Jahresbericht 2012
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Campus for Change<br />
<strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
Viele Menschen sagen:<br />
„Niemand kann die Welt<br />
verändern!“<br />
Wir sagen:<br />
„Jeder kann die Welt verändern!“
^<br />
Vorwort<br />
- David Wilhelm, Vorstand für Kommunikation<br />
Inhaltsverzeichnis<br />
„Liebe Leser,<br />
Nach einem ereignisreichen Jahr <strong>2012</strong> möchten wir, das Campus<br />
for Change Team, mit diesem <strong>Jahresbericht</strong> zum zweiten mal Bilanz<br />
ziehen und präsentieren was wir in unserem zweiten Bestehensjahr<br />
erreichen konnten.<br />
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Verein sehr gut weiterentwickelt<br />
hat und die initiale Idee - von Studenten initieirte soziale<br />
Projekte mit persönlichen Bezug zu realisieren - auf immer mehr<br />
Anklag stößt. Dies spiegelt sich nicht nur in der gewachsenen Anzahl<br />
an Mitgliedern, die Verantwortung übernehmen und teilweise an<br />
den Aufgaben über sich hinauswachsen, der zunehmenden Anzahl<br />
an Unterstützern, die uns ihr Vertrauen schenken und dem erweiterten<br />
Beirat, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht, wider sondern -<br />
und dies erfreut uns ganz besonders - auch darin, dass sich immer<br />
mehr Studenten ganz bewusst an Campus for Change wenden um<br />
gemeinsam ein soziales Projekt zu realisieren das ihnen am Herzen<br />
liegt.<br />
Die größte Herausforderung im verganenen Jahr war die Erweiterung<br />
der drei Vorstandsbereiche Projektmanagement, Kommunikation<br />
und Finanzen/Recht/Organisation hin zu den fünf Vorstandsbereichen<br />
Social Impact Analysis, Kommunikation, Finanzen & Recht,<br />
Fundraising sowie Human Resources und die damit einhergende Einführung<br />
einer neuen Generation in den Vorstand. Im Zuge dessen hat<br />
sich Michael Roiss als Gründer und lange Zeit treibende Kraft des Vereins<br />
aus dem Vorstand zurück gezogen und ist in den Beirat gewechselt,<br />
um dem Verein auch weiterhin mit seiner Erfahrung zur Seite zu<br />
stehen. Der neue Vorstand hat sich in der Zwischenzeit sehr gut eingearbeitet<br />
und zeichnet sich durch den starken Willen aus neue Wege<br />
zu gehen, um auf unkonventionelle und effiziente Weise zu helfen.<br />
Nach wie vor haben wir weder Büros noch feste Mitarbeiter und unsere<br />
„Geschäftszeiten“ sind immer dann wenn wir nicht gerade in<br />
einem Seminar sitzen oder in einer Vorlesung mehr oder weniger aufmerksam<br />
dem Professor zuhören. Es ist das Engagement jedes Einzelnen,<br />
der sich mit Campus for Change für Andere einsetzt, welches<br />
es uns ermöglicht immer mehr Projekte und Events durchzuführen.<br />
Den größten Teil leisten allerdings unsere Projektpartner vor Ort beziehungsweise<br />
in unserer Umgebung. Im Laufe des vergangenen Jahres<br />
durften wir erneut Menschen kennen lernen, die ihr Leben in den<br />
Dienst für Andere gestellt haben. Ordensschwestern, Ärzte und Menschen<br />
verschiedenster Herkunft. Sie sind es, die tagtäglich kämpfen<br />
um Anderen zu Helfen und denen unser Respekt und unsere Dankbarkeit<br />
gehört. Campus for Change ist stolz darauf an der Seite dieser<br />
Menschen arbeiten zu dürfen.“<br />
4-5<br />
6-13<br />
14-33<br />
34-53<br />
54-55<br />
Projektübersicht, Zahlen & Fakten<br />
Der Verein<br />
»»<br />
Problem, Idee, Philosophie, Mission, Werte<br />
»»<br />
Struktur, Mitgliederstruktur, Meetings<br />
»»<br />
Projekt- und Eventarbeit<br />
Die Projekte<br />
»»<br />
Konzeptionelle Projekte<br />
»»<br />
Finanzierungsprojekte<br />
»»<br />
Kooperationsprojekte<br />
»»<br />
Projektreisen<br />
Die Vorstandsbereiche<br />
»»<br />
Kommunikation<br />
»»<br />
Fundraising<br />
»»<br />
Social Impact Analysis<br />
»»<br />
Finanzen & Recht<br />
»»<br />
Human Resources<br />
Der Ausblick & Kontakt<br />
Campus for Change JAHRESBERICHT <strong>2012</strong>
Projektübersicht<br />
Zahlen und Fakten<br />
2010 Vereinsgründung<br />
Together at work & Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />
München, Deutschland<br />
65 Mitglieder<br />
5 Vorstände<br />
14 Studiengänge<br />
7 Beiräte<br />
10 Projekte <strong>2012</strong><br />
6 Projektländer<br />
23.000€ Projektbudget<br />
Hilfe für Chinchpada<br />
Chinchpada, Indien<br />
7 Events <strong>2012</strong><br />
1.000 Besucher<br />
Hoffnung trotzt HIV!<br />
Foumban, Kamerun<br />
Mobile Zahnklinik<br />
Ost-Kamerun<br />
Students for Cameroon<br />
Buea, Kamerun<br />
Scholarships for Change<br />
Nairobi, Kenia<br />
Mehr Campus für Olasiti Garden<br />
Arusha, Tansania<br />
Scholarships for Change<br />
Lombok, Indonesien<br />
35.000€ Projektspenden<br />
4.500€ Eventeinnahmen<br />
96% Projektausgaben<br />
4% Verwaltungskosten<br />
Campus for Change JAHRESBERICHT <strong>2012</strong>
Der Verein - Inhalt<br />
»»<br />
Problem & Idee<br />
»»<br />
Philosophie<br />
»»<br />
Mission & Werte<br />
»»<br />
Die Struktur<br />
»»<br />
Die Mitgliederstruktur<br />
»»<br />
Die Meetings<br />
»»<br />
Projekt- & Eventarbeit<br />
Der Verein<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
VEREIN<br />
DER VEREIN<br />
Unsere Vision ist es Studenten die Verwirklichung ihrer Projektideen zu ermöglichen, um<br />
gemeinsam die Welt zu verändern!<br />
STUDENT<br />
CAMPUS FOR CHANGE e.V.<br />
UMSETZUNG<br />
Das Problem<br />
Der Verein fußt auf der Erfahrung, dass motivierte junge Menschen<br />
in ihrem Umfeld oder durch Aufenthalte im Ausland immer<br />
häufiger auf soziale Probleme und Missstände stoßen, für<br />
die es bisher keine Lösung gab. Oftmals ist es der persönliche<br />
Bezug, der ihren Willen zum Handeln weckt und sie erste Lösungsvorschläge<br />
entwickeln lässt. Um ihre Ideen in die Tat umzusetzen,<br />
fehlen ihnen alleine aber häufig die notwendigen Ressourcen,<br />
so dass der Wert der Kenntnis der konkreten Situation<br />
und des Engagements dieser Menschen leider verloren geht.<br />
Die Idee<br />
MOTIVATION<br />
STRUKTUR<br />
KNOW HOW<br />
FINANZIERUNG<br />
TEAMWORK<br />
Dem oben beschrieben Problem möchte Campus for Change<br />
als eingetragener, gemeinnütziger Verein entgegnen und bildet<br />
hierfür eine gemeinsame Plattform zur Realisierung sozialer<br />
Projekte für diejenigen, die sich entschlossen haben, aktiv an der<br />
Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken.<br />
Bei Campus for Change trifft das Engagement und Know-How<br />
des Einzelnen auf die Kompetenzen und die Erfahrungen eines<br />
interdisziplinären Teams mit einer effizienten Vereinsstruktur.<br />
Die seit über zwei Jahren iterativ entwickelte Struktur geht<br />
einher mit diversen etablierten Prozessen sowie einem starken<br />
Netzwerk und gewährleistet mit ca. 50 Mitgliedern die Nachhaltigkeit<br />
des Vereins. Dem Einzelnen wird so die Möglichkeit gegeben,<br />
seine Idee zusammen mit Campus for Change umzusetzen<br />
und hierbei auf Kompetenzen in den Bereichen Projektanalyse-,<br />
-entwicklung, -darstellung, Fundraising, Rechnungswesen und<br />
§ Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung<br />
§ Ggf. Projektidee basierend auf eigener Erfahrung<br />
§ Hohe Motivation<br />
§ Eingetragener, gemeinnütziger Verein mit etablierten Strukturen und Prozessen<br />
§ Mitgliederstruktur, die den Möglichkeiten des Einzelnen gerecht wird<br />
§ Mitglieder, die Nachhaltigkeit gewährleisten<br />
§ Erfahrung mit sozialen Projekten<br />
§ Interdisziplinäres Team<br />
§ Kontakt zu Wirtschaft und Wissenschaft<br />
§ Netzwerk an Spendern, Sponsoren und Unterstützern<br />
§ Finanzielle Rücklagen<br />
§ Events<br />
§ Projektinitiator als Projektleiter und Teil des Vereins<br />
§ Gemeinsame Projektrealisierung entlang eines klaren Prozesses<br />
§ Helfen und Handeln in anderen Vereinsbereichen<br />
Recht sowie finanzielle und ideelle Ressourcen zurückzugreifen.<br />
Hierdurch kann er sich viele langwierige Auseinandersetzungen<br />
mit beispielsweise bürokratischen oder rechtlichen Aspekten<br />
der Projektarbeit ersparen und sich voll und ganz auf die Verwirklichung<br />
seiner Projektidee konzentrieren.<br />
Letztlich erlaubt Campus for Change so die Realisierung individueller<br />
Lösungsansätze für übergreifende gesellschaftliche<br />
Problemstellungen aller Art ohne große Kosten. Dabei werden<br />
bewusst keine Schwerpunkte auf bestimmte Dimensionen der<br />
Gesellschaft gelegt, um zu gewährleisten, dass die Ressourcen<br />
genau dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden und<br />
stets ein konkreter Bezug zur jeweiligen Situation erhalten bleibt.<br />
Die Philosophie<br />
„Unabhängigkeit, Kreativität und Idealismus,<br />
gepaart mit Wissen und Tatendrang, ergeben eine<br />
optimale Ausgangssituation für soziales Engagement<br />
und sind an jeder Universität zu finden.“<br />
Wir glauben, dass es die Summe der kleinen Schritte ist, die eine<br />
große Veränderung bewirken kann. Weniger die Größe einzelner<br />
Projekte oder Organisationen ist entscheidend als vielmehr<br />
ehrliches Engagement in vielen Bereichen unseres Lebens, die<br />
Vereinigung unterschiedlichster Ansätze und Charaktere sowie<br />
das Erlebnis, etwas gemeinsam in einem jungen Team bewirken<br />
zu können.<br />
Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir nicht auf große Büros und<br />
auf einen großen Verwaltungsapparat angewiesen. Jedes Mitglied<br />
bringt seinen Teil ein, flexibel und unkompliziert, aber auch<br />
sorgfältig und zuverlässig. Wir realisieren gezielte Projekte unter<br />
dem Fokus der Ergebnisorientierung und wollen so Ressourcen<br />
möglichst effizient für die betroffenen Menschen einsetzen. Nur<br />
wenn wir auch wirklich eine positive Veränderung geschafft haben,<br />
sind wir mit unserer Arbeit zufrieden.<br />
Im Bewusstsein, eine noch junge Organisation zu sein, wollen<br />
wir über die Jahre hinweg ein standortunabhängiges Netzwerk<br />
aufbauen, deren studentische Mitglieder durch ihr soziales Engagement<br />
und ihre Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen<br />
einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung von Missständen<br />
in der Bevölkerung, unabhängig von regionalen und<br />
kulturellen Grenzen, leisten. Die Ideen und Projekte, an denen<br />
die Studenten dabei arbeiten, bringen diese selbst ein und sollen<br />
in ihrer Vielfalt nicht eingeschränkt werden. Ob es um die<br />
medizinische Versorgung in Afrika, die Vergabe von Mikrokrediten<br />
in Asien oder die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen<br />
in Deutschland geht – Jeder soll die Chance bekommen sich in<br />
dem Bereich zu engagieren, in dem er Erfahrungen gemacht hat<br />
und der ihm am Herzen liegt!<br />
Neben dem positiven gesellschaftlichen Effekt, welchen unsere<br />
Mitglieder während ihrer Zeit bei Campus for Change erzielen,<br />
erhalten sie außerdem die Chance, persönlich an den sich stellenden,<br />
anspruchsvollen Aufgaben zu wachsen.<br />
Mission<br />
»»<br />
Wir realisieren Projekte überall auf der Welt unter dem Fokus<br />
der Ergebnisorientierung, um nachhaltige Veränderung zu<br />
bewirken.<br />
»»<br />
Jedes Mitglied kann selbst Projekte aus allen Bereichen<br />
einbringen.<br />
»»<br />
Unsere Mitglieder setzen sich mit ganzem Herzen ein und<br />
erreichen so Außergewöhnliches.<br />
»»<br />
Durch die Summe von kleinen, aber richtigen Schritten<br />
bewirken wir eine große Veränderung.<br />
»»<br />
Wir unterstützen lokale Initiativen, die wir kennen und<br />
denen wir vertrauen.<br />
»»<br />
Wir arbeiten effizient und ohne großen Verwaltungsaufwand,<br />
um Spenden dort einzusetzen, wo sie wirklich<br />
gebraucht werden.<br />
Unsere Werte<br />
»»<br />
Studentisch:<br />
Wir sehen die Welt mit offenen Augen. Flexibel und unabhängig<br />
arbeiten wir an unseren Projekten und wachsen an<br />
unseren Herausforderungen.<br />
»»<br />
Kompetent:<br />
Wir ergänzen unsere Fähigkeiten aus verschiedenen Fachrichtungen<br />
mit dem Fachwissen unserer Unterstützer. Dabei<br />
legen wir großen Wert auf Transparenz und Zuverlässigkeit.<br />
»»<br />
Individuell:<br />
Wir gehen neue und unkonventionelle Wege. In kleinen<br />
Schritten finden wir maßgeschneiderte und kreative Lösungen<br />
für Projekte mit persönlichem Bezug.<br />
»»<br />
Solidarisch:<br />
Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort und<br />
stärken ihre Selbstständigkeit. Im Team ziehen alle an einem<br />
Strang, um unsere Ziele zu erreichen.<br />
»»<br />
Leidenschaftlich:<br />
Wir engagieren uns aus der Überzeugung, dass jeder dazu<br />
beitragen kann, die Welt zu verändern. Optimistisch und<br />
voller Freude stellen wir uns unseren Herausforderungen.<br />
Teambuilding<br />
in<br />
Iffeldorf<br />
<strong>2012</strong><br />
8<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
9
VEREIN<br />
DER VEREIN<br />
Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!“<br />
Wir sagen: „Jeder kann die Welt verändern!“<br />
Beirat Fördermitglieder Alumni <br />
Vorstandsvorsitzender<br />
Vorstand für<br />
Social Impact<br />
Analysis<br />
Vorstand für<br />
externe<br />
Kommunikation<br />
Vorstand für<br />
Human Resources<br />
Vorstand für<br />
Finanzen<br />
Vorstand für<br />
Fundraising<br />
§ SI-Kennzahlen und<br />
Projektevaluation<br />
§ Projektanalyse und<br />
Entwicklung<br />
§ Problemorientiertes<br />
Arbeiten<br />
§ Projektdarstellung<br />
§ Wettbewerbe und<br />
Kooperationen<br />
§ Medien<br />
§ Recruiting<br />
§ Personalmgmt.<br />
§ IT<br />
§ Projektarbeit<br />
§ Vereinsarbeit<br />
§ Rechnungswesen<br />
§ Spender<br />
§ Stiftungen<br />
§ Events<br />
Konzep5onelle Projekte <br />
Koopera5onsprojekte <br />
Finanzierungsprojekte <br />
Events <br />
Projekt-‐ und Eventleiter <br />
Mitgliederversammlung<br />
Die Struktur<br />
Campus for Change ist in den fünf Vorstandsbereichen Social<br />
Impact Analysis, Externe Kommunikation, Human Resources,<br />
Finanzen und Fundraising organisiert. Jeder dieser Vorstandsbereiche<br />
besteht aus drei Ressorts, welche durch Senior Mitglieder<br />
geleitet werden. Jedes Halbjahr legen die Bereichsvorstände<br />
und ihre Teams Maßnahmen für ihren Vorstandsbereich fest,<br />
welche im Laufe des Halbjahres durch die Mitglieder bearbeitet<br />
werden. Eine detailliertere Vorstellung der Vorstandsbereiche<br />
und ihrer Aktivitäten folgt im jeweiligen Bereichsbericht.<br />
Projekte und Events werden durch Projekt- und Eventleiter betreut<br />
und müssen vor der Umsetzung alle Vorstandsbereiche<br />
durchlaufen. Alle Projekte und Events werden zudem durch<br />
einen bestimmten Vorstandsbereich federführend koordiniert.<br />
Konzeptionelle Projekte fallen in den Aufgabenbereich des<br />
Vorstandbereichs Social Impact Analysis, Kooperationsprojekte<br />
werden durch den Vorstandsbereich Human Resources begleitet<br />
und Finanzierungsprojekte durch den Vorstandsbereich<br />
Finanzen. Events hingegen liegen in der Verantwortung des<br />
Vorstandsbereichs Fundraising. Mehr Informationen zu den verschiedenen<br />
Projektarten folgen auf Seite 10.<br />
Die Mitglieder von Campus for Change werden durch Persönlichkeiten<br />
aus Wirtschaft und Wissenschaft im Beirat, sowie<br />
Fördermitglieder und Alumni unterstützt. Diese drei Gruppen<br />
fördern die Nachhaltigkeit des Vereins und erlauben es die Idee<br />
von Campus for Change an neue Generationen weiterzugeben.<br />
Zudem helfen uns Beiräte und Alumni dabei schwere Entscheidungen<br />
zu fällen, unser Netzwerk zu erweitern und den Verein<br />
weiterzuentwickeln.<br />
Ergänzend zu der organisatorischen Struktur verfügt Campus<br />
for Change über zwei Budgets. Das Verwaltungsbudget beinhaltet<br />
allgemein anfallende Kosten bspw. für Server, Druckerei<br />
oder Notar und finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder<br />
und der Fördermitglieder. Das Gesamtprojektbudget, welches<br />
durch Spenden und Umsätze gespeist wird, dient ausschließlich<br />
der direkten Umsetzung der Projekte und wird auf diese sinnvoll<br />
verteilt.<br />
Langfristig ist es nach wie vor das Ziel von Campus for Change<br />
e.V. eine multiplizierbare Struktur zu etablieren, die es einfach<br />
und effizient erlaubt das Konzept des Vereins an verschiedenen<br />
Standorten zu verfolgen. Durch ein weitreichendes Netzwerk,<br />
bestehend aus vielen regional ansässigen Campus for Change<br />
Vereinen, könnte ein weit größeres Spektrum an unterschiedlichen<br />
Problemstellungen angesprochen und durch die Bündelung<br />
der Kräfte erkennbare und nachhaltige Veränderungen<br />
realisiert werden.<br />
Die Mitgliederstruktur<br />
Um den unterschiedlichen Interessen und Engagementmöglichkeiten<br />
von Studierenden gerecht zu werden, haben wir uns im<br />
Laufe des Jahres <strong>2012</strong> dazu entschieden bei Campus for Change<br />
drei Mitgliedergruppen zu unterscheiden.<br />
Am unverbindlichsten können sich Helfer bei Campus for<br />
Change einbringen. Ohne eine offizielle Mitgliedschaft, werden<br />
sie via E-Mail über Engagementmöglichkeiten z.B. bei Events informiert<br />
und können so ganz flexibel helfen.<br />
Unter den Mitgliedern unterscheiden wir zwischen Junior und<br />
Senior Mitgliedern. Während Senior Mitglieder konkret Verantwortung<br />
als Ressort-, Event- oder Projektleiter übernehmen und<br />
so die Möglichkeit haben den Verein mitzugestalten, fungieren<br />
Junior Mitglieder eher unterstützend, indem sie je nach zeitlicher<br />
Verfügbarkeit bestimmte Maßnahmen übernehmen. Dementsprechend<br />
treffen sich Senior Mitglieder auch wöchentlich<br />
und werden nur alle zwei Wochen durch die Junior Mitglieder<br />
ergänzt.<br />
Diese Struktur erlaubt es uns unsere Ressourcen besser planen<br />
zu können, da nun ein beidseitiges Verständnis der Rolle jedes<br />
Mitglieds existiert. Insbesondere in leitenden Positionen ist es<br />
unerlässlich, dass wir uns auf unsere Mitglieder und ihr regelmäßiges<br />
Engagement verlassen können. Durch die Transparenz<br />
dieser Mitgliederstruktur ist dies möglich.<br />
Die Meetings<br />
Das zentrale Meeting bei Campus for Change ist das wöchentliche<br />
Teamtreffen in einem von der TU München zur Verfügung<br />
gestellten Raum. Im ersten Teil des Treffens kommen lediglich<br />
die Vorstände zusammen, um sich gegenseitig auf dem Laufenden<br />
zu halten und über strategische Themen zu diskutieren.<br />
Am anschließenden zweiten Teil nehmen alle Senior Mitglieder<br />
sowie zweiwöchentlich zusätzlich alle Junior Mirglieder teil. Im<br />
Rahmen des zweiten Teils werden anfänglich aktuelle Entwicklungen<br />
im Verein besprochen, anschließend finden sich die<br />
Vorstandsbereiche inklusive Projekt- und Eventleiter zusammen<br />
und arbeiten an ihren Maßnahmen. Schließlich fasst jeder<br />
Vorstandsbereich die Ergebnisse des Meetings mündlich zusammen.<br />
Das jeweils erste Teamtreffen des Monats weicht von<br />
dieser Struktur ab, da hierbei die Projekt- und Eventleiter im<br />
Mittelpunkt stehen und ausführlich über die Projekte und Events<br />
berichten. Zusätzlich zu dem Teamtreffen treffen sich insbesonder<br />
Projekt- und Eventteams sowie der Vorstand je nach Bedarf.<br />
Neben den Teamtreffen gibt es noch die halbjährlich stattfindende<br />
Mitgliederversammlung, die dazu dient die Halbjahresberichte<br />
und -planungen der Vorstandsbereiche zu präsentieren,<br />
Vorstände zu entlasten, offene Positionen zu besetzen sowie<br />
Beschlüsse zu fassen.<br />
10<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
11
VEREIN<br />
DER VEREIN<br />
Klare Projekt- und Eventprozesse ermöglichen uns eine strukturierte Durchführung sowie eine<br />
