Diplomatic SOCIETY 387
A country focus on Oman with interviews with H.E. Yusuf Aljabri, former EU Commissioner Franz Fischler, the former Governor of Burgenland, Hans Niessl and he new Head of the Department for International Affairs at the Austrian Ministry for European and International Affairs (BMEIA), Mag. Regina Rusz.
A country focus on Oman with interviews with H.E. Yusuf Aljabri, former EU Commissioner Franz Fischler, the former Governor of Burgenland, Hans Niessl and he new Head of the Department for International Affairs at the Austrian Ministry for European and International Affairs (BMEIA), Mag. Regina Rusz.
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April – June 2025 387
Österreichische Post AG – MZ 242Z044661 M – Tauchhammer KG Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien – Price 10 €
FOUNDED 80 YEARS AGO
Beate Meinl-Reisinger
Equipped for the Future
FOCUS OMAN
INVESTMENT HUB BETWEEN
AFRICA AND INDIA
NEW AMBASSADORS
ARMENIA, VIET NAM,
VENEZUELA
INTERVIEWS WITH
FRANZ FISCHLER AND
HANS NIESSL
DIE DIPLOMATISCHE NOTE
EDITORIAL
Diplomatic SOCIETY-
Chefredakteurin
Tanja Tauchhammer
Diplomatic SOCIETY-
Herausgeberin
Gertrud Tauchhammer
Neuer Name. Gleicher
Anspruch: Diplomatie mit
Weitblick
Liebe Leserinnen und Leser,
Society wird zu Diplomatic SOCIETY Magazin – und das ist kein kosmetischer
Wandel. Es ist eine Antwort auf eine neue Welt, in der globale Beziehungen,
wirtschaftliche Interessen und kultureller Austausch neu gedacht
werden müssen.
3
Die Herausforderungen sind real. Doch mit ihnen wächst auch das Potenzial:
für Verständigung, Innovation und neue Allianzen.
Unser Magazin positioniert sich an dieser Schnittstelle – informiert, kritisch,
international. Mit dem neuen Salon Diplomatique setzen wir auf persönliche
Begegnung, strategische Gespräche und ein echtes Miteinander.
Ein starkes Signal gleich zu Beginn: Unsere Coverstory widmet sich Beate
Meinl-Reisinger, der neuen Außenministerin. Mit Haltung, Klarheit und
einem frischen Blick auf internationale Politik steht sie für einen modernen,
wertebasierten Zugang zur Diplomatie. Eine Frau, die nicht nur Wandel verspricht,
sondern ihn verkörpert.
Wir schauen nach vorn: Oman übertrifft Erwartungen. Viet Nam wächst
zur zentralen Kraft Asiens. Netzwerke wie ASEAN und BIMSTEC zeigen, wie
regionale Zusammenarbeit globale Wirkung entfalten kann.
Diplomatic SOCIETY Magazin steht für einen frischen Blick auf das, was
kommt – mit Neugier, Verantwortung und echter Veränderungsbereitschaft.
Foto/s © SOCIETY/Karakan
Mag. Gertrud Tauchhammer – Herausgeberin und
Mag. Tanja Tauchhammer – Chefredakteurin
Issue
N 387
CONTENT
INHALT
4
Inhalt
387
Coverstory:
10 Beate Meinl-Reisinger:
Das neue Gesicht der öster -
reichischen Außenpolitik
SOCIETY aktuell
14 Interview: Franz Fischler
76 Interview: Hans Niessl
SOCIETY-Events
16 SOCIETY Presentation
@ Polish Embassy
18 SOCIETY Presentation
@ Belgian Embassy
20 BIMSTEC
22 Ambassadors Welcome
@ Grand Hotel
23 Order for Gertrud Tauchhammer
24 BMW Presentation
25 Junior Diplomats @ Feuerdorf
26 ASEAN Event
28 Nowruz Celebration
Ambassadors
38 Armenia: Interview with
H.E. Andranik Hovhannisyan
40 Viet Nam: Interview with
H.E. VU Le Thai Hoang
42 Venezuela: Interview with
H.E. Claudia Salerno Caldera
Länder im Fokus: Oman
44 Länderporträt Oman
48 Interview with H.E. Ahmed Aljabri
50 Interview with Austrian Ambassador
H.E. Christophe Ceska
52 Oman Golf Trophy
53 Oman Vision 2040
54 Investitionsstandort Oman
Wirtschaft
62 Unity in Diversity:
European Experts Group
Life & Style
55 Panoramahotel Bad Häring
56 Beautynews
58 Interview: Bastian Baumann
(Park Hyatt Vienna)
59 Tratterhof
60 Hotel Hinteregger
Kultur
64 Ex Libris
66 Augarten
68 Interview mit Alfred Hudler:
Spanische Hofreitschule
70 St. Georgs-Orden
72 Interview mit Botschafterin
Regina Rusz/Internationale
Kulturangelegenheiten BMEIA
74 Weinritterorden
84 Orden der Stadt Wien für
Aki Nuredini
85 Dreamland with Yury Revich
Diplomatie
30 Events der Diplomatie
78 Welcome to Austria
80 PaN
82 ÖVAEG Veranstaltung
86 Akkreditierungen bilateral
90 Ambassadors A-Z
96 ÖGAVN
Standards
03 Editorial
06 Impressum
08 Gastautoren
98 Emil Brix
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
44
76
5
Foto/s © Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig, BMeiA/Michael Gruber, privat. SRS Peter Rigaud, pixabay
10
14
68
72
Issue
N 387
IMPRINT
IMPRESSUM
6
Impressum
Imprint
(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)
Medieninhaber & Eigentümer:
Tauchhammer KG 100% (Komplementär:
KR Mag. Gertrud Tauchhammer,
Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)
Unternehmensgegenstand:
Herausgabe von Druckwerken
Firmenbuchnummer: FN 235924y
Firmensitz: Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien
Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien
UID-Nummer: ATU57082123
Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer
Redaktion: Mag. Sarah Heftberger
Mag. Hermine Schreiberhuber
Gastautoren: Dr. Emil Brix, Maxim Gubarev, Dr. Izzat
Dajani, Bot. Dr. Klaus Wölfer, Anna Zeitlinger
Anzeigenverkauf: Mag. Gertrud Tauchhammer
Art Direction & Layout:
Harry Weber — since-1973.com
Redaktionsadresse:
Villa Flora, Hüttelbergstraße 23A, 1140 Wien
Telefon +43-(0)1-914 77 44-0
E-Mail: mail@society.at
www.society.at
Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard
Pobaschnig, Ugur Karakan, Anca Sora
Coverfoto: Andy Wenzel/BKA
Druck: Druckerei Berger, www.berger.at
Erscheinungsweise: vierteljährlich
Preis pro Ausgabe: EUR 10,— zuzügl. Versandkosten
Bankverbindung:
Unicredit AG Bank Austria
IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601
BIC/Swift: BKAUATWW
Herausgeberin: Prof. KR Mag. Gertrud Tauchhammer,
in Kooperation mit der Österreichischen
Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten
Nationen (ÖGAVN), www.oegavn.org.
Diplomatic SOCIETY (vormals
UNO Magazin) ist seit 80
Jahren das offizielle Organ der
Österreichischen Gesellschaft
für Außenpolitik und die
Vereinten Nationen.
Präsidium:
Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)
Dr. Peter Jankowitsch (Vizepräsident)
Dr. Gregor Woschnagg (Vizepräsident)
Herbert Scheibner (Vizepräsident)
Dr. Ursula Plassnik (Vizepräsidentin)
Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)
Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)
Bernd Hermann (Generalsekretär)
Dr. Hans Dietmar Schweisgut (Vizepräsident)
Weitere Vorstandsmitglieder:
Dr. Alexander Christiani, Dr. Angela Kane,
Dr. Friedhelm Frischenschlager,
Mag. Peter Launsky-Tieffenthal,
Dr. Michael Linhart,
Dr. Eva Nowotny,
Dkfm. Dr. Karl Peterlik,
Dr. Gerhard Pfanzelter,
Dr. Nikolaus Marschik
Blattlinie: Diplomatic SOCIETY berichtet über
Top-Ereignisse aus Wirtschaft, Politik, Diplomatie,
Immobilien, Medizin, Gesellschaft, Lifestyle und
Nachhaltigkeit. Jede Ausgabe widmet sich ein bis
zwei Fokus ländern. Durch die Zusammenarbeit mit
der jeweiligen Botschaft trägt Diplomatic SOCIETY
wesentlich zur Kommunikation zwischen Österreich
und dem Fokusland bei. Es ist dadurch ein medialer
Multiplikator der Spitzenklasse in Österreich und
der ganzen Welt.
FOUNDED 80 YEARS AGO
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THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
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The DENZEL Diplomatic Sales Team
CONTRIBUTORS /// GASTAUTOREN
8
Emil Brix ist Diplomat und
Historiker und momentan als
Direktor der Diplomatischen Akademie
Wien – Vienna School of
International Studies tätig. Er trat
1982 in den Diplomatischen Dienst
ein, seine letzten Stationen als
Botschafter führten ihn nach
Großbritannien (2010-2015) und in
die Russische Föderation (2015-
2017). Außerdem ist er Mitglied
des Präsidiums der Österreichischen Forschungsgemeinschaft.
In seinem aktuellsten Beitrag plädiert er für mehr Dialog
und Diplomatie, um die globalen Herausforderungen zu
bewältigen.
Anna Zeitlinger ist Global
Partnerin der LGP Group und als
Anwältin in Russland und vor den
Gerichten des DIFC (UAE) zugelassen
und verfügt über mehr als 20
Jahre Erfahrung in der Beratung
internationaler Mandanten mit
Schwerpunkt auf internationalem
Handel, Sanktionen, Compliance,
Investmentschutz und grenzüberschreitende
Streitbeilegung. Für
diese Ausgabe hat sie –gemeinsam mit Maxim Gubarev und
Izzat Dajani – über die Rahmenbedingen für Investitionen im
Oman berichtet.
Partner von
Diplomatic SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche
Gastautoren, die sich mit aktuellen Themen aus Politik,
Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur befassen.
Izzat Dajani verfügt über
mehr als 25 Jahre Erfahrung als
Investmentbanker und Unternehmensberater
in der GCC- und
MENA-Region, in der Türkei und
auf dem Balkan und ist Partner in
Charge der LGP Group. Er war
CEO des Investment & Development
Office der Regierung von
Ras Al Khaimah (UAE), Head of
Key Clients bei Goldman Sachs in
Dubai und Chairman & CEO der Citibank Qatar.
Hermine Schreiberhuber
ist freie Journalistin in Wien. Sie studierte
an den Universitäten Wien und
Paris Sprachen und Kommunikationswissenschaft,
war Redakteurin bei
der APA – Austria Presse Agentur und
langjährige Vizeressortleiterin in der
Außenpolitik. Für die Diplomatic
SOCIETY-Länderschwerpunkte verfasst
sie regelmäßig politische
Analysen und Hintergrundberichte.
Dieses Mal gibt sie einen spannenden Einblick in die Aktivitäten
der ÖGAVN als Plattform für internationalen Dialog.
Maxim Gubarev wurde in
Russ land, den USA und der Schweiz
als Jurist ausgebildet und hat sich auf
internationales Handelsrecht und
Sanktionen spezialisiert. Er war u.a.
für die UNCTAD und das WTO-Berufungsgremium
tätig. Seine Erfahrung
umfasst Branchen wie Automobil,
Tabak, Konsumgüter, Landwirtschaft,
Energie, sowie regulatorische Fragen
der MENA-Region.
Klaus Wölfer ist Senior Expert
Counsel bei der internationalen
Anwaltskanzlei LANSKY, GANZGER,
GOETH + partner (LGP). Er war neben
zahlreicher anderer diplomatischen
Tätigkeiten Botschafter für Österreich
in der Türkei und Indonesien und
zuletzt Sonderbeauftragter für
Südosteuropa und EU-Erweiterung
im BMEIA. Für diese Ausgabe hat er
über seine Reise nach Oman als
Repräsentant von Diplomatic SOCIETY und auf Einladung des
omanischen Außenministeriums berichtet.
Foto/s © Foto Nelson, Diplomatic OCIETY/Pobaschnig, Diplomatische Akade- mie. Philipp Horak, privat, Lansky Ganzger, Goeth+partner, Auswärtiges Amt
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10
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Das neue Gesicht
der österreichischen
Außenpolitik
COVERSTORY
BEATE MEINL-REISINGER
Seit 3. März 2025 ist die gebürtige Wienerin Beate Meinl-Reisinger
Österreichs Außenministerin und damit Chefdiplomatin des Landes.
In einer Zeit, in der sich die Welt im Umbruch befindet, steht die
46-Jährige damit vor einer herausfordernden Amtsperiode.
VON MAG. SARAH HEFTBERGER
Es
gibt keine größere Ehre, als Österreich
im Ausland vertreten zu dürfen“, beton -
te Meinl-Reisinger bei der offiziellen
Amtsübergabe im österreichischen Außenministerium
Anfang März. Von ihrem Vorgänger Alexander
Schallenberg, der das Haus insgesamt knapp sechs
Jahre lang leitete, bekam sie zu diesem Anlass
einen Koffer, einem, wie Schallenberg betonte, „der
wichtigsten Utensilien des Außenministers“.
Diesen packte sie nur wenige Tage später, um
ihre erste Auslandsreise nach Brüssel anzutreten,
wo sie auf die Hohe Vertreterin der Union für
Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, und
den österreichischen EU-Kommissar Magnus
Brunner traf. In der europäischen
Hauptstadt unterstrich
Meinl-Reisinger die Bedeutung
der europäischen Zusammenarbeit:
„Ich habe bewusst
Brüssel als Ziel meiner ersten
Auslandsreise gewählt. Wir
sind mit zahlreichen Herausforderungen
konfrontiert,
die wir nur gemeinsam als
Europäische Union bewältigen
können – […] Die EU ist
für Österreich Garant für Frieden, Sicherheit und
Wohlstand. Und nur Kooperation und Solidarität
schaffen Sicherheit, in der Nachbarschaft,
auf europäischer und auf internationaler Ebene.
Österreich wird ein solidarischer und verlässlicher
Partner bleiben“. Für ihre Partei, die NEOS, war ein
gemeinsames Europa stets ein Kernthema ihres
Wahlprogramms, regelmäßig plädierten sie überdies
für die Schaffung der „Vereinigten Staaten von
Europa“ mit einer gemeinsamen Außen-, Sicherheits-
und Verteidigungspolitik.
Nur knapp eine Woche nach ihrer Brüssel-Reise
besuchte Meinl-Reisinger die Ukraine, „um“, so die
Außenministerin später im ZIB 2 Interview, „ein
unmissverständliches Zeichen der Solidarität zu
setzen“. Von der polnischen Grenzstadt Przemyśl
„Ich wollte
meinen eigenen
Weg gehen, selbstbestimmt,
ohne
Gruppendruck“
aus, die seit Beginn des Krieges Ausgangspunkt
für sämtliche Auslandsreisen hochrangiger Spitzenpolitiker
in die Ukraine ist, fuhr sie mit einem
Nachtzug nach Kyjiw. Begleitet wurde sie von
ihrem kürzlich ernannten Kabinettchef Arad
Benkö, ein Sozialdemokrat der bisher die österreichische
Botschaft im vom Krieg gebeutelten
Land leitete. Zufällig war auch Meinl-Reisingers
portugiesischer Amtskollege an Bord des gleichen
Zuges, mit dem sie eine Flasche Grünen Veltliner
gegen eine Schachtel Pasteis de Nata austauschte
– Diplomatie im Kleinen also.
In der ukrainischen Hauptstadt angekommen,
traf sie zuerst auf ihren ukrainischen Amtskollegen
Andrii Sybiha, mit dem sie Blumen
an einer Gedenkmauer
der unzähligen gefallenen Soldaten
niederlegte. Meinl-Reisinger
betonte beim Besuch
immer wieder, dass Österreich
zwar militärisch aber nicht
politisch neutral sei.
Später wurde sie sogar von
Präsident Wolodymyr Selenskyi
empfangen, dem sie abermals
die Unterstützung Österreichs
versicherte. Selenskyi und Meinl-Reisinger
kommen aus derselben liberalen europäischen
Parteifamilie, als Klubchefin der NEOS war die nunmehrige
Außenministerin schon einmal kurz nach
Kriegsbeginn in Kyjiw.
Ihre erste Bewährungsprobe als neue Außenministerin
bestand sie laut mitgereisten Journalisten
souverän, „sie ging in der neuen Rolle auf“,
schrieb etwa die Presse, ihr scheine die große und
die kleine Diplomatie Spaß zu machen. Sie selbst,
so erklärte sie vor Journalisten, sehe sich aber als
Politikerin und nicht als Diplomatin. Das könne ein
Nachteil, aber auch ein Vorteil sein.
Viel Zeit, sich an ihre neue Rolle zu gewöhnen,
blieb der NEOS-Mitbegründerin ohnehin nicht.
Eine neue EU-Sicherheitspolitik hier, eine sich
11
Issue
N 387
COVERSTORY
BEATE MEINL-REISINGER
Beate Meinl-Reisinger bei Ihrer Angelobung bei
Präsident Alexander Van der Bellen
Nikolaus Marschik, Beate Meinl-Reisinger und
Sepp Schellhorn
Meeting mit Außenminister
Andrii Sybiha
auf dem Prüfstand befindende transatlantische
Beziehung dort.
Um Österreichs Beteiligung an Problemlösungen
zu intensivieren, warb
Meinl-Reisinger ebenfalls noch im März
im UNO-Sicherheitsrat in New York für
einen nicht ständigen UNO-Sicherheitsratssitz
für die Periode 2027/2028,
denn, so Meinl-Reisinger, gerade für
Länder von der Größe Österreichs wäre
es besonders gefährlich, wenn sich
Nordmazedonien Timčo Mucunski, ihre
Amtskollegin aus Georgien, Maka Botchorishvili,
und den Südtiroler Landeshauptmann
Arno Kompatscher. Zudem
traf sie die Generaldirektorin des Wiener
UNO-Büros und Exekutivdirektorin
des Büros der Vereinten Nationen für
Drogen- und Verbrechensbekämpfung
(UNODC) Ghada Waly sowie Robert
Floyd, Exekutivsekretär der CTBTO, und
den Generaldirektor der IAEA, Rafael
Grossi. Außerdem wohnte sie dem ersten
Ministerrat der neuen Regierung
bei. Aber, wie sie in einem Interview
mit der Kleinen Zeitung betonte, sei sie
ohnehin „gekommen, um zu arbeiten“.
gelandet. Ich will weder einen Staat,
der sich um mich kümmert, noch eine
Gesellschaft, die mir sagt, wie ich mich
verhalten soll“, resümierte sie in einem
Falter-Interview. Gemeinsam mit Matthias
Strolz, Veit Dengler und weiteren
Bürgerinnen und Bürgern gründete
sie so den Nachfolger des Liberalen
Forums, dessen Gründerin Heide
Schmidt sie schon in ihrer Jugend
beeindruckte. „Ihre Sprache, ihre
Stimme, die Art, sich zu artikulieren, ihr
Format. Noch heute denke ich mir oft:
Wahnsinn, ich bin ihre Nachfolgerin.“
(Falter Interview).
12
Die Außenministerin bei UNO Generalsekretär
Antonio Guterres
auf internationaler Ebene das Recht
des Stärkeren gegenüber der Sicherheit
des Rechts durchsetzen würde.
Als Außenministerin stelle sie sich die
Frage, wo man Verantwortung übernehmen
könne, um Frieden, die liberale
Demokratie und damit unsere Sicherheit
stärken zu können, und weiter:
„Als kleineres Land können wir so in
der Welt der Supermächte
mehr erreichen“. Auch im
für sie ersten Rat für Auswärtige
Angelegenheiten in
Brüssel eine Woche davor
setzte sie klare rot-weißrote
Akzente.
Neben den Auslandsreisen
absolvierte die leidenschaftliche
Läuferin in
ihrem ersten Monat im Amt
gewissermaßen einen Marathon
an Terminen, sie empfing
den Außenminister von
Ein Blick zurück
Meinl-Reisinger war schon immer zielstrebig
und ehrgeizig. Als sie zum Beispiel
2012 die NEOS mitbegründete,
war sie bereits zweifache Mutter. Die
ÖVP hatte ihr zu dieser Zeit gerade
einen Posten im Ministerium als Abteilungsleiterin
angeboten, doch sie
lehnte ab. „Alle haben die Hände über
den Kopf zusammengeschlagen, als
ich das ausschlug. Auch meine Eltern
waren schockiert. Wie willst du mit
zwei kleinen Kindern eine neue Partei
gründen? Mein Mann war gerade
in Ausbildung. Wir mussten in dieser
Phase auf unser Erspartes zurückgreifen.
Völlig vertrottelt, eigentlich. Aber
es gibt eben eine gewisse Renitenz in
mir. Wenn mir irgendjemand einen Weg
vorgeben will, an den ich nicht glaube,
gehe ich. Selbstbestimmtheit ist mein
Ding, deshalb bin ich bei den Liberalen
„Es gibt eben eine
gewisse Renitenz
in mir.“
Auch ihre Großmütter prägten die
Juristin maßgeblich. Beide waren
jeweils die ersten Akademikerinnen in
ihren Familien und, so Meinl-Reisinger
im Falter-Interview, „ganz sicher keine
Töchter aus besserem Haus“. Sie wurden
schließlich Lehrerinnen an derselben
Schule, die Eine unterrichtete
Englisch und Latein, die Andere Geografie
und Geschichte. Besonders ihre
Disziplin inspirierte Meinl-Reisinger:
„Das haben sie mir mitgegeben. Und
natürlich, dass Bildung das Um und
Auf ist. Wie entscheidend die Zuwen-
Kaja Kallas, Beate Meinl-Reisinger,
Annalena Baerbock und Elina Valtonen
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Foto/s © Michael Gruber/BMeiA
Beim Treffen mit EU-Kommissar
Magnus Brunner
dung, das Verhältnis, die Förderung
eines Kindes sein kann". Und
weiter: „Meine Omas schwangen
keine feministischen Reden, aber
wie sie gelebt haben, diese Selbstverständlichkeit
als arbeitende
Frauen, prägte“.
Nach der Volksschule besuchte
Meinl-Reisinger das Wiener Gymnasium
BG9 in der Wasagasse – ihre
Schulzeit fiel, wie sie selbst sagt, in
eine außerordentlich dynamische
Zeit mit großen Öffnungen, dem Fall
des Eisernen Vorhangs, dem EU-Beitritt,
ect. Als Schlüsselmomente ihrer
politischen Sozialisierung nannte sie
u.a. einmal den Mauerfall und das Haider’sche
Anti-Ausländer Volksbegehren
und vor allem das als Reaktion darauf
initiierte Lichtermeer.
In ihrer Schule wurde viel politisch
diskutiert, dass sie selbst einmal Politikerin
werden würde, konnte sie sich
zu dieser Zeit aber dennoch nicht
vorstellen. „Ich war politisch, aber
mich hat es nicht in die Parteipolitik
hineingezogen. Als junger
Mensch zu einer Partei zu gehen?
Das war undenkbar für mich. Ich
war weder Klassen- noch Schulsprecherin,
habe keine Schülerzeitung
gegründet oder mich in
der Uni-Politik engagiert. Nur den
Schulball habe ich organisiert.
Ich wollte nie irgendwo dazugehören.
Ich wollte meinen eigenen
Weg gehen, selbstbestimmt, ohne
Gruppendruck“, so Meinl-Reisinger.
Ursprünglich wollte Meinl-Reisinger
einmal Schauspielerin
werden, aber auch Medizin – ihre
Eltern waren beide Ärzte – wäre für
sie eine Option gewesen. Schließlich
fiel ihre Wahl aber auf Jus. „Ich hab das
ganz spontan in der Schlange vor der
Inskriptionsstelle der Universität Wien
entschieden. Ich hatte eigentlich nie
den Masterplan für mein Leben, sondern
habe Entscheidungen immer ganz
stark aus dem Bauch getroffen“.
Später wollte sie in Brügge Europarecht
studieren, ihre Eltern, die
sie einmal als „bürgerliche Grüne“
bezeichnete, konnten das aber nicht
finanzieren. So absolvierte sie schließlich
den Master in European Studies an
der Donau-Universität in Krems.
Über ein Trainee-Programm kam sie
letztendlich nach Brüssel, war Assistentin
des EU-Abgeordneten Othmar
Karas (ÖVP). Danach kehrte sie nach
Wien zurück, arbeitete im Kabinett
von ÖVP-Familienstaatssekretärin
Christine Marek. Dort musste sie sich
nach eigenen Angaben „einen Panzer
anlegen im Geist und den Herren der
Industrie und Wirtschaft oder Bürgermeistern
aller Couleur erklären, warum
sie das jetzt gut finden müssen.“ (Falter,
06.08.2025).
Dann kam der Anruf eines ÖVP-Politikers,
der sie fragte, ob sie Abteilungsleiterin
im Ministerium werden wolle,
denn er hätte gerne „eine von uns“ dort
sitzen. Für Meinl-Reisinger war diese
Anfrage ausschlaggebend dafür, sich
für die Gründung einer neuen politischen
Kraft einzusetzen. „Da wurde
oben mit Wolodymyr Selenkskyi
rechts Alexander Schallenberg übergibt den symbolischen Reisekoffer
mir klar, dass ich nicht in einem Land
leben will, in dem die erste Frage bei
der Besetzung eines Postens lautet:
,Ist das eine von uns?'.“
Schon 2013 – beim ersten Antritt
der NEOS – schaffte sie bei den Wahlen
den Sprung in den Nationalrat,
fungierte als Vorsitzende des Kulturausschusses
sowie als Mitglied des
Justizausschusses, des Konsumentenschutz-
sowie des Familienausschusses.
2015 wurde sie Spitzenkandidatin
bei den Landtags- und Gemeinderatswahl
in Wien, wofür sie ein halbes Jahr
vor der Wahl ihr Nationalratsmandat
niederlegte. Ihr Wahlspruch damals:
„G'scheite Kinder statt G'stopfte Politiker“,
ihr definiertes Ziel: Korruption
und Freunderlwirtschaft in Wien zu
bekämpfen. Mit 6,16 Prozent zogen die
NEOS schließlich in den Landtag ein.
Dann der Schritt an die Parteispitze:
Mit der Ankündigung seines Rückzuges
2018 ebnete NEOS-Klubobmann
Matthias Strolz für Meinl-
Reisinger den Weg an die Spitze
der Partei, und in späterer Folge, in
die österreichische Regierung.
Im Oktober des gleichen Jahres
übernahm sie außerdem das
Nationalratsmandat von Strolz.
2019 wurde sie mit 96,1 Prozent der
Stimmen bei einer NEOS-Mitgliederversammlung
zur Spitzenkandidatin
für die Nationalratswahl in Österreich
2019 gewählt, bei der die NEOS 8,1 Prozent
der Stimmen erhielten. Bis 2025
bekleidete sie das Amt der Nationalratsabgeordneten,
für die Wahl 2024
fungierte sie abermals als Spitzenkandidatin
der NEOS. Im gleichen Jahr
veröffentlichte die dreifache Mutter ihr
Buch „Wendepunkt“.
Der Rest ist Geschichte: nach der
längsten Regierungsbildung in der
Zweiten Republik einigten sich ÖVP,
SPÖ und die NEOS nach 137 Tagen auf
eine Koalition. Meinl-Reisinger wird
Außenministerin. Ursprünglich war sie
für diverse Ministerposten gehandelt
worden, doch „heimlich in mir drinnen
habe ich das immer als meinen
Wunsch gehabt“.
Meinl-Reisinger ist übrigens nicht
die erste Politikerin in ihrer Familie.
Einer ihrer Vorfahren väterlicherseits,
Casimir Reisinger, war Gemeinderat
in der Monarchie für die Mittelpartei
und zudem Gründer der ersten Wiener
Kinderbewahranstalt, k.u.k Hoflieferant,
Realitätenbesitzer und Weingroßhändler.
Eine Gasse in Favoriten trägt
noch heute seinen Namen.
Wie stark seine Nachfahrin Beate
Meinl-Reisinger die österreichische
(Außen-)politik prägen kann, wird sich
in den nächsten fünf Jahren zeigen.
COVERSTORY
BEATE MEINL-REISINGER
13
Mit S.E. Vasyl Khymynets (Ukraine)
Issue
N 387
30 bewegte Jahre:
Österreich in der EU
Das Diplomatic SOCIETY Magazin hat den ersten EU-Kommissar Österreichs und
ehemaligen Landwirtschaftsminister Dr. Franz Fischler getroffen, um 30 Jahre
EU-Mitgliedschaft Österreichs Revue passieren zu lassen und über aktuelle
Herausforderungen zu sprechen.
14
„Ab Mitte der 2010er Jahre
war die Wahrnehmung
wieder positiver, doch
dann kam auch schon die
Flüchtlingskrise des
Jahres 2015, die bis heute
nachwirkt.“
Zwischen 1995 und 2004 waren Sie Österreichs
erster EU-Kommissar und für Landwirtschaft,
Entwicklung des ländlichen Raumes und Fischerei
zuständig – wie blicken Sie auf diese Zeit zurück?
Ich muss hier etwas weiter ausholen – denn davor,
zwischen 1989 und 1994, war ich Landwirtschaftsminister
und in diese Zeit fielen die EU-Beitrittsgespräche.
