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immobilien investment 04/2024

Das Standortmagazin für die Immobilienwirtschaft

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Das Standortmagazin für die Immobilienwirtschaft

Österreichische Post AG, PZ 22Z042801 P

DMV – della lucia medien & verlags GmbH

Franzensbrückenstr. 5 / 7.OG, 1020 Wien

immobilien

2. INTERNATIONALER

investment 04/2024

September / Oktober 2024

7. NOVEMBER 2024

PALAIS BERG/WIEN

€ 2,90

04

9 190001 016627

9 190001 016627

Wohnen: Herausforderungen und Chancen

am österreichischen Wohnimmobilienmarkt

Ausbildung: Ihr Zugang zur Immo-Karriere

Investment: Wer jetzt am Markt stark auftritt

Büro: Intelligente Raumbuchungstools für mehr Effizienz

Wir leben Investment.

Unser Netzwerk und Know-How sichern Ihren Erfolg.

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versetzen sämtliche Fahrgäste ins Staunen.

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We Elevate


3

Liebe LeserInnen!

© S. HUGER

Der Immobilienmarkt in Österreich befindet sich aktuell im Wandel. Angesichts der

signifikanten Verschiebung der Fertigstellungen und eines bundesweiten Rückgangs der

Neubauzahlen um rund 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, dass die Herausforderungen

für Bauträger sowie Investoren zunehmen – und letztendlich auch Wohnungssuchende

betreffen werden. 2024 dürfte es nur etwa 37.100 fertiggestellte Wohneinheiten

geben, und für die Folgejahre wird eine kontinuierliche Abnahme der Angebote prognostiziert

– es werden sogar Rückgänge von 26 Prozent (2025) bzw. 44 Prozent (2026) im Vergleich

zu 2023 erwartet. Besonders in Wien ist die Neubautätigkeit betroffen; die bereits nach

unten korrigierten Prognosewerte zeigen für 2024 einen Rückgang der Fertigstellungen um

32 Prozent.

Aus diesem Grund haben wir den österreichischen Wohnimmobilienmarkt genauer unter

die Lupe genommen und auch Branchenkenner gefragt, wie sie die weitere Entwicklung in

den nächsten fünf bis zehn Jahren einschätzen. Ihre Antworten finden Sie auf S. 26–28.

Wir haben uns jedoch nicht nur umgehört und Expertenstimmen gesammelt, sondern auch

unseren langjährigen Partnern und Kunden Ende August in der „Strandbar Herrmann“ im

Rahmen unseres traditionellen Immo-Frühstücks ein Forum geboten. Ein Forum für einen

interessanten Austausch über den derzeitigen Markt, mögliche Trends sowie Lösungen für

komplexe Herausforderungen. Die Veranstaltung, die zahlreiche Gäste anzog, fand große

Resonanz und wurde äußerst positiv aufgenommen (siehe S. 22–25).

Insgesamt sind wir aufgefordert, den Blick nach vorne zu richten und Rahmenbedingungen

zu forcieren, die es Entwicklern ermöglichen, neue Projekte zu realisieren und damit

Wohnraum zu schaffen. Es geht um adäquate Finanzierungsbedingungen, nachhaltige und

effiziente Planung, Markttransparenz und Raum für innovative Wohnkonzepte – Themen,

die auch bei unserem 2. Internationalen immobilien investment Kongress am 7. November

2024 im Wiener Palais Berg beleuchtet werden. Wir bringen internationale und nationale

Top-Speaker zusammen, die in ihren Panels fundierte und wichtige Einblicke in Themen wie

Investmentmärkte, finanzielle Realitäten, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit sowie Digitalisierung

offerieren.

Sollten Sie noch kein Ticket besitzen, haben Sie unter

https://kongress.immobilien-investment.at/anmeldung noch die Möglichkeit,

an der Veranstaltung teilzunehmen. Wir freuen uns auf Sie!

Herzlichst Ihre

Elisabeth Della Lucia,

Herausgeberin


4

INHALT

news österreich ................................................................................................... 6

news deutschland............................................................................................ 10

news international.......................................................................................... 12

news finanzen .................................................................................................. 14

news personal .................................................................................................. 16

Gastkommentar Hubert Abt........................................................................ 18

news events ....................................................................................................... 20

Herrmann‘s Strandbar business breakfast......................................... 22

Schwerpunkt Wohnen................................................................................... 26

Neue Impulse

für Wohnbau gesucht

Impulse für den Wohnbau erwünscht 26

Die aktuelle Lage am Wohnungsmarkt

Gastkommentar Dietmar Patjens............................................................. 36

Risk Management

bei der Kreditvergabe

Investment.......................................................................................................... 37

Wer jetzt den

Investmentmarkt dominiert

Aus- und Weiterbildung................................................................................ 38

Ihr Ticket für die Karriere

in der Immo-Branche

Dienstleister in der Immo-Branche......................................................... 42

Wer die Immobilien

zum Laufen bringt

Nachhaltige Herausforderungen.............................................................. 46

Gastkommentar

Alexander Scheuch (Rustler)

Teamwork............................................................................................................ 47

Nadja Hafez und Christian Zehetner

über die Gründung von ZEHA

Büromarkt............................................................................................................ 48

Das können intelligente

Raumbuchungstools

Auf Wissen bauen 38

Wo man das Fundament für die Immo-Karriere legen kann

Nach(haltig)gedacht........................................................................................ 51

Die Kolumne

von Peter Engert (ÖGNI)

PropTech............................................................................................................... 52

Apti Award 2024

IMPRESSUM

Medieninhaber:

DMV – della lucia medien &

verlags GmbH

Franzensbrückenstraße 5 / 7.OG,

1020 Wien

Tel. +43 (0)1 997 43 16-0,

Fax +43 (0)1 997 43 16-99

Mail: office@dmv-medien.at

www.immobilien-investment.at

Herausgeber:

Elisabeth Della Lucia

Chefredakteur:

Charles Steiner

Redaktion: Harald Kolerus,

Carolin Rosmann, Dietmar Patjens,

Hubert Abt, Andreas Gnesda

Produktion/CvD: Sabrina Seidl

Foto Titel: WINEGG/JamJam

Anzeigenverkauf:

Elisabeth Della Lucia,

Gerhard Meisriemer

Druck:

Print Alliance

HAV Produktions GmbH

Druckhausstraße 1, 2540 Bad Vöslau

Layout: bitroost.eu

Für unverlangt eingesandte Manuskripte,

Fotos und Datenträger kann keine Haftung

übernommen werden und es entfallen sämtliche

Honoraransprüche.

Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen

Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen

Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne

Zustimmung der DMV – della lucia medien &

verlags GmbH unzulässig und strafbar. Dies gilt

besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen,

Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und

Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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Mehr Effizienz im Büroalltag

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immobilien investment 4/2024


5

Wir brauchen Lösungen!

Normalerweise sind die Werbeeinschaltungen einer bekannten Möbelkette mit der Familie

P. nervig und in höchstem Maße inflationär. Anlässlich der bevorstehenden Nationalratswahl

am 29. September hat die Möbelkette mit KI-generierten Vorschul-Versionen

der österreichischen Spitzenkandidaten den Nagel aber erstaunlich präzise auf den Kopf

getroffen. Wer sich durch die Sommergespräche gequält hat und sich auch ob fragwürdiger

Slogans auf den zig Wahlkampfständern auf den Kopf gegriffen hat, wird wohl leider zum

Schluss kommen: Gerade, was das Grundbedürfnis Immobilien betrifft, glänzt keiner mit

Sachkunde.

© R. TANZER

Dennoch braucht es dringend Lösungen im Anbetracht der Lage, in der sich die Immobilienwirtschaft

in Österreich befindet. Und zwar schon einmal deshalb, weil die Immobilienund

Bauwirtschaft einen erheblichen Anteil am österreichischen BIP hat. Während nämlich

in Deutschland das Neukreditgeschäft für Eigenheime wieder merklich anzieht, herrscht in

Österreich aufgrund der rigiden Kreditvergaberichtlinien nach wie vor Stillstand.

Warum die Kreditvergabe ausgerechnet in Österreich so dermaßen rigide ist, steht übrigens

in einem Paper des Internationalen Währungsfonds, das man downloaden kann. Gleich

vorweg: Von einem verstärkten Risiko von Kreditausfällen bei privaten Haushalten ist darin

weniger die Rede. Eher vom Umstand, dass die Banken Rücklagen bilden müssen – wegen so

manchem milliardenschweren Ausfall im gewerblichen Immobiliensektor. Und von regionalen

Ausfallsrisiken wegen Geschäften in Ländern, die gerade Krieg führen.

Auf die Versprechungen der Politik können wir nicht vertrauen. Sie hat uns die Misere

schließlich mit eingebrockt. Die Immobilienwirtschaft ist wohl oder übel selbst dazu aufgerufen,

nach Lösungen zu suchen, um nachhaltigen Lebensraum zu schaffen und Wirtschaftsleistung

zu generieren. Dazu braucht es Know-how und viel Vernetzung – auch international.

Mit dem 2. Internationalen immobilien investment Kongress am 7. November im

Palais Berg in Wien wollen wir jedenfalls einen Beitrag dazu leisten, internationales Wissen

und internationale Netzwerke zu forcieren, damit wir auch Auswege aus der Krise finden.

Lasst uns gemeinsam handeln und eine bessere und prosperierende Zukunft bauen. Ich

freue mich, euch beim Kongress treffen zu dürfen!

Ihr/euer

Charles Steiner,

Chefredakteur

Steuerberatung vom Feinsten.


6

NEWS ÖSTERREICH

Investmentmarkt dürfte

mittelfristig verhalten bleiben

Ein Zurück zu den Transaktionsspitzen vor Beginn des

Ukraine-Kriegs und der darauf folgenden Zinswende

wird es heuer wohl nicht geben. Auch im kommenden

Jahr rechnet man eher nicht damit, selbst wenn es im

Jahresverlauf durch die EZB zu weiteren Zinssenkungen

zwischen 50 und 75 Basispunkten kommen sollte

– was allerdings von weiteren Risikofaktoren wie eben

dem Krieg in der Ukraine, dem Nahen Osten sowie den

bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen abhängig

ist. Wie aus dem Markt-Update zum Immobilieninvestmentbericht

von EHL Investment Consulting hervorgeht,

erlebt der österreichische Investmentmarkt derzeit

eine schwierige Phase, die von Rezession in der Industrie

und einer Insolvenzwelle im Immobiliensektor

verschärft wird. Und die Prognosen hinsichtlich des

seit vier Quartalen stagnierenden Wirtschaftswachstums

deuten auch für das zweite Halbjahr auf eine

geringe Dynamik hin. Diese wirtschaftlichen Herausforderungen

haben sich in einem deutlichen Rückgang

des Transaktionsvolumens auf dem Immobilienmarkt

widergespiegelt, das im ersten Halbjahr 2024 knapp

über eine Milliarde Euro ausmachte – deutlich unter

den Vorjahreswerten.

Österreichischer Wohnbau

steht vor massivem Einbruch

Der Wohnungsneubau in Österreich steht vor

einem drastischen Rückgang, wie das aktuelle

Quartalsupdate Q2/24 des „Ersten österreichischen

Neubauberichts“ zeigt, das von der Bauträgerdatenbank

EXPLOREAL gemeinsam mit

dem Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder

der WKO veröffentlicht wurde.

Für das Jahr 2024 wird die Fertigstellung von

37.100 Wohneinheiten prognostiziert, was einem

Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr

entspricht. Noch dramatischer ist die Aussicht

für 2026, wo ein Einbruch von 44 Prozent im Vergleich

zu 2023 erwartet wird. Zwar bleibt Wien im

heurigen Jahr das Zentrum der Neubautätigkeit,

sowohl in absoluten Zahlen als auch im Verhältnis

zur Einwohnerzahl, heißt es in dem Update.

Dennoch wird auch in der Hauptstadt ein Rückgang

von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet,

für 2025 sogar ein Minus von 32 Prozent

im Vergleich zu 2023. Das erhöhe den Druck auf

die frei finanzierten Mieten, die sich im Jahresvergleich

um 5,3 Prozent verteuert haben.

Regional stark. International erfahren.


SHORTNEWS ÖSTERREICH 7

ALTHAN QUARTIER GEHT AN KONSORTIUM

Das Althan Quartier im 9. Wiener Gemeindebezirk wird

im Herbst 2024 von einem neuen Eigentümerkonsortium

übernommen. Zu diesem Konsortium gehören Ronny

Pecik und Stefan Schönauer (beide Ex-IMMOFINANZ)

sowie die Baustoff + Metall GmbH mit Sitz in Wien. Das

meldete 6B47. Der Eigentumsübergang des Althan Quartiers

an das neue Konsortium steht unter dem Vorbehalt

üblicher Bedingungen, einschließlich kartellrechtlicher

Genehmigungen. Die Übernahme ist durch eine umfassende

Restrukturierung der Schulden in Zusammenarbeit

mit den finanzierenden Banken ermöglicht worden, heißt

es in der entsprechenden Mitteilung. Damit sei die Finanzierung

des Großprojekts bis zur geplanten Fertigstellung

im ersten Quartal 2025 gewährleistet.

© BITROOST, ADOBE STOCK/KSCH, SQUAREBYTES

Kaum noch Flächen für

innerstädtische Quartiersentwicklungen

in Wien

Gemischt genutzte Stadtquartiere werden in Zukunft

eine noch wesentlichere Rolle spielen, doch die Reserven

an geeigneten Flächen sind im innerstädtischen Bereich

von Wien nahezu ausgereizt. Das geht aus dem „Future

Cities Report“ des Immo-Dienstleisters CBRE hervor. Andreas

Ridder, Managing Director bei CBRE Austria, merkt

allerdings an, dass solche Quartiere auch in dezentralen

Lagen erfolgreich sein können, eine entsprechend gute

Planung vorausgesetzt. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt

vor allem in der vielfältigen Nutzungsmischung, die mit

sozialen Komponenten und öffentlichen Begegnungsmöglichkeiten

verknüpft wird“, so Ridder. Weitere wesentliche

Kriterien seien eine gute Anbindung an den

öffentlichen Verkehr sowie Nachhaltigkeit in Errichtung

und Betrieb. Laut CBRE Research bildet ein kooperativer

Planungsansatz die Grundlage für das Gemeinschaftsgefühl,

das in solchen Stadtquartieren entsteht. Obwohl

die Vorteile eines gemischt genutzten Quartiers – etwa,

weil sie durch die Kombination von Wohnen und Arbeiten

gleichmäßige Frequenzen schaffen würden, die wiederum

dem Einzelhandel zugutekommen – auf der Hand

liegen, gestaltet sich die Suche nach kürzlich entwickelten,

gemischt genutzten Quartieren in Wien schwierig, so

CBRE. Während in Gebieten wie dem Nordbahnviertel und

dem Sonnwendviertel der Wohnbau dominieren würde,

seien größere Büroentwicklungen eher in Randlagen anzutreffen.

Dies führt CBRE nicht nur auf städtebauliche

Leitbilder und Masterpläne zurück, sondern auch auf den

hohen Druck, Wohnraum für die wachsende Bevölkerung

zu schaffen.

GALCAP EUROPE ERWIRBT

WOHNHAUS-PAKET „WIENER TRIO“

Der Immobilien-Asset- und Investmentmanager Gal-

Cap Europe mit Sitz in Wien hat ein Wohnhauspaket

in Wien mit zusammen 22.300 Quadratmetern erworben.

Wie GalCap berichtet, umfasst das Paket mit dem

Namen „Wiener Trio“ zusammen 236 Wohnungen, drei

Büroflächen und zwei Geschäftseinheiten, die Objekte

befinden sich in den Bezirken Leopoldstadt, Penzing und

Kaisermühlen. Der Ankauf wurde für eine Pensionskasse

aus der DACH-Region durchgeführt und von den Partnern

DORDA Rechtsanwälte, TPA Steuerberatung GmbH

und DELTA begleitet.

LNR DEVELOPMENT IN KONKURS

Nach der Millionenpleite von BBB Immo ist nun auch

LNR Immobilien im Konkurs. Das Handelsgericht Wien

hat ein Konkursverfahren gegen die LNR Development

GmbH um Lukas Neugebauer auf Antrag von Gläubigern

eröffnet. Das berichtete der Kreditschützer KSV1870. Die

Gesellschaft, die zuvor als LNR Projektentwicklung GmbH

firmierte, wurde im Jahr 2011 gegründet – Aufsehen erregte

sie vor wenigen Jahren mit dem Kauf des ehemaligen

Novomatic Forum. Zudem fungiert sie als Beteiligungsgesellschaft.

Zum Insolvenzverwalter wurde Thomas

Engelhart bestellt, sein Stellvertreter ist Clemens Richter.

STIX & PARTNER MELDET KONKURS AN

Das derzeitige Marktumfeld führt zu immer mehr

Insolvenzen in der Immobilienwirtschaft: Wie der

KSV1870 bekannt gab, hat die Stix + Partner Immobilien

GmbH Insolvenz angemeldet. Zum Insolvenzverwalter

wurde Rechtsanwalt Martin Honemann bestellt, Stefan

Langer fungiert als dessen Stellvertreter. Die Stix + Partner

Immobilien GmbH wurde 2015 gegründet und ist im

Bereich der Erschließung von Grundstücken sowie als

Bauträger tätig.

15 x in Österreich

www.tpa-group.at

31 x in CEE & SEE

www.tpa-group.com


8

NEWS ÖSTERREICH

IMFARR schlittert in die Insolvenz:

604 Millionen Euro Schulden

Der Immobilienentwickler IMFARR Beteiligungs GmbH

hat Insolvenz angemeldet und ein Sanierungsverfahren

ohne Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien

beantragt. Diese Maßnahme betrifft 110 Gläubiger und

18 Dienstnehmer. Das Unternehmen hält Anteile an 44

Gesellschaften und ist hauptsächlich in der Immobilienentwicklung

in Österreich und Deutschland tätig,

so der Kreditschutzverband KSV1870. Die Schulden der

IMFARR Beteiligungs GmbH belaufen sich auf insgesamt

604 Millionen Euro – 27 Millionen Euro unbesicherte

Bankverbindlichkeiten, 219 Millionen Euro unbesicherte

sonstige Verbindlichkeiten, 332 Millionen Euro Eventualverbindlichkeiten

und 26 Millionen Euro Anleiheverbindlichkeiten

inklusive Zinsen. Die Geschäftsführung

der IMFARR Beteiligungs GmbH liegt in den Händen von

Nemat Farrokhnia und Ernst Gassner. Im Hintergrund

spielte auch Nematollah Farrokhnia eine wichtige Rolle.

