SOCIETY 386
The latest SOCIETY issue focuses on the countries Belgium and Poland as well as the new Austrian EU Commissioner Magnus Brunner. Interviews with the new Ambassadors to Austria (France, Jordan, Kenya, Pakistan and Spain).
The latest SOCIETY issue focuses on the countries Belgium and Poland as well as the new Austrian EU Commissioner Magnus Brunner. Interviews with the new Ambassadors to Austria (France, Jordan, Kenya, Pakistan and Spain).
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FA MILY O W N ED FO R 35 Y EA RS
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
December 2024 – March 2025
386
Österreichische Post AG — MZ 24Z044661 M — Tauchhammer KG Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien — Price €10
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOUNDED 79 YEARS AGO
Magnus Brunner
Austria’s EU Commissioner
FOCUS BELGIUM
POLITICS ∙ ARTS ∙ CULTURE
AMBASSADORS
FRANCE, JORDAN, KENYA,
PAKISTAN, SPAIN
FOCUS POLAND
EU PRESIDENCY 2025
DIE DIPLOMATISCHE NOTE
EDITORIAL
SOCIETY-Chefredakteurin
Tanja Tauchhammer
SOCIETY-Herausgeberin
Gertrud Tauchhammer
Nichts ist so stetig
wie der Wandel
Sehr geehrte Leserinnen und Leser!
Was für ein Jahr! Gefühlt jagt eine Krise die
nächste, Ukrainekrieg, Klimawandel und jetzt
wurde Donald Trump erneut zum Präsident der
Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Welchen
Einfluss das auf das Weltgeschehen haben
wird, kann noch nicht genau abgeschätzt werden,
sicher ist jedoch, dass sich einiges in Zukunft
ändern wird. Umso wichtiger ist die Rolle der Diplomatie
als Vermittlerin, denn nur durch Kommunikation
können Lösungen gefunden werden.
Genau aus diesem Grund veranstalten wir unsere
Networking-Events als kulturelle Brücke zwischen
den Nationen.
Erfahren Sie mehr über unsere Veranstaltungen
mit u.a. den BotschafterInnen von Ungarn,
Marokko und der Liga der Arabischen Staaten,
dem kulturellen Fest der Farsi-sprechenden Länder
im Garten der Villa Flora und der Buchpräsentation
von Franz Fischler.
Lernen Sie die neuen BotschafterInnen von
Frankreich, S.E. Matthieu Peyraud, Jordanien, S.E.
Mohammed Hindawi, Kenia, S.E. Maurice Makoloo,
Pakistan, S.E. Mohammad Malik und Spanien,
I.E. Maria Mejia Errasquin, in unserer Interviewserie
kennen.
Entdecken Sie unser Fokusland Belgien im
Inneren dieser SOCIETY-Ausgabe. Wir haben die
kulturellen Facetten des dreisprachigen Staates
erkundet. Wussten Sie, dass Teile der Einrichtung
der Albertina ursprünglich im belgischen Schloss
Laeken waren oder dass die Wiege des Art Nouveau
in Brüssel liegt? Botschafterin I.E Caroline
Vermeulen geht im SOCIETY-Interview näher auf
die österreichisch-belgischen Beziehungen ein.
Unser zweites Fokusland Polen steht ganz im
Zeichen der EU-Ratspräsidentschaft, Chargé d’Affaires
Zenon Kosiniak Kamysz spricht über die
Herausforderungen und Chancen, die dies mit sich
bringt. Zusätzlich sind wir den polnischen Spuren
in Wien gefolgt und zeigen in unserer Homestory
die Pracht der polnischen Botschaft.
Mit diesem vielseitigen Themenmix laden wir
Sie ein, die Welt ein Stück näher zusammenzubringen
– durch Austausch, Verständnis und den
Blick über den Tellerrand hinaus. Viel Freude beim
Lesen wünschen Ihnen
3
Herzlichst, Ihr Society Magazin Team
Foto/s © SOCIETY/Karakan
Mag. Gertrud Tauchhammer – Herausgeberin und
Mag. Tanja Tauchhammer – Chefredakteurin
Issue
N 386
CONTENT
INHALT
Inhalt
No 386
Coverstory: Magnus Bruner
10 Auf leisen Sohlen nach Brüssel
SOCIETY-Events
14 SOCIETY-Präsentation in der
Ungarischen Botschaft
18 SOCIETY-Präsentation im Grand
Hotel mit S.E. Azzeddine Farhane
20 Farewell für S.E. Samir Koubaa
22 Cultural Event Farsi Speaking
Countries
26 WA-Event im Ernst Fuchs Museum
28 Buchpräsentation mit Franz Fischler
Bildung
72 International Schools in Austria
74 Lycée Français de Vienne
Wirtschaft und Diversity
78 Simon Inou: Afrodeutsche
Olympiasieger
79 Afrikanische Gipfelstürmer
80 Künstliche Intelligenz bietet
Chancen
81 Vienna Economic Forum
82 Sanktionen: Mittel und Symptom
von Außenpolitik
4
SOCIETY aktuell
30 Kurt Seinitz: Kommentar
31 Christian Wehrschütz:
Interview mit Michael Kofman
32 Hermine Schreiberhuber
Kasachstan: Brücke zwischen
Europa und Asien
Ambassadors
34 Frankreich: S.E. Matthieu Peyraud
36 Jordanien: S.E. Mohammed Hindawi
38 Kenia: S.E. Maurice Odhiambo
Makoloo
40 Pakistan: S.E. Kamran Akhtar Malik
42 Spanien: I.E. Maria Aurora Mejia
Errasquin
SOCIETY Car Special
44 Future on four Wheels
46 Innovative Electric Mobility
48 Sustainable Hybrid Power
from Sweden
Länder im Fokus: Belgien
52 Länderporträt
56 Interview: I.E. Caroline Vermeulen
60 Wallonia, a land of color
62 Flanders: An active diplomatic player
64 Ein Stück Belgien in Wien: Interview
mit Klaus Albrecht Schröder
66 Brussels, the cradle of Art Nouveau
68 Palais Stoclet
70 Belgium: A Pioneer in Green Energy
Länder im Fokus: Polen
84 Länderporträt
88 Interview: Chargé d’Affaires Zenon
Kosiniak Kamysz
92 Wien: Eine Stadt voller
polnischer Andenken
94 Homestory
96 50 Jahre Polnisches Kulturinstitut
Life & Style
98 Beautynews
102 Transformation von „Dritten Orten“
104 Herbstliche Auszeit in der Provence
106 Primarius Dr. Ludwig Cik
109 Die Macht der Architekten
111 Lobmeyr in Japan
114 Ex Libris
118 Weinritter
119 St. Georgs-Orden
120 Erfolg aus Tradition
Diplomatie
124 Akkreditierungen bilateral
130 Ambassadors A-Z
137 PaN-Events
138 Österreichische Dienststellenleiter
146 Events Diplomatie
150 ÖGAVN
160 Toleranzpreis für Harald
Wögerbauer
Standards
03 Editorial
08 Gastautoren
161 Impressum
162 Emil Brix
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
52
28
48
5
Foto/s © SOCIETY/Pobaschnig, Kevin Faignaert, pexels, BKA/Christopher Dunker, C. Mavric
10
84
64
Issue
N 386
Freude am Fahren
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Symbolfoto
CONTRIBUTORS /// GASTAUTOREN
Emil Brix ist Diplomat und Historiker und momentan als Direktor der
Diplomatischen Akademie Wien – Vienna School of International Studies tätig.
Er trat 1982 in den Diplomatischen Dienst ein, seine letzten Stationen als
Botschafter führten ihn nach Großbritannien (2010-2015) und in die Russische
Föderation (2015-2017). Außerdem ist er Mitglied des Präsidiums der Österreichischen
Forschungsgemeinschaft. In seinem aktuellsten Beitrag für SOCIETY
schreibt er über die Geschichte der Diplomatischen Akademie Wien welche
einst von Maria Theresia gegründet wurde und nach wie vor eine bedeutende
Bildungseinrichtung darstellt. Aber auch mit der Gegenwart setzt er sich
auseinander und stellt sich dabei die Frage: Metternich oder Trump?
Hermine Schreiberhuber ist freie Journalistin in Wien. Sie
studierte an den Universitäten Wien und Paris Sprachen und Kommunikationswissenschaft,
war Redakteurin bei der APA – Austria Presse Agentur und
langjährige Vizeressortleiterin in der Außenpolitik. Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte
verfasst sie regelmäßig politische Analysen und Hintergrundberichte.
Dieses Mal schreibt sie über Kasachstan, welches eine Brücke zwischen
Europa und Asien bildet – mit der Hauptstadt Astana als „Herz Eurasiens“.
8
Christian Wehrschütz ist Korrespondent des ORF für den Balkan und
die Ukraine und war zuvor als Redakteur in der Außenpolitischen Redaktion des
Aktuellen Dienstes des Fernsehens, als dritter Korrespondent des ORF in
Brüssel und im Aktuellen Dienst des Hörfunks (ORF) in der Nachrichtenredaktion
tätig. In dieser Ausgabe spricht er in einem Interview mit dem amerikanischen
Militäranalytiker Michael Kofman über Entwicklungen im Krieg zwischen
der Ukraine und Russland.
Partner
von
SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche
Gastautoren, die sich mit aktuellen Themen aus Politik,
Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur befassen.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Simon Inou ist Soziologe und Journalist, z. B. bei Radio Africa International.
Er engagiert sich außerdem beim Verein M-Media, der journalistische
Talente mit Migrationshintergrund fördert. Für seine Arbeit hat er zahlreiche
Auszeichnungen bekommen, u. a. von der EU. Er ist Herausgeber und Redaktionsleiter
des „fresh“ Magazins der schwarzen Bevölkerung Österreichs. Im
aktuellen Beitrag für das SOCIETY Magazin berichtet er über die Teilnahme
Afrodeutscher Athlet:innen bei den Olympischen Sommerspielen 2024.
CONTRIBUTORS /// GASTAUTOREN
Stefan Liebing ist Unternehmer und Geschäftsführer der Conjuncta GmbH.
Er ist Honorarprofessor an der Hochschule Flensburg und Honorarkonsul der
Republik Kamerun. Als Beiratsvorsitzender der ReThinking Africa Foundation
GmbH engagiert er sich für die Ermöglichung von Investitionen in Afrika. Der Past
Chairman des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft e.V. (2012-2023) wird im
Sommersemester 2025 die Hiob-Ludolf-Gastprofessur an der Universität Hamburg
übernehmen. In seinem neuesten Beitrag für SOCIETY plädiert er für mehr
Grundlagenarbeit im Hinblick auf die europäische Entwicklungspolitik in Afrika.
Kurt Seinitz ist seit 1974 Ressortleiter der Außenpolitik der Kronen Zeitung
und hat in dieser Funktion bereits den chinesischen Ministerpräsidenten Zhou
Enlai interviewt und sämtliche Nahostreisen des damaligen Bundeskanzlers Bruno
Kreisky begleitet. Er berichtete außerdem über den Vietnamkrieg, die iranische
Revolution und viele weitere historische Ereignisse. In der aktuellen Ausgabe des
SOCIETY Magazins blickt er auf das vergangene Jahr zurück und geht dabei unter
anderem auf die Klimakrise und aktuelle Konflikte, wie den Nahostkrieg, ein.
9
Foto/s © Foto Nelson, SOCIETY/Pobaschnig, Diplomatische Akademie. Philipp Horak, privat, Lansky Ganzger, Goeth+partner
Stephan Klinger ist Senior Expert Counsel bei LANSKY, GANZGER,
GOETH + partner (LGP) und verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der
Banken- und Finanzbranche. In seiner letzten Position bei der Österreichischen
Nationalbank leitete er die Rechtsabteilung sowie die nationale Behörde für die
Durchsetzung von EU-Finanzsanktionen. Er berät in den Bereichen Nachhaltigkeitsberichterstattung,
Compliance und Regulatorik. Für die aktuelle SOCIETY-
Ausgabe setzt er sich mit Sanktionen als „Mittel und Symptom“ westlicher
Außenpolitik auseinander.
Rudolf Thaler war viele Jahre lang für die Wirtschaftskammer Österreich
tätig, etwa als Wirtschaftsdelegierter im AußenwirtschaftsCenter Almaty mit
Betreuungsbereich Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und
Usbekistan und zuvor in Los Angeles, Kiew, Warschau, Abu Dhabi und Stockholm.
In Wien war er Regionalmanager für Afrika & Naher Osten und Süd- &
Südostasien. Im aktuellen Heft beschäftigt er sich mit Künstlicher Intelligenz
und den Möglichkeiten und Herausforderungen, die diese mit sich bringt.
Issue
N 386
10
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Auf leisen
Sohlen nach
Brüssel
COVERSTORY
MAGNUS BRUNNER
Fast unbemerkt avancierte der gebürtige Vorarlberger Magnus
Brunner zum EU-Kommissar. Zumindest bis zur nächsten
Europawahl in fünf Jahren wird er nun für die Agenden Migration
und Inneres zuständig sein – er steht damit vor einer historischen
Herausforderung und gleichzeitig vor seinem vorläufigen
Karrierehöhepunkt.
VON MAG. SARAH HEFTBERGER
Ich
bin kein Showman, sondern ich bin
Jurist“, stellte sich der 52-jährige,
nunmehr ehemalige österreichische
Finanzminister, den EU-Abgeordneten bei seiner
Anhörung im Europaparlament Anfang November
2024 vor. Nur wenige Stunden später wurde er
vom zuständigen Ausschuss als EU-Kommissar
bestätigt, Ende November stimmte schließlich
auch das Parlament seiner
zukünftigen Rolle zu.
Der ihm zugeteilte Themenbereich
– Migration und
Inneres – kam für Viele überraschend,
war Brunner doch
eigentlich für eines der Wirtschaftsressorts
gehandelt
worden. Er selbst betonte in
einer Aussendung, dass es ihm
eine Ehre sei, von Präsidentin
Ursula von der Leyen das Portfolio für innere
Angelegenheiten und Migration in der EU-Kommission
übertragen bekommen zu haben. Dieser
Bereich sei zentral für die Zukunft und das Funktionieren
der Europäischen Union.
Brunner war am 31. Juli 2024 durch die österreichische
Bundesregierung – nach langem
Widerstand der Grünen, die sich für den ehemaligen
Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments,
Othmar Karas, ausgesprochen hatten –
als Kandidat für den Posten des EU-Kommissars
nominiert worden. Überreden musste man ihn
selbst laut eigenen Aussagen nicht: „Ich habe
sofort mit ganzer Überzeugung ,Ja’ gesagt“.
Er sei schließlich schon immer ein glühender
Europäer gewesen.
Während seiner Amtszeit als Staatssekretär
und auch als Finanzminister war Brunner über
„Ich habe sofort
mit ganzer
Überzeugung
,Ja’ gesagt“
weite Strecken für Viele unter dem Radar geblieben
– sein Aufstieg zum EU-Kommissar kommt
angesichts seines tadellosen Lebenslaufes aber
dennoch nicht gänzlich überraschend.
Frühe Jahre und Privatleben
Der aus einer Unternehmerfamilie stammende
Vorarlberger – seinen Eltern gehörte eine Buchhandlung,
sein Vater stieg
später in die Textilindustrie
ein – absolvierte seine Matura
am Collegium Bernardi,
einem exklusiven katholischen
Privatgymnasium in
Bregenz, das auch schon sein
Partei-Kollege Karlheinz Kopf
besucht hatte, dessen rechte
Hand er später im Wirtschafts -
bund werden sollte.
Davor begann Brunner aber noch ein Studium
der Rechtswissenschaften an den Universitäten
Innsbruck und Wien, 1996 promovierte er – Thema
seiner Dissertation: „Die Reichweite der ärztlichen
Schweigepflicht“. Zwischen 1997-1998 durchlief
er ein Postgraduate Studium am renommierten
King’s College London, von 2004 bis 2005 war er
außerdem an der Fernuniversität Hagen (Betriebswirtschaft)
eingeschrieben.
Seit 1990 ist Brunner Mitglied der Akademischen
Verbindung Austria Innsbruck, einer konservativen
katholische Studentenverbindung
im ÖVP-nahen Österreichischen Cartellverband
– ihre Prinzipien: Religio, Patria, Scientia und
Amicitia. Brunner wählte als Verbindungsname
„Hamlet“, in Erinnerung an sein Auslandsjahr am
angesehenen Eton College in England, wo er das
Shakespeare-Drama auswendig lernte.
11
Issue
N 386
COVERSTORY
MAGNUS BRUNNER
PhD-Studierende des ISTA stellen Ursula von
der Leyen und Magnus Brunner ihre
Forschung vor
12
„Eher Thomas Muster
als Boris Becker.“
Privat ist der ÖVP-Politiker mit Eva
Brunner, Leiterin der Abteilung Soziales
und Integration der Regionalplanungsgemeinschaft
Bregenzerwald,
verheiratet und hat drei Söhne. Während
seiner Amtszeit als Finanzminister
blieb seine Familie in Vorarlberg
wohnhaft, Brunner pendelte regelmäßig
zwischen Wien und Bregenz. Auch
als EU-Kommissar wird er – zumindest
vorerst – zwischen seiner Heimat und
dem neuen Arbeitsort Brüssel hin- und
herfahren. Die Distanz mache aber keinen
großen Unterschied – Brüssel sei
nicht sehr viel weiter von Bregenz entfernt
als Wien.
An beiden Orten wird der 52-jährige
als Ausgleich zum herausfordernden
Job vermutlich seiner großen Leidenschaft,
dem Tennis, nachgehen. Seit
seiner Kindheit ist er Mitglied beim TC
Bregenz, schaffte es bis in die Bundesliga.
Zwischen 2020 und 2022 fungierte
er als Präsident des Österreichischen
Tennisverbandes (ÖTV), gab
dieses Ehrenamt aber vorzeitig aus
Zeit- und Compliance-Gründen ab.
Auf die Frage, ob sich vom Tennis auf
seinen politischen Stil schließen ließe,
antwortete er in einem Interview mit
dem Standard (12.12.2021): „Ja, durchaus.
Ich war immer mehr der Kämpfer,
der ausdauernde Grundlinienspieler,
und nicht der angriffslustige Serve-
Volley-Spezialist. Also eher Thomas
Muster als Boris Becker.“
Politische Sozialisierung und
Karrierestationen
Als Schlüsselerlebnis im Hinblick auf
seinen beruflichen Werdegang nennt
Brunner immer wieder ein zufälliges
Treffen mit dem damaligen Landeshauptmann
Vorarlbergs, Herbert Sausgruber,
in einer Kaffeebar in Brüssel,
wo Brunner gerade ein Praktikum
im Ausschuss der Regionen absolvierte.
„Ohne diese Begegnung wäre
mein Weg womöglich ein ganz anderer
gewesen“, so Brunner in einem
Interview mit dem Standard. Denn
als Sausgruber 1999 einen Büroleiter
suchte, erinnerte er sich an seinen
Landsmann und engagierte ihn.
2002 wechselte Magnus Brunner
zum Österreichischen Wirtschaftsbund,
fungierte dort bis 2005 als politischer
Direktor, ehe er 2006 Leiter
der Unternehmensentwicklung und
Konzernkommunikation bei der Bregenzer
Illwerke/VKW-Gruppe wurde.
Den Posten als Vorstand der OeMAG
– Abwicklungsstelle für Ökostrom
bekleidete er schließlich von 2007 bis
2020. Parallel dazu forcierte er aber
auch seine politische Karriere als Mitglied
des Bundesrates, ab 2018 sogar
als Vizepräsident desselben.
2020 holte ihn Sebastian Kurz
schließlich als Staatssekretär ins
Bundesministerium für Klimaschutz,
Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation
und Technologie unter Leonore
Gewessler in die Regierung. Mit der
grünen Ministerin war er nicht immer
auf einer Linie. Sie kritisierte seine
Flüge nach Bregenz, er ihre „Alleingänge“.
Brunner bezeichnete das einmal
so: „Das Ziel eint uns, der beste
Weg dorthin – noch – nicht“.
Schritt zum Finanzminister
Nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz
und der darauffolgenden Regierungsumbildung
wurde Brunner schließlich
2021 auf Vorschlag des neuen Bundeskanzlers
Karl Nehammer zum Bundesminister
für Finanzen ernannt.
Im Antrittsinterview mit dem Kurier,
dem Standard und der Wiener Zeitung
betonte er: „Was mich vielleicht unterscheidet,
ist der Stil. Die persönliche
Foto/s ©Institute of Science and Technology Austria (ISTA) | Anna Stöcher, Alexander Zillbauer/BKA, European Union 2024 - Source : EP
Treffen der deutschsprachigen
Finanzminister
am Bodensee
(Vorarlberg)
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
COVERSTORY
MAGNUS BRUNNER
EU-Abgeordnete bei der Befragung des designierten Kommissars
für Migration, Magnus Brunner (oben und unten)
Leonore Gewessler und Magnus Brunner nach einem Ministerrat
Art ist – no na – eine andere. Ich bin
kein Showman, sondern Sachpolitiker,
der den Ausgleich sucht: mit dem
Parlament, der Opposition, den Sozialpartnern.
Weniger wichtig ist mir, dass
mich bisher nicht ganz so viele Menschen
gekannt haben.“
Wegbegleiter bestätigen das:
Magnus Brunner sei jemand, mit dem
man sprechen könne, weder abgehoben
noch kompliziert, freundlich und
angenehm und „kein Partei-Apparatschik“,
zudem ein guter Verhandler. Er
ist selten angriffig, gilt als umgänglich,
eloquent und in Sachfragen stets bestens
vorbereitet.
Als „Hüter des österreichischen Budgets“
erlebte Brunner jedenfalls eine
durchwachsene und – durch Pandemie
und Krieg – durchaus herausfordernde
Amtszeit: Kernerfolge seiner Arbeit als
Finanzminister waren die Beseitigung
der „Kalten Progression“ und die ökosoziale
Steuerreform. Brunner selbst
sprach von wirtschaftspolitischen Meilensteinen.
Zudem wurde in Gesundheit,
Pflege und Kinderbetreuung investiert,
ein Gemeindepaket in Höhe von
1,3 Milliarden Euro geschnürt und ein
kommunales Investitionsprogramm
geschaffen. Seine „Herzensangelegenheit“
– das private Vorsorgekonto
– konnte er aber auch nach 2,5 Jahren
Verhandlungen mit dem grünen Koalitionspartner
nicht umsetzen.
Auf breite Kritik stieß die verspätete
Veröffentlichung angepasster Budgetdefizitzahlen
nur wenige Tage nach der
Nationalratswahl.
Die österreichischen Finanzen lässt
Brunner aber nun ohnehin hinter sich.
Sein Nachfolger im Finanzministerium,
der bisherige Sektionschef für „Steuerpolitik
und Steuerrecht“ Gunter Mayr
wurde bereits am 20. November 2024
angelobt. Mit Dezember betritt Magnus
Brunner die europäische Politbühne
und muss sich einer Herkulesaufgabe
– eine gemeinsame EU-Linie in Sachen
Migration zu finden – stellen.
13
Magnus Brunner mit
Gunter Mayr
Magnus Brunner begrüßt
Gäste beim Tag der offenen
Tür im Winterpalais 2024
Foto/s © Xxxxx
„Brunner wählte als
Verbindungsname ,Hamlet‘,
in Erinnerung an sein
Auslandsjahr am
angesehenen Eton College
in England.“
Issue
N 386
Excerpt of the guest list:
Ernst Bachner, Nikolaus Berlakovich, Nikolai de
Arnoldi, Harvey Dzodin, H.E. Magdi Ahmed Mofadal
Elnour (Sudan), Martina Fasslabend, Christine
Figueiredo, Peter and Michaela Frigo, Gerald Ganzger,
Alfred Hackl, Gunnar Heinrich, H.E. Bakhtiyor
Ibragimov (Uzbekistan), Rauf Kamill, H.E. Maurice
Makoloo (Kenya), Sigurd Pacher, Rahemee Pawjak,
Maria Rauch-Kallat, Richard Rella, Thomas Resch,
Gerhard Sailler, Nirmal Singh, Janusz Styczek
(Poland), Rolf Thaler, Sanela Thun-Hohenstein,
Christa Troger, Kavita Verma, Tudor Vladacenco,
Manfred Weinschenk, Ron Willis, Hans-Martin
Windisch-Graetz, Helene von Damm, Harald und
Talieh Wögerbauer, ...
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY Presentation
@Hungary
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION
image/s by SOCIETY/Pobaschnig/Karakan
SOCIETY Publisher Gertrud Tauchhammer and the
Ambassador of Hungary to Austria, H.E. Edit Szilágyiné
Bátorfi, invited to a summer party on the occasion of the
presentation of the new SOCIETY issue with a special
focus on Hungary, who took over the EU council presidency
on July 1, 2024.
In the beautiful courtyard of the historic Hungarian
Palais, the Ambassador welcomed the many guests and
thanked SOCIETY for „bringing her country closer to the
people here“, afterwards, Ms. Tauchhammer addressed
the guests and emphasized what a great honour it was to
celebrate the presentation of the latest SOCIETY issue in
the beautiful Hungarian Embassy. The Chief of Protocol
of the Austrian Ministry for European and International
Affairs, Ambassador Maximilian Hennig, pointed out what
excellent work both, the Hungarian Ambassador H.E. Edit
Szilágyiné Bátorfi and SOCIETY Magazine with Publisher
Gertrud Tauchhammer, are doing in the field of diplomacy.
After the speeches, Ms. Tauchhammer called the
present Ambassadors featured in the magazine—H.E.
Azzeddine Farhane, Ambassador of the Kingdom of
Morocco and H.E. Li Song, Ambassador and Permanent
Representative of China to the UN and other International
Organizations—and the SOCIETY guest authors, former
Trade Delegate Rudolf Thaler and former Ambassador
Klaus Wölfer—to come on stage to reveal the SOCIETY
issue together.
The many guests enjoyed the summer evening surrounded
by the historic walls of one of the most beautiful
Embassy buildings in Vienna.
15
Issue
N 386
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION
SOCIETY @ Hungarian Embassy
16
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY & Embassy of Morocco
Presentation of the
new issue
At the beautiful rooftop terrace of Grand Hotel Wien,
SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer and the
Ambassador of the Kingdom of Morocco to Austria, H.E.
Azzeddine Farhane, welcomed numerous international
guests to present the newest issue of SOCIETY, partly
dedicated to beautiful Morocco. In his speech, H.E.
Azzeddine Farhane pointed out the great cooperation
between SOCIETY and the Embassy. Furthermore, he
highlighted the long-lasting relation between Austria
and Morocco, which dates back to the year 1783. Last
but not least, Ambassador Maximilian Hennig, Chief of
Protocol of the Austrian Ministry for European and International
Affairs, addressed the guests and also emphasized
the excellent Moroccan-Austrian ties that were
strengthened once more through several high-level
visits in 2023 and 2024.
The beautiful rooftop terrace of Grand Hotel Wien was
the perfect backdrop for this special reception. The tea
corner that was provided by the Moroccan Embassy gave
the guests the chance to get a glimpse of the Moroccan
tea culture.
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
GRAND HOTEL
19
Excerpt of the guest list:
H.E. Salah Abdalshafi (Palestine), Dagmar Aigner,
Taner Ayhan, Anna Convalexius, H.E. Miguel de
Almeida e Sousa (Portugal), Rudolf Doppelbauer,
H.E. Magdi Ahmed Mofadal Elnour (Sudan), Werner
Fasslabend, Michael Habel, Walter Hell-Höflinger,
Gudrun Henn, Romana Heuberger, Gabriele Hurt, H.E.
Baker Fattah Hussen Hussen (Iraq), H.E. Bakhtiyor
Ibragimov (Uzbekistan), H.E. Samir Koubaa (League
of Arab States), Titus Leber, Jeannette Nissel,
Rahemee Pajwak, H.E. Peter Potman (Netherlands),
Richard Rella, Thomas Resch, Robert Scharinger,
Kurt Seinitz, H.E. Haytham Shoja’aadin (Yemen),
Nirmal Singh, H.E. Nelson Tabajara de Oliveira
(Brazil), Rudolf Thaler, Christine Trubert, H.E.
Caroline Vermeulen (Belgium), Helene von Damm,
Ernst Woller, Harald und Talieh Wögerbauer, Klaus
Wölfer, Ernst Wunderbaldinger,…
Issue
N 386
EVENTS
FAREWELL RECEPTION
Farewell Reception for
H.E. Ambassador
Mohamed Samir Koubaa
To bid farewell, Mag. Gertrud Tauchhammer,
Publisher of SOCIETY Magazine, invited to a
reception for H.E. Ambassador Mohamed Samir
Koubaa, Head of Mission of the League of Arab
States in Vienna, at Hostel Bristol, a Luxury
Collection Hotel, Wien. Numerous friends
and colleagues followed the invitation and
said goodbye to the Ambassador, who looked
back at an impressive career as diplomat and
thanked his companions for their support.
20
image/s by SOCIETY/Sora
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
FAREWELL RECEPTION
Excerpt of the guest list:
Rana Anwar Musa Abida, H.E. Talal Sulaiman
Alfassam (Kuwait), H.E. Hemra Amannazarov
(Turkmenistan), H.E. Pablo Berti Oliva (Cuba),
Reinald Brezovsky, Agnès Chanut, H.E. Ozan Ceyhun
(Türkiye), Adrian Cyrus, H.E. Miguel de Almeida e
Sousa (Portugal), Helga Gfatter, Michael Habel, Felix
Haspel, Ryan Heinser, Gabriele Hurt, H.E. Bakhtiyor
Ibragimov (Uzbekistan), Rauf Kamill, Florian Macho,
Jeannette Nissel, H.E. Peter Potman (Netherlands),
Thomas Resch, Detlev Rünger, Claudia Salerno
Caldera, Hermine Schreiberhuber, Nirmal Singh,
Rudolf Thaler, Arthur Winkler-Hermaden, ...
21
Issue
N 386
EVENTS
CULTURAL HERITAGE
22
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Celebrating the
Cultural Heritage of
Farsi-Speaking Countries
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer, together
with H.E. Manizha Bakhtari, Ambassador of Afghanistan,
H.E. Abbas Bagherpour Ardekani, Ambassador of Iran,
represented by Reza Gholami, Cultural Attaché, and H.E.
Idibek Kalandar, Ambassador of Tajikistan, invited to an
evening under the motto “Illuminating Legacies: Celebrating
the Cultural Heritage of Farsi-Speaking Countries”
at the wonderful garden of Villa Flora. After the
welcoming words by Gertrud Tauchhammer, H.E. Manizha
Bakhtari, Dr. Reza Gholami, and H.E. Idibek Kalandar and
Deputy Chief of Protocol of the Austrian Foreign Ministry,
Christoph Meyenburg, musicians from Afghanistan,
Iran and Tajikistan enchanted the guests with wonderful
traditional music and dances. After the official part, the
buffet with delicious typical food from the participating
countries was opened. While enjoying the beautiful
garden of Villa Flora, the guests also had the chance to
discover the rich and unparalleled cultural heritage of
Afghanistan, Iran and Tajikistan.
23
Issue
N 386
EVENTS
CULTURAL HERITAGE
24
Excerpt of the guest list:
Johannes Ausserladscheiter, Bernhard Barta,
Chiara Bertoli, Agnès Chanut, Adrian Cyrus, Peter
und Michaela Frigo, Patrice Gruber, Sunil Gupta,
Bernd Hermann, H.E. Baker Fattah Hussen Hussen
(Iraq), Amb. Elena Kirtcheva, Daniel Kleinfercher,
Eva Kukuruz-Mittermann, Walther Lichem, Daniela
Lieberwirth, H.E. Dmitrii Liubinskii (Russia) Moheb
Mobarez, Irena Pall, Gottfried Rieck, H.E. Stefan
Scholz (Ambassador of Austria in Brazil), Ron Willis,
Hans Martin Windisch-Graetz, Besim Yildiz, ...
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
leading you
to a healthier
lifestyle
park-igls.at – the place to be
EVENTS
WELCOME TO AUSTRIA
SOCIETY & Welcome to Austria
Welcome Get-Together
26
Special thanks to our cooperation partners
Schlumberger, Teekanne & Lux Spirits
image/s by SOCIETY/pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
In the name of the Board of Welcome to Austria, SOCIETY
publisher and founding member of Welcome to Austria,
Gertrud Tauchhammer, and vice-president of Welcome to
Austria, Maria Kuglitsch, invited the spouses of Ambassadors
and Diplomats to a Welcome Get-together at the
beautiful garden of Gertrud Tauchhammer’s Villa Flora.
The gathering was preceeded by an exclusive visit of the
beautiful Otto Wagner Villa of famous fantastic realist
painter Ernst Fuchs, who bought the architectural pearl
in 1972 and with that, saved it from destruction.
27
Excerpt of the guest list:
Dagmar Aigner, Pierre Bienvenu, Elisabeth
Brix, Susanna Chakoian, Martina Corrado
Jäger, H.E. Daniel Glunčić (Croatia),
Sebastian Heckl-Steinböck, Andreas
Herdina, Malgorzata Kosmalska Bylica,
Akemi Mizuuchi and H.E. Ryuta Mizuuchi
(Ambassador of Japan), Yoko Nakamura,
Anette Nordenson, Lika Nusbaum, Marina
Perez de Arcos, Cristina Rinaldi, Catherine
Rodrigues, Monika Schneider-Gerwautz,
Stefanie Winkelbauer, Elisabeth Wolff, ...
Issue
N 386
EVENTS
BOOK PRESENTATION
28
SOCIETY
Franz Fischler
presents his
new book
Excerpt of the guest list:
Johannes Abentung, Ioana Catalina Barbu, Stefan
Bauer, Timna Brauer-Meiri, Hildegard Depine,
Gabriele Ebner, Margit Exel, Lydia Goutas, H.E.
Jean Graff (Luxembourg), Ginette Griesbach-
Frosio, Beransch Hartunian-Tahmasians, Elisabeth
Himmer-Hirnigl, Johannes Linhart, Andrea Kdolsky,
Thomas Kendöl, Klaus Koegeler, Wolfgang Lusak,
Leopold-Michael Marzi, Galina Ninova, Hermine
Schreiberhuber, Christa Troger, Walter Trpisovsky,
Sylvia Unterdorfer, Ron Willis, Hans-Martin
Windisch-Graetz, Gökhan Yildrim, ...
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
BOOK PRESENTATION
29
SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer invited to
a presentation of the book “Die Kraft der Mitte” (“The
Power of the Center”) by Franz Fischler, former Federal
Minister for Agriculture and Forestry, European Union’s
Commissioner for Agriculture, Rural Development
and Fisheries and President of the European Forum
Alpbach. At the Club Rooms of ÖGAVN (Österreichische
Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten
Nationen) at Stallburg/Hofburg, Gertrud Tauchhammer
and moderator of the evening, Adrian Hollaender, welcomed
the guests before Franz Fischler gave a short
introduction of his book. Then, Bettina Stimeder, Chief
Executive Editor at Red Bull Media House, lead an interesting
and informative conversation with the author,
who emphasized that “a functioning democracy can only
exist if it is supported by the centre”. Furthermore, he
highlighted the importance of compromise in politics:
“Being able to reach compromises is the highest art of
exercising democracy”. He also gave interesting insights
into his career path, which—in 1995, when Austria
became a member of the EU—led him to Brussels, where
he worked as EU Commissioner. He remembered the ten
years he spent working for the EU as the “most exciting
years of my life”.
After a round of audience questions, the guests
had the chance to let their copies be signed personally
by Franz Fischler.
Special thanks to ÖGAVN for providing
the rooms and drinks and to R Express for
the delicious petits fours
Issue
N 386
INTERVIEW
SOCIETY
“It remains to be seen how
this winter will unfold”
Christian Wehrschütz spoke with Michael Kofman, senior
fellow in the Russia and Eurasia Program at the Carnegie
Endowment for International Peace, about events concerning
the war between Ukraine and Russia. *
* The interview was conducted on
October 17, 2024. A German short
version was published by Kleine
Zeitung on October 31, 2024. The
full interview can be read on
wehrschuetz.at
30
With Ukraine approaching winter, how do you assess
the current military situation at the front line?
Much is going to be determined by this fall and
winter. The question is: Can Ukraine stabilize the
front and exhaust Russian forces at the peak of
Russia’s material advantage this year? An increasingly
significant aspect of the war is a strike campaign
being conducted by both sides. It remains
to be seen how this winter will unfold. Whatever
happens to the front line, I
suspect that these respective
strike campaigns are going
to grow more signi ficant over
time. Lastly, there’s the question
of Kursk: it was tactically
successful as an offensive
for Ukraine, but has not produced
the operational results
they’d hoped for, yet. Also, I
think Ukraine hoped that Kursk
would bring political benefits and change the discourse
on the war. It may have done that temporarily,
but I think it’s fair to say that so far, those
benefits haven’t really materialized.
“It’s good to talk
about strategy,
but you also need
means.”
In 2023 you mentioned in an FA article with Robert
Lee, that beyond the Ukrainian offensive the West
will need a long-term strategy for Ukraine. Is the
Western preparedness for a long-term strategy
now better than a year ago?
There was a reasonable strategy
looking out 12 months that was
being pursued early this year. I
think the challenge is that the
West is not a unitary actor, but a
political community—there isn’t
a sole center of decision-making.
Also, the strategy that existed has
been adrift: there hasn’t been a
great alignment in Western strategy
with Ukraine. I think one of
the potential outcomes of the
Kursk Offensive is that it’ll prompt
Christian Wehrschütz talking to Michael Kofman a series of conversations leading
towards a new approach on how
to end the war on terms favorable
to Ukraine. Last year’s strategy simply wasn’t
resourced. One of the biggest challenges was the
congressional roadblock on passing the supplemental
until late spring. It’s good to talk about
strategy, but you also need means. Since then, we
have been pursuing a general plan: Hold Russia to
incremental gains, stabilize the front, rebuild the
offensive potential of the Ukrainian military and
expand the strike campaign against Russia, which
would, I think, require greater support and assistance
for long-range strikes being conducted by
Ukraine in order to dramatically raise the cost for
Russia and impair the sustainment
of Russia’s war effort. That
campaign has actually expanded
and started to show results over
the course of this year.
How much do you think Ukraine
can compensate for the lack
of sustained Western support
by developing its own defense
industry?
In terms of achieving power parity, Ukraine stands
to gain significantly from investing in its defense
sector, particularly in areas where it holds a comparative
advantage—for example in drone or drone
munition production. Ukraine is capable of producing
certain types of artillery and is steadily ramping
up its own artillery shells. However, Ukraine
is limited by the fact that it can’t produce entire
weapons platforms or systems in most categories.
On the munitions side, one of the biggest deficits
is that it can’t produce artillery rounds domestically.
The truth is that Ukraine’s defense industry is
undercapitalized. Ukraine is now openly discussing
exporting drones to generate foreign exchange
revenue for its defense sector amid this war. Most
Western money has been directed towards the
purchase of Western equipment and production
rather than towards Ukraine. But on the other
hand, Ukraine has inherited a diverse array of Western
military equipment, and it’s clear that the West
will continue to be heavily involved in supporting
the Ukrainian military for the foreseeable future —
in terms of providing equipment and munitions, but
also maintenance and repair. That’s why Western
companies like Rheinmetall open local offices in
Ukraine. The Western presence is likely to expand,
focusing on servicing the equipment provided to
Ukraine. So, I don’t see Ukraine’s capacity being
significantly altered in the future.
image/s by Micha Vasilijevic, pexels
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
KOMMENTAR
SOCIETY AKTUELL
Was für ein Jahr!
SOCIETY-Autor Kurt Seinitz blickt in seinem Gastbeitrag auf ein von Kriegen,
Konflikten und der Klimakrise geprägtes (Arbeits-)Jahr zurück.
Foto/s © unspalsh/Berd Dittrich
Mein Arbeitstag war dieses Jahr
großteils in zwei Halbzeiten
geteilt: Die eine Hälfte Nahostkrieg, die
andere Hälfte
Ukrainekrieg. Da
„Die Klimakrise ist
die Mutter aller
Probleme, die das
Leben der Menschheit
bedrohen.“
blieb praktisch
kaum noch Zeit
für den Krieg im
Sudan, das Elend
im Ostkongo und
vor allem für
die Klimakrise.
Sie ist die Mutter
aller Probleme, die das Leben der
Menschheit bedrohen.
Extremwetter hat praktisch alle
Winkel des Erdballs erreicht. Eine
Alarmmeldung jagt die andere: Die
schwerste Hurricane-Kette seit Menschengedenken
in den
„Ganze Landstriche werden
unbewohnbar, weil
die Lebensgrundlage
verloren geht.“
Anrainerstaaten des Golfs
von Mexiko; eine extreme
Dürre im Amazonasbecken;
der Regenwald – die
Sauerstoff-Lunge der Welt
– ist nicht mehr regenerationsfähig;
das Mittelmeer
war noch nie so warm;
und wenn auch noch der Golfstrom
– ein Geschenk der Natur an Europa –
einmal kippt, wird es auf unserem Kontinent
(trotz Erderwärmung!) so kalt
wie in den gleichen Breitengraden auf
der Südhalbkugel.
Ich war vor zwei Jahrzehnten 1000
Kilometer quer durch den Amazonas
gereist, darunter den mächtigen
Zufluss Rio Negro per Boot aufwärts.
Nie hätte ich mir damals vorstellen
können, dass dieser breite Fluss mit
seinem üppigen Grün einmal austrocknen
würde, so wie
es in diesem Jahr
geschehen ist. Für
die dort lebenden
Fischer geht es ums
Überleben. Nicht zu
übersehen waren schon damals die
Wunden im Regenwald durch Brandrodungen,
etwa für den Ananas anbau.
Das große Missverständnis: Wo der
Amazonas-Regenwald einmal zerstört
ist, wächst er nicht wieder nach. Der
Boden ist nach zwei, drei Jahren durch
die Sonne für die Landwirtschaft ausgelaugt
und ausgetrocknet. Zurück
bleibt eine Einöde. (Im Regenwald
selbst hat es angenehme 25 Grad).
Das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung
hat errechnet: Wenn
sich die Erde um 2
Grad erwärmt – derzeit
stehen wir bei
1,3 Grad – droht die
Gefahr, dass 189
Millionen Menschen
in eine Fluchtbewegung
geraten, weil
sie sonst hungern
müssten. Wenn sich die Erde um 4 Grad
erwärmt, wären es schon 1,8 Milliarden
Menschen, also jeder
Fünfte. Außerdem würde
„Wo der Amazonas-
Regenwald einmal
zerstört ist,
wächst er nicht
wieder nach.“
„Wir haben die Grenzen
der Belastbarkeit
der Erde schon überschritten.“
Die Menschheit
zurück
in Höhlen…
die Erdoberfläche etwa
im Jahre 2100 praktisch
unbewohnbar sein:
Überleben nur darunter
– technisch – machbar,
aber ein Albtraum. Die
Menschheit zurück in Höhlen…
Den höchsten Ausstoß an Treibhausgasen
hatte die „alte Welt“ seit
Beginn der industriellen Revolution
erzeugt. Inzwischen sind Süd- und
Südostasien der Hauptverursacher. An
der Spitze steht China auf Grund des
Energiebedarfs, der sich aus seinem
rasanten industriellen Aufstieg ergibt.
Es wird oft als „Umweltsünder“ kritisiert.
Darin liegt aber
ein Missverständnis.
China hat die meisten
E-Autos sowie die
größten Windparks, die
größten Solarkraftanlagen
und die größten Wasserkraftwerke
der Welt, aber dennoch läuft die Nachfrage
nach Energie immer dem Angebot
davon.
Nur langsam wachen wir alle auf. Als
hätten wir nicht schon genug Kriege,
führt der Klimawandel zu dem letzten
aller Konflikte: zum
„Nur langsam
wachen wir
alle auf.“
Krieg ums Essen. Die
deutsche Außenministerin
Baerbock
fordert deshalb ein
radikales Umdenken
in Politik und Diplomatie,
denn, so betont sie: „Die Klimakrise
verschärft bestehende Konflikte
und schafft neue. Flucht und Vertreibung
befeuern die Instabilität der
Weltordnung.“
Ob Wüstenbildungen, Überflutungen,
Anhebung des Meeresspiegels
durch Gletscherschmelze oder Feuersbrünste:
Ganze Landstriche werden
unbewohnbar, weil die Lebensgrundlage
verloren geht.
Wenn sich ganze Völkerschaften
auf den Weg
machen, können noch
so hohe Grenzzäune in
Europa oder den USA
diese Umweltmigration
nicht aufhalten.
Der Ökologe William Ripple von der
Oregon State University warnt: „Wir
haben die Grenzen der Belastbarkeit
der Erde schon überschritten. Die Erde
erlebt einen abrupten Klimawandel. Sie
droht zu kippen. Wir haben auf unserem
Heimatplaneten klimatische Bedingungen
verursacht, die bedrohlicher sind
als alles, was selbst unsere prähistorischen
Vorfahren erlebt hatten.“
31
Issue
N 386
SOCIETY AKTUELL
GASTBEITRAG
Kasachstan – Brücke
zwischen Europa und Asien
Kasachstan, der größte Binnenstaat der Welt, sieht sich im globalen Gefüge
als Brücke zwischen Europa und Asien. Die Hauptstadt Astana nennt sich
„Herz Eurasiens“. Als Schauplatz für internationale Events in Politik, Wirtschaft,
Religion und Sport ist die kasachische Metropole sehr gefragt.
VON MAG. HERMINE SCHREIBERHUBER
32
A
stana ist eine der jüngsten Hauptstädte
der Welt. 1997 löste sie die
historische Stadt Almaty ab. Heute ist
das supermoderne Astana das politische,
kulturelle, wirtschaftliche und
wissenschaftliche Zentrum Kasachstans.
Ihre Geschichte geht auf die mittelalterliche
Stadt Bozok zurück, die in
Zeiten der historischen Seidenstraße
als Kreuzungspunkt zwischen Europa,
China und den arabischen Staaten galt.
Mit der Unabhängigkeit
Kasachstans 1992 von
der Sowjetunion erhielt die
Stadt ihren Namen Akmola
zurück, als Hauptstadt des
Staates wurde sie 1998
zu Astana. Ein Jahr später
würdigte die UNESCO die
zukunftsorientierte Metropole
für ihre gesellschaftlichen
Verdienste als „Stadt
des Friedens“. Kurze Zeit,
2019-22, hieß Astana Nur-
Sultan.
In knapp drei Jahrzehnten
hat Astana als begehrte
Kongressstadt eine stolze
Bilanz aufzuweisen. Wichtige
Treffen internationaler Organisationen
wurden dort abgehalten.
Regelmäßig finden Konferenzen der
Weltreligionsführer und Wirtschaftsforen
statt. Astana war Austragungsort
eines OSZE-Gipfeltreffens, von Konferenzen
der Organisation für Islamische
Zusammenarbeit (OIC), der EXPO-2017,
eines regionalen WHO-Treffens und
großer medizinischer Kongresse.
Die Architektur Astanas zeichnet
sich durch attraktive Bauten aus, in
denen sich Geschichte und Modernität
spiegeln. Das Wahrzeichen, der Turm
Astana-Baiterek, bietet einen grandiosen
Blick auf die Stadt. Kunst und
Kultur präsentieren sich im Nationalmuseum,
in der Oper, in Theatern, in
Moscheen und Kirchen. Der hochmoderne
Komplex des Kongresszentrums
bietet großzügige Räumlichkeiten und
Der Astana-Baiterek-Turm ist das Wahrzeichen der neuen Stadt
Top-Technologie. Alle großen internationalen
Hotelketten sind präsent.
Kasachstan-Besucher, die touristisch
orientiert sind, reisen in die historische
Stadt Almaty, Hauptstadt
zu Zeiten der Sowjetrepublik und im
unabhängigen Kasachstan bis 1997.
Almaty, ein wahres Juwel, beherbergt
vor einer eindrucksvollen landschaftlichen
Kulisse wichtige Baudenkmäler,
eine große Kathedrale und ein einzigartiges
Museum für Volksinstrumente. Im
Umfeld der Stadt lädt ein Nationalpark
zu erholsamen Touren in der Natur ein.
Vizeminister Vassilenko:
Gute Beziehungen zu
großen Nachbarn
In jüngerer Zeit war Astana wieder
Schauplatz der traditionellen Konferenz
der Religionsführer. Im Fokus stand
die Rolle der Religion in der Politik, ein
hochaktuelles Thema angesichts der
Konflikte im Nahen Osten. Die Religionsführer
warnten vor Auswüchsen
von Aktionismus und Künstlicher Intelligenz.
Junge Menschen diskutierten
über die Gefahren von religiösem Extremismus.
Einige Redner erinnerten
an den historischen Besuch von Papst
Franziskus bei der Konferenz 2022.
Vizeaußenminister Roman Vassilenko
erklärte vor den Medien: „Die geopolitische
Landschaft verändert sich.“
Die geostrategische Position Kasachstans
bringe es mit sich, dass Astana
gute Beziehungen zu den großen Nachbarn
Russland und China pflege. Auch
die EU habe die Bedeutung Kasachstans
erkannt. Bei offiziellen Besuchen europäischer
Politiker sei es nicht nur um
kritische Rohmaterialien, sondern auch
um weltpolitische Belange gegangen.
Laut Vassilenko kommen
45 Prozent der weltweiten
Vorkommen an Uranium
aus Kasachstan. Die
Präsenz von ausländischen
Unternehmen bezifferte er
auf rund 3.000 aus über 80
Staaten. Neben Investoren
aus den USA und China
seien Firmen aus wichtigen
Staaten Europas sehr
interessiert. Seit dem Ukraine-Krieg
Russlands würden
auch alternative Transportrouten
geprüft.
Vassilenko erinnerte
auch an die ethnische und
religiöse Vielfalt in seinem
Land. Kasachstan beherberge 130 ethnische
Gruppen. Die Sowjet-Ära habe
dunkle Spuren hinterlassen – siehe
Internierung von Minderheiten und
Krebsfolgen der Atompolitik. Heute
kooperierten die Staaten der Region in
Institutionen, die alle ethnischen Gruppen
umfassen.
Votum für Bau eines AKW
Im September stimmte das kasachische
Volk in einem Referendum mit
70 Prozent für den Bau des ersten
Atomkraftwerks. Vassilenko erklärte,
Kasachstan wolle weg von Kohlekraftwerken
und auf den eigenen Uranium-Schatz
zurückgreifen. Staatspräsident
Kassym-Schomart Tokajew
nannte das Referendum laut staatlichen
Medien einen „Meilenstein für
die direkte Demokratie“.
