25.11.2015 Vues

Jahresbericht 2012

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Campus for Change<br />

<strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

Viele Menschen sagen:<br />

„Niemand kann die Welt<br />

verändern!“<br />

Wir sagen:<br />

„Jeder kann die Welt verändern!“


^<br />

Vorwort<br />

- David Wilhelm, Vorstand für Kommunikation<br />

Inhaltsverzeichnis<br />

„Liebe Leser,<br />

Nach einem ereignisreichen Jahr <strong>2012</strong> möchten wir, das Campus<br />

for Change Team, mit diesem <strong>Jahresbericht</strong> zum zweiten mal Bilanz<br />

ziehen und präsentieren was wir in unserem zweiten Bestehensjahr<br />

erreichen konnten.<br />

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich der Verein sehr gut weiterentwickelt<br />

hat und die initiale Idee - von Studenten initieirte soziale<br />

Projekte mit persönlichen Bezug zu realisieren - auf immer mehr<br />

Anklag stößt. Dies spiegelt sich nicht nur in der gewachsenen Anzahl<br />

an Mitgliedern, die Verantwortung übernehmen und teilweise an<br />

den Aufgaben über sich hinauswachsen, der zunehmenden Anzahl<br />

an Unterstützern, die uns ihr Vertrauen schenken und dem erweiterten<br />

Beirat, der uns mit Rat und Tat zur Seite steht, wider sondern -<br />

und dies erfreut uns ganz besonders - auch darin, dass sich immer<br />

mehr Studenten ganz bewusst an Campus for Change wenden um<br />

gemeinsam ein soziales Projekt zu realisieren das ihnen am Herzen<br />

liegt.<br />

Die größte Herausforderung im verganenen Jahr war die Erweiterung<br />

der drei Vorstandsbereiche Projektmanagement, Kommunikation<br />

und Finanzen/Recht/Organisation hin zu den fünf Vorstandsbereichen<br />

Social Impact Analysis, Kommunikation, Finanzen & Recht,<br />

Fundraising sowie Human Resources und die damit einhergende Einführung<br />

einer neuen Generation in den Vorstand. Im Zuge dessen hat<br />

sich Michael Roiss als Gründer und lange Zeit treibende Kraft des Vereins<br />

aus dem Vorstand zurück gezogen und ist in den Beirat gewechselt,<br />

um dem Verein auch weiterhin mit seiner Erfahrung zur Seite zu<br />

stehen. Der neue Vorstand hat sich in der Zwischenzeit sehr gut eingearbeitet<br />

und zeichnet sich durch den starken Willen aus neue Wege<br />

zu gehen, um auf unkonventionelle und effiziente Weise zu helfen.<br />

Nach wie vor haben wir weder Büros noch feste Mitarbeiter und unsere<br />

„Geschäftszeiten“ sind immer dann wenn wir nicht gerade in<br />

einem Seminar sitzen oder in einer Vorlesung mehr oder weniger aufmerksam<br />

dem Professor zuhören. Es ist das Engagement jedes Einzelnen,<br />

der sich mit Campus for Change für Andere einsetzt, welches<br />

es uns ermöglicht immer mehr Projekte und Events durchzuführen.<br />

Den größten Teil leisten allerdings unsere Projektpartner vor Ort beziehungsweise<br />

in unserer Umgebung. Im Laufe des vergangenen Jahres<br />

durften wir erneut Menschen kennen lernen, die ihr Leben in den<br />

Dienst für Andere gestellt haben. Ordensschwestern, Ärzte und Menschen<br />

verschiedenster Herkunft. Sie sind es, die tagtäglich kämpfen<br />

um Anderen zu Helfen und denen unser Respekt und unsere Dankbarkeit<br />

gehört. Campus for Change ist stolz darauf an der Seite dieser<br />

Menschen arbeiten zu dürfen.“<br />

4-5<br />

6-13<br />

14-33<br />

34-53<br />

54-55<br />

Projektübersicht, Zahlen & Fakten<br />

Der Verein<br />

»»<br />

Problem, Idee, Philosophie, Mission, Werte<br />

»»<br />

Struktur, Mitgliederstruktur, Meetings<br />

»»<br />

Projekt- und Eventarbeit<br />

Die Projekte<br />

»»<br />

Konzeptionelle Projekte<br />

»»<br />

Finanzierungsprojekte<br />

»»<br />

Kooperationsprojekte<br />

»»<br />

Projektreisen<br />

Die Vorstandsbereiche<br />

»»<br />

Kommunikation<br />

»»<br />

Fundraising<br />

»»<br />

Social Impact Analysis<br />

»»<br />

Finanzen & Recht<br />

»»<br />

Human Resources<br />

Der Ausblick & Kontakt<br />

Campus for Change JAHRESBERICHT <strong>2012</strong>


Projektübersicht<br />

Zahlen und Fakten<br />

2010 Vereinsgründung<br />

Together at work & Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />

München, Deutschland<br />

65 Mitglieder<br />

5 Vorstände<br />

14 Studiengänge<br />

7 Beiräte<br />

10 Projekte <strong>2012</strong><br />

6 Projektländer<br />

23.000€ Projektbudget<br />

Hilfe für Chinchpada<br />

Chinchpada, Indien<br />

7 Events <strong>2012</strong><br />

1.000 Besucher<br />

Hoffnung trotzt HIV!<br />

Foumban, Kamerun<br />

Mobile Zahnklinik<br />

Ost-Kamerun<br />

Students for Cameroon<br />

Buea, Kamerun<br />

Scholarships for Change<br />

Nairobi, Kenia<br />

Mehr Campus für Olasiti Garden<br />

Arusha, Tansania<br />

Scholarships for Change<br />

Lombok, Indonesien<br />

35.000€ Projektspenden<br />

4.500€ Eventeinnahmen<br />

96% Projektausgaben<br />

4% Verwaltungskosten<br />

Campus for Change JAHRESBERICHT <strong>2012</strong>


Der Verein - Inhalt<br />

»»<br />

Problem & Idee<br />

»»<br />

Philosophie<br />

»»<br />

Mission & Werte<br />

»»<br />

Die Struktur<br />

»»<br />

Die Mitgliederstruktur<br />

»»<br />

Die Meetings<br />

»»<br />

Projekt- & Eventarbeit<br />

Der Verein<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


VEREIN<br />

DER VEREIN<br />

Unsere Vision ist es Studenten die Verwirklichung ihrer Projektideen zu ermöglichen, um<br />

gemeinsam die Welt zu verändern!<br />

STUDENT<br />

CAMPUS FOR CHANGE e.V.<br />

UMSETZUNG<br />

Das Problem<br />

Der Verein fußt auf der Erfahrung, dass motivierte junge Menschen<br />

in ihrem Umfeld oder durch Aufenthalte im Ausland immer<br />

häufiger auf soziale Probleme und Missstände stoßen, für<br />

die es bisher keine Lösung gab. Oftmals ist es der persönliche<br />

Bezug, der ihren Willen zum Handeln weckt und sie erste Lösungsvorschläge<br />

entwickeln lässt. Um ihre Ideen in die Tat umzusetzen,<br />

fehlen ihnen alleine aber häufig die notwendigen Ressourcen,<br />

so dass der Wert der Kenntnis der konkreten Situation<br />

und des Engagements dieser Menschen leider verloren geht.<br />

Die Idee<br />

MOTIVATION<br />

STRUKTUR<br />

KNOW HOW<br />

FINANZIERUNG<br />

TEAMWORK<br />

Dem oben beschrieben Problem möchte Campus for Change<br />

als eingetragener, gemeinnütziger Verein entgegnen und bildet<br />

hierfür eine gemeinsame Plattform zur Realisierung sozialer<br />

Projekte für diejenigen, die sich entschlossen haben, aktiv an der<br />

Gestaltung unserer Gesellschaft mitzuwirken.<br />

Bei Campus for Change trifft das Engagement und Know-How<br />

des Einzelnen auf die Kompetenzen und die Erfahrungen eines<br />

interdisziplinären Teams mit einer effizienten Vereinsstruktur.<br />

Die seit über zwei Jahren iterativ entwickelte Struktur geht<br />

einher mit diversen etablierten Prozessen sowie einem starken<br />

Netzwerk und gewährleistet mit ca. 50 Mitgliedern die Nachhaltigkeit<br />

des Vereins. Dem Einzelnen wird so die Möglichkeit gegeben,<br />

seine Idee zusammen mit Campus for Change umzusetzen<br />

und hierbei auf Kompetenzen in den Bereichen Projektanalyse-,<br />

-entwicklung, -darstellung, Fundraising, Rechnungswesen und<br />

§ Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung<br />

§ Ggf. Projektidee basierend auf eigener Erfahrung<br />

§ Hohe Motivation<br />

§ Eingetragener, gemeinnütziger Verein mit etablierten Strukturen und Prozessen<br />

§ Mitgliederstruktur, die den Möglichkeiten des Einzelnen gerecht wird<br />

§ Mitglieder, die Nachhaltigkeit gewährleisten<br />

§ Erfahrung mit sozialen Projekten<br />

§ Interdisziplinäres Team<br />

§ Kontakt zu Wirtschaft und Wissenschaft<br />

§ Netzwerk an Spendern, Sponsoren und Unterstützern<br />

§ Finanzielle Rücklagen<br />

§ Events<br />

§ Projektinitiator als Projektleiter und Teil des Vereins<br />

§ Gemeinsame Projektrealisierung entlang eines klaren Prozesses<br />

§ Helfen und Handeln in anderen Vereinsbereichen<br />

Recht sowie finanzielle und ideelle Ressourcen zurückzugreifen.<br />

Hierdurch kann er sich viele langwierige Auseinandersetzungen<br />

mit beispielsweise bürokratischen oder rechtlichen Aspekten<br />

der Projektarbeit ersparen und sich voll und ganz auf die Verwirklichung<br />

seiner Projektidee konzentrieren.<br />

Letztlich erlaubt Campus for Change so die Realisierung individueller<br />

Lösungsansätze für übergreifende gesellschaftliche<br />

Problemstellungen aller Art ohne große Kosten. Dabei werden<br />

bewusst keine Schwerpunkte auf bestimmte Dimensionen der<br />

Gesellschaft gelegt, um zu gewährleisten, dass die Ressourcen<br />

genau dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden und<br />

stets ein konkreter Bezug zur jeweiligen Situation erhalten bleibt.<br />

Die Philosophie<br />

„Unabhängigkeit, Kreativität und Idealismus,<br />

gepaart mit Wissen und Tatendrang, ergeben eine<br />

optimale Ausgangssituation für soziales Engagement<br />

und sind an jeder Universität zu finden.“<br />

Wir glauben, dass es die Summe der kleinen Schritte ist, die eine<br />

große Veränderung bewirken kann. Weniger die Größe einzelner<br />

Projekte oder Organisationen ist entscheidend als vielmehr<br />

ehrliches Engagement in vielen Bereichen unseres Lebens, die<br />

Vereinigung unterschiedlichster Ansätze und Charaktere sowie<br />

das Erlebnis, etwas gemeinsam in einem jungen Team bewirken<br />

zu können.<br />

Um unsere Ziele zu erreichen, sind wir nicht auf große Büros und<br />

auf einen großen Verwaltungsapparat angewiesen. Jedes Mitglied<br />

bringt seinen Teil ein, flexibel und unkompliziert, aber auch<br />

sorgfältig und zuverlässig. Wir realisieren gezielte Projekte unter<br />

dem Fokus der Ergebnisorientierung und wollen so Ressourcen<br />

möglichst effizient für die betroffenen Menschen einsetzen. Nur<br />

wenn wir auch wirklich eine positive Veränderung geschafft haben,<br />

sind wir mit unserer Arbeit zufrieden.<br />

Im Bewusstsein, eine noch junge Organisation zu sein, wollen<br />

wir über die Jahre hinweg ein standortunabhängiges Netzwerk<br />

aufbauen, deren studentische Mitglieder durch ihr soziales Engagement<br />

und ihre Erfahrungen in den verschiedenen Bereichen<br />

einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung von Missständen<br />

in der Bevölkerung, unabhängig von regionalen und<br />

kulturellen Grenzen, leisten. Die Ideen und Projekte, an denen<br />

die Studenten dabei arbeiten, bringen diese selbst ein und sollen<br />

in ihrer Vielfalt nicht eingeschränkt werden. Ob es um die<br />

medizinische Versorgung in Afrika, die Vergabe von Mikrokrediten<br />

in Asien oder die Arbeit mit benachteiligten Jugendlichen<br />

in Deutschland geht – Jeder soll die Chance bekommen sich in<br />

dem Bereich zu engagieren, in dem er Erfahrungen gemacht hat<br />

und der ihm am Herzen liegt!<br />

Neben dem positiven gesellschaftlichen Effekt, welchen unsere<br />

Mitglieder während ihrer Zeit bei Campus for Change erzielen,<br />

erhalten sie außerdem die Chance, persönlich an den sich stellenden,<br />

anspruchsvollen Aufgaben zu wachsen.<br />

Mission<br />

»»<br />

Wir realisieren Projekte überall auf der Welt unter dem Fokus<br />

der Ergebnisorientierung, um nachhaltige Veränderung zu<br />

bewirken.<br />

»»<br />

Jedes Mitglied kann selbst Projekte aus allen Bereichen<br />

einbringen.<br />

»»<br />

Unsere Mitglieder setzen sich mit ganzem Herzen ein und<br />

erreichen so Außergewöhnliches.<br />

»»<br />

Durch die Summe von kleinen, aber richtigen Schritten<br />

bewirken wir eine große Veränderung.<br />

»»<br />

Wir unterstützen lokale Initiativen, die wir kennen und<br />

denen wir vertrauen.<br />

»»<br />

Wir arbeiten effizient und ohne großen Verwaltungsaufwand,<br />

um Spenden dort einzusetzen, wo sie wirklich<br />

gebraucht werden.<br />

Unsere Werte<br />

»»<br />

Studentisch:<br />

Wir sehen die Welt mit offenen Augen. Flexibel und unabhängig<br />

arbeiten wir an unseren Projekten und wachsen an<br />

unseren Herausforderungen.<br />

»»<br />

Kompetent:<br />

Wir ergänzen unsere Fähigkeiten aus verschiedenen Fachrichtungen<br />

mit dem Fachwissen unserer Unterstützer. Dabei<br />

legen wir großen Wert auf Transparenz und Zuverlässigkeit.<br />

»»<br />

Individuell:<br />

Wir gehen neue und unkonventionelle Wege. In kleinen<br />

Schritten finden wir maßgeschneiderte und kreative Lösungen<br />

für Projekte mit persönlichem Bezug.<br />

»»<br />

Solidarisch:<br />

Wir arbeiten Hand in Hand mit unseren Partnern vor Ort und<br />

stärken ihre Selbstständigkeit. Im Team ziehen alle an einem<br />

Strang, um unsere Ziele zu erreichen.<br />

»»<br />

Leidenschaftlich:<br />

Wir engagieren uns aus der Überzeugung, dass jeder dazu<br />

beitragen kann, die Welt zu verändern. Optimistisch und<br />

voller Freude stellen wir uns unseren Herausforderungen.<br />

Teambuilding<br />

in<br />

Iffeldorf<br />

<strong>2012</strong><br />

8<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

9


VEREIN<br />

DER VEREIN<br />

Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!“<br />

Wir sagen: „Jeder kann die Welt verändern!“<br />

Beirat Fördermitglieder Alumni <br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Vorstand für<br />

Social Impact<br />

Analysis<br />

Vorstand für<br />

externe<br />

Kommunikation<br />

Vorstand für<br />

Human Resources<br />

Vorstand für<br />

Finanzen<br />

Vorstand für<br />

Fundraising<br />

§ SI-Kennzahlen und<br />

Projektevaluation<br />

§ Projektanalyse und<br />

Entwicklung<br />

§ Problemorientiertes<br />

Arbeiten<br />

§ Projektdarstellung<br />

§ Wettbewerbe und<br />

Kooperationen<br />

§ Medien<br />

§ Recruiting<br />

§ Personalmgmt.<br />

§ IT<br />

§ Projektarbeit<br />

§ Vereinsarbeit<br />

§ Rechnungswesen<br />

§ Spender<br />

§ Stiftungen<br />

§ Events<br />

Konzep5onelle Projekte <br />

Koopera5onsprojekte <br />

Finanzierungsprojekte <br />

Events <br />

Projekt-­‐ und Eventleiter <br />

Mitgliederversammlung<br />

Die Struktur<br />

Campus for Change ist in den fünf Vorstandsbereichen Social<br />

Impact Analysis, Externe Kommunikation, Human Resources,<br />

Finanzen und Fundraising organisiert. Jeder dieser Vorstandsbereiche<br />

besteht aus drei Ressorts, welche durch Senior Mitglieder<br />

geleitet werden. Jedes Halbjahr legen die Bereichsvorstände<br />

und ihre Teams Maßnahmen für ihren Vorstandsbereich fest,<br />

welche im Laufe des Halbjahres durch die Mitglieder bearbeitet<br />

werden. Eine detailliertere Vorstellung der Vorstandsbereiche<br />

und ihrer Aktivitäten folgt im jeweiligen Bereichsbericht.<br />

Projekte und Events werden durch Projekt- und Eventleiter betreut<br />

und müssen vor der Umsetzung alle Vorstandsbereiche<br />

durchlaufen. Alle Projekte und Events werden zudem durch<br />

einen bestimmten Vorstandsbereich federführend koordiniert.<br />

Konzeptionelle Projekte fallen in den Aufgabenbereich des<br />

Vorstandbereichs Social Impact Analysis, Kooperationsprojekte<br />

werden durch den Vorstandsbereich Human Resources begleitet<br />

und Finanzierungsprojekte durch den Vorstandsbereich<br />

Finanzen. Events hingegen liegen in der Verantwortung des<br />

Vorstandsbereichs Fundraising. Mehr Informationen zu den verschiedenen<br />

Projektarten folgen auf Seite 10.<br />

Die Mitglieder von Campus for Change werden durch Persönlichkeiten<br />

aus Wirtschaft und Wissenschaft im Beirat, sowie<br />

Fördermitglieder und Alumni unterstützt. Diese drei Gruppen<br />

fördern die Nachhaltigkeit des Vereins und erlauben es die Idee<br />

von Campus for Change an neue Generationen weiterzugeben.<br />

Zudem helfen uns Beiräte und Alumni dabei schwere Entscheidungen<br />

zu fällen, unser Netzwerk zu erweitern und den Verein<br />

weiterzuentwickeln.<br />

Ergänzend zu der organisatorischen Struktur verfügt Campus<br />

for Change über zwei Budgets. Das Verwaltungsbudget beinhaltet<br />

allgemein anfallende Kosten bspw. für Server, Druckerei<br />

oder Notar und finanziert sich aus den Beiträgen der Mitglieder<br />

und der Fördermitglieder. Das Gesamtprojektbudget, welches<br />

durch Spenden und Umsätze gespeist wird, dient ausschließlich<br />

der direkten Umsetzung der Projekte und wird auf diese sinnvoll<br />

verteilt.<br />

Langfristig ist es nach wie vor das Ziel von Campus for Change<br />

e.V. eine multiplizierbare Struktur zu etablieren, die es einfach<br />

und effizient erlaubt das Konzept des Vereins an verschiedenen<br />

Standorten zu verfolgen. Durch ein weitreichendes Netzwerk,<br />

bestehend aus vielen regional ansässigen Campus for Change<br />

Vereinen, könnte ein weit größeres Spektrum an unterschiedlichen<br />

Problemstellungen angesprochen und durch die Bündelung<br />

der Kräfte erkennbare und nachhaltige Veränderungen<br />

realisiert werden.<br />

Die Mitgliederstruktur<br />

Um den unterschiedlichen Interessen und Engagementmöglichkeiten<br />

von Studierenden gerecht zu werden, haben wir uns im<br />

Laufe des Jahres <strong>2012</strong> dazu entschieden bei Campus for Change<br />

drei Mitgliedergruppen zu unterscheiden.<br />

Am unverbindlichsten können sich Helfer bei Campus for<br />

Change einbringen. Ohne eine offizielle Mitgliedschaft, werden<br />

sie via E-Mail über Engagementmöglichkeiten z.B. bei Events informiert<br />

und können so ganz flexibel helfen.<br />

Unter den Mitgliedern unterscheiden wir zwischen Junior und<br />

Senior Mitgliedern. Während Senior Mitglieder konkret Verantwortung<br />

als Ressort-, Event- oder Projektleiter übernehmen und<br />

so die Möglichkeit haben den Verein mitzugestalten, fungieren<br />

Junior Mitglieder eher unterstützend, indem sie je nach zeitlicher<br />

Verfügbarkeit bestimmte Maßnahmen übernehmen. Dementsprechend<br />

treffen sich Senior Mitglieder auch wöchentlich<br />

und werden nur alle zwei Wochen durch die Junior Mitglieder<br />

ergänzt.<br />

Diese Struktur erlaubt es uns unsere Ressourcen besser planen<br />

zu können, da nun ein beidseitiges Verständnis der Rolle jedes<br />

Mitglieds existiert. Insbesondere in leitenden Positionen ist es<br />

unerlässlich, dass wir uns auf unsere Mitglieder und ihr regelmäßiges<br />

Engagement verlassen können. Durch die Transparenz<br />

dieser Mitgliederstruktur ist dies möglich.<br />

Die Meetings<br />

Das zentrale Meeting bei Campus for Change ist das wöchentliche<br />

Teamtreffen in einem von der TU München zur Verfügung<br />

gestellten Raum. Im ersten Teil des Treffens kommen lediglich<br />

die Vorstände zusammen, um sich gegenseitig auf dem Laufenden<br />

zu halten und über strategische Themen zu diskutieren.<br />

Am anschließenden zweiten Teil nehmen alle Senior Mitglieder<br />

sowie zweiwöchentlich zusätzlich alle Junior Mirglieder teil. Im<br />

Rahmen des zweiten Teils werden anfänglich aktuelle Entwicklungen<br />

im Verein besprochen, anschließend finden sich die<br />

Vorstandsbereiche inklusive Projekt- und Eventleiter zusammen<br />

und arbeiten an ihren Maßnahmen. Schließlich fasst jeder<br />

Vorstandsbereich die Ergebnisse des Meetings mündlich zusammen.<br />

Das jeweils erste Teamtreffen des Monats weicht von<br />

dieser Struktur ab, da hierbei die Projekt- und Eventleiter im<br />

Mittelpunkt stehen und ausführlich über die Projekte und Events<br />

berichten. Zusätzlich zu dem Teamtreffen treffen sich insbesonder<br />

Projekt- und Eventteams sowie der Vorstand je nach Bedarf.<br />

Neben den Teamtreffen gibt es noch die halbjährlich stattfindende<br />

Mitgliederversammlung, die dazu dient die Halbjahresberichte<br />

und -planungen der Vorstandsbereiche zu präsentieren,<br />

Vorstände zu entlasten, offene Positionen zu besetzen sowie<br />

Beschlüsse zu fassen.<br />

10<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

11


VEREIN<br />

DER VEREIN<br />

Klare Projekt- und Eventprozesse ermöglichen uns eine strukturierte Durchführung sowie eine<br />

nachhaltige Dokumentation unserer Erfahrungen und einen stetigen Kompetenzausbau.<br />