Er war über 30 Jahre im Spitzenmanagement des Baukonzerns

STRABAG tätig und später auch im Aufsichtsrat

des Mitbewerbers PORR. Die Immo-Gruppe rund um

die Familie Farrokhnia erregte in den letzten Jahren mit

großen Immobiliendeals in Deutschland, insbesondere

in München, Aufmerksamkeit.

© ADOBE STOCK/BESTARCHIDESIGN

REALE FRAUENSACHE

15 Jahre Salon Real

Der Verein von und für Expertinnen in der österreichischen

Immobilienwirtschaft feiert Geburtstag.

Jahre gibt es ihn mittlerweile,

15 den Verein der führenden Frauen

in der österreichischen Immobilienbranche,

und aus dieser ist er auch

nicht mehr wegzudenken. Gegründet

von einer Handvoll Frauen, die gemeinsam

für die Frauen in der Branche

etwas bewegen und bewirken wollten,

die nicht nur die Idee hatten, sondern

diese auch konsequent umgesetzt haben,

und das mit viel Engagement über

viele, viele Jahre! Herzlichen Dank insbesondere

unseren langjährigen Präsidentinnen

Margret Funk und Ingrid

Fitzek-Unterberger!

Unser Netzwerk steht für fachliche

Kompetenz in der Immobilienwirtschaft,

Führung in Immobilienunternehmen

und immobilienrelevanten

Dienstleistungsunternehmen aller

Gerhild

Bensch-König

Geschäftsführerin

Raiffeisen WohnBau und

Präsidentin Salon Real

Größen, für fachlichen und persönlichen

Austausch, hochkarätige Veranstaltungen

und spannende Gespräche,

für gegenseitige Unterstützung, Inspiration

und Motivation – und wenn es

manchmal „nur“ durch Vorbildwirkung

ist, für Mentoring von jungen High Potentials

der Branche durch angesehene, erfahrene

Immobilienfrauen und für ganz

vieles mehr. Dieses Netzwerk verbindet,

schafft Vertrauen und Selbstvertrauen,

zeigt auf, macht sichtbar und ist sichtbar.

Und so ist es uns allen – wir sind mittlerweile

über 200 Mitglieder – eine ganz

große Freude, dieses Jubiläum feiern zu

können, und das haben wir beim diesjährigen

Back to Work Cocktail, der ja auch

schon Tradition hat, mit vielen Mitgliedern

und Gästen aus der Branche getan.

Allen danke fürs Kommen und ein großes

Dankeschön unseren Förder:innen,

Unterstützer:innen und Sponsor:innen!

© XXX SANDRA SCHARTEL

immobilien investment 4/2024


9

S+B Gruppe und 3SI Immogroup kaufen Grundstück für Quartier in Oberlaa

Die 3SI Immogroup und die S+B Gruppe

haben zusammen ein rund 10.400

Quadratmeter großes Grundstück direkt

an der U1-Station Oberlaa erworben

und werden dort ein Großprojekt

entwickeln. Das Grundstück „An der

Kuhtrift“, das zuvor im Besitz der zur

WSE gehörenden LSE Liegenschaftsstrukturentwicklungs

GmbH sowie der

WIPARK Garagen GmbH war und derzeit

als Parkplatz genutzt wird, weist

eine entsprechende Widmung für eine

Mixed-Use-Quartiersentwicklung auf.

Der Verkaufsprozess der Liegenschaft

war von der WSE Anfang des Vorjahres

eingeleitet worden. Über den Kaufpreis

waren keine Angaben gemacht worden.

Das geplante Projekt wird ein breites

Spektrum an Nutzungen umfassen,

darunter Wohnungen, Büros, Shops,

Dienstleistungen, Beherbergung und

eine Park+Ride-Anlage. „Die unmittelbare

Nähe zur Therme und die direkt

neben dem Grundstück liegende U1-

Station machen das Grundstück perfekt

für eine Wohn- und Gewerbeentwicklung.

Unser Team freut sich schon auf

die gemeinschaftliche Zusammenarbeit“,

sagte Wolfdieter Jarisch, Vorstand

der S+B Gruppe. Michael Schmidt, Geschäftsführer

der 3SI Immogroup, sagt

zur neuen Partnerschaft: „Es ist schön,

mit S+B einen starken Partner zur Seite

zu haben, mit dem wir unseren nachhaltigen

Wachstumskurs auch im Neubaubereich

verfolgen können. Trotz der

herausfordernden Marktlage kauft und

entwickelt die 3SI Immogroup auch

2024 weiter.“

Büromarkt: Großgesuche

dominieren Vermietungsmarkt

© WIENER LINIEN/JOHANNES ZINNER, PIXABAY

Anders als etwa in deutschen Metropolen

erweist sich der Wiener Büromarkt

als erstaunlich resilient, vor allem, was

neue Büroflächen betrifft. Im aktuellem

Büromarktbericht 2024 rechnet OTTO

Immobilien für das heurige Jahr mit

einer Vermietungsleistung von rund

150.000 Quadratmetern nach 145.000

Quadratmetern im Vorjahr. Dem stehe

heuer ein Fertigstellungsvolumen

an neuen Büroflächen von rund 99.000

Quadratmetern gegenüber, weswegen

die Leerstandsquote im zweiten Quartal

mit 3,5 Prozent nach wie vor gering ist.

In den Submärkten Innere Bezirke und

Hauptbahnhof liegen die Leerstände

mit 2,65 Prozent bzw. 1,73 Prozent noch

niedriger. Mit ein Grund für die starke

Nachfrage an modernen Büroflächen sei

der verstärkte Fokus auf Nachhaltigkeit

und Effizienz, den Unternehmen bei der

Standortwahl setzen. Eugen Otto, Geschäftsführer

von OTTO Immobilien,

sieht in diesen Parametern die im internationalen

Vergleich aktuell ungewöhnliche

Stabilität des Wiener Büromarkts

bestätigt: „Die Nachfrage nach modernen

Büroflächen ist ungebrochen.“

4/2024 immobilien investment


10

NEWS DEUTSCHLAND

Rohbau für „Be.yond

Office Berlin“ steht

Soravia hat im Juli den Rohbau des

Projekts „Be.yond Office Berlin“ abgeschlossen

und startet nun mit dem

Vertrieb der 8.600 Quadratmeter umfassenden

Büroflächen im Berliner

Tiergarten. Das Bürogebäude bietet

verschiedene Arbeitsflächen, die den

modernen Bedürfnissen der Mieter

entsprechen sollen. Das Projekt soll

Mitte des kommenden Jahres fertiggestellt

werden.

Münchner Woodworks vollvermietet

kannt gegeben. Das sechsgeschoßige

Gebäude mit rund 2.400 Quadratmetern

Bürofläche wird von der Barkawi

Holding, einem etablierten Akteur im

Bereich Supply-Chain-Technologie,

als Barkawi Technologie Campus genutzt.

Das nachhaltig konzipierte Bauwerk

zeichnet sich durch eine klimafreundliche

Holzhybridbauweise und

moderne Haustechnik aus. Durch die

Invesco Real Estate hat die Vollvermietung

des Neubaus Woodworks in Geothermie ist das Gebäude nahezu

Kombination von Photovoltaik und

München bereits vor Fertigstellung be-

klimaneutral.

CA Immo refinanziert Berliner Büroimmos

Die CA Immo konnte für ihre Berliner

Bürogebäude „Grasblau“ (Foto)

und Hallesches Ufer 74–76 eine Refinanzierung

von über 90 Millionen

Euro bei der UniCredit sichern. Die

Finanzierung besteht aus einer fünfjährigen

und einer zweijährigen Laufzeit.

70 Millionen Euro entfallen dabei

auf „Grasblau“ – die Finanzierung ist

als Green Loan strukturiert, basierend

auf der DGNB-Gold-Nachhaltigkeitszertifizierung.

Die benachbarte Lie-

umgebaut und als modernes Class-A-

in den kommenden Jahren umfassend

genschaft Hallesches Ufer 74–76 wird Bürogebäude neu positioniert werden.

HIH Real Estate weiterhin

erfolgreich bei Vermietung

HIH Real Estate setzt seine positive

Entwicklung im Vermietungssegment

fort und konnte laut eigenen Angaben

im ersten Halbjahr 2024 Mietverträge

über etwa 152.000 Quadratmeter abschließen.

Von den neu geschlossenen

Verträgen entfallen rund 44.900

Quadratmeter auf Neuvermietungen

(29,5 %). Die Mehrheit der Vertragsabschlüsse

betraf Büroflächen. Allein in

Deutschland konnte HIH rund 109.200

Quadratmeter (71,8 %) vermieten; bei

der größten Neuvermietung handelt

es sich um eine Bürofläche mit 6.560

Quadratmetern, die von der Universität

Münster genutzt wird. In Stuttgart wurde

nach der Vermietung von 5.300 Quadratmetern

an die Stadt eine weitere

Bürofläche von 3.000 Quadratmetern im

Löwentorbogen 11–13 vermietet (Foto).

© XOIO GMBH, ZOOMVP, CA IMMO, HIH REAL ESTATE

immobilien investment 4/2024



12

NEWS INTERNATIONAL

Prager Danube House

wird renoviert

Die CA Immo startet ab dem vierten

Quartal 2024 mit der umfassenden

Renovierung des Bürogebäudes Danube

House in Riverside Karlin, Prag.

Anfang 2026 soll die Fertigstellung erfolgen.

Das neue Danube House wird

auf 22.500 m² vermietbarer Fläche

modernes Büroworking bieten, das auf

höchsten Komfort sowie Energieeffizienz

abzielt. Vaclav Jonas, Geschäftsführer

von CA Immo in Tschechien,

betont die wachsende Nachfrage nach

modernen Büroflächen, die Work-Life-Balance

und erstklassigen Komfort

bieten. Danube House soll nicht nur

ein inspirierender Arbeitsort werden,

sondern auch die Umgebung mit

grünen Freiflächen und innovativen

Dienstleistungen aufwerten.

Neue Logistikentwicklung in Großbritannien

Invesco Real Estate und GARBE Industrial

Real Estate haben ein Joint

Venture zur Entwicklung eines Logistikstandorts

in Worksop, East

Midlands (Großbritannien), ins Leben

gerufen. Geplant ist ein Projekt

auf über 51.000 Quadratmetern

mit zwei Einheitentypen –

einer großen Fläche von knapp

43.000 m² und einer kleineren

von gut 8.000 m². Der Baustart

ist noch für September 2024

vorgesehen, die Fertigstellung soll im

dritten Quartal 2025 erfolgen. Beide

Einheiten werden nach den Energieeffizienzstandards

BREEAM „Excellent“

und EPC A+ zertifiziert.

S IMMO verlässt

kroatischen Markt

IMMOFINANZ verkauft „Victoriei“ in Bukarest

Die IMMOFINANZ setzt ihr Anfang

des Jahres angekündigtes Portfoliooptimierungsprogramm

in der rumänischen

Hauptstadt Bukarest weiter fort

und hat nun das Büro-Development

„myhive Victoriei“ in der Altstadt an

AFI Europe verkauft. Der Bürokomplex,

der aktuell generalsaniert wird

und daher über keinen Mieterbesatz

verfügt, umfasst rund 31.000 Quadratmeter.

Laut IMMOFINANZ erfolgte gung zur Umwandlung in ein Class-Abilie.

Die entsprechende Baugenehmider

Verkauf mit 27 Millionen Euro über Büroobjekt ist mit dem Verkauf an AFI

dem derzeitigen Buchwert der Immo-

Europe übergegangen.

Die S IMMO hat den Verkauf des

HOTO Business Tower in Zagreb erfolgreich

abgeschlossen und sich

damit aus dem kroatischen Immobilienmarkt

zurückgezogen. Das Bürogebäude,

das sich am südwestlichen

Rand des zentralen Geschäftsviertels

der kroatischen Hauptstadt befindet,

umfasst eine Gesamtmietfläche von

rund 15.500 Quadratmetern. Damit

wolle sich die S IMMO wieder mehr

auf andere Märkte konzentrieren, so

der Konzern. Die freigewordenen Mittel

aus dem Verkauf sollen nun für Investitionen

in anderen Kernmärkten

der S IMMO genutzt werden.

© CA IMMO, GARBE, IMMOFINANZ AG, S IMMO

immobilien investment 4/2024



14

NEWS FINANZ

US-Wahlen: Bewegte Börse

Für die kommenden Wochen sollte

man sich auf eine verstärkte

Schwankungsfreudigkeit der Börsen

einstellen – das meinen die Experten

der Steiermärkischen Sparkasse Karl

Freidl und Alexander Eberan. Insbesondere

würden die US-Wahlen einiges

an Unsicherheit in die Finanzmärkte

bringen. Wobei es schwierig ist, Wahlergebnisse

erfolgreich vorherzusagen.

Freidl und Eberan: „In den letzten zehn

Jahren haben Meinungsforscher und

politische Analysten einige bemerkenswerte

Prognosefehler gemacht.

Bestes Beispiel ist die Präsident-

Flash-Crash: Was nun?

Das Heulen und Zähneklappern

war groß, als Anfang

August die internationalen

Börsenindizes kräftig nach

unten rasselten – auch der

heimische ATX blieb nicht

verschont. Was war passiert?

Zwei Faktoren trafen aufeinander:

Zum einen fielen die

US-Wirtschaftsdaten schlechter als erwartet

aus, die Angst vor einer Rezession

in den Vereinigten Staaten kehrte

zurück. Zum anderen waren die meisten

Börsen bereits sehr hoch gestiegen,

eine Korrektur war in Wirklichkeit

überfällig. Laut Karen Watkin, Portfoliomanagerin

bei AllianceBernstein,

hat es den Anschein, dass ein Teil der

jüngsten Schwäche technisch bedingt

ist und auf eine überhöhte Positionie-

schaftswahl 2016, bei der die Wahrscheinlichkeit

eines Sieges von Hillary

Clinton mit 71 bis 99 Prozent beziffert

wurde. Es gewann aber Trump.“ Auch

diesmal bleibt der Ausgang höchst

ungewiss. Ein Sieg Trumps dürfte

aber günstige Auswirkungen auf die

Öl- und Waffenindustrie, Gesundheits-

und Finanzunternehmen sowie

mittelgroße Unternehmen, die von

Steuersenkungen profitieren würden,

haben. Technologiewerte, erneuerbare

Energien und Elektromobilität könnten

hingegen von einer Präsidentin Kamala

Harris profitieren.

rung zurückzuführen ist: „Dies spricht

dafür, dass sich aktuell für Anleger

gute Einstiegsmöglichkeiten ergeben –

vorausgesetzt, es bleibt bei einer sanften

Landung der Wirtschaft.“ Besonders

hart getroffen wurde übrigens der

japanische TOPIX, allerdings nachdem

er bereits seit April 2023 sehr gut performt

und zum Beispiel den S&P 500

(USA) sowie den deutschen DAX klar

übertrumpft hatte.

Silber:

Das „bessere“ Gold

Silber wird gemeinhin als der „kleine

Bruder“ von Gold bezeichnet.

Was die Wertentwicklung betrifft,

könnte Silber aber groß herauskommen.

Denn der Preis des Edelmetalls

dürfte dem Vermögensverwalter

WisdomTree zufolge in den kommenden

zwölf Monate stärker zulegen als

Gold. Für Silber erwarten die Experten

einen Kurszuwachs von 15,8 Prozent

auf US-Dollar-Basis gegenüber

einem Plus von 11,1 Prozent für den

„großen Bruder“.

Nitesh Shah, Rohstoff-Spezialist

bei WisdomTree:

„Das Silberangebot

ist knapp,

und die Nachfrage

nach dem Metall

nimmt zu. Seit

2021 bestehen bei

Silber jedes Jahr

Angebotsdefizite

– und 2024 dürfte

die Nachfrage das

Angebot in ähnl

ichem Ausmaß

übersteigen wie

2023.“ Das alles

hat nicht zuletzt mit der „grünen

Energiewende“ zu tun: Denn das

Edelmetall ist aufgrund seiner ausgezeichneten

Leitfähigkeit aus Solaranlagen

und Elektroautos nicht

wegzudenken. Auch im boomenden

Halbleiterbereich hat Silber seinen

festen Platz.

Nitesh Shah,

Leiter Rohstoff- und

Makro-Research bei

WisdomTree

© ADOBE STOCK/SUNSHOWER/YEMELYANOV/HAND, WISDOMTREE

immobilien investment 4/2024


PROMOTION 15

Ihr persönlicher

Rückzugsort an der

dalmatinischen Küste

Den Traum von einer eigenen Ferienimmobilie

am Meer können Sie sich mit den Falkensteiner

Residences Aurora erfüllen.

© FMTG AG

Im Herzen Dalmatiens, eingebettet

in die idyllische Umgebung der Resort-Halbinsel

Punta Skala, entstehen

ab Herbst 2024 die Falkensteiner Residences

Aurora. Dieses einzigartige Design-Projekt

bietet 88 Appartements in

unterschiedlichen Größen mit großzügigen

Außenflächen. Hier trifft maritimes

Flair auf klassisch-modernen Chic

und nie enden wollende Urlaubsgefühle.

Tauchen Sie ein in ein Ambiente zum

Wohlfühlen, dessen stimmiges Interior-

Konzept und die Wahl natürlicher Materialien

das Küstenleben widerspiegeln.

Hier anzukommen, bedeutet, den Luxus

totaler Entschleunigung zu erfahren. Neben

der einzigartigen Lage direkt am türkisblauen

Meer profitieren Sie auch von

den Annehmlichkeiten der Falkensteiner

Premium-Hotels, die sich im Resort befinden.

Im Rahmen eines Service-Pakets

können Sie eine Vielzahl an exklusiven

Benefits in Anspruch nehmen, darunter

den Zugang zu weitläufigen Spa-Bereichen

und Top-Restaurants, vielfältige

Sportangebote, Room Service & Co.

