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Mai/2023
MAGAZINE DE L’ARTISANAT AU LUXEMBOURG
BENOÎT MARTIN - PRÉSIDENT DE LA FCCE
Fédération des Conseillers
et Certificateurs Énergétiques
L’ARTISANAT AU 1 ER TRIMESTRE 2023
Une tempête trouvant son origine
dans un cocktail toxique de facteurs
ARBEITSGESETZBUCH
Neue gesetzliche Bestimmungen
gegen Mobbing am Arbeitsplatz
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MAGAZINE
FOCUS
Die Rentenfrage und
die Arbeitszeitreduzierung.
Laut Schätzungen der Europäischen
Kommission wird bei gleichbleibender Politik
das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern
in Luxemburg von derzeit etwa 1,8 auf
etwa 1,2 im Jahr 2050 sinken. Im Jahr in dem
Luxemburg und Europa zur Insel der CO 2 Neutralität
werden soll, wird ein Arbeitnehmer einen
Rentner finanzieren, seine Kinder zur Schule
schicken und gleichzeitig eigene Rentenansprüche
aufbauen müssen… Viel Glück damit!
Da die Produktivität seit Jahren stagniert
und kein politischer Wille existiert, daran etwas
Fundamentales zu ändern, wird wohl oder übel
über Beitragserhöhungen, Leistungskürzungen
oder eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit
geredet werden müssen.
Doch so weit sind wir noch nicht. Die Politik
meidet das Thema, wie der Teufel das Weihwasser
und man kann davon ausgehen, dass
die Rentenfrage im kommenden Wahlkampf
kein Thema sein wird.
Eine Reduzierung der gesetzlichen Arbeitszeit
wird aber sehr wohl ein Thema sein, das
wiederum die Rentenfrage sehr wohl
tangieren wird.
In der Politik ist das Narrativ sehr verbreitet,
dass wir uns immer mehr leisten und immer
mehr Geld ausgeben können und im
Gegenzug immer weniger zu Arbeiten
brauchen.
In der Wirtschaftswissenschaft ist aber klar,
dass ohne Leistung und Produktivität rein
gar nichts entsteht, das man verteilen könnte.
Dass eine Arbeitszeitverkürzung sich unweigerlich
auf die Wirtschaftsleistung und die
Fähigkeit, das Rentenniveau zu halten
auswirken wird, ist ein Fakt, auch wenn
die Politik oder zumindest die LSAP dies
einfach ausblendet.
Fédération des Artisans
Christian Reuter
Secrétaire général adjoint
c.reuter@fda.lu
+352 42 45 11-28
IMPRESSUM
SECRÉTARIAT ET
RÉDACTION :
Fédération des Artisans
Tél. : (+352) 42 45 11 1
info@fda.lu
www.fda.lu
Chambre des Métiers
Tél. : (+352) 42 67 67 1
contact@cdm.lu
www.cdm.lu
2, Circuit de la Foire
Internationale
L-1347 Luxembourg
BP 1604 - L-1016 Luxembourg
DIRECTION ARTISTIQUE :
Dominique Bernard
CRÉDITS PHOTOS :
Shutterstock.com,
CDM, FDA
RÉGIE PUBLICITAIRE :
Mediahuis Luxembourg S.A.
31, rue de Hollerich
L-1741 Luxembourg
Tél. : 4993 1
regie@regie.lu
IMPRESSION :
Print Solutions s.à r.l.
EDITEUR:
+352 42 45 11-1
info@fda.lu
www.fda.lu
RE
Le magazine
du secteur de l’Artisanat
au Luxembourg
PROCHAINES PARUTIONS
10-16
ÉCONOMIE
UNE TEMPÊTE TROUVANT
SON ORIGINE DANS UN COCKTAIL
TOXIQUE DE FACTEURS
DÉFAVORABLES S’ANNONCE
L’Artisanat au 1 er trimestre 2023
18-20
POLITIQUE
DIE NEUE
ABFALLGESETZGEBUNG:
EIN INTERVIEW MIT
UMWELTMINISTERIN
JOËLLE WELFRING
Kreislaufwirtschaftspaket
21 JUIN 2023
21 SEPTEMBRE 2023
19 OCTOBRE 2023
, c’est le magazine de
la Fédération des Artisans du Luxembourg
et de la Chambre des Métiers
Distribués à 8.700 exemplaires, D'Handwierk est
le média idéal pour toucher tous les entrepreneurs
actifs dans le secteur de l'Artisanat.
, c’est aussi...
Newsletter hebdomadaire (le jeudi)
envoyée à 3.000 abonnés
NEW
HOUSE OF SUSTAINABILITY
22-25 LA HOUSE OF SUSTAINABILITY
FAIT SALLE COMBLE POUR
SON LANCEMENT
Initiative
CHRONIQUE JURIDIQUE
26-28 DES NOUVELLES COMPÉTENCES
POUR L’AUTORITÉ DE
LA CONCURRENCE
Pratiques déloyales entre
professionnels
INNOVATION/DIGITAL
30-31 NORME ISO 14001 SYSTÈME
DE MANAGEMENT
ENVIRONNEMENTAL – LUXEMBOURG
FORMATION
35 AGENDA DES NOUVELLES
FORMATIONS 2023
IPIL
36 RETOUR SUR LA JOURNÉE
LUXEMBOURGEOISE DE
LA PROPRIÉTÉ INTELLECTUELLE
Chambre des Métiers
EUROPE ET GRANDE RÉGION
37 INTERNATIONALE
KOOPERATIONSANGEBOTE
Ein Mittel, um neue Märkte
zu erschließen
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ÉNERGIE
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MAGAZINE
SOMMAIRE
06-07
ÉDITO
D'HANDWIERK01|2018
KI: CHANCE UND RISIKO
44-45
FÉDÉRATION
NEUE GESETZLICHE
Editorial
BESTIMMUNGEN GEGEN
ISTDENNSCHON WAHLKAMPF?!
MOBBING AM ARBEITSPLATZ
ÉDITORIAL
Arbeitsgesetzbuch
Die große Auseinandersetzung der Ideen, wie Wahlkampf auch gerne dargestellt wird, beginnt indieser
Legislaturperiode außerordentlich früh.
38-40
RUBRIQUE
INTERVIEW DE BENOÎT MARTIN -
PRÉSIDENT DE LA FCCE
Fédération des Conseillers et Certificateurs Énergétique
4
Bereits im Dezember wiederholten insbesondere die LSAP-Vorwahlkämpfer
Schneiderund Schmit die absurde OGBL-Forderung
nach einer10%igen Erhöhungdes Mindestlohnsund
übersahen bei aller Begeisterung völlig, dass dadurch mehr
Probleme entstehenals gelöst werden, unddassinsbesondere
das sowieso arg strapazierte „Armutsrisiko“ durch besagte
Maßnahme keineswegsstrukturell verringertwerde.
Doch es kam noch besser: Arbeitszeit, Sonderurlaube,
52 Wochen… Tatsächlich schien zur Jahreswende insbesondere
beider LSAP undimmerhin10Monate vor derWahlein
Wettstreit der Wahlgeschenke entbrannt zusein, um ja den
engstenSchmusekurs mitden Gewerkschaftenzufahren.
Innerhalb nur einer Woche fielen Mitte Januar gleich drei
amtierende Minister um, davon 2von der DP, als esdarum
ging, sich bei der wichtigsten „Wählergewerkschaft“ einzuschmeicheln,
nämlich derCGFP. Unddas ganz ohne Not, denn
erfreulicherweise hatten bis dahin sämtliche große Parteien
FÉDÉRATION
nichtauf dasunverschämte Ultimatum derCGFPimZusammenhangmit
derenForderungen reagiert,sodassdie Beamtenvertretungriskierte,entwederins
Leere zu laufen oder aber
47 NETWORKING EVENT DE UNITED
ihre Mobilisierungsfähigkeitdemonstrieren zu müssen.
BUSINESS LUXEMBOURG
Weiswampach Doch sorgten wie gesagt genügend Minister dafür, dass es
nichtzueiner solchenPeinlichkeitkam.Den Anfang machte
47 LA SOIRÉE Erziehungsminister SUR LA MYOPIE Claude Meisch, 2023 als er ankündigte, die
- UN GRAND Praktikumsdauerfür SUCCÈS angehende Lehrerzukürzen. Am gleichen
Tag des erklärte Patrons dann die DP-Präsidentin und Familien-
Fédération
ministerin Corinne Cahen etwas überraschend, die dreijährige
et „Stagezeit“ Optométristes beim öffentlichen Dienst für überholt und
Opticiens
schlug vor, dasberufliche Anfangspraktikum aufein Jahr zu
beschränken. Somitwar dasHerzstückder Beamtenstatutenreformzumindest
angeschossen,mittels welcherdocheigentlich
eine Annäherung derAnfangsgehälter an denPrivatsektor
hätte stattfindensollen. DieserSteilvorlage musste der Minister
desöffentlichenDienstesDan Kersch natürlichetwas entgegensetzenund
so kündigte er an,auchimöffentlichenDienst
denMutterschaftsurlaub nach derGeburtauf zwei Monate zu
erhöhen,ganzsowie es seit knappeinem MonatbereitsimPrivatsektorder
Fall war.
Die große Auseinandersetzung der Ideen ist imMoment also
eher eingegenseitiges Überbietenmit Wahlgeschenken. Diese
werden zwar gerne genommen, Anerkennung inForm von
Stimmengewinnen ernten die politischen Nikoläuse dadurch
aber eher selten. Auch nichtbei Gewerkschaften–hier isteseher
so,dassgleichdie nächste Forderungdie eben erfüllte ablöst.
Der Wähler urteilt eigentlich weniger über die vergangene
Legislaturperiode, undauchgemachte Versprechen wollenauch
erst einmal in trockene Tücher gebrachtwerden. In derWahlkabine
fälltder Wähler vorallem einUrteildarüber,oberesder
Partei oder demKandidatenzutraut,inden kommenden4oder
5Jahren dasSchiffineinem unsichereren Umfeld aufKurszu
halten. Unter diesemBlickwinkel punktendannjene Kandidaten,
die bereitsind, die großenpolitischen Themen anzupacken
anstattmit ungedecktenSchecks um sich zu werfen.
Luxemburg steht vor großen Herausforderungen. Das auf
Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzuwachs beruhende Wachstumsmodell
stößt anseine Grenzen. Mobilität, Wohnen,
Altersversicherung,Platz fürdie Wirtschaft,Aus-und Weiterbildungimdigitalen
Zeitaltersindalles Themen,die maninder
kommendenLegislaturperiode angehenmuss.
LuxemburgwirdauchinZukunftauf eindynamisches Wirtschaftswachstumangewiesenbleiben.WenndiesesWachstum
nichtmehrüberdie demographische Entwicklunggestemmt
werden kann, muss ananderen Schrauben gedreht werden.
Die offensichtlichste und von der Politik bislang ammeisten
geschmähte Schraube istdie derProduktivität.Und hier liegt
dann auch gleich einHauptproblem: rechnetman nämlichden
Finanzplatzaus dergesamtwirtschaftlichenProduktivitätsentwicklung
heraus wird klar,dasseseigentlichkeinerlei Produktivitätszuwächse
zuverteilen gibt.
FÉDÉRATION
49 LOLA VALERIUS, LAURÉATE
DU PRIX DE LA JEUNE
ENTREPRENEUSE Ein ähnlich schwarzes 2022 Bild ergibt sich bei der Unternehmensrentabilität:
du prix hierde liegtLuxemburgimeuropäischen la jeune
Vergleichan
Remise
entrepreneuse letzterStelle bei2022
denUnternehmen außerhalbdes Finanzsektors.
Natürlichmüssendie Unternehmen vorallem selber fürihre
Produktivitätsorgen, StichwörtersindhierQualifikation und
Innovation. Die Politik steht jedoch auch in der Verantwortung,
damit das politische Umfeld den Anforderungen der
Zeit gewachsen ist. Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle
ebenso wie die Verringerungder Bürokratie oder konsequente
InvestitioneninAus-und Weiterbildung,umnur diese Faktoren
zu nennen.
Natürlichsinddas Themen,die nichtjedem gefallen undkontrovers
diskutiert werden müssen. Die Parteien müssten den
Wählernabersoweitvertrauen,dasssie ihnen eine solche Diskussionzumuten
können. Doch dafürmüssten sie zuallererst
einmal Wahlprogramme überlegen undausarbeiten unddurchdiskutieren,
anstattsie vorlaufenderKamerazuimprovisieren!
Wertraut sich,den Anfang zu machen indemsie beispielsweise
derCGFPeinen Korbgibt?
Romain SCHMIT | SecrétaireGénéral
T +352 42 45 11 -26 | E r.schmit@fda.lu
I www.fda.lu | twitter @romschmi
46
FÉDÉRATION
AFTERWORK À
LA BOUCHERIE-SALAISONS
MEYER
Fédération des Artisans
STANDARDS
03
FOCUS
50
AGENDA/EVENTS
ONLINE
Video
Galerie
Infos
MAGAZINE
EDITO
EDITORIAL
KI: Chance und Risiko.
ChatGpt und andere sprachbasierte Künstliche Intelligenzen
sind gerade in aller Munde. Während die meisten von uns noch
herumexperimentieren, entwickeln sich gerade eine ganze
Palette an Anwendungsmöglichkeiten, die in nächster Zukunft
vermarktet werden und riskieren, die Wirtschaft, ebenso wie die
Gesellschaft umzukrempeln.
Die KI Revolution trifft die Gesellschaft völlig unvorbereitet.
Die Politik, die sich traditionell ohnehin
schwertut, technologische Entwicklungen zu begleiten,
ist überfordert.
Die Konzepte Bildung, Arbeitsbeziehungen, Wertschöpfungsketten,
Sozialmodelle sind durch KI wenigstens teilweise mit
einem Fragezeichen versehen.
Auch im Handwerk werden sich in den kommenden Jahren
KI basierte Anwendungen verbreiten.
„Es ist wichtig, dass die Politik die richtigen
Rahmenbedingungen schafft, um KI zu fördern
und gleichzeitig negative Auswirkungen
zu minimieren.“
Die Anwendungsmöglichkeiten von KI im Handwerk sind
vielfältig: von der Automatisierung von Arbeitsprozessen
über die Optimierung von Materialflüssen bis hin zur
besseren Planung und Steuerung von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Neben der Produktion können KI-Systeme
auch im Kundenservice eingesetzt werden. Chatbots und
virtuelle Assistenten können Kundenanfragen beantworten
und helfen, Bestellungen aufzunehmen.
Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist,
ob KI den Fachkräftemangel im Handwerk verringern
kann. Auf den ersten Blick könnte man annehmen,
dass der Einsatz von KI zu einer Reduktion des Bedarfs an
menschlicher Arbeitskraft führt. Tatsächlich bietet KI im
Handwerk die Möglichkeit, die vorhandenen Fachkräfte zu
entlasten und ihre Arbeit zu erleichtern. So können durch
den Einsatz von KI in Verbindung mit Automatisierung
beispielsweise repetitive und körperlich anstrengende
Tätigkeiten von Menschen übernommen werden. Dadurch
könnten Mitarbeiter ihre Arbeitszeit besser nutzen, um
sich auf anspruchsvollere und kreative Tätigkeiten zu
konzentrieren, für die menschliche Intelligenz und Kreativität
unerlässlich sind.
Das setzt jedoch noch einmal ganz andere Anforderungen
an das Kompetenzniveau der Mitarbeiter und an die Art
und Weise wie im Handwerk Wissen und Kompetenzen
vermittelt werden.
Ein weiteres Problem ist, dass der Einsatz von KI im
Handwerk eine hohe technische Expertise erfordert.
Es ist nicht einfach, die für das jeweilige Handwerksunternehmen
relevanten Daten zu sammeln und zu
analysieren und dann auf dieser Grundlage geeignete
KI-Systeme zu entwickeln oder zu betreiben.
Viele Handwerksbetriebe verfügen nicht über die
erforderliche Infrastruktur und das Know-how, um solche
Systeme zu implementieren. Infolgedessen könnte der
Einsatz von KI im Handwerk dazu führen, dass große
Handwerksunternehmen und Technologiefirmen
einen Wettbewerbsvorteil gegenüber kleineren
und mittelständischen Betrieben erlangen.