Etwa ein Monat nach meiner Angelobung
1989 wurde der berühmte „Brief nach
Brüssel“ geschickt, mit dem der Antrag auf
Mitgliedschaft gestellt wurde. Das war der Start
für die EU-Vorbereitung. Gerade in der Landwirtschaft
war sehr viel zu tun. Die österreichischen
Gesetze und Marktordnungen passten überhaupt
nicht mit den einschlägigen EU-Verordnungen
zusammen. Wir haben daher versucht, schon vor
unserem Beitritt einiges zu verändern um dann
schneller in der EU fußfassen zu können. Vor der
Mitgliedschaft konnte Österreich praktisch keine
Lebensmittel oder Agrarprodukte in die EU exportieren.
Jetzt ist es mittlerweile so, dass Österreich
aus dem Export
von Lebensmitteln und
Agrarprodukten in die
EU mehr erlöst als auf
dem gesamten österreichischen
Heimmarkt.
Vor den Verhandlungen
gab es übrigens
auch die Debatte, ob es
unsere Neutralität überhaupt
erlauben würde,
der EU beizutreten. Die
Alliierten hatten aber
keine Einwände und wir
stimmten schließlich allen Verpflichtungen, auch
der EU-Beistandspflicht zu. Die Neutralität ist
jedoch dadurch eine etwas andere geworden als
sie es 1955 war.
sei, die agrarischen Inhalte, über die wir zuvor
drei Jahre lang verhandelt hatten, zu akzeptieren,
mussten wir binnen eines Tages und einer Nacht
ein Alternativprogramm entwickeln. Ursprünglich
wollten wir ähnlich lange Übergangszeiten, wie
sie seinerzeit Spanien und Portugal zugestanden
wurden, um allmählich in das europäische System
hineinzuwachsen. Die EU hat das aber für uns
nicht akzeptiert. Das war natürlich ein Schock.
Rückblickend betrachtet war es allerdings sogar
nützlich, weil wir gezwungen waren, das Agrarsystem
schnell und radikal umzubauen und von
Anfang an die europäischen Regeln anzuwenden.
An den heutigen Exportzahlen kann man ablesen,
dass das durchaus erfolgreich war.
Wie haben Sie zur Zeit der Beitrittsverhandlungen
die Stimmung in der Bevölkerung wahrgenommen
und wie hat sich die Zustimmung zur EU über die
Jahre entwickelt?
Zwei Wochen vor dem Referendum am 12. Juni
1994 hatten wir in den Umfragen noch keine Mehrheit
und es war eine große Überraschung, dass
dann doch zwei Drittel der Österreicherinnen und
Österreicher für den Beitritt stimmten. Nach 1995
kam es dann zu einer beachtlichen Modernisierung
der Wirtschaft, die Zustimmung zur EU war
zu dieser Zeit sehr hoch. Zum ersten „Einbruch“
kam es dann im Jahr 2000, als sich der damalige
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel auf eine Koalition
mit Jörg Haider einließ.
Vor allem dem damaligen französischen Präsidenten
Jaques Chirac stieß dies sauer auf – er war
dann auch federführend bei den Sanktionen gegen
Österreich, die übrigens keine EU-Sanktionen
waren, sondern Absprachen unter den nationalen
Wie ging es dann weiter?
1993 starteten die formalen Beitrittsverhandlungen
und im März/April 1994 fand dann die Schlussrunde
mit den damaligen Beitrittskandida ten
Österreich, Finnland, Schweden und Norwegen
statt, in deren Rahmen die Beitrittsverhandlungen
abgeschlossen werden sollten.
Dieses Treffen ging als „Elefantenrunde“ in die
Geschichte ein. Nachdem der damalige Außenkommissar
Hans van den Broek uns nach unserer
Ankunft in Brüssel verkündete, dass er nicht bereit
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Dr. Franz Fischler mit Mag. Tanja Tauchhammer und
Mag. Sarah Heftberger
Glauben Sie, dass Trump bzw. die USA Europa
nicht weiter unterstützen wird?
Das Sicherheitsthema ist ja keine Erfindung von
Trump, das hat schon bei Clinton begonnen, auch
unter Obama und Biden wurden die Europäer
regelmäßig aufgefordert, mehr für ihre Verteidigung
zu tun. Das hat man leider bei uns zu wenig
ernst genommen. Wenn Europa nun einigermaßen
vernünftig handeln will, muss man die Beschaffung
der benötigten Rüstungsgüter gemeinschaftlich
organisieren, das macht es zum einen billiger
und zum anderen hat es keine Zukunft, wenn man,
wie aktuell, 17 verschiedene Panzertypen hat und
die Kommunikationssysteme untereinander nicht
kommunizieren können. Zudem braucht man gute
Geheimdienste, Satellitenbeobachtung und auch
eine leistungsfähige Raketen- und Drohnenabwehr
– momentan ist es ja so, dass wir diesbezüglich
sehr stark auf die Amerikaner angewiesen sind.
DIPLOMATIC SOCIETY
INTERVIEW
image/s by Diplomatic Society/Pobaschnig
Dr. Franz Fischler
Regierungen. In Österreich hat das jedenfalls zu
einem Vertrauensverlust in die EU geführt.
Die nächste „Delle“ in der EU-Zustimmung
kam dann mit dem Bankrott der Lehman
Brothers 2007/2008 und der darauffolgenden
Eurokrise. Ab Mitte der 2010er Jahre war die
Wahrnehmung wieder positiver, doch dann kam
auch schon die Flüchtlingskrise des Jahres 2015,
die bis heute nachwirkt. Sie hat aufgezeigt, dass
das System, welches sich die EU diesbezüglich
überlegt hatte – sprich die sogenannten Dublin-
Beschlüsse – nicht funktioniert. Nur wenige
Jahre später kam dann Corona und jetzt leiden
wir unter unserer Konjunktur-, Technologie- und
Sicherheitsschwäche.
Was sind aktuell die drängendsten Herausforderungen,
denen die EU gegenüber steht?
Momentan muss es vor allem darum gehen die
genannten Schwächen zu beseitigen. Da wir
in diversen Schlüsseltechnologien zurückgefallen
sind, müssen wir alles daran setzen, dass
wir sowohl in der Technologieentwicklung als
auch in der Forschung wieder an die Weltspitze
zurückkehren.
Ein weiteres drängendes Thema ist die Sicherheit
Europas. Diese Problematik ist mit der Wahl
des Präsidenten Trump zusätzlich enorm verstärkt
worden. Es gibt keine Alternative zu großen
gemeinsamen Investitionen in unsere eigene
Sicherheit.
Aber warum hat man sich so lange auf
die USA verlassen?
Das ist eine Nachwirkung des Zweiten Weltkrieges.
Man hat nach dem Krieg die NATO gegrün det,
bei der die USA den Ton angegeben und sehr viel
investiert haben. Das wurde von Europa dankend
angenommen. Zudem kann man seit einigen
Jahren beobachten, dass sich die USA stärker
dem pazifischen Raum zuwenden. Die Amerikaner
sehen den großen Gegner ja nicht mehr in Russland,
sondern in China. Aber auch Indien wird ein
Thema werden. In 30 Jahren werden dort deutlich
über 1,5 Milliarden Menschen leben, und wenn es
um Kreativität und Technologieentwicklung geht,
sind die Inder schon jetzt ein echter Konkurrent.
Wie sehen Sie die Integration weiterer Staaten
in die EU?
Es gibt ja eine ganze Reihe von Staaten, denen
wir die Aufnahme in die EU schon lange versprochen
haben. Es wundert mich nicht, dass diese
langsam ungeduldig werden. Gleichzeitig gibt
es aber auch Probleme mit Ländern, die bereits
Mitglieder sind. Wenn man jetzt noch weitere
aufnimmt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass
jemand blockiert, noch größer – das Einstimmigkeitsprinzip
steht dann zunehmend im Weg.
Außerdem ist die Entscheidungsstruktur der EU
immer noch auf wenige Mitgliedsstaaten ausgelegt.
Hinzu kommt, dass die meisten Beitrittskandidaten
wirtschaftlich nicht gerade an der Spitze
stehen, daher Nettoempfänger wären und wir die
Förderungen dieser Länder zusätzlich finanzieren
müssten.
Es gibt aber auch Überlegungen die Mitgliedschaft
zu flexibilisieren – ein Land könnte dann
z.B. nur in Bezug auf den Binnenmarkt und die vier
Freiheiten aufgenommen werden o.Ä.
Der EU fehlen aber auch zur Zeit starke Persönlichkeiten
wie es etwa François Mitterrand oder
Helmut Kohl waren, die zu ihrer Zeit die Erweiterung
der EU vorangetrieben haben. Insofern ist
auch die europäische Innenpolitik momentan in
keiner sehr starken Position.
15
Issue
N 387
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION POLAND
SOCIETY
@ the Polish Embassy
image/s by SOCIETY/Pobaschnig
16
SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer and the
Chargé d’Affaires of Poland to Austria, Zenon Henryk
Kosiniak Kamysz, invited to a festive reception on
the occasion of the presentation of the new SOCI-
ETY issue with a special focus on Poland. At the
stunning historic building of the Embassy, the moderator
of the evening, Rudolf Thaler, former Austrian
Trade Delegate, led through the evening that started
with a welcome speech by Gertrud Tauchhammer,
followed by words by the Deputy Chief of the Protocol,
Christoph Meyenburg. Then, the newest issue
was ceremoniously unveiled and presented to the
guests. Afterwards, Chargé d’Affaires Zenon Henryk
Kosiniak Kamysz held an inspiring speech, demonstrating
the beautiful Polish tradition of sharing
the „oplatek“ (Oblate or a very thin wafer). Last but
not least, the musicians Jakub Leczycki (singer),
Zuzanna Budzynska (violin) and Szymon Ogryzek
(piano) enchanted the guests with Christmas songs.
The christmassy evening ended with an extensive
buffet with Polish delicacies.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION POLAND
17
Excerpt of the guest list:
Johannes Ausserladscheiter, Emil Brix, Rudolf
Doppelbauer, Jelena Dzolic, Werner und Martina
Fasslabend, Peter Frigo, Sandra Gärber, Markus
Gstöttner, Gunnar Heinrich, Gerald Hodecek,
Gabriele Hurt, Rauf Kamill, Vesna Knezevic,
Heinz und Jeannette Nissel, Richard Rella,
Kirsty Sharp, Janusz Styczek, Helene von Damm,
Kurt Wagner, Manfred Weinschenk, Ron Willis,
Hans-Martin Windisch-Graetz,…
Issue
N 387
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION
image/s by Diplomatic SOCIETY/Karakan
18
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY Presentation
@ Embassy of Belgium
EVENTS
SOCIETY PRESENTATION
To unveil the latest issue of SOCIETY Magazin with a
focus on Belgium, the Ambassador H.E. Caroline Vermeulen
together with SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer,
invited to a festive reception at the Embassy.
After a short introduction of the topics of the SOCIETY
winter issue by moderator Rudolf Thaler and words by
the Deputy Chief of Protocol of BMEIA, Christoph Meyenburg,
Ambassador Vermeulen and Gertrud Tauchhammer
uncovered the latest issue and presented it to the
diplomatic community and international guests.
Culinary highlights from Belgium such as fries,
cheese and delicious chocolates by our sponsor
Leonidas Pralinen delighted the guests and rounded
out a wonderful evening.
19
Excerpt of the guest list:
Ambassador ret. Alexander Christiani, Herwig
Dunzendorfer, H.E. Susan Eckey (Norway), Christoph
Goetze, Sabine Haag, Bernd Hermann, H.E. Bakhtiyor
Ibragimov (Uzbekistan), Elena Kirtcheva, H.E. Maurice
Makoloo (Kenya), H.E. Annika Markovic (Sweden),
Nico Petkovic, H.E. Giovanni Pugliese (Italy), Ulrike
Rabmer-Koller, Richard Rella, Thomas Resch, Rauf
Kamill, H.E. Haytham Shoja'aadin (Yemen), Rolf
Thaler, Rudolf Thaler, Konraad Van de Borne, Karin
Veitl, H.E. Julia Villatoro (El Salvador), Reinhart
Waneck, Regina Wiala-Zimm, Ernst Wunderbaldinger,
H.E. Cisse Yacouba (Cote d’Ivoire),…
Issue
N 387
EVENTS
BIMSTEC COUNTRIES
A vibrant evening with
BIMSTEC countries
20
In the ballroom of Grand Hotel Wien, Diplomatic
SOCIETY publisher Gertrud Tauchhammer invited
to Austria’s first major „BIMSTEC Tea Party &
Get-together.“ In cooperation with the Embassies
of Bangladesh, represented by Chargé d’Affaires
Md Tarazul Islam; India, represented by H.E.
Shambhu Santha Kumaran; Myanmar, represented
by H.E. Min Thein; Nepal, represented by H.E.
Bharat Kumar Regmi; Sri Lanka, represented by
H.E. Matota Rallage Kulatilaka Lenagala; and the
association „Thai Smile Wien,“ a vibrant celebration
was organized, offering the numerous international
guests a unique and colourful insight into
the culture and traditions of the member countries
of the „Bay of Bengal Initiative for Multi-Sectoral
Technical and Economic Cooperation.“
Ernst-Peter Brezovszky, Chief of the UNESCO
Unit at the Federal Ministry for European and
International Affairs, led through the evening and
introduced host Gertrud Tauchhammer, who then
welcomed the invitees. Following that, the Ambassador
of India, H.E. Shambhu Santha Kumaran,
delivered a speech on behalf of the BIMSTEC representatives,
as India, who was holding the post
of Secretary General. Afterwards, Christoph Meyenburg,
Deputy Chief of the Protocol Department,
addressed the guests in the name of the MFA.
While the visitors had the opportunity to try the
culinary delights and teas of the various countries,
dancers and singers from Bangladesh, India,
Myanmar, Nepal, Sri Lanka, and Thailand provided
the perfect finishing touch to the evening.
image/s by Diplomatic SOCIETY/Karakan, Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
BIMSTEC COUNTRIES
21
Excerpt of the guest list:
Anna Convalexius, Nikolai De Arnoldi, Harvey Dzodin,
H.E. Bakhtiyor Ibragimov (Uzbekistan), H.E. Magdi
Ahmed Mofadal El Nour (Sudan), Minister ret. Werner
Fasslabend, Gabriele Hurt, Gerri Lesk, Magradze
Nikoloz, Niko Petkovic, Rauf und Sarah Kamill, Richard
Rella, Michael Rettenegger, Dagmar und Christian
Reichel, Hermine Schreiberhuber, Stefan Stantejsky,
Kavita Verma, Regina Wiala-Zimm, …
Issue
N 387
EVENTS
NEW AMBASSADORS LUNCH
New Ambassadors
Lunch
image/s by Diplomatic SOCIETY/Sora
Diplomatic SOCIETY owner Gertrud Tauchhammer,
together with Oliver Geyer, DG of Grand Hotel Wien,
invited to the traditional New Ambassadors Lunch to
welcome all newly accredited Ambassadors to Austria
(since the last New Ambassadors Event in 2023). The
diplomatic representatives of the following countries
were greeted with a warm welcome by the Chief of
Protocol of BMEIA, Ambassador Maximilian Hennig:
22
Cyprus – H.E. Andreas IGNATIOU
Serbia – H.E. Herr Marko BLAGOJEVIC
Italy – H.E. Giovanni PUGLIESE
Spain – H.E. Maria Aurora MEJIA ERRASQUIN
Albania – H.E. Fatmir VELAJ
Moldova – H.E. Victoria ROSA
Costa Rica – H.E. Olga Marta SAUMA URIBE
Argentina – H.E. Gustavo Rodolfo ZLAUVINEN
New Zealand – H.E. Andrew Rive WILLIAMS
Uruguay – H.E. Alejandro Garofali ACOSTA
Japan – H.E. Kiminori IWAMA
Ghana – H.E. Matilda Aku ALOMATU OSEI-AGYEMAN
The new Ambassadors had the chance to mingle with
their colleagues while enjoying the delicious lunch
prepared by the restaurant 1780.
We give our special thanks to our sponsor Leonidas, who provided
excellent Belgian chocolates for the Ambassadors!
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
KR Prof. Mag. Gertrud
Tauchhammer received
two medals of honor
“Ordres de la Valeur:
Grade de Chevalier &
Grade d’Officier”
EVENTS
MEDALS OF HONOR
Medals of Honor
KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer, Honorary
Consul of Cameroon to Austria, invited to a ceremony
on the occasion of the Vienna visit of the
Ambassador of Cameroon in Berlin, H.E. Victor
Ndocki, in order to personally award two medals
of honor “Ordres de la Valeur: Grade de Chevalier &
Grade d’Officier” from Cameroon to Ms. Tauchhammer.
At Grand Hotel Wien, an exclusive group
of invitees—the African Ambassadors in Austria as
well as Cameroonian priests living in Austria—
took part in the ceremony which was followed by
a delicious lunch and the anthem of Cameroon.
23
Excerpt of the guest list:
H.E. Samia Ilhem Ammar (Tunisia), H.E. Yacouba
Cisse (Cote d’Ivoire), H.E. Magdi Ahmed Mofadal
ElNour (Sudan), H.E. Azzeddine Farhane (Morocco),
Walter Lutschinger, Theodore Mbarga, H.E. Rapulane
Molekane (South Africa), Wanli Peng, Rolf Thaler,
Wenxu Yang,…
image/s by SOCIETY/Sora
Issue
N 387
EVENTS
DIPLOMATIC PRE X3-MAS
Diplomatic PRE X3-MAS
Launch@BMW Group Wien
image/s by Diplomatic SOCIETY/ Pobaschnig
24
BMW group Niederlassung Wien and Diplomatic
SOCIETY Magazine had the pleasure to invite an
exclusive group of diplomats to the premiere of the
new model of the BMW X3.
Josef Reiter, the head of web global of BMW group
welcomed the guests to the premises of BMW Rautenweg,
followed by Catherina Veldi, marketing and
digital manager of BMW group. Co-host Gertrud
Tauchhammer also took the chance to give a short
speech. Diplomatic sales managers Franz Mayerhofer
and Andrea Lukic introduced the new BMW X3 to the
curious guests, showing them all the new features.
Drinks by Kattus and delicious finger food by
R Express were the culinary delights of the evening.
Excerpt of the guest list:
Max Fraisl, Markus Gstöttner, Sunil Gupta, Ulrike
Habsburg-Lothringen, Vesna Knezevic, Lev
Therekov, Solomiya Omelyan, Ambassador ret.
Detlev Rünger, Boris Tosunyan, Kavita Verma, …
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Diplomatic SOCIETY:
Junior Diplomats @Feuerdorf
EVENTS
JUNIOR DIPLOMATS
Diplomatic SOCIETY owner KR Prof. Mag.
Gertrud Tauchhammer and Diplomatic
SOCIETY editor-in-chief Mag. Tanja Tauchhammer
invited to a Junior Diplomats
get-together for deputies, ministers, diplomatic
secretaries and other diplomatic
staff at Feuerdorf Donaukanal. The young
diplomats from Albania, Bangladesh, China,
Colombia, IAEA, Ireland, Japan, Kazakhstan,
Kyrgyzstan, Malaysia, Nepal and the
USA enjoyed the cosy atmosphere of the
wooden huts and the delicious food while
having the chance to get to know their
international colleagues.
image/s by Diplomatic SOCIETY/Sora
25
GROSSZÜGIGKEIT PUR.
Der neue Mercedes-AMG GLE 53 HYBRID 4MATIC+ SUV
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Issue
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EVENTS
ASEAN CULTURE DAY
Diplomatic Society:
ASEAN Culture Day 2025
26
Excerpt of the guest list:
H.E. Hemra Amannazarov (Turkmenistan), Rene Amry,
Johannes Ausserladscheiter, Federal Minister ret. Nikolaus
Berlakovich, Brigitta Blaha, Reinald Brezovsky, Declan
Connor (Australia), Katharina Coudenhove-Kalergi, Harvey
Dzodin, Federal Minister ret. Werner Fasslabend, Gunnar
Heinrich, Bernd Hermann, Gerald Hodecek, Gabriele
Hurt, H.E. Bakhtiyor Ibragimov (Uzbekistan), H.E. Kang
Il Choe (DPR Korea), Rauf Kamill, H.E. Dimitri Liubinskii
(Russia), Florian Macho, Christoph Meyenburg (BMEIA),
H.E. Mei Qi (China), Richard Rella, Detlev Rünger, Hermine
Schreiberhuber, H.E. Li Song (China), Stefan Stantejsky,
Rudolf Thaler, Helmut und Monika Türk, Chunah Urban-
Chao, Regina Wiala-Zimm, Hans-Martin Windisch-
Graetz, Harald und Talieh Wögerbauer, Ernst Woller, Ernst
Wunderbaldinger …
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
image/s by Diplomatic Society/Karakan
At Grand Hotel Wien, the Heads of Diplomatic and
Permanent Missions of the ASEAN countries in
Vienna, H.E. Damos Dumoli Agusman (Indonesia),
H.E. Khonepheng Thammavong (Lao PDR), H.E. Ikram
Bin Mohammad Ibrahim (Malaysia), H.E. Min Thein
(Myanmar), H.E. Evangelina Lourdes A. Bernas (Philippines),
Deputy Permanent Representative Jophie
Tang (Singapore), H.E. Pattarat Hongtong (Thailand)
and H.E. Vu Le Thai Hoang (Viet Nam) together with
Diplomatic SOCIETY owner KR Prof. Mag. Gertrud
Tauchhammer, invited to a festive reception on the
occasion of the ASEAN Culture Day 2025.
The numerous international guests were welcomed
by the moderator of the evening, Ambassador
Dr. Peter Brezovszky, Chief of UNESCO Unit, Austrian
Federal Ministry for European and International
Affairs, who then gave the floor to the Ambassador
of Lao PDR, H.E. Khonepheng Thammavong, who
spoke on behalf of the AVC Chairmanship. Then, host
and Diplomatic SOCIETY owner KR Prof. Mag. Gertrud
Tauchhammer and Ambassador Dr. Christoph
Thun-Hohenstein, then Head of the International
Culture Affairs Section the Austrian Foreign Ministry
addressed the guests, pointing out the importance
of events like the ASEAN Culture Day. For the ensuing
group picture, all participating Ambassadors
were called to the stage.
Performers, artists and videos organized by the
Embassies of Indonesia, Lao PDR, Malaysia, Myanmar,
Philippines, Thailand and Viet Nam then provided
a wonderful cultural touch. Last but not least,
the delicious traditional food of all participating
countries rounded off the wonderful evening.
27
Issue
N 387
EVENTS
NOWRUZ
Diplomatic SOCIETY:
“Nowruz—Traditional
Spring Celebration”
28
Publisher and owner of Diplomatic SOCIETY,
KR Prof. Mag. Gertrud Tauchhammer and Editorin-Chief
Mag. Tanja Tauchhammer invited to the
traditional reception “Ambassadors and Friends
of Diplomatic SOCIETY” under the motto “Nowruz
– Traditional Spring Celebration” at beautiful
Grand Hotel Wien. Nowruz festivities signify peace
and a cheerful togetherness, which the numerous
international guests felt throughout the event.
The participating Embassies from Afghanistan
(H.E. Manizha Bakhtari), Azerbaijan (H.E. Rovshan
Sadigbayli), Iran (First Secretary Abbas Yazdani),
Iraq (Chargé d’Affaires Hindreen Ali Mustafa),
Kazakhstan (H.E. Mukhtar Tileuberdi), Kyrgysztan
(H.E. Tolendy Makeyev), Pakistan (H.E. Mohammad
Kamran Akhtar Malik), Russia (H.E. Dmitrii Liubinskii),
Tajikistan (H.E. Idibek Kalandar), Turkmenistan
(H.E. Hemra Amannazarov) and Uzbekistan
(H.E. Bakhtiyor Ibragimov) prepared wonderful
traditional Nowruz tables showcasing impressive
handicraft and typical Nowruz utensils. After
the official part – skilfully moderated by former
Trade Delegate Rudolf Thaler – with speeches by
host Gertrud Tauchhammer and all participating
Ambassadors, the buffet was opened and the
music performances from Afghanistan, Azerbaijan,
Kazakhstan, Kyrgyzstan, Russia, Tajikistan and
Turkmenistan announced.
image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
EVENTS
NOWRUZ
Excerpt of the guest list:
Benno Barta, H.E. Pablo Berti Oliva (Cuba), H.E.
Ian Biggs (Australia), Rudolf Doppelbauer, Irina
Dshajani, Harvey Dzodin, H.E. Magdi Ahmed Mofadal
Elnour (Sudan), Gerald Ganzger, Mamadou Kone,
Atil Kutoglu, H.E. Kang Il Choe (DPR Korea), Sigurd
Pacher, Sanela Thun-Hohenstein, Kavita Verma,
Helmut Türk, Manfred Weinschenk
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Issue
N 387
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
China: Lunar
New Year/Spring
Festival
To celebrate the Chinese New Year, the Permanent Representative
of the People’s Republic of China to the United Nations
and other International Organizations in Vienna, H.E. Li Song,
and Ms Wang Xiaolin, invited to a reception at the Rotunda of
the Vienna International Centre.
30
To commemorate Australia Day and the visit of the Hon Senator
Penny Wong, Minister of Foreign Affairs of Australia, the Australian
Embassy and Permanent Mission to the United Nations in Vienna
with H.E. Ian David Grainge Biggs invited to a reception at the Federation
of Austrian Industries.
Australia Day
2025
India:
National Day
On the occasion of the 76 th National Day of India, Ambassador
H.E. Shambhu Santha Kumaran had the pleasure to invite to a
festive reception at the Grand Ballroom of Hotel InterContinental.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
To celebrate the Chinese New Year, H.E. Ambassador Qi Mei invited to a
reception at Hotel Savoyen. Special guest was Ernst Wollner, President
of the Vienna Provincial Parliament, who addressed the guests with a
few words.
Chinese
New Year
31
Democratic People’s
Republic of Korea:
Reception
On the occasion of the 83 rd birth Anniversary of H.E. Kim Jong Il, the
Ambassador of the Democratic People’s Republic of Korea, H.E. Kang Il
Choe, invited to a reception at the Embassy.
To celebrate the start of the EU-Presidency of Poland,
Chargé d’Affaires Mr. Zenon Henryk Kosiniak Kamysz, invited
to a reception at Vienna City Hall, co-hosted by Viennese
mayor Michael Ludwig.
Poland:
EU-Presidency
Issue
N 387
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Ireland:
St. Bridgid’s Day
On the occasion of St. Bridgid’s Day, the Ambassador of
Ireland and Permanent Representative to the International
Organizations in Vienna, H.E. Barbara Cullinane, invited to a
reception at the Irish Residence.
32
The Ambassador of Iran to Austria, H.E. Asadollah Eshragh Jahromi, and
the Ambassador and Permanent Representative of Iran to the United
Nations and other International Organizations, H.E. Mohsen Naziri Asl,
invited to a reception on the occasion of the National Day.
Iran:
National Day
Lithuania: 107 th
Anniversary of
Independence
To celebrate the 107 th Anniversary of Independence, the
Ambassador of Lithuania to Austria, H.E. Lina Ruksteliene and
the Permanent Representative of Lithuania to the International
Organizations, H.E. Vaidotas Verba, invited to a concert followed
by a reception at “Haus der Ingenieure” in Vienna.
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DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Serbia:
National Day
The Ambassador of Serbia to Austria, H.E. Marko Blagojevic and the
Ambassador of the Permanent Mission of Serbia to the OSCE and other
International Organizations, H.E. Zarko Obradovic, invited to a reception
at Wiener Börsensäle on the occasion of the National Day of Serbia
and the Day of the Serbian Armed Forces.
34
The CdH invited to a visit to VIG—Vienna Insurance Group. In its event
facility on the 20 th floor—one of the most prestigious locations in Vienna—
Deputy CEO Mag. Peter Höfinger presented the VIG, which is the largest
insurance company in Austria and with its presence in 30 Central,
Eastern- and Souteastern European countries also ranks among the
largest insurance companies in Europe.
“Club der Handelsräte”:
Visit to Vienna
Insurance Group
107 th Anniversary
of the Republic of
Estonia
The Ambassador and Permanent Representative of Estonia,
H.E. Merle Pajula and Mr. Arne Pajula together with the Permanent
Representative of Estonia to the OSCE, H.E. Kaja
Tael, invited to a reception to celebrate the 107 th Anniversary
of the Republic of Estonia at Wien Museum.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
On the occasion of the 64 th Anniversary of Independence and the 34 th
Anniversary of Liberation of the State of Kuwait and to mark 60 years
of diplomatic relations between Kuwait and Austria, the Ambassador
of Kuwait to Austria & Permanent Representative to the United Nations
and International Organizations in Vienna, H.E. Talal Alfassam and Mrs.
Halah Alshayeji invited to a reception at Imperial Hotel.
Kuwait: Anniversary
of Independence &
Liberation
35
Vienna Economic
Forum: Board
Meeting & General
Assembly 2025
The Board of Vienna Economic Forum invited to a Regular Board Meeting
and the Annual General Assembly at the Vienna headquarters of the VEF
founding member Vienna Insurance Group AG. On the top floor of the
prestigious VIG Ring Tower, the invitees were welcomed by host Mag. Peter
Höfinger, Member of VIG Board and VEF Vice President.
On the occasion of the National Day of Bulgaria, H.E. Ambassador
Desislava Naydenova-Gospodinova and Chargé d’Affaires of the
Permanent Mission of Bulgaria to the UN, OSCE and other International
Organizations in Vienna, Ms. Daniela Boudinova, invited
to a concert and a reception at Ehrbar Saal.
Bulgaria:
National Day
Issue
N 387
DIPLOMATIC EVENTS
AROUND THE WORLD
Reception: Birthday
of His Majesty the
Emperor of Japan
On the occasion of the Birthday of His Majesty the Emperor of Japan,
the Ambassador of Japan to Austria, H.E. Kiminori Iwama and Mrs.