Entdecken Sie Ihren Wohlfühlort an

der Adria, in einer der malerischsten

Regionen Dalmatiens. Die Sehnsucht

nach kristallklarem Wasser, idyllischen

Buchten, duftenden Pinienwäldern und

schroffen Felsformationen wird Sie immer

wieder zurückführen in Ihr persönliches

Hideaway am Meer.

Details unter www.premiumliving.com

FALKENSTEINER

RESIDENCES

AURORA

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Maritimer Lifestyle im eigenen Zuhause.

Eine Investition in besondere Lebensqualität. Auf der malerischen Halbinsel Punta Skala

in Kroatien entstehen die Residences Aurora, umgeben von üppiger Natur und saphirblauem

Meer. Mit dem Kauf eines der 88 Appartements genießen Sie alle Falkensteiner Premium

Living-Vorteile: Innovative Architektur in absoluter Top-Lage, stilvolle Ausstattung und

Premium Services, ohne dabei auf die Gemütlichkeit der eigenen vier Wände zu verzichten.

Ab Sommer 2025 könnte eine der exklusiven Residenzen Ihr zweites Zuhause sein.


16

NEWS PERSONAL

Neuer Leiter für Gewerbe

und Investment bei IMMOcontract

Mit Thomas Morawek hat IMMOcontract

einen neuen Leiter für den Bereich

Gewerbe und Investment an

Bord geholt, eingesetzt in die Position

wurde er Anfang Juli, berichtet IMMOcontract.

Morawek verfügt über umfangreiche

Erfahrung im Immobiliensektor,

insbesondere im Bereich Gewerbe

und Investment. Ursprünglich

aus dem Bankensektor kommend, wo

er in der Vermögensverwaltung tätig

war, wandte sich Morawek vor zwölf

Jahren der Immobilienbranche zu. Seitdem

hat er sich auf den Gesamtverkauf

von Neubauprojekten spezialisiert. Zuletzt

spielte er eine wesentliche Rolle

beim Aufbau eines Off-Market-Investmentunternehmens.

In seiner neuen

Position soll er den Bereich Gewerbe

und Investment weiterentwickeln.

Angelus Bernreuther dockt bei DEFAMA an

Angelus Bernreuther, erfahrener Handelsexperte

und zuvor sieben Jahre

bei Kaufland als Leiter Beziehungsmanagement

tätig, wechselt zur Deutschen

Fachmarkt AG und wird dort die

Position des Head of Business Development

bekleiden. Damit wird er künftig

das Transaktionsgeschäft des börsennotierten

Unternehmens leiten und die

Marktpräsenz der DEFAMA stärken, so

die Deutsche Fachmarkt AG. Bernreuther

blickt auf über 20 Jahre Erfahrung

im Bereich Handel und Handelsimmobilien

zurück.

Gabriel Eder neuer Rechtsanwalt

bei M2S Rechtsanwälte

Gabriel Eder, seit der Gründung der

M2S Rechtsanwälte GmbH als Rechtsanwaltsanwärter

tätig, ist nun offiziell

als Rechtsanwalt in Wien eingetragen

und hat im letzten Jahr seine Rechtsanwaltsprüfung

mit sehr gutem Erfolg

bestanden. Eder, der ein Postgraduate-Studium

in Wohn- und Immobilienrecht

an der Universität Wien mit

ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen

hat, berät Mandanten vor allem zu Immobilienrecht

und allgemeinem Zivilrecht

sowie in allen Bereichen der Prozessführung.

Felix Huber neu im Asset-Management

bei 3SI Immogroup

Felix Huber ist ab sofort Teil des Asset-Management-Teams

der 3SI Immogroup.

Huber bringt mehr als sieben

Jahre Erfahrung in der Branche mit, die

er seit 2017 in verschiedenen Positionen

gesammelt hat. Nach seinem Einstieg

in die Immobilienbewertung und

einem 1,5-jährigen Engagement in einer

Hausverwaltung war Felix Huber in den

vergangenen fünf Jahren in leitender

Funktion im Asset-Management tätig.

Seine Schwerpunkte lagen dabei im Bereich

Zinshäuser und Altbauten, wo er

sich um die Bestandsentwicklung und

Finanzierung zur Wertsteigerung der

Immobilien kümmerte.

© IMMOCONTRACT, DEFAMA, M2S RECHTSANWÄLTE, 3SI IMMOGROUP/STEFAN JOHAM

immobilien investment 4/2024


VIENNA TWENTYTWO

Foto: Markus Schieder

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Im VIENNA TWENTYTWO werden Erdwärme, Wärmerückgewinnung,

Photovoltaik, Grundwassernutzung

und Bauteilkühlung zu einem zukunftsfitten und

kostenoptimierten Gesamtenergiesystem kombiniert.

FÜR WOHNEN UND ARBEITEN MIT WEITBLICK.

Klimafreundlich und

freundlich zu Familien,

Singles, Startups, Unternehmen

und zum Alltag.

In unseren Quartieren

wird es Wirklichkeit.

ARE.AT


18 GASTKOMMENTAR

Damoklesschwert Überregulierung

„Gut gemeint ist nicht gut gemacht“ – die EU-Taxonomie erweist sich

als das Schwert des Damokles für die Immobilienwirtschaft.

Der sogenannte Green Deal sieht vor,

dass die Branche ihre CO 2

-Emissionen

bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent

reduzieren muss. Das erweist sich in einem

Großteil der Fälle als Problem und

gefährdet, nach letzten Erhebungen, bis

zu 40 Prozent der Immobilienwerte.

Das ursprüngliche Ziel der Taxonomie

war, zukünftige Investitionen in

nachhaltige Industrien und Produkte

zu lenken und damit eine stimulierende

Wirkung zu entfalten. Allerdings

sehen wir heute schon, dass die Rechnung

ohne den Wirt gemacht wurde.

Gescheiterte Initiativen wie die geplante

Einführung des Heizungsgesetzes

in Deutschland bzw. die Umkehr von

der Umkehr der Produktion von Verbrennerautos

sind dafür Belege.

Anstatt wie in den USA mit dem

Inflation Reduction Act einen Anreiz

zu schaffen, durch den sich die Industrie

und der Mittelstand Anschubfinanzierungen

und steuerliche Vergünstigungen

für Innovationen und

Ansiedlungen von Produktionsstätten

sichern können, werden in Europa die

Bemühungen der Industrie durch überbordende

Regulatorik und weltfremde

Parteipolitik ausgebremst.

Das Schlimme daran ist die Tatsache,

dass damit die dringend notwendigen

Innovationen und Neuerungen im Keim

erstickt bzw. ausgebremst und deutlich

verlangsamt werden. Schlimm deswegen,

weil wir gar keine andere Wahl haben

als die Immobilien in der Zukunft

nachhaltig zu gestalten, zu bauen und

zu bewirtschaften. Das Thema ist viel

zu ernst, als dass wir es nicht beachten

könnten. Nicht nur aus Erwägungen des

Klimaschutzes, sondern auch aus volkswirtschaftlichen

und aus Wettbewerbsüberlegungen

heraus.

Hubert Abt,

Founder und CEO

von workcloud24

Neben der monetären Seite der Medaille

wiegt die Erhaltung des sozialen

Friedens, der zu erheblichen Teilen in

die Verantwortung der Immobilienwirtschaft

fällt, mindestens genauso schwer.

Wohnen muss bezahlbar bleiben!

Und nicht nur das, das Thema Immigration

dominiert die Wahlen in

ganz Europa und den USA. Derzeit sind

rund 30 Millionen Menschen weltweit

auf der Flucht, wobei jeweils ein Drittel

aus politischen, wirtschaftlichen

oder klimabezogenen Gründen unterwegs

ist. Wen wir das Thema nicht in

den Griff bekommen, werden bald 200

Millionen auf dem Beinen sein, und

dann wird es ungemütlich, auch auf

Mallorca.

Es lohnt sich also, dem Thema Klimawandel

entgegenzuwirken nicht

durch Verweigerung, vielmehr durch

proaktives Handeln, und heute schon

darüber nachzudenken, was wir tun

können, um den Ansprüchen zukünftiger

Kunden im Einklang mit dem Klimaschutz

gerecht zu werden.

© ADOBE STOCK/BLUEDESIGN

immobilien investment 4/2024


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20

NEWS EVENTS

Sommerfest

FORE x VÖPE Next

Den Herbst besonders früh

eingeläutet hat das Team von

Future of Real Estate (FORE),

diesmal mit VÖPE Next. Die

Veranstaltung fand stilecht

beim Heurigen Weingut Feuerwehr-Wagner

statt, wo es sich

zahlreiche junge Branchenprofis

bei kühlem Wein und zünftigen

Speisen nicht nehmen lassen

wollten, auf Urwienerisch zu

netzwerken. Da ließ sich dann

auch der eine oder alte Hase blicken,

um den jungen Spirit aufzunehmen.

Back to Work

mit 15. Jubiläum

Der Salon Real, das Netzwerk

für Frauen in der Immobilienwirtschaft,

feierte im House

of Strauss – besser bekannt als

Casino Zögernitz – in Wien 19

sein 15-jähriges Bestehen im

Rahmen des beliebten „Back

to Work Cocktail“. Seit seiner

Gründung bietet das Netzwerk

eine Plattform für Austausch

und Unterstützung und umfasst

heute mehr als 200 Mitglieder in

Führungspositionen.

© LEADERSNET/KATHARINA SCHIFFL, LEADERSNET/RIECK/MIKES, LEADERSNET/C. MIKES, JTGRAPHY

immobilien investment 4/2024


21

Startschuss

beim Immo-Picknick

Beim 4. Immo-Picknick im

Schloss Pötzleinsdorf wurde

nicht nur genetzwerkt, sondern

zugleich auch der Verein „IMM-

MA“ gegründet. Ziel des Vereins

ist es, Wissen über Immobilienmarketing

und -kommunikation

zu verbreiten und zu fördern.

Dazu werden Schulungen, Seminare

und Workshops angeboten

sowie Informationsmaterial

bereitgestellt. Der Verein fördert

auch den Austausch und die Zusammenarbeit

unter Kommunikationsfachleuten.

VÖPE Next lud

zum After Dark

Bereits zum zweiten Mal lud

VÖPE Next – die Vereinigung

junger Projektentwickler – zum

After-Dark-Clubbing ins „VIE i

PEE“, auch bekannt als die ehemalige

Pratersauna. Über 600

Teilnehmer nutzten die Gelegenheit,

sich in entspannter Atmosphäre

auszutauschen und neue

Kontakte zu knüpfen, aber auch

gebührend zu feiern.

4/2024 immobilien investment


22

IMMO-FRÜHSTÜCK

immobilien investment 4/2024


23

Frühstück bei Herrmann

Am 30. August 2024 fand in der Wiener „Strandbar Herrmann“ das traditionelle

Immo-Frühstück der della lucia medien und verlags GmbH (DMV) statt.

© DMV

Zahlreiche Branchenkenner trafen

sich im beliebten Lokal am Donaukanal

zum alljährlichen „Business

Breakfast“ des Medienverlags, um sich

in einer einladenden und geselligen

Umgebung auszutauschen und den Immobilienherbst

zu begrüßen.

Elisabeth „Sissi“ Della Lucia, Geschäftsführerin

von DMV, freute sich

über den regen Andrang und betonte in

ihrer Ansprache die Notwendigkeit des

Zusammenhalts in einer wirtschaftlich

herausfordernden Zeit, die aktuell

von restriktiven Kreditbedingungen,

steigenden Zinsen und Teuerung geprägt

ist.

Darüber hinaus wies sie auf den

bevorstehenden 2. Internationalen immobilien

investment Kongress am 7.

November 2024 im Palais Berg in Wien

hin, der unter dem Motto „preparing

4/2024 immobilien investment


24

IMMO-FRÜHSTÜCK

© DMV

immobilien investment 4/2024


25

for future – für die Zukunft gerüstet“

steht. Hier werden zahlreiche Experten

aus Europa ihre Perspektiven zu

aktuellen Herausforderungen und

Chancen in der Branche teilen. Chefredakteur

Charles Steiner gab einen

kurzen Einblick in das spannende Programm

des Kongresses.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit,

um bei einem köstlichen Frühstück

neue Kontakte zu knüpfen, bestehende

Netzwerke zu pflegen und

sich über aktuelle Trends und Projekte

auszutauschen. In entspannter

Atmosphäre wurde bei strahlendem

Sonnenschein bis Mittag intensiv diskutiert,

welche Themen den Immobilienherbst

prägen könnten.

Alle Gäste können wir hier platzbedingt

natürlich nicht aufzählen, aber

u. a. tummelten sich in der „Strandbar

Herrmann“: Franz Pöltl, EHL Investment

Consulting, Eugen Otto, OTTO Immobilien,

Claudia Brey, ÖBB Immobilien,

Martina Maly, UBM Development, Stefan

Brezovich, ÖRAG, Sascha Haimovici,

IMMOcontract, Roland Pichler, Die

Wohnkompanie, Peter Ulm, allora Immobilien,

Wolfgang Scheibenpflug (Flughafen

Wien), David Beran, IMMOunited,

Maria Dreschl, Kurier, Roman Schleser,

Die Presse, Dietmar Reindl, baumhouse,

Anne Aubrunner, FMTG Invest, Stefan

Artner und Magdalena Brandstetter,

DORDA, Alexander Fenzl und David

Breitwieser, OPTIN Immobilien, Frank

Brün, AREAMA, Hubert Fröschl, s REAL,

Michael Uher, Schindler Aufzüge,

Stephan Pasquali, 3SI Immogroup.

CAROLIN ROSMANN

4/2024 immobilien investment


Bereits zu etwas mehr als

einem Drittel realisiert,

wächst aspern Die Seestadt

Wiens stetig weiter: Bereits

heute zählt sie 12.000

Bewohner und rund 550

Unternehmen, über 5.000

Menschen arbeiten dort.

Impulse für den Wohnbau erwünscht

Die Baukrise in Österreich spitzt sich aufgrund weiterhin schwieriger

Finanzierungsbedingungen zu und sorgt für zahlreiche Herausforderungen am heimischen

Wohnimmobilienmarkt. Fest steht, dass der Wohnbau in den kommenden Jahren angekurbelt

werden muss, um den Bedarf zu decken und die Preisstabilität zu sichern.

Ein aktuelles Quartalsupdate des

„Ersten österreichischen Neubauberichts“

wirft durchaus besorgnis-

Die Warnsignale sind daher unübersehbar:

Sollten sich die Rahmenbedingungen

nicht drastisch ändern, könnte der

Diese Situation hat auch dazu geführt,

dass „die Entscheidungsfindung beim

Erwerb von Eigentum“, wie Elisabeth

erregende Schatten auf die zukünftige

Wohnungsbau in Wien eine dramati-

Rohr, Geschäftsführerin der gleichna-

Entwicklung im Wohnungsneubau. Die

sche Entwicklung nehmen, mit einem

migen Immobilienagentur untermau-

von der Bauträgerdatenbank EXPLORE-

Rückgang der Fertigstellungen auf

ert, „zunehmend länger dauert“. „Die

AL und dem Fachverband der Immo-

knapp unter 10.000 Einheiten bis 2026,

Interessenten vergleichen viel mehr

bilien- und Vermögenstreuhänder der

wie aktuelle Daten von EXPLOREAL un-

und versuchen zu verhandeln.“

WKO veröffentlichten Zahlen prognos-

termauern. In den anderen Bundeslän-

Der Mietmarkt bleibt ähnlich ange-

tizieren für 2024 österreichweit die Fer-

dern ist die Situation kaum besser. Mit

spannt. „Durch die geringere Erschwing-

tigstellung von lediglich 37.100 neuen

Ausnahme von Kärnten wird in diesem

lichkeit von Wohnungseigentum ist die

Wohneinheiten – ein Rückgang von 13

Jahr überall von rückläufigen Fertigstel-

Nachfrage nach Mietwohnungen gestie-

Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch

lungen ausgegangen.

gen“, erklärt Aleksandra Mitrovic, Lei-

alarmierender sind die Prognosen für

2025 und 2026, die von Rückgängen um

Preise sind das zentrale Thema

tung Wohnen Miete bei ÖRAG Immobilien.

Immer mehr Menschen sehen sich

26 bzw. 44 Prozent gegenüber 2023 aus-

Ein Preisvergleich mit dem zweiten

gezwungen, in den Mietmarkt zu wech-

gehen. Tendenz weiterhin sinkend.

Quartal des Vorjahres zeigt eine öster-

seln, und würden sich laut Elisabeth

„Trotz der jetzt eingeläuteten Zins-

reichweite Steigerung von fünf Prozent

Rohr für Mietwohnungen „regelrecht

wende – es werden weitere Zinssenkun-

bei neuen Eigentumswohnungen paral-

bewerben und ihre Entscheidungen

gen im Jahresverlauf erwartet – sind die

lel zur allgemeinen Preisentwicklung.

extrem schnell treffen“, weshalb in die-

Transaktionen im ersten Halbjahr er-

Der Preis für eine neu errichtete Woh-

sem Segment eine steigende Nachfrage

neut zurückgegangen, wenngleich deut-

nung in Wien lag im Q2/2024 bei 7.070

zu verzeichnen ist und die Preise, ins-

lich schwächer als im Vorjahr“, erläutert

Euro pro Quadratmeter, österreich-

besondere im urbanen Segment, nach

der WIFO-Experte Michael Klien. „Eine

weit bei 6.462 Euro pro Quadratmeter

oben getrieben werden.

Bodenbildung ist daher im Gange, aber

und damit leicht darunter. Regional

Die frei finanzierten Mieten haben in

eine Trendwende noch nicht sichtbar.“

Laut Prognosen von ZT datenforum

soll etwa die Anzahl der Transaktionen im

Bereich neuer Eigentumswohnungen in

Wien bis Ende 2024 auf 1.765 fallen – das

würde einem Minus von rund 32 Prozent

gegenüber dem Vorjahr entsprechen.

schwanken die Preise jedoch erheblich.