nachhaltige Dokumentation unserer Erfahrungen und einen stetigen Kompetenzausbau.<br />
Projekt-vorauswahl<br />
<br />
Konzep&onierung <br />
Planung <br />
Umsetzung <br />
Evalua&on/<br />
Betreuung <br />
Eventvorauswahl <br />
Konzep&onierung <br />
Planung <br />
Umsetzung <br />
Evalua&on/<br />
Betreuung <br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Erfüllt das Projekt<br />
die generellen<br />
Förderungskriterien<br />
von C4C?<br />
Fällt das Projekt in<br />
den Vereinszweck?<br />
Evaluation und<br />
Präsentation durch<br />
SIA<br />
Entscheidung durch<br />
Seniormitglieder<br />
§<br />
§<br />
Ausfüllen des<br />
Projektkonzepts in<br />
Absprache mit allen<br />
Vorstandsbereichen<br />
durch den<br />
Projektleiter<br />
Finale<br />
Entscheidung<br />
durch den Vorstand,<br />
ob das Projekt<br />
zusammen<br />
durchgeführt wird<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Konkretisierung des<br />
Konzeptes<br />
Finanzierungsplan<br />
Einholen von<br />
relevanten<br />
Dokumenten vom<br />
Projektpartner<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Geldtransfer<br />
Wissenstransfer<br />
Regelmäßige<br />
Kommunikation mit<br />
Projektpartner<br />
Einforderung von<br />
Berichten und<br />
Verwendungsnachweisen<br />
Fundraising<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Erstellung eines<br />
Projektberichtes<br />
Ggf. weiterhin<br />
Kontakt zu<br />
Projektpartner<br />
halten<br />
Ggf. Folgeprojekt<br />
entwickeln<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Kann der Verein das<br />
Event organisieren?<br />
Ist es mit dem<br />
Vereinszweck<br />
vereinbar?<br />
Lohnt sich das<br />
Event für unsere<br />
Projekte?<br />
Entscheidung durch<br />
Seniormitglieder<br />
§<br />
§<br />
Ausfüllen des<br />
Eventkonzepts in<br />
Absprache mit allen<br />
Vorstandsbereichen<br />
durch den<br />
Projektleiter<br />
Finale<br />
Entscheidung<br />
durch den Vorstand,<br />
ob das Event<br />
durchgeführt wird<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Konkretisierung des<br />
Konzeptes<br />
Finanzierungsplan<br />
Einholen von<br />
verschiedenen<br />
Angeboten<br />
Maßnahmen zur<br />
Eventrealisierung<br />
festlegen<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Absprache mit<br />
Eventpartnern<br />
Werbung für das<br />
Event<br />
Planung des<br />
Eventtages selber<br />
(Ablauf, Helfer,..)<br />
Eventdurchführung<br />
§<br />
§<br />
Erstellung eines<br />
Eventberichts<br />
Dokumentation aller<br />
Kontakte<br />
SIA<br />
KOM<br />
HR<br />
FIN<br />
FUND<br />
SIA KOM HR FIN FUND<br />
§<br />
§<br />
§<br />
SI-Analyse<br />
Umfeldanalyse<br />
Projektstrategie<br />
§<br />
§<br />
Budget<br />
Satzungslegitimation<br />
Verträge<br />
Projektpräsentation<br />
Integration in<br />
Medien<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
ggf. Planung<br />
von<br />
Ressourcen<br />
Personalmanagement<br />
§<br />
§<br />
Finanzierung<br />
Events<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Budget<br />
Finanzplan<br />
Haftung<br />
Verträge<br />
§<br />
§<br />
evtl. Aufklärung<br />
Bewusstseinsbildung<br />
Eventpräsentation<br />
Integration in<br />
Medien<br />
ggf. Planung<br />
von<br />
Ressourcen<br />
Personalmanagement<br />
Koordination<br />
Ressourcenplanung<br />
Die Projektarbeit<br />
Im Zuge der Projektrealisierung durchläuft jedes Projekt bei<br />
Campus for Change einen klaren Prozess in den alle Vorstandsbereiche<br />
involviert sind. So stellen wir sicher, dass das Projekt aus<br />
allen relevanten Perspektiven beleuchtet wird und realisierbar<br />
ist. Die hierbei erlangten Erkenntnisse werden in einem Projektkonzept<br />
festgehalten, worauf basierend schließlich entschieden<br />
wird ob ein Projekt durchgeführt werden kann oder nicht.<br />
Grundsätzliche Voraussetzung bei der Projektauswahl ist, dass<br />
mindestens ein Mitglied die Situation vor Ort persönlich kennt<br />
und eine enge Vertrauensbasis mit einem Partner vor Ort existiert.<br />
Hierdurch können wir sicher stellen, dass wir die Situation<br />
vor Ort adäquat einschätzen und so passende Lösungen entwickeln<br />
können. Zudem erzielen wir durch lokale Partner vor Ort<br />
eine größere Nachhaltigkeit sowie eine größere Akzeptanz der<br />
Unterstützung.<br />
Fällt die Entscheidung positiv aus, werden die Projektmaßnahmen<br />
anschließend konkretisiert, eine vertragliche Vereinbarung<br />
mit dem Projektpartner getroffen und die Finanzierung des<br />
Projektes durch Events oder anderweitiges Fundraising sichergestellt.<br />
Im Rahmen der Projektarbeit profitieren wir von der<br />
Interdisziplinarität unserer Mitglieder, dem bereits aufgebauten<br />
Know-how sowie der Expertise unserer Beiräte und Partner. Darüber<br />
hinaus konsultieren wir stets Experten, die uns bei kritischen<br />
Themen unterstützen und analysieren ähnliche Projekte.<br />
Die Entwicklung einer Lösung geschieht schließlich in enger Zusammenarbeit<br />
mit dem Partner vor Ort. Bei komplexeren, meist<br />
konzeptionellen Projekten entwickeln wir das Konzept vor Ort.<br />
Hierzu führen wir regelmäjßig Projektreisen durch, welche wir<br />
auch dazu nutzen um andere Projekte in der jeweiligen Region<br />
zu besuchen und um neue Projektmöglichkeiten zu identifizieren.<br />
Jedes Projekt endet mit einem Projektbericht, der die ergriffenen<br />
Maßnahmen evaluiert und den Social Impact des Projektes determiniert.<br />
Diese Erkenntnisse werden bei längerfristigen Projekten<br />
für die folgenden Projektphasen genutzt.<br />
Die Projektarten<br />
Konzeptionelle Projekte sind Projekte mit einem langfristigem<br />
Zeithorizont bei denen wir eng - wenn möglich vor Ort - mit dem<br />
Projektpartner zusammenarbeiten und zwar von der Konzeptionnierung<br />
bis zur Evaluation. Im Rahmen dieser Projekte geht<br />
es neben der Finanzierung auch darum den konkreten Projektablauf<br />
vor Ort mitzugestalten. Deswegen ist es unerlässlich,<br />
dass insbesondere der Projektleiter regelmäßige Projektreisen<br />
unternimmt. Folglich sind derartige Projekte für Campus for<br />
Change sehr aufwendig und können nur in einer begrenzeten<br />
Anzahl von uns durchgeführt werden. Ein Projektbeispiel für diese<br />
Projektart ist „Hoffnung trotzt HIV!“, auf welches später noch<br />
ausführlicher eignegangen wird.<br />
Bei Finanzierungsprojekten liegt der Fokus von Campus for<br />
Change auf dem Fundraising um eine meist einmalige größere<br />
Investition zu finanzieren. Dementsprechend beziehen sich diese<br />
Projekte auf einen kurzfristigen Horizont. Nichts desto trotz legen<br />
wir bei der Projektauswahl derartiger Projekte einen hohen<br />
Wert darauf, dass die Nachhaltigkeit der Investition gesichert ist<br />
und evaluieren das Projekt auch noch nach der Finanzierung.<br />
Beispielhaft für diese Projektart ist das Projekt „Hilfe für Chinchpada!“.<br />
Im Rahmen von Kooperationsprojekten arbeiten wir mit anderen<br />
Organisationen oder Stiftungen zusammen und unterstützen<br />
diese primär durch den Einsatz unserer engagierten Mitglieder<br />
sowie komplementäre Ressourcen wie zum Beispiel den Zugang<br />
zu Universitäten. Ein Projektbeispiel für diese Projektart ist das<br />
Projekt „Gemüse pflanzen. Gesundheit ernten.“.<br />
Die Eventarbeit<br />
Ähnlich zu den Projekten durchlaufen Events bei Campus for<br />
Change im Rahmen ihrer Realisierung einen klaren Prozess in<br />
den alle Vorstandsbereiche involviert sind. Der Eventleiter erstellt<br />
in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Vorstandsbereich<br />
ein Eventkonzept. Basierend hierauf wird entschieden ob ein<br />
Event zu Campus for Change passt und ob es realisierbar ist. Ent-<br />
scheidend bei der Eventauswahl sind die Komplexität des Events,<br />
die Möglichkeit andere Menschen für soziales Engagement zu<br />
sensibilisieren und natürlich die Erlösmöglichkeiten. Entscheidet<br />
sich der Vorstand für ein Event wird dieses im Anschluss<br />
konkreter geplant und umgesetzt. Im Rahmen der Umsetzung<br />
versuchen wir stets mit größeren Veranstaltern zusammenzusarbeiten<br />
um die Kosten und das Risiko zu minimieren sowie einen<br />
reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Abgeschlossen wird jedes<br />
Event durch einen Eventbericht, der den Erfolg des Events determiniert<br />
und Rückschlüsse für eine mögliche Neuauflage des<br />
Events zieht.<br />
Neben unseren jährlich statt findenden Events „Act for Life“ und<br />
„Beach for Life“ versuchen wir zunehmend kleine Events durchzuführen,<br />
welche mit wenig Aufwand verbunden sind. Hierbei<br />
kommt uns unsere zunehmende Mitgliederzahl sehr stark zugute.<br />
Beispiele für kleinere Events sind Flohmärkte und Glühweinstände.<br />
Zudem profitieren wir immer stärker von unserer<br />
Kompetenz im Bereich Eventarbeit. Diese erlaubt es uns Events<br />
größer und schneller durchzuführen. Details zu unseren Events<br />
folgen im Bereichsbericht des Fundraisingbereichs.<br />
12<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
13
Die Projekte - Inhalt<br />
»»<br />
Konzeptionelle Projekte<br />
»»<br />
Finanzierungsprojekte<br />
»»<br />
Kooperationsprojekte<br />
»»<br />
Projektreisen<br />
DIE PROJEKTE<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
Konzeptionelle Projekte<br />
Hoffnung trotzt HIV! (1/2)<br />
In enger Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner vor Ort haben wir ein Konzept entwickelt<br />
und umgesetzt um Müttern mit HIV sowie ihren Kindern neue Hoffnung zu geben.<br />
Hoffnung trotzt HIV!<br />
Foumban, Kamerun<br />
Projektleiter<br />
Lisanne Grünherz<br />
Projektzeitraum Oktober 2010 - August <strong>2012</strong><br />
Kooperationspartner Frère Eric Michel Ngankam<br />
Ort<br />
foumban, Kamerun<br />
Projektbudget 16.976 €<br />
Projekthintergrund<br />
Die Zahl der HIV-Infizierten wird für Kamerun von der WHO auf<br />
5-7%, mit einer Rate von 1,2% an Neuinfektionen pro Jahr, geschätzt.<br />
Mit HIV infiziert zu sein bedeutet für die Leidenden nicht<br />
nur ein sich kontinuierlich verschlechternder gesundheitlicher<br />
Zustand sondern infolge der Stigmatisierung vielmehr ein Verlust<br />
an Selbstwert, Hoffnung und Lebensenergie.<br />
Bereits 16-30% der Kinder infizieren sich mit HIV, 90% davon<br />
infizieren sich über die Mutter, vor allem während der Stillzeit.<br />
Die Hälfte dieser Kinder stirbt im 1. Lebensjahr, die Anderen zum<br />
Großteil vor Erreichen des 6. Lebensjahres.<br />
Korruption und mangelnde Infrastruktur verhindern, dass die<br />
Kosten für HIV-Tests sowie die zur Behandlung der Erkrankung<br />
notwendigen Bluttests und die antiretrovirale Therapie von der<br />
Regierung getragen werden.<br />
Projektpartner<br />
Frère Miedji Eric Michel Ngankam stammt aus dem Nordosten<br />
Kameruns und ist Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“, einer<br />
kleinen katholischen Bruderschaft mit Missionen überall auf der<br />
Welt. Bruder Eric arbeitet unter anderem in Foumbans Krankenstation<br />
„Kuéka“ und ist daher gut vertraut mit der medizinischen<br />
Versorgung vor Ort. Die Missstände und das Leid vieler Patienten<br />
bewegten ihn im Oktober 2010 an „Campus for Change e.V.“<br />
heranzutreten um gemeinsam mit seinem Projektteam, das aus<br />
einer katholischen Ordensschwester, einem Laboranten, einer<br />
Hebamme, einer Lehrerin und einem Krankenpfleger besteht,<br />
HIV-positive Mütter und deren Säuglinge zu unterstützen.<br />
Projektkonzept<br />
Frère Eric, den wir über eine Münchener Medizinstudentin kennen<br />
gelernt hatten und den wir von früheren Projektreisen bereits<br />
gut kannten, berichtete uns im Oktober 2010 von steigenden<br />
HIV-Zahlen. Besonders problematisch sei die Infektionsrate<br />
der Säuglinge, die während der Stillzeit durch die Mutter transfiziert<br />
werden. Die Ernährung des Säuglings durch Muttermilchersatz,<br />
der gemäß WHO bis einschließlich des 2. Lebensjahres<br />
gegeben werden soll, sei allerdings für den Großteil der HIVpositiven<br />
Mütter finanziell nicht möglich (monatliche Kosten für<br />
das Milchpulver: 28€).<br />
So starteten wir unser Projekt mit neun HIV-positiven Müttern<br />
und unterstützten zunächst nur die Versorgung des Säuglings<br />
mit Muttermilchersatz.<br />
Während unserer Projektreise im April 2011 sprachen wir mit<br />
allen Müttern um uns ein genaueres Bild von der Situation zu<br />
machen. Weitere Gespräche mit den Ärzten der Krankenstation<br />
vor Ort, einem Schuldirektor, zwei anderen Organisationen und<br />
dem Projektteam bestätigten uns in der Notwendigkeit das Projektkonzept<br />
um weitere Punkte zu ergänzen.<br />
Unsere Ziele und Aktivitäten<br />
Das Projekt unterstützte neun HIV-positive Mütter, die von der<br />
Ärztin der Krankenstation in Foumban als Härtefälle in der Gesellschaft<br />
beschrieben wurden, da sie auf Grund fehlender familiärer<br />
Unterstützung und ohne jegliches Einkommen keine Perspektive<br />
auf medizinische Hilfe hatten.<br />
Allen voran stand weiterhin die Finanzierung von Muttermilchersatz<br />
für die Säuglinge der Mütter.<br />
Der schlechte gesundheitliche Zustand der Frauen machte es<br />
außerdem notwendig eine antiretrovirale Therapie und regelmäßige<br />
Bluttests durchzuführen sowie Begleiterkrankungen zu<br />
behandeln.<br />
Um den Müttern neue Lebensenergie zu vermitteln stand das<br />
Erlangen von Selbstständigkeit durch den Aufbau einer eigenen<br />
Existenz im Mittelpunkt der Projektarbeit. Dazu erhielten alle<br />
Mütter die Möglichkeit einer Ausbildung bzw. die Unterstützung<br />
zur Gründung eines Kleinunternehmens. Dabei war es uns besonders<br />
wichtig, dass die Mütter individuell entscheiden konnten<br />
welche Tätigkeit sie ausführen wollten.<br />
Außerdem versuchten wir durch Aufklärungsgespräche über die<br />
Erkrankung, die möglichen Übertragungswege, eine ausgewo-<br />
gene Ernährung und Körperhygiene, in enger Zusammenarbeit<br />
mit dem Projektteam vor Ort, ein größeres Bewusstsein für HIV/<br />
AIDS unter den Müttern des Programmes zu schaffen.<br />
Zusammengefasst baute das Projekt also auf den folgenden drei<br />
Säulen auf:<br />
1<br />
Medizinische Versorgung<br />
§ Kontinuierliche Antiretrovirale Therapie<br />
der Mütter<br />
§ Durchführung der notwendigen<br />
Bluttests, die zum Monitoring des<br />
Fortschreitens der Viruserkrankung<br />
dienen<br />
§ Behandlung von Begleiterkrankungen<br />
bzw. Komplikationen<br />
Expertenmeinungen<br />
Bevor wir unser erarbeitetes Konzept in die Tat umsetzten, bemühten<br />
wir uns um Meinungen von Experten um die Sinnhaftigkeit<br />
und die richtige Durchführung des Projektes sicherzustellen.<br />
Hierbei half uns ein Professor der Virologie der TU München, der<br />
uns bestätigte das unser Vorhaben im Bezug auf die medizinische<br />
Versorgung und den Muttermilchersatz evidenzbasiert sei<br />
und den WHO Richtlinien entspricht. (Guidelines on HIV and Infant<br />
Feeding 2010)<br />
Ein Schweizer Arzt, der ein ähnliches Projekt im Norden Kameruns<br />
initiiert hat, versicherte uns ebenfalls richtig zu handeln.<br />
Außerdem bestärkten uns Maria Coutinho (Centre pour la Promotion<br />
Sociale) und Patrice Noa (Centre pour l’Environnement<br />
et le Développement), die beide Projektleiter anderer kamerunischer<br />
Organisationen sind, das Projekt wie von uns geplant<br />
durchzuführen.<br />
Durchführung des Projektes<br />
Projektarbeit durch das Projektteam vor Ort<br />
Das Projektteam in Foumban bemühte sich die Mütter intensiv<br />
zu betreuen. Während der gesamten Projektlaufzeit fand ein<br />
monatliches Treffen mit den Mitgliedern des Teams und allen<br />
Müttern statt. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erfolge wurden<br />
hier ausgetauscht und diskutiert. Außerdem nahmen an den<br />
Treffen ein paar Mal Ärzte teil, die über HIV, gesunde Ernährung,<br />
Körperhygiene, häufige Begleiterkrankungen etc. aufklärten.<br />
Weitere Aufgaben des Projektteams waren die Verteilung des<br />
2<br />
Prävention<br />
§ Die Kosten des Milchpulvers werden bis<br />
zur Ernährungsumstellung des Kindes<br />
übernommen<br />
§ Aufklärungsgespräche über HIV, die<br />
Folgen und die möglichen<br />
Übertragungswege<br />
§ Seminare über ausgewogene<br />
Ernährung und richtige Körperhygiene<br />
Muttermilchersatzes, der antiretroviralen Medikamente und die<br />
Organisation der Bluttests alle drei Monate im nächstgrößten<br />
Krankenhaus.<br />
Die Mütter, die sich für die Gründung eines Kleinunternehmens<br />
entschieden hatten, wurden zunächst bei allen Investitionen,<br />
3<br />
Hoffnung<br />
§ Jede Mutter erhält die Möglichkeit<br />
einer Ausbildung oder die finanziellen<br />
Mittel zur Gründung eines<br />
Kleinunternehmens<br />
§ In Kooperation mit dem „Centre pour la<br />
Promotion Sociale“ erlernen vier Mütter<br />
die grundlegenden Fähigkeiten zur<br />
erfolgreichen Führung eines<br />
Kleinunternehmens, als<br />
Multiplikatorinnen geben sie ihr Wissen<br />
an die anderen Frauen weiter<br />
z.B. Stühlen und Bänken für eine kleine Bar, begleitet. Auf der<br />
anderen Seite zahlte das Projektteam die Schulgelder und Schulmaterialen<br />
für die Mütter, die eine Ausbildung starteten.<br />
Insgesamt stand das Projektteam allen Müttern durch regelmäßige<br />
Besuche und Telefonate immer mit Rat zur Seite und unterstützte<br />
sie so gut wie möglich.<br />
Projektarbeit durch Campus for Change<br />
Durch wöchentliche Berichte, die uns Frère Eric über Email zukommen<br />
ließ, konnten wir uns ein gutes Bild vom Projektfortschritt<br />
und bestehenden Schwierigkeiten machen.<br />
Entscheidend für die gute Zusammenarbeit waren insbesondere<br />
die Projektreisen im April 2011 und August <strong>2012</strong>, die uns viele<br />
neue Erkenntnisse brachten und maßgeblich für die Konzeptionierung<br />
und Evaluation der Projektziele waren.<br />
Zusätzlich halfen uns die Berichte der Medizinstudenten, die<br />
durch unser Projekt „Students for Cameroon“ im September<br />
2011 sowie im März <strong>2012</strong> die Möglichkeit eines vierwöchigen<br />
Praktikums in einem Kameruner Lehrkrankenhaus mit anschließender<br />
Mitarbeit an unseren Projekten, erhielten. Die Studenten,<br />
die während ihres Kamerunaufenthaltes zuvor viele Erfahrungen<br />
über die Kultur der Kameruner, ihre Lebensweise, die Schulausbildung,<br />
häufige Erkrankungen und ihre Behandlung usw. gesammelten<br />
hatten, sollten das Projekt nochmal von einem anderen<br />
Standpunkt aus betrachten und evaluieren.<br />
16<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
17
Konzeptionelle Projekte<br />
Hoffnung trotzt HIV! (2/2)<br />
Trotz diverser Herausforderungen haben wir nicht aufgegeben und das Projekt zu einem<br />
erfolgreichem Abschluss gebracht. Anschlussprojekte sind bereits in Planung!<br />
Besondere Herausforderungen<br />
Bei der Durchführung des Projektes wurden wir sowohl mit den<br />
Erfolgen als auch mit für uns unerwarteten Schwierigkeiten, die<br />
uns immer wieder die Komplexität der Projektarbeit in einem<br />
Entwicklungsland aufzeigten, konfrontiert.<br />
Im Januar 2011 starben zwei Frauen an Tuberkulose, der häufigsten<br />
Todesursache bei HIV. Obwohl uns zuvor berichtet worden<br />
war, dass die Mütter sehr mit ihrer Immunschwäche kämpften<br />
und sich ihr Zustand während ihres Krankenhausaufenthaltes<br />
nicht verbesserte, kam die Nachricht für uns unerwartet. Es war<br />
uns nicht bewusst gewesen das trotz unserer Unterstützung, die<br />
in diesem Fall nicht mehr als eine bestmögliche medizinische Behandlung<br />
