07.04.2026 Views

bauSICHERHEIT März 2026

bauSICHERHEIT – Das Magazin & Fachportal für mehr Sicherheit am Bau Die bauSICHERHEIT setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verbessern lassen. Im zweimonatigen Rhythmus konzentriert sich diese Fachpublikation auf die wichtigsten Produktneuheiten der Branche, hinterfragt das aktuelle Marktgeschehen und gibt nützliche Sicherheitstipps für den typischen Baustellenalltag – anwendernah und praxisorientiert.

bauSICHERHEIT – Das Magazin & Fachportal für mehr Sicherheit am Bau

Die bauSICHERHEIT setzt sich mit der Frage auseinander, wie sich Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit auf der Baustelle verbessern lassen. Im zweimonatigen Rhythmus konzentriert sich diese Fachpublikation auf die wichtigsten Produktneuheiten der Branche, hinterfragt das aktuelle Marktgeschehen und gibt nützliche Sicherheitstipps für den typischen Baustellenalltag – anwendernah und praxisorientiert.

SHOW MORE
SHOW LESS

Transform your PDFs into Flipbooks and boost your revenue!

Leverage SEO-optimized Flipbooks, powerful backlinks, and multimedia content to professionally showcase your products and significantly increase your reach.

w

bausicherheit-online.de März 2026 03

WAS SICH

2026 ÄNDERT

Im Blickpunkt: Die BG Bau

informiert über Neuerungen

MIT SICHERHEIT

HOCH HINAUS

Top-Thema: Lösungen für

mehr Sicherheit in der Höhe

SCHWINDELFREI

IN GROSSER HÖHE

bauHELDEN: Was Industriekletterer

leisten müssen

FRISTADS

»MULTINORM GREEN« – KOMPLETTES

SCHUTZSYSTEM MIT UMWELTDEKLARATION


IKAR Höhensicherungstechnik

IKAR HAL die 3-in-1-Lösung:

Sichern - Auffangen - Retten

IKAR HAL

Temporäres Lifeline-System

Sicherheit und Bewegungsfreiheit

durch innovative Technik.

Zugelassen für die Sicherung

von 2 Personen.

Informationen zur

BG BAU Förderung.

kontakt@ikar-gmbh.de · www.ikar-gmbh.de · +49 (0) 661 22050


Zwischen Vorschrift

und Wirklichkeit

PETRA REGER

Baustellen zählen ohne Zweifel zu den dynamischsten

Arbeitsplätzen: Tonnenschwere Maschinen bewegen

Material von einem Ort zum anderen, Gruben werden

ausgehoben, Gerüste aufgestellt oder demontiert.

Und genau aus diesem Grund vereint kaum ein

anderer Arbeitsbereich so viele Gefahren auf so

engem Raum, wie es im Baugewerbe der Fall ist.

Daher sind zuverlässiges Equipment und Persönliche

Schutzausrüstung (PSA) nicht nur »nice to have« – sie

können mitunter Leben retten.

Schon seit Jahren führen Absturzunfälle als traurige Spitzenreiter

die Unfallstatistiken an. So machten sie in den Jahren 2006 bis

2015 nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

(BG Bau) durchschnittlich 8,37 Prozent aller meldepflichtigen

Arbeitsunfälle aus. Sie sind außerdem auch die häufigste Ursache

von tödlichen Arbeitsunfällen. Und daran hat sich bis heute nichts

geändert: Allein 2024 verunglückten 78 Beschäftigte tödlich und

laut der BG Bau sind auch hier mehr als ein Drittel davon auf

Abstürze zurückzuführen. Dabei ist die Gefahr jedoch keineswegs

auf spektakuläre Höhen beschränkt. Im Gegenteil: Fast 50 Prozent

der tödlichen Absturzunfälle ereignen sich aus weniger als fünf

Metern Höhe. Das bedeutet im Klartext: Auch der Sturz von einer

Leiter kann den Betroffenen im schlimmsten Fall das Leben kosten.

Und selbst wenn ein Sturz nicht tödlich endet, haben Absturzunfälle

aufgrund des tendenziell hohen Grads der Verletzungsschwere oftmals

langwierige gesundheitliche Folgen. Die BG Bau beispielsweise

hat festgestellt, dass Unfälle mit Leitern am häufigsten zu neuen

Unfallrenten führen. Auch für sein Unternehmen hat es erhebliche

organisatorische und wirtschaftliche Konsequenzen, wenn ein

Beschäftigter infolge eines schweren Absturzunfalls mehrere

Wochen oder länger ausfällt.

Sicherheit ist nicht verhandelbar

Die rechtlichen Anforderungen für Sicherheit am Arbeitsplatz

sind eindeutig und klar im Arbeitsschutzgesetz und der Betriebssicherheitsverordnung

geregelt: Der Arbeitgeber ist verpflichtet,

Gefährdungen systematisch zu beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen

nach dem aktuellen Stand der Technik umzusetzen.

Konkretisiert wird dies speziell für Absturzgefahren durch die TRBS

2121 und die DGUV-Regel 101-038. Diese Regelwerke lassen

keinen Interpretationsspielraum und regeln klar, welche Maßnahmen

in welcher Rangfolge durchzuführen sind. Vor diesem Hintergrund

sollte allen klar werden, dass jede Abweichung nicht nur fachlich

unhaltbar sondern auch rechtlich hochriskant ist. Denn ein erheblicher

Anteil der Unfälle steht im Zusammenhang mit fehlenden oder

unzureichenden Sicherungsmaßnahmen, die nach dem Stand der

Technik vermeidbar gewesen wären. »Sicherheit zuerst« ist daher

kein Appell sondern eine klare gesetzliche Verpflichtung.

Daher widmet sich diese Ausgabe der bauSICHERHEIT umfassend

dem Thema »Sicherheit in der Höhe«: Ab Seite 13 informieren wir

Sie über Neuheiten aus den Bereichen PSAgA und Steigtechnik

sowie über Schulungen und Weiterbildungen für sicheres Arbeiten in

der Höhe. Im Interview ab Seite 14 erklärt z.B. Jonas Farnschläder,

Geschäftsführer von Höhenpass, worauf es wirklich ankommt,

um die Risiken möglichst gering zu halten. Auch die neue Rubrik

»bauHELDEN« rückt das Thema Höhe in den Fokus und beleuchtet

ausführlich, was Industriekletterer in ihrem Berufsumfeld tagtäglich

leisten müssen.

Jessy von Berg

Redakteurin

3 | März 2026

Editorial


INHALT

MÄRZ 2026

026 MUNK » Portfolio wächst um zahlreiche Neuheiten

027 KUNZE » »BG Lift M250« mit zugelassenem Arbeitskorb

AST » Schulung zum Höhenretter auf dem »Campus M«

028 KRAUSE » Sichere Lösungen für den Höhenzugang

030 MORAVIA » Gerüste prüfen – »Befähigte Person« schulen

032 HAILO » Individuell angepasste Lifte für Rheinbrücke

033 ABS SAFETY » Service-Paket für Dachüberprüfungen

034 C.A.M.P. » Neuheiten im Bereich Anschlagmittel

14

003 AUF EIN WORT » Editorial

006 TITEL-THEMA » Fristads hat mit der »Mulitinorm Green«-

Kollektion Multinormkleidung mit

Umweltdeklaration auf den Markt gebracht

und ein Zeichen für Nachhaltigkeit gesetzt.

008 NEUES ZUERST » Baubranche aktuell

010 IM BLICKPUNKT » Zu Beginn des Jahres haben sich für

die Baubranche einige Änderungen

ergeben. Die BG Bau erklärt, was es

mit diesen auf sich hat.

PERSÖNLICHER SCHUTZ

036 PETER GREVEN PHYSIODERM » UV-Schutz verschärft

037 CARHARTT » Zwiebellook für den Frühling – aber richtig

038 KASK » Komfort als wichtiges Kriterium für PSA

040 BAUSICHERHEIT » PSA am Bau ist unverzichtbar

042 KÜBLER » Neue Multinorm-Kollektion »Safety X Compact«

HELLY HANSEN » Langlebig und funktional: »Oxford 2.0«

043 BP » Zertifizierte Workwear nach EN 17353 Typ B2

TOP-THEMA:

014 HÖHENPASS » Im Interview erklärt Geschäftsführer Jonas

Farnschläder, worauf es beim Arbeiten in

der Höhe ankommt.

018 SIFATEC » Seitenschutzsystem für Schulkomplex geliefert

044 BAUSICHERHEIT » Workwear im Wandel der Zeit

045 DBL » Latzhose oder Bundhose?

22

020 BÖCKER » »Super-Lift«-Transportbühnen im Einsatz

021 BOELS RENTAL » Whitepaper betrachtet Gefahren am Bau

022 BAUSICHERHEIT » In der neuen Rubrik

»Die bauHELDEN« hat die Redaktion

ausführlich mit zwei Experten über

die Zusatzqualifikation als Industriekletterer

gesprochen.

4 | März 2026 Inhaltsverzeichnis


PRIMERO

46

046 CUBOS INTERNET » Smarte Lösung für Alleinarbeiter

048 SAFETY JOGGER » Zuwachs für »Rigger Boots«

ISM » »Motion Core«: Sicherheit im sportlichen Design

049 HKS » Neuer S3S-Schuh »Pioneer Black Boa« vorgestellt

050 DGUV » Unfallherd: nicht kraftbetriebene Handwerkzeuge

EKASTU » Vollmaske »C 701« nach DIN EN 136

BAUSTELLENSICHERHEIT

052 TÜV SÜD » Umbau und Renovierung an älteren Gebäuden

053 ELECTROSTAR » »Must-haves« für Sicherheit am Bau

054 VP TPA » Temporäre Baustraßen für sichere Zugänge

055 MINIMAX » Hohe Flexibilität mit mobiler Brandschutzstation

RUBRIKEN

PELI PRODUCTS » Neue Familie an Rack-Cases gelauncht

056 DEKRA » Was bei einem Arbeitsunfall zu tun ist

057 SHZ » Neuheitenfeuerwerk auf der LogiMAT 2026

058 COMPU-HOUSE » Sicherheitslösungen für die Baustelle

059 BRIGADE ELEKTRONIK » Nachrüstlösung für Fahrzeuge

060 DEVELON » Arbeitsumgebung von Baggern absichern

FORTSCHRITTLICHER

KOPFSCHUTZ LEICHT GEMACHT

Die Schutzhelmserie aus innovativen Materialien

bietet ganztägigen Tragekomfort, eine optimale

Passform und lässt sich schnell und einfach

anpassen. Ihre EPS-Innenschale wird aus

recycelten Kunststoffabfällen durch chemisches

Recycling hergestellt – ein weiterer Schritt in

Richtung Nachhaltigkeit. Entwickelt als erste

Wahl für professionelle Anwender: die KASK

Primero-Serie.

062 AUF EINEN BLICK » Firmen dieser Ausgabe

SERVICE » Impressum, Vorschau

Inhaltsverzeichnis

Mehr erfahren

März 2026 | 5


TITEL-THEMA

Das Unmögliche möglich machen:

Nachhaltige Multinorm-Kollektion

vorgestellt

[ FRISTADS ] Mit der Einführung von »Multinorm Green« erreicht das

schwedische Unternehmen Fristads einen Meilenstein in der Branche:

Die neue, langlebige Kollektion bietet nicht nur hohen Schutz, sondern ist

auch nachweislich nachhaltig. Denn bei »Multinorm Green« handelt es sich

um die weltweit erste Multinorm-Arbeitskleidung mit einer »Environmental

Product Declaration« (EPD). Damit stärkt Fristads seine Position im

Bereich nachhaltiger Innovationen in der Arbeitskleidung.

Mit dieser Einführung setzt Fristads auf

eine Kombination aus hohen Sicherheitsstandards

und mehr Transparenz in Bezug

auf die Umweltbelastung von Arbeitskleidung.

Petra Öberg Gustafsson, Managing Director bei

Fristads, erklärt: »Multinorm-Arbeitskleidung gehört

schon immer zu den komplexesten Produktkategorien

in der Entwicklung, und lange Zeit galt

es als unmöglich, höchste Sicherheitsstandards

mit nachhaltigeren Materialien zu kombinieren.

Mit ›Multinorm Green‹ zeigen wir, dass es doch

möglich ist.«

Lena

Bay Højland

Product Director

Wir sind überzeugt, dass

Nachhaltigkeit messbar sein

muss, um glaubwürdig zu sein.

...kurz

und

knapp...

Jedes Kleidungsstück der

neuen »Multinorm Green«-

Kollektion verfügt über eine

EPD, die von unabhängiger

Seite geprüfte Daten zu CO 2 -

Emissionen und Wasserverbrauch

über den gesamten

Lebenszyklus hinweg liefert.

Mit Blick auf

das Material

Die neue Kollektion wurde über einen Zeitraum

von mehr als vier Jahren entwickelt, intensiv getestet,

optimiert und gemeinsam mit Anwendern

aus Hochrisiko-Arbeitsumgebungen weiterentwickelt.

Bereits in einer frühen Phase bezog Fristads

wichtige Materiallieferanten ein, um die Grundlagen

von Multinorm-Geweben neu zu denken. Das

Ergebnis ist ein neu entwickeltes Hauptmaterial,

das für 100 Industriewäschen zertifiziert ist und

aus nachhaltigeren Fasern besteht, darunter Bio-

Baumwolle und rückverfolgbares Lyocell. Hochleistungs-Stretchmaterialien

sowie verstärktes

Ripstop-Gewebe in besonders beanspruchten

Bereichen sorgen für große Bewegungsfreiheit

und hohe Strapazierfähigkeit unter anspruchsvollen

Bedingungen.

Der Großteil der Kleidungsstücke aus der »Multinorm-Green«-Kollektion

wird ab Herbst 2026

erhältlich sein.

Entwickelt

mit System

»Multinorm Green« ist als umfassendes Schutzsystem

konzipiert und umfasst Hosen, Latzhosen,

Overalls, Jacken und Oberteile. Alle Teile lassen

sich je nach Bedarf kombinieren und im Layering-Prinzip

tragen. Die Kollektion richtet sich

insbesondere an Fachkräfte in Hochrisikobereichen

und bietet inhärenten Schutz vor Hitze und

Flammen, Lichtbogen, elektrostatischer Aufladung

und flüssigen Chemikalien sowie gleichzeitig

hohe Sichtbarkeit.

Der Schutz ist direkt in die Fasern integriert

und bleibt über die gesamte Lebensdauer der

6 | März 2026 Titel-Thema


Der Schutz ist direkt in die

Fasern integriert und bleibt über

die gesamte Lebensdauer der

Kleidung erhalten.

Kleidung erhalten. Im Einklang mit der Entscheidung

von Fristads, schädliche »Ewigkeitschemikalien«

zu vermeiden, ist die Kollektion

PFAS-frei und nach »Oeko-Tex Standard 100«

zertifiziert – dem weltweit führenden Standard

für schadstoffgeprüfte Textilien.

»Multinorm Green« ist als umfassendes

Schutzsystem konzipiert

und umfasst Hosen, Latzhosen,

Overalls, Jacken und Oberteile.

Nachhaltigkeit

messbar machen

Was »Multinorm Green« besonders auszeichnet?

Fristads gibt die Antwort: Jedes Kleidungsstück

verfügt über eine EPD, die von unabhängiger Seite

geprüfte Daten zu CO 2 -Emissionen und Wasserverbrauch

über den gesamten Lebenszyklus

hinweg liefert – von der Rohstoffgewinnung bis

zum Lebensende des Produkts. Damit erhalten

Unternehmen erstmals im Multinorm-Segment

verlässliche Daten, die fundierte Einkaufsentscheidungen

sowie das Scope-3-Reporting

unterstützen.

»Wir sind überzeugt, dass Nachhaltigkeit messbar

sein muss, um glaubwürdig zu sein«, sagt

Lena Bay Højland, Product Director bei Fristads.

»Indem wir EPDs in eine der anspruchsvollsten

Kategorien der Arbeitskleidung integrieren, setzen

wir einen neuen Maßstab für die gesamte

Branche. Die EPDs erleichtern es unseren Kunden,

Schutzkleidung zu wählen, die ökologische

Verantwortung mit Sicherheit, Langlebigkeit und

Leistung verbindet.

UNTERNEHMEN

Fristads, eine führende Arbeitskleidungsmarke

in Schweden, gehört zur Hultafors

Group. Innerhalb der Gruppe fungiert

Fristads als eigenständiges Unternehmen.

Die Produkte werden unter eigenen Marken

entwickelt, hergestellt und vertrieben.

Sie sind in etwa 40 Märkten, vor allem in

Europa und Nordamerika, über führende

Distributoren erhältlich. Die Hultafors

Group beschäftigt mehr als 1 000 Mitarbeiter,

und ihr Nettoumsatz betrug im

Jahr 2020 3,6 Mrd. SEK. Die Zusammenarbeit

mit der Hultafors Group ermöglicht es

Fristads, seine Fachkenntnisse in der Berufsbekleidungsbranche

zu bündeln und

die Entwicklung der Branche mit einem

besonderen Fokus auf Produktinnovation

und Nachhaltigkeit voranzutreiben.

FRISTADS (3)

Titel-Thema

März 2026 | 7


Ausbildungsgelände

»Campus M« erweitert

Alessandro Eisner zum

Geschäftsführer berufen

[ AST ] Durch eine angemietete Halle,

die direkt an das Ausbildungsgelände

anschließt, konnte AST die Schulungsfläche

im vergangenen Jahr um insgesamt 3500 m 2

Innen- und Außenfläche erweitern.

Für die schwäbischen Spezialisten für Arbeits- und Gesundheitsschutz

ist das zusätzliche Raum- und Maschinenangebot ein wichtiger Schritt

in die Zukunft. »Oftmals waren alle Räume und Flächen belegt. Durch

die Anmietung einer weiteren Halle konnten wir die hohe Auslastung

bereits im Sommer auffangen«, so AST-Geschäftsführerin Angelika Müller.

AST bietet ein umfangreiches Seminar- und Fortbildungsprogramm

an. Schwerpunkte sind die praxisnahe Aus- und Weiterbildung und

Trainerzertifizierung im Bereich Sicherheitsmanagement und -technik.

Mit knapp 5 000 Schulungsteilnehmern konnte das Unternehmen die

Anzahl der Kunden im Jahr 2025 um rund zwölf Prozent steigern. Und

auch für 2026 hat sich der Betrieb, der die digitale Umsetzung von

internen Arbeitsprozessen und Schulungsangeboten mit Nachdruck

vorantreibt, feste Ziele gesetzt. Angelika Müller sagt: »Wir arbeiten auch

in diesem Jahr an der Optimierung der Abläufe, um die hohe Qualität

unserer Ausbildungen weiterhin zu festigen.«

[ HYMER-LEICHTMETALLBAU ] Zum 1. Februar hat

der Steigtechnik-Hersteller Alessandro Eiser zum

neuen Geschäftsführer berufen. Er übernimmt die

operative Leitung und verantwortet die strategische

Weiterentwicklung des Unternehmens.

Alessandro Eiser war bereits Mitglied des Beirats und bringt langjährige

Führungserfahrung in der strategischen Entwicklung mittelständischer

Industrieunternehmen im Automotive-Umfeld mit. Seine fachlichen Schwerpunkte

liegen in den Bereichen Organisation, Transformation und nachhaltige

Unternehmensentwicklung. Mit der Berufung setzt Hymer-Leichtmetallbau

auf Kontinuität in der laufenden strategischen Neuausrichtung und setzt

Impulse für neue Perspektiven. Der bisherige Interimsgeschäftsführer

Berth Hausmann begleitet die Übergabe aktiv und kehrt anschließend

in den Beirat zurück. Gesellschafter Christian Hymer und Kurt Mück,

Vorsitzender des Beirats, erklären: »Wir freuen uns, mit Alessandro Eiser

einen erfahrenen Geschäftsführer gewonnen zu haben, der die Zukunft

von Hymer-Leichtmetallbau mit neuen Ideen und klarem Fokus auf Kontinuität

gestalten wird. Die Kombination aus seiner Expertise und seinem

Verständnis für mittelständische

Strukturen

ist ideal, um unser

Unternehmen in die

nächste Entwicklungsphase

zu führen.«

AST

AST bietet mit

einer neuen

Halle noch

mehr Platz für

Schulungen.

Seit 1. Februar ist

Alessandro Eiser

Geschäftsführer

von Hymer-

Leichtmetallbau.

HYMER-LEICHTMETALLBAU

Gold-Auszeichnung für

Warnschutz-Kollektion

[ SCHÖFFEL PRO ] Das Unternehmen

aus Schwabmünchen hat für die

Designqualität seiner Warnschutz-

Kollektion den »German Design Award

Gold« in der Kategorie »Excellent

Product Design – Industry« gewonnen.

Die Preisverleihung fand am

6. Februar 2026 in Frankfurt am Main

statt. Der »German Design Award«

zeichnet u. a. innovative Produkte

sowie Hersteller aus.

Diiie Jury begründete die Auszeichnung mit:

»Hervorzuheben ist das charakterstarke ›4D

Body Mapping‹, das den individuellen Bedürfnissen

von Trägern in der ›HiVis Workwear Rethought

by Schöffel PRO‹ eindrucksvoll gerecht wird. Die

subtil platzierten ›Pro ReFlex‹-Streifen sorgen

für markante Sichtbarkeit aus jedem Winkel.

Durch die Verbindung nachhaltiger Materialien,

durchdachter Details und ästhetischer Klarheit

überzeugt das Projekt mit einer Relevanz und

Qualität, die beispielhaft für exzellentes Produktdesign

im Industriekontext steht.«

Schöffel-Pro-Geschäftsführer Thomas Bräutigam

sagt: »Wir freuen uns sehr, das zweite

Jahr in Folge den ›German Design Award‹ in der

Kategorie ›Excellent Product Design‹ – Industry

gewonnen zu haben. Die Gold-Auszeichnung

unserer neuen Warnschutzkollektion zeigt, dass

es uns gelungen ist, unseren Anspruch, Workwear

neu zu denken, erfolgreich umgesetzt zu haben

– mit einer Warnschutz-Kollektion, die Sicherheit,

Robustheit, Komfort und Nachhaltigkeit maximiert.

Mit durchdachten Details, wie einer Softshelljacke

mit abnehmbaren Ärmeln, einer Winterhardshelljacke

mit helmkompatibler, wattierter Kapuze

oder innovativen Materialien, wie der elastischen

›Sorona‹-Faser, die aus Mais gewonnen wird, setzt

Schöffel Pro neue Standards im Warnschutz.«

Umfassende Produktpalette

Die Warnschutz-Kollektion besteht aus verschiedenen

Lagen für Oberbekleidung und reicht von

Basis- über Wärme- bis hin zu Wetterschutzschichten,

als individuelle Bekleidungskonzepte für den

ganzjährigen Einsatz. Die Arbeitshosenmodelle

»WS Meistermacher« und »WS Bulldozer« sind

beide mit dem robusten »Pro AR40«-Kniebesatzmaterial

ausgestattet, das durchschnittlich

fünfmal länger hält als die getesteten Warnschutzarbeitshosen

anderer Hersteller in ihrer

Preisklasse, die nach EN 14404 Typ 2, Stufe 1

zertifiziert sind. Erhältlich ist die Warnschutz-

Kollektion als Damen- und Herrenmodelle.

Thomas

Bräutigam

(l.) nahm die

Auszeichnung

stolz entgegen.

SCHÖFFEL PRO

8 | März 2026 Themenschwerpunkt


Michael Kuen verstärkt

Führungsstruktur für Zentraleuropa

Ausgezeichnet mit

dem »Top 100«-Siegel

[ FRISTADS ] Michael Kuen bekleidet seit

Januar die Position des Managing Director

Central Europe und verantwortet damit

die strategische Weiterentwicklung des

Unternehmens in der DACH-Region.

Michael Kuen verfügt über eine langjährige internationale Management-

und Vertriebserfahrung in Industrie- und Handelsunternehmen.

Zuletzt war er u. a. zwölf Jahre bei Rubix bzw. Brammer, sieben Jahre

bei Haberkorn und Sahlberg sowie zuvor bei der Volvo Group – Renault

Trucks und Gates tätig. Diese wertvolle Erfahrungen haben ihm ein tiefes

Verständnis für komplexe Märkte, Kundenbedürfnisse und nachhaltige

Partnerschaften vermittelt. Als Führungspersönlichkeit steht Michael

Kuen für einen klar kunden- und lösungsorientierten Ansatz sowie für

eine kooperative, wertebasierte Zusammenarbeit. Eigenschaften wie

Neugier, Verlässlichkeit und Beharrlichkeit prägen seinen Führungsstil.

»Fristads verbindet starke Produkte mit echter Partnerschaft. Genau

dieser Fokus auf Kunden, Lösungen und langfristige Zusammenarbeit

hat mich überzeugt. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team

und unseren Partnern

die Zukunft von Fristads

in Zentraleuropa

aktiv zu gestalten«, so

Michael Kuen.

[ BLÖMEN VUS ] Das Unternehmen aus

Gescher wurde mit dem »Top 100«-Siegel

2026 ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung

gehört Blömen VuS zu den innovativsten

Mittelständlern Deutschlands.

Wie viel Arbeitszeit reserviert sich Geschäftsführer Benno Blömen

für das Thema Innovation, wie viele innovative Ideen bringen die

Mitarbeitende auf den Tisch – um solche Fragen dreht sich das wissenschaftliche

Auswahlverfahren von »Top 100«. Im Detail untersuchen der

Innovationsforscher Professor Nikolaus Franke und sein Team Kategorien

wie innovationsförderndes Top-Management, Innovationsklima, -prozesse

und -erfolg. Grundlage dafür ist ein Online-Fragebogen. Die fünf Bewertungskategorien

spiegeln sich in mehr als 100 Prüfkriterien wider.

Blömen VuS darf das »Top 100«-Siegel seit dem 1. Februar führen.

Das Unternehmen aus Gescher ist spezialisiert auf den Vertrieb von

Systemen für Straßenausrüstung und Verkehrssicherheit sowie Umwelt-

und Artenschutz. Darüber hinaus umfasst das Produktprogramm

Systeme zur videobasierten Baustellenbewachung und intelligente

Parkplatzsperren bzw. -bügel. Die

Preisverleihung erfolgt im Rahmen

des Deutschen Mittelstands-Summit

in Heidelberg. Dort wird Christian

Wulff, der den Innovationswettbewerb

als Mentor begleitet, Blömen

persönlich gratulieren.

FRISTADS

Michael Kuen ist

seit Januar neuer

Managing Director

Central Europe.

Blömen VuS darf das

»Top 100«-Siegel seit

dem 1. Februar führen.

BLÖMEN VUS

Voller Erfolg

im Jubiläumsjahr

[ MUNK ] Auch im Geschäftsjahr

2025 gab es für die Munk Group mit

Sitz in Günzburg und Leipheim nur

eine Richtung: weiter nach oben.

Das Unternehmen steigerte in den

vergangenen zwölf Monaten nicht

nur erneut den Umsatz, sondern

investierte auch, u. a. in ein neues

Kundenzentrum und ein weiteres

Produktionswerk in Günzburg.

Ferdinand Munk, Inhaber und Geschäftsführer

der Munk Group, sagt: »Dass wir

nun auch das Jubiläumsjahr zum 125-jährigen

Bestehen mit einem Plus in allen Bereichen

abschließen können, freut mich ganz besonders.

Denn es zeigt, dass wir auch im Jahr der

Feierlichkeiten fokussiert geblieben sind und

in allen Abteilungen und Geschäftsbereichen

erneut Spitzenleistungen erbracht haben. Wir

sind ein Premiumanbieter durch und durch.

Ich bin sehr stolz auf unser ganzes Team und

froh, dass wir unsere gute Marktposition sowie

unsere Produktion ›Made in Germany‹ weiter

ausbauen konnten.«

Zahlreiche Highlights

Im Sommer des vergangenen Jahres eröffnete

Munk z. B. das neue Kundenzentrum mit einer

540 m 2 großen Ausstellungshalle. »In diesem Zug

haben wir auf einer 2000 m² großen Teilfläche

unser ›Werk 1‹ umgestaltet und modernisiert,

energetisch ertüchtigt und das gesamte ›Werk 1‹

an unsere Hackschnitzelheizung angeschlossen.

Wir decken mittlerweile bereits 40 Prozent des

gesamten Heizenergiebedarfs aus regenerativen

Quellen und kommen damit unserem Ziel der

CO 2 -Neutralität einen großen Schritt näher«,

erklärt Alexander Werdich, ebenfalls Inhaber

und Geschäftsführer der Munk Group.

Zuwachs erhielt das Unternehmen 2025 auch

mit dem »Werk 4«, einer neuen Produktionsstätte

in der benachbarten Lochfelbenstraße, auf einer

Gesamtfläche von 17 000 m 2 . Es dient als neue

Heimat für die Munk Profiltechnik sowie die

Produkte der Online-Konfiguratoren und bietet

der Munk Group Raum für weiteres Wachstum

in den kommenden Jahren. Außerdem plant das

Unternehmen weitere Investitionen in die beiden

Standorte Günzburg und Leipheim. »Wir sind weiter

auf Wachstumskurs«, so Ferdinand Munk.

Alexander Werdich und Ferdinand

Munk, die Inhaber und Geschäftsführer

der Munk Group, freuen sich über ein

erfolgreiches Geschäftsjahr 2025.

MUNK

Neues Zuerst

Juni 2025 | 9


IM BLICKPUNKT

ADOBE STOCK

Neue Regeln ab 2026:

Wichtige Änderungen für

die Bauwirtschaft

[ BG BAU ] Alle Jahre wieder: Zum Jahresbeginn sowie im Verlauf des Jahres 2026 treten

mehrere gesetzliche Neuerungen in Kraft, die Auswirkungen auf die Bauwirtschaft haben

werden. Dazu zählen u. a. geänderte Melde- und Nachweispflichten rund um Asbest, digitale

Kostenvoranschläge in der Hilfsmittelversorgung und neue Ausbildungsordnungen für

insgesamt 19 Berufe. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) informiert über

die wichtigsten Regelungen und Vorgaben. Außerdem hat die Berufsgenossenschaft Anfang

des Jahres zwei neue Prämien für mehr Arbeitssicherheit eingeführt.

Gut zu

wissen

Die BG Bau bietet zwei

Formen der Förderung: eine

beitragsabhängige für alle und

für ausgewählte Prämien eine

Förderung, die unabhängig

von der Beitragshöhe gewährt

wird. Die beitragsabhängige

Förderung können alle

Unternehmen mit mindestens

einem Beschäftigten und

einem jährlichen Beitrag von

mindestens 100 Euro nutzen.

Bereits seit Dezember 2025

gelten wesentliche Änderungen

der Gefahrstoffverordnung.