Während in Wien und Niederösterreich

die Preise leicht gefallen sind, hat

Tirol die größte Rückgangsrate mit –7,2

Prozent verzeichnet. Salzburg hingegen

erlebt mit einem Plus von 11,5 Prozent

einen merklichen Anstieg.

Österreich laut EXPLOREAL um 5,3 Prozent

im Jahresvergleich zugenommen

und spiegeln damit die Erhöhung der

Eigentumspreise wider. Die regionale

Diskrepanz bei den Mieten ist enorm: In

Wien liegt der durchschnittliche Netto-

Mietpreis für eine frei finanzierte, neu

© WIEN 3420, 3SI IMMOGROUP_ZACKPLAN

immobilien investment 4/2024


WOHNBAU

27

errichtete Wohnung bei 15,77 Euro

pro Quadratmeter – das ist ein

Anstieg von über 13 Prozent im

Vergleich zum Vorjahr. „Die Angebotsverknappung

ist bereits im

Bereich der Miete stark spürbar,

mit einem Minus bei Wohnungsfertigungsstellungen

von mehr als

40 Prozent“, so Karina Schunker,

Geschäftsführerin EHL Wohnen.

Markt in der Zwickmühle

Die Kombination aus Inflation, Zinserhöhungen

und den restriktiven Kreditvergabebedingungen

hat, wie etwa

auch Bernhard Reikersdorfer, Managing

Director von RE/MAX Austria, erläutert,

„den Wohnimmobilienmarkt in Österreich

abgekühlt“ und die Nachfrage im

Kaufsegment stark behindert. Der WI-

FO-Experte Klien nennt als wichtigsten

Aspekt, dass die Kauflust wegen der erhöhten

Finanzierungskosten und der

Trotz herausfordernder Zeiten gibt es Projektentwickler,

die Dachgleichen feiern – wie vor Kurzem die 3SI Immogroup

mit dem Zinshaus-Projekt „The X“ in Wien-Favoriten. Der

Revitalisierungsstart fiel im Sommer 2023, Anfang 2025 sollen

die insgesamt 23 Eigentumswohnungen bezugsfertig sein.

KIM-Verordnung erheblich abgenommen

hat, während die Nachfrage nach

Mietwohnungen zeitgleich angestiegen

ist – laut EHL gar um 120 Prozent. Diese

Situation hat den Markt in eine Art

Zwickmühle gebracht, in der viele potenzielle

Käufer vom Eigenheim-Traum

Abstand nehmen müssen und gleichzeitig

mit deutlich steigenden Mietpreisen

konfrontiert sind. „Die KIM-Verordnung

verwehrt vielen Österreichern, Eigentum

aufzubauen“, betont Schunker.

Derzeit ist das Angebot im Bereich

Eigentum noch vielfältig, aber ab 2025

wird in diesem Segment aufgrund

der Angebotsverknappung bei

gleichzeitiger Nachfragesteigerung

sowie einem hohen Niveau bei

Bau-, Finanzierungs- und Grundstückspreisen

eine Erhöhung der

Preise erwartet. Und das hat auch

Folgen für die Entwickler: „Aufgrund

der gestiegenen Kosten haben

viele Bauherren neue Projekte

auf Eis gelegt“, so Jasmin Soravia,

Geschäftsführerin der Kollitsch & Soravia

Immobilien GmbH. „Auch bei den

gemeinnützigen Bauträgern geht die

Rechnung nicht mehr auf, und es wurden

viele Projekte vorerst gestoppt.“ Abstand

wurde auch von Globalverkäufen

genommen, „da aufgrund gestiegener

Renditen die Vorstellungen von Käufer

und Verkäufer preislich nicht mehr zusammenkommen“.

Die Insolvenzwelle zahlreicher Projektentwickler

hat in der Branche für

große Unsicherheit gesorgt. Sie ist auf

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28

WOHNBAU

Wie schätzen Sie die Entwicklung des

Wohnimmobilienmarkts in Österreich in

den nächsten fünf bis zehn Jahren ein?

die rapide gestiegenen Baukosten

und die plötzlichen

Zinssteigerungen zurückzuführen,

wie Jasmin Soravia

analysiert. Und Michael Klien

ergänzt: „Das Geschäftsmodell

der meisten Projektentwickler

funktioniert in der momentan

schwierigen Finanzierungssituation

einfach nicht mehr.

Jene Projektentwickler, die mit

zu optimistischen Erwartungen Projekte

begonnen haben, kämpfen nun mit Finanzierungs-

und Absatzproblemen. Ob

die momentane Situation durchtaucht

werden kann, hängt auch davon ab, inwiefern

Reserven bzw. ein stabiler Cashflow

(zum Beispiel aus Vermietungen)

vorhanden ist.“ Erfolgreichere Entwickler

hingegen haben in der Vergangenheit für

eine stabile finanzielle Basis gesorgt und

zeichnen sich durch Flexibilität aus, wie

aktuelle Projekte (siehe Fotos) beweisen.

Chance für Gebrauchtimmobilien

Preisstabil bleibt der Markt für gebrauchte

Immobilien. Erste Anzeichen

für Preisrückgänge gibt es im regionalen

Bereich. Peter Weinberger, Geschäftsführer

von Raiffeisen Immobilien NÖ/

Wien/Burgenland: „Dort, wo es sie noch

nicht gab, wird es zu Anpassungen kommen

müssen, bis die Preise wieder ein

für den Endkunden finanzierbares Level

erreicht haben.“ Seiner Meinung nach

müsse dem Gebrauchtimmobilienmarkt

stärkeres Augenmerk geschenkt

werden, da er viele Vorteile biete: „Es

muss keine zusätzliche Fläche versiegelt

werden, es werden weniger Ressourcen

verbraucht, und der Käufer kann das

Objekt im Einklang mit den eigenen finanziellen

Mitteln schrittweise an die

Neue Maßstäbe für zeitgemäßes

Wohnen setzen die DC Musicflats mit

schallentkoppelten Wohnungen in Wien.

Die Kooperation zwischen der S+B Gruppe und

STRABAG Real Estate (SRE) ermöglicht es Mietern

ab sofort, sowohl in den eigenen vier Wänden als

auch in speziell gestalteten Proberäumen zu üben.

Auch Kollitsch & Soravia hat Projekte in der Pipeline

und plant mit dem nachhaltigen Projekt „Helene“ den

Bau zweier exklusiver Stadtvillen in Baden, die jeweils acht

Eigentumswohnungen beherbergen. Der Baubeginn soll –

nach entsprechender Vorwertung – noch heuer erfolgen,

die Fertigstellung ist bis Ende 2026 geplant.

persönlichen Bedürfnisse anpassen.“

Auch die Themen Nachhaltigkeit und

Energieeffizienz haben sich, wie etwa Jasmin

Soravia betont, zu entscheidenden

Faktoren entwickelt, die das Kauf- oder

Mietverhalten maßgeblich beeinflussen.

„Das wachsende Umweltbewusstsein

und die Notwendigkeit, Energiekosten

zu senken, könnten dazu führen, dass

nachhaltige und energieeffiziente Immobilien

noch stärker nachgefragt werden“,

meint auch Aleksandra Mitrovic. Zudem

– davon ist die ÖRAG-Expertin überzeugt

– könnte die „Digitalisierung die Ansprüche

an die technische Infrastruktur

und smarte Wohnlösungen erhöhen“.

Effiziente Planung als Schlüssel

Um den Engpass an Wohnraum im Neubaubereich

zu bekämpfen, sind Experten

zufolge zeitnahe und weitreichende Maßnahmen

erforderlich. Laut Peter Weinberger

ist kostenbewusstes Bauen und

Planen gefragt: „Ziel muss es sein, durch

effiziente Grundrisse, sparsamen Ressourceneinsatz

und kluge Planung das

Bauen wieder billiger und damit leichter

finanzierbar bzw. leistbarer zu machen.“

Karin Schunker und Jasmin Soravia fordern

zudem einen Bürokratieabbau und

damit etwa eine Beschleunigung der Bewilligungsverfahren

sowie eine Durchforstung

der Bau- und Bewirtschaftungsregularien.

Auch weitere Zinssenkungen

würden zu einer Belebung des Markts

beitragen, sind sich die Expertinnen sicher.

Bernhard Reikersdorfer von RE/

MAX Austria bringt noch den Aspekt der

Nachverdichtung ins Spiel: „Durch eine

Anpassung der Bebauungspläne könnten

Städte Spielraum für höhere Gebäude

oder alternative Nutzungen bestehender

Gebäude schaffen und so mehr Wohnraum

generieren.“ CAROLIN ROSMANN

„Die wachsende Bevölkerung und die Urbanisierung in

Österreich führen zu einem hohen Wohnungsbedarf.

Preisanstiege sind erst nach einer Lockerung der Zinspolitik

zu erwarten, wobei das WIFO für 2026 einen Leitzins

von 2,5 Prozent prognostiziert. Dies wird sowohl

die Nachfrage nach Eigentumswohnungen als auch den

Mietwohnungsmarkt positiv beeinflussen.“

MICHAEL KLIEN, SENIOR ECONOMIST, WIFO

„Prognosen sind schwierig, aber: Einfamilienhäuser

könnten aufgrund der Versiegelungsthematik an

Bedeutung verlieren, während nicht energieeffiziente

Immobilien schwer verkäuflich werden könnten. Nach

einer Stabilisierung der Finanzierungsverhältnisse

wird der Markt für Eigentumswohnungen wieder

florieren. Der Fokus wird zunehmend auf Wohnqualität,

Ausstattung und Lage liegen, wobei Grünflächen und

Gemeinschaftsbereiche unverzichtbar werden.“

JASMIN SORAVIA, GESCHÄFTSFÜHRERIN

DER KOLLITSCH & SORAVIA IMMOBILIEN GMBH

„In Österreich wird der Zuzug anhalten, was den Wohnraumbedarf

in Wien steigert. Da Grund und Boden

begrenzt sind, bleibt die Situation angespannt und die

Baukosten hoch. Einsparungen könnten durch Digitalisierung

und Vernetzung der Projektentwickler sowie

Baufirmen erzielt werden.“

ELISABETH ROHR, GESCHÄFTSFÜHRERIN

ELISABETH ROHR REAL ESTATE

„Die Errichtung frei finanzierter und preiswerter

Wohnungen muss weiterhin angekurbelt werden, damit

auch künftig ausreichend Wohnraum zur Verfügung

steht. Modulare, nachhaltige Bauweisen und erneuerbare

Energien sind dabei ebenso entscheidend sowie

attraktive wirtschaftliche und gesetzliche Rahmenbedingungen

für Projektentwickler.“

KARINA SCHUNKER,

GESCHÄFTSFÜHRERIN EHL WOHNEN

„Es sind stabile bis steigende Preise in urbanen Zentren,

eine höhere Nachfrage nach nachhaltigen Gebäuden

und Anpassungen an demografische Veränderungen

zu erwarten. Wirtschaftliche Faktoren wie Zinsen und

Inflation sowie politische Maßnahmen werden die

Marktentwicklung stark beeinflussen.“

ALEKSANDRA MITROVIC,

LEITUNG WOHNEN MIETE BEI ÖRAG IMMOBILIEN

„Der Markt für Neubauprojekte benötigt Zeit, um sich

an höhere Zinsen und striktere Kreditvergaben anzupassen,

während Bestandsimmobilien sich schneller

angepasst haben und gebrauchtes Eigentum günstiger

geworden ist. Daher wird eine schnellere Erholung im

Sektor der Bestandsimmobilien erwartet.“

PETER WEINBERGER, GESCHÄFTSFÜHRER VON RAIFF-

EISEN IMMOBILIEN NÖ/WIEN/BURGENLAND

„Ich gehe davon aus, dass die Preise für Wohnimmobilien

in zehn Jahren deutlich höher sein werden als heute

und Themen wie Nachhaltigkeit und energieeffizientes

Bauen weiter an Bedeutung gewinnen werden.“

BERNHARD REIKERSDORFER,

MANAGING DIRECTOR VON RE/MAX AUSTRIA

„Solange sich die Rahmenbedingungen wie niedrigere

Zinsen oder Förderung des Hauptwohnsitzes für Familien

nicht verbessern, wird sich auch der Immobilienmarkt

nicht deutlich erholen.“

DIETER LEITNER,

GESCHÄFTSFÜHRER ZT DATENFORUM

© KOLLITSCH & SORAVIA IMMOBILIEN GMBH, OLN

immobilien investment 4/2024


The Global

Urban Festival

Pre-opening 10 March

11-14 March 2025

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more sustainable and resilient in a rapidly changing world.

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30

INTERVIEW

Bewohner von einer hervorragenden

Infrastruktur dank der unmittelbaren

Nähe zur Stadt und zum Naschmarkt.

Nachhaltige Investition

Christian Winkler, Gründer und Geschäftsführer

von WINEGG Realitäten, blickt zuversichtlich auf die

Entwicklung am Wiener Zinshausmarkt und stellt

aktuelle Revitalisierungsprojekte vor.

Welche Herausforderungen sehen Sie

aktuell auf dem Wiener Zinshausmarkt,

und wie geht WINEGG damit um?

Die Herausforderungen sind vielfältig

– von steigenden Baukosten über

die steigenden Ansprüche an Umweltstandards

bis hin zur Sicherstellung

der Wohnqualität. Wir analysieren

und optimieren unser Portfolio regelmäßig,

ohne unnötige Risiken einzugehen,

und setzen einen klaren Fokus

auf Qualität, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

Ihr Unternehmen verfolgt mit seinen

Projekten eine „grüne“ Strategie. Welche

besonderen Maßnahmen setzen

Sie um, um ökologische und ökonomische

Nachhaltigkeit zu gewährleisten?

Unsere Projekte zeichnen sich durch

einen ganzheitlichen Ansatz aus. Dazu

zählen der Einsatz von Photovoltaikanlagen

und Wärmepumpen sowie die

Verwendung ressourcenschonender

Baumaterialien. Zudem legen wir Wert

auf flexible Grundrisse und die Berücksichtigung

von Barrierefreiheit. Die

Zertifizierung nach DGNB-Standards

hilft uns, unsere Ziele zu erreichen

und transparent zu machen, wo wir in

puncto Nachhaltigkeit stehen.

In der Wiener Kettenbrückengasse

wurde vor Kurzem ein Wohnprojekt

fertiggestellt, in der Kettenbrückengasse

1 befindet sich ein weiteres Projekt

in Revitalisierung. Was ist Ihnen

bei diesen „By WINEGG“-Projekten

besonders wichtig?

Sowohl bei „THE FUSION“ als auch bei

„Essenz No. 1“ geht es um die Schaffung

einer Symbiose aus Tradition und

Moderne, um ein einzigartiges und

nachhaltiges Wohngefühl im Herzen

Wiens zu realisieren. Vielfältige Wohnungsgrundrisse

sprechen die unterschiedlichsten

Zielgruppen an. Darüber

hinaus profitieren die zukünftigen

2025 startet das Revitalisierungsprojekt

Roseggergasse in Wien-Ottakring.

Welche Vorteile bietet es künftigen

Bewohnern?

Hier bleibt der straßenseitige Altbau erhalten

und wird umfangreich revitalisiert,

während wir den Innenhof durch

einen modernen Neubau erweitern. Es

handelt sich um ein Vorzeigeprojekt für

gezielte Nachverdichtung. Insgesamt

entstehen 124 exklusive Eigentumswohnungen,

die sowohl im Altbau als auch

im Neubau eine Vielzahl von Wohnflächen

zwischen 41 und 245 Quadratmetern

anbieten. Ein großer Vorteil für

die Bewohner ist die Schaffung einer

begrünten Innenhof-Ruheoase sowie

privater Freibereiche wie Eigengärten,

Balkone und Dachterrassen.

Wie sehen Sie die Zukunft des Wiener

Zinshausmarkts? Welche Trends

könnten Ihrer Meinung nach in den

kommenden Jahren entscheidend sein?

Ich sehe eine positive Entwicklung für

den Wiener Zinshausmarkt, insbesondere

in Bezug auf nachhaltige Revitalisierungen.

Der Wunsch nach qualitativ

hochwertigem Wohnraum in absoluten

Trendlagen wird weiterhin steigen. Zudem

ist ein zunehmendes Interesse an

flexiblen Wohnungslösungen festzustellen,

die sowohl moderne als auch

historische Aspekte kombinieren. Das

nachhaltige Wohnen wird sich als Leitgedanke

in der Immobilienentwicklung

weiter festigen und auch neue Bewohner

anziehen, die eine hohe Lebensqualität

suchen. Zinshäuser in hervorragenden

Lagen bleiben eine sichere und

langfristig wertsteigende Anlageform,

die auch für künftige Generationen interessant

ist.

Weitere Informationen zu den

Revitalisierungsprojekten von

WINEGG finden Sie unter

www.winegg.at/projekte

CAROLIN ROSMANN

© WINEGG/STEFAN SEELIG

immobilien investment 4/2024


2. IMMOBILIEN INVESTMENT KONGRESS IN WIEN

1210 Wien

INVESTMENT

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„FÜR DIE ZUKUNFT GERÜSTET“ ▶ PREPARING FOR THE FUTURE

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Anlagebereich sowie Branchenberichte national und international.

NEWS IN ECHTZEIT

Mit der neuen Website bringen wir die spannendsten

Neuigkeiten dann, wann sie passieren: Nämlich in

Echtzeit. Über den Newsticker werden sämtliche

aktuellen News sofort ausgespielt. So können Sie

keine für Sie relevante Nachricht verpassen.

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einer Flut von verschiedenen Nachrichtenmeldungen

immer den Überblick. Ob Sie die neuesten Nachrichten

lesen wollen, sich über aktuelle Trends informieren

oder über Personalwechsel wissen wollen - über die

Menüleiste auf der Startseite gelangen Sie mit wenigen

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DIE BESTEN EVENTS

Real Estate Business is People Business. Bei den

vielen Events verliert man schnell den Überblick,

wenn man sich durch die Fotogalerien klicken muss.

