bauSICHERHEIT März 2026
bauSICHERHEIT – Das Magazin & Fachportal für mehr Sicherheit am Bau Die bauSICHERHEIT setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verbessern lassen. Im zweimonatigen Rhythmus konzentriert sich diese Fachpublikation auf die wichtigsten Produktneuheiten der Branche, hinterfragt das aktuelle Marktgeschehen und gibt nützliche Sicherheitstipps für den typischen Baustellenalltag – anwendernah und praxisorientiert.
bauSICHERHEIT – Das Magazin & Fachportal für mehr Sicherheit am Bau
Die bauSICHERHEIT setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verbessern lassen. Im zweimonatigen Rhythmus konzentriert sich diese Fachpublikation auf die wichtigsten Produktneuheiten der Branche, hinterfragt das aktuelle Marktgeschehen und gibt nützliche Sicherheitstipps für den typischen Baustellenalltag – anwendernah und praxisorientiert.
Transform your PDFs into Flipbooks and boost your revenue!
Leverage SEO-optimized Flipbooks, powerful backlinks, and multimedia content to professionally showcase your products and significantly increase your reach.
w
bausicherheit-online.de März 2026 03
WAS SICH
2026 ÄNDERT
Im Blickpunkt: Die BG Bau
informiert über Neuerungen
MIT SICHERHEIT
HOCH HINAUS
Top-Thema: Lösungen für
mehr Sicherheit in der Höhe
SCHWINDELFREI
IN GROSSER HÖHE
bauHELDEN: Was Industriekletterer
leisten müssen
FRISTADS
»MULTINORM GREEN« – KOMPLETTES
SCHUTZSYSTEM MIT UMWELTDEKLARATION
IKAR Höhensicherungstechnik
IKAR HAL die 3-in-1-Lösung:
Sichern - Auffangen - Retten
IKAR HAL
Temporäres Lifeline-System
Sicherheit und Bewegungsfreiheit
durch innovative Technik.
Zugelassen für die Sicherung
von 2 Personen.
Informationen zur
BG BAU Förderung.
kontakt@ikar-gmbh.de · www.ikar-gmbh.de · +49 (0) 661 22050
Zwischen Vorschrift
und Wirklichkeit
PETRA REGER
Baustellen zählen ohne Zweifel zu den dynamischsten
Arbeitsplätzen: Tonnenschwere Maschinen bewegen
Material von einem Ort zum anderen, Gruben werden
ausgehoben, Gerüste aufgestellt oder demontiert.
Und genau aus diesem Grund vereint kaum ein
anderer Arbeitsbereich so viele Gefahren auf so
engem Raum, wie es im Baugewerbe der Fall ist.
Daher sind zuverlässiges Equipment und Persönliche
Schutzausrüstung (PSA) nicht nur »nice to have« – sie
können mitunter Leben retten.
Schon seit Jahren führen Absturzunfälle als traurige Spitzenreiter
die Unfallstatistiken an. So machten sie in den Jahren 2006 bis
2015 nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG Bau) durchschnittlich 8,37 Prozent aller meldepflichtigen
Arbeitsunfälle aus. Sie sind außerdem auch die häufigste Ursache
von tödlichen Arbeitsunfällen. Und daran hat sich bis heute nichts
geändert: Allein 2024 verunglückten 78 Beschäftigte tödlich und
laut der BG Bau sind auch hier mehr als ein Drittel davon auf
Abstürze zurückzuführen. Dabei ist die Gefahr jedoch keineswegs
auf spektakuläre Höhen beschränkt. Im Gegenteil: Fast 50 Prozent
der tödlichen Absturzunfälle ereignen sich aus weniger als fünf
Metern Höhe. Das bedeutet im Klartext: Auch der Sturz von einer
Leiter kann den Betroffenen im schlimmsten Fall das Leben kosten.
Und selbst wenn ein Sturz nicht tödlich endet, haben Absturzunfälle
aufgrund des tendenziell hohen Grads der Verletzungsschwere oftmals
langwierige gesundheitliche Folgen. Die BG Bau beispielsweise
hat festgestellt, dass Unfälle mit Leitern am häufigsten zu neuen
Unfallrenten führen. Auch für sein Unternehmen hat es erhebliche
organisatorische und wirtschaftliche Konsequenzen, wenn ein
Beschäftigter infolge eines schweren Absturzunfalls mehrere
Wochen oder länger ausfällt.
Sicherheit ist nicht verhandelbar
Die rechtlichen Anforderungen für Sicherheit am Arbeitsplatz
sind eindeutig und klar im Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung
geregelt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet,
Gefährdungen systematisch zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen
nach dem aktuellen Stand der Technik umzusetzen.
Konkretisiert wird dies speziell für Absturzgefahren durch die TRBS
2121 und die DGUV-Regel 101-038. Diese Regelwerke lassen
keinen Interpretationsspielraum und regeln klar, welche Maßnahmen
in welcher Rangfolge durchzuführen sind. Vor diesem Hintergrund
sollte allen klar werden, dass jede Abweichung nicht nur fachlich
unhaltbar sondern auch rechtlich hochriskant ist. Denn ein erheblicher
Anteil der Unfälle steht im Zusammenhang mit fehlenden oder
unzureichenden Sicherungsmaßnahmen, die nach dem Stand der
Technik vermeidbar gewesen wären. »Sicherheit zuerst« ist daher
kein Appell sondern eine klare gesetzliche Verpflichtung.
Daher widmet sich diese Ausgabe der bauSICHERHEIT umfassend
dem Thema »Sicherheit in der Höhe«: Ab Seite 13 informieren wir
Sie über Neuheiten aus den Bereichen PSAgA und Steigtechnik
sowie über Schulungen und Weiterbildungen für sicheres Arbeiten in
der Höhe. Im Interview ab Seite 14 erklärt z.B. Jonas Farnschläder,
Geschäftsführer von Höhenpass, worauf es wirklich ankommt,
um die Risiken möglichst gering zu halten. Auch die neue Rubrik
»bauHELDEN« rückt das Thema Höhe in den Fokus und beleuchtet
ausführlich, was Industriekletterer in ihrem Berufsumfeld tagtäglich
leisten müssen.
Jessy von Berg
Redakteurin
3 | März 2026
Editorial
INHALT
MÄRZ 2026
026 MUNK » Portfolio wächst um zahlreiche Neuheiten
027 KUNZE » »BG Lift M250« mit zugelassenem Arbeitskorb
AST » Schulung zum Höhenretter auf dem »Campus M«
028 KRAUSE » Sichere Lösungen für den Höhenzugang
030 MORAVIA » Gerüste prüfen – »Befähigte Person« schulen
032 HAILO » Individuell angepasste Lifte für Rheinbrücke
033 ABS SAFETY » Service-Paket für Dachüberprüfungen
034 C.A.M.P. » Neuheiten im Bereich Anschlagmittel
14
003 AUF EIN WORT » Editorial
006 TITEL-THEMA » Fristads hat mit der »Mulitinorm Green«-
Kollektion Multinormkleidung mit
Umweltdeklaration auf den Markt gebracht
und ein Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt.
008 NEUES ZUERST » Baubranche aktuell
010 IM BLICKPUNKT » Zu Beginn des Jahres haben sich für
die Baubranche einige Änderungen
ergeben. Die BG Bau erklärt, was es
mit diesen auf sich hat.
PERSÖNLICHER SCHUTZ
036 PETER GREVEN PHYSIODERM » UV-Schutz verschärft
037 CARHARTT » Zwiebellook für den Frühling – aber richtig
038 KASK » Komfort als wichtiges Kriterium für PSA
040 BAUSICHERHEIT » PSA am Bau ist unverzichtbar
042 KÜBLER » Neue Multinorm-Kollektion »Safety X Compact«
HELLY HANSEN » Langlebig und funktional: »Oxford 2.0«
043 BP » Zertifizierte Workwear nach EN 17353 Typ B2
TOP-THEMA:
014 HÖHENPASS » Im Interview erklärt Geschäftsführer Jonas
Farnschläder, worauf es beim Arbeiten in
der Höhe ankommt.
018 SIFATEC » Seitenschutzsystem für Schulkomplex geliefert
044 BAUSICHERHEIT » Workwear im Wandel der Zeit
045 DBL » Latzhose oder Bundhose?
22
020 BÖCKER » »Super-Lift«-Transportbühnen im Einsatz
021 BOELS RENTAL » Whitepaper betrachtet Gefahren am Bau
022 BAUSICHERHEIT » In der neuen Rubrik
»Die bauHELDEN« hat die Redaktion
ausführlich mit zwei Experten über
die Zusatzqualifikation als Industriekletterer
gesprochen.
4 | März 2026 Inhaltsverzeichnis
PRIMERO
46
046 CUBOS INTERNET » Smarte Lösung für Alleinarbeiter
048 SAFETY JOGGER » Zuwachs für »Rigger Boots«
ISM » »Motion Core«: Sicherheit im sportlichen Design
049 HKS » Neuer S3S-Schuh »Pioneer Black Boa« vorgestellt
050 DGUV » Unfallherd: nicht kraftbetriebene Handwerkzeuge
EKASTU » Vollmaske »C 701« nach DIN EN 136
BAUSTELLENSICHERHEIT
052 TÜV SÜD » Umbau und Renovierung an älteren Gebäuden
053 ELECTROSTAR » »Must-haves« für Sicherheit am Bau
054 VP TPA » Temporäre Baustraßen für sichere Zugänge
055 MINIMAX » Hohe Flexibilität mit mobiler Brandschutzstation
RUBRIKEN
PELI PRODUCTS » Neue Familie an Rack-Cases gelauncht
056 DEKRA » Was bei einem Arbeitsunfall zu tun ist
057 SHZ » Neuheitenfeuerwerk auf der LogiMAT 2026
058 COMPU-HOUSE » Sicherheitslösungen für die Baustelle
059 BRIGADE ELEKTRONIK » Nachrüstlösung für Fahrzeuge
060 DEVELON » Arbeitsumgebung von Baggern absichern
FORTSCHRITTLICHER
KOPFSCHUTZ LEICHT GEMACHT
Die Schutzhelmserie aus innovativen Materialien
bietet ganztägigen Tragekomfort, eine optimale
Passform und lässt sich schnell und einfach
anpassen. Ihre EPS-Innenschale wird aus
recycelten Kunststoffabfällen durch chemisches
Recycling hergestellt – ein weiterer Schritt in
Richtung Nachhaltigkeit. Entwickelt als erste
Wahl für professionelle Anwender: die KASK
Primero-Serie.
062 AUF EINEN BLICK » Firmen dieser Ausgabe
SERVICE » Impressum, Vorschau
Inhaltsverzeichnis
Mehr erfahren
März 2026 | 5
TITEL-THEMA
Das Unmögliche möglich machen:
Nachhaltige Multinorm-Kollektion
vorgestellt
[ FRISTADS ] Mit der Einführung von »Multinorm Green« erreicht das
schwedische Unternehmen Fristads einen Meilenstein in der Branche:
Die neue, langlebige Kollektion bietet nicht nur hohen Schutz, sondern ist
auch nachweislich nachhaltig. Denn bei »Multinorm Green« handelt es sich
um die weltweit erste Multinorm-Arbeitskleidung mit einer »Environmental
Product Declaration« (EPD). Damit stärkt Fristads seine Position im
Bereich nachhaltiger Innovationen in der Arbeitskleidung.
Mit dieser Einführung setzt Fristads auf
eine Kombination aus hohen Sicherheitsstandards
und mehr Transparenz in Bezug
auf die Umweltbelastung von Arbeitskleidung.
Petra Öberg Gustafsson, Managing Director bei
Fristads, erklärt: »Multinorm-Arbeitskleidung gehört
schon immer zu den komplexesten Produktkategorien
in der Entwicklung, und lange Zeit galt
es als unmöglich, höchste Sicherheitsstandards
mit nachhaltigeren Materialien zu kombinieren.
Mit ›Multinorm Green‹ zeigen wir, dass es doch
möglich ist.«
Lena
Bay Højland
Product Director
Wir sind überzeugt, dass
Nachhaltigkeit messbar sein
muss, um glaubwürdig zu sein.
...kurz
und
knapp...
Jedes Kleidungsstück der
neuen »Multinorm Green«-
Kollektion verfügt über eine
EPD, die von unabhängiger
Seite geprüfte Daten zu CO 2 -
Emissionen und Wasserverbrauch
über den gesamten
Lebenszyklus hinweg liefert.
Mit Blick auf
das Material
Die neue Kollektion wurde über einen Zeitraum
von mehr als vier Jahren entwickelt, intensiv getestet,
optimiert und gemeinsam mit Anwendern
aus Hochrisiko-Arbeitsumgebungen weiterentwickelt.
Bereits in einer frühen Phase bezog Fristads
wichtige Materiallieferanten ein, um die Grundlagen
von Multinorm-Geweben neu zu denken. Das
Ergebnis ist ein neu entwickeltes Hauptmaterial,
das für 100 Industriewäschen zertifiziert ist und
aus nachhaltigeren Fasern besteht, darunter Bio-
Baumwolle und rückverfolgbares Lyocell. Hochleistungs-Stretchmaterialien
sowie verstärktes
Ripstop-Gewebe in besonders beanspruchten
Bereichen sorgen für große Bewegungsfreiheit
und hohe Strapazierfähigkeit unter anspruchsvollen
Bedingungen.
Der Großteil der Kleidungsstücke aus der »Multinorm-Green«-Kollektion
wird ab Herbst 2026
erhältlich sein.
Entwickelt
mit System
»Multinorm Green« ist als umfassendes Schutzsystem
konzipiert und umfasst Hosen, Latzhosen,
Overalls, Jacken und Oberteile. Alle Teile lassen
sich je nach Bedarf kombinieren und im Layering-Prinzip
tragen. Die Kollektion richtet sich
insbesondere an Fachkräfte in Hochrisikobereichen
und bietet inhärenten Schutz vor Hitze und
Flammen, Lichtbogen, elektrostatischer Aufladung
und flüssigen Chemikalien sowie gleichzeitig
hohe Sichtbarkeit.
Der Schutz ist direkt in die Fasern integriert
und bleibt über die gesamte Lebensdauer der
6 | März 2026 Titel-Thema
Der Schutz ist direkt in die
Fasern integriert und bleibt über
die gesamte Lebensdauer der
Kleidung erhalten.
Kleidung erhalten. Im Einklang mit der Entscheidung
von Fristads, schädliche »Ewigkeitschemikalien«
zu vermeiden, ist die Kollektion
PFAS-frei und nach »Oeko-Tex Standard 100«
zertifiziert – dem weltweit führenden Standard
für schadstoffgeprüfte Textilien.
»Multinorm Green« ist als umfassendes
Schutzsystem konzipiert
und umfasst Hosen, Latzhosen,
Overalls, Jacken und Oberteile.
Nachhaltigkeit
messbar machen
Was »Multinorm Green« besonders auszeichnet?
Fristads gibt die Antwort: Jedes Kleidungsstück
verfügt über eine EPD, die von unabhängiger Seite
geprüfte Daten zu CO 2 -Emissionen und Wasserverbrauch
über den gesamten Lebenszyklus
hinweg liefert – von der Rohstoffgewinnung bis
zum Lebensende des Produkts. Damit erhalten
Unternehmen erstmals im Multinorm-Segment
verlässliche Daten, die fundierte Einkaufsentscheidungen
sowie das Scope-3-Reporting
unterstützen.
»Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit messbar
sein muss, um glaubwürdig zu sein«, sagt
Lena Bay Højland, Product Director bei Fristads.
»Indem wir EPDs in eine der anspruchsvollsten
Kategorien der Arbeitskleidung integrieren, setzen
wir einen neuen Maßstab für die gesamte
Branche. Die EPDs erleichtern es unseren Kunden,
Schutzkleidung zu wählen, die ökologische
Verantwortung mit Sicherheit, Langlebigkeit und
Leistung verbindet.
UNTERNEHMEN
Fristads, eine führende Arbeitskleidungsmarke
in Schweden, gehört zur Hultafors
Group. Innerhalb der Gruppe fungiert
Fristads als eigenständiges Unternehmen.
Die Produkte werden unter eigenen Marken
entwickelt, hergestellt und vertrieben.
Sie sind in etwa 40 Märkten, vor allem in
Europa und Nordamerika, über führende
Distributoren erhältlich. Die Hultafors
Group beschäftigt mehr als 1 000 Mitarbeiter,
und ihr Nettoumsatz betrug im
Jahr 2020 3,6 Mrd. SEK. Die Zusammenarbeit
mit der Hultafors Group ermöglicht es
Fristads, seine Fachkenntnisse in der Berufsbekleidungsbranche
zu bündeln und
die Entwicklung der Branche mit einem
besonderen Fokus auf Produktinnovation
und Nachhaltigkeit voranzutreiben.
FRISTADS (3)
Titel-Thema
März 2026 | 7
Ausbildungsgelände
»Campus M« erweitert
Alessandro Eisner zum
Geschäftsführer berufen
[ AST ] Durch eine angemietete Halle,
die direkt an das Ausbildungsgelände
anschließt, konnte AST die Schulungsfläche
im vergangenen Jahr um insgesamt 3500 m 2
Innen- und Außenfläche erweitern.
Für die schwäbischen Spezialisten für Arbeits- und Gesundheitsschutz
ist das zusätzliche Raum- und Maschinenangebot ein wichtiger Schritt
in die Zukunft. »Oftmals waren alle Räume und Flächen belegt. Durch
die Anmietung einer weiteren Halle konnten wir die hohe Auslastung
bereits im Sommer auffangen«, so AST-Geschäftsführerin Angelika Müller.
AST bietet ein umfangreiches Seminar- und Fortbildungsprogramm
an. Schwerpunkte sind die praxisnahe Aus- und Weiterbildung und
Trainerzertifizierung im Bereich Sicherheitsmanagement und -technik.
Mit knapp 5 000 Schulungsteilnehmern konnte das Unternehmen die
Anzahl der Kunden im Jahr 2025 um rund zwölf Prozent steigern. Und
auch für 2026 hat sich der Betrieb, der die digitale Umsetzung von
internen Arbeitsprozessen und Schulungsangeboten mit Nachdruck
vorantreibt, feste Ziele gesetzt. Angelika Müller sagt: »Wir arbeiten auch
in diesem Jahr an der Optimierung der Abläufe, um die hohe Qualität
unserer Ausbildungen weiterhin zu festigen.«
[ HYMER-LEICHTMETALLBAU ] Zum 1. Februar hat
der Steigtechnik-Hersteller Alessandro Eiser zum
neuen Geschäftsführer berufen. Er übernimmt die
operative Leitung und verantwortet die strategische
Weiterentwicklung des Unternehmens.
Alessandro Eiser war bereits Mitglied des Beirats und bringt langjährige
Führungserfahrung in der strategischen Entwicklung mittelständischer
Industrieunternehmen im Automotive-Umfeld mit. Seine fachlichen Schwerpunkte
liegen in den Bereichen Organisation, Transformation und nachhaltige
Unternehmensentwicklung. Mit der Berufung setzt Hymer-Leichtmetallbau
auf Kontinuität in der laufenden strategischen Neuausrichtung und setzt
Impulse für neue Perspektiven. Der bisherige Interimsgeschäftsführer
Berth Hausmann begleitet die Übergabe aktiv und kehrt anschließend
in den Beirat zurück. Gesellschafter Christian Hymer und Kurt Mück,
Vorsitzender des Beirats, erklären: »Wir freuen uns, mit Alessandro Eiser
einen erfahrenen Geschäftsführer gewonnen zu haben, der die Zukunft
von Hymer-Leichtmetallbau mit neuen Ideen und klarem Fokus auf Kontinuität
gestalten wird. Die Kombination aus seiner Expertise und seinem
Verständnis für mittelständische
Strukturen
ist ideal, um unser
Unternehmen in die
nächste Entwicklungsphase
zu führen.«
AST
AST bietet mit
einer neuen
Halle noch
mehr Platz für
Schulungen.
Seit 1. Februar ist
Alessandro Eiser
Geschäftsführer
von Hymer-
Leichtmetallbau.
HYMER-LEICHTMETALLBAU
Gold-Auszeichnung für
Warnschutz-Kollektion
[ SCHÖFFEL PRO ] Das Unternehmen
aus Schwabmünchen hat für die
Designqualität seiner Warnschutz-
Kollektion den »German Design Award
Gold« in der Kategorie »Excellent
Product Design – Industry« gewonnen.
Die Preisverleihung fand am
6. Februar 2026 in Frankfurt am Main
statt. Der »German Design Award«
zeichnet u. a. innovative Produkte
sowie Hersteller aus.
Diiie Jury begründete die Auszeichnung mit:
»Hervorzuheben ist das charakterstarke ›4D
Body Mapping‹, das den individuellen Bedürfnissen
von Trägern in der ›HiVis Workwear Rethought
by Schöffel PRO‹ eindrucksvoll gerecht wird. Die
subtil platzierten ›Pro ReFlex‹-Streifen sorgen
für markante Sichtbarkeit aus jedem Winkel.
Durch die Verbindung nachhaltiger Materialien,
durchdachter Details und ästhetischer Klarheit
überzeugt das Projekt mit einer Relevanz und
Qualität, die beispielhaft für exzellentes Produktdesign
im Industriekontext steht.«
Schöffel-Pro-Geschäftsführer Thomas Bräutigam
sagt: »Wir freuen uns sehr, das zweite
Jahr in Folge den ›German Design Award‹ in der
Kategorie ›Excellent Product Design‹ – Industry
gewonnen zu haben. Die Gold-Auszeichnung
unserer neuen Warnschutzkollektion zeigt, dass
es uns gelungen ist, unseren Anspruch, Workwear
neu zu denken, erfolgreich umgesetzt zu haben
– mit einer Warnschutz-Kollektion, die Sicherheit,
Robustheit, Komfort und Nachhaltigkeit maximiert.
Mit durchdachten Details, wie einer Softshelljacke
mit abnehmbaren Ärmeln, einer Winterhardshelljacke
mit helmkompatibler, wattierter Kapuze
oder innovativen Materialien, wie der elastischen
›Sorona‹-Faser, die aus Mais gewonnen wird, setzt
Schöffel Pro neue Standards im Warnschutz.«
Umfassende Produktpalette
Die Warnschutz-Kollektion besteht aus verschiedenen
Lagen für Oberbekleidung und reicht von
Basis- über Wärme- bis hin zu Wetterschutzschichten,
als individuelle Bekleidungskonzepte für den
ganzjährigen Einsatz. Die Arbeitshosenmodelle
»WS Meistermacher« und »WS Bulldozer« sind
beide mit dem robusten »Pro AR40«-Kniebesatzmaterial
ausgestattet, das durchschnittlich
fünfmal länger hält als die getesteten Warnschutzarbeitshosen
anderer Hersteller in ihrer
Preisklasse, die nach EN 14404 Typ 2, Stufe 1
zertifiziert sind. Erhältlich ist die Warnschutz-
Kollektion als Damen- und Herrenmodelle.
Thomas
Bräutigam
(l.) nahm die
Auszeichnung
stolz entgegen.
SCHÖFFEL PRO
8 | März 2026 Themenschwerpunkt
Michael Kuen verstärkt
Führungsstruktur für Zentraleuropa
Ausgezeichnet mit
dem »Top 100«-Siegel
[ FRISTADS ] Michael Kuen bekleidet seit
Januar die Position des Managing Director
Central Europe und verantwortet damit
die strategische Weiterentwicklung des
Unternehmens in der DACH-Region.
Michael Kuen verfügt über eine langjährige internationale Management-
und Vertriebserfahrung in Industrie- und Handelsunternehmen.
Zuletzt war er u. a. zwölf Jahre bei Rubix bzw. Brammer, sieben Jahre
bei Haberkorn und Sahlberg sowie zuvor bei der Volvo Group – Renault
Trucks und Gates tätig. Diese wertvolle Erfahrungen haben ihm ein tiefes
Verständnis für komplexe Märkte, Kundenbedürfnisse und nachhaltige
Partnerschaften vermittelt. Als Führungspersönlichkeit steht Michael
Kuen für einen klar kunden- und lösungsorientierten Ansatz sowie für
eine kooperative, wertebasierte Zusammenarbeit. Eigenschaften wie
Neugier, Verlässlichkeit und Beharrlichkeit prägen seinen Führungsstil.
»Fristads verbindet starke Produkte mit echter Partnerschaft. Genau
dieser Fokus auf Kunden, Lösungen und langfristige Zusammenarbeit
hat mich überzeugt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team
und unseren Partnern
die Zukunft von Fristads
in Zentraleuropa
aktiv zu gestalten«, so
Michael Kuen.
[ BLÖMEN VUS ] Das Unternehmen aus
Gescher wurde mit dem »Top 100«-Siegel
2026 ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung
gehört Blömen VuS zu den innovativsten
Mittelständlern Deutschlands.
Wie viel Arbeitszeit reserviert sich Geschäftsführer Benno Blömen
für das Thema Innovation, wie viele innovative Ideen bringen die
Mitarbeitende auf den Tisch – um solche Fragen dreht sich das wissenschaftliche
Auswahlverfahren von »Top 100«. Im Detail untersuchen der
Innovationsforscher Professor Nikolaus Franke und sein Team Kategorien
wie innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, -prozesse
und -erfolg. Grundlage dafür ist ein Online-Fragebogen. Die fünf Bewertungskategorien
spiegeln sich in mehr als 100 Prüfkriterien wider.
Blömen VuS darf das »Top 100«-Siegel seit dem 1. Februar führen.
Das Unternehmen aus Gescher ist spezialisiert auf den Vertrieb von
Systemen für Straßenausrüstung und Verkehrssicherheit sowie Umwelt-
und Artenschutz. Darüber hinaus umfasst das Produktprogramm
Systeme zur videobasierten Baustellenbewachung und intelligente
Parkplatzsperren bzw. -bügel. Die
Preisverleihung erfolgt im Rahmen
des Deutschen Mittelstands-Summit
in Heidelberg. Dort wird Christian
Wulff, der den Innovationswettbewerb
als Mentor begleitet, Blömen
persönlich gratulieren.
FRISTADS
Michael Kuen ist
seit Januar neuer
Managing Director
Central Europe.
Blömen VuS darf das
»Top 100«-Siegel seit
dem 1. Februar führen.
BLÖMEN VUS
Voller Erfolg
im Jubiläumsjahr
[ MUNK ] Auch im Geschäftsjahr
2025 gab es für die Munk Group mit
Sitz in Günzburg und Leipheim nur
eine Richtung: weiter nach oben.
Das Unternehmen steigerte in den
vergangenen zwölf Monaten nicht
nur erneut den Umsatz, sondern
investierte auch, u. a. in ein neues
Kundenzentrum und ein weiteres
Produktionswerk in Günzburg.
Ferdinand Munk, Inhaber und Geschäftsführer
der Munk Group, sagt: »Dass wir
nun auch das Jubiläumsjahr zum 125-jährigen
Bestehen mit einem Plus in allen Bereichen
abschließen können, freut mich ganz besonders.
Denn es zeigt, dass wir auch im Jahr der
Feierlichkeiten fokussiert geblieben sind und
in allen Abteilungen und Geschäftsbereichen
erneut Spitzenleistungen erbracht haben. Wir
sind ein Premiumanbieter durch und durch.
Ich bin sehr stolz auf unser ganzes Team und
froh, dass wir unsere gute Marktposition sowie
unsere Produktion ›Made in Germany‹ weiter
ausbauen konnten.«
Zahlreiche Highlights
Im Sommer des vergangenen Jahres eröffnete
Munk z. B. das neue Kundenzentrum mit einer
540 m 2 großen Ausstellungshalle. »In diesem Zug
haben wir auf einer 2000 m² großen Teilfläche
unser ›Werk 1‹ umgestaltet und modernisiert,
energetisch ertüchtigt und das gesamte ›Werk 1‹
an unsere Hackschnitzelheizung angeschlossen.
Wir decken mittlerweile bereits 40 Prozent des
gesamten Heizenergiebedarfs aus regenerativen
Quellen und kommen damit unserem Ziel der
CO 2 -Neutralität einen großen Schritt näher«,
erklärt Alexander Werdich, ebenfalls Inhaber
und Geschäftsführer der Munk Group.
Zuwachs erhielt das Unternehmen 2025 auch
mit dem »Werk 4«, einer neuen Produktionsstätte
in der benachbarten Lochfelbenstraße, auf einer
Gesamtfläche von 17 000 m 2 . Es dient als neue
Heimat für die Munk Profiltechnik sowie die
Produkte der Online-Konfiguratoren und bietet
der Munk Group Raum für weiteres Wachstum
in den kommenden Jahren. Außerdem plant das
Unternehmen weitere Investitionen in die beiden
Standorte Günzburg und Leipheim. »Wir sind weiter
auf Wachstumskurs«, so Ferdinand Munk.
Alexander Werdich und Ferdinand
Munk, die Inhaber und Geschäftsführer
der Munk Group, freuen sich über ein
erfolgreiches Geschäftsjahr 2025.
MUNK
Neues Zuerst
Juni 2025 | 9
IM BLICKPUNKT
ADOBE STOCK
Neue Regeln ab 2026:
Wichtige Änderungen für
die Bauwirtschaft
[ BG BAU ] Alle Jahre wieder: Zum Jahresbeginn sowie im Verlauf des Jahres 2026 treten
mehrere gesetzliche Neuerungen in Kraft, die Auswirkungen auf die Bauwirtschaft haben
werden. Dazu zählen u. a. geänderte Melde- und Nachweispflichten rund um Asbest, digitale
Kostenvoranschläge in der Hilfsmittelversorgung und neue Ausbildungsordnungen für
insgesamt 19 Berufe. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) informiert über
die wichtigsten Regelungen und Vorgaben. Außerdem hat die Berufsgenossenschaft Anfang
des Jahres zwei neue Prämien für mehr Arbeitssicherheit eingeführt.
Gut zu
wissen
Die BG Bau bietet zwei
Formen der Förderung: eine
beitragsabhängige für alle und
für ausgewählte Prämien eine
Förderung, die unabhängig
von der Beitragshöhe gewährt
wird. Die beitragsabhängige
Förderung können alle
Unternehmen mit mindestens
einem Beschäftigten und
einem jährlichen Beitrag von
mindestens 100 Euro nutzen.
Bereits seit Dezember 2025
gelten wesentliche Änderungen
der Gefahrstoffverordnung.
