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f+h fördern und heben 1/2025

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2884

01

Februar 2025

€ 20,00

TITEL

Mit neuem Skypod-System

34 die Zukunft gestalten

An der Schwelle zu einem

08 neuen Intralogistik-Zeitalter

EXTRA

Logimat 2025: Entdecken

16 Sie die Neuheiten der Messe

Neue Linde-Stapler zeigen,

70 was in ihnen steckt

foerdern-und-heben.de


Wir sehen uns hier!

11.-13. März 2025

Halle 9 | Stand B05

Treffen Sie unsere Experten auf der LogiMAT.

Vor Ort ist unser Team an Ihrer Seite: Freuen Sie sich auf

persönliche Beratung, spannende Impulsvorträge und einen

Blick hinter die Kulissen. Lassen Sie sich dabei von unseren

smart vernetzten Lösungen überzeugen. Wir freuen uns auf

den Austausch mit Ihnen.

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EDITORIAL

NACH VORNE BLICKEN

Auch und vor allem in Zeiten wie diesen bieten sich

Unternehmen Chancen zur Realisierung ihrer Marktziele –

wohlwissend, dass die aktuelle Wirtschaftslage ein ernst zu

nehmender Risikofaktor ist. Aber jammern und in Selbstmitleid

versinken war noch nie ein guter Ratgeber. Anpacken heißt

vielmehr die Devise. Und dass sie das können, haben deutsche

Unternehmen in der Vergangenheit oftmals zur Genüge

bewiesen. Dazu gehört sicherlich auch die Entwicklung marktgerechter

Produkte und Lösungen. Bloß jetzt nicht an der falschen

Stelle sparen! Denn eines ist sicher – und auch das zeigte sich in

der Vergangenheit immer wieder aufs Neue: Nach den mageren

kommen auch wieder bessere Zeiten. Und da ist derjenige gut

DIE ENTWICKLUNG MARKT-

GERECHTER PRODUKTE SOLLTE

NIEMALS ZU KURZ KOMMEN

beraten, der die Zeit

genutzt hat beziehungsweise

nutzen konnte.

Selbstredend müssen im

Mittelpunkt der Aktivitäten Produkte und Dienstleistungen

stehen, die der Markt auch wirklich haben will und die dem

Anwender den versprochenen Nutzen bringen. Dem verständlichen

Streben der Entwickler nach optimaler Technik sollte aus

diesem Grund das Gespräch mit dem Kunden beziehungsweise

den Anwendern vorangehen, denn jeder Markt – unter

Umständen sogar jede Branche – stellt unterschiedliche Anforderungen

an Produkte sowie Service und Dienstleistungen.

Winfried Bauer

– Chefredakteur –

w.bauer@vfmz.de


INHALT

EDITORIAL

03 Nach vorne blicken

PERSPEKTIVEN

08 Zukunft der Intralogistik

An der Schwelle zu einem neuen Zeitalter

F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

16 Internationale Fachmesse für

Intralogistiklösungen und

Prozessmanagement

Zentraler Branchentreff

18 Produkt- und Systeminnovationen zur Logimat 2025

PRODUKTE UND SYSTEME

12 F+H NACHGEFRAGT bei Klaus Hoffmann

„Wir haben eine erfolgreiche Transformation

durchlaufen“

34 TITELSTORY Skypod-System 2025

Die Zukunft der Intralogistik gestalten

39 BIG PICTURE La Provençale: doppelt so schnell mit

FSP Shuttle-Lager

40 Lebensmittelhändler automatisiert Kühllager mit

Shuttle-Technik

Qualität und Kapazität erhöht – Verladezeit halbiert

42 Power-and-Energy-Solutions im höchsten

Shuttle-Lager der Niederlande

Energiesparen im Behälterlager

46 Mila – Bergmilch Südtirol erweitert mit Westfalia

Lagerkapazität und Materialfluss

Lagerlogistik der größten Molkereigenossenschaft

Südtirols wächst mit

49 Innovativer Retrofit-Ansatz für Softwareumstellung

bei Cargologic

Risikofreie Modernisierung des Materialflussrechners

per Deep-Twin-Emulation

12

52

50

4 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


50 F+H VOR ORT Trends, Best Practice und Demosysteme

Robotics-Tag zeigt Zukunft automatisierter

Lagerlogistik

54 Automatisiertes Testen im WMS

Schlüsselfunktion bei selbstständiger Konfiguration

des Anwenders

56 Mit Nord Eco-Service die effizienteste

Antriebslösung finden

Hilfe beim Energiesparen

58 Hochgeschwindigkeits-Zähl- und Sortiersystem mit

Barcode-Erkennung und Kunststoffmodulbändern

Keine alltägliche Anwendung

Security.

The new

dimension

of Safety.

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Besucher Information

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Internationale Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement

11. – 13. März 2025

Messe Stuttgart

PASSION

FOR SOLUTIONS

Specialists

AI

Sustainability

logimat-messe.de

BEILAGE

Die aktuelle f+h Ausgabe 01/2025

enthält eine Vollbeilage der

EUROEXPO GmbH, München.

Keine Safety ohne Security!

Die Industrie befindet sich im Wandel.

Neben Safety als funktionale Sicherheit

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Security zum Schutz vor Cyberangriffen

oder Manipulation unverzichtbar. Mitarbeiter

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Tel.: 0711 3409-0, info@pilz.de, www.pilz.de

LogiMAT

11.–13. März 2025

Halle 8, Stand B41


SYSTEMORIENTIERT

DENKEN

VERNETZT

HANDELN

INHALT

60

PRODUKTE UND SYSTEME

Jahresabo Inland nur 146 €

(inkl. MwSt. und Versandkosten)

2 8 Ausgaben im Jahr

2 Sonderausgabe f+h – Fokus KMU

2 Begrüßungsgeschenk:

Die Konturenlehre

Das Kopieren eines Profils war noch nie so einfach!

Mit dieser Konturenlehre können Sie die Form

von unregelmäßigen Objekten messen, um eine

Sofortvorlage zu erstellen, mit der präzise Schnitte

markiert werden können.

(Die Farbe der Konturenlehre ist variabel)

60 Wie Ellerhold gemeinsam mit Krifft & Zipsner

als Partner auf innovative Technik setzt

An der Automatisierungsschraube gedreht

62 Automatisierung in der Nahrungsmittelproduktion

Neustrukturierung des Materialflusses steigert

Produktivität

64

Sichern Sie sich den lückenlosen

Bezug wertvoller Informationen!

Internet: shop.vereinigte-fachverlage.de

@ E-Mail: vertrieb@vfmz.de

& Telefon: 06131/992-148

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Wir präsentieren auf der LogiMAT 2025 den

Melkus Rack Stacker

BLS4060

64 Roboter zum Mieten

Automatisierung macht den Mittelstand

wettbewerbsfähig

68 Nachschubversorgung per Funknetz

Bis zum letzten Meter

70 F+H STAPLERTEST Xi-Duo von Linde

80 Digitale Highlights

IMPULSE

70

52 F+H NACHGEFRAGT bei Christopher Kirsch

„Wer die digitale Transformation meistern möchte,

braucht eine klare Strategie“

Kleine Lasten,

effizient gestapelt!

Das kompakte und flexible Klein-AGV

für die Elektronikfertigung.

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HALLE 8

STAND C05

MENSCHEN UND MÄRKTE

76 Familienunternehmen Munk startete

in Jubiläumsjahr

Seit 125 Jahren auf der Erfolgsleiter

82 F+H PERSÖNLICH Christian Heid

SERVICE

26 Impressum

83 Vorschau auf Heft 02/2025

Vielseitig einsetzbar

transportiert Leiterplattenmagazine

& Euroboxen (600 x 400 mm)

Effiziente Übergabe

Förderband mit RFID-Leser für präzise

Ladungsträger-Identifikation

Flexibel in der Höhe

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von 320 bis 1.800 mm

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BEILAGE

Die aktuelle f+h Ausgabe 01/2025 enthält eine Beilage

von KNOLL Maschinenbau GmbH, Bad Saulgau.

Maximale Verfügbarkeit

für unterbrechungsfreie Intralogistik

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PERSPEKTIVEN

ZUKUNFT DER INTRALOGISTIK

AN DER SCHWELLE ZU EINEM

NEUEN ZEITALTER

01

Logistik im Wandel

Grad der

Digitalisierung

Logistik im Wandel von der

reaktiven zur aktiven Logistik

Reaktive Logistik

Zentrale

Steuerung

Automatisierung

heute

Transparenz in

der Lieferkette

Digitaler Zwilling

der Lieferkette

Intelligente Logistiksysteme

und Behälter

Dezentrale

Steuerung

Flexibilität und

Wandlungsfähigkeit

autonom und

selbstorganisiert

mittelfristig

cyberphysische

Systeme

Zusätzliche technische

Komponenten:

Kameras, Detektoren, Sensoren,

mobile Endgeräte

plug & supply

Logistik 4.0

vollständige

Vernetzung mit

der Produktion

Produktion und Logistik

Wertschöpfung aus einer Hand

langfristig

Aktive mitgestaltende Logistik

Die Intralogistik erlebt derzeit einen

tiefgreifenden Wandel. Getrieben von

Megatrends wie der Digitalisierung und der

Forderung nach flexiblen Produktionsprozessen,

entwickelt sie sich von einer reaktiven zu einer

proaktiven, intelligenten Disziplin.

Unsere Gesellschaft steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen.

Klimawandel und Umweltkatastrophen,

Kriege und Energiekrisen sowie politische Veränderungen

beeinflussen Handel und Wirtschaft stärker denn je.

Neben diesen globalen Einflüssen sieht sich Deutschland mit

den Auswirkungen des demographischen Wandels, hohen Arbeitslöhnen

sowie immer kürzer werdenden Innovations- und

Produktionszyklen konfrontiert. Langfristige Planungssicherheit,

Stabilität und Sicherheit sind Wunschgedanken aus vergangenen

Jahren. Nicht zuletzt haben uns dies die Corona-Pandemie, die

Energiekrise durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine

und die Blockade des Suez-Kanals durch das Container-Schiff

Ever Given eindrücklich gezeigt. Flexibilität und Agilität sind die

neuen Motoren einer wachsenden und „stabilen“ Wirtschaft und

stärken damit den Wohlstand in Deutschland und Europa. Doch

welche Rolle spielt dabei die Logistik und vor allem die Intralogistik?

Wie sieht die Zukunft der Intralogistik aus?

INTRALOGISTIK 4.0: DIE NEUE

FLEXIBILITÄT IN PRODUKTION

UND LOGISTIK

Die Logistik befindet sich ebenso in einem Wandel von einer reaktiven

hin zu einer aktiven, agilen Logistik. Begonnen mit der

Automatisierung verhilft die Digitalisierung zu neuer Transparenz

in der Lieferkette mit intelligenten Logistiksystemen und Ladungsträgern,

integriert in einem Digitalen Zwilling, und ermöglicht

eine aktive Mitgestaltung der Logistik per „Plug & Supply“

und selbstorganisierten Systemen. Die Entwicklung der Intralogistik

lässt sich dem Trendradar aus Bild 01 entnehmen. Die klassische

Trennung in wertschöpfende und nicht wertschöpfende

Prozesse wird durch die vollständige Vernetzung von Produktion

und Logistik aufgebrochen. Wie bei der industriellen Revolution

spricht man hier von der „Logistik 4.0“.

Erste Ansätze dieser wertschöpfenden (Intra-)Logistik finden

im Forschungscampus Arena2036 (Active Research Environment

for the Next Generation of Automobiles) statt. Bild 02 zeigt

einen Einblick in das Forschungsfeld Arena2036 der Universität

Stuttgart.

AUF DEM WEG ZUR FLUIDEN PRODUKTION

Ursprünglich mit der Idee gestartet, die zukünftige Automobilproduktion

ohne Band und Takt flexibler und wandlungsfähiger

8 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


02 Forschungsfeld der Arena2036

zu gestalten, sind zunehmend auch andere Branchen in den Forschungsfokus gerückt.

Primär die Intralogistik erweist sich als enormer Potenzialträger zur Lösung

dieser neuen Herausforderungen von wandlungsfähigen und flexiblen Produktionen.

Die Fließbandproduktion mit ihrer charakteristischen starren Verkettung verliert

an Bedeutung. Die neuen Freiheitsgrade – gekennzeichnet durch keine festen

Taktzeiten und Reihenfolgen sowie die Möglichkeit, verschiedene Montageumfänge

pro Montagestation temporär zu variieren – bringen erhebliche Vorteile für den Produktionsprozess

in der Fluiden Produktion. Das Ziel, unterschiedliche Produkte oder

im Fall der Automobilfertigung unterschiedliche Fahrzeugmodelle in einer Produktionsumgebung

zu fertigen, wird dadurch vereinfacht und erstmals Realität.

Die Herausforderungen für die Intralogistik in einer Fluiden Produktion werden

damit komplexer. Die Transportaufträge erfahren eine deutlich höhere Dynamik,

Quelle-Senke-Beziehungen unterliegen einem stetigen Wechsel. Zusätzlich führen

kleine Losgrößen dazu, dass zum Beispiel Routenzüge durch Einzeltransporte mit

fahrerlosen Transportfahrzeugen (FTF) ersetzt werden. Damit steigt die Anzahl der

Flurförderzeuge in einer fluiden Produktionsumgebung erheblich an. Unterschiedliche

Geschwindigkeiten der Flurförderzeuge und FTF, die Vermeidung von Kollisionen

untereinander und mit dem Menschen sowie schwer prognostizierbare Transport-

und Wartezeiten aufgrund volatiler Montageprozesse sind nur ein Teil der neuen

Anforderungen an die Intralogistik. Diese lassen sich nur bewältigen, wenn so-

Fachboden-, Paletten- und

Kragarmregale

dynamische Regale

Stahlbau & Systembühnen

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Lagerautomatisierung mit

Fördertechnik

Konzeption, Fertigung

& Realisierung – alles aus

einer Hand!

Halle 1 · Stand H01 + H05

03 FTF Scooty und der intelligente Hallenboden

www.meta-online.com


PERSPEKTIVEN

04

Mobile Robotik für die Intralogistik vom FTF/AGV zum AMR

Flexibler Transport

Dynamische Quelle/Senke

Vordefinierte Transportwege

Kundenspezifische Fahrzeuge

je nach Use Case und

Transportaufgabe

Zusätzliche Automatisierung

für Handling an der Schnittstelle

erforderlich

FTF / AGV

. . .

AMR

Flexibler Transport

Dynamische Quelle/Senke

Offene Transportwege

Optional: Handling an der

Schnittstelle

Kooperierende Systeme

für Handlings- und

Wertschöpfungsprozesse

Kooperative Transporte

Modulare Systeme

für Transporte mit variierenden

Lasten und Geometrien

wohl die Hardware als auch die notwendige IT-Infrastruktur

diese flexiblen Freiheitsgrade bedienen können. Die klassische

Automatisierungspyramide ist für derart hochdynamische Prozesse

an vielen Stellen nicht mehr geeignet. Gefragt sind Fleet

Management Systeme, die unterschiedliche proprietäre Lösungen

integrieren und auf Level Manufacturing Execution System

(MES) und Material Flow Controller (MFC) unterstützen. Die

Standardisierung der Kommunikation vereinfacht zusätzlich die

Integration und den Betrieb von fahrerlosen Transportsystemen

(Beispiel VDA 5050).

Ein mögliches flexibles FTF für die fluide Produktionslogistik

ist das am Institut für Fördertechnik und Logistik (IFT) der Universität

Stuttgart entwickelte Low-cost-FTF Scooty. Dieses flächenbewegliche,

modulare FTF wurde für den Transport von

Kleinladungsträgern der Automobilindustrie konzipiert und soll

05

Klassifikation der KI – Einordung von

Deep Reinforcement Learning DRL

Künstliche

Intelligenz

Maschinelles

Lernen

DRL

Deep Learning

zukünftig auch Verbundfahrten von mehreren FTF erlauben. In

Verbindung mit dem intelligenten Hallenboden, der die dynamische

Pfadplanung, die Energieversorgung sowie die Kollisionsvermeidung

übernimmt, lassen sich viele solcher FTF gleichzeitig

steuern und kontrollieren, wobei das einzelne FTF weniger

Sensorik benötigt und damit preiswerter ist. Ein monetärer

Mehrwert entsteht dann, wenn durch Skalierung des Preisvorteils

vieler Low-cost-FTF sich die Investition in den intelligenten

Hallenboden egalisiert. Bild 03 zeigt die Kombination aus Scooty

und intelligentem Hallenboden.

Fahrerlose Transportfahrzeuge oder englischsprachig Automated

Guided Vehicles (AGV) ermöglichen einen flexiblen Transport

zwischen zwei Standorten (Quelle/Senke). Bei diesen Fahrzeugen

sind die Transportwege im Wesentlichen vordefiniert.

Auch das Ausweichen und Überholen untereinander ist im Allgemeinen

nicht möglich. Die Weiterentwicklung und Erweiterung

der Funktionalität dieser Fahrzeuge wird als autonome mobile

Roboter (AMR) bezeichnet. AMR haben die Fähigkeit, selbstständig

Hindernissen auszuweichen oder auch nach Fahrtantritt die

Route zur Senke aufgrund neuer produktionslogistischer Bedingungen

zu verändern. Entweder geschieht dies dezentral in einem

lokalen Optimierungsraum (Hindernis erkannt, Ausweichmanöver

einleiten) oder zentral über ein Fleet Management System.

Des Weiteren lassen sich ergänzende Funktionen an oder mit

der Peripherie (Produktionsinfrastruktur) ableiten. An der

Schnittstelle zur Fördertechnik, also der Aufnahme oder Abgabe

des zu befördernden Guts, wird kein spezifischer Handlingprozess

mehr notwendig. AMR wären in der Lage, diesen Handlingprozess

selbstständig auszuführen. Kooperationen von modularen

AMR beim Transport oder bei der Ausführung wertschöpfender

Tätigkeit während der Fahrt sind ebenso denkbar.

Bild 04 stellt die Funktionsunterschiede zwischen FTF/AGV

und AMR gegenüber.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ ERSCHLIESST

UNGEAHNTE MÖGLICHKEITEN

Neben Hardware-Lösungen für eine zukunftsfähige Intralogistik

sind softwaretechnische Lösungen vonnöten. In erster Linie die

künstliche Intelligenz (KI) bietet hier neue ungeahnte Möglichkeiten.

ChatGPT ist zum Beispiel im privaten und beruflichen

Umfeld angekommen, in der Intralogistik hält die KI ebenfalls

10 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


Einzug. Das Maschinelle Lernen zum Beispiel ist ein Teilgebiet

der KI, welches sich mit der Entwicklung von Algorithmen befasst,

die es Computern ermöglichen, aus Daten zu lernen und

Muster zu erkennen, ohne explizit von Menschenhand programmiert

zu werden. Das Reinforcement Learning ist Teil des

überwachten Maschinellen Lernens. Ein Software-Agent lernt

durch Interaktionen mit der Umgebung, indem er Aktionen ausführt

und dafür Feedback in Form von Belohnungen oder Bestrafungen

erhält. Sein Ziel ist dabei, die Belohnungen zu maximieren

und die Strafen zu minimieren. Das Deep Learning wiederum

ist eine Teilmenge des Maschinellen Lernens, in dem

mehrschichtige künstliche neuronale Netzwerke mithilfe riesiger

Datenmengen lernen, um komplexe Muster zu lernen. Eine

Kombination aus Reinforcement Learning und Deep Learning

ist das Deep Reinforcement Learning (DRL), bei dem tiefe neuronale

Netzwerke verwendet werden, das Problem komplex ist

und große Datenmengen vorhanden sind. Einen Überblick über

die Klassifikation der KI zeigt Bild 05.

Der Einsatz von Deep Reinforcement Learning in der Intralogistik

wurde am IFT im Rahmen eines Forschungsprojekts mit

einem Hersteller von Shuttle-Systemen erprobt. Ziel war die Optimierung

des Durchsatzes eines Shuttle-Lagers durch eine auf

INTRALOGISTIKSYSTEME WERDEN

NUR SO INTELLIGENT SEIN, WIE

DER MENSCH ES VORGIBT

Basis der KI trainierten Steuerung. Die richtige Auswahl der geeigneten

Shuttles und Ladungsträger sowie die Reduzierung von

Umlagerungen führten im Projekt zu kürzeren Spielzeiten im

Shuttle-System und erhöhten damit den Durchsatz gegenüber

konventionell programmierten Steuerungen. Dies beweist einmal

mehr, dass KI vor allem auch in der Intralogistik vielfältige

Einsatzgebiete findet. Der Mensch wird die Intralogistik, unterstützt

von künstlicher Intelligenz, modifizieren und optimieren.

Die Intralogistiksysteme werden jedoch nur so intelligent sein,

wie der Mensch es vorgibt.

UND WO BLEIBT DER MENSCH?

Bei aller Digitalisierung und Automatisierung darf der Mensch

natürlich nicht vernachlässigt werden. Dieser wird nach wie vor

zentraler Bestandteil der Intralogistik sein. Die manuelle Kommissionierung

wird beispielsweise durch Hard- und Software

von Maschinen unterstützt und verdeutlicht die positive Verknüpfung

sowie Ergänzung von Mensch und Maschine. Dabei

werden die kognitiven Fähigkeiten und die Flexibilität des Menschen

mit der Effizienz von (teil-)automatisierten Lösungen verknüpft.

Hauptsächlich bei schweren körperlichen Arbeiten oder

durch den Fachkräftemangel und den damit einhergehenden

Automatisierungszwang sind solche Verknüpfungen unabdingbar.

Maschinen unterstützen, ersetzen den Menschen aber

(noch) nicht.

Die vor uns liegende Zukunft bietet neue Chancen. Dabei

kann uns die Intralogistik vielseitig unterstützen. Nutzen wir

diese Chance und gestalten wir die Zukunft mit.

Autoren: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz, Leiter des Instituts für Fördertechnik

und Logistik, Universität Stuttgart. Daniel Mezger, M.Sc., stellvertretender

Institutsleiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik, Universität

Stuttgart

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Fotos/Grafiken: IFT, Arena2036

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PRODUKTE UND SYSTEME

F+H NACHGEFRAGT

„WIR HABEN EINE ERFOLGREICHE

TRANSFORMATION DURCHLAUFEN“

„Die Zukunft ist nicht etwas, worauf man wartet,

sondern etwas, das man schafft“, sagte Peter

Drucker* einmal. Die Demag Cranes &

Components GmbH, Wetter/Ruhr, lebt diesen

Leitgedanken. Im Interview hat uns Klaus

Hoffmann (l. im Bild), Geschäftsführer von

Demag Cranes & Components und Vice

President von Demag Distribution, einen Einblick

in die aktuelle Lage des Unternehmens und die

Zukunftspläne gegeben. Dabei hat er nicht nur

die Umstrukturierungsmaßnahmen im Werk

Wetter vorgestellt, sondern auch einen Ausblick

auf die neuesten Produktinnovationen gegeben.

In jüngster Vergangenheit hat der Standort Deutschland fast

nur negative Schlagzeilen gemacht. Genannt seien an dieser

Stelle zum Beispiel die Energiekosten und der Bürokratismus.

Herr Hoffmann, als Geschäftsführer von Demag Cranes &

Components, und damit einem Unternehmen mit mehreren

Produktionswerken in Deutschland: Welche Note geben Sie

dem Standort Deutschland?

Klaus Hoffmann: Dem Industriestandort Deutschland gebe ich

eine solide „drei“.

Eine salomonische Antwort.

Klaus Hoffmann: (schmunzelt) Diese Bewertung reflektiert eine

differenzierte Sichtweise: Zweifelsohne bleiben Energie kosten,

trotz leichtem Rückgang der Strompreise, ein zentrales Problem.

*Peter Drucker war ein einflussreicher österreichisch-amerikanischer Ökonom

und Managementberater, der als einer der Väter der modernen Managementlehre

gilt. Seine Werke und Ideen haben die Art und Weise, wie wir über

Unternehmen, Führung und Organisation denken, nachhaltig geprägt.

12 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


Die von Ihnen genannte Bürokratie wird vielfach kritisiert. Fakt ist jedoch auch:

Statistisch gesehen ist der öffentliche Sektor in Deutschland im Verhältnis kleiner

als in vielen OECD-Ländern. Dennoch gibt es Fälle, die Kopfschütteln auslösen,

wie überregulierte Alltagssituationen. Das Problem liegt weniger in der Vielzahl an

Regeln als in ihrer Handhabung. Wichtig ist, dass Regeln auch Rechtssicherheit

und Fairness schaffen, ein entscheidender Vorteil des deutschen Systems.

Wir haben in Deutschland ohnehin die Tendenz, das Negative über Gebühr

zu betonen.

Klaus Hoffmann: Das sehe ich auch so. Für mich ist einer der herausragenden

Standortvorteile das duale Ausbildungssystem, das weltweit als Benchmark gilt.

Qualifizierte Fachkräfte bilden das Fundament für Innovation und Effizienz. Diese

Stärken machen Deutschland auch in einem globalen Wettbewerb relevant. Das

kommt in der öffentlichen Diskussion zu kurz.

Statt zu jammern, wäre mehr Eigeninitiative und eine positive Grundeinstellung

wünschenswert. Deutschland muss sich seiner Stärken bewusst sein und diese

aktiv nutzen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden, um noch einmal das

Thema Bürokratismus aufzugreifen, läuft im Allgemeinen problemloser als vermutet

– ein Beispiel dafür, dass Tonalität und gegenseitiges Verständnis entscheidend

sind.

Basiert die Aussage der problemlosen Zusammenarbeit mit lokalen Behörden auf

den Erfahrungen, die Sie im Rahmen der Reorganisation und den damit verbundenen

Baumaßnahmen des Standorts Wetter gemacht haben?

Klaus Hoffmann: So ist es. In den vergangenen fünf Jahren haben wir mehr als 30

Millionen Euro in den Standort Wetter investiert. Wir haben zum Beispiel eine 100

Meter lange und 20 Meter breite Halle für die Outbound-Logistik vornehmlich von

Langgut errichtet. Des Weiteren haben wir die Produktionslogistik neu geplant, in

vorhandenen Hallen zum Teil die Montagelinien – dem Lean-Gedanken entsprechend

– um 180 Grad gedreht beziehungsweise neu positioniert. Hinzu kommt die

Integration von automatischen Kleinteilelagern in den Materialfluss.

FLEXIBILITÄT

AUF ALLEN

EBENEN

Vor welchem Hintergrund sind diese Investitionen geschehen?

Klaus Hoffmann: Der Standort Wetter, eng verknüpft mit dem Werk in Uslar, spielt

eine zentrale Rolle im globalen Produktionsnetzwerk unseres Mutterkonzerns

Konecranes. Während das Werk Uslar mit rund 230 Beschäftigten vor allem auf die

Produktion von Elektromotoren und Komponenten, zum Beispiel Kettenzugbremsen,

Taschenkettenräder und Radblockgehäuse sowie die Herstellung von Ersatzteilen

ausgerichtet ist, zeichnet sich Wetter durch seine Führungsrolle in der Produktion

von Light Lifting-Equipment aus. Dieses umfasst Leichtkransysteme die

für alle Marken innerhalb der Konecranes-Gruppe gefertigt werden – ein Beweis

für die hohe Kompetenz und strategische Bedeutung des Standorts mit seinen

rund 1.200 Mitarbeitern.

Ein weiteres Schlüsselprodukt aus Wetter ist die neue Kettenzuggeneration DC-II,

die zukünftig konzernweit als Dual-Brand-Produkt eingesetzt wird. Vorangegangen

ist der Gewinn eines internen Wettbewerbs, bei dem sich das Werk Wetter mit

dem besten Konzept für die Montage eines Multibrand-Kettenzuges durchsetzen

konnte. Der Zuschlag für dieses Projekt unterstreicht nicht nur die hohe Leistungsfähigkeit

des Standorts, sondern sichert auch langfristig eine stabile Auslastung.

Ein weiteres Schwergewicht für den Standort bildet die Produktion von Komponenten

der Antriebstechnik. Dazu gehören komplette Getriebe wie auch das umfangreiche

Räder- und Radblockprogramm für Traglasten von bis zu 60 Tonnen

pro Rad.

Die Rolle von Wetter geht jedoch über die reine Produktion hinaus. In der integrierten

Supply-Chain-Struktur des Mutterkonzerns ist der Standort ein zentraler

Baustein, auf den andere Werke und der Konzern angewiesen sind. Diese enge

Vernetzung innerhalb der Fertigungsorganisation stellt sicher, dass Wetter essenzielle

Bauteile liefert, die unabhängig von der Markenidentität produziert werden.

Diese Fähigkeit, für verschiedene Konzernmarken gleichzeitig zu fertigen, ist ein

entscheidender Vorteil im globalen Wettbewerb.

Die Übernahme der zuvor genannten Produktverantwortung machte umfangreiche

Veränderungen an der Infrastruktur des Werks Wetter und der Organisation

erforderlich. So läuft seit Mitte des vergangenen Jahres der Versand wieder komplett

in Eigenregie.

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PRODUKTE UND SYSTEME

F+H NACHGEFRAGT

Sie bearbeiten den Markt für Demag Produkte über ein

globales Partnernetzwerk. Welche Strategie steht dahinter?

Klaus Hoffmann: Als Konecranes im Jahr 2017 das Unternehmen

Terex MHPS mit Demag übernommen hat, haben wir eine

zweigleisige Marktstrategie verfolgt. Wir bedienten Endkunden

direkt und verfügten parallel über ein solides und langjährig

aufgebautes Partnernetzwerk. Der Mutterkonzern hingegen

verfolgt eine andere Philosophie: Die Marke Konecranes ist im

Konzern diejenige, die das direkte Endkundengeschäft übernimmt,

während andere Konzernmarken vollständig auf den

indirekten Vertrieb über Partnernetzwerke setzen.

Nach der Übernahme haben wir erkannt, dass diese parallelen

Demag Vertriebswege zu Überschneidungen führten. Daher

haben wir im Jahr 2022 eine neue Strategie eingeführt: Das Endkundengeschäft

läuft nun ausschließlich über Konecranes, während

Demag sich auf den indirekten Vertrieb fokussiert hat und

hier mit einem großen Netzwerk an Partnern und Distributoren

zusammenarbeitet.

Wie wurde diese Umstrukturierung umgesetzt?

Klaus Hoffmann: Zunächst haben wir die komplette Organisation

gestrafft und die Vertriebsstrukturen vereinheitlicht.

Gleichzeitig haben wir uns entschieden, die Produktion von

Demag Kranen einzustellen und die Seilzüge auf konzernweite

Plattformprodukte wie den Seilzug DHR umzustellen. So können

wir optimal im Alpha-Geschäft – dem indirekten Vertrieb

– operieren.

Wie sieht das in der Praxis aus?

Die Entwicklung der

zweiten Generation

des Kettenzugs DC-II

berücksichtigt

Entwicklungstrends

der vergangenen Jahre

Klaus Hoffmann: Wir haben eine eigenständige Frontline-Organisation

aufgebaut, die nur für das Partnergeschäft zuständig ist.

Diese Trennung ist auch aus Compliance-Gründen wichtig, um

Kundeninteressen zu schützen. Seit dem 1. Januar 2024 arbeitet

dieses Team vollkommen eigenständig. Wir betreuen und beliefern

nun auch Demag Partner in weiteren Märkten direkt aus

Deutschland, beispielsweise Frankreich, Spanien und UK. Das

brachte neue Herausforderungen – etwa beim Aufbau von

Sprachkompetenzen.

Wie wichtig sind Ihre Partner?

Klaus Hoffmann: Enorm wichtig! Wir arbeiten mit mehr als

1.000 Partnern weltweit, viele davon sind seit Jahrzehnten für

uns tätig. Unlängst erst haben wir etwa in Finnland und Kolumbien

65-jährige Partnerschaft geehrt. Solche engen und von

Vertrauen geprägten Verbindungen sind ein zentraler Bestandteil

unserer Strategie und helfen uns, in vielen Regionen tief

verwurzelt zu sein.

Das deutet auf eine große Transformation hin.

Klaus Hoffmann: Absolut, aber auch nach einer spannenden

Phase. Wir positionieren uns als Start-up-Unternehmen mit 205

Jahren Erfahrung. Das zeigt: Tradition und Innovation können

Hand in Hand gehen.

Innovation ist ein gutes Stichwort. Welche Neuheiten können

wir auf der Logimat 2025 erwarten?

Klaus Hoffmann: Lassen Sie mich Ihnen zunächst einen Überblick

über die Produktoffensive 2024 geben. Das Jahr 2024 war

für uns ein Jahr mit vielen spannenden Produktneuheiten. Einer

der größten Schritte war die Einführung der neuen Seilzugreihe

DHR. Zunächst haben wir drei Baugrößen für Tragfähigkeiten

bis zehn Tonnen auf den Markt gebracht. Für das Jahr 2025 ist

die Erweiterung der Reihe geplant, um größere Tragfähigkeiten

abzudecken. Da solche Produkte komplex sind, starten wir mit

den gängigsten Varianten, wie der kurzen Katze oder der Zwei-

Schienen-Katze, und bauen das Portfolio schrittweise aus.

Ein weiteres Highlight war die Einführung des Kettenzugs DC-II,

der den erfolgreichen DC ersetzt. Dieses Produkt bringt nicht

nur technische Verbesserungen, sondern auch Neuerungen, die

über ein einfaches Facelift hinausgehen. Stolz sind wir außerdem

auf die Erweiterung unserer Aluminiumprofilreihe für das

Leichtkransystem durch die A-28-Schiene. Diese wurde für größere

Spannweiten entwickelt.

Aber auch im Bereich der Antriebstechnik haben wir Weiterentwicklungen

zu melden. Ein Highlight hier ist ein neues bandagiertes

Laufrad, das höhere Geschwindigkeiten bei höheren

Tragzahlen ermöglicht. Dieses Produkt erfüllt steigende Anforderungen

im Bereich Regalbediengeräte, wo Geschwindigkeit

entscheidend ist.

Das klingt nach einem regelrechten Feuerwerk an Neuheiten!

Klaus Hoffmann: Genau, und das wird sich 2025 fortsetzen.

Neben der Erweiterung des DHR und des DC-II arbeiten wir an

weiteren Innovationen. Beim DHR profitiert der Anwender vom

Besten aus zwei Seilzug-Welten, denn die neue Serie vereint die

Eigenschaften der beiden Baureihen DMR und DVR. Was mich

freut, ist die gelungene Integration der Engineering-Teams aus

unterschiedlichen Standorten.

Was sind die Alleinstellungsmerkmale der neuen Produkte?

Entwickelt für Standard-

Anwendungen in der

Krantechnik, zeichnet

sich der Seilzug DHR

durch kompakte

Abmessungen aus

Klaus Hoffmann: Da gibt es einige spannende Punkte. Ein

Highlight ist, dass wir mit unserem neuen Seilzug die Möglichkeit

bieten, mit synthetischen und auch mit Stahlseilen zu arbeiten.

Das ist eine Premiere in der Kranindustrie. Interessant ist,

dass die Geometrie der Seiltrommel identisch bleibt. Ein Wechsel

von einem synthetischen Seil zu einem Stahlseil ist daher

14 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


In den vergangenen fünf

Jahren haben wir mehr als

30 Millionen Euro in den

Standort Wetter investiert

und das Werk damit zukunftssicher

gemacht

Klaus Hoffmann, Geschäftsführer

Demag Cranes & Components

problemlos möglich. Dieses hochfeste Seil hat ein rund 85 Prozent geringeres Eigengewicht

als ein Stahlseil und verursacht keinen Verschleiß an Seiltrommel und Umlenkrollen.

Und mit unserem bewährten Seilzug DH, den wir für spezielle Einsatzfälle

auch in hoch anspruchsvollen Umgebungsbedingungen anbieten, runden wir das

Demag Seilzugportfolio ab.

Die vor 20 Jahren erstmals vorgestellte Baureihe DC hat sich als Industriestandard für

Kettenzüge etabliert. Die Entwicklung der zweiten Generation berücksichtigt Entwicklungstrends.

Die neue Baureihe zeichnet sich in der reichhaltig ausgestatteten

Grundvariante DC-Com II durch zwei Hubgeschwindigkeiten aus. Die High-End-

Variante DC-Pro II bietet nochmals mehr Optionen, vor allem bei den Geschwindigkeiten.

Zum umfangreichen Sicherheitspaket gehören eine Rutschkupplung mit automatischer

Abschaltung durch Drehzahlüberwachung, Betriebsendschalter und Betriebsstundenzähler.

Bauteile wie Getriebe und Bremse sind weitgehend wartungsfrei. Möglich wird das

durch eine Demag typische durchdachte Konstruktion, die Verwendung hochwertiger

Komponenten und die Produktion nach dem Grundsatz „Made in Wetter“. Das gilt

nicht nur für den Kettenzug selbst, sondern auch für das Getriebe des DC-II.

SICHERER UMGANG

MIT LITHIUM-AKKUS

W

W

W

W

Lagerschränke mit beidseitigem

90-minütigem Brandschutz

Ladeschränke für brandgeschützte

und überwachte Ladevorgänge

Lagerboxen zur Quarantäne von

beschädigten Lithium-Akkus

Transportboxen mit UN-Zulassung für

unbeschädigte und defekte Lithium-Akkus

G R AT I S

W I S S E N S P O S T E R !

J E T Z T Q R - C O D E

S C A N N E N

Wie sieht es mit Digitalisierung und Konnektivität bei Ihren Produkten aus?

Klaus Hoffmann: Das ist ein großes Thema. Unsere neuen Produkte sind von Anfang

an auf Konnektivität ausgelegt. Sie bieten Remote-Funktionen, Datenerfassung und

Analysen für präventive Wartung und Fehlerdiagnose. Diese Features sind direkt integriert

und nicht nachträglich hinzugefügt. Das ist eine klare Antwort auf die steigende

Nachfrage nach smarter, digitaler Technik. Der Anwender kann aus diversen Smart

Features auswählen und damit zum Beispiel den Seilzug auf seinen individuellen

Anwendungsfall anpassen. Zu diesen Features gehören unter anderem Lastpendeldämpfung,

Tandembetrieb, Umfahrsteuerungen und Hakenzentrierung. Somit können

auch anspruchsvolle Aufgaben der Hebe- und Handhabungstechnik mit einem

Standardseilzug gelöst werden.

Lassen Sie uns zum Abschluss unseres Gesprächs den Blick über die Logimat hinaus

noch weiter in die Zukunft richten: wo sehen Sie Demag in den nächsten Jahren?

Klaus Hoffmann: Wir befinden uns in einer Wachstumsphase. Besonders spannend

ist für uns der indische Markt. Hier arbeiten wir jetzt mit einem eigenen Team, das

sich ausschließlich auf das Geschäft mit unseren Partnern konzentriert. Indien bietet

aktuell mehr Wachstumsdynamik als China, auch wenn wir in China bereits auf einem

hohen Niveau operieren. Langfristig sehe ich großes Potenzial. Mit unseren innovativen

Produkten und einem starken Partnernetzwerk werden wir dort eine zentrale

Rolle spielen.

Besuchen Sie uns!

LogiMat | 11.-13.03.25 | Stuttgart

Halle 7 | Stand 7D21

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview mit Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der Demag Cranes & Components GmbH, Wetter/

Ruhr, führte Winfried Bauer, Chefredakteur f+h

Fotos: Demag Cranes & Components

www.demagcranes.com

www.denios.de/defekte-akkus


F+H EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU

INTERNATIONALE FACHMESSE FÜR INTRALOGISTIKLÖSUNGEN

UND PROZESSMANAGEMENT

ZENTRALER BRANCHENTREFF

Die Logimat 2025 belegt mit

mehr als 120.000 Quadratmetern

Ausstellungsfläche alle zehn Hallen

des Stuttgarter Messegeländes.