Auf www.immobilien-investment.at geht das ab

Anfang 2023 leichter. Einfach Ihr Event wählen und

sich durch die Fotostrecken klicken. So wird jedes

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Advertorials, die in unseren Printmagazinen

erscheinen, werden auch über unsere Website

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34

INTERVIEW

Wohnen nach Bedarf

Mischek setzt auch zukünftig auf die Schaffung von

leistbarem Wohnraum und einen ausgewogenen

Nutzungsmix von Projekten. Wie das gelingen kann,

erläutert Ruth Jedliczka, Leiterin der Grundstücksund

Quartiersentwicklung sowie Geschäftsführerin

der Mischek Bauträger Service GmbH, im Interview.

„Da wir in der Vergangenheit

immer

darauf geachtet

haben, Liegenschaften

zu vernünftigen

Preisen zu erwerben,

sind wir zuversichtlich,

auch in Zukunft leistbaren

Wohnraum zur

Ver fügung stellen zu

können.“

Welche Faktoren sind Ihrer Meinung

nach für den Erfolg einer Quartiersentwicklung

entscheidend?

Ein Schlüssel zum Erfolg einer Quartiersentwicklung

ist ein ausgewogener

Nutzungsmix, der wirtschaftlich tragfähig

ist und soziale sowie kulturelle

Werte fördert. Entscheidend ist, Leerstände

zu vermeiden und eine lebendige

Atmosphäre zu schaffen. Dieser

Nutzungsmix muss in den Planungsprozess

integriert werden. Zudem ist

eine respektvolle Architektur wichtig,

die das Bedürfnis nach Privatsphäre in

Freiräumen berücksichtigt, sodass die

Bewohner keine individuellen Sichtschutzmaßnahmen

benötigen.

Welche Mechanismen sind wichtig,

um wesentliche Entscheidungen gemeinsam

zu treffen?

Es ist wichtig, dass alle Stakeholder

kooperieren, sich regelmäßig abstimmen

und gemeinsame Entscheidungen

treffen. So können Außenraum- und

Oberflächengestaltungen abgestimmt,

Nutzungen sinnvoll verteilt, Bauphasen

festgelegt und Budgets für gemeinschaftliche

Themen kooperativ verwaltet

werden.

Auf welche aktuellen Projekte

sind Sie besonders stolz?

Hier denke ich vor allem an das Projekt

„Oberes Hausfeld“ in der Donaustadt,

wo in den kommenden Jahren gemeinsam

mit 15 Bauträgern rund 3.500

Wohnungen, Parkflächen sowie eine

Schule und Kindergärten entstehen

werden. Besonders ist, und dabei war

unter anderem Mischek federführend,

der partnerschaftliche Entwicklungsprozess,

der zu einem einheitlichen

Gesamtkonzept geführt hat. Zudem

entwickeln wir das geförderte Projekt

„Campo Breitenlee“ mit ÖVW, bei dem

Kunden zuerst ihre Wohnung auswählen

und danach die Finanzierungsform

festlegen können.

Welche Strategien verfolgen Sie,

um auf dem sich wandelnden

Markt zu reüssieren?

Wir haben uns verstärkt im leistbaren

Wohnsegment positioniert und passen

die Wohnungen an die Bedürfnisse der

Bewohner an. Dazu gehört die Schaffung

optimaler Grundrisse, der Einsatz

kostensparender und alternativer

Energiesysteme sowie die kontinuierliche

Forschung und Entwicklung im

Bereich nachhaltiges Bauen.

Welche Rolle spielen die Themen

Nachhaltigkeit und ESG?

Bereits seit 2017 setzen wir auf alternative

Energiesysteme in unseren Immobilien.

Die Wohnungen werden mittels

Betonkernaktivierung beheizt und

konditioniert und sind völlig schadstofffrei.

Zudem konzentrieren wir uns

auf Lean Management, Digitalisierung

und vor allem auf Modularität, um Kosten

zu sparen. Der größte Nutzen für

unsere Kunden liegt jedoch in der Umsetzung

alternativer Energiesysteme.

Wie sehen Sie die zukünftige

Entwicklung am österreichischen

Immobilienmarkt?

Die schwierige Kostensituation, langwierige

Entwicklungs- und Behördenprozesse

und die KIM-Verordnung begleiten

uns schon seit geraumer Zeit.

Langwierige UVP- und Naturschutzverfahren

mit ungewissem Ausgang

erschweren die Risikoabschätzung und

eine kalkulierbare Umsetzung von Projekten.

Da wir jedoch in der Vergangenheit

immer darauf geachtet haben, Liegenschaften

zu vernünftigen Preisen

zu erwerben, sind wir zuversichtlich,

auch in Zukunft leistbaren Wohnraum

zur Verfügung stellen zu können. Die

Rahmenbedingungen sind allerdings

herausfordernd.

CAROLIN ROSMANN

© RUDI FROESE

immobilien investment 4/2024


Raum und

Wirklichkeit

Wir haben Gegenwart und Zukunft von

Architektur, Bauen und Wohnen im Blick.

Jeden Samstag in Ihrer „Presse“ oder

jederzeit unter:

DiePresse.com/immobilien


36

GASTKOMMENTAR

Was scheren uns Bilanzen –

lasst uns tanzen!

Eine Zeile aus „Ein Tag wie Gold“, einem Lied aus der

dritten Staffel von „Babylon Berlin“, gesungen von

der großartigen Meret Becker. Unwillkürlich musste ich

an die Krise der Projektentwickler und der mit

diesen verbundenen Finanzierer denken …

Während der Phase niedriger Zinsen

erlagen Eigen- und Fremdkapitalgeber

alten Mustern, indem sie an unendliches

Wachstum glaubten, das von

Projektentwicklern propagiert wurde.

Ebenso verfielen sie erneut der Faszination

scheinbar unfehlbarer Persönlichkeiten,

wie schon in den 1990er-Jahren

bei Dr. Jürgen Schneider.

Darüber hinaus führten strukturelle

Mängel in der Kreditprüfung und ein

fehlendes externes Projektmonitoring

zu leichtfertigen Kreditvergaben. Die Finanzierung

verteilte sich auf zahlreiche

Institute, wodurch kein vollständiges

Bild des kreditnehmenden Unternehmens

möglich war. Bei der SIGNA-Gruppe

beispielsweise war es unmöglich,

Verbindungen zwischen den rund 1.000

Gesellschaften zu erkennen. Red Flag

#1: Folgen wir blind dem Trend, oder

denken wir noch selbst?

Die personelle Unterbesetzung in den

Backoffices vieler Institute trug zur Unübersichtlichkeit

bei, insbesondere bei

komplexen Konstruktionen wie SIGNA.

Dennoch herrschte Vertrauen in die Kreditnehmer,

da komplexe Strukturen als

„schlau“ galten. Red Flag #2: Was man

nicht versteht, sollte man nicht anfassen.

Eine weitere Schwachstelle ist die Standardisierung

der Kreditprüfungsprozesse.

Die gängigen Systeme sind nicht auf

die Komplexität größerer Projektentwicklungen

eingestellt, und es werden

selten eigene Risikoanalysen gemacht.

Eine renommierte Bewertung reicht oft

als Entschuldigung, selbst keine kritische

Prüfung durchzuführen. Dies führt

zu einer Kultur, in der Kreditrahmen

erweitert werden, ohne tiefergehende

Analysen zu erstellen. Red Flag #3:

Vertrauen in den Kreditnehmer statt

kritischer Prüfung der Komplexität?

Ein Problem ist auch das mangelhafte

Kreditmonitoring bei vielen großvolumigen

Finanzierungen. Oft werden immense

Beträge nachträglich finanziert,

ohne dass dies zuvor auffällt. Verträge

und Nachunternehmer werden weder

umfassend geprüft noch hinsichtlich

Qualität, Kosten und Terminen überwacht.

Red Flag #4: Gibt es eine echte

Kreditprüfung oder nur Begründungen

für erweiterte Kreditrahmen?

Auch die Risikostrukturen des Kreditnehmers

bleiben oft unberücksichtigt.

Große Projektentwickler strukturieren

ihre Unternehmen so, dass möglichst

viel Kapital im eigenen Haus bleibt,

während die Risiken dieser Konstruktionen

in der Kreditprüfung ignoriert werden.

Red Flag #5: Wer überwacht den

Kreditnehmer und seine Aktivitäten?

Obwohl ESG-Prinzipien zunehmend

in die Kreditprüfung einbezogen werden,

bleibt die Governance-Komponente

schwer messbar. Dies darf jedoch

nicht als Entschuldigung dienen, nur

oberflächlich zu prüfen. Wann wird

endlich wieder mit klarem Menschenverstand

statt standardisierten Systemen

geprüft? Red Flag #6: Habe ich

genug Einblick in das Unternehmen,

um Risiken auszuschließen?

Die Rolle der Kreditinstitute als kritische

Begleiter und Berater des Kreditnehmers

sollte stärker ausgebaut werden. Das erhöht

die Kundenbindung und schützt die

Institute vor weiteren Risiken. Obwohl es

in der Bankenlandschaft positive Ausnahmen

gibt, ist es ernüchternd, dass die Lehren

aus den Finanzkrisen der 1990er- und

2000er-Jahre kaum Auswirkungen hatten.

Die Situation erinnert an das fehlende

Lernen aus früheren Krisen. Die frustrierende

Erkenntnis bleibt, dass trotz bekannter

Risiken und personeller Engpässe

in den Kreditabteilungen und bei den Credit-Risk-Officern

alte Muster fortbestehen.

So scheint es, als sei man am Glanz

von Projekten und Persönlichkeiten mehr

interessiert als an der soliden Prüfung

von Bilanzen und Risiken. Ganz nach dem

Motto: „Ein Schimmern, denn was kümmern

mich Bilanzen? Lass uns tanzen!“

Dietmar Patjens

bringt über 35 Jahre Erfahrung im Immobiliensektor mit, von

Entwicklung und Asset Management bis hin zu Führung und

Beratung. Er weist einen Hintergrund bei Big-4-Firmen auf

Partnerebene und einer internationalen Karriere als Interimsmanager

und Berater im Unternehmensimmobilienbereich

auf und ist seit 2008 Chartered Surveyor. Seine Expertise

umfasst Projektumschuldung sowie GRC Governance Risk

Compliance und Entwicklung.

© ADOBE STOCK/GLAZOK

immobilien investment 4/2024


INVESTMENT 37

Private Equity sucht Core

Während institutionelle Investoren nicht nur zurückhaltend

sind, sondern mitunter auch ihr Portfolio straffen, schlagen

Privatinvestoren und Family-Offices zu – mit spektakulären

Deals. Löst das private Kapital Fonds oder Versicherungen

ab – oder ist das nur ein kurzfristiger Trend, der dem

Marktumfeld geschuldet ist?

© MICHAELHIERNER

Erst vor wenigen Wochen erregte JLL

mit einer Analyse Aufsehen, wonach

im ersten Halbjahr Privatinvestoren

rund zehn Prozent des Gesamtinvestmentvolumens

ausgemacht haben

– und Objekte gekauft wurden, die zuvor

nur am Radar von institutionellen

Investoren gewesen waren. Mehr noch:

Letztere sind aufgrund des derzeitigen

Marktumfelds nicht nur sehr zurückhaltend

am Markt, Mittelabflüsse

zwangen sie teilweise auch dazu, ihre

Portfolien zu reduzieren. Und die Privatanleger,

die in der Regel nicht von

Finanzierungen abhängig sind, schlugen

zu – mit bemerkenswerten Deals,

wie etwa die Fünf Höfe in München gezeigt

haben.

Dieser Trend ist beileibe kein deutsches

Spezifikum. Laut Halbjahreszahlen

von EHL Immobilien waren

Privatinvestoren für 45 Prozent der

Gesamtinvestitionen verantwortlich

und bildeten damit die größte Käuferschicht

in der Periode, während sich

institutionelle Investoren beim Einkauf

als eher zaghaft erwiesen, jedoch

das eine oder andere Objekt aus dem

Portfolio abverkauften. Und die beliebteste

Anlageklasse, auf die sich das

Private Equity stützte, waren laut CBRE

Büroimmobilien. Rund 45 Prozent des

Volumens ist in die Assetklasse Office

geflossen. Bei den – derzeit wenigen

Transaktionen – in dem Segment zeigte

das Privatkapital jedenfalls eine klare

Dominanz.

Auch in Österreich waren einige

Transaktionen zu bemerken, bei denen

Privatanleger im Spiel waren und namhafte

Objekte kauften. Denn, so die

einhellige Meinung in der Immobilienwirtschaft,

eine solche Gelegenheit ist

für Privatkapital wie Family-Offices

selten. Vor zweieinhalb Jahren noch,

in der Nullzinsphase, als vor allem institutionelle

Investoren mangels Alternativen

massiven Anlagedruck hatten,

konnte das Privatkapital schlicht nicht

mithalten. Mit den schwierigeren Finanzierungskonditionen

haben nun mit

reichlich Cash ausgestattete Privatanleger

die besseren Karten in der Hand.

Heuer ist etwa der City Tower Vienna,

in dem das Justizzentrum Wien-Mitte

untergebracht wurde, von Euro Real

Estate, der Immobiliensparte des Family-Office

der Wilhelm von Finck Gruppe,

um 150 Millionen Euro gekauft worden.

Und im Vorjahr ging der Saturn Tower

um 114 Millionen Euro an Amisola, eine

Stiftung um den verstorbenen BILLA-

Gründer Karl Wlaschek.

Lösen jetzt Privatanleger die institutionellen

Investoren ab? Nicht zwingend.

Denn sobald die Zinsen und damit

die Refinanzierungskosten auf ein für

institutionelle Investoren akzeptables

Niveau gebracht werden, ist laut Experten

mit einem intensiveren Wettbewerb

zwischen beiden Investorengruppen zu

rechnen. CHARLES STEINER

Office &

warehouse

im Süden Wiens.

walter-business-park.com


38

AUS- UND WEITERBILDUNG

Auf Wissen bauen

Immobilien sind nicht nur Gebäude. Sie erfordern viel Fachkenntnis rechtlicher, finanzieller

und technischer Natur. In Österreich ermöglicht ein sehr breites Angebot an Aus- und

Weiterbildungsmöglichkeiten im immobilienwirtschaftlichen Bereich, dieses Wissen zu

erwerben. Das perfekte Ticket zur Immo-Karriere!

Unsicherheiten und technische Innovationen

geprägt ist, wie sich das in

den vergangenen zweieinhalb Jahren

allzu deutlich gezeigt hat. In der Immobilienbranche

müssen Fachleute in

der Lage sein, komplexe rechtliche Vorgaben

zu verstehen und anzuwenden,

sei es bei der Einhaltung von Bauvorschriften,

der Ausarbeitung von Mietverträgen

oder der Durchführung von

Genehmigungsverfahren. Ein solides

Verständnis der rechtlichen Grundlagen

ist unerlässlich, um Projekte reibungslos

und erfolgreich umzusetzen.

Ohne entsprechendes Wissen kann es

zu Verzögerungen, Rechtsstreitigkeiten

und letztlich zu erheblichen finanziellen

Verlusten kommen.

Die wirtschaftliche Dimension der

Immobilienentwicklung erfordert auf-

Immobilien sind weit mehr als bloße

Gebäude. Sie sind Lebensräume, die

das tägliche Leben der Menschen prä-

Trends abzuleiten. Das erfordert viel

Wissen, viel Erfahrung und noch mehr

Praxis. Die Verantwortung kann nur

grund ihrer Komplexität ebenfalls ein

hohes Maß an Fachwissen. Investitionen

in Immobilien sind oft mit erheblichen

finanziellen Risiken verbunden,

gen und die Entwicklung ganzer Städte

dann getragen werden, wenn man über

die durch wirtschaftliche Schwankun-

und Gemeinden beeinflussen. Immobi-

die vielen Aspekte, die in der Immobi-

gen und Marktentwicklungen verstärkt

lien sind ein Grundbedürfnis, sie sind

lienwirtschaft wichtig sind, Bescheid

werden können. Auch das hat sich

Orte zum Wohnen, Arbeiten, zur Aus-

weiß. Die österreichische Bildungs-

durch die jüngsten Entwicklungen ge-

bildung, Versorgung von Kranken und

landschaft räumt dem Thema Immo-

zeigt. Fachleute in der Immobilienwirt-

Verletzten, wichtig für Lieferketten

bilien im internationalen Vergleich

schaft müssen daher nicht nur die ak-

und die Versorgungssicherheit. Das

viel Platz ein, um sicherzustellen, dass

tuellen Markttrends kennen, sondern

erfordert Verantwortung: den Gesell-

die Entwicklung von Immobilien und

auch in der Lage sein, diese zu analy-

schaftern, den Nutzern, den Banken,

Lebensräumen nicht nur effizient und

sieren und zukunftsorientierte Strate-

aber letztlich vor allem den Menschen

rentabel, sondern auch nachhaltig und

gien zu entwickeln – und allem voran

gegenüber. Hinter jedem Bauprojekt

zukunftsorientiert gestaltet wird. Und

müssen sie entsprechend kalkulieren.

stehen nicht nur Beton, Stahl und

Ausbildung bedeutet lebenslanges Ler-

Eine fundierte wirtschaftliche Ausbil-

Glas, sondern auch eine komplexe Ver-

nen, also das Fachwissen immer wie-

dung ermöglicht es, Risiken besser zu

netzung rechtlicher, wirtschaftlicher,

der aufs Neue über Weiterbildungen zu

managen, Investitionsentscheidungen

technischer und ökologischer Aspekte.

erweitern.

zu optimieren und langfristige Wert-

Gleichzeitig sind Immobilien geopolitischen

Schwankungen unterworfen,

wie auch die Marktwirtschaft an sich,

Entscheidungen

basieren auf Wissen

steigerungen zu erzielen.

Technisches Wissen spielt bei der

Umsetzung von Bauprojekten eine

was die Herausforderungen in der Pla-

Wissen ist die Grundlage für fundierte

entscheidende Rolle. Moderne Bauvor-

nung und Entwicklung noch verstärkt.