Foto/s © unsplash
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
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ON FIRST
ORDER
AMBASSADORS
FRANCE
“France and Austria
are partners in Europe”
SOCIETY Magazine asked the new Ambassador of France to Austria, H.E. Matthieu
Peyraud, about the main objectives for his term, the current state of Franco-
Austrian relations and about his experience as an exchange student at WU in
the mid-1990s.
34
What will be the focal points of your term as
Ambassador of France to Austria?
I am very honoured and very happy to have been
appointed Ambassador of France to Austria. I
arrived in Vienna at the beginning of September.
I am a career diplomat and this position is a new
decisive step that I approach with great motivation
and humility.
Franco-Austrian relations
are old, dense and diversified,
covering all fields of
activity. My general objective
is first of all not to neglect
any aspect and to make
known the richness and
depth of Franco-Austrian
bilateral relations.
An important first focal
point will be to deepen the
political dialogue between these two Member
States of the European Union. France and Austria
are partners in Europe and share a common interest
in subjects such as European economic competitiveness,
industrial policy,
migration policy, but also
issues such as the enlargement
of the European Union and the
war in Ukraine.
I will be involved in economic
diplomacy issues to promote
French companies on the Austrian
market and attract Austrian
investments in France,
as our economic ties are deep
and both countries are in
strong convergence on European
trade policy and industrial
sovereignty.
Tanja Tauchhammer met with H.E. Matthieu Peyraud I also attach great importance
to cultural diplomacy, for
at the Embassy of France
which I was responsible in Paris
as Director of Cultural, Educational, Academic and
Scientific Diplomacy at the French Ministry for
Europe and Foreign Affairs, before being appointed
to Vienna. Indeed, Vienna and Austria are major
centres of European culture and in France and
Austria we share a love of heritage, music, visual
and plastic arts among many other art forms.
Thus, our major cultural institutions are linked and
develop projects together. Their support is one of
the many tasks of a bilateral embassy.
How would you describe the relations between
France and Austria today?
The Franco-Austrian relationship is a comprehensive
bilateral relationship, covering all sectors, and
the priorities are therefore
numerous and need to be
accompanied by strong
political investment to support
these deep ties.
I would like to highlight
our cooperation in the
fields of education, higher
education and research.
France is fortunate to have
a French high school in
Vienna and, in general, the French language continues
to be taught and practiced in Austria, which
is an asset.
This facilitates university exchanges, which
are paramount. Each year, 500 to 600 Austrian
students come to study in France and approximately
the same number of French students are
welcomed in Austria for their higher education.
It is important to highlight that we also work to
promote scientific exchanges between France
and Austria, for example in environmental policy,
energy transition or health research.
The Franco-Austrian relationship is also marked
by its economic ties. Indeed, diplomacy plays an
important role in the development of economic
relations and contributes to consolidating trade
and investments between France and Austria.
My role, with my team, is in particular to support
French companies that are present on the Austrian
market or wish to go there as well as to facilitate
Austrian investments in France.
Today, France is one of Austria’s largest suppliers
with a stock of around 5.36 billion euros per
year, especially in transport equipment, chemicals
and perfumes, cosmetics and pharmaceuticals.
The Austrian economic presence in France also
represents a stock of 3.6 billion euros, or more
than 180 subsidiaries of Austrian companies present
on French territory, where they employ more
“I was lucky to be in
the right place at the
right time on several
occasions.”
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS
FRANCE
“Each year, 500 to 600
Austrian students come to
study in France and
approxi mately the same
number of French students
are welcomed in Austria
for their higher education.”
image/s by SOCIETY/Sora
H.E. Matthieu Peyraud
than 13,000 employees. The Austrian furniture
retailer XXXLutz or the world’s largest brick manufacturer,
Wienerberger, are just some of the many
examples of Austrian companies present today on
French territory.
Another important element of the manifold
relations between Austria and France is tourism.
Indeed, in 2023, France was the 6 th most popular
destination for Austrian tourists, who particularly
appreciate French heritage and its art of living,
such as gastronomy, and who generated 2.37 million
overnight stays in France, for example.
You studied at the University of Economics and
Business in Vienna. How did this experience shape
your view of Austria?
I was indeed fortunate enough to be an exchange
student at the Wirtschaftsuniversität (WU) in
Vienna in the mid-1990s as part of my studies. It is
an experience that transforms all the young people
who get to be part of it and teaches you a lot
about yourself as well as the country that hosts
you. I was able to discover Vienna, Austria and the
neighbouring countries at a time when Europe
was once again becoming a place of exchange and
freedom. The WU was already at that time a university
of excellence and a place of
welcome for international students,
and I learned a lot there.
I noticed when I arrived in September
of this year that Vienna has
changed a lot for the better compared
to that time in the 90s. The city
is more beautiful than ever and has
regained its full cosmopolitan character
and regional and international
influence. In 2025, we will celebrate
the 70 th anniversary of the Austrian
State Treaty and 30 years of Austria’s
membership in the European Union.
I am convinced that Austria has benefited
enormously from the entry into the European
family through its accession in 1995 and the
enlargement of 2004 for neighbouring countries.
You have received an impressive number of decorations.
How did you achieve these accomplishments
at such a young age?
I was lucky to be in the right place at the right
time on several occasions. I was a reserve officer,
by choice, when military service was no longer
compulsory. This may explain why I was awarded
the National Defense Medal. As mentioned, I was
also Director of Cultural, Educational, Academic
and Scientific Diplomacy at the French Ministry
of Foreign Affairs. I was therefore in charge of
French Institutes and French schools around the
world as well as major cultural projects, such as
the Louvre Museum in Abu Dhabi or the restoration
of the archaeological site of Angkor in Cambodia.
This perhaps explains why the Ministers of
Culture and Education chose to award me decorations.
I feel very honoured and encouraged to
continue to serve France, my fellow citizens and
France’s relationship with its partner countries
to the best of my ability. This is what I hope to do
here in Austria.
35
Issue
N 386
AMBASSADORS
JORDAN
“Security will not come
through war, but through
peace and justice”
In an interview with SOCIETY, the Ambassador of Jordan to Austria, H.E. Mohammed
Sameer Hindawi, spoke about the bilateral relations between Jordan and Austria,
the ongoing war in the Middle East and its impact on his country and Jordan’s role
as one of the largest host countries for refugees.
In August 2024, you have arrived to Austria and
are now serving as Jordan’s Ambassador here.
Can you tell us a bit about your main objectives
for your term? What makes the bilateral relations
between Jordan and Austria special and how
could they be further improved?
We have a lot in common. Last year, Jordan and
Austria celebrated 70 years of diplomatic relations,
a milestone that reflects
the long-standing and solid ties
between our two countries.
Over the years, our cooperation
36
has made significant strides in
areas such as security, science,
and technology. However, there
is still untapped potential, and
during my tenure, I will prioritize
strengthening our relationship
further, particularly in the fields
of economy and tourism.
A key focus will be deepening
collaboration in green technology
and renewable energy, considering
the Jordan's growing
Gertrud Tauchhammer was welcomed by
demand for sustainable energy
H.E. Mohammed Sameer Hindawi
solutions, and how Austrian
providers are well-positioned to partner with Jordan
as their advanced solutions align with Jordan’s
renewable energy goals. This, in addition
to capitalizing on the fact of Jordan becoming a
highly desirable destination to Austrian tourists.
Jordan is known for its archaeological wonders
and is an earmarked destination to those who
admire food and culture. I will work jointly with
Austrian colleagues to further enhance the cooperation
in areas of common interest. We have
“Jordan has an enchanting story, from
the Golden Triangle to the lowest point
on earth and to the cities of Philadelphia,
Gerasa, Gadara, and Pella and
Arbila, which were part of the Roman
Decapolis League.”
many successful stories, the Ajloun Cable Car
project, the first of its kind in Jordan, was done by
an Austrian Company. The project played a role in
increasing local tourism. More than 60,000 persons
visited the Cable Car in its first month. I am
confident that more projects could be done in
this spirit.
Now to current affairs: The Middle East finds itself
in an extremely volatile and difficult situation—in
which ways is the ongoing war influencing your
country? Jordan is generally considered to be a
fundamental element for stability in the region.
The ongoing war is not having its toll on Jordan
only. No country in the region is spared from its
repercussions. One year ago, and before October
7, His Majesty King Abdullah II warned at the
September Plenary Session of the 78 th General
Assembly of the United Nations that “our region
will continue to suffer until the world helps lift the
shadow of the Palestinian-Israeli conflict—the
central issue in the Middle East. No architecture
for regional security and development can stand
over the burning ashes of this conflict.” This was
proven to be correct and Jordan has been sounding
the alarm for decades now.
A year into this war and the situation is untenable.
The humanitarian situation, whether in
Gaza or Lebanon, is catastrophic. We need a new
approach that would end the occupation and bring
about peace for Palestinians and Israelis, and this
is not possible without establishing an independent
Palestinian State, based on the lines of June 4,
1967, with East Jerusalem as its capital, living side
by side with Israel in security, peace and mutual
recognition.
Security will not come through war, but through
peace and justice. Without this, the vicious cycle
of conflict and violence will persist.
Jordan has taken in an incredible number of refugees—which
challenges is your country facing
due to the enormous influx of people and how are
the EU or Austria as a single country supporting
Jordan in this context?
Jordan is one of the largest host countries for
refugees. On November 12, 2024, His Royal High-
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS
JORDAN
H.E. Mohammed Sameer Hindawi
image/s by SOCIETY/Sora
ness Crown Prince Al Hussein delivered Jordan’s
address at COP29 and said that “one in every three
people living in Jordan is a refugee.”
What does this mean? We are stretching our
limited resources to meet their basic needs so
they can have a dignified life. However, we are at
capacity, and the responsibility should be a shared
one. Jordan should not shoulder the burdens of
hosting large numbers of refugees on behalf of the
international community alone.
Jordan greatly values the ongoing support from
the European Union and its Member States. We
are grateful for Austria’s continued assistance,
and the most recent announcement in October
2024, where the Austrian Government decided to
allocate an additional six million Euros from the
Foreign Ministry’s Foreign Disaster Relief Fund
(FDF) to international aid organizations in the
Middle East.
H.E. Mohammed Sameer Hindawi at the Embassy of the
Hashemite Kingdom of Jordan
Issue
N 386
However, more efforts are needed, as donor
fatigue could have a detrimental impact on all
parties involved. And, if we look at Syrian refugees
as an example, Jordan is hosting 1.3 million
Syrians, 9% of them live in refugee camps. Only
11.4% of the total funding needed for the Jordan
Response Plan was achieved. The future of Syrian
refugees lies in their homeland, not in host countries.
But until they can return, we all have a duty
to support them.
Tourism is an essential pillar of Jordan’s economy—what
has been the impact of the Middle
Eastern conflict on Jordan’s tourism and can you
tell our readers if it is safe to go to Jordan?
Despite regional turmoil, Jordan received more
than 4.7 million tourists in the first nine months
of 2024. Tourists from European countries made
10.9% of the total visitors.
Yet, one cannot deny that the ongoing war
had its impacts on the tourism sector, but must
acknowledge at the same time that “Jordan
ranked among the 15 countries worldwide with the
highest increase in international tourist arrivals in
2023 compared to 2019” as mentioned by the UN
Tourism Report.
I would seize this opportunity to encourage the
readers of SOCIETY to visit Jordan and feel the
beauty of it. Jordan has an enchan ting story, from
the Golden Triangle (Aqaba, Petra, Wadi Rum), to
the lowest point on earth (the Dead Sea) and to
the cities of Philadelphia (in modern day, the Capital
Amman), Gerasa (Jerash), Gadara (Umm Qais),
and Pella and Arbila (Irbid), which were part of the
Roman Decapolis League.
37
AMBASSADORS
KENYA
Connecting Continents:
Kenya in Austria and the EU
In an interview with SOCIETY Magazine, the Ambassador of Kenya, H.E. Maurice
Odhiambo Makoloo, gives insights into the bilateral ties between Kenya and Austria,
talks about tourism as a key driver for Kenya’s economy and the consistent cooperation
between his country and the EU.
As diplomatic representative of Kenya in Austria,
what are the primary goals for your term here?
My main priority is to articulately promote Kenya’s
interests in Austria and other accredited countries,
as well as within the UN Office in Vienna.
Given the special shared experiences of Vienna
and Nairobi as hosts of two of the four offices of
the United Nations in the world, I am committed
to ensuring that rules-based multilateralism is
reinvigorated and strengthened. If there was ever
a time when the world must come together to
co-create solutions to complex world problems,
that time is now.
At the bilateral levels, my goal is to strengthen,
deepen and expand the historically strong and
cordial relations between our countries, and the
38
people of our respective countries. Although Kenya
and Austria enjoy a healthy trade balance averaging
USD 65 million, there is much room for growth.
Austrian companies are global leaders in the
sectors of hospitality, machinery, healthcare,
agribusiness, education, vocational
training, and information technology,
among others. I am following up
on the engagements already started
to ensure Austrian companies are
fully facilitated to make use of Kenya’s
business-friendly environment
and the ongoing enabling regulatory
reforms. In this regard, I am keen to
oversee the conclusion of the “Memorandum
on Economic Cooperation”
given the importance of the priority
areas identified for enhanced cooperation—which
include: ICT; Green Tech-
Valerie Rugene, Gertrud Tauchhammer and
H.E. Maurice Odhiambo Makoloo
nology; Infrastructure Development,
especially healthcare infrastructure;
Agricultural and Food Processing Industry.
On a different note, Kenya and Austria have
the opportunity to strengthen the connection
between our peoples through cultural exchanges.
Every year, many Kenyan athletes participate in
the annual Vienna City Marathon. I personally had
the pleasure of being the first Kenyan Ambassador
to run in this famous marathon in April this year.
I have already registered to run again next year.
You may also recall that five years ago, in October
2019, a renowned Kenyan athlete, Eliud Kipchoge,
became the first human to run a full marathon in
an unofficial time of under two hours, famously
called the INEOS 1:59 challenge. To honour the
athlete and mark a special chapter of Kenya-Austria
cultural relations, we shall be engaging the
Mayor of the City of Vienna to honour this special
relationship through a symbolic and permanent
act, such as naming a street after him in Vienna.
We hope to be able to count on your support.
Last but not least, Kenya boasts of a youthful,
creative and professionally skilled workforce.
We are keen to make these skillsets, especially
in the healthcare, hospitality and information
technology sectors available to Austria as may
be needed under a legally managed mechanism
and process.
Kenya stands out as an iconic tourism destination
in Africa—how important is tourism for your
country’s economy?
In Kenya, tourism is a major economic sector. The
sector accounts for 10.4% of the country’s GDP,
5.5% of Kenya’s formal employment and contributes
to 4.2% of National Gross Fixed Capital Formation
(new investments) (Kenya Tourism Satellite
Account, 2019). The sector is also instrumental in
the social-economic wellbeing of the country’s
citizens, with multiplier effects in trade, agriculture,
construction, manufacturing, and transport
among others.
In 2023, The Travel and Tourism sector contributed
Sh1 trillion to Kenya’s economy as shown
by the latest report by the World Travel & Tourism
Council (WTTC). This performance has been
termed as a record-breaking year for Travel &
Tourism in Kenya by the 2024 Economic Impact
Research (EIR).
Despite these bright lights, we are still exploring
many ways to enlarge this performance. This
is one area where we hope to benefit from cooperation
with Austria, itself being a very important
tourist destination. Our records show that the
numbers of Austrian citizens visiting Kenya are still
low. In 2023, Austrians undertook a total of 285,100
holiday trips to Africa. This accounted for approximately
2% of all outbound trips by Austrians that
year. This is something I hope to improve on.
How is Kenya dealing with the current main topics
in the tourism sector, like digitalization, overtourism
and sustainability?
Kenya continues to adjust, innovate and improve
to keep with the times including on digitization.
For example, in January 2024, Kenya launched the
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS
KENYA
H.E. Maurice Odhiambo Makoloo
“Kenya is positioned to
leap past the heavily
polluting industrial
stage of growth,
shifting to a more
sustainable society.”
image/s by SOCIETY/Sora
online visa application system to streamline and
simplify the visa application process for visitors.
Furthermore, Kenya is proactively tackling overtourism
by implementing measures to preserve
its natural and cultural assets. The government,
in collaboration with stakeholders, has developed
the “New Tourism Strategy for Kenya 2021-2025”,
which emphasizes sustainable
tourism practices and the
equitable distribution of tourism
benefits across regions.
Environmental conservation
remains central to Kenya’s
tourism strategy. The country
is committed to protecting its
rich biodiversity through various
conservation programs
and community-based initiatives.
For instance, regenerative
tourism practices are
being adopted, combining
adventure with conservation to support local
communities and protect endangered species.
In response to the evolving dynamics of work
and travel, Kenya is exploring the concept of “workation”
programs, which allow individuals to work
remotely while enjoying the country’s diverse
attractions.
Kenya represents a major partner for the European
Union in Africa—can you tell us a bit about
the main areas of cooperation between the EU
and your country? Where do you see potential for
improvement?
Kenya and the EU have sustained a consistent
and long-term partnership over many years, and
share multilateral and global objectives such as
combating climate change, and fostering peace
and security.
In June 2021, the former President of Kenya H.E.
Uhuru Kenyatta and H.E. Charles Michel, President
of the European Council launched the Strategic
Dialogue between Kenya and the EU designed to
elevate the existing relations to higher levels.
Building on the past achievements and joint
priorities, Kenya and the EU seek to strengthen
cooperation through the Strategic Dialogue,
on numerous issues of domestic, regional and
global interest.
One of the thematic pillars of the Strategic Dialogue
concerns economy, trade and investment.
The Economic Partnership Agreement (EPA) concluded
in June 2023 was a key priority under this
cluster and was the first major tangible outcome.
Kenya is an economic hub in the region, a market
with growing potential for investment for European
companies, and a strong partner in the pursuit
of universal values and multilateralism. The
EU is a significant trading partner to Kenya, representing
Kenya’s biggest export market with 21.1%,
of Kenya’s total exports to the world.
The Agreement entered into force on 1 st July 2024,
representing a key milestone in the EU-Kenya
Strategic Partnership. It is worth noting that this is
the most ambitious economic partnership agreement
the EU has signed with a developing country
when it comes to sustainability provisions.
Another notable milestone is the Green Deal
Kenya. Kenya is positioned to leap past the heavily
polluting industrial stage of growth, shifting to
a more sustainable society. In 2008, the country
created the Vision 2030 development programme,
aiming to use 100% renewable energy by 2030.
Renewable sources already supply more than 90%
of Kenya’s electricity. Through the Strategic Dialogue,
Kenya and EU are working together towards
the common goal of a global green transition for a
sustainable economy.
39
Issue
N 386
AMBASSADORS
PAKISTAN
“Pakistan and Austria are
natural partners”
SOCIETY sat down with the new Ambassador of Pakistan to Austria, H.E. Mohammad
Kamran Akhtar Malik, to speak about his career, Austrian-Pakistani relations and
his country’s stance on arms control, disarmament and nuclear safety.
Since September 2024, you are accredited
Ambassador of Pakistan to Austria as well as Permanent
Representative of Pakistan to the United
Nations and other International Organizations in
Vienna. Which diplomatic issues are important to
you at the moment?
I am very much focused on enhancing economic,
trade, tourism, educational and technological
linkages between Pakistan and Austria. There is a
huge potential in this regard.
Austrian companies like OMV, Andritz and Voith,
Plasser & Theurer and Doppelmayr, have experience
of working in Pakistan. Their areas of expertise,
i.e. hydroelectric power generation, mineral
exploration, railways and tourism infrastructure,
are priority areas for
investment in Pakistan.
40
I would like to capitalize
on these complementarities
to inject more
depth and substance in
Pakistan-Austria bilateral
relationship.
Furthermore, Pak-Austria
Fachhochshule Institute
of Applied Sciences
and Technology (PAF-
IAST) in Haripur, Pakistan,
is a good example of
Pakistan-Austria partnership
in the field of human
H.E. Mohammad Kamran Akhtar Malik welcomed
resource/skill development
and higher edu-
Gertrud Tauchhammer at his Embassy
cation. It provides an opportunity for world class
technical training for Pakistani youth to enable
them to seek gainful employment and meaningfully
contribute to the socio-economic development
of Pakistan. More over, the institute serves as
a public diplomacy outpost for Austria.
Do you have a specific vision concerning the relation
between Pakistan and Austria? What did the
Austrian-Pakistani ties look like in the past?
Both share interest in a strong
rule-based and non-discriminatory
global order. Both have
a history of active participation
in the UN and multilateral
norm-setting processes at
establishing an environment
conducive to international
peace and stability.
Both Pakistan and Austria share the view that a
strong rule-based system, anchored in the principles
and purposes of the UN Charter, is in the
interest of small and medium powers. Such a
system provides a degree of level playing field for
small and medium powers vis-a-vis the bigger
players. As such, Pakistan and Austria are natural
partners.
Pakistan has therefore backed several initiatives
by Austria, including the recent proposal for regulating
the military uses of artificial intelligence
through legally binding international instruments.
It is my intention to make a common cause with
Austria on such issues.
A more personal question: How did you decide
to become an Ambassador after studying
nuclear physics?
I always had an interest in international relations
and global politics. My work as a student of
nuclear physics also sensitized me to the political
and strategic aspects of nuclear technology,
and indeed, any scientific endeavor. The peculiar
geo-political circumstances of Pakistan added to
my interest in international relations. To be honest,
my nuclear physics background has proved to
be an asset in my diplomatic career in which my
area of specialization has been arms control, disarmament,
and nuclear non-proliferation issues.
How would you describe the role that Pakistan
plays in international relations concerning arms
control and disarmament and nuclear safety?
Pakistan has been a strong proponent of arms
control and disarmament. In this regard, Pakistan’s
efforts are well known for a long time.
Pakistan’s proposals at the UN General Assembly
to keep South Asia free of nuclear weapons
enjoyed international support. However, our
specific security compulsions forced us to opt
for nuclear deterrence for self-defense. Notwithstanding
this fact, we continue to advocate
the cause of arms control and disarmament
since we believe that
strong international
“I am passionate
about continuing
to pursue
science diplomacy
in Vienna.”
rules for arms control
act as a security guarantee
for small and
medium states in that
they limit the freedom of
arbitrary actions by bigger
military powers.
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS
PAKISTAN
H.E. Mohammad Kamran Akhtar Malik
Pakistan is also committed to the objectives
of nuclear safety and security. This responsibility
comes with the right to benefit from the application
of nuclear technology for peaceful uses.
Pakistan’s National Institute of Safety and Security
(NISAS) is an IAEA Collaborating Center for
Nuclear Security, including education, training
and technical support. Similarly, Pakistan’s Center
for Excellence on Nuclear Security (PCENS) has a
practical arrangement with the IAEA whereby we
provide international trainings under the IAEA in
nuclear security. This is a due recognition of Pakistan’s
expertise in nuclear safety and security and
its adherence to the relevant international standards
in nuclear safety and security.
Which personal or educational experiences did
you make that helped you the most in your professional
career as an Ambassador?
As I mentioned earlier, my background in nuclear
physics has not only helped me in advancing my
diplomatic career as an expert in issues of arms
control, disarmament and international security,
but also to actively promote science diplomacy.
Scientific and technological cooperation between
states helps bringing them together and bridging
differences. Such cooperation is also required
because of the globally shared challenges of climate
change, public health, pandemics, water,
energy and food security.
From 2010 until 2015, I was on secondment to the
Organization of Islamic Corporation (OIC) in Jeddah as
Director General for Science and Technology, where
my mandate was to promote scientific and technological
cooperation between OIC Member States
for facilitating the achievement of UN Sustainable
Development Goals (SDGs). I am passionate about
continuing to pursue science diplomacy in Vienna.
41
“Pakistan has therefore
backed several initiatives
by Austria, including
the recent proposal for regulating
the military uses of
artificial intelligence
through legally
binding international
instruments.”
Issue
N 386
AMBASSADORS
SPAIN
EU, gender equality
and life as a diplomat
SOCIETY spoke with the new Ambassador of Spain to Austria, H.E. Maria Aurora
Mejía Errasquin, about Austrian-Spanish relations, the importance of Gender
Equality for her government, Spain’s EU Presidency in the second half of 2023 and
her work as diplomat.
You have been accredited as Ambassador of Spain
to Austria in June 2024, how would you describe
the current status of relations between the two
countries?
Bilateral relations between Spain and Austria are
excellent. We have a common history and culture.
Since Emperor Charles V, the Habsburg monarchy
symbolized the united Europe of those years; this
is also the reason why we have very similar collections
in our main museums, such as the Kunsthistorische
Museum in Vienna, the Museo del
Prado or the Galería de las Colecciones Reales in
Madrid. Today, we also share
our membership of the European
Union and we are both
42
defending a system of values
that makes us proud.
Their Majesties King Felipe
and Queen Letizia visited
Vienna in January 2022,
to inaugurate the exhibition
“Dalí and Freud: an
obsession” at the Belvedere
museum; and President
Sánchez chose Austria as the
first country he visited on his
H.E. Maria Aurora Mejía Errasquin met Gertrud
preparatory tour of the Presidency
of the Council of the
Tauchhammer at Villa Flora
European Union last year. Our trade and tourism
relations are growing in both ways, and there are
more and more students in Austria interested in
learning Spanish.
On the other hand, the community of Spanish
residents in Austria has doubled in recent years,
especially with young artists and scientists, who
I believe are bringing a great added value to Austrian
society.
You have been Ambassador at large for the Promotion
of Gender Equality Policies in the cabinet
of the President, how is the situation in Spain in
regard to women’s rights and equality today?
Spain is, globally, at the head of the protection
of women’s rights. Back in 2007, Spain already
approved the Organic
Law for Effective Equality
between Women and
Men, the most advanced
law in the world at that
“The job of a diplomat
is wonderful.”
time. Today, we have a government with more
women than men; and its three vice presidents
are women.
Spain obtained a score of 76.4 points out of 100
in the latest European Gender Equality Index of
the European Institute for Gender Equality (EIGE),
for the year 2021. The increase of 1.8 compared to
2020 not only places the country 6.2 points above
the EU average (70.2 points), but has also brought
Spain to fourth place, behind Sweden, the Netherlands
and Denmark.
The study also shows the data for 2021 c ompared
to 2010. A period in which Spain has
increased by 10 points, progressing towards
gender equality at a faster rate than the European
average.
And the Spanish foreign policy is a “feminist
foreign policy”: Spain has integrated the objective
of gender equality as a distinctive element in its
foreign policy.
You also served as Head of the Coordination Office
of the Spanish Presidency of the European Union.
What, in your opinion, is Spain’s role within the EU?
Spain is the fourth largest economy in the
European Union and Spanish society is highly
pro-European.
Since its accession, Spain has actively participated
in the development and deepening of the
most important European policies: the Common
Agricultural Policy, the Common Fisheries Policy,
the Internal Market, the energy and transport
policy, the industrial policy and the educational,
cultural and social policy. In recent years, Spain
has also supported a reorientation of these policies
to respond to the major challenges of the
21 st century: a health policy capable of responding
to cross-border health crises; a fair ecological
transition for a sustainable and circular economy;
environmentally responsible agricultural and fisheries
policies; a strong social policy that promotes
decent living conditions for all; a gender equality
policy that serves as a real global benchmark; a
safe digital transition that leaves no one behind;
and an inclusive industrial
policy that fosters innovation,
competitiveness and
the strategic autonomy of
the EU.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
H.E. Maria Aurora Mejía Errasquin
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
Spain has played an active role in the construction
of the European project, being involved
in the negotiation of the Treaties of Amsterdam
(1997), Nice (2001), the failed Constitutional
Treaty (2004) and Lisbon (2009). In the same way,
it has very much contributed to the development
of policies in diverse areas, such as the European
citizenship, the cohesion policy, the cultural and
linguistic diversity, the judicial cooperation or
the fight against terrorism, as well as making its
mark on foreign relations, especially with regard
to the EU relations with Latin America and the
southern shore of the
Mediterranean.
The European Union is
the natural framework for
political and economic
development of our country.
For this reason, Spain
assumes its responsibilities
by currently promoting
a more effective, more
democratic Union, closer
to citizens, and capable
of responding to the challenges and needs of the
new century.
Spain supports the reinforcement of the Economic
and Monetary Union (EMU) in the coming
years, through greater financial, budgetary and
economic integration, and with greater democratic
legitimacy.
Spain held the Presidency of the Council of the
European Union, for the fifth time, in the second
half of 2023, with very important achievements,
such as the reform of the electricity market, the
Critical Raw Materials Act, the Media Freedom
Act, or the final agreement on the Migration and
Asylum Pact.
You are an experienced diplomat, having served
in Romania, Denmark and Brazil, as well as at the
Permanent Representation of Spain to NATO, and
as Ambassador to Bosnia and Herzegovina, what
are the advantages and disadvantages of working
in this field?
The job of a diplomat is wonderful. It allows
you to represent your country in very diverse
places and circumstances, which is a source of
pride, and it offers very
enriching experiences.
“Spain is the fourth
largest economy in the
European Union and
Spanish society is highly
pro-European.”
To be a diplomat, you
have to have a vocation,
not only to serve your
country and defend its
interests, but also to be
open-minded, to work
for the understanding
between different peoples,
societies and cultures
and, ultimately, to
work for peace in the world.
But, although it is a fantastic job, perhaps the
most complicated thing is to maintain a nomadic
life and combine it with personal and family
relationships. For example, children are greatly
enriched by living in different countries, which
makes them more open and tolerant, in addition
to having the opportunity to learn other languages,
but at the same time it can be difficult for them
to develop personally with so many changes. They
need a very strong and serene personality to adapt
to the different circumstances every time.
43
Issue
N 386
NEWS
CAR SPECIAL
On
Four
into theFU
44
Volvo XC60 Recharge
Goal oriented performance
As a Recharge model, the Volvo XC60
showcases its dynamic and efficient side.
This successful SUV from the Swedish
premium manufacturer is available as the
Volvo XC60 Recharge with two state-ofthe-art
plug-in hybrid drives. These combine
superior driving performance with high
electric driving shares and pioneering safety
and technology features.
Audi Q6 e-tron
Electric and full of details
The Audi Q6 e-tron⁵ takes electromobility
at Audi to the next level. This premium
SUV impresses with outstanding electric
performance, progressive design, and a
digital interior. It features a cutting-edge
800-volt charging system, enabling ultrafast
charging, and offers a range of up to 600
km, making it ideal for both daily commutes
and long-distance travel.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
CAR SPECIAL
NEWS
Wheels
TURE
45
The trend in the automotive industry is clearly heading
towards electromobility—the new models offer improved
range and modern features, ensuring that driving pleasure
and safety are no longer compromised.
image/s by Lukas Tobeler, Volvo Trademark Holding AB, Volvo Trademark Holding AB
Peugeot E-5008
The grand electric premium SUV
This premium SUV stands out with up to
seven seats, elegant yet robust design
lines, and the new PEUGEOT Panoramic
i-Cockpit®. The new E-5008 is based
on the STLA Medium platform, which is
revolutionizing electromobility. It is now
available as a fully electric vehicle (with a
range of up to 502 km) and will later also
be offered with an all-electric dual-motor
all-wheel drive system (up to 502 km range)
and an all-electric long-range drivetrain
(up to 664 km range).
Issue
N 386
CAR SPECIAL
PEUGEOT TESTDRIVE
Innovative
Electric Mobility
During a test drive in the centre of Vienna, the Ambassador of North Macedonia
to Austria, H.E. Osvit Rosoklija, was able to experience the advantages of the
new Peugeot E-5008 first-hand.
46
he E-5008 model—a high-end SUV
T with elegant yet robust design
lines and the new Peugeot Panoramic
i-Cockpit®—combines advanced technology
with exceptional comfort, making
it the ideal vehicle for both families
and business travellers. Ambassador
Rosoklija was certainly impressed by
the new E-5008 and its features during
his test drive.
The seven-seater is fully electric,
but also available as a hybrid version.
The electric model already offers a
range of 502 km, with future versions
expected to feature an all-electric
dual-motor all-wheel drive (up to 502
km) and an all-electric long-range drive
(up to 664 km). The SUV also impresses
with its precise steering and excellent
driving stability, making it well-suited
for both city traffic and longer journeys.
The automatic distance control
systems and lane-keeping assistant
ensure a relaxed driving experience.
Like the E-3008, the E-5008 is
based on the STLA Medium platform,
which revolutionizes electric mobility
with its low energy consumption.
The interior of the Peugeot E-5008
is also a masterpiece of French automotive
engineering, combining functionality,
comfort, and design in an
impressive way: The iconic Panoramic
i-Cockpit®, which unites the digital
and physical driving worlds, can be
individually customized and allows for
intuitive control of vehicle functions.
The interior is also equipped with a
state-of-the-art infotainment system,
meeting the demands for a premium
driving experience.
With the E-5008, the French car
manufacturer demonstrates that electric
mobility in the SUV segment is not
only possible but also attractive and
functional. The E-5008 sets new standards
in terms of sustainability as well
as in driving pleasure and safety.
MVC MOTORS
H.E. OSVIT ROSOKLIJA WITH GERALD HAVLIK AND
THE NEW PEUGEOT E-5008
Gerald Havlik, Neuwagenverkauf
M: +43 676 847272 863, g.havlik@mvcmotors.at
mvcmotors.at
With a total of four locations (3 in
Vienna and 1 in Brunn/Geb.), MVC
MOTORS is the largest Ford dealer in
Austria.
The four MVC locations—MVC Wien-
Simmering, MVC Wien-West, MVC
Wien-Nord, and MVC Brunn—form
a group under the MVC MOTORS brand.
This group has been managed since
2008 by the Austrian parent company
MVC Automotive Austria GmbH.
The Ford brand is sold at all MVC locations.
In addition, the MVC Wien-Nord
location offers Peugeot, Alfa Romeo,
Fiat, Fiat Professional, Abarth, Jeep,
Nissan, and Volvo services, while the
Brunn/Geb. location offers services
for Alfa Romeo, Fiat, Fiat Professional,
Abarth, Jeep, Peugeot, and Citroën.
At the MVC Wien-Simmering location,
Peugeot, Nissan, and Citroën are also
offered, and the MVC Wien-West location
provides Peugeot, Fiat, Fiat Professional,
Abarth, Jeep services, and
Citroën services.
Our goal is to offer our customers a
unique experience in a car dealership
of the future at the FordStore. Welcome
to the exciting Ford world!
Marcus Shamsaei
Managing Director
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
A NEW ERA FOR A BESTSELLER
The new BMW X3 is a versatile all-rounder for everyday life.
With a fresh design language, the fourth-generation Sports
Activity Vehicle (SAV) showcases enhanced presence and
dynamic elegance. Inside, a premium atmosphere is created
by high-quality materials, expanded standard features, and
advanced digitalization, including the new BMW iDrive with
QuickSelect, based on BMW Operating System 9. Driving pleasure,
safety, and long-distance comfort are enhanced through
precise vehicle tuning and a range of systems for semi-automated
driving and parking.
Powertrain and Performance
The new X3 offers efficient gasoline and diesel engines, alongside
a next-generation plug-in hybrid. The BMW X3 30e xDrive
features a combined electric range of 81 to 90 kilometers
(WLTP) and achieves a system output of 220 kW/299 hp. The M
Performance model, BMW X3 M50 xDrive, delivers 293 kW/398
hp and outstanding dynamic capabilities.
Design and Versatility
The 2024 X3 features a bold design with clear lines. It has
grown to 4,755 mm in length and 1,920 mm in width. The prominent
kidney grille and new lighting elements add to its modern
appeal. Interior space is generous, with a cargo volume that
expands from 570 to 1,700 liters.
THE DIPLOMATIC SALES TEAM WITH THE
BMW XM HIGH PERFORMANCE HYBRID
Conclusion
The 2024 BMW X3 represents a significant step forward in the
compact luxury SUV segment, blending performance, comfort,
and advanced technology. With its versatile design and cuttingedge
features, it is set to continue the success story of the X3.
Sales have started in November.
Branch Manager Thomas Schwarz
Diplomatic Sales Manager Nirmal Singh: +43 664 80741-3037
Diplomatic Sales Team Ashraf Boutros: +43 664 80741-3022
Freude am Fahren
X3
T H E
NEW
DENZEL Erdberg
Erdbergstraße 189-193, 1030 Wien
Tel.: +43 1 740 20-3338, verkauf10@denzel.at
www.denzel.at
BMW X3 M50 xDrive: Kraftstoffverbrauch, kombiniert WLTP in l/100 km: 8,4 – 7,7; CO2-Emissionen, kombiniert WLTP in g/km: 190 – 175.
Symbolfoto
CAR SPECIAL
VOLVO TEST DRIVE
Sustainable
Hybrid Power
from Sweden
In the heart of Vienna, the picturesque Strudlhofstiege served as
the perfect backdrop for a special event: the test drive of the latest
Volvo XC60 T6 AWD Plug-in Hybrid, a vehicle that epitomizes modern
automotive engineering and sustainable mobility. The distinguished
Swedish Ambassador to Austria, H.E. Annika Markovic, took the
wheel, demonstrating both the car’s capabilities and the commitment
of Sweden to sustainable transport solutions.
48
The Venue: Strudlhofstiege
Strudlhofstiege, a historic staircase
located in the 9 th district of Vienna,
is renowned for its beautiful architecture
and significance in Austrian
cultural history. As a site often visited
by locals and tourists alike, it provided
an intriguing setting for showcasing a
vehicle that symbolizes innovation and
eco-consciousness. With its lush surroundings
and elegant steps, Strudlhofstiege
is a fusion of tradition and
modernity—much like the Volvo XC60.
The Vehicle: Volvo XC60 T6
AWD Plug-in Hybrid
The Volvo XC60 T6 AWD Plug-in Hybrid
is a marvel of modern engineering.
Equipped with a 2.0-liter turbocharged
and supercharged four-cylinder
engine, it delivers an
impressive power output
of 350 horsepower and 659
lb-ft of torque. This powertrain
is complemented by
an electric motor, which not
only boosts performance
but also enhances fuel
efficiency. The combination
allows the XC60 to accelerate
from 0 to 100 km in just
5.7 seconds, demonstrating
that hybrids can offer both
speed and sustainability.
One of the standout features of
the XC60 is its all-wheel-drive system
(AWD), which provides excellent traction
and stability, making it a suitable
choice for various driving conditions.
During her test drive, Ambassador
Markovic appreciated the vehicle’s
responsiveness and handling, particularly
in navigating the winding streets
around the Strudlhofstiege.
Sustainable Driving
Experience
The plug-in hybrid system of the XC60
allows drivers to operate the vehicle
in five different modes: Hybrid, Pure,
Power, Constant AWD and Off-Road.
In Pure mode, the car can travel up to
81 kilometers on electric power alone,
making it an ideal option for short
urban commutes without producing
any tailpipe emissions. This feature
aligns perfectly with global efforts to
“As countries like Sweden
lead the way, the collaboration
between technology, policy,
and public awareness will be
essential to making
electric mobility a standard
rather than a luxury.”
reduce carbon footprints and promotes
a cleaner environment.
Ambassador Markovic highlighted
the importance of embracing electric
mobility as part of
Sweden’s broader
environmental
goals. “This vehicle
represents not just
advanced technology
but also our
commitment to a
sustainable future,”
she stated. “Driving
electric is not only
beneficial for the planet; it’s also
a delight in terms of performance
and comfort.”
Interior Comfort and
Technology
Inside the XC60, the attention to detail
and premium materials are immediately
evident. The spacious
cabin features high-quality
leather upholstery,
ergonomic seating, and a
minimalist Scandinavian
design that reflects Volvo’s
heritage. The advanced infotainment
system, powered
by Google, offers seamless
connectivity and voice-activated
controls, enhancing
the driving experience while
ensuring safety.
During the test drive,
Ambassador Markovic was
particularly impressed by the car’s
safety features, which include Volvo’s
renowned IntelliSafe technology. This
system encompasses a range of driver
image/s by SOCIETY/Pobaschig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
CAR SPECIAL
VOLVO TEST DRIVE
49
H.E. Annika Markovic with the new Volvo XC 60 T6
in front of Strudlhofstiege
assistance features, such as adaptive
cruise control, lane-keeping assist,
and collision avoidance systems, all
designed to provide a safer driving
experience.
A Commitment to
Sustainability
The event was not only a showcase of
automotive technology but also a platform
to discuss Sweden’s leadership in
sustainability and innovation. Ambassador
Markovic emphasized the need
for collaboration between countries to
foster green technologies and reduce
dependency on fossil fuels. “Sweden
has set ambitious goals for
climate neutrality, and vehicles
like the XC60 play a crucial
role in achieving these
objectives,” she noted.
The Ambassador also
discussed the importance
of public awareness and
education regarding electric
Nirmal Singh, H.E. Annika Markovic
and Gertrud Tauchhammer in front
of the Swedish Embassy
vehicles. “We must engage with our
communities and inform them about
the benefits of electric mobility,” she
said. “Every small step counts in the
fight against climate change.”
Conclusion
As the test drive concluded, it was
clear that the Volvo XC60 T6 AWD
Plug-in Hybrid is not just a vehicle; it
is a symbol of a sustainable future in
automotive design. Ambassador H.E.
Annika Markovic’s experience behind
the wheel highlighted the potential of
hybrid technology to deliver both performance
and environmental benefits.
Issue
N 386
The Strudlhofstiege, with its blend
of historical significance and modern
elegance, served as an apt metaphor
for the transition towards a more sustainable
transportation landscape. As
countries like Sweden lead the way,
the collaboration between technology,
policy, and public awareness will be
essential to making electric mobility a
standard rather than a luxury.
In a world increasingly focused on
sustainability, the Volvo XC60 stands
out as a vehicle that marries performance
with environmental responsibility—a
testament to what the future of
driving can and should look like.
Contact
Nirmal Singh
Diplomatic Sales Manager
Fleet & International Sales
Wolfgang Denzel Auto AG / Erdbergstraße
1030 Wien, Erdbergstraße 191
E-Mail: nirmal.singh@denzel.at
Phone: +43 1 74020 3037
Mobile: +43 66480741 3037
denzel.at
Unsere Sprache: Design.
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Die neuen Audi A5 Modelle
This is Audi
Audi Vorsprung durch Technik
Kraftstoffverbrauch kombiniert: 4,8-8,4 l/100 km. CO₂-Emissionen kombiniert: 126-191 g/km. Angaben zu
Kraftstoffverbrauch und CO₂- Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs.
Symbolfoto. Stand 11/2024.
FOKUS
BELGIEN
Charmante Städte, vielseitige Kulinarik, ein
großartiges Kulturangebot und wunderschöne
Landschaften und Naturschauplätze – den
Facettenreichtum des Landes im Herzen Europas
lohnt es sich jedenfalls zu entdecken.
52
Belg
wo das Herz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
53
ien
Europas schlägt
Issue
N 386
FOKUS
LÄNDERPORTRÄT
54
Geschichte
Das heutige Gebiet Belgiens war einst
von Kelten besiedelt und gehörte zu
Gallien. Zwischen 58 und 51/50 v. Chr.
eroberte Iulius Caesar den Raum. Im
Zuge der Aufteilung dieses Gebietes
durch Kaiser Augustus um 16 v. Chr. entstanden
drei römische Provinzen, darunter
„Gallia Belgica“, deren Name sich
vom dort ansässigen keltischen Stamm
der Belger ableitete.
Nach dem Untergang des Römischen
Reiches wurde das heutige Belgien
Teil des Fränkischen Reiches.
Im 15. Jahrhundert gehörte Belgien
zum Burgundischen Reich und war eine
der reichsten Regionen der damaligen
Zeit. Gemeinsam mit den Gebieten der
heutigen Niederlande, Luxemburgs und
Frankreichs (Départements Nord) konstituierte
Belgien im darauffolgenden
Jahrhundert die „Spanischen Niederlande“,
die wiederum Teil des Habsburgerreiches
(spanische Krone) waren.
1648 wurde der nördliche Teil (Niederlande)
nach vielen Jahren des Konflikts
unabhängig, Belgien blieb unter der
spanischen Krone.
1713 gab König Philippe V. von Spanien
am Ende des Spanischen Erbfolgekrieges
die verbliebenen Gebiete
an die Österreicher ab, von da an trugen
sie den Namen Österreichische
Niederlande – bis 1795. Danach war
Belgien 20 Jahre Teil Frankreichs, ehe
Napoleon 1815 südlich von Brüssel
(Waterloo) geschlagen wurde und sein
Reich zerfiel.
Noch im selben Jahr fand der Wiener
Kongress statt, im Rahmen dessen
die europäischen Großmächte das
Vereinigte Königreich der Niederlande
begründeten (Niederlande, Belgien,
Luxemburg und ein kleiner Teil Nordfrankreichs).
1830 erklärte Belgien
dann seine Unabhängigkeit vom Rest
der Niederlande und wurde zu einer
parlamentarischen Monarchie unter
König Leopold I. 1865 wurde Leopold
II. König und Belgien entwickelte sich
zur fünftgrößten Wirtschaft der Welt.
Die kolonialen Ambitionen Leopolds II.
verhalfen Belgien zu großem Reichtum,
doch seine Herrschaft hatte auch eine
Kehrseite, denn er machte den Kongo
zu seiner Privatkolonie, die er brutal
ausbeutete.
Im 1. WK marschierten im August
1914 deutsche Truppen in Belgien ein.
Vier Jahre erbitterter Stellungskrieg
folgten. Im Zuge des 2. WK besetzten
deutsche Truppen ab Mai 1940 abermals
das bis dahin neutrale Belgien.
Ende 1944 wurde es durch die Alliierten,
die zuvor in der Normandie gelandet
waren, befreit.
Der innerbelgische Sprachenstreit
zwischen Wallonen und Flamen führte
nach dem 2. WK immer wieder zu Verfassungsreformen,
durch die Belgien
seine einzigartige föderale Struktur
erhielt. Diese besteht aus drei Regionen:
Flandern, Wallonien und Brüssel,
die seither eigene Kompetenzen und
Administrationen in gebietsgebundenen
Bereichen wie ländliche Entwicklung,
Umwelt, Tourismus usw. haben.
Daneben gibt es drei Gemeinschaften:
die flämische (niederländischsprachige),
die wallonische (französischsprachige)
und die deutschsprachige,
die allesamt mit auf Personen bezogenen
Kompetenzen (zB. Kultur, Bildung,…)
ausgestattet sind.
Belgien gründete 1944 mit den Niederlanden
und Luxemburg die Zollunion
Benelux, 1951 war Belgien eines
der 6 Gründungsmitglieder der EGKS,
1957 auch von Euratom und der Europäischen
Wirtschaftsgemeinschaft –
dem Vorläufer der EU – wovon sich die
Institutionen in Brüssel etablierten.
Belgien war zudem 1949 ein Gründungsmitglied
der NATO. Seit 1967
befindet sich das NATO-Hauptquartier
in Brüssel.
Sehenswürdigkeiten
In der Brüsseler Altstadt trifft man
auf einen der wohl berühmtesten
Einwohner des Landes: der Manneken
Pis, eine kleine Brunnenfigur aus
dem Jahr 1619, zählt unbestritten zu
den beliebtesten Fotomotiven. Ähnlich
ikonisch ist das Atomium, das
1958 anlässlich der Weltausstellung
errichtet wurde. Heute befinden sich
in den Kugeln Museen, vom Aussichtspunkt
aus hat man einen wunderbaren
Blick auf die Stadt. „Must-Sees“ sind
auch der „Grand Place“, der als einer
der schönsten Plätze der Welt gilt, der
Königliche Palast, die Kathedrale St.
Michel et Gudule, die Galeries Royales
Saint-Hubert, das Europaviertel oder
der Mont des Arts (Kunstberg).
In Brügge beeindruckt das gesamte
Stadtbild mit charmanten Kanälen,
kopfsteingepflasterten Straßen, mittelalterlichen
Gebäuden und dem
Marktplatz mit dem berühmten Glockenturm
Belfried.
In Antwerpen gibt es einen der
größten Häfen Europas. Im „Museum
aan de Stroom“ kann man mehr über
dessen Geschichte und über die Schifffahrt
generell erfahren. Ein Spaziergang
im umliegenden Viertel Eilandje
ist ebenso empfehlenswert wie ein
Besuch des Rubenshauses, in dem
Peter Paul Rubens einst lebte und
arbeitete.
Auch landschaftlich hat Belgien einiges
zu bieten: so befindet sich z.B. das
größte Hochmoor Europas, das Hohe
Venn, in der belgischen Eifel. In den
Ardennen erstrecken sich waldbedeckte
Hügellandschaften, durch die sich die
Semois schlängelt. Ebenfalls sehenswert
ist das kleine Städtchen Dinant,
das direkt am Ufer der Maas liegt.
Im Frühjahr zahlt sich eine Reise in
den Wald Hallerbos aus, denn dann
sprießen abertausende Hasenglöckchen
aus dem Waldboden und verwandeln
das Gebiet in einen wahren
Märchenwald.
Kulinarik
Belgien ist nicht nur sprachlich sondern
auch kulinarisch äußerst divers:
eine gute Mischung aus flämisch-niederländischer
Deftigkeit und französischer
Raffinesse laden so zu einer
abwechslungsreichen Entdeckungsreise
ein.
Im Zentrum des belgischen Kulinarik-Universums
stehen jedenfalls
Pommes Frites – am besten zwei Mal
frittiert, damit sie innen schön weich
und außen knusprig sind. Dazu gibt
es eine beachtliche Auswahl an verschiedenen
Soßen – oder Miesmuscheln.
Die „Moules-Frites“ gelten
als Nationalgericht und werden gerne
in geschmacksintensivem Weißwein-
Gemüsesud serviert.
In Flandern außerdem typisch sind
„Waterzooi“, ein Eintopf mit Huhn,
Fisch oder Kalbshaxe sowie Gemüse
und Gewürzen und einem kräftigen
Schuss Sahne oder „Stoemp“, ein Kartoffelbrei,
der mit Wurzelgemüse zubereitet
wird.
Auch Brüssel hat seine ganz eigenen
Spezialitäten, so etwa das besonders
zarte „Brüsseler Hähnchen“, „Chicons“
(Brüsseler Endivie) oder „Witlof“ (Chicorée
mit Schinken und Käsesoße).
Als Nachtisch oder Zwischendurch
sollte man unbedingt belgische Waffeln,
Reiskuchen oder „Smoutebollen“
(Krapfen).
