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BB_26_2019

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BIEL BIENNE <strong>26</strong>./27. JUNI <strong>2019</strong> LYSSER & AARBERGER WOCHE<br />

BIEL BIENNE <strong>26</strong>/27 JUIN <strong>2019</strong><br />

11<br />

SCHÄDLING<br />

Invasion der Borkenkäfer<br />

ÉLÉPHONE - TÉLÉCOMMUNICATIONS - CONSEIL - VENTE - SERVICE<br />

Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer<br />

sorgten vergangenes Jahr für eine<br />

Noch ist nicht alles Schadholz<br />

vom vergangenen Jahr<br />

verarbeitet – und doch sind<br />

Tätigkeiten den ausserordentlichen<br />

Umständen anpassen<br />

und soweit möglich aufeinander<br />

abstimmen.<br />

die Lager der Sägereien bereits<br />

Holzschwemme im Schweizer Wald.<br />

alleine da. Diverse Länder<br />

voll. Die Schweiz steht nicht<br />

Holzmarkt. «Wald-<br />

In den nächsten Wochen könnte sich<br />

die Situation weiter verschärfen.<br />

in Mitteleuropa sind betroffen.<br />

Durch die europaweite<br />

Schadholzschwemme, die allein<br />

2018 etwa das 30-Fache<br />

Schweiz» erhofft sich von<br />

tatkräftige und kurzfristige<br />

Bund und Kantonen die<br />

Mithilfe bei der Gestaltung<br />

einer jährlichen Schweizer der Rahmenbedingungen<br />

VON ANDRÉ JABERG her als trockenheitsresistenter Gesamtnutzung betrug, fallen<br />

für die Forstwirtschaft. Denn<br />

galt, wie der Landwirtschaftliche<br />

die Holzerlöse in den der Holzmarkt, die Witte-<br />

Trockenheit, Stürme,<br />

Informationsdienst Keller. «Dadurch fehlen den rung und die Borkenkäfer<br />

Krankheiten und Schädlinge. (lid) berichtet. Das gibt der Forstbetrieben noch mehr kümmern sich nicht um<br />

Der Lysser Revierförster Andreas<br />

Branche zu denken. Und es finanzielle Mittel, um unsere Kantonshoheiten. Die Wald-<br />

Ammann hat in sei-<br />

zeigt: Die Auswirkungen des Wälder sorgfältig an die groseigentümer<br />

fordern deshalb,<br />

Branche zu denken. Und es INSTALLATIONS ÉLECTRIQUES - TÉLÉPHONE - TÉLÉCOMMUNICATIONS - CONSEIL - VENTE - SERVICE<br />

nem 1200 Hektaren grossen Klimawandels auf den Wald sen Veränderungen anzupassen»,<br />

dass alle Forstschutzmassnah-<br />

Revier im vergangenen Jahr sind weniger absehbar als bisher<br />

sagt Markus Brunner, men und Aktionen, die den<br />

angenommen.<br />

Direktor von «WaldSchweiz». Holzmarkt betreffen, unter<br />

1465 Kubikmeter Käferholz<br />

ausgemacht. Im Jahr zuvor<br />

Für den Verband der Waldeigentümer<br />

ist zentral, dass werden, basierend auf einer<br />

den Kantonen abgesprochen<br />

waren es noch 365 Kubikmeter.<br />

Schädlinge.<br />

Herzliche Gratulation<br />

Förster sit-<br />

Was die LAW bereits im zen derzeit wie auf Nadeln, jetzt alle Akteure der Schwei-<br />

koordinierten Erfassung und<br />

März berichtet hat, bestätigt denn mit jedem warmen zer Wald- und Holzbranche Analyse der Schadholzsituation.<br />

Bei Bewilligungs-<br />

nun «WaldSchweiz», der Verband<br />

der Waldeigentümer: Wahrscheinlichkeit für einen Herausforderungen gemeinverfahren<br />

und griffigen<br />

und trockenen Tag steigt die zusammenstehen und die<br />

ZIONSWEG 36, CH. DE SION | 2501 BIEL-BIENNE | 032 365 51 01 | MUEHLEMATTERSA@BLUEWIN.CH<br />

Mehr als eine halbe Million weiteren Borkenkäferbefall. sam und koordiniert angehen. Sofortmassnahmen erhofft<br />

Bäume sind vergangenes Jahr Nachdem sich die Käfer im So geht der erste Appell des man sich mehr Flexibilität<br />

schätzungsweise ELEKTRISCHE abgestorben ANLAGEN vergangenen - TELEFON Jahr - über TELEKOMMUNIKATION mehrere<br />

Waldeigentümer-Direktors - BERATUNG und - VERKAUF auch finanzielle - SERVICE Hilfe.<br />