Entscheidungen in einem Umfeld, das

haben erfordern ein tiefes Verständ-

Denn Immobilien sind beständig, in

der Planung sind auch zukünftige

durch ständig wechselnde gesetzliche

Rahmenbedingungen, wirtschaftliche

nis der neuesten Technologien, Materialien

und Bauverfahren. Die Planung

© BWAG

immobilien investment 4/2024


39

WO MAN DAS FUNDAMENT FÜR DIE IMMO-KARRIERE LEGEN KANN:

Technische Universität Wien

(TU Wien)

• Studiengänge: Immobilienwirtschaft

& Liegenschaftsmanagement

(Universitätslehrgang), Architektur,

Bauingenieurwesen, Raumplanung

• Curriculum: breites Spektrum an

Themen wie Immobilienbewertung,

Facility-Management, Finanzierung,

Recht, Projektentwicklung, Stadtplanung

• Mögliche Abschlüsse: Bachelor,

Master, Postgraduate Degrees

• Standort: Wien

www.tuwien.at

Fachhochschule Wien der WKW

(FHWien der WKW)

• Studiengänge: Real Estate Management

• Curriculum: praxisnahe und berufsbegleitende

Ausbildung mit den

Bereichen Wirtschaft, Recht, Technik,

Immobilienwesen. RICS-akkreditiert

• Abschlüsse: Bachelor, Master

• Standort: Wien

www.fh-wien.ac.at

Donau-Universität Krems

• Studiengänge: Immobilienwirtschaft

(verschiedene Weiterbildungsprogramme)

• Mögliche Abschlüsse: Zertifikate,

Bachelor, Master, Postgraduate Degrees

• Standort: Krems

www.donau-uni.ac.at

FH Joanneum

• Studiengänge: Architektur,

Bauplanung und Bauwirtschaft

• Curriculum: Vermittlung von

Kenntnissen in Immobilienbewertung,

Finanzierung, Recht,

Marketing und Projektentwicklung

• Abschlüsse: Bachelor, Master

• Standort: Graz

www.fh-joanneum.at

FH Kärnten

• Studiengänge: Architektur,

Sustainable Real Estate

Management, Bauingenieurwesen

• Curriculum: praxisorientiertes

Studium mit Fokus auf regionale

Immobilienmärkte

• Abschlüsse: Bachelor, Master

• Standort: Klagenfurt

www.fh-kaernten.at

FH Kufstein Tirol

• Studiengänge: Facility- und

Immobilienwirtschaft

• Curriculum: Vermittlung

von Kenntnissen in

Immobilienmanagement,

Projektentwicklung und

Facility-Management

• Abschlüsse: Bachelor, Master

• Standort: Kufstein

www.fh-kufstein.ac.at

Universität Innsbruck

• Studiengänge: Raumplanung,

Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

• Curriculum: Fokus auf die Planung

und Entwicklung von Städten und

Regionen, Architektur und Städtebau

• Standort: Innsbruck

www.uibk.ac.at

TU Graz

• Studiengänge: Bauingenieurwissenschaften

und Wirtschaftsingenieurwesen

• Curriculum: Vermittlung von Kenntnissen

in der Planung, Konstruktion

und dem Bau von Gebäuden

und Infrastruktur

• Abschlüsse: Bachelor, Master

• Standort: Graz

www.tugraz.at

Privatuniversität Schloss Seeburg:

• Studiengänge: Betriebswirtschaftslehre

mit Fokus Immobilienwirtschaft

(Bachelor)

• Curriculum: Vermittlung von

betriebswirtschaftlichen Grundlagen,

Immobilienrecht, Immobilienbewertung,

Projektentwicklung und

Facility-Management

• Mögliche Abschlüsse: Bachelor

• Standort: Seeburg

www.uni-seeburg.at

Lehrgänge

ÖVI Immobilienakademie:

• Beschreibung: Die ÖVI

Immobilienakademie bietet

ein breites Spektrum an

Kursen für Immobilienmakler,

Immobilienverwalter,

Sachverständige und mehr.

• Abschlüsse/Zertifikate: Die

angebotenen Kurse führen zu

verschiedenen Abschlüssen

und Zertifikaten, wie z. B.

Immobilienverwalterassistent,

Vorbereitungskurs zur

Sachverständigenprüfung etc.

www.immobilienakademie.at

WIFI Wien:

• Das WIFI Wien bietet praxisnahe Kurse

zur Immobilienwirtschaft an. Hier

findet man unter anderem Kurse für

Immobilienmakler- und Immobilienverwalter-Assistenten.

• Abschlüsse/Zertifikate: Die Kurse

werden oft mit Zertifikaten abgeschlossen,

die den Erwerb spezifischer

Kompetenzen bescheinigen.

www.wifiwien.at

ARS Akademie:

• Immobilienkurse/Seminare in

verschiedenen Teilbereichen der

Immobilienwirtschaft möglich

ars.at

Frag IMMY…

…wenn‘s um Praktisches zu Verkauf, Vermietung und

Verwaltung von Immobilien geht.

www.IMMY.at

Wo Immobilienwissen ein Zuhause hat.


40

AUS- UND WEITERBILDUNG

und Errichtung energieeffizienter und

nachhaltiger Gebäude, die den Anforderungen

des Klimaschutzes gerecht

werden, erfordert technisches Knowhow,

das kontinuierlich aktualisiert

werden muss. Eine qualifizierte technische

Ausbildung sorgt dafür, dass

Fachleute in der Lage sind, innovative

Lösungen zu entwickeln, die den ökologischen

Fußabdruck von Bauprojekten

minimieren und gleichzeitig die

Lebensqualität der Bewohner maximieren.

Denn ökologische Aspekte haben

nicht zuletzt wegen des Klimawandels

und des Umstands, dass der Gebäudesektor

mit rund 40 Prozent am

CO 2

-Ausstoß weltweit beteiligt ist, an

Bedeutung gewonnen, insbesondere

im Hinblick auf die Notwendigkeit,

nachhaltige Lebensräume zu schaffen.

Die Ausbildung in diesem Bereich

muss daher Umweltwissen vermitteln,

das es ermöglicht, Projekte so zu gestalten,

dass sie im Einklang mit der

Natur sind. Das umfasst den effizienten

Einsatz von Ressourcen, die Minimierung

von Emissionen und die Integration

von Grünflächen in städtische

Gebiete. Ohne ein solides ökologisches

Verständnis könnten Bauvorhaben zur

Verschlechterung der Umweltbedingungen

beitragen und damit langfristig

sowohl ökonomisch als auch sozial

negative Auswirkungen haben.

Darüber hinaus ist es auch notwendig,

dass die Ausbildung in der Immobilienbranche

neben technischem

Wissen auch Verständnis für soziale

und kulturelle Aspekte vermittelt, will

man mit Immobilien erfolgreich sein.

„Österreich hat eine lange Tradition in der Ausbildung

hochqualifizierter Fachkräfte, und dies zeigt sich

auch in der Immobilienbranche. Die Qualität der

Ausbildung in den verschiedenen Disziplinen der

Immobilienwirtschaft trägt entscheidend zur

Wettbewerbsfähigkeit des Landes bei.“

Lebensräume müssen den Bedürfnissen

der Menschen gerecht werden, und

dies erfordert ein Bewusstsein für die

Vielfalt der Lebensstile und die soziale

Verantwortung, die mit der Schaffung

von Wohnraum einhergeht. Eine ganzheitliche

Ausbildung, die technische,

wirtschaftliche, rechtliche und ökologische

Inhalte integriert, ist daher unerlässlich,

um Fachleute auszubilden,

die in der Lage sind, nachhaltige und

lebenswerte Räume zu schaffen.

Österreich hat eine lange Tradition in

der Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte,

und dies zeigt sich auch in der

Immobilienbranche. Die Qualität der

Ausbildung in den verschiedenen Disziplinen

der Immobilienwirtschaft trägt

entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit

des Landes bei. Durch die Förderung von

Wissen und Bildung auf hohem Niveau

wird sichergestellt, dass Österreich auch

in Zukunft in der Lage sein wird, den Herausforderungen

des globalen Markts zu

begegnen und gleichzeitig den hohen Lebensstandard

seiner Bürger zu erhalten.

Hier finden Sie die Möglichkeiten, mittels

fundierter Lehrinhalte in der Immobilienwirtschaft

erfolgreich zu werden.

CHARLES STEINER

© WALTER SKOKANITSCH

Berufsbegleitend studieren

Master Immobilienmanagement

Immobilien sind

nachhaltige Werte.

Wie mein Studium.

Recht/Wirtschaft/Technik

Immobilienprojektentwicklung

Bauträgerbefugnis

Bewerbungen ab Jänner 2025

Dauer: 4 Semester

www.fh-wien.ac.at ⁄ immo


41

Modulare Weiterbildung

in der Immobilienbranche

Die Universität für Weiterbildung Krems (vormals Donau-

Universität Krems) stellt derzeit das gesamte Lehrangebot auf

„Stackable Programs“ um. Damit biete man flexible Studienoptionen

von Zertifikats- bis zu Masterprogrammen an, so

Rainer Altmann, Studienmanager Real Estate der Universität Krems.

unsere Studienangebote neben Immobilien-

und Facility-Managern an Makler,

Hausverwalter, Bauträger, Finanzierungsexperten,

Bewerter oder Mitarbeiter bei

Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften,

Family-Offices oder Asset-Management-Unternehmen.

Die Immobilienwirtschaft befindet sich

in einem rasanten Wandel. Wie reagiert

die Uni Krems darauf?

Wir haben unser Studienangebot im Immobilien-

und Facility-Management-Bereich

so erweitert, das Spezialisierungen

möglich sind. Wir bieten fünf Kernausbildungen

als Certified Programs an: Real

Estate Asset Management, Real Estate

Investment Management, Real Estate

Project Development, International Real

Estate Valuation und Facility Management.

Diese Stackable Programs können

mit wissenschaftlichem Arbeiten,

Wahlfächern und Abschlussarbeiten

sowie dem MBA-Programm der Danube

Business School kombiniert werden. Die

Studierenden können aus 16 möglichen

Abschlüssen auswählen: Zertifikate, Academic

Expert, MBA und MSc (CE).

Welche Hauptzielgruppen haben die immobilienrelevanten

Studiengänge der

Universität Krems?

Studierende und Unternehmen der Immobilienwirtschaft,

die eine Spezialisierung

und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter

fördern wollen. Fachlich richten sich

Da sich das Angebot an Berufstätige

richtet: Wie sieht da das Verhältnis zwischen

Präsenz- und Onlinestudium aus?

Wir setzen auf eine hybride Form des

Unterrichts, legen aber Wert darauf, dass

wir keine Fernuniversität sind. Die Immobilienwirtschaft

ist ein „People Business“,

unsere Studierenden sollen ja miteinander

arbeiten. Standardisierte Inhalte

können online abgehalten werden. In

den relevanten Themen ermöglicht der

geblockte Präsenzunterricht einen persönlichen

Austausch mit Lehrenden und

anderen Studierenden und führt zu einer

Erweiterung des beruflichen Netzwerks.

CHARLES STEINER

„Für die Zukunft gerüstet“ –

preparing for future

2. INTERNATIONALER

IMMOBILIEN INVESTMENT

KONGRESS

7. NOVEMBER 2024 // PALAIS BERG WIEN

Jetzt

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kongress.immobilien-investment.at

© zinkevych-stock.adobe.com

Von der Immobilienverwaltung über die

Ausbildung zum/zur Immobilienmakler:in

bis hin zu Bauordnung kompakt:

Entdecken Sie jetzt unser vielfältiges Kursangebot

für die Immobilienwirtschaft!

Flexibel lernen:

Online- und Präsenzkurse

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neugierig.

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42

DIENSTLEISTER

Die Menschen hinter der Immobilie

Die Immobilie ist mehr als die Summe ihrer Bestandteile. Von der Planung und Errichtung

über die Bewirtschaftung und Wartung bis zur Verwertung braucht es Menschen.

Ohne Dienstleister in der Immobilienwirtschaft kann es keine werthaltigen Immobilien geben.

Viele Menschen sehen eine Immobilie

als ein Gebäude, in dem man

wohnen, arbeiten oder Dinge des täglichen

Bedarfs erledigen kann. Doch die

Immobilie ist mehr als ein Gebäude.

Sie ist die Summe zwischenmenschlicher

Zusammenarbeit. Schließlich

kann sich eine Immobilie weder planen

noch bauen, auch makelt sie keine

Wohnungen oder Geschäftsflächen,

und die Bewirtschaftung und Pflege

braucht ebenfalls jede Menge Manpower.

Das alles muss von verschiedensten

Dienstleistern erledigt werden.

Damit nämlich eine Immobilie auch

ein Lebensraum sein kann, sind viele

komplexe Aufgaben zu erledigen. Das

involviert neben dem Architekten, den

Banken und dem Entwickler beispielsweise

Bauträger, Bauunternehmen, Zulieferer,

Haustechnikplaner, Anwälte,

Notare, Steuerberater, Makler, Hausverwalter,

Facility-Manager oder Hausbetreuer.

Es sind Menschen, die, wenn

man in einem Gebäude lebt oder arbeitet,

nicht sofort sichtbar sind – aber

unerlässlich, damit man darin eben

auch leben oder arbeiten kann. Die Immobilienwirtschaft

als solche deckt

damit nicht nur ein wichtiges Grundbedürfnis

ab, indem sie Lebensräume

schafft, erhält und für reibungslosen

Betrieb sorgt, sie ist auch ein bedeutsamer

Wirtschaftsfaktor, da sie tausende

Arbeitsplätze schafft. Und da gibt es in

Österreich derzeit schwere Probleme.

Wirtschaft unter Druck

Nicht nur, dass die rasche Zinerhöhung

der EZB vor etwas mehr als zwei Jahren

die Refinanzierungskosten für die

Immobilienentwicklung erheblich verteuert

hat und deshalb viele Bauprojekte

stehen. Durch die in Österreich

äußerst restriktiven Kreditvergabe-

EXPERTENTIPP

Anpassungsfähigkeit ist gefragt

Im aktuellen Zins- und Finanzierungsumfeld müssen Investoren und Käufer flexibel und

anpassungsfähig sein, dürfen aber das langfristige Ziel von Net Zero bis 2050 nicht aus den

Augen verlieren. Isabella Reinberg, Partnerin bei Reinberg & Partner, in ihrem Gastkommentar

über aktuelle Hürden bei ESG-Anforderungen.

Die steigenden Zinsen haben erhebliche

Auswirkungen auf den

Immobilien- und Finanzsektor, da

Altbestände sind zwar günstiger, entsprechen

jedoch häufig nicht den ESG-

Standards und haben hohe Heizkosten,

optimiert werden. Dies kann den Wert

von Altbeständen weiter beeinträchtigen.

Die Mietpreise steigen, da nicht

Unternehmen ihre Bewertungsmodel-

was Käufer kurzfristig aufgrund der

nur die Finanzierungskosten hoch

le anpassen müssen. Die Unsicherheit

niedrigeren Einstiegspreise auch ak-

sind und Investoren diese Kosten an

über die Zinsentwicklung führt zu

zeptieren. Banken bevorzugen grüne

die Mieter weitergeben; die Nachfrage

einem Stillstand am Markt. Hohe Zin-

Zertifizierungen und lassen Kunden

regelt den Markt. Dieses kurzfristige

sen und strenge ESG-Anforderungen

ziehen, wenn Gebäude nicht ökologisch

Denken und die hohen Mieten machen

prägen die Finanzierungslandschaft,

es für viele Menschen schwierig, be-

insbesondere für Neubauten und Alt-

zahlbaren Wohnraum zu finden.

bestände. Neubauten, die den ESG-

Der Markt verlangt von Investoren

Kriterien entsprechen, sind teuer und

und Käufern Anpassungsfähigkeit, um

für viele potenzielle Käufer auch uner-

die Herausforderungen der aktuellen

schwinglich, was den Markt stagnieren

lässt, zumal Entwickler die Preise nicht

senken können, ohne ihre Rentabilität

zu gefährden.

Isabella Reinberg,

Geschäftsführerin,

Reinberg & Partner

Zinslandschaft zu meistern, während

das langfristige Ziel, bis 2050 Net Zero

zu erreichen, technologische und finanzielle

Innovationen erfordert.

© REINBERG & PARTNER

immobilien investment 4/2024


43

richtlinien, die die klassische Eigenheimfinanzierung

nahezu unmöglich

machen, geraten immer mehr Bauträger

erheblich unter Druck. Viele Neubauprojekte

– vor allem im Wohnbau

– sind auf unbestimmte Zeit verschoben

worden, die Versorgung mit Wohnraum

ist deutlich ins Stocken geraten.

Die Fertigstellungszahlen von Wohneinheiten

werden in den kommenden

Jahren deutlich in den Keller rasseln

– und der Druck auf die Mieten steigt,

da die Bildung von Eigentum erheblich

erschwert und gleichzeitig der Zuzug

© ÂDOBE STOCK/SUMMIT ART CREATIONS

ungebrochen ist.

Das bringt die österreichische Immobilienwirtschaft

und damit auch die vielen

Dienstleister – Arbeitsplätze – in Bedrängnis.

Die Margen im Hochbau sind

deutlich zurückgegangen, Projektentwickler

sehen sich neben höheren Zinsen

auch nach wie vor mit hohen Bauund

Grundstückskosten konfrontiert,

die Verwertung läuft aber schleppend.

Damit haben dann vor allem Makler im

Eigentumsbereich zu kämpfen, da die

Käuferschicht deutlich schmäler geworden

ist – und Mietmakler müssen jetzt

nach dem Bestellerprinzip handeln,

weswegen der Abgeber bei der Vergabe

von Mietwohnungen des Öfteren auf

den Makler verzichtet. Hausverwalter

können zumindest das Bestandsgeschäft

halten, bei wenigen Neubauten

ihr Geschäft aber nicht ausbauen. Zulieferbetriebe

erhalten keine Aufträge

und müssen Mitarbeiter abbauen. Das

kann dann das gesamte Wirtschaftsgefüge

in Österreich nachhaltig schädigen

– und unseren Lebensraum.

CHARLES STEINER

Kreislaufwirtschaft heißt JETZT handeln!

Klimawandel und Ressourcenknappheit erfordern neue

Wege und Lösungen. Bei der Close the Circle IV

treffen sich führende Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft,

um die Transformation hin zu einer nachhaltigen

Wirtschaft zu diskutieren. Es erwarten Sie:

• inspirierende Keynotes

• über 20 praxisorientierte Beispiele

• ein offenes Netzwerk von Macher*innen der

Kreislaufwirtschaft

Close the Circle IV

Die Konferenz der Kreislaufwirtschaft in Österreich

Nutzen Sie die Gelegenheit, Einblicke in umsetzbare

Strategien zu erhalten, die Ihr Unternehmen fit für

die Zukunft machen!