Die neuen Regelungen betreffen
insbesondere Bau- und Handwerksbetriebe,
die im Bestand
Jessy von Berg
tätig sind. Mit der jetzigen Novellierung der Gefahrstoffverordnung
werden die Anforderungen an Tätigkeiten
mit Asbest erweitert. Ziel ist die vollständige
Umsetzung der europäischen Asbestrichtlinie in
nationales Recht. Eine zentrale Neuerung ist die
Einführung einer Genehmigungspflicht für Abbrucharbeiten
im niedrigen (Asbest-Faserstaubbelastung
< 10 000 Fasern/m³) und mittleren Risikobereich
(Asbest-Faserstaubbelastung < 100 000 Fasern/
m³). Eine entsprechende Zulassung war bislang
nur für Arbeiten im Bereich hohen Risikos (Asbest-Faserstaubbelastung
> 100000 Fasern/m³)
erforderlich. Die Genehmigung wird im Rahmen
der unternehmensbezogenen Anzeige beantragt.
Erfolgt innerhalb einer Frist von vier Wochen keine
Rückmeldung der zuständigen Behörde, gilt der
Antrag automatisch als genehmigt. Die Genehmigung
ist sechs Jahre gültig und muss danach erneut
beantragt werden. Damit wird die Anzeigepflicht
um ein formales Genehmigungsverfahren, das
Unternehmen künftig in ihre betrieblichen Abläufe
einplanen müssen, ergänzt.
10 | März 2026 Im Blickpunkt
Hans-Jürgen Wellnhofer
Kommissarischer Leiter der Prävention der BG Bau
BG BAU
Auf der Baustelle zählt am Ende, dass
am Feierabend alle wieder gesund
nach Hause gehen. Arbeitsschutz
ist keine Zusatzleistung, sondern
Grundausstattung.
ADOBE STOCK (3)
Erweiterte Nachweisund
Anzeigepflichten
Auch für die Anzeige von Tätigkeiten mit Asbest
bei der Behörde gelten aufgrund der neuen Gefahrstoffverordnung
zusätzliche Anforderungen.
So müssen Unternehmen jene Beschäftigten, die
an oder mit asbesthaltigen Materialien arbeiten
sollen, bei der Anzeige der Tätigkeiten namentlich
angeben und Nachweise über die erforderlichen
Grundkenntnisse im Umgang mit Asbest vorlegen.
Zusätzlich ist die arbeitsmedizinische Vorsorge
der Beschäftigten nachzuweisen. Diese Vorgaben
sollen sicherstellen, dass Arbeiten mit Asbest ausschließlich
von fachkundigem und gesundheitlich
geeignetem Personal durchgeführt werden. Eine
angedachte Übergangsfrist für die Sachkunde
der aufsichtführenden Person bei Tätigkeiten mit
Asbest im Rahmen der funktionalen Instandhaltung
wurde nicht in die Novellierung der Gefahrstoffverordnung
aufgenommen. Das heißt, dass für
aufsichtführende Personen bei der Ausübung von
Tätigkeiten im Rahmen der funktionalen Instandhaltung
in Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31.
Oktober 1993 nach wie vor ein Sachkundenachweis
nach Anlage 4C der Technischen Regeln für
Gefahrstoffe (TRGS) 519 erforderlich ist.
Die BG Bau unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen
bei der fachgerechten Umsetzung der neuen
Vorschriften. Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer
Leiter der Hauptabteilung Prävention der
BG Bau, erläutert hierzu: »Mit den neuen Vorgaben
kommt auf viele Unternehmen ein zusätzliches
Genehmigungsverfahren zu. Wichtig ist, dieses
frühzeitig in die betrieblichen Abläufe zu integrieren,
damit die Sicherheit und der Gesundheitsschutz
bei Arbeiten im Bestand jederzeit gewährleistet
bleiben. Wir stehen den Betrieben dabei mit Beratung,
Qualifizierungen und passgenauen Handlungshilfen
zur Seite.«
Neue Ausbildungsordnungen
für 19 Berufe
Ab August 2026 treten in der Bauwirtschaft neue
Ausbildungsordnungen für insgesamt 19 Berufe
in Kraft. Es handelt sich um die dritte umfassende
Neuordnung seit Bestehen der heutigen Berufsbilder.
Die Reform umfasst Anpassungen bei
Ausbildungsinhalten und -strukturen sowie bei
den Prüfungsformaten, insbesondere mit Blick
auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Arbeits-
und Gesundheitsschutz. Insgesamt 358 Seiten
umfasst die Verordnung zur Neuordnung der
Berufe in der Bauwirtschaft. Konkret geht es um
16 dreijährige und drei zweijährige Ausbildungsberufe
mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den
Bereichen Ausbau, Hochbau und Tiefbau. Für die
16 Berufe mit einer dreijährigen Ausbildungszeit
wird u. a. die gestreckte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung
eingeführt. Dabei entfällt die klassische
Zwischenprüfung: Stattdessen absolvieren die
Auszubildenden nach zwei Jahren einen ersten
Prüfungsteil, der zu 40 Prozent in die Gesamtnote
der Abschlussprüfung eingeht. Das Bundesinstitut
für Berufsbildung (BIBB) stellt den Betrieben
Umsetzungshilfen und Informationsmaterialien
zur Verfügung. Mit den 16 Umsetzungshilfen der
Reihe »Ausbildung gestalten« kann man sich schon
jetzt über die neuen gesetzlichen Vorgaben informieren
und Vorbereitungen für die modernisierte
Ausbildung treffen.
Anreize für ein Plus
an Arbeitssicherheit
Im Januar hat die BG Bau ihr Förderangebot
erweitert: Nun stehen Unternehmen zwei neue
Arbeitsschutzprämien, die gezielt aktuelle Herausforderungen
auf Baustellen adressieren, zur Verfügung.
»Auf der Baustelle zählt am Ende, dass am
Feierabend alle wieder gesund nach Hause gehen.
Arbeitsschutz ist keine Zusatzleistung, sondern
Grundausstattung. Mit unseren Arbeitsschutzprämien
unterstützen wir Betriebe mit finanziellen
Zuschüssen ganz konkret dabei, sich Sicherheit
nicht nur vorzunehmen, sondern umzusetzen.
Unsere Prämien setzen dort an, wo Unfall- und
Gesundheitsrisiken besonders hoch sind, mit
gezielten Investitionen und Qualifizierungen für
mehr Sicherheit am Arbeitsplatz«, so Hans-Jürgen
Wellnhofer. Die finanziellen Zuschüsse tragen dazu
bei, Unternehmen die Einführung praktikabler
Lösungen für den Arbeitsalltag zu erleichtern. Die
Arbeitsschutzprämien der BG Bau bieten damit
Ab August treten in der Bauwirtschaft
neue Ausbildungsordnungen
für insgesamt 19 Berufe mit
unterschiedlichen Schwerpunkten
in den Bereichen Ausbau,
Hochbau und Tiefbau in Kraft.
Ab August 2026 treten in der Bauwirtschaft
neue Ausbildungsordnungen
für insgesamt
19 Berufe in Kraft. Die Reform
umfasst Anpassungen bei Ausbildungsinhalten
und -strukturen
sowie bei den Prüfungsformaten.
Im Blickpunkt
März 2026 | 11
Die BG Bau fördert Einschraubhilfen
beitragsabhängig
mit 50 Prozent
der Anschaffungskosten
bis zu einem Maximum
von 200 Euro.
BG BAU
Eine zentrale Neuerung
im Umgang mit Asbest
ist die Einführung einer
Genehmigungspflicht für
Abbrucharbeiten im niedrigen
und mittleren Risikobereich
Die Genehmigung
ist sechs Jahre gültig.
einen direkten Anreiz, Sicherheitsvorkehrungen auf
der Baustelle konsequent anzuwenden. Dadurch
verbessern sich die Arbeitsbedingungen für alle
Beschäftigten spürbar.
Neue Prämien: Einschraubhilfe
und Lastenausgleich
Im Holzbau erfordert das Eindrehen großer oder
langer Schrauben viel Kraft und es entstehen
hohe Drehmomente. Mitunter mit Risiko: Rutschen
Beschäftigte beim Einschrauben ab, können sie
stürzen, abstürzen oder sich Stichverletzungen
durch den Schraubbit zuziehen. Wird hingegen
Die neuen Vorgaben sollen
sicherstellen, dass Arbeiten
mit Asbest ausschließlich
von fachkundigem Personal
durchgeführt werden.
eine Einschraubhilfe genutzt, müssen Anwenderinnen
und Anwender weniger Druck ausüben
und können Zwangshaltungen vermeiden.
Sie ermöglicht also ergonomisches Arbeiten.
Außerdem verhindert sie ein Abrutschen der
Maschine von der Schraube. In Verbindung mit
Bitverlängerungen kann eine Einschraubhilfe
sogar als Leiterersatz dienen, etwa beim Verbinden
von Holzrahmenbauwänden oder Decken. Die
BG Bau fördert die Einschraubhilfe beitragsabhängig
mit 50 Prozent der Anschaffungskosten
bis zu einem Maximum von 200 Euro.
Lastenausgleichsvorrichtungen, sogenannte
Balancer, ermöglichen es, Lasten, wie Wand-,
Decken-, Dach- oder Treppenelemente, sicher
in Waage oder in einer gewünschten Neigung zu
positionieren. Die Steuerung erfolgt bequem per
Funkfernbedienung, sodass Lasten ohne Pendeln
gehoben und exakt ausgerichtet werden können.
Der Einsatz solcher Vorrichtungen reduziert die
körperliche Belastung und das Unfallrisiko, da
kein Drücken, Ziehen oder improvisierter Einsatz
von Kettenzügen nötig ist. So tragen Lastenausgleichsvorrichtungen
entscheidend zu einem
sicheren und effizienten Verheben von vorgefertigten
Bauteilen bei. Die BG Bau fördert die
Investitionen in Lastenausgleichsvorrichtungen
beitragsabhängig mit 25 Prozent der Anschaffungskosten
bis zu 5000 Euro je Maßnahme. Eine
beitragsunabhängige Förderung ist mit 50 Prozent
der Anschaffungskosten, ebenfalls bis maximal
5000 Euro je Maßnahme, möglich. Voraussetzung
hierfür ist die Teilnahme von Führungskräften am
Seminar »Absturzprävention«. Die entsprechenden
Seminare werden von der BG Bau sowie von
Ausbildungsstätten der Innungen und Verbände
angeboten.
12 | März 2026
Im Blickpunkt
ADOBE STOCK
INTERVIEW
Sicher in der Höhe:
Worauf es ankommt
[ HÖHENPASS ] Wenn es auf dem Bau in die Höhe geht,
bewegen sich die Beschäftigten täglich im Spannungsfeld
zwischen Effizienz und Risiko. Arbeiten auf Dächern,
Gerüsten oder Stahlkonstruktionen gehören längst zum
Alltag vieler Gewerke, doch Absturzunfälle zählen nach wie
vor zu den schwerwiegendsten Ereignissen auf Baustellen.
Technische Systeme, Persönliche Schutzausrüstung gegen
Absturz (PSAgA) und klare Abläufe helfen hier nicht nur, den
Arbeitsalltag sicherer zu gestalten – sie können im Ernstfall
Leben retten. Entscheidend ist jedoch, wie gut diese Faktoren
zusammenspielen. Daher hat die Redaktion der bauSICHERHEIT
mit Jonas Farnschläder, Geschäftsführer der Höhenpass
GmbH, über genau diese Themen gesprochen: Der Experte
erklärt, warum Qualifizierung und praxisnahe Schulungen bei
der Nutzung von PSAgA unverzichtbar sind, welche typischen
Fehlerquellen in der Praxis immer wieder auftreten und weshalb
Sicherheit nicht erst auf der Baustelle beginnt.
Von Jessy von Berg
bauSICHERHEIT: Gerade für Außenstehende
wirken Arbeiten in der Höhe oftmals besonders gefährlich.
Es ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen,
dass die Arbeit in der Höhe Risiken mit sich bringt,
die es bestmöglich zu eliminieren gilt. Wo sehen Sie
in der Praxis typische Fehlerquellen? Und wie lassen
sich diese grundsätzlich vermeiden?
Jonas Farnschläder: Ein häufiger Fehler in der
Praxis besteht darin, dass mit vermeintlichen Standardlösungen
gearbeitet wird, ohne die tatsächliche Situation
vor Ort ausreichend zu analysieren. Ein Dach ist nicht
gleich ein Dach und auch Baustellen unterscheiden sich
meist deutlich voneinander. Unterschiedliche Höhen,
mögliche Durchsturzrisiken, Witterungseinflüsse, Zugänge
sowie vorhandene oder fehlende Rettungsmöglichkeiten
verändern das jeweilige Risikoprofil erheblich.
Umso wichtiger ist es, sich vor Beginn der Arbeiten
intensiv mit einer fundierten Gefährdungsbeurteilung
auseinanderzusetzen und auch den schlimmsten anzunehmenden
Fall mitzudenken. Dazu gehört insbesondere
ein funktionierendes und erprobtes Rettungskonzept.
In der Praxis zeigt sich zudem häufig, dass PSA wahllos
beschafft wird, lediglich um formal ausgestattet zu
sein. Entscheidend ist jedoch nicht, dass Ausrüstung
vorhanden ist, sondern dass die passenden Sicherungsmaßnahmen
ausgewählt, korrekt eingesetzt und von
den Anwendern verstanden werden. Nur so lassen sich
Risiken nachhaltig reduzieren.
bauSICHERHEIT: Bei wiederkehrenden Tätigkeiten
stellt sich häufig ein »Gewöhnungseffekt« ein. Wie
beurteilen Sie die Auswirkungen einer solchen Routine
auf die Risikowahrnehmung erfahrener Höhenarbeiter?
Oder anders gefragt: Kann Routine in diesem Bereich
zum Sicherheitsrisiko werden?
Jonas Farnschläder: Sicherlich stellt Routine
ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein Blick in
die Unfallstatistiken zeigt deutlich, dass die Zahl der
Arbeitsunfälle ab etwa dem 50. Lebensjahr spürbar ansteigt
und sich ab 55 noch einmal deutlich erhöht. Dies
hängt zum einen mit der nachlassenden körperlichen
Leistungsfähigkeit zusammen, zum anderen aber auch
mit der zunehmenden Routine im Arbeitsalltag. Diese
kann zu einer gewissen Betriebsblindheit führen, bei
14 | März 2026
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Jonas
Farnschläder
Geschäftsführer der
Höhenpass GmbH
»Langfristig darf Arbeitsschutz kein
optionaler Wettbewerbsfaktor sein.
Sicherheit ist kein Luxus, sondern
Grundvoraussetzung für nachhaltiges
Wirtschaften.«
der Gefahren unterschätzt oder nicht mehr bewusst
wahrgenommen werden. Umso wichtiger ist es, diese
Routine regelmäßig zu durchbrechen und sich der
eigenen Verantwortung immer wieder aktiv bewusst
zu werden. Ein Beispiel, das ich gerne heranziehe, sind
Piloten. Sie starten und landen täglich Flugzeuge und
beherrschen ihre Abläufe im Grunde aus dem Effeff.
Trotzdem arbeiten sie vor jedem Start und vor jeder
Landung konsequent mit standardisierten Checklisten.
Nicht, weil sie es nicht könnten, sondern gerade weil
sie es so gut können. Genau hier liegt die Gefahr: Ein
einmal nicht ausgefahrenes Fahrwerk oder eine falsch
eingeschätzte Geschwindigkeit kann bereits schwerwiegende
Folgen haben.
Auch auf Baustellen gibt es wirksame Möglichkeiten,
diesem Risiko zu begegnen. Kurze, strukturierte Sicherheitsstopps
wie ein Last Minute Risk Assessment oder
fünf Minuten für die eigene Sicherheit helfen dabei, den
Blick zu schärfen, Routinen bewusst zu hinterfragen
und Gefahren erneut aktiv wahrzunehmen. Diese kurzen
Unterbrechungen im Arbeitsablauf können entscheidend
dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.
bauSICHERHEIT: Die Höhenpass Akademie
bietet zahlreiche verschiedene Schulungen zum Thema
Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)
an, darunter auch das Thema der richtigen Anwendung
nach DGUV-Regel 198. Welche Inhalte sind dabei
besonders entscheidend – und wo liegen aus Ihrer
Erfahrung die größten Wissenslücken?
In den Schulungen der Höhenpass
Akademie werden praxisnahe
Szenarien trainiert. So wird
Sicherheit im Umgang mit der
Ausrüstung geschaffen.
Jonas Farnschläder: Wir schulen pro Jahr knapp
10 000 Teilnehmende im Umgang mit PSAgA. Zwei
Themen begegnen uns dabei in der Praxis immer wieder:
Zum einen herrscht bei geringen Höhen häufig eine
große Unsicherheit oder auch eine gefährliche Unterschätzung
des Risikos. Gerade Arbeiten in 2 bis 3 m
Höhe werden oft als harmlos wahrgenommen. Dabei
kann bereits ein Sturz aus 2 m schwerste Verletzungen
verursachen. Der menschliche Körper kann sich während
eines Sturzes um die eigene Achse drehen und im ungünstigsten
Fall mit Kopf oder Nacken aufschlagen.
Die Folgen sind dann häufig gravierend und stehen in
keinem Verhältnis zu der vermeintlich geringen Höhe.
Ein weiteres zentrales Thema ist die mangelnde praktische
Erfahrung im Umgang mit der Ausrüstung. Viele
Beschäftigte besitzen zwar PSA, nutzen diese jedoch nur
selten oder sind im Ernstfall unsicher bei der richtigen
In den Schulungen wird nicht nur
Theorie vermittelt. Die Teilnehmer
trainieren auch praxisnahe Szenarien
und erlernen so Sicherheit im
Umgang mit der Ausrüstung.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe März 2026 | 15
Gesundheitsschutz zu unterweisen. Haben Sie Tipps,
worauf Arbeitgeber hier besonders achten sollten?
Gerade für Außenstehende
wirken Arbeiten in großer Höhe
oftmals besonders gefährlich.
Doch mit entsprechender Ausrüstung,
praxisnahen Schulungen
und Erfahrung lassen sich
Risiken effektiv minimieren.
10 000
TEILNEHMER
Höhenpass schult
pro Jahr knapp
10 000 Teilnehmer im
Umgang mit PSAgA.
Obwohl Höhenpass den praktischen
Teil in den Vordergrund
rückt, wird in den Schulungen
dennoch theoretisches
Grundwissen vermittelt.
HÖHENPASS (5)
Anwendung. Hinzu kommen Fragen zur Auswahl der
passenden Systeme, zur richtigen Anschlagpunktwahl
sowie zur Kombination verschiedener Komponenten.
Auch das Thema Rettung wird oft unterschätzt. Die
wenigsten Anwender haben eine Rettungssituation
realistisch geübt. Genau hier setzen wir in unseren
Schulungen an, indem wir nicht nur Theorie vermitteln,
sondern praxisnahe Szenarien trainieren und Sicherheit
im Umgang mit der Ausrüstung schaffen.
bauSICHERHEIT: Wie läuft eine typische Schulung
konkret ab? Welchen Stellenwert hat die praktische
Übung gegenüber der Theorie? Und: Wie wird das
Schulungsangebot aktuell angenommen?
Jonas Farnschläder: Gesetzestexte und der theoretische
Teil einer Schulung sind zweifellos wichtig und
richtig. Viele der heutigen Regelungen und Vorschriften
sind aus realen Unfällen entstanden und im übertragenen
Sinne mit Blut geschrieben. Dennoch bringt es wenig,
eine Schulung zu einer reinen juristischen Vorlesung
zu machen und die Teilnehmenden mit Paragrafen zu
überfrachten. In unseren Schulungen steht deshalb
die Praxis klar im Vordergrund. Entscheidend ist der
sichere und souveräne Umgang mit der PSAgA. Das
Verständnis für die Möglichkeiten, aber auch für die
Grenzen der Systeme entsteht vor allem durch eigenes
Erleben und Anwenden. Wer die Ausrüstung selbst
anlegt, Belastungen spürt, Sicherungspunkte nutzt und
Rettungsszenarien durchspielt, entwickelt ein deutlich
nachhaltigeres Sicherheitsbewusstsein als durch reine
Theorie. Ein zentrales Lernziel ist es, Vertrauen aufzubauen:
Vertrauen in die eigene Handlungssicherheit, in
die verwendete Ausrüstung und in die Fähigkeiten der
Kollegen. Erst wenn dieses Vertrauen vorhanden ist
und gleichzeitig ein realistisches Verständnis für Risiken
besteht, entsteht echte Handlungssicherheit im Arbeitsalltag.
Genau darauf richten wir unsere Schulungen aus.
bauSICHERHEIT: Gemäß §12 Arbeitsschutzgesetz
(ArbSchG) sind Arbeitsgeber verpflichtet, ihre Mitarbeiter
umfassend und regelmäßig im Sicherheits- und
Jonas Farnschläder: Entscheidend ist vor allem
eines: handeln. Noch immer gibt es viele Unternehmen,
in denen Beschäftigte nicht regelmäßig und praxisnah
im Umgang mit PSAgA unterwiesen werden. Dabei ist
genau diese Unterweisung ein zentraler Bestandteil
eines funktionierenden Arbeitsschutzsystems.
Kommt es zu einem Absturzunfall, richtet sich der
Blick der Ermittlungsbehörden sehr schnell auf die
organisatorischen Grundlagen im Unternehmen. Staatsanwaltschaft
und Kriminalpolizei prüfen in solchen Fällen
in der Regel zuerst die Unterweisungsnachweise, die
Gefährdungsbeurteilungen sowie die Prüf- und Dokumentationsunterlagen
zur eingesetzten Ausrüstung.
Unternehmer tragen letztlich die Gesamtverantwortung
für den Arbeitsschutz in ihrem Betrieb. Diese Verantwortung
kann im Ernstfall auch eine persönliche Haftung
bedeuten, wenn nachgewiesen wird, dass notwendige
Maßnahmen nicht getroffen oder Pflichten vernachlässigt
wurden. Umso wichtiger ist es, Schulungen, Unterweisungen
und Dokumentation nicht als reine Formalität
zu betrachten, sondern als wesentlichen Bestandteil
der eigenen Organisations- und Fürsorgepflicht. Nur
durch regelmäßige Qualifizierung, klare Prozesse und
eine saubere Dokumentation lassen sich Risiken für Beschäftigte
und Verantwortliche gleichermaßen minimieren.
Gleichzeitig dürfen die Unterstützungspflichten
der Arbeitnehmer nicht außer Acht gelassen werden.
Sicherheit ist keine Einbahnstraße. Beschäftigte
sind verpflichtet, die bereitgestellte Schutzausrüstung
bestimmungsgemäß zu nutzen, an Unterweisungen
teilzunehmen und erkannte Gefahren zu melden.
Eine wirksame Sicherheitskultur entsteht erst dann,
wenn beide Seiten ihre Verantwortung ernst nehmen.
Technische Maßnahmen und organisatorische Vorgaben
sind essenziell, doch am Ende entscheidet das
tägliche Verhalten jedes Einzelnen darüber, ob Risiken
beherrscht werden oder nicht.
bauSICHERHEIT: Viele Betriebe verfügen
zwar über ein Rettungskonzept, doch im Ernstfall
zählt jede Minute. Was unterscheidet ein Konzept
auf dem Papier von einem wirklich funktionierenden
Rettungsplan? Wie beurteilen Sie sozusagen die
Situation vor Ort: Denken Sie, dass die Firmen hier
genug Vorarbeit leisten?
Jonas Farnschläder: Vorab stellt sich oft die
grundlegende Frage, was genau ein Rettungskonzept
ist, wer es benötigt und warum es so wichtig ist. Bei
Arbeiten in der Höhe besteht grundsätzlich immer die
Möglichkeit eines Absturzunfalls. In vielen Fällen bleibt
die verunfallte Person nach dem Sturz im Auffanggurt
hängen und wird zur sogenannten hilflosen Person.
Durch das längere bewegungslose Hängen im Gurt
kann es zum sogenannten Hängetrauma kommen. Dabei
versagt die Muskelpumpe in den Venen von Armen und
Beinen, das Blut zirkuliert nicht mehr ausreichend und
lebenswichtige Organe werden nicht mehr genügend
16 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
versorgt. Dieser Zustand kann innerhalb kurzer Zeit
lebensbedrohlich werden.
Aus diesem Grund muss bereits vor Beginn der Arbeiten
ein klarer Rettungsplan vorliegen. Ziel ist es, eine hilflose
Person schnellstmöglich aus dem Gurt zu befreien und
sicher zu retten. Dies kann beispielsweise durch geeignete
Hubrettungsgeräte oder andere abgestimmte Rettungssysteme
erfolgen. Die Anwendung solcher Geräte ist in
der Regel nicht kompliziert, muss jedoch geübt werden.
Nur wenn die eingesetzten Personen mit der Technik
vertraut sind und die Abläufe regelmäßig trainieren,
kann im Ernstfall schnell und sicher gehandelt werden.
Seit 2019 ist ein Rettungskonzept verpflichtender
Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung, sobald sich
aus der Tätigkeit ein Absturzrisiko ergibt. Der alleinige
Verweis auf die örtliche Feuerwehr ist dabei nicht mehr
ausreichend. Unternehmen sind verpflichtet, eigenständig
ein funktionierendes und auf die jeweilige Arbeitssituation
abgestimmtes Rettungskonzept zu erstellen und
die Mitarbeitenden entsprechend zu unterweisen. Nur
so lässt sich sicherstellen, dass im Ernstfall wertvolle
Zeit nicht verloren geht.
bauSICHERHEIT: Können Sie uns ein anonymisiertes
Beispiel aus der Praxis schildern, bei dem eine
gute Vorbereitung einen Unfall verhindert hat?
Jonas Farnschläder: Einen Unfall, der nicht
passiert ist, kann ich Ihnen naturgemäß nicht schildern,
denn genau das ist das Wesen von Prävention.
Das Faszinierende und zugleich Herausfordernde
am Arbeitsschutz ist, dass man ihn meist nur dann
wahrnimmt, wenn er versagt. Funktioniert er, bleibt
er unsichtbar. Keine Schlagzeile, kein Applaus, keine
besondere Aufmerksamkeit. Was ich Ihnen jedoch
berichten kann, ist ein konkretes Beispiel einer
erfolgreichen Rettung. Einer unserer Schulungsteilnehmer
rief uns einige Zeit nach seiner Ausbildung
an. Auf einer Windenergieanlage hatte ein Kollege
einen Herzstillstand erlitten. Durch die Schulung war
er in der Lage, ruhig zu bleiben, die Situation richtig
einzuschätzen, die Rettung einzuleiten und seinen
Kollegen erfolgreich zu retten und zu reanimieren.
Er bedankte sich ausdrücklich bei unserem Trainer
UNTERNEHMEN
Der Schwerpunkt der Höhenpass GmbH liegt auf
Systemen zur Absturzsicherung. Das Unternehmen
arbeitet herstellerunabhängig und berät zu
Produkten und Anwendungen im Bereich der persönlichen
Absturzschutzausrüstung. Im Mittelpunkt
stehen Lösungen für unterschiedliche Arbeitsumgebungen
und Gefährdungssituationen. Fachkräfte
analysieren die jeweiligen Anforderungen
am Arbeitsplatz und unterstützen bei der Auswahl
geeigneter Produkte sowie bei der Entwicklung
individueller Sicherheitskonzepte. Ziel ist es, für
verschiedene Einsatzbereiche passende Ausrüstung
und praktikable Lösungen bereitzustellen.
und sagte, dass er ohne die praktische Ausbildung
vermutlich nicht so sicher und strukturiert gehandelt
hätte. Genau darin liegt der Wert unserer Arbeit. Nicht
im spektakulären Einsatz, sondern in der Fähigkeit,
im entscheidenden Moment vorbereitet zu sein und
Leben zu retten.
bauSICHERHEIT: Aus der Praxis hören wir
häufiger, dass sich die Unternehmen mit zu vielen
Richtlinien und Regeln befassen müssen. Mit Ihrer
Akademie haben Sie jetzt natürlich einen sehr praxisnahen
Bezug. Daher die Frage: Wie beurteilen Sie
das? Ist da was dran oder würden Sie sagen, dass
das Regelwerk sogar noch erweitert werden müsste?
Jonas Farnschläder: Die heutigen Regelwerke im
Arbeitsschutz sind nicht theoretisch entstanden, sondern
in der Regel als Reaktion auf reale Unfallereignisse und
Beinaheunfälle. Sie beruhen auf der systematischen
Auswertung konkreter Schadensfälle und verfolgen
das Ziel, vergleichbare Ereignisse künftig zu verhindern.
Gleichzeitig sind viele arbeitsschutzrechtliche Vorgaben
in Deutschland vergleichsweise offen formuliert. Sie definieren
Schutzziele, lassen jedoch bewusst Spielräume
in der Umsetzung. Im europäischen Vergleich gibt es
Länder mit deutlich konkreteren und restriktiveren Vorgaben
sowie einer höheren Kontrolldichte. Ein zentrales
Problem zeigt sich dort, wo Unternehmen Arbeitsschutz
lediglich als Kostenfaktor betrachten. Betriebe, die nicht
in Schulungen, Ausrüstung und sichere Prozesse investieren,
können ihre Leistungen oft günstiger anbieten
als Unternehmen, die sämtliche Vorgaben konsequent
umsetzen. Das führt zu Wettbewerbsverzerrungen zulasten
derjenigen, die sich aktiv um die Sicherheit und
Gesundheit ihrer Mitarbeitenden kümmern. Langfristig darf
Arbeitsschutz jedoch kein optionaler Wettbewerbsfaktor
sein, sondern muss als selbstverständlicher Bestandteil
unternehmerischer Verantwortung verstanden werden.
Sicherheit ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung
für nachhaltiges Wirtschaften.
JVB
Ein zentrales Lernziel der
Schulungen ist es, Vertrauen
aufzubauen: Vertrauen in die
eigene Handlungssicherheit, in
die verwendete Ausrüstung und
in die Fähigkeiten der Kollegen.
Die Höhenpass Akademie bietet
zahlreiche verschiedene Schulungen
zum Thema PSAgA an.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
März 2026 | 17
Dachsanierung für
traditionellen Schulkomplex
STADT MONSCHAU (2)
Durch die erfahrenen Sifatec-
Mitarbeiter wird in kürzester Zeit
ein zuverlässiger Seitenschutz
installiert, der alle Anforderungen
an die Sicherheit erfüllt.