Es ist wichtig, dass die Ausbildung im Handwerk an
die neuen Technologien angepasst wird und Handwerksbetriebe
in die Lage versetzt werden, KI-basierte
Technologien sinnvoll einzusetzen.
Insgesamt lässt sich sagen, dass der Einsatz von KI
im Handwerk sowohl Chancen als auch Risiken birgt.
Es ist wichtig, dass die Politik die richtigen Rahmenbedingungen
schafft, um KI im Handwerk zu fördern
und gleichzeitig negative Auswirkungen zu minimieren.
Nur so kann gewährleistet werden, dass KI im Handwerk
eine positive Zukunft hat und dazu beitragen kann,
das Handwerk zu modernisieren und zukunftsfähig
zu machen.
/05/2023
06
MAGAZINE
ÉDITO
ÉDITORIAL
IA : opportunités et risques.
L'intelligence artificielle (IA) est actuellement source de débats
animés, notamment en ce qui concerne ses opportunités et ses
risques. Alors que la plupart d'entre nous sont encore en train
de découvrir cette technologie, de nombreuses applications
sont en train de se développer et risquent de bouleverser
l'économie et la société.
La révolution de l'IA prend la société au dépourvu.
La politique, qui a traditionnellement du mal à accompagner
les développements technologiques, est dépassée.
Les concepts de formation, les relations de travail, les chaînes
de création de valeur et les modèles sociaux seront impactés
par l'IA.
Dans l'artisanat, les applications basées sur l'IA vont se
répandre au cours des années à venir, offrant de multiples
possibilités d'application, de l'automatisation des processus
de travail à l'optimisation des flux de matériaux, en passant
par une meilleure planification et gestion des travaux
d'entretien et de maintenance. Les systèmes d'IA peuvent
également être utilisés dans le service à la clientèle,
où les chatbots et les assistants virtuels peuvent répondre
aux questions des clients et les aider à passer
des commandes.
« La politique est appelée à organiser l'utilisation
de l'IA dans l'intérêt de toutes les parties
concernées ... »
Une question qui se pose dans ce contexte est de savoir
si l'IA peut réduire la pénurie de main-d'œuvre qualifiée
dans l'artisanat. À première vue, on pourrait supposer
que l'utilisation de l'IA entraîne une réduction du besoin
en main-d'œuvre humaine. En réalité, l'IA dans l'artisanat
offre la possibilité de décharger les spécialistes existants et
de faciliter leur travail. Grâce à l'utilisation de l'IA et à son
association avec l'automatisation, les tâches répétitives
et physiquement pénibles peuvent être prises en charge
par des machines, libérant ainsi les employés pour
se concentrer sur des activités plus exigeantes et créatives,
pour lesquelles l'intelligence et la créativité humaines sont
indispensables.
Cela pose toutefois des exigences encore différentes quant
au niveau de compétence des employés et à la manière
dont les connaissances et les compétences sont transmises
dans l'artisanat. Un autre problème réside dans le fait
que l'utilisation de l'IA dans l'artisanat requiert une grande
expertise technique. Il n'est pas facile de collecter et d'analyser
les données pertinentes pour l'entreprise artisanale
concernée, puis de développer ou d'exploiter des systèmes
d'IA appropriés sur cette base. De nombreuses entreprises
artisanales ne disposent pas de l'infrastructure et du savoirfaire
nécessaires à la mise en œuvre de tels systèmes.
Par conséquent, l'utilisation de l'IA dans l'artisanat pourrait
donner aux grandes entreprises artisanales et aux entreprises
technologiques un avantage concurrentiel sur les petites
et moyennes entreprises.
La politique est appelée à organiser l'utilisation de l'IA
dans l'artisanat dans l'intérêt de toutes les parties concernées...
D'une part, il convient de créer des conditions
cadres qui facilitent et encouragent l'utilisation de l'IA
etd'autre part, des mesures doivent être prises pour
minimiser les effets négatifs de l'IA. Ce sont surtout des
mesures d'éducation et de qualification qui sont nécessaires
pour préparer les collaborateurs aux exigences et aux
possibilités de l'IA.
L’intelligence artificielle est désormais une réalité.
A la politique de donner un cadre à la diffusion de
cette technologie.
Fédération des Artisans
c.reuter@fda.lu
+352 42 45 11 - 28
fda.lu
07
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AR
TISA
NAT
MAGAZINE
ÉCONOMIE
L’ARTISANAT AU 1 ER TRIMESTRE 2023
Une tempête trouvant
son origine dans un cocktail
toxique de facteurs
défavorables s’annonce.
Le Luxembourg, comme la majorité des autres pays européens, est aujourd’hui confronté à une situation de poly-crise :
flambée des coûts des intrants, inflation élevée, taux d’intérêts en hausse. Ce contexte difficile crée un climat d’incertitude
généralisé qui pèse sur le moral des chefs d’entreprises.
Luxembourg, comme la majorité des autres pays
européens, est aujourd’hui confronté à une situation
de poly-crise : flambée des coûts des intrants, inflation
élevée, taux d’intérêts en hausse. Ce contexte difficile crée
un climat d’incertitude généralisé qui pèse sur le moral
des chefs d’entreprises.
Selon les résultats de l’enquête de conjoncture de la Chambre
des Métiers, le ralentissement économique se poursuit.
Pour l’Artisanat pris dans son ensemble, l’indicateur
de l’activité continue de baisser fortement au 1 er trimestre 2023
et les patrons prévoient un nouveau recul à court terme.
Même si la situation diffère d’un secteur à l’autre, les résultats
montrent d’ailleurs que le risque d’une crise économique
augmente.
C’est notamment le secteur de la construction qui se trouve
face à la menace d’une crise dont les contours ont commencé
à se dessiner au courant de l’année 2022. Pour pallier un tel
scénario qui aurait des conséquences néfastes, la Chambre
des Métiers a lancé plusieurs appels au Gouvernement pour
prendre les mesures qui s’imposent. En effet, sans les mesures
politiques appropriées, le secteur risque d’être confronté en
2023 à de fortes turbulences.
Graphique 1 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de l’Artisanat ,
Moyenne sur la période de référence affichée, 2008-2023
Le graphique ci-dessus montre l’envergure historique que
la crise sanitaire a eu sur l’activité de l’Artisanat à partir
du 1 er trimestre 2020. En l’espace de 5 trimestres, l’indicateur
de l’activité était tombé de +12 à -29 points, soit une chute
de 41 points. Après le creux de la vague, qui a été atteint
au 1 er trimestre 2021, l’Artisanat a pu relever la tête. Or, cette
relance a été perturbée par les effets secondaires de la pandémie
comme les interruptions des chaînes d’approvisionnement
et des disruptions causées par la hausse des infections chez
les salariés. Ces événements ont causé ensemble avec la crise
énergétique déclenchée par la guerre en Ukraine une montée
du taux d’inflation à laquelle la banque centrale européenne
a dû réagir en augmentant les taux d’intérêts directeurs.
Ce contexte difficile crée un climat d’incertitude généralisé
qui pèse également sur le moral des consommateurs et
des investisseurs.
Le graphique ci-avant montre que l’indicateur de l’activité
de l’Artisanat a fortement baissé depuis le 2 e trimestre 2022.
Au 1 er trimestre 2023, il se trouve à un niveau de 0 points
et les chefs d’entreprises prévoient une nouvelle baisse
de 3 points au cours du 2 e trimestre, ce qui équivaut
à un recul de l’activité dans l’Artisanat.
Même si le dernier accord tripartite a enlevé un certain nombre
d’incertitudes, notamment au niveau des frais de personnel, la
crise énergétique, avec dans son sillage des poussées inflationnistes,
risque d’exercer un effet très défavorable sur la demande
des entreprises artisanales, notamment en raison de l’impact
de la hausse des taux d’intérêts sur le marché du logement.
Or, malgré cet accord, les coûts salariaux augmenteront entre
7,7% et 11% sur 12 mois (décembre 2022-décembre 2023).
La combinaison d’une hausse des frais d’un côté et la baisse
de la demande de l’autre côté risque de fragiliser la situation
économique de beaucoup d’entreprises artisanales.
Une récente enquête de la Chambre des Métiers révèle
que 61% des entreprises de construction ont, soit puisé
1
Le graphique représente le solde des réponses positives et négatives, lissé à l’aide d’une moyenne mobile sur 4 trimestres ; en d’autres termes, le solde exprime la différence
entre le pourcentage de chefs d’entreprise déclarant une hausse de l’activité et ceux constatant une baisse.
/05/2023
10
« Si une crise profonde devait toucher
le secteur de la construction, elle risque
de s’étendre pour affecter l’économie
nationale sous différents angles. »
MAGAZINE
ÉCONOMIE
11
MAGAZINE
ÉCONOMIE
entre février 2021 et février 2023 d'un niveau de 1,3% (niveau
similaire pour les 2 taux) à 3,8% pour les taux variables et
3,5% pour les taux fixes, ce qui a deux implications majeures.
dans leurs réserves en 2022 (49%), soit comptent le faire
en 2023 (12%).
Cette appréciation générale de la situation économique de
l’Artisanat, dans lequel la construction occupe un poids très
important, masque toutefois des évolutions divergentes
au sein des différents secteurs (cf. Chapitre 2).
1. UNE CRISE DANS LA CONSTRUCTION RISQUE D’AVOIR DE GRAVES
RÉPERCUSSIONS SUR LE MARCHÉ IMMOBILIER À MOYEN TERME
1.1. Une tempête trouvant son origine dans un cocktail toxique
de facteurs défavorables s’annonce
La Chambre des Métiers voudrait rappeler que plusieurs
paramètres indiquent clairement une détérioration rapide
de l’environnement économique de la construction.
Tout d’abord, la chute du volume bâti autorisé dans le domaine
résidentiel de 22% sur l’année 2022 traduit clairement la forte
baisse de la demande. De même, le nombre de ventes d’appartements
neufs dégringole de 60% entre le 4 e trimestre 2020
et le même trimestre en 2022.
Graphique 3 : Indicateur de confiance des consommateurs et leur intérêt à faire des achats
importants (2018-2023)
Concernant l’indicateur de confiance des consommateurs, le
sous-indice relatif à l’« intérêt à faire actuellement des achats
importants » a atteint avec un niveau de -56 points en février
2023 son plus bas niveau depuis sa première publication en
2002, ce qui montre parfaitement le climat d’incertitude s’étant
emparé des ménages. Ce dernier est certainement lié à la
guerre en Ukraine et à la hausse de l’inflation que le conflit a
suscitée. Or, pour endiguer l’accélération des prix, la banque
centrale européenne a décidé des augmentations successives
et conséquentes des taux d’intérêts. Par conséquent, les taux
d'intérêt des crédits immobiliers sont passés au Luxembourg
Graphique 2 : Evolution des taux d’intérêts sur les crédits immobiliers
pour des ménages luxembourgeois (2020-2023)
D’un côté, la hausse des taux d’intérêts renchérit le coût de
financement des biens immobiliers, tant pour les acheteurs
souhaitant occuper eux-mêmes le logement, que pour
les investisseurs.
D’un autre côté, la progression des taux d’intérêt rend certains
investissements alternatifs plus attractifs, au détriment des
investissements dans le logement locatif.
Finalement, la Chambre des Métiers se doit de souligner que
ce retournement du cycle conjoncturel est encore amplifié par
plusieurs annonces politiques du Gouvernement qui exercent
un effet psychologique négatif sur les investisseurs :
• la baisse du taux d’amortissement accéléré à 2%, sauf
dérogation spécifique 2 ,
• la réduction du taux de rendement maximal au niveau
du bail à loyer 3 .
Tous les éléments énumérés ci-avant forment un cocktail
toxique qui fait que la demande s’écroule, celle des acheteurs-occupants,
mais avant tout celle des investisseurs.
1.2. Une crise de la construction risque de causer un préjudice
économique majeur
Si une crise profonde devait toucher le secteur de la construction,
elle risque de s’étendre pour affecter l’économie nationale
sous différents angles.
Ainsi, un effet direct d’une telle crise se manifesterait sous
forme d’une vague de faillites, qui au-delà d’un amincissement
du tissu économique, s’accompagnerait de pertes d’emplois
significatives, et par conséquent d’une hausse du chômage.
Ce dernier élément ne doit en aucun cas être sous-estimé, alors
que la construction, comptant plus de 50.000 emplois, risque
de perdre nombre de salariés qualifiés ce qui conduirait inévitablement
à une réduction de la capacité de production de la
construction. Or, les phénomènes décrits ci-dessus donneraient
lieu à un choc d’offre au moment où la demande de logements
se redressera, avec à la clé des augmentations substantielles
des prix de vente et des loyers liés à une insuffisance de l’offre.
Une telle évolution, en exacerbant la pénurie de logements
abordables, freinera (davantage) le développement économique
du pays.
Finalement, il ne faut pas négliger le fait que plusieurs établissements
de crédit sont largement exposés aux risques inhérents
au marché immobilier.
2
Loi du 23 décembre 2022 concernant le budget des recettes et des dépenses de l’État pour l’exercice 2023
3
Amendements gouvernementaux au projet de loi modifiant la loi modifiée du 21 septembre 2006 sur le bail à usage d’habitation et modifiant certaines dispositions du Code civil
(document parlementaire N°76428)
/05/2023
12
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MAGAZINE
ÉCONOMIE
continue, traduisant le risque d’une crise économique à
laquelle le secteur pourrait être confronté. Entre le 1 er trimestre
2022 et le 1 er trimestre 2023, l’indicateur chute
de 13 points. Ainsi, le STATEC confirme que la valeur ajoutée
du secteur de la construction baisse depuis le 2 e trimestre
2022, comme l’indique le tableau ci-dessous.
Tableau : PIB et valeur ajoutée par trimestre pour le secteur de la construction, 2022
1.3. Le Gouvernement devra déclencher une « relance-choc »
Pour pallier une crise du secteur de la construction qui aurait
des conséquences néfastes, la Chambre des Métiers a lancé
plusieurs appels au Gouvernement pour prendre les mesures
qui s’imposent. Mesures qui devront redynamiser le secteur en
stimulant la demande tout en devant remplir deux caractéristiques
essentielles pour être efficaces.
Elles sont urgentes, ce qui signifie qu’elles devront intervenir à
court terme pour préserver le tissu économique de dommages
qui nécessiteront beaucoup de temps à « cicatriser ».
Par ailleurs, ces mesures devront présenter un caractère temporaire
pour exercer sur une durée restreinte un effet incitatif
maximal sur la demande (en allemand on parle de « Lenkungseffekt
»).
A cet égard, la Chambre des Métiers ne peut que mettre en
garde contre une attitude attentiste qui mènerait à un préjudice
économique irréversible à moyen terme.
Une récente proposition de loi prévoit certaines mesures
fiscales spécifiques visant à redynamiser le marché immobilier,
et qui s’appliqueraient lors des années d’imposition 2023
et 2024. Dans son avis, la Chambre des Métiers a salué les
mesures proposées 4 .
Par ailleurs, les chefs d’entreprise prévoient une nouvelle
diminution de l’indicateur de l’activité de l’ordre de 5 points
sur le 2 e trimestre 2023. Si jusqu’à présent les effets structurels
(faillites & licenciements) étaient plutôt limités, la situation
risque de s’empirer très rapidement au cours de l’année 2023.
Selon la Chambre des Métiers, ceci pourrait être le cas vers le
milieu de l’année courante lorsque les carnets de commandes
se seront vidés sans que de nouvelles commandes ne soient
entrées. Seraient tout d’abord à risque les 39% des entreprises
n’ayant qu’un carnet de commandes inférieur à 3 mois.
En fait, le processus pourrait déclencher un effet domino qui
touchera tour à tour :
• Les promoteurs immobiliers, architectes et bureaux
d’études actifs lors de la phase de planification
des logements à construire ;
• Les entrepreneurs de construction érigeant l’enveloppe
des immeubles et la fermeture du bâtiment ;
• Les secteurs des installations techniques et
du parachèvement.