Projekt-­vorauswahl<br />

<br />

Konzep&onierung <br />

Planung <br />

Umsetzung <br />

Evalua&on/<br />

Betreuung <br />

Eventvorauswahl <br />

Konzep&onierung <br />

Planung <br />

Umsetzung <br />

Evalua&on/<br />

Betreuung <br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Erfüllt das Projekt<br />

die generellen<br />

Förderungskriterien<br />

von C4C?<br />

Fällt das Projekt in<br />

den Vereinszweck?<br />

Evaluation und<br />

Präsentation durch<br />

SIA<br />

Entscheidung durch<br />

Seniormitglieder<br />

§<br />

§<br />

Ausfüllen des<br />

Projektkonzepts in<br />

Absprache mit allen<br />

Vorstandsbereichen<br />

durch den<br />

Projektleiter<br />

Finale<br />

Entscheidung<br />

durch den Vorstand,<br />

ob das Projekt<br />

zusammen<br />

durchgeführt wird<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Konkretisierung des<br />

Konzeptes<br />

Finanzierungsplan<br />

Einholen von<br />

relevanten<br />

Dokumenten vom<br />

Projektpartner<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Geldtransfer<br />

Wissenstransfer<br />

Regelmäßige<br />

Kommunikation mit<br />

Projektpartner<br />

Einforderung von<br />

Berichten und<br />

Verwendungsnachweisen<br />

Fundraising<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Erstellung eines<br />

Projektberichtes<br />

Ggf. weiterhin<br />

Kontakt zu<br />

Projektpartner<br />

halten<br />

Ggf. Folgeprojekt<br />

entwickeln<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Kann der Verein das<br />

Event organisieren?<br />

Ist es mit dem<br />

Vereinszweck<br />

vereinbar?<br />

Lohnt sich das<br />

Event für unsere<br />

Projekte?<br />

Entscheidung durch<br />

Seniormitglieder<br />

§<br />

§<br />

Ausfüllen des<br />

Eventkonzepts in<br />

Absprache mit allen<br />

Vorstandsbereichen<br />

durch den<br />

Projektleiter<br />

Finale<br />

Entscheidung<br />

durch den Vorstand,<br />

ob das Event<br />

durchgeführt wird<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Konkretisierung des<br />

Konzeptes<br />

Finanzierungsplan<br />

Einholen von<br />

verschiedenen<br />

Angeboten<br />

Maßnahmen zur<br />

Eventrealisierung<br />

festlegen<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Absprache mit<br />

Eventpartnern<br />

Werbung für das<br />

Event<br />

Planung des<br />

Eventtages selber<br />

(Ablauf, Helfer,..)<br />

Eventdurchführung<br />

§<br />

§<br />

Erstellung eines<br />

Eventberichts<br />

Dokumentation aller<br />

Kontakte<br />

SIA<br />

KOM<br />

HR<br />

FIN<br />

FUND<br />

SIA KOM HR FIN FUND<br />

§<br />

§<br />

§<br />

SI-Analyse<br />

Umfeldanalyse<br />

Projektstrategie<br />

§<br />

§<br />

Budget<br />

Satzungslegitimation<br />

Verträge<br />

Projektpräsentation<br />

Integration in<br />

Medien<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

ggf. Planung<br />

von<br />

Ressourcen<br />

Personalmanagement<br />

§<br />

§<br />

Finanzierung<br />

Events<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Budget<br />

Finanzplan<br />

Haftung<br />

Verträge<br />

§<br />

§<br />

evtl. Aufklärung<br />

Bewusstseinsbildung<br />

Eventpräsentation<br />

Integration in<br />

Medien<br />

ggf. Planung<br />

von<br />

Ressourcen<br />

Personalmanagement<br />

Koordination<br />

Ressourcenplanung<br />

Die Projektarbeit<br />

Im Zuge der Projektrealisierung durchläuft jedes Projekt bei<br />

Campus for Change einen klaren Prozess in den alle Vorstandsbereiche<br />

involviert sind. So stellen wir sicher, dass das Projekt aus<br />

allen relevanten Perspektiven beleuchtet wird und realisierbar<br />

ist. Die hierbei erlangten Erkenntnisse werden in einem Projektkonzept<br />

festgehalten, worauf basierend schließlich entschieden<br />

wird ob ein Projekt durchgeführt werden kann oder nicht.<br />

Grundsätzliche Voraussetzung bei der Projektauswahl ist, dass<br />

mindestens ein Mitglied die Situation vor Ort persönlich kennt<br />

und eine enge Vertrauensbasis mit einem Partner vor Ort existiert.<br />

Hierdurch können wir sicher stellen, dass wir die Situation<br />

vor Ort adäquat einschätzen und so passende Lösungen entwickeln<br />

können. Zudem erzielen wir durch lokale Partner vor Ort<br />

eine größere Nachhaltigkeit sowie eine größere Akzeptanz der<br />

Unterstützung.<br />

Fällt die Entscheidung positiv aus, werden die Projektmaßnahmen<br />

anschließend konkretisiert, eine vertragliche Vereinbarung<br />

mit dem Projektpartner getroffen und die Finanzierung des<br />

Projektes durch Events oder anderweitiges Fundraising sichergestellt.<br />

Im Rahmen der Projektarbeit profitieren wir von der<br />

Interdisziplinarität unserer Mitglieder, dem bereits aufgebauten<br />

Know-how sowie der Expertise unserer Beiräte und Partner. Darüber<br />

hinaus konsultieren wir stets Experten, die uns bei kritischen<br />

Themen unterstützen und analysieren ähnliche Projekte.<br />

Die Entwicklung einer Lösung geschieht schließlich in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Partner vor Ort. Bei komplexeren, meist<br />

konzeptionellen Projekten entwickeln wir das Konzept vor Ort.<br />

Hierzu führen wir regelmäjßig Projektreisen durch, welche wir<br />

auch dazu nutzen um andere Projekte in der jeweiligen Region<br />

zu besuchen und um neue Projektmöglichkeiten zu identifizieren.<br />

Jedes Projekt endet mit einem Projektbericht, der die ergriffenen<br />

Maßnahmen evaluiert und den Social Impact des Projektes determiniert.<br />

Diese Erkenntnisse werden bei längerfristigen Projekten<br />

für die folgenden Projektphasen genutzt.<br />

Die Projektarten<br />

Konzeptionelle Projekte sind Projekte mit einem langfristigem<br />

Zeithorizont bei denen wir eng - wenn möglich vor Ort - mit dem<br />

Projektpartner zusammenarbeiten und zwar von der Konzeptionnierung<br />

bis zur Evaluation. Im Rahmen dieser Projekte geht<br />

es neben der Finanzierung auch darum den konkreten Projektablauf<br />

vor Ort mitzugestalten. Deswegen ist es unerlässlich,<br />

dass insbesondere der Projektleiter regelmäßige Projektreisen<br />

unternimmt. Folglich sind derartige Projekte für Campus for<br />

Change sehr aufwendig und können nur in einer begrenzeten<br />

Anzahl von uns durchgeführt werden. Ein Projektbeispiel für diese<br />

Projektart ist „Hoffnung trotzt HIV!“, auf welches später noch<br />

ausführlicher eignegangen wird.<br />

Bei Finanzierungsprojekten liegt der Fokus von Campus for<br />

Change auf dem Fundraising um eine meist einmalige größere<br />

Investition zu finanzieren. Dementsprechend beziehen sich diese<br />

Projekte auf einen kurzfristigen Horizont. Nichts desto trotz legen<br />

wir bei der Projektauswahl derartiger Projekte einen hohen<br />

Wert darauf, dass die Nachhaltigkeit der Investition gesichert ist<br />

und evaluieren das Projekt auch noch nach der Finanzierung.<br />

Beispielhaft für diese Projektart ist das Projekt „Hilfe für Chinchpada!“.<br />

Im Rahmen von Kooperationsprojekten arbeiten wir mit anderen<br />

Organisationen oder Stiftungen zusammen und unterstützen<br />

diese primär durch den Einsatz unserer engagierten Mitglieder<br />

sowie komplementäre Ressourcen wie zum Beispiel den Zugang<br />

zu Universitäten. Ein Projektbeispiel für diese Projektart ist das<br />

Projekt „Gemüse pflanzen. Gesundheit ernten.“.<br />

Die Eventarbeit<br />

Ähnlich zu den Projekten durchlaufen Events bei Campus for<br />

Change im Rahmen ihrer Realisierung einen klaren Prozess in<br />

den alle Vorstandsbereiche involviert sind. Der Eventleiter erstellt<br />

in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Vorstandsbereich<br />

ein Eventkonzept. Basierend hierauf wird entschieden ob ein<br />

Event zu Campus for Change passt und ob es realisierbar ist. Ent-<br />

scheidend bei der Eventauswahl sind die Komplexität des Events,<br />

die Möglichkeit andere Menschen für soziales Engagement zu<br />

sensibilisieren und natürlich die Erlösmöglichkeiten. Entscheidet<br />

sich der Vorstand für ein Event wird dieses im Anschluss<br />

konkreter geplant und umgesetzt. Im Rahmen der Umsetzung<br />

versuchen wir stets mit größeren Veranstaltern zusammenzusarbeiten<br />

um die Kosten und das Risiko zu minimieren sowie einen<br />

reibungslosen Ablauf sicherzustellen. Abgeschlossen wird jedes<br />

Event durch einen Eventbericht, der den Erfolg des Events determiniert<br />

und Rückschlüsse für eine mögliche Neuauflage des<br />

Events zieht.<br />

Neben unseren jährlich statt findenden Events „Act for Life“ und<br />

„Beach for Life“ versuchen wir zunehmend kleine Events durchzuführen,<br />

welche mit wenig Aufwand verbunden sind. Hierbei<br />

kommt uns unsere zunehmende Mitgliederzahl sehr stark zugute.<br />

Beispiele für kleinere Events sind Flohmärkte und Glühweinstände.<br />

Zudem profitieren wir immer stärker von unserer<br />

Kompetenz im Bereich Eventarbeit. Diese erlaubt es uns Events<br />

größer und schneller durchzuführen. Details zu unseren Events<br />

folgen im Bereichsbericht des Fundraisingbereichs.<br />

12<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

13


Die Projekte - Inhalt<br />

»»<br />

Konzeptionelle Projekte<br />

»»<br />

Finanzierungsprojekte<br />

»»<br />

Kooperationsprojekte<br />

»»<br />

Projektreisen<br />

DIE PROJEKTE<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


Konzeptionelle Projekte<br />

Hoffnung trotzt HIV! (1/2)<br />

In enger Zusammenarbeit mit unserem Projektpartner vor Ort haben wir ein Konzept entwickelt<br />

und umgesetzt um Müttern mit HIV sowie ihren Kindern neue Hoffnung zu geben.<br />

Hoffnung trotzt HIV!<br />

Foumban, Kamerun<br />

Projektleiter<br />

Lisanne Grünherz<br />

Projektzeitraum Oktober 2010 - August <strong>2012</strong><br />

Kooperationspartner Frère Eric Michel Ngankam<br />

Ort<br />

foumban, Kamerun<br />

Projektbudget 16.976 €<br />

Projekthintergrund<br />

Die Zahl der HIV-Infizierten wird für Kamerun von der WHO auf<br />

5-7%, mit einer Rate von 1,2% an Neuinfektionen pro Jahr, geschätzt.<br />

Mit HIV infiziert zu sein bedeutet für die Leidenden nicht<br />

nur ein sich kontinuierlich verschlechternder gesundheitlicher<br />

Zustand sondern infolge der Stigmatisierung vielmehr ein Verlust<br />

an Selbstwert, Hoffnung und Lebensenergie.<br />

Bereits 16-30% der Kinder infizieren sich mit HIV, 90% davon<br />

infizieren sich über die Mutter, vor allem während der Stillzeit.<br />

Die Hälfte dieser Kinder stirbt im 1. Lebensjahr, die Anderen zum<br />

Großteil vor Erreichen des 6. Lebensjahres.<br />

Korruption und mangelnde Infrastruktur verhindern, dass die<br />

Kosten für HIV-Tests sowie die zur Behandlung der Erkrankung<br />

notwendigen Bluttests und die antiretrovirale Therapie von der<br />

Regierung getragen werden.<br />

Projektpartner<br />

Frère Miedji Eric Michel Ngankam stammt aus dem Nordosten<br />

Kameruns und ist Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“, einer<br />

kleinen katholischen Bruderschaft mit Missionen überall auf der<br />

Welt. Bruder Eric arbeitet unter anderem in Foumbans Krankenstation<br />

„Kuéka“ und ist daher gut vertraut mit der medizinischen<br />

Versorgung vor Ort. Die Missstände und das Leid vieler Patienten<br />

bewegten ihn im Oktober 2010 an „Campus for Change e.V.“<br />

heranzutreten um gemeinsam mit seinem Projektteam, das aus<br />

einer katholischen Ordensschwester, einem Laboranten, einer<br />

Hebamme, einer Lehrerin und einem Krankenpfleger besteht,<br />

HIV-positive Mütter und deren Säuglinge zu unterstützen.<br />

Projektkonzept<br />

Frère Eric, den wir über eine Münchener Medizinstudentin kennen<br />

gelernt hatten und den wir von früheren Projektreisen bereits<br />

gut kannten, berichtete uns im Oktober 2010 von steigenden<br />

HIV-Zahlen. Besonders problematisch sei die Infektionsrate<br />

der Säuglinge, die während der Stillzeit durch die Mutter transfiziert<br />

werden. Die Ernährung des Säuglings durch Muttermilchersatz,<br />

der gemäß WHO bis einschließlich des 2. Lebensjahres<br />

gegeben werden soll, sei allerdings für den Großteil der HIVpositiven<br />

Mütter finanziell nicht möglich (monatliche Kosten für<br />

das Milchpulver: 28€).<br />

So starteten wir unser Projekt mit neun HIV-positiven Müttern<br />

und unterstützten zunächst nur die Versorgung des Säuglings<br />

mit Muttermilchersatz.<br />

Während unserer Projektreise im April 2011 sprachen wir mit<br />

allen Müttern um uns ein genaueres Bild von der Situation zu<br />

machen. Weitere Gespräche mit den Ärzten der Krankenstation<br />

vor Ort, einem Schuldirektor, zwei anderen Organisationen und<br />

dem Projektteam bestätigten uns in der Notwendigkeit das Projektkonzept<br />

um weitere Punkte zu ergänzen.<br />

Unsere Ziele und Aktivitäten<br />

Das Projekt unterstützte neun HIV-positive Mütter, die von der<br />

Ärztin der Krankenstation in Foumban als Härtefälle in der Gesellschaft<br />

beschrieben wurden, da sie auf Grund fehlender familiärer<br />

Unterstützung und ohne jegliches Einkommen keine Perspektive<br />

auf medizinische Hilfe hatten.<br />

Allen voran stand weiterhin die Finanzierung von Muttermilchersatz<br />

für die Säuglinge der Mütter.<br />

Der schlechte gesundheitliche Zustand der Frauen machte es<br />

außerdem notwendig eine antiretrovirale Therapie und regelmäßige<br />

Bluttests durchzuführen sowie Begleiterkrankungen zu<br />

behandeln.<br />

Um den Müttern neue Lebensenergie zu vermitteln stand das<br />

Erlangen von Selbstständigkeit durch den Aufbau einer eigenen<br />

Existenz im Mittelpunkt der Projektarbeit. Dazu erhielten alle<br />

Mütter die Möglichkeit einer Ausbildung bzw. die Unterstützung<br />

zur Gründung eines Kleinunternehmens. Dabei war es uns besonders<br />

wichtig, dass die Mütter individuell entscheiden konnten<br />

welche Tätigkeit sie ausführen wollten.<br />

Außerdem versuchten wir durch Aufklärungsgespräche über die<br />

Erkrankung, die möglichen Übertragungswege, eine ausgewo-<br />

gene Ernährung und Körperhygiene, in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Projektteam vor Ort, ein größeres Bewusstsein für HIV/<br />

AIDS unter den Müttern des Programmes zu schaffen.<br />

Zusammengefasst baute das Projekt also auf den folgenden drei<br />

Säulen auf:<br />

1<br />

Medizinische Versorgung<br />

§ Kontinuierliche Antiretrovirale Therapie<br />

der Mütter<br />

§ Durchführung der notwendigen<br />

Bluttests, die zum Monitoring des<br />

Fortschreitens der Viruserkrankung<br />

dienen<br />

§ Behandlung von Begleiterkrankungen<br />

bzw. Komplikationen<br />

Expertenmeinungen<br />

Bevor wir unser erarbeitetes Konzept in die Tat umsetzten, bemühten<br />

wir uns um Meinungen von Experten um die Sinnhaftigkeit<br />

und die richtige Durchführung des Projektes sicherzustellen.<br />

Hierbei half uns ein Professor der Virologie der TU München, der<br />

uns bestätigte das unser Vorhaben im Bezug auf die medizinische<br />

Versorgung und den Muttermilchersatz evidenzbasiert sei<br />

und den WHO Richtlinien entspricht. (Guidelines on HIV and Infant<br />

Feeding 2010)<br />

Ein Schweizer Arzt, der ein ähnliches Projekt im Norden Kameruns<br />

initiiert hat, versicherte uns ebenfalls richtig zu handeln.<br />

Außerdem bestärkten uns Maria Coutinho (Centre pour la Promotion<br />

Sociale) und Patrice Noa (Centre pour l’Environnement<br />

et le Développement), die beide Projektleiter anderer kamerunischer<br />

Organisationen sind, das Projekt wie von uns geplant<br />

durchzuführen.<br />

Durchführung des Projektes<br />

Projektarbeit durch das Projektteam vor Ort<br />

Das Projektteam in Foumban bemühte sich die Mütter intensiv<br />

zu betreuen. Während der gesamten Projektlaufzeit fand ein<br />

monatliches Treffen mit den Mitgliedern des Teams und allen<br />

Müttern statt. Erfahrungen, Schwierigkeiten und Erfolge wurden<br />

hier ausgetauscht und diskutiert. Außerdem nahmen an den<br />

Treffen ein paar Mal Ärzte teil, die über HIV, gesunde Ernährung,<br />

Körperhygiene, häufige Begleiterkrankungen etc. aufklärten.<br />

Weitere Aufgaben des Projektteams waren die Verteilung des<br />

2<br />

Prävention<br />

§ Die Kosten des Milchpulvers werden bis<br />

zur Ernährungsumstellung des Kindes<br />

übernommen<br />

§ Aufklärungsgespräche über HIV, die<br />

Folgen und die möglichen<br />

Übertragungswege<br />

§ Seminare über ausgewogene<br />

Ernährung und richtige Körperhygiene<br />

Muttermilchersatzes, der antiretroviralen Medikamente und die<br />

Organisation der Bluttests alle drei Monate im nächstgrößten<br />

Krankenhaus.<br />

Die Mütter, die sich für die Gründung eines Kleinunternehmens<br />

entschieden hatten, wurden zunächst bei allen Investitionen,<br />

3<br />

Hoffnung<br />

§ Jede Mutter erhält die Möglichkeit<br />

einer Ausbildung oder die finanziellen<br />

Mittel zur Gründung eines<br />

Kleinunternehmens<br />

§ In Kooperation mit dem „Centre pour la<br />

Promotion Sociale“ erlernen vier Mütter<br />

die grundlegenden Fähigkeiten zur<br />

erfolgreichen Führung eines<br />

Kleinunternehmens, als<br />

Multiplikatorinnen geben sie ihr Wissen<br />

an die anderen Frauen weiter<br />

z.B. Stühlen und Bänken für eine kleine Bar, begleitet. Auf der<br />

anderen Seite zahlte das Projektteam die Schulgelder und Schulmaterialen<br />

für die Mütter, die eine Ausbildung starteten.<br />

Insgesamt stand das Projektteam allen Müttern durch regelmäßige<br />

Besuche und Telefonate immer mit Rat zur Seite und unterstützte<br />

sie so gut wie möglich.<br />

Projektarbeit durch Campus for Change<br />

Durch wöchentliche Berichte, die uns Frère Eric über Email zukommen<br />

ließ, konnten wir uns ein gutes Bild vom Projektfortschritt<br />

und bestehenden Schwierigkeiten machen.<br />

Entscheidend für die gute Zusammenarbeit waren insbesondere<br />

die Projektreisen im April 2011 und August <strong>2012</strong>, die uns viele<br />

neue Erkenntnisse brachten und maßgeblich für die Konzeptionierung<br />

und Evaluation der Projektziele waren.<br />

Zusätzlich halfen uns die Berichte der Medizinstudenten, die<br />

durch unser Projekt „Students for Cameroon“ im September<br />

2011 sowie im März <strong>2012</strong> die Möglichkeit eines vierwöchigen<br />

Praktikums in einem Kameruner Lehrkrankenhaus mit anschließender<br />

Mitarbeit an unseren Projekten, erhielten. Die Studenten,<br />

die während ihres Kamerunaufenthaltes zuvor viele Erfahrungen<br />

über die Kultur der Kameruner, ihre Lebensweise, die Schulausbildung,<br />

häufige Erkrankungen und ihre Behandlung usw. gesammelten<br />

hatten, sollten das Projekt nochmal von einem anderen<br />

Standpunkt aus betrachten und evaluieren.<br />

16<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

17


Konzeptionelle Projekte<br />

Hoffnung trotzt HIV! (2/2)<br />

Trotz diverser Herausforderungen haben wir nicht aufgegeben und das Projekt zu einem<br />

erfolgreichem Abschluss gebracht. Anschlussprojekte sind bereits in Planung!<br />

