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Handbags, Wristwatches & Jewellery, Hampel Living

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE

CATALOGUE V

HANDBAGS, WRISTWATCHES & JEWELLERY

HAMPEL LIVING

Auctions: Thursday, 4 December 2025

Exhibition: Saturday, 29 November – Tuesday, 2 December 2025


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HANDBAGS,

WRIST WATCHES

& JEWELLERY

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13


569

HERMÈS

Höhe: 22 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 16 cm.

Die Hermès Birkin 30 Himalaya Blanc zählt zu den

seltensten und prestigeträchtigsten Handtaschen,

die jemals hergestellt wurden – die Krönung einer jeden

Sammlung. Sie wird in sehr begrenzter Stückzahl

aus Niloticus Krokodilleder gefertigt und spiegelt in

ihrer Farbgebung die eindrucksvollen Nuancen der

Himalaya-Bergkette wider. Dieses exklusive Sammlerstück

ist handgefertigt und befindet sich in einem

exzellenten Zustand.

(1462312) (15)

HERMÈS

Height: 22 cm.

Width: 30 cm.

Depth: 16 cm.

The Hermès Birkin 30 Himalaya Blanc is one of the

rarest and most prestigious handbags ever made. It is

produced in very limited quantities from Niloticus crocodile

leather and its colouring reflects the impressive

nuances of the Himalayan mountain range. In excellent

condition.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 80.000 – € 90.000

Sistrix

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15


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570

DIOR

Höhe: 32 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 11 cm.

Diese große Lady Dior ist ein außergewöhnliches

Sammlerstück der Maison. Im Jahr 2016 aus exotischem

Krokodilleder gefertigt, besticht sie durch ihr

markantes Design in der Farbe Türkis und einen abnehmbaren

Schulterriemen. Die strukturierte Silhouette

wird durch silberfarbene Hardware und die ikonischen

Charms elegant akzentuiert. In ausgezeichnetem Zustand

ist diese Lady Dior ein seltenes Statement-Piece

für Ihre Kollektion.

(1462311) (15)

DIOR

Height: 32 cm.

Width: 25 cm.

Depth: 11 cm.

This large Lady Dior is an exceptional collector's item

from the Maison. Crafted in exotic crocodile leather in

2016, it captivates with its striking turquoise design

and removable shoulder strap. The structured silhouette

is elegantly accentuated by silver-coloured hardware

and iconic charms. In excellent condition.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 12.000 – € 13.000

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17


571

CHANEL

Höhe: 16 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 7 cm.

Gefertigt aus Pythonleder in Gold und veredelt mit silbergrauer

Hardware, ist diese Chanel Timeless ein einzigartiges

Stück für Ihre Sammlung. Ein stilvolles

Statement für Tage, an denen Funktionalität und Eleganz

gleichermaßen gefragt sind. Dieses Modell aus

dem Jahr 2013 präsentiert sich in einem nahezu ungetragenen

Zustand.

(1462313) (15)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 8.000 – € 10.000

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19


572

CHANEL

Höhe: 15 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 9 cm.

Eine mittelgroße Chanel Boy aus Lammleder. Das in

Gold, Bronze und Champagner gefärbte Design ist

mit mehreren ineinandergreifenden CC-Logos verziert.

Der kastenförmige Schnitt, der mit geripptem

Leder umrandet ist, wird von antikgoldener Hardware

gekrönt. Sie wurde 2014 hergestellt und ist in einem

exquisiten Zustand.

(14623111) (15)

€ 6.000 – € 10.000

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573

CHANEL

Höhe: 15,5 cm.

Breite: 25,5 cm.

Tiefe: 6,5 cm.

Diese Chanel Timeless Medium ist ein Sammlerstück,

gefertigt aus Lammleder mit kräftigen Tafeln in

Schwarz und Grün. Die antikgoldene Hardware verleiht

dieser seltenen Ausgabe aus den Jahren 2013 – 2014

(Serie 18) Vintage-Flair. Die Tasche ist ein lebendiger

Ausdruck des Stils mit anhaltender Anziehungskraft

und befindet sich in einem sehr guten Zustand.

(1462316) (15)

€ 6.000 – € 8.000

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21


574

CHANEL

Höhe: 24 cm.

Breite: 34 cm.

Tiefe: 13 cm.

Diese Chanel Maxi in zartem Metallic-Lammleder verleiht

einer klassischen Silhouette einen eleganten Farbton.

Die silberne Hardware und der charakteristische

CC-Verschluss werten das Design auf, während der

geräumige Innenraum für alltägliche Eleganz sorgt. Die

Tasche befindet sich in einem sehr guten Zustand.

(1462314) (15)

€ 7.000 – € 10.000

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23


575

CHANEL

Höhe: 20 cm.

Breite: 9 cm.

Tiefe: 9 cm.

Die Lait de Coco Minaudière, die erstmals in der

Herbst/Winter-2014-Collection von Chanel auf dem

Laufsteg zu sehen war und vom Supermarkt inspiriert

wurde, ist ein beispielhaftes Sammlerstück. Für diese

Kollektion verwandelte Karl Lagerfeld alltägliche Gegenstände

in wunderschön gearbeitete Accessoires,

insbesondere diese Chanel-Milchkartontasche. Diese

skurrile Umhängetasche in Form eines Milchkartons

ist aus luxuriösem exotischem Leder gefertigt und mit

dem kultigen CC-Doppellogo versehen. Das Innere ist

mit Leder ausgekleidet und hat einen Schulterriemen

mit Kettengliedern.

(1462317) (15)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 8.000 – € 10.000

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25


576

HERMÈS KELLY 32

Höhe: 32 cm.

Breite: 23 cm.

Tiefe: 11 cm.

Die Kelly 32 wird in den Ateliers von Hermès in Frankreich

aus Porosus-Krokodilleder handgefertigt. Dieses

exotische Design weist den Farbton Chocolate auf und

ist mit vergoldeter Hardware versehen. Diese Vintage-

Kelly befindet sich in einem sehr guten Pre-loved-

Zustand. Clochette und Schlüssel sind beigegeben.

(1461261) (15)

HERMÈS KELLY 32

Height: 32 cm.

Width: 23 cm.

Depth: 11 cm.

The Kelly 32 is handmade in Hermès' workshops in

France from Porosus crocodile leather. This exotic design

features a chocolate colour and gold-plated hardware.

This vintage Kelly is in very good pre-loved condition.

Clochette and key are included.

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 20.000 – € 30.000

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577

HERMÈS KELLY 35

Höhe: 35 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 12 cm.

Ein elegantes Must-Have für Ihre Garderobe: Diese

Hermès Kelly 35 ergänzt jedes Outfit. Das edle

schwarze Box-Kalbsleder hat einen luxuriösen Glanz

und ist mit vergoldeter Hardware akzentuiert. Staubbeutel,

Schulterriemen, Schloss, Schlüssel und Clochette

sind beigegeben. Sie wurde im Jahr 2000 handgefertigt.

(1461521) (15)

€ 8.000 – € 10.000

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27


578

DIOR-SHOPPER

Höhe: 35 cm.

Breite: 26 cm.

Tiefe: 14 cm.

Dieser Dior-Shopper vereint mühelos Stil und Funktionalität.

Das vielseitige Modell in mittlerer Größe aus

schwarzem Lammleder besticht durch das ikonische

Cannage-Steppmuster und bietet Platz für tägliche Essentials.

Die Dior-Tasche ist in ausgezeichnetem, preloved

Zustand ist mit silberner Hardware und verspielten

Bag-Charms verziert.

(1460902) (15)

€ 1.000 – € 1.500

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579

CHANEL

Höhe: 20 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 15 cm.

Beutel-Tasche aus blauem Jeans und Leder. Sie ist ein

limitiertes Stück, das mit dem ikonischen CC-Logo,

Kettendetails und Fransen versehen ist. Im Jahr 2014

in Italien hergestellt.

(1462319) (15)

€ 4.000 – € 8.000

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580

DIOR

Höhe: 13,5 cm.

Breite: 26 cm.

Tiefe: 5 cm.

Die Tasche verkörpert die Vision der Maison von Eleganz

und Schönheit, indem sie die unverkennbare,

schlichte Lady-Dior-Ästhetik präsentiert. Die schicke,

zeitlose Kreation aus Satin in schwarz ist durchgehend

bestickt mit Metallfaden, Perlen und Pailletten in

Gold, Rot und Blau die ihr elegante Akzente verleihen.

D. I. O. R.-Metallanhänger mit hellem Silber- Finish runden

die Silhouette eindrucksvoll ab. Im Alltag wie am

Abend kann die Lady-D-Joy-Tasche mit abnehmbarem

Kettenriemen sowie einem zusätzlichen verstell- und

abnehmbaren Lederriemen in der Hand, über der

Schulter oder crossbody getragen werden.

(14623112) (15)

€ 6.000 – € 10.000

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29


581

CHANEL

Höhe:12 cm.

Breite: 20 cm.

Tiefe: 6 cm.

Diese 2.55-Reissue von Chanel wurde aus schwarzem

Leder gefertigt und mit silberfarbener Hardware akzentuiert.

Das charakteristische Mademoiselle-Schloss

und der kurze Kettenriemen unterstreichen das zeitlose

Design der 2.55 mit Stickereien aus Metall. Gefertigt

zwischen 2012 und 2013, befindet sich die Tasche

in einem Zustand wie ungetragen.

(1462318) (15)

€ 8.000 – € 10.000

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31


582

CHANEL

Höhe: 20 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 10 cm.

Diese Chanel-Tasche ist aus glänzendem Lackleder in

markantem Rot gefertigt – eine moderne Interpretation

der klassischen Chanel-Ästhetik. Die silberfarbene

Hardware setzt einen kühlen Kontrast zur zeitlosen

Silhouette, die Ihre Essentials mühelos fasst. Das

Modell von 2013 – 2014 präsentiert sich in hervorragendem

Zustand.

(1462315) (15)

€ 7.000 – € 10.000

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583

CHANEL

Höhe: 15 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 9 cm.

Die Chanel Boy ist für ihre kastenartige Silhouette bekannt.

Gefertigt wurde sie aus Lammleder und sie ist

mit kleinen Perlen versehen. Die mittelgroße Tasche

in Silber wurde dazu mit Beschlägen in Antikoptik abgerundet.

Das 2013 produzierte Sammlerstück ist in

hervorragendem Zustand. Diese einzigartige Boy-Bag

verleiht Ihrem Frühlings- und Sommeroutfit den perfekten

Schliff.

(14623110) (15)

€ 8.000 – € 10.000

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33


584

LOUIS VUITTON REISEKOFFER ALZER 80

MONOGRAM CANVAS

Höhe: 55,5 cm.

Breite: 81,5 cm.

Tiefe: 26,5 cm.

Aus der reinsten Tradition des Reisens entstammt der

berühmte Alzer-Koffer, eines der ikonischen Designs

des Hauses Louis Vuitton. Das geräumige und außerordentlich

stabile Modell beeindruckt noch immer Louis

Vuitton Liebhaber aus aller Welt. Der Koffer ist aus

Canvas gefertigt und in neuwertigem Zustand.

(1450103) (10)

€ 5.000 – € 10.000

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585

LOUIS VUITTON SIRIUS

Höhe: 70 cm.

Breite: 50 cm.

Tiefe: 21 cm.

Der komfortable und widerstandsfähige Sirius Koffer ist

mit abgerundeten Ledergriffen und einem durchgehenden

Doppelreißverschluss ausgestattet. Die Tasche

weist leichte Gebrauchsspuren auf.

(1431521) (10)

€ 500 – € 700

Sistrix

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586

LOUIS VUITTON SIRIUS SET

Höhe: 70 cm bzw. 60 cm.

Breite: 50 cm bzw. 45 cm.

Tiefe: . 20 cm bzw. 19 cm.

Set bestehend aus zwei Reisetaschen.

Leichte Gebrauchsspuren.

(1431524) (10)

€ 700 – € 900

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35


587

LOUIS VUITTON – MALLE COURRIER TIROIRS 2022

Höhe: 60 cm.

Breite: 110 cm.

Tiefe: 55 cm.

Der Malle Courrier 110 Koffer interpretiert die Tradition

der Handwerkskunst des Hauses Louis Vuitton. Dieses

Modell präsentiert sich mit vier Schubfächern für

zusätzliche neue Funktionen. Er wurde im Jahr 2022

hergestellt und ist zusätzlich mit Rollrädern veredelt.

Der Koffer ist in exzellentem Zustand. Neupreis Euro

57.000. Der Kaufbeleg liegt im Original vor.

(1450101) (10)

LOUIS VUITTON – MALLE COURRIER TIROIRS 2022

Height: 60 cm.

Width: 110 cm.

Depth: 55 cm.

The suitcase is in excellent condition. Its original price

was Euro 57,000. The original purchase receipt is included.

€ 30.000 – € 40.000

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37


588

LOUIS VUITTON TROLLEY

Höhe: 57 cm.

Breite: 40 cm.

Tiefe: 23 cm.

Louis Vuitton Trolley, gefertigt aus dunkelbraunem Leder

mit Damier Canvas. Er hat zwei Außentaschen mit rotem

Innenfutter, davon eine mit Reißverschluss, und zwei

leicht laufende Rollen.

(1460402) (15)

€ 2.000 – € 4.000

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589

LOUIS VUITTON REISEKOFFER ALZER 70

MONOGRAM CANVAS

Höhe: 50 cm.

Breite: 72 cm.

Tiefe: 22,5 cm.

Aus der reinsten Tradition des Reisens entstammt der

berühmte Alzer-Koffer, eines der ikonischen Designs

des Hauses Louis Vuitton. Das geräumige und außerordentlich

stabile Modell beeindruckt noch immer Louis

Vuitton Liebhaber aus aller Welt. Der Koffer ist aus

Canvas gefertigt und in neuwertigem Zustand.

(1450104) (10)

€ 4.000 – € 8.000

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590

HERMÈS KELLY 35

Höhe: 35 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 12 cm.

Diese Hermès Kelly 35 in Beige sorgt für einen eindrucksvollen

Auftritt. Gefertigt im Jahr 1995 („Y“-Stempel

im Kreis) aus glänzendem Clemence-Leder mit fast

lackartiger Oberfläche, wird sie durch vergoldete Hardware

ergänzt. Die strukturierte Form macht sie zum

Statement für elegante Tages- und Abendlooks. Schulterriemen,

Clochette, Schloss und Schlüssel sind beigegeben.

(1460901) (15)

€ 4.000 – € 6.000

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591

FENDI PEEKABOO MEDIUM

Höhe: 25,5 cm.

Breite: 33 cm.

Tiefe: ca. 13 cm.

Sonderanfertigung in Rom 2017/2018.

Originalrechnung und Zertifikat vorhanden (gekauft bei

Fendi in der Maximilianstraße, München).

Peekaboo; handgenähten Makro-Ziernähten, in der legendäre

Selleria-Verarbeitung von Fendi-Kunsthandwerk.

Hergestellt aus Cuoio-Romano-Kalbsleder in Carrot, innen

Pitone-Leder in der Farbe Asphalt. Zwei Innenfächer, die

durch eine feste Trennwand aus Pitone-Leder getrennt

sind, sowie eine Innentasche. Selleria-Plakette in der

Farbe Silber, Gravur mit Seriennummer Kathrin, Beschläge

aus Metall mit Finish in Palladium-Optik. Drehschließe

auf beiden Seiten. Durch den verstellbaren und

abnehmbaren Schulterriemen (Pitone, Farbe Asphalt

mit Palladium-Optik-Schließen, unbenutzt und Originalverpackt)

kann sie als Schultertasche, Umhängetasche

oder als Handtasche getragen werden.

Zustand: Absolut neuwertig. Schulterriemen Pitone

(Länge: 96 – 115 cm) originalverpackt. Selbst an den

Füßchen keine Spuren, Taschenkarton (Hutschachtel)

Fendi: keine Spuren. Regenschutz originalverpackt, mit

Fendi Tasche.

(1450341) (10)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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39


592

DIAMANTARMBAND

Länge: ca. 21,5 cm.

Breite: ca. 1,8 cm.

Gewicht: ca. 77,1 g.

Platin.

Französische Platinpunzen, bezeichnet „Cartier“.

Dekoratives gleichlaufendes Vintage-Armband mit einer

Schließe in Form einer Gürtelschließe, reich besetzt

mit Diamanten im Alt-, Übergangs- und Achtkantschliff,

zus. ca. 9,5 ct, mit mittlerem bis hohem Farbgrad und

mittleren bis niedrigem Reinheitsgrad.

(1460452) (16)

€ 8.000 – € 12.000

Sistrix

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593

DIAMANTRING

Ringweite: 51.

Gewicht: ca. 5,1 g.

WG 750.

Beigelegt ein Diamant-Zertifikat von HRD Antwerpen,

Nr. 15037795001, vom Dezember 2015.

Eleganter Soltärring, besetzt mit einem feinen Diamanten

im variierten Smaragdschliff, 4,04 ct G/VS1 ohne

Fluoreszenz, flankiert von zwei Diamanten im Trapezschliff,

zus. ca. 0,24 ct. Französische Einfuhrpunze.

(1460451) (16)

DIAMOND RING

Ring size: 51.

Weight: ca. 5.1 g.

18 ct white gold.

Accompanied by a diamond certificate by HRD

no. 15037795001 dated December 2015.

Elegant solitaire ring set with a fine diamond in a varied

emerald-cut, 4.04 ct G/VS1, without fluorescence,

flanked by two trapezoid-cut diamonds, totalling ca.

0.24 ct. French import hallmark.

€ 30.000 – € 50.000

Sistrix

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41


594

HERZCOLLIER VON TIFFANY

Halsweite: ca. 39,5 cm.

Kettenbreite: ca. 9,7 mm.

Maße Herzschließe: ca. 2,2 x 2 cm.

Gewicht: ca. 92,1 g.

GG 750.

Herz und Kette signiert

„TIFFANY & CO“ bzw. „T & Co“.

Hochwertige massive Gliederkette mit offener Herzschließe

von Tiffany, halsnah wie ein Collier de Chien

zu tragen.

(1460731) (16)

€ 8.700 – € 10.000

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595

PERL-RUBIN-BRILLANTCOLLIER

Halsweite: ca. 46 cm.

Länge Mittelteil: ca. 9,5 cm.

Gewicht: ca. 90,4 g.

GG 750.

Hochdekoratives sechsreihiges Collier aus kleinen Akoyaperlen,

Durchmesser ca. 3,5 mm, mit dazwischen

gesetzten, hochwertig gearbeiteten, goldenen Schmuckteilen,

jeweils besetzt mit ovalen, fast opaken Rubincabochons

in verschieden Größen, zus. ca. 18 ct (davon

der größte ca. 8 ct), sowie Brillanten, zus. ca. 5,6 ct,

mit hohem Farb- und Reinheitsgrad. Das Mittelteil mit

einer Quaste aus Perlen und goldenen Kügelchen als

Abschluss.

(1460733) (16)

€ 5.000 – € 7.000

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43


596

TENNISARMBAND VON CARTIER

Länge: ca. 16,9 cm.

Gewicht: ca. 9,7 g.

GG 750.

Signiert „Cartier 656122“.

Französische Garantiepunzen.

Klassisch-elegantes Tennisarmband, besetzt mit 53 Brillanten,

zus. ca. 3 ct, mit hohem Farb- und Reinheitsgrad.

Druckverschluss mit Sicherheitsachter.

(1460735) (16)

€ 4.000 – € 7.000

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597

PERL-DIAMANTCOLLIER VON CARTIER

Länge: ca. 41 cm.

Länge Schließe: ca. 3,3 cm.

Gewicht: ca. 71,8 g.

GG 750.

Signiert „CARTIER PARIS“. Nummeriert 147279

(soweit lesbar). Französische Garantiepunen.

Um 1970.

Elegantes 12-reihiges Perlcollier mit feiner Rundhakenschließe

besetzt mit Brillanten, zus. ca. 2,6 ct F-G/VS-

SI. Die Akoya-Perlen im Durchmesser ca. 2,5–3 mm

(Perlmuttschicht von 3 Perlen besch.).

(14614911) (16)

€ 8.000 – € 12.000

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45


598

KORALL-DIAMANT-PARURE

Halsweite Collier: ca. 42 cm.

Länge Ohrringe: ca. 5,1 cm.

Ringweite: 51.

Gesamtgewicht: ca. 77,9 g.

Gelbgold 585, 333 (Ring) und Silber.

Vierteilige Vintage-Parure bestehend aus Collier, Ohrhängern

mit Schraubbrisur und einem Ring, besetzt

mit runden, ovalen und tropfenförmigen Korallen im

Cabochonschliff sowie Brillanten und Diamanten im

Alt- und Achtkantschliff, zus. ca. 1,4 ct. Im passenden

Formetui.

(1460613) (16)

€ 7.500 – € 10.000

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47


599

ANTIKE GOLD-GRANAT-PERL-PARURE

Halsweite Collier: ca. 40 cm.

Länge Ohrhänger: ca. 6,1 cm.

Länge Broschanhänger: ca. 5,1 cm.

Gewandhalter: 7,8 x 2,2 cm.

Gesamtgewicht: ca. 174,3 g.

Gelbgold 580 (Unterteil des Gewandhalters unedel).

Um 1890.

Beigelegt ein Wertgutachten von Gabriela Breisach,

Wien, 24. Februar 2021, in Kopie.

Antike fünfteilige Parure bestehend aus Collier, zweiteiligem

Broschanhänger (auch zum Einhängen in das

Collier), Ohrhängern und einem Gewandhalter. Jeweils

besetzt mit weinroten Granaten im Rosenschliff, rund,

oval und in Tropfenform, zus. wohl über 300 ct, sowie mit

18 Perlen (wohl Flussperlen). In zwei antiken Formetuis.

(1460614) (16)

ANTIQUE GOLD, GARNET AND PEARL PARURE

Necklace length: ca. 40 cm.

Length of earrings: ca. 6.1 cm.

Length of brooch pendant: ca. 5.1 cm.

Robe holder: 7.8 x 2.2 cm.

Total weight: ca. 174.3 g.

14 ct yellow gold (lower part of robe holder base).

Ca. 1890.

Accompanied by a valuation report by Gabriela

Breisach, Vienna, dated February 2021.

Antique five-piece set comprising a necklace, a twopiece

brooch (also suitable as necklace pendant), earrings,

and a robe holder. Each piece set with wine-red

rose-cut, round, oval and teardrop-shaped garnets,

totalling over 300 ct, and 18 pearls (presumably river

pearls). Presented in two antique cases.

€ 12.000 – € 15.000

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49


600

PERL-BRILLANT-SAPHIR-RUBINCOLLIER

VON HEIDEN

Halsweite: ca. 46 cm.

Breite Mittelteil: ca. 9,5 cm.

Länge (inkl. Perlanhänger): ca. 4,3 cm.

Gewicht Mittelteil: ca. 44,8 g.

WG 750.

Signiert „TH. Heiden“.

Außergewöhnliches Collier aus einem Perlenchoker

mit prächtigem Juwelen-Mittelteil, besetzt mit Brillanten

und Diamanten im Achtkantschliff, zus. ca. 4,7 ct

G-H/VVS-P1, feinen Rubinen im Navetteschliff, zus. ca.

7,7 ct, feinen Saphiren im Tropfenschliff, zus. ca. 11,3 ct,

sowie einem zentralen Anhänger mit barocker großer

Zuchtperle, ca. 14,8 x 13,8 mm. Der Perlenchoker ist

mit zwei Druckverschlüssen abnehmbar, die Perlen

mit deutlichen Tragesp., im Durchmesser ca. 9,6 mm.

(1461041) (16)

€ 7.000 – € 10.000

Sistrix

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601

SAPHIR-DIAMANTOHRRINGE

Länge: ca. 4,5 cm.

Gewicht: ca. 18,7 g.

Platin und WG 750.

Französische Garantiemarken. Nummeriert 79845.

Um 1940.

Vintage-Ohrclipse besetzt mit kleinen rundfacettierten

Saphiren, zus. ca. 2,6 ct, vier oval facettierten Saphiren

(zwei davon best.), zwei Brillanten und 18 Diamanten

im Baguette- und Fantasieschliff, zus. ca. 1,6 ct, mit

hohem Farb- und zum Teil niedrigem Reinheitsgrad.

Clipbrisur mit Stift.

(14500811) (16)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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602

ANTIKE DIAMANTBROSCHE

Maße: 6,9 x 4,1 cm.

Gewicht: ca. 19,3 g.

Silber auf Gold.

Um 1880.

Antike Blütenzweigbrosche mit Blättern und Knospen,

reich besetzt mit Diamantrosen.

(14513819) (16)

€ 500 – € 700

Sistrix

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603

DIAMANT-ROSETTENRING

Durchmesser Ringkopf: ca. 3,6 mm.

Ringweite: 51.

Gewicht: ca. 12,8 g.

Gelbgold 585 und Silber.

Erste Hälfte 20. Jahrhundert.

Großer Vintage-Rosettenring, reich besetzt mit Diamantrosen;

die zentrale mit einem Durchmesser von

ca. 5,2 mm (leicht best.).

(1451382) (16)

€ 400 – € 600

Sistrix

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51


604

DIAMANTRING

Ringbreite mittig: ca. 1,3 cm.

Ringweite: 56/57.

Gewicht: ca. 21,4 g.

GG und WG 750.

Hochwertiger eleganter Ring, zentral besetzt mit

einem Diamantsolitär im Prinzesscut, ca. 2,1 ct H/SI1,

ca. 7,25 x 7,22 x 4,79 mm, mit mittlerer Fluoreszenz,

flankiert und umrahmt von Brillanten und Diamanten

im Prinzesscut, zus. ca. 3,2 ct mit hohem Farb- und

Reinheitsgrad.

(1461324) (16)

DIAMOND RING

Ring width in the centre: ca. 1.3 cm.

Ring size: 56/57.

Weight: ca. 21.4 g.

GG and WG 750.

High-quality, elegant ring, centrally set with a solitaire

princess-cut diamond, approx. 2.1 ct H/SI1, approx.

7.25 x 7.22 x 4.79 mm, with medium fluorescence,

flanked and framed by brilliant-cut and princess-cut

diamonds, total approx. 3.2 ct with high colour and

clarity.

€ 10.000 – € 15.000

Sistrix

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605

NATÜRLICHER CEYLON-SAPHIR-DIAMANTRING

Ringkopflänge: ca. 1,7 mm.

Ringweite: 59.

Gewicht: ca. 4,6 g.

GG und WG 585.

Beigelegt ein Gemstone Report von DSEF Nr. 039852

vom 4.11.2025.

Klassisch-eleganter ovaler Vintage-Ring besetzt mit

einem natürlichen transparenten violett-blauen Ceylon-

Saphir im gemischten Schliff, ca. 8 ct, 13,4 x 9,55 x

8,25 mm, umrahmt von kleinen Altschliffdiamanten,

zus. ca. 0,6 ct. Der Saphir mit leichten Kratzern ist unerhitzt.

(1462351) (16)

NATURAL CEYLON SAPPHIRE DIAMOND RING

Ring head length: ca. 1.7 mm.

Ring size: 59.

Weight: ca. 4.6 g.

GG and WG 585.

Accompanied by a gemstone report from DSEF No.

039852 dated 4 November 2025.

Classic, elegant oval vintage ring set with a natural

transparent violet-blue Ceylon sapphire in a mixed cut,

approx. 8 ct, 13.4 x 9.55 x 8.25 mm, framed by small

old-cut diamonds, approx. 0.6 ct in total. The sapphire

has slight scratches and is unheated.

€ 10.000 – € 12.000

Sistrix

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606

LOSER DIAMANT IM SMARAGDSCHLIFF, 2,57 CT

Beigelegt eine Expertise von DPL Nr. SC 802 vom

Oktober 2025.

Loser Diamant im Emerald Cut, 2,57 ct K/VVS mit

leichter Fluoreszenz.

(1460371) (16)

€ 9.000 – € 12.000

Sistrix

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607

TANSANIT-BRILLANTRING

Ringweite: 53/54.

Breite: ca. 8,4 mm.

Gewicht: ca. 12,2 g.

WG 750.

Moderner Ring mit leuchtend blau-violettem Tansanit

im gemischten ovalen Schliff, ca. 3,8 ct, umrahmt von

Brillanten, zus. ca. 1,5 ct (z.T. pinkfarben).

(1461323) (16)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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608

CITRIN-ARMREIF UND RING

Armweite ca. 19,3 cm.

Breite mittig: ca. 2 cm.

Ringweite: 53/54.

Gesamtgewicht: ca. 70 g.

GG 585.

Apartes geometrisches Vintage-Set aus Armreif und

Ring besetzt mit achteckigen Citrinen in verschiedenen

Schliffen, der größte ca. 28 ct, und kleinen Brillanten,

zus. ca. 0,42 ct. Citrin im Ring mit deutl. Gebrauchsspuren.

(1460904) (16)

€ 3.500 – € 5.000

Sistrix

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609

GELBER SAPHIR-DIAMANTRING

Ringkopfbreite: 14 mm.

Ringweite: 51.

Gewicht: ca. 12,7 g.

GG und WG 750.

Zweifarbiger, streng und aufwendig gearbeiteter Ring

mit einem achteckigen hellgelben Saphir im gemischten

Treppenschliff, ca. 14 x 14 x 8,34 mm, ca. 15 ct (die

Facettenkanten leicht berieben, kleine Kratzer), flankiert

von kleinen Diamanten im Carréschliff, zus. ca. 0,3 ct.

(1460442) (16)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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53


610

NATÜRLICHER BURMA-RUBIN-DIAMANTRING

Ringkopflänge: ca. 1,7 mm.

Ringweite: 55.

Gewicht: ca. 6,3 g.

WG 585.

Beigelegt ein Gemstone Report von DSEF Nr. 039853

vom 4.11.2025.

Klassisch-eleganter ovaler Vintage-Ring mit einem

transparenten leuchtend pink-roten Burma-Rubin im

Kissenschliff, ca. 3,5 ct, 9,32 x 8,56 x 5,48 mm, umrahmt

von Altschliffdiamanten, zus. ca. 0,9 ct. Der

Rubin (minimal best) ist unerhitzt.

(1462352) (16)

NATURAL BURMESE RUBY DIAMOND RING

Ring head length: ca. 1.7 mm.

Ring size: 55.

Weight: ca. 6.3 g.

WG 585.

Accompanied by a gemstone report from DSEF No.

039853 dated 4 November 2025.

Classic, elegant oval vintage ring with a transparent,

bright pink-red Burma ruby in a cushion cut, approx.

3.5 ct, 9.32 x 8.56 x 5.48 mm, framed by old-cut diamonds,

approx. 0.9 ct in total. The ruby (minimal best)

is unheated.

€ 12.000 – € 15.000

Sistrix

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611

RUBELLIT-BRILLANTRING

Ringweite: 55.

Gewicht: ca. 6,5 g.

WG 750.

Klassisch-eleganter Ring mit oval facettiertem pinkfarbenem

Rubellit, ca, 2,2 ct, flankiert von kleinen Brillanten,

zus. ca. 0,12 ct.

(1461322) (16)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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612

RUBIN-DIAMANTRING

Durchmesser Ringkopf: ca. 17 mm.

Ringweite: 51.

Gewicht: ca. 5,6 g.

Silber auf GG 750.

Vintage-Rosettenring, zentral besetzt mit einem runden

Rubin-Cabochon, ca. 3 ct, umrahmt von deutlich

getönten Brillanten, zus. ca. 0,7 ct, mit mittlerem bis

niedrigem Reinheitsgrad.

(1460443) (16)

€ 500 – € 800

Sistrix

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613

„HINDU“- HALSKETTE VON CARTIER

Länge variabel.

Maße Anhänger: ca. 2,3 x 2,3 cm.

Gesamtgewicht: ca. 12,2 g.

WG 750.

Signiert „Cartier“, DC5790.

Hübscher Cartier-Anhänger aus der Hindu-Serie mit

schwarzer Seidenkordel und weißgoldenen Abschlüssen.

(1460734) (16)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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614

TIFFANY HERZANHÄNGER MIT KETTE

Maße Herz: ca. 3,5 x 3 cm.

Kettenlänge: ca. 75 cm.

Gewicht: ca. 13,6 g.

GG 750.

Anhänger und Kette signiert „TIFFANY & CO PERETTI“.

Vintage Tiffany-Collier von Elsa Peretti mit offenem

großem Herzanhänger und feiner Gliederkette mit dazwischen

gesetzten Kügelchen.

(1460732) (16)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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615

TOPAS-CALCEDONRING VON FOCHTMANN

Breite: ca. 16 mm.

Ringweite: 52/53.

Gewicht: ca. 16,4 g.

GG 750.

Signiert „FOCHTMANN“, nummeriert 8042.

Mit Widderkopf als Signet.

Außergewöhnlicher aparter Ring mit zentralem, oval

facettiertem Blautopas und poliertem Calcedon auf

den Ringschultern.

(1460737) (16)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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55


616

ANTIKE SCHMETTERLINGS-DIAMANTBROSCHE

Länge: 6 cm.

Breite: ca. 2,8 cm.

Gewicht: ca. 19,7 g.

Platin auf GG.

Französische Garantiepunzen.

Um 1900.

Feine antike Brosche in Schmetterlingsform besetzt

mit einer barocken Perle als Körper, ca. 11 x 8,7 mm

(wohl Naturperle), und Diamanten im Alt- und Rosenschliff,

zus. ca. 2,7 ct. Davon der größte Altschliffdiamant:

ca. 0,55 ct. Mit persönlicher eingravierter und

datierter Widmung. Broschierung abschraubbar. Anschraubbare

Ösenmontur fehlt.

(14614914) (16)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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617

SMARAGD-DIAMANTRING

Ringkopfmaße: ca. 3,1 x 2,6 cm.

Ringweite: 49/50.

Gewicht: ca. 11,8 g.

WG 585.

Großer Vintage-Blütenring, zentral besetzt mit einem

Smaragd im Kissenschliff, ca. 0,4 ct, umrahmt von Diamanten

im Kissen- und Rosenschliff, zus. ca. 1,1 ct. Ehemals

wohl Schließe einer mehrreihigen Perlenkette o. Ä..

(1460444) (16)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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618

SMARAGD-DIAMANTBROSCHE UND OHRRINGE

Länge Brosche: ca. 8,3 cm.

Länge Ohrringe: ca. 3 cm.

Gesamtgewicht: ca. 29,5 g.

WG 333.

Blüten-Set aus Brosche und Ohrringen, besetzt mit

rechteckigen Smaragden in unterschiedlichen Größen

und Qualitäten sowie weißen Saphiren. Broschierung

muss nachjustiert werden. Ohrringe mit Clipbrisur und

Stift.

(1460446) (16)

€ 1.100 – € 1.500

Sistrix

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619

ANTIKER DIAMANT-NAVETTERING

Länge Ringkopf: 3,2 cm.

Ringweite: 51/52.

Gewicht: ca. 7,2 g.

WG 585 und GG 750.

Rarer großer antiker Navettering, besetzt mit Diamanten

im Alt- und Rosenschliff, zus. ca. 1,8 ct.

(1460071) (16)

€ 1.700 – € 2.000

Sistrix

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620

ETERNITY-RING VON VAN CLEEF & ARPELS

Ringweite: 50/51.

Gewicht: ca. 2,9 g.

GG 750.

Signiert „VCA“, nummeriert GS 1174.8.

Französische Garantiepunzen.

621

HALBKREOLEN MIT SMARAGDPERLEN-BESATZ

Klassisch-eleganter Eternity-Ring besetzt mit Brillanten,

zus. ca. 1,8 ct, mit hohem Farb- und Reinheitsgrad.

(1460736) (16)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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Durchmesser: ca. 2,2 cm.

Gewicht: ca. 20,6 g.

GG 750.

Aparte, fein unterkaderte Halbkreolen, besetzt mit facettierten

Smaragdperlen auf je 10 Querstegen. Clipbrisur

mit Stift.

(1460445) (16)

€ 800 – € 1.500

Sistrix

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57


622

ANTIKE DIAMANT-KRAWATTENNADEL

Länge: ca. 9 cm.

Breite Krone: ca. 1,5 cm.

Silber und Gold 585.

K. und K.- Fuchspunze

Wien, 1872 – 1922.

Beigegeben ein Wertgutachten vom Edelsteinlabor

Eigner, Salzburg, 10. Dezember 2019, in Kopie.

Feine antike Krawattennadel mit Krone besetzt mit

45 Diamantrosen, zus. ca. 0,35 ct. Im Originaletui von

k.u.k. Hof- und Kammerjuweliere V. Mayers Söhne.

(1460611) (16)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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623

RETROOHRRINGE

Länge: ca. 5 cm.

Gewicht: ca. 9,5 g.

RG 750.

Argentinien, um 1940.

Aparte Retro-Ohrringe in Schleifenform mit Anhängern,

besetzt mit sechs kleinen Diamanten im Alt- und Achtkantschliff,

zus. ca. 0,14 ct. Clipbrisur mit Stift.

(14513811) (16)

€ 700 – € 900

Sistrix

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624

BERYLL-BRILLANT-SET

Ohrringlänge: ca. 2,6 cm.

Anhängerlänge: ca. 3,8 cm.

Ringweite: 53.

Gesamtgewicht: ca. 19,5 g.

RG 585 und Silber.

Apartes Set aus Ohrringen, Anhänger und Ring, besetzt

mit hellblauen Beryllen im facettierten Navetteund

Tropfenschliff, sowie kleinen Brillanten, zus. ca.

0,2 ct. Ohrringe mit Hängebrisur und Gegenclip.

(1450425) (16)

€ 900 – € 1.200

Sistrix

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625

ANTIKE CANTILLE-CITRINOHRHÄNGER

Länge: ca. 8,3 cm.

Breite: ca. 2,6 cm.

Gewicht: ca. 16,8 g.

GG 750.

Um 1830.

Seltene, beweglich gearbeitete antike lange Ohrhänger

in filigraner Cantille-Arbeit, besetzt mit goldfarben

folierten facettierten Citrinen in ovaler und in Tropfenform.

Kleine Fehlstellen bei den Golddrähten, eine kleine

„Schnecke“ fehlt ganz. Hakenbrisur.

(1451387) (16)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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626

ANTIKER SCHILDPATT-ZIERKAMM

MIT DIAMANTEN

Länge: ca. 14 cm.

Breite: ca. 8 cm.

Gewicht: ca. 22,7 g. Silber.

Um 1870.

Beigegeben ein Wertgutachten von Elisabeth Strack,

Hamburg, 12. Juni 1992, in Kopie.

Antiker Haarkamm aus Schildpatt mit sieben Zinken,

besetzt mit 75 in Silber gefassten Diamantrosen, zus.

ca. 1,2 ct. Die Schildpattoberfläche mit leichten Abnutzungspuren.

(1460612) (16)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 750 – € 1.200

Sistrix

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627

OHRHÄNGER IM JUGENDSTIL

Länge: 7 cm.

Metall vergoldet.

Hakenbrisur: GG 750.

Dekorative Ohrhänger, auf einer Seite besetzt mit kleinen

Brillanten, zus. ca. 0,16 ct.

(1460615) (16)

€ 300 – € 500

Sistrix

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59


628

ANTIKE GOLD-KORALLOHRHÄNGER

Länge: ca. 8,2 cm.

Breite: ca. 2,7 cm.

Gewicht: ca. 26,9 g.

RG 585.

Um 1900.

Ausgefallene dreiteilige lange Ohrhänger: Das runde

Oberteil besetzt mit einem aus Koralle geschnittenen

Engelskopf, das Mittelteil eine fein gravierte Schleife

mit Goldrose, das aushängbare Unterteil aus geschnittener

Korallpampel mit Putto und rückseitig mit Blüte.

Hakenbrisur mit Einhängöse.

(1451389) (16)

€ 800 – € 1.000

Sistrix

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629

KORALLENKETTE

Länge: ca. 83 cm.

Gewicht: ca. 66,7 g.

Schließe Gelbgold 585.

Ausgefallene lange rote Mittelmeer-Korallenkette, im

Mittelteil doppelreihig, Durchmesser der Perlen ca.

5–10,6 mm. Schließe mit Korallcabochon.

(14500827) (16)

€ 400 – € 600

Sistrix

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630

GROSSER SIZILIANISCHER KORALLENAST

Höhe: 14 cm.

Breite: 13,5 cm.

Wohl Trapani, 18. Jahrhundert.

Rote Koralle, vier Verzweigungen. Silbermontierung mit

Öse und Seidenband.

(1460602) (11)

€ 600 – € 1.000

Sistrix

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631

JADE-BRILLANTRING

Durchmesser: ca. 1,4 cm.

Ringweite: 57.

Gewicht: ca. 6,2 g.

WG und GG.

Klassisch-eleganter Ring mit zentralem Jadecabochon,

ca. 9,9 mm, umrahmt von Brillanten, zus. ca. 0,4 ct.

(14500818) (16)

€ 300 – € 500

Sistrix

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61


632

GOLDENE PARMIGIANI TONDA

Durchmesser: 39 mm.

18 kt Roségold.

Um 2020.

Große PARMIGIANI Damenuhr Modell „Tonda“, in 18 kt

Roségold. Referenz PFC267. Mit Brillanten besetzte

Lünette und roségoldene PARMIGIANI Stiftschließe.

Silbernes Zifferblatt mit roségoldenen Stabindizes und

kleiner Sekunde. PARMIGIANI Automatikwerk Kaliber

PF 701 mit 29 Steinen.

(1450109) (20)

€ 5.000 – € 10.000

Sistrix

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633

CHOPARD DAMENUHR HAPPY SPORT

Durchmesser: 36 mm.

Stahl.

Um 2020.

CHOPARD Damenuhr in einem verschraubten Stahlgehäuse,

Referenz 8475. Mit 32 Brillanten besetzte

Lünette sowie Stahlarmband mit verdeckter Faltschließe.

Perlmuttblatt mit aufgesetzten römischen Ziffern, Zentralsekunde

& sieben bewegliche Brillanten unter dem

Saphirglas. Quarzwerk.

(1450108) (20)

€ 2.500 – € 3.500

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634

ORIGINAL VERPACKTE JAEGER-LECOULTRE

ATMOS COLLECTION CLASSIC

20 x 15,5 cm.

Verchromter Stahl.

2018.

Neue Atmos aus der „Collection Classic“ von Jaeger-

LeCoultre in einem verchromten Stahlgehäuse. Referenz

5102201. Weißes Blatt mit blauen römischen Ziffern.

JLC Automatikwerk, das sich aufgrund von leichtester

Temperaturschwankungen selbst aufzieht. Die Atmos

kommt mit Originalbox und den Originalpapieren vom

06.06.2018.

(1451522) (20)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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635

ORIGINAL VERPACKTE JAEGER-LECOULTRE

ATMOS COLLECTION CLASSIC

20 x 15,5 cm.

Verchromter Stahl.

2018.

Neue Atmos aus der Collection Classic von Jaeger-

LeCoultre in einem verchromten Stahlgehäuse. Referenz

5102201. Weißes Blatt mit blauen römischen Ziffern.

JLC Automatikwerk, das sich aufgrund leichtester

Temperaturschwankungen selbst aufzieht. Die Atmos

kommt mit Originalbox und den Originalpapieren vom

06.06.2018.

(1451521) (20)

€ 5.000 – € 7.000

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63


637

CARTIER „SANTOS“ OCTAGON

Durchmesser: 24 mm.

Stahl.

Ca. 1980.

CARTIER „Santos“ in einem verschraubten achteckigen

Stahlgehäuse und Gliederarmband in Stahl. Graues,

sogenanntes „Ghost Dial“ mit Zentralsekunde. Automatikwerk

Kaliber 2670. Guter Erhaltungszustand.

(1460072) (20)

€ 2.500 – € 3.000

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636

ROLEX „DATEJUST"

Durchmesser: 36 mm.

Stahl/Gold.

1990.

ROLEX „Datejust“, Referenz 16233, mit Saphirglas

und Jubiléband aus Stahl und Gold. Goldfarbenes Zifferblatt

mit aufgesetzten Brillantindizes und Datumsfenster.

ROLEX-Automatikwerk Kaliber 3135. Die Uhr

kommt mit den original Papieren vom 27.11.1990 sowie

der Box. Sehr guter Erhaltungszustand.

(1461291) (20)

€ 6.000 – € 8.000

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639

GOLDENE AUDEMARS PIGUET SKELETTUHR

Durchmesser: 34 mm.

18 kt Gold.

Ca. 1987.

Feine AUDEMARS PIGUET in 18 kt Gold, Referenz

4857. Skelettiertes Handaufzugswerk. Zifferblatt mit

jeweils drei unter Glas liegenden Brillanten bei 3, 6, 9

und 12 Uhr. Mit AUDEMARS PIGUET Stiftschließe in

18 kt Gold. Original-Box von AP sowie AP Originalpapiere

vom 25.12.1987.

(1461321) (20)

638

GOLDENE DAMENUHR BAUME & MERCIER

Due to CITES restrictions the watch is on offer for

sale without strap.

€ 8.000 – € 10.000

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Durchmesser: 27 mm.

18 kt Roségold.

Ca. 1970.

Feine Damenuhr von BAUME & MERCIER, Referenz

38358, in einem quadratischen 18-karätigen Goldgehäuse.

Weißes Zifferblatt mit römischen Ziffern und gebläuten

Stahlzeigern. Vergoldetes BAUME & MERCIER-

Handaufzugswerk. Kaliber 777 mit Genfer Streifen.

Schöner Originalzustand.

(1461032) (20)

€ 1.000 – € 1.500

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65


640

SPLITSECOND-STOPPUHR CHOPARD

„1000 MIGLIA“

Durchmesser: 67 mm.

Stahl.

1990.

Stoppuhr von CHOPARD mit der Startnummer 311 des

Teilnehmers der Mille Miglia, in einem verschraubten

Stahlgehäuse. Weißes Zifferblatt mit Tachymeter-Skala

und 15-Minuten-Zähler. Mechanisches Handaufzugswerk.

Schöner Originalzustand, mit Box und Papieren.

(1461031) (20)

€ 1.500 – € 2.500

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641

HERMÈS ARMBANDUHR

Gehäusemaße: 30 x 22 mm.

Stahl.

1987.

Rechteckige Armbanduhr von HERMÈS in einem verschraubten

Stahlgehäuse. Weißes Zifferblatt mit römischen

Stunden. Quarzwerk. Uhr kommt mit original

Box und Papieren.

(1460447) (20)

€ 150 – € 250

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642

DAMENUHR ROLEX DATEJUST

IN GOLD MIT BRILLANTEN

Durchmesser: 29 mm.

18 kt Gold.

Um 2020.

Sportliche ROLEX Lady Datejust in 18 kt Gold. Referenz

69298. Mit Brillanten besetzte Lünette und

Oysterarmband in 18 kt. Gold. Perlmuttzifferblatt mit

Brillant-Indizes, Zentralsekunde und Fenster für das

Datum. ROLEX-Automatikwerk Kaliber 2135.

(1450105) (20)

LADIES’ ROLEX DATEJUST

IN GOLD WITH DIAMONDS

Case diameter: 29 mm.

18 kt gold.

Ca. 2020.

Sporty ROLEX Lady Datejust in 18 ct gold. Reference

69298. Diamond-set bezel and Oyster bracelet in 18 ct

gold. Mother-of-pearl dial with diamond-set indices,

central seconds hand, and date window. ROLEX automatic

movement calibre 2135.

€ 20.000 – € 30.000

Sistrix

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643

GOLDENE DAMENUHR CHOPARD HAPPY SPORT

Durchmesser: 36 mm.

18 kt Roségold.

Um 2010.

CHOPARD Damenuhr „Happy Sport“, in einem 18-karätigen

verschraubten Roségoldgehäuse. Referenz

4183. Lederband mit CHOPARD Stiftschließe in 18 kt

Roségold. Silbernes Blatt mit aufgelegten roségoldenen

römischen Ziffern und sieben bewegliche Brillanten

unter dem Saphirglas. Quarzwerk.

(1450107) (20)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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67


68 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.500 additional images.


LIVING

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69


ALTE MEISTER

OLD MASTERS

644

HANS BOL,

1534 MECHELEN – 1593 AMSTERDAM, ZUG.

Hans Bol zählt zu den bedeutenden Flamen der niederländischen

Malerei der Hochrenaissance. 1560

wurde er Mitglied der Malergilde in seiner Heimatstadt.

1572 verlor er bei der Plünderung der Stadt

durch die Spanier seinen gesamten Besitz und musste

zweimal fliehen, woraufhin er sich nur noch der Miniaturmalerei

widmete. 1574 wurde er Mitglied der Lukasgilde

in Amsterdam, wo er auch in der Oude Kerk

beigesetzt wurde.

JESUS ALS GUTER HIRTE

Gouache auf Pergament.

Sichtmaß: 16 x 21,3 cm.

Rechts unten mit Monogramm in Ligatur „HB“.

Hinter Glas gerahmt.

In einer der großen Gleichnisreden des Johannesevangeliums

sagt Jesus von sich selbst: „Ich bin der gute

Hirte“ (Joh 10,11–14). Hier wird Christus inmitten einer

gewässerreichen Landschaft mit spärlicher Vegetation

dargestellt, wie er dem Betrachter entgegenschreitet

und ein Lamm schultert. Eine Gouache von Hans Bol

mit dem gleichen Thema von 1585 ist beim RKD in

Den Haag unter Nummer 305028 verzeichnet.

Anmerkung:

Bereits im Alten Testament findet sich das Motiv des

Hirten, der mit Königen oder Richtern gleichgesetzt

wird. Auch Abel, Abraham, Isaak, Mose und Jakob

werden dort als Hirten bezeichnet. (14502716) (13)

€ 6.000 – € 9.000

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645

JACOPO LIGOZZI,

1547 VERONA – 1627 FLORENZ, KREIS DES

MEMENTO MORI

Öl auf Papier, auf Holzplatte.

18 x 14 cm.

Verso datiert „1798“.

Kleines Gemälde, das an die Vergänglichkeit erinnert,

mit Symbolen wie einem bekrönten Totenkopf, über

dem auf einem Band „MEMENTO MORI“ steht, sowie

einer noch brennenden Kerze und einer Sanduhr.

(14605812) (2) (18)

€ 600 – € 800

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647

GIAN PAOLO LOMAZZO,

1538 MAILAND – 1600 EBENDA, ZUG.

GRUPPENBILDNIS MIT EINER ELSTER

Öl auf Holz. Parkettiert.

63,5 x 87 cm.

646

SPANISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

(ABB. LINKS)

KRÖNUNG MARIÄ

Öl auf Holz.

49 x 41 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Inmitten einer Landschaft die zentrale Sitzfigur der

Heiligen Mutter Gottes, die im Begriff ist, durch zwei

schwebende Engel eine Bügelkrone zu empfangen.

Mit ihren Händen füttert und liebkost sie Schafe mit

Nelken, welche auch für die göttliche und irdische Liebe

stehen. Im Hintergrund eine von feinem differenziertem

Laub geprägte Landschaft mit einem durch einen

Nimbus gekennzeichneten Christuskind, sein „Agnus

Dei“ führend. Unter Maria ein weißgrundiges Schild

mit spanischem Text.

(14602310) (13)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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Lomazzo führt hier vier Figuren im Halbbildnis vor, nebeneinander

gruppiert. Dabei hält eine junge Dame

eine Elster, die soeben von dem Mann links gefüttert

wird. Der Vogel ist wohl sprechend gemeint und löst in

der Gruppe Freude, Lächeln und Lachen aus, was in

den Physiognomien der Figuren unterschiedlich zum

Ausdruck kommt. Das Gemälde ist ein hervorragendes

Beispiel für das in der Renaissance neu aufkommende

Bestreben, seelische Befindlichkeiten bildlich festzuhalten

– ein Anliegen, das im Zusammenhang mit dem

aufkommenden Individualismus zu sehen ist. Werke

des Malers sind selten, da er bereits 33-jährig erblindete.

Danach veröffentlichte Lomazzo umfangreiche kunsttheoretische

Schriften, darunter sein siebenbändiges

Hauptwerk „Trattato dell’arte della Pittura“ (1584).

Anmerkung:

Eine weitere Version des Bildes, ebenfalls Lomazzo

zugeschrieben, wurde bei Sotheby’s mit Bewertung

von USD 150.000 angeboten. Ein Vergleich mit

weiteren Versionen legt nahe, dass es sich bei dem

vorliegenden Gemälde um das älteste handelt, da

Infrarotaufnahmen unter den beiden rechten Gestalten

Vorzeichnungen – etwa einer Brille – erkennen

ließen. (1440656) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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71


648

NIKOLAUS IKONE

Tempera auf Holz.

33 x 25 cm.

Russland, 19. Jahrhundert.

Rot umrandetes Bildfeld mit der Darstellung des Heiligen

Nikolaus von Myra auf einem Thron sitzend und in

der Hand das geöffnete Evangelium haltend. Über ihm

auf Wolken schwebend, links Jesus Christus eine Schrift

haltend, rechts die Jungfrau Maria mit einer Schriftrolle.

Dazwischen auf Kyrillisch „Der Heilige Nikolaus“.

(1460048) (13)

€ 700 – € 900

Sistrix

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649

IKONE

18,5 x 15,2 cm.

Eitempera mit partieller Vergoldung auf Holz.

Russland, 19. Jahrhundert.

Darstellung der Geburt Christi, der Anbetung der Heiligen

Drei Könige und der Flucht nach Ägypten. Mit erhabener

gefasster Umrandung.

(14600410) (13)

€ 700 – € 900

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650

MICHIEL COXIE,

1499 MECHELEN – 1592 EBENDA,

NACHFOLGE DES

KREUZTRAGUNG CHRISTI

Öl auf Holz.

84,5 x 57 cm.

Ungerahmt.

Vor abgedunkeltem Grund das gesenkte Haupt Jesu

Christi mit der Dornenkrone im Zentrum des Bildes.

Christus, in gewagter optischer Verkürzung sein Holzkreuz

tragend, dessen Kurzende des Querbalkens dem

Betrachter entgegenragt. Das vorliegende Gemälde

orientiert sich an dem im Prado in Madrid befindlichen

Werk von Michiel Coxie (Inv.Nr. 2641). Von diesem Gemälde

ausgehend gab es mehrere Fassungen, nur

Christus mit dem Kreuz, aber auch solche mit weiteren

Figuren zeigend. Eine solche Fassung war in der Ausstellung

„Michiel Coxcie (1499–1592): and the giants of

his age“, Museum Leuven, 31. Oktober 2013 – 23. März

2014 ausgestellt.

(1441081) (3) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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651

IKONE – GOTTESMUTTER VOM

BRENNENDEN DORNBUSCH

67 x 54,5 cm.

Russland, 20. Jahrhundert.

Beigegeben ein rückwärtig fixiertes Zertifikat.

Hochrechteckige Darstellung mit der Jungfrau Maria

im Zentrum, das Christuskind haltend, umgeben von

dem brennenden Dornbusch. Darüber Gottvater, umgeben

von Engeln; links unten Moses vor dem brennenden

Dornbusch knieend; rechts ein Prophet mit

Schriftrolle. Erhabener Profilrand, reiche polychrome

Ausstattung mit Vergoldung. Rückbezug auf den kretischen

Maler Michael Damaskinos, der im 16. Jahrhundert

tätig war.

(14602324) (13)

€ 800 – € 1.200

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652

MALER DES FRÜHEN 18. JAHRHUNDERTS

MADONNA MIT SITZENDEM JESUSKNABEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

122 x 80 cm.

Mit aufgelegtem Rahmen.

Vor teils bräunlichem Goldgrund die stehende Madonna

mit altrosafarbenem Gewand und blauem Umhang, mit

ihren Händen sorgsam den auf einem Kissen sitzenden

Jesusknaben haltend, dessen Hüftbereich lediglich mit

einem weißen Tuch bedeckt ist. Er hat leicht gerötete

Wangen, einen kleinen roten Mund und blickt mit seinen

Augen seitlich aus dem Bild heraus, während die

Madonna gedankenverloren nach unten schaut.

Provenienz:

Aus französischer Sammlung. (1460896) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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653

WERNER PEINER,

1897 DÜSSELDORF – 1984 LEICHLINGEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

SANKT GEORG KÄMPFT MIT DEM DRACHEN

Tempera auf Papier.

67,5 x 53 cm.

Links unten signiert „Peiner“,

wohl vor 1956 entstanden.

Hinter Glas gerahmt.

(1461508) (18)

€ 800 – € 1.200

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73


654

GIOVANNI BATTISTA FRANCO,

GENANNT „IL SEMOLEI“,

1498 VENEDIG – 1561 EBENDA, ZUG.

CHRISTUS AM KREUZ MIT DER HEILIGEN JUNG-

FRAU UND JOHANNES DEM TÄUFER

Kupferstich.

Blattmaß: 47,3 x 35,5 cm.

Kupferstich mit Kreuzigungsszene, der Heiligen Jungfrau,

Johannes dem Täufer und einem Totenschädel.

Typisch manieristischer Stil. Im British Museum wird

das Blatt als nach Michelangelo unter Giovanni Battista

Franco inventarisiert – eine Zuschreibung, der sowohl

Popham als auch Chapman zustimmen. Bartsch ist das

Blatt nicht bekannt. Das Wasserzeichen zeigt einen

schreitenden Löwen.

Ausgezeichneter Druck. Auf die Plattenkante geschnitten.

Leichte horizontale Mittelfalte mit zarten Trockenfältchen,

etwas angestaubt und fleckig. Die oberen

beiden weißen Eckenspitzen an der angeschrägten

Plattenkante sind ergänzt. Die untere linke Ecke montierungsbedingt

eingerissen. Vereinzelt alte kleine Federmarken

und Federproben.

Provenienz:

Aus der Sammlung der Grafen von Harrach.

(1451303) (10)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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655

MEISTER DES 18. JAHRHUNDERTS

DER GEKREUZIGTE JESUS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

100 x 85 cm.

Die Darstellung in Grisaille imitiert als Trompe-l’oeil ein

Marmorrelief. Im Mittelpunkt der am Kreuz hängende

Jesus. Zu seinen Füßen die kniende und weinende

Maria Magdalena, die das Kreuz mit ihren Armen umfasst

und ihren Kopf mit den langen Haaren an seine

Füße schmiegt. Rechts im Hintergrund ein hoher Felsen

und eine Palme, wohl als Hinweis auf Maria Magdalenas

späteres Leben als Einsiedlerin in der Wüste.

Links im Hintergrund der als Barock-Kirche gestaltete

Tempel von Jerusalem mit Glockenturm. Im Vordergrund

links der Schädel Adams mit Gebeinen, der Golgata

seinen Namen gab.

(1460339) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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656

GORTZIUS GELDORP,

1553 LEUVEN – 1618 KÖLN, ZUG.

MARIA MIT DEM KIND

Öl auf Eichenholz.

55,5 x 41 cm.

Verso Aufkleber mit Mitteilung der Freundschaft zwischen

Geldorp und Peter Paul Rubens. Außerdem

maschinenschriftlicher Aufkleber mit Hinweisen auf

die kölnische Provenienz: Sammlung Gerhard Oemen,

Sammlung Steinberger, Bürgermeister von Köln, Anfang

20. Jahrhundert.

Halbbildnis der nachdenklich gezeigten Mutter mit

dem Kind, das zu ihr hochblickt – vor nahezu schwarzem

Hintergrund, in feinmalerischer Technik. Geldorp wirkte

1750/51 in der Antwerpener Gilde bei Frans Francken

d. Ä. (1542 – 1616), anschließend in der Werkstatt von

Frans Pourbus d. Ä. (1545 – 1581), was auch der Technik

des vorliegenden Bildes entspricht. Als Hofmaler

und Reisebegleiter des Herzogs von Terranuova, Carlo

d’Aragona, dokumentierte er dessen politisches Wirken.

Ab 1610 zählte er zum Rat der Stadt Köln. Werke

Geldorps befinden sich u. a. im Kölnischen Stadtmuseum,

im Rheinischen Landesmuseum Bonn, in der Alten Pinakothek

München, sowie in der Kaiserlichen Galerie Wien.

Literatur:

Vgl. Johann Jakob Merlo, Kölnische Künstler in alter

und neuer Zeit, Düsseldorf 1895.

Vgl. Geldorp, Gortzius, in: Walther Killy und Rudolf

Vierhaus, Deutsche Biographische Enzyklopädie,

Bd. 3, München 2006.

A.R. (1461506) (11)

€ 2.000 – € 4.000

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657

DEUTSCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

ESTER UND KÖNIG XERXES I

Öl auf Leinwand. Doubliert.

82 x 100 cm.

Wiedergabe des alttestamentarischen Themas aus dem

Buch Ester, nach Vorlage. In einem palastartigen Innenraum

verneigt sich Königin Ester in edlem Gewand mit

Krone vor dem persischen König, um ihn um Anhörung

zu bitten. Sie eröffnet ihm, dass ihr israelitisches Volk

vom Statthalter Haman bedroht ist, ausgerottet zu werden.

Hinter ihr stehend zwei junge Begleiterinnen. Der

Herrscher, in orientalischem Habitus mit rotem Mantel,

Hermelinbesatz und einem Turban auf dem Haupt, wendet

sich Ester zu. Im Hintergrund des Königs ein Berater.

In der Malerei der Zeit beliebtes Thema.

(1460314) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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75


658

VENEZIANISCHE SCHULE

DES 17. JAHRHUNDERTS

HEILIGE FAMILIE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

109 x 80 cm.

In ornamentalem Rahmen.

Vor abgedunkeltem Hintergrund zeichnet sich die Heilige

Mutter Gottes ab. In leichter Drehung wendet sich

das Kund einem Vogel auf seiner Hand zu. Dieses Attribut

kennzeichnet die menschliche Seele und versinnbildlicht

hiermit das Heil und die Erlösung der

Menschheit durch Christus. Hinter der zentralen Figurengruppe

blickt Josef liebevoll auf dieselbe. Er hält

eine Schale mit Äpfeln. Auch Maria hält einen Apfel,

der die Übernahme der Erbsünde durch Christus symbolisiert.

(1461358) (10)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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659

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

MADONNA IM GRÜNEN

Öl auf Leinwand.

92 x 63 cm.

Kopie nach dem Gemälde von Raphael (1483– 1520)

um 1505/06, das sich im Kunsthistorischen Museum

zu Wien befindet.

(14602318) (11)

€ 1.200 – € 1.800

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660

DEUTSCHER MEISTER,

ANFANG DES 17. JAHRHUNDERTS

DAS JÜNGSTE GERICHT

Öl auf Eichenholz. Parkettiert.

33 x 51,5 cm.

Ungerahmt.

Im Zentrum dieser figurenreichen Darstellung Christus

in rotem Gewand auf der Weltkugel, vor einem Regenbogen

und einer großen strahlenden gelben Sonne

stehend. Auf einer ihn umrundenden kleineren Wolkenbank

sitzende Apostel und Heilige, darunter Petrus

mit zwei Schlüsseln in der Hand sowie Johannes der

Täufer mit Stabkreuz. Im Inneren einer weiteren großen

Wolkenbank die in den Himmel aufgenommenen Figuren.

Unterhalb von diesen dargestellt, linksseitig diejenigen

Figuren, die noch in den Himmel aufgenommen

werden, während rechtsseitig, vor rot-braunen Hintergrund,

Figuren in der Hölle mit glühendem Fegefeuer

wiedergegeben werden. Am oberen Rand ist das große

Holzkreuz und auch die Wolkenbank nicht ganz zu sehen,

was darauf hindeutet, dass hier ein Stück des Gemäldes

fehlt. Darstellung eines beliebten Motives der damaligen

Zeit.

(1460336) (18)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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661

EMILIANISCHE SCHULE DES 16. JAHRHUNDERTS

DER HEILIGE JOSEPH MIT DEM HEILIGEN GEIST

Öl auf Holz.

89 x 50,5 cm.

Ungerahmt.

Hochrechteckige Trompe l’oeil-Rundbogennische mit

rot marmorierten Zwickeln. In der Nische eine lebensechte

Darstellung des Heiligen Joseph mit Ringnimbus,

blühendem Stab und darüber schwebendem Heiligen

Geist in Gestalt einer Taube.

(14502413) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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77


662

FLÄMISCHER MEISTER DER

ZWEITEN HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS

DIE KREUZABNAHME JESU

Öl auf Leinwand. Doubliert.

64 x 49 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Die figurenreiche und bewegte Darstellung zeigt das

biblische Ereignis, bei dem der fahle Leichnam Jesu

mit großen weißen Tüchern vom Kreuz herabgenommen

wird, an dessen oberen Ende eine beschriftete Tafel

angebracht ist. Das Werk, ganz an das berühmte Ölgemälde

der „Kreuzabnahme“ von Peter Paul Rubens

(1577–1640) erinnernd, jedoch seitenverkehrt, was

darauf hindeutet, das dem vorliegenden Werk ein Stich

zugrunde lag. Vereinzelt Farbabsplitterung.

(1460236) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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663

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

INTERIEUR MIT DEM HEILIGEN HIERONYMUS

BEI SEINEN STUDIEN

Öl auf Kupfertafel, mit durchsichtiger Scheibe

hinterlegt.

21 x 17 cm.

Der Heilige, in einem kargen Zimmer nach links sitzend,

mit nacktem Oberkörper, nur teilweise von einem Kardinalsmantel

bedeckt, während sein Kardinalshut im

Hintergrund rechts an der Wand hängt. Er besitzt einen

schmalen, fast asketischen Oberkörper und blickt nach

unten auf ein geöffnetes Buch, das an einen Totenschädel

gelehnt auf einem Schreibpult liegt, auf dem

sich auch eine Feder in einem Tintenfass und eine

Schreibfeder befinden. In seiner rechten Hand hält

er einen Rosenkranz, während seine Linke sich auf

dem Korpus eines Löwen befindet, das ihm zugeordnete

Attribut. Qualitätvolle feine Darstellung, die wohl

als privates Andachtsbild gedacht war.

(1461504) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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664

BOLOGNESER MEISTER

IN DER NACHFOLGE DES GIOVANNI

FRANCESCO BARBIERI, GENANNT „GUERCINO“

(1591 – 1666)

ECCE HOMO

Öl auf Leinwand.

103 x 77 cm.

Jesus mit Dornenkrone sowie der rechts dahinter stehende

Folterknecht sind in Lebensgröße dargestellt.

Die Distanz zum Betrachter wird durch eine Steinbrüstung

im unteren Bildteil hergestellt, der Hintergrund

abgedunkelt. Im Museum Sabauda, Turin, ist ein entsprechendes

Gemälde Guercinos von 1659 in ähnlichen

Bildmaßen zu sehen. Das vorliegende Bildmotiv zeigt

sich als Wiederholung, allerdings in Seitenverkehrung,

was darauf hindeutet, dass es wohl über die Vermittlung

eines Stiches entstanden ist. Ungeachtet dessen

zeigt auch das vorliegende Gemälde eine beachtliche

malerische Qualität, wobei das Bildmotiv von Guercino

in Variationen bekannt geworden ist. Eine weitere Version

(des Oberkörpers) findet sich in der Galleria Nazionale,

Barberini Corsini, Rom. Das Motiv lässt sich auch

bei anderen Künstlern des 16. und 17. Jahrhunderts

nachweisen, etwa bei Bartolomeo Cesi (1556–1629),

Bartolomeo Passarotti (1529–1592) oder Jusepe de Ribera

(1588/91–1652). A.R.

(1460648) (1) (11)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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665

GIOVANNI BATTISTA PIAZZETTA,

1682 VENEDIG – 1754 EBENDA, KREIS DES

DER HEILIGE JOHANNES NEPOMUK IN

ANDÄCHTIGER VEREHRUNG DES KREUZES CHRISTI

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

102 x 83 cm.

In gold glänzendem Rahmen.

In gemaltem Hochoval, vor fast schwarzem Hintergrund,

der stehende Heilige im Halbportrait in liturgischem

Gewand mit rosafarbener Stola, die Hände mit

den zarten langen Fingern vor die Brust gelegt. Er

blickt voller Ehrfurcht auf ein vor ihm, von einem geflügelten

Putto auf einer Wolke gehaltenes Kruzifix mit

dem Corpus Christi. Einfühlsame Darstellung in starkem

Hell-Dunkel-Kontrast.

(1460645) (1) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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79


666

SPÄTE NACHFOLGE DES

MICHELANGELO BUONARROTI (1475 – 1564)

DER PROPHET JEREMIAH

Kohlezeichnung auf Papier.

Sichtmaß: 26,5 x 18,5 cm.

Unter Passepartout hinter Glas gerahmt.

Die ausdrucksstarke Zeichnung zeigt den sitzenden

bärtigen Propheten, dessen Kopf auf seiner rechten

Hand ruht in einem Ausdruck seelischer Erschöpfung,

in weicher Linienführung und atmosphärischer Modellierung.

Die Darstellung ist eng angeknüpft an die Figur

des Propheten in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan

von Michelangelo Buonarotti. Gerahmt beschrieben.

(1451564) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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667

NIEDERLÄNDISCHER MINIATURMALER DES

AUSGEHENDEN 16. JAHRHUNDERTS

ANBETUNG VON MARIA MIT DEM KIND DURCH

DEN JOHANNESKNABEN UND ENGEL

Gouache auf Papier, auf Holz.

13,2 x 15,8 cm.

Verso alter Aufkleber mit Inventarnummern.

Ungerahmt.

Die kleine, auf Papier gemalte Darstellung zeigt Maria

mit dem Kind unter einem Velum, von einem Putto gehalten;

rechts im Hintergrund Landschaft mit Josef als

Zimmermann bei der Arbeit. Der in der Vorbesitzertradition

überlieferte Künstlername Hans Bol (1534–1593)

ist wohl nicht gänzlich zutreffend. Möglicherweise

liegt hier ein Werk eines jüngeren Schülers vor.

(1431782) (11)

€ 800 – € 1.000

Sistrix

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668

GIOVANNI FRANCESCO BARBIERI,

GENANNT „IL GUERCINO“,

1591 CENTO – 1666 BOLOGNA, NACHFOLGE DES

DIE VISION DES HL. HIERONYMUS

Rote Kreide auf Büttenpapier.

28 x 32,5 cm.

In Passepartout unter Glas in vergoldetem Rahmen.

Nach dem Gemälde von Guercino „Die Vision des hl. Hieronymus“

(um 1619–29) in Paris im Louvre, Inv. Nr. 82

Provenienz:

Verso auf rundem Aufkleber: Cabinet de Bayser

Expertise dessins, Paris

Literatur:

Vgl. Nicholas Turner, the paintings of Guercino.

A revised and expanded Catalogue Raisonné,

Rom 2017, Kat. 85.II, S.341 (Abb.). (1451568) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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669

JOSEF HEINTZ D. Ä.,

1564 BASEL – 1609 PRAG, NACHFOLGE DES

RAUB DER PROSERPINA

Öl auf Leinwand.

42 x 63 cm.

In vergoldetem, ornamental reliefiertem Rahmen.

Die Szene illustriert den griechischen Mythos, wonach

Persephone, die Tochter der Fruchtbarkeitsgöttin Demeter,

von Hades, dem Herrscher der Unterwelt, gegen

ihren Willen entführt wird. Die verzweifelte Mutter ließ

nach vergeblicher Suche nach ihrer Tochter alle Ernten

versiegen. Göttervater Zeus jedoch veranlasste – zum

Wohl der Menschheit –, dass ihr die Tochter zurückzugeben

werde. Hades erreichte jedoch, dass die Geraubte

vier Monate in seiner Unterwelt und den Rest

des Jahres in der Oberwelt verbringen müsse. Der

Mythos symbolisiert somit die fruchtbaren und unfruchtbaren

Zeiten des Jahres. Die Darstellung entstand

unter Verwendung des Stiches von Lucas Kilian

(1579–1637) nach dem Gemälde von Joseph Heintz

d. Ä. in der Dresdner Gemäldegalerie (Galerienummer

1971), das um 1595 auf Kupfer gemalt wurde.

(1460238) (13)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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670

JOOST CORNELIS DROOGSLOOT,

1586 UTRECHT – 1666 EBENDA, ZUG.

HEILUNG DER KRANKEN

Öl auf Leinwand, auf Platte,

mit Leinwand hinterfüttert.

62,5 x 80 cm.

In teilvergoldetem Profilrahmen.

In Zentralperspektive dargestelle klassische Architekturreihung

mit im Vordergrund befindlicher Heilsszene

und darüber schwebendem Engel.

(1461202) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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671

VENEZIANISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

JACOB MIT DEN SCHAFEN AM BRUNNEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

91 x 126 cm.

