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ET DANS LES AUTRES PAYS ?

Explications ou incitation à la sexualité ?

La société entière doit être rééduquée.

Par Martin Voigt

Frankfurter Allgemeine Zeitung – 23 octobre 2014 (Allemagne)

SEITE 6 · DONNERSTAG, 23. OKTOBER 2014 · NR. 246

Aufklärung

oder Anleitung

zum Sex?

Die Sexualpädagogik in den neuen Lehrplänen ist

geeignet, den Kindesmissbrauch zu fördern.

Die gesamte Gesellschaft soll umerzogen werden.

Von Martin Voigt

M

ama, ich hab eine komische

Hausaufgabe, ich soll mir ein

Kondom kaufen.“ Marie ist

12 und besucht die sechste

Klasse einer Realschule. Ein Elternbrief

erklärt: Das studentische Präventionsprojekt

„Mit Sicherheit verliebt“ übernimmt

die Aufklärungsarbeit im Biologieunterricht.

Erstes Lernziel: „Am Kauf von Verhütungsmitteln

ist nichts Peinliches.“

Nun ja. Als Marie am nächsten Tag nach

Hause kommt, erzählt sie, dass sie das

Kondom jetzt immer dabeihaben soll,

denn es wäre ja schade, wenn der spontane

Spaß am fehlenden Kondom scheitern

würde, hätten die Studenten gesagt. Maries

Mutter stellt sich die Frage, was die

Anleitung zum One-Night-Stand noch

mit Sexualkunde zu tun hat.

An moderner Sexualaufklärung, die

weit über den Sexualkundeunterricht vergangener

Jahre hinausgeht, scheiden sich

die Geister, denn hier zeigt sich, wie die

nächste Generation leben soll. Klare Ziele

hat die „Sexualpädagogik der Vielfalt“,

die in den Lehrplänen einiger Bundesländer

als Querschnittsthema verankert ist.

Eine Forderung lautet, die sogenannte

„Heteronormativität“ unserer Gesellschaft

zu überwinden, weil sonst gleichgeschlechtlich

fühlende Kinder in ihrer

Entwicklung Schaden nehmen könnten.

Das Lernziel (Beispiel Berlin) für die

fünfte und sechste Jahrgangsstufe heißt:

„Liebe, Freundschaft und Sexualität in

hetero-, homo-, trans- und bisexuellen

Lebensformen“. Wer Bedenken äußert

und sogar am traditionellen Familienbild

in Schulbüchern festhalten will, gilt

schnell als homophob. Familie ist schließlich

überall, „wo Menschen füreinander

partnerschaftliche Verantwortung übernehmen“,

so die Bundesfamilienministerin.

Ganz auf Linie ist da der Münchner

Familienpass 2014, mit dem Familien

billiger ins Freibad kommen. Zu sehen

sind auf der Broschüre glücklich lächelnd

Vater/Vater/Kind und Mutter/Mutter/

Kind. Und Vater/Mutter/Kind? Fehlanzeige.

Geht es um Antidiskriminierung oder

eher darum, die Kernfamilie mit heterosexuellen

Eltern und leiblichen Kindern zu

„entnaturalisieren“, wie es im Aufsatz

„Gender Mainstreaming im Kontext einer

Sexualpädagogik der Vielfalt“ heißt

(2001, Online Forum Sexualaufklärung

der Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung)? Der Verfasser ist Uwe Sielert,

Professor für Sozialpädagogik an der

Universität Kiel, Mitbegründer der Gesellschaft

für Sexualpädagogik (GSP) und ihr

Vordenker. Er hat auch in der Ad-hoc-

Kommission „Sexualethik“ der Evangelischen

Kirche in Deutschland mitgearbeitet.

„Eine ernstzunehmende Erziehungswissenschaft

muss die Dominanzkultur

zunächst in Frage stellen, um dann langsam

menschenfreundliche und das Individuum

berücksichtigende Inhalte zu konstruieren,

die dann eben parlamentarisch

auch eine Mehrheit kriegen müssen, um

in die schulischen Curricula zu kommen“,

meint Sielert.