Les autorisations de bâtir constituent dans ce sens un indicateur
précurseur démontrant que le marché du logement est
sur la voie du repli. En guise d’exemple, le volume bâti autorisé
dans le domaine résidentiel lors de l’année 2022 a diminué de
22% par rapport à 2021.
2. EVOLUTION CONJONCTURELLE DES DIFFÉRENTS GROUPES DE
MÉTIERS
2.1. Construction
Graphique 5 : Evolution des autorisations de bâtir, 2021-2022
Graphique 4 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de
la construction, 2007-2023
Après avoir atteint un pic au 1 er trimestre 2022, l’indicateur
de l’activité de la construction a commencé à baisser de façon
Partant de ces constats, l’activité future risque de diminuer
encore davantage. Le carnet de commandes recule de plus
d’un mois entre le 2 e trimestre 2022 et le 1 er trimestre 2023,
signe indéniable d’un affaiblissement de la demande. Il faut
préciser en outre que le carnet de commandes ne comprend
pas seulement des commandes fermes, mais également des
offres ou devis adressés aux clients.
2
Proposition de loi visant à redynamiser le marché immobilier, https://www.cdm.lu/mediatheque/media/proposition-de-loi-visant-a-redynamiser-le-marche-immobilier-0
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14
MAGAZINE
ÉCONOMIE
Graphique 6 : Evolution du carnet de commandes du secteur de la construction, 2020-2022
Le risque qu’une partie non négligeable des entreprises se
retrouvent à partir de la deuxième moitié de l’année dans une
situation de sureffectif devient de plus en plus probable.
Si d’aucuns pensent que le secteur de la construction a engrangé
des marges plantureuses au courant des dernières années, ils
font abstraction d’une réalité renvoyant une image beaucoup
plus sobre. Pour se tenir aux faits, la Chambre des Métiers
souligne que la rentabilité moyenne d’une entreprise avant
impôts varie entre 5% et 9% (Source : Base de données BACH).
Une entreprise sur quatre affiche un résultat négatif, donc une
perte d’exploitation.
Même si les résultats se sont améliorés, le contexte inflationniste
et les perspectives conjoncturelles défavorables pèsent
toujours sur le climat des affaires de ce secteur. Rappelons que
celui-ci se compose du secteur de l’automobile et des ateliers
mécaniques. Il est touché par la pénurie de matériel et l’augmentation
des prix de l’énergie et des frais de personnel.
En effet, les concessionnaires automobiles et agricoles
connaissent toujours des délais d’attente très hétérogènes en
fonction des marques et des modèles. Le retour du secteur
concernant les retombées économiques du festival de l’automobile
diffère d’un acteur à l’autre. Or, avec 13.149 immatriculations
de voitures neuves lors du 1 er trimestre 2023, ce nombre
a augmenté de 16% comparé à la même période de l’année
2022. Il reste toutefois encore inférieur au niveau
du 1 er trimestre 2019, lorsque 14.867 voitures neuves ont
été immatriculées. (Source : STATEC).
Graphique 9 : Nouvelles immatriculations de voitures particulières et voitures à usage mixte neuves,
2019-2023
Graphique 7 : Ratio de rentabilité (bénéfice avant impôts / total du bilan), 2011-2020
Rien que ces quelques données montrent que beaucoup
d’entreprises ne disposent pas des moyens financiers, ni
des réserves pour maintenir à terme leurs effectifs suite
à une baisse significative de la demande.
2.2. Mécanique
Les prévisions des chefs d’entreprises indiquent une nouvelle
hausse de l’activité au 2 e trimestre 2023. Même si les clients
potentiels hésitent toujours quant au choix de la motorisation
adaptée à leurs besoins et quant à la valeur résiduelle des
voitures à moteur non thermique, les aides étatiques pour
acquérir des voitures électriques ou hybrides semblent porter
leurs fruits.
Entre mars 2018 et mars 2023, la part de ces voitures dans
les nouvelles immatriculations augmente de 4% à 50%.
En même temps, celle des voitures à moteur diesel chute
de 51% à 16%.
Graphique 8 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de la mécanique,
2007-2023
Selon les résultats de l’indicateur de l’activité, le secteur de la
mécanique semble se redresser très lentement en « revenant
de très loin ». Or, malgré l’augmentation de l’indicateur au
1 er trimestre 2023, il reste avec un niveau de -3 points bien
en-dessous du niveau qu’il a connu avant la crise sanitaire.
Indéniablement, la branche rencontre encore et toujours des
difficultés à retrouver ses marques.
Graphique 10 : Nouvelles immatriculations par type de carburant, 2018-2023
Les chefs d’entreprise des ateliers mécaniques qui travaillent
souvent comme sous-traitants de l’industrie semblent être plus
optimistes que la branche automobile. Après une baisse de
l’indicateur au 4 e trimestre 2022, ce dernier a augmenté
de nouveau au 1 er trimestre 2023. Par ailleurs, les patrons
prévoient une nouvelle hausse au cours du 2 e trimestre.
15
MAGAZINE
ÉCONOMIE
2.3. Alimentation
dépenses pour les produits / prestations de services en cause ou
alors d'allonger le délai entre leurs rendez-vous.
Notons cependant que contrairement au secteur de l’Alimentation,
les entreprises de ce groupe de métiers ont atteint
une certaine fidélisation des clients. Malgré le fait que 52%
des entreprises ont dû augmenter leurs prix de vente,
une proportion plus restreinte déclare avoir perdu des clients
suite à ces hausses.
2.5. Communication
Graphique 11 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de l’alimentation,
2007-2023
Après avoir atteint un pic au 2 e trimestre 2022, l’indicateur de
l’activité du secteur de l’alimentation diminue de 21 points pour
atteindre un niveau de 9 points au 1 er trimestre 2023. Compte
tenu de l’environnement inflationniste, il est actuellement
très difficile de faire des prévisions concernant la demande,
notamment celle des ménages.
La guerre en Ukraine a entraîné des hausses importantes
des coûts des matières premières (notamment de la viande)
et de l’énergie consommée lors du processus de production.
De surcroît, le secteur subit également la hausse des charges
de personnel. Compte tenu de la flambée des coûts, 93% des
entreprises de ce secteur ont dû répercuter du moins partiellement
ces augmentations de frais sur leurs prix de vente
au 1 er trimestre 2023, une décision qui risque cependant de
donner lieu à une contraction de la demande. Dans ce contexte,
les résultats d’une récente enquête de la Chambre des Métiers
indiquent que 59% des chefs d’entreprises ont indiqué d’avoir
perdu des clients à cause des hausses du prix de vente.
2.4. Mode Santé Hygiène (MSH)
Graphique 12 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de la Mode Santé
Hygiène, 2007-2023
Après avoir atteint le creux de la vague de la crise sanitaire au
1 er trimestre 2021 avec un solde de -71 points, l’indicateur de
l’activité grimpe à un niveau de 1 point au 1 er trimestre 2023.
Ainsi, malgré toutes les incertitudes, le secteur de la MSH
poursuivait jusqu’ici une relance en forme de « V ». Or, avec
un niveau de 0 points (prévision au 2 e trimestre 2023), les chefs
d’entreprise prédisent un changement de direction de l’indicateur
de l’activité. Au vu du contexte inflationniste actuel, ils
rapportent notamment une réduction du chiffre d’affaires par
personne parce que certains clients décident de réduire leurs
Graphique 13 : Historique et prévision de l’indicateur de l’activité du secteur de la communication,
2007-2023
Le secteur de la communication qui regroupe les imprimeries,
les ateliers graphiques, mais aussi les photographes et les
techniciens du spectacle ne semblait jusqu’ici pas trop sentir
l’impact de la crise énergétique, car l’indicateur de l’activité
augmente de 84 points entre le 1 er trimestre 2021 (-66 points)
et le 3 e trimestre 2022 (+18 points) pour se retrouver à son
plus haut niveau depuis 2009. Or, depuis le 4 e trimestre 2022,
il a changé de direction pour se situer, selon les résultats de
l’enquête, au niveau de 9 points au 1 er trimestre 2023.
Les chefs d’entreprise prévoient une stagnation de l’indicateur
au 2 e trimestre 2023.
Cette dégradation de la situation conjoncturelle s’explique
notamment à travers une réduction des dépenses de publicité
de la part des clients professionnels et un récent changement de
législation (loi déchets) modifiant les modalités de distribution
des courriers publicitaires dans les boîtes aux lettres.
La Chambre des Métiers réalise tous les trois mois une
enquête conjoncturelle auprès de ses ressortissants.
Les résultats de la présente enquête de conjoncture se basent
sur plus de 1.100 réponses d'entreprises artisanales représentant
près de 31.000 emplois ce qui équivaut à un taux
de représentativité de 44% des entreprises contactées.
En tant que chambre professionnelle, la Chambre des Métiers
représente l’ensemble des entreprises de l’Artisanat, à savoir
celles de l’alimentation, de la « mode, santé, hygiène », de
la mécanique, de la construction et de la « communication,
multimédia, art et autres activités ».
Chambre des Métiers
max.urbany@cdm.lu
Conseiller économique
+ 352 42 67 67 - 261
cdm.lu
/05/2023
16
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POLITIQUE
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P
KREISLAUFWIRTSCHAFTSPAKET
Die
u!
neue Abfallgesetzgebung:
N
Ein Interview mit Umweltministerin
Joëlle Welfring.
Vor rund einem Jahr, am 27. April 2022,
wurden die fünf Gesetze des Kreislaufwirtschaftspakets
von der Abgeordnetenkammer
verabschiedet, mit dem ehrgeizigen
Ziel, die luxemburgische Wirtschaft in
eine Kreislaufwirtschaft zu überführen.
Wie beurteilen Sie aus heutiger Sicht die
Ziele des Gesetzesvorhabens und deren
praktische Umsetzbarkeit?
Mit dem Gesetzespaket wurden die
EU-Richtlinien zur Kreislaufwirtschaft
aus dem Jahr 2018 in Luxemburg umgesetzt.
Über diese Richtlinien ist jeder
Mitgliedsstaat gehalten, konkrete
Maßnahmen zur Abfallvermeidung zu
definieren. Artikel 9 aus der Richtlinie
EU 2018/851 zur Änderung der
Richtlinie 2008/98/EG über Abfälle
schafft somit die Grundlage für die
Bestimmungen aus der nationalen
Gesetzgebung, welche zu einer Reduktion
des Abfalls und einer Verbesserung
der Ressourcenwirtschaft führen sollen.
Gespräche und Diskussionen mit
Gemeinden, Vertreter:innen von
Vereinen sowie Wirtschaftsvertreter:innen
haben über die letzten Monate
gezeigt, dass zum Teil noch Erklärungsund
Klärungsbedarf besteht. Um diesem
Umstand Rechnung zu tragen, haben
wir themenspezifische Arbeitsgruppen
mit den betroffenen Akteuren ins Leben
gerufen. Diese Arbeitsgruppen haben
zum Ziel, die nötigen Umsetzungsbestimmungen
auszuarbeiten und somit
auch Herausforderungen bei der
Ausführung zu dokumentieren.
Diese Zusammenarbeit funktioniert
momentan sehr gut und stellt einen
weiteren wichtigen Schritt in der
Festlegung der Ausführungen und
der Bestimmungen dar.
Abgesehen von der Herausforderung,
die Vorschriften in die Praxis umzusetzen,
stellt sich die Frage, ob Verbraucher bereit
sind, ihre Gewohnheiten bei der Produktwahl
und damit auch bei der Wahl der
Verpackung zu ändern. Inwieweit sehen
Sie Kunden in der Verantwortung und
welche Bedeutung messen Sie der Sensibilisierung
der Kunden für umweltfreundlichere
Mehrwegverpackungen bei?
Ich stimme Ihnen zu, dass die Verbraucher:innen
eine wichtige Rolle spielen.
Jedoch muss diesen auch die Möglichkeit
gegeben sein, sich einfach und
gezielt für eine nachhaltigere Lösung
entscheiden zu können. Folglich müssen
sich diese nachhaltigen Lösungen auch
leicht auffindbar im Angebot befinden.
In den vorbereitenden Arbeiten zum
Gesetz wurde, wichtigerweise, diesbezüglich
die Meinung der Bevölkerung
eingeholt. Des Weiteren hat auch die
Motion der Abgeordnetenkammer gezeigt,
dass es in diesem Bereich einen
Handlungsbedarf gibt. Aber nicht nur
die Motion der Abgeordnetenkammer
unterstreicht diesen Handlungsbedarf,
im rezenten Bericht des Klimabürgerrats
wurde ebenfalls die Forderung nach
einer starken Regulierung von Einwegprodukten
gestellt.
In dieser Transition kommt es also im
Wesentlichen auf zwei Faktoren an:
Auf eine gemeinsame Suche nach innovativen
und alltagstauglichen Lösungen
/05/2023
18
MAGAZINE
POLITIQUE
und Vorschlägen mit den Betrieben
und auf eine Sensibilität seitens der
Kunden.
Anstelle von 27 Einzelmärkten ist der
europäische Verpackungsmarkt ein
einziger großer Markt. Viele Anforderungen
der luxemburgischen Gesetzgebung
sind – vor allem für kleine und mittlere
Unternehmen – in dem zeitlichen Rahmen
nur schwer zu erfüllen. Dies liegt unter
anderem daran, dass entweder praktikable
Verpackungslösungen in ausreichender
Vielfalt fehlen oder die Marktdurchdringung
dieser Lösungen in Luxemburg oder
anderen EU-Ländern zu gering ist.
Wie schätzen Sie die Gefahr ein,
dass nationale Initiativen, wie die luxemburgische
Gesetzgebung, Handelshemmnisse
schaffen und damit den europäischen
Binnenmarkt fragmentieren?
Welche Vor- und Nachteile ergeben sich
Ihrer Ansicht nach für Luxemburg aus
einer europäischen Verordnung, wie sie
Ende des letzten Jahres von der EU-Kommission
vorgeschlagen wurde?
Sehen Sie aufgrund dieses Vorschlags
bereits Änderungen an der bestehenden
luxemburgischen Gesetzgebung vor?
Ja, dieser Umstand hat womöglich
zu einer teilweisen Fragmentierung
geführt. Wir haben festgestellt, dass
einige Mitgliedstaaten bei der
Umsetzung der Richtlinie, unterschiedliche
Maßnahmen zur Abfallvermeidung
ergriffen haben. Die von Luxemburg
eingeführten Bestimmungen wurden
im Verlauf der Prozedur an die EU-
Kommission mitgeteilt, um auszuschließen,
dass diese zu einer Beeinträchtigung
des europäischen Binnenmarkts
führen.
Ich habe erst kürzlich, im Rahmen
des europäischen Umweltrates, den
Vorschlag für eine Verordnung über
Verpackungen und Verpackungsabfälle,
welcher im November 2022
„Die Emissionen, welche
der Herstellung und dem
Benutzen von Verpackungen
zugeschrieben werden,
können nicht außen vorgelassen
werden, wenn es darum geht,
die Klimagasemissionen
zu senken.“
vorgestellt wurde, positiv kommentiert
und begrüßt. Ich bin der Überzeugung,
dass die Reduktion des Ressourcenverbrauchs
auch einen wichtigen Beitrag
leistet, um die Klimaneutralität zu
erreichen. Die Emissionen, welche
der Herstellung und dem Benutzen von
Verpackungen zugeschrieben werden,
können nicht außen vorgelassen werden,
wenn es darum geht, die Klimagasemissionen
zu senken. Ein wichtiger
Teil dieser Verordnung sind somit die
Bestimmungen zum Verpackungsdesign,
der Mehrfachnutzung und der
Recyclingfähigkeit. Man muss jedoch
beachten, dass die Umsetzungsfristen im
Vorschlag bei einzelnen Bestimmungen
recht lange erscheinen.