Besondere Herausforderungen<br />

Bei der Durchführung des Projektes wurden wir sowohl mit den<br />

Erfolgen als auch mit für uns unerwarteten Schwierigkeiten, die<br />

uns immer wieder die Komplexität der Projektarbeit in einem<br />

Entwicklungsland aufzeigten, konfrontiert.<br />

Im Januar 2011 starben zwei Frauen an Tuberkulose, der häufigsten<br />

Todesursache bei HIV. Obwohl uns zuvor berichtet worden<br />

war, dass die Mütter sehr mit ihrer Immunschwäche kämpften<br />

und sich ihr Zustand während ihres Krankenhausaufenthaltes<br />

nicht verbesserte, kam die Nachricht für uns unerwartet. Es war<br />

uns nicht bewusst gewesen das trotz unserer Unterstützung, die<br />

in diesem Fall nicht mehr als eine bestmögliche medizinische Behandlung<br />

sicherstellen konnte, so etwas passieren könnte.<br />

Vor eine weitere Herausforderung stellte uns eine Mutter, dessen<br />

Säugling kurz nach Beginn des Projektes an einer Sepsis starb.<br />

Nach dem Verlust ihres Kindes, verweigerte sie zunächst unsere<br />

Hilfe und zog nach Yaoundé. In der darauf folgenden Zeit kam<br />

sie immer wieder auf das Projektteam zu und bat um Unterstützung.<br />

Nachdem sie etwas Geld für Nahrung und Medikamente<br />

erhalten hatte, lief sie jedoch wieder weg. Letztendlich berichtete<br />

das Projektteam beobachtet zu haben, dass sie sich in Yaoundé<br />

prostituieren würde, sodass wir einvernehmlich entschieden<br />

sie nicht weiter zu unterstützen.<br />

Auch die Kommunikation mit Frère Eric war nicht immer einfach<br />

und führte manchmal zu Missverständnissen. Nach dem Tod<br />

der zwei Mütter baten wir Eric keine neuen Frauen in das HIV-<br />

Programm aufzunehmen, zumal durch die langwierige medizinische<br />

Versorgung der Verstorbenen bereits hohe Kosten angefallen<br />

waren. Dennoch wurde uns kurze Zeit später von zwei neuen<br />

Müttern berichtet, die durch das HIV-Projekt Unterstützung erhielten.<br />

Obwohl wir die Situation von Eric, der immer wieder von<br />

vielen Frauen in der Umgebung um Hilfe gefragt wird, verstehen<br />

können, hatte er gegen unsere gemeinsame Absprache agiert.<br />

Weitere Komplikationen entstanden bei den Überweisungen der<br />

zwei größeren Tranchen im August und Dezember 2011. Da das<br />

Geld erst zwei Monate, nach unserem Auftrag in Kamerun einging<br />

und das Projektteam vor Ort in Geldnöte brachte. Um die<br />

laufenden Kosten und vor allem die medizinische Versorgung<br />

der Mütter sicher zu stellen, mussten wir zur Überbrückung jeweils<br />

einen kleinen Betrag über Moneygram schicken.<br />

Projektende<br />

Im August <strong>2012</strong> konnte für drei Mütter das Projekt mit der erfolgreichen<br />

Gründung eines Kleinunternehmens abgeschlossen<br />

werden. Ihr monatliches Einkommen ermöglicht die Versorgung<br />

der Familie, sowie die Durchführung der regelmäßigen medizinischen<br />

Untersuchungen. Zwei der Mütter werden erst im Juli<br />

2013 ihre Ausbildung abschließen, daher werden sie für diesen<br />

Zeitraum weiter unterstützt.<br />

Die hinterlassenen Waisen der verstorbenen Mütter werden<br />

weiterhin von dem Projektteam betreut und erhalten finanzielle<br />

Unterstützung für Nahrung, medizinische Versorgung und<br />

Schulgeld.<br />

Die im Laufe des Jahres <strong>2012</strong> neu aufgenommen Mütter und<br />

eine Mutter des ursprünglichen Kreises erhalten zusätzliches<br />

Kapital um ihr Kleinunternehmen zu verbessern und somit auf<br />

eigenen Beinen stehen zu können.<br />

Alle Säuglinge sind bis auf eines HIV-negativ geblieben. Sie sind<br />

jetzt alle im Alter von zwei Jahren und müssen somit nicht mehr<br />

gestillt werden.<br />

Insgesamt waren wir sehr glücklich bei unserer abschließenden<br />

Projektreise zu sehen, dass die Mütter neue Lebensenergie ausstrahlten<br />

und sich trotz des Virus in einem guten Gesundheitszustand<br />

befinden. Auch wenn das Projekt nicht für alle Mütter<br />

erfolgreich war, haben wir es geschafft den meisten Müttern und<br />

ihren Kindern neue Hoffnung zu schenken und ihnen geholfen<br />

eine eigene Existenz aufzubauen.<br />

Ausblick<br />

Die Mütter werden weiterhin von dem Projektteam vor Ort besucht<br />

und sollen sich bei aufkommenden Schwierigkeiten an<br />

uns wenden können. Die Gemeinschaft, die die Mütter untereinander<br />

gebildet haben wird ihnen außerdem helfen das Gelernte<br />

aufrecht zu erhalten. Von unserer Seite ist das Projekt zunächst<br />

abgeschlossen. Da uns der Bedarf und die ansteigenden Zahlen<br />

HIV-Infizierter jedoch bewusst ist, sind wir bereits dabei eine<br />

Fortsetzung des Projektes sowie ein zusätzliches HIV Präventsionsprojekt<br />

mit Erics Projektteam zu planen.<br />

Unser Dank<br />

Neben den vielen privaten Spendern und Unternehmen, die uns<br />

bei der Finanzierung unterstützt haben, möchten wir uns insbesondere<br />

bei Maria Coutinho, die sich seit vielen Jahren im Rahmen<br />

von CEPS (Centres pour la Promotion Sociale) für Kameruns<br />

Entwicklung einsetzt, bedanken. Sie stand uns sowohl bei der<br />

Konzeptionierung als auch bei der Durchführung des Projektes<br />

immer mit Rat zur Seite und ermöglichte den Müttern eine Teilnahme<br />

an ihren Business Courses in Yaoundé.<br />

Das<br />

Projektteam<br />

mit Lisanne<br />

Grünherz<br />

Drei<br />

Mütter des<br />

Projektes<br />

mit neuer<br />

Hoffnung<br />

18<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

19


Konzeptionelle Projekte<br />

Students for Cameroon<br />

Im Rahmen von Famulaturen bieten wir Medizinstudenten die Möglichkeit das Gesundheitsystems<br />

in Kamerun kennen zu lernen und unsere Projekte zu besuchen!<br />

Projektleiter<br />

Julia Ruhland<br />

Projektzeitraum März <strong>2012</strong> - April <strong>2012</strong><br />

Kooperationspartner Buea Regional Hospital<br />

Ort<br />

Buea, Kamerun<br />

Projektbudget -<br />

Projekthintergrund und - konzept<br />

Das Projekt Students for Cameroon bietet nicht nur engagierten<br />

Medizinstudenten aus München die seltene Möglichkeit das Gesundheitssystem<br />

in Kamerun kennen zu lernen, sondern ermöglicht<br />

es Campus for Change auch regelmäßig den Fortschritt der<br />

Projekte in Kamerun zu beobachten.<br />

Zu diesem Zweck wurde eine Kooperation mit dem Lehrkrankenhaus<br />

„Buea Regional Hospital“ in Kamerun aufgebaut, welches<br />

regelmäßig Praktikumsplätze für deutsche Medizinstudenten<br />

bereitstellt. Im Rahmen des Medizinstudiums gibt es mehrere<br />

einmonatige Pflichtpraktika, sogenannte Famulaturen, welche<br />

die Studenten vor ihrem Examen absolvieren müssen. Dabei<br />

lernen sie durch die Mitarbeit im Ärzteteam im Krankenhaus<br />

den praktischen Umgang mit Patienten sowie die Durchführung<br />

grundlegender Eingriffe und Therapien. Engagierte und zuverlässige<br />

Famulanten stellen dabei durchaus eine Unterstützung<br />

für das Personal dar, indem sie einfache Aufgaben möglichst<br />

selbstständig übernehmen und gewissenhaft durchführen.<br />

Durch die Mitarbeit der Medizinstudenten im Buea Regional<br />

Hospital soll eine Basis gegenseitiger Wertschätzung entstehen,<br />

sodass beide Seiten voneinander lernen können und zwei Welten<br />

ein Stück weiter zusammenwachsen.<br />

Im Anschluss an die Famulatur besuchen die Studenten zudem<br />

die Projekte von Campus vor Change in Kamerun und berichten<br />

dem Team in München über ihre Erfahrungen. Hierzu fertigen sie<br />

am Ende der Projektreise eine ausführliche Dokumentation an.<br />

Die Kosten für die Reise werden dabei von den Studenten selbst<br />

getragen. Es gibt allerdings eine Reihe von Auslandsstipendien<br />

verschiedener Stiftungen für die sich die Studenten mit Hilfe von<br />

Campus for Change bewerben können.<br />

Bericht Students for Cameroon <strong>2012</strong><br />

„Famulatur in Buea<br />

Das Buea Regional Hospital in der Provinz Südwest Cameroon umfasst<br />

140 Betten und ein Team von 14 Ärzten. Das Krankenhaus ist<br />

Students for Cameroon<br />

Buea, Kamerun<br />

in vier Sektionen gegliedert: Chirurgie mit zwei OP-Sälen, Pädiatrie,<br />

Gynäkologie und Innere Medizin mit einer abgetrennte Tuberkulose-Einheit.<br />

Des Weiteren ist ein Zahnarzt, ein Ophthalmologe, eine Notambulanz<br />

und ein relativ neues Dialysezentrum vor Ort.<br />

Bei unserer freundlichen Begrüßung durch den Klinikleiter Dr. Mbome<br />

bekamen wir bei der Führung durch das Krankenhaus gleich<br />

einen Eindruck von der medizinischen Arbeit und insbesondere von<br />

den Unterschieden zu einem europäischen Krankenhaus.<br />

Da es in Kamerun keine Krankenversicherungen gibt, muss jeder<br />

Patient für seine Behandlung und seinen Krankenhausaufenthalt<br />

selbst bezahlen, und zwar im Voraus. Kann er es sich nicht leisten,<br />

muss die Behandlung gegebenenfalls unterlassen werden, oder die<br />

Ärzte versorgen ihn dennoch, ohne Honorar.<br />

Bei stationärer Aufnahme in die Klinik wird jeder Patient von Angehörigen<br />

versorgt, sowohl was Pflege, als auch Verpflegung betrifft.<br />

So ist es nicht selten, dass man auf dem Krankenhausgelände Frauen<br />

Waschen oder Essen zubereiten sieht.<br />

Der hygienische Umgang mit Krankheiten wird im Krankenhaus<br />

durch einen Mangel an fließendem Wasser - während unseres Aufenthaltes<br />

zwei mal drei Stunden pro Tag, sowie mangelnde Desinfektion,<br />

Sterilisation und Isolation erschwert. Bringt der Patient keinen<br />

Alkohol für die Handdesinfektion seines behandelnden Arztes<br />

mit, ist auch nicht gewährleistet, dass dieser diese vornimmt.<br />

Trotz der vielen Mängel auch in der apparativen Ausstattung, sind<br />

die Mediziner vor Ort durch ihren enormen Erfahrungsschatz an<br />

Untersuchungstechniken und Blickdiagnostik in der Lage ihren Patienten<br />

zu helfen. Durch die Teilnahme an derartigen Untersuchungen<br />

und Behandlungen konnten wir sehr viel lernen! Zudem haben<br />

uns die Leidenschaft und Überzeugung, sowie die praktischen und<br />

theoretischen Kenntnisse, die wir bei den örtlichen Ärzten erlebt haben,<br />

mit Sicherheit genauso beeindruckt wie exotische, für dortige<br />

Verhältnisse aber oft alltägliche Krankheitsbilder.<br />

Im Rahmen unserer Famulatur kamen wir schnell in Kontakt mit<br />

den Studenten aus Buea. Wir nahmen an einigen ihrer Kurse und<br />

Vorlesungen teil und konnten so auch privat schöne Einblicke in<br />

das wahre Leben in Kamerun gewinnen. Dazu gehörten neben<br />

traditionellem Essen, das wir als teils wirklich gut, teils als sehr gewöhnungsbedürftig<br />

einstuften, zum Beispiel auch Kirchen- und<br />

Marktbesuche.<br />

Auch durch unsere Unterkunft bei einer Krankenschwester des Klinikums<br />

waren wir ganz nah am Alltag dran, was wir sehr zu schätzen<br />

wussten. In Buea und der Klinik wurden wir überall mit viel Wärme<br />

empfangen, so dass wir uns gleich sehr wohl und in gewissem Sinne<br />

nach ein paar Wochen auch heimisch fühlten.<br />

Unsere Freizeit haben wir mit Ausflügen an den nahen Strand in<br />

Limbe, einer 2-tägigen Bergtour auf den Mount Cameroon und<br />

Stadtbesuchen in nahegelegene Orte genutzt und sehr genossen.<br />

Projektreise nach Bamenda und Foumban<br />

Nach vier Wochen in Buea ging es dann weiter Richtung Norden, wo<br />

wir die Projekte von Campus for Change besuchen wollten, um uns<br />

ein Bild von der Situation vor Ort machen zu können.<br />

Unsere Reise führte uns zuerst nach Bamenda, wo wir die nahegelegene<br />

Krankenstation in Sabga, die mit finanzieller Hilfe von Campus<br />

for Change 2010 errichtet werden konnte, besuchten.<br />

Die 25 Betten große Einheit befindet sich in erhöhter Lage in einer<br />

ansonsten an medizinische Versorgung schlecht angeschlossenen<br />

Gegend und wird von einem unglaublich engagierten Team bestehend<br />

aus einem Krankenpfleger, einer Pharmazeutin und einem Laborarbeiter<br />

durch die gegebenen Schwierigkeiten geleitet.<br />

Überhaupt lernten wir viele beeindruckende Menschen auf unserer<br />

Reise kennen, wie auch bei unserer nächsten Station in Foumban.<br />

Hier besuchten wir das Projekt „Hoffnung trotzt HIV“, welches 2010<br />

von Campus for Change ins Leben gerufen worden war.<br />

Die Famulanten<br />

<strong>2012</strong> mit Ärztinnen<br />

des Buea Regional<br />

Hospitals<br />

Untergebracht in der leeren Hausmeisterwohnung des dortigen<br />

Krankenhausess und bemüht aufgenommen von dem lokalen Projektteam<br />

bestehend aus Klinikmitarbeitern und Angehörigen der<br />

Baptistischen Glaubensgemeinschaft, konnten wir alle in dem Projekt<br />

aufgenommenen Frauen und ihre Kinder meist direkt in ihrem<br />

Lebensumfeld besuchen und uns ein Bild von der Situation vor Ort<br />

machen. Durch ausgiebige Gespräche mit den Frauen über ihre momentane<br />

Lage und ihren Gesundheitszustand konnten wir sehen,<br />

wo die Projektarbeit schon gefruchtet hatte und wo noch Handlungsbedarf<br />

bestand.<br />

Zudem lernten wir Sr. Angela, eine ursprünglich aus Sambia stammende<br />

Ordensschwester, kennen, die sich mit großem Engagement<br />

für die Belange der Frauen und Kinder vor Ort einsetzt. Da sie in<br />

einer Schule tätig ist, wurde uns auch die Problematik zweier Waisenkinder<br />

in Foumban dargelegt, die aufgrund schwieriger Familienverhältnisse<br />

und Armut am ordentlichen Besuch der Schule und<br />

so am Aufbau ihrer eigenen Zukunft gehindert wurden.<br />

Auch diese beiden Kinder werden nun von Campus for Change<br />

unterstützt, was uns besonders freut, weil sie uns in unserer Zeit in<br />

Foumban doch sehr ans Herz gewachsen sind.<br />

Mit wahnsinnig vielen neuen, schönen, intensiven und auch bewegenden<br />

Eindrücken traten wir vier „whiteman!“, wie wir überall genannt<br />

wurden, unsere letzte, zehnstündige Busfahrt von Foumban<br />

nach Douala an, von wo uns der Flieger wieder sicher und gesund<br />

nach Deutschland brachte.“<br />

20<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

21


Finanzierungsprojekte<br />

Hilfe für Chinchpada!<br />

Durch die Finanzierung eines Krankenwagens wurde die Krankenversorgung für erkrankte<br />

und verletzte Menschen im Bundesstaat Maharashtra verbessert!<br />

Projektleiter<br />

amrei Aufderheide<br />

Projektzeitraum Januar <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />

Kooperationspartner Dr. D. B. & Dr. L. Gahukamble<br />

Ort<br />

Chinchpada, Indien<br />

Projektbudget 14.903 €<br />

Projekthintergrund<br />

Indien ist, obwohl es sich um ein relativ erfolgreiches Schwellenland<br />

handelt, noch von extremer Armut großer Bevölkerungsteile,<br />

vor allem im ländlichen Raum, geprägt. Das staatliche<br />

Gesundheitssystem leidet unter Korruption, Privatkliniken sind<br />

für die ländliche Durchschnittsbevölkerung unerschwinglich.<br />

Christliche Krankenhäuser, wie das Chinchpada Christian Hospital,<br />

werden deshalb besonders von der Landbevölkerung geschätzt;<br />

es werden Patienten aller Glaubensrichtungen aufgenommen<br />

und ohne Bewertung der Religionszugehörigkeit mit<br />

derselben Zuwendung behandelt. Gleichzeitig gibt es eine unterschwellige<br />

Diskriminierung christlicher Einrichtungen durch<br />

die hinduistische Verwaltung, so dass die tägliche Arbeit und<br />

auch Weiterentwicklungen behindert werden. Die Projektpartner<br />

zeigen jedoch bewundernswerte Energie und Durchhaltevermögen<br />

mit diesen Hindernissen umzugehen.<br />

Das Chinchpada Christian Hospital ist ein Missionskrankenhaus<br />

der Emmanuel Hospital Association im Norden des indischen<br />

Bundesstaates Maharashtra. Der Gebäudekomplex wurde im<br />

Jahr 1942 erbaut und umfasst Schlafräume für ca. 60 Patienten,<br />

einen Kreissaal, einen OP, einen Röntgenraum, ein Labor,<br />

Ambulanzräume und Verwaltungsräume. Pro Jahr werden ungefähr<br />

6500 ambulante und 2000 stationäre Patienten behandelt,<br />

rund 250 Operationen und rund 200 kleinere chirurgische<br />

Eingriffe durchgeführt und ca. 250 Kinder kommen im Chinchpada<br />

Christian Hospital zur Welt. Das Krankenhaus ist in einem<br />

großen Umkreis bekannt für seine gute Patientenversorgung<br />

und wird besonders von Patientinnen mit gynäkologischen Beschwerden<br />

von weit her aufgesucht. Viele Patienten kommen<br />

aus über 250km Entfernung ins Chinchpada Christian Hospital,<br />

was für sie oft eine Tagesreise bedeutet. Die Kosten für die zum<br />

großen Teil materiell sehr armen Bauern werden dabei so niedrig<br />

wie möglich gehalten, obwohl die Behandlungskosten die<br />

einzigen Einnahmen des Krankenhauses sind. Dadurch stehen<br />

dem Krankenhaus sehr begrenzte Mittel zur Verfügung, sodass<br />

die Gebäude stark renovierungsbedürftig sind. Zudem ist die<br />

Strom- und Wasserversorgung sehr unregelmäßig, worunter besonders<br />

der hygienische Standard leidet. Strom aus dem öffentlichen<br />

Stromnetz steht nur stundenweise und meist nur nachts<br />

zur Verfügung. Das Notstromaggregat reicht bei Operationen oft<br />

nicht für die gleichzeitige Versorgung von Licht und Absaugung,<br />

geschweige denn die Versorgung des Beatmungsgerätes. Zudem<br />

ist die Versorgung von Schwerverletzten nur unzureichend<br />

gewährleistet. Für den Transport von schwerverletzten Patienten<br />

oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem Krankenhaus<br />

nicht therapiert werden können, steht kein angemessenes Transportmittel<br />

zur Verfügung.<br />

Projektpartner<br />

Das Krankenhaus wird von zwei Ärzten geleitet. Mrs Gahukamble<br />

ist ausgebildete Pathologin und ist für das Labor, die Pathologie<br />

und die Verwaltung zuständig und ist die Hauptansprechpartnerin<br />

vor Ort. Mr Gahukamble ist ausgebildeter Kinderchirurg und<br />

übernimmt normalerweise die komplette Patientenversorgung<br />

(Ambulanz, Visite, Operationen). Im Oktober 2010 waren Mrs<br />

und Mr Gahukamble eigentlich nur zu Besuch in Chinchpada.<br />

Als sie allerdings die Not der Menschen vor Ort und den Mangel<br />

an Ärzten in dem Krankenhaus sahen, beschlossen sie dort zu<br />

bleiben und ihr Leben 24 Stunden 365 Tage im Jahr dem Krankenhaus,<br />

den Patienten und der benachbarten Schule und deren<br />

Schülern zu widmen.<br />

Projektkonzept<br />

Hilfe für Chinchpada<br />

Chinchpada, Indien<br />

Während einer Famulatur in Indien lernte die Münchener Medizinstudentin<br />

Amrei Aufderheide das Chinchpada Christian Hospital<br />

und das Ehepaar Gahukamble kennen. Schnell entstand die<br />

Idee, gemeinsam mit Campus for Change ein Projekt zu initiieren,<br />

um die Patientenversorgung dort mit einfachen Mitteln zu<br />

verbessern.<br />

Projektziele<br />

Die Finanzierung eines Krankenwagens inkl. Beatmungsgerät<br />

und Sauerstoffkonzentrator soll den Transport von schwerverletzten<br />

Patienten oder Patienten mit Erkrankungen, die in diesem<br />

Krankenhaus nicht therapiert werden können, adäquat - mit<br />

Sauerstoff und intravenöser Flüssigkeits- und Medikamentenversorgung<br />

- sicherstellen. Außerdem soll der Krankenwagen den<br />

Besuch schwerkranker Patienten aus den umliegenden Dörfern<br />

sowie ihren Transport ins Krankenhaus ermöglichen. So können<br />

das Leiden der Patienten verringert und die Überlebenschancen<br />

gesteigert werden. Darüber hinaus können mit dem Krankenwagen<br />

Sauerstoffzylinder aus dem 140km entfernten Dhule geholt<br />

werden, was zur Zeit nur mit den Schulbussen der benachbarten<br />

Schulen möglich ist und somit nur in der schulfreien Zeit.<br />

Für das Jahr 2013 planen wir desweiteren die Finanzierung, Bereitstellung<br />

und Installation von einer Photovoltaik-Anlage zur<br />

konstanteren Stromversorgung (vor allem tagsüber) des Krankenhauses.<br />

Gegebenenfalls sollen auch hierzu notwendige Renovierungsmaßnahmen<br />

durchgeführt werden.<br />

Durch eine bessere Stromversorgung durch Solarzellen wird sich<br />

die Situation im Krankenhaus für alle Patienten verbessern. Insbesondere<br />

sollen jedoch der Ablauf im OP durch eine stabilere<br />

Stromversorgung reibungsloser und somit die OP-Risiken für<br />

jeden Patienten gesenkt werden.<br />

Projektarbeit <strong>2012</strong><br />

Das Projektkonzept, Finanzierung und rechtliche Dokumente<br />

(Contract, Application of funds, Confirmation of receipt, Project<br />

report) konnten bis Ende Juni von den unterschiedlichen Bereichen<br />

von Campus for Change fertiggestellt werden.<br />

Am 28.7.<strong>2012</strong> wurde der unterzeichnete Vertrag von Mrs & Mr<br />