[ SIFATEC ] Im Zuge eines Programms zur Sanierung von Bestandsgebäuden
vergab die Stadt Monschau den Auftrag zur energetischen Sanierung der
Gebäudehülle des St.-Michael-Gymnasiums. Hierbei handelt es sich um
die einzige Schule für die Stadt Monschau und die Gemeinden Simmerath
und Roetgen, die einen Abiturabschluss ermöglicht. Der mehrteilige
Gebäudekomplex wird derzeit nicht nur für eine Schule, sondern auch für
eine Kiga und eine Flüchtlingsunterkunft genutzt.
Im Jahr 2025 begann die Stadt Monschau mit der
Einrichtung der Baustelle für die Dacharbeiten.
Der alte Dachaufbau verfügte über eine langlebige,
10 cm dicke Foamglas-Kompaktdachlage, die mit der
Dachhaut verschweißt worden war. Den Abschluss
bildete eine Betondecke. Die energetische Dachsanierung
der insgesamt ca. 2600 m 2 großen Dachfläche
beinhaltete die Herstellung eines komplett
neuen Dachaufbaues nach geltender EnEV. Weil
das Foamglas über gute Wärmedämmeigenschaften
verfügt und bis dato keine Schäden aufwies, verblieb
diese Lage auf dem Dach. Darauf wurde dann ein
komplett neuer Dachaufbau mit einer hochdruckfesten
Gefälledämmung des Herstellers Bauder
aufgebracht. Sie wurde gewählt, weil sie sich durch
eine hohe Dämmleistung und besonders geringe
Aufbauhöhen auszeichnet.
Absturzsicherung
an der Dachkante
Die Sanierungsarbeiten begleiteten die Planer und
Architekten vom Architekturbüro Hansen & Hano
aus Übach-Palenberg. Besondere Beachtung bedurfte
die Planung der Flachdachrandsicherung.
Diese Sicherungsmaßnahmen haben die Funktion,
den Schutz der dort arbeitenden Personen während
Die Stadt Monschau gab den Auftrag zur
energetischen Sanierung der Gebäudehülle
des St.-Michael-Gymnasiums.
der Dach- oder Wartungsarbeiten zu gewährleisten.
An Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern
müssen zulässige Absturzsicherungssysteme vorhanden
sein. Bei Arbeiten in einer Absturzhöhe von
über 3 m sind temporäre Absturzsicherungen, die
ein Abstürzen von Personen und/oder Materialien
verhindern, Pflicht für den Gebäudeinhaber. Da die
Fassadenarbeiten bereits abgewickelt waren und
das Gerüst nicht mehr zur Verfügung stand, suchten
die Projektverantwortlichen nach einer Möglichkeit,
den Dachrand für den Zeitraum der Arbeiten entsprechend
zu sichern. Wichtiger Bestandteil der
Planung war ein auf das Sanierungsprojekt individuell
abgestimmtes Sicherheitskonzept für die während
der kompletten Sanierungsphase am Objekt arbeitenden
Handwerker sowie für die Schüler, Lehrer
und Nutzer der Kiga bzw. Flüchtlingsunterkunft.
Expertise in Sachen
Dachrandsicherung
Sifatec bietet temporäre Seitenschutzsystem
für individuelle Absturzsicherungen an. Sicherheit
beginnt für den Firmeninhaber und Dachdeckermeister
Karl-Josef Simon bereits bei der
Planung individueller Sicherheitslösungen und
umfasst alle Arbeitsvorgänge bis zur Demontage
und dem Abtransport aller systemrelevanten
Komponenten. Dabei ergänzt Sifatec je nach Anforderung
firmeneigene geprüfte und patentierte
Systementwicklungen mit Baustelleneinrichtungen
namhafter Hersteller. Zum Leistungsumfang zählte
nicht nur die Lieferung der Komponenten für die
Dachrandsicherung. Vielmehr schließt das Sifatec-
Sicherheitskonzept alle erforderlichen Leistungen
ein, die ein barrierefreies und sicheres Arbeiten auf
der gesamten Dachfläche bis hin zur Dachkante
gewährleisten. Dazu gehören auch die Planung
und Installation entsprechender Baustelleneinrichtungen,
logistische Dienstleistungen sowie
die Höhenzugangstechnik.
Objektbezogene Lösung
für maximale Sicherheit
In Monschau kam die Sifatec-»Industriekonsole«
für die temporäre Absicherung von Flachdächern
mit einer wärmegedämmten Attika aus Beton
zum Einsatz. Da die VHF-Konstruktion über
der Dachfläche herausragt, entwickelten die
Sicherheitsfachleute eine eigene kompakte
Haltekonsole, die den Spalt zwischen dem
Dachrand und der VHF-Konstruktion sicher
überbrückt. Die verwendete »Industriekonsole«
hängt komplett vor der Außenfassade. Der
Einhängemechanismus erlaubt den Handwerkern
maximale Bewegungsfreiheit. Das
System besteht aus der Flachdachankerplatte,
die in verschiedenen Ausführungen erhältlich
ist, der patentierten Flachdachaufhängung,
dem Seitenschutzpfosten mit Abstützung, den
Seitenschutzholmen, der Geländerstrebe sowie
verschiedenen Rohrverbindern/-Kupplungen. Der
Seitenschutz ist zertifiziert nach DIN EN 13774
Klasse A Version 2019 und gewährleistet eine
größtmögliche Bewegungsfreiheit und sicheres
Arbeiten. Dazu bot Sifatec mit seinen geprüften
temporären Absturzsicherungssystemen, mit
denen das Gefährdungspotenzial während der
Sanierungsarbeiten erheblich verringert wurde,
ein Maximum an Arbeitssicherheit.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Sicher arbeiten
in luftigen Höhen
Die »Industriekonsole« kann durch die
Schwenkkonsole so erweitert werden,
dass auch Dachrinnen oder Vorsprünge
über den Befestigungspunkt hinaus
umbaut werden können.
[ SIFATEC ] Arbeiten auf dem Dach und an der Fassade gehören zu den
gefährlichsten Arbeiten im Baugewerbe. Oft sind die Einsätze für Wartung
und Instandhaltung oder die Renovierung/Sanierung einer Immobilie
nur unter widrigen Umständen möglich. Die Zahl der Absturzunfälle
auf Deutschlands Dächern ist heute immer noch sehr hoch. Ursache
hierfür sind oft fehlende oder mangelhafte Absturzsicherungen.
Hier sind Dachrandsicherungen gefragt, die bei Arbeiten in
absturzgefährdeten Bereichen eine hohe Sicherheit und möglichst
große Bewegungsfreiheit gewährleisten. Auf der Dach+Holz präsentierte
Sifatec dem Fachpublikum, wie sich mit intelligenten temporären
Absturzsicherungseinrichtungen wesentliche Verbesserungen für
Personenschutz gegen Absturz aus der Höhe schaffen lassen.
Bei Sifatec drehte sich am Messestand alles
um das weitreichende Thema größerer
Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe. Die Exponate
wurden anhand realer Einbausituationen
präsentiert. Zu sehen waren Lösungen aus den
Anwendungsbereichen Flachdach, vorgehängte
hinterlüftete Fassade (VHF) und Solarbau. Ergänzend
dazu präsentierten die Sicherheitstechniker
interessante Absturzsicherungslösungen
für unterschiedliche Gebäudegeometrien, wie
z. B. hohe Funktürme oder kreisrunde Gebäude.
Mit dabei war z. B. das erweiterbare »Original
System«, welches nicht nur hohe Flexibilität,
sondern auch ein Maximum an Sicherheit bietet
und optimal für Dachhandwerker geeignet ist,
deren Dachrandsituationen und Anforderungen
sich häufig ändern.
Als weiteres Messe-Highlight präsentierte
Sifatec zudem die »Industriekonsole«. Das System
wiegt insgesamt nur 14,7 kg und eignet sich
besonders für den Einsatz an großen Gebäuden
wo für die Dachrandsicherung lange Strecken
und einfache Dachrandsituationen hergestellt
werden sollen. Der Systemvorteil besteht in der
schnellen Montage mit weniger Einzelteilen.
Standardgerüste können verwendet werden
und lassen sich mit dem »Original System«
kombinieren. Mit der »Industriekonsole« lassen
sich Pfostenabstände bis zu 6 m herstellen. Sie
kann durch die patentierte Schwenkkonsole so
erweitert werden, dass auch Dachrinnen oder
6
METER
Mit der »Industriekonsole« lassen sich
Pfostenabstände bis zu 6 m herstellen.
Vorsprünge über den Befestigungspunkt hinaus
umbaut werden können. Der Vorteil beider
Systeme liegt außerdem darin, dass Gebäudekonturen
exakt nachgebaut werden können
und Stolperkanten vermieden werden. Darüber
hinaus wurden die neuen Seitenschutzgeländer
in die Standkonzeption integriert, sodass die
Anwendung auf der Baustelle gut nachvollzogen
werden konnte. Die Systeme bringen außerdem
ein umfangreiches Komponenten-Sortiment mit,
das für fast alle Absicherungssituationen eine
passende Lösung bieten soll.
Eigene
Montageteams
Neben der breiten Produktpalette punktet Sifatec
auch durch ein umfangreiches Serviceangebot.
»Unser projektbezogenes Servicepaket mit
allen darin enthaltenen Leistungen reicht von
der Vorplanung über die Logistik und Montage
inklusive aller benötigten Schutzeinrichtungen bis
zur Demontage der Systeme zum Projektende«,
erklärt der Dachdecker- und Gerüstbaumeister
Felix Simon. Mathias Simon, Zimmerer- und
Dachdeckermeister, ergänzt mit Blick auf die
Messe: »Wir konnten auf sämtliche Anfragen
einen verlässlichen Lösungsvorschlag präsentieren.
Sonderlösungen sind für uns oft der
Standard. Unsere Mitarbeiter aus Geschäftsführung,
Vertrieb und Konstruktion standen
permanent Rede und Antwort mit ausführlicher
Beratung der Interessenten. Für uns ist das
ein deutliches Indiz dafür, dass wir mit unseren
Ideen und Lösungsvorschlägen am Puls der
Zeit agieren und mit unserem Anspruch an
hohe Sicherheit und mehr Komfort auf hoch
gelegenen Arbeitsbereichen auf dem richtigen
Weg sind. Schließlich hängen Menschenleben
davon ab.«
... ARBEITSSICHERHEIT • HÖHENSICHERUNG • RETTUNG • PSAgA • SEILZUGANGSTECHNIK • ABSTURZSICHERUNG ...
Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für Kletterausrüstungen, Höhensicherung,
Arbeitssicherheit, Rettung, Arboristik, Seilzugangstechnik, PSAgA sowie
Sonderlösungen. Schnell und kompetent dank vieler Jahre Erfahrung und
einem großen Lager, gefüllt mit vielen Produkten namhafter Hersteller:
Aliens
seit 1995
Zur Platzierung auf sehr dunklen,
aber nicht schwarzen Hintergründen
(z.B. dunklen Fotos)
Abbildungsgröße: ab ca. 5cm Breite
KLETTER-SPEZIAL-LADEN.DE
Zur Platzierung auf sehr dunklen,
aber nicht schwarzen Hintergründen
(z.B. dunklen Fotos)
Abbildungsgröße: ab ca. 5cm Breite
powered by
Ob über den KLETTER-SPEZIAL-LADEN.DE, per eMail oder
am Telefon, wir sind für Sie da.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
und vielen mehr!
Blacksafe GmbH
Raiffeisenstraße 4b • 83607 Holzkirchen
März 2026 | 19
T: +49 (0) 8024 9692 990 • info@blacksafe.de • www.blacksafe.de
Da das Bohren in die bestehende
neue Betonstruktur nicht
möglich war, erfolgte die Anbindung
der Mastverankerung über
den Stahlbau des Verteilerstegs.
BÖCKER
Maßgeschneiderte Innovation
für »Stuttgart 21«
[ BÖCKER ] Im Rahmen des Großprojekts »Stuttgart 21« kommen derzeit zwei
speziell angepasste Böcker-»Super-Lift«-Transportbühnen zum Einsatz. Sie
wurden als Sonderanfertigung für die besonderen Anforderungen des Projekts
entwickelt. Die leistungsstarken Zahnstangenaufzüge transportieren während der
Ausbauphase sowohl Personen als auch Baumaterialien zu den neuen Bahnsteigen
des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Sie sind ein zentrales Element der logistischen
Infrastruktur auf dieser technisch und organisatorisch komplexen Baustelle.
Der künftige Durchgangsbahnhof bildet das
Herzstück von Stuttgart 2; gebaut werden
u. a. 56 km Tunnelröhren und rund 100 km neue
Gleise. Der Einsatzort stellte die Projektverantwortlichen
vor Herausforderungen: So galt es,
die Transportbühnen in den bereits bestehenden,
runden Aufzugsschächten zu positionieren, in
denen später die Personenaufzüge installiert
werden. Die räumlichen Verhältnisse und die
besonderen baulichen Anforderungen schlossen
den Einsatz einer Standardbühne aus. Im
Rahmen einer detaillierten Machbarkeitsstudie
entwickelte Böcker daher für die Ed. Züblin AG,
die Auftragnehmerin der Deutschen Bahn, zwei
maßgeschneiderte Sonderanfertigungen auf
Grundlage des »Super-Lift LX 4024«. Dieser
zählt mit seiner Tragkraft von bis zu 4 t, einer
Förderhöhe bis 250 m und individuell anpassbaren
Plattformgrößen zu den vielseitigsten
Zahnstangenaufzügen seiner Klasse. Die im
Projekt »Stuttgart 21« eingesetzte Sonderanfertigung
demonstriert, wie flexibel sich das
modulare System an komplexe bauliche Situationen
anpassen lässt.
Material- und Personentransport
Die entscheidende Anpassung betraf die Kabinengeometrie.
Statt der üblichen Kabinenbreite
von 2,90 m wurde für »Stuttgart 21« eine schmalere
Kabine mit Innenmaßen von 1,40 m Breite
und 2,90 m Tiefe entworfen. Diese Modifikation
ermöglichte den Einbau in den runden Aufzugsschacht,
ohne die Funktionalität einzuschränken.
Dabei konnte der Grundrahmen einschließlich
der kompletten Steuerungseinheit in der Unterfahrt
integriert werden, während der Ausstieg
bündig mit dem Bahnsteig abschließt. Jede der
beiden Transportbühnen verfügt über eine hohe
Tragfähigkeit von bis zu 4 t und ist sowohl für
den Material- als auch den Personentransport
zugelassen. Der Aufzug lässt sich wahlweise
von den Ladestellen aus rufen oder direkt in der
Kabine bedienen. Mit einer Förderhöhe von rund
10 m und zwei Haltestellen – am Verteilersteg
und am Bahnsteig – gewährleisten die Anlagen
eine kontinuierliche Versorgung der Bahnsteige
während des Ausbaus.
Präzise Planung nötig
Besonderes Augenmerk galt auch der Montage
der Aufzüge. Da das Bohren in die bestehende
neue Betonstruktur nicht möglich war, erfolgte
die Anbindung der Mastverankerung über den
Stahlbau des Verteilerstegs. Auch der Aufbau
selbst erforderte eine präzise Planung: Sämtliche
Komponenten, Zubehör und ein Minikran
wurden umweltfreundlich per Eisenbahnwaggon
über die neuen Gleise in den Baustellenbereich
transportiert. Der Minikran half anschließend bei
der Montage der Transportbühnen. Seit Frühjahr
2025 sind beide Anlagen nun im Einsatz, um
einen raschen Material- und Personentransport
sicherzustellen. Die Aufzüge haben sich bereits
in den ersten Monaten durch ihre Zuverlässigkeit
und hohe Tragkraft bewährt. »Mit dieser Sonderlösung
konnten wir eine auf die Anforderungen
von ›Stuttgart 21‹ abgestimmte Transportlösung
realisieren«, erklärt Patrick Zengerling, Leitung
Zahnstangentechnik bei Böcker. »Die Flexibilität
des ›Super-Lift LX 4024‹ und das Engagement
unserer Projektplaner beweisen, dass sich die
Böcker-Transportbühnen nicht nur durch Leistung,
sondern auch durch maximale Anpassungsfähigkeit
auszeichnen.«
20 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Gefahrenzone Baustelle:
Neues Whitepaper verfügbar
[ BOELS RENTAL ] Der aktuelle »Bauindex«, eine Studie des europäischen
Vermietungsunternehmen Boels Rental, verdeutlicht eindrücklich,
vor welchen Herausforderungen die Bauwirtschaft derzeit steht.
Fakt ist: Arbeitsunfälle auf Baustellen sind leider keine Seltenheit.
BOELS RENTAL
Arbeitsunfälle sind
keine Seltenheit.
Umso wichtiger ist
es, das Bewusstsein
für sicheres Arbeiten
weiter zu schärfen und
entsprechende Maßnahmen
umzusetzen.
Um dieser Entwicklung gezielt entgegenzuwirken,
hat Boels ein Whitepaper »Sicherheit auf
der Baustelle« als vertiefendes Nachschlagewerk
entwickelt. Mit präventiven Maßnahmen, klaren
Verantwortlichkeiten und moderner Technologie
lassen sich Unfälle wirksam vermeiden und die
Gesundheit der Mitarbeitenden schützen. Neben
rechtlichen Grundlagen beleuchtet das Whitepaper
auch aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler
Sicherheitslösungen und bietet damit wertvolle
Impulse für mehr Sicherheit auf Baustellen.
Zahlen lügen nicht
Rund 440 Fachkräfte aus dem deutschen Baugewerbe
haben im Rahmen des »Bauindex 2025«
Einblicke in ihre Einschätzungen zu zentralen
Entwicklungen in der Branche gegeben. Beleuchtet
wurden u. a. Themen wie die Sicherheit
auf Baustellen sowie saisonale und strukturelle
Herausforderungen. Dass Arbeitsunfälle auf
deutschen Baustellen ein ernstzunehmendes
Problem darstellen, lässt sich durch Zahlen einfach
belegen: Allein im Jahr 2023 registrierte
die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG Bau) über 100000 meldepflichtige Arbeitsunfälle
im Baugewerbe – mehr als in jeder
anderen Branche in Deutschland. »Sicherheit
auf dem Bau ist keine Nebensache, sondern die
Grundlage für verantwortungsvolles Arbeiten«, so
heißt es im Whitepaper. »Mehr als die Hälfte der
Befragten (58 Prozent) betonen, wie wichtig es
ist, dass Sicherheitsanweisungen klar formuliert
und in mehreren Sprachen verfügbar sind. Nur
so können alle Beschäftigten die Vorgaben gleichermaßen
verstehen und befolgen.« Die Studie
zeigte außerdem, dass nur rund 41 Prozent der
Befragten sich als ausreichend gesichert während
eines Projekts empfinden. Etwa 59 Prozent der
Befragten gaben an, dass sie sich während eines
Projekts gelegentlich Sorgen um ihre eigene
Sicherheit machen.
Neben den rechtlichen Grundlagen befasst
sich der »Bauindex« auch mit der Frage, wie mehr
Sicherheit auf Baustellen geschaffen werden kann.
Erläutert werden hier insbesondere die Trainings
von Boels, denn für das Unternehmen steht fest,
dass insbesondere praxisnahe Schulungen einen
entscheidenden Beitrag zu sicheren Arbeitsbedingungen
leisten. Angeboten wird beispielsweise
eine Ersthelfer-Schulung, in der Wissen zu
lebensrettenden Maßnahmen vermittelt wird.
BIS ZU 50 % SCHNELLER MONTIERT!
100 % ABS SAFETY!
MEHR ERFAHREN
WWW.ABSTURZSICHERUNG.DE
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
MEHR ERFAHREN
März 2026 | 21
DIE
BAUHELDEN
INDUSTRIEKLETTERER
Sina Landerer
Jessy von Berg
[ BAUSICHERHEIT ] »Angst darfst du haben – Panik aber nicht!« Als Industriekletterer
ist das Arbeiten in schwindelerregender Höhe schlichtweg Alltag. Die
Zusatzqualifikation, offiziell auch Seilzugangs- und Positionierungstechniker
genannt, geht mit vielen Gefahren einher – und obwohl das so ist, würde
kein Kletterprofi der Welt je behaupten, einen gefährlichen Job zu machen.
Im Gegenteil. Der Grundgedanke lautet: Wenn du deine Aufgaben erfüllst,
dich an die Vorgaben hältst und wirklich weißt, was du da tust, dann ist
dieser Beruf wie jeder andere. Die bauSICHERHEIT-Redaktion sieht das
ein bisschen anders. In der Rubrik »Deutschland – deine bauHELDEN«
haben sich Jessy von Berg und Sina Landerer im Detail mit der Arbeit von
Industriekletterern auseinandergesetzt und haben in diesem Zusammenhang
ausführlich mit Florian König, Vorstandsvorsitzender im Fachverband für
Spezialbausanierung e. V. sowie Peter Biegel, Geschäftsführer / Managing
Direcor bei der FISAT ZertOrga GmbH, über den Beruf des Seilzugangs- und
Positionierungstechniker gesprochen. Wir wollten wissen, wie sich unsere
Leser die tagtägliche Arbeit vorstellen müssen und was es braucht, um am
Ende eines kräftezehrenden Tages am Seil wieder sicher unten anzukommen.
Seien es Fassaden, Windkrafträder,
Brücken, Krane
oder Industrieanlagen –
Industriekletterer arbeiten
dort, wo kein Gerüst steht
und kein Aufzug fährt.
22 | März 2026
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
erweitern wollen und etwas Neues und Abwechslung
suchen. Nebenbei, man hört immer wieder, wir hätten
unser Hobby zum Beruf gemacht. Ich denke, die wenigsten
haben z. B. »Fensterputzen« als Hobby. Aber ein
Hintergrund im Klettern kann zumindest nicht schaden.
bauSICHERHEIT: Um ein Verständnis davon
zu haben: Was braucht es an Vorkenntnissen und
Qualifikationen, um den Beruf überhaupt ausüben
zu dürfen?
Industrieklettern
ist eine Technik,
um an schwierig
zu erreichende
Arbeitsplätze zu
kommen.
bauSICHERHEIT: Zum Einstieg: Wie kommt man
auf die Idee Industriekletterer zu werden? Wann
und wo ist der Gedanke gereift, diesen Beruf zu
erlernen bzw. auszuüben?
Florian König: Nach einem Studium der Geowissenschaften
und einem Auslandsaufenthalt habe ich nach
alternativen Jobmöglichkeiten gesucht. Das war 2005
und am Seil zu arbeiten noch recht neu. Irgendwie bin ich
dann bis heute hängen geblieben. Die Idee kam durch
den Klettersport, in dem ich schon als Kind sehr aktiv
war. Das ist zwar irgendwie nahe liegend, aber vielleicht
weniger häufig als man denkt. Grundsätzlich sehen
sich Industriekletterer als Handwerker, die in der Höhe
arbeiten. Die Seilzugangs- und Positionerungstechnik,
wie das Ganze korrekt genannt wird, ist mehr eine Zusatzqualifikation
für Facharbeiter, die ihren Einsatzbereich
GEARS SAFETY (5)
Florian König: Industrieklettern ist eigentlich kein Beruf.
Es ist eine Technik, um an schwierig zu erreichende
Arbeitsplätze zu kommen. Die rechtlichen Anforderungen
stammen aus dem Arbeitsschutz: Personen, die am Seil
hängend arbeiten, müssen hierfür geeignet und für die
Tätigkeit ausgebildet und, wie man sagt, unterwiesen
sein. Der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaften
haben Rahmenbedingungen als Arbeitsvoraussetzungen
festgelegt. Nun gibt es Verbände, die über ihre
Mitgliedsunternehmen Ausbildungen anbieten, um
diese Anforderungen zu erfüllen. Typischerweise macht
man also eine Ausbildung bei einem Verband, besteht
die Abschlussprüfung und bekommt die Qualifikation
dann durch diesen bestätigt. In Deutschland sind das
im Wesentlichen der FSBS, FISAT und IRATA.
Peter Biegel: Man muss natürlich auch körperlich fit sein.
Außerdem braucht man den betrieblichen Ersthelfer, um
die Zusatzqualifikation zum Industriekletterer absolvieren
zu können. Die Ausbildung selbst gliedert sich in drei
Level. Level 1 beschreibt die Grundqualifikation, also
die Rettung von Kollegen. Beantwortet werden Fragen
wie »Wie komme ich am Seil rauf und runter? Wie kann
ich über Kanten klettern? Wie kann ich zwischen zwei
Seilstrecken hin- und herwechseln?«. Der Fokus liegt
auf vertikalen Techniken. In Level 2 geht es vermehrt
Sämtliche Ausrüstung –
Gurte, Karabiner, Sicherheitsgeräte
– müssen
bei Bedarf, z. B. bei
großer Hitze, mindestens
jedoch einmal jährlich
überprüft werden.
Arbeiten in schwindelerregenden
Höhen: Was dem unbeteiligten
Zuschauer schlotternde Knie
verursacht, ist für Industriekletterer
schlichtweg Alltag.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Gut zu
wissen
Personen, die am Seil hängend
arbeiten, müssen hierfür
geeignet und für die Tätigkeit
ausgebildet und unterwiesen
sein. Die Ausbildung zum
Industriekletterer gliedert sich
in drei Level.
um horizontale Techniken, z. B. Bewegungen unter
Decken oder Stahlträgern von links nach rechts oder
von vorne nach hinten. Die Rettungstechniken werden
ebenfalls komplexer. Level 3 beschreibt dann den »aufsichtsführenden
Höhenarbeiter«: Er ist verantwortlich für
die Planung und Sicherheit auf der Baustelle. Hierfür
benötigt es einige Jahre Erfahrung am Seil.
bauSICHERHEIT: Wo werden Industriekletterer
in der Regel eingesetzt? Haben Sie hier ein
paar Beispiele für Aufgaben, die Industriekletterer
übernehmen?
Florian König: Eigentlich können Industriekletterer
(fast) alles, was in der Höhe von einem Hubsteiger
oder Gerüst aus durchgeführt wird. Der Vorteil ist,
dass der Aufwand, der zum Erreichen der Arbeitsposition
notwendig ist, sehr gering sein kann. Man
wird keine ganze Hochhausfassade am Seil hängend
streichen; aber bei kleineren Reparaturarbeiten hat
die Technik viele Vorteile. Klassische Einsatzgebiete
sind natürlich Glasreinigungen, Fassadenreparaturen
oder Begutachtungen von Bauwerken. Daneben gibt
es ganze Branchen, die von den Kletterern sozusagen
abhängen, allen voran die Windenergie.
stürzen die Leute eher von der Leiter, obwohl das
weitläufig als nicht so gefährlich angesehen wird.
Peter Biegel: Gefahren gibt es natürlich trotzdem,
z. B. die Witterung – im Sommer ist es die Hitze, im
Winter die Kälte. Industriekletterer können nicht »mal
eben schnell« ihren Arbeitsplatz verlassen, um sich
im Schatten abzukühlen oder sich bei kalten Temperaturen
aufzuwärmen. Durch längeres Arbeiten im
Gurt befindet sich der Körper in einer Zwangshaltung
was nicht wirklich der Ergonomie entspricht. Bauch
und Rumpfmuskulatur ermüden schneller als bei
normalen Arbeitem. Alle möglichen Risiken die durch
die Anwendung der SZP entstehen, müssen in einer
Gefährdungsermittlung betrachtet werden. Daraus
entsteht die Einsatzplanung, die die Schutzmaßnahmen
festlegt. Für scharfe Kanten, die z. B. ein Seil abtrennen
können, wird ein Seilschutz gelegt.
Florian König: Mit Blick auf die Seiltechnik selbst, ist es
vor allem wichtig, die Sicherheitsstandards einzuhalten,
mögliche Gefährdungen vorherzusehen, entsprechende
Schutzmaßnahmen einzusetzen und sich dabei nicht zu
überschätzen – und auch mal »nein« sagen zu können.
Ich denke, so eine Sicherheitskultur ist in der Branche
schon gut etabliert. Ich selbst kenne nur wenige risikofreudige
Draufgänger in dem Job.
bauSICHERHEIT: Grundsätzlich gilt der Beruf des
Industriekletterers als gefährlich: Welche typischen
Gefahren begegnen Industriekletterern im Alltag
und was sind die aus Ihrer Sicht größten Risiken?
Florian König: Die Seilzugangs- und Positionierungstechnik
wird insgesamt als sicheres Arbeitsverfahren
angesehen. Die Sache dabei ist, dass das gefühlte
Risiko eher hoch ist - auch beim Zuschauen. Immerhin
haben wir Menschen eine natürliche Furcht vor der
Höhe. Das tatsächliche Risiko ist aber vergleichsweise
gering. Wenn man Absturzunfälle betrachtet, dann gilt
Seiltechnik als eine der weltweit sichersten Möglichkeiten
für den Zugang in die Höhe. Bei Bauarbeiten
bauSICHERHEIT: Wenn wir die Unfälle im Detail
betrachten: Was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten
Ursachen? Haben wir es eher mit menschlichen
oder technischen Fehlern zu tun?
Florian König: Technische Fehler in dem Sinne, dass
unsere Ausrüstung versagt, kommen so gut wie gar nicht
vor. Das Material ist ja nicht nur genormt und zertifiziert,
sondern muss auch regelmäßig überprüft werden. Da
haben wir eine sehr hohe Sicherheitsmarge. Es gilt, mögliche
Gefahrenstellen zu erkennen und die Ausrüstung
vor Schnitten, mechanischer Belastung, chemischen
Einflüssen oder Hitze zu schützen.
Grundsätzlich sehen
sich Industriekletterer
als Handwerker, die
in der Höhe arbeiten.
24 | März 2026
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Peter Biegel: Herabfallendes Material stellt da das
viel größere Risiko dar. Es kann auch vorkommen, dass
man sich an scharfen Kanten verletzt oder diese die
Seile beschädigen. Grundsätzlich ist man aber immer
doppelt gesichert – komplette Abstürze passieren so
gut wie gar nicht. Die Absturzunfälle, die bekannt sind,
wurden oft durch falsche Technik ausgelöst und sind
oft lange her, zumindest in Deutschland. Daher kann
man den Faktor Mensch als »Risiko« betrachten, wenn
man möchte – aber das ist ja in allen Berufen der Fall.
bauSICHERHEIT: Eine Technikfrage: Welche
Sicherheitsmaßnahmen (PSA etc.) sind bei Industriekletterern
generell im Einsatz und aus Ihrer Sicht
zudem unverzichtbar, um Unfälle zu vermeiden?
