1-2026
Fachzeitschrift für Hochfrequenz- und Mikrowellentechnik
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Januar 1/2026 Jahrgang 31
HF- und
Mikrowellentechnik
Neues Konzept der Spektrumanalyse
Rohde & Schwarz, S. 6
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Der Siegeszug von Galliumnitrid
Die Hochfrequenztechnik erlebt weiterhin einen Technologiewechsel
beim Halbleitermaterial: Während noch vor wenigen
Jahren LDMOS- und GaAs-Transistoren die Arbeitspferde
vieler Verstärker-Designs waren, wird die Bühne zunehmend
von Galliumnitrid (GaN) dominiert. Der Wandel vollzieht sich
nicht nur aus Innovationsdrang, sondern aus Notwendigkeit: Mit
der Abkündigung der bewährten Transistorfamilie, beispielsweise
der TIM-Reihe von Toshiba sowie der FLM-Reihe von
Eudyna (später SEDI), entstand eine Lücke, die Entwickler
weltweit neu füllen müssen.
GaN-basierte Halbleiter bieten genau das, was moderne HF-
Anwendungen heute fordern: hohe Leistungsdichte, exzellente
Effizienz und thermische Robustheit. Ihre Material eigenschaften
– hohe Durchbruchspannung, Elektronenbeweglichkeit und
Temperaturbeständigkeit – ermöglichen den Betrieb bei deutlich
höheren Spannungen und Frequenzen als herkömmliche
Technologien. Damit erschließt GaN Frequenzbereiche bis in
das Ka-Band und darüber hinaus, wo klassische GaAs- oder
Si-Lösungen an ihre Grenzen stoßen.
Für Entwickler bedeutet dieser Umbruch Chance und Herausforderung
zugleich: Neben den genannten Vorteil treten vor
allem Nichtlinearität und auch weiterhin Traps auf, welche zu
einem erheblichem Abweichen von gewohntem Verstärkungsverhalten
führen. Nichtlinearitäten müssen selbst im Design von
CW- und Pulsverstärkern mitbedacht werden. Besonders aber
muss in Verstärkersystemen für modulierte Datenüber tragung
Linearisierung vorgesehen werden, um Schulterabstände sowie
Inbandstörungen zu reduzieren.
Neue GaN-MMIC-Generationen auf SiC-Substraten – etwa
von Qorvo, Macom, Ampleon oder UMS – bieten heute
beein druckende Leistungswerte bei gleichzeitig verbessertem
Wirkungs grad und Zuverlässigkeit. Mittels Linearisierung auf
HF-Ebene kompensiert Kuhne beispielsweise die durch den
Einsatz von GaN hinzugekommenen Nichtlinearitäten bei Verstärkern
zur Videoübertragung im C-Band. In Systemen mit
Zugang zur Basisbandsignalerzeugung besteht dagegen die
Möglichkeit, die Nichtlinearitäten der GaN-Endstufe bereits
bei der Signalerzeugung zu korrigieren.
Neue Halbleiterhersteller, Erweiterungen der Programm paletten,
Fusionen, Ankündigungen und ebenso Absagen von Förderprogrammen
haben die Halbleiterindustrie und besonders auch
den GaN-Markt der letzten Jahre geprägt. Für die kommenden
Jahre wird vor allem eine Stabilisierung des Marktes und der
Produktpaletten notwendig sein, damit Entwickler langfristig
auf verlässliche Lösungen zurückgreifen können. ◄
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hf-praxis 1/2026 3
Januar 1/2026 Jahrgang 31
Inhalt 1/2026
HF- und
Mikrowellentechnik
Neues Konzept der Spektrumanalyse
Rohde & Schwarz, S. 6
Titelstory:
Neues Konzept der
Spektrumanalyse
Der neue Signal- und
Spektrumanalysator FSWX von
Rohde & Schwarz überwindet die
Einschränkungen gegenwärtiger
Messmethoden. Dank einer für
Signalanalysatoren neuartigen
Architektur, die mehrere
Eingangstore und fortgeschrittene
Kreuzkorrelationstechniken
integriert, unterstützt das Gerät
vollkommen neue Messszenarien
bei HF-Systemtests. 6
Echtzeit-Spektrumanalyse,
VNA und 5G/LTE-OTA
in einem Handheld-Gerät
In der zunehmend von drahtloser
Konnektivität und Echtzeit-
Datenaustausch geprägten Welt
sind Signalanalysatoren zu
unverzichtbaren Werkzeugen in
zahlreichen Branchen geworden. 24
ORAN absichern: Halbleiterlösungen
für den Netzwerkschutz
Offene Funkzugangsnetze (ORANs, Open Radio Access
Networks), unterstützt von Organisationen wie dem Telecom
Infra Project (TIP) und der O-RAN Alliance, bieten klare Vorteile
gegenüber herkömmlichen, geschlossenen Netzwerken. 32
Ultraschnelle AWGs
mit Ethernet-Steuerung
für Breitbandsignale
Vier neue Arbiträrgeneratoren (AWGs),
die ultraschnelle Ausgaberaten von bis zu 10 GS/s
bei 16-Bit-Auflösung bieten. 14
Satellitennavigation auf dem Prüfstand
Ob im Smartphone, im Auto oder in der kritischen
Infrastruktur: Satellitennavigation ist allgegenwärtig.
Doch wie verlässlich sind die Positions- und Zeitangaben,
wenn die Umgebung alles andere als ideal ist? 18
4 hf-praxis 1/2026
KI wird HF-Tests revolutionieren,
wenn sich Mobilfunknetze
in Richtung 6G entwickeln
Inhalt 1/2026
Dieser Prognose widmen wir hier zehn Fragen
und Antworten. 12
Rubriken:
3 Editorial
4 Inhalt
6 Titelstory
10 Aktuelles
12 Messtechnik
26 EMV
27 Funkchips und -module
32 Open RAN
36 Antennen
37 Quarze und Oszillatoren
40 Bauelemente und Baugruppen
42 Verstärker
44 Aerospace & Defense
45 Kabel und Verbinder
53 RF & Wireless
62 Impressum
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Kleiner Leitfaden zu HF-Steckverbindern
Bei der großen Auswahl an Steckverbindern für den Einsatz im HF- und
Mikrowellen-Spektrum ist es ein Fehler, diesen wesentlichen Komponenten zu wenig
Aufmerksamkeit zu schenken. 46
International News
starting on page 53
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performance
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cable connection
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PAAM at CES 2026
Kyocera‘s innovative mmWave
phased array antenna module
(PAAM) generates multiple
simultaneous beams in different
directions and frequencies, enabling
a wide range of sensing and
communications applications. 53
hf-praxis 1/2026
5
Titelstory
Measure the Impossible!
Neues Konzept der Spektrumanalyse
Der neue Signal- und Spektrumanalysator FSWX von Rohde & Schwarz überwindet die Einschränkungen
gegenwärtiger Messmethoden. Dank einer für Signalanalysatoren neuartigen Architektur, die mehrere
Eingangstore und fortgeschrittene Kreuzkorrelationstechniken integriert, unterstützt das Gerät vollkommen
neue Messszenarien bei HF-Systemtests.
Mit dem FSWX von Rohde & Schwarz lassen sich auch Signale aufdecken, an denen frühere Technik scheiterte.
Autor:
Dr. Wolfgang Wendler
Produktmanagement Signal- und
Spektrumanalysatoren
Rohde & Schwarz
www.rohde-schwarz.com/de
Die Signal- und Spektrumanalyse ist traditionell
ein wichtiger Impulsgeber für den
Bereich HF-Systemdesign. Ihre Aufgabe ist
es, Bauteile und Systeme zu charakterisieren,
die für Radar-, Satelliten-, Mobilfunkund
andere HF-Anwendungen zentral sind.
Neue Technologien mit größeren Modulationsbandbreiten,
höheren Daten raten und
komplexeren Signalstrukturen lassen die
heute gängigen Signalanalysekonzepte
jedoch allmählich an ihre Grenzen stoßen.
Signal- und Spektrumanalysatoren am Limit
Bereits seit Jahrzehnten nutzen Ingenieure
Signal- und Spektrumanalysatoren, um die
HF-Performance von Komponenten zu messen
und zu charakterisieren. Diese Geräte
haben der Branche gute Dienste geleistet.
Allerdings decken die immer höheren Anforderungen
an Performance und Messgenauigkeit
Schwächen in ihrem Grunddesign auf.
Leistungsengpässe sind insbesondere beim
Dynamikbereich für die Modulationsanalyse
und bei der Rausch-Performance zu konstatieren.
Aber auch die Analyse mehrerer
Kanäle und bei gleicher oder unterschiedlicher
Frequenz bereitet Schwierigkeiten.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen,
hat Rohde & Schwarz ein vollkommen neues
Konzept der Spektrumanalyse entwickelt,
das mit dem FSWX Signal- und Spektrumanalysator
erstmals umgesetzt wird.
Herausforderung für moderne HF-Systeme
In der HF-Messtechnik sehen sich Ingenieure
mit immer komplexeren Messszenarien
konfrontiert. Die Breitbandsignalanalyse
etwa erfordert heute oft ein extrem niedriges
Grundrauschen, um kleine Nebenlinien
oder schwache Signale auch in Gegenwart
wesentlich stärkerer Träger erfassen
zu können. Herkömmliche Signal- und
Spektrumanalysatoren sind prinzipiell durch
ihren eigenen Rauschpegel eingeschränkt,
der solche schwachen Signale überdeckt.
Der Dynamikbereich ist ein weiterer kritischer
Faktor, insbesondere in Anwendungen,
bei denen die Modulationsqualität
zu bewerten ist, wie etwa Messungen
des Fehlervektorbetrags (EVM). Für die
6
hf-praxis 1/2026
Titelstory
Bild 1: Die Kreuzkorrelationstechnik des FSWX erlaubt eine Reduzierung des Test-Grundrauschens:
Die blaue Messlinie, die durch Kreuzkorrelation entstanden ist, zeigt deutlich auch solche Nebenlinien,
die in der gelben Messlinie ohne Kreuzkorrelation überdeckt werden.
Bestimmung des EVM sind die Verzerrung
und das Signal/Rausch-Verhältnis wichtig.
Das interne Rauschen des Messgeräts selbst
kann jedoch die tatsächliche Performance
des Prüflings verschleiern – der Messgenauigkeit
sind damit Grenzen gesetzt.
Außerdem folgt aus der steigenden Komplexität
der getesteten HF-Systeme, dass
immer öfter Signale an mehreren Eingängen
gleichzeitig analysiert werden müssen.
Um etwa bei Phased-Array-Antennen eine
optimale Performance sicherzustellen, sind
genaue Phasen- und Amplitudenmessungen
an mehreren Signalpfaden vonnöten. Für
die Komponentencharakterisierung kann
das Eingangssignal als Referenz verwendet
und direkt mit dem Ausgangssignal in
Beziehung gesetzt werden, um Gruppenlaufzeit,
Verzerrung oder EVM zu ermitteln.
Auch Ingenieure, die an Multi-Standard-Kommunikationssystemen
arbeiten
oder Störsignalanalysen durchführen müssen,
benötigen Messtechnik, die mehrere
Signale aus verschiedenen Quellen oder auf
unterschiedlichen Frequenzen gleichzeitig
erfassen kann. Traditionelle Eintor-Spektrumanalysatoren
sind für diese Szenarien
schlicht nicht gerüstet.
Auch die Vorselektion ist bei höheren Frequenzen
ein Thema, wo herkömmliche
Messtechnik Wünsche offen lässt. Viele
Analysatoren nutzen heute YIG-Filter
(Yttrium-Eisen-Granat). Diese sind zwar
bei Schmalbandmessungen effektiv, bringen
jedoch Herausforderungen hinsichtlich
Reproduzierbarkeit, Genauigkeit und Frequenzgang
mit sich. Zudem ist die maximal
verfügbare Bandbreite meist auf etwa 50
MHz begrenzt. Werden diese Filter bei der
Breitbandsignalanalyse umgangen, können
hf-praxis 1/2026
unerwünschte Signale und Mischprodukte
in das Messband gelangen, was die Analyse
zusätzlich erschwert. Darüber hinaus können
YIG-Filter die Messzeit erheblich verlängern,
wenn bei der Spektrumanalyse große
Frequenzbereiche gesweept werden müssen.
Den genannten Einschränkungen herkömmlicher
Geräte mussten Ingenieure bisher mit
mehr oder minder anspruchsvollen Ausweichstrategien
begegnen – beispielsweise
Rauschunterdrückungsverfahren, wie IQ-
Mittelwertbildung, Parallelbetrieb mehrerer
Messgeräte oder externer Vorselektion. Diese
Methoden können ihren Zweck zwar erfüllen.
Sie führen jedoch häufig zu zusätzlicher
Komplexität und verringern die Effizienz.
Ein neues Konzept für die Spektrumanalyse
Diese Herausforderungen verlangen mehr als
nur inkrementelle Verbesserungen der bestehenden
Technik – der Aufbau des Signalund
Spektrumanalysators muss von Grund
auf überdacht werden. Rohde & Schwarz
wollte mit dem FSWX Signal- und Spektrumanalysator
ein Gerät schaffen, das die
bisherigen Einschränkungen hinter sich
lässt, und Ingenieuren ein Werkzeug zur
Hand geben, mit dem sich auch anspruchsvollste
Messaufgaben präzise und einfach
bewältigen lassen.
Der FSWX bietet eine vollkommen neue
Architektur, die sich durch mehrere Eingangstore
und die Integration von Kreuzkorrelationstechnologie
auszeichnet. Indem er
die Schwächen herkömmlicher Analysatoren
grundsätzlich überwindet, erschließt der
FSWX Messszenarien, die früher undenkbar
waren.
Ein zentraler Aspekt dieser neuen Architektur
ist die Möglichkeit, das vom Gerät
selbst eingeführte Rauschen zu eliminieren.
Die integrierte Kreuzkorrelationstechnologie
erlaubt es dem FSWX, sein eigenes
Grundrauschen zu unterdrücken und so
Signale zu erfassen, die andernfalls übersehen
worden wären (Bild 1). Vor allem in
der Spektrumanalyse ist diese Fähigkeit alles
entscheidend, wenn es auf die Erfassung
kleiner Nebenlinien oder schwacher Signale
nicht weit über dem thermischen Rauschpegel
ankommt. Das Ergebnis ist eine dramatische
Verbesserung des Dynamik bereichs,
mit der genauere und zuverlässigere Messungen
möglich werden.
Eine weitere wichtige Innovation ist die
Multiport-Eingangsarchitektur des FSWX.
Durch die Integration mehrerer Eingangstore
und interner Signalpfade ermöglicht
der FSWX Ingenieuren gleichzeitige Messungen
an mehreren Kanälen oder unterschiedlichen
Frequenzen. Diese Funktion
vereinfacht komplexe Aufbauten, wie sie
beispielsweise für Tests von Phased-Array-
Antennen erforderlich sind, bei denen eine
präzise Phasen- und Amplitudenausrichtung
über mehrere Signalpfade unerlässlich
ist. Darüber hinaus können Ingenieure jetzt
den wechselseitigen Einfluss verschiedener
Signale bei unterschiedlichen Frequenzen
analysieren, Zeitunterschiede an mehreren
Messtoren beurteilen oder Komponenten
charakterisieren, indem sie das Breitband-
Eingangssignal an einem Tor und das Ausgangssignal
am anderen Tor erfassen – alles
mit einem einzigen Gerät.
Auch die Vorselektion, bei herkömmlichen
Analysatoren oft ein limitierender Faktor,
wurde beim FSWX neu konzipiert: Das
Gerät verfügt über schaltbare Filterbänke
zur Vorselektion und unterdrückt somit
unerwünschte Signale und Mischprodukte
– so sind saubere und genaue Messungen
auch bei höheren Frequenzen sichergestellt.
Bild 2: Ein Phased-Array-Antennen-Test unter
modulierten Bedingungen erfordert den Vergleich
eines Elements mit dem n-ten Element
7
Titelstory
Bild 3: Verstärkercharakterisierung mit gleichzeitiger Messung von Eingangs- und Ausgangssignal.
Dargestellt werden sowohl die Frequenzbereichs- als auch die Zeitbereichsdaten
Dies ist besonders vorteilhaft für Anwendungen
wie die Breitbandsignalanalyse oder
Verstärkercharakterisierung, wo es auf absolute
Signalintegrität ankommt.
Neue Messszenarien werden möglich
Die praktischen Folgen dieser Innovationen
sind weitreichend. Das zeigt sich beispielsweise
bei EVM-Messungen, wo dem Signal/
Rausch-Verhältnis prinzipielle Grenzen
gesetzt sind. Mit herkömmlichen Geräten
fällt es Ingenieuren oft schwer, aussagekräftige
Ergebnisse zu erzielen – besonders
dann, wenn das dem Gerät zugeführte
Signal ohnehin schwach ist oder durch den
Testaufbau stark gedämpft wird. Mit der
Kreuzkorrelationstechnologie wird der Niederleistungsbereich
der EVM-Badewannenkurve
ausgedehnt, sodass auch unter diesen
anspruchsvollen Bedingungen genaue
Messungen möglich sind. Darüber hinaus
verbessert sich die EVM-Performance im
mittleren und hohen Leistungsbereich, wo
die Verzerrung des Analysators eingeht,
aber durch zusätzliche Dämpfung vermindert
werden kann, ohne Verlust des Dynamikbereichs
dank Kreuzkorrelation. Auch
der negative Einfluss des Phasenrauschens
der internen Quellen verschlechtert nicht
die EVM aufgrund der Kreuzkorrelation.
Auch Phased-Array-Systeme, ein weiterer
anspruchsvoller Anwendungsfall, profitieren
erheblich von den Fähigkeiten des FSWX.
Diese Systeme, die in Radarsystemen,
autonomen Fahrzeugen und fortgeschrittenen
Kommunikationssystemen verwendet
werden, setzen eine präzise Phasenund
Amplitudenausrichtung über mehrere
Kanäle voraus. Die Mehrtor-Architektur
des neuen Analysators ermöglicht parallele
Messungen von Signalen mit gleichen
oder sogar unterschiedlichen Frequenzen
und gewährt so Einblicke in Amplituden-,
Phasen- und Zeitabweichungen zwischen
verschiedenen Antennenports (Bild 2).
Diese Funktion vereinfacht nicht nur den
Testablauf, sondern führt auch zu höherer
Messgenauigkeit.
Ingenieure, die Verstärker charakterisieren
müssen, profitieren von der simultanen
Eingangs- und Ausgangssignalanalyse des
FSWX. Durch die Echtzeiterfassung der
Eingangs- und Ausgangssignale eines Verstärkers
ermöglicht der FSWX die direkte
Messung des durch Nichtlinearitäten verursachten
Anstiegs der Leistung in den Nachbarkanälen,
sowie der AM-AM- oder AM-
PM-Umsetzung in der Nähe des Kompressionspunkts
(Bild 3). Diese ganzheitliche
Betrachtung der Verstärker-Performance
vereinfacht den Charakterisierungsprozess
und bietet eine gründlichere Analyse.
Auch im Bereich der elektronischen Kampfführung,
wo das Erfassen und Analysieren
modulierter gepulster Radarsignale entscheidend
ist, spielt der FSWX seine Stärken
aus. Ingenieure können diese Signale
gleichzeitig am Eingang und Ausgang eines
Systems z.B. einer DRFM (Digital Radio
Frequency Memory) zur Täuschung anderer
Radarsysteme erfassen und so Amplitudenund
Phasenschwankungen charakterisieren.
Die erweiterten Trigger-Optionen des
FSWX, einschließlich unabhängiger Frequenzeinstellungen
für jeden Empfangspfad,
sorgen für noch größere Flexibilität
bei diesen Anwendungen.
Measure the Impossible
Rohde & Schwarz leitet mit dem FSWX
einen Paradigmenwechsel in der Signal- und
Spektrumanalyse ein. Ingenieure erhalten
Zugriff auf ein Gerät, das nicht nur heutige
Herausforderungen bewältigt, sondern
auch für die Aufgaben der Zukunft gerüstet
ist. Durch die Kombination einer Mehrtor-
Architektur mit Kreuzkorrelationstechnologie
und erweiterter Vorselektion ermöglicht
der FSWX Messungen, an denen frühere
Technik scheiterte. Ganz gleich, ob winzige
Signale neben starken Trägern aufzuspüren
sind, komplexe Mehrkanalsysteme
analysiert werden sollen oder aufwendige
Testaufbauten zu vereinfachen sind – mit
dem FSWX verschieben Ingenieure die
Grenzen des Möglichen. ◄
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Aktuelles
EMV 2026: Branche zeigt frühzeitig klare Präsenz
– Messevorbereitungen laufen auf Hochtouren
Noch gut drei Monate, bis die EMV – die
internationale Fachmesse für Elektromagnetische
Verträglichkeit mit Kongress und
Workshops – ihre Tore vom 24. bis 26.3.2026
in Köln öffnet. Bereits jetzt sind 80% der
Ausstellerfläche vergeben. Die Vorbereitungen
für das Branchentreffen der EMV-
Experten schreiten zügig voran.
EMV
Hub for electromagnetic compatibility
Internationale Fachmesse mit Workshops
für Elektromagnetische Verträglichkeit
Die EMV findet statt vom
24. bis 26. März 2026
Mesago Messe Frankfurt GmbH
https://emv.mesago.com/koeln/de.html
„Die große Nachfrage nach Aussteller plätzen
zeigt deutlich, welche Bedeutung die EMV
für die Community hat“, sagt Jeannette
Meyer, Vice President EMV. „Die EMV
vereint Theorie und Praxis wie kaum eine
andere Veranstaltung in diesem Bereich. Mit
ihrem bewährten Konzept aus Messe und
Kongress bietet sie Einblicke in aktuelle
Forschungsergebnisse, technische Entwicklungen
und praxisnahe Lösungen. Gleichzeitig
fördert sie den intensiven Austausch
zwischen Wissenschaftlern, Entwicklern
und Anwendern. Dieses Zusammenspiel
macht die EMV zu einem unverzichtbaren
Treffpunkt für alle, die an der Weiterentwicklung
der elektromagnetischen Verträglichkeit
arbeiten.“
Etablierte und neue Aussteller
Bereits zahlreiche namhafte Unternehmen
haben ihre Teilnahme an der EMV 2026
bestätigt, darunter Albatross Projects, EMCO
Elektronik, EMC Test NRW, Frankonia EMC
Test-Systems, GAUSS INSTRUMENTS,
PHOENIX TESTLAB, Rohde & Schwarz
und Schlöder. Ergänzt wird das Ausstellerfeld
durch den Newcomer Pavilion mit acht
teilnehmenden Unternehmen. Der vorkonzipierte
Gemeinschaftsstand richtet sich
insbesondere an Aussteller, die erstmals
an der Messe teilnehmen. Er ermöglicht
ihnen, sowohl ihre Produkte und Dienstleistungen
dem internationalen Fachpublikum
auf der EMV zu präsentieren als auch
Kontakte innerhalb der Branche zu knüpfen.
Die aktuelle Ausstellerliste ist auf der
EMV-Website veröffentlicht.
Kongress- und
Workshop- Planung auf Kurs
Der Call for Papers für den EMV-Kongress
2026 ist abgeschlossen. Auf Basis der eingereichten
Abstracts hat das Kongresskomitee
ein Programm zusammengestellt, das die
aktuellen Themen und Schwerpunkte der
Veranstaltung definiert. Die vollständigen
Inhalte der Vorträge und Workshops werden
voraussichtlich ab Mitte Dezember auf der
Veranstaltungswebsite veröffentlicht. Die
Kongressregistrierung startet im Januar 2026
und ermöglicht es den Teilnehmenden, sich
frühzeitig anzumelden und ihre Programmplanung
vorzubereiten.
Wissenswertes
für Aussteller und Besucher
In den kommenden Wochen werden zusätzliche
Details zum Messe- und Kongressprogramm,
zum Messeforum und zu den
teilnehmenden Unternehmen auf der EMV-
Website bereitgestellt. Eine erste Ausstellerliste
mit Angaben zu den Firmen und deren
Angeboten wird ab Ende November ebenso
online abrufbar sein. So können sich Aussteller
und Besucher frühzeitig einen Überblick
über die Veranstaltung verschaffen und
gezielt in ihre Messeplanung einsteigen.
Doch nicht nur während der Messetage liefert
die EMV Fachwissen und Networking-
Möglichkeiten. Mit EMV Insights erhalten
Teilnehmer das ganze Jahr über Informationen
zu Trends, praxisnahe Einblicke sowie
Zugang zu EMCareer, der Plattform für
aktuelle Stellen angebote. Die EMV Events
runden das Angebot durch Seminare und
After-Work-Veranstaltungen ab. ◄
ESA zeichnet Rohde & Schwarz für 30 Jahre europäische Satellitennavigation aus
Die Europäische Weltraumorganisation
(ESA) hat 30 Jahre europäische Satellitennavigation
mit einer großen Feier in ihrem
Forschungs- und Technologiezentrum
gewürdigt. Dabei wurden wichtige Mitwirkende
geehrt, die die Entwicklung von
Systemen wie Galileo und EGNOS maßgeblich
geprägt und Europa zu einem weltweit
führenden Anbieter in der Satellitennavigation
gemacht haben. Zu den Preisträgern
zählte auch Rohde & Schwarz, das für seine
Exzellenz, sein Engagement und seine langjährige
Partnerschaft ausgezeichnet wurde,
die zum Erfolg der europäischen Satellitennavigations-Programme
in den letzten drei
Jahrzehnten geführt haben.
Die Veranstaltung brachte institutionelle
und industrielle Partner, Vertreter der ESA-
Mitgliedsstaaten und führende Persönlichkeiten
der Satellitennavigation zusammen.
Die Feierlichkeiten blickten auf entscheidende
Meilensteine in der Geschichte der
europäischen Satellitennavigation zurück
und zukünftige Innovationen in Aussicht
gestellt. Ein Höhepunkt des Abends war
die Preisverleihung unter der Leitung von
ESA-Navigationsdirektor Javier Benedicto,
der gemeinsam mit ehemaligen Direktoren
Organisationen und Partnern, die maßgeblich
zu dieser Erfolgsgeschichte beigetragen
haben, Auszeichnungen überreichte.
Die Auszeichnung für Rohde & Schwarz unterstreicht
deren Rolle bei der Weiterentwicklung
der europäischen Satellitennavigations-
Technologie. Die Beiträge des Unternehmens
waren entscheidend für die Entwicklung
und den operativen Erfolg von Galileo und
EGNOS – Systeme, die die Ortungs-, Navigations-
und Zeitdienste in Europa und darüber
hinaus revolutioniert haben.
10 hf-praxis 1/2026
Aktuelles
Hochleistungs-PACTOR-Modem
In Zusammenarbeit mit SCS – Spezial Communications
Systeme GmbH & Co. KG
brachte WiMo Antennen und Elektronik
GmbH ein neuentwickeltes Hochleistungs-
PACTOR-Modem auf den Markt. Mit dem
PXDragon DR-9400 präsentiert SCS die
nächste Generation professioneller Kurzwellen-Datenmodems,
die konsequent auf
Leistung, Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit
ausgelegt ist.
2025
WiMo Antennen und Elektronik GmbH
www.wimo.com/de
Das neue Modell führt die erfolgreiche DR-
Serie fort und bestätigt den langfristigen
Ausbau der PACTOR-Technologie – für
weltweite Anwendungen im Katastrophenschutz,
Amateurfunk, Seefunk und behördlicher
Kommunikation.
Zuverlässige und sichere Kommunikation –
auch Off-Grid, ohne Internet in Krisenlagen
Wenn herkömmliche Kommunikationsnetze
ausfallen, bleibt der PXDragon DR-9400 online.
Er ermöglicht stabile und verschlüsselte
Datenverbindungen unabhängig von bestehender
Infrastruktur – ein entscheidender Vorteil
für Off-Grid Communications ohne Zugang
zum Internet, Einsätze in abgelegenen Regionen
oder Katastrophengebieten. Damit ist
das Gerät ideal für den Einsatz durch Behörden,
BOS, Botschaften, auswärtige Ämter,
Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen,
die in kritischen Situationen auf verlässliche
Kommunikation angewiesen sind.
Einsatzszenarien:
• Not- und Katastrophenkommunikation:
verlässlicher und verschlüsselter Datenaustausch
für Behörden, BOS, auswärtige
Ämter, Botschaften, Katastrophenschutz
und Hilfsorganisationen
• Off-Grid-Betrieb: Aufbau stabiler und verschlüsselter
Datenverbindungen in Regionen
ohne Netzversorgung, Internet oder
Satellitenabdeckung
• maritime Kommunikation: Zuverlässiger
E-Mail- und Datenverkehr an Bord, unabhängig
von Satellitennetzen
• Amateurfunk weltweit: effiziente digitale
Kommunikation über Kurzwelle –
auch unter schwierigen Ausbreitungsbedingungen
• Telemetrie und Monitoring: Positions- und
Status-Beaconing (APRS), Sensor datenübertragung,
Wetter- und Umweltdaten
Technische Highlights:
• Unterstützung aller PACTOR-Modi (PAC-
TOR-1, -2, -3, -4) – für stabile Verbindungen
weltweit
• integrierte Datenverschlüsselung – für
sichere Kommunikation und Schutz
sensibler Inhalte
• flexible Schnittstellen: USB-C, LAN
(Standard), optional WLAN/Bluetooth
via USB-Dongle
• Kompatibilität: große Audiopegel-Bandbreite
für einfache Integration mit zahlreichen
Transceivern
Adapterkabel für gängige Transceiver, Zubehör
und technischer Support sind ebenfalls
über WiMo erhältlich. ◄
Die Veranstaltung würdigte nicht nur die
Leistungen der Vergangenheit, sondern
ebnete auch den Weg für die Zukunft der
europäischen Satellitennavigation. Dabei
wurden auch künftige Initiativen und Fortschritte
diskutiert. Für Rohde & Schwarz
und die anderen Preisträger war der Abend
sowohl eine Feier vergangener Errungenschaften
als auch ein Aufruf, weiterhin eine
vernetzte, widerstandsfähige und nachhaltige
Zukunft im Weltraum aufzubauen.