Die Darstellung bezieht sich auf die biblische Geschichte

aus dem Buch Genesis (Gen 29), in der Jakob

unterwegs ist, als er auf Hirten trifft, die an einem

Brunnen warten. Dort sieht er Rahel, die die Schafe

ihres Vaters Laban hütet. Er wälzt den schweren Stein

vom Brunnen, hilft ihr, die Schafe zu tränken und verliebt

sich dabei in sie. Das Gemälde zeigt bei abendlichem

Licht den jungen Jakob am Brunnen in rotem

Gewand. Ein Hirte weist mit ausgestrecktem Arm auf

Rahel mit ihrer Herde im Hintergrund hin. Vergleichbare

Darstellungen finden sich auch im Werk des Pedro Orrente

(1580– 1645).

(1460338) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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81


672

DEUTSCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

AUFERWECKUNG DES LAZARUS

Öl auf Holz.

107 x 218 cm.

In ebonisiertem Rahmen.

Biblische Szene aus dem Johannesevangelium (Joh

11,1-44). Im Zentrum dieser figurenreichen Darstellung

Christus im langen rötlichen Gewand, seine linke Hand

erhoben, Kopf und Blick zum Himmel gerichtet. Lazarus

und dessen Schwestern waren besondere Freunde

Jesu. Lazarus war gestorben und beigesetzt worden,

als Jesus vier Tage nach dem Tod des Lazarus kam und

ihn wieder zum Leben erweckte. Der Sarkophagdeckel

ist beiseitegeschoben, und der Körper wird des Grabes

enthoben. Um ihn und Jesus herum zahlreiche Figuren

mit abwechslungsreicher Gestik.

(14502516) (13)

€ 4.500 – € 6.500

Sistrix

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673

FRANCESCO ALBANI,

1578 BOLOGNA – 1660 EBENDA, KREIS DES

DIE HEILIGE FAMILIE

Öl auf Leinwand, im Queroval. Doubliert.

77 x 59 cm.

In dekorativem Rahmen.

Vor dunklem, fast schwarzem Hintergrund die sitzende

Maria in rotem Gewand mit dunkelblauem Mantelüberwurf,

in ihrem Schoß auf einem weißen Laken

den nackten Jesusknaben haltend, dem sie ihre Brust

gereicht hat. Rechts von ihr stehend Josef in braunem

Mantel, ein Buch und einen Stock haltend, links von ihr

zwei Engel, einer mit zusammengelegten Händen vor

der Brust, die das Geschehen aufmerksam betrachten.

Harmonische einfühlsame Darstellung mit starkem

Hell-Dunkel-Kontrast, bei der durch die Lichtführung

das Gesicht, das Inkarnat Jesu und die beiden

Engel besonders hervorgehoben werden. Craquelé,

teils Rahmenschäden.

(1461002) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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674

CORNELIS DE BAELLIEUR D. Ä.,

1607 ANTWERPEN – 1671 EBENDA, ART DES

DIE ANBETUNG DER HIRTEN

Öl auf Holz. Parkettiert. Im Hochoval.

26,5 x 20,5 cm.

In geschnitztem vergoldetem Rahmen.

Im unteren Zentrum des Bildes das nackte Jesuskind,

auf einem weißen Tuch auf Stroh liegend, rechts von

ihm Maria in blau-weißem Gewand und dahinter Josef.

Umgeben werden sie von mehreren Hirten und einem

Mann mit auffallend roter Kopfbedeckung. Am rechten

Bildrand sind zudem Ochs und Esel sichtbar. Im oberen

Bereich auf einer großen Wolke musizierende Engel.

Malerische farbenfrohe Darstellung. Gemälde und Rahmen

teils rest.

(14512013) (18)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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675

VENEZIANISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

ANBETUNG DER HIRTEN

Öl auf Holz.

80 x 63 cm.

In breitem vergoldetem Rahmen.

Ganz dem Vorbild der Familie Bassano und ihrer Werkstatt

folgend, stellt der Maler die Geburt Christi lebensnah

dar, mit Figuren und Tieren, die auch dem Veneto

entstammen könnten. Im Hintergrund, im Durchblick,

die Verkündigung an die Hirten.

(14609322) (13)

€ 7.000 – € 12.000

Sistrix

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676

GIACINTO BRANDI,

1621/23 POLI – 1691 ROM, KREIS DES

DARSTELLUNG EINES MILDTÄTIGEN BISCHOFS

Öl auf Leinwand.

135 x 98 cm.

In dekorativem Rahmen.

Vor dunklem, fast schwarzem Hintergrund, ein Bischof

mit silbrig-weiß glänzender Mitra und einem weiten

gold-silbrigen Mantel, der gerade einer jungen, vor ihm

knienden Frau ein paar Münzen in ihre erhobenen Hände

gibt. Hinter der Frau wohl ihre Mutter mit einem Kleinkind

in den Armen. Hinter dem Bischof ein Begleiter,

der ein Stabkreuz trägt. Malerei mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten,

an Darstellungen der Caravaggisten

erinnernd.

(14502512) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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83


677

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

ECCE HOMO

Öl auf Kupfer.

10,8 x 7,8 cm.

In vergoldetem, à jour gearbeitetem Holzrahmen.

Vor unbestimmtem Hintergrund, eingehüllt in den

Lichtschein des in Sfumatotechnik wiedergegebenen

Nimbus, ist das Brustbildnis des gemarterten Christus

mit rotem Umhang, Dornenkrone und Zepter zu erkennen,

der mit schmerzerfülltem Blick aus dem Bildfeld

hinausblickt.

(1450278) (13)

€ 800 – € 1.200

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678

ITALIENISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

BILDNIS DES MOSES

Öl auf Kupfer.

14,5 x 12,7 cm.

In vergoldetem und reliefverziertem Rahmen.

Der zur Entstehung des Gemäldes noch als Verfasser

der fünf Bücher Mose (auch Pentateuch) – nämlich Genesis,

Exodus, Levitikus, Numeri und Deuteronomium –

akzeptierte Moses auf einer Steinbank sitzend. Sein

leuchtend rotes Gewand in Falten gelegt, neben ihm

seine auf ihn hinweisenden Schriften, der Blick nach

rechts oben gerichtet.

(1450277) (13)

€ 500 – € 800

Sistrix

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679

FLÄMISCHER SPÄTMANIERIST NACH 1600

ALLEGORIE DER PRUDENTIA

Öl auf Leinwand. Doubliert.

53 x 40 cm.

Links oben bezeichnet mit „PRUDENZIA“, verso betitelt

„Allegory of Purity“ sowie eine Künstlernennung.

In Prunkrahmen.

Halbportrait einer jungen, elegant gekleideten Frau

nach links, die in ihrer erhobenen rechten Hand einen

Spiegel hält, in dem sie sich aufmerksam betrachtet.

Sie trägt zudem wertvollen Schmuck und ein Diadem

in ihrem Haar. Die Darstellung verweist auf die Allegorie

der Prudentia (Klugheit), die in der Kunstgeschichte

häufig als Frau mit zwei Gesichtern erscheint – einem

jungen, das die Voraussicht auf die Zukunft symbolisiert,

und einem alten, das für die Nachsicht gegenüber

der Vergangenheit steht. Der Spiegel dient als

Symbol der Selbsterkenntnis.

(1451147) (18)

€ 1.200 – € 1.800

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680

IN DER ART DER VENEZIANISCHEN

SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS

ALLEGORISCHE SZENE

Öl auf Leinwand.

172 x 132,5 cm.

In imposantem reliefverziertem Rahmen.

Das vormals als Venus in der Schmiede des Vulkan

interpretierte Gemälde zeigt in einer offenen Säulenarchitektur

den sitzenden Zeus mit abgelegtem Schild

mit Doppelblitz und funkensprühendem Stab an seinem

Helm. Ihm zugewandt die Figur der Hygieia, die

mit der ihr attributiv zukommenden Schlange einen

Kontrapunkt zu Zeus setzt: Ihr kommt die Heilung zu,

während Zeus mit seinen Doppelblitzen als zerstörerische

Macht gedeutet werden kann. Rechts oben Amor

ein rotes Velum zurückhaltend.

(1450258) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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681

SIZILIANISCHE SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS,

IN DER ART DES MARIO MINNITI (1577 – 1640)

DAVID MIT DEM HAUPT DES GOLIATH

Öl auf Leinwand. Doubliert.

111 x 86 cm.

In teilvergoldetem Rahmen.

In Landschaft bei abendlichem Licht der leicht nach

links stehende junge David in einem Gewand mit Pelz,

das seine linke Schulterpartie freilässt. Über der rechten

Schulter trägt er das mächtige Schwert, mit dem

er Goliath enthauptet hat, während seine linke Hand

dessen Kopf hält. Deutlich sichtbar ist das Wundmal

auf der Stirn des Riesen, das der Stein aus Davids

Schleuder hinterlassen hat. Voller Stolz blickt David aus

dem Gemälde heraus. Typische Darstellung eines beliebten

Motivs in der Malerei.

(1451143) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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85


682

MALER DER ITALIENISCHEN SCHULE

DES 18. JAHRHUNDERTS

MADONNA

Öl auf Leinwand.

38,5 x 29 cm.

In prächtig geschnitztem Barock-Rahmen.

Fein gemaltes Portrait der Madonna, die trauernd zu

Boden blickt. Auf dem Rahmen mit „Domenichino“

betitelt.

(1461422) (1) (10)

€ 2.000 – € 4.000

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683

NEAPOLITANISCHER MEISTER

DES 17. JAHRHUNDERTS,

KREIS DES LUCA GIORDANO (1643 – 1705)

ISAAK SEGNET JAKOB

Öl auf Leinwand. Doubliert.

102 x 128 cm.

In vergoldetem Profilrahmen.

Ein dunkler Vorhang im hinterfängt die Figur des Isaak,

der im wirkungsvollem caravaggeskem Hell-Dunkel

dargestellt ist. Der erblindete Isaak erteilt seinem Sohn

Jakob den Erstgeburtssegen, hinter ihm steht seine

Mutter Rebekka. Nur wenige Details weichen von der

ursprünglichen Fassung Luca Giordanos ab: Die Faltenverläufe

des Tischüberwurfes sind etwas nüchterner

angelegt und der Verlauf des hinterfangenden

Tuchs auch leicht verändert.

(14616711) (10)

€ 2.500 – € 3.500

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684

FRANZ CHRISTOPH JANNECK,

1703 GRAZ – 1761 WIEN, ZUG.

DER HEILIGE FRANZISKUS VON

PAOLA IN LANDSCHAFT

Öl auf Kupferplatte, mit Holzplatte hinterlegt.

25,5 x 19,5 cm.

In geschnitztem, vergoldeten Prunkrahmen.

Der heilige Franziskus von Paola ist kniend in einer

Landschaft dargestellt, gekleidet in brauner Kutte; neben

sich ein am Boden liegender Stock. Der bärtige alte

Franziskus drückt seine Hingabe an Gott durch einen

himmelwärts gerichteten Blick, in dem ein heller Lichtschein

zu erkennen ist, und seine fromm vor der Brust

gefalteten Hände aus. Umgeben wird er von drei

Engeln, von denen zwei mit einem Schaf beschäftigt

sind; in den Wolken des Himmels sind zudem drei

Puttiköpfe erkennbar. Feine qualitätvolle Darstellung.

Eine ähnliche Darstellung mit der Vision des Heiligen

Franziskus von 1670 lässt sich unter anderem im Werk

von Bartolomé Esteban Murillo (1618–1682) finden.

(14609327) (18)

€ 4.000 – € 8.000

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87


685

ITALIENISCHER MEISTER

DES AUSGEHENDEN 15. JAHRHUNDERTS

BRUSTBILDNIS EINES HERRN

Öl auf Holz (leicht gewölbt).

46 x 32 cm.

Toskana, wohl um 1500 oder später.

In original altaufgeleimtem Profilrähmchen.

Frontal dem Betrachter entgegengerichtet, eine helle

Fellhaube als Kopfbedeckung, auf dem braunen Hemd

mit goldener Halsborte eine Goldkette, darüber ein roter

Mantel. Der Firmament-Hintergrund nach oben abgedunkelt.

(1461005) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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686

JOOS DE MOMPER D. J.,

1564 ANTWERPEN – 1635 EBENDA, ZUG.

WÄSCHERINNEN AN EINEM FLUSSUFER

IN DER NÄHE EINES DORFES

Öl auf Holzplatte. Parkettiert.

41 x 71 cm.

Links unten bezeichnet „Momper“.

Der Blick geht über einen Fluss, über den linksseitig

eine mehrbogige Brücke führt, auf die Gebäude einer

niederländischen Stadt. Rechtsseitig des Flusses, auf

einem Steg, eine Wäscherin mit Kind, dahinter auf der

Wiese zum Trocknen ausgelegte Wäsche. Eine breite

Straße mit einigen Figuren führt schließlich an den

rötlich-braunen, unterschiedlich gestalteten Fassaden

mehrerer Häuser vorbei. Linksseitig ein hohes Gebäude

und davor am Ufer ein hölzerner Lastenkahn. Ein Mann

mit seinem Boot und einige Enten auf dem Wasser

ergänzen die Darstellung in überwiegend zurückhaltender

rötlich-brauner und grüner Farbgebung.

Anmerkung:

Das Gemälde wurde ehemals Izaack van Oosten

(1613 – 1661) zugeschrieben.

(1460206) (1) (18)

€ 8.000 – € 12.000

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89


688

ANDREA CELESTI,

1637 VENEDIG – 1712 TOSCOLANO, ZUG.

Der Maler war Schüler von Sebastiano Mazzoni (um

1611 – 1678). 1676 erhielt er den Auftrag, den Dogen

Niccolò Sagredo (1606 – 1676) zu portraitieren, und

wurde 1681 vom Dogen mit dem Titel eines Cavalieri

ausgezeichnet. Einer Legende zufolge musste er aus

Venedig fliehen, nachdem er den Dogen mit Eselsohren

dargestellt hatte. Erst 1700 kehrte er in die Stadt

zurück, wo er eine Werkstatt eröffnete und 1708 der

Malergilde beitrat.

AUFFINDUNG DES MOSES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

101,5 x 129,5 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem

Holzrahmen.

687

FELICE FORTUNATO BIGGI DEI FIORI,

UM 1680 PARMA – UM 1750 VERONA, ZUG.

Die Darstellung zeigt den Moment, in dem die Tochter

des Pharaos den kleinen Moses im Schilf entdeckt. In

leuchtendem Kolorit, vor dunklem Hintergrund und mit

lebendiger Bewegung inszeniert, verbindet das Werk

biblische Erzählung mit der emotionalen Ausdruckskraft

des venezianischen Spätbarock.

(1462203) (17)

€ 4.000 – € 6.000

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GROSSES BLUMENSTÜCK IN VASE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

120 x 80 cm.

Ungerahmt.

Auf einer angedeuteten Deckplatte die balusterförmige

Vase mit einem raumfüllenden Blumenstrauß der

neben Tulpen, Nelken und Wicken auch Narzissen und

Gladiolen birgt.

Provenienz:

Privatsammlung Oberösterreich.

(1462182) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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689

NICASIUS BERNAERTS,

1620 ANTWERPEN – 1678 PARIS, ZUG.

Der Künstler studierte unter Frans Snyders (1579– 1657),

danach unternahm er Reisen nach Italien. Seine Werke

wurden dort gesammelt durch Ferdinand II de’ Medici.

1659 zog er nach Paris und wurde 1663 in die Königliche

Akademie für Malerei und Bildhauerei aufgenommen.

Er wurde vom französischen König Ludwig XIV angestellt,

um Gemälde aller neuen Tiere anzufertigen, die

seiner Menagerie in Versailles hinzugefügt wurden.

1673 lieferte Bernaerts 46 Studien zu 52 Tierarten.

JAGDSTILLLEBEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

77 x 123 cm.

In verziertem Rahmen.

Ein pyramidal angelegtes Jagdstillleben mit Füchsen,

Rehen, Hirschen und Wildgeflügel wird von zwei Jagdhunden

flankiert.

Provenienzt:

Privatsammlung: Wien (1462181) (10)

€ 5.000 – € 7.000

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690

LOMBARDISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

DER GUSS DES GOLDENEN KALBES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

116 x 177 cm.

Ungerahmt.

In dichter Darstellung zahlreiche, nah an den Betrachter

gerückte Figuren, die im Begriff sind Wertgegenstände

für die Herstellung des Goldenen Kalbes zu

sammeln. Rechts im Hintergrund Moses, die Gesetzestafeln

haltend, die er bald zerschmettern wird, da

das Volk gegen das Gebot „Du sollst keine anderen

Götter neben mir haben“ verstoßen hat.

(1462264) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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91


691

CASPAR NETSCHER,

1635/39 HEIDELBERG – 1684 DEN HAAG, KREIS DES

EIN MASKENSCHERZ

Öl auf Leinwand. Doubliert.

48 x 64 cm.

In dekorativem Rahmen, teils mit Samtbespannung.

Im Zentrum einer großen Apotheke zwei junge, elegant

gekleidete Frauen und rechtsseitig der stehende

Apotheker in Pantalone-Kostüm mit Maske. Während

der Apotheker der jungen Frau Blumen überreichen

möchte, bietet der in rotem Gewand stehende Narr

der Dame im gold glänzenden Kleid eine Wurst als

Medizin an. Im Hintergrund links ein stehender Mann,

der wohl eine mit Urin gefüllte Flasche nach oben hält,

um zu prüfen, ob eine mögliche Schwangerschaft der

stehenden Frau vorliegt. Malerei, die ganz auf das Vorbild

von Netscher zurückgeht, jedoch sind bei dem vorliegenden

Gemälde in der hohen, gold glänzenden

Schale anstatt Würstchen frische Blumen zu finden.

Anmerkung:

Das Gemälde von Caspar Netscher befindet sich in

der Gemäldegalerie Alte Meister in Kassel. (1451203)

(18)

€ 6.000 – € 9.000

Sistrix

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692

JOHN ELLYS,

UM 1701 – 1775

CHARLES WHITWORTH AND HIS NEPHEW

Öl auf Leinwand. Doubliert

Ca. 125 x 170 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

150 x 192 cm.

In einem grauen Innenraum, der in einem wertvollen,

mit rotem Samt bezogenen Sessel an einem Tisch sitzende

Charles Lord Whitworth mit grauer Allongeperücke,

mit seiner rechten Hand auf eine Schriftrolle

hinweisend, auf der zu lesen steht „To our Right Trusty

and well beloved. Charles Lord Whitworth our embassador

and plenipotent at the Congress at Cambray“.

Neben ihm stehend sein junger Neffe, dessen Hand er

hält. Linksseitig auf der roten Tischdecke beschriftetes

Wappen mit Krone und zwei Adlern.

Provenienz:

Wohl Knole-House in Kent.

Christie’s London, 2. Juli 1972, Lot 94.

Christie’s South Kensington, 9. November 2005,

Lot 20.

Privatsammlung London.

(14612412) (12)

€ 5.000 – € 7.000 (†)

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693

HENDRIK VAN STEENWIJK D. J.,

1580 FRANKFURT AM MAIN – 1649 LEIDEN, ZUG.

DIE BEFREIUNG DES HEILIGEN

PETRUS AUS DEM KERKER

Öl auf Holz.

22,5 x 25 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Die Darstellung nimmt Bezug auf die Apostelgeschichte

12, 5-12. Durch ein Wunder wird der Heilige Petrus

von einem Engel aus dem Kerker gerettet, während

seine Bewacher schlafen. Auf dem Gemälde ist in einem

großen gewölbten Raum der Heilige Petrus in Begleitung

eines weiß gekleideten Engels zu sehen, von

dem er zum Ausgang über eine Treppe geführt wird.

Auf den unteren Stufen sitzend ein schlafender Soldat,

beleuchtet durch eine seitlich von ihm an einem Wandpfeiler

hängende Kerze. Malerei mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast;

das Motiv ist mehrfach im Werk des

Künstlers zu finden.

(14621711) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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93


694

VENTURA SALIMBENI,

AUCH GENANNT „VENTURA DI ARCANGELO

SALIMBENI“ ODER „BEVILACQUA“,

1568 – 1613

Ventura Salimbeni (1568– 1613) war ein italienischer Maler

und Grafiker des Spätmanierismus. Er stammte aus

Siena und war Sohn des Malers Arcangelo Salimbeni

(tätig um 1567 – um 1580). Ventura arbeitete zunächst in

Rom, wo er von den Werken Raphaels (1483– 1520)

und der römischen Manieristen beeinflusst wurde,

später aber auch in seiner Heimatstadt Siena tätig war.

Seine Malerei zeichnet sich durch elegante Figuren,

leuchtende Farbigkeit und komplexe, oft theatralische

Bildkompositionen aus. Bedeutende Arbeiten von ihm

finden sich unter anderem in Kirchen Sienas und in

Rom. Neben Gemälden schuf er auch Radierungen,

die seine Vielseitigkeit als Künstler belegen.

PIETÀ MIT ZWEI ENGELN

Öl auf Papier, auf Leinwand.

53,3 x 43,2 cm.

In Ädikularahmen mit polychromer Ornamentik.

Beigegeben eine ausführliche Expertise von Piero Torriti,

Siena, 08. Februar 2011, in welcher das vorliegende

Gemälde Arcangelo Salimbeni (1540/45 – 1580) zugeschrieben

wird, in Kopie.

Von Ventura Salimbeni kennen wir mindestens eine

weitere Version der Darstellung: Im Museo Civico in

Siena befinden sich vier Gemälde von ihm aus dem

Jahr 1604, von denen eines die Kreuzabnahme Christi

zeigt, wie bei dem vorliegenden Gemälde, jedoch mit

rundbogigem Abschluss. Da die Qualität unseres Erachtens

gleich einzuschätzen ist, erlauben wir uns,

auch das hier angebotene Werk Ventura Salimbeni zuzuweisen.

Provenienz:

Clars Auction Gallery, Oakland, USA, 17. September

2017, Lot 7197.

Auktion Weschler’s, Rockville, USA, 13. Dezember

2024. (1460088) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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695

ITALIENISCHER MALER DER

ERSTEN HÄLFTE DES 18. JAHRHUNDERTS

DER STURZ DES PHAETON

Öl auf Leinwand. Doubliert.

87,5 x 73 cm.

Ungerahmt.

Darstellung aus der griechischen Mythologie: Phaeton,

der Sohn des Sonnengottes Helios, bittet seinen Vater

den Sonnenwagen für einen Tag lenken zu dürfen. Er

verliert jedoch die Kontrolle über die Pferde und verursacht

Chaos auf der Erde. Um die Zerstörung zu stoppen

greift Zeus ein und schleudert Blitze auf das Viergespann

mit dem kostbaren und reich verzierten Sonnenwagen,

sodass der Wagen zertrümmert wird und der

Wagenlenker Phaeton in die Tiefe stürzt. Das Gemälde

zeigt im oberen Bereich Zeus mit einem Strahlenbündel

in seiner ausgestreckten linken Hand, vor ihm der attributiv

zugeschriebene Adler, der für Stärke und Autorität

steht, sowie mehrere auf Phaeton herabschleudernde

Blitze, die ihn treffen. In der Mitte die Pferde des Viergespanns,

mit denen er in die Tiefe stürzt. Am rechten

Rand der Mitte bereits ein Wagenrad und eine Speiche

sichtbar. Dramatische ausdrucksstarke Darstellung

des Geschehens.

(1462022) (18)

€ 2.000 – € 4.000

Sistrix

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696

SPANISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

ECCE HOMO

Öl auf Kupfer.

24 x 18,5 cm.

Ungerahmt.

Vor unbestimmtem, doch vom von Christus ausgehenden

Lichtschein erhelltem Hintergrund die Brustfigur

des Gedemütigten mit Dornenkrone, Spottzepter, Umhang

und umschlingten Händen. Die Anlehnung an

Guido Reni lässt sich sowohl an der Komposition als

auch am Inkarnat feststellen. Minimal besch.

(1462071) (3) (13)

€ 2.500 – € 3.500

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95


697

PETRUS GERARDUS VERTIN,

1819 DEN HAAG – 1893 AMSTERDAM

Bilder seiner Hand in diversen Museen, u. a. im Rijksmuseum

Amsterdam.

TRONJE EINES MANNES MIT FEDERBARETT –

NACH EINEM GEMÄLDE VON FERDINAND BOL

(1616 – 1680)

Öl auf Leinwand.

80 x 60 cm.

Links unten signiert „P. Vertin 1869“.

In Flammleistenrahmen.

Vor beige-braunem Hintergrund das Portrait eines

Mannes nach rechts, der seinen Kopf leicht gewendet

hat und aufmerksam aus dem Bild herausblickt. Er hat

ein feines, sanft beleuchtetes Gesicht, Oberlippenbart,

braune Augen, einen goldenen Ohrring im rechten Ohr

und einen großen Hut mit roten Federn auf dem Kopf.

Portraitstudie, die einen idealisierten Gesichtsausdruck

wiedergibt, ohne eine bestimmte Person darzustellen.

Das vorliegende Werk geht auf ein 1650 entstandenes

Gemälde zurück, das dem niederländischen Maler Ferdinand

Bol, einem Schüler von Rembrandt van Rijn

(1606– 1669) zugeschrieben wird.

(1461402) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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698

PIETRO DELLA VECCHIA,

1603 VICENZA – 1678 VENEDIG, ZUG.

Nach anfänglichem Studium bei Alessandro Varotari

(1588– 1649) wandte der Künstler sich in seinem Stil

den Werken Tiziano Vecellios (1485– 1576), Giorgio Barbarelli

Giorgiones (1476/77– 1510) und Bernardo Strozzi

il Cappuccino (1581– 1644) zu. In den 1640er-Jahren gehörte

della Vecchia zu den führenden Malern religiöser

Themen in Venedig. Verheiratet war er mit der Tochter

des Caravaggisten Nicolas Régnier (1590– 1667).

PORTRAIT EINES SOLDATEN

Öl auf Leinwand.

88 x 75 cm.

In elegantem Rahmen.

Vor neutralem dunklem Hintergrund das Brustbildnis

eines Soldaten. Durch die seitliche Ansicht wird die

Physiognomie des Mannes betont, der konzentriert in

die Ferne blickt. Die feine Ausarbeitung der Mimik sowie

der Hell-Dunkel-Kontrast wird durch die Ausarbeitung

der glänzenden Rüstung unterstützt.

(1461964) (10)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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699

JACOB JORDAENS,

1593 ANTWERPEN – 1678 ANTWERPEN, ZUG.

Jacob Jordaens war ein flämischer Maler des Barock.

Neben Peter Paul Rubens (1577– 1640) und Anthonius

van Dyck (1599– 1641) war er einer der drei wichtigsten

flämischen Maler, welche die Antwerpener Schule im

17. Jahrhundert prägten.

KOPF EINES PROPHETEN ODER APOSTELS

Öl auf Leinwand.

60 x 50 cm.

In dekorativem Rahmen.

Vor dunklem Hintergrund in Frontalstellung der Kopf

eines alten Mannes mit langen weiß-grauen Haaren

und einem ebenso langen Vollbart. Er trägt ein rötliches

Gewand, hat ein leicht gebräuntes Gesicht mit

buschigen Augenbrauen, eine hohe faltige Stirn und

blickt mit seinen dunklen Augen, bei leicht geöffnetem

Mund, traurig gen Himmel. Laut beigegebener Dokumentation

könnte es sich bei dem Dargestellten möglicherweise

um Moses handeln, zudem werden Vergleichsbeispiele

älterer Männer mit Bart aufgezeigt.

(1462172) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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700

SEBASTIAN VRANCX,

1573 ANTWERPEN – 1647 EBENDA, ZUG.

HOLLÄNDISCHE LANDSCHAFT MIT HIRTEN

UND SEINER HERDE

Öl auf Holz. Parkettiert.

30 x 40 cm.

Links unten monogrammiert in Ligatur „SV“.

In dekorativem Rahmen.

Im Vordergrund des Gemäldes, in leicht hügeliger

Landschaft, ein Hirte auf seinem Pferd, vor sich seine

Rinderherde in Begleitung eines Hütejungens vorantreibend.

Er blickt dabei aufmerksam aus dem Bild

hinaus. Der Weg führt nach links in den Hintergrund,

vorbei an einer Windmühle, zu einer Stadt, die silhouettenhaft

in grau-blauer Farbigkeit mit einem in den

hellblauen Himmel ragenden Kirchturm zu erkennen

ist. Ein zweiter, weiter links liegender Weg zeigt einen

weiteren, in die Gegenrichtung laufenden Hirten, wohl

mit drei Schweinen. Jeweils links und rechts am Rand

in die Höhe ragende, fast kahle Bäume als Repoussoir.

Malerische Darstellung in der Manier des Künstlers,

dabei die untere Bildhälfte in überwiegend beige-braunen

Farbtönen, während der Bereich des Himmels mit

einem fliegenden Vogelschwarm in blau-grauer Farbigkeit

wiedergegeben ist.

(1462121) (18)

€ 8.000 – € 12.000

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97


701

TEODORO PULAKIS,

1622 CHANIA, KRETA – 1692 KORFU

Der Künstler war ein bedeutender Ikonenmaler der

„Griechischen Renaissance“, zugleich Lehrer der sogenannten

Heptanese-Schule. Als Sohn des Antonios

Vertreter der Kretischen Schule. In Venedig ist sein

Aufenthalt für 13 Jahre bis 1657 belegt. Dort war er

Mitglied des Quaranta (Stadtverwaltungs)-Konzils sowie

der griechischen Brudergesellschaft in Venedig.

So berühmte Maler wie Emmanuel und Konstantinos

Tzanes, Joannis Moskos oder Philotheos Skoufos

standen in seinem Kreis. 1657 ging er nach Korfu.

Etwa 130 seiner Bilder haben sich erhalten und befinden

sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.

CHRISTUS AM KREUZ MIT MARIA,

JOHANNES UND MAGDALENA

Tempera auf Weichholz.

31 x 26 cm.

Rückseite gekalkt, darauf stilisiertes Kreuz mit

griechischen Bezeichnungen. Zwei Querleisten

entfernt.

Beigegeben eine Expertise von Dr. Stefania Verità,

Monzambano, mit Bildvergleichen, in Kopie.

Die Golgathaszene im Rund wiedergegeben, mit landschaftlichem

Hintergrund, der die Stadt Jerusalem mit

einigen Bäumen vor Goldgrund zeigt. Am Fuß des

Kreuzstammes der Schädel Adams. Die Ecken gefüllt

mit stilisierten Blumendarstellungen auf grünem Grund.

(1461641) (11)

€ 8.000 – € 12.000

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702

NORDITALIENISCHER MALER UM 1500

HEILIGENDARSTELLUNG

Öl auf Holz.

65 x 46 cm.

In Ädikularahmen.

Zwei Heilige, erkennbar an ihren Nimben, treten nebeneinander:

Einer im Bischofsornat mit Speer und auf

ein Buch gelegter Kette, der andere mit einem Holzbalken

als Attribut. Im Stil der Spätgotik/Frührenaissance

gestaltet, besticht die Darstellung durch detaillierte

Gewänder, den leuchtend goldenen Hintergrund und

die leicht starre, zugleich ausdrucksstarke Haltung der

Figuren.

(1461554) (17)

€ 3.500 – € 4.500

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703

VENEZIANISCHER MALER DES

19. JAHRHUNDERTS

ANSICHT DER ISOLA SAN GIORGIO

Öl auf Leinwand. Doubliert.

79 x 128 cm.

In bronziertem Kehlrahmen.

Blick von der Lagune auf die Kirche San Giorgio mit

Fassade, Kuppel und Campanile, rechts die sich anschließenden

Gebäuden. Im Vordergrund ruhiges Wasser,

in dem sich die Architektur spiegelt. Etliche Gondeln

und ein Fischerboot mit Figurenstaffage.

(1461423) (1) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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704

ITALIENISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

ARCHITEKTURCAPRICCIO

Öl auf Leinwand.

28,5 x 39 cm.

In Holzrahmen.

An einem niedrig gelegenen Meeresufer erhebt sich

linksseitig eine hoch aufstrebende Portikusruine. Vereinzelt

ist figürliche Staffage, ins Gespräch vertieft, zu

sehen. Im Hintergrund schließen zart gemalte Berge

die Sicht ab. Der Himmel mit Wolkenformationen dominiert

das Bild.

(1461991) (10)

€ 7.000 – € 12.000

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99


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705

FRANS POURBUS D. J.,

1569 ANTWERPEN – 1622 PARIS, UMKREIS DES

(ABB. LINKS)

PORTRAIT EINES MANNES

Öl auf Holz.

65 x 78 cm.

In dunklem Holzrahmen.

Vor einem unbestimmten dunklen Grund ist das Brustportrait

eines Mannes zu sehen. Er blickt den Betrachter

direkt mit festem Blick an. Die Physiognomie ist

genau ausgearbeitet. Bekleidet ist er mit schwarzem

Gewand und weißem Kragen.

(1461343) (1) (10)

€ 7.000 – € 9.000

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706

JOACHIM BEUCKELAER,

1533 ANTWERPEN – 1574/75 EBENDA, KREIS DES

DIE PALASTKÜCHE

Öl auf Leinwand.

143 x 190 cm.

In schmalem Leistenrahmen.

Das im Vordergrund befindliche architektonische Gefüge

bietet Platz für einen Tisch mit allerlei noch zuzubereitenden

Leckereien. Eine daneben sitzende Frau

ist im Begriff einen Hasen auszunehmen, während

sich ein Junge anschickt, mehrere Wachteln auf einer

Platte zu servieren. Im Hintergrund ein Palasthof mit

Parkanlage und figürlicher Szene wohl mit biblischem

Bezug. Eine Abbildung einer ähnlichen Palastküche

mit im Hintergrund befindlicher biblischer Szene in

architektonischem Zusammenhang wird im Prado in

Madrid verwahrt.

Literatur:

Zu dem Madrider Bild siehe: Arnout Balis (Hrsg.),

De Vlaamse schilderkunst in het Prado, Madrid 1989,

S. 264, Nr. 28, abgebildet als Joachim Beuckelaer.

(1462091) (13)

€ 5.000 – € 8.000

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101


707

FLÄMISCHER MALER DER ZWEITEN HÄLFTE

DES 17. JAHRHUNDERTS

DER BETRUNKENE BACCHUS

Öl auf Holz. Parkettiert.

49 x 64 cm.

Vor einem großen Weinstock mit Reben, der lang ausgestreckt

am Boden liegende Bacchus, dessen Schambereich

von einem roten und einem weißen Tuch bedeckt

ist. Mit dem erhobenen rechten Arm hat er sich

an den Hinterkopf gefasst, die Augen geschlossen und

scheint zu schlafen. Ein junger Mann mit blauem Mantelüberwurf

hat den wohl Trunkenen gerade entdeckt.

Zwei weitere Figuren versuchen vor Scham ihre Gesichter

zu verstecken.

(14502711) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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708

CORNELIS VAN POELENBURGH (1594/95 – 1667),

WOHL IN KOOPERATION MIT

JAN BOTH (UM 1615 – 1652), ZUG.

SCHLAFENDE SCHÖNHEIT MIT AMOR

UND EINEM SATYR

Öl auf Holz.

37,5 x 29 cm.

In breitem Rahmen.

Am Eingang einer Höhle, auf einem faltenreichen weiße

Laken liegend, eine schlafende, lediglich mit Tuch bedeckte

Schönheit. An ihrem Kopfende ein abgelegter

großer Bogen und ein wertvoller Köcher mit Pfeilen.

Unterhalb ihrer Füße nähert sich ein lüsterner Satyr, der

dabei ist, ihr das bedeckende Tuch herunterzuziehen.

Die beiden werden durch eine überlange, von links

unten nach rechts ziehende Lanze von dem kleinen nackten

Amor getrennt, der in der rechten Hand einen Bogen

hält und Wasser abschlägt. Im Gegensatz zu sonstigen

ähnlichen Darstellungen scheint sich hier der sich

abwendende Amor nicht um die beiden zu kümmern.

Malerei mit gekonnter Lichtführung und versteckten

Anspielungen. Die Landschaftsmalerei stammt wohl

aus einer Kooperation mit Jan Both.

(1451207) (18)

€ 5.000 – € 7.000

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709

LORENZO DE NETER,

TÄTIG ERST HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS

DER HEILIGE SEBASTIAN UMSORGT VON ENGELN

Öl auf Holz.

40,5 x 32,5 cm.

Rechts unten monogrammiert in Ligatur und datiert

„LDN fe.ft 1637“.

Der Überlieferung zufolge hatte sich Sebastian als

Hauptmann am kaiserlichen Hof öffentlich zum Christentum

bekannt, woraufhin er zum Tode verurteilt wurde

und man ihn von Bogenschützen erschießen ließ.

Die Darstellung zeigt den Heiligen, nur mit einem Lendenschurz

bekleidet, an einem Baum mit Seilen gebunden,

die Hände dabei noch hinter dem Rücken gefesselt

und von Pfeilen getroffen. Umgeben ist er von drei

Engeln: Einer löst seine Fesseln um die Unterbeine, auf

den Sebastian hinabblickt, die beiden anderen entfernen

die Pfeile aus seinem Oberschenkel und aus seiner

Brustseite. Ein weiterer Engel ist im bewölkten Himmel

heranfliegend zu sehen, dabei in seiner ausgestreckten

rechten Hand einen Lorbeerkranz haltend. Links des

Baumes Blick in eine weite Landschaft mit Gebäuden

vor abendlichem Himmel. Erzählerische Darstellung

mit meist raschem bewegtem Pinselstrich, wobei der

Heilige durch sein fahles Inkarnat und den weißen Lendenschurz

gegenüber der dunkleren Umgebung besonders

hervorgehoben wird.

(14512012) (18)

€ 6.000 – € 8.000

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710

ITALIENISCHER MALER

DES 18. JAHRHUNDERTS IM STIL DES

JACOPO TINTORETTO (1518/19 – 1594)

SCHLAFENDE VENUS MIT AMOR

Öl auf Leinwand. Doubliert.

89 x 145 cm.

In teilvergoldetem Prunkrahmen.

Die nackte schlafende Venus in weiter bergiger Landschaft

im Licht der untergehenden Sonne unter einer

Art Zelt-Baldachin auf einem dunkelroten und einem

darüber befindlichen, weißen Tuch liegend. Sie liegt

ausgestreckt von links nach rechts und hat ihren Kopf

leicht überdehnt nach hinten auf einem Kissen abgelegt.

Der hinter ihr stehende geflügelte Armor hält einen

Pfeil in seiner rechten Hand und weist mit seinem

linken Zeigefinger vor den Lippen darauf hin, ruhig zu

sein und die Schlafende nicht zu wecken. Dabei blickt

er aus dem Bild heraus auf den Betrachter. Harmonische

Malerei, bei der das helle Inkarnat der Venus gegenüber

der dunkleren Umgebung besonders gut zur

Geltung kommt. Das Motiv der schlafenden Venus ist

mehrfach im Werk des Tintoretto zu finden.

(1450259) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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103


711

NICCOLA GRASSI,

AUCH GENANNT „NICOLÒ GRASSI“,

1682 FORMEASO DI ZUGLIO/FRIAUL – 1748

VENEDIG, ZUG.

Grassi studierte zunächst bei Antonio Carneo

(1637 – 1692), und nach dessen Tod 1697 in Venedig,

wo er zusammen mit dem Genueser Maler Niccolò

Cassana (1659– 1714) bis 1709 arbeitete. Mit Giovanni

Battista Tiepolo (1696 – 1770) war er an der Ausmalung

der Kirche Santa Maria dei Derelitti beteiligt. 1710 wurde

er für sein Gemälde „Maria mit Kind und zwei Heiligen“

bekannt und erhielt daraufhin hochrangige Aufträge,

u. a. von Jacopo Linussio, sowie für Werke im

Dom von Tolmezzo. Er war mitprägend für den Übergang

zur venezianischen Malerei des 18. Jahrhunderts.

Ab 1722 arbeitete er in Bayern, Dalmatien,

Frankreich, und der Schweiz, zuletzt in Voivodina.

Zwei seiner Bilder befinden in der Alten Pinakothek

München: „Berufung des Heiligen Andreas“ sowie

„Schlüsselübergabe an Petrus“, jeweils nach 1740.

CARITAS ROMANA

Öl auf Leinwand.

70 x 56,5 cm.

Beigegeben eine Expertise von Dr. Federica Spadotto,

in Kopie.

Die aus der Antike überlieferte Ethik der Nächstenliebe

wird in der Kunst durch die Geschichte von Cimon und

Pero personifiziert: Pero stillt heimlich ihren im Kerker

gefangenen Vater Cimon, indem sie ihm die Brust gibt.

Literatur:

Il secolo di Nicola Grassi, Pittura del Sei e Settecento

veneziano. Pordenone, Galleria Bertoia 2021.

Mostra di Nicola Grassi, Hrg. Giuseppe Gallo,

Udine, Doretti 1961.

Enno Lucchese, Nicola Grassi, 1682 – 1748,

Edit. Zel, 2019.

Aldo Rizzi, The Masters of Venetian Painting Electa,

Mailand 1973 und 1982.

A.R. (1460565) (11)

€ 7.000 – € 10.000

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712

RÖMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

MOSES UND DIE EHERNE SCHLANGE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

72,5 x 98 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Wiedergabe der alttestamentarischen Geschichte

(Num 21,4-9), wonach sich beim Zug durch die Wüste

Sinai eine Schlangenplage ereignete, die beendet wurde,

nachdem Moses eine eherne Schlange auf einem

Holzkreuz errichten ließ. Der Legende nach wurden

alle, die auf die eherne Schlange blickten, von den

Schlangenbissen geheilt.

Moses ist im Zentrum in altrosafarbenem Gewand mit

Umhang zu sehen, mit Fingerzeig und Stock auf die

Schlange verweisend. Links von ihm mehrere kniende

Figuren, teils zur Schlange aufblickend; unterhalb des

Kreuzes eine nach hinten gestreckt liegende Figur mit

nacktem Oberkörper, bereits von den Schlangenbissen

betroffen, worauf eine Schlange, die um ihre linke

Hand gewunden ist, hinweist und die Blickkontakt mit

der ehernen Schlange aufnimmt. Im Hintergrund eine

bergige Landschaft unter hohem Himmel mit großen

Wolken in teils rötlich schimmerndem Licht.

(1460647) (1) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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713

ITALIENISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

DIE MADONNA MIT DEM JESUSKNABEN

Öl auf Leinwand.

101 x 76 cm.

In vergoldetem, teils geschnitztem Prunkrahmen.

Vor braunem Hintergrund die nach links sitzende Madonna

in rot-bläulichem Gewand, auf ihrem Schoß den

stehenden nackten Jesusknaben, mit den Händen haltend.

Sie blickt ihn ernsthaft an, während dieser mit

liebevollem Gesichtsausdruck erwidert. Über seiner

rechten Schulter trägt Jesus ein dünnes, fast durchsichtiges,

weißes Tuch, während seine linke Hand einen

Apfel umfasst. Der Apfel in der Hand des Jesusknaben

symbolisiert die verbotene Frucht des Sündenfalls

und weist auf seine Rolle als Erlöser der Menschheit

hin.

(1460552) (18)

€ 6.000 – € 8.000

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714

ANTHONIUS VAN DYCK,

1599 ANTWERPEN – 1641 LONDON, SCHULE DES

DER HEILIGE HIERONYMUS

Öl auf Holz.

63 x 46 cm.

In mit Lorbeerblättern verziertem

und vergoldetem Rahmen.

Vor unbestimmtem Grund das nach links gerichtete

Brustbildnis des Heiligen Hieronymus mit kardinalsrotem

Umhang und dem links angeschnittenen Kopf des

ihm attributiv zukommenden Löwen. Links oben, aus

den Wolken kommend, die Mündung der Posaune des

Jüngsten Gerichtes, durch die Hieronymus das Ende

der Welt angekündigt wird. Im Werk des Anthonius van

Dyck erscheint der büßende Hieronymus mehrfach

und das Gesicht erinnert stark an diesen Heiligen in

seiner Komposition, die beim RKD in Den Haag unter

Nummer 241291 verzeichnet ist und 47,4 x 42,5 cm

misst.

(1460335) (13)

€ 5.000 – € 7.000

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105


715

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

MARIA MIT DEM SCHLAFENDEN JESUSKNABEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

31 x 24 cm.

In vergoldetem Rahmen mit hochovalem Ausschnitt.

Vor dunklem Hintergrund, im Hochoval, Maria in rotem

Gewand mit blauem Mantel, auf ihrem Schoß in einem

weißen Tuch der nackte langgestreckte und schlafende

Jesusknabe, den sie mit einem Tuchende in ihrer

linken Hand bedecken möchte. Sie hat ein feines Gesicht

und mit ihren dunklen Augen blickt sie fragend

gen Himmel. Links hinter ihr, schemenhaft in brauner

Farbgebung, der leicht herabblickende Josef.

(1461575) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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716

BARTOLOMÉ ESTEBAN MURILLO,

1618 SEVILLA – 1682 EBENDA, SCHULE DES

JESUS AM ÖLBERG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

49 x 35 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Das Gemälde zeigt den knienden Jesus mit blauem

Mantelüberwurf im Garten Gethsemane, in dem er betete

und die letzten Stunden vor seiner Verhaftung verbrachte.

Zu seiner rechten Seite ein großer Engel mit

Flügeln, der Jesus Kraft spendet. Links im Hintergrund

die schlafenden Jünger. Der nächtliche Himmel reißt

links oben auf, und in dem hellen Lichtschein ist ein

Kelch zu sehen. Dieses Detail bezieht sich auf den Text

des Lukasevangeliums (Lk 22,35-46), in dem Jesus

spricht „Lasst den Kelch an mir vorübergehen“.

Anmerkung:

Murillo malte mehrere Versionen dieses Themas, in

denen er die spirituelle Bedeutung der Szene hervorhob.

Der Künstler ist für seine religiösen Darstellungen

von großer emotionaler Tiefe bekannt. (1461574) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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717

BARTHOLOMEUS SPRANGER,

1564 ANTWERPEN – 1611 PRAG, ZUG.

Der Künstler war ein flämischer Maler, der überwiegend

in Prag lebte und arbeitete. Er gehörte zu den

angesehensten Malern seiner Zeit und war von 1570

bis 1572 als päpstlicher Hofmaler bei Papst Pius V

tätig. Anschließend arbeitete er in Wien für Kaiser

Maximilian II und nach dessen Tod für Rudolf II. Im

Jahr 1580 siedelte er dauerhaft nach Prag über.

DIE HEILIGE FAMILIE

Öl auf Kupferplatte, mit Plexiglas hinterlegt.

14,5 x 11,5 cm.

Halbbildnis Mariens in rosarotem Gewand mit weißem

Kragen und blauem Mantel, den Jesusknaben festhaltend,

der mit strengen und ängstlichen Augen auf seine

Mutter blickt. Dahinter der stehende Josef mit Vollbart,

einen Stab in seiner rechten Hand haltend, vor dunklem

Hintergrund. Intime familiäre Szene im manieristischen

Stil.

(1460646) (1) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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718

UTRECHTER MALER DER ZWEITEN HÄLFTE

DES 17. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINES MANNES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

63 x 52 cm.

In Profilrahmen.

Darstellung eines Mannes mit Pelzmütze, seinen Kopf

auf seine rechte Hand aufstützend. Die markanten

Hell-Dunkel-Kontraste sowie die punktuelle Lichtführung

auf den Höhen des Inkarnats deuten auf die

Utrechter Caravaggisten hin.

(1450311) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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107


719

GIACOMO ANTONIO MELCHIORRE CERUTI,

GENANNT „IL PITOCCHETTO“,

1698 MAILAND – 1767 EBENDA, KREIS DES

STILLLEBEN MIT FISCHEN UND FRÜCHTEN

Öl auf Leinwand.

65 x 82 cm.

In Profilrahmen.

Zwei mächtige, das Bild dominierende Fische in leuchtendem

Weiß und Blau sind die Hauptgegenstände

dieses Stilllebens, das durch einen Früchtekorb, einen

geöffneten Granatapfel, Flaschenkürbisse und eine

Knoblauchknolle komplettiert wird.

Literatur:

Vgl. Mina Gregori, Giacomo Ceruti. Nature morte,

Ausstellungskatalog, Bergamo 2011, Tafeln XVIII und

XX. (1450241) (13)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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720

HOLLÄNDISCHER MEISTER

DER ZWEITEN HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS

KINDERPORTRAITS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

71 x 61 cm.

In dekorativem Rahmen.

In einem Innenraum ein einfach gekleideter sitzender

Junge mit Hut, der vor sich auf seinem Schoß einen

beschädigten Teller mit Essen stehen hat. Hinter ihm

stehend, mit einer Hand auf seiner Schulter, wohl seine

kleine Schwester, die er mit Handgestik und Blick nach

der Abgabe seines Essens fragt. Hinter beiden sind

Teile eines Herdes mit Speisen sowie Kleidung und

Hände einer stehenden Figur erkennbar. Dies könnte

ein Hinweis sein, dass das Gemälde ursprünglich größer

war.

(1440733) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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721

BAREND VAN DER MEER,

1659 HAARLEM – 1690/1702 EBENDA, ZUG.

FRÜCHTESTILLLEBEN MIT WARZENGLAS

UND BASTFLASCHE

Öl auf Leinwand.

45 x 61 cm.

Die Gegenstände auf kräftiger Steinplatte vor dunklem

Hintergrund. Wie bei dem hier in Betracht gezogenen

Maler sind die Trauben gekonnt und durchlichtig wiedergegeben.

Wie in mehreren seiner Werke findet sich

auch hier eine geschälte Zitrone, deren Schalenband

aus dem mit Weißwein gefüllten Römerglas herausschwingt.

Auffällig ist die Spiegelung in dem Hals der

Bastflasche, die offensichtlich ein Fenster zeigt. Der

Spätzeit, in die das Gemälde einzuordnen ist – um

1680 –, entspricht auch, dass hier bereits auf die früheren

Anspielungen auf Vergänglichkeit oder Memento

mori verzichtet wird.

(1451566) (11)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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722

MALER DES AUSGEHENDEN 18. JAHRHUNDERTS

DER GERISSENE HAHN

Öl auf Holz.

50,5 x 41,5 cm.

Ungerahmt.

Im vorliegenden Werk liegt ein Hahn am Boden unter

einer Weide mit symbolisch gestutzten Zweigen, neben

ihm ein Fuchs mit geöffnetem Maul, seine Pfote auf

den leblosen Körper des Hahns legend. Hinten mit einer

differenziert aufgefassten Landschaft abschließend.

(1431783) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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109


723

CHRISTIAN DIETRICY,

EIGENTLICH „CHRISTIAN WILHELM ERNST

DIETRICH“,

1712 WEIMAR – 1774 DRESDEN, ZUG.

BÄRTIGER ORIENTALE MIT PRÄCHTIGEM TURBAN

Öl auf Eichenholz. Parkettiert.

98 x 72 cm.

Christian Dietricy wurde vom Sächsischen König August

dem Starken gefördert, von Winckelmann hoch

gelobt und von August III zum Hofmaler ernannt, nachdem

er bereits die Niederlande bereist hatte. Er setzte

sich mit sämtlichen Malrichtungen seiner Zeit auseinander,

fand letztlich jedoch in Rembrandt van Rijn

(1606 – 1669) ein eigentliches Vorbild. Er übernahm

dessen Technik des pastosen Farbauftrags, sowie

Licht- und Farbstimmung, was dazu führte, dass manche

seiner Gemälde zeitweise als echte Werke Rembrandts

in den Handel kamen. Auch der hier dargestellte

Alte ist in jener beleuchteten Bühnenhaftigkeit aufgefasst,

wie wir sie von Rembrandt kennen, mit

Betonung des reichen, kostbar stofflichen Charakters

in Turban oder Pelzkragen. 2012 erschien zum 300. Geburtstag

des Malers eine Monographie, die dessen

Bedeutung für das 19. Jahrhundert aus der Vergessenheit

hob.

Literatur:

Petra Schniewind Michel, Christian Wilhelm Ernst

Dietrich 1712 – 1771, München 2012. A.R.

(14602325) (11)

€ 2.000 – € 4.000

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724

HENDRICK BLOEMAERT,

1601/02 UTRECHT – 1672, KREIS DES

ALLEGORIE DES WINTERS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

113 x 91 cm.

In dekorativem Rahmen.

In einem Innenraum ein alter, vornehm gekleideter

Mann mit großer Pelzmütze und pelzverbrämter Weste

an einem Tisch sitzend, dessen Platte mit einem Teppich

belegt ist. Darauf stehend eine Schale mit glühenden

Kohlen, über der er seine Hände wärmt. Seinen

Kopf hat er gewendet und er blickt mit seinen dunklen

Augen aufmerksam aus dem Bild heraus. Hinter dem

Tisch eine Frau, die ihn freudig anblickt. Feine qualitätvolle

Malerei, bei der besonders der Pelz und der

graue Bart präzise wiedergegeben werden.

(14406515) (18)

€ 2.500 – € 3.500

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725

AGOSTINO CARRACCI,

1575 BOLOGNA – 1602 PARMA, SCHULE DES

PORTRAIT EINES ELEGANTEN HERREN MIT GLAS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

81 x 65 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Vor braunem Hintergrund das Dreiviertelportrait eines

stehenden Mannes in schwarzer Kleidung mit weißem

Kragen, in seiner linken Hand ein Deckelglas, in der

anderen einen Brief haltend. Mit energischem Gesichtsausdruck

blickt er seitlich aus dem Bild heraus.

Darstellung in der für den Künstler typischen Manier.

(1451146) (18)

€ 800 – € 1.000

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726

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS,

NACH ÄLTEREN VORBILDERN

BILDNIS EINES KIRCHLICHEN WÜRDENTRÄGERS

Öl auf verleimter Holzplatte.

28,5 x 28 cm.

Rechts unten monogrammiert „B“.

In dekorativem Rahmen.

Der Kopf eines älteren Mannes mit langem Bart, im

Profil nach rechts, in einem Mantel mit breitem goldfarbenem

Brokatkragen, was ihn als kirchlichen Würdenträger

auszeichnen könnte. Den Blick hat er voller

Aufmerksamkeit nach oben gewandt. Durch den Lichteinfall

werden insbesondere die Kopf- und Bartpartien,

sowie der weiße Hemdkragen, besonders gegenüber

dem dunklen Hintergrund hervorgehoben.

Anmerkung:

Bei dem Dargestellten dürfte es sich um den Kopf

von Papst Sixtus IV handeln, der auf dem Gemälde

von Raphael (1483 – 1520) mit der „Sixtinischen

Madonna“ dargestellt ist. (1461505) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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727

PIETRO BELLOTTI,

1627 ROÈ VOLCIANO – 1700 GARGNANO, ZUG.

Bellotti lernte bei Girolamo Forabosco (1605– 1679) in

Venedig, arbeitete für Cardinal Ottoboni, dem späteren

Papst Alexander VIII und dem Herzog von Uceda. Für

die Gonzaga wirkte er als „Superintendent der Stadt

und Galerie“, verstarb dennoch verarmt in Gargnano

am Gardasee.

ALTER HOLZARBEITER MIT EINEM BRIEF

Öl auf Leinwand.

70 x 56 cm.

Beigegeben ein Gutachten von Dr. Federica Spadotto

(mit Vergleichsbeispielen), in Kopie.

Die Bedeutung des Gemäldes lässt sich erst durch die

Aussage erkennen: Der im Halbbildnis gezeigte bärtige

Alte hält in seiner Armbeuge Spaltholz. Dies und seine

Kleidung zeigt seine ärmlichen Verhältnisse. Gleichzeitig

ist in seiner Hand ein Schreiben zu sehen. Sein keineswegs

einfältiger, jedoch fragender Blick gilt wohl

jemandem, der ihm den Brief vorlesen kann. Damit hat

uns Bellotti ein Dokument seiner Zeit hinterlassen, in

der Schulbildung und das Lesen für diese Gesellschaftsschicht

noch keineswegs geboten waren. Alten

mit Schriftstücken hat sich Bellotti einige Male gewidmet,

etwa mit dem „Bildnis des Philosophen Anaximander“,

„Sokrates“ oder „Ein alter Sänger mit Noten“.

Gleichzeitig galt sein Interesse der zuweilen provokativen

Vorführung des Alters, ein Phänomen, das in der

Kunst des 17. Jahrhunderts weit verbreitet war, als Vorhaltespiegel

für eine Gesellschaft, die sich so gerne

der Schönheit verbunden sah.

Literatur:

Vgl. Marco Boschini, La carta del Navegart pitoresco,

Venedig 1660.

Vgl. Francesco Ceretti, Michele Nicolaci und Filippo

Piazza, Pietro Bellotti e la pittura del Seicento a Venezia.

Stupore. Realtà. Enigma, Gallerie dell’Accademia,

Venedig 19.09.2025 – 18.01.2026. A.R.

(1460563) (11)

€ 8.000 – € 12.000

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111


728

BOLOGNESER MEISTER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

CLEOPATRA und LUCREZIA

Öl auf Pappelholz, im Tondo.

Durchmesser jeweils 21,5 cm.

Die Darstellungen jeweils in einem Innenraum: Vor

einem grünen, zur linken Seite gerafften Vorhang, die

an einem Tisch stehende Cleopatra, die an ihre nackte

Brust eine giftige Natter hält, um durch deren Biss

Selbstmord zu verüben. Das andere Gemälde zeigt

die auf einer roten Bettstatt sitzende Lucretia, die

sich durch einen Messerstich ins Herz ebenfalls

selbst töten will. Ungewöhnliches, eher seltenes

Bilderpaar. Darstellungen wohl nach Vorbild.

(14605813) (2) (18)

€ 1.000 – € 1.400

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729

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS,

KREIS DES CHRISTIAN DIETRICH (1712 – 1774)

Gemäldepaar

BÄRTIGE MÄNNER

Öl auf Holz.

Je ca. 22 x 17 cm.

In dekorativen Rahmen.

Vor dunklem Hintergrund die Charakterköpfe, jeweils

einen älteren Mann mit langem grau-weißem Bart und

einer rötlichen Kopfbedeckung – eine davon mit Pelz

verbrämt – zeigend. Die Portraits jeweils mit starker

Hell-Dunkel-Ausführung gemalt, wobei besonders Gesicht

und Bart hervorgehoben werden.

(14602313) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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730

GIOVANNI BATTISTA LANGETTI,

1625 GENUA – 1676 VENEDIG, KREIS DES

BILDNIS EINES PHILOSOPHEN

Öl auf Leinwand.

71 x 63,5 cm.

In punziertem und vergoldetem Rahmen.

Vor abgedunkeltem Fond die halbfigurige Darstellung

eines bärtigen Mannes unter gefälteltem rotem Umhang,

über einem geöffneten Buch, neben einem

Schädel.

Literatur:

Vgl. Mariana Stefani Mantovanelli, Giovanni Battista

Langetti. Il principe dei tenebrosi, Soncino, 2011.

(14609323) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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731

DEUTSCHE SCHULE DES 18. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINES BÄRTIGEN MANNES

Öl auf Leinwand.

53 x 45 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Vor beigem Hintergrund das Portrait des Mannes,

leicht nach rechts, in brauner Kleidung mit langem Bart

und braunen, leicht abstehenden Haaren. Er hat eine

leicht faltige Stirn, buschige Augenbrauen und mit seinen

braunen glänzenden Augen blickt er ernsthaft

nach unten. Durch geschicktes Spiel von Licht und

Schatten wird insbesondere die Stirn, die Nasenpartie,

sowie die Wangen und Teile des Bartes durch besondere

Helligkeit hervorgehoben. Qualitätvolle Arbeit mit

ausdrucksstarkem Gesicht. Zwei punktuelle Löchlein.

(1432023) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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113


732

ANDREA APPIANI D. Ä.,

1754 MAILAND – 1817 EBENDA, ZUG.

MYTHOLOGISCHE SZENE

Bleistiftzeichnung auf Papier.

Sichtmaß: 24 x 34 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Falzspur, Papier leicht gebräunt.

(14605815) (2) (18)

€ 700 – € 900

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733

ANNIBALE CARRACCI,

1560 BOLOGNA – 1609 ROM, ZUG.

Annibale war Bruder des Agostino Carracci (1557 –

1602) und lernte bei seinem Cousin Ludovico Carracci

(1555– 1619) in Parma. Erst 1595 von Kardinal Farnese

nach Rom berufen, kam er mit den Werken von Michelangelo

Buonarroti (1475 – 1564) und Raffaello Santi

(1483– 1520) in engste Berührung.

VORBEREITENDE STUDIE DER FIGUR DER

„SUSANNA“ AUS DEM BIBLISCHEN THEMA

„SUSANNA UND DIE ALTEN“

Rötel auf Papier.

16,3 x 11,3 cm.

Freigestellt im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Gezeigt wird die sitzende Susanna, teils mit einem

Mantel bedeckt. Die Haltung der Arme und der Blick

über die Schulter erinnern unmittelbar an das Bibelthema

der Susanna und die Alten und war besonders bei

Bologneser Künstlern des späten 16. Jahrhunderts beliebt.

Die geschmeidige feine Linienführung und das

anatomische Verständis zeichnen einen Meister wie

Carracci aus. Gerahmt beschrieben.

Provenienz:

Zeichnungssammlung von Dr. Max A. Goldstein.

(1451561) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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734

JOHAN GEORG WILLE,

1715 OBERMÜHLE – 1808 PARIS

MÄDCHEN BEIM WASSER HOLEN

IN DER NÄHE VON SAULX-LES-CHARTREUX

Lavierte Federzeichnung auf Papier.

17 x 28 cm.

Am unteren rechten Rand unterhalb der Zeichnung

ortsbezeichnet, signiert und datiert „Dessiné prés de

Scaux Les Chartreux par J.G. Wille 1770“.

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

In einer hügeligen Landschaft zwei Mädchen vor einem

flach liegenden, tiefen Brunnen mit Holzeimern, gerade

beim Wasserholen.

Provenienz:

Alter deutscher Privatbesitz.

Anmerkung:

1736 verließ der Künstler Deutschland und ging nach

Paris. Dort gelang ihm ein kometenhafter Aufstieg zu

einem der führenden Kupferstecher der französischen

Hauptstadt – und Europas. So wurde er Hofkupferstecher

des französischen Königs sowie des Deutschen

Kaisers; daneben war er als Zeichner hoch geschätzt.

In seinem Tagebuch, den „Mémoires et

journal“, berichtet er ausführlich von einem Ausflug

nach Saulx-les-Chartreux im September 1770, als die

vorliegende Zeichnung entstand. Vergleichbare Blätter

des Künstlers befinden sich u. a. im Besitz des Louvre

in Paris. (14609610) (18)

€ 800 – € 1.200

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735

NIEDERLÄNDISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

DARSTELLUNG EINES NACH RECHTS

STEHENDEN BETTLERS

Tuschezeichnung.

18,5 x 12 cm.

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

Verso auf Abedeckung Verweis auf

Abraham Bloemaert.

(1460332) (18)

€ 200 – € 300

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736

MALER IM STIL DES 18. JAHRHUNDERTS

STEHENDE BÄUERIN MIT OBSTKORB

Zeichnung auf bräunlichem Papier.

Sichtmaß: 30 x 18,5 cm.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

41 x 31 cm.

Gerahmt beschrieben.

(1460333) (18)

€ 200 – € 300

Sistrix

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115


737

FRANZÖSISCHER MALER DER

ZWEITEN HÄLFTE DES 18. JAHRHUNDERTS,

NACH VORBILD VON ANTHONIS VAN DYCK

RINALDO UND ARMIDA

Öl auf Leinwand. Doubliert.

55 x 44,5 cm.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Das Thema der Darstellung steht im Zusammenhang

mit dem literarischen Werk des Torquato Tasso

(1544 – 1595), La Gerusalemme liberata, von 1574: eine

dramatische Geschichte der Liebe und des Konflikts

zwischen dem Kreuzritter Rinaldo und der Zauberin

Armida erzählt. In bewaldeter Landschaft am Boden

sitzend der junge Rinaldo mit abgelegter Rüstung sich

an Armida anschmiegend. Diese in einem roten weiten

Kleid mit tiefem Dekolleté, berührt einen hochovalen

Spiegel, den zwei Putti hochhalten. Rechts hinter einem

Strauch versteckt die Gefährten des Rinaldo, die hoffen,

dass er den Verführungsversuchen widersteht.

Das vorliegende Gemälde bezieht sich seitenverkehrt

auf ein Ölgemälde (133 x 109cm) des Anthonis van

Dyck (1500– 1641) von 1601/02, das sich im Louvre in

Paris befindet.

(1460233) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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738

ITALIENISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

AM NEPTUNBRUNNEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

95 x 68 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

In eine hügelige Landschaft eingebettet, mit einem befestigten

Ort auf einer Anhöhe. Mehrere Figuren an

einem Brunnen versammelt, der eine Ganzkörperskulptur

des Neptun mit Dreizack zeigt.

(1461679) (13)

€ 1.000 – € 2.000

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739

SALVATOR ROSA,

1615 NEAPEL – 1673 ROM, NACH

Salvator Rosa war ein italienischer Zeichner, Maler und

Dichter. Zu seinen Darstellungen gehörten neben Landschaften

auch philosophische Allegorien und Historien.

Er studierte klassische Literatur, Poesie und Musik und

gelangte 1631/32 in das Haus des Malers Jusepe de

Ribera. Nach Aufenthalten in Neapel und Rom folgte er

1640 dem Ruf des Herzogs Giancarlo de Medici

(1611 – 1663) nach Florenz, an dessen Hof er hohes

Ansehen genoss.

SÜDLICHE FLUSSLANDSCHAFT MIT SOLDATEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

50 x 60 cm.

In dekorativem Rahmen.

Blick auf eine hohe Felsformation mit einem Wasserfall

und einer alten Burganlage am linken Ufer eines großen

Flusses. Im Vordergrund, rechts des Flusses, ein Landstreifen,

auf dem drei Soldaten unter Bäumen Karten

spielen. Ein weiterer Soldat in glänzender Rüstung mit

Helm steht daneben und schaut ihnen zu. Ein ankerndes

Boot ist zu erkennen, das wohl zum anderen Ufer

– mit Figuren und weiterem Boot – übersetzen will. Die

Landschaft und der hohe Himmel in überwiegend grauweißer

Farbgebung, farblich aufgelockert durch grüne

Vegetation und die Kleidung der Figuren.

(14502412) (18)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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740

MALER DER MITTE DES 18. JAHRHUNDERTS

LANDSCHAFT MIT DEM HEILIGEN

ANTONIUS ALS EREMIT

Öl auf Leinwand.

26,5 x 35 cm.

In einer alten steinernen offenen Behausung der an

einem bedeckten Tisch kniende Heilige als Eremit in

brauner Kutte. Er liest in einem aufgeschlagenen Buch

und hat ein Kruzifix vor sich stehen. Am rechten Bildrand

hängt ein Glöckchen an einem Baum und an einem

Felsenstück steht ein Stab mit T-Kreuz, beides

typische Attribute für den Heiligen Antonius, den Großen.

Erzählerische Darstellung.

(1460315) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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741

MICHIEL CARRÉE,

1657 DEN HAAG – 1727/47 ALKMAAR, ZUG.

LANDSCHAFT MIT HIRTENPAAR UND SEINEN TIEREN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

53 x 64 cm.

In dekorativem Rahmen.

Am Ufer eines Flusses das liegende und schlafenden

Paar, umgeben von zwei Kühen, mehreren Schafen

und einem Ziegenbock. Auch ein Hündchen liegt auf

dem Boden, auf dem die Hand des Mannes ruht. Im

Hintergrund der Flusslauf mit weiteren Hirten und Tieren

vor bergiger Landschaft, teils mit Gebäuden auf

der Anhöhe. Harmonische Darstellung in der Art des

Künstlers.

(14606415) (1) (18)

€ 2.000 – € 4.000

Sistrix

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117


742

NORDITALIENISCHER MALER DES

AUSGEHENDEN 16. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

SPIELENDE PUTTI

Öl auf Leinwand, auf Holzplatte doubliert.

Je 30,5 x 69 cm.

Ungerahmt.

Das eine Gemälde zeigt einen musizierenden Putto

mit Flöte und einer Art Trommel, zu dessen Musik zwei

nackte Putti tanzen. Jeweils links und rechts am Rand

ein weiterer Putto. Das andere Gemälde zeigt im Mittelpunkt

einen zu Fall gebrachten Putto, der an einem

Seil um sein linkes Fußgelenk gezogen wird. Linksund

rechtsseitig am Rand weitere Putti, während in

der Bildmitte, zwischen zwei Bäumen, ein fliegender

Vogel zu erkennen ist. Liebevolle Darstellung der geflügelten

nackten Putti in Landschaft, teils an ähnliche

Darstellungen des Frans Floris d. Ä. (um 1516 – 1570)

und andere Vorbilder erinnernd. Teils Risssp.

(1461941) (18)

€ 4.500 – € 6.500

Sistrix

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743

FLÄMISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

WINTERLANDSCHAFTEN

Jeweils Öl auf Holz.

Je 21 x 27 cm.

In teilvergoldeten Rahmen.

Das eine Gemälde zeigt vor den hohen dicken Mauern

einer Stadt zahlreiche Figuren auf dem zugefrorenen

Eis, teils mit Schlittschuhen oder Schlitten unter hohem

Himmel. Das andere Gemälde zeigt ein verschneites

Dorf am Ufer eines Flusses, auf dem ein Fischer in

seinem Boot gerade Netze einholt. Malerische Winterdarstellungen

in zurückhaltender Farbgebung mit fein

gesetzter Licht- und Schattenführung. Rahmenschäden.

(1461006) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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744

ITALIENISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

FIGUREN VOR DER STADT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

95 x 68 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

Im Licht eines sonnigen Nachmittages, in hügeliger

Landschaft vor einem Hügel mit Behausung, einige

teils berittene Figuren. Stilistisch angegliedert an Francesco

Zuccarelli (1702– 1788).

(14616710) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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745

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS,

IN DER ART DES JASPER VAN DER LANEN

(1592 – 1626)

ELEGANTE GESELLSCHAFT, IM FREIEN DINIEREND

Öl auf Holzplatte.

58,5 x 84 cm

Um einen gedeckten Tisch mit Speisen und Getränken

hat sich in einer Gartenanlage, zu der ein rechts liegendes

umranktes Tor führt und das linksseitig von einem

Gebäude mit Haustür begrenzt wird, eine Gesellschaft

mit elegant gekleideten Männern und Frauen versammelt.

Von rechts bringt gerade ein Bediensteter ein

Tablett mit gefülltem Glas zum Tisch und blickt dabei als

einziger der Figuren aus dem Bild heraus. Erzählerische

Darstellung in zurückhaltender Farbgebung, einige rote

Kleidungsstücke setzen jedoch farblich Akzente. Ein

vergleichbares Werk, dem Künstler jedoch zugeschrieben,

wurde am 03. Okober 2014, Lot 333, bei Artcurial

in Paris versteigert

(1461271) (18)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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119


746

PAUL TROGER,

1698 WELSBERG, PUSTERTAL, SÜDTIROL –

1762 WIEN, ZUG.

MARIA MIT DEM KINDE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

81 x 65 cm.

In barockisierendem Rahmen.

Vor abgedunkeltem Fond, in einer mit Stroh gefüllten

Holzwiege, das liegende Christuskind mit dahinter stehender

Mutter Gottes mit nachtblauem Umhang. Troger

erhielt 1720 die Unterstützung für eine längere

Studienreise nach Italien, wo er unter anderem in

Venedig bei Giambattista Piazzetta und in Neapel bei

Francesco Solimena lernen konnte. 1727 entstand sein

erstes Hauptwerk, das Fresko in der Kuppel der Kajetanerkirche

in Salzburg. Ab 1731 steigerte sich sein

Ruhm durch das Deckenbild im Saal von Stift Melk. In

der Folge arbeitete er auch mit Johann Jakob Zeiller

zusammen. Er war der bedeutendste Lehrer der österreichischen

Maler seines Jahrhunderts und bis 1757

Rektor der Wiener Akademie.

(14609317) (13)

€ 7.000 – € 12.000

Sistrix

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747

ANTON RAPHAEL MENGS,

1728 AUSSIG – 1779 ROM, UMKREIS DES

MARIA MIT DEM KINDE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

81 x 65 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Maria als Himmelskönigin vor einer golddurchwirkten

Wolkenkulisse auf ihrem Schoß, das sie anblickende

Christuskind haltend. Ausführung in sehr feiner Sfumatomalerei

mit sinnlicher Ästhetik von hohem Anspruch.

(1421954) (13)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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748

CORNELIS SCHUT D. Ä.,

1597 ANTWERPEN – 1655 EBENDA

MADONNA MIT KIND ALS HIMMELSKÖNIGIN

Öl auf Leinwand, der Umspann mit Leinwand

hinterlegt und verstärkt.

56 x 42 cm.

In dekorativem Rahmen.

Beigegeben ein Gutachten von Mario F. Samoticha,

Dortmund, 01. Mai 2024.