Tomomi Iwama as well as the Ambassador and Permanent Representative
of Japan to the International Organizations, H.E. Atsushi Kaifu,
invited to a reception at Hotel InterContinental Vienna.
36
The Ambassador of Ireland and Permanent Representative to the
International Organizations in Vienna, H.E. Barbara Cullinane,
invited the diplomatic community to a St. Patrick’s Day reception
at the Ambassador’s Residence.
Ireland:
St. Patrick’s Day
Hungary:
Get-Together
as part of the
“Andrássy Salon”
H.E. Edit Szilágyiné Bátorfi, Ambassador of Hungary, hosted a meeting as part of
the “Andrássy Salon” at the Embassy. The program included a welcome address
on behalf of the family by Zita Pallavicini and a presentation of the Tiszadob
Castle project, followed by a lecture by former Ambassador Prof. Dr. Gábor
Erdödy on the diplomatic career of Count Gyula Andrássy. The evening concluded
with a panel discussion by Ambassador Dr. Michael Zimmermann and former
Ambassador Dr. Gábor Erdödy.
image/s by Sora, Karakan, Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADORS
ARMENIA
“Our international relations
attempt to unite around
shared interests and values”
The Armenian Ambassador to Austria, H.E. Andranik Hovhannisyan, spoke with
Diplomatic SOCIETY about his country’s ties with Austria and the European Union,
the new peace treaty between Armenia and Azerbaijan and his government’s
transportation project “Crossroads of Peace”.
38
You are representing your country here in Austria
and at the International Organizations in Vienna—
which topics and areas would you like to focus on
during your term?
Serving as Armenia’s Ambassador in Vienna—one
of the world’s key diplomatic hubs—is an honor.
My priorities range from strengthening bilateral
relations to actively engaging with International
Organizations.
Armenia and Austria share strong bonds, and it
is essential not only to nurture these ties but also
to explore new opportunities for cooperation.
Armenia is a member of the Board of Governors
of the International Atomic Energy Agency, and I
am honored to serve as its vice chair. Our collaboration
with the IAEA is vital for
ensuring the safe and efficient
operation of Armenia’s nuclear
power plant.
Armenia plays an active role
in the UN Commission on Narcotic
Drugs, where I contribute
as chair of the Committee of
the Whole.
Through the United Nations
Industrial Development
Organization, we have implemented
impactful projects that
strengthen Armenia’s quality
H.E. Andranik Hovhannisyan with Gertrud infrastructure, support SMEs,
Tauchhammer
and foster the growth of the
high-tech industry.
Armenia prioritizes cooperation within the
Organization for Security and Cooperation in
Europe. As the largest regional security organization,
the OSCE can contribute in promoting peace
and stability in our region.
Austria and Armenia are connected through
long-lasting relations—how would you describe
the bilateral ties?
Armenia shares historically deep-rooted ties with
Austria. Today, Vienna is renowned for its vibrant
coffeehouse culture, yet few know that the city's
first café was established by an Armenian in the
17 th century—a legacy that endures to this day.
This is just one example of Armenia’s contribution
to Vienna’s cultural tapestry.
For over 200 years, Vienna has been home to
the Mekhitarist Monastery, one of the important
Armenian religious, cultural, and scientific
centers. The community remains connected, primarily
around the St. Hripsime Church, located in
Vienna’s “Armenia” Square.
Since Armenia’s independence, these relations
have thrived. The joint intergovernmental economic
commission convenes regularly to assess
cooperation and potential for expansion. Armenia
and Austria maintain a robust political dialogue,
including at the high levels, with frequent reciprocal
visits and meetings between foreign ministers.
The ties between the two nations are built on a
solid legal foundation, while cultural, scientific,
educational, and people-to-people exchanges
continue to thrive.
In recent years, Armenia is getting closer to the
European Union. What impact does this have on
foreign policy priorities of Armenia and relations
with other states and regions?
Our relations with the European Union develop naturally,
as our history, culture, and values are deeply
intertwined with those of most EU member states.
As a democracy, Armenia wants to be closer to
other democratic states. We have a strong legal
foundation of our cooperation based on the Comprehensive
and Enhanced Partnership Agreement.
We are working toward signing a new Partnership
Agenda. We have started negotiations on visa
liberalization. Armenia has been included in the
European Peace Facility. The EU civilian mission
remains deployed along the border areas of Armenia
with Azerbaijan.
Armenia pursues a balanced and balancing foreign
policy. In this vein, we prioritize good neighborly
relations. Our ties with the Islamic Republic
of Iran are more substantive than ever. Last year,
we raised our relations with Georgia to the level
of strategic partnership. We are determined to
normalize relations with Azerbaijan and Türkiye.
Our relations with the Russian Federation are
more practical than ever. We remain committed to
developing these ties through mutually beneficial
cooperation.
Recently, a strategic partnership is being
launched with the United States of America. Our
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
„Armenia pursues a
balanced and balancing
foreign policy. In this vein,
we prioritize good neighbourly
relations.“
in Azerbaijan’s Constitution, we believe
the agreement includes provisions that
address these issues. Any discrepancies
in internal legislation can be fully
resolved through the signing and ratification
of the Agreement. We emphasize
that a comprehensive settlement must
address all humanitarian issues, including
the release of Armenian prisoners of
war and detainees and preservation of
the cultural and religious heritage.
(editor’s note: interview took place in
March 2025)
image/s by SOCIETY/Sora
H.E. Andranik Hovhannisyan
relations with India have acquired new weight
and meaning. Our ties with China are developing
and deepening. New opportunities for partnership
have been created in the Middle East.
Our international relations are not directed
against others, rather they attempt to unite
around shared interests and values.
Just recently, Armenia and Azerbaijan agreed on a
peace treaty – can you tell us a bit about the main
agreements and how it might shape the future of
your country?
Armenia and Azerbaijan have announced that the
text of the Peace Agreement has been agreed
upon and the negotiations on it have been finalized.
This marks a significant milestone in normalizing
relations and fostering regional stability.
Armenia has proposed signing the agreement
without delay. The agreement is founded on basic
principles of international law, including mutual
respect for the territorial integrity and sovereignty.
It reflects the commitment to establish cooperation
in key areas, including transportation, transit,
and economic relations. Recognizing that no
peace agreement can resolve all issues instantly,
it establishes mechanisms for continued dialogue
on outstanding sensitive matters. While we have
concerns regarding certain territorial implications
To expand on peace initiatives:
The Government of Armenia has proposed
a transportation project called
“Crossroads of Peace”—can you
explain the main pillars and objectives
of this project?
The “Crossroads of Peace” initiative
aims at opening the borders and transport
communication in the region that
have been blocked for decades and
connect Armenia, Azerbaijan, Georgia,
Iran and Türkiye with each other and beyond. This
initiative will boost capacities for road freight,
pipelines, power transmission, and digital infrastructure,
connecting the Black Sea Region to the
Gulf Region. By transforming the South Caucasus
into a key transit hub, it will revive traditional ties,
create new opportunities for cooperation, connectivity,
and trade, and contribute to both regional
and global stability. The project is guided by the
following key principles:
• All infrastructures operate under the sovereignty
and jurisdiction of the countries engaged.
• Each country is responsible itself for ensuring
border and customs control, as well as the security
of all infrastructure within its territory, including
the passage of vehicles, cargo, and people.
• All infrastructures can be used for international
and domestic transportation.
• Countries use all the infrastructures on the basis
of reciprocity and equality.
Under these principles, border and customs control
procedures can be facilitated through mutual
consent and agreement.
39
Issue
N 387
Asia’s Rising Star
Diplomatic SOCIETY met the Ambassador of Viet Nam to Austria, H.E. VU Le Thai
Hoang, and talked with him about the history of Viet Nam-Austria relations,
Viet Nam’s remarkable economic growth, its relations with the EU and how it
plans to tackle climate change.
40
“The country is under
going a dynamic transformation
toward a digital,
green, and technologybased
economy.”
Viet Nam and Austria established diplomatic relations
in 1972—how did the ties develop since then?
The year 1972 is often cited as the official beginning
of diplomatic relations, however, a closer
look at the history reveals that the foundation for
bilateral relations was already laid in 1869, when
Austrian Emperor Franz Josef I issued a decree to
establish an Honorary Consulate in Saigon, now
Ho Chi Minh City.
In 1972, when Viet Nam’s struggle for independence
and freedom reached its peak, Austria
became the third Western nation to establish diplomatic
relations with Viet Nam. The Vietnamese
people still hold dear the memories of Austria’s
support in rebuilding Viet Nam after the war.
Since the 1990s, bilateral relations have developed
positively. Both countries maintain an active
exchange of high-level delegations. They support
each other in international forums and at the UN.
Both nations pursue strategic autonomy and share
a commitment to a rules-based international
order, multilateral diplomacy, sustainable development,
and tackling global challenges such as
climate change.
Economic relations have gradually recovered
to pre-COVID levels. Austrian companies benefit
from Viet Nam’s dynamic market and its role as a
manufacturing and logistics
hub in Southeast Asia.
Conversely, Vietnamese
businesses are increasingly
interested in Austria’s
cutting-edge technologies
in semiconductor, quantum,
AI.
Austria is now among
Viet Nam’s ten most
important trade partners
within the EU, while Viet
Nam is Austria’s largest
trading partner in Southeast Asia, with an annual
trade volume of approximately $2.4 to $3 billion.
One of the key objectives during my tenure is to
further strengthen economic relations, with a
particular focus on high technology, innovation,
railway transportation, smart cities management,
labour and vocational training, and tourism.
Cooperation extends beyond economics. Arts,
music, and cultural heritage preservation are gaining
increasing attention from both sides. Austria
can also benefit from a valuable asset, which is
the community of more than 100,000 Vietnamese
in Viet Nam who have strong German language
skills. This community serves as a bridge between
Viet Nam and German-speaking countries.
Viet Nam has the highest number of agreements
with the EU out of all Southeast Asian countries
and it is considered to be a crucial partner for the
bloc in the region—how does your country profit
from this cooperation and vice versa?
Viet Nam and the EU established diplomatic relations
in 1990. The relationship began with humanitarian
aid addressing the consequences of the war
in Viet Nam, followed by numerous programs supporting
Viet Nam in policy planning and capacity
building. The Viet Nam – EU relationship has been
shaped by several agreements. Additionally, both
sides have established various cooperation mechanisms.
As a result, Viet Nam is one of the few
Asian countries with such a comprehensive and
in-depth cooperation framework with the EU.
The 5 year old Free Trade Agreement is a winwin
deal for both parties. In less than five years,
two-way economic relations have experienced
rapid growth. In 2024, the trade balance reached
$68.4 billion. The EU is now Viet Nam’s sixth-largest
foreign direct investor (FDI), while Viet Nam
has become the EU’s largest trading partner
among ASEAN countries.
European investment in Viet Nam has also
increased, with notable contributions from companies
such as Lego ($1 billion), Bosch ($340 million),
and BW Industrial ($100 million). Moreover,
as an active ASEAN member, Viet Nam serves as a
strategic gateway into the region.
At the 5 th meeting of the Viet Nam – EU Joint
Commission at the end of October 2024, the two
sides agreed to work together to upgrade the partnership
towards the celebration of the 35 th anniversary
of diplomatic relations in 2025.
You have acted as Dean of the Diplomatic Academy
of Viet Nam—what are, in your opinion, the
most important skills a diplomat has to master?
And how did you prepare yourself for your post
here in Austria?
In my view, the fundamental prerequisite for every
civil servant and diplomat is love for one’s homeland,
and this must be learned from childhood.
Only when one loves their homeland will they be
ready to serve it faithfully.
I have dedicated nearly 30 years to my diplomatic
career in various roles. Originally, I worked
as a lecturer and research fellow at the Diplomatic
Academy of Vietnam (DAV), so analytical and stra-
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
AMBASSADRS
INTERVIEW
H.E. VU Le Thai Hoang
Viet Nam’s economy is growing remarkably
fast—what are the key enablers of this growth?
I can provide you with some impressive figures
for the year 2024: GDP growth rate: 7.09%, economic
size: 470 billion USD, economic freedom
index: improved by 13 places to rank 59 out of
176 countries. Viet Nam is among the 15 leading
developing countries with the highest foreign
direct investment (FDI) worldwide, with a total
volume of 40 billion USD, of which about 25 billion
USD has already been realized. Viet Nam is
among the 20 largest trading nations with 17 free
trade agreements (FTA). The country is undergoing
a dynamic transformation toward a digital,
green, and technology-based economy. Particularly
in the global semiconductor supply chains
and AI, Viet Nam has gained a key position.
There are many factors contributing to these
economic successes. I will highlight the most
important ones: First, Viet Nam pursues an
open trade policy. Our country is now part of
many trade agreements (EVFTA, CPTPP, RCEP)
that promote exports and investment. Second,
Viet Nam offers an attractive investment climate
for foreign companies with tax incentives,
young labour forces, and a strategically favourable
location. Third, there is massive investment
in digital transformation, technology promotion,
and start-ups. Fourth, the expansion
of critical infrastructure projects significantly
contributes to the country’s competitiveness
and connectivity. Finally, the political stability
and comprehensive reforms of the country
ensure a business-friendly environment.
41
image/s by Diplomatic SOCIETY/Sora
tegic thinking is crucial, as I deal with complex
international relations, and a diplomat must be
able to understand and foresee political and economic
trends.
I then became a policy officer in the Department
of Foreign Policy Planning, and my experience as
a lecturer and researcher has been immensely
helpful. From now on, several foreign assignments
were ahead. Negotiations and political discussions
with international partners require negotiation
skills. While theory is taught at the DAV, “practice
makes perfect”.
A privilege of diplomats is to travel around the
world and encounter many cultures and customs.
However, the line between diplomatic success and
disaster due to cultural differences is very thin.
Therefore, intercultural adaptability and communication
is essential.
And how can international relations work without
network building? For me, all politics is personal.
Personal contacts and trust-based relationships
play a crucial role in this context.
It is a great honour for me to represent my
homeland as Ambassador in Austria. To prepare
for my tenure, I have delved deeply into Austria's
political and socio-economic situation. However, I
am also fascinated by Austria’s history, music and
culture, and the legend surrounding Empress Sisi
continually captivates me.
Viet Nam is one of the countries to be most
affected by climate change—can you tell us a bit
about your country’s climate change strategy?
You are right, Viet Nam is one of the countries
most affected by climate change. One example:
with a rise in sea levels by 1 meter, the Mekong
Delta—the rice bowl of Viet Nam—is at risk of losing
20% of its area.
The Vietnamese government has implemented
a national strategy against climate change until
2050. Its main goal is the international commitment
to the Paris Agreement to become climate-neutral
by 2050. This includes phasing out
coal by 2045. Additionally, renewable energies
such as solar and wind power are being promoted,
along with climate adaptation strategies
and protective measures regarding flood protection,
coastal defense as well as sustainable urban
development and electric mobility.
However, Viet Nam still faces significant challenges,
particularly due to its economic dependence
on coal and fossil fuels, as well as the high
costs of adaptation measures.
Austria owns many green technologies and has
valuable experience in environmental protection,
renewable energy and urban development.
It is my goal during my tenure as Ambassador to
intensify cooperation and exchange of experiences
in this field.
Issue
N 387
AMBASSADORS
VENEZUELA
“Bolivarian diplomacy
is always willing
to dialogue”
In a conversation with Venezuela’s Ambassador to Austria, H.E. Claudia Salerno
Caldera, Diplomatic SOCIETY got an insight into the country’s Foreign Policy, its
take on climate change and its relations with Austria and the EU.
Since December 2024, you are accredited as
the Ambassador of Venezuela to Austria—how
would you describe the current state of relations
between the two countries? Where do you see the
biggest potential for further improving bilateral
ties between Venezuela and Austria?
Since my arrival in Vienna in June 2024, the Austrian
authorities have been respectful and cordial
at all times. Currently, relations between Austria
42
and Venezuela are one of dialogue
and reciprocal respect. I have had
several bilateral meetings with
Austrian government authorities
and they have always been
respectful encounters of frank
dialogue and objective discussions.
I maintain excellent contact
with the representatives of the
Ministry of Foreign Affairs.
Austria and Venezuela have had
diplomatic relations since 1947.
In Austria as well as in the three
concurrences for which I was
appointed as diplomatic representative
of Venezuela (Slovenia,
Slovakia and Croatia), there is an
important Venezuelan community;
about 1500 Venezuelan citizens
live in these countries, contributing
to their socio-economic
development.
Diplomatic SOCIETY owner Gertrud Tauchhammer Tourism exchange is a sector
welcomed H.E. Claudia Salerno Caldera
in which both countries can work
at Villa Flora
hand in hand and encourage
investments, as well as cultural, academic, scientific
and technological cooperation.
More generally speaking: What are the main pillars
of Venezuela’s Foreign Policy?
Venezuelan foreign policy is based on the doctrine
of Bolivarian peace diplomacy, which promotes
respect for the purposes and principles of
the United Nations Charter, the peaceful resolution
of international conflicts through dialogue
and negotiation, non-interference in the internal
affairs of states, solidarity and complementary
cooperation among peoples, for the construction
of a multicentric and pluripolar world, without
hegemonic domination for ideological, political or
cultural reasons.
Venezuela promotes multilateralism over unilateralism,
free self-determination, sovereign equality
of states, gender equality, interculturality of
peoples and union, integration and peace.
From 2015 until 2021, you have been accredited as
Ambassador to the European Union—how would
you define the current relationship between the
bloc and your country?
Venezuela maintains cordial and respectful relations
with most of the countries of the European
Union. In fact, several of these countries have
important investments in Venezuela in strategic
sectors such as energy, telecommunications,
industry, transportation and services.
Several European countries have historical ties
with Venezuela, since for many years we were the
recipients of an important migration from Europe
that collaborated with our development. Countries
such as Spain, Portugal, Italy, France and
Germany, among others, have outstanding immigrant
communities in Venezuela.
The differences are with the institutions of the
European Union (European Parliament, European
Council), for their hostile and interventionist policies
towards Venezuela, supported by European
extreme right-wing leaders who are related to
the Venezuelan anti-democratic opposition, who
try from abroad to promote the rupture of the
national democratic order, through violent actions
and military intervention.
Among the Member Countries of the European
Union there are divisions on the effectiveness of
the illegal imposition of the wrongly named sanctions,
which affect the entire Venezuelan people,
not only Venezuelan governmental or institutional
authorities. The Venezuelan Government
cannot negotiate with the institutions of the
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
“Venezuela was the
first country in the
region of Latin America
and the Caribbean
that implemented a
penal law for environmental
damages.”
43
image/s by SOCIETY/Sora
H.E. Claudia Salerno Caldera
European Union in the midst of illegal and criminal
unilateral coercive measures, in violation of
international law.
Speaking of relations: On January 20, Donald
Trump took over the office as president of the
USA. What impact could the new US administration
have on Venezuela? How do you think the
relations will develop within the next years/or
how do you wish them to develop?
Venezuela held important negotiations with the
last government of the U.S. Bolivarian diplomacy
is always willing to dialogue with any international
actor. The Constitutional Government of President
Nicolás Maduro Moros will be ready to dialogue
with the new U.S. administration if there is reciprocal
respect and no interference in national internal
affairs.
Between 2009 and 2016, you acted as Special
Envoy for Climate Change—what are Venezuela’s
main policies in this regard?
When Venezuela—alongside many other countries—vetoed
the Copenhagen Accord in 2009,
the country intensively engaged to
construct what is today known as the
Paris Agreement. Venezuela was an
instrumental part of the negotiations
and I happened to have the opportunity
to be a Special Envoy during that time. With
the country being so involved in this process, it
additionally started a national transformational
approach regarding climate change policies.
For example, Venezuela was the first country
in the region of Latin America and the Caribbean
that implemented a penal law for environmental
damages—in general, we have always been
advanced when it comes to the development of
environmental laws. A little later, in 2013, then
President Hugo Chavez dedicated a whole chapter
of his work programme to climate change.
This created a lot of noise in the country, but
Chavez took on the challenge and emphasized
that fighting climate change was not a risk but
an opportunity as well as a responsibility—even
though Venezuela is only producing around 0.4%
of the global emission. An interesting fact in this
regard is that around 60% of the country’s territory
is basically untouched or naturally preserved.
Indigenous people there are living in a
harmonious relationship with nature and their
traditional forms of life are being preserved by
the government.
Issue
N 387
44
Oma
Wo Vergangenheit
auf Zukunft trifft
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS OMAN
LÄNDERPORTRÄT
Weite Wüstenlandschaften und majestätische Berge, weiße
Sandstrände und glasklares Meerwasser, alte Weihrauchbäume
und märchenhaft anmutende Wadis, spektakuläre Bauwerke
und traditionelle Märkte – die Vielfalt des Sultanats Oman
fasziniert und verzaubert.
45
n
Issue
N 387
FOKUS OMAN
LÄNDERPORTRÄT
46
Geschichte
Die erste Besiedlung
des heutigen Gebietes
von Oman fand bereits in
der Steinzeit statt. Um ca.
2500 vor Chr. war die Region, die
man damals „Magan“ nannte, bekannt
für die Produktion von Kupfer, welches
über Handelsrouten (teils mit Schilfbooten)
in das antike Mesopotamien
und zu den Indus-Kulturen (heutiges
Pakistan und Indien) transportiert
wurde. In der Antike brachte Oman der
Weihrauchhandel entlang der Weihrauchstraße
großen Reichtum und
Wohlstand, Handelsnetze wurden aufgebaut
und diplomatische Beziehungen
zu anderen Zivilisationen geknüpft.
Ab dem 6. Jahrhundert wurde der
nördliche Teil von Oman Teil des persischen
Reiches.
Im 7. Jahrhundert nach Chr. begann
die Islamisierung des Landes. Im Oman
entstand außerdem die Ibadiyah, eine
islamische Rechtsschule, die heute
noch immer mehrheitlich in Oman vertreten
wird. In dieser Zeit bildeten sich
außerdem viele Fürstentümer. Bis in
das Mittelalter wechselten sich verschiedene
Herrscher-Dynastien ab.
Im 16. Jahrhundert eroberten
schließlich portugiesische Seefahrer
Städte im heutigen Oman, Mitte des
17. Jahrhunderts wurden sie von der
Yaruba-Dynastie (Dynastie der Imame
von Oman) wieder vertrieben. Oman
breitete seinen Einfluss bis zur Küste
Ostafrikas aus, Sansibar wurde zur
Hauptstadt. Im 18. Jahrhundert wehrte
Ahmad ibn Said persische Eindringlinge
ab und wurde anschließend zum Imam
von Oman gewählt. Er begründete
damit die Said-Dynastie, die bis heute
herrschende Dynastie des Landes.
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
befand sich das Sultanat
schließlich auf dem Höhepunkt seiner
Macht. Ab 1798 gewann Großbritannien
mit der Unterzeichnung eines Vertrages
zwischen dem Sultanat von Maskat
und der britischen Ostindien-Kompanie
in Oman an Einfluss. In der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts befand
sich das Sultanat schließlich auf dem
Höhepunkt seiner Macht. Die Sezession
von Sansibar im Jahre 1856 markierte
allerdings das Ende des Wohlstands
des Landes.
Die Entdeckung von Öl in den 1920er
und 1930er Jahren läutete eine neue
Ära für das Land ein – mit der Übernahme
von Sultan Qaboos 1970 begann
eine weitere zentrale Phase der Entwicklung
Omans. Während seiner
50-jährigen Regentschaft
führte er das
Land in die Moderne,
ließ mit den Einnahmen
aus der Erdölförderung
Infrastruktur, Schulen, Wasser-
und Stromversorgung und Häuser
errichten. Dem „Vater der Nation“
folgte nach seinem Ableben 2020 sein
Cousin Sultan Haitham bin Tariq.
Sehenswürdigkeiten
Eingerahmt von Bergen auf der einen
und Meer auf der anderen Seite,
begeistert die Haupt- und Hafenstadt
Maskat mit ihrer entspannten Atmosphäre
und beeindruckenden Kulisse.
Die wichtigsten architektonischen
Bauwerke sind vergleichsweise „jung“,
so etwa die aus ca. 300 000 Tonnen
indischem Sandstein errichtete
„Große Sultan-Qaboos-Moschee“, die
zu den größten Bauwerken ihrer Art
zählt und 2001 eröffnet wurde, oder
das „Royal Opera House“, das 2011
seine Tore öffnete.
Aus den 1970ern stammt der Sultanspalast
„Al-Alam“, der wiederum
von zwei Festungen („Mirani und
Jalali“) umgeben wird, die bereits im
16. Jahrhundert von den Portugiesen
errichtet wurden. Aus der gleichen
Zeit stammt auch die „Festung von
Mutrah“ von der aus man einen großartigen
Ausblick auf den Hafen genießen
kann. Ebenfalls auf eine etwas
längere Geschichte blickt der „Mutrah
Souq“ zurück, der seit Jahrhunderten
als Umschlagsplatz für Waren aus aller
Welt dient.
In die Vergangenheit reist man in der
Oasenstadt Nizwa, die einst die ehemalige
Metropole des Landes war. Hier
findet man einen klassischen Souk,
bekannt für Gewürze und Silber, und die
Nizwa-Festung aus dem 17. Jahrhundert.
Westlich von Nizwa liegt eine der ältesten
Königsstädte des Omans, Bahla,
deren Festung – die vermutlich ebenfalls
im 17. Jahrhundert erbaut wurde –
seit 1987 UNESCO-Weltkulturerbe ist.
Nur 18 km von der omanischen
Küste entfernt liegen die Daymaniyat
Inseln, vor denen man wunderbar
Schnorcheln und Tauchen kann. Mit
etwas Glück begegnet man hier sogar
Walhaien.
Etwa eineinhalb Stunden von Maskat
entfernt erwartet Reisende die
fantastische Bergwelt des Hadschar-
Gebirges. Dort befindet sich auch der
höchste Berg des Landes (3000 Meter),
„Jebel Shams“. Vom „Jebel Shams Plateau“
(2000 Meter) aus hat man einen
großartigen Blick auf den „Grand Canyon
des Omans“, der 1000 Meter tiefen
Schlucht „Wadi Nakhar“. Türkisfarbene
Naturpools, imposante Wasserfälle
und wilde Feigenbäume erwarten Reisende
im „Wadi Shab“.
Die schönsten Strände befinden
sich im Südwesten des Landes, in der
weihrauchreichen Region Dhofar. Dort
treffen weiße Sandstrände auf türkisfarbenes
Wasser. Ein besonderes
Naturschauspiel bieten die „Blowholes“
– Meereshöhlen aus denen durch
den Druck der Wellen bis zu zehn
Meter hohe Wasserfontänen in den
Himmel schießen.
Die Hauptstadt von Dhofar, Salalah,
gilt als Geheimtipp unter Omanreisenden.
Hier kann man im Arabischen
Meer tauchen oder bei einer Delfinsafari
die beliebten Meeressäuger
beobachten. Die Stadt ist das Zentrum
des Weihrauchhandels, den man im
Souk auch mitnehmen kann. Ebenfalls
sehenswert sind die Sultan Qabus
Moschee und der Sultanspalast.
Kulinarik
Was heute als omanische Küche
bekannt ist, hat sich über Jahrhunderte
entwickelt und ist eine Verschmelzung
von arabischen, afrikanischen und südasiatischen
Einflüssen.
Als Basis zahlreicher Hauptgerichte
fungiert Reis, der mit Gemüse, Fleisch
oder Fisch serviert wird. Zudem sind
Gewürze wie Zimt, Kardamom, Nelken
oder Muskat unverzichtbar. Eines
der bekanntesten Gerichte, welches
vor allem zu Feiertagen zubereitet
wird, ist „Shuwaa“. Hierfür wird bevorzugt
Lammfleisch mit Öl und einer
Dattelpaste eingerieben und in Bananen-
bzw. Palmenblätter gepackt und
anschließend für mindestens einen Tag
in einem unterirdischen Loch gegart.
Fischliebhaber sollten unbedingt „Mashuai“
probieren, ein Reisgericht mit
gegrillter Königsmakrele, einer sämigen
Zitronensoße und aromatischen
Gewürzen. Weitere typische Hauptgerichte
sind „Al Qabool“ (Reisgericht),
„Harees Laham“ (Brei aus Fleisch und
Weizen), „Dal“ oder „Mishkak“ (gegrillte
Fleisch-Spieße mit würziger Sauce).
Das Beste kommt bekanntlich zum
Schluss: so zum Beispiel das aus Butter,
braunem Zucker, Weizenstärke,
Nüssen und Gewürzen bestehende
„Halwa“. Dazu wird gerne „gahwa“
– arabischer Kaffee mit Kardamom
– gereicht. Laban, ein Getränk aus
Jogurt, Buttermilch und Gewürzen,
wird auch gerne getrunken.
Foto/s © pexels, Khalil al Zadjali, usplash, pixabay
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
links Die Wasserfälle
von Salalah
FOKUS OMAN
LÄNDERPORTRÄT
unten Mohammed Al Ameen
Moschee in Maskat
Steckbrief
LÄNDERNAME
Sultanat Oman
Die Sultan-Qaboos-Moschee in Maskat
HAUPTSTADT
Maskat
FLÄCHE
309.500 km²
EINWOHNER
ca. 5 Millionen
AMTSSPRACHE
Arabisch
WÄHRUNG
Omani Rial
NATIONALFEIERTAG
18. November
47
STAATSOBERHAUPT
Seine Majestät Sultan
Haitham bin Tariq
Die Küste der Stadt Salalah
Jebel Shams ist der höchste Berg Omans
Seine Majestät Sultan Haitham bin Tariq
Issue
N 387
FOCUS
OMAN
A solid Foundation
Diplomatic SOCIETY spoke with the Ambassador of the Sultanate of Oman to
Austria, H.E. Yousuf Aljabri, about the political, cultural and economic connections
between the two countries.
