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2026-Wohnen_Plus

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APRIL 2026

DAS MAGAZIN RUND UM HAUS UND GARTEN

Endlich Frühling!

Frische Ideen für drinnen

und draußen

Die neuen Styles, helle Hölzer und weiche Formen wecken

die Lust auf eine neue Einrichtung. ab Seite 4

WILLKOMMEN ZU HAUSE!

So wird der Flur zum

Stauraumwunder und zur

einladenden Visitenkarte.

Seite 8

RAUS IN DIE SONNE

Fröhliche Stimmung

durch blau-weiße

Stoffe im Garten.

Seite 12

FARBE AUF DEM BALKON

So gelingt die kunterbunte

Blütenpracht auch ohne den

berühmten grünen Daumen.

Seite 14


FOTO: LEKSTOCK 3D/ADOBESTOCK


EDITORAL 3

Inhalt

Helle Hölzer, softe Stoffe

Natürliche

Wohnlichkeit

Neu bei Wohnzimmerschränken ist der

goldbraune Farbton der Kastanie als

Alternative zur beliebten Eiche.

Seite 4

Rosen

und ihre

Begleiter

Glockenblumen

und Katzenminze

sorgen für frische

Farbakzente im Beet.

Seite 13

06 Dezent oder lieber

kunterbunt?

Tapeten werden

immer mehr zu

Raumgestaltern.

07 Gegen Pollen und

Einbrecher

So schützen Fenster vor

unliebsamen Eindringlingen.

09 Japandi-Stil und

50er-Jahre-Charme

Innovative Ideen bei den

Küchenschränken.

10 Ein Zimmer nur

für die Mode

Ankleidezimmer lassen

sich auch bei wenig

Platz verwirklichen.

Neue Leichtigkeit

Helle Polsterfarben harmonieren

mit den organisch geformten,

modularen Loungemöbeln.

Seite 12

11 Die vier

Bad-Typen

Hätten Sie gern ein

praktisches oder lieber ein

wohnliches Badezimmer?

14 Farbenpracht ohne

grünen Daumen?

Mit diesen Blumen machen

Anfänger alles richtig.

Das Leben zieht

nach draußen

Wenn der Frühling ins Land

zieht, verändert sich nicht nur

das Licht. Es verändert sich auch

unser Blick auf das Zuhause. Wir

wünschen uns unsere Umgebung

leichter und luftiger, auch

hoffnungsvoller. Die neuen Möbeltrends

erfüllen genau diesen

Wunsch. Warme Naturfarben,

Ton-in-Ton-Konzepte und helle

Hölzer schaffen Wohlfühlatmosphäre

durch Verspieltheit. Eine

neue Freiheit lässt sich mit modularen

Systemen verwirklichen.

Diese lassen sich nach Lust

und Laune umstellen und neu

kombinieren, ganz so, wie es zu

den eigenen Bedürfnissen am

besten passt. Seite 4

Sehr kuschelig wird es im Schlafzimmer

mit voluminösen Kissen,

flauschigen Teppichen und überbreiten

Familienbetten. Seite 5

Im Frühling und Sommer laden

wir gern Gäste ein. Visitenkarte

des eigenen Zuhauses ist der

Flur. Wie der Stauraum bietet

und trotzdem gemütlich wirkt,

verraten zwei Einrichtungsexpertinnen.

Seite 8

Der Frühling ist aber auch die

Jahreszeit, in der das Leben nach

draußen zieht. Sie brauchen Inspiration

für neue Gartenmöbel?

Bitteschön! Seite 12

Auf einen schönen Frühling und

noch besseren Sommer!

Ihre Claudia Linz

Redakteurin

Impressum

WohnenPlus & Gartenlust

Frühlingsausgabe,

29. April 2026

Verlag & Herausgeber

SÜDWEST PRESSE

Hohenlohe GmbH & Co. KG

Haalstraße 5 + 7

74523 Schwäbisch Hall

Redaktion

Ulrich Becker (V.i.S.d.P.),

Alisa Grün, Claudia Linz,

Eileen Schirle

Fotos

Agenturfotos und Adobe Stock (wie bei

den Bildern angegeben)

Titelfoto: deagreez/adobe.stock.com

Grafik

mediaservice ulm,

Franziska Oblinger

Anzeigen

Vera Epple (verantw.),

Ingo Bölz, Holger Gschwendtner,

Martin Haas, Afsoon Kamrani,

Kai Müller, Martin Naterski,

Sebastian Nutsch und Julia

Winterfeldt Weiß

Druck

NPG Druckhaus GmbH

& Co. KG, Ulm

Siemensstraße 10,

89097 Ulm-Donautal


4

RAUMAUSSTATTUNG, SCHLAFEN, WOHNEN

Warme Naturfarben,

Ton-in-Ton-

Konzepte und

helle Hölzer

bringen in diesem

Jahr viel Geborgenheit in

die eigenen vier Wände. „Unsere

Hersteller wecken mit ihren

innovativen Neuheiten viel Lust

auf eine neue Einrichtung, die

dank hoher Qualität lange Freude

bereitet“, stellt Jan Kurth, Geschäftsführer

der Verbände der

Deutschen Möbelindustrie, fest.

