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Autonome Provinz Bozen - Südtirol Provincia Autonoma di Bolzano ...

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Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 45<br />

86021<br />

Dekrete - 1 Teil - Jahr 2013 Decreti - Parte 1 - Anno 2013<br />

<strong>Autonome</strong> <strong>Provinz</strong> <strong>Bozen</strong> - <strong>Südtirol</strong><br />

DEKRET DES LANDESHAUPTMANNS<br />

vom 10. September 2013, Nr. 25<br />

Neuausrichtung des Lehrgangs der höheren<br />

Berufsbildung „Diplomierte Fachkraft für das<br />

Hotel- und Tourismusmanagement“<br />

<strong>Provincia</strong> <strong>Autonoma</strong> <strong>di</strong> <strong>Bolzano</strong> - Alto A<strong>di</strong>ge<br />

DECRETO DEL PRESIDENTE DELLA PROVINCIA<br />

del 10 settembre 2013, n. 25<br />

Nuova impostazione del corso <strong>di</strong> alta formazione<br />

professionale „Tecnico superiore dei<br />

servizi ricettivi e turistici“<br />

DER LANDESHAUPTMANN<br />

hat den Beschluss der Landesregierung vom 2.<br />

September 2013 Nr. 1269 zur Kenntnis genommen<br />

und<br />

folgende Verordnung:<br />

erlässt<br />

IL PRESIDENTE DELLA PROVINCIA<br />

vista la deliberazione della Giunta provinciale del<br />

2 settembre 2013 n. 1269<br />

il seguente regolamento:<br />

emana<br />

Art. 1 Art. 1<br />

1. Der Lehrgang zur Ausbildung von <strong>di</strong>plomierten<br />

Fachkräften für das Hotel- und Tourismusmanagement<br />

an der Hotelfachschule in Meran ist ein<br />

Stu<strong>di</strong>engang der höheren Berufsbildung <strong>Südtirol</strong>s<br />

im Sinne des Artikels 2bis des Landesgesetzes<br />

vom 12. November 1992, Nr. 40.<br />

1. Il corso <strong>di</strong> formazione per tecnico superiore per<br />

la gestione <strong>di</strong> strutture turistico-ricettive presso la<br />

scuola alberghiera <strong>di</strong> Merano è un corso <strong>di</strong> stu<strong>di</strong><br />

<strong>di</strong> alta formazione dell’ Alto A<strong>di</strong>ge ai sensi dell’articolo<br />

2bis della legge provinciale 12. novembre<br />

1992, n. 40.<br />

Art. 2 Art. 2<br />

2. Das Berufsbild, <strong>di</strong>e gemeinsamen Kompetenzen<br />

für alle Berufsbilder und <strong>di</strong>e auf das gegenständliche<br />

Berufsbild bezogenen Kompetenzen<br />

laut Anlage, <strong>di</strong>e den gesamtstaatlichen Mindeststandards<br />

für <strong>di</strong>e höheren Fachschulen (ITS) entsprechen,<br />

sind genehmigt.<br />

2. Il profilo professionale, le competenze comuni<br />

per tutti i profili e le competenze relative al profilo<br />

professionale in oggetto, contenuti nell’allegato e<br />

che corrispondono agli standard minimi stabiliti a<br />

livello nazionale per gli istituti tecnici superiori<br />

(ITS), sono approvati.<br />

Art. 3 Art. 3<br />

3. Die Bestimmungen über <strong>di</strong>e Organisation, <strong>di</strong>e<br />

Stu<strong>di</strong>enplanung, <strong>di</strong>e Bewertung und <strong>di</strong>e Abschlussprüfung<br />

laut Anlage, welche wesentlicher<br />

Bestandteil <strong>di</strong>eses Beschlusses ist, sind genehmigt.<br />

Dieses Dekret ist im Amtsblatt der Region kundzumachen.<br />

Jeder, dem es obliegt, ist verpflichtet,<br />

es zu befolgen und für seine Befolgung zu sorgen.<br />

3. Le <strong>di</strong>sposizioni concernenti l’organizzazione, il<br />

piano degli stu<strong>di</strong>, la valutazione e l’esame finale,<br />

contenuti nell’allegato, che costituisce parte integrante<br />

della presente delibera, sono approvati.<br />

Il presente decreto sarà pubblicato nel Bollettino<br />

Ufficiale della Regione. È fatto obbligo a chiunque<br />

spetti <strong>di</strong> osservarlo e <strong>di</strong> farlo osservare.<br />