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
hf-praxis 1/2026 11
Messtechnik
KI wird HF-Tests revolutionieren,
wenn sich Mobilfunknetze in Richtung 6G entwickeln
Dieser Prognose widmen wir hier zehn Fragen und Antworten
1. Welche Anwendungen und Technologietrends
erfordern den Einsatz von
Algorithmen für künstliche Intelligenz/
maschinelles Lernen bei HF-Tests
und -Messungen?
Neue Anwendungen wie 6G, 5G Advanced,
IoT und KI-gesteuerter Mobilfunk wie
kognitive Funksysteme schaffen eine komplexe
Mobilfunk-Landschaft, in der knappe
Frequenzspektren und höhere Datenraten
eine Herausforderung darstellen. In diesem
Umfeld stellen komplexe Interferenzen,
Mehrwegausbreitung und Signalschwankungen
traditionelle Methoden der Signalcharakterisierung
vor ein Problem. Um dem
zu begegnen, kann KI große, komplexe
Datensätze verarbeiten, um Muster und
Anomalien viel schneller als herkömmliche
Methoden zu identifizieren. Dies gilt insbesondere
bei der Suche und Charakterisierung
von Störquellen und HF-Signalen in dynamischen
Funkumgebungen. KI kann auch
Testabläufe optimieren, Verfahren automatisieren,
Ausfallzeiten durch vorausschauende
Wartung reduzieren und das Erstellen
von Testskripten beschleunigen.
2. Wie schaffen unterschiedliche Ansätze zur
Regulierung der HF-Spektrumnutzung
den Bedarf an flexiblen Lösungen?
Während die USA und China über eine
einzige Regulierungsbehörde verfügen,
die große Märkte überwacht, gibt es in der
EU in jedem Mitgliedsland eine Regulierungsbehörde.
Dies erfordert eine grenzüber
schreitende Koordination und führt zu
einem stark fragmentierten Markt mit vielen
unterschiedlichen Betreibern.
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
Die Europäische Konferenz der Verwaltungen
für Post und Telekommunikation
(CEPT) spielt eine entscheidende Rolle
bei der Harmonisierung der Funkfrequenzregulierung
in Europa. Die endgültigen Entscheidungen
über die Frequenzzuteilung
liegen weiterhin bei den einzelnen nationalen
Regierungen. Das Mandat der CEPT
von der Europäischen Kommission umfasst
Aufgaben wie die Festlegung von Frequenzbändern
und Frequenznutzungsbedingungen
zur Unterstützung der EU-Politik sowie die
Ausarbeitung technischer Bedingungen für
neue Technologien wie 5G und 6G.
Die Internationale Fernmeldeunion (ITU)
und die Weltfunkkonferenz (WRC) erleichtern
dabei die internationale Koordinierung
der genutzten Funkfrequenzen, um Interferenzen
zwischen Funksystemen zu vermeiden.
Sie setzen sich auch für eine gemeinsame
globale Nutzung des Funkspektrums
ein und unterstützen die Entwicklung und
Koordinierung weltweiter technischer Standards.
Die globale Frequenznutzung ist also
komplex und betrifft nationale als auch
supranationale Organisationen. Aus Testperspektive
hilft KI dabei, Testgeräte so
anzupassen, dass sie all diesen Standards
entsprechen, indem Testsysteme schnell neu
konfiguriert werden. Mit dem Fortschreiten
von 6G werden kognitive Funktechnik,
Techniken zur gemeinsamen Nutzung des
Frequenzspektrums und dynamische RANs
(Radio Access Network) eine sich ständig
weiterentwickelnde HF-Landschaft schaffen,
die über KI gesteuert wird. Anpassungsfähige
KI-gesteuerte Testsysteme werden
hier eine entscheidende Rolle spielen.
3. Wie baut KI auf den Fähigkeiten
bestehender Lösungen
zur Spektrum überwachung auf?
KI-basierte Algorithmen, insbesondere
solche, die auf maschinellem Lernen basieren,
können komplexe Funksignale schneller
und genauer analysieren, charakterisieren
und klassifizieren als manuelle, traditionelle
Spektrumanalysemethoden. KI bietet die
erweiterte Überwachung und Signalcharakterisierung,
die für neue Spektrum- Sharing-
Techniken, wie dynamische Frequenzteilung
und neue Anwendungen für 6G, erforderlich
sind. KI kann darüber hinaus Stör quellen
deutlich schneller und genauer lokalisieren,
identifizieren und charakterisieren.
Sie kann auch zur Automatisierung regelbasierter
Spektrum-Sharing-Techniken auf
der Grundlage von Informationen aus der
HF-Sensorik eingesetzt werden.
4. Warum ist die Einbindung von KI
in Testprozesse genauso wichtig wie die
Entwicklung komplexerer Hardware?
Derzeit generiert Testhardware enorme
Datenmengen, und fortschrittlichere Hardware
wird noch mehr produzieren. Da diese
Daten analysiert werden müssen, ist die
Analyse und Charakterisierung komplexer
HF-Signale von größter Bedeutung. KI findet
Anomalien und charakterisiert Daten
schneller und genauer. Bei der HF-Erfassung
zeichnet sich KI durch die Erkennung
von Signalen und deren Charakterisierung
durch maschinelles Lernen aus. Durch die
Integration von KI in die Hardware können
Testsysteme mit den sich weiterentwickelnden
Mobilfunknetzen ohne die bisherigen
Einschränkungen Schritt halten.
KI o ptimiert effektiv die Nutzung und Effizienz
der zugrunde liegenden Hardware, um
eine dynamische HF-Umgebung zu verwalten,
insbesondere für die Analyse und
Signalcharakterisierung.
5. Wie werden KI-basierte Algorithmen
in Testprozesse integriert?
KI-Software wird auf Testgeräten oder einer
separaten Rechnerplattform ausgeführt.
Anritsu nutzt die KI-Technologie von Deep-
Sig in seinen Spektrum analysator. MS2090A
/ MS27201A Field Master Pro und übertrifft
damit die Fähigkeiten aktueller Spektrumüberwachungssysteme.
Die DeepSig-
Software ermöglicht es dem Testsystem,
Signale zu erkennen und zu klassifizieren
und gleichzeitig die Spektrumumgebung
zu analysieren, um eine Kontextanalyse
zu liefern und die Entscheidungsfindung
zu erleichtern.
6. Warum ist es wichtig, mit zuverlässigen,
robusten Datensätzen zu beginnen,
und wie werden diese erfasst?
KI ist nur so effektiv wie das Datenmodell,
auf dem sie basiert. Sie verwendet verschiedene
Algorithmen, von denen jeder
seine Stärken und Schwächen hat, sodass
einige Modelle für bestimmte Aufgaben
besser geeignet sind als andere. Darüber
hinaus muss man bei der Auswahl oder
12 hf-praxis 1/2026
Messtechnik
Entwicklung eines KI-Modells die Art der
Daten und ihre Komplexität berücksichtigen.
Das Training von KI-Modellen ist unerlässlich.
Dabei werden Algorithmen mit Daten
gefüttert, damit sie Muster erkennen und
Vorhersagen treffen können. Dieser Prozess
hängt von einer gründlichen Datenaufbereitung
ab, um sicherzustellen, dass das
Modell bestimmte Aufgaben effizient und
mit hoher Genauigkeit ausführen kann. Bei
HF-Tests können robuste Datensätze aus
früheren Testergebnissen und Kenntnissen
über bestimmte Wellenformen gewonnen
werden, darunter gemessene als auch synthetische
Daten. KI für eine bestimmte Aufgabe,
wie z.B. die Signalcharakterisierung,
muss relevante Daten verwenden, die sich
auf die Aufgabe beziehen. Sie darf nicht
mit irrelevanten Daten kompromittiert werden,
um eine optimale Leistungsfähigkeit
zu gewährleisten.
7. Wie stark beschleunigt KI das Erlernen
von Signalen aus neuen Quellen?
KI kann das Lernen von Signalen aus neuen
Quellen durch den Einsatz von Trainingsmodellen
für maschinelles Lernen erheblich
beschleunigen. Anritsu verwendet
einen datengesteuerten Deep-Learning-
Ansatz auf Basis der DeepSig-Tools für
maschinelles Lernen, um neue Funksignalmodelle
schnell in seine Testfunktionen zu
integrieren. HF-Signale aus verschiedenen
neuen Quellen, wie kognitive Funkgeräte,
Drohnen und IoT-Geräte oder beliebige
Funkemissionen, können innerhalb von
Stunden statt Monaten schnell und genau
erlernt werden, um den sich rasch ändernden
Kundenanforderungen gerecht zu werden.
8. Wie trägt maschinelles Lernen dazu bei,
die Grundlage für KI-native HF-Sensorik
für 6G zu schaffen?
Da das Funkspektrum eine knappe und teure
Ressource ist, muss es in Mobilfunknetzen
verwaltet, geteilt und optimal genutzt werden,
insbesondere mit dem Aufkommen
neuer Mobilfunktechniken wie 6G, Drohnen
und dem IoT. Maschinelles Lernen
wird es Systemen ermöglichen, sich an
neue Funksignale anzupassen und Netzwerke
zu automatisieren, um dynamisch
auf sich ändernde Lasten und Anforderungen
zu reagieren. Native HF-Sensorik ist
notwendig, um Signale zu identifizieren
und zu charakterisieren. Netzwerke benötigen
diese Informationen, um Störminderung
und Lastenausgleich zu ermöglichen
und sich an Ausfälle anzupassen. Spektrum-
Sharing-Techniken, dynamisches RAN und
kognitive Funksysteme sind Techniken, die
für einen zuverlässigen Betrieb auf kontinuierliche
HF-Sensorik angewiesen sind.
Joint Communications and Sensing (JCAS)
wurde ursprünglich für 6G konzipiert, um
die Spektrumknappheit von Sub-6GHz- bis
THz-Anwendungen zu beheben. Ziel ist es,
Sensorfunktionen mit geringerem Energieverbrauch
in Kommunikationsnetze zu
integrieren. Um Kommunikationskapazität
und Sensorgenauigkeit gleichzeitig zu
gewährleisten, wird erwartet, dass MIMO
aufgrund seiner Fähigkeiten zur räumlichen
Strahl- und Wellenformung eine wichtige
Rolle spielen wird. Die Herausforderung
besteht darin, die mit MIMO verbundenen
Kosten und den Energieverbrauch zu senken.
Neue Technologien wie Cloud Radio
Access Networks (C-RAN), unbemannte
Luftfahrzeuge (UAV) und rekonfigurierbare
intelligente Oberflächen (RIS) bieten potenzielle
Lösungen. JCAS zielt auch darauf
ab, vernetzte und automatisierte Mobilität,
Fernüberwachung im Gesundheitswesen,
Industrie 4.0 und autonome Fahrzeuge zu
ermöglichen, die nicht nur Daten austauschen,
sondern auch auf präzise Informationen
über ihre Umgebung angewiesen
sind. Es wird erwartet, dass JCAS klassische
Signalverarbeitungs-Optimierungsmodelle
zusammen mit fortschrittlichen Techniken
des maschinellen Lernens nutzt.
So betrachten europäische Initiativen für
das Next Generation Internet (NGI) und die
Europäische Partnerschaft für intelligente
Netze und Dienste (SNS) JCAS als einen
zentralen Entwicklungsbereich, der für die
digitale Transformation Europas von entscheidender
Bedeutung ist.
9. Wie arbeiten etablierte Test- und
Messtechnik-Unternehmen wie Anritsu
mit KI-Spezialisten zusammen, um neue
Lösungen zu entwickeln?
Anritsu stattet seine Testsysteme mit fortschrittlichen
KI-Funktionen aus, um komplexe
Herausforderungen in Funkkommunikationssystemen
zu bewältigen. Dazu
nutzen wir die bewährte KI-Technologie
für maschinelles Lernen von DeepSig.
Herkömmliche HF-Sensortechniken stehen
in sich schnell entwickelnden Funkumgebungen
vor Herausforderungen, die
eine anspruchsvollere Überwachung und
Signalcharakterisierung erfordern. Anritsu
begegnet dieser Herausforderung, indem es
seine Testsysteme um die Funktionen für
maschinelles Lernen von DeepSig erweitert.
Die Funkumgebungen der Zukunft werden
außerordentlich dynamisch sein, vorangetrieben
durch IoT, Drohnen, kognitive Funktechnik,
adaptive KI-Netzwerke, fortschrittliche
Techniken zur gemeinsamen Nutzung
des Frequenzspektrums und vieles mehr. Der
Einsatz von KI bei Anritsu ermöglicht Kunden,
die Netzwerkleistung zu verbessern,
die Frequenznutzung zu optimieren und
eine Echtzeitanpassung an sich ändernde
HF-Bedingungen zu ermöglichen. Darüber
hinaus werden solche Testsysteme zukunftssicher
sein, da sie sich durch maschinelles
Lernen an neue Umgebungen mit neuen
Signalquellen anpassen lassen, wie es bei
6G zu erwarten ist.
10. Welche Rolle werden Menschen in
zukünftigen Testszenarien spielen,
die KI integrieren?
KI wird uns Menschen produktiver machen
und Tests ermöglichen, die derzeit aufgrund
von Zeitbeschränkungen und der zu analysierenden
Datenmenge nicht möglich sind.
Der Mensch wird weiterhin die KI überwachen
und sicherstellen müssen, dass sie
wie vorgesehen funktioniert. Da Netzwerke
immer komplexer und automatisierter werden,
steigt der Bedarf an HF-Tests weiter.
KI wird Ingenieuren und Technikern als
Werkzeug zur Verwaltung komplexer und
dynamischer Netzwerke dienen, was ohne
fortschrittliche automatisierte KI-Tools nicht
möglich wäre. ◄
hf-praxis 1/2026 13
Messtechnik
Ultraschnelle AWGs mit Ethernet-Steuerung für Breitbandsignale
ausgeliefert, die zur Erstellung von
Wellenformen und Steuerung des Instruments
genutzt werden kann. Wellenformen
lassen sich mit mathematischen Gleichungen
oder dem integrierten Funktionsgenerator
erzeugen, außerdem können Daten von
Digitizern, Oszilloskopen oder Simulationstools
importiert werden. Um individuelle
Software-Lösungen zu programmieren,
sind SDKs für C/C++, Python, MATLAB,
LabVIEW und weitere Programmiersprachen
enthalten.
Spectrum Instrumentation präsentiert vier
neue Arbiträrgeneratoren (AWGs), die ultraschnelle
Ausgaberaten von bis zu 10 GS/s
bei 16-Bit-Auflösung bieten. Die neuen
Instrumente der DN2.63x NETBOX-Serie
lassen sich einfach über Ethernet steuern
und direkt mit PCs, Laptops oder sogar dem
Firmennetzwerk verbinden. Sie wurden für
automatisierte und ferngesteuerte Tests entwickelt
und eignen sich ideal für die Breitband-Signalerzeugung
von DC bis 2,5 GHz.
Die kompakten und leichten AWGs lassen
sich über ein normales Ethernet-Kabel
mit jedem PC oder Netzwerk verbinden.
Die hochauflösende 16-Bit-D/A-Technologie
liefert Wellenformen mit exzellenter
Reinheit und extrem geringem Rauschen.
Dadurch sind diese AWGs auch ideal geeignet
für Stimulus-Response- oder Closed-
Loop-Tests. Jeder Ausgangskanal verfügt
über einen eigenen D/A-Umsetzer und
kann im Single-Ended- oder Differential-
Modus mit vollständig programmierbaren
Ausgangsbereichen verwendet werden.
Im Single-Ended-Modus sind Amplituden
bis zu ±500 mV an 50 Ohm möglich, im
differenziellen Modus bis zu ±1 V an 100
Ohm. Bei hochohmiger Terminierung sind
die Ausgangspegel verdoppelt, sodass bis
zu ±2 V möglich sind.
Die Modelle der DN2.63x-Serie sind als
ein- oder zweikanalige Instrumente erhältlich
und verfügen über 2 GSamples internen
Speicher, der auf 8 GS erweiterbar ist. Dies
ermöglicht die Wiedergabe langer Signale
von bis zu 800 ms bei extrem hoher Ausgaberate
von 10 GS/s. Kunden können zwischen
verschiedenen intelligenten Triggerfunktionen
und Generierungsmodi wählen,
darunter Single-Shot, Repeated und Multiple
Replay.
Jede NETBOX wird mit der SBench
6-Software von Spectrum Instrumentation
Für die problemlose Integration in automatisierte
Testsysteme finden sich auf der
Frontplatte zahlreiche Anschlüsse für externe
Takt- und Triggersignale sowie Mehrzweck-
I/O-Leitungen. Letztere können für Marker-
Ausgänge, Statusflags oder synchrone/asynchrone
Digitalsignale genutzt werden. Optional
ist ein digitaler Pulsgenerator erhältlich.
Mit einem Gewicht von unter 7 kg und optionalen
Rackmontage-Kits eignet sich eine
NETBOX ideal für den mobilen Einsatz
sowie für Tisch- und Rack-Anwendungen.
Die neuen AWGs sind die Flaggschiffe in
der generatorNETBOX-Produktlinie von
Spectrum, welche jetzt 35 verschiedene
Modelle von 40 MS/s bis 10 GS/s umfasst.
Alle NETBOX-Instrumente beinhalten eine
5-jährige Gewährleistung sowie kostenlose
Software- und Firmware-Updates für die
gesamte Lebensdauer des Produkts. Ebenfalls
inklusive ist der Support direkt von
den Entwicklungsingenieuren. ◄
Link zum Produktvideo (4 Min):
https://youtu.be/2DCQbx99BIo
2025
Spectrum Instrumentation GmbH
www.spectrum-instrumentation.com
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Messtechnik
Kompakte Oszilloskope mit vier und acht Kanälen
Auflösung eines herkömmlichen 8-bit-Oszilloskops.
Der HD-Modus macht Signaldetails
sichtbar, die sonst im Rauschen untergehen
würden.
Er bietet sowohl eine Rauschreduzierung als
auch eine vertikale Auflösung von bis zu 18
bit – die branchenweit höchste. Anders als
bei anderen Oszilloskopen arbeitet der HD-
Modus mit voller Abtastrate und ist in Hardware
implementiert – so wird höchste Genauigkeit
ohne Abstriche bei der Geschwindigkeit
erreicht.
Dank dem größten Offsetbereich dieser
Klasse können Benutzer des MXO 3 die
empfindlichste Verstärkung nutzen, um mehr
Signaldetails darzustellen und gleichzeitig
das Rauschen des Messsystems zu reduzieren.
Die MXO-3-Oszilloskope bieten einen
Offset von ±3 V bei 1 mV/Div sowohl für
50-Ohm- als auch für die 1-MOhm-Eingangspfade
– zwei- bis dreimal mehr als
andere Modelle dieser Klasse.
Rohde & Schwarz erweiterte sein MXO-
Oszilloskop-Portfolio der nächsten Generation
um die kompakten MXO-3-Oszilloskope
mit vier oder acht Kanälen. Die
MXO-3-Serie basiert auf der schnellen und
präzisen MXO-Technologie der nächsten
Generation, die zuvor nur in größeren und
teureren Modellen verfügbar war. Das MXO
3 vereint einen extrem kleinen Formfaktor
mit einem günstigen Preis. Ingenieure können
ihre Signale mit diesem Oszilloskop
genauer analysieren als mit jedem anderen
Gerät in dieser Klasse.
Schnell
Alle MXO-3-Modelle bieten standardmäßig
bis zu 99% Echtzeiterfassung – das ist bis
zu 50-mal mehr als Konkurrenzgeräte. So
können Benutzer mehr Signaldetails erkennen,
und seltene Ereignisse werden ihnen
sofort aufgezeigt. Wie auch die anderen
MXO-Modelle bauen diese Oszilloskope
auf dem wegweisenden MXO-EP-Verarbeitungs-ASIC
auf, einer Eigenentwicklung
von Rohde & Schwarz.
Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
Das Ergebnis: 4,5 Millionen Messkurven
pro Sekunde – die branchenweit höchste
Erfassungsrate erlaubt es dem Benutzer,
zusätzliche Signaldetails und seltene Ereignisse
sofort zu erkennen. Und: 600.000
Trigger-Ereignisse pro Sekunde mit Zone
Trigger – die branchenweit schnellste und
flexibelste Triggerfunktion ermöglicht es,
Ereignisse im Zeitbereich zu isolieren – auch
bei mathematischen Signalen und Signalen
im Frequenzbereich. Weiter 50.000 FFTs pro
Sekunde – die bis zu 1000-fache Geschwindigkeit
im Vergleich zu anderen Oszilloskopen
sorgt für schnellere und umfangreichere
Analysen bei Anwendungen wie EMV-Tests
und Untersuchen von Harmonischen. Und
schließlich 600.000 mathematische Operationen
pro Sekunde– der branchenweit höchste
Wert übertrifft Konkurrenzmodelle um das
bis zu 100.000-fache und ermöglicht eine
präzise Analyse von Signalen wie beispielsweise
Leistung, die eine Multiplikation von
Spannung und Strom erfordern.
Genau
Alle MXO-3-Modelle basieren auf hochmoderner
Technologie, die eine genaue
Isolation von Messungen unterstützt und
Ergebnisse liefert, auf die sich Anwender
verlassen können:
Eine vertikale Auflösung von 12 Bit in der
Hardware bei allen Abtastraten ermöglicht
Benutzern die Untersuchung kleiner Signaländerungen
auch von stärkeren Signalen.
Diese Auflösung entspricht der 16-fachen
Kompakt
Sowohl die Vierkanal- als auch die Achtkanal-Modelle
des MXO 3 zeichnen sich
durch einen kompakten Formfaktor und
gute Portabilität aus, sodass sie auch in
beengten Messumgebungen mühelos ihren
Platz finden. Die kleine Stellfläche ist ein
wichtiger Vorteil im kreativen Chaos eines
typischen messtechnischen Arbeitsplatzes.
Der branchenführend niedrige Geräuschpegel
des MXO 3 – leiser als ein Flüstern
– ist ein weiterer wichtiger Faktor, um eine
produktive Arbeitsumgebung zu schaffen.
Der kapazitive 11,6-Zoll-Full-HD-Touchscreen
in Verbindung mit der intuitiven
Bedienoberfläche bietet Ingenieuren eine
optimierte Handhabung.
Mit einer Bauhöhe von nur 5 HE nutzt das
Gerät den begrenzten Raum in Laboren und
Testumgebungen effizient.
Hohe Bandbreiten
Die Oszilloskope der MXO-3-Serie sind
als Vier- und Achtkanal-Modelle mit Bandbreitenoptionen
von 100, 200, 350, 500
MHz und 1 GHz verfügbar. Für Benutzer
mit noch höheren Anforderungen sind verschiedene
Upgrade-Optionen im Angebot.
Dazu gehören z.B. die Option Mixed-Signal-
Oszilloskop (MSO) mit 16 integrierten Digitalkanälen,
ein 50-MHz-Arbiträrgenerator,
Optionen zur Protokolldecodierung und zum
Triggern für eine Vielzahl von Standard-
Bussen sowie eine Bode-Plot-Software zur
Erweiterung der Gerätefunktionalität. ◄
16 hf-praxis 1/2026
Messtechnik
Komplettlösung zum Testen
des gesamten Kommunikationsspektrums
Tragbar.
Präzise.
Leistungsstark
NEW
SHA860A
Handheld Signalanalysator
Von portablen Funkgeräten über komplexe
Infrastrukturen bis zu Breitbandnetzen:
Der CX300 ComXpert ist eine umfassende
Lösung zur Überwachung von Kommunikationsdiensten,
die den Funktechnikern ein
bedienerfreundliches Gerät für anspruchsvolle
Anwendungen zur Verfügung stellt.
Mit seinem kleinen Formfaktor und dem
robusten Design bietet das robuste Gerät
technische Leistungsmerkmale der Laborklasse
in einem für den Feldeinsatz optimierten
Paket.
Der CX300 setzt neue Maßstäbe für das
Testen von Funksystemen, denn er ist mit
einem großen Farb-Touchscreen und einer
innovativen Benutzeroberfläche ausgestattet.
Mehrere Registerkarten ermöglichen
dem Anwender, sofort zwischen den Testkonfigurationen
zu wechseln, ohne die
Einstellungen erneut laden zu müssen. Die
übersichtliche Benutzeroberfläche erinnert
an einen Internet-Browser und erlaubt es,
auf Tastendruck mühelos zwischen den
Tests zu wechseln.
2025
EMCO Elektronik GmbH
info@emco-elektronik.de
www.emco-elektronik.de
Auf dem Bildschirm werden aussagekräftig
farbcodierte Skalen im Stil analoger
Zeigermessgeräte angezeigt, die die Werte
aber auch in numerischer Form angeben.
Gut/Schlecht-Bewertungen für einzelne
Messwerte oder komplette Tests erleichtern
die Ausführung von Abnahmemessungen.
Das branchenweit anerkannte Paket der
automatischen Test- und Abgleichanwendungen
von VIAVI ist als Option für den
CX300 erhältlich. Weltweit verlassen sich
Hersteller von Funkgeräten sowie Service-
Center auf diese Auto-Testanwendungen,
um schnelle, reproduzierbare und präzise
Tests und Abgleichmessungen durchzuführen,
die alle Wartungsvorgaben der
OEMs einhalten.
Zudem können die Testergebnisse der
manuellen und automatischen Tests mühelos
in StrataSync von VIAVI hochgeladen
und für den späteren Zugriff gespeichert
werden. StrataSync ist eine cloudbasierte
Lösung zum standortunabhängigen
Management der Ressourcen, Konfigurationen
und Testdaten.
Die im CX300 integrierte Mobilfunktechnologie
erleichtert dem Techniker
die Arbeit, da die Testergebnisse in die
Cloud übertragen und die Tester stets auf
die aktuelle Softwareversion aktualisiert
werden können.
VIAVI Solutions bietet eine Vielzahl von
PMR-Testern für Mobilfunk- und Repeater-
Anwendungen. Diese technisch führenden
Funktestsysteme kommen weltweit in der
Konstruktion und Produktion, im Support
und Service zum Einsatz. ◄
SHA850A
Handheld Spektrumsanalysator
SHN900A
Handheld
Vektornetzwerkanalysator
hf-praxis 1/2026 17
17
Messtechnik
Satellitennavigation auf dem Prüfstand
sich die Widerstandsfähigkeit eines Systems
gegenüber Interferenzen genau bestimmen
– inklusive Auswertung von Recovery-
Verhalten, Tracking-Stabilität und Signalvalidität.
In Verbindung mit Spektralanalyse-
Tools lassen sich daraus auch praxisnahe
Gegenmaßnahmen ableiten – etwa für den
Einsatz in sicherheitskritischen Systemen.
Ob im Smartphone, im Auto oder in der kritischen
Infrastruktur: Satellitennavigation ist
allgegenwärtig. Doch wie verlässlich sind
die Positions- und Zeitangaben, wenn die
Umgebung alles andere als ideal ist? Störsignale,
Signalabschattungen oder gezielte
Manipulationen wie Jamming und Spoofing
setzen GNSS-Empfängern zunehmend zu.
In dieser Gemengelage gewinnt ein präzises
und realitätsnahes Testen von Satellitennavigationssystemen
stark an Bedeutung.
Warum GNSS-Messungen mehr denn je
ein realistisches Testumfeld brauchen
GNSS-Signale sind schwach: Sie erreichen
die Erdoberfläche mit einer Leistung
von rund -130 dBm – weit unter dem
Rauschpegel vieler HF-Komponenten.
Selbst unscheinbare Störquellen wie LED-
Leuchten, Schaltnetzteile oder Mobilfunkgeräte
können die Navigation beeinflussen
oder komplett blockieren. Und gezielte
Angriffe durch Störsender oder GPS-Spoofer
sind längst keine Fiktion mehr.
2025
Lange-Electronic GmbH
info@lange-electronic.com
www.lange-electronic.com
Für Entwickler und Prüflabore stellt sich
daher die Frage: Wie lassen sich GNSS-
Empfänger und zugehörige Systeme reproduzierbar
und realitätsnah testen? Feldtests
bieten zwar Authentizität – sind aber teuer,
aufwendig und unkontrollierbar. Die Lösung:
eine leistungsstarke GNSS-Simulationsplattform,
die alle erdenklichen Szenarien
in kontrollierter Umgebung abbilden kann.
Der PNT X – High-End-GNSS-Simulation
für die Praxis von morgen
Mit dem Spirent PNT X steht nun eine
GNSS-Simulationsplattform zur Verfügung,
die gezielt für die Herausforderungen
der modernen HF-Messtechnik entwickelt
wurde. Sie ermöglicht nicht nur die Simulation
sämtlicher globaler und regionaler
GNSS-Signale (GPS, Galileo, GLONASS,
BeiDou, NavIC, QZSS), sondern auch die
Definition zukünftiger Signalstrukturen und
orbitaler Konstellationen – etwa für LEO-
PNT oder sogar lunare Navigationssysteme.
Ein besonderes Highlight: Die Plattform
erlaubt die Einbindung mehrerer bewegter
Antennen – auch auf sich drehenden oder
unregelmäßig beschleunigten Trägern wie
Drohnen oder Raumsonden. Das macht
PNT X ideal für anspruchsvolle Hardwarein-the-Loop-Simulationen,
in denen Navigationsgeräte
und HF-Komponenten unter
realistischen Bedingungen getestet werden.