Ich bin mir auch bewusst, dass die
aktuell diskutierte Verordnung zu einer
Anpassung der gesetzlichen nationalen
Rahmen führen wird. Wann diese
Anpassungen getroffen werden müssen,
hängt jedoch stark von dem zeitlichen
Verlauf der europäischen Diskussionen
ab. Was ich allerdings jetzt schon vorausschicken
kann, ist, dass ich
mich dafür einsetzen werde, dass die
Verordnung nicht nur auf den europäi-
19
MAGAZINE
POLITIQUE
schen Bestimmungen des Binnenmarktes
fußt, sondern auch den Umweltkriterien
Rechnung trägt.
Viele Unternehmen betrachten das
Verpackungsdesign als Teil ihrer Corporate
Identity, sodass insbesondere große
Unternehmen versuchen werden, eigene
Verpackungen in einem geschlossenen
Kreislaufsystem auf den Markt zu bringen,
um sich weiterhin von der Konkurrenz zu
differenzieren. Um konkurrenzfähig
zu bleiben, wären auch kleine und mittlere
Handwerksbetriebe, wie z.B. das regionale
Lebensmittelhandwerk, gezwungen,
lebensmitteltaugliche Mehrwegverpackungslösungen
und die damit verbundene
Mehrweglogistik anzubieten. Wie schätzen
Sie die Herausforderungen bei der
Umsetzung der gesetzlichen Regelungen für
kleine und mittlere Unternehmen
ein und welche Unterstützungen sehen
Sie vor, damit diese Unternehmen
weiterhin wettbewerbsfähig bleiben?
Ich bin mir der Anliegen der kleinen
und mittleren Betriebe bewusst.
Daher haben wir eine Studie in Auftrag
gegeben – und bereits abgeschlossen –
um pragmatische Wege zu dokumentieren,
wie ein offenes Mehrwegsystem in
Luxemburg möglicherweise betrieben
werden kann. Der dort beschriebene
Ansatz soll ermöglichen, dass kleine
und mittlere Handwerksbetriebe keine
eigene Logistik aufbauen müssen und
somit verschiedene Kosten aufgeteilt
und reduziert werden können.
Dieser Ansatz wurde den einzelnen
Wirtschaftsverbänden auch bereits zur
Diskussion übermittelt.
Wie es im Gesetz vorgesehen ist,
könnten diese Erkenntnisse und
Vorschläge nun in die Arbeiten zur
„Feuille de route“, welche von
dem Produzentenverantwortlichen
„Valorlux“ erstellt wird, einfließen.
Chambre des Métiers
maurice.muller@cdm.lu
cdm.lu
SICHTWEISE DER CHAMBRE DES MÉTIERS
Mit diesem Nachtrag möchte die Chambre des Métiers die besonderen Anstrengungen hervorheben, die sie zusammen
mit der Fédération des Artisans und anderen Partnern unternommen hat, um eine Änderung des Gesetzespakets zu erreichen.
Die Chambre des Métiers hat sich gemeinsam mit der Fédération des Artisans, der Chambre de Commerce, der CLC, der Horesca,
der FEDIL und der FLEA intensiv dafür eingesetzt, dass die Gesetzesentwürfe vor ihrer Verabschiedung im Parlament geändert werden.
Zu diesem Zweck fanden mehrere Arbeitssitzungen mit Ministerin Carole Dieschbourg statt. Außerdem fand in Zusammenarbeit mit
der Confédération Liewensmëttelhandwierk ein Treffen mit Minister Lex Delles sowie mit allen Fraktionen des Parlaments statt.
Die Chambre des Métiers hat in ihrer Stellungnahme und gemeinsam mit der Fédération des Artisans in Pressemitteilungen auf die
Probleme des vorliegenden Gesetzespakets hingewiesen und Änderungswünsche formuliert, die in den Medien veröffentlicht wurden.
Trotz aller Bemühungen gelang es nur in wenigen Fällen, Änderungen im Gesetzestext beim Umweltministerium durchzusetzen, unter
anderem bei den Serviceverpackungen. Nach der Verabschiedung des Gesetzespakets im Parlament wurden die Bemühungen
daher fortgesetzt. So fanden ein Treffen mit Ministerin Joëlle Welfring und Arbeitsgespräche mit dem Umweltministerium und
der Administration de l‘Environnement statt.
Abgesehen von der gemeinsamen Erarbeitung und Veröffentlichung einer Anmerkung zur Auslegung einiger Artikel („Note Relative“) ist es
zum Bedauern der Chambre des Métiers bisher zu keiner Änderung des Gesetzespakets gekommen. Die Chambre des Métiers wird sich
daher weiterhin im Interesse ihrer angeschlossenen Unternehmen in dieser Angelegenheit einsetzen.
Im Übrigen ist hervorzuheben, dass die Unternehmen sich der Umweltproblematik bewusst sind und sich für den Umweltschutz
einsetzen, wie die Ergebnisse einer von der Chambre des Métiers durchgeführten Umfrage über die Umweltmaßnahmen der
Unternehmen belegen, die noch veröffentlicht werden.
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20
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MAGAZINE
HOUSE OF
SUSTAINABILITY
DÉVELOPPEMENT DURABLE
La House
of Sustainability
fait salle comble pour
son lancement.
La House of Sustainability est une initiative d’envergure qui a pour vocation d’accélérer
et de faciliter la transition durable des entreprises. Son lancement, vendredi
21 avril à la Chambre de Commerce a réuni un panel diversifié de représentants
d’entreprises et d’institutions, avec près de 350 personnes qui ont assisté
à son inauguration.
Initiative fédératrice et conjointe
entre la Chambre de Commerce,
la Chambre des Métiers, et en
partenariat avec l’INDR, la House of
Sustainability permettra de franchir
une nouvelle étape en faveur d’une
transition économique durable et pour
la promotion de la durabilité au sein
des entreprises luxembourgeoises.
Retour sur une séance de lancement
inédite d’une initiative qui va contribuer
à façonner l’avenir du Luxembourg
et qui ouvrira encore davantage
la voie vers une croissance qualitative
et durable.
La House of Sustainability a pour
objectif de guider, d’informer, de sensibiliser,
de former et d’accompagner les
entreprises luxembourgeoises à travers
les enjeux et opportunités clés du développement
durable. Afin d’atteindre ces
objectifs, la House of Sustainability propose
une gamme complète de services
en collaboration avec ses partenaires qui
font vivre l’écosystème luxembourgeois
autour du développement durable, à
savoir les fédérations, les institutions
gouvernementales, les associations
spécialisées, etc.
Faire du développement durable une priorité
Le lancement officiel de la House of
Sustainability a été rehaussée par la
présence de S.A.R. le Grand-Duc
Héritier, qui a salué le projet : « Investir
dans la durabilité, c’est investir dans
l’avenir de notre économie et de
nos entreprises. »
Lors de l’ouverture de la conférence,
Fernand Ernster, Président de la
Chambre de Commerce, a réaffirmé
la nécessité de l’initiative alors que
le développement durable est arrivé au
cœur de notre société et de notre économie.
Insistant sur le rôle essentiel à jouer
par les entreprises, en tant que vrais
architectes du développement durable
et sources de solutions, la Chambre de
Commerce veut apporter un soutien à
ses entreprises membres en créant une
plateforme pour partager des expériences,
échanger des “best practices”
et travailler ensemble pour un avenir
durable.
Le Prof. Dr. Christian Berg, ancien
Chief Sustainability Architect au sein de
SAP, a captivé l’auditoire en expliquant
dans son “keynote speech” comment
la durabilité peut stimuler l'innovation
et être favorable au développement
des entreprises en augmentant leur
rentabilité. Valérie Arnold, consultante
indépendante en matière de durabilité,
a ensuite présenté comment l’agenda
du développement durable contribue
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22
MAGAZINE
HOUSE OF
SUSTAINABILITY
déjà à accélérer la transformation des
entreprises. Le cadre légal, le besoin de
transparence, les leviers stratégiques…
sont quelques éléments pointés du doigt
par l’intervenante.
Les participants ont ensuite assisté à une
présentation exhaustive de la House of
Sustainability, avec une introduction
de la part de Marc Lauer, Président de
l'organe de gouvernance de la House
of Sustainability commun aux deux
Chambres professionnelles.
Anne-Marie Loesch, Head of Sustainability
and Business Development à
la Chambre de Commerce, Morgane
« Les conseillers de la Chambre
de Commerce et de la Chambre
des Métiers sont d’ores et
déjà engagés pour accompagner
les entreprises et les orienter
via des services dédiés. »
Haessler, Coordinatrice programme ESR
à l’INDR, et Gilles Reding, Directeur
Conseils et Services à la Chambre des
Métiers ont abordé, entre autres,
la genèse de ce projet ainsi que les
missions, l’offre de services et l’ensemble
des acteurs de l’écosystème faisant
partie de ce projet.
Le panel qui s’enchaînait, modéré par
Bérengère Beffort de la Chambre de
Commerce et intitulé "Le rôle des entreprises
dans la transition vers un avenir
plus durable : perspectives croisées de
différents secteurs" a réuni des personnalités
représentant divers secteurs
d'activités tels que le commerce, l’Artisanat,
l'HORESCA et les transports.
Debbie Kirsch, fondatrice de Devï,
23
MAGAZINE
HOUSE OF
SUSTAINABILITY
Laurence Graff, Head of CSR de
Sodexo Luxembourg, Jean Clement,
CEO de Josy Clement et Sébastien
Jungen, Directeur Général de Bamolux,
ont partagé leurs expériences réussies
d'initiatives durables ainsi que
les défis et les opportunités rencontrés
dans leur transition vers des solutions
durables. Laurence Graff a conclu :
« Il est essentiel de mettre la RSE au
cœur de l’activité de la société et
que le dirigeant en soit convaincu,
on a de beaux exemples ici avec ces
entrepreneurs. Si ce n’est pas porté tout
en haut de l’entreprise, on ne pourra pas
y arriver. »
Paul Nathan, Vice-Président de la
Chambre des Métiers, a prononcé les
mots de clôture de cet événement inspirant.
Il s’est montré ravi de cette nouvelle
initiative conjointe en notant que la
House of Sustainability est la plateforme
idéale pour guider les entreprises sur
leur chemin vers la durabilité. M. Nathan
a insisté qu’il est important que le
concept du développement durable ne
reste un concept théorique, mais que sa
mise en pratique soit vécue au sein des
entreprises de toutes tailles. Ainsi,
la Chambre des Métiers a l’ambition de
développer ensemble avec ses partenaires
des outils et instruments adaptés
aux besoins de ses ressortissants.
Une après-midi « pratique »
Après un déjeuner de networking, les
participants ont assisté à des ateliers pratiques
axés autour des quatre piliers du
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24
MAGAZINE
HOUSE OF
SUSTAINABILITY
développement durable appliqué
au contexte des entreprises :
GOVERNANCE
Devant un public nombreux, Stéphanie
Deltenre de Forethix a exposé les
fondamentaux d’une stratégie ESG
avant de faire participer l’audience à
une analyse de double matérialité, en
soulignant l’importance d’examiner et
consulter ses parties prenantes.
Maâ-Oui, agence d’objets publicitaires
au Luxembourg, représenté par
Jean-François Orban, son CEO, a
témoigné de son expérience de l’analyse
de matérialité et comment cette dernière
a permis d’améliorer la rentabilité de
son entreprise ainsi que son image de
marque.
PEOPLE
Ce workshop a tourné autour de
l’inclusion des « collabor’acteurs » dans
la démarche de développement durable.
Bart Coone, de Eversaule, a présenté
comment l’une des forces principales
d’une entreprise pour entamer une
transition vers la durabilité est
l’inclusion de ses collaborateurs.
Grâce au témoignage de la société
Schroeder & Associés, les participants
ont découvert un exemple concret
d’intégration des collaborateurs
au sein de la stratégie durable.
En mars 2023, Schroeder & Associés
a organisé un hackathon autour
de la durabilité. L’économie circulaire,
les habitats naturels et la décarbonation
étaient les trois axes principaux
de réflexion. Un témoignage qui
a permis de mettre en avant l’importance
du rôle des collaborateurs.
PROSPERITY
Alors que le pilier Prosperity regroupe
trois principes directeurs, à savoir,
le reporting ESG, l’innovation et
l’investissement responsables, et
les valeurs partagées, ce workshop s’est
concentré sur la partie reporting ESG
avec son cadre légal, le lien entre
stratégie ESG et reporting ESG,
et l’importance du suivi de la performance
financière et extra-financière.
C’est Valérie Arnold, déjà présente
dans la première partie de la journée,
qui a animé le workshop. Les participants
ont pu poser des questions pour
mieux comprendre les enjeux
du reporting ESG.
Le témoignage d’entreprise a été apporté
par Krisztina Szenci de PwC qui a
présenté comment le reporting extrafinancier
a été un levier de transformation
au sein du cabinet de conseil.
PLANET
Durant le dernier workshop, le pilier
planète a été présenté, en se concentrant
plus particulièrement sur la décarbonation.
Après avoir défini ce concept
– ce qui constitue l’empreinte carbone
d’une entreprise par exemple – et les
différentes façons d’aborder le sujet en
fonction de la maturité de l’entreprise,
Bruno Renders, Administrateur du
groupe CDEC (Conseil pour le Développement
économique de la Construction)
a partagé un témoignage concernant
le bilan carbone du groupe.
Il a décortiqué les différentes étapes
de la réalisation d’un tel bilan : de la
quantification des émissions de gaz à
effet de serre (GES) jusqu’à la définition
d’objectifs climatiques et les mesures à
mettre en place afin de les atteindre.
Enfin, Luxinnovation, Klima-Agence,
la Chambre de Commerce et la Chambre
des Métiers ont présenté, dans le cadre
de partner pitches, des outils concrets
pour aider et accompagner les entreprises
dans leur démarche de décarbonation.
Prochaines étapes pour la House
of Sustainability
La House of Sustainability étant désormais
officiellement lancée, les équipes
qui travaillent au cœur de ce projet
vont pouvoir communiquer auprès des
entreprises toutes les solutions, moyens
et outils qui sont à leur disposition pour
intégrer les enjeux du développement
durable au cœur de leur stratégie.
Le Sustainable Business Committee,
l’organe de gouvernance de la House of
Sustainability, présidé par Marc Lauer,
Membre élu de la Chambre de Commerce
et dont le Vice-Président est Paul
Nathan, Membre élu de la Chambre des
Métiers, donnera la ligne directrice et
les impulsions stratégiques des activités
de la House of Sustainability, étant composé
de représentants d’entreprises qui
font face aux enjeux du développement
durable et qui développent des solutions
pour y répondre.
Plusieurs séries d’événements seront
bientôt lancées afin de donner le ton :
les « Sustainability Cycles » seront, dès
juin, des boucles mensuelles alliant
25
événements physiques, virtuels et autres
contenus afin de proposer aux entreprises
d’acquérir de l’expertise dans
les 10 principes directeurs du développement
durable. Le mois de juin
se concentrera autour de la stratégie
de développement durable avec dès
le 30 mai une conférence autour de
la Corporate Sustainability Reporting
Directive (CSRD) organisé en partenariat
avec la CNC et l’INDR à la Chambre
de Commerce. Le 21 juin se déroulera
à la Chambre des Métiers un atelier
autour de l’approche « Artisanat durable
en 3 étapes-clés » en partenariat avec
l’INDR. Plus d’informations à retrouver
sur l’agenda du site de la House of
Sustainability.
Une autre série d’événements auront
lieu dès mai. « De Panomix an Aktioun
» a été organisé en partenariat avec
l’INDR et IMS, deux organisations de
la RSE incontournables au Luxembourg.
En s’appuyant sur les résultats de
l’enquête du Panorama du Développement
durable au Luxembourg,
cinq petits-déjeuners pour accompagner
les entreprises qui entament leur
voyage dans l'univers du développement
durable auront lieu cette année.
[Insertion lien pour en savoir plus]
Les conseillers de la Chambre de
Commerce et de la Chambre des
Métiers sont d’ores et déjà engagés
pour accompagner les entreprises et
les orienter via des services dédiés.
Pour en savoir plus sur les équipes au
cœur de ce projet, rendez-vous sur
la page « Qui sommes-nous » du site
de la House of Sustainability.