D

Vom ersten Bilderbuch bis zum Abitur

soll die Vorstellung von Vater/Mutter/

Kind „entnormalisiert“ werden. Über

eine Online-Petition des Realschullehrers

Gabriel Stängle gegen den grün-roten Bildungsplan

in Baden-Württemberg erfahren

viele Eltern das erste Mal davon, dass

sich hinter der angeblichen Sensibilisierung

für vielfältige Lebensformen Frühsexualisierung

und Umerziehung verbergen.

Die Petition mit über 190 000 Unterzeichnern

wurde von der grün-roten

Mehrheit im Petitionsausschuss ohne inhaltliche

Auseinandersetzung abgelehnt.

Aktuell wehren sich die Elternräte der

Gymnasien in Niedersachsen dagegen,

dass die „sexuelle Vielfalt“ fächerübergreifend

und dauerhaft in die Kerncurricula

aller Klassenstufen eingeht. „Nach

wissenschaftlichen Schätzungen sind 5

bis 10 Prozent aller Menschen lesbisch,

schwul, bisexuell, transsexuell oder intersexuell“,

heißt es im rot-grünen Antrag.

Daher müssten „Homo-, Bi-, Trans- und

Intersexualität verbindlich thematisiert

werden“, um alle Kinder „bei der Entwicklung

ihrer sexuellen und geschlechtlichen

Identität zu unterstützen“. Zweifel an der

Annahme, der sexuellen Identität von

Kindern müsse im Schulunterricht zur

Entfaltung verholfen werden, blieben unbeachtet.

Anstatt besorgte Eltern und Sexualpädagogen

an einen Tisch zu bringen, lud

die GSP Anfang September zur Fachtagung

„Produktive Erregung. Zur medialen

Konstruktion sexualpädagogischer

Praxis“. Neben der Frage, welche Sprache

und Berichterstattung Eltern weniger verschrecken,

kamen kaum Inhalte auf den

Prüfstand. Anscheinend ist das nicht nötig,

denn „die wissenschaftliche, professionelle

Sexualpädagogik ist sich in den

wesentlichen Dingen einig“, bekräftigte

Sielert gegenüber dieser Zeitung. Für „angemaßte

Deutungshoheit“ hält das hingegen

Professorin Karla Etschenberg, Autorin

zahlreicher Unterrichtshilfen für den

Sexualkundeunterricht.

ine Einladung zur GSP-Tagung

bekam sie nicht, und auch das bei

ihr von der Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung in Auftrag

gegebene Material wird seit mehr als

zwei Jahren am Erscheinen gehindert.

„Hier passt offenbar die alternative Herangehensweise

nicht ins Konzept“, sagt

Etschenberg, „und es geht wohl auch um

eine Machtstellung in Institutionen, die

das Sagen haben wollen beim gesellschaftlichen

und pädagogischen Umgang mit

Sexualität.“ Kern ihres Anstoßes ist vor allem

die Sexualisierung von Kindern im

Rahmen von Sexualerziehung. Tatsächlich

gibt es reichbebilderte Aufklärungsbücher

wie etwa Sielerts von Frank Ruprecht

illustriertes „Lisa und Jan“ für

Vier- bis Achtjährige, die sexuelle Handlungen

von und zwischen Kindern zeigen

und zur Nachahmung anregen. Kinder sollen

– so im Begleitheft für Eltern zu lesen

– die „Lebensenergie“ Sexualität „tastend,

sehend, fühlend, schmeckend und

hörend erfahren“. Für die Kleinen ist

E

Bildungswelten

Noch in Schulen gebräuchlich: Aus dem vergriffenen Buch „Lisa und Jan“ (Beltz Verlag 1991), illustriert von Frank Ruprecht

Die Gender-Ideologie, die hinter der

„Sexualpädagogik der Vielfalt“ steht,

schaffte ihren Durchbruch auf der

Weltfrauenkonferenz in Peking 1995.

Die Teilnehmerin Dale O’Leary fasst

in ihrem Buch „The Gender Agenda“

(1997) fünf Thesen zusammen, die

„im UN-Establishment die Mehrheit

haben“:

„1. In der Welt braucht es weniger

Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen.