HF-Störungen
gezielt einbinden und auswerten
Für die HF-Messtechnik besonders relevant
ist die Fähigkeit, Jamming- und Spoofing-
Szenarien gezielt zu integrieren. So lässt
Zukunftssichere Entwicklung
und Qualitätssicherung
PNT X unterstützt Labore, Forschungseinrichtungen
und Hersteller dabei, GNSS-
Systeme systematisch auf HF-Ebene zu
charakterisieren – sei es für den Automotive-
Bereich, für industrielle Robotik oder für
Verteidigungsanwendungen. Die Simulation
komplexer urbaner Umgebungen, atmosphärischer
Effekte und orbitaler Störungen ist
dabei ebenso möglich wie das Testen eigener
Navigationssignale – ein klarer Vorteil
für alle, die an den PNT-Systemen von
morgen arbeiten.
Fazit:
Moderne GNSS-Testsysteme wie das
Spirent PNT X eröffnen neue Möglichkeiten
für reproduzierbare, realitätsnahe
und zukunftsorientierte HF-Messungen. In
einer Welt, in der Navigationsdaten immer
kritischer werden, bieten sie nicht nur eine
valide Testumgebung, sondern auch Sicherheit
– für Nutzer, Entwickler und Betreiber
gleicher maßen. ◄
18 hf-praxis 1/2026
Messtechnik
OTA-Testlösungen für Wireless-Technologien
der nächsten Generation
Rohde & Schwarz und ETS-Lindgren setzen
ihre lang jährige Partnerschaft fort, um
umfassende Over-The-Air-Testlösungen
(OTA) für Wireless-Technologien der nächsten
Generation zu entwickeln. ETS-Lindgren
hat nun den CMX500 One-Box-Signalisierungstester
und den R&S SMBV100B
Vektorsignalgenerator von Rohde & Schwarz
in seine EMQuest-Software integriert.
2025
Rohde & Schwarz
GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
Signalgenerator mit einem
Frequenzbereich von 0,7 bis 6 GHz
Das Modell SSG-R7N6G-RC von Mini-
Circuits ist ein einkanaliger Signalgenerator
mit einer Auflösung von 1 Hz von
0,7 bis 6 GHz. Die software-gesteuerte
Quelle liefert CW-, Impuls-, AM-, FMund
Chirp-Signale von -60 bis +24 dBm
mit einer Auflösung von 0,1 dB.
Die Oberwellen liegen typischerweise
bei -15 dBc bis 4 GHz und -20 dBc
bis 6 GHz, während die Störsignale
typischerweise bei -50 dBc liegen. Der
Generator kann über USB oder Ethernet
ferngesteuert werden, und mehrere
Geräte können in Reihe geschaltet und
über eine einzige Software-Schnittstelle
betrieben werden.
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
Im Rahmen der Zusammenarbeit werden
die neuesten Standards unterstützt, darunter
5G FR1, 5G FR2, WiFi 7 und A-GNSS.
Der CMX500 bietet umfangreiche Gerätetestmöglichkeiten
und unterstützt zellulare
und nicht-zellulare Technologien
wie 4G LTE, 5G NR FR1 und FR2, die
aktuelle 5G RedCap-Technologie sowie
WiFi bis zum neuesten WiFi-7-Standard.
Der R&S SMBV100B ist ein Vektorsignalgenerator,
der mit ultrahoher Ausgangsleistung
und vollständig kalibrierter
Dualer Signalgenerator liefert
Wellenformen von 0,7 bis 6 GHz
Das Modell SSG-R7N6GD-RC von
Mini-Circuits ist ein Zweikanal-Signalgenerator
mit einer Abstimmauflösung
von 1 Hz im Bereich von 0,7 bis 6 GHz.
Die Frequenzgenauigkeit liegt bei Verwendung
der internen Frequenzreferenz
innerhalb von ±1 ppm. Er bietet CW-,
gepulste, AM-, FM- und Chirp-Signale
an SMA-Buchsen mit Leistungspegeln
von -60 bis +24 dBm. Der kompakte
Signalgenerator wird über eine
Ethernet- oder USB-Verbindung zu
einem Windows- oder Linux-Computer
gesteuert, und mehrere Geräte können
zur Steuerung über eine einzige Schnittstelle
in Reihe geschaltet werden.
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
Breitbandsignalerzeugung Maßstäbe in
seiner Klasse setzt. Als vollfunktionaler
GNSS-Konstellations simulator kann
er in Kombination mit dem CMX500
realistische und wiederholbare A-GNSS-
Szenarien unter kontrollierten Bedingungen
ausführen.
Diese integrierten Lösungen sind CTIA-zertifiziert
für 4G und 5G FR1 und unterstützen
sowohl SISO als auch MIMO. Für 4G- und
5G-Trägerkombinationen ist eine Trägerbündelung
über hunderte von Kanälen und
Bändern verfügbar. Zusätzliche Technologien
wie WiFi bis Version 7, Bluetooth, Narrowband
NTN und RedCap werden durch
die Rohde & Schwarz Messtechnik und
EMQuest Software vollständig unterstützt.
Christoph Pointer, Senior Vice President
Mobile Radio Testers bei Rohde & Schwarz,
erklärt: „Durch die Integration des CMX500
und R&S SMBV100B in die flexiblen OTA-
Systeme von ETS-Lindgren ermöglichen
wir es unseren Kunden, am Puls der technischen
Entwicklung zu bleiben und bereits
die nächste Generation der Wireless-Technologien
ins Visier zu nehmen. Im Rahmen der
Zusammenarbeit bieten wir eine erweiterbare
Lösung, die 4G, 5G, A-GNSS, Wi-Fi 7
und andere neue und künftige Technologien
unterstützt, denen entscheidende Bedeutung
für unsere Kunden zukommt.“
James Young, Director of Wireless Solutions
bei ETS-Lindgren, kommentiert: „Der
CMX500 bietet eine branchenführende Technologieabdeckung.
Er stellt einen echten
One-Box-Tester für nahezu alle Wireless-
Protokolle dar. Unsere Kunden haben damit
die Sicherheit, dass bestimmte Protokolle
oder Technologien, die von der R&S-Messtechnik
unterstützt werden, als Testoption
zum Gesamtsystem hinzugefügt werden
können. Technologie-Upgrades ermöglichen
eine längere Systemlebensdauer und maximieren
so die Kapitalrendite.“◄
hf-praxis 1/2026 19
Messtechnik
3-cm²-Magnetfeldsonde für den Narda FieldMan
Weighted Peak (WPM) gemäß
IEC/EN 62311 und IEC/EN
62233 und eignet sich somit
optimal für die Bewertung elektromagnetischer
Exposition nach
aktuellen internationalen Vorschriften.
sie ohne Lücken und stellt im
Spektrummodus für jede Achse
übersichtliche Grenzwertkurven
bereit.
Erweiterte Analysefunktionen
und Filteroptionen
Die BFD-400-3 ist eine kompakte,
präzise Magnetfeldsonde
(1 Hz bis 400 kHz) für isotrope
3-Achs-Messungen auf 3 cm².
Sie bietet normgerechte WRM/
WPM-Analyse, Echtzeitspektren,
Filter, Scope-Modus und
automatischen Selbsttest und ist
nahezu ideal für anspruchsvolle
Messaufgaben in Entwicklung,
Diagnose und Wartung.
Telemeter Electronic GmbH
info@telemeter.de
www.telemeter.info
Isotrope Messungen und Einsatz
in engen Umgebungen
Die Sonde ermöglicht isotrope
3-Achs-Messungen auf nur 3
cm² Fläche und damit hochauflösende
Punkt- und Nahfeldanalysen
selbst in engen Einbausituationen
oder direkt an elektronischen
Komponenten.
Normgerechte Bewertung
elektromagnetischer
Exposition
Die BFD-400-3 unterstützt
Weighted RMS (WRM) und
Digitale Schnittstelle,
Kalibrierungsfreiheit
und Betriebssicherheit
Die integrierte digitale Sondenschnittstelle
macht eine Kalibrierung
des FieldMan-Basisgeräts
überflüssig. Ein automatischer
Selbsttest sorgt zudem für maximale
Betriebssicherheit.
Leistungsmerkmale,
Normunterstützung
und Spektralanalyse
Die BFD-400-3 Sonde von Telemeter
Electronic bietet eine Vielzahl
moderner Leistungsmerkmale.
Sie ermöglicht eine isotrope
Magnetfeldmessung mit
einem normgerechten 3 cm² -
-Sensor und unterstützt eine
geformte Zeitbereichsauswertung
(STD) für alle relevanten
Normen, einschließlich der
Richtlinie 2013/35/EU. Dank
Echtzeit-Spektralanalyse arbeitet
Für detaillierte Messaufgaben
stehen zudem ein Scope-Modus
für getriggerte Zeitsignalanalysen
sowie selektive Bandpassund
Bandsperrfilter zur Verfügung.
Die digitale Sonden-
Schnittstelle sorgt dafür, dass
keine erneute Kalibrierung des
Basisgeräts erforderlich ist, während
ein automatischer Selbsttest
beim Start die Funktionsfähigkeit
der Sonde überprüft.
PC-Anbindung
und Portfolioerweiterung
Darüber hinaus ermöglicht USB-
Streaming den direkten Transfer
der Messdaten zum PC – auch
ohne Verwendung des FieldMan-
Basisgeräts. Mit der BFD-400-3
erweitert Telemeter Electronic
das FieldMan-Portfolio um ein
leistungsfähiges Werkzeug für
präzise, normkonforme Magnetfeldmessungen
im Niederfrequenzbereich.
◄
Kleinster Sensor für rückführbare Leistungsmessung
2025
TACTRON Elektronik
info@tactron.de
www.tactron.de
Ladybug Technologies, LLC (Boise, Idaho)
ist mit den USB-betriebenen Leistungssensoren
für gepulste und modulierte HF-
Signale eine feste Größe in vielen Entwicklungslabors.
Mit der LBSF09-Serie
hat Ladybug nun zwei Modelle vorgestellt,
welche die hervorragende Performance in
ein kompakteres Gehäuse bringen.
Die Modelle teilen dieselben Leistungsdaten
und Eigenschaften wie die bestens eingeführten
Ladybug-Sensoren:
• ISO-17025-Kalibrierung, rückführbar
auf NIST oder METAS
• Just Measure – patentierte
NoZero-NoCal-Technologie
• VISA-kompatibel und SCPI-
Befehlssatz, I²C und SPI optional
• USB HDI oder USBTMC Protokoll
• Windows GUI
oder unattended-operation
• True-RMS 1 MHz bis 9 GHz (LBSM09A)
oder 4 kHz bis 9 GHz (LBSF09L)
• Dynamic Range -60 bis +23 dBm ◄
20 hf-praxis 1/2026
DC TO 86 GHz
Filter Technologies
For Every Application
LEARN MORE
Options for Every Requirement
CATV (75Ω)
Dual Matched
Hi-Rel
CAVITY
CERAMIC RESONATOR
LUMPED L-C
• Passbands to 43.5 GHz
• Stopbands to 57 GHz
• Bandwidths as narrow as 1%
• 100+ dB rejection
Supporting DOCSIS® 3.1
and 4.0 requirements
High Linearity
Save space in balanced and
push-pull configurations
• Fractional bandwidths
from 0.5 to 40%
• Excellent power handling,
up to 20W
• High Q in miniature SMT package
Low Noise
Rugged ceramic package
meets MIL requirements for
harsh operating conditions
• Wide catalog selection
• Several package options
including aqueous washable
• Variety of filter topologies
Low Additive Phase Noise
LTCC
MICROSTRIP
MMIC REFLECTIONLESS
LEARN MORE
• Tiny size, as small as 0202
• Industry’s widest selection
of mmWave LTCC filters
• Proprietary designs with
stopband rejection up
to 100 dB
High dynamic range over wide
bandwidths up to 45 GHz
RF Transistors
NF as low as 0.38 dB for
sensitive receiver applications
• Connectorized designs with
4 to 40% fractional bandwidth
• Power handling up to 10W
• Flat group delay
Variable Gain
As low as -173 dBc/Hz
@ 10 kHz offset
• Patented topology absorbs
and internally terminates
stopband signals
• Perfect for pairing with
amplifiers, mixers, multipliers,
ADC/DACs & more
Wideband Gain Blocks
RECTANGULAR WAVEGUIDE
SUSPENDED SUBSTRATE
THIN FILM ON ALUMINA
• WR-12, WR-15 and
WR-28 interfaces
• Passbands up to 87 GHz
• High stopband rejection,
40 dB
<1 dB NF with footprints as
small as 1.18 x 1.42mm
Up to 31.5 dB digital
gain control
• Ultra-wide passbands
up to 26 GHz
• Wide stopbands
up to 40 GHz
• High Q
Flat gain for broadband
and multi-band use
• Passbands from DC to 40 GHz
• High rejection with wide passband
• Miniature SMT package
DISTRIBUTORS
Rudolf-Diesel-Straße 2A, D-65719 Hofheim-Wallau
? +49 6122 726 60-0 +49 6122 726 60-29
✉ info@ie4u.de www.ie4u.de
Registered in England/No 1419461
Wharf Road, Frimley Green, Camberly, GU16 6LF UK
? +44 1252 83 2600 +44 1252 83 7010
www.mini-circuits.com
Fuchsgrube 4, D-83278 Traunstein
? +49 861 16677 0 +49 861 16677 88
✉ info@municom.de www.municom.de
Messtechnik
Optischer Spektrumanalysator für 600 bis 1700 nm
Meilhaus Electronic GmbH
www.meilhaus.com
Ceyear bietet Hightech-Produkte im Bereich
elektronischer Messinstrumente, automatischer
Prüfsysteme, Mikrowellen- und
Millimeterwellen-Komponenten, optoelektronischer
und digitaler Kommunikation.
Der Ceyear 6362D ist ein optischer Spektrumanalysator
mit hoher Auflösung, großem
Dynamikbereich, hoher Geschwindigkeit
und hoher Leistung. Der 6362D eignet sich
für die Prüfung von optischen Systemen
von 600 bis 1700 nm, wie z.B. DWDM und
optische Verstärker. Der Spektrumanalysator
6362D kann auch für die Prüfung von
optischen aktiven und passiven Bauelementen
verwendet werden, wie z.B. LED,
FP-LD, DFB-LD, optische Transceiver und
optische Fasern und Fasergitter sowie andere
optische Bauelemente.
Für Laserlichtquellen mit einem einzigen
longitudinalen Modus, wie z.B. DFB-LD,
bietet das Gerät zwei Analysemethoden:
Schwellenwertanalyse und Seitenmoden-
Unterdrückungsverhältnis-Analyse (Side
Mode Suppression Ratio, SMSR). Mit
diesen Methoden lassen sich die Mittenwellenlänge,
die Spektrumbandbreite und
das SMSR der zu messenden Lichtquelle
mit einem einzigen longitudinalen Modus
effektiv und genau bewerten.
Neben Anwendungen zur spektralen Messung
von Halbleiterlaserlichtquellen integriert
das Gerät auch Anwendungen zur
Messung der Polarisationsmodendispersion
von Glasfasern, Anwendungen zum Multiplexing
von Wellenlängen, Anwendungen
für Faserverstärker, Anwendungen für Wellenlängenmultiplexfilter,
Anwendungen für
Wellenlängenmultiplex-Lichtwellenleiterverstärker
und andere Spektrumanwendungsfunktionen.
◄
Rekonfigurierbares 15-in-1-Messgerät für Signale mit bis zu 2 GHz
Moku:Delta, die vierte Generation
software-konfigurierbarer
Messtechnik vereint alle Vorteile
der bisherigen Modelle,
während sich sowohl Leistung
als auch Flexibilität mehr als
verdoppeln.
2025
SI Scientific Instruments
GmbH
www.si-gmbh.de
Das Multi-Instrument vereint
bis zu 15 leistungsstarke Instrumente
in nur einem Gehäuse.
Mess-Setups in HF-Labors werden
durch parallele Integration
von bis zu acht Software-Instrumenten
(Lock-in-Verstärker,
Laserstabilisierungsbox, Zeit-
& Frequenzanalysator, digitale
FIR- & IIR-Filter, Oszilloskop,
Spektrumanalysator,
Datenlogger, PID-Regler, Frequenzganganalysator,
Phasenmeter,
Logikanalysator, Funktions-
& Arbiträr generator und
Neuronales Netzwerk) stark
vereinfacht.
Gleiches gilt für die Bedienung,
die wahlweise über die
moderne touch-orientierte Benutzeroberfläche
oder per API
erfolgt, kabelgebunden oder
drahtlos. Über die API lassen
sich jetzt auch Daten der
jeweils acht Ein- und Ausgangsports
in Echtzeit streamen und
im Multi-Instrument- Modus
erstellte Signalverarbeitungsketten
können per Moku Cloud
Compile zusätzlich mit individuellem
VHDL-Code erweitert
werden. Moku:Delta unterstützt
Hochgeschwindigkeits-Datenerfassung,
- verarbeitung und
-visualisierung, Signalerzeugung
sowie Echtzeit-Steuerungsanwendungen.
Durch frequenzabhängige
Signalmischung mehrerer
ADCs im innovativen Hybrid-
Frontend mit patentierter
Mischtechnologie (dual 14/20-
Bit ADC) bietet Moku:Delta
konstant niedrige Rauschleistung
von <10 nV/vHz von
DC bis 2 GHz. 32 Digital IO-
Kanäle und integrierte GPSstabilisierte
Clock runden das
Gesamtpaket ab.◄
22 hf-praxis 1/2026
Messtechnik
Premium-Economy-Oszilloskope
Ihr Partner für
EMV und HF
Messtechnik-Systeme-Komponenten
EMV-
MESSTECHNIK
Absorberräume, GTEM-Zellen
Stromzangen, Feldsonden
Störsimulatoren & ESD
Leistungsverstärker
Messempfänger
Laborsoftware
Die Teledyne Test Tools T3DSO3000HD
Oszilloskope, welche bei Telemeter Electronic
erhältlich sind, bieten vier Kanäle
mit analogen Bandbreiten von 200, 350,
500 und 1000 MHz mit jeweils 12 Bit
vertikaler Auflösung. Jedes Modell bietet
eine maximale Abtastrate von bis zu 4
GS/s und einen maximalen Speicher von
bis zu 400 Mpts. Die Serie ist standardmäßig
mit allen seriellen Daten-Triggerund
Decodier- Optionen sowie Leistungsanalyse,
Bode Plot und Sequenzmodus-
Funktionen ausgestattet.
Eine beeindruckende Reihe von Messund
Mathematikfunktionen, Optionen für
einen 50 MHz Arbitrary Waveform Generator
sowie serielle Decodierung sind weitere
Merkmale des T3DSO3000HD. Das
große 10,1-Zoll-Display mit kapazitivem
Touchscreen unterstützt Multi-Touch-
Gesten und ermöglicht durch das benutzerfreundliche
User-Interface-Design eine
intuitive Bedienung.
2025
Telemeter Electronic GmbH
info@telemeter.de
www.telemeter.info
Das Gerät bietet herausragenden
Funktionen: Es verfügt über einen 12-Bit-
Analog/Digital- Wandler mit einer beeindruckenden
Abtastrate von bis zu 4 GS/s.
Mit vier analogen Kanälen und einer Bandbreite
von bis zu 1 GHz bietet es maximale
Flexibilität für präzise Messungen.
Zusätzlich unterstützt es serielle Bustrigger
und Decoder für zahlreiche Protokolle
wie I²C, SPI, UART, CAN, LIN, CAN FD,
FlexRay, I²S, MILSTD-1553B, SENT,
Manchester und ARINC429.
Für noch mehr Funktionalität kann das
Gerät optional mit 16 digitalen Kanälen
(MSO) erweitert werden. Die umfangreiche
Schnittstellenausstattung umfasst zwei
USB 3.0-Host-Ports, einen USB 2.0-Host-
Port, einen USB 3.0-Geräteanschluss
(USBTMC), eine 1000M-LAN-Schnittstelle
(mit Unterstützung für VXI-11, Telnet,
Socket und LXI) sowie Anschlüsse
für externen Trigger und Aux-Ausgänge
(Pass/Fail, Trigger Out).
Ein besonderes Highlight ist der integrierte
Webserver, der eine Fernsteuerung über
den LAN-Port mithilfe eines Webbrowsers
ermöglicht. Zudem können SCPI-Befehle
für die Fernsteuerung genutzt werden,
was eine einfache und flexible Bedienung
gewährleistet. Die Produktspezialisten
von Telemeter Electronic stehen für eine
detaillierte Beratung jederzeit gerne zur
Verfügung.◄
HF- & MIKROWELLEN-
MESSTECHNIK
Puls- & Signalgeneratoren
GNSS - Simulation
Netzwerkanalysatoren
Leistungsmessköpfe
Avionik - Prüfgeräte
Funkmessplätze
ANTENNEN-
MESSTECHNIK
Positionierer & Stative
Wireless-Testsysteme
Antennenmessplätze
Antennen
Absorber
Software
HF-KOMPONENTEN
Abschlusswiderstände
Adapter & HF-Kabel
Dämpfungsglieder
RF-over-Fiber
Richtkoppler
Kalibrierkits
Verstärker
Hohlleiter
Schalter
Tel. 089-895 565 0 * Fax 089-895 565 10
hf-praxis 1/2026 23
Email: info@emco-elektronik.de 23
Internet: www.emco-elektronik.de
Messtechnik
Echtzeit-Spektrumanalyse, VNA und 5G/LTE-OTA
in einem Handheld-Gerät
2025
In der zunehmend von drahtloser
Konnektivität und Echtzeit-Datenaustausch
geprägten
Welt sind Signalanalysatoren
zu unverzichtbaren Werkzeugen
in zahlreichen Branchen geworden.
Ob bei Netz betreibern,
Service-Technikern, in der
Verteidigungsindustrie oder
bei Elektronikherstellern sind
präzise HF-Analysen entscheidend,
um Leistungsfähigkeit,
Normenkonformität und Innovation
sicherzustellen.
Mit der rasanten Weiterentwicklung
drahtloser Standards,
getrieben durch den Ausbau
von 5G NR, LTE und die wachsende
Komplexität vernetzter
IoT-Ökosysteme, steigt die
Nachfrage nach flexiblen und
leistungsstarken Testlösungen
stärker denn je. Um diesem
Bedarf gerecht zu werden, hat
Siglent einen neuen Handheld-
Signalanalysator entwickelt, der
das Potenzial mobiler Messtechnik
durch die Kombination aus
Spektrumanalyse, Echtzeitüberwachung,
Vektor-Netzwerkanalyse
(VNA) und umfassender
5G NR/LTE-Signaldecodierung
Siglent Technologies
Germany GmbH
www.siglenteu.com
in einem kompakten, robusten
Gerät neu definiert.
Die neue SHA860A-Serie
Siglent Technologies stellt mit
der neuen SHA860A-Serie einen
Handheld-Signalanalysator der
nächsten Generation vor, der
mobile HF-Messtechnik grundlegend
verändert. Mit der Kombination
aus Spektrumanalyse,
Vektor-Netzwerkanalyse (VNA)
und umfassender Unterstützung
für 5G-NR- und LTE-OTA-Messungen
bietet der SHA860A ein
Höchstmaß an Funktionalität
in einem kompakten, tragbaren
Format. Der Frequenzbereich
von 9 kHz bis 7,5 GHz (nutzbar
ab 5 kHz), eine Echtzeitbandbreite
von bis zu 110 MHz
sowie vielfältige Messfunktionen
machen ihn zum idealen
Werkzeug für den Einsatz bei
Basisstations-Installationen,
Wartungseinsätzen und Fehlersuche
vor Ort.
5G NR & LTE FDD/TDD
OTA Analyse
Bei der Inbetriebnahme von
5G-Basisstationen ist eine präzise
Bewertung der Netzwerkqualität
und Beam-Performance
entscheidend. Der SHA860A
decodiert 5G NR Signale OTA
und liefert Schlüsselparameter
wie Frequenz, PCI, SSB-Index,
Frequenzfehler und EVM für
SSB, visualisiert durch Konstellationsdiagramme.
Auch LTE-
OTA-Messungen ermög lichen
eine umfassende Analyse, von
Synchronisationsstatus über
Zeitoffset bis hin zu Leistungsmessungen
für PSS, SSS, CRS
und PBCH.
Echtzeit-Spektrumanalyse
Mit bis zu 110 MHz Echtzeitbandbreite
und einer FFT-Verarbeitungsrate
von 300.000
FFT/s erkennt der SHA860A
selbst kurze Signalereignisse
ab 3,51 µs mit 100% Erfassungswahrscheinlichkeit
(POI).
Analysemodi wie Frequenzmasken-Trigger,
3D-Darstellung,
Dichte- und Zeitverlaufdiagramme
ermöglichen eine
detaillierte Interferenzsuche im
dynamischen 5G-Spektrum.
Kabel- und Antennenprüfung
Fehlerhafte Komponenten können
Netzabdeckung und Signalqualität
erheblich beeinträchtigen.
Der SHA860A bietet
schnelle Messungen für Kabeldämpfung,
Rückflussdämpfung,
SWR und Fehlerortung
(DTF). Optional steht eine
1-Pfad-2-Port-VNA-Funktion
mit S11/S21, Smith-Diagramm
und 114 dB Dynamikbereich zur
Verfügung.
Pulsprofil-Analyse
Zur Bewertung von HF-Signalcharakteristiken
bei Radar- und
Kommunikationssystemen stehen
bis zu 10.001 Messpunkte
bereit. Die Pulsanalysefunktion
unterstützt verschiedene Erkennungsmodi,
wie Peak, Sample,
Average und klassisch.
Indoor/Outdoor-Mapping
mit GPS
Zur Optimierung der Netzabdeckung
lassen sich Basisstationen,
Antennenpositionen
und Störquellen kartieren. GPSbasierte
Erfassung mit ±0,01
ppm Genauigkeit nach Fix ermöglicht
die lückenlose Analyse
von Innen- und Außenbereichen
mit Logging- und Wiedergabefunktion.
IQ-Daten-Erfassung
Mit bis zu 110 MHz Bandbreite,
300 MSa/s Abtastrate und 1 GB
RAM unterstützt der SHA860A
die Speicherung und Übertragung
von IQ-Daten via USB
oder LAN zur nachgelagerten
Analyse, die ideal zur Signalreproduktion
und Spektrumsauswertung
mit hoher Präzision verwendet
werden können.
Fazit
Der SHA860A vereint alle wichtigen
Funktionen für moderne
Mobilfunk- und HF-Messungen
in einem einzigen Gerät. Ob
Beam-Validierung, Interferenzsuche
oder Netzoptimierung,
Siglents neue Plattform liefert
zuverlässige Ergebnisse in Echtzeit,
direkt im Feld. ◄
24 hf-praxis 1/2026
Messtechnik
EFT Generator Set
Das neue PT4 Set dient der effizienten
Störfestigkeitsanalyse
von Baugruppen und Geräten.
Der Burst-Transformator PT4
wandelt die Impulse des EFT/
Burst-Generators in potentialfreie
Burstimpulse um. Diese
werden abschnittsweise in den
Prüfling eingespeist und ermöglichen
damit die Eingrenzung
empfindlicher Bereiche des
Prüflings.
Langer EMV-Technik GmbH
mail@langer-emv.de
www.langer-emv.de
Weiterhin enthält das Set eine
Magnet- und eine E-Feldquelle,
die ebenfalls vom EFT/Burst-
Genrator gespeist werden. Mit
dem am Feldquellenkopf austretenden
Feld wird die Oberfläche
von Prüflingen abgetastet.
Schwachstellen werden damit
genau lokalisiert und können
den bei der Prüfung nach Norm
auftretenden Fehlerbildern zugeordnet
werden.
Der Burst-Transformator und das
Anschlusskabel der Feldquellen
sind auf Kundenwunsch mit
SHV-Steckverbinder (HV SHV-
SMB 1 m) oder mit Fischerstecker
(HV FI-SMB 1 m)
erhältlich. Bitte bei Bestellung
angeben.
Durch die galvanische Trennung
der Burst-Impulse vom Burst-
Generator werden Messungen
mit einem Oszilloskop während
der Störbeeinflussung möglich
und Fehlmessungen durch Störbeeinflussungen
des Oszilloskops
erheblich reduziert. ◄
Hochwertige HF-Messkabel für bis zu 110 GHz
2025
Melatronik
Nachrichtentechnik GmbH
info@melatronik.de
www.melatronik.de
Die Kabel der PT-Serie von
ANOISON sind hochwertige,
phasen- und amplitudenstabile
Messkabel. Sie sind für
den Frequenzbereich bis 110
GHz erhältlich und werden
je nach Kundenwunsch mit
Steckern/Buchsen der Typen
N, SMA, 3.5, 2.92, 2.4, 1.85,
1.35 und 1.0 konfektioniert.
Für den Anschluss an einen
VNA-Port sind NMD- oder
auch miniNMD-Adapter und
-Stecker für die Kabel der PT-
Serie verfügbar.