48
You have been Ambassador to Austria and the
International Organizations in Vienna since 2019,
before that, you were Chief of Political Affairs at
the Minister’s Department, what are the main
objectives for your work in Austria?
As an accredited Ambassador to the Republic
of Austria, the main responsibilities are to foster
and maintain strong diplomatic relations
between Oman and Austria, and to enhance the
bilateral cooperation in various sectors such
as trade, culture and education as well as to
“Austrian companies are
encouraged to invest in
Oman, where attractive
incentives are offered for
foreign investment.”
strengthen the mutual understanding
and cooperation between the two
countries. This involves engaging with
various stakeholders, such as government
officials, media representatives,
civil society organizations, as well as
business and cultural communities
in Austria.
In recent years, my focus has been on
Economic Diplomacy, aimed at boosting
Oman’s economic growth and improve the
well-being of the Omanis. My efforts involve facilitating
trade, increasing Omani exports to Austria,
attracting Austrian direct investment into Oman
and fostering technology transfer and sustainable
development. Additionally, creating the opportunities
for joint ventures between Omani and Austrian
companies, through targeted initiatives and
business delegations, to develop and promote
economic and technical cooperation.
I am a strong advocate for cultural and educational
exchange programs, which foster academic
partnerships to enrich and deepen mutual appreciation
and understanding between our societies.
Apart from my routine tasks, I organize and attend
events such as receptions, speeches, visits, and
exhibitions to highlight Oman’s achievements, values,
and culture.
As a Permanent Representative to the International
Organizations in Vienna, I represent Oman in
various international meetings and conferences. In
the line of my work I am trying to promote cooperative
relations and technical programs between
Oman and these organizations.
This is your second posting to Austria, having
been here in 1995, what are the changes that you
noticed when returning to Austria?
Austria is a country rich in culture, civilization,
and arts. When these elements are
combined, the country maintains its
features and preserves its distinctive
character. Its architecture, society
and people represent the endurable
essence of the country. From my perspective,
there have been few changes
since 1995, aside from the growth of
business and the expansion of major
cities like Vienna.
Since 1995, Austria has continued
to preserve its rich cultural heritage
while embracing modern advancements.
The country’s unique and
enduring character is reflected in its traditions,
architecture, and strong societal values.
Austria is still evolving, balancing its historical
identity with innovation in technology, sustainability,
and economic growth. The Austrian people
with their deep appreciation for both history and
progress ensure that the country remains a thriving
center of culture, business, and quality of life.
Furthermore, development is being driven by business
growth and economic expansion, with Vienna
becoming a key hub for various industries.
Austria’s versatility will be impressive, regardless
of how a personal tour through Austria is
arranged, whether it is focused on landscapes or
cities, or whether the route follows a scenic trail
or a feudal trail.
Austria is still a humane country that welcomes
its guests to explore its beauty, experience its
delights, and become attached to it in multiple
ways. Saying goodbye is the hardest part of
leaving Austria.
“Austria is a country
rich in culture, civilization,
and arts.”
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOCUS
OMAN
H.E. Yousuf Aljabri
image/s by SOCIETY/Sora
How would you describe Omani-Austrian relations?
Since 1973, Oman and Austria have maintained
friendly diplomatic relations, establishing a solid
foundation for political,
economic and cultural
engagement. High-level
visits in the past have led
to meaningful partnerships
in areas of mutual
interest. Cooperation has
expanded into fields of
vocational training, energy
and technology. Both
countries express their
desire to strengthen their
collaboration in environmental and water management,
education, investment, mining, and business-to-business
development.
Oman and Austria also agree to intensify political
consultations and mutual visits. They share
common values, and they have a strong commitment
to international law and diplomacy. They
believe that dialogue is the only way to resolve
regional and international issues, achieve global
security, and everything that would enhance security
and stability in the region and the world.
Cultural ties between Oman and Austria are
being strengthened through the connection of cultural
institutions, broadening of contacts between
Austrians and Omanis in the arts, and encouragement
of joint projects. Many artistic activities,
including musical performances and fine art exhibitions,
have been conducted in both countries.
In light of the steadily increasing number of
Omani tourists traveling to Austria, and the rising
“Saying goodbye
is the hardest part of
leaving Austria.”
number of Austrian tourists visiting Oman following
the COVID-19 pandemic, both sides have
expressed interest in establishing a direct flight
connection between
the two countries, such
a direct flight will give
additional impetus to
tourism and enhance
trade exchange.
There are various
opportunities for cooperation
between the two
countries, particularly in
the field of infrastructure
development, construction,
tourism, mining and renewable energy.
Austrian companies are encouraged to invest in
Oman, where attractive incentives are offered for
foreign investment.
How does the situation in the Middle East affect
your country?
When we talk about the situation in the Middle
East, the Palestinian question is the core issue
that affects the stability and security of the entire
region. Resolving this issue would have a positive
impact on all other issues in the Middle East.
Therefore, Oman believes that the only solution
for this issue is through a peace process in the
Middle East, to enable the Palestinian people to
gain all their legitimate rights by establishing their
independent state on the 1967 borders, with East
Jerusalem as its capital, based on the two-state
solution, the Arab Peace Initiative, and all relevant
United Nations resolutions.
49
Issue
N 387
FOKUS
OMAN
Wachsende
Verbindungen
Diplomatic SOCIETY hat im Gespräch mit dem österreichischen Botschafter
im Oman, S.E. Christophe Ceska, mehr über die freundschaftlichen
Beziehungen zwischen dem Oman und Österreich, das Potential wirtschaftlicher
Zusammenarbeit und die kulturellen Verbindungslinien zwischen
den beiden Ländern erfahren.
50
Sie sind seit August 2023 österreichischer Botschafter
im Sultanat Oman – wie blicken Sie auf
die ersten rund 1,5 Jahre Ihrer Amtszeit zurück?
Oman ist einzigartig. Die omanische Kultur
wurzelt nicht nur in einer stolzen Geschichte der
Seefahrt und des Handels, sondern Traditionen
und modernes Leben gehen hier Hand in Hand
und es wird großer Wert gelegt auf eine möglichst
kultur- und naturfreundliche Modernisierung. Die
strategische Lage entlang der Straße von Hormuz
und die eigenständige Außenpolitik,
die sich aus allen, insbesondere
regionalen Konflikten heraushält,
machen den Oman zu einem besonders
wertvollen Gesprächspartner für
„Das starke Interesse des
Omans die Energiewende
voranzutreiben, bietet
enorme Chancen für österreichisches
Knowhow.“
Österreich. Meine ersten 1,5 Jahre in
Oman waren auch deshalb intensiv
und spannend, weil Außenminister
Alexander Schallenberg bereits 2
Monate nach meiner Ankunft an einer internationalen
Konferenz in Maskat teilnahm und insgesamt
fünf bilaterale Gespräche mit seinen Amtskollegen
aus der Golfregion führte. Drei Monate
später durfte ich eine große Wirtschaftsdelegation
unter der Leitung von Bundesminister Martin
Kocher in Maskat betreuen. Seitdem ist die Liste
an bilateralen Projekten weitergewachsen, ein
Ausdruck des wachsenden Interesses Österreichs
an starken Beziehungen zum Oman.
Wie würden Sie die Beziehungen zwischen dem
Oman und Österreich beschreiben? An welchen
Projekten arbeiten Sie aktuell?
Mit dem Sultanat Oman verbindet Österreich eine
langjährige Geschichte guter und freundschaftlicher
Beziehungen. 2023 wurde das 50-jährige
Jubiläum diplomatischer Beziehungen in Maskat
begangen. Österreich schätzt Omans traditionelle
Außenpolitik des Ausgleichs und des Dialogs
mit allen seinen Nachbarstaaten sehr. So kam
die Freilassung zweier Österreicher aus einem
iranischen Gefängnis im Sommer 2023 auch dank
omanischer Vermittlung zustande.
Zwischen Österreich und Oman laufen derzeit
Verhandlungen über eine Reihe von sektorspezifischen
Absichtserklärungen, die dazu beitragen
sollen, unsere ausgezeichneten bilateralen Beziehungen
weiter zu vertiefen. Nächstes Jahr sollte
die erste Kaiserin Sisi-Ausstellung
in Maskat ausgetragen werden. Wir
arbeiten daran, das seinerzeitige
Projekt einer Ausstellung des Kunsthistorischen
Museums im Nationalmuseum
in Maskat zu realisieren.
Österreich und Oman haben auf
multilateraler Ebene als jeweiliges
Mitgliedsland der Europäischen
Union bzw. des Golf-Kooperationsrates
ein weiteres politisches Instrumentarium,
das die vertrauensvollen
Beziehungen zwischen beiden
Ländern unterstreicht.
2023 wurden, wie Sie bereits erwähnten, 50 Jahre
diplomatische Beziehungen zwischen Österreich
und dem Oman gefeiert – was waren die Höhepunkte
dieser 50 Jahre?
Im Februar 2023 fand eine Ausstellung zeitgenössischer
Kunst aus der Steiermark in der
Stal Gallery in Maskat statt. Das Auner Quartett
aus Wien konzertierte daraufhin im Mai bei der
50-Jahre Feier im renommierten Bait Al Zubair
Museum in Maskat, gefolgt von der Eröffnung einer
österreichisch-omanischen Fotoausstellung in
Anwesenheit des omanischen Unterstaatssekretärs
im Ministerium für Kulturerbe und Tourismus.
Darüber hinaus lud der seinerzeitige Unterstaatssekretär
Al Wahaibi zu einer medienwirksamen
50-Jahre Zeremonie im omanischen Außenministerium
am 9. Mai 2023.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS
OMAN
S.E. Christophe Ceska
Foto/s © Alexsanda Ceska
Im Jänner 2025 besuchte eine offizielle Delegation
des österreichischen Finanzministeriums
sowie eine Wirtschaftsdelegation das Sultanat
Oman – wie bewerten Sie die wirtschaftliche Zusammenarbeit
beider Länder und wo sehen Sie
Potential für zukünftige Zusammenschlüsse?
Das Potential für einen engeren wirtschaftlichen
Austausch mit Oman ist tatsächlich groß:
Viele bekannte österreichische Unternehmen wie
Strabag, Vamed, Mondi und Doka sind seit Jahren
hier erfolgreich tätig. Das starke Interesse des
Omans die Energiewende voranzutreiben, bietet
enorme Chancen für österreichisches Knowhow.
Oman investiert derzeit stark in die Produktion
von grünem Wasserstoff aus erneuerbaren Energien
wie Solar- und Windkraft mit denen das Land
reichlich gesegnet ist. Bis 2030 soll eine Million
Tonnen grüner Wasserstoff produziert werden. Das
Unternehmen Strabag zum Beispiel ist seit Anfang
der 1970er Jahre mit einer Tochtergesellschaft
im Oman vertreten und hat seitdem hunderte
von prestigeträchtigen Aufträgen für Flughäfen,
Straßen, Brücken, Geschäftskomplexe, Dämme
und Häfen erfolgreich abgeschlossen. Als flächenmäßig
großes Land verfügt Oman auch über reiche
Vorkommen an Mineralien und Metallen. Zwei
österreichisch-omanische Joint-Ventures haben
das vor Jahren erkannt und sind seither erfolgreich
tätig.
Seit einigen Jahren stellt die Österreichische
Botschaft Maskat fest, dass das gegenseitige Interesse
an touristischen Besuchsreisen sowohl nach
Österreich wie auch in den Oman stark wächst.
Letztlich ist der Tourismussektor in beiden
Ländern von großer Bedeutung. Zudem begeistern
sich immer mehr Omanis für das Wandern und der
erste Wanderführer über Oman wurde von einem
Österreicher geschrieben, der sich viele Jahre
hier aufgehalten und die meisten Wanderwege
im Hadjar-Gebirge auch persönlich markiert hat.
Aus all diesen Gründen wird ersichtlich, dass sich
für österreichische Firmen in diesem, im Übrigen
landschaftlich einzigartigen Land, vielfältige
Geschäftsmöglichkeiten bieten.
Gibt es Verbindungslinien zwischen Oman und
Österreich auch im kulturellen Bereich?
Die Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus der
Steiermark im Februar 2023 in der Stal Gallery
in Maskat offenbarte das große Interesse kunstaffiner
Omanis für moderne Kunst auch aus
Österreich. Hermann Nitsch hielt sich regelmäßig
in Oman auf, wahrscheinlich auch um sich
künstlerisch zu regenerieren. Ein früherer Informationsminister
offenbarte mir sogar, ein Fan
von Hermann Nitsch zu sein und ihn seinerzeit
persönlich in Prinzendorf besucht zu haben.
Die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz
werden auch in Oman großgeschrieben. Das zeigte
sich auch im großen Interesse der omanischen
Gäste für die im Oktober 2024 gemeinsam mit dem
Minister für Tourismus und Kulturerbe, Salim bin
Mohammed Al Mahrouqi, eröffnete erste Österreichische
Kulturwoche in Oman zum Thema Nachhaltigkeit
und Umwelt im Bait al Zubair Museum.
Musik spielt zudem in der omanischen Gesellschaft
eine wichtige Rolle, weshalb die Königliche
Oper von Maskat zu den wichtigsten kulturellen
Institutionen des Landes gehört. Anfang
Jänner 2025 gastierte dort die Gardemusik Wien
und erntete für ihren großartigen Auftritt großen
Beifall. Ebenso zeigten sich die omanischen
Gäste begeistert vom Auftritt des jungen österreichischen
Trios Cobario zur Eröffnung der österreichischen
Kulturwoche. Aus all diesen Gründen
wird klar, wie Kunst und Kultur die zwischen
Österreich und Oman bestehenden Brücken mit
Leben erfüllen.
51
Issue
N 387
FOKUS
OMAN
Oman – welch ein Name!
Die lateinische Redewendung „Nomen est omen“ bedeutet so viel wie „der Name
ist ein Zeichen“ bzw. „der Name ist Programm“. Tatsächlich klingt Oman in meinen
Ohren verheißungsvoll, außerordentlich sonor (50 % Vokale!), aber auch beruhigend
und – vor allem – romantisch. Das reale Oman, wie ich es antraf, hat diese
hochfliegenden Erwartungen ohne jede Übertreibung voll erfüllt.
VON BOTSCHAFTER A.D. DR. KLAUS WÖLFER
52
eine Reise in die Hauptstadt
M Maskat zur dritten Oman Golf
Trophy erfolgte im Dezember 2024 als
Vertreter von Diplomatic SOCIETY, auf
Einladung des Außenministeriums des
Sultanats Oman und dessen Botschafters
in Wien, S.E. Yousuf Ahmed Hamed
Al Jabri.
Sie bestätigte alle positiven „Vorurteile“,
die ich bereits mitbrachte:
Ich kenne tatsächlich niemanden,
der nicht in den höchsten Tönen
vom Oman und seinen vier Millionen
freundlichen Einwohnerinnen und Einwohnern
spräche.
Den großen Charme des Landes
machen seine unendlichen, abwechslungsreichen
Landschaften aus: faszinierende
Wüsten, geheime Oasen
und atemberaubende, grüne Bergketten
in den nördlichen Landesteilen,
deren Wasserreichtum Garant für die
oben Alle Sieger der
Golf Trophy 2024
links Abschlag vor
traumhafter Kulisse
unten Wadi Shab
Versorgung der trockeneren
Ufergebiete ist.
Hinzu kommen reizvolle
Strände, von denen hin
und wieder wilde Flusstäler
bergan führen. Ich
konnte ein solches Tal,
das „Wadi Shab“, vom
Meer aus hochwandern,
bis zu der Stelle, wo
kleine glasklare, durch
den Lichteinfall grün
schimmernde Seen das
weitere Vordringen nur
mehr streckenweise im
warmen Flußwasser
schwimmend ermöglichen.
Ein Naturerlebnis
von einzigartigem Reiz!
Und dazu Maskat mit seiner Altstadt,
der Großen Sultan Qabus
Moschee und dem Opernhaus. Ich
hatte Gelegenheit, Maestro Hamdan,
den Chef des Royal Omani Symphony
Orchestras, an seiner Wirkungsstätte
aufzusuchen. Vielerorts begegnete
mir auch die traditionelle omanische
Musik, mit Trommeln und Blasinstrumenten,
etwa bei der Prämierung der
Sieger des Golfturniers.
Das Sultanat Oman verbindet auf
ausgewogene Weise seine tiefverwurzelte
Identität als ein arabisches,
islamisches Land mit einer für Besucherinnen
und Besucher sehr
angenehmen Offenheit und echten
Interessiertheit für den Gast.
Bei meinem Besuch bei Österreichs
Botschafter S.E. Christophe
Ceska konnte ich mich dank der
gleichzeitigen Anwesenheit von
österreichischen Wirtschafts- und
Technik-Fachleuten anschaulich
davon überzeugen, wie dicht
Der Gewinner der 2024 Golf Trophy, Otmar Pusterhofer jun.,
kommt aus Österreich
und lebendig die Zusammenarbeit in
diesen Bereichen bereits geworden
ist. Dies auch dank der Wiedereröffnung
im Jahre 2021 der für einige Jahre
geschlossen gewesenen österreichischen
Botschaft in Maskat.
Im Gebiet von Maskat fanden sich
auch die drei Golfplätze für die Finalrunden
der Oman Golf Trophy, u.a. der
von Greg Norman konzipierte, besonders
großzügige „Al Mouj Golf“. Dem
Weltfinale der Trophy waren Qualifizierungstourniere
in den Teilnehmerländern
vorausgegangen, insgesamt
haben daran 5.500 Golfer und Golferinnen
teilgenommen. Das 2022 von
Oman gemeinsam mit Italien lancierte
Sportereignis versteht sich auch als
eine Plattform, um neue zwischenmenschliche
Verbindungen zu knüpfen
und das Sultanat als ein Zentrum für
Logistik, Erneuerbare Energie und auch
Kulturdiplomatie bekannt zu machen.
Für den Reporter aus Österreich war
es natürlich eine große Befriedigung,
einen Österreicher als Hauptsieger der
2024 Oman Golf Trophy auf dem Podest
zu sehen. Österreich war in harter
Konkurrenz mit weiteren Gästen aus
Deutschland, Frankreich, Indien, Italien,
Japan und Südafrika gestanden!
Der Sieger hieß aber schließlich Otmar
Pusterhofer jun. aus der Steiermark!
Foto/s © pixabay, Oman Gof Trophy
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
FOKUS
OMAN
Die Zukunftsvision
Omans
Mit dem Projekt „Oman Vision 2040“ fasst das Sultanat seine Ambitionen hinsichtlich
der wirtschaftlichen und sozialen Planung des Landes für die nächsten Jahr -
zehnte zusammen. Erste Erfolge konnten seit Implementierung der Entwicklungsstrategie
2021 bereits verbucht werden. VON MAG. SARAH HEFTBERGER
I
nitiiert wurde das umfangreiche
Programm vom „Vater der Nation“,
Seine Majestät Sultan Qaboos bin Said,
der zwischen 1970 und 2020 im Oman
herrschte und den Staat in dieser Zeit
eindrucksvoll in die Moderne führte.
Die UNO bezeichnete Oman sogar einmal
als jenes Land, das bis 2010 „den
größten Sprung vorwärts“ geschafft
hatte. Getragen wurde diese Modernisierung
vor allem von den Einnahmen
aus der Erdölförderung, die
Ende der 1960er-Jahre begann.
Die Produktion von grünem
Wasserstoff und hohe Investitionen
in Schwerpunktsektoren
sollen die Wirtschaft nun zusätzlich
ankurbeln und Oman als Wirtschaftsstandort
aufwerten. Den
Rahmen dafür bildet die „Vision
2040“, im Zuge derer nationale
Strategien und Entwicklungspläne
– unter Einbeziehung der Zivilbevölkerung
– erstellt wurden. Übergeordnetes
Ziel: zu den „entwickelten Ländern“
aufzuschließen.
Um das zu erreichen, investiert das
Sultanat vor allem in Bildung, Lernen,
wissenschaftliche Forschung, nationale
Fähigkeiten, Gesundheit, Bürgerschaft,
Identität, Erbe, nationale Kultur,
Wohlfahrt, sozialen Schutz und
Jugendentwicklung.
“Übergeordnetes Ziel:
zu den ,entwickelten
Ländern‘
aufzuschließen.“
Tourismus, grüner Wasserstoff
und ausländische
Investitionen
Auch der Tourismus soll besonders
gefördert werden – man erwartet
sich bis 2040 jährliche Einnahmen
von über 22,5 Milliarden Dollar. Dafür
werden hohe Summen für Tourismusentwicklungsprojekte
aufgewendet.
Ein besonders ambitioniertes Beispiel
hierfür ist das „Yiti-Projekt“, im
Rahmen dessen die nachhaltige Entwicklung
eines gebirgigen Küstenabschnitts
in der Nähe der Hauptstadt
ausgeführt wird.
Im Bereich der nachhaltigen Energieversorgung
will Oman einer der
größten Produzenten und Exporteure
von grünem Wasserstoff weltweit werden.
Bis 2030 sollen eine Million
Tonnen produziert werden. Um
das zu realisieren, wurde
eigens ein spezialisiertes
Energieunternehmen
– HYDROM
– gegründet.
HYDROM soll zudem
einen wesentlichen Beitrag
zur Erreichung des Zieles, bis
2050 emissionsfrei zu sein, leisten.
Damit soll auch die Attraktivität für
ausländische Investitionen, die sich
bislang vorrangig auf den Öl- bzw. Gassektor
konzentrieren, weiter steigen.
Grundsätzlich sind die ausländischen
Direktinvestitionen im Sultanat Oman
in den letzten fünf Jahren um 17,6 Prozent
gestiegen. Bis zum dritten Quartal
2024 erreichten sie einen Gesamtwert
von 69,4 Milliarden US-Dollar. Dieser
stetige Anstieg unterstreicht Omans
Erfolg bei der Positionierung
als wichtiger globaler Investitionsstandort.
In naher Zukunft sollen
zudem erstmals Frachtzüge
auf dem ersten regionalen
Schienennetz, das
zwischen Oman und den Vereinigten
Arabischen Emiraten verlaufen wird,
verkehren. Damit will Oman seine Rolle
„Auch der Tourismus
soll besonders gefördert
werden.“
als internationaler Logistikstandort
und Umschlagplatz für den Warenhandel
mit den VAE und Saudi-Arabien
stärken.
Bereits messbare Fortschritte
erzielt
Die zahlreichen Maßnahmen der
„Vision 2040“ werden seit 2021 unter
der Führung von Majestät Sultan Haitham
bin Tariq umgesetzt. Er autorisierte
die „Vision 2040“ im Jahr 2020.
Seither konnten bereits einige
Erfolge verzeichnet werden. So
machte das Sultanat Oman zwischen
2023 und 2024 bereits 39
Plätze im „Index of Economic Freedom“
gut. Ähnliches gilt für den
„Global Entrepreneurship Index“,
in dem Oman 27 Plätze nach oben
geklettert ist. Auffallend ist die Verbesserung
im Bereich Umwelt. Laut „Environmental
Performance Index“ hat sich
Oman vom 149. Rang im Jahr 2022 auf
den 50. Rang im Jahr 2024 verbessert.
Für 2025 prognostiziert die Weltbank
ein BIP-Plus von 2,7 Prozent. Der
IWF und die Economist Intelligence
Unit gehen gar von 3,1 bzw. 3,6 Prozent
aus, wobei der IWF von einem Zuwachs
von 2,4 Prozent im Öl- und Gassektor
und 3,4 Prozent in der Nichtölwirtschaft
ausgeht.
„Die UNO bezeichnete Oman
einmal als jenes Land, das bis
2010 ,den größten Sprung
vorwärts‘ geschafft hatte.“
53
Issue
N 387
FOKUS
OMAN
Oman – Investitionsstandort
zwischen Afrika und Indien
Das Sultanat Oman liegt strategisch günstig: Es hat eine Landfläche von 309.500 m²
und eine Küstenlinie von 3.165 km Länge, überwiegend am Indischen Ozean. Oman
verbindet Märkte in Nordamerika, Europa, Asien und Afrika.
GASTBEITRAG VON IZZAT DAJANI, MAXIM GUBAREV UND ANNA ZEITLINGER, LANSKY, GANZGER, GOETH UND PARTNER (LGP GROUP)
54
D
as Land verzeichnet ein beeindruckendes
BIP von USD 110
Milliarden und ein kontinuierliches
jährliches Wachstum von 2 %. Oman
hat eine Bevölkerung von mehr als 5
Millionen Menschen, von denen 65
% jünger als 29 Jahre sind. Bis heute
unterhält Oman neben den VAE und
Saudi-Arabien sehr enge Beziehungen
zu Indien.
Oman hat in den letzten Jahren
beachtliche Fortschritte bei der Verbesserung
seiner Wirtschaft gemacht.
Das Wachstum außerhalb des Kohlenwasserstoffsektors
hat sich deutlich
beschleunigt und trägt zum
Wirtschaftswachstum in anderen
Sektoren und Branchen bei. Das
gestiegene Vertrauen der Investoren
hat auch zu einem Anstieg
der ausländischen Direktinvestitionen
(ADI) geführt, die in den
letzten fünf Jahren um mehr als
17,6 % gestiegen sind. Bis zum dritten
Quartal 2024 belief sich der
kumulierte Wert der ausländischen
Direktinvestitionen in Oman auf
USD 70 Mrd.
Die Regierung von Oman hat einen
klaren Schwerpunkt auf Diversifizierung
der Wirtschaft gelegt, um die
Abhängigkeit von den Einnahmen aus
dem Kohlenwasserstoffsektor zu verringern.
Zu den Schlüsselsektoren,
die im Fokus der Entwicklung stehen,
gehören die Petrochemie, erneuerbare
Energien, die Produktion, der Bergbau,
das Gesundheitswesen, die Landwirtschaft,
der Tourismus sowie die Informations-
und Kommunikationstechnologie
(IKT).
Nach Angaben des Nationalen Zentrums
für Statistik und Information
(NCSI) war das Vereinigte Königreich
der größte Investor in Oman, auf den
etwas mehr als die Hälfte der gesamten
kumulativen ausländischen Direktinvestitionen
in Oman bis Ende des
dritten Quartals 2024 entfiel. Nach dem
Vereinigten Königreich sind die USA,
die Vereinigten Arabischen Emirate,
Kuwait, Katar, China und die Schweiz
weitere wichtige Investorenländer.
Oman hat umfangreiche Gesetzesreformen
und Initiativen durchgeführt,
die darauf abzielen, das Geschäftsumfeld
zu verbessern und Großinvestoren
zu gewinnen.
Das Nationale Programm für langfristige
Tragfähigkeit der öffentlichen
Finanzen und die Entwicklung des
Finanzsektors, bekannt als „Estidamah“,
hat einen umfassenden Plan vorgestellt,
um den Finanzsektor Omans,
sowohl das Bankwesen als auch die
„ Die Regierung von
Oman hat einen klaren
Schwerpunkt auf
Diversifizierung der
Wirtschaft gelegt“
Kapitalmärkte zu modernisieren. Der
Plan umfasst mehr als 74 Initiativen
und basiert auf sechs Säulen:
1. Einrichtung eines Systems zur
Finanzierung von KMU
2. Ausrichtung der Finanzierung auf die
Zielsektoren nach Vision 2040 für Oman
3. Entwicklung von Strategien für
Investitionen und grüne Projektfinanzierung
4. Stärkung der Liquidität und Erhöhung
der Beteiligung lokaler Investoren
an Aktien- und Anleihemärkten
5. Entwicklung des Versicherungssektors
zur Unterstützung wirtschaftlicher
Aktivitäten
6. Anziehung von Auslandsinvestitionen
zur Umwandlung der Börse von
Maskat von einem Grenzmarkt in einen
aufstrebenden Markt
Die Teilnahme Omans an internationalen
Handelsabkommen bietet ausländischen
Investoren attraktive Vorteile.
Von zentraler Bedeutung für diese Vorteile
ist Omans Mitgliedschaft in der
Welthandelsorganisation (WTO), die
das Engagement des Sultanats für globale
Handelsstandards deutlich macht
und Investoren vor diskriminierenden
Praktiken bewahrt. Weiters ist Oman
an mehreren strategischen Freihandelsabkommen
beteiligt und befindet
sich in der Endphase der Verhandlungen
über ein Freihandelsabkommen
(FTA) mit einem seiner größten Handelspartner
– Indien.
Das 2020 in Kraft getretene Gesetz
über ausländische Kapitalinvestitionen
(Foreign Capital Investment Law, FCIL)
ist ein Meilenstein in der Neugestaltung
des regulatorischen Umfelds Omans
und ebnet den Weg für 100 % ausländische
Beteiligungen in den meisten
Wirtschaftssektoren. Diese Reform hat
das Investitionsklima verändert, indem
das langjährige Erfordernis eines lokalen
Partners abgeschafft wurde und ein
vereinfachtes Registrierungsverfahren
und Investorenschutz angeboten
werden. Omans Netz von bilateralen
Investitionsabkommen (BITs) bietet
Investoren zusätzliche Sicherheit
und einen zuverlässigen Rechtsrahmen.
Unter den europäischen Ländern
hat Oman BITs (derzeit in Kraft) mit
Ungarn, Deutschland, Bulgarien, der
Schweiz, Österreich, Finnland, dem
Vereinigten Königreich, Schweden,
Frankreich, Italien und den Niederlanden
abgeschlossen.