Vom 11. bis 13. März geben

Global Player, mittelständische

Unternehmen sowie Start-ups

einen Überblick über Produkte

und Systeme der Intralogistik und

bieten Lösungen für die aktuellen

Herausforderungen.

F+H EXTRA

Unter dem Motto „Passion for Solutions“ eröffnet die

Logimat, internationale Fachmesse für Intralogistiklösungen

und Prozessmanagement, das Messejahr für

Logistiker, Systementwickler und Maschinenbauer. In

den zehn Hallen des Messegeländes sowie dem Eingangsbereich

Ost trifft sich die Intralogistikwelt aus mehr als 80 Nationen.

Mehr als 1.500 internationale Aussteller, davon rund 200

erstmals auf der Messe vertreten, präsentieren den Besuchern

ihre Produkte, Lösungen und Innovationen für eine effiziente

Intralogistik. „Vor allem die Themen künstliche Intelligenz,

Nachhaltigkeit sowie der Arbeits- und Fachkräftemangel kennzeichnen

als übergreifende Megatrends und Treiber vielfältige

Herausforderungen“, so Logimat-Messeleiter Michael Ruchty

vom Veranstalter Euroexpo Messe- und Kongress-GmbH, München.

„Auf der Logimat zeigen die Aussteller Problemlösungen

und Entwicklungen, um den Herausforderungen wirksam zu

begegnen.“

UNTERSCHIEDLICHE ASPEKTE VERKNÜPFT

So stellen etwa die Regal- und Maschinenbauer, Systemintegratoren

und Fördertechnikanbieter in der Halle 1 inklusive Galerie

sowie den Hallen 3, 5 und 7 beispielsweise neue Kompaktlagersysteme

für Paletten und Behälterlagerung, neue Taschensorter

und Systemshuttles vor. Neben auf künstlicher Intelligenz (KI)

gestützter Automatisierung und Digitalisierung wird dabei die

Anlagenleistung mit dem Thema Nachhaltigkeit verknüpft. Flexible

Systemlösungen mit hoher Energieeffizienz sollen mit wie-

derverwendbaren Komponenten die Langlebigkeit von Anlagen

und Zukunftsfähigkeit von Investitionen unterstützen. Entwicklungen

im Bereich Pick-Roboter lassen sich unter anderem auf

der Galerie in Halle 1 in Augenschein nehmen.

Fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF), autonome mobile Roboter

(AMR) und Carrybots sind weitgehend in der Halle 8 konzentriert.

Dort präsentieren die Hersteller Neuentwicklungen, die

den Arbeitskräftemangel entschärfen sollen. Überdies wird das

Anwenderforum mobile Robotik auf der Galerie in Halle 6 FTS-

Anwendern und potenziellen Interessenten der mobilen Robotik

neutrale Beratung durch Mitglieder des Forum-FTS anbieten.

NEUHEITEN IM BEREICH FLURFÖRDERZEUGE

Weiterentwicklungen bestimmen die Auftritte der Staplerhersteller

in den Hallen 9 und 10. Die Hersteller haben unter anderem

die Vorstellung neuer Gegengewichtsstapler für das Segment

bis zwei Tonnen und die Marktpremiere des weltweit ersten automatisierten

Cobots für Palettentransporte angekündigt. Daneben

wollen die Aussteller Einblicke in die Zukunft der Intralogistik

durch Roboter, Drohnen und autonome Fahrzeuge gewähren. In

den Hallen 9 und 7 sind Anbieter von Kranen, Hallentoren und

Verladetechnik sowie Brandschutz zu finden.

Direkt neben der Halle 8 präsentieren die Aussteller der Verpackungstechnik

und Anbieter von Behälter- und Lagerlösungen in

Halle 6 ihr Produktspektrum. Vor dem Hintergrund der neuen

EU-Verpackungsverordnung steht in diesen Produktsegmenten

der Nachhaltigkeitsaspekt hoch im Kurs.

16 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

KI-BASIERTE FUNKTIONEN UND ALGORITHMEN

Die Basis für den vernetzten Informationsaustausch in der Intralogistik

und der Supply Chain bildet neben den Auto-ID-

Technologien zur Codierung und Erfassung, eine gente IT-Infrastruktur. IT-Lösungsansätze für zukunftsfä-

intellihiges

Lager-, Transport- und Supply Chain Management

mit durchgängig vernetztem Datenaustausch stellen die

Software-Unternehmen in Halle 4 vor. Neben der koordinierten

Steuerung effizienter Prozesse und Cloud-Lösungen

stehen in diesem Jahr die Modularisierung der

Systeme sowie KI-basierte Funktionen und Algorithmen

für intelligente Filterung und Analyse von Daten im Vordergrund.

Den Hallenrundgang komplettieren die Aussteller der

Auto-ID-Branche in Halle 2. Neben dem Live-Event Tracking

& Tracing Theatre (T&TT) des AIM-D können die Besucher

dort Applikatoren sowie teil- und automatische Etikettier-

und Etikettendrucksysteme für Kennzeichnungen direkt im terialfluss in Augenschein nehmen.

Ma-

„Die Logimat vermittelt umfassend Wissen sowie zukunftsfähi-

ge Produkte und Lösungen für die Praxis“, resümiert Ruchty. „Daher

erwarten wir angesichts der anhaltenden Herausforderungen

durch Digitalisierung, Automatisierung sowie durch die geopolitischen

Verwerfungen erneut steigende Besucherzahlen und

freuen uns auf drei spannende Messetage in Stuttgart.“

Fotos: Euroexpo

www.logimat-messe.de

MICHAEL RUCHTY,

MESSE LEITER, EUROEXPO

MESSE- UND KONGRESS-GMBH

Die Logimat vermittelt umfassend

Wissen sowie zukunftsfähige Produkte

und Lösungen für die Praxis

LIVE ERLEBEN

LOGIMAT 2025

Halle 8, Stand 8B65

Die kompaktesten FTS in ihrer Klasse –

mit elektrischem Freihub von 1 Tonne bis 1,1 Meter

A-MATE ® FreeLift

• Extrem schlankes Design

• Omnidirektionaler Antrieb

A-MATE ® Counter

• Freitragende Gabeln und

Gegengewicht

• Bidirektionaler Antrieb

www.k-hartwall.de


F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

LASTEN LEICHTER

MACHEN

WENN GÜTER NICHT AUF EINE STANDARD­

PALETTE PASSEN

F+H EXTRA

An einem neuen Standort,

aber wie gewohnt mit

Intralogistiklösungen im

Gepäck, präsentiert sich der Transportgerätehersteller fetra

auch in diesem Jahr wieder auf der Logimat. In Halle 3, Stand

3B61 präsentiert das Unternehmen ein vielseitiges Produktspektrum

– von Kommissionierwagen über Tischwagen bis

hin zu Paletten-Fahrgestellen. Das Highlight des diesjährigen

Programms ist der Materialwagen, der für den effizienten

Transport von Langmaterialien entwickelt wurde. Mit ihm

können beispielsweise Holzlatten oder Rohre am Arbeitsplatz

gelagert und bereitgestellt werden. Eine weitere

Neuheit auf der Messe ist das stilvolle Paletten-

Fahrgestell in der Grey Edition, das mit einem

Hauch von Industrie-Chic jede Lagerhalle

aufwertet.

www.fetra.de

VOLLSORTIMENTER FÜR INTRALOGISTIK

STELLT GANZE BANDBREITE VOR

Für die AMI Förder- und Lagertechnik

GmbH ist die Logimat ein Fixpunkt im

Terminkalender, denn das Unternehmen

stellt in Stuttgart regelmäßig

seine vielfältigen Produkte und

Neuerungen aus. So wird in diesem

Jahr noch mehr Bewegung am

AMI-Stand zu sehen sein, wie Stefan

Brenner, geschäftsführender Gesellschafter,

verspricht: „Wir haben unsere

eigens für die Messe konzipierte Förderstrecke modifiziert und

zeigen nun noch mehr Abläufe der Intralogistik.“ Dazu habe

man das High-Speed Depot per Hublift in die Anlage integriert.

Das High-Speed Depot ist ein kompaktes modulares System zur

Kommissionierung von Faltschachteln und anderen rechteckigen

unterschiedlich großen Gebinden. Theoretisch lässt sich

der Kommissionierer auf unendlich lange Strecken bauen und

passgenau in bestehende Systeme integrieren. Brenner: „Ideal

ist diese Lösung für Branchen, die ein hohes Auftragsvolumen

verzeichnen und wobei die einzelnen Aufträge aus vielen,

kleinen, schnell zu kommissionierenden quaderförmigen

Artikeln bestehen. Ferner haben wir den Premium-Kommissionier-Automaten,

das Smart-Flexdepot, dabei und demonstrieren

im Live-Betrieb das Konzept und die Funktion.“ Zum Einsatz

komme der Automat in Industrie, Dienstleistung und Handel.

Zu den Anwender zählten unter anderem Online-Versandhändler.

Auf der Messe wird das Smart-Flexdepot also

gut gefüllt sein, um den interessierten Messebesuchern

dessen Merkmale vorführen zu können.

www.ami-foerdertechnik.de

Mit dem Kommissionier-Automat

High-Speed Depot lassen sich

komplexe Aufträge schnell abwickeln

Stefan Brenner, geschäftsführender

Gesellschafter, AMI Förder- und

Lagertechnik

Halle 3,

Stand

3B61

Halle 1,

Stand

1C03

Auf der Logimat stellt das Familienunternehmen Remmert

Langgutwabenlager in den Mittelpunkt. Mit den Lagersystemen

lassen sich Stangen, Rohre oder Profile auf kompakter

Grundfläche mit schnellen

Zugriffszeiten und

maximalem Schutz für

Material und Mensch

lagern. Für Flachgüter und

großvolumige Objekte wie

Schweißbaugruppen hat

der Hersteller Lagersysteme

mit variablen Lagerebenen

im Portfolio. Ebenfalls

in Stuttgart zu sehen sein werden 3D-Layout-Tools, mit

deren Hilfe sich Lagersysteme sowie Materialflüsse in frühen

Entwicklungsphasen detailliert simulieren lassen.

Ein Highlight sind energieeffiziente Regalbediengeräte, die

durch Rekuperation (Energierückgewinnung) den Gesamtenergieverbrauch

reduzieren. Ein Berechnungstool zeigt, wie viel

kWh, Energiekosten und CO 2

-Äquivalente Anwender pro Jahr

einsparen können.

Mit myRemmert steht ein Service-Tool in den Startlöchern, das

den proaktiven Anlagenservice unterstützt. Aus Performance-

Daten wird der Zustand der Anlagen visualisiert. Sicherer

Fernwartungszugang, individuelle Ersatzteillisten und

Dokumentationen sowie der priorisierte Zugriff

auf den Remmert-Service mit Übersicht aller

Service-Tickets unterstützen den Betrieb der

Anlagen.

www.remmert.de

Halle 3,

Stand

3C14

CLARK TREIBT ELEKTRIFIZIERUNG MIT NEUEN

CROSSOVER-STAPLERN VORAN

Die Crossover- Elektro-Staplerbaureihen

L25-35XE und S25-35XE mit

Tragfähigkeiten von 2,5 bis 3,5

Tonnen markieren den weiteren

Schritt in der Elektrifizierung der

Produktpalette des Unternehmens

Clark. Die Flurförderzeuge kombinieren

die Vorzüge von Elektro-Staplern

mit der Robustheit und

Vielseitigkeit verbrennungsmotorischer

Geräte. Ausgestattet mit

Lithium-Ionen-Batterietechnologie erreichen die Geräte lange

Betriebszeiten und die Betreiber profitieren von kurzen

Ladezeiten. Die Crossover-Baureihen tragen erstmals wieder

Produktnamen: Der L25-35XE wird als Raider eingeführt,

während der S25-35XE den Namen Renegade trägt. Die

Raider-Baureihe (L25-35XE) bietet eine Alternative zu Staplern

mit Verbrennungsmotor. Dank guter Rundumsicht, eines

vorhersehbaren Fahrverhaltens und der erprobten Clark-Hubgerüste

zeichnet sich die Serie durch Umweltfreundlichkeit,

Kosteneffizienz und Langlebigkeit aus. Basierend auf dem

Chassis der verbrennungsmotorischen S-Series

vereint die Renegade-Baureihe (S25-35XE) moderne

Technologie mit einem emissionsfreien

Antrieb. Individuell anpassbare Optionen bieten

Flexibilität für verschiedene Anwendungen.

www.clarkmheu.com

Halle 10,

Stand

10B78

18 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU F+H EXTRA

FORTSCHRITTLICHE TECHNOLOGIEN ÜBERZEUGEN

Die Elektro-Seilzüge der Baureihe Nova² rope der SWF Krantechnik GmbH bieten flexible Anpassungsmöglichkeiten

in Leistung und Funktion. Basierend auf einer einheitlichen Grundstruktur

lassen sich alle Baugrößen individuell konfigurieren. Zur Ausstattung zählen eine ergonomische

Hakenflasche mit Fingerschutz und ein doppelter Radantrieb mit Keilrippenriemen für bessere

Traktion. Eine Katzelektrik in vier Basismodellen erleichtert die Konfiguration. Die Betreiber können

zwischen einem robusten Stahlseil und einem synthetischen Lastseil wählen. Die Seilführung

verbessert Sicherheit, Effizienz und Langlebigkeit. Drei Seilwinkelmessfunktionen unterstützen den

Betrieb automatisch. Die neue Rahmenstruktur erleichtert Wartungen. Die CAN-Bus-Steuerung

sorgt für zuverlässige Kransteuerung. Über eine App lassen sich Statusmeldungen abfragen. Die

Nova²-rope-Serie ist zunächst für Traglasten bis zehn Tonnen verfügbar.

www.swfkrantechnik.com

Halle 7,

Stand

7F31

DIGITALE PRÄSENTATION DES KOMPLETTEN PRODUKT- UND

LEISTUNGSSPEKTRUMS

Mit einer digitalen Präsentation zeigt der Systemintegrator Element Logic das komplette

Produkt- und Leistungsspektrum als Intralogistik-Generalunternehmer. An vier Meter hohen

LED-Wänden werden mit wechselnden Einspielungen Projektrealisierungen und das Lösungsspektrum

bei Unternehmen aus verschiedenen Branchen vorgestellt. Zu den Highlights für eine

Nutzung und Einbindung des Behälterlager- und Bereitstellungssystems AutoStore in den

innerbetrieblichen Materialfluss zählen unter anderem Transferzellen für die Übergabe der Ein- und Auslagerungen aus dem

Lagerkubus an Fördertechnik und die Robot-Picking-Lösung eOperator. Ein „Pick & Place“ von Produkten aus den AutoStore-Arbeitsplätzen,

mit selbstlernenden Prozessen, kennzeichnet die Robot-Picking-Lösung. Ferner wird die Standard-

Software-Suite für den Betrieb von AutoStore-Anlagen und den kontrollierten Materialfluss über das Behälterlagerund

Bereitstellungssystem hinaus vorgestellt. Als Lagersteuerungs-, Management- und Kontrollsystem ermöglicht

etwa der eManager die intuitive Mitarbeiterunterstützung bei der Ausführung von AutoStore-Tasks.

www.elementlogic.de

Halle 1,

Stand

1H21

Der neue Linde Xi10 – Xi20.

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THE NEXT CHAMP steigt in den Ring. Er setzt den Maßstab in Leistung und Ergonomie, gepaart mit Sicherheitsassistenzsystemen

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F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

PORTFOLIO IN VIELERLEI HINSICHT

ABGERUNDET

AGILES FTF OPTIMIERT REGALTRANSPORT IN

FULFILLMENT-ZENTREN

F+H EXTRA

Der zunehmende

Fokus des Unternehmens

AutoStore auf

softwaregestützte

Lösungen wird ein

Highlight des Logimat-

Auftritts sein. Interessierte

Messebesucher

können die Designund

Simulationswerkzeuge

erkunden, die jetzt in einem webbasierten Format

verfügbar sind und eine schnelle Planung und Erweiterung des

automatisierten Lager- und Bereitstellungssystems sicherstellen.

Ferner tragen die monatlichen Software-Updates den sich

schnell entwickelnden Anforderungen der Logistik Rechnung.

Unify Analytics, die Cloud-basierte Datenplattform, bietet

Echtzeit- und historische Einblicke in die Systemleistung über

mehrere Standorte hinweg und schafft die Voraussetzungen

dafür, dass der Betreiber datengesteuerte Entscheidungen

treffen kann.

Auf die Belange der Lebensmittellogistik abgestimmt, ist die

Multi-Temperature-Solution. Diese Weiterentwicklung ermöglicht

die Lagerung von gefrorenen und gekühlten Produkten in

einem AutoStore-Raster und rationalisiert das Handling von

Artikeln in einem Temperaturbereich von -25 bis +6 °C.

Ebenfalls während der Messe zu sehen sein wird die kompakte

„Plug & Play“-Lösung für kleinere Unternehmen namens Pio.

Das P100-System ist auf enge Räume zugeschnitten und

umfasst ein Rastersystem (Grid) mit 1.000 Behältern und zwei

Zugangspunkten, die auf eine Durchsatzrate von 120 bis 360

Behältern pro Stunde ausgelegt sind. Pio ist zu

erschwinglichen Einstiegskosten erhältlich und

stellt sicher, dass Unternehmen jeder Größe ihre

Auftragsabwicklung automatisieren können.

www.autostoresystem.com

ZEIT UND GELD IM LAGER SPAREN

Das Kommissioniersystem

GenesysLine Compact der

Premium Robotics GmbH

ersetzt körperlich belastende

Handarbeit und ermöglicht

Automatisierung auch

bei kleineren Volumina. Der

Hersteller kombiniert auf

künstlicher Intelligenz

basierende Bildverarbeitung

mit Greiftechnik, um

Waren sicher zu handhaben,

zu transportieren und auf der Zielpalette präzise auszurichten

und zu stapeln. Mithilfe der am Kommissionierroboter

stirnseitig angepressten Gummirollen gelingt dies auch bei

schweren, mitunter händisch kaum greifbaren oder instabilen

Gebinden, von Weinkartons bis hin zu Trays mit Joghurt. Die

skalierbare Leistung des Systems beträgt bis zu 300 Kartons pro

Stunde. Mit dem modular erweiterbaren System

können Gebinde mit Abmessungen von bis zu

600 × 1.200 mm und einem maximalen Gewicht

von 55 kg bei Stapelhöhen bis 2,40 m gehandhabt

werden.

www.premium-robotics.com

Halle 1,

Stand

1J61

Halle 5,

Stand

5D44

Das fahrerlose Transportfahrzeug GT1 spin der Safelog GmbH

wurde für den Transport von Regalen in Fulfillment-Zentren

konzipiert. Aufgrund der kompakten Bauweise (L × B × H:

1.200 × 830 × 275 mm) und hohen Agilität meistert das

Flurförderzeug enge Räume und dynamische Arbeitsabläufe.

Mit einer Hubhöhe von bis zu 70 mm und einer Traglast von

1.200 kg bewegt die Neuentwicklung Regale präzise und mit

einer Geschwindigkeit

von bis zu 2,2 m/s zu

ihrem Ziel. Die Fahrgeschwindigkeit

ohne Last

beläuft sich auf 3 m/s. Ein

integrierter Drehteller

ermöglicht eine flexible

Positionierung der Last.

Der GT1 spin lässt sich

problemlos in bestehende

Anlagen integrieren. Die dezentrale Steuerung des Flurförderzeugs

sorgt für eine hohe Ausfallsicherheit. Die Fahrzeuge

kommunizieren untereinander und passen sich

flexibel an veränderte Bedingungen an. Durch

diesen dezentralen Schwarmansatz bleibt das

System auch bei einer Störung leistungsfähig,

da nurdas betroffene Fahrzeug ausfällt.

www.safelog.de

ABGESTIMMT AUF AUTOMATISIERTEN

TRANSPORT VON BODENROLLERN UND

ROLLBEHÄLTERN

Mit dem fahrerlosen Transportfahrzeug (FTF) A-Mate Lite

ergänzt das Unternehmen K. Hartwall die A-Mate-Produktfamilie.

Das neue Gegengewichtsfahrzeug wurde für den Transport

von Bodenrollern, Rollbehältern und Düsseldorfer Paletten

(800 × 600 mm) konzipiert und mit einem flexiblen Gabelkonzept

ausgestattet, sodass sich auch applikationsspezifische

Ladungsträger bewegen lassen. Die maximale Traglast liegt bei

600 kg und die maximale Hubhöhe bei 300 mm. Mit dem

elektrischen Freihub realisiert das FTF A-Mate Lite die Floor-to-

Floor-Handhabung sowie „Pick & Drop“-Aufgaben in und aus

zum Beispiel Führungsschienen für Bodenroller. Das schlanke

Design in Kombination

mit dem

omnidirektionalen

Antriebssystem

sorgt dafür, dass

sich das FTF in

engen Umgebungen

in alle Richtungen

bewegen kann.

Das A-Mate Lite ist

das Bindeglied

zwischen dem Transport von Großladungsträgern mit den

Fahrzeugen A-Mate FreeLift und A-Mate Counter und dem

Transport von Kleinladungsträgern über die Kooperation mit

dem Active Shuttle aus dem Hause Bosch Rexroth.

Interessierte Messebesucher können sich davon

überzeugen, denn K. Hartwall präsentiert nicht

nur das neue FTF, sondern auch das A Mate

FreeLift und das Active Shuttle.

k-hartwall.de

Halle 5,

Stand

5C29

Halle 8,

Stand

8B65

20 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU F+H EXTRA

NACHHALTIGE MEHRWEGBEHÄLTER GESTALTEN

LOGISTIK NEU

Die Mehrwegbehälterlösungen aus dem Hause Bito reduzieren den

CO 2

-Fußabdruck eines Unternehmens und machen es fit für die kommende

EU-Verpackungsordnung. Auf die Ladung optimiert sparen die

Behälter langfristig Kosten für Einwegverpackungen, Beschaffungsvorgänge,

Umpackarbeiten und Lagerplatz.

Die Regalkasten-Serie RK sorgt für platzsparende Ordnung im Kleinteilelager.

Gefertigt werden die Behälter jetzt standardmäßig aus

hochwertigem postconsumer Recyclat, das nach strengen

Prüfkriterien produziert wird. Das verwendete Material

„Bito circular compound BIC2“ wird mithilfe moderner Sortier-, Trenn- und Reinigungsverfahren hergestellt. Dadurch

erreichen die Behälter dieselbe Qualität und Stabilität wie Produkte aus Neuware. Neu ist zudem, dass die Behälter

trotz Rezyklat-Einsatz in genau definierten Farben – zum Beispiel Taubenblau – gefertigt werden können.

www.bito.com

Halle 3,

Stand

3C49

EFFIZIENZ UND

ERGONOMIE VEREINT

Driving the world

Vorsprung durch Innovation.

Zu den neuen Gerätebaureihen

des Unternehmens Bobcat

gehören die Hochhubwagen

mit Plattform BSR12/16N-7 mit

einer Tragfähigkeit von 1,2 und

1,6 Tonnen. Für Effizienz auf

langen Wegstrecken sorgt die

ergonomische, gefederte,

klappbare Plattform in Kombination

mit den Schutzarmen.

Die Flurförderzeuge erreichen

eine maximale Hubhöhe von

5,5 m. Eine robuste 8-mm-

Metallschürze, das stabile

Fahrgestell und die Batterieabdeckung

aus Metall – kombiniert

mit hochwertigen

Komponenten – kommen den

Wartungskosten und der

Einsatzbereitschaft zugute. Die

elektrische Servolenkung (EPS)

in Kombination mit der

proportionalen

Hubfunktion sorgt

für problemlose

Umschlagspiele.

www.bobcat.com

Halle 9,

Stand

9B57

Mobile Systeme für Ihre Produktion und Logistik

Unsere innovativen MAXOLUTION® Systemlösungen stehen für maximale Flexibilität

und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten – modular und skalierbar:

• smarte, kontaktlose Energieübertragung MOVITRANS®

• MAXOLUTION® connected Fleetmanager mit VDA 5050

• freie Konturnavigation mit Parking-Funktion für präzise Positionierung

• omni- und bidirektionale Antriebsmodule sowie kundenspezifische Lastaufnahmemittel

• Reinraumdesign gemäß ISO-6-Anforderungen (optional)

www.sew-eurodrive.de/maxolution


F+H EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

AMR PASSEN SICH FLEXIBEL AN

Während der

Messe können

interessierte

Besucher am

Stand des Unternehmens

Prime

Vision eine

Live-Demonstration

der autonomen

mobilen Roboter

(AMR) Robin

erleben. Dabei

wird gezeigt, wie die AMR nahtlos mit verschiedenen Systemen

interagieren. Die Flurförderzeuge erledigen ihre Aufgaben

mithilfe von Computer-Vision-Technologie auf einer für alle

zugänglichen Standfläche, ohne dass Schutzzäune erforderlich

sind. Dies gilt auch bei realen Anlagen. Ein weiteres

Merkmal der Lösung ist die Skalierbarkeit. Der

Betreiber kann die AMR-Flotte an seine Geschäftsanforderungen

anpassen.

www.primevision.com

KLEINE LASTEN, EFFIZIENT

GESTAPELT

Mit hochverfügbaren fahrerlosen

Transportfahrzeugen (FTF) ermöglicht

das Unternehmen Melkus Mechatronic

unterbrechungsfreie innerbetriebliche

Transporte mit maximaler

Flexibilität. Auf der Logimat präsentiert

der Hersteller das jüngste

Mitglied seiner FTF-Flotte: den

Melkus Rack Stacker BLS4060. Das

Fahrzeug wurde für den Transport von

Leiterplatten zu und von manuellen

Bestückungsplätzen, SMD-Automaten,

Lötstationen sowie Regalen in der Elektronikfertigung

entwickelt. Es ist ausgelegt für Leiterplattenmagazine und

Euroboxen bis 600 × 400 mm.

Basis des Fahrzeugs ist der kompakte autonome Transportroboter

Melkus C4060. Mit seiner kompakten Bauform von

719 × 670 mm und der Fähigkeit, auf der Stelle zu wenden,

navigiert das Fahrzeug auch auf engem Raum. Die Lastübergabe

geschieht über ein Förderband, unterstützt durch einen

integrierten RFID-Leser zur Identifikation der Ladungsträger.

Der schlanke Lift-Aufsatz ermöglicht Übergabehöhen von 320

bis 1.800 mm. Trotz einer Höhe von 1.950 mm passt das

Flurförderzeug durch normal große Türen. Die

Fahrzeugsoftware stellt die effiziente Umsetzung

der Transportaufträge sicher.

www.melkus-mechatronic.com

Halle 8,

Stand

8D20

Halle 8,

Stand

8C05

Der Melkus Rack Stacker BLS4060 ist

unser Beitrag zur Steigerung der

Flexibilität und gleichzeitiger Senkung

des Platzbedarfs in der Elektronikund

Feinmechanikproduktion

Martin Lindner, Chief Executive Officer

(CEO), Melkus Mechatronic

EFFIZIENZ UND SICHERHEIT IN EINER

LÖSUNG VEREINT

Das Unternehmen Hawe Hydraulik präsentiert mit dem elektrohydraulischen

Hubsystem Logar eine wartungsfreie Systemlösung

für fahrerlose Transportfahrzeuge. Die patentierte

Technologie basiert auf vier Differenzialzylindern, die in

Reihenschaltung

einen präzisen

Gleichlauf und eine

Selbstsynchronisation

ermöglichen.

Zeitaufwendige

Programmierungen

entfallen dadurch

vollständig. Das

anschlussfertige System lässt sich per „Plug & Play“ installieren,

ohne dass hydraulische Vorkenntnisse erforderlich sind.

Das Hubsystem überzeugt mit einer dreimal höheren Lebensdauer

im Vergleich zu elektromechanischen Lösungen. Mit

1.000.000 wartungsfreien Zyklen und einem Wirkungsgrad von

85 bis 90 Prozent des integrierten BLDC-Motors wird eine

maximale Effizienz sichergestellt. Die vorgesteuerten Rückschlagventile

halten Lasten bis zu 1.500 kg sicher in Position

und verhindern ein unbeabsichtigtes Absenken. Das System ist

zudem aufgrund der geschlossenen Bauweise vollständig

leckagefrei.

Das kompakte Design von Logar ermöglicht den

Einbau zusätzlicher Komponenten. Der modulare

Aufbau schafft die Voraussetzungen dafür, dass

sich das System an die spezifischen Anforderungen

von FTS-Plattformen anpassen lässt.

www.hawe.com

INTELLIGENTE LÖSUNGEN TREIBEN DIE

INTRALOGISTIK VORAN

Die Stöcklin Logistik AG präsentiert in Halle 3, Stand 3C30, ihr

umfassendes Portfolio an Intralogistiklösungen. Von der

Planung über die Projektierung bis zur Lieferung schlüsselfertiger

Systeme bietet das Unternehmen maßgeschneiderte

Konzepte inklusive

langlebiger Services.

Das Team aus Robotikund

IT-Experten sorgt

für die nahtlose

Integration operativer

und digitaler Technologien.

Intuitive Mensch-

Maschine-Schnittstellen

fördern effiziente

Interaktionen.

Ein Schwerpunkt liegt

auf erprobtem Kreislaufmanagement für Flurförderzeuge und

Anlagen, kombiniert mit innovativen Systemlösungen. Diese

senken Energieverbrauch und Emissionen, was zur Erreichung

unternehmerischer Nachhaltigkeitsziele beiträgt.

Aufgrund zentralisierter Entwicklung und Produktion im

Technologie-Center Laufen kann der Hersteller

flexibel auf individuelle Anforderungen reagieren.

In erster Linie bei Modernisierungen und

Erweiterungen bestehender Systeme zeigt sich

diese Anpassungsfähigkeit.

www.stoecklin.com

Halle 10,

Stand

10A45

Halle 3,

Stand

3C30

22 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

TECHNOLOGIE UND GENUSS VERBINDEN

Das Warehouse

Execution System (WES)

der IdentPro GmbH

vereint Echtzeit-Transparenz,

künstliche

Intelligenz (KI) sowie

Lidar- und Internet-of-

Things-(IoT)-Technologie,

um Lagerprozesse

effizienter, nachhaltiger

und präziser zu

gestalten. Diese Lösung richtet sich an Unternehmen aller

Branchen, die ihre Intralogistik optimieren möchten.

Das WES kombiniert einen digitalen Zwilling, Lasersensoren

und KI, um Lagerprozesse ressourcenschonend zu steuern. Eine

Nachrüstung bestehender Flurförderzeuge (autonom oder

bemannt) ist ohne bauliche Veränderungen möglich. Zudem

lässt sich das System nahtlos unter anderem in vorhandene

Warehouse Management Systeme integrieren.

Ein Highlight des Messeauftritts ist ein Networking-Event.

Gemeinsam mit seinen „hopfigen Kunden“ lädt das Unternehmen

zu einem Blind Tasting ein, bei dem interessierte Messebesucher

nicht nur verschiedene Biersorten probieren,

sondern auch mehr über deren zugehörige

Intralogistiklösungen erfahren können. Ein

Besuch bei IdentPro bietet also nicht nur

Innovation, sondern auch Genuss.

www.identpro.de

Halle 4,

Stand

4F07

INTELLIGENTE STEUERUNG FÜR

LOGISTIKHÖFE

Das Yard ist in vielen Unternehmen ein Bereich mit großem

Potenzial für die Digitalisierung. Die Abfertigung von Lkw und

anderen Verkehrsträgern geschieht in der Regel noch manuell

und ist oft durch Improvisation und Ineffizienz geprägt. Die

Softwarelösung leogistics Yard Management ermöglicht eine

automatisierte Planung und Optimierung aller Transportbewegungen

in Produktionswerken, Distributionslagern, Multimodalterminals

oder Hafenstandorten. Eine flexible Prozess-Engine

ermöglicht die Abbildung aller kundenindividuellen Prozesse

für alle Verkehrsträger in Werksgeländen – ohne Anpassungen

in der Implementierung. Damit bietet die Software für jedes

Yard die passende

Lösung.

Das eigentliche

Yard Management

ist dabei nur ein

Bestandteil einer

Lösung, die

mittlerweile mit

Fug und Recht als

eine holistische

Logistics-Operations-Software bezeichnet werden

kann. Die modular aufgebaute Lösung leogistics

Yard Management schließt damit die Lücke

zwischen Lager und Transport im SAP-Bereich.

www.leogistics.com

Halle 4,

Stand

4C17

Smart from the start.

STILL iGo Automatisierung

Gemeinsam finden wir den für Sie passenden

Weg in die Automatisierung.

Für eine erfolgreiche, automatisierte Zukunft benötigen Sie

einen Partner, der nicht nur über umfassende Erfahrung

verfügt, sondern auch smarte Lösungen und einen

schnellen, kompetenten Kundenservice bietet.

STILL kann Ihnen für alle wichtigen Prozesse in Ihrem Lager

Automatisierungslösung anbieten: vom einfachen Transport

bis hin zu vollständig automatisierten Materialflüssen!

still.de/igo

Besuchen Sie uns auf der LogiMAT

Highlights: Skalierbare STILL iGo Automatisierung

mit zwei Live-Szenarien, passgenaue Fahrzeuglösungen

mit zwei Produktlinien

ZEITRAUM: 11.03 bis 13.03

HALLE 10 | STAND B 40 & 41


F+H EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU

SEIT 30 JAHREN IM DIENST DER KUNDEN

Seit seiner Gründung im Jahr 1995 hat sich das niederländische

Unternehmen Qimarox zu einem weltweit agierenden Anbieter

von Produktliften, Vertikalförderern und Palettierern entwickelt.

Das Jubiläum ist nicht

der einzige Meilenstein, den

man in diesem Jahr feiert. In

unmittelbarer Nachbarschaft

zum Hauptsitz hat der Hersteller

zwei neue Produktions- und

Montagehallen mit einer

Grundfläche von 6.400 m²

gebaut. Das Gelände bietet

Platz für weitere sieben Hallen.

Die vorhandenen Produktions- und Montageflächen werden in

ein Demonstrations- und Testzentrum umgewandelt.

Blickfang am Stand 1D12 in Halle 1 ist der Vertikalförderer

Prorunner mk5, der für aufsteigende und absteigende Produktströme

gleichzeitig genutzt werden kann. Durch die

Anordnung mehrerer beweglicher Eingangs- und

Ausgangsförderer übereinander kann der

Vertikalförderern zum Sortieren oder Sequenzieren

von Produkten verwendet werden.

www.qimarox.com

Halle 1,

Stand

1D12

PRODUKTIDENTIFIZIERUNG UND

RÜCKVERFOLGBARKEIT EINFACH GEMACHT

Das Packaging Execution System

(PES) ZetesAtlas des Unternehmens

Zetes ermöglicht die präzise und

vollständige Identifikation von

Produkten entlang der Verpackungslinie.

In Kombination mit dem neu

entwickelten elektrischen Etikettierer

MD4000 wird auf der Messe

gezeigt, wie sich mehr als 1.000

Produkte pro Stunde etikettieren

lassen. Der Hochleistungsapplikator

überzeugt mit seiner Anpassungsfähigkeit

an unterschiedliche

Verpackungsarten und den Verzicht

auf Druckluft, wodurch er umweltfreundlich und kostengünstig

ist. Geeignet ist der Etikettierer für empfindliche Oberflächen

und unregelmäßig geformte Verpackungen. Um

Etiketten präzise und effizient aufzubringen,

lässt sich das Gerät mit verschiedenen Applikator-Armen

ausstatten.

www.zetes.com/de

Halle 4,

Stand

4D77

FÜR ALLE EIN GEWINN: KI-BASIERTE PLANUNGSUNTERSTÜTZUNG

Welche Merkmale zeichnen Lagertechnologien

aus? Mit welchen Technologien

lassen sich die Anforderungen des

potenziellen Betreibers erfüllen? Um

unter anderem die damit verbundenen

Analysen zu verkürzen, engagiert sich

das Unternehmen Klinkhammer

Intralogistics in angewandter Forschung

mit KI-basierten Large Language Models

(LLM) für die Systemplanung von

Intralogistik-Anlagen. Ziel ist es, mithilfe

einer KI-gestützten Software auf Basis von LLM die herstellerneutrale

Planung von Logistiksystemen zu unterstützen. Dieser

Ansatz umfasst einen Dialog, der Planungsschritte und Berechnungen

durchführt und zur Auswahl des Systems führt. Somit

lassen sich zum Beispiel Spielzeitberechnungen automatisieren.

Auch wirtschaftliche Betrachtungen sind effizient möglich. Die

gewonnene Zeit kann in eine differenzierte Betrachtung von

Detailaspekten oder in Variantenvergleiche

investiert werden. Denn im Ablauf

einer Planung können sich neue

Erkenntnisse ergeben, die zu einer

Umplanung führen können. KI erhöht

die Flexibilität hierauf zu reagieren.

Allerdings ist der Aufwand für die

Implementierung eines KI-basierten Systems

nicht zu unterschätzen. Es müssen

digitalisierte Beschreibungen aller

technischen Systeme verschiedener

Hersteller hinterlegt sein. Die Sprachmodelle müssen regelmäßig

mit diesen Informationen gefüttert werden. Der Nutzer

erhält dann eine Text- oder Sprachschnittstelle zur

Eingabe seiner Anforderungen. Ähnliche KI-Methoden

werden von Klinkhammer auch für den

Service von Logistikanlagen getestet.

www.klinkhammer.com

Halle 1,

Stand

1D50

MIT LEIDENSCHAFT

FÜR IHR PROJEKT

Systemintegration

Fördersysteme

Komponenten

Service

www.heber-foerdertechnik.de

Lösungen

Versandhandel

e-Commerce

Fulfillment

HEBER Fördertechnik GmbH ▪ Ramstal 6 ▪ 88436 Oberessendorf ▪ Tel. 07355 93 05 - 0 ▪ info@heber-foerdertechnik.de


LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

EINTAUCHEN IN DIE WELT DER LAGER- UND FÖRDERTECHNIK

Nachdem das Unternehmen Meta-Regalbau auf der letztjährigen Logimat das neue

Markenlayout präsentieren und im Markt einführen konnte, stehen in diesem Jahr

neue und erprobte Lagertechniklösungen im Rampenlicht. Die entsprechenden

Informationen kann sich der Messebesucher auch mit nach Hause nehmen: Denn der

Startschuss für den neuen Hauptkatalog fällt am 11. März und damit am ersten Tag

der Messe. Der Katalog, in den das Feedback der Anlagenbetreiber eingeflossen ist,

ist Nachschlagewerk, Handbuch und Arbeitsmittel zugleich.

Ebenfalls thematisiert werden auf dem Messestand mit einer Fläche von 130 m²

Lösungen für komplexe Aufgaben im Bereich der Lagerautomatisierung mit Fördertechnik.

Die Bearbeitung derartiger Anfragen übernimmt die Einheit Meta-ILS; wobei

das Kürzel ILS für Innovative Logistic Solutions steht. Den Betreibern kommt dabei

die Verbindung von Fördertechnik mit Lagertechnik zugute. Auf der Logimat können die Besucher per

360°-Brille durch Referenzenaufnahmen fahren und so die Dimensionen der komplexen internationalen

Projekte umfassend erleben.

www.meta-online.com

Halle 1,

Stand 1H01

und 1H05

EINFACH VERNETZT

Um Prozesse in Produktion

und Intralogistik automatisiert

in Bewegung zu setzen,

entwickelte das Unternehmen

Knoll das digitale

Informationssystem Click.it.