Gahukamble postalisch an Campus for Change zugesendet, sodass<br />

am 16.8.<strong>2012</strong> die erste Überweisung von 13.548€ auf das<br />

Konto des Chinchpada Christina Hospital erfolgen konnte. Der<br />

Eingang des Geldes wurde am 18.8.<strong>2012</strong> von Mrs Gahukamble<br />

per Email bestätigt.<br />

Durch Steuererhöhungen war der Preis des Krankenwagens<br />

beim Kauf seit Einholung des Kostenvoranschlags um 800€<br />

(55.000INR) gestiegen. Aus den 10% Sicherheitsreserve, die<br />

Campus for Change für das Projekt beanschlagt hatte, konnte<br />

diese Kostensteigerung gedeckt werden. Am 30.11.<strong>2012</strong> erfolgte<br />

dementsprechend eine Überweisung von 800€ auf das Konto<br />

des Chinchpada Christian Hospital.<br />

Krankenwagen, Beatmungsgerät und Sauerstoffkonzentrator<br />

stehen dem Krankenhaus seit Anfang Dezember zur Verfügung.<br />

Schwierigkeiten und Erfolge<br />

Durch interne Umstrukturierungen bei Campus for Change und<br />

rechtliche Unklarheiten zog sich die Fertigstellung aller notwendigen<br />

Dokumente für das Projekt von Januar bis Juni <strong>2012</strong> hin.<br />

Die Preiserhöhung des Krankenwagens konnte aus den 10%<br />

Sicherheitsreserve, die Campus for Change veranschlagt hatte,<br />

gedeckt werden.<br />

Mit Mrs. & Mr. Gahukamble hat Campus for Change einen ambitionierten<br />

und zuverlässigen Projektpartner. Die Kommunikation<br />

via Email funktioniert sehr gut und meist auch sehr zügig. Sollte<br />

eine Antwort einmal nicht schnell genug kommen, reicht eine<br />

kurze Nachfrage und Bitte um schnelle Antwort, um umgehend<br />

alle benötigten Informationen zu bekommen.<br />

Ausblick<br />

Für den Abschluss der ersten Phase des Projekts müssen „Application<br />

of funds“ und „Confirmation of receipt“, die sich momentan<br />

auf dem Postweg befinden, Campus for Change vorliegen.<br />

Ein „Project report“ soll von den Projektpartnern geführt werden<br />

und im ersten Jahr alle 3 Monate an Campus for Change gesendet<br />

werden, um die Nutzung des Krankenwagens zu evaluieren.<br />

Famulanten der TU München werden sich im Februar 2013 ein<br />

Bild von der Situation vor Ort machen.<br />

Für dieses Jahr ist die Fortsetzung des Projektes geplant um in<br />

enger Zusammenarbeit mit Mrs. Und Mr. Gahukamble sinnvolle<br />

Investitionen sowie deren Chancen und Schwierigkeiten zu<br />

identifizieren. Die Finanzierung, Bereitstellung und Installation<br />

von einer Photovoltaik-Anlage zur konstanteren Stromversorgung<br />

(vor allem tagsüber) des Krankenhauses und ggf. hierzu<br />

notwendige Renovierungsmaßnahmen werden hierbei das erste<br />

zu prüfende Ziel sein.<br />

Das Team des Krankenhauses mit dem neu erworbenen Krankenwagen sagt Danke!<br />

22<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

23


Finanzierungsprojekte<br />

Scholarships for Change - Nairobi<br />

Ein Studium für Schüler aus dem Korogocho Slum in Nairobi als Ausweg aus der Negativspirale<br />

des Slums!<br />

Projektleiter<br />

max Hoogen<br />

Projektzeitraum<br />

November<strong>2012</strong>-November2015<br />

Kooperationspartner Hands of Care and Hope<br />

Ort<br />

nairobi, Kenia<br />

Projektbudget 15.131 €<br />

Projekthintergrund<br />

Nairobi (enkare nyrobi, Masai: Stadt des kühlen Wassers) verdankt<br />

seine Existent der Eisenbahn. Es wurde 1899 von der<br />

Eisenbahngesellschaft Uganda Railway auf der Hälfte der Strecke<br />

vom Indischen Ozean zum Viktoria-See als Eisenbahnlager<br />

errichtet. Der Stützpunkt wuchs schnell und wurde 1905 zur<br />

Hauptstadt des britischen Ost-Afrika-Protektorats ernannt. Nach<br />

der Unabhängigkeitserklärung Kenias 1963 wurde Nairobi die<br />

Hauptstadt und ist heute zentrale Metropole Ostafrikas, nach<br />

Johannisburg wichtigstes Medienzentrum Afrikas und einer der<br />

vier UNO-Sitze.<br />

Die Perspektive abseits der politischen Elite sieht anders aus: Es<br />

gibt unzählige, teilweise ineinander übergehende Slumgebiete<br />

in Nairobi. Nairobi selbst zählt derzeit ca. 200 Slums und informelle<br />

Wohngebiete (ca. 5% der Fläche der gesamten Stadt). Ca.<br />

2,5 Millionen von 4 Millionen Einwohnern in Nairobi leben in<br />

Slums oder slumähnlichen Wohngebieten. Die drei größten sind<br />

Kibera mit ca. einer Million Einwohnern, Mathare Valley mit ca.<br />

500.000 Einwohnern und die Nordöstlichen Viertel Korogocho,<br />

Kariobangi, Huruma, Madoya und Dandora mit weiteren 500.000<br />

Einwohnern. Das Viertel Korogocho zählt ca. 120.000 Bewohner<br />

auf einem Quadratkilometer. Korogocho ist eine illegale Ansiedlung,<br />

die bereits Anfang der 80-iger Jahre entstand und zum Teil<br />

auf Staatsland, zum Teil auf Privatland angesiedelt ist. Die Bevölkerung<br />

stammt aus ca. 30 verschiedenen Stämmen und Ethnien.<br />

Mehr als 75% der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre. Das Leben<br />

im Slum wird gezeichnet von Armut, Beschäftigungslosigkeit,<br />

fehlender Infrastruktur (ausreichend Schulen, funktionierendes<br />

Gesundheitssystem, fehlendes Abwassersystem etc.), Überbevölkerung,<br />

Krankheit, Drogenmissbrauch, Prostitution, Alkoholismus,<br />

häuslicher Gewalt und Kriminalität. Es gibt wenige staatliche<br />

Schulen. Die Privatschulen, die sich aus Eigeninitiative von<br />

Mitgliedern der Bevölkerung entwickeln befinden sich in informellen<br />

Hütten und sind aufgrund von übermäßig großen Schülerzahlen<br />

und keinerlei Unterstützung fast ineffizient. Einige<br />

besser organisierte Schulen werden von Vertretern von verschiedenen<br />

Glaubensgemeinschaften betrieben. Korogocho, wie die<br />

anderen Slums im Nordosten der Stadt liegt an der großen und<br />

einzigen Mülldeponie Nairobis. Sie ist für die Bewohner zum einen<br />

Segen, da sie eine wichtige Einnahmequelle darstellt, zum<br />

anderen Fluch, da durch ständig andauernde Schwellbrände die<br />

Luft von giftigen Gasen erfüllt ist. Jährlich werden in den Krankenhäusern<br />

ehrenamtlich ca. 10.000 Menschen aus den Slums<br />

mit starken Atembeschwerden und Vergiftungen behandelt.<br />

Projektpartner<br />

Hands of Care and Hope wurde im Jahre 2006 durch Schwester<br />

Lydia Pardeller gegründet und gehört zu dem Orden der Franciscan<br />

Missionary Sisters of Africa.<br />

Ziel der Organisation „Hands of Care and Hope“ ist es insbesondere<br />

den Kindern und Jugendlichen im Korogocho Slum eine<br />

Perspektive für ein Leben außerhalb des täglichen Überlebenskampfes<br />

auf der Mülldeponie mit Hungerleiden, Krankheiten,<br />

Gewalt, Verbrechen und Prostitution zu bieten. Der Haupthebel<br />

hierfür ist die Bildung und Ausbildung. Deswegen unterhalten<br />

die Schwestern mehrere Schulen und ein Jugendzentrum in<br />

denen sie die Schüler ausbilden, mit warmen Mahlzeiten versorgen<br />

und durch Sozialarbeiterinnen betreuen. Derzeit besuchen<br />

knapp 1000 Kinder die Schulen und 37 Jugendliche profitieren<br />

von einer Berufsausbildung.<br />

Darüber hinaus betreiben die Schwestern eine Armenküche mit<br />

der sie alte, kranke und alleingelassene Menschen mit Essen<br />

versorgen, ein Selbsthilfezentrum für an AIDS erkrankte Frauen<br />

sowie verschiedene Wohn- und Wasserprojekte.<br />

Projektkonzept<br />

Scholarships for Change<br />

Nairobi, Kenia<br />

Im Korogocho Slum unterhält Hands of Care and Hope die „New<br />

Hope“ Schule und sichert damit 220 Kindern den regelmäßigen<br />

Schulbesuch sowie eine zusätzliche Versorgung mit Nahrung<br />

und essentieller medizinischer Betreuung. Das Thema Gesundheit<br />

ist ein integraler Teil des Curriculums an der Schule. HIV<br />

Präventions – und Aufklärungsprogramme, aber auch die Prävention<br />

von Malaria und TB sowie Unterricht in Ernährung und<br />

Hygiene und Projekte zur Bewahrung der Umwelt werden den<br />

SchülerInnen vermittelt.<br />

Die New Hope School wird von Kindern besucht, die zum Großteil<br />

in ihrem Leben bereits Situationen erlebt haben, die ihren<br />

Entwicklungsprozess beeinträchtigten, die ihre Existenz bedrohten<br />

oder die sie vor Herausforderungen stellte, die sie kaum bewältigen<br />

konnten. Viele der Kinder sind Voll-oder Halbwaisen,<br />

viele haben Gewalt in ihrer Familie oder in ihrem näheren Umfeld<br />

erlebt, alle kämpfen mit der Armut, den schlechten hygienischen<br />

Bedingungen im Slum, viele sind Erhalte ihrer Familien<br />

oder müssen durch ihre Arbeit zum Lebensunterhalt beitragen.<br />

Einige waren in der Vergangenheit delinquent oder waren gezwungen<br />

ihre Arbeitskraft aber auch ihren Körper zu verkaufen.<br />

Einige der Kinder sind selber erkrankt oder mit dem HI Virus<br />

infiziert. Neben der schulischen Betreuung wird in der Schule<br />

New Hope viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder auch durch<br />

eine Sozialarbeiterin betreut werden. Die Sozialarbeiterin steht<br />

den Kindern auch nach dem Unterricht zur Verfügung und unterstützt<br />

sie in Alltagsproblemen, ist Ansprechpartnerin für ihre<br />

Probleme und organisiert Peer-Groups, in denen sich die Kinder<br />

gegenseitig unterstützen. Sie führt auch gelegentlich Hausbesuche<br />

durch und vermittelt zwischen Eltern/Betreuern und der<br />

Schule. Wenn es die Zeit erlaubt, versucht sie den Entwicklungsstand<br />

und das Verhalten der Kinder regelmäßig zu erfassen. In<br />

Konfliktfällen (Drogenmissbrauch, Delinquenz, Gewalterfahrungen)<br />

vermittelt sie und versucht mit den Kindern Lösungswege<br />

zu entwickeln.<br />

Es ist der New Hope School wichtig, dass die Kinder eine konkrete<br />

Ansprechpartnerin haben, an die sie sich wenden und auf<br />

die sie sich verlassen können. Nach dem Abschluss der Schule<br />

existiert jedoch eine kritische Schwelle, da die Schüler in gewisser<br />

Hinsicht ein geordnetes System verlassen. Wichtig ist vor allem<br />

hier wieder eine neue Perspektive zu bieten, die sich durch<br />

die Schulausbildung eröffnet hat. Dabei sind eine berufliche<br />

Ausbildung und der direkte Einstieg in einen Beruf die beiden<br />

populärsten Wege. Jedoch gibt es auch Schüler, die gerne ein<br />

Hochschulstudium absolvieren würden. Da die Schüler jedoch<br />

über keinerlei Einkommen oder finanzielle Ersparnisse verfügen,<br />

können sie ein derartiges Studium, welches mit verhältnismäßig<br />

hohen Studiengebühren in Kenia einhergeht, in den seltensten<br />

Fällen finanzieren.<br />

Im Rahmen dieses Projektes setzt Campus for Change genau hier<br />

an und fördert Bildung als Ausweg aus der Negativspirale des<br />

Slums in dem drei Absolventen die Aufnahme eines Studiums an<br />

der Kenya College of Accountancy University im Jahr 2013 finanziert<br />

wird. Die Finanzierung umfasst laufende Hochschulkosten,<br />

Lernmaterialien und Verpflegung mit Nahrung und Medizin. Die<br />

Stipendiaten haben zudem noch eine enge Verbindung zu ihrer<br />

ehemaligen Schule, an der sie eine medizinische Grundversorgung<br />

und Zugang zu Mahlzeiten erhalten.<br />

Projektarbeit <strong>2012</strong><br />

Nachdem alle organisatorischen und finanziellen Weichen gestellt<br />

wurden, konnten im August <strong>2012</strong> die Stipendiaten durch<br />

die Mitarbeiter von „Hands of Care and Hope“ vorgeschlagen<br />

und seitens „Campus for Change“ bestätigt werden. Als Entscheidungsbasis<br />

dienten hierbei neben den schulischen Leistungen<br />

und der Qualifikation für ein Hochschulstudium vor allem die<br />

Motivation und das Werteempfinden der Schulabsolventen,<br />

welche die lokalen Mitarbeiter über viele Jahre im täglichen Umgang<br />

mit den Stipendiaten an der Schule erleben konnten. Die<br />

drei Stipendiaten haben sich für die Studienrichtungen Accounting<br />

Option und Accountancy entschieden. Wir freuen uns, den<br />

angehenden Studenten auf ihrem weiteren Weg im Studium, der<br />

mit der Einschreibung im November <strong>2012</strong> begonnen hat, helfen<br />

zu können.<br />

Kondolenz- und Danksagung<br />

Neben all diesen erfreulichen Entwicklungen sind wir jedoch<br />

sehr traurig über den unerwarteten Tod von Schwester Lydia<br />

Pardeller, auf deren Initiative hin wir das Projekt gestartet haben<br />

und die seitdem unsere Projektpartnerin war. Schwester Lydia<br />

hat sich über fast vier Jahrzehnte hinweg voller Leidenschaft,<br />

Hingabe und Hilfsbereitschaft für diejenigen eingesetzt, denen<br />

das Leben sonst keine Hilfe geboten hat. Am 07. November<br />

<strong>2012</strong> verstarb sie nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von<br />

76 Jahren. Ihre Herzensgüte und aufrichtige Art werden wir in<br />

Erinnerung behalten und in unserer Projektarbeit zusammen<br />

mit unserer neuen Projektpartnerin, Marianne Sautner, vor Ort<br />

fortführen.<br />

Fazit und Ausblick<br />

So werden im Januar 2013 unsere drei Stipendiaten Dorcas,<br />

Susan und John ihr Studium an der Universität von Nairobi beginnen.<br />

Zusätzlich zur finanziellen Förderung planen wir vor allem<br />

auch ein Netzwerk zwischen kenianischen und deutschen<br />

Studenten aufzubauen. Wir hoffen auf die Weise einen kleinen<br />

Beitrag zum Ausbruch aus der Negativspirale des Lebens im<br />

Korogocho-Slum zu leisten. Zunächst ganz direkt für die drei Stipendiaten<br />

und mittelfristig für eine wachsende Anzahl an Menschen,<br />

die von steigender Bildung profitieren.<br />

24<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

25


Finanzierungsprojekte<br />

Scholarships for Change - Lombok<br />

mehr Campus für Olasiti Garden<br />

Verpflegung und Bildung als Zukunftsperspektive für Straßenkinder aus Indonesien!<br />

Ausbau einer Schule um den Zugang zur Bildung sowie die hygienische Versorgung von<br />

Kindern in Tansania zu verbessern!<br />

Projektleiter<br />

Dominik Getzinger<br />

Projektleiter<br />

florence Bieringer<br />

Projektzeitraum<br />

November<strong>2012</strong>-November2015<br />

Projektzeitraum März <strong>2012</strong> - Oktober <strong>2012</strong><br />

Kooperationspartner<br />

Peduli Anak Foundation<br />

Kooperationspartner<br />

Kipepeo Clothing<br />

Ort<br />

Lombok, Indonesien<br />

Ort<br />

arusha, Tansania<br />

Projektbudget 3.456€<br />

Projektbudget -<br />

Scholarships for Change<br />

Lombok, Indonesien<br />

Mehr Campus für Olasiti Garden<br />

Arusha, Tansania<br />

Projekthintergrund<br />

Lombok ist eine Insel in Indonesien. Sie ist Teil der kleinen Sundainseln<br />

und befindet sich in der Provinz Nusa Tenggara Barat.<br />

Auf Lombok leben knapp 3,1 Millionen Einwohner. Oft auch als<br />

„Bali’s Schwesterinsel“ bezeichnet, ist die noch etwas unberührtere<br />

Insel nicht so stark von Touristen frequentiert wie Bali selbst.<br />

Jedoch bietet die Insel viel Potential für Tourismus wie auch für<br />

landwirtschaftlichen Anbau. Obwohl die Insel aus Sicht der ersten<br />

Welt als ökonomisch schwach gelten würde, können viele Familien<br />

mit ihrem Einkommen von weniger als 1$ pro Tag überleben.<br />

Trotzdem ist die Armutsrate mit knapp 23% vergleichsweise<br />

hoch. Die steigenden Preise für Nahrung, Unterkunft, Leben,<br />

Ausbildung, usw. sind eine weitere Belastung für die Einwohner<br />

von Lombok. Vor allem auf Grund von wirtschaftlichen Schwierigkeiten<br />

bleibt manchen Familien nichts anderes übrig, als ihre<br />

Kinder auszusetzen, um selbst überleben zu können. Dies sorgt<br />

für eine große Anzahl an Straßenkindern. Genau aus diesen<br />

Gründen hat Chaim Fetter 2006 Peduli Anak, einen Zufluchtsort<br />

für Lombok’s Straßenkinder, gegründet. Auf diese Organisation<br />

ist Campus for Change Mitglied David Wilhelm im Rahmen eines<br />

Aufenthalts in Lombok aufmerksam geworden. Nach einem Tag<br />

im Child Development Center von Peduli Anak, der Teilnahme<br />

am Schulunterricht, dem Spielen mit den Kindern und der Auseinandersetzung<br />

mit Peduli Anaks Arbeitsweise, war für David klar<br />

- dieser Organisation möchte ich helfen.<br />

Projektpartner<br />

Die Non-Profit Organisation Peduli Anak wurde 2006 in den<br />

Niederlanden mit dem Ziel den Straßenkindern in Lombok eine<br />

bessere Zukunft zu ermöglichen, gegründet. Um dies zu verwirklichen<br />

wurde ein Kinderheim errichtet, das den Straßenkindern<br />

eine Unterkunft, Nahrung, medizinische Versorgung sowie eine<br />

Schulausbildung ermöglicht. Chaim Fetter, der Gründer von Peduli<br />

Anak, hat die Organisation nicht nur sehr professionell aufgebaut,<br />

er hat auch gute Kontakte zu Politikern, Ministern und<br />

Unternehmen geknüpft. Dadurch hat er weitere Sponsoren gewonnen,<br />

den Bekanntheitsgrad von Peduli Anak gesteigert und<br />

eine Möglichkeit für Berufspraktikas für die Kinder etabliert. Er<br />

und seine Frau haben sich mit Leib und Seele dem Projekt verschrieben<br />

und arbeiten Vollzeit daran, den Kindern eine bessere<br />

Zukunft zu geben. Neben Campus for Change unterstützt auch<br />

die niederländische Organisation „Join!ForKids“ Peduli Anak<br />

durch 15 Stipendien und ist überzeugt von Peduli Anaks Ansatz.<br />

Projektinhalt und Maßnahmen<br />

In Kooperation mit der lokalen Hilfsorganisation „Peduli Anak“<br />

ermöglicht Campus for Change e. V. den zwei ehemaligen Straßenkindern<br />

Sapiudin (17) und Andi Rahman (12) den Besuch<br />

des Child Developement Center. In Form von Stipendien wird<br />

die Finanzierung für eine Laufzeit von drei Jahren übernommen.<br />

Eine Verlängerung beziehungsweise Ausweitung des Projekts<br />

ist möglich. Das Stipendium enthält Versorgung mit Nahrung,<br />

Unterkunft, Kleidung, medizinische Versorgung und psychologische<br />

Betreuung. Die Kosten pro Stipendium pro Jahr und Kind<br />

belaufen sich auf 576€.<br />

Durch das Stipendium müssen sich die Kinder nicht auf der Straße<br />

durchschlagen, sondern können in einem behütetem Umfeld<br />

aufwachsen. Im Child Development Center werden sie versorgt<br />

und erfahren eine liebevolle Erziehung. Durch die Möglichkeit<br />

ihre Freizeit selber zu gestalten, sowie spielerisch Regeln kennenzulernen<br />

bietet die Umgebung in Peduli Anak sehr gute<br />

Voraussetzungen dafür, dass die Kinder erfolgreich in die Gesellschaft<br />

eingegliedert werden können. Durch eine Schule erhalten<br />

die Kinder außerdem eine Ausbildung, die ihre Zukunftschancen<br />

erheblich verbessert. Hierdurch nehmen die Kinder auch eine<br />

Vorbildfunktion für andere Straßenkinder ein und zeigen Ihnen<br />

einen Ausweg auf. Alle Kinder haben zudem einen Mentoren,<br />

welcher ihnen zur Seite steht und ihre Entwicklung in einem monatlichen<br />

Bericht festhält. Die Berichte enthalten bspw. Informationen<br />

über die Gesundheit und Lernfortschritte der Kinder und<br />

werden mit Campus for Change geteilt.<br />

Der Projekthintergrund<br />

Die Mescons Primary/Nursery School ist eine Privatschule und<br />

befindet sich im Stadtteil Olasiti Garden, einem Randbezirk von<br />

Arusha, Tansania. Arusha ist mit ca. 350.000 Einwohnern eine<br />

der größten Städte Tansanias und mit seiner Lage ca. 90 km<br />

süd-westlich vom Kilimanjaro Massiv, nahe zur Serengeti und<br />

Ngorongoro Krater, ein beliebtes Reiseziel von Touristen. Olasati<br />

Garden zählt zu einem der ärmsten Bezirke in Arusha. Die Mecsons<br />

Primary/Nursery School bietet den Kindern des Stadtteils<br />

eine Ausbildung und somit eine Perspektive für die Zukunft. Die<br />

Kinder werden von zehn ausgebildeten Lehrern von Montag bis<br />

Samstag ganztägig unterrichtet und versorgt.<br />

Projektpartner<br />

Martin Kluck gründete das sozial-orientierte Unternehmen „Kipepeo-Clothing“<br />

nach seiner Rückkehr aus Tansania. Dort unterrichtete<br />

er sieben Monate lang Grundschulkinder der Mescons<br />

Primary/Nursery School. „Kipepeo-Clothing“ unterstützt seit<br />

2010 die Schule durch den Verkauf fair produzierter T-Shirts, die<br />

mit Motiven der Grundschulkinder bedruckt sind. Mit den Einkünften<br />

konnten zum Beispiel ein wetterfestes Küchengebäude<br />

oder auch das Schulgeld für zwei Schüler bezahlt werden.<br />

Projektkonzept<br />

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit Campus for Change sollte<br />

der Bau eines neues Klassengebäudes und die Fertigstellung des<br />

Küchengebäudes ermöglicht werden um mehr Kindern aus dem<br />

Stadtteil Olasiti Garden eine Schulausbildung zu ermöglichen<br />

sowie die Verpflegung zu verbessern. Die hyginische Essenszubereitung<br />

war lange nicht möglich, da die alte Küche nur ein<br />

Provisorium war. Durch das neue, wetterfeste Küchengebäude<br />

kann das Essen für die Kinder hygienischer hergestellt werden.<br />

Auch verderben Nahrungsmittel nicht mehr so schnell, da sie<br />

trocken gelagert werden können. Dadurch kann die gesundheitliche<br />

Lage der in der Schule ernährten Kinder verbessert werden.<br />

Projektarbeit <strong>2012</strong><br />

Ursprünglich war geplant, dass Campus for Change die Fertigstellung<br />

der Küche<br />

Students for Cameroon<br />

Buea,<br />

und<br />

Kamerun<br />

den Bau des neuen Klassengebäudes<br />

finanziert. Eine finanzielle Unterstützung war schließlich allerdings<br />

nicht mehr notwendig, da Kipepeo den Ausbau aus eigenen<br />

Mitteln stemmen konnte und die Mescons Primary/Nursery<br />

School Förderung durch die Regierung erhalten hat. Dementsprechend<br />

haben wir Kipepeo-Clothing primär beratend zur<br />

Seite gestanden, Werbung für das Projekt gemacht und Ihnen<br />

ermöglicht, bei unserem Event „Beach for Life <strong>2012</strong>“ T-Shirts zu<br />

verkaufen.<br />

Das Kipepeo<br />

Team bei<br />

unserem<br />

Event<br />

„Beach for<br />

Life“ im<br />

Sommer<br />

<strong>2012</strong><br />

Das neue<br />

Schulgebäude<br />

im Bau<br />

26<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

27


Finanzierungsprojekte<br />

Mobile Zahnklinik<br />

Zahnmedizinische Versorgung für ländliche Regionen Ost-Kameruns durch eine Mobile<br />