Lansky, Ganzger, Goeth und Partner
(LGP Group) hat neben den Büros in
Österreich, der Slowakei, Nordmazedonien,
Kasachstan, der Türkiye und
der Tschechischen Republik auch eine
Niederlassung in den Vereinigten Arabischen
Emiraten. Mit mehr als 100
Juristen und Mitarbeitern aus über 20
Ländern ist LGP eine der größten international
ausgerichteten Kanzleien in
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Lidstraffung – dreht das
Rad der Zeit zurück
NATÜRLICHE ALTERUNGSPROZESSE FÜHREN DAZU, DASS
DIE AUGENLIDER ERSCHLAFFEN, ZU HÄNGEN BEGINNEN
UND SICH TRÄNENSÄCKE BZW. AUGENRINGE BILDEN.
MIT EINER LIDSTRAFFUNG KANN DEM GESICHT EIN STRAHLEND
WACHER LOOK ZURÜCKGEGEBEN WERDEN.
Foto/s © Dozent Dr. Johannes Matiasek
Dozent Dr. Johannes Matiasek, Facharzt für Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie verfügt
über langjährige Erfahrung im Bereich von Lidstraffungsoperationen. „Voraussetzung für
eine erfolgreiche Lidstraffung ist die genaue Analyse der Gewebsstruktur. Erst danach können
die Augenlider sanft modelliert werden, sodass der Blick wieder offen ist und man auf
ganz natürliche Weise strahlt“, so Dozent Dr. Matiasek.
Bei der Oberlidstraffung erfolgt der Hautschnitt direkt in der Lidumschlagsfalte, Narben sind
später kaum sichtbar. Neben der Entfernung der überschüssigen Haut und des vermehrten
Fettgewebes kann ein inneres Brauenlift sinnvoll sein, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.
Ist bei der Unterlidstraffung lediglich das Unterlid von einem Fettgewebeüberschuss betroffen,
erfolgt der narbenunsichtbare Eingriff durch einen Schnitt im Bereich der inneren Schleimhaut.
Besteht zusätzlich eine deutliche Haut- und Muskelerschlaffung, erfolgt der Schnitt im
Bereich des Wimpernkranzes. Die feine Narbe ist später gut im Wimpernkranz versteckt.
Mehr dazu bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch.
Doz. Dr. Johannes Matiasek
(FA für Plastische, Rekonstruktive
und Ästhetische Chirurgie)
Dozent Dr. Johannes Matiasek • Kärtner Ring 14/13 (1.DG), 1010 Wien • Europlatz 585 (1.Stock), 8971 Schladming
Telefon +43 1 997 1532 • drmatiasek.at
LIFE & STYLE
HOTEL
„In der Luxushotellerie geht es
um persönliche Erlebnisse“
Seit Jänner 2025 ist der Steirer und erfahrene Hotelier Bastian Baumann der neue
Generaldirektor des Park Hyatt Vienna, Diplomatic SOCIETY hat mit ihm über den
Standort Wien und seine Vision für die Zukunft des Luxushotels gesprochen.
Sie haben langjährige Erfahrung im Hospitalitybereich
– Sie waren bereits in Dubai und Katar
tätig – welche Unterschiede sehen Sie in Wien im
internationalen Vergleich?
Ich habe Wien 2014 verlassen, um – wie es in
der Hotellerie üblich ist – die Welt zu erkunden
und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Auf
dieser Reise durfte ich viele prägende Erlebnisse
mitnehmen: Ich war in Frankfurt,
verbrachte eine kurze Zeit
in Singapur und war anschließend
in München, wo ich
maßgeblich an der Neueröffnung
des Andaz München Schwabinger
Tor beteiligt war.
Wien ist nach Dubai die einzige
Stadt, in die ich bereits zweimal
zurückgekehrt bin – und als
58
Einheimischer ist es für mich
etwas ganz Besonderes, nun
wieder an meinem Heimatort zu
sein. Die Stadt ist seit 2014 in
vielerlei Hinsicht gleichgeblieben
Park Hyatt Vienna Generaldirektor Bastian Baumann und hat sich doch spürbar weiterentwickelt.
Heute haben wir mit
dem Steirer eck ein Drei-Sterne-Restaurant und
eine Hotellandschaft auf internationalem Niveau,
die Wien zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz
für Metropolen wie London oder Paris macht
– allerdings ohne den hektischen Puls, den diese
Städte mit sich bringen. Genau diese Balance aus
imperialem Flair, Kunst und Kulinarik macht Wien
so einzigartig und lebenswert.
Welche Akzente möchten Sie als neuer Generaldirektor
des Park Hyatt Vienna setzen?
Unser Haus blickt auf eine über hundertjährige
Geschichte zurück und ist nicht nur ein Anziehungspunkt
für internationale Gäste, sondern
auch für viele Wienerinnen und Wiener. Besonders
unser Arany Spa sowie unser Restaurant, The
Bank Brasserie & Bar, erfreuen sich großer Beliebtheit.
Seit der Eröffnung vor
zehn Jahren hat sich das Hotel
erfolgreich etabliert, und mit
dieser herausragenden Lage,
der Qualität und unserem
Standing in der Stadt blicke
ich voller Zuversicht auf die
Zukunft. Meine internationale
Erfahrung kann ich hier gezielt
einbringen, um gemeinsam mit
meinem engagierten Team das
Level an persönlichem Service weiter zu steigern
– ein Park Hyatt 2.0, sozusagen.
Wie würden Sie die CI des Park Hyatt Vienna
beschreiben?
Es ist der persönliche, aber dennoch unaufdringliche
Luxus, der unser Haus ausmacht. Die Hotellerie
ist und bleibt ein ‚People’s Business‘: Wer in
einer internationalen Luxushotelkette ein hervorragender
Gastgeber sein möchte, muss seine
Gäste wirklich verstehen. Diese haben sich in den
letzten Jahren stark verändert – sie sind heute
weltoffener, weitgereister und anspruchsvoller als
je zuvor. Ihr Fokus liegt weniger auf materiellem
Luxus, sondern vielmehr auf einzigartigen Erlebnissen.
Unsere Besucher sind echte Kosmopoliten,
die genau wissen, was sie wollen – und ihre Hotels
entsprechend sorgfältig auswählen. Umso mehr
freuen wir uns, dass wir Gäste auch immer wieder
begrüßen dürfen und Teil von ganz besonderen
Momenten werden.
Wie sehen Sie die Entwicklung, dass in Wien immer
mehr Luxushotels eröffnet werden? Welchen
Einfluss hat das auf das Park Hyatt Vienna?
Wir als Hotel profitieren enorm vom florierenden
Tourismus, und ich sehe diese Entwicklung als
äußerst positiv. Wien bietet eine beeindruckende
Vielfalt an Cafés und Restaurants – eine Bereicherung,
die sich auch in der Hotellerie widerspiegelt.
Daher kann es der Stadt nur guttun, weitere
Luxushotels willkommen zu heißen.
Mit geschichtsträchtigen Häusern erleben Gäste
die klassische Grand Hotellerie und das imperiale
Erbe der Stadt. Gleichzeitig gibt es moderne Interpretationen
von Luxus, etwa bei uns im Park Hyatt
Vienna. Diese Vielfalt schafft eine wunderbare
Symbiose, und deshalb bin ich überzeugt, dass
Wien noch weitere Luxushotels gut verkraften kann.
Natürlich bedeutet mehr Wettbewerb, dass der
Markt anspruchsvoller wird, aber unser Haus hat
sich in Wien eine starke Position erarbeitet – eine,
auf die wir als Team stolz
sein können. Deshalb
„Genau diese
Balance aus imperialem
Flair, Kunst und
Kulinarik macht Wien
so einzigartig und
lebenswert.“
blicken wir mit Zuversicht
in die Zukunft. Unsere
Aufgabe als Hoteliers ist
es, dafür zu sorgen, dass
die Erlebnisse unserer
Gäste stetig mitwachsen
und dass wir der Stadt ein
ebenbürtiger Partner auf
diesem Weg sind.
Foto/s © Tony Gigov
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
LIFE & STYLE
HOTEL
Sommerträume
auf 1.500 Metern Höhe
Ab Juli 2025 beginnt für das Tratterhof Mountain Sky Hotel eine neue Ära.
Das Resort präsentiert sich in einem neuen, luxuriösen Look und lädt ein, den
Sommer in einer Atmosphäre zu verbringen, die Eleganz, Komfort und Süd -
tiroler Herzlichkeit perfekt vereint.
Foto/s © Tratterhof
Noch mehr Qualität und
Liebe zum Detail
Wer die neue Lobby betritt, taucht in
eine andere Welt ein. Das Atrium mit
seiner offenen Treppe zieht alle Blicke
auf sich – ein architektonisches Meisterwerk
und einladender Treffpunkt
zugleich. Hier können Genießer in stilvollen
Loungesesseln verweilen, im
exklusiven Shop stöbern oder sich vom
eleganten Ambiente der neuen Rezeption
empfangen lassen. Modernste
Technik am 3D-Wandertisch inspiriert
mit digitalen Erlebnissen dazu, die
Dolomiten auf ganz neue Weise zu entdecken.
Gleich nebenan warten die
neue Bar und die Weinlounge: Ein Glas
Südtiroler Wein in der Hand, den Blick
auf die majestätische Bergwelt gerichtet
– ein wahres Genusserlebnis.
Der neu gestaltete Restaurantbereich
setzt kulinarische Akzente. Ob
am reichhaltigen Buffet, beim Live-
Show-Cooking oder auf der großzügigen
Terrasse, wo jeder Bissen von
einem atemberaubenden Panorama
begleitet wird. Die versetzt angeordneten
Lounges sorgen dafür, dass
Gäste den Blick auf die Dolomiten in
ganz persönlicher Atmosphäre genießen
können.
Neue Suiten für Familien
und Paare
Die neuen Suiten im Tratterhof setzen
Maßstäbe in Komfort und Design.
Jedes Detail wurde mit höchstem
Anspruch an Komfort und Ästhetik
gestaltet. Ob romantische Pärchensuiten
mit eigenem Whirlpool, großzügige
Familiensuiten mit getrennten Schlafzimmern
und privatem Whirlpool auf
der Terrasse oder exklusive Pool-Chalets
mit eigenem Pool auf der Terrasse
– hier finden Paare und Familien ihr
ganz persönliches Urlaubsparadies.
Neue Beauty Farm
und Family Sauna
Ab Sommer 2025 erwartet die Gäste
des Tratterhof ein wahres Wellness-
Paradies, das keine Wünsche offenlässt.
Die neue Beauty Farm im zweiten Obergeschoss
ist ein exklusiver Rückzugsort
zum Wohlfühlen und Entspannen.
In den lichtdurchfluteten Räumen mit
gemütlichen Loungesesseln und Panoramablick
auf die Dolomiten fällt es
leicht, den Alltag hinter sich zu lassen.
Auch Familien dürfen sich auf viele
neue Highlights im Tratterhof freuen:
Die neugestaltete Family Sauna und
das umfassend modernisierte Hallenbad
versprechen gemeinsame Wohlfühlmomente.
Das Family Spa wurde
großzügig erweitert und bietet ausreichend
Platz, um gemeinsam zu
entspannen.
Die Highlights des Monte Silva
Mountain Spa auf über 4.000 m² runden
das Angebot ab: Infinitypools mit
spektakulärem Dolomiten-Panorama
laden dazu ein, die Welt für einen
Moment stillstehen zu lassen.
59
Tratterhof Mountain Sky Hotel
Hotel Tratterhof GmbH
I-39037 Mühlbach-Meransen
Tel.: +39 0472 520108
info@tratterhof.com
Issue
N 387
tratterhof.com
LIFE & STYLE
HOTEL
Sommer-Erw achen im
Nationalpark Hohe Tauern
Wenn der Schnee den ersten Frühlingswiesen
weicht, erwacht die Natur in Matrei
in Osttirol. Das Hotel Hinteregger ist der
ideale Ort, um dieses Aufblühen mitten im
Nationalpark Hohe Tauern zu erleben.
60
NEU: Literaturtage im Hotel
Hinteregger
Vom 22. bis 25. Mai 2025 wird das Hotel
Hinteregger zum Treffpunkt für Literaturbegeisterte.
Lesungen, Workshops
und Begegnungen mit renommierten
Autor:innen stehen auf dem Programm.
Ein Highlight ist die exklusive
Lesung von Bestsellerautor Bernhard
Aichner am 23. Mai um 20 Uhr, in der
er seinen neuen Thriller „Yoko“ präsentiert.
Außerdem bieten Lotti Spiele,
Daria Pauke und Jakob Stoiber einen
inspirierenden Literaturworkshop an.
Für junge Leser:innen gibt es am 24.
Mai eine Kinderlesung.
Sommererwachen im Nationalpark
Hohe Tauern (06.–16.06.25)
Leistungen: 7 Tage Halbpension im DZ,
Leihbademantel, Weinverkostung, geführte
Wanderung mit Rangern.
Preis p. P.: ab 800 Euro
Matrei in Osttirol – Im Herzen
des Nationalparks
Matrei liegt in einer der beeindruckendsten
Naturlandschaften Europas.
Majestätische Dreitausender wie der
Großglockner und der Großvenediger
prägen das Bild. Endlose Wanderwege,
abwechslungsreiche Mountainbike-Trails
und sanfter Tourismus
machen den Ort zu einem perfekten
Rückzugsort.
Das Hotel Hinteregger –
Tradition trifft Moderne
Mitten in Matrei verbindet das Hotel
Hinteregger Tradition mit Innovation.
Gastgeberin Katharina Hradecky beschreibt
es so: „Wir bewahren unsere
Wurzeln und setzen mit Innovation
neue Akzente.“ Die preisgekrönte
Architektur schafft eine Atmosphäre, in
der Geschichte und Gegenwart harmonisch
verschmelzen.
Literaturtage im Hinteregger
(22.–25.05.25)
Leistungen: 3 Tage Halbpension im DZ, Literaturworkshop
mit Lotti Spiele, Daria Pauke
& Jakob Stoiber, Lesung mit Bernhard Aichner,
Kinderlesung, geführte Wanderung.
Canyoning. Wer es entspannter mag,
besucht den nahe gelegenen Golfclub
Dolomitengolf.
Genuss und Entspannung im
Hotel Hinteregger
Nach einem Tag in den Bergen lädt
der romantische Naturpool zum Entspannen
ein. Der Wellnessbereich mit
natürlichen Materialien wie Stein, Holz
und Lehm sorgt für Wohlbefinden.
Kulinarisch setzt das Hotel auf Regionalität:
Gemüse und Kräuter stammen
aus dem eigenen Garten, Fleisch vom
eigenen Hof. Auch der Apfelsaft wird
selbst gepresst – ein Genussmoment
ganz im Sinne von Slow Food.
Frühling zum Verlieben
Preis p. P.: ab 360 Euro
Die Mischung aus atemberaubender
Natur, gelebter Tradition und stilvollem
Komfort macht das Hotel Hinteregger
einzigartig.
Frühling in den Osttiroler
Bergen – Natur hautnah
erleben
Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen
lockt die unberührte Natur.
Geführte Wanderungen im Nationalpark
Hohe Tauern bieten spektakuläre
Ausblicke, etwa ins Gschlößtal mit
seiner Gletscherwelt. Abenteuerlustige
erkunden die Isel beim Rafting oder
Hotel Gasthof Hinteregger
Familie Hradecky
A-9971 Matrei in Osttirol, Hintermarkt 4
Tel.: +43/(0)4875/6587
E-Mail: info@hotelhinteregger.at
hotelhinteregger.at
Foto/s © Anna Fichtner/Hotel Hinteregger
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EUROPEAN EXPERTS GROUP
ECONOMY
“Unity in diversity—
diversity in unity”
Diplomatic SOCIETY sat down with Mag. Dr. Johannes Ausserladscheiter,
Chief Executive Officer of the European Experts Group, and spoke with him
about his company, what it offers and why it is the ideal partner in the area of
international economic policy.
62
Curriculum Vitae
Mag. Dr. Johannes Ausserladscheiter,
CEO of European Experts, studied
Law and Political Science in
Innsbruck and Brussels and Intercultural
Communication in the
United States.
Before we talk about the European Experts
Group, can you tell us for how long you have
been dealing with international issues and the
European Union?
I have been dealing with international
issues and the European
Union in particular for about 30
years. I have already written a
number of scientific articles and
papers on international topics.
The European Union and international
matters were also specifically
important in my studies.
I have always been especially
interested in the relationship
between the European Union and
other states and continents as
well as in multilateral projects.
What are your areas of specialisation in the field
of international issues?
The European Experts Group, of which I am
CEO, deals with a number of challenging topics,
amongst them “EU funding, public affairs & strategic
communication”.
Later on, he became an entrepreneur
in the real estate, agriculture
and forestry sectors, official in the
tourism industry and he worked on
projects in the area of solar energy
and photovoltaics, soil sciencebased
construction supervision,
landfilling and recycling, in efficient
water utilization and water-efficient
land use. Furthermore, he took on
various supervisory and regulatory
roles in the tourism, economic and
agricultural sectors and he functioned
as an EU Consultant, focusing
on EU funding, economic policy
matters and public affairs. He was
CEO of ICA Verwaltung GmbH, a real
estate holding company. Currently,
he is co-owner of the publishing
house Europastudien and the CEO
of ECE European Experts GmbH. On
top of that, he is the author of several
books focusing on Europe, Economics
and Politics.
Due to his extensive experience
in the European Union, as well as
his expertise in M&A transactions,
real estate deals, tourism, agriculture
and complex European and
international economic sectors, he
developed an excellent international
network.
An essential part of this is the counselling, representation
and project management in official
proceedings as well as communication with political
decision-makers.
Furthermore, European Experts
offers expertise & strategic consulting
and it prepares expert opinions,
consulting and handling in the area
of EU subsidies, conception and
implementation of projects.
We also provide economic
research, forensics, data protection,
security concepts and
implementation of civil defence
measures. In the framework of our
Advisory Board, we cooperate with
a customised pool of experts consisting
of renowned lawyers, economists,
scientists and experts.
European Experts' credo is “unity in diversity
– diversity in unity” – in the field of international
economic policy, international diplomatic relations
play an important role, they are the cornerstone of
our successful international activity.
What are the particular strengths of the
European Experts Group and its interna -
tional focus?
A key advantage is the extensive network that
ECE European Experts has built up. Close cooperation
with a large number of experts and
partners gives the company access to valuable
resources, information and best practices that
enable it to make the best possible decisions at
a political, economic and diplomatic level.
The European and international presence of
European Experts is another decisive advantage.
By focusing on European and global markets,
we can help to align business strategies on an
international level and expand successfully.
An additional aspect is the use of innovative
approaches. The European Experts Group uses
modern technologies and methods to maximise
the efficiency and effectiveness of decision-making,
production processes and services
and to meet the constantly changing requirements
of global markets.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Mag. Dr. Johannes Ausserladscheiter
“I have always been especially
interested in the relationship
between the European
Union and other states and
continents as well as in multila
teral projects.”
63
Former EU-Commissioner Franz Fischler with
Mag. Dr. Johannes Ausserladscheiter
European Experts
image/s by privat
above Mag. Dr. Johannes Ausserladscheiter
with Austrian President Alexander
Van der Bellen
left Mr. Ausserladscheiter enjoys
attending polo sports events
European Experts operates in the field of European
and international economic policy. Its areas
of expertise range from EU Grants, Business and
Law, Real Estate and Spatial Planning to Agriculture,
Forestry and Hunting, Energy, Environment
and Ecology, Infrastructure, Compensation and
Expropriation.
Vienna Office
European Experts GmbH
Goldenes Quartier
Tuchlauben 7a, Level 5
1010 Vienna
+43 1 253 002 51 88
Brussels Office
European Experts GmbH
European Quarter – Schuman
Rond Point Schuman 2-4, 5. & 6.
1040 Brussels
+32 491 10 64 89
office@euroexperts.org
euroexperts.org
Issue
N 387
FÜR SIE GELESEN
EXLIBRIS
Exlibris
Lesestoff gefällig? Die Diplomatic SOCIETY Redaktion hat
sich wieder durch die Bestsellerlisten und Neuerscheinungen
gelesen und eine abwechslungsreiche Auswahl an Büchern
für Sie zusammengestellt.
64
Living in a Dream
Robert Klanten,
Masha Erman (Herausgeber)
gestalten
Wie könnte Architektur in Zukunft
aussehen? Dieser Bildband zeigt eindrucksvoll,
was entstehen kann,
wenn menschliche Vorstellungskraft
auf neue Technologien trifft. Die
Sammlung lädt die Leserinnen und
Leser ein, durch eine Traumwelt grenzenloser
Kreativität zu wandern, die
konventionelle Grenzen überschreitet
und Einblick in die Köpfe visionärer
Künstlerinnen und Künstler gibt.
Ein wunderbar kreatives und wahrlich
traumhaftes Buch!
Man kann auch in die
Höhe fallen
Joachim Meyerhoff
Kiepenheuer & Witsch
Nachdem Erzähler Joachim Meyerhoff
einen Schlaganfall erlitten hat,
will er einen Neuanfang. Er zieht von
Wien nach Berlin, doch die neue Stadt
zerrt an seinen Nerven, die künstlerische
Arbeit fällt ihm immer schwerer.
Schließlich entscheidet er sich, zu
seiner Mutter aufs Land zu ziehen. Auf
einem herrlichen Grundstück unweit
vom Meer erleben die beiden eine
besondere Zeit zusammen. Der Sohn
klinkt sich in den Tagesablauf der Mutter
ein und verspürt wieder Inspiration
für seinen Theaterroman und andere
Geschichten. Allmählich findet er
aus dem Zorn und der Nervosität, die
ihn sein ganzes Leben lang begleitet
haben, heraus….
Wackelkontakt
Wolf Haas
Hanser Verlag
Auf 240 Seiten skizziert Wolf Haas
einmal mehr eine unfassbar spannende,
beeindruckend komplexe
Geschichte, die es einem nahezu
unmöglich macht, dieses Buch zur
Seite zu legen: Als Franz Escher auf
einen Elektriker wartet, weil seine
Steckdose einen Wackelkontakt hat,
beginnt er, ein Buch zu lesen, das von
dem Mafia-Kronzeugen Elio Russo
handelt. Russo sitzt im Gefängnis, die
Angst um sein Leben lässt ihn nachts
nicht schlafen – deshalb beginnt er
ebenfalls, ein Buch zu lesen. Es handelt
von Franz Escher, der auf seinen
Elektriker wartet. Ein schwindelerregender
Tanz beginnt.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Reiseführer Oman
Marco Polo
In diesem handlichen Reiseführer findet man die besten Insider-Tipps für das
zauberhafte Land im Südosten der Arabischen Halbinsel. Die Autorinnen und
Autoren haben Top-Adressen zum Schlemmen, Shoppen, Wandern oder Sightseeing
zusammengetragen und geben gleichzeitig spannende und weniger
bekannte Einblicke in das Sultanat. Der Entdeckung der charmanten Bergdörfer,
des glasklaren Meeres und der weißen Strände, der mystischen Städte und
der spektakulären Wadis steht damit nichts mehr im Wege.
FÜR SIE GELESEN
EXLIBRIS
Dream Count
Chimamanda Ngozi Adichie
S. Fischer
Nach dem Bestseller „Americanah“ veröffentlicht die nigerianische Schriftstellerin
Chimamanda Ngozi Adichie nun ihr mit Spannung erwartetes zweites Buch.
„Dream Count“ erzählt von vier Frauen und vier Leben und die Sehnsucht nach
Sichtbarkeit, Liebe und Selbstbestimmung. Sensibel und feinfühlig werden im
Roman anhand der Geschichten der Protagonistinnen die Unterschiede und
Gemeinsamkeiten von Frauen in einer Welt herausgearbeitet, die es immer noch
schwer macht, sich zusammenzutun. Mitreißend, dringlich und klug.
Der Pinguin, der fliegen lernte
Dr. med. Eckart von Hirschhausen
dtv
Der promovierte Mediziner Eckart von Hirschhausen erzählt in diesem originellen
Buch eine Geschichte über das Leben, die Liebe und das Glück. Inspiration war ihm
die Begegnung mit einem Pinguin, den er zuerst für eine Fehlkonstruktion hält – er
kann nicht fliegen, hat einen dicken Bauch und keine Knie. Doch als er ihn schwimmen
sieht, ändert sich von Hirschhausens Perspektive. In seinem Element zeigt der
Pinguin nämlich, was er wirklich kann. Eine neue Betrachtungsweise des Lebens
und des Umgangs mit den eigenen Unzulänglichkeiten eröffnet sich.
65
wenn afrika lächelt
chris lohner
echomedia
Die Schauspielerin und langjährige Licht für die Welt Goodwill Ambassador Chris
Lohner war über viele Jahre immer wieder mit Schlafsack und Stirnlampe in Afrika
unterwegs und berichtet in ihrem neuen Buch von ihren Erlebnissen und Eindrücken
in Äthiopien, Tansania, Mosambik, Somalia, Sudan, Kenia und Burkina Faso. Sie erzählt
von berührenden, traurigen aber auch heiteren Momenten. Besonders ergreifen sie die
große Freude und der Jubel der Menschen, die überglücklich sind, wenn sie nach einer
Operation am Grauen Star wieder sehen können.
Das mit uns
Alexandra von Arx
Zytglogge Verlag
Foto/s © Hersteller
Iris stößt in einer Buchhandlung auf die Autobiografie von Silvan, mit dem sie vor
dreißig Jahren liiert war. Sie kauft das Buch und stellt fest, dass sie und ihre gemeinsame
Liebesbeziehung mit keinem Wort erwähnt werden – so, als hätte sie nie in Silvans
Leben existiert. Für Iris selbst wäre es hingegen völlig undenkbar, ihre Lebensgeschichte
zu erzählen, ohne ihren früheren Partner zu erwähnen. So beschließt sie,
sich in seine Biografie hineinzuschreiben. Dabei wird ihr zunehmend klar, wie viel sie
damals für ihn aufgegeben hat.
Issue
N 387
LIFE & STYLE
TRADITIONSUNTERNEHMEN
Zerbrechlich,
aber beständig
Der Wiener Augarten ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1775 ein zentraler Standort
für die Ausübung verschiedenster künstlerischer Tätigkeiten. So fanden bereits im
18. Jahrhundert Konzerte mit Wolfgang Amadeus Mozart im Schloss inmitten des
Augartens statt. Im Jahr 1924 wurde die Wiener Porzellanmanufaktur Augarten
mit ihrem Sitz im Saalgebäude des Schlosses eröffnet.
66
m Jahr 1717 gelang es Claudius
I Innocentius du Paquier, die streng
geheime Anleitung zur Porzellanherstellung
von Meißen nach Wien zu
bringen. Im Zuge dessen erhielt er
1718 von Kaiser Karl VI. das Privileg,
als einziger Porzellanhersteller in der
dient als Erkennungsmerkmal zum
Schutz vor Fälschungen.
Eine neue Hochblüte erlebte die
Augarten Wiener Porzellan Manufaktur
von 1784 bis 1805. Auch der Wiener
Kongress verhalf ihr zu großer Anerkennung
weit über die Landesgrenzen
hinaus. In der Biedermeierzeit, dem
Beginn der Industrialisierung, galt Wiener
Porzellan als Statussymbol für das
aufstrebende Bürgertum. In jener Zeit
gab es die Möglichkeit, durch Kaisererlässe
selbständig Unternehmen zu
gründen. Die Wiener Porzellanmanufaktur
stellte damals sowohl bunte, als
auch einfach gehaltene Services mit
blauem Rand her.
1929 entwarf Josef Hoffmann, Gründer der legendären
„Wiener Werkstätte“, dieses weltberühmte Moccaservice
österreichischen Monarchie tätig zu
sein. So wurde 1718 eine der beiden
ältesten Porzellanmanufakturen Europas
in Wien gegründet. Obwohl du
Paquier in den 25 Jahren seiner Tätigkeit
einige wirtschaftliche Probleme zu
bewältigen hatte, war die Manufaktur
sehr erfolgreich. Selbst im 21. Jahrhundert
ist das Porzellan aus dieser
Zeit weltweit beliebt, vor allem unter
Sammlern. Die Gasse, in der sich die
ursprüngliche Manufaktur befand, trägt
noch heute den Namen „Porzellangasse“
und befindet sich im neunten
Wiener Gemeindebezirk.
Kaiserliches Siegel und
Höhenflug
1744 kam die Manufaktur unter Maria
Theresia in kaiserlichen Besitz. Seitdem
wird jedes Stück Porzellan der
Manufaktur mit dem sogenannten
„Bindenschild“, dem einstigen Wappen
der Babenberger, versehen. Dieses
Ende und Neustart an
neuem Standort
Das rasche Anwachsen in- und ausländischer
Konkurrenz führte 1864
letztendlich zur vorübergehenden
Schließung der vormals noch renommierten
Porzellanmanufaktur, womit
ein wichtiges Kapitel österreichischer
Geschichte ein vorläufiges Ende fand.
Doch 1924, also 61 Jahre später, konnte
die Porzellanmanufaktur im Schloss
Augarten in Wien wiedereröffnet werden.
Die Tradition der ehemaligen
kaiserlichen Manufaktur wurde also
fortgesetzt. In den 1920-1930er Jahren
kamen vorwiegend von Künstlern
der Wiener Werkstätte neue Impulse
– unter ihnen etwa Josef Hoffmann,
Michael Powolny und Ena Rottenberg.
Aus dieser Zeit stammen mehr als 200
unterschiedliche Formen an Porzellanerzeugnissen,
wie etwa das beliebte
Melonen-Service. Aufgrund der stetigen
Orientierung an Wünschen und
Bedürfnissen der Kunden sowie der
Zusammenarbeit mit Designern, kann
die Produktpalette laufend weiterentwickelt
werden.
Heute ist die Manufaktur in österreichischem
Privatbesitz und befindet
sich nach wie vor im Augarten, im
Herzen Wiens. Somit wird eine über
300-jährige Tradition gewahrt, bei der
gleichzeitig umweltbewusst und nachhaltig
produziert wird, aber auch neue,
bleibende Werte geschaffen werden.