Die Click.it-Hard- und

-Software ist in drei Varianten

verfügbar, die sich individuell

auf einfache oder komplexe

Anforderungen anpassen

lassen. Click.it Pro (Bild)

bietet ein gut lesbares

Display mit einer intuitiven

Benutzeroberfläche sowie

fünf programmierbare Tasten.

Click.it One ist für Aufgaben

in Bereichen mit begrenztem

Platzangebot geeignet. Mit

clever – creative – sustainable – smart

ReUse

ReCycle

einem Klick erzeugt der

Anwender zum Beispiel einen

Fahrauftrag für ein fahrerloses

Transportsystem. Die

dritte Click.it-Version ist der

Click.it Connect, der eine

nahtlose Integration in

andere Kommunikationssysteme

ermöglicht. Das

Schaltschrank-Einbaugerät ist

für Anwendungen konzipiert,

bei denen erweiterte Möglichkeiten

der Ein- und

Ausgangsfunktionen

benötigt

werden.

www.knoll-mb.de

Halle 5,

Stand

5D29

Utz infinity.

Die GS1 SMART-Box – Effizient, nachhaltig und zukunftsweisend.

Die GS1 SMART-Box revolutioniert die Logistik mit modernster Technologie,

Standardisierung und Nachhaltigkeit. Dank RFID-Tracking, optimierter Designs

und Recyclingfähigkeit wird nicht nur die Supply Chain effizienter, sondern auch

die Umwelt geschont. #keineKiste

LogiMAT Stuttgart (11. bis 13.03.2025), Halle 6, Stand F41.

utzgroup.com

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F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

ZUKUNFTSWEISENDES KI-ROBOT-PICKING

Auf seinem

Messestand zeigt

das Unternehmen

Nomagic in einer

Live-Demonstration

die vollständig

integrierte Roboterlösung

justPick. Die

mithilfe von

künstlicher

Intelligenz (KI)

gesteuerte Kommissionierroboter-Lösung

mit einem Roboterarm und einem

Nomagic-Port ist ein „Plug & Play“-System für die Kommissionierung

von Behälter zu Behälter. Konzipiert ist die Lösung so,

dass sie sich nahtlos in ein Behälterlager- und Bereitstellungssystem

AutoStore und in Shuttle-Systeme integrieren lässt.

Damit deckt die Roboterlösung von Lebensmitteln über

Pharmazeutika und Mode bis hin zu allgemeinen Handelswaren

die Anforderungen zahlreicher Branchen ab. Das spiegelt

sich im Kundenstamm wider: In den vergangenen zwölf

Monaten hat das Unternehmen zum Beispiel Fiege, Arvato,

Komplett.no und Vetlog.one als Kunden gewonnen.

Professor Marek Cygan, Chief AI-Officer und Mitbegründer von

Nomagic, geht in einem Vortrag („Exhibitor Insights“ Forum

Nord, Halle 7) auf die Merkmale der Technologie ein. Sein

Referat am Donnerstag, den 13. März, um 12:00 Uhr,

bietet Einblicke in die Zukunft des maschinellen

Lernens sowie der KI in der Automatisierung und

beschreibt ihre transformativen Auswirkungen

auf die Intralogistik.

www.nomagic.ai

Halle 1,

Stand

1GA57

MEHR ÜBERBLICK, WENIGER KOSTEN

Das Unternehmen Mobile

Easykey stellt auf der

Logimat 2025 die neue

Produktgeneration

modular pro vor. Die

Lösung zur Zugangssteuerung

und zum Flottenmanagement,

die für den

Einsatz in der Intralogistik

entwickelt wurde, überzeugt

durch kompakte

Bauweise, vielfältige

Funktionen und einfache Installation am Flurförderzeug. Das

System wird platzsparend anstelle des Schaltschlosses verbaut.

Ein optional anschließbares 7-Zoll-Display im Industriestandard

ermöglicht die Abfahrtskontrolle in der Muttersprache des

Bedieners. Wechselnde Fragen erhöhen dabei die Sicherheit. Mit

WLAN, Bluetooth und Mobilfunk ausgestattet, ist modular pro

flexibel einsetzbar. Der integrierte Universalleser unterstützt

nahezu alle RFID-Karten, während NFC-Technologie die Nutzung

von aktivem RFID ermöglicht. Standardmäßig eingebautes GPS

sorgt für optimale Outdoor-Ortung und Wegeanalyse.

Alle erfassten Daten verbleiben ausschließlich beim Flurförderzeugbetreiber.

Die Installation wird durch die VDI-Schnittstelle

vereinfacht, ein konventioneller Einbau bleibt ebenfalls

möglich.

Praxisbeispiele zeigen, dass Unternehmen mit der

Lösung Kosten, zum Beispiel bei Gewaltschäden,

um bis zu 50 Prozent senken konnten. Die

Investition beginnt bei 15 Euro pro Monat und

Flurförderzeug.

www.mobileeasykey.de

Halle 10,

Stand

10C04

IMPRESSUM

F+H EXTRA

erscheint 2025 im 75. Jahrgang,

ISSN 0341-2636 / ISSN E-Paper: 2747-8130

REDAKTION

Chefredakteur: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer (WB)

Tel.: 06131/992-321, E-Mail: w.bauer@vfmz.de

(verantwortlich i.S.d. $ 18 Abs. 2 MStV / i.S.d. Presserechts)

Redakteur: Dipl.-Ing. Manfred Weber (MW),

Tel.: 06131/992-202, E-Mail: m.weber@vfmz.de

Redaktionsassistenz:

Melanie Lerch, Tel.: 06131/992-261,

Petra Weidt, Tel.: 06131/992-371,

E-Mail: redaktionsassistenz_vfv@vfmz.de,

(Redaktionsadresse siehe Verlag)

GESTALTUNG

Sonja Daniel, Anette Fröder, Conny Grothe

SALES

Andreas Zepig,

Tel.: 06131/992-206,

E-Mail: a.zepig@vfmz.de,

Oliver Jennen

Auftragsmanagement: Nevenka Islamovic

Tel.: 06131/992-113, E-Mail: n.islamovic@vfmz.de

Anzeigenpreisliste 2025, gültig ab 01.10.2024

LESERSERVICE

VU.SOLUTIONS GmbH & Co. KG,

Große Hub 10, 65344 Eltville, Tel.: 06123/9238-266

Bitte teilen Sie uns Anschriften- und sonstige

Änderungen Ihrer Bezugsdaten schriftlich mit

(Fax: 06123/9238-267, E-Mail: vfv@vertriebsunion.de).

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Jahresabonnement Inland: € 146,- (inkl. Versandkosten)

Jahresabonnement Ausland: € 156,- (inkl. Versandkosten)

Abonnements verlängern sich automatisch um ein

weiteres Jahr, wenn sie nicht spätestens vier Wochen vor

Ablauf des Bezugsjahres schriftlich gekündigt werden.

VERLAG

Vereinigte Fachverlage GmbH

Lise-Meitner-Straße 2, 55129 Mainz

Postfach 100465, 55135 Mainz

Tel.: 06131/992-200

E-Mail: info@vfmz.de, www.vereinigte-fachverlage.de

Handelsregister-Nr.: HRB 2270, Amtsgericht Mainz

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Ein Unternehmen der Cahensly Medien

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Gesellschafter: P.P. Cahensly GmbH & Co. KG,

Karl-Härle-Straße 2, 56075 Koblenz

Verlagsleiter: Dr. Michael Werner, Tel.: 06131/992-401

Chef vom Dienst: Dipl.-Ing. (FH) Winfried Bauer

Leitende Chefredakteurin: Dipl.-Ing. (FH) Nicole Steinicke

Head of Sales: Carmen Müller-Nawrath

Tel.: 06131/992-245, E-Mail: c.nawrath@vfmz.de

(verantwortlich für den Anzeigenteil)

Vertrieb: Sarina Granzin, Tel.: 06131/992-148,

E-Mail: s.granzin@vfmz.de

DRUCK UND VERARBEITUNG

Bonifatius GmbH, Druck – Buch – Verlag

Karl-Schurz-Straße 26, 33100 Paderborn

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Ihre Daten werden von der Vereinigte Fachverlage GmbH

gespeichert, um Ihnen berufsbezogene, hochwertige Informationen

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Dieser Speicherung und Nutzung kann jederzeit schriftlich

beim Verlag widersprochen werden (vertrieb@vfmz.de).

Die Zeitschrift sowie alle in ihr enthaltenen Beiträge und

Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit der

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Grafiken etc.) und seiner Veröffentlichung in dieser

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auf den Verlag über. Dies umfasst insbesondere das Recht

zur Veröffentlichung in Printmedien aller Art sowie

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das Recht zur Nutzung für eigene Werbezwecke, das

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und Bearbeitung in elektronischen Systemen,

zur Veröffentlichung in Datennetzen sowie Datenträger

jedweder Art, wie z. B. die Darstellung im Rahmen

von Internet- und Online-Dienstleistungen, CD-ROM, CD

und DVD und der Datenbanknutzung und das Recht, die

vorgenannten Nutzungsrechte auf Dritte zu übertragen,

d. h. Nachdruckrechte einzuräumen. Eine Haftung für die

Richtigkeit des redaktionellen Contents kann trotz sorgfältiger

Prüfung durch die Redaktion nicht übernommen

werden. Signierte Beiträge stellen nicht unbedingt die Ansicht

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Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Mitglied der Informations-Gemeinschaft

zur Feststellung der Verbreitung von

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26 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU F+H EXTRA

NEUER BEHÄLTER MIT DURCHDACHTEN DETAILS

Der Intralogistikbehälter aus

dem Hause bekuplast verfügt,

als Lösung für eine effiziente

Kommissionierung von

Kleinstartikeln, über durchdachte

Details. Zur Warenentnahme

hat der Behälter zwei

transparente Entnahmeklappen,

deren Entriegelungsmechanismus sich einhändig betätigen

lässt. Je nach Füllhöhe der Waren im Behälter kann die

Klappe in drei verschiedenen Höhen einrasten.

Auf dem Behälterrahmen lässt sich ein zweiteiliges Gitter

fixieren, um zu verhindern, dass Waren in der Fördertechnik

und bei der Kommissionierung aus dem Behälter fallen.

Zudem verfügt der Kommissionierbehälter über

vergitterte Handgriffe, In-Mould-Label, Öffnungen

für Automationsgreifer und Noppenfelder

für Klebe-Label.

www.bekuplast.com

SAUBERKEIT OHNE KOMPROMISSE

Ride-on-Kehrsaugmaschinen

wie der Sweepmaster 1200 RH

aus dem Hause Hako eignen

sich mit einer Flächenleistung

von bis zu 13.200 m 2 /h für das

schnelle und wirtschaftliche

Kehrsaugen von Innen- sowie

befestigten Außenanlagen in

der Logistik. Mit wahlweise

Benzin-, Diesel- oder Batterieantrieb, effizienten Filtersystemen

und großen Behältern ermöglicht der Sweepmaster 1200

RH lange und unterbrechungsfreie Reinigungseinsätze. Der

solide Stahlrahmen macht die Maschine robust für Heavy-

Duty-Einsätze. Aufgrund ihrer Steigfähigkeit hat die Maschine

jederzeit ausreichend Kraftreserven für die Reinigung von

Rampen. Mit dem optionalen Seitenbesenmantel Dust Stop

wird die Staub- und Feinstaubentwicklung beim trockenen

Kehrvorgang um bis zu 90 Prozent verringert. Dies

verbessert nicht nur die Luftqualität und schont

die Atemwege der Beschäftigten, sondern

verhindert auch das Einstauben der Maschinen

und Lagerwaren.

www.hako.com

Halle 6,

Stand

6C05

Halle 10,

Stand

10A05

TRADITION UND INNOVATION IN DER

TRANSPORTROBOTIK

Die ek robotics GmbH präsentiert sich auf der Logimat als

etablierter FTS-Hersteller mit jahrzehntelanger Expertise in der

Transportrobotik. Interessierte Messebesucher erwarten auf

der 200 m² großen Standfläche praxisnahe Automatisierungslösungen

und ein Stück

Geschichte: Ein Original

aus den Anfängen der

fahrerlosen Transportfahrzeuge

wird ausgestellt

und verdeutlicht,

wie Tradition und

Fortschritt Hand in

Hand gehen.

Seit den 1960er-Jahren

wächst die Expertise

und Beständigkeit des Unternehmens in der Herstellung und

Integration fahrerloser Transportsysteme (FTS). Auf der Messe

zeigt der Hersteller praxisorientierte Lösungen. Die Ausstellung

umfasst standardisierte Fahrzeuge mit individuellen Anpassungen

und maßangefertigte Transportroboter. Die ausgestellten

Modelle stammen zum Teil aus realen Projekten

und verdeutlichen die Vielseitigkeit der eingesetzten

Technologien – von einfachen Transportaufgaben

bis hin zu komplexen Automatisierungslösungen.

www.ek-robotics.com

Mit PSIwms AI Effizienz

der Auftragsabwicklung

um mehr als 20 % steigern

Halle 8,

Stand

8B05

SCHWERKRAFT-HÄNGEFÖRDERSYSTEM FÜR

FLEXIBLE MATERIALBEREITSTELLUNG

Das neue Hängefördersystem aus dem Hause item ist für den

manuellen oder teilautomatisierten Transport ausgelegt. Die

ESD-sicheren Laufwagen bewegen sich auf Laufschienenprofilen

mit einer Neigung von 3°

durch die Schwerkraft bis zum

Entnahmepunkt. Konzipiert ist

das System für Lasten bis zu

5 kg. Ergänzt wird das System

durch 45- und 90°-Kurven,

Halle 5,

Stand

5B21

die eine flexiblere

Führung der Fahrspur

ermöglichen.

www.item24.com

www.psi.de/loesungen/produkte/psiwms

Halle 4 | Stand D41

Software for Logistics Industry Leaders


INNOVATION UND ANWENDERFOKUS

GEHEN HAND IN HAND

Besuchen Sie uns auf der

LOGIMAT 2025:

Halle 7, Stand C05

Einfach ergonomisch.

Fördern, sortieren, verteilen - mit Vakuumhebern

von Schmalz ist der innerbetriebliche Materialfluss

ergonomisch, einfach und effizient.

WWW.SCHMALZ.COM/JUMBO

J. Schmalz GmbH · +49 7443-2403-301 · handhabungssysteme@schmalz.de

Das Highlight am SSI-Schäfer-Messestand

ist die

umfassende Präsentation

einer Automatisierungslösung,

die durch Schnelligkeit,

Flexibilität und

Skalierbarkeit überzeugt.

Der Hersteller bezeichnet

sie als Gamechanger für

die Branche. Darüber hinaus werden Robotik-Applikationen,

Shuttle- und Hängefördertechnik sowie nachhaltige Lösungen

für die Produktions- und Tiefkühllogistik vorgestellt.

SSI Schäfer versteht die Anforderungen kleiner und mittlerer

Unternehmen (KMU) an skalierbare Investitionen und eine

stufenweise Digitalisierung und Automatisierung, die mit

ihrem Geschäft wachsen – von manuellen Lösungen über eine

schrittweise Digitalisierung bis hin zur vollständigen Automatisierung.

Beispiele sind die Implementierung eines Lagerverwaltungssystems,

die Warenbewegung durch fahrerlose Transportsysteme

bei Verschieberegalen und die Kommissionierung

durch RackBots aus den Regalsystemen. Ein weiteres Exponat

ist der Lagerlift SSI Logimat, der mit verschiedenen Merkmalen

eine effiziente und ergonomische Lagerung und Kommissionierung

von Kleinteilen bietet und interessierten

Besuchern vor Ort erlebbar gemacht wird. Das Bild

zeigt eine Applikation beim Unternehmen WFL

Millturn Technologies, Hersteller multifunktionaler

Dreh-Bohr-Fräszentren.

www.ssi-schaefer.com

Halle 1,

Stand

1D21

F+H EXTRA

INTELLIGENCE THAT MOVES

SMART INTEGRATED BRUSHLESS MOTORS

WWW.ROTEK-MOTOREN.DE

200

UP TO

WAT T

MASSGESCHNEIDERTE SERVICE- UND

FLOTTENMANAGEMENTLÖSUNGEN

Interessierte Besucher

erhalten am Still-Messestand

– im Bild eine

Impression von der

letztjährigen Logimat –

Einblicke in das modulare

Servicekonzept des

Unternehmens, exemplarisch

veranschaulicht

durch das „Full Service

Smart“-Paket: Es ermöglicht Nutzern, eine Servicevereinbarung

flexibel und individuell auf ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.

Dies gibt ihnen die Sicherheit, genau die Serviceleistungen zu

erhalten, die sie brauchen, ohne für nicht benötigte Leistungen

zahlen zu müssen.

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf Softwareprodukten

für intelligentes Flottenmanagement. Hier

präsentiert der Hersteller erstmals die neue Self-Service-Applikation

„Still Smart Portal“, mit der Flurförderzeugbetreiber

jederzeit und ortsunabhängig ihre Flotten managen und

optimieren können. Das neue Portal ist Teil eines modularen

Flottenmanagementportfolios, das alle Supportlevel von Self

Service bis Full Service umfasst. Während der

Messetage präsentieren Mitarbeiter in individuellen

Live-Demos das neue Portal mit seinen

Funktionen, seiner intuitiven Bedienung und

den flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten.

www.still.de

Halle 10,

Stand 10B40

und 10B41

28 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


LOGIMAT-VORSCHAU F+H EXTRA

HYBRIDES FTF

Bei der hybriden Lösung der

Auteko GmbH & Co. KG handelt

es sich um einen Transportwagen,

der manuell (mit motorischer

Unterstützung) geführt

und automatisiert eingesetzt

werden kann. In komplexen

Lagerbereichen (Lagervorzone,

Positionierung an Übergabestellen zu Maschinen etc.) kann der

Transportwagen manuell bewegt werden. Längere Transportwege,

zum Beispiel vom Wareneingang ins Lager, lassen sich

automatisiert durchführen.

Der Transportwagen ist als Baukastensystem aufgebaut. Der

Standardwagen ist für den Transport von Europaletten mit

einer Nutzlast von 1.000 kg konzipiert. Der Fahrzeugrahmen

kann in Stahlbauweise oder Holzbauweise realisiert werden.

Optional lässt sich der Wagen auf verschiedene Ladungsgrößen

und Lastklassen anpassen. Die Energieversorgung kann durch

tauschbare Akkus geschehen, mit denen sich ein Mehrschichtbetrieb

realisieren lässt. Alternativ sind größere Akkusysteme

möglich, die auch induktiv an Übergabestationen

automatisch nachgeladen werden können.

Das System lässt sich ohne Planungsaufwand

und ohne Leitsteuerung realisieren. Ein Betrieb

ohne geschultes Personal ist möglich.

www.auteko.de

Halle 8,

Stand

8G01

RFID-GATE MIT KI FÜR VERLADEKONTROLLE

IM WARENAUSGANG

Das RF KonSys KI-Gate der RFID

Konsortium GmbH ist eine

RFID-Torlösung, die Machine-Learning-Technologie

einsetzt.

Mithilfe künstlicher Intelligenz

(KI) wird in Echtzeit differenziert,

ob ein Artikel physisch das Tor

passiert hat oder dahinter

bereitgestellt wurde. Artikel, die

zum Lesezeitpunkt zum Beispiel auf einem Gabelstapler am

Gate vorbeifahren, werden nicht versehentlich erfasst. Streulesungen

lassen sich so vermeiden. Zudem müssen Artikel nicht

zeitaufwendig eingemessen werden, um ein exaktes Leseergebnis

zu erhalten. Dies ermöglicht, dass das Gate schnell und

flexibel an anderen Verlade- und Lagerstandorten und ohne

eigene RFID-Expertise, aufgestellt werden kann. Zu den

Zielanwendern zählen Unternehmen mit vielen Verladetoren

sowie einem hohen Artikelaufkommen in den Bereitstellungsund

Verladezonen, vor allem mit Mischpaletten.

Auch für KEP-Dienstleister mit internationaler

Präsenz eignet sich die Warenausgangslösung für

eine 100-prozentige Verladekontrolle aufgrund

ihrer Remote-Inbetriebnahme.

www.rfid-konsortium.de

Halle 4,

Stand

4D09

INTELLIGENTE FRACHTVERMESSUNG WEITERGEDACHT

Mit dem CubiScan s9 präsentiert die AKL-tec GmbH eine Lösung, die mehrere Prozessschritte in der

Frachtvermessung vereint. Mithilfe von künstlicher Intelligenz ist die Frachtvermessung von Objekten

nahezu jeder Größe und Form möglich. Die erhobenen Daten lassen sich in die Systeme des Anwenders

(WMS, TMS, ERP) integrieren. Zudem erfasst eine Kameratechnologie Codes und Logos, wodurch

eine lückenlose Dokumentation sichergestellt wird. Hervorzuheben ist die Integration von

CubiScan s9 mit einer Wickelmaschine und einem Drehteller, wodurch die Vermessung der

Fracht während des Wickelprozesses geschieht. Durch die Integration in bestehende

Logistiksysteme optimiert das System Abläufe, ohne den Materialfluss zu unterbrechen.

www.akl-tec.de

Halle 6,

Stand

6C71


F+H EXTRA

LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

DURCHDACHT BIS INS DETAIL

Unter dem

Motto „Living

Progress

– Transforming

Intralogistics

with Passion

and Innovation“

präsentiert die

Ferag AG

Technologien für

hängende

Förder- und

Sortiersysteme sowie maßgeschneiderte Serviceangebote. Im

Mittelpunkt des Messeauftritts stehen Produkte und Services,

die die Bandbreite der Leistungsfähigkeit umfassend widerspiegeln.

Dazu zählen:

n ferag.skyfall als Sortierlösung, die sich mithilfe modularer

Bauweise flexibel an neue Anforderungen oder veränderte

Prozesse der Intralogistik anpassen lässt.

n Der Spiralförderer ferag.spiral kann auf bis zu zwölf Wendeln

erweitert werden und damit Höhen von mehr als 12 m überwinden.

Die Fördertechniklösung ist das erste Produkt im

neuen Portfolio „ferag.modules“, das schnell verfügbare

Standardkomponenten für den innerbetrieblichen

Materialfluss enthält.

n „Customer Service & Support“: Zuverlässige

und maßgeschneiderte Servicekonzepte zur

Sicherung der Langlebigkeit von intralogistischen

Systemen unterschiedlicher Art und Größe.

www.ferag.com

MIT NEUHEITEN UND ERPROBTEN

LÖSUNGEN VOR ORT

Bei ihrer 16. Teilnahme auf

der Logimat stellt die Bauer

GmbH wieder eine Auswahl

ihrer breit gefächerten

Produktpalette aus. Neben

Kippbehältern, Arbeitsbühnen

und Auffangwannen

werden auch einige Neuheiten

präsentiert.

Die Balken-Traverse Typ BT

zeichnet sich durch die

mögliche Aufnahme per

Gabelstapler und Kran aus.

Bei einer Standardbreite von

3.000 mm sind verschiedene

Ausführungen mit Tragfähigkeiten

von einer bis zu fünf Tonnen verfügbar. Dabei sind die

Aufnahmepunkte, in diesem Fall Wirbellasthaken, werkzeuglos

in sechs verschiedenen Positionen je Seite verstellbar.

Bei den Umweltregalen Typ UR handelt es sich um komplette

Sets von Grund- und Anbauregalen für die Lagerung wassergefährdender

Stoffe. Durch den Einsatz von Regalwannen oder

Einhängewannen werden die gesetzlichen Anforderungen

erfüllt. Auch für diese Regale eignet sich eine weitere Neuheit:

der IBC-Restentleerer Typ IR-3. Neben den bereits

im Markt befindlichen IR-1 und IR-2, ist der IR-3

für den Einsatz in Palettenregalen konzipiert

worden.

www.bauer-suedlohn.com

Halle 3,

Stand

3C03

Halle 9,

Stand

9B31

ALLES AUS EINER HAND

Das Unternehmen Conductix-Wampfler nutzt die Messe zur

Präsentation eines umfassenden Lösungspakets für fahrerlose

Transportsysteme (FTS), bestehend aus Systemen zur Batterieladung,

Energiespeichern und Kommunikationslösungen,

inklusive eines Not-Halt-Systems. Der WirelessCharger 3.0

ermöglicht eine induktive Energieübertragung und somit eine

berührungslose,

automatisierte

Gelegenheitsladung.

Auch über Ladekontakte

der Serien

Nano+ oder Enduro+

kann die Energieversorgung

der Energiespeicher

sichergestellt

werden. Das

konduktive Ladegerät,

der KontaktCharger

mit skalierbaren

Spannungen und

Leistungsstufen,

ergänzt die Ladekontakte

und Ladesegmente ChargeLine 0865 auf Basis einer

zweipoligen Schleifleitung. Mit BatteryBlock SB ist ein dazu

passender, skalierbarer Energiespeicher für mobile Roboter

verfügbar, der auf die berührungslose oder konduktive Ladetechnik

abgestimmt ist. Darüber hinaus erfahren interessierte

Besucher, wie man mit dem Kommunikationsgerät

Robin‘6 für FTS eine leistungsfähige

Datenübertragung auf WiFi-6-Basis mit zusätzlichen

Funktionen wie Energiemanagement

kombinieren kann.

www.conductix.com

WENN STANDARDGERÄTE AN IHRE

GRENZEN STOSSEN

Coils bis zu 30 Tonnen, Fahrzeugmotoren

und Spritzgusswerkzeuge

– diese Lasten

werden mit Sondergeräten

transportiert, die das Unternehmen

Genkinger auf der Logimat

präsentiert. Zu den Exponaten

gehört ein Elektro-Sitz-Muldenwagen,

der für den Dreischichtbetrieb

eines Automobilherstellers

konzipiert wurde. Die

Prismen des Flurförderzeugs sind hydraulisch verstellbar. So

lassen sich Coils unterschiedlicher Durchmesser aufnehmen.

Darüber hinaus können sich interessierte Besucher über einen

Elektro-Deichsel-Gabelstapler (Bild) informieren, der nicht nur

als Transportgerät, sondern in diesem Fall auch als eine

Arbeitshilfe für die Montage von Motoren dient. Der Stapler

fährt zwangsgeführt in die Fügestation einer Montagelinie.

Dort findet nach dem manuellen Zusammenfahren der beiden

Lastaufnahmearme über ein Handrad schließlich die finale

Fixierung mithilfe von vier Aufnahme-Pins statt. Anschließend

kann der Werker den zu montierenden Motor

über zwei Bedienpulte in die für ihn günstigste

Position heben, senken und in einem Winkel

von 45° drehen.

www.genkinger.de

Halle 1,

Stand

1F25

Halle 10,

Stand

10C31

30 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


GRUNDLEGENDES FACELIFT

FÜR ERFOLGSMODELL

Bei seinen drei zurückliegenden Logimat-Messeauftritten

legte das Unternehmen Kaup den

Fokus auf neue Antriebe und smarte Systeme.

Im Gegensatz dazu stehen diesmal wieder

hydraulische Antriebe im Mittelpunkt. Allerdings

ohne aktuelle Entwicklungen in der

Branche aus den Augen zu verlieren.

Das Zinkenverstellgerät T466 ist laut Geschäftsführer Holger Kaup „eines unserer Erfolgsmodelle

und damit das so bleibt, war es Zeit für ein grundlegendes Facelift.“

Die Konstrukteure des Herstellers arbeiteten daher an entscheidenden Details.

Das offensichtlichste Ergebnis: Bessere Sicht durch das Zinkenverstellgerät. Zudem

wurden der Gleichlauf und die Gleiteigenschaften optimiert. Mit dem Facelift

halten auch nachhaltige Komponenten Einzug und die Montage am Gabelstapler

ist zukünftig einfacher. Die technischen Daten wie Baubreiten und Öffnungsbereiche

bleiben unverändert.

www.kaup.de

KOMPAKTE SKALIERBARKEIT UND ZUGÄNGLICHE

LAGERAUTOMATISIERUNG

Halle 10,

Stand

10F07

Connect

your

movement

100mm/s

24V / 48V

bis zu 600kg

Der Live-Showcase des Unternehmens Movu Robotics präsentiert, wie sich mit dem Ansatz

„Compact Scalability“ progressive Robotik, intelligente Software und moderne Hardware nahtlos

kombinieren lassen und so Unternehmen dabei unterstützt, ihre Fulfillment-Anforderungen zu

erfüllen. Die skalierbaren Lösungen des Herstellers

passen sich vertikal und horizontal an die Anforderungen

des Betreibers an. Dies ermöglicht Unternehmen,

ihre Lager- und Durchsatzkapazitäten zu

erweitern, ohne ihre vorhandene Infrastruktur

grundlegend überarbeiten zu müssen.

Auf der Messe präsentiert der Hersteller das Paletten-Shuttle-System

Movu atlas mit integriertem Lift

und Picking-Tunnel. Der platzoptimierte Tunnel wird

in das Erdgeschoss eines Systems eingebaut, um eine

optimierte Kommissionierung zu

ermöglichen. Der Tunnel sorgt für eine nahtlose Interaktion zwischen automatisierten

Shuttles, vertikalen Liften sowie manuellen oder robotergestützten

Kommissionierprozessen mit autonomen mobilen Robotern wie Movu ifollow.

www.movu-robotics.com

Halle 3,

Stand

3B67

FOKUS AUF SMART AUTOMATION

Das traditionelle Bild eines Lagers entwickelt sich weiter, unter anderem da digitale Kontrollsysteme

und Automatisierung zur Norm werden. Dieser Wandel hin zu intelligenteren Lösungen

verbessert die Effizienz, Sicherheit und Kosteneffektivität bei der Lagerung, dem Kommissionieren

und dem innerbetrieblichen Transport von Waren.

Was moderne Automatisierung ausmacht, können interessierte Besucher im Zentrum des

Messestands von Toyota Material Handling erleben. Neben einem Shuttle-Regalsystem zeigen

verschiedene automatisierte Lagertechnikgeräte ihr orchestriertes Zusammenspiel bei der

Warenein- und -auslagerung.

Mit Swarm Automation Go und Swarm Automation

Storage stellt das Unternehmen zudem zwei neue

Automatisierungsangebote vor: Als Mietlösung

erleichtert Swarm Automation Go den Einstieg in

die Automatisierung. Das für palettierte Waren

konzipierte System kombiniert drei

Komponenten des Lösungsanbieters.

Das automatische Lager- und

Abrufsystem kommt ohne Gänge

zwischen den Palettenregalen aus.

www.toyota-forklifts.de

Halle 10,

Stand 10G41

und 10H48

Halle 8, Stand D61

Eingang Ost, Stand ES70

www.linak.de/techline


F+H EXTRA LOGIMAT-VORSCHAU

SYSTEME MIT NATÜRLICHER SPRACHE STEUERN

Das Lagerverwaltungssystem UniWare des Systemintegrators Unitechnik stellt

Informationen wie den aktuellen Anlagenzustand, die Störmeldehistorie oder

den Auftragsfortschritt zur Verfügung. Über Dashboards und Grafiken bereitet

die Software Informationen für den Nutzer visuell auf. Zukünftig erhalten alle

berechtigten Mitarbeiter einen einfacheren Zugang zu diesen Daten, indem sie

mit der Software natürlichsprachlich kommunizieren.

„Zeige mir die fünf häufigsten Störungen der Gasse 1 im letzten Monat.“ „Wie

viele Auftragspositionen haben wir vorgestern versendet?“ So könnten künftig

Anfragen an das Lagerverwaltungssystem lauten, die der Mitarbeiter über ein

Headset an sein Smartphone richtet. Auf dem Display erscheinen die Informationen

in Form von Text, Sprache, Grafiken oder Tabellen. Durch die Kommunikation

in natürlicher Sprache ermöglicht die Software individuelle Auskünfte

über den operativen Betrieb des Lagers, ohne dass die Software per

Hand bedient werden muss. Auf der Logimat 2025 stellt der Generalunternehmer

eine entsprechende Version vor.

www.unitechnik.com

Halle 1,

Stand

1J21

Anfragen in natürlicher Sprache an das

Lagerverwaltungssystem UniWare über

das Headset des Mitarbeiters

EFFIZIENTE HANDHABUNGSLÖSUNGEN

Der Matrix-Flächengreifer

FMG (Bild)

aus dem Hause

Schmalz ist

kompakt und

modular aufgebaut.

Konzipiert ist die

Einheit für das

Handling ebener

und überwiegend

saugdichter

Werkstücke in

unterschiedlichen

Formen und Abmessungen. Dabei kann der zu Greifer auch

komplette Produktlagen sowie sehr dünne Bauteile sicher

aufnehmen und ablegen. Anwender können dadurch High-Mix-

Low-Volume-Prozesse einfach automatisieren. Bei Bedarf

lassen sich zusätzliche Module ergänzen.

Der Sackgreifer PSSG ist ein Leichtgewicht mit einer Besonderheit:

Die robuste Dichtlippe schafft die Voraussetzungen

für eine lange Standzeit. Die Kombination aus

Vakuumtechnik und einem intelligenten Greifmechanismus

macht den PSSG zu einer Lösung

für Logistikzentren und Produktionsstätten.

www.schmalz.com

Halle 7,

Stand

7C05

MOBILE PLATTFORMEN SICHER GESTALTEN

Die Norm ISO 3691-4

„Fahrerlose Flurförderzeuge

und ihre Systeme“

definiert die Anforderungen

für zum Beispiel

Sicherheitsfunktionen

wie Personenerkennung.

Ergänzt wird

diese durch Anforderungen

der ab dem Jahr

2027 gültigen Maschinenverordnung zum Thema Security für

mobile Plattformen. Interessierten Messebesuchern stellen die

Experten des Unternehmens Pilz das hierfür passende Dienstleistungspaket

vor. Dieses unterstützt Betreiber, die mobile

Plattformen in ihrer Produktionsumgebung einsetzen wollen.

Zu dem Dienstleistungspaket gehören die Entwicklung von

Sicherheitskonzepten in der Designphase bis hin zu Abnahme

und Inbetriebnahme. Der normenkonforme Einsatz ermöglicht

so den störungsfreien und sicheren Betrieb mobiler Plattformen.

Das sichert die Produktivität des Logistikbereichs.

Die hierzu passende Schulung „Sicherer

Einsatz von fahrerlosen Transportfahrzeugen und

-systemen“ vermittelt darüber hinaus Fachwissen

zur Risikominimierung.

www.pilz.com/logimat

Halle 8,

Stand

8B41

Visit us at LogiMAT

Stand 3C09

We design, integrate and connect

intralogistics solutions that optimize your

flows and improve your productivity,

whatever your business.

www.transitic.com

#connectedintralogistics


LOGIMAT-VORSCHAU

F+H EXTRA

HOCHINTEGRIERTER, APPLIKATIONSSPEZIFISCHER FAHRANTRIEB

Das Doppelkufensystem des Unternehmens Filics wurde für kompakte und effiziente innerbetriebliche Transporte von Europaletten

konzipiert und überzeugt durch Flexibilität auf geringstmöglichem Bauraum. Langfristig will der Hersteller mit dem System

auch die autonome Lkw-Be- und -Entladung realisieren. Die Filics Unit verschwindet fast vollständig unter einer Europalette oder

unter Ladungsträgern mit gleichen Abmessungen. Aufgrund des omnidirektionalen Antriebs und eines Wenderadius von 0° wird

für den Transport nur so viel Platz benötigt, wie für das Bewegen der Palette selbst. Darüber hinaus kann das System Ladungsträger

durchfahren. Das bedeutet, dass die Einheit die Palette in jede Richtung ein- und

ausfahren kann. Dies eliminiert Rangier- und Wendemanöver und steigert die Prozesseffizienz.

Außerdem ermöglicht die Fähigkeit, Paletten zu durchfahren, die Automatisierung von

Bodenblocklagern und FiFo-Puffern bei gleichzeitiger Erhöhung der Stellplatzkapazität.

Die individuell für diesen Einsatzfall entwickelten, leistungsstarken

und gleichzeitig ultrakompakten Fahrantriebe aus dem Hause Framo Morat

schaffen in der ersten Generation die Voraussetzungen für ein Hubgewicht

von 800 kg und eine Fahrgeschwindigkeit von bis zu 1,2 m/s.

www.franz-morat.com

Halle 8,

Stand

8C01

FÜR JEDES SHUTTLE

DEN RICHTIGEN

ANTRIEB

Der BLDC-Antrieb ECI 80 des

Unternehmens ebm-papst ist

ein Antrieb, der in Kombination

mit robusten Optimax-Planetengetrieben

vor allem bei

Shuttle-Anwendungen, aber

auch in Förder-, Lager- und

Sortiersystemen zum Einsatz

kommt. Der Antrieb hat eine

Nennleistung von bis zu 750 W,

ein robustes Aluminiumgehäuse

und erfüllt standardmäßig

die Anforderungen der Schutzart

IP54. Zum modularen

Antriebssystem gehören auch

verschiedene Planetengetriebe

mit unterschiedlichen Untersetzungen

sowie Encoder- und

Bremsmodule. Allerdings stellt

jede Shuttle-Anwendung

individuelle Anforderungen an

die eingesetzte Antriebstechnik.

Aus diesem Grund beraten

die Antriebsexperten, welche

Komponenten aus dem stetig

wachsenden modularen

Antriebssortiment im jeweiligen

Einsatzfall am besten

passen. Auch hierzu

werden während

der Messe

verschiedene

Varianten

präsentiert.

www.ebmpapst.com

Halle 8,

Stand

8B58

UNSERE LOGISTIK

DER ZUKUNFT

Nachhaltig, digital und innovativ - wir

schaffen Lösungen für die Kontraktlogistik

von morgen.

11. - 13. MÄRZ 2025

MESSE STUTTGART

Halle 8, Stand D04

www.blg-logistics.com


SKYPOD-SYSTEM 2025

DIE ZUKUNFT DER INTRALOGISTIK

GESTALTEN

Als erstes Robotikunternehmen hat Exotec sein

Skypod-System um Funktionen erweitert, die

bisher nur als Subsysteme verfügbar waren. Das

weltweit etwa 100-mal installierte Lager- und

Kommissioniersystem hat sich in seiner „Next

Generation“ zu einer All-in-One-Lösung

weiterentwickelt. Der Hersteller zielt darauf ab,

die Lagerdichte, die Kommissioniereffizienz und

die Gesamtleistung des Lagers signifikant zu

verbessern. Auf der Logimat 2025 wird die

nächste Skypod-Generation erstmals präsentiert.

Im Bereich der Kleinteile-Automatisierung geizen die Entwickler

nicht mit innovativen Funktionen. Aber bislang musste

man sie als Subsysteme in seine bestehende Lösung integrieren.

Nun hat Exotec als erstes Robotikunternehmen einen

neuen Weg eingeschlagen und baut sein Skypod-System zu einem

kompakten All-in-one-System aus. Es bietet eine Zwischenpufferung

von Aufträgen, eine strikte Sequenzierung sowie Full

Case und Each Picking – alles in einem einzigen System ohne Extra-Installation.

„Mit diesen zusätzlichen Funktionen erfüllt die

nächste Skypod-Generation zentrale Anforderungen der Logistik“,

so Markus Schlotter, Managing Director Central Europe.

JUST IN SEQUENCE JETZT IM STANDARD

Jeder weiß: Wenn die gusseisernen Bratpfannen erst nach den filigranen

Rotweingläsern bei der Kommissionierung aufschlagen,

darf man sich über das Klirren nicht wundern. Daher ist die strikte

Sequenzierung so gefragt. Die neue Generation des Skypod-

Systems besitzt eine entsprechende Funktion, ein Subsystem ist

nicht nötig. Aufträge werden auf Zeilenebene sequenziert, damit

alle Artikel in der vorgegebenen Reihenfolge in die Behälter gelangen.