Die neuen Regelungen betreffen

insbesondere Bau- und Handwerksbetriebe,

die im Bestand

Jessy von Berg

tätig sind. Mit der jetzigen Novellierung der Gefahrstoffverordnung

werden die Anforderungen an Tätigkeiten

mit Asbest erweitert. Ziel ist die vollständige

Umsetzung der europäischen Asbestrichtlinie in

nationales Recht. Eine zentrale Neuerung ist die

Einführung einer Genehmigungspflicht für Abbrucharbeiten

im niedrigen (Asbest-Faserstaubbelastung

< 10 000 Fasern/m³) und mittleren Risikobereich

(Asbest-Faserstaubbelastung < 100 000 Fasern/

m³). Eine entsprechende Zulassung war bislang

nur für Arbeiten im Bereich hohen Risikos (Asbest-Faserstaubbelastung

> 100000 Fasern/m³)

erforderlich. Die Genehmigung wird im Rahmen

der unternehmensbezogenen Anzeige beantragt.

Erfolgt innerhalb einer Frist von vier Wochen keine

Rückmeldung der zuständigen Behörde, gilt der

Antrag automatisch als genehmigt. Die Genehmigung

ist sechs Jahre gültig und muss danach erneut

beantragt werden. Damit wird die Anzeigepflicht

um ein formales Genehmigungsverfahren, das

Unternehmen künftig in ihre betrieblichen Abläufe

einplanen müssen, ergänzt.

10 | März 2026 Im Blickpunkt


Hans-Jürgen Wellnhofer

Kommissarischer Leiter der Prävention der BG Bau

BG BAU

Auf der Baustelle zählt am Ende, dass

am Feierabend alle wieder gesund

nach Hause gehen. Arbeitsschutz

ist keine Zusatzleistung, sondern

Grundausstattung.

ADOBE STOCK (3)

Erweiterte Nachweisund

Anzeigepflichten

Auch für die Anzeige von Tätigkeiten mit Asbest

bei der Behörde gelten aufgrund der neuen Gefahrstoffverordnung

zusätzliche Anforderungen.

So müssen Unternehmen jene Beschäftigten, die

an oder mit asbesthaltigen Materialien arbeiten

sollen, bei der Anzeige der Tätigkeiten namentlich

angeben und Nachweise über die erforderlichen

Grundkenntnisse im Umgang mit Asbest vorlegen.

Zusätzlich ist die arbeitsmedizinische Vorsorge

der Beschäftigten nachzuweisen. Diese Vorgaben

sollen sicherstellen, dass Arbeiten mit Asbest ausschließlich

von fachkundigem und gesundheitlich

geeignetem Personal durchgeführt werden. Eine

angedachte Übergangsfrist für die Sachkunde

der aufsichtführenden Person bei Tätigkeiten mit

Asbest im Rahmen der funktionalen Instandhaltung

wurde nicht in die Novellierung der Gefahrstoffverordnung

aufgenommen. Das heißt, dass für

aufsichtführende Personen bei der Ausübung von

Tätigkeiten im Rahmen der funktionalen Instandhaltung

in Gebäuden mit Baubeginn vor dem 31.

Oktober 1993 nach wie vor ein Sachkundenachweis

nach Anlage 4C der Technischen Regeln für

Gefahrstoffe (TRGS) 519 erforderlich ist.

Die BG Bau unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen

bei der fachgerechten Umsetzung der neuen

Vorschriften. Hans-Jürgen Wellnhofer, kommissarischer

Leiter der Hauptabteilung Prävention der

BG Bau, erläutert hierzu: »Mit den neuen Vorgaben

kommt auf viele Unternehmen ein zusätzliches

Genehmigungsverfahren zu. Wichtig ist, dieses

frühzeitig in die betrieblichen Abläufe zu integrieren,

damit die Sicherheit und der Gesundheitsschutz

bei Arbeiten im Bestand jederzeit gewährleistet

bleiben. Wir stehen den Betrieben dabei mit Beratung,

Qualifizierungen und passgenauen Handlungshilfen

zur Seite.«

Neue Ausbildungsordnungen

für 19 Berufe

Ab August 2026 treten in der Bauwirtschaft neue

Ausbildungsordnungen für insgesamt 19 Berufe

in Kraft. Es handelt sich um die dritte umfassende

Neuordnung seit Bestehen der heutigen Berufsbilder.

Die Reform umfasst Anpassungen bei

Ausbildungsinhalten und -strukturen sowie bei

den Prüfungsformaten, insbesondere mit Blick

auf Nachhaltigkeit, Digitalisierung sowie Arbeits-

und Gesundheitsschutz. Insgesamt 358 Seiten

umfasst die Verordnung zur Neuordnung der

Berufe in der Bauwirtschaft. Konkret geht es um

16 dreijährige und drei zweijährige Ausbildungsberufe

mit unterschiedlichen Schwerpunkten in den

Bereichen Ausbau, Hochbau und Tiefbau. Für die

16 Berufe mit einer dreijährigen Ausbildungszeit

wird u. a. die gestreckte Gesellen- bzw. Abschlussprüfung

eingeführt. Dabei entfällt die klassische

Zwischenprüfung: Stattdessen absolvieren die

Auszubildenden nach zwei Jahren einen ersten

Prüfungsteil, der zu 40 Prozent in die Gesamtnote

der Abschlussprüfung eingeht. Das Bundesinstitut

für Berufsbildung (BIBB) stellt den Betrieben

Umsetzungshilfen und Informationsmaterialien

zur Verfügung. Mit den 16 Umsetzungshilfen der

Reihe »Ausbildung gestalten« kann man sich schon

jetzt über die neuen gesetzlichen Vorgaben informieren

und Vorbereitungen für die modernisierte

Ausbildung treffen.

Anreize für ein Plus

an Arbeitssicherheit

Im Januar hat die BG Bau ihr Förderangebot

erweitert: Nun stehen Unternehmen zwei neue

Arbeitsschutzprämien, die gezielt aktuelle Herausforderungen

auf Baustellen adressieren, zur Verfügung.

»Auf der Baustelle zählt am Ende, dass am

Feierabend alle wieder gesund nach Hause gehen.

Arbeitsschutz ist keine Zusatzleistung, sondern

Grundausstattung. Mit unseren Arbeitsschutzprämien

unterstützen wir Betriebe mit finanziellen

Zuschüssen ganz konkret dabei, sich Sicherheit

nicht nur vorzunehmen, sondern umzusetzen.

Unsere Prämien setzen dort an, wo Unfall- und

Gesundheitsrisiken besonders hoch sind, mit

gezielten Investitionen und Qualifizierungen für

mehr Sicherheit am Arbeitsplatz«, so Hans-Jürgen

Wellnhofer. Die finanziellen Zuschüsse tragen dazu

bei, Unternehmen die Einführung praktikabler

Lösungen für den Arbeitsalltag zu erleichtern. Die

Arbeitsschutzprämien der BG Bau bieten damit

Ab August treten in der Bauwirtschaft

neue Ausbildungsordnungen

für insgesamt 19 Berufe mit

unterschiedlichen Schwerpunkten

in den Bereichen Ausbau,

Hochbau und Tiefbau in Kraft.

Ab August 2026 treten in der Bauwirtschaft

neue Ausbildungsordnungen

für insgesamt

19 Berufe in Kraft. Die Reform

umfasst Anpassungen bei Ausbildungsinhalten

und -strukturen

sowie bei den Prüfungsformaten.

Im Blickpunkt

März 2026 | 11


Die BG Bau fördert Einschraubhilfen

beitragsabhängig

mit 50 Prozent

der Anschaffungskosten

bis zu einem Maximum

von 200 Euro.

BG BAU

Eine zentrale Neuerung

im Umgang mit Asbest

ist die Einführung einer

Genehmigungspflicht für

Abbrucharbeiten im niedrigen

und mittleren Risikobereich

Die Genehmigung

ist sechs Jahre gültig.

einen direkten Anreiz, Sicherheitsvorkehrungen auf

der Baustelle konsequent anzuwenden. Dadurch

verbessern sich die Arbeitsbedingungen für alle

Beschäftigten spürbar.

Neue Prämien: Einschraubhilfe

und Lastenausgleich

Im Holzbau erfordert das Eindrehen großer oder

langer Schrauben viel Kraft und es entstehen

hohe Drehmomente. Mitunter mit Risiko: Rutschen

Beschäftigte beim Einschrauben ab, können sie

stürzen, abstürzen oder sich Stichverletzungen

durch den Schraubbit zuziehen. Wird hingegen

Die neuen Vorgaben sollen

sicherstellen, dass Arbeiten

mit Asbest ausschließlich

von fachkundigem Personal

durchgeführt werden.

eine Einschraubhilfe genutzt, müssen Anwenderinnen

und Anwender weniger Druck ausüben

und können Zwangshaltungen vermeiden.

Sie ermöglicht also ergonomisches Arbeiten.

Außerdem verhindert sie ein Abrutschen der

Maschine von der Schraube. In Verbindung mit

Bitverlängerungen kann eine Einschraubhilfe

sogar als Leiterersatz dienen, etwa beim Verbinden

von Holzrahmenbauwänden oder Decken. Die

BG Bau fördert die Einschraubhilfe beitragsabhängig

mit 50 Prozent der Anschaffungskosten

bis zu einem Maximum von 200 Euro.

Lastenausgleichsvorrichtungen, sogenannte

Balancer, ermöglichen es, Lasten, wie Wand-,

Decken-, Dach- oder Treppenelemente, sicher

in Waage oder in einer gewünschten Neigung zu

positionieren. Die Steuerung erfolgt bequem per

Funkfernbedienung, sodass Lasten ohne Pendeln

gehoben und exakt ausgerichtet werden können.

Der Einsatz solcher Vorrichtungen reduziert die

körperliche Belastung und das Unfallrisiko, da

kein Drücken, Ziehen oder improvisierter Einsatz

von Kettenzügen nötig ist. So tragen Lastenausgleichsvorrichtungen

entscheidend zu einem

sicheren und effizienten Verheben von vorgefertigten

Bauteilen bei. Die BG Bau fördert die

Investitionen in Lastenausgleichsvorrichtungen

beitragsabhängig mit 25 Prozent der Anschaffungskosten

bis zu 5000 Euro je Maßnahme. Eine

beitragsunabhängige Förderung ist mit 50 Prozent

der Anschaffungskosten, ebenfalls bis maximal

5000 Euro je Maßnahme, möglich. Voraussetzung

hierfür ist die Teilnahme von Führungskräften am

Seminar »Absturzprävention«. Die entsprechenden

Seminare werden von der BG Bau sowie von

Ausbildungsstätten der Innungen und Verbände

angeboten.

12 | März 2026

Im Blickpunkt


ADOBE STOCK


INTERVIEW

Sicher in der Höhe:

Worauf es ankommt

[ HÖHENPASS ] Wenn es auf dem Bau in die Höhe geht,

bewegen sich die Beschäftigten täglich im Spannungsfeld

zwischen Effizienz und Risiko. Arbeiten auf Dächern,

Gerüsten oder Stahlkonstruktionen gehören längst zum

Alltag vieler Gewerke, doch Absturzunfälle zählen nach wie

vor zu den schwerwiegendsten Ereignissen auf Baustellen.

Technische Systeme, Persönliche Schutzausrüstung gegen

Absturz (PSAgA) und klare Abläufe helfen hier nicht nur, den

Arbeitsalltag sicherer zu gestalten – sie können im Ernstfall

Leben retten. Entscheidend ist jedoch, wie gut diese Faktoren

zusammenspielen. Daher hat die Redaktion der bauSICHERHEIT

mit Jonas Farnschläder, Geschäftsführer der Höhenpass

GmbH, über genau diese Themen gesprochen: Der Experte

erklärt, warum Qualifizierung und praxisnahe Schulungen bei

der Nutzung von PSAgA unverzichtbar sind, welche typischen

Fehlerquellen in der Praxis immer wieder auftreten und weshalb

Sicherheit nicht erst auf der Baustelle beginnt.

Von Jessy von Berg

bauSICHERHEIT: Gerade für Außenstehende

wirken Arbeiten in der Höhe oftmals besonders gefährlich.

Es ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen,

dass die Arbeit in der Höhe Risiken mit sich bringt,

die es bestmöglich zu eliminieren gilt. Wo sehen Sie

in der Praxis typische Fehlerquellen? Und wie lassen

sich diese grundsätzlich vermeiden?

Jonas Farnschläder: Ein häufiger Fehler in der

Praxis besteht darin, dass mit vermeintlichen Standardlösungen

gearbeitet wird, ohne die tatsächliche Situation

vor Ort ausreichend zu analysieren. Ein Dach ist nicht

gleich ein Dach und auch Baustellen unterscheiden sich

meist deutlich voneinander. Unterschiedliche Höhen,

mögliche Durchsturzrisiken, Witterungseinflüsse, Zugänge

sowie vorhandene oder fehlende Rettungsmöglichkeiten

verändern das jeweilige Risikoprofil erheblich.

Umso wichtiger ist es, sich vor Beginn der Arbeiten

intensiv mit einer fundierten Gefährdungsbeurteilung

auseinanderzusetzen und auch den schlimmsten anzunehmenden

Fall mitzudenken. Dazu gehört insbesondere

ein funktionierendes und erprobtes Rettungskonzept.

In der Praxis zeigt sich zudem häufig, dass PSA wahllos

beschafft wird, lediglich um formal ausgestattet zu

sein. Entscheidend ist jedoch nicht, dass Ausrüstung

vorhanden ist, sondern dass die passenden Sicherungsmaßnahmen

ausgewählt, korrekt eingesetzt und von

den Anwendern verstanden werden. Nur so lassen sich

Risiken nachhaltig reduzieren.

bauSICHERHEIT: Bei wiederkehrenden Tätigkeiten

stellt sich häufig ein »Gewöhnungseffekt« ein. Wie

beurteilen Sie die Auswirkungen einer solchen Routine

auf die Risikowahrnehmung erfahrener Höhenarbeiter?

Oder anders gefragt: Kann Routine in diesem Bereich

zum Sicherheitsrisiko werden?

Jonas Farnschläder: Sicherlich stellt Routine

ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ein Blick in

die Unfallstatistiken zeigt deutlich, dass die Zahl der

Arbeitsunfälle ab etwa dem 50. Lebensjahr spürbar ansteigt

und sich ab 55 noch einmal deutlich erhöht. Dies

hängt zum einen mit der nachlassenden körperlichen

Leistungsfähigkeit zusammen, zum anderen aber auch

mit der zunehmenden Routine im Arbeitsalltag. Diese

kann zu einer gewissen Betriebsblindheit führen, bei

14 | März 2026

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Jonas

Farnschläder

Geschäftsführer der

Höhenpass GmbH

»Langfristig darf Arbeitsschutz kein

optionaler Wettbewerbsfaktor sein.

Sicherheit ist kein Luxus, sondern

Grundvoraussetzung für nachhaltiges

Wirtschaften.«

der Gefahren unterschätzt oder nicht mehr bewusst

wahrgenommen werden. Umso wichtiger ist es, diese

Routine regelmäßig zu durchbrechen und sich der

eigenen Verantwortung immer wieder aktiv bewusst

zu werden. Ein Beispiel, das ich gerne heranziehe, sind

Piloten. Sie starten und landen täglich Flugzeuge und

beherrschen ihre Abläufe im Grunde aus dem Effeff.

Trotzdem arbeiten sie vor jedem Start und vor jeder

Landung konsequent mit standardisierten Checklisten.

Nicht, weil sie es nicht könnten, sondern gerade weil

sie es so gut können. Genau hier liegt die Gefahr: Ein

einmal nicht ausgefahrenes Fahrwerk oder eine falsch

eingeschätzte Geschwindigkeit kann bereits schwerwiegende

Folgen haben.

Auch auf Baustellen gibt es wirksame Möglichkeiten,

diesem Risiko zu begegnen. Kurze, strukturierte Sicherheitsstopps

wie ein Last Minute Risk Assessment oder

fünf Minuten für die eigene Sicherheit helfen dabei, den

Blick zu schärfen, Routinen bewusst zu hinterfragen

und Gefahren erneut aktiv wahrzunehmen. Diese kurzen

Unterbrechungen im Arbeitsablauf können entscheidend

dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.

bauSICHERHEIT: Die Höhenpass Akademie

bietet zahlreiche verschiedene Schulungen zum Thema

Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSAgA)

an, darunter auch das Thema der richtigen Anwendung

nach DGUV-Regel 198. Welche Inhalte sind dabei

besonders entscheidend – und wo liegen aus Ihrer

Erfahrung die größten Wissenslücken?

In den Schulungen der Höhenpass

Akademie werden praxisnahe

Szenarien trainiert. So wird

Sicherheit im Umgang mit der

Ausrüstung geschaffen.

Jonas Farnschläder: Wir schulen pro Jahr knapp

10 000 Teilnehmende im Umgang mit PSAgA. Zwei

Themen begegnen uns dabei in der Praxis immer wieder:

Zum einen herrscht bei geringen Höhen häufig eine

große Unsicherheit oder auch eine gefährliche Unterschätzung

des Risikos. Gerade Arbeiten in 2 bis 3 m

Höhe werden oft als harmlos wahrgenommen. Dabei

kann bereits ein Sturz aus 2 m schwerste Verletzungen

verursachen. Der menschliche Körper kann sich während

eines Sturzes um die eigene Achse drehen und im ungünstigsten

Fall mit Kopf oder Nacken aufschlagen.

Die Folgen sind dann häufig gravierend und stehen in

keinem Verhältnis zu der vermeintlich geringen Höhe.

Ein weiteres zentrales Thema ist die mangelnde praktische

Erfahrung im Umgang mit der Ausrüstung. Viele

Beschäftigte besitzen zwar PSA, nutzen diese jedoch nur

selten oder sind im Ernstfall unsicher bei der richtigen

In den Schulungen wird nicht nur

Theorie vermittelt. Die Teilnehmer

trainieren auch praxisnahe Szenarien

und erlernen so Sicherheit im

Umgang mit der Ausrüstung.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe März 2026 | 15


Gesundheitsschutz zu unterweisen. Haben Sie Tipps,

worauf Arbeitgeber hier besonders achten sollten?

Gerade für Außenstehende

wirken Arbeiten in großer Höhe

oftmals besonders gefährlich.

Doch mit entsprechender Ausrüstung,

praxisnahen Schulungen

und Erfahrung lassen sich

Risiken effektiv minimieren.

10 000

TEILNEHMER

Höhenpass schult

pro Jahr knapp

10 000 Teilnehmer im

Umgang mit PSAgA.

Obwohl Höhenpass den praktischen

Teil in den Vordergrund

rückt, wird in den Schulungen

dennoch theoretisches

Grundwissen vermittelt.

HÖHENPASS (5)

Anwendung. Hinzu kommen Fragen zur Auswahl der

passenden Systeme, zur richtigen Anschlagpunktwahl

sowie zur Kombination verschiedener Komponenten.

Auch das Thema Rettung wird oft unterschätzt. Die

wenigsten Anwender haben eine Rettungssituation

realistisch geübt. Genau hier setzen wir in unseren

Schulungen an, indem wir nicht nur Theorie vermitteln,

sondern praxisnahe Szenarien trainieren und Sicherheit

im Umgang mit der Ausrüstung schaffen.

bauSICHERHEIT: Wie läuft eine typische Schulung

konkret ab? Welchen Stellenwert hat die praktische

Übung gegenüber der Theorie? Und: Wie wird das

Schulungsangebot aktuell angenommen?

Jonas Farnschläder: Gesetzestexte und der theoretische

Teil einer Schulung sind zweifellos wichtig und

richtig. Viele der heutigen Regelungen und Vorschriften

sind aus realen Unfällen entstanden und im übertragenen

Sinne mit Blut geschrieben. Dennoch bringt es wenig,

eine Schulung zu einer reinen juristischen Vorlesung

zu machen und die Teilnehmenden mit Paragrafen zu

überfrachten. In unseren Schulungen steht deshalb

die Praxis klar im Vordergrund. Entscheidend ist der

sichere und souveräne Umgang mit der PSAgA. Das

Verständnis für die Möglichkeiten, aber auch für die

Grenzen der Systeme entsteht vor allem durch eigenes

Erleben und Anwenden. Wer die Ausrüstung selbst

anlegt, Belastungen spürt, Sicherungspunkte nutzt und

Rettungsszenarien durchspielt, entwickelt ein deutlich

nachhaltigeres Sicherheitsbewusstsein als durch reine

Theorie. Ein zentrales Lernziel ist es, Vertrauen aufzubauen:

Vertrauen in die eigene Handlungssicherheit, in

die verwendete Ausrüstung und in die Fähigkeiten der

Kollegen. Erst wenn dieses Vertrauen vorhanden ist

und gleichzeitig ein realistisches Verständnis für Risiken

besteht, entsteht echte Handlungssicherheit im Arbeitsalltag.

Genau darauf richten wir unsere Schulungen aus.

bauSICHERHEIT: Gemäß §12 Arbeitsschutzgesetz

(ArbSchG) sind Arbeitsgeber verpflichtet, ihre Mitarbeiter

umfassend und regelmäßig im Sicherheits- und

Jonas Farnschläder: Entscheidend ist vor allem

eines: handeln. Noch immer gibt es viele Unternehmen,

in denen Beschäftigte nicht regelmäßig und praxisnah

im Umgang mit PSAgA unterwiesen werden. Dabei ist

genau diese Unterweisung ein zentraler Bestandteil

eines funktionierenden Arbeitsschutzsystems.

Kommt es zu einem Absturzunfall, richtet sich der

Blick der Ermittlungsbehörden sehr schnell auf die

organisatorischen Grundlagen im Unternehmen. Staatsanwaltschaft

und Kriminalpolizei prüfen in solchen Fällen

in der Regel zuerst die Unterweisungsnachweise, die

Gefährdungsbeurteilungen sowie die Prüf- und Dokumentationsunterlagen

zur eingesetzten Ausrüstung.

Unternehmer tragen letztlich die Gesamtverantwortung

für den Arbeitsschutz in ihrem Betrieb. Diese Verantwortung

kann im Ernstfall auch eine persönliche Haftung

bedeuten, wenn nachgewiesen wird, dass notwendige

Maßnahmen nicht getroffen oder Pflichten vernachlässigt

wurden. Umso wichtiger ist es, Schulungen, Unterweisungen

und Dokumentation nicht als reine Formalität

zu betrachten, sondern als wesentlichen Bestandteil

der eigenen Organisations- und Fürsorgepflicht. Nur

durch regelmäßige Qualifizierung, klare Prozesse und

eine saubere Dokumentation lassen sich Risiken für Beschäftigte

und Verantwortliche gleichermaßen minimieren.

Gleichzeitig dürfen die Unterstützungspflichten

der Arbeitnehmer nicht außer Acht gelassen werden.

Sicherheit ist keine Einbahnstraße. Beschäftigte

sind verpflichtet, die bereitgestellte Schutzausrüstung

bestimmungsgemäß zu nutzen, an Unterweisungen

teilzunehmen und erkannte Gefahren zu melden.

Eine wirksame Sicherheitskultur entsteht erst dann,

wenn beide Seiten ihre Verantwortung ernst nehmen.

Technische Maßnahmen und organisatorische Vorgaben

sind essenziell, doch am Ende entscheidet das

tägliche Verhalten jedes Einzelnen darüber, ob Risiken

beherrscht werden oder nicht.

bauSICHERHEIT: Viele Betriebe verfügen

zwar über ein Rettungskonzept, doch im Ernstfall

zählt jede Minute. Was unterscheidet ein Konzept

auf dem Papier von einem wirklich funktionierenden

Rettungsplan? Wie beurteilen Sie sozusagen die

Situation vor Ort: Denken Sie, dass die Firmen hier

genug Vorarbeit leisten?

Jonas Farnschläder: Vorab stellt sich oft die

grundlegende Frage, was genau ein Rettungskonzept

ist, wer es benötigt und warum es so wichtig ist. Bei

Arbeiten in der Höhe besteht grundsätzlich immer die

Möglichkeit eines Absturzunfalls. In vielen Fällen bleibt

die verunfallte Person nach dem Sturz im Auffanggurt

hängen und wird zur sogenannten hilflosen Person.

Durch das längere bewegungslose Hängen im Gurt

kann es zum sogenannten Hängetrauma kommen. Dabei

versagt die Muskelpumpe in den Venen von Armen und

Beinen, das Blut zirkuliert nicht mehr ausreichend und

lebenswichtige Organe werden nicht mehr genügend

16 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


versorgt. Dieser Zustand kann innerhalb kurzer Zeit

lebensbedrohlich werden.

Aus diesem Grund muss bereits vor Beginn der Arbeiten

ein klarer Rettungsplan vorliegen. Ziel ist es, eine hilflose

Person schnellstmöglich aus dem Gurt zu befreien und

sicher zu retten. Dies kann beispielsweise durch geeignete

Hubrettungsgeräte oder andere abgestimmte Rettungssysteme

erfolgen. Die Anwendung solcher Geräte ist in

der Regel nicht kompliziert, muss jedoch geübt werden.

Nur wenn die eingesetzten Personen mit der Technik

vertraut sind und die Abläufe regelmäßig trainieren,

kann im Ernstfall schnell und sicher gehandelt werden.

Seit 2019 ist ein Rettungskonzept verpflichtender

Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung, sobald sich

aus der Tätigkeit ein Absturzrisiko ergibt. Der alleinige

Verweis auf die örtliche Feuerwehr ist dabei nicht mehr

ausreichend. Unternehmen sind verpflichtet, eigenständig

ein funktionierendes und auf die jeweilige Arbeitssituation

abgestimmtes Rettungskonzept zu erstellen und

die Mitarbeitenden entsprechend zu unterweisen. Nur

so lässt sich sicherstellen, dass im Ernstfall wertvolle

Zeit nicht verloren geht.

bauSICHERHEIT: Können Sie uns ein anonymisiertes

Beispiel aus der Praxis schildern, bei dem eine

gute Vorbereitung einen Unfall verhindert hat?

Jonas Farnschläder: Einen Unfall, der nicht

passiert ist, kann ich Ihnen naturgemäß nicht schildern,

denn genau das ist das Wesen von Prävention.

Das Faszinierende und zugleich Herausfordernde

am Arbeitsschutz ist, dass man ihn meist nur dann

wahrnimmt, wenn er versagt. Funktioniert er, bleibt

er unsichtbar. Keine Schlagzeile, kein Applaus, keine

besondere Aufmerksamkeit. Was ich Ihnen jedoch

berichten kann, ist ein konkretes Beispiel einer

erfolgreichen Rettung. Einer unserer Schulungsteilnehmer

rief uns einige Zeit nach seiner Ausbildung

an. Auf einer Windenergieanlage hatte ein Kollege

einen Herzstillstand erlitten. Durch die Schulung war

er in der Lage, ruhig zu bleiben, die Situation richtig

einzuschätzen, die Rettung einzuleiten und seinen

Kollegen erfolgreich zu retten und zu reanimieren.

Er bedankte sich ausdrücklich bei unserem Trainer

UNTERNEHMEN

Der Schwerpunkt der Höhenpass GmbH liegt auf

Systemen zur Absturzsicherung. Das Unternehmen

arbeitet herstellerunabhängig und berät zu

Produkten und Anwendungen im Bereich der persönlichen

Absturzschutzausrüstung. Im Mittelpunkt

stehen Lösungen für unterschiedliche Arbeitsumgebungen

und Gefährdungssituationen. Fachkräfte

analysieren die jeweiligen Anforderungen

am Arbeitsplatz und unterstützen bei der Auswahl

geeigneter Produkte sowie bei der Entwicklung

individueller Sicherheitskonzepte. Ziel ist es, für

verschiedene Einsatzbereiche passende Ausrüstung

und praktikable Lösungen bereitzustellen.

und sagte, dass er ohne die praktische Ausbildung

vermutlich nicht so sicher und strukturiert gehandelt

hätte. Genau darin liegt der Wert unserer Arbeit. Nicht

im spektakulären Einsatz, sondern in der Fähigkeit,

im entscheidenden Moment vorbereitet zu sein und

Leben zu retten.

bauSICHERHEIT: Aus der Praxis hören wir

häufiger, dass sich die Unternehmen mit zu vielen

Richtlinien und Regeln befassen müssen. Mit Ihrer

Akademie haben Sie jetzt natürlich einen sehr praxisnahen

Bezug. Daher die Frage: Wie beurteilen Sie

das? Ist da was dran oder würden Sie sagen, dass

das Regelwerk sogar noch erweitert werden müsste?

Jonas Farnschläder: Die heutigen Regelwerke im

Arbeitsschutz sind nicht theoretisch entstanden, sondern

in der Regel als Reaktion auf reale Unfallereignisse und

Beinaheunfälle. Sie beruhen auf der systematischen

Auswertung konkreter Schadensfälle und verfolgen

das Ziel, vergleichbare Ereignisse künftig zu verhindern.

Gleichzeitig sind viele arbeitsschutzrechtliche Vorgaben

in Deutschland vergleichsweise offen formuliert. Sie definieren

Schutzziele, lassen jedoch bewusst Spielräume

in der Umsetzung. Im europäischen Vergleich gibt es

Länder mit deutlich konkreteren und restriktiveren Vorgaben

sowie einer höheren Kontrolldichte. Ein zentrales

Problem zeigt sich dort, wo Unternehmen Arbeitsschutz

lediglich als Kostenfaktor betrachten. Betriebe, die nicht

in Schulungen, Ausrüstung und sichere Prozesse investieren,

können ihre Leistungen oft günstiger anbieten

als Unternehmen, die sämtliche Vorgaben konsequent

umsetzen. Das führt zu Wettbewerbsverzerrungen zulasten

derjenigen, die sich aktiv um die Sicherheit und

Gesundheit ihrer Mitarbeitenden kümmern. Langfristig darf

Arbeitsschutz jedoch kein optionaler Wettbewerbsfaktor

sein, sondern muss als selbstverständlicher Bestandteil

unternehmerischer Verantwortung verstanden werden.

Sicherheit ist kein Luxus, sondern Grundvoraussetzung

für nachhaltiges Wirtschaften.

JVB

Ein zentrales Lernziel der

Schulungen ist es, Vertrauen

aufzubauen: Vertrauen in die

eigene Handlungssicherheit, in

die verwendete Ausrüstung und

in die Fähigkeiten der Kollegen.

Die Höhenpass Akademie bietet

zahlreiche verschiedene Schulungen

zum Thema PSAgA an.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

März 2026 | 17


Dachsanierung für

traditionellen Schulkomplex

STADT MONSCHAU (2)

Durch die erfahrenen Sifatec-

Mitarbeiter wird in kürzester Zeit

ein zuverlässiger Seitenschutz

installiert, der alle Anforderungen

an die Sicherheit erfüllt.

