monats September<br />
48 Partner der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
49 Literatur, Broschüren, E-Me<strong>die</strong>n<br />
49 Inserentenverzeichnis<br />
50 Vorschau<br />
50 So erreichen Sie <strong>die</strong> Redaktion<br />
50 Impressum<br />
WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/FOOD<br />
Mehr Nachrichten, Fakten, Produkte,<br />
Lösungen rund um <strong>die</strong> <strong>Prozesstechnik</strong><br />
in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong> finden Sie<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 5
<strong>dei</strong><br />
NACHRICHTEN<br />
Bild: Easyfairs<br />
Solids & Recycling-Technik überzeugen Aussteller und Besucher<br />
HACKATHON HINTERLÄSST TIEFEN EINDRUCK<br />
Die Gewinner und Teilnehmer des Bulk Master<br />
Hackathons auf der <strong>die</strong>sjährigen Solids<br />
Mit einer spektakulären Live-Explosion starteten<br />
<strong>die</strong> Fachmessen Solids & Recycling-<br />
Technik Dortmund am 9. Oktober 2024 in<br />
zwei ereignisreiche Tage. Rund 400 Aussteller,<br />
gut 35 % mehr als im Vorjahr, begeisterten<br />
mit ihren Lösungen und 4150 Fachbesucher<br />
nutzten <strong>die</strong> Gelegenheit, sich mit Experten<br />
auszutauschen. Der neue Ausstellungsbereich<br />
zur Prozessautomatisierung<br />
fand ebenso großen Anklang wie <strong>die</strong> separate<br />
Start-up-Area. Besonders beeindruckte<br />
das neue Side-Event, der „Bulk Masters“<br />
Hackathon. 18 Teilnehmer stellten sich den<br />
Challenges unter dem Motto „Food goes<br />
Powder“. Challenge-Geber Zeppelin Systems<br />
suchte eine automatisierte Reinigungsmethode<br />
<strong>für</strong> eine Mischanlage und bekam<br />
gleich mehrere Lösungsvorschläge.<br />
Die nächste Solids & Recycling-Technik<br />
Dortmund findet mit einem weiteren „Bulk<br />
Masters“ Hackathon am 18. und 19. März<br />
2026 statt.<br />
Software- und Digitalgeschäft ausgeweitet<br />
KUKA GRÜNDET GESCHÄFTSBEREICH DIGITAL<br />
GEA Brewery Systems feiert Jubiläum<br />
150 JAHRE BRAUTECHNO-<br />
LOGIE AUS KITZINGEN<br />
GEA Brewery Systems feierte 150-jähriges<br />
Jubiläum. In einer festlichen Veranstaltung<br />
würdigte das Unternehmen <strong>die</strong> Errungenschaften<br />
der letzten anderthalb Jahrhunderte.<br />
Seit Gründung im Jahr 1874 durch <strong>die</strong><br />
Brüder Huppmann hat sich das Unternehmen<br />
in Kitzingen von einer lokalen Schlosserei<br />
und Kupferschmiede zu einem globalen<br />
Marktführer in der Brautechnologie entwickelt.<br />
Heute steht das Unternehmen <strong>für</strong><br />
Innovation und Tradition gleichermaßen<br />
und unterstützt Brauereien mit modernster<br />
Technik. Mit einem starken Fokus auf Kreislaufwirtschaft<br />
und ressourcenschonenden<br />
Lösungen treibt GEA <strong>die</strong> Brauereitechnologie<br />
in eine nachhaltige Zukunft. Ein Höhepunkt<br />
der Veranstaltung war <strong>die</strong> Taufe eines<br />
neuen Sudhauskessels durch Landrätin<br />
Tamara Bischof. Der Kessel ist Teil der weltweit<br />
ersten CO 2 -neutralen Großbrauerei.<br />
Kuka hat einen neuen Geschäftsbereich gegründet. Mit Kuka Digital erweitert<br />
das <strong>für</strong> seine orangefarbenen Industrieroboter und Automatisierungslösungen<br />
bekannte Traditionsunternehmen aus Augsburg sein Software- und Digitalgeschäft.<br />
Das Ziel: <strong>die</strong> durchgängige Digitalisierung unterschiedlichster Maschinen<br />
und Anlagen in Produktionen, von der ersten 3D-Simulation über <strong>die</strong> Vernetzung<br />
und Datenanalyse bis hin zum Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das<br />
Software- und Digitalportfolio ist nicht auf Kuka-Roboter beschränkt. Unabhängig<br />
von Maschinentyp und Hersteller sollen Kunden ihre Werkshallen so durchgängig<br />
digitalisieren können. Dabei geht es um Schnittstellen, Standards <strong>für</strong> Daten,<br />
Cloud-Integration und Beratungsleistungen. Im Sinne eines Ökosystem-Ansatzes<br />
setzt Kuka dabei zusätzlich auf ein Netzwerk kompetenter Partner.<br />
Hochrangige Vertreter der Politik, darunter<br />
<strong>die</strong> Landrätin Tamara Bischof (li.) beim 150-<br />
jährigen Jubiläum von GEA Brewery Systems<br />
Bild: Tim Simon <strong>–</strong> GEA<br />
<strong>dei</strong> NACHRICHTEN TICKER<br />
Geschäft <strong>die</strong> Bereiche Finanzen<br />
kannt gegeben, <strong>die</strong> bereits vor ei-<br />
Bild: Wellmann Anlagentechnik<br />
Neuer Geschäftsführer <strong>für</strong><br />
Wellmann Anlagentechnik<br />
und Strategie verantwortet.<br />
Bereits im Januar 2024 übernahm<br />
Niehaus <strong>die</strong> Rolle eines Interim-<br />
Managers bei der Wellmann<br />
Anlagentechnik GmbH.<br />
nigen Monaten unterzeichnet<br />
wurde.<br />
Die Vereinbarung zielt darauf ab,<br />
gemeinsame internationale Werbemaßnahmen<br />
zu entwickeln und<br />
<strong>die</strong> Cross-Selling-Aktivitäten <strong>für</strong><br />
ihre Messeportfolios zu verstär-<br />
Bild: Carboliq<br />
Neuer Geschäftsführer<br />
bei Carboliq<br />
Stefan Niehaus (rechts im Bild)<br />
ken. Ziel ist eine globale Präsenz<br />
Die Südpack Gruppe und<br />
bringt seit Oktober seine um-<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Messen, <strong>die</strong> sich auf Verar-<br />
Recenso heißen Dr. Harald Klein<br />
fangreiche Erfahrung als Führungskraft<br />
in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
bei der Wellmann<br />
Anlagentechnik GmbH ein. Der<br />
53-Jährige leitet <strong>die</strong> Geschäfte<br />
Bild: Ipack Ima<br />
Informa Markets und Ipack<br />
Ima arbeiten zusammen<br />
beitungs- und Verpackungstechnologien<br />
sowie Verpackungsmaterialien<br />
konzentrieren und auf<br />
<strong>die</strong> Schlüsselsektoren der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
abzielen. Ipack<br />
als neuen Geschäftsführer ihrer<br />
Beteiligung Carboliq GmbH willkommen.<br />
Dr. Klein hat <strong>die</strong> Aufgabe<br />
zum 1. Oktober 2024 übernommen<br />
und stärkt Carboliq auf<br />
mit Fokus auf Vertrieb und Tech-<br />
In Mailand wurde offiziell <strong>die</strong> stra-<br />
Ima wird zudem Seminare und<br />
dem Weg zu einem führenden<br />
nik, während Gerhard Wellmann<br />
tegische Allianz zwischen Informa<br />
Konferenzen zu branchenbezoge-<br />
Anbieter der Kreislaufführung von<br />
als Geschäftsführer im operativen<br />
Markets und Ipack Ima S.r.l. be-<br />
nen Themen organisieren.<br />
Kunststoffabfällen.<br />
6 <strong>dei</strong> 06-2024
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<strong>dei</strong> 06-2024 7
<strong>dei</strong><br />
VERPACKUNGSTECHNIK<br />
Bilder: Allfo<br />
Für <strong>die</strong> Reifung und Verpackung von großen Käseblöcken sind Seitenfaltenbeutel eine Lösung<br />
Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien <strong>für</strong> eine präzise Käsereifung<br />
Wenn Käse im Beutel reift<br />
Keine Rindenbildung, weniger Gewichtsverlust und eine kontrollierte Reifung:<br />
das sind <strong>die</strong> Vorteile von Käsereifeverpackungen. Egal ob Hartkäse oder halbfester<br />
bzw. fester Schnittkäse <strong>–</strong> in den unterschiedlichen Verpackungslösungen von Allfo<br />
reifen <strong>die</strong> Produkte zum perfekten Käsegenuss.<br />
Der Verpackungsspezialist produziert<br />
maßgeschneiderte Mehrschichtfolien, <strong>die</strong><br />
unter anderem als Seitenfaltenbeutel, lose<br />
Beutel oder Kettenbeutel <strong>für</strong> <strong>die</strong> optimierte<br />
Käsereifung zum Einsatz kommen. Durch<br />
einen auf das Produkt individuell abgestimmten<br />
Folienaufbau erreicht Allfo eine<br />
exakt definierte Gasdurchlässigkeit, <strong>die</strong> das<br />
Entweichen von Reifegasen ermöglicht und<br />
gleichzeitig das Eindringen von Sauerstoff<br />
verhindert.<br />
„Die Folienreifung ist <strong>die</strong> ökonomische<br />
Alternative zur traditionellen Käserindenreifung.<br />
Für einen optimierten Prozess setzen<br />
wir auf produktorientierte Beratung und<br />
einen individuellen Folienaufbau. So<br />
erreichen wir einen intelligenten Gasaustausch,<br />
der <strong>die</strong> Käsereifung in der Folie<br />
optimal unterstützt“, erklärt Harald Wörner,<br />
Technischer Verkaufsleiter bei Allfo. Die spezielle<br />
Folie ermöglicht, dass Reifegase entweichen,<br />
gleichzeitig aber kein Sauerstoff<br />
eindringen kann.<br />
Mehrfach Vorteil <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifung<br />
Dank des intelligenten Gasaustausches<br />
bieten <strong>die</strong> Käsereifeverpackungen von Allfo<br />
einen Mehrfachvorteil <strong>für</strong> Molkereien und<br />
Käsereien: Durch <strong>die</strong> Reifung in der Folie ist<br />
der Prozess besser kontrollierbar und damit<br />
auch <strong>die</strong> Qualität des Käses reproduzierbar.<br />
Darüber hinaus führt <strong>die</strong> Folienreifung zu<br />
geringeren Gewichtsverlusten des Käses als<br />
das bei der herkömmlichen Methode der<br />
Fall ist. Da der Käse bei der Folienreifung<br />
keine Rinde ausbildet, ist auch keine Salzbehandlung<br />
erforderlich. „All das reduziert<br />
<strong>die</strong> Lager- und Pflegekosten <strong>für</strong> Molkereien<br />
und Käsereien erheblich“, betont Wörner.<br />
Die Verpackungslösungen von Allfo erhalten<br />
dabei das Aroma und den Geschmack des<br />
Käses während des Reifeprozesses und da -<br />
rüber hinaus. Sie sorgen zudem <strong>für</strong> eine<br />
längere Haltbarkeit des Käses und bieten<br />
optimalen Produktschutz vor Sauerstoff,<br />
Feuchtigkeit und Mikroorganismen.<br />
Die Käsereifeverpackungen, ob als loser<br />
Beutel, Seitenfaltenbeutel oder Kettenbeutel,<br />
8 <strong>dei</strong> 06-2024
punkten mit einer hohen Durchstoßfestigkeit<br />
und verhindern bei richtiger Anwendung<br />
sogenannte Luftzieher. Diese entstehen,<br />
wenn Luft in <strong>die</strong> Verpackung eindringt<br />
und den Reifeprozess des Käses beeinträchtigt,<br />
was zu unerwünschten Geschmacksund<br />
Texturveränderungen bis hin zur<br />
Schimmelbildung führen kann.<br />
Von der Folie bis zum Beutel<br />
Basis <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifebeutel von Allfo sind<br />
maßgeschneiderte Mehrschichtfolien, <strong>die</strong><br />
auf modernen Extrusionsanlagen speziell<br />
nach Produkt- und Kundenanforderungen<br />
gefertigt werden. Diese PA/PE-Folien oder<br />
optional mit EVOH-Barriere (Ethylen-<br />
Vinylalkohol-Copolymer) bietet der Verpackungsspezialist<br />
seinen Kunden zum einen<br />
als Rollenware an. Zum anderen verarbeitet<br />
Allfo <strong>die</strong> Folien aber auch zu vielfältigen<br />
Verpackungslösungen weiter: Lose Beutel<br />
wie Schlauch- und Siegelrandbeutel oder<br />
Seitenfaltenbeutel verpacken Schnitt-, Hartkäse<br />
sowie Käseblöcke oder Rundlaibe und<br />
passen sich perfekt an <strong>die</strong> Form des zu<br />
verpackenden Käses an. Kettenbeutel sind<br />
<strong>die</strong> Lösung <strong>für</strong> den automatischen<br />
Verpackungsprozess.<br />
Maßgeschneiderte Mehrschichtfolien sind das A und O <strong>für</strong> eine optimierte Käsereifung<br />
Für noch mehr Individualisierung können<br />
<strong>die</strong> Folien <strong>für</strong> <strong>die</strong> Käsereifung auf Wunsch<br />
auch in unterschiedlichen Farben gefertigt<br />
sowie im Flexodruck mit bis zu zehn Farben<br />
individuell bedruckt werden.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Allfo<br />
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SABRINA DEININGER<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 9
<strong>dei</strong><br />
VERPACKUNGSTECHNIK<br />
ATS steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität<br />
Automatische Testsysteme<br />
<strong>für</strong> Metallsuchlösungen<br />
In einer Welt, in der auf dem Gebiet der KI rasant Fortschritte gemacht werden, ist<br />
<strong>die</strong> Lebensmittelproduktion bei der Metallerkennung immer noch stark auf manuelle<br />
Tests angewiesen, insbesondere <strong>für</strong> vertikale Schlauchbeutelmaschinen (VFFS). Dies<br />
gilt <strong>für</strong> Produkte wie Snacks, Süßwaren, Säuglingsnahrung, loses Mehl und Nahrungsergänzungsmittel<br />
in Pulverform. Manuelle Tests haben jedoch auch Nachteile<br />
und können mit einem automatischen Testsystem (ATS) verbessert werden.<br />
Bilder: Mettler-Toledo<br />
Die ATS-Technologie sorgt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Automatisierung<br />
des Testprozesses <strong>für</strong> vertikale<br />
Freifall-Metallsuchgeräte und ergänzt <strong>die</strong><br />
regelmäßigen manuellen Tests. Diese Technologie<br />
bildet <strong>die</strong> Erkennungsempfindlichkeit<br />
des Detektors in der Mitte der Suchspule<br />
nach <strong>–</strong> <strong>die</strong> am wenigsten empfindliche<br />
Stelle des Metalldetektors <strong>–</strong> und liefert<br />
konsistente und genaue Resultate über verschiedene<br />
Testpunkte hinweg. Durch <strong>die</strong><br />
Kalibrierung des Systems auf den<br />
schwächsten Punkt im Feld des Detektors<br />
bietet das ATS eine zuverlässige Messung<br />
der Gesamtleistung des Detektors und<br />
gleicht Empfindlichkeitsschwankungen aus.<br />
Traditionell wird bei manuellen Tests <strong>die</strong><br />
Freifallmethode verwendet, bei der Testkörper<br />
manuell in den Produktfluss eingeführt<br />
werden. Auch wenn das ATS manuelle Tests<br />
nicht vollständig ersetzt, reduziert es <strong>die</strong><br />
Häufigkeit <strong>die</strong>ser manuellen Eingriffe erheblich<br />
und steigert <strong>die</strong> Effizienz und Produktivität.<br />
Die ATS-Technologie sorgt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Automatisierung<br />
des Testprozesses <strong>für</strong> vertikale Freifall-Metallsuchgeräte<br />
und ergänzt <strong>die</strong> regelmäßigen<br />
manuellen Tests<br />
Verkürzung der Testzeiten<br />
Die Implementierung der ATS-Technologie<br />
in Metallsuchsystemen bietet eine praktische<br />
Lösung <strong>für</strong> Herausforderungen in der<br />
Fertigung wie Betriebssicherheit, Genauigkeit<br />
und Produktintegrität. Das ATS reduziert<br />
<strong>die</strong> Betriebskosten durch <strong>die</strong> Optimierung<br />
der Testverfahren. Da <strong>die</strong> Testzeiten auf unter<br />
40 Sekunden verkürzt werden, profitieren<br />
Unternehmen von einer höheren Effizienz<br />
und Produktivität. Dies führt zu erheblichen<br />
Zeit- und Ressourceneinsparungen, sodass<br />
Hersteller einen höheren Durchsatz erzielen<br />
können, ohne Abstriche bei der Sicherheit<br />
oder Genauigkeit zu machen.<br />
Gleichzeitig erhöht das ATS <strong>die</strong> Be<strong>die</strong>nersicherheit,<br />
indem es <strong>die</strong> Notwendigkeit <strong>für</strong><br />
Be<strong>die</strong>ner minimiert, in der Höhe zu arbeiten<br />
oder über Produktionsanlagen hinweg<br />
zu greifen. Diese Verbesserung schützt nicht<br />
nur <strong>die</strong> Mitarbeiter, sondern reduziert auch<br />
das Risiko kostspieliger Unfälle. Der Wert<br />
der Be<strong>die</strong>nersicherheit ist natürlich unbezahlbar.<br />
Geringeres Risiko von Rückrufen<br />
Mit den nicht-invasiven und automatisierten<br />
Tests des ATS wird das Risiko einer Kreuzkontamination<br />
oder von Produktmängeln,<br />
<strong>die</strong> zu kostspieligen Rückrufaktionen führen<br />
können, minimiert. Dieser präzisionsbasierte<br />
Ansatz verbessert <strong>die</strong> Produktqualität und<br />
-konsistenz und reduziert das Risiko von<br />
Rückrufen, indem Probleme frühzeitig im<br />
Produktionsprozess erkannt werden. Darüber<br />
hinaus bietet <strong>die</strong> automatische Dokumentation<br />
des Systems einen zuverlässigen<br />
Audit Trail, der <strong>die</strong> Einhaltung von Vorschriften<br />
zur Lebensmittelsicherheit und <strong>die</strong><br />
Rückverfolgbarkeit verbessert.<br />
10 <strong>dei</strong> 06-2024
Die ATS-Technologie bietet hohe Genauigkeit,<br />
indem ausgeklügelte Algorithmen zur<br />
Ausrichtung der Erkennungsempfindlichkeit<br />
in der Mitte der Suchspule mit dem Rand<br />
der Detektoröffnung verwendet werden<br />
Das ATS verkürzt <strong>die</strong> Testzeiten auf unter<br />
40 Sekunden. Unternehmen profitieren von<br />
einer höheren Effizienz und Produktivität.<br />
Auch wenn das ATS manuelle Tests nicht<br />
vollständig ersetzt, reduziert es <strong>die</strong> Häufigkeit<br />
<strong>die</strong>ser manuellen Eingriffe erheblich<br />
Die ATS-Technologie bietet sehr hohe Genauigkeit,<br />
indem ausgeklügelte Algorithmen<br />
zur Ausrichtung der Erkennungsempfindlichkeit<br />
in der Mitte der Suchspule mit dem<br />
Rand der Detektoröffnung verwendet werden.<br />
Dies bedeutet eine konsistente Detektionsleistung<br />
über das gesamte Produkt hinweg,<br />
wodurch <strong>die</strong> bei anderen Methoden<br />
häufig auftretenden Schwankungen eliminiert<br />
werden. Die automatisierte Kalibrierung<br />
des Systems erhöht <strong>die</strong> Zuverlässigkeit,<br />
was zu weniger Fehlern, verbesserter Produktivität<br />
und letztendlich zu Kosteneinsparungen<br />
führt, indem Ausfallzeiten reduziert<br />
werden und eine konsistente Produktqualität<br />
sichergestellt wird.<br />
Fallstu<strong>die</strong><br />
Betrachten wir einen typischen britischen<br />
Snack-Hersteller mit 24 Waagen-/Schlauchbeutel-Linien,<br />
<strong>die</strong> bei jeweils 100 Beuteln<br />
pro Minute 20 Stunden am Tag, 360 Tage im<br />
Jahr laufen. Derzeit testet das Werk seine<br />
Trichter-Metalldetektoren alle zwei Stunden<br />
manuell, wobei jeder Test drei Minuten dauert.<br />
Diese umfangreichen manuellen Tests<br />
führen zu erheblichen Produktionsausfällen<br />
und Produktverlusten.<br />
Durch den Einsatz der ATS-Technologie<br />
konnte Folgendes erreicht werden:<br />
• Die benötigte Testzeit wurde auf 30 Sekunden<br />
pro Test reduziert.<br />
• Es lassen sich pro Tag 60 000 Beutel mehr<br />
abfüllen. Im Laufe eines Jahres summiert<br />
sich <strong>die</strong>s auf über 21 Millionen Beutel.<br />
• Die erforderlichen Be<strong>die</strong>nerstunden <strong>für</strong><br />
das Testen sanken von 4320 Stunden pro<br />
Jahr auf nur noch 720 Stunden, was Einsparungen<br />
von ca. 54 000 Pfund pro Jahr<br />
bedeutet.<br />
Fazit<br />
Die Integration der ATS-Technologie in Metallsuchsysteme<br />
bietet eine leistungsstarke<br />
Lösung <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herausforderungen, denen<br />
sich Lebensmittelhersteller gegenübersehen.<br />
Durch <strong>die</strong> Verbesserung der Sicherheit, Genauigkeit<br />
und Produktivität wirkt das ATS<br />
steigenden Kosten entgegen und schützt <strong>die</strong><br />
Produktqualität und den Ruf der Marke.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Mettler-Toledo<br />
AUTORIN:<br />
KATI HOPE<br />
Global Key Account<br />
Manager,<br />
Mettler-Toledo Safeline<br />
Rührend, packend, bewegend.<br />
Zuverlässige Antriebslösungen <strong>für</strong><br />
Ihre Backwarenprozesse<br />
Langlebige Komponenten <strong>für</strong> alle<br />
Antriebsaufgaben Ihres Handwerks<br />
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weltweiter Verfügbarkeit<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 11
<strong>dei</strong><br />
VERPACKUNGSTECHNIK<br />
„Do-it-yourself“-Cobot-Handling: Erfahrungen in der automatisierten Teeabfüllung<br />
Roboterlösung ohne<br />
Berührungsängste<br />
Mittelständische Unternehmen aus der Lebensmittelverarbeitung sind bei der<br />
Automatisierung mit Robotern in der Regel auf externe Dienstleister angewiesen.<br />
Das bedingt jedoch Abhängigkeiten sowie hohe Kosten, wenn Umprogrammie -<br />
rungen erforderlich werden. Inzwischen sind jedoch Roboteranbieter auf dem Markt,<br />
<strong>die</strong> nicht nur leistungsfähige Geräte zu günstigen Preisen anbieten, sondern über<br />
ihre örtlichen Vertretungen auch Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Ein Erfahrungsbericht.<br />
Seit ihrer Gründung 1930 ist <strong>die</strong> Morga<br />
AG in Ebnat-Kappel, Schweiz, auf <strong>die</strong> Verarbeitung<br />
qualitativ hochwertiger Lebensmittel<br />
spezialisiert. Das familiengeführte mittelständische<br />
Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitenden<br />
stellt gut 1500 verschiedene<br />
vegetarische Produkte aus hochwertigen<br />
natürlichen Lebensmitteln her, viele davon<br />
in Bio-Qualität. Dazu gehören Nuss- und<br />
Dörrobst-Mischungen, Müslis, Teigwaren,<br />
Fertiggerichte, Bouillons, Obstsäfte und<br />
Konfitüren sowie Tees.<br />
Besonderes Augenmerk gilt dabei der gesunden<br />
Ernährung und der Berücksichtigung<br />
von Allergien und Unverträglichkeiten.<br />
Auch gibt es diverse, meist <strong>für</strong> den Export<br />
bestimmte Produkte, bei deren Herstellung<br />
und Verpackung spezielle Vorschriften<br />
Der neue Cobot RB3-1200 von Rainbow wurde von der eigenen Belegschaft installiert<br />
und programmiert<br />
Bilder: Klaus Vollrath<br />
einzuhalten sind, da <strong>die</strong> Kunden auf Halaloder<br />
Kosher-Zertifizierung bestehen. Ergänzend<br />
betätigt sich das Unternehmen auch<br />
im Bereich Lohnabfüllung und -verpackung<br />
<strong>für</strong> große Kaufhausketten.<br />
Hoch automatisierte Teeabfüllung<br />
„Da wir bei Tees als Lohnabfüller <strong>für</strong> diverse<br />
Großabnehmer tätig sind, ist <strong>die</strong>se Abteilung<br />
besonders hoch automatisiert“, sagt<br />
Sandro Bättig, technischer Leiter bei Morga.<br />
Hier stehen inzwischen vier vollautomatische<br />
Abfüllanlagen. Mit ihrer komplizierten<br />
Technik stellen <strong>die</strong>se Maschinen 350 Teebeutel<br />
pro Minute her, <strong>die</strong> dann einzel -<br />
umhüllt und zu 20 Stück in <strong>die</strong> Teepackung<br />
gepackt werden. Abschließend packt <strong>die</strong> Anlage<br />
dann fünf <strong>die</strong>ser Teepackungen in einen<br />