Zahnklinik!<br />

Projektleiter<br />

philip Eberl<br />

Projektzeitraum Juni <strong>2012</strong> - Juni 2013<br />

Kooperationspartner Codevia<br />

Ort<br />

Yaounde, Kamerun<br />

Projektbudget 10.000€<br />

Mobile Zahnklinik<br />

Ost-Kamerun<br />

Aktueller Stand<br />

Im Jahr <strong>2012</strong> konnte unser Zahnmedizinprojekt erfreuliche Fortschritte<br />

verzeichnen. Nachdem wir in der ersten Jahreshälfte die<br />

letzten organisatorischen Fragen geklärt hatten, konnten wir<br />

schließlich mit der aktiven Durchführung beginnen.<br />

Dafür haben wir das Projekt in drei Elemente gegliedert: das<br />

Fahrzeug, die mobilen Behandlungseinheiten und die zahnmedizinischen<br />

Instrumente.<br />

Auch in der Sammlung zahnmedizinischer Instrumente haben<br />

wir <strong>2012</strong> gute Fortschritte gemacht. Aus einer Praxisauflösung<br />

erhielten wir dabei einen Großteil der notwendigen Stahlinstrumente.<br />

Wir sind zuversichtlich, dass wir unserem Partner in Kamerun,<br />

dem Verein Codevia, im kommenden Jahr ein voll bestücktes<br />

Fahrzeug übergeben können.<br />

Für die Finanzierung eines passenden Geländewagens, der die<br />

Projekthintergrund<br />

In der Region um Nguelemendouka und Ademegola im Osten<br />

Kameruns gibt es keine medizinische Grundversorgung. Die<br />

Region ist weder mit Wasser noch mit Strom erschlossen. Die<br />

Straßen sind nur planierte Pisten, die in der Regenzeit oft fast<br />

unpassierbar werden. Die Einwohner leben von Landwirtschaft<br />

und Kleintierzucht. Da die heimische Vegetation allerdings sehr<br />

viele Tropenfrüchte umfasst, stehen viele säure- und fruchtzuckerhaltige<br />

Lebensmittel auf dem Speiseplan. So ist es nicht<br />

weiter verwunderlich, dass Zahnkrankheiten, allen voran die Karies,<br />

endemische Verbreitung finden. Verschlimmert wird diese<br />

Situation durch den Mangel an Wissen um die Grundzüge der<br />

Mundhygiene.<br />

Projektpartner<br />

Unser Projektpartner vor Ort ist der Verein „Codevia“. Dabei handelt<br />

es sich um eine NGO, die von Einheimischen aus der Region<br />

getragen wird. Ihre Gemeinsamkeit liegt darin, dass sie alle in<br />

der Hauptstadt Yaounde leben und arbeiten, was ihnen durch<br />

geregelte Gehälter eine Unterstützung der unerschlossenen<br />

Regionen ermöglicht. Schon heute organisiert Codevia regelmäßig<br />

mobile medizinische und zahnmedizinische Versorgung.<br />

Allerdings sind die Mittel des Vereins sehr begrenzt. Gerade für<br />

Anschubinvestitionen sind keine finanziellen Mittel vorhanden.<br />

Fahrten werden mit gemieteten Fahrzeugen oder für das Terrain<br />

ungeeigneten, privaten PKWs durchgeföhrt. Die Instrumente für<br />

Behandlungen werden von Kliniken aus der Hauptstadt entliehen<br />

und sind nur in mangelhafter Zahl vorhanden.<br />

Projektkonzept<br />

Im Rahmen des Projektes möchten wir Codevia durch die Finanzierung<br />

einer Mobilen Zahnklinik unterstützen um so die<br />

medizinische Versorgung in der Region um Nguelemendouka<br />

und Ademegola zu verbessern. Die Mobile Zahnklinik soll ein<br />

geländefähiges Fahrzeug, mobile Behandlungseinheiten sowie<br />

zahnmedizinische Instrumente umfassen.<br />

Besondere Eigenschaften einer Mobilen Zahnklinik<br />

Die mobile Zahnklinik ist ein, in vielen unerschlossenen Gebieten<br />

der Welt angewandtes, Mittel zur flächendeckenden Notversorgung.<br />

Man beschränkt sich dabei auf wenige, einfache Behandlungen<br />

die mit möglichst einfachen Mitteln durchzuführen sind.<br />

Diese umfassen typischerweise die Entfernung von Zähnen, das<br />

Eröffnen von Abszessen, Amalgamfüllungen und falls möglich<br />

zahnfarbene Kunststoffüllungen für Frontzähne.<br />

Anders als in einer Praxis gibt es in mobilen Einheiten normalerweise<br />

keine Möglichkeit zu sterilisieren, das bedeutet, dass<br />

so viele saubere Instrumentensets mitgeführt werden müssen<br />

wie Patienten behandelt werden. Auch werden dabei keine<br />

Zahnarztstühle mitgeführt. Die Behandlung findet auf einfachen<br />

Klappliegen statt. Bohrer und Absauger gibt es in kompakten<br />

Koffern, die über mitgeführte Generatoren betrieben werden.<br />

Expertenmeinungen<br />

Von der Sinnvollkeit einer Unterstützung des Codevia konnten<br />

sich mehrere Mitglieder des Campus for Change selbst durch<br />

Besuch des Projektes vor Ort überzeugen. Auch deutsche Ärzte,<br />

die Erfahrung mit ähnlichen Projekten haben bestätigten uns in<br />

unserer Planung. In Rücksprache mit der deutschen Botschaft in<br />

Yaounde konnten wir auch von dieser Seite positives Feedback<br />

für unsere Planung und die Aktivität des Codevia verzeichnen.<br />

Ähnliche Projekte und Besonderheiten<br />

Mobile Zahnkliniken arbeiten seit Jahren erfolgreich in Kenia,<br />

Ecuador und weiteren Ländern Südamerikas. Die Besonderheit<br />

an dem vorliegenden Projekt ist die Tatsache, dass es von Einheimischen<br />

in Form einer NGO gegründet wurde und bis heute geführt<br />

wird. Gemeinsam haben mobile Zahnklinikprojekte stets<br />

das Zielgebiet, welches weder mit Wasser noch mit Strom versorgt<br />

ist und dementsprechend stets eine Realisierung in Form<br />

von autarken Behandlungskonzepten erfordert.<br />

Basis jeder mobilen Tätigkeit darstellt, konnten wir die nötigen<br />

Mittel im Budget <strong>2012</strong>/2013 einplanen. Dementsprechend sollte<br />

der Ankauf des Fahrzeugs im ersten Quartal 2013 möglich sein.<br />

Nach erneuter Rücksprache mit unseren Partnern vor Ort planen<br />

wir auch weiterhin den Ankauf eines Fahrzeugs in Deutschland<br />

mit anschließendem Transport nach Kamerun.<br />

Parallel dazu wurde die Finanzierung der mobilen Behandlungseinheiten<br />

mittels Crowdsourcing vorbereitet. 3000€ für zwei<br />

Einheiten sollten dabei ein realistisches und gut zu erreichendes<br />

Ziel sein. Zeitlich wird der Betrag voraussichtlich bis Mitte 2013<br />

erreicht sein. Da es sich dabei um unser erstes durch Crowdsourcing<br />

finanziertes Projekt handelt, basieren unsere Schätzungen<br />

auf Vergleichen mit ähnlichen Projekten.<br />

Kinder,<br />

die durch<br />

Codevia mit<br />

Zahnbürsten<br />

asugesttatet<br />

wurden<br />

Das Codevia<br />

Team mit<br />

Philip Eberl<br />

28<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

29


KOOPERATIONSPROJEKTE<br />

GEMÜSE PFLANZEN, GESUNDHEIT ERNTEN TOGETHER WORK<br />

Im Rahmen von Kooperationsprojekten versuchen wir andere gemeinnützige Organisationen<br />

durch das Engagement unserer Mitglieder sowie den Zugang zu Studenten zu<br />

unterstützen.<br />

Projektleiter<br />

Carolina Marx<br />

Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />

München, Deutschland<br />

Projektleiter<br />

Isabel Rossberg<br />

Projektzeitraum Juli <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />

Projektzeitraum August <strong>2012</strong> - Dezember <strong>2012</strong><br />

Kooperationspartner<br />

Frau Thon, BayWa Stiftung<br />

Kooperationspartner<br />

ICP München<br />

Ort<br />

münchen, Deutschland<br />

Ort<br />

münchen, Deutschland<br />

Projektbudget -<br />

Projektbudget -<br />

Die BayWa Stiftung<br />

Der BayWa Konzern ist ein weltweit agierender Handels- und<br />

Dienstleistungskonzern, dessen Geschäftstätigkeit die Kernsegmente<br />

Agrar, Bau und Energie umfasst – die BayWa Stiftung ist<br />

eine eigene Organisation, mit der der Konzern unter anderem<br />

seine soziale Verantwortung trägt.<br />

Die im Jahr 1998 gegründete BayWa Stiftung initiiert und fördert<br />

nachhaltige Bildungsprojekte in den Bereichen Ernährung und<br />

Erneuerbare Energie. Sie ist dabei national und international tätig,<br />

wobei der Fokus auf Deutschland liegt. Bei allen Projekten<br />

spielt die Förderung der Bildung die wichtigste Rolle. Denn nur<br />

durch Bildung ist es möglich, langfristige Hilfe zur Selbsthilfe zu<br />

leisten und benachteiligten Menschen zukunftsweisende Entwicklungschancen<br />

zu ermöglichen.<br />

Das Besondere an der BayWa Stiftung ist,<br />

»»<br />

dass 100 % der Spendengelder direkt in die Projekte fließen,<br />

da die BayWa AG die Verwaltungskosten der Stiftung übernimmt.<br />

»»<br />

dass die BayWa AG den gleichen Betrag, der an die BayWa<br />

Stiftung gespendet wird, nochmals in die Stiftung gibt.<br />

Das Projekt<br />

- Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten<br />

Im Rahmen des Projektes „Gemüse pflanzen, Gesundheit ernten“<br />

stattet die BayWa Stiftung Schulen in Bayern mit Gemüsebeeten<br />

aus um Schülern durch aktive Erfahrung im pflanzen, pflegen<br />

und ernten von Gemüse die Bedeutung von gesunder Ernährung<br />

und Landwirtschaft näher zu bringen. Zusammen mit den<br />

Kindern wird das geerntete Gemüse anschließend zubereitet<br />

und gemeinsam gegessen. Bei der Betreuung des Beetes wird<br />

die Teamfähigkeit gestärkt und die Kinder lernen Verantwortung<br />

zu übernehmen. Ebenso erfahren sie den Wert von frischem<br />

Obst und Gemüse zu schätzen.<br />

Darüber hinaus spielt gemäß dem Fokus der BayWa Stiftung<br />

die Bildung eine tragende Rolle in diesem Projekt. Zum einen<br />

unterstützt die BayWa Stiftung Lehrer mit Lehr- und Informationsmaterialien,<br />

so dass diese die Themen gesunde Ernährung<br />

und Landwirtschaft in Ihren Schulunterricht integrieren können.<br />

Zum anderen sollen diese Themen den Schülern zusätzlich spielerisch<br />

näher gebracht werden. In Kooperation mit Campus for<br />

Change e.V. wurde hierzu ein Konzept entwickelt, welches im<br />

Jahr 2013 umgesetzt werden soll.<br />

Das Konzept<br />

Campus for Change e.V. entwickelte gemeinsam mit der „BayWa-<br />

Stiftung“ eine Infoecke, die den Schülern interaktiv und spielerisch<br />

Wissen über eine gesunde Ernährung und den Wert der<br />

Landwirtschaft vermitteln soll. Die Projektgruppe hat im ersten<br />

Schritt definiert welche Ziele mit der Infoecke erreicht werden<br />

sollen. Hieraus resultierte ein Fokus auf die drei Themenblöcke<br />

„Wo kommt was her?“, „Gesunde Ernährung“ und „Der Wert der<br />

Landwirtschaft“. Auf Basis dieser Themen wurde anschließend<br />

über die Gestaltung der Infoecke im Rahmen eines Brainstormings<br />

nachgedacht. Hierbei spielten neben Rahmenbedingungen<br />

wie Größe und Kosten auch die Materialien und die Interaktivität<br />

eine große Rolle. Schließlich hat die Projektgruppe die<br />

besten Ideen in den Kategorien Rahmen, Sitzmöglichkeiten,<br />

Boden, Tisch und Spiele konkretisiert und der BayWa Stiftung<br />

vorgestellt. Hierbei wurden unter anderem folgende Ideen präsentiert:<br />

»»<br />

Ein Baldachin mit der Möglichkeit Fotos des eigenen Beetes<br />

aufzuhängen und Sitzsäcken in Gemüseform<br />

»»<br />

Ein Bild-Teppich der die Entwicklung des Gemüses vom<br />

Sähen bis zum fertigen Gericht auf dem Teller darstellt<br />

»»<br />

Ein Tisch mit einer Jahreszeiten-Uhr als Fläche<br />

»»<br />

Eine Ernährungspyramide deren Front eine Magnetwand<br />

mit Türchen ist, woran die Kinder die Nahrungsmittel an der<br />

richtigen Stelle befestigen müssen und hinter der Tür die<br />

richtige Lösung finden<br />

Das ICP und die Luise-Kiesselbach-Schule<br />

Das ICP ist eine integrative Bildungsstätte für Menschen jeden<br />

Alters, die von einer infantilen Cerebralparese, d. h. einer<br />

Behinderung, die sowohl zu geistigen, als auch zu körperlichen<br />

Einschränkungen führt, betroffen sind. Da die Auswirkungen<br />

der Behinderung sehr vielfältig sind, ist eine individuelle Therapie<br />

jedes einzelnen Kindes von großer Bedeutung. Diese wird<br />

im ICP bestmöglich gewährleistet, da hier alle Fachbereiche<br />

wie Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Schule bzw.<br />

Kindergarten und Berufsbildungswerk an einem Ort sind und so<br />

perfekt in den Alltag der Betroffenen integriert werden können.<br />

Die Luise-Kiesselbach-Schule ist Teil des ICPs. Hier werden die<br />

Schüler im Alter von 6-18 Jahren in kleinen Klassenverbänden,<br />

die sich v. a. nach geistigen und körperlichen Fähigkeiten richten,<br />

unterrichtet und gefördert.<br />

Der Projekthintergrund<br />

In unserer heutigen sehr leistungsorientierten Gesellschaft sind<br />

schnelle Arbeitsprozesse und Effizienz in einem Unternehmen<br />

wichtige Punkte, um mit der Konkurrenz mithalten zu können.<br />

Je früher Jugendliche Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein<br />

erlernen, desto besser können sie sich in diese<br />

Arbeitswelt integrieren. Praktikumsplätze sind hierfür von<br />

großer Bedeutung. Viele Jugendliche finden allerdings nur<br />

schwer einen solchen. Bei den Schülern des ICP ist die Praktikumssuche<br />

noch schwerer, da trotz Aufklärung und gesetzlicher<br />

Regelungen zur Integration von benachteiligten Menschen,<br />

viele Unternehmen immer noch davor zurückschrecken, einen<br />

Jugendlichen mit Behinderung für eine gewisse Zeit in ihrem<br />

Betrieb aufzunehmen. Dabei ist es gerade für sie wichtig, die<br />

Arbeitswelt früh kennenzulernen, in ein Team integriert zu<br />

werden und die eigenen Stärken zu erforschen. Um sowohl<br />

die Jugendlichen, als auch die Unternehmen zu unterstützen,<br />

hat Campus for Change gemeinsam mit dem ICP München das<br />

Projekt „Together at Work“ ins Leben gerufen.<br />

Das Projekt - Together at Work<br />

Im Rahmen des Projektes ist es geplant, dass Campus for Change<br />

e.V. das ICP beim Finden von Praktikumsstellen in einem öffentlichen<br />

Betrieb unterstützt. Ziel des Projekts ist es, einen Pool<br />

von Praktikumsstellen in Münchener Unternehmen zu finden<br />

und den Jugendlichen einen Praktikumsplatz zu organisieren.<br />

Dabei arbeitet der Praktikant immer freitags im zweiwöchigen<br />

Rhythmus im Betrieb mit. Um den Praktikanten den Einstieg zu<br />

erleichtern sollen sie in den ersten Tagen durch studentische<br />

Buddys begleitet werden. Die Buddys unterstützen den Jugendlichen<br />

bei der Integration in das Arbeitsteam und sind darüber<br />

hinaus während der Dauer des Praktikums Ansprechpartner<br />

sowohl für den Jugendlichen, als auch für das Unternehmen.<br />

Neben der Praktikumsbegleitung sollen die Buddys verschiedenen<br />

Freizeitaktivitäten mit den Jugendlichen unternehmen, um<br />

ein freundschaftliche und vertraute Basis zu schaffen. Dadurch<br />

werden weder Schüler, noch Unternehmen alleine gelassen und<br />

die ersten Schritte in die Berufswelt können auf beiden Seiten<br />

optimal gestaltet werden.<br />

Die Projektarbeit <strong>2012</strong><br />

Die erste Runde des Projektes war für Herbst <strong>2012</strong> geplant.<br />

Nachdem wir das ICP bei verschiedenen Treffen und einem<br />

gemeinsamen Kochen mit den Kindern kennen gelernt hatten<br />

sind wir voller Tatendrang auf die Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen<br />

gegangen. Leider stellte sich diese allerdings als<br />

wesentlich schwerer heraus als gedacht, so dass wir schließlich<br />

nur zwei Praktikumsplätze gefunden haben. Anschließend kam<br />

es zu Kommunikationsproblemen, da sowohl unsere Projektleitung<br />

als auch die Ansprechpartnerin im ICP gewechselt haben.,<br />

wesewegen wir auf einen wenig glücklichen Projektstart <strong>2012</strong><br />

zurückblicken. Eine hoffentlich erfolgreichere Neuauflage ist für<br />

das Jahr 2013 geplant.<br />

30<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

31


Projektreisen<br />

Kamerun <strong>2012</strong> & 2013<br />

Projektreisen dienen dazu konzeptionelle Projekte von Angesicht zu Angesicht mit unseren<br />