Getränketechnisch darf natürlich
die große Auswahl an Bieren nicht
unerwähnt bleiben, denn Belgisches
Bier gehört zu den sortenreichsten der
Welt. Ein besonderer Schatz sind hier
die Trappistenbiere, die bis heute von
Mönchen in Trappistenklöstern nach
teils Jahrhunderte alten Rezepten
gebraut werden.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Das größte Hochmoor Europas:
Hohes Venn
FOKUS
LÄNDERPORTRÄT
Steckbrief
LÄNDERNAME
Königreich Belgien
HAUPTSTADT
Brüssel
Das Hafenhaus Antwerpen mit einem
Neubau von Zaha Hadid
FLÄCHE
ca. 30.700 km²
EINWOHNER
ca. 11,7 Millionen
AMTSSPRACHE
Niederländisch, Französisch, Deutsch
WÄHRUNG
Euro
NATIONALFEIERTAG
21. Juli (Vereidigung des ersten
Königs Leopold I.)
55
STAATSOBERHAUPT
König Philippe
PREMIERMINISTER
Alexander De Croo
Stand 27.11.2024
Brügge in Westflandern zählt zu den
schönsten Städten Europas
oben Belgien gilt als Hochburg
und Erfinderland der
Pralinenkunst
Foto/s © pixabay/unsplahs/pexels
Im Frühjahr verwandelt sich der
Wald Hallerbos in eine wahre
Märchenkulisse
Issue
N 386
Die Galeries Royales Saint-Hubert gilt als eine der
ältesten überdachten Einkaufsgalerien Europas
FOCUS
BELGIUM
56
H.E. Caroline Vermeulen
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOCUS
BELGIUM
Much more than
beer and chocolate
SOCIETY met with H.E. Ambassador Caroline Vermeulen to discover interesting
unknown facts about the trilingual country in the heart of Europe.
image/s by SOCIETY/Pobaschngi
“Belgium is the 7 th largest
economy within the
European Union and the
23 rd largest economy
in the world. ”
Belgium and Austria are connected by a long-lasting
and shared history—what were, in your opinion,
the highlights of these relations? Where do
you see the strongest/closest connecting lines?
There are a lot of historical facts that can be seen
as highlights through our shared history: The Belgian
provinces were part of the Habsburg Empire
during the period known as the Austrian Netherlands,
which lasted from 1713 to 1794. Even before
the Austrian rule, there were multiple connections,
among others through the wedding of Mary
of Burgundy with Maximilian of Austria, whose
grandson Charles V—born in Gent—ruled over
“a kingdom in which the sun never sets”, including
the Low countries, the Austrian Empire, Spain
and the New territories in the Americas. Also after
the Belgian independence in 1830, there were
numerous marriages
between our monarchies,
famous ones
like between Princess
Charlotte of Belgium
and the Archduke
(and later Emperor of
Mexico) Maximilian of
Habsburg, unhappy
ones like between Princess
Louise of Belgium
and Archduke Rudolf who committed suicide in
Mayerling, up to very recent and very happy ones
like the wedding between the sister of our present
King Philippe, Princess Astrid, with Archduke
Lorenz of Habsburg.
Besides our shared history, Austria and
Belgium share a rich cultural connection, particularly
through the realms of art and architecture.
This reality is very visible in the Kunsthistorisches
Museum or in the Albertina, but goes on
well into contemporary times. One of the most
significant works of Gustav Klimt, “The tree of
life” was commissioned for the Palais Stoclet in
Brussels, an architectural masterpiece designed
by Josef Hoffmann and listed as UNESCO World
Heritage. The Art Nouveau movement saw significant
contributions from both Austrian and Belgian
artists, with the Wiener Werkstätte in Austria
and architects like Victor Horta and Henry van de
Velde in Belgium leading the way. These cultural
connections highlight the mutual influences and
shared artistic heritage between Austria and Belgium,
particularly in the realms of Art Nouveau
and Art Deco.
But to me, the closest connecting lines are the
similarities between our societies. Geographically
we are located in different parts of Europe, however,
both Austria and Belgium find themselves at
the crossroads of different European cultures, the
Latin and the Germanic for Belgium, the Germanic
and the Slavic for Austria, and as a consequence,
we are both good examples of the unity in diversity
that characterizes Europe. Both our countries
also host various International Organizations such
as the European institutions and NATO in Brussels,
and the OSCE and the UN in Vienna.
For around two years now, you are Ambassador
of Belgium to Austria—what were the biggest
challenges you faced during this time, what the
greatest successes?
One of the biggest challenges I had to face since
my arrival was the Belgian Presidency of the
Council of the European Union, which started on
January 1 st and ended on June 30 st 2024, not just
because of my agenda as Ambassador to Austria,
but because I combine this function with an
accreditation to the UN Organisations in Vienna,
as well as with being a non-residing Ambassador
in Slovakia and Slovenia. All these different
responsibilities resulted in a very challenging,
but interesting six months during which I gained
many insights on how this region works inside of
the European Union, and was able to contribute
to our Presidency’s motto to “strengthen, protect
and prepare” the European Union for the
future. At the same time on the multilateral side,
the proliferation of conflicts around the world is
of deep concern and affects the famous “Spirit
of Vienna” in which we try to work through consensus.
Together with the other EU member
states, we did our utmost best to preserve this
"Vienna Spirit" and to protect a rules-based multilateralism,
with the UN Charter at its core.
As for the successes I encountered, I would just
refer to all the great people I met and keep meeting,
from all over Austria and from all over the world,
within the Embassy, through official functions,
informal encounters, travels, art performances and
sport activities, who broaden my horizon and make
my stay in Austria a very happy one.
57
Issue
N 386
FOCUS
BELGIUM
“The proliferation of conflicts
around the world is of deep
concern and affects the famous
“Spirit of Vienna” in which we try
to work through consensus.”
58
Brussels is considered to be the “heart
of Europe”—how did the establishment
of EU institutions change the city
and the whole country?
The presence of the EU institutions has
definitely left its mark on the city. Over
40.000 EU functionaries work in Brussels,
which contributes to a great connectivity
and highlights the multicultural
aspect of Brussels and Belgium. Besides the
EU, we are also home to the NATO headquarters,
and to one of the largest diplomatic communities
in the world.
At the same time, it would be a shame to reduce
Belgium and Brussels to only being the headquarters
of Europe, when there is so much more to our
country. Belgium is the 7 th largest economy within
the European Union and the 23 rd largest economy
in the world. We are a leading power in the
pharmaceutical and chemical
industry, and home to the
second biggest port of Europe,
thus playing a crucial role in
European and global trade.
Belgium has three official
languages—what kind of challenges
arise from this trilingualism?
Belgium’s trilingualism, encompassing
Dutch, French, and
German, is a significant asset
rather than a challenge. It
H.E. Caroline Vermeulen spoke with
enriches the country’s cultural
diversity, fostering a deep
Tanja Tauchhammer
appreciation and understanding
among its citizens. This linguistic variety also
opens up numerous economic opportunities,
making Belgium an attractive hub for multinational
companies, but also making Belgians attractive
employees all over the world. Additionally,
our knowledge of English is also widespread, and
enhanced by the fact that most audiovisual content
is proposed in original version, with subtitles
rather than dubbing. I wish all my compatriots
would realize the benefits of multilingualism.
Belgium is especially famous for chocolate, beer
and fries—what aspects of your country deserve
far more attention, in your opinion?
In reference to what I said earlier about Brussels
and Belgium not being reduced to the EU institutions,
and as delicious as Belgian fries, chocolate
and beer are, we have much more up our sleeve!
Belgian tech-company IMEC is the world’s leader
in microchip research. Thanks to innovative centres
like IMEC of SCK-CEN in the nuclear field, as
well as strong university research centers, Belgium
ranks 23 rd on the global innovation index of 2023.
Belgians are also passionate for sports. We won
ten medals at the latest Olympic Games in Paris,
but our true national passion is cycling, with historical
winners like Eddy Merckx, and current
Olympic gold and bronze cycling medalists, Wout
van Aert and Remco Evenepoel.
Furthermore, Belgium has many beautiful natural
reserves, from the Zwin at the North Sea to the
Ardennes in the south; we have important historical
cities such as Bruges, Antwerp, Tournai, Liège
and Gent. Some of these cities are home to world
renowned artists and architects such as René
Magritte, James Ensor, and Victor Horta, not to
cite more ancient artists such as Rubens, Breugel
or Van Eyck. For a few years, Belgium has been the
host of the largest Electronic Dance Music festival
in the world, "Tomorrowland". Each year, over the
span of two weekends, more than 400.000 attendees
come to the small town of Boom, between
Brussels and Antwerp.
I could go on about music, both classical with
the Queen Elisabeth music competition and modern
with Stromae, about the modern dance performances
of Anna-Teresa De Keersmaeker or Sidi
Larbi Cherkaoui that are regularly performed in
Austria too, about famous writers like Georges
Simenon and Hergé, or even our complicated
political system which guarantees to each or our
communities their rights of representation and
initiative, just to invite everyone to go beyond clichés
and first impressions, since there is so much
more to discover.
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
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FOCUS
BELGIUM
Wallonia,
a land of color
What if one day you decided to discover Wallonia? Find out
more about the French speaking part of Belgium in a contribution
provided by the Belgian Embassy in Vienna.
Surrealist painter René Magritte in front
of one of his works in 1961
60
W
allonia is a welcoming place.
The kindness and hospitality of
the Walloons have something to do
with that. Considered to be one of the
smallest regions of Europe, it is also
a land of contrasts, with many different
landscapes. Thanks to its very
dense road and rail network, as well as
two airports that are currently being
enlarged, Wallonia is a European melting
pot that is conducive to many commercial
exchanges.
A land that has been inhabited for
thousands of years, Wallonia has preserved
many remarkable traces of
human occupation. A true crossroads
of Europe, Wallonia boasts a heritage
dating back to prehistoric times, with
traces that are still clearly visible, illustrating
the activities that have shaped
the Walloon region through the ages.
There are so many things to do,
discover and visit in our region. From
museums, castles and natural spaces
to varied landscapes and well-known
folklore, delicious gastronomy and
cultural activities to music festivals
and sports competitions. You can’t get
bored in Wallonia; in fact, there’s not
enough time to see it all...
Wallonia's remarkable archaeological
sites include the Neanderthal caves
of Sclayn and Spy, the Neolithic flint
mines of Spiennes, the megalithic site
of the Wéris dolmen and the Gallo-Roman
sites of Basse-Wavre, Liberchies,
Brunehaut, Rochefort and Furfooz.
The castles and patrician mansions
are legendary, from the fortified castle
of Bouillon, from which Godefroid set
off at the head of the First Crusade, to
the citadels of Dinant, Namur and Huy,
not to forget the ruins of the Mosan
castles of Montaigle and Poilvache.
The Walloon region is also dotted
with countless churches. Some are
well worth a visit, such as Notre-Dame
Cathedral in Tournai, the cathedrals of
Saint-Aubain in Namur and Saint-Paul
in Liège, and the collegiate churches of
Sainte-Gertrude in Nivelles and Sainte-
Waudru in Mons.
Wallonia also bears witness to the
power of its abbeys, with the ruins of
the abbeys of Aulne and Villers-la-Ville
and the ancient abbeys of Floreffe,
Gembloux and Val-Saint-Lambert in
Seraing.
Culture
As a Romanesque land open to the
Germanic world, Wallonia has always
been an area of particularly fertile
artistic expression. Shaped by various
influences, its inhabitants have produced
masterpieces in a wide range of
fields such as music, cinema, architecture,
jewelry, sculpture, painting, literature
and comics, where Walloons
have excelled over the centuries, and
have spread their renown far and wide.
Famous Walloons
A land of talent at the crossroads of
the Latin and Germanic worlds, Wallonia
has produced many personalities
who have left their mark on history and
on their era (see infobox).
Facts & Figures: Wallonia
Wallonia is a triangular-shaped area of 16,901.4 km², measuring
almost 200 km from west to east and 140 km from
north to south. It is bordered by France (West and South), the
Grand Duchy of Luxembourg (East), Germany (East), the
Netherlands (North) and Flanders (North). As of Walstat,
Wallonia counted 3.681.575 inhabitants in 2023.
Wallonia has 5 provinces: Brabant Walloon (Wavre), Namur
(Namur), Hainaut (Mons), Liège (Liège), Luxembourg (Arlon).
The capital of Wallonia is Namur with 113.286 inhabitants. Namur is 56 km
from Brussels, 131 km from Luxembourg, 212 km from Amsterdam, 255 km
from Paris, 368 km from London and 634 km from Berlin.
Other main towns in Wallonia are Charleroi, Liège, Mons, La Louvière,
Tournai, Seraing, Mouscron and Verviers.
The Walloon backbone runs from Mouscron-Tournai via Mons to
the Sambre-et-Meuse corridor, Liège and Vrviers, bringing together
the main Walloon towns.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOCUS
BELGIUM
above The skyline of Namur
image/s by J.P. Remy Marcinelle, unsplash/Alex Vasey
left The town of Dinant features
a lovely scenery
61
above The Ardennes
right The crime writer
Georges Simenon
left The Finance Tower in Liège
Famous Walloons
The musician and inventor Adolphe Sax, who created
the first saxophone in the early 1840s (born in Dinant).
The chemist, industrialist, philanthropist and inventor
of the ammonia-soda process in the beginning of the
20th century, Ernest Solvay (born in Rebecq-Rognon,
province of Walloon Brabant).
The painter René Magritte (born in Lessines, province
of Hainaut).
The Nobel prize winner in Medicine Jules Bordet
(born in Soignies).
The writer and creator of Detective Maigret, Georges
Simenon (born in Liège).
The famous film directors and brothers Jean-Luc et
Pierre Dardennes (both born in Liège).
The actor Benoît Poelvoorde (born in Namur).
left Bois du Cazier was a
famous coal mine
Issue
N 386
FOCUS
BELGIUM
Flanders:
An active
diplomatic
player
Koenraad Van de Borne
As an open economy and society, Flanders is highly dependent on geopolitical and
other international events. To respond to this, Flanders is actively investing in its
foreign policy. This is done in different ways and in multiple domains in order to
look after their own interests, but without losing sight of global interests.
TEXT BY THE DELEGATION OF FLANDERS IN AUSTRIA
62
B
ased on this international connection,
Flanders has its own global
diplomatic network and international
powers. This unique role is not only
important for Flanders, but also for
international partners, eg. in Austria
and Central Europe.
Flanders within the Belgian
federal system: the internationalization
of competences
The Belgian federal structure divides
powers between the federal level and
the federated entities, including Flanders.
The basis of the powers of the
“Regionen” has been laid down in successive
state reforms.
The fourth state reform of 1993,
in which Belgium officially became
a federal state, also gave the federated
entities international competences
in the areas for which they
have competence at the domestic
level (in foro interno, in foro externo
rule). This principle means that the
Communities and Regions can conclude
international treaties and conduct
international policy in all areas
for which they are competent at the
domestic level, without the intervention
of the federal level. Communities
are responsible for personal matters
(such as culture and education), while
regions manage matters relating to
their territory (such as spatial planning
and the economy).
This autonomy makes Flanders a
unique player in the Belgian diplomatic
architecture, and it enables the
region to determine its own international
priorities.
Flemish diplomacy in practice
The Flanders Chancellery and Foreign
Office and the Government of Flanders
coordinate the foreign policy of Flanders
on behalf of the Minister-President
of Flanders and cooperates with
foreign and international partners.
One of the most visible examples
of Flemish diplomatic activity are the
delegations of Flanders, which act as
the representation of the Flemish Government
abroad. For example, Flanders
has twelve delegations in various
Facts & Figures: Flanders
(neighboring) countries, one delegation
to the European Union and it works
closely with International Organizations,
including UN organizations (eg.
UNESCO, World Food Programme, Food
and Agricultural Organization,...) and
the Council of Europe.
One of the 13 delegations of Flanders
is located in Vienna, with satellite
offices in Prague and Budapest. The
area of jurisdiction of this post includes
Austria, the Czech Republic, Hungary,
Slovenia and Slovakia. In 2024, they
will celebrate their thirty-year presence
in Central Europe. All these years,
there has been intensive cooperation
between Flanders and the countries of
Flanders is the region that constitutes the northern half of
Belgium. It has around 6,8 million inhabitants referred to as
“Flemings”, who mainly speak Flemish, which is a variant of
Dutch. It stretches over an area of 13,522 km 2 and is one of
the most densely populated regions of Europe. Along with the
Walloon Region and the Brussels-Capital Region, the now selfgoverning
Flemish Region was created in the framework of the federalization
of Belgium that mainly happened in the 1980s and 90s along
ethnolinguistic lines. Flanders includes the provinces of Antwerp, East
Flanders, Limburg, Flemish Brabant and West Flanders, its largest cities
are Brussels, Antwerp, Ghent and Brugge. The Brussels-Capital Region also
lies within Flanders but it has an independent regional government. However,
the city of Brussels also serves as the capital of the Flemish Region.
Furthermore, Flanders is an important logistics center for Western Europe
with 4 ports, 3 airports, 916 km of motorway and around 1600 km of railway.
60% of the European consumer market lies within a radius of 500 km of the
Flemish Region. The five most important Flemish export products in 2023
were oil and natural gas, pharmaceuticals, vehicles and parts, machinery
and tools, and plastic products and applications. Flemish exports accounted
for 82 % of Belgian exports and 84% of imports in the same year.
image/s by Julia Rammerstorfer, Papageno, Majda Slamova, Zsuzsanna Lenart
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOCUS
BELGIUM
Ferdinand Vouk, mayor of Velden am Wörthersee with
Koenraad Van de Borne and Margit Heissenberger
Event taking place at Kuppelsaal of TU Vienna
Flemish representation in AT, CZ, HU, SK, SI - Andrea
Bednarova, Zsuzsanna Lenart, Julia Rammerstorfer and
Koenraad Van de Borne
the jurisdiction, including in the political,
academic and cultural fields. The
economic relations between Flanders
and the jurisdiction are looked after
by Flanders Investment & Trade, and
VISITFLANDERS is responsible for the
cooperation in the field of tourism.
The team of Vlaams Huis
In addition, Flanders is active in
the field of international and development
cooperation in the partner countries
Malawi, Mozambique and, more
recently, Morocco. This cooperation
focuses on specific themes per country,
respectively agriculture, health
care and green economy.
Flanders and the
European Union
A special aspect of Flemish diplomacy
is its role within the European Union.
Since many of Flanders' competences
have a European dimension—such
as agriculture, the environment and
mobility—the European Union is an
important arena for Flemish diplomatic
efforts. The delegation of Flanders to
the EU in Brussels ensures that Flemish
interests receive sufficient attention
within European policy. In cases
where the EU has shared competence
with the member states, the positions
of the federated entities such as Flanders
are taken into account in the Belgian
position.
The European Union also offers
Flanders a platform to participate in
European networks and partnerships.
This allows Flanders to further expand
its influence at the European level.
Conclusion
Within the Belgian federal system,
Flanders has developed into an active
diplomatic player with considerable
powers on the international stage. The
in foro interno, in foro externo principle
allows Flanders to conclude
treaties on its own initiative and to
cooperate with international actors
in areas for which it is competent
within Belgium. In practice, thanks to
its strong diplomatic presence in the
EU, in strategically
chosen countries
and among International
Organizations,
Flanders
has a growing
influence, which
contributes to
strengthening its
position within and
outside Belgium.
Flanders is
therefore more
than just a regional
player; it is a fully-fledged
actor in
international diplomacy,
with its own
vision and strategy Koenraad Van de Borne
speaks at an event
that enriches and
complements the
federal system. With its diplomatic
presence and targeted international
cooperation, Flanders strengthens its
ties with Austria and other countries
in Central Europe.
63
Liesbet Vandebroek, director of Visit
Flanders and Koenraad Van de Borne
The Huelgas Ensemble
Issue
N 386
Willem Bongers-Dek de Buren and
Koenraad Van de Borne
FOKUS
BELGIEN
Ein Stück Belgien
in Wien
Belgien und Österreich verbindet eine gemeinsame Geschichte, das heutige Königsschloss
Laeken wurde von dem Begründer der Albertina erbaut. SOCIETY hat mit
Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, über die Hintergründe gesprochen.
64
„Unsere großartige
Aus stattung aus 1780
wurde zum größten Teil
in den Werkstätten von
Versailles hergestellt.“
Schloss Laeken
bei Brüssel
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Belgien
und Österreich und welchen Einfluss hatte
dieser auf die Albertina?
Österreich hat eine weit zurückreichende Beziehung
zu den Habsburgischen Niederlanden,
welche damals auch das Gebiet des heutigen
Belgiens beinhalteten. Sie galten damals als die
Goldgrube der Habsburger. Der Generalgouverneur
der Habsburgischen Niederlande war eine
der höchsten Positionen, die das Heilige Römische
Reich zu vergeben hatte. Kaiserin Maria Theresia
gab ihrem Schwiegersohn, Herzog Albert von
Sachsen-Teschen, dem Gründer der Albertina,
diesen Posten im Jahr 1780. Im Norden Brüssels
errichtete sich Herzog Albert eines der prächtigsten
Schlösser über die Belgien heute verfügt,
das Königsschloss Laeken. Geplant wurde es
vom französischen Architekten Charles de Wailly
und erbaut vom Bauherren-Architekten Louis
Montoyer. Zusätzlich ließ
er riesige Gartenanlagen
vom britischen Landschaftsarchitekten
Lancelot
„Capability“ Brown anlegen
– Wasserfälle, Flüsse und
Tempelanlagen – welche
klar zeigten, dass Herzog
Albert den Freimaurern
angehörte. In seiner Zeit
als Generalgouverneur trug
er auch einen wesentlichen
Kern seiner berühmten grafischen Sammlung
zusammen. London und Paris waren nahe,
Brüssel war ein wichtiger Markt für Zeichnungen
und in Wahrheit wäre diese Sammlung immer
noch in Belgien, wenn nicht in den 90er Jahren
des 18. Jahrhunderts, zwei Jahre nach der französischen
Revolution, die Franzosen die Habsburgischen
Niederlande besiegt hätten. Herzog
Albert verlor in der Schlacht von Jemappes – er
war damals Generalissimus des Heiligen Römischen
Reiches Deutscher Nation – und musste
das Land verlassen. Er floh mit all seinen Sammlungen
(Musikinstrumente, Bibliothek, grafische
Sammlung) und – das ist besonders wichtig für die
Albertina – mit allen Einrichtungsgegenständen
aus Schloss Laeken und brachte diese Möbel,
Kandelaber, Teppiche, Fensterläden und Türen
nach Wien. Dort beauftragte er denselben Architekten,
der Schloss Laeken für ihn errichtet hatte,
Louis Montoyer, und ließ das gesamte Interieur
hier wieder einbauen. Das heißt, unsere großartige
Ausstattung aus 1780 wurde zum größten Teil in
den Werkstätten von Versailles hergestellt, da
Albert gleichzeitig der Schwager von Ludwig XVI
war. Die heutige Albertina bestand nur aus dem
Kopfgebäude des Palais von Graf Emanuel Teles da
Silva de Tarouca, einem portugiesischen Berater
Maria Theresias. Das Palais Tarucca gehörte
zuerst Karl von Lothringen, dessen Nachfolger
Herzog von Sachsen-Teschen war. Dieser beauftragte
1801-1805 Louis Montoyer, in einem Zubau
weitere Räume zu errichten, in diese wurden die
Türen und Supraporten, die aus Laeken stammten,
wieder eingebaut. Einige Male wurde hier ungenau
vermessen, was man daran erkennt, dass bei
einer Tür die rechte Türwange nicht ganz passt.
Die Fenster und Fensterläden, die Nischen, die
wundervoll vergoldeten Schnitzereien unserer
Prunkräume sind älter als die Ziegelmauern, die
sie umgeben. Diese sind von 1795-1800, aber
die Ausstattung, die Lamperien und Fußböden
stammen aus Laeken und sind 15 Jahre älter.
Aufgrund Herzog Alberts Flucht befindet sich
das gesamte Interieur in der Albertina, was ein
besonderer Glücksfall ist, denn im 19. Jahrhundert
brannte Schloss Laeken
innen komplett aus, alles wäre
vernichtet worden. So konnte
das prunkvolle Interieur in den
Räumen der Albertina weiter
existieren. Das Schloss Laeken
erhielt im letzten Viertel des 19.
Jahrhunderts eine historische
Einrichtung. Ich selbst hatte die
große Ehre, dass ich Schloss
Laeken besichtigen durfte,
auch dessen Nebenräume.
Wir wollten prüfen, ob von der
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Klaus Albrecht Schröder
ersten Ausstattungsschicht von Herzog Albert
etwas erhalten wurde, aber der Brand hatte
alles vernichtet.
Bestehen aufgrund dieser Geschichte heute noch
enge Beziehungen zu Belgien?
Wann immer wir einen flämischen Künstler wie Peter
Paul Rubens zeigen, nützt Belgien den Anlass, nicht
nur sich selbst zu präsentieren, sondern auch auf
diese Geschichte hinzuweisen, die damals im 18.
Jahrhundert stattfand. Als Direktor eines internationalen
Museums kenne ich die Botschafter der
großen Länder Europas und auch jene der USA, Russlands
und Japans. Zu Belgien aber, so wie zu Spanien,
sind die Verbindungen besonders eng, da wir hier
ebenfalls eine Beziehung zum Königshaus haben.
65
Die Prunkräume der Albertina
wurden mit den Interieurs von
Schloss Laeken ausgestattet
Foto/s © Georg Molterer, C. Mavric, CC BY-SA 3.0
Issue
N 386
FOCUS
BELGIUM
Brussels — the Cradle
of Art Nouveau
1
In 1893, when 32-year old architect Victor Horta completed the town house he
designed for his friend, scientist and professor Émile Tassel not far away from
Brussel’s city centre, a new architectural style that came to be one of the defining
art movements of the 20 th century was born.
66
U
p until today, the mansion—known
as Hôtel Tassel—is considered to be
the landmark building of Art Nouveau,
a style of art that flourished in the late
19 th and early 20 th century in Europe
and developed from a desire to revolt
against rigid and academic styles that
were dominant at the time.
Horta himself took inspiration
from nature, one example being the
flower stems that he translated into
the “ligne coup de fouet” or “whiplash
line”, a dynamic and sinuous line
that ends with an S shape and which
later became one of the most iconic
motifs of Art Nouveau.
Furthermore, Horta felt drawn to
new building materials such as iron
and glass, which he used in ways
never seen before. For the Hôtel
Tassel, he created an outstanding
composition of light and space
with these materials, for example
combining a luminous set of stained
glass windows with riveted green
iron columns in the grandiose central
stair hall.
Horta designed every single detail
of the mansion himself, from door
handles and the house bell to the
mosaic flooring and furnishings,
which took him several years to
finish. With that, he created a true
“Gesamtkunstwerk”, a “complete
work of art”, harmonious in every
aspect. The concept of imposing a
unifying design on the totality of a
building was to be a central idea of
Art Nouveau.
2
3
4
Between 1895 and 1900, on the
prestigious Avenue Louise, Victor
Horta created another building at the
core of the style movement. The Hôtel
Solvay—added to the list of UNESCO
World Heritage in 2000 alongside his
Hôtel Tassel, Hôtel van Eetvelde and
Maison & Atelier Horta—was designed
as a private residence for Armand Solvay,
the son of chemist, industrialist
and philanthropist Ernest Solvay. Horta
was given absolute financial freedom,
which shows in the materials used
and the outstanding richness of
details. Everything in the mansion—
once again—bears Horta’s stamp.
Belgian architects at the
core of Art Nouveau
However, Victor Horta was not
the only Belgian that coined this
architectural style. In the 1890s,
many other Art Nouveau buildings
appeared in Brussels—amongst them
the English cottage style-inspired
Bloemenwerf House of painter, architect,
interior designer and art theorist
Henry van de Velde or the famous
town houses by Frameries-born
architect Paul Hankar.
His historic Maison Hankar is
considered to be one of the first Art
Nouveau buildings, along with Horta’s
Hôtel Tassel. Its design shows
an influence of the Neo Renaissance
style, but at the same time its
departure from traditional historical
approaches. Like Horta, Hankar used
wrought iron railings with decoration
and curling lines in stylized floral
patterns—a recurrent feature of Art
Nouveau.
In 1897, Hankar then designed the
Hôtel Albert Ciamberlani, located
just a few steps away from Maison
image/s by M. Vanhulst, A. de Ville de Goyet, Séverin Malaud @urban.brussels, zweite Zeile und wenn notwendig geht auch noch ne dritte
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
5
1 Staircase of Maison Hannon
2 Villa Bloemenwerf
3 Maison Cauchie
4 Maison Hannon
5 Art Noveau lamp in Hotel Tassel
6 Maison Hankar
7 Intricate staircase at Hotel Tassel
8 The front of Hotel Albert Ciamberlani
Hankar. It was built as the private
residence of the symbolist painter
Albert Ciamberlani and commissioned
by his mother. Ciamberlani
himself provided the designs for the
magnificent allegorical frescos on
the façade. They were created using
the “sgraffito” technique of scratching
designs into wet plaster—a
popular procedure during the Art
Nouveau period.
Another pearl of Art Nouveau
in Brussels—even though the only
house in this style by architect Jules
Brunfaut—is the Maison Hannon,
constructed for the couple Marie
Debard and Édouard Hannon. In
this building, Brunfaut united Belgian
Art Nouveau with French Art
Nouveau in a dreamlike way. It was
furnished entirely by the French
artist and designer Émile Gallé—a
real exception. The vast frescoes by
Paul Baudouin are spreading along
the stairwell and the reception room
like tapestries, giving the space a
unique sense of dynamism. Probably
the most eye-catching room on the
6
7
ground floor is the “greenhouse” or
winter garden, reflecting the owner’s
love of botany.
Art Nouveau’s capital
Around ten years before the international
decline of Art Nouveau with the
outbreak of the First World War, Belgian
architect Paul Cauchie together
with his artist-wife Lina built one
of the most beautiful examples of
“Jugendstil” architecture—as it is
referred to in German—in Brussels.
Right next to the Parc du Cinquantenaire/Jubelpark,
on a six metres wide
plot of land and well visible from all
neighbouring streets, they designed
their private home, La Maison Cauchie,
with a façade resembling a giant
advertising billboard, drawing attention
of bypassers who might be interested
in their work. They created a
perfect “blueprint” of a unified work,
a “Gesamtkunstwerk” with self-designed
wall coverings, paintings and
furniture.
Today, there are still almost a
thousand Art Nouveau buildings to
be found in Brussels, making it the
undisputed capital of this style. In
2023, exactly 130 years after the
opening of Victor Horta’s Hôtel Tassel,
the city celebrated the “Brussels
Art Nouveau Year” with more than
140 activities including updated and
enhanced museum programmes,
large-scale exhibitions, festive
events, lectures and publications.
More than one million visitors from
all over the world used the chance
to explore the immense architectural
heritage once created by Horta,
Hanka, Cauchie and colleagues,
cementing Brussel’s rank as the
world’s Art Nouveau capital.
8
brusselsmuseums.be
67
Issue
N 386
FOCUS
BELGIUM
Palais Stoclet—
A Total Work of Art
At the turning point from Art Nouveau to Art Déco, Austrian-Moravian architect
and designer Josef Hoffmann created one of the most accomplished and
homogenous buildings of the “Wiener Werkstätte” in the Woluwe-Saint-Pierre
municipality of Brussels. BY SARAH HEFTBERGER
68
W
hen in 1905 Belgian banker and
art collector Adolphe Stoclet
commissioned Hoffmann to design a
private mansion for him, he imposed
no financial restrictions on the project—giving
the Austrian architect
free rein to create a building that
today is referred to as one of the
most lavish private mansions of the
20 th century.
Hoffmann—co-establisher of the
Wiener Werkstätte and one of the
founders of Vienna Secession—brought
together some of his most renown
artistic colleagues to furnish and think
up the composition of this project.
Gustav Klimt for example created
a series of three mosaics depicting
swirling trees of life, a female dancer
and an embracing couple. The “Stoclet
Frieze” runs around three sides of the
Palais’ dining room and is one of only a
few works Klimt did at a monumental
scale. As the budget for the frieze was
virtually unlimited, Klimt used jewels,
gold, marble and pearls for its creation.
One of the foremost artists of Vienna
Secession, Koloman Moser, designed
pieces of furniture, Vienna-born Richard
Luksch two female larger than life
faience figures, Michael Powolny, one
of the best-known ceramic artists of
the Viennese Art Nouveau, contributed
large sculptural works and sculptor
Franz Metzner manufactured four figures
which were mounted on the tower
on top of the mansion.
Under the guidance of Hoffmann,
they created a “total work of art”
together, a building that today is considered
to be the most prominent and
prodigious project undertaken by the
Wiener Werkstätte, and back then,
exemplified a wonderland of grandeur
and luxury. Moreover, with its austere
geometry, it marked a turning point in
Art Nouveau, ushering in Art Déco and
the Modern Movement.
The creation of a
masterpiece
Its owners, Adolphe and Suzanne
Stoclet, were living in Vienna when—
during one of their long walks to
explore the city’s architecture—they
discovered a villa on the Hohe Warte,
designed by Josef Hoffmann for the
painter and Secession member Carl
Moll. The Stoclets were intrigued
by its British influenced design and
soon, Moll introduced the couple to
the architect. A fateful encounter, as
it was long clear to the Wiener Werkstätte
that they would need a wealthy
figure to ever be able to realise their
ideal of a “Gesamtkunstwerk” and
proof their design acumen. In Adolphe
and Suzanne Stoclet, they had found
uncompromising patrons who were
willing to unconditionally support the
ideas and visions of the Wiener Werkstätte
artists.
Initially, the Stoclet Palace was
meant to be built on the Hohe Warte,
however, when Adolphe Stoclet’s
father died in 1904, the family had
to return to Brussels. In 1905, they
bought a parcel of land on the Avenue
de Tervuren and construction began
the same year. It was to last several
years and numerous complications
and delays devoured enormous sums
of money. The outcome, however, was
well worth it for the Stoclets: they were
to live in a mansion like no other, with
a façade extensively clad in white Norwegian
marble, windows contoured by
oxidized copper mouldings with gilded
ornaments, sprawling gardens and
furnishings exclusively made for them
by some of the most renown artists of
their time.
image/s by M. Vanhulst © urban.brussels, MAK
left Sketch of the Klimt frieze
far left Dining room with the famous Klimt frieze
The preferred
Belgian Chocolates
since 1913
Leonidas, Domenikanerbastei 19, 1010 Wien
Mo-Fr: 08:00 – 20:00 ; Sa-So: 10:00 – 20:00
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FOCUS
BELGIUM
Belgium: A Pioneer
in Green Energy
Belgium has emerged as a significant player in the global green energy landscape.
Despite its relatively modest size, Belgium’s commitment to sustainable energy
practices and innovative technologies has positioned it as a pioneer in the transition
towards a greener future.
TEXT PROVIDED BY THE EMBASSY OF BELGIUM IN AUSTRIA
70
B
elgium’s journey towards green
energy began with a strong commitment
to reducing its carbon footprint
and reliance on fossil fuels. The
country has set ambitious targets for
renewable energy production, aiming
to achieve a significant share of its
energy from renewable sources by
2030. This commitment is reflected
in various initiatives designed to promote
the use of wind, solar, and biomass
energy.
Wind Energy: Harnessing the
Power of the North Sea
One of Belgium’s most notable
achievements in green energy is its
extensive use of wind power. The country
has capitalized on its geographical
advantage by developing offshore wind
farms in the North Sea. These wind
farms have become a cornerstone of
Belgium’s renewable energy strategy,
providing a substantial portion of the
nation’s electricity needs. Belgium’s
offshore wind farms, such as the
Thornton Bank and Northwester 2, are
among the largest and most efficient in
the world. These projects not only contribute
to the country’s energy security
but also create jobs and stimulate economic
growth in the region.
Flanders has been at the forefront
of Belgium’s green energy revolution,
with several high-impact projects.
One of the most significant is the
construction of West Flanders’ largest
solar park at Ostend-Bruges Airport.
This project, set to install 60,000 solar
panels, will provide green electricity to
the airport and 10,000 local families.
Additionally, Flanders is home to the
Green Energy Park, which hosts various
Wind, Biomass,
Solar, Geothermal,
Hydrogen
innovative projects aimed at promoting
circularity and reducing environmental
impact. Flanders currently counts 694
Wind Turbine Generators with a total
installed capacity of 1.8GW. Wallonia
has been developing its own wind
energy projects, hosting several windmill
parks in the Ardennes and Hainaut
Province. As of 2023, the total wind
power capacity of Wallonia reached
1,422MW, which is enough to generate
electricity for more than 750.000
households annually.
Solar Energy: Tapping into
the Sun’s Potential
Belgium has made significant strides
in harnessing solar power. The country
has invested heavily in solar photovoltaic
(PV) technology, encouraging
both residential and commercial
installations. Belgium has seen a
record-breaking surge in solar panel
installations, with Wallonia holding 22%
of solar panel installations. Flanders
has over 5GW of installed PV capacity,
spread over more than 830.000 installations.
With 826W per capita, Flanders
is in the top three of installed capacity
per inhabitant in the EU.
Pioneering Geothermal and
Hydrogen Energy
Wallonia is making strides with its first
geothermal energy network in the Belle
Vallée residential project in Jodoigne.
This network will provide sustainable
heating and cooling solutions to 140
dwellings, significantly reducing carbon
emissions. Furthermore, Wallonia
is developing a hydrogen industry with
support from the European Investment
Bank (EIB).
Biomass Energy: Utilizing
Organic Resources
Belgium’s green energy portfolio also
includes biomass energy, which involves
converting organic materials, such as
agricultural residues, into renewable
energy. In Wallonia, Ochain in the Condroz
region of Liège, there is an innovative
facility where farm waste and
by-products are transformed into gas,
electricity, heat and digestate, which is
used to fertilise the soil. No less than
20,000 tonnes are brought there each
year by the region's farmers before being
transformed. In Flanders, the prominent
POPFULL project in Lochristi has established
a highly efficient bioenergy plantation,
yielding eight times more energy
than was put in and providing enough
renewable electricity to supply 50 average
households for a year.
image/s by Hans Hillewaert
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EDUCATION
AMADEUS INTERNATIONAL SCHOOL
image/s by AMADEUS International School Vienna
AMADEUS BOARDING
— A “HAPPY SCHOOL”
AMADEUS Vienna is a unique day
and boarding IB World School with
an integrated Music & Arts Academy.
We offer a first-class boarding
house and place of education whilst
accompanying young people as they
fulfil their highest potential.
At AMADEUS International School Vienna, we
believe that Boarding is more than just a place to
live; it is a community where students can grow
and nurture their education, dreams and aspirations.
AMADEUS’ Boarding philosophy centres
around the UNESCO Happy Schools that foster a
balanced and supportive environment for all students.
We are proud to be the only International
school in Austria with a Boarding House.
Notably, AMADEUS Vienna is currently ranked
among the world’s best in the Spear's School
Index, with the following honours:
› Named among the Top 100 Best Schools
in the World.
› Ranked as one of the Top 15 Best Schools
in Europe.
› Recognised as one of the Top 60
Best Boarding Schools in the World.
INCLUSION IN A DIVERSE COMMUNITY
One of the core elements of AMADEUS Boarding
is the emphasis on building a strong and inclusive
community. Students from different backgrounds
and countries come together, making deep connections
and lasting friendships. By living and
studying together, students feel a strong sense of
belonging and respect for each other. For many
students and alumni, AMADEUS Boarding feels
like a second home.
PASTORAL CARE
Another vital element of AMADEUS Boarding is
helping students grow both academically and personally.
This has been made possible by the hard
work and dedication of the House Parents and
boarding staff. They offer students the support and
motivation they need to set and achieve their goals.
AMADEUS’ boarders are provided with structured
daily routines that balance academic commitments
with leisure activities and personal time.
This schedule helps students develop good study
habits while allowing them to relax, hang out with
friends, practice or engage in their preferred recreational
activities. In addition, living on campus
gives students easy access to resources such as
libraries, study spaces, practice rooms and more.
AMADEUS NUTRITION
At AMADEUS, the well-being of our students
is fundamental to our entire School structure,
extending beyond the Boarding Programme. We
ensure that nutritious snacks and meals are provided
to all of our students. Our in-house chefs
take pride in crafting dishes that reflect the
diversity of our student body. Each meal is prepared
with a variety of options, including soup,
meat, vegetarian or vegan options, all accompanied
by a fresh salad bar and seasonal fruits.
‘Happy School’ [is]a space that
support the learning, health,
well-being and daily joy of the
entire school communit”—
UNESCO, 2024
STATE-OF-THE-ART FACILITIES
The Boarding facilities at AMADEUS International
School Vienna are designed to provide comfort
and convenience while giving students a feeling
of independence. Students live in modern, wellequipped
rooms that help them study, relax, and
unwind. The building is split into two parts on
each floor: one for girls and one for boys. There
are also student kitchens in each of the six sections.
On the third floor, there is a community
space designed for students to come together
for socialising, studying, and playing. The room
has cosy couches, chairs, bookshelves, a pool
table and more. Furthermore, the location within
Vienna offers the perfect blend of a peaceful
learning environment and access to a vibrant cultural
scene.
AMADEUS BOARDING STUDENT
LEADERSHIP TEAM – AMADEUS
BOARDING PREFECTS
As we strive to cultivate a nurturing environment,
having student body representatives is
crucial for connecting students and boarding
staff. Each academic year, a selection of prefects
is held to seek the most dedicated, enthusiastic,
and talented individuals to lead our activities
and projects. As part of the student leadership
team, the prefects will mentor younger boarders,
organise engaging initiatives, and support
their peers. Their efforts ensure that the Boarding
House remains a safe, welcoming, and enjoyable
environment.
AMADEUS Vienna is extremely proud of the supportive
and caring environment we have developed.
Our Boarding House is a place where students
can be happy, safe, and become their best
selves. By focusing on the overall well-being of
each student, AMADEUS Vienna creates a positive,
nurturing space that truly sets it apart.
UPCOMING EVENTS
AMADEUS Festival Vienna 2025
26 - 29 JUNE 2025
“WOMEN&CULTURE”
Stay tuned for more information
in the next issue.
+info: www.amadeusfestival.com
Issue
N 386
EDUCATION
INTERNATIONAL SCHOOLS
International Schools in Austria
There are more than thirty schools in Austria with an international curriculum.
Find out about them in the list below:
72
Vienna
Lycée français
de Vienne
Liechtensteinstraße 37A,
1090 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree:
French high school
diploma
School fee: medium
Vienna
International School
Straße der Menschenrechte
1, 1220 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree: IB
School fee: high
Amadeus
International School
Vienna
Bastiengasse 36-38,
1180 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree: IB
School fee: high
The American
International School
Vienna
Salmannsdorferstraße 47,
1190 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree:
APID, IB
School fee: high
Danube
International School
Josef-Gall-Gasse 2,
1020 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree: IB
School fee: high
International Christian
School of Vienna
Panethgasse 6A, Wagramer
Straße 175, 1220 Vienna
School board: private
ISCED: 1,2,3
International degree: APID
School fee: high
Vienna Japanese
International School
Prandaugasse 2,
1220 Vienna
School board: private
ISCED: 1,2
International degree: no
School fee: medium
AMAVIDA International
Montessori School
Dornbacherstraße 139,
1170 Vienna
School board: private
ISCED: 1,2
International degree: no
School fee: high
Schwedische Schule
in Wien
Scheibelreitergasse 15,
1190 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1
International degree: no
School fee: high
Heureka! Montessori
Schule Mauer
Valentingasse 20,
1230 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree: no
School fee: medium
Stella
International School
Lassallestraße 7a,
1020 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1,2,3
International degree: no
School fee: medium
Meridian Bilingual
Primary School
Himmelstraße 11,
1190 Vienna
School board: private
ISCED: 1
International degree: no
School fee: high
Mayflower
Christian Academy
Fontanastraße 8,
1100 Vienna
School board: private
ISCED: 1,2
International degree: no
School fee: medium
Campus Wien West
Linzer Straße 430,
1140 Vienna
School board: private
ISCED: 3
International degree: IB
School fee: medium
Vienna Elementary
School
Lacknergasse 75,
1180 Vienna
School board: private
ISCED: 0,1
International degree: no
School fee: medium
Lower Austria
Lower Austria
International School
Bimbo-Binder-Promenade 7,
3100 St. Pölten
School board: public
ISCED: 3
International degree: IB
School fee: high
BG/BRG
Klosterneuburg
Buchberggasse 31,
3400 Klosterneuburg
School board: public
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: low
International
Highschool Herzogberg
Herzogbergstraße 230,
2380 Perchtoldsdorf
School board: private
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: medium
Schloss Krumbach
International School
Schloss 1, 2851 Krumbach
School board: private
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: high
International School
St. Pölten
Schloss: Linzer Straße 37,
3100 St. Pölten
School board: private
ISCED: 1
International degree: no
School fee: medium
Styria
Graz International
Bilingual School
Georgigasse 85, 8020 Graz
School board: public
ISCED: 2,3
International degree: no
School fee: low
BIPS-Krones
Münzgrabenstraße 18,
8010 Graz
School board: public
ISCED: 1
International degree: no
School fee: none
Upper Austria
Anton Bruckner
International School
Wildbergstraße 18,
4040 Linz
School board: private
ISCED: 0,1,2
International degree: IB
School fee: medium
Linz International
School Auhof
Aubrunnerweg 4,
4040 Linz
School board: public
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: low
Tyrol
ISCED (International Standard Classification
of Education:
0…KINDERGARTEN
1…PRIMARY SCHOOL
2…SECONDARY EDUCATION I
3…SECONDARY EDUCATION II
International Degrees:
IB DEGREE OF THE INTERNATIONAL
BACCALAUREATE ORGANISATION
APID ADVANCED PLACEMENT
INTERNATIONAL DIPLOMA
School fees (per Year):
HIGH € 8.000,— (UP TO MAX. 25.000,-)
MEDIUM € 1.000,— TO €8.000,—
LOW UNDER EUR 1.000,—
International School
Innsbruck
Angerzellgasse 14,
6020 Innsbruck
School board: public
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: none
International School
Kufstein Tirol
Andreas Hofer-Straße 7,
6330 Kufstein
School board: private
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: medium
Innsbruck Elementary
School
Siebererstraße 7,
6020 Innsbruck
School board: private
ISCED: 1
International degree: no
School fee: none
Salzburg
St. Gilgen
International School
Ischlerstraße 13,
5340 St. Gilgen
School board: private
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: high
The American
International School
Salzburg
Moosstraße 106,
5020 Salzburg
School board: private
ISCED: 2,3
International degree: APID
School fee: high
SALIS – Salzburg
International School
Zaunergasse 3,
5020 Salzburg
School board: public
ISCED: 2,3
International degree: IB
School fee: low
Carinthia
International School
Carinthia
Rosenthaler Straße 15,
9220 Velden/Wörthersee
School board: private
ISCED: 1,2,3
International degree: IB
School fee: medium
Junior High School
Carlbergergasse
Carlbergergasse 72,
1230 Vienna
School board: public
ISCED: 2
International degree: no
School fee: none
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
GLOBAL EDUCATION
RIGHT HERE IN VIENNA
www.modul.ac.at
MASTER PROGRAMS
Master of Business Administration (MBA)
MSc in Management, MSc in International Tourism
Management, MSc in Sustainable Development,
Management and Policy
NEW PROGRAM FROM FALL 2025
MSc in Data Science for Sustainability *
GET WORLD-CLASS ENGLISH
EDUCATION THAT LEADS TO
PRESTIGIOUS DEGREES IN
VIENNA AND HONG KONG
DEGREE PROGRAMS FOR PROFESSIONALS
BA in Business Informatics, BA in Marketing and New Media
Technologies, BA in Entrepreneurship, Innovation and
Sustainability, BA in Smart Service and Experience Design
PHD PROGRAMS
Doctor of Philosophy in Business and Socioeconomic
Sciences
* Accreditation in progress.
Magali
Durand-Assouly
Director of
Lycée français de
Vienne (LFV)
What makes the LFV different in the Viennese educational landscape?
The Lycée français de Vienne is part of the international network of Enseignement français à l'Étranger, comprising 580 schools in 139 countries. It
is a worldwide unique network. Concretely, for example, a child can start with the École Maternelle (kindergarten) in Vienna, continue in New York,
and complete the Bac in Shanghai, all in one unified school system without interruption. This is very interesting for expat families.
For families permanently living in Vienna
The LFV provides continuous education from the kindergarten to the Baccalauréat with the Austrian Supplementary Matura (High School Diploma).
Our students grow up together in the atmosphere of an extended family. They build strong friendships for life and become part of a very large
alumni network after graduation.
The admission of children who do not speak French
All children, regardless of their mother tongue(s), nationality(ies), or religion, are welcome at our school. For non-French speaking children in the
École Élémentaire (Primary School) or even in the Collège (Middle School), we have a support program which enables them to join in our curriculum
successfully.
F R E N C H & I N T E R N AT I O N A L S C H O O L
PLURILINGUISM & CULTURAL DIVERSITY
5 taught languages & more than 80 nationalities
AEFE, A UNIQUE GLOBAL NETWORK
580 Schools in 139 countries
an impressive alumni network
EDUCATIONAL CONTINUITY & CONSISTENCY
from kindergarten to high school
within the french official educational curriculum
ÉCOLE MATERNELLE DE GRINZING
Kindergarten
Grinzingerstraße 95
1190 Vienne
contact.grinzing@lyceefrancais.at
+43 (0) 1 370 12 17
LYCÉE FRANÇAIS DE VIENNE
Primary, Middle & High School
Liechtensteinstraße 37ª
1090 WIEN
messagerie@lyceefrancais.at
+43 (0) 1 317 22 41
A GRADUATION WITH 2 DIPLOMAS,
BACCALAURÉAT & MATURA
giving access to the best French, Austrian and
international universities
lyceefrancais.at
Student-Centered. Innovative. Adaptive.
The American International School Vienna empowers
each student with the skills and character strengths
necessary to be positively impactful global citizens
who strive for personal growth and excellence in an
ever-changing world.
Set within the rich cultural context of Austria and the
beauty of the Vienna Woods, the American International
School Vienna is one of the top international schools in
the country. Founded in 1959, AIS Vienna today proudly
serves 800 students, representing 80 nationalities,
from Pre-Kindergarten through Grade 12 (IB Diploma
or American Diploma). By living our core values --
respect, aspire, and achieve -- we ensure that students
develop the intellectual and emotional skills to think
critically and succeed as globally-minded citizens.