Plus d’informations :
www.sustainability.lu
Chambre des Métiers
Service eHandwierk
ehandwierk@cdm.lu
+352 42 67 67 - 305/306
cdm.lu
MAGAZINE
CHRONIQUE
JURIDIQUE
PRATIQUES DÉLOYALES ENTRE PROFESSIONNELS
Des nouvelles compétences
pour l’Autorité de
la concurrence.
Deux lois protègent depuis 2021 certaines catégories de professionnels contre des pratiques déloyales.
Les professionnels protégés sont les fournisseurs de produits agricoles et alimentaires et les entreprises utilisatrices
de plateformes en ligne.
En dehors de ces situations particulières, il est malheureusement
difficile pour les entreprises victimes
d’une pratique déloyale de la faire cesser et/ou d’obtenir
une réparation.
La protection des fournisseurs de produits agricoles
et alimentaires contre les pratiques déloyales
Une loi modifiée du 21 juin 2021 protège les « fournisseurs »
de produits agricoles et alimentaires. 1 Les fournisseurs
sont les agriculteurs et les petits opérateurs actifs dans
la production, la distribution, la transformation ou la vente en
gros de la chaîne d'approvisionnement agroalimentaire
qui vendent à un acheteur professionnel. Si un fournisseur
s’estime victime d’une pratique déloyale interdite de
la part d’un acheteur professionnel qui dispose
d’un chiffre d’affaires supérieur au sien, le fournisseur
peut déposer une plainte auprès de l’Autorité de la concurrence.
Pour le secteur artisanal, les activités concernées sont notamment
celles de boulanger-pâtissier, boucher, traiteur, mais
aussi de fleuriste, fabricant de glaces, de gaufres et de crêpes,
meunier, chevillard-abatteur de bestiaux, ou encore fabricant
de salaisons et de tripes qui fournissent des acheteurs plus
puissants.
La loi modifiée du 21 juin 2021 liste les pratiques qui
sont interdites en distinguant celles interdites en toutes
circonstances (ou « liste noire ») de celles qui sont interdites
à moins qu’elles n’aient été convenues préalablement
en termes clairs et dépourvus d’ambiguïté (ou « liste grise »)
(voir tableau)
TABLEAU RÉCAPITULATIF DES PRATIQUES DÉLOYALES DANS LA CHAÎNE D’APPROVISIONNEMENT AGRICOLE ET ALIMENTAIRE :
Liste noire des pratiques interdites en toutes circonstances
Liste grise des pratiques interdites sans un accord préalable clair
1. Paiement après 30 jours pour des produits périssables 1. Retour des produits invendus au fournisseur sans paiement
2. Paiement après 60 jours pour des produits non périssables 2. Paiement demandé au fournisseur pour la publicité faite par l’acheteur
3.
Annulation à « brève échéance » de commandes de produits
périssables (un délai inférieur à 30 jours est toujours considéré
comme une brève échéance)
3.
Paiement demandé au fournisseur pour les actions promotionnelles
de l’acheteur
4. Modification unilatérale de l’accord de fourniture par l’acheteur 4.
Paiement demandé au fournisseur pour la commercialisation
des produits par l’acheteur
5. Transfert des coûts d’examen des plaintes des clients au fournisseur 5.
6.
7.
8.
9.
10.
Paiements non liés à la vente des produits exigés par l’acheteur
auprès du fournisseur
Refus par l’acheteur de confirmer par écrit les conditions d’un
accord de fourniture, malgré la demande du fournisseur
Acquisition, utilisation ou divulgation de façon illicite des secrets
d’affaires du fournisseur
Représailles commerciales ou menace de représailles de la part
de l’acheteur
Transfert du risque de perte et/ou de détérioration des produits
supportés par le fournisseur, sans que la perte ou la détérioration
ne résultent de sa négligence ou de sa faute
/05/2023
26
6.
Paiement demandé au fournisseur pour la rémunération du personnel
chargé d’aménager les locaux utilisés pour la vente des produits
Paiement demandé au fournisseur pour le stockage, l’exposition,
le référencement des produits ou pour leur mise à disposition
sur le marché
7. Déposer plainte en tant que victime d’une pratique commerciale déloyale
MAGAZINE
CHRONIQUE
JURIDIQUE
Il faut souligner que l’Autorité de la concurrence peut préserver
l’anonymat du plaignant et, si une pratique déloyale
est avérée, l’Autorité peut infliger des amendes allant jusqu’à
120.000 euros.
Plus d’informations et accès au formulaire de plainte :
Règlement P2B par référence, suivant le 2 ème considérant,
aux pratiques « qui s’écartent de manière excessive
de la bonne conduite commerciale ou qui sont contraires
aux principes de bonne foi et de loyauté. » Sont ainsi
encadrées les exigences de loyauté en matière de forme
et d’accessibilité des conditions générales, mais aussi
de leur contenu, de la procédure à respecter pour les
modifier, ainsi que sur des obligations liées à l’affichage
et à la transparence.
Plus d’informations :
La protection des entreprises ou des utilisateurs
de plateformes en ligne contre des pratiques illicites
Le Règlement européen 2019/1150 (ou Règlement « P2B »
pour Plateform to Business) protège les entreprises victimes
d’une pratique illicite d’un fournisseur de plateformes en
ligne (ou « service d’intermédiation ») ou d’un moteur de
recherche en ligne. 2
Les entreprises ou utilisateurs de sites internet d’entreprise qui
s’estiment lésés par une pratique interdite par la loi peuvent
introduire une action en cessation auprès de l’Autorité de
la concurrence. 3 Les pratiques illicites sont définies dans le
L’action en cessation du Code de la consommation limitée
à la protection des consommateurs
Le Code de la consommation protège les consommateurs
contre des pratiques commerciales déloyales d’un professionnel
mais cette protection ne bénéficie pas directement aux
professionnels.
27
MAGAZINE
CHRONIQUE
JURIDIQUE
En effet, l’article L.122-1 du Code de la consommation n’interdit
une pratique commerciale déloyale que dans la mesure
où la pratique « altère ou est susceptible d’altérer de manière
substantielle le comportement économique, par rapport au
produit, du consommateur moyen (…) ».
De plus, même si un professionnel peut intenter une action
en cessation via l’article L.320-2 Code de la consommation, il
est considéré que le magistrat siégeant dans ce contexte n’est
compétent que pour connaître des pratiques commerciales
vis-à-vis des consommateurs. 4
« Le devoir de loyauté peut en effet imposer une éthique
comportementale, qui va au-delà du strict respect
des engagements contractuels... »
La suppression de l’action en cessation en matière de concurrence
déloyale
La loi qui permettait de protéger les entreprises victimes d’un
concurrence déloyale a été abrogée en 2016. 5
Cette loi était pourtant très utile car elle permettait de dresser
les contours de l’obligation de loyauté entre concurrents autour
d’une définition générale, la déloyauté étant définie comme
étant un acte contraire aux usages honnêtes en matière commerciale,
industrielle, artisanale ou libérale ou à un engagement
contractuel qui avait pour effet, soit d’enlever ou de tenter
d’enlever à ses concurrents ou à l’un d’entre eux une partie
de leur clientèle, soit de porter atteinte ou de tenter de porter
atteinte à leur capacité de concurrence. 6
Une entreprise qui s’estimait victime d’une pratique déloyale
d’un concurrent pouvait ainsi former une action en cessation
sans avoir à prouver l’existence d’un préjudice ; de plus, si un
acte de concurrence déloyale était avéré, cet acte était considéré
comme constitutif d’une faute au sens de l’article 1382 du code
civil, et l’entreprise victime pouvait alors demander l’indemnisation
de son préjudice.
Des décisions de justice ont ainsi, sur cette base légale, ouvert
la possibilité de sanctionner des actes de publicité illicite, de
débauchage illicite de personnel ou encore de parasitisme économique
émanant d’un concurrent. A la suite de l’abrogation
de cette loi, l’Autorité de la concurrence de l’époque partageait
qu’elle recevait un nombre important de plaintes pour dénoncer
des actes de concurrence déloyale mais qu’elle n’avait pas
compétence pour intervenir. 7
En effet, si la loi du 30 novembre 2022 relative à la concurrence
protège les pratiques anticoncurrentielles, qui sont les ententes
et les abus de position dominante, cette loi ne sanctionne pas
la concurrence déloyale car de telles pratiques ne sont pas
supposées affecter l’intérêt général mais seulement des intérêts
particuliers.
Les pistes de solutions
La réparation d’un dommage résultant d’une pratique déloyale
sera difficile à obtenir sur base du droit commun de la responsabilité
civile car la victime doit prouver, d’une part que la
pratique constitue une faute délictuelle, et aussi que cette faute
est à la source d’un préjudice. 8
Le professionnel qui s’estime victime d’une pratique déloyale
peut tenter de la faire cesser par une action de droit commun
devant le juge des référés mais il doit alors prouver que cette
pratique constitue un trouble manifestement illicite, ou l’existence
d’un dommage imminent du fait de cette pratique, et
déterminer des mesures conservatoires ou de remises en état. 9
Si la pratique déloyale est liée à la conclusion ou à l’exécution
d’un contrat, le professionnel victime de la déloyauté pourra
invoquer le principe de l’article 1134 alinéa 3 du Code civil
suivant lequel les conventions « doivent être exécutées de
bonne foi. »
Le devoir de loyauté peut en effet imposer une éthique comportementale,
qui va au-delà du strict respect des engagements
contractuels : une récente décision de justice a ainsi justifié sur
base de ce principe de loyauté que le créancier d’une obligation
contractuelle doit faire preuve de modération dans l’exigence
du respect de ses droits et qu’il ne devait pas refuser obstinément
de réviser un contrat devenu déséquilibré. 10
Cependant, dans bien des cas, ce principe de loyauté sera
neutralisé par le principe dit de la force obligatoire des contrats,
qui est visé par l’article 1134 alinéa 1 er de ce même code, suivant
lequel « les conventions légalement formées tiennent lieu
de loi à ceux qui les ont faites. »
Chambre des Métiers
gilles.cabos@cdm.lu
Conseiller juridique
+ 352 42 67 67 - 252
cdm.lu
1
Il s’agit de la loi modifiée du 1 er juin 2021 sur les relations entre entreprises au sein de la chaîne d’approvisionnement agricole et alimentaire prise en exécution de la directive (UE) 2019/633
sur les pratiques commerciales déloyales dans les relations interentreprises au sein de la chaîne d'approvisionnement agricole et alimentaire.
2
Règlement (UE) 2019/1150 du Parlement européen et du Conseil du 20 juin 2019 promouvant l’équité et la transparence pour les entreprises utilisatrices de services d’intermédiation
en ligne (Texte présentant de l'intérêt pour l'EEE)
3
Loi modifiée du 5 mars 2021 relative à certaines modalités de mise en œuvre du règlement (UE) n° 2019/1150 du Parlement européen et du Conseil du 20 juin 2019
4
Cour d’appel, Luxembourg, 1 er juin 2021 n°CAL-2021-00054 du rôle.
5
Abrogation et refonte de la loi modifiée du 30 juillet 2002 réglementant certaines pratiques commerciales par la loi du 23 décembre 2016 sur les ventes en soldes et sur trottoir et la publicité
trompeuse et comparative.
6
Article 14 de la loi modifiée du 30 juillet 2002 réglementant certaines pratiques commerciales.
7
« Pratiques anticoncurrentielles et concurrence déloyale : deux notions distinctes, mais complémentaires », article publié dans le Journal des Tribunaux N°57 du 5 juin 2018.
8
Il est renvoyé aux principes des articles 1382 et suivants du Code civil.
9
Il est renvoyé à l’action en référé devant le président du tribunal d’arrondissement sur base de l’article 933 du Nouveau Code de procédure civile
10
Tribunal d’arrondissement, 28 juin 2021, n°TAL-2021-02457 et TAL-2n 021-02480 du rôle. JTD N°77 d’octobre 2021 p.159, et JurisNews Droit de la construction & Immobilier, Vol.13 N°2-3/2021.
/05/2023
28
MAGAZINE
CONCOURS
CHAMBRE DES MÉTIERS
Meilleur créateur d’entreprise
dans l’Artisanat 2021.
La Chambre des Métiers, en partenariat avec BGL BNP Paribas, lance la 7 ième édition du Prix Meilleur Créateur d’Entreprise
dans l’Artisanat 2023 qui encourage et récompense celles et ceux qui se sont lancés dans la création ou la reprise d’une entreprise.
Le gagnant du concours sera récompensé par un prix d’une valeur
de 6.000 € offert par BGL BNP Paribas, partenaire de cette 7 ième édition.
Pourquoi participer à ce concours ?
• Pour la notoriété que confère le concours à son vainqueur et à ses finalistes
• Pour la médiatisation et la mise en avant de votre entreprise
• Pour le prix de 6.000 € offert par BGL BNP Paribas
Les dossiers de candidature seront évalués d’après les critères suivants :
• Succès financier et commercial
• Concept innovateur
• Originalité du projet
• Effet créateur d’emplois
Critères de participation
La participation au concours est gratuite et ouverte à toute personne
exploitant une entreprise individuelle ou une société ressortissante
de la Chambre des Métiers, depuis 2 années au moins et 5 années au plus.
Vous trouvez le dossier de candidature sur www.createur.cdm.lu, qui doit
être déposé au plus tard le 7 août 2023.
PALMARÈS CONCOURS
2010 Josiane JACOB (Jacob & Weis Sàrl)
2012 Bernard COUNE (International Fire Control SA)
2014 Ralph KRIPS (Leon Kremer Sàrl)
2016 Laura FONTANI (Gelato Gourmet Sàrl)
2019 Christophe MIRANDA (M-Energy Sàrl)
2021 Pol & Ben WEISGERBER (Weisgerber & Fils Sàrl)
2021 Coup de Cœur : Alexandra Kahn
(La Luxembourgeoise du Chocolat Sàrl)
MAGAZINE
INNOVATION
& DIGITAL
NORME ISO 14001 SYSTÈME DE MANAGEMENT
ENVIRONNEMENTAL –LUXEMBOURG
QUESTION
C’est quoi la norme
ISO14001et
commentse
procurer la norme
ISO14001au
Luxembourg ?
EXPLICATION
NormeISO 14001
ISO14001 estune normeinternationalementreconnuequi
établit
lesexigences relativesàunsystème
de management environnemental.
Elleaide lesorganismesàaméliorer leur
performance environnementale grâce
àune utilisationplusrationnelledes
ressourcesetàlaréductiondes déchets,
gagnant,par là même, un avantage
concurrentiel et la confiance desparties
prenantes.
Contact
ILNAS-InstitutLuxembourgeoisdelaNormalisation,
de l’Accréditation, de la Sécurité et qualitédes
produitsetservices
(Achat en lignedes normes:E-SHOP DE L’ILNAS)
Quelssontles
principesde
management
environnemental et
lesobjectifsdela
norme ISO14001?
Principes(modèle PDCA)
Enjeux
internes
et externes
Domained’application du système
de managementenvironnemental
P
1 :Planification
2 :Support et réalisationdes activités
opérationnelles
3 :Evaluationdes performances
4 :Amélioration
Un systèmedemanagement
environnementalreposesur le concept
de Planifier-Réaliser-Vérifier-Agir.
Le modèle PDCA proposeunprocessus
itératifutilisé parles organismes pour
assurerune améliorationcontinue. Il peut
êtreappliquéàunsystème de
management environnementaletàchacun
de ses élémentsindividuels. Il peut être
brièvement décrit comme suit :
• Planifier :établirles objectifs
environnementaux et lesprocessus
nécessaires àl’obtentionde
résultatsenaccord avec la
politique environnementale
de l’organisme.
• Réaliser :mettreenœuvreles
processus planifiés.
• Vérifier:surveiller et mesurerles
processus parrapport àlapolitique
environnementale,ycomprisles
engagements, lesobjectifs
environnementaux et lescritères
opérationnels, et rendre compte
desrésultats.
• Agir :mener desactions en vue
d’uneaméliorationcontinue.