Farblich abgestimmt

Für ein perfektes Wohnambiente

lassen sich die Füße von Stühlen

und Sofas neuerdings farblich

passend auf Schränke, Sideund

Lowboards sowie Tische abstimmen.

Statt in Schwarz oder

Silber sind die Untergestelle in

zarten Rot-, Beige-, Braun- oder

Grautönen lackiert.

Bei den Schränken und Kommoden

fallen abgeschrägte Fronten

sowie Einsätze aus geriffeltem

Glas ins Auge. Akzente las-

Aktueller Trend:

Die farbliche

Abstimmung von

Stuhlbeinen und

Esstisch erzeugt

ein besonders

harmonisches

Wohnambiente.

Foto: 3C

Naturfarben

und Ton-in-Ton

Möbeltrends Die Styles dieses Jahres wecken die Lust auf eine

neue Einrichtung, die durch helle Hölzer, weiche Formen und

softe Stoffe viel Geborgenheit vermittelt.

sen sich mit gebürstetem Stahl

und patiniertem Messing setzen.

Für viel Wohnlichkeit sorgt der

goldbraune Farbton der Kastanie,

die in der neuen Ausführung

taupefarben-geölt erhältlich ist

und eine Alternative zur beliebten

Eiche darstellt.

Viel Flexibilität ermöglichen

ausziehbare Tische, die mit bequemen

Polsterstühlen bestückt

werden. Neu ist ein Esstisch, der

sich sowohl in der Länge als

auch in der Breite vergrößern

lässt. Innovative Auszugstechniken

ermöglichen auch für kleine

Räume komfortable Lösungen,

etwa bei runden Esstischen.

Weiche Polstermöbel

Bei Sofas und Sesseln sorgen besonders

softe und in der Haptik

weiche Stoffe wie Chenille, Bouclé

und Velours für ein behagliches

Ambiente. Zunehmend Verwendung

finden Materialien mit

Anteilen aus recycelter Wolle

oder recycelten Kunststoffen.

Die Stoffe kommen in natürlichen

Tönen daher: Beige, Sand

und Grau dominieren, ergänzt

durch frische Grüntöne wie Salbei

oder Olive sowie warme Erdfarben

wie Terrakotta und Rost.

Auch die Formen folgen mit zunehmend

weichen Linien dem

Wunsch nach Natürlichkeit. Die


RAUMAUSSTATTUNG, SCHLAFEN, WOHNEN 5

Viel Komfort

beim Schlafen

Organische Formen und weiche Stoffe sorgen für ein behagliches

Ambiente.

Foto: Bielefelder Werkstätten

Schlafzimmer Behaglichkeit entsteht durch

voluminöse Kissen, flauschige Teppiche und

überbreite Familienbetten. Die Nachttische

werden oftmals schwebend angebracht.

Die Edelkastanie lässt sich gut mit Glas- und Schwarzelementen

kombinieren.

Foto: Möbelwerke A. Decker

Polstermöbel werden runder, organischer.

Modulare Systeme

Der Trend geht außerdem zu

modularen Systemen, die sich

nach Lust und Laune umstellen

und so flexibel auf den Raum

und die eigenen Bedürfnisse anpassen

lassen. Die neue Generation

von Polstermöbeln überzeugt

zudem mit cleveren Details.

Verstellbare Rücken- und

Armlehnen oder Sitzflächen sorgen

für maximalen Komfort,

während integrierte USB-Anschlüsse

oder kabellose Ladestationen

den Alltag erleichtern.

Neben der klassischen Couch

zieht auch der Relaxsessel in immer

mehr Wohnzimmer ein. Er

wird schnell zum persönlichen

Wohlfühlplatz. Weiterhin im

Trend: Kleine Cocktailsessel, die

oft als Farbtupfer im Kontrast zu

gedeckten Farben gewählt werden.

Darüber hinaus legen Hersteller

zurzeit häufig ihre Klassiker

wieder auf. Damit unterstreichen

die Marken, dass sie Wert

auf Traditionen legen. VDM

Warme Hölzer, Naturmaterialien,

sanfte

Farben und matte

Oberflächen prägen

derzeit die Einrichtung des

Schlafzimmers. Komfortable

Betten, die mit weichen Stoffen

bezogen und einem abgerundeten

Kopfteil ausgestattet sind,

vermitteln Ruhe und Geborgenheit.

Dazu passen voluminöse

Kissen und flauschige Teppiche.

Die Nachttische fallen eher

dezent aus und werden oftmals

schwebend angebracht. Reizvoll

sind neuartige Applikationen

aus echten Kieselsteinen, die

bestens zu den abgerundeten

Kanten des Nachttischs passen.

Weiter auf dem Vormarsch befinden

sich die überbreiten Familienbetten.

Ein beliebtes Material

für die Schlafzimmereinrichtung

ist Massivholz – wegen

seiner warmen Optik und gesundheitlichen

Vorteile.