sicherstellen konnte, so etwas passieren könnte.<br />
Vor eine weitere Herausforderung stellte uns eine Mutter, dessen<br />
Säugling kurz nach Beginn des Projektes an einer Sepsis starb.<br />
Nach dem Verlust ihres Kindes, verweigerte sie zunächst unsere<br />
Hilfe und zog nach Yaoundé. In der darauf folgenden Zeit kam<br />
sie immer wieder auf das Projektteam zu und bat um Unterstützung.<br />
Nachdem sie etwas Geld für Nahrung und Medikamente<br />
erhalten hatte, lief sie jedoch wieder weg. Letztendlich berichtete<br />
das Projektteam beobachtet zu haben, dass sie sich in Yaoundé<br />
prostituieren würde, sodass wir einvernehmlich entschieden<br />
sie nicht weiter zu unterstützen.<br />
Auch die Kommunikation mit Frère Eric war nicht immer einfach<br />
und führte manchmal zu Missverständnissen. Nach dem Tod<br />
der zwei Mütter baten wir Eric keine neuen Frauen in das HIV-<br />
Programm aufzunehmen, zumal durch die langwierige medizinische<br />
Versorgung der Verstorbenen bereits hohe Kosten angefallen<br />
waren. Dennoch wurde uns kurze Zeit später von zwei neuen<br />
Müttern berichtet, die durch das HIV-Projekt Unterstützung erhielten.<br />
Obwohl wir die Situation von Eric, der immer wieder von<br />
vielen Frauen in der Umgebung um Hilfe gefragt wird, verstehen<br />
können, hatte er gegen unsere gemeinsame Absprache agiert.<br />
Weitere Komplikationen entstanden bei den Überweisungen der<br />
zwei größeren Tranchen im August und Dezember 2011. Da das<br />
Geld erst zwei Monate, nach unserem Auftrag in Kamerun einging<br />
und das Projektteam vor Ort in Geldnöte brachte. Um die<br />
laufenden Kosten und vor allem die medizinische Versorgung<br />
der Mütter sicher zu stellen, mussten wir zur Überbrückung jeweils<br />
einen kleinen Betrag über Moneygram schicken.<br />
Projektende<br />
Im August <strong>2012</strong> konnte für drei Mütter das Projekt mit der erfolgreichen<br />
Gründung eines Kleinunternehmens abgeschlossen<br />
werden. Ihr monatliches Einkommen ermöglicht die Versorgung<br />
der Familie, sowie die Durchführung der regelmäßigen medizinischen<br />
Untersuchungen. Zwei der Mütter werden erst im Juli<br />
2013 ihre Ausbildung abschließen, daher werden sie für diesen<br />
Zeitraum weiter unterstützt.<br />
Die hinterlassenen Waisen der verstorbenen Mütter werden<br />
weiterhin von dem Projektteam betreut und erhalten finanzielle<br />
Unterstützung für Nahrung, medizinische Versorgung und<br />
Schulgeld.<br />
Die im Laufe des Jahres <strong>2012</strong> neu aufgenommen Mütter und<br />
eine Mutter des ursprünglichen Kreises erhalten zusätzliches<br />
Kapital um ihr Kleinunternehmen zu verbessern und somit auf<br />
eigenen Beinen stehen zu können.<br />
Alle Säuglinge sind bis auf eines HIV-negativ geblieben. Sie sind<br />
jetzt alle im Alter von zwei Jahren und müssen somit nicht mehr<br />
gestillt werden.<br />
Insgesamt waren wir sehr glücklich bei unserer abschließenden<br />
Projektreise zu sehen, dass die Mütter neue Lebensenergie ausstrahlten<br />
und sich trotz des Virus in einem guten Gesundheitszustand<br />
befinden. Auch wenn das Projekt nicht für alle Mütter<br />
erfolgreich war, haben wir es geschafft den meisten Müttern und<br />
ihren Kindern neue Hoffnung zu schenken und ihnen geholfen<br />
eine eigene Existenz aufzubauen.<br />
Ausblick<br />
Die Mütter werden weiterhin von dem Projektteam vor Ort besucht<br />
und sollen sich bei aufkommenden Schwierigkeiten an<br />
uns wenden können. Die Gemeinschaft, die die Mütter untereinander<br />
gebildet haben wird ihnen außerdem helfen das Gelernte<br />
aufrecht zu erhalten. Von unserer Seite ist das Projekt zunächst<br />
abgeschlossen. Da uns der Bedarf und die ansteigenden Zahlen<br />
HIV-Infizierter jedoch bewusst ist, sind wir bereits dabei eine<br />
Fortsetzung des Projektes sowie ein zusätzliches HIV Präventsionsprojekt<br />
mit Erics Projektteam zu planen.<br />
Unser Dank<br />
Neben den vielen privaten Spendern und Unternehmen, die uns<br />
bei der Finanzierung unterstützt haben, möchten wir uns insbesondere<br />
bei Maria Coutinho, die sich seit vielen Jahren im Rahmen<br />
von CEPS (Centres pour la Promotion Sociale) für Kameruns<br />
Entwicklung einsetzt, bedanken. Sie stand uns sowohl bei der<br />
Konzeptionierung als auch bei der Durchführung des Projektes<br />
immer mit Rat zur Seite und ermöglichte den Müttern eine Teilnahme<br />
an ihren Business Courses in Yaoundé.<br />
Das<br />
Projektteam<br />
mit Lisanne<br />
Grünherz<br />
Drei<br />
Mütter des<br />
Projektes<br />
mit neuer<br />
Hoffnung<br />
18<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
19
Konzeptionelle Projekte<br />
Students for Cameroon<br />
Im Rahmen von Famulaturen bieten wir Medizinstudenten die Möglichkeit das Gesundheitsystems<br />
in Kamerun kennen zu lernen und unsere Projekte zu besuchen!<br />
Projektleiter<br />
Julia Ruhland<br />
Projektzeitraum März <strong>2012</strong> - April <strong>2012</strong><br />
Kooperationspartner Buea Regional Hospital<br />
Ort<br />
Buea, Kamerun<br />
Projektbudget -<br />
Projekthintergrund und - konzept<br />
Das Projekt Students for Cameroon bietet nicht nur engagierten<br />
Medizinstudenten aus München die seltene Möglichkeit das Gesundheitssystem<br />
in Kamerun kennen zu lernen, sondern ermöglicht<br />
es Campus for Change auch regelmäßig den Fortschritt der<br />
Projekte in Kamerun zu beobachten.<br />
Zu diesem Zweck wurde eine Kooperation mit dem Lehrkrankenhaus<br />
„Buea Regional Hospital“ in Kamerun aufgebaut, welches<br />
regelmäßig Praktikumsplätze für deutsche Medizinstudenten<br />
bereitstellt. Im Rahmen des Medizinstudiums gibt es mehrere<br />
einmonatige Pflichtpraktika, sogenannte Famulaturen, welche<br />
die Studenten vor ihrem Examen absolvieren müssen. Dabei<br />
lernen sie durch die Mitarbeit im Ärzteteam im Krankenhaus<br />
den praktischen Umgang mit Patienten sowie die Durchführung<br />
grundlegender Eingriffe und Therapien. Engagierte und zuverlässige<br />
Famulanten stellen dabei durchaus eine Unterstützung<br />
für das Personal dar, indem sie einfache Aufgaben möglichst<br />
selbstständig übernehmen und gewissenhaft durchführen.<br />
Durch die Mitarbeit der Medizinstudenten im Buea Regional<br />
Hospital soll eine Basis gegenseitiger Wertschätzung entstehen,<br />
sodass beide Seiten voneinander lernen können und zwei Welten<br />
ein Stück weiter zusammenwachsen.<br />
Im Anschluss an die Famulatur besuchen die Studenten zudem<br />
die Projekte von Campus vor Change in Kamerun und berichten<br />
dem Team in München über ihre Erfahrungen. Hierzu fertigen sie<br />
am Ende der Projektreise eine ausführliche Dokumentation an.<br />
Die Kosten für die Reise werden dabei von den Studenten selbst<br />
getragen. Es gibt allerdings eine Reihe von Auslandsstipendien<br />
verschiedener Stiftungen für die sich die Studenten mit Hilfe von<br />
Campus for Change bewerben können.<br />
Bericht Students for Cameroon <strong>2012</strong><br />
„Famulatur in Buea<br />
Das Buea Regional Hospital in der Provinz Südwest Cameroon umfasst<br />
140 Betten und ein Team von 14 Ärzten. Das Krankenhaus ist<br />
Students for Cameroon<br />
Buea, Kamerun<br />
in vier Sektionen gegliedert: Chirurgie mit zwei OP-Sälen, Pädiatrie,<br />
Gynäkologie und Innere Medizin mit einer abgetrennte Tuberkulose-Einheit.<br />
Des Weiteren ist ein Zahnarzt, ein Ophthalmologe, eine Notambulanz<br />
und ein relativ neues Dialysezentrum vor Ort.<br />
Bei unserer freundlichen Begrüßung durch den Klinikleiter Dr. Mbome<br />
bekamen wir bei der Führung durch das Krankenhaus gleich<br />
einen Eindruck von der medizinischen Arbeit und insbesondere von<br />
den Unterschieden zu einem europäischen Krankenhaus.<br />
Da es in Kamerun keine Krankenversicherungen gibt, muss jeder<br />
Patient für seine Behandlung und seinen Krankenhausaufenthalt<br />
selbst bezahlen, und zwar im Voraus. Kann er es sich nicht leisten,<br />
muss die Behandlung gegebenenfalls unterlassen werden, oder die<br />
Ärzte versorgen ihn dennoch, ohne Honorar.<br />
Bei stationärer Aufnahme in die Klinik wird jeder Patient von Angehörigen<br />
versorgt, sowohl was Pflege, als auch Verpflegung betrifft.<br />
So ist es nicht selten, dass man auf dem Krankenhausgelände Frauen<br />
Waschen oder Essen zubereiten sieht.<br />
Der hygienische Umgang mit Krankheiten wird im Krankenhaus<br />
durch einen Mangel an fließendem Wasser - während unseres Aufenthaltes<br />
zwei mal drei Stunden pro Tag, sowie mangelnde Desinfektion,<br />
Sterilisation und Isolation erschwert. Bringt der Patient keinen<br />
Alkohol für die Handdesinfektion seines behandelnden Arztes<br />
mit, ist auch nicht gewährleistet, dass dieser diese vornimmt.<br />
Trotz der vielen Mängel auch in der apparativen Ausstattung, sind<br />
die Mediziner vor Ort durch ihren enormen Erfahrungsschatz an<br />
Untersuchungstechniken und Blickdiagnostik in der Lage ihren Patienten<br />
zu helfen. Durch die Teilnahme an derartigen Untersuchungen<br />
und Behandlungen konnten wir sehr viel lernen! Zudem haben<br />
uns die Leidenschaft und Überzeugung, sowie die praktischen und<br />
theoretischen Kenntnisse, die wir bei den örtlichen Ärzten erlebt haben,<br />
mit Sicherheit genauso beeindruckt wie exotische, für dortige<br />
Verhältnisse aber oft alltägliche Krankheitsbilder.<br />
Im Rahmen unserer Famulatur kamen wir schnell in Kontakt mit<br />
den Studenten aus Buea. Wir nahmen an einigen ihrer Kurse und<br />
Vorlesungen teil und konnten so auch privat schöne Einblicke in<br />
das wahre Leben in Kamerun gewinnen. Dazu gehörten neben<br />
traditionellem Essen, das wir als teils wirklich gut, teils als sehr gewöhnungsbedürftig<br />
einstuften, zum Beispiel auch Kirchen- und<br />
Marktbesuche.<br />
Auch durch unsere Unterkunft bei einer Krankenschwester des Klinikums<br />
waren wir ganz nah am Alltag dran, was wir sehr zu schätzen<br />
wussten. In Buea und der Klinik wurden wir überall mit viel Wärme<br />
empfangen, so dass wir uns gleich sehr wohl und in gewissem Sinne<br />
nach ein paar Wochen auch heimisch fühlten.<br />
Unsere Freizeit haben wir mit Ausflügen an den nahen Strand in<br />
Limbe, einer 2-tägigen Bergtour auf den Mount Cameroon und<br />
Stadtbesuchen in nahegelegene Orte genutzt und sehr genossen.<br />
Projektreise nach Bamenda und Foumban<br />
Nach vier Wochen in Buea ging es dann weiter Richtung Norden, wo<br />
wir die Projekte von Campus for Change besuchen wollten, um uns<br />
ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können.<br />
Unsere Reise führte uns zuerst nach Bamenda, wo wir die nahegelegene<br />
Krankenstation in Sabga, die mit finanzieller Hilfe von Campus<br />
for Change 2010 errichtet werden konnte, besuchten.<br />
Die 25 Betten große Einheit befindet sich in erhöhter Lage in einer<br />
ansonsten an medizinische Versorgung schlecht angeschlossenen<br />
Gegend und wird von einem unglaublich engagierten Team bestehend<br />
aus einem Krankenpfleger, einer Pharmazeutin und einem Laborarbeiter<br />
durch die gegebenen Schwierigkeiten geleitet.<br />
Überhaupt lernten wir viele beeindruckende Menschen auf unserer<br />
Reise kennen, wie auch bei unserer nächsten Station in Foumban.<br />
Hier besuchten wir das Projekt „Hoffnung trotzt HIV“, welches 2010<br />
von Campus for Change ins Leben gerufen worden war.<br />
Die Famulanten<br />
<strong>2012</strong> mit Ärztinnen<br />
des Buea Regional<br />
Hospitals<br />
Untergebracht in der leeren Hausmeisterwohnung des dortigen<br />
Krankenhausess und bemüht aufgenommen von dem lokalen Projektteam<br />
bestehend aus Klinikmitarbeitern und Angehörigen der<br />
Baptistischen Glaubensgemeinschaft, konnten wir alle in dem Projekt<br />
aufgenommenen Frauen und ihre Kinder meist direkt in ihrem<br />
Lebensumfeld besuchen und uns ein Bild von der Situation vor Ort<br />
machen. Durch ausgiebige Gespräche mit den Frauen über ihre momentane<br />
Lage und ihren Gesundheitszustand konnten wir sehen,<br />
wo die Projektarbeit schon gefruchtet hatte und wo noch Handlungsbedarf<br />
bestand.<br />
Zudem lernten wir Sr. Angela, eine ursprünglich aus Sambia stammende<br />
Ordensschwester, kennen, die sich mit großem Engagement<br />
für die Belange der Frauen und Kinder vor Ort einsetzt. Da sie in<br />
einer Schule tätig ist, wurde uns auch die Problematik zweier Waisenkinder<br />
in Foumban dargelegt, die aufgrund schwieriger Familienverhältnisse<br />
und Armut am ordentlichen Besuch der Schule und<br />
so am Aufbau ihrer eigenen Zukunft gehindert wurden.<br />
Auch diese beiden Kinder werden nun von Campus for Change<br />
unterstützt, was uns besonders freut, weil sie uns in unserer Zeit in<br />
Foumban doch sehr ans Herz gewachsen sind.<br />
Mit wahnsinnig vielen neuen, schönen, intensiven und auch bewegenden<br />
Eindrücken traten wir vier „whiteman!“, wie wir überall genannt<br />
wurden, unsere letzte, zehnstündige Busfahrt von Foumban<br />
nach Douala an, von wo uns der Flieger wieder sicher und gesund<br />
nach Deutschland brachte.“<br />
20<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
21
Finanzierungsprojekte<br />
Hilfe für Chinchpada!<br />
Durch die Finanzierung eines Krankenwagens wurde die Krankenversorgung für erkrankte<br />
und verletzte Menschen im Bundesstaat Maharashtra verbessert!<br />
Projektleiter<br />
amrei Aufderheide<br />
Projektzeitraum Januar <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />
Kooperationspartner Dr. D. B. & Dr. L. Gahukamble<br />
Ort<br />
Chinchpada, Indien<br />
Projektbudget 14.903 €<br />
Projekthintergrund<br />
Indien ist, obwohl es sich um ein relativ erfolgreiches Schwellenland<br />
handelt, noch von extremer Armut großer Bevölkerungsteile,<br />
vor allem im ländlichen Raum, geprägt. Das staatliche<br />
Gesundheitssystem leidet unter Korruption, Privatkliniken sind<br />
für die ländliche Durchschnittsbevölkerung unerschwinglich.<br />
Christliche Krankenhäuser, wie das Chinchpada Christian Hospital,<br />
werden deshalb besonders von der Landbevölkerung geschätzt;<br />
es werden Patienten aller Glaubensrichtungen aufgenommen<br />
und ohne Bewertung der Religionszugehörigkeit mit<br />
derselben Zuwendung behandelt. Gleichzeitig gibt es eine unterschwellige<br />
Diskriminierung christlicher Einrichtungen durch<br />
die hinduistische Verwaltung, so dass die tägliche Arbeit und<br />
auch Weiterentwicklungen behindert werden. Die Projektpartner<br />
zeigen jedoch bewundernswerte Energie und Durchhaltevermögen<br />
mit diesen Hindernissen umzugehen.<br />
Das Chinchpada Christian Hospital ist ein Missionskrankenhaus<br />
der Emmanuel Hospital Association im Norden des indischen<br />
Bundesstaates Maharashtra. Der Gebäudekomplex wurde im<br />
Jahr 1942 erbaut und umfasst Schlafräume für ca. 60 Patienten,<br />
einen Kreissaal, einen OP, einen Röntgenraum, ein Labor,<br />
Ambulanzräume und Verwaltungsräume. Pro Jahr werden ungefähr<br />
6500 ambulante und 2000 stationäre Patienten behandelt,<br />
rund 250 Operationen und rund 200 kleinere chirurgische<br />
Eingriffe durchgeführt und ca. 250 Kinder kommen im Chinchpada<br />
Christian Hospital zur Welt. Das Krankenhaus ist in einem<br />
großen Umkreis bekannt für seine gute Patientenversorgung<br />
und wird besonders von Patientinnen mit gynäkologischen Beschwerden<br />
von weit her aufgesucht. Viele Patienten kommen<br />
aus über 250km Entfernung ins Chinchpada Christian Hospital,<br />
was für sie oft eine Tagesreise bedeutet. Die Kosten für die zum<br />
großen Teil materiell sehr armen Bauern werden dabei so niedrig<br />
wie möglich gehalten, obwohl die Behandlungskosten die<br />
einzigen Einnahmen des Krankenhauses sind. Dadurch stehen<br />
dem Krankenhaus sehr begrenzte Mittel zur Verfügung, sodass<br />
die Gebäude stark renovierungsbedürftig sind. Zudem ist die<br />
Strom- und Wasserversorgung sehr unregelmäßig, worunter besonders<br />
der hygienische Standard leidet. Strom aus dem öffentlichen<br />
Stromnetz steht nur stundenweise und meist nur nachts<br />
zur Verfügung. Das Notstromaggregat reicht bei Operationen oft<br />
nicht für die gleichzeitige Versorgung von Licht und Absaugung,<br />
geschweige denn die Versorgung des Beatmungsgerätes. Zudem<br />
ist die Versorgung von Schwerverletzten nur unzureichend<br />
gewährleistet. Für den Transport von schwerverletzten Patienten<br />
oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem Krankenhaus<br />
nicht therapiert werden können, steht kein angemessenes Transportmittel<br />
zur Verfügung.<br />
Projektpartner<br />
Das Krankenhaus wird von zwei Ärzten geleitet. Mrs Gahukamble<br />
ist ausgebildete Pathologin und ist für das Labor, die Pathologie<br />
und die Verwaltung zuständig und ist die Hauptansprechpartnerin<br />
vor Ort. Mr Gahukamble ist ausgebildeter Kinderchirurg und<br />
übernimmt normalerweise die komplette Patientenversorgung<br />
(Ambulanz, Visite, Operationen). Im Oktober 2010 waren Mrs<br />
und Mr Gahukamble eigentlich nur zu Besuch in Chinchpada.<br />
Als sie allerdings die Not der Menschen vor Ort und den Mangel<br />
an Ärzten in dem Krankenhaus sahen, beschlossen sie dort zu<br />
bleiben und ihr Leben 24 Stunden 365 Tage im Jahr dem Krankenhaus,<br />
den Patienten und der benachbarten Schule und deren<br />
Schülern zu widmen.<br />
Projektkonzept<br />
Hilfe für Chinchpada<br />
Chinchpada, Indien<br />
Während einer Famulatur in Indien lernte die Münchener Medizinstudentin<br />
Amrei Aufderheide das Chinchpada Christian Hospital<br />
und das Ehepaar Gahukamble kennen. Schnell entstand die<br />
Idee, gemeinsam mit Campus for Change ein Projekt zu initiieren,<br />
um die Patientenversorgung dort mit einfachen Mitteln zu<br />
verbessern.<br />
Projektziele<br />
Die Finanzierung eines Krankenwagens inkl. Beatmungsgerät<br />
und Sauerstoffkonzentrator soll den Transport von schwerverletzten<br />
Patienten oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem<br />
Krankenhaus nicht therapiert werden können, adäquat - mit<br />
Sauerstoff und intravenöser Flüssigkeits- und Medikamentenversorgung<br />
- sicherstellen. Außerdem soll der Krankenwagen den<br />
Besuch schwerkranker Patienten aus den umliegenden Dörfern<br />
sowie ihren Transport ins Krankenhaus ermöglichen. So können<br />
das Leiden der Patienten verringert und die Überlebenschancen<br />
gesteigert werden. Darüber hinaus können mit dem Krankenwagen<br />
Sauerstoffzylinder aus dem 140km entfernten Dhule geholt<br />
werden, was zur Zeit nur mit den Schulbussen der benachbarten<br />
Schulen möglich ist und somit nur in der schulfreien Zeit.<br />
Für das Jahr 2013 planen wir desweiteren die Finanzierung, Bereitstellung<br />
und Installation von einer Photovoltaik-Anlage zur<br />
konstanteren Stromversorgung (vor allem tagsüber) des Krankenhauses.<br />
Gegebenenfalls sollen auch hierzu notwendige Renovierungsmaßnahmen<br />
durchgeführt werden.<br />
Durch eine bessere Stromversorgung durch Solarzellen wird sich<br />
die Situation im Krankenhaus für alle Patienten verbessern. Insbesondere<br />
sollen jedoch der Ablauf im OP durch eine stabilere<br />
Stromversorgung reibungsloser und somit die OP-Risiken für<br />
jeden Patienten gesenkt werden.<br />
Projektarbeit <strong>2012</strong><br />
Das Projektkonzept, Finanzierung und rechtliche Dokumente<br />
(Contract, Application of funds, Confirmation of receipt, Project<br />
report) konnten bis Ende Juni von den unterschiedlichen Bereichen<br />
von Campus for Change fertiggestellt werden.<br />
Am 28.7.<strong>2012</strong> wurde der unterzeichnete Vertrag von Mrs & Mr<br />
Gahukamble postalisch an Campus for Change zugesendet, sodass<br />
am 16.8.<strong>2012</strong> die erste Überweisung von 13.548€ auf das<br />