Tray, den <strong>die</strong> Händler nach Abriss des Deckels<br />
direkt ins Regal schieben können. Die<br />
Trays werden etikettiert und verlassen <strong>die</strong><br />
Anlage über eine Rollenbahn.<br />
Hinter der Abpackanlage wird <strong>die</strong> Umverpackung<br />
von einem Cobot mit Sauggreifer<br />
gegriffen und auf Paletten gestapelt. Zwei<br />
<strong>die</strong>ser Paletten stehen jeweils rechts und<br />
links des Cobots in Warteposition. Sobald<br />
eine davon voll ist, wird sie von den Mit -<br />
arbeitenden per Hubwagen gegen eine<br />
Leerpalette getauscht. Dieselben Mitarbeitenden<br />
sorgen auch bei den Verpackungsmaschinen<br />
da<strong>für</strong>, dass <strong>die</strong> benötigten Verbrauchsmaterialien<br />
wie Teemischung,<br />
Gewebebeutel <strong>für</strong> <strong>die</strong> Teebeutel, Etiketten,<br />
Kartons usw. stets in ausreichender Menge<br />
verfügbar sind. Auch kümmern sie sich um<br />
Störungsmeldungen und <strong>die</strong> Beseitigung<br />
kleinerer Fehler.<br />
12 <strong>dei</strong> 06-2024
Auf solchen Maschinen entstehen bei Morga pro Minute jeweils 350<br />
fertige Teebeutel samt aromadichter Umhüllung. Im Auslauf kommen<br />
dann Karton-Umverpackungen mit je 5 Verkaufskartons zu 20 Beuteln an.<br />
Ein weiterer Roboter wurde benötigt<br />
„Als bei uns Anfang 2023 <strong>die</strong> Entscheidung<br />
zur Automatisierung einer vierten Abfüll -<br />
anlage anstand, wollten wir uns von der<br />
bisherigen Abhängigkeit vom Programm -<br />
ersteller lösen“, erinnert sich Christian<br />
Hinterberger, Betriebsleiter bei Morga. Auch<br />
waren <strong>die</strong> inzwischen erhältlichen Modelle<br />
preislich teils deutlich günstiger als <strong>die</strong><br />
Lösungen des bisherigen Anbieters.<br />
Nach gründlicher Prüfung des Marktangebots<br />
fiel <strong>die</strong> Vorentscheidung <strong>für</strong> das Modell<br />
RB3-1200 des südkoreanischen Herstellers<br />
Rainbow, das auch von den Abmessungen<br />
her besser mit den Platzverhältnissen vor<br />
der Abfüllstrecke harmonierte. Bei den bisherigen<br />
Robotern war wegen der beengten<br />
Platzverhältnisse jeweils ein gekröpfter<br />
Spezialgreifer erforderlich.<br />
Ausschlaggebend war jedoch <strong>die</strong> Tatsache,<br />
dass es <strong>für</strong> <strong>die</strong>ses Fabrikat umfassenden Support<br />
durch einen kompetenten Schweizer<br />
Vertriebspartner gibt. Die Compar AG ist ein<br />
Engineering-Unternehmen mit jahrzehntelanger<br />
Erfahrung in der Automatisierung<br />
industrieller Prozesse mit Schwerpunkt auf<br />
Robotik und kameragestützter Qualitätssicherung.<br />
Als Schweizer Vertriebspartner der<br />
Cobot-Systeme von Rainbow ist Compar bereit,<br />
seinen Rainbow-Kunden neben technischem<br />
Support auch Hilfe zur Selbsthilfe bei<br />
der Realisierung eigener Roboter-Lösungen<br />
zukommen zu lassen.<br />
Mit Wagemut ...<br />
„Wir hatten zwar schon Erfahrung mit dem<br />
Teachen unserer vorhandenen Roboter, standen<br />
aber bezüglich der eigentlichen Programmierung<br />
vor einem Sprung ins kalte<br />
Wasser“, verrät Bättig. Deshalb wurde im<br />
Synthetische Hochleistungsschmierstoffe<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
H1 REGISTRIERT<br />
ISO 21469 ZERTIFIZIERT<br />
Verlängerte Ölwechselintervalle, vielseitige Einsatzmöglichkeiten, Sortenvereinfachung und<br />
eine optimierte Leistung, sind nur einige Vorteile der modernsten synthetischen Schmierstoffe<br />
von LUBRIPLATE, <strong>die</strong> selbstverständlich alle NSF H1-registriert sind.<br />
SFGO Ultra Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierstoffe<br />
• 100% synthetische Schmierstoffe aus PAO-Basis.<br />
• Extrem vielseitig einsetzbar, empfohlen <strong>für</strong> Druckluftkompressoren, Hydrauliksysteme,<br />
Getriebe, Lager, Pumpen und Ketten.<br />
• Verfügbar in 14 unterschiedlichen ISO-VG-Klassen.<br />
SynXtreme FG Serie: synthetische Hochleistungs-Schmierfette<br />
• Modernste synthetische Calcium-Sulfonat-Komplexseifen-Fette.<br />
• Universell einsetzbar <strong>für</strong> unzählige Anwendungen.<br />
• Extrem stabil bei Anwendung unter hohen Drücken.<br />
SSO-FG 100 und SSO-FG 150<br />
• Diese hochwertigen, vollsynthetischen Schmierstoffe wurden speziell zur Verwendung<br />
in Dosenverschließmaschinen und <strong>für</strong> ähnliche Applikationen entwickelt.<br />
Lubriplate® Lubricants<br />
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Finke Mineralölwerk GmbH<br />
Rudolf-Diesel-Straße 1 / 27374 Visselhövede Deutschland<br />
www.lubriplate.de / E-mail: info@lubriplate.de / Tel: +49 (0) 4262 79 95 23 Registriert ISO 9001 und ISO 50001<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 13
<strong>dei</strong><br />
VERPACKUNGSTECHNIK<br />
Der Auslaufbereich der vier Teeabpacklinien. Links <strong>die</strong> drei bisherigen Cobot-Systeme,<br />
rechts der schlankere, raumsparende Rainbow-Cobot.<br />
Programmierung und Be<strong>die</strong>nung erfolgen mithilfe eines<br />
handelsüblichen Tablets<br />
Juni 2023 zunächst Compar in Freienbach<br />
aufgesucht, um einen dort vorhandenen<br />
Rainbow-Roboter zu besichtigen. Schnell<br />
habe sich gezeigt, dass Compar bereit war,<br />
<strong>die</strong> Risiken einer Eigenprogrammierung<br />
dank umfassender Unterstützung zu<br />
minimieren.<br />
So überprüfte Compar zunächst <strong>die</strong> Machbarkeit<br />
der ins Auge gefassten Roboter-<br />
Lösung mithilfe einer Simulation und bestätigte,<br />
dass der Hersteller Rainbow beson -<br />
deren Wert auf eine einfach zu erlernende<br />
Be<strong>die</strong>nung legt. Der Anwender soll nach<br />
Möglichkeit auch ohne einen externen Integrator<br />
zurechtkommen. Ziel ist es, dass <strong>die</strong><br />
Mitarbeitenden mit dem Gerät auch ohne<br />
vertieftes Know-how in komplexer Programmierung<br />
zurechtkommen. Programmierung<br />
und Be<strong>die</strong>nung erfolgen aus <strong>die</strong>sem<br />
Grund auch mithilfe eines ganz<br />
normalen handelsüblichen Tablets.<br />
... zur eigenen Lösung<br />
„Von Compar und Rainbow bekamen wir<br />
neben guter Dokumentation auch ein Musterprogramm<br />
sowie Hilfestellungen zu einer<br />
geeigneten Programmierstrategie“, sagt<br />
Bättig. Für <strong>die</strong> eigentliche Programmierung<br />
habe er vielfach auf fertig vorprogram -<br />
mierte Codeblöcke zurückgreifen können.<br />
Zudem habe sich Compar als sehr hilfreich<br />
erwiesen, indem Tipps gegeben und Fragen<br />
beantwortet wurden.<br />
Das Ergebnis <strong>die</strong>ser guten Unterstützung<br />
war, dass <strong>die</strong> Anlage innerhalb von lediglich<br />
vier Wochen hochgefahren werden konnte.<br />
Da er in <strong>die</strong>ser Zeit aufgrund seiner anderen<br />
Aufgaben im Unternehmen noch viele weitere<br />
Aufgaben zu übernehmen hatte, beziffere<br />
er den tatsächlichen Netto-Zeitaufwand<br />
<strong>für</strong> das Programmieren des Roboters auf<br />
lediglich etwa eine Mannwoche. Und das,<br />
obwohl <strong>die</strong> Programmierung nicht mit<br />
üblichen Schemata bewerkstelligt werden<br />
konnte. Grund hier<strong>für</strong> war, dass der Roboter<br />
das Handgelenk aufgrund beengter Platz -<br />
verhältnisse am inneren Palettenrand andersherum<br />
drehen muss als weiter außen.<br />
Letztlich sei das ganze Projekt sehr schnell<br />
realisiert worden: Nach der Bestellung im<br />
Juli 2023 wurde der Roboter bereits Ende<br />
August geliefert und schon im September<br />
aufgebaut. Seit November 2023 arbeitet das<br />
System störungsfrei.<br />
Akzeptanz bei den Mitarbeitenden<br />
„Ein besonders wichtiger Aspekt war <strong>für</strong><br />
uns auch <strong>die</strong> Akzeptanz des neuen Roboters<br />
durch <strong>die</strong> Mitarbeitenden in der Abteilung“,<br />
ergänzt Hinterberger. Dort habe wegen der<br />
Umstellung zunächst Unsicherheit bestanden,<br />
doch habe sich das schnell geändert<br />
und der „Neue“ werde als bester Roboter in<br />
der Abteilung angesehen.<br />
Schon der Umgang mit <strong>die</strong>sem Cobot-System<br />
sei sehr be<strong>die</strong>nerfreundlich. Zum Teachen<br />
könne der Mitarbeiter den gesamten<br />
Arm mit freigestellten Achsen ohne Mühe<br />
von Hand an <strong>die</strong> Stelle schieben, <strong>die</strong> er ansteuern<br />
solle. Bei unbeabsichtigtem Kontakt<br />
mit einem Mitarbeiter bleibe der Roboter<br />
sofort stehen und mache erst dann weiter,<br />
wenn man ihm zweimal einen leichten<br />
Klaps gebe.<br />
Die Handhabung erfolge mithilfe einer<br />
leicht verständlichen grafischen Be<strong>die</strong>noberfläche<br />
auf einem handelsüblichen Tablet.<br />
Zum erneuten Anfahren nach einer grö -<br />
ßeren Unterbrechung müssen Mitarbeitende<br />
nach dem Start des Tablets lediglich <strong>die</strong><br />
Steuersoftware des Roboters aufrufen und<br />
Angaben zur Palette und derjenigen Stapelposition<br />
auf der Palette eingeben, an der<br />
weitergemacht werden soll.<br />
„Mit dem Ergebnis <strong>die</strong>ses Projekts sind wir<br />
sehr zufrieden. Mut und Engagement haben<br />
sich ausgezahlt. Wir konnten Tausende<br />
Franken einsparen und <strong>–</strong> fast noch wich -<br />
tiger <strong>–</strong> unsere Abhängigkeit von externen<br />
Dienstleistungen verringern“, bilanziert<br />
Hinterberger.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Compar<br />
AUTOR:<br />
KLAUS VOLLRATH<br />
Fachjournalist<br />
14 <strong>dei</strong> 06-2024
<strong>dei</strong><br />
PRODUKTE<br />
Doppelblockventil <strong>für</strong> Sprühtrockner<br />
GEA stellt seine patentierte<br />
Conta-Doppelblockventiltechnologie<br />
<strong>für</strong> Sprühtrockner in<br />
der Lebensmittel- und Milchverarbeitung<br />
vor. Das System<br />
wurde entwickelt, um mikrobiologische<br />
Risiken zu reduzieren<br />
und so eine sicherere und<br />
effizientere Verarbeitung zu gewährleisten.<br />
Das Doppelblockventil<br />
nimmt das Produkt aus<br />
dem Zuführsystem auf und verteilt<br />
es auf mehrere Sprühdüsen,<br />
<strong>die</strong> es in <strong>die</strong> Trocknungskammer<br />
sprühen. Im Vergleich<br />
zu herkömmlichen Konstruktionen<br />
reduziert <strong>die</strong>ses Design <strong>die</strong><br />
Bereiche, in denen sich Produkt<br />
ansammeln kann um bis zu<br />
96 %, was eine effizientere Reinigung<br />
vor Ort (CIP) ermöglicht<br />
und mikrobiologische Risiken<br />
senkt. Das Conta-Doppelblockventilsystem<br />
verbessert<br />
den hygienischen Betrieb und<br />
sorgt <strong>für</strong> mehr Prozess- und<br />
Produktsicherheit. Die standardisierte<br />
Doppelblockventileinheit<br />
kann sowohl <strong>für</strong> neue als<br />
Bild: GEA<br />
auch <strong>für</strong> bestehende Sprühtrocknungsanlagen<br />
einfach konfiguriert<br />
werden.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: GEA<br />
Mehrstufige Förderpumpe<br />
Die CME-Pumpe von Grundfos<br />
bietet zahlreiche Konfigurations-<br />
und Anpassungsoptionen<br />
und ist in diversen Materialausführungen<br />
erhältlich. Die mehrstufige,<br />
modulare Versorgungsund<br />
Förderpumpe <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie<br />
arbeitet zuverlässig und flexibel.<br />
Installation, Be<strong>die</strong>nung<br />
und Wartung sind unkompliziert.<br />
Sie bietet eine elektronische<br />
Regelung, mit der hohe<br />
Energieeinsparungen realisiert<br />
werden können und kann problemlos<br />
in kleine und große Anlagen<br />
integriert oder als eigenständige<br />
Pumpe betrieben werden.<br />
CME-Pumpen verfügen<br />
über einen integrierten Frequenzumrichter,<br />
intelligente<br />
Funktionen, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Installation<br />
und Wartung erleichtern, und<br />
einen energieeffizienten Motor,<br />
der <strong>die</strong> Wirkungsgradklasse IE5<br />
besitzt. Die modular aufgebauten,<br />
zuverlässigen und flüsterleisen<br />
Pumpen eignen sich <strong>für</strong> eine<br />
Vielzahl von Anwendungen.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Grundfos<br />
So erntefrisch geht das?<br />
Attraktiv und effizient verpackt. Mit weniger Plastik.<br />
Schützen Sie Ihre empfindlichen Obst- und Gemüseprodukte über <strong>die</strong> gesamte Logistikkette<br />
hinweg. Mit frischen Verpackungslösungen, <strong>die</strong> Mehrwert bieten. Denn so einfach,<br />
attraktiv und nachhaltig kann Verpacken sein.<br />
Jetzt entdecken: TopWRAP, TopCLOSE und TopSEAL von MULTIVAC.<br />
Bild: Grundfos<br />
MULTIVAC. Multiply Your Value.<br />
www.multivac.com<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 15
<strong>dei</strong><br />
PRODUKTE<br />
Teiglogistik einfach effizienter<br />
Bottiche, Kessel und Kisten fahren flexibel und sicher<br />
durch <strong>die</strong> Produktion, werden einfach in Regale gehoben<br />
und rezepturreguliert von der einen zur nächsten Station<br />
gebracht <strong>–</strong> intelligent, sicher und effizient. Diosnas automatisch<br />
gesteuerte Transportfahrzeuge (Automated Guided<br />
Vehicles, AGVs) arbeiten vollautomatisiert, rezepturabhängig<br />
und intelligent. Sensorbasiert und über <strong>die</strong> Sicherheitsstandards<br />
hinaus detektieren und reagieren <strong>die</strong><br />
AGVs auf Hindernisse und vermeiden Kollisionen. So<br />
lässt sich <strong>die</strong> Produktion vereinfachen und gegen Personalmangel<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Zukunft sichern. Die freie Navigation<br />
und <strong>die</strong> linienübergreifende Transportoption führt zu einem<br />
Gewinn an Flexibilität. Anwender profitieren von<br />
mehr Produktionskraft und höherer Prozesssicherheit.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Diosna<br />
Bild: Diosna<br />
Lecksuchgeräte <strong>für</strong> Kaffeeverpackungen<br />
Um Lecks und Schäden vorzubeugen,<br />
sollten Dichtheitsprüfungen<br />
von Verpackungen bereits<br />
in der Produktion durchgeführt<br />
werden. Die Tests <strong>die</strong>nen letztlich<br />
der Produktsicherheit und dem<br />
Verbraucherschutz <strong>–</strong> wie etwa<br />
bei Kaffeekapseln und -verpackungen.<br />
Der italienische Kaffeehersteller<br />
Bialetti ist kürzlich von<br />
zerstörenden Wasserbadtests auf<br />
das zerstörungsfreie Verfahren<br />
mit Dichtheitsprüfgeräten der<br />
Contura-S400-Serie von Inficon<br />
umgestiegen. Mithilfe der angewandten<br />
Druckanstiegsmethode<br />
im flexiblen Prüfraum werden<br />
Lecks schnell, zuverlässig und<br />
ohne Prüfgase erkannt. Der Prüfprozess<br />
mit den mobil einsetzbaren<br />
Lecksuchgeräten lässt sich<br />
gut in <strong>die</strong> Produktion integrieren:<br />
Während der Evakuierung<br />
der Prüfkammer umschließen<br />
zwei flexible Membranen <strong>die</strong> vakuumverpackten<br />
Prüfobjekte, sodass<br />
<strong>die</strong>se unversehrt bleiben.<br />
Liegt ein Leck vor, dringt Gas aus<br />
der Verpackung in <strong>die</strong> evakuierte<br />
Testkammer ein <strong>–</strong> was einen<br />
messbaren Druckanstieg im Vakuum<br />
der Kammer verursacht.<br />
Groblecks und sogar Mikrolecks<br />
von unter 10 μm werden in Sekunden<br />
detektiert.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Inficon<br />
Qualitätskontrolle von Kohlendioxid<br />
Bild: Inficon<br />
Kunststoffreduzierte Schutzgasverpackung<br />
Bild: Sealpac<br />
Für einen frischen aufmerksamkeitsstarken<br />
Auftritt am POS bei<br />
deutlich reduziertem Kunststoffeinsatz<br />
sorgt Flatmap, eine MAP-<br />
Verpackungslösung von Sealpac,<br />
<strong>die</strong> unter anderem von einem renommierten<br />
Fleischproduzenten<br />
<strong>für</strong> Wurst in Scheiben eingesetzt<br />
wird. Die Verpackungs besteht<br />
aus einem flachen, mit einer<br />
hauchdünnen Kunststoffschicht<br />
überzogenen Kartonträger, auf<br />
dem <strong>die</strong> Aufschnittware platziert<br />
wird. Dieser wird mit einer wiederverschließbaren<br />
Oberfolie<br />
versiegelt. Die eng anliegende<br />
Folie sorgt <strong>für</strong> hervorragende<br />
Restsauerstoffwerte im MAP-Prozess,<br />
<strong>die</strong> deutlich geringer sind,<br />
als bei herkömmlichen wiederverschließbaren<br />
Tiefziehverpackung.<br />
Beim Öffnen der Verpackung<br />
lässt sie sich vollständig<br />
von der Verpackung abziehen,<br />
sodass <strong>die</strong> Wurstwaren direkt auf<br />
dem attraktiv bedruckten Produktträger<br />
serviert werden können.<br />
Hinterher wird <strong>die</strong> Folie<br />
wieder glatt über das Produkt<br />
gestrichen und sorgt mit ihrer<br />
hohen Wiederverschlusskraft <strong>für</strong><br />
eine sichere, hygienische Aufbewahrung.<br />
Dieser Vorgang lässt<br />
sich mehrfach wiederholen.<br />
Nach Gebrauch lassen sich<br />
Kunststoff und Karton sauber<br />
trennen und in den entsprechenden<br />
Wertstoffsammlungen zur<br />
Wiederverwertung entsorgen.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Sealpac<br />
Die Getränke- und Abfüllindustrie<br />
stellt hohe Anforderungen<br />
an <strong>die</strong> Verwendung von ultrahochreinem<br />
Kohlendioxid<br />
(CO 2 ). Sie benötigt ein Überwachungs-<br />
und Qualitätssicherungssystem,<br />
das eine hohe<br />
Qualität gewährleistet. Hier<br />
kommt das robuste, automatische<br />
und vorkalibrierte, schlüsselfertige<br />
Carbo2detek-System<br />
von LDetek, eine Marke von<br />
Process Sensing Technologies<br />
(PST), ins Spiel. Die industriellen<br />
Gaschromatographen von<br />
LDetek sichern <strong>die</strong> Qualität von<br />
mehr als 30 reinen Gasen und<br />
UHP-Gasen. Durch <strong>die</strong> Kombination<br />
des Plasma-Emissionsdetektors<br />
(PED) mit dem Flammenionisationsdetektor<br />
(FID)<br />
im industriellen Gaschromatographen<br />
Multidetek3 erfüllt<br />
das Gassystem Carbo2detek alle<br />
Anforderungen, <strong>die</strong> an den<br />
Einsatz bei niedrigen Konzentrationen<br />
gestellt werden. Die<br />
PED-Technologie ermöglicht es<br />
mit ihrem patentierten Design<br />
und einer Reihe von selektiven<br />
optischen Bandpassfiltern bis<br />
hinunter in den Sub-ppb-Bereich<br />
zu messen, ohne Störungen<br />
durch das CO 2 -Hintergrundgas.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: PST<br />
Bild: Process Sensing Technologies PST<br />
16 <strong>dei</strong> 06-2024
Optische Wasseranalysatoren<br />
ABB stellt <strong>die</strong> Wasseranalysengeräte<br />
Uvitec vor. Die Technologie<br />
ist der Nachfolger des Portfolios<br />
optischer Sensoren von Real<br />
Tech, das im Februar 2024 von<br />
ABB übernommen wurde. Die<br />
Produktfamilie basiert auf patentierten<br />
und firmeneigenen Technologien<br />
und ist eine umfassende<br />
Plattform zur Überwachung<br />
der Wasserqualität auf optischer<br />
Basis. Sie umfasst optische Sensoren,<br />
Steuerungen, eine Reihe<br />
von Zusatzgeräten sowie eine<br />
Datenanalyse- und Softwarelösung.<br />
Uvitec setzt spektralphotometrische<br />
und Fluoreszenz-<br />
Messverfahren ein, um Wasseranalysen<br />
in Laborqualität in der<br />
Prozessumgebung zu liefern.<br />
Durch <strong>die</strong> Leistungsfähigkeit der<br />
UV/VIS-Technologie ermöglichen<br />
<strong>die</strong> Geräte den schnellen<br />
Nachweis einer breiten Palette<br />
von Parametern und organischen<br />
Verbindungen zur Wasserqualität<br />
in Echtzeit. Die Datenanalyseund<br />
Softwareplattform Uvitec<br />
Liquid Ai nutzt <strong>die</strong> gewonnenen<br />
Messwerte, um den Anlagenbetreibern<br />
verwertbare Erkenntnisse<br />
zu liefern, <strong>die</strong> dazu beitragen,<br />
das Wasser- und Abwassermanagement<br />
zu verbessern.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: ABB<br />
Bild: ABB<br />
Bodenbeschichtungen<br />
aus Reaktionsharz<br />
Silikal-Bodenbeschichtungen<br />
passen in alle Bereiche der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>.<br />
Egal, ob es<br />
um Produktion und Lager geht,<br />
wo Eigenschaften wie Funktion,<br />
Haltbarkeit und Sicherheit gefordert<br />
sind, kombiniert mit nachweisbarer<br />
Eignung <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herstellung<br />
von Lebensmitteln, oder<br />
um Böden in Personal- und Sanitärräumen.<br />
Auf Basis von Methylmethacrylat<br />
(MMA) werden<br />
<strong>die</strong> Böden objektbezogen geplant<br />
und schnell verlegt. Die<br />
Reaktionsharze sind beständig<br />
gegen viele Laugen, Salze, Öle<br />
und Fette. Die fugenlos geschlossene<br />
Oberfläche der Beschichtungen<br />
kann mittels Hohlkehlen<br />
abgeschlossen werden.<br />
Mit besonderen Bodenvarianten<br />
wie dem modernen Concrete<br />
Look bietet Silikal auch Fußböden<br />
<strong>für</strong> Bereiche, in denen der<br />
Boden das Ambiente hervorheben<br />
soll. Alle Böden lassen sich<br />
einfach und schnell reinigen.<br />
Für nötige Trittsicherheit in nassen<br />
und feuchten Bereichen sorgen<br />
individuell einstellbare<br />
Rutschhemmstufen. Nachweise<br />
und Zertifikate, z. B. HACCP International<br />
und Halal, und <strong>die</strong><br />
Empfehlung des Bundesverbandes<br />
der Lebensmittelkontrolleure<br />
Deutschland e. V., zeigen <strong>die</strong><br />
speziellen Eignungen beim Umgang<br />
mit Lebensmitteln.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Silikal<br />
Nachhaltigkeit als Innovationstreiber<br />
Ob ressourcensparende Produktherstellung, umweltschonende<br />
Verpackungslösungen oder effiziente Recycling-Innovationen:<br />
wir wollen einen Beitrag leisten <strong>–</strong> gegen den Klimawandel, <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Ernährung der Weltbevölkerung und den verantwortungsbewussten<br />
Umgang mit Verpackungsmaterialien.<br />
BrauBeviale 2024, Nürnberg, 26. <strong>–</strong> 28. November<br />
Halle 7A-510<br />
krones.com<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 17
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
CIP-Reinigung in der Brauindustrie<br />
Durchgängige Lösung vom<br />
Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud<br />
Jumo hat das Automatisierungsportfolio um eine umfassende Lösung <strong>für</strong> verfahrenstechnische<br />
Abläufe erweitert. Mit dem Varitron-System und dem grafischen Programmeditor<br />
Smartware Program lassen sich kundenspezifische Lösungen einfach<br />
und ohne spezielle Programmierkenntnisse konfigurieren, wie das Beispiel CIP-Reinigung<br />
in der Brauindustrie zeigt.<br />
Die Jumo-Lösung ist besonders anwenderfreundlich<br />
und vielseitig einsetzbar, wodurch<br />
sie zur Kosteneffizienz in einer Vielzahl<br />
von Branchen beitragen kann. In der<br />
<strong>Lebensmittelindustrie</strong>, zum Beispiel beim<br />
Brauprozess, spielt <strong>die</strong> Verfahrenstechnik-<br />
Anwendung eine entscheidende Rolle. Von<br />
Maischen und Abläutern über das Würzekochen<br />
und -kühlen bis hin zur Gärung und<br />
Filtration − alle Prozesse können mit der<br />
Lösung effizient gesteuert werden.<br />
Das Herzstück bildet das Varitron-Automatisierungssystem,<br />
das durch verschiedene<br />
Smartware-Anwendungen eine durchgängige<br />
Lösung vom Sensor bis in <strong>die</strong> Cloud ermöglicht.<br />
Drei Anwendergruppen stehen dabei im<br />
Fokus: Hersteller von verfahrenstechnischen<br />
Anlagen, Anlagenbetreiber und Endanwender.<br />
Vom Hersteller bis zum Endanwender<br />
Hersteller können mit Smartware-Setup einzelne<br />
Verfahrensschritte und Anlagentypen<br />
definieren. Anlagenbetreiber profitieren von<br />
der Smartware-Program-Anwendung, <strong>die</strong><br />
eine intuitive Erstellung und Bearbeitung<br />
von Programmen und Rezepten mittels eines<br />
grafischen Editors ermöglicht. Durch<br />
einfache Klicks können vordefinierte Verfahrensschritte<br />
ausgewählt, verknüpft und Sollwerte<br />
eingestellt werden.<br />
Der Endanwender kann dann den Programmablauf<br />
mithilfe eines Displays, zum<br />
Beispiel auf einem Webpanel oder einem<br />
Tablet, visualisieren und steuern. Dabei ist<br />
<strong>die</strong> Benutzeroberfläche ebenso frei individualisierbar<br />
wie <strong>die</strong> des grafischen Programmeditors,<br />
um eine durchgängige und<br />
intuitive Be<strong>die</strong>nung zu gewährleisten.<br />
Zur Überwachung, Chargenaufzeichnung<br />
und individuellen Reporterstellung können<br />
weitere Jumo-Anwendungen wie <strong>die</strong> Smartware<br />
Scada und <strong>die</strong> Jumo-Cloud genutzt<br />
werden. Smartware Scada läuft lokal beim<br />
Anwender und bietet eine detaillierte Prozesssteuerung<br />
und -überwachung. Die Jumo-Cloud<br />
hingegen bietet ein Rundumsorglos-Paket<br />
<strong>für</strong> den Kunden und ermöglicht<br />
den weltweiten Zugriff auf <strong>die</strong> Anlagen-<br />
und Chargendaten.<br />
CIP-Anlage <strong>für</strong> eine Brauerei inklusiv kompletter Automatisierung<br />
Bilder: Jumo<br />
Beispiel CIP-Reinigung<br />
Die CIP(Cleaning in Place)-Reinigung ist<br />
ein wesentlicher Bestandteil des Brauprozesses.<br />
Bei der CIP-Reinigung werden <strong>die</strong> Anlagen<br />
mit Reinigungsmitteln gespült, ohne<br />
18 <strong>dei</strong> 06-2024
Im persönlichen Dashbord werden <strong>die</strong> wichtigsten Funktionen<br />
übersichtlich dargestellt<br />
Mit Smartware Program lassen sich ohne Programmierkenntnisse verfahrenstechnische<br />
Abläufe wie eine CIP-Reinigung darstellen<br />
dass <strong>die</strong>se demontiert werden müssen. Dazu<br />
passend bietet Jumo eine große Auswahl an<br />
EHEDG-zertifizierten Sensoren. Das sind<br />
Sensoren, <strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong> Nassreinigung in geschlossenen<br />
Anlagen ohne vorherige Demontage<br />
geeignet sind.<br />
Die CIP-Steuerung läuft auf dem Varitron-<br />
System und ist komplett in das Automatisierungssystem<br />
der Brauereianlage integriert.<br />
Sie unterstützt verschiedene CIP-Verfahren,<br />
wie Ein- und Zweikreisverfahren, und ermöglicht<br />
auch <strong>die</strong> Durchführung von SIP<br />
(Sterilization in Place)-Prozessen. Der Prozessablauf<br />
kann dabei individuell an <strong>die</strong> Anforderungen<br />
der Anlage und des Produkts<br />
angepasst werden.<br />
Reinigungsablauf<br />
Der erste Schritt der CIP-Reinigung ist in<br />
den meisten Fällen das Vorreinigen der Anlagen<br />
mit dem letzten Spülwasser der vorangegangenen<br />
Reinigung. Das setzt voraus,<br />
dass ein Stapelwassertank zur Verfügung<br />
steht. Im Anschluss wird mit heißem Wasser<br />
gespült. Darauf folgt meist ein Reinigungsschritt<br />
mit Natronlauge. Nach einer weiteren<br />
Spülung mit Wasser wird oft mit Salpetersäure<br />
oder auch Phosphorsäure gereinigt.<br />
Sollte es keinen weiteren Anforderungen geben<br />
ist nach einer weiteren Spülung mit<br />
Wasser, das im Stapeltank gesammelt wird,<br />
<strong>die</strong> Reinigung abgeschlossen.<br />
Bei der Reinigung sind <strong>die</strong> Temperatur, der<br />
Durchfluss, <strong>die</strong> Konzentration der Reinigungsme<strong>die</strong>n<br />
und <strong>die</strong> Dauer der Reinigung<br />
<strong>die</strong> wesentlichen Faktoren <strong>für</strong> den Reinigungserfolg.<br />
Je höher <strong>die</strong> Reinigungstemperatur, desto<br />
höher ist der Reinigungserfolg. Anderseits<br />
können durch zu hohe Temperaturen auch<br />
Schäden an der Anlage entstehen.<br />
Ein wesentlicher Aspekt der CIP-Steuerung<br />
ist <strong>die</strong> Überwachung und Regulierung der<br />
Reinigungsparameter. Jumo bietet hier<strong>für</strong><br />
eine Vielzahl von Sensoren und Reglern an,<br />
<strong>die</strong> einfach in das System integriert werden<br />
können. Die Messdaten werden in Echtzeit<br />
erfasst und können <strong>für</strong> <strong>die</strong> Überwachung<br />
und Optimierung des Prozesses genutzt<br />
werden.<br />
Für <strong>die</strong> Dokumentation der CIP-Reinigung<br />
und <strong>die</strong> Erfüllung von Qualitäts- und Hygienestandards<br />
ist <strong>die</strong> Chargenaufzeichnung<br />
essentiell. Mit Smartware Scada und der Jumo-Cloud<br />
kann <strong>die</strong>se Aufgabe wie auch<br />
beim Brauprozess schnell, einfach und effizient<br />
erledigt werden. Beide Systeme ermöglichen<br />
eine detaillierte Aufzeichnung<br />
der Prozessparameter und <strong>die</strong> Erstellung von<br />
individuellen Kundenberichten.<br />
Intuitives Be<strong>die</strong>nkonzept<br />
Die Be<strong>die</strong>nung der CIP-Steuerung erfolgt<br />
über ein intuitives browserbasiertes Be<strong>die</strong>nkonzept,<br />
das auf den Anwender zugeschnitten<br />
ist. Dabei kann der Be<strong>die</strong>ner den Prozessablauf<br />
visuell verfolgen und bei Bedarf<br />
manuell eingreifen. Das System bietet dabei<br />
eine hohe Flexibilität und ermöglicht es,<br />
auch komplexe CIP-Prozesse effizient und<br />
sicher zu steuern.<br />
Ein weiterer Vorteil der Jumo-Lösung ist <strong>die</strong><br />
Integration in bestehende Anlagen und Systeme.<br />
Durch <strong>die</strong> offene Architektur und <strong>die</strong><br />
Unterstützung von Standard-Schnittstellen<br />
kann das Varitron-System einfach in bestehende<br />
Infrastrukturen eingebunden werden.<br />
Dies eröffnet eine Vielzahl von Möglichkeiten<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Modernisierung von Anlagen<br />
und <strong>die</strong> Optimierung von Prozessen.<br />
Fazit<br />
Zusammenfassend hat Jumo mit dem Varitron<br />
500 und Smartware Program eine umfassende<br />
und intuitive Automatisierungslösung<br />
geschaffen, <strong>die</strong> in vielen Industriezweigen<br />
eingesetzt werden kann, insbesondere<br />
in der Brauindustrie. Die Lösung bietet<br />
nicht nur <strong>die</strong> Möglichkeit, <strong>die</strong> verschiedenen<br />
Prozessschritte der Bierherstellung effizient<br />
und präzise zu steuern, sondern ermöglicht<br />
auch eine umfassende Überwachung,<br />
Chargenaufzeichnung und individuelle<br />
Reporterstellung.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Jumo<br />
AUTOR:<br />
MICHAEL WIENER<br />
Produktmanager<br />
Automatisierungssysteme,<br />
Jumo<br />
AUTOR:<br />
NICO MÜLLER<br />
Produktmanager Software,<br />
Jumo<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 19
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Hygienischer und sicherer Stahlbau <strong>für</strong> Unterkonstruktionen<br />
Fokus auf das Fundament<br />
Hohe Kundenanforderungen und strenge regulatorische Vorgaben erhöhen den<br />
Druck auf Handel und Hersteller, <strong>die</strong> <strong>Prozesstechnik</strong> zu modernisieren. Das Fundament<br />
neuer Anlagen und einer automatisierten Produktion sind hygienische, sichere<br />
und hochwertige Unterkonstruktionen. Sie sollten rechtzeitig geplant werden.<br />
Verbraucherinnen und Verbraucher sowie<br />
strengere Gesetze der EU setzen neue<br />
Maßstäbe <strong>für</strong> den Handel und <strong>die</strong> Konsumgüterindustrie.<br />
Dies stellt hohe Anforderungen<br />
an moderne Produktionsmethoden und<br />
eine entsprechende <strong>Prozesstechnik</strong>. Viele Lebensmittel-<br />
und Getränkeproduzenten investieren<br />
daher in komplett neue Maschinen<br />
und Anlagen, erweitern ihre Produktion und<br />
setzen innovative Technologien ein, um eine<br />
höhere Ausprägungsmenge zu erhalten und<br />
ressourcenschonender zu arbeiten.<br />
Zuletzt gebaut, zuerst geplant<br />
Das Fundament jeder Anlage und einer automatisierten<br />
Produktion sind <strong>die</strong> Bühnenkonstruktionen.<br />
Sie müssen individuell an<br />
den Bestand und <strong>die</strong> Gegebenheiten angepasst<br />
werden und sollten sich harmonisch<br />
in verschiedene Betriebsumgebungen vor<br />
Ort einfügen. Be<strong>die</strong>nbühnen und Begehkonstruktionen<br />
<strong>die</strong>nen dazu, Maschinen, Anlagen<br />
und Geräte effizienter, sicherer und<br />
funktionaler zu machen. Damit unterstützen<br />
sie reibungslose Produktionsabläufe und erfüllen<br />
gleichzeitig sicherheitsrelevante Anforderungen,<br />
um Gefahren bei der Arbeit zu<br />
reduzieren. Sie ermöglichen jederzeit Zugang<br />
und Zugriff auf Anlagen, um sie zu<br />
überwachen, anzupassen und Wartungen<br />
durchzuführen, ohne dabei sensible Produktionsabläufe<br />
zu beeinträchtigen. Die Konstruktionen<br />
bieten Maschinenbe<strong>die</strong>nern,<br />
Technikern und Wartungspersonal zudem<br />
eine sichere und stabile Arbeitsumgebung,<br />
um komplexe Aufgaben auch in erhöhten<br />
Positionen effizient und unfallfrei zu erledigen.<br />
In Produktionsumgebungen mit langen<br />
Prozesslinien verkürzen wiederum Überstiege<br />
und Wartungspodeste <strong>die</strong> Wege. Hier ist<br />
<strong>die</strong> Flexibilität wichtig: <strong>die</strong> Konstruktionen<br />
müssen zum Teil über mehrere Hindernisse<br />
oder Produktbänder hinaus <strong>–</strong> mit entsprechenden<br />
Querverstrebungen auch <strong>für</strong> hohe<br />
Produktionslinien <strong>–</strong> realisiert werden.<br />
„Be<strong>die</strong>nbühnen werden zwar zuletzt geplant,<br />
werden bei der Modernisierung von<br />
Produktionsanlagen aber zuerst benötigt.<br />
Bedeutet, bestenfalls schon in der Planungsund<br />
Layoutphase einen Experten hinzuzuziehen<br />
und <strong>für</strong> eine enge Abstimmung mit<br />
dem Obermonteur vor Ort und allen beteiligten<br />
Gewerke <strong>–</strong> Spedition, Logistikpartner,<br />
Maschinenhersteller <strong>–</strong> zu sorgen“, sagt Josef<br />
Müller, Geschäftsführer von Müller & Sohn,<br />
einem auf den Stahlbau spezialisierten Familienunternehmen<br />
aus der Eifel mit<br />
175-jähriger Historie.<br />
Ein ganzheitliches Vorgehen bei der Entwicklung<br />
der Konstruktion stellt sicher, dass<br />
<strong>die</strong> Lösung bestmöglich an <strong>die</strong> Branche und<br />
ihre individuellen Anforderungen angepasst<br />
ist. Gerade dort, wo Lebensmittel und Getränke<br />
hergestellt, verpackt oder verarbeitet<br />
werden, gelten höchste Hygiene-, Sicherheits-<br />
und Qualitätsstandards. Neben Richtlinien,<br />
<strong>die</strong> national und international einheitlich<br />
sind, wie der Verordnung (EG) Nr.<br />
852/2004 der EU <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelhygiene<br />
oder dem Codex Alimentarius, müssen<br />
auch landesspezifische Normen, Vorschriften<br />
und Gesetze erfüllt werden. Mit<br />
hochmodernen Schweiß- und Schleifmethoden<br />
kann das gesamte Spektrum der weltweiten<br />
Anforderungen abgedeckt werden.<br />
Erst kommt das Aufmaß mit dem 3-D-Laserscanner, um <strong>die</strong> digitalen Daten zu erfassen, dann wird im<br />
Planungsmodell ein virtuell begehbares Visualisierungsmodell erstellt<br />
Bilder: Müller & Sohn<br />
Hochpräzise virtuelle Planung<br />
Bestandteil jeder Projektplanung sind präzise<br />
statische Berechnungen in Bezug auf Größe,<br />
Ausführung und Belastung mittels Aufmaßnahmen<br />
und technischen Zeichnungen<br />
20 <strong>dei</strong> 06-2024
Wollen Unternehmen in neue Maschinen und Anlagen investieren, sollten<br />
sie frühzeitig an <strong>die</strong> Planung passender Konstruktionen denken<br />
Überall dort, wo Lebensmittel und Getränke hergestellt, verpackt oder<br />
verarbeitet werden, gelten höchste Hygiene-, Sicherheits- und Qualitätsstandards<br />
per neuester 3D-Laserscantechnik. Da<strong>für</strong><br />
wird der Bestand einmal digital aufgenommen.<br />
Anschließend entsteht per CAD-Software<br />
in einer realitätsgetreuen Umgebung<br />
ein erster virtueller Modellentwurf. Dieser<br />
digitale Zwilling wird dann auf Anknüpfungs-<br />
und Kollisionspunkte überprüft. Bereits<br />
in <strong>die</strong>sem Schritt kommt es auf Millimeterarbeit<br />
an: Abmessungen, Konfigurationen<br />
und Zusatzfunktionen, wie integrierte<br />
Sicherheitsvorrichtungen, Treppen, Steigleiter,<br />
Geländer und rutschfeste Laufflächen,<br />
sind keine Grenzen gesetzt, müssen aber<br />
von Beginn an mitgedacht werden. Nur so<br />
können Konstruktionen auch in engen<br />
Raumverhältnissen platzsparend angeordnet<br />
werden. Zu berücksichtigen sind auch<br />
strenge statische Anforderungen und Verkehrslasten<br />
sowie Arbeitsschutzstandards<br />
wie <strong>die</strong> DIN EN ISO 14122. Durch <strong>die</strong> digitale<br />
Dokumentation kann im Laufe des Projekts<br />
flexibel auf Änderungen hinsichtlich<br />
Kollisionspunkte, Lasten oder Stützenstellungen<br />
reagiert werden.<br />
Im nächsten Schritt entscheidet sich, welches<br />
Material genutzt wird. Oberflächen von<br />
Stahl unterscheidet sich in Verzinkung,<br />
Grun<strong>die</strong>rung, Beschichtung und Lackierung.<br />
Wichtige Faktoren bei der Entscheidung sind<br />
Stand- und Einsatzort der Anlage. Verzinkter<br />
Stahl ist kostengünstiger und auch <strong>für</strong> draußen<br />
geeignet. Edelstahl ist zwar teuer, da<strong>für</strong><br />
glatter und korrosionsbeständiger. Er eignet<br />
sich besonders, wenn ein Produkt viele Berührungspunkte<br />
mit der Konstruktion hat. In<br />
jedem Fall ist Stahl langlebig und recycelbar.<br />
„Die DIN-gerechte Qualität und <strong>die</strong> von Lebensmittelherstellern<br />
geforderten Oberflächenparameter<br />
hinsichtlich eines geringen<br />
Ra-Wertes lassen sich über hochmoderne,<br />
teilautomatisierte Maschinen, Erfahrung und<br />
Know-how sicherstellen“, so Josef Müller.<br />
Sind <strong>die</strong> Entscheidungen über das Material<br />
getroffen, geht <strong>die</strong> Planung in <strong>die</strong> Konstruktionsphase,<br />
<strong>die</strong> den ersten Entwurf und später<br />
den perfekten Bauplan umfasst <strong>–</strong> <strong>die</strong>ser<br />
wird dann in der Fertigung umgesetzt.<br />
Werden neue Be<strong>die</strong>nbühnen und Maschinenunterkonstruktionen<br />
benötigt, sollten<br />
Unternehmen auf Spezialisten <strong>für</strong> komplexe<br />
Sonderanlagen im Bereich der Getränkeund<br />
<strong>Lebensmittelindustrie</strong> setzen<br />
Integrierte Lösung aus einer Hand<br />
Die Konstruktionen von Müller & Sohn werden<br />
aus der Eifel in <strong>die</strong> ganze Welt geliefert.<br />
Das letzte Großprojekt war eine 21 Tonnen<br />
schwere hygienische Bühnenkonstruktion<br />
aus Edelstahl <strong>für</strong> <strong>die</strong> Modernisierung einer<br />
Anlage eines führenden Nahrungsmittelherstellers<br />
mit Sitz in Ostdeutschland. Hier bestanden<br />
besondere Anforderungen an Hygiene<br />
und Statik. Die Konstruktion musste in<br />
den Bestand implementiert und komplett<br />
vor Ort verschweißt werden. Das heißt, alle<br />
Profile, Hohlräume und Rohre mussten geschlossen<br />
und der Bodenbelag mit Abläufen<br />
verschweißt sein, damit <strong>die</strong> Konstruktion<br />
leicht zu reinigen ist und sich kein Staub ablagert.<br />
Die Elemente wurden in Modulbauweise<br />
in der eigenen Fertigungshalle vorbereitet,<br />
auf <strong>die</strong> Transportmittel zugeschnitten<br />
und später auf der Baustelle miteinander<br />
verschweißt. Die Montage erfolgte innerhalb<br />
von zehn Tagen im Schichtbetrieb, um den<br />
Ausfall der Anlage so gering wie möglich zu<br />
halten <strong>–</strong> üblich sind sechs Wochen. Bei Projekten<br />
mit mehreren Bauabschnitten, verschiedenen<br />
technischen Spezifikationen und<br />
bürokratischen Hürden kann es bis zu zwei<br />
Jahre dauern, bis <strong>die</strong> Konstruktion fertig ist<br />
und <strong>die</strong> Anlage umgebaut werden kann. So<br />
geschehen bei einem belgischen Softdrinkhersteller,<br />
der eine 800 m 2 große Bühnenfläche<br />
mit verzinkter Unterkonstruktion und<br />
27 Überstiege benötigte. Hier wurde an<br />
zwei Standorten, beim Kunden und in Kall,<br />
parallel gearbeitet, um den strikten zeitlichen<br />
Rahmen einzuhalten. Josef Müller:<br />
„Beim Transport und der Vor-Ort-Montage<br />
kommt es dann auf ‚just in time‘ an.“<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Müller & Sohn<br />
AUTORIN:<br />
CATRIN SCHREINER<br />
Freie Journalistin<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 21
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Bilder: RK Rose+Krieger<br />
Das Edelstahl-Montage-System EMS ist eine saubere und flexible Alternative zu geschweißten Rohrkonstruktionen in Reinräumen<br />
Montagesystem und Rohrverbinder aus Edelstahl<br />
Flexible Gestellbauten<br />
<strong>für</strong> den Reinraum<br />
In Reinräumen eingesetzte Produkte müssen <strong>die</strong> Kontamination durch Staub oder<br />
andere Verunreinigungen vermeiden. Edelstahl ist hier der Materialstandard. Das<br />
Edelstahl-Montage-System EMS wurde <strong>für</strong> Gestellbauten aus Vierkant- oder Rundrohren<br />
im Reinraum entwickelt, während <strong>die</strong> Edelstahlrohrverbinder Robust Clamps<br />
<strong>für</strong> schwere Lasten sowie den stoßfesten Bereich geeignet sind.<br />
Geländer oder Gestelle aus Edelstahl werden<br />
typischerweise durch Verschweißen hergestellt.<br />
Ein außerordentlich arbeitsaufwendiger<br />
Vorgang, schließlich müssen <strong>die</strong> Rohre<br />
<strong>für</strong> Eckverbindungen zunächst präzise zugeschnitten,<br />
verschweißt, glattgeschliffen, gebeizt<br />
und abschließend poliert werden. Ein<br />
weiterer großer Nachteil <strong>die</strong>ser unflexiblen<br />
Lösung ist, dass sie nur sehr schwer verändert<br />
oder wiederverwendet werden kann. In<br />
Reinraumanwendungen kommen noch zusätzliche<br />
Herausforderungen hinzu: Große<br />
geschweißte Konstruktionen passen nicht in<br />
<strong>die</strong> Reinraumschleusen, und im Reinraum<br />
ist Schweißen selbstverständlich undenkbar.<br />
Daher beschreitet der Systemanbieter RK<br />
Rose+Krieger einen ganz anderen Weg. Das<br />
Edelstahl-Montage-System EMS ist eine saubere,<br />
Alternative zu geschweißten Rohrkonstruktionen.<br />
Der Kunde erhält fertig bearbeitete<br />
Verbindungselemente inklusive<br />
Spanntechnik, <strong>die</strong> er mit auf Länge geschnittenen<br />
Edelstahlrohren zu beliebigen<br />
Gestellen oder Geländern kombinieren<br />
kann. Mit <strong>die</strong>sen Verbindungselementen aus<br />
Edelstahl lassen sich Gestellbauten aus Vierkant-<br />
oder Rundrohren der gängigen Baugröße<br />
40 schnell, sicher und ohne besondere<br />
Fachkenntnisse mittels einer speziellen<br />
Spanntechnik montieren und demontieren.<br />
Benötigt wird hier<strong>für</strong> nur ein Innensechskantschlüssel.<br />
Für <strong>die</strong> Anwendung im Reinraum<br />
lassen sich alle Edelstahlkomponenten<br />
<strong>–</strong> jedes Verbindungselement, jedes Spannelement<br />
und jedes Rohr <strong>–</strong> entsprechend ordnungsgemäß<br />
gereinigt und zweifach luft-<br />
22 <strong>dei</strong> 06-2024
Aktuell umfasst das EMS-Produktprogramm jeweils fünf verschiedene Elemente <strong>für</strong> Rund- und Vierkantrohre<br />
dicht verpackt durch <strong>die</strong> Schleusen transportieren.<br />
Ausgeklügelte Spanntechnik<br />
Jedes der EMS-Elemente wird inklusive<br />
Spannverbinder aus Edelstahlguss ausgeliefert,<br />
<strong>die</strong> in <strong>die</strong> Anschlussrohre geschoben<br />
und über das Anziehen einer Schraube fest<br />
verspannt werden. Auf <strong>die</strong>se Weise entsteht<br />
eine sichere und dennoch jederzeit wieder<br />
lösbare Verbindung. Die spezielle Spanntechnik,<br />
<strong>die</strong> Toleranzen bis zu 2 mm kompensieren<br />
kann, sorgt sowohl im Rund- als auch<br />
im Vierkantrohr <strong>für</strong> einen sicheren Vierpunktkontakt.<br />
Die Verbindungselemente <strong>für</strong> Rundrohre bestehen<br />
aus zwei Halbschalen, <strong>die</strong> durch das<br />
Anziehen von zwei gegeneinander drückende<br />
Innensechskantschrauben im Rohr verspannt<br />
werden. Die Rippen auf dem konisch<br />
angeschrägten Außenradius der Verbinder<br />
pressen als erstes an. Anders als herkömmliche<br />
Verbinder haben <strong>die</strong> EMS-Rund-Verbinder<br />