Generationen vermeh-<br />

oder mussten zwangsweise<br />

an die eigenen Mitglieder: Die Waldwirtschaft ist auch<br />

gefällt werden.<br />

ren konnten, rechnen die Brunner erwartet von den angewiesen auf die Unterstützung<br />

der holzverarbeitenden<br />

Vielen Bäumen geht es an Spezialisten diesen Sommer Waldbesitzern, Herzliche dass sie sich Gratulation<br />

den Kragen, neben der Fichte<br />

auch der Weisstanne, die bis-<br />

mit einer Invasion der Baumschädlinge.<br />

untereinander solidarisch zeigen<br />

und ihre waldbaulichen<br />

Branche und der Holz-Endverbraucher.<br />

Nur wenn genügend<br />

01 BIEL-BIENNE | 032 365 51 01 | MUEHLEMATTERSA@BLUEWIN.CH<br />

ON - TELEKOMMUNIKATION - BERATUNG - VERKAUF - SERVICE<br />

TÉLÉCOMMUNICATIONS - CONSEIL - VENTE - SERVICE<br />

NE | 032 365 51 01 | MUEHLEMATTERSA@BLUEWIN.CH<br />

MMUNIKATION - BERATUNG - VERKAUF - SERVICE<br />

Herzliche Gratulation<br />

Holz abgesetzt und vermarktet<br />

wird, können die Waldeigentümer<br />

den Wald pflegen und<br />

schneller dem Klimawandel<br />

anpassen. Seitens der Holzwirtschaft<br />

braucht es dafür neue<br />

Lager- und Verarbeitungskonzepte,<br />

die der anfallenden<br />

Holzmenge gerecht werden<br />

und die eine angemessene<br />

Wertschöpfung im Wald und<br />

bei der inländischen Holzverarbeitung<br />

erlauben. Die Konsumentinnen<br />

und Konsumenten<br />

schliesslich tun Gutes für den<br />

Wald, indem sie Schweizer<br />

Holz nachfragen und so mithelfen,<br />

dass die Förster nicht<br />

darauf sitzen bleiben.<br />

Damit der Druck auf die<br />

Waldbranche künftig nicht<br />

so gross ist und weniger<br />

Schadholz anfällt, könnte<br />

beispielsweise auf die «Douglasien»<br />

gesetzt werden. Die<br />

Douglas-Tanne wächst natürlicherweise<br />

in den Rocky<br />

Mountains. Andreas Ammann<br />

hat in seiner 40-jährigen<br />

Tätigkeit bereits an die<br />

tausend Stück gesetzt. «Douglasien<br />

sind schnellwachsend,<br />

werden bis zu 50 Meter hoch<br />

und sind hitzebeständig. n<br />

Der Borkenkäfer könnte in den Seeländer Wäldern in<br />

diesem Jahr grosse Schäden anrichten.<br />

In der Schweiz gibt es 119 verschiedene Borkenkäferarten.<br />

Viele von ihnen werden kaum wahrgenommen,<br />

weil sie unauffällig leben. Der wohl berüchtigtste<br />

Borkenkäfer ist der Buchdrucker (Ips typographus), der<br />

vor allem in Wäldern mit Fichten vorkommt und dort<br />

grossflächige Schäden anrichten kann. 2018 hatten<br />

sich auch die drei Weisstannenborkenkäfer-Arten stark<br />

ausgebreitet. Am häufigsten ist der Krummzähnige<br />

Weisstannnenborkenkäfer (Pityokteines curvidens).<br />

Auch der Mittlere Weisstanenborkenkäfer (Pityokteines<br />

voronzovì) tritt gegenwärtig verstärkt auf, wie die<br />

Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL)<br />

meldet. Ausnahmsweise befällt er nicht nur Äste und Wipfel,<br />

sondern auch dickere Stämme.<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

BILD DER WOCHE<br />

von Joel Schweizer<br />

Maler- und Gipsergenossenschaft Biel<br />

2504 Biel/Bienne<br />

Solothurnstrasse 1<strong>26</strong>a<br />

032 342 30 72<br />

info@mgg.ch, www.mgg.ch<br />

ssenschaft Biel<br />

nne<br />

e 1<strong>26</strong>a<br />

ft Biel<br />

72<br />

w.mgg.ch<br />

h<br />

Urs Marti, Landwirt<br />

und «Agrartüftler»<br />

aus Kallnach,<br />

präsentiert in<br />

seinem Linsenfeld<br />

Mais, der auf den<br />

ersten Blick nicht<br />

recht als Mais erkennbar<br />

sein mag.<br />

Marti testet immer<br />

wieder neue Pflanzenarten,<br />

die<br />

qualitativ überzeugen.<br />

Diese Mais-<br />

Sorten eignen sich<br />

besonders zur<br />

Herstellung von<br />

Polenta. Na dann:<br />

«E Guete!»

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