Florian König: Grundsätzlich arbeiten Industriekletterer
an zwei Seilen. Eines dient der Fortbewegung, das andere
zusätzlich der Sicherung. Die eingesetzten Systeme
sind sehr fehlertolerant. Das bedeutet, dass ein kleines
Missgeschick oder ein falscher Handgriff nicht gleich
gefährliche Konsequenzen haben darf. Das funktioniert
natürlich nur, wenn man gewissenhaft arbeitet, keine
Abkürzungen nimmt und nicht denkt, »das mache ich
jetzt mal schnell anders«.
Peter Biegel: Die redundante Sicherung ist der wichtigste
Faktor. Außerdem muss der Sicherungspunkt
mindestens 1 t halten. Sämtliche Ausrüstung – Gurte,
Karabiner, Sicherheitsgeräte – müssen bei Bedarf, z. B.
bei Kontakt mit Chemikalien, mindestens jedoch einmal
jährlich überprüft werden.
bauSICHERHEIT: Interessieren würde mich, ob
Sie in Ihrem Berufsleben bereits selbst von Unfällen
betroffen waren oder Personen kennen, die
Verletzungen erlitten haben.
Umfeld kenne ich aber niemanden, der schwerwiegende
Verletzungen davongetragen hat. Wenn ein Unfall passiert,
ist es meiner Meinung nach am wichtigsten, herauszufinden,
was passiert ist und wieso es passiert ist – nur
so kann man für die Zukunft daraus lernen.
bauSICHERHEIT: Zum Thema Selbstüberschätzung:
Stimmt es denn, dass gerade erfahrene
Industriekletterer, die diesen Job seit Jahrzehnten
ausüben, unvorsichtiger werden?
Gerade Sätze wie »Ich weiß, was ich tue«
oder »So habe ich das immer schon gemacht«
suggerieren ein Nachlassen der
Wachsamkeit. Würden Sie zustimmen, dass
daraus leichtfertiges Handeln entsteht?
Peter Biegel: Je länger irgendwo gearbeitet
wird, desto mehr verliert der Mensch das Bewusstsein
für Gefahr. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang
und trifft nicht nur auf Industriekletterer zu. Schleichende
Routine kann zu erhöhten Risiken führen, das stimmt.
Florian König: Natürlich können aus einer falschen
Selbsteinschätzung heraus gefährliche Handlungen
entstehen. Das ist aber zunächst einmal unabhängig
der persönlichen Erfahrung. Wir unterliegen als
Menschen in allen Lebensbereichen systematischer
Wahrnehmungsfehler, sonst würden sich nicht 90 Prozent
der Autofahrer als besser als der Durchschnitt
einstufen. Dass dies bei erfahrenen Industriekletterern
besonders ausgeprägt ist und zu Problemen führt,
glaube ich persönlich nicht. Immerhin wissen wenig
erfahrene Personen oft nicht, was sie nicht wissen
- was ebenso kritisch sein kann. Wichtig ist, solchen
menschlichen Faktoren mit einer guten Planung zu
begegnen, negative Gruppendynamiken und Stress
zu erkennen und sich einzugestehen, dass man selbst
nicht vor Fehlentscheidungen gefeit ist. JVB
600 000
HÖHENARBEITER
Weltweit sind über
600 000 Höhenarbeiter
gemeldet.
Florian König: Wir selbst hatten bisher zum Glück noch
keinen Unfall oder nennenswerte Verletzungen bei der
Arbeit. Natürlich hört man, auch durch die Verbandsarbeit,
immer mal wieder, dass jemand zu Schaden kam. Das
kommt aber tatsächlich sehr selten vor. Der internationale
Industriekletterverband IRATA führt eine Unfallstatistik.
Über 600 000 gemeldeten Höhenarbeitern weltweit und
über 30 Mio. aufgezeichneter Arbeitsstunden stehen
etwa zwei tödliche Arbeitsunfälle pro Jahr gegenüber.
Wobei sich nicht alle auf die Seiltechnik zurückführen
lassen. Nüchtern betrachtet müsste man dies mit durchschnittlich
knapp zehn tödlichen Stürzen von einer Leiter
pro Jahr alleine in Deutschland vergleichen.
Peter Biegel: 2017 ist in Doha, Quatar, ein Industriekletterer
verunglückt. Unfallursächlich war damals eine
unglückliche Verkettung von Ereignissen, die in einer
übergeordneten Betrachtung hätten vermieden werden
können. Ich selbst war nach dem Unfall vor Ort, um das
ausführende Unternehmen mit Risikobewertungen und der
Erstellung von Einsatzplänen zu unterstützen. Im näheren
Industriekletterer
arbeiten immer an zwei
Seilen. Eines dient der
Fortbewegung, das
andere zusätzlich der
Sicherung.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Die Produkte aus dem modularen
Steigtechnik-Konzept der Munk
Günzburger Steigtechnik lassen sich
bei Bedarf flexibel erweitern.
Neuheiten im
Steigtechnik-Ratgeber vorgestellt
MUNK (2)
UNTERNEHMEN
Die Munk Günzburger Steigtechnik
repräsentiert den Geschäftsbereich
Steigtechnik innerhalb des
Familienunternehmens Munk Group
mit Sitz in Günzburg. Das Unternehmen
wird in mittlerweile vierter
und fünfter Generation von der
Familie Munk geführt. Die Munk
Günzburger Steigtechnik zählt
zu den führenden Anbietern von
Steigtechnik aller Art. Ihr Standardsortiment
umfasst über 2 500 Produkte
und reicht von Leitern für
den gewerblichen, öffentlichen und
privaten Gebrauch über Rollgerüste,
Podeste, Treppen und Überstiege
bis hin zu maßgefertigten Sonderkonstruktionen.
Die Montageplattform lässt
sich werkzeuglos auf- und
abbauen und kann auch als
Transportwagen für Werkzeug
und Material genutzt werden.
[ MUNK ] Sicherheit ist die Mission der Munk Günzburger Steigtechnik. In diesem Sinne
präsentiert das Unternehmen seine Neuheiten im neuen Steigtechnik-Ratgeber 2026:
Auf 460 Seiten informiert das Handbuch detailliert über die Innovationen und Klassiker
im Seriensortiment, das über 2 500 Produkte umfasst.
Zu den Neuheiten im Produktprogramm der Munk
Günzburger Steigtechnik zählt im Jahr 2026 eine
neue fahrbare Montageplattform, die das Arbeiten in
niedrigen Höhen »so angenehm und effizient wie nie
zuvor« machen soll. Das modulare System lässt sich
werkzeuglos auf- und abbauen und kann auch als
Transportwagen für Werkzeug und Material genutzt
werden. Ebenfalls neu im Produktprogramm ist eine
neue Version der Stufen-Einhängeleiter für Lkw. Sie
ermöglicht beim Be- und Entladen nicht nur einen
schnellen und einfachen Zugang zur Ladefläche, sondern
lässt sich auch leicht verstauen. An einem Lkw mit
Seitenbordwand kann die Leiter mit Haken direkt an
die Bordwand eingehängt werden und steht dadurch
besonders stabil.
Der neue »FlexxTower SG ergo«
Auch das Sortiment der Rollgerüste hat ein Upgrade
erhalten: Die Munk Günzburger Steigtechnik bietet ihr
Ein-Personen-Rollgerüst »FlexxTower SG« nun auch in
der Variante »ergo« an – mit integrierter 1,20 m langer
»Ergo«-Plattform, die bis zu 40 Prozent leichter ist als
herkömmliche Plattformen.
Weitere Neuheiten im Steigtechnik-Ratgeber 2026
sind eine Zweiholm-Mastleiter für sicheres Arbeiten an
Strom-, Telekommunikations-, Antennenmasten, eine
Wartungsplattform fürs Arbeiten in und an Gleisgruben
sowie ein stabiler und handlicher Haushalts-Klapptritt.
Er dient als praktischer Helfer im Büro, in der Werkstatt
oder im Privathaushalt.
Modulare Steigtechnik im Fokus
Gerade für Handwerker, Hausmeister oder Servicetechniker
ist das Kapitel »Modulare Steigtechnik«
lesenswert. Hier hat Munk sämtliche Produkte zusammengefasst,
die sich bei Bedarf flexibel nutzen
oder erweitern lassen und dann wieder platzsparend
zerlegen und transportieren lassen – komplett werkzeuglos.
Das gilt für die steckbaren Stufen-Stehleitern
sowie Plattformleitern genauso wie für die
Ein-Personen-Gerüste der »FlexxTower«-Reihe oder
den »ML«-Klapptritt, der sich zur Arbeitsplattform
erweitern lässt.
Große Bandbreite an Zubehör
Mit dem richtigen Zubehör lassen sich die Effizienz,
Sicherheit und Flexibilität im Arbeitsalltag erhöhen.
Das gilt vor allem für Produkte wie den flexiblen
Leiterschuh »Nivello«, der für einen sicheren Stand
auf jedem Untergrund sorgt, Leiterkopfsicherungen
für einen festen Halt von Anfang an oder auch das
Rollensortiment der Munk Günzburger Steigtechnik.
Damit lassen sich Leitern, Tritte oder Podeste ergonomisch
und kraftsparend transportieren. Für ein
Plus an Sicherheit beim Auf- und Abstieg sorgen
Handläufe, Geländer, Sicherungstüren oder Ausstiegsholme,
das Gleiche gilt für die rutschhemmenden
»clip-step«-Trittauflagen für Stufenleitern, die sich
auch nachrüsten lassen.
Schnell zur eigenen Konfiguration
Über QR-Codes und Links gelangen Anwender darüber
hinaus schnell und unkompliziert zu den Online-Konfiguratoren
der Munk Günzburger Steigtechnik. Hier lassen
sich mit wenigen Klicks Steigleitern, Treppen (mit und
ohne Plattform), Überstiege und ab sofort auch Dachüberstiege
individuell zusammenstellen. Außerdem lässt
sich auch das umfassende Weiterbildungsprogramm der
Munk Günzburger Steigtechnik über einen QR-Code
im Ratgeber 2026 erreichen. Neben Präsenzseminaren
und der Möglichkeit von Inhouse-Schulungen bietet
das Unternehmen das Seminar »Leitern und Tritte« ab
sofort auch als Online-Seminar an und ermöglicht so
eine flexiblere Planung.
26 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Zwei in eins: Heben und
sicher in der Höhe arbeiten
KUNZE
[ KUNZE ] Wer im Dach- oder Holzbau arbeitet, weiß: Auf der Baustelle zählt jede Minute
und jedes Gerät muss zuverlässig funktionieren. Genau dafür wurde der »BG Lift M250«
gebaut. Dieser kompakte Minikran hebt nicht nur Lasten bis 2,5 t, sondern übernimmt auch
Personenarbeiten mit zugelassenem Arbeitskorb. Damit spart man sich oft eine zusätzliche
Arbeitsbühne und die Abläufe können deutlich gestrafft werden.
Mit 16 m Hakenhöhe und 13 m Reichweite bringt
der »M250« genug Reserven mit, um schwere
Bauteile präzise zu setzen. Außerdem besteht die Möglichkeit,
bei kompletter Abstützung einen Arbeitskorb
einzuhängen. So lassen sich Tätigkeiten in der Höhe,
z. B. Montieren, Verschrauben oder Anschließen, sicher
durchführen.
Technisch bringt der »M250« alles mit, was auf engen
oder anspruchsvollen Baustellen zählt: ein verstellbares
Fahrwerk, robuste Gummiketten, einen 18,5-kW-Kubota-Diesel-
oder Hybrid- bzw. vollelektrischen Antrieb,
sechsfach verstellbare Abstützungen mit Automatik,
Endlosdrehung und einen präzisen Teleskoparm mit
Kettenhubverdoppelung. Die »Scanreco«-Funkfernsteuerung
mit Display sorgt für volle Kontrolle über alle
Bewegungen. Punkten kann der »M250« außerdem mit
seinen kompakten Maßen: Bei einer Breite von 0,78 m
und einer Länge von 3,24 m bringt der Kran ein Gewicht
von rund 2,4 t auf die Waage. So eignet er sich optimal
für innerstädtische Baustellen, schmale Zufahrten und
enge Dachflächen.
Ein Beispiel aus der Praxis
Im Einsatz zeigt sich die Flexibilität des »M250« besonders
deutlich: Beim Aufrichten eines Dachstuhls hebt der
Minikran zunächst die Bauteile ein, anschließend erledigt
man im Arbeitskorb die Feinarbeiten. Bei Sanierungen
lassen sich alte Elemente abnehmen, neue einheben
und sofort montieren. Auch beim Fassaden- oder
Holzelementbau kombiniert man Lastenhandling und
Personenarbeit in einem durchgängigen Arbeitsablauf.
Gerade im Holz- und Dachbau könne der »M250« seine
Stärken voll ausspielen. Das Ergebnis: mehr Tempo auf
der Baustelle, weniger Geräte, weniger Aufwand.
Der Minikran »M250« lässt
sich zur Raupenbühne umfunktionieren,
indem bei kompletter
Abstützung ein zugelassener
Arbeitskorb eingehängt wird.
13
METER
Der »M250« bietet eine
Reichweite von 13 m.
Ausbildung
zum
Höhenretter
Die AST
Arbeitssicherheit lehrt
bei der Ausbildung
»Spezielles Retten in
Höhen und Tiefen«,
wie man verletzte oder
erkrankte Personen aus
schwer zugänglichen
Bereichen retten kann.
AST
[ AST ] Es passiert auf Kranen,
Steigleitern oder an Fensterfassaden.
Unfallorte gibt es auf einem großen
Fabrikgelände oder einer Baustelle
in den höchsten Höhen oder in
tiefen Aufzugsschächten, Behältern
und Kellern. Wenn Leitern und die
Kameradenrettung mit Persönlicher
Schutzausrüstung gegen Absturz an
ihre Grenzen kommen, dann ist das
ein Fall für eine Höhenrettungsgruppe,
die weiß, dass schnelle Hilfe oftmals
lebensrettend sein kann.
Hängt der Verletzte z. B. im Auffanggurt seiner
Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) fest,
kann bereits nach wenigen Minuten ein Hängetrauma
eintreten. Nun gilt: zügig vorgehen, aber
nicht panisch werden. »Man muss als Höhenretter
schnell sein, aber muss in Höhe und Tiefe immer
auch Ruhe bewahren und Sicherheit vermitteln«,
so Matthias Müller, Leiter der AST Safety Academy,
die eine Schulung »Spezielles Retten in
Höhen und Tiefen«, kurz SRHT, bei einem großen
deutschen Pharmaunternehmen durchgeführt
hat. Auf dem Programm des 80-stündigen
Lehrgangs, der auf den empfohlenen Standards
der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufs-
feuerwehren AGBF 2019 basiert, standen
u. a. Knoten-, Geräte-, Material- und Seilkunde,
Rettungsvarianten, Sicherungstechniken und die
exakten Handlungsabläufe der SRHT. Gehen
diese durch regelmäßiges Training in Fleisch
und Blut über, ist die Höhenrettungsgruppe in
der Lage, mithilfe von spezieller Seiltechnik den
Zugang zu einer verunfallten oder erkrankten
Person herzustellen und die medizinische Versorgung
bis zu einem geschützten Platz am
Boden zu übernehmen.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
März 2026 | 27
Arbeitsplattformen und Services
für sicheren Höhenzugang
[ KRAUSE ] Ob im Produktionsbereich, in der Werkstatt, auf dem Betriebshof
oder im privaten Umfeld: Wer in der Höhe arbeitet, benötigt einen sicheren
und stabilen Zugang. Krause bietet hierfür ein breites Spektrum an
Steigtechnik und Zugangslösungen an. Neben Leitern, Tritten, Fahrgerüsten
und ortsfesten Steigleitern stehen Lösungen im Fokus, die typische Risiken
im Alltag reduzieren sollen, etwa rutschige Umgebungen, wechselnde
Arbeitshöhen oder wiederkehrende Wartungsarbeiten. Das Angebot wird
durch Qualifizierungsmaßnahmen, Prüfdienstleistungen und digitale
Unterstützung bei Dokumentation und Terminorganisation ergänzt.
Die höhenverstellbare, fahrbare Arbeitsplattform aus dem Standard-
Programm ist für Arbeiten gedacht, bei denen Beschäftigte über
längere Zeit sicher in einer definierten Höhe arbeiten müssen und dabei
sowohl Bewegungsraum als auch eine Absturzsicherung benötigen. Typische
Anwendungen sind Wartungs-, Service- und Inspektionsarbeiten an
großflächigen oder hoch bauenden Objekten wie Fahrzeugen, Maschinen
und Anlagen in der Industrie sowie technischen Einrichtungen in Hallen.
Die Plattform wird auch in Bereichen eingesetzt, die regelmäßig erreicht
werden müssen, ohne dass ein Gerüst aufgebaut werden soll. In der Praxis
geht es dabei häufig um wiederkehrende Tätigkeiten wie Prüfungen, Einstellungen,
Montage- und Nachrüstarbeiten oder Reinigungs- und Instandhaltungsaufgaben,
für die eine Leiter keine ausreichende Arbeitsfläche
bietet, bei denen aber eine schnelle, flexible Positionierung erforderlich ist.
Die Plattformhöhe lässt sich zentral über eine Zahnstange mit Handkurbel
oder alternativ mit dem Akkuschrauber einstellen. Damit kann das
Arbeitsniveau an unterschiedliche Situationen angepasst werden, ohne dass
zusätzliche Auf- oder Umbauten erforderlich sind. Spindelfüße gleichen Unebenheiten
aus, und Rollen mit Feststellbremsen sorgen für eine definierte
Positionierung. Ein gummierter Anprallschutz reduziert Beschädigungen
beim Rangieren. Die obere Arbeitsfläche ist mit einem rutschhemmenden,
gerieften Aluminiumbelag ausgestattet, die untere Ebene mit einem Warzenblech.
Der Aufstieg erfolgt über eine seitlich geführte Schlepptreppe mit
gerieften Treppenstufen. Oben erweitert ein klappbarer Geländerkorb die
nutzbare Fläche, und die Geländer rasten beim Ausklappen automatisch
ein. Je nach Einsatzumgebung sind Ausführungen mit einseitigem oder
beidseitigem Geländerkorb erhältlich.
Für nasse und
verschmutzte Einsatzbereiche
Kurzarbeiten in moderaten Höhen gehören zu den häufigsten, aber auch
zu den am meisten unterschätzten Risikosituationen. In Werkstätten,
Produktionsbereichen sowie bei Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten
können Feuchtigkeit, Reinigungsmittel oder ölhaltige Rückstände die
Rutschgefahr erheblich steigern. Für diese Bedingungen bietet Krause
Die Stufen-Anlegeleiter mit
R13-Rutschhemmung verfügt
über tief profilierte Aluminiumstufen,
deren Struktur sich mit
der Schuhsohle verzahnt.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
KRAUSE (2)
Die höhenverstellbare, fahrbare Arbeitsplattform
ist für Arbeiten gedacht, bei denen
Beschäftigte über längere Zeit sicher in einer
definierten Höhe arbeiten müssen.
zwei Lösungen, die konsequent auf Trittsicherheit ausgelegt sind: den
mobilen Montagetritt mit Gitterroststufen und die Stufen-Anlegeleiter
mit R13-Rutschhemmung.
Der mobile Montagetritt ist für flexible Einsätze ausgelegt, bei denen
schnell zwischen Arbeitsorten gewechselt wird. Seine rutschhemmenden
Gitterroststufen bieten hohe Trittsicherheit, auch bei nassen oder verschmutzten
Oberflächen. Dank integrierter Fahrrollen ist er mobil einsetzbar
und in Varianten mit drei, vier oder fünf Stufen verfügbar.
Die Stufen-Anlegeleiter mit R13-Rutschhemmung ist für Einsatzbereiche
geeignet, in denen der Auf- und Abstieg auf einer Anlegeleiter unter
anspruchsvollen Bedingungen stattfinden muss, z. B. bei Feuchtigkeit,
Reinigungsmittelresten, Staub oder leichten öligen Verschmutzungen.
»R13« steht dabei für eine sehr hohe Rutschhemmung. Diese wird über
tief profilierte Aluminiumstufen erreicht, deren Struktur sich mit der Schuhsohle
verzahnt und Flüssigkeiten seitlich ableitet. Auf aufgesetzte Auflagen
oder Einsätze, die altern, sich lösen oder in ihren Reibwerten schwanken
können, wird verzichtet.
Prüfung und
Dokumentation aus einer Hand
Der Prüfdienst »Krause Inspect« umfasst eine systematische Prüfung
nach den jeweiligen Vorgaben sowie eine belastbare Dokumentation,
die im Alltag verfügbar ist – etwa für interne Kontrollen oder Audits.
Dies ist insbesondere dann relevant, wenn viele Arbeitsmittel im Umlauf
sind, mehrere Standorte betreut werden oder Prüfaufgaben zeitlich
gebündelt werden müssen. Ergänzend kann die digitale Arbeitsmittelprüfung
von Wosatec zur Organisation von Prüfungen und Nachweisen
Gut zu
wissen
Neben Serienprodukten
realisiert Krause auch
kundenspezifische
Sonderlösungen, wenn
Standardmaße oder typische
Bauformen nicht ausreichen.
genutzt werden. Arbeitsmittel werden
per QR-Code identifiziert, Prüfungen
anhand von Checklisten durchgeführt,
Protokolle digital erstellt und gespeichert
und es erfolgt eine automatische
Erinnerung an Prüfintervalle. Die
meisten Krause-Produkte sind ab
Werk bereits mit dem entsprechenden
QR-Code-Label ausgestattet und
können somit direkt in die digitale
Verwaltung übernommen werden.
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
März 2026 | 29
Die fachgerechte Inaugenscheinnahme
erfordert fundiertes Wissen über Statik,
rechtliche Grundlagen und die aktuelle
TRBS 2121.
CHAT GPT
Schulung zur
»Befähigten Person«
zur Prüfung von Gerüsten
[ MORAVIA ] Ein Gerüst steht – die Arbeit soll beginnen. Doch wer hat
wirklich geprüft, ob alle Verankerungen sitzen, die Beläge korrekt liegen und
die Nutzung zulässig ist? Auf vielen Baustellen wird diese Verantwortung
unterschätzt. Dabei können bereits kleine Mängel schwere Unfälle,
Baustopps oder empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.
Zunächst gilt es, klar zu unterscheiden: Während
die tägliche Inaugenscheinnahme vor
Benutzung durch eine verantwortliche Person
oder direkt durch den jeweiligen Benutzer erfolgen
kann, sind die Anforderungen an die
regelmäßige Kontrolle strenger. Die formelle
Prüfung des Gerüsts, insbesondere nach längeren
Arbeitsunterbrechungen oder bei besonderen
Witterungsverhältnissen, muss gemäß DGUV
mindestens alle sieben Tage durch eine »befähigte
Person« erfolgen. Spätestens bei einer
Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht oder nach
einem Unfall wird deutlich: Wer ein Gerüst nutzt,
trägt Verantwortung. Fehlt der Nachweis einer
regelmäßigen Prüfung durch eine »befähigte
Person«, drohen nicht nur Bußgelder, sondern
auch der Verlust des Versicherungsschutzes – mit
persönlichen Konsequenzen für Unternehmer und
Verantwortliche. Eine neue Schulung der Moravia
Akademie macht fit für diese verantwortungsvolle
Aufgabe.
30 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Steig- und
GerüstSysteme
World`s
deepest step!
135 mm
Die neuen
ProfiTritte
Die neuen robusten
Doppel-KlappTritte mit großer
oberer Standfläche wurden für
professionelle Einsatzzwecke entwickelt und
sind für extreme Beanspruchungen bis zu einer
maximalen Belastung von 225 kg ausgelegt.
STABILO ®
Professional
Doppel-KlappTritt 135 XL
MORAVIA
Die formelle Prüfung des Gerüsts muss gemäß DGUV mindestens
alle sieben Tage durch eine »befähigte Person« erfolgen.
+ Standfläche:
600 x 300 mm
+ Stufentiefe: 135 mm
+ Belastbarkeit: 225 kg
Rechtliche Grundlagen
Die fachgerechte Inaugenscheinnahme ist weit
mehr als ein flüchtiger Blick nach oben. Sie erfordert
fundiertes Wissen über Statik, rechtliche
Grundlagen und die aktuelle TRBS 2121. Ob
im Hochbau, Dachdeckerhandwerk, Malereibetrieb
oder als Architekt – wer ein Gerüst
betritt, muss sicherstellen, dass es für den
vorgesehenen Zweck geeignet und technisch
einwandfrei ist. Die Schulung der Moravia
Akademie qualifiziert Teilnehmer gezielt für
die rechtssichere Inaugenscheinnahme von
Gerüsten. Sie erkennen sicherheitsrelevante
Mängel, beurteilen die Eignung eines Gerüsts
für den jeweiligen Einsatz und dokumentieren
ihre Prüfungen so, dass sie im Ernstfall Bestand
haben. Mit einem Zertifikat dokumentieren
Teilnehmer ihre Fachkenntnis rechtssicher
gegenüber der Gewerbeaufsicht.
cherheitsverordnung genauer beleuchtet. Auch
die Technischen Regeln für Betriebssicherheit
sowie die DGUV-Schriften spielen eine Rolle.
Ebenso wird die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung
mit Schwerpunkt auf die Ermittlung
von Absturzgefährdungen und Schutzmaßnahmen
vermittelt. Teilnehmer beschäftigen
sich außerdem mit der Eignungsprüfung: Hier
geht es um die Überprüfung von Belägen,
Geländern, Zwischenholen und Bordbrettern.
Der letzte Themenblock umfasst schließlich die
Dokumentation, also das rechtssichere Führen
von Checklisten und die Protokollierung der
Ergebnisse. Nach erfolgreichem Abschluss
erhalten alle Teilnehmer eine Schulungsbescheinigung
für die »Befähigte Person«. Dieser
Qualifikationsnachweis ist die Kompetenz zur
fachgerechten Prüfung gemäß TRBS 2121.
STABILO ®
Professional
World`s
deepest step!
Doppel-KlappTritt 135
+ Standfläche:
420 x 300 mm
+ Stufentiefe: 135 mm
+ Belastbarkeit: 225 kg
World`s
225
KG
deepest step!
Umfassende Inhalte
Wer Gerüste nutzt, sollte sich nicht auf Routine
verlassen. Eine qualifizierte Inaugenscheinnahme
schützt Mitarbeiter, Unternehmen und
Verantwortliche gleichermaßen. Hier leistet
das Seminar der Moravia Akademie einen
entscheidenden Beitrag. Zunächst einmal geht
es inhaltlich um die Rechtsgrundlagen. Hier
werden geltende Gesetze und Regelungen wie
das Arbeitsschutzgesetz oder die Betriebssi-
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
...kurz
und
knapp...
Die neue Schulung der Moravia Akademie
bietet eine umfassende Ausbildung im
Bereich Gerüstkontrolle. Die Teilnehmer
erhalten fundiertes Fachwissen sowie
die Fähigkeit zur Kontrolle und deren
Dokumentation an Gerüsten.
STABILO ®
Professional
Doppel-KlappTritt 80
+ Standfläche: 420 x 300 mm
+ Stufentiefe: 80 mm
KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG
www.krause-systems.de/bs März 2026 | 31
Die Anlagen sind für
zwei Personen und
Material mit einer
Tragfähigkeit von
250 kg ausgelegt.
Maßgeschneiderte Lösung
für neue Rheinbrücke Leverkusen
In jeder Pylonseite überwindet
ein unterer Lift
35 m, ein oberer weitere
25 m. Auf 35 m Höhe befindet
sich ein Umstieg.
HAILO (2)
[ HAILO ] Sicherheit, Ergonomie
und Effizienz: Darauf achtete Hailo
Professional bei seinem Beitrag zum
Bau der Rheinbrücke Leverkusen.
Nachdem die alte Brücke dem
Verkehrsaufkommen nicht mehr
gewachsen war, begannen im Jahr
2017 die Arbeiten an der neuen
Rheinüberquerung, zu der Hailo acht
individuell angepasste Service-Lifte
beigesteuert hat. Sie ermöglichen den
sicheren, ergonomischen Zugang zu
den rund 80 m hohen, 17 ° geneigten
Pylonen und sind damit zentraler
Bestandteil des Wartungs- und
Sicherheitskonzepts der Brücke.
Zum Einsatz kommen acht Service-Lifte des
Typs »TopLift HP-L2«, jeweils vier Stück pro
Pylon. Aufgrund der sich verjüngenden Bauform
wurde ein zweistufiges Konzept realisiert: In jeder
Pylonseite überwindet ein unterer Lift 35 m, ein
oberer weitere 25 m. Auf 35 m Höhe befindet
sich ein Umstieg. Die Anlagen sind für zwei
Personen und Material mit einer Tragfähigkeit
von 250 kg ausgelegt. Die Besonderheit: Die
Pylone verlaufen dauerhaft in einem Winkel von
17 °. »Das bedeutet, dass sämtliche Führungen,
Seile, Halterungen und Kabelführungen speziell
angepasst und getestet werden mussten«, erläutert
Sascha Rübsamen, Leiter Konstruktion
bei Hailo. Während die technische Basis auf
einem bewährten System beruht, wurde die
Lösung für diese besondere Geometrie umfassend
individualisiert. Neben modernster
Steuerungs- und Überwachungstechnik umfasst
das Konzept eine parallele Fluchtleiter mit
Steigschutzsystem. Die geschlossenen Kabinen
verfügen über eine kontrollierte Fahrtüberwachung,
überwachte Türverriegelungen sowie
Notausstiegsmöglichkeiten.
Sicherheit und Effizienz
im Wartungsalltag
Für Hailo steht dabei nicht nur die technische
Machbarkeit im Fokus, sondern vor allem die
Sicherheit der Wartungsteams. »Moderne Instandhaltung
ist weit mehr als ein Mensch mit
Werkzeug und Leiter«, betont Frank Frey, Geschäftsbereichsleiter
Hailo Professional. »Ein
Service-Lift ermöglicht es, in wenigen Minuten
ausgeruht und mit Material in 80 m Höhe zu
sein. Das reduziert Unfallrisiken erheblich und
steigert zugleich die Effizienz.«
Die Anlagen können im Hol- und Sendebetrieb
genutzt und ferngesteuert werden. Damit
lassen sich Materialtransporte und Wartungsabläufe
flexibel organisieren – ein deutlicher
Mehrwert gegenüber rein leiterbasierten Zugangslösungen.
Auch die Installation stellte
hohe Anforderungen an Planung und Logistik.