Es braucht die Abschaffung

der Unterschiede zwischen Männern

und Frauen sowie die Abschaffung

der Vollzeit-Mütter.

2. Da mehr sexuelles Vergnügen zu

mehr Kindern führen kann, braucht

es freien Zugang zu Verhütung und

Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen

Verhaltens, da es dabei

nicht zur Empfängnis kommt.

3. In der Welt braucht es einen Sexualkundeunterricht

für Kinder und

Jugendliche, der zu sexuellem Experimentieren

ermutigt; es braucht die

Abschaffung der Rechte der Eltern

über ihre Kinder.

4. Die Welt braucht eine 50/50-

Männer/Frauen-Quotenregelung für

alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle

Frauen müssen zu möglichst allen Zeiten

einer Erwerbsarbeit nachgehen.

5. Religionen, die diese Agenda

nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit

preisgegeben werden.“

Damit die Gender-Ideologie zum

Mainstream mit totalitärem Anspruch

wird, ist sie in „wunderbare Worte

wie Gleichheit, Rechte, Familien, reproduktive

Gesundheit und Fairness

verpackt“, heißt es in dem Buch.

dann die Rede davon, dass „Pimmel und

Möse ineinandergesteckt werden können“,

was auch gut nachzuvollziehen ist,

da eine Freundin von Lisa in der Zeichnung

auf Seite 8 ihre nackten Beine weit

auseinanderspreizt. „Ohne jemanden unter

Generalverdacht stellen zu wollen,

wird hier dem Missbrauch Vorschub geleistet,“

meint Etschenberg.

Sielert kommt aus der „neoemanzipatorischen

Sexforschung“, die der umstrittene

Sozialpädagoge Helmut Kentler begründet

hat. Im Rahmen eines staatlich geförderten

Modellprojekts brachte Kentler

von 1969 an Straßenkinder bei vorbestraften

Pädophilen unter, und als Sachverständiger

in Missbrauchsfällen sorgte er dafür,

dass die von ihm bearbeiteten Fälle mit

Einstellung des Verfahrens oder Freispruch

beendet wurden. Unter neuen,

wohlklingenden Namen wie „sexualfreundliche

Erziehung“ werden die Grenzen

zwischen Pädophilie und vermeintlicher

sexueller Befriedigung von Kindern

auch heute noch verwischt. Ein Vorstandsmitglied

der GSP, Stefan Timmermanns,

erklärte 2013 auf einer Tagung des evangelischen

Modellprojekts „Mehr Männer in

Kitas“ die Vorteile der frühzeitigen Sexualerziehung:

Zum Beispiel könnten Erzieher

mit Kindern besser über verschiedene

Umgangsweisen mit Sexualität reden als

Eltern. Auf die sexuellen Ausdrucksformen

der Kinder sollten sie freundlich reagieren

und ihnen hilfreich zur Seite stehen,

um die Lebensenergie Sexualität und

die Entwicklung der Geschlechtsidentität

zu fördern. So könnten Kinder ihre Körper

gegenseitig in Kuschelhöhlen erforschen.

Den Ängsten der Eltern soll mit

Transparenz begegnet werden. Timmermanns

ist Fachbeirat in Schwulenverbänden.

Ein weiteres Muster der emanzipatorischen,

dekonstruktivistischen oder sexualfreundlichen

Sexualpädagogik ist die

Überbetonung des Lustaspekts von Sexualität,

während das Gelingen stabiler Bindungen

und tragfähiger Beziehungen bewusst

vernachlässigt werden. Im Jahr

2004 analysierte die Bundeszentrale für

gesundheitliche Aufklärung die von ihr

mitzuverantwortende Sexualaufklärung:

„In den Richtlinien ist keine Zielführung

der Sexualerziehung im Hinblick auf Ehe

und Familie auszumachen.“ Außerhalb

des elterlichen Einflusses bestätigen kondomverteilende

Pädagogen Lebens- und

Liebensweisen, die Jugendliche schon aus

den abendlichen TV-Serien kennen: Verlieben,

Spaß haben und Schluss machen.