Im Zentrum die sitzende Madonna in rot-blauem Gewand

thronend in Wolken, ihre Füße auf der Weltenkugel,

um die sich die Schlange windet. Ihr Haupt umgeben

von einem Sternennimbus. Auf ihrem Schoß der sitzende,

nur mit einem weißen Tuch um den Schambereich

bekleidete Jesus, der seine rechte Hand zum Segensgestus

erhoben hat und aus dem Bild herausblickt.

Oberhalb von Maria halten zwei schwebende Engel

eine Krone über ihr Haupt, damit verbunden die Vorstellung

von der Krönung Marias als Himmelskönigin.

Ihr zur Seite, jeweils im unteren Bereich auf Wolken

schwebend, drei weitere Putti. Im Gutachten wird das

Gemälde in die Zeit nach 1640 datiert, es steht in Zusammenhang

mit mehreren Altarblättern des Künstlers.

(1461783) (18)

€ 8.000 – € 10.000

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121


749

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

BEWEINUNG CHRISTI

Öl auf Kupfer.

40 x 54 cm.

In Profilrahmen.

Zentral, der vom Kreuz genommene Christus auf

einem weißen Laken. Umgeben von Maria und drei

Engeln. Das Gemälde ist von Anthonius van Dyck

(1599– 1641) inspiriert und zeigt eine seitenverkehrte

Ansicht des Originals.

(1461672) (10)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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751

FRANZÖSISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

HAGAR IN DER WÜSTE

Öl auf Papier, auf Karton.

26,5 x 19,5 cm.

Verso mit Sammlungsetikett und Nummerierung.

In farblich abgestimmtem Profilrahmen.

Die vorliegende Darstellung zeigt in lockerem Pinselduktus

die rechts vor einem Fels sitzende Hagar, links

von ihr eine Palme mit davor schwebendem Engel,

unten Ismael zu sehen. Nach der Geburt Isaaks entließ

Abraham die Magd Hagar, die ihm den Sohn Ismael

geboren hatte. In der Wüste verirrten sich Hagar mit

Ismael, und sie drohten zu verdursten. Da sandte Gott

den hier zu sehenden Engel, der ihnen einen Brunnen

zeigte (Gen 21,9-21). Das Gemälde wohl als Studie für

ein ausgeführtes Gemälde.

Provenienz:

Pariser Kunstbesitz.

Wohl Sammlung Luc-Olivier Merson (1846–1920) gemäß

rückseitigem Etikett. (1451113) (13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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750

GIUSEPPE VALERIANI,

UM 1708 ROM – 1762 ST. PETERSBURG, ZUG.

DER SELBSTMORD DER CLEOPATRA

Öl auf Leinwand. Doubliert.

55 x 47 cm.

In teilvergoldetem Prunkrahmen.

Vor einem zur Seite gerafften grünen Vorhang das Bildnis

der Cleopatra, die eine giftige Natter an ihre nackte

Brust hält, um durch deren Biss Selbstmord zu verüben

und so der Schmach zu entgehen, als Gefangene

in einem Triumphzug des römischen Siegers Octavian

geführt zu werden. Sie trägt ein wertvolles Diadem auf

dem Kopf, ist edel gekleidet, hält einen Korb mit Blüten

und blickt mit glänzenden Augen nach oben.

Das Gemälde stellt vermutlich nicht den tatsächlichen

Moment des Selbstmords dar, sondern erinnert eher

an eine theatralische Inszenierung. Dies spricht für

den genannten Künstler, der zu den führenden italienischen

Bühnenmalern gehörte, als er 1742 Venedig verließ,

um einen Opernkomponisten an den Hof von Kaiserin

Elisabeth nach St. Petersburg zu begleiten, wo er

zeitlebens zahlreiche Bühnenbilder malte.

(1460239) (18)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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752

GIOVANNI FRANCESCO ROMANELLI

IL VITERBESE,

1610 ROM – 1662 EBENDA, ZUG.

NARZISS BETRACHTET SEIN EIGENES

SPIEGELBILD IM WASSER

Öl auf Kupfertafel.

18,5 x 25,5 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Die Darstellung geht auf die „Methamorphosen“ des

Ovid zurück. Sie zeigt den schönen Jüngling Narziss,

langgestreckt an einer idyllisch gelegenen Quelle sitzend,

mit leuchtend rotem Umhang, wie er auf sein

Spiegelbild im Wasser blickt, in das er sich verliebte,

ohne zu erkennen, dass es nur eine Widerspiegelung

ist. Im Hintergrund links der kleine geflügelte Amor mit

Pfeil und Bogen, auf Narziss gerichtet, um ihn verliebt

zu machen. Harmonische einfühlsame Darstellung in

frischer Farbgebung.

(14609314) (18)

€ 7.000 – € 12.000

Sistrix

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753

FERDINAND WAGNER D. Ä.,

1819 SCHWABMÜNCHEN – 1881 AUGSBURG

DIE VERTREIBUNG DER HAGAR

Öl auf Leinwand. Doubliert.

47 x 49 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1842“.

In rundbogig abschließendem, vergoldetem Rahmen.

In einer reizvollen sommerlichen südlichen Landschaft

wird Hagar gezeigt, wie sie mit ihrem Kind in die

Wüste vertrieben wird. Die oval angelegte Komposition

korrespondiert geschickt mit der verschatteten, am

Boden befindlichen Situation sowie mit dem reliefierten

Passepartoutabschluss am oberen Rand. Der

Münchner Historien- und Freskenmaler stand in seinem

Stil – wie hier gut zu erkennen – den Nazarenern

nahe. Von seiner Hand sind heute noch Fresken am

Rathaus von Konstanz erhalten.

(14602314) (13)

€ 1.200 – € 1.800

Sistrix

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123


754

FRANZÖSISCHER KÜNSTLER

DES 18. JAHRHUNDERTS

URTEIL DES PARIS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

70 x 90 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

In reizvoller arkadischer Landschaft mit stehendem

Gewässer auf dem sich Schwäne tummeln die links in

einem Leopardenfell lagernde Figur des Paris gewandt

an Athene, Aphrodite und Hera, die teilweise attributiv

gespickt den rechten Bildraum einnehmen.

(1462093) (13)

€ 7.000 – € 10.000

Sistrix

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755

PIER FRANCESCO MOLA,

1612 COLDRERIO – 1666 ROM, KREIS DES

ATHENE ERMAHNT KRONOS VOR DER

ERMORDUNG SEINER KINDER

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

72 x 98 cm.

In profiliertem Holzrahmen.

In dieser aus zwei mythologischen Figuren bestehenden

Darstellung ist links Athene in Rüstung und Helm

dargestellt. Sie bewegt sich auf den ihr gegenübersitzenden

bärtigen alten Mann und den drei bei ihm

befindlichen Kindern zu. Es handelt sich wohl dabei

um Kronos, der nach der griechischen Mythologie – wie

in Hesiods „Theogonie“ beschrieben – seine eigenen

Kinder gefressen haben soll. In diesem Bild wird er

eindringlich von Athene dazu ermahnt, von seinem Vorhaben

abzulassen. Besonders hervorzuheben ist die

Wiedergabe der Bewegtheit der Dargestellten innerhalb

der reizvoll wiedergegebenen hügeligen Landschaft

mit ihren Staffagebäumen.

(1462021) (13)

€ 6.000 – € 9.000

Sistrix

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756

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

AUFFINDUNG DES MOSES

Öl auf Leinwand.

91 x 118 cm.

Wiederholung des großformatigen Werkes von Paolo

Veronese (1528– 1588) mit den Maßen 178 x 277 cm,

entstanden 1581/82, das sich in der Gemäldegalerie

Dresden befindet. Der Kopist hat in qualitätvoller Malweise

das Format reduziert und zugunsten des Hauptinhalts

auf den rechts zu denkenden Teil des Originals,

mit einem Hellebardenträger und zwei weiteren Halbfiguren,

verzichtet.

(14602315) (11)

€ 600 – € 1.000

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125


757

GIACOMO GUARDI,

1764 VENEDIG – 1835 EBENDA

Gemäldepaar

VENEDIG – BLICK AUF DIE PONTE DI TRE ARCHI

MIT DER CHIESA DI SAN GIOBBE

sowie

ANSICHT DER BRÜCKE PONTE DELL PALUDO IN

CASTELLO HINTER DEM ARSENAL

Tempera auf Papier.

12 x 18,5 cm sowie 11,5 x 16 cm.

Die Werke auf der Rückseite jeweils mit Bleistift beschriftet,

zudem Ortsangaben sowie jeweils signiert

„Guardi f."

Jeweils hinter Glas in vergoldeten Rahmen.

Feine detailreiche Darstellungen in zurückhaltender

Farbgebung.

(1461908) (3) (18)

€ 5.000 – € 7.000

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758

JOHANN WILHELM JANKOWSKI,

UM 1825 – 1870

VENDIG – BLICK AUF DIE PUNTA DELLA DOGANA

UND DIE BASILIKA SANTA MARIA DELLA SALUTE

Öl auf Leinwand.

68 x 55 cm.

In hochovalem Ausschnitt der Vorderseite,

im Hochoval gerahmt.

Blick über den ruhigen Canal Grande mit wenigen, teils

am Ufer ankernden Gondeln. Malerische Darstellung

unter hohem hellblauem Himmel mit gekonnt gesetzter

Licht- und Schattenführung.

(1461003) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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759

MALER DER ERSTEN HÄLFTE

DES 20. JAHRHUNDERTS

CAPRICCIO MIT BAUTEN VON VENEDIG

UND DRESDEN

Mischtechnik mit Öl auf Hartfaserplatte.

53 x 84 cm.

Rechts unten betitelt „Frühlings-Abend in Venedig“,

signiert und datiert.

In dekorativem Rahmen.

Blick auf das ruhige Wasser, wohl des Canal Grande,

mit mehreren Booten und zahlreichen Gondeln; am

rechten Ufer berühmte Bauten Venedigs, sowie weiterführernd

bekannte Gebäude Dresdens, wie die Hofburg

und die Frauenkirche. Das Capriccio kann als

Homage an Canaletto gelesen werden, von dem Gemälde

aus beiden Städten bekannt sind, eine Zusammenfassung

uns jedoch nur in diesem Bild bekannt ist.

(1460323) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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760

FLÄMISCHER MEISTER DER ZWEITEN HÄLFTE

DES 17. JAHRHUNDERTS

ANSICHT VON VENEDIG MIT ARSENAL

Öl auf Leinwand.

26,5 x 52,7 cm.

In dunklem Holzrahmen.

Ansicht des winterlichen Venedigs, in heller Lichtimpression

gehalten. Im Vordergrund erblickt der Betrachter

das Arsenal, das mit wenigen Staffagefiguren

bevölkert wird. Die einheitliche helle Farbpalette

wird von dem dunklen Vordergrund kontrastiert.

(1461973) (4) (10)

€ 5.000 – € 8.000

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761

FRANCESCO GUARDI,

1712 VENEDIG – 1793 EBENDA, NACH

VENEZIANISCHES CAPRICCIO

Öl auf Leinwand.

31 x 45 cm.

Verso auf dem Keilrahmen und Rahmen

mit alten Vermerken.

In vergoldetem, stark plastischem Profilrahmen.

Sonnenbeschienene capricciohaft zusammengefügte

Architekturversatzstücke, die der Betrachter im ersten

Moment selbstverständlich auf den Markusplatz in Venedig

verortet. Links der Vorbau des Campanile, hinten

der Torre dell’orologio und anschließende Gebäude.

Doch dann eröffnet sich rechts wie in einer Theaterkulisse

(passend zu Guardis Biographie) ein Kolonadenzug,

der fast bis zum Betrachterstandpunkt reicht. Dem

theatralischen Auftreten verpflichtet ist auch die Figurenstaffage,

die – wie bei dem in Wien befindlichen Vorbild

– in manierierter Haltung wiedergegeben ist.

Provenienz:

Aus österreichischem Kunstbesitz. (1460326) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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127


762

BERNHARD GOTTFRIED MANSKIRCH,

1736 BONN – 1817 KÖLN, KREIS DES

Gemäldepaar

SOMMERLICHE LANDSCHAFTEN

Öl auf Leinwand, auf Holz aufgezogen.

Jeweils 49 x 62 cm.

In gefassten Profilrahmen.

Wir danken Frau Heike Dietz für freundliche Hinweise

zum Lebensweg des Künstlers.

Bernhard Gottfried Manskirch entstammte einer rheinischen

Künstlerfamilie und war vornehmlich im

Rheinland tätig: 1761 wurde er Hofvergolder in Ehrenbreitstein,

1769 Hofmaler des Kurfürsten Clemens

Wenzeslaus von Trier, 1788 Mitglied der Kölner Malerzunft.

Er wurde von der niederländischen, aber auch

der zeitgenössischen französischen Landschaftsmalerei

beeinflusst. So sehen wir auch in diesem in seinem

Umkreis entstandenen Gemäldepaar reizvolle luftige

Landschaften, die ihre Akzentuierung durch die Staffelung

von Felsen, Flussläufe, Ruinen und Figurenstaffage

empfangen.

(14502725) (13)

€ 3.000 – € 6.000

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764

MALER DES 18./19. JAHRHUNDERTS

(ABB. RECHTS)

RAPPE AN EINEM BRUNNEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

34 x 43 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Am Ufer eines Sees, mit Segelschiffen auf dem Wasser

und einer Stadt im rechten Hintergrund, ein prächtiger,

nach rechts stehender Rappe an einem steinernen

Brunnen zur Tränke. Der Brunnen mit einer

Steinvase versehen, aus der Blumen in zarten bunten

Farbtönen herabhängen. Das Pferd mit seinem braunen

Auge aufmerksam aus dem Bild blickend. Pferdeportrait

mit starken Hell-Dunkel-Kontrast.

(1451659) (18)

€ 1.600 – € 2.200

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763

GEORGE SMITH OF CHICHESTER,

1714 – 1776 CHICHESTER

SÜDLICHE LANDSCHAFT MIT FLUSSLAUF

UND FIGUREN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

51 x 61 cm.

Links unten signiert und datiert „G Smith 1753“.

In dekorativem Rahmen.

Ein breiter Fluss verläuft von der Mitte des Gemäldes

aus durch eine Steinbrücke und über Kaskaden zum

Vordergrund. Nach links eine grüne ansteigende Wiese

mit mehreren Figuren, von denen zwei ein kleines Feuer

entfachen. Dahinter ein ansteigender Berg mit Gebäuden

und einer bekrönenden Ruine. In der Mitte des

Bildhintergrundes erstreckt sich eine weite Landschaft

mit Fluss und Ortschaften. Der breite Fluss wird zudem

beidseitig der Brücke von mehreren hohen Bäumen

begrenzt. Qualitätvolle Malerei mit differenzierten

Grün- und Brauntönen sowie vielen Details.

(14502726) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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765

ITALIENISCHER MALER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

ELEGANTER SCHLOSSPARK

Öl auf Leinwand.

55 x 65 cm.

In teilvergoldetem Barockrahmen.

Von links eine teils schlaglichtartig beleuchtete, noch

nicht identifizierte Schlossfassade mit einer sie überragenden

Kuppel in das Bildfeld hineinragend. Während

die Architektur durch aufgesetzte Skulpturen und einer

Laterne überhöht wird, wirken die polychromen Staffagefiguren

realistisch zurückhaltend. Ihre Lebendigkeit

wird zusätzlich durch das fallende Wasser betont, das

einer am rechten Bildrand befindlichen Fontäne entströmt.

Dazwischen eröffnet sich der Blick auf eine

Flusslandschaft mit Zypressen.

(14502729) (13)

€ 2.000 – € 4.000

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129


766

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

SCHIFFE AUF RAUER SEE

Öl auf Holz.

15 x 30 cm.

Rechts unten signiert „H. Kaplan“. Verso bezeichnet

„Original H. Kaplan“.

Ein befestigtes Uferstück dient links am Rand als

Repoussoir, das in eine kabbelige See führt, auf der zahlreiche

unterschiedliche Fischerboote und Handelsschiffe

unter niederländischer Beflaggung zu sehen sind.

(1460361) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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767

MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

SCHIFFSSCHLACHT AUF HOHER SEE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

44 x 57 cm.

In dekorativem Rahmen.

Auf hoher See eine tobende Schlacht mit vier beflaggten

Schiffen, von denen eines mit Rudern gerade untergeht.

Am rechten unteren Bildrand ein kleines Boot

mit Seeleuten, die mit Gewehren auf eine Schiffsbesatzung

zielen. Dramatische Darstellung unter hohem

Himmel mit bewegten Wolken.

(1460771) (18)

€ 800 – € 1.200

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768

HOLLÄNDISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

HOLLÄNDISCHE KOGGE IN EINER HAFENBUCHT

Öl auf Eichenholz.

37,5 x 57 cm.

Die Kogge, mit Kanonenschüssen zur Abfahrt oder

Ankunft begrüßt, rechts ein Leuchtturm auf erhöhter

Felsenklippe. Im Vordergrund am Ufer Kahn mit der

Besatzung des Segelschiffes.

(1460643) (1) (11)

€ 1.500 – € 2.500

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769

FRANCESCO SIMONINI,

AUCH GENANNT „FRANCESCO ANTONIO

SIMONINI“,

1686 PARMA – UM 1755 VENEDIG ODER

FLORENZ, ZUG.

Simonini hatte bei Francesco Monti (1646– 1703) gelernt

und konnte während seiner Tätigkeit in Florenz für

die Casa Piccolomini die Werke des Borgognone studieren.

1744, zurück in Venedig, schmückte er einen

großen Saal der Casa Capello aus und fertigte dabei

Schlachtszenen, Landschaften, und Festungsansichten,

daneben auch Gemälde für Feldmarschall J. M. von

der Schulenburg. Seinem Werk ist der Einfluss von

Marco Ricci (1676/79 – 1729/30) und Salvator Rosa

(1615 – 1673) anzumerken.

SCHLACHTREITER IN BERGIGER LANDSCHAFT

Öl auf Leinwand.

50,5 x 53 cm.

Die Kampfhandlung beschränkt sich hier auf eine beginnende

Attacke, angeführt von einem Reiter mit erhobenem

Schwert auf einem Schimmel, dicht gefolgt

von einem Trompeter und schwer bewaffneten Reitern.

Der Angriff scheint überraschend zu erfolgen, da die

Gegner in der Taltiefe noch nicht sichtbar sind. A.R.

(1461891) (11)

€ 3.500 – € 5.000

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770

CAREL VAN FALENS,

1683 ANTWERPEN – 1733 PARIS, ZUG.

Landschaft, Architektur und Staffagefiguren sind typisch

für den Antwerpener Maler, welcher größtenteils in

Frankreich wirkte, wo er ab 1726 auch Mitglied der

Académie Royale war. Seine Werke sind zum Beispiel

in Museen in Warschau, Paris, Dresden, St. Petersburg

oder Neapel zu finden.

Gemäldepaar

REITER VOR EINER WEINSCHENKE

sowie

BEIM HUFSCHMIED

Öl auf Kupferplatte.

25 x 30 cm und 26 x 31 cm.

Jeweils in vergoldeten Rahmen.

Das eine Gemälde zeigt vor bergiger Landschaft einen

Reiter auf einem Schimmel, vor einem Zelt, das als Weinschenke

gekennzeichnet ist. Vor ihm auf dem Boden

Männer beim Würfelspiel, denen das Pferd interessiert

zuschaut. Das andere Gemälde zeigt ebenfalls in bergiger

Landschaft, unter leicht rötlich-braun verfärbtem

Himmel, ein Pferd mit erhobenen Vorderbeinen vor einer

Schmiede, das versucht auszureißen. Am Boden liegend

ein junger Schmied neben seinen Werkzeugen. Harmonische

Darstellung in zurückhaltender Farbgebung,

der Schimmel auf einem der Bilder wird durch sein

feines glänzendes Fell besonders hervorgehoben.

(14601726) (18)

€ 1.600 – € 8.000

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131


771

FRANCESCO SIMONINI,

AUCH GENANNT „FRANCESCO ANTONIO

SIMONINI“,

1686 PARMA – UM 1755 VENEDIG ODER

FLORENZ, ZUG.

Simonini hatte bei Francesco Monti (1646– 1703) gelernt

und konnte während seiner Tätigkeit in Florenz für

die Casa Piccolomini die Werke des Borgognone studieren.

1744, zurück in Venedig, schmückte er einen

großen Saal der Casa Capello aus und fertigte dabei

Schlachtszenen, Landschaften, und Festungsansichten,

daneben auch Gemälde für Feldmarschall J. M. von

der Schulenburg. Seinem Werk ist der Einfluss von

Marco Ricci (1676/79 – 1729/30) und Salvator Rosa

(1615 – 1673) anzumerken.

GEFECHTSSITUATION IN DEN HÜGELN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

73 x 95 cm.

In profiliertem Rahmen.

In einer nach rechts aufsteigenden Hügelsituation, mit

dahinterliegender, teils schroff felsiger Landschaft,

eine Gefechtssituation mit Schusswechsel und gestürzten

Pferden. Die Gesichter der Figuren spiegeln mitunter

die Schrecken des Geschehens glaubhaft wider.

(14609320) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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772

SCHLACHTENMALER DES 17. JAHRHUNDERTS

SCHLACHTENSZENE

Öl auf Leinwand.

86 x 135 cm.

In ornamentalem Rahmen.

Diese turbulente Schlachtenszene ist im Kreise der

Türkenkriege des 17. Jahrhunderts anzusiedeln, die

zahlreiche solcher Sujets auslöste. Die Szene mit eher

niedrigem Horizont, spielt sich vor einer umkämpften

Stadt ab, die am rechten Bildrand zu sehen ist. Der

Rundturm ragt in den mit dramatischen Wolken- und

Rauchformationen bemalten Himmel hinauf. Im Vordergrund

sind drei Reiter in Nahsicht in dramatischem

Kampf zu sehen, ein Schimmelreiter stürzt zu Boden.

(14616716) (10)

€ 3.000 – € 4.000

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773

MARCO RICCI,

1676/79 BELLUNO – 1729/30 VENEDIG, ZUG.

Gelernt hatte er wohl bei seinem Onkel Sebastiano

Ricci (1659– 1734), wandte sich jedoch eher der Landschaft

und dem Bühnenbild zu. In Florenz wirkte er an

der Ausmalung eines Vorzimmers im Palazzo Pitti mit,

im Palazzo Fenzi schuf er ein Deckenbild, bevor er

1708 auf Einladung nach London ging, um dort – wie

auch in Italien – Bühnenausstattungen zu schaffen.

BERGIGE WINTERLANDSCHAFT MIT STAFFAGE,

NACH 1716

Öl auf Leinwand.

101 x 130,5 cm.

Links unten Reste einer Signatur.

Die Herkunft des Malers mag dazu beigetragen haben,

dass er sich mehrfach auch bergig-winterlichen Themen

zuwandte, wie etwa in Bildern im Museo Nacional

Thyssen-Bornemisza in Madrid, darunter seine „Landschaft

mit Reisenden“ und die „Winterlandschaft mit

gefrorenem Fluss“ zeigen.

Provenienz:

Adelsbesitz Deutschland.

Literatur:

Vgl. Annalisa Scarpa Sonino, Marco Ricci. Opera

Completa, Mailand 1991.

Rolf Schenk und Catherine Franke-Schenk, Kunstsalon

Franke-Schenk, Hundert Jahre mit der Kunst.

1913–2013, München 2013, Bd. 1, S. 164 ff., Kat. Nr. 24.

A.R. (1460831) (11)

MARCO RICCI,

1676/79 BELLUNO – 1729/30 VENICE, ATTRIBUTED

MOUNTAINOUS WINTER LANDSCAPE WITH

FIGURAL STAFFAGE, AFTER 1716

Oil on canvas.

101 x 130.5 cm.

Remains of a signature lower left.

Provenance:

Aristocratic estate, Germany.

Literature:

cf. Analisa Scarpa Sonino, Marco Ricci, Opera

Completa, Milan 1991.

Rolf Schenk und Catherine Franke-Schenk, Hundert

Jahre mit der Kunst, 1913–2013, Munich 2013, vol. 1,

p. 164 ff., cat no. 24.

€ 10.000 – € 12.000

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774

THÉODORE GUDIN,

AUCH GENANNT „JEAN ANTOINE THÉODORE

GUDIN“,

1802 PARIS – 1880 BOULOGNE-SUR-SEINE

BRENNENDE SCHIFFE

Öl auf Holzplatte.

27 x 21,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „T. Gudin 1842“.

In Prunkrahmen.

Die nächtliche Darstellung zeigt ein lichterloh gelb-rot

brennendes Schiff, auf dem noch mehrere Figuren versuchen,

sich auf die anliegenden Rettungsboote zu

retten. Dahinter ein weiteres großes Segelschiff, das

auch in Brand geraten ist. Im Vordergrund links bereits

ein Ruderboot mit Geretteten. Malerisch spiegeln sich

die rot-orangen und gelben Flammen im Wasser wieder,

während am rechten Bildrand der helle weißliche

Schein des Mondes am Himmel schimmert. Dramatische

Darstellung, bei der das lodernde Feuer vor dem

nächtlichen Himmel besonders zur Geltung kommt.

(14617829) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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133


775

CHRISTIAN DIETRICY,

EIGENTLICH „CHRISTIAN WILHELM ERNST

DIETRICH“,

1712 WEIMAR – 1774 DRESDEN, ZUG.

HÖFISCHES KONZERT IM PARK

Öl auf Leinwand.

56 x 47 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Beigegeben eine Expertise von Dr. Fritz Heinemann,

Lugano, 20. Mai 1979, in Kopie.

Das Thema entspricht den im 18. Jahrhundert beliebten

Motiven der französischen Genremalerei mit höfischgalanter

Szenerie. Zwei Damen, ein Flötist und ein Gitarrist

musizieren in einem Park, zwei weitere Damen

lauschen der Musik, während ein kleines Mädchen

sich der Zuwendung eines Hündchens erwehrt. Ein

Hauptinteresse gilt hier nicht zuletzt den eleganten

Seidenstoffen.

Dietricys Werk weist sehr unterschiedliche Stil- und

Motivinteressen auf, auch seine Zuwendung zur Malweise

Rembrandts, die ihn höchst berühmt werden

ließ. Er wurde vom sächsischen König August dem

Starken gefördert, von Winckelmann hoch gelobt und

von August III zum Hofmaler ernannt, nachdem er

bereits die Niederlande bereist hatte. 2012 erschien

zum 300. Geburtstag des Malers eine Monographie,

die dessen Bedeutung für das 19. Jahrhundert aus der

Vergessenheit hebt.

Literatur:

Vgl. Petra Schniewind Michel, Christian Wilhelm Ernst

Dietrich: genannt Dietricy 1712 – 1771, München 2012.

A.R. (1461551) (11)

€ 5.000 – € 8.000

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776

ÖSTERREICHISCHER MALER

DES 18. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINES PRINZEN,

EVENTUELL ERZHERZOG PETER LEOPOLD

Öl auf Leinwand. Doubliert.

50,2 x 43,2 cm.

In à jour gearbeitetem, mit Weinranken

plastisch verziertem Rahmen.

Vor unbestimmtem warmem Grund das Dreiviertelportrait

eines jungen geharnischten Mannes mit goldverbrämten

altrosafarbigen Ärmeln mit Spitzenbesatz,

Dreispitz und reichen Postamenten. Im Schloss Eggenberg

in Graz wird ein Portrait des Erzherzog Peter Leopold

von Martin van Meytens d. J. verwahrt, das um

1753 entstanden ist und das in Habitus und Ausdruck

dem vorliegenden Portrait ähnelt.

(1440025) (13)

Sistrix

€ 1.800 – € 2.500 (†) INFO | BID

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777

PASTELLMALER DES 18./19. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

MARIE ANTOINETTE

sowie

PRINCESSE VICTOIRE

Pastell auf Papier.

Sichtmaß: jeweils 29 x 25 cm im Oval.

Hinter altem Glas in plastisch reliefiertem

Ovalrahmen mit jüngerer Schleifenapplikation.

Jeweils in besonders feiner Pastelltechnik ausgeführt

mit pudriger Oberfläche. Vor unbestimmtem Hintergrund

einmal die Darstellung der Marie Antoinette (1755–1793),

einmal die der Princesse Victoire (1733–1799).

Das erste Portrait zeigt Marie Antoinette in jugendlicher

Eleganz. Es fängt die spätere Königin in einem

Moment höfischer Unschuld ein – noch fern von den

politischen Wirren, die ihr Schicksal bestimmen sollten.

Die Darstellung ist fein gearbeitet, mit besonderer

Aufmerksamkeit für die Textur ihrer Kleidung und die

Leuchtkraft ihres Teints – ganz im Stil des höfischen

Rokoko. Das zweite Bildnis stellt Princesse Victoire

dar, eine Tochter Ludwigs XV und Tante von Marie

Antoinette. Sie war bekannt für ihre tief verwurzelte

Frömmigkeit und ihre kritische Haltung gegenüber der

österreichischen Prinzessin. Das Portrait zeigt sie in

jugendlichem Alter, mit zarten Gesichtszügen in Anlehnung

an Nattier.

Beide Werke bieten einen seltenen Einblick in die visuelle

Selbstdarstellung weiblicher Mitglieder des Hauses

Bourbon – kurz vor der Französischen Revolution

bzw. im Licht ihrer Rezeptionsgeschichte.

(1451111) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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778

JACOB VAN LOO,

1614 SLUIS – 1670 PARIS, ZUG.

DIANA UND KALLISTO, UM 1650

Öl auf Leinwand.

52,5 x 44,5 cm.

In abendlicher Landschaft mit untergehender Sonne

die auf einem roten Tuch an einem Felsenstück von der

Jagd erschöpft sitzende Kallisto, eine Nymphe aus

dem Umfeld der Jagdgöttin Diana. Rechts neben ihr

am Boden liegend ein Köcher mit Pfeilen für die Jagd.

Links neben ihr kniet der Göttervater Zeus in Gestalt

der Diana, in goldenem Gewand und mit einem Mondsichel-Diadem

in den Haaren, um Kallisto zu verführen.

Dahinter zwei Jagdhunde. Auf die falsche Identität der

Diana dürfte der Engel im rechten Hintergrund vor

Sträuchern mit einer vorgehaltenen Maske und einem

zur Warnung erhobenen Zeigefinger hinweisen. Der

vor ihm ins Bild ragende Adlerkopf ist ein weiterer Verweis

auf Zeus und dessen Attribut. Erzählerische, qualitätvolle

Darstellung mit vielen Details, die sich auf Ovids

„Metamorphosen“ bezieht.

(1460231) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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135


779

CARLO CIGNANI,

1628 BOLOGNA – 1719 EBENDA, ZUG.

ZWEI PUTTEN MIT ZIEGE

Öl auf Leinwand, im Rund. Doubliert.

Durchmesser: 60 cm.

Die beiden Kinder hat der Maler durch die Farben Rot

und Blau der Tücher als Mädchen und Knäblein kenntlich

gemacht. Während das Mädchen mit erhobenem

Stock versucht, auf der störrischen Ziege zu reiten,

wird diese vom Knäblein mit einem Strick gehalten. So

lässt sich die Darstellung als pädagogisches Lehrbeispiel

verstehen: nicht durch Stockgewalt, sondern durch

milde Lenkung wird Gehorsam erreicht. Demgemäß ist

der Blick der Ziege dem Knaben zugewandt, während

das erfolglose Mädchen grimmig dreinblickt.

Von Cignani sind etliche allegorische bzw. religiöse Kinderbilder

überliefert. Als Schüler von Francesco Albani

(1578 – 1660) erhielt er als einen seiner ersten Aufträge

für die Dekoration eines Saales im Palazzo Farnese. Als

sein Hauptwerk gilt jedoch die Freskierung der Kuppel

von Madonna del Fuoco in Forlì, ein Werk von nahezu

zwanzig Jahren Entstehungszeit. Papst Clemens XI

beförderte ihn zum Direktor der Akademie in Bologna.

Das hier gezeigte Bild mit betont erzieherischer Aussage

entspricht bereits der Auffassung des 18. Jahrhunderts.

A.R.

(14609312) (11)

€ 6.000 – € 9.000

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780

FRANÇOIS BOUCHER,

1703 PARIS – 1770 EBENDA, KREIS DES

PUTTIPAAR MIT TAUBEN

Öl auf Leinwand.

38 x 46 cm.

Trägt links unten eine Signatur „F. Boucher“.

In dekorativem Rahmen.

Vor hellblauem Himmel auf einer Wolkenbank neben

einem Blumengebinde auf einem rötlichen Tuch sitzend

ein weiblicher Putto, liebevoll von Amor betrachtet,

der sie zärtlich am Kinn berührt und ihre linke Hand

ergriffen hat. Hinter ihm ein blaues Tuch und sein abgelegter

Köcher mit Pfeilen. Rechts neben den beiden

ein verliebt schnäbelndes Taubenpaar. Einfühlsame

Darstellung in weichen zarten Farbtönen.

(1441964) (18)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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781

MATTHEUS TERWESTEN,

1670 DEN HAAG – 1757 EBENDA, KREIS DES

DER GROSSMUT DES SCIPIO

Öl auf Leinwand.

44 x 52 cm.

In gefasstem Rahmen.

Dargestellt ist der römische Feldherr im Harnisch mit

Helm und rotem Umhang, wie er sich der Bevölkerung

der Besiegten mildtätig und großmütig erweist. So ist

er als großmütig in die vorchristliche Geschichte Roms

eingegangen und wurde als Vorbild auch Thema in der

Malerei, insbesondere für höfische Auftraggeber.

(14502728) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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782

MALER DES 18./19. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

FRÜCHTESTILLLEBEN

Gouachen auf Papier.

Sichtmaß: jeweils 23 x 27 cm.

Unter Passepartout hinter Glas gerahmt.

Auf einer Tischplatte vor dunklem Hintergrund jeweils

eine Schale mit verschiedenen Früchten stehend, einige

Früchte daneben liegend. Eines der Blder wird zusätzlich

belebt durch einen Schmetterling am unteren Rand.

Jeweils etwas unfrisch.

Gerahmt beschrieben.

(1451567) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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137


783

VENEZIANISCHER MALER

DES 18. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINER ELEGANTEN DAME

Öl auf Leinwand.

47 x 37 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Brustbildnis einer jungen Frau in einem feinen Kleid,

das im Bereich des Dekolletés mit Perlen und einem

hellblauen Edelstein verziert ist. Sie hat schulterlanges

dunkelblondes Haar, eine Perlenkette um den Hals und

ihren Kopf leicht zur Seite geneigt; mit ihren glänzenden

Augen blickt sie aufmerksam aus dem Bild heraus.

Auffallend ist ihre Kopfbedeckung mit Federn,

Schleife und Schmucksteinen. Im Hintergrund rechts

sind zudem drei Zelte unter blauem Himmel mit Mond

zu erkennen.

(14502734) (18)

€ 2.500 – € 3.500

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784

ROSALBA CARRIERA,

1675 VENEDIG – 1757 EBENDA, ZUG.

Die Künstlerin war bekannt für ihre Pastellmalerei. Gefeiert

und bewundert bereiste sie Europa und war Gast

an vielen Höfen, wie 1720/21 in Paris, 1723 in Modena

und 1730 in Wien.

PORTRAIT EINER EDELDAME

Pastell auf Papier.

Sichtmaß: 87,5 x 68,5 cm.

Auf dem Rahmen eine Plakette

mit Namensnennung Carrieras.

Hinter Glas gerahmt.

Beigegeben ein Gutachten von Dr. Niccolò Messeri,

Florenz, 19. Dezember 2017, in Kopie.

Qualitätvolle Darstellung einer jungen Dame in prächtiger

blauer Gewandung mit reichem Perl- und Hermelinbesatz

an einer reliefierten Brüstung lehnend. Ihr

Spiel mit der Perle bricht die konservative Haltung auf

und spielt so mit den weiblichen Reizen, die durch ihre

über die Schultern fallenden Röhrenlocken unterstrichen

werden.

In seinem Gutachten stellt Messeri die gute Vergleichbarkeit

des vorliegenden Blattes mit dem Portrait der

Lucrezia Basadonna Mocenigo in Dresden heraus, das

bei aller Reduziertheit im Format ebenfalls ein Hermelin

als Zeichen herrschaftlicher Würde umgelegt trägt

(Inv.Nr. P23) und (Inv.Nr. M11).

Literatur:

zu dem Dresdner Vergleichsbild: Staatliche Kunstsammlungen

Dresden, Roland Enke und Stephan

Koja (Hrsg.), Rosalba Carriera. Perfektion in Pastell,

Ausst.-Kat., Dresden 2023, S. 206. (1450244) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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785

JACOPO AMIGONI,

1682 VENEDIG – 1752 MADRID, ZUG.

BILDNIS EINER EDELFRAU

Öl auf Leinwand. Doubliert.

81 x 65 cm.

Verso auf der Doublierung wohl übertragene Inschrift

„Basselet de la Roseé/geb. Freiin von Hofmihlen“.

Ungerahmt.

Der Venezianer Amigoni war in ganz Europa für seine

eleganten einfühlsamen Portraits bekannt. In diesem

Gemälde zeigt er vor abgedunkeltem Fond das halbfigurige

Bildnis einer jungen Frau in einem blauen Kleid,

das mit silberner Ornamentstickerei verziert ist, sowie

einem silberglänzenden, goldverbrämten Umhang mit

weißen Spitzen. Zwei Perlohrringe und ein Blütenbouquet

schmücken ihr Haupt.

(14603311) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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786

ANTOINE VESTIER,

1740 AVALLON – 1824 PARIS

Vestier studierte an der Académie Royale und stellte

regelmäßig im Pariser Salon aus. Er verband in seinen

Werken feine Detailgenauigkeit mit einem sanften

idealisierenden Stil, der typisch für die Übergangszeit

vom Rokoko zum Klassizismus war.

DIE LEKTÜRE

Öl auf Leinwand.

80 x 64 cm.

Links unten signiert und datiert „Vestier fecit 1766“,

Rahmen mit Namensnennung des Künstlers.

In Louis XV-Rahmen.

Reizvolles intimes Portrait einer jungen Dame in reich

floral besticktem blauem Seidenkleid mit weißen

Spitzen, auf einem rot tapezierten Fauteuil, dessen

Tapeziernägel wirkungsvoll glänzen. Während ihr Blick

dem Betrachter gilt, hält sie in der Hand ein geöffnetes

Buch zur Lektüre. Zu den bekanntesten Arbeiten Vestiers

gehören Portraits von Adligen, Künstlern und

Gelehrten seiner Zeit, wofür das vorliegende Gemälde

ein wunderbares Beispiel ist. Seine Bilder zeichnen

sich durch sorgfältig gemalte Stoffe, leuchtende Farben

und eine betonte Würde der Dargestellten aus.

Rahmen besch.

Provenienz:

Pariser Adelsbesitz seit der Entstehungszeit, gemäß

der Sammlungstradition.

Langjährig in privater Kunstsammlung, München.

(14609618) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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139


787

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

LA DISPUTA DEL SACRAMENTO

Öl auf Leinwand.

79 x 113 cm.

In profiliertem Rahmen mit rundbogigem Abschluss

und reliefierten Zwickeln.

Der bekannten Darstellung von Raphael (1483– 1520),

geschaffen 1509–1511 in den Stanzen des Vatikans, folgende

Darstellung.

(14605818) (2) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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788

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

SCHULE VON ATHEN

Öl auf Leinwand.

79 x 113 cm.

In profiliertem Rahmen mit rundbogigem Passepartoutausschnitt

mit reliefierten Zwickeln.

Zwischen 1510 und 1511 schuf Raphael (1483 – 1520) in

den Stanzen des Vatikans für Papst Julius II das Thema

als Fresko. Das vorliegende Ölgemälde ist eine Kopie,

deren Breite weniger als die Hälfte des etwa acht

Meter breiten Originals beträgt. Der Raum ist zentral

perspektivisch konstruiert; die Bildidee zeigt eine Versammlung

maßgeblicher Wissenschaftler und Philosophen

von der Antike bis zur Renaissance darzustellen.

Links die platonisch, rechts die aristotelisch orientierten

Denker. Im Vordergrund Wissenschaftler, Mathematiker

und Künstler. Die zentralen Figuren im Hintergrund unter

dem Bogen sind als Platon und Aristoteles zu erkennen.

Raphael selbst hat sich als junger Maler mit Kappe ganz

am äußeren Bildrand dargestellt. Das Raphael-Fresko

wurde mehrfach wiederholt, u. a. als Motiv eines Wandteppichs,

der sich seit 1879 an der Frontwand des

Plenarsaals der französischen Nationalversammlung

befindet.

(14605817) (2) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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789

ALESSANDRO LONGHI,

1733 VENEDIG – 1813, ZUG.

DOPPELBILDNIS – DER GEBURTSTAG

DER TOCHTER

Öl auf Leinwand, im Hochoval.

109 x 84 cm.

Originalrahmen mit venezianischer Blumenmalerei.

Bei den beiden dargestellten Personen handelt es sich

wohl um einen Vater, der seiner Tochter zu einem Festtag

– möglicherweise ihrem Geburtstag – eine Rose

überreicht. Die Tochter steht in einem hellen Kleid an

einem grün gedeckten Tisch, auf dem sich kandiertes

Mandelgebäck sowie ein großes Buch mit den Initialen

„C:F:“ befinden. Dies dürfte im Zusammenhang mit

der Beschriftung des darunterliegenden Zettels mit der

Adresse „Casa Ferrarese“ in Badia (Ort in Südtirol) stehen.

Die am Buchrücken sichtbare Zahl „9“ könnte das

Alter der Tochter bezeichnen, das Buch selbst vielleicht

eine Familienchronik. Daraus lässt sich schließen, dass

es sich hier um eine ferraresische Familie handelt, die

während der Sommermonate im kühlen Ort Badia einen

Zweitsitz besaß. Auf dem Zettel ist zudem der Familienname

„Martinazioli“ vermerkt.

Der Maler, Sohn des Pietro Longhi, war führender Portraitist

im venezianischen Raum und bekannt für seine

meist adeligen Bildnisse – weniger für Darstellungen

venezianischer Touristen. Fast immer integriert er Gegenstände,

die in Bezug zur Tätigkeit oder zum sozialen

Umfeld der Dargestellten stehen, wie auch hier der Fall

ist. 1759 wurde er Mitglied der Akademie von Venedig;

1762 erschien sein Buch „Compendio delle Vite de’ Pittori

Veneziani Istorici piu rinomati del presente secolo“

mit Biographien zeitgenössischer venezianischer Künstler.

Literatur:

Vgl. Andrea Lermer, Alessandro Longhi (Kat. 78), in:

Annalena Döring, Franz Hefele und Ulrich Pfisterer

(Hrsg.), Platz da im Pantheon! Künstler in gedruckten

Porträtserien bis 1800, Ausstellungskatalog, Zentralinstitut

für Kunstgeschichte in München, Passau 2018,

S. 368–370.

Vgl. Luisa Vertova, Alessandro Longhi, in: Kindlers

Malereilexikon.

A.R. (1460631) (11)

€ 5.000 – € 7.000

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141


790

LOUIS MARIE LANTÉ,

1789 PARIS – 1871 FONTAINEBLEAU, ZUG.

Gemäldepaar

DARSTELLUNGEN ZWEIER DAMEN IN

PRACHTVOLLEN LANGEN KLEIDERN

Aquarell/Gouache auf Papier.

Je 32 x 24 cm.

Jeweils hinter Glas in dekorativen Rahmen mit

Eckintarsien.

Bei der einen Dame in langem schwarzem Kleid, mit

Goldborte verziert, und einem großen weißen Kragen,

könnte es sich um Gabrielle d’Estrées (um 1570 – 1599)

handeln, bei der anderen Dame um Catherine Henriette

de Balzac d’Entragues (1579– 1633), beides Mätressen

des französischen Königs Heinrich IV. Äußerst

qualitätvolle Feinmalerei.

(1461852) (18)

€ 2.500 – € 4.000

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791

DEUTSCHE SCHULE DES ERSTEN

VIERTELS DES 19. JAHRHUNDERTS

MUTTERSCHAFT

Öl auf Leinwand.

69 x 58 cm.

In einem gemaltem Hochoval vor grünlichem Hintergrund

eine sitzende junge Mutter in Kleidung und

Haartracht des Biedermeier, die auf ihrem Schoß ein

kleines Mädchen in rotem Kleid liebevoll hält. Mit glänzenden

Augen blicken beide aus dem Bild heraus. Einfühlsame

Darstellung.

(14605811) (2) (18)

€ 1.000 – € 1.200

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792

FRANKFURTER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

KINDERPORTRAIT

Öl auf Leinwand.

116 x 134 cm.

Verso mit Bezeichnung der Dargestellten.

In gekehltem Empire-Rahmen.

Vor reizvollem Gartenprospekt, der in mannigfaltiger

Grüngestaltung einen lebendigen Hintergrund bietet,

die Darstellung zweier Jungen und eines Mädchens,

jeweils ausgestattet mit einem attributiv zukommenden

Gegenstand: Die Jungen tragen einen Ball bzw.

ein geschlossenes Buch, das Mädchen einen Blumenstrauß.

Das geschlossene Buch mag auch als Hinweis

auf die Identität des Vaters geben. Die Kinder, die

durch rückseitige Bezeichnung als Theodor (geb. 1846),

Adoph (geb. 1853) und Johanna (geb. 1854) zu erkennen

sind, stammen aus der Familie des Frankfurter

Buchdruckers und Lithographen Karl Kruthoffer und

seiner Frau Marie Sophie Vischer. Da Kruthoffer auch

als Maler dokumentiert ist, mag er auch als Urheber

dieses schönen Bildes ins Spiel gebracht werden.

(1461492) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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143


793

GIUSEPPE TOMINZ,

1790 GORIZIA – 1866 GRADISCUTTA, ZUG.

Nach seiner Ausbildung an der Accademia di San Luca

in Rom (1809 – 1818) sowie bei Barolomeo Pinelli

(1781– 1835) und Luigi Sabatelli (1772 – 1850) d. Ä. war

Tominz als Maler historischer Szenen, Genrebilder und

Portraits tätig. Im Jahr 1821 wurde er nach Laibach berufen,

um die Teilnehmer des dortigen Kongresses zu

portraitieren. Von 1824 bis 1831 lebte er in Görz (Gorizia),

anschließend in Triest, bevor er 1855 erneut nach

Görz zurückkehrte und schließlich in Gradisca seinen

Lebens abend verbrachte. In seiner frühen Portraitkunst

stand Tominz unter dem Einfluss von Vincenzo

Camuccini (1771 – 1844), später prägten ihn Francesco

Hayez (1791– 1882) und Michelangelo Grigoletti

(1801 – 1870). Besonders viele Angehörige der Triester

Gesellschaft ließen sich von ihm abbilden.

PORTRAIT EINER FAMILIE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

105 x 89 cm.

In Kehlrahmen mit Eierstableiste.

Vor unbestimmtem Grund und in changierendem Licht

die vierköpfige Familie in innig-harmonischer Stimmung.

Literatur:

Vgl. Wöhrer, Claudia, Kunst des 19. Jahrhunderts.

Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 19.

Jahrhunderts, Bd. 4: S-Z, hrsg. v. d. Österreichischen

Galerie Belvedere, Wien 2000, S. 186. (1461666) (3)

(13)

€ 5.000 – € 8.000

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794

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

VIER WEIBLICHE PORTRAITS

ALS ALLEGORIEN DER VIER JAHRESZEITEN

Pastell auf Papier, auf Leinwand aufgelegt.

Je 48 x 37 cm.

Jeweils hinter Glas gerahmt.

Der Frühling wird personifiziert durch eine junge Frau,

die an einer Rose in ihrer Hand schnuppert, der Sommer

durch eine junge Frau, die auf ihrem Kopf einen rötlichen

Strohhut mit zwei Ähren trägt und eine Sichel in

der Hand hält. Der Herbst durch eine Frau mit einer

hellen Weintraubenrispe in ihrer erhobenen linken

Hand und schließlich der Winter, personifiziert durch

eine ältere Frau mit Pelzkragen auf ihrem Mantel und

einer Pelzmütze auf dem Kopf, die aus dem Bild auf den

Betrachter herausblickt. Feine qualitätvolle Wiedergaben.

(1461272) (18)

€ 1.400 – € 1.600

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145


795

JACOB DE BACKER,

1540/45 ANTWERPEN – 1591/99 EBENDA,

KREIS DES

ALLEGORIE DER EITELKEIT

Öl auf Leinwand.

40 x 64,5 cm.

Eitelkeit und Selbstverliebtheit werden hier durch die

beiden mythologischen Gestalten von Venus und Narziss

verbildlicht. Während sich die Liebesgöttin in einem

Handspiegel betrachtet, sucht der junge Narziss sein

Spiegelbild im Wasser – hier an einem Brunnen kniend.

Die recht prominente Präsenz eines Adlers, Symbol für

den Göttervater Zeus, lässt sich ikonographisch nur

schwer deuten: Allenfalls weist sein strenger Blick auf

das Negative der Schönheit, wenn sie der Eitelkeit anheimfällt.

Diese Idee lässt sich aus der protestantischen

Ethik erklären, unter deren Einfluss wohl auch

der antwerpener Maler stand. Lernte er doch bei dem

italienischen, jedoch protestantischen Maler und Kunsthändler

Antonio van Palermo (1503/13 – vor 1589). Später

ging de Backer in das Atelier des Hendrik van Steenwijck

d. Ä. (um 1550 – 1603). Sein Stil zeigt die Einflüsse

des Manierismus, was auch in Werken seines Künstlerkreises

zu erkennen ist. A.R.

(14619015) (3) (11)

€ 6.000 – € 8.000

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796

FLÄMISCHER KÜNSTLER DES 17. JAHRHUNDERTS

MARIA MAGDALENA

Öl auf Kupfer.

52,5 x 33 cm.

Oben mit Titulum in architektonischer Auffassung

„SPECVLVM – PENITENTIAE“.

Ungerahmt.

Im Schutz des Ausgangs einer Felsgrotte, die sich

nach rechts hin zu einer weiten freundlichen Landschaft

mit reicher architektonischer Staffage öffnet, die halbfigurige

Darstellung der reuigen Maria Magdalena mit

detailreich geschilderter Haarpracht, nach oben links

gerichteten, glänzenden Augen und Ringnimbus.

(14606412) (1) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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797

ROSALBA CARRIERA,

1675 VENEDIG – 1757 EBENDA, ZUG.

Rosalba studierte zunächst an der Akademie in Rom,

wandte sich jedoch auf Anraten des Malers Christian

Cole der Pastellmalerei zu. Die Beliebtheit von Damenbildnissen

dieser Technik versteht man, wenn man erkennt,

wie sehr der pudrige Pastellauftrag mit der Kosmetik

der damaligen Zeit im Einklang stand. Auch die

Zartheit dieses Malmaterials kam der Vorstellung von

Weiblichkeit enorm entgegen. Der Ruhm der Künstlerin

verschaffte ihr Aufträge von höchsten Persönlichkeiten

der Zeit, darunter: Kurprinz Friedrich Christian von Sachsen

(1739), Maria Josepha von Österreich (um 1720),

Ludwig XV von Frankreich als Dauphin (1720/21), Kaiserin

Wilhelmine Amalie (1730), der Dichter Pietro Metastasio

(1730) oder das Bildnis von Antoine Watteau

(1721, Pastell, Treviso, Museo Civico). Werke ihrer Hand

finden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen

und Museen.

EKSTASE DER HEILIGEN THERESA VON AVIL

Pastell auf Papier, auf Leinwand doubliert.

45 x 38 cm.

Hinter Glas in reich ornamentiertem Rahmen.

Rückseitig eine Expertise von Giuseppe Fiocco vom

04. Februar 1938.

Qualitätsvolle Darstellung der Ekstase der Heiligen

Theresa. In harmonisch zurückhaltender Farbgebung

blickt die Heilige vor neutralem Hintergrund verzückt

zu Boden. Das helle Inkarnat lenkt den Blick des Betrachters

auf das Gesicht, das fein ausgearbeitet ist.

Das Haupt der Heiligen ist von hellem Licht umgeben.

Gekleidet in faltenreicher Ordenskleidung hält sie einen

Rosenkranz in ihrer linken Hand. Seitlich am Bildrand

ein kleiner Puttenkopf.

(1461851) (10)

ROSALBA CARRIERA,

1675 VENICE – 1757 IBID., ATTRIBUTED

ECSTASY OF SAINT TERESA OF AVIL

Pastel on paper, laid on canvas.

45 x 38 cm.

An expert’s report by Giuseppe Fiocco,

dated 4 February 1938 on the reverse.

€ 8.000 – € 12.000

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147


798

ITALIENISCHE SCHULE DES 18. JAHRHUNDERTS,

NACH ENRICO ALBRICCI (1714 – 1775)

DAS BEGRÄBNIS DES VERURTEILTEN

Öl auf Leinwand.

62 x 87,5 cm.

In verziertem Holzrahmen.

Auf einem Marktplatz tragen acht maskierte Totenträger

den Sarg eines Gehängten. Ein Geistlicher schreitet

dem Zug voran. Im Vordergrund stehen farbenfroh

gekleidete Menschen in sich rege austauschenden

Gruppen. Während der Vorder- und Mittelgrund in einer

kräftigen Farbpalette gehalten sind, schwächt sich die

Farbgebung zum Hintergrund hin ab. Vor dem Kirchengebäude

am linken Bildrand haben sich einige Trauernde

zusammengefunden.

(1461677) (10)

€ 2.500 – € 4.500

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799

NIEDERLÄNDISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

FRÖHLICHE GESELLSCHAFT

Öl auf Holz.

60 x 100 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

In einem angedeuteten ruralen Scheuneninterieur eine

große Anzahl von Figuren in bewegten Posen bei Gesang

und Trank, ein als Tisch dienendes Fass mag bereits

Hinweis genug darauf sein, was der Grund zur

Ausgelassenheit sein dürfte. Derlei Szenen sind etwa

von Cornelis Saftleven aber auch von Adriaen Brouwer

und zahlreichen Nachahmern bekannt. Minimal besch.

(1462072) (3) (13)

€ 5.500 – € 7.000

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800

ITALO-FLÄMISCHER MALER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

HAFENLANDSCHAFT MIT TURM

UND KAUFFAHRTEISTAFFAGE

Öl auf Leinwand.

63,5 x 75,5 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Die fantasievolle Darstellung verbindet Bildelemente

ähnlicher Themen aus der flämischen wie italienischen

Malerei des 17. Jahrhunderts. Capriccio-Elemente, wie

die antike Steinfigur und das Relief, beleben die Szenerie,

in der orientalische Händler mit Pferden, Eseln und

Kamelen die Schiffsladungen transportieren. Der Reiz

des Bildes liegt nicht zuletzt in der Vielfalt und Erfindungskraft

der Bildideen.

(1461678) (11)

€ 1.500 – € 2.500

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801

VENEZIANISCHER MALER DER ZWEITEN HÄLFTE

DES 18. JAHRHUNDERTS

KÜSTENSZENE MIT RUINE UND FISCHERN

Öl auf Leinwand.

47 x 60 cm.

Verso mit altem Etikett.

In gekehltem, ornamental reliefiertem Rahmen.

Küstenstreifen mit repoussoirhaft ins Bild reichender

Ruinenarchitektur, sowie Fischern und einer im Hintergrund

befindlichen Stadt.

(1462194) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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802

FLÄMISCHER MALER DES 17./18. JAHRHUNDERTS

BÄUERLICHES INTERIEUR MIT KARTENSPIELERN

Öl auf Holz. Parkettiert.

40 x 59,5 cm.

In Prunkrahmen.

In einer Art Scheune, in der Heu gelagert ist und sich

Strohbündel am Boden befinden, sitzen drei Männer

an einem Tisch beim Kartenspiel; ein weiterer, stehender

Mann schaut ihnen dabei zu. Besonders auffällig

ist der links des Tisches auf einer Holzbank mit dem

Oberkörper nach hinten liegende Mann, der sich mit

dem linken Arm das Gesicht bedeckt. Er scheint aus

Trunkenheit so zu liegen, zumal auch sein rechter Arm

regungslos zu Boden hängt. Auffallend ist seine Kleidung

mit weißem Hemd, weißen Strümpfen und hellblauen

Schleifen, gegenüber der in überwiegend

Brauntönen gehaltenen, qualitätvollen Darstellung.

(1461107) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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803

FRANZÖSISCHER MEISTER

DES 17. JAHRHUNDERTS,

KREIS DES CLAUDE LORRAINE

(1600 CHAMPAGNE – 1682 ROM)

KÜSTENSTÜCK IM ABENDLICHT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

81 x 104 cm.

In Louis XV-Stilrahmen.

Die von seichtem Abendlicht beleuchtete Küstenszene

sanftem Sfumato mit links, repoussoirhaft in das Bildfeld

hineinragender klassischer Ruinenarchitektur und

zwischen den Säulen sichtbarer Handelskogge mit eingeholten

Segeln. Im Vordergrund mehrere Handelsleute,

die zu den Schiffen gehören, welche entlang der reizvollen

Küste festgemacht sind.

(1462111) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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149


804

CHARLES EMMANUEL BISET,

1633 – UM 1710

NATURA MORTE

Öl auf Leinwand.

49 x 61,5 cm.

Auf Tischkante signiert und datiert „Biset 1658“.

In gekehltem Rahmen.

Auf einem Holztisch liegt zentral ein gerupfter Vogel,

dessen helle Farbe den Blick des Betrachters auf sich

zieht. Um ihn herum Trauben, eine Zitrone und links ein

Hase arrangiert. Die unterschiedlichen Oberflächenmaterialitäten

– von der glatten Fruchtschale bis zum

Gefieder des Vogels – werden gekonnt differenziert

dargestellt.

(1460564) (10)

€ 4.000 – € 8.000

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805

PIETRO NAVARRA UND WERKSTATT,

TÄTIG UM 1685 – 1714, ZUG.

STILLLEBEN MIT MELONE, GRANATAPFEL UND

WEINTRAUBEN

Öl auf Holzplatte.

28 x 36 cm.

In breitem Rahmen.

Vor braunem Hintergrund auf einer Tischplatte, die

links mit einem weißen Tuch bedeckt ist, steht eine

silberne Platte, wohl mit Muscheln oder Austern, darauf

Rispen mit blauen Weintrauben und ein angeschnittenes

Stück Melone, deren restliche Frucht hinter

der Platte liegt. Des Weiteren sind zu finden ein

geöffneter Granatapfel und zwei Kristallgläser. Darstellung

in teils raschem Pinselduktus mit zahlreichen gesetzten

Glanzlichtern auf den Trauben, der Schale und

den Gläsern.

(14621710) (18)

€ 6.000 – € 8.000

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806

CORNELIS DUSART,

1660 HAARLEM – 1704 EBENDA, ZUG.

FRÖHLICH FEIERNDE BAUERN VOR DEM GAST-

HAUS EINES DORFES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

46 x 58 cm.

In schwarzem Flammleistenrahmen.

Unter freiem Himmel mit aufziehenden grauen Wolken

mehrere fröhlich feiernde Bauern, darunter in der Mitte

unter einem großen verästelten Baum im Gras sitzend

zwei Bauern beim Kartenspiel. Rechts neben ihnen ein

besser gekleideter Mann, der ihnen zuschaut und dabei

einen Krug hält, was auf den Wirt hindeutet. Am

Baum stehend die Wirtin, die mit Kreidestrichen auf

dem Baumstamm die getrunkene Menge notiert.

Linksseitig vor dem Gasthaus mehrere Männer im Gespräch

und ein verliebtes Paar an einem Tisch sitzend.

Auf der rechten Bildseite mehrere Männer beim

Boule-Spiel, von denen einer ermattet auf der Bahn

liegt. Erzählerische, teils humorige Darstellung mit

kleinen Details in zurückhaltender Farbgebung.

(1462027) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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807

NIEDERLÄNDISCHER KÜNSTLER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

WIRTSHAUSSZENE

Öl auf Holz.

33 x 55 cm.

In opulentem ornamentiertem Rahmen.

In einem dunklen Wirtshaus tanzen Dorfbewohner

ausgelassen zu Dudelsackmusik. Eine geöffnete Türe

ermöglicht einen Blick nach draußen und lässt Licht

auf die Genreszene fallen. Die Dynamik der tanzenden

Figuren weist auf eine Entstehung im späten 17. oder

frühen 18. Jahrhundert hin.

(1461378) (10)

€ 2.000 – € 4.000

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808

NIEDERLÄNDISCHER KÜNSTLER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

SCHULHAUSSZENE

Öl auf Holz.

41 x 51 cm.

In opulentem ornamentiertem Rahmen.

Gedeckte Farben dominieren das Interieur einer Dorfschule.

Der Lehrer beaufsichtigt das Lernen der zahlreichen

Kinder, die auf dem Boden und den wenigen

Bänken eifrig über ihren Aufgaben sitzen. Dieses Sujet

wurde in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts sehr

häufig thematisiert.

(1461377) (10)

€ 2.000 – € 4.000

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151


809

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

STURM MIT SCHIFFEN AUF STARK BEWEGTER SEE

Öl auf Leinwand.

51 x 71 cm.

Blick auf einen dunklen Gewitterhimmel mit großen

Wolken, darunter, vor am Bildrand erkennbar felsiger

Küste, die stark bewegte See, ein prachtvoller Dreimaster

sowie ein Einmaster gegen die Wellen kämpfend.

In der Mitte des Vordergrunds ein teils gesunkenes

Schiff mit zwei abgebrochenen Mästen, die in die Höhe

ragen und auf dem noch drei Hilfe suchende Figuren

zu erkennen sind. Dramatisch bewegte Darstellung in

überwiegend grau-blauer Farbgebung. Vereinzelt Rest.

(1461584) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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810

ROBERT KUMMER,

1810 DRESDEN – 1889 EBENDA

WALD MIT GROSSER ALTER EICHE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

70,5 x 53,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Rob. Kummer

1888“.

In dekorativem Rahmen.

In bewaldeter Landschaft unter hohem, fast wolkenlosem,

blauem Himmel, eine große alte, stark verzweigte,

prachtvolle Eiche, bei der bereits einige Äste

abgestorben sind. Unter diesem Baum hat linksseitig

fahrendes Volk ein Zeltlager aufgeschlagen, während

rechts einige von ihnen musizieren. Malerei in überwiegend

grün-brauner und hellblauer Farbgebung.

Anmerkung:

Robert Kummer war ein deutscher Landschaftsmaler,

der seine künstlerischen Studien von 1826 bis 1829

an der Dresdner Akademie bei Carl August Richter

begann. Seit 1829 arbeitete er im Atelier von J. Ch.

Clausen Dahl. 1859 begleitete er Prinz Georg von

Sachsen auf dessen Brautfahrt nach Portugal. Größere

Gemälde von ihm befinden sich in der Dresdner Galerie

und im Städtischen Museum zu Leipzig.

(1461108) (18)

€ 1.500 – € 2.500

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811

GYSBRECHT LEYTENS,

1586 ANTWERPEN – 1643/56 EBENDA, ZUG.

WEITE BERGIGE LANDSCHAFT MIT SCHLOSS

Öl auf Leinwand.

114 x 138 cm.

In dekorativem Rahmen.

Durch zwei große verzweigte Bäume als Repoussoir

geht der Blick über ein verschattet liegendes Gewässer

mit Schilf auf eine weite Landschaft mit Stadtanlage

und einem Schloss auf einem Berghügel. In der Bildmitte

zwei gehende Männer in antiker Kleidung mit

Speeren, links von ihnen im Hintergrund ein Schäfer

mit seiner Herde. Darstellung in überwiegend weichen

beigen und grünen Farbtönen in lockerem, die Landschaft

in meist waagrechtem Pinselduktus.

(14406516) (18)

€ 8.500 – € 10.500

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153


812

SÜDDEUTSCHER MEISTER DER

ZWEITEN HÄLFTE DES 18. JAHRHUNDERTS

DAS LETZTE ABENDMAHL

Öl auf Leinwand. Aufgezogen auf Pressspan.

54 x 63 cm.

In einem großen hellen Innenraum mit kannelierten

Säulen und Pilastern, unterhalb eines nach links gerafften,

senfgelben Vorhangs mit zwei herabhängenden

Quasten, der stehende Jesus mit seinen zwölf Jüngern,

die sich um den gedeckten Tisch versammelt

haben. Jesus hält in der rechten Hand das Brot, die

andere Hand hat er erhoben und blickt gen Himmel,

auf einen gelblichen Lichtschein mit Putti. Darstellung

eines beliebten biblischen Motivs, unter denen das berühmteste

von Leonardo da Vinci (1452– 1519) stammt.

(1461008) (18)

€ 800 – € 1.200

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813

CORNELIS DE BAELLIEUR D. Ä.,

GENANNT „BAILLEUR“,

1607 ANTWERPEN – 1671 EBENDA, ZUG.

MARIA MIT DEM SCHLAFENDEN JESUSKIND,

ENGELN UND DEM HEILIGEN GEIST

Öl auf Kupfertafel, mit Holzplatte hinterlegt.

30 x 21,5 cm.

In teilvergoldetem Rahmen.

Im Zentrum dieser Darstellung, vor nächtlich dunklem

Hintergrund, das in einer gotisch architektonisch gestalteten,

goldenen Wiege liegende, schlafende Jesuskind.

Links der Wiege drei anbetende Engel, teils in

prachtvoller Kleidung, rechts der Wiege ein weiterer

Engel mit ausgebreiteten Armen. Am rechten Bildrand

Maria sitzend in rotem Gewand mit blauem Mantel,

die mit Näharbeiten beschäftigt ist, ihr zu Füßen ein

goldglänzender Nähkorb, ihr Haupt von einem goldenen

Strahlenkranz umgeben. Am oberen Bildrand, im

himmlischen Bereich in einer goldenen Gloriole, der

Heilige Geist in Gestalt einer weißen Taube, der goldene

Strahlen auf das Kind in der Wiege herabsendet. Qualitätvolle

feine Darstellung in der Manier des Künstlers,

in dessen Werk die Komposition teils mit reduzierter

Figurenstaffage mehrfach zu finden ist.

Anmerkung:

Ein vergleichbares Werk des Künstlers mit leichten

Abänderungen wurde im Auktionshaus Koller in Zürich

angeboten, 27. März 2015, Lot 3033.

(14603320) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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814

GIOVANNI COLI (1643 – 1681)

UND FILLIPPO GHERARDI (1643 – 1704)

HERKULES IM GARTEN DER HESPERIDEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

93 x 87 cm.

Verso Reste alter Etiketten.

Ungerahmt.

Giovanni Coli und Filippo Gherardi arbeiteten im Laufe

ihrer Karriere mehrfach zusammen. Beide wurden in

der Werkstatt von Pietro da Cortona ausgebildet und

schufen gemeinsam eine beeindruckende Anzahl monumentaler

Fresken in Rom, Lucca und Venedig – am berühmtesten

wohl in der Kuppel von San Nicola da Tolentino.

Ihr Aufenthalt in Venedig spiegelt sich deutlich in

der Komposition der vorliegenden Szene wider. Herkules

im Garten der Hesperiden ist eine der zwölf Arbeiten

des griechischen Helden. Als elfte Aufgabe sollte Herkules

die goldenen Äpfel aus dem Garten der Hesperiden

holen – einem paradiesischen Ort am Rand der Welt,

wo die Nymphen der Abendröte die heiligen Bäume der

Göttin Hera hüteten. Diese wurden von dem riesigen

Drachen Ladon bewacht. Um die Äpfel zu erlangen,

überlistete Herkules den Titanen Atlas, der den Himmel

trug: Er bot an, die Himmelskugel für ihn zu halten,

während Atlas die Äpfel pflückte. Durch eine List zwang

Herkules den Titanen schließlich, seine Last wieder zu

übernehmen, und brachte die goldenen Früchte zurück.

Provenienz:

Privatsammlung Venedig.

Auktion Semenzato, 12. Juli 1990.

Literatur:

Das hier angebotene Gemälde ist abgebildet in:

Denis Ton, Giovanni Coli Filippo Gherardi, in: Saggi

Memorie di storia dell’arte, Bd. 31, S. 23, Abb. 44.

(1461661) (3) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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815

CORNELIS DE VOS,

1585 HULST – 1651 ANTWERPEN,

WERKSTATT/NACHFOLGE DES

De Vos wurde 1608 Freimeister der Gilde in Antwerpen.

Seine Leistung liegt weniger darin nach neuer

Stilsprache zu suchen, sondern vielmehr die tradierte

Meisterschule zu einem gesteigerten Höhepunkt zu

bringen. Dabei zeigt sein Werk, dass er neben mythologischen

und religiösen Themen, gerade durch seine

Portraits die größten Leistungen erbrachte. So übertraf

er in Feinmalerei und Materialwiedergabe von Stoffen

nicht selten die größten Meister seiner Zeit. Daneben

wurde immer sein Feingefühl für die psychologische

Erfassung des Charakters der Dargestellten erkannt.

SUSANNA UND DIE BEIDEN ALTEN

Öl auf Holz. Parkettiert.

95 x 125 cm.

In teilebonisiertem Rahmen.

Die biblische Geschichte wurde durch eine aramäische

Fassung überliefert. Gezeigt ist die Szene, wonach

Susanna im Bad von den beiden Alten, inmitten

einer Palastanlage bedrängt wird. Um sie verführen zu

können, drohen sie mit der Erpressung, gegenseitig

Zeugen dafür zu sein, Susanna hätte eingewilligt. Erst

der Prophet Daniel als Richter bewies ihre Unschuld,

aufgrund getrennter Befragung der Alten. Somit gilt

die Legende – neben dem „Salomonischen Urteil“ –

als historisches Zeugnis der frühen antiken Wahrheitsfindung

und Rechtsgeschichte.

(1460208) (1) (13)

€ 7.000 – € 12.000

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155


816

VENEZIANISCHER MALER

DES 18. JAHRHUNDERTS

ANBETUNG DER HIRTEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

72 x 114 cm.

Verso auf dem Keilrahmen mit handschriftlichem

Vermerk.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

In weiches Sfumato gehüllt, zeigt die Darstellung im

Zentrum die kniend, hell leuchtende Maria mit ihrem

Kind in der Krippe. Um sie herum die Hirten, Josef, der

Esel und der Stier, zudem herbeischwebende Putti.

(1461675) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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817

NORDITALIENISCHE SCHULE

DES 17. JAHRHUNDERTS

JOHANNES, DER EVANGELIST

Öl auf Leinwand.

106 x 131 cm.

In profiliertem Rahmen.

Der Evangelist Johannes, der jüngste der zwölf Apostel,

wird hier mit einem geöffneten Buch schreibend

dargestellt. Seine Schreibfeder ruht in seiner rechten

Hand, nachdenklich blickt er auf das Buch. Am rechten

Bildrand ist der Adler, Attribut des Johannes, vor dunklem

Hintergrund schemenhaft auszumachen. Der

Künstler zeigt in den realistisch dargestellten Faltenwürfen

und der Ausarbeitung der Physiognomie seine

Meisterschaft.

(1462092) (10)

€ 4.000 – € 6.000

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818

GIUSEPPE ANTONIO PIANCA,

1703 – UM 1760, ZUG.

ANBETUNG DES KINDES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

90,5 x 134 cm.

Ungerahmt.

Inmitten einer hügeligen Landschaft ein Stall, durch

architektonische Versatzstücke in die Antike gerückt.

Davor das leuchtende Christuskind in der Wiege, begleitet

von der knienden Maria und dem hockenden

Josef. Daneben ein Eremitenheiliger im Mittelgrund,

der während eines Erscheinungserlebnisses erleuchtet

wird.

(1461674) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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819

ITALIENISCHER MALER

DES 16./17. JAHRHUNDERTS

DIE VERSPOTTUNG CHRISTI

Öl auf Kupfertafel.

28 x 22 cm.

Verso auf Platte mit Vermerk „Opera di Palma il

Giovane ... (?)“.

Im Passepartout aus Samt gerahmt.

Vor dunklem Hintergrund Christus mit entblößtem

Oberkörper, der Dornenkrone auf seinem Haupt und

einem goldenen Nimbus, nach hinten gebeugt. Mit gefesselten

Handgelenken hält er das Spottzepter in der

rechten Hand. Den Blick hat er leidend nach oben gerichtet.

Neben ihm ein Folterknecht mit geballter

Faust, der ihn wohl mit weit geöffnetem Mund anbrüllt.

Drastische Darstellung der Verspottung.

(1460084) (18)

€ 2.000 – € 4.000

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157


820

ITALIENISCHER MALER

DES 16./17. JAHRHUNDERTS

BILDNIS VON COSIMO UND LUCREZIA

DE MEDICI

Öl auf Leinwand.

144 x 116 cm.

In profiliertem Rahmen.