Mit neuen Farben und Materialien

werden die Gestaltungsmöglichkeiten

für Dreh- oder

Schwebetürenschränke noch

vielfältiger. Die Innenausstattung

umfasst Elemente wie Kleiderlifte,

ausziehbare Regale oder

Aufbewahrungsfächer für

Schmuck und bietet maßgeschneiderte

Lösungen. VDM

Die organischen Rundungen

des gepolsterten

Kopfteils vermitteln Ruhe.

FOTO: SCHRAMM


6

RENOVIERUNG

Dezent oder bunt?

Tapeten Sie übernehmen im Raum eine stärkere gestalterische Funktion. Im Mittelpunkt

stehen ruhige Farbwelten, natürliche Materialoptiken und großflächige Motive.

Tapeten im Trendcheck: Großformatiger Motive und fließende

Kompositionen beleben die Wand.

Foto: DTI/Erfurt

Tapeten dienen nicht

mehr nur der Dekoration,

sondern strukturieren

Flächen, schaffen

Atmosphäre und setzen Akzente.

Das Deutsche Tapeten-Institut

stellt die Trends 2026 vor:

Zen Living: Inspiriert von japanischer

Wohnästhetik rücken reduzierte

Gestaltungen in den

Vordergrund: Dezente Landschaftsmotive,

ruhige Erdtöne

und warme Weißnuancen prägen

die Farbwelt. Die Gestaltung

bleibt schlicht, wirkt jedoch

nicht kühl. Ziel ist eine ruhige,

ausgewogene Raumwirkung, die

Rückzug und Entspannung unterstützt.

Handschrift des Handwerks:

Oberflächen spielen eine zentrale

Rolle. Tapeten greifen natürliche

Materialien wie Lehm,

Kork oder mineralische Bestandteile

direkt auf der Oberfläche

auf und verleihen Wänden spürbare

Tiefe. Matte Effekte und

handwerklich wirkende Strukturen

unterstreichen diesen Charakter.

Tapete als Raumgestalter: Offene

Grundrisse und größere

Wandflächen verändern die Anforderungen

an Wandgestaltung.

Klassische, kleinrapportige Muster

treten zugunsten großformatiger

Motive und fließender

Kompositionen in den Hintergrund.

Tapeten werden zunehmend

als durchgehende Gestaltungselemente

eingesetzt.

Die Farbwelt: Die Farbpalette

2026 wird von ruhigen Weißnuancen

geprägt. Besonders

„Cloud Dancer“, die Farbe des

Jahres, ein warmer, sanfter

Weißton, steht für Klarheit und

einen gestalterischen Neustart

im Raum. Er wirkt leicht und zurückhaltend

und schafft eine ruhige

Basis für die Wandgestaltung.

Daneben spielen natürliche

Grüntöne eine wichtige Rolle.

DTI


Fenster So werden sie nicht nur sauber, sondern halten auch Einbrecher und andere

unliebsame Eindringlinge davon ab, ins Haus zu gelangen.

FENSTER 7

Pollen, Fliegen, Einbrecher

Fenster sollte man regelmäßig

warten, damit sie

lange halten, leichtgängig

bleiben und man keine

Heizenergie verschwendet. Daher

sollte man nicht nur die

Fensterscheiben putzen, sondern

auch Dichtungen und Rahmen

säubern. Der Verband Fenster

und Fassade (VFF) rät, ein

sauberes, weiches Tuch, lauwarmes

Wasser und eine pH-neutrale

Seife zu verwenden, um

Fensterprofile und Glasoberflächen

zu reinigen.

Beim Putzen und Warten

kann man auch gleich auf Schäden

an den Fenstern, dem Rahmen

und dem Einbau achten.

Wer prüfen will, ob die Fenster

richtig dicht sind, kann ein Blatt

Papier oder ein Feuerzeug zu

Hilfe nehmen. Flackert die Flamme,

wenn man das Feuerzeug im

Innern entlang der Dichtungen

des geschlossenen Fensters bewegt?

Dann könnte die Fensterdichtung

defekt sein oder der

Fensterflügel nicht fest genug

anliegen. Wer ein Papier zwischen

den Fensterflügel und den

äußeren Rahmen klemmt, kann

dies genauer überprüfen. Lässt

sich das Blatt ohne Probleme herausziehen?

Dann sind die Fenster

ziemlich sicher undicht. Oft

hilft es dann schon die Dichtungen

zu erneuern oder die Fensterflügel

neu zu justieren. Bei

größeren Schäden kann eine Reparatur

nötig sein.

Beim Frühlingsputz sollten nicht nur die Scheiben glänzen, auch

Dichtungen, Rahmen und Beschläge brauchen Pflege.

Einbruchsschutz überprüfen

Wenn man schon dabei ist, kann

man auch den Einbruchsschutz

kontrollieren. Wichtig ist bei

Fenstern alle mechanischen Bauteile

zu prüfen, schreibt Netzwerk

Zuhause sicher. So kann

man unter anderem darauf achten:

Schließen alle Fenster richtig?

Sind die Fenstergriffe stabil

und abschließbar? Gibt es Schäden

an den Beschlägen oder

Rahmen? Hersteller raten zudem

dazu, alle zwei Jahre die Fensterbeschläge

warten zu lassen.