Komponenten mussten über enge Zufahrten
transportiert und teilweise per Kran über einen
Radweg eingebracht werden. Hochwasserereignisse
erschwerten zusätzlich die Zwischenlagerung.
Durch eine weitgehende Vormontage
der Systeme am Standort Haiger konnte die
Montagezeit dennoch auf rund acht Wochen
begrenzt werden.
DER SPEZIALIST FÜR
ABSTURZSICHERUNGEN
Sichern Sie sich jetzt Ihre
Teilnahme an folgenden
Schulungen:
Jetzt
Schulung
buchen!
• Fachmonteur
• Sachkundelehrgang
für PSAgA
• PSAgA-Unterweisung
32 | März 2026
www.lux-top.com
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
Rechtssicherheit mit
dem »Dach-Pflichten-Check«
[ ABS SAFETY ] Mit dem neuen »Dach-Pflichten-Check« bietet ABS Safety als
erster Hersteller von Absturzsicherungen ein umfassendes Service-Paket,
das Gebäudebetreibern optimale Rechtssicherheit für ihr Dach verschafft. Das
innovative Konzept geht dabei über die reine Wartung von Sicherungssystemen
hinaus: Es bündelt Wartung, Dokumentation, individuelle Sicherheitskonzepte und
Betreiberunterstützung in einem modularen Gesamtpaket.
Gebäudebetreiber stehen in der Verantwortung,
die Sicherheit von Personen auf dem
Dach dauerhaft zu gewährleisten. Zu den Betreiberpflichten
gehören neben der Wartung und
Instandhaltung der Dachfläche selbst auch die
Pflege und Überprüfung von technischer Gebäudeausstattung
und sicherheitstechnischer
Anlagen sowie zahlreiche weitere gesetzliche
Betreiberpflichten dazu – von Gefährdungsbeurteilungen
über Sicherheitskonzepte bis hin zur
Durchführung von Wirksamkeitskontrollen. Das
neue Servicepaket soll Betreibern helfen, ihre
Pflichten nicht nur zu erfüllen, sondern sie auch
lückenlos nachweisen zu können. »Viele wissen
gar nicht, dass Wartung allein nicht ausreicht, um
rechtlich auf der sicheren Seite zu sein«, erklärt
Stefan Beckers, Geschäftsführer von ABS Safety.
»Als Experte für Absturzsicherungen und Sicherheit
ABS SAFETY
auf dem Dach haben wir das nötige Know-how,
hierbei zu unterstützen und unseren Kunden ein
gutes Gefühl von Sicherheit zu geben.«
Drei Service-Pakete
Der »Dach-Pflichten-Check« ist in drei Leistungsstufen
erhältlich – »Minimal«, »Pflicht erfüllt«
und »Premium« – und bietet damit für jede Gebäudesituation
die passende Lösung: »Minimal«
umfasst die Basis-Wartung aller Schutzsysteme
und PSA vor Ort inklusive Erinnerungsservice.
Der Betreiber kümmert sich selbst um die Einhaltung
und Erfüllung seiner restlichen Pflichten.
Die Stufe »Pflicht erfüllt« geht einen Schritt
weiter und bietet zusätzlich zur Wartung von Gefährdungsbeurteilungen,
Sicherheitskonzepten,
Betriebsanweisungen und dem Aufbau eines
Fremdfirmenmanagementsystems. Die Stufe
»Premium« bietet ein »Rundum-Sorglos«-Paket
inklusive Übernahme der Verkehrssicherungspflichten,
PSAgA-Unterweisung vor Ort und
kostenlosen Komponententauschs. Durch die
Kombination aus technischer Wartung, rechtssicherer
Dokumentation und individueller Beratung
werden Bußgelder, Haftungsrisiken und
Sicherheitslücken nachhaltig vermieden.
Gebäudebetreiber stehen in der Verantwortung,
die Sicherheit von Personen auf
dem Dach dauerhaft zu gewährleisten.
Boels
bringt
Sie
weiter
Persönliche & professionelle Beratung
Über 865.000 Mietartikel zur Auswahl
Dichtes Filialnetz mit über
240 Standorten in Deutschland
Jetzt online mieten auf Boels.com
Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
März 2026 | 33
Produktneuheiten
für 2026 vorgestellt
C.A.M.P. (4)
Der mobile Anschlagpunkt
»IB-Roller« lässt sich über einen
doppelten Druckknopf in der
Breite verstellen.
[ C.A.M.P. ] Im Bauwesen kann die Absturzgefahr bei Arbeiten in der Höhe sehr
hoch sein. Bei Tätigkeiten wie der Montage- und Demontagen von Gerüsten
muss sich der Arbeiter daher mit zweckmäßiger Persönlicher Schutzausrüstung
gegen Absturz (PSAgA) schützen. In diesem Sinn hat der italienische Spezialist
für »die vertikale Welt« für dieses Jahr eine Palette an interessanten Neuheiten
für sicheres Arbeiten in der Höhe vorgestellt.
Neu ist sind beispielsweise »AnchorPro« und
»Speedy Anchor«. Mit den Riggingplatten
»AnchorPro« kann ein System mit mehreren Anschlagpunkten
erstellt werden, sodass sich der
Arbeitsbereich optimal organisieren lässt. Das
homogene, dreidimensionale Design ist robust
und kann direkt mit Seilen und Schlingen verbunden
werden, ohne dass ein Karabiner eingesetzt
werden muss. Die 20 mm großen Löcher sind
dabei so angeordnet, dass sich die Last gleichmäßig
verteilt. Der Rahmen aus CNC-gefräster
Aluminiumlegierung ist trotz seines geringen
Gewichts robust und stabil gefertigt. Zur Verfügung
steht das Produkt in drei Ausführungen
mit vier, acht oder zwölf Löchern.
Beim »Speedy Anchor« handelt es sich um
ein robustes und verstellbares Anschlagmittel
mit zwei Endösen unterschiedlicher Länge, das
sowohl doppelt geschlungen als auch mit Ankerstich
installiert werden kann. Die Stahlschnalle
ist verstellbar. Auch die Länge lässt sich von
30 bis 200 cm anpassen. Das Produkt ist für
die Nutzung durch zwei Personen zertifiziert
(TS 16415).
Anschlagpunkte für I-Träger
Außerdem erweitert C.A.M.P. sein Portfolio um
neue Anschlagpunkte für I-Träger: Der mobile
Anschlagpunkt »IB-Roller« aus Metall mit
einer Breite zwischen 100 und 320 mm lässt
sich einfach und intuitiv über einen doppelten
Druckknopf in der Breite verstellen. Eine reibungslose
Bewegung wird dank Rollen aus
thermoplastischem Material sichergestellt. Der
robuste Anschlagpunkt aus Stahl ist dreh- und
schwenkbar; die Tragkonstruktion besteht aus
leichter Aluminiumlegierung. Der »IB-Roller« ist
als als Anschlagvorrichtung für zwei Personen
nach EN 795/B und TS 16415 zertifiziert.
Neu ist auch der »IB-Slider«, ein verstellbarer
Anschlagpunkt für I-Träger mit einer Breite von
100 bis 310 mm. Er ist als als Anschlagvorrichtung
für zwei Personen nach EN 795/B
und TS 16415 und als Anschlagverbinder nach
ANSI Z359.18 Typ A zertifiziert und dank der mit
Polyamid-Schutzmaterial überzogenen Backen
gleitfähig. Sowohl der »IB-Roller« als auch der
»IB-Slider« sind mit einem NFC-Track-Chip für
digitale Identifizierung ausgestattet.
Zur Verfügung steht der
»AnchorPro« in drei Ausführungen
mit vier, acht oder zwölf Löchern.
DAS GERÜST
GERÜSTSYSTEM IQ
Mehr Sicherheit.
Weniger Aufwand.
Effizienter Gerüstbau.
w w w . p l e t t a c - a s s c o . d e
34 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe
ADOBE STOCK
Verschärfte Regelungen
für den UV-Schutz
[ PETER GREVEN PHYSIODERM ] Die jüngst veröffentlichten Technischen Regeln
für Arbeitsstätten A5.1 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
legen fest, dass Schutzmaßnahmen ab einem UV-Index von 3 ergriffen werden
müssen. Dazu gehört auch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln für
ungeschützte Körperstellen. Der Euskirchener Hautschutzspezialist Peter Greven
Physioderm (PGP) führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm. Zudem beraten
die Experten und liefern Strategien, wie Unternehmen Mitarbeiter motivieren und
Hemmschwellen abbauen können.
In Deutschland arbeiten rund 7,2 Mio. Menschen
vorwiegend im Freien. Für sie alle wächst mit
den ersten Sonnenstrahlen das Risiko, an weißem
Hautkrebs zu erkranken. Denn bereits im Frühjahr
nimmt die Stärke ultravioletter Strahlung in
unseren Breiten deutlich zu. Allein auf die Monate
April und Mai entfällt ein Viertel der jährlichen
UV-Bestrahlung. »Für den UV-Schutz gilt deswegen
die Faustregel, dass man sich von Ostern
bis Oktober schützen muss«, sagt Dr. Susanne
Kemme, UV-Schutz-Expertin bei PGP.
Steigende Risiken
Durch den Klimawandel und seine Auswirkungen
hat sich die Gefahr, an weißem Hautkrebs
zu erkranken, aus vielerlei Gründen deutlich
erhöht. Auch deswegen hat die Bundesanstalt
für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
reagiert und im August 2025 die Technischen
Regeln für Arbeitsstätten (ASR) A5.1 vorgelegt.
Die verbindlichen Regeln konkretisieren den
Arbeitsschutz im Freien und in offenen Arbeitsstätten
mit Blick auf Witterungseinflüsse wie
UV-Strahlung. »Eine wesentliche Neuerung
ist, dass erstmals der UV-Index verbindlich zur
Gefährdungsbeurteilung herangezogen wird«,
erklärt Dr. Susanne Kemme. »Ab sofort müssen
Arbeitgeber ab einem Schutzindex von 3 dafür
sorgen, dass ihre Beschäftigten Schutzmaßnahmen
gegen die Sonnenstrahlung ergreifen.«
Der UV-Index ist ein Orientierungswert für die
schädigende Wirkung natürlicher UV-Strahlung;
er wird in ganzzahligen Werten zwischen 0 und
11+ angegeben. Um sich über den aktuellen
UV-Index zu informieren, verweist die BAuA
beispielsweise auf die Internetseite des Bundesamtes
für Strahlenschutz und des Deutschen
Wetterdienstes, auf denen die Werte für viele
Orte in Deutschland abgerufen werden können.
Maßnahmen ergreifen
Beim UV-Schutz gilt, wie im Arbeitsschutz grundsätzlich,
das »TOP«-Prinzip. Es müssen also zunächst
technische, dann organisatorische und
schließlich persönliche Maßnahmen ergriffen
werden. Zu den persönlichen Schutzmaßnahmen
zählt zwingend das Verwenden von »Sonnenschutzmittel
für Körperstellen, die nicht durch Kleidung
oder Kopfbedeckung geschützt werden können«,
wie es in der ASR A5.1 heißt. »Geeignet sind
wasserfeste Produkte mit einem hohen bis sehr
hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser
50+), einschließlich ausreichendem UV-A-Filter«.
Umfangreiches Sortiment
PGP führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm
und hat für zahlreiche Einsatzgebiete die richtige
Lösung im Angebot. Dazu zählt beispielsweise die
parfüm- und duftstofffreie Sonnenschutzcreme
»Physio UV 50 Plus«, die sehr hohen Sonnen-
PGP (2)
Die parfüm- und duftstofffreie
Sonnenschutzcreme »Physio UV 50 Plus«
bietet sehr hohen Sonnenschutz auch unter
extremen Bedingungen wie Nässe und Hitze.
schutz auch unter extremen Bedingungen wie
Nässe und Hitze bietet. Die Creme ist extrawasserfest
und muss somit nicht gleich wieder
neu aufgetragen werden, wenn der Anwender
schwitzt. Eine Alternative dazu ist die »Physio UV
50«-Lotion. Die wasserfeste Hautschutzlotion hat
einen Lichtschutzfaktor 50, ist parfümfrei und
dadurch besonders hautverträglich. Sie zieht
außerdem sehr schnell ein. Auch für all diejenigen,
die Sprays bevorzugen, hat PGP die richtigen
Produkte im Gepäck wie das extrawasserfeste
und parfümfreie »Physio UV 50«-Spray.
Beratung inklusive
Profianbieter wie PGP liefern aber nicht nur UV-
Schutz-Produkte, sie bieten ihren Kunden auch
ein umfangreiches Servicepaket und unterstützen
sie mit Unterweisungen, Hilfsmitteln wie Postern
und Infokarten oder digitalen Tools. Das baut
Hemmschwellen ab und schafft ein besseres
Bewusstsein bei den Anwendern. Denn eines der
größten Probleme beim Sonnenschutz und beim
Hautschutz insgesamt ist, dass Mitarbeitende die
Produkte nicht oder falsch anwenden.
»Die verschärften Regeln nehmen die Arbeitgeber
noch stärker in die Pflicht, als sie es ohnehin
schon sind«, ordnet Dr. Susanne Kemme ein. Zu den
Pflichten gehören die Unterweisungspflicht und
das Bereitstellen geeigneter Sonnenschutzmittel.
»Gleichzeitig werden aber auch die Beschäftigten
ausdrücklich eingespannt, indem ihre Mitwirkungspflicht
betont wird.« Die UV-Schutz-Expertin erwartet,
dass die neue Regelung den UV-Schutz
auf der Agenda der Berufsgenossenschaften noch
weiter nach oben schiebt, verstärkte Kontrollen
eingeschlossen.
PGP führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm
und hat für zahlreiche Einsatzgebiete
die richtige Lösung im Angebot.
36 | März 2026 Persönlicher Schutz
Modelle wie das
»Carhartt Force«-Longsleeve-T-Shirt
bestehen
aus einem leichten
Materialmix mit hohem
Polyesteranteil, der
Feuchtigkeit aktiv nach
außen ableitet.
CARHARTT (2)
Gerade in den frühen Morgenstunden, bei Wind
oder in Arbeitspausen braucht der Körper eine
isolierende Schicht, die Wärme speichert, ohne
einen Hitzestau zu verursachen.
Richtig schichten:
Der Zwiebellook für den Frühling
[ CARHARTT ] Kalte Morgenstunden, körperliche Arbeit, Windböen und plötzliche Regenschauer – der Frühling
stellt Beschäftigte auf der Baustelle täglich vor neue Herausforderungen. Wer morgens friert, mittags schwitzt
und nachmittags im Regen steht, merkt schnell: Eine einzige Jacke für solch wechselhaftes Wetter reicht
nicht aus. Gefragt ist ein System, das sich dem Arbeitstag anpasst – der Zwiebellook. Dahinter steckt ein
funktionales Zusammenspiel ausgewählter Kleidungsschichten. So hilft der Zwiebellook, die Körpertemperatur
konstant zu halten, Feuchtigkeit gezielt abzuleiten und Überhitzung oder Auskühlen zu vermeiden.
Das Grundprinzip vom Zwiebeln ist einfach und wirkungsvoll: Jede
Schicht übernimmt eine klare Aufgabe. Direkt auf der Haut sorgt die
Basisschicht dafür, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten. Darüber speichert
eine zweite, isolierende Schicht Wärme, ohne die Hitze zu stauen. Die
äußere Lage schützt zuverlässig vor Wind und Regen. Entscheidend ist
dabei nicht die Anzahl der Kleidungsstücke, sondern ihr Zusammenspiel.
Die Schichten müssen miteinander funktionieren wie ein System: Feuchtigkeit
wird nach außen transportiert, Wärme bleibt dort, wo sie gebraucht
wird, und Wettereinflüsse werden abgehalten.
Das Fundament des Zwiebellooks
Gerade bei körperlicher Arbeit kommt man schnell ins Schwitzen – und
hier liegt einer der häufigsten Fehler. Reine Baumwoll-Shirts fühlen sich
zwar angenehm an, saugen jedoch Feuchtigkeit wie Schweiß auf und
geben diese kaum wieder ab. Die Folge: Der Körper kühlt aus, sobald
die Bewegung nachlässt. Eine funktionale Basisschicht muss deshalb
vor allem eines leisten: Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und
schnell trocknen. Genau darauf ist die »Carhartt Force«-Linie ausgelegt.
Modelle wie das »Carhartt Force«-Longsleeve-T-Shirt bestehen aus einem
leichten Materialmix mit hohem Polyesteranteil, der Feuchtigkeit aktiv nach
außen ableitet und schneller trocknet als Baumwolle. Gleichzeitig sorgt
der Baumwollanteil für ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut. Die
»Force«-Technologie von Carhartt ist entwickelt worden, um den Feuchtigkeitstransport
zusätzlich zu unterstützen und auch bei intensiver Bewegung
für ein ausgeglichenes Körperklima zu sorgen.
Wärme speichern, ohne zu überhitzen
Gerade in den frühen Morgenstunden, bei Wind oder in Arbeitspausen
braucht der Körper eine isolierende Schicht, die Wärme speichert, ohne
einen Hitzestau zu verursachen. Hier kommen Midlayer wie das mit
Sherpafleece gefüttertes »Midweight Rain Defender«-Sweatshirt ins
Spiel. Das mittelschwere Material bietet angenehme Isolation, während
die wasserabweisende »Rain Defender«-Ausrüstung leichten Nieselregen
abhält. Gleichzeitig bleibt das Sweatshirt flexibel genug, um bei steigender
Aktivität nicht einzuengen. Für noch mehr Bewegungsfreiheit eignet sich
eine Weste wie die »Galesburg«-Softshellweste als Isolationsschicht:
Sie wärmt den Rumpf – dort, wo der Körper besonders viel Wärme
verliert –, lässt aber die Arme frei für präzise Arbeiten. Gerade bei wechselnder
Belastung ist diese Kombination besonders praxisnah.
Zuverlässiger Schutz vor Wind und Regen
Gerade im Frühjahr wechseln trockene Phasen, Nieselregen und
stärkere Böen oft innerhalb weniger Stunden. Sowohl die »Carhartt
Monterey«-Jacke als auch die gefütterte »Carhartt Montana«-Jacke
sind mit der wasserdichten und atmungsaktiven »Storm Defender«-
Technologie ausgestattet. Sie halten Regen und Wind konsequent ab
und sind gleichzeitig so konstruiert, dass entstehende Körperwärme
nach außen entweichen kann. Der Unterschied liegt jedoch im Aufbau:
Die »Monterey«-Jacke ist als ungefütterte Wetterschutzjacke konzipiert
und eignet sich besonders für aktive Arbeitstage, an denen vor allem
Nässeschutz gefragt ist. Die »Montana«-Jacke hingegen kombiniert
Wetterschutz mit Wärmeleistung und ist damit die passende Wahl auch
bei niedrigen Temperaturen.
UV-Schutz
am Arbeitsplatz
für Outdoor-Worker unerlässlich
Mehr zum
UV-Schutz erfahren
Outdoor-Worker sind täglich
natürlichen Gefahren
ausgesetzt. Um Haut und
Gesundheit optimal zu
schützen, ist ein umfassender
Schutz unerlässlich – vor
allem durch den Einsatz von
Sonnenschutzmitteln.
Peter Greven Physioderm GmbH
Procter-&-Gamble-Str. 26 | 53881 Euskirchen
www.pgp-hautschutz.de
Persönlicher Schutz
März 2026 | 37
Der »Wow«-Effekt
als Sicherheitsfaktor
Faktoren wie Passform und
Tragegefühl sind beim italienischen
Hersteller Kask keine
Nebenaspekte, sondern zentrale
Entwicklungsparameter.
KASK (2)
[ KASK ] Im modernen Arbeitsschutz entscheidet längst nicht mehr allein die Einhaltung von
Normen über den Erfolg eines Produkts. In vielen Branchen ist ein anderer Faktor mindestens
ebenso relevant: die Akzeptanz durch die Anwender. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)
kann nur dann wirksam sein, wenn sie konsequent und gerne getragen wird. Genau an
diesem Punkt setzt Kask an.
Dirk Rosenbauer
Business Development Manager
DACH, Kask
»Wir konzentrieren
uns darauf, den
bestmöglichen
Helm zu bauen.«
Kask versteht Helme als Plattformen,
die sich nahtlos mit Augen-,
Gesichts-, Gehör- und Wetterschutz
kombinieren lassen.
Das italienische Unternehmen mit Sitz in Chiuduno
entwickelt und produziert Helme für Arbeitsschutz
und Sport. International aufgestellt mit Niederlassungen
in den USA und Australien, verfolgt Kask eine klare
Mission: Helme zu bauen, die höchste globale Sicherheitsstandards
erfüllen – und gleichzeitig durch Komfort,
Funktionalität und Design überzeugen.
Komfort als Schlüssel
zur Trägerakzeptanz
»Wo man sich wirklich differenziert, ist der Komfort«,
sagt Dirk Rosenbauer, Business Development Manager
DACH bei Kask Safety. Passform und Tragegefühl sind
dabei keine Nebenaspekte, sondern zentrale Entwicklungsparameter.
Ein Helm, der auch nach vielen Stunden
nicht drückt, verrutscht oder stört, wird akzeptiert und
getragen. Aus dieser Überzeugung entstand auch die
Kampagne »Wow – With One Wear«. Sie beschreibt,
so das Unternemen, den Moment, in dem Anwender
einen Kask-Helm erstmals aufsetzen und spüren, dass
Passform, Komfort und Vertrauen zusammenkommen.
Der sogenannte »Wow«-Effekt stehe dabei für ein
Tragegefühl, das konzentriertes Arbeiten unterstützt
und Leistungsfähigkeit fördert.
Entscheidend ist dabei die Skalierbarkeit: Unterschiedliche
Kopfgrößen und -formen sollen gleichermaßen
profitieren, ergänzt durch modulare Zubehörlösungen
für verschiedene Arbeitsumgebungen. Für
Unternehmen bedeutet das messbare Vorteile, darunter
weniger Diskussionen, höhere Compliance und letztlich
mehr Sicherheit.
Vom Einzelprodukt zum
integrierten System
Auch in der Beschaffung zeichnet sich laut Kask ein
Wandel ab: Statt isolierter Einzelprodukte wächst der
Bedarf an ganzheitlichen Lösungen. Kask reagiert darauf
mit einem konsequenten Systemansatz: Helme werden
als Plattformen verstanden, die sich nahtlos mit Augen-,
Gesichts-, Gehör- und Wetterschutz kombinieren lassen.
»Man muss den ganzen Kopf betrachten«, so Rosenbauer.
In der Praxis bedeutet das: weniger Inkompatibilitäten,
einfachere Handhabung und ein stimmiges Gesamtsystem,
das den Arbeitsalltag erleichtert.
Das Portfolio ist entsprechend entlang konkreter
Einsatzfelder strukturiert – von Bau und Industrie über
Forstwirtschaft und Höhenarbeit bis hin zu Rettung und
Feuerwehr. Mit dem Helm »Quantum« adressiert Kask
beispielsweise gezielt Anforderungen in dynamischen
Einsatzszenarien wie technischer Hilfeleistung, wo
robuste Integration und schnelle Bedienbarkeit entscheidend
sind.
Nachhaltigkeit und
Zukunftsperspektiven
Neben Ergonomie und Systemfähigkeit gewinnen Materialien
und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung.
Ein Beispiel ist die »Primero«-Serie, bei der eine leichte
Polypropylen-Außenschale mit einer Innenschale aus
»Neopor Ccycled« von BASF kombiniert wird. Das
Material wird chemisch aus Kunststoffabfällen recycelt,
reduziert den CO 2 -Fußabdruck und erfüllt dennoch die
hohen Anforderungen an Energieabsorption, Komfort
und Sicherheit.
Auch äußere Rahmenbedingungen verändern die
Entwicklung: Hitze, Klimaregulierung und wechselnde
Einsatzbedingungen rücken stärker in den Fokus als
klassische Belüftungskonzepte. Digitale Ansätze wie
Sensorik werden diskutiert – doch für Kask bleibt der
Kern klar definiert: »Wir konzentrieren uns darauf, den
bestmöglichen Helm zu bauen – einen, der sowohl
lineare als auch rotatorische Kräfte berücksichtigt«, so
Rosenbauer. Am Ende laufen alle Entwicklungen auf
einen zentralen Punkt hinaus: Trägerakzeptanz. Sie ist
kein Marketingbegriff, sondern ein sicherheitsrelevanter
Faktor. Kask leitet daraus seinen Anspruch ab, Schutzhelme
zu entwickeln, die nicht nur normgerecht sind,
sondern im Arbeitsalltag überzeugen.
38 | März 2026 Persönlicher Schutz
ANZEIGE
Atemschutz bringt
sicher saubere Luft
Auf Baustellen lauern diverse
Gefahren. Für die Lunge sind es
Staub, Rauch, giftige Gase sowie
Dämpfe. Daher ist der Atemschutz
für Bauarbeiter so unverzichtbar
wie der Bauhelm. Das swiss air
von Optrel leistet einen wesentlichen
Beitrag zur langfristigen
Gesundheit der Arbeiter.
So vielseitig wie die Herausforderungen
auf dem Bau, so flexibel
ist das swiss air einsetzbar. Ob
in staubigen Umgebungen, bei
Schweißarbeiten oder in Bereichen
mit chemischen Dämpfen,
es bietet stets optimalen Schutz.
Dank dem Partikelfilter werden
selbst feinste Partikel wie scharfkantiger
Quarzstaub aus der
Atemluft entfernt. Das schont die
Lunge und reduziert das Risiko
von Atemwegserkrankungen und
langfristigen Gesundheitsschäden
auf ein Minimum.
Ein grosser Pluspunkt des swiss
air ist sein Tragekomfort. Die
flexibel anliegende Stoffhalbmaske
mit Schutzfaktor 500
für einen TH3-Schutz passt sich
jeder Gesichtsform perfekt an,
selbst wenn jemand nicht frisch
rasiert ist. Die Stoffhalbmaske
deckt Mund und Nase vollständig
ab. Das swiss air unterstützt
die Atmung mit einem leichten
Überdruck und eliminiert so den
ermüdenden Atemwiderstand,
den man von Passivmasken
kennt, und erlaubt so eine höhere
Leistungsfähigkeit der Arbeiter
sowie eine lange Einsatzdauer.
Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende
Silikonmaske mit Schutzfaktor
2000 gewechselt werden.
Beide Maskentypen können mit
wenig Aufwand gereinigt werden.
Die ultraleichte Gebläseeinheit
des swiss air ist ergonomisch geformt
und wird für die maximale
Bewegungsfreiheit mit einem
anpassbaren Schultergurt bequem
auf dem Rücken getragen.
Der hohe Tragekomfort lässt den
Atemschutz vergessen und sein
Tragen wird zum Dauerzustand.
Ein Atemschutz gehört wie der
Bauhelm zur Basisausrüstung.
Dieser kontinuierliche Schutz
trägt dazu bei, gesundheitsbedingte
Folgeschäden durch
Schadstoffexposition im Arbeitsalltag
zu vermeiden.
Um die Kapazität der Batterie
oder des Filters zu kontrollieren,
reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.
Über diese kann auch
der Lüfter ein- und ausgeschaltet
sowie die Luftmenge stufenlos
eingestellt werden. Sollte die Batterie
leer oder der Filter voll sein,
wird ein Alarm angezeigt.
Dank des hohen Komforts wird das
Atemschutzsystem swiss air gerne
getragen. Somit ist der Atemschutz
immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen
verbessern sich
für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre
Neugierde geweckt? Dann lassen
Sie sich jetzt ein System vorführen
und testen Sie den innovativen
swiss air Atemschutz live.
Persönlicher Schutz
März 2026 | 39
Das Tragen von schnittfesten Handschuhen,
Schutzhelmen, Sicherheitsschuhen
oder Schutzbrillen sollte
Grundvoraussetzung für das Arbeiten
auf der Baustelle sein.
ADOBE STOCK (2)
Wenn es schon an der
Grundausstattung scheitert
[ BAUSICHERHEIT ] Schwarze Schafe gibt es immer wieder: Auf deutschen Baustellen
steht die Sicherheit der Mitarbeiter an erster Stelle – so steht es zumindest auf
dem Papier. Und obwohl wir in diesem Zusammenhang davon sprechen, dass
mit einfacher Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) schwere oder sogar tödliche
Verletzungen vermieden werden können, finden sich auch heute noch traurige
Beispiele dafür, dass es manche mit der Sicherheit nicht so ernst nehmen.
Von Jessy von Berg
Auf der Baustelle wird es immer
dann gefährlich, wenn wir auf
Hektik, Selbstüberschätzung und
Gier stoßen. Grundsätzlich gilt: Der
Job ist hart, der Arbeitstag lang und
man hat ständigen Zeit- und Kostendruck
im Nacken. Nicht selten
passieren Arbeitsunfälle auf der
Baustelle allein schon deshalb, weil
wir die Dinge zu hastig, zu übereilt
und zu unvorsichtig angehen. »Mal
eben schnell das Brett sägen« hat
dann, salopp gesagt, zur Folge, dass
plötzlich der Finger fehlt. Oft sind
es die kleinen Dinge, die großen
Ärger bedeuten. Denn das Tragen
von schnittfesten Handschuhen,
Schutzhelmen, Sicherheitsschuhen
oder Schutzbrillen sollte Grundvoraussetzung
für das Arbeiten auf
der Baustelle sein.
Stattdessen erleben wir immer
wieder, dass PSA im Bauwagen
liegen bleibt. Und gerade dann,
wenn man eine vermeintlich einfache
Sache wie das Sägen eines
Brettes erledigen möchte, ist das
Anziehen von Schutzausrüstung
schlichtweg nervig. Es kostet Aufwand,
kostet Zeit und ist, beispiels-
Sei es beim Aufbau von Gerüsten
oder dem Abseilen beim Arbeiten
in der Höhe: Erfahrungswerte ersetzen
keine Schutzlösungen.
40 | März 2026 Persönlicher Schutz
weise im Hochsommer, obendrein
nossenschaften und Verbände als
insbesondere in Erfahrung bringen,
entwickelt hat. Darüber hinaus lohnt
auch noch unbequem. Deshalb
Interessensvertreter weiter.
welche Ausrüstung laut Vorschrift
der Austausch mit Arbeitskollegen
zählt Unachtsamkeit, ebenso im
Und was vielleicht noch viel wich-
notwendig ist, ob sich Richtlinien
– insbesondere dann, wenn erfah-
Übrigen wie Unbekümmertheit,
tiger ist: Jeder sollte seine PSA
geändert haben und ob der Markt
rene Mitarbeiter ihr Wissen an die
zu den häufigsten Gründen dafür,
regelmäßig selbst überprüfen und
ggf. sogar verbesserte Lösungen
jüngeren weitergeben.
warum Unfälle am Bau passieren.