Dreiviertelbildnis des Cosimo de’ Medici, eine Hand

am Griff eines Degens, die andere an einem Stab vor

einem Tisch lehnend. Auf diesem, auf rotem Tuch, ein

Prunkhelm mit Federzier. Hinter Cosimo seine Tochter

Lucrezia de’ Medici in goldbesticktem Gewand und mit

Perlschmuck. Cosimo und Lucrezia de’ Medici waren

Mitglieder der einflussreichen Florentiner Familie Medici,

die im 15. und 16. Jahrhundert eine zentrale Rolle

in Politik, Wirtschaft und Kunst spielte. Cosimo I de’

Medici (1519–1574) war der erste Großherzog der

Toskana. Unter seiner Herrschaft wurde Florenz zu

einem starken zentralisierten Staat. Er förderte Kunst,

Wissenschaft und Architektur – zahlreiche prächtige

Bauwerke in Florenz, darunter die Uffizien, entstanden

in seiner Zeit. Cosimo galt als machtbewusst und ehrgeizig,

zugleich aber als Förderer der Renaissance-

Kultur. Lucrezia de’ Medici (1545–1561), eine Tochter

Cosimos I, wurde vor allem durch ihre tragische Ehe

mit Alfonso II d’Este, Herzog von Ferrara, bekannt. Sie

starb jung, mit nur 16 Jahren, unter geheimnisvollen

Umständen.

(14609325) (13)

€ 7.000 – € 9.000

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821

BALDASSARE PERUZZI,

1481 ANCAIANO – 1536 ROM,

MOTIVWIEDERHOLUNG DES 18. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT DES KARDINALS PIETRO ACCOLTI

(1455–1532)

Öl auf Holz.

24 x 18 cm.

In dekorativem Rahmen.

Vor grauem Hintergrund das Halbportrait nach links,

das ihn in der traditionellen roten Kleidung eines Kardinals,

einschließlich des roten Baretts auf seinem Kopf

zeigt. Er hat ein feines Inkarnat, trägt einen Vollbart und

blickt mit seinen dunklen Augen aufmerksam seitlich

aus dem Bild heraus. Der in Florenz geborene war ein

einflussreicher Geistlicher der katholischen Kirche im

15. und 16. Jahrhundert und war auch als „Kardinal von

Ancona“ bekannt.

(1461572) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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822

THÉODORE GÉRICAULT,

1791 ROUEN – 1824 PARIS, ART DES

ÖLSTUDIE EINES MÄNNERKOPFES

Öl auf Leinwand.

39,5 x 36,5 cm.

Verso mit mehreren Stempeln und Etiketten.

Hinter Glas gerahmt.

Beigegeben sind ein Gutachten von Didier Bodart aus

dem Jahr 1978 und eines von Antonio del Guercio aus

dem Jahr 1980, jeweils in Kopie. In beiden Gutachten

wird das hier angebotene Werk Théodore Géricault zugeschrieben.

Vor bräunlichem Grund die Darstellung eines nach

rechts gewandten älteren Mannes als Bruststück mit

leicht geöffnetem Mund und glänzenden Augen, die

mit den gehöhten Stellen der Stirn und den silbrig

glänzenden Bartstoppeln korrespondieren. Das Werk

kann gut mit anderen Werken des genannten Malers

verglichen werden, wie etwa mit einem Männerportrait,

das am 05. April 2022 bei Aguttes in Neuilly-sur-Seine

unter Lot 14 angeboten wurde, um 1812 entstanden

ist und ebenfalls einen flotten Duktus verrät.

Provenienz:

Galleria Bonaparte, Mailand, Inv.Nr. 961, als Theodor

Gericault. (1450191) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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823

CARL BANTZER,

AUCH GENANNT „CARL LUDWIG

NOAH BANTZER“,

1857 ZIEGENHAIN – 1941 MARBURG

Der Künstler war ein vom Impressionismus stark beeinflusster

Maler. Er war Mitglied der Willingshäuser

Malerkolonie in Willingshausen (Schwalm). Er lebte in

Marburg und studierte an der Akademie in Berlin. 1896

wurde er zum Professor an der Königlichen Kunstakademie

in Dresden berufen.

WILLINGSHÄUSER BAUER

Öl auf Leinwand.

64 x 27 cm.

Links oben signiert „C. Bantzer“.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

Vor braunem Hintergrund das Halbportrait eines älteren

Bauern nach links, mit Kopfbedeckung, weißem Hemd

und langer Jacke. Mit seinem teils faltigen Gesicht

blickt er nachdenklich seitlich aus dem Bild heraus.

(14617813) (18)

€ 2.500 – € 3.000

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159


824

GIUSEPPE NOGARI,

1699 VENEDIG – UM 1763 EBENDA, ZUG.

BILDNIS EINES ITALIENISCHEN EDELMANNES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

47 x 39 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Vor undefiniertem dunklem Hintergrund, der keinen Rückschluss

auf den Raum zulässt, schaut ein italienischer

Edelmann den Betrachter direkt mit festem Blick an.

(1462053) (10)

€ 3.800 – € 6.000

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825

FRANCESCO BATTAGLIOLI,

UM 1717 MODENA – UM 1796 VENEDIG

CAPPRICCIO MIT ANSICHT EINER VILLA

IM VENETO, MITTE DES 18. JAHRHUNDERTS

Gouache auf Papier.

22 x 35 cm.

In Holzrahmen.

Das Gemälde zeigt eine phantasievolle Capriccio-Ansicht,

die sich an der Villa Contarini in Piazzola sul Brenta

orientiert, jedoch keine Palladio-Architektur wiedergibt.

Vermutlich entstand das Werk während eines Italienaufenthalts

des Künstlers vor oder nach seiner Zeit in

Spanien. Trotz realistischer Elemente – Tore, Gartenarchitektur

und Taubenturm – bleibt die dargestellte Villa

unidentifiziert. In der Darstellung von Fluss, Gebäuden

und schlanken Bäumen eine ausgewogene Komposition,

in der vertikale und horizontale Bildelemente im Einklang

stehen. Staffagefiguren mit Pferden beleben die

Szene und veranschaulichen das alltägliche Leben entlang

des Brenta Mitte des 18. Jahrhunderts.

(1461251) (17)

€ 6.000 – € 8.000 (†)

Sistrix

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826

NIEDERLÄNDISCHER MEISTER

DES 18. JAHRHUNDERTS

ARCHITEKTONISCHE INNENANSICHT

DES DOMS ZU DELFT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

154 x 116 cm.

In dünnem Holzleistenrahmen.

Blick in eine hohe gotische Kirche mit bemaltem Deckengewölbe

auf den vergoldeten Alter, der in der Bildtiefe

hinter einem roten, zur Seite gerafften Vorhang zu erkennen

ist. Im Vordergrund der zweifarbig gekachelte

Fussboden, zudem in dieser figurenlosen Darstellung

vorne rechts eine Türöffnung mit wenigen Stufen,

nach links ein hoher Treppenaufgang mit Geländer,

darunter unter einem breiten Bogen Blick in weitere

Räume, dazu wohl eine kleine Kapelle gehörend. Architektonisch

hervorragend gestaltete Innenansicht in

überwiegend beige-grauer Farbigkeit. Rest.

(1460313) (18)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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Mit in die Seite gestemmtem linken Arm schaut der Die Dame vor dunklem Hintergrund nach links gewandt,

in schwarzem Gewand mit weißem aufliegen-

827

Dargestellte den Betrachter mit sicherem Blick an. In

SANTI DI TITO,

1536 – 1603, KREIS DES

BILDNIS EINES EDELMANNES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

seiner rechten Hand hält er einen verzierten Stock, von

Lichtreflexen pointiert, auf das er sich stützt. Gekleidet

ist er in gedeckten Farben, seitlich präsentiert der

Mann seine detailliert gearbeitete Waffe. Am linken

oberen Bildrand ist das Wappen der Familie zu sehen.

Die Malart zeigt Einflüsse von Santi di Tito. Vor allem die

dem Kragen, der von einer großen wertvollen Brosche

geziert wird. Sie hat braunes gelocktes Haar, ein zartes

feines Gesicht, einen lächelnden Mund und blickt mit

ihren glänzenden braunen Augen voller Aufmerksamkeit

aus dem Bild heraus. Rest.

(1460871) (18)

128 x 95 cm.

kompositorische Einfachheit und typisch florentinische

In profiliertem vergoldetem Rahmen.

nüchterne Malerei des 16. Jahrhunderts.

Rahmenmaß: 143 x 115 cm.

(1460561)

€ 1.200 – € 1.800

Sistrix

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€ 7.000 – € 12.000

Sistrix

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828

ABRAHAM VAN DEN TEMPEL,

1622 LEEUWARDEN – 1672 AMSTERDAM

HALBPORTRAIT EINER DAME

DES GEHOBENEN BÜRGERTUMS

Öl auf Holz.

46,5 x 37 cm.

Mittig links monogrammiert „A. v. T.“,

mittig rechts datiert „A. 1645“.

In teilvergoldetem Rahmen.

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161


830

VENEZIANISCHER MALER

DES 18./19. JAHRHUNDERTS

VENEDIGVEDUTE MIT RIALTOBRÜCKE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

67 x 95 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

Über den Canal Grande wird der Blick des Betrachters

gelenkt, vorbei an dem, vom Sonnenlicht hell erstrahlten

Fondaco dei Tedeschi mit seinen von Arkaden

überfangenen Anlegestellen, hin zur Rialtobrücke und

dem halb beleuchteten, halb verschatteten Palazzo dei

Camerlenghi. Hinter dem Fondaco dei Tedeschiv erhebt

sich der Kirchturm von San Bartolomeo di Rialto.

Der Künstler des vorliegenden Gemäldes konnte dabei

auf eine Komposition von Canaletto (1697– 1768) zurückgreifen,

wie etwa „Il ponte di Rialte da Nord“, die

sich in Turin in der Pinacotheca Giovanni e Marella

Agnelli in Turin befindet.

(1461651) (13)

829

VENEZIANISCHER MALER DES

19./20. JAHRHUNDERTS

ANSICHT DER PIAZZETTA IN VENEDIG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

69 x 100 cm.

In profiliertem Rahmen.

Von erhöhtem Standpunkt Blick auf die breite Piazzetta:

zahlreiche Figuren in eleganter Kleidung in der Bildmitte.

Die linke Bildseite von der sonnenbeleuchteten Ecke

des Dogenpalastes beherrscht. Auf der rechten Bildseite,

im Schatten, die Bibliotheca Nazionale Marciana.

Im Hintergrund sind die beiden großen monolithischen

Säulen deutlich zu erkennen, zum einen mit dem

geflügelten Markuslöwen, zum anderen mit dem Heiligen

Theodor, ehemaliger Schutzpatron Venedigs.

Dahinter führt der Blick aufs Meer, mit der Insel San

Giorgio Maggiore und ihrem Kloster.

(14616717) (13)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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SCHOOL OF VENICE,

18TH/19TH CENTURY

VENICE VEDUTA WITH RIALTO BRIDGE

Oil on canvas. Relined.

67 x 95 cm.

The artist of the present painting was able to draw on

compositions by Canaletto, such as Il ponte di Rialto

da Nord, held at the Pinacoteca Giovanni e Marella

Agnelli al Lingotto, Turin.

€ 12.000 – € 15.000

Sistrix

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831

VENEZIANISCHER MALER

DES 19. JAHRHUNDERTS

VENEDIG – RIALTOBRÜCKE MIT DEM

PALAZZO DEI CAMERLENGHI

Öl auf Leinwand. Doubliert.

82 x 120 cm.

In ornamentiertem vergoldetem Rahmen.

Die Vedute zeigt die Rialtobrücke sowie den Palazzo dei

Camerlenghi. Sie wird belebt durch die zahlreichen Staffagefiguren,

die Boote und Lastkähne steuern oder über

den Platz eilen. Der Blick, durchaus geläufig bei den venezianischen

Vedutenmalern, führt unter der Brücke hindurch

auf weitere Gebäude. Auffällig ist die Farbgebung

der Figuren wie auch die detaillierte Wiedergabe der Architektur.

Der helle Himmel mit den vereinzelten Wolkenformationen

taucht die Vedute in ein freundliches Licht.

Das Spiel mit dem Licht erweitert die Raumwirkung.

(1461905) (3) (10)

VENETIAN SCHOOL, 19TH CENTURY

VENICE – RIALTO BRIDGE WITH PALAZZO

CAMERLENGHI

Oil on canvas. Relined.

82 x 120 cm.

€ 10.000 – € 15.000

Sistrix

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832

VENEZIANISCHER MALER

DES 19. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

ANSICHTEN VON VENEDIG

Aquarell auf Papier.

Je 17 x 29 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Das eine Gemälde zeigt den mit Booten und Schiffen

belebten hellblauen Canal Grande, an dessen Seiten

sich jeweils die prachtvollen venezianischen Häuser reihen.

Das andere Werk zeigt den Blick über den Kanal

mit zahlreichen Booten und einigen Gondeln auf die

Punta della Dogana, an deren Spitze die Skulptur mit

zwei Atlanten steht, die einen vergoldeten Globus tragen,

auf dem die Allegorie der Fortuna steht. Malerei

mit vielen Details in raschem Pinselduktus bei weicher

Farbgebung.

(1461682) (18)

€ 8.000 – € 12.000

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163


833

MAERTEN RYCKAERT,

1587 ANTWERPEN – 1631 EBENDA, ZUG.

Der Maler gehörte einer mehrköpfigen Malerfamilie

an: er war Sohn von David I Ryckaert (um 1560–um

1607) sowie Bruder des David II Ryckaert (1586–1642)

und Onkel von David III Ryckaert (1612–1661). Seine

Figurenwiedergabe orientiert sich stark an den Werken

von Jan Brueghel, während er sich in der Farbgebung

eher an Joos de Momper d. J. (1564–1635) anlehnte.

LANDSCHAFT MIT RUINE UND WANDERERN

Öl auf Kupfer, auf Holz.

13 x 17 cm.

Verso mit auf den genannten Künstler verweisendem

Etikett und einem handschriftlichen Vermerk.

In vegetabil reliefiertem Rahmen.

Reizvolle, leicht hügelige Landschaft mit seichtem

fließendem Gewässer, das von einer einfachen Rundbogenbrücke

überspannt wird, auf die sich zwei wandernde

Figuren hinbewegen. Im Hintergrund eine

Festungsruine mit noch bedachtem Rundturm, der als

Wohnstatt dienen mag. Eine nicht unähnliche Landschaft,

ebenfalls auf Kupfer und mit den Maßen 21,3 x

24,8 cm, wird in Stockholm im Nationalmuseum unter

Inv.Nr. 6737 verwahrt.

(1450382) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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834

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

JESUS PREDIGT AM SEE GENEZARETH

Öl auf Leinwand. Doubliert auf Holz.

57 x 88,5 cm.

In schwarzem Flammleistenrahmen.

Die Darstellung geht auf Lukas 5,1-11 zurück: Demnach

stand Jesus am See Genezareth, und eine große

Menschenmenge drängte sich um ihn, um die Botschaft

Gottes zu hören. Daher stieg Jesus in eines von

zwei leeren Booten am Ufer, die die Fischer gerade

verlassen hatten, und lehrte vom Boot aus die stehenden

Menschen. In weiter bergiger Landschaft der große

See auf dem Jesus in einem hellvioletten Umhang

mit erhobenem Arm predigt. Unter den Zuhörern befinden

sich Figuren jeglichen Alters, darunter Männer

mit Turbanen und Frauen mit ihren Kindern. Vielfigurige

Darstellung in zurückhaltender Farbgebung.

(1461416) (1) (18)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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835

WOUTER KNIJFF,

AUCH GENANNT „WOUTER KNYFF“,

UM 1607 WESEL – UM 1693 BERGEN OP ZOOM, ZUG.

Maler im Umkreis Jan Josefsz. van Goyens (1596– 1656).

LANDSCHAFT MIT BURGANLAGE AN FLUSSUFER

Öl auf zwei horizontal verbundenen Holzplatten.

49,5 x 72,5 cm.

In dekorativem Rahmen mit Namensplakette.

Über einen Fluss hinweg, mit einem Ruderboot, gleitet

der Blick auf eine hügelige Landschaft unter hohem,

grau bewölktem Himmel. Links am Ufer steht ein Mann

vor einem hohen Gebäude mit Treppenaufgang, an ein

Schloss oder eine kleine Burg erinnernd. Malerei in

überwiegend monochromer beige-brauner und grauer

Farbgebung.

(1461772) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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836

HERMAN SAFTLEVEN,

1609 ROTTERDAM – 1685 UTRECHT

Der Maler war wohl Schüler seines älteren Bruders

Cornelius. 1632 ließ er sich in Utrecht nieder, wo er – beeinflusst

von Jan Both (1618–1652) – im Stil der sogenannten

Italianisanten arbeitete. Seit den späten 1640erund

1650er-Jahren wurden seine Landschaften

realistischer, und einzelne Motive lassen sich topographisch

bestimmbar. Zu seinen bevorzugten Themen

gehörten in dieser Zeit Rheinansichten, nicht selten

nach Zeichnungen, die auf seinen Reisen entstanden.

FLUSSLANDSCHAFT MIT BELADENEM

RUDERBOOT IN EINER BUCHT

Öl auf Holz.

13,7 x 16 cm.

Links unten auf Stein monogrammiert,

darunter am Boden datiert „1679“.

In dekorativem Rahmen.

Im Zentrum des Bildes auf dem ruhigen Wasser ein

schwer beladenes Ruderboot, auf dem neben Figuren

auch Gepäckstücke, Fässer und ein Schimmel zu erkennen

sind. Links- und rechtsseitig die felsige Küste, teils mit

Bäumen und grünen Sträuchern bewachsen, unter hohem

Himmel, im gelb-goldenen Licht der unter gehenden

Sonne, die sich malerisch im Wasser wiederspiegelt.

(14603314) (18)

€ 8.000 – € 10.000

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837

HOLLÄNDISCHE SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS

WALDLANDSCHAFT MIT FLUSS UND FIGUREN

Öl auf Holz.

55 x 75 cm.

Von leicht erhöhtem Standpunkt der Blick auf eine bewaldete

Landschaft, die durch einen Fluss zweigeteilt

wird. Links des Flusses eine alte Burgruine und, am

Bildrand ein nach oben ragender Baum. Über den Fluss

führt eine kleine steinerne Brücke, auf der ein Jäger auf

einem Pferd in Begleitung eines Treibers und Hunden zu

erkennen ist. Ein weiterer eleganter Herr hat die Brücke

bereits überquert und trägt zwei Falken an einem hängenden

Stock. Er blickt auf einen, im Vordergrund sitzenden,

Wanderer mit leuchtend roter Jacke. Nach

rechts eine große Waldlandschaft mit hohen, meist fiedrig

und gebauscht wiedergegebenen Blättern. Rest.

(1461414) (1) (18)

€ 1.500 – € 2.000

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838

DAVID TENIERS D. J.,

1610 ANTWERPEN – 1690 BRÜSSEL,

NACHFOLGE DES

FLUSSLANDSCHAFT MIT GEBÄUDEN UND FIGUREN

Öl auf Holz.

30,5 x 39,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

Unter hohem Himmel, im Licht der untergehenden

Sonne, am linken Ufer eines Flusses, ein Haus, vor dem

zwei Frauen gerade Geschirr waschen, das sie sorgsam

zum Trocknen am Boden aufgestellt haben. Ein Mann

hat durch die Tür das Haus verlassen, um ihnen Wassernachschub

zu bringen. Zwei Schweine betrachten aufmerksam

das abgestellte Geschirr. Rechtsseitig des

Flusses ist ein Dorf mit einer Kirche erkennbar. Stimmungsvolle,

leicht humorige Darstellung.

(1460673) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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165


839

ITALIENISCHER MALER IM STIL

DES 18. JAHRHUNDERTS

LÄNDLICHE SZENE

Öl auf Leinwand.

88 x 116 cm.

In Holzrahmen.

Ländliche Szene mit Wasserfall, Bäumen und Figuren

in lebendigem Miteinander. Die Komposition steht im

Stil der italienischen Landschaftsmalerei des 18. Jahrhunderts,

geprägt von neoklassizistischen Idealen und

einer romantisch-poetischen Naturauffassung, wie sie

durch die Italienreisen europäischer Künstler und

Schriftsteller verbreitet wurde.

(1461248) (17)

Sistrix

€ 6.000 – € 8.000 (†) INFO | BID

840

MARCO RICCI,

1676/79 BELLUNO – 1729/30 VENEDIG, ZUG.

ITALIENISCHE LANDSCHAFT MIT FIGUREN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

80,5 x 100 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Über eine leicht verfallene Steinbrücke mit Rundbögen

hinweg, auf der einige Figuren zu erkennen sind, gleitet

der Blick in eine bergige Landschaft, auf deren rechter

Seite im Tal eine große Stadt mit einem hohen weißen

rundbogigen Gebäude zu erkennen ist. Rechtsseitig, als

Repoussoir, die Überreste eines antiken Gebäudes mit

Säule. Malerische Darstellung unter hohem hellblauem

Himmel mit nur wenigen weißen Wolken, in der Manier

des bekannten Künstlers.

(1462263) (18)

€ 8.000 – € 12.000

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841

MALER DER ERSTEN HÄLFTE

DES 18. JAHRHUNDERTS

DIE HEILIGE KATHARINA

Öl auf Leinwand. Doubliert.

46 x 39 cm.

Ungerahmt.

Die Heilige unter einem schweren roten Brokatvorhang

aufmerksam in einem Buch in ihrer linken Hand

lesend; sie trägt ein wertvolles weites Gewand und hat

auf ihrem Haar eine kleine Krone. Links oberhalb von

ihr ein Engel auf einer Wolke stehend, mit einem Palmenzweig

in seiner rechten Hand als Zeichen für ihr

Martyrium und in der anderen Hand einen gebundenen

Kranz zur Krönung über ihren Kopf haltend.

(1461245) (18)

€ 4.000 – € 6.000 (†)

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842

ENGLISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

DER PROZESS GEGEN WILLIAM

LORD RUSSELL IM JAHR 1683

Öl auf Leinwand. Doubliert.

38 x 57 cm.

In Prunkrahmen.

Das Gemälde schildert leicht skizzenhaft den Prozess

gegen William Russell, Lord Russell, der wegen Hochverrats

verurteilt wurde. Ihm wurde vorgeworfen, an

der Rye-House-Verschwörung von 1683 beteiligt gewesen

zu sein, die die Ermordung von Karl II. und dessen

Bruder und Erben Jakob, Herzog von York, zum

Ziel hatte. Das Gemälde zeigt Russells Prozess und

seine Verurteilung kurz vor seiner Hinrichtung.

(1461249) (18)

€ 4.000 – € 6.000 (†)

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167


843

VINCENZO CHILONE,

1758 VENEDIG – 1839 EBENDA, ZUG.

VENEDIGVEDUTE MIT DOGENPALAST

Öl auf Leinwand. Doubliert.

38 x 62 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Ansicht über die Mündung des Canal Grande auf den

Dogenpalast und den links danebenstehenden Campanile.

Das Gewässer mit Gondeln und Segelboten fein

staffiert.

(1462191) (13)

€ 6.500 – € 8.000

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844

LUCA CARLEVARIS,

1663/65 UDINE – 1729/31 VENEDIG,

NACHFOLGE DES

VENEDIG, BLICK AUF DEN MARKUSDOM

Öl auf Leinwand. Doubliert.

36,5 x 76,5 cm.

In vergoldetem Holzrahmen.

Das ausgeprägte Querformat bietet einen weiten Blick

über den Markusplatz, auf dem sich zahlreiche, farbenfroh

gekleidete Figuren zu kleinen Gruppen zusammenfinden.

Die den Markusplatz umgebende Architektur

ist detailliert wiedergegeben. Der Himmel, mit dunstigen

Wolken versehen, findet hier nur wenig Platz, prägt

aber dennoch die dunstige Atmosphäre und Lichtwirkung

des Gemäldes.

(1461906) (3) (10)

€ 5.000 – € 8.000

Sistrix

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845

GIACOMO GUARDI,

1764 VENEDIG – 1835 EBENDA, ZUG

CANAL GRANDE MIT DER KIRCHE

SANTA MARIA DELLA SALUTE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

40 x 50 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Über den mit einigen Gondeln und Fährschiffen belebten

Canal Grande fällt der Blick auf die Kirche Santa Maria

della Salute. Der stark verschattete Bau ragt in den mit

dramatischen Wolken versehenen Himmel, der einen

Großteil des Bildgrundes einnimmt. Der leichte Pinselduktus

erzeugt eine qualitätsvolle gedämpfte Farbgebung.

Die schnell gemalten Staffagefiguren verleihen

dem Bild eine Bewegtheit, die einen Kontrast zum ruhenden

Wasser darstellen und dem Gemälde Spannung

verleihen.

(1462112) (10)

€ 5.000 – € 7.000

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846

VENEZIANISCHER MALER DES AUSGEHENDEN

18./BEGINNENDEN 19. JAHRHUNDERTS

BLICK AUF DEN CANAL GRANDE

Öl auf Leinwand.

46 x 61 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Die Ansicht des Canal Grande zeigt den mittig angelegten

Kanal mit den aufgereihten Häuserreihen, die

von der mittäglichen Sonne angestrahlt werden. Das

Wasser wird von einigen Gondeln und Lastkähnen und

Figurenstaffage belebt. Der helle Himmel ist nur vereinzelt

von Wolken gesäumt. Am rechten unteren Bildrand

ragt ein Steg in den Bildraum, der die Distanz zum

Betrachter auflöst.

(14619011) (3) (10)

€ 4.000 – € 6.000

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169


847

GIUSEPPE PONGA,

1856 CHIOGGIA – 1925 VENEDIG, ZUG.

Gemäldepaar

VENEDIG, VEDUTE DER ISOLA DI SAN MICHELE

sowie

VENEDIG, VEDUTE DER ISOLA DI SAN CRISTOFORO

Öl auf Leinwand.

35 x 45 cm.

In dunklem Holzrahmen.

Diese beiden Veduten zeigen den Malduktus des ausgehenden

18. Jahrhunderts mit zwei Motiven der Inseln

San Michele und San Cristoforo. Die Ufer mit niedrigen

Häusern und markant aufstrebenden Türmen werden

von zahlreicher figürlicher Staffage in ruhig gleitenden

Kanälen belebt. Im Hintergrund ragen vor einem farbenfrohen

Himmel helle Wolkenformationen auf.

(14619014) (3) (10)

€ 3.000 – € 4.000

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848

GIUSEPPE PONGA,

1856 CHIOGGIA – 1925 VENEDIG, ZUG.

VENEDIGVEDUTE

Öl auf Kupfer.

20 x 25 cm.

Verso mit Schriftzug „Ponga“.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Blick über die Mündung des Canal Grande mit dem vor

dem Dogenpalast festmachenden Bucintoro, dem Markusdom

und dem Campanile, der hinter der Biblioteca

Marciana zu sehen ist.

(1462192) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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849

GIOVANNI GRUBACS,

1829 VENEDIG – 1919 PULA

Der Maler war Sohn des Carlo Grubacs (1812/40– 1870),

der in Venedig wirkte. Giovanni Grubacs griff die Tradition

der venezianischen Vedutenmalerei nach den Vorbildern

der herausragensten Vertreter dieser Gattung,

wie Canaletto (1697 – 1768) und Francesco Guardi

(1712 – 1793) wieder auf, um ein neues Interesse für

dieses Genre zu wecken. Seine Bilder widmen sich

thematisch den bekanntesten Ansichten der Lagunenstadt,

was dem Sammlerinteresse entgegenkam. In

gewisser Weise ist hier von einem Historismus der

Vedutenmalerei zu sprechen.

KLEINE VENEDIGVEDUTE: BLICK AUF DOGEN­

PALAST MIT LIBRERIA UND CAMPANILE

Öl auf Buchenholz.

16 x 27 cm.

Links unten signiert.

Original Rahmen der Entstehungszeit.

Die Ansichten klar und imposant, in nahezu fotografisch

genauer Wiedergabe. Von dem vorliegenden Motiv ist

eine weitere Version bekannt geworden. A.R.

(1451633) (11)

€ 5.000 – € 10.000

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850

VENEZIANISCHER MALER

DES 19. JAHRHUNDERTS

VENEDIGVEDUTE MIT BLICK AUF SANTA MARIA

DELLA SALUTE

Öl auf Leinwand.

66 x 39 cm.

In geschnitztem Holzrahmen.

Blick über die Piazzetta mit den Säulen und der vorderen

Ecke der Biblioteca Marciana sowie Blick über die

Mündung des Canal Grande, hinweg auf Santa Maria

della Salute

(1462193) (13)

€ 1.800 – € 3.000

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171


851

GIUSEPPE BERNARDINO BISON,

1762 PALMANOVA – 1844 MAILAND, ZUG.

VENEDIG, BLICK AUF DIE SCALA DEI GIGANTI

Öl auf Leinwand.

30 x 40 cm.

In reich verziertem Rahmen.

Durch den prächtigen Arco Foscari eröffnet sich der

Blick auf die Scala dei Giganti des Dogenpalastes in

Venedig. Die in warmes Licht getauchte Treppe kontrastiert

mit dem verschatteteten Gang, der von zahlreichen,

lebhaft arrangierten Staffagefiguren gefüllt ist. Diese

deuten auf Giuseppe Bernardino Bison hin, der ab

1740 von den Genredarstellungen in Venedig beeinflusst

wurde.

(14619010) (3) (10)

€ 5.000 – € 7.000

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852

VENEZIANISCHER MALER DES

AUSGEHENDEN 19. JAHRHUNDERTS

BLICK AUF DEN CANAL GRANDE IN VENEDIG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

54 x 70 cm.

In dekorativem Rahmen.

Unter hellem türkis-blauem Himmel mit wenigen Wolken

der ruhige Canal Grande mit mehreren, hinereinander gestaffelten,

über das Wasser führenden Brücken. Rechtsund

linksseitig jeweils die prachtvollen Häuser der Stadt,

meist mit heruntergelassenen Jalousien und auf der

rechten, von der Sonne beschienenen Uferseite, mehrere

spazierende Figuren. Auf dem Wasser selbst einige Boote

und im Vordergrund eine Gondel mit Gondoliere in rotweißer

Kleidung. Darstellung in vereinfachter Manier, in

überwiegend weicher Farbgebung.

(1461971) (4) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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853

GIOVANNI ANTONIO CANAL,

GENANNT „CANALETTO“,

1697 VENEDIG – 1768 EBENDA,

NACHFOLGE DES 19. JAHRHUNDERTS

ANSICHT VON VENEDIG

Öl auf Leinwand. Doubliert.

49,5 x 64,5 cm.

In profiliertem Rahmen.

Die Ansicht des Dogenpalastes und der Punta della

Dogana weist einen relativ niedrigen Horizont auf, der

der Darstellung des Himmels mit einigen dezenten

Wolkenformationen viel Raum lässt. Ein betriebsames

Treiben der Staffagefiguren lockert die Atmosphäre

auf. Das Gemälde orientiert sich an der Malart des

Giovanni Antonio Canal, genannt „Canaletto“, ist jedoch

erst im 19. Jahrhundert als Grand-Tour-Erinnerung

entstanden.

(1461972) (4) (10)

€ 5.000 – € 8.000

Sistrix

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854

FLÄMISCHER MEISTER DER ERSTEN

HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS

NASCENDO MORIMUR

Öl auf Leinwand.

55 x 45 cm.

In ornamentiertem Rahmen.

Das allegorische Gemälde zeigt eine Aktdarstellung eines

Jungen, auf einem Sockel sitzend. Sein Fuß steht

auf einem Schädel, sein Arm ruht auf einer abgelaufenen

Sanduhr und weist so auf die Vergänglichkeit hin.

Neben diesen Vanitasmotiven deutet der Junge auf die

Hintergrundszene, die dem Betrachter die Auferstehung

Christi zeigt. Ikonographisch lässt sich diese Gemälde,

im Original von Frans Floris, dem „Nascendo

morimur“ zuordnen.

(14603318) (10)

€ 2.000 – € 4.000

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855

LEIDENER MEISTER DES 17./18. JAHRHUNDERTS

DAME BEIM SCHREIBEN EINES BRIEFS

Öl auf oben abgerundeter Holztafel.

28 x 22 cm.

In dekorativem Wellenleistenrahmen.

Vor dunklem, fast schwarzem Hintergrund eine junge

Frau im pelzverbrämtem rotem Überwurf mit Haube,

an einem Tisch sitzend bei Kerzenschein. In ihrer linken

Hand hält sie wohl ein Brief, auf den sie gerade antwortet,

dazu hat sie ein Blatt Papier auf dem Tisch liegen

und eine Feder in ihrer rechten Hand. Malerische

Darstellung mit starkem Hell-Dunkel-Kontrast.

(14603319) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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173


856

PIER FRANCESCO CITTADINI IL MILANESE,

1616 MAILAND – 1681 BOLOGNA, ZUG.

MÄDCHEN MIT BLUMENKORB

Öl auf Leinwand.

62 x 50 cm.

Vor einem weich fließenden dunklen Vorhang steht

ein Mädchen frontal zum Betrachter und hält einen

Blumenkorb in den Händen. Ihr fein ausgearbeitetes

spitzenbesetztes helles Kleid wird von roten Schleifen

dekoriert.

(14603317) (10)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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857

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINER ADELIGEN DAME

Öl auf Leinwand.

40 x 32 cm.

In teilvergoldetem Rahmen.

In gemaltem Hochoval das Halbportrait einer jungen

Dame in elegantem Seidenkleid mit Pelzverbrämung

sowie wertvollem Schmuck auf der Kleidung, um den

Hals und im Haar. Sie hat leicht gerötete Wangen,

einen roten Mund und mit ihren glänzenden dunklen

Augen schaut sie aus dem Bild heraus. Die Darstellung

könnte Henrietta Maria von Frankreich (1609 – 1669)

zeigen und auf frühere Vorbilder zurückgehen.

(1462179) (18)

€ 2.000 – € 4.000

Sistrix

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858

JAKOB FERDINAND VOET,

1639 – 1689 PARIS, ZUG.

PORTRAIT EINER DAME

Öl auf Leinwand. Doubliert.

74 x 62 cm.

In ornamental reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

Im Oval, vor unbestimmtem Grund, das leicht nach

links gewandte Brustbildnis einer jungen Dame. Sie

trägt Röhrenlocken und ein reich besticktes sowie mit

Schleifen versehenes Gewand.

(14603316) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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175


860

HOLLÄNDISCHE SCHULE

DER ZWEITEN HÄLFTE DES 17. JAHRHUNDERTS

BRUSTBILDNIS EINES KLEINEN KINDES

ODER ENGELS

Öl auf Holz.

17 x 20 cm.

859

ANDREA SCACCIATI D. J.,

1725 – 1771

DIE GÖTTIN AURORA IN EINEM PRUNKWAGEN

Vor braunem Hintergrund, der nach rechts aufhellt, das

Bildnis eines kleinen Kindes oder Engels mit nacktem

Oberkörper, die rechte Hand leicht zur Faust erhoben,

mit leicht zur Seite geneigtem Kopf und leicht geöffnetem

Mund mit seinen braunen Augen aus dem Bild

herausblickend. Wiedergabe mit feinem zartem Inkarnat,

leicht geröteten Wangen und Nasenspitze, sowie

dunkelblondem krausem Haar. Einfühlsame liebevolle

Darstellung in monochromer beige-brauner Farbigkeit.

Holzplatte mit horizontalem Riss.

(14311513) (18)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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Radierung, montiert auf Karton,

an den Rändern beschnitten.

Blattmaß: 28 x 40 cm.

Ungerahmt.

Eine unbeschnittene Arbeit mit dem Motiv, benannt

„A goddess in a chariot“, datiert auf 1750 – 1775, befindet

sich im Metropolitan Museum of Art, New York.

Teils stockfleckig.

(1462151) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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861

LUCA CAMBIASO,

1527 MONÉGLIA – 1585 SAN LORENZO DE EL

ESCORIAL

VENUS, ADONIS UND AMOR

Feder und braune Tinte auf Papier.

Sichtmaß: 21 x 14 cm.

Rechts unten signiert „L Cambiaso“.

Im Passepartout in vergoldetem Rahmen.

Die Zeichnung dürfte in die spätere manieristische

Phase des Künstlers fallen, in die Zeit um 1570-75. Die

drei Figuren zeigen den reifen Umgang des Künstlers

mit Kontur und Gestik und fangen den mythologischen

Moment ein, in dem Venus versucht, Adonis vor seiner

tragischen Jagd zurückzuhalten. Im Hintergrund links

der sitzende Amor, der die beiden aufmerksam betrachtet,

während auf der Seite des Adonis bereits seine

Jagdhunde zu erkennen sind. Eine fast identische

Zeichnung befindet sich im Cincinnati Art Museum

unter der Zugangsnummer 1953.104.

(1462177) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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862

GIOVANNI MIGLIARA,

1785 ALESSANDRIA – 1837 MAILAND, ZUG.

Italienischer Architektur- und Historienmaler. Studium

an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand.

1804 tätig für das Teatro Carcano und die Scala. Ab

1822 Professur an der Brera Akademie. 1833 Hofmaler

von König Albert von Sardinien. Sein Werk dokumentiert,

dass er vor allem in Rom und Venedig gewirkt hat.

Gemäldepaar

SÜDLICHE KÜSTENANSICHTEN

GIOVANNI MIGLIARA,

1785 ALESSANDRIA – 1837 MILAN, ATTRIBUTED

A pair of paintings

SOUTHERN COASTAL VIEWS

Oil on canvas. Relined.

14 x 24.5 cm each.

€ 12.000 – € 18.000

Sistrix

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Öl auf Leinwand. Doubliert.

Jeweils 14 x 24,5 cm.

In vergoldeten Prunkrahmen.

Die beiden Gemälde jeweils mit einem teilweise bebauten

Küstenstreifen, auf dem ein größeres Denkmal

in den hohen, leicht rötlich-blauen Himmel ragt. Am

Ufer jeweils Staffagefiguren und einige Boote, die auch

mit gesetzten weißen Segeln auf dem Wasser zu finden

sind. Stimmungsvolle Malerei in teils raschem Pinselduktus.

(1450201) (18)

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177


863

ABRAHAM VAN CUYLENBORCH,

UM 1610 UTRECHT – 1658 EBENDA, ZUG.

DIANA MIT IHREN NYMPHEN UND ACTAEON

Öl auf Holz. Parkettiert.

60 x 71 cm.

Rechts unten Signatur übergangen.

In vergoldetem Rahmen mit Ornamentreliefs.

Actaeon überrascht bei der Jagd Diana, als diese nackt,

in Begleitung einiger Nymphen, badet. Die Göttin verwandelt

ihn daraufhin aus Rache in einen Hirsch und so

wird der Jäger von seinen eigenen Hunden, die ihn

nicht erkennen, zerfleischt.

Provenienz:

Privatsammlung, München, erworben in den

1970er-Jahren. (14511112) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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864

SALVATOR ROSA,

1615 NEAPEL – 1673 ROM, ZUG.

Rosa, auch Salvatoriello genannt, zählt zu den eigenwilligsten

Malern seiner Zeit. Selbst auch Dichter und

Schauspieler, verstand er die Wirkung theatralischer

Effekte. Hier gilt er als Gegenspieler etwa des Zeitgenossen

Claude le Lorrain (1600–1682), dessen Bilder

klassizistische Ruhe zeigen.

FANTASTISCHE LANDSCHAFT MIT SOLDATEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

65 x 80 cm.

In dekorativem Rahmen.

Das Gemälde repräsentiert in überzeugender Weise

den Stil des Salvator Rosa. Seinen Landschaften, die

nicht selten bizarre Felsen und fantasievolle Einbindung

der Figurenstaffage zeigen, entspricht auch die

Darstellung im vorliegenden Bild.

(1410802) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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865

HOLLÄNDISCHER MEISTER

DES 18./19. JAHRHUNDERTS

DER DAMMBRUCH

Öl auf Holz.

18,2 x 23,5 cm.

In dekorativem, sekundärem Rahmen.

Dramatische Darstellung eines Dammbruchs, dessen

tosendes Wasser an den Klippen eines darauf gelegenen

Dorfes in die Tiefe stürzt. Sowohl rechtsseitig auf

der kleineren Klippe, als auch links sind die zahlreichen

aufgebrachten und bestürzten Dorfbewohner zu erkennen,

dazu kommt der bewölkte Himmel mit großen

grauen Wolken, die nach links aufklaren. Atmosphärisch

dichte qualitätvolle Malerei in überwiegend weißgrauer

Farbigkeit, einzelne Dorfbewohner durch rötliche

Kleidungsstücke hervorgehoben.

(1431191) (18)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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866

ITALIENISCHER SCHLACHTENMALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

SCHLACHTENGEMÄLDE

Öl auf Leinwand, im Hochoval.

Jeweils 49,5 x 40,5 cm.

In vergoldetem profiliertem Rahmen.

Unter wolkenverhangenem Himmel jeweils die Darstellung

eines Schlachtengetümmels vor architektonischem

Hintergrund und niedrigem Horizont, die vom

Stil Salvator Rosas inspiriert und möglicherweise in

dessen Umkreis entstanden sind.

Salvator Rosa (1615–1673), der sich neben der Malerei

auch der Dichtkunst und der Schauspielerei widmete,

gehört wohl zu den markantesten Persönlichkeiten seiner

Zeit. In seiner Malerei stellte er sich bewusst gegen

die ruhige Bildauffassung etwa seines Zeit genossen

Claude le Lorrain (1600–1682), was auch seinem satirischen

Temperament entsprach.

(1450247) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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867

PIERRE ANTOINE PATEL,

1648 PARIS – 1707 EBENDA, ZUG.

RUINENCAPRICCIO IN KLASSISCHER LANDSCHAFT

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

23 x 30 cm.

Verso auf dem Keilrahmen mit altem Etikett

sowie mehreren Vorbesitzervermerken.

Ungerahmt.

In luftigem Licht eines sommerlichen Nachmittages entfaltet

sich eine hügelige Landschaft mit gestaffelten Ruinen,

Bäumen und mannigfaltiger Figurenstaffage. Der

jüngste Sohn von Pierre Patel, Pierre-Antoine Patel, spezialisierte

sich ebenfalls auf sorgfältig ausbalancierte

Landschaften, die von klassischen Ruinen dominiert werden.

Ihre Gemälde wurden oft miteinander verwechselt,

und wie der große Kunstliebhaber Pierre-Jean Mariette

bemerkte, wurde die vom Vater geschaffene Formel

vom Sohn fortgeführt, sodass „manchmal ein Gemälde

dem Vater zugeschrieben wird, das in Wirklichkeit vom

Sohn stammt“ (Abecedario et autres notes inédits de

cet amateur sur les arts et les artistes, Paris 1851–60, IV,

S. 89). Patel der Jüngere, der 1680 zum Maître peintre et

peintre ordinaire du Roy ernannt wurde, ist besonders

bekannt für seine Studien zu den Lichtverhältnissen und

der atmosphärischen Perspektive.

(1440923) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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868

JAN WYNANTS,

1632 HAARLEM – 1684 AMSTERDAM, KREIS DES

HÜGELIGE LANDSCHAFT MIT

HIRTEN UND IHREN TIEREN

Öl auf Leinwand.

26 x 35,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

Von einem sandigen Hügel führt ein breiter Weg mit Hirten

und ihren Kühen und Rindern hinab zu einem Gewässer.

Linksseitig, hinter einem alten Holzzaun, erstreckt

sich eine weite Landschaft mit einem Fluss und Häusern.

Besonders auffallend der im linken Vordergrund stehende

große Baum mit abgebrochenem Ast, der mehrfach auf

Gemälden des Künstlers zu finden ist. Stimmungsvolle

Darstellung in zurückhaltender Farbgebung.

(14502717) (18)

€ 1.800 – € 2.500

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179


869

GEORG SCHNEIDER,

1759 MAINZ – 1843 ASCHAFFENBURG, ZUG.

MILTENBERG AM MAIN, CA. 1800

Öl auf Leinwand. Doubliert.

70 x 88 cm.

Verso eine Notiz mit Verweis auf

den Künstler und Betitelung.

Blick von erhöhter Warte auf den malerisch gewundenen

Main mit vereinzelten Booten und die am Ufer gelegene

Stadt am Fuße des Odenwaldes.

(1460312) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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870

BALTHASAR VAN DER VEEN,

CA. 1602 ANTWERPEN – CA. 1658 HAARLEM, ZUG.

FRÜHLING: FLUSSLANDSCHAFT

MIT BELADENEM KAHN VOR GEBÄUDEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

140 x 210 cm.

Beigegeben ein Bericht mit Vergleichsbeispielen von

G.P.R. Tak Labrijn, Amsterdam, 16. März 2023, in Kopie.

Blick auf einen Fluss oder Kanal, auf dem ein Kahn mit

Passagieren und einem Steuermann zu erkennen ist.

Dieser wird gerade von einem Pferd am Ufer gezogen,

das soeben ein Tor passiert hat, welches zu einer kleinen

Stadt mit einem hohen, in den grauen Himmel ragenden

Kirchturm führt. Am Ufer ein sitzender Mann, der

wohl darauf wartet, an Bord gehen zu können. Im Hintergrund

links hinter Bäumen ein hochragendes Gebäude.

Als Repoussoir dient am linken Bildrand ein

hoher, stark verzweigter Baum. Das Gemälde wird zudem

durch einige Vögel im Himmel belebt. Malerische

Darstellung in überwiegend beige-brauner Farbigkeit.

Provenienz:

Flämisches Schloss in der Umgebung von Maastricht.

Antiquitätenhandel Amsterdam.

Anmerkung:

Das Gemälde folgt sehr eng einer Erfindung von Jan

van de Velde II, die 1617 im Druck veröffentlicht wurde.

Die kombinierte Radierung/Kupferstich mit dem Titel

„VER (Frühling) ist Teil einer Serie von vier Bildern,

die die Jahreszeiten darstellen. Eine weitere gemalte

Kopie nach diesem Druck befindet sich in Schloß

Heidegg, Gelfingen (Schweiz), inventarisiert als Egbert

van Driest. Das Gebäude im linken Gemäldehintergrund

könnte der Wittevrouwenpoort in Utrecht sein,

der sowohl auf einem Stich von Herman Saftleven

von 1646 als auch auf Gemälden von Willem van Dielenburg

sowie erneut bei Balthasar van der Veen zu

finden ist. (1460012) (1) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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871

FLÄMISCHE SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

LANDSCHAFTEN MIT FIGUREN

Öl auf Kupferplatte.

Je ca. 13 x 16 cm.

Das eine Gemälde zeigt vor bewaldeter Landschaft

eine Hirtin mit ihren Kühen und im Hintergrund einen

Reiter. Das andere, in ähnlicher Landschaft, einen Reiter

im Gespräch mit einem eleganten Paar mit Hund

sowie linksseitig einen Wanderer. Besonders auffällig

sind die farbenfrohen Blumen am unteren rechten

Bildrand dieses Gemäldes, während beide Bilder ansonsten

in einer überwiegend tonigen beige-grüner

Farbpalette gehalten sind.

(1460589) (2) (18)

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€ 4.000 – € 6.000

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181


872

FRANCESCO ZUCCARELLI,

1702 PITIGLIANO/TOSKANA – 1788 FLORENZ,

KREIS DES

Um 1730 soll Zuccarelli im Atelier von Paolo Anesi

(1697– 1773) in Florenz gearbeitet haben, ließ sich jedoch

ab 1732 in Venedig nieder. Es wird vermutet, dass

er ab 1742 in London als Bühnenmaler wirkte. Weitere

Stationen seines Wirkens waren Bergamo und Rom.

Der englische Konsul in Venedig, Joseph Smith vermittelte

ihm mehrfach Aufträge für Sammler in England,

weswegen sich auch etliche seiner Werke in dortigen

Sammlungen befinden, so etwa im Windsor Castle.

1768 war er einer der Gründungsmitglieder der Royal

Academy London, 1772 wurde er zum Präsidenten der

Akademie in Venedig gewählt.

Gemäldepaar

LANDSCHAFTEN MIT HIRTEN, RUINEN- UND

PALASTGEBÄUDE

Öl auf Leinwand.

35,5 x 50 cm.

Die Gemälde als Gegenstücke konzipiert: Die Hirtengruppen

jeweils in der linken- bzw. der rechten unteren

Ecke positioniert, während die Bildmitte den Blick in

die Landschaft freigibt, mit Gebäuden, einer Turmruine,

belebt durch Baumgruppen. Im rechts zu denkenden

Bild dominiert ein sonnenbeschienener barocker Palazzo.

Die Motive entsprechen typischerweise dem Werk des

Malers, dessen Landschaftsbilder fast immer antiken

Hintergrund mit zeitnah geschilderter Staffage zeigen.

Seine Landschaftsmalerei zeigt den Einfluss von Marco

Ricci (1676/79 – 1729/30).

Literatur

Vgl. Gilda Rosa, Zuccarelli, Mailand 1952.

Vgl. Federica Spadotto, Francesco Zuccarelli,

Mailand 2007.

A.R. (1460939) (11)

€ 6.000 – € 9.000

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873

MARC BAETS,

TÄTIG IN DER ERSTEN HÄLFTE DES

18. JAHRHUNDERTS IN ANTWERPEN

Gemäldepaar

WEITE FLUSSLANDSCHAFTEN

MIT SEGELSCHIFFEN UND FIGUREN

Öl auf Holz.

19 x 30,5 cm und 18,5 x 27 cm.

Jeweils unten fast mittig monogrammiert „M.B.“

In dekorativen Rahmen.

Ausgesprochen charmante, von zahlreichen Figuren

belebte Landschaften: das eine Gemälde linksseitig

mit Gebäuden, das andere Werk rechtsseitig mit mehreren

Häusern, jeweils Figuren im Gespräch zeigend,

bzw. beim Blick auf den ruhigen Fluss, auf dem jeweils

zwei Segelboote unter hohem Himmel im leicht rötlichen

Licht der untergehenden Sonne zu sehen sind.

Stilistisch folgt der Maler der Mode seiner Zeit und orientierte

sich am Vorbild Jan Brueghel d. Ä. (1568–1625), wie

es auch andere Maler um 1700 das taten; hier seien beispielsweise

Jan Frans van Bredael (1686–1750), Charles

Beschey (1706– um 1770) und Theobald Michau (1676–

1765) genannt.

(14609611) (18)

CITES export restrictions – sale in the EU only (frame).

€ 6.000 – € 8.000

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183


874

NORDITALIENISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

TOCHTER DER MUTTER KIRSCHEN DARBRINGEND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

80 x 73 cm.

Verso mit altem rotem Wachssiegel und alten Etiketten.

In bronziertem Kehlrahmen.

Darstellung einer Frau fortgeschrittenen Alters mit

weißer Haube vor angedeutetem architektonischen

Hintergrund. Links von ihr ein Mädchen mit Halskrause,

ihr Kirschen darbringend. Die Hand der Frau wird

von einem Siegelring geziert, der möglicherweise einst

Hinweise auf die Identität der Dargestellten geben

konnte. Oben rechts ein Schriftzug, der das Alter der

Dargestellten zum Zeitpunkt der Entstehung des Gemäldes

angibt.

(1451205) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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875

ITALO-FLÄMISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

JUNGE MUSIKANTEN

Öl auf Leinwand.

111 x 97,5 cm.

In opulentem Rahmen.

Die beinahe theatrale Darstellung zeigt drei junge

Musikanten, die musizieren und singen. Sie sind in

volkstümlicher Tracht gekleidet. Die gedeckten Farben

korrespondieren mit dem dunklen Hintergrund. Zu

Füßen der Musikanten ist ein kleiner Hund und ein

keckes Eichhörnchen zu entdecken. Sie können, neben

der Musik, als Attribute der Neugierde und der Treue

gesehen werden.

(1461663) (3) (10)

€ 4.000 – € 6.000

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876

JAN STEEN,

1626 LEIDEN – 1679, UMKREIS DES

DER UNORDENTLICHE HAUSHALT

Öl auf Leinwand. Altdoubliert.

60 x 73 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Blick in eine große holländische Wohnstube, in der

zahlreiche Gegenstände verstreut auf dem Boden liegen,

darunter zu finden, von links, mehrere Spielkarten, ein

Hut, eine Tafel, Muschelschalen, eine glänzende Zinnschale,

auf der ein Bratenstück liegt und an dem voller

Interesse ein kleiner Hund schnüffelt, sowie rechtsseitig

angeschnittene Käselaibe, ein Brot und eine weitere,

schräg liegende Schüssel vor einem Holzfass. In der

Mitte ein Tisch, mit einer wertvollen Decke belegt, auf

der neben einer glänzenden Schüssel eine hohe asiatische

Schale mit Früchten und ein grünlich, gefülltes,

großes Weinglas stehen. Eine Frau liegt halb mit ihrem

Oberkörper auf dem Tisch, während hinter und neben

ihr drei Kinder spielen. Links des Tisches wohl der

Hausherr auf einem Stuhl sitzend, genüsslich ein Pfeifchen

rauchend. Sein linkes Bein hat er auf den Schoß

der schönen jungen Frau ihm gegenüber gelegt, die

ihm ein schmales Glas Wein reicht. Im Hintergrund

eine Bedienstete vor einem geöffneten Schrank und

ein Musikus mit Geige, sowie rechtsseitig eine geöffnete

Tür, durch die man auf ein Kaminfeuer blickt und

oberhalb der Tür eine Uhr, mit der ein Äffchen spielt.

Qualitätvolle Malerei in der Manier des Künstlers.

Anmerkung:

Verso zwei alte Papierlabel mit dem Verweis auf Breklenkamp,

eines mit Nr. 75, Interieur. (1431341) (18)

€ 7.000 – € 10.000

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877

ADOLPHE TIDEMAND,

1814 MANDAL, NORWEGEN – 1876 CHRISTIANIA

(HEUTE OSLO)

NACHTRUHE IN DER KATE – DER SCHLAF

Öl auf Leinwand.

40 x 50 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1849“.

Im Originalrahmen.

Tiedemand zählt zu den führenden Genremalern Norwegens.

Das Gemälde besticht durch eine eigenartige,

nahezu somnambule Stimmung: in einem nur vom

Herdfeuer beleuchteten Innenraum einer Kate sind die

um den Herd Sitzenden im Schlaf oder Dämmerschlaf

versunken. Ein Mann mit weißer Mütze kauert rechts

im Bild und stützt den Kopf in die Hand. Ein Knabe

wärmt seine nackten Füße am Feuer, während das

Mädchen links davon eine Handfläche dem Feuer zuwendet

und zugleich mit geschlossenen Augen traumwandlerisch

wirkt.

Die Darstellung geht daher über gewohnte Genreszenen

der Zeit hinaus. Solchen Gesellschaftsthemen hatte

sich der norwegische Maler mehrfach gewidmet. In

Christiana ausgebildet, folgte ein Studium an der Akademie

in Kopenhagen, wo er 1835 erstmals ausstellte.

1837 begab er sich an die Akademie Düsseldorf. 1841

in Italien und anschließend wieder in Norwegen entstanden

Szenen zumeist ernsten Inhalts, wie 1848

„Die Andacht der Haugianer“, ein Werk, das ebenfalls

einen spärlich beleuchteten Innenraum zeigt und ein

Jahr vor dem hier vorliegenden Werk geschaffen wurde.

In seinem Œuvre verbinden sich Nationalromantik und

Realismus, meist jedoch in romantischen Stimmungsbildern.

A.R. (1460938) (11)

€ 4.000 – € 7.000

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185


878

FLÄMISCHER MEISTER,

ANFANG DES 17. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

PORTRAITS ZWEIER APOSTEL

Öl auf Holz.

Je 46 x 32 cm.

Vor dunklem Hintergrund die beiden Brustbildnisse,

jeweils nach rechts gewandt. Das eine Gemälde zeigt

einen jungen bartlosen Mann mit rotem Gewand und

einem Nimbus über seinem Haupt – bei ihm könnte es

sich um Johannes handeln. Das andere Gemälde zeigt

einen älteren Mann in grün-rotem Gewand, mit hoher

Stirn, grauem Vollbart und Nimbus – bei ihm dürfte es

sich um Petrus handeln. Die Nimben wohl als Verweis

auf die Apostel.

(1450274) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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879

NEAPOLITANISCHER MALER

DES 17. JAHRHUNDERTS

DIE TABAK GESELLSCHAFT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

94 x 142 cm.

Verso auf dem Keilrahmen mit Sammlungsnummer.

In vergoldetem Profilrahmen.

Vier lebensgroße Figuren sitzend an einem Tisch, in

liegender Oval-Komposition. Während die Männer jeweils

eine Pfeife rauchen blickt die Frau nach unten,

eventuell als versteckte Kritik zu verstehen.

(1461673) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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880

NIEDERLÄNDISCHER MALER

Gemäldepaar

PORTRAITS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

Jeweils 46 x 36,5 cm.

Verso einmal auf Leinwand mit alter Bezeichnung

oder Signatur und Datum „1680“.

In schlichtem Rahmen.

Bewusst als Gegenstücke konzipiert, die Darstellungen

einer Frau und eines Mannes, jeweils in einem

Innenraum – die Frau beim Schälen eines Apfels, der

Mann beim Erheben eines Römers. Minimal besch.

(1460061) (13)

€ 1.400 – € 1.800

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187


881

NIEDERLÄNDISCHER MALER

DES 19. JAHRHUNDERTS

ANSICHT DER BROUWERSGRACHT

MIT DEM MÜNZTURM IN AMSTERDAM

Öl auf Leinwand.

68 x 54 cm.

Links unten undeutlich signiert.

In mit Wurzelholz furniertem Rahmen.

Reizvolle sonnenbeschienene Ansicht über die die angrenzenden

Gebäude wiederspiegelnde Gracht hinweg

zum Amsterdamer Münzturm.

(1460628) (1) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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882

HOLLÄNDISCHE SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS

WINTERLANDSCHAFT MIT

ZUGEFRORENEM FLUSS

Öl auf Holz.

15,5 x 20 cm.

Von einem großen verschneiten Gebäude führt ein Weg

mit Holzstieg hinab zu einem vereisten Fluss, auf dem

zahlreiche Figuren winterlichen Vergnügungen nachgehen.

Im Hintergrund, rechts am Ufer, weitere Häuser

eines Dorfes unter hohem Himmel mit dicken weißen

Wolken. Als Repoussoir am linken Bildrand ein kahler

Baum, auf dem ein Vogel sitzt. Stimmungsvolle Malerei,

an Winterlandschaften des Pieter Brueghel d. J. (um

1564–1638) erinnernd.

(1460588) (2) (18)

€ 6.000 – € 8.000

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883

LOMBARDISCHER MALER

DES 18. JAHRHUNDERTS

FEST MIT KATZE ALS WICKELKIND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

85 x 113,5 cm.

In ebonisiertem Rahmen.

Karnevalsszene mit zahlreichen Figuren in einem

Kücheninterieur; darunter eine Katze als Wickelkind.

Ein Gemälde im Musée d’Arts de Nantes, zugeschrieben

an Niccolo Frangipane (1555 – 1600) (Inv.

Nr. 294) zeigt dasselbe Motiv. Das vorliegende Bild

scheint eine Nachfolgearbeit bzw. kleinere Variante

des Werkes zu sein.

(1461676) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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884

FLÄMISCHER MEISTER DES 17. JAHRHUNDERTS

STUBE MIT BAUERNPAAR UND HAHN

Öl auf Holz.

25 x 18 cm.

In Flammleistenrahmen.

In einem einfachen Innenraum auf einem Schemel sitzend

ein Bauer, in seinen Händen einen Hahn haltend.

Hinter ihm stehend eine Frau mit tief heruntergezogener

Kopfbedeckung, die ihre Augen verdeckt. Malerei

in überwiegend beige-brauner Farbigkeit, wobei das

Grün und Rot der Kleidung Farbakzente setzen. Darstellung

im Stil von David Teniers d. J. (1610–1690).

(14600810) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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885

FLÄMISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

STILLLEBEN MIT ERLEGTEN VÖGELN

Öl auf zwei zusammengefügten Holzplatten.

46 x 59 cm.

In breitem Holzrahmen.

In einem Innenraum vor braunem Hintergrund, auf einer

Platte, die rechtsseitig halb von einem gelb-grünen

Tuch bedeckt ist, liegen die erlegten Vögel, darunter ein

Eisvogel, sowie verschiedene Küchengerätschaften.

(1461415) (1) (18)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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189


886

MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

IN DER WERKSTATT EINES RADMACHERS

Öl auf Holz.

30,5 x 40,5 cm.

Rechts unten auf Baumscheibe monogrammiert

„K T..“, verso auf älterem Aufkleber als „DE WAGEN-

MAKER“ bezeichnet.

Blick in den Innenraum einer Werkstatt mit einem Kamin,

bei dem unter einem Kessel ein kleines Feuer

brennt. Links ein Mann mit leuchtend rotem Hemd bei

der Arbeit an einem großen Rad, während ein weiterer

an einer Werkbank schnitzt, vor der ein Junge wohl die

Holzspäne einsammelt. Rechtsseitig ein Mann mit

Hut, der aufmerksam durch den geöffneten oberen Teil

der Klöntür in die Werkstatt blickt. Interessante Darstellung

aus dem Alltagsleben eines Handwerkers in

zurückhaltender Farbgebung.

(14609310) (18)

€ 6.000 – € 9.000

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887

PETER JACOB HOREMANS,

1700 ANTWERPEN – 1776 MÜNCHEN,

ZUG.

INTERIEUR MIT BAUERNFAMILIE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

41 x 31,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

In einem Innenraum mit zweifarbig gefliestem Boden

eine ältere Frau, die gerade ein kleines Mädchen mit

einem Löffel füttert. Dahinter eine sitzende Frau, die

wohl von einem Mann mit Dreispitz in Rückenansicht

ermahnt wird. Im Hintergrund fällt der Blick durch eine

Tür und ein darüberliegendes hohes Fenster in einen

weiteren Raum. Ein Junge, der durch einen zur Seite

gezogenen Vorhang auf eine Bettstatt blickt, und eine

Katze im linken Vordergrund ergänzen die detailreiche

Interieurdarstellung.

(14602316) (18)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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888

CARL SCHLEICHER,

1825 LEMBERG – 1903 PADUA

Tätig um 1859 – 1871 in Wien.

BEIM RABBI

Öl auf Holz.

25,5 x 31 cm.

Rechts unten signiert. Verso mit Stempel des Malmittelherstellers

und Betitelung. Rahmen mit Namensnennung

des Malers.

In ornamental verziertem Rahmen.

Innenraum mit auf Balusterbeinen ruhendem Tisch,

der von vier bärtigen Männern umringt wird, die auf

einen rechts sitzenden Rabbi ausgerichtet sind.

(1460175) (13)

€ 2.400 – € 4.000

Sistrix

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889

LEANDRO BASSANO,

EIGENTLICH „LEANDRO DA PONTE“,

1557 BASSANO DEL GRAPPA – 1622 VENEDIG, ZUG.

Leandro Bassano war ein venezianischer Maler der

Spätrenaissance und der Sohn von Jacopo da Ponte,

genannt Bassano (1510/15 – 1592). Er übernahm den

familiären Malstil, entwickelte aber eine elegantere

und feinere Ausführung, besonders in Portraits und

religiösen Szenen. Als Teil der Bassano-Werkstatt trug

er wesentlich zur Verbreitung ihres charakteristischen

ländlich-realistischen Stils in Venedig bei.

GASTMAHL ZU EMMAUS

Öl auf Leinwand.

59,5 x 84 cm.

Die Darstellung illustriert die biblische Begebenheit (Lk

24), wonach Jesus nach seiner Auferstehung während

eines Gastmahls von zwei Jüngern am Tisch daran erkannt

wird, dass er das Brot brach und segnete.

Der Maler war einer der vier Söhne des Werkstattbegründers

Jacopo da Ponte, genannt Bassano

(1510/15 – 1592). Nach dem Tod seines Bruders übernahm

Leandro die Werkstatt. Die Werke der Malerfamilie

stehen in der Nähe der venezianischen Stilcharakteristik

von Tintoretto. Ein Merkmal Bassanos ist die

Inszenierung biblischer Ereignisse im Kontext des

17. Jahrhunderts.

So findet hier die Bewirtung vor einer Taverne unter

einer Laubpergola, wobei ein Knabe einen Teller serviert,

während Jesus das Brot mit erhobener Hand segnet.

Die linke Bildhälfte bietet einen realistisch-historischen

Blick in eine Tavernenküche der Zeit. Die zentrale Sitzfigur

dürfte ein Portrait des Auftraggebers darstellen,

der sich als Wirt und Gönner der Szene ins Bild setzte.

So verbindet der Maler das biblische Geschehen mit

einer inhaltsreichen Darstellung des venezianischen

Genres.

Literatur:

Livia Alberton Vinco Da Sesso, Dal Ponte, Leandro,

detto Bassano. In: Massimiliano Pavan (Hrsg.),

Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 32:

Dall’Anconata-Da Ronco. Istituto della Enciclopedia

Italiana, Rom 1986.

A.R. (1460644) (1) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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191


890

BAMBOCCHIST DES 17. JAHRHUNDERTS

JÄGER AM RANDE EINES WALDES

Öl auf Leinwand. Doubliert.

27 x 40 cm.

In dekorativem Rahmen.

Vor einem Felsenstück am Waldesrand haben zwei

Jäger mit Gewehren und ihren Jagdhunden eine kleine

Pause eingelegt; nach links geht der Blick in eine weite

Landschaft mit wolkigem Himmel.

(14603310) (18)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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891

NICOLAES BERCHEM,

1620 HAARLEM – 1683 AMSTERDAM,

UMKREIS DES

FAHRENDES VOLK IM SCHUTZ

EINER FELSENHÖHLE

Öl auf Leinwand.

74 x 88 cm.

Figurengruppen vor oder neben Felsen, Gemäuer oder

wie hier in einer Höhle, ist geradezu ein charakteristisches

Merkmal für den niederländischen Landschaftsmaler,

in dessen Kreis das Gemälde zu verorten ist und

über dessen Lebenslauf wir nur dürftig informiert sind.

Als Sohn des Stilllebenmalers Pieter Claesz (1596/98–

1660) trat er in die Haarlemer Gilde ein, wahrscheinlich

ausgebildet von Jan van Goyen (1596–1656) oder Pieter

de Grebber (ca. 1600–1653). Sein Werk lässt einen Aufenthalt

in Italien annehmen, vor allem wegen der Nähe

zu den in Rom tätigen Bamboccianti. Seine Bilder zeigen

stets eine reiche Fantasie, so auch hier in der Darstellung,

die wie ein unbeobachteter Blick in die von

mehreren Familien besetzten Felsenhöhle wirkt. Einige

der Figurengruppe ruhen am Feuer, andere ziehen mit

Eseln nach unten weiter. Das Weiß eines Schimmels

leuchtet im Bild auf, und wir finden dieses Motiv auch

in weiteren seiner Ruinenlandschaften, wie etwa in

seiner Ruinenlandschaft von 1657 in der Alten Pinakothek

München.

(1461412) (1) (11)

€ 2.000 – € 3.000

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892

PIETER DE MOLIJN,

1595 LONDON – 1661 HAARLEM, ZUG.

FIGURENGRUPPE VOR EINEM STADTTOR

NEBEN EINEM WIRTSHAUS

Öl auf Eichenholz.

17 x 24,3 cm.

Verso Rest eines roten Wachssiegels.

Im Zentrum der Darstellung ein Edelmann im Gespräch

mit zwei Handwerkern, von denen einer ein

Beil geschultert hat. Links daneben zwei Männer an

einem Tisch, wohl damit beschäftigt Notizen aufzuzeichnen.

Dahinter das Stadttor. Rechts im Bild ein

Kutscher auf dem Kutschbock hinter dem Schimmel,

der offenbar auf seinen Herrn wartet.

(1460642) (1) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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893

ADRIAEN GREYFF,

1648 – UM 1725, ZUG.

Gemäldepaar

JAGDSTÜCKE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

54 x 62 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Offensichtlich als Pendants entstanden, bietet dieses

Gemäldepaar eine faszinierende Sicht in die jagdlichen

Freuden des frühen 18. Jahrhunderts mit Jagdleuten,

ihren Hunden und erlegtem Vieh in einer sorgfältig

durchkomponierten Landschaft. Motivisch ähnelt das

linke Gemälde des Pendants besonders einem Werk,

dass beim RKD in Den Haag als Greyff geführt wird

und bei Lempertz in Köln am 11. November 1964 unter

Lot 78 angeboten wurde.

(1460626) (1) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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193


894

RÖMISCHER MEISTER DES 17. JAHRHUNDERTS

FRÜCHTESTILLLEBEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

115 x 144 cm.

In profiliertem vergoldetem Rahmen.

Der untere Bereich des Gemäldes wird von einem

Früchtestillleben dominiert: Trauben, aufgeplatzten

Granatäpfel, Feigen, ein Teller Gebäck und eine halb

gefüllte Wasserflasche. Der obere Bereich ist von

dunklen Bäumen erfüllt. Zahlreiche Vanitasmotive verweisen

auf die Vergänglichkeit des Menschen.

(14616713) (10)

€ 3.000 – € 4.000

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895

ANTONIO CRESPI,

AUCH GENANNT „CARLO ANTONIO CRESPI“,

UM 1704 – 1781

STILLLEBEN MIT FRÜCHTEN,

AMPHORE UND PAPAGEI

Öl auf Leinwand. Doubliert.

101 x 140 cm.

In Holzrahmen mit stilisierten Akanthusblättern.

Vor dunklem Hintergrund sind Früchte, Amphore und

Tier subtil beleuchtet. Der rote Papagei rechts oben

setzt einen leuchtenden Farbakzent und belebt die

Szene. Detailreichtum, dramatische Lichtführung und

die symbolische Anspielungen auf irdische Sinnlichkeit

und Vergänglichkeit zeichnen das Bild aus.

(14616712) (17)

€ 6.000 – € 8.000

Sistrix

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896

RÖMISCHER MEISTER DES 17. JAHRHUNDERTS

FRÜCHTESTILLLEBEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

115 x 144 cm.

In vergoldetem profiliertem Rahmen.

Stillleben auf einer steinernen Platte. Von der Mitte aus

an den linken Rand gerückt: Trauben, Weinlaub, Äpfel

sowie eine aufgeplatzte Melone, akzentuiert durch eine

Blumenvase. Auf der rechten Seite ein abgestorbener

Baum als Versinnbildlichung der Endlichkeit; dahinter

schemenhaft angedeutete Stadtsilhouette.

(14616714) (10)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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897

RÖMISCHER MEISTER DES 17. JAHRHUNDERTS

FRÜCHTESTILLLEBEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

115 x 144 cm.

In profiliertem Rahmen.

Auf einer Treppe liegen pyramidal angeordnet Trauben,

Pfirsiche und Feigen. Beleuchtet wird das Früchtestillleben

von einer Lichtquelle außerhalb des Bildraumes.

Lichtreflexe zeigen die glatten Oberflächen der Trauben.

Der Maler legt den Fokus auf die Materialität der

abgebildeten Früchte.

(14616715) (10)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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195


898

MALER DER ERSTEN HÄLFTE

DES 19. JAHRHUNDERTS

REIZVOLLES STILLLEBEN IN BIEDERMEIERSALON

Öl auf Leinwand.

80,5 x 113 cm.

Auf Rahmen mit einen Künstler nennender

Plakette „F. Kuehs“.

In reliefiertem und vergoldetem Rahmen.

In hellen freundlichen Farben auf der Deckplatte einer

Kommode ein mannigfaltiges Stillleben aus Alltagsgegenständen,

darunter Porzellangefäßen, Früchte,

Gläser und Leuchter; im Hintergrund eine Büste nach

der Antike.

(1460949) (13)

€ 2.000 – € 4.000

Sistrix

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899

ITALIENISCHER MALER

DES 17./18. JAHRHUNDERTS

PRUNKSTILLLEBEN MIT PFAU

AUF FRÜCHTEN UND BLUMEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

119 x 171 cm.

In vergoldetem Profilrahmen.

In einer durch sanfte Hügelzüge und einen aus dem

oberen Bildabschnitt herausragendem Baumstamm

angedeutete Landschaft lagern zahlreiche Früchte

wie Melonen, Granatäpfel, Orangen, Äpfel, Trauben,

Pfirsiche, Feigen, ein Kohl und ein Blumenbouquet.

(1420832) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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900

ITALIENISCHER MALER IM STIL

DES 17. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

DEKORATIVE STILLLEBEN

Öl auf Leinwand, auf Platte, mit Leinwand hinterlegt.

98 x 123 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

In der späten Stilnachfolge des Andrea Belvedere entstandenes

dekoratives Stilllebenpaar mit architektonischen

Versatzstücken inmitten eines Parks mit vorgelagerten

Blumen- und Früchtestillleben, die allesamt

historische Rückgriffe erkennen lassen.