Teachers at AIS Vienna are dedicated educators who
take a deeply personal interest in their students. Given
the globally mobile nature of our community, we pride
ourselves on successfully guiding our students as they
transition into and out of our program to a variety of
schools and curricula worldwide.
At AIS Vienna students benefit from an adapted
American curriculum through Grade 10 and the IB
Diploma Programme (IBDP) in Grades 11 and 12. Built
on the foundation of the US Common Core Standards
and holistic American-style education, we integrate
best practice curricula and teaching methods from the
IB and other respected educational programs to deliver
a child-centered, internationally-minded program that
is both flexible and rigorous.
Our Elementary School program (Pre-Kindergarten
to Grade 5) focuses on inquiry-based, transdisciplinary
learning, and international mindedness while
maintaining the flexibility to offer unique opportunities
to our learners, such as our strings program introduced
in Grade 3, hands-on science and innovation program,
and best practice math and reading curricula aligned
with the US Common Core Standards.
Our Middle School (Grade 6 to 8) builds on these
learning principles offering a program specific to this
developmental stage in our students’ lives. Middle
School teachers specialize in working with young
adolescents and understand the specific physical,
emotional, and social changes experienced by this age
group. We have crafted a program that allows students
to explore their interests and develop their talents
through a wide range of elective offerings, preparing
them for the academic rigor of High School at AISV or
any international or IB school.
In High School (Grade 9-12) students are supported
academically and emotionally as they prepare for life
beyond school. All students graduate with a US high
school diploma with the majority also completing the
requirements of the full IB Diploma. We are particularly
proud of having some of the highest average IB scores
in Austria, evidencing our strength in preparing our
students for this challenging program. In addition, our
college counseling team works with students and their
families actively guiding and advising them through
the college application in America, Europe, and the
rest of the world.
Find out more at ais.at
DPU DENTAL CLINIC IN KREMS:
YOUR DENTAL HEALTH EXPERTS
“The simplest things are sometimes
the most difficult.”
In an interview with SOCIETY Magazine, Professor Dr.
med. univ. Dritan Turhani, a specialist in oral, maxillofacial,
and facial surgery at Danube Private University
(DPU), explains why he doesn’t use pliers to extract
teeth and how he lays the groundwork for stable dental
implants before surgery.
Dritan Turhani, Director of the Center for Oral and
Maxillofacial Surgery at DPU in Krems, Austria, performs
the procedure about 1,500 times a year. He anchors
a titanium or zirconium screw in the jaw to which
the teeth are later attached. This allows the patient to
bite with strength - almost like in a commercial. This
is essential in advanced, minimally invasive implantology
and provides an invaluable advantage in terms
of precision. Modern digital technology can also be
used to model and manufacture a precisely matching
implant prosthesis. Our dental specialists offer
orthodontic treatments using transparent, removable
devices called aligners, which have become a popular,
contemporary alternative to conventional fixed
braces.
Virtual information and explanatory services tailored
to our patients’ needs help to provide a better understanding
of planned treatments, create trust in treatment
concepts and offer patients both confidence
and security.
At the DPU Dental Clinic in Krems, patients are at the
heart of everything we do. Seize this opportunity to
improve your quality of life. We’re committed to keeping
your smile bright and radiant.
recommend consultation with a specialist at the DPU
Dental Outpatient Clinic in Krems. The success of a
dental implant treatment begins with the careful and
foresighted extraction of the tooth.
SOCIETY Magazine: What led you to your current
profession?
Dritan Turhani: After graduating from medical school,
I worked at the University Clinic for Pediatrics and Adolescent
Medicine in Vienna, specializing in pediatric
cardiology - a field that, like oral and maxillofacial surgery,
requires precision and manual dexterity. I completed
my specialist training in oral, maxillofacial, and
facial surgery at the AKH Vienna, where my habilitation
focused on cellular bone regeneration. After serving
as deputy head of the Department of Oral, Maxillofacial,
and Facial Surgery at the University Hospital St.
Pölten, I was given my current appointment at DPU
over ten years ago. The field has come a long way
since then: When I was in training, implants were rarely
used - often a last resort associated with pain and
complications. Now, thanks to advances in diagnostic
technology and improved materials, dental implants
are often the first choice and can be placed with ease.
SOCIETY Magazine: Who can benefit from dental
implants?
Dritan Turhani: Primarily older patients whose second
set of teeth is no longer functional. But implants
are also important for younger patients with congenital
agenesis, severe neglect of dental care, or those
who need rehabilitation after an accident. Together
with the patient, we decide whether a tooth can be
saved or not. If extraction is necessary, we always
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Dritan Turhani
Director of the Center for Oral and Maxillofacial Surgery
Anticipatory work: Digitally planned and precisely prefabricated bone
blocks (in green) for rehabilitation in cases of bone loss in the upper jaw
prior to planned implantation
Various treatment options:
Above: Screw-shaped implant
Below: Root-shaped implant
SOCIETY Magazine: What is your procedure for
dental implant surgery?
Dritan Turhani: I do not use pliers to extract a tooth.
Instead, I gently split the tooth and individually
loosen the roots from the jawbone. The resulting
cavity is then filled with bone replacement material,
allowing the incoming blood cells to optimally support
the bone’s regeneration. The simplest things
are sometimes the most difficult. A careful tooth extraction
can take up to an hour, while placing the implant
itself often takes only about ten minutes.
SOCIETY Magazine: Does your work ever become
routine?
Dritan Turhani: Quite the opposite. Right now, my
team and I are treating a young man who has only four
natural teeth and we are giving him a fully functional
set of teeth with implants. Every day is exciting in this
profession, and we experience it together with our
patients.
SOCIETY Magazine: How do patients find out about
you?
Dritan Turhani: About 95% of my patients are from
personal referrals - an indicator of the trust they place
in my holistic approach as a doctor and in my team.
I take into account all relevant factors, from medications
and age to material preferences, budget, and
psychological aspects. I have truly found my dream
job and look forward to inspiring future students in the
field of oral surgery.
Biography:
Univ.-Prof. Dr. med. univ. Dritan Turhani
Since 2012: Director of the Centre for Oral and
Maxillofacial Surgery at the Danube Private University
(DPU) Krems
2008-2012: Senior Physician and Deputy Head of
the Department of Oral and Maxillofacial Surgery,
University Hospital St. Pölten
2006: Habilitation in Oral and Maxillofacial Surgery at
the Medical University of Vienna (“Relevance of the
ETS-2 Transcription Factor in Down Syndrome and in
Bone Tissue Engineering”)
2000-2008: Head of the research groups “Bone
Tissue Engineering” and “Genetics of CLP” at the AKH
Vienna
1995-1997: Research and teaching at the University
Clinic for Pediatrics and Adolescent Medicine,
Vienna, Department of Pediatric Cardiology
The DPU Dental Clinic in Krems has around 50
modern dental chairs, a surgical suite and a futuristic
digital practice. Patients can access private treatment
from our professorial staff in all specialist fields of
dentistry, such as aesthetic-reconstructive dentistry,
implantology and orthodontics. We have a multilingual
team of practitioners for the benefit of our international
patients.
DPU Dental Clinic - surgical suite
In the spring of 2024, the DPU Dental Clinic in
Krems was named the “Top Healthcare Institution in
Lower Austria” by the Institute for Management and
Economic Research (Institut für Management und
Wirtschaftsforschung – IMWF).
Danube Private University GmbH (DPU)
Dental Clinic
Steiner Landstraße 124
3500 Krems an der Donau
AUSTRIA
Contact:
Monday - Friday
07:30 am - 06:00 pm
+43 (0) 2732 70 47 87 01
zahnambulatorium-krems@dp-uni.ac.at
www.dp-uni.ac.at
DIVERSITY
KOMMENTAR
Afrodeutsche bei den
Olympischen Sommerspielen
von Paris
Am 11. August gingen bei den Olympischen Sommerspielen in Paris die
Laternen aus. Deutschland wurde zur zehnten Sportnation der Welt mit vielen
Afrodeutschen Medaillengewinner:innen gekürt.
TEXT VON SIMON INOU
78
Athlet:innen trugen die deutsche
Farben in 32 Sportarten und
152
haben 33 Medaillen gewonnen: 12 Gold / 13
Silber / 8 Bronze. Besonders sichtbar war die
Leistung der Afrodeutschen Sportler:innen.
Sechzehn Afrodeutsche Sportler:innen nahmen
in Paris an den Olympischen Spielen
teil. Ein Rekord? Vier von sechzehn haben
Medaillen gewonnen:
Am 3. August gewann Leo Neugebauer
Bronze im Zehnkampf. Am 7. August gewann
Nelvie Tiafack in Boxen (über 92 kg) Bronze.
Am 8. August stand Malaika Mihambo in der
Kategorie Weitsprung zum zweiten Mal in acht
Jahren auf dem Podest. 2020 war sie in Tokio
Gold-Olympiasiegerin und in Paris gewann sie
Silber. Eine große Sensation für das deutsche
olympische Team lieferte Yemisi Ogunleye am
9. August 2024. Sie gewann Gold im Kugelstoßen
der Frauen mit ihrem letzten Wurf auf 20
Meter (persönliche Bestleistung).
Afrodeutsche Teilnehmer:innen sind nicht
nur Role Models für Millionen von jungen
Deutschen, sondern spielen eine besondere
Rolle in der Ermächtigung der jungen Afrodeutschen
in diesem Bereich.
Afrodeutsche Athlet:innen, die bei den Olympischen
Sommerspielen 2024 in Paris waren:
Marvin Faly Dogue
Claudia Vita
Bo Kanda Lita Baehre
Owen Ansah
Joshua Hartmann
Manuel Mordi
Joshua Abuaku
Nelvie Tiafack
Emil Agyekum
Laura Raquel Müller
Mikaelle Assani
Lisa Marie Kwayie
Amanal Petros
Yemisi Ogunleye
Malaika Mihambo
Leo Neugebauer
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Afrikanische
Gipfelstürmer
WIRTSCHAFT
GASTBEITRAG
Der Honorarkonsul von Kamerun in Hamburg und Beiratsvorsitzender der ReThinking
Africa Foundation, Stefan Liebing, plädiert in seinem Gastbeitrag für mehr
Grundlagenarbeit im Hinblick auf die europäische Entwicklungspolitik in Afrika.
Foto/s © Hamburg Sustainability Conference
W
er in den vergangenen Wochen
die Medien im Hinblick auf Afrika
verfolgt hat, konnte fast im Wochenrhythmus
Berichte über neue Gipfeltreffen
verfolgen: Im August hatte
Japan die Vertreter:innen afrikanischer
Regierungen zu einem Austausch geladen.
Kurz darauf reisten die Staatsund
Regierungschef:innen erneut nach
Asien, diesmal nach China.
Kaum zurück, bat Frankreich
zum Gipfel der Frankophonie.
Direkt im Anschluss
tagte die neu erfundene
„Hamburg Sustainability
Conference“ – wiederum
mit zahlreichen Gästen aus
unserem südlichen Nachbarkontinent.
Auch ein Gipfel
zwischen der Europäischen
und der Afrikanischen Union
soll dem Vernehmen nach
in Planung sein – sobald die
neue Kommission in Brüssel
sich darüber verständigt hat.
Die Vielzahl dieser Treffen
hat zunächst einmal gemeinsam,
dass fast immer die „Nehmerländer“,
also die Partner aus Afrika,
reisen und die „Geber“ besuchen
müssen. Es scheint, dass das dazu
führt, dass der/die eine oder andere
afrikanische Regierungschef:in inzwischen
kritisch hinterfragt, ob sich die
Reisen von einem Gipfel zum anderen
– häufig mit Minister:innen, Mitarbeiter:innen,
Presse und Unternehmensvertreter:innen
– in dieser Häufigkeit
mit den vollen Arbeitsprogrammen vertragen,
die die Anwesenheit zu Hause
erfordern würden. Denn schließlich
sind eine ganze Reihe von Entwicklungsländern
durch die wirtschaftlichen
und politischen Krisen der vergangenen
Jahre in große Schwierigkeiten gekommen.
Umstürze etwa in Guinea, Mali,
Burkina Faso, Niger und Gabun zeugen
ebenso davon wie Proteste in Nigeria
und Kenia, massive Wirtschaftskrisen
in Ghana und Staatsbankrotte etwa in
Sambia. Und auch wenn im Hintergrund
zunehmend Fragen aus Afrika laut werden,
ob all die Konferenzen wirklich
Nutzen stiften, so erhoffen sich viele
eingeladene afrikanische Staatenlenker:innen
doch vage irgendeine Art von
Unterstützung bei ihren dringenden
Problemen und sagen häufig zu.
Betrachtet man die Rückmeldequote,
so ist schnell zu sehen, dass vor
allem der Austausch mit China hohe
“When we talk to China,
we get an airport; when
we talk to Germany, we
get a lecture.”
WTO-Generaldirektorin
Ngozi Okonjo-Iweala
Priorität genießt. Kaum ein Präsident
hat seine Teilnahme an diesem Gipfel
abgesagt. Offenbar, weil die Hoffnung
größer ist, dort konkrete Unterstützung
zu bekommen, sprich: Investitionen,
die Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum
schaffen. WTO-Generaldirektorin
Ngozi Okonjo-Iweala hat die
Erwartungshaltung der Afrikaner bei
einer Konferenz der deutschen Botschafter:innen
auf den Punkt gebracht:
„When we talk to China, we get an airport;
when we talk to Germany, we
get a lecture.“ Die beim Gipfel in China
zugesagten 50 Milliarden für Afrika
über drei Jahre klingen gut. Allerdings
sind darin 30 Milliarden rückzahlbare
Kredite enthalten, 10 Milliarden Entwicklungshilfe
und lediglich 10 Milliarden
für Investitionen. Also weniger
als 3,5 Milliarden Investitionen pro
Jahr. Zum Vergleich: In starken Jahren
investierte allein Deutschland rund
1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Dennoch
scheint die Erzählung von der starken
wirtschaftlichen Unterstützung
China weiterhin zu
einem gesuchten Partner
zu machen.
Bei der Hamburger Konferenz
dagegen wurde mitgeteilt,
dass eine umfassende
Batterieallianz nun
erstmals unter Beteiligung
der Regierungen von
Deutschland, Serbien und
Sambia globale Nachhaltigkeitsstandards
setzen
wolle. Serbien mit seinen
Lithiumvorkommen und
Sambia etwa als Kupferproduzent
wollten Teil
der Lieferketten für europäische
Produkte werden. Daneben
wurden MoUs zur Dekarbonisierung
der Schifffahrt, zu nachhaltiger Textilproduktion
oder zur Hilfe beim Ausbau
des Kaffeeanbaus unterzeichnet.
Kein Wunder, dass die meisten Länder
Minister:innen aus der zweiten und
dritten Reihe entsandt haben.
Vielleicht sollten die europäischen
Regierungen etwas vorsichtiger damit
sein, weitere Konferenz- und Gipfelformate
zu erfinden und zunächst einmal
sicherstellen, dass Entwicklungspolitik
so gestaltet wird, dass sie den wirklichen
Bedürfnissen in Afrika und den
europäischen Interessen gerecht wird.
Gesprächskanäle finden sich schnell,
wenn wichtiges zu besprechen ist. Mir
scheint, bevor wir uns aufmachen zu
neuen Gipfeln, sollten wir erst einmal
die zähe, aber wichtige Grundlagenarbeit
im Tal erledigen. Auf dieser
Basis können wir gemeinsam zwischen
Europa und Afrika dann neue Höhen
erreichen. Nicht umgekehrt.
79
Issue
N 386
WIRTSCHAFT
KOMMENTAR
Künstliche Intelligenz:
Die neue Revolution
bietet Chancen
Künstliche Intelligenz (KI) ist keine Fiktion in einem Hollywood Blockbuster mehr,
sondern inzwischen Realität. Unternehmen, die keine KI einsetzen, verlieren
relative Wettbewerbsvorteile und vergeben Wachstumschancen. Es ist nicht die
Frage, „ob“ KI Unternehmen nützt, sondern „wie“ und „wo“. Die Karten im internationalen
Wettbewerb werden mit künstlicher Intelligenz neu gemischt.
VON DR. RUDOLF THALER
80
KI bietet große Chancen für
die österreichische Wirtschaft
Google räumt KI eine besondere Rolle
bei der wirtschaftlichen Entwicklung
Österreichs ein. Durch ihren Einsatz
könnte das österreichische Bruttoinlandsprodukt
um 35 bis 40 Milliarden
Euro gesteigert werden, so die Kernaussage
der in Auftrag gegebenen
Studie. 2023 haben elf Prozent der
Unternehmen zumindest ein KI-Tool
eingesetzt, wobei es einen großen
Unterschied zwischen Großunternehmen
und KMU gibt. Das Regierungsziel
für 2030 lautet 75%.
„Zwar sind die USA im B2C-Bereich
führend, Europa gibt aber den Takt bei
KI für den industriellen Bereich vor. Wir
haben die Chance und arbeiten intensiv
daran, uns bei der KI-Revolution in
den Fabriken als weltweit führender
Anbieter zu etablieren”, so die Siemens
Österreich Vorsitzende Patricia
Neumann in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ)- Aussendung vom
Oktober 2024 zum Thema „Aufholjagd
bei Künstlicher Intelligenz“. Heimische
Betriebe sind laut einer Studie aber
noch wenig mit KI vertraut. Nur 14% der
Befragten meinen, dass ihr Unternehmen
ausreichend vorbereitet ist.
KI-Boom
ChatGPT von OpenAI hat im November
2022 einen KI-Boom ausgelöst. Das
McKinsey Global Institute schätzt, dass
genAI bis 2030 eine jährliche Produktivitätswachstumsrate
von bis zu 3 Prozent
bewirken könnte. Dies allerdings
unter der Voraussetzung eines Fokus
auf Human Capital und rascher Technologieeinführung.
Der Markt für KI-
Technologien soll von etwa 200 Milliarden
USD im Jahr 2023 auf schätzungsweise
über 1,8 Billionen USD steigen.
Der dominante Lieferant von KI-Chips,
Nvidia, steigerte seinen Marktwert von
300 Mrd. USD im Jahr 2022 auf heuer
über zwei Billionen USD.
KI ist ein Energiemonster
GenAI benötigt Unmengen an Energie,
da die Werte von Millionen und auch
Milliarden von Parametern genau aufeinander
abgestimmt werden müssen,
was Monate an Computereinsatz in
Anspruch nehmen kann. Die Leistung
von Datenzentren verschiebt sich durch
künstliche Intelligenz von früher 100
Megawatt in Gigawatt Dimensionen.
Den Stromverbrauch der weltweiten
KI-Anwendungen schätzt die International
Energy Agency auf 500 Terawattstunden,
was in etwa dem jährlichen
Stromverbrauch Deutschlands
entspricht: 2023 waren es 467 Twh. Bis
2026 soll sich der KI-Energieverbrauch
verdoppeln. Branchengiganten diskutieren
den Einsatz von Nuklearenergie,
um ihre Klimaziele zu erreichen.
USA und China sind
KI-Spitzenreiter
Wird Europa im KI-Konzert mit USA
und China ein hörbarer Player? Zu
beobachten ist eine Verlagerung der
Innovationsaktivität vom Westen nach
Fernost. Chinesische Unternehmen
melden immer mehr Patente an. US-
Unternehmen konzentrieren sich zu
85% auf Hochtechnologie-Industrien,
während sich in Europa die Ausgaben
für Forschung und Entwicklung zu je
45% auf Hightech- und Midtech Industrien
verteilen. China möchte bis 2030
die global führende KI-Macht sein.
Europa läuft Gefahr, bei KI-Modellen in
die Abhängigkeit amerikanischer Tech-
Giganten zu geraten. Die Politik auf
nationaler und EU-Ebene ist gefordert,
Rahmenbedingungen zu schaffen, die
es europäischen Unternehmen ermöglichen,
bei dieser technologischen
Revolution global mitzumischen.
KI – Quo vadis?
In Zukunft wird KI in allen Lebens- und
Unternehmensbereichen zum Einsatz
kommen. Das ideale Szenario geht
davon aus, dass Maschinen den Menschen
bei seinen Aufgaben unterstützen.
KI wird neue Jobs schaffen, aber
auch eine Vielzahl überflüssig machen.
Mit der Entwicklung von hyperschnellen
Quantencomputern gehen Sicherheitsfragen
einher und die Frage, wie
viel Autonomie der KI und den KIgesteuerten
Maschinen eingeräumt
wird. Neue, verkürzte Verfahren zum
Training von Modellen könnten den
exorbitanten KI-Energiekonsum senken.
In einem großen Kontext gedacht,
hat KI hat das Potenzial, vieles auf den
Kopf zu stellen: Es könnte beispielsweise
durch „leapfrogging“ die Entwicklungslücke
am afrikanischen Kontinent
schließen. Lösungen für den globalen
Klimawandel erarbeiten. Globale
Lieferketten für Unternehmen effizienter
und resilienter gestalten, u.v.m.
Foto/s © pexels
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
ECONOMY
VEF EVENT
Vienna Economic Forum—
Vienna Future Dialogue 2024
The Board of Vienna Economic Forum invited to the 21 st
Vienna Economic Forum—Vienna Future Dialogue 2024 at
Haus der Ingenieure. The Welcome Cocktail on Sunday at
Hotel Imperial Vienna, to which the Board of VEF and the
Board of Vienna Insurance Group invited, was followed
by a full-day programme with four sessions on Monday,
dedicated to the topics “Regional Economy as Part of the
European and Global Economy” with the main statement
by H.E. Karoline Edtstadler, Austrian Federal Minister for
the EU and Constitution, “Developing the Economy in the
Region from the Adriatic to the Black Sea as Part of the
European and Global Economy” with the main statement by
H.E. Martin Kocher, Austrian Federal Minister of Labour and
Economy, “Shared Responsibility of Economy and Politics
for a Secure European Future” and “Economic Cooperation
is more important than ever” with an impulse statement by
H.E. Albin Kurti, Prime Minister of the Republic of Kosovo and
Patron of Vienna Economic Forum.
The programme concluded with words by Ambassador
Elena Kirtcheva, Founder and Secretary General of Vienna
Economic Forum, the announcement of new partnerships and
the annual award ceremony, with the award for “Media Partner
of the Year 2024” going to SOCIETY Magazine with publisher
and owner Gertrud Tauchhammer for the valuable contribution
to the realization of the VEF mission of fostering common
understanding at the regional, European and global level.
81
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
Issue
N 386
WIRTSCHAFT
RECHT
Sanktionen –
Mittel und Symptom
von Außenpolitik
Im Februar und März 2022 verabschiedete die Europäische Union in nur wenigen
Tagen eine Reihe von Sanktionspaketen gegen Russland und Belarus – das
umfangreichste in ihrer Geschichte. Neben militärischen Interventionen und diplomatischen
Maßnahmen sind Sanktionen ein zentrales Mittel der Außenpolitik,
um politische Ziele durchzusetzen. Ein Blick auf die EU und Österreich zeigt, wie
Sanktionen zur Wahrung internationaler Interessen eingesetzt werden und welche
geopolitischen Lehren uns deren Wirksamkeit aufzeigen kann.
VON MMMAG. DR. STEPHAN KLINGER, LANSKY, GANZGER, GOETH + PARTNER (LGP)
82
I
m Februar und März 2022 wurden
im Abstand von nur wenigen Tagen
Sanktionen gegen Russland und Belarus
verabschiedet, die sich bis heute
zum umfangreichsten Sanktionspaket
in der Geschichte der Europäischen
Union aufgetürmt haben. Auf europäischer
Ebene entstand in den Anfangstagen
der Eindruck, dass EU-Staaten
und deren Regierungen in einen öffentlichen
Wettbewerb getreten sind, wer
mehr Yachten, Fußballklubs, Weinberge
und Seegrundstücke von Russinnen
und Russen beschlagnahmt.
Diese Aktivitäten wurden mittlerweile,
wie oft in Krisenzeiten,
in geordnete Strukturen überführt.
Sie folgen ihren jeweils
„Eine bemerkenswerte
semantische Bandbreite —
von der Normalität entrückter
Heiligkeit bis hin zur
maßnahmenhaften Adressierung
devianten Verhaltens —
die hier gespannt wird.“
nationalen Routinen und werden
entsprechend administrativ
abgearbeitet.
Sanktionen sind, neben
Krieg, niederschwelliger militärischer
Intervention und
diplomatischen Verhandlungen,
ein wesentliches Instrument
der Außenpolitik
westlicher Staaten um ihre
Interessen durchzusetzen.
Am Beispiel Österreichs können
Sanktionen, oder restriktive Maßnahmen,
auf Ebene der UNO, der EU und
auf nationaler Ebene verhängt werden.
Für Österreich am praktisch bedeutendsten
sind die Sanktionen auf EU-
Ebene. Hier weist der „EU Sanctions
Tracker“ für 2024 36 Sanktionsregime
aus (wovon die umfangreichen Sanktionen
gegen Russland und Belarus ein
einziges Sanktionsregime davon darstellen),
fast 5.000 sanktionierte natürliche
und juristische Personen aus
etwa 80 Ländern (das sind mehr als
40% aller Länder der Welt).
Im Bereich der Finanzsanktionen
ist vor allem die Einfrierung von Vermögenswerten
(der sogenannte „asset
freeze“) hervorzuheben. Hierbei werden
alle Unionsbürger angehalten, Vermögenswerte
und Gelder von sanktionierten
Personen einzufrieren. Dieser
„administrative freeze“ (im Gegensatz
zu einem „freeze“ welcher durch ein
Gericht verhängt wird) bedarf zu seiner
Gültigkeit keiner weiteren Aktion sondern
gilt am Tag nach der Publikation
der jeweils neuen Sanktionsverordnung.
In dieser wird bei jeder einzelnen
sanktionierten Person die Begründung
für die Listung festgehalten. Praktisch
wird dieser „asset freeze“ durch die
Europäischen Banken effektuiert, die
jede neue Sanktionsliste im Kernbankensystem
gegen ihren identifizierten
Kundenbestand laufen lassen und
die anschlagenden Konten mit einer
Sperre versehen. Damit können keine
Vermögenstransfers mehr durchgeführt
werden, das Eigentum an den
solcherart eingefrorenen Vermögenswerten
ändert sich jedoch nicht.
Derartige eingefrorene Vermögenswerte
können durch eine Ausnahmeregelung
wieder fungibel gemacht
werden, wenn den Aufsichtsbehörden
durch strukturelle Maßnahmen
(die eine sogenannte „firewall“ bilden)
nachgewiesen werden kann, dass die
sanktionierten Eigentümer eines Unternehmens
keine Kontrolle über die Vermögenswerte
ihres (selbst nicht gelisteten)
EU-Unternehmens
haben. Dies soll sicherstellen,
dass diese Organisationen
ihre Geschäftstätigkeit fortführen
können. Gleichzeitig
entsteht den sanktionierten
russischen (natürlichen
oder juristischen) Personen
kein Vorteil daraus. Die Kanzlei
Lansky, Ganzger, Goeth
+ partner Rechtsanwälte
konnte für einen Mandanten
die erste Anerkennung
in Österreich für deren „firewall“
erreichen. So ist das nicht-sanktionierte
Unternehmen weiterhin in
der Lage, seine Geschäfte in Europa
aufrechtzuerhalten und gleichzeitig im
Einklang mit allen EU-Sanktionsbestimmungen
zu handeln.
Wesen und Herkunft
von Sanktionen
Die etymologische Herkunft des Wortes
„Sanktionen“ ist im Französischen
Foto/s @ Lansky, Ganzger, Goeth + partner, unsplash
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
WIRTSCHAFT
RECHT
„Am Ende dieser
Bewegung steht vielleicht
keine unipolare
Welt mehr, sondern
eine duopolare,
oder gar multipolare
Erde.“
beziehungsweise Lateinischen zu
finden: sanctio, sancio oder sancire
bedeuten „heiligen, Heilung, weihen“,
„unverbrüchlich machen“, aber auch
„festsetzen, bestimmen“ sowie
„strafen“. Eine bemerkenswerte
semantische Bandbreite – von der
Normalität entrückter Heiligkeit bis
hin zur maßnahmenhaften Adressierung
devianten Verhaltens – die
hier gespannt wird. Rechtlich haben
Sanktionen keinen strafenden Charakter,
sondern sollen eine Änderung
in der Politik oder der Handlungen
derjenigen bewirken, gegen die
sich die Maßnahmen richten, und so
– am Beispiel der EU – die Ziele der
gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik
fördern.
In der Praxis hält etwa die Publikation
„Foreign Affairs“ 2021 in ihrer
September/Oktober-Ausgabe fest,
dass selbst die optimistischste Studie
über die Effektivität von Wirtschaftssanktionen
meint, dass lediglich 1/3 bis
die Hälfte der erlassenen Sanktionen
tatsächlich zu ihrem deklarierten Ziel
der Verhaltensänderung eines anderen
internationalen Akteurs beitragen. In
dieser Studie der University of North
Carolina wird einschränkend festgehalten,
dass die Zahlen nicht sehr belastbar
seien, da selbst jene US-Ministerien,
die Sanktionen vorschlagen und
deren Einhaltung überwachen, keine
genauen Statistiken über deren Wirksamkeit
führen. Dennoch scheinen
Regierungen westlicher Staaten in
immer größerer Schlagzahl auf Sanktionen
als Instrument der Außenpolitik
zurückzugreifen, was deren stark
steigende Anzahl nahelegt. Der Foreign
Affairs-Autor konkludiert in seiner Analyse
damit, dass der verzweifelte Versuch
der Machtausübung mittels Sanktionen
sich vor allem im Machtverlust
der USA sowie ihrer westlichen Bündnispartner
erklären lässt.
Die außenpolitischen Alternativen
zur Herbeiführung der Verhaltensänderung
eines anderen Staates, militärische
Intervention bzw. die Drohung
damit, oder diplomatischer Einfluss
zeigen nicht mehr jene Wirkung, an die
sich die USA über weite Teile des 20.
Jahrhunderts gewöhnt hat. Man kann
daher die verstärkte Verhängung von
Wirtschaftssanktionen als Zeichen des
Niedergangs der USA und gleichzeitig
als dessen Brandbeschleuniger verstehen,
da sie auch für den eigenen Staat
mit signifikanten Kosten verbunden
sind, so der Autor Drezner. Für die EU
werden sich wohl ähnliche Überlegungen
anstellen lassen.
Zum Schluss soll noch auf die Perspektive
der restlichen Welt eingegangen
werden – die sich, mit ganz
wenigen Ausnahmen, den US/UK/
EU-Sanktionen gegen Russland nicht
angeschlossen hat. Aus einer Perspektive
macht dieses Verhalten der
restlichen, nicht-westlichen Welt
jedenfalls einen Sinn: in der Finanzbranche
nennt man es „hedging“
(oder Absicherung). Diese Länder
haben möglicherweise ein Gespür
dafür entwickelt, dass die Welt und
ihre Machtblöcke gerade in Bewegung
sind. Am Ende dieser Bewegung
steht vielleicht keine unipolare
Welt mehr, sondern eine duopolare,
oder gar multipolare Erde. Und in
so einem Szenario macht es wenig
Sinn, alle Einsätze auf eine Karte zu
setzen – niemand möchte in solch turbulenten
Zeiten plötzlich auf der falschen
Seite aufwachen.
Prof(FH) MMMag. Dr. Stephan Klinger
ist Senior Expert Counsel bei LANSKY,
GANZGER, GOETH + partner (LGP) und
verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung
in der Banken- und Finanzbranche.
In seiner letzten Position bei der
Österreichischen Nationalbank leitete
er die Rechtsabteilung sowie die nationale
Behörde für
die Durchsetzung
von EU-Finanzsanktionen.
Er
berät in den Bereichen
Nachhaltigkeitsberichterstattung,
Compliance
und Regulatorik.
83
Issue
N 386
FOKUS
POLEN
84
Unterschätztes
Pole
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS
POLEN
Das sechstgrößte Land der EU beeindruckt mit bezaubernden
Städten, uralten Wäldern, weitläufigen Stränden, traumhaften
Seen und der größten Sandwüste Mitteleuropas.
85
n
Issue
N 386
FOKUS
POLEN
86
Geschichte
Die (geschriebene) Geschichte Polens
beginnt mit Herzog Mieszko, der erstmals
im Jahr 963 in einer lateinischen
Chronik als „fähiger Herrscher“
erwähnt wird. 996 lässt er sich taufen
und läutet damit die Christianisierung
Polens ein. Unter Boleslav I. wird Polen
1025 – unter Billigung des Papstes –
ein Königreich, dessen Territorium in
den darauffolgenden Jahrhunderten
stetig weiter wächst. 1386 geht man
eine Personalunion mit dem Großfürstentum
Litauen ein, die 1569 in eine
Realunion umgewandelt wird. Ab dem
17. Jahrhundert kommt es immer wieder
zu Kriegen und inneren Konflikten,
die die Nachbarmächte schließlich für
sich nutzen. Schrittweise (1772, 1793
und 1795) wird das polnisch-litauische
Staatsgebiet zwischen Russland, Preußen
und Österreich aufgeteilt. Auf dem
Wiener Kongress 1815 wird das konstitutionelle
Königreich „Kongresspolen“
geschaffen, welches in enger Personalunion
mit Russland verbunden ist. Die
repressive Politik des russischen Zaren
führt zu Aufständen der polnischen
Bevölkerung, die jedoch rigoros niedergeschlagen
werden. Bis Ende des 19.
Jahrhunderts wird die Sonderstellung
des polnischen Königreichs schließlich
fast gänzlich aufgehoben, Polen verschwindet
als souveräner Staat von der
Landkarte Europas.
Erst 1918 gibt es eine „Wiedergeburt“
Polens als Zweite Polnische Republik.
1921 nimmt der Sejm die neue Verfassung
Polens an. 1926 kommt es – nach
Jahren instabiler innenpolitischer Verhältnisse
– zum Putsch, angeführt von
Marschall Pilsudski, der Polen bis zu
seinem Tod im Jahr 1935 regiert. 1939
überfällt das nationalsozialistische
Deutschland das Land, der Zweite
Weltkrieg beginnt. Er kostet fast sechs
Millionen Polen das Leben, darunter
rund drei Millionen polnische Juden.
Nach dem Ende des Krieges kommt es
zur Westverschiebung des Landes, die
bereits im Jahr 1943 im Rahmen der
Teheran-Konferenz von den Alliierten
beschlossen worden war. Millionen
Deutsche müssen die nun zu Polen
gehörenden Gebiete verlassen, rund
1,5 Millionen Polen werden zudem aus
den sowjetisch gewordenen polnischen
Ostgebieten vertrieben. Unzählige
Menschen (Schätzungen gehen
von rund 1,5 Millionen aus) lassen ihr
Leben. Polen steht ab 1945 unter massivem
sowjetischen Einfluss und wird
Teil des Ostblocks. Arbeiterproteste
gegen das herrschende kommunistische
Regime (zB. 1956) werden immer
wieder gewaltsam niedergeschlagen.
1980 entsteht aus der Streikbewegung
die Gewerkschaft „Solidarnosc“ mit
dem Vorsitzenden und späteren Präsidenten
Lech Walesa. 1882 wird sie
verboten und erst 1989 – nach Gesprächen
mit der Staatsführung am „Runden
Tisch“ – wieder zugelassen. Im
gleichen Jahr finden erstmals wieder
(fast gänzlich) freie Wahlen statt, die
„Solidarnosc“ überraschend gewinnt.
Die Zeit der „Dritten Polnischen Republik“
beginnt. 1999 wird Polen in die
NATO aufgenommen, 2004 in die Europäische
Union.
Sehenswürdigkeiten
Warschau – die Geburtsstadt Marie
Curies – könnte man an manchen
Orten mit New York verwechseln. Die
Warschauer Skyline wächst stetig,
die Metropole gehört sogar zu Europas
Top 10 was die Wolkenkratzerdichte
betrifft. Besonders ikonisch
und gleichzeitig umstritten ist der 230
Meter hohe Kulturpalast, der einst ein
Geschenk Stalins an Polen war.
Im Kontrast dazu steht die historische
Altstadt Warschaus. Hier reihen
sich bunte Häuser an gepflasterten
Gassen aneinander, im Zentrum
herrscht am wunderschönen Marktplatz
Sommer wie Winter geschäftiges
Treiben. An die fast ganzheitliche Zerstörung
der Altstadt im Jahr 1944 erinnert
hier kaum noch etwas. Zahlreiche
Museen klären über die bewegte Vergangenheit
der Stadt auf. Entlang des
Königsweges kann man die unzähligen
Schlösser, Paläste und Gärten entdecken
oder in einer der vielen Parkanlagen
entspannen.
Die zweitgrößte Stadt Polens, Krakau,
zählt mit ihrer malerischen Altstadt
und dem Hauptmarktplatz, der
beeindruckenden Wawel-Burg, dem
jüdischen Viertel Kazimierz und den
unzähligen Märkten zu den schönsten
Städten des Landes. Südöstlich von
Krakau beeindruckt ein monumentales
Salzbergwerk: lebensgroße Salzskulpturen
und eine fast 1000 Quadratmeter
große unterirdische Kirche (Kinga-
Kapelle) bringen wirklich jeden zum
Staunen.
In Breslau verzaubert vor allem der
mittelalterliche Marktplatz, auch „Großer
Ring“ genannt. Am besten erkundet
man die Stadt vom Wasser aus, denn
Breslau liegt auf insgesamt 12 Inseln,
die über mehr als 100 Brücken miteinander
verbunden sind. Jedenfalls eine
Reise wert sind zudem Posen, eine der
ältesten Städte des Landes, das an
der Ostsee gelegene Danzig mit toller
Hafenpromenade oder die Filmhauptstadt
Łódź mit dem Prachtboulevard
„Piotrkowska“.
Polen hat aber auch unzählige wunderschöne
Naturräume zu bieten: Entlang
der rund 500 Kilometer langen
Küstenlinie der polnischen Ostsee verbergen
sich feinste Sandstrände, verträumte
Buchten, Wanderdünen und
entspannte Kurorte mit Solequellen.
Polen ist außerdem eines der seenreichsten
Länder der Welt. 9.300
sind über die Jahrtausende entstanden.
Besonders lohnenswert ist eine
Wanderung zum „Meerauge“, einem
wunderschönen Bergsee am Fuße
des Massivs der Mięguszowieckie
Szczyty. Zudem gibt es in Polen mit der
Błędów-Wüste das größte Vorkommen
von Sand in Mitteleuropa.
Im äußersten Osten des Landes
erstreckt sich in einem der ältesten
Nationalparks Europas der letzte
Flachland-Urwald des Kontinents. Hier
lebt das größte Landsäugetier Europas,
der Wisent.
Kulinarik
Die heute bekannte polnische Küche
ist ein Produkt der wechselvollen
Geschichte des Landes. Ein wesentlicher
Bestandteil ist jedenfalls Fleisch,
welches natürlich auch im Nationalgericht
der Polen nicht fehlen darf: Der
Sauerkrauteintopf „Bigos“ wird aus
verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten,
Weißkraut und Gewürzen gemacht
und blickt auf eine jahrhundertealte
Tradition zurück.
Nicht weniger beliebt sind „Pierogi“,
die z.B. mit Sauerkraut, Käse,
Erdäpfel, Fleisch oder Schwammerl
gefüllten Teigtaschen haben ihren Weg
von China nach Polen bereits im 13.
Jahrhundert gefunden und sind heute
nicht mehr aus der polnischen Küche
wegzudenken.
Sauerkraut spielt eine wesentliche
Rolle in der polnischen Kochtradition,
ebenso Rote Rüben, die als kalter
Salat, Beilage oder natürlich als Suppe
(„Borschtsch“) serviert werden, oder
auch Pilze aus den Wäldern.
Im Norden, an der Küste, wird gerne
Zander gegessen, in Masuren Fisch
(Hecht, Karausche, Barsch oder Stint),
Wild, Pilze und Kartoffelgerichte.
Die polnische Variante der Kohlroulade,
„Gołąbki“, wird meist mit gehacktem
Schweinefleisch gefüllt, im Topf
geschmort und danach mit Tomatenoder
Pilzsoße serviert.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS
POLEN
oben Die Weichsel
mit Blick auf
Warschau
rechts Das sogenannte
Meerauge ist
ein Gebirgssee
Der Kultur- und Wissenschaftspalast ist ein
bekanntes Wahrzeichen von Warschau
Die Kapelle der Heiligen Kinga in
der Salzmine von Wieliczka
Pierogi sind ein beliebtes Gericht der Polen
Die Altstadt von Breslau
87
Foto/s © unsplash, pixabay, pexels, Aneta Pawska/wikicommons
Die moderne Skyline von Warschau
Steckbrief
LÄNDERNAME
Republik Polen
HAUPTSTADT
Warschau
FLÄCHE
rund 312.000 km 2
EINWOHNER
ca. 38,5 Millionen
AMTSSPRACHE
Polnisch
WÄHRUNG
PLN
NATIONALFEIERTAG
3. Mai (Tag der Verfassung),
11. November (Unabhängigkeitstag)
STAATSOBERHAUPT
Andrzej Duda
Issue
N 386
MINISTERPRÄSIDENT
Donald Tusk
FOCUS
POLAND
88
Zenon Henryk Kosiniak Kamysz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOCUS
POLAND
On bilateral relations,
EU and war
In a conversation with SOCIETY, the Chargé d’Affaires of Poland in Austria, Zenon
Henryk Kosiniak Kamysz, spoke about Polish-Austrian relations, Poland’s presidency
of the Council of the EU in the first half of 2025, the war in Ukraine and the
secret to his country’s economic success.
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
“It’s crucial for us, that
Ukraine’s success is seen
as a success for Europe
as a whole.”
Since October 2024, you are in charge of the
Embassy of Poland in Austria—can you tell us a bit
about the current state of Polish-Austrian relations?
What do you consider to be the highlights
of the relationship throughout history?
Poland and Austria have a long history of shared
experiences, and today our relationship is stronger
than ever. We work together across many areas—
economics, culture,
and politics—within
the framework of the
European Union. On the
economic front, we have
solid trade and investment
ties, while our
cultural connections are
also rich, particularly
through the large Polish
diaspora in Austria, which continues to play an
important role in fostering our relations.
One of the most significant aspects of our history,
which still resonates today, is the memory
of WWII, especially regarding the experiences of
Polish prisoners in places like KZ Mauthausen
and Gusen. Poland and Austria are both deeply
committed to remembering the victims of these
camps, and this memory remains a key part of our
diplomatic efforts. In fact, the ongoing work to
expand the Gusen Memorial, where progress can
be noticed—and which we sincerely appreciate, is
something I closely follow, as it’s vital that we continue
to honor those who suffered.
In this context, it is particularly significant for
me to keep an eye on the status of work on the
expansion of the Gusen Memorial and to cooperate
in this regard with the Austrian government,
countries whose citizens also were victims of
being held in these camps, and organizations such
as the Gusen Memorial Committee, the International
Mauthausen Committee, the Mauthausen
Memorial or Bewusstseinsregion Mauthausen-Gusen-St.
Georgen.
But lest we focus solely on history, it is also
worth highlighting the issues that unite us in the
present. Poland and Austria are countries that
share similar views on many dimensions. For
instance, both countries recognize the problem of
migration and are taking active steps at the European
Union level to address it. We are also similarly
operating in the area of regional policy—both
countries are involved in regional formats, in our
case, for example, the Visegrád Group, while for
Austria it is the Slavkov Format, where we have
practically the same partners—the Czech Republic,
Slovakia or Hungary.
In the first half of 2025, Poland will hold the
presidency of the Council of the EU. The EU
currently finds itself in an era of unprecedented
challenges—what will be the main focal points
of the Polish Presidency in order to address
these problems?
Poland is honored to take on the presidency of
the Council of the EU at such a crucial time. The
challenges facing Europe are immense, from the
ongoing war in Ukraine to economic instability,
migration pressures, and climate change. During
our presidency, we plan to focus on several key
areas where we believe Europe can make significant
progress.
First, in terms of Ukraine, Poland remains one of
the strongest supporters of Ukraine’s sovereignty
and its path toward EU integration. We will continue
to push for robust EU support, both militarily
and humanitarian, and work toward proceeding
the 15 th sanctions package against Russia as well
as opening the first thematic cluster of accession
talks with Ukraine. It’s crucial for us that Ukraine’s
success is seen as a success for Europe as a whole.
A key message of ours is security in seven pillars:
military, energy, food, economic, health,
information and civilian. Poland also wants to put
issues of softening climate ambitions in this broad
category. This falls under the name of food and
energy security. The government will argue that
it is necessary to take into account the concerns
of farmers opposed to various initiatives aimed at
lowering CO 2 emissions or increasing biodiversity.
On the other hand, in energy security we want to
include our call to redefine green energy sources
and include atomic energy among them.
Poland also wants a serious discussion on economic
security, and this is to include a call for
significant financial resources in the new EU longterm
budget for 2028-2034. From the Polish point
of view, the key is to guarantee the continua-
89
Issue
N 386
FOCUS
POLAND
Zenon Henryk Kamysz Kosiniak with Tanja Tauchhammer
“In short, Poland’s growth
is driven by smart reforms,
EU integration, a diverse
economy, and a skilled,
hardworking population.”
90
tion of the cohesion policy. We want it to remain
unchanged, with a role for the regions.
Poland points out that the fortifications on the
eastern border will be an effective barrier to illegal
migration. Poland stresses that it is in a peculiar
situation, because on its eastern border Russia
and Belarus are using migrants as weapons against
Poland and the EU as a whole. What we are dealing
with on the Polish-Belarusian border is part of a
hybrid war. A clearly controlled operation by Minsk
and Moscow, to which we, as Poland, are subjected.
Therefore, we are calling for more EU support for
initiatives like the East Shield, which aims to fortify
our eastern borders against illegal migration.
We are also of the opinion that the solution to
the problem is not the migration pact, which was
adopted a few months ago. It presupposes compulsory
solidarity—either accepting migrants or
paying fees of around 20,000 euros for each person
not accepted.
As you already stated, Poland is one of the fiercest
supporters of Ukraine and it has taken in a
large number of Ukrainian refugees—how is the
EU supporting Poland in this regard and how is
this topic influencing the political landscape of
your country?
Poland’s support for Ukraine, both in terms of
humanitarian aid and military assistance, has been
unwavering since the invasion in February 2022. In
2022, Poland took in almost 1.5 million Ukrainian
refugees. These have been people fleeing war and
seeking safety, and Poland has opened its doors to
them, offering housing, healthcare, education, and
access to the labor market.
The European Union has supported Poland in
this endeavor through financial assistance, particularly
through the EU’s Asylum, Migration and
Integration Fund (AMIF), Financial Support for Border
Management and Visa Policy and emergency
measures. Also, there have been efforts to coordinate
border controls and migration policies.
Noteworthy, given that this phenomenon
was quite admirable, is the response of Polish
society at the outbreak of war in Ukraine. People's
grassroots initiatives provided vital aid to
Ukrainians, with individuals personally guiding
them to safety in Poland and offering them a
warm welcome in their homes. These actions
were then carried over to the institutional level,
where refugees from Ukraine were provided with
social support, access to health care, education,
etc. In the early days of the war, all of this was
done without help from the European Union, but
solely out of the goodwill of Poland and Poles.
In July 2024, Poland’s army chief said that the country
“must prepare the army for full-scale conflict”—
how realistic is the threat of the war expanding to
other European countries, in your opinion?
For the first time since the World War II, there is
a regular war in a country next to Poland. Some
missiles even violated our borders; our military
airplanes are on alert scrutinizing the sky over our
country. The chief of staff delivered his speech
to the students of the Polish Defence Academy
in order to make them aware that they should be
prepared for the worst scenario. The purpose of
the statement was not to scare the civilian population
but to make the military aware of how serious
the situation was.
Back to a more positive topic: Poland is amongst
the EU countries with the highest GDP growth—
what is the secret of Poland’s economic success?
Poland’s strong economic growth over the past
two decades can be attributed to a mix of reforms,
strategic investments, and a resilient workforce.
After the fall of communism in 1989, Poland implemented
key market reforms that opened up the
economy, attracted foreign investment, and built
a strong private sector. Joining the EU in 2004
boosted our growth further by providing access to
a larger market and EU funding for infrastructure,
innovation, and education.
Poland has successfully diversified its economy,
moving away from heavy industry into manufacturing,
services, and technology. Sectors like
automotive, machinery, and IT, especially in cities
like Kraków and Warsaw, are now major contributors
to our exports. This diversification has helped
Poland weather global crises like the financial
downturn, the pandemic, and the war in Ukraine.
A young, educated, and entrepreneurial workforce
is another key asset. While we face demographic
challenges, Poland’s work ethic and
adaptability continue to drive economic success.
Our strategic location in the heart of Europe also
helps strengthen trade and investment, making
Poland an important player in both Eastern and
Western European markets.
In short, Poland’s growth is driven by smart
reforms, EU integration, a diverse economy, and a
skilled, hardworking population.
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Mit neuen Ideen
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grenzenlos! Gemeinsam
mit Schulen, Unternehmen
und Fördereinrichtungen
arbeiten wir daran, Wien zu
einem führenden Standort
in diesen Bereichen zu
machen. Und wir fördern
innovative Projekte und
Studiengänge an den Wiener
Fachhochschulen.
Erfahre mehr über die Innovationen
und Leitprojekte
der Stadt Wien:
wien.gv.at/wien2030
QR-Code
scannen
für weitere
Informationen
DIE MINT-BEAUFTRAGTE DER STADT WIEN,
SABINE SEIDLER IM INTERVIEW:
Was sind Ihre Aufgaben als MINT-Beauftragte der Stadt Wien?
Es gibt in Wien über 200 tolle Projekte, die das
Interesse an MINT-Ausbildungen und -Berufen
fördern – vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung.
Als MINT-Beauftragte der Stadt
Wien erarbeite ich gemeinsam mit den Projektleiter*innen
Konzepte, um die Wirksamkeit
dieser vielfältigen Angebote noch besser zu
bündeln.
Welche Herausforderungen sehen Sie?
Wir beobachten, dass viele Jugendliche, besonders Mädchen, in
der Pubertät ihr ursprüngliches Interesse an naturwissenschaftlichen
und technischen Themen verlieren. Die Gründe dafür sind
komplex. Umso wichtiger ist es, die vielfältigen Berufschancen
und Gestaltungsmöglichkeiten in den MINT-Bereichen aufzuzeigen,
es kann für jede und jeden etwas dabei sein.