Sind die Fenster sauber, kann

man noch etwas machen: Insekten-

oder Pollenschutzgitter neu

anbringen oder erneuern. Das ist

gerade im Frühling sinnvoll,

wenn die ersten Insekten unterwegs

sind.

dpa/tmn

FOTO: CHRISTIN KLOSE/DPA-TMN


8

FLUR

FOTO: HARTMANN MÖBELWERKE/DGM/DPA-TMN

Mit Pflanzen und Teppich wirkt der Eingangsbereich

gemütlich.

FOTO: THIELEMEYER/DGM/DPA-TMN

Aufgeräumt und griffbereit dank einer

Kombi aus Kleiderstange und Schubladen.

Ein Schrank mit Spiegel und Beleuchtung im

Flur sorgt für Stauraum und ist praktisch.

FOTO: VOGLAUER/DGM/DPA-TMN

Willkommen zu Hause!

Flur Er gilt als Visitenkarte der Wohnung, soll Stauraum bieten und gleichzeitig einladend

und individuell wirken. Zwei Einrichtungsexpertinnen geben Tipps, wie das gelingt.

Schuhberge hier, Jackenhaufen

dort. Und wo ist

eigentlich der Schlüsselbund?

Was nach Abstellkammer

klingt, findet sich in

manchen Wohnungen eher im

Flur wieder – ausgerechnet dort,

wo Gäste den ersten Eindruck

gewinnen. Innenarchitektin Simone

Jüschke und Einrichtungsexpertin

Angelika Hinz geben

Tipps, wie der Flur zum praktischen

Hingucker wird.

Wie der Eingangsbereich konkret

aussehen soll, hänge in erster

Linie davon ab, wie man ihn

nutzen will, sagt Simone Jüschke.

Daher empfiehlt die Innenarchitektin,

sich zunächst zu

überlegen, welche Anforderungen

der Flur erfüllen muss.

• Nutze ich gerne Kleiderbügel

oder bevorzuge ich den schnell

erreichbaren Haken?

• Trage ich viel Schmutz in die

Wohnung oder ziehe ich die

Schuhe schon vor der Wohnungstür

aus?

• Wie wichtig ist mir ein strapazierfähiger

Bodenbelag?

• Muss eine Sporttasche jederzeit

greifbar sein?

• Braucht es Stauraum für Hundeleinen

und Leckerlis?

Stauraum schaffen

Sind die Fragen geklärt, geht es

an die Einrichtung. Ob Kleiderhaken,

Kommode oder Schuhschrank

– es gibt verschiedene

Stauraummöbel in unterschiedlichsten

Preisklassen. „Ein klar

strukturierter Flur ist die halbe

Miete. Bestenfalls nutze ich geschlossene

Stauraummöglichkeiten“,

sagt Hinz. Denn im Gegensatz

zu offenen Lösungen

vermeiden diese Unruhe. Eine

durchgängige Gestaltung macht

den Flur immer wertig und einladend.

„Das Gesamtkonzept

sollte stimmig sein“, rät Jüschke.

Dennoch ist der Eingangsbereich

durchaus ein Ort, an dem

man sich ausprobieren darf. „Es

ist kein Raum, in dem ich mich

lange aufhalte. Da können auch

knalligere oder dunkle Farben

funktionieren“, so Jüschke.

Kleine Hingucker

Angelika Hinz rät: „Man darf

auch gerne mit unerwarteten

Formen spielen oder geschwungenen

Farbverläufen. Das bringt

Bewegung und Leichtigkeit in

den Flur.“ Details machen den

Unterschied: „Es ist total cool,

wenn man den Gästen eine kleine

gestalterische Überraschung

bereitet“, sagt Hinz. Das kann

etwa ein kleines Wandtattoo auf

der Fußleiste sein, das man erst

auf den zweiten Blick entdeckt.

Oder ein auf dem Spiegel eingraviertes

Kompliment. Auch Hingucker

wie eine Neonschrift bieten

sich an. Bilder, Pflanzen und

dekorative Accessoires können

dem Flur eine persönliche Note

verleihen und den eigenen Stil

widerspiegeln.

Tipp: Man kann im Flur zudem

mit Geräuschen, etwa mit

Vogelstimmen aus einer Soundbox,

oder mit Düften arbeiten.

Im Sinne der Gemütlichkeit

rät Angelika Hinz zu Gästehausschuhen

und einer Sitzgelegenheit

zum Anziehen der Schuhe.

In Sachen Beleuchtung empfiehlt

Hinz, zusätzlich zur Deckenleuchte

auf Stimmungslichter

und Nachtlichter zu setzen.

Die sorgen nicht nur für eine angenehme

Beleuchtung, sondern

bieten zudem Orientierung,

wenn man nachts durch den Flur

zur Toilette geht. dpa/tmn


KÜCHE 9

FOTO: BALLERINA-KÜCHEN

Den Retro-Stil der 1950er Jahren bringen pastellige Mattlackoberflächen

mit sanft abgefassten Ecken zurück. Foto: Ballerina-Küchen

Eine besondere optische Wirkung erzielen Fronten mit schräg

gestellten Flächen.