<strong>Bozen</strong>, den 10. September 2013 <strong>Bolzano</strong>, 10 settembre 2013<br />

DER LANDESHAUPTMANN<br />

DR. LUIS DURNWALDER<br />

IL PRESIDENTE DELLA PROVINCIA<br />

DOTT. LUIS DURNWALDER


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 46<br />

A) Berufsbild „Diplomierte Fachkraft für Hotel- und Tourismusmanagement“<br />

Die <strong>di</strong>plomierten Fachkräfte übernehmen komplexe Aufgaben in der Führung von Hotelbetrieben oder<br />

Dienstleistungsunternehmen im Tourismusbereich. Neben ausgeprägtem Fachwissen rund um das Hotelmanagement<br />

verfügen sie über vertiefte betriebswirtschaftliche Kenntnisse in Finanzmanagement, in<br />

strategischem Management und Organisation. Sie analysieren den Markt, erkennen Trends und entwickeln<br />

Konzepte, um ihr Hotel möglichst gut zu positionieren.<br />

Entsprechend den Besonderheiten und Vorzügen der Region entwickeln sie Konzepte und Strategien,<br />

um <strong>di</strong>e Region, auch für ganz bestimmte Zielgruppen, zu einer attraktiven Destination zu machen. Sie<br />

erstellen Marketingkonzepte und Angebote für Reisebüros, Tourismusverbände, Gemeinden, Bezirke,<br />

arbeiten mit Kongress-, Event- Freizeit- und Kulturmanagern zusammen.<br />

Sie führen Verhandlungen in mehreren Sprachen mit in- und auslän<strong>di</strong>schen Partnern. Ihre eigenen Mitarbeiter/innen<br />

führen und fördern sie nach den Grundsätzen des modernen Personalmanagements.<br />

B) Bildungsprofil der Stu<strong>di</strong>erenden am Ende der Höheren Fachschulen<br />

Am Ende des Stu<strong>di</strong>engangs<br />

- betrachten <strong>di</strong>e Stu<strong>di</strong>erenden den Kontext, in dem sie arbeiten, als System und sind sich der<br />

Probleme bewusst, <strong>di</strong>e auf sie im Berufsleben zukommen. Sie sind in der Lage, innovative Lösungen<br />

aufzuzeigen.<br />

- haben sie eine solide Grundlage an wissenschaftlichen, technologischen, organisatorischen,<br />

kommunikativen und betriebswirtschaftlichen Kompetenzen, <strong>di</strong>e sie in <strong>di</strong>e Lage versetzen, dem<br />

Bedarf an Innovation und Technologietransfer in immer komplexer werdenden Situationen gerecht<br />

zu werden,<br />

- haben sie sprachliche Kompetenzen, besonders was <strong>di</strong>e Beherrschung der Muttersprache, der<br />

Zweitsprache und der englischen Sprache betrifft, <strong>di</strong>e erforderlich sind, um in den verschiedenen<br />

beruflichen Bereichen und Kontexten mit Anderen zu interagieren,<br />

- beherrschen <strong>di</strong>e Fachsprachen in den betreffenden Bereichen, sind verlässlich und verantwortungsbewusst<br />

bei der Erbringung der beruflichen Leistung, sowie in Bezug auf <strong>di</strong>e Arbeitssicherheit<br />

und den Umweltschutz,<br />

- sind sie in der Lage, wirksam in Arbeitsgruppen mitzuarbeiten, bei denen Wirtschaftstreibende,<br />

Techniker/innen, Forscher/innen, Experten/Expertinnen und Manager/innen vertreten sind. In<br />

<strong>di</strong>esen Gruppen nehmen sie <strong>di</strong>e Funktion der Dokumentation, Informationsbeschaffung, Erarbeitung<br />

von Konzepten, Verarbeitung der Informationen und deren Verwertung und Anwendung<br />

für spezifische berufliche Bereiche wahr,<br />

- sind sie in der Lage, wirksam mit den verschiedenen Handlungsfiguren und Akteuren, <strong>di</strong>e in der<br />