Konto des Chinchpada Christina Hospital erfolgen konnte. Der<br />
Eingang des Geldes wurde am 18.8.<strong>2012</strong> von Mrs Gahukamble<br />
per Email bestätigt.<br />
Durch Steuererhöhungen war der Preis des Krankenwagens<br />
beim Kauf seit Einholung des Kostenvoranschlags um 800€<br />
(55.000INR) gestiegen. Aus den 10% Sicherheitsreserve, die<br />
Campus for Change für das Projekt beanschlagt hatte, konnte<br />
diese Kostensteigerung gedeckt werden. Am 30.11.<strong>2012</strong> erfolgte<br />
dementsprechend eine Überweisung von 800€ auf das Konto<br />
des Chinchpada Christian Hospital.<br />
Krankenwagen, Beatmungsgerät und Sauerstoffkonzentrator<br />
stehen dem Krankenhaus seit Anfang Dezember zur Verfügung.<br />
Schwierigkeiten und Erfolge<br />
Durch interne Umstrukturierungen bei Campus for Change und<br />
rechtliche Unklarheiten zog sich die Fertigstellung aller notwendigen<br />
Dokumente für das Projekt von Januar bis Juni <strong>2012</strong> hin.<br />
Die Preiserhöhung des Krankenwagens konnte aus den 10%<br />
Sicherheitsreserve, die Campus for Change veranschlagt hatte,<br />
gedeckt werden.<br />
Mit Mrs. & Mr. Gahukamble hat Campus for Change einen ambitionierten<br />
und zuverlässigen Projektpartner. Die Kommunikation<br />
via Email funktioniert sehr gut und meist auch sehr zügig. Sollte<br />
eine Antwort einmal nicht schnell genug kommen, reicht eine<br />
kurze Nachfrage und Bitte um schnelle Antwort, um umgehend<br />
alle benötigten Informationen zu bekommen.<br />
Ausblick<br />
Für den Abschluss der ersten Phase des Projekts müssen „Application<br />
of funds“ und „Confirmation of receipt“, die sich momentan<br />
auf dem Postweg befinden, Campus for Change vorliegen.<br />
Ein „Project report“ soll von den Projektpartnern geführt werden<br />
und im ersten Jahr alle 3 Monate an Campus for Change gesendet<br />
werden, um die Nutzung des Krankenwagens zu evaluieren.<br />
Famulanten der TU München werden sich im Februar 2013 ein<br />
Bild von der Situation vor Ort machen.<br />
Für dieses Jahr ist die Fortsetzung des Projektes geplant um in<br />
enger Zusammenarbeit mit Mrs. Und Mr. Gahukamble sinnvolle<br />
Investitionen sowie deren Chancen und Schwierigkeiten zu<br />
identifizieren. Die Finanzierung, Bereitstellung und Installation<br />
von einer Photovoltaik-Anlage zur konstanteren Stromversorgung<br />
(vor allem tagsüber) des Krankenhauses und ggf. hierzu<br />
notwendige Renovierungsmaßnahmen werden hierbei das erste<br />
zu prüfende Ziel sein.<br />
Das Team des Krankenhauses mit dem neu erworbenen Krankenwagen sagt Danke!<br />
22<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
23
Finanzierungsprojekte<br />
Scholarships for Change - Nairobi<br />
Ein Studium für Schüler aus dem Korogocho Slum in Nairobi als Ausweg aus der Negativspirale<br />
des Slums!<br />
Projektleiter<br />
max Hoogen<br />
Projektzeitraum<br />
November<strong>2012</strong>-November2015<br />
Kooperationspartner Hands of Care and Hope<br />
Ort<br />
nairobi, Kenia<br />
Projektbudget 15.131 €<br />
Projekthintergrund<br />
Nairobi (enkare nyrobi, Masai: Stadt des kühlen Wassers) verdankt<br />
seine Existent der Eisenbahn. Es wurde 1899 von der<br />
Eisenbahngesellschaft Uganda Railway auf der Hälfte der Strecke<br />
vom Indischen Ozean zum Viktoria-See als Eisenbahnlager<br />
errichtet. Der Stützpunkt wuchs schnell und wurde 1905 zur<br />
Hauptstadt des britischen Ost-Afrika-Protektorats ernannt. Nach<br />
der Unabhängigkeitserklärung Kenias 1963 wurde Nairobi die<br />
Hauptstadt und ist heute zentrale Metropole Ostafrikas, nach<br />
Johannisburg wichtigstes Medienzentrum Afrikas und einer der<br />
vier UNO-Sitze.<br />
Die Perspektive abseits der politischen Elite sieht anders aus: Es<br />
gibt unzählige, teilweise ineinander übergehende Slumgebiete<br />
in Nairobi. Nairobi selbst zählt derzeit ca. 200 Slums und informelle<br />
Wohngebiete (ca. 5% der Fläche der gesamten Stadt). Ca.<br />
2,5 Millionen von 4 Millionen Einwohnern in Nairobi leben in<br />
Slums oder slumähnlichen Wohngebieten. Die drei größten sind<br />
Kibera mit ca. einer Million Einwohnern, Mathare Valley mit ca.<br />
500.000 Einwohnern und die Nordöstlichen Viertel Korogocho,<br />
Kariobangi, Huruma, Madoya und Dandora mit weiteren 500.000<br />
Einwohnern. Das Viertel Korogocho zählt ca. 120.000 Bewohner<br />
auf einem Quadratkilometer. Korogocho ist eine illegale Ansiedlung,<br />
die bereits Anfang der 80-iger Jahre entstand und zum Teil<br />
auf Staatsland, zum Teil auf Privatland angesiedelt ist. Die Bevölkerung<br />
stammt aus ca. 30 verschiedenen Stämmen und Ethnien.<br />
Mehr als 75% der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre. Das Leben<br />
im Slum wird gezeichnet von Armut, Beschäftigungslosigkeit,<br />
fehlender Infrastruktur (ausreichend Schulen, funktionierendes<br />
Gesundheitssystem, fehlendes Abwassersystem etc.), Überbevölkerung,<br />
Krankheit, Drogenmissbrauch, Prostitution, Alkoholismus,<br />
häuslicher Gewalt und Kriminalität. Es gibt wenige staatliche<br />
Schulen. Die Privatschulen, die sich aus Eigeninitiative von<br />
Mitgliedern der Bevölkerung entwickeln befinden sich in informellen<br />
Hütten und sind aufgrund von übermäßig großen Schülerzahlen<br />
und keinerlei Unterstützung fast ineffizient. Einige<br />
besser organisierte Schulen werden von Vertretern von verschiedenen<br />
Glaubensgemeinschaften betrieben. Korogocho, wie die<br />
anderen Slums im Nordosten der Stadt liegt an der großen und<br />
einzigen Mülldeponie Nairobis. Sie ist für die Bewohner zum einen<br />
Segen, da sie eine wichtige Einnahmequelle darstellt, zum<br />
anderen Fluch, da durch ständig andauernde Schwellbrände die<br />
Luft von giftigen Gasen erfüllt ist. Jährlich werden in den Krankenhäusern<br />
ehrenamtlich ca. 10.000 Menschen aus den Slums<br />
mit starken Atembeschwerden und Vergiftungen behandelt.<br />
Projektpartner<br />
Hands of Care and Hope wurde im Jahre 2006 durch Schwester<br />
Lydia Pardeller gegründet und gehört zu dem Orden der Franciscan<br />
Missionary Sisters of Africa.<br />
Ziel der Organisation „Hands of Care and Hope“ ist es insbesondere<br />
den Kindern und Jugendlichen im Korogocho Slum eine<br />
Perspektive für ein Leben außerhalb des täglichen Überlebenskampfes<br />
auf der Mülldeponie mit Hungerleiden, Krankheiten,<br />
Gewalt, Verbrechen und Prostitution zu bieten. Der Haupthebel<br />
hierfür ist die Bildung und Ausbildung. Deswegen unterhalten<br />
die Schwestern mehrere Schulen und ein Jugendzentrum in<br />
denen sie die Schüler ausbilden, mit warmen Mahlzeiten versorgen<br />
und durch Sozialarbeiterinnen betreuen. Derzeit besuchen<br />
knapp 1000 Kinder die Schulen und 37 Jugendliche profitieren<br />
von einer Berufsausbildung.<br />
Darüber hinaus betreiben die Schwestern eine Armenküche mit<br />
der sie alte, kranke und alleingelassene Menschen mit Essen<br />
versorgen, ein Selbsthilfezentrum für an AIDS erkrankte Frauen<br />
sowie verschiedene Wohn- und Wasserprojekte.<br />
Projektkonzept<br />
Scholarships for Change<br />
Nairobi, Kenia<br />
Im Korogocho Slum unterhält Hands of Care and Hope die „New<br />
Hope“ Schule und sichert damit 220 Kindern den regelmäßigen<br />
Schulbesuch sowie eine zusätzliche Versorgung mit Nahrung<br />
und essentieller medizinischer Betreuung. Das Thema Gesundheit<br />
ist ein integraler Teil des Curriculums an der Schule. HIV<br />
Präventions – und Aufklärungsprogramme, aber auch die Prävention<br />
von Malaria und TB sowie Unterricht in Ernährung und<br />
Hygiene und Projekte zur Bewahrung der Umwelt werden den<br />
SchülerInnen vermittelt.<br />
Die New Hope School wird von Kindern besucht, die zum Großteil<br />
in ihrem Leben bereits Situationen erlebt haben, die ihren<br />
Entwicklungsprozess beeinträchtigten, die ihre Existenz bedrohten<br />
oder die sie vor Herausforderungen stellte, die sie kaum bewältigen<br />
konnten. Viele der Kinder sind Voll-oder Halbwaisen,<br />
viele haben Gewalt in ihrer Familie oder in ihrem näheren Umfeld<br />
erlebt, alle kämpfen mit der Armut, den schlechten hygienischen<br />
Bedingungen im Slum, viele sind Erhalte ihrer Familien<br />
oder müssen durch ihre Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen.<br />
Einige waren in der Vergangenheit delinquent oder waren gezwungen<br />
ihre Arbeitskraft aber auch ihren Körper zu verkaufen.<br />
Einige der Kinder sind selber erkrankt oder mit dem HI Virus<br />
infiziert. Neben der schulischen Betreuung wird in der Schule<br />
New Hope viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder auch durch<br />
eine Sozialarbeiterin betreut werden. Die Sozialarbeiterin steht<br />
den Kindern auch nach dem Unterricht zur Verfügung und unterstützt<br />
sie in Alltagsproblemen, ist Ansprechpartnerin für ihre<br />
Probleme und organisiert Peer-Groups, in denen sich die Kinder<br />
gegenseitig unterstützen. Sie führt auch gelegentlich Hausbesuche<br />
durch und vermittelt zwischen Eltern/Betreuern und der<br />
Schule. Wenn es die Zeit erlaubt, versucht sie den Entwicklungsstand<br />
und das Verhalten der Kinder regelmäßig zu erfassen. In<br />
Konfliktfällen (Drogenmissbrauch, Delinquenz, Gewalterfahrungen)<br />
vermittelt sie und versucht mit den Kindern Lösungswege<br />
zu entwickeln.<br />
Es ist der New Hope School wichtig, dass die Kinder eine konkrete<br />
Ansprechpartnerin haben, an die sie sich wenden und auf<br />
die sie sich verlassen können. Nach dem Abschluss der Schule<br />
existiert jedoch eine kritische Schwelle, da die Schüler in gewisser<br />
Hinsicht ein geordnetes System verlassen. Wichtig ist vor allem<br />
hier wieder eine neue Perspektive zu bieten, die sich durch<br />
die Schulausbildung eröffnet hat. Dabei sind eine berufliche<br />
Ausbildung und der direkte Einstieg in einen Beruf die beiden<br />
populärsten Wege. Jedoch gibt es auch Schüler, die gerne ein<br />
Hochschulstudium absolvieren würden. Da die Schüler jedoch<br />
über keinerlei Einkommen oder finanzielle Ersparnisse verfügen,<br />
können sie ein derartiges Studium, welches mit verhältnismäßig<br />
hohen Studiengebühren in Kenia einhergeht, in den seltensten<br />
Fällen finanzieren.<br />
Im Rahmen dieses Projektes setzt Campus for Change genau hier<br />
an und fördert Bildung als Ausweg aus der Negativspirale des<br />
Slums in dem drei Absolventen die Aufnahme eines Studiums an<br />
der Kenya College of Accountancy University im Jahr 2013 finanziert<br />
wird. Die Finanzierung umfasst laufende Hochschulkosten,<br />
Lernmaterialien und Verpflegung mit Nahrung und Medizin. Die<br />
Stipendiaten haben zudem noch eine enge Verbindung zu ihrer<br />
ehemaligen Schule, an der sie eine medizinische Grundversorgung<br />
und Zugang zu Mahlzeiten erhalten.<br />
Projektarbeit <strong>2012</strong><br />
Nachdem alle organisatorischen und finanziellen Weichen gestellt<br />
wurden, konnten im August <strong>2012</strong> die Stipendiaten durch<br />
die Mitarbeiter von „Hands of Care and Hope“ vorgeschlagen<br />
und seitens „Campus for Change“ bestätigt werden. Als Entscheidungsbasis<br />
dienten hierbei neben den schulischen Leistungen<br />
und der Qualifikation für ein Hochschulstudium vor allem die<br />
Motivation und das Werteempfinden der Schulabsolventen,<br />
welche die lokalen Mitarbeiter über viele Jahre im täglichen Umgang<br />
mit den Stipendiaten an der Schule erleben konnten. Die<br />
drei Stipendiaten haben sich für die Studienrichtungen Accounting<br />
Option und Accountancy entschieden. Wir freuen uns, den<br />
angehenden Studenten auf ihrem weiteren Weg im Studium, der<br />
mit der Einschreibung im November <strong>2012</strong> begonnen hat, helfen<br />
zu können.<br />
Kondolenz- und Danksagung<br />
Neben all diesen erfreulichen Entwicklungen sind wir jedoch<br />
sehr traurig über den unerwarteten Tod von Schwester Lydia<br />
Pardeller, auf deren Initiative hin wir das Projekt gestartet haben<br />
und die seitdem unsere Projektpartnerin war. Schwester Lydia<br />
hat sich über fast vier Jahrzehnte hinweg voller Leidenschaft,<br />
Hingabe und Hilfsbereitschaft für diejenigen eingesetzt, denen<br />
das Leben sonst keine Hilfe geboten hat. Am 07. November<br />
<strong>2012</strong> verstarb sie nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von<br />
76 Jahren. Ihre Herzensgüte und aufrichtige Art werden wir in<br />
Erinnerung behalten und in unserer Projektarbeit zusammen<br />
mit unserer neuen Projektpartnerin, Marianne Sautner, vor Ort<br />
fortführen.<br />
Fazit und Ausblick<br />
So werden im Januar 2013 unsere drei Stipendiaten Dorcas,<br />
Susan und John ihr Studium an der Universität von Nairobi beginnen.<br />
Zusätzlich zur finanziellen Förderung planen wir vor allem<br />
auch ein Netzwerk zwischen kenianischen und deutschen<br />
Studenten aufzubauen. Wir hoffen auf die Weise einen kleinen<br />
Beitrag zum Ausbruch aus der Negativspirale des Lebens im<br />
Korogocho-Slum zu leisten. Zunächst ganz direkt für die drei Stipendiaten<br />
und mittelfristig für eine wachsende Anzahl an Menschen,<br />
die von steigender Bildung profitieren.<br />
24<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
25
Finanzierungsprojekte<br />
Scholarships for Change - Lombok<br />
mehr Campus für Olasiti Garden<br />
Verpflegung und Bildung als Zukunftsperspektive für Straßenkinder aus Indonesien!<br />
Ausbau einer Schule um den Zugang zur Bildung sowie die hygienische Versorgung von<br />
Kindern in Tansania zu verbessern!<br />
Projektleiter<br />
Dominik Getzinger<br />
Projektleiter<br />
florence Bieringer<br />
Projektzeitraum<br />
November<strong>2012</strong>-November2015<br />
Projektzeitraum März <strong>2012</strong> - Oktober <strong>2012</strong><br />
Kooperationspartner<br />
Peduli Anak Foundation<br />
Kooperationspartner<br />
Kipepeo Clothing<br />
Ort<br />
Lombok, Indonesien<br />
Ort<br />
arusha, Tansania<br />
Projektbudget 3.456€<br />
Projektbudget -<br />
Scholarships for Change<br />
Lombok, Indonesien<br />
Mehr Campus für Olasiti Garden<br />
Arusha, Tansania<br />
Projekthintergrund<br />
Lombok ist eine Insel in Indonesien. Sie ist Teil der kleinen Sundainseln<br />
und befindet sich in der Provinz Nusa Tenggara Barat.<br />
Auf Lombok leben knapp 3,1 Millionen Einwohner. Oft auch als<br />
„Bali’s Schwesterinsel“ bezeichnet, ist die noch etwas unberührtere<br />
Insel nicht so stark von Touristen frequentiert wie Bali selbst.<br />
Jedoch bietet die Insel viel Potential für Tourismus wie auch für<br />
landwirtschaftlichen Anbau. Obwohl die Insel aus Sicht der ersten<br />
Welt als ökonomisch schwach gelten würde, können viele Familien<br />
mit ihrem Einkommen von weniger als 1$ pro Tag überleben.<br />
Trotzdem ist die Armutsrate mit knapp 23% vergleichsweise<br />
hoch. Die steigenden Preise für Nahrung, Unterkunft, Leben,<br />
Ausbildung, usw. sind eine weitere Belastung für die Einwohner<br />
von Lombok. Vor allem auf Grund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten<br />
bleibt manchen Familien nichts anderes übrig, als ihre<br />
Kinder auszusetzen, um selbst überleben zu können. Dies sorgt<br />
für eine große Anzahl an Straßenkindern. Genau aus diesen<br />
Gründen hat Chaim Fetter 2006 Peduli Anak, einen Zufluchtsort<br />
für Lombok’s Straßenkinder, gegründet. Auf diese Organisation<br />
ist Campus for Change Mitglied David Wilhelm im Rahmen eines<br />
Aufenthalts in Lombok aufmerksam geworden. Nach einem Tag<br />
im Child Development Center von Peduli Anak, der Teilnahme<br />
am Schulunterricht, dem Spielen mit den Kindern und der Auseinandersetzung<br />
mit Peduli Anaks Arbeitsweise, war für David klar<br />
- dieser Organisation möchte ich helfen.<br />
Projektpartner<br />
Die Non-Profit Organisation Peduli Anak wurde 2006 in den<br />
Niederlanden mit dem Ziel den Straßenkindern in Lombok eine<br />
bessere Zukunft zu ermöglichen, gegründet. Um dies zu verwirklichen<br />
wurde ein Kinderheim errichtet, das den Straßenkindern<br />
eine Unterkunft, Nahrung, medizinische Versorgung sowie eine<br />
Schulausbildung ermöglicht. Chaim Fetter, der Gründer von Peduli<br />
Anak, hat die Organisation nicht nur sehr professionell aufgebaut,<br />
er hat auch gute Kontakte zu Politikern, Ministern und<br />
Unternehmen geknüpft. Dadurch hat er weitere Sponsoren gewonnen,<br />
den Bekanntheitsgrad von Peduli Anak gesteigert und<br />
eine Möglichkeit für Berufspraktikas für die Kinder etabliert. Er<br />
und seine Frau haben sich mit Leib und Seele dem Projekt verschrieben<br />
und arbeiten Vollzeit daran, den Kindern eine bessere<br />
Zukunft zu geben. Neben Campus for Change unterstützt auch<br />
die niederländische Organisation „Join!ForKids“ Peduli Anak<br />
durch 15 Stipendien und ist überzeugt von Peduli Anaks Ansatz.<br />
Projektinhalt und Maßnahmen<br />
In Kooperation mit der lokalen Hilfsorganisation „Peduli Anak“<br />
ermöglicht Campus for Change e. V. den zwei ehemaligen Straßenkindern<br />
Sapiudin (17) und Andi Rahman (12) den Besuch<br />
des Child Developement Center. In Form von Stipendien wird<br />
die Finanzierung für eine Laufzeit von drei Jahren übernommen.<br />
Eine Verlängerung beziehungsweise Ausweitung des Projekts<br />
ist möglich. Das Stipendium enthält Versorgung mit Nahrung,<br />
Unterkunft, Kleidung, medizinische Versorgung und psychologische<br />
Betreuung. Die Kosten pro Stipendium pro Jahr und Kind<br />
belaufen sich auf 576€.<br />
Durch das Stipendium müssen sich die Kinder nicht auf der Straße<br />
durchschlagen, sondern können in einem behütetem Umfeld<br />
aufwachsen. Im Child Development Center werden sie versorgt<br />
und erfahren eine liebevolle Erziehung. Durch die Möglichkeit<br />
ihre Freizeit selber zu gestalten, sowie spielerisch Regeln kennenzulernen<br />
bietet die Umgebung in Peduli Anak sehr gute<br />
Voraussetzungen dafür, dass die Kinder erfolgreich in die Gesellschaft<br />
eingegliedert werden können. Durch eine Schule erhalten<br />
die Kinder außerdem eine Ausbildung, die ihre Zukunftschancen<br />
erheblich verbessert. Hierdurch nehmen die Kinder auch eine<br />
Vorbildfunktion für andere Straßenkinder ein und zeigen Ihnen<br />
einen Ausweg auf. Alle Kinder haben zudem einen Mentoren,<br />
welcher ihnen zur Seite steht und ihre Entwicklung in einem monatlichen<br />
Bericht festhält. Die Berichte enthalten bspw. Informationen<br />
über die Gesundheit und Lernfortschritte der Kinder und<br />
werden mit Campus for Change geteilt.<br />
Der Projekthintergrund<br />
Die Mescons Primary/Nursery School ist eine Privatschule und<br />
befindet sich im Stadtteil Olasiti Garden, einem Randbezirk von<br />
Arusha, Tansania. Arusha ist mit ca. 350.000 Einwohnern eine<br />
der größten Städte Tansanias und mit seiner Lage ca. 90 km<br />
süd-westlich vom Kilimanjaro Massiv, nahe zur Serengeti und<br />
Ngorongoro Krater, ein beliebtes Reiseziel von Touristen. Olasati<br />
Garden zählt zu einem der ärmsten Bezirke in Arusha. Die Mecsons<br />
Primary/Nursery School bietet den Kindern des Stadtteils<br />
eine Ausbildung und somit eine Perspektive für die Zukunft. Die<br />
Kinder werden von zehn ausgebildeten Lehrern von Montag bis<br />
Samstag ganztägig unterrichtet und versorgt.<br />
Projektpartner<br />
Martin Kluck gründete das sozial-orientierte Unternehmen „Kipepeo-Clothing“<br />
nach seiner Rückkehr aus Tansania. Dort unterrichtete<br />
er sieben Monate lang Grundschulkinder der Mescons<br />
Primary/Nursery School. „Kipepeo-Clothing“ unterstützt seit<br />
2010 die Schule durch den Verkauf fair produzierter T-Shirts, die<br />
mit Motiven der Grundschulkinder bedruckt sind. Mit den Einkünften<br />