Foto: Poggenpohl

Der neue Japandi-Stil

vereint Natur und Funktion

Küche Die neuen Schrankfronten punkten mit innovativer Gestaltung und warmen Farben,

bringen aber auch etwas vom Charme der 1950er-Jahre zurück.

Viele innovative Ideen

bieten die neuen Kollektionen

bei den

Schrankfronten. Eine

besondere optische Wirkung erzielen

Fronten mit schräg gestellten

Flächen. Den Retro-Stil

der 1950er-Jahre bringen pastellige

Mattlackoberflächen mit

sanft abgefassten Ecken zurück.

Neben strukturierten Oberflächen,

etwa mit Keramikanmutung,

sind Kassettenfronten im

modernen Landhaus-Stil beliebt.

Besonders filigran fallen die

Rahmenfronten beim stark im

Trend liegenden Japandi-Stil aus,

der Designelemente aus Japan

und Skandinavien aufgreift und

sich durch Minimalismus, Naturverbundenheit

und Funktionalität

auszeichnet. Warme Naturtöne

wie Beige und Braun in

verschiedenen Varianten wie

Sand, Macchiato oder Taupe

sind im Trend. Besonders harmonisch

wirkt ein Ton-in-Ton-

Konzept mit einer einheitlichen

Erdfarbe für Fronten, Arbeitsplatte,

Nischenverkleidung und

Griffmulden. Häufig werden die

Naturtöne auch mit einem hellen

Holz kombiniert.

Durch die offene Planung

wird die Küche zum Teil des Essund

Wohnraums. Besonders ansprechend

gelingt die Verbindung

der Bereiche mit Hilfe organischer

Formen, indem sich

etwa runde Wangen in Rillenoptik

nicht nur bei den Küchenmöbeln,

sondern auch am Sideboard

im Wohnbereich finden.

Eleganz verbreiten moderne

Glasvitrinen mit schmalem Aluminiumrahmen

in Schwarz.

Innovative Stauraumkonzepte

Immer ausgefeilter werden die

Möglichkeiten zur Aufbewahrung

von Geschirr, Vorräten und

Kochutensilien – auch mit Blick

auf besonders angesagte Küchengeräte.

So lassen sich eine

Multifunktionsküchenmaschine

oder eine Heißluftfritteuse neuerdings

in einem speziellen Unterschrank

verstauen und dank

einer Ausschwenkmechanik auf

einem stark belastbaren Tablar

direkt auf Arbeitshöhe bringen.

Auch für Hoch- und Buffetschränke

sind ausziehbare Tablare

erhältlich. Bei Schubladen

oder Vorrats- und Eckschränken

sorgen moderne Auszugssysteme

ebenfalls dafür, dass Küchenutensilien

immer griffbereit und

gut sortiert sind. Eine elegante,

platzsparende Lösung bieten

Falt-Einschiebetüren, hinter denen

sich Küchenzeilen oder

Hauswirtschaftsbereiche verbergen

lassen.

VDM


10

ANKLEIDE

Ein Zimmer nur für Mode

Ankleidezimmer Wie man bei der Planung auch auf wenigen Quadratmetern Platz für

Kleidung und Accessoires schaffen kann.

Angesagte Materialien: Rauchglas, matte Oberflächen und

pastellige Farben schaffen ein modernes Ambiente.

Alle Kleider, Jacken,

Schuhe, Jeans und Ketten

an einem Ort – und

Raum zum Anziehen,

Ausziehen, Ausprobieren und

um sich vor dem Spiegel zu drehen

und zu wenden: ein richtiges

Ankleidezimmer, das wäre

was! Doch wer hat schon ein großes

Zimmer übrig nur für Mode?

Die gute Nachricht: Das braucht

man nicht unbedingt, wenn man

vorhandenen Raum geschickt

ausnutzt.

Ganz ohne Platz geht es zwar

nicht. Circa vier Quadratmeter

Grundfläche sollten dem Verband

der Deutschen Möbelindustrie

(VDM) zufolge vorhanden

sein, um über eine Ankleide

nachdenken zu können. Hat man

die, kann man aber auch unter

einer Dachschräge einen Ankleidebereich

einrichten. Oder man

arbeitet mit Schiebetüren. Denn

damit lässt sich dem VDM zufolge

auch eine kleine Ecke im

Schlafzimmer oder Flur abtrennen

und zum begehbaren Kleiderschrank

umfunktionieren.

Ein Lift für Kleidung

Bei kleinen Räumen oder wenn

das Ankleidezimmer eher ein

Séparée im Schlafzimmer ist, rät

das Modemagazin Vogue etwa

zu deckenhohen Schränken zum

staubfreien Verstauen. Bei offenen

Regalen sei ein unordentlicher

Look vorprogrammiert.

Eine Kleiderstange könne den

Raum zudem auflockern. Und in

rollbaren Containern lassen sich

Accessoires griffbereit halten.

Großzügige Deckenhöhen

kann man mit zusätzlichen

Kleiderstangen voll ausnutzen.