Projektpartnern zu initiieren und weiterzuentwickeln.<br />

Reisende<br />

michael Roiss,<br />

Reisende<br />

David Wilhelm,<br />

Lisanne Grünherz<br />

Diana Duthweiler<br />

Fokusprojekt<br />

hoffnung trotzt HIV<br />

Fokusprojekt<br />

hIV Aufklärungsprojekt<br />

LanD<br />

Kamerun<br />

LanD<br />

Kamerun<br />

ZeitrauM august <strong>2012</strong><br />

ZeitrauM april 2013<br />

Projektreisen<br />

Bei konzeptionellen Projekten müssen wir in enger Zusammenarbeit<br />

mit unseren Projektpartnern ein für beide Seiten realisierbares<br />

Konzept entwickeln. Durch die erhöhte Komplexität derartiger<br />

Projekte ist es daher unerlässlich, dass wir Projektreisen<br />

durchführen und von Angesicht zu Angesicht mit dem Projektpartner<br />

das Projekt entwickeln. Dementsprechend unterstützt<br />

Campus for Change ab 2013 den Projektleiter anteilig, stets in<br />

Verhältnismäßigkeit zum Projektbudget, bei der Finanzierung<br />

der Projektreise. Wir nutzen Projektreisen zudem dazu andere<br />

von Campus for Change unterstützte Projekte in der Region zu<br />

besuchen sowie gegebenenfalls neue Projekte zu initieren.<br />

Projektreise August <strong>2012</strong><br />

25.08.12 Bamenda – AI Chriswov<br />

In Bamenda trafen wir zwei der Projektinitiatorinnen des Vereins<br />

„Aid International Christian Women of Vision“, einem Zusammenschluss<br />

von Kamerunern die sich seit 2001 ehrenamtlich<br />

für Witwen, HIV-Infizierte und Waisen einsetzen. Zu ihren Aktivitäten<br />

zählen unter anderem die Vergabe von Mikrokrediten,<br />

Beiträge für Ernährung, medizinische Behandlung und Schulausbildung,<br />

alle mit dem Ziel Lebensqualität und Zukunftsperspektiven<br />

der insgesamt 250 von ihnen unterstützten Menschen<br />

zu verbessern. Der Austausch mit den Projektinitiatoren war v.a.<br />

im Hinblick auf unser HIV-Projekt, das ähnliche Maßnahmen und<br />

Ziele verfolgt, sehr hilfreich.<br />

27.08.12 Foumban – Evaluation der Projektziele<br />

In Foumban besuchten wir alle Mütter des von uns im Oktober<br />

2010 gestarteten Projektes „Hoffnung trotzt HIV“. Da für den jetzigen<br />

Zeitpunkt das Projektende geplant war, stand für uns im<br />

Vordergrund den aktuellen Gesundheitszustand von Mutter und<br />

Kind, die Auswirkungen der Präventionsarbeit und vor allem das<br />

Erlangen von Selbstständigkeit zu evaluieren. Insgesamt waren<br />

wir sehr glücklich zu sehen, dass alle Mütter neue Lebensenergie<br />

ausstrahlten und sich trotz des Virus in einem guten Gesundheitszustand<br />

befanden. Auch die Kinder sind alle gesund und<br />

haben sich bis auf eines nicht mit HIV infiziert. Für drei der Mütter<br />

konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Fünf<br />

Mütter erhalten weitere Unterstützung, da sie das letzte Schuljahr<br />

abschließen bzw. ihr Kleinunternehmen noch keine Selbstständigkeit<br />

ermöglicht.<br />

28.08.12 Yaoundé – Treffen mit Maria Coutinho<br />

In Yaoundé trafen wir Maria Coutinho von CEPS (Centres pour<br />

la Promotion Sociale) um ihr nochmals persönlich für ihre Unterstützung<br />

zu danken. Vier der Frauen unseres HIV-Projektes<br />

konnten bei ihr einen 10-tägigen Business Course absolvieren<br />

und die grundlegenden Fähigkeiten ein Kleinunternehmen zu<br />

führen, erlernen. Wir sind sehr dankbar, dass sie uns weiterhin<br />

unterstützten möchte und gerne weitere Mütter ausbildet.<br />

29.08.12 Nguelemendouka – Treffen Codevia<br />

Um uns einen Eindruck von dem Projekt der Mobilen Zahnklinik<br />

machen zu können, fuhren wir gemeinsam mit Dr. Salomon, der<br />

den Verein „Codevia“ ins Leben gerufen hat, in die Region Nguelemendouka<br />

im Osten Kameruns. In Ademegola gibt es bereits<br />

seit vielen Jahren eine kleine Zahnmedizinsche Einheit, in der<br />

alle 3 Monate Patienten aus den umliegenden Dörfern behandelt<br />

werden. In Zukunft möchte „Codevia“ mit Hilfe einer mobilen<br />

Einheit, die die Zahnmedizinische Grundversorgung ermöglicht,<br />

weiter abgelegene Dörfer erschließen. Ziel unseres Treffens<br />

war es gemeinsam zu überlegen welche Anschaffungen Priorität<br />

haben um das Projekt sobald wie möglich beginnen zu können.<br />

30.08.12 Yaoundé – Treffen mit der Deutschen Botschaft<br />

An unserem letzten Tag besuchten wir die Deutsche Botschaft<br />

und hatten dort ein Treffen mit einer Praktikantin. Es war eine<br />

gute Möglichkeit für uns den Verein und unsere Projekte in Kamerun<br />

vorzustellen und wir waren froh auch aus Sichtweise des<br />

auswärtigen Amtes in der Sinnhaftigkeit und Durchführung unserer<br />

Projektkonzepte bestätigt zu werden.<br />

Projektreise März/April 2013<br />

Die nächste Projektreise nach Kamerun befindet sich bereits in<br />

der Planung und soll primär dazu dienen ein HIV Präventionsprojekt,<br />

anschließend an das Projekt „Hoffnung trotzt HIV“, zu initieren.<br />

Zudem wollen wir im Rahmen der Projektreise existierende<br />

Projekte besuchen und weiterentwickeln sowie neue Projekte<br />

initiieren. Zu erst werden wir in Buea das Buea Regional Hospital<br />

besuchen, um die Kooperation im Rahmen unsers Famulanten-<br />

Projekts „Students for Cameroon“ zu vertiefen und so eine solide<br />

Basis für die Zukunft zu legen. Anschließend werden wir erneut<br />

Maria Coutinho in Yaounde treffen um mit ihr über das HIV Präventionsprojekt,<br />

sowie eine Fortsetzung des Projektes „Hoffnung<br />

trotzt HIV“ zu sprechen. In Yaounde wollen wir zudem mit<br />

Codevia über die Fortschritte des Projektes „Mobile Zahnklinik“<br />

sprechen. Daraufhin werden wir nach Bamenda reisen um uns<br />

dort ein neues Projekt der Baptisten, mit denen wir unser erstes<br />

Projekt durchgeführt haben, anzuschauen. Zusätzlich wollen<br />

wirm, anschließend an die lezte Projektreise, ein Projekt mit dem<br />

Verein „Aid International Christian Women of Vision“ initiieren.<br />

Abschließend werden wir mehrere Tage in Foumban verbringen<br />

um uns dem HIV Präventionsprojekt zu widmen, die Forsetzung<br />

des Projektes „Hoffung trotzt HIV“ zu besprechen sowie ggf. ein<br />

Stipendienprojekt für Waisenkinder zu planen.<br />

HIV Präventionsprojekt<br />

Ausgangslage<br />

Das HIV-Präventionsprojekt wird in Kooperation mit Frère Miedji<br />

Eric Michel Ngankam, Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“,<br />

einer kleinen katholischen Bruderschaft mit Missionen überall<br />

auf der Welt, durch geführt. Auf Grund der positiven Erfahrungen<br />

mit der gemeinsamen Zusammenarbeit im Rahmen des<br />

Projekts „Hoffnung trotzt HIV!“ hat es sich Campus for Change<br />

e.V. zum Ziel gesetzt die Bewohner von Foumban in Kamerun<br />

weiterhin nachhaltig zu unterstützen.<br />

Inhalt des Projekts<br />

Im Zentrum des Projekts steht das gemeinsame Ziel über die<br />

Problematiken und mögliche Konsequenzen von riskantem Sexualverhalten<br />

aufzuklären und dieses so zu verhindern. Dies beinhaltet<br />

die Übertragungswege von HIV und anderen STIs, so wie<br />

die Möglichkeiten der Verhütung ungewollter Schwangerschaften.<br />

Die Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren<br />

sich auf Jugendliche und junge Erwachsene die über Institutionen<br />

wie Schulen, Gesundheitszentren und Jugendgruppen<br />

erreichbar sind. Unser Wunsch ist, dass wir so unseren Beitrag zur<br />

langfristigen Senkung der Problematik von STIs leisten können<br />

und die Bevölkerung von Foumban auf ihrem Weg in eine gesündere<br />

Zukunft unterstützen können.<br />

Aktueller Stand des Projekts<br />

Aktuell befindet sich das Projekt noch in der Planung, die von<br />

den Mitgliedern von Campus for Change e.V. und den Projektpartnern<br />

vor Ort gemeinsam geleistet wird. Dank der erfolgreichen<br />

Kooperation mit den Projektpartnern im Rahmen von<br />

„Hoffnung trotzt HIV!“ kann bei der Konzeption und Organisation<br />

auf diese Fundamente aufgebaut werden. Die erste Projektphase<br />

soll im April 2013 beginnen.<br />

Daher ist die inhaltliche Entwicklung des Projekts bereits weit<br />

fortgeschritten. Damit die oben beschriebenen Präventionsmaßnahmen<br />

pünktlich beginnen können, kümmert sich Campus for<br />

Change e.V. gemeinsam mit dem Team vor Ort um die Beschaffung<br />

konkreter Materialien zur Information und Aufklärung.<br />

Ausblick<br />

Wir geben unser Bestes um im Jahr 2013 mit der Planung und<br />

Konzeption weiterhin zügig voran zu kommen, so dass im<br />

Rahmen der Projektreise im April 2013 die gemeinsame Implementation<br />

des Projekts stattfinden kann. Bis dahin werden die<br />

Hauptaufgaben darin bestehen, die benötigten Materialien zu<br />

besorgen, durch einen Projektvertrag die rechtliche Basis für die<br />

Kooperation zu schaffen und die Projektreise vorzubereiten.<br />

32<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

33


Kommunikation - Inhalt<br />

»»<br />

Bereichsvorstellung<br />

»»<br />

Beirat<br />

»»<br />

Initiativtage<br />

»»<br />

Interne Medien<br />

»»<br />

Externe Medien<br />

KOMMUNIKATION<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


KOMMUNIKATION<br />

Das Ziel des Vorstandsbereiches ist es die existierende Präsenz durch Erweiterung der<br />

Kooperationen, aktives Networking und Bereitstellung geeigneter Kommunikationsmittel<br />

auszubauen!<br />

David Wilhelm<br />

Vorstand für Kommunikation<br />

Kooperationen und Wettbewerbe<br />

TUM BWL, TU München<br />

Bereichsvorstellung<br />

Der Vorstandsbereich Externe Kommunikation ist für die Darstellung<br />

und den Außenauftritt des Vereins und der Projekte sowie<br />

für Kooperationen mit anderen Organisationen und Partnern<br />

verantwortlich. Im Rahmen der Umstrukturierung von Campus<br />

for Change e.V. entwickelten sich die Ressorts „Kooperationen<br />

und Wettbewerbe“, „Medien“ und „Projektdarstellung“. Durch<br />

die Kooperation mit Organisationen, Stiftungen und unseren<br />

Beiräten erlangen wir einen Mehrwert an Wissen und können<br />

unsere Projektziele durch effiziente Zusammenarbeit erreichen.<br />

Die Teilnahme an Wettbewerben im Sektor des sozialen Engagements<br />

bestärkt uns in unserem Handeln und bietet uns die<br />

Chance, die Präsenz von Campus for Change e.V. zu vergrößern.<br />

Im Zuge der Vereinspräsentation ist die Gestaltung von internen<br />

Medien in Form von <strong>Jahresbericht</strong>en, Foldern, Plakaten und<br />

Newslettern sowie von externen Medien in Form von Zeitungsartikeln,<br />

Radioauftritten und Internetpräsenz von Bedeutung.<br />

Auch die Projektgestaltung mit Hilfe von Projektdossiers und<br />

Illustrationen ist dem Kommunikationsbereich zugeordnet und<br />

dient der einheitlichen und ansprechenden Darstellung unserer<br />

Projekte. Durch das Zusammenspiel dieser Ressorts gelingt<br />

es uns das Bild des Vereins und der Projekte in einer adäquaten<br />

Weise an die Öffentlichkeit zu tragen. Im Folgenden wird über<br />

die durchgeführten Maßnahmen des vergangenen Jahres berichtet.<br />

Der Beirat<br />

Der Beirat stellt ein weiteres wichtiges Vereinsorgan dar. Die<br />

Beiratsmitglieder sind Persönlichkeiten aus Wissenschaft und<br />

Forschung und stehen dem Verein durch ihren Mehrwert an Wissen<br />

und Erfahrung in verschiedenen Fragestellungen beratend<br />

zur Seite. Zweimal jährlich findet eine Beiratssitzung statt, um<br />

einen direkten Austausch zwischen Vereinsvorstand und Beirat<br />

zu fördern, die Kommunikation zu optimieren und weitere<br />

Christina Buschmann<br />

Medien<br />

Medizin, LMU München<br />

Timo Ernst<br />

Projektdarstellung<br />

BWL, LMU München<br />

Maßnahmen zu planen. Seit vergangenem Jahr dürfen wir nun<br />

insgesamt sieben Beiratsmitglieder bei Campus for Change e.V.<br />

begrüßen.<br />

»»<br />

Herr Dr. Frank-W. Strathmann ist Leiter und Gründer der<br />

Kontaktstelle für Forschungs- und Technologietransfer an<br />

der LMU München sowie Vorsitzender der GründerRegio<br />

M e.V. Ihm verdanken wir unter anderem die Teilnahme an<br />

diversen Workshops.<br />

»»<br />

Herr Prof. Dr. Arnulf Melzer ist Leiter und Gründer der<br />

Limnologischen Station Iffeldorf der TU München sowie<br />

Bevollmächtigter des Präsidenten der TU München für Fundraising.<br />

Durch seine Hilfe konnten wir im vergangenen Jahr<br />

wichtige Kontakte knüpfen sowie zwei Strategieworkshops<br />

im Limnologischen Institut Iffeldorf durchführen.<br />

»»<br />

Herr Ricardo Moya-Quiroga ist Senior Expert bei McKinsey<br />

München. Mit seiner langjährigen Erfahrung als Berater hilft<br />

er uns unser Vorgehen zu reflektieren und zu strukturieren.<br />

Zudem steht er uns als Unterstützer vieler bolivianischer,<br />

gemeinnütziger Organisationen mit seinen Erfahrungen im<br />

sozialen Sektor zur Seite.<br />

»»<br />

Frau Maria Thon ist Leiterin der BayWa-Stiftung und engagiert<br />

sich darüber hinaus bei vielen sozialen Initiativen und<br />

Kooperationen. Aus der Zusammenarbeit sind bereits ein<br />

Kooperationsprojekt sowie weitere Projektmöglichkeiten<br />

entstanden.<br />

»»<br />

Herr Prof. Dr. Klaus Sailer ist Professor für Entrepreneurship<br />

an der Hochschule München und Geschäftsführer<br />

des Strascheg Center for Entrepreneurship. Zudem ist er<br />

Mitgründer und Vorstand der Social Entrepreneurship Akademie.<br />

Hierdurch hat er Einblick in verschiedenste soziale<br />

Organisationen sowie einen ausgezeichneten Zugang zu<br />

unternehmerischen Studenten.<br />

»»<br />

Frau Petra Birnbaum ist Vorstand der Bürgerstiftung München<br />

und hat mehrere Jahre ihres Lebens in Afrika verbracht,<br />

so dass sie uns wertvolle Ratschläge für unsere Projekt- und<br />

Vereinsarbeit geben kann.<br />

»»<br />

Herr Michael Roiss ist vom Vorstandsvorsitz in den Beirat<br />

gewechselt. Als Gründer von Campus for Change e.V. spielt<br />

er für den Verein eine außerordentlich wichtige Rolle und<br />

wird uns weiterhin mit seinen Erfahrungen bereichern.<br />

Initiativentage<br />

Die Teilnahme an diversen Veranstaltungen und Initiativentagen<br />

ist für unseren Verein sehr wichtig, um die Vereinspräsenz<br />

in der Öffentlichkeit zu steigern, Zielgruppen für unsere Arbeit<br />

zu sensibilisieren und Kontakte zu anderen sozial engagierten<br />

Organisationen zu knüpfen. Im vergangen Jahr haben wir viele<br />

solcher Möglichkeiten wahrgenommen und hoffen 2013 daran<br />

anknüpfen zu können.<br />

Im Mai <strong>2012</strong> nahmen wir am „Social Business Day <strong>2012</strong>“ der Fakultät<br />

für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule<br />

München teil.<br />

Der „2. Markt der Engagementmöglichkeiten der LMU“ wurde<br />

durch die Freiwilligenagentur „Tatendrang e.V.“ organisiert und<br />

bot Vereinen wie Campus for Change e.V., Amnesty International<br />

und Weltblick e.V. eine Plattform für Austausch und Vereinspräsentation.<br />

Das „Juki Kinder- und Jugendfestival“ wurde von der „Castringius<br />

Kinder- und Jugendstiftung München“, der „Stiftung Otto<br />

Eckert“ und der „BayWa Stiftung“ mit dem Ziel jungen Menschen<br />

das breite Angebot an Münchener Initiativen zu präsentieren,<br />

durchgeführt. Neben Vereinspräsentationen bot das Festival ein<br />

vielfältiges Programm aus Theater, Musik und Sport für Kinder<br />

und Jugendliche.<br />

Im November <strong>2012</strong> fand der „Tag der studentischen Initiative“<br />

der TU München statt, wo sich neben Campus for Change e.V.<br />

weitere studentische Vereine mit sozialem Engagement präsentierten.<br />

Interne Medien<br />

Die Gestaltung der internen Medien von Campus for Change e.V.<br />

konnte im vergangenen Jahr erfolgreich ausgebaut werden.<br />

Der im Dezember erstmals erstellte Newsletter richtet sich an<br />

alle Unterstützer, Kooperationspartner, Vereinsmitglieder und<br />

Interessenten von Campus for Change e.V. Er informiert quartalsweise<br />

über die aktuellen Entwicklungen in unseren Projekten,<br />

Events und Vereinsprozessen. Dadurch schaffen wir Transparenz<br />

und hoffen ein tieferes Interesse an unserer Arbeit zu wecken.<br />

Zum ersten Mal gestalteten wir <strong>2012</strong> eine Weihnachtskarte, womit<br />

wir uns neben Weihnachtsgrüßen bei unseren Unterstützern<br />

und Beiräten für ihre Hilfe und ihr Engagement des vergangenen<br />

Jahres bedankten.<br />

Auch ein neuer Folder wurde erstellt und präsentiert Campus for<br />

Change e.V. nun auf dem aktuellsten Stand.<br />

Externe Medien<br />

Der Öffentlichkeitsauftritt von Campus for Change e.V. wird<br />

durch die Präsenz in den externen Medien dargeboten. Sie stellen<br />

wichtige Kommunikations- und Werbemittel im aktuellen<br />

Vereinsgeschäft dar.<br />

Im Zuge der Umstrukturierung von Campus for Change e.V.<br />

wurde unsere Homepage angepasst und erhielt ein klares und<br />

anschauliches Layout. Sie enthält alle wichtigen Informationen<br />

rund um die Projekte, Events, Vereinsprozesse und Engagementmöglichkeiten.<br />

Daneben hilft uns unsere Facebook-Präsenz besonders<br />

junge Interessenten zu erreichen, aktuelle Informationen<br />

zu kommunizieren und unsere Events zu bewerben.<br />

Im Juni <strong>2012</strong> bekamen wir die Chance, im Radio zu hören zu sein.<br />

Der Radiosender „M94.5“ sendete einen Beitrag über die Arbeit<br />

bei Campus for Change e.V. Gleichzeitig konnten wir Werbung<br />

für unser darauf folgendes Benefiz-Beachvolleyballtunier „Beach<br />

for Life <strong>2012</strong>“ machen.<br />

Ebenso wichtig für die Öffentlichkeitspräsenz ist die Darstellung<br />

in der lokalen Presse. Im Juli <strong>2012</strong> erschien Campus for Change<br />

e.V. mit einem Artikel in der „Synapse“ – Zeitschrift der Medizinstudierenden<br />

Münchens. In Kooperation mit der Fachschaft für<br />

Medizin der LMU nutzten wir dieses Ereignis für die Gestaltung<br />

einer Party im Provisorium München. Die Einnahmen der Eintrittsgelder<br />

kamen unseren Projekten zu Gute.<br />

Für 2013 sind weitere Maßnahmen geplant, um an die bisherige<br />

Öffentlichkeitsarbeit anzuknüpfen und die Präsenz in lokalen<br />

Medien zu intensivieren. So hoffen wir unsere Bekanntheit zu<br />

steigern und Interessenten für unsere Arbeit zu begeistern.<br />

Dominique und Christina beim 2. Markt der Engagementmöglichkeiten der LMU<br />

36<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

37


Finanzen & Recht - Inhalt<br />

»»<br />

Bereichsvorstellung<br />

»»<br />

Finanzen & Recht <strong>2012</strong><br />

»»<br />

Ausblick<br />

Finanzen & Recht<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


& Recht<br />

Finanzen & Recht<br />

Das Ziel des Vorstandsbereiches ist die Standardisierung der rechtlichen und finanziellen<br />

Abläufe im Rahmen der Projekt- und Eventarbeit, um den Verein weiterhin vertrauenswürdig<br />

zu führen.<br />

Anna Kronester<br />

Vorstand für Finanzen<br />

TUM BWL, TU München<br />

Bereichsvorstellung<br />

Mathias Krämer<br />

Rechnungswesen<br />

TUM BWL, TU München<br />

Der Vorstandsbereich Finanzen & Recht ist in die drei Ressorts<br />

„Projektarbeit“, „Vereinsarbeit“ und „Rechnungswesen“ gegliedert.<br />

Jeder dieser Bereiche wird von einem Mitglied betreut,<br />

wodurch klare Verantwortungsbereiche definiert werden. Dies<br />

soll eine effiziente Arbeitsweise und klare Strukturen für eine<br />

verlässliche finanzielle und rechtliche Basis im Verein gewährleisten.<br />

Hauptaufgabe des Vorstandes ist es, die Ressorts und die verantwortlichen<br />

Mitglieder zu koordinieren und einen präzisen Informationsfluss<br />

im eigenen Bereich und zu den anderen Vorstandsbereichen<br />

sicherzustellen. Eine weitere Aufgabe des Vorstandes<br />

ist die Planung und Entwicklung des Bereichs Finanzen & Recht<br />

sowie die Steuerung und Kontrolle desselben. Auf operativer<br />

Ebene ist der Vorstand für die Durchführung von Finanztransaktionen,<br />

Verwaltung der Bankkonten, Einberufung der Mitgliederversammlungen<br />

sowie die Absegnung von Projektverträgen,<br />

Jahresabschlüssen u. Ä. verantwortlich.<br />

Aufgabe des Ressorts Projektarbeit ist es, unsere Projekte im<br />

Hinblick auf finanzielle und rechtliche Aspekte zu prüfen. Hierzu<br />

steht dem Ressort ein Tool zur Verfügung, das für alle Projekte<br />

einheitlich einen Überblick über die finanzielle Planung gibt sowie<br />

die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Durchführung der<br />

Projekte überprüft.<br />

Das Ressort Vereinsarbeit ist für die vereinsinterne Finanzierung<br />

und das Aufstellen des Verwaltungsbudgets zuständig. Weiterhin<br />

liegt es im Verantwortungsbereich der Vereinsarbeit sich<br />

mit dem Vereinsrecht zu befassen, vereinsinterne Vorgänge auf<br />

Vereinbarkeit mit der Satzung und die Satzung selbst auf ihre<br />

Gesetzmäßigkeit und Aktualität hin zu überprüfen.<br />

Für die Erstellung von Finanzberichten und der Quartalsberichterstattung<br />

sowie für die Aufstellung des Jahresabschlusses ist<br />

das Ressort Rechnungswesen zuständig. Somit ist dieses Ressort<br />

zentrale Sammelstelle für alle finanziellen Daten. Weiterhin un-<br />

Andreas Guthörl<br />

Vereinsarbeit<br />

TUM BWL, TU München<br />

Fabian Veit<br />

Projektarbeit<br />

Mathematik, TU München<br />

terstützt das Rechnungswesen den Bereich Finanzen & Recht bei<br />

der Führung und Kontrolle der Vereinskonten. Um seinen Aufgaben<br />

zielorientiert und präzise nachgehen zu können, nimmt<br />

das Rechnungswesen eine weitgehend unabhängige Stellung in<br />

dem FIN Bereich ein.<br />

Finanzen & Recht im abgelaufenen Geschäftsjahr<br />

<strong>2012</strong><br />

Begonnen hat das Jahr <strong>2012</strong> mit einer herausfordernden Aufgabe,<br />

der Einreichung des ersten Jahresabschlusses beim Finanzamt.<br />

In wochenlanger Arbeit haben sich die Mitglieder des<br />

Bereichs - damals noch Finanzen, Recht und Organisation - darangemacht,<br />

alle relevanten Daten seit Gründung des Vereins zu<br />

sammeln und ordentlich aufzubereiten. Am 20. Mai <strong>2012</strong> wurde<br />

dann der erste Jahresabschluss des Campus for Change e.V. eingereicht<br />

mit dem (zu erwartenden) Ergebnis, dass Campus for<br />

Change e. V seine Gemeinnützigkeit weiter beibehalten darf.<br />

Im Laufe des Jahres <strong>2012</strong> fand dann ein großer Umbruch in der<br />