Falls die Anforderungen an
die Phasen- und Amplitudenstabilität
Ihrer Messanwendung
sehr hoch sind, ist das
PT- Kabel von ANOISON eine
hervorragende Wahl. Das PT-
35-Kabel für den Frequenzbereich
DC bis 26,5 GHz hat
z.B. eine Phasenstabilität von
typisch ±3° und eine Amplitudenstabilität
von typisch ±0,05
dB. Diese exzellenten Werte
wurden auch noch erreicht,
nach dem die Kabel einem
Biege-Life-Test mit 20000
Zyklen und einem Drehtest
mit 5000 Zyklen unterzogen
worden waren. Wie alle Kabel
von ANOISON kann die Länge
auf Kundenwunsch angepasst
werden. ◄
hf-praxis 1/2026 25
EMV
Automatisierte EMV-Prüfung
Von Langer EMV kommt ein
neuer DPI-Messplatz für IC-
Störfestigkeitstests: Zusammen
mit SweepMe! hat man einen
Direct Power Injection (DPI)
Messplatz implementiert, um
die Störfestigkeitsprüfung von
ICs zu automatisieren und zu
vereinfachen. DPI ist eine standardisierte
Methode zur Prüfung
der elektromagnetischen Verträglichkeit,
bei der HF-Störungen
direkt in die Signal- oder Leistungspins
eines zu prüfenden
ICs eingespeist werden. Damit
kann dessen Anfälligkeit für leitungsgebundene
HF-Störungen
bewertet werden. Diese Prüfmethode
ist wichtig, um ICs in
Bezug auf ihre Störfestigkeit zu
qualifizieren.
2025
Langer EMV-Technik GmbH
www.langer-emv.de
Der Aufbau umfasst einen
Signalgenerator, mehrere HF-
Verstärker, mehrere Richtkoppler,
ein Oszilloskop und eine
P512-Probe.
Mit SweepMe! wurde die
gesamte Prüfabfolge, einschließlich
der HF-Pegel- und
Frequenzsweeps, der Leistungmessung
und der Protokollierung
der DUT-Ausfälle, in einem
einzigen synchronisierten Prozess
automatisiert. Außerdem
wurde eine automatische Pass/
Fail-Erkennung realisiert. Dies
erhöht die Wiederholgenauigkeit
und Flexibilität der Prüfung
und bietet gleichzeitig die
Möglichkeit einer detaillierten
Dokumentation der Störfestigkeitsschwellenwerte.
Die Modularität von SweepMe!
ermöglicht es, das Setup für
verschiedene DUTs, Testgeräte
(Generatoren, Oszilloskope etc.)
und Standards einfach anzupassen,
was die Setup-Zeit erheblich
reduziert und die Zuverlässigkeit
der DPI-Tests erhöht.
Diese Zusammenarbeit wurde im
Rahmen des Product Sprint 2024
initiiert, einem Programm von
Smart Systems Hub und IOSax
zur Förderung von Innovationen
durch unternehmensübergreifende
Partnerschaften.
SweepMe! finden Sie unter
folgendem Link:
https://sweep-me.net/◄
Normkonforme FFT-basierte EMV-Messempfänger
2025
Die Modelle ER8000 und ER9000 sind
vollständig konforme FFT-basierte EMV-
Messempfänger von NARDA-PMM, die für
schnelle und präzise EMV-Prüfungen auf
Zertifizierungsniveau ent wickelt wurden.
ER8000
Dieser Empfänger deckt einen Frequenzbereich
von 9 kHz bis 3 GHz ab und ist
konform mit den Normen CISPR 16-1-1,
MIL-STD-461, ANSI C63.2 und FCC.
Der ER8000 ist mit einer internen
16-A-Einphasen- LISN ausgestattet und
ermöglicht den Anschluss und die automatische
Umschaltung externer LISNs.
ER9000
Dieser Empfänger mit Touchscreen-Farbdisplay
erweitert den Frequenzbereich auf
10 Hz bis 3 GHz und ist ebenfalls konform
mit CISPR 16-1-1, MIL-STD-461, ANSI
C63.2 und FCC. Neben dem Netzbetrieb
ist der Betrieb mit einem Akku möglich.
Zudem ist er mit einem internen CW- Generator
für Selbstkalibrierungsroutinen und
RF-Signalgenerierung ausgestattet. Die
Kommunikation erfolgt neben USB über
Ethernet und der ER9000 verfügt über
Glasfaseranschlüsse.
Beide Modelle zeichnen sich durch ihre
kompakte Bauweise und schnelle FFT-
Messungen aus, was sie ideal für den Einsatz
in verschiedenen EMV-Prüfumgebungen
macht, wodurch Zeit und Kosten
bei EMV-Prüfungen eingespart werden.
Zudem unterstützen sie umfangreiche
Messfunktionen und sind mit der kostenlosen
PMM Emission Suite Software
kompatibel, die eine leicht zu bedienende
Anwendung garantiert und eine große
Auswahl an Protokolldarstellungen bietet.
EMCO Elektronik GmbH
info@emco-elektronik.de
www.emco-elektronik.de
26 hf-praxis 1/2026
Funkchips und -module
Leistungsstarker Funk-SoC
für fortgeschrittenes Bluetooth LE und Matter
Mit dem nRF54LM20A erweitert
Rutronik das SoC-Portfolio um
das neueste Bauteil der innovativen
nRF54L-Serie von Nordic
Semiconductor. Dieser hochflexible
Wireless-SoC kombiniert
Ultra-Low-Power 2,4 GHz
Radio mit einem 128 MHz Arm
Cortex M33 Prozessor, umfangreichen
Peripherien und skalierbaren
Speicherkonfigurationen.
2025
Rutronik Elektronische
Bauelemente GmbH
www.rutronik.com
Dank integriertem High-Speed-
USB, erweitertem Speicher
(2 MB NVM, 512 KB RAM) und
moderner Sicherheitsfunktionen
ermöglicht der nRF54LM20A
energieeffiziente Designs für
zukunftsweisende Applikationen
wie Wearables, Gaming-Peripherie
oder Smart-Home-Lösungen.
Vorbestellungen des
nRF54LM20A SoCs und des
zugehörigen nRF54LM20-DK
sind möglich. Der offizielle
Verkaufsstart ist für Q1/2026
geplant. Weitere Produkte von
Nordic Semiconductor sind unter
www.rutronik24.com erhältlich.
Der nRF54LM20A ergänzt die
erfolgreiche nRF54L-Serie und
überzeugt durch noch mehr
Performance und Flexibilität.
Dank proprietärer Technologien,
wie Low-Leakage-RAM, und
fortschrittlichem Multiprotokoll-
FunkDesign reduziert sich der
Energieverbrauch deutlich – ein
entscheidender Vorteil für Entwickler,
die die Akkugröße verringern
oder Batterielaufzeiten
verlängern möchten.
Um eine Kostenoptimierung und
Flexibilität im Designzyklus zu
unterstützen, sind die SoCs in
Speicher- und Gehäusekonfigurationen
mit bis zu 66 GPIOs einschließlich
Pin-to-Pin-Optionen
erhältlich.
Benefits im Überblick:
• Ultra-Low-Power
Multiprotokoll-2,4 GHz
Radio
• unterstützt Bluetooth LE, Matter, Aliro, Zigbee, Thread,
sowie proprietäre Protokolle mit einer Datenrate von bis
zu 4 Mbps
• integrierte multifunktionelle MCU- Fähigkeiten
• 128 MHz Arm Cortex-M33 Prozessor
• 2 MB NVM und 512 KB RAM
• High-Speed USB
• umfangreiche Peripherie: Global RTC (System OFF),
14-Bit ADC, High-Speed-Interfaces
• bis zu 66 GPIOs
• Secure Boot, Secure Firmware Update, Secure Storage
• kryptografischer Accelerator mit Side-Channel-Leakage-
Schutz und Tamper-Detektoren
Das zugehörige Development-
Kit (nRF54LM20-DK) bietet
eine komplette Funktionsübersicht
auf einem Board. Es
wird durch das nRF Connect
SDK und Tools unterstützt und
ermöglicht einen schnellen
Einstieg. Kosten lose Trainings
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hf-praxis 1/2026 27
Funkchips und -module
2,4-GHz-Funkmodule sind kompakt,
energiesparend und universell
2025
Würth Elektronik, Hersteller elektronischer
und elektromechanischer Bauelemente für
die Elektronikindustrie, stellt neue Funkmodule
vor: das frei konfigurierbare Modell
Orthosie-I sowie die Variante Stephano-I mit
vorinstallierter Firmware. Beide basieren
auf dem ESP32-C3-Chipsatz und kommunizieren
nach den Standards IEEE 802.11
b/g/n und Bluetooth LE 5.0. Die neuen
Komponenten verfügen über eine integrierte
Antenne und lassen sich nicht zuletzt wegen
ihrer platzsparenden Bauform sehr flexibel
einsetzen.
Hintergrund: Funkkommunikation kommt
heute in vielen Bereichen unseres Alltags
zum Einsatz – in Blutzuckermessgeräten,
die ihre Ergebnisse an ein Smartphone liefern,
in Thermostaten oder Mährobotern
mit App-GUI oder in Akku-Werkzeugen,
die beim Start automatisch einen Bluetoothgekoppelten
Staubsauger aktivieren. Für
diese und viele weitere Applikationen hat
Würth Elektronik nun die passenden Funkmodule
im Angebot.
Energie- und platzsparend optimiert
Die Module verfügen über eine integrierte
Antenne. Sie wurde speziell für den energiesparenden
Betrieb optimiert, ohne Kompromisse
in der Funkreichweite einzugehen.
Auch ein Update per Funkverbindung ist
möglich (FOTA, Firmware Over The Air).
Den Entwicklern von Würth Elektronik ist
es zudem gelungen, die TX-Stromaufnahme
und den Formfaktor um 50 Prozent im
Vergleich zum Modul ESP32-C3-MINI-1
zu verringern. Im Power-off-Modus verbrauchen
die nur 13 × 9,5 × 2 mm großen
Module lediglich 1 µA.
Die innovativen Kommunikationsbauelemente
basieren auf einem 32-Bit-RISC-
V-Single-Core-Prozessor von Espressif
(ESP32-C3), der mit einer Taktfrequenz
von bis zu 160 MHz betrieben werden kann.
Sie verfügen über einen 4-MB-Flash-Speicher
und 400 kB RAM. Außerdem stehen
15 freikonfigurierbare GPIO-Pins (General
Purpose Input/Output) zur Verfügung.
Mit oder ohne
vorinstallierte Firmware verfügbar
Das Modul Orthosie-I wird ohne vorinstallierte
Firmware ausgeliefert und kann individuell
auf das jeweilige Einsatzgebiet programmiert
werden. Dabei lassen sich auch
Schnittstellen wie UART, SPI, I²C und ADC
implementieren.
Einschließlich hochwertiger, vorinstallierter
Firmware mit vollständigem TCP/IP-Stack,
MQTT und HTTP wird das Stephano-I ausgeliefert.
Das vielseitige Modul kann sowohl als Station
als auch als Soft Access Point agieren.
Im Soft-Point-Access-Modus stehen die Verschlüsselungsmodi
WPAPSK, WPA2PSK
und WPA/WPA2PSK zur Verfügung. Bis
zu drei Bluetooth-LE-Verbindungen sind
gleichzeitig möglich.
Praktisch und zeitsparend: Mit der „WE
Bluetooth LE Terminal“ App bietet Würth
Elektronik eine schnelle und einfache Testmöglichkeit
sowie eine Basis für eigene
Apps (kostenlos verfügbar im Google Play
Store und im Apple App Store oder als Quellcode
auf GitHub).
Würth Elektronik eiSos
GmbH & Co. KG
info@we-online.de
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Verschlüsselte Kommunikation: WLAN-Modul für IoT-Sicherheit
2025
Würth Elektronik eiSos
GmbH & Co. KG
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Würth Elektronik stellte das
neue WLAN-Funkmodul
Cordelia-I vor, das speziell
für die Absicherung von IoT-
und Edge-Computing-Anwendungen
entwickelt wurde. Das
vielseitige Modul eignet sich
ideal für Einsatzgebiete wie
Industrie 4.0, Smart City/Smart
Home, E-Mobility, Agrartechnik
sowie Medizintechnik.
Es erfüllt die Anforderungen
der RED- Vorgaben (Funkanlagenrichtlinie)
inklusive der
Cybersicherheitsverordnung
2022/30 gemäß EN18031-1,
die seit August 2025 in der EU
für alle neuen Geräte mit Funk
verpflichtend ist. Das Cordelia-
I-Modul wurde in Zusammenarbeit
mit dem britischen
Cybersicherheits unternehmen
28 hf-praxis 1/2026
Funkchips und -module
Next-Gen-Funkmodul in drei Ausführungen
für zukunftsfähige Bluetooth-6-Anwendungen
Rutronik erweiterte das Wireless-Portfolio
um das PAN B511-1x Bluetooth 6 Modul
der nächsten Generation von Panasonic.
Das Low-Energy-Modul basiert auf dem
Ultra-Low-Power Wireless SoC nRF54L15
von Nordic und kombiniert dessen wichtigste
Funktionen für ein Plus an Leistung
und Speicher bei minimalem Energieverbrauch.
Dadurch ist das Bauteil vor allem für
den Einsatz in batteriebetriebenen Anwendungen
prädestiniert.
2025
Rutronik
Elektronische Bauelemente GmbH
www.rutronik.com
Mit seinem geringen Formfaktor, den hybrid
castellated Holes und dem LGA-Footprint-
Design ermöglicht das Modul optische Kontrollen,
zweilagige Designs und schnelles
Proto typing durch Handverlöten. Das Modul
ist in Kürze in den Ausführungen Economy,
Standard und Premium erhältlich.
Das PAN-B511-1x-Modul von Panasonic
verfügt über einen integrierten 128 MHz
Arm Cortex M33 Prozessor, 5 MB NVM
(Non-Volatile Memory) und 256 kB RAM
Arbeitsspeicher.
Mit einer maximalen Sendeleistung von bis
zu 8 dBm und der typischen Empfangsempfindlichkeit
von -98 dBm (bei 1 Mb/s) und
-106 dBm (bei 125 kb/s im LE-Modus Long
Range) ist das Modul in der Lage, auch sehr
schwache Signale bei größerer Reichweite
zu empfangen.
Das Modul arbeitet zuverlässig in einem
Temperaturbereich von -40 bis zu +85 °C
bei einem Spannungsbereich von 1,7 bis
3,6 V und verfügt über zusätzliche GPIO-
Schnittstellen auf der Unterseite.
Das Modul ist in drei Ausführungen
verfügbar
• Economy
Bluetooth 6 & 802.15.4 Modul basierend
auf nRF54L15, mit integrierter Chip-
Antenne für den Einsatz in Anwendungen,
wie Smart Lighting, Weiße Ware oder
Industriesensoren
• Standard
Bluetooth 6 & 802.15.4 Modul basierend
auf nRF54L15, mit integrierter Chip-
Antenne für den Einsatz in Anwendungen,
wie medizinische Geräte, Wearables oder
Energie-Management
• Premium
Bluetooth 6 & 802.15.4 Modul auf Basis
des nRF54L15 mit integrierter Chip-
Antenne, integrierter Slow Clock und
zusätzlichem 4 MB Flash Speicher für den
Einsatz in Anwendungen, wie Machine
Learning und Matter-Anwendungen
Hauptmerkmale im Überblick
• Spannungsbereich 1,7 bis 3,6 V
• integrierte Chip-Antenne, später auch
Bottom-Pad-Antenne
• 128 MHz Arm Cortex-M33-Prozessor
• 1,5 MB NVM und 256 kB RAM
• verfügbare Peripheriegeräte: GPIOs (32),
Hochgeschwindig keits-SPI/UART, 4x
SPI/UART/TWI, PDM, I2S, PWM,
QDEC, ADC
Weitere Anwendungsbereiche:
• IIoT und Internet of Everything
• Industrie 4.0
• Automation
• Medical
• Advanced Robotics
• Advanced Measurement,
Processing & Analytics, KI ◄
Crypto Quantique ent wickelt,
um höchste Sicherheitsstandards
zu gewährleisten. Mit
einer kompakten Größe von
nur 19 × 27,5 × 4 mm ist es
für einen Temperaturbereich
von -40 bis +85 °C ausgelegt
und verbraucht im Ruhemodus
weniger als 10 µA.
Das neue WLAN-Modul von
Würth Elektronik verwaltet
eigenständig sichere Cloud-
Verbindungen, sodass die Host-
MCU entlastet wird. Für die
Verbindung zur Cloud wird als
primäres Protokoll MQTT über
TLS verwendet. Das Modul verfügt
über eine sichere Root of
Trust (grundlegendes Sicherheitskonzept
in der Informationstechnologie),
die eindeutig
und manipulationssicher ist.
Alle kryptografischen Schlüssel
werden sicher im Modul generiert
und gespeichert.
Cordelia-I unterstützt die
Cloud- Anbindung mittels
der QuarkLink-Plattform von
Crypto Quantique, die eine
sichere und skalierbare Zero-
Touch-Bereitstellung sowie
das Cloud-Onboarding des
Endgeräts im Feld sicherstellt.
Diese SaaS-Plattform (Software
as a Service) ermöglicht es, die
erste Sicherheitsebene für ein
IoT-Gerät auszuführen. Die
notwendigen Schritte umfassen
die sichere Bereitstellung
der Geräte, das Onboarding bei
einem Cloud- Serviceprovider
oder einer eigenen, serverbasierten
Anwendung sowie die
Verwaltung der Geräte während
ihres gesamten Lebenszyklus.
Bei Cordelia-I handelt es sich
um ein Modul, das dem WLAN-
Standard IEEE 802.11 b/g/n
entspricht und das 2,4-GHz-
Band nutzt. Es bietet im Transparent
Mode eine sichere
UART-zu-Cloud-Bridge. Die
Sendeleistung liegt bei bis zu
18 dBm (Peak) und die Empfindlichkeit
des Empfängers
bei -92 dBm.
Als zusätzlichen Service bietet
Würth Elektronik zu diesem
Produkt ein Evaluation
Kit, ein SDK und PC-Tools zu
Evaluierung. Diese Kits erleichtern
es, Hard- und Software für
Cordelia-I zu entwickeln. ◄
hf-praxis 1/2026 29
Funkchips und -module
Ultrakompakte GNSS-Empfängermodelle
2025
Die mosaic-Produktfamilie wird um weitere
hochpräzise GNSS-Empfängermodule
erweitert, die speziell für kommerzielle
Drohnen, Roboter und andere Anwendungen
mit begrenzten Platzverhältnissen entwickelt
wurden. Denn Septentrio, ein Unternehmen
der Hexagon-Gruppe, erweitert die Grenzen
der GNSS-Positionierungstechnologie
mit der Vorstellung der mosaic-G5-Module,
seiner bisher kleinsten GNSS-Empfänger
mit Abmessungen von nur 23 x 16 mm und
einem Gewicht von nur 2,2 g.
Die ultrakompakte Bauweise und der reduzierte
Stromverbrauch der mosaic-G5-Empfänger
ermöglichen eine zuverlässige und
hochgenaue Positionierung ohne Leistungseinbußen
für kommerzielle UAVs, Roboter
und viele andere industrielle Anwendungen
mit hohen Stückzahlen, bei denen Größe
und Stromverbrauch eine Rolle spielen.
Die leistungsstarke GNSS-Technologie
bietet eine verbesserte Positionsverfügbarkeit
selbst in schwierigen Umgebungen, in
denen GNSS-Signale beeinträchtigt oder
gestört sind.
für Anwendungen mit hohem Volumen wie
Inspektionsdrohnen oder Mähroboter eignet.
Der Quad-Band-Empfänger mosaic-G5 P3
und das Tri-Band-Kursmodul mosaic-G5
P3H bieten eine hohe Positionsgenauigkeit
in schwierigen Umgebungen und sind speziell
auf Anwendungen wie Lieferdrohnen
oder Drohnen für Lichtshows zugeschnitten.
Darüber hinaus kann das Mosaic-G5
P3H-Modul den Kurs mit einem einzigartig
geringen Abstand zwischen zwei GNSS-
Antennen (bekannt als Basislinie) berechnen,
was Anwendungsfälle wie die präzise Navigation
kleiner autonomer Geräte ermöglicht.
Die neuen Module ergänzen die Mosaic-Produktlinie,
in der der renommierte Mosaic-
X5-Empfänger weiterhin den Maßstab für
weltweit führende GNSS-Open-Signal-Anti-
Jamming- und Anti-Spoofing²-Resilienz in
einem kleinen Formfaktor setzt.
Das mosaic-go G5-Evaluierungskit ermöglicht
das einfache Testen und Prototyping
der GNSS-Module mosaic-G5 P3
und P3H. Ähnlich wie mosaic-X5, sind die
neuen Module mit weit verbreiteten Open-
Source-Autopiloten wie PX4 und ArduPilot
kompatibel, was die Entwicklungszeit und
Komplexität reduziert. Das Evaluierungskit
mit dem Namen mosaic-go G5 vereinfacht
das Testen durch direkte Autopilot-Verbindungen,
während die kostenlose Benutzeroberfläche
RxTools den Einrichtungs- und
Evaluierungsprozess unterstützt.
Muster der neuen Module mosaic-G5 P1,
mosaic-G5 P3 und mosaic-G5 P3H sind ab
sofort erhältlich, Großbestellungen können
noch in diesem Jahr geliefert werden. Die
mosaic-G5-Reihe besteht aus dem Basismodul
mosaic-G5 P1 und den weiterentwickelten
Modulen mosaic-G5 P3 und
mosaic-G5 P3H mit Kursangabe. ◄
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Das breite Produktportfolio der
mosaic-Familie ermöglicht es Anwendern,
den Empfänger zu wählen, der
ihren spezifischen
Anforderungen
am besten entspricht.
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Leistung bietet der
Tri-Band-Empfänger
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P1, der sich ideal
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Open RAN
ORAN absichern: Halbleiterlösungen für den Netzwerkschutz
Bild 1: Von der O-RAN Alliance
definierte Architektur
Offene Funkzugangsnetze
(ORANs, Open Radio Access
Networks), unterstützt von Organisationen
wie dem Telecom
Infra Project (TIP) und der
O-RAN Alliance, bieten klare
Vorteile gegenüber herkömmlichen,
geschlossenen Netzwerken.
Um ORAN erfolgreich
einzuführen ist jedoch
das Entbündeln von Hardware
und Software mittels standardisierter,
offener Schnittstellen
und Protokolle sowie interoperabler
Hardware von mehreren
Anbietern erforderlich. Kritisch
ist auch die Netzwerksicherheit,
da Mobilfunknetzbetreiber
(MNOs, Mobile Network Operators)
bei der Bereitstellung von
ORAN-Infrastrukturen Cybersicherheitsrisiken
berücksichtigen
müssen.
Bild 1 zeigt eine ORAN-Netzwerkarchitektur
gemäß der
O-RAN Alliance. Die wichtigsten
Funktionsblöcke sind die
Funkeinheit (RU, Radio Unit),
die dezentrale Einheit (DU,
Distributed Unit) und der intelligente
RAN-Controller (RIC).
Autor:
Thomas Gleiter
Staff Segment Manager
der Timing and
Communication Group
Microchip Technology
www.microchip.com
Marktdimension
Der weltweite ORAN-Markt, der
Hardware, Software und Dienstleistungen
umfasst, wird voraussichtlich
von 1,1 Mrd. US-$ im
Jahr 2022 auf 15,6 Mrd. US-$ im
Jahr 2027 wachsen [1]. Dieses
Wachstum wird vor allem von
MNO vorangetrieben, die von
den geringeren Ausrüstungskosten,
der verbesserten Netzwerkleistung
und der größeren
Flexibilität profitieren möchten,
die sich aus dem Übergang von
geschlossenen, proprietären Systemen
hin zu offenen Infrastrukturen
ergeben, die auf Multi-
Vendor-Ökosystemen basieren.
Gleichzeitig besteht ein starker
politischer Wille, die Entwicklung
von ORAN voranzutreiben
– insbesondere durch die Ankündigung,
dass im Rahmen des US
„CHIPS and Science Act“ von
2022 1,5 Mrd. US-$ für die Entwicklung
von ORAN-Systemen
bereitgestellt werden.
Sicherheitsherausforderungen
für ORAN
Die Schaffung fragmentierter
(disaggregierter) Netzwerke mit
Produkten verschiedener Anbieter
birgt das Risiko, dass ORAN
anfälliger für Cyberangriffe
sind als ihre „geschlossenen“
Pendants. Auf dieses Potenzial
haben insbesondere die US National
Security Agency (NSA) und
die Cybersecurity and Infrastructure
Security Agency (CISA) [1]
in ihrem Papier „Open Radio
Access Network Security Considerations”
hingewiesen. Darin
wurden die Sicherheitsaspekte
im Zusammenhang mit der
Implementierung eines Open
RAN gemäß der Architektur
und Spezifikationen der O-RAN
Alliance bewertet.
Das Papier befasst sich mit der
Sicherheit verschiedener technischer
Aspekte von ORAN,
die von der Verwaltung mehrerer
Hersteller über Funk-ICs/-
Systeme und Basisstationsausrüstung
bis hin zu künstlicher
Intelligenz (KI) und allgemeinen
Netzwerkaspekten reichen.
Darin heißt es: „Die Einführung
von Open RAN bringt neue
Sicherheitsaspekte für Mobilfunknetzbetreiber
(MNO) mit
sich. Ein offenes Ökosystem,
das eine disaggregierte Umgebung
mit mehreren Anbietern
umfasst, erfordert naturgemäß
eine besondere Konzentration
auf Veränderungen der Angriffsfläche
an den Schnittstellen zwischen
den über die Architektur
integrierten Technologien.
Neben den Sicherheitsaspekten
der Integration von Komponenten
verschiedener Hersteller
müssen sich Dienstanbieter auch
mit anderen Aspekten befassen.
Diese hängen mit der Nutzung
von Open-Source-Anwendungen
und neuen 5G-Netzfunktionen
und -Schnittstellen zusammen,
deren Standards sich noch in der
Entwicklung befinden.
Darüber hinaus müssen MNOs
Sicherheitsaspekte berücksichtigen,
die zwar nicht ausschließlich
mit Open RAN zusammenhängen,
aber dennoch relevant
sind, z.B. Cloud-Infrastruktur,
Virtualisierung, Containerisierung
und Distributed-Denialof-Service-/DDoS-Angriffe.“
Eine der Herausforderungen
bei Technologien von mehreren
Anbietern ist die Frage, wo die
Verantwortung für die Sicherheit
liegen sollte. Bei traditionellen
und proprietären Netzwerk-
Designs lag die Verantwortung
für Implementierungsfragen in
der Regel bei einem einzigen
Anbieter. Im ORAN-Zeitalter
müssen MNO jedoch mehr Zeit
investieren, zu ermitteln, welche
Anbieter für die Sicherheit verantwortlich
sind. Zu beachten ist
auch, dass viele Betreiber ORAN
auf der Grundlage bestehender
LTE-Kernnetze aufbauen werden,
die selbst anfällig für passive
Abhör- und aktive „Manin-the-Middle“-Angriffe
sein
können. Darüber hinaus wird
die Angriffsfläche mit der steigenden
Anzahl vernetzter Geräte
weiter zunehmen.
Mit zunehmendem Aufwand
für das Sicherheits-Management
besteht die Gefahr, dass
die Kosten für die Risikominderung
die Kosteneinsparungen
zunichte machen, die als einer
der Hauptvorteile von ORAN
angepriesen werden.
32 hf-praxis 1/2026
Open RAN
Die Möglichkeiten der Virtualisierung
führen zu cloudbasierten
Implementierungen
von RANs. MNO sollten daher
in der Lage sein, einige der
Sicherheitsbedrohungen durch
die robusten Sicherheitsfunktionen
etablierter Cloud-Computing-Architekturen
abzuwehren.
Viele Netzwerke werden jedoch
möglicherweise nicht oder nur
in begrenztem Umfang virtualisiert,
da die Kostenvorteile (die
anfänglichen als auch die laufenden
Gesamtbetriebskosten)
wahrscheinlich der wichtigste
Faktor für die Akzeptanz der
jeweiligen Implementierungen
sein werden.
ORAN-Sicherheit im Fokus
Unabhängig von der Virtualisierung
bestehen weiterhin
viele Anforderungen an die
physische Sicherheit auf Hardware-Ebene.
Um diese Sicherheit
zu gewährleisten und die
Vorteile von ORAN zu erhalten,
suchen Systementwickler
verstärkt nach Standard-Halbleiterbauelementen
und Hardware-Plattformen,
die speziell
für den Schutz vor Cyberangriffen
entwickelt wurden. Dazu
gehören Embedded-Prozessoren
mit integrierten Sicherheitsfunktionen
und zertifizierte TPM
(Trusted Platform Modules), die
auf branchen weit anerkannten
Spezifikationen basieren.
Kernprinzipien
Besonders relevant sind dabei
Richtlinien, die OEMs und Bauteilhersteller
bei der Implementierung
verbesserter Sicherheitsmaßnahmen
in kritischen Infrastruktursystemen
unterstützen.
Dazu zählen die Richtlinien
der NIST Special Publication
800-193, die Empfehlungen für
mehr Widerstandsfähigkeit von
Plattform-Firmware und -Daten
gegen potenziell schädigende
Angriffe enthalten.
Die NIST-Richtlinien beziehen
sich auf die Hardwareund
Firmware-Komponenten,
die zum Starten und Betreiben
eines Systems erforderlich sind
– im Hinblick auf Angriffe, die
ein System vorübergehend oder
dauerhaft außer Betrieb setzen
und zu erheblichen Störungen
für die Nutzer führen könnten.
Die drei Kernprinzipien der
Richtlinien lauten:
• Schützen: Sicherstellen, dass
Code und kritische Daten vor
Änderungen geschützt sind,
egal ob diese böswillig oder
unbeabsichtigt erfolgen
• Erkennen, wenn Code und
kritische Daten beschädigt
wurden
• Wiederherstellen: Bereitstellen
von Mitteln zum Wiederherstellen
von Code und
kritischen Daten in einen
bekannten guten Zustand.