Das Praxisbuch „Sexualpädagogik der

Vielfalt“ für Schule und Jugendarbeit (2.

Auflage 2012) fragt, „wie eine angemessene

sexualpädagogische Begleitung der jeweiligen

Altersgruppe aussieht“, und bietet

als Antwort Übungen für Kinder im Alter

von 10 Jahren aufwärts an. Um verschiedene

Lebensformen besser wahrzunehmen,

dürfen zum Beispiel 14 Jahre

alte Jugendliche stellvertretend für die Be-

Johanna Wanka

Schatz und Stütze

Junge Wissenschaftler brauchen verlässliche Perspektiven – die Länder haben die Mittel dafür

as deutsche Wissenschaftssystem

kann sich international sehen

lassen. Das illustriert der

diesjährige Chemie-Nobelpreis,

der nicht nur Anerkennung für Stefan W.

Hell persönlich ist. Er zeigt auch die Wertschätzung

des Nobel-Komitees für unser

Wissenschaftssystem, in das wir im vergangenen

Jahrzehnt kontinuierlich investiert

haben. Das Beispiel von Stefan W.

Hell ist deshalb so eindrücklich, weil hier Mitarbeiter etwa nach ihrer Qualifikati- willigung entspricht. Zu pauschale Ein- verabschiedeten Empfehlung zu Karriere- teil sein. Dabei sollten die Länder eine

FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

wohner eines imaginären Mietshauses Gegenstände

ersteigern, die etwa zum Alltags-

und Liebesleben eines lesbischen

Paars mit Kindern, einer alleinerziehenden

Mutter oder einer Spätaussiedlerin

aus Kasachstan passen. Vorgeschlagen

werden neben Handy, Deo und Saunakarte

unter anderem ein Dildo, Handschellen,

Lack und Leder, Aktfotos, das Kamasutra

und Vaginalkugeln. Auch bei der

Entwicklung einer Strategie gegen Trennungsschmerz

gibt es neben Schokolade

ein Gebetskreuz und wieder den Dildo.

Auf die Frage „Was gehört für dich unbedingt

zur Sexualität dazu?“ werden Eheringe,

Handschellen, Vibrator, Reizwäsche,

Herren-Tanga, Kreuz, Kopftuch und

Bibel aufgezählt. Es folgen Teddybär, Lederpeitsche

und Taschenmuschi. Die

Kombination aus religiösen Utensilien

und Sexspielzeug entspringt dem Denkmuster

des Gender Mainstreaming (siehe

Kasten).

ie fünf Autoren des Praxisbuchs

berufen sich auf Kentler und gehören

der Deutschen Gesellschaft

für Sexualpädagogik und

dem angegliederten Institut für Sexualpädagogik

an, das nach selbstdefinierten

Kriterien ein Qualitätssiegel für Sexualpädagogen

verleiht. Elisabeth Tuider und

Stefan Timmermanns sind Mitorganisatoren

der GSP-Tagung. Ihr Mentor Uwe Sielert,

der die Dissertationen von Tuider

und Timmermanns begutachtet hat, ordnete

die Aufregung um das Buch nach einem

Artikel in der „Süddeutschen Zeitung“

(94, 2014) so ein: „Plötzlich gibt es

eine mediale Öffentlichkeit, weil ein sexualpädagogisches

Materialienbuch entdeckt

worden ist, wo 70 Übungen drin

sind, die völlig problemlos sind, weil sie

antidiskriminierend arbeiten und sexuelle

Vielfalt propagieren.“ Dass davon ein,

zwei jugendsprachlich formulierte Übungen

wie „Der neue Puff für alle“ (15 Jahre

alte Jugendliche sollen in der Konzeption

eines „Puffs“ unterschiedliche sexuelle

Vorlieben berücksichtigen) herausgegriffen

werden, ist laut Sielert auf ein bestimmtes

„rechtspopulistisches Interesse“

zurückzuführen, denn homophobe

Kritiker sagten dann: „Sexualerziehung

macht nicht mehr nur Körperaufklärung

und Antigewaltarbeit, sondern sie propagiert

jetzt auch vielfältige Lebensweisen

skandalträchtig als Propagandamaschine

für sexuelle Minderheiten.“ Zwölfjährige

erfahren in der Übung „Superwoman“,

dass die Menstruation auch „geil sein

kann“, oder sie durchdenken, was zu tun

ist, wenn „Cem beim Fingern bemerkt,

dass Jasmina ihre Menstruation hat“. Ältere

Jugendliche sprechen über Sex während

der Menstruation in unterschiedlichen

Konstellationen wie „Mann/Frau,

Frau/Frau, Gruppensex etc.“. Das kann

dann in „Rollenspiele eingebaut“ oder

„gerappt“ werden.