[ SIFATEC ] Im Zuge eines Programms zur Sanierung von Bestandsgebäuden

vergab die Stadt Monschau den Auftrag zur energetischen Sanierung der

Gebäudehülle des St.-Michael-Gymnasiums. Hierbei handelt es sich um

die einzige Schule für die Stadt Monschau und die Gemeinden Simmerath

und Roetgen, die einen Abiturabschluss ermöglicht. Der mehrteilige

Gebäudekomplex wird derzeit nicht nur für eine Schule, sondern auch für

eine Kiga und eine Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Im Jahr 2025 begann die Stadt Monschau mit der

Einrichtung der Baustelle für die Dacharbeiten.

Der alte Dachaufbau verfügte über eine langlebige,

10 cm dicke Foamglas-Kompaktdachlage, die mit der

Dachhaut verschweißt worden war. Den Abschluss

bildete eine Betondecke. Die energetische Dachsanierung

der insgesamt ca. 2600 m 2 großen Dachfläche

beinhaltete die Herstellung eines komplett

neuen Dachaufbaues nach geltender EnEV. Weil

das Foamglas über gute Wärmedämmeigenschaften

verfügt und bis dato keine Schäden aufwies, verblieb

diese Lage auf dem Dach. Darauf wurde dann ein

komplett neuer Dachaufbau mit einer hochdruckfesten

Gefälledämmung des Herstellers Bauder

aufgebracht. Sie wurde gewählt, weil sie sich durch

eine hohe Dämmleistung und besonders geringe

Aufbauhöhen auszeichnet.

Absturzsicherung

an der Dachkante

Die Sanierungsarbeiten begleiteten die Planer und

Architekten vom Architekturbüro Hansen & Hano

aus Übach-Palenberg. Besondere Beachtung bedurfte

die Planung der Flachdachrandsicherung.

Diese Sicherungsmaßnahmen haben die Funktion,

den Schutz der dort arbeitenden Personen während

Die Stadt Monschau gab den Auftrag zur

energetischen Sanierung der Gebäudehülle

des St.-Michael-Gymnasiums.

der Dach- oder Wartungsarbeiten zu gewährleisten.

An Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Dächern

müssen zulässige Absturzsicherungssysteme vorhanden

sein. Bei Arbeiten in einer Absturzhöhe von

über 3 m sind temporäre Absturzsicherungen, die

ein Abstürzen von Personen und/oder Materialien

verhindern, Pflicht für den Gebäudeinhaber. Da die

Fassadenarbeiten bereits abgewickelt waren und

das Gerüst nicht mehr zur Verfügung stand, suchten

die Projektverantwortlichen nach einer Möglichkeit,

den Dachrand für den Zeitraum der Arbeiten entsprechend

zu sichern. Wichtiger Bestandteil der

Planung war ein auf das Sanierungsprojekt individuell

abgestimmtes Sicherheitskonzept für die während

der kompletten Sanierungsphase am Objekt arbeitenden

Handwerker sowie für die Schüler, Lehrer

und Nutzer der Kiga bzw. Flüchtlingsunterkunft.

Expertise in Sachen

Dachrandsicherung

Sifatec bietet temporäre Seitenschutzsystem

für individuelle Absturzsicherungen an. Sicherheit

beginnt für den Firmeninhaber und Dachdeckermeister

Karl-Josef Simon bereits bei der

Planung individueller Sicherheitslösungen und

umfasst alle Arbeitsvorgänge bis zur Demontage

und dem Abtransport aller systemrelevanten

Komponenten. Dabei ergänzt Sifatec je nach Anforderung

firmeneigene geprüfte und patentierte

Systementwicklungen mit Baustelleneinrichtungen

namhafter Hersteller. Zum Leistungsumfang zählte

nicht nur die Lieferung der Komponenten für die

Dachrandsicherung. Vielmehr schließt das Sifatec-

Sicherheitskonzept alle erforderlichen Leistungen

ein, die ein barrierefreies und sicheres Arbeiten auf

der gesamten Dachfläche bis hin zur Dachkante

gewährleisten. Dazu gehören auch die Planung

und Installation entsprechender Baustelleneinrichtungen,

logistische Dienstleistungen sowie

die Höhenzugangstechnik.

Objektbezogene Lösung

für maximale Sicherheit

In Monschau kam die Sifatec-»Industriekonsole«

für die temporäre Absicherung von Flachdächern

mit einer wärmegedämmten Attika aus Beton

zum Einsatz. Da die VHF-Konstruktion über

der Dachfläche herausragt, entwickelten die

Sicherheitsfachleute eine eigene kompakte

Haltekonsole, die den Spalt zwischen dem

Dachrand und der VHF-Konstruktion sicher

überbrückt. Die verwendete »Industriekonsole«

hängt komplett vor der Außenfassade. Der

Einhängemechanismus erlaubt den Handwerkern

maximale Bewegungsfreiheit. Das

System besteht aus der Flachdachankerplatte,

die in verschiedenen Ausführungen erhältlich

ist, der patentierten Flachdachaufhängung,

dem Seitenschutzpfosten mit Abstützung, den

Seitenschutzholmen, der Geländerstrebe sowie

verschiedenen Rohrverbindern/-Kupplungen. Der

Seitenschutz ist zertifiziert nach DIN EN 13774

Klasse A Version 2019 und gewährleistet eine

größtmögliche Bewegungsfreiheit und sicheres

Arbeiten. Dazu bot Sifatec mit seinen geprüften

temporären Absturzsicherungssystemen, mit

denen das Gefährdungspotenzial während der

Sanierungsarbeiten erheblich verringert wurde,

ein Maximum an Arbeitssicherheit.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Sicher arbeiten

in luftigen Höhen

Die »Industriekonsole« kann durch die

Schwenkkonsole so erweitert werden,

dass auch Dachrinnen oder Vorsprünge

über den Befestigungspunkt hinaus

umbaut werden können.

[ SIFATEC ] Arbeiten auf dem Dach und an der Fassade gehören zu den

gefährlichsten Arbeiten im Baugewerbe. Oft sind die Einsätze für Wartung

und Instandhaltung oder die Renovierung/Sanierung einer Immobilie

nur unter widrigen Umständen möglich. Die Zahl der Absturzunfälle

auf Deutschlands Dächern ist heute immer noch sehr hoch. Ursache

hierfür sind oft fehlende oder mangelhafte Absturzsicherungen.

Hier sind Dachrandsicherungen gefragt, die bei Arbeiten in

absturzgefährdeten Bereichen eine hohe Sicherheit und möglichst

große Bewegungsfreiheit gewährleisten. Auf der Dach+Holz präsentierte

Sifatec dem Fachpublikum, wie sich mit intelligenten temporären

Absturzsicherungseinrichtungen wesentliche Verbesserungen für

Personenschutz gegen Absturz aus der Höhe schaffen lassen.

Bei Sifatec drehte sich am Messestand alles

um das weitreichende Thema größerer

Sicherheit bei Arbeiten in der Höhe. Die Exponate

wurden anhand realer Einbausituationen

präsentiert. Zu sehen waren Lösungen aus den

Anwendungsbereichen Flachdach, vorgehängte

hinterlüftete Fassade (VHF) und Solarbau. Ergänzend

dazu präsentierten die Sicherheitstechniker

interessante Absturzsicherungslösungen

für unterschiedliche Gebäudegeometrien, wie

z. B. hohe Funktürme oder kreisrunde Gebäude.

Mit dabei war z. B. das erweiterbare »Original

System«, welches nicht nur hohe Flexibilität,

sondern auch ein Maximum an Sicherheit bietet

und optimal für Dachhandwerker geeignet ist,

deren Dachrandsituationen und Anforderungen

sich häufig ändern.

Als weiteres Messe-Highlight präsentierte

Sifatec zudem die »Industriekonsole«. Das System

wiegt insgesamt nur 14,7 kg und eignet sich

besonders für den Einsatz an großen Gebäuden

wo für die Dachrandsicherung lange Strecken

und einfache Dachrandsituationen hergestellt

werden sollen. Der Systemvorteil besteht in der

schnellen Montage mit weniger Einzelteilen.

Standardgerüste können verwendet werden

und lassen sich mit dem »Original System«

kombinieren. Mit der »Industriekonsole« lassen

sich Pfostenabstände bis zu 6 m herstellen. Sie

kann durch die patentierte Schwenkkonsole so

erweitert werden, dass auch Dachrinnen oder

6

METER

Mit der »Industriekonsole« lassen sich

Pfostenabstände bis zu 6 m herstellen.

Vorsprünge über den Befestigungspunkt hinaus

umbaut werden können. Der Vorteil beider

Systeme liegt außerdem darin, dass Gebäudekonturen

exakt nachgebaut werden können

und Stolperkanten vermieden werden. Darüber

hinaus wurden die neuen Seitenschutzgeländer

in die Standkonzeption integriert, sodass die

Anwendung auf der Baustelle gut nachvollzogen

werden konnte. Die Systeme bringen außerdem

ein umfangreiches Komponenten-Sortiment mit,

das für fast alle Absicherungssituationen eine

passende Lösung bieten soll.

Eigene

Montageteams

Neben der breiten Produktpalette punktet Sifatec

auch durch ein umfangreiches Serviceangebot.

»Unser projektbezogenes Servicepaket mit

allen darin enthaltenen Leistungen reicht von

der Vorplanung über die Logistik und Montage

inklusive aller benötigten Schutzeinrichtungen bis

zur Demontage der Systeme zum Projektende«,

erklärt der Dachdecker- und Gerüstbaumeister

Felix Simon. Mathias Simon, Zimmerer- und

Dachdeckermeister, ergänzt mit Blick auf die

Messe: »Wir konnten auf sämtliche Anfragen

einen verlässlichen Lösungsvorschlag präsentieren.

Sonderlösungen sind für uns oft der

Standard. Unsere Mitarbeiter aus Geschäftsführung,

Vertrieb und Konstruktion standen

permanent Rede und Antwort mit ausführlicher

Beratung der Interessenten. Für uns ist das

ein deutliches Indiz dafür, dass wir mit unseren

Ideen und Lösungsvorschlägen am Puls der

Zeit agieren und mit unserem Anspruch an

hohe Sicherheit und mehr Komfort auf hoch

gelegenen Arbeitsbereichen auf dem richtigen

Weg sind. Schließlich hängen Menschenleben

davon ab.«

... ARBEITSSICHERHEIT • HÖHENSICHERUNG • RETTUNG • PSAgA • SEILZUGANGSTECHNIK • ABSTURZSICHERUNG ...

Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für Kletterausrüstungen, Höhensicherung,

Arbeitssicherheit, Rettung, Arboristik, Seilzugangstechnik, PSAgA sowie

Sonderlösungen. Schnell und kompetent dank vieler Jahre Erfahrung und

einem großen Lager, gefüllt mit vielen Produkten namhafter Hersteller:

Aliens

seit 1995

Zur Platzierung auf sehr dunklen,

aber nicht schwarzen Hintergründen

(z.B. dunklen Fotos)

Abbildungsgröße: ab ca. 5cm Breite

KLETTER-SPEZIAL-LADEN.DE

Zur Platzierung auf sehr dunklen,

aber nicht schwarzen Hintergründen

(z.B. dunklen Fotos)

Abbildungsgröße: ab ca. 5cm Breite

powered by

Ob über den KLETTER-SPEZIAL-LADEN.DE, per eMail oder

am Telefon, wir sind für Sie da.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

und vielen mehr!

Blacksafe GmbH

Raiffeisenstraße 4b • 83607 Holzkirchen

März 2026 | 19

T: +49 (0) 8024 9692 990 • info@blacksafe.de • www.blacksafe.de


Da das Bohren in die bestehende

neue Betonstruktur nicht

möglich war, erfolgte die Anbindung

der Mastverankerung über

den Stahlbau des Verteilerstegs.

BÖCKER

Maßgeschneiderte Innovation

für »Stuttgart 21«

[ BÖCKER ] Im Rahmen des Großprojekts »Stuttgart 21« kommen derzeit zwei

speziell angepasste Böcker-»Super-Lift«-Transportbühnen zum Einsatz. Sie

wurden als Sonderanfertigung für die besonderen Anforderungen des Projekts

entwickelt. Die leistungsstarken Zahnstangenaufzüge transportieren während der

Ausbauphase sowohl Personen als auch Baumaterialien zu den neuen Bahnsteigen

des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Sie sind ein zentrales Element der logistischen

Infrastruktur auf dieser technisch und organisatorisch komplexen Baustelle.

Der künftige Durchgangsbahnhof bildet das

Herzstück von Stuttgart 2; gebaut werden

u. a. 56 km Tunnelröhren und rund 100 km neue

Gleise. Der Einsatzort stellte die Projektverantwortlichen

vor Herausforderungen: So galt es,

die Transportbühnen in den bereits bestehenden,

runden Aufzugsschächten zu positionieren, in

denen später die Personenaufzüge installiert

werden. Die räumlichen Verhältnisse und die

besonderen baulichen Anforderungen schlossen

den Einsatz einer Standardbühne aus. Im

Rahmen einer detaillierten Machbarkeitsstudie

entwickelte Böcker daher für die Ed. Züblin AG,

die Auftragnehmerin der Deutschen Bahn, zwei

maßgeschneiderte Sonderanfertigungen auf

Grundlage des »Super-Lift LX 4024«. Dieser

zählt mit seiner Tragkraft von bis zu 4 t, einer

Förderhöhe bis 250 m und individuell anpassbaren

Plattformgrößen zu den vielseitigsten

Zahnstangenaufzügen seiner Klasse. Die im

Projekt »Stuttgart 21« eingesetzte Sonderanfertigung

demonstriert, wie flexibel sich das

modulare System an komplexe bauliche Situationen

anpassen lässt.

Material- und Personentransport

Die entscheidende Anpassung betraf die Kabinengeometrie.

Statt der üblichen Kabinenbreite

von 2,90 m wurde für »Stuttgart 21« eine schmalere

Kabine mit Innenmaßen von 1,40 m Breite

und 2,90 m Tiefe entworfen. Diese Modifikation

ermöglichte den Einbau in den runden Aufzugsschacht,

ohne die Funktionalität einzuschränken.

Dabei konnte der Grundrahmen einschließlich

der kompletten Steuerungseinheit in der Unterfahrt

integriert werden, während der Ausstieg

bündig mit dem Bahnsteig abschließt. Jede der

beiden Transportbühnen verfügt über eine hohe

Tragfähigkeit von bis zu 4 t und ist sowohl für

den Material- als auch den Personentransport

zugelassen. Der Aufzug lässt sich wahlweise

von den Ladestellen aus rufen oder direkt in der

Kabine bedienen. Mit einer Förderhöhe von rund

10 m und zwei Haltestellen – am Verteilersteg

und am Bahnsteig – gewährleisten die Anlagen

eine kontinuierliche Versorgung der Bahnsteige

während des Ausbaus.

Präzise Planung nötig

Besonderes Augenmerk galt auch der Montage

der Aufzüge. Da das Bohren in die bestehende

neue Betonstruktur nicht möglich war, erfolgte

die Anbindung der Mastverankerung über den

Stahlbau des Verteilerstegs. Auch der Aufbau

selbst erforderte eine präzise Planung: Sämtliche

Komponenten, Zubehör und ein Minikran

wurden umweltfreundlich per Eisenbahnwaggon

über die neuen Gleise in den Baustellenbereich

transportiert. Der Minikran half anschließend bei

der Montage der Transportbühnen. Seit Frühjahr

2025 sind beide Anlagen nun im Einsatz, um

einen raschen Material- und Personentransport

sicherzustellen. Die Aufzüge haben sich bereits

in den ersten Monaten durch ihre Zuverlässigkeit

und hohe Tragkraft bewährt. »Mit dieser Sonderlösung

konnten wir eine auf die Anforderungen

von ›Stuttgart 21‹ abgestimmte Transportlösung

realisieren«, erklärt Patrick Zengerling, Leitung

Zahnstangentechnik bei Böcker. »Die Flexibilität

des ›Super-Lift LX 4024‹ und das Engagement

unserer Projektplaner beweisen, dass sich die

Böcker-Transportbühnen nicht nur durch Leistung,

sondern auch durch maximale Anpassungsfähigkeit

auszeichnen.«

20 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Gefahrenzone Baustelle:

Neues Whitepaper verfügbar

[ BOELS RENTAL ] Der aktuelle »Bauindex«, eine Studie des europäischen

Vermietungsunternehmen Boels Rental, verdeutlicht eindrücklich,

vor welchen Herausforderungen die Bauwirtschaft derzeit steht.

Fakt ist: Arbeitsunfälle auf Baustellen sind leider keine Seltenheit.

BOELS RENTAL

Arbeitsunfälle sind

keine Seltenheit.

Umso wichtiger ist

es, das Bewusstsein

für sicheres Arbeiten

weiter zu schärfen und

entsprechende Maßnahmen

umzusetzen.

Um dieser Entwicklung gezielt entgegenzuwirken,

hat Boels ein Whitepaper »Sicherheit auf

der Baustelle« als vertiefendes Nachschlagewerk

entwickelt. Mit präventiven Maßnahmen, klaren

Verantwortlichkeiten und moderner Technologie

lassen sich Unfälle wirksam vermeiden und die

Gesundheit der Mitarbeitenden schützen. Neben

rechtlichen Grundlagen beleuchtet das Whitepaper

auch aktuelle Entwicklungen im Bereich digitaler

Sicherheitslösungen und bietet damit wertvolle

Impulse für mehr Sicherheit auf Baustellen.

Zahlen lügen nicht

Rund 440 Fachkräfte aus dem deutschen Baugewerbe

haben im Rahmen des »Bauindex 2025«

Einblicke in ihre Einschätzungen zu zentralen

Entwicklungen in der Branche gegeben. Beleuchtet

wurden u. a. Themen wie die Sicherheit

auf Baustellen sowie saisonale und strukturelle

Herausforderungen. Dass Arbeitsunfälle auf

deutschen Baustellen ein ernstzunehmendes

Problem darstellen, lässt sich durch Zahlen einfach

belegen: Allein im Jahr 2023 registrierte

die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

(BG Bau) über 100000 meldepflichtige Arbeitsunfälle

im Baugewerbe – mehr als in jeder

anderen Branche in Deutschland. »Sicherheit

auf dem Bau ist keine Nebensache, sondern die

Grundlage für verantwortungsvolles Arbeiten«, so

heißt es im Whitepaper. »Mehr als die Hälfte der

Befragten (58 Prozent) betonen, wie wichtig es

ist, dass Sicherheitsanweisungen klar formuliert

und in mehreren Sprachen verfügbar sind. Nur

so können alle Beschäftigten die Vorgaben gleichermaßen

verstehen und befolgen.« Die Studie

zeigte außerdem, dass nur rund 41 Prozent der

Befragten sich als ausreichend gesichert während

eines Projekts empfinden. Etwa 59 Prozent der

Befragten gaben an, dass sie sich während eines

Projekts gelegentlich Sorgen um ihre eigene

Sicherheit machen.

Neben den rechtlichen Grundlagen befasst

sich der »Bauindex« auch mit der Frage, wie mehr

Sicherheit auf Baustellen geschaffen werden kann.

Erläutert werden hier insbesondere die Trainings

von Boels, denn für das Unternehmen steht fest,

dass insbesondere praxisnahe Schulungen einen

entscheidenden Beitrag zu sicheren Arbeitsbedingungen

leisten. Angeboten wird beispielsweise

eine Ersthelfer-Schulung, in der Wissen zu

lebensrettenden Maßnahmen vermittelt wird.

BIS ZU 50 % SCHNELLER MONTIERT!

100 % ABS SAFETY!

MEHR ERFAHREN

WWW.ABSTURZSICHERUNG.DE

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

MEHR ERFAHREN

März 2026 | 21


DIE

BAUHELDEN

INDUSTRIEKLETTERER

Sina Landerer

Jessy von Berg

[ BAUSICHERHEIT ] »Angst darfst du haben – Panik aber nicht!« Als Industriekletterer

ist das Arbeiten in schwindelerregender Höhe schlichtweg Alltag. Die

Zusatzqualifikation, offiziell auch Seilzugangs- und Positionierungstechniker

genannt, geht mit vielen Gefahren einher – und obwohl das so ist, würde

kein Kletterprofi der Welt je behaupten, einen gefährlichen Job zu machen.

Im Gegenteil. Der Grundgedanke lautet: Wenn du deine Aufgaben erfüllst,

dich an die Vorgaben hältst und wirklich weißt, was du da tust, dann ist

dieser Beruf wie jeder andere. Die bauSICHERHEIT-Redaktion sieht das

ein bisschen anders. In der Rubrik »Deutschland – deine bauHELDEN«

haben sich Jessy von Berg und Sina Landerer im Detail mit der Arbeit von

Industriekletterern auseinandergesetzt und haben in diesem Zusammenhang

ausführlich mit Florian König, Vorstandsvorsitzender im Fachverband für

Spezialbausanierung e. V. sowie Peter Biegel, Geschäftsführer / Managing

Direcor bei der FISAT ZertOrga GmbH, über den Beruf des Seilzugangs- und

Positionierungstechniker gesprochen. Wir wollten wissen, wie sich unsere

Leser die tagtägliche Arbeit vorstellen müssen und was es braucht, um am

Ende eines kräftezehrenden Tages am Seil wieder sicher unten anzukommen.

Seien es Fassaden, Windkrafträder,

Brücken, Krane

oder Industrieanlagen –

Industriekletterer arbeiten

dort, wo kein Gerüst steht

und kein Aufzug fährt.

22 | März 2026

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


erweitern wollen und etwas Neues und Abwechslung

suchen. Nebenbei, man hört immer wieder, wir hätten

unser Hobby zum Beruf gemacht. Ich denke, die wenigsten

haben z. B. »Fensterputzen« als Hobby. Aber ein

Hintergrund im Klettern kann zumindest nicht schaden.

bauSICHERHEIT: Um ein Verständnis davon

zu haben: Was braucht es an Vorkenntnissen und

Qualifikationen, um den Beruf überhaupt ausüben

zu dürfen?

Industrieklettern

ist eine Technik,

um an schwierig

zu erreichende

Arbeitsplätze zu

kommen.

bauSICHERHEIT: Zum Einstieg: Wie kommt man

auf die Idee Industriekletterer zu werden? Wann

und wo ist der Gedanke gereift, diesen Beruf zu

erlernen bzw. auszuüben?

Florian König: Nach einem Studium der Geowissenschaften

und einem Auslandsaufenthalt habe ich nach

alternativen Jobmöglichkeiten gesucht. Das war 2005

und am Seil zu arbeiten noch recht neu. Irgendwie bin ich

dann bis heute hängen geblieben. Die Idee kam durch

den Klettersport, in dem ich schon als Kind sehr aktiv

war. Das ist zwar irgendwie nahe liegend, aber vielleicht

weniger häufig als man denkt. Grundsätzlich sehen

sich Industriekletterer als Handwerker, die in der Höhe

arbeiten. Die Seilzugangs- und Positionerungstechnik,

wie das Ganze korrekt genannt wird, ist mehr eine Zusatzqualifikation

für Facharbeiter, die ihren Einsatzbereich

GEARS SAFETY (5)

Florian König: Industrieklettern ist eigentlich kein Beruf.

Es ist eine Technik, um an schwierig zu erreichende

Arbeitsplätze zu kommen. Die rechtlichen Anforderungen

stammen aus dem Arbeitsschutz: Personen, die am Seil

hängend arbeiten, müssen hierfür geeignet und für die

Tätigkeit ausgebildet und, wie man sagt, unterwiesen

sein. Der Gesetzgeber und die Berufsgenossenschaften

haben Rahmenbedingungen als Arbeitsvoraussetzungen

festgelegt. Nun gibt es Verbände, die über ihre

Mitgliedsunternehmen Ausbildungen anbieten, um

diese Anforderungen zu erfüllen. Typischerweise macht

man also eine Ausbildung bei einem Verband, besteht

die Abschlussprüfung und bekommt die Qualifikation

dann durch diesen bestätigt. In Deutschland sind das

im Wesentlichen der FSBS, FISAT und IRATA.

Peter Biegel: Man muss natürlich auch körperlich fit sein.

Außerdem braucht man den betrieblichen Ersthelfer, um

die Zusatzqualifikation zum Industriekletterer absolvieren

zu können. Die Ausbildung selbst gliedert sich in drei

Level. Level 1 beschreibt die Grundqualifikation, also

die Rettung von Kollegen. Beantwortet werden Fragen

wie »Wie komme ich am Seil rauf und runter? Wie kann

ich über Kanten klettern? Wie kann ich zwischen zwei

Seilstrecken hin- und herwechseln?«. Der Fokus liegt

auf vertikalen Techniken. In Level 2 geht es vermehrt

Sämtliche Ausrüstung –

Gurte, Karabiner, Sicherheitsgeräte

– müssen

bei Bedarf, z. B. bei

großer Hitze, mindestens

jedoch einmal jährlich

überprüft werden.

Arbeiten in schwindelerregenden

Höhen: Was dem unbeteiligten

Zuschauer schlotternde Knie

verursacht, ist für Industriekletterer

schlichtweg Alltag.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Gut zu

wissen

Personen, die am Seil hängend

arbeiten, müssen hierfür

geeignet und für die Tätigkeit

ausgebildet und unterwiesen

sein. Die Ausbildung zum

Industriekletterer gliedert sich

in drei Level.

um horizontale Techniken, z. B. Bewegungen unter

Decken oder Stahlträgern von links nach rechts oder

von vorne nach hinten. Die Rettungstechniken werden

ebenfalls komplexer. Level 3 beschreibt dann den »aufsichtsführenden

Höhenarbeiter«: Er ist verantwortlich für

die Planung und Sicherheit auf der Baustelle. Hierfür

benötigt es einige Jahre Erfahrung am Seil.

bauSICHERHEIT: Wo werden Industriekletterer

in der Regel eingesetzt? Haben Sie hier ein

paar Beispiele für Aufgaben, die Industriekletterer

übernehmen?

Florian König: Eigentlich können Industriekletterer

(fast) alles, was in der Höhe von einem Hubsteiger

oder Gerüst aus durchgeführt wird. Der Vorteil ist,

dass der Aufwand, der zum Erreichen der Arbeitsposition

notwendig ist, sehr gering sein kann. Man

wird keine ganze Hochhausfassade am Seil hängend

streichen; aber bei kleineren Reparaturarbeiten hat

die Technik viele Vorteile. Klassische Einsatzgebiete

sind natürlich Glasreinigungen, Fassadenreparaturen

oder Begutachtungen von Bauwerken. Daneben gibt

es ganze Branchen, die von den Kletterern sozusagen

abhängen, allen voran die Windenergie.

stürzen die Leute eher von der Leiter, obwohl das

weitläufig als nicht so gefährlich angesehen wird.

Peter Biegel: Gefahren gibt es natürlich trotzdem,

z. B. die Witterung – im Sommer ist es die Hitze, im

Winter die Kälte. Industriekletterer können nicht »mal

eben schnell« ihren Arbeitsplatz verlassen, um sich

im Schatten abzukühlen oder sich bei kalten Temperaturen

aufzuwärmen. Durch längeres Arbeiten im

Gurt befindet sich der Körper in einer Zwangshaltung

was nicht wirklich der Ergonomie entspricht. Bauch

und Rumpfmuskulatur ermüden schneller als bei

normalen Arbeitem. Alle möglichen Risiken die durch

die Anwendung der SZP entstehen, müssen in einer

Gefährdungsermittlung betrachtet werden. Daraus

entsteht die Einsatzplanung, die die Schutzmaßnahmen

festlegt. Für scharfe Kanten, die z. B. ein Seil abtrennen

können, wird ein Seilschutz gelegt.

Florian König: Mit Blick auf die Seiltechnik selbst, ist es

vor allem wichtig, die Sicherheitsstandards einzuhalten,

mögliche Gefährdungen vorherzusehen, entsprechende

Schutzmaßnahmen einzusetzen und sich dabei nicht zu

überschätzen – und auch mal »nein« sagen zu können.

Ich denke, so eine Sicherheitskultur ist in der Branche

schon gut etabliert. Ich selbst kenne nur wenige risikofreudige

Draufgänger in dem Job.

bauSICHERHEIT: Grundsätzlich gilt der Beruf des

Industriekletterers als gefährlich: Welche typischen

Gefahren begegnen Industriekletterern im Alltag

und was sind die aus Ihrer Sicht größten Risiken?

Florian König: Die Seilzugangs- und Positionierungstechnik

wird insgesamt als sicheres Arbeitsverfahren

angesehen. Die Sache dabei ist, dass das gefühlte

Risiko eher hoch ist - auch beim Zuschauen. Immerhin

haben wir Menschen eine natürliche Furcht vor der

Höhe. Das tatsächliche Risiko ist aber vergleichsweise

gering. Wenn man Absturzunfälle betrachtet, dann gilt

Seiltechnik als eine der weltweit sichersten Möglichkeiten

für den Zugang in die Höhe. Bei Bauarbeiten

bauSICHERHEIT: Wenn wir die Unfälle im Detail

betrachten: Was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten

Ursachen? Haben wir es eher mit menschlichen

oder technischen Fehlern zu tun?

Florian König: Technische Fehler in dem Sinne, dass

unsere Ausrüstung versagt, kommen so gut wie gar nicht

vor. Das Material ist ja nicht nur genormt und zertifiziert,

sondern muss auch regelmäßig überprüft werden. Da

haben wir eine sehr hohe Sicherheitsmarge. Es gilt, mögliche

Gefahrenstellen zu erkennen und die Ausrüstung

vor Schnitten, mechanischer Belastung, chemischen

Einflüssen oder Hitze zu schützen.

Grundsätzlich sehen

sich Industriekletterer

als Handwerker, die

in der Höhe arbeiten.

24 | März 2026

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Peter Biegel: Herabfallendes Material stellt da das

viel größere Risiko dar. Es kann auch vorkommen, dass

man sich an scharfen Kanten verletzt oder diese die

Seile beschädigen. Grundsätzlich ist man aber immer

doppelt gesichert – komplette Abstürze passieren so

gut wie gar nicht. Die Absturzunfälle, die bekannt sind,

wurden oft durch falsche Technik ausgelöst und sind

oft lange her, zumindest in Deutschland. Daher kann

man den Faktor Mensch als »Risiko« betrachten, wenn

man möchte – aber das ist ja in allen Berufen der Fall.

bauSICHERHEIT: Eine Technikfrage: Welche

Sicherheitsmaßnahmen (PSA etc.) sind bei Industriekletterern

generell im Einsatz und aus Ihrer Sicht

zudem unverzichtbar, um Unfälle zu vermeiden?