Die Sortierung geschieht etwa nach Gewicht, Größe oder

nach anderen Kriterien, die der Empfänger vorgibt.

34 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


01

TITELSTORY PRODUKTE UND SYSTEME

02

Aller

Anfang

ist die

Ordnung.

01 Mehr Verkehrsfläche. Die Skypod-Roboter fahren auch unter den Regalen

02 Sequenzierte Kommissionierung direkt in die Versandkartons

PROZESSE VERSCHLANKEN UND BESCHLEUNIGEN

Die lästige Frage nach dem richtigen Auftragskarton (und ihre zeitraubende Beantwortung)

entfällt. Die neuen Skypod-Roboter bringen zusammen mit den georderten

Waren das für den jeweiligen Auftrag passende Versandgebinde zur Kommissionierstation.

Das reduziert Warte- und Suchzeiten. Die Kommissionierer legen die Artikel

gleich in den Karton, in dem sie am nächsten Tag beim Empfänger eintreffen. Sobald

der Auftrag abgearbeitet ist, wird der Karton verschlossen – und ab damit zum Versand.

Der Umpackprozess entfällt. Das Lager spart sich ein Subsystem und platzraubende,

komplexe Fördertechnik.

Die Sequenzierungsfunktion ermöglicht es, den Batch-Faktor an den Stationen zu

maximieren. Das System bildet Auftragsstapel („Batches“), damit die Picker gleiche

Produkte, die die Skypod-Roboter zur Kommissionierstation befördern, sofort in

mehrere Zielbehälter füllen können. Dabei wird die 1:1-Kommissionierung nicht

eingeschränkt und es bleibt an jedem Kommissionierplatz bei bis zu 600 Präsentationen

pro Stunde.

PUFFERUNG FÜR OPTIMALE AUSLASTUNG DER KAPAZITÄTEN

Neu ist auch die integrierte Funktion für die Pufferung. Beim Kommissionieren ist

eine Zwischenlagerung von fertigen oder halbfertigen Aufträgen oft hilfreich und

notwendig. Wenn zum Beispiel ein Auftrag nicht vollständig ausgeführt werden kann,

weil einzelne Waren fehlen, organisiert das Skypod-System die Pufferung – einer

Sublösung bedarf es nicht. Die Versandkartons werden so weit gefüllt, wie es möglich

ist. Dann wird das Gebinde vorübergehend aus dem Verkehr gezogen und an einem

definierten Lagerplatz geparkt, bis die vermissten Artikel verfügbar sind. Das hat den

NÄCHSTE SKYPOD-GENERATION ERFÜLLT

ZENTRALE ANFORDERUNGEN DER LOGISTIK

Vorteil, dass Lücken im Bestand die Auslastung der Kommissionierstationen und ihres

Personals nicht beeinträchtigen. Wenn sich der Auftrag nur unvollständig ausführen

lässt, kann man dennoch anfangen und schon mal einen großen Teil erledigen.

Durch die Kombination von Pufferung und Sequenzierung erschließt sich eine

neue Option: das Skypod System als Full-Case-Lösung für den Nachschub in Filialen.

Artikelreine Paletten erreichen den Wareneingang, werden depalettiert und eingelagert.

Auf Abruf gelangen verschiedene Artikel über die Skypod-Roboter schnell, effizient

und in korrekter Sequenz zur teil- oder automatischen Palettierung. „Schon immer

haben die Betreiber nach einem kompakten, performanten und flexiblen System

gefragt, das 100 Prozent sequenzieren kann“, erklärt Schlotter. „Die nächste Generation

des Skypod-Systems kann es.“

Besuchen Sie uns

auf der LogiMAT

in Stuttgart

11. – 13. März 2025

Halle 1 | D66

schulte-lagertechnik.de


PRODUKTE UND SYSTEME

TITELSTORY

03 Kein späteres Umpacken. Skypod-Roboter bringen die

passenden Versandkartons zum Kommissionierplatz

04 Bessere Regalnutzung. Die Skypod-Roboter kraxeln jetzt bis

zu 14 m in die Höhe

03

PLATZ FÜR MEHR ALS DOPPELT SO VIELE

AUTONOME ROBOTER

Darüber hinaus hat der Hersteller seine Skypod-Roboter technisch

verbessert, was jeden einzelnen, aber auch die komplette

Flotte flexibler macht. Markantes Beispiel: Die Roboter klettern

jetzt auch nebeneinander die Regale hoch. Und das bis zu 14 m,

bislang waren es maximal zwölf.

Um zusätzlich zu den üblichen Wegen den Hallenboden unter

den Regalen zu nutzen, sind die neuen Skypod-Roboter kompakter

konzipiert. Diese Maßnahme erhöht die Verkehrsfläche deutlich.

Dadurch können bis zu zweieinhalb Mal so viele Roboter wie

bisher im Lager navigieren, ohne sich gegenseitig zu behindern.

Außerdem hat sich der Hersteller etwas getraut: Das bisherige

System arbeitet mit Lasernavigation. Und jetzt die Reanimation

der Spurführung mithilfe von Bodenmarkierungen und kamerabasierter

Positionsbestimmung. Da fragt man sich doch, ob die

neue Generation einen Schritt zurückgeht. „Mitnichten“, entgegnet

Schlotter und erklärt die anwenderfreundliche Entscheidung

der Entwickler: „Die Betreiber wünschen sich zuverlässige und

wenig aufwendige Lösungen. Daher die Wahl dieser erprobten

Navigation.“

Nach Exotec-Berechnungen lässt sich durch die bessere Nutzung

von Fläche und Höhe die Lagerdichte um 30 Prozent steigern.

Bei der Kommissioniereffizienz geht das Robotikunternehmen

von einem 50-prozentigen Plus aus.

LOGIMAT HALLE 5, STAND 5F71

Die ersten Pilotinstallationen beweisen seit einigen Monaten die

Praxistauglichkeit des neuen Lager- und Kommissioniersystems.

In Stuttgart folgt die offizielle Weltpremiere. „Wie die Funktionen

unserer Innovation ineinandergreifen, zeigen wir auf unserem

zweigeschossigen Stand“, so Sabrina Seubert, Marketing Manager

Central Europe. Exotec lädt alle Interessierten ein, sich das Ganze

von unten und von oben anzusehen. Das schon zur Tradition gewordene

„Exo-Bier“ wird es an allen drei Logimat-Tagen geben –

an den ersten zwei in der Extension-Version bis 22:00 Uhr.

Fotos: Exotec

www.exotec.com/de

04

AUF EINEN BLICK

Skypod-System 2025: Zu den Merkmalen

der roboterbasierten All-in-One-

Lösung gehören:

n Sequenzierung für effizientes

Kommissionieren,

n Sequenzierung der Pakete für

optimales Beladen der Paletten,

n Kommissionierung direkt in die

Versandbehälter,

n Pufferung von unvollständig

kommissionierten Sendungen,

n mehr als doppelt so viele autonome

Roboter im Einsatz,

n Nutzung der Verkehrsfläche unter

den Regalen sowie

n Regalbauhöhe bis zu 14 m und

n keine Fördertechnik erforderlich.

36 f+h 2025/01


GROSSES LAGERPROJEKT IN

ENGLAND ABGESCHLOSSEN

AR Racking hat in Rekordzeit von 16 Wochen ein

Lagersystem mit 52.000 Stellplätzen für Boughey

Distribution in deren neuem Lager in Newcastle

Under Lyme installiert. Das Projekt umfasste die

Implementierung des Palettenregalsystems AR

PAL, das darauf ausgelegt ist, Raum, Funktionalität

und Sicherheit zu maximieren. Es verfügt über

Merkmale wie eine Höhe von 14,7 m und breite Gänge. Dieses Lager, das für nicht gekühlte

Produkte bestimmt ist, ist mit integrierten Sprinkleranlagen und energieeffizienten Systemen

ausgestattet. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen war entscheidend,

um die Erwartungen zu übertreffen und optimale Ergebnisse zu erzielen. Danny Earp von

Boughey Distribution hob die Effizienz von AR Racking als Partner hervor, während Mike

Smyth, Projektleiter, die Bedeutung dieser Installation als Fortschritt für die Kapazität und

logistische Effizienz von Boughey betonte.

www.ar-racking.com

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1

ELEKTRO-SCHLEPPER-BAUREIHE ERWEITERT

Das Unternehmen MasterMover hat die Elektro-Schlepper-Baureihe PowerSteered um sechs

neue Modelle ergänzt. Zu den Merkmalen der neuen Modelle gehören verschiedene neue

Steuerungsoptionen. So ermöglicht zum Beispiel Remote Control dem Bediener das Bewegen

schwerer Lasten aus jeder Position heraus, was der Sicherheit zugutekommt. Darüber hinaus

ist ein TillerLink verfügbar. Darunter versteht der Hersteller eine Einheit, mit der sich zwei

Schlepper gleichzeitig als eine Einheit nutzen lassen. Konzipiert ist diese Lösung für die

Bewegung großer Bauteile.

www.mastermover.com

SCHLÜSSELFERTIGE UHF-RFID-GATES

Mit den Komplettlösungen für den Aufbau von RFID-Gates des

Unternehmens Turck lassen sich Identifikationsaufgaben in

Logistik- und Intralogistikprozessen unterstützen. Die Gates

ermöglichen eine zuverlässige Erfassung von Warenein- und

-ausgängen. Alle Komponenten, inklusive passender Middleware

und Software, sind aufeinander abgestimmt. Dies

erlaubt die Montage und Inbetriebnahme ohne zusätzliche

Programmierung.

Das Komplettpaket

umfasst einen

UHF-Reader Q180 mit

vier Antennen, vier

Koaxialkabeln, einer

Ethernet-Leitung

sowie Traverse und

Seitenwangen zur

Montage. Aufgrund

der Schutzart IP67

sind weder Schutzgehäuse

noch Schaltschränke

erforderlich.

Der UHF-Reader Q180 ist mit einem vorinstallierten Software-

Interface ausgestattet, das standardisierte RFID-Funktionen

und eine Rest API enthält. Anwender und Systemintegratoren

sparen durch das Paket Beratungs- und Programmieraufwand.

Die aufeinander abgestimmten Komponenten reduzieren das

Risiko von Fehlinvestitionen und erhöhen die Erfassungssicherheit.

Standardisierte Schnittstellen und eine programmierfreie

Installation erleichtern zudem die zeitgerechte

Inbetriebnahme.

www.turck.com


MARKTPLATZ

ECHTZEIT OHNE

SCHNICKSCHNACK

Die neue Funklösung

BlitzFunk der fünfeinhalb

Funksysteme GmbH

wurde auf die Anforderungen

fahrerloser

Transportsysteme und mobiler Roboter optimiert. Anders als

klassische Systeme liefert BlitzFunk eine deterministische

Latenz, die in der Planungsphase mit einfacher Schulmathematik

kalkuliert werden kann. Sein Zero-Latency-Roaming ermöglicht

den nahtlosen Übergang von einem Access Point zum

nächsten – ohne jegliche Ausfallzeit. Damit macht die Neuentwicklung

den Weg frei für eine zentrale Steuerung und Überwachung,

bei der viele bislang in den Fahrzeugen verbaute

Sicherheits- und Regelungskomponenten entfallen. Das

Ergebnis: Höhere Geschwindigkeiten, mehr Präzision, geringere

Hardwarekosten und weniger Wartungsaufwand.

www.fuenfeinhalb.de

AUS FLURFÖRDERZEUGEN WERDEN WAAGEN

Die Wägelösungen für Gabelstapler

und elektrische Gabelhubwagen

des italienischen

Unternehmens Dini Argeo

umfassen hydraulische Drucksensoren,

Wiegegabeln und

Wägemodule. Entsprechend

ausgerüstet, werden aus den

Flurförderzeugen somit mobile

Waagen. Die Twin-Forks-Wiegegabeln ersetzen die traditionellen

Gabeln. Aufgrund der Lithium-Ionen-Batterie ist eine lange

Einsatzdauer gegeben. Die Wiegeplatte ist mit einer kompakten

Gewichtsanzeige oder einem Touchscreen verfügbar.

www.diniargeo.com

VORHANG AUF FÜR

MEHR LAGERKAPAZITÄT

Die Städtischen Bühnen Frankfurt

haben die bisher zur

Lagerung von Repertoirekostümen

verwendeten fahrbaren

Kleiderständer durch eine

Regallösung aus dem Hause

Ohra ersetzt. Sie besteht aus neun rund acht Meter langen

Palettenregalen, an deren Auflagen mit einer Länge von 3,9 m

Kleiderstangen montiert sind. Jede Auflage lässt sich so

unabhängig von den anderen Auflagen individuell in der Höhe

verstellen. Bei einer Gesamthöhe von 2,88 m können jetzt die

Kostüme hängend auf zwei Ebenen aufbewahrt werden. Das

entspricht einer Erhöhung der Lagerkapazität um 50 Prozent

bei gleicher Lagerfläche.

www.ohra.de

SCHUTZPROFILE: JETZT AUCH MAGNETISCH

Zu den Neuheiten des Unternehmens Durable zählt eine

magnetische Variante der in der Praxis erprobten Schutzprofile.

Diese magnetische Variante ermöglicht eine schnelle und

flexible Befestigung an Metalloberflächen und bieten zuverlässigen

Schutz vor Verletzungen und Beschädigungen.

Ebenfalls neu im Sortiment sind robuste Gangbeschilderungen

zur Kennzeichnung von

Regalplätzen, Übergängen

oder Hallentoren. Als selbstklebende

oder magnetische

Variante bieten sie eine klare

Orientierung und unterstützen

die Organisation in

Lager- und Produktionsumgebungen.

www.durable.de

TECHNISCH-WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT

Dr.-Ing. Chr. Beumer, Beckum;

Prof. Dr.-Ing. J. Fottner, München;

Prof.-Dr.-Ing. K. Furmans, Karlsruhe;

Prof. Dr. M. ten Hompel, Dortmund;

Prof. Dr.-Ing. R. Jansen, Dortmund;

Prof. Dr. K.-O. Schocke, Frankfurt;

Prof. Dr.-Ing. habil. L. Schulze, Hannover;

Prof. Dr.-Ing. R. Schulz, Stuttgart


BIG PICTURE

LA PROVENÇALE:

DOPPELT SO SCHNELL MIT

FSP SHUTTLE-LAGER

Ausgeklügelt ist vor allem die

intelligente Anbindung des siebengassigen

AKL FSP Shuttle-Lagers an

eine automatische Endkommissionierung.

Neben Boxen mit Frischwaren

können so auch Behälter,

die bereits mit unterschiedlichen

Waren für den gleichen Kundenauftrag

vorkonfektioniert wurden,

bei 2 °C kurzfristig zwischengelagert

werden – bevor sie genau

dann in optimaler Reihenfolge

zur Palettierung an eine der

21 Verladerampen fahren, wenn

der Auftrag, zu dem sie gehören,

versandfertig gemacht wird.

Foto: Stöcklin Logistik

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 39


LEBENSMITTELHÄNDLER AUTOMATISIERT KÜHLLAGER MIT SHUTTLE-TECHNIK

QUALITÄT UND KAPAZITÄT ERHÖHT –

VERLADEZEIT HALBIERT

Das Lebensmittelgeschäft gilt als die

Königsdisziplin der Intralogistik. Nichts

bleibt lange liegen. Der Warenumschlag

bei Frischeprodukten ist enorm und die

Qualitätsansprüche kennen keine Abstriche.

Dem ist sich auch ein Lebensmittelgroßhändler

aus Luxemburg bewusst. Um 5.000 der besten

Hotels, Restaurants und Caterer der Benelux-

Region auch in Zukunft wettbewerbsfähig

beliefern zu können, investierte der Händler in

eine Shuttle-Lösung für sein Kühllager, die für

Temperaturen von 2 °C ausgelegt ist.

Die Gemeinde Leudelange ist die Adresse für Spitzengastronomie

und Gourmets in Luxemburg und den drei

Nachbarländern. Hier ist mit La Provençale der größte

Lebensmittelhändler Luxemburgs zu Hause. Im Sortiment:

mehr als 45.000 Frische-, Tiefkühl- sowie Feinkost-, Getränke-

und Non-Food-Produkte (einige davon aus eigener Produktion).

Die Ware wird bei Bestellung bis 24.00 Uhr bereits am folgen-

den Vormittag in unterschiedlicher Zusammenstellung ausgeliefert.

Etwa 2.500 bis 3.000 Over-Night-Lieferungen werden pro Tag

kommissioniert und über 21 Rampen in 200 firmeneigene Lkw

verladen. Möglich machen das ein im Jahr 2016 vom Intralogistikspezialisten

Stöcklin Logistik AG errichtetes Boxer-RBG

Tiefkühl-Hochregallager und eine neue, siebengassige, automatische

FSP-Shuttle-Lagerlösung, die für das Handling von Fleischund

Molkereiprodukten, Obst, Gemüse und weiteren Frisch- und

Trockenwaren bei einer Umgebungstemperatur von 2 °C ausgelegt

ist. Die Lagersysteme sind an eine intelligente Sortier- und

Palettierinfrastruktur angeschlossen. Darüber hinaus betreibt

der Händler auf dem 70.000 m² Fläche umfassenden Standort

einen Selbstbedienungsgroßhandel (Cash & Carry-Markt).

„Die zweite Automatisierungsstufe musste kommen“, so Georges

Eischen, Co-Geschäftsführer, La Provençale. „Das automatisierte

Tiefkühllager hatten wir bereits, aber in der Kühlhalle waren

wir mit unserer herkömmlichen, personalintensiven Ein- und

Auslagerung an der Kapazitätsgrenze. Gut, dass wir das Gebäude

Jahre zuvor mit ´Luft nach oben´ dimensioniert haben. Das bot

uns die Möglichkeit für ein zweites Automatisierungsprojekt.“

FLEXIBILITÄT BEI VOLLER TRANSPARENZ

UND KONTROLLE

In den Jahren 2022 bis 2024 entstand in Zusammenarbeit mit der

Stöcklin Logistik AG ein FSP-Shuttle-Lager mit Platz für

25.000 Behälter für die ein- und zweifachtiefe Zwischenlagerung

des Tagesumschlags aus verschiedenen Frischeabteilungen.

40 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

01 02

01 Der Lebensmittelgroßhändler La Provençale betreibt

am Standort Leudelange ein Logistikzentrum für mehr als

45.000 Produkte

02 Über eine an die Lager gekoppelte Sortierinfrastruktur

werden die Lebensmittelbehälter für den

Abtransport per Lkw geschleust

Herzstück der Anlage, zu der auch ein Regalsystem, Heber sowie

Regalförderer und Steuerungssoftware gehören, sind die dynamischen

Shuttle: In sieben Gassen operieren 69 FSP-Shuttle,

die zusammen etwa 5.000 Behälter pro Stunde ein- und auslagern

können. So werden 500 bis 600 Tonnen Ware pro Tag bewegt

– bei voller Transparenz und Kontrolle. Die Shuttles verfahren jeweils

nur auf einer Ebene. Sie verrichten ihre Arbeit parallel und

unabhängig voneinander auf der ganzen Anlage und lassen sich

bei Bedarf im laufenden Betrieb austauschen.

HALBE LADEZEIT BEDEUTET DOPPELTE

KAPAZITÄT

„Wir versenden jeden Tag um die 40.000 Boxen. Wenn man diese

hohe Zahl an Behältern mehrmals in die Hand nehmen muss, bis

sie auf der vorgesehenen Palette im richtigen Lkw stehen, muss

man jeden Handgriff kontrollieren. Dafür benötigten wir noch bis

vor kurzem unnötig viel Zeit“, so Eischen. Das geschehe jetzt automatisch

– und sorge für einen enormen Leistungssprung: „Wir

haben bisher im Schnitt eine Stunde gebraucht, um einen Lkw zu

beladen. Jetzt werden wir das auf 30 Minuten pro Lkw runterbringen.

Das Tiefkühl-Hochregallager verschaffte uns schon etwa

30 Prozent Leistungssteigerung – im FSP-Shuttle-Lager sehen wir

schon jetzt: Da ist mehr drin.“ Halbe Ladezeit bedeute doppelte

Kapazität – ohne zusätzliches Personal. Die Waren würden weniger

oft in die Hand genommen, was gut für die Qualität sei. Eischen

sieht noch weitere positive Auswirkungen und zusätzliches

Potenzial: „Die Anlage ist jetzt etwa drei Monate in Betrieb. Die

Fehlerraten sinken schnell. Wir haben vor, in Zukunft Behälter

beim Eingang zu wiegen und den Bestand fotografisch festzuhalten

– das wird die Fehlerquoten in den nächsten ein bis zwei Jahren

noch einmal halbieren. Bisher mussten wir 30 Personalabgänge

nicht nachbesetzen – dieser Trend ist noch nicht zu Ende.

Wenn alles eingeschliffen ist, sollten trotz Wachstum Fachkräfte

frei werden, die wir mit ihrer Erfahrung für wertschöpfende Tätigkeiten

dringend brauchen.“

Alles in allem geht Eischen davon aus, dass die Anlage ihren

Return on Investment in weniger als fünf Jahren erreicht.

REALISIERT IM LAUFENDEN BETRIEB

Große innovative Projekte sind keine Schnellschüsse, findet Eischen.

Auch die Intralogistik-Automation erfordere einen langen

Atem. Wenn es an die Bauphase geht, seien genaue Planung und

Verlässlichkeit Trumpf. „Meine Logistik muss funktionieren –

egal was geschieht. Sechs Tage die Woche, 300 Tage im Jahr. Dass

wir im laufenden Betrieb umbauen mussten, war für mich die

größte Herausforderung.“

In der Stöcklin Logistik AG habe man aber einen erfahrenen

und vor allem verlässlichen Partner gefunden. „In jedem Projekt

gibt es Schwierigkeiten. Das passiert, wenn man etwas Neues

macht. Beim Tiefkühllager zum Beispiel sprangen unvorhergesehen

Riemen von den Lastaufnahmegeräten, sie arbeitete erstmals

bei -23 °C. Das FSP-Shuttle-Lager hat für unsere Maßstäbe

nie dagewesene Dimensionen. Wir werden noch Zeit brauchen,

die Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Partnerschaft mit Stöcklin

ist davon geprägt, dass sie uns zur Seite stehen, bis alles läuft, wie

geplant.“ Eine Partnerschaft mit dieser DNA wolle er auf jeden

Fall weiter pflegen.

Fotos: Stöcklin Logistik, La Provençale

www.stoecklin.com

GEORGES EISCHEN,

CO-GESCHÄFTSFÜHRER,

LA PROVENÇALE

Kunden sind unzufrieden, wenn die Ware

nicht pünktlich geliefert wird. Wir bewältigen

3.000 Lieferungen am Tag

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 41


POWER-AND-ENERGY-SOLUTIONS IM

HÖCHSTEN SHUTTLE-LAGER DER NIEDERLANDE

ENERGIESPAREN IM BEHÄLTERLAGER

Der niederländische Logistikdienstleister CB

errichtete ein Lager für den Buchhandel mit einer

Kapazität von 150.000 Behältern. Den Zuschlag

für den Bau des Shuttle-Lagers erhielt die psb

intralogistics GmbH aus Pirmasens. Der

Intralogistik-Systemanbieter erarbeitete

gemeinsam mit SEW-Eurodrive, Bruchsal, ein

Antriebs- und Automatisierungskonzept. Dabei

kamen auch Power-and-Energy-Solutions zum

Einsatz, die die Spitzenleistung der Anlage um

90 Prozent reduzieren konnten.

Mit 800 Mitarbeitern ist die Firma CB, die früher Centraal

Boekhuis B. V. („Zentrale Buchhandlung“) hieß,

der größte Logistikdienstleister im Bereich Bücher

und E-Books im niederländischen Sprachraum. Vom

Zentrallager in Culemborg aus – eine Autostunde südlich von

Amsterdam – werden zahlreiche Buchläden in den Niederlanden

sowie in der nordbelgischen Region Flandern beliefert.

VERÄNDERTER BÜCHERMARKT

CB hat ein Sortiment von mehr als 120.000 niederländischen und

ausländischen Titeln aus mehr als 1.000 Verlagen. Der Logistikdienstleister

liefert jährlich rund 60 Millionen Bücher aus, seit

zehn Jahren auch Gesundheitsprodukte. Jedes Jahr werden mehr

als zehn Millionen Bücher per E-Commerce versandt. Im Jahr

2020 wickelte das Unternehmen 6,5 Millionen Bestellungen im

B2B-Bereich ab.

Die Logistikmanagerin Miriam van Knippenberg arbeitet seit

mehr als 25 Jahren in verschiedenen Funktionen bei CB und war

zur Zeit des Baus und der Umsetzung unter anderem für das

INNOVATIVE TECHNIK

REDUZIERT ENERGIEBEDARF

neue Behälterlager verantwortlich. Sie erläutert: „In den vergangenen

Jahren haben wir es mit einer Ausweitung der Produktpalette

sowie der Zunahme von kleineren Online-Bestellungen

über Webshops zu tun. Im lokalen Buchhandel gingen die Umsätze

zurück, auch aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen.

Zudem sinken die Auflagen und die Kunden wünschen sich eine

schnelle Lieferung. All das erforderte Investitionen in die bestehenden

Infrastrukturen, weil die Lager häufiger aufgefüllt werden

müssen.“

42 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

01

02

01 Servomotoren der Baureihe CMP treiben die Behälterlifte an

02 Das Umrichtersystem Movi-C Movidrive modular

speist die Servomotoren der Behälterlifte. Im Bild: das

Versorgungsmodul MDP92A (grau) und Einachsmodule MDA90A

Aus diesem Grund wurde vor einigen Jahren beschlossen, in ein

neues Behälterlager zu investieren. Mit dem Bau des automatischen

Shuttle-Lagers wurde die psb intralogistics GmbH beauftragt.

Der Intralogistik-Systemanbieter erarbeitete gemeinsam

mit SEW-Eurodrive ein Antriebs- und Automatisierungskonzept.

Baustart war im Jahr 2019. Nutzen kann der Betreiber die Anlage

seit 2021. Das Lager (L ´ B ´ H: 100 ´ 30 ´ 30 m), das an eine Außenseite

eines Bestandsgebäudes andockt, ist das höchste Shuttle-Lager

in den Niederlanden. Auf 66 Ebenen verfügt das dreigassige

Lager über eine Kapazität von 150.000 Behältern. Pro

Gasse übernehmen 15 Shuttles das Handling der Ladungsträger.

VERRINGERTE ENERGIEKOSTEN

Während der Projektierungsphase stellte sich heraus, dass die

Anlage das Stromnetz zu stark belasten würde. Die Spitzenanschlussleistung

von circa 240 kVA pro Shuttle-Gasse war für den

Netzbetreiber zu hoch. Die Installation eines neuen Transformators

erwies sich kurzfristig als unmöglich. psb fand eine geeignete

technische Lösung mit den Power-and-Energy-Solutions von

SEW-Eurodrive. Der Antriebsautomatisierer entwickelte dieses

System, um die Voraussetzungen für die Energieversorgung von

Anlagen auch bei begrenzter Anschlussleistung zu schaffen. Dadurch

lassen sich auch netzseitige Stromspitzen vermeiden, die

Logistikprozesse mit der erforderlichen Flexibilität sicherstellen

sowie ein intelligenter Umgang mit der verfügbaren Energie realisieren.

Die generatorische Energie in der Anwendung, zum Beispiel

beim Absenken der Behälter- und Shuttle-Lifte, wird im System

gespeichert und bei der nächsten Bewegung wiederverwendet.

Das senkt die Energiekosten. Als potenzielle Erweiterung

könnte man mit der gespeicherten Energie bei einem Stromausfall

auch Fahrbewegungen vollständig ausführen. Hubbewegungen

werden gegebenenfalls kontrolliert gestoppt. In diesem Fall

wird die mechanische Haltebremse aktiviert.


PRODUKTE UND SYSTEME

03 Mithilfe von Doppelschichtkondensatoren im Zwischenkreis

lässt sich der Energiebedarf in den Leistungsspitzen abdecken

MIRIAM VAN KNIPPENBERG,

LOGISTIKMANAGERIN, CB

Kunden wünschen mehr Auswahl und

schnellere Lieferung. Wir reagieren

mit innovativen Lösungen

VORBEUGENDE INSTANDHALTUNG

Die Controller sammeln Leistungsdaten und Energiebedarfswerte,

die Aufschluss über den Bedarf der Subsysteme geben. Sie bieten

auch die Möglichkeit, Abweichungen von Referenzzyklen zu

erkennen. Diese Abweichungen können auf Verschleiß oder Defekte

im System hinweisen. Die Firma CB möchte auch der vorbeugenden

Instandhaltung mehr Aufmerksamkeit widmen. Bert

Snijders, Koordinator für technische Systeme, arbeitet bei der

Wartung mit einem zehnköpfigen technischen Team zusammen.

Diese Mitarbeiter haben jeweils ihr Fachgebiet: Mechanik und

Elektrik, Scanner, „Pick to Light“ usw. „Unser Ziel ist es, mehr Informationen

über potenzielle Störungen zu erhalten, damit wir

die Wartung in immer kürzerer Zeit durchführen können, wenn

der Betrieb stillsteht.“

Die 45 Shuttles transportieren die Behälter, die dann über Aufzüge

zu vier Arbeitsstationen gelangen, wo Mitarbeiter die Produkte

in die Behälter kommissionieren und dem Logistikprozess

zuführen. Jeder Arbeitsplatz hat eine Kapazität von 500 Picks pro

Stunde. Zur Optimierung der Abläufe befinden sich die Arbeitsplätze

in einer Höhe von 15 m. Die Shuttles können zwei Behälter

gleichzeitig transportieren und 700 Bewegungen pro Gang und

Stunde ausführen. Pro Schnelldreher befindet sich von dieser Kategorie

jeweils ein Buch in einem Behälter. Somit stehen diese

Bücher rasch zur Auslieferung bereit. Bücher, die nicht so häufig

nachgefragt werden, teilen sich einen Behälter.

MODERNE ANTRIEBSTECHNIK

Die Behälterlifte, mit deren Hilfe die Bücherbehälter die Lagerebenen

wechseln, sind mit SEW-Servomotoren des Typs

CMP112M ausgestattet, die von einem Umrichtersystem Movi-C

Movidrive modular gespeist werden. In einem Schacht sind zwei

Behälterlifte installiert. Neben dem Versorgungsnetz ist das

Movi-C Movidrive modular an einen Energiespeicher bestehend

aus Doppelschichtkondensatoren angeschlossen. Die einzelnen

Kondensatormodule haben eine Kapazität von 83 F und eine

Nennspannung von DC 108 V. Die Reihenschaltung von acht Mo-

dulen ergibt einen Kondensatorspeicher mit einer Gesamtkapazität

von 10 F, der für die Systemspannung bis DC 800 V geeignet

ist. Ab einer Mindestspannung von 450 V können hier etwa

2.200 kWs Energie gespeichert werden. Vier Behälterlifte mit je

zwei Lastaufnahmemitteln und zwei Shuttle-Lifte mit niedriger

Geschwindigkeit sowie einige Hilfsachsen haben im Fall der zeitgleichen

Beschleunigung zusammen eine Spitzenleistung von

circa 230 kW (in der Endausbaustufe). Power-and-Energy-Solutions

von SEW reduzieren diese Leistung auf eine netzseitige

Leistung von 17 kW. Sie bestehen aus verschiedenen Komponenten,

mit denen sich je nach Anforderung unterschiedliche Lösungen

realisieren lassen. Dazu gehören Kondensatormodule auf

Basis von Elektrolyt- oder Doppelschichtkondensatoren, DC-DC-

Wandler mit einer Spitzenleistung von 75 kW, ein AC-DC-Stromversorgungsmodul

mit einstellbarer Gleichspannung sowie Software

für das Energiemanagement.

GESICHERTE BUCHVERSORGUNG

Bei der Umsetzung des Projekts wurde der Blick auch in die Zukunft

gerichtet. So lässt sich das Lager mit zusätzlichen Liften

ausstatten. Die Infrastruktur in Culemborg bietet außerdem

Raum für eine Erweiterung des Lagers um 150.000 Behälter und

4.000 zusätzliche Behälter-Bewegungen pro Stunde. Van Knippenberg:

„Wir beschäftigen uns mit einem logistischen Masterplan,

weil der Verkauf über das Internet immer mehr zunimmt.

Außerdem werden wir die Distributionszentren überarbeiten.

Und es kommt ein Gebäude für Schulbücher hinzu. Denn das Bestellverhalten

bei Schulbüchern ist anders als bei sonstiger Literatur.

Die Technik in dem neuen Gebäude wird uns während der

jährlichen Schulbuchbestellphasen in die Lage versetzen, einen

besseren Service zu bieten.“ Die Buchversorgung in den Niederlanden

und in Flandern sei also für die Zukunft bestens gesichert.

Autor: Gunthart Mau, Referent Fachpresse, SEW-Eurodrive, Bruchsal

Fotos: CB, SEW

www.sew-eurodrive.de/power-energy-solutions

44 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


MARKTPLATZ

INFRAROTHEIZUNG STATT KALTER HALLENLUFT

In Zeiten hoher Energiekosten stellen sich viele Unternehmen die Frage: Warum die ganze Lager- oder

Produktionshalle beheizen, wenn die Wärme nur an bestimmten Stellen benötigt wird, zum Beispiel in

der Verladezone oder an den Kommissionierarbeitsplätzen? Mithilfe von Infrarotheizungen lässt sich

das realisieren: Tansun-Apollo-Infrarotheizungen erwärmen gezielt die Personen und Oberflächen im

Lichtkegel an den jeweiligen Arbeitsplätzen, anstatt die komplette Raumluft zu beheizen. So kann die

Energie effizient genutzt und ein angenehmer Arbeitsplatz geschaffen werden. Das kann dazu beitragen,

krankheitsbedingte Fehlzeiten zu reduzieren und die Motivation des Personals zu steigern.

Im Portfolio der TEL GmbH, exklusiver Vertriebspartner der britischen Firma Tansun für die DACH-Region,

befinden sich neben Heizungslösungen auf Infrarotbasis unter anderem Dimmer, Zeitschaltuhren

und Temperaturregelungen, die es Mitarbeitern ermöglichen, den Komfort an ihrem Arbeitsplatz selbst

zu steuern.

www.wirheizenmitstrom.com

PORTALSYSTEM MIT

HOHER

VIELSEITIGKEIT

Das neue H-Bot-System der

Rollon GmbH wurde für

Anwendungen entwickelt, die

Präzision und Zuverlässigkeit

auf engem Raum erfordern. Zu

den Merkmalen gehören ferner

das Einzelriemenkonzept und

Doppelmotor auf der x-Achse,

was die Voraussetzungen für

präzise Bewegungen bei

kompakter Bauweise schafft.

Durch den Verzicht auf einen

Motor an der y-Achse werden

die bewegten Massen reduziert.

Die Linearachsen mit

Zahnriemenantrieb und

Kugelumlaufführungen

erreichen einen Hub von

2.500 mm auf der x-Achse und

von 1.500 mm auf der y-Achse.

Geschwindigkeiten bis zu

5 m/s und Beschleunigungen

bis zu 50 m/s² bei einer

Wiederholgenauigkeit von

±0,1 mm sind in beiden

Achsrichtungen möglich. Der

H-Bot eignet sich in erster Linie

für die Handhabung von

Lasten mit einem Gewicht von

bis zu 10 kg, zum Beispiel in

der Pharmaindustrie, Lebensmittelindustrie

und bei

Montage-, Sortier- und

Transferprozessen.

www.rollon.de

Ladesysteme und mobile

Sicherheit für FTS/AGV/AMR

Kompakt-Schleifleitungen für

Shuttle-Systeme

Schleifleitungen und mobile

Steuerungen für EHB

Foto: KNAPP AG

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PRODUKTE UND SYSTEME

MILA – BERGMILCH SÜDTIROL ERWEITERT MIT WESTFALIA

LAGERKAPAZITÄT UND MATERIALFLUSS

LAGERLOGISTIK DER GRÖSSTEN MOLKEREI-

GENOSSENSCHAFT SÜDTIROLS WÄCHST MIT

Auf der Kundenliste der Westfalia Technologies,

Borgholzhausen, ist seit Jahrzehnten das

Unternehmen Mila – Bergmilch Südtirol zu

finden. In jüngster Vergangenheit haben die

beiden Unternehmen im Rahmen eines

Modernisierungs- und Erweiterungsprojekts den

Standort Bozen intralogistisch fit für die Zukunft

gemacht – weitere Maßnahmen sind nicht

ausgeschlossen.

Aus den im Jahr 1962 gegründeten Vereinigten Sennereien

Vinschgau wurde die größte Molkereigenossenschaft

Südtirols. Im Jahr 2013 entstand aus der Fusion der beiden

Basis-Genossenschaften Mila und Senni die „Bergmilch

Südtirol“ mit 470 Mitarbeitern und 2.200 Bergbauern, die

zugleich Lieferanten und Eigentümer sind: eine Erfolgsgeschichte,

die weitergeschrieben wird.

In den Werken Bozen und Bruneck entstehen heute rund 140

Produkte für Trentino-Südtirol, Italien und weltweit. Am Standort

Bozen werden sie seit 1992 in einem automatischen Lagersystem

der Westfalia Technologies GmbH & Co. KG bevorratet. Die

seit 2022 geplante und ab Dezember 2023 umgesetzte Modernisierung

ist die größte der Westfalia-Geschichte. Der aktuellen

Modernisierung und Erweiterung könnten weitere Maßnahmen

folgen. Am Standort Bozen erweiterte die Molkereigenossenschaft

2020 die Produktion, 2023 und 2024 dann die Kommissionierung

und den Versand um zwei Gebäude. Westfalia hat seine

kompakten automatischen Satellitenlager an die Verarbeitung

von mehr als 200.000 Tonnen Milch pro Jahr angebunden. Mithilfe

der Modernisierung und Erweiterung wurde die Leistung und

Betriebssicherheit erhöht. Das alles „unter beengten Platzverhältnissen

und inklusive der Integration in die Bestandsanlage.

Die Realisierung fand über mehrere Bauabschnitte im laufenden

Betrieb statt“, erklärt René Findling, Vertriebsleiter Modernisierung

bei Westfalia. Das Lagersystem laufe fünfeinhalb Tage pro

Woche rund um die Uhr, entlaste das Personal und gleiche einen

potenziellen Fachkräftemangel aus.

ERDBEBENSICHERE REGALANLAGEN FÜR

HÖHERE MAXIMALLAST

Im Frischelager steigt nun die nötige Maximallast von 800 auf

1.000 kg pro Ladeeinheit. Dazu wurde die Regalanlage mit neuen

Stützen verstärkt und die Anlage mit stirnseitigen Jochen erdbebensicher

gemacht. Die bisherigen Gefälle-Pickbahnen in der

unteren Ebene wurden zu mehrfachtiefen Lagerkanälen für circa

240 zusätzliche Stellplätze.

Dort installierte das Team Satelliten-Schienen und Reflektoren

für die Fachfeinpositionierung. Damit erhöht sich die Lagerkapazität

im Frischelager auf rund 4.140 Stellplätze. Die Ladeeinheiten

im System sind 35 bis circa 1.000 kg schwer und 1,60 m hoch.

Die Dreifachunterstützung aller Schienenprofile senkt den Palettenverschleiß.