konnten zum Beispiel ein wetterfestes Küchengebäude<br />
oder auch das Schulgeld für zwei Schüler bezahlt werden.<br />
Projektkonzept<br />
Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Campus for Change sollte<br />
der Bau eines neues Klassengebäudes und die Fertigstellung des<br />
Küchengebäudes ermöglicht werden um mehr Kindern aus dem<br />
Stadtteil Olasiti Garden eine Schulausbildung zu ermöglichen<br />
sowie die Verpflegung zu verbessern. Die hyginische Essenszubereitung<br />
war lange nicht möglich, da die alte Küche nur ein<br />
Provisorium war. Durch das neue, wetterfeste Küchengebäude<br />
kann das Essen für die Kinder hygienischer hergestellt werden.<br />
Auch verderben Nahrungsmittel nicht mehr so schnell, da sie<br />
trocken gelagert werden können. Dadurch kann die gesundheitliche<br />
Lage der in der Schule ernährten Kinder verbessert werden.<br />
Projektarbeit <strong>2012</strong><br />
Ursprünglich war geplant, dass Campus for Change die Fertigstellung<br />
der Küche<br />
Students for Cameroon<br />
Buea,<br />
und<br />
Kamerun<br />
den Bau des neuen Klassengebäudes<br />
finanziert. Eine finanzielle Unterstützung war schließlich allerdings<br />
nicht mehr notwendig, da Kipepeo den Ausbau aus eigenen<br />
Mitteln stemmen konnte und die Mescons Primary/Nursery<br />
School Förderung durch die Regierung erhalten hat. Dementsprechend<br />
haben wir Kipepeo-Clothing primär beratend zur<br />
Seite gestanden, Werbung für das Projekt gemacht und Ihnen<br />
ermöglicht, bei unserem Event „Beach for Life <strong>2012</strong>“ T-Shirts zu<br />
verkaufen.<br />
Das Kipepeo<br />
Team bei<br />
unserem<br />
Event<br />
„Beach for<br />
Life“ im<br />
Sommer<br />
<strong>2012</strong><br />
Das neue<br />
Schulgebäude<br />
im Bau<br />
26<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
27
Finanzierungsprojekte<br />
Mobile Zahnklinik<br />
Zahnmedizinische Versorgung für ländliche Regionen Ost-Kameruns durch eine Mobile<br />
Zahnklinik!<br />
Projektleiter<br />
philip Eberl<br />
Projektzeitraum Juni <strong>2012</strong> - Juni 2013<br />
Kooperationspartner Codevia<br />
Ort<br />
Yaounde, Kamerun<br />
Projektbudget 10.000€<br />
Mobile Zahnklinik<br />
Ost-Kamerun<br />
Aktueller Stand<br />
Im Jahr <strong>2012</strong> konnte unser Zahnmedizinprojekt erfreuliche Fortschritte<br />
verzeichnen. Nachdem wir in der ersten Jahreshälfte die<br />
letzten organisatorischen Fragen geklärt hatten, konnten wir<br />
schließlich mit der aktiven Durchführung beginnen.<br />
Dafür haben wir das Projekt in drei Elemente gegliedert: das<br />
Fahrzeug, die mobilen Behandlungseinheiten und die zahnmedizinischen<br />
Instrumente.<br />
Auch in der Sammlung zahnmedizinischer Instrumente haben<br />
wir <strong>2012</strong> gute Fortschritte gemacht. Aus einer Praxisauflösung<br />
erhielten wir dabei einen Großteil der notwendigen Stahlinstrumente.<br />
Wir sind zuversichtlich, dass wir unserem Partner in Kamerun,<br />
dem Verein Codevia, im kommenden Jahr ein voll bestücktes<br />
Fahrzeug übergeben können.<br />
Für die Finanzierung eines passenden Geländewagens, der die<br />
Projekthintergrund<br />
In der Region um Nguelemendouka und Ademegola im Osten<br />
Kameruns gibt es keine medizinische Grundversorgung. Die<br />
Region ist weder mit Wasser noch mit Strom erschlossen. Die<br />
Straßen sind nur planierte Pisten, die in der Regenzeit oft fast<br />
unpassierbar werden. Die Einwohner leben von Landwirtschaft<br />
und Kleintierzucht. Da die heimische Vegetation allerdings sehr<br />
viele Tropenfrüchte umfasst, stehen viele säure- und fruchtzuckerhaltige<br />
Lebensmittel auf dem Speiseplan. So ist es nicht<br />
weiter verwunderlich, dass Zahnkrankheiten, allen voran die Karies,<br />
endemische Verbreitung finden. Verschlimmert wird diese<br />
Situation durch den Mangel an Wissen um die Grundzüge der<br />
Mundhygiene.<br />
Projektpartner<br />
Unser Projektpartner vor Ort ist der Verein „Codevia“. Dabei handelt<br />
es sich um eine NGO, die von Einheimischen aus der Region<br />
getragen wird. Ihre Gemeinsamkeit liegt darin, dass sie alle in<br />
der Hauptstadt Yaounde leben und arbeiten, was ihnen durch<br />
geregelte Gehälter eine Unterstützung der unerschlossenen<br />
Regionen ermöglicht. Schon heute organisiert Codevia regelmäßig<br />
mobile medizinische und zahnmedizinische Versorgung.<br />
Allerdings sind die Mittel des Vereins sehr begrenzt. Gerade für<br />
Anschubinvestitionen sind keine finanziellen Mittel vorhanden.<br />
Fahrten werden mit gemieteten Fahrzeugen oder für das Terrain<br />
ungeeigneten, privaten PKWs durchgeföhrt. Die Instrumente für<br />
Behandlungen werden von Kliniken aus der Hauptstadt entliehen<br />
und sind nur in mangelhafter Zahl vorhanden.<br />
Projektkonzept<br />
Im Rahmen des Projektes möchten wir Codevia durch die Finanzierung<br />
einer Mobilen Zahnklinik unterstützen um so die<br />
medizinische Versorgung in der Region um Nguelemendouka<br />
und Ademegola zu verbessern. Die Mobile Zahnklinik soll ein<br />
geländefähiges Fahrzeug, mobile Behandlungseinheiten sowie<br />
zahnmedizinische Instrumente umfassen.<br />
Besondere Eigenschaften einer Mobilen Zahnklinik<br />
Die mobile Zahnklinik ist ein, in vielen unerschlossenen Gebieten<br />
der Welt angewandtes, Mittel zur flächendeckenden Notversorgung.<br />
Man beschränkt sich dabei auf wenige, einfache Behandlungen<br />
die mit möglichst einfachen Mitteln durchzuführen sind.<br />
Diese umfassen typischerweise die Entfernung von Zähnen, das<br />
Eröffnen von Abszessen, Amalgamfüllungen und falls möglich<br />
zahnfarbene Kunststoffüllungen für Frontzähne.<br />
Anders als in einer Praxis gibt es in mobilen Einheiten normalerweise<br />
keine Möglichkeit zu sterilisieren, das bedeutet, dass<br />
so viele saubere Instrumentensets mitgeführt werden müssen<br />
wie Patienten behandelt werden. Auch werden dabei keine<br />
Zahnarztstühle mitgeführt. Die Behandlung findet auf einfachen<br />
Klappliegen statt. Bohrer und Absauger gibt es in kompakten<br />
Koffern, die über mitgeführte Generatoren betrieben werden.<br />
Expertenmeinungen<br />
Von der Sinnvollkeit einer Unterstützung des Codevia konnten<br />
sich mehrere Mitglieder des Campus for Change selbst durch<br />
Besuch des Projektes vor Ort überzeugen. Auch deutsche Ärzte,<br />
die Erfahrung mit ähnlichen Projekten haben bestätigten uns in<br />
unserer Planung. In Rücksprache mit der deutschen Botschaft in<br />
Yaounde konnten wir auch von dieser Seite positives Feedback<br />
für unsere Planung und die Aktivität des Codevia verzeichnen.<br />
Ähnliche Projekte und Besonderheiten<br />
Mobile Zahnkliniken arbeiten seit Jahren erfolgreich in Kenia,<br />
Ecuador und weiteren Ländern Südamerikas. Die Besonderheit<br />
an dem vorliegenden Projekt ist die Tatsache, dass es von Einheimischen<br />
in Form einer NGO gegründet wurde und bis heute geführt<br />
wird. Gemeinsam haben mobile Zahnklinikprojekte stets<br />
das Zielgebiet, welches weder mit Wasser noch mit Strom versorgt<br />
ist und dementsprechend stets eine Realisierung in Form<br />
von autarken Behandlungskonzepten erfordert.<br />
Basis jeder mobilen Tätigkeit darstellt, konnten wir die nötigen<br />
Mittel im Budget <strong>2012</strong>/2013 einplanen. Dementsprechend sollte<br />
der Ankauf des Fahrzeugs im ersten Quartal 2013 möglich sein.<br />
Nach erneuter Rücksprache mit unseren Partnern vor Ort planen<br />
wir auch weiterhin den Ankauf eines Fahrzeugs in Deutschland<br />
mit anschließendem Transport nach Kamerun.<br />
Parallel dazu wurde die Finanzierung der mobilen Behandlungseinheiten<br />
mittels Crowdsourcing vorbereitet. 3000€ für zwei<br />
Einheiten sollten dabei ein realistisches und gut zu erreichendes<br />
Ziel sein. Zeitlich wird der Betrag voraussichtlich bis Mitte 2013<br />
erreicht sein. Da es sich dabei um unser erstes durch Crowdsourcing<br />
finanziertes Projekt handelt, basieren unsere Schätzungen<br />
auf Vergleichen mit ähnlichen Projekten.<br />
Kinder,<br />
die durch<br />
Codevia mit<br />
Zahnbürsten<br />
asugesttatet<br />
wurden<br />
Das Codevia<br />
Team mit<br />
Philip Eberl<br />
28<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
29
KOOPERATIONSPROJEKTE<br />
GEMÜSE PFLANZEN, GESUNDHEIT ERNTEN TOGETHER WORK<br />
Im Rahmen von Kooperationsprojekten versuchen wir andere gemeinnützige Organisationen<br />
durch das Engagement unserer Mitglieder sowie den Zugang zu Studenten zu<br />
unterstützen.<br />
Projektleiter<br />
Carolina Marx<br />
Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />
München, Deutschland<br />
Projektleiter<br />
Isabel Rossberg<br />
Projektzeitraum Juli <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />
Projektzeitraum August <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />
Kooperationspartner<br />
Frau Thon, BayWa Stiftung<br />
Kooperationspartner<br />
ICP München<br />
Ort<br />
münchen, Deutschland<br />
Ort<br />
münchen, Deutschland<br />
Projektbudget -<br />
Projektbudget -<br />
Die BayWa Stiftung<br />
Der BayWa Konzern ist ein weltweit agierender Handels- und<br />
Dienstleistungskonzern, dessen Geschäftstätigkeit die Kernsegmente<br />
Agrar, Bau und Energie umfasst – die BayWa Stiftung ist<br />
eine eigene Organisation, mit der der Konzern unter anderem<br />
seine soziale Verantwortung trägt.<br />
Die im Jahr 1998 gegründete BayWa Stiftung initiiert und fördert<br />
nachhaltige Bildungsprojekte in den Bereichen Ernährung und<br />
Erneuerbare Energie. Sie ist dabei national und international tätig,<br />
wobei der Fokus auf Deutschland liegt. Bei allen Projekten<br />
spielt die Förderung der Bildung die wichtigste Rolle. Denn nur<br />
durch Bildung ist es möglich, langfristige Hilfe zur Selbsthilfe zu<br />
leisten und benachteiligten Menschen zukunftsweisende Entwicklungschancen<br />
zu ermöglichen.<br />
Das Besondere an der BayWa Stiftung ist,<br />
»»<br />
dass 100 % der Spendengelder direkt in die Projekte fließen,<br />
da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung übernimmt.<br />
»»<br />
dass die BayWa AG den gleichen Betrag, der an die BayWa<br />
Stiftung gespendet wird, nochmals in die Stiftung gibt.<br />
Das Projekt<br />
- Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />
Im Rahmen des Projektes „Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten“<br />
stattet die BayWa Stiftung Schulen in Bayern mit Gemüsebeeten<br />
aus um Schülern durch aktive Erfahrung im pflanzen, pflegen<br />
und ernten von Gemüse die Bedeutung von gesunder Ernährung<br />
und Landwirtschaft näher zu bringen. Zusammen mit den<br />
Kindern wird das geerntete Gemüse anschließend zubereitet<br />
und gemeinsam gegessen. Bei der Betreuung des Beetes wird<br />
die Teamfähigkeit gestärkt und die Kinder lernen Verantwortung<br />
zu übernehmen. Ebenso erfahren sie den Wert von frischem<br />
Obst und Gemüse zu schätzen.<br />
Darüber hinaus spielt gemäß dem Fokus der BayWa Stiftung<br />
die Bildung eine tragende Rolle in diesem Projekt. Zum einen<br />
unterstützt die BayWa Stiftung Lehrer mit Lehr- und Informationsmaterialien,<br />
so dass diese die Themen gesunde Ernährung<br />
und Landwirtschaft in Ihren Schulunterricht integrieren können.<br />
Zum anderen sollen diese Themen den Schülern zusätzlich spielerisch<br />
näher gebracht werden. In Kooperation mit Campus for<br />
Change e.V. wurde hierzu ein Konzept entwickelt, welches im<br />
Jahr 2013 umgesetzt werden soll.<br />
Das Konzept<br />
Campus for Change e.V. entwickelte gemeinsam mit der „BayWa-<br />
Stiftung“ eine Infoecke, die den Schülern interaktiv und spielerisch<br />
Wissen über eine gesunde Ernährung und den Wert der<br />
Landwirtschaft vermitteln soll. Die Projektgruppe hat im ersten<br />
Schritt definiert welche Ziele mit der Infoecke erreicht werden<br />
sollen. Hieraus resultierte ein Fokus auf die drei Themenblöcke<br />
„Wo kommt was her?“, „Gesunde Ernährung“ und „Der Wert der<br />
Landwirtschaft“. Auf Basis dieser Themen wurde anschließend<br />
über die Gestaltung der Infoecke im Rahmen eines Brainstormings<br />
nachgedacht. Hierbei spielten neben Rahmenbedingungen<br />
wie Größe und Kosten auch die Materialien und die Interaktivität<br />
eine große Rolle. Schließlich hat die Projektgruppe die<br />
besten Ideen in den Kategorien Rahmen, Sitzmöglichkeiten,<br />
Boden, Tisch und Spiele konkretisiert und der BayWa Stiftung<br />
vorgestellt. Hierbei wurden unter anderem folgende Ideen präsentiert:<br />
»»<br />
Ein Baldachin mit der Möglichkeit Fotos des eigenen Beetes<br />
aufzuhängen und Sitzsäcken in Gemüseform<br />
»»<br />
Ein Bild-Teppich der die Entwicklung des Gemüses vom<br />
Sähen bis zum fertigen Gericht auf dem Teller darstellt<br />
»»<br />
Ein Tisch mit einer Jahreszeiten-Uhr als Fläche<br />
»»<br />
Eine Ernährungspyramide deren Front eine Magnetwand<br />
mit Türchen ist, woran die Kinder die Nahrungsmittel an der<br />
richtigen Stelle befestigen müssen und hinter der Tür die<br />
richtige Lösung finden<br />
Das ICP und die Luise-Kiesselbach-Schule<br />
Das ICP ist eine integrative Bildungsstätte für Menschen jeden<br />
Alters, die von einer infantilen Cerebralparese, d. h. einer<br />
Behinderung, die sowohl zu geistigen, als auch zu körperlichen<br />
Einschränkungen führt, betroffen sind. Da die Auswirkungen<br />
der Behinderung sehr vielfältig sind, ist eine individuelle Therapie<br />
jedes einzelnen Kindes von großer Bedeutung. Diese wird<br />
im ICP bestmöglich gewährleistet, da hier alle Fachbereiche<br />
wie Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Schule bzw.<br />
Kindergarten und Berufsbildungswerk an einem Ort sind und so<br />
perfekt in den Alltag der Betroffenen integriert werden können.<br />
Die Luise-Kiesselbach-Schule ist Teil des ICPs. Hier werden die<br />
Schüler im Alter von 6-18 Jahren in kleinen Klassenverbänden,<br />
die sich v. a. nach geistigen und körperlichen Fähigkeiten richten,<br />
unterrichtet und gefördert.<br />
Der Projekthintergrund<br />
In unserer heutigen sehr leistungsorientierten Gesellschaft sind<br />
schnelle Arbeitsprozesse und Effizienz in einem Unternehmen<br />
wichtige Punkte, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.<br />
Je früher Jugendliche Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein<br />
erlernen, desto besser können sie sich in diese<br />
Arbeitswelt integrieren. Praktikumsplätze sind hierfür von<br />
großer Bedeutung. Viele Jugendliche finden allerdings nur<br />
schwer einen solchen. Bei den Schülern des ICP ist die Praktikumssuche<br />
noch schwerer, da trotz Aufklärung und gesetzlicher<br />
Regelungen zur Integration von benachteiligten Menschen,<br />
viele Unternehmen immer noch davor zurückschrecken, einen<br />
Jugendlichen mit Behinderung für eine gewisse Zeit in ihrem<br />
Betrieb aufzunehmen. Dabei ist es gerade für sie wichtig, die<br />
Arbeitswelt früh kennenzulernen, in ein Team integriert zu<br />
werden und die eigenen Stärken zu erforschen. Um sowohl<br />
die Jugendlichen, als auch die Unternehmen zu unterstützen,<br />
hat Campus for Change gemeinsam mit dem ICP München das<br />
Projekt „Together at Work“ ins Leben gerufen.<br />
Das Projekt - Together at Work<br />
Im Rahmen des Projektes ist es geplant, dass Campus for Change<br />
e.V. das ICP beim Finden von Praktikumsstellen in einem öffentlichen<br />
Betrieb unterstützt. Ziel des Projekts ist es, einen Pool<br />
von Praktikumsstellen in Münchener Unternehmen zu finden<br />
und den Jugendlichen einen Praktikumsplatz zu organisieren.<br />
Dabei arbeitet der Praktikant immer freitags im zweiwöchigen<br />
Rhythmus im Betrieb mit. Um den Praktikanten den Einstieg zu<br />
erleichtern sollen sie in den ersten Tagen durch studentische<br />
Buddys begleitet werden. Die Buddys unterstützen den Jugendlichen<br />
bei der Integration in das Arbeitsteam und sind darüber<br />
hinaus während der Dauer des Praktikums Ansprechpartner<br />
sowohl für den Jugendlichen, als auch für das Unternehmen.<br />
Neben der Praktikumsbegleitung sollen die Buddys verschiedenen<br />
Freizeitaktivitäten mit den Jugendlichen unternehmen, um<br />
ein freundschaftliche und vertraute Basis zu schaffen. Dadurch<br />
werden weder Schüler, noch Unternehmen alleine gelassen und<br />
die ersten Schritte in die Berufswelt können auf beiden Seiten<br />
optimal gestaltet werden.<br />
Die Projektarbeit <strong>2012</strong><br />
Die erste Runde des Projektes war für Herbst <strong>2012</strong> geplant.<br />
Nachdem wir das ICP bei verschiedenen Treffen und einem<br />
gemeinsamen Kochen mit den Kindern kennen gelernt hatten<br />
sind wir voller Tatendrang auf die Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen<br />
gegangen. Leider stellte sich diese allerdings als<br />
wesentlich schwerer heraus als gedacht, so dass wir schließlich<br />
nur zwei Praktikumsplätze gefunden haben. Anschließend kam<br />
es zu Kommunikationsproblemen, da sowohl unsere Projektleitung<br />
als auch die Ansprechpartnerin im ICP gewechselt haben.,<br />
wesewegen wir auf einen wenig glücklichen Projektstart <strong>2012</strong><br />
zurückblicken. Eine hoffentlich erfolgreichere Neuauflage ist für<br />
das Jahr 2013 geplant.<br />
30<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
31
Projektreisen<br />
Kamerun <strong>2012</strong> & 2013<br />
Projektreisen dienen dazu konzeptionelle Projekte von Angesicht zu Angesicht mit unseren<br />
Projektpartnern zu initiieren und weiterzuentwickeln.<br />
Reisende<br />
michael Roiss,<br />
Reisende<br />
David Wilhelm,<br />
Lisanne Grünherz<br />
Diana Duthweiler<br />
Fokusprojekt<br />
hoffnung trotzt HIV<br />
Fokusprojekt<br />
hIV Aufklärungsprojekt<br />
LanD<br />
Kamerun<br />
LanD<br />
Kamerun<br />
ZeitrauM august <strong>2012</strong><br />
ZeitrauM april 2013<br />
Projektreisen<br />
Bei konzeptionellen Projekten müssen wir in enger Zusammenarbeit<br />
mit unseren Projektpartnern ein für beide Seiten realisierbares<br />
Konzept entwickeln. Durch die erhöhte Komplexität derartiger<br />
Projekte ist es daher unerlässlich, dass wir Projektreisen<br />
durchführen und von Angesicht zu Angesicht mit dem Projektpartner<br />
das Projekt entwickeln. Dementsprechend unterstützt<br />
Campus for Change ab 2013 den Projektleiter anteilig, stets in<br />
Verhältnismäßigkeit zum Projektbudget, bei der Finanzierung<br />
der Projektreise. Wir nutzen Projektreisen zudem dazu andere<br />
von Campus for Change unterstützte Projekte in der Region zu<br />
besuchen sowie gegebenenfalls neue Projekte zu initieren.<br />
Projektreise August <strong>2012</strong><br />
25.08.12 Bamenda – AI Chriswov<br />
In Bamenda trafen wir zwei der Projektinitiatorinnen des Vereins<br />
„Aid International Christian Women of Vision“, einem Zusammenschluss<br />
von Kamerunern die sich seit 2001 ehrenamtlich<br />
für Witwen, HIV-Infizierte und Waisen einsetzen. Zu ihren Aktivitäten<br />
zählen unter anderem die Vergabe von Mikrokrediten,<br />
Beiträge für Ernährung, medizinische Behandlung und Schulausbildung,<br />
alle mit dem Ziel Lebensqualität und Zukunftsperspektiven<br />
der insgesamt 250 von ihnen unterstützten Menschen<br />
zu verbessern. Der Austausch mit den Projektinitiatoren war v.a.<br />
im Hinblick auf unser HIV-Projekt, das ähnliche Maßnahmen und<br />
Ziele verfolgt, sehr hilfreich.<br />
27.08.12 Foumban – Evaluation der Projektziele<br />
In Foumban besuchten wir alle Mütter des von uns im Oktober<br />
2010 gestarteten Projektes „Hoffnung trotzt HIV“. Da für den jetzigen<br />
Zeitpunkt das Projektende geplant war, stand für uns im<br />
Vordergrund den aktuellen Gesundheitszustand von Mutter und<br />