Mittlerweile verfügt die Manufaktur
über eine Produktpalette von mehr als
25.000 Porzellanstücken und im Jahr
2011 konnte ein eigenes Porzellanmuseum
eröffnet werden.
Mehr Informationen auf augarten.com
Foto/s © Nuno Filipe Oliveira/Nunophoto.com
Das Glasieren des Porzellans wird
noch immer händisch gemacht
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Gallinée und
das Geheimnis
des Mikrobioms
LIFE & STYLE
BEAUTY
Dr. Marie Drago, die Gründerin von
Gallinée, hat sich der Mission verschrieben,
das Mikrobiom unserer Haut ins
Rampenlicht zu rücken. Mit ihrer Expertise
und Leidenschaft für gute Bakterien
hat die Doktorin der Pharmazie eine
innovative Kosmetikmarke geschaffen,
die die Balance der Hautflora in den
Mittelpunkt stellt. Im Interview spricht
sie über die Vorteile von Probiotika in
der Hautpflege und die Bedeutung eines
gesunden Mikrobioms.
Die Pharmazeutin und Gründerin von Gallinée hat eine
Leidenschaft für gute Mikroben und liebt es, ihre Entdeckungen
und ihr Wissen mit anderen zu teilen.
Foto/s © Gallinée
Was bedeutet Mikrobiom?
Das Mikrobiom ist die Gesamtheit
der Mikroorganis men, die
im und auf dem menschlichen
Körper leben. Es wird bei der
Geburt gebildet und begleitet
den Menschen ein Leben lang,
so treu wie ein Schatten. Auf der
Haut können äußere Einflüsse
oder chemische Wirkstoffe,
die in bestimmten Kosmetika
enthalten sind, die Haut irritieren
und ihr Gleichgewicht stören.
Welche Folgen ergeben
sich daraus?
Die Haut reagiert hypersensibel und gereizt. Mit
Pflegeprodukten, die einen patentierten und exklusiven
Komplex enthalten, kümmert sich Gallinée
Geburtstags-Edition
Gallinée Microbiome Skincare feiert seinen 9. Geburtstag
mit einer besonderen Limited Edition des Kult-Toners
Face Vinegar, farbenfroh gestaltet von der renommierten
Künstlerin Sophie Tea.
Der doppelt patentierte Face Vinegar Toner, entwickelt
von der promovierten Pharmazeutin Dr. Marie
Drago, überzeugt mit seiner innovativen Formel aus
Apfelessig, Prä- und Postbiotika sowie Milchsäure.
Er verbessert das Hautbild, stärkt die Hautbarriere
und sorgt für einen strahlenden Teint.
um die guten Bakterien des Mikrobioms
und sorgt so für eine schöne,
vitale und ausgeglichene Haut.
Welche Vorteile haben Probiotika für
die Haut?
Probiotika spielen eine entscheidende
Rolle bei der Reduzierung von Entzündungen
und der Beruhigung empfindlicher
Haut. Sie sind gute Bakterien,
die helfen, das Mikrobiom zu stabilisieren
und Hautprobleme wie Rötungen
und Reizungen zu verhindern. Da 70
Prozent der Frauen an empfindlicher
Haut leiden, ist es wichtig, Produkte
zu verwenden, die das Mikrobiom unterstützen
und die Hautbarriere stärken.
Wie wähle ich das richtige probiotische Produkt
für meine Haut aus?
Ich empfehle, die Liste der Inhaltsstoffe genau
zu prüfen. Neben Probiotika sollten auch Präbiotika
wie Inulin und ein ausgeglichener pH-Wert
enthalten sein. Produkte mit Alkohol oder aggressiven
Tensiden sollten vermieden werden, um das
Mikrobiom nicht zu schädigen.
***
Dr. Marie Drago zeigt mit Gallinée, dass die Pflege
des Mikrobioms der Schlüssel zu gesunder Haut
ist. Ihre innovativen Ansätze und fundierten Er -
kenntnisse machen sie zu einer wahren Pionierin
in der Welt der Hautpflege.
67
Issue
N 387
KULTUR
INTERVIEW
Erfolg durch Tradition
Diplomatic SOCIETY hat mit Dr. Alfred Hudler, Geschäftsführer der
Spanischen Hofreitschule – Lipizzanergestüt Piber, über die Zukunft dieser
österreichischen Institution gesprochen.
68
Sie haben 2022 die Leitung der Spanischen
Hofreitschule und des Lipizzanergestüts Piber
übernommen, davor waren Sie als österreichischer
Topmanager tätig, wie haben Ihnen Ihre
bisherigen Erfahrungen bei der Übernahme dieser
Position geholfen?
Ich blicke auf langjährige Vorstandserfahrung
zurück. Meine Fähigkeiten in den Bereichen
Leadership und Markenführung sind Skills, die
ich mit großer Freude in der Spanischen Hofreitschule
einbringe.
Die Spanische Hofreitschule ist eine weltbekannte
Institution mit großer Tradition und Strahlkraft.
Meine Aufgabe sehe ich darin, gemeinsam
mit meinem Team die Balance zwischen Bewahrung
der Tradition und zukunftsorientierter
Weiterentwicklung zu schaffen. Mein Wissen aus
der Privatwirtschaft hilft mir, Prozesse zu
optimieren und Innovationen zu fördern,
ohne dabei die einzigartigen Werte der
Hofreitschule aus den Augen zu verlieren.
Besonders wichtig ist mir, wirtschaftliche
Stabilität zu gewährleisten, um
langfristig dafür zu sorgen, dass wir das
Maß aller Dinge bleiben, wenn es um
klassische Reitkunst und die Lipizzanerzucht
geht.
Pferde. Gleichzeitig bedeutet diese Anerkennung
auch eine Verantwortung, unser Wissen weiterhin
aktiv zu pflegen und an kommende Generationen
weiterzugeben.
Die Spanische Hofreitschule Wien feiert 2025 ihr
460-jähriges Bestehen, wie kann man diese traditionelle
Institution in die Zukunft bringen?
460 Jahre Tradition zu bewahren und gleichzeitig
fit für die Zukunft zu machen, ist eine spannende
Aufgabe. Unser Ziel ist es, die Hofreitschule als
lebendige Institution weiterzuentwickeln, die
auch in den kommenden Jahrzehnten weltweit für
höchste Reitkunst und gelebtes Kulturerbe steht.
Dazu setzen wir auf mehrere Schwerpunkte:
• Tierwohl im Fokus: Wir investieren in eine Verbesserung
der Stallklimatisierung, um optimale
Bedingungen für unsere Pferde zu schaffen. Die
geplante Begrünung der Stallburg in Wien ist dabei
ein wichtiger Schritt. Auch in Zukunft ist das Rotationssystem
mit dem Trainingszentrum Heldenberg
eine wichtige Maßnahme für das Wohl unserer
Hengste. Der Rechnungshof hat erst kürzlich
einen Bericht veröffentlicht, der unsere Entwicklungen
im Sinne des Tierwohls sehr lobt.
Dr. Alfred Hudler
2022 wurde auch die erfolgreiche
Weiterführung der Lipizzanerzucht in
die Repräsentative Liste des immateriellen
Kulturerbes der UNESCO aufgenommen,
können Sie uns hier
nähere Details erzählen?
Die Aufnahme des Wissens um die Lipizzanerzucht
in die UNESCO-Liste des
immateriellen Kulturerbes der Menschheit
ist eine großartige Anerkennung. Die
Lipizzaner sind nicht nur ein Kulturgut,
sondern auch ein lebendiges Erbe, das
wir in Piber mit größter Sorgfalt pflegen. Unsere
Lipizzaner sind identitätsstiftend für die Steiermark
und für Österreich – unsere Institution ist
eine Botschafterin Österreichs im In- und Ausland,
was uns sehr stolz macht.
Die Entscheidung der UNESCO würdigt die enge
Verbindung zwischen Mensch und Tier sowie die
über Generationen weitergegebene Expertise
in der Zucht, Aufzucht und Ausbildung unserer
• Neues Förderprogramm: Wir haben ein neues Förderprogramm
ins Leben gerufen, das sich gezielt an
Sponsor:innen, Mäzen:innen und Unterstützer:innen
richtet. Ziel ist es, langfristige Partnerschaften
aufzubauen, um Investitionen in Infrastruktur, Tierwohl
und Ausbildung unabhängig von klassischen
Einnahmequellen wie Ticketverkäufen oder Veranstaltungen
sicherzustellen. Dieses Modell ermöglicht
es uns, die Hofreitschule wirtschaftlich nachhaltig
zu führen, ohne Kompromisse bei der Qualität
oder dem Wohl der Lipizzaner einzugehen.
• Modernisierung der Infrastruktur: Wir haben ein
fertiges Konzept für eine Modernisierung unseres
Besucherzentrums, um unseren Gästen einen
zeitgemäßen ersten Touchpoint und ein optimiertes
Besuchserlebnis zu bieten. Die Finanzierung
muss noch aufgestellt werden. Wir laden hierfür
gerne auch Mäzeninnen und Mäzene ein, denen
dieses großartige Kulturerbe und Aushängeschild
Österreichs ein Herzensanliegen ist.
Foto/s ©SRS_Peter Rigaud
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
KULTUR
GASTBEITRAG
Gelebte Werte
Hoffnung ist eine Tugend, aber auch eine zivilisatorische Kraft. (Erstmals erschienen
in „DIE TAGESPOST“, der vollständige Text ist auf die-tagespost.de zu lesen.)
VON BARON VINZENZ VON STIMPFL-ABELE, PROKURATOR DES ST. GEORGS-ORDENS
70
apst Franziskus hat dieses Heilige
P Jahr aus gutem Grund unter das
Motto „Pilger der Hoffnung“ gestellt.
Der Großmeister des St. Georgs-
Orden, Karl von Habsburg, nahm darauf
unter dem Generalthema „Haltung.
Orientierung. Hoffnung“ direkt Bezug,
als er in seiner „Rede zur Zukunft
Europas“ sagte: „Wer Haltung hat, der
steht für etwas. Für Grundsätze, für
Vinzenz von Stimpfl-Abele, Karl von Habsburg,
Stefan Schermaier, Franz Lackner und Klaus Künig
mit dem Vorsitzenden des Geistlichen Rats des
St. Georgs-Ordens, Bischof Klaus Küng
Prinzipien, für Engagement, für Werte.
Wer Haltung zeigt, wird sich weder
durch die politische Polarisierung entmutigen
noch durch Populisten und
falsche Ideologien verführen lassen.
Wer Haltung zeigt, kann auch Orientierung
geben, kann Vorbildwirkung für
andere entfalten. Dort wo es Orientierung
gibt, lebt auch die Hoffnung, gut
ein Ziel zu erreichen.“ Gerade harte
Zeiten erfordern eine klare Haltung,
also gelebte Werte.
Orientierung geben zu können ist
eine Hautaufgabe für jeden einzelnen,
denn der Mangel an Orientierung
ist eine markante Schwäche unserer
Gesellschaft – und die größte Gefahr
für sie. Wir brauchen Persönlichkeiten,
die wertebasiert Orientierung
geben können. Sonst wird die Zukunft
von Menschen bestimmt, die Meinung
mit Wissen verwechseln, von
Politkern, die glauben, komplexe Probleme
mit simplen Rezepten lösen
zu können. Von Gruppen, die meinen,
die Welt schwarz-weiß darstellen zu
müssen und so die ohnedies schon
gefährlich starke Polarisierung weiter
anheizen. Wir brauchen Vorbilder, die
Orientierung auf der Grundlage von
Werten geben können. Das müssen
aber gelebte Werte sein, nicht bloß
anderen gepredigte. Menschen, die
durch ihre Vorbildwirkung Orientierung
geben können, bilden jene Elite,
die wir in unserer rasend schnellen,
oft besinnungslos wirkenden, gleichermaßen
atemlosen wie oberflächlichen
Zeit dringend brauchen. Ganz
im Sinn des österreichisch-amerikanischen
Physikers Victor Weißkopf,
der sagte: „Ich bin ein Befürworter von
Eliten. Wir brauchen sie zur geistigen
Orientierung.“
Hoffnung ist ein komplexes, vielschichtiges
und facettenreiches wie
überraschend interessantes, ja faszinierendes
Thema. Philosophen haben
sich mit ihr auseinandergesetzt, Theologen
sie eingeordnet. Die Frage, was
die Menschen am meisten verbinde,
soll der griechische Philosoph Thales
so beantwortet haben: „Die Hoffnung,
denn die ist auch bei jenen, die
sonst nichts haben.“ Im alten Rom gab
es das geflügelte Wort „DUM SPIRO
SPERO“, solange ich atme, hoffe ich.
Im Christentum wurde die Hoffnung
neben dem Glauben und der Liebe
zur zentralen theologischen Tugend.
„Spe salvi facti sumus“ – auf Hoffnung
hin sind wir gerettet – verkündet der
Apostel Paulus und verdeutlicht damit
eindrucksvoll die Kraft und Bedeutung
der Hoffnung.
Hoffnung als Pflicht
Hoffnung klingt in unserer vermeintlich
versachlichten Gesellschaft wie
ein verstaubter Begriff, wie ein naiver
Anachronismus. Viele bemühen lieber
den Optimismus, den die Gesellschaft
haben sollte. Sogar der von mir
hochgeschätzte Sir Karl Popper war
hier nicht ganz präzise, als er meinte:
„Optimismus ist eine Pflicht.“ Er war
überzeugt davon, dass eine optimistische
Haltung notwendig, ja eine moralische
Verpflichtung sei, um die Welt
besser zu machen und Verantwortung
für die Zukunft zu übernehmen. Hier
ist Differenzierung wichtig: Verkürzt
kann man sagen, dass Optimismus
davon ausgeht, dass die Zukunft losgelöst
von der Realität positiv sein
wird; Hoffnung dagegen bezieht sich
auf den Einzelnen, und zwar im Rahmen
der Grenzen, die die Realität vorgibt.
Der Psychologe Charles Richard
Snyder definiert, Optimismus sei die
Überzeugung, dass die Dinge sich
einfach positiv entwickeln werden,
während Hoffnung die Fähigkeit sei,
angesichts von Hindernissen nach
Exzellenz zu streben. Für ihn besteht
Hoffnung aus zwei Elementen: aus der
Entschlossenheit, ein Ziel erreichen
zu wollen, und der Erwartung, dass es
Mittel und Wege gibt, das Ziel wirklich
zu erreichen.
Johann Wolfgang von Goethe
schrieb: „In allen Dingen ist hoffen
besser als verzweifeln.“ Denn Hoffnung
ist eben nicht die naive Annahme, dass
sich alles irgendwie zum Guten wenden
wird, sondern die Kraftquelle und
der Antrieb, nicht aufzugeben, sich
nicht vom Weg abbringen zu lassen
und unermüdlich nach seinem Ziel zu
streben. Das beste Beispiel für den
Unterschied zwischen Optimismus
und Hoffnung sind die christlichen
Märtyrer, also jene Frauen und Männer,
die für ihren Glauben ihr Leben gegeben
haben. Das taten sie nicht, weil
sie optimistisch waren, es würde sich
doch noch alles zum Guten wenden,
es würde alles nicht so schlimm kommen
und sie könnten dem grausamen
Ende noch entgehen. Nein, sie taten
das, weil sie ihren Glauben nicht verleugnen
wollten. Sie waren entschlossen,
durch ihr Zeugnis Vorbild zu sein,
um ihr Umfeld, die Gesellschaft ihrer
Zeit, zu verändern – dazu haben sie
wesentlich beigetragen. Nicht zuletzt
konnten sie durch ihr Vorbild ihren
Glaubensbrüdern und -schwestern
Hoffnung geben. […]
Foto/s © OSG/R. Strutz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
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ON FIRST
ORDER
KULTUR
INTERVIEW
Auslandskultur als
Friedensarbeit
Ein Gespräch über Kulturdiplomatie, Nachhaltigkeit
und interkulturellen Dialog
Diplomatic SOCIETY hat die neue Leiterin der Sektion Internationale Angelegenheiten
des BmeiA, I.E. Botschafterin Regina Rusz, getroffen und mit ihr über die
Aufgaben der Kulturdiplomatie gesprochen.
72
Sie treten die Nachfolge von Botschafter Christoph
Thun-Hohenstein an. Welche Schwerpunkte
möchten Sie setzen?
Ich fühle mich geehrt, diese Position zu übernehmen,
denn mein Vorgänger hat wesentliche
Impulse in der Auslandskultur gesetzt. Viele
dieser Themen – etwa Nachhaltigkeit, Ökologie,
digitaler Humanismus und Menschenrechte –
greifen wir weiterhin auf, weil sie von Kunst- und
Kulturschaffenden selbst gesetzt werden. Unsere
Aufgabe im Außenministerium ist es, Künstlerinnen
und Künstler aus Österreich – unabhängig
von ihrer Staatsbürgerschaft – im Ausland zu
unterstützen, Netzwerke zu schaffen und ihnen
ein Sprungbrett zu bieten.
Gerade Themen wie Frauenrechte sind zentral.
Wir feiern in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum
der Pekinger Frauen-Deklaration und 25
Unser Ziel ist es, Künstlerinnen und Künstler
mit lokalen Kulturschaffenden in Verbindung
zu bringen und nachhaltige Kooperationen zu
ermöglichen. Ein Projekt ist dann besonders
gelungen, wenn eine Künstlerin oder ein Künstler
später zurückkehrt und weitere Kooperationen
entstehen.
Zudem ist Kulturdiplomatie ein wichtiges Instrument
der Außenpolitik. Wir orientieren uns an
außenpolitischen Schwerpunkten wie Menschenrechten,
Frieden und Sicherheit. Meine frühere
Arbeit in der Taskforce zur Bekämpfung des
Menschenhandels hat mir gezeigt, wie eng Kultur
und Menschenrechte miteinander verbunden sind.
Während meiner Zeit als Leiterin des Kulturforums
in Budapest habe ich gezielt Projekte mit Frauenrechtsorganisationen
und der LGBTQ+-Community
umgesetzt.
„Das Schöne ist, dass
unsere Arbeit direkt
zu Frieden und Sicherheit
beiträgt, indem
wir Kunst und Kultur
als verbindende Elemente
nutzen.“
Foto aus der aktuellen Ausstellung in Pretoria „Feminine Visions
of Artificial Intelligence“ Claudia Larcher/Eva Fischer
Jahre UN-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und
Sicherheit. Auch der Klimawandel ist ein wichtiges
Thema, denn Umweltfragen sind eng mit Frieden
und Sicherheit verknüpft. So zeigen wir aktuell die
Ausstellung Imagine Climate Dignity im Künstlerhaus
sowie Touch Nature im Lentos Kunstmuseum
Linz. Beide beschäftigen sich mit ökologischen
Fragen aus künstlerischer Perspektive.
Wie sehen Sie die Rolle der Kulturdiplomatie?
Kulturdiplomatie geht weit über die bloße Präsentation
von Kultur hinaus. Sie lebt vom Dialog.
Alexandra Rusz, Regina Rusz, mit Co-Direktorin/
Künstlerin Adwoa Amoah mit Ehemann
Welche Rolle spielt der interreligiöse Dialog in
Ihrer Arbeit?
Sie sind ein wesentlicher Bestandteil unserer
Friedensarbeit. So unternehmen wir z.B. Reisen
wie die mit Delegationen von Religionsvertreter:innen
nach Marokko, um Gespräche zu führen
und Projekte umzusetzen. Dabei geht es nicht nur
um den Austausch zwischen Religionen, sondern
auch um den Erhalt historischer jüdischer
Stätten, die in Marokko zwar nicht mehr aktiv
genutzt werden, aber dennoch von kultureller
Bedeutung sind.
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
KULTUR
INTERVIEW
oben Kinga Kiełczyńska
Polarpunk, 2025
Videostill (aus der
Ausstellung Imagine
Climate Dignity)
links Dialog-Residency
(Interreligiöser Dialog) im
Amazonas-Gebiet
Botschafterin Regina Rusz
73
Foto/s © BMeiA/Michael Gruber, Regina Rusz, Paul Trieb/ Nirox Art Centre, Kinga Kiełczy
Dieser Dialog geschieht oft abseits der großen
Öffentlichkeit, doch er ist essenziell, um Gesprächskanäle
offen zu halten. Gerade mit Ländern wie
Marokko, mit denen Österreich eine gute Beziehung
pflegt, können wir viel Positives bewirken.
Wie hat sich die Arbeit in der Auslandskultur in
den letzten 20 Jahren verändert?
Mein erster Posten war in Belgrad kurz nach
dem Regimewechsel. Damals waren Themen wie
Frieden und Menschenrechte genauso virulent wie
heute. Doch seit der Pandemie spüre ich verstärkt,
dass wir uns in einer Zeit des Umbruchs befinden.
Genau darauf wird sich auch unsere Auslandskulturtagung
im Herbst konzentrieren, die im Museumsquartier
in Wien stattfinden wird.
Was sich verändert hat, ist die Art der Kommunikation.
Social Media spielt eine zunehmend
zentrale Rolle. Viele Kulturforen setzen auf
Instagram, weil es gerade für Veranstaltungsbewerbung
effektiv ist. Die Herausforderung
Imagine Climate Dignity
1.3.-9.6.2025 — Künstlerhaus
Gesellschaft bildender Künstlerinnen und
Künstler Österreichs
Karlsplatz 5, 1010 Wien
+43 1 587 96 63
office@kuenstlerhaus.at
Ausstellung, Obergeschoß
besteht darin, Kunst und Kultur auf eine Weise
zu vermitteln, die das junge, schnelllebige
Publikum anspricht.
Gibt es regionale Unterschiede in der
Auslandskulturarbeit?
Absolut. Es ist ein Unterschied, ob ich in Westeuropa
oder in Afrika ein Kulturforum leite. In
Afrika geht es oft um Basisförderung. Ich war
letztes Jahr drei Wochen in Ghana und habe dort
eine Kunstschule besucht, die von einem Maler
mit bescheidenen Mitteln betrieben wird. Solche
Initiativen verdienen Unterstützung, sei es durch
eine gemeinsame Ausstellung oder durch Residenzprogramme.
Ein Beispiel ist unser Musikprojekt in Ghana:
Ein österreichischer Schlagzeuger lebt für zwei
Monate in Accra und arbeitet mit lokalen Musiker:innen
zusammen. Unser Ziel ist, dass sich
daraus langfristige Kooperationen entwickeln.
Wenn Künstler aus Ghana nach Österreich
kommen und dort auftreten, ist das ein Erfolg der
Auslandskulturarbeit.
Sehen Sie sich eher als Vermittlerin oder
als Förderin von Kunst?
Beides. Natürlich organisieren wir klassische
Kulturveranstaltungen wie Konzerte oder Ausstellungen.
Aber Auslandskultur bedeutet mehr: Es
geht um Austausch, um Dialog, um nachhaltige
Projekte. Das Schöne ist, dass unsere Arbeit direkt
zu Frieden und Sicherheit beiträgt, indem wir Kunst
und Kultur als verbindende Elemente nutzen.
Issue
N 387
KULTUR
WEINRITTER
Wein und Wohl
Die aktuellen Diskussionen rund um das Thema der alkoholarmen und alkoholfreien
Weine machen den Blick aus weinkultureller Sicht notwendig.
VON GENERALCONSUL ALFRED R. TOMBOR TINTERA
74
um Thema Wein und Alkohol muss
Z festgestellt werden, dass der
Wein nicht reiner Alkohol ist, sondern
ein Naturprodukt mit verschiedenen
Bestandteilen, von denen Alkohol etwa
11% ausmacht. Alkohol ist aber nicht
gleich Alkohol. Herstellung und Wirkung
sind verschieden. Beim Wein entsteht
dieser durch Selbstgärung, beim Bier
durch Brauen, beim Schnaps durch
Brennen. Nur ist die Kelterung beim
„Der Wein ist tatsächlich
ein komplexes Schöpfungsprodukt,
das bei weitem
nicht nur den Körper
anspricht, sondern auch
Seele und Geist. “
Generalconsul Alfred R. Tombor Tintera
Wein kein technologischer Vorgang,
sondern ein natürlicher. Der Wein
wird allein „zum geistigen Getränk“.
Genuss erfordert Eigenverantwortung
Die Wirkung des Weines auf den
Menschen ist komplex und individuell
verschieden, wobei ein Faktum
für die Bekömmlichkeit des Weines
spricht. Im Wein und im menschlichen
Körper sind etwa gleichviel
Wasseranteile. Jeder Körper hat eine
Frequenz, so auch der Wein. Nur
durch individuelle Proben kommt
der Mensch zu seinem „mit ihm
harmonisierenden“ Wein. Nicht nur
der Alkoholanteil ist entscheidend
für seine Bekömmlichkeit, sondern
auch seine anderen Bestandteile.
Das Diagramm bei Weißwein weist
neben dem Alkoholgehalt, Süße
und Säure auf. Beim Rotwein kommen
als dritter Parameter die Tannine hinzu.
Jeder Weinfreund muss selbst
durch Bildung und Übung feststellen,
welcher Wein zu ihm
passt. Es liegt in der eigenen
Verantwortung, hier das rechte
Maß zu finden. Jedenfalls kann
gesagt werden: Wenig Alkohol,
fast kein Zucker, wenig Tannine
und moderater Genuss kommen
dem Wohlbefinden zugute.
Kulturgetränk mit ganzheitlicher
Wirkung
Gesundheit ist ein Leben in Wahrheit,
Krankheit ein Leben in der Abweichung.
Heilung heißt wieder in die Norm, in die
Wahrheit kommen. Im Wein liegt Wahrheit,
dies wird seit alters her behauptet
und inkludiert auch die positiven
Aspekte eines moderaten Weingenusses.
Empirische Wahrheiten bedürfen
für ihre Richtigkeit keiner Formel,
sondern bewahrheiten sich signifikant
durch ihre Häufigkeit, die durch
Statistik gezeigt wird. Das Leben des
Menschen ist physikalisch durch seine
Lebensenergie begrenzt und chemisch
durch die Oxidation, da das Altern auch
„Wenig Alkohol,
fast kein Zucker,
wenig Tannine und
moderater Genuss
kommen dem
Wohlbefinden
zugute.“
„Ein guter Wein muss
munden, wohl bekommen
und zur Freude
anstiften.“
als Oxidationsprozess gesehen werden
kann. Daher verlangsamen reduktiv
ausgebaute Weine den Alterungsprozess
und verlängern so das Leben,
sowie umgekehrt oxidativ ausgebaute
Weine die Oxidation fördern. Der Wein
ist tatsächlich ein komplexes Schöpfungsprodukt,
das bei weitem nicht nur
den Körper anspricht, sondern auch
Seele und Geist.
Vier Dimensionen
Der Wein ist in seiner kultischen Komponente
Symbol Gottes, in seiner illuministischen
Komponente Kulturträger,
in seiner eudemologischen Komponente
erfreut er des Menschen Herz
und in seiner ökonomischen Komponente
ist er Existenzsicherer. Europa
ist kulturell ein Weinkontinent, sowie
das Christentum eine Weinreligion.
Seit alters her wurden unsere Bräuche
von der Weinkultur bestimmt, wie im
Christentum das heilsgeschichtliche
Geschehen auf der Hochzeit zu Kana
mit der Verwandlung von Wasser in
Wein begann.
Ein guter Wein muss munden, wohl
bekommen und zur Freude anstiften.
Bereits beim ersten Tropfen erkennt
man die Wirkung des Weines auf den
Menschen. Wenn man aufmerksam
genug ist, erkennt man, ob er einen
hinauf in das Helle zieht, oder aber
hinab in das Dunkle. Zusammenfassend
kann gesagt werden, dass der
edle Wein wahrlich für das ganzheitliche
Wohlbefinden des Menschen
förderlich ist. Daher spricht
man beim Weintrinken häufig „Zum
Wohl“ oder das Lateinische „Prosit“,
und das bedeutet selbstredend:
„Es nütze“ beziehungsweise „Es sei
dir zuträglich“.
Foto/s © Weinritterorden
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Nestled in the heart of Vienna, AMADEUS Vienna
Early Years Centre is a truly international kindergarten
that welcomes families and children
(3-5 years old) from all over the world. While
English is the language of instruction, the centre
celebrates each child’s unique background,
fostering an environment where diversity is
embraced, and every culture is cherished.
AMADEUS EARLY
YEARS CENTRE:
A START TO LIFE
LONG LEARNING
EDUCATION
AMADEUS INTERNATIONAL SCHOOL
75
image/s by Amadeus International School
AN INSPIRING APPROACH
TO LEARNING
The AMADEUS Early Years Centre adopts
the International Baccalaureate Primary
Years Programme (IB PYP), blending
it with the inspiring Reggio Emilia
approach. This dynamic combination
fosters a child-centred approach, where
every child’s curiosity is encouraged, and
learning is driven by questions and exploration.
Students are given the opportunity
to foster independence through a daily
programme filled with hands-on learning
and activities. The classroom environment
is designed to spark imagination
and facilitate creativity and independent
thinking, allowing young minds to thrive
and express themselves. Additionally,
students enjoy their break time in one of
the best playgrounds in Vienna.
PARENTS AS PARTNERS
IN LEARNING
28.06.2025 (FREE ENTRANCE)
AMADEUS FESTIVAL VIENNA: FAMILY & FUN DAY
At AMADEUS Vienna, education is a team
effort. Parents are active participants in
their child’s learning journey, with regular
updates and special events like Parent-Teacher
evenings and Student-Led
Conferences. Families are also invited to
take part in celebrations and community
activities, strengthening the bond
between home and School.