Bislang waren drei rund 16 m hohe Zweimast-Regalbediengeräte

mit Lastaufnahmemittel vom Typ Ketten-Satellit im Einsatz:

zwei im bei 2 °C betriebenen Kühllager mit zuvor circa 3.900 Stellplätzen

für Euro-, Kunststoff- und Einwegpaletten, eines im auf

einer Zwischenebene angrenzenden Normaltemperaturlager für

H-Milch mit 1.056 Palettenstellplätzen. Das Frischelager, auf dem

der Schwerpunkt der aktuellen Modernisierung und Erweiterung

liegt, ist rund 44 m lang, circa 23 m breit und beherbergt bei einer

Höhe von circa 17 m jeweils acht Ebenen mit bis zu vierfachtiefen

Lagerkanälen.

01 Ein- und Ausschleusstränge sind per Drehtisch an den zentralen

Rollenförderer angebunden

46 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Findling: „Eine Modernisierung der beiden rund 30 Jahre alten

Regalbediengeräte im Kühllager war für die neuen Anforderungen

nicht wirtschaftlich und zeitgemäß. Daher haben wir sie gegen

zwei Einmast-Regalbediengeräte ersetzt.“ Diese zeichneten

sich durch ein geringes Eigengewicht und einen geringeren Energieverbrauch

aus und seien für geringe Bodenlasten in Bestandshallen

geeignet. Ihr neues Zuhause in Bozen hätten die Regalbediengeräte

ohne Schwerlasttransporte erreicht.

Ein kompaktes Fahrwerk mit reduzierten Überfahrwegen und

mit einem unteren Anfahrmaß von 1.000 mm sowie eine seitlich

versetzte obere Führungsschiene für ein optimales oberes Anfahrmaß

und Überhub maximieren den Lagerplatz. Das untere

Anfahrmaß ist bedingt durch das Bestandslager: Möglich ist bei

den Einmast-Regalbediengeräten aber ein minimales Anfahrmaß

von 450 mm.

Die Regalbediengeräte lassen sich modular ausrüsten. Bei Mila

sind schnelle, geteilte Ketten-Satelliten für die Dreifach-Schienen

im Einsatz. Sie bewegen materialschonend stündlich 65 Paletten

im Doppelspiel und 62 Paletten im Einzelspiel. Ware und Paletten

bleiben unbeschädigt, was der Systemverfügbarkeit zugutekommt.

Für Streckeneffizienz der Regalbediengeräte sind die neuen

Ein- und Ausschleusstellen mittig in den Lagergassen angeordnet.

Die Regalbediengeräte lagern auf einzelnen Fahrten zugleich

ein, um und aus. Mithilfe der Fördertechnik lassen sich Waren

nun zwischen den Regalbediengeräten umlagern.

FÖRDERTECHNIK BINDET REGALBEDIENGERÄTE

UND KOMMISSIONIERUNG AN

„Vor der Modernisierung haben Mitarbeiter Konfektionierung,

Lager und Kommissionierung manuell verbunden. Für diese Aufgaben

fehlt nun zum Teil Personal. Außerdem ist die Arbeitssicherheit

in dem verwinkelten Lager nur schwierig umzusetzen“,

erklärt Elina Stansky, Projekt- und Inbetriebsetzungsmanagerin

bei Westfalia.

Ein Rollenförderer mit einer Länge von 45,6 m wurde in der

ersten Ebene zwischen den beiden Lagergassen des Frischelagers

durch den Mittelblock gezogen. Mithilfe des Rollenförderers gelangen

Ladeeinheiten von der per manueller Aufgabe angebundenen

Produktion ins Lager und in die neuen Versandhallen.

Ebenfalls in Betrieb genommen wurden zwei neue, seitliche Aus-

lagerbahnen mit einer Gesamtlänge von 20 m zwischen Kühllager

und neuen Kommissionierhallen. Weitere Auslagerbahnen in

die Versandzone sind geplant.

Stansky: „Die Mila-Produktionsstätte ist durch den begrenzten

Platz historisch in die Höhe gewachsen. Wir müssen also verschiedene

Ebenen anbinden – ein logischer Schritt ist daher, mit

zusätzlichen Vertikalumsetzern zu arbeiten.“ Mindestens ein

neuer Vertikalumsetzer solle die Kommissionierung auf eine

Zwischenebene erweitern. Außerdem werde der in die Jahre gekommene

Vertikalumsetzer zum H-Milch-Lager gegen einen

neuen ausgetauscht. Dieser werde außerdem um Fördertechnik

IM RAHMEN DES RETROFIT-

PROJEKTS LIESSEN SICH

MEHRERE AUF GABEN MEISTERN

ergänzt: die Anbindung an das H-Milch-Lager, einen neuen Aufgabeförderer

und Staubahnen für mehr Streckeneffizienz in der

Versandzone.

Bereits im Jahr 2015 fand die Modernisierung des Regalbediengeräts

und der Materialflusssteuerung im H-Milch-Lager statt.

Perspektivisch ist auch die Erweiterung des aktuellen H-Milch-

Lagers (L × B × H: 20 × 16 × 10 m) sowie die Automatisierung der

Produktionsanbindung durch zusätzliche Fördertechnik geplant.

Die jetzt erneuerte Konturen- und Gewichtserfassung an allen

Wareneingangsschnittstellen zu den Hochregallagern schafft die

Voraussetzungen für den störungsfreien und sicheren Betrieb des

per Siemens-SPS gesteuerten Systems.

NEUE IT-LANDSCHAFT

„Mila – Bergmilch Südtirol hatte als langjähriger Westfalia-Kunde

seit dem Jahr 1994 alle vier Generationen unserer Software im

Einsatz, angefangen mit einem einfachen Lagerverwaltungssystem“,

erklärt Christian Goltermann, Vertriebsleiter Software & IT.

„Heute ist Savanna.NET zum Warehouse Execution System gewachsen,

das Lagerverwaltung und Materialflusssteuerung vereint.

Nach den Savanna-Upgrades auf die Version 2.15 haben wir

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PRODUKTE UND SYSTEME

02 Der geteilte Ketten-Satellit und die Dreifachunterstützung

in den Lagerkanälen schonen Waren und Paletten und sorgen für

Systemverfügbarkeit

LOGISTIKPLANUNG MIT TEILABSCHNITTEN

parallel zu den Bauabschnitten funktionale Erweiterungen implementiert.“

Dazu gehören die Verwaltung von Stellplätzen, Bestand und

Lager, die Materialflusssteuerung, die Kopplung mit dem ERP-

System SAP und die Bestandsbuchung über mobile Datenendgeräte

(MDE) auf der responsiven Savanna-Bedienoberfläche

Savanna CrossClient. Goltermann: „Wir haben den Funktionsumfang

um manuelle Lagerplätze in der neuen Kommissionierung,

um die automatische Nachversorgung aus dem Hochregallager

und um die Stellplatzverwaltung der beiden Kommissionierzonen

mithilfe von mobilen Terminals erweitert.“ Einlagerund

Auslagerlogik würden Umlagerungen reduzieren und die

Lagerkapazität ausschöpfen.

Die Scanner-Kommunikation hat das IT-Team von einer seriellen

Verbindung auf eine TCP-/IP-Netzwerkverbindung umgestellt,

die Schnittstellen zu den neuen Regalbediengeräten und

die ausgebaute Fördertechnik softwareseitig implementiert. Ein

Microsoft-SQL-Server ist als zentrale Datenbank eingerichtet. Die

Hardware stellte der Betreiber.

Antriebs-, Steuerungs- und Sicherheitstechnik wurden innerhalb

kurzer Zeit ausgetauscht und umgebaut: Umrichter der

Marke SEW Movi C, aktuelle Steuerungstechnik von Siemens im

Totally-Integrated-Automation(TIA)-Portal inklusive Safety-Integrated-Laser-Entfernungsmessung

und Kamerasystem für die

Fachfeinpositionierung sowie Bedienpanels für eine verbesserte

manuelle Bedienung des Systems auch außerhalb des Sicherheitsbereichs.

„Mithilfe der neuen Antriebstechnik lassen sich die zulässigen

Geschwindigkeiten und Endlagen sicher und wartungsfrei per

Safety-SPS überwachen“, erläutert Martin Hessler, Bereichsleiter

Automatisierungstechnik bei Westfalia. „Die Daten werden per

Ethernet und Profinet über Datenlichtschranken an die Regalbediengeräte

übermittelt. Nun sind Ferndiagnose und Fernwartung

möglich. Die weitere Anbindung der Produktion ist schon

vorbereitet.“

Die Produktion lief ununterbrochen, indem einzelne Lagerblöcke

außer Betrieb gesetzt und ein Regalbediengerät ausgetauscht

wurde, während das zweite Regalbediengerät übernahm. Noch

während der ersten Bauabschnitte wurden weitere geplant und

Materialflüsse planerisch angepasst. Findling: „Wir haben die

Produktionsanbindung anfangs aus dem Pflichtenheft herausgenommen,

um dem Betreiber mehr Bedenkzeit zur verschaffen.

Basierend auf unserem breiten Portfolio und der individualisierbaren

Lösung können wir unsere Intralogistik diesem historisch

gewachsenen Lager perfekt anpassen.“ Aktuelle Komponenten

kämen der Ersatzteilbeschaffung zugute.

Ziel war es, die Erweiterung der Produktion auch aufseiten der

Intralogistik abzubilden. Das Lager hat mehr Kapazität und eine

höhere Maximallast. Ladeeinheiten müssen in der Verladezone

nicht mehr per Flurförderzeug bewegt werden. Die neue Fördertechnik

transportiert die Waren automatisch zwischen Produktion,

Lager, den neuen Kommissionierhallen und der Versandzone.

„Mithilfe von Savanna kommissionieren wir in den neuen

Kommissionierzonen per Handheld und geben dezentral Anweisungen

an das System“, so Thomas Bernhart, technischer Direktor

von Mila – Bergmilch Südtirol. „Durch die aktuellen Komponenten

haben wir Ersatzteilsicherheit für die nächsten 15 Jahre.“

Der erste wichtige Modernisierungs- und Erweiterungsschritt

ist damit geschafft, weitere sollen folgen: Perspektivisch soll die

Produktion automatisch angebunden, mithilfe von Vertikalumsetzern

die ganze Hallenhöhe genutzt und auch das H-Milch-Lager

erweitert und modernisiert werden.

Fotos: Westfalia Technologies

www.westfaliaeurope.com

AUF EINEN BLICK

n Modernisierung des Kanallagers für höhere Maximallast,

Kapazität und Leistung sowie höhere Betriebssicherheit

auf einer stark zugeschnittenen Grundfläche

n Erweiterung der Fördertechnik und Anbindung des

Lagersystems an die Versandzone, zwei neue

Kommissionierhallen und mehrerer Produktions- und

Lagerebenen durch zusätzliche Vertikalumsetzer

n Sicherer, zuverlässiger und effizienter Weiterbetrieb

und Wachstum des Produktions- und Logistikstandorts

Bozen

n Höherer Instandhaltungskomfort und Anlagenverfügbarkeit

durch Safety-SPS, bessere Ferndiagnose und

Fernwartung

n Bestandsbuchung per mobiler Datenerfassung

n Neuer technologischer Stand der Lagertechnik, Fördertechnik,

des Warehouse Execution Systems, der

Sensorik, Antriebe und Steuerung

n Anlagenverfügbarkeit für weitere 15 Jahre

sichergestellt

Quelle: Westfalia Technologies

48 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

INNOVATIVER RETROFIT-ANSATZ FÜR SOFTWAREUMSTELLUNG BEI CARGOLOGIC

RISIKOFREIE MODERNISIERUNG DES MATERIAL-

FLUSSRECHNERS PER DEEP-TWIN-EMULATION

ERP

(Test)

WMS / MFC

(Test)

SPS

(virtuell oder Test)

Bots

Testsystem

Die Cargologic AG modernisiert

ihren Materialflussrechner (MFR)

am Standort Zürich. Um die

Voraussetzungen für einen

problemlosen Übergang der rund

um die Uhr im Dreischichtmodell

genutzten Anlage zu schaffen, setzt

der Anbieter von Luftfrachtabfertigung

auf die Deep-Twin-

Emulation (DTE) der LplusR GmbH.

Die Cargologic AG ist seit mehr als 70 Jahren auf die Abfertigung

von Luftfracht spezialisiert und gilt in der Schweiz

als führende Anbieterin auf dem Gebiet. Am Züricher

Flughafen betreibt das Unternehmen ein automatisiertes

Paletten-Hochregallager, das über 8.500 Stellplätze verfügt.

Im vergangenen Jahr wurden die IT-Spezialisten der LplusR

GmbH aus dem bayerischen Parkstein damit beauftragt, den Materialflussrechner

des Paletten-Hochregallagers zu modernisieren.

Da dieses rund um die Uhr im Dreischichtmodell betrieben

wird und eine längere Abschaltung für Testzwecke unmöglich ist,

muss parallel ein zuverlässiges Testsystem errichtet werden. Nur

so lassen sich die Voraussetzungen für eine problemlose und unmittelbare

Softwareumstellung schaffen.

Dieses Testsystem wurde jüngst implementiert und von Cargologic

abgenommen. Reto Nüesch Erismann, Executive Vice President

Technics & Applications, stellt zufrieden fest: „Dieser erfolgreiche

Schritt markiert einen wichtigen Meilenstein im Projektverlauf.

Durch den innovativen Ansatz der LplusR ist eine ‚Operation

am offenen Herzen‘ zu einem überschaubaren Risiko und

vor allem zu einer beherrschbaren Inbetriebnahme geworden.“

DAS ERFOLGSGEHEIMNIS HINTER DEM ANSATZ

Deep-Twin-Emulation (DTE), also die Anlagen-Emulation mit einem

digitalen Zwilling, nennen die Experten der LplusR GmbH

ihr Erfolgsrezept: „Unser digitaler Zwilling setzt nicht, wie aus

klassischen Emulationsmodellen bekannt, über der SPS-Ebene

an. Es handelt sich vielmehr um ein digitales Abbild der physischen

Realität unterhalb der Steuerungsebene. Im Verbund mit

der virtualisierten Original-SPS-Software lassen sich die Zustände

der Sensorik und Aktorik in Echtzeit emulieren“, erklärt Gunther

Lukas, LplusR-Geschäftsführer und Projektverantwortlicher.

Somit hänge der Projekterfolg nicht mehr von der Vollständigkeit

und der Güte einer historisch gewachsenen Anlagendokumenta-

tion im heterogenen IT-Umfeld ab. Norbert Rieger, ebenfalls Geschäftsführer

der LplusR GmbH, ergänzt: „Die Deep-Twin-Emulation

arbeitet mit der Original-SPS-Software jeder Steuerung.

Während dem Anlagenbetrieb können also keine unerwarteten

Fehler auftreten, die in den Software-Tests vor dem Go-Live nicht

aufgefallen und längst beseitigt worden wären.“

Die Tests mit dem neuen Materialflussrechner haben bereits

begonnen. Dabei sind auch teilweie kleinere Abweichungen zwischen

der Anlage und der zurgörigen Dokumentation zutage getreten.

Dies stellt auch Wolfgang Freitag, Manager Applications

am Standort Zürich, fest: „Während der jahrzehntelangen Lebensdauer

der Anlage wurden sehr viele Änderungen an der SPS-

Software vorgenommen. Wir freuen uns, dass wir mit dem Retrofit-Konzept

unser Paletten-Hochregallager auf den neuesten

Stand der Dinge bringen können.“

Die Inbetriebnahme des neuen Materialflussrechners ist für

Mitte dieses Jahres geplant.

Die LplusR GmbH ist in diesem Jahr auf der Logimat vertreten.

Interessierte Leser finden den Messestand des Unternehmens auf

der Galerie in Halle 1, GA22.

Grafik: LplusR

www.lplusr.de

INKONSISTENZEN ZWISCHEN

REALER ANLAGE UND DOKU-

MENTATION WIRKEN SICH NICHT

NEGATIV AUF DAS PROJEKT AUS

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 49


TRENDS, BEST PRACTICE UND DEMOSYSTEME

ROBOTICS-TAG ZEIGT ZUKUNFT

AUTOMATISIERTER LAGERLOGISTIK

Eingebettet in eine intelligente Logistikplanung

eröffnen Roboter neue Möglichkeiten Prozesse

nachhaltig und effizient zu automatisieren. Auf

dem zweiten Robotics-Tag des Systemintegrators

Klinkhammer Intralogistics drehte sich deshalb

alles um Trends, Chancen und Hürden einer

Automation mit Robotertechnologien.

150 Teilnehmer trafen sich zum Gedanken- und

Erfahrungsaustausch. Live-Demos, und

Ausstellungen ergänzten das Vortragsprogramm.

Wer seine Lagerlogistik optimieren will, kommt nicht

umhin, auch über Robotik-Lösungen nachzudenken.

Vor diesem Hintergrund verwandelte das Unternehmen

Klinkhammer die VIP-Centerlounge im

Max-Morlock-Stadion in Nürnberg in eine „Robotics-Area“. Im

Rahmen der Fachveranstaltung zeigten lösungsorientierte Fach-

vorträge respektive Best-Practice-Beispiele innovative und zukunftsweisende

Möglichkeiten auf, wie sich Lagerlogistik mithilfe

von Robotik effizienter gestalten lässt. Darüber hinaus gab es die

Gelegenheit, an Demoständen verschiedene Roboterlösungen

live zu erleben, wie das Piece-Picking-System von Nomagic oder

mobile Robotersysteme von Exotec, Gridstore und Safelog. „Wir

setzen auf Erfahrungen aus der Praxis, zeigen realisierte Lösungen

und Systeme in unterschiedlichen Branchen“, so Frank Klinkhammer,

Geschäftsführer, Klinkhammer Intralogistics, in seiner

Einführungsrede. „Theoretisch ist vieles machbar, wie aber kann

es erfolgreich in die Realität umgesetzt werden. Aus der Praxis,

für die Praxis, darum geht es.“

HUMANOIDE ROBOTIK

Die Vortragsreihe startete mit einer spannenden Keynote: „Verkörperung

humanoider Roboter mittels Innovation in der Mechatronik“

von Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke, Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung

und Produktionssystematik an der FAU Erlangen-

Nürnberg. Anhand verblüffender Beispiele zeigte Prof. Franke,

wie weit entwickelt humanoide Roboter bereits sind. Ziel dieser

Entwicklungen seien Automatisierungsaufgaben in menschlicher

Umgebung mit menschenähnlichem Habitus von Robotern

durchführen zu lassen. Dabei stützen sich humanoide Roboter

50 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

MANFRED WEBER,

REDAKTEUR F+H

In naher Zukunft wird auch humanoide

Robotik den Alltag im Lager und

››Produktion prägen

01

auf fortschrittliche KI-Systeme, darunter maschinelle Lernalgorithmen

für Echtzeit-Vision, Objekterkennung und Navigation.

Als Beispiel führte Prof. Franke unter anderem den „Figure 02“

von BMW an. Der Autobauer setzt in seinem Werk in den USA

erstmals diesen menschenähnlichen Roboter in der Produktion

ein. Figure 02 ist dabei in der Lage, autonom menschenähnliche

Aufgaben zu bewältigen, wie komplexes Greifen, das die Koordination

beider Hände im Einklang erfordert. Im Werk kann er so in

der Karosserieabteilung verschiedene komplexe Teile millimetergenau

platzieren und sich selbstständig bewegen. Ein weiteres

Beispiel gibt Prof. Franke mit dem „Apollo“ von Mercedes Benz.

Dieser humanoide Roboter soll perspektivisch die Fachkräfte in

der Fertigung unterstützen. Zunächst soll der Humanoid bei

Mercedes-Benz in der Intralogistik helfen.

AUS DER PRAXIS

Nach dem visionären Vortrag von Prof. Franke ging es zurück „auf

den Boden der Tatsachen“ – in die Best-Practice-Beispiele.

Christian Thoma, Head of Logistics Operations bei Kaeser Kompressoren,

zeigte, wie man mit einer Logistikplanung im Vorfeld

„mehr herausholen“ kann. Beschrieben wurde der Weg zur optimalen

Intralogistik mithilfe von Shuttle- und Robotik-Lösungen.

Dr. Dirk Liekenbrock, Leiter Planung bei Klinkhammer Intralogistics,

erläuterte in seinem Vortrag, wie das Unternehmen

Kühne+Nagel mithilfe von Lagerrobotern seine Effizienz im Lager

steigert. Für Kühne+Nagel sei dabei die Flexibilität des

Systems maßgeblich, um auch bei auftragsabhängigen Schwankungen

und Wachstumsphasen eine nahezu unterbrechungsfreie

Intralogistik sicherzustellen. Anschließend gab Peter Berlik, Geschäftsführer

bei Gridstore Robotics, einen kleinen Einblick in

die Möglichkeiten von innovativen und effizienten Roboterlagern

für die Bedruckung von Fußball-Trikots.

INTELLIGENTE ROBOTIK

Martin Schmitz, Director of Business Development bei Nomagic,

eröffnete mit seinem Vortrag „Automatisiertes Piece Picking

durch intelligente Roboter“ den zweiten Teil der Veranstaltung.

Intelligente Roboter, so Schmitz, verfügen über Deep-Learning-

Algorithmen, die extra für den skalierbaren Einsatz in einem industriellen

Umfeld konzipiert werden. Diese Algorithmen können

Szenen mit unbekannten Objekten analysieren, ihre Position

und Abmaße bestimmen und festlegen, wie mit ihnen zu verfahren

ist. Wie eine leistungsstarke Roboterflotte die Lager- und

01 + 02: Mobile Roboterlösungen waren Teil der begleitenden

Ausstellung mit Live-Demonstrationen

Kommissionierleistung der Renault Group optimierte, erläuterte

Andreas Stöckl von Exotec im Anschluss.

ENTSCHEIDEND SIND INTEGRATION

UND AUSWAHL

„Roboter unterscheiden sich von fahrerlosen Transportsystemen

oder klassischen Förderanlagen dadurch, dass sie nicht nur Güter

transportieren, sondern auch Sortier-, Lager- und Kommissionieraufgaben

übernehmen können. Für eine optimale Roboterleistung

sind aber die Integration in das Gesamtsystem und eine

auf die jeweilige Anforderung zugeschnittene Softwarearchitektur

entscheidend,“ unterstreicht Tom Preller, Vertriebsleiter der

Klinkhammer Intralogistics GmbH. So gehe es auf dem Robotics-

Tag nicht nur um die Vorstellung einzelner Systeme und Lösungen,

vielmehr um die Einbindung und die Auswahl des passenden

Konzepts für die spezifische Anforderung.

„Bei unseren Robotics-Tagen geht es um praktische Anwendungen

für unsere Branche. Das betrachten wir aus den unterschiedlichen

Blickwinkeln,“ so Geschäftsführer Frank Klinkhammer

abschließend. „Aber auch die Kommunikation kommt nicht zu

kurz. Denn der Austausch von Anwendern und Praktikern ist ein

weiterer Schwerpunkt unserer Veranstaltung. So gibt es nach den

Vorträgen immer genügend Raum sich auszutauschen, mit Referenten,

aber auch mit anderen Anwendern ins Gespräch zu kommen.“

MW

Fotos: Klinkhammer, f+h, Karte auf S. 51: Stepmap, 123map. Daten: Openstreetmap,

Lizenz: ODbL 1.0

www.klinkhammer.com

02

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 51


IMPULSE

F+H NACHGEFRAGT

„WER DIE DIGITALE TRANSFORMATION MEISTERN

MÖCHTE, BRAUCHT EINE KLARE STRATEGIE“

Die Digitalisierung verändert alle Branchen tiefgreifend. Mit einem ganzheitlichen

Ansatz, dem Einsatz moderner Technologien und einer starken Mitarbeiterorientierung

stellt sich die Beumer Group, Beckum, den damit verbundenen Herausforderungen. Im

Gespräch mit Christopher Kirsch, Divisional Director Global Innovation and Digital

Transformation bei dem Intralogistik-Systemanbieter, wird deutlich, dass dies kein

Mittel zum Selbstzweck ist.

Herr Kirsch, die digitale Transformation ist ein weit gefasster

Begriff. Wie verstehen Sie diesen innerhalb der Beumer Group?

Christopher Kirsch: Die digitale Transformation ist seit

2016/2017 ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie.

Sie umfasst mehrere Ebenen. Einerseits arbeiten wir auf der

globalen Beumer-Group-Ebene an neuen Lösungen, etwa durch

die Einführung innovativer Produkte und Services, die neue

Branchenkreise erschließen und unser Portfolio erweitern. Andererseits

transformieren wir bestehende Produkte und Dienstleistungen.

Dabei stehen datenbasierte Ansätze und neue Nutzer-Interfaces

im Fokus, um Mehrwerte für die Anlagenbetreiber

zu schaffen.

Intern konzentrieren wir uns darauf, Arbeitsprozesse zu verändern

und die Entscheidungsfindung zu verbessern. Hierbei setzen

wir auf datenbasierte Ansätze und Automatisierung, um

Mitarbeiter bei wertschöpfenden Tätigkeiten zu unterstützen.

Gleichzeitig fördern wir die Kreativität und eine gute Nutzung

des Erfahrungswissens unserer Mitarbeiter.

Sie erwähnten, dass Sie sich seit dem Jahr 2016 mit digitaler

Transformation beschäftigen. Wo steht die Beumer Group

heute, und welche Ziele verfolgen Sie kurzfristig und

mittelfristig?

Christopher Kirsch: Wir können feststellen, dass unsere Strategie

erfolgreich ist. Die Gründung mehrerer Start-ups hat unser

Produktportfolio erweitert und, wie ich eingangs bereits sagte,

neue Industrien erschlossen. Einige der dort entwickelten Lösungen

nutzen wir intern, zum Beispiel zur Optimierung der

Supply-Chain. Parallel dazu hat sich unsere Arbeitsweise verän-

Wird die Transformation mehr durch interne Prozesse

getrieben, oder stehen die Anforderungen Ihrer Kunden im

Vordergrund?

Christopher Kirsch: Es hält sich die Waage. Unsere Kunden

durchlaufen ebenfalls eine digitale Transformation und bringen

Anforderungen mit, die wir durch neue Produkte adressieren.

Gleichzeitig treibt uns die interne Entwicklung voran.

Vor allem in den vergangenen beiden Jahren hat die breitere

Verfügbarkeit von Technologien wie der künstlichen Intelligenz

dazu geführt, dass unsere Mitarbeiter offener für digitale

Veränderungen sind. Diese Dynamik wollen wir nutzen,

um Transformationsprozesse schneller voranzutreiben.


F+H NACHGEFRAGT IMPULSE

dert. Nutzerzentrierung ist ein fester Bestandteil unserer Produktentwicklung

geworden. Das gilt für klassische Intralogistiksysteme

ebenso wie für digitale Lösungen. Hervorzuheben sind

die Akzeptanz und das Interesse unserer Mitarbeiter an künstlicher

Intelligenz. Ende des vergangenen Jahres hatten wir ein

globales Learning-Event mit 250 Teilnehmern, bei dem interne

Teams Use-Cases für den Einsatz von KI präsentierten. Dies

zeigt den Fortschritt in unserer digitalen Lernkultur.

Können Sie konkrete Beispiele für KI-Anwendungen innerhalb

der Beumer Group nennen?

DIE CHANCEN DER DIGITALEN

TRANSFORMATION SOLLTEN

WIR AKTIV ANGEHEN

Christopher Kirsch: Ein Beispiel ist der Einsatz von Microsoft-

Copilot und GitHub-Copilot, um Mitarbeiter in verschiedenen

Bereichen zu unterstützen, von der Softwareentwicklung bis hin

zu administrativen Aufgaben. Ein weiteres Projekt betrifft unsere

Dokumentationsbasis: Wir haben Prototypen entwickelt, die

Mitarbeitern in der Wartung oder Inbetriebnahme gezielte Fragen

zu Maschinen und Anlagen beantworten, etwa zu Wartungsintervallen

oder spezifischen Bauteilen. Zudem verfolgen wir im

Customer-Support die Strategie, proaktiv zu agieren. Die kontinuierliche

Überwachung und Analyse von Daten in Echtzeit

verbessert die Effizienz und Leistungsfähigkeit von Anlagen.

Dazu überprüfen entsprechende Diagnosemodelle kontinuierlich

den Betriebszustand der Anlagen und weisen frühzeitig auf

mögliche Probleme hin. Die Datenmodelle der Kunden werden

rund um die Uhr aktualisiert, um negative Trends zu erkennen

und durch gezielte Gegenmaßnahmen Stillständen vorzubeugen.

Unsere On-Site-Mitarbeiter sind dabei wichtige Partner, um

diese Lösungen zu testen und zu verbessern.

Zu den Diagnose-Dienstleistungen gehören auch Maßnahmen,

die ungeplante Ausfallzeiten verhindern. Mit mehr als 20 Spezialisten

für maschinelles Lernen, neuronale Netze und künstliche

Intelligenz treibt das Customer Diagnostic Center, so heißt der

Bereich der datenbasierten Kundenbetreuung, Innovationen

voran und unterstützt Anlagenbetreiber bei der kontinuierlichen

Optimierung ihrer Intralogistiksysteme.

Ihre Mitarbeiter spielen also eine großr Rolle bei der digitalen

Transformation?

Christopher Kirsch: Absolut. Unsere Mitarbeiter bringen ihr

Wissen und ihre Erfahrung ein, um innovative Lösungen zu

entwickeln. Wir verfolgen einen AI-First-Ansatz, bei dem wir

unsere Mitarbeiter ermutigen, eigene Anwendungsfälle einzubringen.

Dadurch schaffen wir eine Kultur der Eigeninitiative

und der Offenheit für neue Technologien. Gleichzeitig stellen

wir fest, dass die Akzeptanz für digitale Tools in den vergangenen

Jahren spürbar gestiegen ist. Dies liegt unter anderem an

der wachsenden Verbreitung von Anwendungen wie der künstlichen

Intelligenz im privaten Bereich.

Wie binden Sie Mitarbeiter in die interne digitale

Trans formation ein, um Akzeptanz und Verständnis zu fördern?

Christopher Kirsch: Wir legen großen Wert darauf, unsere Mitarbeiter

frühzeitig in Veränderungen einzubinden. In der Praxis

bedeutet das, dass wir die jeweiligen Kollegen in die Problemanalyse

und Lösungsentwicklung einbeziehen. So verstehen sie,

warum Änderungen notwendig sind, und können die neuen

Prozesse aktiv mitgestalten.

Ein Beispiel ist die Entwicklung mobiler Anwendungen für unsere

Servicetechniker. Hier arbeiten unsere Entwickler direkt mit

den Technikern vor Ort zusammen, um ihre täglichen Herausforderungen

besser zu verstehen. Dieses Vorgehen fördert nicht

nur die Akzeptanz der Lösungen, sondern steigert auch deren

Qualität und Praxistauglichkeit.

Wie priorisieren Sie digitale Lösungen, die sowohl intern als

auch bei Kunden einen Mehrwert schaffen?

Christopher Kirsch: Die Priorisierung findet auf Basis eines

klaren Bewertungsmodells statt. Wir analysieren Use-Cases hinsichtlich

ihres internen Effizienzpotenzials und ihres direkten

Nutzens für den Anwender. Lösungen, die eine bessere Servicequalität,

schnellere Antwortzeiten oder neue Dienstleistungen

ermöglichen, haben für uns oberste Priorität.

Ein Beispiel ist die Entwicklung neuer Tools, die interne Prozesse

optimieren und auch Betreiber bei der Nutzung der Anlagen

unterstützen. Dadurch realisieren wir Synergieeffekte und stärken

unsere Position als Partner of Choice.

Welche Herausforderungen begegnen Ihnen bei der Implementierung

digitaler Lösungen bei Anlagenbetreibern?

Christopher Kirsch: Eine zentrale Herausforderung ist die Akzeptanz

von Vernetzung und Datenaustausch. Manche Kunden

sind offen, während andere Bedenken haben. Oft liegt dies daran,

dass der konkrete Mehrwert noch nicht ausreichend verstanden

wird. Diese Bedenken können wir schon seit einiger Zeit

durch gute Fallstudien sehr gut adressieren und unsere Kunden

vom Mehrwert überzeugen.

Des Weiteren ist die genaue Anpassung der Lösungen an die

Nutzerbedürfnisse zu nennen. Unterschiedliche Anwender wie

Servicetechniker oder Lagerleiter benötigen spezifische Informationen

und Funktionen. Deshalb analysieren wir intensiv,

wer die Lösung nutzt und welche Ansprüche dieser Personenkreis

hat.

Welche Bedenken haben Betreiber von Intralogistiksystemen

hinsichtlich der Speicherung von Daten in der Cloud, und wie

begegnen Sie diesen Herausforderungen?

Christopher Kirsch: Betreiber äußern durchaus Bedenken,

wenn es um die Speicherung von Daten in der Cloud geht – in

erster Linie im Hinblick auf Datensicherheit und Zugriffsmöglichkeiten.

Vor allem in Industrien, die zu kritischen Infrastrukturen

gehören, stehen regulatorische Anforderungen

im Vordergrund. Diese können je nach Region oder EU-Land

variieren.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, haben wir bei

Beumer ein eigenes Data-Center eingerichtet. Dort bleiben alle

Maschinendaten, die wir beispielsweise für den proaktiven Customer-Support

verwenden, unter unserer Kontrolle. Dies umfasst

sowohl die Zugriffskontrolle als auch die Softwareverwaltung.

So stellen wir sicher, dass sensible Daten geschützt bleiben

und den Kunden ein hohes Maß an Sicherheit geboten wird.

Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview mit Christopher Kirsch, Divisional Director Global Innovation

and Digital Transformation der Beumer Group, Beckum, führte Winfried

Bauer, Chefredakteur f+h

Foto: Beumer

www.beumer.com

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 53


PRODUKTE UND SYSTEME

AUTOMATISIERTES TESTEN IM WMS

SCHLÜSSELFUNKTION BEI SELBSTSTÄNDIGER

KONFIGURATION DES ANWENDERS

Ein Warehouse Management System (WMS)

trägt entscheidend dazu bei, Lagerabläufe

effizient, fehlerfrei und kosteneffektiv zu

gestalten. Damit das langfristig funktioniert, sind

regelmäßige Software-Tests unerlässlich. Vor

allem wenn der Anwender Veränderungen an

seiner Intralogistik vorgenommen hat oder ein

neues Release erhält, sollte er in der Lage sein,

sein System zu testen. Automatisierte Tests sind

der Schlüssel zu mehr Effizienz und weniger

Fehler im Lagerbetrieb.

Automatisierte Tests helfen dabei, Änderungen im WMS

schnell und gründlich zu überprüfen, ohne dass jedes

Mal aufwändige manuelle Tests durchgeführt werden

müssen. Der Trend geht hin zum automatisierten und

weg vom manuellen Testen als dominierendes Konzept. Hauptsächlich

Testfälle, die einem einheitlichen Muster folgen, lassen

sich mithilfe von automatisierten Verfahren in kurzer Zeit durchlaufen.

Dadurch kann der Benutzer den kompletten Lagerzyklus

eines Tages virtuell simulieren.

MERKMALE DES AUTOMATISIERTEN TESTENS

Beim automatisierten Testen in einem WMS werden konfigurierte,

physische oder softwarebasierte Prozesse auf ihre Funktionstüchtigkeit

und Genauigkeit geprüft. Testfälle, auch Testsuits genannt,

decken unterschiedliche Szenarien wie Wareneingang,

Warenausgang und Kommissionierung inklusive Zusammenführung,

Packplatz und Versandprozesse ab. So lassen sich große

Datenmengen schnell und wiederholt testen. Ziel ist es, sicherzustellen,

dass alle Abläufe korrekt funktionieren, indem die Software

diese Prozesse durchläuft, ohne dass jemand physisch vor

Ort eingreifen muss.

54 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Die Testskripte laufen automatisch ab und schaffen die Voraussetzungen

für reproduzierbare und vollständige Testabläufe, ohne

dass umfangreiche Programmierkenntnisse erforderlich sind. Dies

spart nicht nur Zeit und Geld, sondern trägt auch dazu bei, Fehler

zu vermeiden. Durch die kontinuierliche Dokumentation der Ergebnisse

wird zudem die Softwarequalität verbessert und der Projektstand

bleibt transparent. In erster Linie bei Updates produktiver

Systeme sorgt die hohe Testsicherheit dafür, dass keine unerwarteten

Probleme auftreten. Testprotokolle dienen als Nachweis

für Abnahmen und ermöglichen eine klare Bewertung des Projektfortschritts,

sobald Tests erfolgreich bestanden wurden.

AUTOMATISIERTES TESTEN BEI PSI

Allerdings wird das manuelle Testverfahren nicht vollständig obsolet,

da es nach wie vor seine Daseinsberechtigung hat – vor allem

bei spezialisierten Anpassungen am System. Dennoch lässt

sich davon ausgehen, dass manuelles Testen in den kommenden

Jahren zunehmend an Bedeutung verlieren wird. Das sieht auch

WMS-Spezialist PSI aus Dortmund so und hat daher ein Testframework

in die Software PSIwms integriert. Konzipiert ist das

Framework für die Simulation von Lagerprozessen und gestattet

ein automatisiertes Testen, ohne dass Programmierkenntnisse

vorausgesetzt sind.

Das Testverfahren stellt sicher, dass alle relevanten Prozesse

(physisch und softwareseitig) weiterhin in konstanter Qualität

funktionieren, nachdem Änderungen im Lager oder in der Software

vorgenommen wurden. Zudem werden die Voraussetzungen

dafür geschaffen, dass Sonderprozesse, die aktuell nicht im

Fokus stehen, funktionsfähig bleiben und in Zukunft genutzt werden

können. Auf Basis einer Testdatenbank, die das Lager repräsentiert,

simuliert das Programm regelmäßig vordefinierte Testfälle

und deckt Unregelmäßigkeiten auf, denen die Entwickler

dann nachgehen können. So lassen sich ohne manuellen Eingriff

des Nutzers und ohne Auswirkungen auf das physische Lager in

wenigen Minuten hunderte Anlieferungen mit verschiedenen

Steuerparametern virtuell vereinnahmen, umlagern, kommissionieren

und versenden.

AUTOMATISIERTES TESTEN IM EINSATZ

Zu den Nutzern der Software PSIwms und der integrierten Testsuit

gehören unter anderem Kontraktlogistikdienstleister. In Multimandantenlagern

hilft das automatisierte Testtool, Wechselwirkungen

zwischen Neukunden- und Bestandskundenstrategien

frühzeitig zu erkennen und somit Fehler von Beginn an zu vermeiden.

Das Tool erlaubt zudem, gezielt und isoliert einzelne

Prozessabschnitte wie Kommissionierung oder Wareneingang zu

testen. So hat zum Beispiel die Nosta Group, ein familiengeführter

Logistikdienstleister mit 800 Mitarbeitern, PSIwms seit dem

Jahr 2008 an seinen Lagerstandorten im Einsatz. Vor dem Umstieg

auf die Software wurden Wareneingänge und Tests hauptsächlich

manuell durchgeführt, was zu Fehlern und intransparenten

Beständen führte. Heute ermöglicht das automatisierte

Testen dem Unternehmen, nichtinvasiv zu prüfen, ob neue Mandanten

bestehende Prozesse beeinflussen. Darüber hinaus lassen

sich Fehler frühzeitig erkennen und beheben. „Das automatisierte

Testen ist für uns mittlerweile unerlässlich. Es hat uns dabei

unterstützt, unsere Effizienz zu steigern. Manuelles Testen

kommt bei der heutigen Menge an Daten für uns nicht mehr in

Frage“, berichtet Rainer Mönnig, IT-Prozessmanager bei Nosta.

FAZIT

Automatisiertes Testen ist ein unverzichtbarer Bestandteil moderner

Warehouse Management Systeme, da es eine effiziente,

fehlerfreie und kosteneffektive Überprüfung von Lagerprozessen

ermöglicht. Die Vorteile des automatisierten Testens – von der

Zeit- und Kostenersparnis bis hin zur kontinuierlichen Dokumentation

und Verbesserung der Softwarequalität – sind erheblich.