Kind, die Auswirkungen der Präventionsarbeit und vor allem das<br />
Erlangen von Selbstständigkeit zu evaluieren. Insgesamt waren<br />
wir sehr glücklich zu sehen, dass alle Mütter neue Lebensenergie<br />
ausstrahlten und sich trotz des Virus in einem guten Gesundheitszustand<br />
befanden. Auch die Kinder sind alle gesund und<br />
haben sich bis auf eines nicht mit HIV infiziert. Für drei der Mütter<br />
konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Fünf<br />
Mütter erhalten weitere Unterstützung, da sie das letzte Schuljahr<br />
abschließen bzw. ihr Kleinunternehmen noch keine Selbstständigkeit<br />
ermöglicht.<br />
28.08.12 Yaoundé – Treffen mit Maria Coutinho<br />
In Yaoundé trafen wir Maria Coutinho von CEPS (Centres pour<br />
la Promotion Sociale) um ihr nochmals persönlich für ihre Unterstützung<br />
zu danken. Vier der Frauen unseres HIV-Projektes<br />
konnten bei ihr einen 10-tägigen Business Course absolvieren<br />
und die grundlegenden Fähigkeiten ein Kleinunternehmen zu<br />
führen, erlernen. Wir sind sehr dankbar, dass sie uns weiterhin<br />
unterstützten möchte und gerne weitere Mütter ausbildet.<br />
29.08.12 Nguelemendouka – Treffen Codevia<br />
Um uns einen Eindruck von dem Projekt der Mobilen Zahnklinik<br />
machen zu können, fuhren wir gemeinsam mit Dr. Salomon, der<br />
den Verein „Codevia“ ins Leben gerufen hat, in die Region Nguelemendouka<br />
im Osten Kameruns. In Ademegola gibt es bereits<br />
seit vielen Jahren eine kleine Zahnmedizinsche Einheit, in der<br />
alle 3 Monate Patienten aus den umliegenden Dörfern behandelt<br />
werden. In Zukunft möchte „Codevia“ mit Hilfe einer mobilen<br />
Einheit, die die Zahnmedizinische Grundversorgung ermöglicht,<br />
weiter abgelegene Dörfer erschließen. Ziel unseres Treffens<br />
war es gemeinsam zu überlegen welche Anschaffungen Priorität<br />
haben um das Projekt sobald wie möglich beginnen zu können.<br />
30.08.12 Yaoundé – Treffen mit der Deutschen Botschaft<br />
An unserem letzten Tag besuchten wir die Deutsche Botschaft<br />
und hatten dort ein Treffen mit einer Praktikantin. Es war eine<br />
gute Möglichkeit für uns den Verein und unsere Projekte in Kamerun<br />
vorzustellen und wir waren froh auch aus Sichtweise des<br />
auswärtigen Amtes in der Sinnhaftigkeit und Durchführung unserer<br />
Projektkonzepte bestätigt zu werden.<br />
Projektreise März/April 2013<br />
Die nächste Projektreise nach Kamerun befindet sich bereits in<br />
der Planung und soll primär dazu dienen ein HIV Präventionsprojekt,<br />
anschließend an das Projekt „Hoffnung trotzt HIV“, zu initieren.<br />
Zudem wollen wir im Rahmen der Projektreise existierende<br />
Projekte besuchen und weiterentwickeln sowie neue Projekte<br />
initiieren. Zu erst werden wir in Buea das Buea Regional Hospital<br />
besuchen, um die Kooperation im Rahmen unsers Famulanten-<br />
Projekts „Students for Cameroon“ zu vertiefen und so eine solide<br />
Basis für die Zukunft zu legen. Anschließend werden wir erneut<br />
Maria Coutinho in Yaounde treffen um mit ihr über das HIV Präventionsprojekt,<br />
sowie eine Fortsetzung des Projektes „Hoffnung<br />
trotzt HIV“ zu sprechen. In Yaounde wollen wir zudem mit<br />
Codevia über die Fortschritte des Projektes „Mobile Zahnklinik“<br />
sprechen. Daraufhin werden wir nach Bamenda reisen um uns<br />
dort ein neues Projekt der Baptisten, mit denen wir unser erstes<br />
Projekt durchgeführt haben, anzuschauen. Zusätzlich wollen<br />
wirm, anschließend an die lezte Projektreise, ein Projekt mit dem<br />
Verein „Aid International Christian Women of Vision“ initiieren.<br />
Abschließend werden wir mehrere Tage in Foumban verbringen<br />
um uns dem HIV Präventionsprojekt zu widmen, die Forsetzung<br />
des Projektes „Hoffung trotzt HIV“ zu besprechen sowie ggf. ein<br />
Stipendienprojekt für Waisenkinder zu planen.<br />
HIV Präventionsprojekt<br />
Ausgangslage<br />
Das HIV-Präventionsprojekt wird in Kooperation mit Frère Miedji<br />
Eric Michel Ngankam, Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“,<br />
einer kleinen katholischen Bruderschaft mit Missionen überall<br />
auf der Welt, durch geführt. Auf Grund der positiven Erfahrungen<br />
mit der gemeinsamen Zusammenarbeit im Rahmen des<br />
Projekts „Hoffnung trotzt HIV!“ hat es sich Campus for Change<br />
e.V. zum Ziel gesetzt die Bewohner von Foumban in Kamerun<br />
weiterhin nachhaltig zu unterstützen.<br />
Inhalt des Projekts<br />
Im Zentrum des Projekts steht das gemeinsame Ziel über die<br />
Problematiken und mögliche Konsequenzen von riskantem Sexualverhalten<br />
aufzuklären und dieses so zu verhindern. Dies beinhaltet<br />
die Übertragungswege von HIV und anderen STIs, so wie<br />
die Möglichkeiten der Verhütung ungewollter Schwangerschaften.<br />
Die Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren<br />
sich auf Jugendliche und junge Erwachsene die über Institutionen<br />
wie Schulen, Gesundheitszentren und Jugendgruppen<br />
erreichbar sind. Unser Wunsch ist, dass wir so unseren Beitrag zur<br />
langfristigen Senkung der Problematik von STIs leisten können<br />
und die Bevölkerung von Foumban auf ihrem Weg in eine gesündere<br />
Zukunft unterstützen können.<br />
Aktueller Stand des Projekts<br />
Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Planung, die von<br />
den Mitgliedern von Campus for Change e.V. und den Projektpartnern<br />
vor Ort gemeinsam geleistet wird. Dank der erfolgreichen<br />
Kooperation mit den Projektpartnern im Rahmen von<br />
„Hoffnung trotzt HIV!“ kann bei der Konzeption und Organisation<br />
auf diese Fundamente aufgebaut werden. Die erste Projektphase<br />
soll im April 2013 beginnen.<br />
Daher ist die inhaltliche Entwicklung des Projekts bereits weit<br />
fortgeschritten. Damit die oben beschriebenen Präventionsmaßnahmen<br />
pünktlich beginnen können, kümmert sich Campus for<br />
Change e.V. gemeinsam mit dem Team vor Ort um die Beschaffung<br />
konkreter Materialien zur Information und Aufklärung.<br />
Ausblick<br />
Wir geben unser Bestes um im Jahr 2013 mit der Planung und<br />
Konzeption weiterhin zügig voran zu kommen, so dass im<br />
Rahmen der Projektreise im April 2013 die gemeinsame Implementation<br />
des Projekts stattfinden kann. Bis dahin werden die<br />
Hauptaufgaben darin bestehen, die benötigten Materialien zu<br />
besorgen, durch einen Projektvertrag die rechtliche Basis für die<br />
Kooperation zu schaffen und die Projektreise vorzubereiten.<br />
32<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
33
Kommunikation - Inhalt<br />
»»<br />
Bereichsvorstellung<br />
»»<br />
Beirat<br />
»»<br />
Initiativtage<br />
»»<br />
Interne Medien<br />
»»<br />
Externe Medien<br />
KOMMUNIKATION<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
KOMMUNIKATION<br />
Das Ziel des Vorstandsbereiches ist es die existierende Präsenz durch Erweiterung der<br />
Kooperationen, aktives Networking und Bereitstellung geeigneter Kommunikationsmittel<br />
auszubauen!<br />
David Wilhelm<br />
Vorstand für Kommunikation<br />
Kooperationen und Wettbewerbe<br />
TUM BWL, TU München<br />
Bereichsvorstellung<br />
Der Vorstandsbereich Externe Kommunikation ist für die Darstellung<br />
und den Außenauftritt des Vereins und der Projekte sowie<br />
für Kooperationen mit anderen Organisationen und Partnern<br />
verantwortlich. Im Rahmen der Umstrukturierung von Campus<br />
for Change e.V. entwickelten sich die Ressorts „Kooperationen<br />
und Wettbewerbe“, „Medien“ und „Projektdarstellung“. Durch<br />
die Kooperation mit Organisationen, Stiftungen und unseren<br />
Beiräten erlangen wir einen Mehrwert an Wissen und können<br />
unsere Projektziele durch effiziente Zusammenarbeit erreichen.<br />
Die Teilnahme an Wettbewerben im Sektor des sozialen Engagements<br />
bestärkt uns in unserem Handeln und bietet uns die<br />
Chance, die Präsenz von Campus for Change e.V. zu vergrößern.<br />
Im Zuge der Vereinspräsentation ist die Gestaltung von internen<br />
Medien in Form von <strong>Jahresbericht</strong>en, Foldern, Plakaten und<br />
Newslettern sowie von externen Medien in Form von Zeitungsartikeln,<br />
Radioauftritten und Internetpräsenz von Bedeutung.<br />
Auch die Projektgestaltung mit Hilfe von Projektdossiers und<br />
Illustrationen ist dem Kommunikationsbereich zugeordnet und<br />
dient der einheitlichen und ansprechenden Darstellung unserer<br />
Projekte. Durch das Zusammenspiel dieser Ressorts gelingt<br />
es uns das Bild des Vereins und der Projekte in einer adäquaten<br />
Weise an die Öffentlichkeit zu tragen. Im Folgenden wird über<br />
die durchgeführten Maßnahmen des vergangenen Jahres berichtet.<br />
Der Beirat<br />
Der Beirat stellt ein weiteres wichtiges Vereinsorgan dar. Die<br />
Beiratsmitglieder sind Persönlichkeiten aus Wissenschaft und<br />
Forschung und stehen dem Verein durch ihren Mehrwert an Wissen<br />
und Erfahrung in verschiedenen Fragestellungen beratend<br />
zur Seite. Zweimal jährlich findet eine Beiratssitzung statt, um<br />
einen direkten Austausch zwischen Vereinsvorstand und Beirat<br />
zu fördern, die Kommunikation zu optimieren und weitere<br />
Christina Buschmann<br />
Medien<br />
Medizin, LMU München<br />
Timo Ernst<br />
Projektdarstellung<br />
BWL, LMU München<br />
Maßnahmen zu planen. Seit vergangenem Jahr dürfen wir nun<br />
insgesamt sieben Beiratsmitglieder bei Campus for Change e.V.<br />
begrüßen.<br />
»»<br />
Herr Dr. Frank-W. Strathmann ist Leiter und Gründer der<br />
Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer an<br />
der LMU München sowie Vorsitzender der GründerRegio<br />
M e.V. Ihm verdanken wir unter anderem die Teilnahme an<br />
diversen Workshops.<br />
»»<br />
Herr Prof. Dr. Arnulf Melzer ist Leiter und Gründer der<br />
Limnologischen Station Iffeldorf der TU München sowie<br />
Bevollmächtigter des Präsidenten der TU München für Fundraising.<br />
Durch seine Hilfe konnten wir im vergangenen Jahr<br />
wichtige Kontakte knüpfen sowie zwei Strategieworkshops<br />
im Limnologischen Institut Iffeldorf durchführen.<br />
»»<br />
Herr Ricardo Moya-Quiroga ist Senior Expert bei McKinsey<br />
München. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Berater hilft<br />
er uns unser Vorgehen zu reflektieren und zu strukturieren.<br />
Zudem steht er uns als Unterstützer vieler bolivianischer,<br />
gemeinnütziger Organisationen mit seinen Erfahrungen im<br />
sozialen Sektor zur Seite.<br />
»»<br />
Frau Maria Thon ist Leiterin der BayWa-Stiftung und engagiert<br />
sich darüber hinaus bei vielen sozialen Initiativen und<br />
Kooperationen. Aus der Zusammenarbeit sind bereits ein<br />
Kooperationsprojekt sowie weitere Projektmöglichkeiten<br />
entstanden.<br />
»»<br />
Herr Prof. Dr. Klaus Sailer ist Professor für Entrepreneurship<br />
an der Hochschule München und Geschäftsführer<br />
des Strascheg Center for Entrepreneurship. Zudem ist er<br />
Mitgründer und Vorstand der Social Entrepreneurship Akademie.<br />
Hierdurch hat er Einblick in verschiedenste soziale<br />
Organisationen sowie einen ausgezeichneten Zugang zu<br />
unternehmerischen Studenten.<br />
»»<br />
Frau Petra Birnbaum ist Vorstand der Bürgerstiftung München<br />
und hat mehrere Jahre ihres Lebens in Afrika verbracht,<br />
so dass sie uns wertvolle Ratschläge für unsere Projekt- und<br />
Vereinsarbeit geben kann.<br />
»»<br />
Herr Michael Roiss ist vom Vorstandsvorsitz in den Beirat<br />
gewechselt. Als Gründer von Campus for Change e.V. spielt<br />
er für den Verein eine außerordentlich wichtige Rolle und<br />
wird uns weiterhin mit seinen Erfahrungen bereichern.<br />
Initiativentage<br />
Die Teilnahme an diversen Veranstaltungen und Initiativentagen<br />
ist für unseren Verein sehr wichtig, um die Vereinspräsenz<br />
in der Öffentlichkeit zu steigern, Zielgruppen für unsere Arbeit<br />
zu sensibilisieren und Kontakte zu anderen sozial engagierten<br />
Organisationen zu knüpfen. Im vergangen Jahr haben wir viele<br />
solcher Möglichkeiten wahrgenommen und hoffen 2013 daran<br />
anknüpfen zu können.<br />
Im Mai <strong>2012</strong> nahmen wir am „Social Business Day <strong>2012</strong>“ der Fakultät<br />
für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule<br />
München teil.<br />
Der „2. Markt der Engagementmöglichkeiten der LMU“ wurde<br />
durch die Freiwilligenagentur „Tatendrang e.V.“ organisiert und<br />
bot Vereinen wie Campus for Change e.V., Amnesty International<br />
und Weltblick e.V. eine Plattform für Austausch und Vereinspräsentation.<br />
Das „Juki Kinder- und Jugendfestival“ wurde von der „Castringius<br />
Kinder- und Jugendstiftung München“, der „Stiftung Otto<br />
Eckert“ und der „BayWa Stiftung“ mit dem Ziel jungen Menschen<br />
das breite Angebot an Münchener Initiativen zu präsentieren,<br />
durchgeführt. Neben Vereinspräsentationen bot das Festival ein<br />
vielfältiges Programm aus Theater, Musik und Sport für Kinder<br />
und Jugendliche.<br />
Im November <strong>2012</strong> fand der „Tag der studentischen Initiative“<br />
der TU München statt, wo sich neben Campus for Change e.V.<br />
weitere studentische Vereine mit sozialem Engagement präsentierten.<br />
Interne Medien<br />
Die Gestaltung der internen Medien von Campus for Change e.V.<br />
konnte im vergangenen Jahr erfolgreich ausgebaut werden.<br />
Der im Dezember erstmals erstellte Newsletter richtet sich an<br />
alle Unterstützer, Kooperationspartner, Vereinsmitglieder und<br />
Interessenten von Campus for Change e.V. Er informiert quartalsweise<br />
über die aktuellen Entwicklungen in unseren Projekten,<br />
Events und Vereinsprozessen. Dadurch schaffen wir Transparenz<br />
und hoffen ein tieferes Interesse an unserer Arbeit zu wecken.<br />
Zum ersten Mal gestalteten wir <strong>2012</strong> eine Weihnachtskarte, womit<br />
wir uns neben Weihnachtsgrüßen bei unseren Unterstützern<br />
und Beiräten für ihre Hilfe und ihr Engagement des vergangenen<br />
Jahres bedankten.<br />
Auch ein neuer Folder wurde erstellt und präsentiert Campus for<br />
Change e.V. nun auf dem aktuellsten Stand.<br />
Externe Medien<br />
Der Öffentlichkeitsauftritt von Campus for Change e.V. wird<br />
durch die Präsenz in den externen Medien dargeboten. Sie stellen<br />
wichtige Kommunikations- und Werbemittel im aktuellen<br />
Vereinsgeschäft dar.<br />
Im Zuge der Umstrukturierung von Campus for Change e.V.<br />
wurde unsere Homepage angepasst und erhielt ein klares und<br />
anschauliches Layout. Sie enthält alle wichtigen Informationen<br />
rund um die Projekte, Events, Vereinsprozesse und Engagementmöglichkeiten.<br />
Daneben hilft uns unsere Facebook-Präsenz besonders<br />
junge Interessenten zu erreichen, aktuelle Informationen<br />
zu kommunizieren und unsere Events zu bewerben.<br />
Im Juni <strong>2012</strong> bekamen wir die Chance, im Radio zu hören zu sein.<br />
Der Radiosender „M94.5“ sendete einen Beitrag über die Arbeit<br />
bei Campus for Change e.V. Gleichzeitig konnten wir Werbung<br />
für unser darauf folgendes Benefiz-Beachvolleyballtunier „Beach<br />
for Life <strong>2012</strong>“ machen.<br />
Ebenso wichtig für die Öffentlichkeitspräsenz ist die Darstellung<br />
in der lokalen Presse. Im Juli <strong>2012</strong> erschien Campus for Change<br />
e.V. mit einem Artikel in der „Synapse“ – Zeitschrift der Medizinstudierenden<br />
Münchens. In Kooperation mit der Fachschaft für<br />
Medizin der LMU nutzten wir dieses Ereignis für die Gestaltung<br />
einer Party im Provisorium München. Die Einnahmen der Eintrittsgelder<br />
kamen unseren Projekten zu Gute.<br />
Für 2013 sind weitere Maßnahmen geplant, um an die bisherige<br />
Öffentlichkeitsarbeit anzuknüpfen und die Präsenz in lokalen<br />
Medien zu intensivieren. So hoffen wir unsere Bekanntheit zu<br />
steigern und Interessenten für unsere Arbeit zu begeistern.<br />
Dominique und Christina beim 2. Markt der Engagementmöglichkeiten der LMU<br />
36<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
37
Finanzen & Recht - Inhalt<br />
»»<br />
Bereichsvorstellung<br />
»»<br />
Finanzen & Recht <strong>2012</strong><br />
»»<br />
Ausblick<br />
Finanzen & Recht<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
& Recht<br />
Finanzen & Recht<br />
Das Ziel des Vorstandsbereiches ist die Standardisierung der rechtlichen und finanziellen<br />
Abläufe im Rahmen der Projekt- und Eventarbeit, um den Verein weiterhin vertrauenswürdig<br />
zu führen.<br />
Anna Kronester<br />
Vorstand für Finanzen<br />
TUM BWL, TU München<br />
Bereichsvorstellung<br />
Mathias Krämer<br />
Rechnungswesen<br />
TUM BWL, TU München<br />
Der Vorstandsbereich Finanzen & Recht ist in die drei Ressorts<br />
„Projektarbeit“, „Vereinsarbeit“ und „Rechnungswesen“ gegliedert.<br />
Jeder dieser Bereiche wird von einem Mitglied betreut,<br />
wodurch klare Verantwortungsbereiche definiert werden. Dies<br />
soll eine effiziente Arbeitsweise und klare Strukturen für eine<br />
verlässliche finanzielle und rechtliche Basis im Verein gewährleisten.<br />
Hauptaufgabe des Vorstandes ist es, die Ressorts und die verantwortlichen<br />
Mitglieder zu koordinieren und einen präzisen Informationsfluss<br />
im eigenen Bereich und zu den anderen Vorstandsbereichen<br />
sicherzustellen. Eine weitere Aufgabe des Vorstandes<br />
ist die Planung und Entwicklung des Bereichs Finanzen & Recht<br />
sowie die Steuerung und Kontrolle desselben. Auf operativer<br />
Ebene ist der Vorstand für die Durchführung von Finanztransaktionen,<br />
Verwaltung der Bankkonten, Einberufung der Mitgliederversammlungen<br />
sowie die Absegnung von Projektverträgen,<br />
Jahresabschlüssen u. Ä. verantwortlich.<br />
Aufgabe des Ressorts Projektarbeit ist es, unsere Projekte im<br />
Hinblick auf finanzielle und rechtliche Aspekte zu prüfen. Hierzu<br />
steht dem Ressort ein Tool zur Verfügung, das für alle Projekte<br />
einheitlich einen Überblick über die finanzielle Planung gibt sowie<br />
die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung der<br />
Projekte überprüft.<br />
Das Ressort Vereinsarbeit ist für die vereinsinterne Finanzierung<br />
und das Aufstellen des Verwaltungsbudgets zuständig. Weiterhin<br />
liegt es im Verantwortungsbereich der Vereinsarbeit sich<br />
mit dem Vereinsrecht zu befassen, vereinsinterne Vorgänge auf<br />
Vereinbarkeit mit der Satzung und die Satzung selbst auf ihre<br />
Gesetzmäßigkeit und Aktualität hin zu überprüfen.<br />
Für die Erstellung von Finanzberichten und der Quartalsberichterstattung<br />
sowie für die Aufstellung des Jahresabschlusses ist<br />
das Ressort Rechnungswesen zuständig. Somit ist dieses Ressort<br />
zentrale Sammelstelle für alle finanziellen Daten. Weiterhin un-<br />
Andreas Guthörl<br />
Vereinsarbeit<br />
TUM BWL, TU München<br />
Fabian Veit<br />
Projektarbeit<br />
Mathematik, TU München<br />
terstützt das Rechnungswesen den Bereich Finanzen & Recht bei<br />
der Führung und Kontrolle der Vereinskonten. Um seinen Aufgaben<br />
zielorientiert und präzise nachgehen zu können, nimmt<br />
das Rechnungswesen eine weitgehend unabhängige Stellung in<br />
dem FIN Bereich ein.<br />
Finanzen & Recht im abgelaufenen Geschäftsjahr<br />
<strong>2012</strong><br />
Begonnen hat das Jahr <strong>2012</strong> mit einer herausfordernden Aufgabe,<br />
der Einreichung des ersten Jahresabschlusses beim Finanzamt.<br />
In wochenlanger Arbeit haben sich die Mitglieder des<br />
Bereichs - damals noch Finanzen, Recht und Organisation - darangemacht,<br />
alle relevanten Daten seit Gründung des Vereins zu<br />
sammeln und ordentlich aufzubereiten. Am 20. Mai <strong>2012</strong> wurde<br />
dann der erste Jahresabschluss des Campus for Change e.V. eingereicht<br />