(1460818) (13)

€ 6.000 – € 12.000

Sistrix

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197


901

ITALIENISCHER MALER DES 17. JAHRHUNDERTS

HEILIGE CÄCILIA

Öl auf Leinwand. Auf Karton montiert.

Mit Leinwand hinterlegt.

69 x 58 cm.

In bronziertem Rahmen.

Neben der ihr attributiv zukommenden Orgel sitzend

und im Spiel begriffen die Heilige Cäcilia mit perlverzierter

prachtvoller Kleidung und emporgerichtetem

Blick.

(14502515) (13)

€ 700 – € 900

Sistrix

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902

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS IN

DER ART DES GERRIT DOU (1613 – 1675)

KÜCHENMAGD MIT FEDERVIEH

Öl auf Leinwand.

27 x 22,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

Durch einen oben abgerundeten Fensterrahmen mit

einem zur rechten Seite gerafften grünen Vorhang fällt

der Blick auf eine junge Frau, die in ihrer rechten Hand

einen Hühnervogel nach oben hält und mit der anderen

einen glänzenden Henkelkorb umfasst. Auf dem

unteren Absatz des Rahmens liegt zudem ein silberner

Krug. Am rechten Fensterrahmen hängt ein kleiner Vogelkäfig.

Das Licht fällt aus unbekannter Quelle auf das

Gesicht, den Bereich des Dekolletés der Frau sowie

auf das Federvieh und hebt dieses gegenüber dem

dunklen Hintergrund besonders hervor. Darstellung

ganz in der Manier des Gerrit Dou.

(1451444) (18)

€ 500 – € 700

Sistrix

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903

ALBERT CUYP,

1620 DORDRECHT – 1691 EBENDA, KREIS DES

PORTRAIT EINES MÄDCHENS MIT TRAUBENRISPE

Öl auf Holz. Im Hochoval.

12,5 x 9,5 cm.

Vor bräunlichen Hintergrund das frontale Halbportrait

eines Mädchens mit weißer Haube auf dem Kopf, die

mit zwei blauen Federn geschmückt ist. Sie trägt ein

feines Kleid und hält in ihrer rechten, leicht erhobenen

Hand eine große Rispe mit hellen Weintrauben, dabei

blickt sie voller Interesse aus dem Bild heraus.

(14609329) (18)

€ 3.000 – € 6.000

Sistrix

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904

MEISTER DER GROTESKENVASEN

DES 17. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

ITALIENISCHE BLUMENSTRÄUSSE

IN GROTESKENVASEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

Je 99 x 74 cm.

Vergoldeter Rahmen.

Jeweils vor schwarzem Hintergrund auf einer halb beleuchteten

Steinplatte stehend eine Vase mit den

prachtvollen Blumen: zum einen ist die Vase nur mit

einer goldfarbenen Kartusche ohne Inhalt verziert, die

von zwei Amoretten getragen wird, auf der anderen

Vase ist in der Kartusche die liegende Danae gezeigt,

auf die der in einen Goldregen verwandelte Zeus herabfällt.

Der eine Strauß zeigt Rosen, Anemonen, lilafarbene

Levkojen und einen weißen Orangenblütenzweig,

der sich mehrfach zusammen mit rosafarbenen Rosen

auf dem anderen Gemälde wiederfindet. Feine qualitätvolle

Malerei mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten.

(14406510) (18)

€ 4.500 – € 6.500

Sistrix

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905

FRANZ WERNER VON TAMM,

1658 HAMBURG – 1724 WIEN, UMKREIS DES

Der Künstler war seit 1685 in Rom tätig, wo er sich der

niederländisch-flämischen Künstlergruppe der Bentvuegheles

anschloss. 1695 berief ihn Kaiser Leopold

I als Hofmaler nach Wien. Er wurde auch von den Fürsten

von Liechtenstein mit vielen Aufträgen bedacht.

BLUMENSTILLLEBEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

83 x 65 cm.

Im teilvergoldeten Rahmen.

In einer figürlich reliefierten beige-braunen Vase der

große Blumenstrauß mit Rosen, Tulpen und Chrysanthemen

zwischen verschiedenen Kleinblütlern. Im Vordergrund,

am Boden kriechend, eine kleine Schnecke.

Effektvoller Stil mit hell leuchtenden farbigen Blüten

vor dunklerem beige-braunem Hintergrund, starke italienische

Einflüsse wiederspiegelnd.

(1461507) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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906

ITALIENISCHER KÜNSTLER

DES 18. JAHRHUNDERTS

BLUMENBOUQUET AUF STEINSTUFE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

56 x 72 cm.

In mit Blattwerk reliefiertem Rahmen.

Auf einer Steinstufe ein geflochtener Blumenkorb,

der raumgreifende Blüten, Rosen, Tulpen und Wicken

enthält.

(1460892) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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199


GEMÄLDE 19./20. JAHRHUNDERT

19TH/20TH CENTURY PAINTINGS

907

GERRIT DOU,

1613 LEIDEN – 1675 EBENDA,

ZUG./ NACHFOLGE DES

JUNGER MÖNCH MIT BUCH IM GEWÖLBE

Öl auf Eichenholz.

36 x 29,2 cm.

Verso Aufkleber, bedruckt

„Wallraf Richartz-Museum / Gemälde-Inventar 1927 /

No. 2007“ sowie wiederholt in Rot „2007“.

Außerdem weitere Inventarnummer in Weiß „1171 H“.

Der Mönch, nachdenklich, an einem Tisch mit Buch,

Schädel und Kreuz. Im Dunkel sind ein Bücherbord,

Holzkörbe sowie eine nach oben führende Treppe zu

erkennen. Das Gemälde lässt sich in eine Reihe von

Dous Einsiedlermotiven einordnen. Auch die Stimmung

des von einer Öllampe beleuchteten Raumes

oder die Rundbögen sind Merkmale seiner Bildauffassung.

A.R.

(1461503) (11)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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908

MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

HÜGELIGE LANDSCHAFT MIT KINDERN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

46 x 38,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

In herbstlicher, von der Sonne beschienener Landschaft

ein paar Kinder, von denen ein Junge vor einem sitzenden

Mädchen kniet und ihr mit gefalteten Händen

wohl seine Zuneigung gesteht. Im Hintergrund rechts,

vor einem bäuerlichen Gebäude, eine Frau mit Strohhut,

die das Geschehen beobachtet.

(14602317) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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909

JEAN-BAPTISTE GREUZE,

1725 TOURNUS – 1805 PARIS, NACHFOLGE DES

DIE WOLLWICKLERIN MIT KATZE

Öl auf Leinwand.

54 x 45,5 cm.

Trägt rechts unten wohl nicht korrektes Monogramm

mit Datierung.

In kanneliertem Kehlrahmen.

Nach dem Gemälde von Greuze in der Frick Collection

(Inv.Nr. 1943.1.148), das wohl die jüngere Schwester

von Greuzes Frau, Anne-Gabrielle Babuti, darstellt.

Literatur:

Vgl. Charles Ryskamp, Bernice Davidson und weitere,

Art in The Frick Collection. Paintings, Sculpture,

Decorative Arts, New York 1996. (1450464) (13)

€ 700 – € 900

Sistrix

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910

FRANÇOIS HUBERT DROUAIS,

1727 PARIS – 1775 EBENDA, NACH

DIE KINDER DES DUC DE BOUILLON

Öl auf Holzplatte.

29,5 x 40,5 cm.

Rechts unten signiert „Victor. C“.

In Prunkrahmen.

Das Portrait stellt die beiden Söhne des Duc de Bouillon

als Montagnards dar. Sie sitzen auf dem Boden vor

bewaldeter Landschaft; einer hält ein Murmeltier mit

blauem Band, der andere spielt eine Drehleier. Darstellung

des 19./ 20. Jahrhunderts nach dem bekannten

Vorbild.

(14602323) (18)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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911

NIEDERLÄNDISCHER MALER

DES 18./ 19. JAHRHUNDERTS

DIE LEKTÜRE

Öl auf Holz.

25 x 20 cm.

Verso mit altem Etikett.

Ungerahmt.

In einem altniederländischen Interieur sitzt eine junge

wohlgekleidete Frau in pelzverbrämtem Kleid zum

Fenster gewandt. Durch dieses fällt Licht auf das

geöffnete Buch und auf das zinnerne Schreibzeug, das

neben einem geschlossenen Buch auf dem Tisch steht.

(1451114) (13)

€ 600 – € 800

Sistrix

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912

AUGUST HEINRICH NIEDMANN,

1826 BRAUNSCHWEIG – 1910 RIED

DER CHRISTBAUM

Öl auf Holz.

55,5 x 42 cm.

Rechts unten signiert und datiert „A. Niedman 74.“

In vergoldetem Rahmen.

Vor einer leicht verschneiten Hauswand stehen an

einem Fenster zwei schlicht gekleidete Kinder. Der

Junge zieht sich am Fenstersims hoch, um einen Blick

in die festlich erleuchtete Stube mit dem Christbaum

zu erhaschen. Hinter ihm das Mädchen, sehnsuchtsvoll

zum Fenster blickend. Vor der Haustür wohl eine

Bewohnerin, die auf die Kinder hinabsieht. Einfühlsame

Darstellung.

(14601719) (18)

€ 1.400 – € 1.600

Sistrix

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201


913

JAMES SANT,

1820 CROYDON – 1916 LONDON

MÄDCHEN BEIM ANPROBIEREN

EINER JACKE, 1871

Öl auf Leinwand.

93 x 72 cm.

Rechts unten monogrammiert und datiert „JS 1872“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461242) (12)

€ 3.000 – € 5.000 (†)

Sistrix

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914

ROBERT ANTOINE MÜLLER,

1821 LONDON – 1883 EBENDA

DIE SEGEL SETZEN

Öl auf Leinwand.

96,5 x 132,1 cm.

Rechts unten signiert „Robert A. Muller“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461241) (12)

Sistrix

€ 2.000 – € 3.000 (†) INFO | BID

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915

GEORGE INNESS D. J.,

1853 NEWBURGH – 1894 BRIDGE OF ALLAN

ABENDSTIMMUNG MIT KÜHEN, 1896

Öl auf Leinwand.

33 x 46 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Inness 1896“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461247) (12)

€ 5.000 – € 7.000

(†)

Sistrix

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916

FREDERICK WATERS WATTS,

1800 BATH, SOMERSET – 1870 LONDON

AUF DEM STOUR

Öl auf Leinwand.

99,1 x 144,8 cm.

Rechts unten signiert „FE Watts“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461243) (12)

€ 5.000 – € 7.000 (†)

Sistrix

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917

CHARLES WALLER SHAYER (1826 – 1914)

UND HENRY SHAYER (1825 – 1894)

LANDSCHAFT MIT FAHRENDEM VOLK

Öl auf Leinwand.

39,5 x 50 cm.

In dekorativem Rahmen.

In hügeliger Landschaft im Licht der untergehenden

Sonne eine sitzende Mutter, die sich liebevoll um ihre

beiden Kinder kümmert. Neben ihr eine stehende Frau

mit einem Esel, der aufmerksam aus dem Gemälde

blickt. Im Hintergrund rechts ein Lager mit einem kleinen

brennenden Feuer.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(1461246) (12)

€ 1.500 – € 2.000 (†)

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203


918

JOSEF PFEIFFER,

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS, ZUG.

LANDSCHAFT MIT HIRTEN,

SCHAFEN UND EINEM RIND

Öl auf Leinwand.

60 x 81 cm.

Links unten signiert und datiert „J. Pfeiffer (18)64“.

Verso zwei Ausstellungsaufkleber, einer von 1866,

der andere vom Salon des Artistes Français von 1867.

In vergoldetem Rahmen.

In weiter Landschaft, am Rande eines linksseitig liegenden

Wäldchens, ein Schäfer mit seiner Herde, in

deren Mitte eine prachtvolle Kuh steht, unter hohem

Himmel mit rechtsseitig bedrohlich dunklen Gewitterwolken.

Das vorliegende Gemälde nach einem 1861

datierten Ölgemälde von Charles Emile Jacque, das

sich im Musée d’Orsay in Paris befindet.

(14617828) (18)

€ 5.000 – € 6.000

Sistrix

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919

CHARLES HOGUET,

1821 BERLIN – 1870 EBENDA

Der Maler entstammt einer Pariser Hugenottenfamilie,

studierte in Berlin, ging jedoch nach Paris in die

Ausbildung bei Eugène Isabey (1804 – 1886). Nach seinen

Reisen kehrte er nach Berlin zurück und schuf ein

bedeutsames Werk, das sich zwischen Romantik und

Realismus einordnet, mit idyllischen Landschaften

ebenso wie Darstellungen zeitgenössischer Arbeitsschilderungen.

BAUMFÄLLEN IN EINEM WALDSTÜCK

Öl auf Leinwand.

86 x 59 cm.

Links unten signiert und datiert „1854“.

Das betont hohe Format nutzte der Maler, um den aufragenden

Baum im Bildzentrum besonders zur Geltung

zu bringen, wodurch zusammen mit der Wolkenbildung

Lebendigkeit im Bild entsteht. Am Waldboden

der Stamm des gefällten Baumes, an dem ein Arbeiter

die Kerbe durchsägt. Links hinten wird Kleinholz verbrannt,

rechts die im Schatten stehende Dorfkirche.

Literatur:

Vgl. Irmgard Wirth, Berliner Malerei im 19. Jahrhundert,

Berlin 1990.

Vgl. Egbert Lammers, Charles Hoguet. Ein Beitrag zur

Berliner Kunstgeschichte im 19. Jahrhundert, Berlin

1933. A.R. (14617812) (11)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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920

ADAM PYNACKER,

UM 1622 PYNACKER BEI SCHIEDAM –

1673 AMSTERDAM

Ab 1649 tätig in Delft, ab 1661 in Amsterdam, wo er

bis zu seinem Tod lebte. Zusammen mit Jan Both

(1615 – 1652), Nicolaes Berchem (1620 – 1683) und Jan

Asselyn (1610 – 1652) ist er einer der bedeutendsten

Vertreter der sogenannten „italianizzanti“ unter den

holländischen Landschaftsmalern.

KARREN MIT HIRTENVIEH ZWISCHEN BÄUMEN

UND RUINEN

Öl auf Leinwand.

64,5 x 79 cm.

Rechts unten signiert „Pynacker f.“ Verso kleiner

Papieraufkleber mit Künstlernennung in alter Schrift

und Inv. Nr.

Bildthema, Farbgebung und der kompositionelle Bildaufbau

entsprechen weiteren Werken des Malers. Als

Sohn eines Weinhändlers wurde er Mitglied der Stadtregentschaft.

Sein Werk belegt seinen Italienaufenthalt,

dokumentiert 1658. Er konvertierte zum Katholizismus,

um die Tochter des Malers Wybrand Simonsz.

de Geest (1592 – 1660) zu ehelichen, der das Paar

ebenfalls portraitierte. Bekannt als „Italien-reisender

Landschaftsmaler“, lassen sich seine Reiseeindrücke

auch im vorliegenden Gemälde mit dem Maultierkarren

neben südländischen Ruinen erkennen. Zudem mit

der malerischen Ausgestaltung ganzer Räume betraut.

Literatur:

Joseph Eduard Wessely, Pynaker, Adam. In: Allgemeine

Deutsche Biographie (ADB). Band 26, Duncker &

Humblot, Leipzig 1888, S. 784.

Abraham Wassenbergh, Het huwelijk van Adam

Pijnacker en Eva Maria de Geest. In: De Vrije Fries 49,

1969. A.R. (1461671) (11)

€ 1.800 – € 2.500

Sistrix

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921

EDUARD SCHLEICH D. Ä.,

1812 HAARBACH – 1874 MÜNCHEN

DORFLANDSCHAFT MIT KÜHEN

Öl auf Karton.

22 x 40 cm.

Verso altes Etikett der Galerie Arnold in Dresden

mit Künstlernennung und Betitelung.

Literatur:

Tilo Grabach, Uwe Heckmann (Hrsg), „Ein Kaufmann

als Kunstfreund. Die Gemäldesammlung von Hermann

Hugo Neithold“, Augsburg 2016, Kat.Nr. 18.

Ausstellungen:

„Ein Kaufmann als Kunstfreund. Die Gemäldesammlung

von Hermann Hugo Neithold“, Kunstsammlungen

und Museen Augsburg, im Schaezlerpalais, 05.02.–

05.06.2016, Augsburg 2016. (14601731) (18)

€ 1.600 – € 1.800

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922

BENJAMIN BARKER OF BATH,

1776 BATH – 1838 TOTNES

WASSERSTURZ IN BEWALDETER LANDSCHAFT

MIT KÜHEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

85 x 108 cm.

Links unten signiert und datiert „1833“.

In bronziertem Profilrahmen.

Weite wolkenverhangene Landschaft mit den Bildverlauf

in Z-Form durchlaufendem Bach, mit Wassersturz

und flankierenden Bäumen. Zu den Seiten des Gewässers

Kühe und ein Hirte.

(1461491) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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205


923

KARL CHRISTIAN SPARMANN,

1805 HINTERMAUER BEI MEISSEN – 1864

IDYLLISCHE SEENLANDSCHAFT VOR GEBIRGSZUG

Öl auf Leinwand.

80 x 103 cm.

Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine weite Seenlandschaft

und ein hoch aufragendes, teils mit Schneeresten

bedecktes Gebirge im leicht dunstigen Licht

der untergehenden Sonne.

Anmerkung:

Der Künstler war ein Landschaftsmaler der Romantik,

der ab 1822 an der Kunstakademie in Dresden studierte.

Seine Motive fand er meist aus den Schweizer und

Tiroler Alpen. (1440031) (18)

€ 400 – € 600

Sistrix

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924

EDUARD AGRICOLA,

1800 BERLIN – 1872 MÜNCHEN

STIMMUNGSVOLLE KÜSTENLANDSCHAFT

MIT ANTIKER RUINE

Öl auf Leinwand.

113 x 143 cm.

Rechts unten signiert und datiert „E. Agricola 1846“.

In dekorativem Rahmen.

Auf einem schmalen Uferstreifen im Vordergrund verläuft

linksseitig ein kleiner Weg, auf dem zwei Frauen

zu erkennen sind, sowie ein langgestreckt sitzender

Mann in Rückenansicht, der aus dem Gemälde herausblickt.

Nach rechts folgt eine bewachsene antike Ruine

mit Rundbögen, an die sich ein langer, in die Bildtiefe

führender Küstenstreifen anschließt. In der Bildmitte

das ruhige Meer, über dem die niedrigstehende untergehende

Sonne scheint, deren gelb-oranges Licht sich

im Wasser spiegelt und ebenso den Himmel wie die

wenigen großen Wolkenformationen verfärbt. Harmonische

Darstellung in der Manier des Künstlers.

(14502721) (18)

€ 5.000 – € 8.000

Sistrix

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925

JEAN-LOUIS DEMARNE,

AUCH GENANNT „DERMANETTE“,

1752 BRÜSSEL – 1829 PARIS

LANDSCHAFT MIT RUINE

Öl auf Holzplatte.

20,3 x 28,3 cm.

Links unten signiert.

In dekorativem Rahmen.

Im warmen Licht der gelblich leuchtenden, untergehenden

Sonne führt ein Weg zu einem Fluss, auf dem ein

Hirte mit Tieren sowie ein Reiter im Gespräch mit einer

sitzenden Frau zu erkennen sind. Links des Weges –

zwischen Bäumen – ragt der Rest einer Burgruine in

den Himmel. Stimmungsvolle Landschaftsmalerei.

(14502012) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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926

SÜDDEUTSCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

HETZJAGD

Öl auf Leinwand. Doubliert.

58 x 75 cm.

In dekorativem Rahmen.

In bergiger Landschaft, am Rande eines Wäldchens,

mehrere Reiter – darunter ein eleganter adliger Herr in

rotem Rock auf einem Schimmel mit erhobenem Säbel

– einen davoneilenden Hirsch mit einer Hundemeute

jagend. Typische Darstellung einer Hetzjagd mit Treibern

und Hunden im Herbst, worauf die braun verfärbten

Blätter des hohen, am rechten Bildrand einzeln

stehenden Baumes hinweisen.

Anmerkung:

Die Jagd auf Hirsche oder Wildschweine war im Laufe

der Geschichte ein besonderes Privileg des Adels

und wurde zur Demonstration von Macht und Reichtum

genutzt. (1450279) (18)

€ 800 – € 1.200

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927

AMBROS IVO VERMEERSCH,

1810 MALDEGEM BEI GENT – 1852 MÜNCHEN

BELEBTE ANSICHT DER STADTMAUER

VON KOBLENZ

Öl auf Leinwand.

44 x 37 cm.

Links unten signiert und datiert „I. Vermeersch 1842“.

In vergoldetem Rahmen.

Romantischer Blick auf die steinerne Balduinbrücke

mit dem Stadttor und der Mauerbefestigung der Stadt

Koblenz. Zahlreiche Figuren sind am Flussufer erkennbar,

darunter auch ein Händler mit Planwagen, der seine

Ware anbietet, sowie diverse Boote, die im Wasser

am Ufer angelegt haben. Die Gebäude und Figuren

meist von der strahlenden Sonne beschienen unter einem

hohen hellblauen Himmel mit wenigen weißen

Wolken. Malerei mit gekonnter Licht- und Schattenführung

in der typischen Manier des Künstlers.

(1430863) (1) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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207


928

ITALIENISCHER MALER

DES AUSGEHENDEN 17. JAHRHUNDERTS

BLICK AUF EINE RÖMISCHE LANDSCHAFT MIT

FLUSSLAUF UND FIGUREN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

32 x 49 cm.

In vergoldetem Rahmen.

In der Mitte des Bildes ein leicht horizontal verlaufender

Fluss, an dessen vorderer Uferseite eine Landschaft

mit Wäldchen, mehreren Figuren und zwei Booten

zu sehen sind, die am Ufer angelegt haben. Auf

der dahinterliegenden Uferseite mehrere große Bauten,

die an Gebäude der Stadt Rom erinnern, darunter

das Kolosseum. Interessante Capriccio-Darstellung,

die Ruhe und Harmonie ausstrahlt, unter hohem hellblauem

Himmel mit großen Wolkenformationen.

(1461587) (18)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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929

ITALIENISCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

BLICK AUF EINE RÖMISCHE CAMPAGNA-

LANDSCHAFT MIT FIGUREN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

32 x 49 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Blick auf eine weite Landschaft mit einem sich schlängelnden

Fluss und zahlreichen italienischen Bauten.

Im Hintergrund die Silhouette von Bergen, vor denen

teils eine Stadt im Tal erkennbar ist. Harmonische Malerei

in überwiegend beige-brauner und blau-weißer

Farbgebung.

(1461586) (18)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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930

BAREND VAN CALRAET,

1649 DORDRECHT – 1737 EBENDA, ZUG.

FLUSSLANDSCHAFT MIT SCHÄFER UND SEINER

HERDE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

61,5 x 81 cm.

In dekorativem Rahmen, darauf Plakette mit

Künstlernennung.

In flacher weiter Landschaft, linksseitig mit einem

Fluss, ein stehender Schäfer, gestützt auf seinen Hütestab,

hinter ihm sein Hund und vor ihm zumeist die auf

einer Wiese sitzenden Schafe. Nach rechts geht der

Blick auf eine hölzerne Hütte mit Strohdach, vor der

zwei weitere Figuren zu erkennen sind. Jenseits des

Flusses die Silhouette einer Stadt unter hohem, teils

gelblich verfärbtem Himmel der untergehenden Sonne.

Rahmenschäden.

(1461771) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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931

ROBERT PARLOW,

1835 STEPENITZ, POLEN – 1901 STETTIN

KAISER WILHEM II AN BORD DER EISBRECHERS

„BERLIN“ IM STETTINER HAFEN

Öl auf Leinwand.

53 x 94,5 cm.

Links unten signiert „Rob. Parlow“.

In dekorativem Rahmen.

Im Zentrum der große beflaggte Eisbrecher mit dem

wohl an Bord stehenden Kaiser, der von einigen Figuren

auf dem Eis begrüßt wird. Zwei weitere Eisbrecher in

der Nachfolge, einer beschriftet mit „Stettin“.

Anmerkung:

Der Künstler war ein deutscher Marinemaler, dessen

Werke auch von Kaiser Wilhelm II erworben wurden.

(1461424) (1) (18)

€ 1.500 – € 3.000

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932

HERMANUS KOEKKOEK D. J.,

1836 AMSTERDAM – 1909 LONDON

SEGELBOOTE AUF HOHER SEE

Öl auf Holz.

20 x 33 cm.

Rechts unten auf Holzbalken signiert

und datiert „H.Koekkoek 185(?)“.

In dekorativem Rahmen.

Bei hohem Wellengang ein schwimmendes Segelboot

mit holländischer Beflaggung, auf das gerade Schatten

fällt. Das andere Boot im Sonnenlicht, unter hohem

wolkigem Himmel.

(1460822) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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933

ALBERT RIEGER,

1834 TRIEST – 1905 WIEN

FISCHERBOOTE AUF STARK BEWEGTER SEE

Öl auf Leinwand, auf Malpappe aufgezogen.

52,5 x 89,5 cm.

Rechts unten signiert „A. Rieger pinx“.

Auf stürmisch bewegter See mehrere Fischerboot, davon

eines in der Bildmitte, auf dem zwei Männer versuchen,

ein mit Fischen gefülltes Netz aus dem Wasser

einzuholen. Ein verlorenes Fass vorne links zwischen

den Wellen treibend. Darstellung unter hohem, gelblich

bewölktem Himmel.

(1461301) (18)

€ 1.200 – € 1.800

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934

HOLLÄNDISCHE SCHULE DES 18. JAHRHUNDERTS

SCHIFFE UND BOOTE AUF STARK BEWEGTER SEE

Öl auf Holz. Parkettiert.

52 x 84 cm.

In dekorativem Rahmen.

Auf rauer See, bei stürmischem Wetter, ein großes hölzernes

Boot mit geblähten Segeln, an dessen Mast die

holländische Flagge hängt. Die Mannschaft kämpft gegen

das Unwetter und scheint die Segel einzuholen.

Ein Lichtstrahl erhellt das Boot, während im Hintergrund

links zwei große Segelschiffe und im Vordergrund ein

weiteres Fischerboot im Schatten liegen und gegen

die Wellen ankämpfen. Links und rechts oben klart der

Himmel hinter dicken großen Wolken auf und deutet

das Abziehen des Unwetters an.

(1461413) (1) (18)

€ 1.200 – € 1.500

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209


935

ENGLISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

ROYAL OAK DAY

Öl auf Holz.

85,5 x 133 cm.

In ebonisiertem Profilrahmen.

Vielfigurige Szene neben einem ruralen Pub mit

tanzenden Figuren und Montgolfière, sowie einem

Reitturnier.

Anmerkung:

Die Royal Oak war die englische Eiche, in der sich der

spätere König Charles II von England versteckte, um

nach der Schlacht von Worcester im Jahr 1651 den

Roundheads (den parlamentarischen Truppen) zu entkommen.

Der Baum stand in Boscobel Wood, das Teil des Parks

von Boscobel House war. Charles erzählte Samuel

Pepys im Jahr 1680, dass während seines Verstecks

in dem Baum ein Parlamentssoldat direkt unter ihm

vorbeiging.

Die Geschichte wurde nach der Restauration der

Monarchie sehr populär und wird jedes Jahr in England

in den Traditionen des Royal Oak Day erinnert.

Entsprechend ist Royal Oak auch der häufigste Pubname

in Großbritannien, sodass es nicht verwundert,

dass auch hier, bei der Darstellung des Royal Oak Day

(Royal Oak Apple Day) Festes (29. Mai), ein solcher

Pub dargestellt wurde. (14619019) (3) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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936

ITALIENISCHER MALER

DES 17./ 18. JAHRHUNDERTS

LANDSCHAFT MIT KÜHEN

Öl auf Leinwand.

68 x 58 cm.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

In spätnachmittäglicher Stimmung ein von mächtigem

Baumwerk flankierter Weg, der von einer Gruppe von

Kühen beschritten wird.

(1460627) (1) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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937

CARL SPITZWEG,

1808 MÜNCHEN – 1885 EBENDA

PICKNICK IM WALDE

Ölstudie auf Papier/ Karton, auf Holzplatte übertragen.

16 x 15 cm.

Rechts unten Signatur „Spitzweg“.

In vergoldetem Rahmen.

Verso Nachlassetikett mit Betitelung des Bildes als

„Galanterie“ und Vermerk, dass das Werk von Carl

Spitzweg gemalt und 1886 in den Besitz des Unterzeichners

übergegangen ist. Zudem Nachlassstempel,

Datierung „5. Mai 1909“ und unterschrieben „E Spitzweg“.

Die Studie zeigt in herbstlicher Landschaft ein weißes,

auf einer Wiese ausgebreitetes Tuch, auf dem zwei

elegant gekleidete Damen mit langen Kleidern sowie

ein sitzender und ein musizierender Mann gemütlich

ein Picknick machen. Ein kleiner sitzender Hund schaut

ihnen dabei zu. Malerei in lockerem Pinselduktus.

(14617816) (18)

€ 3.000 – € 4.000

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938

FRANCISQUE BESSODES DE SAINT-ÉTIENNE,

1824 MONTPELLIER – 1885 EBENDA

Von 1857 bis 1863 stellte Saint-Étienne im Pariser Salon

aus und zeigte 1862 auch Landschaftsdrucke auf der

Internationalen Ausstellung in London.

WALDLANDSCHAFT

Öl auf Leinwand.

130 x 98 cm.

Links unten signiert „Fr. de S. Etienne“.

In vergoldetem Rahmen.

Düstere, schwermütig wirkende Waldlandschaft mit

dramatischen Wolkenformationen. Im Mittelgrund blitzen

einige steil abfallende Felswände hell hervor, die

den Rand eines Flusslaufes markieren.

(1461667) (3) (10)

€ 3.000 – € 5.000

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211


939

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

LEBENDIGE ALPENLÄNDISCHE STADT

Öl auf Holz.

24,5 x 18 cm.

Links unten signiert und datiert „(19)80“.

In mit Wurzelholz dekoriertem Rahmen.

Vor einer Gebirgskulisse die Hauptstraße, welche die

Stimmung etwa von Bad Tölz widerspiegelt und mit

zahlreichen Figuren staffiert ist, deren detailliert ausgeführte

Kleidung im Sonnenlicht leuchtet.

(1460364) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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940

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

BLICK AUF SALZBURG.

Öl auf Holz.

15 x 25 cm.

Links unten signiert.

In Louis XV-Rahmen.

Blick über die Salzach auf das sonnenbeschienene

Salzburg; im Vordergrund zahlreiche flanierende, teils

berittene Figuren unter einem reizvoll gestalteten

Staffagebaum.

(1461541) (13)

€ 800 – € 1.200

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941

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

PFERDEMARKT VOR EINER KLEINEN STADT

Öl auf Holz.

20 x 40 cm.

Rechts unten signiert.

In barockisierendem Rahmen.

Sonnenbeschienene, detailliert wiedergegebene Winterszene

mit im Vordergrund befindlichen Figuren und

Pferden auf einem gefrorenen Acker. Dahinter die

schneebedeckten Giebel eines Marktfleckens mit

einer leicht aus dem Zentrum versetzten Kirche.

(1461542) (13)

€ 1.200 – € 1.800

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942

ALEXANDER KOESTER,

1864 BERGNEUSTADT – 1932 MÜNCHEN

ROSEN UND DEGEN, ANFANG 1890ER-JAHRE

Öl auf Leinwand.

70 x 115 cm.

Rechts unten bezeichnet „A. Koester“. Verso auf Leinwand

und Rahmen gestempelt „Aus dem Nachlass

des Kunstmalers A. Koester Dießen“.

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

Verso auf der Leinwand ein Gutachten von Dr. Ruth

Stein befestigt, die darin bestätigt, dass es sich bei

dem vorliegenden Gemälde um ein Werk des Künstlers

Alexander Koester handelt, Stuttgart, 18.05.1992.

Vor braunem Hintergrund auf einer Platte liegend, ein

breites Bouquet mit in differenzierten Rosa- und Weißtönen

blühenden Rosen. Im Vordergrund links davor

liegend, ein goldglänzender Degen.

(1461785) (18)

€ 5.000 – € 6.000

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943

ADRIANA JOHANNA HAANEN,

1814 OOSTERHOUT – 1895 OOSTERBEEK

Adriana Haanen zählt zu den herausragenden Künstlerinnen

des 19. Jahrhunderts. 1845 wurde sie Ehrenmitglied

der Königlichen Akademie in Amsterdam, und 1862 erhielt

sie für ihr Gemälde „Julirosen“ die Goldmedaille

bei der Ausstellung lebender Künstler. Bereits zu Lebzeiten

begehrt, wurden ihre Werke u. a. von König Wilhelm

II erworben und sind heute in bedeutenden Sammlungen

wie dem Historischen Museum in Amsterdam, dem

Rijksmuesum und dem Instituut Collectie Nederland in

Amsterdam vertreten.

STILLLEBEN MIT GELBEN ROSEN

Öl auf Holz.

21 x 26,5 cm.

Rechts unten monogrammiert „AH“. Verso großer Aufkleber

mit Widmung, Datierung und Signatur der Künstlerin

„AJ Haanen December 1889“.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Vor grünem Hintergrund liegen gelbe Rosenblüten auf

moosbewachsener Platte, in unterschiedlichen Öffnungsstadien,

mit Blättern und zwei violetten Blüten

dazwischen. Feine Malerei in der für die Künstlerin

typischen Manier.

(1461431) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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944

MALER DES FRÜHEN 20. JAHRHUNDERTS

BLUMENSTÜCK AM SEEROSENTEICH

Öl auf Leinwand.

77 x 100 cm.

Rechts unten undeutlich signiert.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Ein Blumenbouquet mit Lilien, Rosen und Jasmin am

Ufer eines Seerosenteiches, der von Schilf und jungen

Baumstämmen gerahmt wird.

(14601722) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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213


945

KARL KAUFFMANN,

1843 – 1902/05

VENEDIG – BLICK AUF DIE GROSSE BASILIKA

SANTA MARIA DELLA SALUTE

Öl auf Holz, teils parkettiert.

47,5 x 36,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Karl Kauffmann 99“.

In dekorativem Rahmen.

Über den ruhig fließenden Canal Grande hinweg der

Blick auf die prachtvolle Basilika mit ihren beiden großen

bläulichen Kuppeln, die sich als Silhouette im Wasser

wiederspiegelt. Am Ufer vor der Kirche, die teils seitlich

von der Sonne beschienen wird, mehrere ankernde

Segelboote, von denen sich eines auf dem Wasser

mit einem kleineren Boot befindet. Stimmungsvolle

harmonische Darstellung in der typischen Manier des

bekannten Künstlers.

(1460325) (18)

€ 6.000 – € 8.000

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946

DETLEV NITSCHKE,

GEB. 1934 BERLIN

STADTANSICHT VON BERLIN

Öl auf Holz.

30,5 x 41 cm.

In dekorativem Rahmen.

Blick auf eine sonnenbeschienene große Treppe mit

Figuren in Kleidung um 1900 vor dem großen Reiterdenkmal

Friedrich Wilhelms III von Preußen, an dessen

Basis allegorische Figuren und Reliefs zu sehen sind.

Im Hintergrund der prachtvolle Berliner Dom mit seinen

grünlichen Kuppeln vor leicht bewölktem grau-blauem

Himmel.

(1460625) (1) (18)

€ 1.800 – € 2.500

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947

ADOLF BÖHM,

1844 – 1891, NACH

VENEZIANISCHE SZENE

Öl auf Holz.

37 x 25 cm.

Rechts unten signiert „Ad. Böhm“.

In breitem akanthusreliefiertem Rahmen.

Winterliche Szene an einem klaren Morgen: der Blick

über einen Kanal mit angrenzenden Palazzi und vereinzelten

Wolkenbänken.

(1460215) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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948

JAROSLAV SETELIK,

1881 TÁBOR – 1955 PRAG

ANSICHT VON PRAG

Öl auf Leinwand.

71 x 100 cm.

Rechts unten signiert.

In Profilrahmen.

Ansicht über die Altstadt Prags hinweg auf die Karlsburg

mit den dazwischenliegenden Türmen und Kirchen.

In sommerlicher Prachtentfaltung und stark differenzierter,

farbiger Auffassung mit den der Sonneneinstrahlung

entsprechenden Konturen der Schattengebung.

(14602320) (13)

€ 1.500 – € 3.000

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215


949

GIOVANNI MIGLIARA,

1785 ALESSANDRIA – 1837 MAILAND, ZUG.

Italienischer Architektur- und Historienmaler. Studium

an der Accademia di Belle Arti di Brera in Mailand. 1804

tätig für das Teatro Carcano und die Scala. Ab 1822 Professur

an der Brera Akademie. 1833 Hofmaler von König

Albert von Sardinien. Sein Werk dokumentiert, dass

er vor allem in Rom und Venedig gewirkt hat.

MAILAND, BLICK AUF DIE PIAZZA DEL DUOMO € 6.000 – € 8.000

Öl auf Leinwand. Doubliert.

48 x 60 cm.

In geschnitztem vergoldetem Holzrahmen.

Vor lichtem Himmel ragt der Dom von Mailand in detaillierter

Malweise auf. Zahlreiche Staffagefiguren bevölkern

den teils verschatteten Platz. Das Werk greift

ein Gemälde von Migliara auf, welches sich in der Gallerie

d’Italia in Mailand befindet.

(1461909) (3) (10)

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950

VENEZIANISCHER VEDUTIST

DES 19. JAHRHUNDERTS

BLICK AUF DIE KIRCHE SANTI GIOVANNI E PAOLO

Öl auf Leinwand.

38,5 x 55 cm.

Mit dem davor stehenden Reiterstandbild des Bartolomeo

Colleone von Andrea del Veroccio. Figurenstaffage

im Kostümen der Mitte des 19. Jahrhunderts.

(14619012) (3) (11)

€ 3.500 – € 5.000

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951

FRANCESCO GUARDI,

1712 VENEDIG – 1793 EBENDA,

NACHFOLGE DES 20. JAHRHUNDERTS

VENEDIG – BLICK AUF DIE PIAZZA SAN MARCO

Öl auf Leinwand. Doubliert.

40 x 54,5 cm.

In geschnitztem und vergoldetem Rahmen.

Der Blick von leicht erhöhtem Standpunkt aus über

den belebten Markusplatz mit zahlreichen, elegant gekleideten

Figuren in der Mode des Barock, auf den

Markusdom und den hohen, von der Sonne beschienenen

Campanile, der in den hellblauen Himmel mit nur

wenigen weißen Wolken ragt. Umschlossen wird der

Markusplatz von den alten und neuen Prokuratien, von

denen auf dem Gemälde das rechtsseitige Gebäude

im Schatten liegt. Darstellung eines der beliebten Motive

von Venedig.

(1461907) (3) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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952

EDWARD PRITCHETT,

1808 NORTHAMPTONSHIRE – 1894 LONDON,

ZUG.

VENEDIGANSICHT MIT DER SCUOLA

GRANDE DI SAN MARCO

Öl auf Leinwand.

31,5 x 38,5 cm.

In Prunkrahmen mit Namensplakette.

Blick über einen Seitenkanal mit Brücke auf die Piazza

mit dem Frührenaissance-Bau der Scuola Grande mit

den markanten rundbogigen Dachaufbauten im von

der Sonne beschienenen Licht mit kleinem Schattenwurf.

Linksseitig weitere Bauten der Stadt, sowie ankernde

Boote und im Vordergrund zwei Wäscherinnen.

Malerei in der Manier des Künstlers mit hohem hellblauem

Himmel und wenigen weißen Wolken.

(14619013) (3) (18)

€ 4.000 – € 6.000

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217


953

ADRIANUS EVERSEN,

1818 AMSTERDAM – 1897 DELFT

Der Künstler war Schüler von Cornelius Springer (1817–

1891) und setzte dessen Themenwahl der Stadtveduten

fort. Dabei rückte er, im Einklang mit den neuen

Auffassungen seiner Zeit, zunehmend den romantischen

Aspekt sowie das gesellschaftliche Leben in den

Vordergrund, wobei die Architektur oft als bedeutende,

aber kulissenhafte Rahmung diente. Eversen war in

zahlreichen Ausstellungen vertreten, unter anderem in

Den Haag und Bremen in den 1860er-Jahren, 1871 und

1880 in Dresden sowie in Berlin und 1882 in Wien.

HOLLÄNDISCHE STADTANSICHT MIT ALTER KIRCHE

Öl auf Holz.

33,5 x 26,5 cm.

Links unten signiert „A Eversen“.

Rechts unten Monogramm „AE“.

Das Stadtbild vermittelt die winterliche Ruhe, wie sie

Eversen auch in weiteren Winterbildern zu erzeugen

wusste. Sein Stil ist zwischen Romantik und Realismus

anzusiedeln, bei einer höchst beachtlichen Feinmalerei.

Seine Veduten zeigen die Städte idealisiert

und dokumentieren jenes zweite Goldene Zeitalter, in

dem die Niederlande im 19. Jahrhundert nochmals

Wohlstand erlangten und die Künste aufblühten. A.R.

(1461532)

€ 8.000 – € 10.000

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954

MALER DES 19./ 20. JAHRHUNDERTS

DÖRFLICHE SOMMERSZENE

Öl auf Leinwand.

54,5 x 57 cm.

Unten links signiert „K. Schwartz“.

In bronziertem Reliefrahmen.

Ein Dorfweg wird flankiert von ruralen Häusern, vor

denen zahlreiche Figuren ihrem Tagwerk nachgehen.

(1460235) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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955

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

1816 BRÜSSEL – 1907 MAINZ

Der Maler zählt neben seinen Lehrern Andreas Schelfhout

(1787–1870), Wijnand Jan Joseph Nuyen (1813–

1839) und Bartholomäus van Hove (1850–1914) zu

den bekanntesten Landschaftsmalern Hollands im

19. Jahrhundert. Seine Küstenansichten, Straßenveduten

und Flusslandschaften - oft mit Windmühlen und

reicher Figurenstaffage - machten ihn weit über sein

Wirkungsgebiet hinaus bekannt. Seine Feinmalerei

gibt die Bildgegenstände jeweils minutiös wieder, und

bietet heute eine wertvolle Dokumentation vergangener

Landschaften. Neben den bekannten Winterlandschaften

Hollands schuf er zahlreiche authentische

Stadtansichten seiner Heimat. In Den Haag lebte und

arbeitete er in den Jahren 1841 und 1848, und hielt

sich dort von 1849 bis 1883 dauerhaft auf. 1856 wurde

er mit der Mitgliedschaft der Königlichen Akademie

von Amsterdam geehrt. In der Folge bereiste er Frankreich,

Deutschland und Italien.

MARKTTREIBEN IN VERSCHNEITER STRASSE

Öl auf Holzplatte.

21 x 16 cm.

Links unten signiert „Ch. Leickert“.

In vergoldetem Rahmen.

In winterlicher Altstadt zahlreiche Figuren, die einen

Markt besuchen, darunter eine rechts in der Sonne sitzende

Frau mit grün gefüllten Körben, sowie linksseitig

einige Stände, teils verschattet liegend. Malerische

Darstellung in der Manier des bekannten Künstlers.

(1461531)

€ 3.800 – € 5.000

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956

JOHAN HENDRIK WEISSENBRUCH,

1824 DEN HAAG – 1903 EBENDA

WINDMÜHLE UND FISCHERHÄUSER IN DELFT

Gouache auf Karton.

26,7 x 37,8 cm.

Rechts unten signiert und datiert

„J.H. Weissenbruch 1873“.

Unter Passepartout hinter Glas gerahmt.

Blick vom Kanal ans Ufer mit rechts stehendem

Giebel haus, im Zentrum eine hohe Windmühe, links

im Hintergrund ein Kirchturm. Im Vordergrund Fischerkähne

und Fischer.

(1460751) (18)

€ 1.300 – € 1.800

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957

JOHAN HENDRIK WEISSENBRUCH,

1824 DEN HAAG – 1903 EBENDA

KANAL IN DELFT

Gouache auf Karton.

24,5 x 34 cm.

Links unten signiert und datiert

„J.H. Weissenbruch 1873“.

Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Blick über den Kanal mit links stehenden Giebelhäusern,

im Hintergrund zwei Kirchtürme zu beiden Uferseiten.

(1460752) (18)

€ 1.300 – € 1.800

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219


958

MALER DES AUSGEHENDEN 19. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

SCHLITTENFAHRTEN IM WINTER

Öl auf Leinwand.

Je 16 x 31,5 cm.

Jeweils rechts unten signiert, eines datiert „1898“.

In dekorativen Rahmen.

Die beiden Gemälde zeigen jeweils eine Troika im

Schnee. Die eine mit zwei sitzenden Männern, einem

Hund und Stroh beladen, die andere mit einem Lenker

und einem Mann mit Gewehr, der auf angreifende Wölfe

schießt. Darstellungen in überwiegend grau-weißer

Farbgebung, die Kälte eines Wintertages vermittelnd.

(1460813) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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959

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

PFERDEMARKT IM WINTER VOR DEN TOREN

EINER STADT

Öl auf Leinwand.

58,5 x 87,5 cm.

Rechts unten signiert „A Doll München“.

In dekorativem Rahmen.

Unter hohem Himmel, bei starkem Schneefall, ein großer

Platz mit zahlreichen Besuchern, die – teils unter

Regenschirmen stehend – die angebotenen Pferde begutachten.

Im Hintergrund die Silhouette einer Stadt,

während in der Mitte des Vordergrunds ein Junge hinter

sich eine Art Schlitten durch den Schnee zieht. Vielfigurige

stimmungsvolle Darstellung des Malers der

Münchener Schule, der seine Werke den Motiven rund

um seine Heimatstadt München widmete.

(14601730) (18)

€ 4.800 – € 6.000

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960

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

WINTERLICHES EISVERGNÜGEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

31 x 50,5 cm.

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet „München“.

In vergoldetem Kehlrahmen.

Ein zugefrorener Weiher, der hinten an den Ausläufer

eines durch einen Kirchturm gekennzeichneten Dorfes

grenzt, lädt zu winterlichen Freizeitvergnügungen ein.

(14601714) (13)

€ 3.500 – € 4.500

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961

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

WINTERLANDSCHAFT MIT VERSCHNEITEM

GEHÖFT AN EINEM SEE

Öl auf Leinwand.

24 x 30 cm.

Links unten signiert „A. Doll“, verso auf Keilrahmen

Aufkleber mit Künstlernennung.

In teilvergoldetem Rahmen.

Unter grauem Himmel, vor Gebirgssilhouette, ein großes

Gehöft mit einem großen rundbogigen Eingang, vor

dem mehrere Figuren und ein Pferdefuhrwerk mit einem

Baumstammstück stehen. Stimmungsvolle Malerei in

der Manier des Künstlers.

(14615013) (18)

€ 1.200 – € 1.500

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962

LUDWIG SKELL,

1842 OBERGÜNZBURG – 1905 MÜNCHEN

HIRSCHRUDEL IM VERSCHNEITEN HOCHGEBIRGE

Öl auf Leinwand.

81 x 61 cm.

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet

„L. SKELL. Mchn.“

In dekorativem Rahmen.

Auf einer verschneiten Anhöhe ein Hirsch mit prachtvollem

Geweih, mit seinem Rudel im sonnigen Licht.

(14601725) (18)

€ 1.200 – € 1.500

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963

DÉSIRÉ THOMASSIN-RENARDT,

1858 WIEN – 1933 MÜNCHEN

Der Künstler wurde in Wien geboren, lebte und arbeitete

jedoch die meiste Zeit seines Lebens im Münchner

Umland.

WINTERLANDSCHAFT MIT FIGUREN

AUF ZUGEFRORENEM FLUSS

Öl auf Leinwand.

55 x 75 cm.

Links unten signiert „D. Thomassin“.

Unter hohem grauem Himmel, der drei Viertel des Gemäldes

einnimmt, die runde gelbe untergehende Sonne,

die sich malerisch auf dem Eis des zugefrorenen

Flusses wiederspiegelt, auf dem zahlreiche Figuren

eines auf der rechten Seite erkennbaren Dorfes zu sehen

sind. Stimmungsvolle malerische Darstellung.

(14601728) (18)

€ 2.400 – € 2.600

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221


964

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

WINTERLANDSCHAFT MIT FIGUREN AUF DEM EIS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

78 x 112 cm.

Rechts unten undeutlich signiert

und datiert „G.P... 1867“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

An einem Waldrand liegend, ein kleines verschneites

Dorf mit einem schlossähnlichen Gebäude, davor verlaufend

ein von der Sonne beschienener zugefrorener

Fluss, auf dem zahlreiche Figuren unterwegs sind; darunter

mehrere spielende Kinder, ein schlittschuhfahrender

Reisigträger und diverse Schlittschuhläufer und

-läuferinnen. Im Hintergrund links geht der Blick auf ein

weiteres Dorf, während im Vordergrund rechts vom

Dorf ein eine Brücke mit einem Viehhirten zur anderen

Seite führt. Am rechten Bildrand, als Repoussoir, ein

hoher, in den grau bewölkten Himmel ragender Baum.

Stimmungsvolle Darstellung, die die Atmosphäre eines

von der Sonne beschienenen Wintertages nachvollziehen

lässt.

(1461353) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

INFO | BID

965

ADOLF STADEMANN,

1824 MÜNCHEN – 1895 MÜNCHEN

WINTERLANDSCHAFT MIT HOLZSAMMLERN

Öl auf Malkarton.

31 x 47 cm.

Links unten signiert „Stademann“.

In dekorativem Rahmen.

Stimmungsvolle Darstellung in toniger Farbgebung,

die die Kälte des Winters nachvollziehen lässt.

(14601720) (18)

€ 1.400 – € 1.800

Sistrix

INFO | BID

966

ADOLF STADEMANN,

1824 MÜNCHEN – 1895 MÜNCHEN

WINTERFREUDEN

Öl auf Karton.

31 x 47 cm.

Links unten signiert. Verso mit altem Etikett und

Vermerken. Rahmen mit Künstlernennung.

In barockisierendem Rahmen.

Stademann, der bei Carl August Lebschée (1800 – 1877)

und Moritz Eduard Lotze (1809– 1890) studierte, fertigte

diese herrlich stimmungsvolle Winterlandschaft, die

keinen Zweifel an den möglichen Freuden dieser unwirtlichen

Jahreszeit aufkommen lässt: zahlreiche fröhliche

Figuren sind auf dem gefrorenen Gewässer zu

sehen, das von Häusern und, weiter hinten, von einer

Windmühle flankiert wird.

(14601713) (13)

€ 3.800 – € 4.500

Sistrix

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967

CHARLES VENNEMAN,

1802 GENT – 1875 ST.-JOSSE-TEN-NOODE

NIEDERLÄNDISCHE WINTERLANDSCHAFT

Öl auf Holz.

36,5 x 43 cm.

Links unten signiert und datiert „1841“.

Verso alter gedruckter Aufkleber mit Bezeichnung

„Vue d’hiver“ und „Museé d’Anvers“.

Im weit nach hinten ziehenden, verschneiten Gelände:

links stehende Gebäude sowie Staffagefiguren auf

dem zugefrorenen Fluss. Venneman war Schüler des

Antwerpener Malers Ferdinand de Braekeleer (1792 –

1883), der sich überwiegend dem Genre gewidmet

hatte, beide waren beeinflusst von Malern wie Teniers

oder Brouwer. Seltener sind seine Landschaftsbilder.

(14613612) (11)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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968

JAN JACOB SPOHLER,

1811 NEDERHORST DEN BERG –

1866/79 AMSTERDAM

VEREISTE POLDERLANDSCHAFT MIT TURM

UND FIGURENSTAFFAGE

Öl auf Holz.

32 x 43 cm.

Links unten signiert und datiert „1872“.

In vergoldetem Rahmen.

Der Maler war Schüler von Jan Willem Pienemann

(1779– 1853) und wurde 1845 Mitglied der Königlichen

Akademie in Amsterdam. Große Bekanntheit erlangte

er durch seine meist winterlichen Landschaften. Er war

Lehrer seines Sohnes Jacob Jan Coenraad (1837– 1922);

ein weiterer Sohn, Johannes Franciscus (1853 – 1894)

schuf überwiegend Stadtveduten.

(14613613) (11)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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223


969

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

WINTERFREUDEN

Öl auf Holz.

15 x 30 cm.

Rechts unten signiert. Verso mit Galerieetikett.

In mit Wurzelholz verziertem Rahmen.

Hinter einem zugefrorenen See, auf dem einige Figuren

wintertypischen Vergnügungen nachgehen, geht

bereits die Sonne unter. Auf einem Feldweg werden

zwei Baumstämme von zwei bemannten Pferden

gezogen.

(1460362) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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970

JOSEF WENGLEIN,

1845 MÜNCHEN – 1919 BAD TÖLZ

WEIHNACHTSABEND

Öl auf Leinwand. Doubliert.

62 x 82 cm.

Rechts unten signiert und datiert „24. December 1886“.

In vergoldetem Profilrahmen.

Reizvolles Wintermotiv mit Blick aus einer Waldlichtung

hinaus, vorbei an einem entlaubten Repoussoir-Baum,

über zwei Rehe, die im Mondlicht Schatten werfen, hin

zu einem ruralen Gebäude, dessen Schornstein den

nächtlichen Himmel mit Qualm erfüllt und dessen

Sprossenfenster mit ihrem warmen Licht einen feierlichen

Heiligabend versprechen.

Provenienz:

Aus Landshuter Privatsammlung. (1461021) (13)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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971

IGNACY ZYGMUNTOWICZ,

AUCH GENANNT „CZESLAW WASILEWSKI“,

1875 WARSCHAU – 1947 LÓDZ

Werke des Künstlers werden unter anderem im Nationalmuseum

Warschau sowie in einigen regionalen

Museen verwahrt.

WINTERFREUDEN MIT SCHLITTENFAHRT

Öl auf Papier, auf Karton.

36 x 45 cm.

Rechts unten signiert.

In Barock-Stilrahmen.

Reizvolle winterliche Darstellung in spätimpressionistischer

Auffassung mit einer einfachen Brücke über

einen Bachlauf, die von mehreren Winterschlitten

gequert wird. Unten mittig rest.

(1460922) (13)

€ 2.000 – € 2.200

Sistrix

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972

ADOLF STADEMANN,

1824 MÜNCHEN – 1895 EBENDA

EISVERGNÜGEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

45 x 61 cm.

Links unten signiert „A. Stademan.“

In dekorativem teilvergoldetem Rahmen.

In flacher winterlicher Landschaft zahlreiche Figuren

mit Kindern und Hunden, die sich auf einem zugefrorenen

Gewässer beim Eislaufen und mit Eisschlitten

vergnügen. Über ihnen der hohe Himmel mit dichten

Wolken, zwischen denen die untergehende Sonne

sichtbar ist, die sich auf dem Eis widerspiegelt. Stimmungsvolle

Darstellung in überwiegend beige-brauner

Farbgebung.

(14601718) (18)

€ 4.800 – € 6.000

Sistrix

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973

WLADYSLAW CHMIELINSKI,

1911 WARSCHAU – 1979 KOPENHAGEN

STADTANSICHT DES WARSCHAUER ZENTRUMS

IM SCHNEE

Öl auf Malkarton.

35 x 50 cm.

Rechts unten signiert, verso bezeichnet als „Warschau,

Schlossplatz mit Sigismundsäule, gemalt um 1935“.

In dekorativem Rahmen.

Ansicht des verschneiten großen Schlossplatzes mit

der hohen Sigismundsäule und mehreren Pferdekutschen

und Spaziergängern. Harmonische Wiedergabe

der teils von der Sonne beschienenen Stadt, in überwiegend

beige-brauner Farbigkeit, unter hohem hellblauem

Himmel.

(14615011) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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974

ADOLF STADEMANN,

1824 MÜNCHEN – 1895 EBENDA

DER RODELHÜGEL

Öl auf Holz.

21,5 x 27 cm.

Links unten signiert. Verso mit altem Etikett.

In profiliertem Rahmen.

In nachmittäglicher Stimmung die auf einem sanften

Hügel ruhende rurale Häusergruppe mit in den rot

leuchtenden Himmel qualmenden Schornsteinen; im

Vordergrund einige Kinder den abschüssigen Dorfweg

als Rodelhügel nutzend.

(14601712) (13)

€ 2.400 – € 3.500

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225


975

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

WINTERVERGNÜGEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

69 x 92 cm.

Rechts unten signiert „A. Doll. München“.

In vergoldetem Rahmen.

Von leicht erhöhtem Standpunkt Blick auf eine verschneite

Landschaft mit einem Dorf und einer Kirche

an einem zugefrorenen Fluss. Am Ufer sind zahlreiche

Figuren auf einem Weg zu erkennen, einige zudem auf

dem Eis. Im Hintergrund die Alpen unter hohem hellblauem

Himmel. Stimmungsvolle Darstellung in zart

nuancierten Farben in der typischen Manier des Künstlers,

der vor allem Winterlandschaften mit Dörfern und

Figuren bei Eisvergnügen darstellte.

(1460861) (18)

€ 2.500 – € 3.000

Sistrix

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976

ANTON DOLL,

1826 MÜNCHEN – 1887 EBENDA

SCHNEETREIBEN

Öl auf Holz.

16 x 25,5 cm.

Links unten signiert und ortsbezeichnet

„ADoll. München.“

Winterliche Flusslandschaft bei Schneetreiben mit alten

Hütten und einem Kirchturm am Ufer, während auf

dem zugefrorenen kleinen Flusslauf mehrere Figuren

Vergnügungen nachgehen.

(14601716) (18)

€ 2.400 – € 2.600

Sistrix

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977

ADOLF LINS,

1856 KASSEL – 1927 DÜSSELDORF

HESSISCHES BAUERNGEHÖFT MIT BLICK INS TAL

Öl auf Leinwand.

68 x 55 cm.

Links unten signiert und datiert „1877“.

Schmale Einfassungsleiste.

Das im Licht stehende alte Fachwerkgebäude von Bäumen

hinterfangen. Staffagefigur einer Bäuerin mit Federvieh

und einem Schwein. Das für den Maler typische

Bildthema in seiner charakteristisch kontrastreichen

Farbgebung.

(14617814) (11)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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978

WILHELM THEODOR NOCKEN,

1830 DÜSSELDORF – 1905 EBENDA

ZELL AM SEE MIT KITZSTEINHORN

Öl auf Leinwand.

104,5 x 141 cm.

Rechts unten signiert.

Ungerahmt.

Sommerliche Darstellung mit einem sich in der Oberfläche

des Sees spielgendem Gebirgszug sowie einer

angrenzenden Stadt. Eine Baumgruppe links im Vordergrund

fungiert als Repoussoir, davor ein anlandendes

Boot.

(14601715) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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979

PIETER LODEWIJK FRANCISCO KLUYVER,

1816 AMSTERDAM – 1900 EBENDA, ZUG.

BEWALDETE LANDSCHAFT MIT GEHÖFT

Öl auf Holz.

38,5 x 31,5 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Am Rande eines verschattet liegenden Wäldchen

ein von der Sonne beschienenes, an einem kleinen

Flusslauf liegendes Gehöft, vor dem eine Frau gerade

Wäsche auf einer Wiese zum Trocknen ausbreitet.

Feine stimmungsvolle Darstellung.

Anmerkung:

Der Künstler war ein typisch romantischer Maler, der

bekannt war für seine fein ausgeführten und atmosphärischen

Landschaften, besonders beliebt wegen

seiner erzielten Sonnenlichtwirkungen. (1460681)

(18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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227


980

JUAN CORDERO,

1822 TEZIUTLAN – 1884 COYOACAN, ZUG.

PORTRAIT EINES MANNES

(WOHL JOSE MARIA ALCOCER (1811 – 1861))

Öl auf Leinwand.

63 x 49,5 cm.

In bronziertem Rahmen.

An einem Tisch sitzend der uniformierte, leicht nach

links gewandte Mann, eine Hand auf die Tischplatte

legend. Auf dem Tisch ein geöffnetes Heft mit architektonischen

Vermerken und einem Stift. Die vergoldeten

Epauletten und Knöpfe heben sich wirkungsvoll

von der Jacke und dem Hintergrund ab. Farbverluste.

(14502513) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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981

ITALIENISCHER MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

PORTRAIT EINES MANNES UND EINER FRAU

Pastell auf Papier, auf Leinwand.

Jeweils 54,5 x 40 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Jeweils vor mittelblauem Grund das Brustportrait eines

Mannes und das einer Frau. Fein ausgeführte, luftige

Setzung der Pastellpigmente, mit Spitzenbesatz in der

Kleidung und dezent akzentuierten Inkarnatdetails.

Wenig fleckig.

(14502411) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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982

DEUTSCHER ODER ÖSTERREICHISCHER MALER

DES AUSGEHENDEN 19./ 20. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT DES ADOLPH VON MENZEL (1815 – 1905)

Öl auf Leinwand, auf Holz.

51,5 x 40 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Vor dunklem Hintergrund das Brustbildnis Adolph von

Menzels, leicht nach links, in realistischer Wiedergabe,

mit hoher faltiger glänzender Stirn, weißem Haar und

über die Backen verlaufendem Bart, einem Zwicker auf

der Nase, zusammengekniffenem Mund und mürrisch

sowie mißtrauisch, seitlich nach unten gerichtetem

Blick.

Anmerkung:

Verso auf Holz oben rechts gestempelt „Nachlaßauktion

ADOLF KAUFFMANN Wien, Dorotheum“,

was ein Hinweis auf den Maler dieses Portraits sein

könnte. (1451133) (18)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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983

ADOLPH VON MENZEL,

1815 BRESLAU – 1905 BERLIN, ART DES

BILDNIS EINES ALTEN MANNES

Öl auf Leinwand.

40 x 31,5 cm.

Rechts unten monogrammiert und datiert

„AM (18)60“.

In breitem kanneliertem und vergoldetem Rahmen.

Vor changierendem Fond das nach rechts gewandte

Profilbildnis eines alten Mannes mit wallendem grauem

Haar und weißem Bart, der hinter dem dunkeln,

die ganze Bildbreite einnehmenden Schulteransatz

kontrastiert. Menzels Portraits alter Männer zeichnen

sich durch eine ungewöhnliche psychologische Tiefe,

Ehrlichkeit und Detailgenauigkeit aus. Anders als viele

seiner Zeitgenossen idealisierte er seine Modelle nicht.

Stattdessen rückte er die Zeichen des Alters – Falten,

eingefallene Wangen, fahle Haut oder erschöpfte

Blicke – bewusst in den Mittelpunkt. Diese Offenheit

im Umgang mit dem Altern verleiht seinen Arbeiten

eine stille Würde und Authentizität, die auch heute noch

beeindruckt.

Seine Portraits, oft in Bleistift, Kohle oder Gouache ausgeführt,

zeigen nicht selten einfache, unbekannte Männer

– etwa Handwerker, Professoren oder Bekannte

aus seinem Berliner Umfeld. In vielen dieser Werke

scheint eine stille Kontemplation mitzuschwingen: die

Männer blicken nicht heldenhaft oder repräsentativ,

sondern wirken versunken, müde oder nachdenklich.

Menzel beobachtet mit Empathie, aber ohne Sentimentalität.

Adolph von Menzel verbrachte das Jahr 1860

mit einem Kuraufenthalt in Rheinsberg, lebte bei seiner

Schwester Emilie und schuf in diesem Zeitraum bedeutende

Werke wie das Schlachtengemälde „Ansprache

Friedrich des Großen an seine Generäle vor

der Schlacht bei Leuthen“.

(14502719) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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984

EMILE HENRI BERNARD,

1868 LILLE – 1941 PARIS, ART DES

BILDNIS EINER JUNGEN FRAU

Öl auf Karton.

47 x 34 cm.

Verso bezeichnet „E Bernard Giacol. Brass,

Edit. Feltrinelli“.

Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Die Dargestellte in hochgeschlossenem Kleid vor grünbraunem

Hintergrund. Sie hat dunkelbraune Haare,

einen leuchtend roten Mund, ein zartes, teils rosafarbenes

Inkarnat und mit ihren strahlenden hellblauen

Augen schaut sie leicht seitlich aus dem Bild heraus.

Malerei in überwiegend breitem raschem Pinselduktus

mit besonderer Herausarbeitung des Gesichts vor

dunklem Hintergrund.

(1450322) (18)

€ 400 – € 600

Sistrix

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985

EMILE HENRI BERNARD,

1868 LILLE – 1941 PARIS, ART DES

BILDNIS EINER ELEGANTEN DAME

Öl auf Karton.

48 x 37,7 cm.

Verso bezeichnet „Emile Bernard Sin“T Coll. J.Brass

Editore Feltrinelli“.

Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Vor braunem Hintergrund das Brustbildnis nach links,

den Kopf jedoch leicht in Richtung des Betrachters

gewandt. Die Dame in hochgeschlossenem Kleid, mit

dunklen Haaren, etwas gesenktem Kopf und dunklen

Augen, den Blick nachdenklich nach unten gerichtet.

Malerei mit raschem breitem, teils pastos aufgetragenem

Pinselstrich.

(1450321) (18)

€ 400 – € 600

Sistrix

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229


986

CHARLES HUMBERT,

AUCH „JEAN CHARLES FERDINAND HUMBERT“,

1813 – 1881

ZIEGENHERDE AUF EINER WEIDE

Öl auf Leinwand.

48 x 70,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Chs. Humbert

1853.“

In vergoldetem Prunkrahmen.

Auf einem breiten bewachsenen Hang, der auf dem

Bild links unten von einem kleinen Gewässer begrenzt

wird, vor hellblauem Himmel mit dunklen aufziehenden

Gewitterwolken, eine kleine Ziegenherde mit einer

prachtvollen stehenden Ziege, die direkt aus dem Bild

heraus auf den Betrachter blickt. Im rechten Hintergrund

ein stehendes Schaf auf Futtersuche. Malerische

qualitätvolle Darstellung des schweizer Künstlers.

(14601724) (18)

€ 1.800 – € 2.000

Sistrix

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987

JOHN EMMS,

1843 NORFOLK – 1912 LYNDHURST/ ENGLAND

Emms wuchs in einer Künstlerfamilie auf, entwickelte

sich zu einem begeisterten Jäger und wurde berühmt

für seine Gemälde von Pferden und Hunden.

JÄGER IN EINEM BOOT AUF ENTENJAGD

Öl auf Hartfaserplatte.

43 x 63 cm.

Links unten signiert.

In dekorativem Rahmen.

Am Ufer eines Sees, versteckt zwischen Schilf, ein flaches

Ruderboot mit einem Jäger, der die Flinte angelegt

hat, um Enten zu erlegen. Hinter ihm sein aufmerksam

sitzender Jagdhund, sowie bereits erlegte Beute.

(1460821) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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988

CARL JOHANN ARNOLD,

1829 KASSEL – 1916 JENA

Der Maler studierte zunächst an der Akademie in Kassel

und ging anschließend nach Berlin, wo er 1846 der

einzige Schüler von Adolf Menzel (1815 – 1905) wurde.

Er wandte sich jedoch vorwiegend der Tiermalerei zu.

DER HINTERHALT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

50,5 x 67,5 cm.

Rechts oben signiert.

In dekorativem Rahmen.

Vor einer alten Holztür mit kleiner vergitterter Öffnung

im unteren Bereich zwei aufmerksam auf Beute lauernde

Hunde. Qualitätsvolle Darstellung mit zahlreichen

Details in überwiegend beige-brauner und schwarzer

Farbgebung.

(1460586) (2) (18)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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989

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

ENTEN AM TEICHUFER

Öl auf Leinwand.

60 x 90 cm.

Rechts unten signiert „H. Kaplan“.

In bronziertem Profilrahmen.

Ein Uferstück, das vom Olivgrün des Schilfrohrblattwerkes

gerahmt wird, bietet Platz für zehn Enten, die

auf dem sonst fast planen Wasser ihre Bahnen ziehen.

(1460363) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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990

HUBERT KAPLAN,

1940 MÜNCHEN – 2024 EGLING

FEDERVIEH UND PRÄCHTIGER PFAU

Öl auf Holz.

28 x 32 cm.

Links unten signiert „Hubert Kaplan“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Seitlich einer Hütte mit blühendem Holunder, auf einem

Gatter sitzend, ein Pfau mit langer schimmernder

Schleppe. Unterhalb von ihm und im angrenzenden

Flusslauf diverses Federvieh, darunter ein stolzer Hahn.

(1440983) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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991

ADOLF LINS,

1856 KASSEL – 1927 DÜSSELDORF

GÄNSE AM DORFWEIHER

Öl auf Leinwand.

49 x 59 cm.

Rechts unten signiert „Ad. Lins“.

Blick über eine Wiese in frischem Grün des Frühlings

mit einer Reihe teils schnatternder Enten auf einem

Weiher, mit weiteren Enten und einigen Laubbäumen

und Weiden, die über das Wasser reichen, unter hellblauem

Himmel. Typisches Werk des Malers, der der

Düsseldorfer Malerschule zugerechnet wird und auch

„Gänselins“ genannt wurde.

(14617815) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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231


992

FRANZ VON DEFREGGER,

1835 STRONACH – 1921 MÜNCHEN

BRAND IN REITH

Ölskizze auf Leinwand. Doubliert.

32,5 x 41,5 cm.

Links unten signiert „F Defregger“, verso auf altem

Aufkleber auf Leiste Künstlernennung, Betitelung

und Datierung „12. Aug. 1890“.

Vor Gebirgskulisse befindet sich im grünen Tal ein lichterloh

brennendes Haus mit hohen orange-rötlichen

Flammen und aufsteigendem Rauch. Vom Vordergrund

führen zwei fast mittig zusammenlaufende Gatter,

zwischen denen mehrere eilende Figuren zu erkennen

sind, zum Gebäude, das verso auf einer Holzleiste auch

als „Seppenhaus“ bezeichnet wird. Feine Skizze des

bekannten Malers.

Provenienz:

aus der Familie des Künstlers. (1461201) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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993

THEMISTOKLES VON ECKENBRECHER,

1842 ATHEN – 1921 GOSLAR

(ABB. LINKS)

ALTES SÄGEWERK AN EINEM GEBIRGSFLUSS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

73 x 115 cm.

Links unten signiert und datiert „(18)88“.

In vergoldetem Rahmen.

Beigegeben eine Expertise des Kunst-Kabinetts Stölzle,

München, vom Oktober 1993, in Kopie.

Blick auf einen über mehrere Kaskaden ins Tal hinabrauschenden,

großen Fluss, von dem linksseitig eine

Sägemühle zu erkennen ist. Im Hintergrund ein hohes,

größtenteils von grauen Wolken bedecktes Gebirge

und leicht nach rechts aufklarendem hellerem Himmel.

Dramatisch bewegte Landschaftsdarstellung in überwiegend

grau-brauner Farbigkeit mit starker Hell-Dunkel-

Betonung.

(1461151) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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994

EDUARD SCHLEICH D. Ä.,

1812 HAARBACH – 1874 MÜNCHEN

ABENDLICHE DORFLANDSCHAFT MIT

HEIMKEHRENDER HERDE, UM 1865

Öl auf Holz. Parkettiert.

33 x 85 cm.

Links unten signiert.

In mit Perlleisten verziertem Rahmen.

Sanfte Hügel rahmen einen Dorfweg, der zu einer mit

Wasser gefüllten Niederung führt, an der sich eine

Herde Milchvieh versammelt hat. Der schmale Horizont

gibt einen Ausblick auf die Abendsonne frei, die

links wie rechts von ruralen Gebäuden gerahmt wird.

(1460182) (13)

€ 8.500 – € 10.000

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233


995

FRANZ HIENL-MERRE,

1869 MAINZ – 1943 MÜNCHEN

TRABRENNEN IM SCHNEE

Öl auf Leinwand.

60,5 x 80,5 cm.

Rechts unten signiert und ortsbezeichnet.

In teilvergoldetem Rahmen.

Ein sonnenbeschienenes Schneefeld mit rückwärts

abschließendem Gebirgszug bieten Platz für ein spektakuläres

Pferderennen, das direkt auf den Betrachter

hinzuzustreben scheint.

(1451121) (13)

€ 900 – € 1.200

Sistrix

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996

CARL RITTER VON DOMBROWKSI,

1872 SCHLOSS UHLITZ/ BÖHMEN – 1951

OBERMENZING

Bekannter österreichischer Jagd- und Tiermaler.

DAS LÖWENPAAR

Öl auf Leinwand.

85 x 120 cm.

Rechts unten signiert.

In barockisierendem Rahmen.

In einer Steppe deren Grasbewuchs in breitem pastosem

Pinselduktus wiedergegeben ist die den Teil des

Horizonts versperrende Figur eines männlichen Löwen

über einer rücklings liegenden Löwin.