Vor allem in dynamischen Logistikumgebungen, in denen

häufig Anpassungen und Updates erforderlich sind, bietet die

Automatisierung eine zuverlässige Lösung, um die Integrität aller

Abläufe sicherzustellen.

Bei spezifischen Anpassungen wird das manuelle Testen aber

auch in Zukunft seine Daseinsberechtigung behalten. Der Trend

deutet jedoch in Richtung Automatisierung. Unternehmen, die in

automatisierte Testverfahren investieren, werden in der Lage

sein, ihre Logistikprozesse effektiver zu steuern und sich zukünftigen

Herausforderungen erfolgreich stellen können.

Foto: PSI Software

www.psi.de

AUTOMATISIERTE SOFTWARE-TESTS

STEHEN EIN STÜCK WEIT AUCH

FÜR ZUKUNFTS SICHERHEIT

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SPERRIGE LASTEN

ZUVERLÄSSIG BEWEGEN.

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PRODUKTE UND SYSTEME

MIT NORD ECO-SERVICE DIE EFFIZIENTESTE

ANTRIEBSLÖSUNG FINDEN

HILFE BEIM

ENERGIESPAREN

Die elektrischen Antriebe in Produktion und Logistik bergen hohe

Einsparpotenziale. Mit dem Nord Eco-Service unterstützt das

Unternehmen Nord Drivesystems aus Bargteheide Anlagenbetreiber

dabei, diese Potenziale zu realisieren und die energieeffizienteste

Antriebslösung zu finden.

70

Prozent! So groß ist Expertenschätzungen

zufolge der Anteil am Gesamtenergie-

Aufwand aller Industrien, der für elektrische

Antriebe aufgewendet wird. Das ist

nicht nur ein erheblicher Kostenfaktor – dahinter stehen

gleichzeitig große Optimierungs- und Einsparpotenziale.

Mithilfe der Dienstleitung Nord Eco-Service lassen sich

diese Potenziale ausschöpfen.

Im Portfolio des Unternehmens Nord Drivesystems befinden

sich Elektromotoren, Getriebe und elektronische

Antriebstechnik, das an die Aufgaben einzelner Branchen

angepasst ist. Kontinuierlich wird daran gearbeitet,

die Energieeffizienz der Komponenten zu verbessern, um

dem Anlagenbetreiber damit leistungsstarke und gleichzeitig

verbrauchsgünstige Produkte anbieten zu können.

MESSUNG DER LEISTUNGSDATEN

Der Nord Eco-Service hilft, die energieeffizienteste Antriebslösung

für einen konkreten Anwendungsfall zu finden.

Der erste Schritt dabei besteht in der umfassenden

Erhebung von Messwerten. Um eine Antriebslösung in Bezug

auf Energieeffizienz optimieren zu können, sind zuerst

die Daten der Anwendung erforderlich. Dazu wird die

Nord Eco-Box, ein mobiler Schaltschrank, zwischen den

Motor und die Stromversorgung geschaltet. Die Eco-Box

besteht aus einem Energiemessgerät mit Datenlogger-

Funktion, Stromwandler und Kabelanschlüssen. Welche

Anwendung der Motor antreibt, ob ein Förderband oder

das Hubwerk eines Krans, ist für die Messung unerheblich.

Über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen zeichnet

die Box in Echtzeit Daten über dauerhafte Belastungen,

Lastspitzen und unregelmäßige Zustände auf. Der lange

Zeitraum und damit eine größere Datendichte hilft dabei,

Muster zu erkennen und zufällige Ausreißer eliminieren

zu können.

AUSWERTUNG DER DATEN

Ist die Erhebung abgeschlossen, werden die Daten in eine

eigens von Nord entwickelte Software hochgeladen

und automatisch ausgewertet. Der Kunde erhält die Auswertung

in Form eines PDF-Dokuments, in dem die

56 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


01 Aus dem

Baukasten lassen sich

Getriebe, Motor und

Frequenzumrichter für

unterschiedliche

Anwendungen in

energieeffizienter

Konfiguration

zusammenstellen

wichtigsten Eckdaten enthalten sind. Bei der Interpretation der

Daten unterstützt der Hersteller den Anlagenbetreiber.

In der Nord Eco-Box arbeitet ein Energiemessgerät, das Stromstärke

und -spannung misst. Daraus bestimmt es die Wirk- bzw.

die Blindleistung, also die tatsächlich genutzte bzw. nicht genutzte

Energie und ermittelt als Verhältnis daraus den Leistungsfaktor.

Diese Messung im Zeitverlauf ermöglicht es, einen Lastzyklus

der Anlage zu erstellen. Daran ist dann abzulesen, ob eine Anlage

in der Dimensionierung den Anforderungen der jeweiligen Anwendung

entspricht.

ALTERNATIVE KOMPONENTEN

Ein Beispiel aus der Praxis: Nord untersucht ein Antriebssystem

und stellt eine durchschnittliche Leistungsaufnahme von 1,1 kW

fest, in der Spitze sind es 1,9 kW. Angetrieben wird das System

von einem 4-kW-Motor, der damit im Schnitt um weniger als

30 Prozent ausgelastet und damit überdimensioniert ist. Nord

empfiehlt daraufhin einen Motor mit einer Leistung von 2,2 kW,

02 In der

patentierten

Getriebemotoreinheit

DuoDrive ist ein

IE5+ Motor in ein

Stirnradgetriebe

integriert

DIE SERVICEBAUSTEINE

ANALYSE, BERATUNG UND

OPTIMIERUNG TRAGEN ZU

EINER ENERGIEEFFIZIENTEN

ANLAGENAUSLEGUNG BEI

der im Schnitt zu etwa 50 Prozent ausgelastet ist und damit effizienter

arbeitet. Es gibt auch Fälle, in denen der Austausch eines

IE3- oder IE4-Motors gegen einen IE5+ Antrieb vorschlagen wird.

Und wenn ein Standardantrieb die Anforderungen nicht abdeckt,

kreiert der Hersteller eine individuelle Lösung.

Wird nach einer Messung ein anderer Antrieb vorgeschlagen,

bietet das Unternehmen zugleich einen weiteren Service an. Der

Hersteller ermöglicht es, die Anlage mit dem empfohlenen Antrieb

zu fahren und eine erneute Messung im gleichen Zeitraum

durchzuführen. Somit lassen sich die Auswertungen in einer Total

Cost of Ownership (TCO)-Analyse vergleichen und die kostenund

energieeffizienteste Lösung kann ermittelt werden.

REDUZIERUNG DER VARIANTEN

So signifikant die Ergebnisse einer Messung für ein einzelnes Antriebssystem

sind, über eine ganze Anlage gesehen potenzieren

sie sich noch. Bei weitläufigen Intralogistik-Anlagen mit zahlreichen

Antrieben kann der Eco-Service dazu führen, die Anzahl

unterschiedlicher Antriebssysteme zu verkleinern. Eine solche

Variantenreduzierung hilft, Verwaltungskosten zu minimieren

und Produktions-, Logistik-, Lager- und Serviceprozesse zu straffen.

Die effizienten Motoren des Herstellers, die ein konstantes

Drehmoment über einen großen Drehzahlbereich leisten, eignen

sich für eine Variantenreduzierung.

In zahlreichen Messungen hat Nord Drivesystems bisher die

Lastprofile von Antriebssystemen erstellt. Verfügbar ist der Service

für Anlagen mit eigenen und Fremdkomponenten. Die Vertraulichkeit

der erhobenen Daten wird sichergestellt.

Fotos: Nord Drivesystems

www.nord.com

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 57


HOCHGESCHWINDIGKEITS-ZÄHL- UND SORTIERSYSTEM MIT

BARCODE-ERKENNUNG UND KUNSTSTOFFMODULBÄNDERN

KEINE ALLTÄGLICHE ANWENDUNG

In den Hochgeschwindigkeits-Zähl- und

Sortiersystemen des Unternehmens

Anker Andersen kommen Prolink-

Kunststoffmodulbänder der Forbo Siegling

GmbH, Hannover, zum Einsatz. Die

Kunststoffmodulbänder trotzen dabei

auch harten Bedingungen.

Das Unternehmen Anker Andersen A/S, Tørring/Dänemark,

Hersteller von Hochleistungszähl- und Sortiersystemen,

bietet ein umfassendes Produktportfolio für

Pfandrücknahmesysteme (DRS) auf den weltweiten

Märkten an. Seit der Gründung im Jahr 1945 hat sich das Unternehmen

von der Fertigung von Anlagen für Brauereien und Softdrink-Herstellung

hin zu Lösungen für den Einzelhandel entwickelt.

In den Jahren 2002/2003 erhielt Anker Andersen bedeutende

Aufträge von Dansk Retursystem A/S zur Lieferung von Sor-

tieranlagen und Kompaktoren. Gleichzeitig entwickelte das

Unternehmen seine ersten Hochgeschwindigkeits-Zähl- und Sortiersysteme

für gebrauchte Getränkebehälter in Dänemark. Mittlerweile

gehört Anker Andersen vollständig zu RVM Systems AB,

einem global aktiven Anbieter von Leergutrücknahmesystemen

mit Stammsitz in Schweden.

DIE ANWENDUNG

Für die Verarbeitung von wiederbefüllbaren und nicht wiederbefüllbaren

Getränkebehältern hat der Hersteller die Zähl- und

Sortiermaschine HLZ MD Ultra im Programm. Diese Maschine

aus rostfreiem Stahl (AISI304) ist in der Lage, eine Vielzahl von

Materialien, darunter PET-Flaschen (Behälter aus Polyethylenterephthalat),

Dosen und Glasflaschen, zu verarbeiten. Mit einer

integrierten Scannereinheit registriert sie Barcodes, Matrixcodes

und Sicherheitsmerkmale der durchlaufenden Behälter, was die

Sortierung nach Materialart oder Marke ermöglicht.

Aufgrund der flexiblen Konfiguration der Stationen lässt sich

die Maschine an spezifische Sortieranforderungen anpassen. Die

Modularität des HLZ-Systems schafft die Voraussetzungen zur

Realisierung maßgeschneiderter Lösungen.

58 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

01 Mit einer integrierten Scannereinheit registriert die Maschine

HLZ MD Ultra Barcodes, Matrixcodes und Sicherheitsmerkmale der

durchlaufenden Getränkebehälter

02 Die optimierte Modul- und Scharnierform der Serie 8.1

ermöglicht einen ruhigen Übergang zwischen den Gleitleisten

DIE LÖSUNG

In der HLZ MD Ultra werden hauptsächlich Siegling-Prolink-

Kunststoff-Modulbänder der Serien 8.1 und 4.1 in Polyoxymethylen

(POM) verwendet. Die Modul- und Scharnierform der Serie

8.1 ermöglicht einen sanften Übergang zwischen den Gleitleisten

sowie beim Ein- und Ausfahren aus dem Gleitbett. Die Serie 4.1

hingegen eignet sich für Anwendungen, die kleine Übergabespalten

erfordern. Aufgrund der kleinen Teilung und der breiten

Zahnräder werden ein guter Zahnradeingriff und eine hohe Festigkeit

sichergestellt.

01

DAS ERGEBNIS

Anker Andersen hat seinen Absatz von jährlich zehn bis 15 Einheiten

in den Jahren 2017/2018 auf mehr als 500 verkaufte Zählund

Sortiereinheiten im Jahr 2024 gesteigert. Dieses Wachstum

erfordert von den Lieferanten eine hohe Flexibilität und Skalierbarkeit.

Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, hat Forbo in enger Zusammenarbeit

mit dem Maschinenbauer neue Spritzgusswerkzeuge

entwickelt und die Abmessungen der Prolink-Module optimiert.

Diese Anpassungen sorgen für eine bessere Passgenauigkeit

der Kunststoff-Modulbänder und reduzieren die Herstellungszeit

und den Abfall, der durch das Zuschneiden der Module

auf die erforderliche Breite entsteht. Diese Maßnahmen unterstützen

die Nachhaltigkeitsziele der beiden Unternehmen und

kommen einer umweltfreundlichen Produktion zugute.

Fotos: Forbo Siegling

www.forbo-siegling.com

02

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WIE ELLERHOLD GEMEINSAM MIT KRIFFT & ZIPSNER

ALS PARTNER AUF INNOVATIVE TECHNIK SETZT

AN DER AUTOMATISIERUNGSSCHRAUBE GEDREHT

Am Standort Radebeul hat die Ellerhold

Aktiengesellschaft 20 Millionen Euro investiert.

Auf einer Grundfläche von 12.000 m² ist eine

Kartonfabrik entstanden, die Raum für die

komplette Produktionsstrecke bietet: von der

Wellpappen- und Kaschieranlage über die

Stanzen bis hin zu Falt- und Klebemaschinen,

außerdem die manuelle Weiterverarbeitung. Der

Transport der Fertigware findet hauptsächlich

automatisch über Flurfördersysteme der Krifft &

Zipsner GmbH, Steinebach, statt.

Die Planung des Gebäudes für die Kartonfabrik in Radebeul

begann Anfang des Jahres 2020 und war Ende 2020

abgeschlossen. Anschließend folgte die theoretische Implementierung

der Maschinen. Verzögert durch Corona

und Übernahme einer Oldenburger Druckerei in die Ellerhold

Aktiengesellschaft wurde der Spatenstich im Oktober 2021 vollzogen.

Die ersten Maschinen wurden im März 2023 eingebracht.

Mittlerweile läuft die Produktion über neun verschiedene Anlagenteile

der Krifft & Zipsner GmbH.

KARTONSTAPEL PRÄZISE STEUERN UND

EFFIZIENT ANS ZIEL BRINGEN

Im ersten Schritt wird der Kartonstapel nach der Kaschieranlage,

entsprechend den Vorgaben die über das PPS/ERP-System an die

Anlagensteuerung von Krifft & Zipsner übergeben werden, vorbereitet.

Der Stapel lässt sich um bis zu 360° drehen und durch

KUNSTSTOFFBANDFÖRDERER

ZIEHEN SICH WIE EIN BLAUES

BAND DURCH DIE HALLE

den Stapelwender und, wenn erforderlich, auf einer Palette platzieren.

Mithilfe eines Transferwagens findet die Übergabe falls

auf Palette an eine Ausschleusebahn oder ins Lager palettenlos

statt. Eine effiziente Nutzung des Lagers stellt das PC-basierte Lagerverwaltungssystem

KriziTransDesk sicher. Sobald die Kartonstapel

von der jeweiligen Stanze abgerufen werden, gelangen die

Stapel über ebenerdige Transportbänder in den Anleger des

Stanzautomaten.

60 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

01 02 03

01 Transportstrecke aus der Kaschieranlage in Richtung Stapelwender

02 Auslagelogistik inklusive Palettenspender und Ausrichtstation

03 Staulager inklusive Transferwagen zum Bestücken der Maschinen

AUCH AN DIE MITARBEITER GEDACHT

„In unserer alten Kartonfabrik kreuzte sich der Materialfluss immer

wieder. Aufgrund der beengten Raumverhältnisse mussten

die Kartonstapel mehrfach manuell auch mit Flurförderzeugen

bewegt werden, was einen hohen Aufwand pro Stapel verursachte“,

blickt Maximilian Ellerhold, wie sein Bruder Stephan Vorstand

der Ellerhold Aktiengesellschaft, auf die Zeit vor der Inbetriebnahme

der neuen Kartonfabrik zurück. „Ebenso bestand das Risiko,

der Beschädigung der Ware oder der Betriebsmittel durch die

Flurförderzeuge. Und nicht zu guter Letzt: Die Themen Personensicherheit

und Ergonomie genießen bei uns einen hohen Stellenwert.

Auch vor dem Hintergrund ist die Investition geschehen.“

An der Auslagelogistik der beiden Bobst-Stanzen werden die

Paletten entsprechend der Anforderung durch die Maschine über

ein ebenerdiges Logistiksystem ausgerichtet in die Maschine gefahren.

Nachdem der Kartonstapel auf der Palette platziert wurde,

findet erneut mithilfe eines ebenerdigen Logistiksystems der

Abtransport zur Abnahmebahn statt. Dort kann ein Mitarbeiter

den Stapel für die entsprechende Weiterverarbeitung abholen.

WB

Fotos: Krifft & Zipsner

www.krifft-zipsner.de

PROJEKTECKDATEN

Investitionssumme: 20 Millionen Euro

Fläche: 12.000 m²

1 Wellpappen- und Kaschieranlage von Quantum Stock

2 Stanzautomaten von Bobst

1 Stanzautomat von YoungShin + Minda Advector

prefeeder

Etwa 220 m Fördertechnik

Circa 150 m Fahrstrecke der Transferwagen

Etwa 280 m² Lagerfläche verteilt auf 33 Kunststoffbandförderer

Neu entwickeltes Lagerverwaltungssystem KriziTrans-

Desk von Krifft & Zipsner mit automatischer Übernahme

der PPS/ERP-Daten des jeweiligen Kartonstapels

Flurfördertechnik

Die Anlagentechnik aus dem Hause Krifft & Zipsner

besteht aus neun Teilsystemen. Dazu gehören unter

anderem:

3 Transferwagen mit Induktionsspeisung

1 Stapelvorbereitung für palettenlosen und -integrierten

Transport

1 Staulager für Bobst-Stanzen

1 Staulager für YoungShin-Stanze

3 Zuführungen zu den Stanzen (ebenerdig)

2 Abtransporte von den Stanzen (ebenerdig)

Quelle: Krifft & Zipsner

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STAND 9B45

25

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PRODUKTE UND SYSTEME

AUTOMATISIERUNG IN DER NAHRUNGSMITTELPRODUKTION

NEUSTRUKTURIERUNG DES MATERIAL-

FLUSSES STEIGERT PRODUKTIVITÄT

Ein nahrungsmittelverarbeitender Betrieb stand

vor der Herausforderung, seine

Materialflussprozesse zu optimieren, um so die

Produktionsrate zu steigern. Vor diesem

Hintergrund wurden im Rahmen einer

umfassenden Retrofit-Maßnahme die

voneinander getrennten Produktionsbereiche

sowie der Versand automatisiert und

materialflusstechnisch miteinander verbunden.

Lionor ist ein in Nordfrankreich ansässiges Unternehmen,

das sich auf die Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung

von Geflügel spezialisiert hat. Das vor mehr als 100 Jahren

gegründete Unternehmen, das mittlerweile zur LDC-Gruppe

gehört, beschäftigt 235 Mitarbeiter und zeichnet sich durch

kurze Vertriebswege und eine enge Zusammenarbeit mit seinen

Partnerzüchtern aus. Die Effizienz in der Zusammenarbeit mit

den Partnerunternehmen spiegelte sich allerdings nicht in den

internen Produktionsprozessen wider. Denn der Produktionsbereich

zur Geflügelverarbeitung umfasste bis dato vier voneinander

getrennte Sektoren:

Ein Vorbereitungsbereich für verarbeitete Produkte,

der Verpackungsbereich für ganze Hähnchen,

der Zerlege- und Verpackungsbereich für zerlegte Hähnchen

sowie

der Versandbereich.

Die versandfertigen Produkte werden in Kartons oder Kunststoffbehältern

mit einer Breite von 300 bis 600 mm transportiert. Die

Kennzeichnungsetiketten werden manuell angebracht.

62 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Um die inhomogenen Abläufe im Produktionsprozess zu optimieren,

beauftragte Lionor den französischen Intralogistikspezialisten

Transitic. Dieser entwickelte ein maßgeschneidertes Retrofit-Konzept,

vor allem auf Basis von Fördertechnikvarianten,

die in die bestehende Anlage integriert werden sollten.

BESSERE KOORDINATION, HÖHERE

PRODUKTIVITÄT

Die Installations- und Inbetriebnahmearbeiten fanden an den

Wochenenden und nachts statt, sodass der laufende Betrieb nur

minimal gestört wurde. Die Transitic-Teams installierten ein Fördersystem,

um die Ware aus den drei getrennten Produktionsbereichen

am Versandbereich zusammenzuführen, der mit einem

Sortierkamm ausgestattet ist. Dieser ist in der Lage, die Kartons

in einem 90°-Winkel mit einer gleichbleibenden Geschwindigkeit

zu sortieren. Sobald die Kartons von einer Kamera identifiziert

worden sind, werden sie je nach ihrem endgültigen Bestimmungsort

an eine der 4-Kamm-Endstellen verteilt. Das System

verarbeitet 2.500 Pakete pro Stunde und erfüllt so die gesetzten

Produktivitätsziele.

„Wir haben eine Produktivitätssteigerung von etwa 15 Prozent

und eine Senkung unserer Betriebskosten erreicht. Aufgrund des

optimierten Materialflusses und der kontinuierlichen Versorgung

haben wir jetzt eine bessere Kontrolle über die Produktionsspitzen“,

so Dominique Dezitter, Produktionsleiter des Standorts.

EFFIZIENZ AUF MEHREREN EBENEN GESTEIGERT

Zum neu installierten Fördertechniksystem zählen auch Spiralförderer,

die die Nutzung verschiedener Ebenen ermöglichen.

Aufgrund dieser „Architektur“ wird zusätzliche Verkehrsfläche

für Transportwagen freigegeben. Darüber hinaus wurden entlang

des Fördersystems höhenverstellbare Arbeitstische installiert.

Die Mitarbeiter können so die Kartons ohne übermäßige körperliche

Belastung auf die Förderbänder heben. Zum Abschluss der

Maßnahmen ersetzten die Automatisierungsspezialisten von

Transitic die vorhandene Anlagensteuerung (SPS) durch eine

neuere Version.

Neu installierte Spiralförderer verbinden

verschiedene Ebenen

„Unsere Förderbänder sind aus Edelstahl gefertigt und für den

Betrieb in einer gekühlten Umgebung unter Einhaltung der Normen

der Lebensmittelindustrie ausgelegt. Unsere Priorität ist es,

eine unterbrechungsfreie Kühlkette und so die Qualität der Waren

entlang der Materialflusskette sicherzustellen“, so Dezitter.

Fotos: Transitic

www.transitic.com

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ROBOTER ZUM MIETEN

AUTOMATISIERUNG MACHT DEN

MITTELSTAND WETTBEWERBSFÄHIG

Der Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen, mit denen kleine und

mittlere Unternehmen aktuell zu kämpfen haben. Vor allem in der Produktion und Logistik

fehlt es an qualifizierten Arbeitskräften. Eine Lösung für dieses Problem könnte in der

Automatisierung liegen. Doch hohe Anschaffungskosten und komplexe Implementierungen

schrecken viele Unternehmen ab. Die coboworx GmbH aus Salmtal bei Trier bietet mit einem

Mietmodell eine Alternative: Roboter als Service. Wir stellen Ihnen zwei

Anwendungsbeispiele vor und gehen zudem auf die Merkmale des Mietmodells ein.

Automatisierung ist für kleine und mittlere Unternehmen

(KMU) eine Chance, langfristig die Folgen des demografischen

Wandels abzufedern. Dieser macht sich bereits

jetzt bemerkbar. Gefragt nach der momentan größten

Herausforderung für ihr Unternehmen nennen Entscheider laut

einer Studie, die das F.A.Z.-Institut für die Heidelberger Druckmaschinen

AG, Mitglied im Bundeswirtschafssenat, im vergangenen

Jahr durchgeführt hat, am häufigsten den Arbeits- und Fachkräftemangel

(50 Prozent). Erst danach kommen mit 37 Prozent

die hohen Energie- und Rohstoffpreise sowie mit 31 Prozent die

bürokratische Belastung in Deutschland.

Die Lösung des Fachkräftemangels ist daher die Basis für die Zukunftsfähigkeit

des Mittelstands. Genau hier setzt das Unternehmen

coboworx mit schnell verfügbaren und sicheren Produktionskapazitäten

an.

MUT ZAHLT SICH AUS

Nach dem Hochwasser im Jahr 2021 stand die Pro Pet Koller

GmbH, Tierfutterhersteller aus Kall, vor der Herausforderung, die

zerstörte Verpackungsanlage wieder aufzubauen. Dabei wagten

die Geschäftsführer Markus und Michael Koller einen entschei-

64 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

denden Schritt: Sie automatisierten die bis dahin manuelle Palettierung.

Um flexibel und kostengünstig zu bleiben, entschieden

sie sich für eine gemietete Palettieranlage im „Robotics as a

Service“-Modell des Anbieters coboworx.

Pro Pet Koller bedient eine breit gefächerte Kundschaft, vom

Onlineshop bis hin zum Großhändler, der häufig sortenreine Paletten

benötigt. 400 verschiedene Produkte, kurze Lieferzeiten

und geringe Mindestbestellmengen machen die Logistik anspruchsvoll.

Hinzu kommt der Export in 18 außereuropäische

ZEITGEMÄSSE AUTOMATISIE-

RUNG MACHT PRODUKTIVITÄT

UND FLEXIBILITÄT VEREINBAR

Länder. Angesichts der steigenden Nachfrage und des Fachkräftemangels

war eine Automatisierungslösung gefragt, die nicht nur

effizient, sondern auch platzsparend und schnell umsetzbar ist.

„Täglich werden mindestens zweimal Waren ausgeliefert, und

ich muss häufig zwischen 60 und 100 Paletten vorpuffern. Ein riesiger

Roboter würde dabei nur Platzprobleme verursachen.

coboworx bietet eine kompakte Anlage an, die überschaubar

bleibt und nicht von einem spezialisierten Mechatroniker bedient

werden muss“, erklärt Markus Koller.

KOMPAKTE ROBOTERZELLE ZUR MIETE

Mit einer modularen Roboterzelle (Grundfläche: 9 m²) hat der

Tierfutterhersteller eine Lösung gefunden, die auch für kleinere

Produktionsflächen geeignet ist. Die gewählte Zelle „Basic Plus“

verarbeitet bis zu 800 Verpackungseinheiten pro Stunde – das

entspricht etwa sechs Tonnen pro Stunde.

Das „Robotics as a Service“-Modell überzeugte durch seine

Flexibilität: Feste, absetzbare Mietraten sowie die Möglichkeit,

die Anlage bei Bedarf zu erweitern oder auszutauschen. „Die

Mietkosten entsprechen etwa dem Gehalt eines Mitarbeiters, den

wir momentan nicht finden können. Der Roboter arbeitet aber

16 Stunden pro Tag und entlastet unser Team enorm. Gleichzeitig

01 Über eine intuitive Bedienleiste können Mitarbeiter mit der

Anlage kommunizieren

können wir unsere Mitarbeiter für andere Aufgaben einsetzen“,

so Markus Koller.

Die Entscheidung für Automatisierung und ein flexibles Mietmodell

zeigt, wie mittelständische Unternehmen Herausforderungen

wie Fachkräftemangel und steigende Komplexität bewältigen

können. Der Tierfutterhersteller hat damit die Produktionsprozesse

optimiert und die Grundlage für Wachstum geschaffen.

STECKDOSEN „MADE IN GERMANY“

Eine zukunftsweisende Investition tätigte auch die Albrecht Jung

GmbH & Co. KG. Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Steckdosen

entschied sich der Hersteller von Gebäudetechnik Mitte

2023, die Produktionskapazitäten am Standort Schalksmühle zu

erweitern. Um die Mitarbeiter zu entlasten, beschloss das Unternehmen,

am Ende der Produktionslinie eine automatisierte „Basic

Plus“-Zelle zu integrieren.

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to the next level.

Vom Pionier zum Komplettlösungsanbieter

Seit 40 Jahren an der Spitze der Lagerautomatisierung — Element Logic

war einer der ersten Anbieter, der das Potenzial auto matisierter Lagerlösungen

erkannt hat. Mit AutoStore legten wir den Grundstein für effiziente

Lagerprozesse. Heute bieten wir als Generalunternehmer umfassende

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PRODUKTE UND SYSTEME

UNSERE ROBOTICS-PLATTFORM REVOLUTIONIERT

DEN ZUGANG ZUR AUTOMATISIERUNG

Welche Vorteile bieten Mietroboter gegenüber dem Kauf von

Robotern aus Sicht der Intralogistik?

Olaf Gehrels: Kleine und mittlere Unternehmen stehen heute

vor einer entscheidenden Herausforderung: Wie können sie

wettbewerbsfähig bleiben, wenn Fachkräfte knapp sind und die

technologische Entwicklung immer schneller voranschreitet?

Die Lösung liegt in der Robotik. Doch der Einstieg war bislang

für viele KMU mit hohen Hürden verbunden – zu teuer, zu komplex

und riskant. Wir brechen diese Barrieren auf. Unsere Robotics-Plattform

revolutioniert den Zugang zur Automatisierung.

Mit nur wenigen Klicks konfigurieren KMU ihre individuelle

Roboterlösung, flexibel zur Miete und ohne Risiko. Vom

ersten Tag an sind unsere Roboter profitabel und schaffen Raum

für Wachstum. Für die Mehrheit unserer Kunden ist es der erste

Roboter in der Produktion – und zugleich der Startschuss in eine

digitalisierte und automatisierte Zukunft.

Welche technischen Innovationen haben Ihrer Meinung nach

die größten Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit von

Palettierrobotern?

Olaf Gehrels: Früher war die Programmierung von Robotern ein

Job für Experten, was die Anwendung oft starr und unflexibel

machte – vor allem in KMU, wo sich Produktionsanforderungen

fast täglich ändern. Doch diese Zeiten sind vorbei. Unsere Roboterlösungen

kommen mit intelligenter Software, die es auch

ungelerntem Personal ermöglicht, Roboter einfach zu bedienen.

So werden Produktionsanpassungen jetzt in Minuten statt in

Tagen erledigt. Das Ergebnis: Hohe Flexibilität bei maximaler

Produktivität. Unsere Roboter sind aber mehr als nur Maschinen;

sie werden zu echten Kollegen. Viele unserer Kunden geben

ihren Robotern Namen wie „Tom & Jerry“ oder „Paul“ – ein

Zeichen für die gelungene Integration und Zufriedenheit im

Team.

Welche Rolle spielen künstliche Intelligenz in Ihren

Überlegungen?

Olaf Gehrels: Künstliche Intelligenz wird das Herzstück jeder

zukünftigen Roboterlösung sein – das „Gehirn“, das die Roboter

intelligenter macht. Daher integrieren wir laufend innovative

Softwarelösungen. Dies tun wir vor dem Hintergrund einen

Wettbewerbsvorteil für den Anlagenbetreiber zu schaffen.

Wie kalkulieren sich die Kosten für Mietroboter im Vergleich zu

gekauften Lösungen über den Lebenszyklus?

Olaf Gehrels: Mit unserem flexiblen Mietmodell „Robotics as a

Service“ bieten wir eine neue Art der Robotik: keine langfristigen

Verträge, keine versteckten Kosten. Unsere Kunden mieten

die komplette Roboterlösung – inklusive Software, 24/7-Support,

Wartung und Garantie – ganz nach Bedarf und ohne Risiko. Bereits

für 2.000 Euro pro Monat bieten wir eine kompakte Cobot-

Lösung zum Palettieren, die sofort einsatzbereit ist und für Effizienz

sorgt. Für KMU bedeutet das: Kein großes Investitionsrisiko

und sofortiger Return on Investment. Unsere Lösung schafft

die Voraussetzungen für eine schnelle Automatisierung der Produktion

ohne finanzielle Belastung oder lange Planungszeiten.

Mit unserem Modell wird Zukunftssicherung zum „No-Brainer“

– einfach mieten und loslegen.

Wie sorgen Sie im Mietmodell für eine hohe Verfügbarkeit und

Zuverlässigkeit der Roboter?

Olaf Gehrels: Jede Roboterlösung kommt mit unserer smarten

my.coboworx Software, die nicht nur 24/7-Support bietet, sondern

auch geplante Wartungen und eine Garantie über die Mietlaufzeit

abdeckt. So bleibt die Produktion in Bewegung, während

sich die Mitarbeiter auf anspruchsvollere, wertschöpfende Aufgaben

konzentrieren können – ohne sich mit repetitiven, kör-

Der Roboter der Zelle übernimmt die Palettierung der Kartons

mit einem Gewicht von 25 kg. Diese Tätigkeit wurde früher

manuell ausgeführt und war für die Mitarbeiter körperlich anstrengend.

Mithilfe der automatisierten Lösung ließen sich ergonomische

Verbesserungen realisieren und die Effizienz der Produktionskette

steigern.

SIMULATION UND SCHNELLE VERFÜGBARKEIT

ALS ENTSCHEIDENDE KRITERIEN

Über den Online-Konfigurator und die Webseite des Anbieters

wurde Jung auf die Lösung aufmerksam. Innerhalb weniger Tage

präsentierte coboworx eine Simulation, die zeigte, wie sich die

Zelle in die bestehende Produktionsumgebung integrieren lässt.

Die Zelle war innerhalb weniger Wochen verfügbar. Aufgrund der

kurzen Lieferzeit ließ sich die Produktionslinie schnell in Betrieb

nehmen.

Der Roboter übernimmt die körperlich anstrengende Arbeit,

sodass sich das Personam auf andere Aufgaben konzentrieren

02 Aufgrund der platzsparenden Konzeption eignen sich die Zellen

für die nachträgliche Automatisierung einer Produktionslinie oder

Palettierstation

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Mitgründer und Chief

Executive Officer (CEO)

von coboworx

perlich anstrengenden Tätigkeiten aufzuhalten. Falls doch

mal etwas hakt, können wir per Remote-Access direkt in das

System eingreifen und im Allgemeinen sofort eine Lösung

bieten. Das sorgt für schnellen Support und einen persönlichen

Ansprechpartner, damit der Produktionsprozess

nicht ins Stocken gerät. Zudem haben die Betreiber über

my.coboworx jederzeit Zugriff auf ihre Produktionsdaten

und können ihre Roboterflotte effizient verwalten und

überwachen – alles auf einer einzigen, benutzerfreundlichen

Plattform. So lässt sich die Automatisierung optimal

steuern und anpassen.

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Die Fragen stellte Winfried Bauer, Chefredakteur f+h

kann. Zudem zeichnet sich die Palettierlösung durch eine intuitive

Bedienung aus: Nach einer kurzen Einweisung können

Mitarbeiter die Anlage eigenständig bedienen.

Die Palettierstation ist nicht taktgebend für die komplette

Produktionslinie, sodass mit einer nicht ausgereizten Taktzeit

gefahren werden kann und eine Kapazitätssteigerung problemlos

ermöglicht wird. Sollte in Zukunft ein höheres Produktionsvolumen

erforderlich sein, lässt sich die Anlage entsprechend

anpassen.

AUTOMATISIERUNG ALS WACHSTUMSMOTOR

Mit der Integration der Palettierzelle hat der Gebäudetechnikhersteller

eine zukunftsorientierte Entscheidung getroffen. Aufgrund

der schnellen Verfügbarkeit und der Flexibilität des Systems

kann das Unternehmen auf zukünftige Anforderungen reagieren

– ein wichtiger Schritt, um in einem dynamischen Markt

wettbewerbsfähig zu bleiben und ein inspirierendes Beispiel für

alle Unternehmen, die noch zögern zu automatisieren.

Fotos: coboworx

spin

www.coboworx.com


PRODUKTE UND SYSTEME

Blick von oben:

Long-Range-Sensoren

erkennen unter anderem

freie Stellplätze in

Materialsupermärkten

NACHSCHUBVERSORGUNG

PER FUNKNETZ

BIS ZUM LETZTEN METER

Wie lassen sich fahrerlose Transportsysteme

(FTS) in das digitale Abbild des Materialflusses

einbinden – auch bei nicht bestandsgeführten

Bauteilen und bei FTS verschiedener Hersteller?

Die Antwort gibt ein funkgestütztes

automatisches Material-Abrufsystem (AMS).

Wer fahrerlose Transportsysteme (FTS) herstellt oder

Komponenten dafür fertigt, kann optimistisch in

die Zukunft schauen. Im Jahr 2023 ist der weltweite

Markt um circa zehn Prozent auf 2,3 Milliarden US-

Dollar gewachsen. Bis 2030 soll sich das Umsatzvolumen auf 4,43

Milliarden US-Dollar steigern. Das entspricht einer durchschnittlichen

Wachstumsrate von 9,8 Prozent pro Jahr.

Der aktuelle und prognostizierte Markterfolg hat seinen Grund

in hohem Maße in der Architektur und dem Eigenschaftsprofil

der neuesten FTS-Generationen. Die fahrerlosen Transportfahrzeuge

(FTF) navigieren heute frei im Raum. Sie lassen sich einfacher

an ihre individuelle Aufgabe anpassen und können zum Beispiel

„im Vorbeifahren“, das heißt spontan, Aufträge erledigen.

Ein weiterer Grund für das Marktwachstum ist die Vielfalt der

angebotenen Systeme – vom Mini-FTF bis zum Schwerlastfahrzeug

für eine Traglast von 500 Tonnen. Außerdem ist mit den autonomen

mobilen Robotern (AMR) eine FTS-Klasse entstanden,

die sich durch zusätzliche Freiheitsgrade (konkret: durch einen

Roboterarm) unterscheidet und zum Beispiel selbsttätig Greifund

Kommissionieraufgaben übernehmen kann. Hier sind die

Wachstumsperspektiven noch größer als bei den „reinen“ FTS.

Die Marktforschung rechnet bis zum Jahr 2028 mit durchschnittlichen

Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent per anno.

NEUE IT-ARCHITEKTUR: HERSTELLER-

UNABHÄNGIGE FLOTTENMANAGEMENTSYSTEME

Zusätzlicher Schub für den Einsatz von FTS- und AMR-Anwendungen

entsteht durch die veränderte Steuerungsarchitektur. Als

Alternative zu den FTS-herstellerspezifischen Flottenmanagementsystemen

haben sich übergeordnete Systeme zum Beispiel

von Agilox, Idelworks, MHP und Navitec etabliert, die FTS-Flotten

mehrerer Hersteller steuern und auch Schnittstellen zu anderen

Steuerungen bereitstellen – zum Beispiel für die stationäre

Fördertechnik oder die Kommissionierung. Eine zentrale Voraussetzung

dafür schafft der (neue) Kommunikationsstandard VDA

5050. Er ermöglicht die Verwaltung größerer FTS-Flotten von

mehreren Herstellern oder unterschiedlichen Baureihen über eine

gemeinsame Software-Plattform.

Die Standardisierung des Flottenmanagements erleichtert den

Betrieb von heterogenen FTS-Flotten. Damit ein strukturierter und

optimierter Materialfluss sichergestellt ist, braucht der Anwender

beziehungsweise braucht jedes FTF aber noch zusätzliche Informationen.

Zum Beispiel müssen Lagerplätze in den Materialbahn-

68 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


höfen identifiziert oder vorgegeben werden. Und es müssen Füllstände in Großbehältern

erfasst oder Fahraufträge angestoßen werden, wenn Nachschub benötigt wird.

Diese Aufgabe kann das automatische Material-Abrufsystem (AMS) nexy übernehmen,

und diese Möglichkeit wird unter anderem von Automobilzulieferern genutzt.

Die vom steute-Geschäftsbereich Leantec entwickelte Plattform spannt ein Funknetz

in der Produktion/Montage oder in Kommissionierzonen. Sensoren erfassen die Materialvorräte

zum Beispiel in eKanban-Regalen oder auf Bereitstellungsflächen. Wenn

Mindestbestände erreicht sind, geben die Sensoren über die Schnittstelle der Sensor

Bridge ein entsprechendes Signal an die IT-Infrastruktur des Anwenders. So wird eine

lückenlose und funkgestützte Materialflussüberwachung realisiert – mit dem Ergebnis,

dass einerseits Engpässe in der Versorgung vermieden und anderseits keine Überbestände

aufgebaut werden.