Kriterien
Diese Anforderungen führen zu
einer Reihe von Kriterien für
jedes sichere System, das Teil
des ORAN-Netzwerks ist:
• Sicherer Systemstart: Verwendung
einer hardwaregestützten
Vertrauensbasis, um
die Integrität der Software beim
Start sicherzustellen
• Authentifizierung: Bereitstellung
einer eindeutigen und
überprüfbaren Identität
• Sichere Kommunikation:
Übertragung authentifizierter
und verschlüsselter Daten
• Sichere Programmierung
und Fehlerbehebung: Strenge
Kontrolle des Zugriffs auf die
physischen Schnittstellen des
Systems. Dies umfasst die
Entfernung von Schnittstellenports,
die während der Produktentwicklung
verwendet
Bild 2: Beispiel
eines sicheren
Embedded-Controllers
mit MAF-Speicher
werden, in der Serienfertigung
jedoch nicht benötigt werden.
• Schutz von Assets: Strenge
Kontrolle über Passwörter,
Verschlüsselungsschlüssel und
Sicherheitszertifikate
• Lebenszyklus-Management:
Mit der Weiterentwicklung der
Cyberbedrohungen entwickeln
sich auch die Cybersicherheitsmaßnahmen
weiter.
• Datensicherheit: Nachweis,
dass alle Geräte im System
cybersicher sind und beispielsweise
Penetrationstests (Pen-
Tests) unterzogen wurden
In den letzten Jahren haben
Halbleiterhersteller zahlreiche
Technologien mit integrierten
Funktionen entwickelt, um die
Entwicklung von Systemen, die
diese Kriterien erfüllen, einfacher
und schneller zu gestalten.
Ein Beispiel sind sichere Embedded-Controller,
die ursprünglich
für Computer- und Netzwerkspeicheranwendungen
entwickelt wurden, sich aber
ebenso gut für die Sicherheit
in offenen Systemen eignen,
auf denen Gerätehersteller und
Systemarchitekten ORANs aufbauen.
Diese Controller verfügen
über eine Secure-Boot-Funktion
(Root of Trust), die unveränderlichen
Code im Boot-ROM mit
Public/Private-Key-Kryptografie
kombiniert. Der gesamte Anwendungscode
muss vor der Ausführung
mit dem öffentlichen
Schlüssel authentifiziert werden,
während ein ECC-Algorithmus
(Elliptic Curve Cryptography)
zur digitalen Signatur sowohl
zur Authentifizierung des Codes
als auch zur Überprüfung seiner
Integrität verwendet werden
kann.
Im Hinblick auf die NIST-Wiederherstellungsanforderungen
ist Redundanz wichtig. Dazu
werden mehrere Images des
Anwendungscodes des Controllers
im externen Speicher
abgelegt. Sollte sich beim Booten
herausstellen, dass das erste
Image beschädigt ist, kann der
Boot-Vorgang mit einem anderen
Image fortgesetzt werden.
Sobald der Anwendungscode
geladen wurde, kann die Krypto-
Hardware des Controllers
genutzt werden, um die Schutz-,
Erkennungs- und Wiederherstellungsanforderungen
auf das
BIOS, die Management Engine
(ME) und anderen im Speicher
abgelegte Codes und Informationen
auszuweiten. Wird beschädigter
Systemcode erkannt, kann
der Anwendungscode Backupoder
Golden-Images verwenden,
um das System wiederherzustellen.
Bild 2 zeigt eine Implementierung
eines NIST-konformen
Embedded-Controllers, der auf
einer Master-Attached-Flash-/
MAF-Speicherkonfiguration mit
einem einzigen SPI-Flash-Chip
basiert. Alternative Konfigurationsoptionen
sind MAF mit zwei
SPI-Chips, gemeinsam genutzter
Flash-Speicher mit einem SPI-
Chip und gemeinsam genutzter
MAF mit zwei SPI-Chips.
Sicheres Booten ist eine wichtige
erste Verteidigungslinie. In
manchen Fällen verlangen die
Anforderungen jedoch, dass
Entwickler von ORAN-Geräten
ihre Hardware auf Mikroprozessoren
(MPU) basieren,
die diese integrierte Funktion
nicht bieten und daher den Code
nicht vor der Ausführung validieren.
In solchen Fällen muss
die Secure-Boot-Funktion in das
Gerätedesign integriert werden.
Eine Möglichkeit dafür ist die
Wahl eines gängigen Secure-
Boot-Referenz-Designs, das
auf neuesten FPGAs (Field Programmable
Gate Arrays) basiert.
hf-praxis 1/2026 33
Open RAN
Wie Bild 3 zeigt, können diese
Bausteine, die eine vertrauenswürdige
Quelle und einen umfassenden
Authentifizierungsprozess
nutzen, neben Target-Prozessoren
eingesetzt werden und
– im Falle der gezeigten Lösung
– über DPA-resistente (Differential
Power Analysis) Manipulationsschutzmaßnahmen
verfügen.
Eigenständige Sicherheits-
Kryptoprozessoren
Eine weitere wichtige Entwicklung
für ORAN-Gerätehersteller
ist das Aufkommen dedizierter
und eigenständiger Sicherheits-
Kryptoprozessor-ICs, die den
vom NIST Computer Security
Resource Center (CSRC) entwickelten
Federal-Information-
Processing-/FIPS-Standards entsprechen
und die Spezifikationen
der Trusted Computing Group
(TCG) unterstützen.
Die FIPS-Standards sind für
Behörden konzipiert, die kryptografische
Sicherheitssysteme
zum Schutz sensibler Informationen
in Computer- und Telekommunikationsgeräten
einsetzen.
Sie bilden somit eine
gute Grundlage für die ORAN-
Sicherheit auf Hardware-Ebene.
FIPS-konforme Chips, die eine
Methode zum Speichern von
Schlüsseln in geschützter Hardware
und zur Verwaltung dieser
Schlüssel bieten, um mehrschichtige
Sicherheit zu erreichen,
fungieren effektiv als
Hardware-Krypto-Beschleuniger.
Sie übernehmen komplexe
Sicherheitsoperationen vom
Host-Prozessor und schützen
Schlüssel in der Hardware. Da
diese Chips bereits in Embedded-Systemen
verwendet werden,
sind sie bewährt, weitverbreitet
und kostengünstig.
Bild 4 zeigt ein Blockdiagramm
eines Kryptoprozessor-ICs, der
einen Mikrocontroller, geschützten
nichtflüchtigen Speicher und
eine starke, hardwarebasierte
Public-Key-Sicherheitstechnologie
(RSA) auf einem einzigen
Chip vereint. Der Baustein implementiert
die TCG-Spezifikation
für Trusted Platform
Modules (TPM), verfügt über
einen FIPS-zertifizierten Pseudozufallszahlengenerator
für
die Schlüsselgenerierung, bietet
Secure Boot, Schutz des geistigen
Eigentums, Authentifizierung
und sichere Kommunikation.
Hinzu kommen eine aktive
Abschirmung sowie eine Reihe
von Funktionen zur Manipulationserkennung
und -abwehr.
Fazit
ORAN erfordert den Fokus auf
Änderungen der Angriffsfläche
an den Schnittstellen zwischen
den integrierten Technologien.
Da viele Betreiber ORAN-
Netzwerke auf der Grundlage
bestehender LTE-Kernnetze
aufbauen, können diese anfällig
für passive Abhör- und aktive
Man-in-the-Middle-Angriffe
sein. Daher müssen Netzwerkarchitekten
die Sicherheit jeder
einzelnen Verbindung berücksichtigen.
Per Definition basieren ORAN-
Architekturen weitgehend auf
kostengünstigen, kommerziellen
Standardtechnologien,
die eine schnellere Implementierung
und geringere Kosten
ermöglichen. Im Hinblick auf
die Sicherheit sind Halbleiter, die
Sicherheitsprobleme minimieren
und robuste, geschützte ORAN-
Infrastrukturen ermöglichen, von
entscheidender Bedeutung.
Bild 4: Trusted-Platform-Modul-/
TPM-IC mit SPI-Schnittstelle
Diese Halbleiterbausteine sollten
die Anforderungen relevanter
Gremien und Normen wie NIST,
CISA, FIPs und TCG erfüllen,
indem sie Funktionen wie Secure
Boot und Hardware Root of
Trust bis hin zur Erzeugung und
Authentifizierung von Kryptografieschlüsseln,
Manipulationserkennung
und Lösungen für die
Systemwiederherstellung bieten.
In immer mehr Fällen sind
solche Sicherheitsfunktionen in
Controller und TPMs integriert.
Wo sie nicht verfügbar sind, lassen
sie sich mithilfe bewährter
Standardreferenzdesigns hinzufügen.
◄
[1] www.microchip.com/en-us/
solutions/data-centers-and-computing/computing-solutions/
technologies/platform-root-oftrust-secure-boot
Bild 3: FPGA-basiertes Referenzdesign für sicheres Booten
34 hf-praxis 1/2026
RF-Lambda Europe GmbH ● +49 69 153 29 39 40 ● sales@rflambda.eu
Antennen
Weichen und Systeme für Rundfunk-Anwendungen
In Rundfunk-Sendeanlagen
werden Mehrsenderweichen
zur Zusammenschaltung von
zwei oder mehreren Kanälen
auf eine gemeinsame Antenne
verwendet. SPINNER-Weichen
zeichnen sich durch geringes
SWR, niedrige Durchgangsdämpfung,
hohe Senderentkopplung,
kompakte Bauweise
und einfachen Montage aus.
Sie werden weltweit eingesetzt.
Je nach den Abständen
der verschiedenen Kanäle bietet
SPINNER Lösungen zur
Zusammen schaltung an.
Die Kopplung von Messrichtkopplern
ist frequenzabhängig
(ausgenommen Flat-Response-
Typen). Wenn Sie die Kopplung
bei einer anderen Frequenz
als der auf dem Schild des
SPINNER-Messrichtkopplers
angegebenen Referenzfrequenz
benötigen, können Sie dies über
eine Korrekturtabelle berechnen.
• Richtkoppler (CIB)-
Weichen
CIB-Weichen werden hauptsächlich
bei geringen Kanalabständen
eingesetzt oder dort,
wo eine Durchstimmbarkeit
gefordert wird. Selbst Nachbarkanal-/
Nachbarblock-Betrieb
und die Kombination mit Sternpunkt-
und filterlosen Weichen
zu einem späteren Zeitpunkt
sind möglich.
• Sternpunkt- und
Manifold-Weichen
Sternpunkt- und Manifold-
Weichen finden üblicherweise
als 2- oder 3-Sender-Weichen
Verwendung und benötigen
einen Mindestabstand von
einem Kanal bzw. einem DAB-
Block Zwischenraum.
• Filterlose Weichen
Filterlose Weichen werden als
2-Sender-Weichen eingesetzt,
wenn ein Mindestkanalabstand
von mehr als drei Kanälen
gegeben ist. Durch das Vorschalten
geeigneter Maskenfilter
kann dieser Weichentyp
auch von Analog-Anwendung
auf Digitalbetrieb umgerüstet
werden.
• Filter
Für das digitale Fernsehen werden
Maskenfilter benötigt, um
die Nebenkanalaussendungen
entsprechend den verschiedenen
Masken spezifikationen
(ATSC, DAB, DTT , ISDB-T)
zu begrenzen. SPINNER baut
Filter von 100 W bis zu 16 kW
und arbeitet mit allen großen
Senderherstellern zusammen.
und präzise Fertigung erlauben
den HF-Schaltern von
SPINNER eine sehr schnelle
Umschaltung mit Zeiten von
25 ms bis zu ca. einer Sekunde.
Damit sind sie die schnellsten
und kompaktesten HF-
Schalter, die auf dem Markt
erhältlich sind. Zusätzlich
liefert SPINNER für Größen
von 1 5/8” EIA bis zu 4 1/2”
EIA eine steckbare Version,
die an Umschaltfeldern installiert
werden können, an
denen ein alternativer Betrieb
mit U-Verbindern möglich ist.
• Abschlusswiderstände
SPINNER hat ein umfassendes
Angebot an Absorbern von 2
W bis zu 30 kW. Auf Anfrage
stellt man auch Abschlusswiderstände
mit größeren Leistungen
her. Für eine hohe
Leistungsaufnahme und -ableitung
werden Absorber bei 5
kW luftgekühlt und bei 10
kW und mehr flüssig gekühlt.
Die Absorber mit Flüssigkühlung
sind sog. Smart Loads mit
automatischer Umschaltung
des Flüssigkeitskreislaufs. Das
ermöglicht einen effizienten
Einsatz, auch für den Fall, dass
sie nicht mit voller Leistung
verwendet werden.
• Rohrleitungen
und Feeder-Steckverbinder
SPINNER stellt Rohrleitungen
für die Verbindung aller Elemente
innerhalb der Fernsehstationen
sowie Anschlüsse
her, die mit den Kabeln aller
führenden Hersteller kompatibel
sind.
• Umschaltfelder
Die Umschaltfelder von SPIN-
NER sind die zuverlässigsten
auf dem Markt. Sie besitzen
Microstrip-Kontakte, um auch
nach häufigem Einsatz noch
eine perfekte Verbindung zu
garantieren. Die Umschaltfelder
sind einfach zu verwenden
und benötigen zur Reparatur
kein spezielles Werkzeug. ◄
SPINNER
www.spinner-group.com
• Hochfrequenz-Schalter
SPINNER bietet Schalter
mit hervorragender Leistung.
Die verschiedenen Antriebskonzepte
(Hub magnet,
Impuls magnet, Motorantrieb)
36 hf-praxis 1/2026
Quarze und Oszillatoren
Präzise Taktung und niedriger Jitter für moderne Steuerungssysteme
Der JO23HT sorgt für exakte
Synchronisation und zuverlässige
Taktung in automatisierten
Produktionsumgebungen,
Gebäudesteuerungen und IoTbasierten
Systemen. Dieser hochpräzise
Oszillator bietet eine hervorragende
Jitter- und Phasenrauschleistung:
Jitter bezeichnet
die zeitlichen Schwankungen des
Taktsignals, während Phasenrauschen
unerwünschte Frequenzabweichungen
im Ausgangssignal
beschreibt. Beide
Werte sind beim JO23HT besonders
niedrig (<0,5 ps RMS bzw.
exzellentes Phasenrauschen),
was eine stabile und störungsfreie
Signalübertragung garantiert.
Der Oszillator arbeitet in einem
breiten Versorgungsspannungsbereich
von 1,8 bis 3,3 V und
ist für extreme Umgebungstemperaturen
von -40 bis +105 °C
ausgelegt.
Jauch Quartz GmbH
info@jauch.com
www.jauch.com
Dadurch eignet sich der JO23HT
ideal für anspruchsvolle Industrieanwendungen,
bei denen
Zuverlässigkeit und Präzision
unter wechselnden Bedingungen
gefordert sind.
Technische Highlights:
• Frequenzstabilität bis
±10 ppm (-40 bis +85 °C),
±20 ppm (-40 bis +105 °C)
• flexible Versorgungsspannung:
1,8 bis 3,3 V
• Betriebstemperatur:
-40 bis +105 °C
• sehr niedriger Jitter (<0,3 ps
RMS typ.) und exzellentes
Phasenrauschen
• Standby-Funktion für
energieeffiziente Designs
• RoHS- und REACHkonform,
konfliktmineralfrei
Typische Einsatzbereiche sind
industrielle Steuerungen, Kommunikationssysteme,
Mess- und
Regeltechnik sowie Embedded-
Plattformen. Auch die Stabilisierung
dezentraler Energiequellen
und die Automatisierung landwirtschaftlicher
Prozesse werden
durch die hohe Frequenzstabilität
und den breiten Betriebstemperaturbereich
unterstützt:
Stabilisierung
erneuerbarer Energien
Im Bereich der erneuerbaren
Energien spielt der JO23HT
eine entscheidende Rolle bei der
Synchronisierung dezentraler
Energiequellen wie Solar- und
Windkraftanlagen. Die Integration
unterstützt die Netzstabilität
und ermöglicht intelligente
Energieverteilung über Smart-
Grid-Protokolle und Advanced
Metering Infrastructure (AMI).
Fortschrittliche Lösungen
für die Landwirtschaft
Auch die Landwirtschaft setzt
zunehmend auf Automatisierung
und IoT-Technologien.
Der JO23HT gewährleistet den
zuverlässigen Betrieb von automatisierten
Fütterungssystemen,
Bewässerungssteuerungen und
der Überwachung von Nutztieren
– für höhere Erträge und weniger
Ressourcenverbrauch. ◄
OCXOs mit extrem geringem Rauschen und Jitter
Q-Tech Corporation – Anbieter von weltraumtauglichen
Quarzoszillatoren sowie
High Performance Frequenzkontrollsystemen
– gab die Verfügbarkeit der AXIOM-
Produktreihe von ultra-rauscharmen
(ULN) ofengesteuerten Quarzoszillatoren
(OXCOs) bekannt.
Die AXIOM ULN OCXOs, von der deutschen
Q-Tech-Tochtergesellschaft AXTAL
entwickelt und hergestellt, bieten mit ihrem
extrem niedrigen Phasenrauschen (Close-in
und Noise Floor) eine höhere Auflösung für
Radarsysteme, bessere Qualität und mehr
übertragbare Informationen für Kommunikationssysteme
sowie verbesserte Genauigkeit
und niedrigere Messgrenzen für
HF-Messsysteme.
2025
AXTAL GmbH
www.axtal.com
Diese Ultra-Low-Phase-Noise-OCXOs
können angepasst werden, um eine nahezu
ideale Multiplikation zu erreichen. Durch
den Einsatz verschiedener Rauschunterdrückungstechniken
können sie niedrige
Rauschpegel bis in den GHz-Bereich übertragen.
Diese Techniken reduzieren auch
den Jitter – ein wichtiger Faktor bei diesen
Anwendungen – mit RMS-Jitter-Werten
von <50 fs für Integrationsbereiche von
10 Hz bis 30 MHz.
Die AXTAL-Produktreihe von AXIOM-
OCXOs mit extrem geringem Phasenrauschen
umfasst 16 Typen, darunter den
AXIOM75ULN und den AXIOM5050ULN
(80 bis 160 MHz) sowie den Mehrfachausgangs-AXIOM2700
(50 MHz bis 7 GHz),
die alle ein außergewöhnlich geringes Phasenrauschen
bieten.
Bei niedrigeren Frequenzen (nicht multipliziert)
erreichen die AXIOM ULN OCXOs
Werte von <-140 dBc/Hz bei 100 Hz Offset
und einen Rauschpegel von bis zu -185
dBc/Hz. Dank dieser Vorteile eignen sich
die AXIOM ULN OCXOs so gut wie ideal
© Q-Tech Corporation
für den Einsatz in einer Reihe anspruchsvoller
Anwendungen, die eine Frequenzerzeugung
von MHz bis GHz erfordern.
„Bei AXTALs ULN-Serien handelt es
sich um eine Auswahl an OCXOs, die
über weite Frequenzbereiche arbeiten
und die Möglichkeit von vollständig
anpassbaren Modulen unter Verwendung
von Frequenzvervielfachung und/oder
PLL-Techniken bieten“, sagt AXTALs
Geschäftsführer Henry Halang. „Mit der
Fähigkeit, Signale im GHz-Bereich zu
erzeugen, bieten ULN-OCXOs unseren
Kunden maximale Design flexibilität und
überlegene Leistung.“◄
hf-praxis 1/2026 37
Quarze und Oszillatoren
Widerstandsoptimierte Low-Cost-Schwingquarze
für I(I)oT-Applikationen
Schwingquarze im SMD-MINI-
Keramikgehäuse 1,6 x 1,2 mm/4
pad der Serie SMD01612/4 sind
der Standard u.a. auch für kleine
Wireless-Module. Basierend auf
der exklusiven LRT-Technologie
verfügt diese SMD-Quarzserie über
sehr niedrige Widerstände für sehr
schnelles Anschwingen, so dass sich
dadurch die Stromaufnahme der
Schaltung reduziert und sich ein
geringerer Leistungsbedarf ergibt.
2025
In Smart-Cities wird in verschiedensten Funkstandards kommuniziert. Zum Beispiel per LoRa, LoRaWAN, im ISM-Band,
im Matter-Standard, per Bluetooth oder BLE, in Sigfox, ZigBee und weiteren Standards.
IoT- und IIoT-Anwendungen
müssen zunehmend kompakter
und energieeffizienter werden.
Die PETERMANN-TECH-
NIK GmbH bietet widerstandsoptimierte
MINI-Taktgeber
mit exzellenter Qualität, hoher
Performance und zuverlässiger
Lieferfähigkeit.
Hintergrund der Entwicklung
Die zunehmende Miniaturisierung
von IoT- und IIoT-Applikationen
stellt Entwickler bei der
Auswahl geeigneter Schwingquarze
vor große Herausforderungen.
Kleinere Bauformen
führen bei Schwingquarzen
in der Regel zu höheren ESR-
Werten (Equivalent Series
Resistance), was das schnelle
und zuverlässige Anschwingen
im Schaltungsdesign erschwert.
PETERMANN-TECHNIK
GmbH
www.petermann-technik.de
Zudem verfügen Miniaturquarze
meist über geringe Drive-Level-
Werte, was eine präzise Anpassung
des Quarzstroms erforderlich
macht.
Serie SMD01612/4
Mit der Serie SMD01612/4 bietet
die PETERMANN-TECH-
NIK GmbH eine widerstandsreduzierte
Lösung, basierend
auf der exklusiven LRT-Technologie
(Low ESR Resonator
Technology). Diese widerstandsreduzierten
Schwingquarze lassen
sich schnell und unkompliziert
in bestehende Designs
integrieren. Aufgrund des sehr
niedrigen Widerstandes wird ein
deutlich schnelleres und sichereres
Anschwingverhalten des
innovativen LRT-Quarzes ermöglicht,
so dass sich dadurch
die Stromaufnahme der Schaltung
reduziert und sich ein
geringerer Leistungsbedarf
ergibt. Somit unterstützt die
PETERMANN-TECHNIK
GmbH ihre Kunden nicht nur
in ihrer technischen Leistungsfähigkeit,
sondern auch bei ihrem
Streben nach Nachhaltigkeit und
Energieeffizienz.
Die typischen Funk-ICs verfügen
über einen Pierce-Oszillator,
wodurch der Schwingquarz
SMD01612/4 direkt an XIN/
XOUT kurz angebunden werden
kann. Die Frequenzanpassung
erfolgt über intern programmierbare
Kapazitäten, oder externe
Beschaltungskapazitäten – fertig
ist die Oszillatorschaltung.
Die Serie SMD01612/4 deckt
den Frequenzbereich von 24
bis 285 MHz ab. Die Frequenztoleranz
bei 25 °C beträgt maximal
+/-10 ppm. Über den Temperaturbereich
von -20 bis +70
°C beträgt die Temperaturstabilität
+/-10 ppm max., bzw.
+/-15 ppm max. über den Temperaturbereich
von -40 bis +85
°C. Die Alterung über 10 Jahre
beträgt maximal +/-10 ppm –
damit erfüllen die Quarze auch
anspruchsvolle internationale
Standards, etwa in Japan.
Mit einem typischen Drive Level
von 100 µW (200 µW max.) sind
die Schwingquarze der Serie
SMD01612/4 mit allen gängigen
Wireless-ICs kompatibel
– z.B für Anwendungen in LoRa,
LoRaWAN, ISM-Band, Matter,
Bluetooth, BLE, Sigfox, ZigBee
und weiteren Standards.
Ein weiterer Vorteil: unabhängige
Lieferketten. Die Quarz-
Fertigung erfolgt in zwei räumlich
getrennten Produktions linien
unter Verwendung eigens entwickelter
Keramikgehäuse, die von
verschiedenen Fine-Ceramic-
Herstellern bezogen werden.
So kann die PETERMANN-
TECHNIK GmbH maximale
Liefersicherheit gewährleisten.
Abgerundet wird das Angebot
durch ein spezialisiertes Service-Portfolio,
das bei Bedarf
auch In-Circuit-Tests umfasst.
Über den Produktkonfigurator
können die Verwender den
passenden Quarzresonator der
Serie SMD01612/4 anhand
ihrer Wunschparameter konfigurieren
und direkt Muster
oder Angebote anfragen: www.
petermann-technik.de/produkte/
quarz-konfigurator/details/smdcrystal-16x12-mhz.html
◄
38 hf-praxis 1/2026
Quarze und Oszillatoren
TCXO mit überragender Holdover-Funktion und Robustheit
SiTime Corporation, Spezialist für Präzisions-Timing,
stellte den temperaturkompensierten
Oszillator (Super-TCXO) Endura
ENDR-TTT für Positions-, Navigations- und
Zeitmessungsanwendungen (PNT) vor. Er
bietet überragende Holdover-Fähigkeiten –
unterbrechungsfreien Betrieb, wenn GNSS
nicht verfügbar ist – und ist widerstandsfähig
gegen Störungen und Manipula tionen/
Spoofing.
Als hochstabiler Oszillator mit geringem
Stromverbrauch eignet er sich für GNSS-
Empfänger in der Luft-, Raumfahrt-, Verteidigungstechnik
und Industrie.
Paul McBurney, GNSS-Experte, CTO
und Mitbegründer von OneNav: „Mit
dem Endura-Super-TCXO ENDR-TTT
von SiTime können wir eine mehrschichtige
Anti-Spoofing-Methodik entwickeln.
Die erste Ebene minimiert das Suchfenster
und verhindert Spoofing, da Signale
außerhalb des Fensters nicht erfasst werden.
SiTime
www.sitime.com
Erweitertes TCXO-Portfolio
2025
Aker Technology stellte die neuen temperaturkompensierten
Quarzoszillatoren
(TCXO) TX21 und TX22 vor. Mit einem
Frequenz bereich von 10 bis 52 MHz und
einer Stabilität von bis zu ±2 ppm bieten
die Oszillatoren hohe Präzision bei
geringem Stromverbrauch.
Die TX21 (2 x 1,6 x 0,8 mm) und TX22
(2,5 x 2 x 0,95 mm) sind in robusten, kompakten
Keramik gehäusen untergebracht
und für einen weiten Temperaturbereich
von -40 bis +105 °C sowie alternativ für
einen Standardtemperaturbereich von -30
bis +85 °C ausgelegt. Die Oszillatoren
Die zweite Ebene befasst sich mit besonders
großen Suchfenstern, wie bei der ersten
Erfassung, wenn Spoofing-Angreifer aufgespürt
werden können. In diesem Fall können
die Spoofing-Signale durch den extrem stabilen
Referenztakt von SiTime identifiziert
und entfernt werden.“
Wenn GNSS-Signale aufgrund von Nichtverfügbarkeit
oder Verschlechterung – durch
Signalstörungen oder extreme Umgebungsbedingungen
– ausfallen, sorgt Holdover
lokal für Zeitstabilität, um einen unterbrechungsfreien
Netzwerkbetrieb zu ermöglichen.
Der Endura ENDR-TTT bietet eine
bis zu 20-mal längere Holdover-Zeit und
eine 20-mal höhere PNT-Genauigkeit, was
die Spoofing-Resistenz deutlich verbessert.
unterstützen mehrere Spannungsoptionen
(1,8, 2,5, 3,3 und 1,68...3,63 V) und zeichnen
sich durch einen maximalen Stromverbrauch
von nur 3 mA aus.
„Unsere TCXOs sind äußerst vielseitig.
Sowohl der TX21 als auch der TX22 können
in Sicherheitssystemen, ADAS, Navigationssystemen,
tragbaren medizinischen
Geräten, Smartphones und Tablets sowie
in Breitbandkommunikationsgeräten und
Satellitennetzwerken eingesetzt werden“,
sagt Eric Greenberg, Vertriebsleiter von
Aker Technology Nordamerika.
WDI AG
www.wdi.ag
Piyush Sevalia, Executive Vice President
Marketing bei SiTime: „Unser Endura-
Super-TCXO ENDR-TTT beschleunigt
die GNSS-Wiederherstellung durch ein
engeres Resynchronisationsfenster, reduziert
Spoofing und setzt neue Maßstäbe für
robustes Präzisions-Timing. Er kombiniert
überragende Leistungsfähigkeit, geringen
Stromverbrauch und kleine Baugröße, was
im Bereich der PNT-Anwendungen einzigartig
ist.“
Weitere Leistungsmerkmale des Endura-
Super-TCXO ENDR-TTT von SiTime:
• Temperaturstabilität ±50 ppb (FvT);
bis zu zehnmal höhere Frequenzstabilität
über der Temperatur im Vergleich zu
Quarz-Alternativen
• Betriebstemperaturbereich: -55 bis +125 °C
• Stoßfestigkeit: 30.000 g
(bis zu 20-mal höher als üblich)
• g-Empfindlichkeit: 0,004 ppb/g
(bis zu 50-mal höher als üblich)
• Alterung: ±0,5 ppm über 20 Jahre –
erübrigt Neukalibrierung vor Ort
• optionale digitale I 2 C/SPI-Ansteuerung
zur Feinabstimmung der Systemfrequenz
Der ENDR-TTT von SiTime ist ab sofort
als Muster erhältlich. Die Serienfertigung
soll im ersten Quartal 2026 beginnen. ◄
CelsiStrip ®
Thermoetikette registriert
Maximalwerte durch
Dauerschwärzung
Diverse Bereiche von
+40 bis +260°C
GRATIS Musterset von celsi@spirig.com
Kostenloser Versand DE/AT ab Bestellwert
EUR 200 (verzollt, exkl. MwSt)
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hf-praxis 1/2026 39
Bauelemente und Baugruppen
Bauelemente von Mini-Circuits
Absorptiver SP4T-Schalter
steuert DC bis 30 GHz
Das Modell M4SWA4-34DR+ von Mini-
Circuits ist ein absorptiver einpoliger Vierfachschalter
(SP4T) in SMT-Bauweise mit
internem Treiber für Anwendungen von
DC bis 30 GHz. Die Einfügungsdämpfung
beträgt typischerweise 1,1 dB bis 1 GHz, 1,8
dB bis 10 GHz und 3,3 dB bis 30 GHz. Die
Isolation zwischen den Anschlüssen beträgt
typischerweise 61 dB bis 1 GHz, 45 dB bis
10 GHz und 42 dB bis 30 GHz.
Der MMIC-Schalter wird in einem
24-poligen QFN-Gehäuse geliefert und
verarbeitet eine Eingangsleistung von bis
zu 24 dBm. ◄
SSS-Diplexer trennt DC bis 20 GHz
Das Modell ZDSS-3G4G-S+ von Mini-
Circuits ist ein SSS-Diplexer-Filter (Suspended
Substrate Stripline) mit einem Gesamtbereich
von DC bis 20 GHz. Es verfügt über
einen unteren Durchlassbereich von DC bis
3 GHz und einen oberen Durchlassbereich
von 4 bis 20 GHz, beide mit einer typischen
Einfügungsdämpfung von 1,5 dB und einer
Rückflussdämpfung von 10 dB.