Wertschöpfungskette des entsprechenden Wirtschaftssektors tätig sind, zu interagieren, auch<br />

auf internationaler Ebene,<br />

- haben sie <strong>di</strong>e Kompetenzen, innovative Beiträge zu liefern, um <strong>di</strong>e Wettbewerbsvorteile der Region<br />

in einer „glokalen“ Dimension zu nutzen.<br />

Allgemeine Grundkompetenzen<br />

Lernbereich Sprachen, Kommunikation und Beziehung<br />

- beherrschen der Sprachen und der Informations- und Kommunikationstechnologien, um im beruflichen<br />

und privaten Umfeld interagieren zu können,<br />

- beherrschen der englischen Sprache, besonders der Fachsprache, um wirksam in beruflichen<br />

Kontexten kommunizieren zu können,<br />

- vereinbaren, aushandeln und entfalten von Gruppenaktivitäten um Probleme anzugehen, Lösungen<br />

vorzuschlagen, Ergebnisse zu erzielen, ordnen und bewerten zu können,<br />

- technische und normative Dokumentationen zusammenstellen, <strong>di</strong>e in telematischen Netzen verfügbar<br />

und bearbeitbar sind,<br />

- Kommunikationsprozesse und berufliche Beziehungen innerhalb der Organisation und nach<br />

außen sowohl in der Muttersprache als auch in Fremdsprachen pflegen,


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 47<br />

- <strong>di</strong>e Bedeutung der Informationsflüsse für <strong>di</strong>e wirksame Erbringung von Dienstleistungen bewerten<br />

und abschätzen und eventuell Alternativen für <strong>di</strong>e Verbesserung der Qualität der Informationsflüsse<br />

vorschlagen.<br />

Lernbereich Wissenschaft und Technologie<br />

- mathematische und statistische Modelle und Instrumente für <strong>di</strong>e Beschreibung und Simulierung<br />

von Phänomenen, Tendenzen und Szenarien anwenden und für <strong>di</strong>e Anwendung und Entwicklung<br />

geeigneter Technologien,<br />

- anwenden von Methoden und Instrumenten der experimentellen Forschung für <strong>di</strong>e Anwendung<br />

der Technologien im betreffenden Bereich.<br />

Lernbereich Recht und Wirtschaft<br />

- <strong>di</strong>e Rechtsquellen ausfin<strong>di</strong>g machen und <strong>di</strong>e Bestimmungen anwenden, welche das Funktionieren<br />

eines Unternehmens regeln und seine Außenbeziehungen im gesamtstaatlichen, europäischen<br />

und weltweiten Kontext,<br />

- <strong>di</strong>e grundlegenden Faktoren eines Unternehmens kennen und seinen Stellenwert im lokalen<br />

Wirtschaftskontext,<br />

- Strategien und Verhandlungstechniken anwenden, um das Image und <strong>di</strong>e Wettbewerbsfähigkeit<br />

des Unternehmens zu verbessern.<br />

Lernbereich Organisation und Führung<br />

- Modelle der Organisationsentwicklung kennen und anwenden, welche <strong>di</strong>e Innovation bei Betrieben<br />

fördern,<br />

- erkennen, bewerten und lösen von Konfliktsituationen und Problemen fachlich-technischer Natur,<br />

Problemen auf Beziehungsebene oder organisatorische Probleme,<br />

- kennen, analysieren, anwenden von Modellen des Managements von Arbeitsabläufen und der<br />

Erbringung von Dienstleistungen,<br />

- Beziehungen und Kooperationen innerhalb der Organisationseinheit pflegen und ihre Wirksamkeit<br />

überprüfen,<br />

- Beziehungen und Kooperationen mit außerbetrieblichen Partnern pflegen,<br />

- mit einem gewissen Grad an Selbstän<strong>di</strong>gkeit und Verantwortung das Arbeitsambiente organisieren,<br />

<strong>di</strong>e Mitarbeiter/innen so führen und <strong>di</strong>e technischen Ressourcen so einsetzen, dass <strong>di</strong>e erwarteten<br />

Ergebnisse erzielt werden,<br />

- <strong>di</strong>e Arbeitsabläufe analysieren, überwachen und kontrollieren mit dem Ziel, Lösungen zu finden<br />

und Alternativen aufzuzeigen, um <strong>di</strong>e Wirksamkeit und <strong>di</strong>e Leistungen der eingesetzten technologischen<br />

und humanen Ressourcen zu verbessern.<br />

C) Module und Kompetenzen, <strong>di</strong>e das Berufsbild „Diplomierte Fachkraft für Hotel- und<br />

Tourismusmanagement“ betreffen<br />

Tourismus – Einführung<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- erkennen <strong>di</strong>e Bedeutung und <strong>di</strong>e Entwicklung des Tourismus aus verschiedenen wissenschaftlichen<br />