(14601729) (13)

€ 2.400 – € 2.600

Sistrix

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997

HANS WIDMER,

1872 – 1925

DER ZIEGENHIRTE

Öl auf Leinwand.

60 x 75 cm.

Rechts unten signiert „HANS WIDMER“.

In vergoldetem Rahmen.

In Alpenlandschaft im Frühjahr, auf einem kleinen Hügel,

ein im frischen zartgrünen Gras sitzender Junge mit

Hut mit drei ausgewachsenen Ziegen und einem kleinen

Zicklein, mit dem er mit einem Stock spielt. Im

Hintergrund ein Holzgatter und ein weiß blühender

Baum sowie rechtsseitig ein Alpsee, vor massivem, in

die Höhe steigendem Bergmassiv.

(1450441) (18)

€ 600 – € 800

Sistrix

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998

JAN WILLEM VAN BORSELEN,

1825 GOUDA – 1892 DEN HAAG

BLICK AUF DEN SEE BEI NIEUWKOOP

Öl auf Leinwand. Doubliert.

66 x 106 cm.

Rechts unten signiert. Rahmen mit den Künstler

nennender Plakette. Verso mit Etiketten.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

In lockerem Pinselduktus wolkenverhangener, das

gesamte Bildfeld bestimmender Himmel mit darunter

liegendem See mit Segelbooten und am Horizont angrenzendem

Dorf mit Windmühle. Links repoussoirartig

Uferböschung mit in einem Kahn sitzendem Mann.

(1460952) (13)

JAN WILLEM VAN BORSELEN,

1825 GOUDA – 1892 THE HAGUE

VIEW OF A LAKE NEAR NIEUWKOOP

Oil on canvas. Relined.

66 x 106 cm.

Signed lower right. Frame with plaque naming

the artist. Labels on the reverse.

€ 10.000 – € 25.000

Sistrix

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1000

ADOLF FREY-MOOCK,

1881 JENA – 1954 EGNACH

999

ADOLF FREY-MOOCK,

1881 JENA – 1954 EGNACH

Der Schweizer Künstler studierte 1904 an der Akademie

der bildenden Künste in München, 1909 wurde er

Assistent von Franz von Stuck in dessen Atelier.

PORTRAIT EINES JÄGERS, 1926

Öl auf Leinwand.

55 x 45 cm.

Rechts unten signiert und datiert „A. Frey Moock 1926“.

In breitem teilvergoldetem Rahmen.

(14610536) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

INFO | BID

ANSICHT EINER BURGRUINE

Öl auf Malkarton, mit Hartfaserplatte hinterlegt.

34,5 x 43 cm.

Links unten signiert „A. FREY MOOCK“.

In dekorativem Rahmen.

In herbstlicher Landschaft die alte Burgruine mit hohem

Turm, zu der von einer grünen Wiese eine hölzerne

Brücke führt. Im Hintergrund der abendliche Himmel

mit einem hellgelben Lichtstreifen der untergehenden

Sonne.

(14610540) (18)

€ 500 – € 800

Sistrix

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235


1001

JOHANN GRUND,

1808 WIEN – 1887 BADEN-BADEN, ART DES

AMOR

Öl auf Leinwand. Doubliert.

48 x 39 cm.

In teilvergoldetem Rahmen.

In Nahsicht das Halbportrait des jungen Amors mit

gold-blond glänzenden Lockenhaaren, kleinen Flügeln

und rot-blauem Umhang, der den Brustbereich frei lässt.

Er stützt seinen linken Arm auf ein Podest und hält in

der Hand ein kleines Büchlein, während seine rechte

Hand einen goldenen Pfeil umfasst. Seinen Kopf mit

rötlichen Wangen und roten Lippen hat er aufgerichtet

und blickt mit glänzenden braunen Augen gen Himmel.

Liebevolle Darstellung in frischer Farbgebung.

(14609331) (18)

€ 4.000 – € 7.000

Sistrix

INFO | BID

1002

GEORGE BERNARD O’NEILL,

1828 – 1917

GESTOHLENE FRÜCHTE SIND AM SÜSSESTEN

Öl auf Leinwand.

62,2 x 51,4 cm.

Rechts unten signiert „G B O Neill“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

An der Ecke eines Hauses ein stehender Junge, der

gerade in einen Pfirsich beißt, neben ihm ein auf dem

Boden hockendes Mädchen, das in ihrer linken Hand

einen Pfirsich hält, und mit der rechten erhobenen

Hand warnt, dass sich ein Gärtner mit Leiter nähert.

Beide naschen verbotenerweise von den vor ihnen

stehenden Früchten: Einer Henkelschale mit frischen

Pfirsichen sowie einem Korb, randvoll gefüllt mit

Zwetschgen. Stimmungsvolle Genremalerei in der

Manier des Künstlers.

Provenienz:

R. A. Atkins Esq., 1887.

Richard Green, London, 1999.

Privatsammlung England. (1460352) (18)

Sistrix

€ 4.000 – € 8.000 (†) INFO | BID

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1004

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

JUDITH MIT DEM SCHWERT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

100 x 74 cm.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Dreivierteldarstellung der jungen schönen Judith in einem

edlen mantelartigen Umhang, mit einem roten

Band in ihren schwarzen Haaren, wertvollem Perlenschmuck,

sowie einem Schwert, das sie in ihrer linken

Hand hält. Sie wird in Pose dargestellt und hat in ihrer

rechten Hand eine Falte des Umhangs ergriffen. Mit

ihren großen braunen Augen blickt sie seitlich aus dem

Bild heraus. Die Geschichte von Judith lässt sich im

Buch Tobit des Alten Testaments wiederfinden, in der

berichtet wird, dass es der schönen Judith gelang den

Oberbefehlshaber Holofernes zu enthaupten. Auf den

sonst üblichen Darstellungen hält Judith meist das abgeschlagene

Haupt des Holofernes in ihrer rechten

Hand nach unten. Teils rest.

1003

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

DAME MIT OBSTSCHALE

Anmerkung:

Beigegeben ein Schreiben vom österreichischen

Theatermuseum Wien, vom 17. Januar 2001, mit dem

Verweis, dass die Physiognomie auf dem vorliegenden

Gemälde der Judith der Schauspielerin Christine

Enghaus ähnelt. Diese Theateraufführung hatte am

01. Februar 1849 im Hofburgtheater mit der Genannten

in der Titelrolle Premiere. (1461821) (18)

€ 1.300 – € 2.000

Sistrix

INFO | BID

Öl auf Leinwand.

80 x 63 cm.

Vor grünlichem Hintergrund mit Weinlaub und Rispen

das Dreiviertelportrait einer schönen jungen Frau mit

hüftlangen goldblonden Haaren, in die blaue Schleifen

und eine Perlenkette eingearbeitet sind. Sie trägt ein

blaues Kleid mit weitem Dekolleté und hält in ihrer linken

Hand eine Schale mit dreierlei Weintraubenrispen.

Sie hat ein feines zartes Inkarnat und mit ihren dunklen

Augen blickt sie aufmerksam seitlich nach unten aus

dem Bild heraus.

(14502511) (18)

€ 400 – € 600

Sistrix

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1005

ALBERT BELOT,

KÜNSTLER DES 20. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINER SCHWARZHAARIGEN

SCHÖNHEIT

Öl auf Leinwand.

39,5 x 31,5 cm.

Rechts unten signiert „Belot“.

In vergoldetem breitem Prunkrahmen.

Vor rötlich-braunem Hintergrund das Portrait der jungen

Frau nach rechts, in einem schulterfreien gelben

Kleid, mit blauen Blümchen in ihren schwarzen Haaren,

mit sinnlich, leicht geöffnetem, rotem Mund und

mit glänzenden blauen Augen träumerisch aus dem

Bild herausblickend.

(14601721) (18)

€ 1.600 – € 1.800

Sistrix

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237


1006

FRANZ KRÜGER,

1797 GROSSBADEGAST, ANHALT – 1857 BERLIN,

ZUG.

JUNGES MÄDCHEN MIT BLUMEN

Öl auf Leinwand.

73,5 x 62,5 cm.

Ungerahmt.

In gemaltem, seitlich eingeschränktem Hochoval: In

einem Innenraum, an einem Tisch mit grüner Platte

sitzend, ein junges Mädchen in kariertem Kleid mit

weißem Kragen und einem dunklen Umhang im Rückenbereich.

Sie hat den Kopf leicht erhoben und blickt

sanft lächelnd mit glänzenden Augen aus dem Bild heraus.

In ihrer linken Hand hält sie ein paar Wiesenblumen,

weitere befinden sich in der vor ihr stehenden Glasvase.

Feine qualitätvolle Darstellung mit zartem Inkarnat.

Bei der Dargestellten soll es sich um ein Portrait der

Christine Michaelis, der Nichte des Künstlers handeln,

der späteren Gattin des Anatomen Billroth.

Literatur:

Vgl. Abb. in: Hugo von Tschudi, Katalog zur Ausstellung

deutscher Kunst aus der Zeit von 1775 – 1875 in

der Königlichen Nationalgalerie Berlin, München 1906

(2 Bände). (1461101) (18)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1007

KÜNSTLER DES 19./20. JAHRHUNDERTS

PORTRAIT EINER JUNGEN FRAU

MIT ROTEM TURBAN

Öl auf Leinwand.

70 x 52 cm.

Trägt rechts unten eine Signatur „Vlaho Bukovac“.

(1461793) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1009

EUGEN DE BLAAS,

1843 ALBANO LAZIALE BEI ROM – 1931 VENEDIG,

NACH

1008

OSKAR KOKOSCHKA,

1886 PÖCHLARN – 1980 MONTREUX

(ABB. LINKS)

DAMENPORTRAIT

Lithografie.

70 x 50 cm.

Rechts unten mit Bleistift signiert

„Oskar Kokoschka“, in der Lithografie datiert

„August 20“, rückseitig in Bleistift Vermerk der

Provenienz vom Dorotheum in Wien, 14.12.1943.

Hinter Glas gerahmt.

(1460571) (18)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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Gemäldepaar

RAUCHENDER BUB

sowie

MÄDCHEN MIT VEILCHEN

Öl auf Holz.

18,5 x 10,5 cm.

Jeweils links oben bezeichnet „Eugen de Blaas“.

Liebevolle Genredarstellung eines einfach gekleideten

Jungen, nach rechts gewandt, mit Hut und rotem Halstuch,

eine Zigarette rauchend, die er in seiner linken

Hand hält. Das Mädchen, ebenso wie der Junge, hinter

einer niedrigen grauen Steinbrüstung stehend, in ihren

Händen eine flache geflochtene Schale mit gebundenen

Veilchensträußen haltend. Beliebte Darstellungen, die

mehrfach von anderen Künstlern kopiert wurden.

(1461102) (18)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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239


1010

JOZA UPRKA,

1861 KNEZDUB, TSCHECHIEN – 1940 HROZNOVÁ

LHOTA, TSCHECHIEN, ZUG.

AUF DEM HANÁ FEST

Öl auf Leinwand.

45 x 77 cm.

In dekorativem vergoldetem Rahmen.

Auf dem im Freien stattfindenden Fest sitzen auf einer

Wiese mit ausgebreiteten weißen Decken drei Frauen in

Tracht mit Kopfbedeckung, von denen eine im Gespräch

mit einem Mann in Hockstellung ist. Während ihre Augenpartie

verschattet liegt, wird ihr Lächeln von der

Sonne beschienen. Im Hintergrund in teils schemenhafter

Ausführung zahlreiche Teilnehmer in folkloristischer

Kleidung, teils zwischen Zelten, Schirmen und

einem kleinen Gebäude. Für den bekannten Künstler

typische Darstellung.

(14602327) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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1011

JOZA UPRKA,

1861 KNEZDUB, TSCHECHIEN – 1940 HROZNOVÁ

LHOTA, TSCHECHIEN

Der Künstler studierte an der Akademie der bildenden

Künste in Prag, ehe er an die Akademie nach München

wechselte. Dank eines Stipendiums studierte er

von 1892 – 1893 in Paris. 1894 stellte er mit Alphonse

Muchas (1860 – 1939) Unterstützung im dortigen

Salon aus.

TSCHECHISCHER REITER IN WEITER LANDSCHAFT

Öl auf Leinwand.

63 x 96 cm.

Links unten signiert „Joz Uprka“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

Im Zentrum in flacher weiter Landschaft ein junger

Reiter, nach links auf einem Pferd sitzend, in Begleitung

eines braunen Hengstes und hinter ihm ein junges

Fohlen. Für den Künstler typisches Werk, der ab 1888

begann Szenen aus dem bäuerlichen Leben, meistens

um das Volksleben Südmährens zu malen.

(14602328) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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1012

FRANZÖSISCHER ORIENTALIST

DES 19. JAHRHUNDERTS

INNENRAUM MIT STEHENDEM BÄRTIGEM

ORIENTALEN

Öl auf Leinwand.

81 x 54 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Blick auf einen selbstbewusst aufrechtstehenden älteren

Mann in grünem Hemd mit beiger Beinbekleidung

und einem breiten Gürtel, sowie einem langen Mantel

und einem roten Fez auf seinem Kopf. Mit seinen leicht

zusammengekniffenen Augen schaut er nachdenklich

aus dem Bild heraus. Die Malerei in überwiegend beigebrauner

Farbgebung, aufgelockert durch rote und grüne

Kleidungsstücke des Mannes. Teils rest.

(14605816) (2) (18)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1013

FRANZÖSISCHE SCHULE DER ZWEITEN HÄLFTE

DES 19. JAHRHUNDERTS

STUDIE EINES ORIENTALISCHEN MANNES

Zeichnung mit Kohle und weißer Kreide auf bräunlichem

Papier.

Ca. 22 x 11 cm.

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

Die Zeichnung zeigt eine stehende männliche Figur in

Rückenansicht und spiegelt die akademische Beherrschung

von Licht und Volumen wider, die typisch für

die Pariser Ateliers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

war. Die Pose und die dramatische Darstellung

der Draperie, insbesondere des über den Rücken

herabhängenden Mantels, deuten auf eine Ausbildung

im Umfeld von Jean-Léon Gérome (1824 – 1904) hin,

während die Energie und das orientalische Sujet an

Delacroix erinnern. Rechtsseitig beschnitten.

(1462175) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1014

MALER DES 19. JAHRHUNDERTS

PFERD IN GEBIRGSLANDSCHAFT

Öl auf Holzplatte.

23,5 x 32,5 cm.

In vergoldetem Rahmen.

Auf einem Bergabsatz ein gesattelter Brauner, in die

Ferne blickend.

(1461585) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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241


1015

GEORG KOLBE,

1877 WALDHEIM – 1947 BERLIN

FRAUENAKT, 1920ER-JAHRE

Schwarze Kreide auf Papier.

36,5 x 33,5 cm.

Rechts unten monogrammiert „GK“ (ligiert).

Gerahmt.

(14617821) (12)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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1016

LOVIS CORINTH,

1858 TAPIAU – 1925 ZANDVOORT

Corinth gilt als einer der bedeutendsten Maler des

deutschen Impressionismus, neben Max Liebermann

(1847– 1935), Ernst Oppler (1867– 1929) und Max Slevogt

(1868– 1932). Doch weit stärker als jene entwickelte er

seinen Malstil in eine expressive Richtung, womit ihm

zurecht die Würdigung als einer der Protagonisten der

„Geburt der Moderne“ zuteil wurde – ihn in der NS-Zeit

jedoch als „entartet“ diffamierte. Nach Ausbildungen in

Königsberg, Antwerpen, Paris und München wirkte er

vor allem in Berlin, wo er 1901 der Secession beitrat.

Noch im Oktober desselben Jahres eröffnete er eine

Malschule. Seine erste Schülerin, Charlotte Berend

(1880– 1967), Tochter aus jüdischem Elternhaus, wurde

neben Käthe Kollwitz (1867– 1945) als eine der wenigen

Frauen in die Secession aufgenommen. Als 22 Jahre

jüngere Ehefrau und Mutter zweier Kinder spielte sie

eine tragende Rolle im Wirken Corinths. In mehr als

sechzig seiner Gemälde unterschiedlicher Thematik ist

sie zu sehen. 1918, nach den Schrecken des Krieges,

suchten die beiden erstmals den Gebirgsort Urfeld am

Walchensee auf. Im Jahr darauf ließ Charlotte Berend-

Corinth dort ein Holzhaus mit Blick auf den See errichten.

STEHENDER AKT – RÜCKENANSICHT

Schwarze Kreide auf Papier.

44 x 26 cm.

Rechts unten mit dem Nachlassstempel und der bestätigten

Unterschrift von Thomas Corinth (Sohn des

Künstlers).

Gerahmt.

(14617822) (12)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1017

MARGUERITE AGNES,

1894 – 1960

DREI AKTE

Öl auf Leinwand.

96 x 92 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1937“.

In bronziertem Profilrahmen.

Vor hellgrünem Fond die konturenreiche Darstellung

dreier unbekleideter Damen oder einer Dame in dreifacher

überlappender Darstellung.

(14619020) (3) (13)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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243


1018

KAROLY PATKÓ,

1895 BUDAPEST – 1941 EBENDA, ZUG.

SITZENDER FRAUENAKT VOR GEBLÜMTEM

VORHANG, 1922

Öl auf Leinwand.

155 x 75 cm.

Links unten unleserlich signiert und datiert „1922“.

Verso alter ovaler englischer Aufkleber mit Künstlernennung

„Patko“.

Ungerahmt.

Am Boden reich dekorierter Teppich. Vor dem geblümten

Vorhang sitzend, der Frauenakt nach links.

(1461442) (11)

€ 2.500 – € 4.000

Sistrix

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1019

HERBERT SCHNEIDER,

1924 GRIESBACH IM ROTTAL – 1983 HINTERTHAL,

ÖSTERREICH

BAHNSTATION, 1947

Tempera auf Leinwand.

50 x 60,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Schneider

H. (19)47“. Verso auf altem Aufkleber bezeichnet

„Herbert Schneider/Nach einem Original aus dem

Nachlass Herbert Schneider“

mit Namensnennung „...Kandsperger/Alfred

Schneider“ und Signatur.

Blick auf eine Bahnstation und ein Gleis, zu dessen

Seiten zahlreiche Reisende mit Gepäckstücken warten.

Links des Gleises mehrere stehende, nach links in den

Hintergrund verlaufende Haltesignale. Farbintensive

Darstellung in teils raschem Pinselduktus.

(14610546) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1020

CHRISTIAN ROHLFS,

1849 GROSS NIENDORF – 1938 HAGEN

Der Künstler studierte in Weimar, ab 1895 war er in

Berlin tätig, ab 1901 in Hagen/Nordrein-Westfalen.

Nach der Machtergreifung der Nazis wurde Rohlfs aus

der Preußischen Akademie ausgeschlossen, 412 seiner

Bilder entfernt und als entartet diffamiert. Er gilt als

einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Expressionismus.

DER GEFANGENE, 1918

Holzschnitt auf Papierkarton.

62 x 42 cm.

Rechts unten signiert „Chr. Rohlfs“.

Gerahmt.

Provenienz:

Galerie Utermann, Dortmund.

Grisebach Auktion, Berlin 25. November 2011, Kat.Nr.

286.

Privatsammlung England. (14605125) (12)

Sistrix

€ 3.000 – € 4.000 (†) INFO | BID

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245


1021

CHARLES HENRI JOSEPH LEICKERT,

1816 BRÜSSEL – 1907 MAINZ

Der Maler zählt neben seinen Lehrern Andreas Schelfhout

(1787– 1870), Wijnand Jan Joseph Nuyen

(1813 – 1839) und Bartholomäus van Hove (1850– 1914)

zu den bekanntesten Landschaftsmalern Hollands im

19. Jahr hundert. Seine Küstenansichten, Straßenveduten

oder Flusslandschaften, nicht selten mit Windmühlen

und reicher Figurenstaffage haben ihn weit über

sein Wirkungsgebiet hinaus bekannt gemacht. Seine

Feinmalerei gibt den Bildgegenstand jeweils minutiös

wieder, was gerade im heutigen zeitlichen Abstand zur

Entstehung der Gemälde als bedeutende Dokumentation

gewürdigt werden muss. Neben seinen bekannten

holländischen Winterlandschaften finden sich nicht wenig

authentische Stadtansichten seiner Heimat, aber

vor allem auch der Niederlande. In Den Haag lebte und

arbeitete er in den Jahren 1841 und 1848, und danach

verbrachte er dort seinen langen Aufenthalt von 1849

bis 1883. 1856 wurde er mit der Mitgliedschaft der Königlichen

Akademie von Amsterdam geehrt. In der Folge

bereiste er Frankreich, Deutschland und Italien.

SOMMERLICHE FLUSSLANDSCHAFT MIT

WINDMÜHLEN

1022

PETRUS VAN SCHENDEL,

1806 TERHEIJDEN/BRABANT – 1870 BRÜSSEL, ZUG.

INTERIEUR MIT KÜCHENMAGD BEI KERZENSCHEIN

Öl auf Holz.

28,5 x 24,5 cm.

In vergoldetem ornamentiertem Rahmen.

Nächtliche Genreszene einer Küchenmagd, die durch

den Schein einer Öllampe erhellt wird. Die Magd

blickt von ihrer Arbeit, dem Polieren eines Eimers, den

Betrachter überrascht an und hält Inne. Glattflächige

Feinmalerei, die einen gekonnten Umgang mit der

Lichtstimmung, der Hell-Dunkel-Malerei, sowie der

Figurenwiedergabe zeigt.

(1461104) (10)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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Öl auf Leinwand.

74 x 100 cm.

Links unten signiert und datiert „Ch. Leickert (18)58“.

In gold glänzendem Rahmen.

Unter hohem, sommerlich hellblauem Himmel mit

großen weißen Wolkenformationen ein ruhig sich

schlängelnder Fluss, an dessen linkem Ufer mehrere

Gebäude und eine große Windmühle stehen, sowie

drei Boote ankern. Rechtsseitig, entlang des Flusses,

verläuft ein breiter Weg mit mehreren Figuren. Zudem

sind an der Seite und im Hintergrund mehrere Häuser,

eine in den Himmel ragende Kirchturmspitze sowie

eine in der Sonne stehende weitere Windmühle zu

sehen. Stimmungsvolle harmonische Darstellung mit

gekonnter Licht- und Schatteninszenierung, ganz in

der Art des bekannten Künstlers. Rest.

(1461105) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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1023

NICHOLAAS RIEGEN,

1827 AMSTERDAM – 1889 EBENDA

HAFEN MIT ANKERNDEM BOOT VOR STADTKULISSE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

39 x 55,5 cm.

Rechts unten signiert „N Riegen“.

Im stimmungsvollen Licht der hinter einem Wolkenzug

liegenden Sonne eine Hafenansicht mit einem figurenbesetzten

ankernden Boot, von dem aus ein einfaches

Holzbrett zum flachen begrünten Ufer führt. Rechts

auf dem ruhigen Wasser zwei Segelboote, während im

Hintergrund die Silhouette einer Stadt mit großer Kirche

zu erkennen ist. Malerische Wiedergabe des für seine

Meeres- und Flusslandschaften bekannten niederländischen

Malers.

(1461106) (18)

€ 500 – € 1.000

Sistrix

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1024

ALFRED ZIMMERMANN,

1854 MÜNCHEN – 1910 CHIEMSEE

MÄNNERRUNDE IN BAYRISCHEM INTERIEUR

Öl auf Holz.

33 x 52 cm.

Rechts oben signiert und ortsbezeichnet

„Alfred Zimmermann München“.

In vergoldetem Prunkrahmen.

In einer Stube, an einem Tisch, über dem eine Petroleumlampe

herabhängt, haben sich fünf Männer in

Tracht versammelt, von denen einer aus einem großen

Blatt vorliest, das wohl von offizieller Stelle stammt,

worauf die zu lesenden Worte „Fürstlich Bayerisch..“

hindeuten. Mit unterschiedlich misstrauischer oder nachdenklicher

Miene hören die Männer dem Vorleser zu.

Malerei in zurückhaltender Farbgebung mit besonderer

Herausstellung der Physiognomien der Dargestellten.

(1461103) (18)

€ 600 – € 900

Sistrix

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1025

SÜDDEUTSCHER MALER DES 18. JAHRHUNDERTS

Gemäldepaar

BÄUERLICHE PORTRAITS

Öl auf Leinwand. Doubliert.

Je 58 x 43 cm.

In teilvergoldetem Rahmen.

Das eine Gemälde zeigt eine alte Bäuerin vor grünlichem

Hintergrund, leicht nach rechts, in Tracht mit

weißer Bluse und grüner Haube auf dem Kopf, mit faltenreichem

gebräuntem Gesicht und leicht zugekniffenem

Mund aus dem Bild herausblickend. Das Gegenstück

zeigt einen älteren Mann mit weiß-grauen Haaren und

langem Bart, mit rötlich gebräunter Haut und faltenreicher

Stirn, ebenfalls aufmerksam aus dem Bild herausschauend.

Qualitätvolle Malerei mit besonderer

Herausarbeitung der Physiognomie.

(14603315) (18)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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1026

LUIGI MIRADORI IL GENOVESINO,

1600/10 – 1656, ZUG.

Gemäldepaar

MÄDCHENPORTRAITS

Öl auf Leinwand.

Je 51 x 39,5 cm.

Die Brustbildnisse sind jeweils vor beigem Hintergrund

dargestellt. Das eine Bild zeigt ein Mädchen, nach rechts

in einem eleganten, leuchtend roten Gewand gekleidet,

das teils mit Goldstreifen verziert ist. Es hat einen gesonderten

Kragen, der in der Mitte mit einer Blume besetzt

ist, sowie einer weiteren roten Blume im Haar. Dazu

trägt es eine Perlenkette um den Hals, während der Kopf

nach rechts gewandt ist, die Augen jedoch aus dem Bild

auf den Betrachter hinausblicken. Das andere Gemälde

zeigt ein Mädchen, das nach links gewandt ist, in identischer

Kleidung und ebenfalls mit einer Perlenkette. In

den Haaren hat es jedoch zwei weiße Blüten und schaut

ebenfalls mit leicht geröteten Wangen aus dem Bild. Beide

Mädchen haben ein feines, zartes Inkarnat. Ihre Ähnlichkeit,

auch in der Kleidung, lässt vermuten, dass es

sich um zwei Schwestern handelt.

(1431152) (18)

€ 4.500 – € 6.500

Sistrix

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247


1027

ELOISE HARRIET STANNARD,

1829 NORWICH – 1915 EBENDA, ZUG.

Bereits der Vater und der Onkel der Malerin waren

Landschaftsmaler der sogenannten Norwich School.

Ihre bereits für 1852 dokumentierte Ausstellung in der

Royal Academy of Arts sowie in der British Institution

in London bildeten die Basis für etwa 30 weitere Ausstellungen

mit großen Erfolgen. Ihre Werke wurden

mehrfach bei Christie's verauktioniert.

FRUIT PIECE

Öl auf Leinwand.

61,5 x 51,5 cm.

Verso aufgeklebter alter Katalog-Ausschnitt mit

Bezeichnung „206 – Fruit Piece by Miss Stannard:

S. M. 19 ins x 23 ins“ (was dem Gemälde entspricht).

Die Werke der bedeutenden englischen Stilllebenmalerin

zeichnen sich stets durch weiche Konturen und

leuchtende Farbigkeit aus. So wird auch hier die Fülle

der auf einer Tischplatte aufgehäuften Früchte lichtvoll

wiedergegeben. Die Affinität zur Malerei des 18. Jahrhunderts

mit der ähnlich farbenfrohen Leichtigkeit

wird hier deutlich.

Aufgrund des Ausstellungs-Aufklebers und datierten

Werken der Jahre 1866, 1877 und 1878 kann das vorliegende

Gemälde in den Zeitraum 1865 – 1880 eingeordnet

werden, in die wichtige Zeit ihres Wirkens. A.R.

(1462171) (11)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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1028

FRANCESCO VINEA,

1845 FORLI – 1902 FLORENZ

JUNGE FRAU IN EINEM ROSENGARTEN

Öl auf Leinwand. Doubliert.

45 x 70 cm.

Unten rechts signiert und datiert „f. Vinea 1884“.

In vergoldetem Rahmen.

Der italienische Genremaler, eigentlich bekannt für

Figuren in Kostümen, zeigt hier sein Können anhand

einer kecken jungen Frau inmitten eines üppig blühenden

Rosengartens. Sie blickt den Betrachter von der

Mitte des Bildes her forsch an. Dabei trägt sie einen

Blumentopf mit hoch aufragenden Blättern, die den

hellen Himmel mittig zäsieren.

(1462011) (10)

€ 4.500 – € 6.000

Sistrix

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1029

LOVIS CORINTH,

1858 GWARDEISK – 1925 ZANDVOORT

Corinth gilt als einer der bedeutendsten Maler des

deutschen Impressionismus, neben Max Liebermann,

Ernst Oppler und Max Slevogt. Doch weit stärker als

jene entwickelte er seinen Malstil in eine expressive

Richtung, womit ihm zurecht die Würdigung als einer

der Protagonisten der „Geburt der Moderne“ zuteil

wurde – ihn in der NS-Zeit jedoch als „entartet“ diffamierte.

Nach Ausbildungen in Königsberg, Antwerpen,

Paris und München wirkte er vor allem in Berlin, wo er

1901 der Secession beitrat. Noch im Oktober desselben

Jahres eröffnete er eine Malschule. Seine erste

Schülerin, Charlotte Berend (1880 – 1967), Tochter aus

jüdischem Elternhaus, wurde neben Käthe Kollwitz

(1867 – 1945) als eine der wenigen Frauen in die Secession

aufgenommen. Als 22 Jahre jüngere Ehefrau und

Mutter zweier Kinder spielte sie eine tragende Rolle

im Wirken Corinths. In mehr als sechzig seiner Gemälde

unterschiedlicher Thematik ist sie zu sehen. 1918,

nach den Schrecken des Krieges, suchten die beiden

erstmals den Gebirgsort Urfeld am Walchensee auf.

Im Jahr darauf ließ Charlotte Berend-Corinth dort ein

Holzhaus mit Blick auf den See errichten.

CHARLOTTE BEREND-CORINTH IN LYCHEN,

UM 1906

Bleistift auf Papier.

31,6 x 23,7 cm.

Rechts unten signiert „Lovis Corinth“. Rechts unten

bezeichnet „500“.

Gerahmt.

Beigegeben eine Expertise von Prof. Dr. Thomas Deecke,

Berlin 10. Dezember 2013, in Kopie.

Provenienz:

Sammlung der Tochter des Künstlers, Wilhelmine

Klopfer Corinth.

Galerie Etienne, New York (1988).

Kunsthandel Wolfgang Werner, Bremen/Berlin.

Privatsammlung England. (14605124) (12)

Sistrix

€ 3.000 – € 5.000 (†) INFO | BID

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249


1030

EDOUARD FREDERIC WILHELM RICHTER,

1844 PARIS – 1913 EBENDA, ZUG.

Richter begann sein Studium in Den Haag, setzte dieses

jedoch bald in Paris bei Ernest Hébert (1817 – 1908)

und bei Léon Bonnat (1833– 1922), führende Künstler

ihrer Zeit, fort. Zeit seines Lebens war er dem Orientalismus

verpflichtet, dessen vielfältige Ausformungen

sein Schaffen prägten. Seine erste Ausstellung fand

1866 statt, sodass das vorliegende Werk ein 186(9?)

als Frühwerk zu sehen ist.

ORIENTALISCHER WASSERLAUF MIT MÜHLE UND

WEISSEN OCHSEN

Öl auf Leinwand.

84 x 100 cm.

Unten mittig datiert und mit wohl authentischer

Signatur „Ed. Richter f.“.

Ungerahmt.

In abendlicher Sonnenuntergangsstimmung sich vor

dem changierenden Himmel silhouettenhaft abzeichnende

Palmen, die eine Wasserstelle mit abschließender

Rundbogenbrücke flankieren. Darin Nutztiere mit

Personen, im Vordergrund links die Stufen zu einem

Gebäude sowie eine Mühle, die von zwei weißen

Ochsen betrieben wird.

Anmerkung:

Zwei orientalische Stimmungen des Künstlers werden

im Musée Baron-Martin in Gray verwahrt.

Literatur:

Vgl. La Chronique des arts et de la curiosité, Bureaux

de la Gazette des beaux-arts, Paris 1913. (1430173) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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1031

KARL HEILMAYER,

1829 MÜNCHEN – 1908 EBENDA

Als Sohn eines Münchner Hofschauspielers studierte

Heilmayer an der Münchner Akademie, löste sich jedoch

vom Lehrbetrieb, um seine Malweise eigenständig zu

entwickeln. Auf Reisen durch Italien, Belgien, Norddeutschland

und Frankreich fand er Anregungen, seine

Eindrücke vor allem in nebeligen oder vom Mondschein

beleuchteten Ansichten festzuhalten. So finden sich

in seinem Werk zahlreiche Rom- und Venedigbilder, die

sich durch ihre spätromantischen Stimmungen wesentlich

von den bis dahin üblichen Städteansichten

abheben.

FLORENZ BEI VOLLMOND

Öl auf Papier, auf Karton aufgezogen.

21 x 33 cm.

Links unten signiert und datiert „K. Heilmajer 1861“.

In ornamental reliefiertem Kehlrahmen.

Im Gegenlicht des Mondes, vor dem sich Zypressen

und Pinien silhouettenhaft abzeichnen, stellt der gebürtige

Münchner Karl Heilmayer den Arno dar, an dessen

Ufer ein Kahn liegt. Neben dem Fluss zeugt die

sich im Dunst abzeichnenden Stadt Florenz von der

Hand des Menschen inmitten dieses Naturschauspiels.

(1460214) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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1032

LÉOPOLD ROBERT,

AUCH GENANNT „LOUIS-LÉOPOLD ROBERT“,

1794 LES EPLATURES – 1835 VENEDIG, ART DES

ITALIENISCHES MÄDCHEN AM STRAND

Öl auf Holz.

48,5 x 39,5 cm.

In dekorativem Rahmen.

Am steinigen Strand ist ein junges Mädchen in elegantem

Gewand gerade dabei ein rotes Band in ihre langen

Haare einzuflechten. Dabei hat sie den Kopf zur Seite

gedreht und blickt nachdenklich aus dem Bild hinaus.

Im Hintergrund das Meer und der rauchende Vesuv.

Einfühlsame Darstellung in der Art des bekannten

Künstlers.

(14602311) (18)

€ 1.200 – € 1.800

Sistrix

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1033

KARL NAHL,

AUCH GENANNT „CHARLES CHRISTIAN NAHL“,

1818 KASSEL – 1878 SAN FRANCISCO, ZUG.

WALLENSTEIN BEI SEINEM ASTROLOGEN

Öl auf Leinwand.

79 x 95 cm.

Verso mit Auktionsetikett des Hauses Lempertz.

In mit Blattwerk reliefiertem Rahmen.

In polychrom leuchtenden Farben die Darstellung des

Feldherrn Albrecht von Wallenstein mit seinem Hofastrologen

Giovanni Battista Seni, der ein italienischer

Astrologe und Leibarzt war und bei dem Wallenstein

während des Dreißigjährigen Krieges Rat suchte. Detailreiche

Darstellung des Zeltinneren mit allerlei

Schriftstücken, Globen und reicher textiler Innenausstattung,

sowie Blick auf eine Gefechtssituation.

Provenienz:

Auktion Lempertz, 14. März 2018, Lot 185, als Nahl

zugeschrieben.

Süddeutsche Privatsammlung.

(1461561) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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1034

EMMANUEL BACHRACH-BARÉE,

1863 ODERBERG – 1943 MÜNCHEN

NAPOLEON IN SEINEM ARBEITSZIMMER

Öl auf Holz.

27,2 x 35,7 cm.

Links unten signiert „BACHRACH-BARÈE“.

In dekorativem Rahmen.

Im Zentrum des Gemäldes der in einem einfachen

Raum auf einem Sessel sitzende Napoleon Bonaparte

in Militäruniform und Zweispitz mit verschränkten

Armen leicht nach vorne gebeugt. Hinter ihm ein Bett

und ein Stuhl sowie zu seiner Seite ein Schreibtisch,

auf dem ein Tintenfass mit Feder steht, ein aufgeschlagenes

Buch, ein Briefbogen und sein abgelegter Degen.

Eine an der Wand befindliche Karte dient als weiterer

Hinweis darauf, dass Napoleon hier in einem privaten

nachdenklichen Moment in seinem Arbeitszimmer

gezeigt wird.

(1460331) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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251


1035

MAX CLARENBACH,

1880 NEUSS – 1952 DÜSSELDORF

Der Künstler war ein deutscher Maler der Düsseldorfer

Schule und gilt als Mitbegründer des Sonderbundes in

Düsseldorf sowie als einer der bedeutenden Vertreter

der rheinischen Malerei im frühen 20. Jahrhundert. Er

studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf. 1908

organisierte er zusammen mit ehemaligen Akademieschülern

erste Ausstellungen, aus denen 1909 der

Sonderbund hervorging. Neben den von ihm besonders

geschätzten Wintermotiven verstand sich Clarenbach

auch auf die atmosphärische Beobachtung der

anderen Jahreszeiten.

WINTER AN DER ERFT

Öl auf Leinwand.

75 x 100 cm.

Rechts unten signiert „M. Clarenbach.“ Verso auf Keilrahmen

Künstleretikett „Prof. Max Clarenbach Wittlaer“

mit Nummerierung, Betitelung und Datierung „1912“.

In dekorativem Rahmen.

Blick auf einen ruhigen türkis-grauen See mit einem Fischer

in seinem Boot und auf ein verschneites Ufer mit

hohen kahlen Bäumen, die sich malerisch im Wasser

widerspiegeln. Im Hintergrund die langgezogene Silhouette

eines ganz in blauer Farbigkeit wiedergegebenen

Dorfes mit schneeweißen Dächern und einer weißen

Kirchturmspitze vor hellgrauem Himmel. Das Gemälde

strahlt durch die überwiegend zurückhaltende Farbgebung

Ruhe und Harmonie aus und gilt als ein Hauptwerk

des Künstlers aus seiner, durch die französischen

Impressionisten geprägten, Sonderbund-Zeit.

Ausstellungen:

Verso Aufkleber des Salon des Artistes français,

Nr. 112, Max Clarenbach.

Außerdem Aufkleber des Kunstsalon Herman Abels,

Köln a. Rh. Komödienstrasse 26. (1461786) (18)

€ 7.000 – € 9.000

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1036

AUGUST LOHR,

1842 – 1920

BLICK AUF DEN KÖNIGSSEE MIT ST. BARTHOLOMÄ

Öl auf Leinwand.

52 x 82 cm.

Rechts unten signiert, ortsbezeichnet und datiert

„A. Lohr. München 1877.“

In Prunkrahmen.

Eingebettet zwischen steilen Berghängen der langgestreckte,

türkis schimmernde Gebirgssee, auf dem

zwei kleine Boote zu erkennen sind. Im Hintergrund

die angedeutete weiße Kapelle von St. Bartholomä.

(1460461) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1037

ALBERTO PROSDOCIMI,

1852 – 1925

Der italienische Künstler studierte Malerei an der

Akademie von Venedig und war bekannt für seine

Aquarelle der Lagunenstadt.

FISCHERBOOTE VOR DER SILHOUETTE

VON VENEDIG

Öl auf Platte.

48 x 86 cm.

Links unten signiert und datiert „A. Prosdocimi.

F (1)922“.

Montiert in rechteckigem Kasten hinter Glas.

Im stimmungsvollen Licht der zwischen Wolken untergehenden

Sonne mehrere besetzte Fischerboote, die

im flachen Wasser ankern. Im Hintergrund am langgezogenen

Ufer wohl die Silhouette von Venedig.

(1460541) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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1038

CARL SALTZMANN,

1847 BERLIN - 1923 POTSDAM

FJORDLANDSCHAFT

Öl auf Leinwand.

45 x 76 cm.

Links unten signiert und datiert „C. Saltzmann 1894.“.

Ansicht eines Fjordes mit wenigen Booten, umgeben

von steilen Klippen, im Licht der gelblich schimmernden

untergehenden Sonne.

(1460422)

€ 1.500 – € 3.000

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253


1039

ADOLF FREY-MOOCK,

1881 JENA – 1954 EGNACH

Der Schweizer Künstler studierte 1904 an der Akademie

der bildenden Künste in München, 1909 wurde er

Assistent von Franz von Stuck in dessen Atelier.

FLÖTE SPIELENDER PAN UND MÄDCHEN

Öl auf Holz.

26,5 x 20,5 cm.

Links unten signiert.

In vergoldetem Rahmen.

In Nahsicht das Brustbildnis eines jungen Mädchens

mit langen Haaren, rotem Stirnband und nacktem

Oberkörper, vor dem sie einen Zweig mit Trauben hält.

Ihr Blick geht zur Seite auf einen hinter ihr stehenden

Pan, der auf einer Flöte spielt und sie mit leicht zugekniffenen

Augen anschaut.

(1460232) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1040

FRITZ BURMANN,

1892 WIEDENBRÜCK – 1945 INGOLSTADT

LIEBE

Öl auf Holz.

32 x 23,5 cm.

Links unten signiert und datiert „Fritz Burmann 1919“.

Verso Aufkleber mit Künstlernennung, Betitelung und

Provenienvermerk.

Das Gemälde zeigt vor stilistischem Landschaftshintergrund

einen stehenden jungen Mann, der in seiner

angehobenen linken Hand einen Siegeskranz hält, mit

dem anderern Arm eine sitzende Frau umarmt, die

wiederum in ihrer rechten Hand einen grünen Zweig

nach oben hält.

(14615012) (18)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1041

LUDWIG JOHANN PASSINI,

1832 WIEN – 1903 VENEDIG

ITALIENISCHE WASSERTRÄGERIN

Aquarell auf Papier.

Sichtmaß: 72 x 31 cm.

Links unten signiert und datiert „Ludwig Passini 1882“.

Hinter Glas in Prunkrahmen.

Das Werk zeigt eine junge stehende Frau mit roten

Haaren, die mit der rechten Hand an einen Pfosten

fasst und in ihrem linken Arm zwei schwere Wasserkübel

trägt. Ihre Wangen sind leicht gerötet, und mit

ihren dunklen Augen blickt sie seitlich aus dem Bild

heraus. Feine Malerei mit gekonnter Licht- und

Schatteninszenierung in der typischen Manier des

Künstlers.

(1460622) (1) (18)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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1042

FRANZ VON DEFREGGER,

1835 STRONACH – 1921 MÜNCHEN

JUNGE FRAU IN TRACHT

Öl auf dünnem Karton.

21,2 x 13,2 cm.

Links unten signiert „Defregger“, rechts unten

datiert „1880“.

In dekorativem Rahmen.

Die junge, in Schritthaltung stehende Frau in eleganter

Tracht mit roter Bluse und wertvollem Schmuck, aufmerksam

aus dem Bild blickend.

Literatur:

Hans-Peter Defregger, Defregger 1835 – 1921,

Rosenheim 1983, S. 299. (14602322) (18)

€ 4.000 – € 7.000

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255


1043

WERNER PEINER,

1897 DÜSSELDORF – 1984 LEICHLINGEN

Der Maler studierte ab 1919 an der Düsseldorfer Akademie.

1933 wurde er an die Düsseldorfer Kunstakademie

als Professor für Monumentalmalerei berufen.

BRUSTBILDNIS JESU AM KREUZ MIT

DORNENKRONE

Tempera auf Papier.

40,5 x 33,5 cm.

Links unten signiert „Peiner“.

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

(14615010) (18)

€ 500 – € 800

Sistrix

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1044

WERNER PEINER,

1897 DÜSSELDORF – 1984 LEICHLINGEN

MADONNA MIT KIND

Grau-gelbe Pinselzeichnung auf Papier,

mit Hartfaserplatte hinterlegt.

Sichtmaß: 53,5 x 39 cm.

Rechts unten signiert und datiert „PEINER (19)79“,

verso auf Aufkleber betitelt.

Unter Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(1461509) (18)

€ 700 – € 1.000

Sistrix

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1045

JOSEPH LEOPOLD RATINCKX,

1860 – 1937

WINTER IN DER STADT

Öl auf Leinwand.

118 x 101 cm.

Rechts unten signiert „RATINCKX“.

In teilvergoldetem Rahmen.

Vor den hohen Mauern einer verschneiten mittelalterlichen

Stadt eine sitzende, warm gekleidete Frau,

die gerade in eine Pfanne über einem Feuerofen, der

von einem Jungen mit Blasebalg weiter angefacht

wird, frische Pfannkuchen zubereitet. Rechts hinter ihr

stehend eine vornehme Patrizierfamilie, die wohl auf

die Köstlichkeit wartet. Links im Hintergrund mehrere

Figuren am Ufer eines zugeforenen Flusses, einige

von ihnen auf dem Eis.

(1460921) (18)

€ 2.600 – € 3.200

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1047

MALER DES 17./ 18. JAHRHUNDERTS

1046

MARIO SIMONI,

1885 – 1953

ZINGARA

Aquarell auf Papier.

99 x 65 cm.

Links unten signiert „MSimoni“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Unter einem alten überdachten steinernen Aufgang mit

Stufen stehend eine junge Südländerin mit schwarzen

Haaren.

(1440574) (18)

€ 500 – € 700

Sistrix

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DER HIRTE MIT SEINEN SCHAFEN

IN DER ABENDSONNE

Öl auf Leinwand. Doubliert.

134 x 168 cm.

In profiliertem Rahmen.

In weiter Landschaft, welche von der wärmenden

Abendsonne Italiens durchzogen wird sitzt links ein

Hirte mit seinen das Bildfeld dominierenden Schafen.

Das Gemälde erinnert in Komposition und Technik an

Melchior Roos. Besch.

(1461481) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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257


1048

HANS HASSENTEUFEL,

1887 HAMBURG – 1943 MÜNCHEN

Hassenteufel lernte an der Münchener Akademie bei

Peter Halm und Franz von Stuck.

KOLOMBINE

Öl auf Leinwand.

96 x 71 cm.

Links oben signiert und ortsbezeichnet.

Keilrahmen mit altem Etikett.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Vor unbestimmtem beigem Fond die Dreiviertelfigur

einer vergnügten jungen Dame im Faschingskostüm

mit Harlekinmütze. Minimal besch.

(1460623) (1) (13)

€ 1.800 – € 2.200

Sistrix

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1049

HANS HASSENTEUFEL,

1887 HAMBURG – 1943 MÜNCHEN

DIE BAUCHTÄNZERIN

Öl auf Leinwand.

96 x 71 cm.

Links unten signiert und ortsbezeichnet. Keilrahmen

mit altem Etikett.

In ornamental reliefiertem Rahmen.

Vor einer groben Mauer steht die leicht nach links gewandte

Dreiviertelfigur einer jungen Frau mit Armreifen,

Tamborin und luftiger Kleidung, den Betrachter anblickend.

(1460624) (1) (13)

€ 1.800 – € 2.200

Sistrix

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1050

MARCEL DYF,

1899 PARIS – 1985 BOIS D’ARCY

FELDBLUMENSTRAUSS IN FAYENCEKRUG

Öl auf Leinwand.

73 x 60 cm.

Rechts unten signiert „Dyf“.

Vor changierendem Grund, der an einen Vorhang erinnert,

ein perspektivisch zulaufender Holztisch mit darauf

stehendem, blau-weiß glasiertem Fayencekrug.

Darin ein raumgreifendes Bouquet mit Mohnblumen,

Ähren, Hafer, Kornblumen und anderen, in einem Feld

zu findenden Blumen.

Provenienz:

Auktion Millon, 30. Januar 2019, Lot 255. (1450664)

(13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1051

JOHANNA VON DESTOUCHES,

1869 MÜNCHEN – 1956 EBENDA

KLEINER SOMMERBLUMENSTRAUSS IN GLASVASE

Öl auf Leinwand.

36 x 29,2 cm.

In dekorativem Rahmen.

Auf einer Tischplatte mit einigen darauf liegenden rosafarbenen

Blüten vor hellgrünem Hintergrund steht eine

bauchige Glasvase mit leuchtend blauem Enzian und

einigen Kleinblütlern. Harmonische Wiedergabe in der

Manier der bekannten Künstlerin.

(14601717) (18)

€ 850 – € 1.000

Sistrix

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259


1052

OTTO PIPPEL,

1878 LÓDZ – 1960 PLANEGG BEI MÜNCHEN

VORFRÜHLING AM SCHLIERSEE

Öl auf Leinwand.

99 x 117 cm.

Rechts unten signiert.

In gefasstem Rahmen.

Reizvolle helle Sicht auf den Schliersee mit den angrenzenden

Gebirgszügen. In pastosem Duktus der

helle Himmel mit noch kahler Vegetation, die auf den

Frühling zu warten scheint.

Provenienz:

Von der Großmutter des Einlieferers in den 1920er-

Jahren beim Künstler erworben. (1460241) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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1053

JOSEF ULLMANN,

1870 – 1922

LÄNDLICHE SZENE

Öl auf Karton, auf Platte.

50 x 60 cm.

Rechts unten signiert und datiert „1915“.

Verso mit Etikett.

In vegetabil reliefiertem Rahmen.

In raschem Pinselduktus vorgeführte Niederung, in

der ein Bauernhof liegt. Davor eine Frau sowie zwei

Ochsen, ein Feld pflügend.

(1460234) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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1054

OTTO PIPPEL,

1878 LÓDZ – 1960 PLANEGG BEI MÜNCHEN

Otto Pippel gilt als einer der bedeutendsten späten Impressionisten

im süddeutschen Raum. Er studierte

1905 in Karlsruhe und vollendete seine Ausbildung bei

Gotthard Johann Kühl (1850 – 1915) an der Dresdner

Akademie. Prägend für sein weiteres Schaffen war ein

Aufenthalt in Paris 1905, während dessen er die französischen

Impressionisten kennenlernte. Nach 1918 lebte

und arbeitete er in Planegg und malte dabei vielfältige

Landschaften, Stillleben und Stadtveduten in impressionistischer

Manier.

HERBST

Öl auf Leinwand.

62 x 50 cm.

Rechts unten signiert.

Verso mit betiteltem Künstleretikett.

In barockisierendem Rahmen.

In pastosem Pinselduktus bereits entlaubte Bäume,

darunter grasendes Vieh.

(14602319) (13)

€ 1.500 – € 3.000

Sistrix

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1055

JOSEF WENGLEIN,

1845 MÜNCHEN – 1919 BAD TÖLZ

MOORLANDSCHAFT MIT JÄGER

Öl auf Leinwand. Doubliert.

58 x 75,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert

„J. Wenglein. Müchn 90“.

In herbstlicher Moorlandschaft mit einigen hochragenden

schmalen Birkenbäumen ein Jäger mit einem Gewehr

in der Hand, in Begleitung zweier Hunde auf Entenjagd.

Malerische Darstellung in vielen differenzierten

rot-braunen Farbtönen, mit hohem grau-blauem Himmel

mit weißen Wolkenformationen.

(14601723) (18)

€ 4.500 – € 6.000

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261


1056

FERDINAND LOYEN DU PUIGAUDEAU,

1864 NANTES – 1930 LE CROISIC

Der Künstler studierte an verschiedenen Internaten

von Paris bis Nizza. 1882 reiste du Puigaudeau nach

Italien, dann nach Tunesien und brachte sich selbst das

Malen bei. Das erste Werk, das du Puigaudeau sicher

zugeschrieben werden kann, stammt aus dem Jahr

1886, dem Jahr, in dem er Pont-Aven besuchte, wo er

sich mit Charles Laval und Paul Gauguin anfreundete.

LE JARDIN

Öl auf Leinwand.

36 x 50 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Puigaudeau 1886“.

In Impressionistenrahmen.

In einem großen Garten der Blick auf eine breite steinerne

Treppe, die seitlich des oberen Absatzes jeweils

von einer Steinskulptur flankiert wird; auf der linken

Seite ist eine Laube mit Gartenmöbeln zu erkennen.

Unterhalb der Treppe ein schmaler entlanglaufender

Weg und Rasen in frischem Grün. Stimmungsvolle Malerei

in vielen, teils diffusen, differenzierten Grüntönen,

charakteristisch für den berühmten postimpressionistischen

Künstler.

Provenienz:

Collection Jules Paressant, Nantes, von da an

Familienvererbung.

Artcurial Paris, 5. April 2015, Lot 46.

Privatsammlung England.

Literatur:

Antoine Lauretin, Ferdinand du Puigaudeau

(1864 – 1930), Bd. 1, Paris 1989, Kat.Nr. 248, mit

Abb. auf S. 372. (1461186) (18)

€ 8.000 – € 10.000 (†)

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1057

THÉOPHILE-LOUIS DEYROLLE,

1844 PARIS – 1923 EBENDA

(ABB. RECHTS)

BRETONISCHE WÄSCHERINNEN AM WALDBACH

Öl auf Leinwand.

33 x 46 cm.

Links unten signiert.

In dekorativem Rahmen.

Am steinigen Ufer eines Waldbaches drei junge Frauen

beim Wäschewaschen, eine von ihnen bereits fertig,

mit Korb unter dem Arm stehend und den beiden am

Wasser Knienden zulächelnd. Im Hintergrund der von

der Sonne teils durchflutete Wald in frischen Grüntönen.

(1461161) (18)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1058

ÉMILE RENÉ LAFONT,

1853 – 1916

LES GRANDS BOULEVARDS SOUS LA PLUIE,

PARIS, UM 1905

Öl auf Leinwand.

46,5 x 55 cm.

Rechts unten signiert „Emile Lafont“, verso mit alten

Label mit Künstlernennung „Lafont“.

In dekorativem Rahmen.

Das Gemälde zeigt eine abendliche Pariser Straßenszene

bei stark bewölktem grauem Himmel mit Regen.

Im Zentrum ein breiter Boulevard, an dessen Seiten

jeweils eine Reihe hoher Bäume mit braunen Blättern

stehen und dahinter die prachtvollen Gebäude der Stadt,

deren Geschäfte im Erdgeschoss leuchten. Zahlreiche

Passanten, meist mit Schirmen, sind auf der Straße und

auf den Wegen unterwegs. Malerische Wiedergabe

des pulsierenden Lebens der Stadt und der vielen Beleuchtungen,

die sich teils auf den nassen Wegen und

Straßen widerspiegeln.

Provenienz:

Privatsammlung Frankreich. (1461188) (18)

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€ 6.000 – € 8.000 (†) INFO | BID

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263


1059

LUIGI LOIR,

1845 GÖRZ, ÖSTERREICH – 1916 PARIS

PARIS, BOULEVARD SAINT-MARTIN AM ABEND

Öl auf Leinwand.

33 x 46 cm.

Rechts unten signiert „LOIR. Luigi“, auf der Rückseite

auf dem Keilrahmen betitelt „Ba. Sa Martin“ und

nummeriert „No. 18“.

In Impressionistenrahmen.

Blick auf einen der vier Grands Boulevards im nördlich

der Seine gelegenen Rive Droit von Paris bei abendlich

gelb schimmernden Himmel. Vor den beleuchteten

Auslagen hinter den hohen Schaufenstern zahlreiche

Passanten auf der breiten, wohl nassen Promenade, in

der sich teils die Beleuchtung widerspiegelt und die

nach rechts von einer Baumallee vor der nachfolgenden

Straße flankiert wird. Darstellung einer alltäglichen

Szene des Pariser Lebens aus dem späten 19. und frühen

20. Jahrhundert, für die der Maler berühmt wurde.

Provenienz:

Privatsammlung USA.

Literatur:

Vgl. Noé Willer, Catalogue raisonne: Luigi Loir: De

La Belle Epoque à La Publicite, Paris 2005, S.78.

(1461187) (18)

€ 8.000 – € 10.000 (†)

Sistrix

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1060

MARCEL DYF,

1899 PARIS – 1985 BOIS D’ARCY

JARDIN DES TUILLERIES, UM 1960

Öl auf Leinwand.

46,5 x 54,5 cm.

Rechts unten signiert „Dyf“.

In dekorativem Impressionistenrahmen.

Blick auf den von der Sonne beschienenen Tuilerien-

Garten in Paris mit großem Brunnen und kleiner Wasserfontäne

vor dem Palastgebäude im Hintergrund. Die

zahlreichen kahlen Bäume deuten auf einen sonnigen

Wintertag hin, den zahlreiche Figuren für einen Spaziergang

nutzen und von denen einige im Vordergrund

auf Stühlen sitzend das schöne Wetter genießen. Stimmungsvolle

Malerei in weichen Farbtönen in impressionistischer

Manier.

Provenienz:

Privatsammlung Frankreich. (1461189) (18)

€ 5.000 – € 7.000 (†)

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1061

ATTILIO PRATELLA,

1856 LUGO DI ROMAGNA – 1949 NEAPEL

BELEBTE STRASSENSZENE

Öl auf Leinwand.

52 x 75,5 cm.

Links unten signiert „A. Pratella“.

In Louis XV-Stilrahmen.

Im Gegenlicht die diffuse Ansicht eines weiten Platzes

mit Reiterstandbild, vermutlich in Neapel. Im Vordergrund

zahlreiche Figuren, die ihren Alltagsgeschäften

nachgehen, vor einer in restauro befindlichen Fassade.

Literatur:

Vgl. Enzo Savoia, Attilio Pratella. Il narratore dei mille

volti di Napoli, Bologna 2007. (1460223) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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1062

LUCIEN ADRION,

1889 STRASSBURG – 1953 PARIS

LES GRANDS BOULEVARDS, PARIS

Öl auf Leinwand.

66 x 81 cm.

Rechts unten signiert „Adrion“.

In Montparnasse-Rahmen.

Reizvoller Blick auf eine Pariser Straßenecke mit Hotel

und Restaurant, einen U-Bahneingang und zahlreichen

Menschen zu Fuß oder im Automobil; Ausführung in

für Adrion typischem, postimpressionistischem Pinselduktus.

Provenienz:

Galerie Vildrac, Paris.

Kunsthaus Bühler, Stuttgart.

Privatsammlung, Baden-Württemberg.

Auktion Nagel, Stuttgart, 8. Februar 2023, Lot 23.

Privatsammlung Großbritannien. (14611810) (13)

€ 3.000 – € 5.000 (†)

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265


MODERNE KUNST FÜR JUNGE SAMMLER

MODERN ART FOR YOUNG COLLECTORS

1064

HUGO VON HABERMANN,

1849 DILLINGEN – 1929 MÜNCHEN

(ABB. RECHTS)

1063

JULIUS HESS,

1878 STUTTGART – 1957 PÖCKING

1914 war Hess Mitbegründer der Münchener Neuen

Secession. Von 1927 bis 1946 war er ordentlicher Professor

für Malerei an der Akademie der Bildenden Künste

München. Zu seinen Schülerinnen zählten unter

anderem Karoline Wittmann, Luise Niedermaier und

Gabriele Thiersch. Ab 1950 war er ordentliches Mitglied

der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

INTERIEUR MIT NÄHENDEM MÄDCHEN

Öl auf Leinwand.

82 x 69,5 cm.

Rechts oben signiert „J(ulius) Hess“.

In barockisierendem Rahmen.

In lockerem Duktus und einer Farbpalette, die den Einfluss

Cézannes deutlich spüren lässt, zeigt Hess den

verdichteten Moment einer Handlung: eine junge Frau

sitzt an ihrem Tisch mit geöffneter Handarbeitsschatulle

und empfängt das für ihre Arbeit nötige Licht vom

Schirm einer Petroleumlampe. Ihr nach unten gerichtetes

Gesicht wirkt konzentriert und ist vom Betrachter

abgewandt, während die Umgebung auf diesen

ausgerichtet ist – so etwa ein Wandteller, der wie ein

geöffnetes Auge auf uns ausgerichtet ist.

(1460163) (13)

€ 2.000 – € 4.000

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HABERMANNS ATELIER MIT SEINEM

„MÜNCHENER MODELL“, 1917

Öl auf Leinwand.

89 x 60 cm.

Rechts unten signiert. Verso auf dem Keilrahmen mit

Sammlungsetikett, Betitelung und Galerieetikett.

In breitem ebonisiertem Kehlrahmen.

Darstellung des Ateliers mit einem an einer Staffelei

stehenden Damenakt, flankiert von Möbeln und

Requisiten.

Provenienz:

Sammlung Reiner Babenhausen.

Galerie Konrad Bayer, München. (1460021) (13)

€ 2.000 – € 4.000

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267


1065

FRANZÖSISCHER MALER DES 20. JAHRHUNDERTS

DIE PROMENADE AM STRAND

Öl auf Leinwand, auf Holz.

51 x 61 cm.

Links unten undeutlich signiert.

In vergoldetem Rahmen mit Textilausschnitt.

An einem Strand zahlreiche, in sommerlicher heller

Kleidung gewandete Figuren, zwischen ihnen einige

Fahnenmaste. Im Vordergrund eine modisch gekleidete

junge Frau, in der einen Hand eine Handtasche, in

der anderen Hand die Leine ihres Hundes führend.

(1460224) (13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1068

CARL ROTTMANN,

1797 HEIDELBERG – 1850 MÜNCHEN, ART DES

(ABB. RECHTS)

WEITE LANDSCHAFT

Öl auf Holz.

13,5 x 20 cm.

Blick von erhöhtem Standpunkt auf eine weite hügelige

Landschaft, teils mit Bewaldung, unter hohem weißblauem

Himmel. Malerei in raschem, teils breitem

Pinselstrich.

(1460649) (1) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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1066

JOHN FERGUSON WEIR,

1841 WEST POINT – 1926 PROVIDENCE

SALISBURY PLAIN, ENGLAND

Öl auf Leinwand.

51 x 61,5 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Glas in kanneliertem Rahmen.

Flussschleife mit ruhig fließendem Gewässer neben

einem Weg und ihn säumenden Bäumen.

Provenienz:

US-amerikanische Privatsammlung, von dort per

Erbschaft an den Vorbesitzer. (1440573) (13)

€ 800 – € 1.000

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1067

WALTER REHN,

1921 GLEIWITZ/ OSTSEE – 2004 DRESDEN

STÜRMISCHE BRANDUNG

Öl auf Malkarton.

40,5 x 50 cm.

Links unten signiert „W. REHN.“

In dekorativem Rahmen mit Namensschild.

Starker Wellengang vor felsiger Küste. Im bewölktem

Himmel, bei starkem Regenfall, mehrere fliegende

Möwen erkennbar.

(14610539) (18)

€ 100 – € 200

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1069

KÜNSTLER DES 20. JAHRHUNDERTS

OHNE TITEL

Öl auf Platte.

22 x 31,5 cm.

In Holzrahmen.

Horizontal angelegte Landschaft in warmen Erdtönen.

Die kräftigen pastösen Pinselstriche und die reduzierte

Farbpalette verleihen dem Werk eine expressive und

zugleich ruhige Atmosphäre.

(1461056) (17)

€ 200 – € 300

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269


1070

ROLAND OUDOT,

1897 PARIS – 1981 EBENDA

GEWITTER ÜBER DEM MEER

Öl auf Leinwand.

65 x 81,5 cm.

Rechts unten signiert.

Verso auf Keilrahmen betitelt und mit altem Etikett.

In bronziertem gestuftem Rahmen.

Über den Horizont in der Bildmitte ragen Segelmasten

abgetakelter Boote hinaus, die das sonst von Horizontalen

dominierte Gemälde in seiner Struktur aufbrechen.

Im Vordergrund brechen sich Wellen mit Gischt an den

Felsen am Strand.

Ausstellungen:

Kunsthaus Bühler, Stuttgart, Roland Oudot, 28. April

– 24. Mai 1969, Ausstellungskatalog mit Abbildung

des Gemäldes. (1460191) (13)

€ 3.000 – € 4.000

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1071

PIERRE BILLET,

1837 CANTIN – 1922 EBENDA

SEHNSUCHT

Öl auf Leinwand. Doubliert.

45,5 x 36,5 cm.

Links unten signiert und datiert „Pierre Billet. 1921.“.

Auf einer Kaimauer, ein barfuß sitzendes kleines Mädchen

in einem Kleidchen mit weißer Haube auf dem

Kopf, das sich nach rechts umgedreht hat, um sehnsüchtig

einem Flugzeug im türkisfarbenen Himmel nachzuschauen.

Stimmungsvolle, einfühlsame Darstellung.

(1461162) (18)

€ 800 – € 1.200

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1072

ROLAND OUDOT,

1897 PARIS – 1981 EBENDA

ISCHIA – DIE STRASSE NACH FORIO

Öl auf Leinwand.

65 x 100 cm.

Rechts unten signiert. Verso auf dem Keilrahmen

betitelt und mit Galerieetikett.

In breitem beigem Rahmen.

In den für Oudot typischen Farben eine den vorderen

Bildraum einnehmende Straße, an der mehrere Häuser

und eine Kirche mit barocker Fassade liegen, die

der Kirche San Gaetano in Forio ähnelt. Die zum Horizont

abschließenden Häuser werden reizvoll von der

nachmittäglichen Sonne nimbushaft umspielt.

Ausstellungen:

Französische Malerei ab 1930, Kunsthaus Bühler,

Stuttgart, 28. Juli – 1. September 2018, Ausstellungskatalog

mit Abbildung des Gemäldes auf S. 22.

(1460162) (13)

€ 3.000 – € 4.000

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1073

ROLAND OUDOT,

1897 PARIS – 1981 EBENDA

ROUTE DE PUYLOUBIER (MONTAGNE VICTOIRE)

ÖL auf Leinwand.

65 x 100 cm.

Links unten signiert. Verso auf Keilrahmen betitelt

und mit Etikett.

In hellem Profilrahmen.

Ganz in seiner zum Monochromismus tendierenden

Farbpalette mit olivgrünen und braunen Tönen gestaltete

Landschaft mit perspektivisch zulaufender Straße.

Ausstellungen:

Kunsthaus Bühler, Stuttgart, 28. März – 29. April 1967,

Ausstellungakatalog mit Abbildung des Gemäldes

unter Nr. 2. (1460181) (13)

€ 3.000 – € 4.000

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271


1074

GÉRARD VIEILLEVIE,

1939 – 1992

VENEDIG

Öl auf Leinwand.

33 x 41 cm.

Rechts unten signiert „G. Vieillevie“.

In teilvergoldetem Rahmen.

Sommerliche Ansicht einer Uferprommenade, umgeben

von türkis-grünem Wasser unter hohem, fast weißem

Himmel. Malerei in raschem Pinselduktus.

(1460324) (18)

€ 1.200 – € 1.500

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1075

PAVEL DMITRIEVIC SMAROV,

AUCH GENANNT „PAUL CHMAROV“,

1874 WORONESCH, RUSSLAND – 1950

BOULOGNE-BILLANCOURT, FRANKREICH

AN DER FRANZÖSISCHEN RIVIERA

Öl auf Leinwand.

65 x 54 cm.

Rechts unten signiert „Chmarof“.

In dekorativem Prunkrahmen.

Blick auf einen Strandabschnitt, an dem in Badekleidung

Mutter und Kind, jeweils mit weißer Kopfbedeckung,

sitzen. Dahinter das schimmernde Wasser, das

von zartem Türkis-Grün in dunkleres Blau bis zum Horizont

übergeht, mit bergiger bläulicher Silhouette unter

türkisfarbenem Himmel mit großen weißen Wolkenformationen.

Im Wasser auf der hinteren rechten Seite

zwei Figuren und weiter hinten ein größeres Schiff.

Malerei in impressionistischer Manier, in einer Vielfalt

an differenzierten Blautönen, mit großen dichten Pinselstrichen.

(1461441) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1076

MAURICE EMPI,

GEB. 1933 SAINT ETIENNE

Empi studierte zunächst an der École du Sacré-Cour,

bis Paris am 20./21. April 1940 bombardiert wurde. Von

der Normandie kehrte er zurück, studierte weiter und

arbeitete in der Werkstatt von Gen Paul (1895 – 1975),

wo er bis zu seiner ersten Ausstellung 1953 blieb. Venedig

inspirierte ihn zu den schönsten Motiven, die in

seinem Atelier entstanden.

VENEZIANISCHE ANSICHT MIT SANTA MARIA

DELLA SALUTE UND DEM PUNTO DELLA DOGANA

Mischtechnik auf Karton.

Sichtmaß: 49,5 x 63 cm.

Rechts unten signiert, betitelt und datiert.

In Passepartout, hinter Glas gerahmt.

In herrlich sommerlichen Farben Blick über mehrere

Gondeln, hinweg auf die Mündung des Canal Grande

mit abschließender, differenziert wiedergegebener

Silhouette der Kirche Santa Maria Delle Salute, die von

Longhena nach der Pestplage bis 1687 errichtet wurde,

und links daneben dem Punto della Dogana.

(1430177) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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1077

MALER DER ERSTEN HÄLFTE

DES 20. JAHRHUNDERTS

GONDELN VOR VENEDIG

Öl auf Leinwand.

61 x 82 cm.

Verso auf Keilrahmen mit altem Etikett.

Ungerahmt.

Dem Pointilismus verpflichtete Malweise mit vom

Licht der untergehenden Sonne gefärbter Silhouette

Venedigs mit Santa Maria della Salute, dem Markusdom

mit Campanile und davor gelagerten Segelschiffen

sowie von innen heraus beleuchteten Gondeln mit

Gondoliere und Laternen.

Provenienz:

Wiener Kunstbesitz. (1460321) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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1078

E. MONDI,

MALER DES 20. JAHRHUNDERTS

VENEDIG – BLICK AUF DIE PUNTA DELLA DOGANA

Öl auf Leinwand.

50 x 60 cm.

Rechts unten signiert „E. Mondi“.

Über das Wasser des Canal Grande und einigen ankernden

Gondeln hinweg fällt der Blick auf die berühmte

Punta della Dogana und die Basilika Santa Maria della

Salute mit ihren großen Kuppeln. Malerei in raschem

Pinselduktus bei überwiegend breitem Pinselstrich.

(1460322) (18)

€ 1.200 – € 1.500

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273


1079

FRANCISCO ZUÑIGA,

1912 GUADALUPE – 1998 TLALPAN

MEXIKANISCHE ORANGENVERKÄUFERIN

(VENDEDOR DE NARANJAS), 1971

Aquarell und Bleistift auf Papier.

48 x 63 cm.

Rechts unten signiert und datiert.

Verso mit altem Galerieetikett.

Hinter Glas gerahmt.

Vor einer durch raffinierte Schattierung angedeuteten

Wand sitzt eine für Zuñiga ganz typische weibliche Gestalt

von massivem Körperbau in weißem Gewand. Vor

ihr ein in der Sonne hell leuchtendes weißes Tuch, das

im scharfen Kontrast zu den vier darauf liegenden

goldgelb, leuchtenden Orangen steht.

Provenienz:

Galerie Tasende Contemporary Art, Acapulco, Mexiko.

Heritage Auction, 22. September 2018, Nr. 63740.

Kunstbesitz, Frankreich.

Literatur:

Ariel Zuniga, Francisco Zuniga Catalogo Razonado,

Dibujos no incluidos en volumenes impresos, Bd. V,

Abb. unter Nr. 4428. (1430172) (13)

€ 2.500 – € 3.500

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1080

JULIUS HÜTHER,

1881 BAD CANNSTATT – 1954 MÜNCHEN

Hüther war nicht nur Mitglied der Münchner und der

Stuttgarter, sondern auch der Wiener Sezession. Unter

den Nationalsozialisten galten seine Arbeiten als „entartet“,

sodass vier seiner Werke aus deutschen Museen

entnommen und vernichtet wurden.

DAMENAKT IN LANDSCHAFT

Öl auf Papier oder Karton.

Sichtmaß: 69 x 55 cm.

Rechts unten signiert „Hüther“.

In breitem flachem Rahmen.

In expressivem Pinselduktus zeigt Hüther den leicht

nach links gewandten, halbfigurigen Akt einer jungen

Frau mit nach rechts gerichtetem Blick. Im Hintergrund

eine angedeutete, stark konturierte Landschaft

mit praller Sonne.

(14602326) (13)

€ 800 – € 1.200

1081

HELMUT FLEISCHLE,

1926 HORRHEIM/VAIHINGEN AN DER ENZ –

1996 GIENGEN AN DER BRENZ

WEIBLICHER RÜCKENAKT, 1968

Guache auf Papier.

60 x 33,5 cm.

Links unten signiert und datiert „Fleischle. 1968“.

Weiblicher Akt in Rückenansicht, aufrecht stehend.

Die Figur ist in gedämpften vernebelten Farbtönen gehalten,

wobei helle Hautpartien sanft aus dem dunklen

abstrakten Hintergrund hervortreten. Die Darstellung

verzichtet auf üppige Farbigkeit und naturalistische

Pracht; stattdessen bestimmen strukturelle Klarheit

und eine reduzierte flächige Formensprache das Bild.