Wann und wo:

1. Oktober 2024, 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Palais Eschenbach, Eschenbachgasse 11, 1010 Wien

Ausführliche Informationen zum Programm und zur kostenfreien Teilnahme finden Sie auf

unserer Eventseite auf ghezzo.at. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz!

Veranstalter: Ghezzo GmbH, Jägerstraße 63/7, 1200 Wien, Telefon: +43 1 9346902


44

Infos und Kontakt

Ansprechperson: Cornelia Bredt

ARE URBANIQ

Trabrennstraße 2b, 1020 Wien

E-Mail: ahoi@docks.at

www.docks.at | www.are.at

Angedockt am Herzen Wiens

In der Quartiersentwicklung „VILLAGE IM DRITTEN“ realisiert

die ARE Austrian Real Estate das Gewerbeprojekt „DOCKS“.

Dort wird bis Jahresende hochwertiger Raum für Handel,

Gastronomie, Büros und vieles mehr geschaffen.

Ein lebendiger Raum mit vielfältigem

Nutzungsmix, der Platz für Kreativität

und Interaktion bietet, nachhaltig

und hervorragend angebunden ist: Mit

einer Gesamtnutzfläche von rund 9.000

Quadratmetern bieten die „DOCKS“ auf

einer Länge von gut 300 Metern und

aufgeteilt auf zwei bogenförmig verlaufende

Gebäude, einzigartige Flächen

für Loft-Büros und einem Industriebau

entsprechenden Raumhöhen, die im

Erdgeschoß ideal für gewerbliche Nutzungen

bis hin zu städtischer Produktion

geeignet sind.

Das Projekt zeichnet sich durch flexible

Gebäudestrukturen und eine klimafreundliche

Energieversorgung mit

Erdwärmesonden, Photovoltaik und

Fernwärme aus. Die ÖGNI- und die

klimaaktiv-Vorzertifizierungen unterstreichen

die Umweltfreundlichkeit

des Projekts. Die „DOCKS“ befinden

sich in zentraler Lage in unmittelbarer

Nähe zum Wiener Hauptbahnhof und

sind hervorragend an öffentliche Verkehrsmittel

angebunden.

Bunter leben im Erdgeschoß

Mit der Marke ARE URBANIQ konzentriert

sich die ARE auf die Belebung von

Erdgeschoßzonen in urbanen Lagen.

Ziel ist es, dynamische Quartiere mit

einem vielfältigen Angebot an Flächen

für Gewerbe, Bildung und Freizeit zu

schaffen.

Das „VILLAGE IM DRITTEN“ ist ein

Paradebeispiel für diese Strategie. Mit

über 3.000 Quadratmetern an attraktiven

Erdgeschoßflächen bietet das

Quartier hochwertigen Raum für Einzelhandel,

Gastronomie und Dienstleistungen.

© SQUAREBYTES GMBH

Aufbruch in der Krise

Für eigenkapitalstarke Marktplayer eröffnen sich aktuell neue Perspektiven,

findet Roland Pichler, Geschäftsführer DIE WOHNKOMPANIE.

Wie beurteilen Sie die aktuellen Ent-

nungssuchende in

Es sind weitere As-

wicklungen auf dem österreichischen

die Miete geflüchtet.

pekte positiv an der

Wohnimmobilienmarkt?

Dort ist jedoch das

derzeitigen Umbruch-

Wir befinden uns aktuell in einer Um-

Angebot ebenfalls

phase: vor allem die

bruchphase der gesamten Immobi-

stark schrumpfend,

Marktbereinigung, da

lienwirtschaft! Ausgelöst durch die

weshalb die Mietzin-

die Zeit der schnellen

abrupten und explosionsartigen Zins-

se sehr stark stiegen

Renditen vorbei ist. Es

erhöhungen ist nicht nur die österrei-

und sich von diesem

bleiben die eigenkapi-

chische Wohnbauwirtschaft nahezu

Niveau aus weiterent-

talstarken Marktplay-

zum Erliegen gekommen. Allerdings

wickeln werden.

er über, die das Urge-

besteht ein sehr großer Nachfrageüber-

schäft der Bauträgerei

hang, vor allem im Kerngeschäft von

Welche Chancen

mit Überzeugung ma-

DIE WOHNKOMPANIE, dem nachhal-

bietet diese Situation

chen und gut können.

tigen Wohnungsneubau. Da die zuvor

potenziellen Investoren?

Am Ende der Umbruchphase werden

erwähnte Zinspolitik, gepaart mit der

All diese Aspekte führen dazu, dass

wir ein professionelleres Marktbild so-

Straffung der Kreditvergabekriterien,

Wohnen generell deutlich teurer ge-

wie eine solidere Finanzierungsstruk-

zum Erliegen der Vergabe von neuen

Hypothekarkrediten führte, sprich

viel weniger Eigentumswohnungen

gekauft wurden, sind sehr viele Woh-

worden ist. Das ist eine echte Chance

für kapitalstarke Anleger bzw. Investoren

mit einem mittel- bis langfristigen

Horizont.

tur in unserem Geschäftsfeld vorfinden

– davon sind wir überzeugt, und

DIE WOHNKOMPANIE ist bereit!

CAROLIN ROSMANN

© DIE WOHNKOMPANIE

immobilien investment 4/2024


EXPERTENTIPP 45

Glaubenssätze

© IMMOUNITED/HELMUT TREMMEL

Den Satz hören Sie oft, oder? Dass es keine Nachhaltigkeit

ohne Digitalisierung gebe. Klingt toll, und man nickt ihn flott

und wohlwollend ab. Aber stimmt das?

Wenn wir wissen wollen, welche

Flächen wie verbaut sind und wo

wir noch verdichten oder Photovoltaik

ergänzen können, will sich keiner durch

Papiersammlungen in Ämtern wühlen.

Stattdessen sind wir bestrebt, idealerweise

große Mengen von Daten zu vergleichen

und zu analysieren und somit

etwa zu dem Ergebnis zu kommen, dass

man auf das Brownfield X am besten

das Projekt Y mit so und so vielen Wohnungen

und diesen und jenen nachhaltigen

Maßnahmen bauen sollte.

Wir liefern mit unseren IMMOunited-

Produkten schon lange Informationen,

die etwa Bauträger, Makler und Bewerter

unterstützen. Doch selbst in diesem Bereich

ist die Entwicklung noch nicht

abgeschlossen – denken Sie nur an das

Quartiersmanagement! Wer weiß, dass

die Abwärme vom Nachbarbürohaus

in die Luft hinausschießt, kann sie ins

eigene Energiekonzept integrieren und

Roland Schmid,

CEO & Owner,

IMMOunited GmbH

damit die Wohnungen heizen. Praxisbeispiele

dazu gibt es schon genügend –

und das Schönste: Es gibt nur Gewinner!

Auch ein Gebäudepass, in dem standardisiert

festgehalten ist, welche Materialien

wie in der Immobilie verbaut

sind, ergibt nur digital Sinn. Das ist aber

absolute Voraussetzung für eine Kreislaufwirtschaft.

Ebenso ist der Gebäudebetrieb

ohne Daten, die aufgrund ihrer

schieren Menge nur digital verwaltet,

aber eben auch nutzbringend analysiert

werden können, nicht effizient möglich.

Die Antwort fällt daher klar aus.

Eine Transformation zu einer nachhaltigen

Immobilienwelt geht tatsächlich

nicht ohne Digitalisierung. Seit Anbeginn

unserer Tätigkeit als IMMOunited

verstehen wir es als unsere Mission,

für mehr Transparenz zu sorgen. Das

motiviert uns auch weiterhin.


46 GASTKOMMENTAR

Nachhaltige Herausforderungen

Ungeachtet des aktuellen politischen Diskurses und etwaiger gesetzlicher Regelungen werden

Nachhaltigkeitsthemen rund um Liegenschaften immer wichtiger. Nicht umsonst sind

Begriffe wie „ESG“ oder EU-Taxonomie“ in aller Munde, und die Immobilienwirtschaft ist hier

definitiv in einem Umbruch begriffen.

Auch wenn die ursprünglich im

Rahmen des Erneuerbare-Wärme-

Gesetzes (EWG) geplante gesetzliche

Grundlage für den Ausstieg aus Öl- und

Gasheizungen nicht in der bereits vorbereiteten

Form vom Nationalrat beschlossen

wurde, kommen wesentliche

Herausforderungen auf Liegenschaftseigentümer

zu.

Erinnern wir uns an die Ausgangssituation:

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt,

bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu

sein. Im aktuellen Regierungsprogramm

wurde dazu ein sogenannter Phase-

Out-Plan für fossile Energieträger in

der Raumwärme vereinbart. Dabei soll

auf die Verbrennung von fossilen Energieträgern

für die Bereitstellung von

Raumwärme und -kälte sowie Warmwasser

weitgehend verzichtet werden.

Die österreichische Regierung ist mit

der Abkehr vom geplanten Erneuerbare-Wärme-Gesetz

(EWG) aktuell dazu

übergegangen, durch Förderungen respektive

Erhöhungen von Förderungen

den Umstieg mit Anreizen anstelle von

gesetzlichem Zwang zu schaffen.

Für Liegenschaftseigentümer kommt

zusätzlich der Begriff „ESG“ ins Spiel,

denn insbesondere größere Besitzgesellschaften

werden künftig nur mehr

in Liegenschaften investieren respektive

diese erwerben, wenn diese ESGkonform

sind.

Freies Spiel der Kräfte

Des Weiteren beobachten wir aktuell

am Markt, dass Liegenschaftseigentümer

auch bereits Veräußerungen vornehmen,

wenn bestimmte Objekte diesen

Kriterien nicht mehr entsprechen

oder künftig entsprechen werden.

ESG steht für Umwelt

(Environment),

Soziales (Social) und

Unternehmensführ

ung (Gover nance).

Das „E“ von ESG impliziert

die ökologische

Verantwortung und

die Auswirkung von

Alexander Scheuch

Managing Director, Rustler

Immobilientreuhand GmbH

scheuch@rustler.eu

Gebäuden auf die Umwelt,

denn rund 40 Prozent

aller CO 2

-Emissionen

entfallen auf Gebäude. Das Thema

der Nachhaltigkeit hat aber auch deshalb

– ganz abseits der rechtlichen Vorgaben

– eine stärkere Bedeutung für

die Eigentümer erhalten, da, anders als

noch vor zehn bis 15 Jahren, insbesondere

gewerblich genutzte Liegenschaften

viel länger im Bestand gehalten

werden und daher diese Themen nicht

mehr einfach an künftige Eigentümer

„weitergegeben“ werden können. Quasi

wie von selbst sind plötzlich Aspekte

wie die Betriebskosten, die langfristige

Mieterzufriedenheit am Standort oder

die Qualität und Langlebigkeit verwendeter

Materialien relevant

geworden.

Dieses Beispiel ist

ein Beweis mehr, dass

sich in der Immobilienwirtschaft

maßgebliche

Trends oft

aus dem „freien Spiel

der Kräfte“ entwickeln

und nicht immer aus

einem legistischen Antrieb

heraus.

© ADOBE STOCK/ROBSONPHOTO, RUSTLER IMMOBILIEN

immobilien investment 4/2024


INTERVIEW

47

Sie haben sich mit ZEHA Real Estate

selbstständig gemacht. Was war ausschlaggebend

für diesen Schritt? Wie

unterscheidet sich Ihr Ansatz von dem

Ihrer Mitbewerber?

CHRISTIAN ZEHETNER: Wir haben als

Team gemeinsam sechs Jahre zusammen

im Immobilieninvestment-Bereich

gearbeitet. Wir sind dabei zum Schluss

gekommen, dass wir unsere Zusammenarbeit

in Zukunft auch in einem

eigenen Unternehmen weiterführen

wollen. Was wir anders machen: Bei

uns gibt es keine Abteilungsmentalität,

wir arbeiten nach dem One-Faceto-the-Customer-Prinzip

und begleiten

unsere Kunden persönlich von Anfang

bis Ende durch den gesamten Prozess.

NADJA HAFEZ: Wir sind ein seit Jahren

eingespieltes Team, eine erprobte Partnerschaft.

Unsere Kunden schätzen besonders,

dass sie durchgehend mit denselben

Ansprechpartnern arbeiten, die

ihre Projekte in allen Phasen begleiten

– das vor allem, weil der entsprechende

Ansprechpartner eben über sämtliche

Informationen zum Objekt oder dessen

Potenziale verfügt und damit eine vollständige

und effiziente Abwicklung des

Prozesses gewährleisten kann.

Teamwork

Anfang des Jahres haben sich Nadja Hafez und Christian

Zehetner mit ZEHA Real Estate selbstständig gemacht.

Wie es zu diesem Schritt kam und was im Investment makler-

Bereich gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist,

besprachen sie mit „immobilien investment“-Chefredakteur

Charles Steiner im Interview.

© STEFAN GERGELY

Durchaus ein mutiger Schritt, in diesem

Marktumfeld im Investmentbereich

selbstständig zu werden. Worauf

kommt es im herausfordernden

Marktumfeld jetzt an, wie kann man

reüssieren?

HAFEZ: Wir haben in den letzten Jahren

ein starkes Netzwerk aufgebaut

und eng mit unseren Kunden zusammengearbeitet.

Trotz der aktuellen

Marktsituation haben uns unsere langjährigen

Kunden wieder das Vertrauen

geschenkt, was uns sehr freut. Wir sind

fest davon überzeugt, dass es auch in

schwierigen Zeiten gute Investmentmöglichkeiten

gibt. Wichtig ist es, die

richtigen Produkte zu identifizieren

und diese auch zu einem marktgängigen

Preis anzubieten – wenngleich die

Preisbildung nicht einfach ist, da Vergleichstransaktionen

rarer geworden

sind und der Markt den Bewertungen

oftmals voraus ist. Wir sehen nach wie

vor ausreichend Kapital am Markt und

genügend Interesse seitens privater

und institutioneller Investoren, die ihre

Strategien klar definiert haben und gezielt

aktiv sind.

ZEHETNER: Immobilien sind keine reinen

Finanzprodukte; sie müssen auch

für die Menschen, die in ihnen leben

und arbeiten, attraktiv und funktional

sein. Um nachhaltig stabile Renditen

darstellen zu können, müssen die Bestandhalter

den Fokus auf die Bedürfnisse

der Nutzer legen und gegebenenfalls

Adaptierungen vornehmen, um

den Bestand in eine erfolgreiche Zukunft

zu führen. Unserer Erfahrung

nach zählen bei Ankaufsprüfungen

im heurigen Jahr wieder viel stärker

Basics wie der Quadratmeterpreis. Wir

erleben, dass Bestandsgebäude mit

attraktiven Einstandspreisen, selbst

wenn noch Investitionen zu tätigen

sind, aufgrund der nach wie vor hohen

Baukosten wirtschaftlich interessanter

sind als ein Neubau.

In von Marktunsicherheiten geprägten Zeiten

gehört neben Know-how sicher auch

einiges an Fingerspitzengefühl dazu …

HAFEZ: Wir bieten nicht nur umfassende

Marktanalysen und Strategieberatung,

sondern gehen gezielt auf die individuellen

Bedürfnisse unserer Investoren ein.

Viele Verkäufer möchten ihre Verkaufsabsichten

aufgrund des aktuellen Angebotsüberhangs

nicht öffentlich kommunizieren,

was wir gut verstehen können

und durch einen abgestimmten und diskreten

Vermarktungsprozess antizipieren.

ZEHETNER: Man muss ganz klar sagen,

dass durch multiple Herausforderungen

ein Teil des Markts aktuell nicht funktioniert,

was bei einigen Marktteilnehmern

zu bedeutenden Problemen geführt hat.

Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, wenn

man zur Problemlösung beitragen möchte,

aber noch wichtiger ist eine ehrliche, ungeschönte

Analyse, aus der sich ergibt, was

kurz- bis mittelfristig machbar ist.

CHARLES STEINER

4/2024 immobilien investment


48

OFFICE

Intelligente

Raumbuchungstools –

Schlüsselfaktor für

moderne Arbeitswelten

Unternehmen stehen vor der Herausforderung einer

effizienten Büroflächennutzung und der gleichzeitigen

Schaffung motivierender Arbeitsumgebungen.

Herkömmliche Buchungssysteme stoßen dabei oft an ihre

Grenzen. Liegt die Zukunft moderner Arbeitswelten in

intelligenten Raumbuchungstools?

In einer Zeit, in der Homeoffice zum

Standard geworden ist, müssen sich

Unternehmen damit auseinandersetzen,

wie sie ihre Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter zurück ins Büro zu holen.

Denn der physische Arbeitsplatz bleibt

trotz digitaler Remote-Möglichkeiten

essenziell für Kreativität und effiziente

Zusammenarbeit. Moderne Arbeitswelten

sind mehr als nur funktionale

Räume – sie sind soziale Treffpunkte,

die das Gemeinschaftsgefühl stärken

und den Austausch fördern. Eine gut

gestaltete Arbeitsumgebung, die den

unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht

wird, ist heute entscheidend für

die Zufriedenheit und Motivation der

Belegschaft. Für Unternehmen sollte es

daher darum gehen, Räume zu schaffen,

die sowohl konzentriertes Arbeiten

als auch kreative Zusammenarbeit und

informelle Gespräche ermöglichen.

Doch eine attraktive Bürogestaltung

allein reicht nicht aus. Hybride Arbeitsmodelle

sind zur Realität geworden,

und Mitarbeitende sind nicht mehr jeden

Tag im Büro. Daher müssen Räume

flexibel nutzbar sein, und genau hier

kommen intelligente Raumbuchungstools

ins Spiel. Diese Tools optimieren

die Nutzung der Büroflächen, verhindern

Leerstände, reduzieren Betriebskosten

und schonen Ressourcen – eine

Win-win-Situation für Unternehmen

und Angestellte.