Disziplinen,<br />

- begreifen das System Fremdenverkehr als offenes und komplexes System mit seinen Wechselwirkungen<br />

zur Umwelt,<br />

- kennen <strong>di</strong>e Entwicklungsgeschichte des Tourismus und <strong>di</strong>e wichtigsten Veränderungen im Freizeit-<br />

und Konsumverhalten,<br />

- erkennen verschiedene Tourismustypologien und deren Auswirkungen auf das Nachfrageverhalten.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 48<br />

Neue Trends im Tourismus<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- kennen anhand von konkreten Beispielen <strong>di</strong>e Mechanismen des Innovations- und Qualitätsmanagements<br />

und sind in der Lage, Trends im Tourismus zu erkennen, zu beurteilen und kritisch<br />

zu hinterfragen.<br />

Destinationsmanagement<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- kennen erfolgsorientierte Strategien, Instrumente und Maßnahmen, wie Destinationen geführt<br />

und vermarktet werden.<br />

Hotellerie<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- sind in der Lage, sich mit der strategischen Ausrichtung und konzeptionellen Gestaltung eines<br />

Hotels oder eines gastronomischen Betriebes auseinander zu setzen.<br />

Betriebswirtschaftslehre – Grundlagen<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden kennen und verstehen <strong>di</strong>e grundlegenden Methoden, Instrumente und Techniken<br />

der Betriebswirtschaftslehre und sind in der Lage, <strong>di</strong>ese anhand konkreter Fälle anzuwenden und zu<br />

beurteilen.<br />

a) Marketing<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- können den relevanten Markt anhand von Kriterien sinnvoll segmentieren und <strong>di</strong>e Ausgangslage<br />

für ein Marketingkonzept analysieren,<br />

- kennen verschiedene Modelle und Methoden der Marktforschung,<br />

- sind fähig, ein Marketingkonzept zu erstellen,<br />

- kennen tourismusrelevante Marketingtrends wie Eventmanagement usw.<br />

b) Finanz- und Kostenmanagement<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- kennen <strong>di</strong>e Grundlagen des Rechnungswesens,<br />

- sind fähig eine einfache Finanzbuchhaltung zu führen,<br />

- sind fähig, das Instrument Finanz- und Kostenmanagement in einer Führungsfunktion einzusetzen,<br />

- können einen Businessplan selbstän<strong>di</strong>g ausarbeiten.<br />

c) Unternehmensführung<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- können einen Überblick geben über <strong>di</strong>e gängigen und meist <strong>di</strong>skutierten Führungskonzepte,<br />

- wissen, welches <strong>di</strong>e entscheidenden Erfolgsfaktoren moderner Unternehmensführung sind,<br />

- reflektieren ihre eigene Führungskompetenz und ihr Entwicklungspotential,<br />

- erkennen <strong>di</strong>e Potentiale der Mitarbeiter/innen,<br />

- können mit den Mitarbeitern/Mitarbeiterinnen Zielvereinbarungsgespräche und Fördergespräche<br />

führen,<br />

- beherrschen Ziele, Inhalte und Instrumente der strategischen Unternehmensführung.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 49<br />

Volkswirtschaftslehre<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden<br />

- verstehen <strong>di</strong>e wichtigsten volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und können deren Bedeutung<br />

für den Tourismus wür<strong>di</strong>gen.<br />

Rechtslehre<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- kennen <strong>di</strong>e Besonderheiten des Vertragsabschlusses und der allgemeinen Geschäftsbe<strong>di</strong>ngungen<br />

in der Tourismusbranche,<br />

- beherrschen <strong>di</strong>e Grundbegriffe des internationalen Wirtschaftsrechts, <strong>di</strong>e Unterschiede zum nationalen,<br />

<strong>di</strong>e internationale Wirtschaft bestimmenden Recht.<br />

Informationstechnologie<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- können Zahlenmaterial statistisch korrekt auswerten sowie mit entsprechenden Grafiken und<br />

Tabellen dokumentieren,<br />

- können <strong>di</strong>e Präsentationssoftware für Bildschirm- oder Folienpäsentationen für Marketingzwecke<br />

und Öffentlichkeitsarbeit in ihren Tätigkeitsbereich anwenden,<br />

- sind in der Lage, sämtliche EDV- unterstützten Managementinstrumente umzusetzen und richtig<br />

zu interpretieren,<br />

- beherrschen das Housekeeping Management,<br />

- kennen <strong>di</strong>e Grundlagen von eBusiness und eCommerce inklusive wichtiger Sicherheitsaspekte.<br />