Florian König: Grundsätzlich arbeiten Industriekletterer

an zwei Seilen. Eines dient der Fortbewegung, das andere

zusätzlich der Sicherung. Die eingesetzten Systeme

sind sehr fehlertolerant. Das bedeutet, dass ein kleines

Missgeschick oder ein falscher Handgriff nicht gleich

gefährliche Konsequenzen haben darf. Das funktioniert

natürlich nur, wenn man gewissenhaft arbeitet, keine

Abkürzungen nimmt und nicht denkt, »das mache ich

jetzt mal schnell anders«.

Peter Biegel: Die redundante Sicherung ist der wichtigste

Faktor. Außerdem muss der Sicherungspunkt

mindestens 1 t halten. Sämtliche Ausrüstung – Gurte,

Karabiner, Sicherheitsgeräte – müssen bei Bedarf, z. B.

bei Kontakt mit Chemikalien, mindestens jedoch einmal

jährlich überprüft werden.

bauSICHERHEIT: Interessieren würde mich, ob

Sie in Ihrem Berufsleben bereits selbst von Unfällen

betroffen waren oder Personen kennen, die

Verletzungen erlitten haben.

Umfeld kenne ich aber niemanden, der schwerwiegende

Verletzungen davongetragen hat. Wenn ein Unfall passiert,

ist es meiner Meinung nach am wichtigsten, herauszufinden,

was passiert ist und wieso es passiert ist – nur

so kann man für die Zukunft daraus lernen.

bauSICHERHEIT: Zum Thema Selbstüberschätzung:

Stimmt es denn, dass gerade erfahrene

Industriekletterer, die diesen Job seit Jahrzehnten

ausüben, unvorsichtiger werden?

Gerade Sätze wie »Ich weiß, was ich tue«

oder »So habe ich das immer schon gemacht«

suggerieren ein Nachlassen der

Wachsamkeit. Würden Sie zustimmen, dass

daraus leichtfertiges Handeln entsteht?

Peter Biegel: Je länger irgendwo gearbeitet

wird, desto mehr verliert der Mensch das Bewusstsein

für Gefahr. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang

und trifft nicht nur auf Industriekletterer zu. Schleichende

Routine kann zu erhöhten Risiken führen, das stimmt.

Florian König: Natürlich können aus einer falschen

Selbsteinschätzung heraus gefährliche Handlungen

entstehen. Das ist aber zunächst einmal unabhängig

der persönlichen Erfahrung. Wir unterliegen als

Menschen in allen Lebensbereichen systematischer

Wahrnehmungsfehler, sonst würden sich nicht 90 Prozent

der Autofahrer als besser als der Durchschnitt

einstufen. Dass dies bei erfahrenen Industriekletterern

besonders ausgeprägt ist und zu Problemen führt,

glaube ich persönlich nicht. Immerhin wissen wenig

erfahrene Personen oft nicht, was sie nicht wissen

- was ebenso kritisch sein kann. Wichtig ist, solchen

menschlichen Faktoren mit einer guten Planung zu

begegnen, negative Gruppendynamiken und Stress

zu erkennen und sich einzugestehen, dass man selbst

nicht vor Fehlentscheidungen gefeit ist. JVB

600 000

HÖHENARBEITER

Weltweit sind über

600 000 Höhenarbeiter

gemeldet.

Florian König: Wir selbst hatten bisher zum Glück noch

keinen Unfall oder nennenswerte Verletzungen bei der

Arbeit. Natürlich hört man, auch durch die Verbandsarbeit,

immer mal wieder, dass jemand zu Schaden kam. Das

kommt aber tatsächlich sehr selten vor. Der internationale

Industriekletterverband IRATA führt eine Unfallstatistik.

Über 600 000 gemeldeten Höhenarbeitern weltweit und

über 30 Mio. aufgezeichneter Arbeitsstunden stehen

etwa zwei tödliche Arbeitsunfälle pro Jahr gegenüber.

Wobei sich nicht alle auf die Seiltechnik zurückführen

lassen. Nüchtern betrachtet müsste man dies mit durchschnittlich

knapp zehn tödlichen Stürzen von einer Leiter

pro Jahr alleine in Deutschland vergleichen.

Peter Biegel: 2017 ist in Doha, Quatar, ein Industriekletterer

verunglückt. Unfallursächlich war damals eine

unglückliche Verkettung von Ereignissen, die in einer

übergeordneten Betrachtung hätten vermieden werden

können. Ich selbst war nach dem Unfall vor Ort, um das

ausführende Unternehmen mit Risikobewertungen und der

Erstellung von Einsatzplänen zu unterstützen. Im näheren

Industriekletterer

arbeiten immer an zwei

Seilen. Eines dient der

Fortbewegung, das

andere zusätzlich der

Sicherung.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Die Produkte aus dem modularen

Steigtechnik-Konzept der Munk

Günzburger Steigtechnik lassen sich

bei Bedarf flexibel erweitern.

Neuheiten im

Steigtechnik-Ratgeber vorgestellt

MUNK (2)

UNTERNEHMEN

Die Munk Günzburger Steigtechnik

repräsentiert den Geschäftsbereich

Steigtechnik innerhalb des

Familienunternehmens Munk Group

mit Sitz in Günzburg. Das Unternehmen

wird in mittlerweile vierter

und fünfter Generation von der

Familie Munk geführt. Die Munk

Günzburger Steigtechnik zählt

zu den führenden Anbietern von

Steigtechnik aller Art. Ihr Standardsortiment

umfasst über 2 500 Produkte

und reicht von Leitern für

den gewerblichen, öffentlichen und

privaten Gebrauch über Rollgerüste,

Podeste, Treppen und Überstiege

bis hin zu maßgefertigten Sonderkonstruktionen.

Die Montageplattform lässt

sich werkzeuglos auf- und

abbauen und kann auch als

Transportwagen für Werkzeug

und Material genutzt werden.

[ MUNK ] Sicherheit ist die Mission der Munk Günzburger Steigtechnik. In diesem Sinne

präsentiert das Unternehmen seine Neuheiten im neuen Steigtechnik-Ratgeber 2026:

Auf 460 Seiten informiert das Handbuch detailliert über die Innovationen und Klassiker

im Seriensortiment, das über 2 500 Produkte umfasst.

Zu den Neuheiten im Produktprogramm der Munk

Günzburger Steigtechnik zählt im Jahr 2026 eine

neue fahrbare Montageplattform, die das Arbeiten in

niedrigen Höhen »so angenehm und effizient wie nie

zuvor« machen soll. Das modulare System lässt sich

werkzeuglos auf- und abbauen und kann auch als

Transportwagen für Werkzeug und Material genutzt

werden. Ebenfalls neu im Produktprogramm ist eine

neue Version der Stufen-Einhängeleiter für Lkw. Sie

ermöglicht beim Be- und Entladen nicht nur einen

schnellen und einfachen Zugang zur Ladefläche, sondern

lässt sich auch leicht verstauen. An einem Lkw mit

Seitenbordwand kann die Leiter mit Haken direkt an

die Bordwand eingehängt werden und steht dadurch

besonders stabil.

Der neue »FlexxTower SG ergo«

Auch das Sortiment der Rollgerüste hat ein Upgrade

erhalten: Die Munk Günzburger Steigtechnik bietet ihr

Ein-Personen-Rollgerüst »FlexxTower SG« nun auch in

der Variante »ergo« an – mit integrierter 1,20 m langer

»Ergo«-Plattform, die bis zu 40 Prozent leichter ist als

herkömmliche Plattformen.

Weitere Neuheiten im Steigtechnik-Ratgeber 2026

sind eine Zweiholm-Mastleiter für sicheres Arbeiten an

Strom-, Telekommunikations-, Antennenmasten, eine

Wartungsplattform fürs Arbeiten in und an Gleisgruben

sowie ein stabiler und handlicher Haushalts-Klapptritt.

Er dient als praktischer Helfer im Büro, in der Werkstatt

oder im Privathaushalt.

Modulare Steigtechnik im Fokus

Gerade für Handwerker, Hausmeister oder Servicetechniker

ist das Kapitel »Modulare Steigtechnik«

lesenswert. Hier hat Munk sämtliche Produkte zusammengefasst,

die sich bei Bedarf flexibel nutzen

oder erweitern lassen und dann wieder platzsparend

zerlegen und transportieren lassen – komplett werkzeuglos.

Das gilt für die steckbaren Stufen-Stehleitern

sowie Plattformleitern genauso wie für die

Ein-Personen-Gerüste der »FlexxTower«-Reihe oder

den »ML«-Klapptritt, der sich zur Arbeitsplattform

erweitern lässt.

Große Bandbreite an Zubehör

Mit dem richtigen Zubehör lassen sich die Effizienz,

Sicherheit und Flexibilität im Arbeitsalltag erhöhen.

Das gilt vor allem für Produkte wie den flexiblen

Leiterschuh »Nivello«, der für einen sicheren Stand

auf jedem Untergrund sorgt, Leiterkopfsicherungen

für einen festen Halt von Anfang an oder auch das

Rollensortiment der Munk Günzburger Steigtechnik.

Damit lassen sich Leitern, Tritte oder Podeste ergonomisch

und kraftsparend transportieren. Für ein

Plus an Sicherheit beim Auf- und Abstieg sorgen

Handläufe, Geländer, Sicherungstüren oder Ausstiegsholme,

das Gleiche gilt für die rutschhemmenden

»clip-step«-Trittauflagen für Stufenleitern, die sich

auch nachrüsten lassen.

Schnell zur eigenen Konfiguration

Über QR-Codes und Links gelangen Anwender darüber

hinaus schnell und unkompliziert zu den Online-Konfiguratoren

der Munk Günzburger Steigtechnik. Hier lassen

sich mit wenigen Klicks Steigleitern, Treppen (mit und

ohne Plattform), Überstiege und ab sofort auch Dachüberstiege

individuell zusammenstellen. Außerdem lässt

sich auch das umfassende Weiterbildungsprogramm der

Munk Günzburger Steigtechnik über einen QR-Code

im Ratgeber 2026 erreichen. Neben Präsenzseminaren

und der Möglichkeit von Inhouse-Schulungen bietet

das Unternehmen das Seminar »Leitern und Tritte« ab

sofort auch als Online-Seminar an und ermöglicht so

eine flexiblere Planung.

26 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Zwei in eins: Heben und

sicher in der Höhe arbeiten

KUNZE

[ KUNZE ] Wer im Dach- oder Holzbau arbeitet, weiß: Auf der Baustelle zählt jede Minute

und jedes Gerät muss zuverlässig funktionieren. Genau dafür wurde der »BG Lift M250«

gebaut. Dieser kompakte Minikran hebt nicht nur Lasten bis 2,5 t, sondern übernimmt auch

Personenarbeiten mit zugelassenem Arbeitskorb. Damit spart man sich oft eine zusätzliche

Arbeitsbühne und die Abläufe können deutlich gestrafft werden.

Mit 16 m Hakenhöhe und 13 m Reichweite bringt

der »M250« genug Reserven mit, um schwere

Bauteile präzise zu setzen. Außerdem besteht die Möglichkeit,

bei kompletter Abstützung einen Arbeitskorb

einzuhängen. So lassen sich Tätigkeiten in der Höhe,

z. B. Montieren, Verschrauben oder Anschließen, sicher

durchführen.

Technisch bringt der »M250« alles mit, was auf engen

oder anspruchsvollen Baustellen zählt: ein verstellbares

Fahrwerk, robuste Gummiketten, einen 18,5-kW-Kubota-Diesel-

oder Hybrid- bzw. vollelektrischen Antrieb,

sechsfach verstellbare Abstützungen mit Automatik,

Endlosdrehung und einen präzisen Teleskoparm mit

Kettenhubverdoppelung. Die »Scanreco«-Funkfernsteuerung

mit Display sorgt für volle Kontrolle über alle

Bewegungen. Punkten kann der »M250« außerdem mit

seinen kompakten Maßen: Bei einer Breite von 0,78 m

und einer Länge von 3,24 m bringt der Kran ein Gewicht

von rund 2,4 t auf die Waage. So eignet er sich optimal

für innerstädtische Baustellen, schmale Zufahrten und

enge Dachflächen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Im Einsatz zeigt sich die Flexibilität des »M250« besonders

deutlich: Beim Aufrichten eines Dachstuhls hebt der

Minikran zunächst die Bauteile ein, anschließend erledigt

man im Arbeitskorb die Feinarbeiten. Bei Sanierungen

lassen sich alte Elemente abnehmen, neue einheben

und sofort montieren. Auch beim Fassaden- oder

Holzelementbau kombiniert man Lastenhandling und

Personenarbeit in einem durchgängigen Arbeitsablauf.

Gerade im Holz- und Dachbau könne der »M250« seine

Stärken voll ausspielen. Das Ergebnis: mehr Tempo auf

der Baustelle, weniger Geräte, weniger Aufwand.

Der Minikran »M250« lässt

sich zur Raupenbühne umfunktionieren,

indem bei kompletter

Abstützung ein zugelassener

Arbeitskorb eingehängt wird.

13

METER

Der »M250« bietet eine

Reichweite von 13 m.

Ausbildung

zum

Höhenretter

Die AST

Arbeitssicherheit lehrt

bei der Ausbildung

»Spezielles Retten in

Höhen und Tiefen«,

wie man verletzte oder

erkrankte Personen aus

schwer zugänglichen

Bereichen retten kann.

AST

[ AST ] Es passiert auf Kranen,

Steigleitern oder an Fensterfassaden.

Unfallorte gibt es auf einem großen

Fabrikgelände oder einer Baustelle

in den höchsten Höhen oder in

tiefen Aufzugsschächten, Behältern

und Kellern. Wenn Leitern und die

Kameradenrettung mit Persönlicher

Schutzausrüstung gegen Absturz an

ihre Grenzen kommen, dann ist das

ein Fall für eine Höhenrettungsgruppe,

die weiß, dass schnelle Hilfe oftmals

lebensrettend sein kann.

Hängt der Verletzte z. B. im Auffanggurt seiner

Persönlichen Schutzausrüstung (PSA) fest,

kann bereits nach wenigen Minuten ein Hängetrauma

eintreten. Nun gilt: zügig vorgehen, aber

nicht panisch werden. »Man muss als Höhenretter

schnell sein, aber muss in Höhe und Tiefe immer

auch Ruhe bewahren und Sicherheit vermitteln«,

so Matthias Müller, Leiter der AST Safety Academy,

die eine Schulung »Spezielles Retten in

Höhen und Tiefen«, kurz SRHT, bei einem großen

deutschen Pharmaunternehmen durchgeführt

hat. Auf dem Programm des 80-stündigen

Lehrgangs, der auf den empfohlenen Standards

der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufs-

feuerwehren AGBF 2019 basiert, standen

u. a. Knoten-, Geräte-, Material- und Seilkunde,

Rettungsvarianten, Sicherungstechniken und die

exakten Handlungsabläufe der SRHT. Gehen

diese durch regelmäßiges Training in Fleisch

und Blut über, ist die Höhenrettungsgruppe in

der Lage, mithilfe von spezieller Seiltechnik den

Zugang zu einer verunfallten oder erkrankten

Person herzustellen und die medizinische Versorgung

bis zu einem geschützten Platz am

Boden zu übernehmen.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

März 2026 | 27


Arbeitsplattformen und Services

für sicheren Höhenzugang

[ KRAUSE ] Ob im Produktionsbereich, in der Werkstatt, auf dem Betriebshof

oder im privaten Umfeld: Wer in der Höhe arbeitet, benötigt einen sicheren

und stabilen Zugang. Krause bietet hierfür ein breites Spektrum an

Steigtechnik und Zugangslösungen an. Neben Leitern, Tritten, Fahrgerüsten

und ortsfesten Steigleitern stehen Lösungen im Fokus, die typische Risiken

im Alltag reduzieren sollen, etwa rutschige Umgebungen, wechselnde

Arbeitshöhen oder wiederkehrende Wartungsarbeiten. Das Angebot wird

durch Qualifizierungsmaßnahmen, Prüfdienstleistungen und digitale

Unterstützung bei Dokumentation und Terminorganisation ergänzt.

Die höhenverstellbare, fahrbare Arbeitsplattform aus dem Standard-

Programm ist für Arbeiten gedacht, bei denen Beschäftigte über

längere Zeit sicher in einer definierten Höhe arbeiten müssen und dabei

sowohl Bewegungsraum als auch eine Absturzsicherung benötigen. Typische

Anwendungen sind Wartungs-, Service- und Inspektionsarbeiten an

großflächigen oder hoch bauenden Objekten wie Fahrzeugen, Maschinen

und Anlagen in der Industrie sowie technischen Einrichtungen in Hallen.

Die Plattform wird auch in Bereichen eingesetzt, die regelmäßig erreicht

werden müssen, ohne dass ein Gerüst aufgebaut werden soll. In der Praxis

geht es dabei häufig um wiederkehrende Tätigkeiten wie Prüfungen, Einstellungen,

Montage- und Nachrüstarbeiten oder Reinigungs- und Instandhaltungsaufgaben,

für die eine Leiter keine ausreichende Arbeitsfläche

bietet, bei denen aber eine schnelle, flexible Positionierung erforderlich ist.

Die Plattformhöhe lässt sich zentral über eine Zahnstange mit Handkurbel

oder alternativ mit dem Akkuschrauber einstellen. Damit kann das

Arbeitsniveau an unterschiedliche Situationen angepasst werden, ohne dass

zusätzliche Auf- oder Umbauten erforderlich sind. Spindelfüße gleichen Unebenheiten

aus, und Rollen mit Feststellbremsen sorgen für eine definierte

Positionierung. Ein gummierter Anprallschutz reduziert Beschädigungen

beim Rangieren. Die obere Arbeitsfläche ist mit einem rutschhemmenden,

gerieften Aluminiumbelag ausgestattet, die untere Ebene mit einem Warzenblech.

Der Aufstieg erfolgt über eine seitlich geführte Schlepptreppe mit

gerieften Treppenstufen. Oben erweitert ein klappbarer Geländerkorb die

nutzbare Fläche, und die Geländer rasten beim Ausklappen automatisch

ein. Je nach Einsatzumgebung sind Ausführungen mit einseitigem oder

beidseitigem Geländerkorb erhältlich.

Für nasse und

verschmutzte Einsatzbereiche

Kurzarbeiten in moderaten Höhen gehören zu den häufigsten, aber auch

zu den am meisten unterschätzten Risikosituationen. In Werkstätten,

Produktionsbereichen sowie bei Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten

können Feuchtigkeit, Reinigungsmittel oder ölhaltige Rückstände die

Rutschgefahr erheblich steigern. Für diese Bedingungen bietet Krause

Die Stufen-Anlegeleiter mit

R13-Rutschhemmung verfügt

über tief profilierte Aluminiumstufen,

deren Struktur sich mit

der Schuhsohle verzahnt.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


KRAUSE (2)

Die höhenverstellbare, fahrbare Arbeitsplattform

ist für Arbeiten gedacht, bei denen

Beschäftigte über längere Zeit sicher in einer

definierten Höhe arbeiten müssen.

zwei Lösungen, die konsequent auf Trittsicherheit ausgelegt sind: den

mobilen Montagetritt mit Gitterroststufen und die Stufen-Anlegeleiter

mit R13-Rutschhemmung.

Der mobile Montagetritt ist für flexible Einsätze ausgelegt, bei denen

schnell zwischen Arbeitsorten gewechselt wird. Seine rutschhemmenden

Gitterroststufen bieten hohe Trittsicherheit, auch bei nassen oder verschmutzten

Oberflächen. Dank integrierter Fahrrollen ist er mobil einsetzbar

und in Varianten mit drei, vier oder fünf Stufen verfügbar.

Die Stufen-Anlegeleiter mit R13-Rutschhemmung ist für Einsatzbereiche

geeignet, in denen der Auf- und Abstieg auf einer Anlegeleiter unter

anspruchsvollen Bedingungen stattfinden muss, z. B. bei Feuchtigkeit,

Reinigungsmittelresten, Staub oder leichten öligen Verschmutzungen.

»R13« steht dabei für eine sehr hohe Rutschhemmung. Diese wird über

tief profilierte Aluminiumstufen erreicht, deren Struktur sich mit der Schuhsohle

verzahnt und Flüssigkeiten seitlich ableitet. Auf aufgesetzte Auflagen

oder Einsätze, die altern, sich lösen oder in ihren Reibwerten schwanken

können, wird verzichtet.

Prüfung und

Dokumentation aus einer Hand

Der Prüfdienst »Krause Inspect« umfasst eine systematische Prüfung

nach den jeweiligen Vorgaben sowie eine belastbare Dokumentation,

die im Alltag verfügbar ist – etwa für interne Kontrollen oder Audits.

Dies ist insbesondere dann relevant, wenn viele Arbeitsmittel im Umlauf

sind, mehrere Standorte betreut werden oder Prüfaufgaben zeitlich

gebündelt werden müssen. Ergänzend kann die digitale Arbeitsmittelprüfung

von Wosatec zur Organisation von Prüfungen und Nachweisen

Gut zu

wissen

Neben Serienprodukten

realisiert Krause auch

kundenspezifische

Sonderlösungen, wenn

Standardmaße oder typische

Bauformen nicht ausreichen.

genutzt werden. Arbeitsmittel werden

per QR-Code identifiziert, Prüfungen

anhand von Checklisten durchgeführt,

Protokolle digital erstellt und gespeichert

und es erfolgt eine automatische

Erinnerung an Prüfintervalle. Die

meisten Krause-Produkte sind ab

Werk bereits mit dem entsprechenden

QR-Code-Label ausgestattet und

können somit direkt in die digitale

Verwaltung übernommen werden.

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

März 2026 | 29


Die fachgerechte Inaugenscheinnahme

erfordert fundiertes Wissen über Statik,

rechtliche Grundlagen und die aktuelle

TRBS 2121.

CHAT GPT

Schulung zur

»Befähigten Person«

zur Prüfung von Gerüsten

[ MORAVIA ] Ein Gerüst steht – die Arbeit soll beginnen. Doch wer hat

wirklich geprüft, ob alle Verankerungen sitzen, die Beläge korrekt liegen und

die Nutzung zulässig ist? Auf vielen Baustellen wird diese Verantwortung

unterschätzt. Dabei können bereits kleine Mängel schwere Unfälle,

Baustopps oder empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Zunächst gilt es, klar zu unterscheiden: Während

die tägliche Inaugenscheinnahme vor

Benutzung durch eine verantwortliche Person

oder direkt durch den jeweiligen Benutzer erfolgen

kann, sind die Anforderungen an die

regelmäßige Kontrolle strenger. Die formelle

Prüfung des Gerüsts, insbesondere nach längeren

Arbeitsunterbrechungen oder bei besonderen

Witterungsverhältnissen, muss gemäß DGUV

mindestens alle sieben Tage durch eine »befähigte

Person« erfolgen. Spätestens bei einer

Kontrolle durch die Gewerbeaufsicht oder nach

einem Unfall wird deutlich: Wer ein Gerüst nutzt,

trägt Verantwortung. Fehlt der Nachweis einer

regelmäßigen Prüfung durch eine »befähigte

Person«, drohen nicht nur Bußgelder, sondern

auch der Verlust des Versicherungsschutzes – mit

persönlichen Konsequenzen für Unternehmer und

Verantwortliche. Eine neue Schulung der Moravia

Akademie macht fit für diese verantwortungsvolle

Aufgabe.

30 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Steig- und

GerüstSysteme

World`s

deepest step!

135 mm

Die neuen

ProfiTritte

Die neuen robusten

Doppel-KlappTritte mit großer

oberer Standfläche wurden für

professionelle Einsatzzwecke entwickelt und

sind für extreme Beanspruchungen bis zu einer

maximalen Belastung von 225 kg ausgelegt.

STABILO ®

Professional

Doppel-KlappTritt 135 XL

MORAVIA

Die formelle Prüfung des Gerüsts muss gemäß DGUV mindestens

alle sieben Tage durch eine »befähigte Person« erfolgen.

+ Standfläche:

600 x 300 mm

+ Stufentiefe: 135 mm

+ Belastbarkeit: 225 kg

Rechtliche Grundlagen

Die fachgerechte Inaugenscheinnahme ist weit

mehr als ein flüchtiger Blick nach oben. Sie erfordert

fundiertes Wissen über Statik, rechtliche

Grundlagen und die aktuelle TRBS 2121. Ob

im Hochbau, Dachdeckerhandwerk, Malereibetrieb

oder als Architekt – wer ein Gerüst

betritt, muss sicherstellen, dass es für den

vorgesehenen Zweck geeignet und technisch

einwandfrei ist. Die Schulung der Moravia

Akademie qualifiziert Teilnehmer gezielt für

die rechtssichere Inaugenscheinnahme von

Gerüsten. Sie erkennen sicherheitsrelevante

Mängel, beurteilen die Eignung eines Gerüsts

für den jeweiligen Einsatz und dokumentieren

ihre Prüfungen so, dass sie im Ernstfall Bestand

haben. Mit einem Zertifikat dokumentieren

Teilnehmer ihre Fachkenntnis rechtssicher

gegenüber der Gewerbeaufsicht.

cherheitsverordnung genauer beleuchtet. Auch

die Technischen Regeln für Betriebssicherheit

sowie die DGUV-Schriften spielen eine Rolle.

Ebenso wird die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung

mit Schwerpunkt auf die Ermittlung

von Absturzgefährdungen und Schutzmaßnahmen

vermittelt. Teilnehmer beschäftigen

sich außerdem mit der Eignungsprüfung: Hier

geht es um die Überprüfung von Belägen,

Geländern, Zwischenholen und Bordbrettern.

Der letzte Themenblock umfasst schließlich die

Dokumentation, also das rechtssichere Führen

von Checklisten und die Protokollierung der

Ergebnisse. Nach erfolgreichem Abschluss

erhalten alle Teilnehmer eine Schulungsbescheinigung

für die »Befähigte Person«. Dieser

Qualifikationsnachweis ist die Kompetenz zur

fachgerechten Prüfung gemäß TRBS 2121.

STABILO ®

Professional

World`s

deepest step!

Doppel-KlappTritt 135

+ Standfläche:

420 x 300 mm

+ Stufentiefe: 135 mm

+ Belastbarkeit: 225 kg

World`s

225

KG

deepest step!

Umfassende Inhalte

Wer Gerüste nutzt, sollte sich nicht auf Routine

verlassen. Eine qualifizierte Inaugenscheinnahme

schützt Mitarbeiter, Unternehmen und

Verantwortliche gleichermaßen. Hier leistet

das Seminar der Moravia Akademie einen

entscheidenden Beitrag. Zunächst einmal geht

es inhaltlich um die Rechtsgrundlagen. Hier

werden geltende Gesetze und Regelungen wie

das Arbeitsschutzgesetz oder die Betriebssi-

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

...kurz

und

knapp...

Die neue Schulung der Moravia Akademie

bietet eine umfassende Ausbildung im

Bereich Gerüstkontrolle. Die Teilnehmer

erhalten fundiertes Fachwissen sowie

die Fähigkeit zur Kontrolle und deren

Dokumentation an Gerüsten.

STABILO ®

Professional

Doppel-KlappTritt 80

+ Standfläche: 420 x 300 mm

+ Stufentiefe: 80 mm

KRAUSE-Werk GmbH & Co. KG

www.krause-systems.de/bs März 2026 | 31


Die Anlagen sind für

zwei Personen und

Material mit einer

Tragfähigkeit von

250 kg ausgelegt.

Maßgeschneiderte Lösung

für neue Rheinbrücke Leverkusen

In jeder Pylonseite überwindet

ein unterer Lift

35 m, ein oberer weitere

25 m. Auf 35 m Höhe befindet

sich ein Umstieg.

HAILO (2)

[ HAILO ] Sicherheit, Ergonomie

und Effizienz: Darauf achtete Hailo

Professional bei seinem Beitrag zum

Bau der Rheinbrücke Leverkusen.

Nachdem die alte Brücke dem

Verkehrsaufkommen nicht mehr

gewachsen war, begannen im Jahr

2017 die Arbeiten an der neuen

Rheinüberquerung, zu der Hailo acht

individuell angepasste Service-Lifte

beigesteuert hat. Sie ermöglichen den

sicheren, ergonomischen Zugang zu

den rund 80 m hohen, 17 ° geneigten

Pylonen und sind damit zentraler

Bestandteil des Wartungs- und

Sicherheitskonzepts der Brücke.

Zum Einsatz kommen acht Service-Lifte des

Typs »TopLift HP-L2«, jeweils vier Stück pro

Pylon. Aufgrund der sich verjüngenden Bauform

wurde ein zweistufiges Konzept realisiert: In jeder

Pylonseite überwindet ein unterer Lift 35 m, ein

oberer weitere 25 m. Auf 35 m Höhe befindet

sich ein Umstieg. Die Anlagen sind für zwei

Personen und Material mit einer Tragfähigkeit

von 250 kg ausgelegt. Die Besonderheit: Die

Pylone verlaufen dauerhaft in einem Winkel von

17 °. »Das bedeutet, dass sämtliche Führungen,

Seile, Halterungen und Kabelführungen speziell

angepasst und getestet werden mussten«, erläutert

Sascha Rübsamen, Leiter Konstruktion

bei Hailo. Während die technische Basis auf

einem bewährten System beruht, wurde die

Lösung für diese besondere Geometrie umfassend

individualisiert. Neben modernster

Steuerungs- und Überwachungstechnik umfasst

das Konzept eine parallele Fluchtleiter mit

Steigschutzsystem. Die geschlossenen Kabinen

verfügen über eine kontrollierte Fahrtüberwachung,

überwachte Türverriegelungen sowie

Notausstiegsmöglichkeiten.

Sicherheit und Effizienz

im Wartungsalltag

Für Hailo steht dabei nicht nur die technische

Machbarkeit im Fokus, sondern vor allem die

Sicherheit der Wartungsteams. »Moderne Instandhaltung

ist weit mehr als ein Mensch mit

Werkzeug und Leiter«, betont Frank Frey, Geschäftsbereichsleiter

Hailo Professional. »Ein

Service-Lift ermöglicht es, in wenigen Minuten

ausgeruht und mit Material in 80 m Höhe zu

sein. Das reduziert Unfallrisiken erheblich und

steigert zugleich die Effizienz.«

Die Anlagen können im Hol- und Sendebetrieb

genutzt und ferngesteuert werden. Damit

lassen sich Materialtransporte und Wartungsabläufe

flexibel organisieren – ein deutlicher

Mehrwert gegenüber rein leiterbasierten Zugangslösungen.

Auch die Installation stellte

hohe Anforderungen an Planung und Logistik.

Komponenten mussten über enge Zufahrten

transportiert und teilweise per Kran über einen

Radweg eingebracht werden. Hochwasserereignisse

erschwerten zusätzlich die Zwischenlagerung.

Durch eine weitgehende Vormontage

der Systeme am Standort Haiger konnte die

Montagezeit dennoch auf rund acht Wochen

begrenzt werden.