Der ruhige introspektive Charakter ist typisch für Helmut

Fleischles Werk, das eine stille, beinahe meditative

Atmosphäre erzeugt.

(14610541) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1082

S.H.W. BERGNER,

MALER DES 20. JAHRHUNDERTS

MALER IM ATELIER

Öl auf Holz.

40 x 21 cm.

Links unten signiert „S.H.W. BERGNER München“,

verso erneut zweifach Künstlernennung und Ortsbezeichnung.

Vor einer Staffelei mit Palette und Pinsel stehend ein

älterer Maler mit blauer Jacke und Spitzbart, mit seinen

großen Augen auf den Betrachter des Bildes herausschauend.

(14610547) (18)

€ 1.000 – € 2.000

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1083

JEAN GABRIEL DOMERGUE,

1889 BORDEAUX – 1962 PARIS, ZUG.

PORTRAIT EINER JUNGEN BLONDEN FRAU

MIT ROTEM HUT

Öl auf Leinwand.

33,5 x 24 cm.

Links unten Signatur, verso auf Keilrahmen

bezeichnet „BOXIA“.

In dekorativem Rahmen.

Die junge Frau vor türkisfarbenem Hintergrund, mit

nacktem Oberkörper leicht nach rechts sitzend. Sie hat

glänzendes blondes Haar, leuchtend rote Lippen, deren

Farbe sich in dem keck auf ihren Haaren sitzenden

Hütchen wiederholt. Mit ihreren großen, sorgfältig geschminkten

Augen blickt sie seitlich interessiert aus

dem Bild heraus.

(1461352) (18)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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275


1084

PABLO PICASSO,

1881 MÁLAGA – 1973 MOUGINS

BACCHANALE, 1955

Lithografie.

48 x 63 cm.

Rechts unten signiert „Picasso“ und datiert „26.9.55“.

Ungerahmt, hinter Glas.

Dynamische Szene mit Figuren in ekstatischer Feier.

Die Komposition ist typisch für Picassos späte Schaffensphase

und verbindet Elemente des Surrealismus

mit einer kraftvollen, expressiven Linienführung. Das

Werk gehört zu seinem umfangreichen grafischen

Oeuvre und verdeutlicht, wie Picasso die Möglichkeiten

der Druckgrafik zur Variation und Vervielfältigung seiner

Motive nutzte. Die muskulösen Figuren und die in Sepiatönen

gehaltene Farbigkeit, akzentuiert durch feine Blautöne,

verleihen der Szene besondere Intensität. Thematisch

knüpft das Blatt an Picassos fortwährende

Auseinandersetzung mit antiken und mythologischen

Themen an. Das Blatt zeigt eine leichte altersbedingte

Bräunung, insbesondere entlang der Ränder.

(1460946) (17)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1085

ALEXANDER CALDER,

1898 LAWNTON – 1976 NEW YORK

SQUASH BLOSSOMS, 1972

Lithografie auf Papier.

33,5 x 26,5 cm.

Rechts unten signiert „Calder“.

Links unten Exemplar EA.

Gerahmt.

Bei dem vorliegenden Blatt handelt es sich um eine

Lithografie, welche Alexander Calder für das Art-Magazin

„Xème Siècle“ gefertigt hat.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611315) (12)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1086

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, LEBT IN KÖLN

LIEBESPAAR IM WALD, 1995

Offset auf glattem festen Papier.

Abbildung: 57,5 x 68 cm.

Blattgrösse: 67,5 x 72 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Richter, 95“ (Druck).

Unter Acrylglas gerahmt.

Das Plakat mit Schriftzug zur Ausstellung „Gerhard Richter“,

herausgegeben vom Israel Museum, Jerusalem,

basiert auf Richters Gemälde von 1966. Es zeigt ein junges

Paar in inniger Umarmung. Richters frühe fotorealistische

Malweise überträgt die Motive aus der Fotografie

in die Malerei, wobei die Figuren weich modelliert und

die Konturen leicht verschwommen erscheinen. Die

subtile Farbgebung und das intime Motiv reflektieren

Richters Faszination für persönliche, alltägliche Szenen

aus seinem Umfeld und markieren einen frühen Höhepunkt

seiner figurativen Arbeiten der 1960er-Jahre.

Literatur:

Vgl. Hubertus Butin, Editionen, 122. (1460893) (17)

€ 600 – € 1.000

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277


1087

VALERIO ADAMI,

GEB. 1935 BOLOGNA

Lebt und arbeitet in Monaco, Paris und Meina am

Lago Maggiore. Der Maler und Zeichner gehört zu den

wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen gegenständlichen

Malerei Italiens. Bereits mit 16 Jahren

wurde er an der Accademia di Brera in Mailand aufgenommen.

Ermutigt von Roberto Matta (1911–2002)

und Wifredo Lam (1902 – 1982), die er in Paris kennenlernte,

entwickelte er einen eigenen Stil, der der Pop

Art verpflichtet ist.

OHNE TITEL

Serigrafie auf Papier.

70 x 90 cm.

Rechts unten signiert. Links unten nummeriert 33/150.

Hinter Glas gerahmt.

(1462275) (3) (13)

€ 600 – € 800

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1088

KAREL APPEL,

1921 AMSTERDAM – 2006 ZÜRICH

Der Künstler zählt neben Asger Jorn (1914 – 1973),

Constant (1920 – 2005), Corneille (1922 – 2010) und anderen

zu den Begründern der Künstlergruppe CoBrA,

die sich dem Ziel verschrieben hatte, den Expressionismus

der Malerei noch einmal im Sinne einer neuen

künstlerischen Position umzudeuten und ihn mit den

Mitteln des emporkommenden Informel zu vereinen.

SINGING HANDS

Serigrafie auf Papier.

106 x 75 cm.

Links unten nummeriert 78/100, rechts unten signiert.

Verso auf Galerieetikett betitelt.

Hinter Glas gerahmt.

(1462274) (3) (13)

€ 600 – € 800

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1089

ARMAN,

EIGENTLICH „ARMAND PIERRE FERNANDEZ“,

1928 NIZZA – 2005 NEW YORK

Arman war ein Objektkünstler und einer der Mitbegründer

des Nouveau Réalisme; zu den weiteren Vertretern

zählten Yves Klein (1928 – 1962), Daniel Spoerri

(1930– 2024) und Jean Tinguely (1925 – 1991).

TUBETTI, 1968

Zwei Farbserigraphien auf Plexiglas (Multiple).

Höhe inkl. Sockel: 51 cm. Breite: 35 cm. Tiefe: 7 cm.

Verso links unten signiert und rechts unten Auflage

55/150, beides geritzt.

Das Werk zeigt nach unten gerichtete Farbtuben, aus

denen Farbschlieren, die in den Farben Gelb, Orange,

Blau und Schwarz austreten.

(1461581) (18)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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1090

EMILIO SCANAVINO,

1922 GENUA – 1986 MAILAND

Scanavino gehört zu den wichtigsten Vertretern der

Abstrakten Kunst in Italien nach dem Zweiten Weltkrieg.

Er lernte an der Kunstschule Liceo Artistico Nicolò

Barabino in Genua und besuchte danach Paris. Er

war bekannt und befreundet mit zahlreichen Künstlern

wie WOLS (1913 – 1951), Francis Bacon (1909– 1992),

der Gruppe CoBrA, Lucio Fontana (1899 – 1968),

Wifredo Lam (1902 – 1982), Roberto Matta (1911 –

2002), Enrico Baj (1924 – 2003) oder Guillaume Corneille

(1922 – 2010), die teils sein Werk beeinflussten.

Mehrfach stellte er auf der Biennale in Venedig aus.

INTRECCI

Mischtechnik auf Karton.

61 x 45 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung der Associazione

Amici dell' Archivio Emilio Scanavino, Bergamo, vom 6.

November 2024.

(1462273) (3) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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279


1091

MERET OPPENHEIM,

1913 BERLIN – 1986 BASEL

OHNE TITEL

Lithografie auf Papier.

49 x 69 cm.

Rechts unten signiert, links unten nummeriert

137/150. Verso mit Galerieetikett und Stempel.

Hinter Glas gerahmt.

(1462277) (3) (13)

€ 300 – € 400

Sistrix

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1092

VIKTOR ALEKSANDROVICH TSVETKOV,

1920 – 2003

OSTERN, 1996

Öl auf Leinwand.

57,3 x 52,5 cm.

Rückseitig signiert, beschrieben und datiert.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung London.

(14612410) (12)

€ 4.000 – € 6.000 (†)

Sistrix

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1093

SALVATORE EMBLEMA,

1929 TERZIGNO – 2006

Salvatore Emblema studierte an der Accademia di Belle

Arti in Neapel. Hier fand er in der Natur rund um den

Vesuv seine bevorzugte Inspirationsquelle und benutzte

die Erde aus dieser Gegend als Pigment für seine

Kunstwerke. Die Erde wird in abstrakten Kompositionen

auf die grobe Jute aufgebracht. Diese starke

Abstraktion rührt von seinem Aufenthalt in den USA

her, wo er die radikale Kunst von Jackson Pollock

(1912 – 1956) und die Poesie der reinen Farbe von Mark

Rothko (1903– 1970) kennengelernt hatte.

FIORE, 1979

Gefärbte Erde auf Jute.

90 x 100 cm.

Verso signiert und betitelt.

In ebonisiertem Rahmen.

Beigegeben ein Echtheitszertifikat vom Museo

Emblema mit der Archivnummer 406.

Ausstellungen:

Atelier Santriano Cinque, Neapel, 10. – 20. Dezember

2008. (1461601) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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1094

FRITZ WINTER,

1905 ALTENBÖGGE – 1976 HERRSCHING

Fritz Winter gehörte zu den Vorreitern der Abstraktion.

Er studierte am Bauhaus, war Gründungsmitglied der

Künstlergruppe ZEN 49 und zählte zu den Protagonisten

des künstlerischen Siebdrucks in Deutschland.

Aus seinen frühen Bauhausarbeiten heraus entwickelte

er eine eigene Formensprache, die ihm eine besondere

Stellung neben dem Informell zuweist.

KOMPOSITION, 1954

Öl auf Karton, auf Leinwand.

75 x 99,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „F.Winter 54“.

Gerahmt.

Provenienz:

Galerie Marbach Bern.

Privatsammlung Schweiz.

Kunsthandel Bern.

Privatsammlung NRW.

Literatur:

Gabriele Lohberg, Fritz Winter, Leben und Werk,

München 1986, Kat.Nr. 1819 (Abb.).

(1461787) (12)

FRITZ WINTER,

1905 ALTENBÖGGE – 1976 HERRSCHING

KOMPOSITION, 1954

Oil on card, laid on canvas.

75 x 99.5 cm.

Signed and dated “F.Winter 54” lower right.

Provenance:

Galerie Marbach, Bern.

Private collection, Switzerland.

Art trade, Bern.

Private collection, North Rhine-Westphalia.

Literature:

Gabriele Lohberg, Fritz Winter, Leben und Werk,

Munich 1986, cat. no. 1819 (ill.).

€ 10.000 – € 12.000

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281


1095

BRUNO MUNARI,

1907 MAILAND – 1998 EBENDA

TECHNISCHE REKONSTRUKTION

EINES IMAGINÄREN OBJEKTS

Mischtechnik/Collage.

70 x 70 cm.

Unterhalb der Darstellung betitelt,

bezeichnet „Munari“ und datiert „1969“.

Hinter Glas gerahmt.

Beigegeben eine Echtheitsbestätigung von Alberto

Munari, Sohn des Künstlers, Carouge, vom 04. Juli 2019,

in Kopie, der darin bestätigt, dass die Komposition aus

der Serie „Theoretische Rekonstruktion eines imaginären

Objekts“ stammt und eine Mischtechnik mit Collage

ist; ferner dass die Signatur und die Jahreszahl

„1969“ am unteren Rand der Vorderseite handschriftlich

sind.

(1462042) (18)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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1096

INVADER,

GEB. 1969

INVASION KIT #14 3D VISION

Keramik- und Glasmosaik.

20,2 x 25,4 cm.

Verso signiert, datiert „2012“ und nummeriert 015/200.

In vergoldetem Rahmen.

Mosaik des französischen Street-Art-Künstlers Invader,

erschienen 2012 in einer limitierten Auflage von 200

Exemplaren. Die Arbeit zeigt einen klassischen, pixelierten

Space-Invader-Charakter und ist vom Künstler

signiert, datiert und nummeriert.

Das Motiv verweist auf die 3D-Brillen, die zum Betrachten

von Filmen im polarisierten 3D-Verfahren verwendet

werden, und erzeugt so einen Eindruck von

Tiefe und Räumlichkeit.

Das Mosaik besteht aus 106 Keramikfliesen und 2 Glasfliesen

und wird entweder in einem versiegelten antistatischen

Beutel oder gerahmt präsentiert.

(1460046) (17)

€ 2.500 – € 3.500

Sistrix

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1097

HEIMO SCHÖLLKOPF,

1888 NÜRNBERG – 1982 GERLINGEN

ODALISKE, 1968

Öl auf Leinwand.

65,5 x 80 cm.

Verso signiert, datiert und betitelt.

In weißer Galerieleiste.

Bereits in den 1930er-Jahren enstanden Werke aus

Schöllkopfs Hand, die den Einfluss der Fauvisten Henri

Matisse (1869 – 1954) und Raoul Dufy (1877 – 1953)

verrieten. Auch noch in den 1960er-Jahren, als dieses

Gemälde entstand, berief er sich auf seine Pariser Vorbilder.

Das Gemälde zeigt vor rotem Grund die Umrisse

einer lagernden Frau, deren lange Haare den Körper

komplett einzurahmen scheinen.

Ausstellungen:

Kunsthandlung Bühler, Stuttgart, 6. April – 14. Mai 2022,

Ausstellungskatalog mit Abbildung des Gemäldes auf

S. 58. (1460164) (13)

€ 2.000 – € 4.000

Sistrix

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283


1098

BERT STERN,

1929 BROOKLYN/NEW YORK – 2013 MANHATTAN/

NEW YORK

JANE MANSFIELD PORTRAIT (1964)

Fotografie auf feinem Papier, Tintenstrahldruck.

Blattmaß: 48 x 33 cm.

Verso gestempelt „Photograph by BERT STERN…“,

sowie „A.P. 5/15“, 2008.

Montiert auf Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Beigegeben ein „Certificate of Authenticity“, 2008“,

die Auflage limitiert und vom Künstler selbst signiert.

(1440123) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1099

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN

1100

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, NACH

SCHÄDEL

dokumentieren.

Farboffset auf glattem festem Papier. (1460899) (17)

Blattgröße: 64 x 49 cm.

Darstellungsgröße: 60 x 41 cm.

€ 700 – € 900

Rechts unten innerhalb der Darstellung signiert.

Hinter Plexiglas gerahmt.

Darstellung nach dem Gemälde von 1966.

MAO, 1992

Farboffset.

71 x 53 cm.

Rechts unten signiert „Richter“ und datiert „1992“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Der Druck basiert auf Richters ikonischem Lichtdruck

von 1968 und zeigt das Porträt von Mao Zedong in reduzierter,

fotorealistischer Darstellung. Das Motiv, in

charakteristischer, fein abgestufter Grautönung umgesetzt,

reflektiert Richters Auseinandersetzung mit Massenmedien

und Ikonografie. Herausgegeben wurde der

Druck von der Galerie Slutzy, Frankfurt, und gehört zu

den frühen grafischen Arbeiten Richters, die sein Interesse

an politischen und medial geprägten Bildvorlagen

Sistrix

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Herausgeber: Fondation Beyeler.

(1450468) (13)

€ 400 – € 600

Sistrix

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1101

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, NACH

SCHWAN 2

Farboffset auf festem Papier.

108 x 89 cm.

Rechts unten signiert.

Hinter Plexiglas gerahmt.

Nach dem Gemälde von 1989, Werkverzeichnis 697.

(14504612) (13)

€ 700 – € 900

Sistrix

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1102

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, NACH

SEESTÜCK II, 1970

Farboffset mit schwarzer Kontur.

60 x 45 cm.

Rechts unten signiert.

In einem Rahmen mit einfacher silberner Leiste.

Gerahmt beschrieben. Handhabungsspuren.

Literatur:

Hubertus Butin, Stefan Gronert, Thomas Olbricht,

Gerhard Richter: Editionen 1965-2013: Werkverzeichnis,

Berlin 2014, 31 b. (1460897) (13)

€ 650 – € 800

Sistrix

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285


1103

ISTVAN MACSAI,

1922 BUDAPEST, UNGARN – 2005 EBENDA

VENUS AN DER DONAU, 1963 – 1981

Öl auf Leinwand.

Sichtmaß: 80 x 121 cm.

Rechts unten signiert „Macsai“ und datiert „63–81“.

In vergoldetem Rahmen.

Eine halb liegende Frau, anmutig auf einer Récamiere

ruhend, den Oberkörper sanft zum Betrachter gedreht,

der Blick jedoch ruhig und entrückt abgewandt. Hinter

ihr öffnet sich die Szenerie einer Donauansicht mit Stadtpanorama,

in fein abgestuften grünlich-grauen Tönen gehalten.

Die Komposition verbindet sachliche Klarheit mit

stiller Innerlichkeit – typisch für Mácsais Stil, der zwischen

realistischer Beobachtung und poetischer Zurücknahme

eine leise zeitlose Eleganz entfaltet. Rahmen mit Nutzspuren,

teils berieben.

(1460791) (17)

€ 1.500 – € 1.700

Sistrix

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1104

HERMANN TRAUGOTT RÜDISÜHLI,

1864 LENZBURG – 1944 MÜNCHEN

LANDSCHAFT IN DER CAMPAGNA

Öl auf Leinwand.

53 x 79 cm.

Rechts unten signiert.

In gekehltem Holzrahmen mit Goldleiste.

In der typischen farbkontrastreichen Malweise Rüdisühlis

vorgeführtes Landschaftsgemälde. Im Zentrum

eine mächtige Baumgruppe – kontrastreich beleuchtet

und zeitgleich detailliert wiedergegeben – die rechts

am Bildrand ein Gebäude der italienischen Campagna

teilweise verdeckt.

(1460171) (13)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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1105

ROBERTO FLOREANI,

GEB. 1956 VENEDIG

Der Künstler lebt und arbeitet in Vincenza und Mailand,

seine Werke mehrfach in Ausstellungen vertreten.

CAMERA SEGRETA, 1994

Mischtechnik auf Leinwand.

121 x 80,5 cm.

Verso auf Leinwand Künstlernennung, Betitelung,

Signatur und Datierung „1994“.

(1462272) (3) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1106

MARKUS LÜPERTZ,

GEB. 1941 REICHENBERG/ LIBEREC

Einer der bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart.

Er lebt und arbeitet in Berlin und Düsseldorf.

OHNE TITEL

Mischtechnik auf Karton.

100 x 70 cm.

Rechts unten monogrammiert.

Verso im Ausschnittfenster signiert.

Hinter Glas gerahmt.

Literatur:

Markus Lüpertz, Ausstellungskatalog, Galleria Arte

92, Milan, 12. Oktober 1995 – 13. Januar 1996.

(1462271) (3) (13)

€ 4.500 – € 6.500

Sistrix

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287


1107

EVA SERENY,

1935 ZÜRICH – 2021 EBENDA

ANTHONY QUINN ON THE FILM SET OF

„THE GREEK TYCOON“, 1978

Pigmentdruck auf Papier.

78,7 x 111,8 cm.

Edition 8/25.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung.

(1460356) (12)

€ 1.000 – € 2.000 (†)

Sistrix

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1108

MICHAEL BRENNAN,

GEB. 1943 SHEFFIELD

MUHAMMAD ALI „1977“, 1977

Pigmentdruck auf Papier.

76,2 x 101,6 cm.

Edition 7/20.

Gerahmt.

Mit einer Echtheitsbestätigung von „Michael Brennan

Photographer“, Januar 2023.

Provenienz:

Privatsammlung.

(1460355) (12)

€ 3.000 – € 6.000 (†)

Sistrix

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1109

YIGAL OZERI,

GEB. 1958 ISRAEL

LIZZIE IM SCHNEE, 2011

Öl auf Papier, auf Holz.

32 x 46 cm.

Mittig signiert „Yigal Ozeri“.

Gerahmt.

Beigegeben ein Echtheitszertifikat des Künstlerateliers,

in Kopie.

(1461461) (12)

€ 4.000 – € 6.000

Sistrix

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1110

EVA SERENY,

1935 ZÜRICH – 2021 EBENDA

AL PACINO ON SET OF „BOBBY DEERFIELD“, 1978

Pigmentdruck auf Papier.

78,7 x 111,8 cm.

Edition 2/25.

Gerahmt.

Mit einer Echtheitsbestätigung vom „Eva Sereny Archive

of Fine-Art Photography“.

Provenienz:

Privatsammlung.

(1460357) (12)

€ 1.000 – € 2.000 (†)

Sistrix

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1111

SEAN SCULLY,

GEB. 1945 DUBLIN, NACH

UNION RED

Farboffset.

Blattgröße: 50 x 70 cm.

Unten mittig signiert.

Hinter Plexiglas gerahmt.

Nach dem Gemälde von 1996.

(1450462) (13)

€ 400 – € 600

Sistrix

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1112

BERND ZIMMER,

GEB. 1948 MÜNCHEN

MARCO, 1997

Acryl auf Papier.

90 x 70 cm.

Rechts unten signiert und datiert.

Verso mit Galerieetikett.

Hinter Glas, in einfacher Galerieleiste gerahmt.

(14608010) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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289


1113

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, NACH

MERLIN, NACH DEM GEMÄLDE VON 1982

117 x 120 cm.

Rechts unten signiert, links unten bezeichnet „Collection

of Contemporary Art“ sowie Schriftzug „Gerhard

Richter“.

Ungerahmt.

Ausstellungsplakat von Gerhard Richter „Collection of

Contemporary Art“, 1991.

Hrsg. Achenbach Art Edition, Düsseldorf.

Literatur:

Vgl. Hubertus Butin, Stefan Gronert, Thomas Olbricht,

Gerhard Richter: Editionen 1965-2013: Werkverzeichnis,

Berlin 2014, 519.

(14608910) (13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1114

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN, NACH

D.G. (NACH DEM GEMÄLDE VON 1985)

Farboffset auf Papier.

120 x 120 cm.

Handsigniert. Innerhalb der Darstellung mit Editionsvermerk.

Literatur:

Vgl. Hubertus Butin, Stefan Gronert, Thomas Olbricht,

Gerhard Richter: Editionen 1965-2013: Werkverzeichnis,

Berlin 2014, das Originalgemälde 575-1.

(14608911) (13)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1115

JOAN MIRÓ,

1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA

L’ AÏEULE DES 10.000 ÂGES, 1976

Farblithografie auf Papier.

56 x 86 cm.

Rechts unten signiert „Miro“, rechts unten Exemplar

H.C.

Gedruckt und herausgegeben von Maeght, Paris.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611317) (12)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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1116

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN

GEHÖFT, 1999

Farboffsetlithografie.

Blattgröße: 62 x 62 cm.

Im Druck unterhalb der Darstellung bezeichnet

„Gerhard Richter: Gehöft, 1999“, rechts unterhalb

der Darstellung signiert und datiert „Richter 2.5.05“.

Hinter Glas gerahmt.

Herausgeber: Gerhard Richter und Verlag der Buchhandlung

Walter König, Köln 2005, nach einem Gemälde

von 1999.

(1460891) (18)

€ 1.600 – € 2.000

Sistrix

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291


1117

FABIO RIETI,

1925 ROM – 2020 PARIS

Der italienisch-stämmige Künstler wirkte als Maler,

Mosaizist und Freskant. Er war der Sohn des Komponisten

Vittorio Rieti und wuchs zwischen Italien, den USA

und Frankreich auf, wo er schließlich in Paris lebte und

arbeitete. Rieti ist vor allem für seine großformatigen

Wandmalereien und Mosaike bekannt, die öffentliche

Räume prägen und häufig eine erzählerische figurative

Bildsprache aufweisen. In seiner Kunst verband er traditionelle

Techniken mit zeitgenössischen Bildwelten.

Rieti hinterließ ein Werk, das Städte wie Paris mit Farbe

und Rhythmus bereichert.

NEW YORK, HOTEL PLAZA, 2014

Öl auf Leinwand.

130 x 89 cm.

Rechts unten signiert.

In einfacher Galerieleiste

(1460165) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1118

GERHARD RICHTER,

GEB. 1932 DRESDEN

ABSTRACT PAINTING

Farboffsetdruck.

Blattmass: 70 x 70 cm.

Rechts unten signiert „Richter“.

Hinter Acrylglas gerahmt.

Das Werk ist ein Druck nach einem Gemälde von 1992

und ein typisches Beispiel für Richters abstrakte Malweise

sowie die charakteristische Rakeltechnik. Es

gehört zur Serie der „Abstrakten Bilder“, in der der

Künstler durch Übereinanderschichten, Verwischen und

partielles Freilegen von Farbe komplexe Tiefenwirkungen

erzeugt. Vertikale und horizontale Bahnen in Blau,

Gelb und Rot werden von dunkleren Partien überlagert,

wodurch eine vielschichtige, spannungsreiche Komposition

entsteht.

Glas mit geringfügigen Kratzern.

(1460895) (17)

€ 600 – € 800

Sistrix

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1119

WERNER RUHNAU,

1922 KÖNIGSBERG – 2015 ESSEN

Ruhnau studierte zunächst Architektur, Kunst- und

Baugeschichte an den Technischen Hochschulen Danzig,

Braunschweig und Karlsruhe. 1956 gründete er ein

eigenes Architekturbüro in Gelsenkirchen, mit dem er

den Bau des Musiktheaters realisierte. An der Ausgestaltung

beteiligten sich unter anderem Yves Klein

(1928– 1962) und Jean Tinguely (1925 – 1991).

NATURSCHWÄMME

Naturschwämme in blauer Farbe.

25,5 x 19 cm.

Rückseitig auf Etikett signiert „W Ruhnau“

und nummeriert 131/700.

Gerahmt.

Multiple-Relief aus der Zusammenarbeit mit Yves Klein

(1928– 1962).

(14617819) (12)

€ 1.200 – € 1.500

Sistrix

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1120

WERNER RUHNAU,

1922 KÖNIGSBERG – 2015 ESSEN

Ruhnau studierte zunächst Architektur, Kunst- und

Baugeschichte an den Technischen Hochschulen Danzig,

Braunschweig und Karlsruhe. 1956 gründete er ein

eigenes Architekturbüro in Gelsenkirchen, mit dem er

den Bau des Musiktheaters realisierte. An der Ausgestaltung

beteiligten sich unter anderem Yves Klein

(1928– 1962) und Jean Tinguely (1925 – 1991).

NATURSCHWÄMME

Naturschwämme in blauer Farbe.

25,5 x 19 cm.

Rückseitig auf Etikett signiert „W Ruhnau“.

Relief außerhalb der Auflage.

Gerahmt.

Aus der Zusammenarbeit mit Yves Klein (1928 – 1962).

(14617820) (12)

€ 1.500 – € 1.800

Sistrix

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1121

BURGHARD MÜLLER-DANNHAUSEN,

GEB. 1947 HILDESHEIM

ABSTRAKTE KOMPOSITION, 1991

Acryl auf Leinwand.

80 x 85 cm.

Verso links oben gelber Namensstempel und Datierung

„September 1991 II“.

Ungerahmt.

(14610534) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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293


1122

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

OHNE TITEL (MELETO), 1989

Aquarell, Kohle, Ölkreide auf Karton.

70 x 100 cm.

Rechts unten signiert, verso mit Galerieetikett der

Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf.

Hinter Glas, in einfacher weißer Galerieleiste gerahmt.

(1460804) (13)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1123

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

TREPPE „MELETO“, 1989

Aquarell, Kohle, Ölkreide auf Karton.

70 x 100 cm.

Verso mit Künstlernennung und Restetikett.

Im Passepartout, hinter Glas in einfacher Galerieleiste

gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(1460806) (13)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1124

BURGHARD MÜLLER-DANNHAUSEN,

GEB. 1947 HILDESHEIM

OHNE TITEL.

Acryl auf Leinwand.

85,5 x 80 cm.

Verso links oben Namensstempel und Datierung

„MÄRZ 1991 V“.

Ungerahmt.

(1461058) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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295


1125

NOT BANKSY

COVID-19/5G/CONSPIRACY CHIMP

„IT‘S NOT FUNNY“, 2020

Screenprint auf Karton.

60 x 42 cm.

Nummeriert vorne rechts unten 16/100 und gestempelt.

Beigegeben ein im Original vorliegendes Zertifikat vom

15. Mai 2020.

(1440126) (13)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1126

NOT BANKSY

FLOGGING A DEAD HORSE/I DON‘T GET IT

Screenprint auf Karton.

18 x 18 cm.

Verso nummeriert links unten 16/100 und gestempelt.

Ungerahmt.

Beigegeben ein im Original vorliegendes Zertifikat vom

8. Januar 2010.

(1440125) (13)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1127

NOT BANKSY

WHO KILLED BANKSY

Screenprint auf Karton.

50 x 42 cm.

Verso auf Etikett nummeriert 47/50.

Ungerahmt.

(1440127) (13)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1128

MICHAEL LANGER,

1929 ZITTAU – 2022 MÜNCHEN

OHNE TITEL, 1968

Öl auf Leinwand.

111 x 80 cm.

Rechts unten monogrammiert und datiert.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung München.

(14610535) (12)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1129

NOT BANKSY

CECI, N‘EST PAS

Screenprint auf Karton.

41,7 x 59,5 cm.

Verso auf Etikett nummeriert 53/100 und gestempelt.

Ungerahmt.

(1440128) (13)

€ 200 – € 300

Sistrix

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297


1131

GEORG BASELITZ,

GEB. 1938 DEUTSCHBASELITZ, NACH

BILDELF

1130

SIEGWARD SPROTTE,

1913 POTSDAM – 2004 KAMPEN/SYLT

SCHNITTGRAS, 1964

Aquarell.

Ca. 44 x 33 cm.

Rechts unten signiert und datiert „S. Sprotte 64“.

Freigestellt im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

(14610525) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

INFO | BID

Farboffset auf Karton.

70 x 100 cm.

Verso im Ausschnitt der Rückwand monogrammiert

und nummeriert 3/11. Unten mittig mit Schriftzug.

Hinter Plexiglas gerahmt.

Bildelf ist Teil einer 1991 begonnenen Serie großformatiger

Bilder, die vom Künstler in der Reihenfolge ihrer Entstehung

nummeriert und danach auch betitelt wurden.

Herausgeber: Kunsthalle Hamburg. Minimal besch.

Provenienz:

Laut Einlieferer hing genau dieses Exemplar ehemals

in der Hamburger Kunsthalle. (1450466) (13)

€ 400 – € 600

Sistrix

INFO | BID

1132

BENGT LINDSTRÖM,

1925 STORSJÖKAPELL – 2008 SUNDSVALL

Bengt Lindström studierte in Stockholm bei dem schwedischen

Maler Isaac Hirsche Grünewald (1889– 1946).

1948 zog er nach Paris, wo er unter André Lhote

(1885– 1962) und Fernand Léger (1881– 1955) seine Ausbildung

fortsetzte. Bekannt wurde er durch seine Wandgemälde

und Außenskulpturen in kräftiger Farbigkeit.

OHNE TITEL

Mischtechnik auf Papier.

53,5 x 75,5 cm.

Links unten signiert „Lindström“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(1461137) (12)

€ 3.000 – € 4.000

Sistrix

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298 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.500 additional images.


1133

MEL RAMOS,

1935 SACRAMENTO – 2018 OAKLAND, NACH

DAVIDOFF

Farboffset.

28 x 48 cm.

Innerhalb der Darstellung betitelt und rechts unten

signiert.

Im Passepartout, hinter Plexiglas, in einfacher Galerieholzleiste

gerahmt.

Zur Beschreibung nicht geöffnet.

(1460898) (13)

€ 500 – € 600

Sistrix

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1134

UWE OLDENBURG,

GEB. 1953 KONSTANZ

MANN MIT FAHNE, 1953

Acryl auf Leinwand.

25 x 20 cm.

Verso unleserlich signiert und datiert „2004“.

Ungerahmt.

Der Künstler, dessen Werke sich auch in der Sammlung

des Lenbachhauses in München befinden, zeigt in dem

vorliegenden Gemälde eine sitzende, schemenhaft angedeutete

Figur vor einem grüntonigen Hintergrund. Die

Person hält eine Fahne in der Hand; ein markanter, vertikal

verlaufender, scharf gezogener roter Streifen durchzieht

den rechten Bildbereich. Die Komposition ist von

einer reduzierten, klaren Formensprache geprägt.

(1461057) (17)

€ 50 – € 100

Sistrix

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1135

PIERRE BLANOR,

KÜNSTLER DES 20. JAHRHUNDERTS

(ABB. UNTEN)

BÄUME IN GARTENLANDSCHAFT, 1967

Acryl auf Leinwand.

62 x 46 cm.

Rechts unten signiert und datiert „BLANOR 1967“.

Im Passepartout gerahmt.

(14610529) (18)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1136

AXEL ARNDT,

1941 BERLIN – 1998 WAIBLINGEN

Der Künstler war ein Zeichner, Maler und Bildhauer

des Magischen Realismus.

MOND UNTER HAUS

Farbradierung auf Büttenpapier.

Darstellung: 14,5 x 25,8 cm.

Rechts unterhalb der Darstellung signiert, links unten

Auflage E.A. IV/XX, mittig mit Widmung

„FÜR HERRN KULAK-WEIHNACHTEN 1984“.

Hinter Glas gerahmt.

(14610545) (18)

€ 200 – € 300

Sistrix

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299


1137

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

OHNE TITEL (KOPFÜBER), 1977

Öl auf Papier.

67 x 100 cm.

Rechts unten signiert und datiert „3. Nov“. Verso mit

Galerieetikett.

Im Passepartout, hinter Glas in weißer Galerieleiste

gerahmt.

Gerahmt beschrieben. Rechts oben mit Randschaden.

(1460805) (13)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1138

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

OHNE TITEL, UM 1989

Aquarell, Kohle, Ölkreide auf Karton.

70 x 100 cm.

Rechts unten signiert. Verso Galeriestempel

Im Passepartout, hinter Glas, in einfacher weißer Galerieleiste

gerahmt.

Figürliche Darstellung mit Palmen. Gerahmt beschrieben.

(1460807) (13)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1139

KARL HORST HÖDICKE,

1938 NÜRNBERG – 2024 BERLIN

KADAVER, 1982-89

Kunstharz auf Papier.

70 x 100 cm.

Rechts unten signiert. Verso mit Galerieetikett.

Im Passepartout, hinter Glas, in einfacher Galerieleiste

gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(1460803) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1140

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

COAL BUNKER HEAD – STUDIE ZU SIMPLE

MANNERS OR PHYSICAL VIOLENCE, 1985

Acryl auf Fotopapier.

165 x 126 cm.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(14617311) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

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1141

ANDREAS MARKOS,

1950 CSIKSZEREDA, RUMÄNIEN – 2020,

OHNE TITEL – ABSTRAKTE KOMPOSITION

Acryl auf Leinwand.

117 x 100 cm.

Rechts unten signiert und datiert „(19)96“.

Freigestellt im Rahmen.

1142

OTTO HERBERT HAJEK,

1927 KALTENBACH/TSCHECHIEN – 2005 STUTTGART

LEUGE II

Farbserigrafie auf Papier.

Blattmaß: 39,5 x 30 cm.

Rechts unten signiert, betitelt und

nummeriert „86/4“, sowie „89/90“.

Hinter Glas gerahmt.

(14610527) (18)

€ 100 – € 200

Sistrix

INFO | BID

Das Gemälde ist in Deutschland entstanden, wo der

Künstlerseine Werke in zahlreichen Ausstellungen präsentierte,

so etwa 1982 Galerie LeonArt, Leonberg,

1984 in Schweinfurt, 1987 in der Ostdeutschen Galerie

Regensburg, in Berlin und im Kunsthaus Lübeck; ferner

in San Diego (USA), Valencia, Malta, New York etc.

Seine Werke befinden sich in zahlreichen privaten und

öffentlichen Sammlungen weltweit. A.R.

(14610537) (11)

€ 100 – € 200

Sistrix

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301


1143

BERND ZIMMER,

GEB. 1948 MÜNCHEN

NAMIB, 2000

Acryl und Gouache auf Papier.

70 x 50 cm.

Rechts unten signiert. Verso mit Galerieetikett.

Hinter Glas, in einfacher Galerieleiste gerahmt.

Gerahmt beschrieben. Die Ecken mit Montierungslöchlein.

(1460809) (13)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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1144

WILHELM IMKAMP,

1906 MÜNSTER – 1990 STUTTGART

Wilhelm Imkamp studierte am Bauhaus bei Klee und

Kandinsky und entwickelte nach dem Krieg eine eigenständige

abstrakt-expressionistische Bildsprache. Seine

Werke verbinden konstruktive Klarheit mit expressiver

Farbigkeit.

ABSTRAKTE KOMPOSITION, 1958

Mischtechnik auf Karton.

64 x 85 cm.

Links unten signiert „W. Imkamp 58.“.

Unter textilem Passepartout.

Das Werk zeigt eine freie Komposition aus kraftvollen

Farbflächen und überlappenden Formen. Stilistisch

verbindet Imkamp hier Einflüsse des Bauhauses mit

dem gestischen Duktus des Informel und schafft eine

spannungsreiche abstrakte Bildsprache.

(1460792) (17)

€ 1.600 – € 2.400

Sistrix

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1145

HANS-HELMUT VON RATH,

1923 – 2001

ARCHAEOPTERYX, 1994

Acryl/Sand auf Karton.

62,5 x 47,5 cm.

Links unten monogrammiert in Ligatur und datiert

„HR ’94“.

Freigestellt in versilbertem Rahmen.

(14610528) (18)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1146

RÜDIGER TAMSCHICK,

GEB. 1942 LEIPZIG

OHNE TITEL, 2012

Öl auf Leinwand.

23,5 x 30 cm.

Verso signiert „Tamschick“ und datiert „13.5.2012“;

mit Widmung „für Artur mit Dank Rüdiger“.

Das Werk ist geprägt von intensiven Blautönen und dynamischen

roten Formen, die eine spannungsreiche,

texturierte Bildfläche erzeugen. Stilistisch lässt es sich

der abstrakten Kunst zuordnen, mit Anklängen an Informel

und abstrakten Expressionismus, charakterisiert

durch gestische Dynamik, farbliche Ausdruckskraft und

strukturelle Tiefe. Diese Verbindung aus Farbkontrast,

Rhythmus und formaler Spannung ist typisch für Rüdiger

Tamschick.

(14610518) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1147

BARBARA HEINISCH,

GEB. 1944 RATHENOW

OHNE TITEL

Mischtechnik auf Papier.

75 x 52 cm.

Rechts unten signiert und datiert „B.Heinisch 198(?)“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Deutschland.

(1461053) (12)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1148

KARL HORST HÖDICKE,

1938 NÜRNBERG – 2024 BERLIN

AMAZONAS, 1983

Kunstharz auf Papier.

70 x 100 cm.

Rechts unten signiert und datiert.

Verso mit Galerieetikett.

Im Passepartout, hinter Glas, in einfacher Galerieleiste

gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(1460801) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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303


1149

FRANCIS BACON

1909 DUBLIN - 1992 MADRID, NACH

PORTAIT OF GEORGE DYER

RIDING A BICYCLE, 2015

Giclée-Druck auf Alu.

110 x 82 cm.

Rückseitig beschrieben und nummeriert 475/500.

Gerahmt.

Herausgegeben von „The Estate of Francis Bacon

and Heni Productions“. Heni Productions Catalogue

Number: Q1B.

Provenienz:

Privatsammlung Österreich. (1462132)

€ 3.000 – € 6.000

Sistrix

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1150

HEINRICH SIEPMANN,

1904 MÜLHEIM AN DER RUHR – 2002 EBENDA

OHNE TITEL, 1957

Mischtechnik auf Papier.

48 x 61,5 cm.

Links unten signiert und datiert „Siepmann 57“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(1461138) (12)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1151

HERBERT ZANGS,

1924 KREFELD – 2003 EBENDA

Der Künstler schuf sowohl expressionistisch-figurative,

als auch abstrakte Arbeiten, bekannt wurde er seit den

50er-Jahren mit seinen „Verweisungen“ und den Scheibenwischer-Bildern.

OHNE TITEL, 1990ER-JAHRE

Kohle auf Bütten.

20 x 10 cm.

Links unten signiert „ZANGS“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Wir danken, Frau Helgard Müller-Jensen, Galerie Rottloff

Karlsruhe, für die freundliche wissenschaftliche Unterstützung.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(1461135) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1152

HELGE LEIBERG,

GEB. 1954 DRESDEN

FÜR ATLANTIS, 1991

Mischtechnik auf Papier.

29,3 x 24 cm.

Mittig unten signiert und datiert „Leiberg 1991“,

darunter bezeichnet „Für Atlantis“.

Freigestellt im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

(14610526) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1153

MAX ACKERMANN,

1887 BERLIN – 1975 UNTERLENGENHARDT

VIVACE, 1961

Siebdruck auf Bütten.

51 x 71 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Max Ackermann

1961.“, rechts unten Exemplar EA.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

Literatur:

Rudolf Bayer und Reinhild Enßlin-List, Max Ackermann.

Siebdrucke, Bietigheim-Bissingen 2006, Kat.

Nr. S5904. (14611314) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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305


1154

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

OHNE TITEL, 1981.

Mischtechnik auf Papier.

20,5 x 21 cm.

Mittig unten signiert „Pfahler“ und datiert „1981“.

Holzrahmen.

Geometrische Komposition in Schwarz, Blau, Gelb und

Weiß. Das Werk stammt aus Pfahlers späterer Schaffensphase

und zeigt seine charakteristische Hard

Edge-Malerei mit klar abgegrenzten Farbflächen und

präziser, flächiger Gestaltung.

(14610532) (17)

€ 500 – € 800

Sistrix

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1155

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

SÜSSE FRÜCHTE, 1954

Tuschfederzeichnung auf Papier.

28,5 x 20 cm.

Links unten betitelt „Süße Früchte“ und rechts unten

datiert „25.4.“, Rest abgerissen.

Im Passepartout freigestellt, in vergoldetem Holzrahmen.

Werk aus der frühen Schaffensphase Georg Karl Pfahlers.

Charakteristisch sind die spontanen, gestischen

Linienführungen; im Gegensatz zu seiner späteren Hard-

Edge-Malerei mit klar abgegrenzten Farbflächen sind

hier noch erkennbare figurative Elemente vorhanden.

Anmerkung:

An der rechten unteren Blattecke Fehlstelle sowie

rechts oben roter Fleck durchschlagend von rückseitiger

Atelierfarbspur. (14610512) (17)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1156

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

OHNE TITEL, 1954

Tuschfederzeichnung auf Papier.

Blattmaß: ca. 29,5 x 20 cm.

Rechts unten datiert „5.4.54“, und mit Bleistift

signiert „Pfahler“.

Freigestellt im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

(14610511) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1158

HANS SCHREINER,

1930 BAD FRIEDRICHSHALL-JAGSTFELD – 2023

OHNE TITEL, 1980

Aquarell.

11,3 x 13,5 cm.

Links oben signiert „Schreiner“ und datiert „80“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Das monochrome Werk zeigt eine abstrahierte Berglandschaft

in Schwarz- und Grautönen. Eine helle weiße

Linie durchbricht die Komposition und schafft Spannung

zwischen Fläche und Raum. Typisch für Hans

Schreiner verbindet sich hier die reduzierte lavierte

Farbigkeit mit einer expressiven Formensprache, in der

Landschaft zum Ausdruck innerer Empfindung wird.

(14610513) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1157

PAUL SEUTHE,

1909 – 1997

OHNE TITEL

Collage mit Goldauflage.

40 x 30 cm.

Rechts unten monogrammiert „PS“.

Freigestellt im Passepartout, hinter Glas in Prunkrahmen.

(1461054) (18)

€ 50 – € 100

Sistrix

INFO | BID

1159

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

OHNE TITEL, 1958

Tuschfederzeichnung auf Papier.

48 x 64 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Pfahler 58“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Deutschland.

(1461059) (12)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1160

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

OHNE TITEL, 1955.

Tuschfederzeichnung auf Papier.

21 x 29 cm.

Rechts unten unleserlich signiert und datiert „8.5.55“.

Holzrahmen.

Werk aus der frühen Schaffensphase Georg Karl Pfahlers.

Charakteristisch sind die spontanen, gestischen

Linienführungen; im Gegensatz zu seiner späteren Hard-

Edge-Malerei mit klar abgegrenzten Farbflächen sind

hier noch erkennbare figurative Elemente vorhanden.

(14610510) (17)

€ 300 – € 500

Sistrix

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307


1161

FRANK BADUR,

GEB. 1944 ORANIENBURG BEI BERLIN

Der Künstler ist ein Maler und Zeichner der Farbfeldermalerei

und Konkreten Kunst.

OBJEKT, 1994.

Acryl auf Holz.

23 x 32 cm.

Verso signiert „Badur“, datiert „1994“ und nummeriert

5/12.

In versilbertem Holzrahmen.

Holzkonstruktion mit Acrylbemalung in zwei Teilen,

farblich klar kontrastiert in Schwarz und Grün, wodurch

eine spannungsreiche Wirkung entsteht. Das Werk

lässt sich, typisch für den Künstler, der sowohl malerisch

als auch bildhauerisch arbeitet, in Bezug zur Konkreten

Malerei, zum Konstruktivismus, zur Farbfeldmalerei

und zur Minimal Art setzen.

(14610523) (17)

€ 500 – € 800

Sistrix

INFO | BID

1162

FRANK BADUR,

GEB. 1944 ORANIENBURG BEI BERLIN

Der Künstler ist ein Maler und Zeichner der Farbfeldermalerei

und Konkreten Kunst.

OHNE TITEL, 1994

Mischtechnik.

Ca. 40 x 30 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Badur 94“.

Hinter Glas gerahmt.

(14610538) (18)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1163

MARCELLO MORANDINI,

GEB. 1940 MANTUA

KOMPOSITION 682A

3D-Komposition aus Baumwollpapier und bedrucktem

Acrylglas.

50 x 50 cm.

Verso auf Aufkleber betitelt, signiert „M. Morandini“.

Nummeriert 23/60. Verleger: Galerie-F GmbH Kranenburg

2018.

In Holzrahmen.

(1440124) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1164

EDGAR TEZAK-NEOGY,

GEB. 1949 GRAZ

MASK OF THE WORLD

Acryl.

43 x 35 cm.

In beigem Rahmen.

Verso in einem Ausschnitt der Deckplatte betitelt und

spezifiziert mit „Mask #8“, signiert und datiert „November

1983“. Verso mit Biografie sowie Ausstellungs- und

Publikationsverzeichnis.

(1460894) (13)

€ 600 – € 800

Sistrix

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1165

MARINO MARINI,

1901 PISTOIA – 1980 VIAREGGIO

Der Künstler studierte ab 1917 Malerei und Bildhauerei

an der Akademie der Künste in Florenz. 1928 erfolgte

ein erster Aufenthalt in Paris. Er war zunächst überwiegend

als Bildhauer, später auch als Grafiker tätig. Dreifach

war er Teilnehmer der documenta in Kassel.

KOMPOSITION

Farbserigrafie.

Sichtmaß: 63 x 46 cm.

Rechts unten signiert „MARINO“.

Nummeriert 29/50

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(1461136) (12)

€ 500 – € 800

Sistrix

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309


1166

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 6/40.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461735) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

INFO | BID

1167

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 5/40.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461736) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

INFO | BID

1168

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 4/40.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461737) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

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1169

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 3/40.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(14617310) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

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1170

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 2/40.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461739) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

INFO | BID

1171

BRUCE MCLEAN,

GEB. 1944 GLASGOW

OHNE TITEL

Farbsiebdruck auf festem Karton.

120 x 150 cm.

Rechts unten signiert „Bruce Mclean“.

Links unten nummeriert 3/3 AP.

Ungerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461738) (12)

€ 500 – € 700

Sistrix

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311


1172

WOLFGANG HUTTER,

1928 WIEN – 2014 EBENDA

AKT IN BRAUN, 1983

Radierung.

Bildmaß: 11,5 x 8,5 cm.

Sichtmaß: 14,5 x 10 cm.

Rechts unten signiert „Hutter“ und datiert „87“.

Unter Passepartout abermals signiert

„Wolfgang Hutter“ und datiert „1987“.

Im Passepartout, ungerahmt.

Weiblicher Akt im Profil, dargestellt in warmen Braunund

Ockertönen. Die Figur ist mit dekorativen Details

an der spärlichen Bekleidung und weich fließenden

Linienformationen umgeben, die vom Körper ausgehen.

Typisch für Wolfgang Hutter verbindet das Blatt präzise

Radiertechnik mit ornamentaler Fantasie und symbolisch

aufgeladener Sinnlichkeit – ein charakteristisches

Beispiel des Phantastischen Realismus der Wiener

Schule.

(14610548) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1173

PAUL JENKINS,

GENANNT „WILLIAM PAUL“,

1923 KANSAS CITY/MISSOURI – 2012 NEW YORK

Der Künstler gehörte zu den Vertretern des Abstrakten

Expressionismus. Seine Arbeiten finden sich in internationalen

Museen und Sammlungen wie das Guggenheim

Museum in New York, das Centre Georges

Pompidou in Paris, die Fondation Maeght in Saint-Paul

de Vence in Frankreich und das Stedelijk Museum in

Amsterdam.

KOMPOSITION, 1965

Farbserigrafie auf Papier.

94 x 60 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Paul Jenkins 1965“.

Nummeriert 33/(?).

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461139) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1174

GEORGES MANZANA-PISSARRO,

1871 – 1961

Der Künstler war der zweite Sohn des impressionistischen

Malers Camille Pissarro (1830– 1903) und dessen

Ehefrau Julie Vellay (1838 – 1926).

MARTINS PÉCHEURS (EISVÖGEL)

Schablone/Gold-Silberpigmente auf Papier.

Sichtmaß: 28 x 45 cm.

Rechts unten signiert „Manzana-Pissarro“.

Auflage 27/100.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(1451661) (18)

€ 800 – € 1.000

Sistrix

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1175

NIKOLAUS LANG,

1941 OBERAMMERGAU – 2022 MURNAU AM

STAFFELSEE

OHNE TITEL, 1999

Feder-Collage auf Papier.

109 x 75 cm.

Rechts unten signiert, betitelt und beschrieben.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung München.

(1461051) (12)

€ 200 – € 300

Sistrix

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313


314 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.500 additional images.


1176

ANTONIO SAURA,

1930 HUESCA – 1998 CUENCA

KONVOLUT VON SECHS ARBEITEN AUS

„DIVERSAURIO“, 1962

Farbsiebdrucke auf Papier.

Sichtmaß: ca. 74,5 x 53 cm.

Jeweils rechts unten signiert und datiert

„Saura (19)62“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Unter den Graphiken die Werke „Aquella tarde al verse

en el espejo“ und „El pan que quedó über the mesa“.

„Diversaurio“ ist eine mit elf Siebdrucken illustrierte

Mappe des Autors Jose Ayllon. Gerahmt beschrieben.

(1460431) (18)

€ 1.000 – € 2.000

Sistrix

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315


1177

A.R. PENCK,

EIGENTLICH „RALF WINKLER“,

1939 DRESDEN – 2017 ZÜRICH

CORRECTOR-STANDART, 1993

Lithografie auf Papier.

29,8 x 20 cm.

Rechts unten signiert „ar.penck“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611312) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1178

A.R. PENCK,

EIGENTLICH „RALF WINKLER“ ,

1939 DRESDEN – 2017 ZÜRICH

VERHALTEN, 1993

Lithografie auf Papier.

29,8 x 20 cm.

Rechts unten signiert „ar.penck“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611311) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1179

A.R. PENCK,

EIGENTLICH „RALF WINKLER“,

1939 DRESDEN – 2017 ZÜRICH

KOMPOSITION, 1993

Lithografie auf Papier.

29,8 x 20,4 cm.

Rechts unten signiert „ar.penck“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611313) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1180

KARL HORST HÖDICKE,

1938 NÜRNBERG – 2024 BERLIN

DIE ERFINDUNG DER LOKOMOTIVE, 1983

Kunstharz auf Papier.

70 x 100 cm.

Rechts unten signiert und datiert, sowie innerhalb der

Darstellung betitelt. Verso mit Galerieetikett.

Im Passepartout, hinter Glas, in einfacher weißer Galerieleiste

gerahmt.

(1460802) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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317


1181

KARL MOSTBÖCK,

1921 GREIN A. D. DONAU – 2013 STEYR

UNTERSCHIEDLICHE DARSTELLUNGEN

Signiert und datiert „67“, „79“ und „85“. Verso mit

Künstlerbezeichnung und Datierung.

Gerahmt beschrieben.

(1460943) (13)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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1182

SIEGWARD SPROTTE,

1913 POTSDAM – 2004 KAMPEN/SYLT

OHNE TITEL

Tusche auf Papier.

Sichtmaß: 40 x 31 cm.

Unterhalb der Darstellung mit Widmung, sowie signiert

„Siegward Sprotte“, ortsbezeichnet und datiert „Kampen

auf Sylt April 1985“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(14610542) (18)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1183

BERND ZIMMER,

GEB. 1948 MÜNCHEN

OHNE TITEL, 1989

Mischtechnik auf Papier.

Sichtmaß: 39 x 51 cm.

Links unten signiert und datiert „B. Zimmer 89“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Gerahmt beschrieben.

(14610543) (18)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1184

HORST JANSSEN,

1929 HAMBURG – 1995 HAMBURG

ZU BETT, 1975

Achtfarben-Offset.

Darstellung: 49 x 32,5 cm.

Rechts unterhalb der Darstellung signiert, in der

Darstellung betitelt.

Im Passepartout, hinter Glas in eigens für diese Arbeit

hergestelltem Rahmen.

Aus der Utamaro-Mappe.

(14610544) (18)

€ 200 – € 300

Sistrix

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319


1185

KARL MOSTBÖCK,

1921 GREIN A. D. DONAU – 2013 STEYR

DREI GRAFIKEN, 1958, 1959, 1960.

Aquarell und Bleistift auf Papier.

24,5 x 19,5 cm, 23,5 x 18,5 cm, 22,5 x 16,5 cm.

Rechts unten unleserlich signiert und datiert „58“,

links unten unleserlich signiert, datiert „56“ und bezeichnet

„Die Freundinnen“, links unten unleserlich

signiert und datiert „60“.

In Holzrahmen.

Weibliche Akte in verschiedenen Körperhaltungen,

leichte Pinselstriche, laviert.

(1460941) (17)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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1186

KARL MOSTBÖCK,

1921 GREIN A. D. DONAU – 2013 STEYR

DREI BILDER, 1961, 1956, 1950

Aquarell bzw. Tusche bzw. Öl auf Papier.

22 x 17 cm, 22 x 30 cm und 32 x 46 cm.

Rechts unten unleserlich signiert und datiert „61“,

links unten unleserlich signiert und datiert „56“, rechts

unten unleserlich signiert und datiert „50“.

In Holzrahmen.

Verschiedene Motive: Blumen in Rot und Grün, flüchtige

Tuschskizze einer Stadt, weibliche Aktdarstellung.

(1460944) (17)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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1187

KARL MOSTBÖCK,

1921 GREIN A. D. DONAU – 2013 STEYR

KONVOLUT VON DREI WERKEN

Aquarell und Bleistift auf Papier. .

Darstellungsmaß: maximal 25 x 23,2 cm.

Jeweils signiert und datiert „63“, „65“ bzw. „70“.

Jeweils im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Mit unterschiedlichen Darstellungen von Aktfiguren in

unspezifischen Raum.

(1460942) (13)

€ 700 – € 1.200

Sistrix

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1188

ACHIM FREYER,

GEB. 1934 BERLIN

OHNE TITEL, 1934.

Aquarell.

9 x 11 cm.

Rechts unten monogrammiert „A“ und datiert „85“.

Holzrahmen.

Abstrakte Darstellung in transluzentem Blau, Schwarz,

Rot und Gelb. Freyers Stil ist geprägt von einer expressiven,

farbintensiven Malweise, die Elemente aus Surrealismus

und Expressionismus aufgreift. Seine Werke

bewegen sich zwischen figürlichen und abstrakten Formen

und gehören zu seinem vielseitigen künstlerischen

Schaffen, das auch Bühnenbild und Regie umfasst.

(14610516) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1189

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

AKT AUF DEM SOFA, 1975

Kohle auf Papier, auf Karton.

46 x 60,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Tadeusz75“.

In Passepartout.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461731) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1190

HELGE LEIBERG,

GEB. 1954 DRESDEN

OHNE TITEL, 1991

Aquarell auf Papier.

Ca. 32,5 x 50 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Leiberg 91“.

Hinter Glas in vergoldetem Rahmen.

(14610530) (18)

€ 300 – € 500

Sistrix

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321


1191

FRITZ RUOFF,

1906 NÜRTINGEN – 1986 NÜRTINGEN

OHNE TITEL

Bleistift auf Papier.

9 x 9 cm.

Rechts unten monogrammiert.

Holzrahmen versilbert.

Fritz Ruoffs abstrakte Bleistiftzeichnung, die durch das

Wechselspiel von weichen und scharfkantigen geometrischen

Formen und Räumen gekennzeichnet ist,

spiegelt seine Hinwendung zu einer konstruktiveren

und meditativeren Kunstform ab den 1960er-Jahren

wider. In diesen Werken verbindet er seine skulpturalen

Ideen mit den Möglichkeiten des Zeichnens.

(14610533) (17)

€ 200 – € 400

Sistrix

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1192

ERWIN SCHOTT,

1913 – 1987 MÜNCHEN

OHNE TITEL

Aquarell auf Papier.

Sichtmaß: 37 x 50 cm.

Hinter Glas gerahmt.

Erwin Schott arbeitet in seinen Grafiken und Aquarellen

mit ellipsenartigen, diagonal geschichteten Formationen

in Schwarz- und Grautönen, die eine ruhige

spannungsvolle Dynamik erzeugen. Die reduzierte Farbigkeit

und die Transparenz der Schichten verleihen

seinen Arbeiten eine fast meditative Klarheit.

(14610519) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1193

HERBERT NAUDERER,

GEB. 1948 FÜRSTENFELDBRUCK

ENDOBIONT 15, 2004

1194

FELIX DROESE,

GEB. 1950 SINGEN

OFFENE GESELLSCHAFT, 1996

Ölkreide und Tinte auf Papier.

40 x 30 cm.

Rechts unten unleserlich signiert und datiert „4“; links

unten bezeichnet „Endobiont 15“.

Hinter Glas gerahmt.

Scherenschnitt, schwarzer Karton.

26 x 16 cm.

Links oben unleserlich signiert und datiert „1996“.

Hinter Glas gerahmt.

Dargestellt ist eine stilisierte aufrechte Hand mit einem

Auge am „Handgelenk“- ein symbolträchtiges Motiv

zwischen Mahnung und Vision. Typisch für Droese verbindet

die Arbeit politische Aussagekraft mit minimalistischer

Formensprache und präziser Handarbeit.

Konturenhaft angedeutete weibliche Figur, aus deren

Körper schwarze tropfen- oder blasenartige Formen

hervortreten. Die reduzierte Zeichnung verbindet Körperlichkeit

mit surrealen, organisch wirkenden Elementen

– charakteristisch für Nauderers Auseinandersetzung

mit inneren Prozessen, Transformation und

psychischen Spannungszuständen.

(14610517) (17)

€ 100 – € 200

INFO | BID

Sistrix

€ 100 – € 200

Sistrix

Provenienz:

Karl+Faber, München, Auktion 206, 25. Mai 2004.

Sammlung Kulak. (14610515) (17)

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323


1195

KONRAD KLAPHECK,

1935 – 2023 DÜSSELDORF

PLANIERRAUPE, 1977

Radierung auf Papier.

48,5 x 66,5 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Klapeck 77“ sowie

nummeriert 8/20.

Im Passepartout, hinter Glas, in einfacher weißer Galerieleiste

gerahmt.

Provenienz:

Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf.

Privatsammlung Deutschland.

(1460808) (12)

€ 800 – € 1.500

Sistrix

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1196

SALVADOR DALÍ,

1904 FIGUERES – 1989 EBENDA

IKARUS, 1963

Heliogravüre, Radierung und Kaltnadel auf Velin.

Plattenrand: 49,8 x 39,6 cm.

Links unten in der Platte signiert und datiert „1963“,

links unterhalb der Darstellung Exemplar 49/150, sowie

mit Bleistift signiert und datiert „1963“.

Hinter Glas in silberglänzendem Rahmen.

Blatt sechs der Mappe „Mythologie“, herausgegeben

von Pierre Argillet, Paris. Papier leicht gebräunt.

Literatur:

Ralf Michler und Lutz W. Löpsinger, Salvador Dali.

Das druckgraphische Werk, Bd. 1: Oeuvrekatalog der

Radierungen und Mixed-Media-Graphiken 1924 – 1980,

München 1993, Nr. 121a. (1460448) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1197

ROLF CAVAEL,

1898 KÖNIGSBERG – 1979 MÜNCHEN

KOMPOSITION

Öl auf Holz.

36 x 48,5 cm.

Rechts unten monogrammiert „CA“.

Gerahmt.

(14617817) (12)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1199

CONRAD WESTPFAHL,

1891 BERLIN – 1976 WETZHAUSEN

OHNE TITEL, 1975

Mischtechnik auf Papier.

Sichtmaß: 30 x 21 cm.

Mittig unten signiert „Westpfahl“ und datiert „75“.

In breitem Holzrahmen.

Schwarz-weiß gehaltenes Werk mit abstrakter Komposition

aus dynamischen skizzenhaften Linien und flächigen

Grauschattierungen, möglicherweise angelehnt an Landschaftsmotive.

Durch verschiedene Techniken – Bleistiftlinien,

Pinselstriche und helle Sprenkel – wird die Bildoberfläche

belebt. Die vielen Diagonalen verstärken die

Dynamik und verleihen dem Bild eine spannungsvolle

Struktur.

(14610514) (17)

€ 100 – € 200

Sistrix

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1198

ANTOINE DUC,

GEB. 1932 VALENCE/ FRANKREICH

LE SECRET D'ORPHÉE

Mischtechnik auf Holz.

46 x 37,5 cm.

Rechts unten signiert „Duc“. Verso betitelt.

In teils gold glänzendem Rahmen.

Darstellung in differenzierten Grautönen in der Art des

Fantastischen Realismus.

(1460328) (18)

€ 1.000 – € 1.500

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325


1200

HERBERT ZANGS,

1924 KREFELD – 2003 EBENDA

(ABB. RECHTS)

OHNE TITEL, 1990ER-JAHRE

Kohle auf Bütten.

21 x 10,6 cm.

Links unten signiert „ZANGS“.

Im Passepartout, hinter Glas gerahmt.

Wir danken, Frau Helgard Müller-Jensen, Galerie Rottloff

Karlsruhe, für die freundliche wissenschaftliche

Unterstützung.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611326) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1201

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

Gemäldepaar

BADENDE, 1968

Wasserfarben und Kohle auf Papier.

15,5 x 15,3 cm und 17 x 24 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Tadeusz68“.

In Passepartout.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461733) (12)

€ 200 – € 400

Sistrix

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1202

NORBERT TADEUSZ,

1940 DORTMUND – 2011 DÜSSELDORF

Gemäldepaar

LIEGENDER AKT I, 1967

sowie

LIEGENDER AKT II, 1967

Wasserfarben und Kohle auf Papier.

24 x 17 cm und 21 x 14,8 cm.

Rechts unten signiert und datiert „Tadeusz67“.

In Passepartout.

Provenienz:

Privatsammlung Rheinland.

(1461732) (12)

€ 200 – € 400

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1203

NIKOLAUS LANG,

1941 OBERAMMERGAU – 2022 MURNAU AM

STAFFELSEE

OHNE TITEL, 1999

Feder-Collage auf Papier.

109 x 75 cm.

Rechts unten signiert, betitelt und beschrieben.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung München.

(1461052) (12)

€ 200 – € 300

Sistrix

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327


1204

JOAN MIRÓ,

1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA

LE ESSENCIES DE LA TERRA, 1968

Komplettes Portfolio mit 14 Lithografien und 42 Blättern,

Edition Poligrafa Barcelona.

49 x 37 cm und 49 x 74 cm.

Signiert und nummeriert „Miro 775/1000“.

Gedruckt und herausgegeben von Maeght, Paris.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611318) (12)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1205

JOAN MIRÓ,

1893 BARCELONA – 1983 PALMA DE MALLORCA

TRES JOANS: HOMENATGE A JOAN PRATS, 1968

Komplettes Portfolio.

50,5 x 36,5 x 4 cm und 54 x 39 x 5,5 cm.

Signiert und nummeriert „Miro 174/500“.

Gedruckt und herausgegeben von La Polígrafa.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611319) (12)

€ 2.000 – € 4.000

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329


1206

JOSEPH BEUYS,

1921 KREFELD – 1986 DÜSSELDORF

MÖNCHHAUS – MUSEUM FÜR MODERNE KUNST,

1979

Ausstellungsplakat auf Papier.

Sichtmaß: 80,5 x 57 cm.

Rechts unten signiert „Josef Beuys“.

Gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611324) (12)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1207

JOSEPH BEUYS,

1921 KREFELD – 1986 DÜSSELDORF

GALERIE HOLTMANN KÖLN, 1980

Ausstellungsplakat auf Papier.

83 x 59 cm.

Mittig signiert „Joseph Beuys“.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland. (14611323) (12)

€ 200 – € 300

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1208

GÜNTHER UECKER,

1930 WENDORF – 2025 DÜSSELDORF

Der deutsche Maler und Objektkünstler von internationalem

Rang war bekannt für seine reliefartigen Nagelbilder.

Ein Teil seines Werkes ist der sogenannten Kinetischen

Kunst zuzuordnen. Er lebte und arbeitete in

Düsseldorf und St. Gallen.

ERKER GALERIE ST. GALLEN, 1975

Ausstellungsplakat auf Papier.

80 x 59,8 cm.

Rechts unten signiert „Uecker“.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611320) (12)

€ 300 – € 500

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331


1209

BERNARD SCHULTZE,

1915 PILA – 2005 KÖLN

LEUCHTENDE FARBIGKEIT, 1977

Bleistift auf Papier.

29,8 x 21 cm.

Rechts unten signiert und datiert

„Bernhard Schultze 77“.

Hinter Glas gerahmt.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611316) (12)

€ 300 – € 500

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1210

PIERO DORAZIO,

1927 ROM – 2005 PERUGIA

Zunächst studierte Dorazio Architektur, bevor er nach

Paris ging und dort seine Ausbildung an der École nationale

supérieure des beaux-arts fortsetzte. In seinen abstrakten

Werken verwendet er die reinen Grundfarben,

die er miteinander verwebt. Beeinflusst wurden seine

Arbeiten durch Raffael (1483 – 1520) und Piero Pollaiuolo

(1433– 1496), ebenso wie durch die Futuristen Wassily

Kandinsky (1866– 1944), Kasimir Malevich (1878 – 1935)

oder Piet Mondrian (1872– 1944).

GALERIE IM ERKER, 1966

Ausstellungsplakat auf Papier.

71,7 x 47,5 cm.

Rechts unten signiert „Dorazio 1966“.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611322) (12)

€ 200 – € 300

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1211

PIERO DORAZIO,

1927 ROM – 2005 PERUGIA

Zunächst studierte Dorazio Architektur, bevor er nach

Paris ging und dort seine Ausbildung an der École nationale

supérieure des beaux-arts fortsetzte. In seinen abstrakten

Werken verwendet er die reinen Grundfarben,

die er miteinander verwebt. Beeinflusst wurden seine

Arbeiten durch Raffael (1483– 1520) und Piero Pollaiuolo

(1433 – 1496), ebenso wie durch die Futuristen Wassily

Kandinsky (1866 – 1944), Kasimir Malevich (1878 – 1935)

oder Piet Mondrian (1872 – 1944).

GALERIE VALENTIN STUTTGART, 1998-99

Ausstellungsplakat auf Papier.

73,7 x 50 cm.

Rechts unten signiert „Dorazio“.

Provenienz:

Privatsammlung, Rheinland.

(14611321) (12)

€ 200 – € 300

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333


SKULPTUREN

SCULPTURES

1212

CHRISTIAN FRIEDRICH TIECK,

1776 BERLIN – 1851 EBENDA, NACH

BÜSTE EINES MANNES

Höhe inkl. Sockel: 62,5 cm.

Höhe ohne Sockel: 50 cm.

In Carrara-Marmor vollrund gearbeitet. Auf profiliertem

Rundsockel das nach vorn blickende Antlitz eines Mannes

besten Alters. In der Vergangenheit wurde der Dargestellte

auch als Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling

(1775 – 1854) identifiziert. Christian Friedrich Tieck

(1776 – 1851) war einer der bedeutendsten Bildhauer

der deutschen Romantik und Bruder des Dichters Ludwig

Tieck. Er arbeitete in Berlin, Rom und Carrara und

war bekannt für seine meisterhafte Portraitkunst, die oft

durch klassizistische Strenge und hohe handwerkliche

Präzision bestach. Um 1800 fertigte er erstmals ein Portrait

des Philosophen Friedrich Wilhelm Joseph von

Schelling an. Nach Angaben von Bernhard Maaz begann

Tieck im April 1809 mit der Arbeit an einer Gipsbüste,

wobei er sich an einem von Bertel Thorvaldsen entwickelten

Modell orientierte: ein rechteckiges Bruststück,

das rückseitig geschlossen ist (Maaz, WVZ, S. 112). Marmorausführungen

könnten in den Jahren 1815 bis 1819

entstanden sein, als Tieck sich in Carrara aufhielt. Eine

Herstellung nach Tiecks Tod im Jahr 1851 wäre jedoch

ebenfalls denkbar. Das hier vorgestellte Portrait zeigt einen

Mann mittleren Alters, eher um die 40, was zeitlich

gut zu Tiecks Aufenthalt in Carrara passen würde. 1835

schuf Joseph Karl Stieler (1781 – 1858) ein Gemälde des

Philosophen, das eine gealterte Darstellung bietet und

diesem Büstenportrait ähnelt. Kleinere Chips.

Literatur:

Vgl. Bernhard Maaz, Christian Friedrich Tieck.

1776 – 1851. Leben und Werk.Unter besonderer

Berücksichtigung seines Bildnisschaffens, mit einem

Werkverzeichnis, Berlin 1995, Kat. 72, S. 287 ff.

Vgl. Bernhard Maaz, Nationalgalerie. Das XIX. Jahrhundert.

Bestandskatalog der Skulpturen, Bd. 2,

Berlin 2006, Kat. Nr. 1225.

Vgl. Bernhard Maaz, Skulptur in Deutschland zwischen

Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, Bd. 1,

Berlin 2010, Abb. 250. (1451401) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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1213

PAAR BRONZEFIGUREN „TAG UND NACHT“

Gesamtmaße jeweils:

Höhe: 51 cm bzw. 55 cm.

Breite: 75 cm.

Tiefe: 31,5 cm.

Auf Marmorsockel.

20. Jahrhundert.

Eine der Figuren zeigt einen liegenden Mann mit aufgestütztem

Bein – hier die Allegorie des Tages – , die

andere Figur eine liegende Frau, bei der im Sockelbereich

eine Eule zu sehen ist: die Allegorie der Nacht.

Die beiden Skulpturen nach dem berühmten Vorbild

von Michelangelo (1475– 1564) am Grabmal der Medici

in der Kirche San Lorenzo in Florenz.

(14502520) (18)

€ 3.000 – € 5.000

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1214

PAAR HORNBLÄSER

Höhe der Skulpturen: 125 cm.

Maße der Basis:

Höhe: 30 cm.

Durchmesser: 40 cm.

20./ 21. Jahrhundert.

Über runder profilierter Marmorbasis, die in Bronze gegossene

und dunkelgrün patinierte Figur eines Horn

blasenden Kindes.

(1461284) (13)

€ 5.500 – € 7.000

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1215

MARMORBÜSTE DER CLARA SCHUMANN

(1819 – 1896)

Höhe: ca. 64 cm,

Breite: ca. 41 cm.

Unterer Durchmesser des Rundsockels: ca. 22 cm.

19./ 20. Jahrhundert.

Die Büste in feinkristallinem Marmor auf eingezogenem

rundem Fuß, die Kopfhaltung leicht nach rechts.

Sie trägt ein Kleid, das im Bereich des weiten Dekolletés

mit Spitze besetzt ist, vorderseitig mittig mit befestigter

Rose. Sie hat zurückgesteckte Haare, von denen

einige Strähnen in den Nacken fallen, und ein feines

Gesicht mit großen Augen, die interessiert zur Seite

blicken.