Vereinsstruktur statt. Aus den ehemals drei Vorstandsbereichen<br />

wurden nun in der Satzung fünf Vorstandsbereiche festgelegt.<br />

Diese sind neben dem Bereich Finanzen & Recht, das ehemals<br />

in diesem Bereich angesiedelte Fundraising, sowie die Externe<br />

Kommunikation, Human Resources und Social Impact Analysis.<br />

Mit der Änderung der Struktur hat sich auch personell einiges im<br />

Finanzen & Recht Bereich verändert.<br />

Nach der Amtsniederlegung des Vorstandes Thomas Brake<br />

wurde Anna Kronester in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung<br />

am 25.10.<strong>2012</strong> zum neuen Vorstand des Bereichs<br />

gewählt. Weiterhin kamen zwei neue Ressortleiter zur Unterstützung<br />

des Campus for Change e.V., nämlich Fabian Veit (Projektarbeit)<br />

und Andreas Guthörl (Vereinsarbeit).<br />

Um dem mittlerweile erweiterten Verantwortungsbereich gerecht<br />

zu werden und die entstandene Komplexität zu bewältigen,<br />

wurde ein Finanzen & Recht-Tool aufgebaut, das neben der<br />

Liquiditätssteuerung die Bereichsmitglieder bei der Führung<br />

und Kontrolle der Konten sowie der Quartalsberichterstattung<br />

unterstützt. Im rechtlichen Bereich wurden im Jahr <strong>2012</strong> die Projektverträge<br />

standardisiert, sodass ein übersichtlicher und einheitlicher<br />

rechtlicher Rahmen beim Abschluss unserer Projekte<br />

gegeben ist. Gegenstand der Satzungsänderung vom 21.06.<strong>2012</strong><br />

war die veränderte Struktur im Vorstand. Hierdurch wollen wir<br />

uns zum einen dem Wachstum des Campus for Change e.V. anpassen<br />

und zum anderen eine klare und übersichtliche Struktur<br />

der Verantwortungsbereiche schaffen, um effiziente Arbeitsweisen<br />

zu gewährleisten. Die Eintragung der in der Mitgliederversammlung<br />

vom 25.10.<strong>2012</strong> neu gewählten Vorstände ins Vereinsregister<br />

erfolgte am 23.11.<strong>2012</strong>. Wir wünschen den neuen<br />

Vorständen viel Spaß und Erfolg bei ihrer Arbeit!<br />

Auch in diesem Jahr konnte sich der Verein wieder über hohe<br />

Spendeneinnahmen im Wert von insgesamt über 35.000€ freuen.<br />

Insgesamt machten die Spenden über 85% unseres Gesamtvermögens<br />

aus. Für diese stolze Summe möchten wir uns bei<br />

all unseren Spendern hiermit recht herzlich bedanken. Die uns<br />

anvertrauten Spendengelder sind zu 100% in die dafür jeweils<br />

vorgesehenen Projekte investiert worden. Im Geschäftsjahr <strong>2012</strong><br />

wurden über 23.000€ in die Projekte investiert. Die restlichen<br />

Spendengelder sind zu über 90% bereits für Projekte im Jahr<br />

2013 zurückgestellt. Auch unsere durchgeführten Events brachten<br />

uns Einnahmen von über 4.500€ ein. Vielen Dank an dieser<br />

Stelle auch für die vielen Helfer und Organisatoren!<br />

Es wird auch in den folgenden Jahren dafür Sorge getragen<br />

werden, dass die Spenden und Sponsorengelder ausschließlich<br />

in die jeweils vorgesehenen Projekte fließen, wenn nicht zuvor<br />

etwas anderes vereinbart wurde. Um dieses stets gewährleisten<br />

zu können, ist uns die Trennung von projektbezogenen,<br />

finanziellen Mitteln und vereinsbezogenen finanziellen Mitteln<br />

sehr wichtig. Diese strikte Trennung wird durch die Struktur des<br />

Bereichs Finanzen & Recht gewährleistet. Damit diese klare Abgrenzung<br />

der Verantwortungsbereiche auch im Rahmen unserer<br />

Vermögensverwaltung zum Ausdruck kommt, verfügen wir über<br />

zwei verschiedene Konten, die diesen zwei verschiedenen Zwecken<br />

dienen.<br />

Ausblick<br />

Mit noch stolzem Blick auf das Jahr <strong>2012</strong> freuen wir uns schon<br />

auf die Herausforderungen, die uns das Geschäftsjahr 2013 bringen<br />

wird. Mit der neuen Struktur und den neuen Aufgabenfeldern,<br />

die im Laufe des nächsten Jahres vollständig etabliert und<br />

umgesetzt werden sollen, starten wir mit einer soliden Basis in<br />

das Jahr 2013. Die neuen Mitglieder sind gut eingearbeitet und<br />

können von dem gewonnen Wissen profitieren und somit auch<br />

zur Weiterentwicklung des Bereichs Finanzen & Recht beitragen.<br />

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und tolle Projekte<br />

im Jahr 2013!<br />

Einnahmen <strong>2012</strong><br />

1,37%<br />

11,62%<br />

32,38%<br />

54,63%<br />

Mitgliedsbeiträge<br />

Spenden - projektbezogen<br />

Spenden - vereinsbezogen Events<br />

Ausgaben <strong>2012</strong><br />

1,25%<br />

0,91%<br />

96,04%<br />

3,96%<br />

0,28%<br />

1,52%<br />

Projektausgaben<br />

Werbematerial, Infomaterial<br />

Internet + Server<br />

Registereintragungen + Notar/Anwalt<br />

Veranstaltungen<br />

40<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

41


Social Impact Analysis - Inhalt<br />

»»<br />

Bereichsvorstellung<br />

»»<br />

Arbeit des Bereichs<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

»»<br />

Ausblick SIA Bereich<br />

»»<br />

Ausblick SIA Projekte<br />

SOCIAL IMPACT Analysis


SOCIAL IMPACT ANALYSIS<br />

Social Impact Analysis<br />

Dieser Vorstandsbereich verfolgt das Ziel eine fortlaufende Projektanalyse mit Hilfe eines<br />

strukturierten und einfachen Berichtsystems zu etablieren!<br />

Anna Hörmann<br />

Vorstand für Social Impact Analysis<br />

Kennzahlen und Projektevaluation<br />

TUM BWL, TU München<br />

Bereichsvorstellung<br />

Der Vorstandsbereich Social Impact Analysis (SIA) wurde im vergangen<br />

Jahr gegründet, um die Projektarbeit und die Resultate<br />

dieser transparenter zu machen. Ziel des Bereichs ist es den<br />

Social Impact unserer Projekte messbar zu machen und diesen<br />

bei der Projektauswahl als entscheidenden Faktor zu berücksichtigen.<br />

Um dies zu erreichen führt der SIA Bereich eine fortlaufende<br />

Analyse und Evaluation unserer Projekte an Hand von<br />

klar definierten Kennzahlen durch, so dass die Nachhaltigkeit<br />

unserer Projekte sichergestellt werden kann. Da unsere Projekte<br />

sehr verschieden sind, werden für jedes Projekt mit unseren Projektpartnern<br />

individuelle Kennzahlen definiert und im Rahmen<br />

eines standartisierten Berichtswesens festgehalten.<br />

Hierdurch möchten wir zudem unserer Verpflichtung gegenüber<br />

unseren Spendern und Unterstützern, ihre Spendengelder<br />

sowie unsere Arbeit so sinnvoll, effizient und erfolgreich wie<br />

möglich einzusetzen, gerecht werden. Dies gilt nicht nur für<br />

Maßnahmen, welche Campus for Change selbst durchführt, sondern<br />

auch für solche, die im Rahmen von Förderprojekten oder<br />

Kooperationen umgesetzt werden.<br />

Wie schon im Kapitel „Der Verein“ erwähnt, betreut der SIA<br />

Bereich zudem die konzeptionellen Projekte von Campus for<br />

Change.<br />

Arbeit des SIA Bereiches<br />

Die Schwerpunkte des SIA Bereichs sind die Auswahl von messbaren<br />

Social Impact Kennzahlen, die Projektevaluation und die<br />

Entwicklung möglicher Projektinhalte sowie Strategien. Während<br />

des laufenden Projektes stehen die Projektanalyse und<br />

-entwicklung im Vordergrund. Diese Schwerpunkte werden in<br />

den drei Ressorts „Projektanalyse und Entwicklung“, „SIA-Kennzahlen<br />

und Projektevaluation“ und „Problemorientiertes Arbeiten“<br />

widergespiegelt.<br />

Die Arbeit des Bereiches beginnt bei der Projektauswahl und<br />

Markus Tausend<br />

Projektanalyse und Entwicklung<br />

TUM BWL, TU München<br />

zieht sich über die gesamte Laufzeit eines Projektes. Im Rahmen<br />

des Projektprozesses erarbeitet der Bereich mit jedem Projektleiter<br />

vor dem Projektstart die Projektinhalte, eine Umfeldanalyse<br />

der Projektregion und eine Berichtsstruktur für das Projekt, die<br />

sowohl die Arbeit des Projektleiters als auch den Fortschritt vor<br />

Ort dokumentiert. Hierfür ist es besonders wichtig zu definieren,<br />

welche Berichte bzw. Informationen vom Projektpartner<br />

in regelmäßigen Abständen eingefordert werden müssen und<br />

dies mit ihm abzusprechen. Mit diesen Informationen kann der<br />

Projektleiter das Projekt vollständig dokumentieren, Probleme<br />

sowie erfolgreiche Maßnahmen frühzeitig erkennen und angemessen<br />

handeln. Basierend auf der Berichtsstruktur berichtet<br />

der Projektleiter halbjährlich an den Verein.<br />

Im Folgenden wird dieser Initierungsprozess beispielhaft an<br />

unserem neuen HIV Präventionsprojekt dargestellt. Bei diesem<br />

Projekt haben wir einen Projektvorschlag von unserem langjährigen<br />

Projektpartner Frère Eric aus Foumban, Kamerun erhalten.<br />

Diesen Projektvorschlag haben wir im ersten Schritt genauer<br />

analysiert und hinterfragt ob das Projekt hinsichtlich Komplexität,<br />

Art der Durchführung und Zielen zu Campus for Change<br />

passt. Zudem wurde durch die Projektleiterin eine Umfeldanalyse<br />

durchgeführt, um die Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit des<br />

Vorschlages zu überprüfen. Im Rahmen dieser Analyse wurden<br />

genauere Informationen zu HIV in dieser Region eingeholt, ähnliche<br />

Projekte unter die Lupe genommen und evaluiert, wie mit<br />

dem Thema Aufklärung in Kamerun umgegagnen wird.<br />

Nachdem feststand, dass wir das Projekt durchführen möchten,<br />

wurde es im zweiten Schritt in enger Zusammenarbeit mit unserem<br />

Projektpartner in halbjährlichen Abschnitten strukturiert.<br />

Für jeden Abschnitt wurden die Projektinhalte, -ziele und die Unterstützung<br />

von Campus for Change festgelegt.<br />

Als Drittes wurde anschließend eine Berichtstruktur definiert, die<br />

zum einen die relevanten Informationen für die Projektleitung<br />

aus Deutschland festhält und zum anderen unseren Projektpart-<br />

ner nicht überfordert. Die entworfene Berichtstruktur besteht<br />

aus zwei Elementen: 1) Einem „Reportsheet“, in dem zu jeder<br />

Aufklärungskampagne Daten wie Ort, Datum und Anzahl der<br />

Teilnehmer festgehalten werden sollen. Dies ist für die fortlaufende<br />

Dokumentation vor Ort wichtig und soll einen Überblick<br />

über die Aktivitäten geben. 2) Einem „Quarterly Report“, der uns<br />

vierteljährlich mit den Reportsheets geschickt wird und an Hand<br />

von Leitfragen detaillierter auf die Situation vor Ort sowie die<br />

Fortschritte durch das Projekt eingehen soll.<br />

Neben der Projektinitierung spielt auch die stetige Evaluation<br />

von Projektphasen eine wichtige Rolle im SIA Bereich um die<br />

richtigen Rückschlüsse für folgende Projektphasen und andere<br />

Projekte zu erlangen. Beispielsweise konnten wir aus der Evaluation<br />

unseres Projektes „Hoffnung trotzt HIV“ in Kamerun viel für<br />

das HIV Präventionsprojekt lernen. Hierfür hatte die Projektleiterin<br />

einen Abschlussbericht mit einer Zusammenfassung des<br />

gesamten Projektes verfasst. Dieser hat es uns erlaubt Problematiken<br />

bei Hoffnung trotzt HIV, wie z.B. die Dauer des Geldtransfers<br />

oder die genaue Kommunikation einer Berichtsstruktur, im<br />

Rahmen der Planung des HIV Präventionsprojektes zu berücksichtigen<br />

und so unsere Projektarbeit zu optimieren.<br />

Darüber hinaus wurde im Zuge der Evaluierung der Projektphasen<br />

des Projektes „Hoffnung trotzt HIV“ stets der Gesundheitszustand<br />

der Frauen sowie Ihrer Kinder, der Grad der Selbständigkeit<br />

und der Grad der Motivation in einem Bericht festgehalten und<br />

evaluiert. Hierdurch konnte der Überblick gewahrt werden und<br />

Probleme konnten frühzeitig erkannt sowie behoben werden.<br />

Ausblick - SIA Bereich<br />

Durch die zunehmende Bekanntheit von Campus for Change ist<br />

die Anzahl an Projektanfragen im vergangenen Jahr stetig gestiegen.<br />

Da wir ein studentischer Verein sind und nur begrenzte<br />

Ressourcen zur Verfügung haben, können wir allerdings nicht jedes<br />

Projekt durchführen. Daher wird es im Jahr 2013 sehr wichtig<br />

sein noch klarerer Kriterien für die Projektauswahl festzulegen.<br />

Die Strategie des SIA Bereichs für das Jahr 2013 beinhaltet die<br />

Entwicklung einer fortlaufenden Projektanalyse mithilfe eines<br />

einfachen und strukturierten Berichtssystems orientiert an dem<br />

Social Reporting Standard. Dies ist ein Berichtssystem für Social<br />

Entrepreneurs, Nonprofit-Organisationen und andere Organisationen<br />

mit sozialem Geschäftszweck, welches unter anderem<br />

von Ashoka, PricewaterhouseCoopers, der TU München, und<br />

der Universität Hamburg entwickelt wurde. Es gibt einen einheitlichen<br />

und anerkannten Rahmen für die Berichtstruktur von<br />

Projekten und Organisationen vor, der den Anforderungen der<br />

verschiedenen Stakeholder von sozialen Organisationen gerecht<br />

wird. Durch die Berücksichtigung dieses Standards erhoffen wir<br />

uns unser Berichtswesen effizienter und transparenter für Interessenten<br />

und potenzielle Spender zu gestalten.<br />

Ausblick - Konzeptionelle Projekte 2013<br />

HIV Präventionsprojekt<br />

Das HIV-Präventionsprojekt wird in Kooperation mit Frère Miedji<br />

Eric Michel Ngankam, Mitglied der „Les pétites Frères de Jésus“,<br />

einer kleinen katholischen Bruderschaft in Foumban, Kamerun<br />

durchgeführt. Im Zentrum des Projektes steht das gemeinsame<br />

Ziel über die Problematiken und mögliche Konsequenzen von<br />

riskantem Sexualverhalten aufzuklären und dieses so zu verhindern.<br />

Die Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen konzentrieren<br />

sich auf Jugendliche und junge Erwachsene, die über Institutionen<br />

wie Schulen, Gesundheitszentren und Jugendgruppen<br />

erreichbar sind. Unser Wunsch ist, dass wir so unseren Beitrag zur<br />

langfristigen Senkung der Problematik von STIs leisten können<br />

und die Bevölkerung von Foumban auf ihrem Weg in eine gesündere<br />

Zukunft unterstützen können.<br />

Students for Cameroun<br />

Im Rahmen dieses Projektes ermöglichen wir es Medizinstudenten<br />

eine Famulatur in Buea, Kamerun zu absolvieren und<br />

unterstützen zudem das Buea Regional Hospital durch die Finanzierung<br />

von fehlenden Instrumenten und Medikamenten.<br />

Die Studenten lernen die Kultur und medizinischen Standards<br />

in Kamerun kennen und geben gleichzeitig ihr Wissen an die<br />

Mitarbeiter des Buea Regional Hospitals weiter. Anschließend<br />

besuchen sie die Projekte von Campus for Change in Kamerun<br />

und berichten über diese.<br />

Bildung für Haiti<br />

Dieses Projekt wurde von dem gebürtigen Haitianer Fritznel Römer,<br />

der in Deutschland groß geworden ist und in München Bauingenieurwesen<br />

studiert, an uns herangetragen. Ziel des Projektes<br />

ist der Bau einer Schule sowie die Finanzierung der Gehälter<br />

von Lehrern in Fritznels früherem Heimatdorf in Haiti. Fritznel<br />

hatte zuerst versucht das Projekt mit einem eigens gegründeten<br />

Verein durchzuführen, hat sich dann aber aufgrund mangelnder<br />

Ressourcen an uns gewendet. Gemeinsam haben wir beschlossen<br />

das Projekt zusammen durchzuführen. Das Projekt befindet<br />

sich derzeit noch in der Planungsphase, welche jedoch bis Mitte<br />

2013 abgeschlossen werden soll. Idealerweise soll der Bau im<br />

Rahmen einer Projektreise im August durchgeführt werden.<br />

44<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

45


Fundraising - Inhalt<br />

»»<br />

Bereichsvorstellung<br />

»»<br />

Events<br />

»»<br />

Vereinsbüchse<br />

»»<br />

Ausblick 2013<br />

FUNDRAISING<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


FUNDRAISING<br />

Das Ziel des Vorstandsbereiches ist ein bedarfsgerechtes Fundraising durch die Etablierung<br />

verschiedener Fundraisingkanäle sowie die Gewinnung neuer Unterstützer.<br />

Markus Rehm<br />

Vorstand für Fundraising<br />

Spender<br />

TUM BWL, TU München<br />

Bereichsvorstellung<br />

Der Vorstandsbereich Fundraising wurde im Sommer <strong>2012</strong> gegründet,<br />

um in Zukunft eine gezielte Betreuung der Unterstützer<br />

von Campus for Change zu gewährleisten. Das Fundraising<br />

arbeitet eng mit den beiden bereits existenten Bereichen Finanzen<br />

und Kommunikation zusammen. Der Bereich wird von<br />

Markus Rehm geleitet. Er umfasst die Ressorts „Spender“, „Stiftungen“<br />

sowie „Events“.<br />

Im Ressort Spender werden die aktiven Spender betreut. Dies<br />

geschieht in enger Zusammenarbeit mit dem Bereich Kommunikation.<br />

Im Jahr <strong>2012</strong> erhielten die Spender den ersten Campus<br />

for Change - Newsletter sowie eine Weihnachtskarte. Weiterhin<br />

werden Spender über die neuesten Entwicklungen der von ihnen<br />

geförderten Projekte durch Projektdossiers auf dem Laufenden<br />

gehalten. Um die Betreuung der Spender systematisch<br />

zu dokumentieren, wurde damit begonnen eine Datenbank der<br />

Spender aufzubauen. Das Fundraising soll als Anlaufstelle für<br />

aktive und zukünftige Spender dienen und vertritt deren Interessen<br />

innerhalb des Vereins.<br />

Neben der Betreuung der aktiven Spender sollen in Zukunft<br />

auch vermehrt Spender über die Website gewonnen werden.<br />

In Zusammenarbeit mit der Spendenplattform Betterplace hat<br />

Campus for Change zum Jahresende ein erstes Crowdfunding-<br />

Projekt online gestellt. Ziel dieses Projektes ist die Finanzierung<br />

von zwei zahnmedizinischen Versorgungseinheiten für ein<br />

Zahnmobil in Kamerun. Spenden hierfür sind über betterplace.<br />

org oder direkt über die Website möglich.<br />

Das Ressort Stiftungen pflegt den Kontakt zu vorhandenen<br />

Stiftungen und rekrutiert bei Bedarf neue Stiftungen zur Unterstützung<br />

der Projekte. Weiterhin wurde damit begonnen, eine<br />

Stiftungsdatenbank aufzubauen, um im Bedarfsfall gezielt Stiftungen<br />

mit bestimmten Schwerpunkten ansprechen zu können.<br />

Im Ressort Events werden die verschiedenen Events von Campus<br />

for Change konzipiert und mit Hilfe des gesamten Vereins<br />

Oliver Marx<br />

Stiftungen<br />

VWL, LMU München<br />

durchgeführt. Die Events dienen neben dem finanziellen Nutzen<br />

auch dem Bekanntheitsgrad des Vereins sowie der Motivation<br />

der Mitglieder. Im Jahr <strong>2012</strong> wurde die Varieté-Reihe “Act for Life”<br />

in der Glockenbachwerkstatt gestartet, ein Beachvolleyball-Turnier<br />

durchgeführt und mehrere Flohmärkte organisiert. In Zusammenarbeit<br />

mit der Zeitschrift der Fachschaft Medizin “Synapse”<br />

fand im Juli die “Synapse for Change” – Party im Provisorium<br />

statt. Abgeschlossen wurde das Jahr mit einem Glühwein- und<br />

Plätzchenverkauf am Stammgelände der TU München. Für das<br />

Jahr 2013 ist neben dem Konzertabend “Rock for Life” im Januar<br />

in der Glockenbachwerkstatt eine Fortsetzung der “Act for Life”<br />

Reihe im Mai im Backstage geplant. Im Rahmen der Konzeptionierung<br />

der Events werden Manuals erstellt, welche die Planung<br />

ähnlicher Events in der Zukunft erleichtern sollen.<br />

Events<br />

Felix Grubbe<br />

Events<br />

Medizin, LMU München<br />

Act for Life<br />

Der 31. Januar <strong>2012</strong> war der Auftakt unserer jährlich stattfindenden<br />