DER SPEZIALIST FÜR

ABSTURZSICHERUNGEN

Sichern Sie sich jetzt Ihre

Teilnahme an folgenden

Schulungen:

Jetzt

Schulung

buchen!

• Fachmonteur

• Sachkundelehrgang

für PSAgA

• PSAgA-Unterweisung

32 | März 2026

www.lux-top.com

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


Rechtssicherheit mit

dem »Dach-Pflichten-Check«

[ ABS SAFETY ] Mit dem neuen »Dach-Pflichten-Check« bietet ABS Safety als

erster Hersteller von Absturzsicherungen ein umfassendes Service-Paket,

das Gebäudebetreibern optimale Rechtssicherheit für ihr Dach verschafft. Das

innovative Konzept geht dabei über die reine Wartung von Sicherungssystemen

hinaus: Es bündelt Wartung, Dokumentation, individuelle Sicherheitskonzepte und

Betreiberunterstützung in einem modularen Gesamtpaket.

Gebäudebetreiber stehen in der Verantwortung,

die Sicherheit von Personen auf dem

Dach dauerhaft zu gewährleisten. Zu den Betreiberpflichten

gehören neben der Wartung und

Instandhaltung der Dachfläche selbst auch die

Pflege und Überprüfung von technischer Gebäudeausstattung

und sicherheitstechnischer

Anlagen sowie zahlreiche weitere gesetzliche

Betreiberpflichten dazu – von Gefährdungsbeurteilungen

über Sicherheitskonzepte bis hin zur

Durchführung von Wirksamkeitskontrollen. Das

neue Servicepaket soll Betreibern helfen, ihre

Pflichten nicht nur zu erfüllen, sondern sie auch

lückenlos nachweisen zu können. »Viele wissen

gar nicht, dass Wartung allein nicht ausreicht, um

rechtlich auf der sicheren Seite zu sein«, erklärt

Stefan Beckers, Geschäftsführer von ABS Safety.

»Als Experte für Absturzsicherungen und Sicherheit

ABS SAFETY

auf dem Dach haben wir das nötige Know-how,

hierbei zu unterstützen und unseren Kunden ein

gutes Gefühl von Sicherheit zu geben.«

Drei Service-Pakete

Der »Dach-Pflichten-Check« ist in drei Leistungsstufen

erhältlich – »Minimal«, »Pflicht erfüllt«

und »Premium« – und bietet damit für jede Gebäudesituation

die passende Lösung: »Minimal«

umfasst die Basis-Wartung aller Schutzsysteme

und PSA vor Ort inklusive Erinnerungsservice.

Der Betreiber kümmert sich selbst um die Einhaltung

und Erfüllung seiner restlichen Pflichten.

Die Stufe »Pflicht erfüllt« geht einen Schritt

weiter und bietet zusätzlich zur Wartung von Gefährdungsbeurteilungen,

Sicherheitskonzepten,

Betriebsanweisungen und dem Aufbau eines

Fremdfirmenmanagementsystems. Die Stufe

»Premium« bietet ein »Rundum-Sorglos«-Paket

inklusive Übernahme der Verkehrssicherungspflichten,

PSAgA-Unterweisung vor Ort und

kostenlosen Komponententauschs. Durch die

Kombination aus technischer Wartung, rechtssicherer

Dokumentation und individueller Beratung

werden Bußgelder, Haftungsrisiken und

Sicherheitslücken nachhaltig vermieden.

Gebäudebetreiber stehen in der Verantwortung,

die Sicherheit von Personen auf

dem Dach dauerhaft zu gewährleisten.

Boels

bringt

Sie

weiter

Persönliche & professionelle Beratung

Über 865.000 Mietartikel zur Auswahl

Dichtes Filialnetz mit über

240 Standorten in Deutschland

Jetzt online mieten auf Boels.com

Top-Thema: Sicherheit in der Höhe

März 2026 | 33


Produktneuheiten

für 2026 vorgestellt

C.A.M.P. (4)

Der mobile Anschlagpunkt

»IB-Roller« lässt sich über einen

doppelten Druckknopf in der

Breite verstellen.

[ C.A.M.P. ] Im Bauwesen kann die Absturzgefahr bei Arbeiten in der Höhe sehr

hoch sein. Bei Tätigkeiten wie der Montage- und Demontagen von Gerüsten

muss sich der Arbeiter daher mit zweckmäßiger Persönlicher Schutzausrüstung

gegen Absturz (PSAgA) schützen. In diesem Sinn hat der italienische Spezialist

für »die vertikale Welt« für dieses Jahr eine Palette an interessanten Neuheiten

für sicheres Arbeiten in der Höhe vorgestellt.

Neu ist sind beispielsweise »AnchorPro« und

»Speedy Anchor«. Mit den Riggingplatten

»AnchorPro« kann ein System mit mehreren Anschlagpunkten

erstellt werden, sodass sich der

Arbeitsbereich optimal organisieren lässt. Das

homogene, dreidimensionale Design ist robust

und kann direkt mit Seilen und Schlingen verbunden

werden, ohne dass ein Karabiner eingesetzt

werden muss. Die 20 mm großen Löcher sind

dabei so angeordnet, dass sich die Last gleichmäßig

verteilt. Der Rahmen aus CNC-gefräster

Aluminiumlegierung ist trotz seines geringen

Gewichts robust und stabil gefertigt. Zur Verfügung

steht das Produkt in drei Ausführungen

mit vier, acht oder zwölf Löchern.

Beim »Speedy Anchor« handelt es sich um

ein robustes und verstellbares Anschlagmittel

mit zwei Endösen unterschiedlicher Länge, das

sowohl doppelt geschlungen als auch mit Ankerstich

installiert werden kann. Die Stahlschnalle

ist verstellbar. Auch die Länge lässt sich von

30 bis 200 cm anpassen. Das Produkt ist für

die Nutzung durch zwei Personen zertifiziert

(TS 16415).

Anschlagpunkte für I-Träger

Außerdem erweitert C.A.M.P. sein Portfolio um

neue Anschlagpunkte für I-Träger: Der mobile

Anschlagpunkt »IB-Roller« aus Metall mit

einer Breite zwischen 100 und 320 mm lässt

sich einfach und intuitiv über einen doppelten

Druckknopf in der Breite verstellen. Eine reibungslose

Bewegung wird dank Rollen aus

thermoplastischem Material sichergestellt. Der

robuste Anschlagpunkt aus Stahl ist dreh- und

schwenkbar; die Tragkonstruktion besteht aus

leichter Aluminiumlegierung. Der »IB-Roller« ist

als als Anschlagvorrichtung für zwei Personen

nach EN 795/B und TS 16415 zertifiziert.

Neu ist auch der »IB-Slider«, ein verstellbarer

Anschlagpunkt für I-Träger mit einer Breite von

100 bis 310 mm. Er ist als als Anschlagvorrichtung

für zwei Personen nach EN 795/B

und TS 16415 und als Anschlagverbinder nach

ANSI Z359.18 Typ A zertifiziert und dank der mit

Polyamid-Schutzmaterial überzogenen Backen

gleitfähig. Sowohl der »IB-Roller« als auch der

»IB-Slider« sind mit einem NFC-Track-Chip für

digitale Identifizierung ausgestattet.

Zur Verfügung steht der

»AnchorPro« in drei Ausführungen

mit vier, acht oder zwölf Löchern.

DAS GERÜST

GERÜSTSYSTEM IQ

Mehr Sicherheit.

Weniger Aufwand.

Effizienter Gerüstbau.

w w w . p l e t t a c - a s s c o . d e

34 | März 2026 Top-Thema: Sicherheit in der Höhe


ADOBE STOCK


Verschärfte Regelungen

für den UV-Schutz

[ PETER GREVEN PHYSIODERM ] Die jüngst veröffentlichten Technischen Regeln

für Arbeitsstätten A5.1 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

legen fest, dass Schutzmaßnahmen ab einem UV-Index von 3 ergriffen werden

müssen. Dazu gehört auch die Verwendung von Sonnenschutzmitteln für

ungeschützte Körperstellen. Der Euskirchener Hautschutzspezialist Peter Greven

Physioderm (PGP) führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm. Zudem beraten

die Experten und liefern Strategien, wie Unternehmen Mitarbeiter motivieren und

Hemmschwellen abbauen können.

In Deutschland arbeiten rund 7,2 Mio. Menschen

vorwiegend im Freien. Für sie alle wächst mit

den ersten Sonnenstrahlen das Risiko, an weißem

Hautkrebs zu erkranken. Denn bereits im Frühjahr

nimmt die Stärke ultravioletter Strahlung in

unseren Breiten deutlich zu. Allein auf die Monate

April und Mai entfällt ein Viertel der jährlichen

UV-Bestrahlung. »Für den UV-Schutz gilt deswegen

die Faustregel, dass man sich von Ostern

bis Oktober schützen muss«, sagt Dr. Susanne

Kemme, UV-Schutz-Expertin bei PGP.

Steigende Risiken

Durch den Klimawandel und seine Auswirkungen

hat sich die Gefahr, an weißem Hautkrebs

zu erkranken, aus vielerlei Gründen deutlich

erhöht. Auch deswegen hat die Bundesanstalt

für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

reagiert und im August 2025 die Technischen

Regeln für Arbeitsstätten (ASR) A5.1 vorgelegt.

Die verbindlichen Regeln konkretisieren den

Arbeitsschutz im Freien und in offenen Arbeitsstätten

mit Blick auf Witterungseinflüsse wie

UV-Strahlung. »Eine wesentliche Neuerung

ist, dass erstmals der UV-Index verbindlich zur

Gefährdungsbeurteilung herangezogen wird«,

erklärt Dr. Susanne Kemme. »Ab sofort müssen

Arbeitgeber ab einem Schutzindex von 3 dafür

sorgen, dass ihre Beschäftigten Schutzmaßnahmen

gegen die Sonnenstrahlung ergreifen.«

Der UV-Index ist ein Orientierungswert für die

schädigende Wirkung natürlicher UV-Strahlung;

er wird in ganzzahligen Werten zwischen 0 und

11+ angegeben. Um sich über den aktuellen

UV-Index zu informieren, verweist die BAuA

beispielsweise auf die Internetseite des Bundesamtes

für Strahlenschutz und des Deutschen

Wetterdienstes, auf denen die Werte für viele

Orte in Deutschland abgerufen werden können.

Maßnahmen ergreifen

Beim UV-Schutz gilt, wie im Arbeitsschutz grundsätzlich,

das »TOP«-Prinzip. Es müssen also zunächst

technische, dann organisatorische und

schließlich persönliche Maßnahmen ergriffen

werden. Zu den persönlichen Schutzmaßnahmen

zählt zwingend das Verwenden von »Sonnenschutzmittel

für Körperstellen, die nicht durch Kleidung

oder Kopfbedeckung geschützt werden können«,

wie es in der ASR A5.1 heißt. »Geeignet sind

wasserfeste Produkte mit einem hohen bis sehr

hohen Lichtschutzfaktor (mindestens 30, besser

50+), einschließlich ausreichendem UV-A-Filter«.

Umfangreiches Sortiment

PGP führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm

und hat für zahlreiche Einsatzgebiete die richtige

Lösung im Angebot. Dazu zählt beispielsweise die

parfüm- und duftstofffreie Sonnenschutzcreme

»Physio UV 50 Plus«, die sehr hohen Sonnen-

PGP (2)

Die parfüm- und duftstofffreie

Sonnenschutzcreme »Physio UV 50 Plus«

bietet sehr hohen Sonnenschutz auch unter

extremen Bedingungen wie Nässe und Hitze.

schutz auch unter extremen Bedingungen wie

Nässe und Hitze bietet. Die Creme ist extrawasserfest

und muss somit nicht gleich wieder

neu aufgetragen werden, wenn der Anwender

schwitzt. Eine Alternative dazu ist die »Physio UV

50«-Lotion. Die wasserfeste Hautschutzlotion hat

einen Lichtschutzfaktor 50, ist parfümfrei und

dadurch besonders hautverträglich. Sie zieht

außerdem sehr schnell ein. Auch für all diejenigen,

die Sprays bevorzugen, hat PGP die richtigen

Produkte im Gepäck wie das extrawasserfeste

und parfümfreie »Physio UV 50«-Spray.

Beratung inklusive

Profianbieter wie PGP liefern aber nicht nur UV-

Schutz-Produkte, sie bieten ihren Kunden auch

ein umfangreiches Servicepaket und unterstützen

sie mit Unterweisungen, Hilfsmitteln wie Postern

und Infokarten oder digitalen Tools. Das baut

Hemmschwellen ab und schafft ein besseres

Bewusstsein bei den Anwendern. Denn eines der

größten Probleme beim Sonnenschutz und beim

Hautschutz insgesamt ist, dass Mitarbeitende die

Produkte nicht oder falsch anwenden.

»Die verschärften Regeln nehmen die Arbeitgeber

noch stärker in die Pflicht, als sie es ohnehin

schon sind«, ordnet Dr. Susanne Kemme ein. Zu den

Pflichten gehören die Unterweisungspflicht und

das Bereitstellen geeigneter Sonnenschutzmittel.

»Gleichzeitig werden aber auch die Beschäftigten

ausdrücklich eingespannt, indem ihre Mitwirkungspflicht

betont wird.« Die UV-Schutz-Expertin erwartet,

dass die neue Regelung den UV-Schutz

auf der Agenda der Berufsgenossenschaften noch

weiter nach oben schiebt, verstärkte Kontrollen

eingeschlossen.

PGP führt ein umfangreiches UV-Schutzprogramm

und hat für zahlreiche Einsatzgebiete

die richtige Lösung im Angebot.

36 | März 2026 Persönlicher Schutz


Modelle wie das

»Carhartt Force«-Longsleeve-T-Shirt

bestehen

aus einem leichten

Materialmix mit hohem

Polyesteranteil, der

Feuchtigkeit aktiv nach

außen ableitet.

CARHARTT (2)

Gerade in den frühen Morgenstunden, bei Wind

oder in Arbeitspausen braucht der Körper eine

isolierende Schicht, die Wärme speichert, ohne

einen Hitzestau zu verursachen.

Richtig schichten:

Der Zwiebellook für den Frühling

[ CARHARTT ] Kalte Morgenstunden, körperliche Arbeit, Windböen und plötzliche Regenschauer – der Frühling

stellt Beschäftigte auf der Baustelle täglich vor neue Herausforderungen. Wer morgens friert, mittags schwitzt

und nachmittags im Regen steht, merkt schnell: Eine einzige Jacke für solch wechselhaftes Wetter reicht

nicht aus. Gefragt ist ein System, das sich dem Arbeitstag anpasst – der Zwiebellook. Dahinter steckt ein

funktionales Zusammenspiel ausgewählter Kleidungsschichten. So hilft der Zwiebellook, die Körpertemperatur

konstant zu halten, Feuchtigkeit gezielt abzuleiten und Überhitzung oder Auskühlen zu vermeiden.

Das Grundprinzip vom Zwiebeln ist einfach und wirkungsvoll: Jede

Schicht übernimmt eine klare Aufgabe. Direkt auf der Haut sorgt die

Basisschicht dafür, Feuchtigkeit vom Körper wegzuleiten. Darüber speichert

eine zweite, isolierende Schicht Wärme, ohne die Hitze zu stauen. Die

äußere Lage schützt zuverlässig vor Wind und Regen. Entscheidend ist

dabei nicht die Anzahl der Kleidungsstücke, sondern ihr Zusammenspiel.

Die Schichten müssen miteinander funktionieren wie ein System: Feuchtigkeit

wird nach außen transportiert, Wärme bleibt dort, wo sie gebraucht

wird, und Wettereinflüsse werden abgehalten.

Das Fundament des Zwiebellooks

Gerade bei körperlicher Arbeit kommt man schnell ins Schwitzen – und

hier liegt einer der häufigsten Fehler. Reine Baumwoll-Shirts fühlen sich

zwar angenehm an, saugen jedoch Feuchtigkeit wie Schweiß auf und

geben diese kaum wieder ab. Die Folge: Der Körper kühlt aus, sobald

die Bewegung nachlässt. Eine funktionale Basisschicht muss deshalb

vor allem eines leisten: Feuchtigkeit vom Körper wegtransportieren und

schnell trocknen. Genau darauf ist die »Carhartt Force«-Linie ausgelegt.

Modelle wie das »Carhartt Force«-Longsleeve-T-Shirt bestehen aus einem

leichten Materialmix mit hohem Polyesteranteil, der Feuchtigkeit aktiv nach

außen ableitet und schneller trocknet als Baumwolle. Gleichzeitig sorgt

der Baumwollanteil für ein angenehmes Tragegefühl auf der Haut. Die

»Force«-Technologie von Carhartt ist entwickelt worden, um den Feuchtigkeitstransport

zusätzlich zu unterstützen und auch bei intensiver Bewegung

für ein ausgeglichenes Körperklima zu sorgen.

Wärme speichern, ohne zu überhitzen

Gerade in den frühen Morgenstunden, bei Wind oder in Arbeitspausen

braucht der Körper eine isolierende Schicht, die Wärme speichert, ohne

einen Hitzestau zu verursachen. Hier kommen Midlayer wie das mit

Sherpafleece gefüttertes »Midweight Rain Defender«-Sweatshirt ins

Spiel. Das mittelschwere Material bietet angenehme Isolation, während

die wasserabweisende »Rain Defender«-Ausrüstung leichten Nieselregen

abhält. Gleichzeitig bleibt das Sweatshirt flexibel genug, um bei steigender

Aktivität nicht einzuengen. Für noch mehr Bewegungsfreiheit eignet sich

eine Weste wie die »Galesburg«-Softshellweste als Isolationsschicht:

Sie wärmt den Rumpf – dort, wo der Körper besonders viel Wärme

verliert –, lässt aber die Arme frei für präzise Arbeiten. Gerade bei wechselnder

Belastung ist diese Kombination besonders praxisnah.

Zuverlässiger Schutz vor Wind und Regen

Gerade im Frühjahr wechseln trockene Phasen, Nieselregen und

stärkere Böen oft innerhalb weniger Stunden. Sowohl die »Carhartt

Monterey«-Jacke als auch die gefütterte »Carhartt Montana«-Jacke

sind mit der wasserdichten und atmungsaktiven »Storm Defender«-

Technologie ausgestattet. Sie halten Regen und Wind konsequent ab

und sind gleichzeitig so konstruiert, dass entstehende Körperwärme

nach außen entweichen kann. Der Unterschied liegt jedoch im Aufbau:

Die »Monterey«-Jacke ist als ungefütterte Wetterschutzjacke konzipiert

und eignet sich besonders für aktive Arbeitstage, an denen vor allem

Nässeschutz gefragt ist. Die »Montana«-Jacke hingegen kombiniert

Wetterschutz mit Wärmeleistung und ist damit die passende Wahl auch

bei niedrigen Temperaturen.

UV-Schutz

am Arbeitsplatz

für Outdoor-Worker unerlässlich

Mehr zum

UV-Schutz erfahren

Outdoor-Worker sind täglich

natürlichen Gefahren

ausgesetzt. Um Haut und

Gesundheit optimal zu

schützen, ist ein umfassender

Schutz unerlässlich – vor

allem durch den Einsatz von

Sonnenschutzmitteln.

Peter Greven Physioderm GmbH

Procter-&-Gamble-Str. 26 | 53881 Euskirchen

www.pgp-hautschutz.de

Persönlicher Schutz

März 2026 | 37


Der »Wow«-Effekt

als Sicherheitsfaktor

Faktoren wie Passform und

Tragegefühl sind beim italienischen

Hersteller Kask keine

Nebenaspekte, sondern zentrale

Entwicklungsparameter.

KASK (2)

[ KASK ] Im modernen Arbeitsschutz entscheidet längst nicht mehr allein die Einhaltung von

Normen über den Erfolg eines Produkts. In vielen Branchen ist ein anderer Faktor mindestens

ebenso relevant: die Akzeptanz durch die Anwender. Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

kann nur dann wirksam sein, wenn sie konsequent und gerne getragen wird. Genau an

diesem Punkt setzt Kask an.

Dirk Rosenbauer

Business Development Manager

DACH, Kask

»Wir konzentrieren

uns darauf, den

bestmöglichen

Helm zu bauen.«

Kask versteht Helme als Plattformen,

die sich nahtlos mit Augen-,

Gesichts-, Gehör- und Wetterschutz

kombinieren lassen.

Das italienische Unternehmen mit Sitz in Chiuduno

entwickelt und produziert Helme für Arbeitsschutz

und Sport. International aufgestellt mit Niederlassungen

in den USA und Australien, verfolgt Kask eine klare

Mission: Helme zu bauen, die höchste globale Sicherheitsstandards

erfüllen – und gleichzeitig durch Komfort,

Funktionalität und Design überzeugen.

Komfort als Schlüssel

zur Trägerakzeptanz

»Wo man sich wirklich differenziert, ist der Komfort«,

sagt Dirk Rosenbauer, Business Development Manager

DACH bei Kask Safety. Passform und Tragegefühl sind

dabei keine Nebenaspekte, sondern zentrale Entwicklungsparameter.

Ein Helm, der auch nach vielen Stunden

nicht drückt, verrutscht oder stört, wird akzeptiert und

getragen. Aus dieser Überzeugung entstand auch die

Kampagne »Wow – With One Wear«. Sie beschreibt,

so das Unternemen, den Moment, in dem Anwender

einen Kask-Helm erstmals aufsetzen und spüren, dass

Passform, Komfort und Vertrauen zusammenkommen.

Der sogenannte »Wow«-Effekt stehe dabei für ein

Tragegefühl, das konzentriertes Arbeiten unterstützt

und Leistungsfähigkeit fördert.

Entscheidend ist dabei die Skalierbarkeit: Unterschiedliche

Kopfgrößen und -formen sollen gleichermaßen

profitieren, ergänzt durch modulare Zubehörlösungen

für verschiedene Arbeitsumgebungen. Für

Unternehmen bedeutet das messbare Vorteile, darunter

weniger Diskussionen, höhere Compliance und letztlich

mehr Sicherheit.

Vom Einzelprodukt zum

integrierten System

Auch in der Beschaffung zeichnet sich laut Kask ein

Wandel ab: Statt isolierter Einzelprodukte wächst der

Bedarf an ganzheitlichen Lösungen. Kask reagiert darauf

mit einem konsequenten Systemansatz: Helme werden

als Plattformen verstanden, die sich nahtlos mit Augen-,

Gesichts-, Gehör- und Wetterschutz kombinieren lassen.

»Man muss den ganzen Kopf betrachten«, so Rosenbauer.

In der Praxis bedeutet das: weniger Inkompatibilitäten,

einfachere Handhabung und ein stimmiges Gesamtsystem,

das den Arbeitsalltag erleichtert.

Das Portfolio ist entsprechend entlang konkreter

Einsatzfelder strukturiert – von Bau und Industrie über

Forstwirtschaft und Höhenarbeit bis hin zu Rettung und

Feuerwehr. Mit dem Helm »Quantum« adressiert Kask

beispielsweise gezielt Anforderungen in dynamischen

Einsatzszenarien wie technischer Hilfeleistung, wo

robuste Integration und schnelle Bedienbarkeit entscheidend

sind.

Nachhaltigkeit und

Zukunftsperspektiven

Neben Ergonomie und Systemfähigkeit gewinnen Materialien

und Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung.

Ein Beispiel ist die »Primero«-Serie, bei der eine leichte

Polypropylen-Außenschale mit einer Innenschale aus

»Neopor Ccycled« von BASF kombiniert wird. Das

Material wird chemisch aus Kunststoffabfällen recycelt,

reduziert den CO 2 -Fußabdruck und erfüllt dennoch die

hohen Anforderungen an Energieabsorption, Komfort

und Sicherheit.

Auch äußere Rahmenbedingungen verändern die

Entwicklung: Hitze, Klimaregulierung und wechselnde

Einsatzbedingungen rücken stärker in den Fokus als

klassische Belüftungskonzepte. Digitale Ansätze wie

Sensorik werden diskutiert – doch für Kask bleibt der

Kern klar definiert: »Wir konzentrieren uns darauf, den

bestmöglichen Helm zu bauen – einen, der sowohl

lineare als auch rotatorische Kräfte berücksichtigt«, so

Rosenbauer. Am Ende laufen alle Entwicklungen auf

einen zentralen Punkt hinaus: Trägerakzeptanz. Sie ist

kein Marketingbegriff, sondern ein sicherheitsrelevanter

Faktor. Kask leitet daraus seinen Anspruch ab, Schutzhelme

zu entwickeln, die nicht nur normgerecht sind,

sondern im Arbeitsalltag überzeugen.

38 | März 2026 Persönlicher Schutz


ANZEIGE

Atemschutz bringt

sicher saubere Luft

Auf Baustellen lauern diverse

Gefahren. Für die Lunge sind es

Staub, Rauch, giftige Gase sowie

Dämpfe. Daher ist der Atemschutz

für Bauarbeiter so unverzichtbar

wie der Bauhelm. Das swiss air

von Optrel leistet einen wesentlichen

Beitrag zur langfristigen

Gesundheit der Arbeiter.

So vielseitig wie die Herausforderungen

auf dem Bau, so flexibel

ist das swiss air einsetzbar. Ob

in staubigen Umgebungen, bei

Schweißarbeiten oder in Bereichen

mit chemischen Dämpfen,

es bietet stets optimalen Schutz.

Dank dem Partikelfilter werden

selbst feinste Partikel wie scharfkantiger

Quarzstaub aus der

Atemluft entfernt. Das schont die

Lunge und reduziert das Risiko

von Atemwegserkrankungen und

langfristigen Gesundheitsschäden

auf ein Minimum.

Ein grosser Pluspunkt des swiss

air ist sein Tragekomfort. Die

flexibel anliegende Stoffhalbmaske

mit Schutzfaktor 500

für einen TH3-Schutz passt sich

jeder Gesichtsform perfekt an,

selbst wenn jemand nicht frisch

rasiert ist. Die Stoffhalbmaske

deckt Mund und Nase vollständig

ab. Das swiss air unterstützt

die Atmung mit einem leichten

Überdruck und eliminiert so den

ermüdenden Atemwiderstand,

den man von Passivmasken

kennt, und erlaubt so eine höhere

Leistungsfähigkeit der Arbeiter

sowie eine lange Einsatzdauer.

Bei Bedarf kann auf eine dichtsitzende

Silikonmaske mit Schutzfaktor

2000 gewechselt werden.

Beide Maskentypen können mit

wenig Aufwand gereinigt werden.

Die ultraleichte Gebläseeinheit

des swiss air ist ergonomisch geformt

und wird für die maximale

Bewegungsfreiheit mit einem

anpassbaren Schultergurt bequem

auf dem Rücken getragen.

Der hohe Tragekomfort lässt den

Atemschutz vergessen und sein

Tragen wird zum Dauerzustand.

Ein Atemschutz gehört wie der

Bauhelm zur Basisausrüstung.

Dieser kontinuierliche Schutz

trägt dazu bei, gesundheitsbedingte

Folgeschäden durch

Schadstoffexposition im Arbeitsalltag

zu vermeiden.

Um die Kapazität der Batterie

oder des Filters zu kontrollieren,

reicht ein kurzer Blick auf die Bedieneinheit.

Über diese kann auch

der Lüfter ein- und ausgeschaltet

sowie die Luftmenge stufenlos

eingestellt werden. Sollte die Batterie

leer oder der Filter voll sein,

wird ein Alarm angezeigt.

Dank des hohen Komforts wird das

Atemschutzsystem swiss air gerne

getragen. Somit ist der Atemschutz

immer gewährleistet und die Arbeitsbedingungen

verbessern sich

für die Arbeitnehmer. Wurde Ihre

Neugierde geweckt? Dann lassen

Sie sich jetzt ein System vorführen

und testen Sie den innovativen

swiss air Atemschutz live.

Persönlicher Schutz

März 2026 | 39


Das Tragen von schnittfesten Handschuhen,

Schutzhelmen, Sicherheitsschuhen

oder Schutzbrillen sollte

Grundvoraussetzung für das Arbeiten

auf der Baustelle sein.

ADOBE STOCK (2)

Wenn es schon an der

Grundausstattung scheitert

[ BAUSICHERHEIT ] Schwarze Schafe gibt es immer wieder: Auf deutschen Baustellen

steht die Sicherheit der Mitarbeiter an erster Stelle – so steht es zumindest auf

dem Papier. Und obwohl wir in diesem Zusammenhang davon sprechen, dass

mit einfacher Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) schwere oder sogar tödliche

Verletzungen vermieden werden können, finden sich auch heute noch traurige

Beispiele dafür, dass es manche mit der Sicherheit nicht so ernst nehmen.

Von Jessy von Berg

Auf der Baustelle wird es immer

dann gefährlich, wenn wir auf

Hektik, Selbstüberschätzung und

Gier stoßen. Grundsätzlich gilt: Der

Job ist hart, der Arbeitstag lang und

man hat ständigen Zeit- und Kostendruck

im Nacken. Nicht selten

passieren Arbeitsunfälle auf der

Baustelle allein schon deshalb, weil

wir die Dinge zu hastig, zu übereilt

und zu unvorsichtig angehen. »Mal

eben schnell das Brett sägen« hat

dann, salopp gesagt, zur Folge, dass

plötzlich der Finger fehlt. Oft sind

es die kleinen Dinge, die großen

Ärger bedeuten. Denn das Tragen

von schnittfesten Handschuhen,

Schutzhelmen, Sicherheitsschuhen

oder Schutzbrillen sollte Grundvoraussetzung

für das Arbeiten auf

der Baustelle sein.

Stattdessen erleben wir immer

wieder, dass PSA im Bauwagen

liegen bleibt. Und gerade dann,

wenn man eine vermeintlich einfache

Sache wie das Sägen eines

Brettes erledigen möchte, ist das

Anziehen von Schutzausrüstung

schlichtweg nervig. Es kostet Aufwand,

kostet Zeit und ist, beispiels-

Sei es beim Aufbau von Gerüsten

oder dem Abseilen beim Arbeiten

in der Höhe: Erfahrungswerte ersetzen

keine Schutzlösungen.

40 | März 2026 Persönlicher Schutz


weise im Hochsommer, obendrein

nossenschaften und Verbände als

insbesondere in Erfahrung bringen,

entwickelt hat. Darüber hinaus lohnt

auch noch unbequem. Deshalb

Interessensvertreter weiter.

welche Ausrüstung laut Vorschrift

der Austausch mit Arbeitskollegen

zählt Unachtsamkeit, ebenso im

Und was vielleicht noch viel wich-

notwendig ist, ob sich Richtlinien

– insbesondere dann, wenn erfah-

Übrigen wie Unbekümmertheit,

tiger ist: Jeder sollte seine PSA

geändert haben und ob der Markt

rene Mitarbeiter ihr Wissen an die

zu den häufigsten Gründen dafür,

regelmäßig selbst überprüfen und

ggf. sogar verbesserte Lösungen

jüngeren weitergeben.

warum Unfälle am Bau passieren.