Die Lösung dafür: Kleiderlifts,

also flexible Kleiderstangen, die

sich mit einem Hebel von oben

nach unten ziehen lassen. Optisch

für mehr Weite kann man

demnach mit einem großen

Ganzkörperspiegel sorgen.

Wenn dann noch ausreichend

Raum ist, sollte man laut Vogue

über eine Mittelkonsole nachdenken.

Sie verleiht dem begehbaren

Kleiderschrank einen

wohnlicheren Touch und kann

als Ablage genutzt werden.

FOTO: ANDREA WARNECKE/DPA/TMN

Trends für Fronten und Licht

Derzeit angesagt sind dem VDM

zufolge beim Ankleidezimmer

übrigens Schranklösungen mit

Glas in Rauch- oder Rosétönen.

Außerdem: textile Fronten, die

sich per Tastsensor bedienen

lassen und des Weiteren pastellige

Farben, matte Oberflächen

und eine Ton-in-Ton-Optik. Bei

der Beleuchtung setzt man auf

indirektes Licht an Regalen und

auf sanfte Spot‐Beleuchtung an

Schubfächern und warmweiße

Lichtlinien entlang der Möbelfronten.

dpa


BAD 11

Die vier Bad-Typen

und ihre Traumbäder

Badezimmer Wie soll das Bad jenseits der Basics und Normen aussehen? Geht es nur um

das Design? Oder auch um Komfort, Gesundheitspflege und Entspannung?

Viele träumen von einem

schönen, neuen

Badezimmer, mit allem,

was dazugehört:

Waschtisch,

Dusche, vielleicht einer Badewanne,

und klar, auch eine Toilette.

Je nach Typ, unterscheiden

sich die weiteren Anforderungen

und Konzepte, wie die Vereinigung

Deutsche Sanitärwirtschaft

(VDS) ausführt.

Der Praxis-Bad-Typ hat eine

überwiegend pragmatische Einstellung

zum Badezimmer, was

nicht heißt, dass er keine Ansprüche

an die Gestaltung und

Ausstattung hat. Die tägliche

Körperpflege und -hygiene sowie

viele Alltagsroutinen müssen

für alle Familienmitglieder

reibungslos funktionieren. Egal,

ob im Fünf-Personen-Haushalt

oder im Single-Apartment.

Der Komfort-Bad-Typ sucht

im Badezimmer vor allem Unterstützung

bei der Körperpflege,

aber auch Genuss – eine angenehme

Fußbodenheizung,

eine heiße Dusche bei schöner

Lichtstimmung oder eine Sitzgelegenheit

machen die Alltagsroutine

zum angenehmen Ritual.

Ein Materialmix sorgt für mehr

Wohnlichkeit.

Der Wohn-Bad-Typ fordert

die gleiche Aufenthaltsqualität

im Badezimmer wie in seiner gesamten

Wohnung. Neben vielen

und komfortablen Funktionen

wird das individuelle Badezim-

FOTO: GLEN ALLSOP; DURAVIT

Ein Badezimmer im Japandi-Stil: Die weiße Front wird mit Elementen

in Eiche und bronzefarbenen Armaturen kombiniert.Foto: Nobilia

mer immer mehr zu einem Ort

der Selbstverwirklichung. Moderne

Farben und ein ansprechendes

Styling harmonieren

mit innovativen Sanitärprodukten.

Der Wohn-Typ hält sich gerne

und lange im Badezimmer

auf, bevorzugt komfortable Sitzgelegenheiten

zum Abhängen,

Sich-Pflegen oder Musik-Hören.

Vor allem aber liebt er Freiflächen

zum Dekorieren und eine

aufgeräumte Optik.

Der Genießer-Bad-Typ bevorzugt

aktive Gesundheitsvorsorge

und gezielte Entschleunigung.

Für ihn ist das Badezimmer

ein Raum des Rückzugs. Neben

der Sanitärausstattung mit

Komfortdusche, Badewanne und

Co. sind eine ästhetische Gestaltung

und eine aufgeräumte Optik

für den Genießer-Bad-Typ essenziell.

Er legt zudem Wert auf

Tools zur Schaffung der richtigen

Stimmung: Beleuchtung,

farbliche Gestaltung, musikali-

sche Untermalung und Accessoires

wie Kerzen, Badewannenablagen

und Düfte werden gerne

eingesetzt.

Japandi-Stil auch im Bad

Doch für welchen Bad-Typen

auch immer, eine Überlegung

Wert ist den Experten zufolge

der angesagte Japandi-Stil. Zierliche

Rahmenfronten, Naturmaterialien

und warme Töne erzeugen

eine ruhige Atmosphäre.

Dem Wunsch nach immer mehr

Wohnlichkeit folgend wird im

Badezimmer stark auf Holz gesetzt

– in massiver Form, als Furnier

oder als Dekor. Als besondere

Hingucker eignen sich

Holzpaneele. Raffiniert sind Design-Details

wie eine aufgedoppelte

Frontblende auf dem

Waschtisch oder ein weißer Korpus

mit schmalem Kantenprofil,

der die leicht zurückgesetzte

Schrankfront wie gerahmt erscheinen

lässt. VDS/VDM


12

GARTENMÖBEL

Sommerliche Frische

und Leichtigkeit

Gartenmöbel Fliesentische und Blockstreifen in Blau-Weiß sind auf dem Balkon und der

Terrasse im Trend – außerdem zierliche Stühle und Tische mit elegantem Säulenfuß.