Erfahrung ist
kein Ersatz für PSA
Hinzu kommt die eingangs erwähnte
Selbstüberschätzung: Gerade dann,
wenn wir Arbeitsabläufe über viele
Jahre hinweg durchführen, wird aus
Gewohnheit plötzlich ein Sicherheitsrisiko.
Sei es beim Aufbau
von Gerüsten, der Verwendung
von Leitern, dem Abseilen beim
Arbeiten in der Höhe, der Nutzung
von Hubarbeitsbühnen oder der Verwendung
von schwerem Werkzeug:
Man kann diese Dinge noch so oft
in seinem Leben gemacht haben,
die Erfahrungswerte ersetzen keine
Schutzlösungen.
Ebenfalls ein Problem ist »Knauserigkeit«:
Gute PSA kostet richtig
viel Geld. Und obwohl die Schutzausrüstung
verpflichtend ist, treffen
wir innerhalb der deutschen Baubranche
immer wieder auf Fälle,
in denen der Bauunternehmer
am falschen Ende gespart hat.
Glücklicherweise, und das muss
an dieser Stelle klar und deutlich
gesagt sein, handelt es sich hier
um Ausnahmefälle.
Grundsätzlich gilt Deutschland
mit Blick auf die Unfallstatistiken
und Stichproben der Berufsgenossenschaft
der Bauwirtschaft
(BG Bau) als »gutausgerüstetes
Bau- und Handwerkerland«. In die
Pflicht nehmen muss man dabei
in erster Linie das Unternehmen:
Es ist dazu aufgefordert, seinen
Mitarbeitern gute PSA zur Verfügung
zu stellen, diese regelmäßig
zu überprüfen und Sorge dafür zu
tragen, dass fehlende, fehlerhafte,
»abgelaufene« oder zu stark beanspruchte
Ausrüstung repariert
oder ersetzt wird.
WEIL
QUALITÄT
ZÄHLT.
Arbeitskleidung,
die hält.
Seit 1959.
Sicherheit am Bau –
ein Fazit
Um es auf den Punkt zu bringen:
Kümmert euch um eure Sicherheit!
Wenn der Vorgesetzte das nicht tut,
sprecht es an. Trifft man auf taube
Ohren, helfen u. a. die Berufsge-
BLAKLADER.COM
Persönlicher Schutz
März 2026 | 41
Multinorm-Schutz mit
»Safety X Compact«
[ KÜBLER ] »Safety X Compact« heißt die neue Einstiegskollektion
von Kübler im Multinorm-Bereich. Sie vereint zertifizierten
Schweißerschutz, Schutz gegen Hitze und Flammen,
elektrostatische Aufladung und thermische Auswirkungen
eines Störlichtbogens sowie leichten Chemikalienschutz. In
Kombination mit langlebigen Materialien und robuster Verarbeitung
bietet sie zuverlässigen Gefahrenschutz in anspruchsvollen
Arbeitsumgebungen.
KÜBLER
Vorgeformte Ärmel und Beine mit Bewegungszonen
bieten viel Bewegungsfreiheit in jeder Arbeitshaltung.
Gut zu
wissen
»Safety X Compact« ist gemäß der
europäischen PSA-Verordnung
(EU) 2016/425 geprüft und entspricht
den aktuellen Normvorgaben
der EN ISO 11611, EN ISO
11612, EN ISO 61482-1-2 , EN
13034 Typ 6 und EN 1149-5.
Im Arbeitsalltag soll die schlanke und zugleich ergonomische
Schnittführung hohen Tragekomfort
sicherstellen. Vorgeformte Ärmel und Beine mit Bewegungszonen
bieten viel Bewegungsfreiheit in jeder
Arbeitshaltung. Bei der Latzhose sorgen das hochgezogene
Rückenteil und der verstellbare Bund für perfekten
Sitz und zusätzlichen Schutz. Die Ärmelbündchen lassen
sich in der Weite durch Druckknöpfe anpassen.
Jacke, Hose und Latzhose sind nach dem sogenannten
Dachziegelprinzip konstruiert, um zu verhindern, dass
Schweißabfall an Kanten, Patten und Nähten stehen
bleibt. Eine durchdachte Anordnung und praxisorientierte
Konstruktion der großen Taschen gewährleisten, dass
Werkzeuge und Utensilien jederzeit griffbereit sind, ohne
die Sicherheit zu beeinträchtigen. Besonders breite, normkonforme
Patten mit robustem Klettverschluss verschließen
die Taschen zuverlässig, sodass keine Metallspritzer in
die Öffnungen gelangen. »Safety X Compact« ist außerdem
komplett metallfrei gefertigt, wodurch Strom- und
Wärmeleitung sowie magnetische Störungen verhindert
werden. Damit entspricht die neue PSA von Kübler den
besonderen Anforderungen in den Bereichen E-Mobilität
und Batterieproduktion. Optimiert für die industrielle
Wäsche nach EN ISO 15797, bewahrt »Safety X Compact«
auch bei häufigem Tragen und Waschen Funktion, Form,
Aussehen und angenehme Haptik.
»Oxford 2.0«-Kollektion
vereint Funktionalität und Komfort
[ HELLY HANSEN ] Für alle, die auf der Baustelle täglich Höchstleistung
bringen, hat das norwegische Unternehmen die neue
»Oxford 2.0«-Kollektion gelauncht, die Komfort, Langlebigkeit
und Funktionalität vereinen soll. Mit der überarbeiteten Linie
will Helly Hansen eines seiner erfolgreichsten Bekleidungskonzepte
auf das nächste Level heben.
Die neuen »Oxford 2.0«-Styles sind auf anspruchsvolle
Einsätze in unterschiedlichsten
Arbeitsumgebungen zugeschnitten.
HELLY HANSEN
Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit
Handwerkern und Fachkräften aus der Industrie,
sind die neuen »Oxford 2.0«-Styles auf
anspruchsvolle Einsätze in unterschiedlichsten
Arbeitsumgebungen zugeschnitten. Alle Produkte
bestehen aus einem baumwollreichen Hauptmaterial,
das durch seine hohe Atmungsaktivität auch
bei körperlich fordernden Tätigkeiten angenehm
zu tragen ist – ideal für warme oder wechselhafte
Bedingungen. »Cordura«-Verstärkungen an
Hose, Shorts und Latzhose sorgen für zusätzliche
Strapazierfähigkeit. »Unsere ›Oxford‹-Kollektion
ist eines unserer beliebtesten Konzepte«,
erklärt Produktmanagerin Jenny Horn. »Für die
kommende Saison wollten wir dieses System
gezielt weiterentwickeln. Dabei haben wir vor
allem auf das gehört, was unsere Endnutzer uns
rückgemeldet haben.«
Strapazierfähig und bequem
Zur Kollektion gehört u. a. die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke.
Sie kommt ohne Schulternähte, mit
verlängertem Rücken, elastischen Einsätzen
und weichem Fleecefutter im Kragen – für
maximale Bewegungsfreiheit und hohen Tragekomfort.
Vorgeformte Ärmel und ein individuell
verstellbarer Saum sorgen für eine passgenaue
Silhouette und Flexibilität im Einsatz. Die »Oxford
2.0 HH Connect«-Hose kombiniert durchdachte
Funktion mit Ergonomie: Stretch-Einsätze und
vorgeformte Knie garantieren volle Bewegungsfreiheit.
Kniepolstertaschen mit Außenzugang,
eine verstellbare Kniepolsterposition sowie anpassbare
Beinlängen bieten maßgeschneiderten
Komfort. Reflektierende Details erhöhen zudem
die Sichtbarkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz.
Neu in der Kollektion ist das »Oxford Hybrid Insulated
Jacket« für kühlere Arbeitsbedingungen.
Mit einem Materialmix aus recyceltem Polyester
mit »PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und elastischen
Einsätzen sorgt es für zuverlässige Wärme
und hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit
vorgeformten Ärmeln, reflektierenden Designelementen
und praktischen Taschenlösungen
bietet es optimalen Schutz und Komfort.
42 | März 2026 Persönlicher Schutz
Alle veredelten
Produkte sind nach
ISO 15797 geprüft
und für die Industriewäsche
geeignet.
Ein Upgrade für
mehr Sichtbarkeit
und Sicherheit
BP (2)
[ BP ] Mehr Sicherheit, eine bessere Sichtbarkeit und ein
spürbares Upgrade der Workwear: Es gibt viele Gründe,
warum immer mehr Arbeitgebende ihre Beschäftigten
mit Kleidung ausstatten möchten, die nach EN 17353 Typ
B2 zertifiziert ist. Der Kölner Berufsbekleidungsspezialist
Bierbaum-Proenen (BP) kommt dem Wunsch nach und
bietet ab sofort Workwear an, die nach EN 17353 Typ B2
normgerecht veredelt und mit Reflexstreifen ausgestattet ist.
Alle veredelten Produkte sind nach ISO 15797 geprüft und
für die Industriewäsche geeignet.
Workwear, die nach EN 17353 Typ B2 zertifiziert ist, wird, je nach
Ausführung, mit unterschiedlich vielen und breiten Reflexstreifen
an Armen und Beinen ausgestattet. Das bringt zusätzliche Sichtbarkeit
bei Dunkelheit und in schlecht beleuchteten Innenbereichen – ohne dazu
Warnschutzkleidung der EN ISO 20471 einsetzen zu müssen. Deswegen
handelt es sich um eine wirtschaftlich attraktive Lösung für mittlere Risikosituationen.
»Workwear aufzuwerten und den Berufsalltag der Menschen
dadurch noch sicherer zu gestalten, ist ein Projekt, das wir gemeinsam
mit unseren Kunden verfolgen. Daher freut uns die große Nachfrage«, so
Alexander Slotnikow, Workwear-Experte bei BP.
In bestehende Systeme integrierbar
Die Kleidung eignet sich beispielsweise für all jene, die hauptsächlich drinnen,
aber immer wieder auch draußen arbeiten, und dabei Gefahr laufen, übersehen
zu werden. Die reflektierenden Elemente verbessern die Sicherheit
auf innerbetrieblichen Verkehrswegen, etwa in der Industrie, Logistik, im
Lager, der Gebäudereinigung oder bei kommunalen Dienstleistern. »Ein
großer Vorteil ist zudem, dass sich bestehende Bekleidungssysteme durch
Typ-B2-Elemente erweitern lassen, ohne Farb- oder Hygienekonzepte zu
verändern«, sagt BP-Experte Slotnikow. Die dezenten Reflektoren sind
optisch wenig auffällig und lassen
sich daher gut in clean gestaltete
Arbeitsbereiche integrieren. Das erhöht
die Trageakzeptanz. BP bietet
die normgerechte Veredelung nach
EN 17353 Typ B2 ab sofort an und
ergänzt ausgewählte Kollektionen
um Reflexstreifen an Ärmeln und
Hosenbeinen.
Workwear, die nach EN 17353
Typ B2 zertifiziert ist, wird mit
Reflexstreifen ausgestattet.
JN824 –
EINFACH
DAIBER.
www.daiber.de
Persönlicher Schutz
März 2026 | 43
Arbeitskleidung hat in den vergangenen
Jahren einen steten Wandel erlebt.
Um Seriosität und Professionalität
auszustrahlen, wird heute
z. B. weit mehr Wert auf die Optik gelegt.
Zwischen Flanellhemd
und Hosenträgern
[ BAUSICHERHEIT ] Früher musste Arbeitskleidung zwei Dinge können – langlebig
sein und nach Möglichkeit wenig auffallen. Es war geradezu verpönt, sich für den Bau
»schick« zu machen. Heute begegnen wir einer großen Vielfalt an Arbeitskleidung:
Gefragt sind trendige Designs, mehr Individualität und funktionale Features.
Zugegeben, so ganz ist das legendäre Karo-
Hemd von damals noch nicht in der Versenkung
verschwunden. Dieser Trend hält sich bis
heute. Aber es kommt mittlerweile selten vor, dass
wir dem Maurer im weißen Unterhemd begegnen.
Und das hat in erster Linie mit der Außenwirkung
zutun. Um Seriosität und Professionalität auszustrahlen,
wird heute weit mehr Wert auf die Optik
gelegt. Hinzu kommt, dass Firmen mittlerweile
einheitlich auftreten und ihre Arbeitskleidung
mit Firmenlogo versehen, was das Unternehmen
repräsentiert. Dieser Wandel lässt sich aber nicht
allein auf mehr Modebewusstsein zurückführen.
Früher war schicke Arbeitskleidung schlichtweg
zu teuer. Heutige Herstellungsverfahren sowie
die Verwendung günstigerer Materialien machen
es möglich, diese Kleidung nun auch für kleines
Geld zu tragen.
Kleidung muss
heute mehr können
Moderne Arbeitskleidung hat sich den Anforderungen
am Bau angepasst. Das betrifft vorrangig
den Tragekomfort und die Funktionalität. Anders
als früher müssen Arbeitsschuhe heute extrem
hohen Sicherheitsvorgaben entsprechen, sollen
gleichzeitig aber ein geringes Gewicht, ein gutes
Laufgefühl und hochmoderne Designs mit sich
bringen. Auch hier war und ist der Einsatz hochmoderner
Materialien entscheidend. Selbiges gilt
im Übrigen für Arbeitshosen, Jacken, Shirts oder
Hoodies: Sie sollen gut aussehen, den Träger
vor Wind, Sonne oder Kälte schützen und nach
Möglichkeiten über genügend Taschen verfügen.
Hinzu kommt die Haltbarkeit: Aufgrund der
heutigen Verarbeitung sowie der Verwendung
extrem reißfester Materialien ist Arbeitskleidung
robuster und langlebiger.
Arbeitsschuhe müssen extrem hohen
Sicherheitsvorgaben entsprechen, sollen
gleichzeitig aber ein geringes Gewicht,
ein gutes Laufgefühl und moderne
Designs mit sich bringen.
ADOBE STOCK (2)
Fließender
Übergang zur PSA
Neben der Arbeitskleidung hat sich aber auch
die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) weiterentwickelt.
Ein gutes Beispiel sind Handschuhe:
Früher galten sie als klobig und waren entweder
viel zu groß oder eben viel zu klein. Heute finden
sich für nahezu alle Einsatzbereiche verschiedene
Modelle. Manche sind mit Schnittschutz
ausgestattet, andere schützen vor großer Hitze
oder machen beim Tragen das Bedienen von
Touchdisplay möglich. Ein wichtiger Fortschritt ist
im Übrigen auch die Entwicklung sogenannter
UV-Schutz-Bekleidung, bei der beispielsweise
ein gewöhnlich wirkendes T-Shirt den Träger
zuverlässig vor zu starken Sonnenstrahlen schützt.
Eine Frage
der Optik
Abschließend lässt sich festhalten, dass die
Weiterentwicklung von Arbeitskleidung viele
Vorteile mit sich bringt. Nicht zu unterschätzen
ist in diesem Zusammenhang die reine Optik.
Gerade die jüngere Generation setzt beispielsweise
auf Sicherheitsschuhe, die vielmehr
stylischen Sneakern gleichen. Häufig sind
Arbeitsschuhe kaum mehr von Alltagsmodellen
zu unterscheiden, wie wir sie nach Feierabend
im Stadtpark oder im Kino tragen. Und auch
der personalisierte Hoodie soll nicht nur langlebig
und komfortabel, sondern eben auch
schick sein. Das Fazit lautet: Trends kommen
und gehen zwar – aber dieser Trend hatte tatsächlich
sinnige Folgen.
44 | März 2026 Persönlicher Schutz
Die »Qual der Wahl«:
Latzhose versus Bundhose
Wenn die Hose nicht sitzt, dann geht nicht
viel. Darüber sind sich die meisten Profis
einig. Sie darf nicht einengen, klemmen, zu
kurz sein, zwicken oder rutschen, denn das ist
im Joballtag lästig. »Das wichtigste Teil ist die
Hose. Wenn die nicht sitzt, fühlen die Monteure
sich unwohl. Die Hose muss einfach passen«, so
Geschäftsführer Marko Hackl von Santec, einem
SHK-Betrieb aus Schenefeld bei Hamburg. Neben
dem guten Sitz wird von den Profis auch auf
die Funktionalität Wert gelegt. Theresa Rowny,
Geschäftsführerin von der Alfons Westermann
Garten- und Landschaftsbau GmbH in Oelde,
erklärt: »Wir haben darauf geachtet, dass etwa
die Taschenverteilung für uns passt und Kniepolstertaschen
vorhanden sind.« Bei der Wahl
der einzelnen Kollektionsteile konnten die rund
[ DBL ] Lässig auf der Hüfte? Oder bequem mit Latz?
Welche Arbeitshose lieber getragen wird, hängt von
persönlichen Vorlieben und dem Einsatzort ab. Die DBL
wirft einen Blick in die Praxis der Betriebe.
zwölf Mitarbeiter, die bei dem GaLaBau-Betrieb
Arbeitskleidung tragen, mitentscheiden und u. a.
zwischen Latz- oder Bundhosen wählen.
Persönliche Vorlieben
sind der Hauptfaktor
Welche der beiden Varianten schlussendlich
besser ankommt, hängt ganz von persönlichen
Vorlieben bei Schnitt, Sitz sowie Anordnung der
Taschen ab. Vorteile haben nach Ansicht von
Thomas Krause von der DBL beide Varianten.
Aus der Praxis weiß er beispielsweise, dass viele
Träger bei Latzhosen den bequemen Sitz und
die Bewegungsfreiheit schätzen. »Gerade bei
Tätigkeiten, bei denen man sich häufig bückt
oder streckt, finden einige den Sitz der Latzhose
stabiler«, so der Experte. Er sieht aber auch die
DBL (2)
Ob klassische Latzhose oder Bundhose –
in der Regel kommt es auf die persönlichen
Vorlieben hinsichtlich Schnitt, Sitz sowie
Anordnung der Taschen an.
Vorteile moderner Bundhosen, die sich längst in
nahezu allen Gewerken etabliert haben. »Hier
punkten ergonomische Schnitte. Und dank vielfältiger
Designs passt sie oft besser zur CI des
Unternehmens. Bei uns im Mietservice wird die
Bundhose tatsächlich häufiger angefragt. Vielleicht
auch, weil sie sich noch flexibler zu Westen und
Hoodies kombinieren lässt.«
Welches Modell nun am besten zum Träger
und zum Betrieb passt, dazu beraten textile
Mietdienstleister, wie die DBL, im Vorfeld, damit
Fehlentscheidungen vermieden werden. »Hier
machen auch immer Anproben Sinn. Das bieten
wir auf Wunsch vor Ort in den Betrieben«, so
Thomas Krause.
Experts in Head Protection
Protect and Perform
Cross ® Line
Persönlicher Schutz
März 2026 | 45
Wie PNA-Lösungen
Leben retten können
[ CUBOS INTERNET ] Es sind oft nur Sekunden, die über
Leben und Tod entscheiden. Ein falscher Tritt, ein Moment
der Unachtsamkeit – und ein Bauarbeiter stürzt mehrere
Meter in die Tiefe. Er bleibt verletzt liegen, außer Sichtweite
seiner Kollegen. Sein Mobiltelefon ist beim Sturz aus der
Tasche gefallen. In dieser Situation wird aus der Frage »Wie
schnell kommt Hilfe?« eine Frage des Überlebens.
Im Alarmfall senden
die tragbaren Notfallknöpfe
Bluetooth-Signale
an USB-Bluetooth-Beacons.
Die häufigste Ursache für
tödliche Unfälle sind Stürze
aus der Höhe – sie
machen rund 30 Prozent
aller tödlichen Arbeitsunfälle
in der Branche aus.
Szenarien wie diese sind auf deutschen Baustellen
keine Seltenheit. Mehr als 100000 Arbeitsunfälle
ereignen sich Jahr für Jahr im deutschen Bauwesen.
Die häufigste Ursache für tödliche Unfälle sind dabei
Stürze aus der Höhe – sie machen rund 30 Prozent
aller tödlichen Arbeitsunfälle in der Branche aus. Hinter
jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, eine Familie, ein
Schicksal. Die Gefahr liegt aber nicht allein im Sturz
selbst. Mindestens ebenso entscheidend ist die Zeit
bis zum Eintreffen qualifizierter Hilfe. Ein Bewusstloser
kann nicht selbst den Notruf absetzen. Ein Verletzter,
der eingeklemmt oder außer Sichtweite liegt, wird möglicherweise
erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Gerade
bei Alleinarbeit oder auf weitläufigen Baustellen kann
es entscheidende Minuten dauern, bis jemand das
Fehlen eines Kollegen bemerkt.
Die DGUV Vorschrift 1 trägt dieser Problematik
Rechnung: Sie schreibt vor, dass Alleinarbeitern geeigneter
Schutz zur Verfügung gestellt werden muss. In der
Praxis ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) oft die
einzige praktikable Lösung, um dieser Vorgabe gerecht
zu werden.
Technologie,
die reagiert
Moderne Personen-
Notsignal-Anlagen
arbeiten nach einem
Doppelprinzip: Sie können
einerseits vom Träger
aktiv ausgelöst werden, etwa
durch Knopfdruck. Andererseits
erkennen sie Notfallsituationen
automatisch – beispielsweise durch
CUBOS INTERNET (3)
Sturzsensoren, Lagesensoren oder Totmann-Funktionen,
die eine längere Bewegungslosigkeit registrieren. Im
eingangs beschriebenen Szenario würde die PNA den
Sturz unmittelbar erkennen und einen automatischen
Alarm auslösen. Bleibt der Arbeiter bei Bewusstsein,
kann er zusätzlich manuell einen Notruf absetzen. Die
Technologie greift also genau dann, wenn der Mensch
es selbst nicht mehr kann.
Von der Alarmierung
zur Rettungskette
Doch die beste Sensorik nützt wenig, wenn der Alarm ins
Leere läuft. Ein Signal, das bei einer einzelnen Person
oder auf einem ungenutzten Endgerät landet, kostet
wertvolle Zeit – oder bleibt im schlimmsten Fall ganz
unbemerkt. Hier kommt die intelligente Alarmierungsinfrastruktur
ins Spiel. Systeme wie »GroupAlarm« stellen
sicher, dass ein eingehender Notruf nicht »hängenbleibt«,
sondern orchestriert und gezielt weitergeleitet wird.
Das bedeutet: Mehrere Personen werden gleichzeitig
informiert – etwa Ersthelfer auf der Baustelle, der
Sicherheitsbeauftragte, die Rettungsleitstelle. Dabei
kann die Alarmierung nach festgelegten Eskalationsstufen
erfolgen: Wird innerhalb einer definierten Zeit
nicht quittiert, werden automatisch weitere Kontakte
einbezogen.
PNA-Systeme für
unterschiedliche Bereiche
Hinter der Alarmierungs- und Kommunikationsplattform
»GroupAlarm« steht Cubos Internet. Das
Unternehmen bietet zwei intelligente PNA-Lösungen
an, die auf unterschiedliche Anforderungen
zugeschnitten sind:
46 | März 2026 Persönlicher Schutz
So gehören zum einen tragbare Notfallknöpfe für Innenräume
zum Portfolio: Diese kompakten Geräte werden
am Handgelenk, als Lanyard oder am Gürtel getragen
und lösen per Knopfdruck willensabhängige Alarme aus.
Dank langer Akkulaufzeit und magnetischer Ladetechnik
sind sie jederzeit einsatzbereit. Im Alarmfall senden sie
Bluetooth-Signale an USB-Bluetooth-Beacons – die
stillen Wächter der Anlage. Diese Beacons sammeln
kontinuierlich die Signale, übermitteln sie per WLAN
an den zentralen Server und können dabei die Position
des Alarmgebers auf einem Gebäudeplan anzeigen. Von
dort werden die Alarme an »GroupAlarm« weitergeleitet.
Für Außenbereiche bietet Cubos Internet die »Freddy«-Pager
an: Dieser digitale Funkmeldeempfänger
ist für den rauen Baustellenalltag konzipiert und löst
sowohl willensabhängige als auch willensunabhängige
Alarme aus – etwa bei Sturz oder längerer Bewegungslosigkeit.
Anders als bei den Notfallknöpfen erfolgt
die Alarmweiterleitung direkt über das Mobilfunknetz,
ohne lokale Infrastruktur. Zusätzlich ermöglicht eine
präzise GPS-Ortung die schnelle Lokalisierung des
Mitarbeiters – besonders wertvoll auf weitläufigen
Baustellen. Der Pager sendet in diesen Fällen einen
Auffindeton, sodass die verunglückte Person schnell
geortet werden kann.
Gebündelt in zentraler
Plattform »GroupAlarm«
Als zentrale Steuerung empfängt »GroupAlarm« die
Alarme beider Systeme, verarbeitet sie und leitet sie nach
vordefinierten Regeln an die entsprechenden Personen
weiter – per App, SMS, Anruf, Pager oder E-Mail. Die
Anbindung einer PNA an eine solche cloudbasierte
Plattform schafft Redundanz und Geschwindigkeit. Sie
verwandelt ein technisches Signal in eine strukturierte
Rettungskette. Im Ernstfall bedeutet das: keine verlorenen
Minuten durch Unsicherheit, wer zuständig ist.
Keine verzögerten Reaktionen, weil jemand sein Handy
nicht gehört hat. Stattdessen: klare Verantwortlichkeiten,
sofortige Benachrichtigung, dokumentierte Quittierung.
Technik, die
Leben schützt
Personen-Notsignal-Anlagen sind längst bewährte
Praxis. Sie sind kompakt, robust und speziell für den
Baustellenalltag konzipiert. Die Investition in eine PNA
samt Alarmierungsanbindung ist überschaubar – und
gemessen an dem, was auf dem Spiel steht, geradezu
vernachlässigbar. Hinzu kommt: Unternehmen, die
in die Sicherheit ihrer Mitarbeiter investieren, erfüllen
nicht nur gesetzliche Vorgaben. Sie senden auch ein
Signal nach innen – an ihre Beschäftigten – und
nach außen – an Auftraggeber und Öffentlichkeit.
Gute Arbeitssicherheit ist ein Wettbewerbsvorteil. Sie
reduziert Ausfallzeiten, stärkt die Mitarbeiterbindung
und schützt vor Haftungsrisiken.
Niemand kann Unfälle vollständig verhindern. Aber man
kann dafür sorgen, dass aus einem Unfall nicht zwangsläufig
eine Katastrophe wird. Personen-Notsignal-Anlagen
in Verbindung mit intelligenten Alarmierungssystemen
sind ein zentraler Baustein moderner Arbeitssicherheit.
Sie schützen dort, wo menschliche Aufmerksamkeit an
Grenzen stößt. Sie greifen, wenn Sekunden zählen. Und
sie geben Beschäftigten das Gefühl, auch in kritischen
Momenten nicht allein zu sein. Denn am Ende geht es
nicht nur um Technik. Es geht um Menschen und das
Versprechen, dass jeder, der morgens zur Baustelle fährt,
abends wieder gesund nach Hause kommt.
Die tragbaren Notfallknöpfe
werden am Handgelenk, als
Lanyard oder am Gürtel getragen
und lösen per Knopfdruck
willensabhängige Alarme aus.
...kurz
und
knapp...
Cubos Internet bietet zwei intelligente
PNA-Lösungen an, die auf
unterschiedliche Anforderungen
zugeschnitten sind. Die tragbaren
Notfallknöpfe für Innenräume
lösen per Knopfdruck
willensabhängige Alarme aus.
Für Außenbereiche stehen die
»Freddy«-Pager zur Verfügung.
Persönlicher Schutz
März 2026 | 47
Der »Caldera S7S«
verfügt über ein wasserdichtes
Membranfutter
für dauerhaften
Einsatz in nassen
Umgebungen zu
jeder Jahreszeit.
SAFETY JOGGER
Neue Generation der
»Rigger Boots« gelauncht
[ SAFETY JOGGER ] Unter dem Kampagnen-Motto »Stronger
than the elements« (»Stärker als die Elemente«) stellt Safety
Jogger die neue Generation seiner »Rigger Boots«-Kollektion
vor. Die Produktreihe modernisiert den klassischen »Rigger«
mit verbesserten Eigenschaften und fortschrittlichem
Komfort für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.
Die neue Kollektion umfasst drei Modelle, die ganzjährigen Schutz bieten.
Punkten sollen sie insbesondere durch ihre metallfreies, atmungsaktives
Design mit Nano-Carbon-Zehenschutzkappe und textilem, durchtrittsicherem
Zwischensohlenmaterial für leichten Schutz und reduzierte Wärmeleitung.
Außerdem bieten die Stiefel je nach Modell wasserdichte oder wasserabweisende
Eigenschaften und sorgen so auch in nassen Umgebungen für
Komfort. Die hitzebeständige Gummilaufsohle ist für Kontakttemperaturen
bis zu 300 °C ausgelegt. Zusätzlich sorgt sie durch ihr tiefes Profil in Kombination
mit dem schmutzabweisenden Lederobermaterial für optimale Traktion
auch auf schmutzintensiven oder rutschigen Untergründen.
Praxisorientierte Details
Jeder »Rigger Boot« bietet zusätzliche, auf spezifische Einsatzbereiche
abgestimmte Funktionen. Der »Caldera S7S« beispielsweise verfügt
über ein wasserdichtes Membranfutter für dauerhaften Einsatz in nassen
Umgebungen zu jeder Jahreszeit. Eine abriebfeste Fersenkonstruktion
ermöglicht ein schnelles Ausziehen nach der Arbeit oder im Notfall. Der
»Mayon S3S« stellt die wasserabweisende Alternative dar. Er wurde speziell
für kältere Klimazonen entwickelt und kombiniert ein warmes Innenfutter
mit dem »SJ Winter Footbed« aus Filzwolle und Aluminiumrückseite für
zusätzlichen Komfort und Isolierung.
Gemein sind allen Modellen funktionale Merkmale, die den Komfort
im Arbeitsalltag erhöhen sollen, darunter z. B. eine weiche Knöchelpolsterung
zur Reduzierung von Druckstellen auch an langen Tagen. Außerdem
ist die Passform von Sneakern inspiriert und
verfügt über eine integrierte Bewegungsunterstützung
für natürliche Bewegungsabläufe und
Stabilität auf unterschiedlichen Untergründen.
Eine Anziehschlaufe erleichtert zudem das
»Hineinschlüpfen«.