Ausgestattet mit SMA-Buchse nanschlüssen,
verarbeitet der Diplexer eine Eingangsleistung
von bis zu 3 W bei -40 bis +85 °C
und eignet sich gut für Radar- und Testanwendungen.
◄
Typ-N-Abschluss für DC bis 18 GHz
Das Modell TERM-5W-183N+ von Mini-
Circuits ist ein robuster Koaxialanschluss,
der eine Eingangsleistung von bis zu 5 W
von DC bis 18 GHz aufnehmen kann.
Die RoHS-konforme Terminierung wird in
einem passivierten Edelstahlgehäuse mit
N-Buchse geliefert und zeichnet sich durch
ein niedriges SWR aus, maximal 1,3 und
typischerweise 1,04 von DC bis 10 GHz
sowie maximal 1,35 und typischerweise 1,15
von 10 bis 18 GHz. Der Breitband abschluss
eignet sich für vielfältige Anwendungen,
darunter Kommunikations-, Verteidigungsund
Testsysteme. ◄
Mini-Circuits
www.minicircuits.com
LTCC-Hochpassfilter
mit 3,9 bis 12,5 GHz Durchlassbereich
Das Modell HFHK-3500+ von Mini- Circuits
ist ein LTCC-Hochpassfilter (Low-Temperature-Cofired-Ceramic)
mit einem Durchlassbereich
von 3,9 bis 12,5 GHz. Das SMT-Filter
(Surface-Mount-Technology) zeichnet sich
durch eine typische Einfügungsdämpfung
im Durchlassbereich von 0,9 dB bis 11 GHz
und 1,2 dB bis 12,5 GHz aus.
Die Sperrbandunterdrückung beträgt typischerweise
52 dB von 1,1 bis 1,9 GHz und
30 dB von 1,9 bis 2,6 GHz. Mit einer Keramikform
von 1008 spart das SMT-Filter
Platz in dichten Schaltungs-Layouts, verarbeitet
jedoch eine Eingangsleistung von bis
zu 6 W. ◄
SMA-Abschlusswiderstand
absorbiert Leistung bis 18 GHz
Der Abschlusswiderstand TERM-5W-
183S+ von Mini-Circuits nimmt eine Eingangsleistung
von bis zu 5 W von Gleichstrom
bis 18 GHz auf.
Ausgestattet mit einem geraden SMA-
Stecker, hat der 50-Ohm-Koaxialabschluss
ein typisches SWR von 1,05 von DC bis
10 GHz und von 1,12 von 10 bis 18 GHz
bei Raumtemperatur (+25 °C).
Der RoHS-konforme Abschlusswiderstand
verfügt über ein passiviertes Edelstahlgehäuse
und hat einen Betriebstemperaturbereich
von -45 bis +125 °C. Er eignet sich gut
für Kommunikations-, Verteidigungs- und
Testanwendungen. ◄
40 hf-praxis 1/2026
KNOW-HOW VERBINDET
Bauelemente und Baugruppen
Funkmodul mit Python-Unterstützung
EMV, WÄRME
ABLEITUNG UND
ABSORPTION
SETZEN SIE AUF
QUALITÄT
Elastomer- und Schaumstoffabsorber
Europäische Produktion
Kurzfristige Verfügbarkeit
Kundenspezifisches Design
oder Plattenware
QUECTEL (Vertrieb: Glyn) stellte mit dem
FCM360W ein WiFi-6/BLE-Modul mit
QuecPython-Umgebung vor. Das Modul
kombiniert WiFi 6 und Bluetooth Low
Energy (BLE) mit einer in Python programmierbaren
Umgebung namens Quec-
Python. Damit richtet sich der Hersteller
vor allem an Entwickler, die Prototypen
oder marktreife Produkte innerhalb kurzer
Zyklen realisieren möchten.
Evaluierungs-Board
Den Einstieg bietet QUECTEL zusammen
mit Distributor Glyn über das kompakte
Entwicklungs-Board FCM360W-QPY-
THON-EVB an. Es eignet sich für erste
Tests und Prototypen. Ebenso lässt es sich
bequem in weiterführende Entwicklungen
einbinden.
2025
Glyn Jones GmbH und Co.
Vertrieb von elektronischen
Bauelementen KG
www.glyn.de
Python-basiertes Entwicklungskonzept
Das Modul baut auf einer MicroPythonbasierenden
Entwicklungsumgebung auf.
QuecPython wurde vom Hersteller speziell
für Embedded-Anwendungen konzipiert.
QuecPython ist kompatibel zu Micro Python
und ermöglicht in Embedded-Systemen
die Kompilierung von Programmen und
Anwendungen für Mikrocontroller. Laut
Herstellerangaben lassen sich mit diesem
Ansatz erste Anwendungen bereits
innerhalb von rund 30 Minuten umsetzen.
Das soll durch vorkonfigurierte Code-
Bibliotheken und ein reduziertes Setup
realisierbar sein.
Konnektivität und Sicherheitsfunktionen
Das Funkmodul FCM360W nutzt einen
ESWIN-Chipsatz, der mit bis zu 240 MHz
getaktet ist. Die Kommunikationsschnittstellen
umfassen WiFi 6 sowie Bluetooth
Low Energy. Für sicherheitsrelevante
Anwendungen unterstützt das Modul
aktuelle Verschlüsselungs- und Authentifizierungsstandards
wie WPA3-PSK und
AES-128.
QuecPython Toolchain
Von der ersten Codezeile bis zur einsatzfähigen
Firmware – die Kombination der
nutzbaren Werkzeuge supportet durchgängig
den Entwicklungsprozess: So sorgt das
Helios Software Development Kit (SDK)
für eine schnelle Anpassung und Erweiterung
des Moduls mit eigenen Treibern
und Algorithmen. Das QPYcom Integration
Tool ermöglicht u.a. Dateiübertragung,
Firmware-Brennen und REPL-Zugriff. Und
ein VSCode-Plug-in erlaubt eine nahtlose
Integration in die bekannten Entwicklungsumgebungen.
◄
hf-praxis 1/2026 41
-EA1 & -EA4
Frequenzbereich ab 1 GHz (EA1)
bzw. 4 GHz (EA4)
Urethan oder Silikon
Temperaturbereich von 40°C bis 170°C
(Urethanversion bis 120°C)
Standardabmessung 305mm x 305mm
MLA
Multilayer Breitbandabsorber
Frequenzbereich ab 0,8GHz
ReflectivityLevel 17db oder besser
Temperaturbereich bis 90°C
Standardabmessung 610mm x 610mm
Hohe Straße 3
61231 Bad Nauheim
T +49 (0)6032 96360
F +49 (0)6032 963649
info@electronicservice.de
www.electronicservice.de
ELECTRONIC
SERVICE GmbH
Verstärker
Leistungsverstärker-Serie für 0,6 bis 6 GHz
2025
EMCO Elektronik GmbH
info@emco-elektronik.de
www.emco-elektronik.de
PRÂNA RF mit Sitz in Frankreich ist
bekannt für qualitativ hochwertige HF-
Leistungsverstärker für Breitbandanwendungen,
wie EMV-Prüfungen, Instrumentierung
und Funk-/Kommunikationstechnik.
Das Produktportfolio umfasst Halbleiterverstärker
in Klasse-A-Betrieb und deckt
Frequenzbereiche von 4 kHz bis 6 GHz
mit Ausgangsleistungen von bis 16 kW ab.
Mit der neuen SX-Verstärkerserie brilliert
PRÂNA mit höchster Qualität im Frequenzbereich
0,6 bis 6 GHz und Leistungsstufen
von 40 bis 700 W Dauerstrich. Die Oberwellenunterdrückung
liegt für Frequenzen
>1 GHz bei >20 dB.
Das Novum der neuen SX-Verstärkerserie
liegt in der Einbandtechnologie, der
Leistungs dichte und der Zuverlässigkeit.
Das Modell SX 250 bietet eine Ausgangsleistung
von 250 W bei einer minimalen Bauform
von gerade einmal 4 Höheneinheiten.
Neben den herausragenden elektrischen und
hochfrequenten Leistungsdaten wurde das
Arbeitsgeräusch der verbauten Lüfter im Vergleich
zu den Vorserien deutlich reduziert.
State-of-the-Art-Überwachungssysteme,
Fernsteuerschnittstellen und leistungsabhängige
Luftkühlung und eine äußerst attraktive
Preisgestaltung bei Made in der EU runden
das Gesamtpaket ab. ◄
Breitband-Vorverstärker
mit exzellenten Leistungsdaten
SMT-Leistungsverstärker
für Signale mit 8 bis 12 GHz
Die KUHNE electronic GmbH bietet mit
dem KU LNA BB 050700 B einen etablierten
Breitband-Vorverstärker, der sich
durch exzellente Leistungsdaten auszeichnet.
Dieser rauscharme Verstärker deckt
einen Frequenzbereich von 500 MHz bis
7 GHz ab und bietet dabei eine beeindruckende
Verstärkung von typischerweise 21
dB bei einer Rauschzahl von nur 1,6 dB.
Dank seiner exzellenten technischen
Eigenschaften, einschließlich einer Ausgangsleistung
(P1dB) von typischerweise
20 dBm und einem hohen Ausgangs-IP3
von 30 dBm, eignet sich der KU LNA BB
050700 B für eine Vielzahl von Anwendungen.
Diese umfassen u.a. die Bereiche
Positionierung, Navigation und Timing
(z.B. GNSS und Avionik), Spektrums-
Management, Signalaufklärung sowie verschiedene
Kommunikationsanwendungen
wie SatCom und sichere Kommunikation.
2025
Kuhne electronic GmbH
https://kuhne.alaris.tech/
Darüber hinaus findet er Einsatz in modernen
5G-NTN-Systemen und als Empfangsverstärker
in EMV-Anwendungen.
Ein herausragendes Merkmal dieses Verstärkers
ist die Möglichkeit der Fernspeisung
über den HF-Ausgang, was die Integration
in bestehende Systeme erleichtert.
Mit kompakten Abmessungen von 23 x
24,5 x 9 mm und einem robusten, gefrästen
Aluminiumgehäuse ist der KU LNA
BB 050700 B sowohl platzsparend als
auch langlebig.
Die KUHNE electronic GmbH unterstreicht
mit diesem Produkt einmal mehr
ihr Engagement für hochwertige HF-Technologie
und bietet mit dem KU LNA BB
050700 B eine leistungsstarke Lösung für
anspruchsvolle Anwendungen in Industrie,
Sicherheit und Telekommunikation. ◄
Das Modell PMA5-123-3W+ von Mini-
Circuits ist ein oberflächenmontierter
GaAs-MMIC-Leistungsverstärker (PA)
mit einer Ausgangsleistung von 33,5
dBm oder mehr bei 1-dB-Kompression
von 8 bis 12 GHz. Der 50-Ohm-PA ist
ideal für elektronische Kriegsführung
(EW), Mikrowellenfunkgeräte und
Radaranwendungen geeignet und verbraucht
1250 mA aus einer 7-V-DC-
Versorgung mit einem typischen Leistungszusatzwirkungsgrad
(PAE) von
30%. Er ist in einem QFN-Gehäuse
untergebracht und liefert eine gesättigte
Ausgangsleistung von 35,7 dBm oder
mehr mit einem Ausgangs-Intercept-
Punkt dritter Ordnung von 40,8 dBm
oder höher und bietet eine Verstärkung
von 27,7 dB oder besser.
Mini-Circuits
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42 hf-praxis 1/2026
SWITCH TO THE NEXT LEVEL
RF Lambda’s PIN, GaAs and
GaN switches come in a
variety of frequencies and
configurations up to 110GHz
and up to SP160T. They are
high isolation, low insertion
loss and fast switching.
Hermetically sealed options
and special configurations
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As a leader of RF Broadband solutions, RF- Lambda
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Aerospace & Defense
Präzise GNSS-Module: Lösungen für moderne Navigation
2025
GNSS-Module (Global Navigation
Satellite System) sind
elektronische Komponenten, die
Signale von globalen Satellitennavigationssystemen
empfangen
und daraus präzise Positions-,
Geschwindigkeits-, und Zeitinformationen
berechnen.
Das GNSS-Modul empfängt
Signale von mehreren Satelliten
eines GNSS-Systems wie
GPS (USA), Galileo (EU), Glonass
(Russland) oder BeiDou
(China). Je mehr Satelliten ein
Modul empfängt, desto präziser
erfolgt die Positionsberechnung.
Die empfangenen Signale enthalten
Informationen zur Satellitenbahn
(Ephemeriden) und der
aktuellen Zeit. Das Modul
berechnet die Signallaufzeit von
jedem Satelliten zur Antenne, um
die Distanz zu bestimmen. Durch
die Entfernungen zu mindestens
vier Satelliten kann die Position
(Länge, Breite, Höhe) mit hoher
Genauigkeit berechnet werden
und eine Positionsbestimmung
(Trilateration) erfolgen. Mit
Korrekturtechniken wie Differenzial-GPS
(DGPS) oder RTK
(Real-Time Kinematic) lässt
sich die Genauigkeit auf wenige
Zentimeter erhöhen. GNSS-
Module nutzen dabei den Doppler-Effekt
der Satellitensignale,
um die Bewegungsrichtung und
Geschwindigkeit zu berechnen.
Die hochpräzisen Zeitinformationen
der Satelliten-Atomuhren
dienen zur Synchronisation von
Zeitstempeln. Das GNSS-Modul
gibt die berechneten Positionsdaten
über Schnittstellen wie
UART, USB, SPI oder I²C an
ein Host-System weiter. Dies
kann ein Mikrocontroller, ein
Smartphone oder ein Fahrzeugsteuergerät
sein.
Die neuen Inpaq-GNSS-Module
ermöglichen eine hochpräzise
Positionierung und zuverlässige
Leistung in einer Vielzahl
von Anwendungen, darunter in
den Bereichen Automobil, IoT
und Industrie. Diese Module
sind auf Vielseitigkeit und einfache
Integration ausgelegt und
kombinieren kompakte Abmessungen
mit robuster Funktionalität,
wodurch sie sich ideal für
groß angelegte und spezialisierte
Einsätze eignen.
Inpaq bietet ein umfassendes
Portfolio für Navigationslösungen.
Neben GNSS-Modulen
umfasst das Sortiment auch
eine Vielzahl von GNSS-Antennen
an. Diese Antennen sind speziell
darauf ausgelegt, nahtlos
mit GNSS-Modulen zu arbeiten
und die Signalgenauigkeit
zu optimieren.
Einsatzgebiete der GNSS-
Module sind Autonavigationssysteme
und Dashcams. In IoT-
Geräten liefern sie zuverlässige
Positionsdaten für präzise
Anwendungen. In Smartwatches
und Fitnessgeräte dienen sie zur
genauen Verfolgung von Standort-
und Bewegungsmustern.
In der Präzisionslandwirtschaft
unterstützen sie Traktoren und
Erntemaschinen mit genauen
GPS-Daten.
Endrich Bauelemente
www.endrich.com
Strahlungsharter eGaN-Transistor für die Raumfahrt
2025
Mit dem EPC7003ASH
bringt EPC Space (Vertrieb:
KAMAKA) ein hochmodernes
Leistungshalbleiterbauteil auf
den Markt, das speziell für
raue Weltraumbedingungen
entwickelt wurde. Der auf der
eGaN-Technologie (enhanced
Gallium Nitride) basierende
Transistor kombiniert
hohe Schaltgeschwindigkeit,
extreme Strahlungsresistenz
und kompakte Bauweise –
ideal für Anwendungen in
Satelliten, Avioniksystemen
und Deep-Space-Missionen.
Technologische Highlights
Der EPC7003ASH ist ein oberflächenmontierbarer
(FSMD-
A) Transistor mit einer maximalen
Drain-Source-Spannung
von 100 V und einem
kontinuierlichen Drainstrom
von 10 A. Sein besonders
niedriger Einschaltwiderstand
(typisch 42 mOhm) in Kombination
mit extrem niedriger
Gate-Ladung (nur 2,2 nC) ermöglicht
hochfrequente Schaltvorgänge
mit exzellenter Effizienz
– ein entscheidender
Vorteil in platz- und energiekritischen
Raumfahrtsystemen.
Ein besonderes Augenmerk
liegt auf der Strahlungsresistenz:
Der EPC7003ASH ist
sowohl gegenüber Total Ionizing
Dose (TID) bei niedriger
und hoher Dosisleistung als
auch gegenüber Single Event
Effects (SEE) gehärtet. Er
widersteht Ionendosen mit
einem Linear Energy Transfer
(LET) von bis zu 83,3 MeV/
(mg/cm²) – selbst bei 100% der
spezifizierten Betriebsspannung.
Zudem bleibt das Bauteil
bis zu einer Neutronenbelastung
von 4×10 15 Neutronen/
cm² funktionsfähig.
Typische Einsatzbereiche
Der EPC7003ASH eignet sich
für verschiedenste Hochzuverlässigkeitsanwendungen,
darunter:
• Rad-hard-DC/DC-Wandler
mit hoher Effizienz
• elektronische
Antriebssteuerungen
in Raumfahrtsystemen
• Stromversorgungen
in Satelliten
• Komponenten für Deep-
Space-Sonden, bei denen
absolute Zuverlässigkeit
unter extremen
Bedingungen gefordert ist
Kompakt und zuverlässig
Das hermetisch gekapselte
FSMD-A-Gehäuse schützt
nicht nur vor Umwelteinflüssen,
sondern erleichtert
auch die Integration in bestehende
Designs. Die elektrische
Anbindung erfolgt über
vier Pins (Gate, Drain, Source
Sense, Source), wobei die
Source-Sense-Funktion die
präzise Steuerung des Gates
unterstützt.
Der EPC7003ASH ist ein
Musterbeispiel für die Synergie
aus moderner Halbleitertechnologie
und robuster Raumfahrttauglichkeit.
Mit seinen
exzellenten elektrischen Eigenschaften,
hoher Strahlungsfestigkeit
und kompakter Bauform
bietet er Systementwicklern
eine verlässliche Lösung.
KAMAKA
Electronic Bauelemente
Vertriebs GmbH
www.kamaka.de
44 hf-praxis 1/2026
/
Kabel und Verbinder
Multiport-Verbindungen
in SMPM-Ausführung mit Verschraubung
Samtec, Inc. führt eine neue
Linie mit robusten SMPM-
Lösungen mit mehreren Ports
in Produktionsmengen im Sortiment.
Die neue Linie weist eine Verschraubung
auf, die auf Umgebungen
mit hoher Temperaturwechsel-
und Schwingbeanspruchung
ausgelegt ist, wie man sie
bei Anwendungen in der Militär-,
Luft- und Raumfahrt- sowie
Kommunikationstechnik findet.
Die robusten SMPM-Lösungen
von Samtec mit Verschraubung
eignen sich für den Hochfrequenzbereich
bis 65 GHz und
überzeugen durch exzellente
Zuverlässigkeit in hochdichten
Anwendungen.
Die SMPM-Verbindungssätze in
Multiport-Ausführung mit der
neuen, einseitig konfektionierten
Option -S Screw für Verschraubung
gehören zur Magnum-
Produktlinie von Samtec. Die
Kabelkonfektionen sind mit
den verlustarmen Flexkabeln
der Baureihen GC47 mit 0,047
Zoll Durchmesser oder GC86
mit 0,086 Zoll erhältlich.
Obwohl sich beide Kabel mit
ihrem geringen Durchmesser
durch die Gewichtsersparnis und
die verbesserte Kühlluftzirkulation
eher für kleinere Kabelstränge
eignen, hat jedes für sich
eigene Vorteile. Das GC47 mit
0,047 Zoll bietet bei einem Mindestbiegeradius
von 0,125 Zoll
(3,18 mm) mehr Flexibilität und
eine bessere Höchstfrequenz.
Das kaum weniger leistungsfähige
GC86 mit 0,086 Zoll
Durchmesser weist zwar eine
etwas geringere Betriebsfrequenz,
aber dafür eine verbesserte,
niedrigere Einfügungsdämpfung
auf. Die leiterplattenseitigen
Gegensteckverbinder
GPPC-ST-SL (SL für Stub
Launch) oder GPPC-EM (EM
für Edge Mount) sind gerade
auf die Leiterplatte bzw. auf dem
Kartenrand montiert. Es sind 2,
4, 6, 8 und 10 Kanäle in Reihe
bei einem Mittenabstand von nur
0,140 Zoll (3,56 mm) wählbar.
Die Bündelung mehrerer Kanäle
in einem einzelnen Gehäuse bietet
eine um 40 % erhöhte Kontaktdichte
und ermöglicht kürzere
Verarbeitungszeiten und
genauere Positionierung.
Die robusten SMPM-Steckverbindungen
mit Verschraubung
aus der Reihe Magnum RF sind
direkt ab Lager von Samtec lieferbar.
Im Rahmen unserer Sudden
Service-Kultur erleichtert
Samtec den Design-in-Prozess
für Produkte, indem wir Downloads
von 3D-Modellen und Produktmuster
kostenfrei anbieten
und gewährleisten, dass Grafiken,
Produktspezifikationen
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jederzeit verfügbar sind.
Samtec
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Kabel und Verbinder
Kleiner Leitfaden zu HF-Steckverbindern
Bei der großen Auswahl an Steckverbindern für den Einsatz im HF- und Mikrowellen-Spektrum ist es ein Fehler,
diesen wesentlichen Komponenten zu wenig Aufmerksamkeit zu schenken.
BNC-Stecker sind in der Regel
für den Frequenzbereich von
DC bis 4 GHz ausgelegt, werden
jedoch selten über 500 MHz
verwendet. Sie sind zwar in der
Lage, eine durchschnittliche Leistung
von 80 bis 100 W bis zu
1 GHz zu verarbeiten, werden
jedoch in der Regel durch keine
maximale Nennleistung gekennzeichnet.
Die maximale Nennspannung
beträgt etwa 500 V.
zu erreichen, in der Regel 5 lbinches.
Es gibt verschiedene Versionen,
wie z.B. Hochfrequenz-,
selbstsichernde und Präzisionsversionen.
Hier erfahren Sie darum mehr
über die verschiedenen Arten
von HF-Koaxialsteckverbindern.
Deren offensichtlichstes Merkmal
ist die mechanische Größe.
Weitere Faktoren sind die Belastbarkeit,
der Frequenzbereich,
das Gewicht und die charakteristische
Impedanz. Hinzu kommen
z.B. noch Haltbarkeit, Einsatztemperaturbereich
und Preis.
Zudem unterscheidet man zwischen
Standard- und Präzisionsausführung
und in einigen Fällen
Hochleistungsversionen.
Quelle:
Guide to RF Coaxial
Connectors and Cables
AR RF/Microwave
Instrumentation
www.ar.ametek-cts.com
übersetzt, gekürzt und ergänzt
von FS
Der BNC-Steckverbinder
ist wahrscheinlich einer der am
häufigsten verwendeten Steckverbinder
im Bereich der Prüfund
Messtechnik. Er wurde in
den späten 40er oder frühen
50er Jahren von Bell Labs (Paul
Neill, Carl Concelman, BNC =
Bayonet Neill–Concelman) entwickelt
und wird in der Regel
für Verbindungen mit geringer
Leistung an HF-Prüfgeräten wie
Signalgeneratoren, Oszilloskopen
und Verstärkern verwendet.
Der kostengünstige BNC-
Steckverbinder verfügt über
einen Bajonettverschluss, der ein
schnelles Verbinden und Trennen
ermöglicht und gleichzeitig
ein versehentliches Trennen
verhindert. Die charakteristische
Impedanz ist 50 oder 75 Ohm.
Der TNC-Steckverbinder
ist lediglich eine Gewindeversion
eines BNC-Steckers. Er
wurde Ende der 50er Jahre entwickelt
und bietet eine sicherere
Verbindung und reduziert somit
Vibrationsprobleme, die beim
BNC-Typ auftreten können
(Threaded Neill–Concelman).
Der TNC-Steckverbinder arbeitet
mit höheren Frequenzen als
der BNC-Typ, und es gibt auch
TNC-Hochleistungsversionen.
Der Subminiatur-
Steckverbinder
vom Typ A (SMA)
wurde in den 60er Jahren entwickelt
und hat sich als sehr
beliebte Wahl bei Anwendungen
mit geringer Leistung und hoher
Frequenz erwiesen. Er war
ursprünglich für die Verwendung
mit halbstarren Koaxialkabeln
vom Typ 141 vorgesehen,
bei denen der Mittelleiter als
Mittelstift diente. Später wurde
seine Verwendung auf flexible
Kabel mit angelöteten Mittelstiften
ausgeweitet. Er besteht aus
einem inneren Kontaktring und
einer sechseckigen Klemmmutter,
die über einen Sprengring
befestigt ist. Spezielle Schraubenschlüssel
werden verwendet,
um das richtige Drehmoment
SMA wird häufig als Verbindung
auf HF-Leiterplatten, Mikrowellenfiltern
und Dämpfungsgliedern
verwendet und kann
bis zu 18 GHz genutzt werden.
Präzisionsversionen erweitern
die obere Frequenzgrenze auf
26,5 GHz. Obwohl der SMA mit
den Steckverbindern 2,92 mm,
3,5 mm und APC-3,5 kompatibel
ist, wird er dafür nicht empfohlen,
da geringfügige Maßunterschiede
zu Schäden am Steckverbinder
führen können.
Der 3,5-mm-Steckverbinder
ist ein Präzisionssteckverbinder,
der hauptsächlich von Hewlett
Packard (jetzt Keysight Technologies)
entwickelt wurde. Er
ähnelt im Aufbau dem SMA-
Steckverbinder, verwendet
jedoch ein Luftdielektrikum
für eine höhere Leistung. Diese
Steckverbinder funktionieren
gut bis 34 GHz, werden aber
normalerweise bis 26,5 GHz
verwendet.
Da es sich bei dem 3,5-mm-
Steckverbinder um einen Präzisionsstecker
handelt, ist er teurer
als ähnliche Designs und wird
daher häufig in Kalibrierungskits
und messtechnischen Anwendungen
eingesetzt, im Gegensatz
zu herkömmlichen Testund
Produktions anwendungen.
46 hf-praxis 1/2026
Kabel und Verbinder
Der 2,92-mmbzw.
K-Type-Steckverbinder
wurde von Wiltron (jetzt Anritsu
Corporation) entworfen und
hergestellt. Die Leistung dieses
Steckverbinders ist mit der
des im Folgenden vorgestellten
2,4-mm-Steckverbinders vergleichbar,
obwohl die maximale
Frequenz auf 40 GHz begrenzt
ist. Die Bezeichnung „K-Type“
leitet sich von seiner Fähigkeit
ab, alle K-Band-Frequenzen
abzudecken.
Der 2,4-mm-Steckverbinder
Ist ein 50-GHz-Steckverbinder
und wurde Mitte der 80er
Jahre von Hewlett Packard
(jetzt Keysight Technologies)
entwickelt. Er verwendet einen
4,7-mm-Außenleiter, der um
einen 2,4-mm-Mittelleiter angeordnet
ist.
Der 2,4-mm-Steckverbinder ist
in drei Ausführungen erhältlich:
für allgemeine Zwecke, speziell
für Messinstrumente und allgemein
für die Messtechnik. Da
diese Steckverbinder nicht direkt
mit der SMA-Familie kompatibel
sind, benötigt man Präzisionsadapter,
um einen 2,4-mm-
Steckverbinder mit einem SMA-
Steckverbinder zu verbinden.
Der N-Steckverbinder
ist einer der am häufigsten verwendeten
HF-Steckverbinder
weltweit. Dieser Hochleistungs-Steckverbinder
wurde in
den 40er Jahren von Bell Labs
mit einer Gewindekupplungs-
Schnittstelle und einer internen
Dichtung entwickelt, um die
Elemente fernzuhalten.
Der N-Steckverbinder ist
robust und relativ kostengünstig,
und die Standardversion
ermöglicht einen modusfreien
Betrieb bis 11 GHz. Präzisionsversionen
verschieben die
obere Frequenzgrenze auf 18
GHz. Dieser robuste Gewindeanschluss,
der häufig in Geräten
wie Verstärkern, Richtkopplern,
Leistungsmessern und Koaxialdämpfungsgliedern
zu finden
ist, bietet eine sehr sichere Verbindung.
Es sind sowohl 50- als
auch 75-Ohm-Versionen erhältlich,
wobei letztere häufig in
der CATV-Branche verwendet
werden.