Cremeweiß oder Ivory:

Helle Töne sind laut

dem Verband der

Deutschen Möbelindustrie

bei Outdoormöbeln

im Trend. Besonders in

Kombination mit warmen Hölzern

kommen sie gut zur Geltung.

Ebenso erfährt die markante

Blockstreifen-Optik als Bezugsstoff

eine Neuauflage, bevorzugt

im maritimen Klassiker Blau-

Weiß. Für eine angenehme Haptik

sorgen weiche Outdoor-Bouclégarne.

Zudem kommen bei

Polsterbezügen verstärkt Recyclingmaterialien

zum Einsatz.

FOTO: DEDON/DIE MÖBELINDUSTRIE/DPA-MAG

Helle Polsterfarben wie hier bei den modularen, organisch geformten

Loungemöbeln, setzen 2026 moderne Akzente im Garten.

Retroflair mit Säulentisch und

zierlichen Aluminiumstühlen.

FOTO: NIEHOFF GARDEN

Streifen für den Garten

Überhaupt: Streifen. Auch laut

dem Magazin „Schöner Wohnen“

sind die jetzt angesagt im

Garten und kommen als breite,

vertikale Cabana-Streifen auf

Sonnenschirmen, Poolliegen,

Handtüchern und Sitzkissen

nach draußen. Außerdem farblich

im Trend: erdiges Braun und

Terrakotta-Orange. „Der Retrotrend

sprießt 2026 in allen nur

möglichen Seventies-Farben auf

unseren Terrassen und Balkonen

und in unseren Gärten“, schreibt

das Magazin.

Fliesen für den Tisch

Aus früheren Jahrzehnten kennt

man den Fliesentisch, wie er

vielleicht im Wohnzimmer der

Großeltern stand. Jetzt ziehen

Beistelltische oder Konsolen mit

gefliester Oberfläche in die Gärten.

„Sie wirken reduziert, fast

skulptural, und bringen eine subtile

Strenge mit sich“, schreibt

„Schöner Wohnen“. Das sei „ein

toller Kontrast vor allem für wilde

Gärten und Balkone“. Wer

keine Fliesen mag, aber dennoch

etwas Neues sucht: Laut dem

Verband der Deutschen Möbelindustrie

liegen runde Gartentische

mit „einem eleganten Säulenfuß

aus beschichtetem Aluminium“

im Trend. Sie verbinden

modernes Design mit hoher

Funktionalität und bieten maximale

Beinfreiheit. Den passenden

Sitzkomfort bieten gepolsterte

Stühle auf zierlichen Gestellen.

Ein luftiges Seilgeflecht

aus wetterfesten Hightechfasern

für die Arm- und Rückenlehnen

„verbreitet angenehmes Urlaubsflair“.

Großen Gestaltungsspielraum

bieten modulare Loungesysteme.

Ebenfalls an Bedeutung

gewinnen, so der Verband, multifunktionale

Möbel wie ausziehbare

Tische oder Modelle

mit höhenverstellbarer Tischplatte.

dpa/VdM

Ein echter Hingucker sind

grafische Cabana-Streifen in

Blau oder bunten Farben.

FOTO: CHRISTIAN BURMESTER/JAB ANSTOETZ/DPA-TMN


GARTEN 13

Wahr gewordene

Rosenträume

Rosen Von Frauenmantel bis Katzenminze: Diese Stauden passen zur Königin der Blumen.

Und mit kleinen Tricks kann man sogar Lavendel als Beetnachbarn zufriedenstellen.

Rosen müssen im Garten

nicht allein stehen,

um zu glänzen –

im Gegenteil: In Gesellschaft

passender

Stauden kommen sie richtig zur

Geltung. Die Begleitpflanzen

schützen nach Angaben des Grünen

Medienhauses auch den Boden

und locken nützliche Insekten

an. Doch mit welchen Stauden

lassen sich Rosen kombinieren?

Rosen und ihre Begleiter sollten

ähnliche Ansprüche haben:

ein sonniger Platz und ein nährstoffreicher,

lockerer Boden.

Viele Stauden kommen damit

gut zurecht. Wichtig ist auch genug

Abstand – Rosen mögen es

luftig und nicht zu eng. Auch die

Größe der Rosen spielt eine Rolle.

So werden Beetrosen und

Kleinstrauchrosen meist nicht

höher als einen Meter. Sie lassen

sich daher gut mit Stauden wie

Scheinwaldmeister oder Teppichsedum

kombinieren. Sie

zeichnen sich durch einen kriechenden

Wuchs aus und lassen

den Rosen genug Platz, um sich

zu entfalten.

Rosen vertragen sowohl Harmonie

als auch Kontraste. Sanfte

Blütenpolster wie beim Frauenmantel

schaffen einen ruhigen

Hintergrund, während aufrechte

Blütenstände wie beim Steppen-Salbei

lebendige Akzente

setzen. Bei den Farben zählt vor

allem der eigene Geschmack. Besonders

beliebt sind blaue Blüten

wie bei Glockenblumen, Katzenminze

oder Storchschnabel.