Neue Sicherheitsschuhe
in sportlichem Look
[ ISM ] Mit der neuen »Puma Safety
Motion Core«-Linie will PIP EMEA
frischen Schwung in die Welt moderner
Sicherheitsschuhe bringen. Unter dem
Claim »Made for everyday hustle«
richtet sich die Kollektion an alle, die
im Job alles geben und auch darüber
hinaus keine Kompromisse eingehen
wollen. Die Modelle der »Motion
Core«-Kollektion verbinden sportliche
Ästhetik mit zuverlässigem Schutz.
Die »Motion Core«-Modelle überzeugen durch
eine dynamische Silhouette. Gleichzeitig
erfüllen sie hohe Sicherheitsanforderungen und
bieten zuverlässigen Schutz bei jeder Herausforderung
des Arbeitsalltags. Zur Ausstattung
aller Modelle gehören eine robuste Stahlkappe
sowie der flexible »Fap Lite«-Durchtrittschutz.
Eine angenehme Schaft- und Laschenpolsterung
erhöht den Tragekomfort zusätzlich, während das
»BreathActive«-Funktionsfutter für ein ausgeglichenes
Fußklima sorgt. Ergänzt wird das Komfortpaket
durch das »Evercushion Easy«-Fußbett
und die »Motion Core«-Sohle, die bis zu 300 °C
hitzebeständig und rutschfest ist. Die Linie umfasst
drei Modelle, von denen zwei der Schutzklasse
S1PS entsprechen. Das dritte Modell erfüllt die
Anforderungen der Schutzklasse S3S.
Stabilität und Grip
auf jedem Untergrund
Das Profil der Gummilaufsohle sorgt für optimalen
Bodenkontakt auf verschiedensten Untergründen.
Flachere Stollen bieten Bodenhaftung in
Innenräumen, während tiefere Profilelemente im
Außenbereich selbstreinigend wirken. Seitliche
Erhöhungen der Zwischensohle im Fersenbereich
verbessern die Stabilität beim Fersenauftritt und
unterstützen ein sicheres Abrollen bei jedem
Schritt. Die weiche Zwischensohle absorbiert
die beim Auftritt entstehenden Kräfte optimal
ISM
Das Profil der Gummilaufsohle sorgt
für optimalen Bodenkontakt auf verschiedensten
Untergründen.
und vereint Standfestigkeit mit Flexibilität. Die
neueste Generation des metallfreien Durchtrittschutzes
»Fap Lite« überzeugt durch eine
hohe Flexibilität. Gleichzeitig bietet sie eine
verbesserte Dämpfung sowie spürbare Druckentlastung.
Dank ihrer hohen Atmungsaktivität
unterstützt sie zudem eine kühlende Wirkung
und eine effektive Schweißaufnahme und sorgt
so für dauerhaft angenehmen Tragekomfort bei
gleichzeitig maximaler Sicherheit. Die Kombination
aus atmungsaktiver Schaumstofftechnologie und
feuchtigkeitsabsorbierendem Obermaterial im
»Evercushion Easy« leitet Schweiß zuverlässig vom
Fuß ab und sorgt für ein angenehm trockenes
Tragegefühl.
48 | März 2026
Persönlicher Schutz
HKS
Neu im Portfolio von HKS:
der »Pioneer Black Boa« aus
der »Crossmax«-Kollektion.
Zuwachs für die
»Crossmax All
Terrain Grip«-Serie
[ HKS ] Mit dem »Pioneer Black Boa« aus der »Crossmax«-
Kollektion stellt Heinrich Klumpen Söhne (HKS) einen neuen
C
Sicherheitsschuh vor, der nach Unternehmensangaben keine
Herausforderungen scheut. Das Modell erfüllt den Standard
M
S3S SR FO SC und ist antistatisch sowie ESD-geprüft.
Y
D
CM
as rutschfeste »Crossmax«-Stollenprofil sorgt für eine feste Bodenhaftung
und bietet bestmöglichen Halt sowie ein hohes Maß an Stabilität.
MY
CY
Die multidirektionalen Stollen »klammern« sich fest in den Boden und sorgen
für optimalen Grip und Traktion – auf nassem, trockenem, schlammigem CMY
oder losem Untergrund. Das 5-mm-Profil ist sehr griffig, stützend und
für maximale Strapazierfähigkeit in anspruchsvollem Gelände ausgelegt.
Das Ergebnis: mehr Kontrolle, noch bessere Balance und Trittsicherheit.
K
Sicherheit bis ins Detail
Rundum geschützt und trittsicher unterwegs ist man mit dem Durchtrittschutz
aus Textil-Kevlar-Gewebe, das den Schuh flexibel macht und bestmögliche
Bewegungsfreiheit verspricht. Ein besonderes Plus bietet zudem
die ergonomisch geformte Zehenschutzkappe aus Stahl. Ausgestattet
mit der TPU-Hochleistungsaußensohle, soll der »Pioneer Black Boa« die
höchste Rutschsicherheit gewährleisten. Zudem ist die Außensohle öl-,
säure- und kraftstoff- sowie hitzebeständig bis 150 °C. Die abriebfeste
PU-Überkappe sorgt für einen robusten Schutz und schützt das Obermaterial
zuverlässig vor Verschleiß.
Den Bewegungsapparat entlasten
Der verarbeitete »Power Foam« entlastet bei jedem Schritt und schont
aktiv die Gelenke, Sehnen und Bänder. Er steigere zudem die Ausdauer
und helfe so, bei jedem Schritt mehr Energie zu sparen. Der hohe Schaftabschluss
umschließt das Fußgelenk und stabilisiert den Knöchel, um das
Umknickrisiko zu reduzieren. Das Obermaterial aus »Nanotech« sorgt für ein
geschmeidiges, agiles Laufgefühl bei hoher Abriebfestigkeit. Ebenso ist es
schmutz- und wasserabweisend und gegen eine Vielzahl von Chemikalien
resistent. Das Cool-Mesh-Funktionsfutter maximiert die Atmungsaktivität
und optimiert die Feuchtigkeitsregulierung. Die Kragenpolsterung, die
weich gepolsterte Lasche und der gepolsterter Schaftabschluss tragen
zu einem hohen Tragekomfort bei.
Die Modelle der »Motion Core«-Kollektion verbinden sportliche Ästhetik
mit zuverlässigem Schutz.
Persönlicher Schutz
März 2026 | 49
Der Gebrauch von
Werkzeugen ist immer
noch mit erheblichen
Unfallgefahren
verbunden.
Neue Vollmaske
»C 701« vorgestellt
ADOBE STOCK
Unfälle durch nicht
kraftbetriebene
Handwerkzeuge
EKASTU
[ DGUV ] Der Gebrauch von Werkzeugen ist immer noch
mit erheblichen Unfallgefahren verbunden. 2024 kam es zu
61 308 meldepflichtigen Arbeitsunfällen im betrieblichen
Umfeld mit oder durch ein nicht kraftbetriebenes
Handwerkzeug. Das entspricht etwa 9 Prozent aller
Arbeitsunfälle im Betrieb (685543 insgesamt). Das geht aus
der neuen Broschüre »Arbeitsunfallgeschehen 2024« der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor.
Die gefährlichsten manuellen Handwerkzeuge sind alle Arten von Messern.
34605 aller Arbeitsunfälle (56 Prozent) durch nicht kraftbetriebene
Handwerkzeuge entfielen 2024 auf sie. Seltener traten Verletzungen durch
Gegenstände des (Bau-)Handwerks wie Hammer (12 Prozent), Schraubenschlüssel
(5 Prozent), Schraubenzieher (2 Prozent) oder andere Werkzeuge
wie Handsägen, Zangen oder Meißel auf. Am häufigsten werden die Hände
durch Handwerkzeuge verletzt. Betrachtet man die letzten fünf Jahre, dann
war in fast 82 Prozent aller Arbeitsunfälle mit Handwerkzeugen dieses
Körperteil betroffen. Unfälle mit Handwerkzeugen sind auch mit längeren
Ausfallzeiten verbunden: In 40 Prozent der Fälle – wieder bezogen auf die
Zahlen seit 2020 – dauerte die Genesungszeit nicht länger als eine Woche,
bei weiteren 48 Prozent eine bis vier Wochen. Aber 8 Prozent der Verunfallten
waren länger als vier Wochen (bis zu einem halben Jahr) arbeitsunfähig
nach ihrem Unfall. Bei 109 Versicherten waren die Unfallfolgen so schwer
nach Verletzungen mit nicht kraftbetriebenen Handwerkzeugen, dass ihnen
2024 eine Unfallrente zuerkannt wurde.
Unfällen richtig vorbeugen
Die Sicherheit beginnt bereits bei der sorgfältigen Auswahl des richtigen
Werkzeugs für die jeweilige Arbeitsaufgabe. Das GS-Zeichen weist darauf
hin, dass ein Werkzeug geprüft wurde in Bezug auf seine Arbeitssicherheit.
Wichtig ist auch die Ergonomie des Werkzeugs: Das Handwerkzeug muss
für den Anwender sicher und bequem zu greifen sein. Auch Ordnung und
Übersicht bei der Lagerung und dem Transport tragen zur Sicherheit bei.
Klingen sollten beispielsweise verdeckt sein oder in speziellen Halterungen
aufbewahrt werden, um das Risiko, zufällig hineinzugreifen, zu mindern.
Zudem bedürfen Handwerkzeuge einer regelmäßigen Pflege, Wartung
und Instandhaltung, um die Arbeitssicherheit während des Gebrauchs
zu gewährleisten. Zentral ist zudem die regelmäßige Unterweisung der
Beschäftigten, die Handwerkzeuge nutzen.
Die neue »C 701« kann mit Partikel-, Gas-,
Kombinationsfiltern sowie gegebenenfalls mit
Schlauchgeräten eingesetzt werden.
[ EKASTU ] Getreu dem Motto »das Alte auf eine neue Weise
tun – das ist Innovation« präsentiert Ekastu die Vollmaske
»C 701«. Sie entspricht der Norm DIN EN 136 und besitzt
eine Feuerwehrzulassung.
Die »C 701« ist eine Vollmaske der Klasse 3. Sie verfügt über einen
Rundgewindeanschluss gemäß DIN EN 148-1 und kann mit Partikel-,
Gas-, Kombinationsfiltern sowie gegebenenfalls mit Schlauchgeräten eingesetzt
werden. Es wird somit ein vollumfassender Schutz, gegen feste
und flüssige Partikel, Gase und Dämpfe, geboten. Die extragroße und
panoramaähnliche Sichtscheibe ermöglicht ein »Rundum«-Blickfeld, das
dank der kratzfesten PC-Sichtscheibe verzerrungs- und spiegelfrei bleibt.
Hoher Tragekomfort
Das innovative und intelligente »Air-On«-Belüftungssystem kommt ohne
Steuerventile aus. Die Atemwiderstände der »C 701« sind minimiert und
das Beschlagen der Sichtscheibe wird dank der speziellen Konstruktion
effizient verhindert. Die Maske, die ca. 620 g Gewicht auf die Waage
bringt, bietet einen Maskenkörper und eine Innenmaske aus hochwertigem
hypoallergenem TPR. Die ergonomisch gestaltete »C 701« soll außerdem
durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Gesichtsformen
überzeugen. Der Komfort und die Sicherheit der neuen Maske werden
durch die Fünf-Punkt-Kopfbänderung abgerundet. Die Vollmaske »C 701«
entspricht der Norm DIN EN 136 und besitzt eine Feuerwehrzulassung.
Sie ist in den Farben Olive/Black und in Signal-Rot erhältlich.
UNTERNEHMEN
Das 1933 gegründete Unternehmen Ekastu Safety produziert
bis heute Persönliche Schutzausrüstung, insbesondere
Atem- und Augenschutz sowie Medizinprodukte zur Ersten
Hilfe. Das Traditionshaus legt großen Wert auf einen kompetenten
und zuverlässigen Kundenservice sowie auf einen
besonders schnellen Versand von bestellten Produkten.
50 | März 2026
Persönlicher Schutz
BAUSTELLENSICHERHEIT
Mobiles Equipment
Digital am Bau
Fahrzeugsicherheit
ADOBE STOCK
Persönlicher Schutz
März 2026 | 51
Umbau- und
Renovierungsarbeiten
müssen bei Asbestbelastung
von Fachfirmen ausgeführt
werden, die über eine
Zulassung nach der
Technischen Regel für
Gefahrstoffe 519 verfügen.
Vorsicht bei
Umbau- und Renovierungsarbeiten
an älteren Gebäuden
ADOBE STOCK
[ TÜV SÜD ] Zwischen den Jahren 1950 und 1985 wurden rund
4,4 Mio. t Asbest in Deutschland verbaut. Das zeigen aktuelle Zahlen der
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA. Asbest wurde in
einer Vielzahl von Baustoffen verwendet. Die Sanierung von Gebäuden mit
asbesthaltigen Materialen ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.
TÜV Süd rät Eigentümern, Mietern, Bauherren und Handwerkern, vor Umbauund
Renovierungsarbeiten genau hinzuschauen.
Die Herstellung und die Verwendung von Asbest
ist in Deutschland seit 1993 verboten.
Aber in älteren Immobilien ist noch häufig Asbest
vorhanden, z. B. in Wand- und Deckenputzen. So
wurden bei einer Untersuchung in der Schweiz
an 303 unterschiedlich genutzten Gebäuden
aus Baujahren zwischen 1850 und 1980 bei
einem Drittel der Gebäude asbesthaltige Putze
gefunden. Trotz des geringen Asbestgehalts im
Putz (meistens unter 1 Prozent) ergaben Arbeitsplatzmessungen
beim Entfernen der Putze hohe
Konzentrationen, die von mehreren 100 000
bis zu mehr als 1 Mio. Fasern/m 3 Luft reichten.
Asbest ist als krebserregender
Stoff eingestuft und kann
ernsthafte gesundheitliche Schäden
verursachen.
TÜV SÜD
Gefahren nicht
unterschätzen
Grundsätzlich wird zwischen schwach gebundenen
Asbestprodukten (z. B. Spritzasbest, Wandputz, Asbestschnüre
in Ofentüren etc.) und fest gebundenen
Asbestprodukten (Asbestzement) unterschieden.
»Besonders gefährlich sind schwach gebundene
Asbestprodukte, aus denen Asbestfasern schon
durch Erschütterungen, Luftbewegungen oder natürliche
Abnutzung freigesetzt werden können«, sagt
Johannes Weber, Experte für Untersuchungen von
asbestverdächtigen Baustoffen im akkreditierten
Werkstoffprüflabor des TÜV Süd in Filderstadt/
Stuttgart. Von fest gebundenen asbesthaltigen
Baustoffen geht in der Regel keine Gefahr aus,
solange die Bauteile intakt sein. »Aber sobald fest
gebundene Asbestprodukte mechanisch bearbeitet
werden«, so der Experte weiter, »beispielsweise
durch Abschleifen, Abbürsten, Bohren, Sägen oder
Druckreinigen, gelangen mikroskopisch kleine
Asbestfasern in die Umgebung.«
Sanierungen nur durch
zugelassene Fachfirmen
Die TÜV-Süd-Experten stellen immer wieder
fest, dass Heim- und Handwerker leichtfertig mit
den Renovierungsarbeiten an älteren Immobilien
beginnen – vor allem jüngere Menschen, die nicht
ausreichend über die Geschichte des Baustoffs,
die vielen asbesthaltigen Bauprodukte und die
massiven gesundheitsschädlichen Auswirkungen
der Fasern informiert sind. »Asbest ist als krebserregender
Stoff eingestuft«, betont Johannes
Weber. »Bei nicht sachgemäßem Umgang kann es
zu unkontrollierten Faserfreisetzungen kommen,
die schwerwiegende Auswirkungen auf die eigene
Gesundheit und die Gesundheit von Dritten haben.«
Aus diesem Grund müssen Umbau- und
Renovierungsarbeiten nach Aussage des TÜV-
Süd-Experten sorgfältig geplant und bei Asbestbelastung
von Fachfirmen ausgeführt werden, die
über eine Zulassung nach der Technischen Regel
für Gefahrstoffe 519 verfügen. Die TRGS 519
enthält konkrete Vorgaben für den Schutz von
Beschäftigten und anderen Personen bei Tätigkeiten
mit Asbest und asbesthaltigen Materialien
bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten.
Der unerlaubte Umgang mit Asbest ist
ein Straftatbestand, der mit Freiheitstrafen oder
Geldstrafen geahndet werden kann.
»Leider ist es oft nicht möglich, nur anhand
des Aussehens oder des Verwendungszweckes
eines Bauteils zu erkennen, ob Asbest enthalten
ist«, erklärt Johannes Weber. »Für Gewissheit
kann hier nur eine Laboranalyse im Labor
sorgen.« Dafür müssen die entsprechenden
Proben fachgerecht entnommen, verpackt und
an ein akkreditiertes Labor gesendet werden.
Das akkreditierte Material- und Prüflabor von
TÜV Süd in Filderstadt/Stuttgart bietet solche
Untersuchungen an, für die ein Rasterelektronenmikroskop
eingesetzt wird.
52 | März 2026 Baustellen-Sicherheit
Im gewerblichen Bereich
muss ein Sauger mit
mindestens Staubklasse M
genutzt werden.
ELECTROSTAR
»Must-haves« für
eine sichere Baustelle
GEH AUF
NUMMER
SICHER.
Das OilQuick Sicherheitskonzept für Schnellwechsler
aus Sichtanzeige + Fallsicherung …
[ ELECTROSTAR ] Manche Blessuren wie Schnittverletzungen
und Knochenbrüche sind sofort zu spüren. Baustellen bergen
aber auch Risiken, die die Gesundheit erst im Laufe der
Zeit beeinträchtigen können. Egal, ob beim selbstständigen
Umbau in den eigenen vier Wänden oder bei der Arbeit auf
offiziellen Baustellen – Electrostar hat drei »Must-haves« für
die sichere Baustelle zusammengefasst.
Baustellen sind staubig. Wie groß jedoch die Gesundheitsbelastung ist,
die Staub mit sich bringt, ist vielen nicht bewusst. Aus diesem Grund
sollte beim Einsatz von handgeführten Maschinen wie z. B. einer Handkreissäge,
einer Bohr- oder Schleifmaschine oder einer Mauernutfräße
immer ein geeigneter Baustellensauger angeschlossen werden. So lässt
sich die Gesundheitsgefahr minimieren. Wichtig ist mit Blick auf die Wahl
des richtigen Saugers, dass dieser für die Staubklassen L bis H-Asbest
ausgelegt ist. Im gewerblichen Bereich muss ein Sauger mit mindestens
Staubklasse M genutzt werden. Um das Staubmanagement im Arbeitsalltag
zu erleichtern, sollte zusätzlich zum Sauger passendes Zubehör verwendet
werden. Je nach Art der Baustelle wirbeln mehr oder weniger gefährliche
Stäube und Schadstoffe durch die Luft. Mit einem Luftreiniger kann die
Luft sauber gehalten werden. So atmen alle, die auf der Baustelle arbeiten,
keine gesundheitsschädlichen Partikel ein.
plant jede mögliche Fehlverriegelung mit ein
verzeiht auch menschliche Fehler
hat Anbaugeräte sogar unverriegelt im Griff
Wir machen bei deiner Sicherheit
keine Kompromisse. Und du?
Du kannst ältere Schnellwechsler-Modelle
jederzeit nachrüsten lassen - das wird
übrigens von der BG Bau gefördert.
PSA ist Pflicht
Nicht nur die richtigen Geräte sind für zuverlässigen Gesundheitsschutz
auf Baustellen relevant. Auch die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) darf
man nicht vernachlässigen. Dazu gehören Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe
und durchtrittsicherer Sohle, angemessener Gehörschutz, eine Schutzbrille
sowie ein Helm, um Kopfverletzungen vorzubeugen. Außerdem sollten eine
Staubschutzmaske und ein Verbandskasten vorhanden sein.
UNTERNEHMEN
Die Electrostar GmbH, seit 2007 Teil der Algo-Gruppe,
vertreibt weltweit u. a. ein breites Sortiment leistungsstarker
Sauger für Handwerk, Gewerbe und Industrie.
Mit der Übernahme der Haaga Kehrsysteme GmbH im Jahr 2012
ergänzten innovative Kehrmaschinen das Portfolio. Die Unternehmensgruppe
beschäftigt an ihren Standorten rund 230 Mitarbeiter und
erzielte 2024 einen Gruppenumsatz von über 50 Mio. Euro.
MEHR SICHERHEIT GEHT NICHT
EUROTEST DOPPELSIEGER 2019 + 2022 oilquick.de/Sicherheit
Baustellen-Sicherheit
März 2026 | 53
Vp TPA liefert mit der
eigenen Fahrzeugflotte
die Aluminium-Panels
bedarfsgerecht zur
Baustelle.
Das Verlegen und Umverlegen
erfolgt per Fernsteuerung und
schafft so zusätzliche Sicherheit.
VP TPA (2)
Belastbare Baustraßen
für Solarparks
[ VP TPA ] Photovoltaik-Freiflächenanlagen werden häufig auf Ackerflächen
installiert. Für die Umsetzung ist auch eine stabile Bodenbeschaffenheit
entscheidend. Hier unterstützen die Aluminium-Panels von Vp TPA Mobile
Straßen: Sie schützen den Untergrund vor Verdichtung, ermöglichen die
problemlose Zufahrt schwerer Fahrzeuge und dienen als Baustraße sowie
Lagerfläche. Besonders beim Einbringen von schweren Trafohäusern sorgen
die Panels für sichere Transporte und präzises Positionieren. Sie sind einfach
zu verlegen, hochbelastbar und flexibel und können nach Abschluss der
Arbeiten rückstandslos entfernt werden.
Laut Umweltbundesamt wurden bis Ende
2024 etwa 45 000 ha Photovoltaik-Freiflächenanlagen
installiert. Bei der Standortwahl
sind verschiedene Faktoren entscheidend. Eine
geeignete Fläche liegt idealerweise Richtung
Süden, ist wenig verschattet und nicht zu stark
geneigt. Auch muss die Bodenbeschaffenheit
für die Montage geeignet sein. An dieser Stelle
bieten die Aluminium-Panels von Vp TPA Mobile
Straßen Flexibilität bei der effizienten Projektumsetzung.
Die Panels bewahren den Untergrund
vor Verdichtung und sorgen dafür, dass Fahrzeuge
den Bereich während der Montage problemlos
befahren können – beispielsweise, wenn es um
die Anlieferung der Transformatorenstation geht.
Zuwege für Schwertransport
Die vom Solarpark erzeugte elektrische Energie
wird mittels Trafohaus in die benötigte Spannung
für das öffentliche Netz umgewandelt und eingespeist.
Je nach Leistung und Ausstattung
kann ein Trafohaus für einen Solarpark über
18 t wiegen. Die Anlieferung erfordert spezielle
Schwertransporte und Kräne, um das Trafohaus
sicher auf dem Gelände abzusetzen und richtig
zu positionieren. Damit dieser wichtige Schritt
zur Realisierung des Solarparks einwandfrei
abläuft, kommen Aluminium-Panels von Vp TPA
zum Einsatz. Zwischen den Solarelementen wird
eine Baustraße aus Panels errichtet, die vom Kran
für die Durchfahrt genutzt wird. Im Anschluss
steht der Kran auf einem Plateau aus Platten
und hebt von dort aus das Trafohaus ins Fundament.
Zusätzlich können die Aluminium-Panels
als Lagerflächen zum Abladen der Solarmodule
genutzt werden.
Leicht im Handling
Die Verlegung der Panels für belastbare Zufahrten
und Stellflächen ist unkompliziert. Die 3 m breiten
Elemente im Kastenprofil werden zu einer Länge
von 2,45 m zusammengefügt. Anschließend
werden diese in Längs- und Querrichtung zu
einer fest verbundenen Gesamtfläche zusammengeschraubt.
Die Panels sind mit bis zu 250 t/cm 2
belastbar. Dabei liegt das Gewicht pro Platte bei
270 kg. Um Transportwege einsatzgerecht zu
sichern, werden auch Einfahrtstrichter verlegt.
Diese gewährleisten erweiterte Kurvenradien für
breite und ausschwenkende Fahrzeuge. Für die
Anlieferung und Verlegung setzt Vp TPA auf eine
moderne Fahrzeugflotte und hochqualifizierte,
deutschsprachige Mitarbeitende. Die Aluminium-
Panels werden bedarfsgerecht zur Baustelle
geliefert. Das Fahrzeug ist für das Verlegen der
Platten mit einem Heckkran versehen, der per
Fernbedienung einen externen Zugriff erlaubt. So
erfolgt ein sicheres und präzises Verlegen. Nach
Projektende erfolgt der Abtransport.
Bodenschonende Lösung
Die Aluminium-Panels von Vp TPA bieten Sicherheit
hinsichtlich Traktion und Lastverteilung. Durch
die spezielle Struktur passen sich die Panels an die
gegebenen Bodenverhältnisse an. Die profilierte
Oberfläche sorgt für zusätzliche Sicherheit in der
Anwendung. Mit ihren lastverteilenden Eigenschaften
sorgen die Elemente für eine minimierte
Bodenverdichtung und schützen den Untergrund.
Eine Demontage nach Projektabschluss erfolgt
rückstandsfrei, die Panels werden gereinigt und
erneut verwendet, was sie besonders umweltfreundlich
macht.
54 | März 2026 Baustellen-Sicherheit
Produktportfolio um mobile
Brandschutzstation erweitert
[ MINIMAX ] Mit der »Safety Station
360°« reagiert das Unternehmen, das
bereits ein umfangreiches Portfolio
an Brandschutzlösungen bietet,
auf die steigende Nachfrage nach
flexiblen und sofort einsatzbereiten
Sicherheitslösungen für temporäre
Einsatzorte.
Die »Safety Station 360°« vereint wichtige
Komponenten für den vorbeugenden und
abwehrenden Brandschutz sowie für Erste Hilfe
in einer kompakten Einheit. Sie lässt sich schnell
auf- und abbauen und eignet sich ideal für
Baustellen, Industrieanlagen, Veranstaltungen
und temporäre Einrichtungen – überall dort, wo
eine feste Brandschutzinfrastruktur fehlt oder
nicht praktikabel ist. »Mit der ›Safety Station
360°‹ bieten wir unseren Kunden eine Lösung,
die wichtige Komponenten für den Ernstfall
an einem Ort vereint. Sie ist flexibel, schnell
verfügbar und ermöglicht eine sofortige und
effektive Reaktion«, erklärt Produktmanager
Christian Sykulla.
Warum eine mobile Lösung?
Mobile Brandschutzstationen sind nach Ansicht
von Minimax die Antwort auf die wachsenden
Anforderungen an temporäre Sicherheit. Sie
unterstützen Brandwachen, gewährleisten zuverlässigen
Brandschutz und stellen gleichzeitig
wichtige Erste-Hilfe-Ausrüstung bereit. Dank
des unkomplizierten Handlings eignet sich
die »Safety Station 360°« ideal für kurzfristige
Projekte und wechselnde Einsatzorte.
Ohne bauliche Maßnahmen
Zum Ausstattungspaket der »Safety Station
360°« gehören ein manueller Alarm mit Sirene
und Blitzlicht, Wandhalterungen zur Aufnahme
von Feuerlöschern sowie Diebstahlsicherungen
für die Geräte. Ergänzt wird das System durch
MINIMAX
Neu im Produktkatalog von Minimax: die mobile
Brandschutzlösung »Safety Station 360°«.
einen Erste-Hilfe-Koffer und eine integrierte
Augenspülstation. Eine bebilderte Anleitung zur
Brandbekämpfung informiert vor Ort über das
richtige Vorgehen im Ernstfall. Zudem sind die
standardisierten Brandmeldezeichen F005 sowie
das Feuerlöscher-Zeichen F001 gut sichtbar
angebracht, um eine schnelle Orientierung zu
ermöglichen. Die Konstruktion ist mobil ausgeführt
und kommt ohne bauliche Maßnahmen
aus. Dadurch lässt sie sich kurzfristig aufstellen
und bei Bedarf wieder entfernen. Der Auf- und
Abbau erfolgt ohne aufwendige Installation,
sodass die Einheit unmittelbar einsatzbereit
ist.
Rack-Cases für
professionelle Einsatzbereiche
Die »Euro-V«-Rack-Cases decken
ein breites Spektrum professioneller
Anwendungen ab.
[ PELI PRODUCTS ] Die neue Familie robuster, rackmontierter
Transportlösungen »Euro-V« wurde für anspruchsvolle professionelle
Einsatzbereiche entwickelt. Als Teil eines optimierten europäischen
Produktionsprozesses in Deutschland gefertigt, ermöglichen die »Euro«-
Rack-Cases deutlich verkürzte Lieferzeiten und unterstützen metrisch
montierte Geräte serienmäßig. Die Serie verbindet effiziente regionale
Fertigung mit Pelis Anspruch an Robustheit, Sicherheit und Geräteschutz
und eignet sich ideal für zeitkritische Projekte und Einsätze.
DDie »Euro-V«-Rack-Cases verfügen über
einen Stahlrahmen mit industriestandardisiertem
Vierkantlochbild und unterstützen
metrische Geräte über M6-Käfigmuttern. Für
den Einsatz in herausfordernden Umgebungen
konzipiert, sind die Cases mit wandmontierten
zylindrischen Schwingungsdämpfern ausgestattet,
die empfindliche Technik zuverlässig vor Stößen
und Vibrationen schützen. Abgesichert werden
Gerätegewichte von 10 kg bis 80 kg. Die Serie
ist in Höhen von 4U bis 10U erhältlich und bietet
Racktiefen von 610 mm und 762 mm. Damit
decken die »Euro-V«-Rack-Cases ein breites
Spektrum professioneller Anwendungen ab.
Für einen einfachen Transport und komfortables
Die »Euro-V«-Rack-Cases verfügen
über einen Stahlrahmen mit
industriestandardisiertem Vierkantlochbild.
PELI PRODUCTS (2)
Handling sind alle »Euro-V«-Rack-Cases serienmäßig
mit acht schwarzen Kunststoffgriffen und
integrierten Kantenrollen ausgestattet.
Kompatibel mit
anderen Peli-Serien
Ein zentrales Konstruktionsmerkmal der »Euro-
V«-Serie ist die Stapelbarkeit. Sie gewährleistet
die vollständige Kompatibilität mit den Serien »Peli
Super-V« und »BlackBox«-Rack- Cases. Anwender
können die »Euro-V«-Einheiten problemlos in
bestehende Serien integrieren und gleichzeitig
die Lager- und Transporteffizienz erhöhen.