Erfahrung ist

kein Ersatz für PSA

Hinzu kommt die eingangs erwähnte

Selbstüberschätzung: Gerade dann,

wenn wir Arbeitsabläufe über viele

Jahre hinweg durchführen, wird aus

Gewohnheit plötzlich ein Sicherheitsrisiko.

Sei es beim Aufbau

von Gerüsten, der Verwendung

von Leitern, dem Abseilen beim

Arbeiten in der Höhe, der Nutzung

von Hubarbeitsbühnen oder der Verwendung

von schwerem Werkzeug:

Man kann diese Dinge noch so oft

in seinem Leben gemacht haben,

die Erfahrungswerte ersetzen keine

Schutzlösungen.

Ebenfalls ein Problem ist »Knauserigkeit«:

Gute PSA kostet richtig

viel Geld. Und obwohl die Schutzausrüstung

verpflichtend ist, treffen

wir innerhalb der deutschen Baubranche

immer wieder auf Fälle,

in denen der Bauunternehmer

am falschen Ende gespart hat.

Glücklicherweise, und das muss

an dieser Stelle klar und deutlich

gesagt sein, handelt es sich hier

um Ausnahmefälle.

Grundsätzlich gilt Deutschland

mit Blick auf die Unfallstatistiken

und Stichproben der Berufsgenossenschaft

der Bauwirtschaft

(BG Bau) als »gutausgerüstetes

Bau- und Handwerkerland«. In die

Pflicht nehmen muss man dabei

in erster Linie das Unternehmen:

Es ist dazu aufgefordert, seinen

Mitarbeitern gute PSA zur Verfügung

zu stellen, diese regelmäßig

zu überprüfen und Sorge dafür zu

tragen, dass fehlende, fehlerhafte,

»abgelaufene« oder zu stark beanspruchte

Ausrüstung repariert

oder ersetzt wird.

WEIL

QUALITÄT

ZÄHLT.

Arbeitskleidung,

die hält.

Seit 1959.

Sicherheit am Bau –

ein Fazit

Um es auf den Punkt zu bringen:

Kümmert euch um eure Sicherheit!

Wenn der Vorgesetzte das nicht tut,

sprecht es an. Trifft man auf taube

Ohren, helfen u. a. die Berufsge-

BLAKLADER.COM

Persönlicher Schutz

März 2026 | 41


Multinorm-Schutz mit

»Safety X Compact«

[ KÜBLER ] »Safety X Compact« heißt die neue Einstiegskollektion

von Kübler im Multinorm-Bereich. Sie vereint zertifizierten

Schweißerschutz, Schutz gegen Hitze und Flammen,

elektrostatische Aufladung und thermische Auswirkungen

eines Störlichtbogens sowie leichten Chemikalienschutz. In

Kombination mit langlebigen Materialien und robuster Verarbeitung

bietet sie zuverlässigen Gefahrenschutz in anspruchsvollen

Arbeitsumgebungen.

KÜBLER

Vorgeformte Ärmel und Beine mit Bewegungszonen

bieten viel Bewegungsfreiheit in jeder Arbeitshaltung.

Gut zu

wissen

»Safety X Compact« ist gemäß der

europäischen PSA-Verordnung

(EU) 2016/425 geprüft und entspricht

den aktuellen Normvorgaben

der EN ISO 11611, EN ISO

11612, EN ISO 61482-1-2 , EN

13034 Typ 6 und EN 1149-5.

Im Arbeitsalltag soll die schlanke und zugleich ergonomische

Schnittführung hohen Tragekomfort

sicherstellen. Vorgeformte Ärmel und Beine mit Bewegungszonen

bieten viel Bewegungsfreiheit in jeder

Arbeitshaltung. Bei der Latzhose sorgen das hochgezogene

Rückenteil und der verstellbare Bund für perfekten

Sitz und zusätzlichen Schutz. Die Ärmelbündchen lassen

sich in der Weite durch Druckknöpfe anpassen.

Jacke, Hose und Latzhose sind nach dem sogenannten

Dachziegelprinzip konstruiert, um zu verhindern, dass

Schweißabfall an Kanten, Patten und Nähten stehen

bleibt. Eine durchdachte Anordnung und praxisorientierte

Konstruktion der großen Taschen gewährleisten, dass

Werkzeuge und Utensilien jederzeit griffbereit sind, ohne

die Sicherheit zu beeinträchtigen. Besonders breite, normkonforme

Patten mit robustem Klettverschluss verschließen

die Taschen zuverlässig, sodass keine Metallspritzer in

die Öffnungen gelangen. »Safety X Compact« ist außerdem

komplett metallfrei gefertigt, wodurch Strom- und

Wärmeleitung sowie magnetische Störungen verhindert

werden. Damit entspricht die neue PSA von Kübler den

besonderen Anforderungen in den Bereichen E-Mobilität

und Batterieproduktion. Optimiert für die industrielle

Wäsche nach EN ISO 15797, bewahrt »Safety X Compact«

auch bei häufigem Tragen und Waschen Funktion, Form,

Aussehen und angenehme Haptik.

»Oxford 2.0«-Kollektion

vereint Funktionalität und Komfort

[ HELLY HANSEN ] Für alle, die auf der Baustelle täglich Höchstleistung

bringen, hat das norwegische Unternehmen die neue

»Oxford 2.0«-Kollektion gelauncht, die Komfort, Langlebigkeit

und Funktionalität vereinen soll. Mit der überarbeiteten Linie

will Helly Hansen eines seiner erfolgreichsten Bekleidungskonzepte

auf das nächste Level heben.

Die neuen »Oxford 2.0«-Styles sind auf anspruchsvolle

Einsätze in unterschiedlichsten

Arbeitsumgebungen zugeschnitten.

HELLY HANSEN

Entwickelt in enger Zusammenarbeit mit

Handwerkern und Fachkräften aus der Industrie,

sind die neuen »Oxford 2.0«-Styles auf

anspruchsvolle Einsätze in unterschiedlichsten

Arbeitsumgebungen zugeschnitten. Alle Produkte

bestehen aus einem baumwollreichen Hauptmaterial,

das durch seine hohe Atmungsaktivität auch

bei körperlich fordernden Tätigkeiten angenehm

zu tragen ist – ideal für warme oder wechselhafte

Bedingungen. »Cordura«-Verstärkungen an

Hose, Shorts und Latzhose sorgen für zusätzliche

Strapazierfähigkeit. »Unsere ›Oxford‹-Kollektion

ist eines unserer beliebtesten Konzepte«,

erklärt Produktmanagerin Jenny Horn. »Für die

kommende Saison wollten wir dieses System

gezielt weiterentwickeln. Dabei haben wir vor

allem auf das gehört, was unsere Endnutzer uns

rückgemeldet haben.«

Strapazierfähig und bequem

Zur Kollektion gehört u. a. die »Oxford 2.0«-Arbeitsjacke.

Sie kommt ohne Schulternähte, mit

verlängertem Rücken, elastischen Einsätzen

und weichem Fleecefutter im Kragen – für

maximale Bewegungsfreiheit und hohen Tragekomfort.

Vorgeformte Ärmel und ein individuell

verstellbarer Saum sorgen für eine passgenaue

Silhouette und Flexibilität im Einsatz. Die »Oxford

2.0 HH Connect«-Hose kombiniert durchdachte

Funktion mit Ergonomie: Stretch-Einsätze und

vorgeformte Knie garantieren volle Bewegungsfreiheit.

Kniepolstertaschen mit Außenzugang,

eine verstellbare Kniepolsterposition sowie anpassbare

Beinlängen bieten maßgeschneiderten

Komfort. Reflektierende Details erhöhen zudem

die Sichtbarkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz.

Neu in der Kollektion ist das »Oxford Hybrid Insulated

Jacket« für kühlere Arbeitsbedingungen.

Mit einem Materialmix aus recyceltem Polyester

mit »PrimaLoft Black Eco«-Isolierung und elastischen

Einsätzen sorgt es für zuverlässige Wärme

und hohe Bewegungsfreiheit. Ausgestattet mit

vorgeformten Ärmeln, reflektierenden Designelementen

und praktischen Taschenlösungen

bietet es optimalen Schutz und Komfort.

42 | März 2026 Persönlicher Schutz


Alle veredelten

Produkte sind nach

ISO 15797 geprüft

und für die Industriewäsche

geeignet.

Ein Upgrade für

mehr Sichtbarkeit

und Sicherheit

BP (2)

[ BP ] Mehr Sicherheit, eine bessere Sichtbarkeit und ein

spürbares Upgrade der Workwear: Es gibt viele Gründe,

warum immer mehr Arbeitgebende ihre Beschäftigten

mit Kleidung ausstatten möchten, die nach EN 17353 Typ

B2 zertifiziert ist. Der Kölner Berufsbekleidungsspezialist

Bierbaum-Proenen (BP) kommt dem Wunsch nach und

bietet ab sofort Workwear an, die nach EN 17353 Typ B2

normgerecht veredelt und mit Reflexstreifen ausgestattet ist.

Alle veredelten Produkte sind nach ISO 15797 geprüft und

für die Industriewäsche geeignet.

Workwear, die nach EN 17353 Typ B2 zertifiziert ist, wird, je nach

Ausführung, mit unterschiedlich vielen und breiten Reflexstreifen

an Armen und Beinen ausgestattet. Das bringt zusätzliche Sichtbarkeit

bei Dunkelheit und in schlecht beleuchteten Innenbereichen – ohne dazu

Warnschutzkleidung der EN ISO 20471 einsetzen zu müssen. Deswegen

handelt es sich um eine wirtschaftlich attraktive Lösung für mittlere Risikosituationen.

»Workwear aufzuwerten und den Berufsalltag der Menschen

dadurch noch sicherer zu gestalten, ist ein Projekt, das wir gemeinsam

mit unseren Kunden verfolgen. Daher freut uns die große Nachfrage«, so

Alexander Slotnikow, Workwear-Experte bei BP.

In bestehende Systeme integrierbar

Die Kleidung eignet sich beispielsweise für all jene, die hauptsächlich drinnen,

aber immer wieder auch draußen arbeiten, und dabei Gefahr laufen, übersehen

zu werden. Die reflektierenden Elemente verbessern die Sicherheit

auf innerbetrieblichen Verkehrswegen, etwa in der Industrie, Logistik, im

Lager, der Gebäudereinigung oder bei kommunalen Dienstleistern. »Ein

großer Vorteil ist zudem, dass sich bestehende Bekleidungssysteme durch

Typ-B2-Elemente erweitern lassen, ohne Farb- oder Hygienekonzepte zu

verändern«, sagt BP-Experte Slotnikow. Die dezenten Reflektoren sind

optisch wenig auffällig und lassen

sich daher gut in clean gestaltete

Arbeitsbereiche integrieren. Das erhöht

die Trageakzeptanz. BP bietet

die normgerechte Veredelung nach

EN 17353 Typ B2 ab sofort an und

ergänzt ausgewählte Kollektionen

um Reflexstreifen an Ärmeln und

Hosenbeinen.

Workwear, die nach EN 17353

Typ B2 zertifiziert ist, wird mit

Reflexstreifen ausgestattet.

JN824 –

EINFACH

DAIBER.

www.daiber.de

Persönlicher Schutz

März 2026 | 43


Arbeitskleidung hat in den vergangenen

Jahren einen steten Wandel erlebt.

Um Seriosität und Professionalität

auszustrahlen, wird heute

z. B. weit mehr Wert auf die Optik gelegt.

Zwischen Flanellhemd

und Hosenträgern

[ BAUSICHERHEIT ] Früher musste Arbeitskleidung zwei Dinge können – langlebig

sein und nach Möglichkeit wenig auffallen. Es war geradezu verpönt, sich für den Bau

»schick« zu machen. Heute begegnen wir einer großen Vielfalt an Arbeitskleidung:

Gefragt sind trendige Designs, mehr Individualität und funktionale Features.

Zugegeben, so ganz ist das legendäre Karo-

Hemd von damals noch nicht in der Versenkung

verschwunden. Dieser Trend hält sich bis

heute. Aber es kommt mittlerweile selten vor, dass

wir dem Maurer im weißen Unterhemd begegnen.

Und das hat in erster Linie mit der Außenwirkung

zutun. Um Seriosität und Professionalität auszustrahlen,

wird heute weit mehr Wert auf die Optik

gelegt. Hinzu kommt, dass Firmen mittlerweile

einheitlich auftreten und ihre Arbeitskleidung

mit Firmenlogo versehen, was das Unternehmen

repräsentiert. Dieser Wandel lässt sich aber nicht

allein auf mehr Modebewusstsein zurückführen.

Früher war schicke Arbeitskleidung schlichtweg

zu teuer. Heutige Herstellungsverfahren sowie

die Verwendung günstigerer Materialien machen

es möglich, diese Kleidung nun auch für kleines

Geld zu tragen.

Kleidung muss

heute mehr können

Moderne Arbeitskleidung hat sich den Anforderungen

am Bau angepasst. Das betrifft vorrangig

den Tragekomfort und die Funktionalität. Anders

als früher müssen Arbeitsschuhe heute extrem

hohen Sicherheitsvorgaben entsprechen, sollen

gleichzeitig aber ein geringes Gewicht, ein gutes

Laufgefühl und hochmoderne Designs mit sich

bringen. Auch hier war und ist der Einsatz hochmoderner

Materialien entscheidend. Selbiges gilt

im Übrigen für Arbeitshosen, Jacken, Shirts oder

Hoodies: Sie sollen gut aussehen, den Träger

vor Wind, Sonne oder Kälte schützen und nach

Möglichkeiten über genügend Taschen verfügen.

Hinzu kommt die Haltbarkeit: Aufgrund der

heutigen Verarbeitung sowie der Verwendung

extrem reißfester Materialien ist Arbeitskleidung

robuster und langlebiger.

Arbeitsschuhe müssen extrem hohen

Sicherheitsvorgaben entsprechen, sollen

gleichzeitig aber ein geringes Gewicht,

ein gutes Laufgefühl und moderne

Designs mit sich bringen.

ADOBE STOCK (2)

Fließender

Übergang zur PSA

Neben der Arbeitskleidung hat sich aber auch

die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) weiterentwickelt.

Ein gutes Beispiel sind Handschuhe:

Früher galten sie als klobig und waren entweder

viel zu groß oder eben viel zu klein. Heute finden

sich für nahezu alle Einsatzbereiche verschiedene

Modelle. Manche sind mit Schnittschutz

ausgestattet, andere schützen vor großer Hitze

oder machen beim Tragen das Bedienen von

Touchdisplay möglich. Ein wichtiger Fortschritt ist

im Übrigen auch die Entwicklung sogenannter

UV-Schutz-Bekleidung, bei der beispielsweise

ein gewöhnlich wirkendes T-Shirt den Träger

zuverlässig vor zu starken Sonnenstrahlen schützt.

Eine Frage

der Optik

Abschließend lässt sich festhalten, dass die

Weiterentwicklung von Arbeitskleidung viele

Vorteile mit sich bringt. Nicht zu unterschätzen

ist in diesem Zusammenhang die reine Optik.

Gerade die jüngere Generation setzt beispielsweise

auf Sicherheitsschuhe, die vielmehr

stylischen Sneakern gleichen. Häufig sind

Arbeitsschuhe kaum mehr von Alltagsmodellen

zu unterscheiden, wie wir sie nach Feierabend

im Stadtpark oder im Kino tragen. Und auch

der personalisierte Hoodie soll nicht nur langlebig

und komfortabel, sondern eben auch

schick sein. Das Fazit lautet: Trends kommen

und gehen zwar – aber dieser Trend hatte tatsächlich

sinnige Folgen.

44 | März 2026 Persönlicher Schutz


Die »Qual der Wahl«:

Latzhose versus Bundhose

Wenn die Hose nicht sitzt, dann geht nicht

viel. Darüber sind sich die meisten Profis

einig. Sie darf nicht einengen, klemmen, zu

kurz sein, zwicken oder rutschen, denn das ist

im Joballtag lästig. »Das wichtigste Teil ist die

Hose. Wenn die nicht sitzt, fühlen die Monteure

sich unwohl. Die Hose muss einfach passen«, so

Geschäftsführer Marko Hackl von Santec, einem

SHK-Betrieb aus Schenefeld bei Hamburg. Neben

dem guten Sitz wird von den Profis auch auf

die Funktionalität Wert gelegt. Theresa Rowny,

Geschäftsführerin von der Alfons Westermann

Garten- und Landschaftsbau GmbH in Oelde,

erklärt: »Wir haben darauf geachtet, dass etwa

die Taschenverteilung für uns passt und Kniepolstertaschen

vorhanden sind.« Bei der Wahl

der einzelnen Kollektionsteile konnten die rund

[ DBL ] Lässig auf der Hüfte? Oder bequem mit Latz?

Welche Arbeitshose lieber getragen wird, hängt von

persönlichen Vorlieben und dem Einsatzort ab. Die DBL

wirft einen Blick in die Praxis der Betriebe.

zwölf Mitarbeiter, die bei dem GaLaBau-Betrieb

Arbeitskleidung tragen, mitentscheiden und u. a.

zwischen Latz- oder Bundhosen wählen.

Persönliche Vorlieben

sind der Hauptfaktor

Welche der beiden Varianten schlussendlich

besser ankommt, hängt ganz von persönlichen

Vorlieben bei Schnitt, Sitz sowie Anordnung der

Taschen ab. Vorteile haben nach Ansicht von

Thomas Krause von der DBL beide Varianten.

Aus der Praxis weiß er beispielsweise, dass viele

Träger bei Latzhosen den bequemen Sitz und

die Bewegungsfreiheit schätzen. »Gerade bei

Tätigkeiten, bei denen man sich häufig bückt

oder streckt, finden einige den Sitz der Latzhose

stabiler«, so der Experte. Er sieht aber auch die

DBL (2)

Ob klassische Latzhose oder Bundhose –

in der Regel kommt es auf die persönlichen

Vorlieben hinsichtlich Schnitt, Sitz sowie

Anordnung der Taschen an.

Vorteile moderner Bundhosen, die sich längst in

nahezu allen Gewerken etabliert haben. »Hier

punkten ergonomische Schnitte. Und dank vielfältiger

Designs passt sie oft besser zur CI des

Unternehmens. Bei uns im Mietservice wird die

Bundhose tatsächlich häufiger angefragt. Vielleicht

auch, weil sie sich noch flexibler zu Westen und

Hoodies kombinieren lässt.«

Welches Modell nun am besten zum Träger

und zum Betrieb passt, dazu beraten textile

Mietdienstleister, wie die DBL, im Vorfeld, damit

Fehlentscheidungen vermieden werden. »Hier

machen auch immer Anproben Sinn. Das bieten

wir auf Wunsch vor Ort in den Betrieben«, so

Thomas Krause.

Experts in Head Protection

Protect and Perform

Cross ® Line

Persönlicher Schutz

März 2026 | 45


Wie PNA-Lösungen

Leben retten können

[ CUBOS INTERNET ] Es sind oft nur Sekunden, die über

Leben und Tod entscheiden. Ein falscher Tritt, ein Moment

der Unachtsamkeit – und ein Bauarbeiter stürzt mehrere

Meter in die Tiefe. Er bleibt verletzt liegen, außer Sichtweite

seiner Kollegen. Sein Mobiltelefon ist beim Sturz aus der

Tasche gefallen. In dieser Situation wird aus der Frage »Wie

schnell kommt Hilfe?« eine Frage des Überlebens.

Im Alarmfall senden

die tragbaren Notfallknöpfe

Bluetooth-Signale

an USB-Bluetooth-Beacons.

Die häufigste Ursache für

tödliche Unfälle sind Stürze

aus der Höhe – sie

machen rund 30 Prozent

aller tödlichen Arbeitsunfälle

in der Branche aus.

Szenarien wie diese sind auf deutschen Baustellen

keine Seltenheit. Mehr als 100000 Arbeitsunfälle

ereignen sich Jahr für Jahr im deutschen Bauwesen.

Die häufigste Ursache für tödliche Unfälle sind dabei

Stürze aus der Höhe – sie machen rund 30 Prozent

aller tödlichen Arbeitsunfälle in der Branche aus. Hinter

jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, eine Familie, ein

Schicksal. Die Gefahr liegt aber nicht allein im Sturz

selbst. Mindestens ebenso entscheidend ist die Zeit

bis zum Eintreffen qualifizierter Hilfe. Ein Bewusstloser

kann nicht selbst den Notruf absetzen. Ein Verletzter,

der eingeklemmt oder außer Sichtweite liegt, wird möglicherweise

erst bemerkt, wenn es zu spät ist. Gerade

bei Alleinarbeit oder auf weitläufigen Baustellen kann

es entscheidende Minuten dauern, bis jemand das

Fehlen eines Kollegen bemerkt.

Die DGUV Vorschrift 1 trägt dieser Problematik

Rechnung: Sie schreibt vor, dass Alleinarbeitern geeigneter

Schutz zur Verfügung gestellt werden muss. In der

Praxis ist eine Personen-Notsignal-Anlage (PNA) oft die

einzige praktikable Lösung, um dieser Vorgabe gerecht

zu werden.

Technologie,

die reagiert

Moderne Personen-

Notsignal-Anlagen

arbeiten nach einem

Doppelprinzip: Sie können

einerseits vom Träger

aktiv ausgelöst werden, etwa

durch Knopfdruck. Andererseits

erkennen sie Notfallsituationen

automatisch – beispielsweise durch

CUBOS INTERNET (3)

Sturzsensoren, Lagesensoren oder Totmann-Funktionen,

die eine längere Bewegungslosigkeit registrieren. Im

eingangs beschriebenen Szenario würde die PNA den

Sturz unmittelbar erkennen und einen automatischen

Alarm auslösen. Bleibt der Arbeiter bei Bewusstsein,

kann er zusätzlich manuell einen Notruf absetzen. Die

Technologie greift also genau dann, wenn der Mensch

es selbst nicht mehr kann.

Von der Alarmierung

zur Rettungskette

Doch die beste Sensorik nützt wenig, wenn der Alarm ins

Leere läuft. Ein Signal, das bei einer einzelnen Person

oder auf einem ungenutzten Endgerät landet, kostet

wertvolle Zeit – oder bleibt im schlimmsten Fall ganz

unbemerkt. Hier kommt die intelligente Alarmierungsinfrastruktur

ins Spiel. Systeme wie »GroupAlarm« stellen

sicher, dass ein eingehender Notruf nicht »hängenbleibt«,

sondern orchestriert und gezielt weitergeleitet wird.

Das bedeutet: Mehrere Personen werden gleichzeitig

informiert – etwa Ersthelfer auf der Baustelle, der

Sicherheitsbeauftragte, die Rettungsleitstelle. Dabei

kann die Alarmierung nach festgelegten Eskalationsstufen

erfolgen: Wird innerhalb einer definierten Zeit

nicht quittiert, werden automatisch weitere Kontakte

einbezogen.

PNA-Systeme für

unterschiedliche Bereiche

Hinter der Alarmierungs- und Kommunikationsplattform

»GroupAlarm« steht Cubos Internet. Das

Unternehmen bietet zwei intelligente PNA-Lösungen

an, die auf unterschiedliche Anforderungen

zugeschnitten sind:

46 | März 2026 Persönlicher Schutz


So gehören zum einen tragbare Notfallknöpfe für Innenräume

zum Portfolio: Diese kompakten Geräte werden

am Handgelenk, als Lanyard oder am Gürtel getragen

und lösen per Knopfdruck willensabhängige Alarme aus.

Dank langer Akkulaufzeit und magnetischer Ladetechnik

sind sie jederzeit einsatzbereit. Im Alarmfall senden sie

Bluetooth-Signale an USB-Bluetooth-Beacons – die

stillen Wächter der Anlage. Diese Beacons sammeln

kontinuierlich die Signale, übermitteln sie per WLAN

an den zentralen Server und können dabei die Position

des Alarmgebers auf einem Gebäudeplan anzeigen. Von

dort werden die Alarme an »GroupAlarm« weitergeleitet.

Für Außenbereiche bietet Cubos Internet die »Freddy«-Pager

an: Dieser digitale Funkmeldeempfänger

ist für den rauen Baustellenalltag konzipiert und löst

sowohl willensabhängige als auch willensunabhängige

Alarme aus – etwa bei Sturz oder längerer Bewegungslosigkeit.

Anders als bei den Notfallknöpfen erfolgt

die Alarmweiterleitung direkt über das Mobilfunknetz,

ohne lokale Infrastruktur. Zusätzlich ermöglicht eine

präzise GPS-Ortung die schnelle Lokalisierung des

Mitarbeiters – besonders wertvoll auf weitläufigen

Baustellen. Der Pager sendet in diesen Fällen einen

Auffindeton, sodass die verunglückte Person schnell

geortet werden kann.

Gebündelt in zentraler

Plattform »GroupAlarm«

Als zentrale Steuerung empfängt »GroupAlarm« die

Alarme beider Systeme, verarbeitet sie und leitet sie nach

vordefinierten Regeln an die entsprechenden Personen

weiter – per App, SMS, Anruf, Pager oder E-Mail. Die

Anbindung einer PNA an eine solche cloudbasierte

Plattform schafft Redundanz und Geschwindigkeit. Sie

verwandelt ein technisches Signal in eine strukturierte

Rettungskette. Im Ernstfall bedeutet das: keine verlorenen

Minuten durch Unsicherheit, wer zuständig ist.

Keine verzögerten Reaktionen, weil jemand sein Handy

nicht gehört hat. Stattdessen: klare Verantwortlichkeiten,

sofortige Benachrichtigung, dokumentierte Quittierung.

Technik, die

Leben schützt

Personen-Notsignal-Anlagen sind längst bewährte

Praxis. Sie sind kompakt, robust und speziell für den

Baustellenalltag konzipiert. Die Investition in eine PNA

samt Alarmierungsanbindung ist überschaubar – und

gemessen an dem, was auf dem Spiel steht, geradezu

vernachlässigbar. Hinzu kommt: Unternehmen, die

in die Sicherheit ihrer Mitarbeiter investieren, erfüllen

nicht nur gesetzliche Vorgaben. Sie senden auch ein

Signal nach innen – an ihre Beschäftigten – und

nach außen – an Auftraggeber und Öffentlichkeit.

Gute Arbeitssicherheit ist ein Wettbewerbsvorteil. Sie

reduziert Ausfallzeiten, stärkt die Mitarbeiterbindung

und schützt vor Haftungsrisiken.

Niemand kann Unfälle vollständig verhindern. Aber man

kann dafür sorgen, dass aus einem Unfall nicht zwangsläufig

eine Katastrophe wird. Personen-Notsignal-Anlagen

in Verbindung mit intelligenten Alarmierungssystemen

sind ein zentraler Baustein moderner Arbeitssicherheit.

Sie schützen dort, wo menschliche Aufmerksamkeit an

Grenzen stößt. Sie greifen, wenn Sekunden zählen. Und

sie geben Beschäftigten das Gefühl, auch in kritischen

Momenten nicht allein zu sein. Denn am Ende geht es

nicht nur um Technik. Es geht um Menschen und das

Versprechen, dass jeder, der morgens zur Baustelle fährt,

abends wieder gesund nach Hause kommt.

Die tragbaren Notfallknöpfe

werden am Handgelenk, als

Lanyard oder am Gürtel getragen

und lösen per Knopfdruck

willensabhängige Alarme aus.

...kurz

und

knapp...

Cubos Internet bietet zwei intelligente

PNA-Lösungen an, die auf

unterschiedliche Anforderungen

zugeschnitten sind. Die tragbaren

Notfallknöpfe für Innenräume

lösen per Knopfdruck

willensabhängige Alarme aus.

Für Außenbereiche stehen die

»Freddy«-Pager zur Verfügung.

Persönlicher Schutz

März 2026 | 47


Der »Caldera S7S«

verfügt über ein wasserdichtes

Membranfutter

für dauerhaften

Einsatz in nassen

Umgebungen zu

jeder Jahreszeit.

SAFETY JOGGER

Neue Generation der

»Rigger Boots« gelauncht

[ SAFETY JOGGER ] Unter dem Kampagnen-Motto »Stronger

than the elements« (»Stärker als die Elemente«) stellt Safety

Jogger die neue Generation seiner »Rigger Boots«-Kollektion

vor. Die Produktreihe modernisiert den klassischen »Rigger«

mit verbesserten Eigenschaften und fortschrittlichem

Komfort für anspruchsvolle Arbeitsumgebungen.

Die neue Kollektion umfasst drei Modelle, die ganzjährigen Schutz bieten.

Punkten sollen sie insbesondere durch ihre metallfreies, atmungsaktives

Design mit Nano-Carbon-Zehenschutzkappe und textilem, durchtrittsicherem

Zwischensohlenmaterial für leichten Schutz und reduzierte Wärmeleitung.

Außerdem bieten die Stiefel je nach Modell wasserdichte oder wasserabweisende

Eigenschaften und sorgen so auch in nassen Umgebungen für

Komfort. Die hitzebeständige Gummilaufsohle ist für Kontakttemperaturen

bis zu 300 °C ausgelegt. Zusätzlich sorgt sie durch ihr tiefes Profil in Kombination

mit dem schmutzabweisenden Lederobermaterial für optimale Traktion

auch auf schmutzintensiven oder rutschigen Untergründen.

Praxisorientierte Details

Jeder »Rigger Boot« bietet zusätzliche, auf spezifische Einsatzbereiche

abgestimmte Funktionen. Der »Caldera S7S« beispielsweise verfügt

über ein wasserdichtes Membranfutter für dauerhaften Einsatz in nassen

Umgebungen zu jeder Jahreszeit. Eine abriebfeste Fersenkonstruktion

ermöglicht ein schnelles Ausziehen nach der Arbeit oder im Notfall. Der

»Mayon S3S« stellt die wasserabweisende Alternative dar. Er wurde speziell

für kältere Klimazonen entwickelt und kombiniert ein warmes Innenfutter

mit dem »SJ Winter Footbed« aus Filzwolle und Aluminiumrückseite für

zusätzlichen Komfort und Isolierung.

Gemein sind allen Modellen funktionale Merkmale, die den Komfort

im Arbeitsalltag erhöhen sollen, darunter z. B. eine weiche Knöchelpolsterung

zur Reduzierung von Druckstellen auch an langen Tagen. Außerdem

ist die Passform von Sneakern inspiriert und

verfügt über eine integrierte Bewegungsunterstützung

für natürliche Bewegungsabläufe und

Stabilität auf unterschiedlichen Untergründen.

Eine Anziehschlaufe erleichtert zudem das

»Hineinschlüpfen«.