mit dem (zu erwartenden) Ergebnis, dass Campus for<br />
Change e. V seine Gemeinnützigkeit weiter beibehalten darf.<br />
Im Laufe des Jahres <strong>2012</strong> fand dann ein großer Umbruch in der<br />
Vereinsstruktur statt. Aus den ehemals drei Vorstandsbereichen<br />
wurden nun in der Satzung fünf Vorstandsbereiche festgelegt.<br />
Diese sind neben dem Bereich Finanzen & Recht, das ehemals<br />
in diesem Bereich angesiedelte Fundraising, sowie die Externe<br />
Kommunikation, Human Resources und Social Impact Analysis.<br />
Mit der Änderung der Struktur hat sich auch personell einiges im<br />
Finanzen & Recht Bereich verändert.<br />
Nach der Amtsniederlegung des Vorstandes Thomas Brake<br />
wurde Anna Kronester in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung<br />
am 25.10.<strong>2012</strong> zum neuen Vorstand des Bereichs<br />
gewählt. Weiterhin kamen zwei neue Ressortleiter zur Unterstützung<br />
des Campus for Change e.V., nämlich Fabian Veit (Projektarbeit)<br />
und Andreas Guthörl (Vereinsarbeit).<br />
Um dem mittlerweile erweiterten Verantwortungsbereich gerecht<br />
zu werden und die entstandene Komplexität zu bewältigen,<br />
wurde ein Finanzen & Recht-Tool aufgebaut, das neben der<br />
Liquiditätssteuerung die Bereichsmitglieder bei der Führung<br />
und Kontrolle der Konten sowie der Quartalsberichterstattung<br />
unterstützt. Im rechtlichen Bereich wurden im Jahr <strong>2012</strong> die Projektverträge<br />
standardisiert, sodass ein übersichtlicher und einheitlicher<br />
rechtlicher Rahmen beim Abschluss unserer Projekte<br />
gegeben ist. Gegenstand der Satzungsänderung vom 21.06.<strong>2012</strong><br />
war die veränderte Struktur im Vorstand. Hierdurch wollen wir<br />
uns zum einen dem Wachstum des Campus for Change e.V. anpassen<br />
und zum anderen eine klare und übersichtliche Struktur<br />
der Verantwortungsbereiche schaffen, um effiziente Arbeitsweisen<br />
zu gewährleisten. Die Eintragung der in der Mitgliederversammlung<br />
vom 25.10.<strong>2012</strong> neu gewählten Vorstände ins Vereinsregister<br />
erfolgte am 23.11.<strong>2012</strong>. Wir wünschen den neuen<br />
Vorständen viel Spaß und Erfolg bei ihrer Arbeit!<br />
Auch in diesem Jahr konnte sich der Verein wieder über hohe<br />
Spendeneinnahmen im Wert von insgesamt über 35.000€ freuen.<br />
Insgesamt machten die Spenden über 85% unseres Gesamtvermögens<br />
aus. Für diese stolze Summe möchten wir uns bei<br />
all unseren Spendern hiermit recht herzlich bedanken. Die uns<br />
anvertrauten Spendengelder sind zu 100% in die dafür jeweils<br />
vorgesehenen Projekte investiert worden. Im Geschäftsjahr <strong>2012</strong><br />
wurden über 23.000€ in die Projekte investiert. Die restlichen<br />
Spendengelder sind zu über 90% bereits für Projekte im Jahr<br />
2013 zurückgestellt. Auch unsere durchgeführten Events brachten<br />
uns Einnahmen von über 4.500€ ein. Vielen Dank an dieser<br />
Stelle auch für die vielen Helfer und Organisatoren!<br />
Es wird auch in den folgenden Jahren dafür Sorge getragen<br />
werden, dass die Spenden und Sponsorengelder ausschließlich<br />
in die jeweils vorgesehenen Projekte fließen, wenn nicht zuvor<br />
etwas anderes vereinbart wurde. Um dieses stets gewährleisten<br />
zu können, ist uns die Trennung von projektbezogenen,<br />
finanziellen Mitteln und vereinsbezogenen finanziellen Mitteln<br />
sehr wichtig. Diese strikte Trennung wird durch die Struktur des<br />
Bereichs Finanzen & Recht gewährleistet. Damit diese klare Abgrenzung<br />
der Verantwortungsbereiche auch im Rahmen unserer<br />
Vermögensverwaltung zum Ausdruck kommt, verfügen wir über<br />
zwei verschiedene Konten, die diesen zwei verschiedenen Zwecken<br />
dienen.<br />
Ausblick<br />
Mit noch stolzem Blick auf das Jahr <strong>2012</strong> freuen wir uns schon<br />
auf die Herausforderungen, die uns das Geschäftsjahr 2013 bringen<br />
wird. Mit der neuen Struktur und den neuen Aufgabenfeldern,<br />
die im Laufe des nächsten Jahres vollständig etabliert und<br />
umgesetzt werden sollen, starten wir mit einer soliden Basis in<br />
das Jahr 2013. Die neuen Mitglieder sind gut eingearbeitet und<br />
können von dem gewonnen Wissen profitieren und somit auch<br />
zur Weiterentwicklung des Bereichs Finanzen & Recht beitragen.<br />
Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und tolle Projekte<br />
im Jahr 2013!<br />
Einnahmen <strong>2012</strong><br />
1,37%<br />
11,62%<br />
32,38%<br />
54,63%<br />
Mitgliedsbeiträge<br />
Spenden - projektbezogen<br />
Spenden - vereinsbezogen Events<br />
Ausgaben <strong>2012</strong><br />
1,25%<br />
0,91%<br />
96,04%<br />
3,96%<br />
0,28%<br />
1,52%<br />
Projektausgaben<br />
Werbematerial, Infomaterial<br />
Internet + Server<br />
Registereintragungen + Notar/Anwalt<br />
Veranstaltungen<br />
40<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
41
Social Impact Analysis - Inhalt<br />
»»<br />
Bereichsvorstellung<br />
»»<br />
Arbeit des Bereichs<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
»»<br />
Ausblick SIA Bereich<br />
»»<br />
Ausblick SIA Projekte<br />
SOCIAL IMPACT Analysis
SOCIAL IMPACT ANALYSIS<br />
Social Impact Analysis<br />
Dieser Vorstandsbereich verfolgt das Ziel eine fortlaufende Projektanalyse mit Hilfe eines<br />
strukturierten und einfachen Berichtsystems zu etablieren!<br />
Anna Hörmann<br />
Vorstand für Social Impact Analysis<br />
Kennzahlen und Projektevaluation<br />
TUM BWL, TU München<br />
Bereichsvorstellung<br />
Der Vorstandsbereich Social Impact Analysis (SIA) wurde im vergangen<br />
Jahr gegründet, um die Projektarbeit und die Resultate<br />
dieser transparenter zu machen. Ziel des Bereichs ist es den<br />
Social Impact unserer Projekte messbar zu machen und diesen<br />
bei der Projektauswahl als entscheidenden Faktor zu berücksichtigen.<br />
Um dies zu erreichen führt der SIA Bereich eine fortlaufende<br />
Analyse und Evaluation unserer Projekte an Hand von<br />
klar definierten Kennzahlen durch, so dass die Nachhaltigkeit<br />
unserer Projekte sichergestellt werden kann. Da unsere Projekte<br />
sehr verschieden sind, werden für jedes Projekt mit unseren Projektpartnern<br />
individuelle Kennzahlen definiert und im Rahmen<br />
eines standartisierten Berichtswesens festgehalten.<br />
Hierdurch möchten wir zudem unserer Verpflichtung gegenüber<br />
unseren Spendern und Unterstützern, ihre Spendengelder<br />
sowie unsere Arbeit so sinnvoll, effizient und erfolgreich wie<br />
möglich einzusetzen, gerecht werden. Dies gilt nicht nur für<br />
Maßnahmen, welche Campus for Change selbst durchführt, sondern<br />
auch für solche, die im Rahmen von Förderprojekten oder<br />
Kooperationen umgesetzt werden.<br />
Wie schon im Kapitel „Der Verein“ erwähnt, betreut der SIA<br />
Bereich zudem die konzeptionellen Projekte von Campus for<br />
Change.<br />
Arbeit des SIA Bereiches<br />
Die Schwerpunkte des SIA Bereichs sind die Auswahl von messbaren<br />
Social Impact Kennzahlen, die Projektevaluation und die<br />
Entwicklung möglicher Projektinhalte sowie Strategien. Während<br />
des laufenden Projektes stehen die Projektanalyse und<br />
-entwicklung im Vordergrund. Diese Schwerpunkte werden in<br />
den drei Ressorts „Projektanalyse und Entwicklung“, „SIA-Kennzahlen<br />
und Projektevaluation“ und „Problemorientiertes Arbeiten“<br />
widergespiegelt.<br />
Die Arbeit des Bereiches beginnt bei der Projektauswahl und<br />
Markus Tausend<br />
Projektanalyse und Entwicklung<br />
TUM BWL, TU München<br />
zieht sich über die gesamte Laufzeit eines Projektes. Im Rahmen<br />
des Projektprozesses erarbeitet der Bereich mit jedem Projektleiter<br />
vor dem Projektstart die Projektinhalte, eine Umfeldanalyse<br />
der Projektregion und eine Berichtsstruktur für das Projekt, die<br />
sowohl die Arbeit des Projektleiters als auch den Fortschritt vor<br />
Ort dokumentiert. Hierfür ist es besonders wichtig zu definieren,<br />
welche Berichte bzw. Informationen vom Projektpartner<br />
in regelmäßigen Abständen eingefordert werden müssen und<br />
dies mit ihm abzusprechen. Mit diesen Informationen kann der<br />
Projektleiter das Projekt vollständig dokumentieren, Probleme<br />
sowie erfolgreiche Maßnahmen frühzeitig erkennen und angemessen<br />
handeln. Basierend auf der Berichtsstruktur berichtet<br />
der Projektleiter halbjährlich an den Verein.<br />
Im Folgenden wird dieser Initierungsprozess beispielhaft an<br />
unserem neuen HIV Präventionsprojekt dargestellt. Bei diesem<br />
Projekt haben wir einen Projektvorschlag von unserem langjährigen<br />
Projektpartner Frère Eric aus Foumban, Kamerun erhalten.<br />
Diesen Projektvorschlag haben wir im ersten Schritt genauer<br />
analysiert und hinterfragt ob das Projekt hinsichtlich Komplexität,<br />
Art der Durchführung und Zielen zu Campus for Change<br />
passt. Zudem wurde durch die Projektleiterin eine Umfeldanalyse<br />
durchgeführt, um die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit des<br />
Vorschlages zu überprüfen. Im Rahmen dieser Analyse wurden<br />
genauere Informationen zu HIV in dieser Region eingeholt, ähnliche<br />
Projekte unter die Lupe genommen und evaluiert, wie mit<br />
dem Thema Aufklärung in Kamerun umgegagnen wird.<br />
Nachdem feststand, dass wir das Projekt durchführen möchten,<br />
wurde es im zweiten Schritt in enger Zusammenarbeit mit unserem<br />
Projektpartner in halbjährlichen Abschnitten strukturiert.<br />
Für jeden Abschnitt wurden die Projektinhalte, -ziele und die Unterstützung<br />
von Campus for Change festgelegt.<br />
Als Drittes wurde anschließend eine Berichtstruktur definiert, die<br />
zum einen die relevanten Informationen für die Projektleitung<br />
aus Deutschland festhält und zum anderen unseren Projektpart-<br />
ner nicht überfordert. Die entworfene Berichtstruktur besteht<br />
aus zwei Elementen: 1) Einem „Reportsheet“, in dem zu jeder<br />
Aufklärungskampagne Daten wie Ort, Datum und Anzahl der<br />
Teilnehmer festgehalten werden sollen. Dies ist für die fortlaufende<br />
Dokumentation vor Ort wichtig und soll einen Überblick<br />
über die Aktivitäten geben. 2) Einem „Quarterly Report“, der uns<br />
vierteljährlich mit den Reportsheets geschickt wird und an Hand<br />
von Leitfragen detaillierter auf die Situation vor Ort sowie die<br />
Fortschritte durch das Projekt eingehen soll.<br />
Neben der Projektinitierung spielt auch die stetige Evaluation<br />
von Projektphasen eine wichtige Rolle im SIA Bereich um die<br />
richtigen Rückschlüsse für folgende Projektphasen und andere<br />
Projekte zu erlangen. Beispielsweise konnten wir aus der Evaluation<br />
unseres Projektes „Hoffnung trotzt HIV“ in Kamerun viel für<br />
das HIV Präventionsprojekt lernen. Hierfür hatte die Projektleiterin<br />
einen Abschlussbericht mit einer Zusammenfassung des<br />
gesamten Projektes verfasst. Dieser hat es uns erlaubt Problematiken<br />
bei Hoffnung trotzt HIV, wie z.B. die Dauer des Geldtransfers<br />
oder die genaue Kommunikation einer Berichtsstruktur, im<br />
Rahmen der Planung des HIV Präventionsprojektes zu berücksichtigen<br />
und so unsere Projektarbeit zu optimieren.<br />
Darüber hinaus wurde im Zuge der Evaluierung der Projektphasen<br />
des Projektes „Hoffnung trotzt HIV“ stets der Gesundheitszustand<br />
der Frauen sowie Ihrer Kinder, der Grad der Selbständigkeit<br />
und der Grad der Motivation in einem Bericht festgehalten und<br />
evaluiert. Hierdurch konnte der Überblick gewahrt werden und<br />
Probleme konnten frühzeitig erkannt sowie behoben werden.<br />
Ausblick - SIA Bereich<br />
Durch die zunehmende Bekanntheit von Campus for Change ist<br />
die Anzahl an Projektanfragen im vergangenen Jahr stetig gestiegen.<br />
Da wir ein studentischer Verein sind und nur begrenzte<br />
Ressourcen zur Verfügung haben, können wir allerdings nicht jedes<br />
Projekt durchführen. Daher wird es im Jahr 2013 sehr wichtig<br />
sein noch klarerer Kriterien für die Projektauswahl festzulegen.<br />
Die Strategie des SIA Bereichs für das Jahr 2013 beinhaltet die<br />
Entwicklung einer fortlaufenden Projektanalyse mithilfe eines<br />
einfachen und strukturierten Berichtssystems orientiert an dem<br />
Social Reporting Standard. Dies ist ein Berichtssystem für Social<br />
Entrepreneurs, Nonprofit-Organisationen und andere Organisationen<br />
mit sozialem Geschäftszweck, welches unter anderem<br />
von Ashoka, PricewaterhouseCoopers, der TU München, und<br />
der Universität Hamburg entwickelt wurde. Es gibt einen einheitlichen<br />
und anerkannten Rahmen für die Berichtstruktur von<br />
Projekten und Organisationen vor, der den Anforderungen der<br />
verschiedenen Stakeholder von sozialen Organisationen gerecht<br />
wird. Durch die Berücksichtigung dieses Standards erhoffen wir<br />
uns unser Berichtswesen effizienter und transparenter für Interessenten<br />
und potenzielle Spender zu gestalten.<br />
Ausblick - Konzeptionelle Projekte 2013<br />
HIV Präventionsprojekt<br />
Das HIV-Präventionsprojekt wird in Kooperation mit Frère Miedji<br />
Eric Michel Ngankam, Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“,<br />
einer kleinen katholischen Bruderschaft in Foumban, Kamerun<br />
durchgeführt. Im Zentrum des Projektes steht das gemeinsame<br />
Ziel über die Problematiken und mögliche Konsequenzen von<br />
riskantem Sexualverhalten aufzuklären und dieses so zu verhindern.<br />
Die Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren<br />
sich auf Jugendliche und junge Erwachsene, die über Institutionen<br />
wie Schulen, Gesundheitszentren und Jugendgruppen<br />
erreichbar sind. Unser Wunsch ist, dass wir so unseren Beitrag zur<br />
langfristigen Senkung der Problematik von STIs leisten können<br />
und die Bevölkerung von Foumban auf ihrem Weg in eine gesündere<br />
Zukunft unterstützen können.<br />
Students for Cameroun<br />
Im Rahmen dieses Projektes ermöglichen wir es Medizinstudenten<br />
eine Famulatur in Buea, Kamerun zu absolvieren und<br />
unterstützen zudem das Buea Regional Hospital durch die Finanzierung<br />
von fehlenden Instrumenten und Medikamenten.<br />
Die Studenten lernen die Kultur und medizinischen Standards<br />
in Kamerun kennen und geben gleichzeitig ihr Wissen an die<br />
Mitarbeiter des Buea Regional Hospitals weiter. Anschließend<br />
besuchen sie die Projekte von Campus for Change in Kamerun<br />
und berichten über diese.<br />
Bildung für Haiti<br />
Dieses Projekt wurde von dem gebürtigen Haitianer Fritznel Römer,<br />
der in Deutschland groß geworden ist und in München Bauingenieurwesen<br />
studiert, an uns herangetragen. Ziel des Projektes<br />
ist der Bau einer Schule sowie die Finanzierung der Gehälter<br />
von Lehrern in Fritznels früherem Heimatdorf in Haiti. Fritznel<br />
hatte zuerst versucht das Projekt mit einem eigens gegründeten<br />
Verein durchzuführen, hat sich dann aber aufgrund mangelnder<br />
Ressourcen an uns gewendet. Gemeinsam haben wir beschlossen<br />
das Projekt zusammen durchzuführen. Das Projekt befindet<br />
sich derzeit noch in der Planungsphase, welche jedoch bis Mitte<br />
2013 abgeschlossen werden soll. Idealerweise soll der Bau im<br />
Rahmen einer Projektreise im August durchgeführt werden.<br />
44<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
45
Fundraising - Inhalt<br />
»»<br />
Bereichsvorstellung<br />
»»<br />
Events<br />
»»<br />
Vereinsbüchse<br />
»»<br />
Ausblick 2013<br />
FUNDRAISING<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
FUNDRAISING<br />
Das Ziel des Vorstandsbereiches ist ein bedarfsgerechtes Fundraising durch die Etablierung<br />
verschiedener Fundraisingkanäle sowie die Gewinnung neuer Unterstützer.<br />
Markus Rehm<br />
Vorstand für Fundraising<br />
Spender<br />
TUM BWL, TU München<br />
Bereichsvorstellung<br />
Der Vorstandsbereich Fundraising wurde im Sommer <strong>2012</strong> gegründet,<br />
um in Zukunft eine gezielte Betreuung der Unterstützer<br />
von Campus for Change zu gewährleisten. Das Fundraising<br />
arbeitet eng mit den beiden bereits existenten Bereichen Finanzen<br />
und Kommunikation zusammen. Der Bereich wird von<br />
Markus Rehm geleitet. Er umfasst die Ressorts „Spender“, „Stiftungen“<br />
sowie „Events“.<br />
Im Ressort Spender werden die aktiven Spender betreut. Dies<br />
geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Kommunikation.<br />
Im Jahr <strong>2012</strong> erhielten die Spender den ersten Campus<br />
for Change - Newsletter sowie eine Weihnachtskarte. Weiterhin<br />
werden Spender über die neuesten Entwicklungen der von ihnen<br />
geförderten Projekte durch Projektdossiers auf dem Laufenden<br />
gehalten. Um die Betreuung der Spender systematisch<br />
zu dokumentieren, wurde damit begonnen eine Datenbank der<br />
Spender aufzubauen. Das Fundraising soll als Anlaufstelle für<br />
aktive und zukünftige Spender dienen und vertritt deren Interessen<br />
innerhalb des Vereins.<br />
Neben der Betreuung der aktiven Spender sollen in Zukunft<br />
auch vermehrt Spender über die Website gewonnen werden.<br />
In Zusammenarbeit mit der Spendenplattform Betterplace hat<br />
Campus for Change zum Jahresende ein erstes Crowdfunding-<br />
Projekt online gestellt. Ziel dieses Projektes ist die Finanzierung<br />
von zwei zahnmedizinischen Versorgungseinheiten für ein<br />
Zahnmobil in Kamerun. Spenden hierfür sind über betterplace.<br />
org oder direkt über die Website möglich.<br />
Das Ressort Stiftungen pflegt den Kontakt zu vorhandenen<br />
Stiftungen und rekrutiert bei Bedarf neue Stiftungen zur Unterstützung<br />
der Projekte. Weiterhin wurde damit begonnen, eine<br />
Stiftungsdatenbank aufzubauen, um im Bedarfsfall gezielt Stiftungen<br />
mit bestimmten Schwerpunkten ansprechen zu können.<br />
Im Ressort Events werden die verschiedenen Events von Campus<br />
for Change konzipiert und mit Hilfe des gesamten Vereins<br />
Oliver Marx<br />
Stiftungen<br />
VWL, LMU München<br />
durchgeführt. Die Events dienen neben dem finanziellen Nutzen<br />
auch dem Bekanntheitsgrad des Vereins sowie der Motivation<br />
der Mitglieder. Im Jahr <strong>2012</strong> wurde die Varieté-Reihe “Act for Life”<br />
in der Glockenbachwerkstatt gestartet, ein Beachvolleyball-Turnier<br />
durchgeführt und mehrere Flohmärkte organisiert. In Zusammenarbeit<br />
mit der Zeitschrift der Fachschaft Medizin “Synapse”<br />
fand im Juli die “Synapse for Change” – Party im Provisorium<br />
statt. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einem Glühwein- und<br />
Plätzchenverkauf am Stammgelände der TU München. Für das<br />
Jahr 2013 ist neben dem Konzertabend “Rock for Life” im Januar<br />
in der Glockenbachwerkstatt eine Fortsetzung der “Act for Life”<br />
Reihe im Mai im Backstage geplant. Im Rahmen der Konzeptionierung<br />
der Events werden Manuals erstellt, welche die Planung<br />
ähnlicher Events in der Zukunft erleichtern sollen.<br />
Events<br />
Felix Grubbe<br />
Events<br />
Medizin, LMU München<br />
Act for Life<br />
Der 31. Januar <strong>2012</strong> war der Auftakt unserer jährlich stattfindenden<br />
Varieté-Reihe „Act for Life“. Hierbei bekamen vor allem junge<br />
und studentische Acts aller Stilrichtungen die Gelegenheit,<br />
ihre Künste für einen guten Zweck vorzuführen. Auf den zwei<br />
Bühnen der Glockenbachwerkstatt bot sich dem Publikum ein<br />
buntes Programm mit viel Musik, Theater und Film. Über 200 Be-<br />
Event Zeitpunkt Ort<br />
Act for Life 31. Januar <strong>2012</strong> Glockenbachwerkstatt<br />
Trödeln for Change 21. April <strong>2012</strong> Theresienwiese<br />
Beach for Life 16. Juni <strong>2012</strong> Beacharena München<br />
Trödeln for Change 23. Juni <strong>2012</strong> Flohmarkt im Olympiapark<br />