© JULIA GRANDEGGER, KATHARINA ROSSBOTH

immobilien investment 4/2024


49

„Unternehmen stehen

vor der Herausforderung

effizienter Flächennutzung

und der Schaffung

motivierender Arbeitsumgebungen.“

Die richtigen Leute

am richtigen Platz

Herkömmliche Raumbuchungssysteme

basieren oft auf dem „First come, first

served“-Prinzip, das weder die sozialen

noch die funktionalen Bedürfnisse

der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

berücksichtigt. Diese – oft starren –

Systeme führen häufig zu Frustration,

da sich Mitarbeitende frühzeitig einen

Platz sichern müssen, ohne Rücksicht

auf Teamdynamiken oder Präferenzen

zu nehmen. Das Ergebnis: ineffiziente

Raumbelegungen, hohe Energiekosten

und ein schlechtes Arbeitsklima. Hier

wird der Bedarf an intelligenten Raumbuchungstools

besonders deutlich.

Das von uns kürzlich gelaunchte Buchungssystem

„Deskpilot“ ermöglicht

als bislang einziges Tool durch den Einsatz

von künstlicher Intelligenz, Feedback-Loops

und datenbasierter Analyse

eine optimale Nutzung der Büroräume.

Es geht weit über einfache Platzreservierungen

hinaus und berücksichtigt

räumliche Gegebenheiten, Teamstrukturen

sowie individuelle Präferenzen.

So können Arbeitsplätze effizienter

Die Zukunft

der Businessparks

Flexibilität, Erreichbarkeit und individuelle Lösungen

werden immer relevanter, meint Stefan Ziegler, Mitglied der

Geschäftsleitung, WALTER BUSINESS-PARK GmbH

Was macht Businessparks

Worauf kommt es

künftig noch attraktiver?

Mietern besonders an?

Die Erreichbarkeit von Businessparks

Die Flexibilität bei Bürogröße und -aus-

wird in den nächsten Jahren durch

stattung gewinnt zunehmend an Rele-

Autobahnanschlüsse und lokale Nah-

vanz. Ebenso steigt die Nachfrage nach

verkehrsprojekte an Bedeutung gewin-

vielseitigen Kombinationen aus topaus-

nen. Ausreichend Parkmöglichkeiten

gestatteten Büros und multifunktionel-

inklusive E-Ladestationen wie bei uns

len Lagerflächen. Durch die individuelle

im WALTER BUSINESS-PARK im Süden

Konzeption von Büro und Lager wach-

von Wien werden eine Voraussetzung

sen im WALTER BUSINESS-PARK Of-

© WALTER BUSINESS-PARK

sein, um den Bedürfnissen der Mieter

sowie ihrer Mitarbeiter und Lieferanten

gerecht zu werden. Zudem werden

maßgeschneiderte Lösungen immer

wichtiger.

fice- und Warehouse-Lösungen flexibel

und im Gleichklang mit der Erfolgsgeschichte

unserer Mieter mit. Bereits ab

130 Quadratmetern Bürofläche geht es

bei uns los.

CAROLIN ROSMANN

„Maßgeschneiderte

Lösungen werden

immer wichtiger.“

4/2024 immobilien investment


50

OFFICE

verteilt werden, was zu einer besseren

Zusammenarbeit führt und den sozialen

Austausch fördert.

Intelligente Tools

Auch im Zeitalter von Homeoffice

bleiben persönliche Interaktionen

und „echte“ Begegnungen

abseits des Bildschirms

ein zentraler Treiber für

Innovation und Kreativität.

Intelligente Reservierungstools

bringen Mitarbeitende,

die gemeinsam

an Projekten arbeiten,

optimal zusammen. So

wird das Büro wieder zu

einem lebendigen Ort der

Zusammenarbeit und des

Austauschs – und nicht

nur ein sporadisch genutzter

Raum.

Darüber hinaus bieten intelligente

Raumbuchungstools auch erhebliche

Vorteile auf ökologischer und

ökonomischer Ebene. KI-basierte Systeme

ermöglichen es Unternehmen, ihre

Büroflächen flexibler zu nutzen und

gleichzeitig die Betriebskosten zu senken.

Durch die präzise Steuerung der

Andreas Gnesda

Arbeitswelten-Experte,

Gründer von teamgnesda

• Erfahrung aus mehr als

500 Arbeitswelt-Projekten

in den letzten 25 Jahren

• Keynote-Botschafter und

Impulsgeber in D, CH, AUT

• Buchautor, Dozent

• Integrierender

Gesamtdienstleister (Beratung,

Architektur, Projektsteuerung,

Ziviltechnik, Transformation)

für New-Work-Projekte

gnesda@gnesda.com

www.andreas-gnesda.at

www.teamgnesda.com

Flächennutzung können Energieeinsparungen

von bis zu 30 Prozent erzielt

werden, da nur tatsächlich genutzte

Räume beheizt, gekühlt und gereinigt

werden. Das schont nicht nur das Budget,

sondern trägt auch aktiv zum Umweltschutz

bei.

Was lernen wir daraus?

In einer Welt, in der die Anforderungen

an Flexibilität und

Effizienz ständig steigen, sind

intelligente Raumbuchungssysteme

unerlässlich. Sie helfen,

Kosten zu senken und Ressourcen

zu schonen und schaffen

Voraussetzungen dafür, dass

Mitarbeitende gerne ins Büro

kommen. Nur so können wir

das volle Potenzial unserer Mitarbeitenden

ausschöpfen und

die Zukunft der Arbeit erfolgreich

gestalten.

© RENÉE DEL MISSIER

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KOLUMNE 51

NACH(HALTIG) GEDACHT

Das ÖGNI-Symposium

Am 16. und 17.10.2024 findet in Wien das ÖGNI-Symposium „Sustainability: Turning Intentions

into Impact!“ statt. Experten aus der DACH-Region erarbeiten zu ausgewählten Themenbereichen

praxistaugliche Lösungsansätze, die auf der Abendveranstaltung am 17.10. in der

Wiener Hofburg präsentiert werden.

In drei Arbeitsgruppen werden in Wien

die dringendsten Themen der Nachhaltigkeit

in der Immobilienwirtschaft

setzung der Kreislaufwirtschaft und

schafft gesicherte Daten, auf denen

andere gewerbliche Projekte ohne end-

Sicht der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit

zu beleuchten. Zeitlich begrenzte

Widmungen, die aus alten Gebäuden

diskutiert werden: Kreislaufwirtschaft,

lose formale Diskussionen aufbauen

wirtschaftlich interessante Sanierungs-

Digitalisierung sowie Städte und Ge-

können.

projekte mit der Möglichkeit von Ver-

meinden. Für alle Themen reisen Experten

aus Deutschland und der Schweiz

Gebäude zukunftsfit machen

dichtung oder Ausbau machen, könnten

alte Bausubstanz wieder zu neuer und

an, um mit ihren österreichischen

„Städte und Gemeinden“ sind in al-

nachhaltiger Pracht verhelfen.

Kollegen zu diskutieren. Praxisnahe

len drei Ländern der DACH-Region

Bei der Betrachtung des Themas

Lösungen sind gefragt, ansonsten ist

mit den gleichen Herausforderungen

„Kreislaufwirtschaft“ haben wir in

die Freiheit uneingeschränkt: Außerge-

konfrontiert: verödete Ortskerne mit

unseren Diskussionen einen Bezug zu

wöhnliche Lösungsansätze, die geeignet

viel Leerstand, ausufernder Grundver-

den beiden anderen Arbeitsgruppen

sind, herkömmliches Denken über oder

brauch, vor allem in den Speckgürteln,

hergestellt. Die beste Form, Kreislauf-

die Sicht auf die Situation zu verändern,

ungenügende Mobilitätslösungen, vor

wirtschaft in der Immobilienwirt-

sind hochwillkommen. Die Spannung

allem auf dem Land, und die erforder-

schaft zu verwirklichen, ist der Erhalt

steigt, und am 17.10. ab 18.00 Uhr wer-

liche Stärkung der sozialen Nachhal-

der alten Bausubstanz. Nichts recyceln,

den wir die Arbeitsergebnisse kennen-

tigkeit und der Infrastruktur. Es muss

nichts abreißen – sanieren, zukunftsfit

lernen. Das Team der ÖGNI hat schon

nach Lösungen gesucht werden, die die

machen und den bereits versiegelten

ein bisschen vorgearbeitet, um die Koor-

Menschen zurück ins Zentrum brin-

Grund optimal nutzen. Sehr unspek-

dination der Arbeitsgruppen bestmög-

gen, dadurch den Flächenverbrauch

takulär, aber hocheffektiv. Welches

lich vorzubereiten.

und die Kosten für die Schaffung der

Gebäude muss abgerissen werden,

Beim Thema „Digitalisierung“ geht

Infrastruktur senken und wieder be-

weil die Sanierung nicht argumentiert

nach Ansicht unseres Teams viel zu

lebte Stadt- und Ortskerne entstehen

werden kann? Für eine transparente

wenig weiter. Wir verstricken uns in

lassen. In der heftig diskutierten Leer-

Beweisführung gibt es auch schon Lö-

Diskussionen über Plattformen oder

standsabgabe sehen wir keine Lösung,

sungen, die in den Arbeitsgruppen dis-

Datenformate, statt endlich den ersten

würden uns aber freuen, das Thema aus

kutiert werden. Es soll zukünftig nicht

Schritt zu tun und zu beginnen. Aus

von der Willkür der Behörde abhängen,

unserer Sicht ist es die Aufgabe der öf-

welches Objekt abgerissen werden darf.

fentlichen Hand, hier Gas zu geben und

Das sind die ersten Gedanken des

Benchmarks zu setzen. Im Hinblick auf

ÖGNI-Teams zu den Ergebnissen unse-

© VALUE ONE

die beschlossene Gebäuderichtlinie der

EU erwarten wir, dass alle öffentlichen

Gebäude bis Ende 2026 digital erfasst

werden. Das hilft auch bei der Um-

Peter Engert,

ÖGNI-

Geschäftsführer

res Symposiums. Wir freuen uns schon

auf die Bereicherung durch die eingeladenen

Experten. Bis zum 17.10., 18.00

Uhr in der Wiener Hofburg.

4/2024 immobilien investment


52

APTI-AWARD 2024

Wer wird Proptech des Jahres?

Die Austrian PropTech Initiative hat durch eine namhafte Jury aus einer Vielzahl

von Einreichungen die Finalisten für den diesjährigen apti-Award auserwählt.

Auf der EXPO REAL werden die Besten der Besten im Rahmen von Pitches ermittelt.

Wer wird Proptech des Jahres? Das

wird auf der diesjährigen EXPO

REAL in München feststehen, wo die

Sieger des apti-Awards gekürt werden.

Die Austrian PropTech Initiative (apti)

hat ihre Suche nach dem Proptech des

Jahres beendet, eine hochkarätige Jury

hat die besten Proptech-Unternehmen

in einem Voting-Verfahren ermittelt.

Das Finale des Wettbewerbs findet auf

der EXPO REAL, Europas größter Fachmesse

für Immobilien und Investitionen,

statt. Dort haben jeweils die zwei

bestgereihten Proptechs pro Kategorie

die Chance, ihre Ideen und Technologien

vor einem internationalen Fachpublikum

und einer renommierten

Jury zu pitchen.

Die Jury setzt sich aus Branchenexperten,

Investoren und Akademikern

zusammen. Zu den Mitgliedern gehören

Eugen Otto von OTTO Immobilien,

Judith Kössner von willhaben, Robert

Oettl von ORO VENTURES, Paige Pitcher

von Blackstone, Miguel Nigorra

Esteban von Fifth Wall, JP Bowgen von

Camber Creek und Manfred Heid von

Realyze Ventures. Die DMV – della lucia

medien und verlags GmbH hat als

Juror „immobilien investment“-Chefredakteur

Charles Steiner entsandt.

Bewertet werden die Proptechs nach

Kriterien wie Gründer und Team, USP,

Innovationsgrad des Geschäftsmodell,

realistische Zukunftspläne und Attraktivität

des Markts.

„Wir sind begeistert von der Qualität

der Bewerbungen und freuen uns

darauf, die besten Proptechs auf der

EXPO REAL zu sehen“, erklärt Ferdinand

Dietrich, Vorstandsmitglied der

apti. „Diese Unternehmen zeigen, wie

die Zukunft der Immobilienbranche

aussehen könnte, und wir sind stolz

darauf, sie zu unterstützen.“

Der apti-Award, initiiert von Julia

Arlt, Jörg Buß und Ferdinand Dietrich

von der PropTech Events GmbH, zeichnet

seit 2019 die herausragendsten

Proptech-Unternehmen und Start-ups

aus. Der Preis würdigt exzellente Leistungen

im Bereich der Immobilientechnologie

und fördert Innovationen

in diesem Schlüsselsektor. Eine renommierte

Jury, bestehend aus Kategoriesponsoren,

Investoren, Business-Angels

und Branchenexperten, vergibt

den Award, um Fortschritte und Innovationen

in der Immobilienbranche zu

honorieren. CHARLES STEINER

Weitere Informationen und Details zu

den Finalisten finden Sie auf apti.at.

© MESSE MÜNCHEN GMBH

immobilien investment 4/2024


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15.–16. März 2025

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INTERVIEW

Effizient und exakt bewerten

Das derzeitige Marktumfeld hat massive Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt –

und die Banken sind genauer geworden. Worauf es jetzt bei Bewertungen ankommt

und was für punktgenaue Bewertungen nötig ist, erklärt Ronald S. Weberndorfer,

Co-Founder der DataService GmbH, im Interview.

Das aktuelle Marktumfeld

hat sich stark auf den

Wohnimmobilienmarkt

ausgewirkt, Neubauprojekte

rechnen sich immer

weniger. Was bedeutet

das für Finanzierer von

Wohnprojekten, und was

müssen sie bei ihrer Kalkulation

beachten?

Es wird schwieriger, ökonomische

Rahmenbedingungen

und mehrjährige Preisentwicklungen

vorauszusagen. Für Finanzierer

ist es aber wichtig, präventive Maßnahmen

zu ergreifen und nachhaltige

Entscheidungen zu treffen. Regelmäßige

Wiederbewertungen, und zwar in

schnelleren Zyklen als regulatorisch

vorgeschrieben (alle drei Jahre bei

Wohnimmobilien), verhindern, dass

der Gap zwischen Markt und Bewertung

zu groß wird. Wir bieten zusätzlich

zu unserem Automated Valuation

Model (AVM) auch ein Frühwarnsystem

an, um Banken Lösungen

zur Risikominimierung zu

liefern.

Bei Finanzierungen spielen

die ESG-Kriterien eine

entscheidendere Rolle.

Welche Parameter sind

zu beachten, auch was

die tatsächliche Umsetzung

dieser Kriterien betrifft?

Es gibt viele Parameter für ESG, etwa die

Kennzahlen aus den Energieausweisen.

Diese Kennzahlen können wir automatisch

abschätzen bzw. auslesen, wir

verwenden sie auch im AVM zur Immobilienbewertung.

Zudem stellen wir für

unsere Kunden physische und transistorische

Risiken in einem umfassenden

ESG-Report oder als Schnittstelle (API)

zur Verfügung.

Die rasche Zinserhöhung seitens der EZB

hat sich massiv auf die Bewertungen von

Immobilien ausgewirkt, vielfach ist abgewertet

worden. Wie kann man in einer

volatilen Zeit punktgenau bewerten?

Ein rascher Zinsanstieg erfordert mehrmalige,

oft kostenintensive Wiederbewertungen.

Dazu braucht es die besten

und aktuellsten Marktdaten sowie modernste

Methoden. Damit können wir

automatisch durch adressgenaue Wiederbewertungen

die aktuelle Marktsituation

abbilden. Das erfordert eine vollständige

Datenbasis, die wir aufgrund

unserer langjährigen Erfahrung und

Partnerschaften zur Verfügung haben.

CHARLES STEINER

Über die DataScience Service GmbH

Die 2016 gegründete DataScience Service GmbH spezialisiert sich auf die Bewertung großer Immobilienportfolios

und arbeitet dabei eng mit Partnern aus der Wissenschaft und der Bankenwelt zusammen. Seit 2019

forscht das Unternehmen im Rahmen des Projekts „ESG Pro“ an einem ESG-Rating-System, das Satellitendaten

nutzt, um ESG-Kriterien in der Immobilienbewertung zu quantifizieren und zu überwachen. Ronald S. Weberndorfer

ist Geschäftsführer und Co-Founder.

© CLAUDIO FARKASCH

Immma besser!

„Wos sull dus?“, würde sich Hans Krankl fragen.

Die Antwort ist leicht: immma ist das neue Netzwerk für

Immobilienmarketing und Kommunikation in Österreich.

Das Raunen der Immobilienwirtschaft

wegen dieser kürzlich

endgültig aus der Taufe gehobenen

Plattform ist hörbar. Aber auch die Unkenrufe:

„Wer braucht denn des?“

Nun, Tatiana Zhiganova (Zeiger Marketing),

Michi Unteregger (Unteregger

Kommunikation), Maria Dreschl (Kurier)

und Walter Senk (Immobilienredaktion)

– wir alle waren und sind der

Meinung, dass Marketing und Kommunikation

in der Immo-Branche nach wie

vor ein Mauerblümchen-Dasein fristen.

Spannend, weil gerade jetzt das Buhlen

um jeden einzelnen Interessenten

und die spärlichen Käuferinnen umso

Ronald Goigitzer,

Ivalu Gmbh

intensiver sein sollte. Stattdessen beschleicht

einen das Gefühl, dass man

sich dem Schicksal der KIM-Verordnung

ergeben hat. Viel beschworen wird die

Zukunft, in der angeblich alles wieder

besser wird.

Es wird jedenfalls anders. Ob besser,

wird sich weisen. Und vor allem für wen.

Wir fünf glauben jedenfalls fest daran,

dass jene, die nun aktiv werden und mit

viel Innovationskraft werkeln, am Ende

mehr als nur eine Nase vorn haben.

Und genau für die gibt’s jetzt für immer

immma. Zum Austauschen, Lernen,

Bessermachen. Menschen kennenlernen

und Benchmarks übertreffen. Auf dass

der Herbst erfolgreich verlaufen möge!

© IVALU

immobilien investment 4/2024


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