Neue Sicherheitsschuhe

in sportlichem Look

[ ISM ] Mit der neuen »Puma Safety

Motion Core«-Linie will PIP EMEA

frischen Schwung in die Welt moderner

Sicherheitsschuhe bringen. Unter dem

Claim »Made for everyday hustle«

richtet sich die Kollektion an alle, die

im Job alles geben und auch darüber

hinaus keine Kompromisse eingehen

wollen. Die Modelle der »Motion

Core«-Kollektion verbinden sportliche

Ästhetik mit zuverlässigem Schutz.

Die »Motion Core«-Modelle überzeugen durch

eine dynamische Silhouette. Gleichzeitig

erfüllen sie hohe Sicherheitsanforderungen und

bieten zuverlässigen Schutz bei jeder Herausforderung

des Arbeitsalltags. Zur Ausstattung

aller Modelle gehören eine robuste Stahlkappe

sowie der flexible »Fap Lite«-Durchtrittschutz.

Eine angenehme Schaft- und Laschenpolsterung

erhöht den Tragekomfort zusätzlich, während das

»BreathActive«-Funktionsfutter für ein ausgeglichenes

Fußklima sorgt. Ergänzt wird das Komfortpaket

durch das »Evercushion Easy«-Fußbett

und die »Motion Core«-Sohle, die bis zu 300 °C

hitzebeständig und rutschfest ist. Die Linie umfasst

drei Modelle, von denen zwei der Schutzklasse

S1PS entsprechen. Das dritte Modell erfüllt die

Anforderungen der Schutzklasse S3S.

Stabilität und Grip

auf jedem Untergrund

Das Profil der Gummilaufsohle sorgt für optimalen

Bodenkontakt auf verschiedensten Untergründen.

Flachere Stollen bieten Bodenhaftung in

Innenräumen, während tiefere Profilelemente im

Außenbereich selbstreinigend wirken. Seitliche

Erhöhungen der Zwischensohle im Fersenbereich

verbessern die Stabilität beim Fersenauftritt und

unterstützen ein sicheres Abrollen bei jedem

Schritt. Die weiche Zwischensohle absorbiert

die beim Auftritt entstehenden Kräfte optimal

ISM

Das Profil der Gummilaufsohle sorgt

für optimalen Bodenkontakt auf verschiedensten

Untergründen.

und vereint Standfestigkeit mit Flexibilität. Die

neueste Generation des metallfreien Durchtrittschutzes

»Fap Lite« überzeugt durch eine

hohe Flexibilität. Gleichzeitig bietet sie eine

verbesserte Dämpfung sowie spürbare Druckentlastung.

Dank ihrer hohen Atmungsaktivität

unterstützt sie zudem eine kühlende Wirkung

und eine effektive Schweißaufnahme und sorgt

so für dauerhaft angenehmen Tragekomfort bei

gleichzeitig maximaler Sicherheit. Die Kombination

aus atmungsaktiver Schaumstofftechnologie und

feuchtigkeitsabsorbierendem Obermaterial im

»Evercushion Easy« leitet Schweiß zuverlässig vom

Fuß ab und sorgt für ein angenehm trockenes

Tragegefühl.

48 | März 2026

Persönlicher Schutz


HKS

Neu im Portfolio von HKS:

der »Pioneer Black Boa« aus

der »Crossmax«-Kollektion.

Zuwachs für die

»Crossmax All

Terrain Grip«-Serie

[ HKS ] Mit dem »Pioneer Black Boa« aus der »Crossmax«-

Kollektion stellt Heinrich Klumpen Söhne (HKS) einen neuen

C

Sicherheitsschuh vor, der nach Unternehmensangaben keine

Herausforderungen scheut. Das Modell erfüllt den Standard

M

S3S SR FO SC und ist antistatisch sowie ESD-geprüft.

Y

D

CM

as rutschfeste »Crossmax«-Stollenprofil sorgt für eine feste Bodenhaftung

und bietet bestmöglichen Halt sowie ein hohes Maß an Stabilität.

MY

CY

Die multidirektionalen Stollen »klammern« sich fest in den Boden und sorgen

für optimalen Grip und Traktion – auf nassem, trockenem, schlammigem CMY

oder losem Untergrund. Das 5-mm-Profil ist sehr griffig, stützend und

für maximale Strapazierfähigkeit in anspruchsvollem Gelände ausgelegt.

Das Ergebnis: mehr Kontrolle, noch bessere Balance und Trittsicherheit.

K

Sicherheit bis ins Detail

Rundum geschützt und trittsicher unterwegs ist man mit dem Durchtrittschutz

aus Textil-Kevlar-Gewebe, das den Schuh flexibel macht und bestmögliche

Bewegungsfreiheit verspricht. Ein besonderes Plus bietet zudem

die ergonomisch geformte Zehenschutzkappe aus Stahl. Ausgestattet

mit der TPU-Hochleistungsaußensohle, soll der »Pioneer Black Boa« die

höchste Rutschsicherheit gewährleisten. Zudem ist die Außensohle öl-,

säure- und kraftstoff- sowie hitzebeständig bis 150 °C. Die abriebfeste

PU-Überkappe sorgt für einen robusten Schutz und schützt das Obermaterial

zuverlässig vor Verschleiß.

Den Bewegungsapparat entlasten

Der verarbeitete »Power Foam« entlastet bei jedem Schritt und schont

aktiv die Gelenke, Sehnen und Bänder. Er steigere zudem die Ausdauer

und helfe so, bei jedem Schritt mehr Energie zu sparen. Der hohe Schaftabschluss

umschließt das Fußgelenk und stabilisiert den Knöchel, um das

Umknickrisiko zu reduzieren. Das Obermaterial aus »Nanotech« sorgt für ein

geschmeidiges, agiles Laufgefühl bei hoher Abriebfestigkeit. Ebenso ist es

schmutz- und wasserabweisend und gegen eine Vielzahl von Chemikalien

resistent. Das Cool-Mesh-Funktionsfutter maximiert die Atmungsaktivität

und optimiert die Feuchtigkeitsregulierung. Die Kragenpolsterung, die

weich gepolsterte Lasche und der gepolsterter Schaftabschluss tragen

zu einem hohen Tragekomfort bei.

Die Modelle der »Motion Core«-Kollektion verbinden sportliche Ästhetik

mit zuverlässigem Schutz.

Persönlicher Schutz

März 2026 | 49


Der Gebrauch von

Werkzeugen ist immer

noch mit erheblichen

Unfallgefahren

verbunden.

Neue Vollmaske

»C 701« vorgestellt

ADOBE STOCK

Unfälle durch nicht

kraftbetriebene

Handwerkzeuge

EKASTU

[ DGUV ] Der Gebrauch von Werkzeugen ist immer noch

mit erheblichen Unfallgefahren verbunden. 2024 kam es zu

61 308 meldepflichtigen Arbeitsunfällen im betrieblichen

Umfeld mit oder durch ein nicht kraftbetriebenes

Handwerkzeug. Das entspricht etwa 9 Prozent aller

Arbeitsunfälle im Betrieb (685543 insgesamt). Das geht aus

der neuen Broschüre »Arbeitsunfallgeschehen 2024« der

Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) hervor.

Die gefährlichsten manuellen Handwerkzeuge sind alle Arten von Messern.

34605 aller Arbeitsunfälle (56 Prozent) durch nicht kraftbetriebene

Handwerkzeuge entfielen 2024 auf sie. Seltener traten Verletzungen durch

Gegenstände des (Bau-)Handwerks wie Hammer (12 Prozent), Schraubenschlüssel

(5 Prozent), Schraubenzieher (2 Prozent) oder andere Werkzeuge

wie Handsägen, Zangen oder Meißel auf. Am häufigsten werden die Hände

durch Handwerkzeuge verletzt. Betrachtet man die letzten fünf Jahre, dann

war in fast 82 Prozent aller Arbeitsunfälle mit Handwerkzeugen dieses

Körperteil betroffen. Unfälle mit Handwerkzeugen sind auch mit längeren

Ausfallzeiten verbunden: In 40 Prozent der Fälle – wieder bezogen auf die

Zahlen seit 2020 – dauerte die Genesungszeit nicht länger als eine Woche,

bei weiteren 48 Prozent eine bis vier Wochen. Aber 8 Prozent der Verunfallten

waren länger als vier Wochen (bis zu einem halben Jahr) arbeitsunfähig

nach ihrem Unfall. Bei 109 Versicherten waren die Unfallfolgen so schwer

nach Verletzungen mit nicht kraftbetriebenen Handwerkzeugen, dass ihnen

2024 eine Unfallrente zuerkannt wurde.

Unfällen richtig vorbeugen

Die Sicherheit beginnt bereits bei der sorgfältigen Auswahl des richtigen

Werkzeugs für die jeweilige Arbeitsaufgabe. Das GS-Zeichen weist darauf

hin, dass ein Werkzeug geprüft wurde in Bezug auf seine Arbeitssicherheit.

Wichtig ist auch die Ergonomie des Werkzeugs: Das Handwerkzeug muss

für den Anwender sicher und bequem zu greifen sein. Auch Ordnung und

Übersicht bei der Lagerung und dem Transport tragen zur Sicherheit bei.

Klingen sollten beispielsweise verdeckt sein oder in speziellen Halterungen

aufbewahrt werden, um das Risiko, zufällig hineinzugreifen, zu mindern.

Zudem bedürfen Handwerkzeuge einer regelmäßigen Pflege, Wartung

und Instandhaltung, um die Arbeitssicherheit während des Gebrauchs

zu gewährleisten. Zentral ist zudem die regelmäßige Unterweisung der

Beschäftigten, die Handwerkzeuge nutzen.

Die neue »C 701« kann mit Partikel-, Gas-,

Kombinationsfiltern sowie gegebenenfalls mit

Schlauchgeräten eingesetzt werden.

[ EKASTU ] Getreu dem Motto »das Alte auf eine neue Weise

tun – das ist Innovation« präsentiert Ekastu die Vollmaske

»C 701«. Sie entspricht der Norm DIN EN 136 und besitzt

eine Feuerwehrzulassung.

Die »C 701« ist eine Vollmaske der Klasse 3. Sie verfügt über einen

Rundgewindeanschluss gemäß DIN EN 148-1 und kann mit Partikel-,

Gas-, Kombinationsfiltern sowie gegebenenfalls mit Schlauchgeräten eingesetzt

werden. Es wird somit ein vollumfassender Schutz, gegen feste

und flüssige Partikel, Gase und Dämpfe, geboten. Die extragroße und

panoramaähnliche Sichtscheibe ermöglicht ein »Rundum«-Blickfeld, das

dank der kratzfesten PC-Sichtscheibe verzerrungs- und spiegelfrei bleibt.

Hoher Tragekomfort

Das innovative und intelligente »Air-On«-Belüftungssystem kommt ohne

Steuerventile aus. Die Atemwiderstände der »C 701« sind minimiert und

das Beschlagen der Sichtscheibe wird dank der speziellen Konstruktion

effizient verhindert. Die Maske, die ca. 620 g Gewicht auf die Waage

bringt, bietet einen Maskenkörper und eine Innenmaske aus hochwertigem

hypoallergenem TPR. Die ergonomisch gestaltete »C 701« soll außerdem

durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Gesichtsformen

überzeugen. Der Komfort und die Sicherheit der neuen Maske werden

durch die Fünf-Punkt-Kopfbänderung abgerundet. Die Vollmaske »C 701«

entspricht der Norm DIN EN 136 und besitzt eine Feuerwehrzulassung.

Sie ist in den Farben Olive/Black und in Signal-Rot erhältlich.

UNTERNEHMEN

Das 1933 gegründete Unternehmen Ekastu Safety produziert

bis heute Persönliche Schutzausrüstung, insbesondere

Atem- und Augenschutz sowie Medizinprodukte zur Ersten

Hilfe. Das Traditionshaus legt großen Wert auf einen kompetenten

und zuverlässigen Kundenservice sowie auf einen

besonders schnellen Versand von bestellten Produkten.

50 | März 2026

Persönlicher Schutz


BAUSTELLENSICHERHEIT

Mobiles Equipment

Digital am Bau

Fahrzeugsicherheit

ADOBE STOCK

Persönlicher Schutz

März 2026 | 51


Umbau- und

Renovierungsarbeiten

müssen bei Asbestbelastung

von Fachfirmen ausgeführt

werden, die über eine

Zulassung nach der

Technischen Regel für

Gefahrstoffe 519 verfügen.

Vorsicht bei

Umbau- und Renovierungsarbeiten

an älteren Gebäuden

ADOBE STOCK

[ TÜV SÜD ] Zwischen den Jahren 1950 und 1985 wurden rund

4,4 Mio. t Asbest in Deutschland verbaut. Das zeigen aktuelle Zahlen der

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin BAuA. Asbest wurde in

einer Vielzahl von Baustoffen verwendet. Die Sanierung von Gebäuden mit

asbesthaltigen Materialen ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.

TÜV Süd rät Eigentümern, Mietern, Bauherren und Handwerkern, vor Umbauund

Renovierungsarbeiten genau hinzuschauen.

Die Herstellung und die Verwendung von Asbest

ist in Deutschland seit 1993 verboten.

Aber in älteren Immobilien ist noch häufig Asbest

vorhanden, z. B. in Wand- und Deckenputzen. So

wurden bei einer Untersuchung in der Schweiz

an 303 unterschiedlich genutzten Gebäuden

aus Baujahren zwischen 1850 und 1980 bei

einem Drittel der Gebäude asbesthaltige Putze

gefunden. Trotz des geringen Asbestgehalts im

Putz (meistens unter 1 Prozent) ergaben Arbeitsplatzmessungen

beim Entfernen der Putze hohe

Konzentrationen, die von mehreren 100 000

bis zu mehr als 1 Mio. Fasern/m 3 Luft reichten.

Asbest ist als krebserregender

Stoff eingestuft und kann

ernsthafte gesundheitliche Schäden

verursachen.

TÜV SÜD

Gefahren nicht

unterschätzen

Grundsätzlich wird zwischen schwach gebundenen

Asbestprodukten (z. B. Spritzasbest, Wandputz, Asbestschnüre

in Ofentüren etc.) und fest gebundenen

Asbestprodukten (Asbestzement) unterschieden.

»Besonders gefährlich sind schwach gebundene

Asbestprodukte, aus denen Asbestfasern schon

durch Erschütterungen, Luftbewegungen oder natürliche

Abnutzung freigesetzt werden können«, sagt

Johannes Weber, Experte für Untersuchungen von

asbestverdächtigen Baustoffen im akkreditierten

Werkstoffprüflabor des TÜV Süd in Filderstadt/

Stuttgart. Von fest gebundenen asbesthaltigen

Baustoffen geht in der Regel keine Gefahr aus,

solange die Bauteile intakt sein. »Aber sobald fest

gebundene Asbestprodukte mechanisch bearbeitet

werden«, so der Experte weiter, »beispielsweise

durch Abschleifen, Abbürsten, Bohren, Sägen oder

Druckreinigen, gelangen mikroskopisch kleine

Asbestfasern in die Umgebung.«

Sanierungen nur durch

zugelassene Fachfirmen

Die TÜV-Süd-Experten stellen immer wieder

fest, dass Heim- und Handwerker leichtfertig mit

den Renovierungsarbeiten an älteren Immobilien

beginnen – vor allem jüngere Menschen, die nicht

ausreichend über die Geschichte des Baustoffs,

die vielen asbesthaltigen Bauprodukte und die

massiven gesundheitsschädlichen Auswirkungen

der Fasern informiert sind. »Asbest ist als krebserregender

Stoff eingestuft«, betont Johannes

Weber. »Bei nicht sachgemäßem Umgang kann es

zu unkontrollierten Faserfreisetzungen kommen,

die schwerwiegende Auswirkungen auf die eigene

Gesundheit und die Gesundheit von Dritten haben.«

Aus diesem Grund müssen Umbau- und

Renovierungsarbeiten nach Aussage des TÜV-

Süd-Experten sorgfältig geplant und bei Asbestbelastung

von Fachfirmen ausgeführt werden, die

über eine Zulassung nach der Technischen Regel

für Gefahrstoffe 519 verfügen. Die TRGS 519

enthält konkrete Vorgaben für den Schutz von

Beschäftigten und anderen Personen bei Tätigkeiten

mit Asbest und asbesthaltigen Materialien

bei Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten.

Der unerlaubte Umgang mit Asbest ist

ein Straftatbestand, der mit Freiheitstrafen oder

Geldstrafen geahndet werden kann.

»Leider ist es oft nicht möglich, nur anhand

des Aussehens oder des Verwendungszweckes

eines Bauteils zu erkennen, ob Asbest enthalten

ist«, erklärt Johannes Weber. »Für Gewissheit

kann hier nur eine Laboranalyse im Labor

sorgen.« Dafür müssen die entsprechenden

Proben fachgerecht entnommen, verpackt und

an ein akkreditiertes Labor gesendet werden.

Das akkreditierte Material- und Prüflabor von

TÜV Süd in Filderstadt/Stuttgart bietet solche

Untersuchungen an, für die ein Rasterelektronenmikroskop

eingesetzt wird.

52 | März 2026 Baustellen-Sicherheit


Im gewerblichen Bereich

muss ein Sauger mit

mindestens Staubklasse M

genutzt werden.

ELECTROSTAR

»Must-haves« für

eine sichere Baustelle

GEH AUF

NUMMER

SICHER.

Das OilQuick Sicherheitskonzept für Schnellwechsler

aus Sichtanzeige + Fallsicherung …

[ ELECTROSTAR ] Manche Blessuren wie Schnittverletzungen

und Knochenbrüche sind sofort zu spüren. Baustellen bergen

aber auch Risiken, die die Gesundheit erst im Laufe der

Zeit beeinträchtigen können. Egal, ob beim selbstständigen

Umbau in den eigenen vier Wänden oder bei der Arbeit auf

offiziellen Baustellen – Electrostar hat drei »Must-haves« für

die sichere Baustelle zusammengefasst.

Baustellen sind staubig. Wie groß jedoch die Gesundheitsbelastung ist,

die Staub mit sich bringt, ist vielen nicht bewusst. Aus diesem Grund

sollte beim Einsatz von handgeführten Maschinen wie z. B. einer Handkreissäge,

einer Bohr- oder Schleifmaschine oder einer Mauernutfräße

immer ein geeigneter Baustellensauger angeschlossen werden. So lässt

sich die Gesundheitsgefahr minimieren. Wichtig ist mit Blick auf die Wahl

des richtigen Saugers, dass dieser für die Staubklassen L bis H-Asbest

ausgelegt ist. Im gewerblichen Bereich muss ein Sauger mit mindestens

Staubklasse M genutzt werden. Um das Staubmanagement im Arbeitsalltag

zu erleichtern, sollte zusätzlich zum Sauger passendes Zubehör verwendet

werden. Je nach Art der Baustelle wirbeln mehr oder weniger gefährliche

Stäube und Schadstoffe durch die Luft. Mit einem Luftreiniger kann die

Luft sauber gehalten werden. So atmen alle, die auf der Baustelle arbeiten,

keine gesundheitsschädlichen Partikel ein.

plant jede mögliche Fehlverriegelung mit ein

verzeiht auch menschliche Fehler

hat Anbaugeräte sogar unverriegelt im Griff

Wir machen bei deiner Sicherheit

keine Kompromisse. Und du?

Du kannst ältere Schnellwechsler-Modelle

jederzeit nachrüsten lassen - das wird

übrigens von der BG Bau gefördert.

PSA ist Pflicht

Nicht nur die richtigen Geräte sind für zuverlässigen Gesundheitsschutz

auf Baustellen relevant. Auch die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) darf

man nicht vernachlässigen. Dazu gehören Sicherheitsschuhe mit Stahlkappe

und durchtrittsicherer Sohle, angemessener Gehörschutz, eine Schutzbrille

sowie ein Helm, um Kopfverletzungen vorzubeugen. Außerdem sollten eine

Staubschutzmaske und ein Verbandskasten vorhanden sein.

UNTERNEHMEN

Die Electrostar GmbH, seit 2007 Teil der Algo-Gruppe,

vertreibt weltweit u. a. ein breites Sortiment leistungsstarker

Sauger für Handwerk, Gewerbe und Industrie.

Mit der Übernahme der Haaga Kehrsysteme GmbH im Jahr 2012

ergänzten innovative Kehrmaschinen das Portfolio. Die Unternehmensgruppe

beschäftigt an ihren Standorten rund 230 Mitarbeiter und

erzielte 2024 einen Gruppenumsatz von über 50 Mio. Euro.

MEHR SICHERHEIT GEHT NICHT

EUROTEST DOPPELSIEGER 2019 + 2022 oilquick.de/Sicherheit

Baustellen-Sicherheit

März 2026 | 53


Vp TPA liefert mit der

eigenen Fahrzeugflotte

die Aluminium-Panels

bedarfsgerecht zur

Baustelle.

Das Verlegen und Umverlegen

erfolgt per Fernsteuerung und

schafft so zusätzliche Sicherheit.

VP TPA (2)

Belastbare Baustraßen

für Solarparks

[ VP TPA ] Photovoltaik-Freiflächenanlagen werden häufig auf Ackerflächen

installiert. Für die Umsetzung ist auch eine stabile Bodenbeschaffenheit

entscheidend. Hier unterstützen die Aluminium-Panels von Vp TPA Mobile

Straßen: Sie schützen den Untergrund vor Verdichtung, ermöglichen die

problemlose Zufahrt schwerer Fahrzeuge und dienen als Baustraße sowie

Lagerfläche. Besonders beim Einbringen von schweren Trafohäusern sorgen

die Panels für sichere Transporte und präzises Positionieren. Sie sind einfach

zu verlegen, hochbelastbar und flexibel und können nach Abschluss der

Arbeiten rückstandslos entfernt werden.

Laut Umweltbundesamt wurden bis Ende

2024 etwa 45 000 ha Photovoltaik-Freiflächenanlagen

installiert. Bei der Standortwahl

sind verschiedene Faktoren entscheidend. Eine

geeignete Fläche liegt idealerweise Richtung

Süden, ist wenig verschattet und nicht zu stark

geneigt. Auch muss die Bodenbeschaffenheit

für die Montage geeignet sein. An dieser Stelle

bieten die Aluminium-Panels von Vp TPA Mobile

Straßen Flexibilität bei der effizienten Projektumsetzung.

Die Panels bewahren den Untergrund

vor Verdichtung und sorgen dafür, dass Fahrzeuge

den Bereich während der Montage problemlos

befahren können – beispielsweise, wenn es um

die Anlieferung der Transformatorenstation geht.

Zuwege für Schwertransport

Die vom Solarpark erzeugte elektrische Energie

wird mittels Trafohaus in die benötigte Spannung

für das öffentliche Netz umgewandelt und eingespeist.

Je nach Leistung und Ausstattung

kann ein Trafohaus für einen Solarpark über

18 t wiegen. Die Anlieferung erfordert spezielle

Schwertransporte und Kräne, um das Trafohaus

sicher auf dem Gelände abzusetzen und richtig

zu positionieren. Damit dieser wichtige Schritt

zur Realisierung des Solarparks einwandfrei

abläuft, kommen Aluminium-Panels von Vp TPA

zum Einsatz. Zwischen den Solarelementen wird

eine Baustraße aus Panels errichtet, die vom Kran

für die Durchfahrt genutzt wird. Im Anschluss

steht der Kran auf einem Plateau aus Platten

und hebt von dort aus das Trafohaus ins Fundament.

Zusätzlich können die Aluminium-Panels

als Lagerflächen zum Abladen der Solarmodule

genutzt werden.

Leicht im Handling

Die Verlegung der Panels für belastbare Zufahrten

und Stellflächen ist unkompliziert. Die 3 m breiten

Elemente im Kastenprofil werden zu einer Länge

von 2,45 m zusammengefügt. Anschließend

werden diese in Längs- und Querrichtung zu

einer fest verbundenen Gesamtfläche zusammengeschraubt.

Die Panels sind mit bis zu 250 t/cm 2

belastbar. Dabei liegt das Gewicht pro Platte bei

270 kg. Um Transportwege einsatzgerecht zu

sichern, werden auch Einfahrtstrichter verlegt.

Diese gewährleisten erweiterte Kurvenradien für

breite und ausschwenkende Fahrzeuge. Für die

Anlieferung und Verlegung setzt Vp TPA auf eine

moderne Fahrzeugflotte und hochqualifizierte,

deutschsprachige Mitarbeitende. Die Aluminium-

Panels werden bedarfsgerecht zur Baustelle

geliefert. Das Fahrzeug ist für das Verlegen der

Platten mit einem Heckkran versehen, der per

Fernbedienung einen externen Zugriff erlaubt. So

erfolgt ein sicheres und präzises Verlegen. Nach

Projektende erfolgt der Abtransport.

Bodenschonende Lösung

Die Aluminium-Panels von Vp TPA bieten Sicherheit

hinsichtlich Traktion und Lastverteilung. Durch

die spezielle Struktur passen sich die Panels an die

gegebenen Bodenverhältnisse an. Die profilierte

Oberfläche sorgt für zusätzliche Sicherheit in der

Anwendung. Mit ihren lastverteilenden Eigenschaften

sorgen die Elemente für eine minimierte

Bodenverdichtung und schützen den Untergrund.

Eine Demontage nach Projektabschluss erfolgt

rückstandsfrei, die Panels werden gereinigt und

erneut verwendet, was sie besonders umweltfreundlich

macht.

54 | März 2026 Baustellen-Sicherheit


Produktportfolio um mobile

Brandschutzstation erweitert

[ MINIMAX ] Mit der »Safety Station

360°« reagiert das Unternehmen, das

bereits ein umfangreiches Portfolio

an Brandschutzlösungen bietet,

auf die steigende Nachfrage nach

flexiblen und sofort einsatzbereiten

Sicherheitslösungen für temporäre

Einsatzorte.

Die »Safety Station 360°« vereint wichtige

Komponenten für den vorbeugenden und

abwehrenden Brandschutz sowie für Erste Hilfe

in einer kompakten Einheit. Sie lässt sich schnell

auf- und abbauen und eignet sich ideal für

Baustellen, Industrieanlagen, Veranstaltungen

und temporäre Einrichtungen – überall dort, wo

eine feste Brandschutzinfrastruktur fehlt oder

nicht praktikabel ist. »Mit der ›Safety Station

360°‹ bieten wir unseren Kunden eine Lösung,

die wichtige Komponenten für den Ernstfall

an einem Ort vereint. Sie ist flexibel, schnell

verfügbar und ermöglicht eine sofortige und

effektive Reaktion«, erklärt Produktmanager

Christian Sykulla.

Warum eine mobile Lösung?

Mobile Brandschutzstationen sind nach Ansicht

von Minimax die Antwort auf die wachsenden

Anforderungen an temporäre Sicherheit. Sie

unterstützen Brandwachen, gewährleisten zuverlässigen

Brandschutz und stellen gleichzeitig

wichtige Erste-Hilfe-Ausrüstung bereit. Dank

des unkomplizierten Handlings eignet sich

die »Safety Station 360°« ideal für kurzfristige

Projekte und wechselnde Einsatzorte.

Ohne bauliche Maßnahmen

Zum Ausstattungspaket der »Safety Station

360°« gehören ein manueller Alarm mit Sirene

und Blitzlicht, Wandhalterungen zur Aufnahme

von Feuerlöschern sowie Diebstahlsicherungen

für die Geräte. Ergänzt wird das System durch

MINIMAX

Neu im Produktkatalog von Minimax: die mobile

Brandschutzlösung »Safety Station 360°«.

einen Erste-Hilfe-Koffer und eine integrierte

Augenspülstation. Eine bebilderte Anleitung zur

Brandbekämpfung informiert vor Ort über das

richtige Vorgehen im Ernstfall. Zudem sind die

standardisierten Brandmeldezeichen F005 sowie

das Feuerlöscher-Zeichen F001 gut sichtbar

angebracht, um eine schnelle Orientierung zu

ermöglichen. Die Konstruktion ist mobil ausgeführt

und kommt ohne bauliche Maßnahmen

aus. Dadurch lässt sie sich kurzfristig aufstellen

und bei Bedarf wieder entfernen. Der Auf- und

Abbau erfolgt ohne aufwendige Installation,

sodass die Einheit unmittelbar einsatzbereit

ist.

Rack-Cases für

professionelle Einsatzbereiche

Die »Euro-V«-Rack-Cases decken

ein breites Spektrum professioneller

Anwendungen ab.

[ PELI PRODUCTS ] Die neue Familie robuster, rackmontierter

Transportlösungen »Euro-V« wurde für anspruchsvolle professionelle

Einsatzbereiche entwickelt. Als Teil eines optimierten europäischen

Produktionsprozesses in Deutschland gefertigt, ermöglichen die »Euro«-

Rack-Cases deutlich verkürzte Lieferzeiten und unterstützen metrisch

montierte Geräte serienmäßig. Die Serie verbindet effiziente regionale

Fertigung mit Pelis Anspruch an Robustheit, Sicherheit und Geräteschutz

und eignet sich ideal für zeitkritische Projekte und Einsätze.

DDie »Euro-V«-Rack-Cases verfügen über

einen Stahlrahmen mit industriestandardisiertem

Vierkantlochbild und unterstützen

metrische Geräte über M6-Käfigmuttern. Für

den Einsatz in herausfordernden Umgebungen

konzipiert, sind die Cases mit wandmontierten

zylindrischen Schwingungsdämpfern ausgestattet,

die empfindliche Technik zuverlässig vor Stößen

und Vibrationen schützen. Abgesichert werden

Gerätegewichte von 10 kg bis 80 kg. Die Serie

ist in Höhen von 4U bis 10U erhältlich und bietet

Racktiefen von 610 mm und 762 mm. Damit

decken die »Euro-V«-Rack-Cases ein breites

Spektrum professioneller Anwendungen ab.

Für einen einfachen Transport und komfortables

Die »Euro-V«-Rack-Cases verfügen

über einen Stahlrahmen mit

industriestandardisiertem Vierkantlochbild.

PELI PRODUCTS (2)

Handling sind alle »Euro-V«-Rack-Cases serienmäßig

mit acht schwarzen Kunststoffgriffen und

integrierten Kantenrollen ausgestattet.

Kompatibel mit

anderen Peli-Serien

Ein zentrales Konstruktionsmerkmal der »Euro-

V«-Serie ist die Stapelbarkeit. Sie gewährleistet

die vollständige Kompatibilität mit den Serien »Peli

Super-V« und »BlackBox«-Rack- Cases. Anwender

können die »Euro-V«-Einheiten problemlos in

bestehende Serien integrieren und gleichzeitig

die Lager- und Transporteffizienz erhöhen.