ZIEL: DER AKTUELLE „DIGITALE ZWILLING“

DES MATERIALBESTANDS

Das „Gehirn“ dieses Kommunikationsnetzwerks ist die Sensor Bridge. Sie wertet die

Signale der Funksensoren im Feld aus, die über Access Points gebündelt werden. Zugleich

übernimmt sie die Funktion der Schnittstelle zur IT-Infrastruktur des Anwenders.

Die Funksensoren wurden dezidiert für ihre Aufgabe in der Materialflusssteuerung

entwickelt. Zum Einsatz kommen unter anderem Short-Distance-Lasersensoren,

die den Füllstand von Schüttware detektieren, oder Long-Distance-Lasersensoren,

die freie Palettenstellplätze in Materialbahnhöfen identifizieren. Für die Belegungserkennung

in den Fächern von (mobilen) Bereitstellungsregalen steht ein Sensor zur

Verfügung, der ein Signal gibt, wenn der Bediener einen Behälter entnimmt.

Auf diese Weise entsteht ein „digitaler Zwilling“ des Materialbestands auch von

nicht bestandsgeführten Artikeln. Die vor Ort generierten Daten werden über die Sensor

Bridge zum Beispiel an das ERP des Anwenders weitergegeben und dort verarbeitet.

So ist die kontinuierliche und automatisierte Nachschubversorgung sichergestellt.

Alternativ kann das nexy-System auch über verschiedene Schnittstellen direkt mit

den Flottenmanagern der FTS kommunizieren. In dieser Anwendung kann die Kombination

von Funksensorik und „Andocken“ ans Flottenmanagement und an die Materialflusssteuerung

ihre Vorteile ausspielen. Weil das System per Funk kommuniziert,

wird die mobile Welt auf dem Shopfloor zeitgenau abgebildet. Und bei den häufig

stattfindenden Umbauten oder Änderungen im Materialfluss oder beim Stellplatz-

Layout lässt sich die kabellose Hardware schnell anpassen.

NEU: ON-PREMISE-LÖSUNG OHNE EIGENE HARDWARE

Die Sensor Bridge ist das Herzstück des Systems. Hier laufen alle Signale der Funksensoren

zusammen und werden dem Zielsystem oder dem Flottenmanager bereitgestellt.

Die neue Version, die steute Leantec auf der Logimat (Halle 5, Stand 5D61) zeigen

wird, ist einfacher zu installieren und zu betreiben. Statt des bislang für den Betrieb

erforderlichen Industrie-PC gibt es nun auch eine hardwareunabhängige Version,

denn der Anwender kann die vorhandene IT-Infrastruktur nutzen.

Diese neue Option der hardwareunabhängigen Sensor Bridge ist für Unternehmen

interessant, die eine schlanke IT-Hardware mit möglichst wenigen Edge Devices und

entsprechend geringem Administrationsaufwand wünschen. Sie können die Funktionalitäten

von nexy in vollem Umfang nutzen – ohne einen zusätzlichen Hardware-

Baustein installieren und administrieren zu müssen.

EINE WICHTIGE FTS-APPLIKATION – ABER NICHT DIE EINZIGE

Viele Betreiber von FTS-Flotten nutzen nexy für die hier beschriebene Aufgabe der

Nachschubversorgung von nicht bestandsgeführten Teilen, für die es eine eigene Applikation

gibt. Das gilt aber auch für andere Aufgaben zur Steuerung des Materialflusses

– nexy lässt sich vielfältig verwenden. Darüber hinaus ist unter anderem auch die

Verbindung von FTS mit mobiler und stationärer Fördertechnik interessant. Hier kann

das funkgestützte automatische Material-Abrufsystem die relevanten Daten parallel

zur Übergabe des entsprechenden Behälters auf das FTF oder auf die Förderstrecke

übergeben und somit einen lückenlosen Informationsfluss sicherstellen. Eine weitere

häufig genutzte Applikation ist das Monitoring von Dollys (Bodenrollern), die auf diese

Weise ebenfalls in die Steuerung des Nachschubs integriert werden.

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LogiMAT 2025

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Autor: Andreas Schenk, Division Manager Leantec, steute Technologies GmbH & Co. KG, Löhne

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11. - 13. März 2025

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GERÄUMIGE KRAFTPAKETE FÜR DEN INTENSIVEN EINSATZ

STARKE LEISTUNG: XI-SERIE VON LINDE

Das Unternehmen Linde Material Handling (MH)

bringt mit der Xi-Serie neue Vertreter im

Segment kompakte Elektro-

Gegengewichtsstapler auf den Markt. Die

Hubleistungen der Drei- und Vierradstapler sind

mit 1 bis 2 Tonnen beziffert. Noch vor der

offiziellen Markteinführung konnten wir zwei

Geräte aus der Vorserie testen: den Xi16 und den

Xi20 P. Bei den Xi-Modellen ist die Batterie

integriert (i), was laut Hersteller einen hohen

Komfort verspricht. Das „X“ im Namen stehe für

hohe Leistungsfähigkeit. Erfüllen unsere

Testkandidaten, die Versprechen des Herstellers?

Aufgrund der fest integrierten Lithium-Ionen-Batterie

entfällt bei den Xi-Modellen der platzraubende Batterietrog.

Diese Maßnahme hat laut Linde Material Handling

das Ziel, Komfort, Sicherheit, Leistungsfähigkeit und

Energieeffizienz zu optimieren – verbunden mit mehr Kompakt-

heit. Wir überprüfen die Auswirkungen der Maßnahmen am

Xi16, einem Dreirad-Stapler mit einer Tragfähigkeit von 1,6 Tonnen,

sowie an einem Vierrad-Modell vom Typ Xi20 P mit zwei

Tonnen Tragfähigkeit und kompakter Kombi-Lenkachse. Neben

der Ausführung mit Kombi-Lenkachse sind auch Geräte mit herkömmlicher

Pendelachse und leicht erhöhtem Fahrersitz verfügbar.

Diese Stapler richten sich vor allem an Betreiber, die einen Xi

als Ersatz für einen verbrennungsmotorischen Stapler mit Pendelachse

in Betracht ziehen.

KOMPAKT UND DENNOCH GERÄUMIG

Beim ersten Blick auf unser Test-Duo präsentieren sich zwei sehr

kompakte, aber dennoch zugängliche Stapler. Die zusätzliche

Trittstufe ist großzügig bemessen und erleichtert das Ein- und

Aussteigen. Groß dimensioniert ist auch die Bodenplatte, was

uns eine außergewöhnliche Fuß- und Beinfreiheit beschert. Die

Batteriefachabdeckung ist sauber abgerundet und verhindert,

dass unsere Unterschenkel bei Fahrmanövern unangenehm berührt

werden.

Die Rundumsicht wird durch ein abgesenktes Stirnblech und

den schlanken A-Säulen der Fahrerkabine optimiert. Eine freie

Sicht nach oben erlaubt die Dachkonstruktion der Fahrerkabine

aus schmalen Querstreben. Auch in der optionalen Version als

Panoramadach mit Panzerglas bleibt beim Ein- und Auslagern

am Regal alles gut im Blick. Zudem verbessert die Dachkonstruktion

die Kopffreiheit.

70 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

Hubgeschwindigkeit

mit 1.000 kg Last

[cm/s]

Fahrgeschwindigkeit

mit 1.000 kg Last

[km/h]

Sprint über

27,2 m

[in s]

Praktische

Einsatzdauer

max. Bat. [ss:mm]

Linde Xi 16 Performance

73,17

20

6,7

08:53

Linde Xi 16 Efficiency

73,17

17,78

7,6

09:38

Linde Xi 16 Economy

56,6

15,16

9,0

10:57

Linde Xi 20 P Performance

66,18

19,73

7,2

07:34

Linde Xi 20 P Efficiency

66,18

17,56

7,5

08:00

50,56

15,48

ø = Durchschnitt der von uns getesteten 2,5 bis 3 t 80-V-Elektrogegengewichtstapler (2023)

Linde Xi 20 P Economy

8,8

08:45

ø

47,3

15,2 8,4 08:15

ø = Durchschnitt der von uns getesteten 48-V-Elektro-Dreiradstapler (2022)

Eine strukturierte Verlegung von Kabeln, Schläuchen und Ketten

erspart uns ein hinderliches Leitungs-Chaos im Bereich des Hubmasts.

Dies verhindert vor allem beim Xi16 mit seinem standardmäßigen

3.000-mm-Zwillings-Hubmast ohne Freihub die Sicht

auf die Last. Beim Triplex-Hubmast des Xi20 P wirkt sich dieser

Vorteil aufgrund der zusätzlichen Gabelverstellung weniger aus.

Der direkte Vergleich ist jedoch nicht ganz gerecht. Denn im Gegensatz

zum Xi16 ist der Xi20 P mit einer Komfort-Fahrerkabine

(Vollkabine) ausgestattet.

LEISTUNG UND PRODUKTIVITÄT

Das „X“ in der Typenbezeichnung steht für zusätzliche Leistung.

Gespeist wird diese bei beiden Modellen von der 90-V-Bordspannung

– der Standard beträgt 48 V. In Kombination mit den

Synchron-Reluktanzmotoren (SRM) sorgt dies für eine hohe

Energieeffizienz. Darüber hinaus wurde der Hubmotor optimiert,

wodurch höhere Hubgeschwindigkeiten realisiert und die Geräuschemissionen

verringert werden. Auf unserer Teststrecke ist

dieser Unterschied deutlich spürbar.

01

Die großzügig gestaltete Trittstufe sorgt für einen komfortablen

Einstieg in die Fahrerkabine

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 71


Umgeschlagene Paletten in 8 Stunden

02

Linde Xi 16 Performance 444

Linde Xi 16 Efficiency 434

02 In puncto Fuß- und Beinfreiheit ist alles prima ‒ die abgerundete

Batteriefachabdeckung stört nicht

Linde Xi 16 Economy 407

Linde Xi 20 P Performance 425

Linde Xi 20 P Efficiency 411

Linde Xi 20 P

Economy 385

ø 381

ø = Durchschnitt der von uns getesteten

48-V-Elektro-Dreiradstapler (2022)

Beide Stapler lassen sich mit den Einstellungen Performance, Efficiency

und Economy betreiben. Im Performance-Modus erzielen

wir im Vergleich zu den von uns getesteten Staplern aus dem

Segment höchste Fahr-, Sprint- und Hubgeschwindigkeiten und

somit Rekordergebnisse in puncto Produktivität. Dies gilt vor allem

für unseren Dreirad-Testkandidat, den Xi16. Der Vierrad-

03 Kein Leitungschaos am Hubmast – die Sicht auf die Gabel

ist einwandfrei

stapler Xi20 P bleibt aufgrund seines höheren Eigengewichts und

der schweren Last, die wir während des Tests verwendeten, im

Vergleich etwas zurück. Dennoch schneiden beide Stapler selbst

im Economy-Modus überdurchschnittlich gut ab. Bezüglich der

Einstellungen bevorzugen wir den Efficiency-Modus, der Performance-Modus

ist uns auf dem Testparcours etwas zu flott.

ENERGIEVERBRAUCH, BATTERIE,

LADEINFRASTRUKTUR

In Sachen Energieverbrauch schneidet vor allem der Xi16 in allen

Betriebsmodi besser ab als der von uns gemessene Durchschnitt

vergleichbarer Geräte. Der Xi20 P bewegt sich im Performance-

Modus eher im Durchschnitt. In den gemäßigteren Einstellungen

glänzt aber auch er mit geringerem Energieverbrauch im Vergleich

zu unseren anderen Testkandidaten in dieser Klasse.

Ein hoher Energieverbrauch ist ein täglicher Begleiter im intensiven

Einsatz, allerdings für Lithium-Ionen-Stapler wie die Xi-

Serie nicht problematisch, da man die Batterien zwischendurch

aufladen kann. Mithilfe der standardmäßigen Lithium-Ionen-Ladegeräte

des Herstellers und einer Auswahl an Batteriekapazitäten

von 17, 25,6 sowie 34,1 kW stehen umfassende Optionen für

eine lange Einsatzdauer bereit. Unsere Messergebnisse zeigen,

dass beide Teststapler mit der höchsten Batteriekapazität mühelos

eine Einsatzdauer von acht Stunden bewältigen. Die optional

integrierten 3,5- oder 10-kW-Ladegeräte bieten dabei zusätzlichen

Komfort und Flexibilität beim Laden.

KOMFORT IN DER FAHRERKABINE

Unsere Teststapler verfügen über eine Armlehne mit Load-Control-Bedienung.

Die Position der Armlehne lässt sich über eine

zentrale Steuerung einstellen. Rechts unterhalb der Armauflage

befindet sich viel praktischer Stauraum. Eine Papierablage im

DIN-A4-Format als Standard wäre jedoch wünschenswert.

Das verlängerte Schloss des Beckengurts lässt sich problemlos

greifen. Der Hubmast und die Vorderachse sind vibrationsdämpfend

am Fahrgestell aufgehängt.

Beim Xi16 nehmen wir auf einem mechanisch gefederten Fahrersitz

Platz, der unserer Meinung nach etwas höher hätte montiert

sein können. Dadurch sitzen wir mit leicht angewinkelten

Knien hinter der mehrfach und stufenlos verstellbaren Lenksäu-

72 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

03

Verbrauch pro

100 Paletten in kWh

Verbrauch während

des Tests in kWh

Linde Xi 16

Performance

7,88

Linde Xi 16

Performance

4,38

le. Der Xi20 Pi hingegen ist mit einem hochwertigen, luftgefederten

Active-Fahrersitz ausgestattet, der die für uns passende Höhenposition

bietet, was spürbar angenehmer ist.

Die Fahrerkabine des Xi20 P ist mit einer Heizung/Lüftung ausgestattet,

die gut in die Armaturen integriert ist, mehr Auslassöffnungen

bietet und eine höhere Leistung erbringt als die Add-on-

Version. Die automatische Kühlung des Antriebs erzeugt beim

hochdrehen viel Lärm. Laut Hersteller sei das ein Problem, dass

der Vorserie geschuldet sei und bei den Serienmodellen behoben

sein wird.

Unser Xi16 ist mit einem standardmäßigen 3,5-Zoll-Display

ausgestattet, der Xi20 P verfügt über das größere, optionale

7-Zoll-Modell. Das Standard-Display zeigt übersichtlich alle

maßgeblichen Betriebsinformationen an wie den Batteriestatus,

das Lastgewicht, den Neigungswinkel des Hubmasts, den Stand

der Lenkachse und die Fahrgeschwindigkeit. Das 7-Zoll-Display

bietet zusätzliche Features wie ein integriertes Kamerabild mit

Personenerkennung, eine Rückwärtsfahrhilfe sowie den Safety

Pilot (automatisches Lastendiagramm). Die verschiedenen Wiedergabemöglichkeiten

lassen sich nach eigenem Bedarf auf dem

Display anordnen.

Linde Xi 16

Efficiency

Linde Xi 16

Economy

Linde Xi 20 P

Performance

Linde Xi 20 P

Efficiency

Linde Xi 20 P

Economy

ø

7,43

6,98

9,68

9,45

9,23

9,98

ø = Durchschnitt der von uns getesteten

48-V-Elektro-Dreiradstapler (2022)

Linde Xi 16

Efficiency

Linde Xi 16

Economy

Linde Xi 20 P

Performance

Linde Xi 20 P

Efficiency

Linde Xi 20 P

Economy

ø

4,03

3,55

5,14

4,86

4,44

4,65

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WERTUNG

+ Ergonomie

+ Leistung

+ Energieverbrauch

– Ablesbarkeit des Lastendiagramms

– Position des Standardfahrersitzes

– Geräuschpegel der Antriebskühlung

04 05

Zu den Teststaplern

Abmessungen und technische Daten

Xi16

Xi20P

Länge bis zur Vorderseite des Gabelrückens 1.922 mm 2.115 mm

Gerätebreite 1.086 mm 1.162 mm

Hubmasthöhe (eingezogen) 2.145 mm 2.028 mm

Rahmenhöhe 2.054 mm 2.054 mm

Gabeln (L × B × T) 1.200 × 80 × 40 mm 1.200 × 100 × 45 mm

Radstand 1.371 mm 1.502 mm

Bodenfreiheit 91 mm 97 mm

Überhang Vorderachse bis zur

Vorderseite des Gabelrückens

369,9 mm 378,9 mm

Überhang Rückseite 181,1 mm 234,1 mm

Arbeitsgangbreite 3.372 mm 3.565 mm

Maximal zulässige Traglast des

Teststaplers (gemäß Lastendiagramm)

1.600 kg 1.820 kg

Lastschwerpunkt 500 mm 500 mm

Maximale Hubhöhe 3.000 mm 4.500 mm

Freihub 150 mm 1.418 mm

Neigungswinkel Hubmast vorwärts/

rückwärts

Antriebstechnik

5° / 7° 5° / 7°

Fahrmotor 6,5 kW 6,5 kW

Hubmotor 13 kW 13 kW

Batteriekapazität 90 V, 320 Ah 90 V, 320 Ah

Stabilität

Eigengewicht/Prozentsatz Hinterachse 2.923 kg/54,91 % 3.405 kg/55,65 %

Gewicht bei max. Last/Prozentsatz

Hinterachse

Reifen

4.523 kg/13,04 % 5.405 kg/13,41 %

Maß vorne 180/70-8 200/50-10

Maß hinten 125/75-8 150/75-8

Hersteller Continental CS20 Continental CS20

Alle Angaben basieren auf Recherchen und Messungen des Testteams und können Abweichungen zu den

Herstellerangaben aufweisen

04 Blick auf die Armlehne mit integrierter

Steuerung

05 Das Kernstück der Xi-Serie: die

integrierte Lithium-Ionen-Batterie

KLEINE MÄNGEL DER VORSERIE

Während unserer Tests sind uns auch einige

Mängel aufgefallen, die der Hersteller

korrigieren sollte: Das Lastendiagramm,

ein schwarzer Aufkleber mit vielen recht

kleinen Zahlen, die bei Gegenlicht nur

schwer zu entziffern sind. Die Geschwindigkeitsregulierung

bei Kurvenfahrten per

Curve-Assist-Funktion könnte etwas direkter

ansprechen. Dies ist jedoch eine

Frage der Einstellung. Torsion und Swing,

die wir manchmal beim schnellen Absenken

des Triplex-Hubmasts des Xi20 P registrieren,

werden durch die Gummiaufhängung

der Hubmast-Achskombination

verstärkt. Eine Enddämpfung bei maximaler

Hubhöhe wäre bei beiden Hubmasttypen

wünschenswert. Ein Haltegriff an der

B-Säule für zusätzlichen Halt beim Rückwärtsfahren

sollte unserer Auffassung

nach immer Standard und keine Option

sein. Die Position des Fahrersitzes im Xi16

könnte etwas höher sein.

Aus unserer Sicht sind die genannten

Mängel vergleichsweise leicht zu beheben.

Sie beeinträchtigen jedoch nicht die

Vorzüge, die die neue Xi-Serie überwiegend

bietet. Unser Fazit: Die neue Xi-Serie

von Linde MH setzt Maßstäbe in der Kompakt-Klasse

bis 2 Tonnen Tragfähigkeit.

Text und Fotos: Andersom Testing, Mark Dohmen

und Theo Egberts

Grafiken: VFV, Sonja Daniel

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Hilfe hat die Flexco Europe GmbH mit Rip Repair ein

Notfall-Set im Programm. Zum Set gehören das

Bolt-Solid-Plate-Verbindersystem mit den Verbindergrößen

140 und 190. Damit lassen sich Banddicken

von fünf bis 14 mm wieder instand setzen. Der

Anwender wählt zwischen den beiden verfügbaren

Größen und erhält einen Kunststoffbehälter, der die

Verbindungselemente, einen Schraubenbrecher,

einen Steckschlüssel sowie einen Stanzaufsatz für die

Erstellung der erforderlichen Bohrungen enthält. Ebenfalls im Set enthalten sind

die zum Verbindungssystem gehörenden „LOK-Tapes“, die Bandwellen oder die

Welligkeit bei Bändern mit Gummibelag verhindern. Zur vollständigen Montage

ist ein Schlagschrauber mit einer Schlüsselweite von 13 mm erforderlich.

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MULTIFUNKTIONSGREIFER ERHÖHT FLEXIBILITÄT

VON DEPALETTIERROBOTERN

In der Funktion universell wie ein „Schweizer

Messer“: Mit einem Multifunktionsgreifer

bringt die Polyplan Polyurethan-Maschinen

GmbH Vielseitigkeit in die robotergeführte

Depalettierung. Das Greifelemenet in Servo-Vakuum-Technik

ermöglicht es ein und demselben

Roboter, ohne Umbau oder Modifikation

Kleinladungsträger, EPP-Behälter, Kartons und

Palettendeckel zu handhaben. Bei einer

Maximaltraglast von 25 kg bei Kleinladungsträgern

und 20 kg bei EPP-Behältern und Kartons, einer Greifermasse von etwa 95 kg

sowie entsprechenden Sicherheitsreserven eignet sich der Multifunktionsgreifer

für Roboter mit Traglasten zwischen 150 und 210 kg. Trotz der Multifunktionalität

bleibt die Geschwindigkeit der robotergeführten Depalettieranlagen des Herstellers

erhalten: Die Zykluszeit beläuft sich auf weniger als zehn Sekunden pro

Gebinde.

www.polyplangmbh.de

25-TONNEN-E-STAPLER MIT LITHIUM-IONEN-BATTERIE

Reichte das Programm der

G3-Serie des chinesischen Flurförderzeugherstellers

Heli bisher bis

zehn Tonnen Traglast, so setzt der

CPD 250 mit einer Hubleistung

von 25 Tonnen bei einem Lastschwerpunkt

von 1.200 mm noch

einen drauf. Der einsatzfertig 37,5

Tonnen wiegende, CE-zertifizierte

Stapler hat einen Radstand von 4.250 mm und wird von einer Lithium-Ionen-

Hochvoltbatterie (608 V, 210/315 kWh) mit Energie versorgt. Mit dem optionalen

Triplex-Hubmast wird eine maximale Hubhöhe von 8.000 mm erreicht.

Für Wartungsarbeiten kann die Kabine des 25-Tonners seitlich gekippt werden.

Farbdisplays mit Anzeige aller Betriebszustände in Echtzeit, Minitipps, Rückfahrkamera,

Schutzart IP 67 und programmierbare Sicherheitseinrichtungen gehören

zu den weiteren Merkmalen des Schwerlaststaplers. Im Vergleich zu gleichstarken

Dieselgeräten punktet der E-Stapler laut Hersteller mit rund 30 bis 40 Prozent

niedrigeren Wartungskosten.

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MENSCHEN UND MÄRKTE

FAMILIENUNTERNEHMEN MUNK STARTETE IN JUBILÄUMSJAHR

SEIT 125 JAHREN AUF

DER ERFOLGSLEITER

Einst als Wagnerei gegründet und bald auf die

Fertigung von Feuerwehr- und Gartenleitern

spezialisiert, hat sich die Munk Group mit Sitz in

Günzburg und Leipheim über Generationen

hinweg zum Technologie- und Innovationsführer

in der Steigtechnik und für Rollcontainerlösungen

entwickelt. Heute gehören zum

Seriensortiment mehr als 2.500 Produkte. In

vierter Generation leitet Inhaber und Geschäftsführer

Ferdinand Munk das Familienunternehmen,

das außerdem für individuelle

Steig- und Rettungstechniklösungen steht.

Gefertigt wird seit jeher ausschließlich im

Heimatlandkreis.

01

Den Anwendern genau zuhören und bei der Produktentwicklung

auch auf kleine Details achten: das sind laut

Ferdinand Munk Erfolgsgeheimnisse der Firmengruppe.

„So haben wir uns über die Generationen hinweg einen

Ruf als Partner für die Anwender erarbeitet. Darauf bin ich sehr

stolz.“ Der Inhaber und Geschäftsführer der Munk Group hat

gleich doppelt Grund zur Freude: Ferdinand Munk wurde unlängst

gemeinsam mit Ehefrau Ruth Munk – ebenfalls langjährige

Geschäftsführerin – beim Großen Preis des Mittelstands mit dem

Sonderpreis für das Lebenswerk ausgezeichnet.

DEM STANDORT DEUTSCHLAND STETS DIE

TREUE GEHALTEN

Eine zentrale Säule der Erfolgsgeschichte ist das Leitmotiv „Sicherheit.

Made in Germany“: Die Produktion findet seit Firmengründung

ausschließlich im Heimatlandkreis statt. So lassen sich

die Lieferketten stabil halten und zudem schnell auf Kundenanfragen

und -anforderungen reagieren. Die hohe Wertschöpfungstiefe

vor Ort ermöglicht zudem ein Garantieversprechen von

15 Jahren auf das komplette Seriensortiment.

Seit Ferdinand und Ruth Munk 1982 am Standort in Günzburg

in vierter Familiengeneration begonnen haben, ist die Betriebsfläche

von 7.000 auf 200.000 m 2 angewachsen. Der Jahresumsatz

ist in 43 Jahren von 250.000 DM auf nun circa 85 Millionen Euro

angestiegen.

01 Die Geschäftsführer Ferdinand Munk (l.) und Alexander Werdich

leiten gemeinsam die Geschicke des Familienunternehmens

02

02 Ferdinand Munk wurde beim Großen Preis des Mittelstands 2024

gemeinsam mit Ehefrau Ruth Munk mit dem Sonderpreis für das

Lebenswerk ausgezeichnet

76 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE

Leopold Munk gründet

im Alter von 23 Jahren

eine Wagnerei in

Reisensburg

Ferdinand Munk gründet mit

seiner Ehefrau Ruth die Firma

Günzburger Leiternbau

1899

1982

1948

Ludwig Munk übernimmt

den Betrieb von seinem Vater.

Er spezialisiert sich auf die

Fertigung von Feuerwehr-,

Haus- und Gartenleitern

1899 1993

Mit der Zusammenlegung der Leopold Munk KG und der

Günzburger Leiternbau entsteht die Günzburger Steigtechnik

Die Produktinnovation

nivello-Leiterschuh

kommt auf den Markt

2005

1948 2010

Neues Standbein Transportlogistik:

Rollcontainer für den Brand-, Rettungsund

Katastropheneinsatz präsentiert

Willkommen Munk-Kids: die erste Ferienbetreuung

startet. Heute haben die Munk-Kids ihr eigenes

Club-Haus, einen Spielplatz und mobile Spielzimmer

bei Betreuungsengpässen

2013

1948 2021

Gründung der Munk Group. Geschäftsbereich

Rettungstechnik bekommt am Standort

Leipheim seine neue Heimat

Neue Produktions- und Logistikflächen am

Standort Günzburg eröffnet. Munk-Klimawald,

Blühflächen und Bienenvölker mit Imkerstand

2022

bis heute

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 77


MENSCHEN UND MÄRKTE

03 04

03 Überstiege bauen Brücken und verkürzen die Wege in

der Fertigung, im Lager und in der Logistik

04 Neben dem Seriensortiment werden auch individuelle

Sonderlösungen gefertigt

„Ich kann nur allen von Herzen danken, die den Weg gemeinsam

mit unserer Familie mitgegangen sind und so einen großen Anteil

zu unserem Erfolg beigetragen haben – allen voran unserem Team

in Günzburg und Leipheim.“ Mit diesen Worten bezog Ferdinand

Munk am Munk-Tag im Legoland Deutschland Resort das Personal

in sein Begrüßungsstatement ein. Bei der exklusiven Parköffnung

für die Firmengruppe waren alle 450 Mitarbeiter mit ihren

Familien eingeladen, das WinterWonder Legoland mit allen Attraktionen

zu erleben. „Wir wollen auch weiterhin als Unternehmen

präsent sein, das Verantwortung übernimmt.“ Das betreffe

die soziale Verantwortung genauso wie die Verantwortung gegenüber

der Natur. Darum habe man die Standorte in den vergangenen

Jahren mit Investitionen in Höhe von mehr als 30 Millionen

Euro ausgebaut, die auch dem Thema Nachhaltigkeit in all seinen

Facetten Rechnung tragen, und werde auch in den kommenden

Jahren Investitionen im zweistelligen Millionenbereich tätigen.

CO 2

-NEUTRALITÄT „AUS EIGENER KRAFT“

Die Investitionen fließen unter anderem in ein Transformationskonzept

für die Energieversorgung, mit dem man sich mehr und

mehr energieautark aufstellt und CO 2

-Neutralität ohne Kompensationsmaßnahmen

anstrebt. Mittlerweile deckt Munk an den

Standorten in Günzburg und Leipheim 40 Prozent des Strombedarfs

aus eigenen Photovoltaik-Anlagen und ist an sonnigen

Tagen komplett energieautark. Mit einer neuen Hackschnitzel-

Anlage ließ sich der Erdgasverbrauch für Heizenergie um 40 Prozent

reduzieren. „Bereits jetzt sparen wir mehr als 540 Tonnen

CO 2

pro Jahr ein“, so Alexander Werdich, ebenfalls Geschäftsführer.

Der firmeneigene Klimawald am Standort in Leipheim binde

zudem langfristig CO 2

.

Als familiengeführtes Unternehmen achtet die Munk Group

auf die Vereinbarkeit von Familie und Job und entwickelt ihr familien-

und arbeitnehmerfreundliches Führungskonzept stetig

INNOVATIONEN, SOZIALES

ENGAGEMENT UND NACHHAL-

TIGKEIT GEHEN HAND IN HAND

weiter. Mitarbeiter und ihre Familien profitieren unter anderem

von Kinderbetreuungsprogrammen im Munk Kids Club während

der Ferien sowie von Fort- und Weiterbildungen, die auch ihre

Familienmitglieder nutzen können. Für das Engagement erhielt

das Unternehmen das Zertifikat zum Audit „Beruf und Familie“:

Munk wurde im Jahr 2022 als erstes Unternehmen im Landkreis

Günzburg mit dem Qualitätssiegel der berufundfamilie Service

GmbH ausgezeichnet.

78 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


MENSCHEN UND MÄRKTE

MIT MACHER-MENTALITÄT NACH OBEN

Das Macher-Gen scheint der Familie im Blut zu liegen: Ferdinand

Munks Urgroßvater Leopold gründete das Unternehmen im Jahr

1899, damals noch als Wagnerei. Schon bald setzte er auch auf

die Fertigung von Holzleitern und wurde im Jahr 1925 auf der

Handwerksmesse in München mit der Goldmedaille für die Erfindung

einer Gartenleiter prämiert. Großvater Ludwig Munk fokussierte

den Betrieb ab 1948 auf die Fertigung von Feuerwehr-,

Haus- und Gartenleitern. Ludwig Munk fuhr mit seinem Motorrad

von Ort zu Ort und stellte den örtlichen Feuerwehren seine

neu entwickelte ausfahrbare Feuerwehrleiter vor. Mit seinen mobilen

Präsentationen hat er quasi den Grundstein für die heutigen

Roadshow-Produktvorführungen gelegt.

Ab dem Jahr 1974 baute Ferdinand Munks Vater Leopold den

Maschinenpark und die Produktpalette aus; unter ihm wurde das

Unternehmen zum führenden Feuerwehrausstatter in der Region.

Ferdinand und Ruth Munk gründeten 1982 gemeinsam das

Unternehmen Günzburger Leiternbau und spezialisierten sich

auf Leitern aus Aluminium, Stahl und Edelstahl sowie auf Rollund

Klappgerüste.

EINE FAMILIE, EIN NAME, EINE MISSION

Nach dem plötzlichen Tod seines Vaters im Jahr 1991 übernahm

Ferdinand Munk auch dessen Unternehmen und gründete bald

darauf die Abteilung Sonderbau für individuelle Steigtechnik-

Sonderlösungen. 1993 entstand aus beiden Firmen die „Günzburger

Steigtechnik“. Der Auftrag: Dem Kunden hochwertige und

ausgeklügelte Produkte mit Mehrwert bereitzustellen. Zum Beispiel

2005 mit dem beweglichen nivello-Leiterschuh oder ab

2010 mit Rollcontainern für den Brand-, Rettungs- und Katastropheneinsatz.

Fortan expandierte das Unternehmen und stellte

sich im Jahr 2021 unter dem Dach der Munk Group neu auf. Mit

diesem Schritt, so die Überzeugung, ließ sich in allen Geschäftsbereichen

das vorhandene Potenzial nutzen. Zeitgleich bezog der

Geschäftsbereich Munk Rettungstechnik seinen eigenen Standort

im neuen Werk in Leipheim.

Mit dem Familiennamen im Firmentitel setzt das Unternehmen

seitdem ein klares Zeichen. Ferdinand Munk: „Ob Munk

Günzburger Steigtechnik, Munk Rettungstechnik, Munk Service

oder die Munk Profiltechnik – jeder soll sehen, dass wir, die Familie

Munk, Verantwortung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter

übernehmen. Nicht umsonst heißt es bei uns Munks: Eine

Familie, ein Name, eine Mission.“

Alle Töchter und auch alle Schwiegersöhne von Ferdinand und

Ruth Munk sind in der Firmengruppe aktiv. Durch die Doppelspitze

in der Geschäftsführung aus Ferdinand Munk und Schwiegersohn

Alexander Werdich wird das Unternehmen in vierter und

fünfter Generation durch die Gründerfamilie geleitet. WB

Fotos: Munk Group

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APP VEREINFACHT WEBBASIERTE

SCANNING-PROZESSE

Mit der Beamer-App für Apple iOS-Geräte präsentiert die

Prologistik GmbH aus Dortmund eine leistungsstarke

Enterprise-Browser-App für die Automatisierung und

Optimierung webbasierter mobiler Scanning-Prozesse zum

Beispiel in der Intralogistik. Die Anwendung präsentiert

Webseiten auf jeglichen Apple iPhone im Fullscreen-Modus,

bietet komfortable und intelligente Scanning-Funktionen für

alle Auto-ID-Formate sowie eine hohe Benutzerakzeptanz.

Der Industrie-Browser ermöglicht ein multiprozessfähiges

Arbeiten in mehreren browserbasierenden Systemen, wie ein

beliebiges ERP, SAP, MES oder LVS gleichzeitig. Die App lässt

sich ohne ERP- oder System-Anpassungen innerhalb weniger

Minuten über den Apple Business Manager auf iOS-Geräten

einrichten.

WWW.PROLOGISTIK.COM

MYROLLON MIT NEUEM

DOWNLOADCENTER

Das Unternehmen Rollon erweitert seine digitale

Plattform myRollon. Zusätzlich zum bestehenden

Auswahlwerkzeug, mit dem die Benutzer auf

Grundlage der eingegebenen Anwendungsdaten

Lösungen für Linearbewegungen ermitteln können,

verfügt die Plattform nun über ein umfassendes

Produkt- und Downloadcenter. Diese neue Funktion

bietet einen Überblick über das komplette

Rollon-Produktportfolio – einschließlich Linearkomponenten,

Linearachsen und -systemen,

Kugelgewindetrieben und Rotationskomponenten

– und ermöglicht das Herunterladen von Datenblättern,

CAD-Dateien und Katalogen.

WWW.ROLLON.DE

80 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


PRODUKTE UND SYSTEME

GRÖSSTE AUTOSTORE-ANLAGE

DEUTSCHLANDS ENTSTEHT

Omni-Channel-Buchhändler beauftragt Element

Logic mit Automatisierungsprojekt

bit.ly/elementlogic-fuh-25

DIE TOP

ONLINE-ARTIKEL

DER F+H WEBSITE

An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen die

fünf meist gelesenen Artikel des Monats

auf unserer Internetpräsenz

Das Ranking umfasst alle Seitenaufrufe im 2-Monats-Zeitraum

bis ca. 2-3 Wochen vor Erscheinungstermin dieser Ausgabe. Die

Berechnungsbasis von 100% entspricht der Summe der fünf Plätze.

DEUTSCHER MASCHINENBAU 2025

Stimmung ist auf einem historischen Tiefpunkt

bit.ly/pwc-fuh-25

LOGISTICS HALL OF FAME

Internationale Persönlichkeiten in Berlin geehrt

bit.ly/lhf-fuh-25

GROSSINVESTITION

Teamsport-Spezialist Jako verwendet 60 Millionen

Euro für Neubau eines Logistikzentrums

bit.ly/jako-fuh-25

NORDWEST BAUT ZENTRALLAGER

MIT KNAPP-TECHNOLOGIE

Konzept setzt auf skalierbare Systeme

bit.ly/knapp-fuh-25

EXCLUSIVE

CONTENT

nur online

www.bit.ly/interpal-fuh-25

Wir schaffen logistische Verbindungen.

Individuelle Planung und Konstruktion

direkt vom Hersteller – Made in Germany

www.butt.de

FMCG-HERSTELLER SETZT AUF

DIGITALEN PALETTENTAUSCH

Das Unternehmen Dr. Miele Cosmed, Hersteller von

Fast Moving Consumer Goods (FMCG), setzt am

Standort Hamburg auf das Digital Pooling mit Interpal.

Das System löst das Führen der Palettenkonten

mit Excel ab. Beim Pooling werden ein- und ausgehende Paletten

im Online-Portal digital erfasst und transparent in den entsprechenden

Konten (Versender/Empfänger) gebucht. Die Datenerfassung

kann manuell oder durch die Übertragung der eigenen

Sendungsdaten oder via Schnittstelle vonstattengehen.

Typ BK - Mittelachsrampe

BUTT GmbH Tel.: +49(0)4435 9618-0

Zum Kuhberg 6–12 Fax: +49(0)4435 9618-15

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MENSCHEN UND MÄRKTE

FÖRDERTECHNIK

MATERIALFLUSS

LOGISTIK

CHRISTIAN HEID

Können Sie über sich selbst lachen?

Selbstverständlich! Der Alltag ist zu

ernst, um nicht über sich selbst zu

lachen. Ein Lächeln macht vieles

einfacher.

Was können Sie nur mit Humor

ertragen?

Wenn mein Computer während der

Arbeit ein Update macht und die

Warteschlange im Supermarkt mal

wieder die falsche ist.

Ihr Arbeitsalltag in drei

Schlagworten?

Planung, Kommunikation, Deadlines.

Wie können Sie am besten vom

Arbeitsalltag entspannen?

Ein Spaziergang in der Natur,

Klettern in den Bergen oder bei

der Gartenarbeit.

Wo verbringen Sie am liebsten Ihren

Urlaub?

In den Bergen, wo die Luft frisch und

klar ist oder bei Entdeckungsreisen.

Gibt es ein Leben nach dem Job?

Natürlich! Das Leben gibt es nicht

nur nach dem Job, sondern auch

währenddessen – und danach mit

Hobbys und Freizeit.

››

ZUR PERSON

Start bei Bilfinger + Berger

als Bauzeichner. Studium

Wirtschaftsingenieurwesen &

Management in Mannheim

und Karlsruhe. Seit dem Jahr

2007 bei SWF Krantechnik in

verschiedenen Positionen mit

China-Aufenthalt und Aufbau

der Niederlassung. Seit 2016

globale Verantwortung für

das Unternehmen. Heid ist

verheiratet, kocht gerne, liebt

die Natur und das Klettern.

Auf welche Frage haben Sie in letzter

Zeit keine Antwort finden können?

Wie kann ich mehr Stunden in meinen

Tag einbauen?

Was hat Sie dazu bewegt das zu tun,

was Sie heute tun?

Der Wunsch, einen positiven Unterschied

zu machen: Personen fördern,

Mentor sein und meine Fähigkeiten

ausschöpfen.