aufgrund ihrer speziellen Konstruktion<br />
immer an vier Punkten im Rohr Kontakt.<br />
Das verhindert ein Kippeln und sorgt <strong>für</strong> einen<br />
sicheren, zentrierten Rundum-Sitz.<br />
Deutlich herausfordernder war <strong>die</strong> Entwicklung<br />
der Spannverbinder <strong>für</strong> Vierkantrohre.<br />
Die Konstruktion der Halbschalen musste<br />
sicherstellen, dass sie einen gleichmäßigen<br />
Druck in alle vier Richtungen ausübten.<br />
Dies stellt eine integrierte schiefe Ebene sicher,<br />
über <strong>die</strong> sich <strong>die</strong> beiden Halbschalen<br />
miteinander verhaken und dadurch stabilisieren.<br />
Durch <strong>die</strong> diagonale Spreizung der<br />
Halbschalen mithilfe von zwei Sechskantschrauben<br />
erzeugt <strong>die</strong> Geometrie des Bauteils<br />
sechs Anlageflächen. Damit ist ein sicheres<br />
Verspannen garantiert. Vorteil der<br />
Vierkantverbinder: Anders als bei den<br />
Spannelementen <strong>für</strong> Rundrohre bilden zwei<br />
identische, um 180° zueinander gedrehte<br />
Halbschalen das Spannelement der EMS-Verbinder<br />
<strong>für</strong> Vierkantrohre. Das erleichtert <strong>die</strong><br />
Bevorratung.<br />
Für den Abstand, den <strong>die</strong> Verbinder zwischen<br />
zwei Rohrstücken bilden, wurde mit<br />
23 mm bei Rundrohren bzw. 12 mm bei<br />
Vierkantrohren ein ganzzahliges Maß gewählt.<br />
Dabei ist der Abstand bei den Rundrohren<br />
aus konstruktiven Gründen größer<br />
als bei Vierkantrohren. Aktuell sind sowohl<br />
in der Rundrohr- als auch in der Vierkantrohrausführung<br />
fünf unterschiedliche EMS-<br />
Elemente vorgesehen: Ecken, T-Stücke,<br />
Kreuzverbinder, dreistrahlige Verbinder und<br />
Fußelemente mit Stellfußanbindung. Dabei<br />
verfügen <strong>die</strong> EMS-Fußelemente zusätzlich<br />
zur Gewindebohrung <strong>für</strong> den Stellfuß über<br />
eine zweite Bohrung zum Abfließen von<br />
Reinigungsflüssigkeit. Hierdurch ist das<br />
Edelstahl-Montage-System auch <strong>die</strong> ideale<br />
Lösung <strong>für</strong> Abfüll-, Verpackungs- und Förderanlagen<br />
in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong> sowie<br />
<strong>für</strong> alle korrosionsgefährdeten Bereiche.<br />
Robust Clamps sind hochfeste, temperatur- und korrosionsbeständige Rohrverbinder<br />
aus Edelstahl<br />
Rohrverbinder aus Edelstahl<br />
Zum Lösungsangebot <strong>für</strong> Reinraumanwendungen<br />
zählen auch <strong>die</strong> Rohrverbindungselemente<br />
Robust Clamps. Wie das Edelstahl-<br />
Montage-System lassen sich <strong>die</strong>se mit wenigen<br />
Handgriffen montieren, halten <strong>die</strong> einzelnen<br />
Bauteile kraftschlüssig und dauerhaft<br />
belastbar zusammen <strong>–</strong> und sind dennoch<br />
einfach wieder lösbar. Die Edelstahlverbinder<br />
sind speziell <strong>für</strong> schwere Lasten ausgelegt.<br />
Bei ihnen vereinfachen außen liegende<br />
Sechskantschrauben <strong>die</strong> Montage mit handelsüblichem<br />
Werkzeug. Aufgrund ihres besonderen<br />
Designs mit glatten Konturübergängen,<br />
geringer Oberflächenrauheit, großen<br />
Schlitzen und Sacklochausführungen<br />
unterbinden sie Schmutzansammlungen<br />
und sind somit <strong>für</strong> Reinraumanwendungen<br />
prädestiniert. Aktuell sind <strong>die</strong> Serientypen<br />
Flansch-(FK), Winkel- (W), Fuß- (FS) und<br />
Kreuzklemmstücke (K) in den Baugrößen<br />
12 bis 40 mm erhältlich.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Rose+Krieger<br />
AUTOR:<br />
BJÖRN RIECHERS<br />
Geschäftsführer,<br />
RK Rose+Krieger<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 23
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Ersatz <strong>für</strong> Kohlensäure<br />
Stickstoff aus<br />
Eigenerzeugung<br />
In vielen Brauereien wird mittlerweile Stickstoff parallel mit Kohlensäure eingesetzt.<br />
Die Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG, eine Privatbrauerei in Herbsthausen bei<br />
Bad Mergentheim, hat bereits langjährige Erfahrung mit dem Einsatz von Stickstoff<br />
aus Eigenproduktion gesammelt und weiß um <strong>die</strong> Vorteile der Stickstoffeigenerzeugung<br />
im Vergleich zur Flüssiggasversorgung und der reinen Kohlensäure Verwendung<br />
in den verschiedenen Prozessen.<br />
Die Herbsthäuser Brauerei verwendet in<br />
den Biertanks neben Kohlensäure auch<br />
Stickstoff zum Vorspannen oder <strong>für</strong> <strong>die</strong> KEG<br />
Anlage. Anfang 2024 wurde <strong>die</strong> Firma Lanz<br />
Drucklufttechnik beauftragt, den Austausch<br />
einer älteren Bestandsanlage, durch eine<br />
neuere und effizientere Stickstoffanlage von<br />
Oxysystems vorzunehmen. Schlüsselfertige<br />
Systemlösungen inklusive Installation, Inbetriebnahme<br />
und Wartung werden durch<br />
Christian Lanz und sein Team <strong>für</strong> Brauereien<br />
angeboten. Ein Rundum-sorglos-Paket ermöglicht<br />
einen dauerhaften und reibungslosen<br />
Brauereibetrieb und eine zuverlässige<br />
Stickstoffeigenerzeugung. Mit der Neuinstallation<br />
ist auch zukünftig sichergestellt, dass<br />
weiterhin erheblich weniger Kohlensäure<br />
eingekauft werden muss.<br />
Einsatz von Stickstoff in Brauereien<br />
In welchem Umfang Stickstoff in Brauereien<br />
eingesetzt wird hängt vorwiegend von den<br />
verschiedenen Prozessen der Brauerei ab. Typische<br />
Anwendungsbeispiele <strong>für</strong> den Einsatz<br />
von Stickstoff sind das Vorspannen oder<br />
Leerdrücken von Tanks oder Behältern. Hier<strong>für</strong><br />
verwendete man in der Regel Kohlensäure.<br />
Diese nicht unerhebliche Menge an<br />
Kohlensäure kann man komplett durch<br />
Stickstoff ersetzen.<br />
Auch bei der Bierabfüllung gibt es Einsatzmöglichkeiten<br />
<strong>für</strong> Sticksoff: Die KEG-Fass-<br />
Abfüllung kann mit 100 % Stickstoff und<br />
<strong>die</strong> Flaschenabfüllung über einen<br />
CO 2 /N 2 -Gasmischer mit bis zu 80 % Stickstoffanteil<br />
betrieben werden.<br />
Des Weiteren kann N 2 auch sehr gut zur<br />
Wasserentgasung eingesetzt werden.<br />
Die Herbsthäuser Brauerei Wunderlich KG, eine Privatbrauerei in Herbsthausen bei Bad Mergentheim,<br />
nutzt den Einsatz von Stickstoff aus Eigenproduktion seit vielen Jahren<br />
Bilder: Oxysystems<br />
Entfernung von Sauerstoff<br />
Bei der Herstellung von Lebensmitteln ist es<br />
stets notwendig, den Gehalt an Sauerstoff<br />
im Produkt so niedrig wie möglich zu halten.<br />
Denn Sauerstoff ist Voraussetzung <strong>für</strong><br />
das Wachstum aerober Keime wie z. B.<br />
Schimmelpilzen. Außerdem hat Sauerstoff<br />
ungünstige Auswirkungen auf <strong>die</strong> Farbe und<br />
den Geschmack. Besonders dann, wenn eine<br />
längere thermische Behandlung notwendig<br />
ist. Sauerstoff reagiert oxidativ mit der Aminosäure<br />
Methionin, der Ascorbisäure (Vitamin<br />
C), den Flavonoiden (sek. Pflanzenstoffe)<br />
und den ungesättigten Fetten und Lipiden.<br />
Zusätzlich fördert Sauerstoff <strong>die</strong> fotosensibilisierte<br />
Oxidation (ausgelöst durch<br />
sichtbares Licht) in transparent verpackten<br />
Lebensmittel. Die Haltbarkeit eines Lebensmittels<br />
hängt also somit stark vom Restsauerstoffgehalt<br />
ab. Dies gilt auch entsprechend<br />
<strong>für</strong> Getränke, deren Basis Wasser ist.<br />
24 <strong>dei</strong> 06-2024
Eigenerzeugung von Stickstoff: Aus Druckluft wird via Drucklastwechselverfahren (PSA) nahezu reiner<br />
Stickstoff erzeugt, der je nach Anwendung in verschiedenen Behältern zwischengespeichert wird<br />
Horst Nowosad (links) und Christian Lanz<br />
mit dem neuen Oxysystems-Stickstoffgenerator<br />
OS-25-NX in der Herbsthäuser Brauerei<br />
Mit der Eigenerzeugung von Stickstoff lässt<br />
sich der CO 2 -Fußabdruck einer Brauerei erheblich<br />
verkleinern. Im Bild eine OS-90-NX.<br />
Grundlagen der Wasserentgasung<br />
Sauerstoff lässt sich in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
am besten durch physikalische Verfahren<br />
aus dem Wasser entfernen. Bei Umgebungsluft<br />
mit 21 % Sauerstoff lösen sich<br />
in Wasser mit einer Temperatur von 20 °C<br />
ca. 9 ppm Sauerstoff. Ein niedriger Partialdruck<br />
verschiebt das Gleichgewicht, sodass<br />
sich weniger Sauerstoff löst bzw. sich der<br />
gelöste Sauerstoff entbindet. Diese beiden<br />
Zusammenhänge werden <strong>für</strong> <strong>die</strong> sogenannte<br />
Strippentgasung genutzt.<br />
Durch Einleiten eines sauerstofffreien<br />
Strippgases wird <strong>die</strong> Konzentration des Sauerstoffs<br />
und damit dessen Partialdruck gesenkt.<br />
Die Verschiebung des Phasengleichgewichtes<br />
bedingt den Übergang des Sauerstoffs<br />
vom Wasser in <strong>die</strong> Gasphase. In der<br />
Brauerei wird meist CO 2 als Strippgas eingesetzt.<br />
Da es bei der Gärung entsteht und<br />
auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Karbonisierung und andere<br />
Prozesse verwendet wird, steht es so gut wie<br />
immer zur Verfügung. Eine häufig verwendete<br />
Alternative stellt Stickstoff dar, der mit<br />
den Oxysystems-Generatoren aus der Umgebungsluft<br />
gewonnen wird. Kaltes Wasser<br />
kann je nach apparativer Gestaltung der Anlage<br />
auf unter 20 ppb entgast werden.<br />
Da Stickstoff nicht als Kohlensäure im Wasser<br />
gebunden wird, hat Stickstoff den besseren<br />
Wirkungsgrad bei der Sauerstoffentfernung,<br />
wenn stille Getränke hergestellt werden<br />
sollen. Werden karbonisierte Getränke<br />
produziert, dann ist CO 2 das Strippinggas<br />
der Wahl.<br />
Stickstoff vor Ort herstellen<br />
Im Falle der Herbsthäuser Brauerei, kann<br />
der Eigenerzeuger über 30 m 3 Stickstoff mit<br />
einer Qualität von bis zu 99,9 % produzieren.<br />
Der Stickstoffgenerator vom Typ OS-<br />
25-NX funktioniert nach dem Drucklastwechselverfahren<br />
(PSA <strong>–</strong> Pressure Swing Adsorption).<br />
In <strong>die</strong>sem Prozess wir der Stickstoffanteil<br />
aus der gereinigten Druckluft abgetrennt<br />
und <strong>für</strong> den weiteren Prozess in einem<br />
nachgelagerten Prozesstank zur Verfügung<br />
gestellt. Über weitere N 2 -Zwischenspeicher<br />
können Spitzenverbräuche einfach<br />
abgedeckt werden.<br />
Der Oxysystems-Stickstoffgenerator wird<br />
über das örtlich bestehende Druckluftnetz<br />
versorgt. Das N 2 -System ist mit einer Siemens-S7-Steuerung<br />
aufgebaut. Das produzierte<br />
Gas wird permanent mit einem hochwertigen<br />
Gassensor überwacht und <strong>die</strong> Daten<br />
zur vollautomatischen Prozesssteuerung<br />
verwendet. Über entsprechende Systemeinstellungen<br />
werden Alarmmeldungen bei Bedarf<br />
ausgegeben, um eine saubere Stickstoffversorgung<br />
sicherzustellen.<br />
Nachhaltiger Prozess<br />
Es lassen sich immer deutlicher <strong>die</strong> Vorteile<br />
der Stickstoffverwendung in der Brauerei erkennen<br />
und der Markt wächst stetig. Die<br />
Unabhängigkeit von Gaslieferanten sowie<br />
<strong>die</strong> jährliche Kosteneinsparungen sind mittlerweile<br />
oft ein wichtiger Grund <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Umstellung zur Stickstoffeigenerzeugung.<br />
Neben den direkten finanziellen Einsparungen<br />
können Brauereien ihr Bier noch klimaneutraler<br />
herstellen. Wärmerückgewinnung,<br />
erneuerbare Energien, energieeffizientere<br />
Systeme und <strong>die</strong> Vermeidung von Transporten<br />
helfen den CO 2 -Fußabdruck drastisch zu<br />
verringern.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Oxysystems<br />
AUTOR:<br />
HORST NOWOSAD<br />
Sales & Project Engineer,<br />
Oxysystems<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 25
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Störungsfreie Förderung der Kieselgur-Suspension bei Müllerbräu<br />
Robuste und hygienische<br />
Schlauchpumpe<br />
Wie viele Brauereien setzt auch <strong>die</strong> Traditionsbrauerei Müllerbräu Neuötting GmbH<br />
& Co. KG in Oberbayern auf Kieselgur als Filterhilfsmittel, um Bier seine klare Optik<br />
zu verleihen. Die Kieselgur-Suspension stellt jedoch aufgrund ihrer abrasiven Eigenschaften<br />
hohe Anforderungen an <strong>die</strong> Dosiertechnik. Die bisher in der Brauerei eingesetzte<br />
Membranpumpe erwies sich dabei als störanfällig und hygienisch problematisch.<br />
Abhilfe schaffte eine Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung.<br />
Für <strong>die</strong> Förderung der Kieselgur-Suspension im Brauprozess nutzt Müllerbräu nun eine<br />
Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung von Netzsch<br />
Bilder: Netzsch Pumpen & Systeme<br />
Seit über 250 Jahren steht Müllerbräu<br />
Neuötting <strong>für</strong> exzellente Braukunst und echte<br />
bayerische Biertradition. Gegründet im<br />
Jahr 1768, verbindet <strong>die</strong> Brauerei handwerkliches<br />
Können mit moderner Technologie,<br />
um Biere zu brauen, <strong>die</strong> höchsten Qualitätsansprüchen<br />
gerecht werden. Darüber wacht<br />
mit strengem Auge der Braumeister und<br />
Biersommelier Harald Haag. Dieser stand vor<br />
der Herausforderung, eine bessere Möglichkeit<br />
zu finden, <strong>die</strong> zur Filtration des Bieres<br />
eingesetzte Kieselgur-Suspension zu fördern.<br />
Durch <strong>die</strong> Beimischung von Kieselgur im<br />
Brauprozess werden dem Bier <strong>die</strong> klare Optik<br />
und weitere wichtige charakteristische<br />
Eigenschaften verliehen. Die poröse Struktur<br />
der Kieselgur filtert Schweb- und Trübstoffe<br />
aus dem Bier, sodass der erwünschte Effekt<br />
erzielt wird. Allerdings ist <strong>die</strong> Kieselgur sehr<br />
abrasiv und kann Komponenten der eingesetzten<br />
Dosiertechnik mit der Zeit schädigen.<br />
Die bisher verwendete Membranpumpe<br />
erwies sich als problematisch, da sie häufig<br />
ausfiel und regelmäßig demontiert werden<br />
musste. Dies wurde aufgrund der engen<br />
Platzverhältnisse am Installationsort zusätzlich<br />
erschwert, wodurch unnötig Zeit verloren<br />
ging. Auf Anraten des Herstellers der Filterpressen<br />
entschied sich Müllerbräu <strong>für</strong> den<br />
Wechsel zur Schlauchpumpentechnik und<br />
wandte sich an Netzsch. Bereits vor vielen<br />
Jahren hat der Pumpenspezialist <strong>die</strong> Brauerei<br />
an anderer Stelle mit zuverlässiger Pumpentechnik<br />
ausgestattet.<br />
Pumpe senkt Energieverbrauch<br />
Da <strong>die</strong> Brauerei eine kompakte, robuste und<br />
einfach zu wartende Lösung benötigte, <strong>die</strong><br />
26 <strong>dei</strong> 06-2024
Der Installationsort war vorgegeben. Die Pumpe wurde auf <strong>die</strong> engen Bedingungen<br />
hin angepasst, um auch <strong>die</strong> Wartung und Reinigung zu erleichtern.<br />
Pitt Maier (links), Area Sales Manager bei Netzsch und Harald Haag,<br />
Braumeister und Biersommelier bei der Müllerbräu Neuötting GmbH &<br />
Co. KG<br />
nicht mehr Platz beanspruchen sollte als das<br />
bisher eingesetzte Aggregat, wählte Netzsch<br />
eine Peripro-Schlauchpumpe in Lebensmittelausführung<br />
aus. Das Modell wurde speziell<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> entwickelt.<br />
Die Technologie der Schlauchpumpe<br />
basiert auf der Kompression eines elastischen,<br />
FDA-konformen Schlauchs. Dies ermöglicht<br />
eine schonende und kontaminationsfreie<br />
Förderung von Flüssigkeiten, da<br />
das Medium nicht mit mechanischen Teilen<br />
in Berührung kommt und <strong>die</strong>se angreifen<br />
könnte. Da keine verschleißanfälligen Bauteile<br />
wie Ventile oder Gleitringdichtungen<br />
verwendet werden und <strong>die</strong> Peripro zusätzlich<br />
in Monoblockbauweise mit Lagerkasten<br />
ausgeführt ist, eignet sie sich ideal <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Förderung korrosiver Produkte wie dem<br />
Kieselgur-Wassergemisch. Dieses muss mit<br />
einer Förderleistung von 50 bis 500 l/h bei<br />
2 bis 6 bar dosiert werden.<br />
Die Bauweise der Peripro bringt aber noch<br />
viele weitere Vorteile mit sich: Die Komprimierung<br />
des Schlauchs mit XXL-Rollen reduziert<br />
<strong>die</strong> Reibung, was zu einer längeren<br />
Lebensdauer des Schlauchs führt. Zudem ist<br />
der Schlauch <strong>die</strong> einzige wartungsrelevante<br />
Komponente der neuen Pumpe. Da der Rollendurchmesser<br />
eine optimale Kompression<br />
des Schlauchs sicherstellt, ermöglicht <strong>die</strong>se<br />
Technik im Vergleich zu herkömmlichen<br />
Schlauchpumpen mit Gleitschuhtechnik, eine<br />
um 30 % höhere Energieeffizienz. Dadurch<br />
wird nicht nur der Energieverbrauch<br />
gesenkt, sondern auch <strong>die</strong> Lebensdauer des<br />
Schlauchs verlängert, was <strong>die</strong> Betriebszeiten<br />
der Pumpe nachhaltig erhöht. Ist der Austausch<br />
des Schlauches doch einmal notwendig,<br />
kann <strong>die</strong>s aufgrund der Bauweise und<br />
der damit einhergehenden einfachen Reinigbarkeit<br />
problemlos vom Brauereipersonal<br />
selbst durchgeführt werden. Die CIP-Fähigkeit<br />
(„Cleaning-In-Place“) der Schlauchpumpe<br />
ermöglicht eine Reinigung ohne<br />
vorherige Demontage aus der Anlage.<br />
Regionalität bei der Technik<br />
Aber nicht nur <strong>die</strong> Technik der Peripro-<br />
Schlauchpumpe musste Müllerbräu überzeugen.<br />
Anstatt Produkte über Zwischenhändler<br />
zu beziehen, war es der Brauerei wichtig, direkt<br />
beim Hersteller kaufen zu können. Die<br />
Vorteile von Netzsch liegen auf der Hand: eine<br />
direkte Ansprechperson vor Ort, schnelle<br />
Verfügbarkeit von Ersatzteilen, ein umfassender<br />
technischer Service und Support und<br />
jahrzehntelange Erfahrung im Bereich der<br />
Verdrängerpumpen. Besonders nach dem<br />
Weggang ihres Schlossers, der bisher <strong>die</strong><br />
Wartungsarbeiten übernommen hatte, war es<br />
<strong>für</strong> Müllerbräu wichtig, einen zuverlässigen<br />
und schnell reagierenden Partner zu finden.<br />
Die Schlauchkomprimierung mit XXL-Rollen (verborgen im Inneren des<br />
Gehäuses) reduziert <strong>die</strong> Reibung und so <strong>die</strong> Abnutzung des Schlauchs<br />
Die Peripro ist mittlerweile seit zwei Jahren<br />
erfolgreich im Einsatz und Braumeister<br />
Haag, zeigt sich zufrieden mit der Entscheidung,<br />
<strong>die</strong> regionale Partnerschaft weiter zu<br />
stärken: „Für uns war es wichtig, <strong>die</strong> Pumpe<br />
direkt vom Hersteller ohne einen Zwischenhändler<br />
zu beziehen. Aufgrund unserer guten<br />
Erfahrungen mit einer Nemo-Exzenterschneckenpumpe,<br />
<strong>die</strong> wir seit 1982 zur Förderung<br />
von Trebern einsetzen, haben wir<br />
uns auch bei <strong>die</strong>ser Anwendung wieder <strong>für</strong><br />
Netzsch entschieden. Insbesondere den persönlichen<br />
Support rund um <strong>die</strong> Uhr und <strong>die</strong><br />
schnelle Verfügbarkeit von Ersatzteilen<br />
schätzen wir sehr.“<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Netzsch<br />
AUTOR:<br />
PITT MAIR<br />
Area Sales Manager,<br />
Netzsch Pumpen & Systeme<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 27
Effiziente Vakuum- und Fluidtechnik<br />
Bild: Yontex<br />
Bild: Timmer<br />
Die Braubeviale schnürt vom 26. bis 28.<br />
November 2024 in Nürnberg wieder ein attraktives<br />
Gesamtpaket <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie.<br />
In neun Hallen bieten Aussteller<br />
Produkte und Lösungen entlang der gesamten<br />
Prozesskette <strong>für</strong> <strong>die</strong> Herstellung von<br />
Bier, Wasser, Softdrinks, Fruchtsaft, Wein,<br />
Sekt und Spirituosen an. Das Angebot reicht<br />
von Rohstoffen über Technologien und<br />
Komponenten bis hin zur Verpackung sowie<br />
Zubehör und Vermarktungsideen. Neben<br />
dem Ausstellerportfolio wartet das Vortragsprogramm<br />
mit vielen Impulsen auf. Die Foren<br />
in Halle 1 und 9 sind <strong>die</strong> Bühnen <strong>für</strong><br />
Experten aus Forschung und Praxis. Dort<br />
werden <strong>die</strong> Themenfelder Rohstoffe & Marketing<br />
sowie Technik & Verpackung beleuchtet.<br />
Zusätzlich dazu können <strong>die</strong> Besucherinnen<br />
und Besucher <strong>die</strong> Sonderflächen zu<br />
Startups & Young Talents, Logistik sowie<br />
Wein & Spirituosen ansteuern. In Halle 4A<br />
integriert <strong>die</strong> Messe mit Wein@Braubeviale<br />
eine Plattform <strong>für</strong> Winzerinnen und Winzer.<br />
An allen drei Messetagen wird hier ein vielfältiges<br />
Programm geboten mit Schwerpunkten<br />
zu Kellertechnik/ Nachhaltigkeit/<br />
Qualitätssicherung sowie zu Weinmarketing/Vertrieb/Betriebsführung/<br />
Digitalem.<br />
Timmer präsentiert Produkte aus den Bereichen Handling<br />
und Fluidtechnik. Im Mittelpunkt des Messeauftritts<br />
stehen Lösungen zur Optimierung von Produktionsprozessen<br />
und zur Verbesserung der Arbeitssicherheit.<br />
Besucher erwarten unter anderem vielseitige Vakuum-Schlauchheber<br />
und <strong>die</strong> präzise Leimpumpe D4. Ein<br />
weiteres Highlight am Messestand ist das modulare System<br />
Fluidfit mit Steckverbindern, das speziell <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
flexible Flüssigkeitsförderung entwickelt wurde. Dank<br />
ihrer einfachen, werkzeuglosen Montage lassen sich <strong>die</strong><br />
Steckverbinder unkompliziert und vielseitig in Produktionsumgebungen<br />
einsetzen. Die lebensmitteltauglichen<br />
aus Acetal-Copolymer gefertigten Steckverbinder sind<br />
mit EPDM-O-Ringen ausgestattet und in unterschiedlichen<br />
Größen verfügbar. Neben den Steckverbindern<br />
umfasst das Sortiment auch Rückschlag- und Drosselventile,<br />
<strong>die</strong> sich ideal <strong>für</strong> enge Räume und präzise<br />
Durchflusssteuerung eignen.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Timmer<br />
Halle 4, Stand 107<br />
Hohe Effizienz <strong>für</strong> heiße Prozesse<br />