LED BY PASSIONATE EDUCATORS
With highly qualified and dedicated teachers,
AMADEUS Early Years Centre provides
a safe, nurturing, and joyful learning
environment. Students develop the skills,
confidence and curiosity they need to
thrive, not just in School but in life.
To further enhance the holistic approach, the AMADEUS Festival Vienna introduced
Family & Fun Day, an event designed to foster curiosity, engagement, and
a love for learning in a joyful, interactive environment. Held on the School campus,
the day offers various outdoor and indoor activities, including robotics workshops,
bouncy castles, face painting, magician shows, and dance performances.
These experiences not only bring families together but also reinforce the Early
Years' emphasis on experiential learning, creativity, and social development. It’s
no surprise that this event has become a favourite among parents, students, and
the entire AMADEUS community.
For parents seeking a happy,
engaging, and internationally
minded start to their child’s
education, AMADEUS Early
Years Centre is more than
a kindergarten. It’s a place
where lifelong learning begins.
26.06 | 19:30
VIENNA GIRLS CHOIR
27.06 | 18:00
VIOLINS&SOUL COMPETITION
28.06
FAMILY & FUN DAY (10:30-15:00)
AMADEUS CLASSICS
“FEMME-FANTASTIC” (17:00)
AMADEUS CLASSICS
“VERS LA VIE NOUVELLE” (19:30)
29.06 | 19:30
JANOSKA ENSEMBLE
Issue
N 387
+Info & Tickets
amadeusfestival.com
Der Gestalter
Hans Niessl war über 18 Jahre SPÖ-Landes haupt mann des Burgenlandes.
Diplomatic SOCIETY hat ihm Fragen zu seiner Amtszeit, der Energiewende,
politischen Gräben und Migration gestellt.
76
Sie waren zwischen 2000 und 2019 Landeshauptmann
des Burgenlandes – wie blicken Sie auf
diese Zeit zurück?
Es war grundsätzlich eine sehr herausfordernde
Zeit. Im Jahr 2000 war das Burgenland in fast allen
relevanten Wirtschaftsparamatern, ob Einkommen
oder Bildung, eher Schlusslicht in Österreich. Mit
dem EU-Beitritt 1996 und dann in weiterer Folge in
meiner Amtszeit ab 2000, war es eine der Hauptaufgaben,
die zusätzlichen EU-Gelder
sinnvoll zu investieren und viele Betriebe
im Burgenland anzusiedeln. In den über
18 Jahren, in denen ich als Landeshauptmann
tätig war, konnten wir im Burgenland
rund 30.000 Arbeitsplätze schaffen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem
Bildungsbereich – dank umfangreicher
Investitionen konnten wir zum Beispiel
während meiner Amtszeit die höchste
Maturantenquote (abwechselnd mit
Kärnten) vorweisen.
Sie haben den EU-Beitritt bereits kurz
angesprochen – inwiefern hat das Burgenland
von eben diesem profitiert bzw.
profitiert es noch immer?
Das Burgenland hat sehr davon profitiert,
vor allem die exportorientierte Wirtschaft.
Auch die Weinwirtschaft und Klein- und
Mittelbetriebe wurden speziell gefördert
und bei Modernisierungsmaßnahmen
Der ehemalige Landeshauptmann von unterstützt. Uns war besonders wichtig,
Burgenland, Hans Niessl
gute Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche
Entwicklung zu setzen, dadurch
konnten auch viele Unternehmen gegründet werden
und sich bereits bestehende nachhaltig etablieren.
Das wirkt bis heute positiv nach.
Würden Sie sagen, dass das Burgenland mehr
vom EU-Beitritt profitiert hat als vielleicht andere
Bundesländer?
Ja, weil wir gegenüber anderen
auch einen Rückstand hatten.
Das haben die weiteren
Bundesländer – das muss
ich ganz offen sagen – lange
Zeit mitgetragen. Ich hatte
während meiner Amtszeit
immer einen guten Kontakt
mit den Landeshauptleuten,
die mit ihren Bundesländern
„Es war nie
mein Stil,
anderen
Bundesländern
Ratschläge zu
geben. “
oft stärker im Ausschuss der Regionen vertreten
waren. Besonders muss ich hier aber das Engagement
des damaligen EU-Kommissars Johannes
Hahn hervorheben, der sich über die Parteigrenzen
hinweg für Österreich, speziell aber auch
für das Burgenland, eingesetzt hat. Zudem führte
ich immer wieder persönliche Gespräche mit
dem französischen Kommissar Michel Barnier,
mit dem deutschen Günther Oettinger oder dem
Vorsitzenden des Europäischen Ausschusses der
Regionen, Karl-Heinz Lambertz. Diese Kontakte
haben gute Voraussetzungen geschaffen, um die
burgenländischen Interessen in Brüssel erfolgreich
zu vertreten, und so wurde unser Bundesland
ja auch als einzige Region Österreichs zur
„Ziel-1-Region“ erklärt.
Schon während Ihrer Amtszeit hat das Burgenland
eine Vorreiterrolle im Bereich Erneuerbare
Energie eingenommen – welche Impulse kann das
Burgenland auch anderen Bundesländern geben?
Es war nie mein bzw. unser Stil, anderen Bundesländern
Ratschläge zu geben. Fest steht aber, dass
die Energiefrage wahrscheinlich eine der wichtigsten
Zukunftsfragen für jedes Land ist. Sowohl
der Bund als auch die Bundesländer müssen sich
überlegen, wie man preiswerte Energie zur Verfügung
stellen kann. Auch für die Industrie ist das
wesentlich. In Zukunft könnte man auf einen Mix
aus Wasserkraft, die ja in Österreich weitestgehend
ausgebaut ist, Windkraft, Photovoltaikanlagen und
eventuell Wasserstoff anstreben. Aber ich glaube,
die Frage nach der geeigneten Energiestrategie
muss jedes Land für sich beantworten, schließlich
hängt es ja auch davon ab, welche Ressourcen
gegeben sind. Wir im Burgenland haben auf die
Windenergie gesetzt, weil die Parndorfer Platte
eine der windhäufigsten Gegenden Zentraleuropas
ist. Als ich 2000 zum Landeshauptmann gewählt
wurde, hat das Burgenland nur 3% des gesamten
Strombedarfes selbst erzeugt.
Am Ende meiner Amtszeit waren
es ca. 150%. Die Steigerung war
enorm und das zeigt, welche
Beiträge man leisten kann.
Häufig stoßen Windräder ja auf
Widerstand – wie ist es Ihnen da
ergangen?
Das ist ein ganz wesentliches
Thema – ich habe in meiner Zeit
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
SOCIETY AKTUELL
INTERVIEW
„Sozialdemokratische Politik
heißt für mich, dass es eben
diese Limitierungen gibt,
vor allem hinsichtlich des
Sozialsystems.“
Bereichen werden nicht ohne Diskussionen über
die Bühne gehen können. Die aktuelle Situation
mit steigenden Arbeitslosenzahlen, wachsender
Staatsverschuldung und Inflation muss erst
wieder in Ordnung gebracht werden.
Foto/s © privat
Hans Niessl
bemerkt, dass ohne Eingreifen der Politik Chaos
und Widerstand entstehen können. Deshalb haben
wir WWF, BirdLife und andere Umweltorganisationen
an einen Tisch geholt und sie gebeten,
gemeinsam mit uns zu eruieren, wo Windkraftanlagen
errichtet werden können, ohne Tiere
zu gefährden. Gleichzeitig haben wir Verbotszonen
erarbeitet – dazu gehören zum Beispiel der
Neusiedlersee und das Nationalparkgebiet. Um die
200 Vogelarten fliegen zum bzw. vom Nationalpark,
würde man hier Windräder errichten, wäre
das natürlich katastrophal für die Umwelt. Durch
die Miteinbeziehung von NGOs haben wir allen
Protesten den Wind aus den Segeln genommen.
Nun zur Bundespolitik: Österreich blickt ja auf
turbulente Monate zurück – wie können Ihrer Meinung
nach die tiefen Gräben zwischen den Parteien
aber vor allem auch zwischen den Wählerinnen
und Wählern wieder geschlossen werden?
Das ist vermutlich die schwierigste Frage, die Sie
stellen. Ich – als jemand, der nicht mehr in der
Parteipolitik tätig ist – habe den Eindruck, dass die
Gräben weiter aufrecht bleiben werden. Die neue
Bundesregierung ist mit vielen Herausforderungen
konfrontiert: Große Einsparungen verbunden mit
notwendigen Reformen in den verschiedensten
Spricht man von politischen Gräben, kommt man
natürlich auch am Thema Migration nicht vorbei
– wie könnten sozialdemokratische Lösungen im
Bereich der Asyl- und Migrationspolitik aussehen?
Ich glaube, dass die Sozialdemokratie in den
letzten Monaten einige gute Vorschläge gemacht
hat, aus meiner Sicht sind diese allerdings zu
spät gekommen. Ich habe schon 2015 zu jenen
gehört, die gesagt haben, dass es eine Grenze des
Möglichen gibt und man deshalb die Migration in
entsprechender Form limitieren muss. Sozialdemokratische
Politik heißt für mich, dass es eben
diese Limitierungen gibt, vor allem hinsichtlich
des Sozialsystems. Es gilt, schon in den Schulen
und Kindergärten Voraussetzungen zu schaffen,
damit die Kinder so schnell wie möglich Deutsch
lernen, ebenso die Erwachsenen, die auch rasch
in den Arbeitsprozess integriert werden müssen.
Arbeit ist ein Grundrecht und Menschen in Arbeit
zu bringen ist eine Verpflichtung der Politik, vor
allen Dingen der sozialdemokratischen Politik.
Würden Sie also sagen, dass man die Grenze des
Möglichen bereits überschritten hat?
Die Grenze des Möglichen ist in den letzten
Jahren aus meiner Sicht überschritten worden.
Es sind vor allen Dingen auch Menschen zu uns
gekommen, die unsere Werte nicht akzeptieren,
die zum Beispiel die Gleichstellung der Frauen
nicht anerkennen und die Gesetze unseres
Staates nicht akzeptieren.
Deshalb kommt es zu Übergriffen, wie wir sie
in der Vergangenheit bereits gesehen haben, und
damit ist aus meiner Sicht eine Grenze überschritten.
Alle, die hier leben, haben unsere
Gesetze einzuhalten, ob Österreicher oder Nicht-
Österreicher. Unsere Werte müssen respektiert
werden und jede und jeder muss natürlich auch
einen Beitrag im Bereich der Arbeit leisten.
77
Issue
N 387
EVENTS
WELCOME TO AUSTRIA
Welcome to Austria
As a dynamic and attractive association for spouses of diplomats and international civil
servants accredited to Austria, Welcome to Austria regularly organizes trips, get-togethers
and events for its international members. A retrospect.
78
Advent Concert at the Dutch Embassy
The guests enjoyed the musical performance
Dr. Ingrid Potman, wife of the Dutch
Ambassador, H.E. Peter Potman,
Dr. Elisabeth Wolff, Welcome to
Austria, music coordinator, Dr. Maria
Kuglitsch, VP Welcome to Austria
H.E. Peter Potman
Dr. Ingrid Potman, Pianist Ava Tehrani,
H.E. Peter Potman, Dr. Elisabeth Wolff,
Welcome to Austria. music coordinator,
Soprano Tia Pikija
In December 2024, Welcome to Austria organized
its traditional “Advent Concert”. The
generous hosts were H.E. Peter Potman, Ambassador
of the Kingdom of the Netherlands, and his
wife, Dr. Ingrid Potman. After opening addresses
by H.E. Potman and first Vice-President Dr. Maria
Kuglitsch, the pianist Ava Tehrani introduced the
musical program which paid homage to the genius
loci Richard Strauss. It was him who once built the
residence of the Dutch Embassy during his time as
director of the Vienna State Opera. Together with
the soprano Tia Pikija, Ava had prepared several
sets of “Lieder” by the young
Richard Strauss which were
received with great enthusiasm
by the audience. At a reception
after the concert, the members
had the opportunity to cheer
to the hosts of the evening
and to chat with the musicians
and the fellow Welcome-to-
Austria-members.
Dr. Ingrid Potman with H.E. Peter Potman,
Ana Maria Leonardos, wife of the Brazilian
Ambassador, H.E. Antonio Tabajara de Oliveira
Visit to the Collection of
Historic Instruments
Welcome to Austria visited the Collection of
Historic Instruments (SAM) at the Kunsthistorische
Museum where they were met by Dr. Sebastian
Kirsch, the new director of the collection, which goes
back to the 16th century. Dr. Kirsch, a specialist for rare
and precious instruments, guided the WA-members
through the collection and was assisted by the pianist
Ines Schüttengruber who made historical keyboard
instruments resound with music from the time of
their origin. Some of them had been played by famous
composers like Wolfgang Amadeus Mozart, Clara
Schumann, Franz Liszt, Gustav Mahler, Hugo Wolf, etc.
Besides the various developmental stages of keyboard
instruments, the collection houses an extraordinary
wealth of precious string instruments like Steiner and
Stradivari-violins as well as fanciful curiosities from
Renaissance and baroque periods.
image/s by Diplomatic SOCIETY/Pobaschnig
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Student-Centered. Innovative. Adaptive.
The American International School Vienna empowers
each student with the skills and character strengths
necessary to be positively impactful global citizens
who strive for personal growth and excellence in an
ever-changing world.
Set within the rich cultural context of Austria and the
beauty of the Vienna Woods, the American International
School Vienna is one of the top international schools in
the country. Founded in 1959, AIS Vienna today proudly
serves 800 students, representing 80 nationalities,
from Pre-Kindergarten through Grade 12 (IB Diploma
or American Diploma). By living our core values --
respect, aspire, and achieve -- we ensure that students
develop the intellectual and emotional skills to think
critically and succeed as globally-minded citizens.
Teachers at AIS Vienna are dedicated educators who
take a deeply personal interest in their students. Given
the globally mobile nature of our community, we pride
ourselves on successfully guiding our students as they
transition into and out of our program to a variety of
schools and curricula worldwide.
At AIS Vienna students benefit from an adapted
American curriculum through Grade 10 and the IB
Diploma Programme (IBDP) in Grades 11 and 12. Built
on the foundation of the US Common Core Standards
and holistic American-style education, we integrate
best practice curricula and teaching methods from the
IB and other respected educational programs to deliver
a child-centered, internationally-minded program that
is both flexible and rigorous.
Our Elementary School program (Pre-Kindergarten
to Grade 5) focuses on inquiry-based, transdisciplinary
learning, and international mindedness while
maintaining the flexibility to offer unique opportunities
to our learners, such as our strings program introduced
in Grade 3, hands-on science and innovation program,
and best practice math and reading curricula aligned
with the US Common Core Standards.
Our Middle School (Grade 6 to 8) builds on these
learning principles offering a program specific to this
developmental stage in our students’ lives. Middle
School teachers specialize in working with young
adolescents and understand the specific physical,
emotional, and social changes experienced by this age
group. We have crafted a program that allows students
to explore their interests and develop their talents
through a wide range of elective offerings, preparing
them for the academic rigor of High School at AISV or
any international or IB school.
In High School (Grade 9-12) students are supported
academically and emotionally as they prepare for life
beyond school. All students graduate with a US high
school diploma with the majority also completing the
requirements of the full IB Diploma. We are particularly
proud of having some of the highest average IB scores
in Austria, evidencing our strength in preparing our
students for this challenging program. In addition, our
college counseling team works with students and their
families actively guiding and advising them through
the college application in America, Europe, and the
rest of the world.
Find out more at ais.at
DIPLOMATIE
PAN
Neues von PaN
Der Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften – PaN
blickt auf ereignisreiche Monate zurück. Stets mit dem Ziel, Beziehungen
zwischen fremden Staaten und Österreich zu stärken, wurden wieder zahlreiche
Veranstaltungen und Treffen organisiert.
Exklusives ÖVAEG-PaN Meeting mit
Botschafter S.E. Alkaabi in Wien
Die Österreich-Vereinigte-Arabische-Emirate
Gesellschaft-PaN folgte der Einladung
des Botschafters der VAE in Wien,
S.E. Hamad Ali Mohammed Subaih Alkaabi
zu einem hochkarätigen Treffen in Wien. Die
Zusammenkunft bot eine exklusive Plattform
für den Austausch zwischen Österreich und
den Vereinigten-Arabischen Emiraten.
80
V.l.n.r. GS Senator Walter J. Gerbautz, Schriftführerin
Sonja Schromm, Ehrenpräsident CEO Alexander
Schütz, SE Botschafter Hamad Alkaabi, Vizepräsident
Omar Al-Rawi, Präsident LH a.D. Hans Niessl, AACC-GS
Mouddar Khouja, Vorstand Robert Schneider
PaN-Weltfrauentag 2025
Der Dachverband-PaN lud die Präsidentinnen,
Generalsekretärinnen
und Vorstandsmitglieder zum
Weltfrauentag 2025 in die Landespolizeidirektion
am Schottenring zu
einem gemeinsamen Treffen mit den
Wiener Polizistinnen, die Wien zur
sichersten und lebenswertesten Millionenstadt
machen.
PaN-Vorstand zu Besuch im
Mechitaristenkloster in Wien
Unter der fachkundigen Leitung
von Pater Vahan Hovagimian hatte
der Vorstand des Dachverbandes die
besondere Gelegenheit dieses historische
und kulturell bedeutsame
Kloster der Mechitaristen in Wien als
Symbol des interkulturellen Austausches
näher kennen zu lernen.
V.l.n.r. PaN-GS Senator Walter J.
Gerbautz, PaN-Präsident Univ. Prof.
Hermann Mückler, PaN-Vorstand Greet
Machek-Voss, Pater Vahan Hovagimian
und Präsident der Österreichisch-
Armenischen Gesellschaft DI Beransch
Hartunian-Tahmasians
Foto/s © LPD WIEN Thomas Cerny
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Magali
Durand-Assouly
Director of
Lycée français de
Vienne (LFV)
What makes the LFV different in the Viennese educational landscape?
The Lycée français de Vienne is part of the international network of Enseignement français à l'Étranger, comprising 600 schools in 138 countries.
It is a worldwide unique network. Concretely, for example, a child can start with the École Maternelle (kindergarten) in Vienna, continue in New York,
and complete the Bac in Shanghai, all in one unified school system without interruption. This is very interesting for expat families.
For families permanently living in Vienna
The LFV provides continuous education from the kindergarten to the Baccalauréat with the Austrian Supplementary Matura (High School Diploma).
Our students grow up together in the atmosphere of an extended family. They build strong friendships for life and become part of a very large
alumni network after graduation.
The admission of children who do not speak French
All children, regardless of their mother tongue(s), nationality(ies), or religion, are welcome at our school.
For non-French speaking children in the École Élémentaire (Primary School) or even in the Collège (Middle School), we have a support program
which enables them to join in our curriculum successfully.
F R E N C H & I N T E R N AT I O N A L S C H O O L
PLURILINGUISM & CULTURAL DIVERSITY
5 taught languages, 52 spoken langages
& 87 nationalities
ÉCOLE MATERNELLE DE GRINZING
Kindergarten
Grinzingerstraße 95
1190 Vienne
contact.grinzing@lyceefrancais.at
+43 (0) 1 370 12 17
lyceefrancais.at
aefe.fr
AEFE, A UNIQUE GLOBAL NETWORK
600 Schools in 138 countries, 398.000 pupils
an impressive alumni network
EDUCATIONAL CONTINUITY & CONSISTENCY
from kindergarten to high school
within the french official educational curriculum
LYCÉE FRANÇAIS DE VIENNE
Primary, Middle & High School
Liechtensteinstraße 37ª
1090 WIEN
messagerie@lyceefrancais.at
+43 (0) 1 317 22 41
A GRADUATION WITH 2 DIPLOMAS,
BACCALAURÉAT & MATURA
giving access to the best French, Austrian and
international universities
DIPLOMATIE
ÖVAEG
Vorstandssitzung der
Österreich-Vereinigte Arabische
Emirate Gesellschaft
82
ÖVAEG-Präsident Landeshauptmann a.D. Hans
Niessl und ÖVAEG-Generalsekretär Senator
Walter J. Gerbautz luden zur Vorstandssitzung der
Österreichisch-Vereinigte Arabische Emirate Gesellschaft
– PaN in das Restaurant Buxbaum im Ersten
Wiener Gemeindebezirk ein. Im Anschluss bat
CEO Dr. Christian Jost außerdem zu einem gemeinsamen
Abendessen.
Die ÖVAEG blickt nunmehr auf eine 22-jährige
Geschichte zurück, seit ihrer Gründung 2003 ist
sie bestrebt, die bilateralen Beziehungen zwischen
Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten
zu intensivieren. Ihr Hauptziel ist es, „Brücken
zu bauen, die nicht nur wirtschaftlichen Erfolg, sondern
auch kulturelle Vielfalt und Verständigung fördern“
(www.oevaeg.at). Die ÖVAEG ist Mitglied des
Dachverbands Partner aller Nationen (PaN), der die
bilateralen Freundschaftsgesellschaften Österreichs
vereint und unter der Schirmherrschaft des österreichischen
Bundespräsidenten steht.
Foto/s © SOCIETY/Sora
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
GLOBAL EDUCATION
RIGHT HERE IN VIENNA
www.modul.ac.at
MASTER PROGRAMS
Master of Business Administration (MBA)
MSc in Management, MSc in International Tourism
Management, MSc in Sustainable Development,
Management and Policy
NEW PROGRAM FROM FALL 2025
MSc in Data Science for Sustainability *
GET WORLD-CLASS ENGLISH
EDUCATION THAT LEADS TO
PRESTIGIOUS DEGREES IN
VIENNA AND HONG KONG
DEGREE PROGRAMS FOR PROFESSIONALS
BA in Business Informatics, BA in Marketing and New Media
Technologies, BA in Entrepreneurship, Innovation and
Sustainability, BA in Smart Service and Experience Design
PHD PROGRAMS
Doctor of Philosophy in Business and Socioeconomic
Sciences
* Accreditation in progress.
KULTUR
EHRUNG FÜR AKI NUREDINI
Überreichung des
Silbernen Ehrenzeichens
an Aki Nuredini
84
A
m 24. Februar überreichte Wiens
Bürgermeister und Landeshauptmann
Michael Ludwig das Silberne
Verdienstzeichen für Verdienste um
das Land Wien an den weit über die
Stadtgrenzen bekannten Gastronom
Aki Nuredini. Im Wappensaal
des Rathauses fanden sich Familienangehörige
und zahlreiche hochrangige
Persönlichkeiten aus Politik
und Kultur – darunter die Botschafter
bzw. Geschäftsträger von Nordmazedonien,
S.E. Osvit Rosoklija, Albanien,
S.E. Fatmir Velaj und Kosovo, Chargé
d’Affaires Albinot Bimbashi – ein, um
gemeinsam mit Aki Nuredini diese
besondere Auszeichnung zu feiern.
Die Laudatio hielt der Rektor der
Musik und Kunst Privatuniversität der
Stadt Wien (MUK) und Kulturstadtrat
a.D. Andras Mailath-Pokorny.
Nuredini betreibt seit über 40 Jahren
das Restaurant „Sole“ in der Annagasse.
Seine Karriere begann der gebürtige
Albaner aus Nordmazedonien als
Maroni-Verkäufer in Belgrad. Zwei Jahre
nachdem er 1981 nach Wien gekommen
war, eröffnete er zunächst eine Frulatteria,
die er später in das renommierte
Restaurant „Sole“ transformierte.
Dort finden sich seither immer wieder
internationale Opernstars wie Anna
Netrebko, Jonas Kaufmann und Plácido
Domingo ein, auch Bundespräsident
Alexander Van der Bellen zählt zu den
Stammgästen des Lokals.
Ristorante Sole
Annagasse 8-10, 1010 Wien
Mo – So 11:30 bis 23:30 Uhr
Tel.: +43-(0)-1-513 40 77
office@ristorante-sole.at
Foto/s © SOCIETY/Sora
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
CULTURE
MUSIC
Dreamland—combining
arts for a good cause
image/s by Tatiana Weber
Dreamland with Yury Revich for UNICEF is a
cultural project based in Vienna for eight years.
It raises awareness and collects donations for
UNICEF through interdisciplinary concerts
combining music and art.
left Aigul Akhmetshina, Alexsandr Rybin, Margarita Katasheva — right Maria Yakovleva, Yury Revich,
Alexsandr Rybin and Margarita Katasheva
Dreamland
Young dancers Aleksandr Rybin
and Margarita Katashova performed
in the annual Dreamland
for UNICEF charity concert alongside
opera and ballet stars in
Vienna. The event raised funds to
support children in need worldwide,
with all ticket proceeds
going directly to the charity. Aleksandr
and Margarita’s refined and
graceful performance was a highlight
of the evening, contributing
to the event’s mission of using
the arts to drive positive change.
This is not Aleksandr’s first
involvement in charitable projects.
At just 11 years of age, he
cycled 217 miles through the
Swiss mountains, raising over
£4,000 for World Vision UK, a
charity supporting vulnerable
children globally. His commitment
to charity began after a
family trip to South Africa, where
he witnessed the challenges
faced by underprivileged communities.
Through both dancing and cycling,
Aleksandr actively supports
causes that improve the lives of
children, combining his artistic
and physical ability with a
commitment to making a positive
impact.
U
nder the direction of Yury Revich,
an internationally renowned violinist
who also mentors young talents,
the project brings together outstanding
artists from various disciplines to
support socially important initiatives
through music and performance.
On March 3, 2025 a remarkable
concert took place at Palais Niederösterreich,
uniting renowned artists and
emerging stars. Among them was Aigul
Akhmetshina, a mezzo-soprano known
for performances at the Metropolitan
Opera, Covent Garden, and Vienna
State Opera.
Also featured were Maria Yakovleva,
a prima ballerina, and Liudmila Konovalova,
prima ballerina of the Vienna
State Ballet.
Furthermore, the concert showcased
Anastasia Kliuchereva, a 21-yearold
pianist and international competition
winner, and Lora Grigorieva
(mezzo-soprano), a promising young
singer who has performed with Yury
Revich multiple times.
One of the evening’s highlights were
the 11-year-old dancers Alexandr Rybin
and Margarita Katasheva, whose graceful
choreography underscored the event’s
mission of using art for positive change.
The concert was a unique event of
emotion, virtuosity, and creativity, uniting
music, dance, and performing arts at
the highest level—all for a good cause.
Dreamland with Yury Revich demonstrated
how art builds bridges and has
the power to change the world.
85
Issue
N 387
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Ambassadors’
Caleidoscope
New Accreditations
Ambassadors resident in Vienna.
Last update March 2025
Argentina
Armenia
Costa Rica
H.E. Gustavo Zlauvinen
Born in 1960
H.E. Andranik Hovhannisyan
Born in April 6, 1976, Yerevan, Armenia
H.E. Olga Marta Sauma Uribe
Born on June 24, 1969
86
EDUCATION
Graduate Degree in International Relations,
National University of Rosario
CAREER
1989–1991: Department for Nuclear and
Disarmament Affairs, MFA
1991–1995: Alternative Representative of
Argentina to the IAEA, Second Secretary,
Embassy of Argentina to Austria
1995–1999: Chief of Staff, United Nations
Special Commission for the Disarmament of
Iraq (UNSCOM), New York
2000–2001: Counsellor, Cabinet of the
Secretary of State for Foreign Affairs, MFA
2001–2009: Representative of the Director
General of the IAEA to the UN, New York
2010–2014: Executive Secretary of the
Argentine National Authority for the
implementation of the Chemical Weapons
Convention
2014–2016: Director for International
Organizations, MFA
2016–2018: Undersecretary for Foreign
Policy, MFA
2019: Secretary of State for Foreign Affairs
(Deputy Foreign Minister)
2020–2022: President of the 10 th Review
Conference of the Treaty on the Non
Proliferation of Nuclear Weapons (NPT)
2022–2024: President of the Argentine
Foreign Service Association (APSEN)
Since December 2024: Ambassador of
Argentina to Austria
EDUCATION
Department of Arabic Studies, Faculty of
Oriental Studies, Yerevan State University
Department of Arabic Language and
Literature, University of Cairo, Egypt
PhD, Faculty of Oriental Studies, Yerevan
State University
Fletcher School of Law and Diplomacy,
Boston, USA
CAREER
1999–2000: Attaché, Information and Public
Affairs Department, MFA
2000–2004: Attaché, Embassy of Armenia to
Syria, Damascus
2004–2006: Third Secretary, Arms Control
and International Security Department, MFA
2006–2009: Second Secretary, Permanent
Mission of Armenia to the OSCE, Vienna
2009–2010: First Secretary, Council of
Europe Division, MFA
2010–2012: Head of the OSCE Section,
Ministry of Foreign Affairs of the Republic of
Armenia, MFA
2012–2014: Deputy Chief of Mission,
Counsellor, Embassy of Armenia to the USA,
Washington
2014–2019: Advisor to the Minister of
Foreign Affairs
2019–2024: Ambassador of Armenia to
Switzerland, Permanent Representative of
Armenia to the UN and other IO in Geneva
2022: Vice President of the Human Rights
Council of the United Nations
2023–2024: Member of the Consultative
Group of the Human Rights Council
Since December 2024: Ambassador of
Armenia to Austria
EDUCATION
Master’s Degree in Social Responsibility and
Sustainability, National University, San José,
Costa Rica
Master’s Degree in Business Administration,
Universidad FUNDEPOS, San José, Costa Rica
Bachelor’s Degree in Advertising and
Marketing, Universidad Latina de San José,
Costa Rica
CAREER
1989–1992: Media & Creative Executive,
Anuncie S.A. San José, Costa Rica
1993–2002: Sales & Marketing Management,
Mar e Moto S.A., San José, Costa Rica
2002–2008: General Manager, Sociedad
Anónima U.M.A. San José, Costa Rica
2008–2009: Director of Marketing &
Communication – Business Alliance for
Development AED, San José, Costa Rica
2009–2017: Director of Integrated
Sustainability Management at AED, San José
2017–2024: Executive Director, Business
Alliance for Development AED, San José
Since December 2024: Ambassador of Costa
Rica to Austria
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Diplomatic SOCIETY presents the newly accredited
Ambassadors to Austria with name, photo and CV.