/05/2023
30
A
4
Contexte
de l’organisme
1
Leadership
3
C
Résultatsescomptés
du système
de management
environnemental
2
D
Besoins
et attentes
desparties
intéressées
Objectifs
Le butdelaNorme ISO14001 estdefournir un cadre
auxorganismesafin de protégerl’environnement
et de répondre àl’évolutiondes conditions
environnementalesentenant compte desbesoins
socio-économiques. Elle spécifie desexigences
permettant àunorganisme d’obtenir lesrésultats
escomptés qu’ilafixéspourson système
de management environnemental.
Uneapprochesystématiquedumanagement
environnementalpeutfournir àladirection des
informations permettant de réussirsur le long terme
et de créerdes options pour contribuer au
développement durableen:
• protégeant l’environnementpar l’élimination
ou l’atténuationdes impacts environnementaux
négatifs ;
• limitant l’effet négatifpotentiel desconditions
environnementalessur l’organisme;
• aidant l’organismeàrespecterles obligations
de conformité ;
• renforçant la performance environnementale ;
• maîtrisant ou influençant la manièredontles
produits et services de l’organismesontconçus,
fabriqués, distribués,consommésetéliminésen
adoptantune perspectivedecycle de vieafin
d’éviter quedes impacts environnementaux
ne se reportentinvolontairementdansd’autres
phases du cycledevie ;
• réalisantdes bénéficesfinancierset
opérationnelspouvant résulterdelamise
en œuvre d’alternatives respectueuses de
l’environnementqui renforcent la position
de l’organismesur le marché;
• communiquantdes informations
environnementalesaux partiesintéressées
pertinentes.
MAGAZINE
INNOVATION
& DIGITAL
QUESTION
Quelssontles
avantagesetles
bénéficesdela
norme ISO14001?
EXPLICATION
Avantages
• Démontrerlaconformité aux
exigenceslégales et réglementaires,
actuellesetfutures
• Renforcerl’implicationdela
direction et l’engagement
desemployés
• Améliorerlaréputationde
l’entreprise et la confiance des
partiesprenantesautravers d’une
communicationstratégique
• Réaliser desobjectifsstratégiques
en prenantencompteles questions
environnementalesdanslagestion
de l’entreprise
• Obtenirunavantageconcurrentiel
et financier grâce àl’amélioration
de l’efficacité et àlaréductiondes
coûts
• Favoriserune meilleure
performance environnementale des
fournisseursenles intégrant dans
lessystèmesd’activitésde
l’organisme
Bénéfices
• Améliorationducontrôleetdelagestiondes
émissions,des effluentsetdes déchets
• Prévention et manipulationentoutesécuritédes
matières dangereuses ou potentiellement
polluantes
• Meilleuregestionetréductiondes déchets
produits
• Améliorations en termes d’efficacité énergétique
et leséconomiesengendrées
• Préservationdes ressourcesnaturelles,y
compris l’eau, le soletles minéraux précieux
• Efficacité opérationnelle et leséconomies
générées
• Réduction de la consommationd’énergie
• Gestionefficace desmatières premières
• Utilisationdetechnologiespropresouplus
propre
• Diminution de la consommationd’eau
• Diminution descoûtsdedépollution
• Optimisationdelagestiondes déplacements
Commentprocéder
àlamiseenplace
de l’ISO14001 ?
Conseil1
Définissez
vos objectifs.
Quevoulez-vous
réaliser avec cette
norme ?
Conseil2
Assurez-vous de
la participationde
la direction. Il est
essentiel queles
responsablesde
votreorganisme
appuientles
objectifsd’un
systèmeefficace
de management
environnemental
et soientengagés
dans le processus.
Conseil3
Veillezàbien cerner lesprocessus et systèmes
existantsqui sont pertinents pour votreimpact
environnemental. C’estsur de telles bases que
reposera votresystème de management
environnementaletque vous pourrezidentifier plus
facilementtout écartéventuel.
Quel est le bénéfice
économique de
l’ISO14001?
La certificationaméliorelacompétitivité de l’entreprise et engendre unehausse de la rentabilité.
Grâce auxaméliorations apportées surles processus et le fonctionnement de l’entreprise,
le systèmedegestionrendlacompagnieplus performante.Ces modifications permettent d’attirer
de multiplescontrats, sans compterque la certificationouvreunmeilleuraccèsaux marchés
et uneamélioration desrelations avec lespartiesintéressées(parexemple:les clients,
lesorganismesderéglementation, lesinvestisseurs, lesassureurs et le voisinage).
Quiest votre
partenairequalité
au Luxembourg ?
Contact
MLQE-Mouvement
Luxembourgeois
pour la Qualité
et l’Excellence
Mission
• Promouvoir et encouragertoutesdémarches et initiativesvisant
la qualité
• Guideretaccompagnerles entreprises versunmanagement
durable
• Fédéreretanimerunréseau d’échange de bonnes pratiques
entredes organismes de différentshorizons
• Se positionnercomme le contactenmatièredequalité
et d’excellence
?
Commentobtenir
la certification
ISO14001
au Luxembourg ?
Contact
ESCEM ASBL –
EuropeanSociety
forCertificationof
Management Systems
Mission
• Prestations de certificationetdesurveillancedesystèmes
de manage-mentpourlagestionetlamaîtrisedes risquesen
relationaveclaQualité, la Sécurité,l’Environnement, l’Energie
et la Sécurité alimentaire.
Vous avezdes questions?
Vous souhaitezrecevoirplusd‘informations surles normes ISO?
ContactezleService eHandwierk de la Chambredes Métiers:
E-mail : ehandwierk@cdm.lu
Tél. : 42 67 67 -219 /305 /306 /307
31
MAGAZINE
ÉNERGIE
LET THE SUN SHINE IN.
Apportez la puissance du soleil
à vos clients en installant
des panneaux solaires sur
leur toiture.
Le ministère de l’Énergie, Klima-Agence et ses partenaires relancent la promotion du cadre attractif des aides financières
pour l'énergie solaire. Les subventions n'ont jamais été aussi avantageuses.
En qualité de professionnel, vous
êtes un maillon essentiel de l’information
sur les avantages de la
production d’électricité photovoltaïque,
que ce soit pour ses effets bénéfiques sur
le climat ou la réduction de la facture
d’électricité.
« Les aides Klimabonus photovoltaïque
en détail : aides.klima-agence.lu/
details/522 »
Les différentes possibilités d'utilisation
de la production d’énergie photovoltaïque
permettent à vos clients d'adapter
leur mode de consommation à leur
situation personnelle.
Avec l'option « autoconsommation »,
votre client peut consommer lui-même
une partie de son électricité et bénéficier
d'une aide à l'investissement plus
élevée. La prime pour l'installation a été
augmentée de 25 % et peut désormais
atteindre un maximum de 62,5 % des
coûts HTVA (auparavant, 50 % des coûts
HTVA). Votre client doit toutefois passer
sa commande entre le 1.1.2023
et le 31.12.2023.
Les batteries pour le stockage de l’électricité
photovoltaïque sont également
éligibles, mais elles doivent être installées
en même temps que les panneaux, et
la capacité de l'accumulateur est, elle,
soumise à des conditions spécifiques.
En revanche, si votre client souhaite
injecter son électricité dans le réseau,
il peut toujours choisir l'option « injection
» pour bénéficier d'un tarif d'injection
avantageux garanti sur 15 ans et
d'une aide à l'investissement de 20 %.
Pour simuler les montants totaux des
aides étatiques, communales et des
fournisseurs d’énergie disponibles en
quelques clics : aides.klima-agence.lu.
Vous pouvez également informer votre
client sur la faisabilité et la rentabilité de
son projet en consultant le cadastre solaire
national sur energie.geoportail.lu. Cet outil
vise ainsi à identifier les emplacements les
mieux exposés au rayonnement solaire.
Vous y découvrirez également une nouvelle
fonctionnalité pour l’option d'autoconsommation
qui permet à l'utilisateur
d'indiquer sa consommation approximative
et de déterminer ainsi l'investissement
qui lui convient le mieux.
Pour soutenir les investissements dans
l’énergie solaire, le ministère de l’Énergie et
Klima-Agence, en partenariat avec
la Chambre des Métiers, l’Ordre des Architectes
et Ingénieurs-Conseils et la Fédération
des Artisans, lancent la campagne
« Let the sun shine in. » car les subventions
n’ont jamais été si avantageuses.
C’est dans cette démarche que nous mettons
à votre disposition des supports de communication,
tels que des annonces et banners,
pour promouvoir les aides disponibles pour
le photovoltaïque. Vous pouvez également
disposer d’un label que vous pouvez utiliser
sur vos propres supports de communication.
Merci de bien vouloir adresser vos demandes
à communication@klima-agence.lu
/05/2023
32
Let the sunshine in.
Les subventions pour l’énergie solaire
n’ont jamais été aussi intéressantes.
www.klima-agence.lu
En partenariat avec :
BREVET DE MAÎTRISE
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vum Handwierk
cdm.lu
Agenda des nouvelles formations 2023
DIESE WEITERBILDUNGEN WERDEN AUCH AUF DEUTSCH ANGEBOTEN.
EN CE MOIS DE MAI, NOUS VOULONS METTRE EN AVANT LES NOUVELLES FORMATIONS DANS LE DOMAINE DE L’ALIMENTATION.
1. ANTIGASPI ET CONCEPT BIO-LOCAL
LEBENSMITTELVERSCHWENDUNG VERMEIDEN UND BIO-LOKALES KONZEPT
L’objectif de cette formation est de sensibiliser, lutter et dégager des pistes pour réduire le gaspillage alimentaire dans
votre établissement et d’introduire un concept bio et local. La première partie de cette formation traitera de la thématique ‘gaspillage
alimentaire’ et vous permettra de mettre en place une campagne ‘anti-gaspi’ au sein de votre établissement.
La deuxième partie vous introduira le plan d’action ‘PAN-Bio 2025’. La conversion au bio s’effectue par étapes ayant fait l’objet d’une
réflexion minutieuse. Cette partie vous montrera comment contribuer avec succès à la lutte contre le changement climatique et à la
durabilité au Luxembourg.
Informations/Programme et inscriptions :
Formation en FR
Formation en DE
2. ALIMENTATION DURABLE – ACHATS DURABLES EN CUISINE COLLECTIVE
NACHHALTIGE LEBENSMITTEL – NACHHALTIGER EINKAUF IN GROSSKÜCHEN
Cette formation vous présentera le concept de durabilité dans le secteur alimentaire et comment répondre aux demandes
et exigences des clients. Composée de plusieurs parties, vous y verrez les enjeux du développement durable, les différentes matières
premières, les achats en alimentation durable ainsi que les emballages à usage unique.
Informations/Programme et inscriptions :
Formation en FR
Formation en DE
3. LA CUISINE «SANS» : COMMENT GÉRER LES RÉGIMES PLURI-ALLERGÈNES
DIE KÜCHE ‘’OHNE’‘: UMGANG MIT MULTIALLERGENER KOST
LA CUISINE SANS GLUTEN
DIE GLUTENFREIE KÜCHE
Si vous voulez répondre aux demandes de vos clients et proposer des plats sans allergène, cette formation vous aidera. Les cuisiniers
capables de créer de délicieux plats en omettant des ingrédients courants comme le blé ou le lait sont rares. Les personnes
qui suivent un régime "sans" sont nombreuses et seront heureuses de pouvoir profiter de vos recettes. Au cours de cette formation,
vous apprendrez à identifier les ingrédients à substituer aux différents régimes alimentaires. Nous identifierons les ingrédients alternatifs
qui permettent d'obtenir une texture et une saveur similaires. Nous créerons des recettes innovantes que vous pourrez faire
revivre dès votre retour aux fourneaux, ou adapter à votre créativité et au goût des convives.
Informations/Programme cuisine sans gluten et inscriptions :
Formation en FR
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Informations/Programme Cuisine «sans» et inscriptions :
Formation en FR
Formation en DE
35
Chambre des Métiers
Service Brevet de Maîtrise et Formation Continue
formation.continue@cdm.lu
+ 352 42 67 67 - 530
cdm.lu/formation-continue
MAGAZINE
IPIL
Photos: Eric DEVILLET
INSTITUT DE LA PROPRIÉTÉ INTELLECTUELLE LUXEMBOURG
Retour sur la Journée
luxembourgeoise de
la propriété intellectuelle.
La 15 e édition de la Journée luxembourgeoise de la propriété intellectuelle a eu lieu le 25 avril 2023 à la Chambre de Métiers.
Une belle occasion pour les créatifs, artisans et entrepreneurs d’échanger avec les professionnels de la propriété intellectuelle (PI)
lors du salon ainsi que d’écouter les interventions pendant la conférence.
M. Tom Wirion, Directeur de la
Chambre des Métiers, a prononcé
les mots de bienvenue en soulignant
la bonne coopération avec l’Office
de la propriété intellectuelle du ministère
de l’Économie et l’Institut de la Propriété
Intellectuelle Luxembourg (IPIL G.I.E.).
Il a rappelé l’importance du respect
des droits de PI pour les entreprises
artisanales et souligné les atouts.
Le Ministre de l’Économie, M. Franz
Fayot, a ensuite introduit la conférence
sur le thème « La propriété intellectuelle,
un enjeu économique » en remerciant
les différents intervenants pour leur participation
à l’événement, principalement
M. António Campinos, Président de
l’Office des brevets européen (OEB).
M. Fayot a relevé l’importance de l’année
2023 dans le monde de la PI, notamment
dans le contexte du brevet unitaire
et de la juridiction unifiée du brevet
(JUB), dont le siège de la Cour d’appel et
du greffe est basé au Luxembourg.
A cet égard, le Président de l’OEB,
M. Campinos, a énoncé les contours
du nouveau système du brevet unitaire
européen et de la JUB, dont la date de
lancement est prévue le 1 er juin 2023.
Ce système devrait permettre aux entreprises
de bénéficier d’une protection élargie
et efficace à moindre coût.
Les intervenants de la conférence ont
respectivement présenté les bénéfices
économiques du brevet unitaire européen,
l’analyse économique et économétrique en
PI, puis exposé les études récentes relatives
à l’utilisation de la PI en tant que moyen
d’obtention et garantie de financements.
Se basant sur ces études, M. le Ministre
a encore souligné dans son discours
que la propriété intellectuelle constitue
un facteur de croissance économique,
ainsi qu’une condition-cadre propice à la
double transition écologique et numérique.
Plus de 190 participants, dans la salle et
en ligne, ont pu profiter de nombreux
échanges avec les orateurs, ainsi qu’avec
des professionnels de la PI sur les stands
d’information.
Bon à savoir : Les PME peuvent entre
autres bénéficier des services de l’IPIL
pour les guider, du régime national d’aides
R&D pour couvrir une partie des dépenses
liées à la PI, mais aussi du Fonds PME de
l’EUIPO.
https://ipil.lu/fr/
https://guichet.public.lu/fr/entreprises/
financement-aides/aides-recherche-developpement/
rdi/aide-innovation-pme.html
https://euipo.europa.eu/ohimportal/fr/
online-services/ideas-powered-for-business
Chambre des Métiers
presse@cdm.lu
cdm.lu
/05/2023
36
EIN MITTEL, UM NEUE MÄRKTE ZU ERSCHLIESSEN
Internationale Kooperationsangebote.
Sie sind auf der Suche nach neuen Geschäftspartnern, wissen
jedoch nicht, wo Sie sie finden?
Zur gezielten Geschäfts- und Kooperationspartnersuche verwaltet das
Enterprise Europe Network eine europaweite Onlineplattform.
Aktuell enthält sie 6.000 aktive Kooperationsgesuche.
Diese Unternehmens- und Branchenprofile werden von den Netzwerkpartnern
regelmäßig gepflegt und aktualisiert. Im Folgenden finden
ie eine Auswahl, die für Handwerksbetriebe interessant sein könnte:
Herstellung für Schallschutzvorrichtungen für die Luft- und
Raumfahrt gesucht / Ein Unternehmen für Trägerfahrzeuge
entwickelt eine Reihe von kleinen Trägerraketen. Es sucht ein akustisches
Dämpfungssystem für die Verkleidung, um die akustische
Umgebung zu reduzieren, der der Satellit während seiner Startphase
ausgesetzt ist. Das Standardschallspektrum unter der Verkleidung
ist zwischen 31 Hz und 2000 Hz zwischen 125 und 135 dB definiert.