Synapse for Change 13. Juli <strong>2012</strong> Provisorium<br />
Trödeln for Change 13. Oktober <strong>2012</strong> Klinikum Großhadern<br />
Glühweinverkauf 18. Dezember <strong>2012</strong> TU München<br />
Rock for Life 22. Januar 2013 Glockenbachwerkstatt<br />
Trödeln for Change April 2013 Flohmarkt im Olympiapark<br />
Act for Life 04. Mai 2013 Backstage<br />
Übersicht<br />
über die<br />
jüngsten<br />
Events<br />
sowie<br />
vorläufiger<br />
Ausblick für<br />
2013<br />
sucher genossen so einen Abend voller Unterhaltung und Kultur<br />
für einen guten Zweck. Nebenbei gab es natürlich wie immer die<br />
Möglichkeit sich über die laufende Arbeit und die Möglichkeiten<br />
des eigenen Engagements bei Campus for Change am Infostand<br />
zu informieren. Eintrittsgelder und Spenden für die Garderobe<br />
und Einnahmen aus dem Merchandise-Verkauf der Künstler<br />
machten den insgesamt sehr gelungenen Abend auch zu einem<br />
finanziell lohnenden Event.<br />
Vereinsbüchse<br />
Seit Oktober 2011 ist Campus for Change e.V. bei der Vereinsbüchse<br />
registriert. Die Vereinsbüchse ist eine Onlineplattform<br />
bei der sich Vereine registrieren lassen können. Durch Kooperation<br />
mit zahlreichen Onlineshops wie Amazon, Thalia.de und<br />
weg.de können Mitglieder und Unterstützer über eine Anmeldung<br />
bei der Vereinsbüchse bei allen teilnehmenden Partnern<br />
einkaufen. Bei diesem Einkauf geht ein festgelegter Prozentsatz<br />
des Preises als Spende an den Verein, in unserem Falle also an<br />
Campus for Change. Die Registrierung ist sowohl für den Verein<br />
als auch für die Unterstützer kostenfrei. Wir würden uns freuen,<br />
wenn auch Sie uns bei Ihrem nächsten Einkauf auf diese Weise<br />
unterstützen würden!<br />
Ausblick für 2013<br />
Act for Life<br />
Aufgrund des hervorragenden Feedbacks sowohl vom Publikum<br />
als auch von den Künstlern plant Campus for Change nun für<br />
den Sommer 2013 die zweite Auflage von „Act for Life“ in der<br />
Münchener Glockenbachwerkstatt. Auch dieses Mal sollen wieder<br />
vor allem aufstrebende und studentische Künstler auf den<br />
Bühnen der kultigen Münchener Location stehen. Das Spektrum<br />
des Dargebotenen wird so breit wie möglich sein und neben viel<br />
klassischer und moderner Musik auch andere Inhalte wie Theater<br />
und Literatur bieten. Ergänzt wird das künstlerische Programm<br />
wie üblich durch Informationen über die Arbeit des Campus for<br />
Change e.V. und über die Möglichkeiten studentischen Engagements<br />
in München.<br />
Beach for Life<br />
Unser Beachvolleyball-Turnier „Beach for Life“ ging am 16. Juni<br />
<strong>2012</strong> nach einer erfolgreichen Premiere im Vorjahr in die zweite<br />
Runde. Zwar war der Termin kurzfristig um eine Woche verschoben<br />
worden, da am geplanten Spieltag eine Woche vorher das<br />
Wetter nicht mitspielte. Dafür freuten wir uns nun auf ein Turnier<br />
unter blauem Himmel und strahlender Sonne. Die Beacharena<br />
München bot sich dafür als perfekter Veranstaltungsort an.<br />
Insgesamt 14 Teams konnten ihr sportliches Können unter Beweis<br />
stellen. Nach mehreren Vorrundenspielen fand am Nachmittag<br />
das spannende Finale statt, wobei das Team „In Your Face“<br />
als Sieger hervorging. Die Gewinner konnten sich über tolle Preise<br />
wie Beachvolleybälle, T-Shirts von Kipepeo-Clothing (www.<br />
kipepeo-clothing.com) und diverse Gutscheine freuen.<br />
Neben dem Sportereignis hatten alle Besucher die Möglichkeit,<br />
sich am Campus for Change Infostand über den Verein und die<br />
aktuellen Projekte zu informieren. Auch Kipepeo-Clothing war<br />
mit einem T-Shirt-Stand vertreten, dessen Erlös dem Ausbau eines<br />
Waisenheims in Tansania zu Gute kommt. Eine Tombola bot<br />
die Gelegenheit, gespendete Preise zu gewinnen, darunter Fitnessgutscheine,<br />
Sporttaschen, Bücher und vieles mehr.<br />
Für die musikalische Unterhaltung sorgten unsere DJs. Mit ihrer<br />
sportlichen Musikauswahl schufen sie die richtige Turnierstimmung<br />
bei Sportlern und Besuchern. Sport, Spaß und natürlich<br />
der finanzielle Gewinn für unsere Projekte aus Teilnahmegebühren,<br />
Spenden und Tombola-Einnahmen haben „Beach for Life<br />
<strong>2012</strong>“ zu einem erfolgreichen Event gemacht.<br />
Rock for Life<br />
Am 22. Januar organisierte Campus for Change das Benefizkonzert<br />
„Rock for Life“ in der Glockenbachwerkstatt. Nach dem<br />
großen Erfolg der bisherigen Zusammenarbeit mit der Glockenbachwerkstatt<br />
präsentierte eine kleine Auswahl Münchener<br />
Künstler ihr musikalisches Können. Anders als beim Event „Act<br />
for Life“ im vergangenen Jahr, welcher sich als bunt gemischtes<br />
studentisches Variete präsentiert hat, ging es beim „Rock for<br />
Life„vor allem um eine tanzfreudigere Atmosphäre. Dafür sorgten<br />
drei junge lokale Bands mit ihrem originellen Ska- und Indiesound.<br />
Mit dabei waren diesmal: Godzilla Tabula Rasa, Naked<br />
Feen und Sentilo Sono. Das Programm wurde durch informative<br />
Inhalte über die Arbeit von Campus for Change e.V. und den<br />
Wert studentischen Engagements ergänzt.<br />
Trödeln for Change im Olympipark<br />
48<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
49
Human Resources - Inhalt<br />
»»<br />
Bereichsvorstellung<br />
»»<br />
Recruiting<br />
»»<br />
Teambuilding<br />
»»<br />
Workshops<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
»»<br />
Mitgliederbefragung<br />
HUMAN RESOURCES
RESOURCES<br />
HUMAN RESOURCES<br />
Das Ziel des Vorstandsbereiches ist es engagierte Mitglieder in München zu finden, diese<br />
einzubinden und ihr Potential weiterzuentwickeln um es langfristig nutzen zu können<br />
sowie eine effiziente interne Kommunikation zu etablieren.<br />
Dominique Pullem<br />
Vorstand für Human Resources<br />
Psychologie, LMU München<br />
Patrick Zech<br />
Personalmanagement<br />
TUM BWL, TU München<br />
Monica Wimmer<br />
Recruiting<br />
Psychologie, LMU München<br />
Max Schuppe<br />
IT<br />
Wirtschaftsinformatik, TU München<br />
1 Monat vor Semesterbeginn Semester Woche (SW) 3&4<br />
Definition & Planung der<br />
Recruitingmaßnahmen<br />
§ Vorlesungswerbung<br />
§ Verteiler<br />
§ Foren<br />
§ Jobbörsen<br />
§ Evtl. gezieltes Recruiting<br />
§<br />
§<br />
§<br />
§<br />
Vorlesungsrecruiting und<br />
Infoveranstaltung<br />
Präsentation des Vereins<br />
und der Perspektiven bei<br />
C4C<br />
Teilnahme an einem<br />
Teammeeting um<br />
reinzuschnuppern<br />
Entscheidung der<br />
Interessenten ob sie<br />
Freshman oder Helfer<br />
werden wollen<br />
Ggf. Bewerbungsprozess<br />
(Motivationsschreiben)<br />
und Auswahl von<br />
Bewerbern<br />
Freshman Zeit<br />
SW 4 § Ausfüllung eines Mitgliedschaftsantrags<br />
und der Guidelines (Unterschrift durch<br />
Vorstand erst bei Aufnahme in den<br />
Verein)<br />
SW 5 § Übernahme eines Einführungsprojektes,<br />
welches durch jeweils einen Vorstand<br />
betreut wird<br />
SW 8 § Erarbeitung eines Konzepts in<br />
Zusammenarbeit mit allen<br />
Vorstandsbereichen und Präsentation bei<br />
4. SW<br />
Teammeeting<br />
Auswahl der Freshman<br />
SW 9 § Teambuilding in Iffeldorf<br />
SW 12 § Projektabschlusspräsentation<br />
Ende des Semesters<br />
§<br />
Mitgliedschaft<br />
Entscheidung über<br />
Engagement<br />
§ Junior<br />
§ Senior<br />
Campus<br />
for Change<br />
Recruitingprozess<br />
Bereichsvorstellung<br />
Im Rahmen der Umstrukturierung des Vereins haben wir uns<br />
im Jahr <strong>2012</strong> dafür entschieden den Bereich Human Resources<br />
einzuführen. Diese Entscheidung hatte vor allem zwei Gründe:<br />
Zum einen wurden wir bei sozialen Ideenwettbewerben sowie<br />
durch unseren Beirat wiederholt darauf hingewiesen, dass wir<br />
die Nachhaltigkeit des Vereins im Sinne von einem langfristigen<br />
Fortbestehen sicherstellen müssen. Zum anderen haben wir<br />
gemerkt, dass die interne Komplexität durch eine wachsende<br />
Anzahl an Mitgliedern stark zugenommen hatte. Dementsprechend<br />
widmet sich der Bereich Human Resources nun genau<br />
diesen Schwerpunkten. Während sich das Ressort „Recruiting“<br />
fokussiert um die Gewinnung und Betreuung neuer Mitglieder<br />
kümmert, tragen die Ressorts „Personalmanagemt“ und „IT“ der<br />
gewachsenen Komplexität Rechenschaft. Im Rahmen des Personalmanagements<br />
geht es vor allem um die Organisation und<br />
Verwaltung der Mitglieder, der Teamtreffen und des Teambuildings.<br />
Derzeit kümmert sich das Ressort um 54 Mitglieder (31<br />
Senior, 22 Junior) und 11 Freshmen aus folgenden Fachrichtugen:<br />
7<br />
3<br />
17<br />
Mitglieder nach Studiengang<br />
2 1<br />
23<br />
Wirtschaftswissenschaften<br />
Medizin<br />
Geisteswissenschaften<br />
Rechtswissenschaften<br />
Natur-und<br />
Ingenieurswissenschaften<br />
Modedesign<br />
Das Ressort IT reduziert die interne Komplexität durch die Bereitstellung<br />
geeigneter Medien für die interne Kommunikation<br />
und den Wissensaustausch innerhalb des Vereins. Hierzu wurde<br />
im vergangen Jahr bspw. ein Intranet etabliert, woduch Projek-<br />
te, Events und alle Aktivitäten des Vereins zentral dokumentiert<br />
werden und somit allen Mitgliedern zur Verfügung stehen. Daneben<br />
dient das Intranet als Plattform für Diskussionen und Erfahrungsaustausch.<br />
Recruiting<br />
Neue Mitglieder und Interessenten an der Mitarbeit von Campus<br />
for Change sichern die Fortführung und die zukunftsorientierte<br />
Umsetzung der Ziele des Vereins. Daher durchläuft das Recruting<br />
bei uns einen strukturierten Prozess (s. nächste Seite), der<br />
es gewährleistet geeignete Zielgruppen zu identifizieren und<br />
potenzielle Mitglieder in kleinen Schritten und unter konstanter<br />
Betreuung an die Vereinsarbeit heranzuführen. Ziel des Recruitingprozesses<br />
ist nach einer Probephase von einem Semester,<br />
der so genannten Freshman Zeit, die Mitgliedschaft bei Campus<br />
for Change und somit die Übernahme von Aufgabenbereichen<br />
mit mehr Verantwortung. Der Fokus der Recruitingmaßnahmen<br />
liegt am Semesterbeginn, weshalb wir am 28.11.<strong>2012</strong> im Vorhölzer<br />
Forum der Technischen Universität einen Informationsabend<br />
für interessierte Studenten veranstalteten. Im Wintersemester<br />
durften wir uns über elf neue Freshmen freuen, die sich im Verlauf<br />
ihrer Freshman Zeit unter anderem der Organisation eines<br />
Glühweinverkaus, der Überarbeitung unserer Projektverträge<br />
und der Evaulation der Social Reporting Standards gewidment<br />
haben.<br />
Teambuilding<br />
Regelmäßige Teambuilding-Events stärken den Zusammenhalt<br />
im Team, fördern die Motivation und wirken sich somit positiv<br />
auf die Vereinsarbeit aus. Deshalb wurden im Jahr <strong>2012</strong> im Bereich<br />
Human Ressources konkrete Teambuilding-Maßnahmen<br />
entwickelt und verschiedene Teambuilding-Events organisiert.<br />
So findet seit Oktober <strong>2012</strong> nach jedem ersten Meeting im Monat<br />
ein Stammtisch statt, der den Mitgliedern ermöglicht, sich<br />
gegenseitig besser kennenzulernen.<br />
Das letzte Teambuilding Event war im Dezember <strong>2012</strong> ein Rodelausflug<br />
an den Tegernsee, der bei vielen Mitgliedern in freudiger<br />
Erinnerung geblieben ist.<br />
Das größte Teambuilding Event des Jahres ereignete sich an einem<br />
Wochenende im November, an dem wir das Glück hatten<br />
das Limnologische Institut unseres Beirats Herrn Prof. Melzer, in<br />
Iffeldorf nutzen zu können. Die gute Ausstattung des Hauses bot<br />
optimale Möglichkeiten für Vereinsarbeit und ein nettes Miteinander.<br />
Prof. Melzer beeindruckte uns Freitagabend mit einem<br />
Vortrag über die Geschichte und den Bau des Limnologischen<br />
Instituts. Damit bewies er, dass es sich lohnt für eine Sache zu<br />
kämpfen, auch wenn sie noch so unmöglich erscheint. Der<br />
Samstag diente der Vereinsarbeit - Gemeinsam haben wir die<br />
Vision des Vereins definiert und hieraus Maßnahmen für die unmittelbare<br />
Zukunft abgeleitet. Neben erfolgreicher Arbeit blieb<br />
der Spaß natürlich nicht zu kurz. Durch gemeinsames Kochen,<br />
Spielen und Spazieren an den wunderschönen Osterseen lernten<br />
wir uns gegenseitig noch besser kennen und verbrachten<br />
eine angenehme Zeit miteinander. Besonders für neue Mitglieder<br />
und Freshmen war das schon zum zweiten Mal stattgefundene<br />
Teambuildung-Wochenende in Iffeldorf eine gute Gelegenheit,<br />
Verein und Mitgliedern näher zu kommen.<br />
Workshops<br />
Die Teilnahme an Workshops bietet den Mitgliedern von Campus<br />
for Change e.V. eine gute Möglichkeit ihr Wissen zu vertiefen<br />
und ihr Potential weiterzuentwickeln. In <strong>2012</strong> konnten wir viele<br />
spannende Workshops organisieren.<br />
Anfang <strong>2012</strong> hatten wir durch den Sonderpreis des Leuchtturmwettbewerbs<br />
2011 die Möglichkeit an Workshops von KPMG,<br />
Enthart Consulting, KLERX Legal, Tefen AG und Dykiert Beratung<br />
teilzunehmen. Im Juni folgte, dank unseres Beirats Dr. Strathmann,<br />
ein Eventmanagement-Workshop bei dem die Eventkauffrauen<br />
Alena Malz und Gloria Vendera der Kontaktstelle für<br />
Forschungs- und Technologietransfer der LMU uns wissenswerte<br />
Informationen und Anregungen zur Organisation und Gestaltung<br />
von Events gaben.<br />
Im September ermöglichte uns das Hochschulreferat für Fundraising<br />
der TU München, welches durch unser Beiratsmitglied<br />
Herr Prof. Melzer geleitet wird, einen Workshop. Frau Egerer und<br />
Frau Riederer vom Hochschulreferat für Fundraising nahmen<br />
sich Zeit, um interessierten Mitgliedern an ihren Erfahrungen<br />
im Fundraisingbereich des universitären Umfelds teilhaben zu<br />
lassen. Neben vielen Praxisbeispielen war das Thema „Crouwdfunding“<br />
ein zentraler Bestandteil des Workshops.<br />
Im November fand ein Workshop zum Thema Rhetorik mit Dr.<br />
Andreas Hendrich, Sprachwissenschaftler & Psycholinguist der<br />
LMU statt. Des Weiteren wurden in einer Gesprächsrunde mit Dr.<br />
Strathmann, die Themen Personalführung und Organisationsentwicklung<br />
diskutiert, die dem Verein neue Ansätze und wertvolle<br />
Erkenntnisse darboten.<br />
Mitgliederbefragung<br />
Basierend auf der Vereinsumstrukturierung im Frühjahr <strong>2012</strong><br />
führte der Bereich HR eine Mitgliederbefragung durch, um sich<br />
umfassend über die Zufriedenheit, die Kritik und die Wünsche<br />
der Mitglieder von Campus for Change zu informieren.<br />
Inhaltlich umfasste die Umfrage 22 Fragen, die die Themenblöcke<br />
„Teamtreffen“, „Arbeit bei Campus for Change“, „Commitment“<br />
und „Freshmen“ behandelte. Die Umfrage wurde online<br />
versandt und konnte anonym beantwortet werden.<br />
Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die allgemeine Zufriedenheit<br />
4,41 von 5 beträgt. Der Informationsaustausch, die<br />
interne Kommunikation und die Betreuung der Freshmen wurden<br />
positiv bewertet. Anmerkungen zu effektiverem Arbeiten<br />
während der Meetings und weitere Verbesserungsvorschläge<br />
werden in Ziele formuliert und stellen für das Jahr 2013 konkrete<br />
Maßnahmen für den Bereich HR dar.<br />
52<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />
53
Ausblick<br />
- David Wilhelm, Anna Hörmann, Markus Rehm,<br />
Anna Kronester, Dominique Pullem<br />
„Nachdem wir in den letzten zwei Jahren die Struktur des Vereins wiederholt<br />
basierend auf unseren Erfahrungen verbessert haben, glauben wir<br />
nun das erste mal in ein Jahr ohne weitere Umstrukturierungen starten zu<br />
können. Die letzten Anpassungen haben sich bewiesen und den Verein auf<br />
eine noch solidere Basis gestellt. Dementsprechend können wir uns im Jahr<br />
2013 voll und ganz auf die Realisierung von Projekten und die damit verbundene<br />
Organisation der notwendigen Ressourcen konzentrieren.<br />
Hierbei wird es darauf ankommen, dass wir uns weiterhin gemäß unserer<br />
Philosophie auf individuelle Projekte fokussieren bei denen wir durch die<br />
Summe von kleinen Schritten eine große Veränderung erzielen können. Im<br />
Bewusstsein, eine studentische Organisation zu sein, wollen wir uns nicht<br />
durch zu komplexe Projekte übernehmen, sondern lieber gezielt und effizient<br />
helfen. Um dies zu gewährleisten werden im Jahr 2013 vor allem die<br />
Projektauswahl, die transparente Berichterstattung sowie die Mitgliederentwicklung-<br />
und gewinnung eine wichtige Rolle spielen.<br />
Durch die gestiegene Bekannteit von Campus for Change sowohl in München<br />
als auch in unseren Projektregionen erhalten wir eine zunehmende<br />
Anzahl an Projektvorschlägen. Auch wenn wir gerne alle Projekte durchführen<br />
würden, ist dies nicht im Rahmen des Möglichen des Vereins. Deshalb<br />
müssen wir im kommenden Jahr noch klarere, objektive Projektauswahlkriterien<br />
definieren, die es uns erlauben einfacher über die Unterstützung<br />
von Projekten zu entscheiden. Momentan tuen wir uns hiermit noch sehr<br />
schwer, da es viele sehr sinnvolle Projektvorschläge gibt.<br />
Neben der Projektauswahl wird 2013 auch die Projektevaluation der existierenden<br />
Projekte und die damit verbundene Berichterstattung sehr wichtig<br />
sein. Einige unserer Projekte werden im kommenden Jahr in die zweite<br />
Phase gehen. Diesen Übergang wollen wir best möglich gestalten und das<br />
Gelernte in die nächste Phase einbringen. Hierzu haben wir uns vorgenommen<br />
uns noch stärker in die Social Reporting Standards einzuarbeiten und<br />
diese verstärkt in unseren Projekten anzuwenden um die Evaluation zu vereinfachen.<br />
Um all dies zu ermöglichen wird auch im Jahr 2013 die Mitgliederentwicklung<br />
und -gewinnung eine tragende Rolle spielen. Nur duch Mitglieder, die<br />
bereit sind Verantwortung zu übernehmen, sich zu engagieren und ihre<br />
Freizeit in Campus for Change zu investieren wird es möglich sein den Verein<br />
erneut weiterzuentwickeln. Im kommenden Jahr werden einige unserer<br />
Mitglieder ihr Studium beenden oder für längere Zeit ins Ausland gehen,<br />
so dass es sehr wichtig sein wird, dass wir uns rechtzeitig um Nachfolger<br />
kümmern, die bereit sind Projekte, Events bzw. den Verein zu leiten.<br />
Auf ein aufregendes und erfolreiches Jahr 2013!“<br />
Kontakt<br />
Vorstand für Kommunikation<br />
David Wilhelm<br />
E-mail: d.wilhelm@campus4change.org<br />
Mobil: +49 (0) 176 22280094<br />
Vorstand für Finanzen & Recht<br />
Anna Kronester<br />
E-mail: a.kronester@campus4change.org<br />
Mobil: +49 (0) 175 4040133<br />
Vorstand für Social Impact Analysis<br />
Anna Hörmann<br />
E-mail: a.hoermann@campus4change.org<br />
Mobil: +49 (0) 172 8876298<br />
Vorstand für Fundraising<br />
Markus Rehm<br />
E-mail: m.rehm@campus4change.org<br />
Mobil: +49 (0) 172 8140241<br />
Vorstand für Human Resources<br />
Dominique Pullem<br />
E-mail: d.pullem@campus4change.org<br />
Mobil: +49 (0) 152 53550106<br />
Postanschrift<br />
Campus for Change e.V.<br />
Postfach 34 02 21<br />
80099 München<br />
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IBAN DE78701207001001349362<br />
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BLZ 701 207 00<br />
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Registergericht<br />
Registergericht: Amtsgericht München<br />
Registernummer: VR 203409<br />
Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>
CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT <strong>2012</strong><br />
Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!<br />
Wir sagen: “Jeder kann die Welt verändern!“<br />
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