AMBASSADORS' CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
France
Japan
New Zealand
H.E. Matthieu Peyraud
Born on May 6, 1974
H.E. Kiminori Iwama
Born on January 10, 1963
H.E. Andrew Rive Williams
Born on December 21, 1983
EDUCATION
HEC, Ecole des hautes études commerciales
IHEDN, Institut des hautes études de la
Défense nationale
Exchange student at
Wirtschaftsuniversität Wien
CAREER
1999–2002: Officer, Central Europe
department, Ministry of Foreign Affairs
2002–2005: Deputy Consul, French
Consulate General in Chicago
2005–2009: First Secretary, Embassy of
France in Spain
2009–2012: Representative to the Director
General for Globalization, Ministry of
Foreign Affairs
2012–2014: Advisor, Diplomatic Staff,
President’s Office
2015–2017: Deputy Director for the
Americas and the Caribbean, Ministry
of Foreign Affairs and International
Development
2017: Deputy Cabinet Director to the
Minister of State, French Ministry for
Ecological and Solidarity Transition
2018–2020: Secretary General of the
General Inspectorate for Foreign Affairs, MFA
2020–2024: Director of Cultural,
Educational, Academic and Scientific
Diplomacy, MFA
Since December 2024: Ambassador of
France to Austria
EDUCATION
Bachelor’s Degree in Law, Kyoto University
CAREER
1986: Joined Ministry of Foreign Affairs
September 2002: Senior Coordinator,
Management and Coordination Division,
Minister’s Secretariat/Economic
Cooperation Division
October 2002: Secretary to the Sate Minister
for Foreign Affairs
2003: Counsellor, Permanent Mission of
Japan to the United Nations and other
International Organizations in Geneva
2006: Director, Loan Aid Division,
International Cooperation Bureau
2007: Director, Oceania Division, Asian and
Oceanian Bureau
2009: Chamberlain to H.I.H. the Crown Prince
2012: Minister, Embassy of Japan in Thailand
2014: Minister, Embassy of Japan in Germany
2018: Chief of Protocol, Ambassador
2020: Consul-General of Japan in Düsseldorf
2022: Ambassador of Japan to Bangladesh
Since January 2025: Ambassador of Japan
to Austria
EDUCATION
Bachelor of Arts and Bachelor of Laws
(Honours), University of Auckland, New Zealand
CAREER
2007–2010: Legal Adviser, Legal Division,
Ministry of Foreign Affairs and Trade
2011–2013: Deputy Head of Mission,
Embassy of New Zealand in Afghanistan
2013: Senior Legal Adviser, Legal Division, MFA
2014: Special Investigator, Office of the
Inspector-General of Intelligence and Security
2015–2017: Senior Adviser for National
Security Policy, Department of Prime
Minister and Cabinet
2017: Principal Adviser, Constitutional and
Human Rights, Ministry of Justice
2018: Senior Private Secretary to the
Minister of Justice
2019–2022: Unit Manager, Legal Division,
Ministry of Foreign Affairs and Trade
2022: Special Project Lead—Establishment
of New Zealand sanctions system, Ministry
of Foreign Affairs and Trade
2022–2023: Chief International Legal
Adviser (Acting)
2023–2024: Advocate, Co-Agent and
Counsel for New Zealand in Ukraine vs.
Russia at the International Court of Justice
2023–2024: Lead Negotiator, Pandemic
Preparedness Prevention and Response
Since January 2025: Ambassador of
New Zealand to Austria
87
Issue
N 387
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Türkiye
Uruguay
Venezuela
H.E. Gürsel Dönmez
Born on July 1, 1964
H.E. Alejandro Garofali Acosta
Born on July 10, 1968
H.E. Claudia Salerno Caldera
Born on June 13, 1972
88
EDUCATION
Bachelor’s Degree, Faculty of Political
Sciences, Ankara University
Master’s Degree, Vienna University
of Economics
Ph.D, Vienna University of Economics
CAREER
1993–1998: Tokat Gaziosmanpasa
University, Department of Sociology,
Research Assistant
1999–2009: Austrian Ministry of Education,
Secondary Education & University of Vienna,
Academy of Pedagogics (2007–2009),
Teacher and Lecturer
2009–2010: Prime Ministry of Türkiye,
Advisor (on Balkans)
2010–2015: Prime Ministry of Türkiye,
Presidency of Turks Abroad, Vice President
2016: Yildirim Beyazit University, Visiting
Scholar (lectures for Ph.D students)
2015–2018: Prime Ministry of Türkiye, Head
of Foreign Relations, Chief Advisor
2018–2023: Presidency, Chief Advisor
2023–2024: Chief Advisor of the Minister of
Foreign Affairs of Türkiye
Since January 2025: Ambassador of
Türkiye to Austria
EDUCATION
Doctorate in Law and Economics of
Sustainable Development,
Catholic University of Ávila, Spain
Master’s Degree in Business Administration
and Management, Polytechnic University of
Catalonia, Spain
Degree in International Relations,
University of the Republic, Uruguay
CAREER
Professor at ORT University and Catholic
University of Uruguay
Associate Researcher on Latin America,
Friedrich Alexander Erlangen University
Nuremberg
Chair of Diplomacy in the Digital Era,
European Institute of International Studies,
Stockholm
Uruguayan diplomatic positions in the USA,
Sweden and other Nordic and Baltic countries
Several directorates of the Ministry of
Foreign Affairs in Montevideo
Ambassador of Uruguay to Ethiopia and Kenya,
Permanent Representative of Uruguay to the
African Union, the UN Environment Program-
UNEP, UN-Habitat and UNECA, Addis Ababa
Ambassador of Uruguay to Switzerland and
Liechtenstein, Permanent Representative to
the Universal Postal Union, Bern
Director for Institutional Relations, Ministry
of Foreign Affairs, Uruguay
Since January 2025: Ambassador of Uruguay
to Austria
EDUCATION
University Degree in International Relations,
Central University of Venezuela, Caracas
Master’s Degree in Advanced Studies in
Environmental Law, University Panthéon-
Sorbonne and Panthéon-Assas, Paris I
and Paris II
PhD (LL.D), Doctor of Public International
Law, University Panthéon-Assas, Paris II
CAREER
2002–2009: Executive Secretary of the
Bi–national Technical Commission for the
Integral Study of the River Basins between
Venezuela and Colombia and National
Coordinator for River Basins
2009–2010: Director General of
International Cooperation, Ministry of
Environment of Venezuela
2009–2016: Special Presidential Envoy for
Climate Change, Minister level
2010–2012: Director of International
and Multilateral Organisations, General
Directorate for Integration and Multilateral
Affairs, MFA
2012–2014: Deputy Minister of Foreign
Affairs for North America
2014–2015: Deputy Minister of Foreign
Affairs for Economic Cooperation
2015–2021: Ambassador of Venezuela to
Belgium, Luxembourg and Ambassador to
the European Union
2021–2024: Ambassador of Venezuela to
Belgium and Luxembourg
Since December 2024: Ambassador of
Venezuela to Austria
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
New Accreditations
Non-Resident
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
NEW ACCREDITATIONS
Viet Nam
Burundi
Guinea
H.E. Le Thai Hoang Vu
Born on August 12, 1975
H.E. Annonciata Sendazirasa
Since January 2025
H.E. Louncény Condé
Since January 2025
EDUCATION
Master’s Degree, Strategic Studies,
Rajaratnam School of International Studies,
Nanyang Technological University, Singapore
PhD in International Relations, UK
CAREER
1998–2008: Lecturer at the Diplomatic
Academy of Viet Nam, Ministry of
Foreign Affairs
2008–2012: Desk Officer, Foreign Policy
Planning Department
2012–2014: Deputy Director General of the
Foreign Policy Planning Department
2014–2018: Minister Counsellor and Chief
Political Officer, Viet Nam Embassy in the
USA
2018–2019: Deputy Director General of the
National Secretariat for ASEAN 2020, ASEAN
Department, MFA
2019–2022: Deputy Director General of the
Department of American Affairs, MFA
2022–2024: Managing Director, then
Director of the Institute for Foreign Policy
and Strategic Studies, Diplomatic Academy
Since December 2024: Ambassador of
Viet Nam to Austria
Jamaica
H.E. Richard Brown
Since January 2025
Zambia
H.E. Winnie Natala Chibesakunda
Since January 2025
89
image/s by Peter Lechner
Issue
N 387
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
90
Ambassadors’
Caleidoscope
Afghanistan Angola Azerbaijan Bolivia
Ambassadors resident in Vienna.
Last update: April 2025
Foreign representatives in Austria
123 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria. Diplomatic SOCIETY presents
them with name, picture and day of accreditation.
H.E Ms. Manizha Bakhtari
since 07.01.2021
H.E. Ms. Isabel de Jesus
da Costa Godinho
since 20.06.2023
H.E. Mr. Rovshan Sadigbayli
since 12.09.2021
Albania Argentina Bangladesh Bosnia and Herzegovina
H.E. Mr. Fatmir Velaj
since 26.06.2024
H.E. Mr. Gustavo Rodolfo
Zlauvinen
since 09.03.2023
H.E. Mr. Toufique Hasan
since 11.03.2025
Algeria Armenia Belarus Brazil
H.E. Mr. Larbi Latroch
since 20.06.2023
H.E. Mr. Andranik Hovhannisyan
since 18.11.2024
H.E. Mr. Andrei Dapkiunas
since 30.09.2020
Andorra Australia Belgium Bulgaria
H.E. Mr. Jaume Serra Serra
since 13.01.2020
H.E. Mr. Ian David Grainge Biggs
since 20.06.2023
H.E. Ms. Caroline Vermeulen
since 16.09.2022
Ms. Maria Jolanta
Materna Gorna
Chargé d’Affaires, since 05.04.2023
H.E. Mr. Sinisa Bencun
since 29.09.2023
Mr. Cesar Augusto Vermiglio
Bonamigo
Chargé d’Affaires since 28.01.2025
H.E. Ms. Desislava Naydenova-
Gospodinova
since 09.03.2023
image/s by Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd,, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig, Clemens Schwarz
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
Burkina Faso Costa Rica Czech Republic Egypt
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
H.E. Ms. Maimounata Ouattara
since 20.06.2023
H.E. Ms. Olga Marta Sauma Uribe
since 18.12.2024
H.E. Mr. Jiří Šitler
since 16.09.2022
H.E. Mr. Mohamed Ibrahim
Nasr Salem
since 10.09.2024
Canada Côte d’Ivoire Denmark El Salvador
H.E. Mr. Troy Lulashnyk
since 12.01.2022
H.E. Mr. Cisse Yacouba
since 20.06.2023
H.E. Mr. Christian Gronbech-
Jensen
since 03.11.2022
H.E. Ms. Julia Emma
Villatoro Tario
since 13.01.2020
Chile Croatia Dominican Republic Estonia
91
H.E. Mr. Alex Wetzig Abdale
since 15.01.2024
H.E. Mr. Daniel Glunčić
since 13.01.2020
H.E. Ms. Angela Marianna
Vigliotta Mella
since 20.02.2024
H.E. Ms. Merle Pajula
since 16.09.2022
China Cuba DPR Korea Finland
H.E. Ms. Mei Qi
since 09.03.2023
H.E. Mr. Pablo Berti Oliva
since 09.03.2023
H.E. Mr. Kang Il Choe
since 14.03.2020
H.E. Ms. Nina Irmeli Vaskunlahti
since 21.11.2023
Colombia Cyprus Ecuador France
H.E. Ms. Laura Gabriela
Gil Savastano
since 29.09.2023
H.E. Mr. Andreas Ignatiou
since 20.02.2024
H.E. Ms. Mireya del Carmen
Muñoz Mera
since 12.01.2022
H.E. Mr. Matthieu Nicolas
Dominique Peyraud
since 18.12.2024
Issue
N 387
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
92
Georgia
H.E. Mr. Alexander Maisuradze
since 11.03.2025
Germany
H.E. Mr. Vito Dietrich Cecere
since 29.09.2023
Honduras
H.E. Elena María Freije Murillo
since 09.03.2023
Holy See
H.E. Mr. Archbishop Pedro
López Quintana
since 14.06.2019
Indonesia
H.E. Mr. Damos Dumoli Agusman
since 16.03.2022
Iran
H.E. Mr. Asadollah Eshragh
Jahromi
since 11.03.2025
Italy
Japan
Ghana Hungary Iraq Jordan
H.E. Ms. Matilda Aku Alomatu
Osei Agyeman
since 17.12.2024 (designated)
Greece Iceland Ireland Kazakhstan
H.E. Mr. Georgios Iliopoulos
since 15.01.2024
H.E. Ms. Edit Szilagyine Batorfi
since 29.09.2023
H.E. Mr. Hindreen Ali Mustafa
Mustafa
Chargé d‘Affaires, since 26.03.2025
Guatemala India Israel Kenya
H.E. Jorge Skinner
Klee Arenales
since 09.03.2023
H.E. Ms. Helga Hauksdottir
since 29.09.2023
H.E. Mr. Shambhu Santha
Kumaran
since 26.06.2024
H.E. Ms. Barbara Cullinane
since 10.09.2024
H.E. Mr. David Yitshak Roet
since 21.11.2023
H.E. Mr. Giovanni Pugliese
since 20.02.2024
H.E. Mr. Kiminori Iwama
since 21.01.2025
H.E. Mr. Mohammed Sameer
Hindawi
since 10.09.2024
H.E. Mr. Mukhtar Tileuberdi
since 29.09.2023
H.E. Mr. Maurice Makoloo
since 20.02.2024
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Kosovo
Lebanon
Malaysia
Montenegro
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
Mr. Albinot Bimbashi
Chargé d’Affaires, since 07.12.2022
H.E. Mr. Ibrahim Assaf
since 5.12.2017
H.E. Mr. Ikram bin Mohd Ibrahim
since 12.01.2022
H.E. Ms. Stanica Andic
since 20.04.2024 (designated)
Kuwait
Libya
Malta
Morocco
H.E. Mr. Talal Sulaiman Alfassam
since 16.09.2022
H.E. Mr. Osama Abduljalil Ahmed
Abdulhadi
since 16.03.2022
H.E. Ms. Natasha Meli Daudey
since 06.11.2018
H.E. Mr. Azzeddine Farhane
since 10.07.2019
Kyrgyzstan Liechtenstein Mexico Myanmar
93
H.E. Mr. Tolendy Makeyev
since 12.09.2021
H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer
Prinzessin v.u.z.L.
since 11.12.1997
H.E. Mr. Jose Antonio
Zabalgoitia Trejo
since 20.02.2024
H.E. Mr. Min Thein
since 07.12.2020 (designated)
Laos Lithuania Moldova Namibia
H.E. Mr. Khonepheng
Thammavong
since 16.03.2022
H.E. Ms. Lina Ruksteliene
since 11.01.2023
H.E. Ms. Victoria Rosa
since 10.09.2024
H.E. Mr. Vasco Mushe Samupofu
since 20.06.2023
Latvia Luxembourg Mongolia Netherlands
H.E. Ms. Guna Japiņa
since 12.09.2021
H.E. Mr. Jean Graff
03.11.2022
H.E. Mr. Tsengeg Mijiddorj
since 12.01.2022
H.E. Mr. Peter Christiaan Potman
since 29.09.2023
Issue
N 387
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
Nepal Oman Peru Romania
H.E. Mr. Bharat Kumar Regmi
since 16.09.2022
New Zealand
H.E. Mr. Yousuf Ahmed
Hamed Al Jabri
since 07.01.2019
H.E. Ms. Maria Eugenia
Echeverria Herrera Vda. de Pury
since 11.03.2025
H.E. Ms. Andrea Amza Andras
Chargée d’Affaires, since 23.12.2024
Order of Malta Philippines Russian Federation
94
H.E. Mr. Andrew Rive Williams
since 21.01.2025
Nicaragua
H.E. Ms. Sabra Amari Murillo
Centeno
since 05.07.2021
Nigeria
Mr. Dogon Daji Haliru Bello
Chargé d’Affaires, since 25.11.2023
North Macedonia
H.E. Mr. Osvit Rosoklija
since 16.03.2022
Norway
H.E. Ms. Susan Eckey
since 03.11.2022
H.E. Mr. Sebastian Prinz von
Schoenaich-Carolath
since 16.04.2018
Pakistan Poland San Marino
H.E. Mr. Mohammad Kamran
Akhtar Malik
since 10.09.2024
Palestine
H.E. Mr. Salahaldin Abdalshafi
since 22.10.2013
Panama
Mr. Natanael Pineda Rodriguez
Chargé d’Affaires, since 03.07.2023
Paraguay
H.E Mr. Juan Francisco Facetti
Fernandez
since 14.06.2019
H.E. Ms. Evangelina
Lourdes Bernas
since 20.06.2023
Mr. Zenon Henryk
Kosiniak Kamysz
Chargé d’Affaires, since 11.10.2024
Portugal
H.E. Mr. Miguel Maria Simoes
Coelho de Almeida e Sousa
since 05.07.2022
Qatar
H.E. Mr. Jassim Yaaqob
Al-Hamadi
since 15.01.2024
Republic of Korea
H.E. Mr. Sang Wook Ham
since 11.01.2023
H.E. Mr. Dmitrii Liubinskii
since 07.10.2015
H.E. Ms. Elena Molaroni
since 17.09.2008
Saudi Arabia
H.E. Mr. Abdullah Khalid
O Tawlah
since 21.11.2023
Serbia
H.E. Mr. Marko Blagojevic
since 20.02.2024
Slovakia
H.E. Mr. Jozef Polakovic
since 29.09.2023
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Slovenia Switzerland Türkiye Uruguay
H.E.Mr. Aleksander Geržina
since 05.07.2021
H.E. Ms. Salome Meyer
since 11.01.2023
H.E. Mr. Gürsel Dönmez
since 21.01.2025
South Africa Syria Turkmenistan Uzbekistan
H.E. Mr. Alejandro Garofali
Acosta
since 21.01.2025
AMBASSADORS’ CALEIDOSCOPE
IN AUSTRIA
H.E. Mr. Rapulane Sydney
Molekane
since 10.07.2019
Mr. x Hasan Khaddour
Chargé d’Affaires a.i.
since 26.04.2021
H.E. Mr. Hemra Amannazarov
since 16.09.2022
Spain Tajikistan Ukraine Venezuela
H.E. Mr. Bakhtiyor Ibragimov
since 21.11.2023
H.E. Ms. Maria Aurora Mejia
Errasquin
since 26.06.2024
H.E. Mr. Idibek Kalandar
since 5.12.2017
H.E. Mr. Vasyl Khymynets
since 12.01.2022
H.E. Ms. Claudia Salerno Caldera
since 18.12.2024
95
Sri Lanka
Tanzania
United Arab Emirates
Viet Nam
H.E. Mr. Matota Rallage
Kulatilaka Lenagala
since 21.11.2023
H.E. Ms. Naimi Sweetie Aziz
since 21.11.2023
H.E. Mr. Hamad Ali Mohammed
Subaih Alkaabi
since 16.03.2022
H.E. Mr. Le Thai Hoang VU
since 18.12.2024
Sudan
Thailand
United Kingdom
Yemen
H.E. Mr. Magdi Ahmed
Mofadal Elnour
since 28.07.2022
H.E. Ms. Pattarat Hongtong
since 11.03.2025
H.E. Ms. Lindsay Skoll
since 12.01.2022
H.E. Mr. Haytham Abdulmomen
Hassan Shoja’aadin
since 31.01.2017
Sweden
Tunisia
United States
H.E. Ms. Annika Lisa Markovic
since 12.09.2021
H.E. Ms. Samia Ilhem Ammar
since 20.02.2024
Ms. Kami Ann Witmer
Chargée d’Affaires, since 21.01.2025
Issue
N 387
ÖGAVN
PARTNER VON DIPLOMATIC SOCIETY
ÖGAVN-Plattform für
internationalen Dialog
Die Österreichische Gesellschaft für Außenpolitik und die Vereinten Nationen
(ÖGAVN) ist aus dem gesellschaftlichen und politischen Leben in Wien nicht mehr
wegzudenken. Die unabhängige und überparteiliche Organistaion bietet politisch,
ökonomisch, kulturell und wissenschaftlich interessierten Menschen seit Jahren
eine Plattform für Austausch in all diesen Bereichen. VON MAG. HERMINE SCHREIBERHUBER
96
D
ie regelmäßigen Veranstaltungen
in den Clubräumen der Innenstadt
sind bestens besucht. Im Fokus
der Vorträge stehen Informationen
über österreichische und europäische
Außenpolitik ebenso wie internationale
Dr. Wolfgang Schüssel im Gespräch mit dem früheren
schwedischen Premierminister Stefvan Löfen
Themen mit ihren Verknüpfungen. Die
Zielsetzungen der ÖGAVN spiegeln sich
in der Zusammensetzung der Organisation,
in deren Führungsgremien alle
traditionell wichtigen Parteien Österreichs
vertreten sind.
Politische Vielfalt in
Führungsgremien
Das Team der ÖGAVN setzt sich aus
erfahrenen früheren Politikern:innen
sowie renommierten Diplomat:innen
zusammen. Präsident ist der frühere
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, als
Vizepräsidenten fungieren u.a. Peter
Jankowitsch, Ursula Plassnik, Heribert
Scheibner und auch Bundespräsident
Alexander Van der Bellen. Dem Vorstand
gehören u.a. Eva Nowotny und
Friedhelm Frischenschlager an.
Gute Vernetzung ist ein Grundpfeiler
des Erfolgs, seit die ÖGAVN
2010 die Büroräume in der City
bezog. ÖGAVN-Präsident Wolfgang
Schüssel und dem Vorstand
ist es ein Anliegen, das Interesse
für zwischenstaatliche und internationale
Belange in Politik, Wirtschaft,
Medien und Gesellschaft zu fördern.
Die ÖGAVN fungiert als Bindeglied
zu den UNO-Organisationen - als „UN
Organisation of Austria“ - und ist Gründungsmitglied
des Dachverbandes der
UNO-Gesellschaften WFUNA.
Hochrangige Vortragende
im Plenum
Die Liste hochkarätiger Referent:nnen
ist beeindruckend. In den vergangenen
Jahren ergriffen Persönlichkeiten
aus aller Welt vor der ÖGAVN das Wort.
Höhepunkte waren Vorträge der früheren
UNO-Generalsekretäre Kofi Annan
und Ban Ki-moon oder der heutigen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von
der Leyen. Im Vorjahr war deren Vorgänger
Jose Manuel Barroso zu Gast. Der
jüngste gemeinsame Auftritt des israelischen
Ex-Premiers Ehud Olmert und
des palästinensischen Experten Nasser
al-Kidwa war ein absolutes Highlight.
Die geltenden Chatham House Rules
hätten einen positiven Effekt, so der
Eindruck bei „Stammgästen“ der Club-
Veranstaltungen. Referenten könnten
offener ihre Meinung äußern, Details
präsentieren, die nicht für eine breite
Öffentlichkeit bestimmt seien. Das
Grundkonzept des Meinungsaustauschs
erfahre so eine Bereicherung. ÖGAVN-
Präsident Schüssel fasste dies einmal
in die Worte, es sei wichtig, „einander
zuzuhören, miteinander zu reden“.
2008 entstand die ÖGAVN aus dem
Zusammenschluss der Österreichischen
Gesellschaft für Außenpolitik
und Internationale Beziehungen sowie
der Österreichischen Liga für die Vereinten
Nationen. Als einer NGO-Vertretung
steht der ÖGAVN auch die
Möglichkeit offen, an internationalen
Konferenzen teilzunehmen.
Auch das Engagement für die Jugend
hat für die ÖGAVN hohen Stellenwert.
Die Expertise der Gesellschaft wird an
Jugendorganisationen wie der Young
UN Association (YUNA Austria) weitergegeben.
Der Lehrgang „International
Leadership Programme“ stößt bei Studenten
auf großes Interesse. Engagierte
junge Menschen erweisen sich als
dankbar, indem sie bei den Veranstaltungen
praktische Mithilfe leisten.
Debattenmagazin
„European Voices“ fördert
europäischen Dialog
Das Diplomatenmagazin „Diplomatic
Society" gilt als offizielles Organ der
ÖGAVN. Seit Anfang 2024 erscheint das
englischsprachige Debattenmagazin
Ministerin a.D. Benita Ferrero-Waldner und I.E. Nina
Vaskunlahti (Finnland) lauschten dem Vortrag
„European Voices“, herausgegeben von
der ÖGAVN und der Tageszeitung „Die
Presse“. Die Publikation will „ein Magazin
für ein starkes Europa“ sein und „Stimmen
aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa
Gehör verschaffen“. Politische
Denker:innen, Wissenschaftler:innen
und Schriftsteller:innen
kommen in diesem „europäischen
Dialog“ zu Wort. In fast 40 Staaten
Europas können die „European
Voices“ gelesen werden.
Foto/s © SOCIETY/Sora
THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY
GASTBEITRAG
EMIL BRIX
Was gesagt
werden sollte
Es ist nicht oft der Fall, dass weltweit jeder Mensch über Geopolitik Bescheid
wissen sollte, weil sie in seinem oder ihrem persönlichen Leben über Wohlstand,
Sicherheit und Freiheit entscheidet. Aber jetzt ist es so weit.
VON DR. EMIL BRIX, DIREKTOR DER DIPLOMATISCHEN AKADEMIE WIEN
98
ie Forderungen nach einer neuen
D multipolaren Weltordnung haben
den sympathischen Aspekt, dass nicht
ein Hegemon allein entscheiden kann,
der nur in Form von „Deals“ denkt und
handelt, die Kriegsverbrechen von
Putins Russland nicht sonderlich ernst
nimmt, ein großes Stück unserer Meere
einseitig umbenennt
oder eine große Insel
im Atlantik am liebsten
kaufen würde.
Aber „multipolar“
ist kein Versprechen
für mehr Gerechtigkeit.
Ganz im Gegenteil –
Russland hindert seine
wirtschaftliche Schwäche
nicht daran, seine
Positionen in Europa
– und nicht nur dort –
mit militärischer Macht
auszubauen. Es hindert
China nicht daran,
seine militärische
Bedrohung Taiwans
zu intensivieren. Der
Großmachtanspruch
des Hindu-Nationalismus
in Indien wird in
seinen Nachbarstaaten
als Gefahr gesehen. Und was bedeutet
eine multipolare Welt mit den Regionalmächten
Türkiye und Iran für den
Nahen Osten und für den arabischen
Raum? Die Europäische Union und
Europa insgesamt sind in der Ansicht
geteilt, ob sie weiterhin in erster Linie
für eine liberale Weltordnung kämpfen,
oder den Großmachtanspruch eines
„souveränen Europas“ stellen sollen.
Was gesagt werden sollte: Eine Welt,
in der die Großmächte ihren Machtbereich
und ihre Einflusssphären mit
Gewalt und ohne Rücksicht auf den
Rest der Welt festlegen wollen, wird
keine friedliche Welt sein. Es mag dies
das Zeichen einer unvermeidlichen
Übergangszeit sein, weil die Stärkeverhältnisse
zwischen den weltpolitischen
Führungsmächten sich offensichtlich
verändern. Die nach dem Zweiten
Weltkrieg geschaffenen multilateralen
Ausgleichssysteme scheinen reformresistent.
Stabile multinationale Organisationen
gibt es längst nicht mehr, aber
für eine gerechte und friedliche Weltordnung
wären sie unverzichtbar.
Keine der globalen Herausforderungen
wird durch neue Handelskriege
oder durch weniger multinationale
Handlungsfähigkeit leichter beantwortbar.
Das gilt für alle Mitglieder der
Staatengemeinschaft. In Europa wurde
schon vor langer Zeit gesagt, es gibt nur
„Eine Welt, in der die Großmächte
ihren Machtbereich und ihre
Einflusssphären mit Gewalt und
ohne Rücksicht auf den Rest
der Welt festlegen wollen, wird
keine friedliche Welt sein.“
kleine Staaten oder solche, die noch
nicht verstanden haben, dass sie klein
sind. Angesichts von Klimakrise, Epidemiegefahren
und den disruptiven neuen
Technologien gilt dies heute global.
Die vielleicht wichtigste Aufgabe eines
effektiven globalen Ordnungsrahmens
besteht in einem fairen Interessenausgleich
innerhalb einer internationalen
Staatengemeinschaft, in der Großmächte
freiwillig einen Teil ihrer militärischen,
wirtschaftlichen und ideologischen
Macht aufgeben, weil auch sie ein
Interesse an einer möglichst stabilen
Weltordnung haben müssen.
Es heißt manchmal, ein Optimist ist
jemand, der noch nicht ausreichend
informiert ist. Aber erlauben Sie mir
dennoch ein Wort an die „Großen“: Dialog
und Diplomatie sind die geeignetsten
Instrumente, um das Ziel zu erreichen,
ein wirksames, inklusives und
gerechteres internationales System
zu schaffen, das globale Ungerechtigkeit
und wirtschaftliche Ungleichheiten
beseitigt und Frieden, Sicherheit und
Stabilität schafft. Dabei können letztlich
alle gewinnen. Aber wird das die
neuen und alten „Großen“ interessieren?
Wir müssen mit ihnen reden!
Foto/s © Diplomatishe Akademie Peter Lechner
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CO₂- Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Symbolfoto. Stand 03/2025.