Vorsicht ist hingegen beim Lavendel

geboten. Anders als Ro-

sen bevorzugt er magere und

trockene Böden. Zu viele Nährstoffe

schaden ihm – die Blüte

lässt nach und auch die Frosthärte

kann leiden. Wer Rosen und

Lavendel trotzdem kombinieren

möchte, kann den Boden gezielt

anpassen. Mit Splitt, Kalkschotter

oder Kies wird er durchlässiger.

dpa/tmn

Frauenmantel bildet mit

seinen wolkenartigen

Blüten einen ruhigen

Hintergrund für Rosen.

FOTOS: BETTINA BANSE/GMH/DPA-TMN

Katzenminze ist nur eine von

vielen Stauden, die Rosen im

Beet schön in Szene setzen.

Glockenblumen sorgen mit

ihren blauen Blüten für frische

Farbakzente im Rosenbeet.


14

GARTEN

Keinen grünen Daumen?

Balkonblumen Lust auf Farbe auf dem Balkon? Eine Gärtnerin verrät, welche Blumen

anfängerfreundlich sind und mit welcher Pflege sie am längsten halten.

Mit bunten Blumen

wird der Balkon im

Handumdrehen einladender

und lebendiger.

Doch viele zögern, weil sie

glauben, ohne grünen Daumen

hätten die Pflanzen ohnehin keine

Chance. Gärtnerin Svenja

Schwedtke erklärt, worauf Einsteiger

achten sollten, um lange

Freude an blühenden Farbtupfern

haben.

Welche Balkonblumen sind besonders

pflegeleicht?

Svenja Schwedtke: Wenn der Balkon

nach Süden ausgerichtet ist,

wird man etwas anderes pflanzen,

als wenn er nach Norden

zeigt. Wir unterscheiden zwischen

sonnig, halbschattig und

schattig. Wer den Balkon im

Frühling schön machen will,

kann mit Hornveilchen und kleinen

Narzissen nicht viel falsch

Traubenhyazinthen,

Ranunkeln und Hornveilchen

eignen sich etwa für

einen Blumenkorb in der

Frühlingssonne.

machen. Ab Mitte Mai, nach den

Eisheiligen, kann man Sommerblumen

einpflanzen. Im Schatten

wachsen gut Fuchsien,

Schneeflocken und Glockenblumen.

Hier würde ich auch Efeu

dazunehmen. Bornholm-Margeriten,

Mini-Petunien und Vanilleblumen

passen in ein Farbkonzept

mit Rosa, Lila und Weiß.

Wer Gelb, Orange und Rot mag,

kann Bidens, Husarenknöpfchen

und knallrote Geranien nehmen.

Am besten überlegt man sich

vorher, was man mag, damit man

in der Gärtnerei nicht überfordert

ist, sondern zum Beispiel

sagen kann: „Ich habe einen sonnigen

Standort, mag gerne Rosa

und Lila und möchte etwas Stehendes

und etwas Hängendes“.

Mit welchen Pflegetipps

überleben die Blumen lange?

Schwedtke: Die genannten Arten

sind dankbar dafür, wenn

man sie gelegentlich düngt und

gießt und nehmen einem Fehler

nicht so schnell übel. Im Früh-

FOTO: WOLFGANG KUMM/DPA

ling würde ich jeden dritten Tag

gießen, im Sommer jeden Morgen.

An sehr heißen Tagen auch

mal zweimal täglich. Es ist aber

auch davon abhängig, wie windig

und sonnig es ist, weshalb

man es so pauschal nicht sagen

kann. Es empfiehlt sich, einfach

den Finger in die Erde zu stecken:

Kommt der sauber wieder

raus, dann ist es zu trocken und

Zeit zu gießen. Düngen hilft ungemein,

damit die Pflanze lange

blüht. Da würde ich mir einen

guten flüssigen Balkonpflanzendünger

kaufen, von dem ein Deckel

voll mit ins Gießwasser

kann. Auf der Packung steht, wie

viel genau man braucht. Zur

Pflege gehört auch das Ausputzen.

Das bedeutet, dass man die

verblühten Teile abknipst. Dann

sieht es zum einen schöner aus.

Verblühtes kostet die Pflanze

zum anderen auch Kraft, die man

ihr durch das Ausputzen erspart.

Und noch zwei Tipps zum

Balkonkasten: Es ist wichtig,

dass das Wasser ablaufen kann,

das Gefäß also ein Loch oder anderweitigen

Ablauf hat. Denn

Blumen können ja nicht nur vertrocknen,

sondern auch ertrinken.

Und man sollte oben einen

Gießrand lassen: von der Oberfläche

der Erde bis zur Kante des

Kastens sollten mindestens anderthalb

Zentimeter Platz sein.

Dann kann das Wasser dort stehen

und in Ruhe einsickern; es

läuft nicht etwa an der Seite runter.

dpa/tmn


FOTO: © MAGICAL HYDRANGAE


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