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E_1949_Katalog_Jahresausgabe

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Die Ventilsteue1·ung

Die Ventilsteue1·ung der Reihenmotoren Bei einem Vergleich der diesjährigen Motorenbauweise mit derjenigen von vor ein bis zwei Jahren gelangt man zur Feststellung, dass dem Übergang vom seitengesteuerten zum obengesteuerten (besser Hängeventil-)Motor, der zweifellos vielerorts vorhanden ist, eine umgekehrte Tendenz bei anderen Marken entspricht. Auch der seitengesteuerte Motor kommt heute auf Literleistungen von 25 PS/Liter und darüber La commande des soupapes des moteurs en ligne La comparaison des moteurs actuels avec ceux qui etaient courants il y a un ou deux ans seulement montre que la tendance a abandonner les soupapes laterales au profit des soupapes en tete, que l'on constate chez plusieurs constructeurs, a sa contre-partie chez d'autres, qui se rallient au contraire aux soupapes laterales. Les moteurs de ce dernier type atteignent du reste maintenant couramment des puissances specifiques de 2 5 CV au litre, voire davantage Schnittmodell des Sechszylinderrr.otots mit stehenden V cntilen, der bei vier Liter Hubvolumen üher 110 Brems-PS abgibt Kaiser Frazer Modele coupe du moteur a six cylindres 8 soupapes latCrales, qui developpe une puissance de I 10 CV pour une cylindrCe de 4 litres Seit vielen Jahren ist wieder einmal ein neuer Königswellenmotor entwickelt· worden, d. h. ein Motor mit einer obenliegenden, durch stehende Zwischenwelle und Kegelräder angetriebenen Nockenwelle. Die Literleistung des Sechszylindermotors beträgt fast 40 PS/Liter. Das Bild zeigt einige interessante Details der Ventilsteuerung, darunter die hohlen Zylinderstössel Wolseley AprCs bien des annCes d'abandön, on retrouve enfin un moteur :i arbre ¼ cames en tCte commande par arbre intermediaire vertical et trains d'engrenages coniques La puissance specifique du moteur six-cylindres \Volseley atteint presque 40 CVilitre. L'illustration montre d'intf:ressants details de la commande des soupapes et au dessous les poussoirs cylindriques creux Sportlicher englischer Zweilitermotor mit drei Vergasern. Das Bild zeigt den Antrieb der obenliegenden Nockenwelle vermittelst Stirnradkette Borgward 1,5 Liter AC Moteur anglais de sport de deux litres de cylindrCe, pourvu de ; carbura ·eurs. Notre clichC reprf:sente l'entra:inement par cha:ine de 1 'a:t'bre a cames en tCte Ein neuer deutscher Vierzylindermotor mit Hängeventilen, deren Antrieb durch einen schrägen Deckel freigegeben wird U n nou veau moteur allemand ä. quatre cylin