Welche Zukunft gibt es in MINT-Berufen, vor allem für Frauen?
Durch den Klimaschutz entstehen viele wichtige Berufe, und
auch an der Schnittstelle zwischen Technik und Soziologie gibt
es großes Potenzial. Wien ist beispielsweise Vorreiterin im Digitalen
Humanismus, wo technische Innovation und menschenzentrierte
Ansätze zusammenfließen. Ich bin davon überzeugt,
dass mehr Frauen diese Entwicklungen aktiv mit gestalten sollen
und ihre vielfältigen Kompetenzen wichtige Impulse setzen.
Foto: Stadt Wien/Martin Votava
Bezahlte Anzeige
FOKUS
POLEN
Gemälde von Johann Sobieski
III von Jerzy Siemiginowski-
Eleuter (Die Schlacht um Wien)
Wien: Eine Stadt
voller polnischer
Andenken
Vielerorts in Wien erinnern Gebäude, Gedenktafeln und Statuen an die gemeinsame
wechselvolle und komplexe Vergangenheit Polens und Österreichs und
erzählen Geschichten von Krieg und Tapferkeit, von Voraussicht und Austausch,
kulinarischem Pioniergeist und vom vermeintlich ersten Kaffeehaus der Stadt.
92
D
irekt im Zentrum Wiens, im historischen
Gebäude des Haus-,
Hof- und Staatsarchivs am Minoritenplatz
1, lässt sich die Spur des
polnisch-österreichischen Politikers
Agenor Gołuchowski verfolgen. Der
galizische Graf und „Minister des Äußeren
und des kaiserlichen Hauses“ der
österreichisch-ungarischen Monarchie
setzte sich seinerzeit mit Nachdruck
für den Bau einer zeitgemäßen Institution
zur Aufbewahrung der Sammlungen
des Haus-, Hof- und Staatsarchivs
ein – so entstand zwischen 1899
und 1902 eines der
damals modernsten
Archivgebäude
der Welt. Im Inneren
des Bauwerks
ist Gołuchowski auf
einem Wandgemälde
verewigt, auf dem er
neben Kaiser Franz
Joseph und dem
Direktor des Archivs,
Gustav Winter, abgebildet
ist.
Nur etwa zehn
Gehminuten entfernt,
in der Kirche Maria
am Gestade, erinnert
eine Statue sowie ein Reliquienaltar an
den Heiligen Clemens Maria Hofbauer.
Seit 1862 befinden sich dort auch die
sterblichen Überreste des Redemptoristen
und „Apostels von Wien und
Warschau“, für den diese beiden Städte
besondere Orte waren: in Wien begann
der aus dem südmährischen Taßwitz
stammende Hofbauer einst sein Theologie-Studium,
nachdem er zum Priester
geweiht wurde, wirkte er über viele
Jahre als Seelsorger und Wohltäter in
Warschau. Nach einem Befehl Napoleons,
„die Redemptoristenpriester ohne
Verzug aus den Grenzen des Herzogtums
Warschau zu entfernen“, kehrte
er nach Wien zurück. Sein geliebtes
Polen vergaß er Überlieferungen
zufolge jedoch nie.
Ebenfalls im Zentrum Wiens, in der
Mitte der Freyung, begegnet man der
Weichsel, der „Lebensader Polens“, die
in Form einer langhaarigen Göttin mit
drei weiteren allegorischen Figuren die
Säule im Zentrum des Austriabrunnens
schmückt. Der Brunnen aus dem Jahr
1846, auf dem eine Bronzestatue der
Austria im Krönungsmantel mit Lanze
und Schild thront, wurde einst als
Heiliger Clemens Maria Hofbauer (links) Austriabrunnen mit Weichsel-Allegorie (mitte),
Georg Franz-Kolschitzky-Denkmal in der Kolschitzkygasse (rechts)
Symbol für den großen Machtbereich
der Habsburger, in dem sowohl die
Weichsel als auch die Donau, die Elbe
und der Po lagen, errichtet. Die vier
Flüsse symbolisierten außerdem die
vier großen Sprachgruppen – Germanen
und Slawen, Ungarn und Italiener
– des Reiches.
Mythos Sobieski und Legende
Kolschitzky
Eine weitere zentrale Figur der gemeinsamen
polnisch-österreichischen
Geschichtsschreibung ist unbestritten
Johann III. Sobieski. Im 9. Bezirk erinnern
zum Beispiel die Sobieskigasse
und der Sobieskiplatz an den einstigen
König Polens, der zur Zeit der osmanischen
Belagerung Wiens Oberbefehlshaber
jenes Entsatzheeres war,
das 1683 die „Schlacht am Kahlenberg“
gegen die Osmanen gewann und diese
damit zum Rückzug zwang.
Im südlichen Teil der Josefskirche
auf dem Kahlenberg befindet
sich in Gedenken an den Aristokraten
die Sobieski-Gedächtniskapelle, die
1929/30 von Jan Henryk Rosen künstlerisch
ausgestaltet wurde. Noch heute
wird die Kirche
von polnischen
Priestern (Resurrektionisten)
betreut und regelmäßig
von polnischen
Wallfahrern
besucht. An der
Wand neben dem
Eingang wurde
zudem anlässlich
des 300. Jahrestages
der Schlacht
1983 eine von polnischen
Priestern
gestiftete Gedenktafel
angebracht.
2013 errichtete man – ebenfalls
am Kahlenberg – als Erinnerungszeichen
an die historische Schlacht am
12. September 1683 außerdem einen
Sockel, der 2018 mit einer Inschrift im
Sinne der Völkerverständigung ergänzt
wurde.
Sobieski ist aber nicht der einzige
Pole, der es zur Zeit der Zweiten
Türkenbelagerung zu beachtlicher
Berühmtheit brachte: Georg Franz Kolschitzky,
1640 in Sambor in der Oblast
Lwiw (Lemberg) geboren, welche
damals noch zu Polen gehörte, kam
1656 nach Wien, wo er als „Dolmetsch“
Foto/s © Dorotheum, Österreichisches Staatsarchiv
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Malerei aus dem Kaffeehaus
„Zur blauen Flasche“
FOKUS
POLEN
Das Haus-, Hof- und Staatsarchiv am Minoritenplatz wurde auf Initiative von Agenor Gołuchowski erbaut
arbeitete und 1667 in die Orientalische
Handelskompagnie übernommen
wurde. Zwischen dem 13. und 17. August
1683 fungierte er als essenzieller Bote
zwischen dem belagerten Wien und der
kaiserlichen Hauptarmee. Ein Flugblatt,
welches über seinen mutigen Kurierdienst,
im Zuge dessen er sich als Türke
verkleidet hatte, berichtete, machte
ihn schließlich zu einer überregional
populären Figur. Das Kolschitzkydenkmal
an der Hausecke der ebenfalls
nach ihm benannten Kolschitzkygasse
2-4 im 4. Bezirk stellt den berühmten
Boten in türkischer Tracht gekleidet
und mit einem Kaffeeservice und
einer Kaffeekanne in Händen dar. Diese
Gestaltung basiert auf einer (umstrittenen)
Legende, die sich seit Jahrhunderten
um Koltschitzky rankt: so soll
er es gewesen sein, der einst das allererste
Kaffeehaus Wiens, „Zur blauen
Flasche“, eröffnete. Zuvor hatte er als
Belohnung für seine wertvollen Dienste
von Hofkriegs-Präsident Feldmarschall
Ernst Graf Rüdiger von Starhemberg die
von den Türken zurückgelassenen Kaffeebohnen
erhalten.
Auch der Kolschitzkyhof in Wieden,
eine Tafel an der Domgasse 8 in der
Inneren Stadt, wo er einst gewohnt
haben soll, und ein Sgraffito von Karl
Langer aus dem Jahr 1972, welches
Kolschitzky ebenfalls in türkischer
Tracht und mit Kaffeeservice zeigt,
gedenken dem einstigen Vermittler.
Ein anderer Pole hat im Bereich der
Kulinarik eine Spur mit unbestrittenem
Kult-Charakter hinterlassen: die
„unaussprechlich guten“ Brötchen von
Trześniewski gehen nämlich auf den
um die Jahrhundertwende von Krakau
nach Wien emigrierten Franciszek
Trześniewski zurück. 1902 eröffnete
dieser ein kleines Brötchen-Buffet
am Tiefen Graben – heute umfasst
Trześniewski 14 Filialen, davon befinden
sich 13 in Wien und eine in Linz.
Aus dem Wiener Kulinarikuniversum
sind die kleinen Brötchen jedenfalls
nicht mehr wegzudenken.
So wie Trześniewski sind auch die
vielen anderen „polnischen Andenken“,
die man bis heute in Wien findet, Ausdruck
eines regen Austausches und
langjähriger enger Verbindungen zwischen
Polen und Österreich, die sich
besonders in den letzten Jahren intensiviert
haben und eine ideale Grundlage
für zahlreiche weitere „Spuren“
und polnisch-österreichische Erfolgsgeschichten
bilden.
Weitere Spuren
An einen dunklen Abschnitt der Geschichte
erinnert das (Grab-)Denkmal
für polnische Soldaten und Opfer des
Faschismus am Wiener Zentralfriedhof,
welches 1979 aus Stein mit einer Tafel
aus rötlichem Metall errichtet und von
der Volksrepublik Polen gestiftet wurde.
Die Gardekirche am Rennweg hat
bereits seit dem Jahr 1782 einen Polen-
Bezug, denn damals quartierte
Joseph II. im mit der Kirche
verbundenen Kaiserspital die
Polnische (Galizische) Leibgarde
ein, 1897 wurde die Kirche
schließlich den polnischen
Resurrektionisten übergeben,
die hier bis heute polnische
Messen abhalten.
Das Polnische Institut in Wien
wurde am 5. Juni 1974 eröffnet
und hat seinen Sitz am Fuße der Kirche
Maria am Gestade im Ersten Wiener
Gemeindebezirk. Es erfüllt die Aufgaben
der polnischen öffentlichen und
kulturellen Diplomatie in Österreich.
instytutpolski.pl/wien
Die Polnische Akademie der Wissenschaften
wurde 1986 zur Förderung
und Bekanntmachung der polnischen
Wissenschaften in Österreich gegründet.
vienna.pan.pl
Der Chopin-Hof in 1020 wurde nach
dem weltberühmten polnischen Komponisten
Frédéric François Chopin bzw.
Fryderyk Franciszek Chopin benannt,
der einige Monate seines Lebens in
Wien verbrachte.
Die Leschetitzky-Bank im Türkenschanzpark
erinnert an den in Galizien
geborenen und teilweise in Wien
lebenden Pianisten und Komponisten
Theodor Leschetitzky.
Das Restaurant Bacówka im 15. Bezirk
bietet polnische Spezialitäten – von
Krautroulade über Bigos bis hin zu den
beliebten Pierogi – in authentischer
Atmosphäre. Märzstraße 86, 1150 Wien
Im Café Vitrine erwartet die Gäste seit
2015 eine außergewöhnliche Kombination
aus Kaffee, hausgemachten
Kuchen und Pierogi. Johann-Strauss-
Gasse 10-14, 1040 Wien
Im Piotrowski werden feinste Brötchen
und hausgemachte Pierogi serviert
oder zum Mitnehmen für verschiedenste
Anlässe vorbereitet. Schwertgasse
2, 1010 Wien
Das Tachles gilt seit vielen Jahren als
Szenebeisl, in dem sowohl die Bierund
Weinkultur als auch die polnische
Küche gepflegt werden. Karmeliterplatz
1, 1020 Wien
93
Issue
N 386
FOKUS
POLEN
94
Architekturjuwel mit
adliger Vergangenheit
Als eine der letzten herrschaftlichen Villen, die für eine Adelsfamilie im prunkvollen
Stil des Neoklassizismus in Hietzing errichtet wurde, ist das heutige polnische
Botschaftsgebäude ein herausragendes Denkmal der altösterreichischen
Kulturgeschichte, das den Reichtum der einstigen Besitzer-Familie in eindrucksvoller
Weise widerspiegelt.
S
chon kurz nach der Übertragung
des Freiherrenstandes seines
Schwiegervaters auf ihn, erwarb der
1864 im böhmischen Komorau geborene
Großindustrielle Vinzent Freiherr
von Geckmen-Waldek ein Haus in der
Hietzinger Hauptstraße 42c. Es war
dies die Villa des einstigen Seidenzeugfabrikanten
Franz Zweig, eines Verwandten
des berühmten österreichischen
Schriftstellers Stefan Zweig.
Errichtet wurde sie zwischen 1902
und 1903 vom Wiener Architekten
und Schüler von Eduard van der Nüll,
Joseph Hudetz, der sich zuvor bereits
einen Ruf als erfahrener Villenarchitekt
und Stadtplaner erarbeitet hatte.
Er gestaltete einen prachtvollen,
dreigeschossigen Bau mit Türmchen,
Giebelaufsätzen und einer aufwändigen
Fassadengliederung mit Erkern
im Sinne des Späthistorismus. Zweig
lebte in der eigens für ihn erbauten
Villa aber nur etwa ein Jahr – schon
1904 verkaufte er sie an Heinrich Beer,
der sie wiederum ein Jahr später an
Emilie Kriser veräußerte. Kriser beauftragte
abermals Josef Hudetz mit dem
Umbau des Gebäudes – so wurde es
an der Nordseite um einen Zubau mit
sechs Zimmern vergrößert, an der
Westseite wurden ein Treppenturm
und weitere vier Zimmer hinzugefügt.
Von nun an diente die herrschaftliche
Villa als Zuhause für mehrere Familienmitglieder,
darunter der akademische
Maler Rudolf Krisper, der sich im
Dachgeschoss ein Maleratelier eingerichtet
hatte.
Nach einem weiteren Besitzerwechsel
im Jahr 1908 gelangte die Liegenschaft
schließlich 1912 in den Besitz
von Vinzent Freiherr von Geckmen-
Waldek, der dem Gebäude schließlich
seinen außergewöhnlichen, bis
heute bestehenden, Charakter verlieh.
Als Neu-Adeliger strebte er nach
einem Domizil, welches seiner Familie
„den Anschein einer altehrwürdigen
Geschichte verleihen sollte“, so Gerd
Pichler in seinem Buch „Die Polnische
Botschaft in Wien“. Diese Vision sollte
der Wiener Architekt Ludwig Schmidl
für ihn umsetzen und die bestehende
Villa in ein repräsentatives Adelspalais
verwandeln.
Dem Zeitgeist entsprechend orientierte
sich Schmidl an den für den Neoklassizismus
typischen Designformen –
so wurde etwa die Ästhetik der Fassade
deutlich schlichter und reduzierter.
Ein 488 m² großer Zubau vergrößerte
das Gebäude auf drei Ebenen um eine
Foto/s © Bettina Sidonie Neubauer
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS
POLEN
„Schmidl vereinte in diesem
Palais gekonnt den für den
Späthistorismus typischen
prunkvollen Gestaltungs stil
mit typischen Elementen
des industriellen Zeitalters.“
Fläche von fast 1500 m². Die Innenraumgestaltung
wurde sorgfältig auf
die jeweilige Nutzung der Räumlichkeiten
abgestimmt. Besonders wichtig
war den Gestaltern die Verwendung
edler Materialien: verschiedenfarbige
Marmorarten, Kalkstein, edle Hölzer,
poliertes Messing, Spiegel und Glas,
reich verzierte Holz- und Stuckdecken,
Skulpturen und intarsierte Fußböden
sollten dem Reichtum des Besitzers
abermals Ausdruck verleihen.
Prunkvolle Ausstattung
Vorderansicht der prachtvollen Villa
Ein besonderes Schmuckstück des Palais
wurde in Form der mittelalterlichen
Hauskapelle errichtet: Zarte Steinsäulen
mit Rippengewölbe treffen hier auf
eine rückwärtige Empore, die über eine
Wendeltreppe betreten werden kann.
Einst verliehen mit ornamentalen Glasmalereien
verzierte Fenster der Kapelle
einen ganz besonderen Schein. Gleich
darunter im Souterrain erbaute man
ein außergewöhnliches Schwimmbad
mit Carraramarmor verkleideten Wänden
und einem steinernen Wandbrunnen
aus vier Muschelbecken, das bis
heute besteht.
Schmidl vereinte in diesem Palais
jedenfalls gekonnt den für den Späthistorismus
typischen prunkvollen
Gestaltungsstil mit typischen Elementen
des industriellen Zeitalters. Die raffinierten
Lösungen, etwa im Schwimmbad
oder den Badezimmern, stammten
vorrangig aus dem Geschäftsumfeld
des Bauherrn selbst, dem aber nur
wenige Jahre in seinem Prunkpalais
vergönnt waren. Er verstarb bereits
1918. Nach der Beschlagnahmung des
in der Tschechoslowakei gelegenen
Betriebsvermögens musste die verbliebene
Familie die Liegenschaft verkaufen.
So kam sie 1952 in den Besitz der
polnischen Volksrepublik.
Heute findet man die Repräsentationsräumlichkeiten
weitestgehend in
unveränderter Form vor – abgesehen
vom Mobiliar, das nur noch vereinzelt
besteht. Das imposante Palais ist
nunmehr ein lebendiger Zeuge diplomatischer
Verbindungen zwischen
Österreich und Polen und erzählt
zugleich die Geschichte einer der
letzten, in der Zeit der Donaumonarchie
geadelten, Familien.
95
Die Bibliothek der polnischen Botschaft
Feudaler Stiegenaufgang
Issue
N 386
FOKUS
POLEN
Ein Ort des Austausches
und der Vernetzung
Seit mittlerweile 50 Jahren befindet sich das
Polnische Institut im Ersten Wiener Gemeindebezirk.
Seitdem steht es für interessierte Besucher:innen
nahe der Kirche Maria am Gestade offen und bietet
neben zahlreichen Veranstaltungen Raum für den
österreichisch-polnischen Dialog.
96
as Polnische Institut Wien wurde
D 1974 gegründet, wofür das zwei
Jahre zuvor geschlossene „Abkommen
zwischen der Republik Österreich
und der Volksrepublik Polen über die
Zusammenarbeit auf den Gebieten
der Kultur und Wissenschaft“ einen
wichtigen Grundpfeiler legte. Weltweit
gibt es derzeit 25 Polnische Institute –
unter anderem in Tokio und New York,
aber auch in deutschsprachigen Städten
wie Berlin, Düsseldorf und Leipzig.
In deren Fokusbereich stehen sowohl
internationale Kooperationen als auch
Kommunikation und der kulturelle
Austausch. Unter der Leitung von Mag.
Janusz Styczek, dem Gesandten und
Abteilungsleiter der Polnischen Botschaft
in Österreich, werden vom
Polnischen Institut Wien landesweit
unterschiedlichste Projekte zu Themen
wie Geschichte, Bildung und Wissenschaft
gestaltet. Zusätzlich zur oder
auch im Rahmen der Projektgestaltung
finden immer wieder Pressereisen
nach Polen statt, an welchen Journalist:innen,
aber auch Künstler:innen
teilnehmen.
deentwürfe, präsentiert wurden.
Für Fans der Handwerkskunst
fand 2020 eine Ausstellung
weihnachtlich gestalteter, bunt
verzierter Krippen aus Krakau
statt. Die Mitgliedschaft des
Polnischen Instituts in Wien im
Verband EUNIC, den European
Union National Institutes for
Culture, trägt außerdem zur internationalen
Zusammenarbeit im Bereich
der Kultur bei.
Galerie und Bibliothek
Teil des Polnischen Instituts ist seit
2016 auch eine eigene Galerie, in der
Werke polnischer Künstler:innen ausgestellt
werden. Um polnische Kunst
besonders österreichischen Gästen
näher zu bringen, hat die Galerie montags
bis freitags geöffnet. Auch eine
öffentliche Bibliothek ist Teil des Instituts
– diese umfasst eine Sammlung
von mehr als 16.000 Büchern, vorranging
Belletristik, die sowohl in Deutsch
als auch in Polnisch verfügbar ist.
Kommunikation und
Vernetzung
Da Vernetzung im Zentrum des Polnischen
Instituts Wien steht, dürfen
auch Möglichkeiten zum kommunikativen
Austausch nicht fehlen - diverse
Social Media Kanäle bieten einen Überblick
über aktuelle Events und tragen
zur Interaktion mit Interessierten bei.
Außerdem sind auf der Website des
Instituts zahlreiche Informationen über
das Land Polen, aber auch die polnische
Sprache – welche weltweit die
am zweithäufigsten gesprochene slawische
Sprache darstellt – zu finden.
Möchte man also eine Veranstaltung
besuchen oder sich einfach über Polen
informieren und neue Facetten des
Landes kennenlernen, ist man im Polnischen
Institut Wien genau richtig.
Polnisches Institut Wien
Am Gestade 7, 1010 Wien
01 5338961
sekretariat.wien@instytutpolski.pl
instytutpolski.pl/wien
Kunst und Kultur
Auch Filmvorführungen, Kunstausstellungen,
sowie musikalische und
literarische Veranstaltungen kommen
im Polnischen Institut in Wien nicht
zu kurz. So gab es 2017 beispielsweise
einen Beitrag zur Vienna-Design-Week,
in dessen Rahmen unterschiedliche
Designs aus Polen, darunter auch Mo-
Das Polnische Institut ist seit fünfzig Jahren Ort für kulturellen Austausch
Foto/s © Polnisches Institut Wien
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
LIFE & STYLE
ZEPTER
Fostering Cultural Heritage
and Artistic Innovation
The Swiss company Zepter International, founded in 1986 by Philip Zepter, has
become a global brand operating in 56 countries, offering high-quality products. Its
success is built on a mission to promote harmony, health, sustainability, and a global
outlook. At the heart of the company´s philosophy lie core values such as humanism,
philanthropy, and an emphasis on living mindfully in the present.
image/s by Zepter
A
rt, defined by harmony and beauty
and sustained through love and
care, holds a special place for the
Zepter couple. As Madlena Zepter
explains: "Primarily, it is the inner
beauty, harmony, character, intellect
– these are the solid foundations for
further development as either an artist
or an art lover." She also highlights
the couple’s decades-long leadership
of various cultural institutions, which
in her opinion shows that love and a
sense of responsibility must be built on
the foundation of passion.
Madlena Art Palace
Madlena and Philip Zepter
Established in 2022 in Belgrade, the
Madlena Art Palace has become an
integral part of Serbian culture, providing
a space for artists to showcase
their work. The Palace features not
only a permanent exhibition of various
antiquities, but also a gallery with
ever-changing displays. Both Oriental
and European art are well represented
in the museum, while the architectural
design of the museum itself reflects
different periods of history. Whether
one’s interest lies in Baroque, Rococo,
Empire, Neoclassicism or Modern Art,
the Madlena Art Palace delivers a rich
and multifaceted artistic experience,
blending together historical and contemporary
elements.
Madlena Zepter Fund
The Madlena Zepter Fund operated
between 1995 and 2005, dedicated
to helping young talents pursue their
goals and dreams. In total, the fund
allocated over €4,052,295 with significant
amounts directed towards
healthcare institutions, culture and
science, among many other areas.
Madl’Art Auction House
Since its founding in 2001, the
Madl’Art Auction House has served
as a meeting point, bringing together
individuals with diverse interests in
art, while also connecting visitors
with historical masterpieces. Therefore,
it made a valuable contribution
to Serbia´s cultural and intellectual
growth. Madlena Zepter’s deep belief
that beauty leads to a flourishing
spirit, and that true freedom of the
individual cannot be attained without
that beauty, can be experienced at
the Auction House.
Madlenianum Opera
and Theatre
In 1998, Madlena Zepter publicly
demonstrated her passion for performing
arts by opening the Madlenianum in
the former National Theatre in Belgrade.
In the midst of economic turmoil and
war conflicts, which were commonplace
in Serbia in the 1990s, the Madlenianum
provided a sense of stability for
the culturally interested population.
Nowadays, the building has a capacity
of approximately 650 visitors and is
especially known for its performance of
“Les Misérables” which has been featured
in the program since 2007.
Private Collection and
Interior Design
Madlena Zepter has a particular interest
in interior design and hosts an
extensive collection of antiques that
she has carefully curated over the
years. Since 1995, Madlena Zepter
has lived with her husband in Villa
Emma in Belgrad, where they showcase
antiques not exhibited at the Art
Palace. All background information
about the individual collector’s items
is known to Madlena Zepter, as she has
thoroughly studied them. In addition to
Villa Emma, she has also designed two
other private residences, namely Villa
Trianon on the Côte d’Azur and Villa
Madlena in Paris.
zepter.at
97
Issue
N 386
WINTER 2024/25
ESSENTIAL ESSENCES
Burberry Goddess Intense von Burberry
Die neue Version von Burberry Goddess ist ein aromatischer, holziger, gourmandiger
Duft. Das Trio der Vanille-Duftnoten, die das Goddess Eau de
Parfum so charakteristisch macht, wird durch eine vierte Note aus
Vanilleholz mit rauchigem Charakter noch verstärkt. In Kombination
mit leuchtender Lavendelessenz intensiviert sie den Duft mit einem
lebendigen, holzigen Aroma. Inspiriert von den Farben des Sonnenuntergangs,
ist das Burberry Goddess Eau de Parfum Intense in einem
quadratischen, mit einem goldenen Medaillon verzierten Flakon
verpackt, der mit dem bernsteinfarbenen Parfüm gefüllt ist.
100ML EAU DE PARFUM / 169 €
ERHÄLTLICH IM GUT SORTIERTEN FACHHANDEL
Schön durch
98
Tubéreuse Astrale von Maison Crivelli
Für dieses neue Werk ließ sich Thibaud Crivelli von einem persönlichen
Abenteuer inspirieren, bei dem er den Duft von Tuberosen unter der Milchstraße
gerochen hat. Eine Wolke aus funkelnden Tuberosen beleuchtet einen
Akkord aus samtigem Leder und Moschus. Würziger Zimt, fruchtiger
Osmanthus und herbes Labdanum runden das Parfum ab. Der Duft ist unisex
und passt besonders gut zu selbstbewussten Menschen, denn er hat eine
ausgezeichnete Strahlkraft und Präsenz.
50ML EXTRAIT DE PARFUM / 200 € — ERHÄLTLICH Z.B. BEI NÄGELE UND STRUBELL ODER
AUF MAISONCRIVELLI.COM
Cristallo Bianco von Fabbrica della Musa
Inspiriert von der Klarheit der Sonne auf ihrem Zenit im Südtiroler Monte
Cristallo, zeichnet sich dieser fein abgestimmte floral-fruchtige Duft durch
Noten von Birne und Orange aus, die Herznote wird bestimmt von cremiger
Feige, indischem Jasmin Absolue und Magnolie, in der Basis verleihen
Patschuli, Kaschmir-, und Sandelholz, gemeinsam mit Vanille, Tiefe. Eine sehr
elegante Komposition, die vor allem Liebhaberinnen von süß-blumigen
Düften erfreuen wird.
100ML EAU DE PARFUM / 195 € — ERHÄLTLICH BEI FABBRICADELLAMUSA.COM
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Eau d’Ombré Leather von Tom Ford
WINTER 2024/25
ESSENTIAL ESSENCES
Den ikonischen Lederduft von Tom Ford gibt es jetzt auch in der leichteren
Eau de Toilette Version. Die Kopfnoten mit prickelndem Ingwer, Koriander
und Kardamom beleben den Geist, im Herz verleihen Ledernoten und Safran
Tiefe, die Basis wird von Zedernholz, Patschuli, Sandelholz und Cyriol
gebildet, abgerundet von Amber und einem süßen Tonkabohnen-Akkord.
Für Cowboys und Cowgirls geeignet.
100 ML EAU DE TOILETTE / 116 € — ERHÄLTLICH IM GUT SORTIERTEN FACHHANDEL
Wenn es draußen kalt und dunkel wird, erhellen
köstliche Düfte und verwöhnende Pflegerituale die
Stimmung. Auch wer noch um ein Geschenk verlegen
ist, könnte hier fündig werden.
den Frost
99
Feige 44 von Frau Tonis
Wer im tiefen Winter für einige Augenblicke in den Sommer reisen
möchte, dem sei Feige 44 von Frau Tonis ans Herz gelegt. Ein unbeschwerter,
unvergesslicher Sommer an der Côte d’Azur war die Inspiration
zu dem Duft aus der Berliner Parfummanufaktur. Ein Sprüher und
man steht unter einem Feigenbaum voll mit grünen und violetten Feigen
und jungem Blattwerk. Abgerundet wird Feige 44 durch Zedernholz und
Tonkabohne. Ein wunderschön frischer Unisex-Duft.
100ML EAU DE PARFUM / 120 € — ERHÄLTLICH BEI FRAU-TONIS-PARFUM.COM
Palatine von Parfums de Marly
Foto/s © Hersteller
Der neue Damenduft aus dem Hause Parfums de Marly rückt das zarte Veilchen
in den Vordergrund, umspielt wird dieses von Birne und Bergamotte
sowie von floralen Noten von Magnolie, Jasmin und Rose. Der Fond der frischfruchtigen
Komposition wird von Sandelholz, Patschuli, Moschus und Vanille
geprägt. Inspiration für den Duft war die Princess Palatine (Prinzessin von der
Pfalz).
75ML EAU DE PARFUM / 260 € — ERHÄLTLICH Z.B. BEI NÄGELE UND STRUBELL
ODER UNTER PARFUMS-DE-MARLY.COM
Issue
N 386
WINTER 2024/25
ESSENTIAL ESSENCES
No Illusion Mascara von Luis Huber
Die Wimperntusche zaubert Volumen und Länge, ohne dabei zu beschweren
oder zu verkleben. Sie pflegt ab dem ersten Auftragen: Provitamin B5 schenkt
den Wimpern Feuchtigkeit, stärkt und repariert sie. Biotinoyl-GHK stimuliert die
Haarwurzeln und regt so das Wimpernwachstum an. Nach 15 Tagen wirken die
Wimpern bereits voller, länger und kräftiger. In der Farbe Unseen Purple lassen
die Farbpigmente die Mascara im Kunstlicht samtschwarz wirken, im Tageslicht
überwiegt der Purple-Anteil, der die Augen strahlen lässt. Die Mascara ist frei
von tierischen Inhaltsstoffen, Parabenen, Mineralölen, Silikonen und Alkohol.
12 ML / 39€ — ERHÄLTLICH BEI LUISHUBER.COM
Timeless Concealer von Luis Huber
Die luxuriöse Textur des Concealers deckt und pflegt gleichermaßen und setzt
sich auch über den Tag hinweg nicht ab. Dank der enthaltenen Hyaluronsäuren
in drei verschiedenen Größen, wird die feine Hautpartie um die Augen mit
intensiver Feuchtigkeit versorgt. Mit der extrabreiten Pinselform, die ein
direktes Verblenden ermöglicht, ist der Concealer auch ideal für unterwegs
oder auf Reisen. In drei Farbnuancen erhältlich.
6ML / 44,50€ — ERHÄLTLICH BEI LUISHUBER.COM
100
Candy Rain Conditioner von Lush
Von der Winterluft trockenes Haar freut sich über diesen Conditioner.
Er duftet nach Tonka und Kakao und zaubert unvergleichlich geschmeidiges
Haar. Feuchtigkeit spendende Kokoscreme, Cashewcreme und
Macadamiamilch verleihen ihm intensive Pflegekraft und kombinieren
sich zu einem einzigartigen Conditioner. Die Nussöle aus Macadamia
und Paranuss sind stärkend. Dieser Haarbalsam hinterlässt eine glatte,
geschmeidige und süß duftende Mähne.
220 ML / 22,95 €
Face Care Rich von Dr. Steinkraus
Bei niedrigen Temperaturen braucht die Haut mehr Pflege. Bei der Face Care Rich ist
der Lipidgehalt deutlich erhöht, so dass eine Wasser-in-Öl-Emulsion entsteht. Sie ist
hervorragend geeignet für die trockene und empfindliche sowie auch für die Mischhaut
und besonders für die reife Haut. Auch bei Kälte oder Trockenheit eine effektiv
wirksame Wohltat. Ihre reichhaltige Formel enthält alle Säulen des TetCode4, die eine
rundum schützende und nährende Pflege hervorbringt, die keine Wünsche offenlässt.
50ML / 62 € — ERHÄLTLICH BEI STEINKRAUS.COM ODER BEI KUSSMUND WIEN
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Runway Lip Color von Tom Ford
WINTER 2024/25
ESSENTIAL ESSENCES
Für Lippen wie Angelina Jolie sorgt die Runway Lip Color in der
Farbe Scarlet Red, der Lieblingsfarbe der Schauspielerin. Die
Formel wurde überarbeitet und ist jetzt dank eines Pflegekomplexes
noch farbintensiver, reichhaltiger und langanhaltender
auf den Lippen.
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ODER BEI MÜLLER
Geschenkset Verwöhnzeit von Weleda
Im limitierten Geschenkset verwöhnen die intensive Handcreme und die
feuchtigkeitsspendende Cremedusche Haut und Seele gleichermaßen.
Die Aroma Spa Verwöhnende Cremedusche ist die ideale Hautpflege für die
kalte Jahreszeit. Dank der milden Rezeptur aus waschaktiven Zuckertensiden
und Aminosäuren, kombiniert mit 100 % pflanzlichen Ölen, reinigt sie den
Körper sanft und bewahrt die natürliche Feuchtigkeit der Haut. Die Aroma Spa
Intensive Handcreme mit Bio-Sheabutter und ätherischen Ölen pflegt sanft
und unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Haut. Dank ihrer reichhaltigen
Formel schützt die Intensivpflege vor Feuchtigkeitsverlust und macht
winterstrapazierte Hände wieder zart und geschmeidig
10,95 € — ERHÄLTLICH IN AUSGEWÄHLTEN APOTHEKEN UND IM REFORMFACHHANDEL
101
Rich Mask von The good Conscious
Trockene Winterhaut freut sich über eine extra Portion Pflege. Die sahnige
Crememaske setzt auf die klärende sowie beruhigende Wirkung des Bergpfeffers.
Dieser wirkt zusätzlich stark antioxidativ und schützt die Haut daher vor
schädlichen Umwelteinflüssen. Reichhaltige Sheabutter spendet intensive
Feuchtigkeit, wirkt rückfettend und hautglättend.
50 ML / 135,00 € — ERHÄLTLICH BEI SHOP.STANGLWIRT.COM
Yog Nog Shower Gel von Lush
Für Gold unter der Dusche sorgt das limitierte Duschgel von Lush. Es
enthält plastikfreien Glitzer, sein Karamellduft verwöhnt die Sinne,
während Glycerin und Ahornsirupwasser die Haut unterstützen, ihre
Feuchtigkeit zu bewahren – in einer Zeit des Jahres, in der
sie ein wenig Extrapflege braucht.
100ML / 10,95 € — ERHÄLTLICH IN DEN LUSH STORES UND
UNTER LUSH.COM/AT
Foto/s © Hersteller
Issue
N 386
KULTUR
KOMMENTAR
Transformation von
„Dritten Orten“
Professor Ing. Mag. Ernst Hoffmann, MBA – Informationsmathematiker – zur
spezifischen Entwicklung von internationalen Dialogmöglichkeiten in den
Bereichen Kultur, Medien, Freizeit und Bildung.
102
A
us der Betrachtungsweise eines
Außenstehenden kann das Veränderungspotenzial
als ein kreativer Vorgang
betrachtet werden, der an vielen
Orten und zu verschiedenen Zeiten
stattfindet. Durch die Vernetzung von
Domänen und Feldern wird diese Entwicklung
darauf ausgerichtet, neue
Kulturprozesse zu initiieren bzw. in
Gang zu setzen. Diese Veränderungen
lösen nicht nur bei den BewohnerInnen,
sondern auch bei Unternehmen
und Politikern einer Stadt eine emotionalisierte
Renaissance der Beziehungen
aus.
Die historische Perspektive von
Städten verweist auf den großen und
mittlerweile mehrfachen Wandel der
wirtschaftlichen und gesellschaftlichen
Gegebenheiten, in denen die
Stadtregierungen darauf bedacht sind,
die Lebensqualität und das Miteinander
der BewohnerInnen zu erhalten
bzw. zu stärken. Dritte Orte respektive
„Great Good Places“ spielen in
Professor Ing. Mag. Ernst Hoffmann, MBA, ist für
das Unternehmen „department of communication
vienna“ als COO tätig.
ernst.hoffmann@docv.at
demokratisch geführten Städten von
Beginn an eine Hauptrolle, sowohl in
städtebaulicher Hinsicht als auch im
Sinne des Gehörfindens von Anliegen
aus Teilen der Bevölkerung oder großer
Organisationen wie Kammern und
Gewerkschaften.
„Darstellung ihrer
Entwicklung,
Relevanz und
Potenziale als soziale
urbane Räume.“
Im Selbstverständnis der einzelnen
Städte zeigt sich zunehmend
das Bestreben, ihre städtischen Einrichtungen
unter ihrem eigenen Markenzeichen
von Anfang an bürgernah
und gesellschaftlich attraktiv zu präsentieren.
Bezüglich der Great Good Places ist
festzuhalten, dass sie einerseits zur
Lebenserfahrung und Teil der Lebenskultur
der BewohnerInnen einer Stadt
geworden sind und auch in diesem
Sinne weit mehr betreffen als Business-Unternehmen,
wenn auch diese
einen Teil der unverzichtbaren Lebensentfaltung
darstellen. Andererseits
spielen sie eine wichtige Rolle bei der
Förderung von sozialen Interaktionen
und dem Gemeinschaftsgefühl, da sie
Orte des Austauschs, der Kreativität
und des sozialen Zusammenhalts bieten.
Zudem tragen sie erheblich zur
Attraktivität und Lebensqualität der
Städte bei, indem sie Raum für vielfältige
kulturelle und gesellschaftliche
Aktivitäten schaffen.
Eine bedeutende wirtschaftliche
Herausforderung, die fortbesteht,
ist der Erhalt urbaner Dienstleistungen
und Infrastrukturen im Sinne der
Bevölkerung. Diese wird durch Abgaben,
Nutzungsentgelte und Steuergelder
daran beteiligt und trägt somit
wesentlich zum Fortbestehen, zur
Erneuerung und Erhaltung sowie zur
Schaffung neuer dritter Orte bzw. zu
den Great Good Places bei.
Ein weiteres wesentliches Anliegen
der BewohnerInnen ist es, die Vielfalt
der menschlichen Kultur als Reflexion
des Alltags aufzuzeigen und dies
einer breiteren Öffentlichkeit erfahrbar
zu machen. Vonseiten der politischen
Vertreter will man das Image
einer Stadt, in der kreative Kultur eine
Hauptrolle spielte, stärken. Vonseiten
der BewohnerInnen steht man vor zwei
Herausforderungen, die mit flankierendem
Kommunikationsbedarf verbunden
sind.
Dies ist zum einen die Bekanntmachung
und Vertrauensbildung hinsichtlich
der Aufgabenverteilung neue
Plätze zu schaffen, zum anderen den
Kommunikations- und Informationsbedarf
in den bestehenden dritten Orten
und Great Good Places zu stärken.
Am Beispiel von europäischen Städten
ist es mir gelungen, von Beginn an
dritte Orte im Rahmen der unabdingbaren
Lebensqualität nicht nur städtebaulich,
sondern auch administrativ
im Finanzhaushalt strukturell festzuschreiben.
Dritte Orte – wie jene in der
Antike – sind kulturprägend und an
unsere kulturelle Gesellschaft anzupassen.
Es bleibt die Hoffnung, dass der
kommunikative Kanal zwischen BürgerInnen
– Gesellschaft – Politik –
Wirtschaft – Administration auch in
Zukunft frei und fruchtbar bleibt und
die Rolle des künstlerischen Schaffens
nicht aus den Augen verloren geht.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
HEREND
N O E L
T O U C H O F C H R I S T M A S
Noel is the French word for Christmas. Herend has created this décor specifically for the Christmas table,
transforming any dining setting into an elegant festive experience. Sharing a cup of coffee with family and
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LIFE & STYLE
REISE
Herbstliche Auszeit
in der Provence
01
Wenn die Sommerhitze nachgelassen hat, dann ist die Zeit
gekommen, eine andere Facette der Region Provence-Alpes-Côte
d’Azur kennenzulernen.
104
n der Provence Verte, der grünen
IProvence, zeigt sich diese südfranzösische
Region von einer ganz anderen
Seite. Nur etwa neunzig Autominuten
von Nizza entfernt liegt im Departement
Var, umgeben von Eichenwäldern
und Weinbergen, das romantische Dorf
Cotignac. Dem 2500-Seelen-Ort wurde
erst 2022 die kulturtouristische Auszeichnung
„Village de caractère du Var“
(Les plus beaux villages de France)
verliehen. Aus gutem Grund – der von
Platanen gesäumte Hauptplatz lädt
mit zahlreichen charmanten Cafés und
Bistros zum Verweilen ein. Zu empfehlen
sind hier besonders das Le Bistro
Cotignac, wo der deutschsprachige
Küchenchef Sébastien herrliches Beef
Tartar vor den Augen der Gäste zubereitet.
Im Picotte Provence genießt man
provenzalische Spezialitäten, die an den
modernen Gaumen angepasst wurden,
wie etwa mit Blutwurst gefüllter French
Toast oder gebackenes Ei mit Trüffel.
Bei einem
02
Verdauungsspaziergang
durch die
engen Gassen
entdeckt man die Sehenswürdigkeiten
von Cotignac, wie etwa eine 400
Meter lange Felswand aus Tuffstein, in
der früher Höhlenbewohner mit ihren
Schafen lebten. Die wildromantischen
Höhlenbehausungen kann man heutzutage
bei einem Rundgang besichtigen,
wo man auch auf zwei verfallene
Türme, genannt Tours Sarrasins
sowie die mittelalterliche Chapelle
Saint-Martin trifft. Cotignac ist ebenfalls
sehr berühmt für das Gotteshaus
Notre Dame de Graces, welches nach
einer Marienerscheinung im Jahr 1590
gebaut wurde und vor allem von Paaren
mit unerfülltem Kinderwunsch
besucht wird. Es heißt, dass Anna von
Österreich nach langen Jahren der Kinderlosigkeit
nach einem Besuch der
Kirche ihren Sohn, den Sonnenkönig
Ludwig XVI empfing. Im Jahr 1667 ließ
König Ludwig XVI deshalb eine Plakette
in der Kapelle anbringen, um an seine
Mutter zu gedenken.
Hotel Lou Calen
Unter den Stars bekannt wurde Cotignac
durch die Initiative von Huguette
Caren. Die junge Frau kaufte im Jahr
1971 ein Landgut, welches im frühen 19.
Jahrhundert vom Duc de Condé erbaut
worden war, und machte es zu einem
16- Zimmer Hotel namens Lou Calen
(auf okzitanisch Öllampe). Ihre provenzalische
Küche erfreute Gäste aus
Politik und Entertainment, wie etwa die
Frau von Charles de Gaulle, Yvonne de
Gaulle und Brigitte Bardot. Auch die Rolling
Stones, The Cure und AC/DC waren
schon zu Gast im Lou Calen, denn in
den benachbarten Miraval-Tonstudios
(deren Inhaber jetzt Brad Pitt ist) nahmen
schon Pink Floyd Teile von „The
Wall“ auf. 1999 schloss Huguette Caren
Lou Calen um sich mehr dem Malen
und Schreiben zu widmen. Ihr neuestes
Buch widmet sich der provenzalischen
Küche. Nach Jahren des Leerstands
wurde das Hotel von Graham Porter aus
seinem Dornröschenschlaf erweckt. Im
Jahr 2015 entstand gleich nebenan das
dazugehörige Centre d’Art La Falaise,
wo zeitgenössische Kunst aus den
Sparten Bildhauerei, Malerei und Fotografie
zu sehen ist, es wird aber auch
als Veranstaltungsort genutzt.
Nicht nur der Kulturhunger, auch
kulinarische Gelüste werden im Lou
03 04 05
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
06
Foto/s © Tanja Tauchhammer, Victor Garnier, Allyson, Melanir Retamar, Charles Goussard
01 Das Restaurant Le Jardin Secret
02 Der Manager von Peyrassol, Alban Cacaret
überprüft die Qualität des Weins
03 Der Weinkeller der Commanderie Peyrassol
04 Der Fels aus Tuffstein von Cotignac
05 Die Ausstellung von Nunan &Cartwright im
Centre d'Art La Falaise
06 Benoit Witz und Huguette Calen
07 Das Gourmetmenü im Chez Jeanette
lässt keine Wünsche offen
08 Moderne Kunst trifft auf Wein in Peyrassol
09 Die schmalen Gassen von Cotignac
Calen befriedigt. Grüner-Michelin-
Stern-Träger Chefkoch Benoit Witz,
der das Handwerk bei Paul Bocuse und
Alain Ducasse erlernen dufte, erfreut
im intimen Rahmen des Jardin Secret
Restaurants die Gäste mit gehobener
Küche basierend auf regionalen Produkten,
die Kräuter züchtet er selbst
im großzügigen Garten der Anlage.
Wer sich noch näher mit der Materie
befassen möchte, dem sei die Chef-
Masterclass mit dem sympathischen
Elsässer empfohlen, gemeinsam mit
der kompetenten Wildkräuterexpertin
Vera Schultz werden die Kräuter auf
dem Areal des nachhaltig geführten
Hotels gesammelt und danach mit
dem Chefkoch zu einem Gourmet-
Menü verarbeitet.
Trinken wie die Tempelritter
Wein, Kunst und Kulinarik findet man
auch in der etwa 45 Minuten von
Cotignac gelegenen Commanderie
de Peyrassol, einem Weingut, das von
den Tempelrittern im 13. Jahrhundert
gegründet wurde. Am Fuße des Massif
des Maures, zwischen dem Mittelmeer
und der Verdon Schlucht, wachsen
wilde Eichenwälder, die das alte Château
Peyrassol und dessen Weingärten
von der Außenwelt abschirmen. Über
Forstwege kommt man ins Herz des
850 Hektar großen Anwesens, wo sich
das wildromantische Chateau,
ein moderner Weinkeller,
die Philippe Austruy
Contemporary Art Collection
und das Restaurant
Chez Jeanette verstecken.
Seit einigen Jahren wird
der gesamte Wein der
Commanderie Peyrassol in
biologischem Anbau hergestellt.
Auf dem Terrain des Anwesens
gedeihen die Trauben für den in der
Provence populären Rosé besonders
gut, aber auch Rot- und Weißwein werden
hier produziert.
Kunst und Weinkultur
In der Commanderie de Peyrassol trifft
traditionelle provenzalische Weinkultur
auf kontemporäre Kunst, der
leidenschaftliche Kunstsammler Philippe
Austruy realisierte hier seinen
Traum eine der größten Open-Air-
Kunstsammlungen Europas zu schaffen.
Inmitten der Weinberge können
die BesucherInnen des Anwesens
Kunstwerke von Daniel Buren, Nicky
de Phalle, Ugo Rondinone und vielen
anderen entdecken, welche sich
nahtlos in die Umgebung einfügen.
Seit 2021 können auch Wechselausstellungen
bekannter kontemporärer
KünstlerInnen entweder im Kunstzentrum
oder in den Weingärten bestaunt
werden. In der permanenten Ausstellung
finden sich Werke von namhaften
Künstlern wie Daniel Spoerri oder
Robert Rauschenberg.
Über Nacht zu bleiben zahlt sich
aus, entweder in den historischen Zimmern
gleich neben dem Kunstzentrum
oder im früheren Jagdschlösschen La
Hotel Lou Calen
1 Cours Gambetta, 83570 Cotignac
+33 498 14 15 29
bonjour@loucalen.com
Le Bistro Cotignac
10 cours Gambetta, 83570 Cotignac
bienvenue@lebistrocotignac.fr
Issue
N 386
07
08
09
Rouvière, welches circa einen Kilometer
von der Commanderie entfernt
liegt. Hier nächtigt man im
provenzalischen Flair, im Winter kann
man am offenen Kamin entspannen
und die Ruhe genießen, im Sommer
sorgt ein Outdoorpool für Erfrischung.
Für die Verköstigung bieten sich
zwei Optionen an, im Le Bistro de Lou
kann man nach einer Führung durch
den Weingarten authentische südfranzösische
Gerichte kennenlernen,
die Commanderie betreibt ihren eigenen
Biobauernhof, wo das Fleisch und
Gemüse für den Großteil der Gerichte
produziert wird. Ein Highlight für jeden
Gourmet ist das Restaurant Chez Jeanette,
welches unter der Ägide vom
Zwei-Sterne-Koch Michel Portos steht.
Wahre Gaumenfreuden zaubern hier
Chefkoch Vivien Rouleaud und sein
Küchenteam aus regionalen und saisonalen
Produkten. Das Menü wird
von den ausgezeichneten Weinen der
Commanderie de Peyrassol perfekt
begleitet.
Abseits der Touristenströme wartet
die Provence Verte mit kulturellen
und kulinarischen Schätzen darauf,
entdeckt zu werden. Vor allem LiebhaberInnen
von Rosé und exzellenter
regionaler Küche werden hier fündig
– auch nach dem Sommer. Denn seien
wir ehrlich, die Provence ist immer eine
Reise wert!
Information
Restaurant Picotte Provence
8 rue Saint Jean, 83570 Cotignac
09-85-06-09-21
provence@picotte.fr
Kräuterführungen von Vera Schultz
+33 603978611
veradentrecasteaux@gmail.com
Commanderie de Peyrassol
1204 chemin de la Commanderie de
Peyrassol, RN7, 83340 Flassans-sur-Issole
+33 (0) 4 94 69 71 02
contact@peyrassol.com
peyrassol.com
105
GESUNDHEIT
INTERVIEW
„Für mich gehört
der Tod wie die Geburt
zum Leben“
Primarius Prof. Dr. Ludwig A. Cik erzählt von seinem Werdegang als Allgemeinchirurg
und spricht über das österreichische Gesundheitssystem, medizinische
Herausforderungen sowie seinen persönlichen Umgang mit dem Tod.
106
„Ich bin nicht dafür
konstruiert, am Schreibtisch
zu sitzen und
Manager zu spielen“
Können Sie uns ein wenig von Ihrer beruflichen
Laufbahn erzählen?