Diese maximale Umgebung wird während etwa 60 Sekunden
angewendet. Gesucht wird ein Unternehmen mit Erfahrung in
Schallschutzvorrichtungen für die Luft- und Raumfahrt für die
Produktion der gesuchten Ausrüstung.
(BRFR20230223006)
Blechbearbeitung angeboten / Ein griechisches Unternehmen ist
in der Metallbauindustrie tätig und auf Blechbearbeitung spezialisiert.
Durch ständige Investitionen in technologisch fortschrittliche
Maschinen ist es in der Lage, qualitativ hochwertige Dienstleistungen
gemäß den Bedürfnissen seiner Kunden anzubieten. Das
Unternehmen kann Halbfabrikate sowie Komponenten und Teile
für verschiedene und komplexe industrielle Anwendungen liefern.
Das Unternehmen sucht Kooperationen im Rahmen von Zulieferverträgen
für die Herstellung von Produkten oder Produktteilen aus
Stahl, um seine internationale Tätigkeit auszubauen.
(BOGR20230109016)
Filterpumpen für galvanische und chemische Prozesse zum
Vertrieb angeboten / Ein italienischer Hersteller mit 50jähriger
Erfahrung im Bereich Metallmechanik stellt Filterpumpen für
galvanische und chemische Prozesse her. Er sucht Vertriebsunternehmen,
die daran interessiert sind, Filterpumpen zu fördern
und eine Betreuung nach dem Verkauf gewährleisten zu können.
Das Unternehmen sucht weltweit nach Kooperationskontakten im
Rahmen von Handelsvereinbarungen
(BOIT20230127012)
Kleine Holzhäuser, Produktion angeboten / Ein lettisches
Unternehmen stellt Häuser mit einer Grundfläche von bis zu
60 m² her. Die angebotenen Gebäude reichen von Gartenhäusern
bis hin zu Ganzjahreswohnhäusern. Das Unternehmen bietet
Immobilien- und Baufirmen Lieferantenvereinbarungen an.
(BOLV20230203013 )
Sollten Sie an einem der Angebote interessiert sein, mehr über
die Datenbank wissen oder Ihr eigenes Profil veröffentlichen
wollen, dann kontaktieren Sie uns. Sie können auch gerne
Ihre eigene Suche in der Datenbank starten.
Enterprise Europe Network
Chambre des Métiers
+352 42 67 67 - 366
international@cdm.lu
MAGAZINE
EUROPE
ET GRANDE
RÉGION
37
MAGAZINE
RUBRIQUE
Redaktion: Y. Zappone ■ Fotos: Benoît Martin - Shutterstock.com
« Pour garantir les bonnes pratiques de mises-en-œuvres,
le législateur ne devrait-il pas imposer des cursus
de formation auprès de certaines professions
de l’artisanat ? »
Benoît MARTIN Président de la FCCE
/05/2023
38
MAGAZINE
RUBRIQUE
FÉDÉRATION DES CONSEILLERS ET CERTIFICATEURS ÉNERGÉTIQUE
Interview
de Benoît Martin -
Président de la FCCE.
Ambitions • Visions • Vie privée
M Benoit vous venez de reprendre la tête de la FCCE.
Quel est le rôle de la FCCE au Luxembourg ?
FCCE pour Fédération des Conseillers et Certificateurs
Energétiques. Elle fait suite à la directive européenne
de 2008 sur la performance énergétique des bâtiments
et ses diverses refontes au fil du temps. Le Grand-Duché,
la transpose au niveau national et pose le cadre légal.
C’est dans ce contexte d’évolution des questions énergétiques,
environnementales que la FCCE a été créée en 2011.
Elle regroupe un réseau d’expert pour la promotion
des règles de bonnes pratiques, de les assister mais également
de contribuer aux discussions avec le législateur.
La volonté politique pour la transition énergétique oblige.
Quels sont les défis actuels de la FCCE ?
Le Luxembourg bénéficie aujourd’hui d’un régime d’aides
financières très intéressant, tout particulièrement pour la
rénovation énergétique qui est le vrai défi actuel et futur.
Si l’on veut tenir les objectifs définis dans le plan national
intégré en matière d’énergie et climat, il faut que toute
la chaine de valeurs fonctionne. La libération des aides
étatiques aujourd’hui met trop de temps, on parle de plusieurs
mois. Sans parler que la remise d’un dossier de demande,
n’est pas digitalisé à ce jour.
Quels accents aimeriez-vous donner dans les mois à venir
avec la FCCE ?
Justement au sujet du digital, nous souhaitons
une collaboration transversale avec les autorités compétentes
pour le traitement des dossiers Klimabonus en vue de tendre
vers un dossier digitalisé, à l’instar du programme d’aides
privées ENOPRIMES. J’ose imaginer que le parcours
du dossier papier est révolu et que tout le monde souhaite
un dossier digitalisé et quasi décarboné ?
Également, nous sommes demandeur de renforcer notre
collaboration avec Klima Agence, où nous pouvons être
les yeux et les oreilles de la politique énergétique qui relève
de notre métier.
Enfin en ce qui concerne le volet formation, il y a très
certainement des échanges à avoir avec les professionnels
de la construction. Dans notre quotidien, on voit encore
trop souvent des manquements dans l’exécution des bonnes
39
MAGAZINE
RUBRIQUE
pratiques par manque de connaissance. L’IFSB et le Centre
de Compétences peuvent amener leurs pierres à l’édifice par
leurs programmes de formations dédiés.
La FCCE regroupe l’ensemble du secteur. Quels sont
les problèmes qui tiennent le plus à cœur à vos membres ?
Les membres recherchent une entité sur qui compter en cas
d’interrogation sur les textes d’application, des méthodes
de travail qui font consensus. Comme on dit, 2 têtes valent
mieux qu’une !
Nous sommes également l’interlocuteur privilégié avec
les autorités publiques pour ces mêmes interrogations.
Également, le métier devra nécessairement évoluer vers de
nouvelles thématiques :
• L’empreinte carbone du bâti
• L’impact sanitaire de l’environnement bâti
Vous pensez que les critères d’accéder à la profession sont clairs ?
L’accès à la profession est encadré par règlements grandducaux
et les cursus de formation sont existants et encadrés.
Les formations ont évolué au grès des règlements et sont
dès lors à jour.
Question personnelle, avec une variété de dossiers urgents en route,
une société en pleine expansion, est-ce que la vie de famille y trouve
sa place ?
Le rythme de vie est très dynamique et dense, je le reconnais
mais l’expérience m’a permis de développer mon « non négociable
» et le « savoir dire non ». Ainsi, je sais privilégier un
temps pour mes activités et engagements professionnels ainsi
que ma famille.
Une journée de repos ressemble à quoi pour le président
de la FCCE ?
« de repos » ? je ne sais pas rester en place ! (sourire) il y a
toujours quelques choses à bricoler dans ma maison unifamiliale
d’avant-guerre que je rénove aux standards énergétiques
actuels. Cette démarche me permet de faire de la pédagogie
auprès de mon fils de 8 ans sur les enjeux climatiques et leurs
« pourquoi’s ? » et il y a toujours une place pour une partie de
tennis avec celui-ci ou de billard carambole que je pratique
depuis l’âge de 14 ans.
Pour l’interview complet avec information sur les mots-clés
du secteur, le rôle du conseiller comparé à l’architecte et une
proposition d’amélioration générique à faire au Luxembourg
veuillez visiter fcce.lu
Fédération des Artisans
y.zappone@fda.lu
+ 352 42 45 11 - 35
fda.lu
/05/2023
40
Redaktion: Marc Glesener
UNTERNEHMEN
MAGAZINE
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CONTENT
DIE RICHTIGEN PRIORITÄTEN SETZEN
Es kommt als Unternehmer
nicht nur auf gute Ideen an.
Kosten bei der Gründung, staatliche Unterstützung, Diversifizierung, Expandieren und finanzielle Absicherung – das alles sind Themen,
die angehende und erfahrene Unternehmer beschäftigen. Damit ist eines klar: Nicht die gute Idee allein zählt.
Dass in Sachen Entrepreneurship
viele Aspekte für den Erfolg
ausschlaggebend sind, unterstreicht
auch Daniel Haag, der bei der
BIL als „Global Head of Corporates“
zuständig für Unternehmen ist. Haag
steht kleinen und großen Unternehmern
bei der Gründung, beim Investieren
oder dem Innovieren zur Seite.
Für Unternehmer lohnt sich immer
der Weg zur SNCI („Société Nationale
de Crédit et d’Investissement“).
Die nationale Investitions- und
Kreditgesellschaft ist im Bereich der
mittel- und langfristigen Finanzierung
der luxemburgischen Unternehmen
spezialisiert und eine Art öffentlichrechtliches
Bankinstitut. Die Darlehen
und Kredite der SCNI decken durchschnittlich
25 Prozent der Kosten der
industriellen Projekte. Um die mit einer
Expansion ins Ausland verbundenen
Herausforderungen zu bewältigen,
steht luxemburgischen Unternehmen
das „Office du Ducroire Luxembourg“
(ODL) zur Seite.
Ein wichtiger Aspekt gleich zu Beginn:
Unternehmer sollten auch den Blick
über ihre Kerntätigkeit hinaus wagen.
Es kann sich lohnen, auch andere
Wege zu gehen, um sowohl die Firma
als auch das Privatvermögen des
Firmeninhabers zu schützen.
Ein weiterer Punkt, den es zu bedenken
gilt, ist die Liquidität. Nicht alle Unternehmensinhaber,
die kurzfristig Geld
benötigen, können jederzeit schnell
einen Teil des Geschäfts verkaufen.
Neue Finanzierungsquellen aufzutun,
braucht Zeit. Daher ist es sinnvoll,
durch eine private Vermögensplanung
Daniel Haag, Global Head of Corporates bei der BIL
„Unternehmer sollten auch
den Blick über ihre Kerntätigkeit
hinaus wagen.“
auf alternative Optionen zurückgreifen
zu können, um sicherzustellen, dass das
Unternehmen nicht Gefahr läuft, durch
persönliche finanzielle Erwägungen
und/oder Entscheidungen zu leiden.
Finanzierung ist ein wichtiges Thema:
Hier ist Leasing eine interessante
Alternative zu klassischen Krediten.
Denn auf diesem Wege lassen sich
Anschaffungen finanzieren, ohne
dabei auf Eigenkapital zurückgreifen
zu müssen. Die größten Vorteile liegen
sicher in der hundertprozentigen
Finanzierung der Investitionsgüter
(einschließlich der Vorfinanzierung der
Mehrwertsteuer) durch die Leasinggesellschaft
und der Zahlung einer festen
und im Voraus bekannten Leasingrate
während der gesamten Nutzungsdauer.
Zusätzliche interessante Informationen
über dieses Thema finden Sie
unter mymag.wort.lu/de oder via
QR-Code. Zögern Sie nicht, Ihren
Kundenberater der BIL direkt zu
kontaktieren.
Foto: Lynn Theisen
41
MAGAZINE
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CONTENT
LA SOLUTION ADÉQUATE POUR LE BILAN ÉNERGÉTIQUE
Le clapet de retenue
d'énergie Geberit élimine
un point faible dans
la technologie énergétique.
Déjà dans une maison résidentielle de 4 étages, la perte d'énergie par les ouvertures fonctionnelles dans la conduite
de décharge peut être importante. Le nouveau clapet de retenue d'énergie ERV de Geberit réduit cette perte d'énergie.
Lorsqu'il est fixé au tuyau de ventilation, il retient l'énergie dans le tuyau sans restreindre la fonctionnalité de la ventilation.
L'ERV est disponible depuis janvier 2019.
La perte d'énergie est
stoppée – Le clapet de
retenue d'énergie Geberit
permet de colmater les
points faibles énergétiques
du toit de la maison.
Particulièrement pendant la saison froide, l'énergie
peut être perdue par les tuyaux de ventilation
des systèmes d'évacuation des bâtiments.
Ces tuyaux se terminent généralement sur le toit de
la maison et sont ouverts vers le haut. Geberit propose
le clapet de retenue d'énergie ERV afin de contrer
la perte d'énergie.
Il conserve l'énergie dans le tuyau sans limiter la fonctionnalité
de la ventilation, grâce aux membranes en silicone fixées
au clapet. Les membranes peuvent être ouvertes dans les deux
sens et ainsi équilibrent la pression dans les tuyaux en fonction
de la situation.
« Même dans un bâtiment bien isolé, il y a encore
des faiblesses énergétiques. La ventilation de
la conduite de décharge est l'une d'entre elles,
que nous colmatons avec l'ERV. »
« L'extrémité ouverte du tuyau de ventilation présente un inconvénient
central qui n'avait pas été résolu jusqu'ici : l'air chaud
sort par l'ouverture du toit, ce qui fait que l'énergiese perd de
façon inaperçue », explique Patrick Schintgen de Geberit.
/05/2022
42
MAGAZINE
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CONTENT
« À une époque où la construction durable et économe en
énergie devient de plus en plus importante, la perte d'énergie
est une question centrale. Même dans un bâtiment bien isolé,
il y a encore des faiblesses énergétiques. La ventilation de
la conduite de décharge est l'une d'entre elles, que nous
colmatons avec l'ERV. »
Compensation de pression
Les systèmes de ventilation installés jusqu'à présent n'ont
qu'une fonction unidirectionnelle, il leur manque une fonction
importante : la ventilation. Par conséquent, ils ne peuvent
être installés que sur des conduites secondaires.
Le clapet de retenue d'énergie ERV de Geberit est doté
d'un système latéral de membranes en silicone qui ne
demandent pas d'entretien et résistent aux intempéries.
Ces membranes magnétiques s'ouvrent automatiquement
lorsqu'une compensation de pression est nécessaire.
Le reste du temps, elles restent fermées. Selon la situation,
les membranes peuvent être ouvertes vers l'intérieur et
vers l'extérieur, ce qui est nécessaire si une dépression
est créée dans la conduite de décharge ou si une surpression
doit être compensée.
Montage extrêmement simple
Grâce à une fixation bien pensée, l'installation du clapet
de retenue d'énergie ERV de Geberit est très facile.
Il convient à toutes les conduites de ventilation standard
de dimension d110. Une fois installé, le clapet de retenue
d'énergie ERV de Geberit résiste à la plupart des conditions
environnementales et météorologiques, les membranes
en silicone ne nécessitent aucun entretien, résistent au gel
et, grâce à l'intégration d'une grille de protection contre les
insectes et les feuilles, aucun nettoyage n'est nécessaire.
Lors d'un test de résistance à la grêle effectué au Laboratoire
fédéral suisse d'essai des matériaux et de recherche,
le clapet de retenue d'énergie ERV de Geberit a atteint
la deuxième classe la plus élevée, soit la classe 4.
Il résiste également aux tempêtes.
Pour plus d'informations et d'illustrations,
rendez-vous sur le site www.geberit.lu
Pour plus de renseignements, contactez :
Geberit b.v. Luxembourg
Patrick Schintgen
Tel.: +352 54 52 26
43
MAGAZINE
FÉDÉRATION
ARBEITSGESETZBUCH
Neue gesetzliche
bestimmungen gegen
Mobbing am Arbeitsplatz.
Am 9. März 2023 hat die Abgeordnetenkammer das Gesetz über Mobbing verabschiedet. Das Arbeitsgesetzbuch enthält
nun ein Kapitel über den Schutz vor Mobbing am Arbeitsplatz.
/05/2023
Was versteht man unter Mobbing?
Mobbing am Arbeitsplatz ist jede Verhaltensweise oder
Handlung, das durch Wiederholung oder Systematisierung
die Würde oder die psychische und physische Integrität
einer Person verletzt.
Zu den Verhaltensweisen oder Handlungen, die als Mobbing
angesehen werden können, zählen u. a. Demütigung, ungerechtfertigte
Kritik und Sanktionen gegenüber dem Arbeitnehmer,
Abwertung des Arbeitnehmers durch Zuweisung von abwertenden
Aufgaben, disziplinarischer Druck auf den Arbeitnehmer
oder auch die Isolierung des Arbeitnehmers innerhalb des
Unternehmens.