Varieté-Reihe „Act for Life“. Hierbei bekamen vor allem junge<br />

und studentische Acts aller Stilrichtungen die Gelegenheit,<br />

ihre Künste für einen guten Zweck vorzuführen. Auf den zwei<br />

Bühnen der Glockenbachwerkstatt bot sich dem Publikum ein<br />

buntes Programm mit viel Musik, Theater und Film. Über 200 Be-<br />

Event Zeitpunkt Ort<br />

Act for Life 31. Januar <strong>2012</strong> Glockenbachwerkstatt<br />

Trödeln for Change 21. April <strong>2012</strong> Theresienwiese<br />

Beach for Life 16. Juni <strong>2012</strong> Beacharena München<br />

Trödeln for Change 23. Juni <strong>2012</strong> Flohmarkt im Olympiapark<br />

Synapse for Change 13. Juli <strong>2012</strong> Provisorium<br />

Trödeln for Change 13. Oktober <strong>2012</strong> Klinikum Großhadern<br />

Glühweinverkauf 18. Dezember <strong>2012</strong> TU München<br />

Rock for Life 22. Januar 2013 Glockenbachwerkstatt<br />

Trödeln for Change April 2013 Flohmarkt im Olympiapark<br />

Act for Life 04. Mai 2013 Backstage<br />

Übersicht<br />

über die<br />

jüngsten<br />

Events<br />

sowie<br />

vorläufiger<br />

Ausblick für<br />

2013<br />

sucher genossen so einen Abend voller Unterhaltung und Kultur<br />

für einen guten Zweck. Nebenbei gab es natürlich wie immer die<br />

Möglichkeit sich über die laufende Arbeit und die Möglichkeiten<br />

des eigenen Engagements bei Campus for Change am Infostand<br />

zu informieren. Eintrittsgelder und Spenden für die Garderobe<br />

und Einnahmen aus dem Merchandise-Verkauf der Künstler<br />

machten den insgesamt sehr gelungenen Abend auch zu einem<br />

finanziell lohnenden Event.<br />

Vereinsbüchse<br />

Seit Oktober 2011 ist Campus for Change e.V. bei der Vereinsbüchse<br />

registriert. Die Vereinsbüchse ist eine Onlineplattform<br />

bei der sich Vereine registrieren lassen können. Durch Kooperation<br />

mit zahlreichen Onlineshops wie Amazon, Thalia.de und<br />

weg.de können Mitglieder und Unterstützer über eine Anmeldung<br />

bei der Vereinsbüchse bei allen teilnehmenden Partnern<br />

einkaufen. Bei diesem Einkauf geht ein festgelegter Prozentsatz<br />

des Preises als Spende an den Verein, in unserem Falle also an<br />

Campus for Change. Die Registrierung ist sowohl für den Verein<br />

als auch für die Unterstützer kostenfrei. Wir würden uns freuen,<br />

wenn auch Sie uns bei Ihrem nächsten Einkauf auf diese Weise<br />

unterstützen würden!<br />

Ausblick für 2013<br />

Act for Life<br />

Aufgrund des hervorragenden Feedbacks sowohl vom Publikum<br />

als auch von den Künstlern plant Campus for Change nun für<br />

den Sommer 2013 die zweite Auflage von „Act for Life“ in der<br />

Münchener Glockenbachwerkstatt. Auch dieses Mal sollen wieder<br />

vor allem aufstrebende und studentische Künstler auf den<br />

Bühnen der kultigen Münchener Location stehen. Das Spektrum<br />

des Dargebotenen wird so breit wie möglich sein und neben viel<br />

klassischer und moderner Musik auch andere Inhalte wie Theater<br />

und Literatur bieten. Ergänzt wird das künstlerische Programm<br />

wie üblich durch Informationen über die Arbeit des Campus for<br />

Change e.V. und über die Möglichkeiten studentischen Engagements<br />

in München.<br />

Beach for Life<br />

Unser Beachvolleyball-Turnier „Beach for Life“ ging am 16. Juni<br />

<strong>2012</strong> nach einer erfolgreichen Premiere im Vorjahr in die zweite<br />

Runde. Zwar war der Termin kurzfristig um eine Woche verschoben<br />

worden, da am geplanten Spieltag eine Woche vorher das<br />

Wetter nicht mitspielte. Dafür freuten wir uns nun auf ein Turnier<br />

unter blauem Himmel und strahlender Sonne. Die Beacharena<br />

München bot sich dafür als perfekter Veranstaltungsort an.<br />

Insgesamt 14 Teams konnten ihr sportliches Können unter Beweis<br />

stellen. Nach mehreren Vorrundenspielen fand am Nachmittag<br />

das spannende Finale statt, wobei das Team „In Your Face“<br />

als Sieger hervorging. Die Gewinner konnten sich über tolle Preise<br />

wie Beachvolleybälle, T-Shirts von Kipepeo-Clothing (www.<br />

kipepeo-clothing.com) und diverse Gutscheine freuen.<br />

Neben dem Sportereignis hatten alle Besucher die Möglichkeit,<br />

sich am Campus for Change Infostand über den Verein und die<br />

aktuellen Projekte zu informieren. Auch Kipepeo-Clothing war<br />

mit einem T-Shirt-Stand vertreten, dessen Erlös dem Ausbau eines<br />

Waisenheims in Tansania zu Gute kommt. Eine Tombola bot<br />

die Gelegenheit, gespendete Preise zu gewinnen, darunter Fitnessgutscheine,<br />

Sporttaschen, Bücher und vieles mehr.<br />

Für die musikalische Unterhaltung sorgten unsere DJs. Mit ihrer<br />

sportlichen Musikauswahl schufen sie die richtige Turnierstimmung<br />

bei Sportlern und Besuchern. Sport, Spaß und natürlich<br />

der finanzielle Gewinn für unsere Projekte aus Teilnahmegebühren,<br />

Spenden und Tombola-Einnahmen haben „Beach for Life<br />

<strong>2012</strong>“ zu einem erfolgreichen Event gemacht.<br />

Rock for Life<br />

Am 22. Januar organisierte Campus for Change das Benefizkonzert<br />

„Rock for Life“ in der Glockenbachwerkstatt. Nach dem<br />

großen Erfolg der bisherigen Zusammenarbeit mit der Glockenbachwerkstatt<br />

präsentierte eine kleine Auswahl Münchener<br />

Künstler ihr musikalisches Können. Anders als beim Event „Act<br />

for Life“ im vergangenen Jahr, welcher sich als bunt gemischtes<br />

studentisches Variete präsentiert hat, ging es beim „Rock for<br />

Life„vor allem um eine tanzfreudigere Atmosphäre. Dafür sorgten<br />

drei junge lokale Bands mit ihrem originellen Ska- und Indiesound.<br />

Mit dabei waren diesmal: Godzilla Tabula Rasa, Naked<br />

Feen und Sentilo Sono. Das Programm wurde durch informative<br />

Inhalte über die Arbeit von Campus for Change e.V. und den<br />

Wert studentischen Engagements ergänzt.<br />

Trödeln for Change im Olympipark<br />

48<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

49


Human Resources - Inhalt<br />

»»<br />

Bereichsvorstellung<br />

»»<br />

Recruiting<br />

»»<br />

Teambuilding<br />

»»<br />

Workshops<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

»»<br />

Mitgliederbefragung<br />

HUMAN RESOURCES


RESOURCES<br />

HUMAN RESOURCES<br />

Das Ziel des Vorstandsbereiches ist es engagierte Mitglieder in München zu finden, diese<br />

einzubinden und ihr Potential weiterzuentwickeln um es langfristig nutzen zu können<br />

sowie eine effiziente interne Kommunikation zu etablieren.<br />

Dominique Pullem<br />

Vorstand für Human Resources<br />

Psychologie, LMU München<br />

Patrick Zech<br />

Personalmanagement<br />

TUM BWL, TU München<br />

Monica Wimmer<br />

Recruiting<br />

Psychologie, LMU München<br />

Max Schuppe<br />

IT<br />

Wirtschaftsinformatik, TU München<br />

1 Monat vor Semesterbeginn Semester Woche (SW) 3&4<br />

Definition & Planung der<br />

Recruitingmaßnahmen<br />

§ Vorlesungswerbung<br />

§ Verteiler<br />

§ Foren<br />

§ Jobbörsen<br />

§ Evtl. gezieltes Recruiting<br />

§<br />

§<br />

§<br />

§<br />

Vorlesungsrecruiting und<br />

Infoveranstaltung<br />

Präsentation des Vereins<br />

und der Perspektiven bei<br />

C4C<br />

Teilnahme an einem<br />

Teammeeting um<br />

reinzuschnuppern<br />

Entscheidung der<br />

Interessenten ob sie<br />

Freshman oder Helfer<br />

werden wollen<br />

Ggf. Bewerbungsprozess<br />

(Motivationsschreiben)<br />

und Auswahl von<br />

Bewerbern<br />

Freshman Zeit<br />

SW 4 § Ausfüllung eines Mitgliedschaftsantrags<br />

und der Guidelines (Unterschrift durch<br />

Vorstand erst bei Aufnahme in den<br />

Verein)<br />

SW 5 § Übernahme eines Einführungsprojektes,<br />

welches durch jeweils einen Vorstand<br />

betreut wird<br />

SW 8 § Erarbeitung eines Konzepts in<br />

Zusammenarbeit mit allen<br />

Vorstandsbereichen und Präsentation bei<br />

4. SW<br />

Teammeeting<br />

Auswahl der Freshman<br />

SW 9 § Teambuilding in Iffeldorf<br />

SW 12 § Projektabschlusspräsentation<br />

Ende des Semesters<br />

§<br />

Mitgliedschaft<br />

Entscheidung über<br />

Engagement<br />

§ Junior<br />

§ Senior<br />

Campus<br />

for Change<br />

Recruitingprozess<br />

Bereichsvorstellung<br />

Im Rahmen der Umstrukturierung des Vereins haben wir uns<br />

im Jahr <strong>2012</strong> dafür entschieden den Bereich Human Resources<br />

einzuführen. Diese Entscheidung hatte vor allem zwei Gründe:<br />

Zum einen wurden wir bei sozialen Ideenwettbewerben sowie<br />

durch unseren Beirat wiederholt darauf hingewiesen, dass wir<br />

die Nachhaltigkeit des Vereins im Sinne von einem langfristigen<br />

Fortbestehen sicherstellen müssen. Zum anderen haben wir<br />

gemerkt, dass die interne Komplexität durch eine wachsende<br />

Anzahl an Mitgliedern stark zugenommen hatte. Dementsprechend<br />

widmet sich der Bereich Human Resources nun genau<br />

diesen Schwerpunkten. Während sich das Ressort „Recruiting“<br />

fokussiert um die Gewinnung und Betreuung neuer Mitglieder<br />

kümmert, tragen die Ressorts „Personalmanagemt“ und „IT“ der<br />

gewachsenen Komplexität Rechenschaft. Im Rahmen des Personalmanagements<br />

geht es vor allem um die Organisation und<br />

Verwaltung der Mitglieder, der Teamtreffen und des Teambuildings.<br />

Derzeit kümmert sich das Ressort um 54 Mitglieder (31<br />

Senior, 22 Junior) und 11 Freshmen aus folgenden Fachrichtugen:<br />

7<br />

3<br />

17<br />

Mitglieder nach Studiengang<br />

2 1<br />

23<br />

Wirtschaftswissenschaften<br />

Medizin<br />

Geisteswissenschaften<br />

Rechtswissenschaften<br />

Natur-und<br />

Ingenieurswissenschaften<br />

Modedesign<br />

Das Ressort IT reduziert die interne Komplexität durch die Bereitstellung<br />

geeigneter Medien für die interne Kommunikation<br />

und den Wissensaustausch innerhalb des Vereins. Hierzu wurde<br />

im vergangen Jahr bspw. ein Intranet etabliert, woduch Projek-<br />

te, Events und alle Aktivitäten des Vereins zentral dokumentiert<br />

werden und somit allen Mitgliedern zur Verfügung stehen. Daneben<br />

dient das Intranet als Plattform für Diskussionen und Erfahrungsaustausch.<br />

Recruiting<br />

Neue Mitglieder und Interessenten an der Mitarbeit von Campus<br />

for Change sichern die Fortführung und die zukunftsorientierte<br />

Umsetzung der Ziele des Vereins. Daher durchläuft das Recruting<br />

bei uns einen strukturierten Prozess (s. nächste Seite), der<br />

es gewährleistet geeignete Zielgruppen zu identifizieren und<br />

potenzielle Mitglieder in kleinen Schritten und unter konstanter<br />

Betreuung an die Vereinsarbeit heranzuführen. Ziel des Recruitingprozesses<br />

ist nach einer Probephase von einem Semester,<br />

der so genannten Freshman Zeit, die Mitgliedschaft bei Campus<br />

for Change und somit die Übernahme von Aufgabenbereichen<br />

mit mehr Verantwortung. Der Fokus der Recruitingmaßnahmen<br />

liegt am Semesterbeginn, weshalb wir am 28.11.<strong>2012</strong> im Vorhölzer<br />

Forum der Technischen Universität einen Informationsabend<br />

für interessierte Studenten veranstalteten. Im Wintersemester<br />

durften wir uns über elf neue Freshmen freuen, die sich im Verlauf<br />

ihrer Freshman Zeit unter anderem der Organisation eines<br />

Glühweinverkaus, der Überarbeitung unserer Projektverträge<br />

und der Evaulation der Social Reporting Standards gewidment<br />

haben.<br />

Teambuilding<br />

Regelmäßige Teambuilding-Events stärken den Zusammenhalt<br />

im Team, fördern die Motivation und wirken sich somit positiv<br />

auf die Vereinsarbeit aus. Deshalb wurden im Jahr <strong>2012</strong> im Bereich<br />

Human Ressources konkrete Teambuilding-Maßnahmen<br />

entwickelt und verschiedene Teambuilding-Events organisiert.<br />

So findet seit Oktober <strong>2012</strong> nach jedem ersten Meeting im Monat<br />

ein Stammtisch statt, der den Mitgliedern ermöglicht, sich<br />

gegenseitig besser kennenzulernen.<br />

Das letzte Teambuilding Event war im Dezember <strong>2012</strong> ein Rodelausflug<br />

an den Tegernsee, der bei vielen Mitgliedern in freudiger<br />

Erinnerung geblieben ist.<br />

Das größte Teambuilding Event des Jahres ereignete sich an einem<br />

Wochenende im November, an dem wir das Glück hatten<br />

das Limnologische Institut unseres Beirats Herrn Prof. Melzer, in<br />

Iffeldorf nutzen zu können. Die gute Ausstattung des Hauses bot<br />

optimale Möglichkeiten für Vereinsarbeit und ein nettes Miteinander.<br />

Prof. Melzer beeindruckte uns Freitagabend mit einem<br />

Vortrag über die Geschichte und den Bau des Limnologischen<br />

Instituts. Damit bewies er, dass es sich lohnt für eine Sache zu<br />

kämpfen, auch wenn sie noch so unmöglich erscheint. Der<br />

Samstag diente der Vereinsarbeit - Gemeinsam haben wir die<br />

Vision des Vereins definiert und hieraus Maßnahmen für die unmittelbare<br />

Zukunft abgeleitet. Neben erfolgreicher Arbeit blieb<br />

der Spaß natürlich nicht zu kurz. Durch gemeinsames Kochen,<br />

Spielen und Spazieren an den wunderschönen Osterseen lernten<br />

wir uns gegenseitig noch besser kennen und verbrachten<br />

eine angenehme Zeit miteinander. Besonders für neue Mitglieder<br />

und Freshmen war das schon zum zweiten Mal stattgefundene<br />

Teambuildung-Wochenende in Iffeldorf eine gute Gelegenheit,<br />

Verein und Mitgliedern näher zu kommen.<br />

Workshops<br />

Die Teilnahme an Workshops bietet den Mitgliedern von Campus<br />

for Change e.V. eine gute Möglichkeit ihr Wissen zu vertiefen<br />

und ihr Potential weiterzuentwickeln. In <strong>2012</strong> konnten wir viele<br />

spannende Workshops organisieren.<br />

Anfang <strong>2012</strong> hatten wir durch den Sonderpreis des Leuchtturmwettbewerbs<br />

2011 die Möglichkeit an Workshops von KPMG,<br />

Enthart Consulting, KLERX Legal, Tefen AG und Dykiert Beratung<br />

teilzunehmen. Im Juni folgte, dank unseres Beirats Dr. Strathmann,<br />

ein Eventmanagement-Workshop bei dem die Eventkauffrauen<br />

Alena Malz und Gloria Vendera der Kontaktstelle für<br />

Forschungs- und Technologietransfer der LMU uns wissenswerte<br />

Informationen und Anregungen zur Organisation und Gestaltung<br />

von Events gaben.<br />

Im September ermöglichte uns das Hochschulreferat für Fundraising<br />

der TU München, welches durch unser Beiratsmitglied<br />

Herr Prof. Melzer geleitet wird, einen Workshop. Frau Egerer und<br />

Frau Riederer vom Hochschulreferat für Fundraising nahmen<br />

sich Zeit, um interessierten Mitgliedern an ihren Erfahrungen<br />

im Fundraisingbereich des universitären Umfelds teilhaben zu<br />

lassen. Neben vielen Praxisbeispielen war das Thema „Crouwdfunding“<br />

ein zentraler Bestandteil des Workshops.<br />

Im November fand ein Workshop zum Thema Rhetorik mit Dr.<br />

Andreas Hendrich, Sprachwissenschaftler & Psycholinguist der<br />

LMU statt. Des Weiteren wurden in einer Gesprächsrunde mit Dr.<br />

Strathmann, die Themen Personalführung und Organisationsentwicklung<br />

diskutiert, die dem Verein neue Ansätze und wertvolle<br />

Erkenntnisse darboten.<br />

Mitgliederbefragung<br />

Basierend auf der Vereinsumstrukturierung im Frühjahr <strong>2012</strong><br />

führte der Bereich HR eine Mitgliederbefragung durch, um sich<br />

umfassend über die Zufriedenheit, die Kritik und die Wünsche<br />

der Mitglieder von Campus for Change zu informieren.<br />

Inhaltlich umfasste die Umfrage 22 Fragen, die die Themenblöcke<br />

„Teamtreffen“, „Arbeit bei Campus for Change“, „Commitment“<br />

und „Freshmen“ behandelte. Die Umfrage wurde online<br />

versandt und konnte anonym beantwortet werden.<br />

Aus den Ergebnissen geht hervor, dass die allgemeine Zufriedenheit<br />

4,41 von 5 beträgt. Der Informationsaustausch, die<br />

interne Kommunikation und die Betreuung der Freshmen wurden<br />

positiv bewertet. Anmerkungen zu effektiverem Arbeiten<br />

während der Meetings und weitere Verbesserungsvorschläge<br />

werden in Ziele formuliert und stellen für das Jahr 2013 konkrete<br />

Maßnahmen für den Bereich HR dar.<br />

52<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong><br />

53


Ausblick<br />

- David Wilhelm, Anna Hörmann, Markus Rehm,<br />

Anna Kronester, Dominique Pullem<br />

„Nachdem wir in den letzten zwei Jahren die Struktur des Vereins wiederholt<br />

basierend auf unseren Erfahrungen verbessert haben, glauben wir<br />

nun das erste mal in ein Jahr ohne weitere Umstrukturierungen starten zu<br />

können. Die letzten Anpassungen haben sich bewiesen und den Verein auf<br />

eine noch solidere Basis gestellt. Dementsprechend können wir uns im Jahr<br />

2013 voll und ganz auf die Realisierung von Projekten und die damit verbundene<br />

Organisation der notwendigen Ressourcen konzentrieren.<br />

Hierbei wird es darauf ankommen, dass wir uns weiterhin gemäß unserer<br />

Philosophie auf individuelle Projekte fokussieren bei denen wir durch die<br />

Summe von kleinen Schritten eine große Veränderung erzielen können. Im<br />

Bewusstsein, eine studentische Organisation zu sein, wollen wir uns nicht<br />

durch zu komplexe Projekte übernehmen, sondern lieber gezielt und effizient<br />

helfen. Um dies zu gewährleisten werden im Jahr 2013 vor allem die<br />

Projektauswahl, die transparente Berichterstattung sowie die Mitgliederentwicklung-<br />

und gewinnung eine wichtige Rolle spielen.<br />

Durch die gestiegene Bekannteit von Campus for Change sowohl in München<br />

als auch in unseren Projektregionen erhalten wir eine zunehmende<br />

Anzahl an Projektvorschlägen. Auch wenn wir gerne alle Projekte durchführen<br />

würden, ist dies nicht im Rahmen des Möglichen des Vereins. Deshalb<br />

müssen wir im kommenden Jahr noch klarere, objektive Projektauswahlkriterien<br />

definieren, die es uns erlauben einfacher über die Unterstützung<br />

von Projekten zu entscheiden. Momentan tuen wir uns hiermit noch sehr<br />

schwer, da es viele sehr sinnvolle Projektvorschläge gibt.<br />

Neben der Projektauswahl wird 2013 auch die Projektevaluation der existierenden<br />

Projekte und die damit verbundene Berichterstattung sehr wichtig<br />

sein. Einige unserer Projekte werden im kommenden Jahr in die zweite<br />

Phase gehen. Diesen Übergang wollen wir best möglich gestalten und das<br />

Gelernte in die nächste Phase einbringen. Hierzu haben wir uns vorgenommen<br />

uns noch stärker in die Social Reporting Standards einzuarbeiten und<br />

diese verstärkt in unseren Projekten anzuwenden um die Evaluation zu vereinfachen.<br />

Um all dies zu ermöglichen wird auch im Jahr 2013 die Mitgliederentwicklung<br />

und -gewinnung eine tragende Rolle spielen. Nur duch Mitglieder, die<br />

bereit sind Verantwortung zu übernehmen, sich zu engagieren und ihre<br />

Freizeit in Campus for Change zu investieren wird es möglich sein den Verein<br />

erneut weiterzuentwickeln. Im kommenden Jahr werden einige unserer<br />

Mitglieder ihr Studium beenden oder für längere Zeit ins Ausland gehen,<br />

so dass es sehr wichtig sein wird, dass wir uns rechtzeitig um Nachfolger<br />

kümmern, die bereit sind Projekte, Events bzw. den Verein zu leiten.<br />

Auf ein aufregendes und erfolreiches Jahr 2013!“<br />

Kontakt<br />

Vorstand für Kommunikation<br />

David Wilhelm<br />

E-mail: d.wilhelm@campus4change.org<br />

Mobil: +49 (0) 176 22280094<br />

Vorstand für Finanzen & Recht<br />

Anna Kronester<br />

E-mail: a.kronester@campus4change.org<br />

Mobil: +49 (0) 175 4040133<br />

Vorstand für Social Impact Analysis<br />

Anna Hörmann<br />

E-mail: a.hoermann@campus4change.org<br />

Mobil: +49 (0) 172 8876298<br />

Vorstand für Fundraising<br />

Markus Rehm<br />

E-mail: m.rehm@campus4change.org<br />

Mobil: +49 (0) 172 8140241<br />

Vorstand für Human Resources<br />

Dominique Pullem<br />

E-mail: d.pullem@campus4change.org<br />

Mobil: +49 (0) 152 53550106<br />

Postanschrift<br />

Campus for Change e.V.<br />

Postfach 34 02 21<br />

80099 München<br />

Bankverbindung<br />

Kto.-Nr. 1001349362<br />

IBAN DE78701207001001349362<br />

BIC OBKLDEMX<br />

BLZ 701 207 00<br />

Oberbank AG<br />

Internetauftritt<br />

www.campus4change.org<br />

http://www.facebook.com/pages/Campus-for-<br />

Change-eV/127241267312354<br />

http://www.vereinsbuechse.de/verein/campus4change/<br />

Registergericht<br />

Registergericht: Amtsgericht München<br />

Registernummer: VR 203409<br />

Campus for Change <strong>Jahresbericht</strong> <strong>2012</strong>


CAMPUS FOR CHANGE JAHRESBERICHT <strong>2012</strong><br />

Viele Menschen sagen: „Niemand kann die Welt verändern!<br />

Wir sagen: “Jeder kann die Welt verändern!“<br />

Postanschrift<br />

Campus for Change e.V.<br />

Postfach 34 02 21<br />

80099 München<br />

Registergericht<br />

Registergericht: Amtsgericht München<br />

Registernummer: VR 203409<br />

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Kto.-Nr. 1001349362<br />

IBAN DE78701207001001349362<br />

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BLZ 701 207 00<br />

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Internetauftritt<br />

www.campus4change.org<br />

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http://www.vereinsbuechse.de/verein/<br />

campus4change/

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