Nach dem Studienabschluss der Allgemeinmedizin
begann ich als junger Arzt an der Universitätsklinik
im Bereich der Traumatologie, also der
Unfallchirurgie. Danach sattelte ich auf Allgemeinchirurgie
um und schloss die Ausbildung dazu im
Krankenhaus „Göttlicher Heiland“ ab. Der damalige
Leiter der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie,
Professor Dr. Arnulf Fritsch, und ich hatten immer
eine gute Zusammenarbeit. Mit dem anerkannten
Chirurgen und Medizinalrat Dr. Josef Kühschelm
habe ich mich auch immer gut verstanden,
weshalb er mich damals fragte, ob ich später
einmal seine Praxis übernehmen möchte.
Ich plante zu dieser Zeit eigentlich, nach Los
Angeles zu ziehen, doch als er mich eines Tages
tatsächlich anrief und mir sagte, dass es nun so
weit wäre und ich seine Ordination in der Billrothstraße
im 19. Bezirk übernehmen könne, tat ich
dies auch. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits
als erster Oberarzt im Krankenhaus Göttlicher
Heiland tätig. Zudem bat
mich Professor Dr. Andras
Dezsi, im Rudolfinerhaus
zu arbeiten. Als junger
Chirurg konnte ich so
neben bereits etablierten
Kolleginnen und Kollegen
im Rudolfinerhaus Fuß
fassen und viele Patienten
operieren und behandeln.
Später übernahm ich dann
die Leitung der Chirurgie im Göttlichen Heiland.
In dieser Zeit arbeitete ich auch immer wieder
mit Professor Dr. Peter Hernuss – dem Gründer
und Leiter der Privatklinik Döbling – zusammen,
der mich regelmäßig fragte, ob ich nicht dort die
chirurgische Abteilung leiten wollen würde. Zu
Beginn traute ich mir das aber nicht zu, weil ich
dachte, dass das Operieren von Privatpatientinnen
und -patienten doch eher riskanter wäre. Schließlich
konnte er mich aber dennoch überzeugen und
seither bin ich dort leitender Chirurg und operiere
sehr viele Patientinnen und Patienten aus ganz
Österreich, zunehmend auch aus dem Ausland.
Aufgrund meiner Sprachkenntnisse habe ich
generell immer viele internationale Patientinnen
und Patienten behandelt und operiert. Zudem war
ich etwa 15 Jahre bei der österreichischen Ärzte-
Flugambulanz tätig und habe dort viel Erfahrung
im Ausland gesammelt.
Um auf Ihre Sprachkenntnisse zurückzukommen
– welche und wie viele Sprachen beherrschen
Sie denn?
Meine Muttersprache ist Slowakisch, Tschechisch
und Russisch mussten wir damals ebenfalls
lernen, außerdem spreche ich Serbokroatisch und
Rumänisch und natürlich Deutsch und Englisch.
Warum haben Sie sich für die Allgemeinchirurgie
entschieden? War für Sie immer schon klar, dass
Sie in diesem Bereich arbeiten möchten?
Ich habe, wie gesagt, mit Traumatologie bzw.
Unfallchirurgie begonnen und dann aber festgestellt,
dass mir die Allgemeinchirurgie eigentlich
mehr zusagt, vor allem, weil man hierbei
Menschen nicht nur bei „dramatischen“ Ereignissen
helfen kann – man spezialisiert sich in der
Allgemeinchirurgie auf etwas und das kommt
wiederum den Patientinnen und Patienten zugute.
Was macht, Ihrer Meinung nach, einen guten
Chirurgen aus?
Es ist alles eine Sache der Routine, die natürlich
entsteht, wenn man schon viele Jahre in dem
Beruf tätig ist und ihn gerne ausübt, was bei mir
der Fall ist. Ich rate auch meinen jungen Kolleginnen
und Kollegen immer: „Mach nur das, wofür
dein Herz brennt und nichts Anderes. Wenn du
dich wohlfühlst und das Gefühl hast, dass es
passt und du dich verwirklichen und Menschen
helfen kannst, dann bleib dabei.“ Deshalb bin ich
auch ein Leben lang dabeigeblieben – trotz Angeboten
aus Moskau oder Bukarest, dort eine Klinik
zu leiten. Aber das wäre nichts für mich gewesen,
ich bin nicht dafür konstruiert, am Schreibtisch zu
sitzen und Manager zu spielen, denn viel lieber bin
ich bei meinen Patientinnen und Patienten.
Haben Sie das Gefühl, Menschen retten zu können?
Ja, absolut. Man sieht bedauerlicherweise weltweit
viele Fälle, in denen man das Leben vielleicht
noch hätte retten können, wenn Engagement
und wirkliches Knowhow sowie Interesse von
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Primarius Prof. Dr. Ludwig A. Cik
Ärztinnen und Ärzten oder Schwestern vorhanden
gewesen wären. So etwas tut mir im Herzen weh.
Wieviel Zeit nehmen Sie sich für Ihre Patientinnen
und Patienten, für Gespräche mit ihnen, bevor Sie
sie behandeln?
Es ist extrem wichtig, sich Zeit für Gespräche
zu nehmen. Das habe ich von meinem Mentor,
Herrn Professor Dr. Franz Gerstenbrand, gelernt,
der immer betont hat, wie wichtig es sei, sich mit
den Patientinnen und Patienten wirklich auseinanderzusetzen
und ihnen zuzuhören, weil in den
Gesprächen schon oft die Diagnose bzw. wichtige
Inputs für die Diagnose übermittelt werden.
Wie gehen Sie persönlich mit dem Tod um?
Für mich gehört der Tod so wie die Geburt zum
Leben. Ich bin ein wirklich gläubiger Mensch und
wenn mich Leute fragen, ob ich an Gott glaube,
sage ich: „Ich glaube nicht an Gott, sondern ich
weiß, dass es ihn gibt, weil ich das schon so oft in
meinem Leben erfahren hab dürfen.“
Wenn man zum Beispiel sieht, dass man einem
Patienten im fortgeschrittenen Krebsstadium
nicht mehr helfen kann, dann sollte man auch das
Leben nicht unnötig verlängern. Jeder hat sein
Schicksal und seinen Weg, deswegen erschreckt
mich der Tod in diesen Fällen auch nicht. Vielmehr
beunruhigt mich der unnötige Tod – wenn etwa
Medizinerinnen und Mediziner versagen. Das trifft
und beschäftigt mich immer sehr.
Wie bewerten Sie das österreichische
Gesundheitssystem?
Durch die enormen finanziellen Zuwendungen
würde ich sagen, dass es, verglichen mit anderen
Ländern, gut funktioniert. Aber es herrscht natürlich
auch bei uns Optimierungsbedarf. Es gibt ja
die Tendenz – zum Beispiel in Niederösterreich
– einige Spitäler zu schließen und das ist meiner
Meinung nach etwas, das man österreichweit
überdenken sollte. Man sollte Zentren für Spitzenmedizin
gründen und parallel dazu Regionalversorgungen
für Patientinnen und Patienten
anbieten, damit niemand durch den Rost fällt.
Zudem gehört die Zusammenarbeit zwischen
praktischen Ärztinnen und Ärzten und den Spitälern
forciert, dahingehend gibt es noch viel Raum
für Verbesserung.
Angenommen, ein hochrangiger internationaler
Akteur oder Diplomat braucht Ihre medizinische
Hilfe, wie geht er oder sie dann am besten vor?
Einfach anrufen und ich kümmere mich von A bis
Z um ihn oder sie. Ich kann ein Flugzeug organisieren,
den Transport vom Flieger ins Krankenhaus
oder ein Hotel im Zusammenhang mit einer ambulanten
Betreuung – dahingehend bin ich bestens
vorbereitet. Diskretion wird bei uns natürlich
ebenfalls groß geschrieben.
Warum zahlt es sich aus, zu Ihnen in die Privatklinik
Döbling zu kommen?
Weil die Patientinnen und Patienten die Möglichkeit
haben, bei mir zu landen. Was das Gesamtkonzept
der Behandlung betrifft, ist es mir
gelun gen, mich in den letzten Jahrzehnten mit
Topmedizinerinnen und -medizinern aus sämtlichen
Fachrichtungen zu umgeben. Das sind aber
nicht nur Spitzenmedizinerinnen und -mediziner,
sondern auch Menschen, bei denen man sich
wohlfühlt und mit denen man gut zusammenarbeiten
kann.
107
Foto/s © SOCIETY/Pobaschnig
Wie lautet Ihr Lebensmotto?
„Quidquid agis, prudenter agas et respice finem:“
Was immer du tust, tu es umsichtig und überlege
dir das Ende.
Prim. Prof. Dr. Ludwig A. Cik
Facharzt für Chirurgie
Ambulanz für Allgemein- und Endoskopische Chirurgie
+43 1 360 66-7722 und +43 664 262-1100
cik.vienna@gmx.at
Issue
N 386
LIFE & STYLE
HOTEL
Entschleunigen im
winterlichen Seewinkel
108
Harmonisch schmiegt sich das VILA VITA Pannonia**** S in die idyllische Winterlandschaft
des burgenländischen Seewinkels. Gemütliche Spaziergänge, wohltuende
Wellness und kulinarische Köstlichkeiten verwöhnen hier Genießer, die in
aller Ruhe Kraft tanken und sich etwas Gutes tun wollen.
A
uf dem über 200 Hektar großen
Naturareal eröffnet sich ein beeindruckendes
Potpourri exklusiver
Erholung. Nur 80 Kilometer von Wien
entfernt bietet das großzügige Resort
Erholung im Einklang mit der Natur und
unzählige Möglichkeiten zur Gestaltung
von Wintertagen abseits der Berge.
Winterzeit ist Wellnesszeit
im VILA VITA
Wenn es draußen kalt ist, ziehen sich
Gäste des Resorts in den schönen
Wellnessbereich zurück,
der mit zwei Relax Guide Lilien
ausgezeichnet wurde. Großzügige
Pools in- und outdoor
sowie das Saunadorf laden zur
Entspannung ein. Saunafreunde lieben
die Panorama-Selbstaufguss-Sauna
und den Ruheraum mit Lehmwänden.
Highlight on Top: Der entspannende
Outdoor-Relax-Pool. Ein außergewöhnliches
Massageangebot, professionelle
Beautytreatments und wohltuende
Körperanwendungen revitalisieren von
Kopf bis Fuß.
Gemütliche Tage in völliger
Privatsphäre
Wer sich nach gemütlichen Tagen in
völliger Privatsphäre sehnt, der kommt
in eine der luxuriösen Residenzen.
Die höchsten ökologischen
Standards entsprechenden,
luxuriösen
Residenzen am See-lakeside
liegen in einer idyllischen Privat-Bucht
direkt am Wasser. Traumhaftes
Wohnambiente und die umliegende
Naturlandschaft fließen dank großer
Panoramafenster ineinander. Das
Private-Living-Highlight für jede Residenz-lakeside:
Eine finnische Sauna,
die mit hochwertigen ätherischen Ölen
die Sinne umschmeichelt. Die Residenzen
am See-parkside erweitern
das Private Living Angebot des Naturresorts.
Mit einem beeindruckenden
Blick auf den Ökopark „Pannonia Hills“
genießen Gäste Ruhe und Privatsphäre.
Puren Genuss erleben: Im VILA VITA
Pannonia erwarten Feinschmecker in
drei Restaurants und drei Bars kulinarische
Highlights – von regionalen
burgenländischen Spezialitäten bis
hin zu exquisiter Gourmetküche im
Seerestaurant „Die Möwe“ – ein Rückzugsort
für alle, die dem Alltag entfliehen
möchten.
Foto/s © Vila Vita
VILA VITA Pannonia**** SUPERIOR
Storchengasse 1, 7152 Pamhagen
Tel.: +43 (0) 2175 - 21800
info@vilavitapannonia.at
vilavitapannonia.at
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
KULTUR
ARCHITEKTUR
Der Visionär der urbanen
Lebensräume: Die Macht
des Architekten und seine
Rolle als Lebensbegleiter
Eine große Anzahl von modernen Bauten weltweit haben in den letzten Jahren
die Aufmerksamkeit der internationalen Architektengilde gelenkt. Innovative
Kreationen – verbunden mit ausgewogenen Konzepten – zeigen, dass der Schritt
in das 21. Jahrhundert gelungen ist.
TEXT VON DIPL.-ING. JÖRG STADLBAUER
Foto/s © privat
S
ehen das die BewohnerInnen solcher
modernen Bauwerke auch
so? Ja, die BewohnerInnen dieser
Bauwerke erkennen und schätzen,
wenn sie besonders gut durchdacht
sind. Architektur ist mehr als nur Baukunst,
es ist das Entwerfen von Bauwerken,
die sich in den Lebensrhythmus
der Menschen einfügen müssen.
So schaffen sie eine lebenswerte und
funktionale Wohnpsychologie. Durch
eine wohldurchdachte Architektur und
Stadtplanung entsteht ein einzigartiges
Erscheinungsbild und der Charakter
unserer Städte, welche die Interaktionen
der BewohnerInnen und deren
Wahrnehmung ihrer Umgebung maßgeblich
beeinflussen.
Die ArchitektInnen und die politischen
VertreterInnen einer Stadt formen
das Gesicht unserer Städte und
räumen den BewohnerInnen ein Mitgestaltungsrecht
ein. Das Ergebnis lässt
sich als eine Symbiose aus Kreativität,
Kunst und Architektur bezeichnen, bei
der alle drei Disziplinen ineinandergreifen
und sich gegenseitig befruchten.
Auf diese Weise können Architekturbüros
Projekte umsetzen, die sowohl den
praktischen Bedürfnissen als auch den
künstlerischen Visionen der Bewohner-
Innen gerecht werden. Eine Bereicherung,
die nicht nur die Gestaltung der
Projekte, sondern auch die der ArchitektInnen
nachhaltig beeinflusst. Ein
Architekturbüro hat die Aufgabe und
die Pflicht, eine Vielzahl von ExpertInnen,
die in den Bereichen Architektur,
Ingenieurwesen, Konstruktionsmethoden,
Landschaftsplanung und Stadtsoziologie
tätig sind, bei der Umsetzung
von Projekten miteinzubeziehen. Diese
interdisziplinäre Zusammenarbeit
ermöglicht es, komplexe städtische
Probleme aus verschiedenen Perspektiven
zu betrachten und ganzheitliche
Lösungen zu erarbeiten. Durch die
Zusammenarbeit wird sichergestellt,
dass die zu entwickelnden Stadtteile
den Bedürfnissen der BewohnerInnen
gerecht werden und gleichzeitig das
Potenzial haben, zukünftigen Herausforderungen
standzuhalten. Durch die
genannten Maßnahmen tragen Architekturbüros
maßgeblich zur modernen
Stadtentwicklung bei.
Dieser Ansatz fördert neue Projekte
und gewährleistet, dass sie den Anforderungen
der EinwohnerInnen entsprechen.
Die Gestaltung von öffentlichen
Räumen, die mit Hilfe von speziell
durchgeführten Workshops und Bürgerbeteiligungen
entwickelt wurden,
stellen sicher, dass sie funktional und
ansprechend für die Gemeinschaft
sind. Dabei spielen fokussierte Architekturbüros
eine zentrale Rolle, da sie
gemeinsame kreative und innovative
Lösungen entwickeln, die das städtische
Leben jedes einzelnen Bürgers
bereichern.
In den letzten Jahren hat die Einbeziehung
von neuen Technologien in den
Entwurfsprozess für die ArchitektInnen
neue Möglichkeiten eröffnet. Projekte
können mit diesen Instrumenten
präzise geplant und somit potenzielle
Probleme frühzeitig erkannt werden.
Diese Technologien tragen nicht nur
zur Effizienz bei, sondern ermöglichen
auch die Realisierung komplexer und
innovativer Designs, die die bereits
bestehenden traditionellen Methoden
einer Planung übertreffen.
Architekturbüros spielen eine entscheidende
Rolle in der Gestaltung
unserer Städte. Sie sind die kreativen
Zentren, in denen Ideen für die urbane
Entwicklung geboren und weiterentwickelt
werden. Diese Büros sind nicht
nur Orte des Designs, sondern auch
der Innovation, wo ArchitektInnen und
StadtplanerInnen zusammenarbeiten,
um nachhaltige, funktionale und
ästhetisch ansprechende Lösungen für
die Herausforderungen des urbanen
Raums zu entwickeln.
109
Architekt Dipl.-Ing. Jörg Stadlbauer,
Geschäftsführender Gesellschafter der planraum ZT GmbH
joerg.stadlbauer@planraum.com
Issue
N 386
LIFE & STYLE
HOTEL
Kostbares
Kleinod
110
In St. Anton am Arlberg schafft das ARPURIA ein bemerkenswertes Gesamtkunstwerk
des dezenten Luxus. Hidden Luxury, der es jede Minute wert ist, entdeckt
und genossen zu werden.
K
ostbar – das ist wohl eines der
treffendsten Wörter, um das ARPU-
RIA in der Winterwelt des Arlbergs zu
beschreiben. Kostbar – im Sinne eines
Zuhauses, das versteht, was für viele
Menschen heute echter Luxus ist:
Leise, sanft, zur Ruhe kommen, sich
fallen lassen und entspannen, Zeit für
Geselligkeit finden und für sich selbst.
Die Gastgeber treibt ein zentraler
Gedanke an: Einen Ort zu pflegen, der
exklusiv ist, aber nicht pompös. Der
jede Annehmlichkeit bietet, aber nicht
aufdringlich ist. Die Liebe steckt im
Detail: In den edlen Materialien des
Interieurs, in Zimmern, die wahre Meisterwerke
der Gastfreundschaft sind, in
hochwertiger Bettwäsche und vielen
vermeintlichen „Kleinigkeiten“ mehr.
Ein Ambiente zum Wohlfühlen für
anspruchsvolle Genießer.
Frische Spuren im Schnee
360 Pistenkilometer, von einfach bis
schwierig, von kinderfreundlich bis
weltmeisterlich, jeden Tag perfekt präpariert,
schneesicher zwischen 1.200
und 2.800 Metern Höhe. Der Winterspaß
reicht von Snow- und Funparks
über Carving Areas, von Rennpisten
Im ARPURIA verschmelzen Exklusivität und familiäre Wärme zu etwas ganz Besonderem
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
über Rodelstrecken, von Schneeschuh-
Wanderwegen über Tourenstrecken
bis hin zu Langlaufloipen. ARPURIA
perfektioniert das Erlebnis in einer
der renommiertesten Winterregionen
Österreichs mit einem kostenlosen
Hotelshuttle ins Ortszentrum, mit Concierge-Service
und beheiztem Skiraum
sowie einem modernen Skidepot direkt
an der Piste.
Genuss auf der ganzen Linie
Die kulinarischen Köstlichkeiten im
ARPURIA sind ein Genuss. Produkte
von höchster Qualität und größtenteils
regionaler Herkunft sind für die
Küchenchefs eine Selbstverständlichkeit.
Eine abwechslungsreiche kulinarische
Reise führt durch drei einzigartige
Restaurants: Im PURA Casual
Fine Dining genießen Gäste kreative
Gourmetküche, ZENZIS Stube verwöhnt
mit traditionellen Fondue-Spezialitäten
und im Q Dinner Club erleben
Gourmets asiatische Fusionsküche, die
exotische Aromen mit modernen Einflüssen
verbindet.
Weitere Informationen
ARPURIA hidden luxury mountain home
Gastigweg 37, 6580 St. Anton am Arlberg
Tel.: +43 (0) 5446 2236 0
info@arpuria.com
arpuria.com
Foto/s © Hotel Arpuria
Lobmeyr
in Japan
LIFE & STYLE
KUNST
Von 13. April bis 13. Oktober 2025 findet die nächste Weltausstellung, die EXPO 2025,
in Osaka-Kansai in Japan statt. Die Traditionsunternehmen Lobmeyr und Bösendorfer
stellen Leihgaben für den Österreich-Pavillon bereit, die bereits für eine Vorpräsentation
in der österreichischen Botschaft in Tokio verschifft wurden.
Foto/s © Golden Hour Pictures, Expo Austria/BWM Designers & Architects
Ü
ber 28 Millionen Besucher, 161 teilnehmende
Länder und 9 internationale
Organisationen werden bei der
EXPO 2025 in Osaka erwartet. Unter
dem EXPO-Thema „Designing Future
Society for Our Lives“ liefert Österreich
Ideen zur Gestaltung einer prosperierenden
Zukunft in den Bereichen Natur,
Tradition und Innovation.
Traditionshandwerksbetriebe
präsentieren ihr Können
Zahlreiche heimische Manufaktur- und
Kunsthandwerksbetriebe präsentieren
bei der EXPO 2025 ihre Leistungsfähigkeit
und Innovationskraft. Am 17.
Oktober 2024 wurden bereits einige
Ausstellungsstücke, wie ein barocker
Maria Theresien Luster sowie eine von
Eva Petrič für Lobmeyr entworfene
Stehlampe, auf dem Betriebsgelände
von Pawel Packaging verabschiedet.
Anwesend waren dabei u.a. der Wiener
Bürgermeister
Michael Ludwig,
die japanische Botschaftssekretärin
Kotoe Otsuk, Lobmeyr
Geschäftsführer
Johannes Rath,
Lobmeyr Vertriebsleiter
Stefan Rastl
und der Projektleiter
des EXPO-Büros der
Wirtschaftskammer
Alf Netek.
Die filigrane Handwerkskunst
von Lobmeyr
„Dass Innovation und Traditionsbewusstsein
Hand in Hand gehen, ist eine
Philosophie, die wir mit Japan teilen.
Zudem sind wir von der Bedeutung
von zeitlosem, regional hergestellten
Kunsthandwerk in einer nachhaltig
gestalteten Zukunft überzeugt und
freuen uns, dieses bei der EXPO 2025
zu präsentieren,“ so Mag. Johannes
Rath, Geschäftsführer J. & L. Lobmeyr.
Auch Bürgermeister Ludwig zeigte
sich über die Präsenz von Wiener Traditionsunternehmen
bei der EXPO 2025
begeistert: „Für lokale Unternehmen
bietet die EXPO 2025 eine wertvolle
Gelegenheit, neue Partnerschaften auf
globaler Ebene zu knüpfen und bestehende
Wirtschafts- und Handelsbeziehungen
weiter auszubauen. Ich freue
mich außerdem, dass ein historisch
bedeutendes Wiener Unternehmen wie
Lobmeyr auch bei der Weltausstellung
ein internationales Aushängeschild
für unsere Kulturweltstadt ist“, so der
Wiener Bürgermeister.
Glas- und Lustermanufaktur
Lobmeyr
Nicht nur kulturell hat die Wiener Glasund
Lustermanufaktur Lobmeyr als
Botschafter österreichischer Handwerkskunst
Bedeutung, sondern auch
wirtschaftlich als wichtiger Akteur im
globalen Luxus- und Designmarkt mit
einer Exportquote von rund 80 Prozent.
Lobmeyr gilt seit über 200 Jahren
als führende Kraft in der Verbindung
von traditioneller Handwerkskunst
und zukunftsorientiertem Design. Mit
Klassikern wie den von Josef Hoffmann
entworfenen Gläsern oder modern
interpretierten Lichtobjekten wie die
Metropolitan Luster setzt die Marke
seit 1823 Maßstäbe im zeitlosen Design.
In Japan kann Lobmeyr zudem auf
eine Geschichte herausragender Projekte
verweisen. So zieren Werke des
Wiener Familienunternehmens große
Konzerthäuser und Hotels wie zum Beispiel
die Harmony Hall in Fukui oder das
Hotel Kokusai 21 in Nagano. In Tokyo
befindet sich darüber hinaus der Lobmeyr-Salon
im Omote Sando Viertel.
lobmeyr.at
unten Die österreichische Delegation verabschiedet
den ikonischen Met-Luster; darunter Bösendorfer steuert
ebenfalls einen Flügel bei
111
Issue
N 386
LIFE & STYLE
HOTEL
Quellenhof Luxury Resort Passeier
Das Quellenhof Luxury Resort Passeier, idyllisch
gelegen und nur 15 Minuten von Meran entfernt,
zählt zu den exklusivsten sowie vielseitigsten
Ferienresorts der Alpen. Der Wellness- und
SPA-Bereich beeindruckt Genießer mit 25 Saunen
und einer einzigartigen Wasserlandschaft
(12 beheizte Pools). Kinder haben in dem Acqua
Family Parc mit Indoor-Pool und 102-Meter-
Rutsche jede Menge Spaß. Mit kulinarischem
Verwöhnprogramm, vielfältigen Freizeitangeboten
(Golf, Tennis, Reitanlage und Kid-Action-
Park) ist das Quellenhof Luxury Resort Passeier
ein Traumziel für Familien und Erholungssuchende
jeden Alters.
Alpines Flair, Malediven-
Feeling oder Olivenhaine
Weitere Informationen
QUELLENHOF LUXURY RESORTS
Südtirol | Gardasee
www.quellenhof-resorts.it
Im Quellenhof Luxury Resort Passeier, in der Quellenhof See
Lodge und im Quellen hof Luxury Resort Lazise am Gardasee
lässt es sich wunderbar entspan nen. Die drei exklusiven
Refugien in traumhafter Lage laden zu Wellness, Sport
und exquisiter Kulinarik.
Quellenhof See Lodge im Passeiertal
112
Als ein Wohlfühlort nur für Erwachsene ab 14
Jahren ist die Quellenhof See Lodge der Inbegriff
purer Entspannung. Nur 26 Wohneinheiten
machen das Luxusdomizil zu einem der kleinsten
5-Sterne-Hotels in Südtirol – was dem
Urlaub Exklusivität verleiht. Das Wohn-Repertoire
reicht von chicen Suiten bis zu noblen See-
Suiten mit direktem Einstieg in den Badesee und
vier extra-luxuriösen See-Villen, deren Highlight
die großzügige Wohlfühl-Terrasse mit Privatpool
und Sauna sowie der Hängematte über dem
Wasser ist. Das BalanceSPA sorgt für absolute
Entspannung, das BalanceSPORT-Programm hält
fit, während die BalanceCUISINE im Panoramarestaurant
und dem exklusiven „underwater restaurant“
kulinarische Höhepunkte setzt.
Quellenhof Luxury Resort Lazise
Umgeben von Olivenbäumen und Pinien
begrüßt das Quellenhof Luxury Resort Lazise
Genießer und Kinder ab vier Jahren. Das Resort
verwöhnt seine Gäste mit außergewöhnlicher
Kulinarik und einem großzügigen Wellnessund
Spa-Angebot (2.000m²). Der Sky- und der
Sportpool (beheizt), das Kinderbecken mit
Rutschen und der Naturbadesee mit direktem
Zugang zur traumhaften Gartenanlage lassen
keine Wünsche offen. Mit dem täglichen „Feel
Moved“-Programm, den Sportplätzen und
einem Fahrrad-, E-Bike- und Mountainbikeverleih
steht dem Bewegungsdrang nichts mehr
im Wege. Auf Wunsch steht ein Personal Trainer
zur Verfügung und Golfer erwartet eine große
Vielfalt an Golfplätzen.
Foto/s © Quellenhof Luxury Resorts - A. Haiden, S. Schwabl, G&D Staschitz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
WIRTSCHAFT
ANLAGE
Gold – eine traditionell
sichere Geldanlage
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten und steigender Inflationsraten suchen
immer mehr Menschen nach Möglichkeiten, ihr Vermögen langfristig zu sichern. Gold
gilt seit Jahrhunderten als stabile Wertanlage und hat in den letzten Jahren erneut
an Bedeutung gewonnen. Es bietet Sicherheit und Werterhalt, die viele moderne und
riskante Finanzprodukte nicht garantieren können.
Warum in Gold investieren?
Gold ist ein begrenzter Rohstoff, dessen
Wert nicht durch Maßnahmen wie den
Nachdruck von Banknoten beeinflusst
werden kann. Obwohl der Goldpreis
Schwankungen unterliegt, zeigt der
langfristige Trend über Jahrzehnte und
„Sichern Sie Ihre Zu kunft
mit einer Investition in
Gold — einer bewährten
und verlässlichen
Geldanlage.“
Risiko und Sicherheit herzustellen.
In welche Formen von Gold investieren?
Gold kann in verschiedenen Formen
erworben werden. Besonders
beliebt sind:
▪ Goldbarren Sie sind in verschiedenen
Größen erhältlich, von kleinen
1-Gramm-Barren bis hin zu größeren
1-Kilogramm-Barren.
▪ Bullion-Goldmünzen Diese Münzen
bestehen aus reinem Feingold
(999/1000) oder hochwertigen Legierungen.
Beliebte Beispiele sind die
Wiener Philharmoniker, Dukaten,
Maple Leaf und Krugerrand.
Investoren jederzeit einen Überblick
über den Stand ihrer Anlage haben.
Wichtig ist der Kauf von tatsächlichem
Anlagegold, das von hoher Qualität
und international anerkannt ist.
Gold&Co. bietet Ihnen eine sichere und
unkomplizierte Möglichkeit, in Gold zu
investieren. Die Experten vor Ort beraten
Sie umfassend und unterstützen
Sie bei der Auswahl der passenden
Produkte für Ihre individuellen Bedürfnisse.
Ob für den privaten Besitz oder
die Lagerung bei einer vertrauenswürdigen
Stelle – wir helfen Ihnen, eine
sichere Entscheidung zu treffen.
Langfristige Stabilität
für Ihr Vermögen
113
Foto/s © Gold & Co
Jahrhunderte hinweg einen stetigen
Wertzuwachs. Damit ist Gold besonders
für eine langfristige Vermögenssicherung
geeignet.
Das Edelmetall wird
häufig als „sicherer Hafen“
bezeichnet und dient als
Schutz vor Inflation und
wirtschaftlichen Krisen.
Experten empfehlen, 10-20
Prozent des Vermögens in
Gold anzulegen, um das
eigene Portfolio intelligent
zu diversifizieren und ein
Gleichgewicht zwischen
Beide Varianten haben den Vorteil,
dass sie stets nah am Goldkurs gehandelt
werden. Der aktuelle Wert lässt
sich einfach recherchieren, wodurch
Gold ist nicht nur eine Investition in
Sicherheit, sondern auch eine Möglichkeit,
den Wert Ihres Vermögens
über Jahre und Jahrzehnte hinweg
zu erhalten. Ob als Schutz vor
Inflation oder als Baustein eines
ausgewogenen Portfolios – mit
Gold schaffen Sie sich eine
solide Grundlage für Ihre finanzielle
Zukunft.
Mehr Informationen und
aktuelle Preise finden Sie auf
goldundco.at.
Issue
N 386
FÜR SIE GELESEN
EXLIBRIS
Exlibris
Von faszinierenden Pflanzenwelten über die letzten Jahre
der Zweiten Republik bis hin zu den großen Geheimnissen
historischer Wiener Hotels – auch für diese Ausgabe haben
wir uns für Sie wieder durch unterschiedlichste Genres
gelesen und eine bunte Bücherauswahl zusammengestellt.
114
Eine halbe Ewigkeit
Ildikó von Kürthy
Rowohlt Verlag
Eines Tages entdeckt Cora Hübsch ein
Tagebuch, das sie vor 25 Jahren selbst
geschrieben hat – eine halbe Ewigkeit
ist seither vergangen: das letzte Kind
ist außer Haus, die Ehe ist öde und
etliche Fragen stehen offen. Als Fortsetzung
ihres Erfolgsromans „Mondscheintarif“,
der ebenfalls vor 25 Jahren
erschienen ist, erzählt Ildikó von
Kürthy die Geschichte der zwei Protagonist:innen
– Cora Hübsch und
Dr. Daniel Hofmann – weiter. Was ist
nach dem glücklichen Ende des ersten
Buches passiert?
Die Achse der Autokraten
Anne Applebaum
Siedler Verlag
Autokratische Regierungen der heutigen
Zeit zeichnen sich unter anderem
durch ihre gute Vernetzung untereinander
aus. Welche Gefahren dies
für die Demokratie mit sich bringt, wie
unterschiedliche autokratische Regime
zusammenarbeiten und wie sich diese
mit aggressiven Taktiken gegenseitig
Sicherheit und Straffreiheit verschaffen,
erklärt Anne Applebaum in ihrem
Buch. Dabei wirft sie unter anderem
einen Blick auf Russland, China und
den Iran.
Ein Steinpilz für die Ewigkeit
Hannes Ringlstetter
dtv Verlag
In seinem Buch berichtet Hannes
Ringlstetter von der Beziehung zu seinem
Vater. Dabei setzt er sich tiefgehend
mit Themen wie dem Tod und
der Endlichkeit auseinander. Er gibt
einen Einblick in sein persönliches
Leben sowie die Höhen und Tiefen, die
er mit seinem Vater erlebt hat. Was
genau ein Steinpilz mit dieser berührenden
Geschichte zu tun hat und
was man aus ihr für das eigene, zwischenmenschliche
Miteinander lernen
kann, müssen Sie jedoch selbst herausfinden!
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Die letzten Jahre der Zweiten Republik
Georg Renner
ecowing
FÜR SIE GELESEN
EXLIBRIS
Der niederösterreichische Politik-Journalist Georg Renner analysiert,
wie Skandale und Krisen das Land und seine Demokratie tiefgreifend
verändert haben. Misstrauen und Populismus sind heute wesentliche
Bestandteile der österreichischen Politlandschaft – doch wie konnte es
dazu kommen? Renner zeichnet ein Bild einer Nation im Umbruch, deren
Parteilandschaft sich heute unversöhnlicher und polarisierter darstellt,
als je zuvor.
Wiener Hotels und ihre Geheimnisse
Johannes Sachslehner
Styria Verlag
Die Mauern der legendärsten Hotels Wiens halten unzählige spannende
Geschichten bereit – Bestsellerautor Johannes Sachslehner hat sie gesammelt
und zu einer fesselnden Zeitreise verknüpft. In seinem Buch schildert er die
dunkle Geschichte des Luxushotels Métropole, die Wiener Hotel-Abenteuer Casanovas
und er erzählt, wo einst der Zar von Russland, der Schah von Persien oder
die Nazibonzen Heydrich und Himmler abstiegen. Außerdem verrät er die nervigen
Capricen von berühmten Gästen wie Wallis Simpson oder John Lennon.
Ohne Mücken keine
Schokolade
Sarah M. Schmidt
leykam:
Auf 208 Seiten beleuchtet die promovierte
Biologin Sarah M. Schmidt
den Einfluss von Pflanzen auf unser
gesamtes Zusammenleben. In launigen
Pflanzenporträts präsentiert sie
erstaunliches Wissen über Äpfel, Zitronen
oder Kakaopflanzen, die übrigens
eine spezielle Mücke zur Bestäubung
brauchen, bis hin zur Geschichte der
Banane, die eigene Klone bildet und
früher einmal Kerne hatte – eine spannende
Reise in die Welt der Pflanzen.
Unterwegs in Polen –
Das große Reisebuch
Kunth Verlag
In diesem Reisebuch wird der Facettenreichtum
Polens aufgezeigt: neben
spannenden Einblicken in die Kultur
und Kulinarik des Landes bietet es
eine praktische Übersicht über verschiedene
Reiserouten. Jede Seite
wird von beeindruckenden Bildern
geziert, wodurch man bereits einen
kleinen Vorgeschmack auf die Vielfalt
und atemberaubende Natur Polens
bekommt. Auch diverse Karten sind
im Buch enthalten – der Reiseplanung
steht damit nichts mehr im Weg.
Reiseführer Belgien
Reinhard Tiburzy
Dumont Verlag
Dieser Reiseführer ist genau die richtige
Wahl, wenn man Belgien aus einem neuen
Blickwinkel heraus entdecken möchte.
Egal ob Städtetrip oder doch lieber
Strandurlaub: der Reiseführer bietet
neben Informativem auch zahlreiche
Insider-Tipps. Natürlich kommen dabei
auch Kultur und Kulinarik nicht zu kurz:
der Autor verrät, wo man die köstlichsten
belgischen Waffeln und die knusprigsten
Pommes findet und wo man – gut
gestärkt – am besten in die belgische
Kultur eintaucht.
115
Issue
N 386
FÜR SIE GELESEN
EXLIBRIS
116
Altern
Elke Heidenreich
Hanser Berlin
Elke Heidenreich hat ein Buch über
das Altern geschaffen, das Mut macht.
Wie lernen wir, so gut wie möglich mit
dem Altwerden zurechtzukommen?
Wie kann man alt werden und dabei
ein erfülltes Leben führen? Persönlich,
ehrlich und lebensklug: Heidenreich
reflektiert auch über ihr eigenes
Leben und über Beziehungen zu anderen
Menschen. Ein unterhaltsames
Plädoyer für einen positiven Umgang
mit dem Alter.
Kapitalismus am Limit
Ulrich Brand und Markus
Wissen
oekom Verlag
Der Kapitalismus gerät mehr und
mehr an seine Grenzen – Ulrich Brand
und Markus Wissen setzen sich in
ihrem Buch mit den negativen Effekten,
die die „imperiale Lebensweise“
mit sich bringt, auseinander und zeigen
auf, weshalb diese immer mehr in
den Fokus von Debatten gerät. Dabei
machen sie nicht nur auf die Klimakrise
sondern auch auf die Problematiken,
die aktuelle Lösungsansätze
mit sich bringen, aufmerksam – und
erläutern, welche Rolle der Kapitalismus
hierbei spielt.
Lichtungen
Iris Wolff
Klett-Cotta Verlag
Obwohl Lev und Kato sehr unterschiedlich
sind, entsteht zwischen
ihnen eine enge Freundschaft. Die Öffnung
der europäischen Grenzen verändert
ihre Beziehung allerdings für
immer, denn Kato beschließt, das
kommunistische Rumänien gen Westen
zu verlassen. Lev bleiben nur die
gezeichneten Postkarten Katos aus
ganz Europa. Bis ihn eines Tages eine
Karte aus Zürich erreicht, mit den
Worten: „Wann kommst du?“. Ein wunderbares
Porträt einer berührenden
Freundschaft.
Was ist los in unseren Schulen? Ein Schulreport
Christian Klar
Seifert Verlag
Ein langjähriger Mittelschullehrer zeigt mit schonungsloser Offenheit,
auf welche Herausforderungen unsere Lehrer:innen tagtäglich
stoßen: er warnt vor aktuellen Entwicklungen und zeigt anhand zahlreicher
„Schulgeschichten“, warum diese Warnung legitim ist. Dabei
erzählt er unter anderem die Geschichte von Ramazan, der unbedingt
einen Schulabschluss machen wollte, dann jedoch bei Nacht und
Nebel nach Syrien aufgebrochen ist, um für den Islamischen Staat zu
kämpfen. Kann Integration hier noch gelingen? Wie verändert sich die
Gesellschaft und wie beeinflusst dies die Schule?
Österreicher im Exil – Belgien 1938-1945
Hrsg: Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes,
bearbeitet von Ulrich Weinzierl
ÖBV, Jugend und Volk Wien 1987
Diese Dokumentation liefert umfassende Einblicke in das Leben im belgischen Exil:
von der Asylpraxis der Behörden, den Internierungen, kulturellen Aktivitäten über das
Leben als „U-Boot“ bis hin zum Einsatz junger Österreicher:innen in der Résistance.
Auch die Widerstandskämpferin Gundl Herrnstadt-Steinmetz berichtet in dem Werk
von ihren eigenen Erfahrungen aus dieser Geschichtsperiode.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Anti-Aging und Anti-Stress - Stressabbau und
Gesundheitserhaltung im Luxus in Ungarn
Alltägliche geistige und körperliche
Herausforderungen und Stress
beeinträchtigen nicht nur unsere
geistige, sondern auch unsere körperliche
Gesundheit. Um ein ausgeglichenes und
nicht zuletzt gesundes Leben zu führen, ist
es daher wichtig, dass wir Veränderungen
in uns selbst vornehmen, um diese negativen
Auswirkungen zu reduzieren. Hier kann
Melea - Das Gesundheitskonzept, in
dem geistige Aufladung und körperliche
Erneuerung gleichzeitig möglich sind, mit
Rat und Tat zur Seite stehen.
Ein Ort für eine ganzheitliche
Gesundheitsvorsorge
Das Melea - The Health Concept liegt an
einem See in der malerischen Umgebung
von Sárvár, Ungarn. Das Fünf-Sterne-
Hotel bietet 83 Zimmer und Suiten mit
Balkon, in denen sich die Gäste mit allen
Annehmlichkeiten entspannen können,
die sie benötigen. Die Besonderheit des
Hotels liegt in seinem ganzheitlichen
Konzept. Das Team des Hotels hat es
sich zum Ziel gesetzt, den Gästen mit
individuellen, auf sie zugeschnittenen
Programmen zu helfen, um das wichtigste
Ziel - ein langes und gesundes Leben -
zu erreichen.
Nach dem Ausfüllen eines Gesund-
heitsfragebogens können die Gäste
individuelle Beratungsgespräche mit
den Experten von Melea führen, die in einen
persönlichen Plan münden. Ergänzt wird
dies durch medizinische Untersuchungen
wie Blutdruckmessung, EKG, Arteriographie
und biologische Altersbestimmung.
Zusätzlich zu den Gesundheitslösungen
hebt das Hotel das Wellness-Erlebnis auf
ein neues Niveau. Das Angebot umfasst
eine Vielzahl von Massagen, energetischen
Behandlungen und exklusiven Spa-Ritualen,
bei denen hochwertige, zum Teil biologische
oder vegane Schönheitsprodukte zum
Einsatz kommen..
Stressfrei leben: Ganzheitlich denken
Stress abbauen und neue Energie
tanken steht im Mittelpunkt des Anti-
Stress-Pakets. Melea hilft, dieses Ziel
zu erreichen, indem Körper und Geist in
Einklang gebracht werden.
Entspannende Behandlungen wie die
Welnamis Stress Relief-Behandlung,
das Nuvola-Behandlungserlebnis mit
echtem Floating oder das Alqvimia
Oasis Of Serenity-Ritual mit Peeling
und Ganzkörpermassage sind wichtige
Bestandteile des Pakets.. Neben den
körperlichen Behandlungen ist auch
die Beruhigung von Geist und Seele ein
wichtiger Teil des Erlebnisses, das die
Gäste bei Achtsamkeitsmeditationen
unter Anleitung des Psychologen des
Hotels erlernen können.
Natürliche Junglichkeit in jedem Alter.
Das Anti-Aging-Paket konzentriert sich
auf die Erhaltung der Jugend und die
Unterstützung der Regeneration. Ein
vier Nächte Aufenthalt in luxuriöser
Umgebung trägt nicht nur zur
körperlichen Verjüngung bei, sondern
auch zur geistigen Erfrischung, die
ebenfalls wichtig ist, um jung zu bleiben.
Entspannung und Regeneration gehören
ebenfalls zum Programm.
Das Anti-Aging-Programm umfasst
eine Reihe von Behandlungen wie das
90-minütige Melea Signature Ritual, das ein
ganzheitliches Hautpflegeerlebnis bietet,
eine 60-minütige Gesichtsbehandlung
von Biologique Recherche und eine
straffende Körpermassage von Alqvimia
Silhouette. Die Behandlungen verbessern
nicht nur die Festigkeit der Haut,
sondern nähren sie auch nachhaltig.
Achtsamkeitsmeditationen, antioxidative
Booster-Drinks, eine vegane Diät und
eine Wasserstoff-Inhalationstherapie
verhelfen den Gästen zu natürlicher
Jugendlichkeit und runden das Erlebnis ab.
KULTUR
WEINRITTER
118
Europäischer Weinritterorden:
40. Jubiläumsstiftungsfest
Unter der Schirmherrschaft von Ordensprotektor Karl Habsburg, Generalconsul
Alfred R. Tombor Tintera und Generalkapitän Alois Paul feierte der Europäische
Weinritterorden am 19. Oktober 2024 sein 40. Jubiläumsstiftungsfest samt dem
Europa-Friedensfestzug.
Tiroler und Eisenstädter Schützen
begleiteten den Festzug
Stjepan Safran überreichte eine Metall-
Replika an Karl Habsburg und Alfred Tombor
Bürgermeister Thomas Steiner mit dem
Generalconsul und Karl Habsburg
Friederike Schmitl mit
Marianne Berlakovich
um Auftakt wurde am Tag davor
Z zum traditionellen Ordenstag in die
Freistadt Rust eingeladen. Nach der
Agape bei Hammer Wein Rust, feierte
man in der Evangelischen Kirche mit
über 300 Festteilnehmer:innen die
Ordensandacht samt Ritterfestakt.
Mehr als 80 Ritterliche Eidgenossen
wurden in einem feierlichen Zeremoniell
mit neuen Aufgaben betraut oder
links Christine Esterhazy-
Galantha, Karl Habsburg,
Günter Kovacs, Alfred
R. Tombor Tintera mit
Margarete Tombor,
Alois Paul, Josef
Derhaschnig und
Franc Dreu
unten links Europa-
Friedensfestzug
aufgrund ihrer Verdienste in einen
höheren Ordensgrad befördert. Mit dem
Empfang beim Bürgermeister und Ritterlichen
Eidgenossen Mag. Gerald Stagl
ließ man den Tag feierlich ausklingen.
Am 19. Oktober, zum Internationalen
Stiftungsfest in Eisenstadt, fanden
sich zu den umfangreichen Festlichkeiten
Gäste aus über 15 europäischen
Ländern ein. Neben dem Ritterpriester-
Convent in der Franziskanerkirche,
fand auch zum
ersten Mal ein Convent
für die Damen im Europäischen
Weinritterorden
statt. Das Netzwerktreffen
diente als Auftakt für eine
Plattform zur Weiterentwicklung
der Positionierung
der Frauen im Orden.
Derzeit beträgt der Frauenanteil rund
ein Drittel. Ein weiterer Höhepunkt des
Festtages war der Festgottesdienst im
Dom zu St. Martin, bei dem rund 40
Kandidaten aus verschiedenen europäischen
Ländern zum Eques de Vino,
sprich Ritter, geschlagen wurden. Bürgermeister
Mag. Thomas Steiner hieß
im Vorfeld die Senatsdelegation herzlich
willkommen. Nach der Zeremonie
wurde der Europa-Friedensfestzug aus
über 1000 Teilnehmer:innen vom Dom
durch die Altstadt geführt. Die bunten
Banner aus den zahlreichen europäischen
Ritterordensteilen, Musikkapellen
und diverse Brauchtumsgruppen,
darunter auch die Königliche Eisenstädter
Schützengesellschaft, boten
ein imposantes Bild, das viele Zuseher:innen
in die Landeshauptstadt
lockte. Bei der abschließenden Festtafel
in der Csello-Mühle in Oslip wurde
stellvertretend für unzählige Ritterliche
Projekte der edle „Illustribus“ zur
Verkostung gereicht und ein Tanz der
berühmten Prima Ballerina Fanny Essler
präsentiert.
Foto/s © Weinritterorden
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Alfred R. Tombor Tintera und Alois Paul luden
zum Ritterordenspriester-Convent in die
Franziskanerkirche ein
KULTUR
ST. GEORGS-ORDEN
Ritter,
Rückgrat,
Resilienz
Wir haben zugelassen, dass zentrale Werte und tragende Säulen der Gesellschaft
von Ideologien und dem Zeitgeist zersetzt werden. Gedanken zu einer Wende.
VON BARON VINZENZ VON STIMPFL-ABELE
Foto/s © pexels
I
n Politik und Gesellschaft hören
wir aus gänzlich unterschiedlichen
Positionen und Perspektiven viel
über Rechte, die den Menschen und
bestimmten Gruppen zustehen, aber
wenig bis gar nichts über Pflichten.
Der österreichische Schriftsteller Hans
Lohberger hat eingeräumte Rechte mit
auferlegten Pflichten gleichgesetzt.
Gerade in einer Zeit, in der Polarisierung
und Hysterie unsere Gesellschaft
zunehmend spalten, in der Egoismus,
Selbstbezogenheit und Intoleranz den
Zusammenhalt unseres Gemeinwesens
in Österreich und Europa, ja den sozialen
Frieden bedrohen, gerade in einer
solchen Zeit braucht es ein Bekenntnis
zur Pflicht. Denn der Mut zur Pflicht ist
untrennbar mit dem Mut zur Verantwortung
verbunden.
Mehr ritterliche
Tugenden wagen
In dieser stürmischen Zeit voller Veränderungen
und wachsender Bedrohungen
brauchen wir eine Rückbesinnung
auf bewährte Tugenden,
zeitlos-substanzielle Werte und persönliche
Verantwortung. Kurz gesagt,
auf das, was das abendländische
Rittertum auszeichnet: den mutigen
und demütigen Dienst an Gott, Familie
und Vaterland. Drei Begriffe, die viele
Menschen vom Bauchgefühl her gleich
einmal als retro und verstaubt einstufen
dürften. Wahrscheinlich gibt
es nicht wenige, die jemanden, der
diese Begrifflichkeiten verwendet und
sich dafür einsetzt, sogar einer extremen
oder sektenhaften Gruppierung
zuordnen würden. Aber so ist es nicht,
beziehungsweise so dürfte es eigentlich
nicht sein, ja soweit hätten wir es
nicht kommen lassen dürfen.
Wenn wir von Resilienz, Verteidigungswillen,
ja der Bereitschaft im
äußersten Fall sogar das eigene Leben
einzusetzen sprechen, müssen wir
uns fragen, woran es liegt, dass wir
in Deutschland und Österreich eine
Wehrbereitschaft haben, die weltweit
zu den niedrigsten gehört. Warum laut
einer Umfrage des „Austrian Foreign
Policy Panel Project“ nur 14 Prozent
der Bevölkerung bereit wären, Österreich
mit der Waffe zu verteidigen.
Warum nur jeder Siebte in meiner Heimat
Österreich der Meinung ist, unser
Land sollte im Fall eines bewaffneten
Angriffs auf einen anderen EU-Staat
diesem mit bewaffneten Truppen zur
Hilfe kommen. Ganz im Sinne des Floriani-Prinzips
sind übrigens satte 72
Prozent der Meinung, dass andere Mitgliedsstaaten
der EU uns militärisch
sehr wohl unterstützen sollten, falls
wir angegriffen würden.
Die Antwort ist einfach: Wir haben
zentrale Werte, tragende Säulen unserer
Gesellschaft von Familie über Heimat
bis zum öffentlich sichtbaren
christlichen Glauben über Jahrzehnte
unterminiert und zugelassen, dass
diese von Ideologien und dem Zeitgeist
zersetzt werden. Genau diese Werte
machen uns jedoch aus, halten unsere
Gesellschaft zusammen. Genau diese
gemeinsamen Werte stiften Identität.
Man kämpft nicht aus voller Überzeugung
für ein Abstraktum, das man nicht
wirklich fassen kann, das nicht wirklich
Teil von einem selbst ist. Sehr wohl
aber kämpft man für das, womit man
sich identifiziert, das einen ausmacht,
das einem wirklich etwas bedeutet
oder das man vorbehaltlos liebt. Etwas
das man erhalten, schützen und verteidigen
will, weil es eine übergeordnete,
zeitlose Bedeutung hat: eben Werte.