»›Euro-V‹ steht für eine klare Ausrichtung auf

europäische Fertigung und schnelle Verfügbarkeit,

ohne Kompromisse beim Schutz einzugehen«,

sagt Ebru Doyuran, Product Marketing Manager

bei Peli. »Die Serie wurde gezielt für metrische

Systeme und professionelle Anwender entwickelt,

die zuverlässigen Schockschutz, kurze

Lieferzeiten und Kompatibilität mit bestehenden

Rack-Case-Lösungen benötigen.«

Baustellen-Sicherheit

März 2026 | 55


Laut DGUV kam es im

Jahr 2024 zu rund 750 000

meldepflichtigen Arbeitsunfällen.

Beschäftigte müssen wissen,

was bei einem Unfall zu tun ist.

Was ist bei einem

Arbeitsunfall zu tun?

DEKRA

[ DEKRA ] Was ist zu tun, wenn es zu einem Arbeitsunfall kommt? Darüber sind

viele Beschäftigte nicht richtig informiert, beobachten die Arbeitsschutzexperten

von Dekra in ihrer täglichen Praxis. Dabei müssen Mitarbeitende in der jährlichen

Unterweisung zum Arbeitsschutz erfahren, was es mit Erster Hilfe, Verbandbuch

und Durchgangsarzt auf sich hat. Unternehmen und Beschäftigte riskieren

rechtliche, finanzielle oder gesundheitliche Nachteile, wenn sie sich nicht an die

Vorgaben halten.

Jörg Lobe, Leiter des Fachbereichs Sicherheit

und Gesundheitsschutz bei Dekra, erklärt:

»Arbeitgeber sind gesetzlich verpflichtet, ihre

Beschäftigten zu unterweisen, was bei einem

Arbeitsunfall zu tun ist. Wer von einem Arbeitsunfall

selbst betroffen ist oder als Ersthelfer vor

Ort ist, muss diese ›Basics‹ unbedingt kennen.

Sonst riskiert er seinen Versicherungsschutz

oder gar gesundheitliche Spätfolgen.«

Häufig wird diese Unterweisung für den Arbeits-

und Gesundheitsschutz vernachlässigt, wie

der Dekra-Arbeitssicherheitsreport 2025 zeigt.

Laut einer Forsa-Befragung für Dekra gibt es

nur bei 75 Prozent der befragten Betriebe eine

regelmäßige jährliche Unterweisung. Bei Betrieben

unter 50 Mitarbeitern sind es sogar nur 45 Prozent.

Arbeitgeber

informieren

Ganz wichtig nach einem Arbeitsunfall: »Neben

der Ersten Hilfe und einem Notruf – falls nötig

– ist eine Information an den Vorgesetzten und

damit an den Arbeitgeber unerlässlich«, erklärt

Lobe. Sollte der Arbeitsunfall zu einer Arbeitsunfähigkeit

von mehr als drei Kalendertagen führen,

muss der Arbeitgeber diesen Unfall bei der zuständigen

Berufsgenossenschaft melden. Laut

DGUV kam es im Jahr 2024 zu rund 750 000

meldepflichtigen Arbeitsunfällen.

Zudem muss der Arbeitgeber die Unfallursache

ermitteln, gegebenenfalls die Gefährdungsbeurteilung

überarbeiten und Arbeitsabläufe

ändern. Denn Unternehmen sind laut Gesetz

grundsätzlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz

im Betrieb verantwortlich. »Jeder

Arbeitsunfall liefert wertvolle Informationen über

Gefährdungen«, so Lobe. »Eine systematische

Auswertung ist für Arbeitgeber deshalb ein

absolutes Muss, um die Arbeitssicherheit im

Betrieb zu erhöhen.«

Durchgangsarzt

aufsuchen

Was vielen Arbeitnehmern nicht bekannt ist,

ist die Funktion des Durchgangsarztes. Er ist

der »Vertragsarzt« der Berufsgenossenschaft

(BG), bei der Beschäftigte versichert sind. Im

öffentlichen Sektor übernehmen die Unfallkassen

die Funktion der BG. Nach einem Arbeits-

oder Wegeunfall müssen Verletzte einen

Durchgangsarzt aufsuchen. Auf diese Weise

Arbeitgeber sind gesetzlich

verpflichtet, ihre Beschäftigten

zu unterweisen, was bei einem

Arbeitsunfall zu tun ist.

stellen sie sicher, dass sie als Versicherte die

bestmögliche Behandlung erhalten. Das Ziel

ist es dabei, die Arbeitsfähigkeit so schnell wie

möglich wieder herzustellen.

Bei ernsten Unfällen müssen Beschäftigte wie

alle anderen auch die nächste Klinik aufsuchen.

Verbandbucheintrag

als Nachweis

Nach dem Unfall darf der Eintrag in das so genannte

Verbandbuch nicht vergessen werden.

Diesen Eintrag nimmt entweder der Ersthelfer

oder bei kleineren Verletzungen der verunfallte

Beschäftigte selbst vor. Dabei geht es um Zeitpunkt,

Unfallvorgang, Verletzungen, Zeugen und

Maßnahmen, um den Arbeitsunfall zu dokumentieren.

Das Verbandbuch dient gegenüber

den Versicherungsträgern als Nachweis – das

ist nicht zuletzt bei gesundheitlichen Spätfolgen

wichtig, um den Versicherungsschutz nicht

zu gefährden. Ein Verbandbucheintrag liefert

zudem wichtige Informationen. »Das Verbandbuch

ist für den Arbeitgeber eine wertvolle Quelle,

um Gefährdungen und Unfallursachen und

-abläufe zu erkennen und zu analysieren«, erklärt

Lobe. Der Dekra-Arbeitsschutzexperte empfiehlt,

Verbandbucheinträge in einem digitalen Tool

vorzunehmen und dort auch die sogenannten

Beinaheunfälle zu erfassen. Denn auch diese

liefern wichtige Hinweise auf Gefahrenstellen,

gefährliche Arbeitsabläufe oder mangelndes

Sicherheitsbewusstsein. »Damit können Beschäftigte

und Arbeitgeber gemeinsam den

Arbeits- und Gesundheitsschutz als Chance

sehen«, sagt Lobe. »Sind diese Abläufe etabliert,

fördert das die Sicherheitskultur, verringert Unfälle

und senkt die Ausfallzeiten.«

56 | März 2026 Baustellen-Sicherheit


Am Standort Großröhrsdorf

fertigt das

Unternehmen hochwertige

Ketten- und

Hebezeuge.

Praxisnahe

Lösungen

für Hebe- und Zurrtechnik

[ SHZ ] Für das Geschäftsjahr 2026 plant die Sächsische Hebe- und Zurrtechnik (SHZ)

gezielte Innovationen sowie den Ausbau der internationalen Präsenz. Gleichzeitig sucht

das Unternehmen weltweit weiterhin nach neuen Vertriebspartnern und strategischen

Kooperationen, um den internationalen Wachstumskurs fortzusetzen. Ganz in diesem Sinne

hat das Unternehmen auf der LogiMAT in Stuttgart einige praxisnahe Produktneuheiten

präsentiert, darunter die Rundschlinge »Performance Pro«.

Mit der »Performance Pro« erweitert SHZ sein

Sortiment leistungsstarker Rundschlingen und

bietet eine Alternative zur bewährten Schwerlastrundschlinge

»Performance Max«. Die Neuheit soll dabei

dieselben Vorteile mit sich bringen wie eine geringe

Auflagefläche und hohe Tragfähigkeit, wurde jedoch

hinsichtlich Gewicht und Wirtschaftlichkeit optimiert.

Sie wird aus HMPE-Garn gefertigt: Dieser innovative

Materialeinsatz macht die Schlinge nach Angaben von

SHZ nicht nur leichter, sondern auch effizienter in der

Anwendung. Der Kern aus HMPE-Garn wird durch

einen abriebfesten Polyester-Mantel geschützt, um

die Langlebigkeit und Sicherheit im Einsatz weiter zu

erhöhen. Zudem ist die »Performance Pro« serienmäßig

mit RFID-Technologie ausgestattet, was eine einfache

Identifikation und digitale Verwaltung ermöglicht. Die

»Performance Pro« wurde in enger Zusammenarbeit mit

der Trowis GmbH aus Chemnitz entwickelt und wird zunächst

für Tragfähigkeiten von 10 bis 100 t angeboten.

Robustes Leichtgewicht

Mit der Weiterentwicklung des SHZ-Premium-Hebelzugs

bietet das Unternehmen eine effiziente Lösung

für anspruchsvolle Hebeaufgaben. Das vollständig aus

Aluminium gefertigte Gehäuse sorgt für eine spürbare

Gewichtseinsparung, was insbesondere bei Montagearbeiten

von Vorteil ist. Die kompakte Bauweise bleibt

dabei erhalten und kombiniert Stabilität mit geringem

Gewicht. Ein ergonomischer Griff verbessert die Kraftübertragung,

während die gesicherte Kettenfreischaltung

für schnelles Durchziehen der unbelasteten Kette sorgt.

Für maximale Sicherheit und Langlebigkeit verfügt

der Hebelzug über eine Rutschkupplung zum Schutz

vor Überlastungen, ein gekapseltes Gehäuse, das vor

Staub und Feuchtigkeit schützt, sowie eine hochfeste,

verzinkte Lastkette nach EN 818-7 Klasse T mit H-

Stempel. Zudem ist der Lasthaken drehbar und mit

einer robusten Sicherung ausgestattet, um Sicherheit

im Einsatz zu gewährleisten.

Digitale Verwaltung leicht gemacht

Für ein hohes Maß an Nutzerfreundlichkeit sorgt der

RFID-Sensor, der ab sofort optional in alle SHZ-Zurrgurte

und Anschlagmittel integriert werden kann.

Der Sensor wird gemeinsam mit dem Etikett in einer

schwarzen Stofftasche fest vernäht und ermöglicht

eine einfache, digitale Prüfdatenverwaltung. Mittels

RFID können alle Produkte schnell und ohne Verwechslungsgefahr

in Datenbanken erfasst und verwaltet

werden. Die eindeutige Identifikation per Smartphone

schützt vor Verlust und Diebstahl und sorgt für mehr

Sicherheit im Betrieb.

SHZ (2)

Die Rundschlinge »Performance

Pro« ist serienmäßig mit RFID-

Technologie ausgestattet.

Die Rundschlinge »Performance

Pro« steht für Tragfähigkeiten von

10 bis 100 t zur Verfügung.

Baustellen-Sicherheit

März 2026 | 57


KI-gestützte

Sicherheitslösungen

für die Baustelle

COMPU-HOUSE (2)

[ COMPU-HOUSE ] Mit smarten, KI-gestützten

Sicherheitslösungen u. a. für Baustellen, öffentliche Plätze

oder Industrieanlagen hat sich »Sec-Watch« auf dem Markt

etabliert. Im Rahmen eines umfassenden Relaunches wird

nun aus der Marke »Sec-Watch« ganz neu »resQsec«.

Die begehbare

»Safety Box« beinhaltet

alle nötigen Erste-

Hilfe-Utensilien oder

auch umweltschützende

Komponenten

wie Ölbindemittel.

Mit dem Markenrelaunch will Compu-

House der Marke den Eintritt in die

internationalen Märkte erleichtern, sowie

eine höhere Wiedererkennbarkeit und eine

stärkere Markenidentität erreichen. Zudem

soll der neue Name eine höhere Flexibilität

und Bandbreite für künftige Produktlinien

schaffen. »ResQsec« bietet ganzheitliche

Sicherheitslösungen, bei denen moderne

KI-gestützte Überwachungstechnologie

bedarfsgerecht und modular beispielsweise

durch Baufortschrittsdokumentation,

5G-WLAN-Versorgung oder Notfall- und

Schutzausstattung ergänzt werden kann –

für maximalen Komfort und Sicherheit von

Mensch, Material und Umwelt.

Der mobile

Tower als Basis

Das Herzstück des Portfolios bildet ein mobiler

Tower mit einer Masthöhe von bis zu 9 m,

der mit moderner Bildgebungstechnologie

ausgestattet ist. Bis zu vier Analysekameras

ermöglichen eine 360°-Überwachung

des gesamten Areals – und das bei Tag

und Nacht. Die Detektionsreichweite der

hochauflösenden Kameras erreicht tagsüber

mindestens 400 m; nachts liegt sie dank Infrarot

bei mindestens 200 m. Die Cutting-Edge- Kamera-

Technologie ermöglicht eine automatische Täterverfolgung

und liefert dabei klare Bilder. Diese

werden in Echtzeit an jeden beliebigen Standort

gesendet und können von dort remote kontrolliert

werden. Auch mit dem menschlichen Auge

schwer einsehbare Blickwinkel können problemlos

angesteuert und herangezoomt werden. Die

automatische Gesichtserkennung verpixelt die

Gesichter von Mitarbeitenden und bei Bedarf

auch sensible Nachbargebäude. Nach Arbeitsschluss

identifiziert die Kamera nicht autorisierte

Personen auf der Baustelle und verfolgt deren

Bewegungsprofil automatisch. Der Tower wird

wahlweise über LTE oder 5G-Mobilfunk direkt mit

einer Sicherheitsleitstelle verbunden. Durch die

Hochleistungsakkus funktioniert »resQsec« auch

bei Stromausfall bis zu 27 Stunden zuverlässig.

Alternativ kann der Videoturm mit einer Brennstoffzelle

und Solarpanels ausgerüstet werden.

Baufortschrittskontrolle

mit »ProConPilot«

Mit dem Modul »ProConPilot« lässt sich die

Baufortschrittsdokumentation einfach umsetzen.

Die Installation des Überwachungssystems kann

wahlweise mit oder ohne Tower erfolgen. Die

videogestützte Kontrolle des Baufortschritts und

der Anlieferung von Materialien in Echtzeit liefert

auch bei der korrekten und zeitnahen Abrechnung

mit Bauherrn und Lieferanten belastbare Daten.

Die aufgezeichneten Videos können bei Bedarf

zudem im Zeitraffermodus angesehen werden.

Das Herzstück des Portfolios bildet ein

mobiler Tower mit einer Masthöhe von

bis zu 9 m, der mit moderner Bildgebungstechnologie

ausgestattet ist.

Eine integrierte KI-Steuerung ermöglicht automatische

Soll-Ist-Vergleiche, sodass entsprechende

Steuerungsmaßnahmen rechtzeitig

geplant werden können. KI-Tracking sorgt für

ein Plus an Sicherheit und eine optimierte

Logistik auf der Baustelle. Der Fokus kann

dabei auf verschiedene Auswertungen gelegt

werden wie Materialströme und -volumina,

Zählung von beladenen und leeren Lkw,

Maschinennutzung und Standzeiten oder

Bauabschnittskontrolle mit Optimierung

der Gewerke.

»Safety Box« für

ein Plus an Sicherheit

Der Tower lässt sich zusätzlich mit einer

mobilen »Safety Box« ausstatten. Die begehbare,

raumgroße Box beinhaltet alle

nötigen Erste-Hilfe-Utensilien wie Defibrillator,

Verbandsmaterial, Feuerlöscher oder auch

umweltschützende Komponenten wie Ölbindemittel

und kann mit WLAN ausgestattet

werden. Hochleistungskameras beobachten

jederzeit das Geschehen im Innenraum mit

DSGVO-konformer Verpixelung. Je nach

Konfiguration erfolgt die Alarmierung an

Leitstellen, interne Sicherheitsbeauftragte

oder Rettungskräfte.

Für ein

starkes Netzwerk

Erfolgreiche Bauprojekte benötigen eine

zuverlässige Internetanbindung und stabile

Netzwerke. Meistens fehlen jedoch gerade auf

Baustellen grundlegende IT-Infrastrukturen.

Genau hierfür liefert »resQsec« die passende

Lösung: Das System bietet mobiles 5G-Internet

mit sofortiger WLAN- Verfügbarkeit für

störungsfreie und verlässliche Konnektivität

überall da, wo es sonst keine stabile Netzverbindung

gibt.

58 | März 2026 Baustellen-Sicherheit


Innovative Nachrüstlösung

für Fahrzeugsicherheit

BRIGADE ELEKTRONIK

Die »KI-Box« wird zwischen

der Kamera und dem Monitor eines

Fahrzeugs installiert und nutzt eine Software,

um Videobilder zu verarbeiten und die

Anwesenheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern

zu erkennen.

[ BRIGADE ELEKTRONIK ] Mit der »KI-Box« präsentiert Brigade eine Nachrüstlösung, die die Lücke zwischen herkömmlicher

Kameratechnologie und KI-Sicherheitssystemen schließen soll. Sie verwandelt bestehende Fahrzeugkamerasysteme in

intelligente Personenerkennungslösungen, ohne dass die vorhandene Hardware ersetzt werden muss.

Die »KI-Box« wurde ursprünglich für Fahrzeuge

im Baugewerbe entwickelt, ist aber

auch für den gewerblichen Straßenverkehr geeignet.

Sie wird zwischen der Kamera und dem

Monitor eines Fahrzeugs installiert und nutzt

eine Software, um Videobilder zu verarbeiten

und die Anwesenheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern

zu erkennen, wodurch visuelle

und akustische Benachrichtigungen ausgelöst

werden. Da sie für den Einsatz in anspruchsvollen

Baustellenumgebungen entwickelt wurde, könne

sie eine zuverlässige Leistung bei allen Gelände-

und Wetterbedingungen sicherstellen. Das

System ist Plug-and-Play-fähig und unterstützt

sowohl CVBS- als auch AHD-Signale, sodass

die Kompatibilität mit einer breiten Palette älterer

und moderner Flotten gewährleistet ist. Es verfügt

zudem über mehrere Kameraeingänge zur

Unterstützung einer größeren Feldabdeckung,

ideal für größere Fahrzeuge oder Risikobereiche.

KI-Kameras bieten nachweislich einen erheblichen

Sicherheitsgewinn, aber die Kosten

für den Austausch ganzer Systeme in einer

Flotte waren bisher ein großes Hindernis für

ihre Einführung. Mit der »KI-Box« können Fuhrparkmanager

optimale Sicherheit mit minimalem

Installationsaufwand erreichen.

Vorteile der »KI-Box«

Ein entscheidender Vorteil der »KI-Box« ist die

Erhöhung der Sicherheit: Eine KI-gestützte Erkennung

von gefährdeten Verkehrsteilnehmern

wie Fußgängern und Arbeitern gewährleistet

eine schnelle Reaktion des Fahrers auf Gefahren

in Echtzeit, insbesondere in städtischen

Gebieten oder an stark frequentierten Standorten.

Außerdem verringert die »KI-Box« die

Umweltbelastung, da weder Monitore noch

Kameras oder Kabel ausgetauscht werden

müssen. So lässt sich Elektroschrott einsparen.

Die kurze Installationszeit verkürzt zudem die

Ausfallzeiten der Fahrzeuge. Robert Timms,

Produktmanager bei Brigade Electronics Plc,

erklärt: »Die KI-Box ist eine einzigartige Lösung,

die das Standard-Kamerasystem eines jeden

Nutzfahrzeugs in ein intelligentes Werkzeug

zur Erkennung von Personen verwandelt. Das

ist ein bedeutender Schritt nach vorne in der

Fahrzeugsicherheit, der erschwinglich, nachhaltig

und effizient ist.«

UNTERNEHMEN

Brigade Eletronics wurde

1976 von Chris Hanson-Abott

OBE gegründet. Das

Unternehmen hat sich der

Förderung der Fahrzeugund

Anlagensicherheit verschrieben und

entwickelt hierfür neue Produkte und Technologien.

Das Produktportfolio von Brigade

umfasst 360°-Kamerasysteme, Kameraüberwachungssysteme,

White Sound-Rückfahralarme,

Hinderniserkennungssensoren,

Hinderniserkennungsradar und digitale

Aufzeichnungsgeräte.

Baustellen-Sicherheit

März 2026 | 59


Innovative

Sicherheitstechnologien

für Bagger

[ DEVELON ] Die intelligente Raupenbagger-Baureihe der Serie »9« wird

künftig mit fortschrittlichen intelligenten Sicherheitstechnologien ausgestattet

sein. Diese sind darauf ausgelegt, Arbeitsunfälle auf Baustellen deutlich zu

reduzieren und Beschäftigte in Hochrisikoumgebungen zu schützen.

Über den Monitor sieht der Fahrer

genau, ob sich Personen in der

Nähe der Maschine bewegen.

DEVELON (2)

Aufbauend auf der erfolgreichen Einführung

der Maschinen der Serie »9« im vergangenen

Jahr, stellt das Unternehmen nun eine neue

Generation intelligenter Sicherheitslösungen

vor, darunter das »E-Stop«-System. Denn auch

moderne Baustellen gehören weiterhin zu den

gefährlichsten Arbeitsumgebungen, in denen

eingeschränkte Sicht, Maschinenbewegungen

und komplexe Arbeitsabläufe ständige Sicherheitsherausforderungen

darstellen. Die neueste

Innovation von Develon begegnet diesen Risiken

mithilfe von künstlicher Intelligenz, fortschrittlichen

Sensoren und automatischen Sicherheitssystemen.

Bagger können nun mit intelligenten

Sicherheitstechnologien ausgestattet werden,

darunter Rundumsicht-Monitoring, Kollisionswarnsysteme

sowie das »E-Stop«-System, das die

Maschinenbewegung automatisch stoppt, sobald

sich eine Person innerhalb einer Sicherheitszone

von 4 m befindet. »Die ›E-Stop‹-Technologie ist mit

Notbremssystemen aus der Automobilindustrie

vergleichbar und hat bereits großes Interesse

bei Bedienern geweckt, die nach praktischen

Lösungen zur Verbesserung der Sicherheitsstandards

auf Baustellen suchen«, so Stephane Dieu,

Produktmanager für Develon-Bagger in Europa.

KI-gestützte

Sicherheitsplattform

Das »Smart All-Around Viewing Monitor«-(SAVM-)

und das »E-Stop«-System bilden gemeinsam

eine KI-gestützte Sicherheitsplattform, die eine

Echtzeit-360°-Überwachung der Maschinenumgebung

ermöglicht. Mithilfe von sechs Kameras

und drei Radarsensoren überwacht das System

kontinuierlich einen Erfassungsbereich von bis zu

13 m, sodass Bediener ihre Umgebung präzise

erfassen und tote Winkel effektiv eliminieren

können. Sieben auswählbare Ansichtsmodi ermöglichen

jederzeit die Überwachung aller vier

Maschinenseiten. Werden Personen erkannt,

erhalten die Bediener sofort visuelle Hinweise

sowie akustische Warnsignale über den Monitor

in der Kabine, wodurch das Situationsbewusstsein

erheblich verbessert wird.

Das innovative »E-Stop«-System arbeitet

zusammen mit einer »Virtual-Wall«-Funktion, um

Unfälle zu verhindern, die Bediener möglicherweise

nicht sehen oder vorhersehen können.

Der umliegende Arbeitsbereich wird dabei in klar

definierte Sicherheitszonen unterteilt: Zone 2,

die gelbe Warnzone«, dient der Frühwarnung

Mit seinen intelligenten

Sicherheitsfeatures senkt Develon

das Risiko von Unfällen

mit Personenschaden auf

Baustellen.

und der automatischen Geschwindigkeitsreduzierung

ab 6 m. Wird die rote Gefahrenzone

bzw. Zone 1 erreicht, stoppen Schwenk- und

Rückwärtsbewegungen automatisch ab 4 m. Das

System arbeitet in drei intelligenten Stufen und

ist ausschließlich darauf ausgelegt, Personen zu

erkennen – es unterscheidet gezielt zwischen

menschlicher Präsenz und Objekten, um unnötige

Unterbrechungen zu vermeiden.

Für unfallfreie

Baustellen

Das »E-Stop«-System wurde entwickelt, um

Maschinenbewegungen in Gefahrensituationen

zu steuern oder anzuhalten und dadurch sowohl

Bediener als auch sich in der Nähe befindliche

Arbeitskräfte zu schützen. Gleichzeitig ermöglicht

die »Virtual-Wall«-Funktion den Bedienern, sichere

Arbeitsgrenzen festzulegen und so Bewegungen

in Hochrisikobereiche oder potenzielle Kollisionszonen

zu verhindern. Während Kollisionen mit

Bauwerken oder Geräten kostspielige Schäden

verursachen können, betreffen die schwerwiegendsten

Unfälle im Bauwesen Menschen. Auf

stark frequentierten und komplexen Baustellen

können Bediener nicht jederzeit den genauen

Aufenthaltsort aller Arbeitskräfte im Blick

behalten – eine Herausforderung, die durch

intelligente Automatisierung gelöst werden kann.

Langfristig möchte Develon Baustellen schaffen,

auf denen schwere Unfälle nicht länger als unvermeidlich

gelten, sondern verhindert werden,

bevor sie überhaupt entstehen.

...kurz

und

knapp...

Das »Smart All-Around Viewing Monitor«-

(SAVM-) und das »E-Stop«-System bilden

gemeinsam eine KI-gestützte Sicherheitsplattform,

die eine Echtzeit-360°-Überwachung der

Maschinenumgebung ermöglicht. Die Systeme

wurden entwickelt, um Unfälle zu verhindern, die

Bediener nicht sehen oder vorhersehen können.

60 | März 2026 Baustellen-Sicherheit


Der Spaß darf in unserem Magazin natürlich nicht zu kurz kommen, daher haben wir für alle Rätsel-Fans

hier ein kleines Suchspiel. Im unteren Bild haben sich acht Fehler versteckt – wer findet sie?

Fälschung

ADOEB STOCK

Original

Die Auflösung gibt es auf

unserem Instagram-Kanal.

Baustellen-Sicherheit

März 2026 | 61


AUF EINEN BLICK VORSCHAU IMPRESSUM

FIRMEN DIESER AUSGABE

ABS Safety GmbH 33

AST GmbH & Co. KG 8, 27

BG Bau - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 10

Bierbaum-Proenen GmbH & Co. KG 43

Blömen Verkehrs- und Sicherheitstechnik GmbH 9

Böcker Maschinenwerke GmbH 20

Boels Rental Germany GmbH 21

Brigade Electronics (EU) BV 59

C.A.M.P. Deutschland 34

Carhartt EMEA B.V. 37

Compu-House GmbH 58

cubos Internet GmbH 46

DBL-Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH 45

Dekra Akademie GmbH 56

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e.V. (DGUV) 50

Develon Construction Equipment 60

Ekastu Safety GmbH 50

Electrostar GmbH 53

Fristads GmbH 6, 9

Hailo-Werk Rudolf Loh GmbH & Co. KG 32

Heinrich Klumpen Söhne GmbH & Co. KG 49

Helly Hansen Deutschland GmbH 42

Höhenpass GmbH 14

Hymer-Leichtmetallbau GmbH + Co. KG 8

ISM GmbH 48

KASK spa 38

Krause-Werk GmbH & Co. KG 28

Kunze GmbH | Kunze Vermietung & Service GmbH 27

Minimax Mobile Services GmbH 55

Moravia Akademie+Verlag GmbH 30

MUNK GmbH 9, 26

Paul H. Kübler Bekleidungswerk GmbH & Co. KG 42

Peli Products, S.L.U. 55

Peter Greven Physioderm GmbH 36

Safety Jogger Cortina Group 48

Schöffel Pro GmbH 8

SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH 57

Sifatec GmbH & Co. KG Gerüst- und Befestigungsmodule 18

TÜV SÜD Akademie GmbH 52

Vp GmbH TPA Mobile Straßen 54

TOP-THEMA

ARBEITSSCHUTZ

IM SOMMER

6/2026

Redaktionsschluss 03. 06.

Anzeigenschluss 10. 06.

Erscheinungstermin 27. 06.

IMPRESSUM

VERLAG

SBM Verlag GmbH

Hermann-von-Barth-Straße 2

87435 Kempten

Tel.: (08 31) 5 22 04-0

Fax: (08 31) 5 22 04-50

bausicherheit@sbm-verlag.de

www.bausicherheit-online.de

ISSN 2566-882X

GESAMTVERANTWORTLICH

Markus Holl (-40)

Joachim Plath (-41)

Andreas Kanat (-47) (v. i. S. d. P.)

VERLAGS- UND OBJEKTLEITUNG

Andreas Kanat (-47)

REDAKTION

Jessy von Berg (-44)

Dan Windhorst (-0)

ANZEIGENDISPOSITION

Tobias Haslach (-39)

Nicole Haubner (02131 40637-20)

MAGAZIN-LAYOUT

Simone Frank (-38)

REDAKTIONSASSISTENZ –

ANZEIGEN-LAYOUT

Simone Frank (-38)

Lisa Schröder Leitung (-23)

Imelda Weidhaas (-0)

Jessica Grahle (-0)

LESER- UND

ABONNENTENSERVICE

Monika Thuy (-29)

Susanne Traub (-30)

DRUCKVORSTUFE UND DRUCK

W. Kohlhammer Druckerei

GmbH & Co. KG, Stuttgart

www.kohlhammerdruck.de

BEZUGSPREIS

Einzelheft: 6,50 Euro

Jahresabo (vier Ausgaben

pro Jahr): Inland: 26,– Euro,

Ausland: 34,– Euro

Alle Rechte vorbehalten. Nach druck

– auch auszugsweise – nur mit Genehmigung

des Ver lages. Es gilt die

Anzeigenpreisliste Nr. 9 vom 1 . Januar

2026. Namentlich gekennzeichnete

Beiträge kenn zeichnen nicht die

Ansicht der Redaktion. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte wird keine

Haftung über nommen. Jahresabonnements

können nur bei Ein haltung

der Frist (drei Monate vor Ablauf des

Bezugszeitraumes) schriftlich beim

Verlag gekündigt werden.

verlag gmbh

62 | März2026 Auf einen Blick | Vorschau | Impressum

BS_Inhalt_03_2026_neu.indd 62 07.04.26 08:55


KURZ MAL

ABHÄNGEN

PROFIS LESEN

DIE BAUSICHERHEIT

ww

bausicherheit-online.de Dezember 2025 12

ALLROUNDTALENT

MERINOWOLLE

Im Blickpunkt: Gerüstet für die

kalte Jahreszeit mit Woolpower

RÜCKBLICK AUF

DIE A+A 2025

Spannende Impressionen

von der Weltleitmesse

KOMFORTABLE

SICHERHEIT

Top-Thema: Neuheiten im

Workwear-Bereich vorgestellt

SICHERHEIT 12/25

Gut gesichert.

Jederzeit.

Jetzt

abonnieren!

ATLAS

LAUNCH DER NEUEN »MAX«-SERIE


S E R I E S

MADE TO

MAXIMISE

UPPER

EXTREMELY

ROBUST

RAPID

RE-DRYING

LIGHTER THAN

LEATHER

EASY TO

CLEAN

100 PRO S3S 150 BOA PRO S3S 500 PRO S3S 510 PRO S3S

550 BOA PRO S3S

Hooray! Your file is uploaded and ready to be published.

Saved successfully!

Ooh no, something went wrong!