82 f+h 2025/01 www.foerdern-und-heben.de


IM NÄCHSTEN HEFT: 02/2025

ERSCHEINUNGSTERMIN: 21. 03. 2025

ANZEIGENSCHLUSS: 06. 03. 2025

01

02 03

VERNETZEN

SIE SICH MIT

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DEM CHEFREDAKTEUR:

Winfried Bauer

w.bauer@vfmz.de

bit.ly/fuh-wb-linkedin

bit.ly/fuh-wb-xing

01 Eine staplerfreie Fertigung und schlanke Intralogistikprozesse

hat das Unternehmen Vibracoustic, Anbieter von Noise-,

Vibration- und Harshness-(NVH)-Systemen für die Automobilindustrie,

mit dem LiftLiner-Routenzug realisiert

Foto: K. Hartwall

02 Auf welche Aspekte Sie beim Retrofit von automatisierten

Lagersystemen achten sollten, verraten wir Ihnen in der nächsten

Ausgabe

Foto: Klinkhammer

03 Eine clevere Intralogistiklösung ermöglicht beim finnischen

Traktorenhersteller Valtra die fortlaufende Produktion im

automobilen Achtminutentakt

Foto: Vollert

(Änderungen aus aktuellem Anlass vorbehalten)

www.foerdern-und-heben.de f+h 2025/01 83


LOUNCH

AutoStore - Die schnellste

AS/RS-Lösung der Welt!

Besuchen Sie uns auf der LogiMAT 2025

in Halle 1 an Stand J61

Erfahren Sie, wie Ihre Logistik von AutoStore profitieren kann und

wie Sie gleichzeitig Platz, Zeit und Energie sparen. Unsere Lösungen

machen Ihre Abläufe schneller, effizienter und flexibler. Sie ermöglichen

es Ihnen, die Anforderungen Ihrer Kunden konsequent zu erfüllen.

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Termin buchen!

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Besucher Information

Internationale Fachmesse für

Intralogistik-Lösungen und

Prozessmanagement

11. – 13. März 2025

Messe Stuttgart

PASSION

FOR SOLUTIONS

AI

Specialists

Sustainability

Follow us on ®

logimat-messe.de


Grußwort und Rahmenprogramm

Liebe Besucher und Besucherinnen,

unter dem Dach der Messe Stuttgart trifft sich vom

11. bis 13. März 2025 in zehn prall gefüllten Hallen erneut die

Intralogistikwelt aus über 80 Nationen.

Über 1.500 internationale Aussteller haben die neuesten

Trends und Produkte dabei, die Sie inspirieren und Ihnen

maßgeschneiderte Lösungen aufzeigen. Sie können vor Ort

mit den Experten über neue Projekte sprechen, Investitionen

planen und sich zu den verschiedensten Themen einen

Informationsvorsprung sichern.

In der LogiMAT Arena | Atrium Eingang Ost erwartet Sie an

allen drei Messetagen ein einzigartiges Vortragsprogramm

auf Kongressniveau: die Expert Forums – wie immer ohne

Zusatzkosten. In den Hallen 4 und 7 sind außerdem an zentraler

Stelle Forenflächen zu finden, auf denen Aussteller in

Exhibitor Insights exklusiv zu Wort kommen und Ihnen

spannende Produkte und Lösungen präsentieren.

Alle Informationen halten Sie hier in der Hand, kompakt und

übersichtlich. Unsere Aussteller freuen sich auf Ihren Besuch!

Kommen auch Sie nach Stuttgart!

LogiMAT-Arena | Atrium Eingang Ost

Eröffnung der LogiMAT

und Preisverleihung –

Best Product 2025

10:00 – 11:00 Uhr

Offizielle Eröffnung durch

Michael Ruchty,

Messeleitung LogiMAT Stuttgart,

EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH

Preisverleihung mit Laudatio von

Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,

Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss

Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)


Expert Forums

Dienstag, 11. März

Simultanübersetzung

Humanoide Roboter 11:00 – 11:50 Uhr

im Lager – Hype oder Realität?

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim,

Institutsleiterin, Fraunhofer-Institut für Materialfluss

und Logistik IML

Die Automatisierung der Intralogistik ist allgegenwärtig.

Wieviel Automatisierung ist heute in der

Logistik sinnvoll? Werden humanoide Roboter bald

kollaborativ mit Menschen in der Logistik arbeiten?

Verpackung:

13:00 – 13:50 Uhr

Automatisierung clever umsetzen

Moderation: Sandra Lehmann, Redakteurin,

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

Nachhaltigkeit, Fachkräftemangel und Transparenz:

In Verpackung und der Logistik gehören diese Themen

zu den größten aktuellen Herausforderungen. Diesen

mithilfe von Automatisierungslösungen und digitalen

Tools zu begegnen, ist Thema des Fachforums.

KI in der Intralogistik –

Beyond the Buzzword

14:00 – 14:50 Uhr

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,

Ordinarius am Lehrstuhl für Fördertechnik Materialfluss

Logistik (fml), Technische Universität München (TUM)

Der Hype um KI und die inzwischen einsetzende Ernüchterung

verunsichert Entscheider über Branchen hinweg. Das

Fachforum beleuchtet Nutzen und Grenzen des Einsatzes

von KI in der Intralogistik und erörtert die Herausforderungen

der Umsetzung.

KI-basierte

15:00 – 15:50 Uhr

Bildverarbeitung verändert die Logistik

Moderation: Arndt Bake,

General Manager GTM EMEA, Basler AG

Die Logistikbranche erlebt eine Revolution, bei der

KI­gesteuerte Bildverarbeitungstechnologien den

Weg weisen! Erfahren Sie, wie die Bildverarbeitung

die Logistik transformiert, die Effizienz steigert und

Prozesse optimiert.

Macher treffen sich

jährlich in Stuttgart


Mittwoch, 12. März

Simulation und KI

10:00 – 10:50 Uhr

in der Intralogistik – Chancen und Risiken

beim Einsatz von KI-Methoden

Moderation: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz,

Leiter des Instituts für Fördertechnik und Logistik (IFT),

Universität Stuttgart

Simulation und KI gewinnen in der Intralogistik an Bedeutung.

KI bietet Chancen und Risiken zugleich. Wie kann KI

Prozesse optimieren und Automatisierung fördern?

Welche Herausforderungen bestehen? Worauf muss bei

der Implementierung geachtet werden?

Dark Warehouse:

11:00 – 11:50 Uhr

der Letzte macht das Licht aus! Nur ein

neues Buzz-Wort oder fundierte Vision?

Moderation: Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt,

VDI-Gesellschaft Produktion und Logistik (GPL) und Inhaber

der Professur für Technische Logistik an der TU Dresden,

Präsident WGTL e. V.

Ein neuer Begriff macht die Runde – was aber genau ist ein

Dark Warehouse? Nur ein automatisiertes Lager oder viel

mehr? Aktuelle Technologien sollen dazu hinterfragt werden.

Was ist bereits in heutigen Projekten zu berücksichtigen?

Better safe than sorry – 13:00 – 13:50 Uhr

sicher und gesund arbeiten

Moderation: Dr. Veronika Kretschmer,

Senior Scientist, Scientific Board Member,

Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML

Wie kann die Logistikarbeit sicher und gesund

gestaltet werden? Welche Best Practices gibt es im

Bereich gängiger Arbeitsschutzmaßnahmen? Seien Sie gespannt

auf die neuesten Forschungsergebnisse und Praxiseinblicke.

Maschinenrichtlinie 14:00 – 14:50 Uhr

wird zur Maschinenverordnung –

Was heißt das für die Mobile Robotik?

Moderation: Dr. Günter Ullrich, Leiter des VDI Fachausschusses

FTS und Forum-FTS, Geschäftsführender

Gesellschafter, Forum-FTS GmbH

Ab 2027 gilt die Maschinenverordnung, motiviert durch

neue Gefährdungen, die durch Cyber­Angriffe und den

Einsatz von KI entstehen. Wir diskutieren die Konsequenzen

für die Mobile Robotik, und zwar sowohl für Hersteller

wie auch für die Betreiber.


Expert Forums

Simultanübersetzung

15:00 – 15:50 Uhr

Automatisierung und Digitalisierung

der Supply Chain – AIDC- & AutoID-

Technologien als Enabling Technologies

Moderation: Thorsten Aha, Chefredakteur ident,

Ident Verlag & Service GmbH und

Peter Altes, Geschäfts führer, AIM-D e. V.

AutoID (RFID, NFC, Barcode, 2D Code, RTLS,

SensorTags etc.) sind Enabling Technologies für die

Digitale Transformation der Supply Chain & Logistik –

und somit für die Steuerung & Optimierung von

Unternehmensprozessen auf dem Weg

zur Smart Factory.

LogiMAT-Gipfeltreffen 2025:

Intralogistik im Fokus

16:00 – 16:50 Uhr

Moderation: Matthias Pieringer, Chefredakteur,

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

Welche Entwicklungen prägen die Intralogistik? Vor

welchen Chancen und Herausforderungen steht sie

aktuell? Diese und weitere Fragen diskutieren Top­

Manager aus der Intralogistik sowie Experten aus der

Wissenschaft auf dem LogiMAT­Gipfeltreffen 2025.

Die LogiMAT

Messe-App

• Bereiten Sie Ihren Messebesuch

optimal vor

• Bleiben Sie auf dem aktuellen

Stand und verschaffen Sie sich

einen Überblick

• Finden Sie vor Ort gezielt,

was Sie suchen

• Das komplette Rahmenprogramm

auf einen Blick

Die LogiMAT App ist

ab Mitte Februar 2025 zum

Download verfügbar!


Donnerstag, 13. März

10:00 – 10:50 Uhr

Effiziente Zollprozesse – lean und digital

Moderation: Prof. Dr. Michael Krupp, Professor

für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Logistik und

Supply Chain Management (SCM), Mitglied der Leitung der

Forschungsgruppe für optimierte Wertschöpfung –

THA_ops, Technische Hochschule Augsburg (THA)

Zoll­ und Außenwirtschaftsprozesse sind oft ineffizient und risikobehaftet.

Veränderliche Bestimmungen im aktuellen politischen

Umfeld, wie z.B. CBAM oder Sanktionen erschweren stabile

Abläufe. Im Forum werden Optimierungspotenziale diskutiert.

Logistik auf dem Holzweg?

11:00 – 11:50 Uhr

Moderation: Jan Kaulfuhs-Berger, Chefredakteur,

Technische Logistik, HUSS-Medien GmbH

Wie können wir uns in der Logistikbranche die positiven

Eigenschaften des Werkstoffs Holz zunutze machen? Bei

welchen Produkten ist es denkbar bzw. gängige Praxis,

Stahl durch den Werkstoff Holz zu ersetzen? Wo lohnt sich

eine Hybridbauweise?

Asiatischer Markt – 13:00 – 13:50 Uhr

Einblick und Geschäftschancen

Moderation: Hans Stoter, Geschäftsführer für China

und Asien bei der Messe Stuttgart

In der post­pandemischen Ära schaffen erhebliche

Veränderungen in der globalen Lieferkette neue

Kooperationsmodelle. Wo liegen potenzielle Märkte

und zukünftige Chancen? Wie können Unternehmen

zusammenarbeiten, um die Globalisierung neu zu

gestalten?

(englischsprachiges Forum)

Flexibel

14:00 – 14:50 Uhr

automatisierte Produktionslogistik

Moderation: Dr.-Ing. Roman Ungern-Sternberg,

Geschäftsbereichsleiter Operations, Fraunhofer- Institut

für Produktionstechnik und Automati sierung IPA

Wo lohnt sich welche Automatisierung in einer

bestehenden Fabrik? Ein wertstrombasierter

Ansatz vom Bin Picking bis zum automatisierten FTS.

Wir erweitern den klassischen Ansatz für die Logistik: Mit

Engpassanalysen und Richtlinien für schlanke Logistik.


Expert Forums

Simultanübersetzung

KI in der Intralogistik – 15:00 – 15:50 Uhr

Chancen, Risiken und Grenzen

Moderation: Dr. Jörg Pirron, Vorstandsvorsitzender,

Intralogistik-Netzwerk in Baden-Wü rttemberg e. V. und

Geschäftsführer, PROTEMA Unternehmensberatung GmbH

Der Trendradar des Intralogistik­Netzwerkes skizziert

die Intralogistik der Zukunft. Was für eine Rolle spielt

die KI bei technologischen Innovationen? Wie können

Künstliche und Natürliche Intelligenz als Dream Team

die Intralogistik revolutionieren?

Preisverleihung Best Product 2025

Best Product award ceremony 2025

Dienstag, 11. März | 10:00 – 11:00 Uhr

Tuesday, March 11 | 10:00 – 11:00 AM

Seien Sie live dabei, wenn der renommierte

Preis in drei Kategorien im Rahmen der

Eröffnungsveranstaltung vergeben wird.

Be there when the prestigious award is

presented in three categories during the

opening ceremony.


Exhibitor Insights

Aussteller präsentieren neue Produkte und Konzepte (Dauer: 20 Min.)

Dienstag, 11. März

Forum Nord, Halle 7

10:00 OTTO by Rockwell Automation Boosting manufacturing productivity with

autonomous mobile robots

10:30 FORTNA Germany GmbH

11:00 KNAPP AG Rise to new dimensions – mastering logistics challenges with

robotics

11:30 Flowing Business GmbH Mit viel Geld 1000­mal das ERP optimiert, mit

Flowing Business hat Selbststeuerung funktioniert!

12:00 ARCURE S.A. Revolutionizing Driver Safety and Productivity with AI

12:30 viastore GROUP

13:00 Beckhoff Automation GmbH & Co. KG Cabinetless automation: Unlocking

efficiency in warehouse and distribution logistics

13:30 Mecalux GmbH

14:00 RoyPow Technology Co., Ltd. VP of ROYPOW eDrive System

14:30 Exotec Deutschland GmbH

15:00 Servus Intralogistics GmbH Lean, keen, automated machines. Vollautomatisierung

der Wertschöpfungskette durch Servus bei Hirschmann Automotive.

15:30 BOX ID Systems GmbH Addressing Returnable Packaging Management

for very large fleets in Automotive and Machinery

16:00 Stöcklin Logistik AG Mit intelligenter Intralogistik­Modernisierung:

nachhaltig, zukunftssicher und leistungsstark in die Zukunft

16:30 Ranpak BV

Forum Süd, Halle 4

10:00 AKL-tec GmbH Geometrie­ & Bilddaten logistischer Objekte – Ungenutztes

Potential für Stabilisierung & Optimierung

10:30 PLANCISE GmbH Effizienzsteigerung im Lager: Erfolgsstory mit PLANCISE

11:00 IdentPro GmbH Digitale Intralogistik: Scan­frei, papierlos, effizient – Wie

RTLS & KI das gemischte Lager managen

11:30 IGZ Ingenieurges. für logistische Informationssysteme mbH

12:00 PSI Software SE Warehouse 4.0: Optimierung durch KI und digitale Zwillinge

12:30 INFORM GmbH Smart Decisions. Big Impact: wie KI den Weg zu

nach haltigem Erfolg ebnet

13:00 HPC AG Globaler Neustart: Herausforderungen der EWM­Lager bei der

Greenfield Einführung von S/4

13:30 triron AG Reduzieren Sie die Fehlerrate im Versand in nur 1 Tag

14:00 Photoneo s.r.o.

14:30 Powerfleet GmbH Optimizing Warehouse Operations with AIoT: Real­Time

Insights That Drive Efficiency

15:00 io-consultants GmbH & Co. KG

15:30 COGLAS GmbH

16:00 iFD GmbH Vom Lager zum Smart Hub: 2D­Shuttle­Systeme im modernen

Palettenlager

16:30 io-DigitalSolutions GmbH Digitale Verzahnung der Produktion und Logistik

– Integration von SAP DM und SAP EWM

Mittwoch, 12. März

Forum Nord, Halle 7

10:00 Konecranes GmbH Wie sicher ist Ihre Kranbahn?

10:30 Gebrüder Weiss GmbH Der Wandel hin zu einer interaktiven Visibility

Plattform – Digitale Produktentwicklung von myGW

11:00 Vanderlande Industries GmbH & Co. KG Getting warehouse automation

right: key insights for success

11:30 Stow International NV

12:00 Planiform Maximizing Efficiency: Hanging Garments for the

Fashion Industry

12:30 PATLITE Europe GmbH Innovative Netzwerk­Konnektivität: Lösungen in

der Signalisierung

13:00 Swisslog GmbH

13:30 advastore SE

14:00 DistriSort Projects BV Boost your pickperformance, Witra Logistics

macht es vor

14:30 Kardex Holding AG

15:00 Libiao Robotics GmbH


Vortrag in englischer Sprache

15:30 KNAPP Industry Solutions GmbH Tearing down the walls – connect

every step with end­to­end software

16:00 Locus Robotics

16:30 Intralox L.L.C. Europe

Forum Süd, Halle 4

10:00 FIS Informationssysteme und Consulting GmbH

Finding a better way: Wie Rösler Oberflächentechnik mit SAP EWM in die

Zukunft geht (AutoStore/HRL)

10:30 Still GmbH Automatisierung funktioniert nicht automatisch:

Eine Schritt­für­Schritt Anleitung

11:00 Heureka Business Solutions GmbH

11:30 mobisys GmbH Mobile SAP to go: Prozesse optimiert an einem Tag

12:00 SWAN GmbH Shopfloor Usability im Fokus: Mit SAP EWM und UI5 zu

smarter Logistik

12:30 Toyota Material Handling Deutschland GmbH

13:00 ICS Group KI Warehouse­Agenten: Effiziente digitale Prozesse mit der

smarten Logistik­Plattform Stradivari ®

13:30 LogiPlus Consulting GmbH Rock Your Automation! Zukunftssichere

End­to­End Lagerprozesse mit AutoStore und SAP EWM

14:00 Flexus AG SAP Customer Success Story: Wie die FLEXUS AG das SWISS

KRONO Yardmanagement erfolgreich digitalisiert hat

14:30 Deloitte Consulting GmbH Unlocking Competitive Advantage:

Integrating Logistics and Customs for Global Success

15:00 IGZ Automation GmbH

15:30 engomo GmbH Maßgeschneidert, KI­gestützt, integriert: Low­Code Apps

für optimierte Prozesse im Warehouse

16:00 MotionMiners GmbH

16:30 ProGlove Was passiert in meinem Lager? Effizienzsteigerungen mit

intelligenten Wearables.

Donnerstag, 13. März

Forum Nord, Halle 7

10:00 Lippert Sortation Technology by GEBHARDT Low Cost –

High Performance: Sortierlösungen von LIPPERT by GEBHARDT

10:30 CeiliX Technology GmbH How CeiliX redefines overhead mobility and

enables space and cost savings in logistics

11:00 GEBHARDT Fördertechnik GmbH Warehouse Robotics:

Next­Level Fulfillment für moderne Logistikherausforderungen

11:30 PH facility srl Start­Up, Commissioning and Mantaining: enabling the link

between technology and operations

12:00 Nomagic AI & Robotics: Will LLMs & Humanoids revolutionize the

warehouse?

12:30 Logistics Publishing Limited The Warehouse Automation Buyer’s Guide

with its SALT approach as a turning point for intralogistics

Forum Süd, Halle 4

Exhibitor Insights

10:00 CCL Faubel GmbH Logistik der Zukunft: batterielose E­Paper­Label mit

IP­Zertifizierung per Druckauftrag bespielen

10:30 Covity GmbH Mobile SAP­Apps im Praxiseinsatz: KI & Supply Chain –

Sinn oder Unsinn?

11:00 AEB SE Reibungsloser Multi­Carrier­Versand per Cloud­Add­on:

Plug & play für SAP ® EWM, SAP S/4HANA ® & Co

11:30 ExB Labs GmbH

12:00 ASPION GmbH Chancen und Herausforderungen weltweiter

IoT­Kommunikation am Beispiel von Multisensor Tracking­Devices

12:30 Else AB Automatisierte Stapler intelligent integrieren

13:00 Mitsubishi Forklift Trucks – Logisnext Germany GmbH Anwendungsbeispiele

für KI in der Intralogistik

13:30 Mobile Easykey GmbH Mobile Easykey: CO 2 ­Einsparung in der Intralogistik

14:00 SAP Deutschland SE & Co. KG Effizienzsteigerung durch Integration

schon heute – mit Künstlicher Intelligenz in die Zukunft!

14:30 Westernacher Consulting GmbH

Weitere Forenankündigungen lagen zum Redaktionsschluss

nicht vor. Sie finden ein Update unter dem Menüpunkt

„Rahmenprogramm“ auf der Website der LogiMAT.


Tägliche Live-Events

Eventfläche Ladungssicherung

Transportschäden vermeiden – aber wie?

Sie sichern ab und kämpfen trotzdem mit

Transportschäden?

Was ist Ihr Verantwortungsbereich als Verlader?

Wie können Sie sich vor Risiken schützen?

Ein herstellerunabhängiges Expertenteam informiert über die

Möglichkeiten der Ladeeinheitensicherung und der Ladungssicherung

im innerbetrieblichen Transport.

10:00 Uhr: Führungskräfte-Workshop

Vorführungen mit praktischen Beispielen finden täglich um

11:00, 13:00 und 15:00 Uhr statt.

Halle 9

Stand 9B71

Tracking & Tracing Theatre (T&TT)

AutoID-Live-Szenario zur Digitalisierung der Supply Chain

Wie lassen sich Materialflüsse in (Intra­) Logistik und

Produktion effizient gestalten, automatisieren und

digitalisieren?

Das Tracking & Tracing Theatre (T&TT) zeigt als Auto­

ID­Live­Szenario, wie dies auch in Ihrer Praxis aussehen könnte.

Erleben Sie ORM (Optical Readable Media), RFID, NFC, Sensorik

und RTLS (Real­time Locating Systems) im Zusammenspiel beim

Kennzeichnen, Identifizieren, Tracking & Tracing, Kommissionieren

und Lokalisieren – kurz: AutoID at work.

Die Führungen finden dreimal täglich um 10:30, 12:30 und

14:30 Uhr statt und dauern 30 Minuten.

Halle 2

Stand 2B07


Anwenderforum Mobile Robotik

Erlangen Sie Sicherheit bei Entscheidungen

für erfolgreiche FTS-Projekte

FTS­Anwender und potenzielle Interessenten

der mobilen Robotik erhalten hier eine kompetente

und vor allem neutrale Beratung bei den

Mitgliedern des Forum­FTS sowie weiteren

Firmen, Instituten und Gremien.

Im Fokus stehen folgende Themen: Technik, Planung,

Proof Of Concept, Safety und Cybersecurity!

Führen Sie individuelle Gespräche mit Fachexperten, um

sich gezielt auf die Vielfalt in der Halle 8 vorzubereiten.

Interessenten können sich

in den Wochen vor der

LogiMAT zu einem der 5

Themenblöcke anmelden.

Halle 6, Galerie

Stand 6H01

Für mehr

Infos vorab

einfach

scannen!

Das Karriere- und

Networking-Event für

alle, die in der Logistik

durchstarten wollen

Was bietet der LogiMAT Campus?

• Direkter Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern aus der

Logistik mit ihren Stellen­ und Weiterbildungsmöglichkeiten.

• Campus Sessions on Stage mit hilfreichen Tipps zum

Berufsein­ und umstieg sowie Erfahrungsberichten zu

Karrierechancen und weiteren Aktionen den ganzen Tag!

• Save the Date: Donnerstag, 13. März, ICS Foyer

Partner:


Besucherinformationen / Visitor information

Die Ausstellungsbereiche in den Hallen

The exhibition areas in

Fördertechnik, Regalbau, Lager­ und Betriebseinrichtungen,

System anbieter, Hallenbau / Materials handling and storage

technology, Warehousing and operational equipment,

System provider, Hall and marquee construction

Handling, Krane, Brandschutz und Sicherheit,

Verladetechnik, Tore / Handling, Cranes, Fire protection and

security, Loading technologies and Door systems

Ladungssicherung /

Load security

Flurförderzeuge, Batterie­ und Energie­Management,

Stapleranbaugeräte, Reinigung / Ground conveyors,

Batteries, Battery management, Ancillary epuipment for

stackers, Cleaning

Live-Event | Stand 9B71

Ladungssicherung

täglich 11:00, 13:00, 15:00 Uhr

Load securing

daily 11:00 AM, 1:00 PM, 3:00 PM

Exhibitor Insights

P

26

P

BUS

Bus

& Ta

xi

9

7

5

Kongress West

Congress West

Eingang West

Entrance West

10

8

6

Messe West

Flughafenstraße

Anwenderforum Mobile Robotik /

Mobile robotics user forum

Galerie, Stand 6H01


sbereiche in den Hallen

The exhibition areas in the halls

Software für Lagerverwaltung und Transport, Simulation,

Komissio niersysteme, Flottenmanagement /

Storage and Transport management software, Simulation,

Order-Picking systems, Fleet management

Fahrerlose Transportsysteme, Robotics /

Automated Guided Vehicles, Robotics

Verpackungen, Verpackungs­Systeme und ­maschinen /

Packaging, Packaging materials and machinery

Kennzeichnung, Identifikation – RFID/AUTO­ID /

Labeling and printing, Identification – RFID/AUTO-ID

Intelligente Behälter­ und Lagerlösungen /

Intelligent Pack & Store solutions

Atrium Eingang Ost

Zentraler Veranstaltungsort für Eröffnung,

Preisverleihung und Expert forums.

Atrium Entrance East

Central event venue for opening,

awards ceremony, and expert forums.

L1192

Galerie/

e/ /G

allery

Karls

lsruhe

Frankfurt

Basel

3 1

München

Messepark

Teinache

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Kaskaden

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20

4

2 C2

C2

C1

ICS

Eingang Ost

Entrance East

P

Schnellzugang ICS

ICS fast lane

Ta

xi

P

P

BUS

21

Exhibitor Insights

ICS, Foyer

Do., 13. März

Thu., March 13

Live-Event | Stand 2B07

Tracking & Tracing Theatre

täglich 10:30, 12:30, 14:30 Uhr /

daily 10:30 AM, 12:30 PM, 2:30 PM

Wyndham Stuttgart


Besucherinformationen / Visitor information

Dauer und Öffnungszeiten / Dates and times

11. – 13. März 2025 (Dienstag bis Donnerstag)

9:00 bis 17:00 Uhr

March 11 – 13, 2025 (Tuesday to Thursday)

9 AM to 5 PM

Ort / Location

Messe Stuttgart, Flughafenstraße, 70629 Stuttgart

Eintrittspreise für Fachbesucher mit Vorregistrierung

Ticket prices for pre-registered industry professionals

Tageskarte / Day pass € 28

Dauerkarte / Event pass € 50

(inkl. Teilnahme am Rahmenprogramm

includes accompanying program events)

Die Eintrittskarten sind nur im Internet mit Vorregistrierung unter

www.logimat­messe.de erhältlich. Gutscheine selbst sind keine

Eintrittskarten und müssen online vorregistriert werden!

Tickets must be purchased in advance at

www.logimat-messe.de/en. Vouchers are not valid as tickets

until they have been redeemed online!

Veranstalter / Organizer

EUROEXPO Messe­ und Kongress­GmbH

Joseph­Dollinger­Bogen 7

80807 München, Germany

Tel. +49 89 32391­259

www.logimat­messe.de www.logimat­messe.de/en

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Deutschen Bahn.

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special fares with the Lufthansa Group and for rail

travel with Deutsche Bahn.

In Kooperation mit / In cooperation with

Wir bedanken uns bei unseren Medienpartnern /

A big thanks to our partners in the media

ERP

M A N A G E M E N T

LOGISTICSBUSINESS

LOGISTIK

NACHRICHTEN

Stand/Status 12­2024


Visitor information

International Trade Show for

Intralogistics Solutions and

Process Management

March 11 – 13, 2025

Messe Stuttgart, Germany

PASSION

FOR SOLUTIONS

AI

Specialists

Sustainability

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logimat-messe.de/en


Welcome Message | Accompanying Program

Dear LogiMAT visitors,

The global intralogistics industry, with attendees from over 80

countries, will once again gather in ten packed exhibit halls at the

Messe Stuttgart convention center from March 11 to 13, 2025.

Over 1,500 exhibitors from around the world will present an

inspiring lineup of the latest products and solutions that illustrate

current industry trends and can be customized to your unique

needs. Join us live in Stuttgart to talk with the experts about your

projects, plan your next investments, and gain an information

advantage on a broad range of industry topics.

A unique program of conference­level presentations is taking

place on all three days in the LogiMAT Arena | Atrium Entrance

East. These Expert Forums can be visited with no additional

cost! In the center of Halls 4 and 7 are featuring exclusive

Exhibitor Insights presentations in which exhibitors share their

exciting products and solutions with you.

All the information is right here in your hand for easy reference.

Our exhibitors look forward to your visit!

Meet us in Stuttgart!

LogiMAT Arena | Atrium Entrance East

Official opening

of LogiMAT trade show &

Best Product Award 2025

Official opening of LogiMAT trade show by

Michael Ruchty, Exhibition Director,

LogiMAT Stuttgart, EUROEXPO Messe- und

Kongress-GmbH, München

10:00 – 11:00 AM

Award ceremony with laudation by

Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner, Chair in

Materials Handling, Material Flow, Logistics at the Dept.

of Mechanical Engineering, Technical University of Munich


Expert Forums

Tuesday, March 11

Simultaneous translation

Humanoid robots in 11:00 – 11:50 AM

the warehouse – hype or reality?

Moderated by: Prof. Dr.-Ing. Alice Kirchheim,

Institute Director, Fraunhofer Institute for

Material Flow and Logistics IML

The automation of intralogistics is all around us.

How much automation makes sense in today’s

logistics? Will humanoid robots soon work side by

side with humans in the logistics industry?

Packaging:

1:00 – 1:50 PM

a smart approach to automation

Moderated by: Sandra Lehmann, Editor,

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

Sustainability, transparency, and the shortage of

skilled workers: These topics are among the biggest

challenges in packaging and logistics today. Join us in

examining how these challenges can be overcome with

the help of automation solutions and software.

AI in intralogistics –

beyond the buzzword

2:00 – 2:50 PM

Moderated by: Prof. Dr.-Ing. Johannes Fottner,

Chair of the Institute for Materials Handling, Material Flow,

Logistics (fml) at the Technical University of Munich (TUM)

The hype surrounding AI, coupled with the disillusionment

now emerging, is creating uncertainty among business

leaders across the market. We’ll highlight the benefits

and limitations of AI in intralogistics and the challenges

associated with its implementation.

AI-based

3:00 – 3:50 PM

machine vision is transforming logistics

Moderated by: Arndt Bake,

General Manager GTM EMEA, Basler AG

The logistics industry is witnessing a revolution, and

AI-driven machine vision technologies are leading the

way! Learn how machine vision is transforming logistics,

boosting efficiency, and optimizing processes.

Decision makers meet

annually in Stuttgart


Wednesday, March 12

Simulation and AI

10:00 – 10:50 AM

in intralogistics – opportunities and

risks in approaches to AI

Moderated by: Prof. Dr.-Ing. Robert Schulz,

Director of the Institute of Mechanical Handling and

Logistics (IFT), University of Stuttgart

Simulation and AI are playing an increasingly important

role in intralogistics. AI offers both opportunities and

risks. How can AI optimize processes and promote

automation? What are the challenges? What are the key

points to consider when implementing AI?

Dark warehouse:

11:00 – 11:50 AM

Last one out, turn out the lights!

A viable vision – or just another buzzword?

Moderated by: Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Schmidt,

Association of German Engineers (VDI), Society for

Production and Logistics (GPL), Professor of Technical

Logistics at TU Dresden, President of WGTL e. V.

The term “dark warehouse” is making the rounds – but what

exactly is it? Just an automated storage facility, or much

more? It’s always a good idea to critically examine emerging

technologies. What should we already be doing in projects today?

Better safe than sorry: 1:00 – 1:50 PM

toward a safe and healthy workplace

Moderated by: Dr. Veronika Kretschmer,

Senior Scientist, Scientific Board Member,

Fraunhofer Institute for Material Flow and Logistics IML

How can we make logistics jobs both safe and

healthy? What are the best practices in common

occupational safety measures? Come discover the

latest research findings and real­world insights.

The Machinery Directive 2:00 – 2:50 PM

is becoming the Machinery Regulation:

What does this mean for mobile robotics?

Moderated by: Dr. Günter Ullrich, Head of VDI

Technical Committee for AGVs; Managing Partner,

Forum FTS GmbH

The EU’s Machinery Regulation, a response to the

emerging threats posed by cyberattacks and the

use of AI, will come into force in 2027. We’ll discuss

the consequences for mobile robotics, both for

manufacturers and for operators.


Expert Forums

Simultaneous translation

Automation and

3:00 – 3:50 PM

digitization of the supply chain – AIDC

and auto ID as enabling technologies

Moderated by: Thorsten Aha, Editor-in-Chief, ident,

Ident Verlag & Service GmbH and

Peter Altes, Managing Director, AIM-D e. V.

AIDC technology (RFID, NFC, barcode, 2D code,

RTLS, sensor tags, etc.) makes it possible to

digitally transform supply chains and logistics so

that businesses can manage and optimize their

processes on the road to the smart factory.

LogiMAT Summit 2025:

a focus on intralogistics

4:00 – 4:50 PM

Moderated by: Matthias Pieringer, Editor-in-Chief,

LOGISTIK HEUTE, HUSS-VERLAG GmbH

What are the developments that define intralogistics?

What are the opportunities and challenges of today?

Join top intralogistics industry executives and experts

from the scientific community to discuss these

questions and more at the LogiMAT Summit 2025.

LogiMAT app

• Plan and make the most of

your visit

• Get the big picture and all the

latest updates

• Find exactly what you’re

looking for on site

• See the complete

accompanying program at a

glance

The LogiMAT App is in the

middle of February 2025

available for download!


Thursday, March 13

Efficient customs 10:00 – 10:50 AM

processes – lean and digital

Moderated by: Prof. Dr. Michael Krupp, Professor of

Business Administration, Logistics, and Supply Chain

Management (SCM), Head of THA_ops Research Group

for Optimized Value Chains, Technical University of

Applied Sciences Augsburg (THA)

Customs and foreign trade processes are often inefficient

and fraught with risk. Ever­changing regulations in the current

political environment such as CBAM or sanctions make it

difficult to maintain stable processes. Join us for a discussion

of potential optimizations.

11:00 – 11:50 AM

Is logistics barking up the wrong tree?

Moderated by: Jan Kaulfuhs-Berger, Editor-in-Chief,

Technische Logistik, HUSS-Medien GmbH

How can we in the logistics industry make use of the

positive properties of wood as a material? For which

products is it conceivable or already common practice to

replace steel with wood? Where does a hybrid construction

model make sense?

Asian markets –

1:00 – 1:50 PM

insights and business opportunities

Moderated by: Hans Stoter, Managing Director for

China and Asia, Messe Stuttgart

In the post­pandemic era, significant changes in

the global supply chain are creating new models of

collaboration. Where are the potential markets and

opportunities of tomorrow? How can companies

work together to redefine globalization.

Flexible automation

in production logistics

2:00 – 2:50 PM

Moderated by: Dr.-Ing. Roman Ungern-Sternberg,

Head of Operations, Fraunhofer Institute for

Manufacturing Engineering and Automation IPA

Where and how is it worth automating in

an existing factory? A value stream­based

approach, from bin picking to AGV systems. We’ll extend

the traditional approach to logistics with an analysis of

bottlenecks and tips for lean logistics.


Expert Forums

Simultaneous translation

AI in intralogistics –

3:00 – 3:50 PM

opportunities, risks, limitations

Moderated by: Dr. Jörg Pirron, Chair of the

Intralogistics Network in BW e.V. and Managing Director

of PROTEMA Unternehmensberatung GmbH

The intralogistics network trend radar points toward

the intralogistics of the future. What is the role of AI

amid technological innovations? How can artificial

and natural intelligence work together as a dream

team to revolutionize intralogistics?

Exhibitor Insights

Exhibitor presentations in English Language will also take

place in Hall 7 (Forum North) and Hall 4 (Forum South).

For the latest updates, please visit our website at and click

on Accompanying Program in the top navigation.

Tuesday, March 11

Forum North, Hall 7

10:00 OTTO by Rockwell Automation Boosting manufacturing productivity

with autonomous mobile robots

11:00 KNAPP AG Rise to new dimensions – mastering logistics challenges

with robotics

12:00 ARCURE S.A. Revolutionizing Driver Safety and Productivity with AI

12:30 viastore GROUP

13:00 Beckhoff Automation GmbH & Co. KG Cabinetless automation: Unlocking

efficiency in warehouse and distribution logistics

14:00 RoyPow Technology Co., Ltd. VP of ROYPOW eDrive System

15:30 BOX ID Systems GmbH Addressing Returnable Packaging Management

for very large fleets in Automotive and Machinery

Forum South, Hall 4

14:30 Powerfleet GmbH Optimizing Warehouse Operations with AIoT:

Real­Time Insights That Drive Efficiency

Wednesday, March 12

Forum North, Hall 7

11:00 Vanderlande Industries GmbH & Co. KG Getting warehouse automation

right: key insights for success

12:00 Planiform Maximizing Efficiency: Hanging Garments for the Fashion Industry

15:30 KNAPP Industry Solutions GmbH Tearing down the walls – connect

every step with end­to­end software

Forum South, Hall 4

12:30 Toyota Material Handling Deutschland GmbH

Thursday, March 13

Forum North, Hall 7

10:30 CeiliX Technology GmbH How CeiliX redefines overhead mobility and

enables space and cost savings in logistics

11:30 PH facility srl Start­Up, Commissioning and Mantaining: enabling the link

between technology and operations

12:00 Nomagic AI & Robotics: Will LLMs & Humanoids revolutionize the warehouse?

12:30 Logistics Publishing Limited The Warehouse Automation Buyer’s Guide

with its SALT approach as a turning point for intralogistics


Daily live Events

Cargo Securement Event Space

Avoid transport damage – but how?

Are you taking precautions but still dealing with

transport damage?

What is your responsibility as a shipper?

How can you protect yourself against risks?

A vendor­neutral team of experts will be on hand at the Cargo

Securement Event Space to show you how you can secure your

unit loads and cargo in intralogistics operations.

10:00 AM: Management workshop

11:00 AM, 1:00 PM, 3:00 PM daily: Demonstrations with

real­world examples of cargo securement

Hall 9

Stand 9B71

Tracking & Tracing Theatre (T&TT)

AutoID live scenario to digitalize the supply chain

How can you streamline, automate, and modernize

material flows in logistics, intralogistics, and

production?

With the right process design and AIDC as an enabling

technology! The Tracking & Tracing Theatre presents a live

scenario of how AIDC might look in practice.

Experience ORM, RFID, NFC, sensor technology, and RTLS

in combination with identification, labeling, tracking, tracing,

picking, and localization. In short: AIDC at work!

Half­hour demonstrations are offered three times daily at

10:30 AM, 12:30 PM, and 2:30 PM

Hall 2

Stand 2B07


Mobile robotics user forum

Make the right decision for a successful AGV project

AGV users and anyone interested in mobile

robotics can get expert, unbiased advice from

Forum AGV members and representatives

from companies, institutes, and committees.

The focus is on topics such as technology,

planning, proof of concept, safety and

cybersecurity!

Enjoy the unique opportunity for one­on­one conversations to

prepare specifically for the diversity in Hall 8.

Ayone interested in

attending is asked to

pre­register for one

of these five themed

categories.

Hall 6, Galery

Stand 6H01

Simply scan

for more

information!

Career and networking

event for anyone seeking

to launch a career

in logistics

What does LogiMAT Campus offer?

• Direct contact: Potential employers from the logistics

industry will be on site with training and job opportunities.

• Campus sessions: Industry insiders will take the stage to share

helpful tips for starting and changing careers, report on career

opportunities, and lead other activities throughout the day.

• Save the Date: Thursday, March 13, ICS Foyer

Partner:

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