Selbst-, Sozial- und Methodenkompetenz - Modulübergreifend<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden:<br />

- erkennen ihre Stärken und Schwächen dank Selbstreflexion und Feedback seitens der Dozenten/Dozentinnen<br />

und Tutoren/Tutorinnen,<br />

- verbessern ihre Fähigkeit, sich in verschiedenen Situationen kompetent zu verhalten,<br />

- verstehen, dass Kommunikation mit Menschen <strong>di</strong>e Ausgangslage für jegliches Handeln darstellt.<br />

Sie steuert maßgeblich Aufbau und Pflege einer Unternehmenskultur und einer Beziehung,<br />

- können kommunikative Formen geschriebener, gesprochener und nonverbaler Art verstehen,<br />

analysieren, beurteilen und umsetzen,<br />

- sind fähig, unterschiedliche Kommunikationsformen zu planen sowie sachgerecht und zielgerichtet<br />

gegenüber Kunden und Me<strong>di</strong>en anzuwenden,<br />

- sind bereit, sich innerhalb ihrer Arbeit und Freizeit vermehrt mit Me<strong>di</strong>en und Literatur auseinanderzusetzen<br />

und dabei ihre interkulturellen Kompetenzen einzusetzen und kontinuierlich zu<br />

vergrößern,<br />

- verstehen, welche Kriterien entscheidend sind, damit ihre Briefe, Emails, Texte gelesen werden<br />

und kennen den Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit,<br />

- sind in der Lage, eine Rede oder Präsentation vor Publikum zu halten,<br />

- verstehen, wie wichtig <strong>di</strong>e Bedeutung von interkultureller Kommunikation ist für ihr Berufs- und<br />

Privatleben. In Zeiten ökonomischer Globalisierung sind sie in der Lage, den Austausch und<br />

Wettbewerb von Ideen zu erfassen und einzuordnen,<br />

- beherrschen <strong>di</strong>e Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 50<br />

Stu<strong>di</strong>engang „Diplomierte Fachkraft für Hotel- und Tourismusmanagement“: Dauer, Stu<strong>di</strong>enplan,<br />

Organisation, Bewertung und Abschlussprüfung<br />

1. Dauer des Stu<strong>di</strong>engangs und Stu<strong>di</strong>enplan<br />

Der Stu<strong>di</strong>engang gliedert sich in zwei Stu<strong>di</strong>enjahre mit jeweils mindestens 800 und höchstens 900 Stunden.<br />

Für jede Auflage des Stu<strong>di</strong>engangs wird auf der Grundlage des im Folgenden fest gelegten Bildungsprofils<br />

der <strong>di</strong>plomierten Fachkraft für Hotel- und Tourismusmanagement ein Stu<strong>di</strong>enplan festgelegt, der<br />

Grundlage für <strong>di</strong>e <strong>di</strong>daktische Planung ist.<br />

Dieser Plan wird vom Koor<strong>di</strong>nator/von der Koor<strong>di</strong>natorin des Stu<strong>di</strong>engangs vorgelegt, vom wissenschaftlich-technischen<br />

Komitee gebilligt und an den zustän<strong>di</strong>gen Bereich des Landes weitergeleitet.<br />

Der Stu<strong>di</strong>enplan enthält folgende Elemente:<br />

- eine Übersicht über <strong>di</strong>e vorgesehenen Module und <strong>di</strong>e jeweiligen Dozenten,<br />

- eine Beschreibung der Module mit Angabe der Ziele, der Inhalte, der Dauer,<br />

- eventuelle Voraussetzungen, <strong>di</strong>e erforderlich sind, um <strong>di</strong>e Module erfolgreich zu erarbeiten,<br />

- <strong>di</strong>e Art der Bewertung,<br />

- Praktika und unterrichtsergänzende Tätigkeiten (Stu<strong>di</strong>enfahrten, Besuche von Betrieben, Kongressen<br />

usw.).<br />

2. Das wissenschaftlich-technische Komitee<br />

Vor Beginn der Unterrichtstätigkeit muss ein wissenschaftlich-technisches Komitee gebildet werden,<br />

bestehend aus:<br />

- dem Direktor/der Direktorin der Schule als Vorsitzendem/Vorsitzender,<br />

- dem Koor<strong>di</strong>nator/der Koor<strong>di</strong>natorin des Stu<strong>di</strong>engangs,<br />