TLV Euro Engineering steigert<br />
<strong>die</strong> Anlageneffektivität durch<br />
hochwertige Dampf- und Kondensat-Lösungen,<br />
-Systeme und<br />
-Engineering. Unternehmen der<br />
Getränke- und <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
konnten mit Produkten<br />
wie dem Druckminderventil<br />
Cospect, der Trockner-Filter-Einheit<br />
SF1 und der Entwässerungseinheit<br />
Quickstation Produktivitätssteigerungen<br />
erzielen.<br />
Die Quickstation (QS) ist eine<br />
platzsparende Entwässerungseinheit<br />
zur Ableitung von Kondensat<br />
aus Dampfleitungen, Begleitheizungen<br />
und einfachen<br />
Prozessen. Das All-in-One-Design<br />
aus Edelstahl ermöglicht<br />
<strong>die</strong> Installation oder den Austausch<br />
eines Kondensatableiters<br />
innerhalb weniger Minuten. Jede<br />
TLV QS umfasst Absperrventile,<br />
einen integrierten Schmutzfänger<br />
zur Vermeidung von<br />
Schäden oder Produktionsproblemen<br />
sowie ein Rückschlagventil<br />
zur Verhinderung von<br />
Kondensatrückfluss. Sie macht<br />
es <strong>für</strong> Anwender, Anlagenbauer<br />
und Maschinenerstausrüster<br />
(OEM) einfach, eine komplett<br />
und richtig ausgeführte Entwässerungseinheit<br />
zu installieren.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: TLV<br />
Halle 4, Stand 214<br />
Bild: TLV Euro Engineering<br />
28 <strong>dei</strong> 06-2024
Nassleimetiketten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie<br />
Sappi, ein führender Hersteller<br />
von Verpackungs- und Spezialpapieren,<br />
hat in den vergangenen<br />
zwei Jahren umfangreiche<br />
Investitionen in sein Etikettenpapiergeschäft<br />
im Werk Gratkorn,<br />
Österreich, getätigt. Mit<br />
dem Nassleimetikett Parade Label<br />
WS bietet das Unternehmen<br />
ein nass- und laugenfestes Papier<br />
an. Es eignet sich hervorragend<br />
<strong>für</strong> hochwertige Etiketten<br />
auf Mehrweg-Getränkeflaschen.<br />
Anwender können zwischen einer<br />
glänzenden und jetzt auch<br />
einer leinengeprägten Version<br />
wählen. Darüber hinaus zeigt<br />
der Hersteller seinen Fusion<br />
Topliner <strong>für</strong> <strong>die</strong> Kaschierung auf<br />
Wellpappe und Vollpappe <strong>für</strong><br />
Verpackungen oder Displays am<br />
POS. Weiter präsentiert Sappi<br />
sein Premium-Kartonsortiment<br />
Algro, das sich ideal <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gestaltung<br />
von einzeln verpackten<br />
Getränken eignet.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Sappi<br />
Halle 4A, Stand 410<br />
Bild: Sappi<br />
Filtrationslösungen<br />
<strong>für</strong> klare Getränke<br />
Die Filtration Division von<br />
Eaton zeigt, wie man klare, stabile<br />
und geschmackvolle Getränke<br />
produzieren kann. Das<br />
<strong>die</strong>sjährige Highlight sind <strong>die</strong><br />
Kieselgur-Typen der Becogur-<br />
Reihe. Die fünf Klärschärfen mit<br />
jeweils unterschiedlichen Permeabilitätsstufen<br />
decken alle<br />
Anwendungen in der Getränkeproduktion<br />
ab <strong>–</strong> vom schnellen<br />
Aufbau der Grundanschwemmung<br />
über <strong>die</strong> Sicherstellung<br />
eines fest haftenden Filterkuchens<br />
bis hin zur Glanzfiltration<br />
von Bier, Fruchtsäften und Wein.<br />
Die hohe Reinheit und niedrigen<br />
Schwermetallgehalte der<br />
Becogur-Reihe erfüllen dabei<br />
<strong>die</strong> Ansprüche der Verbraucher<br />
ebenso wie <strong>die</strong> strengen Vorschriften<br />
zur Getränkeherstellung.<br />
Ein weiteres zentrales Element<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> effiziente Filtration<br />
klarer, stabiler und geschmackvoller<br />
Getränke ist das optimierte<br />
und erweiterte Angebot an<br />
aktivkohlehaltigen Filterme<strong>die</strong>n.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Eaton<br />
Halle 7, Stand 202<br />
Bild: Eaton Technologies<br />
Driving the world<br />
Das perfekte Antriebssystem<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeindustrie<br />
MOVITRAC ® advanced / MOVIGEAR ® classic<br />
Der Umrichter MOVITRAC® advanced passt sich mit seinem Leistungsbereich<br />
von 0.25 <strong>–</strong> 315 kW und einem skalierbaren Funktionspaket flexibel<br />
an Ihre Anforderungen an. Ihr Allrounder <strong>für</strong> unterschiedliche Motoren,<br />
z. B. <strong>für</strong> <strong>die</strong> Antriebseinheit MOVIGEAR® classic.<br />
Ihre Vorteile auf einen Blick:<br />
• Auto-Inbetriebnahme in wenigen Sekunden<br />
• durchgängig steckbare Einkabeltechnik<br />
• Regelung von Synchron- und Asynchronmotoren ohne/mit Geber<br />
• Kommunikation mit gängigen Steuerungssystemen<br />
www.sew-eurodrive.de/movitrac-advanced<br />
www.sew-eurodrive.de/movigear-classic<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 29
<strong>dei</strong><br />
MESSEVORSCHAU<br />
Produktverfolgung mit Track-and-Trace-Station<br />
Sensoren <strong>für</strong> <strong>die</strong> Gesamtchlor-Messung<br />
Bild: BBull Technology<br />
Das Highlight bei BBull Technology<br />
ist <strong>die</strong> Track-and-Trace-Station<br />
mit Messbrücke, sechs Kameras<br />
und Steuergerät. Sie zeigt,<br />
wie <strong>die</strong> Daten einzelner Produkte<br />
bis zur Pack- und Paletten-<br />
Ebene aggregiert werden und<br />
sorgt so <strong>für</strong> Transparenz und<br />
Rückverfolgbarkeit. Jedes Produkt<br />
erhält einen scanbaren<br />
Code mit allen wichtigen Produktionsinformationen,<br />
der Endkunden<br />
und Mitarbeitende über<br />
Materialherkunft, CO 2 -Bilanz<br />
und Qualitätskontrollen informiert.<br />
Dies verbessert zusätzlich<br />
das Beschwerdemanagement<br />
und beugt Produktfälschungen<br />
vor. Neu ist <strong>die</strong> exakte Flaschenausrichtung<br />
CAS mit dem Alpha-<br />
Steuergerät <strong>für</strong> geprägte Flaschen:<br />
Das Etikett sitzt immer an<br />
der richtigen Stelle. Die Kamera-<br />
Messbrücke Image EM prüft Etikettensitz,<br />
Aufdrucke und Codes,<br />
während das System MAS <strong>die</strong><br />
Kronkorken-Dichtigkeit inspiziert.<br />
Ein Ausleitband zeigt Ausleitsysteme,<br />
ein Schaukasten demonstriert<br />
zudem das Pulse-<br />
Dichtigkeits-Inspektions-Prinzip.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: BBull<br />
Halle 7, Stand 251<br />
Für <strong>die</strong> zuverlässige Online-<br />
Messung von Gesamtchlor hat<br />
Prominent zwei leistungsfähige<br />
Sensoren entwickelt. Der neuartige<br />
Aufbau des Membransystems<br />
ermöglicht noch genauere<br />
und langzeitstabilere Messungen<br />
des Gesamtchlors sowie <strong>die</strong> Bestimmung<br />
des gebundenen<br />
Chlors. Die seit Kurzem verfügbaren<br />
Produkte CTE2 und CTE3<br />
sind vielseitig in unterschiedlichen<br />
Wasserqualitäten einsetzbar<br />
und mit zahlreichen Desinfektionsverfahren<br />
kombinierbar. Die<br />
Dulcotest-Sensoren eignen sich<br />
zur Qualitätssicherung in der<br />
<strong>Lebensmittelindustrie</strong>, Chlor -<br />
aminierung von Trinkwasser, Ermittlung<br />
von gebundenem<br />
Chlor in Schwimmbadwasser<br />
Ganzheitlicher Liniengedanke<br />
Bild: Prominent<br />
sowie zur Desinfektion des Ablaufs<br />
kommunaler und industrieller<br />
Abwasserbehandlungsanlagen.<br />
Beide Baureihen CTE2<br />
und CTE3 verfügen über unterschiedliche<br />
Messbereiche und<br />
Signalausgänge und sind selbst<br />
<strong>für</strong> hohe pH-Werte bis 9,5 einsetzbar.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Prominent<br />
Halle 6, Stand 205<br />
Bild: Dausch Technologies<br />
Kontinuierliche Alkoholgehaltsmessung<br />
Mischungen von Cola mit Whiskey<br />
oder Rum, Wodka mit Lemon,<br />
diverse Spritz-Varianten<br />
oder Sekt mit verschiedenen<br />
Fruchtsäften boomen. Die Verbraucher<br />
wollen den Geschmack<br />
der Cocktails genießen, aber<br />
nicht selbst mixen. Für <strong>die</strong> Abfüller<br />
muss natürlich der Ethanol-Gehalt<br />
im Getränk exakt<br />
stimmen: Liquiguard Gen3 RTD<br />
misst inline das fertig ausgemischte<br />
Getränk, bevor es zum<br />
Füller geschickt wird. Syrup -<br />
guard Gen3 RTD bestimmt detailliert<br />
den Sirup mit allen Inhaltsstoffen,<br />
inklusive des Alkohols,<br />
bevor er mit Wasser zum<br />
fertigen Getränk aufgemischt<br />
wird. Vollautomatisch wird eine<br />
repräsentative Probe aus dem<br />
Batch-Tank an das Messsystem<br />
herangeführt und gemessen.<br />
Sämtliche Leitungen werden dazwischen<br />
mit Frischwasser gereinigt,<br />
sodass immer eine perfekte<br />
Messung des Alkoholgehalts<br />
und aller Inhaltsstoffe vorliegt.<br />
Das Messsystem und das<br />
Probennahmesystem sind vollautomatisiert<br />
in den CIP-Prozess<br />
eingebunden. Syrupguard Gen3<br />
RTD ermittelt den exakten Alkohol-Messwert<br />
und alle Inhaltsstoffe<br />
innerhalb von 2 min.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Dausch<br />
Halle 6, Stand 124<br />
Fülltechnik in Kombination mit umfassender Inspektionstechnik,<br />
<strong>die</strong> neue Plasmax-Generation und ein breites<br />
Spektrum an Serviceleistungen stehen im Fokus des<br />
<strong>die</strong>sjährigen Messeauftritts der KHS Gruppe. Exemplarisch<br />
<strong>für</strong> das umfassende Know-how im Bereich der Linienkompetenz<br />
präsentiert KHS seinen kompakten Dosenfüller<br />
Innofill Can C. Im Zusammenspiel mit der leistungsstarken<br />
Verschließereinheit des Schweizer Partners<br />
Ferrum arbeitet der Füller mit einer Kapazität von bis<br />
zu 60 000 Dosen/h. Dabei lässt er sich optimal in Getränkelinien<br />
mittlerer Leistung integrieren, insbesondere<br />
in Verbindung mit KHS-seitiger <strong>Prozesstechnik</strong> oder<br />
der über <strong>die</strong> letzten Jahre sukzessiv erweiterten Inspektionstechnik.<br />
Letztere umfasst unter anderem das Maschinenmanagementsystem<br />
Innocheck MMS, das fehlerhafte<br />
Füllventile sowie Verschlusselemente lokalisiert<br />
und auswertet, <strong>die</strong> Füllstandskontrolle Innocheck FHC,<br />
<strong>die</strong> Füllhöhen mithilfe von Röntgenstrahlung prüft sowie<br />
den Leerdoseninspektor Innocheck ECI.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: KHS<br />
Halle 8, Stand 516<br />
Bild: KHS/Frank Reinhold<br />
30 <strong>dei</strong> 06-2024
Brennertechnologie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bierherstellung<br />
Thermische Prozesse spielen<br />
beim Mälzen und Brauen eine<br />
wichtige Rolle. Ohne Wärme gäbe<br />
es kein Bier. Die Industriebrenner<br />
des Heiztechnikspezialisten<br />
Weishaupt liefern effizient<br />
und zuverlässig Prozesswärme <strong>–</strong><br />
unter anderem an Darren <strong>für</strong><br />
Getreide, Hopfen und Malz über<br />
Würze- bzw. Sudpfannen in<br />
Brauereien bis hin zur Reinigung<br />
des Leergutes und der Abfüllung.<br />
Durch eine umfassende<br />
energetische Optimierung des<br />
Wärmeversorgungssystems lassen<br />
sich nicht nur Energieverbrauch<br />
und -kosten von Feuerungsanlagen<br />
deutlich senken,<br />
sondern auch <strong>die</strong> Betriebssicherheit<br />
erhöhen. Für <strong>die</strong> Wärmeerzeugung<br />
in der Bierherstellung<br />
setzt <strong>die</strong> Bitburger Brauerei<br />
neben Biogas aus eigener Produktion<br />
auch Erdgas ein. 2017<br />
wurde <strong>die</strong> Anlage modernisiert.<br />
Zwei Weishaupt-Monoblockbrenner<br />
WKmono 80 in der<br />
Ausführung 3LN Multiflam mit<br />
je 10,9 MW Feuerungsleistung<br />
(ein Zweigas- und ein Zweistoffbrenner)<br />
wandeln seitdem<br />
<strong>die</strong> Brennstoffe in Prozesswärme<br />
um.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Weishaupt<br />
Halle 7, Stand 728<br />
Bild: Max Weishaupt<br />
Effiziente Behälterreinigung<br />
Lechler präsentiert seinen Rotationsreiniger<br />
Xactclean HP 2 <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Behälterreinigung. Dieser<br />
überzeugt durch seine kompakte<br />
Bauform. Durch <strong>die</strong> reduzierte<br />
Rotationsgeschwindigkeit gewährleistet<br />
er eine gründliche<br />
Reinigung der Behälteroberflächen,<br />
selbst bei hartnäckigen<br />
Verschmutzungen. Die FDA-Zulassung<br />
des Xactclean HP 2 ermöglicht<br />
den Einsatz in sensiblen<br />
Bereichen der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>.<br />
Zudem ist auf Anfrage<br />
eine Version mit Atex-Zulassung<br />
erhältlich, <strong>die</strong> auch <strong>für</strong><br />
den Einsatz in explosionsgefährdeten<br />
Bereichen geeignet ist. Ein<br />
Vorteil <strong>für</strong> Anlagenbetreiber ist<br />
<strong>die</strong> einfache Wartung des Rotationsreinigers.<br />
Reinigung und Instandhaltung<br />
können direkt vor<br />
Ort durchgeführt werden, wodurch<br />
Stillstandzeiten minimiert<br />
und <strong>die</strong> Produktivität gesteigert<br />
werden. Die maximale Betriebstemperatur<br />
beträgt +150 °C.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Lechler<br />
Halle 7, Stand 435<br />
98% weniger Stillstand<br />
Gassenverstellung bei Rivella mit Apiro ® Getrieben<br />
Bild: Lechler<br />
Rüstzeiten bei Formatverstellungen um bis zu 98 % reduzieren<br />
Gassenverstellungen kostengünstig synchronisieren<br />
Schmier- und wartungsfrei verstellen<br />
igus ® auf der BrauBeviale<br />
26. - 28. November 2024<br />
Halle 7 | Stand 436 | Nürnberg<br />
/Gassenverstellung<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 31
<strong>dei</strong><br />
MESSEVORSCHAU<br />
Trenntechnik <strong>für</strong> <strong>die</strong> Getränkeherstellung<br />
Flottweg präsentiert langlebige<br />
und leistungsfähige Trennaggregate<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Brau- und Getränkeindustrie.<br />
Die Separatoren der<br />
AC-Baureihe bieten bei der Klärung<br />
von Flüssigkeiten eine<br />
Vielzahl an Features und somit<br />
zielgerichtete Lösungen <strong>für</strong> verschiedene<br />
Problematiken. Beispielsweise<br />
sorgt das Soft-Shot-<br />
Flex-Entleerungssystem <strong>für</strong> eine<br />
erhöhte Produktausbeute durch<br />
eine individualisierte Entleerungssteuerung.<br />
Mit der intuitiven<br />
und leicht be<strong>die</strong>nbaren Rezeptsteuerung<br />
sowie der kompletten<br />
Automatisierung der Separatoren<br />
schafft Flottweg nicht<br />
nur einen wichtigen Mehrwert<br />
<strong>für</strong> Produzenten im industriellen<br />
Bereich, sondern auch <strong>für</strong><br />
Klein-, und Mittelstandsbetrie-<br />
be. Ein weiterer Vorteil ist das<br />
Long Life Concept der Separatoren:<br />
eine einfache und planbare<br />
Wartung, eine minimale Anzahl<br />
an Verschleißteilen und verschiedene<br />
Safety und Solution-<br />
Features, wie beispielsweise<br />
Temperatur, Geschwindigkeit<br />
und Vibration Monitoring, sorgen<br />
<strong>für</strong> langlebige und robuste<br />
Maschinen und gleichzeitig<br />
niedrige Betriebs- und Instandhaltungskosten.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Flottweg<br />
Halle 9, Stand 343<br />
Bild: Flottweg<br />
TOP<br />
PRODUKT<br />
DES JAHRES 2024<br />
ABSTIMMEN & GEWINNEN<br />
WWW.PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE/TOP2024<br />
Welches ist Ihr Top- Produkt des Jahres 2024?<br />
In den vergangenen zwölf Monaten haben wir Ihnen,<br />
liebe Leserinnen und Leser, jeden Monat vier unserer<br />
Ansicht nach besonders innovative Produkte vorgeschlagen.<br />
Aus <strong>die</strong>ser Auswahl haben Sie jeweils ein Produkt<br />
zum „Top-Produkt des Monats“ bestimmt. Jetzt haben<br />
Sie <strong>die</strong> Möglichkeit, aus <strong>die</strong>sen zwölf Monatssiegern das<br />
„Top-Produkt des Jahres 2024“ zu wählen.<br />
Für <strong>die</strong> Abstimmung ist auf www.prozesstechnik-on<br />
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Wasserdichter<br />
JBL-Lautsprecher<br />
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Prous Keramik<br />
Heizlüfter 800 W<br />
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Schweizer<br />
Taschenmesser<br />
32 <strong>dei</strong> 06-2024
PROZESSTECHNIK-ONLINE.DE<br />
EXKLUSIV<br />
SIEGER<br />
TOP-PRODUKT SEPTEMBER 2024<br />
TOP-PRODUKT<br />
DES MONATS NOVEMBER 2024<br />
ABSTIMMEN UND GEWINNEN!<br />
Bild: Cadfem<br />
Bild: Schütz<br />
Bild: Lutz-Jesco<br />
Bild: Pepperl+Fuchs<br />
Bild: Elton Xhafkollari <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />
Bild: Klinger<br />
pto auf Linkedin<br />
Alle Trends im Blick<br />
Die Redaktion von <strong>Prozesstechnik</strong>-online<br />
(pto) ist auch auf Linkedin vertreten. Hier<br />
berichten wir über aktuelle Trends aus der<br />
<strong>Prozesstechnik</strong>. Themen wie Nachhaltigkeit,<br />
Lebensmittelsicherheit oder Cloudlösungen<br />
werden dort ebenso behandelt wie aktuelle<br />
Nachrichten, Messeberichte oder Events.<br />
Lesen Sie <strong>die</strong> Meinung von Experten zu ausgewählten<br />
Themen und verpassen Sie keines<br />
unserer Expertenvideos. Folgen Sie uns auf<br />
Linkedin und seien Sie mit uns immer auf<br />
dem Laufenden.<br />
www.prozesstechnik-online.de/linkedin<br />
Quergerätselt November 2024<br />
Held der Europäer<br />
Island, Rom - der christliche Athlet hat seine<br />
Spuren in ganz Europa hinterlassen. Vor<br />
allem aber natürlich in seiner Heimat, wo er<br />
seine Festung fast 20 Jahre lang gegen das<br />
übermächtige osmanische Großreich verteidigte<br />
und so zum Schild des europäischen<br />
Abendlandes avancierte. Haben Sie schon eine<br />
Idee, welchen berühmten Helden wir suchen?<br />
Nein? Lesen Sie den vollständigen<br />
Rätseltext auf unserer Homepage. Gewinnen<br />
Sie <strong>die</strong>smal unter anderem ein Jahresabonnement<br />
„bild der wissenschaft“.<br />
prozesstechnik-online.de/raetsel<br />
Dichtungen auf Basis von<br />
Naturkautschuk<br />
Klinger Gaja ist nicht einfach nur ein<br />
weiteres Dichtungsmaterial. Die Rohstoffe<br />
wurden sorgfältig nach ihren nachhaltigen<br />
Eigenschaften ausgewählt. Die<br />
Dichtung enthält <strong>die</strong> größtmögliche Anzahl<br />
an erneuerbaren Rohstoffen wie Naturkautschuk,<br />
organische Zellulosefasern<br />
und biologisch zirkulierende Kieselsäure.<br />
Zudem wurde bewusst auf <strong>die</strong> Verwendung<br />
von Farbpigmenten und Mineralölen<br />
verzichtet.<br />
Software simuliert<br />
Nachhaltigkeit<br />
IBC-Rahmenpalette<br />
aus Kunststoff<br />
Dosierpumpe mit<br />
Schrittmotor<br />
Interface-Module <strong>für</strong><br />
Ex-Bereiche<br />
Die von Cadfem vertriebenen<br />
Simulationsplattform Ansys<br />
Granta Material Intelligence<br />
bietet Referenzdaten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung<br />
neuer Produkte unter<br />
Berücksichtigung des ökologischen<br />
Fußabdrucks. Bereits im<br />
Standardumfang sind mehr als<br />
4000 Materialien mit ökologischer<br />
Bewertung hinterlegt.<br />
Die IBC-Kunststoffrahmen -<br />
palette aus Recyclingkunststoff<br />
von Schütz überzeugt durch ihre<br />
stabile und dennoch leichte<br />
Konstruktion. Aufgrund des einteiligen<br />
Aufbaus und der breiten,<br />
partiell glatten Auflageflächen<br />
ist <strong>die</strong> Palette prädestiniert<br />
<strong>für</strong> den automatisierten Längsund<br />
Quertransport.<br />
Die Schrittmotor dosierpumpe<br />
Memdos Smart von Lutz-Jesco<br />
lässt sich über ein Touchdisplay<br />
so leicht be<strong>die</strong>nen wie ein<br />
Smartphone. Der Schrittmotor<br />
der Membranpumpe wird von<br />
einem Mikroprozessor geregelt.<br />
So kann er asynchron laufen,<br />
um <strong>die</strong> Flüssigkeit schneller anzusaugen.<br />
Das K-System ist ein Portfolio an<br />
Interface- Modulen <strong>für</strong> explosionsgefährdete<br />
Bereiche von<br />
Pepperl+Fuchs. Die Produktfamilie<br />
bietet eine große Auswahl<br />
an Trennbarrieren und Signaltrennern.<br />
Durch <strong>die</strong> Trennbarriere<br />
wird <strong>die</strong> in den eigensicheren<br />
Stromkreis eingespeiste<br />
Energie begrenzt.<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 33
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Bilder: Endress+Hauser<br />
Auf kleinstem Raum Füllstand, Grenzstand und Druck messen<br />
KOMPAKTE MESSTECHNIK,<br />
MAXIMALE LEISTUNG<br />
In der Lebensmittel- und Getränkeindustrie müssen Qualität und Sicherheit<br />
von Prozess und Produkt immer höheren Ansprüchen genügen. Die Mess -<br />
geräte der Compact Line <strong>für</strong> Füllstand, Grenzstand und Druck wurden<br />
speziell <strong>für</strong> Anwendungen entwickelt, bei denen Platz ein limitierender<br />
Faktor ist und eine reduzierte Leistung nicht infrage kommt.<br />
34 <strong>dei</strong> 06-2024
Industrie<br />
Das Kompetenznetzwerk der Industrie<br />
Websession<br />
Herstellung und Verpackung<br />
von Fleischalternativen<br />
Die Compact Line verwendet über alle Technologien hinweg eine identische<br />
Benutzeroberfläche mit Touchscreen<br />
Hoher Kostendruck und strenge Hygienevorschriften sind nur<br />
einige Herausforderungen in der Lebensmittel- und Getränke -<br />
industrie. Auch der Mangel an geschultem Personal <strong>für</strong> <strong>die</strong> Einrichtung<br />
und Inbetriebnahme von Messgeräten nimmt stetig zu.<br />
Endress+Hauser hat mit der Compact Line, bestehend aus Geräten<br />
zur Messung von Füllstand, Grenzstand und Druck, eine Messgerätelinie<br />
entwickelt, <strong>die</strong> <strong>die</strong> hohen Anforderungen an Qualität und<br />
Sicherheit erfüllen. Die Geräte sind besonders kompakt und dennoch<br />
außerordentlich leistungsfähig. Darüber hinaus lässt sich <strong>die</strong><br />
Anlagenleistung auch mit nicht speziell geschultem Personal verbessern.<br />
Einfache Inbetriebnahme und Be<strong>die</strong>nung<br />
Sind <strong>die</strong> Mitarbeiter mit einem Gerät vertraut, können sie alle Geräte<br />
der Produktlinie be<strong>die</strong>nen. So nimmt ein und derselbe Mitarbeiter<br />
beispielsweise den Druck einer Prozesslinie in Betrieb und überwacht<br />