Der C-Steckverbinder
wurde von Amphenol für Hochleistungsanwendungen
entwickelt
und ermöglicht ein
schnelles Verbinden/Trennen.
Er verwendet einen Doppelstift-Bajonettverschluss,
der im
Design dem BNC-Typ ähnelt.
Die Beliebtheit des C-Steckers
hat im Laufe der Jahre abgenommen,
er ist aber immer noch
erhältlich.
Der im Folgenden erwähnte
Steckverbinder 7-16 DIN wurde
in vielen Fällen als Ersatz verwendet,
da er ähnliche Frequenz-
und Leistungsmerkmale
aufweist. Es sind 75-Ohm-Versionen
sowie eine SC-Version
(Screw) erhältlich, die einen
Gewindering für eine sicherere
Verbindung enthält. Dieser
Stecker ist in den USA im Vergleich
zu den anderen zuvor
genannten Steckern neueren
Datums.
Der Steckverbinder 7-16 DIN
wurde vom Deutschen Institut
für Normung (DIN) ent wickelt.
Der numerische Teil des Namens
bezieht sich auf die Größe der
Innen- und Außenleiter: 7 für den
Außendurchmesser des Innenleiters
in mm und 16 für den
Innendurchmesser des Außenleiters
in mm.
Der 7-16 verwendet eine M29
x 1,5 große Gewindemutter.
Der 7-16-DIN-Steckverbinder
wurde mit Blick auf eine geringe
Intermodulation für Kommunikationsanwendungen
entwickelt.
Zu den weiteren gängigen
Anwendungen gehören Antennen,
Basisstationsverbindungen,
HF-Kabel, SATCOM- und Blitzschutzsysteme.
Der Steckverbinder
vom Typ 4.1-9.5
wurde in den 70er Jahren entwickelt
und in den 90er Jahren
sporadisch in Telekommunikationsanwendungen
eingesetzt, und
zwar in Anwendungen, die einen
robusteren Steckverbinder als N
erfordern, aber nicht genug Platz
für einen 7/16-Steck verbinder
boten.
Steckverbinder der EIA-Serie
sind in den Versionen 7/8, 1 5/8,
3 1/8, 4 1/2 und 6 1/8 Zoll erhältlich,
die alle für HF-Anwendungen
geeignet sind. Sie sind
für Kabel mit Schaumstoff- oder
Luftdielektrikum ausgelegt und
bestehen aus einem Hauptkörper
und einem Montageflansch mit
verschiedenen Lochkreisen und
haben in der Regel austauschbare/abnehmbare
Mittelleiter-
„Kugeln“. Aufgrund der Flexibilität
ihres Designs werden
EIA-Steckverbinder oft nicht als
männlich oder weiblich identifiziert,
da der Steckverbinder in
der Regel als beides konfiguriert
werden kann.
EIA-Steckverbinder finden sich
in Hochleistungsanwendungen
an Richtkopplern, Koaxialkabeln,
Leistungsverstärkerausgängen
und Verbindungen an Kommunikationsmasten
und Antennen.
Die gängigsten Größen,
die man in allgemeinen Testund
Messanwendungen findet,
sind 1 5/8 und 7/8 Zoll. Es gibt
eine Vielzahl von Adaptern, mit
denen die Vertreter der EIA-Serie
an einige der größeren HF-Steckverbinder
wie den 7-16- und den
N-Typ angepasst werden kann.
Alle diese klassischen
Schnittstellen
haben einen Frontkontakt. Dies
bedeutet: Es ist ein starker Druck
erforderlich, um die Anzahl der
Kontaktpunkte auf der Vorderseite
zu maximieren. Der 7/16
benötigt wegen der größeren
Fläche und der Dimensionierung
der Schnittstelle ein Drehmoment
von min. 25 Nm zwecks
Sicherstellung der elektrischen
Werte für eine zuverlässige Verbindung.
Der 4.1-9.5 benötigt
ein geringeres Drehmoment
und seine Dimensionierung der
Grenzfläche ermöglicht mehr
Kontaktfläche zwischen Stecker
und Buchse. Der N-Stecker
hat einen Größenvorteil und
einen geringeren Drehmomentbedarf,
aber folglich ist das PIM-
Verhalten (Passive Intermodulation,
s. Bild 1) nicht so gut wie
bei 7/16 und 4.1-9.5.
Ein anderes Problem bei diesen
Schnittstellen ist: Die elektrischen
Parameter sind stark vom
Drehmoment abhängig. Wenn
während der Installation ein falsches
Drehmoment aufgebracht
wird, dann ist die Leistung in
Bezug auf PIM und Return Loss
nicht vorhersehbar.
hf-praxis 1/2026 47
Kabel und Verbinder
Diese Steckverbinder sind während
ihres Lebenszyklus´ empfindlich
gegen Vibration und
Umwelteinfluss.
Das 4.3-10-
Steckverbindersystem
wurde zwecks Überweindung
all dieser Schwachpunkte entwickelt.
Kompakt ausgeführt,
ist es fähig, in einen 1-Zoll-
Flansch (25,4 mm) zu passen.
Die Kleinheit bedeutet auch
geringes Gewicht, dieser Steckverbinder
ist auch deutlich leichter
als andere vergleichbare HF-
Schnittstellen und bietet zudem
sehr gutes PIM-Verhalten.
Das 4.3-10-Steckverbindersystem
soll 7/16- Steckverbinder
in drahtlosen Geräten und
Antennen systemen ersetzen. Die
4,3-10-Steckverbinder arbeiten
bis zu 6 GHz gemäß der Schnittstellennorm
IEC 60169-54, aber
einige Unternehmen bieten Produkte
an, die bis zu 12 GHz
spezi fiziert sind.
Es gibt drei mechanische Varianten
des 4.3-10-Steckverbinders:
Schraube, Quick-Lock/
Push-Pull und Handschraube,
wobei alle drei mit einer einzigen
Bild 1: Schwachstellen für PIM (Quelle: Huber + Suhner)
universellen Buchse verbunden
werden können (Bild 2 und 3).
Schraubbare 4.3/10-Steckverbinder
erlauben keine freie Drehung
des Kabels. Sie können jedoch in
der Regel ein Drehmoment von
bis zu 5 Nm aufnehmen, was
sie robust und widerstandsfähig
gegen das Öffnen macht, wenn
Drehmomentkräfte auf das Kabel
einwirken. Die mechanische
Stabilität eines zusammengesteckten
Steckerpaares ist bei
Schraubkupplungen am höchsten.
Schraubverbinder 4.3/10
werden für den Einsatz unter
extremen klimatischen Bedingungen
empfohlen.
Handschraub- und Push-Pull-
Verbinder des Typs 4.3/10 sind
so konstruiert, dass sie eine Drehung
des Kabels ermög lichen.
Die Handschraubverbindung
kann während des Betriebs
geöffnet werden, wenn eine Zugund/oder
Biegekraft zusammen
mit einer Drehmomentkraft aufgebracht
wird. Der Push-Pull-
Kupplungsmechanismus öffnet
sich konstruktionsbedingt nicht,
wenn Drehmomentkräfte aufgebracht
werden, auch nicht in
Kombination mit Biege- und/
oder Zugkräften.
In Bezug auf die PIM-Leistung
weisen die Schraubsteckverbinder
4.3/10 die besten Werte auf,
gefolgt von den Handschraubund
Push-Pull-Steckverbindern.
Wie wurden diese Vorteile
erzielt?
Ein wesentliches Merkmal dieses
Verbinders ist die Trennung
der elektrischen von der mechanischen
Ebene. Dies impliziert
eine andere Art der Kontaktaufnahme
mit dem äußeren Kontakt.
Die vordere Kontaktkraft, die
für frühere Schnittstellen nötig
ist, wird nun nicht mehr benötigt.
Der Kontakt wird radial
realisiert, was eine geringere
Kraft für die Maximierung der
Kontaktpunkte ermöglicht. Dies
ist eine bereits etablierte und
bewährte Kontaktmethode für
eine hohe Kontaktsicherheit. Der
Schlitzkontakt der 7/16-Schnittstelle
bedeutet hingegen ein
zweifaches Maß an Unsicherheit.
Die Entkopplung der elektrischen
von der mechanischen Ebene
erlaubt ein niedriges Kupplungsdrehmoment
und erleichtert
sogar eine Handschraubenlösung
oder eine Push-Pull-Konstruktion.
Der Kopplungsmechanismus
beeinflusst nun PIM oder
Return Loss nicht mehr, und alle
drei Konfigurationen (Schraube,
Handschraube oder Push-Pull)
gelingen auf die gleiche Weise.
Dabei kann sich das Kabel sogar
drehen, ohne die zuverlässige
Verbindung zu beeinträchtigen.
Es ist wichtig zu wissen
dass die spezifische Anwendung
den Frequenzbereich und die
Anforderungen an die Belastbarkeit
des Steckverbinders
bestimmt. Das Aufmacherbild
dient als Referenz bei der Auswahl
des richtigen Steckertyps.
Es informiert allgemein
zur Belastbarkeit von Koaxialsteckverbindern
unter den
Bedingungen einer angepassten
Quell-/Lastimpedanz in einer
kontrollierten Laborumgebung
mit Typen gängiger Bauart und
Materialien. Die Belastbarkeit
von Steckverbindern kann je
nach deren Konstruktion, Umgebungs-
und Gerätetemperatur
sowie reflektierter Leistung stark
variieren. Die kontinuierliche
CW-Nennleistung eines Steckverbinders
basiert in erster Linie
auf dem Temperaturanstieg aufgrund
der Verlustleistung, die
sich aus einer Kombination von
ohmschen Verlusten und dielektrischen
Verlusten ergibt. Folglich
wird das Wärme-Management
zum Hauptfaktor bei der
Leistungsbewertung. Diese
Aspekte werden im Folgenden
ausführlicher erläutert. Achten
Sie darauf, vor der Verwendung
die spezifischen Herstellerspezifikationen
zu konsultieren.
Die im Steckverbinder
verwendeten Materialien
beeinflussen die Belastbarkeit,
wobei das dielektrische Material
den größten Einfluss hat. Die
meisten Steckverbinder verwenden
heute eines von mehreren
Fluorpolymeren, um den Mittelleiter
des Steckverbinders zu
erfassen und zu stützen, wobei
Polytetrafluorethylen (PTFE)
am häufigsten verwendet wird.
Bei Steckverbindern mit Luftdielektrikum
wie Präzisionssteckverbindern
mit 2,4, 2,9
oder 3,5 mm kann PTFE ganz
vermieden und ein Material mit
höherer Temperatur verwendet
werden (z. B. Ultem 1000). In
anderen Fällen können Hochleistungs-Steckverbinder
wärmeleitende
Dielektrika verwenden,
um eine bessere Kühlung des
Mittel leiters zu gewährleisten,
als dies bei PTFE der Fall ist.
Das andere interessante Material
ist die Beschichtung des Mittelleiters.
Hohe Temperaturen können
zu einer schnellen Oxidation
der Kontaktmaterialien führen,
wodurch der ohmsche Widerstand
und damit die Verluste
zunehmen. Diese erhöhte Verlustleistung
treibt die Temperatur
noch weiter in die Höhe,
bis hin zu einem möglichen
Durchgehen.
Leider lässt sich dieses Verhalten
nicht annähernd so leicht
charakterisieren wie die dielektrische
Erwärmung, da es sehr
stark von den Umgebungsbedingungen
(z.B. Labor oder Schiff)
und oft auch von proprietären
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Kabel und Verbinder
Beschichtungsmaterialien und
-dicken abhängt. Die leichter zu
charakterisierenden Einschränkungen
des dielektrischen Materials
sind jedoch der typischere
kurzfristige Ausfallmodus und
die Leistungsgrenze.
Die Temperatur eines Steckverbinders
wird sowohl von der
Umgebungstemperatur als auch
von der Temperatur des Geräts,
an dem die Buchse sitzt, beeinflusst.
Der Wärmeaustausch
durch Wärmeleitung mit dem
Gegenstecker/-gerät hat in der
Regel einen größeren Einfluss
als die Umgebungstemperatur.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass
die interne Steckertemperatur die
Temperaturwerte der internen
Komponenten nicht überschreitet,
was in erster Linie durch die
Temperaturwerte des dielektrischen
Materials begrenzt wird.
Die Belastbarkeit verringert sich
von der vollen Nennleistung
bei der Nenntemperatur bis zur
Nullleistung bei der maximal
zulässigen Temperatur der Steckermaterialien.
Erkundigen Sie
sich beim Hersteller des Steckverbinders
nach dessen Temperatur-Derating-Kurve.
Beim Betrieb an einer nicht
angepassten Last wird ein Teil
der einfallenden Leistung zur
Quelle zurückreflektiert. Die
Kombination aus einfallender
und reflektierter Leistung, die
auf demselben Kabel übertragen
wird, führt zur Bildung stehender
Wellen, Stichwort „Stehwellenverhältnis“
(SWR). Diese stehenden
Wellen bedeuten Stromund
Spannungsspitzen entlang
des Kabels in Intervallen von
einer Viertelwellenlänge. Sie
können daher bei geeigneter Leitungslänge
direkt am Steckverbinder
auftreten. Da sich jedoch
Strom und Spannung der Stehwelle
durch Addition der Größen
der hin- und rücklaufenden Welle
Bild 3: Die universelle Buchse 4.3-10
Bild 2: Ausführungsformen des Steckers 4.3-10
bilden und somit nicht direkt
am ohmschen Verlustwiderstand
auftreten, kommt es (entgegen
der Behauptung in der Originalquelle,
d. Übers.) nicht zu
abwechselnd höheren und niedrigeren
Temperaturbereichen
entlang des Kabels. Dies sollte
besser verständlich werden,
wenn man sich darüber bewusst
ist, dass maximale Stehwellenspannung
( maxi maler Stehwellenstrom)
örtlich mit minimalem
Stehwellenstrom (minimaler
Stehwellen spannung) zusammenfallen.
Reflektierte Leistung
bedeutet aber einen Zusatzverlust
auf der Leitung und somit
eine zusätzliche Erwärmung
derselben.
Beim Betrieb mit sehr
hohen Leistungspegeln
(Impulsbetrieb)
muss allerdings die Spannungsfestigkeit
der Leitung bzw. des
Steckverbinders berücksichtigt
werden. Die Stehwellenspannung
tritt zwischen Innen- und
Außenleiter auf und lässt sich
über ein T-Stück messen. Zu
hohe Spannung, etwa während
eines Impulses, kann die Durchbruchspannung
des dielektrischen
Materials überschreiten.
Dies kann zu einem Lichtbogen
zwischen dem Mittelleiter
und der Abschirmung/Masse
führen, wodurch Komponenten
beschädigt und verbrannt werden
können. Beachten Sie, dass
der Spannungsdurchbruch bei
einer koaxialen Konfiguration
auf einem niedrigeren Niveau
auftritt als bei einer einfachen
nicht-koaxialen Spaltkonfiguration
mit dem gleichen Abstand.
Die Durchbruchspannungspegel
in einer koaxialen Konfiguration
können berechnet werden,
um die Eignung des Steckverbinders
für eine Anwendung
zu bestimmen. Dielektrisches
Material hat eine höhere Durchbruchspannung
als Luft. Bei
der Modellierung von Spitzenspannungs-Grenzwerten
empfiehlt
es sich jedoch, den Luft-
Durchschlagwert anstelle der
höheren Durchschlagspannung
des dielektrischen Materials zu
verwenden, da wahrscheinlich
irgendwo entlang der HF-Kette
ein Luftspalt vorhanden ist.
Stellen Sie Folgendes sicher:
Die zu verbindenden Steckverbinderteile
müssen physisch
kompatibel sein und die gleiche
Impedanz aufweisen. Überprüfen
Sie die Steckverbinder
vor dem Zusammenstecken, was
die Hilfe eines Mikroskops oder
einer Lupe erfordern kann, um
ausreichende Details zu erkennen.
Achten Sie auf Metallpartikel,
Fasern, Staub und andere
Verunreinigungen. Überprüfen
Sie, ob der Mittelstift bei den
Steckern zentriert, gerade und
unbeschädigt ist, und ob die
Buchsen zentriert, offen und
unverformt sind. Achten Sie
auf Verformungen oder Dellen
am Gehäuse. Je nach Bauart der
Buchse überprüfen Sie, ob alle
Kontakte oder Federfinger vorhanden
und unbeschädigt sind.
Reinigen Sie beide Steckverbinder
vor dem Zusammen stecken.
Dies ist besonders wichtig bei
Präzisionssteckverbindern, die
bei höheren Frequenzen verwendet
werden, bei denen Messungen
leicht durch Verunreinigungen
beeinträchtigt werden
können. Zum Ausblasen der
Steckverbinder kann saubere,
trockene Luft, z.B. Druckluft,
verwendet werden. Blasen Sie
über die Oberfläche des Steckverbinders,
um Schmutz zu entfernen,
da sich Schmutz durch
direktes Blasen in den Steckverbinder
festsetzen kann. Eine
geringe Menge Isopropylalkohol
auf einem fusselfreien Tupfer
kann ebenfalls zur Reinigung
von Steckverbindern verwendet
werden. Vermeiden Sie jedoch
übermäßige Lösungsmittel, um
das Eindringen von Lösungsmittel
in den Steckverbinder zu
minimieren.
Luft-dielektrische Steckverbinder
sind empfindlich, und wenn
eine mechanische Reinigung der
internen Kontakte erforderlich
ist, muss dies mit großer Sorgfalt
erfolgen. Reinigen Sie die
Innen- und Außengewinde und
überprüfen Sie sie auf Grate
oder Unebenheiten, die ein reibungsloses
Ineinandergreifen der
Gewinde beeinträchtigen würden.
Beim Zusammenstecken der
Steckverbinder die Mittelachse
beider Steckverbinder sorgfältig
ausrichten und gerade so weit
wie möglich zusammenschieben.
Während die Steckverbinderkörper
stillstehen, die Steckverbindermutter
von Hand drehen, um
sie auf den passenden Steckverbinder
zu schrauben.
50 hf-praxis 1/2026
Kabel und Verbinder
Die Steckverbinderkörper dürfen
sich niemals drehen, da dies zu
unerwünschtem und unnötigem
Verschleiß führt, der den Mittelleiter
eines oder beider Steckverbinder
dauerhaft beschädigen
kann. Die Mutter sollte sich
frei drehen lassen und von Hand
vollständig in die passenden
Gewinde ein greifen. Wenn Sie
auf über mäßigen Widerstand
stoßen, entfernen Sie die Steckverbinder,
um das Problem zu
untersuchen. Ziehen Sie die
Mutter nach dem manuellen
Anziehen mit einem Drehmomentschlüssel
auf das angegebene
Drehmoment an, während
Sie den Gegenstecker bei Bedarf
mit einem Schrauben schlüssel
gegen Verdrehen sichern. Achten
Sie darauf, dass das richtige
Drehmoment verwendet wird,
da ein zu hohes Drehmoment
den Steckverbinder verformen
kann, während ein zu niedriges
Drehmoment zu unvollständigem
Zusammenstecken und
schlechter Leistung führen kann.
Dieser Schritt ist besonders bei
Steckverbindern mit höherer Frequenz
wichtig, da sich geringfügige
mechanische Veränderungen
bei den kürzeren Wellenlängen
höherer Frequenzen
stärker auswirken.
Beim Zusammenfügen kompatibler
Steckertypen, wie z. B.
3,5- und 2,92-mm-Steckern,
sollte die niedrigere der beiden
Drehmomentangaben verwendet
werden.
Steckverbinder sind
entscheidende Komponenten
in der HF-Kette
und tragen wesentlich zur ordnungsgemäßen
Leistung des
Systems bei. Da diese Komponenten
mechanische Funktionen
erfüllen und HF-Signale übertragen,
ist bei der Verwendung Vorsicht
geboten. Ein beschädigter
Steckverbinder kann, wenn er
angeschlossen ist, Schäden am
angeschlossenen Steckverbinder
verursachen. Da Steckverbinder
kostspielig sein können,
ist es ratsam, Vorsichtsmaßnahmen
zu treffen und vorsichtig
zu sein. Steckverbinder sind
ein integraler Bestandteil eines
Systems, und eine Verschlechterung
oder Beschädigung eines
Steckverbinders beeinträchtigt
die Gesamtleistung des Systems.
Die richtige Pflege der Steckverbinder
ist für den ordnungsgemäßen
Systembetrieb von entscheidender
Bedeutung.
Einige Maßnahmen
zum Schutz der
Steckverbinder sind:
• regelmäßige Überprüfung und
Reinigung der Steckverbinder
• Bei Nichtgebrauch sollten
Staubschutzkappen auf Steckverbinder
und Adapter gesetzt
werden, um sie vor Beschädigungen,
Schmutz und Verunreinigungen
zu schützen.
• Vermeiden Sie es, die Kontaktflächen
zu berühren.
• Lagern Sie Steckverbinder in
einer sauberen und trockenen
Umgebung und geschützt, nicht
lose in einem Behälter.
• Steckverbinder nicht fallen
lassen, da dies zu physischen
Schäden führen kann, insbesondere
bei Präzisions-Luft-Hochfrequenz-Steckverbindern.
Ein Steckverbinderschoner
kann bei Anwendungen, bei
denen Kabel und Anschlüsse
häufig gewechselt werden, wie
es in Produktions- oder Fertigungsumgebungen
üblich ist,
den Verschleiß bei normalem
Gebrauch verringern. Der Steckerschutz
dient als Verschleißteil
und schützt so den Stecker
am Testgerät. Dadurch muss
bei Bedarf nur der beschädigte/
abgenutzte Steckerschutz ausgetauscht
werden, anstatt die
Kosten und Ausfallzeiten für
den Austausch des Steckers am
Testgerät oder den Austausch
eines Kabels in Kauf nehmen zu
müssen. Es ist wichtig zu beachten,
dass das Hinzufügen eines
Stecker schutzes zwar mechanisch
vorteilhaft ist, aber ein
zusätzliches Verbindungspaar
im HF-Pfad darstellt und sich
nachteilig auf die Systemleistung
auswirken und die Messunsicherheit
erhöhen kann. Es
sollten Messungen durchgeführt
werden, um die Auswirkungen
Bild 4: MA-Steckverbinder mit Standardpolarität und SMA-Steckverbinder
mit umgekehrter Polarität
des Hinzufügens eines Steckerschutzes
zu charakterisieren.
Letztendlich werden Steckverbinder
aufgrund der mechanischen
Prozesse, die mit dem
Gebrauch von Steckverbindern
verbunden sind, mit Steck- und
Trennzyklen, verschleißen,
und die Leistung wird sich verschlechtern.
Durch die richtige
Pflege, Wartung, Lagerung
und Stecktechnik werden die
Nutzungs zyklen maximiert.
Bei der Verwendung
eines Adapters
zur Umwandlung zwischen Steckertypen
ist Vorsicht geboten,
und die damit verbundenen Einschränkungen
müssen bekannt
sein. Die Tatsache, dass ein
Adapter verfügbar ist, bedeutet
nicht, dass er für die Verwendung
in Ihrer Anwendung geeignet ist.
Jeder Steckertyp hat maximale
Frequenz- und Leistungsgrenzen,
und die Anwendung muss
innerhalb dieser beiden Grenzen
für beide Steckertypen funktionieren.
Es ist empfehlenswert, in
der HF-Kette denselben Steckertyp
zu verwenden, der auch am
Verstärkerausgang verwendet
wird. Bei einem bestimmten Steckertyp
werden nicht alle Stecker
nach denselben Präzisionsstandards
hergestellt.
In der Branche gibt es
drei gängige Kategorien
von Steckverbinderqualität
wobei sich die Designs und die
Terminologie von Hersteller zu
Hersteller unterscheiden. Metrologie-Steckverbinder
sind die
hochwertigsten und präzisesten
Steckverbinder und auch die teuersten.
Sie werden in der Regel
für hochpräzise Anwendungen
wie Kalibrierungszwecke und
die Verwendung in Kalibrierungsstandards
eingesetzt. Steckverbinder
der mittleren Kategorie,
manchmal auch als „Instrumentenqualität“
bezeichnet,
weisen eine gute Leistung auf
und liefern genaue Messungen.
Sie werden häufig in Testgeräten
und im Labor eingesetzt. Die
niedrigste Steckverbinderklasse,
die als „kommerziell“, „Produktions-“
oder „Feldklasse“
bezeichnet wird, hat eine größere
Toleranz und eine geringere
Leistung und ist die kostengünstigste
Steckverbinderklasse.
Diese Ausführungen werden am
häufigsten in Produktion und
Fertigung eingesetzt.
Beachten Sie, dass die maximale
Frequenzbewertung eines Steckverbindertyps
je nach Klasse des
Steckverbinders variieren kann.
Seien Sie daher vorsichtig, wenn
Sie am oberen Ende der Steckverbinder-Frequenzbewertung
arbeiten, um sicherzustellen,
dass die verwendeten Steckverbinder
eine Klasse haben,
die die verwendete Frequenz
unterstützt. Weitere Informationen
zu den Unterschieden in
Design und Leistung zwischen
den einzelnen Klassen finden Sie
in den Produktinformationen des
Herstellers.
Obwohl es nicht intuitiv ist, sind
einige Steckverbinderserien mit
anderen Steckverbinderserien
kompatibel und können physisch
verbunden werden. Jede Serie
hat jedoch ihre eigenen Leistungs-
und Frequenzgrenzen.
hf-praxis 1/2026 51
Kabel und Verbinder
Die 2,4- und 1,85-mm-Steckverbinder
sind mechanisch kompatibel
und können miteinander
verbunden werden.
Die 3,5-, 2,92-mm/K- und SMA-
Steckverbinder haben die gleichen
Grundabmessungen und
können miteinander verbunden
werden. Die lockereren SMA-
Toleranzen können jedoch zu
Schäden an den hochpräzisen
3,5- und 2,92-mm-Steckverbindern
führen. Dies gilt vor allem
bei Verwendung eines SMA-Steckers,
bei dem Abweichungen
im Durchmesser oder in der
Höhe des Mittelstifts die Buchse
des Gegensteckers beschädigen
können. Außerdem ist es
beim Verbinden eines SMA-
Steckers mit einem 3,5- oder
2,92-mm-Stecker sehr wichtig,
die Stecker vor dem Zusammenstecken
sorgfältig auszurichten,
um eine Beschädigung
der Mittelkontakte zu vermeiden.
Einige SMA-Stecker werden
als „Präzisions-SMA“ eingestuft,
die mit engeren Toleranzen
hergestellt werden und
ein sicheres Zusammenstecken
mit 3,5- und 2,92-mm-Steckern
ermöglichen. Unabhängig davon
muss der Steckvorgang sorgfältig
erfolgen.
Das Steckverbinder-
„Geschlecht“
wird oft anhand des Aussehens
(Stecker männlich, Buchse
weiblich) des mittleren Steckerkontakts
bestimmt. Jedoch ist
es besser, die verschiedenen
möglichen Steckverbinderkonfigurationen
zu verstehen.
Die „Geschlechtsbezeichnung“
des Steckverbinders wird nicht
durch den Mittelstift definiert,
sondern folgt der Konfiguration
des Steckverbinderkörpers. Der
Mittelstift bestimmt dann, ob der
Steckverbinder eine Standardpolarität
(SP) oder eine umgekehrte
Polarität (RP) hat. Der
Steckverbinder mit einer Überwurfmutter/einem
Gehäuse mit
Innengewinde wird als männlicher
Steckverbinder (oder
Stecker) bezeichnet. Der Steckverbinder
mit einem Gehäuse
mit Außengewinde wird als
weiblicher Steckverbinder (oder
Buchse) bezeichnet. Sobald das
Connector Type
„Geschlecht“ des Steckverbinders
identifiziert ist, schauen Sie
sich die Konfiguration des Mittelleiters
an, um festzustellen,
ob es sich um einen SP- oder
RP-Steckverbinder handelt. Ein
Stecker mit einem männlichen
Mittelstift oder eine Buchse mit
einer weiblichen Mittelbuchse
ist ein SP-Steckverbinder, da
das „Geschlecht“ des Gehäuses
und des Mittelleiters übereinstimmen.
SP-Steckverbinder
sind die gängige konventionelle
Konfiguration. Ein Stecker mit
einer Buchse in der Mitte oder
eine Buchse mit einem Stift in
der Mitte ist ein RP-Steckverbinder,
da die „Geschlechter“ von
Körper und Mittelleiter unterschiedlich
sind. RP-Steckverbinder
sind weniger verbreitet
und wurden ursprünglich für
Spezialanwendungen entwickelt,
um eine Veränderung der Ausrüstung
zu verhindern. In Bild 4
sieht man SMA-Steckverbinder
mit Standardpolarität und SMA-
Steckverbinder mit umgekehrter
Polarität, um die Konfigurationen
zu veranschaulichen.
Die Funktion
von Koaxialsteckern
hängt von der physischen
Schnittstelle zwischen den
zusammenpassenden Steckern
ab. Um eine optimale Leistung
zu erzielen, ist die Höhe des
Mittel leiters sehr wichtig. Wenn
Maximum
Frequency (GHz)
Maximum CW Power @
Max, Frequency (Watts)
Coupling Torque
(N-cm)
2.4 mm 50 15 90 8
2.92 mm/K 40 20 90 8
3.5mm 34 45 90 8
SMA precision 26.5 70 57 5
BNC 4 70 N/A N/A
TNC 18 250 N/A N/A
Type N 11 150 135 12
Type N precision 18 250 135 12
Type C 12 440 N/A N/A
7-16 DIN 7.5 820 226 20
7/8 EIA 6 920 N/A N/A
1 5/8 EIA 3 3200 N/A N/A
Tabelle 1: Maximale Frequenz, Leistung und Kopplungsdrehmoment
(in-lb)
der Mittelleiter über die zulässige
Toleranz hinaus in den
Stecker körper eingelassen ist,
leidet die Leistung der Verbindung.