Wer sind die Täter und wer die Opfer von Mobbing?
Bisher sah der bestehende Rechtsrahmen vor, dass Mobbinghandlungen
von einer Person innerhalb des Unternehmens
(Arbeitnehmer, Manager, ...) gegenüber einem Arbeitskollegen
oder einem Manager begangen werden.
„Der Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer, der Opfer von
Mobbing ist, nicht bestrafen oder entlassen, weil er sich
beschwert oder sich geweigert hat, Mobbinghandlungen
oder -verhaltensweisen zu dulden.“
Das Arbeitsgesetzbuch erweitert nun den Anwendungsbereich,
indem es festlegt, dass der Urheber von Mobbinghandlungen
auch eine Person außerhalb des Unternehmens sein kann, z. B.
ein Kunde, ein Lieferant oder eine externe Person, die mit dem
Arbeitgeber in Verbindung steht.
Unter den Opfern sieht die neue Definition nicht mehr explizit
die Führungskräfte vor. Der Schutz gilt für alle Beschäftigten des
Unternehmens, einschließlich Praktikanten, Auszubildenden,
Schülern und Studenten, die während der Schulferien eingestellt
werden.
Der Schutz erstreckt sich auch auf Mobbingverhalten oder
-handlungen, die außerhalb der Arbeitszeit und außerhalb
des üblichen Arbeitsplatzes des Arbeitnehmers stattfinden.
In diesem Fall ist der Arbeitnehmer auch dann geschützt,
44
wenn er nicht arbeitet oder sich nicht auf dem Firmengelände
aufhält.
Welche Pflichten hat der Arbeitgeber?
Der Arbeitgeber informiert und konsultiert die Personalvertretung,
um festzulegen, welche Präventionsmaßnahmen
er zum Schutz seines Arbeitnehmers ergreifen muss. Wenn
das Unternehmen keine Personalvertretung hat, informiert
und konsultiert der Arbeitgeber die gesamte Belegschaft.
Die Maßnahmen müssen entsprechend der Art der Tätigkeiten
des Unternehmens und entsprechend der Größe des
Unternehmens getroffen werden. Die Maßnahmen dürfen
dem betroffenen Arbeitnehmer keinen Schaden/Nachteil
zufügen.
Das Gesetz sieht mehrere Maßnahmen vor, die an die Art der
Tätigkeiten und die Größe des Unternehmens angepasst sind:
1. Festlegung der Mittel, die den Opfern zur Verfügung stehen,
damit sie wissen, wie sie Hilfe bekommen und wie sie die Personalvertretung
einschalten können. Außerdem die Bereitstellung
von Anlaufstellen, Hilfe und Unterstützung für Opfer
von Mobbing und Maßnahmen zur Betreuung von Mobbing-
Opfern am Arbeitsplatz vorsehen und auch Maßnahmen zur
Wiedereingliederung dieser Opfer am Arbeitsplatz vorsehen;
2. Die interne Untersuchung muss schnell, objektiv und vertraulich
durchgeführt werden;
3. Sensibilisieren Sie die Mitarbeiter und Führungskräfte des
Unternehmens für die Definition von Mobbing im Unternehmen
und die Sanktionen gegen den oder die Täter, die die
Handlungen oder Verhaltensweisen begangen haben;
4. Informieren Sie über die Pflichten des Arbeitgebers zur
Vermeidung von Mobbing am Arbeitsplatz;
5. Schulung und Information der Arbeitnehmer über Mobbing.
Ab dem Zeitpunkt, an dem der Arbeitgeber von Mobbing
gegenüber einem Arbeitnehmer erfährt, muss er geeignete
Maßnahmen ergreifen, um das Mobbing sofort zu beenden.
Wird die ITM tätig?
Wenn die Mobbinghandlungen oder -verhaltensweisen andauern,
weil entweder die Maßnahmen des Arbeitgebers zur
Beendigung des Mobbings nicht wirksam sind oder weil der
Arbeitgeber keine Maßnahmen ergreift, kann der betroffene
MAGAZINE
S
Arbeitnehmer die ITM einschalten. Auch die Personaldelegation
hat das Recht, die ITM zu befassen, sofern sie die Zustimmung
des betroffenen Arbeitnehmers hat.
Die ITM wird dann den Arbeitnehmer anhören, der behauptet,
Opfer von Mobbingverhalten oder -handlungen zu sein.
Anschließend kann die ITM auch andere Personen im
Unternehmen anhören, insbesondere andere Arbeitnehmer
oder den Arbeitgeber.
Nach der Anhörung des Arbeitnehmers und möglicherweise
weiterer Personen erstellt die ITM einen Bericht mit Empfehlungen
und Vorschlägen für Maßnahmen, die der Arbeitgeber
ergreifen muss, um das Mobbing sofort zu beenden. Der Bericht
enthält eine Frist, innerhalb derer der Arbeitgeber das Fehlverhalten
einstellen muss. Die Dauer der Frist wird anhand der
Elemente des Berichts festgelegt.
Wenn die Frist nicht eingehalten wird, kann der Arbeitgeber mit
einer Geldstrafe von 25 bis 25.000 Euro belegt werden.
Welche Rolle spielt die Personaldelegation?
Wenn im Unternehmen eine Personaldelegation besteht, muss
diese dafür sorgen, dass die Arbeitnehmer vor jeder Art von
Mobbing am Arbeitsplatz geschützt sind. Die Personaldelegation
hat die Möglichkeit, dem Arbeitgeber Präventionsmaßnahmen
vorzuschlagen, die sie für den Schutz des Arbeitnehmers für
wichtig und notwendig hält.
Wenn der Arbeitgeber seine Untersuchungen durchführt, hat der
betroffene Arbeitnehmer das Recht, sich bei den Anhörungen von
einem Mitglied der Personaldelegation unterstützen zu lassen.
Werden diese Verpflichtungen nicht eingehalten, droht den
Mitgliedern der Personaldelegation eine Geldstrafe von 251 bis
2.500.- Euro. Diese Geldstrafe wird verdoppelt, wenn innerhalb
von zwei Jahren erneut gegen die Verpflichtungen verstoßen wird.
Der Schutz von Opfern und Zeugen von Mobbingverhalten oder
-handlungen
Der Arbeitgeber darf einen Arbeitnehmer, der Opfer von Mobbing
ist, nicht bestrafen oder entlassen, weil er sich beschwert
oder sich geweigert hat, Mobbinghandlungen oder -verhaltensweisen
zu dulden. Dieser Schutz erstreckt sich auch auf
Personen, die zugunsten der Opfer aussagen.
Sollte der Arbeitgeber dennoch eine Strafe oder eine Kündigung
aussprechen, haben das Opfer oder der Zeuge das Recht, die
Aufhebung der Strafe oder der Kündigung zu beantragen.
In Bezug auf die Entlassung hat der Gesetzgeber eine neue
Kategorie von Schadensersatz zugunsten des Arbeitnehmers
hinzugefügt, und zwar aufgrund des durch die Belästigung erlittenen
Schadens. Dadurch hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit,
sowohl Schadensersatz auf der Grundlage der missbräuchlich
ausgesprochenen Kündigung als auch Schadensersatz auf der
Grundlage des Schadens zu verlangen, den er aufgrund der
belästigenden Handlungen oder Verhaltensweisen erlitten hat.
Das Gesetz sieht vor, dass die beiden Kategorien von Schadensersatz
kumulierbar sind.
Fédération des Artisans
k.reto@fda.lu
+352 42 45 11 - 53
fda.lu
45
MAGAZINE
FÉDÉRATION
FÉDÉRATION DES ARTISANS
Afterwork à la Boucherie-
Salaisons Meyer.
Le 27 avril, s'est déroulé un afterwork de la Fédération des Artisans, en partenariat avec la Boucherie-Salaison Meyer
et la Banque de Luxembourg. Ce fut l'occasion pour une centaine de nos membres de découvrir la société familiale.
La Boucherie-Salaisons Meyer est
synonyme de savoir-faire artisanal
depuis 4 générations. Crée en
1918, la société est aujourd’hui le plus
grand producteur de jambon fumé
au Luxembourg et propose une large
gamme de produits de boucherie
régionaux, ainsi qu’un service catering.
Alors que les spécialités traditionnelles
de l’enseigne sont le jambon cru et cuit
ainsi que la fabrication de saucissons
secs, de nombreux autres produits
traditionnels de boucherie et salaisons
voient le jour dans nos ateliers agréés.
La ligne de services est complétée par
une micro-brasserie, et une restauration
réunissant ainsi toutes les conditions
pour passer un agréablement moment.
www.meyer.lu
Fédération des Artisans
e.jacquin@fda.lu
+ 352 42 45 11 – 22
fda.lu
/05/2023
46
WEISWAMPACH
Networking Event de United Business Luxembourg.
MAGAZINE
FÉDÉRATION
Les 14 et 15 avril, la Fédération des
Artisans a participé au Networking Event
de United Business Luxembourg
à Weiswampach.
Cet événement a réuni 400 professionnels
issus de l'artisanat et du secteur des
services. Ce fut l'occasion d'échanger,
et de participer à des conférences avec
l'intervention d'experts.
Fédération des Artisans
c.reuter@fda.lu
+ 352 42 45 11 – 28
fda.lu
FÉDÉRATION DES PATRONS OPTICIENS ET OPTOMÉTRISTES
La soirée sur la myopie 2023 - Un grand succès.
La Fédération des Patrons Opticiens et Optométristes (FPOO)
en coopération avec la Fédération des Artisans a pu accueillir
quelque 80 invités à sa première soirée sur la myopie
le 20 mars 2023 au sein de la Chambre des Métiers.
Les participants étaient surtout issus des métiers fédérés,
mais aussi des médecins et quelques représentants du Service
d’orthoptie du Ministère de la Santé ont assisté à la soirée.
L’événement visait à informer sur la myopie, l’état actuel de
la recherche concernant cette maladie et des contre-mesures
possibles. Après un mot de bienvenue par le Président de la
FPOO, Serge Milbert, cinq différentes présentations par des
experts en la matière ont été données. Ainsi le Dr. Andreas
Berke parlait de ‘l’épidémiologie de la myopie’ ou encore
le Dr. George Hayek qui traitait ‘la gestion et le contrôle
de la myopie’.
La soirée a été clôturée par un vin d’honneur et des collations
offerts par la FPOO, ce qui a permis aux intervenants et
participants de poursuivre d’intéressantes discussions
dans un cadre plus léger.
Die Fédération des Patrons Opticiens et Optométristes (FPOO)
in Zusammenarbeit mit der Fédération des Artisans hatte am
20. März 2023 rund 80 Gäste an ihrem ersten Abend zum Thema
Kurzsichtigkeit in der Handwerkskammer empfangen.
Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus den Verbundberufen,
aber auch Ärzte und einige Vertreter des Service d’orthoptie des
Gesundheitsministeriums nahmen an der Veranstaltung teil.
Ziel war es, über Kurzsichtigkeit, den aktuellen Stand der
Forschung zu diesem Krankheitsbild und mögliche Gegenmaßnahmen
zu informieren. Nach einer Begrüßung durch den
Präsidenten der FPOO, Serge Milbert, wurden fünf verschiedene
Präsentationen von Experten auf diesem Gebiet gehalten. So
präsentierten z.B. Dr. Andreas Berke die ‘Epidimiologie der
Kurzsichtigkeit’ und Dr. George Hayek einen kurzen Vortrag
über ‘Management und Kontrolle der Kurzsichtigkeit’.
Der Abend endete mit einem Cocktailempfang und Häppchen,
welche von der FPOO bereitgestellt wurden. Dies ermöglichte
den Referenten und Teilnehmern, interessante Gespräche in
einem lockeren Rahmen fortzusetzen.
Fédération des Artisans
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Le Soroptimist International de Luxembourg et le Fonds Soroptimist ont
récemment organisé, dans le contexte de la Journée internationale des
Femmes du 8 mars, la deuxième remise solennelle du Prix de la Jeune
Entrepreneuse 2022.
Ce concours, lancé par les Soroptimist du Grand-Duché, a comme objectif
de soutenir l'entrepreneuriat féminin au Luxembourg et de mettre en
lumière des jeunes femmes dynamiques et créatives. Par ce prix, doté
d'un montant de 5000 euros, les Soroptimist du Luxembourg souhaitent
récompenser une jeune entrepreneuse en mettant en valeur son engagement,
sa créativité, sa contribution au monde économique et son respect
des valeurs sociétales.
C'est en présence de la présidente du Fonds Soroptimist, Bettina
Scholl-Sabbatini et de la responsable du projet, Joëlle Letsch, que
la présidente du Soroptimist International de Luxembourg, Marie Louise
Bissen, a pu décerner le Prix de la Jeune Entrepreneuse 2022 à la lauréate
de ce deuxième concours, Lola Valerius, Valerius Chocolatier.
Lola Valerius est passée d'un bachelor en architecture à des stages
de pâtisserie, pour finir par être diplômée de l'école de boulangerie
et de pâtisserie de Paris. Elle s’est formée auprès de grands noms
du métier, notamment à Paris, avec toujours pour objectif de donner
toute sa valeur à l'artisanat.
La chocolaterie Lola Valerius, 100% artisanale et made in Luxembourg,
est installée à Esch. Elle offre une gamme de produits faits mains,
composée du produit phare, le bonbon chocolat moderne à différents
goûts raffinés. Lola Valerius a convaincu le jury par son esprit d’entreprendre,
présentant une passion exemplaire pour son métier et se montrant
courageuse face aux nombreux risques liés à la création d'entreprise.
isolationtechnique du bâtiment
isolationdes toitures,des plafonds de cave,des dallessous-toiture
isolationdes installationsdechauffage et protection coupe-feu
rénovationd'immeuble
Le jury a souhaité également
honorer le travail et la passion de
Céline Bijleveld pour son métier
de haute couture, en lui attribuant
la Mention Spéciale du Jury.
Céline Bijleveld, diplômée en stylisme
à Paris, a complété sa formation
avec un Brevet de Maîtrise « couturier
» au Luxembourg. Créatrice
d’un atelier de couture à Eschdorf,
spécialisé dans la création de robes
de soirée et de mariée sur-mesure,
elle a lancé sa propre marque
Melucéline.
Certifiée fairtrade, Céline Bijleveld
est attachée de travailler de façon
responsable et de préserver un savoir-faire
artisanal au Luxembourg.
MAGAZINE
AGENDA/
EVENTS
Save the date.
www.fda.lu
www.cdm.lu
05
JUN
2023
CONFÉDÉRATION DES MÉTIERS DE
LA SANTÉ ASBL
Assemblée générale
28
JUN
2023
TABLE RONDE POLITIQUE en partenariat
avec la Fédération des Artisans
"Cadre propice au développement socio-économique"
https://www.cdm.lu/agenda
07
JUN
2023
08
JUN
2023
12
JUN
2023
FÉDÉRATION DES LABORATOIRES
DENTAIRES ASBL
Assemblée générale
FÉDÉRATION DES EXPLOITANTS DE STATIONS-
SERVICE
Assemblée générale extraordinaire
FÉDÉRATION DES ENTREPRISES
DE CONSTRUCTION ET DE GÉNIE CIVIL
Réunion de comité
FIN JUIN/
DÉBUT JUILLET
2023
ENDE JUNI/
ANFANG JULI
2023
DEVENEZ MAÎTRE-ARTISANT!
SÉANCES D'INFORMATION
La Chambre des Métiers organise des séances d’information
pour les intéressés au Brevet de Maîtrise.
L’inscription pourra être faite sur formations.cdm.lu/fr/
brevet-maitrise
WERDEN SIE MEISTER IM HANDWERK!
INFORMATIONSVERANSTALTUNGEN
Die Chambre des Métiers organisiert Informationsveranstaltungen
für die Interessenten am Meisterbrief.
Die Anmeldung kann auf formations.cdm.lu/de/meisterbrief
vorgenommen werden.
15
JUN
2023
FÉDÉRATION DU GÉNIE TECHNIQUE (FGT)
Assemblée générale et ordinaire
SUMMERFEST FGT 2023
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/05/2023
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