Dafür und für die Menschen, die man
liebt, ist man im Ernstfall sogar bereit,
sein Leben zu geben. […]
Sich erneut zur Pflicht
verpflichten
Pflicht ist ein alter Begriff, der das Rittertum
von Anfang an mitprägte und
der heute wohl wichtiger ist denn je.
Pflicht bedeutete ursprünglich so viel
wie für etwas einzustehen. Damit war
der Dienst an der Gemeinschaft, der
Einsatz für die gemeinsame Sache
gemeint, also die Übernahme von Verantwortung.
[…]
Mut zur Verantwortung ist nicht nur
eine übergeordnete gemeinschaftliche
Aufgabe, sondern vor allem eine ganz
konkrete, individuelle Herausforderung.
Nämlich aktives und verantwortungsbewusstes
Vorbild im persönlichen
Umfeld zu sein. Aktives Vorbild
deshalb, weil es in der Gesellschaft
mehr als genug passive Bedenkenträger
gibt, diese aber aktive Hoffnungsträger
braucht. Verantwortungsbewusstes
Vorbild, weil es in unserer Zeit
wahrlich nicht an Hetzern, Polarisierern
und Panikmachern mangelt, sehr
wohl aber an Mutmachern, die durch
ihre Haltung Orientierung geben. Mut
machen kann man aber nur, wenn man
selbst Mut hat: Mut zur Verantwortung
und Mut zur Pflicht.
Der Autor ist Prokurator des „St. Georgs-
Ordens. Ein europäischer Orden des Hauses
Habsburg-Lothringen“
119
Erstmals erschienen am 31. Oktober 2024 in „DIE TAGESPOST“ –
die-tagespost.de
Issue
N 386
WIRTSCHAFT
INTERVIEW
Erfolg aus Tradition
SOCIETY hat mit Nikolai de Arnoldi, Komtur der Komturei Wien-Schloss Belvedere,
über seine Mitgliedschaft beim St. Georgs-Orden, seinen beruflichen Werdegang
und seine Zukunftsvisionen gesprochen.
„Als wichtigste Ziele
sehe ich die Vernetzung
und Zu sammenführung
von Menschen und
Unternehmen“
120
Können Sie uns ein wenig über Ihre berufliche
Laufbahn erzählen?
Meine berufliche Laufbahn begann schon während
meiner Studienzeit, als ich als geschäftsführender
Vorsitzender der ÖH-WU und zugleich im Vertrieb
von Computern tätig war. Mein berufliches Rüstzeug
als Führungsperson habe ich schließlich
beim Militär in der Offiziersausbildung erhalten.
1990 trat ich in die Creditanstalt-Bankverein
ein und schon
bald leitete ich ein Team im
internationalen Risikomanagement.
Dies brachte viele
Auslandsaufenthalte mit sich,
da damals in allen internationalen
Filialen und Tochterbanken
das Risk Management
neu eingeführt wurde. Nach
der Übernahme der Bank Austria-Creditanstalt
wechselte ich zum Mutterkonzern HypoVereinsbank
nach München. Nach fünf Jahren verlagerte
sich meine „Base“ wieder nach Wien. Dann begann
ich bei der BAWAG als Direktor für Industriekundenvertrieb,
wo ich innerhalb eines Jahres
den Ertrag des Kreditgeschäftes um 35% heben
konnte. Kurz danach wurde ich in den Vorstand
der Hypo Niederösterreich Investment Bank AG
berufen und war Konzernvorstand für die gesamte
Marktfolge vom Risiko bis Konzernrechnungswesen
und IT. Meine größte Herausforderung
damals war die Zusammenlegung der Investmentund
der Landesbank zu einer einheitlichen und
strikt geführten Kommerzbank.
Mitte 2017 machte ich mich dann selbständig.
Neben diverser Investments im Beratungs- und
Immobiliengeschäft engagierte ich mich insbesondere
in der Zusammenführung und organisatorischen
und strategischen Weiterentwicklung von
Unternehmen.
Meine Verbindungen reichen über alle Kontinente
und meine globale und insbesondere europäische
Ausrichtung wurde mir schon von meiner Familie in
die Wiege gelegt, denn sie stammt aus unterschiedlichen
Teilen Europas aber auch aus Brasilien: mein
Ururgroßvater wanderte Mitte des
19. Jahrhunderts nach Brasilien
aus, mein Urgroßvater kam dann
wieder nach Europa zurück. Mein
Vorname geht auf meine russische
(Ur)Großmutter zurück, die mit
ihrer Familie 1917 aus St. Petersburg
nach Wien geflüchtet war.
Aber auch Afrika interessiert
mich, deshalb wurde ich Honorarkonsul
der Côte d’Ivoire in
Niederösterreich – um Europa
und insbesondere die Firmen in meinem Netzwerk
auf die Möglichkeiten in Westafrika und speziell in
der Elfenbeinküste aufmerksam zu machen.
Seit vielen Jahren sind Sie Mitglied des St. Georgs-
Ordens. Welches Amt bzw. welchen Rang haben
Sie hier inne und wie ist die Verbindung zu diesem
Orden entstanden?
Ich gehöre seit 2014 dem St. Georgs-Orden –
einem europäischen Orden des Hauses Habsburg-
Lothringen – an. Ich fühle mich Seiner Kaiserlichen
Hoheit schon seit meiner Universitätszeit
nahe, während derer ich auch Mitglied der Jungen
Europäischen Studenteninitiative war. Meine
Familie ist mit dem Kaiserhaus bereits seit dem
Jahr 1268 verbunden (erste urkundliche Erwähnung
in Florenz).
Dennoch kann man mich nicht als Monarchist
bezeichnen, denn ich bin durch und durch
ein Demokrat. Das hat vielmehr mit der Würdigung
des österreichischen Erzhauses und seiner
Verdienste gegenüber Europa zu tun.
Im April 2015 wurde ich zum Vizekomtur und im
April 2017 zum Komtur der neu gegründeten Kom -
turei Wien-Schloss Belvedere erhoben. Die Hauptaufgabe
des Komturs ist die Weiterentwicklung
des Ordens und die Heranerziehung neuer Mitglieder
zum Ritterstand. Natürlich gehört dazu auch,
die Damen der Ritter in den Orden einzuführen.
Wie sehen Ihre Pläne für die Zukunft aus?
Für meine selbständige Arbeit ist mir mein breites
Netzwerk wichtig. Zudem widme ich mich der
kulturellen Entwicklung, insbesondere jener eines
Kleinods im südlichen Niederösterreich, in Stuppach
bei Gloggnitz: Hier steht nämlich „Mozarts
letztes Schloss“, das die Familie Zellinger wieder
zum Leben erweckt und in liebevoller Kleinarbeit
zu einem Schmuckstück gemacht hat. Der
Schlossverein „StarCross World“, dessen Obmann
ich bin, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die langfristige
Erhaltung des Schlosses zu sichern.
Als wichtigste Ziele in meinem Leben sehe
ich die Vernetzung und Zusammenführung von
Menschen und Unternehmen. Meine
diplomatische Ader gilt der Friedensfindung
und Weiterentwicklung von
Kultur und Verständnis zwischen
Völkern, Staaten und Menschen.
Schließlich waren alle Freunde
auch einmal Fremde, die zusammen
gefunden haben.
Mehr über das Schloss:
mozart-schloss.com
de-arnoldi.eu
Foto/s © privat
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Nikolai de Arnoldi mit S.E.
Cisse Yacouba (Cote d'Ivoire)
Unvergesslicher
Winterurlaub
in den Dolomiten
LIFE & STYLE
HOTEL
Skifahren – und das am liebsten jeden
Tag? Das Alpinhotel Keil ist ein spezialisiertes
Ski- und Genusshotel in
bester Lage am Südtiroler Kronplatz.
er Kronplatz ist im Winter ein Paradies
für Skifahrer und Wintersport-
D
ler. Mit über 100 Kilometern perfekt
präparierter Pisten, modernen Liftanlagen
und atemberaubenden Ausblicken
auf die Dolomiten bietet er ideale
Bedingungen für Anfänger und Profis.
Schneesicherheit und eine Vielzahl
gemütlicher Skihütten machen den
Kronplatz zu einem der beliebtesten
Skigebiete Südtirols.
Der komfortable Skibus bringt die
Gäste in nur fünf Minuten zur Talstation.
Die Skiausrüstung ist im modernen Skidepot
im Hotel gut verstaut. Dank des
hoteleigenen Skiservices erhalten die
Gäste ihre Skipässe direkt im Hotel. Auf
Wunsch organisiert das Alpinhotel Keil
auch Skiverleih und -kurse.
So gut versorgt verbringt man die
Wintertage gerne beim Carven, Wedeln
und Freeriden. Auch abseits der Pisten
verspricht der Winter im Alpinhotel Keil
jede Menge Spaß und Abenteuer. Ein
abwechslungsreiches Aktivprogramm,
das in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverein
Olang organisiert wird,
bietet viele kostenlose Aktivitäten und
attraktive Ermäßigungen für die ganze
Familie. Ob Eislaufen, Fackelwanderungen,
Schneeschuh- und Winterwanderungen,
geführte Skitouren,
Das Alpinhotel Keil
bietet als spezialisiertes
Skihotel
ideale Voraussetzungen
für einen
unvergesslichen
Winterurlaub in
den Dolomiten.
Snowtubing oder Skisafaris – für Groß
und Klein gibt es unzählige Möglichkeiten,
den Winter in den Dolomiten in
vollen Zügen zu genießen.
Wohltuendes Wellness-
Programm
Traumhaft schön ist der Indoor-Outdoor-Rooftop-Panoramapool,
der auch
im Winter mit 33 Grad angenehm warm
ist. Die frische Winterluft spüren, den
herrlichen Ausblick auf die Pustertaler
Bergwelt genießen, den Alltag vergessen.
Von Saunen über (Heil)Massagen
bis hin zu Anwendungen – der stilvolle
Wellnessbereich animAlpina Spa bietet
Entspannung pur. Für Sportbegeisterte
steht ein hochmodernes Fitnessstudio
zur Verfügung.
Kulinarische Köstlichkeiten
„just alpine“
Aus besten, vorwiegend heimischen
Zutaten zaubert das Küchenteam kulinarische
Köstlichkeiten. Und weil Wein
eine Leidenschaft ist, berät der Hausherr
als Sommelier die Feinschmecker
beim Abendessen persönlich. Im neuen
Raritätenweinkeller lagern Weine aus
dem gesamten Alpenraum – von Burgund
über Piemont bis zum Burgenland
und Venetien. So lässt sich ein gemütlicher
Winterabend wunderbar mit
einem edlen Tropfen krönen.
121
Foto/s © Xxxxx
Alpinhotel Keil
Hans v. Perthalerstr. 20
39030 Olang
Tel.: +39 0474 496716
info@alpinhotel.it
Issue
N 386
alpinhotel.it
LIFE & STYLE
HOTEL
An Alpine
Legend
Das 5*s Grand Resort Zürserhof am Arlberg in Österreich bringt
Skivergnügen auf ein ganz neues Level.
follow us on Instagram
122
D
irekt an der Piste gelegen, erleben
die Gäste unvergleichliche Quality
Time, begleitet von einem Service,
der sich durch Aufmerksamkeit und
Perfektion auszeichnet: Ein top
ausgestatteter Sportshop
mit Skiverleih im Haus,
persönliche Ski-Guides,
die Skifahrer zu den beeindruckenden
Spots im Skigebiet begleiten und ein
Team, das Wünsche oft schon erfüllt,
bevor sie überhaupt ausgesprochen
sind. Die legendäre Zürserhof-Gastfreundschaft
steht seit fast einem
Jahrhundert für „Quiet Luxury“
in jeder Hinsicht. Direkt vor der
Haustür liegt eine schneesichere
Bergwelt – eines der fünf größten
Skigebiete der Welt und das
größte Österreichs.
Und es geht nicht „nur“
um Skifahren
Das Aureus SPA widmet dem Wohlbefinden
den Raum, die Zeit und die
Exzellenz, die Körper und Geist verdienen.
Ein edler Rückzugsort, an dem
die persönlichen Bedürfnisse im Mittelpunkt
stehen. Familien finden grenzenlosen
Spaß – vom spritzigen Family
Spa bis hin zu den trendigen Soccer
Bubbles. Und wenn die Skier mal Pause
haben, locken Tennis, Fitness oder
Basketball im Zürserhof.
Alpine Gemütlichkeit trifft
auf Fine Dining
Kulinarisch verwöhnt das Restaurant
mit raffinierter Küche in einem Ambiente,
das alpine Gemütlichkeit und Fine
Dining perfekt verbindet. Nach einem
gelungenen Skitag laden die heimelige
Bar & stylische Lounge zum Ausklang
ein, veredelt durch erlesene Drinks
und musikalische Untermalung: Pianist
Eddie füllt die Abende mit Jazz, Blues
und Klassikern, begleitet von seiner
einzigartigen rauchigen Stimme.
Seit fast 70 Jahren ist das Grand Resort
im Besitz der Familie Skardarasy – tief in
der Tradition verwurzelt und gleichzeitig
inspiriert vom Geist der Zeit. Kenner
aus aller Welt schwärmen davon, wie die
beiden jungen Gastgeber Laura und Hannes
diese alpine Legende gekonnt mit
modernem Esprit bereichern.
Foto/s © Marcel A. Mayer, Dominik Cini, Hotel Zürserhof, Lech Zürs Tourismus, Sepp Mallaun
5* Grand Resort Zürserhof
Herr Hannes Skardarasy
A-6763 Zürs am Arlberg
Tel.: +43/(0)5583/2513-0
hotel@zuerserhof.at
zuerserhof.at
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Quality Time
für Groß und Klein
direkt an
den Pisten
LIFE & STYLE
HOTEL
Das Dachsteinkönig – Familux Resort
zählt zu den besten Familienhotels in
Europa. Da liegt es auf der Hand, dass
Eltern und Kinder im siebten Himmel
schweben, sobald sie die Schwelle des
unvergleichlichen Erholungsresorts am
Fuße des Dachsteins überschreiten.
A
m schönsten ist der Familien-Skiurlaub
dort, wo alle von Kopf bis
Fuß auf Familien eingestellt sind. Der
Dachsteinkönig liegt direkt an den Pisten
der Skiregion Dachstein West, dem
größten Skigebiet Oberösterreichs. Mit
den Dachstein West Skipässen ab 1,5
Tagen sind Skifahrer vom Salzkammergut
bis in den Tennengau im Salzburger
Land unterwegs.
Der Skiurlaub wird im exklusiven
Familienhotel zum Kinderspiel: Die
kleinen Skihasen werden vom Hotelteam
zur Skischule gebracht und wieder
abgeholt. Die Skikurse – von der
Windelskischule ab 2,5 Jahren bis zu
den Kinderskikursen – können bequem
im Hotel gebucht werden. Der Skiverleih
befindet sich direkt im Haus. Der
Skihang für die Kleinsten wurde im
Hotelgarten angelegt. 50 Kilometer
Langlaufloipen umgeben den Dachsteinkönig.
Der Loipeneinstieg befindet
sich gleich hinter dem Hotel. Naturrodelbahnen,
Schneeschuhwanderungen
und Pferdeschlittenfahrten stehen auf
dem Programm.
Das Dachsteinkönig –
Familux Resort und das
Skigebiet Dachstein
West sind die perfekte
Kombination für
Familien, die gerne
auf den Pisten unterwegs
sind.
Hotels, bei einem grandiosen Angebot
an Freizeit- und Entspannungsmöglichkeiten,
erleben auch die Eltern eine
Auszeit vom Feinsten. 25 ausgebildete
Kids-Coaches sind im Dachsteinkönig
mit Herz und Seele für die Kinder
da. Eine 1.000 m² große Wellness- und
Saunalandschaft mit einem Luxus-SPA
ist den Erwachsenen und der Regeneration
in aller Ruhe vorbehalten.
Beinahe rund um die Uhr verwöhnt
die Gourmetküche die Feinschmecker.
Die Suiten für Familien mit ein bis zwei
Kindern und die Chalets ab fünf Personen
bieten alles, was für den entspannten
Familienurlaub notwendig ist.
123
Foto/s © Daniela Jakob/Dachsteinkönig
Nichts, was es nicht gibt
2.000 m² Spiel- und Abenteuerfläche
in- und outdoor bieten alles erdenklich
Mögliche für die kleinen Gäste.
Die Wasserlandschaft mit In- und
Outdoorpool, Riesen-Reifen-Wasserrutsche,
Kinderhallenbad und Familien-Wasserspielbereich
steht ebenfalls
bereit.
„Bring your kids, find yourself“ ist
das Motto des Familux Resorts. In dem
luxuriösen Ambiente des Lifestyle-
Weitere Informationen
Dachsteinkönig – Familux Resort
Am Hornspitz 1
4824 Gosau
Tel.: +43 (0)6136 8888
info@dachsteinkoenig.at
dachsteinkoenig.at
Issue
N 386
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Ambassadors’
Caleidoscope
New Accreditations
Ambassadors resident in Vienna.
Last update November 2024
124
Albania
H.E. Fate Velaj
Born on July 31, 1963
EDUCATION
Degree in Art and Cultural Management,
University of Applied Arts, Vienna
CAREER
2001-2013: CEO, “FORUM WELTOFFEN INTERNATIONAL”,
Vienna-Austria
2013-2017: Diplomatic and Cultural Advisor of Albanian
Prime Minister H.E. Edi Rama, Prime Minister’s Office –
Tirana, Albania
2017-2021: Member of the Albanian Parliament (Secretary of
the European Integration Commission, Member and Relator
of the Foreign Affairs Commission, Member and Relator of
the Commission of Policies on Education, Media, Youth,
Sports and Culture, Member and Relator of the COSAC,
Chairman of the Parliamentary Friendship Group to the
Austrian Parliament)
2021-2023: Freelance Artist and Writer
Since June 2024: Ambassador of Albania to Austria
Egypt
H.E. Mohamed Ibrahim Nasr
Born on April 4, 1972
EDUCATION
Master’s Degree in International Business Administration
(MIBA) from ESLSCA
Bachelor’s Degree in Engineering, Cairo University
CAREER
1999-2000: Desk Officer, Department of Japan and
Koreas Affairs
2000-2004: First Officer, Embassy of Egypt in Lome, Togo
2004-2005: Desk Officer, Office of Deputy Assistant Minister
for South Asian Affairs
2005-2008: Vice Consul, Consulate General of Egypt,
Sydney, Australia
2008-2012: First Secretary, Office of Deputy Assistant
Minister of Environment
2012-2016: Counsellor, Mission of Egypt to the UN and other
International Organizations in Geneva
2016-2019: Office of Deputy Assistant Minister of
Environment and Sustainable Development
2019-2021: Ambassador of Egypt to Somalia
2021-2024: Director of Department of Climate, Environment
and Sustainable Development
Since September 2024: Ambassador of Egypt to Austria
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY presents the newly accredited Ambassadors to Austria
with name, photo and CV.
AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
India
H.E. Shambhu S. Kumaran
Born on May 18, 1971
EDUCATION
Bachelor’s Degree in English Literature, Kerala University
Master’s Degree in International Studies
Master’s Degree in Diplomatic Studies, Jawaharlal Nehru
University, New Delhi
CAREER
1995: joined the Indian Foreign Service
1997-2002: Posting in Frankfurt and Berlin
2002-2004: Deputy Secretary (West Europe Division),
handling relations with the UK, Germany, Spain,
Commonwealth, Headquarters
2004-2007: Officer on Special Duty (Press Relations),
External Publicity Division, MFA
2007-2009: Political Counsellor, Kathmandu
2009-2012: Deputy High Commissioner to South Africa
2012-2016: Director (East Asia/China), Joint Secretary
(Establishment) and Joint Secretary (Eurasia) in MEA
2016-2019: on deputation to the Ministry of Defence as Joint
Secretary (Planning and International Cooperation)
2019-2020: Ambassador of India to the Kingdom of Morocco
2020-2024: Ambassador of India to the Philippines, Republic
of Palau and Federated States of Micronesia
Since June 2024: Ambassador of India to Austria
Ireland
H.E. Barbara Cullinane
Born on February 20
EDUCATION
Master’s Degree in Business Studies, UCD Michael Smurfit
Graduate Business School (Deans List)
LLB, Trinity College, Dublin
CAREER
1997-1999: Third Secretary, Human Rights Unit, Political
Division, HQ
1999-2002: First Secretary, UN Security Council Team,
PMUN New York, Second Secretary (Fifth Committee and
Peacekeeping), PMUN, New York
2003: Deputy Director, Africa Unit, Political Division, HQ
2006-2007: Deputy Director, International Financial
Institutions Unit, Ministry of Finance, Dublin
2007-2009: Deputy Director of Conflict Resolution Unit,
Political Division, HQ
2009: European Correspondent, Political Division, HQ
2009-2012: Director of Thematic Sectors and Special
Programmes, Development Cooperation Division, HQ
2012-2017: Deputy Head of Mission, Embassy of Ireland,
London
2017-2018: Director of Strategy, Governance and Change, HQ
2019-2021: Director of Policy, Cabinet of the Deputy Prime
Minister, Minister for Foreign Affairs, HQ
2021-2024: Ambassador, Deputy Permanent Representative
of Ireland to the EU, Brussels
Since September 2024: Ambassador of Ireland to Austria
125
Issue
N 386
AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Jordan
H.E. Mohammed Hindawi
Born on November 17, 1978
Moldova
H.E. Victoria Roșa
Born on April 20, 1983
126
EDUCATION
Master’s Degree in Economics-International Trade,
Al-Yarmouk University
Bachelor’s Degree in Applied Mathematics, Jordan University
for Sciences and Technology
EDUCATION
Master’s Degree in International Relations,
Moldova State University, Chisinau
Bachelor’s Degree in International Relations,
Moldova State University, Chisinau
CAREER
2004-2006: Third Secretary and Political Affairs Officer, Arab
and Middle Eastern Department, Ministry of Foreign Affairs
and Expatriates of Jordan
2006-2010: Third Secretary and Political Affairs Officer,
Permanent Delegation of Jordan to the UN Office, Geneva
2010-2011: Assistant Director, Human Rights Department,
Ministry of Foreign Affairs and Expatriates of Jordan
2011-2015: First Secretary, Embassy of Jordan to Austria,
Permanent Delegation of Jordan to the UN-Office, Vienna
2015-2016: Jordan’s Sous-Sherpa, Nuclear Security Summit
2015-2016: Section Head, Humanitarian Affairs, International
Organizations Department, MFA
2016-2017: Deputy Chief of Staff, Office of Deputy Prime
Minister and Minister of Foreign Affairs and Expatriates of
Jordan
April 2017-August 2017: Chief of Staff, Office of Deputy Prime
Minister and Minister of Foreign Affairs and Expatriates of
Jordan
2017-2021: Alternate Permanent Representative of Jordan,
UNESCO Representative of Jordan to UNESCO Executive
Board Sessions 205, 207, 208. Delegation of Jordan,
UNESCO; Deputy Head of Mission, Embassy of Jordan to
France
2021-2024: Director of Negotiations Coordination Bureau,
Ministry of Foreign Affairs and Expatriates of Jordan
2022-2024: Chief of Staff, Office of Deputy Prime Minister
and Minister of Foreign Affairs and Expatriates of Jordan
2023: Representative of Jordan, UNESCO Executive Board
Session 217
Since September 2024: Ambassador of Jordan to Austria
CAREER
2007-2009: Program director, Information and
Documentation Center on NATO-Moldova
2005-2010: Lecturer, Faculty of International Relations,
Moldova State University
2008-2013: Program Coordinator, European Institute for
Political Studies from Moldova
2018-2019: Television presenter/anchor, Current Affairs
& Political Program “Punctul pe azi”, Romanian National
Broadcaster, TVR Moldova
2009-2019: Executive Director, The Foreign Policy
Association of Moldova
2019: Security & Defence Adviser of the Prime Minister,
Government of the Republic of Moldova
2020: Consultant on Media Literacy & Fighting
Disinformation, Institute for War and Peace Reporting
2016-2022: Consultant on Media Literacy & Fighting
Disinformation, Strategic Communication & Media
Development, Freedom House
2022-2023: Senior Associated Expert, Platform for Security
and Defence Initiatives, Moldova
2023: Subject Matter Expert (USAID on the EE/MELDS
Moldova Media M Performance Evaluation), Integra
Government Services International
2020-2024: National Consultant (WPS, Gender
Mainstreaming, Gender and Humanitarian Action), UN
Women Moldova
Since September 2024: Ambassador of Moldova to Austria
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Pakistan
H.E. Mohammad Kamran Akhtar
Born on January 4, 1969
Spain
H.E. Aurora Mejía
Born on July 4, 1960
EDUCATION
Master’s Degree in Nuclear Physics
EDUCATION
Degree in Law, Complutense University of Madrid
CAREER
1995: Joined Ministry of Foreign Affairs of Pakistan, South
Asia Division and Russia Desk
2000-2005: Pakistan’s Alternative Permanent
Representative to the IAEA (Vienna), UNODC, UNCOPOUS
2005-2010: Director (Disarmament), Ministry of Foreign
Affairs
2010-2015: Director General, Department of Science and
Technology, OIC Jeddah
2016-2022: Director General Arms Control & Disarmament
and Science Diplomacy
2022-2024: Additional Secretary Arms Control and
Disarmament Policy Planning and Public Diplomacy, Ministry
of Foreign Affairs, Islamabad
Since September 2024: Ambassador of Pakistan to Austria
CAREER
1995-1996: Advisor, International Department,
Cabinet of the President
2005-2007: Advisor, International Department,
Cabinet of the President
2007-2008: Ambassador at large for the Promotion
of Gender Equality Policies
2008-2010: Director General for International Legal
Cooperation
2010-2012: Director General for International Legal
Cooperation and Relations with Confessions,
Ministry of Justice
2012-2015: Ambassador of Spain to Bosnia and Herzegovina
2015-2016: Ambassador at large for Afghanistan and
Pakistan
2016-2018: Deputy Director General for Security
2018-2020: Director General for Western, Central and
Southeast Europe, Ministry of Foreign Affairs, European
Union and Cooperation
2020: Director General of the European Union Department,
Cabinet of the President of the Government
2021 until 2024: Head (Secretary General) of the
Coordination Office of the Spanish Presidency of the
European Union, Cabinet of the President of the Government
Since June 2024: Ambassador of Spain to Austria
127
Issue
N 386
AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
New Accreditations
Non-Resident
Mauritania
H.E. Boubacar Kane
Since September 2024
Suriname
H.E. Gilbêrt Antoine van Lierop
Since June 2024
image/s (p. 124–128) by Carina Karlovits/HBF and Paul Kulec/HBF, Daniel Trippolt/HBF
128
Federal Minister Susanne Raab with
H.E. Pablo Berti Oliva (Cuba)
Diplomat’s Excursion
to Upper Austria
image/s by BMEIA/Auer-Grumbach
The international representatives
had the chance to visit the
exhibition in Bad Ischl and the
Gmundner ceramics factory
The Austrian Federal Ministry for European and International
Affairs invited the resident bilateral Ambassadors accredited
to the Republic of Austria, the Heads of International Organizations
and the OSCE as well as the Heads of the resident Permanent
Missions to a “diplomatic trip” to Upper Austria. The
diplomats first stopped at TGW Logistics in Marchtrenk before
heading to Gmunden to the famous Gmundner ceramics factory.
In the late afternoon, they visited the “Art with Salt and
Water” exhibition in Bad Ischl, which, together with the entire
Salzkammergut region, held the title of European Capital of
Culture in 2024. The first day ended with a joint dinner with
the Upper Austrian Chamber of Commerce. The next day, the
participants visited the Ars Electronica Center and attended a
reception with State Governor Thomas Stelzer, at which Federal
Minister Susanne Raab (representing Foreign Minister Alexander
Schallenberg) was also present. Last but not least, a visit
to Rosenbauer and a tour through the exhibition “200 Years of
Anton Bruckner” was organized.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
E I N H A U C H V E R F Ü H R U N G
„Spitzenköche
aus aller Welt
schwören auf
meinen Caviar.“
Romeo Schermann
Foto: © Hermann Gohl
Fotos (3): © ROLLING PIN / Gabauer
IMPERIAL CAVIAR | IMPERIAL SUPREME | OSSIETRA CAVIAR | ALMAS CAVIAR | STÖRFILETS
Vorbestellungen für die nächste Ernte unter: mail@romeo-caviar.at
Romeo Caviar PTE GmbH | Spitzwiese 122, A-7433 Mariasdorf | +43 664 512 48 92 | www.romeo-caviar.at
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
Ambassadors’
Caleidoscope
Ambassadors resident in Vienna.
Last update: November 2024
Foreign representatives in Austria
122 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria. SOCIETY presents them with
name, picture and day of accreditation.
Afghanistan
Argentina
Belarus
H.E Ms. Manizha
Bakhtari
since 07.01.2021
Huttengasse 24-26, 1160 Vienna
Tel. +43 1 402 10 06
embassy@afghanistan-vienna.com
afghanistan-vienna.org
H.E. Mr. Holger Federico
Martinsen
since 09.03.2023
Lugeck 1-2/7/44A
1010 Vienna
Tel. +43 1 533 84 63
embajada@embargviena.at
H.E. Mr. Andrei Dapkiunas
since 30.09.2020
Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna
Tel. +43 1 419 96 30
austria@mfa.gov.by
austria.mfa.gov.by
Albania
Armenia
Belgium
130
H.E. Mr. Fatmir Velaj
since 26.06.2024
Prinz-Eugen-Straße 18/1/5
1040 Vienna
Tel. +43 1 328 86 56
embassy.vienna@mfa.gov.al
H.E. Mr. Andranik
Hovhannisyan
since 18.11.2024 (designated)
Hadikgasse 28,
1140 Vienna
Tel. +43 1 522 74 79
officearmaustria@mfa.am
H.E. Ms. Caroline
Vermeulen
since 16.09.2022
Schönburgstraße 10
1040 Vienna
Tel. +43 1 502 07 0
vienna@diplobel.fed.be
Algeria
Australia
Bolivia
H.E. Mr. Larbi Latroch
since 20.06.2023
Rudolfinergasse 18
1190 Vienna
Tel. +43 1 369 88 53-55
algerianembassy.vienna@algerische-botschaft.at
algerische-botschaft.at
H.E. Mr. Ian David
Grainge Biggs
since 20.06.2023
Gertrude-Fröhlich-Sandener-
Straße 2, 1100 Vienna
Tel. +43 1 506 74 0
vienna.Embassy@dfat.gov.au
austria.embassy.gov.au
Ms. Maria Jolanta
Materna Gorna
Chargé d’Affaires
since 05.04.2023
Prinz-Eugen-Strasse 18/1/10A
1040 Vienna
Tel. +43 1 587 46 75
embolaustria@embajada-bolivia.at
embajada-bolivia.at
Andorra
Azerbaijan
Bosnia and Herzegovina
H.E. Mr. Jaume Serra Serra
since 13.01.2020
Kärntner Ring 2A/13
1010 Vienna
Tel. +43 1 961 09 09 20
ambaixada_austria@govern.ad
H.E. Mr. Rovshan
Sadigbayli
since 12.09.2021
Hügelgasse 2
1130 Vienna
Tel. +43 1 403 13 22
vienna@mission.mfa.gov.az
H.E. Mr. Sinisa Bencun
since 29.09.2023
Tivoligasse 54
1120 Vienna
Tel. +43 1 811 85 55
bhbotschaft@bhbotschaft.at
bh-botschaft.at
Angola
Bangladesh
Brazil
H.E. Ms. Isabel de Jesus
da Costa Godinho
since 20.06.2023
Leonard-Bernstein-Str. 10,
1220 Vienna
Tel. +43 1 718 74 88
embangola-viena@embangola.at
embangola.at
H.E. Mr. Asad Alam Siam
since 21.11.2023
Peter-Jordanstraße 50
1190 Vienna
Tel. +43 1368 1111
mission.vienna@mofa.gov.bd
bangladootvienna.gov.bd
H.E. Mr. Nelson Antonio
Tabajara de Oliveira
since 05.05.2022
Pestalozzigasse 4/2
1010 Vienna
Tel. +43 1 512 06 31
brasemb.viena@itamaraty.gov.br
viena@itamaraty.gov.br
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Bulgaria
H.E. Ms. Desislava
Naydenova-Gospodinova
since 09.03.2023
Costa Rica
H.E. Ms. Olga Marta
Sauma Uribe
since 16.11.2024 (designated)
Denmark
H.E. Mr. Christian
Gronbech-Jensen
since 03.11.2022
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
Schwindgasse 8
1040 Vienna
Tel. +43 1 505 31 13
amboffice@embassybulgaria.at
Floßgasse 7/1/3-4,
1020 Vienna
Tel. +43 1 263 38 24
embcr-at@rree.go.cr
Führichgasse 6, 1010 Vienna
Tel. +43 1 512 79 04
vieamb@um.dk
oestrig.um.dk
Burkina Faso
Côte d’Ivoire
Dominican Republic
H.E. Ms. Maimounata
Ouattara
since 20.06.2023
Strohgasse 14c/5
1030 Vienna
Tel. +43 1 503 82 64
s.r@abfvienne.at
abfvienne.at
H.E. Mr. Cisse Yacouba
since 20.06.2023
Leopold-Ungar Platz 2-3-32+333
1190 Vienna
Tel. +43 1 581 00 76
secretariat.autriche@diplomatie.
gouv.ci
ambaciaut.org
H.E. Ms. Angela Marianna
Vigliotta Mella
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1030 Wien
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Panama
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Philippines
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1030 Vienna
Tel. +43 1 795 05
vie.vertretung@eda.admin.ch
eda.admin.ch/wien
Mr. Hasan Khaddour
Chargé d’Affaires a.i.
since 26.04.2021
Daffingerstraße 4
1030 Vienna
Tel. +43 1 533 46 33
syrianembassyvienna@utanet.at
H.E. Mr. Idibek Kalandar
since 5.12.2017
Hutweidengasse 47
1190 Vienna
Tel. +43 1 409 82 66
info@tajikembassy.at
tajikembassy.at
H.E. Ms. Naimi Sweetie Aziz
since 21.11.2023
Leopold-Ungar-Platz 2, 1190 Vienna
Tel: +43 1 589 47 50 11
office@tanzaniaembassyvienna.at
www.at.tzembassy.go.tz
Mr. Cheevindh Nathalang
Minister Plenipotentiary
since 4.10.2022
Cottagegasse 48
1180 Vienna
Tel. +43 1 478 33 35
embassy@thaivienna.at
thaiembassy.at
Turkmenistan
Ukraine
United Arab Emirates
United Kingdom
H.E. Mr. Ozan Ceyhun
since 25.02.2020
Prinz-Eugen-Straße 40
1040 Vienna
Tel. +43 1 505 73 38/0
botschaft.wien@mfa.gov.tr
vienna.emb.mfa.gov.tr
H.E. Mr. Hemra
Amannazarov
since 16.09.2022
Argentinierstraße 22/II/EG
1040 Vienna
Tel. +43 1 503 64 70/72
info@turkmenistan.at
austria.tmembassy.gov.tm/en/
contacts
H.E. Mr. Vasyl Khymynets
since 12.01.2022
Naaffgasse 23
1180 Vienna
Tel. +43 1 479 71 72 11
emb_at@mfa.gov.ua
austria.mfa.gov.ua/
H.E. Mr. Hamad Ali
Mohammed Subaih Alkaabi
since 16.03.2022
Chimanistraße 36
1190 Vienna
Tel. +43 1 368 14 55
ViennaEMB@mofa.gov.ae
mofaic.gov.ae/en/missions/vienna
H.E. Ms. Lindsay Skoll
since 12.01.2022
Jauresgasse 12
1030 Vienna
Tel. +43 1 716 13 0
press@britishembassy.at
gov.uk/world/organisations/
british-embassy-vienna
Uzbekistan
Venezuela
Vietnam
Yemen
H.E. Mr. Alejandro Garofali
Acosta
since 04.10.2024
Mahlerstrasse 11/2/2
1010 Vienna
Tel. +43 1 535 66 36
uruaustria@mrree.gub.uy
H.E. Mr. Bakhtiyor
Ibragimov
since 21.11.2023
Pötzleinsdorferstraße 49
1180 Vienna
Tel. +43 1 315 39 94
embassy@usbekistan.at
usbekistan.at
H.E. Ms. Claudia Salerno
Caldera
since 20.05.2024
Prinz-Eugen-Straße 72/1
1040 Vienna
Tel. +43 1 712 26 38
embajada@austria.gob.ve
austria.gob.ve
Mr. Duc Linh Nguyen
Chargé d’Affaires
since 31.08.2024
Felix-Mottl-Straße 20
1190 Vienna
Tel. +43 1 368 07 55
office@vietnamembassy.at
H.E. Mr. Haytham
Abdulmomen Hassan
Shoja’aadin
since 31.01.2017
Reisnerstraße 18-20/3-4
1030 Vienna
Tel. +43 1 503 29 30
embassy@yemenembassy.at
image/s by Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Bmeia/mahmoud, Clemens Schwarz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Neues von PaN
DIPLOMATIE
PAN
Der Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften – PaN
blickt auf ereignisreiche Monate zurück. Stets mit dem Ziel, Beziehungen
zwischen fremden Staaten und Österreich zu stärken, wurden wieder zahlreiche
Veranstaltungen und Treffen organisiert.
Sommerkonzert 2024
des Dachverbands-PaN
Am 25. August 2024 lud der Dachverband aller
österreichisch-ausländischen Gesellschaften
– PaN zum traditionellen Sommerkonzert unter
der Patronanz der Wiener Philharmoniker in die
Albert Hall im VIII. Wiener Gemeindebezirk. Harald
Krumpöck dirigierte die Camerata Prima Wien, ein
Orchester hochbegabter Nachwuchsmusiker:innen,
die im Förderprogramm der Wiener Philharmoniker
ausgebildet werden.
In Vertretung des PaN-Präsidenten Univ.-Prof.
Dr. Hermann Mückler eröffnete PaN-Generalsekretär
Senator h.c. Walter J. Gerbautz mit Dank an
die zahlreich erschienenen Vorstände der bilateralen
PaN-Gesellschaften, insbesondere an den
Vizepräsidenten der Österreichisch-Serbischen
Gesellschaft, Mag. Mladen Filipovic, für die Veranstaltungslocation.
Es folgten Grußworte von
DI Regina Wiala-Zimm seitens der Stadt Wien,
Europa und Internationales, und einleitende Worte
der Geschäftsführerin der Camerata Prima Wien,
Angelika Persterer-Ornig.
137
PaN-Preis des
BMEIA 2024
Der PaN-Preis 2024 des BMEIA wurde am 29. Oktober
2024 in einer feierlichen Zeremonie im historischen
Alois Mock Saal des BMEIA an die Präsidentin der Österreichisch-Indischen
Gesellschaft-PaN Radha Anjali von Sektionsleiter
Botschafter Christoph Thun-Hohenstein und PaN-
Präsident Hermann Mückler überreicht.
Besuch der ÖVAEG
am Flughafen Wien
Foto/s © Sebastian Kocon
A
m 22. Oktober 2024 besuchte eine Delegation
der Österreichisch Vereinigten Arabischen
Emirate Gesellschaft (ÖVAEG) den Flughafen Wien,
wo sie von Günther Ofner, Vorstandsdirektor der
Flughafen Wien AG, persönlich empfangen wurde.
Im Rahmen des Besuchs erhielten die Vorstandsmitglieder
die Möglichkeit, den imposanten Airbus
A380 der Fluglinie Emirates zu besichtigen, begleitet
von der Emirates-Österreich-Managerin Elisabeth
Zauner.
Issue
N 386
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
Ambassadors’
Caleidoscope
Austrian representatives
Österreich hat mit 196 Staaten diplomatische Beziehungen. In 94 Ländern unterhält der Staat
Botschaften, Kulturforen und Generalkonsulate. SOCIETY zeigt alle auf einen Blick.
Stand November 2024
Ägypten, Botschaft
Armenien, BMEIA
Belgien, Botschaft
Georg Pöstinger
Ägypten, Eritrea, Sudan
Robert Gerschner
Georgien, Armenien
Jürgen Meindl
Belgien
3 Abu El Feda Straße, 15. Stock,
Zamalek, 11211 Kairo
Tel. (+20/2) 3570 29 75
kairo-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/kairo
Inoffice Business Centre, 5th floor,
Chovelidze Street 4, 0108 Tbilisi
Tel. (+995/32) 243 44 02
tiflis-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/armenien
Avenue de Cortenbergh 52,
B-1000 Brüssel
Tel. (+32 / 2) 2890-700
bruessel-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/bruessel
138
Ägypten, Kulturforum
Albanien, Botschaft
Algerien, Botschaft
Daniela Herta
Ägypten
3 Abu El Feda Straße, 15. Stock,
Zamalek, 11211 Kairo
Tel. (+20 / 2) 3570 29 75
kairo-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-kairo
Monika Zach
Albanien
Argentinien, Botschaft
Rruga Xibrakeve 4,Tirana
Tel. (+355 / 4) 22 74 855, (+355 / 4)
22 74 856
tirana-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/tirana
Christine Moser
Algerien, Niger
17, Chemin Abdelkader Gadouche,
16035 Hydra
Tel. (+213 / 23) 47 28 15
algier-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/algier
Andreas Melán
Argentinien, Paraguay, Uruguay
Calle French 3671,
1425 Buenos Aires
Tel. (+54 / 11) 4809 5800
buenos-aires-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-buenos-aires
Aserbaidschan, Botschaft
Äthiopien, Botschaft
Australien, Botschaft
Belarus, Botschaft
Thomas Schuller-Götzburg
Aserbaidschan, Turkmenistan
Landmark III, 7. Stock, Nizami Str.
90A, AZ-1010 Baku
Tel. (+994) 12 465 99 33
baku-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/baku
Simone Knapp
Äthiopien, Dschibuti, Kongo,
Uganda, Südsudan
Nifas Silk Lafto, Woreda 03, H.No.
535, Addis Abeba
Tel: (+251 / 11) 371 25 80
addis-abeba-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
addisabeba
Elisabeth Kögler
Australien, Fidschi, Kiribati,
Marshallinseln, Mikronesien -
Föderierte Staaten von, Nauru,
Neuseeland, Papua-Neuguinea,
Salomonen, Samoa, Tuvalu,
Tonga, Vanuatu
12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603,
Tel. (+61 / 2) 6295 1533 (Amt)
canberra-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/canberra
Ronald Sturm
Chargé d‘Affaires
Belarus
Belinskogo Str. 23-329a,
220113 Minsk
Tel. (+375 / 17) 319 05 41
minsk-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/oeb-minsk
Belgien, Kulturforum
Waltraud Strommer
Botschaftsrätin, Direktorin
Avenue de Cortenbergh 52,
B-1000 Brüssel
Tel. (+32 / 2) 2890-700
bruessel-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-bruessel
Bosnien und Herzegowina, Botschaft
Brasilien, Botschaft
Bulgarien, Botschaft
Georg Diwald
Bosnien und Herzegowina
Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo
Tel. (+387 / 33) 279 400
sarajewo-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/sarajewo
austrijska-ambasada.ba
Stefan Scholz
Brasilien, Suriname
SES (Setor de Embaixadas Sul),
Av. das Nacoes, Quadra 811 - Lote
40, 70426-900 Brasilia DF
Tel. (+55/61) 3443 3421
brasilia-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/brasilia
Andrea Ikic-Böhm
Bulgarien
Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica
Schipka 4, BG-1000 Sofia
Tel. (+359 / 2) 932 90 32
sofia-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/sofia
Foto/s © Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Chile, Botschaft
Werner Senfter
Chile
Barros Errazuriz 1968, 3 piso,
Santiago de Chile
Tel. (+56 / 2) 2223 47 74
santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
santiagodechile,
chile-embajadadeaustria.at
Dänemark, Botschaft
Alice Irvin
Dänemark, Island
Sölundsvej 1,
DK-2100 Kopenhagen
Tel. (+45) 39 29 41 41
kopenhagen-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
kopenhagen
Frankreich, Botschaft
Barbara Kaudel-Jensen
Frankreich, Monaco
6, Rue Fabert, F-75007 Paris
Tel. (+33 / 1) 40 63 30 - 63
paris-ob@bmeia.gv.at
amb-autriche.fr,
aussenministerium.at/paris
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
China, Botschaft
Deutschland, Botschaft
Frankreich, Generalkonsulat
Andreas Riecken
China, Mongolei
Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,
100600 Peking
Tel. (+86) 108 531 1700
peking-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/peking
Michael Linhart
Deutschland
Stauffenbergstraße 1,
D-10785 Berlin
Tel. (+49 / 30) 202 87-0
berlin-ob@bmeia.gv.at
oesterreichische-botschaft.de,
aussenministerium.at/berlin
Andreas Lins
29, Avenue de la Paix,
F-67000 Straßburg
Tel. (+33) 388 35 13 94
strassburg-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
strassburggk
China, Generalkonsulat
Deutschland, Generalkonsulat
Frankreich, Kulturforum
Gerhard Zettl
2201 Chinachem Tower, 34-37
Connaught Road,
Central Hongkong
Tel. (+852) 2522 80 86
hongkong-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/hongkong
Eva Maria Ziegler
Ismaninger Straße 136, D-81675
München
Tel. (+49 / 89) 99 815-0
muenchen-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/muenchen,
oegkmuenchen.de
Julia Thallinger
Gesandte (kulturelle Angelegenheiten),
Direktorin
17, avenue de Villars,
F-75007 Paris
Tel. (+33 / 1) 47 05 27 10
paris-kf@bmeia.gv.at
austrocult.fr
139
China, Generalkonsulat
Deutschland, Kulturforum
Georgien, Botschaft
Helmut Rakowitsch
Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375
Huai Hai Road,
Shanghai 200031
Tel. (+86 / 21) 647 40 268
shanghai-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/shanghaigk
Johanna Rohland-Lindner
Botschaftsrätin, Direktorin
Stauffenbergstraße 1,
D-10785 Berlin
Tel. (+49 / 30) 202 87-0
berlin-kf@bmeia.gv.at
kulturforumberlin.at
Robert Gerschner
Georgien, Armenien
Inoffice Business Centre, 5th floor,
Chovelidze Street 4, 0108 Tbilisi
Tel. (+995 / 32) 243 44 02
tiflis-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/oeb-tiflis
China, Generalkonsulat
Estland, Botschaft
Griechenland, Botschaft
N.N.