»›Euro-V‹ steht für eine klare Ausrichtung auf
europäische Fertigung und schnelle Verfügbarkeit,
ohne Kompromisse beim Schutz einzugehen«,
sagt Ebru Doyuran, Product Marketing Manager
bei Peli. »Die Serie wurde gezielt für metrische
Systeme und professionelle Anwender entwickelt,
die zuverlässigen Schockschutz, kurze
Lieferzeiten und Kompatibilität mit bestehenden
Rack-Case-Lösungen benötigen.«
Baustellen-Sicherheit
März 2026 | 55
Laut DGUV kam es im
Jahr 2024 zu rund 750 000
meldepflichtigen Arbeitsunfällen.
Beschäftigte müssen wissen,
was bei einem Unfall zu tun ist.
Was ist bei einem
Arbeitsunfall zu tun?
DEKRA
[ DEKRA ] Was ist zu tun, wenn es zu einem Arbeitsunfall kommt? Darüber sind
viele Beschäftigte nicht richtig informiert, beobachten die Arbeitsschutzexperten
von Dekra in ihrer täglichen Praxis. Dabei müssen Mitarbeitende in der jährlichen
Unterweisung zum Arbeitsschutz erfahren, was es mit Erster Hilfe, Verbandbuch
und Durchgangsarzt auf sich hat. Unternehmen und Beschäftigte riskieren
rechtliche, finanzielle oder gesundheitliche Nachteile, wenn sie sich nicht an die
Vorgaben halten.
Jörg Lobe, Leiter des Fachbereichs Sicherheit
und Gesundheitsschutz bei Dekra, erklärt:
»Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ihre
Beschäftigten zu unterweisen, was bei einem
Arbeitsunfall zu tun ist. Wer von einem Arbeitsunfall
selbst betroffen ist oder als Ersthelfer vor
Ort ist, muss diese ›Basics‹ unbedingt kennen.
Sonst riskiert er seinen Versicherungsschutz
oder gar gesundheitliche Spätfolgen.«
Häufig wird diese Unterweisung für den Arbeits-
und Gesundheitsschutz vernachlässigt, wie
der Dekra-Arbeitssicherheitsreport 2025 zeigt.
Laut einer Forsa-Befragung für Dekra gibt es
nur bei 75 Prozent der befragten Betriebe eine
regelmäßige jährliche Unterweisung. Bei Betrieben
unter 50 Mitarbeitern sind es sogar nur 45 Prozent.
Arbeitgeber
informieren
Ganz wichtig nach einem Arbeitsunfall: »Neben
der Ersten Hilfe und einem Notruf – falls nötig
– ist eine Information an den Vorgesetzten und
damit an den Arbeitgeber unerlässlich«, erklärt
Lobe. Sollte der Arbeitsunfall zu einer Arbeitsunfähigkeit
von mehr als drei Kalendertagen führen,
muss der Arbeitgeber diesen Unfall bei der zuständigen
Berufsgenossenschaft melden. Laut
DGUV kam es im Jahr 2024 zu rund 750 000
meldepflichtigen Arbeitsunfällen.
Zudem muss der Arbeitgeber die Unfallursache
ermitteln, gegebenenfalls die Gefährdungsbeurteilung
überarbeiten und Arbeitsabläufe
ändern. Denn Unternehmen sind laut Gesetz
grundsätzlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz
im Betrieb verantwortlich. »Jeder
Arbeitsunfall liefert wertvolle Informationen über
Gefährdungen«, so Lobe. »Eine systematische
Auswertung ist für Arbeitgeber deshalb ein
absolutes Muss, um die Arbeitssicherheit im
Betrieb zu erhöhen.«
Durchgangsarzt
aufsuchen
Was vielen Arbeitnehmern nicht bekannt ist,
ist die Funktion des Durchgangsarztes. Er ist
der »Vertragsarzt« der Berufsgenossenschaft
(BG), bei der Beschäftigte versichert sind. Im
öffentlichen Sektor übernehmen die Unfallkassen
die Funktion der BG. Nach einem Arbeits-
oder Wegeunfall müssen Verletzte einen
Durchgangsarzt aufsuchen. Auf diese Weise
Arbeitgeber sind gesetzlich
verpflichtet, ihre Beschäftigten
zu unterweisen, was bei einem
Arbeitsunfall zu tun ist.
stellen sie sicher, dass sie als Versicherte die
bestmögliche Behandlung erhalten. Das Ziel
ist es dabei, die Arbeitsfähigkeit so schnell wie
möglich wieder herzustellen.
Bei ernsten Unfällen müssen Beschäftigte wie
alle anderen auch die nächste Klinik aufsuchen.
Verbandbucheintrag
als Nachweis
Nach dem Unfall darf der Eintrag in das so genannte
Verbandbuch nicht vergessen werden.
Diesen Eintrag nimmt entweder der Ersthelfer
oder bei kleineren Verletzungen der verunfallte
Beschäftigte selbst vor. Dabei geht es um Zeitpunkt,
Unfallvorgang, Verletzungen, Zeugen und
Maßnahmen, um den Arbeitsunfall zu dokumentieren.
Das Verbandbuch dient gegenüber
den Versicherungsträgern als Nachweis – das
ist nicht zuletzt bei gesundheitlichen Spätfolgen
wichtig, um den Versicherungsschutz nicht
zu gefährden. Ein Verbandbucheintrag liefert
zudem wichtige Informationen. »Das Verbandbuch
ist für den Arbeitgeber eine wertvolle Quelle,
um Gefährdungen und Unfallursachen und
-abläufe zu erkennen und zu analysieren«, erklärt
Lobe. Der Dekra-Arbeitsschutzexperte empfiehlt,
Verbandbucheinträge in einem digitalen Tool
vorzunehmen und dort auch die sogenannten
Beinaheunfälle zu erfassen. Denn auch diese
liefern wichtige Hinweise auf Gefahrenstellen,
gefährliche Arbeitsabläufe oder mangelndes
Sicherheitsbewusstsein. »Damit können Beschäftigte
und Arbeitgeber gemeinsam den
Arbeits- und Gesundheitsschutz als Chance
sehen«, sagt Lobe. »Sind diese Abläufe etabliert,
fördert das die Sicherheitskultur, verringert Unfälle
und senkt die Ausfallzeiten.«
56 | März 2026 Baustellen-Sicherheit
Am Standort Großröhrsdorf
fertigt das
Unternehmen hochwertige
Ketten- und
Hebezeuge.
Praxisnahe
Lösungen
für Hebe- und Zurrtechnik
[ SHZ ] Für das Geschäftsjahr 2026 plant die Sächsische Hebe- und Zurrtechnik (SHZ)
gezielte Innovationen sowie den Ausbau der internationalen Präsenz. Gleichzeitig sucht
das Unternehmen weltweit weiterhin nach neuen Vertriebspartnern und strategischen
Kooperationen, um den internationalen Wachstumskurs fortzusetzen. Ganz in diesem Sinne
hat das Unternehmen auf der LogiMAT in Stuttgart einige praxisnahe Produktneuheiten
präsentiert, darunter die Rundschlinge »Performance Pro«.
Mit der »Performance Pro« erweitert SHZ sein
Sortiment leistungsstarker Rundschlingen und
bietet eine Alternative zur bewährten Schwerlastrundschlinge
»Performance Max«. Die Neuheit soll dabei
dieselben Vorteile mit sich bringen wie eine geringe
Auflagefläche und hohe Tragfähigkeit, wurde jedoch
hinsichtlich Gewicht und Wirtschaftlichkeit optimiert.
Sie wird aus HMPE-Garn gefertigt: Dieser innovative
Materialeinsatz macht die Schlinge nach Angaben von
SHZ nicht nur leichter, sondern auch effizienter in der
Anwendung. Der Kern aus HMPE-Garn wird durch
einen abriebfesten Polyester-Mantel geschützt, um
die Langlebigkeit und Sicherheit im Einsatz weiter zu
erhöhen. Zudem ist die »Performance Pro« serienmäßig
mit RFID-Technologie ausgestattet, was eine einfache
Identifikation und digitale Verwaltung ermöglicht. Die
»Performance Pro« wurde in enger Zusammenarbeit mit
der Trowis GmbH aus Chemnitz entwickelt und wird zunächst
für Tragfähigkeiten von 10 bis 100 t angeboten.
Robustes Leichtgewicht
Mit der Weiterentwicklung des SHZ-Premium-Hebelzugs
bietet das Unternehmen eine effiziente Lösung
für anspruchsvolle Hebeaufgaben. Das vollständig aus
Aluminium gefertigte Gehäuse sorgt für eine spürbare
Gewichtseinsparung, was insbesondere bei Montagearbeiten
von Vorteil ist. Die kompakte Bauweise bleibt
dabei erhalten und kombiniert Stabilität mit geringem
Gewicht. Ein ergonomischer Griff verbessert die Kraftübertragung,
während die gesicherte Kettenfreischaltung
für schnelles Durchziehen der unbelasteten Kette sorgt.
Für maximale Sicherheit und Langlebigkeit verfügt
der Hebelzug über eine Rutschkupplung zum Schutz
vor Überlastungen, ein gekapseltes Gehäuse, das vor
Staub und Feuchtigkeit schützt, sowie eine hochfeste,
verzinkte Lastkette nach EN 818-7 Klasse T mit H-
Stempel. Zudem ist der Lasthaken drehbar und mit
einer robusten Sicherung ausgestattet, um Sicherheit
im Einsatz zu gewährleisten.
Digitale Verwaltung leicht gemacht
Für ein hohes Maß an Nutzerfreundlichkeit sorgt der
RFID-Sensor, der ab sofort optional in alle SHZ-Zurrgurte
und Anschlagmittel integriert werden kann.
Der Sensor wird gemeinsam mit dem Etikett in einer
schwarzen Stofftasche fest vernäht und ermöglicht
eine einfache, digitale Prüfdatenverwaltung. Mittels
RFID können alle Produkte schnell und ohne Verwechslungsgefahr
in Datenbanken erfasst und verwaltet
werden. Die eindeutige Identifikation per Smartphone
schützt vor Verlust und Diebstahl und sorgt für mehr
Sicherheit im Betrieb.
SHZ (2)
Die Rundschlinge »Performance
Pro« ist serienmäßig mit RFID-
Technologie ausgestattet.
Die Rundschlinge »Performance
Pro« steht für Tragfähigkeiten von
10 bis 100 t zur Verfügung.
Baustellen-Sicherheit
März 2026 | 57
KI-gestützte
Sicherheitslösungen
für die Baustelle
COMPU-HOUSE (2)
[ COMPU-HOUSE ] Mit smarten, KI-gestützten
Sicherheitslösungen u. a. für Baustellen, öffentliche Plätze
oder Industrieanlagen hat sich »Sec-Watch« auf dem Markt
etabliert. Im Rahmen eines umfassenden Relaunches wird
nun aus der Marke »Sec-Watch« ganz neu »resQsec«.
Die begehbare
»Safety Box« beinhaltet
alle nötigen Erste-
Hilfe-Utensilien oder
auch umweltschützende
Komponenten
wie Ölbindemittel.
Mit dem Markenrelaunch will Compu-
House der Marke den Eintritt in die
internationalen Märkte erleichtern, sowie
eine höhere Wiedererkennbarkeit und eine
stärkere Markenidentität erreichen. Zudem
soll der neue Name eine höhere Flexibilität
und Bandbreite für künftige Produktlinien
schaffen. »ResQsec« bietet ganzheitliche
Sicherheitslösungen, bei denen moderne
KI-gestützte Überwachungstechnologie
bedarfsgerecht und modular beispielsweise
durch Baufortschrittsdokumentation,
5G-WLAN-Versorgung oder Notfall- und
Schutzausstattung ergänzt werden kann –
für maximalen Komfort und Sicherheit von
Mensch, Material und Umwelt.
Der mobile
Tower als Basis
Das Herzstück des Portfolios bildet ein mobiler
Tower mit einer Masthöhe von bis zu 9 m,
der mit moderner Bildgebungstechnologie
ausgestattet ist. Bis zu vier Analysekameras
ermöglichen eine 360°-Überwachung
des gesamten Areals – und das bei Tag
und Nacht. Die Detektionsreichweite der
hochauflösenden Kameras erreicht tagsüber
mindestens 400 m; nachts liegt sie dank Infrarot
bei mindestens 200 m. Die Cutting-Edge- Kamera-
Technologie ermöglicht eine automatische Täterverfolgung
und liefert dabei klare Bilder. Diese
werden in Echtzeit an jeden beliebigen Standort
gesendet und können von dort remote kontrolliert
werden. Auch mit dem menschlichen Auge
schwer einsehbare Blickwinkel können problemlos
angesteuert und herangezoomt werden. Die
automatische Gesichtserkennung verpixelt die
Gesichter von Mitarbeitenden und bei Bedarf
auch sensible Nachbargebäude. Nach Arbeitsschluss
identifiziert die Kamera nicht autorisierte
Personen auf der Baustelle und verfolgt deren
Bewegungsprofil automatisch. Der Tower wird
wahlweise über LTE oder 5G-Mobilfunk direkt mit
einer Sicherheitsleitstelle verbunden. Durch die
Hochleistungsakkus funktioniert »resQsec« auch
bei Stromausfall bis zu 27 Stunden zuverlässig.
Alternativ kann der Videoturm mit einer Brennstoffzelle
und Solarpanels ausgerüstet werden.
Baufortschrittskontrolle
mit »ProConPilot«
Mit dem Modul »ProConPilot« lässt sich die
Baufortschrittsdokumentation einfach umsetzen.
Die Installation des Überwachungssystems kann
wahlweise mit oder ohne Tower erfolgen. Die
videogestützte Kontrolle des Baufortschritts und
der Anlieferung von Materialien in Echtzeit liefert
auch bei der korrekten und zeitnahen Abrechnung
mit Bauherrn und Lieferanten belastbare Daten.
Die aufgezeichneten Videos können bei Bedarf
zudem im Zeitraffermodus angesehen werden.
Das Herzstück des Portfolios bildet ein
mobiler Tower mit einer Masthöhe von
bis zu 9 m, der mit moderner Bildgebungstechnologie
ausgestattet ist.
Eine integrierte KI-Steuerung ermöglicht automatische
Soll-Ist-Vergleiche, sodass entsprechende
Steuerungsmaßnahmen rechtzeitig
geplant werden können. KI-Tracking sorgt für
ein Plus an Sicherheit und eine optimierte
Logistik auf der Baustelle. Der Fokus kann
dabei auf verschiedene Auswertungen gelegt
werden wie Materialströme und -volumina,
Zählung von beladenen und leeren Lkw,
Maschinennutzung und Standzeiten oder
Bauabschnittskontrolle mit Optimierung
der Gewerke.
»Safety Box« für
ein Plus an Sicherheit
Der Tower lässt sich zusätzlich mit einer
mobilen »Safety Box« ausstatten. Die begehbare,
raumgroße Box beinhaltet alle
nötigen Erste-Hilfe-Utensilien wie Defibrillator,
Verbandsmaterial, Feuerlöscher oder auch
umweltschützende Komponenten wie Ölbindemittel
und kann mit WLAN ausgestattet
werden. Hochleistungskameras beobachten
jederzeit das Geschehen im Innenraum mit
DSGVO-konformer Verpixelung. Je nach
Konfiguration erfolgt die Alarmierung an
Leitstellen, interne Sicherheitsbeauftragte
oder Rettungskräfte.
Für ein
starkes Netzwerk
Erfolgreiche Bauprojekte benötigen eine
zuverlässige Internetanbindung und stabile
Netzwerke. Meistens fehlen jedoch gerade auf
Baustellen grundlegende IT-Infrastrukturen.
Genau hierfür liefert »resQsec« die passende
Lösung: Das System bietet mobiles 5G-Internet
mit sofortiger WLAN- Verfügbarkeit für
störungsfreie und verlässliche Konnektivität
überall da, wo es sonst keine stabile Netzverbindung
gibt.
58 | März 2026 Baustellen-Sicherheit
Innovative Nachrüstlösung
für Fahrzeugsicherheit
BRIGADE ELEKTRONIK
Die »KI-Box« wird zwischen
der Kamera und dem Monitor eines
Fahrzeugs installiert und nutzt eine Software,
um Videobilder zu verarbeiten und die
Anwesenheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern
zu erkennen.
[ BRIGADE ELEKTRONIK ] Mit der »KI-Box« präsentiert Brigade eine Nachrüstlösung, die die Lücke zwischen herkömmlicher
Kameratechnologie und KI-Sicherheitssystemen schließen soll. Sie verwandelt bestehende Fahrzeugkamerasysteme in
intelligente Personenerkennungslösungen, ohne dass die vorhandene Hardware ersetzt werden muss.
Die »KI-Box« wurde ursprünglich für Fahrzeuge
im Baugewerbe entwickelt, ist aber
auch für den gewerblichen Straßenverkehr geeignet.
Sie wird zwischen der Kamera und dem
Monitor eines Fahrzeugs installiert und nutzt
eine Software, um Videobilder zu verarbeiten
und die Anwesenheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern
zu erkennen, wodurch visuelle
und akustische Benachrichtigungen ausgelöst
werden. Da sie für den Einsatz in anspruchsvollen
Baustellenumgebungen entwickelt wurde, könne
sie eine zuverlässige Leistung bei allen Gelände-
und Wetterbedingungen sicherstellen. Das
System ist Plug-and-Play-fähig und unterstützt
sowohl CVBS- als auch AHD-Signale, sodass
die Kompatibilität mit einer breiten Palette älterer
und moderner Flotten gewährleistet ist. Es verfügt
zudem über mehrere Kameraeingänge zur
Unterstützung einer größeren Feldabdeckung,
ideal für größere Fahrzeuge oder Risikobereiche.
KI-Kameras bieten nachweislich einen erheblichen
Sicherheitsgewinn, aber die Kosten
für den Austausch ganzer Systeme in einer
Flotte waren bisher ein großes Hindernis für
ihre Einführung. Mit der »KI-Box« können Fuhrparkmanager
optimale Sicherheit mit minimalem
Installationsaufwand erreichen.
Vorteile der »KI-Box«
Ein entscheidender Vorteil der »KI-Box« ist die
Erhöhung der Sicherheit: Eine KI-gestützte Erkennung
von gefährdeten Verkehrsteilnehmern
wie Fußgängern und Arbeitern gewährleistet
eine schnelle Reaktion des Fahrers auf Gefahren
in Echtzeit, insbesondere in städtischen
Gebieten oder an stark frequentierten Standorten.
Außerdem verringert die »KI-Box« die
Umweltbelastung, da weder Monitore noch
Kameras oder Kabel ausgetauscht werden
müssen. So lässt sich Elektroschrott einsparen.
Die kurze Installationszeit verkürzt zudem die
Ausfallzeiten der Fahrzeuge. Robert Timms,
Produktmanager bei Brigade Electronics Plc,
erklärt: »Die KI-Box ist eine einzigartige Lösung,
die das Standard-Kamerasystem eines jeden
Nutzfahrzeugs in ein intelligentes Werkzeug
zur Erkennung von Personen verwandelt. Das
ist ein bedeutender Schritt nach vorne in der
Fahrzeugsicherheit, der erschwinglich, nachhaltig
und effizient ist.«
UNTERNEHMEN
Brigade Eletronics wurde
1976 von Chris Hanson-Abott
OBE gegründet. Das
Unternehmen hat sich der
Förderung der Fahrzeugund
Anlagensicherheit verschrieben und
entwickelt hierfür neue Produkte und Technologien.
Das Produktportfolio von Brigade
umfasst 360°-Kamerasysteme, Kameraüberwachungssysteme,
White Sound-Rückfahralarme,
Hinderniserkennungssensoren,
Hinderniserkennungsradar und digitale
Aufzeichnungsgeräte.
Baustellen-Sicherheit
März 2026 | 59
Innovative
Sicherheitstechnologien
für Bagger
[ DEVELON ] Die intelligente Raupenbagger-Baureihe der Serie »9« wird
künftig mit fortschrittlichen intelligenten Sicherheitstechnologien ausgestattet
sein. Diese sind darauf ausgelegt, Arbeitsunfälle auf Baustellen deutlich zu
reduzieren und Beschäftigte in Hochrisikoumgebungen zu schützen.
Über den Monitor sieht der Fahrer
genau, ob sich Personen in der
Nähe der Maschine bewegen.
DEVELON (2)
Aufbauend auf der erfolgreichen Einführung
der Maschinen der Serie »9« im vergangenen
Jahr, stellt das Unternehmen nun eine neue
Generation intelligenter Sicherheitslösungen
vor, darunter das »E-Stop«-System. Denn auch
moderne Baustellen gehören weiterhin zu den
gefährlichsten Arbeitsumgebungen, in denen
eingeschränkte Sicht, Maschinenbewegungen
und komplexe Arbeitsabläufe ständige Sicherheitsherausforderungen
darstellen. Die neueste
Innovation von Develon begegnet diesen Risiken
mithilfe von künstlicher Intelligenz, fortschrittlichen
Sensoren und automatischen Sicherheitssystemen.
Bagger können nun mit intelligenten
Sicherheitstechnologien ausgestattet werden,
darunter Rundumsicht-Monitoring, Kollisionswarnsysteme
sowie das »E-Stop«-System, das die
Maschinenbewegung automatisch stoppt, sobald
sich eine Person innerhalb einer Sicherheitszone
von 4 m befindet. »Die ›E-Stop‹-Technologie ist mit
Notbremssystemen aus der Automobilindustrie
vergleichbar und hat bereits großes Interesse
bei Bedienern geweckt, die nach praktischen
Lösungen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards
auf Baustellen suchen«, so Stephane Dieu,
Produktmanager für Develon-Bagger in Europa.
KI-gestützte
Sicherheitsplattform
Das »Smart All-Around Viewing Monitor«-(SAVM-)
und das »E-Stop«-System bilden gemeinsam
eine KI-gestützte Sicherheitsplattform, die eine
Echtzeit-360°-Überwachung der Maschinenumgebung
ermöglicht. Mithilfe von sechs Kameras
und drei Radarsensoren überwacht das System
kontinuierlich einen Erfassungsbereich von bis zu
13 m, sodass Bediener ihre Umgebung präzise
erfassen und tote Winkel effektiv eliminieren
können. Sieben auswählbare Ansichtsmodi ermöglichen
jederzeit die Überwachung aller vier
Maschinenseiten. Werden Personen erkannt,
erhalten die Bediener sofort visuelle Hinweise
sowie akustische Warnsignale über den Monitor
in der Kabine, wodurch das Situationsbewusstsein
erheblich verbessert wird.
Das innovative »E-Stop«-System arbeitet
zusammen mit einer »Virtual-Wall«-Funktion, um
Unfälle zu verhindern, die Bediener möglicherweise
nicht sehen oder vorhersehen können.
Der umliegende Arbeitsbereich wird dabei in klar
definierte Sicherheitszonen unterteilt: Zone 2,
die gelbe Warnzone«, dient der Frühwarnung
Mit seinen intelligenten
Sicherheitsfeatures senkt Develon
das Risiko von Unfällen
mit Personenschaden auf
Baustellen.
und der automatischen Geschwindigkeitsreduzierung
ab 6 m. Wird die rote Gefahrenzone
bzw. Zone 1 erreicht, stoppen Schwenk- und
Rückwärtsbewegungen automatisch ab 4 m. Das
System arbeitet in drei intelligenten Stufen und
ist ausschließlich darauf ausgelegt, Personen zu
erkennen – es unterscheidet gezielt zwischen
menschlicher Präsenz und Objekten, um unnötige
Unterbrechungen zu vermeiden.
Für unfallfreie
Baustellen
Das »E-Stop«-System wurde entwickelt, um
Maschinenbewegungen in Gefahrensituationen
zu steuern oder anzuhalten und dadurch sowohl
Bediener als auch sich in der Nähe befindliche
Arbeitskräfte zu schützen. Gleichzeitig ermöglicht
die »Virtual-Wall«-Funktion den Bedienern, sichere
Arbeitsgrenzen festzulegen und so Bewegungen
in Hochrisikobereiche oder potenzielle Kollisionszonen
zu verhindern. Während Kollisionen mit
Bauwerken oder Geräten kostspielige Schäden
verursachen können, betreffen die schwerwiegendsten
Unfälle im Bauwesen Menschen. Auf
stark frequentierten und komplexen Baustellen
können Bediener nicht jederzeit den genauen
Aufenthaltsort aller Arbeitskräfte im Blick
behalten – eine Herausforderung, die durch
intelligente Automatisierung gelöst werden kann.
Langfristig möchte Develon Baustellen schaffen,
auf denen schwere Unfälle nicht länger als unvermeidlich
gelten, sondern verhindert werden,
bevor sie überhaupt entstehen.
...kurz
und
knapp...
Das »Smart All-Around Viewing Monitor«-
(SAVM-) und das »E-Stop«-System bilden
gemeinsam eine KI-gestützte Sicherheitsplattform,
die eine Echtzeit-360°-Überwachung der
Maschinenumgebung ermöglicht. Die Systeme
wurden entwickelt, um Unfälle zu verhindern, die
Bediener nicht sehen oder vorhersehen können.
60 | März 2026 Baustellen-Sicherheit
Der Spaß darf in unserem Magazin natürlich nicht zu kurz kommen, daher haben wir für alle Rätsel-Fans
hier ein kleines Suchspiel. Im unteren Bild haben sich acht Fehler versteckt – wer findet sie?
Fälschung
ADOEB STOCK
Original
Die Auflösung gibt es auf
unserem Instagram-Kanal.
Baustellen-Sicherheit
März 2026 | 61
AUF EINEN BLICK VORSCHAU IMPRESSUM
FIRMEN DIESER AUSGABE
ABS Safety GmbH 33
AST GmbH & Co. KG 8, 27
BG Bau - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 10
Bierbaum-Proenen GmbH & Co. KG 43
Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH 9
Böcker Maschinenwerke GmbH 20
Boels Rental Germany GmbH 21
Brigade Electronics (EU) BV 59
C.A.M.P. Deutschland 34
Carhartt EMEA B.V. 37
Compu-House GmbH 58
cubos Internet GmbH 46
DBL-Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH 45
Dekra Akademie GmbH 56
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) 50
Develon Construction Equipment 60
Ekastu Safety GmbH 50
Electrostar GmbH 53
Fristads GmbH 6, 9
Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG 32
Heinrich Klumpen Söhne GmbH & Co. KG 49
Helly Hansen Deutschland GmbH 42
Höhenpass GmbH 14
Hymer-Leichtmetallbau GmbH + Co. KG 8
ISM GmbH 48
KASK spa 38
Krause-Werk GmbH & Co. KG 28
Kunze GmbH | Kunze Vermietung & Service GmbH 27
Minimax Mobile Services GmbH 55
Moravia Akademie+Verlag GmbH 30
MUNK GmbH 9, 26
Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG 42
Peli Products, S.L.U. 55
Peter Greven Physioderm GmbH 36
Safety Jogger Cortina Group 48
Schöffel Pro GmbH 8
SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH 57
Sifatec GmbH & Co. KG Gerüst- und Befestigungsmodule 18
TÜV SÜD Akademie GmbH 52
Vp GmbH TPA Mobile Straßen 54
TOP-THEMA
ARBEITSSCHUTZ
IM SOMMER
6/2026
Redaktionsschluss 03. 06.
Anzeigenschluss 10. 06.
Erscheinungstermin 27. 06.
IMPRESSUM
VERLAG
SBM Verlag GmbH
Hermann-von-Barth-Straße 2
87435 Kempten
Tel.: (08 31) 5 22 04-0
Fax: (08 31) 5 22 04-50
bausicherheit@sbm-verlag.de
www.bausicherheit-online.de
ISSN 2566-882X
GESAMTVERANTWORTLICH
Markus Holl (-40)
Joachim Plath (-41)
Andreas Kanat (-47) (v. i. S. d. P.)
VERLAGS- UND OBJEKTLEITUNG
Andreas Kanat (-47)
REDAKTION
Jessy von Berg (-44)
Dan Windhorst (-0)
ANZEIGENDISPOSITION
Tobias Haslach (-39)
Nicole Haubner (02131 40637-20)
MAGAZIN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
REDAKTIONSASSISTENZ –
ANZEIGEN-LAYOUT
Simone Frank (-38)
Lisa Schröder Leitung (-23)
Imelda Weidhaas (-0)
Jessica Grahle (-0)
LESER- UND
ABONNENTENSERVICE
Monika Thuy (-29)
Susanne Traub (-30)
DRUCKVORSTUFE UND DRUCK
W. Kohlhammer Druckerei
GmbH & Co. KG, Stuttgart
www.kohlhammerdruck.de
BEZUGSPREIS
Einzelheft: 6,50 Euro
Jahresabo (vier Ausgaben
pro Jahr): Inland: 26,– Euro,
Ausland: 34,– Euro
Alle Rechte vorbehalten. Nach druck
– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung
des Ver lages. Es gilt die
Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom 1 . Januar
2026. Namentlich gekennzeichnete
Beiträge kenn zeichnen nicht die
Ansicht der Redaktion. Für unverlangt
eingesandte Manuskripte wird keine
Haftung über nommen. Jahresabonnements
können nur bei Ein haltung
der Frist (drei Monate vor Ablauf des
Bezugszeitraumes) schriftlich beim
Verlag gekündigt werden.
verlag gmbh
62 | März2026 Auf einen Blick | Vorschau | Impressum
BS_Inhalt_03_2026_neu.indd 62 07.04.26 08:55
KURZ MAL
ABHÄNGEN
PROFIS LESEN
DIE BAUSICHERHEIT
ww
bausicherheit-online.de Dezember 2025 12
ALLROUNDTALENT
MERINOWOLLE
Im Blickpunkt: Gerüstet für die
kalte Jahreszeit mit Woolpower
RÜCKBLICK AUF
DIE A+A 2025
Spannende Impressionen
von der Weltleitmesse
KOMFORTABLE
SICHERHEIT
Top-Thema: Neuheiten im
Workwear-Bereich vorgestellt
SICHERHEIT 12/25
Gut gesichert.
Jederzeit.
Jetzt
abonnieren!
ATLAS
LAUNCH DER NEUEN »MAX«-SERIE
S E R I E S
MADE TO
MAXIMISE
UPPER
EXTREMELY
ROBUST
RAPID
RE-DRYING
LIGHTER THAN
LEATHER
EASY TO
CLEAN
100 PRO S3S 150 BOA PRO S3S 500 PRO S3S 510 PRO S3S
550 BOA PRO S3S