- einem Tutor/einer Tutorin,<br />

- einem Dozenten/einer Dozentin,<br />

- einem Vertreter/einer Vertreterin aus der Wirtschaft.<br />

Das Komitee hat folgende Aufgaben:<br />

- es genehmigt den Stu<strong>di</strong>enplan, der vom Koor<strong>di</strong>nator/von der Koor<strong>di</strong>natorin vorgelegt wird,<br />

- es überprüft und bewertet perio<strong>di</strong>sch <strong>di</strong>e Ausbildungstätigkeit, auch in Bezug auf <strong>di</strong>e Aufträge<br />

an <strong>di</strong>e einzelnen Dozenten/Dozentinnen,<br />

- es genehmigt <strong>di</strong>e Liste der Dozenten/Dozentinnen, <strong>di</strong>e auf Vorschlag des Koor<strong>di</strong>nators/der Koor<strong>di</strong>natorin<br />

und auf Grund ihrer Curricula zu beauftragen sind und leitet sie an den zustän<strong>di</strong>gen<br />

Bereich der Landesverwaltung weiter,<br />

- es genehmigt <strong>di</strong>e Themenvorschläge der Stu<strong>di</strong>erenden für <strong>di</strong>e Diplomarbeit,<br />

- es bescheinigt jenen Stu<strong>di</strong>erenden <strong>di</strong>e erworbenen Kompetenzen, welche den Besuch des Stu<strong>di</strong>engangs<br />

vorzeitig abbrechen.<br />

Über <strong>di</strong>e Sitzungen des Komitees ist ein Protokoll zu führen.<br />

3. Die Koor<strong>di</strong>nierungsfunktion<br />

Diese wird von dem Koor<strong>di</strong>nator/der Koor<strong>di</strong>natorin des Stu<strong>di</strong>engangs wahrgenommen und gestaltet sich<br />

in der Art und Weise, wie es vom Direktor/von der Direktorin festgelegt wird. Im Allgemeinen ist der Koor<strong>di</strong>nator/<strong>di</strong>e<br />

Koor<strong>di</strong>natorin verantwortlich für <strong>di</strong>e ordnungsgemäße Durchführung der Ausbildung, für <strong>di</strong>e<br />

Erstellung der Stu<strong>di</strong>enplanung, für das Monitoring und <strong>di</strong>e Dokumentation.<br />

4. Tutorship<br />

Der Direktor/<strong>di</strong>e Direktorin des Stu<strong>di</strong>engangs beauftragt einen oder mehrere Tutoren/Tutorinnen, welche<br />

<strong>di</strong>e Aufgabe haben, <strong>di</strong>e Stu<strong>di</strong>erenden zu begleiten, zu beraten und zu unterstützen, sowie <strong>di</strong>e Praktika<br />

der Stu<strong>di</strong>erenden zu koor<strong>di</strong>nieren. Die betrieblichen Tutoren/Tutorinnen werden von den Verantwortli-


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 51<br />

chen der Betriebe namhaft gemacht, welche Stu<strong>di</strong>erende aufnehmen. Sie wirken bei der Bewertung des<br />

Praktikums mit, und unterstützen <strong>di</strong>e Praktikanten bei der Erstellung eventueller Projektarbeiten.<br />

5. Dozenten/Dozentinnen<br />

Ein wesentliches Merkmal der höheren Berufsbildung ist, dass <strong>di</strong>e Stu<strong>di</strong>engänge einen engen Bezug zu<br />

den Erfordernissen des Arbeitsmarktes haben, wobei sie auch <strong>di</strong>e sich abzeichnenden Änderungen und<br />

Innovationsschübe berücksichtigen. Ein weiters Merkmal ist, dass <strong>di</strong>e Stu<strong>di</strong>engänge der höheren Berufsbildung<br />

eine ge<strong>di</strong>egene Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und der Forschung pflegen.<br />

Daraus ergibt sich <strong>di</strong>e Notwen<strong>di</strong>gkeit, dass <strong>di</strong>e Zusammensetzung des Lehrkörpers so ist, dass:<br />

- <strong>di</strong>e Dozenten/Dozentinnen in einem möglichst ausgewogenen (optimalen) Verhältnis aus dem<br />