Unit 1202, Teem Tower, Teemall,
208 Tianhe Road, Guangzhou
510620 Guangdong
Tel: (+86/20) 85160047
guangzhou@wko.at
wko.at/department/1862 wko.at/
aussenwirtschaft/china
Peter Mikl
Estland
Vambola 6, 5. Stock,
EE-10114 Tallinn
Tel. (+372) 627 87 40
tallinn-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/tallinn
Gerda Vogl
Griechenland
4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen
Tel. (+30 / 210) 725 72 – 70
athen-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/athen
China, Generalkonsulat
Finnland, Botschaft
Heiliger Stuhl, Botschaft
Günther Lazelsberger
27 F, Yanlord Landmark Office
Tower, No. 1, Section 2, Renmin
South Road, 610016 Chengdu
Tel. (+86 / 28) 632 44 301
bmeia.gv.at/gk-chengdu
Herbert Pichler
Finnland
Unioninkatu 22,
00130 Helsinki
Tel. (+358 / 9) 68 18 60-0
helsinki-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/helsinki
Marcus Bergmann
Heiliger Stuhl, San Marino
Via Reno 9, I-00198 Rom
Tel. (+39) 06 853 725
heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-heiligen-stuhl
Issue
N 386
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
140
Indien, Botschaft
Indonesien, Botschaft
Irak, Botschaft
Iran, Botschaft
Iran, Kulturforum
Irland, Botschaft
Katharina Wieser
Bangladesch, Bhutan, Indien,
Malediven, Nepal, Sri Lanka
Ep-13, Chandragupta Marg,
Chanakyapuri, New Delhi 110 021,
Tel. (+91 / 11) 24 19 27-00
new-delhi-ob@bmeia.gv.at, newdelhi-ka@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/newdelhi
Thomas Loidl
Indonesien, Timor-Leste
Jalan Diponegoro 44,
Menteng Jakarta Pusat 10310
Tel. (+62 / 21) 23 55 40 05
jakarta-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/jakarta,
austrian-embassy.or.id
Andrea Nasi
Irak
Babylon Rotana, Karrada Street,
Al-Jadria, Unit 727, Baghdad
Tel. (+43) 676 89 99 5115
Wolf Dietrich Heim
Iran
Bahonarstr., Moghaddasi Str.,
Zamani Str., Mirvali, Nr. 6 und 8,
Teheran, Niavaran, 19796-33755
Tel. (+98 / 21) 22 75 00 40
teheran-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-teheran
Michaela Pacher
Gesandte-Botschaftsrätin
Khorramshahr Ave., Arabali Street,
6th Alley, Nr. 1,
15548-17413 Teheran
Tel. (+98 / 21) 88 76 48 23
teheran-kf@bmeia.gv.at,
kultur@dpimail.net
bmeia.gv.at/kf-teheran
Melitta Schubert
Irland
6 Ailesbury Road, Dublin 4
Tel. (+353 / 1) 269 45 77
dublin-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-dublin
Israel, Botschaft
Israel, Kulturforum
Italien, Botschaft
Italien, Kulturforum
Italien, Kulturforum
Japan, Botschaft
Nikolaus Lutterotti
Israel
Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver
Street 12, 4. Stock, Ramat Gan
5250606
Tel. (+972) 3 612 0924
tel-aviv-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/telaviv
Lara Stock
Leitung
Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver
Street 12, 4. Stock,
Ramat Gan 5250606
Tel. (+972 / 3) 612 0924
tel-aviv-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-tel-aviv
Martin Eichtinger
Italien
Via Pergolesi 3,
I-00198 Rom
Tel. (+39) 06 844 014-1
rom-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/rom
Teresa Indjein
Direktorin
Viale Bruno Buozzi 113,
I-00197 Rom
Tel. (+39) 06 360837-1
rom-kf@bmeia.gv.at
austriacult.roma.it
Susanne Ranetzky
Konsulin
Piazza del Liberty 8/4,
I-20121 Mailand
Tel. (+39) 02 77 80 78 03
mailand-kf@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/mailandkf,
austriacult.milano.it
Michael Rendi
Geschäftsträger
1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku,
Tokyo 106-0046
Tel. (+81 / 3) 34 51 82 81
tokio-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/tokio
Jordanien, Botschaft
Kanada, Botschaft
Kanada, Kulturforum
Kasachstan, Botschaft
Katar, Botschaft
Kenia, Botschaft
Marieke Zimburg
Jordanien
Mithqal Al-Fayez Street 36,
Jabal Amman
P.O.B. 830795, Amman 11183
Tel. (+962 / 6) 460 11 01
amman-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/amman
Andreas Rendl
Kanada, Jamaika
445 Wilbrod Street, Ottawa,
Ontario K1N 6M7
Tel. (+1 / 613) 789 14 44
ottawa-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-ottawa
Lisa Butzenlechner
Gesandte-Botschaftsrätin
445 Wilbrod Street,
Ottawa, Ontario K1N 6M7
Tel. (+1 / 613) 789 14 44
ottawa-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-ottawa/
oesterreich-in-kanada/kultur
N. N.
Kasachstan, Kirgisistan,
Tadschikistan
Kosmonavtov Straße 62, 9. Stock,
Mikrodistrikt Chubary, 010000
Astana
Tel. (+7 / 7172) 97 78 69
astana-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-astana
Erika Bernhard
Katar
Palm Tower B, level 33,
West Bay, DohaPO Box 12011
Tel. (+974) 403 373 00
doha-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-doha
Christian Fellner
Kenia, Burundi, Komoren, Kongo
- Demokratische Republik,
Ruanda, Seychellen, Tansania
- Vereinigte Republik, Somalia,
Sambia, Malawi
Limuru Road 536, Muthaiga, Nairobi,
Tel. (+254 / 20) 406 00 22,
nairobi-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/nairobi
Foto/s © Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Fotostudio R.Michael Schuster, ÖB Ottawa/Eva Fuchs-Rendl
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Kolumbien, Botschaft
Gerhard Doujak
Kolumbien, Barbados, Ecuador,
Guyana, Panama,
Trinidad und Tobago
Cra. 9 No. 73-44, Of. 402,
Bogotá D.C. CO-110221
Tel. (+57 / 1) 745 2086
bogota-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-bogota
Kuwait, Botschaft
Ulrich Frank
Bahrain, Kuwait
Kuwait City, Daiya Block 3, Ahmed
Shawki Street / Corner of 32nd
Street, House 10
Tel. (+965) 225 52 532
kuwait-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/kuwai
Luxemburg, Botschaft
Karin Proidl
Luxemburg
3, rue des bains,
1212 Luxemburg
Tel. (+352) 47 11 88
luxemburg-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/luxemburg
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
Korea – Republik, Botschaft
Lettland, BMEIA
Malaysia, Botschaft
Wolfgang Angerholzer
Korea - Republik, Korea - Demokratische
Volksrepublik
Kyobo Bldg., 21 Floor, 1, Jong-ro,
Jongno-gu, Seoul 03154
Tel. (+82 / 2) 73 29 071
seoul-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/seoul
Bernadette Klösch
Lettland
c/o BMEIA Minoritenplatz 8,
1010 Wien
Tel. (+371) 672 161 25
lettland-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-riga
Andreas Launer
Malaysia, Brunei Darussalam
Suite 10.1-2, Level 10, Wisma
Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,
50200 Kuala Lumpur
Tel. (+60 / 3) 203 004 00
kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
kualalumpur
Kosovo, Botschaft
Libanon, Botschaft
Malta, BMEIA
Georg Schnetzer
Kosovo
Ahmet Krasniqi 94, 10000 Pristina
Tel. (+383 / 38) 24 92 84
pristina-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/pristina
Franziska Honsowitz-
Friessnigg
Libanon
Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue
Charles Malek, Tabaris - Achrafieh,
Beirut 2071-1606
Tel. (+961 / 1) 21 30 17
beirut-ob@bmeia.gv.at
Martin Hermges
Malta (designiert)
c/o BMEIA, Minoritenplatz 8,
A-1010 Wien
Tel. (+43) 501150-0
malta-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-malta
141
aussenministerium.at/beirut
Kroatien, Botschaft
Libyen, Botschaft
Marokko, Botschaft
Josef Markus Wuketich
Kroatien
Barbara Grosse
Libyen
Anna Jankovic
Marokko, Mauretanien
Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-Tower),
HR-10000 Zagreb
Tel. (+385 / 1) 488 10 50
agram-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/agram,
aussenministerium.at/zagreb
dzt. disloziert an der ÖB Tunis, 16
rue Ibn Hamndiss, El Menzah I, 1004
Tunis, Tunesien
Tel. (+216) 71 239 038
tripolis-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/tripolis
2, rue Tiddas, BP135,
MA-10010 Rabat
Tel. (+212 / 537) 76 16 98
rabat-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/rabat
Kroatien, Kulturforum
Liechtenstein, BMEIA
Mexiko, Botschaft
Marina Chrystoph
Direktorin/Botschaftsrätin
Gunduliceva 3, HR-10000 Zagreb,
Tel. (+385/1) 488 12 50
agram-kf@bmeia.gv.at
kulturforum-zagreb.org
Katharina Kastner
Liechtenstein
c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,
A-1010 Wien
Tel. (+43) 501150-0
liechtenstein-ob@bmeia.gv.at
Elisabeth Kehrer
Mexiko, Belize, Costa Rica,
El Salvador, Guatemala,
Honduras, Nicaragua
Sierra Tarahumara 420,
Colonia Lomas de Chapultepec,
11000 Mexico D.F.
Tel. (+52 / 55) 52 51 08 06,
mexiko-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-mexiko
Kuba, Botschaft
Litauen, BMEIA
Mexiko, Kulturforum
Gabriele Meon-Tschürtz
Antigua und Barbuda, Dominica,
Grenada, St. Kitts und Nevis,
St. Lucia, St. Vincent und die
Grenadinen, Venezuela, Kuba,
Dominikanische Republik, Haiti
Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle
70, Miramar, Havanna
Tel. (+53) 7204 28 25
havanna-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-havanna
Yvonne Toncic-Sorinj
Litauen
c/o BMEIA, Minoritenplatz 8,
1010 Wien
(+43/0) 501150-4600
litauen-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-litauen
Lorenz Brunner
Direktor
Sierra Tarahumara 420, Colonia
Lomas de Chapultepec, 11000
Mexico D.F.
Tel. (+52 / 55) 52 51 08 06
mexiko-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-mexiko
Issue
N 386
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
Moldau, Botschaft
Stella Avallone
Moldau – Republik
Strada Alexei Mateevici 23A,
2009 Chisinau
Tel.(+373 / 22) 208 333
chisinau-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
oeb-chisinau
Oman, Botschaft
Christophe Ceska
Oman, Jemen
Shati Al Qurum, Way 3019,
Villa 1605
Tel. (+968) 240 91 600
maskat-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-maskat
Portugal, Botschaft
Christoph Meran
Portugal, Cabo Verde
Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.
Stock, 1399-046 Lissabon
Tel. (+351 / 21) 394 39-00
lissabon-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/lissabon,
embaixadadaaustria.pt
Montenegro, Botschaft
Pakistan, Botschaft
Rumänien, Botschaft
Christian Steiner
Montenegro
Andrea Wicke
Pakistan, Afghanistan
Ulla Krauss-Nussbaumer
Rumänien
Ulica Svetlane Kane Radevic br 3,
MNE-81000 Podgorica
Tel. (+382 / 20) 201135
podgorica-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/podgorica
Haus 7A, Straße 21,
F 8/2 Islamabad
Tel. (+92 / 51) 877 07 00
islamabad-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/islamabad
Dumbrava Rosie 7, RO-020461
Bukarest
Tel. (+40 / 21) 201 56 12
bukarest-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/bukarest
142
Niederlande, Botschaft
Nigeria, Botschaft
Nordmazedonien, Botschaft
Norwegen, Botschaft
Engelbert Theuermann
Niederlande
van Alkemadelaan 342,
2597 AS Den Haag
Tel. (+31 / 70) 324 54 70
den-haag-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/denhaag
Thomas Schlesinger
Nigeria, Äquatorialguinea, Benin,
Gabun, Ghana, Kamerun, São
Tomé und Príncipe, Togo, Tschad,
Zentralafrikanische Republik
Plot 9, Usuma Street, Maitama -
Abuja. Tel. (+234) 929 15 465
abuja-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/abuja
Martin Pammer
Nordmazedonien
Mile Popjordanov 8,
MK-1000 Skopje
Tel. (+389 / 2) 3083 400
skopje-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/skopje
Stefan Pehringer
Norwegen
Thomas Heftyes Gate 19 - 21,
N-0264 Oslo
Postadresse: PO Box 4014 AMB,
0244 Oslo
Tel. (+47) 22 54 02-00
oslo-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/oslo
Peru, Botschaft
Philippinen, Botschaft
Polen, Botschaft
Polen, Kulturforum
Renate Kobler
Peru, Bolivien
Av República de Colombia 717, piso
13, Lima 15046, Peru
Tel. (+51 / 1) 442 05 03
lima-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/lima
Johann Brieger
Philippinen, Palau
8th floor, One Orion building,
11th Avenue corner 38th Street,
Bonifacio Global City, Taguig
Tel. (+63/2) 8817 91 91
manila-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/manila
Andreas Stadler
Polen
Ul. Gagarina 34,
00-748 Warschau
Tel. (+48 / 22) 841 00 81
warschau-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/warschau
Arnold Obermayr
Polen
Ul. Prozna 7-9,
00-107 Warschau
Tel. (+48 / 22) 526 88-00
warschau-kf@bmeia.gv.at
austria.org.pl
Russische Föderation, Botschaft
Russische Föderation, Kulturforum
Saudi Arabien, Botschaft
Schweden, Botschaft
Werner Almhofer
Russische Föderation
Starokonjuschennyi Per 1, 115127
Moskau
Tel. (+7 / 495) 780 60 66
moskau-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/moskau
N.N.
Starokonjuschennyi Per 1,
115127 Moskau
Tel. (+7 / 495) 780 60 66
moskau-kf@bmeia.gv.at
akfmo.org
Oskar Wüstinger
Saudi Arabien
Diplomatic Quarter Riyadh
Tel. (+966 / 11) 480 12 17
riyadh-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/riyadh
Doris Danler
Schweden
Banérgatan 10, 115 23 Stockholm
Tel. (+46 / 8) 665 17 70
stockholm-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/stockholm
Foto/s © Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Schweiz, Botschaft
Maria Rotheiser-Scotti
Schweiz
Kirchenfeldstrasse 77/79,
CH-3005 Bern
Tel. (+41/31) 356 52-52
bern-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/bern
Slowakei, Botschaft
Johannes Wimmer
Slowakei
Hodzovo námestie 1/A,
81106 Bratislava
Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00
pressburg-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/pressburg
Südafrika, Botschaft
Romana Königsbrun
Angola, Botsuana, Eswatini,
Lesotho, Madagaskar, Mauritius,
Mosambik, Namibia, Simbabwe,
Südafrika
454A Fehrsen Street, Brooklyn,
Pretoria 0181. Tel. (+27 / 12) 45 29
155. pretoria-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/pretoria,
austrianembassy.co.za
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
Schweiz, Kulturforum
Slowakei, Kulturforum
Syrien, Botschaft
Franziska Pfeiffer
Schweiz
Kirchenfeldstrasse 77/79,
CH-3005 Bern
Tel. (+41 / 31) 3565 - 253
bern-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-bern
Sandra Diepenseifen
Botschaftsrätin (kulturelle Angelegenheiten)/Direktorin
Hodzovo námestie 1/A,
81106 Bratislava
Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00
pressburg-kf@bmeia.gv.at
rakuskekulturneforum.sk
Isabel Rauscher
Botschafterin
Farabi Street 7, Mezzeh, East Villas,
Damascus
Tel. (+961 / 1) 213 011
damaskus-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/damaskus
Senegal, Botschaft
Slowenien, Botschaft
Thailand, Botschaft
Ursula Fahringer
Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-
Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte
d‘Ivoire, Liberia, Sierra Leone
18, rue Emile Zola, Dakar
Tel. (+221) 33 849 40 00
dakar-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/dakar
Konrad Bühler
Slowenien
Presernova cesta 23,
SI-1000 Ljubljana
Tel. (+386 / 1) 479 07 00
laibach-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/laibach
Wilhelm Donko
Kambodscha, Laos - Demokratische
Volksrepublik, Myanmar,
Thailand
14, Soi Nantha-Mozart, Soi 1,
Sathorn Tai Road, Thungmahamek,
Sathorn, Bangkok 10120
Tel. (+66 / 2) 105 67 00
bangkok-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/Bangkok
143
Serbien, Botschaft
Slowenien, Kulturforum
Tschechien, Botschaft
Christian Ebner
Serbien
Sonja Reiser-Weinzettl
Botschaftsrätin, Direktorin
Bettina Kirnbauer
Tschechien
Kneza Sime Markovica 2,
SRB-11000 Belgrad
Tel. (+381 / 11) 333 65-00
belgrad-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/belgrad
Presernova cesta 23, SI-1000
Ljubljana,
Tel. (+386/1) 479 07 41,
laibach-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-laibach
Viktora Huga 10, CZ-151 15 Prag
5 - Smíchov
Tel. (+420) 257 09 05 - 11
prag-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/prag
Serbien, Kulturforum
Spanien, Botschaft
Tschechien, Kulturforum
Amadeus Faltheiner
Direktor
Enno Drofenik
Spanien, Andorra
Denise Quistorp
Direktorin/Botschaftsrätin
Kneza Sime Markovica 2,
SRB-11000 Belgrad
Tel. (+381 / 11) 333 65-00
belgrad-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-belgrad
Paseo de la Castellana 91,
28046 Madrid
Tel. (+34) 91 55 65 315
madrid-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/madrid,
foroculturaldeaustria.org
Viktora Huga 10,
CZ-15115 Prag 5
Tel. (+420) 257 090 589
prag-kf@bmeia.gv.at,
info@oekfprag.at
oekfprag.at,
rkfpraha.cz
Singapur, Botschaft
Spanien, Kulturforum
Tunesien, Botschaft
Peter Guschelbauer
Singapur
Kristian Henk
Botschaftsrat, Direktor
Stephan Vavrik
Tunesien
600 North Bridge Road, #24-06/07
Parkview Square, Singapore 188778
Tel. (+65 ) 62 29 01 90
singapur-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/
oeb-singapur
Paseo de la Castellana 91,
28046 Madrid
Tel. (+34) 91 55 65 315
madrid-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-madrid
16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I,
1004 Tunis
Tel. (+216 / 71) 23 90 38
tunis-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/tunis
Issue
N 386
ÖSTERREICHISCHE BOTSCHAFTER
IN DER WELT
Türkiye, Botschaft
Gabriele Juen
Türkiye
Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara
Tel. (+90 / 312) 405 51 90
ankara-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/ankara
Ungarn, Kulturforum
Christian Autengruber
Gesandter/Direktor
Benczúr utca 16,
1068 Budapest
Tel. (+36 / 1) 413 35 - 90
budapest-kf@bmeia.gv.at
okfbudapest.hu
Vereinigte Staaten von Amerika,
Kulturforum
Susanne Keppler-
Schlesinger
Direktorin
11 East 52nd Street,
New York, N.Y. 10022
Tel. (+1 / 212) 319 5300
new-york-kf@bmeia.gv.at
acfny.org
Türkiye, Generalkonsulat
Usbekistan, BMEIA
Vereinigte Staaten von Amerika,
Generalkonsulat
144
Türkiye, Kulturforum
Ukraine, Botschaft
Ukraine, Kulturforum
Ungarn, Botschaft
Josef Saiger
Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,
Istanbul
Tel. (+90 / 212) 363 84 10
istanbul-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/istanbulgk
Silvia Neureiter
Direktorin
Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,
Istanbul
Tel. (+90 / 212) 363 84 15
istanbul-kf@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/kf-istanbul
Arad Benkö
Ukraine
Ivana Franka 33, 01054 Kyjiw
Tel. (+380 / 44) 277 27 90
kyjiw-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-kyjiw
Andreas Wenninger
Direktor
Ivana Franka 33, 01054 Kyjiw
Tel. (+380 / 44) 277 27 90
kyjiw-kf@bmeia.gv.at
austriaukraine.com
Astrid Harz
Ungarn
Benczúr utca 16,
1068 Budapest
Tel. (+36 / 1) 479 70 – 10
budapest-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/budapest
Matthias Radoszitcs
Usbekistan
c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,
A-1010 Wien
Tel. (+43) 501150 - 3263
usbekistan-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/usbekistan
Vereinigte Arabische Emirate, Botschaft
Etienne Berchtold
Vereinigte Arabische Emirate
Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504,
Reem Island, Abu Dhabi
Tel. (+971 / 2) 69 44 999
abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-abu-dhabi
Vereinigte Staaten von Amerika,
Botschaft
Petra Schneebauer
Bahamas, Vereinigte Staaten
3524 International Court N.W.,
Washington D.C. 20008
Tel. (+1 / 202) 895 67 00
washington-ob@bmeia.gv.at
austria.org
Vereinigte Staaten von Amerika,
Kulturforum
Sarah Bamberger
Vereinigte Staaten
3524 International Court N.W.,
Washington D.C. 20008
Tel. (+1 / 202) 895 67 00
washington-kf@bmeia.gv.at,
culture@austria.org
acfdc.org
Vereinigte Staaten von Amerika,
Generalkonsulat
Helene Steinhäusl
31 East 69th Street,
New York, N.Y. 10021
Tel. (+1 / 212) 737 6400
new-york-gk@bmeia.gv.at,
info@austria-ny.org
aussenministerium.at/newyorkgk
Vereinigtes Königreich, Botschaft
Vereinigtes Königreich, Kulturforum
Vietnam, Botschaft
Zypern, Botschaft
Michael Postl
11859 Wilshire Boulevard,
Suite 501, Los Angeles,
California 90025
Tel. (+1 / 310) 44 49 310
los-angeles-gk@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/losangeles
Bernhard Wrabetz
Vereinigtes Königreich
18, Belgrave Mews West, London
SW1X 8HU
Tel. (+44 / 20) 7344 3250
london-ob@bmeia.gv.at
bmeia.gv.at/oeb-london
Waltraud
Dennhardt-Herzog
Gesandte/Direktorin
28, Rutland Gate,
London SW7 1PQ
Tel. (+44/20) 7225 73-00
london-kf@bmeia.gv.at,
office@acflondon.org
acflondon.org
Philipp Agathonos
Vietnam
c/o „Prime Center“,
53, Quang Trung, 8. Stock,
Hai Ba Trung District, Hanoi, VN
Tel. (+84 / 24) 3943 3050-3
hanoi-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/hanoi,
daisuquanao.org.vn
Susanne Bachfischer
Zypern
34, Dimosthenous Severi Avenue,
1st Floor, Office 101, 1080 Nikosia
Tel. (+357) 22 41 01 51
nikosia-ob@bmeia.gv.at
aussenministerium.at/nikosia
Foto/s © Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, CorD magazine (KF Belgrad)
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EXPERIENCE
VIENNESE CHARM
TODAY
EMBARK ON AN IMMERSIVE JOURNEY
© JAKOB TROST
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Luxembourg:
National Day
On the occasion of the National Day of Luxembourg, the Ambassador
H.E. Jean Graff invited to a garden reception at Luxembourg’s residence
in Vienna. Since 1961, the country’s National Day is being celebrated
on June 23 in order to take advantage of the warm summer
weather, before that, it was tradition to celebrate the reigning monarch’s
birthday.
146
The Ambassador of the Sovereign Military Order of Malta to Austria, H.E.
Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath, invited to the premises of St.
Johann Club for a festive reception on the occasion of the “Ordensfeiertag“.
The Order—even though it does not possess any territory—maintains diplomatic
relations with more than 110 states as well as with the EU. It is
a subject of international law that exercises functions of sovereignty.
Sovereign Military
Order of Malta:
“Ordensfeiertag“
Colombia:
G77
60 th Anniversary
The Colombian Ambassador to Austria, H.E. Laura Gil, invited to a reception
on the occasion of the 60 th Anniversary of the G77 followed by a
concert of Ana María Orduz at RadioKulturhaus. The Group of 77 is a coalition
of developing countries which was established on June 15, 1964 in
order to provide, amongst others, the means for countries of the South to
articulate and promote their collective economic interests within the
United Nations System. Today, it consists of 134 member states.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
The Ambassador of Israel to Austria and Permanent Representative to the UN, the
OSCE and International Organizations in Vienna, H.E. David Roet and Mrs. Gemma
Manalese together with the Ambassador and Permanent Representative of Israel to
the IAEA and the CTBTO PrepCom, H.E. David Nusbaum and Dr. Lidia Lika Nusbaum,
invited to a reception on the occasion of the 76 th Independence Day of the State of
Israel and to the 3rd annual ceremony of the Israel Friendship Award
Israel:
76 th Independence
Day
147
Georgia:
National Day
On the occasion of the National Day of Georgia, the Georgian Ambassador
to Austria, H.E. Ketevan Tsikhelashvili, invited to a cultural evening
at MuTh where the newly founded children´s dance group “Gelati“
from Vienna was introduced. In the second part of the evening, the
Georgian musician David Kenchiashvili and his band “Experiment“
enchanted the guests with their musical skills.
H.E. Troy Lulashnyk, Ambassador of Canada to Austria and Permanent
Representative to the International Organizations in Vienna, and H.E.
Jocelyn Kinnear, Ambassador and Permanent Representative of Canada to
the OSCE, invited to the Canada Day Reception at the beautiful garden of
the official residence.
Canada
Day
Issue
N 386
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
USA:
248 th Independence
Day
The Ambassador of the United States of America to Austria, H.E. Victoria
Reggie Kennedy, hosted a traditional garden reception celebrating
the 248th Independence Day at her residence under the motto “A little
bit of country, a whole lot of fun“. Each year on July 4, the USA commemorates
the ratification of the Declaration of Independence, establishing
the United States of America in 1776.
148
The Ambassador of Japan to Austria, H.E. Ryuta Mizuuchi, and the
Defence Attaché, Colonel Tom Saito, invited to a festive reception in the
garden of the Ambassador’s residence on the occasion of the 70th Foundation
Day of the Japanese Self-Defence Forces. Established in 1954, the
JSDF comprises the Japan Ground Self-Defence Force, the Japan Maritime
Self- Defence Force and the Japan Air Self-Defence Force.
70 th Foundation
Day of the Japanese
Self-Defence
Forces
Argentina:
Independence
Day
The Ambassador of Argentina to Austria, H.E. Holger Federico
Martinsen, together with his spouse Ms. María de la Paz
García Calvo, invited to a festive reception on the occasion of
the Independence Day. At the official residence, the guests
celebrated Argentina’s independence with traditional music
and delicious Argentine food.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
On the occasion of the National Day of Egypt, the Ambassador and Permanent
Representative H.E. Mohamed Elmolla and his spouse Ms. Dina
Selim, invited to a reception at the Embassy of Egypt. The event
brought together diplomats, dignitaries and members of the Egyptian
community who enjoyed Egyptian music, dance and delicacies.
Egypt:
National Day
149
Nepal:
National Day
The Ambassador and Permanent Representative, H.E. Bharat Kumar
Regmi, hosted a reception at Marriott Hotel on the occasion of the
National Day of Nepal, which dates back to 2008, when the newly
elected Constituent Assembly declared Nepal a Federal Democratic
Republic, abolishing the 240 year-old monarchy.
The Ambassador of Uzbekistan to Austria and Permanent Representative
to the UN, OSCE and other International Organizations in Vienna, H.E.
Bakhtiyor Ibragimov and the Honorary Consul of Uzbekistan to Austria, Mr.
Boris Kandow, invited to a festive reception on the occasion of the 33 rd
Anniversary of the Independence of Uzbekistan at Palais Ferstel.
Uzbekistan:
33 rd Anniversary of
Independence
Issue
N 386
ÖGAVN
POLITIK
Wissen für Alle
Die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten
Nationen (ÖGAVN) ist eine unabhängige, überparteiliche und ge meinnützige
Vereinigung. Hauptaufgabe der ÖGAVN ist die Infor mation der österreichischen
Bevölkerung und Personen, die in Österreich leben, über Fragen
der Österreichischen Außenpolitik, der Vereinten Nationen sowie zu europäischen
und internationalen Themen.
Die ÖGAVN möchte damit das Interesse für
zwischenstaatliche Beziehungen und das
Verständnis für aktuelle internationale Vorgänge
in Politik, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und
Gesellschaft fördern und möglichst breiten Kreisen
der Bevölkerung zugänglich machen.
150
Botschafter Dr. Nikolaus Marschik (BMEIA) umringt von Dr. Benita Ferrero-Waldner,
Dr. Ursula Plassnik, Dr. Wolfgang Schüssel und Dr. Peter Jankowitsch
Bindeglied für die Zivilgesellschaft
Die ÖGAVN versteht sich auch als Schnittstelle
zum Außenministerium, den Diplomatischen Vertretungen
und den in Österreich ansässigen Internationalen
Organisationen und Einrichtungen.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Information
über die Tätigkeit der Vereinten Nationen
und ihrer Institutionen. Die ÖGAVN fungiert daher
als “United Nations Association of Austria“ auch
als Bindeglied zur UNO.
Veranstaltungen
Die ÖGAVN organisiert regelmäßig Vorträge und
Diskussionen mit Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten
Bereichen im Rahmen der Veranstaltungsreihe
“Internationaler Club (IC)“. Dieser
findet in der Regel Mittwoch Mittag in informeller
Atmosphäre im ÖGAVN-Clubraum in der Stallburg
der Wiener Hofburg statt.
In den Veranstaltungen präsentiert die ÖGAVN
Fakten, Hintergründe oder Meinungen, die in dieser
Form nicht so einfach über andere Kanäle verfügbar
sind. Die ÖGAVN nimmt dabei aber als
Organisation keinen eigenen Standpunkt ein, sondern
möchte vielmehr zum Nachdenken anregen.
H.E. José Manuel Durão Barroso, ehem.
Präsident der Europäischen Kommission,
ehem. Ministerpräsident Portugals
H.E. Nadezhda Neynsky, ehem. Außen ministerin
Bulgariens
Jugend
Um einen besonderen Schwerpunkt auf die
Jugend zu setzen, unterstützt die ÖGAVN die
unabhängige Jugendorganisation “Young United
Nations Association - Austria (YUNA-Austria)“.
Foto/s © ÖGAVN
Prof. Dr. Franz Baumann
Dr. Helga Rabl-Stadler
Brigadier i.R. Walter
Feichtinger
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
On the occasion of the National Day of Slovakia, H.E. Ambassador
Jozef Polakovic and his wife Petra Polakovic as well as H.E. Peter
Burian, Ambassador and Permanent Representative of Slovakia
to the UN, OSCE and other International Organizations in Vienna
and his wife Nina Burianová invited to a festive reception at the
Slovakian residence.
Slovakia:
National Day
151
China:
75 Years
People’s Republic
To celebrate the 75 th Founding Day of the People’s Republic of China,
H.E. Ambassador QI Mei, together with the Chinese Representative to
the International Organizations in Vienna, Mr. LI Song, invited to a
reception at Hotel Savoyen. The Day of the People´s Republic is celebrated
annually on October 1 as one of the National Days. The following
six days are also known as the “Golden Week“.
The Embassy and Permanent Mission of the Kingdom of Saudi Arabia in
Austria with Ambassador H.E. Abdullah Khalid O Tawlah invited to a
reception on the occasion of the 94 th National Day at Palais Liechtenstein.
Saudi Arabia celebrates National Day on September 23 each year, commemorating
the founding of the modern Kingdom of Saudi Arabia.
Saudi Arabia:
94 th National Day
Issue
N 386
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Malaysia:
67 Years of
Independence
To honour the occasion of the 67 th Anniversary of Independence of
Malaysia – dating back to the Malayan Declaration of Independence on
August 31, 1957 – the Ambassador of Malaysia to Austria, H.E. Ikram Bin
Mohammad Ibrahim and Ms. Noor Azida Binti Azmi invited to a festive
reception at Peak Lounge with a beautiful view of Vienna.
152
H.E. Jiří Šitler, Ambassador of the Czech Republic and Miroslav Zbanek,
Lord Mayor of Olomouc, invited to the Czech Embassy for the traditional
“Wenzelskirtag“, which was dedicated to the Olomouc region. The guests
had the chance to get to know this specific part of the Czech Republic via
a photo exhibition, an interactive exhibition by the Olomouc Art Museum
and delicious regional delicacies.
Czech Republic:
“Wenzelskirtag“
Malta:
60 th Anniversary
of Independence
On the occasion of the 60 th Anniversary of Independence of
Malta, H.E. Natasha Meli Daudey, Ambassador of Malta to
Austria, Permanent Representative to the UN, International
Organizations in Vienna and Chair of the Permanent Council
of the OSCE, invited to a concert followed by a reception at
the Austrian Academy of Sciences.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
The French Ambassador to Austria (designated), H.E. Matthieu
Peyraud, invited to a festive reception at the French Embassy to
honour the Austrian athletes and security forces who participated at
the Olympic and Paralympic Games 2024 in Paris.
France:
Festive Reception
153
Jubilees and
Inauguration of
the Academic Year
2024-25
The Vienna School of International Studies invited to the festive reception
“Jubilees and Inauguration of the Academic Year 2024-25“ at Vienna
City Hall. Besides a keynote address delivered by the United Nations
High Commissioner for Human Rights, Volker Türk, speakers included
Vienna’s Mayor Michael Ludwig, the Austrian Foreign Ministry’s Secretary
General, Nikolaus Marschik, Visual Artist Lisl Ponger and the DA’s
Director, Emil Brix.
On the occasion of the National Day of the Republic of Korea, the Ambassador
and Permanent Representative, H.E. Sang Wook Ham, invited to a
festive reception at the Atrium of Leopold Museum with official speeches,
traditional delicacies and an enchanting music programme.
Republic of Korea:
National Day
Issue
N 386
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Germany:
Unity Day
On the occasion of German Unity Day, the National Day of Germany,
H.E. Ambassador Vito Cecere and Bettina Bundzus-Cecere, H.E.
Ambassador Susanne Schütz (OSCE) and Alfred Diebold and H.E.
Ambassador Rüdiger Bohn (UN) and Corina Bohn invited to a festive
reception at Kursalon Hübner.
154
The Ambassador and Permanent Representative of Australia
to Austria, H.E. Ian Biggs and Dr. Christine Biggs OAM, invited to
an enchanting Australian evening at Palmenhaus Augarten
with delicious Australian cuisine, directly from Australian suppliers
and featuring Australian ingredients.
Australia:
An Evening at
Augarten
Spain:
National Day
The Ambassador of Spain to Austria, H.E. Aurora Mejía and
the Permanent Representative of Spain to the International
Organizations in Vienna, H.E. Maria Sebastián de Erice, hosted
a celebratory reception at the Embassy on the occasion of
Spain’s National Day, annually celebrated on October 12.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Under the auspices of the President of Slovakia, H.E. Peter Pellegrini
and the Austrian President, H.E. Alexander Van der Bellen and on the
occasion of the celebration of the 20th Anniversary of the Slovak
Republic’s accession to the European Union, the Ambassador of Slovakia
to Austria, H.E. Josef Polakovic and the Director of the Slovak Institute
in Vienna, Jana Tomková, invited to an extraordinary concert at
St. Stephen’s Cathedral.
Slovakia:
Gala Concert at
St. Stephen’s
Cathedral
155
35 th Anniversary Celebration
of AACC & 14 th
Arab-Austrian Economic
Forum & Exhibition
In celebration of the 35 th founding anniversary of the Austro-Arab
Chamber of Commerce (AACC), the Chamber invited to a full-day event
supported by the Mayor of the City of Vienna, Michael Ludwig at the
beautiful Festsaal of the Vienna City Hall. As part of the day’s program,
the 14 th Austro-Arab Economic Forum with a focus on “Fossil Energy,
Renewable Energy and Energy Efficiency“ took place.
On the occasion of the Republic Day of Kazakhstan, the Ambassador of
Kazakhstan and Permanent Representative to the International Organizations
in Vienna, H.E. Mukhtar Tileuberdi and Mrs. Zhanna Rakhmanberdiyeva,
invited to a concert and a reception at the Crystal Ballroom of the
Ritz-Carlton Vienna.
Kazakhstan:
Republic Day
Issue
N 386
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Czech Republic:
National Day
The Ambassador of the Czech Republic to Austria, H.E. Jiří Šitler, and
the Permanent Representative of the Czech Republic to the UN, OSCE
and other International Organizations, H.E. Ivo Šrámek, invited to a
reception on the occasion of the National Day of the Czech Republic,
which commemorates the establishment of the independent Czechoslovak
State on October 28, 1918.
156
To commemorate the 33 rd Anniversary of the Independence Day of
Armenia, H.E. Armen Papikyan, Ambassador of Armenia to Austria
and Permanent Representative to the OSCE, UN and International
Organizations in Vienna, invited to a reception at the beautiful Palais
Niederösterreich.
Armenia:
Independence Day
Türkiye:
National Day
The Ambassador of Türkiye in Austria, H.E. Ozan Ceyhun and
Ms. Azize Ceyhun hosted a festive reception at the beautiful
premises of the Embassy on the occasion of the National Day of
Türkiye, which commemorates the proclamation of the Republic
of Türkiye on October 29, 1923 by Mustafa Kemal Atatürk.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
On the occasion of the 106 th Anniversary of the Proclamation of the
Republic of Latvia, the Ambassador of the Republic of Latvia to Austria,
H.E. Guna Japina, and the Ambassador and Permanent Representative
of Latvia to the UN, OSCE and other International Organizations in
Vienna, H.E. Raimonds Oskalns, invited to a reception with a musical
performance of Kaspars Zemitis at Wien Museum.
Latvia: Anniversary
of the Proclamation
of the Republic
157
Algeria:
Anniversary of
the Revolution
The Algerian Ambassador to Austria, H.E. Larbi Latroch, and his
spouse invited to a reception at Grand Hotel Wien on the occasion of
the 70 th anniversary of the onset of the Algerian Revolution. The celebratory
highlight of the evening was the cutting of a cake with – among
others – the Chief of Protocol of the Austrian Foreign Ministry, H.E.
Maximilian Hennig.
The Ambassador of the Kingdom of Belgium to Austria and Permanent
Representative to the International Organizations in Vienna, H.E. Caroline
Vermeulen, the Permanent Representative of Belgium to the OSCE,
H.E. Thomas Lambert and Colonel Benny Vos invited to a reception in the
Belgian Residence on the occasion of King’s Day.
Belgium:
King's Day
Issue
N 386
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Annual Reception:
Birthday of
Cav. Marco Mercuri
The chairman of the National Defense Committee and Member of the National
Council, Volker Reifenberger, invited to the annual reception for diplomats
and military personnel on the occasion of Cavaliere Marco Mercuri’s birthday.
Numerous guests followed the invitation and got together at the beautiful
Ruhmeshalle of Heeresgeschichtliches Museum.
158
On the occasion of the 54 th Anniversary of the National Day of the Sultanate
of Oman, the Ambassador and Permanent Representative to the International
Organizations in Vienna, H.E. Yousuf Ahmed Aljabri, invited to a
festive reception at Grand Hotel Wien.
Oman:
National Day
Romania:
National Day
To celebrate the Romanian National Day, the Ambassador of
Romania, H.E. Emil Hurezeanu and the Ambassador and Permanent
Representative of Romania to the International
Organizations based in Vienna, H.E. Stelian Stoian invited to
a reception at Palais Niederösterreich.
image/s (p. 146–158) by SOCIETY/Karakan, SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Sora, SOCIETY/Ertugral
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
LIFE & STYLE
RESTAURANT
Ristorante Sole:
Authentische
italienische Kulinarik
im Herzen Wiens
Das weit über die Grenzen Wiens hinaus bekannte Ristorante Sole, das
Aki Nuredini bereits im Jahr 1983 – ursprünglich als Frullateria – gegründet
hat, steht heute für Beständigkeit, höchste Qualität und Dolce Vita inmitten
der Wiener Innenstadt.
159
Foto/s © Brianna Pfaffel
Übrigens
-
Der Küchenchef empfiehlt
Antipasti
Zuppa die Zucca – Kürbissuppe
Polipetti alla Luciana — Baby-Oktopus sautiert
mit einer würzigen Tomaten-und Olivensauce
Carpaccio di tonno con riduzione di soia e wasabi —
Thunfischcarpaccio mit einer Soja-Wasabi-Reduktion
Primi Piatti
Fettucce al pesto di basilico e tartare di gambero rosso —
Fettucce mit Basilikum Pesto und Garnelentartar
Risotto con zucca e salsiccia —
Risotto mit Kürbis und Salsiccia-Wurst
Tagliatelle con tartufo nero
Carne
Bistecca Fiorentina per due persone —
T-Bone-Steak nach Firenzer Art für Zwei
Scaloppina al vino bianco —
Kalbsschnitzel mit einer Weisswein Sauce
Pesce
Branzino in crosta di patate —
Wolfsbarschfilet in einer Kartoffelkruste
Grigliata mista di pesce – Gegrillte Fischplatte
i
Mit frischen Zutaten und saisonalen
Gerichten, feinsten Antipasti, handgemachter
Pasta und Pizzen aus dem
Steinofen, begleitet von einer erlesenen
Auswahl an italienischen, österreichischen
und internationalen Weinen,
kreiert das Ristorante Sole, das
Aki Nuredini heute mit seinem Sohn
Agron führt, ein kulinarisches Erlebnis,
das namhafte Künstler:innen,
Sportler:innen und Komponist:innen
und alle Liebhaber:innen frischer italienischer
Küche seit Jahrzehnten zu
schätzen wissen.
Gleich neben dem Restaurant befindet
sich die Bar Sole, die mit besten
Weinen, Hausbrandt Kaffee, Stuzzichini,
Antipasti, Panini oder hausgemachter
Pizza aufwartet und ein idealer Ort
für Afterwork Drinks, einen Aperitiv vor
dem Essen oder einen gemütlichen
Abend mit Freunden ist.
Ristorante Sole
Annagasse 8-10, 1010 Wien
Mo – So 11:30 bis 23:30 Uhr
Tel.: +43-(0)-1-513 40 77
office@ristorante-sole.at
Issue
N 386
KULTUR
EVENT
160
Verleihung des
Toleranzpreises 2024 an
Dr. Harald Wögerbauer
Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste verlieh am 14.11.2024 den Toleranzpreis an den österreichischen Juristen, Volkswirt und
Politiker der ÖVP, ehemaliges Mitglied des Präsidiums des Europäischen Rechnungshofes in Luxemburg und Präsident des bilateralen Österreichisch–
Deutschen Länderforums, Mag. Dr. Harald Wögerbauer.
D
ie Europäische Akademie der Wissenschaften
und Künste (EASA)
hat sich seit ihrer Gründung im Jahr
1990 stets für eine Kultur der Toleranz
eingesetzt. Die Gründerväter Professor
Felix Unger, Franz Kardinal König und
Nikolaus Prinz von Lobkowicz begannen
interreligiöse Dialoge mit Vertretern
der Weltreligionen einzuberufen,
um den Austausch zwischen verschiedenen
religiösen Gruppen zu fördern.
S.E. Tolendy Makeyev (Kirgistan) mit Gattin sowie Martina und Werner
Fasslabend gehörten zu den Gästen
Diese Dialoge bildeten die Grundlage
für die Charta der Toleranz, die 2002
in New York an die Vereinten Nationen
übergeben wurde. Seit 1997 verleiht
die Europäische Akademie der
Wissenschaften und Künste den Preis
der Toleranz an Personen oder Institutionen,
die sich für Menschlichkeit und
den Dialog zwischen Religionen und
Ländern einsetzen.
Unter den bisherigen Preisträgern
finden sich unter anderem namhafte
Persönlichkeiten und Institutionen wie
Teddy Kollek, Franz Kardinal König, das
Internationale Rote Kreuz, Giandomenico
Picco, Eugen Biser, Karl Kardinal
Lehmann, Hans-Dietrich Genscher,
Klaus Töpfer, Flavio Cotti, Daniel Barenboim,
das Internationale Olympische
Komitee, Marko Feingold sowie Hans
Peter Haselsteiner und Prof. Dr. Dr.h.c.
Felix Unger.
Der Toleranzpreis der Akademie
ehrte nun Dr. Harald Wögerbauer für
sein Engagement und seinen langjährigen
Einsatz für ein gerechtes Handeln,
wie auch seine Inititativen für die interkulturelle
und interreligiöse Verständigung,
die er besonders während seiner
Tätigkeit als Mitglied des Kunstrückgabebeirats
gefördert hat.
Diese vom Bundeskanzleramt
1998 gegründete
juristische Kommission
zur Restitution von während
der NS-Zeit geraubten
Kunstgegenständen
setzt sich fortwährend für
die Rückgabe und Entschädigung
an die ehemaligen
jüdischen Eigentümer oder
deren Erben ein.
Dr. Wögerbauer engagiert
sich darüber hinaus umfangreich
in österreichisch-ausländischen
Gesellschaften. So war er unter anderem
von 1984 bis 2011 Generalsekretär
der Österreichisch-Koreanischen
Gesellschaft und ist seit 2011 deren
Ehrenvorstand. Gemeinsam mit dem
damaligen Präsidenten der Gesellschaft,
Univ. Prof. Dr.
Heinrich Neisser und
dem damaligen koreanischen
Botschafter
in Wien, Ban Ki-
Moon, gründete er
außerdem 1999 die
Österreichisch-Koreanische
Philharmonie.
Dieses bilaterale
Orchester soll jungen
koreanischen und österreichischen
Künstlerinnen und Künstlern im Rahmen
eines gemeinsamen Zusammenwirkens
die Möglichkeit bieten, deren
Können einem interessierten Publikum
öffentlich zu präsentieren. Das seitdem
einmal jährlich stattfindende Konzert
der Österreichisch-Koreanischen
Philharmonie ist von einer enormen
Qualität und Professionalität geprägt.
Mittlerweile wirkt Dr. Wögerbauer als
Präsident dieses bilateralen Orchesters.
Zudem fungiert Dr. Wögerbauer
derzeit als Präsident des von ihm, Dr.
Franz Fiedler sowie Dr. Ewald Wetscherek
gegründeten bilateralen
Österreichisch-Deutschen Länderforums,
das zum Ziel hat, die österreichisch-deutschen
Beziehungen auf
zivilgesellschaftlicher Ebene zu fördern
und zu stärken. Zahlreiche Veranstaltungen
bieten Raum für Diskussion
und Begegnungen zu Themen politischer,
wirtschaftlicher, gesellschaftlicher
oder künstlerischer Natur.
Die Laudatio auf den Preisträger
hielt Prof. Dr. Günther Ofner, Vorstand
der Flughafen AG, den Festvortrag Botschafter
Mag. Maximilian Hennig, Leiter
der Protokollabteilung im Bundesministerium
für Europäische und Internationale
Angelegenheiten.
Die Vizepräsidentin der
Akademie, Prof. Dr. Harreß,
überreichte im Springer
Schlössl in Wien, im
Beisein vieler Diplomaten
und Vertreter von Politik,
Wirtschaft, Wissenschaft
und Kunst diese große
Auszeichnung. Wir gratulieren
ganz herzlich!
Foto/s ©SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Mag. Dr. Harald Wögerbauer
IMPRINT
IMPRESSUM
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
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Herausgeberin: Prof. KR Mag. Gertrud Tauchhammer,
in Kooperation mit der Österreichischen
Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten
Nationen (ÖGAVN), www.oegavn.org.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY (vormals UNO Magazin)
ist seit 80 Jahren das offizielle
Organ der Österreichischen Gesellschaft
für Außenpolitik und die
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Redaktion: Mag. Sarah Heftberger, Vanessa
Reichenauer BA
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Bernd Hermann (Generalsekretär)
Dr. Hans Dietmar Schweisgut (Vizepräsident)
Weitere Vorstandsmitglieder:
Dr. Alexander Christiani, Dr. Angela Kane,
Dr. Friedhelm Frischenschlager,
Mag. Peter Launsky-Tieffenthal,
Dr. Michael Linhart,
Dr. Eva Nowotny,
Dkfm. Dr. Karl Peterlik,
Dr. Gerhard Pfanzelter,
Dr. Nikolaus Marschik
161
Blattlinie: SOCIETY berichtet über Top-Ereignisse
aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Immobilien,
Medizin, Gesellschaft, Lifestyle und Nachhaltigkeit.
Jede Ausgabe widmet sich ein bis zwei Fokusländern.
Durch die Zusammenarbeit mit der
jeweiligen Botschaft trägt SOCIETY wesentlich
zur Kommunikation zwischen Österreich und
dem Fokusland bei. Es ist dadurch ein medialer
Multiplikator der Spitzenklasse in Österreich und
der ganzen Welt.
FOUNDED 80 YEARS AGO
FA MILY O W N ED FO R 35 Y EA RS
Issue
N 386
GASTBEITRAG
EMIL BRIX
METTERNICH
ODER
TRUMP?
Der Direktor der Diplomatischen Akademie Wien, Emil Brix, blickt in seinem
Gastbeitrag auf die lange Geschichte der von Kaiserin Maria Theresia gegründeten
„Orientalischen Akademie“ zurück, betont die Wichtigkeit einer solchen
Ausbildungsstätte und fragt sich angesichts der aktuellen Weltordnung:
Metternich oder Trump?
162
nfang Oktober 2024 fand im Wiener
Rathaus in Anwesenheit des
A
Wiener Bürgermeisters und des UN-
Hochkommissars für Menschenrechte
eine Feier anlässlich 270 Jahre diplomatischer
Ausbildung in Wien
statt. Die Diplomatische Akademie
Wien wurde als weltweit
älteste staatliche Ausbildungsstätte
mit dem Namen „Orientalische
Akademie“ 1754 gegründet,
weil man nach den Türkenkriegen
nach Wegen für eine bessere
Diplomatie in den damals politisch
vorrangigen Beziehungen
mit dem Osmanischen Reich
suchte. Junge Männer sollten
zu Diplomaten mit Kenntnissen
über den „Orient“ und seinen Sprachen
ausgebildet werden. Österreich hat
damals in den „Dialog“ investiert, um
seine imperialen nationalen Interessen
dort besser vertreten zu können,
wo es seine Geltung als Großmacht in
Europa für durchsetzbar hielt. Von der
Tradition, eine Großmacht zu sein, hat
sich Österreich nach 270 Jahren längst
verabschiedet. Aber die Überzeugung,
ein Ort des Dialogs sein zu können, ist
auch heute noch ein kulturelles Erbe,
das die Arbeit der Diplomatischen Akademie
bestimmt.
Der Bedarf an exzellenter Ausbildung
für internationale Berufe wächst
derzeit mit jeder Krise
und mit jedem aufgeschobenen
Reformversuch internationaler Organisationen.
1000 junge Menschen aus
allen Kontinenten bewerben sich aktuell
für jährlich ca. 120 neue Studienplätze
an unserer Akademie. Internationaler
Dialog muss gelernt werden,
nicht alles wird oder soll durch „deals“
„Wenn die alte Ordnung
stirbt, aber die neue
noch nicht geboren wurde,
dann leben wir in unsicheren
Zeiten.“
oder „Völkerrechtsbrüche“ gelöst werden.
Klemens Metternich hat den Wiener
Kongress fast neun Monate lang
tagen lassen. Donald Trump verspricht
eine Lösung des russischen Krieges in
der Ukraine in 24 Stunden.
Wenn die alte Ordnung stirbt, aber
die neue noch nicht geboren wurde,
dann leben wir in unsicheren Zeiten.
Wir müssen in Diplomatie investieren,
um die künftige Ordnung mit weltweit
allen Partnern gemeinsam und friedlich
zu entwickeln. Weder in der Ukraine
noch in Gaza ist dies bisher gelungen.
Aber möglich ist es! Moderne diplomatische
Ausbildung darf nicht naiv sein.
Sie muss die Interessen wirtschaftlicher
und politischer Eliten, autokratischer
Führer, Extremisten von rechts
und links, und von Plattformen wie
TikTok, Facebook oder X analysieren.
Aber sie muss auch Haltung vermitteln.
Ohne eine ambitionierte Klimapolitik,
ohne mehr Gestaltungsmacht für
die Länder des „globalen Südens“ und
ohne zumindest das Bemühen, die
Orte des „Gemeinwohls“ größer
zu machen, wird die Welt keine
Zukunft haben. Zumindest halten
wir dies im neutralen und demokratischen
Österreich für wichtig
und richtig.
Vermutlich ist „Metternich oder
Trump“ eine dumme Frage. Aber
sie beschäftigt mich eben. Und ich
habe den Verdacht, dass ich dabei
nicht der Einzige bin. Schließlich
braucht die Weltordnung beides,
Stabilität und Disruption, weil sie aus
den Fugen geraten ist. Vielleicht heute
Trump, und morgen hoffen wir auf
einen neuen Metternich, diesmal am
besten aufgeklärt und liberal.
Foto/s ©SOCIETY/Karakan
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
C₈ H₁₁ NO₂: DOPAMIN PUR.
PURES DOPAMIN DANK EINES ABSOLUTEN HIGH-PERFORMANCE-AUTOS.
WIE DIESEM HIER MIT 816* PFERDESTÄRKEN.
AUS DIESER PASSION HERAUS HABEN WIR EINE PHILOSOPHIE ENTWICKELT:
„ONE MAN – ONE ENGINE“. DAS BEDEUTET: EIN AMG-MOTOR WIRD
IMMER NUR VON EINER PERSON GEBAUT. EINER PERSON, DIE IHRE GANZE
LEIDENSCHAFT HINEINSTECKT.
DAMIT SIE IHRE FREIHEIT UND 100 % DOPAMIN VOLL ENTFALTEN KÖNNEN.
BECAUSE IT’S MERCEDES-AMG.
* Angabe meint Systemleistung. Mercedes-AMG SL 63 S E PERFORMANCE: Kraftstoffverbrauch gewichtet (kombiniert): 7,7 l/100 km;
CO₂-Emissionen gewichtet (kombiniert): 175 g/km.
Ermittelt nach WLTP, weitere Infos unter mercedes-benz.at/wltp. Tippfehler vorbehalten. Abbildung ist Symbolfoto.
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1984 1986 1988 1990 1992 1994 1996 1998 2000 2002 2004 2006 2008 2010 2012 2014 2016 2018 2020 2022 2024
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