Wenn der Leiter jedoch
über die Toleranz hinaus vorsteht,
kann die Leistung zusätzlich
zu möglichen physischen
Schäden beeinträchtigt werden.
Ein beschädigter oder außerhalb
der Toleranz liegender Steckverbinder
kann zu Schäden an jedem
Steckverbinder führen, mit dem
er verbunden ist, wodurch Schäden
an anderen Steckverbindern
entstehen und die Messgenauigkeit
beeinträchtigt wird, was
wiederum Reparaturkosten verursacht.
Aus diesen Gründen
wird empfohlen, Steckverbinder
zu messen, um sicherzustellen,
dass die Abmessungen der Steckverbinder
innerhalb der zulässigen
Toleranz liegen. Für die
meisten Steckverbindertypen
sind Messgeräte-Kits erhältlich.
Es wird empfohlen, ein regelmäßiges
Messprogramm für
Kabel und Geräte einzurichten,
um Toleranzüberschreitungen
sowie Schäden oder Verschleiß
an Steckverbindern zu erkennen.
Vor dem Messen sollten Reinigung
und Inspektion durchgeführt
werden. Darüber hinaus
empfiehlt es sich, alle Steckverbinder
vor dem ersten Einsatz
in der Einrichtung zu messen,
z.B. Kabel, Adapter und Steckverbinder
an Geräten. Vorsicht
ist geboten, wenn RP-Steckverbinder
verfügbar sind, da SPund
RP-Steckverbinder zwar
physisch miteinander verbunden
werden können, dies jedoch
entweder zu einer Beschädigung
der Mittelstifte durch das
Zusammendrücken oder zu einer
Unterbrechung der Verbindung
führen würde, wenn zwei weibliche
Mittelbuchsen miteinander
verbunden werden.
In Tabelle 1 werden die Parameter
für maximale Frequenz,
Leistung und Kupplungsdrehmoment
für HF-Steckverbinder
näher definiert. Es ist wichtig,
alle besprochenen Spezifikationen
zu überprüfen, wenn Sie
den richtigen HF-Koaxialstecker
für Ihre spezifische Anwendung
auswählen. Wie bereits erwähnt,
endet die Beschäftigung mit den
Steckern nicht nach dem Auswahlprozess.
Eine kontinuierliche
ordnungsgemäße Pflege
und Wartung trägt dazu bei,
einen fehlerfreien Systembetrieb
zu gewährleisten. Auch wenn sie
nicht das Interesse und die Aufmerksamkeit
der kostspieligeren
Systemkomponenten auf sich
ziehen, kann die falsche Auswahl
von HF-Koaxial steckern
und/oder -kabeln ein ausgeklügeltes
System beeinträchtigen.
Daher ist es wichtig, Steckverbinder
und Kabel sorgfältig
auszuwählen, die für Ihre spezifischen
Anwendungen am besten
geeignet sind.◄
52 hf-praxis 1/2026
Kyocera and Rohde & Schwarz demonstrate OTA
characterization of mmWave PAAM at CES 2026
on a rugged 3D positioner at the
center of the four overlapping
QZs. This configuration allows
Kyocera’s engineers to conduct
a variety of tests, including the
simultaneous reception of RF
beams from multiple directions.
The patented vertical CATR
design minimizes the system’s
lab footprint compared to other
OTA solutions.
Kyocera‘s innovative mmWave
phased array antenna module
(PAAM) generates multiple
simultaneous beams in different
directions and frequencies,
enabling a wide range of
sensing and communications
applications. To optimize beam
steering and directivity of their
product, Kyocera utilizes CATRbased
multi-reflector over-the-air
(OTA) testing technology from
Rohde & Schwarz.
Rohde & Schwarz
GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
Kyocera and Rohde & Schwarz
will showcase the characterization
of Kyocera’s novel phased
array antenna module (PAAM)
at CES 2026 in Las Vegas, NV.
The demonstration at the Kyocera
booth (6501, LVCC, West
Hall) will feature the R&S
ATS1800M 5G NR multi-directional
mmWave test chamber
from Rohde & Schwarz, known
for its exceptionally small footprint
and over-the-air (OTA)
testing capabilities.
Kyocera has developed a novel
phased array antenna module
(PAAM) for a variety of sensing
and communications applications.
Featuring 384 dual-polarization
elements, the PAAM can
create up to eight simultaneous
beams with varying directions
and frequencies. This design
incorporates 6G ISAC (Integrated
Sensing and Communication)
technology that combines
wireless communication and
sensing into a single framework.
It allows networks to simultaneously
deliver data and sense their
environment, unlocking applications
such as next-generation
autonomous driving, environmental
sensing, and industrial
automation—all with greater
efficiency and performance.
Ensuring all antenna elements
work cohesively to form an
RF beam with the desired characteristics
is critical. Rohde &
Schwarz offers a patented overthe-air
(OTA) testing approach
within a fully shielded environment,
allowing engineers to
verify beam patterns and minimize
sidelobes.
The R&S ATS1800M is a unique
solution featuring four feed
antennas and CATR reflectors,
each providing a 30 cm quiet
zone (QZ). At CES 2026, the
Kyocera PAAM device under
test (DUT) will be positioned
The complete test setup incorporates
multiple instruments
from Rohde & Schwarz, including
signal generators and analyzers
alongside the mmWave
test chamber, providing a fully
integrated testing environment.
The device under test receives
four independent signals via the
chamber’s reflectors, simulating
complex reception scenarios,
and the resulting signal quality
is measured and analyzed. This
comprehensive system enables
thorough evaluation of the phased
array antenna module’s performance
in realistic conditions.
Visitors to CES 2026 can experience
this milestone demonstration
live at the Kyocera booth
(6501) in the West Hall of the
Las Vegas Convention Center,
from January 6 to 9, 2026.
For further information on
antenna testing solutions from
Rohde & Schwarz, visit:
https://www.rohde-schwarz.
com/_231852.html ◄
hf-praxis 1/2026 53
RF & Wireless
145 GHz O/E Calibration Module,
Accelerating 1.6T Data Center Evolution
expensive solution lacking the necessary 145
GHz reference calibration module entirely.
Anritsu Company has launched the
MN4765B-0140 O/E Reference Calibration
Module, the world’s fastest and first traceable
solution to support the testing demands
of next-generation data centers and the
explosive growth of Artificial Intelligence
(AI) and Machine Learning.
As data centers transition from 224 to 448
Gbps per lane to achieve total data rates like
1.6T, the required bandwidth for electricaloptical
(E/O) modulators and optical-toelectrical
(O/E) photodetectors now exceeds
130 GHz. The new MN4765B-0140 is engineered
to meet this critical need, pushing the
measurement frontier to 145 GHz.
Key Technological Breakthroughs
The MN4765B-0140 is a monumental step
forward for high-speed component verification:
RF Detector
BroadWave Technologies introduced an
RF detector designed to convert an RF
input signal to a DC output signal. Model
852-162-POS is a positive polarity 50
Ohm RF detector that operates from 1 to
2500 MHz. Input power is 100-milliwatt
maximum, SWR is 1.35 maximum and
flatness is +/-0.5 dB maximum. The RF
input connector is N male while the DC
output connector is N female. BroadWave
manufactures negative and positive polarity
RF detectors. Other connector types
and 75 Ohm RF detectors are available.
• World’s First 145 GHz Reference Photodetector:
It offers the widest commercially
available frequency range from 70 kHz to
145 GHz for O/E calibration at the 1550
nm wavelength, enabling the high-confidence
characterization of cutting-edge
E/O and O/E devices.
• Traceability to 145 GHz: Anritsu secured
traceability for the new module to a recognized
National Metrology Institute. This
is a crucial differentiator, as existing standards
from NIST are limited to 110 GHz,
making the MN4765B-0140 the only solution
providing verifiable measurement
accuracy at these extreme bandwidths.
• Unique, Cost-Effective System Solution:
When integrated with Anritsu‘s Vector-
Star ME7838D 145 GHz Vector Network
Analyzer (VNA), the combination creates
the world‘s only complete, traceable, and
flexible system for testing the entire highspeed
opto-electronic ecosystem, including
TOSA, ROSA, BOSA, and Coherent Optical
Sub-Assemblies (COSA).
Securing Investment in High-Speed R&D
Anritsu’s solution provides significant
advantages over competing systems, which
typically forces customers into a more
BroadWave Technologies, Inc.
www.broadwavetechnologies.com
„The AI revolution is demanding a massive
leap in data center interconnect speeds,
making the 145 GHz bandwidth nonnegotiable
for 1.6T deployment,“ said a
spokesperson for Anritsu Company. „The
MN4765B-0140 eliminates measurement
uncertainty at these critical frequencies.
Coupled with the flexible and future-proof
VectorStar VNA platform, our customers
gain a powerful, cost-effective tool that
secures their investment by offering a simple
upgrade path and superior measurement
speed.“
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
Ultra Wide-Band Low-Noise
Amplifier 0.01 to 40 GHz
RLNA01M40GA is an ultra wide-band
low-noise amplifier with a frequency
range of 0.01 to 40 GHz. The output
power of this amplifier is 19dBm typical.
The typical gain is 29 dB with a
flatness of ±2.2 dB.
Typical applications:
• Wireless Infrastructure
• Military and Aerospace
Applications
• Test Instrumentation
• Radar Systems
• 5G Wireless Communications
• Microwave Radio Systems
• TR Modules
• Research and Development
• Cellular Base Stations
RF-Lambda Europe GmbH
www.rflambda.eu
54 hf-praxis 1/2026
RF & Wireless
60 W Wideband EMC Benchtop
Power Amplifier 18...40 GHz
RF-Lambda Europe GmbH
www.rflambda.eu
The REMC18G40GM is a
high-performance wideband
EMC power amplifier from RF-
Lambda, covering 18 to 40 GHz
with a typical small signal gain
of 65 dB and saturated output
power up to 48 dBm. This performance
is achieved through
the use of GaN devices.
The power amplifier’s input connector
is 2.92mm Male and Output
connector is WRD180C24.
This product has a calibration
feature which enables customer
to obtain great performance
through time and temperature
changes.
Features:
• High Dynamic Range Gain
Control
• Calibrated Forward and
Reverse Power Measurement
• Output Power Stabilization
with Temperature
Compensation
• Programmable Dynamic
Output Power Profile
• SWR Protection and Alarm
• RF Input Over Drive
Protection
• Over Current Protection and
Alarm
• Over Temperature Protection
and Alarm
• Available both in AC and DC
Powered Versions
Typical applications:
• EMC & Test Instrumentation
• Research and Development
• TWT Replacement
• Military and Aerospace
Applications ◄
hf-praxis 1/2026 55
RF & Wireless
RFMW Introduces New Products
Ultra-linear, GaAs pHEMT,
differential RF Amplifier
The Qorvo QPL1822 is an ultralinear,
GaAs pHEMT, differential
RF amplifier. The device
features a cascode design which
provides 15 dB of gain along
with very low distortion from
5 MHz to 1.8 GHz. This ultralinear
IC is designed to support
Broadband CATV DOCSIS 4.0
applications, such as Nodes,
Amplifiers, and Remote PHY
Devices, as well as Fiber to The
Home (FTTH), Home Gateways,
and Cable Modems.
Compact Solid-State
Class AB Amplifier
The 1219 from Empower RF
Systems is a compact solid-state
Class AB amplifier delivering a
minimum of 25 W across 500 to
6000 MHz, with typical output
power reaching 40W. Its wideband
coverage supports CW,
AM, FM, and pulse signals,
making it ideal for broadband
mobile jamming and high power
UHF, L, S, and C band applications.
Integrated GaN technology
ensures high reliability,
while built-in control, monitoring,
and protection maximize
system availability.
Hybrid Power Doubler
Designed for DOCSIS 4.0
Nodes and amplifiers, Qorvo‘s
QPA3311 is a Hybrid Power
Doubler amplifier module. The
part employs GaAs/GaN die
and is operated from 45 to 1794
MHz. This 23 dB, 24 V, 12.5 W
High Output Hybrid Power Doubler
provides excellent linearity
and superior return loss performance
with low noise and optimal
reliability.
Low-Cost, Linear
Logarithmic Average
Power Detector
The Guerrilla RF GRF1201 is
a low-cost, linear logarithmic
average power detector covering
10 MHz to 6 GHz. Designed
for high-volume, cost-sensitive
applications, it offers a detector
slope of 0.08 V/dB across
a wide dynamic range of -20
to +20 dBm. Fabricated using
InGaP HBT, it operates from a
2.7 to 5 V supply and requires
minimal external components.
Its compact 1.5 x 1.5 mm DFN-6
package makes it ideal for spaceconstrained
RF designs.
Broadband GaAs
MMIC Power Amplifier
CML Micro’s MMA-172135-M5
is a broadband GaAs MMIC
power amplifier delivering 3 W
output power and 27 dB gain
across 17...21 GHz. With a P1dB
of 35 dBm, an IM3 of 45 dBc at
20 dBm/tone, and fully matched
50 Ohms I/O, it ensures excellent
linearity and performance.
Operating from 6 V with I DS of
1,5...2,8 A, this RoHS-compliant
5 × 5 mm QFN device is ideal
for point-to-point radios, VSAT
terminals, microwave instrumentation,
and wireless communication
systems.
Wideband EMC
Power Amplifier
RF-Lambda’s REMC02G06GE
is a wideband EMC power
amplifier covering 2 to 6 GHz
with 70 dB typical gain and 57.5
dBm P sat . It features a 20 dB digital
attenuator (0.5 dB steps), 50
Ohm matched I/O, and built-in
protection for over-temperature,
over-current, RF over-drive, and
SWR. The unit supports 3-phase
VAC (U.S./EU standards), offers
automatic calibration, Ethernet
remote control, and a 5-inch
LC display. Ideal for radar, 5G,
aerospace, R&D, and test applications.
Packaged Driver
Amplifier for 2 to 5 GHz
Qorvo‘s QPA2597 is a packaged
driver amplifier using proven
GaN on SiC technology.
The QPA2597 operates from 2
to 6 GHz and provides 32 dBm
of output with 24 dB of small
signal gain and 37% poweradded
efficiency. Using GaN
MMIC technology and plastic
packaging, the QPA2597 provides
a low-cost driver solution
that provides the added benefit
of operating on the same voltage
rail as the corresponding GaN
HPA. It can also serve as the
output power amplifier in lower
power architectures.
Broad-Band
Linear Gain Block
The Guerrilla RF GRF2013 is
a broad-band linear gain block
with a low noise figure (NF) and
high linearity designed for small
cell, wireless infrastructure, and
other high-performance applications.
It exhibits outstanding
broadband NF, linearity, and
return loss over 700 to 3800
MHz with a single match. The
device can be operated from a
supply voltage of 2.7 to 8 V with
a selectable IDDQ range of 15 to
100 mA for optimal efficiency
and linearity.
5G Highly Linear
Medium Power Amplifier
The CML Micro CMX90A702
is a highly linear medium power
amplifier operating in Frequency
Range 2 (FR2) from 26.5 to 29.5
GHz, addressing the needs of
5G New Radio (NR) band n257
and n261. This three-stage GaAs
MMIC amplifier delivers 25
dBm (0.3 W) of output power
at 1 dB gain compression, 21
dB of small signal gain and 32.5
dBm output third order intercept
(OIP3). RF ports are matched
to 50? with an integrated DC
blocking capacitor at the output.
Offered in a tiny 20-lead
4 x 4 mm VQFN.
RFMW
www.rfmw.com
56 hf-praxis 1/2026
RF & Wireless
Anritsu and HEAD acoustics Launch Acoustic
Evaluation Solution for Next-Generation
Automotive Emergency Call Systems
echoes, and other acoustic challenges can
significantly degrade speech clarity. Reliable
voice performance is therefore critical
to accurately conveying the situation and
enabling rapid rescue operations.
The solution integrates Anritsu’s MD8475B
(for 4G LTE base-station simulation) or
MT8000A (for both 4G LTE and 5G NR
simulation) with HEAD acoustics’ ACQUA
voice quality analysis platform. This combination
enables comprehensive evaluation
of transmitted (microphone) and received
(speaker) audio under a wide range of realistic
operating conditions.
Anritsu Corp.announced the launch of an
advanced acoustic evaluation solution for
next-generation automotive emergency call
systems (“NG eCall”), developed in collaboration
with HEAD acoustics, a global leader
in acoustic measurement and analysis.
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
The new solution, which is compliant with
ITU-T Recommendation P.1140, enables
precise assessment of voice communication
quality between vehicle occupants and
Public Safety Answering Points (PSAPs),
supporting faster and more effective emergency
response.
With NG eCall over 4G (LTE) and 5G (NR)
now mandatory in Europe as of 1 January,
2026, ensuring high-quality, low-latency
voice communication during vehicle emergencies
has become essential. After a collision,
calls are conducted hands-free inside
the vehicle cabin, where high noise levels,
Example Evaluation Scenarios
Echo and double-talk situations where speaker
output re-enters the microphone or simultaneous
speech may affect intelligibility
Cabin noise simulations representing real
driving environments, including road, wind,
and engine noise. By delivering a reliable
and repeatable approach to voice-quality
assessment, Anritsu reinforces its commitment
to supporting automotive manufacturers
and suppliers in the development of
NG eCall and advanced in-vehicle audio
systems, contributing to a safer and more
secure mobility ecosystem. ◄
75 Ohm Impedance Termination
BroadWave Technologies unveiled a 75
Ohm impedance termination. Model 573-
414-001 has a DC to 4 GHz operating
frequency range and is rated 1 W average
power at 25 °C. The maximum SWR is
1.3 and the RF connector is TNC male.
Originally designed to terminate unused
ports of a commercial system, this load
enhances signal quality by preventing
reflection thus reducing image distortion
problems caused by peripheral signals at
the end of system transmission lines. The
termination is also appropriate for defense
applications as well as laboratory test
environments.
Delivery for up to 25 pieces is from stock
to 1-week ARO. Custom impedance and
other connector types are also available.
Please contact us with your unique requirement
for the appropriate model number.
BroadWave Technologies Inc.
www.broadwavetechnologies.com
hf-praxis 1/2026 57
SIS® 3.1
ents
Save space in balanced and
push-pull configurations
Rugged ceramic package
meets MIL requirements for
harsh operating conditions
y
Low Noise
Low Additive Phase Noise
nge over wide
o 45 GHz
NF as low as 0.38 dB for
sensitive receiver applications
As low as -173 dBc/Hz
@ 10 kHz offset
DC TO 50 GHz
MMIC Amplifiers
s
300+ Models Variable Designed Gain in House
Wideband Gain Blocks
• Wide selection of GaAs HBT and E-pHEMT designs
• Noise figure as low as 0.38 dB
• OIP3 up to +50 dBm
• Industry-leading phase noise performance
otprints as Up to 31.5 dB digital
• In-house packaging assembly
.42mm
gain control
• Surface mount and bare die formats
• Upscreening available
Flat gain for broadband
and multi-band use
LEARN MORE
Options for for Every Every Requirement
CATV CATV (75Ω) (75Ω)
Dual Dual Matched Matched
Hi-Rel Hi-Rel
Supporting DOCSIS® 3.1
Supporting DOCSIS® 3.1
and 4.0 requirements
and 4.0 requirements
Save space in balanced and
Save space in balanced and
push-pull configurations
push-pull configurations
Rugged ceramic package
Rugged ceramic package
meets MIL requirements for
meets MIL requirements for
harsh operating conditions
harsh operating conditions
High Linearity
High Linearity
Low Noise
Low Noise
Low Additive Phase Noise
Low Additive Phase Noise
High dynamic range over wide NF as low as 0.38 dB for
As low as -173 dBc/Hz
bandwidths High dynamic up to range 45 GHz over wide sensitive NF as receiver low as 0.38 applications dB for @ 10 As kHz low offset as -173 dBc/Hz
bandwidths up to 45 GHz sensitive receiver applications @ 10 kHz offset
RF Transistors
RF Transistors
Variable Gain
Variable Gain
Wideband Gain Blocks
Wideband Gain Blocks
<1 dB NF with footprints as
small as 1.18 x 1.42mm
<1 dB NF with footprints as
small as 1.18 x 1.42mm
Up to 31.5 dB digital
gain control
Up to 31.5 dB digital
gain control
Flat gain for broadband
and multi-band use
Flat gain for broadband
and multi-band use
DISTRIBUTORS
Rudolf-Diesel-Straße 2A, D-65719 Hofheim-Wallau
? +49 6122 726 60-0 +49 6122 726 60-29
✉ info@ie4u.de www.ie4u.de
Registered in England/No 1419461
Wharf Road, Frimley Green, Camberly, GU16 6LF UK
? +44 1252 83 2600 +44 1252 83 7010
www.mini-circuits.com
Fuchsgrube 4, D-83278 Traunstein
? +49 861 16677 0 +49 861 16677 88
✉ info@municom.de www.municom.de
RF & Wireless
Anritsu Accelerates SAR Measurement for 5G/LTE Devices
in Collaboration with Microwave Factory and SPEAG
Anritsu Corp. announces that its base station
simulators have been adopted in a high-speed
Specific Absorption Rate (SAR) measurement
solution developed by Microwave
Factory Co., Ltd. (MWF) in collaboration
with Schmid & Partner Engineering AG
(SPEAG). This solution automates RF exposure
assessments for 5G standalone (SA),
5G non-standalone (NSA), and 4G Long-
Term Evolution (LTE) devices, supporting
the development of safer mobile devices.
Anritsu Corporation
www.anritsu.com
Solution Overview
The system seamlessly integrates the following
products:
• Microwave Factory: MATEOS Antenna
Measurement Software
• SPEAG: cSAR3D Vector Array System
• Anritsu: MT8000A / MT8821C Base
Station Simulators
In conventional SAR measurements, engineers
manually configured the MT8000A/
MT8821C. This solution automates the
entire SAR measurement process, drastically
reducing setup time. It also supports a wide
range of standards, from LTE (4G) to 5G
NR (SA/NSA), enabling faster and fully
automated measurement operations.
SAR testing is essential to ensure that mobile
devices, such as smartphones, comply with
safety standards for human RF exposure.
This collaboration enables manufacturers to
perform critical measurements more quickly
and reliably, helping bring safer products to
market faster.
Each of the three project collaborators
remains dedicated to advancing the safety
and usefulness of mobile communications.
◄
60 hf-praxis 1/2026
RF & Wireless
GaN-on-SiC HEMTs for Wideband RF Applications
Richardson RFPD, Inc., an Arrow Electronics
company, now offers full design support
and availability for two new high-performance
GaN RF power transistors from
Guerrilla RF: the GRF0020 and GRF0030.
These GaN-on-SiC HEMTs deliver exceptional
efficiency and bandwidth for demanding
RF applications.
Richardson RFPD
www.richardsonrfpd.com
Unmatched Performance for RF Systems
GRF0020
• Frequency Range: DC to 7 GHz
• Output Power (P3dB): 30 W @ 50 V;
19 W @ 28 V
• Saturated Gain: 13.5 dB
• Drain Efficiency: 51%
• Saturated Output Power: 45.1 dBm
GRF0030
• Frequency Range: DC to 6 GHz
• Output Power (P3dB): 50 W @ 50 V;
25 W @ 28 V
• Saturated Gain: 12.7 dB
• Drain Efficiency: 60%
• Saturated Output Power: 46.6 dBm
Both devices operate on 50 V supply rails
and support 28 V operation for flexibility.
They are housed in industry-standard 3 x 3
mm QFN-16 surface-mount packages and
are also available as bare die: GRF0020D
and GRF0030D.
Applications
• Cellular Infrastructure
• Radar Systems
• Wireless Communications
• Test & Measurement Equipment
Why GaN-on-SiC? GaN-on-SiC technology
offers superior power density, thermal performance,
and efficiency compared to traditional
LDMOS or GaAs solutions, making
these devices ideal for next-generation RF
designs. ◄
Joseph Merenda Named Mini-Circuits‘ lnaugural R&D Fellow
Mini-Circuits
www.mini-circuits.com
Mini-Circuits announced the appointment
of Joseph Merenda as the company‘s first
Research & Development Fellow, marking
a significant milestone in the organization‘s
long-term commitment to engineering
excellence and technical innovation.
The Fellow role will be a cornerstone of
Mini-Circuits‘ strategy to develop nextgeneration
technologies, foster collaboration
across engineering disciplines, and
deepen the company‘s technical leadership
in the RF and microwave industry.
A 40-year industry veteran, Merenda is
widely recognized for his contributions
to RF and microwave system design, product
innovation, and technical leadership.
He has served in senior engineering roles
across multiple organizations, authored
numerous technical papers, webinars, and
filed several patents. Since joining Mini-
Circuits in 2017, Merenda has played a
pivotal role in expanding the company‘s
product line and shaping its technology
roadmap.
„Joe‘s appointment as our first R&D Fellow
formalizes the impact he has already had
on our technical direction and positions
Mini-Circuits for continued innovation
in the years ahead,“ said CEO, Jin Bains.
„His expertise, leadership, and vision have
shaped many engineering advancements,
and he will further strengthen our ability
to meet evolving customer needs in this
new role.“
As R&D Fellow, Merenda will guide longrange
technology decisions, lead research
initiatives and drive innovation aligned
with future customer requirements. He will
serve as an ambassador for Mini-Circuits
in the broader engineering and scientific
community, scouting research trends and
representing the company‘s intellectual
nucleus in public forums. As a resident
thought leader and a mentor to Mini-Circuits
engineers, Merenda‘s appointment
establishes a formal foundation for more
Fellows to emerge as the organization continues
to grow. ◄
hf-praxis 1/2026 61
RF & Wireless
Rohde & Schwarz, together with
Samsung, first to validate 3GPP NR-NTN
conformance across RF, RRM and PCT
hf-Praxis
ISSN 1614-743X
Fachzeitschrift
für HF- und
Mikrowellentechnik
• Herausgeber und Verlag:
beam-Verlag
Dipl.-Ing. Reinhard Birchel
Inh. Claudia Birchel
Georg-Voigt-Str. 41
35039 Marburg
info@beam-verlag.de
www.beam-verlag.de
• Redaktion:
Ing. Frank Sichla (FS)
redaktion@beam-verlag.de
Rohde & Schwarz, in cooperation
with Samsung, is driving
the commercialization of
5G-based non-terrestrial networks
by successfully validating
first NR-NTN test cases
according to 3GPP Release 17
test specifications for RF, RRM
and PCT. This makes Rohde &
Schwarz the first and only test
and measurement provider to
deliver validated coverage for
5G NR-NTN across all three
test domains.
Rohde & Schwarz and Samsung
are collaborating to bring 5G
NR-NTN to market. Both companies
have worked together
to enable the validation of the
first 5G-based New Radio nonterrestrial
networks (NR-NTN)
test cases in accordance with the
3GPP test specifications for RF
(Radio Frequency), RRM (Radio
Resource Management) and PCT
(Protocol Conformance Testing)
using conformance test solutions
from Rohde & Schwarz. The
validated test cases, as defined
by PTCRB (PCS Type Certification
Review Board) RFT
555 (Request for Testing), were
conducted on the R&S TS8980
Conformance Test Platform, the
R&S TS-RRM and the CMX500
in frequency range 1 (FR1)
verifying Samsung’s latest NR-
NTN chipset as device under
test (DUT).
In preparation for the commercial
rollout of a new mobile
technology, 3GPP conformance
testing is essential for ensuring
that devices and networks comply
with global standards. This
is particularly true for 5G NR-
NTN, set to bring reliable satellite-based
connectivity to remote
areas. However, NR-NTN testing
presents challenges that extend
beyond those encountered in
traditional terrestrial networks,
primarily due to the vastly different
operating environment and
the dynamic nature of satellitebased
communication.
Goce Talaganov, Vice President
of Mobile Radio Testers at
Rohde & Schwarz, said: “Conformance
testing – covering RF,
RRM and PCT – is critical for
a positive user experience and a
stable mobile ecosystem. Rohde
& Schwarz has consistently
been leading edge in conformance
testing, providing its
comprehensive solutions across
all three domains. We’re proud
to partner with industry leaders
like Samsung who rely on our
solutions to ensure device conformance,
to enable tomorrow’s
connectivity.”
At the core of the Rohde &
Schwarz conformance test solutions
is the CMX500 5G one-box
signaling tester, which also supports
early research and development
through integrated fading
and channel emulation, along
with an intuitive tool for visualizing
satellite constellations –
all in a single-box test setup. In
addition, the user-friendly R&S
CONTEST test system software
platform facilitates the seamless
execution of 3GPP test cases.
Rohde & Schwarz
GmbH & Co. KG
www.rohde-schwarz.com
• Anzeigen:
Myrjam Weide
Tel.: +49 155 68 051314
m.weide@beam-verlag.de
• Erscheinungsweise:
monatlich
• Satz und
Reproduktionen:
beam-Verlag
• Druck & Auslieferung:
Bonifatius GmbH,
Paderborn
www.bonifatius.de
Der beam-Verlag übernimmt,
trotz sorgsamer Prüfung der
Texte durch die Redaktion,
keine Haftung für deren
inhaltliche Richtigkeit.
Handels- und Gebrauchsnamen,
sowie Warenbezeichnungen
und
dergleichen werden
in der Zeitschrift ohne
Kennzeichnungen verwendet.
Dies berechtigt nicht
zu der Annahme, dass
diese Namen im Sinne
der Warenzeichen- und
Markenschutzgesetz gebung
als frei zu betrachten
sind und von jedermann
ohne Kennzeichnung
verwendet werden dürfen.
62 hf-praxis 1/2026
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