Anmerkung:

Clara Josephine Schumann, geb. Wieck, war eine

deutsche Pianistin, Komponistin, Klavierpädagogin

und Herausgeberin. Sie war von 1840 bis zu dessen

Tod 1856 die Ehefrau Robert Schumanns.

(1451402) (18)

€ 1.800 – € 2.200

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335


1216

AULOS SPIELENDER SATYR

Höhe: 70 cm.

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.

1217

ALLEGORIE DES SOMMERS

Höhe: 35 cm.

Deutschland, 16. Jahrhundert.

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf rundem

Profilsockel die auf einem Huf stehende Figur eines

tänzelnden Satyrs mit aufgeblasenen Wangen, der einen

Aulos mit beiden Händen hält und darauf spielt.

(14605814) (2) (13)

Ton, gemodelt und gebrannt sowie glasiert. In einer

angedeuteten Landschaft stehender wilder Mann mit

von Ähren umkränztem Haupt mit Vollbart und Lendentuch.

Glasur teils verlustig. Minimal besch.

(1381846) (13)

€ 400 – € 600

Sistrix

INFO | BID € 200 – € 300

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1218

AUGUSTE RODIN,

1840 PARIS – 1917 MEUDON, NACH

PORTRAIT DES BALZAC

Höhe: 71 cm.

Auf der Basis bezeichnet „A. Rodin“.

Bronze, gegossen, grün-braun patiniert. Im Jahr 1891

beauftragte die Société des Gens de Lettres den französischen

Bildhauer Auguste Rodin mit einem Denkmal für

den Schriftsteller Honoré de Balzac (1799– 1850). Über

einen Zeitraum von sieben Jahren arbeitete Rodin an

diesem ambitionierten Projekt und fertigte zahlreiche

Studien an – darunter diese bewusst unbeholfen wirkende

Aktfigur. Anstatt den Körper nach klassischen

Idealen zu gestalten, suchte Rodin nach einer Form, die

Balzacs schöpferische Energie und innere Kraft sichtbar

machte. Der mächtige, grob modellierte Torso und die

selbstbewusste Haltung vermitteln Vitalität, Entschlossenheit

und eine ungeschönte Wahrhaftigkeit. Für die

endgültige Version des Denkmals, in der Balzac in einen

mächtigen, fast abstrakt wirkenden Mantel gehüllt ist,

ging Rodin noch einen Schritt weiter: Er löste sich weitgehend

von der naturgetreuen Darstellung und schuf

eine monumentale, fast monolithische Gestalt, die den

geistigen Gehalt über die äußere Ähnlichkeit stellte. Als

das Werk 1898 erstmals im Salon ausgestellt wurde,

löste es heftige Kontroversen aus. Zeitgenossen empfanden

die unkonventionelle Form als Affront gegen die

akademische Tradition – die Société des Gens de Lettres

verweigerte die Annahme. Erst Jahrzehnte später erkannte

man in Rodins Balzac eines der Schlüsselwerke

der modernen Skulptur.

(1460761) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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1219

ZWEI RINGER

Höhe: 30 cm.

Breite: 24 cm.

Tiefe: 20 cm.

Italien, 19. Jahrhundert.

Bronze, gegossen, mittelbraun patiniert. Auf naturalistisch

gestaltetem Sockel die Figuren zweier junger

Männer, die im Begriff sind den Pankration – einen antiken

Ringkampf – auszuüben. Die Bronze nimmt die

Bildidee einer in den Uffizien befindlichen Marmorkopie

nach einer griechischen Originalbronze wieder auf.

(1460584) (2) (13)

€ 800 – € 1.200

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337


1220

SATYRKOPF IN BRONZE

Höhe: 32 cm.

Gesamthöhe: 51 cm.

Bronze. Hohlguss mit kräftiger Wandung, in Lebensgröße,

bewegt plastisch durchgearbeitet im Stil der Spätrenaissance.

Grüne Patina, modern auf Marmorsockel

montiert.

(1460815) (11)

€ 1.500 – € 2.500

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1221

VINCENZO SALOMONE,

20. JAHRHUNDERT

HERKULES FARNESE

Gesamthöhe: 78 cm.

An der Rückseite „V. Salomone”.

Bronze. Die originale Skulptur ist die antike Skulptur

des Halbgottes Herkules. Die Figur im Kontrapost

lehnt sich an einen Baumstamm. Der Körper ist fein

differenziert mit Betonung der Muskulatur.

(1460582) (2) (10)

€ 2.000 – € 3.000

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1222

AUGUST FRIEDRICH KARL VON STRANTZ,

1851 – 1927

REITER MIT HUT

Höhe inkl. Sockel: 54 cm.

Höhe ohne Sockel: 37,5 cm.

Auf gestuftem, weiß geädertem Marmorsockel die in

dunkel patinierter Bronze gestaltete Figur eines auf

einem laufenden Pferd sitzenden Reiters mit breitkrempigem

Hut und weitem Mantel.

(1461553) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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1223

PAAR BRONZESKULPTUREN

Höhe inkl. Sockel: maximal 23,5 cm.

Jeweils am Kopfausschnitt signiert, nummeriert und

datiert „1989“ bzw. „1990“.

20. Jahrhundert.

Bronze; gegossen, ziseliert und braun patiniert. Auf gekehltem

Holzsockel mit quadratischer grüner Marmorplinthe

jeweils ein montierter Tierkopf: einmal ein

Zehnender mit gedrehtem Kopf, einmal ein Bison.

Sehr feine, detailgetreu wiedergegebene Arbeiten.

(1460674) (13)

€ 600 – € 900

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339


1224

SIRIO TOFANARI,

1886 – 1969, ZUG.

LAUFENDES REH

Höhe: 28 cm.

Breite: 30,5 cm.

Tiefe: 9 cm.

Bronze, gegossen, mittelbraun patiniert. Auf rechteckigem

Holzsockel die ganz dem Art déco verpflichtete,

in leichter Abstraktion dargestellte Figur eines laufenden

Rehs.

(14605810) (2) (13)

€ 800 – € 1.200

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1225

SIRIO TOFANARI,

1886 FLORENZ – 1969 MAILAND

WINDHUND

Höhe: 29 cm.

Breite: 33 cm.

Tiefe: 21,5 cm.

Auf der Basis signiert und datiert „1919“.

Bronze, gegossen, dunkelbraun patiniert. Auf rechteckiger

Basis die in breitbeiniger Pose stehende Figur eines

Windhundes mit nach links gerichtetem Blick. Mit feinem

Gespür für Bewegung und Charakter gestaltete

Tofanari Wild- und Haustiere in Bronze, häufig in lebendiger

naturalistischer Manier. Er gilt als einer der bedeutendsten

Tierbildhauer Italiens im frühen 20. Jahrhundert.

(1460585) (2) (13)

€ 1.300 – € 1.500

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1226

PAAR KRANICHFIGUREN

Höhe: 91 cm bzw. 102,5 cm.

20. Jahrhundert.

Bronze, gegossen, ziseliert und dunkelbraun patiniert.

Darstellung zweier stehender Kraniche in leicht abstrahierter

Form.

(1460587) (2) (13)

€ 800 – € 1.200

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1227

WIENER BRONZE – KAKADU AUF EINEM

ASTGESTELL

Höhe: 32 cm.

Wien.

Massiver Guss in stark kupferhaltiger Bronze. Schöne

Alterspatina. Der Kakadu in lebendig wiedergegebener

Haltung, das Gefieder hellbeige gefasst. Die Augen in

Glas eingesetzt. Unter den Wiener Bronzen in dieser

Größe sehr selten.

(1441526) (1) (11)

€ 1.500 – € 2.000

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341


1228

JEFF KOONS,

GEB. 1955, NACH

BALLOON RABBIT (BLUE)

Höhe: 25 cm.

Breite: 14 cm.

Tiefe: 13,5 cm.

Bodenseitig nummeriert 269/999.

COA Éditions Studio.

Mit beigegebenem nummeriertem Zertifikat.

(1440122) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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1229

JEFF KOONS,

GEB. 1955, NACH

ZWEI BALLOON RABBITS IN MAGENTA UND

ORANGE

Höhe: 25 cm.

Breite: 14 cm.

Tiefe: 13,5 cm.

Editionsnummer auf dem Zertifikat: 161/999 und

784/999.

Beigegeben jeweils ein Zertifikat von Éditions Studio.

Kunstharz gegossen. Im Originaletui, mit der dem Zertifikat

entsprechenden bodenseitigen Nummerierung.

(1460261) (13)

€ 1.400 – € 1.800

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1230

JEFF KOONS,

GEB. 1955, NACH

BALLOON DOG (BLACK)

Höhe: 30 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 12 cm.

Bodenseitig nummeriert 252/999.

COA Éditions Studio.

Mit beigegebenem nummeriertem Zertifikat.

(1440121) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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343


1231

SALVADOR DALÍ,

1904 FIGUERES – 1989 EBENDA

CARMEN – CASTANETS, 1970

Höhe: 17 cm.

Breite: 9 cm.

Tiefe: 11 cm.

Signiert und nummeriert. Edition 228/300.

Mit einer Echtheitsbestätigung von 2049 obra

contemporanea EDITOR.

Bronze.

Provenienz:

Privatsammlung Österreich. (1462134) (12)

€ 1.500 – € 3.500

Sistrix

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1232

HUBERT BERKE,

1908 GELSENKIRCHEN – 1979 KÖLN,

Hubert Berke schloss sich 1951 der Künstlergruppe

ZEN 49 an. Er schuf bereits vor Günther Uecker

(1930 – 2025) und Emil Schumacher (1912 – 1999) in

den frühen 1950er-Jahren Nagelobjekte.

NAGELOBJEKT, 1954

Holz mit Nagelung, farbig gefasst, in Plexiglaskasten

auf silbrig glänzender Platte.

Objekt: ca. 10 x 34 x 14 cm,

Kasten: 12 x 44 x 23,5 cm,

Platte: 2,5 x 51 x 31 cm.

Unterhalb des Objektes signiert und datiert

„Hubert Berke 1954“.

(14617818) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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1233

PETER VORSICHT

FILONIA, 2023

Kalkstein

Höhe: 25 cm.

Gesamthöhe inkl. schwarzem Metallsockel: 44 cm.

Beigegeben ein Zertifikat mit Angaben zum Werk

und Signatur des Künstlers.

(1461974) (4) (18)

€ 1.200 – € 1.800

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345


1234

AUGUST BRESGEN,

1888 HOLSTENHAUSEN – 1987 GAUTING

LIEGENDE

20 x 8 cm.

Signiert.

Ton.

Provenienz:

Privatsammlung Deutschland.

(1461055) (12)

€ 200 – € 300

Sistrix

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1235

BEATRIX SASSEN,

GEB. 1945 VINSEBECK

WEIBLICHER TORSO

Höhe: 15 cm.

Bronze auf Sockel.

Provenienz:

Privatsammlung München.

(14610521) (12)

€ 100 – € 200

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1236

KARL-HEINZ ADLER,

1927 REMTENGRÜN – 2018 DRESDEN

OHNE TITEL, 1922.

Höhe: 24 cm.

Kleinplastik auf Sockel.

Provenienz:

Privatsammlung. (14610520) (12)

€ 500 – € 700

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1237

GEORG KARL PFAHLER,

1926 EMETZHEIM – 2002 EBENDA

SPARDOSE

Höhe: 20,5 cm.

Breite: 26 cm.

Tiefe: 26 cm.

Signiert und nummeriert auf Sockel „47/100 Pfahler”.

Messing und Stahl; weiß, blau und rot lackiert;

auf Sockel.

Provenienz:

Privatsammlung.

(14610522) (12)

€ 500 – € 800

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347


VARIA

MISCELLANEOUS

1238

SATZ VON VIER EMPIRE-STÜHLEN UND

EINEM ARMLEHNSTUHL

Lehnhöhe: jeweils 89 cm bzw. 94 cm.

Sitzhöhe: jeweils 49 cm.

Deutschland, erste Hälfte 19. Jahrhundert.

Über konisch zulaufenden und gekanteten Beinen,

bzw. Säbelbeinen, die trapezförmige Zarge mit rückwärtiger,

à jour gearbeiteter Lehne mit Pfeil-Emblematik

und kontrastierend eingelegter Rankenzier. Sekundärer

wohnfertiger Bezug, dem Stil der Zeit entsprechend.

(1450063) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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1239

PAAR PRUNKVASEN NAPOLEON

Höhe: 55,5 cm.

Bodenseitige unterglasurblaue Marken.

Frankreich, 19./20. Jahrhundert.

Porzellan, gegossen, polychrom staffiert und goldradiert.

Auf quadratischem Stand mit symmetrischer

Ornamentik. Der ovoide Korpus mit beidseitigen Kartuschen

zeigt Napoleon beim Überschreiten der Alpen

auf seinem Lieblingspferd, nach dem Gemälde von

Jacques-Louis David (1748 – 1825). Beidseitige glanzvergoldete

Greifenhenkel und verstärkte Lippe.

(1460583) (2) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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1240

MURANO-LÜSTER

Höhe: 160 cm.

Durchmesser: 150 cm.

Murano, 20. Jahrhundert.

In vier Etagen aus klarem Glas geblasen, teils mit

Goldflittereinschmelzungen. Um einen Mittelbaluster

angeordnete Arme mit weiten gelappten Traufschalen

und Blütenbehang. Elektrifiziert. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1440771) (13)

€ 3.500 – € 5.500

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1241

GROSSER MURANO-LÜSTER

Höhe: 165 cm.

Durchmesser: 140 cm.

Murano, 21. Jahrhundert.

In zwei Etagen 24 Brennstellen, angeordnet an geschweiften

Armen in Messing, von klaren Glaselementen

ummantelt und mit Penditiven behangen. Nach

oben sich durch Spangen- und Blütenzier verjüngend.

Nicht auf Funktionsfähigkeit getestet.

(14612813) (13)

€ 6.800 – € 8.000

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349


1242

HALLENSCHRANK

Höhe: 254 cm.

Breite: 140 cm.

Tiefe: 77 cm.

Wohl Elsass, erste Hälfte 18. Jahrhundert.

Großer, architektonisch gestalteter zweitüriger Schrank

aus profiliertem Nussbaumholz, Mit eingelegten Tafeln

aus Maser-Nussbaum, die in geschwungenen Medaillons

mit Einfassungen aus einheimischen Hölzern und

hellen Fadenintarsien gearbeitet sind. Die flachen abgeschrägten

und vorspringenden Stollen sind mit Maskarons

und aufgesetzten geschnitzten Profilen verziert.

Äußerst imposantes Gesims und Sockel mit profilierten

Leisten.

(1461872) (1) (13)

€ 5.000 – € 7.000

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1243

WANDREGAL IM ROKOKO-STIL

Höhe: 81 cm.

Breite: 210 cm.

Italien, 19./ 20. Jahrhundert.

Holz, geschnitzt, gefasst. Dreifach kassettierter horizontaler

Korpus mit jeweils einem Regalboden. Die Kassetten

mit Rokoko-Zier umrankt und durch Voluten

seitlich begrenzt. Eine ältere Elektrifizierung zwecks Beleuchtung

vorhanden. Wenige Alters- und Gebrauchs sp.

(1461232) (13)

€ 1.500 – € 2.000

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1244

ROKOKO-TISCHCHEN

Gesamthöhe: 71,5 cm.

Breite: 73,5 cm.

Tiefe: 73,5 cm.

Deutschland, 18. Jahrhundert und später.

Über vier geschwungenen Beinen mit Rokoko-Zier

die symmetrisch geschwungenen Zargen, diese gleich

lang und mit Rocaillen- und Blattwerkschnitzereien.

Deckplatte des 19. Jahrhunderts mit randpunzierter

Lederplatte. Partiell wurmstichig und mit kleineren

Einkerbungen. Umrandung der Lederplatte partiell

verzogen.

(1461233) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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1245

SAMMLUNGSMÖBEL DES SPÄTEMPIRE

Höhe: 168 cm.

Breite: 75 cm.

Tiefe: 45 cm.

Deutschland, um 1830.

Einschübige Basis mit darüberliegenden, rückwärtig

verspiegelten Tableaus mit drei Fächern und vorgesetzten

Rundsäulen mit vergoldeter Akanthusblattzier.

Gestuftes Gesims mit Eierstabdekor und gedrücktem

Dreiecksgiebel. Rest., besch.

(1461493) (13)

€ 600 – € 1.200

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1246

PAAR FAUTEUILS

Lehnhöhe: 87 cm.

Sitzhöhe: 45 cm.

Frankreich, 19. Jahrhundert.

Im Louis XVI-Stil gefertigte Möbel mit kannelierten, konisch

auslaufenden Beinen, bewegter Zarge und gebogter

Rückenlehne, welche in die angeschmiegten

Armlehnen mit Akanthusblattzier und Voluten übergeht.

Sekundäre rotgrundige Polsterung mit Lorbeerblattkränzen.

(1460817) (13)

€ 600 – € 800

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351


1247

BALUSTERLEUCHTER

Höhe: 28,5 cm.

19./ 20. Jahrhundert.

Ganz dem Stil des 17. Jahrhunderts verpflichteter in

Messing gefertigter Leuchter. Über drei Löwentatzenfüßen

stehender dreiseitiger Körper mit profiliertem

Schaft und scheibenartiger Traufschale mit geschlossener

hoher Tülle.

(1440165) (13)

€ 300 – € 500

Sistrix

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1248

GROSSER BALUSTERLEUCHTER

Höhe: 69 cm.

Süddeutschland, Ende 17. Jahrhundert.

In Messing gegossen, abgedreht und montiert. Über

balustriertem Glockenschaft der balustrierte durch

konzentrische Drehrillen gegliederte Schaft mit hoher

weiter Traufschale und zentralem Balusterdorn. Rest.

und besch.

(1440167) (13)

€ 500 – € 700

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1249

ITALIENISCHER KÜNSTLER

DES 16. JAHRHUNDERTS

ABENDMAHL

Höhe: 60 cm.

Breite: 77 cm.

In Alabaster gearbeitetes Hoch- und Flachrelief mit der

Darstellung des letzten Abendmahls. An dem horizontal

im Werk liegenden Tisch reihen sich die Jünger auf,

jeweils der Tischmitte zugewandt. Gefasst wird das

Relief von einem vergoldeten Ädikularahmen.

(1461552) (10)

€ 5.000 – € 8.000

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1250

PAAR PORZELLAN-DECKELVASEN

Höhe: 33 cm.

Porzellanmarke „Thomas – Bavaria“,

nummeriert „1“ und „2“.

Um 1930.

Ovaloide Gefäßform, Deckel halbkugelig gewölbt mit

vergoldetem Kugelknauf. Hell-auberginefarbig bemalt,

mit jeweils großer geschweifter weißer Reserve, darin

polychrom. Blumengebinde und breite Goldbänderung

an Deckeln und Vasen.

(1411452) (11)

€ 250 – € 350

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1251

PAAR FIGÜRLICH GESTALTETE KAMINLEUCHTER

IM LOUIS XV-STIL

Höhe: 49 cm.

19. Jahrhundert.

Jeweils getreppter rosafarbener Marmorsockel, darauf

Puttenfiguren in Bronze, als Pendant einander zugewandt.

Über der Schulter jeweils Vase mit drei floral

gestalteten, vergoldeten Kerzenarmen mit dekorierten

Tüllen und mittig hochziehendem Fruchtzweig. Ein

Kerzenarm lose.

(14611138) (11)

€ 400 – € 600

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353


1252

IKONE MUTTERGOTTES BLACHERNITISSA

31,5 x 26,5 cm.

Tempera auf Holz. Getriebenes Silberoklad.

Das Oklad mit undeutlichen Silberpunzen innerhalb

des Mariennimbus.

Russland, 19. Jahrhundert.

Hochrechteckiges Bildfeld, die Darstellung der Maria

mit zur Orantenhaltung erhobenen Armen und dem

vor ihr dargestellten Christuskind zeigend. Das reich

getriebene Oklad mit plastischen Nimben und fruktaler

Umrandung.

Literatur:

Zum Typus vgl. Boris Rothemund, Handbuch

der Ikonenkunst, Bd. 1, München 1985, S. 322 f.

(1460049) (13)

€ 700 – € 900

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1253

TUXER BAUERNTRUHE

Höhe: 94 cm.

Breite: 131 cm.

Tiefe: 70 cm.

Tirol, 18. Jahrhundert, datiert „1785“.

Auf drei architektonisch aufgefassten Füßen stehender

rechteckiger kastenförmiger Korpus mit Scharnierstülpdeckel.

In Weichholz gearbeitet und mit architektonischem

Inneneinbau. Außen mit Rundbogendekor

in Relief mit Schuppenfries und gemalten Blüten, sowie

den Inschriften „INRI“ und „Andani Fancirian“. Ein

Schlüssel vorhanden.

(1460881) (13)

€ 2.000 – € 4.000

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1254

GROSSE MAJOLIKA-PLATTE

Durchmesser: 40,2 cm.

Deruta, 17. Jahrhundert.

Runde Form mit erhabenem Spiegel und steil aufsteigendem

Bord mit fast horizontaler Fahne und verstärktem

Rand. Cremefarbene Glasur mit Dekor in dunkelgelb

und geschwämmeltem Blau. Die Dekorzonen von

konzentrischen blauen Linien umzogen, die Fahne und

der Bord mit fein gestalteten Hasen und Vögeln, inmitten

einer angedeuteten Vegetation.

(1461384) (13)

€ 1.800 – € 2.400

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1255

KAUKASISCHER TEPPICH

328 x 164 cm.

Kaukasus, 17. Jahrhundert oder später.

Rechteckige Mäanderkartusaren mit vegetabilen

Dekor auf blauen Fond gefüllt.

(14512015) (13)

€ 3.500 – € 5.500

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1256

BALUSTERLEUCHTER

Höhe: 31,5 cm.

Mitteleuropa 17./ 18. Jahrhundert.

Messing, mehrteilig gegossen, abgedreht und verschraubt.

Über mehrfach profiliertem rundem Fuß

der Balusterschaft mit weiter vielleicht sekundärer

Traufschale und zentralem konisch zulaufendem Dorn.

(1440164) (13)

€ 250 – € 350

Sistrix

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355


1257

GROSSE LIMOGES-EMAILBILDPLATTE

CHRISTUS AM KREUZ MIT DEN ASSISTENZFIGUREN

Sichtmaß: 24 x 15,3 cm.

Ende 16. Jahrhundert.

Die emaillierte Kupferplatte leicht gewölbt, oben halbrund

geschlossen. In rundbogigem Eichenrahmen des

19. Jahrhunderts. Links des Kreuzes zwei Marien,

rechts Johannes und ein Römer im Harnisch. Farbkontrast

zwischen dem hellen Corpus Christi, den Köpfen

der Assistenzfiguren und dem Schädel Adams zu Füßen

des Kreuzstamms, gegenüber den dunkler gehaltenen

Farben in den Gewändern. Im Hintergrund, unter

dunkelblauem Firmament, die Stadt Jerusalem.

Teilweise Goldmalerei in den Gewändern.

(1462005) (11)

€ 6.500 – € 8.000

Sistrix

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357


1258

BIDENHÄNDER

Länge: 178 cm.

Italien oder Österreich.

Gekanteter punzierter Schwertknauf, lederumwundener

gerippter Griff. Passig endende Parierstangen und von

stilisierten Blüten gefüllte Parierbügel, zweischneidige,

spitz zulaufende Klinge. Oxidationsspuren.

(1460491) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1259

SCHLACHTENSCHWERT

Länge: 142 cm.

Italien oder Österreich.

Birnförmiger, mehrfach gekanteter Schwertknauf.

Doppelkonischer lederummantelter Griff. Gekantete

Parierstangen mit verstärktem Abschluss. Zweischneidige,

spitz zulaufende Klinge.

(1460492) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1260

MESSER MIT FIGÜRLICHEM ELFENBEINGRIFF

Griff: 8,4 cm.

Durchmesser: maximal 2,6 cm.

Gesamtlänge: 26 cm.

Schmiedepunze „LOWEN“ mit Krone (wohl Liége).

Niederlande, zweite Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Beigegeben ein CITES-Dokument, München, 02. Mai

2025, gültig für kommerzielle Zwecke in der EU.

Stahlklinge gespitzt, Zwinge Silberlegierung. Die vollrund

geschnitzte weibliche Dreiviertelfigur ist als Allegorie

zu verstehen. Sie hält in der Linken einen Bogen,

am Rücken einen Pfeileköcher, oberhalb der Frisur einen

Kranz von Straußenfedern. Damit wäre das Figürchen

als Jagdallegorie in Gestalt der Göttin Diana zu deuten.

Die Rechte hält ein Sonnensymbol, was eine eindeutige

Bestimmung erschwert. Sehr beachtlicher Schnitzstil.

Brustwarze in Ebenholz eingelegt. Vergleichbar mit

einem Besteck-Paar im Musée de la Coutellerie,

Thiers/Frankreich. A.R.

Literatur:

Vgl. Gabriele Mandel, Das Messer. Geschichte, Kunst

und Kultur, Köln 1996.

(1460601) (11)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 2.300 – € 2.600

Sistrix

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1261

KAMPFSCHWERT

Länge: 95 cm.

Italien.

Griffknauf in Trommelform mit à jour gearbeitetem

Fischblasenmuster. Lederummantelter Griff. Gekantete

Parierbügel mit Rillen und verstärkten Enden. Doppelschneidige

Klinge mit Doppelrillung.

(1460493) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1262

BAROCKE EISENTRUHE

Höhe: 42 cm.

Breite: 73,5 cm.

Tiefe: 46 cm.

Deutschland, 17./ 18. Jahrhundert.

Rechteckiger Korpus, die Kurzseiten mit gegossenen

schwingbaren Eisenhenkeln. Allseitig von Eisenbanddekor

umzogen und mit kleinen Flachkopfnieten versehen.

Auf der Deckplatte mittig Rocailledekor mit

Schloss, innen eine den Deckel ausfüllende Schlossmechanik.

Auf der Frontseite eine Art Wappen mit

zwei Greifenköpfen und ein Scheinschloss, seitlich davon

je eine Schlempe. Ein Schlüssel vorhanden.

(1460011) (1) (18)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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359


1263

TASCHENUHR BREGUET À PARIS

Durchmesser: 65 mm.

Das Zifferblatt zeigt ein kleines Hilfszifferblatt oben,

wahrscheinlich für die Sekunden oder eine zweite Zeitanzeige

– typisch für Taschenuhren aus dem 18. oder

frühen 19. Jahrhundert. Die Zeiger und Ziffern sind im

klassischen Breguet-Stil gehalten – elegante „Spade“-

Zeiger und arabische Ziffern, wie sie Abraham-Louis Breguet

(der berühmte Uhrmacher aus Paris) verwendete.

Die Aufschrift „Breguet à Paris“ deutet auf eine Uhr im

Stil oder im Namen von Breguet hin. Das kleine Schlüsselloch

bei etwa 3 Uhr zeigt, dass es sich um eine

Schlüsselaufzugsuhr handelt – also eine Uhr, die man

mit einem kleinen Schlüssel aufzieht. Das war typisch

für Uhren aus der Zeit um 1780 – 1830. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1460671) (10)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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1264

TASCHENUHR M. HENGELER

Durchmesser: 75 mm.

Emaille-Zifferblatt mit großen römischen Ziffern (I – XII),

klassisch schwarz auf weißem Grund. Filigrane, vergoldete

Breguet-Zeiger mit verzierten Spitzen – typisch

für Uhren des 19. Jahrhunderts. In der Mitte

steht M. Hengeler in München. Silberfarbenes Metallgehäuse

mit Perlrand-Verzierung rund um das Glas –

ein Merkmal vieler Biedermeier-Taschenuhren (ca.

1820 – 1850). Der große Bügel und die flache Krone

deuten darauf hin, dass es sich um eine spätere

Schlüsselaufzugsuhr handelt, möglicherweise mit

Umbau auf Kronen aufzug. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1460672) (10)

CITES export restrictions – sale in the EU only.

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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1265

TASCHENUHR VACHERON & CONSTANTIN

Durchmesser: 60 mm.

Weißes Emaille-Zifferblatt mit feiner Minuterie (Minutenring

außen, arabische Ziffern). Bei der „6“ befindet

sich eine kleine Sekundenanzeige – typisch für hochwertige

Taschenuhren aus dem späten 19. und frühen

20. Jahrhundert. Feine, kunstvoll geformte Zeiger

(wohl aus gebläutem Stahl). Das Gehäuse ist reich verziert

mit floralen Gravuren, was auf eine luxuriöse Ausführung

hinweist. Die Krone und der Drücker sind klassisch

für um 1880 – 1910. Die Signatur „Vacheron &

Constantin Genève“ wurde in dieser Form ab etwa

1877 verwendet. Die Gestaltung des Zifferblatts und

die fein gearbeiteten Gravuren deuten auf eine Entstehung

um 1890 bis 1910 hin. Nicht auf Funktionsfähigkeit

geprüft.

(1460741) (10)

€ 3.000 – € 4.000

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361


1266

SELTENE QUAJAR SCHATULLE

Höhe: 21,5 cm.

Breite: 42 cm.

Tiefe: 30 cm.

Iran, 19. Jahrhundert.

In Papiermaché gefertigter rechteckiger Korpus auf gekanteten

Füßen mit Scharnierstülpdeckel und gewulstetem,

mit plastischen Kartuschen reliefiertem Knauf

und rechteckiger Überhöhung. Allseitig gefasst. Bodenseitig

mit ornamentalem Dekor auf rotem Fond. Außen

mit Landschafts- und Palastszenen mit reicher historischer

Figurenstaffage. Minimale Farbverluste.

Literatur:

Vgl. William Ouseley, Travels into various Countries of

the East. More particularly Persia, Bd. III, London

1823, S. 63–64. (1460112) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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1267

GEHEIME GIFTAPOTHEKE IN BUCHFORM

Höhe: 37 cm.

Breite: 25 cm.

Tiefe: 9 cm.

17. Jahrhundert und neuzeitlich.

Pergament-Bucheinband des 17. Jahrhunderts, punziert,

mit Rückentitel „Biblia Sacra“. Darin eingebautes

Schubkästchen, lateinisch beschriftet, für Arznei und

Gift, mit Fläschchenfächern und zentralem Einsatz mit

einem Hirschkäfer vor einer Bergkristallpyramide. Zwei

Schließschnallen.

(1460604) (11)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1268

NYMPHENBURG-SAUCIÈRE DES

18. JAHRHUNDERTS,

DOMINIKUS AULICZEK (1734 POLICKA – 1804)

Höhe: 14,5 cm.

Breite: 21,5 cm.

Tiefe: 10 cm.

Am Boden Nymphenburger Rautenschild Pressmarke

und Modelliernummer „O“.

Um 1770.

Porzellan mit Weißglasur, in Art eines Schiffchens muschelförmig

längsgezogen, auf wellig vortretendem

Fuß. Henkel in Form eines Delfins, dessen großer, fein

gearbeiteter Kopf an der Muschelvolute anliegt, der

Schwanz läuft blattförmig aus.

Als Nymphenburger Modellmeister war Auliczek 1765

Nachfolger des Franz Anton Bustelli, wurde 1773 Inspektor

und 1772 Hofbildhauer von Kurfürst Max Joseph

III, bekannt auch durch seine Parkfiguren in Nymphenburg.

Studierte zunächst in Wien, Paris, London

und Rom; von Papst Clemens mit dem 1. Preis der

Akademie ausgezeichnet, ab 1762 in München.

Diese äußerst seltene Saucière, möglicherweise Unikat,

steht im Zusammenhang mit den Figuren für die

Hoftafel des Kurfürsten, wozu u. a. auch ein „Triton als

Wasserlenker“, „Triton mit Muschelhorn“ oder die

„Wasserrösser“ gehörten. Minimaler Chip am Fuß.

(1381847) (11)

€ 500 – € 700

Sistrix

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1269

SILBERNER SALVER

Höhe: 3 cm.

Durchmesser: 37,5 cm.

Gewicht: 1230 g.

Bodenseitig punziert: Lion passant für Sterlingsilber,

Meistermarke „H.A“ für Henry Atkin, Beschaumarke

Sheffield.

Sheffield, 1930.

Silber; gegossen, getrieben. Auf vier Füßen ruhender

passiger Spiegel mit gekehltem Bord und bewegtem

Rand.

(1460401) (13)

€ 1.000 – € 2.000

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1270

ARNO BREKER,

1900 ELBERFELD – 1991 DÜSSELDORF, ZUG.

TONDO MIT FRAUENPORTRAIT

Durchmesser: 57 cm.

Marmor. Nach rechts gewandtes Portrait wohl der

Rheingauer Kunstsammlerin Gisela Hardt, 1988, in

klassischer Gewandung, von einem vertieften Ring gesäumt.

(1461498) (13)

€ 300 – € 500

Sistrix

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363


1271

PASQUALE CITELLI,

1777 – 1838

KLEINE SONNENUHRKANONE ODER AUCH

MERIDIANKANONE GENANNT

Durchmesser Marmor: 25 cm.

Gesamthöhe: 17 cm.

Auf der Kanonenhalterung signiert

„Citelli fece in Milano 1832“.

Die Kanone aus vergoldeter Bronze und mit einer

Lupe auf dem runden Marmorsockel einer Sonnenuhr

mit Gradeinteilung. Die großen Kanonen wurden im

18. Jahrhundert von europäischen Königshäusern verwendet.

Die Kanone war mit einer Zündschnur ausgestattet,

die durch eine darüberliegende Linse gezündet

wird. Diese bündelt die Sonnenstrahlen und bewirkte,

dass die Kanone mittags abgefeuert wurde.

(1462006) (18)

€ 5.000 – € 7.000

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1272

KÜNSTLER DES 19. JAHRHUNDERTS

364 HAMPEL ONLINE Visit www.hampel-auctions.com for around 6.500 additional images.

PAAR SELTENE VENEZIANISCHE PYROGRAPHIEN

Brandmalerei auf Holz, im Oval.

Jeweils: 59,5 x 41 cm.

Innerhalb der Darstellung monogrammiert „JAPJ“.

Verso das Weinetikett „ONIS FRANCE“.

Ungerahmt.

Im vom Grund – dem Deckel eines französischen Weinfasses

– vorgegeben ovalen Grund, die Darstellung jeweils

einer historisierenden venezianischen Szene, bei

der einmal eine Dame aus einem Palazzo zu einer Gondel

geleitet wird, einmal mit Darstellung eines Gondoliere

beim Transport seiner Gäste vor Kanallaterne und

Kirche. Äußerst seltene Sammlungsstücke den venezianischen

Historismus widerspiegelnd.

(1460329) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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1273

KLEINE AMBROSIASCHALE

Höhe: 11,5 cm.

Durchmesser: 10,7 cm.

Gewicht: 178 g.

Im Sockelinnenrand Wiener Silbermarke „Windhundkopf“,

daneben undeutliche Meistermarke.

Wien, Zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

Silber, vergoldet, mit Bergkristall und Email. In hoher

handwerklicher wie entwurfskünstlerischer Qualität.

Die mit Arabeskenblättern beschliffene ovale Bergkristallschale

getragen von einer vergoldeten Reiherfigur

auf Rasenplinthe über kleinerer Kristallbasis. Diese und

die breite Lippe fein durchbrochen gearbeitet und

mehrfarbig, teils transluzid emailliert, an der Unterseite

ebenfalls dekoriert in feiner Graviertechnik.

(1462108) (11)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1274

KLEINES WIENER TISCH-FÜLLHORN

Höhe: 16,5 cm.

Silberpunze für 13-lötig und Meistermarke.

Um 1870.

Das Füllhorn in Silber, mit figürlicher Emailmalerei und

halbkugelförmigem Deckel, darauf ein kleiner Putto in

Silberguss. Das Horn getragen von einer Adlerfigur, die

Flügel emailliert. Deckel, Lippenrand, Spitze sowie

Fußrand in Silber. Die allseitige Bemalung polychrom

auf weißem Grund: Szenen mit Venus und Amor, am

Fuß vier Rundkartuschen, darin Frauengestalten zum

Bildthema Musik, mit Flöte und Tamburin. Fußinnenseite

ebenfalls ornamental emailliert.

(1462103) (11)

€ 3.000 – € 5.000

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1275

PAAR CHENETS MIT AMORETTEN

Höhe: 33 cm.

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.

Die Front jeweils mit vergoldeten und patinierten Bronzen

im Louis XV-Stil mit Portraitmedaillons und Rankenzier.

Darauf sitzend jeweils eine brünierte Amorette,

jeweils sinnigerweise eine Flamme in den Händen

haltend. Mit den dazugehörigen eisengeschmiedeten

Scheitablageflächen.

(1462195) (13)

€ 1.400 – € 1.600

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365


1276

KLEINE SILBERFIGUR „ST. GEORG“

MIT ROTER KORALLE

Höhe: 10 cm.

Wien, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.

Silber und rote Koralle. Der mittig eingezogene Sockel

teilvergoldet, emailliert und mit aufgesetzten gefassten

Bergkristallen besetzt. Das Figürchen in Silberguss.

(Lanze fehlt.)

(1462102) (11)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1277

SCHILDBUCKEL MIT MEDUSENHAUPT

Höhe: 9,5 cm.

Durchmesser: 20 cm.

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.

Bronze, dunkel patiniert. Nach antiken „Umbone“-Vorbildern.

Mit umlaufendem Puttenrelief. Nahezu glockenförmig,

mit Randprofilen.

(1462144) (11)

€ 2.000 – € 4.000

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1278

ZWEI BEMALTE HOLZSKULPTUREN,

DIE JEWEILS GESICHTER EINES TEUFELS MIT

HÖRNERN AUS HIRSCHGEWEIH ZEIGEN

Je 34,5 x 32 x 16 cm.

Italienischer Künstler des 18./ 19. Jahrhunderts.

Jeweils ein Gesicht in großem Kasten mit roter Stoffausstattung

und Bordüre, sowie mit Glasfront. Gezeigt

wird ein bärtiger Teufel mit großen, aufgerissenen

Augen, starrem Blick und geöffnetem Mund.

Leicht besch.

(1462002) (18)

€ 5.500 – € 7.000

Sistrix

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1279

LEUCHTERARM IN FORM EINES ENGELS AUS

EINER BLATTKNOSPE ENTSPRINGEND

Höhe: 39 cm.

Breite: 13 cm.

Bronzeguss nach einem Objekt des 17. Jahrhunderts .

Der kleine Engel mit nacktem Oberkörper und Flügeln,

mit geschlossenen Augen mit seinem erhobenen

rechten Arm auf seinem Kopf die flache Kerzenhalterung

mit hohem Dorn haltend.

(1461976) (4) (18)

€ 700 – € 1.000

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1280

NÜRNBERGER „BRAUTBECHER“

Höhe: 24,5 cm.

Wohl Nürnberg, 17. Jahrhundert.

Versilbert, ornamentale Treibarbeit, dunkle Silberpatina,

am Kopf Reste ehemaliger Teilvergoldung. Hochzeitsbecher

in Form einer Frau, deren Rock als Gefäß dient.

Die Hände halten einen weiteren kleineren Becher

(fehlt).

(1462004) (11)

€ 3.500 – € 5.000

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367


1281

BÜSTE EINER JUNGEN FRAU, WOHL FLORA

Höhe: ca. 37 cm.

Breite: ca. 40 cm.

Tiefe: ca. 20 cm.

Aus geschnitztem Lindenholz, in jüngerer Farbfassung.

Die Dargestellte mit zur linken Seite gewandtem Kopf,

mit einer Blüte im Haar. Stilistisch an Werke des Ignaz

Günther (1725– 1775) und des Christian Jorhan d. Ä.

(1727 – 1804) erinnernd.

(1462025) (18)

€ 2.000 – € 3.000

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1282

SILBER-STANDFIGUR DES HEILIGEN CAPISTRAN

Höhe inkl. Sockel: 27,5 cm.

Höhe: 24 cm.

Italien oder Schlesien, 17./ 18. Jahrhundert.

Silber, gegossen und getrieben. Ausführung der Vorderseite,

die hohle Rückseite ehemals an eine Rücklage

montiert. Auf modernem Holzsockel.

Johannes Capistran (geb. 1386 in Capestrano/Abruzzen

– gest. 1456 Ilok/Kroatien), gehörte dem Franziskanerorden

an, war Wanderprediger und Inquisitor. Als

Eiferer und berüchtigter Initiator von Judenpogromen

wurde und wird er dennoch verehrt wegen seiner Rolle

als Heerführer in den Türkenkriegen. Die Statue zeigt

ihn im Habit der Franziskaner mit Buch als Prediger,

jedoch mit Helm und Schwert als Schlachtenführer.

Darstellungen dieses 1690 heiliggesprochenen päpstlichen

Beraters sind äußerst selten. Eine Außenkanzel

am Wiener Stephansdom, oder das Altarbild in der Kirche

von Ilok, Kroatien, zeigen den Heiligen, mit Verehrung

in Schlesien, Kroatien und Serbien.

(1462003) (11)

€ 4.500 – € 6.000

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1284

LÜSTERWEIBCHEN

Länge der Geweihstangen: 31 cm.

Österreich, 19. Jahrhundert.

Holz; geschnitzt, gefasst, montierte Geweihstangen

mit Eisenmontierung und alter Elektrifizierung. Nicht

auf Funktionsfähigkeit getestet.

Literatur:

Vgl. Dagmar Preising, Michael Rief und Christine

Vogt, Artefakt und Naturwunder. Das Leuchterweibchen

der Sammlung Ludwig, Bielefeld 2011. Das

Werk bespricht das Wesen der Geweihlüster und

seine unter anderem christliche Bedeutung. Neben

den Lüsterweibchen wird auch der Marienlüster besprochen,

der eine seltenere Sonderform darstellt.

(1462197) (13)

€ 1.600 – € 1.800

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1283

FOSSILER MAMMUTZAHN

Länge: 56 cm.

China, Anfang 20. Jahrhundert.

Vertieft beschnitzt mit Fischen zwischen Meerespflanzen

und Korallen. Die Augen schwarz eingesetzt. Der

Zahn mit altersbedingt brauner Fundverfärbung. In Dreiviertel

der Länge vertiefte Hochrelief-Darstellung; seitlich

im braunen Bereich geschnitzte Signaturkartusche

und chinesische Monogramme.

(1461817) (1) (11)

€ 1.800 – € 2.500

Sistrix

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1285

GEORGE II-TANKARD

Höhe: 19 cm.

Gewicht: 820 g.

Wandung und Deckel punziert: Lion passant, Londoner

Beschau, date letter C, ungedeutete Meistermarke.

London, 1758.

Silber, getrieben, gegossen. Über profiliertem Fuß,

leicht konisch zulaufender Korpus mit S-Handhabe und

Scharniersteckdeckel in Haubenform. À jour gearbeitete

Daumenrast.

(14621010) (13)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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369


1286

JUAN DE ANCHIETA,

1533 AZPEITIA – 1588 PAMPLONA, ZUG.

JOHANNES BAPTIST BEI DER TAUFE

EINES KNABEN

Höhe: 50 cm.

Breite: 74 cm.

Tiefe: 10 cm.

Geschnitztes, teilweise vollplastisches Hochrelief. Das

Bildthema ursprünglich fälschlicherweise als „Auferstehung

Christi“ gedeutet. Die Hauptfigur steht auf

Felsenstufen leicht erhöht, der Zeigefinger der rechten

Hand weist zum Himmel. Davor der unbekleidete Knabe,

der in Erwartung der Taufe zu Johannes aufblickt.

Seitlich je drei weitere Gestalten sowie der Kopf eines

Mannes im Flachrelief. Die Szenerie in mitgeschnitzter

rahmender Einfassung und, wie die Baumkronen am

Oberrand, in Vergoldung. Farbfassung wohl erneuert.

(1462101) (11)

€ 5.000 – € 7.000

Sistrix

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1287

ALBERT JANSZ VINCKENBRINCK,

UM 1604 SPAARNDAM – UM 1665 AMSTERDAM,

ZUG.

Der Bildschnitzer entstammt einer Bildhauerfamilie,

lernte bei seinem Vater, und hatte drei Söhne, Jan,

Abraham und Hendrik. Für die Nieuwe kerk zu Amsterdam

schuf er eine Kanzel, und wurde allgemein „Bildhauer

von Amsterdam“ genannt. Im dortigen Museum

befinden sich zwei Statuen seiner Hand, „David und

Goliath“. Sein Bildnis wurde von den Brüdern Holsteyn

gestochen.

MERKUR UND ARGUS

Höhe: 55 cm.

Breite: 73,5 cm.

Ovales Schnitzrelief in Nussholz, mit Darstellung zweier

Gestalten der Mythologie: Der listige Merkur, als

Hirte verkleidet, schläferte den Wächter Argus durch

seine Musik ein, um die in eine Kuh verwandelte Io,

die Geliebte des Zeus, zu befreien. Im Hoch- und

Flachrelief in hoher künstlerischer Qualität geschnitzt,

wohl ehemals Bildteil einer vertäfelten Wanddekoration.

A.R.

(1461391) (11)

€ 3.500 – € 5.000

Sistrix

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1288

LIMOGES-EMAILARBEIT

Höhe: 12,5 cm.

Breite: 5,5 cm.

Verso verschiedene Beschriftungen und Stempel,

darunter ein Stempel des Zollamts.

In Holzrahmen.

Im Vordergrund ist vermutlich die Muttergottes im

Dreiviertelprofil dargestellt, vor einer architektonischen

Kulisse mit Tudorbogen. Die Arbeit zeigt typische

Merkmale der Spätgotik, insbesondere in der

eleganten Figurenauffassung und der fein ausgeführten

Ornamentik. Die Farbgebung verbindet warme

Brauntöne mit leuchtenden Blaunuancen, betont

durch goldfarbene Akzente. Die reiche, präzise ausgeführte

Dekoration ist mit transluziden glitzernden Elementen

versehen, die dem Werk eine feine differenzierte

Lichtwirkung verleihen.

(1461394) (17)

€ 1.500 – € 2.500

Sistrix

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1289

MONDSICHELMADONNA

Im Hochoval: 45,5 x 29,5 cm.

Verso beschriftet „Ecole Francaise fin XVI S“.

Der Stil weist in die Zeit des ausgehenden

16. Jahrhunderts.

Holz mit vergoldeter Fassung. Vor dunklem Hintergrund

die stehende Madonna in langem Gewand vor

Flammengloriole, in ihrem linken Arm den nackten

Jesusknaben haltend und in der rechten Hand einen

herabhängenden Rosenkranz. Unterhalb von ihr ein

geflügelter Puttokopf. Kleine Fehlstelle.

(1461395) (18)

€ 2.500 – € 4.000

Sistrix

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371


1290

DREI RECHTECKIGE PLAKETTEN MIT DEN

ATTRIBUTEN DER LEIDENSWERKZEUGE CHRISTI

Jeweils ca. 8,5 x 6,5 cm.

Wohl Limoges, 16/17. Jahrhundert.

Kupfer, getrieben, mit Emailresten. Jeweils Dreiviertelfiguren

im Relief, mit den Attributen: Kreuz, Dornenkrone

und Kreuznagelzange.

(1461393) (11)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1291

HOLLÄNDISCHE PRUNKPLATTE

Durchmesser: 74 cm.

Verso mit Burgmotiv und datiert „1773“.

Delfter Fayence.

Die große Fayence in Blaumalerei, im Spiegel antike

mythologische Darstellung mit älterem bärtigem

Mann (Philosoph?), Soldaten und Frauen, die Fahne

mit floralem Dekor.

(1460022) (18)

€ 500 – € 700

Sistrix

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1292

BEDEUTENDER WANDTEPPICH AUS DER

KÖNIGLICHEN MANUFAKTUR VON AUBUSSON

Höhe: 256 cm.

Breite: 312 cm.

Nach Jean Baptiste Huet (1745 – 1811).

Um 1770/75.

Im Vordergrund, zwischen den von bunten Blumen

umgebenen Baumstämmen, sieht man links eine

Dorfbewohnerin mit einem Korb und in der Mitte eine

Gruppe von drei Figuren, drei Schafen und einem Ziegenbock.

Eine Schäferin macht sich bereit, einem

Schaf eine Blumenkette umzulegen, neben einem

Schäfer, der die Kette mit einer Schnur herstellt, in

der Nähe eines Brunnens, umgeben von üppiger Vegetation.

Um die Schafe auf die Transhumanz vorzubereiten,

fertigen die Schäferinnen Blumenkränze für

ihre Tiere an. Dieser Brauch ist in einigen Regionen

Frankreichs noch immer üblich.

(1462381) (10)

€ 3.500 – € 5.500

Sistrix

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1294

KÜNSTLER DES 20. JAHRHUNDERTS

KARDINALSHEILIGER

1293

MITTELITALIENISCHER BILDHAUER

DES 18./19. JAHRHUNDERTS

APOLL

Höhe: 33 cm.

Breite: 18 cm.

Tiefe: 19 cm.

Mosaik.

110 x 115 cm.

In schmaler schwarzer Holzleiste.

Der nach rechts gerichtete Mann mit Kardinalsgewand,

ein Kreuz und ein Schriftstück haltend. Verso mit

Herstellerbezeichnung, Maßangabe und Bezug auf

das Frankfurter Vorbild.

(1462196) (13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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In Carrara-Marmor gefertigte Darstellung des jugendlichen

Apolls mit leicht nach links geneigten Kopf und

tief geschnittenem gewelltem Haar. Auf sekundärem

Sammlungssockel.

Literatur:

Vgl. Francis Haskell und Nicholas Penny,

Taste and the Antique, New Haven und London 1981.

(1461642) (13)

€ 2.500 – € 3.500

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1295

PAAR GIRANDOLEN

Höhe: 92 cm.

Gewicht (gefüllter Zustand): ca. 10,8 kg.

13 Lot.

19. Jahrhundert.

Silber, getrieben, ziseliert. Rundfuß mit Lanzettblattfries,

balustriertem und kanneliertem Schaft mit korinthischem

Kapitell. Aufsatz in Balusterform mit

Akanthusfries. Sechs Arme in Blatt- und Blütenform.

Traufschalen und Tüllen wohl sekundär. Rest.

(1461499) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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373


1296

PAAR LEUCHTERENGEL

Höhe: jeweils ca. 59 cm.

Italien, 17. Jahrhundert.

Holz; geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf getreppten

Sockeln mit geschnitzter Cherubimzier jeweils ein

stehender Engel mit Diadem, als Gegenstück dem anderen

zugewandt. Jeweils in einer Hand ein Füllhorn

haltend. Minimal besch.

(14603312) (13)

€ 1.500 – € 2.000

Sistrix

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1297

PAAR CHERUBIM

Höhe: 33 cm.

Italien, 17. Jahrhundert.

In Weichholz geschnitzter, symmetrischer, aus Blattwerk

und Voluten gebildeter Aufbau als Wandvorlage.

Daraus erwächst jeweils der geschnitzte und naturalistisch

gefasste Kopf mit auskragenden Haarsträhnen.

(14606413) (1) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1298

PAAR SPIEGEL IM LOUIS XV-STIL

Höhe: jeweils 71 cm.

Süddeutschland, 19. Jahrhundert.

Weichholz, geschnitzt und vergoldet. Bewegte, aus

Rocaillen und geschnitzten Blüten gebildete Rahmenformen

mit passigem Spiegelausschnitt.

(1460811) (13)

€ 1.200 – € 1.800

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1299

ZWEI GESCHNITZTE WAPPEN

Höhe: 90 cm bzw. 88 cm.

Breite: 58,5 cm bzw. 58 cm.

Österreich oder Italien, 17./ 18. Jahrhundert.

Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. In ovalen Rollwerkkartuschen,

auf gefasstem Fond die mitgeschnitzten

Wappenfiguren: Einmal ein Doppelkopfadler, einmal

ein gebeugter Mann, von einem Vogel überflügelt.

Besch.

(1461203) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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1300

KUNSTKAMMER KOKOSNUSSPOKAL

Höhe: 18,6 cm.

Deutschland, 18. Jahrhundert.

Korpus, Fuß und Deckel in Schale der Kokosnuss, gefasst

in eine Montierung aus fein gerilltem, gedrechseltem

Obstholz, mit einer in Polybaluster gestalteter

Handhabe. Exotische Naturprodukte wie Nautilusmuscheln,

Straußeneier und vor allem Kokosnüsse waren

noch selten und – von Goldschmieden veredelt –

Prunkstücke fürstlicher Wunderkammern, die nicht

selten von den Fürsten selbst in ihren schlosseigenen

Drechselwerkstätten an ausgefallenen Gerätschaften

gefertigt wurden.

(1440924) (13)

€ 800 – € 1.200

Sistrix

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1301

BECHER MIT HOLLÄNDISCHEN BLUMEN

Höhe: 10,2 cm.

Gewicht: 112 g.

Bodenseitig: Tremolierstich, Frankfurter Beschau

(Scheffler Hessen Nr. 121), Meistermarke Nicklas

Berckenhultz (1629– 1664), (Scheffler Hessen Nr. 225).

Frankfurt, um 1660.

Silber, getrieben und ziseliert. Über glattem Stand der

konisch auslaufende Korpus mit getriebenen holländischen

Blumen und punziertem stilisiertem vegetabilem

Band.

(1451501) (13)

€ 800 – € 1.000

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375


1302

NEAPOLITANISCHE KRIPPENFIGUREN

Höhe: maximal 38 cm.

Neapel, um 1780 und später.

Terrakotta; gefasst, mit Glasaugen versehen. Mit der

original erhaltenen Seidenkleidung. Bestehend aus

vier Figuren. Beigegeben der Kopf eines Stieres zur

Befestigung an der Krippe sowie ein modernes, nicht

dazu gehöriges Christuskind in Korb.

Provenienz:

Bayerische Privatsammlung seit 40 Jahren.

(1460291) (13)

€ 1.200 – € 1.500

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1303

PAAR GROSSE LEUCHTERENGEL

Höhe: jeweils 80 cm.

Deutschland, Ende 17. Jahrhundert.

Als Gegenstücke geschnitzt, jeweils mit einem angezogenen

Bein, somit ursprünglich auf einer Wolkenbank

gedacht. Die Leuchter in Form von Füllhörnern – wie

die Flügel vergoldet, die Gewänder farbig gefasst. In

gutem Schnitzstil. Verso mit Befestigungsvorrichtung.

(1451241) (11)

€ 2.000 – € 3.000

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1304

PAAR IMPERATORENKÖPFE

Höhe: 13 cm.

Breite: 10 cm.

Rom, 17. Jahrhundert.

Kupfer; getrieben, restvergoldet. Jeweils auf einem

Sammlungstableau verschraubt, die als Pendant aufzufassenden

Darstellungen jeweils eines jungen bärtigen

Mannes mit rundbogigem Togaausschnitt. Die Köpfe

mögen einst als eigenständige Sammlungsobjekte gedient

haben oder auch als beeindruckende Applikation

etwa eines Prunkkabinetts.

(1451213) (13)

€ 3.000 – € 5.000

Sistrix

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1305

KAMMERHERREN-SCHLÜSSEL

Länge: 15 cm.

Bronze, vergoldet. Mit Bayerischer Königskrone und

durchbrochenem Monogramm „MJ“ in Ligatur, für

König Max I Joseph von Bayern, 1806.

(1460603) (11)

€ 500 – € 700

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1306

ORDENSSPANGE MIT DREI ORDEN

Herzoglich Sächsisch-Ernestinischer Hausorden mit

Königskrone; Herzog Karl Eduard, für Heimatverdienst,

sowie Ehrenreuz in Bronze 1914 – 1918.

(1460621) (1) (11)

€ 700 – € 1.000

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377


1307

FAMILLE ROSE-DECKELVASE

Höhe: 49 cm.

Bodenseitige eisenrote Siegelmarke.

China, 20. Jahrhundert.

Über unglasiertem Standring der Balusterkorpus in gegossenem

und glasiertem Porzellan. Über glasierter

Mündung der Haubensteckdeckel mit vergoldetem

Schmetterlingsknauf. Umlaufender Dekor in den Farben

der Famille Rose, Schmetterlinge, Früchte und Blüten

darstellend. Abgesetzt mit Goldornamentik.

Provenienz:

Stuttgarter Privatsammlung seit mindestens dreißig

Jahren.

(1460471) (13)

€ 1.500 – € 2.500

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1308

BALUSTERVASE

Höhe: 45,5 cm.

Korea.

Über unglasiertem Stand der in starkem Scherben gebildete

balusterförmige Korpus mit eingezogener

Schulter und kurzem zylindrischem Hals. Allseits mit

blaustichiger weißer Glasur mit dunkelblauem passigem

Kartuschendekor. Die Kartuschen gefüllt mit

Uferszenen, alternierend mit Rankendekor und unterfangen

von Lanzettblattfries. Ascheanflugspuren.

(1460701) (13)

€ 3.000 – € 5.000

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1309

VASE IM ARCHAISCHEN STIL

Höhe: 21 cm.

China.

In feiner Schnitzarbeit und Gravur gearbeiteter balustrierter

Vasenkorpus mit symmetrischen Tao Ti-Reliefs

und Maskarons sowie stilisierten Drachen und seitlich

ansetzende Handhaben.

(1460327) (13)

€ 400 – € 600

Sistrix

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1310

JADESTELLSCHIRM

Höhe: 38,5 cm.

Breite: 30 cm.

Tiefe: 7,5 cm.

China, 19. Jahrhundert.

À jour gearbeiteter Unterbau mit Ranken- und Wolkendekor.

Symmetrisches Zungenrelief mit Einsteckhilfen

an den Kurzenden. Einzusteckender profilierter Schrimeinsatz

in spinatgrüner Jade mit gravierten chinesischen

Schriftzeichen mit Restvergoldung auf der einen

Seite. Die andere Seite eingelegt mit mehreren Hartsteinen,

einen blühenden Prunusstamm und abstrahiertes

Gewässer in Lapislazuli darstellend.

(1460702) (13)

€ 5.000 – € 6.000

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1311

KORO MIT DRACHENDEKOR

Höhe: 34,5 cm.

Durchmesser: 34,5 cm.

Wandung mit zwei Kartuschen mit Schriftzeichen.

China, 19./ 20. Jahrhundert.

Bronze, gegossen, dunkel patiniert. Auf vier geschweiften

Beinen mit Maskeronansätzen der stark gebauchte

Korpus mit Darstellung der zwei um die flammende

Perle kämpfenden Drachen. Rest.

(1451231) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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379


ASIATIKA

ASIAN ART

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1312

STEHENDER VISHNU

Höhe inkl. Sockel: 56,5 cm.

Höhe ohne Sockel: 43,5 cm.

Thailand/ Kambodscha, 9. Jahrhundert oder später.

Bronze; gegossen, ziseliert. Über gestuftem Sammlungssockel

die stehende Figur des Vishnu mit vier

Armen und fein geflochtener Haartracht. Reste alter

Fassung.

(1460693) (13)

STANDING VISHNU

Height incl. base: 56.5 cm.

Height excl. base: 43.5 cm.

Thailand/ Cambodia, 9th century and later.

Bronze; cast and chased. Depiction of the figure of

Vishnu standing on a stepped pedestal with four arms

and finely braided hairstyle. With traces of original polychromy.

€ 20.000 – € 30.000

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381


1313

DEKORATIONSGEMÄLDE IM CHINOISEN STIL

Inkl. der Rahmenleiste: 155 x 124,5 cm.

20. Jahrhundert.

Im Stil der Dekorationswerke chinoiser Salons des 18.

Jahrhunderts gestaltetes Werk mit fernöstlich figürlicher

Darstellung mit Würden- und Schirmträger.

(14608110) (13)

€ 2.000 – € 3.000

Sistrix

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1314

GRÜNE TARA

Höhe: 15,5 cm.

Gewicht: 835 g.

Tibetochinesisch, 16. Jahrhundert.

Bronze; gegossen, getrieben, vergoldet, Einlagen in

Türkiscabochons. In Lalitasana-Pose auf einem zierlichen,

fein ziselierten Doppellotosthron sitzende grüne

Tara (Sanskrit: Shyamatara; tib.: Drölma) als weiblicher

Aspekt des Mitgefühls. Ihre linke Hand in der Vitarka-

Mudra erhoben. Feingliedriger Schmuckbehang mit

Türkisbesatz.

(1460703) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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1315

BUDDHA IN BHUMISPARSHA MUDRA

(ABB. RECHTS)

Höhe: 31 cm.

China, Ming Dynastie (1368 – 1644).

Bronze, gegossen, mit Resten roter Lackdekoration.

Über passigem Profilstand der doppelte Lotosthron,

darauf sitzend die Figur Buddhas in Erdberührungsgeste,

mit teils ornamentaler Ziselierung und Lanzettblattkrone.

Ornamentales Ohrgehänge und herabgesenkter

Blick. Boden geöffnet.

(1460691) (13)

€ 7.000 – € 8.000

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383


1316

GROSSER SHAKYAMUNI BUDDHA

Höhe: 69 cm.

Nepal, wohl für das Lumbini Kloster, 1920er-Jahre.

Beigegeben ein Zertifikat mit Wertgutachten von

Robert Lucks, München, über einen Verkehrswert von

Euro 25.000.

Kupfer; getrieben, gegossen, vergoldet, mit Einlagen

unter anderem in Lapislazuli und Türkisen. Feine Rankenziselierung,

plastisch belegte, passige Kartuschen

mit jeweils einem der Glückssymbole. Dreiteilig, mit

separatem Sockel und Schale.

Provenienz:

Münchener Privatbesitz.

(1460122) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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1317

CROWN SHAKYAMUNI BUDDHA

Höhe: 49 cm.

Tibet, im Stil des 17. Jahrhunderts.

Beigegeben ein Zertifikat mit Wertgutachten von

Robert Lucks, München, über einen Verkehrswert von

Euro 120.000.

Kupfer; getrieben, gegossen, ziseliert, vergoldet und

mit verschiedenen Steinen besetzt. Glatter Boden mit

Doppel-Vajra-Relief auf vier Segmentbodenbeinen. Die

vergoldete Oberfläche äußerst fein mit Ranken ziseliert,

in den Haaren Reste blauer Pigmente, die Krone detailreich

ausgearbeitet ebenfalls mit feiner Ziselierung.

Provenienz:

Münchener Privatbesitz.

Literatur:

Vgl. Claudine Bautze-Picron, The Bejewelled Buddha.

From India to Burma, Neu Delhi 2010. (1460121) (13)

CROWN SHAKYAMUNI BUDDHA

Height: 49 cm.

Tibet, in the style of the 17th century.

Accompanied by a certificate with an appraisal by Robert

Lucks, Munich, with a market value of EUR

120,000.

Copper; wrought, cast, chased, gilt, and set with various

stones.

Provenance:

Private collection, Munich.

Literature:

cf. Claudine Bautze-Picron, The Bejewelled Buddha

from India to Burma, New Delhi 2010.

€ 15.000 – € 25.000

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385


1318

RITUELLES WEINGEFÄSS IN GESTALT EINER

EULE VOM TYP ZUN

Höhe: 27 cm.

China.

Beigegeben ein Thermolumineszenz-Gutachten des

Laboratory Kotalla, Haigerloch, 05. August 2025, sowie

eines des Artemis Testing Lab, Louisville, 27. Dezember

2017, die das Alter auf ca. 3420 Jahre bzw. ca. 3500

Jahre bestimmen.

Bronze; gegossen, ziseliert, mit grüner Patina. In Gestalt

einer Eule, der Kopf als Steckdeckel. Brustseitige

Taotie-Maske in Relief. Ein weiteres Vogelgefäß – jedoch

mit Goldeinlagen – befindet sich im National Museum

of Asian Art in Washington D.C. (Inv.Nr. F1961.30a-b).

Außerdem soll ein rituelles Weingefäß besondere Erwähnung

finden, das im Victoria & Albert Museum verwahrt

wird (Inv.Nr. M.5:1, 2 – 1935) und mit 21 cm etwas

kleiner ist als das hier angebotene. Dieses steht

unserem Objekt in der Form besonders nahe, vor allem

hinsichtlich der schneckenartigen Gestaltung der

Schwingen und der brustseitigen Taotie-Maske, und

wird auf 1250 – 1050 v. Chr. datiert. Steckring des Deckels

partiell verlustig.

Literatur:

Vgl. Catalogue of the International Exhibition of

Chinese Art 1935-6, Royal Academy of Arts, London

1935, S. 236. (1460134) (13)

€ 6.000 – € 8.000

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1319

SU SANCAI-SCHALE

Höhe: 5,7 cm.

Durchmesser: 14,8 cm.

Bodenseitige unterglasurblaue Sechszeichenmarke

Kangxi.

China, Kangxi Periode (1661 – 1722).

Porzellan; glasiert und staffiert. Feiner Scherben mit

ebenmäßiger dünner Wandung, die, wie typisch für die

Kangxi Periode, mit geprägtem Drachenmuster dekoriert

ist. Darüber umlaufender Päonien- und Schmetterlingsdekor

in den Farben der Famille Verte.

(1460481) (13)

€ 1.000 – € 1.500

Sistrix

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1320

STEHENDER BUDDHA

Höhe: 102 cm.

Gesamthöhe inkl. Basis: 119 cm.

Thailand, 17./ 18. Jahrhundert.

Bronze; gegossen, dunkel patiniert. Auf separatem, konisch

zulaufendem Sammlungssockel in Holz die stehende

Figur des Buddha im Ayutthaya-Stil, die Hände

im Abhaya-Mudra, der Geste der Furchtlosigkeit und

des Schutzes. Separater Flammaufsatz.

(1460692) (13)

€ 8.000 – € 12.000

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387


1321

RITUELLES BRONZEGEFÄSS

Höhe: 16,5 cm.

China.

Beigegeben ein Thermolumineszenz-Gutachten des

Laboratory Kotalla, Haigerloch, 20. Juni 2025, welches

das Alter auf ca. 3260 Jahre bestimmt.

Bronze, gegossen, ziseliert und patiniert. Über leicht

erhabenem Standring der ovoide Korpus mit zwei Reliefmaskarons

sowie ungedeuteten Schriftzeichen. Geschnürte

Schulter und ausgestellte Mündung.

(1460132) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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1322

RITUALGEFÄSS IN GESTALT EINES

BÜFFELS IM STIL DER SHANG ZEIT

Höhe: 18,5 cm.

China.

Beigegeben ein Thermolumineszenz-Gutachten des

Laboratory Kotalla, Haigerloch, 20. Juni 2025, welches

das Alter auf ca. 2510 Jahre bestimmt.

Im archaischen Stil in Bronze gegossen, patiniert und

ziseliert. Auf vier klobigen Beinen der Hohlkorpus mit

feiner Ziselierung und abwechslungsreicher, teils brauner,

teils grüner Patina. Der Deckel in den Kopf des

Büffels führend mit Mondsichelförmigem Gehörn. Auf

dem Rücken ein Griff in Gestalt einer à jour gearbeiteten

Kreatur.

(1460133) (13)

€ 4.000 – € 6.000

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389


1323

„ELEPHANT HANDLE“ OCHSENBLUTVASE

Höhe: 24,5 cm.

Bodenseitige Qianlong Siegelmarke.

China.

Über unglasiertem Standring der in Café au lait-glasierte

Boden. Birnförmiger Korpus mit profilierter eingezogener

Schulter und konisch zulaufendem Hals. Umlaufend mit

Ochsenblutglasur mit Flambé-Ansätzen. Seitlich ansetzend

zwei „elephant handles“, verstärkte Mündung.

(1460482) (13)

€ 1.000 – € 1.500

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1324

DECKELGEFÄSS

Höhe: 17,5 cm.

Durchmesser: 18,4 cm.

Bodenseitige Sechszeichenmarke in Doppelring in

Unterglasurblau. Umlaufende reliefierte Zeichen.

China.

Beigegeben ein Thermolumineszenz-Gutachten des

Laboratory Kotalla, Haigerloch, 05. Januar 2025, welches

das Alter auf ca. 560 Jahre bestimmt.

Über unglasiertem Standring der Korpus in Kugelsegmentform

in Gestalt einer Trommel mit umlaufendem

Drachendekor und erhabenen Noppen in Weiß auf

blauem Fond. Stülpdeckel, der den Dekor kombiniert

mit Mäanderband wieder aufnimmt.

Provenienz:

Oberbayerische Privatsammlung.

Literatur:

Vgl. Julian Thompson, The Alan Chuang Collection of

Chinese Porcelain, Hong Kong 2009, Tafel 13, hier ein

Objekt ebenfalls mit Reverse-Dekor. (1460131) (13)

€ 2.000 – € 3.000

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391


PARKDEKORATION

PARC DECORATION

1325

ZIERBRUNNEN

Höhe: 160 cm.

Breite: 60 cm.

Tiefe: 85 cm.

20. Jahrhundert.

In Steinguss gefertigtes, nach vorne passiges Becken

mit dahinterliegender pilasterartiger Wandvorlage, versehen

mit Rundblattfries und Blütenornamenten. Witterungssp.

(14612810) (13)

€ 2.800 – € 3.000

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1326

PAAR REPRÄSENTATIVE LÖWEN

Maße der Löwen:

Höhe: 100 cm.

Länge: 160 cm.

Maße der Sockel:

Höhe: 45 cm.

Breite: 170 cm.

Tiefe: 70 cm.

20./ 21. Jahrhundert.

Auf rechteckigen getreppten und kartuschierten Marmorbasen,

die einander zugewandten Großskulpturen

zweier männlicher Löwen, in bewegter Haltung mit

geöffnetem Maul.

(1461287) (13)

€ 14.000 – € 16.000

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393


1327

PARKBANK MIT WEINLAUB

Höhe: 80 cm.

Durchmesser: 150 cm.

Italien, 20. Jahrhundert.

In Eisen gegossen und cremefarben patiniert. Aus

mehreren Elementen kreisrund zusammengefügt mit

nach außen gekehrter Sitzfläche. Diese, sowie die

Rückenlehne, dekoriert mit à jour gearbeitetem Weinlaub

und Früchten. Oxidationssp.

(1461289) (13)

€ 3.200 – € 3.500

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1328

RUNDER PARKBRUNNEN

Höhe: 160 cm.

Durchmesser: 140 cm.

20./ 21. Jahrhundert.

In Steinguss gefertigtes Objekt mit quadratischer Basis.

Mehrfach profilierter Schaft, konisch in das Becken

konisch übergehend. Balustrierter wie ornamental reliefierter

Aufsatzschaft, der in das Überlaufbecken mit

vegetabiler Bekrönung übergeht. Witterungssp.

(1461288) (13)

€ 3.800 – € 5.000

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1329

FIGÜRLICHER SPRINGBRUNNEN

Höhe: 240 cm.

Durchmesser: 120 cm.

20. Jahrhundert.

In Eisen gegossen. Über dreipassigem Stand mit ornamentalen

Reliefs stehende, als Schaft fungierende

Kindsfiguren, das gestauchte Becken mit Zungenfries

und zentraler Überhöhung haltend. Oxidationssp.

(1461286) (13)

€ 4.800 – € 6.000

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395


1330

VIER REPRÄSENTATIVE PARKVASEN

Höhe: 80 cm.

Durchmesser: 70 cm.

Italien.

In Steinguss gefertigt, im barocken Stil. Auf quadratischer

Basis der passige Fuß mit balustriertem Korpus

mit Zungenfries und Kanneluren. Seitlich ansetztende

Scheinhandhaben mit geriefelten Ringen. Witterungssp.

(1461281) (13)

€ 3.800 – € 5.000

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1332

IMPOSANTE BRUNNENANLAGE

Höhe: 250 cm.

Durchmesser: 400 cm.

21. Jahrhundert.

1331

PAAR FÜLLHORNVASE

(ABB. LINKS)

In Steinguss gefertigte, aus mehreren Einzelelementen

zusammengefügte Brunnenanlage. Weit geöffnete

Füllhörner in der Wandung; zentrales rundes Überlaufbecken

mit überhöhender Abundantia-Figur.

(14612812) (13)

€ 7.500 – € 9.000

Sistrix

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Höhe: 70 cm.

Durchmesser. 80 cm.

20./ 21. Jahrhundert.

In Steinguss gefertigtes Parkdekorations-Vasenpaar.

Jeweils in Gestalt eines weit geöffneten Füllhorns, verziert

mit Blatt- und Rollwerk.

(14612811) (13)

€ 2.800 – € 3.000

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SPRING AUCTIONS 2026

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10TH OF FEBRUARY 2026.

IN PREPARATION:

CATALOGUE I: .

Furniture & Interior, Clocks

Sculpture & Works of Art

CATALOGUE II: .

Special Auction: Old Master Paintings – Part 1

CATALOGUE III: .

Special Auction: Old Master Paintings – Part 2

CATALOGUE IV:.

Impressionists & Modern Art

19th/20th Century Paintings

CATALOGUE V: .

Jewellery, Wristwatches & Accessories

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