Drei Versuchsmotoren für den Kleinwagen-Prototyp Links der Einzylinder-Zweitaktmotor, in der Mitte der Zweizylinder-Zweitaktboxer mit Ladepumpe, rechts der seitengesteuerte Viertakt-Zweizylinderboxer Trois moteurs d'essai pour le prototype d'une petite voiture A gauche, le motcur monocylindrique i dcu.x temps; au milieu, le moteur Q deu.x cylindres opposts a deux temps avec pompe d'alimentation; i\ droite, le deux-cylindres opposs a. quatrc temps a soupapcs laterales gekehrt proportional zum vorhandenen Temperaturgefälle ist, besitzt eine direkt, also luftgekühlte Anlage wesentliche Vorteile. Wir prüften insgesamt drei verschiedene Entwürfe. Der erste Motor war ein Einzylinder-Zweitakter mit Doppelkolben und folgenden Abmessungen: Bohrung 82,6 mm, Hübe 88,9 bzw. 63,5 mm. Als Werkstoff für den Block wurde vor allem Leichtmetall vorgesehen, während die Kurbelwelle aus Stahlguss hergestellt werden sollte; die erstere Lösung hatte uns von den Zufälligkeiten der Stahlzuteilung freizumachen. Auch der zweite Motor arbeitete nach dem Zweitaktverfahren, besass aber zwei Z'ylinder in Boxeranordnung. Die beiden Kolben arbeiteten auf den gleichen Kurbelzapfen, der zugleich eine weitere Pleuelstange bedient, die zu einer doppeltwirkenden Kolbenladepumpe gehört. Diese Konstruktion kann als zwei Einheiten von V-Motoren im Winkel von 90 ° betrachtet werden und ist durch Kurbelwellen-Gegengewichte ausgeglichen. Der Motor arbeitete sehr weich und besass in einem allerdings schmalen Drehzahlbereich ein hohes Drehmoment. Anspringen und Leerlauf befriedigen allerdings noch nicht. Als dritte Version bauten wir schliesslich einen normalen, seitengesteuerten Zweizylinder-Boxermotor mit quadratischen Zylinderabmessungen von 8 5 x 8 5 mm. Dieser Motor befindet sich zurzeit im Prototyp. Angefianscht an den Block wird ein Gehäuse und ein Getriebekasten mit einer neuartigen Kupplung und einem Umkehrgetriebe mü vier Gängen in zwei Sätzen. Das Getriebe wird ohne Kupplungsbetätigung durch einen kleinen Hebel unter dem Lenkrad elektrisch geschaltet. Obwohl einige Teile der Kraftübertragung verhältnismässig teuer sind, kommt das gesamte Organ wahrscheinlich billiger zu stehen als normale Getriebe und erteilt dem Fahrzeug dazu noch eine eigene Note. Die Karosserie ist auf einen flachen, gepressten Stahlblech­ Plattformrahmen aufgebaut, an dessen Vorderende das Lenkund Radführungsaggregat (Federung wie beimHealey, aber etwas vereinfacht), hinten der Hecktriebsatz aufgehängt ist. Die Hinterräder werden durch Längslenker geführt, während die Tragfedern als Schraubenfedern ausgebildet sind. Die kurzen Antriebswellen nehmen den Seitenschub der Reifen über ·Kardangelenke auf, deren gesamte Belastungsfähigkeit wesentlich höher ist. Die Hinterräder ändern ihre Ebene beim Durchschwingen, und das Fahrzeug hat unter allen Umständen stabile Lenkung. Die Formgebung des Wagens ist sehr strömungsgünstig, sein Luftwiderstandskoeffizient liegt sehr tief, und das;Gesamtgewicht (leer) beträgt rund 5 60 kg. Bei einer Dauergeschwindigkeit von 80 km/h liegt der Treibstoffverbrauch bei 5,1 Liter auf 100 km. Bei 48 km/h (30 Meilen/Stunde) absorbiert die Luftwiderstandsleistung etwa 1,2 PS, die Rollwiderstandsleistung 1,3 PS, und der Leistungsüberschuss beträgt rund 3 PS. Bei dieser Geschwindigkeit wurde ein Verbrauch von 4,7 Liter pro 100 km erreicht. Mit diesen Zahlen schien uns die gestellte Aufgabe wenigstens in erster Annäherung gelöst. Le premier moteur envisage etait un monocylindre a double piston a deux temps, de 82,6 mm d'alesage et 88,9 et 63,5 mm de courses respectives; la plus grande partie du bloc devait etre en alliage leger, tandis que le vilebrequin devait etre confectionne en fonte d'acier. Ce programme devait nous permettre de nous liberer des fiuctuations eventuelles du marche repartiteur de l'acier, dirige en Angleterre par le gouvernement. Le second moteur etait egalement un deux-temps, mais possedait tleux cylindres opposes, clont les pistons agissaient sur le meme maneton du vilbrequin, qui actionnait au surplus la bielle d'une pompe d'alimentation a piston a double effet. Cette construction peut etre consideree comme deux unites de moteur en V placees a 90 ° et elle est equilibree par des contrepoids sur le vilebrequin. Ce moteur fonctionnait · d'une fa