<strong>die</strong>sen und kontrolliert gleichzeitig <strong>die</strong> Füllstände beim Mischen<br />
und Dosieren von Sirup und Säften mit unterschiedlichen<br />
Grundstoffen. Dadurch lassen sich Arbeitszeit, Fachpersonal und<br />
Kosten <strong>für</strong> Schulungen einsparen.<br />
Auch <strong>die</strong> Technik selbst reduziert den Aufwand auf ein Minimum,<br />
z. B. durch einfache Verkabelung wie beim Druckmessgerät Cerabar<br />
PMP43 und seinem M12-Stecker. Prozesse können durch Kommunikationstechnologien<br />
wie IO-Link und Hart vereinfacht und standardisiert<br />
werden. Das gut ablesbare Farbdisplay ist mit intuitiver<br />
Touch-Funktionalität ausgestattet. Geführte Assistenten vereinfachen<br />
<strong>die</strong> Inbetriebnahme und Wartung und verhindern Fehler von Anfang<br />
an. Die intuitive Be<strong>die</strong>nung wird durch <strong>die</strong> Endress+Hauser-<br />
Smartblue-App <strong>für</strong> Smartphones oder Tablets mit Bluetooth-Technology<br />
erleichtert.<br />
Besonders kompakt und skalierbar<br />
Die Compact Line besteht aus drei Produkten mit drei verschiedenen<br />
Messtechnologien <strong>–</strong> Micropilot FMR43 (80 GHz/180 GHz) <strong>für</strong><br />
kontinuierlichen Füllstand, Liquiphant FTL43 <strong>für</strong> Grenzstand und<br />
Cerabar PMP43 <strong>für</strong> Druck. Sie bietet hohe Leistung und Skalierbarkeit,<br />
angefangen bei kleinen Lager- und Prozessbehältern mit engen<br />
Platzverhältnissen bis hin zu großen Tanks und Silos. Von der Drucküberwachung<br />
in Pasteuren mit dem Cerabar PMP43 bis hin zur<br />
Fleischalternativen gelten als gesund und nachhaltig. Der Kreis derer, <strong>die</strong><br />
ihren Fleischkonsum reduzieren möchten, sowie der Vegetarier und Veganer<br />
wächst daher stetig und immer mehr Lebensmittelhersteller steigen in <strong>die</strong>sen<br />
Wachstumsmarkt ein.<br />
Erfahren Sie mehr über <strong>die</strong> effiziente Herstellung und Verpackung von<br />
Fleischalternativen <strong>–</strong> in der Aufzeichnung der Websession „Herstellung und<br />
Ver packung von Fleischalternativen“. Namhafte Unternehmen stellen ihre<br />
Anlagen und Dienstleistungen <strong>für</strong> Fleischalternativen vor.<br />
Keynote: Alternative Proteine in Deutschland <strong>–</strong> eine Bestandsaufnahme<br />
zu pflanzlichem und kultiviertem Fleisch<br />
Ivo Rzegotta<br />
Senior Public Affairs Manager Deutschland<br />
The Good Food Institute Europe<br />
Modulare Anlagenkonzepte <strong>für</strong> Entwicklung und Produktion von<br />
Fleischalternativen mit Doppelschneckenextrudern<br />
Albrecht Huber<br />
Head of Pharma and Life Science Extrusion<br />
Leistritz Extrusionstechnik GmbH<br />
Die bessere Alternative <strong>für</strong> <strong>die</strong> Alternative:<br />
Effiziente Antriebslösungen <strong>für</strong> moderne Verpackungen<br />
Stefan Blust<br />
Branchenmanager<br />
Verpackungsmaschinen<br />
Getriebebau NORD GmbH & Co. KG<br />
Webcast<br />
kostenlos<br />
anschauen<br />
Interessiert? Jetzt kostenlos<br />
registrieren und <strong>die</strong> Aufzeichnung<br />
der Websession ansehen!<br />
Unsere Partner:<br />
https://hier.pro/cStg4<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 35
<strong>dei</strong> BRANCHE IM FOKUS GETRÄNKEHERSTELLUNG<br />
Das Hygienedesign garantiert<br />
Produkt- und Prozesssicherheit.<br />
Alle drei Technologien<br />
entsprechen den Anforderungen<br />
von EHEDG und 3-A.<br />
Füllstandüberwachung von Milch oder Kakaopulver in großen<br />
Lagertanks mit dem Micropilot FMR43 profitieren Anwender von<br />
der standardisierten Produktlinie. Neben der bewährten 80 GHz-<br />
Frequenz beherrscht der Freifeld-Radarsensor Micropilot FMR43<br />
nun auch 180 GHz. Das ermöglich den Einsatz in nochmals<br />
schmäleren Prozesstanks.<br />
Die Skalierbarkeit wird durch ein kompaktes Sensordesign, kleine<br />
Prozessanschlüsse sowie skalierbare Messbereiche erreicht. Im Bereich<br />
New Food ist das ein besonderer Vorteil, denn häufig gilt es,<br />
direkt vom Labor- und Technikumsmaßstab den Transfer in den<br />
Produktionsbereich zu meistern, beispielsweise bei der Präzisions-<br />
Fermentation. Mit der Compact Line können in allen drei Stufen<br />
immer <strong>die</strong> gleichen Geräte eingesetzt werden.<br />
Erhöhte Transparenz dank Diagnosedaten<br />
Die von Endress+Hauser entwickelte Heartbeat Technology verbessert<br />
<strong>die</strong> Anlagenverfügbarkeit und reduziert <strong>die</strong> Risiken von Prozessausfällen<br />
über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Heartbeat<br />
Technology liefert zuverlässige Diagnose- und Überwachungsdaten<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> ständige Echtzeitüberwachung von Prozessbedingungen wie<br />
Schaumbildung (in Gärtanks) oder Ablagerungen (in Produktionstanks<br />
<strong>für</strong> Milchprodukte), was eine vorausschauende Wartung ermöglicht.<br />
Heartbeat Verification liefert zudem innerhalb von drei Minuten den<br />
exakten Status von Gerät und Prozess auf Abruf. Die ISO 9001-konforme<br />
Verifizierung ist rückverfolgbar und erfolgt direkt an der<br />
Messstelle ohne Unterbrechung des Prozesses. Eine Dokumentation<br />
wird automatisch erstellt. So hat der Anwender jederzeit einen Einblick<br />
in <strong>die</strong> Genauigkeit seines Messgerätes sowie den Prozessstatus,<br />
und der Aufwand <strong>für</strong> Kalibrierungen wird reduziert.<br />
Dank Heartbeat Technology kann <strong>die</strong> Produktion der nächsten Charge<br />
automatisch gestartet und innerhalb kurzer Zeit produziert werden.<br />
Verifikation, Monitoring und Diagnose ermöglichen eine permanente<br />
Überwachung der Messgerätefunktionalität sowie einen<br />
tieferen Einblick in <strong>die</strong> vorherrschenden Prozessbedingungen. Unerwünschte<br />
Prozesszustände können so zuverlässig erkannt und Ge-<br />
genmaßnahmen rechtzeitig eingeleitet werden. Dadurch wird das<br />
Risiko von Anlagenstillständen reduziert.<br />
Unverwechselbar hygienisch<br />
Eine kompromisslos hohe Messperformance und das kompakte,<br />
360°-Hygienedesign sind zwei der entscheidenden Vorteile der gesamten<br />
Produktlinie. Sie garantieren Produkt- und Prozesssicherheit<br />
bei hochsensiblen und streng regulierten Anwendungen in der Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie. Die Prozessteile der Compact<br />
Line sind ohne zusätzliche Dichtungen voll verschweißt. Die Messgeräte<br />
aus Edelstahl können dank der Schutzart IP 69K von außen<br />
mit Reinigungs- und Desinfektionsmitteln wie gasförmigem H 2 O 2<br />
und mit Hochdruckreinigern gereinigt werden. Dank eines Touch-<br />
Displays können Einstellungen direkt am Gerät vorgenommen werden.<br />
Da das Display spaltfrei ist, besteht keine Gefahr der Verschmutzung.<br />
Alle drei Technologien entsprechen den Hygienic-Design-Anforderungen<br />
von EHEDG und 3-A. Materialkonformität und Rückverfolgbarkeit<br />
sind durch Erklärungen und Zertifikate (z. B. EC<br />
1935/2004, FDA und cGMP) gegeben. Selbst extreme Temperaturschwankungen,<br />
<strong>die</strong> bei hydrostatischen Füllstandsmessungen in<br />
Prozesstanks zwischen 2 und 4 °C und bei der Reinigung (CIP/SIP,<br />
max. 150 °C) auftreten, beeinträchtigen <strong>die</strong> Funktion der Geräte<br />
nicht. Darüber hinaus gewährleistet <strong>die</strong> Compact Line Konfigurationsintegrität,<br />
d. h. prozesskritische Parameter können verriegelt<br />
werden, um unbeabsichtigte Änderungen zu verhindern und <strong>die</strong><br />
Konfiguration zu schützen.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Endress+Hauser<br />
Halle 6, Stand 119<br />
AUTOR:<br />
TIM SCHRODT<br />
Industriemanager Lebensmittel,<br />
Endress+Hauser<br />
36 <strong>dei</strong> 06-2024
Kombination aus Stickstoffgenerator und Wasserstoffkatalysator<br />
Effizientes Duo zur<br />
Stickstofferzeugung<br />
Reinheit erhöhen, Kosten senken <strong>–</strong> mit einer durchdachten Kombination aus<br />
Stickstoffgenerator und Wasserstoffkatalysator bietet Inmatec nun ein effizientes<br />
Duo zur Stickstofferzeugung an. Damit sparen Anwender sowohl bei der Investition<br />
als auch bei den laufenden Kosten.<br />
Mit der Kombination eines modifizierten PN-Stickstoffgenerators (PNK) und eines<br />
H 2 KAT-Wasserstoffkatalysators bietet Inmatec ein effizientes und wirksames System <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Eigenerzeugung von Stickstoff der höchsten Reinheitsklasse an<br />
Auch in der Getränke- und <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
wird Stickstoff höchster Reinheit<br />
eingesetzt. Unternehmen stehen dabei vor<br />
der Wahl, das Gas von Drittanbietern zu beziehen<br />
oder es selbst herzustellen. Die Vorteile<br />
der Eigenerzeugung liegen auf der<br />
Hand: Menge, Reinheit und Druck lassen<br />
sich optimal steuern und ideal an den Bedarf<br />
anpassen. Darüber hinaus entfallen<br />
Kosten <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lieferung sowie Lagerung<br />
und das Gas steht genau dann zur Verfügung,<br />
wenn es benötigt wird. Kontinuierlich<br />
wird <strong>die</strong> Reinheit überwacht <strong>–</strong> ein weiterer<br />
Vorteil der On-Site-Erzeugung.<br />
Mit der Kombination eines modifizierten<br />
PN-Stickstoffgenerators (PNK) und eines<br />
H 2 KAT-Wasserstoffkatalysators bietet das zur<br />
Boge-Gruppe gehörende Unternehmen<br />
Inmatec ein effizientes und wirksames System<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Eigenerzeugung von Stickstoff<br />
der höchsten Reinheitsklasse (0,001 % O 2<br />
[Reinheitsgrad 5.0]) an.<br />
Für <strong>die</strong> da<strong>für</strong> benötigte Druckluft steht ein<br />
Portfolio an geeigneten Kompressoren und<br />
Aufbereitungskomponenten zur Verfügung.<br />
Die Druckluft wird gefiltert und getrocknet,<br />
bevor der Stickstoff mithilfe der PSA-Technologie<br />
(Pressure-Swing-Adsorption) unter<br />
Bild: Boge Kompressoren<br />
Einsatz eines hochwertigen Kohlenstoff-<br />
Molekularsiebs aus der Umgebungsluft abgeschieden<br />
wird.<br />
Der produzierte Stickstoff, der eine Reinheit<br />
von 0,1 % O 2 (Reinheitsgrad 3.0) besitzt,<br />
wird zunächst in einem Pufferbehälter zwischengespeichert<br />
und dann im H 2 KAT mit<br />
Kleinstmengen an Wasserstoff angereichert.<br />
Dem Stickstoff werden <strong>die</strong> restlichen Sauerstoffmoleküle<br />
entzogen, <strong>die</strong> mit Wasserstoff<br />
zu Wasserdampf gebunden werden. Der<br />
Stickstoff besitzt anschließend eine Reinheit<br />
von 0,001 % O 2 (Reinheitsgrad 5.0).<br />
Den H 2 KAT gibt es in acht Varianten mit<br />
einer Liefermenge bis zu 300 Nm 3 /h. Passend<br />
dazu gibt es acht PNK-Modelle, <strong>die</strong><br />
technisch optimal auf den jeweiligen H 2 KAT<br />
abgestimmt sind.<br />
Der Vorteil <strong>die</strong>ses zweistufigen Verfahrens<br />
zur Stickstofferzeugung ist eine deutliche<br />
Reduzierung des Druckluftverbrauchs um<br />
etwa 40 bis 50 % im Vergleich zu einer herkömmlichen<br />
Erzeugung von Stickstoff der<br />
Reinheit 0,001 % O 2 (Reinheitsgrad 5.0).<br />
Da der Generator fix <strong>für</strong> eine Reinheit von<br />
0,01 % O 2 (Reinheitsgrad 3.0) ausgelegt ist,<br />
kann <strong>die</strong> benötigte Druckluftmenge um fast<br />
<strong>die</strong> Hälfte reduziert werden. Das wirkt sich<br />
auf Investitions- und Betriebskosten aus.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Inmatec<br />
Halle 9, Stand 115<br />
AUTORIN:<br />
ANJA EHRMANN<br />
Freie Journalistin<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 37
<strong>dei</strong> TREND NACHHALTIGKEIT<br />
Bild: Attasit <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />
Soziale und wirtschaftliche Aspekte rücken in den Fokus<br />
NACHHALTIGE<br />
BESCHAFFUNG<br />
Nachhaltigkeit ist aktuell einer der beherrschenden Trends der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>:<br />
Unternehmen, ganze Industriezweige und Regierungen arbeiten<br />
auf ambitionierte Net-Zero-Ziele hin. Bislang haben sich <strong>die</strong>se Bemühungen<br />
bei natürlichen Zutaten größtenteils auf Umweltaspekte konzentriert.<br />
Dieser Fokus könnte sich jedoch verschieben.<br />
38 <strong>dei</strong> 06-2024
Monique van de Vijver ist Innovation Manager Health bei der international<br />
tätigen Nichtregierungsorganisation Solidaridad und<br />
Nachhaltigkeitsexpertin. Für sie ist Nachhaltigkeit in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
überwiegend eine ‚grüne‘ Agenda. „Die <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
konzentriert sich bei <strong>die</strong>sem Thema hauptsächlich auf Initiativen<br />
oder Produkte, <strong>die</strong> sich mit ökologischen Aspekten wie dem<br />
Klimawandel, Entwaldung, Plastikverschmutzung und der Nutzung<br />
von Pestiziden befassen. Dies geschieht durch den Einsatz natürlicher<br />
und ökologischer Zutaten, den Verzicht auf Plastikverpackungen<br />
oder Verbesserungen der Ressourceneffizienz“, erklärt sie.<br />
Während all <strong>die</strong>se Ansätze eine berechtigte Rolle spielen, ist ökologisches<br />
Handeln jedoch lediglich ein Aspekt der Nachhaltigkeit, wie<br />
van de Vijver erläutert: „Nachhaltige Entwicklung basiert auf drei<br />
Säulen: der sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Säule.“<br />
In Zukunft erwartet van de Vijver, dass den beiden bisher „vernachlässigten“<br />
Säulen ein höherer Stellenwert auf der Agenda der <strong>Lebensmittelindustrie</strong><br />
zukommen wird, und dass künftige Strategien<br />
darauf ausgerichtet sein werden, alle drei Aspekte zu umfassen.<br />
Gesetzgebung <strong>für</strong> mehr Nachhaltigkeit<br />
Die Gesetzgeber werden den Rahmen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung in Richtung<br />
mehr Nachhaltigkeit vorgeben. Nach einem zweieinhalbjährigen<br />
Weg durch den Prozess der EU-Gesetzgebung wurde <strong>die</strong> Europäische<br />
Lieferkettenrichtlinie (Corporate Sustainability Due Diligence<br />
Directive, CSDDD) am 5. Juli 2024 im Amtsblatt der Europäischen<br />
Union veröffentlicht. Diese wegweisende Gesetzgebung verpflichtet<br />
größere Lebensmittel- und Getränkeunternehmen dazu,<br />
Menschenrechts- und Umweltprüfungen entlang ihrer gesamten<br />
Lieferkette durchzuführen und sie <strong>für</strong> <strong>die</strong> Auswirkungen ihrer Aktivitäten<br />
zur Verantwortung zu ziehen. Moderne Sklaverei, Kinderarbeit,<br />
unzureichende Arbeitssicherheit und Ausbeutung von Arbeitern<br />
fallen alle in den Anwendungsbereich <strong>die</strong>ser Regelung.<br />
Eng mit der CSDDD verbunden ist <strong>die</strong> EU-Verordnung über entwaldungsfreie<br />
Lieferketten (EUDR), <strong>die</strong> ab dem 30. Dezember 2024<br />
gelten wird. Dieser gesetzliche Rahmen soll sicherstellen, dass bestimmte<br />
Erzeugnisse und Produkte, <strong>die</strong> in der EU gehandelt und<br />
konsumiert werden, nicht mehr zur Entwaldung beitragen. Das ist<br />
einerseits ein großer Schritt, um Produkte aus dem Lebensmittelsystem<br />
zu verbannen, deren Herstellung mit Entwaldung einhergeht.<br />
Die Verordnung legt andererseits auch Anforderungen an europäische<br />
Unternehmen fest, <strong>die</strong> Menschenrechtsverletzungen in den internationalen<br />
Lieferketten verhindern soll.<br />
Umweltschäden sind untrennbar mit Armut verbunden<br />
Diese beiden Verordnungen spiegeln auch wider, wie <strong>die</strong> drei Säulen<br />
der Nachhaltigkeit miteinander verflochten sind. Ohne einen ganzheitlichen<br />
Ansatz sind Lösungen in ihrer Wirkung immer begrenzt.<br />
„Die wirtschaftliche und <strong>die</strong> soziale Säule sind stark miteinander verbunden,<br />
denn es ist <strong>für</strong> Kleinbauern sehr schwierig, in vollem Umfang<br />
an der Wirtschaft teilzuhaben, Zugang zu Märkten zu erhalten,<br />
Kredite zu bekommen und einen angemessenen Preis <strong>für</strong> ihre Produkte<br />
zu erzielen“, sagt van de Vijver. „Wir wissen auch, dass viele ökologische<br />
Probleme durch Armut bedingt sind. Auch wenn es so aussehen<br />
mag, als hätten Bauern eine Wahl bei ihrer Art zu produzieren,<br />
sieht <strong>die</strong> Realität anders aus: Wenn man arm ist, hat man keine Wahl <strong>–</strong><br />
man nimmt jede sich bietende Gelegenheit wahr und produziert so<br />
viel wie möglich zu den geringstmöglichen Kosten.“<br />
„Viele Landwirte werden so zu Produktionsmethoden gedrängt, <strong>die</strong><br />
den Einsatz von Agrochemikalien vorsehen und sich als schädlich <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> natürlichen Ressourcen erwiesen haben. Das hat zu einem Verlust<br />
an Biodiversität und einer Verschlechterung der Bodenqualität geführt.<br />
In Kombination mit steigenden Inputkosten und anhaltend niedrigen<br />
und volatilen Preisen <strong>für</strong> <strong>die</strong> Erzeugnisse ist <strong>die</strong> Landwirtschaft <strong>für</strong> sie<br />
zu einem Verlustgeschäft geworden. Dadurch haben viele junge Menschen<br />
<strong>die</strong> Landwirtschaft vollständig aufgegeben. Aus <strong>die</strong>sem Grund<br />
ist der wirtschaftliche Aspekt der Nachhaltigkeit so wichtig, insbesondere<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Menschen, <strong>die</strong> ganz am Anfang der Lieferketten stehen.“<br />
Seit das Schicksal von Kleinproduzenten und <strong>die</strong> daraus entstehenden<br />
Umweltschäden ins öffentliche Bewusstsein dringen, wächst<br />
der Handlungsdruck auf <strong>die</strong>jenigen, <strong>die</strong> <strong>die</strong>se Situation beeinflussen<br />
können. Dazu gehören auch Akteure weiter oben in der Lieferkette,<br />
nämlich Lebensmittel- und Getränkehersteller. Für <strong>die</strong>se wird <strong>die</strong><br />
verantwortungsvolle Beschaffung von Zutaten zu einem Eckpfeiler<br />
einer wirkungsvollen Nachhaltigkeitsinitiative.<br />
Die Herausforderungen: Groß, aber überwindbar<br />
Selbst <strong>für</strong> Unternehmen mit den besten Absichten ist der Weg zu einer<br />
verantwortungsvollen Beschaffung von Zutaten voller Hürden.<br />
Bild: Monique van de Vijver<br />
Monique van de Vijver ist<br />
Innovation Manager<br />
Health bei der international<br />
tätigen Nichtregierungsorganisation<br />
Solidaridad<br />
und Nachhaltigkeitsexpertin<br />
DISKUSSIONSPLATTFORM: FI EUROPE 2024<br />
Eine gute Gelegenheit, das Thema „Nachhaltige Beschaffung“<br />
zu diskutieren, bietet <strong>die</strong> Fachmesse Fi<br />
Europe vom 19. bis 21. November in Frankfurt. Hier<br />
treffen sich alljährlich Lebensmittel- und Getränkehersteller,<br />
Zutatenlieferanten, Start-ups, Investoren, Marktanalysten,<br />
Händler und Branchenverbände. Solidaridad<br />
ist Nachhaltigkeitspartner der Fi Europe und bringt<br />
Fachwissen zum Thema Nachhaltigkeit in Lieferketten<br />
ein. Die langjährige Partnerschaft zielt darauf ab, den<br />
Wissenstransfer und <strong>die</strong> Zusammenarbeit in <strong>die</strong>sen<br />
Märkten zu fördern und letztendlich Unternehmen zu<br />
befähigen, Zutaten ethisch und nachhaltig zu beziehen<br />
und gleichzeitig den Forderungen nach mehr Transparenz<br />
in der Lieferkette gerecht zu werden.<br />
„Unsere Partnerschaft mit der Organisation Solidaridad<br />
ist Teil unseres anhaltenden Engagements <strong>für</strong> Nachhaltigkeit“,<br />
sagt Yannick Verry, Brand Director of Food Ingre<strong>die</strong>nts<br />
Europe & Americas. „Im Rahmen der Fi<br />
Europe und in den von uns zur Verfügung gestellten Inhalten<br />
heben wir nachhaltige Beschaffung, Transparenz,<br />
regulatorische Compliance mit viel Engagement immer<br />
wieder hervor.“<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 39
<strong>dei</strong> TREND NACHHALTIGKEIT<br />
Eine davon ist der Mangel an Transparenz in den meisten Lieferketten,<br />
denn <strong>die</strong>se umfassen oft mehrere Zwischenhändler. „Die meisten<br />
Lebensmittel- und Getränkehersteller kaufen ihre Zutaten von<br />
einem Händler, der sie von einem Lieferanten bezieht, der sie oft<br />
wiederum von noch kleineren Zwischenhändlern kauft. Somit ist es<br />
<strong>für</strong> einen Käufer in Europa nur schwer nachvollziehbar, woher <strong>die</strong><br />
Zutaten stammen. Das Einzige, was wirklich überprüfbar ist, ist <strong>die</strong><br />
Qualität“, sagt van de Vijver. Eine weitere große Herausforderung<br />
besteht darin, dass <strong>die</strong> Kriterien Qualität und Preis <strong>die</strong> Verhandlungen<br />
über den Zutatenkauf dominieren. Daran und an bestimmte<br />
Preisniveaus habe sich der Markt gewöhnt, fügt sie hinzu.<br />
Dies sind enorme Herausforderungen, denn im Wesentlichen handelt<br />
es sich um systemische Fehler, <strong>die</strong> in den globalen Marktkräften<br />
verankert sind. Doch van de Vijver lehnt es ab, <strong>die</strong>se als unüberwindbar<br />
zu betrachten. „Das Streben nach Wachstum durch Gewinn<br />
ist das vorherrschende Paradigma in unserem Lebensmittelsystem<br />
geworden, aber <strong>die</strong>ses wurde von Menschen konstruiert. Das bedeutet<br />
aber auch, dass wir in der Lage sind, es entsprechend zu verändern“,<br />
sagt sie. „Wir als Gesellschaft haben Geld an <strong>die</strong> erste Stelle<br />
gesetzt und dabei Mensch und Natur vernachlässigt, und am Ende<br />
kommt das wie ein Bumerang auf uns zurück. Es wird definitiv<br />
nicht einfach sein, aber wir müssen einige der Aspekte, denen wir<br />
ihren Wert abgesprochen haben, wieder neu bewerten.“<br />
Die Situation nachhaltig verbessern<br />
Aus jahrzehntelanger Erfahrung in der Umgestaltung von Lieferketten<br />
hin zu mehr Nachhaltigkeit hat <strong>die</strong> Organisation Solidaridad gelernt,<br />
dass eine Stärkung der Kommunikation über <strong>die</strong> gesamte Lieferkette<br />
hinweg der Schlüssel zur Veränderung ist. „Wir schaffen Multi-Stakeholder-Plattformen,<br />