In der Übung „Galaktischer Sex“ des

Praxisbuchs sollen die Schüler alle ihnen

bekannten Bezeichnungen für sexuelle

Praktiken nennen. Für „scheinbar Ekliges,

Perverses und Verbotenes“ gibt es

eine Extraermutigung. Per Gesetz verbotene

Praktiken (Sex mit Tieren, mit Personen

unter 14 Jahren und Sex ohne Einwilligung

der anderen Person) soll der Pädagoge

nennen und „zu einer kreativen

Auseinandersetzung mit dem Thema anregen“.

„Come in, wir sind offen, lesbisch,

schwul, bi, hetero, trans“ steht auf

dem Schild, das Schulen anbringen müssen,

die sich dem Projekt „Schule der Vielfalt“

(NRW) anschließen. Man hat sich

selbst zu Qualitätsstandards verpflichtet,

wozu regelmäßige Fortbildungen für Lehrer

und Schüler sowie die verpflichtende

Teilnahme an Vernetzungstreffen gehören.

Wenn Marie demnächst also als galaktisch

verkleidetes Sex-Alien auf eine

CSD-Parade gehen will, fehlt ihren Eltern

zwar der schulische Rückhalt, aber hoffentlich

nicht die Energie, ihrer Tochter

klarzumachen, warum sie noch kein Kondom

dabeihaben muss.

Der Autor ist Jugendforscher mit einem

Schwerpunkt auf neuen Interaktionsformen in

den sozialen Medien.

D

Bundeshaushalt der Schuldenbremse unterliegt.

Wir brauchen heute Investitionen

in die Hochschulen, weil wir jetzt diejenigen

ausbilden, die wir in den zwanziger

Jahren dieses Jahrhunderts und später

dringend brauchen. Wenn wir den guten

Nachwuchswissenschaftlern, die wir

heute haben, keine Perspektive bieten,

werden wir sie morgen händeringend suchen.

Der Bund hat den Ländern geholfen,

Extraits

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Les esprits se divisent sur l’éducation moderne à la sexualité,

qui n’a plus grand-chose à voir avec les cours d’éducation

sexuelle du passé, car elle révèle ici comment la

jeune génération est supposée vivre. La pédagogie de la

diversité sexuelle a des objectifs clairs, et se trouve dans

les plans pédagogiques (Plans Éducation) de certains

Länder inscrite comme un thème transversal.

On exige de dépasser l’hétéro-normativité de notre société,

sans quoi les enfants se ressentant homosexuels

pourraient être pénalisés dans leur développement. L’objectif

pédagogique (exemple Berlin) pour les niveaux

5 et 6 est : « l’amour, l’amitié et la sexualité dans les

formes hétéro-, homo-, trans- et bisexuelles ».

Il existe des livres d’explication avec bien des images,

comme par exemple le livre « Lisa et Jan » pour les enfants

de 4 à 8 ans (au programme de l’école en 2015

– images de l’article), montrant des actes sexuels et

invitant à l’imitation. De cette façon, peut-on lire dans

le cahier pour les parents, on peut apprendre l’énergie

vitale de la sexualité en explorant, voyant, touchant, goûtant

et entendant.

L’article cite le livre « pédagogie pratique de la diversité

sexuelle » (à partir de 10 ans), qui propose différents

exercices, comme des jeux de rôles homme-homme/

femme-femme/groupe sexuel ou du rap pour entamer

des discussions sur la sexualité.

Le pass Famille 2014 de la ville de Münich était essentiellement

illustré avec des familles homoparentales.

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