um <strong>die</strong> Herausforderungen in einem vorwettbewerblichen<br />
Umfeld zu diskutieren. Die Landwirte verstehen dann <strong>die</strong><br />
Anforderungen des Marktes und wissen, welche Qualität von ihnen<br />
erwartet wird. Die Hersteller und Käufer wiederum lernen, was <strong>die</strong><br />
Landwirte benötigen, um ihre Praktiken zu ändern. Dies ermöglicht<br />
ihnen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, erklärt van de Vijver.<br />
Ein Beispiel <strong>für</strong> <strong>die</strong> Umsetzung in <strong>die</strong> Praxis ist <strong>die</strong> CO 2 -Handelsplattform<br />
„Acorn“, <strong>die</strong> gemeinsam von der Rabobank und Solidaridad<br />
eingerichtet wurde. Sie ermöglicht es Kaffeebauern, mittels<br />
Agroforstwirtschaft Geld <strong>für</strong> das Binden von Kohlenstoff zu erhalten.<br />
Diese Plattform verwendet Satellitensysteme und Algorithmen, um<br />
zu bestimmen, wie viel Kohlenstoff durch einzelne Betriebe gebunden<br />
wurde. „Dieses Programm ist <strong>für</strong> Hersteller und Landwirte gleichermaßen<br />
vorteilhaft. Der Hersteller erhält den Nachweis, dass seine<br />
Produkte nachhaltig erzeugt wurden, und der Landwirt wird <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Anwendung regenerativer Praktiken belohnt“, sagt van de Vijver.<br />
Zertifizierungssysteme<br />
Nachhaltigkeitszertifikate und -labels spielen eine bedeutende Rolle.<br />
Solidaridad war an der Entwicklung und Implementierung mehrerer<br />
<strong>die</strong>ser Systeme beteiligt, darunter UTZ Certified <strong>für</strong> Kaffee, Kakao<br />
und Tee, Bonsucro <strong>für</strong> Zuckerrohr, der Roundtable on Sustainable<br />
Palm Oil (RSPO) und der Round Table on Responsible Soy<br />
(RTRS). Allerdings weist van de Vijver darauf hin, dass Zertifizierungen<br />
nicht immer zu den gewünschten Effekten führen und teuer <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Beteiligten sind. „Zertifizierungen haben sich zu einem eigenen<br />
Geschäftszweig entwickelt“, sagt sie. Ein weiteres Problem solcher<br />
Systeme sei, dass sie <strong>die</strong> Abhängigkeit von einzelnen Nutzpflanzen,<br />
<strong>die</strong> einen sehr hohen Gewinn bringen, fördern. Das bringe eine<br />
Reihe von Nachteilen mit sich, wie eine erhöhte Anfälligkeit <strong>für</strong><br />
Marktschwankungen oder extreme Wetterbedingungen, sowie negative<br />
Auswirkungen auf <strong>die</strong> Biodiversität, fügt sie hinzu.<br />
Die EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR), <strong>die</strong> ab<br />
dem 30. Dezember 2024 gelten wird, soll sicherstellen, dass Erzeugnisse<br />
wie beispielsweise Palmöl nicht mehr zur Entwaldung beitragen<br />
Strategien nicht nur <strong>für</strong> Commodities<br />
Die Bemühungen, Lieferketten nachhaltiger zu gestalten, konzentrierten<br />
sich bisher auf hochpreisige Erzeugnisse wie Kakao oder Kaffee<br />
sowie auf Palmöl und Soja. Van de Vijver betont jedoch, dass <strong>die</strong> Strategien<br />
zur Sicherstellung einer nachhaltigen Beschaffung genauso auf<br />
jede Zutat natürlichen Ursprungs anwendbar sind <strong>–</strong> auch auf solche,<br />
<strong>die</strong> <strong>für</strong> den Verbraucher weniger sichtbar sind. „Die Lieferketten mögen<br />
unterschiedlich sein, aber <strong>die</strong> Mechanismen im Hintergrund<br />
sind ähnlich. Wenn Hersteller sicherstellen wollen, dass ihre Zutaten<br />
nachhaltig sind, müssen sie bereit sein, an der Quelle zu investieren<br />
und langfristige, faire Einkaufsvereinbarungen abschließen.“<br />
Ein Beispiel sind Pflanzenextrakte und Kräuter, <strong>die</strong> als Zutaten in<br />
funktionellen Lebensmitteln und Getränken sowie in Nahrungsergänzungsmitteln<br />
immer beliebter werden. Den wenigsten Verbrauchern<br />
ist bewusst, wie <strong>die</strong>se Zutaten angebaut und produziert werden,<br />
und welche sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Auswirkungen<br />
sie an der Quelle verursachen. Die meisten Verbraucher<br />
wüssten nichts über <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsherausforderungen in <strong>die</strong>sen<br />
Lieferketten, so van de Vijver.<br />
Doch selbst Palmöl sei lange Zeit eine ‚unsichtbare‘ Zutat gewesen,<br />
zumindest so lange, bis NGOs auf <strong>die</strong> damit verbundene Rodung und<br />
Abholzung aufmerksam machten. Die Expertin be<strong>für</strong>chtet, dass <strong>die</strong><br />
steigende Nachfrage nach Botanicals schlechte Nachrichten <strong>für</strong> Produzenten<br />
und den Planeten bedeutet: „Sobald eine Pflanze zu einem<br />
Wirtschaftsgut wird, wird sie ‚ausgebeutet‘, dann geht <strong>die</strong> Verbindung<br />
zur Herkunft und zu ihrer natürlichen Umgebung verloren.“<br />
Verbundenheit mit Menschen und der Natur<br />
Sie fährt fort: „Es gibt den allgemeinen Trend in der Gesellschaft,<br />
dass wir Verbundenheit verlieren. Wir haben unsere Verbindung zur<br />
Natur verloren und wir verlieren unsere Verbindung zueinander. Wo<br />
es Verbundenheit gibt, gibt es Fürsorge und Respekt. Geht <strong>die</strong> Verbundenheit<br />
verloren, gehen auch <strong>die</strong>se Werte verloren. Deshalb<br />
glaube ich, dass es Initiativen braucht, <strong>die</strong> Verbindungen wiederherstellen.“<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Solidaridad<br />
AUTOR:<br />
MARCELO BRULL<br />
Sustainability Manager,<br />
Informa Markets<br />
Bild: NIKCOA <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />
40 <strong>dei</strong> 06-2024
Konzepte <strong>für</strong> natürlichen Geschmack<br />
Bild: Informa<br />
Die Fi Europe findet in <strong>die</strong>sem Jahr vom 19.<br />
bis 21. November in Frankfurt statt. Der Veranstalter<br />
Informa hat den Bereich „Food<br />
Manufacturing Technologies & Solutions“<br />
erweitert und widmet damit Lösungen, <strong>die</strong><br />
Herstellern von Lebensmitteln und Getränken<br />
helfen, Lieferketten zu sichern und Prozesse<br />
zukunftsfähig zu gestalten, eine größere<br />
Plattform. In <strong>die</strong>sem Jahr feiert auch der<br />
„Pet Food Suppliers‘ Hub“ Premiere. Hier<br />
werden Inhaltsstoffe und Technologien vorgestellt,<br />
<strong>die</strong> Hersteller von Heimtiernahrung<br />
bei der Entwicklung nahrhafter, sicherer<br />
und innovativer Produkte unterstützen können.<br />
Darüber hinaus wird es eine Reihe<br />
neuer Länderpavillons geben: Dänemark,<br />
Thailand und Lateinamerika werden hier<br />
erstmals vertreten sein.<br />
Zu den Höhepunkten der Fi Europe zählt<br />
auch das umfangreiche Rahmenprogramm.<br />
Zahlreiche Vorträge von Experten gewähren<br />
exklusive Einblicke in <strong>die</strong> Herausforderungen,<br />
Trends und Technologien, <strong>die</strong> <strong>die</strong> Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie prägen.<br />
Zum ersten Mal ist in <strong>die</strong>sem Jahr der Eintritt<br />
zur Fi Conference im regulären Ticket<br />
enthalten, sodass <strong>die</strong>ses Wissensforum <strong>für</strong> alle<br />
Besucher ohne Zusatzticket zugänglich ist.<br />
Bild: Raps<br />
Unter dem Motto „Natural Taste<br />
Meets High Functionality“ präsentiert<br />
Raps seine innovativen<br />
Produktkonzepte. Die Lösungen<br />
<strong>für</strong> Bäckerei- und Molkereibranche,<br />
Convenience- und Feinkost<br />
sowie <strong>für</strong> Fleisch- oder Fleischersatzprodukte,<br />
Süßwaren und<br />
Getränke basieren auf Technologien<br />
wie Mikroverkapselung<br />
oder Extraktion. Insbesondere<br />
im Frische- und Convenience-<br />
Segment zeigt der Gewürzspezialist<br />
Produkte, <strong>die</strong> vielseitig<br />
einsetzbar sind und den Verbraucherwünschen<br />
entsprechen.<br />
Raps präsentiert unter anderem<br />
eine breite Range an mikroverkapselten<br />
Inhaltsstoffen. Die<br />
Coatec-Technologie ermöglicht<br />
es, selbst ungleichmäßig geformte<br />
Partikel homogen zu<br />
Reisprotein als Ersatz <strong>für</strong> Milchprotein<br />
umhüllen und so <strong>die</strong> Inhaltsstoffe<br />
vor Temperaturschwankungen,<br />
Feuchtigkeit und Sauerstoff<br />
zu schützen. Dies führt zu<br />
einer erhöhten Stabilität der Inhaltsstoffe<br />
im Produkt sowie zu<br />
einer kontrollierten Freisetzung.<br />
Gleichzeitig erhalten <strong>die</strong> Produkte<br />
eine höhere Geschmacksund<br />
Farbstabilität. Einen besonderen<br />
Aromaschutz erzielt Raps<br />
mit der Flavocaps-Technologie<br />
und kann so maßgeschneiderte<br />
Inhaltsstoffe <strong>für</strong> Backwaren und<br />
Süßwaren über Nahrungsergänzungs-,<br />
Convenience- und Tiefkühlprodukte<br />
bis hin zu Fleischund<br />
Wurstwaren entwickeln.<br />
Über <strong>die</strong> sogenannte HD-Extraktion<br />
gewinnt Raps natürliche<br />
und hochkonzentrierte Extrakte<br />
aus hochwertigen Rohgewürzen.<br />
Als Extraktionsmittel<br />
wird dabei ausschließlich Kohlenstoffdioxid<br />
(CO 2 ) verwendet.<br />
Das Verfahren ist somit umweltund<br />
ressourcenschonend.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Raps<br />
Halle 4.2, Stand J21<br />
Bereits vor 9000 Jahren wurde<br />
in China <strong>die</strong> erste Reispflanze<br />
domestiziert. Südostasien ist<br />
auch heute noch der größte<br />
Produzent weltweit. Das<br />
(Bio-)Reisprotein-Isolat wird<br />
durch <strong>die</strong> Auswaschung des Klebereiweißes<br />
aus dem Reiskorn<br />
hergestellt und weist einen Gehalt<br />
von über 80 % auf. Das<br />
Reisprotein ist eine leicht verdauliche,<br />
pflanzliche Alternative<br />
zu Milchprotein. Es enthält einen<br />
hohen Anteil essentieller<br />
Aminosäuren, besonders geeignet<br />
ist es als pflanzliche Methioninquelle.<br />
Reisprotein ist als Zutat <strong>für</strong> diätetische<br />
Nahrungsmittel gut geeignet.<br />
Das Protein wird im Lebensmittelbereich<br />
auch vermehrt<br />
in Nahrungsergänzungsmitteln,<br />
low carb- und Sportler-<br />
Produkten eingesetzt. In Kombination<br />
mit Erbsenprotein kann<br />
eine optimale Zusammensetzung<br />
der Aminosäuren erzielt<br />
werden.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Ceresal<br />
Halle 3.1, Stand D14<br />
Bild: Ceresal<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 41
<strong>dei</strong><br />
MESSEVORSCHAU<br />
Funktionalität gezielt einstellen<br />
Gelatine- und Kollagenpeptidlösungen<br />
Glatt Ingenieurtechnik zeigt auf<br />
der FiE technologische Lösungen,<br />
um <strong>die</strong> funktionellen Eigenschaften<br />
von Pulvern, Granulaten,<br />
Agglomeraten und Pellets<br />
im Herstellungsprozess entscheidend<br />
zu verbessern. Ein<br />
Messeschwerpunkt sind funktionelle<br />
und alternative Proteine.<br />
Kontinuierliche Prozesse wie <strong>die</strong><br />
Agglomeration von Pulvern, das<br />
Trocknen von Flüssigkeiten bei<br />
gleichzeitiger Aufbaugranulation<br />
mittels Sprühgranulation sowie<br />
das Film-, Lipid- oder Hotmelt-<br />
Coating eignen sich hervorragend<br />
<strong>für</strong> den Schutz und <strong>die</strong><br />
Funktionalisierung von Partikeln<br />
bei großvolumigen Inhaltsstoffen.<br />
Besonders im Vergleich zu<br />
Standardtechnologien wie der<br />
einfachen Trocknung im Sprüh-<br />
turm bieten <strong>die</strong> innovativen<br />
Wirbelschichtlösungen von<br />
Glatt entscheidende Vorteile. Sie<br />
sind weitaus flexibler und können<br />
<strong>die</strong> gewünschten Produkteigenschaften<br />
durch <strong>die</strong> richtige<br />
Kombination und ein effizientes<br />
Zusammenspiel der Prozessparameter<br />
gezielt einstellen. Das gilt<br />
<strong>für</strong> Partikelgröße, Morphologie<br />
und Restfeuchte ebenso wie <strong>für</strong><br />
<strong>die</strong> Schüttdichte. Eine hohe<br />
Schüttdichte ermöglicht beispielsweise<br />
kleinere Verpackungsgrößen<br />
oder mehr Kapselinhalt,<br />
während sich eine geringere<br />
Schüttdichte besser <strong>für</strong><br />
lösliche Agglomerate mit lockerer<br />
Struktur eignet.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Glatt<br />
Halle 3.0, Stand J60<br />
Bild: Glatt<br />
Auf der Fi Europe 2024 wird<br />
Gelita zeigen, wie seine Gelatine-<br />
und Kollagenpeptidlösungen<br />
Riegel, Gummibärchen,<br />
Nahrungsergänzungsmittel und<br />
mehr aufwerten können.<br />
Optibar ist ein Kollagenpeptid,<br />
das den Herstellern helfen kann,<br />
Riegel zu formulieren, <strong>die</strong> den<br />
Anforderungen der zunehmend<br />
gesundheitsbewussten Verbraucher<br />
entsprechen. Bei Riegeln ist<br />
es schwierig, einen hohen Proteingehalt<br />
mit dem gewünschten<br />
Geschmack und der gewünschten<br />
Textur in Einklang zu<br />
bringen. Optibar ermöglicht es,<br />
mehr Protein in <strong>die</strong> Riegel einzubringen<br />
<strong>–</strong> ein Proteingehalt<br />
von bis zu 65 % ist möglich,<br />
während gleichzeitig eine weiche<br />
und genussvolle Textur erhalten<br />
bleibt.<br />
Soluform ist Gelitas Gelatine der<br />
nächsten Generation zur Opti-<br />
mierung des Nährwertprofils<br />
von Süßwaren, einschließlich<br />
Gummibärchen, Hartkaramellen,<br />
Marshmallows und Kaubonbons.<br />
Soluform PE kann den<br />
Proteingehalt erhöhen, während<br />
Soluform SR <strong>die</strong> Herstellung<br />
von zuckerreduzierten und zuckerfreien<br />
Süßwaren ermöglicht,<br />
ohne Kompromisse bei<br />
Geschmack und Textur einzugehen.<br />
Confixx ist eine schnell abbindende<br />
Gelatine, <strong>die</strong> einen<br />
Durchbruch bei der Herstellung<br />
von angereicherten Gummibonbons<br />
darstellt. Diese neue Gelatine<br />
ermöglicht <strong>die</strong> stärkefreie<br />
Herstellung von Gummibonbons<br />
mit einem sensorischen<br />
Profil, das bisher nur mit einem<br />
stärkebasierten Herstellungsverfahren<br />
erreicht werden konnte.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Gelita<br />
Halle 3.1, Stand F50<br />
Bild: Gelita<br />
Bild: Planteneers<br />
Kostenoptimierung, Clean Label und Genuss<br />
Die FiE in Frankfurt steht bei Planteneers im Zeichen von drei Schwerpunktthemen:<br />
Kostenoptimierung, Clean Label und Genuss. Als Beispiel <strong>für</strong> kostenoptimierte<br />
Lösungen präsentiert das Unternehmen ein Funktionssystem, mit dem<br />
eine breite Range an Aufschnitt-Spezialitäten realisiert werden kann. Dazu gehören<br />
unter anderem pflanzliche Alternativen zu Lyoner, Fleischwurst und Salami.<br />
Authentische Geschmackserlebnisse mit möglichst kurzer Zutatenliste sind weiter<br />
auf Wachstumskurs. Immer mehr Konsumenten achten bei pflanzlichen Lebensmitteln<br />
auf Clean-Label-Produkte. Für <strong>die</strong>sen Schwerpunktbereich präsentiert<br />
Planteneers Lösungen auf Weizenproteinbasis, <strong>die</strong> einen hohen Proteingehalt<br />
und außergewöhnliche Funktionalität bieten. Sie sind besonders effektiv<br />
bei der Nachbildung der kompakten Textur, <strong>die</strong> <strong>für</strong> Salami und andere gepökelte<br />
Fleischalternativen erforderlich ist. Für gesunden Genuss steht <strong>die</strong> pflanzliche<br />
Hähnchenbrust, <strong>die</strong> Planteneers auf der FiE vorstellt. Sie wird mit Mykoprotein<br />
hergestellt, das bekanntlich alle essenziellen Aminosäuren enthält und so mit einer<br />
hohen Proteinqualität überzeugt.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Planteneers<br />
Halle 3.1, Stand C50<br />
42 <strong>dei</strong> 06-2024
Stabilisierungssysteme neu inszeniert<br />
Hochfunktionale Erbsentexturate<br />
Die neuen Best Ager-Konzepte<br />
von Hydrosol richten sich an<br />
<strong>die</strong> Generation 55+, <strong>für</strong> <strong>die</strong> Fitness,<br />
ein aktiver Lebensstil und<br />
vor allem eine bewusste Ernährung<br />
von besonderer Bedeutung<br />
sind. Hydrosol zeigt unter anderem<br />
<strong>die</strong> neue Yogonaise zur Unterstützung<br />
der Verdauung und<br />
Darmgesundheit <strong>–</strong> mit angereichertem<br />
Calcium, reduziertem<br />
Fettanteil von 18 % und hohem<br />
Ballaststoffgehalt. Da <strong>die</strong> Mayo-<br />
Sauce zu 20 % mit thermisiertem<br />
Joghurt hergestellt wird,<br />
hat sie einen frischen, leichten<br />
Geschmack.<br />
Gesunde Knochen und Muskeln<br />
stehen im Mittelpunkt beim<br />
zweiten Best Ager-Konzept: ein<br />
proteinreicher Pudding mit<br />
zehn Prozent Eiweiß und nur einem<br />
Prozent Fett, angereichert<br />
mit Calcium, Vitamin D3 und<br />
Vitamin K2. Gleichzeitig ist der<br />
Pudding frei von zugesetztem<br />
Zucker. Er ist in unterschiedlichen<br />
Geschmacksrichtungen<br />
realisierbar. Auf der FiE wird er<br />
als Karamell-Variante im Tartelette<br />
serviert.<br />
Als genussvolles Topping zum<br />
Karamell-Pudding präsentiert<br />
Hydrosol eine neu entwickelte<br />
Mischfettsahne. Diese Kombination<br />
aus Milchkomponenten<br />
und pflanzlichem Fett hat einen<br />
Fettgehalt von 32 Prozent. Mithilfe<br />
des neuen Funktionssystems<br />
aus der Stabimuls ICR-Reihe<br />
ist es Hydrosol gelungen,<br />
Milch- und Pflanzenfett mit hoher<br />
Stabilität zu kombinieren.<br />
Geschmack, Textur und funktionelle<br />
Eigenschaften sind somit<br />
identisch mit konventioneller<br />
Sahne.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Hydrosol<br />
Halle 3.1, Stand C50<br />
Bild: Hydrosol<br />
Goodmills Innovation präsentiert auf der FiE rein<br />
pflanzliche Lösungen <strong>für</strong> verschiedene Anwendungsbereiche.<br />
Der Fokus wird auf zwei neu eingeführten Erbsentexturaten<br />
Vitatex Pea Flakes M SVP und Vitatex Pea<br />
Flakes M SVP Pro liegen, sowie auf einem Texturat aus<br />
zwei Proteinquellen, nämlich Favabohne und Weizen.<br />
Bei den Erbsentexturaten zeichnet sich insbesondere <strong>die</strong><br />
Pro-Variante durch eine einzigartige faserige Struktur<br />
aus, <strong>die</strong> bisher bei erbsenbasierten Produkten auf dem<br />
Markt nicht erreicht wurde. Sie eignet sich ideal <strong>für</strong><br />
Produkte wie pflanzliche Nuggets, Chunks oder Thunfisch-Alternativen,<br />
da sie eine lange Faserstruktur und<br />
einen angenehmen elastischen Biss erzeugt. Das Texturat<br />
nimmt leicht Wasser auf und gibt es auch wieder ab,<br />
wodurch man im Endprodukt einen besonders saftigen<br />
Biss erhält.<br />
Zudem sind <strong>die</strong> neuen Texturate sehr robust gegenüber<br />
Scherkräften, insbesondere im Kutterprozess. Im Vergleich<br />
zu herkömmlichen Weizentexturaten lassen sie<br />
sich flexibel zerkleinern und an <strong>die</strong> gewünschte Textur<br />
des Endprodukts anpassen. Diese Flexibilität macht Vitatex<br />
Pea Flakes M SVP Pro zu einem Allrounder, der sowohl<br />
in Reinform als auch in Kombination mit anderen<br />
Texturaten eingesetzt werden kann, um ganz spezifische<br />
Texturen zu erzeugen.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Goodmills<br />
Halle 4.1, Stand J61<br />
Bild: Goodmills Innovation<br />
Hilft.<br />
Hilft weiter.<br />
Wer sich selbst versorgen kann, führt ein Leben in Würde. brot-fuer-<strong>die</strong>-welt.de/wasser<br />
Geruchsprobleme bei der<br />
Lebensmittelverarbeitung?<br />
Unsere nachhaltigen Aktivkohlefilter sorgen <strong>für</strong> geruchsneutrale<br />
Abluft, sind leicht zu installieren und wartungsarm.<br />
Infopaket anfordern:<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 43
<strong>dei</strong><br />
FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />
Bilder: Raps<br />
Florian Knell ist CEO der Raps-Gruppe<br />
Mit Verantwortung in eine nachhaltige Zukunft<br />
Raps ist seit 100 Jahren<br />
kreativer Trendsetter<br />
Vor 100 Jahren gründete Adalbert Raps <strong>die</strong> Raps GmbH & Co. KG in Hamburg als<br />
Gewürzhandel. Heute ist Raps ein international führender Anbieter von funktionalen<br />
Inhaltsstoffen und individuellen Geschmackskonzepten. Florian Knell, CEO der Raps-<br />
Gruppe, spricht über Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Trends zur pflanzenbasierten<br />
Ernährung.<br />
Raps wird ein Jahrhundert alt. Was bedeutet <strong>die</strong>ses historische<br />
Jubiläum <strong>für</strong> Sie und das Unternehmen?<br />
Florian Knell: Seit 1924 steht Raps <strong>für</strong> Tradition, Werte und Verantwortung.<br />
Diese Werte bilden <strong>die</strong> Basis unseres Handelns, und das<br />
nicht nur auf dem Papier, sondern sie werden jeden Tag aufs Neue<br />
gelebt. Ich bin deshalb besonders stolz darauf, dass <strong>die</strong> „Rapsianer“<br />
<strong>die</strong>se Werte seit 100 Jahren im Herzen tragen und damit das Familienunternehmen<br />
stetig weiter voranbringen. Diese Erfolgsgeschichte<br />
über Generationen hinweg fortzuschreiben, ist <strong>für</strong> uns gleichermaßen<br />
Ansporn und Auftrag. Der Erfolg unserer Kunden ist damit untrennbar<br />
verbunden. Da<strong>für</strong> setzen wir neueste Technologien ein,<br />
sind kreative Trendsetter und bringen den besten Geschmack in <strong>die</strong><br />
Welt.<br />
Wie konnte Raps <strong>die</strong>se Werte über das Jahrhundert retten?<br />
Knell: Ein grundlegender Unterschied zwischen Familienunternehmen<br />
und Aktiengesellschaften liegt in der langfristigen Geschäftsorientierung.<br />
Während Aktiengesellschaften von Quartal zu Quartal<br />
denken müssen, richten Familienunternehmen ihr Handeln an der<br />
Übergabe von Generation zu Generation aus. Die langfristige Partnerschaft<br />
mit unseren Kunden steht <strong>für</strong> uns deshalb immer vor der<br />
kurzfristigen Gewinnoptimierung.<br />
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind heute wichtige Themen.<br />
Wie sieht Ihre Nachhaltigkeitsstrategie aus?<br />
Knell: Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind nicht nur heute, sondern<br />
schon seit vielen Jahren wichtige Themen <strong>für</strong> Raps. Das begann<br />
bereits mit der Gründung der Adalbert-Raps-Stiftung, <strong>die</strong> sich<br />
zum Ziel gesetzt hat, in der Region und über <strong>die</strong> Lebensmittelforschung<br />
nachhaltig zu wirken. Darüber hinaus orientieren wir uns<br />
an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und haben<br />
Zertifizierungen durchgeführt. Nachhaltigkeit bezieht sich also zum<br />
einen auf <strong>die</strong> Umwelt als ökologische Nachhaltigkeit und zum anderen<br />
auf <strong>die</strong> Gesellschaft als soziale Nachhaltigkeit.<br />
Beide Bereiche be<strong>die</strong>nen wir gleichwertig. Der Verantwortung im<br />
ökologischen Bereich wollen wir in allen unseren Geschäftsprozes-<br />
44 <strong>dei</strong> 06-2024
Raps bereitet <strong>die</strong> Rohstoffe in der hauseigenen Rohstoffaufbereitung auf<br />
Zu den auf Gemüsebasis hergestellten Produkten gehören<br />
auch vegane Bratwürste, Frikadellen oder Burger-Patties<br />
sen und Wirkungsbereichen gerecht werden. Was <strong>die</strong> Nachhaltigkeitsziele<br />
der Vereinten Nationen betrifft, <strong>die</strong>nen uns als Maßstab<br />
vor allem <strong>die</strong> darin verankerten Ziele zu Gesundheit und Wohlergehen,<br />
bezahlbarer und sauberer Energie, Innovation und Infrastruktur,<br />
Konsum und Produktion sowie zum Klimaschutz. Die Integration<br />
<strong>die</strong>ser Nachhaltigkeitsziele in <strong>die</strong> Geschäftspraktiken und Produktionsprozesse<br />
erfolgt im Wesentlichen über <strong>die</strong> Umweltmanagementsysteme<br />
ISO 14001 und 50001.<br />
„Nachhaltigkeit ist <strong>für</strong> uns nicht nur ein<br />
Schlagwort, sondern ein Wert, der unser<br />
Handeln seit 100 Jahren prägt.“<br />
Was bedeutet soziale Nachhaltigkeit <strong>für</strong> Raps?<br />
Knell: Soziale Nachhaltigkeit bedeutet <strong>für</strong> uns vor allem über <strong>die</strong><br />
Adalbert-Raps-Stiftung gesellschaftliche Verantwortung in der Region<br />
zu übernehmen, gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen<br />
und soziale Projekte zu fördern. Bei uns im Unternehmen steht der<br />
Mensch im Mittelpunkt. Darüber hinaus engagieren wir uns mit<br />
unserem Azubi-Programm und der Zusammenarbeit mit regionalen<br />
Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen <strong>für</strong> den Nachwuchs.<br />
Im Hinblick auf den Fachkräftemangel ist es <strong>für</strong> uns besonders<br />
wichtig, <strong>für</strong> <strong>die</strong> jüngeren Generationen ein attraktiver Arbeitgeber<br />
zu sein. Eine von Fairness und Respekt geprägte Zusammenarbeit<br />
mit unseren Geschäftspartnern sowie vertrauensvolle, langfristige<br />
Lieferbeziehungen prägen unser unternehmerisches Handeln<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Zukunft. Alle Lieferanten haben wir persönlich vor Ort nach<br />
unseren Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmaßstäben ausgewählt. Faire<br />
Arbeitsbedingungen und Löhne entlang der gesamten Lieferkette<br />
sowie Transparenz im Nachhaltigkeitsengagement fördern wir als<br />
Mitglied von Sedex.<br />
Immer mehr Menschen verzichten bewusst auf tierische Produkte.<br />
Welche Lösungen <strong>für</strong> pflanzenbasierte Alternativen bieten Sie?<br />
Knell: Wir beobachten ständig Trends und hatten daher auch <strong>die</strong>ses<br />
Thema sehr früh auf dem Radar. Raps ist einer der Vorreiter, wenn<br />
es um vegetarische und vegane Produkte geht. Ein Beispiel da<strong>für</strong> ist<br />
<strong>die</strong> Produktion im 1982 gegründeten Werk Raps Fresh in Versmold.<br />
Dort wurden von Anfang an Produkte auf Gemüsebasis hergestellt.<br />
Heute bieten wir in allen Bereichen durchgängig pflanzliche Alternativen<br />
an. Das reicht von veganen Aufschnittvarianten wie Wiener,<br />
Frankfurter oder Fleischwurst über BBQ-Artikel wie vegane Brat-<br />
würste und Steakvariationen, vegane Hackfleischalternativen wie<br />
Frikadellen, gefüllte Bällchen oder Hamburger-Patties bis hin zu panierten<br />
Produkten wie vegane Schnitzel, Cordon bleu, Nuggets und<br />
Fischstäbchen. Auch Feinkostsalate, Fertiggerichte, Dips oder Toppings<br />
bieten wir als vegane Variante an und beliefern damit viele<br />
der großen pflanzenbasierten Produktionsbetriebe in ganz Europa.<br />
Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute mehr Transparenz<br />
und Qualität. Wie wird Raps <strong>die</strong>sem Anspruch gerecht?<br />
Knell: Bereits beim Einkauf der Rohstoffe achten wir auf höchste<br />
Qualität und unterziehen <strong>die</strong>se einer strengen Kontrolle. Im Gegensatz<br />
zu unseren Wettbewerbern bereiten wir unsere Rohstoffe nicht<br />
in den Ursprungsländern auf, sondern setzen schon hier auf „Made<br />
in Germany“. Unsere eigene Rohstoffaufbereitung ist im Zweifel etwas<br />
teurer, bietet da<strong>für</strong> aber deutlich bessere mikrobiologische Werte<br />
im Endprodukt. Auch <strong>die</strong> Qualitätsparameter in der Produktion<br />
werden streng überwacht und sind durch Zertifikate abgesichert.<br />
Zusätzlich gehen <strong>die</strong> Hygienestandards weit über <strong>die</strong> strengen gesetzlichen<br />
Vorgaben hinaus. Vom Rohgewürz bis zum fertigen Produkt<br />
durchlaufen alle Produktkomponenten umfangreiche sensorische,<br />
analytische und mikrobiologische Kontrollen.<br />
Zum Abschluss: Was macht Raps aus Ihrer Sicht einzigartig?<br />
Knell: Raps verfügt über eigene Marktrepräsentanzen in allen europäischen<br />
Kernmärkten und ein flächendeckendes Netz an lokaler<br />
Geschmacksorientierung. Diese Komplexität ist <strong>für</strong> uns kein Hindernis.<br />
Unsere Unternehmensstärke basiert auf der Akzeptanz der Komplexität,<br />
<strong>die</strong> durch lokale Geschmacksorientierungen entsteht. Zudem<br />
verfügen wir über ein breites Portfolio an Produkten, <strong>die</strong> im<br />
direkten Wettbewerb nicht angeboten werden, wie Coatingprodukte,<br />
Wursthüllen und Extrakte.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Raps<br />
Halle 4.2, Stand J21<br />
DAS INTERVIEW FÜHRTE FÜR SIE:<br />
DANIELA HELD<br />
Redakteurin<br />
<strong>dei</strong> 06-2024 45
<strong>dei</strong><br />
FOOD DESIGN UND GETRÄNKEKONZEPTE<br />
Maillardreaktion oder Verkapselung<br />
Beste Aromen aus<br />
dem Mischer<br />
Durch den Einsatz eines flexiblen Mischreaktors lassen sich Zusatzstoffe in<br />
hoher Qualität herstellen. Maillardreaktionen und Verkapselungstechniken<br />
verbessern Geschmack und sensorische Eigenschaften von Lebensmitteln<br />
und optimieren <strong>die</strong> Stabilität und Funktionalität der Inhaltsstoffe.<br />
Aromen spielen eine zentrale Rolle bei der<br />
Herstellung von Convenience-Produkten,<br />
insbesondere im Bereich der herzhaften<br />
Produkte (Savory Products). Dazu gehören<br />
Reaktionsaromen sowie fermentierte Produkte<br />
wie Sojasauce und Fischsauce, <strong>die</strong> <strong>für</strong><br />
den charakteristischen Geschmack sorgen.<br />
Die Reaktionsaromen entstehen während<br />
des Alltags beispielsweise beim Erhitzen von<br />
protein- und zuckerhaltigen Lebensmitteln.<br />
Reaktionsaromen können auch gezielt „in<br />
vitro“ durch Erhitzen von Zucker mit Proteinen<br />
hergestellt werden. Hinsichtlich<br />
Maillardreaktion wird grundsätzlich zwischen<br />
einer enzymatischen und einer nichtenzymatischen<br />
Bräunung unterschieden.<br />
Die enzymatische Bräunung findet sich beispielsweise<br />
beim Anschnitt von Äpfeln. Bei<br />
der nicht enzymatischen Bräunung reagieren<br />
<strong>die</strong> reduzierenden Zucker mit primären<br />
Aminen. Geeignete Zucker sind beispielsweise<br />
Glukose, Fruktose, Maltose und Laktose.<br />
Die primären Amine sind in Form von<br />
Aminosäuren in Lebensmitteln vorhanden.<br />
Die Produktion und Verarbeitung von Aromen stellt <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> vor anspruchsvolle<br />
Herausforderungen<br />
Bild: globalmoments <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />
Bei <strong>die</strong>ser Reaktion entstehen einerseits<br />
braune Pigmente, andererseits flüchtige aromaaktive<br />
Substanzen (Food Chemistry, Belitz/Grosch/Schieberle,<br />
2009). Diese aromaaktiven<br />
Substanzen werden dann als Aroma<br />
Convenience-Produkten zugesetzt.<br />
Optimierte Maillardreaktion<br />
Die Produktion und Verarbeitung <strong>die</strong>ser Zusatzstoffe<br />
stellt <strong>die</strong> <strong>Lebensmittelindustrie</strong> vor<br />
anspruchsvolle Herausforderungen. Das genaue<br />
Temperatur-, Zeit- und Feuchteprofil<br />
bedingt, zusammen mit den Zutaten, das sich<br />
entwickelnde Aroma. Hier spielt der<br />
Eirich-Mischer seine Vorteile aus, denn er<br />
kann mit verschiedenen Materialzuständen<br />
arbeiten. So lässt sich eine Verfahrensweise<br />
mit reduziertem Feuchtegehalt durchführen.<br />
Das spezielle Eirich-Mischsystem besteht aus<br />
drei Komponenten, <strong>die</strong> besonders flexibel an<br />
<strong>die</strong> Anforderungen der Mischprozesse angepasst<br />
werden können. Der drehende Mischbehälter<br />
fördert das Mischgut in den Bereich<br />
der Mischwerkzeuge. Ein oder mehrere exzentrisch<br />
angeordnete Mischwerkzeuge können<br />
in ihrer Drehrichtung und Geschwindigkeit<br />
der jeweiligen Anwendung optimal an -<br />
gepasst werden. Der Boden-Wand-Abstreifer<br />
sorgt <strong>für</strong> eine zusätzliche Umschichtung des<br />
Mischgutstroms und verhindert so Anbackungen<br />
an der Behälterwand und am Boden.<br />
Für <strong>die</strong> nichtenzymatischen Bräunung z. B.<br />
wird reduzierender Zucker mit pulverför -<br />
miger Hefe im Mischer zusammengeführt.<br />
Durch das Mischwerkzeug und den sich<br />
drehenden Behälter werden <strong>die</strong> beiden Substanzen<br />
intensiv miteinander in Kontakt gebracht.<br />
Über <strong>die</strong> temperierte Mischbehälterwand<br />
wird das Mischgut zunächst auf<br />
125 °C erhitzt und nach einer Haltedauer<br />
46 <strong>dei</strong> 06-2024
wird der Ansatz auf 20 °C abgekühlt. Beim<br />
Unterschreiten der Glasübergangstemperatur<br />
bei ca. 70 °C erstarrt das Produkt. Durch<br />
ein Zerkleinern mit dem Mischwerkzeug<br />
entsteht schließlich ein fließfähiges Schüttgut,<br />
das aus dem Mischer entnommen werden<br />
kann. Das Aromaprofil kann durch den<br />
Einsatz von Wasser weiterhin beeinflusst<br />
werden: Im System ist eine konvektive<br />
Trocknung bei Atmosphärendruck und<br />
ebenfalls eine Vakuumtrocknung bei reduziertem<br />
Druck möglich.<br />
Bild: Eirich<br />
Cleanline C5: Im One-Pot-Verfahren sind<br />
viele Anwendungen wie Mischen, Des -<br />
agglomerieren, Dispergieren, Granulieren,<br />
Coaten, Kneten, Trocknen möglich<br />
Verkapselung von Zusatzstoffen<br />
Verkapselungen werden überall dort eingesetzt,<br />
wo wertgebende Inhaltsstoffe vor Umwelteinflüssen<br />
geschützt oder eine verzögerte,<br />
kontrollierte Freisetzung erzielt werden<br />
soll. Die Aromen behalten auf <strong>die</strong>se Weise ihre<br />
sensorischen Eigenschaften auch über längere<br />
Zeit bei und können länger gelagert<br />
werden. Gleiches gilt auch <strong>für</strong> Farbstoffe<br />
(bspw. Carotine) in Lebensmitteln, <strong>die</strong> durch<br />
eine Verkapselung vor unerwünschten Veränderungen<br />
mittels Oxidation wie etwa Farbverlust<br />
oder Fehlaromen geschützt werden.<br />
Die Verkapselung basiert typischerweise auf<br />
einem zweiteiligen System: einem Kernmaterial,<br />
z. B. Aromen, Vitamine, Mineralstoffe,<br />
Probiotika, Farbstoffe, Enzyme, Süßstoffe,<br />
Mikroorgranismen oder chemische Triebmittel,<br />
und einem Umhüllungsstoff. Für <strong>die</strong><br />
Umhüllung werden filmbildende Stoffe wie<br />
Fette und Wachse, Kohlenhydrate wie Zucker<br />
oder Stärken, Proteine und andere Stoffe,<br />
z. B. Polyvinylacetat, eingesetzt.<br />
Verkapselung mit Fett<br />
Das Eirich-System lässt sich beispielsweise<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Verkapselung von Stoffen wie Zitronensäure<br />
oder Saccharose mit Fetten einsetzen.<br />
Durch <strong>die</strong> besondere Bauweise des Mischers<br />
können Stoffe effizient miteinander<br />
in Kontakt gebracht und gleichmäßig umhüllt<br />
werden. Die Zugabe des Fetts erfolgt<br />
dabei in flüssiger Form, und bereits nach<br />
kurzer Zeit entsteht eine homogene Verteilung.<br />
Der Prozess läuft energieeffizient ab,<br />
und durch kontrollierte Abkühlung, etwa<br />
durch Kühlung im Doppelmantel des Mischers<br />
oder durch <strong>die</strong> Zufuhr gekühlter<br />
Luft, wird <strong>die</strong> Umhüllung gefestigt, ohne<br />
dass das Coating beschädigt wird.<br />
Während in herkömmlichen Systemen große<br />
Mengen konditionierter Luft <strong>für</strong> <strong>die</strong> Flui-<br />
disierung und Kühlung erforderlich sind,<br />
arbeitet das Eirich-System mit einer mechanischen<br />
Fluidisierung. Dies eliminiert den<br />
Bedarf an hohen Volumina energieintensiver<br />
Prozessluft, was sowohl <strong>die</strong> Anlagengröße<br />
als auch den Energieverbrauch im Prozess<br />
deutlich verringert. Dadurch lassen sich<br />
auch Stoffe verkapseln, <strong>die</strong> in der pneumatischen<br />
Wirbelschicht nicht fluidisierbar<br />
sind, etwa Materialien aus den Geldart-<br />
Gruppen C und D. Zudem entfällt das energieintensive<br />
Aufschmelzen und Versprühen<br />
von Fett, da <strong>die</strong> homogene Verteilung bereits<br />
durch das Mischwerkzeug erfolgt.<br />
Durch <strong>die</strong> variable Partikelgröße und <strong>die</strong><br />
Möglichkeit, <strong>die</strong> Prozessparameter flexibel<br />
zu gestalten, lässt sich sowohl eine Reservoir-Verkapselung<br />
als auch ein Matrixsystem<br />
herstellen, je nach gewünschtem Anwendungszweck.<br />
Im Cleanline C5 können<br />
komplexe Produktionsschritte vereint werden:<br />
Mehrkomponentensysteme lassen sich<br />
zunächst homogen trocken mischen und<br />
anschließend kneten, granulieren oder verkapseln,<br />
im sogenannten One-Pot-Verfahren.<br />
Dies macht den Eirich-Mischer zu einer<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 47
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indem Consulting, Engineering und Service <strong>die</strong><br />
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hergestellten Produkte ergänzen.<br />
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48 <strong>dei</strong> 06-2024
<strong>dei</strong><br />
LITERATUR, BROSCHÜREN, E-MEDIEN<br />
Lebensmittelhygiene als leichte Kost<br />
Pumpen richtig betreiben und warten<br />
Bild: Behr‘s<br />
„Lebensmittelhygiene als leichte<br />
Kost“ bringt den Mitarbeitern<br />
das Thema Lebensmittelhygiene<br />
auf humorvolle Weise näher. Die<br />
wichtigsten Schulungsinhalte<br />
werden in Form von Comics<br />
dargestellt, wodurch <strong>die</strong> Bedeutung<br />
und der Zusammenhang<br />
zur alltäglichen Praxis leichter<br />
verinnerlicht werden kann. Themen<br />
wie <strong>die</strong> rechtliche Basis,<br />
Personalhygiene (inkl. Händehygiene)<br />
und HACCP werden<br />
ebenso vermittelt, wie <strong>die</strong><br />
Grundzüge der Mikrobiologie<br />
und was <strong>die</strong>se mit leicht verderblichen<br />
Lebensmitteln und<br />
Produktsicherheit zu tun haben.<br />
Ebenfalls im Buch: ein Kapitel<br />
zu Schädlingsbekämpfung.<br />
Lebensmittelhygiene als leichte Kost,<br />
Dr. W. Kulow, 2. Auflage 2024,<br />
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Suchwort: Behr‘s<br />
Der japanische Pumpenher -<br />
steller Tsurumi bietet eine<br />
Sammlung mit Filmen über den<br />
korrekten Betrieb und Service<br />
von Wasserpumpen. Die Videos<br />
sollen alle Themen abdecken<br />
und Fragen verständlich und<br />
versiert beantworten. Die Reihe<br />
umfasst daher ein breites Spektrum,<br />
etwa zur Inbetriebnahme,<br />
Wartung, Problembehandlung<br />
und Sicherheit. Jeder Ratgeberfilm<br />
wird von einem oder mehreren<br />
Experten präsentiert und<br />
enthält Schritt-<strong>für</strong>-Schritt-Anleitungen<br />
sowie nützliche Tipps,<br />
<strong>die</strong> in der Praxis erprobt wurden,<br />
z. B. grundlegende Maßnahmen,<br />
um <strong>die</strong> Lebensdauer<br />
einer Pumpe zu verlängern. Im<br />
Bild: Tsurumi<br />
hundertsten Film geht es um <strong>die</strong><br />
Dichtung. Spannende Themen<br />
etwa zu IoT-Technologien in<br />
Pumpensystemen sind in Planung.<br />
Direkter Link auf den Kanal:<br />
https://www.youtube.<br />
com/@tsurumi_europe.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: Tsurumi<br />
Plattform <strong>für</strong> Abwärme<br />
Die Plattform <strong>für</strong> Abwärme<br />
schafft eine Übersicht über gewerbliche<br />
Abwärmepotenziale<br />
in Deutschland. Ziel ist es, <strong>die</strong>se<br />
Abwärme nutzbar zu machen<br />
und damit <strong>die</strong> Energieeffizienz<br />
in Deutschland weiter zu steigern.<br />
Da<strong>für</strong> werden <strong>die</strong> Abwärmedaten<br />
von Unternehmen mit<br />
einem durchschnittlichen Gesamtendenergieverbrauch<br />
von<br />
mehr als 2,5 GWh/a auf einer<br />
öffentlichen Plattform bereitgestellt<br />
und <strong>für</strong> Unternehmen vor<br />
Ort sichtbar gemacht. Diese<br />
Daten stehen damit auch <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />
Durchführung der Wärmeplanung<br />
in den Kommunen nach<br />
dem Wärmeplanungsgesetz zur<br />
Verfügung. Abwärme aus Unternehmen<br />
stellt ein großes Potenzial<br />
<strong>für</strong> <strong>die</strong> Dekarbonisierung<br />
dar. Das „Merkblatt <strong>für</strong> <strong>die</strong> Plattform<br />
<strong>für</strong> Abwärme“ legt in der<br />
Fassung vom August 2024 nun<br />
Bagatellschwellen fest und regelt<br />
Ausnahmen von der Meldepflicht.<br />
Bei Unterschreiten der<br />
Schwellenwerte besteht keine<br />
Meldepflicht. Das Merkblatt in<br />
der Version 1.3 kann unter<br />
https://www.bfee-online.de<br />
heruntergeladen werden.<br />
www.prozesstechnik-online.de<br />
Suchwort: BAFA<br />
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Hydrosol GmbH & Co.KG, Ahrensburg 3<br />
ifm electronic GmbH, Essen 7<br />
igus GmbH, Köln 31<br />
JULABO GmbH, Seelbach 48<br />
Krones AG, Neutraubling 17<br />
Lubriplate Division Fiske Brothers Refining Co.,<br />
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MULTIVAC Sepp Haggenmüller SE & Co. KG.,<br />
Wolfertschwenden 15<br />
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Heidelberg 48<br />
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SEW-EURODRIVE GmbH & Co. KG, Bruchsal 29<br />
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<strong>dei</strong> 06-2024 49
<strong>dei</strong><br />
VORSCHAU<br />
01-2025<br />
ROBOTIK IN DER LEBENSMITTELINDUSTRIE<br />
In der Lebensmittelproduktion finden Roboter bei<br />
vielen Produktionsschritten Einsatz. Ein Grund,<br />
in der ersten <strong>dei</strong>-Ausgabe im Jahr 2025 das<br />
Thema „Robotik in der <strong>Lebensmittelindustrie</strong>“<br />
genauer unter <strong>die</strong> Lupe zu nehmen. Darüber<br />
hinaus werden im Frühling 2025 auf der<br />
Logimat und auf der Hannover Messe neue<br />
Roboter modelle <strong>für</strong> Produktion, Logistik und<br />
Verpackung vorgestellt. Lesen Sie mehr in<br />
unserer Messevorschau.<br />
Bild: Iftikhar alam <strong>–</strong> stock.adobe.com<br />
<strong>dei</strong><br />
SO ERREICHEN SIE DIE REDAKTION<br />
DANIELA HELD<br />
Redakteurin<br />
Tel. 0711 7594-284<br />
daniela.held@konradin.de<br />
DR. BERND RADEMACHER<br />
Redakteur<br />
Tel. 0711 7594-263<br />
bernd.rademacher@konradin.de<br />
BARBARA DIVIGGIANO<br />
Redaktionsassistentin<br />
Tel. 0711 7594-415<br />
barbara.diviggiano@konradin.de<br />
Das Praxismagazin <strong>für</strong> <strong>die</strong> Lebensmittelproduktion<br />
einschließlich der Entwicklung,<br />
Verpackung, Lagerung und dem Transport<br />
von Nahrungsmitteln und Getränken.<br />
ISSN 0343<strong>–</strong>9704<br />
Herausgeberin<br />
Katja Kohlhammer<br />
Verlag<br />
Konradin-Verlag Robert Kohlhammer GmbH<br />
Ernst-Mey-Straße 8,<br />
70771 Leinfelden-Echterdingen,<br />
Germany<br />
Geschäftsführer<br />
Peter Dilger<br />
Verlagsleiter<br />
Peter Dilger<br />
Redakteur V.i.S.d.P.<br />
Lukas Lehmann (le),<br />
Ernst-Mey-Straße 8,<br />
70771 Leinfelden-Echterdingen, Germany<br />
E-Mail: <strong>dei</strong>.redaktion@konradin.de<br />
Redaktion:<br />
Dipl.-Ing. Daniela Held (dh),<br />
Phone +49 711 7594-284<br />
Dr. Bernd Rademacher (br),<br />
Phone +49 711 7594-263<br />
Redaktionsassistenz<br />
Barbara Diviggiano,<br />
Phone +49 711 7594-415, Fax -1415<br />
E-Mail: barbara.diviggiano@konradin.de<br />
Layout<br />
Jennifer Martins, Phone +49 711 7594-262<br />
Ana Turina, Phone +49 711 7594-273<br />
Gesamtanzeigenleitung<br />
(Verantwortlich <strong>für</strong> den Anzeigenteil):<br />
Andreas Hugel, Phone +49 711 7594-472<br />
E-Mail: andreas.hugel@konradin.de<br />
Auftragsmanagement<br />
Melanie Strauß, Phone +49 711 7594-403<br />
E-Mail: melanie.strauss@konradin.de<br />
Leserservice <strong>dei</strong><br />
Postfach 810580 70522 Stuttgart<br />
Phone: +49 711 82651-254, Fax: -399<br />
E-Mail: leserservice@konradin.de<br />
<strong>dei</strong> erscheint mit 6 Ausgaben jährlich und<br />
wird kostenlos nur an qualifizierte Empfänger<br />
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Bezugspreise<br />
Inland 71,55 € inkl. MwSt. und Versandkosten; Ausland<br />
71,55 € inkl. Versandkosten. Einzelverkaufspreis<br />
8,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten<br />
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gleichzeitige Verwendung der Sprachformen<br />
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<strong>für</strong> alle Geschlechter.<br />
Druck<br />
Konradin Druck GmbH<br />
Kohlhammerstraße 1<strong>–</strong>15,<br />
70771 Leinfelden-Echterdingen,<br />
Printed in Germany<br />
© 2024 by Konradin-Verlag Robert Kohlhammer<br />
Auslandsvertretungen<br />
Großbritannien: Jens Smith Partnership, The Court,<br />
Long Sutton, Hook, Hampshire, RG29 1TA, GB.<br />
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