Bildungssystem, aus der Wirtschaft und aus der Forschung kommen,<br />

- technische und berufliche Ressourcen von hoher Qualität eingesetzt werden, <strong>di</strong>e <strong>di</strong>rekt aus der<br />

Wirtschaft und aus der Forschung kommen.<br />

Das bedeutet, dass nicht weniger als 40% der Lehrtätigkeit von externen Dozenten/Dozentinnen bewältigt<br />

werden, <strong>di</strong>e Führungskräfte und Experten/Expertinnen mit mehrjähriger beruflicher Erfahrung im entsprechenden<br />

Wirtschaftssektor sind, sowie von Universitätsdozenten/Universitätsdozentinnen.<br />

6. Mehrsprachigkeit und Interkulturelle Bildung<br />

Im terziären Bildungsbereich ist vor allem in <strong>Südtirol</strong> eine mehrsprachige Ausbildung und <strong>di</strong>e Förderung<br />

der interkulturellen Kompetenzen notwen<strong>di</strong>g. Diesem Erfordernis ist bei der Berufung der Dozenten/Dozentinnen<br />

und bei der Auswahl der Stu<strong>di</strong>erenden Rechnung zu tragen.<br />

7. Besuch der Lehrveranstaltungen<br />

Die Stu<strong>di</strong>erenden sind verpflichtet, <strong>di</strong>e Module auf Grund des vereinbarten persönlichen Stu<strong>di</strong>enplans zu<br />

besuchen. Voraussetzung für <strong>di</strong>e Zulassung zur Diplomprüfung ist der Besuch von mindestens 85%<br />

der Lehrveranstaltungen in jedem Modul gemäß persönlichem Stu<strong>di</strong>enplan. In Ausnahmefällen und bei<br />

entsprechender Dokumentation von triftigen Gründen kann ein Stu<strong>di</strong>erender/eine Stu<strong>di</strong>erende auch bei<br />

Nichterreichen der 85% zur Diplomprüfung zugelassen werden.<br />

8. Dokumentation<br />

Für <strong>di</strong>e Lehrtätigkeit sind folgende Instrumente für <strong>di</strong>e Dokumentation vorgesehen:<br />

- Stu<strong>di</strong>engangsregister, das <strong>di</strong>e Namen der Stu<strong>di</strong>erenden enthält, <strong>di</strong>e behandelten Gegenstände,<br />

<strong>di</strong>e Präsenzunterschriften der Dozenten und der Stu<strong>di</strong>erenden, eventuelle Anmerkungen der<br />

Dozenten, des Koor<strong>di</strong>nators und der Tutoren,<br />

- Bewertungsregister, das <strong>di</strong>e Protokolle über <strong>di</strong>e Ergebnisse der verschiedenen Bewertungen<br />

gemäß Punkt 9 enthält,<br />

- Stu<strong>di</strong>engangsdossier, das Folgendes festhält: <strong>di</strong>e Ergebnisse der Eingangsbewertung , allfällige<br />

Entscheidungen des wissenschaftlich-technischen Komitees, der Dozenten, Tutoren über Bildungsguthaben,<br />

Unterstützungsmaßnahmen, Aufholkurse usw.<br />

Für <strong>di</strong>e Stu<strong>di</strong>erenden sind folgende Dokumente vorgesehen:<br />

- ein persönliches Stu<strong>di</strong>enbuch, das <strong>di</strong>e Module gemäß vereinbartem Stu<strong>di</strong>enplan enthält, <strong>di</strong>e<br />

<strong>di</strong>esbezüglichen Bildungsguthaben, <strong>di</strong>e Gesamtzahl der Stunden des Unterrichtsbesuchs pro<br />

Modul, <strong>di</strong>e Endbewertungen. Sie werden vom Stu<strong>di</strong>erenden/der Stu<strong>di</strong>erenden und vom/von der<br />

Verantwortlichen für das Modul gegengezeichnet.<br />

- Ein Dossier, das <strong>di</strong>e Lernerfahrungen der Stu<strong>di</strong>erenden im Laufe des Stu<strong>di</strong>engangs dokumentiert.<br />

Es wird von den Stu<strong>di</strong>erenden selbst verfasst, allenfalls mit Unterstützung durch Dozenten<br />

und Tutoren. Das wissenschaftlich-technische Komitee legt fest, in welcher Sprache das Dossier<br />

zu verfassen ist.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 52<br />

9. Bewertung<br />

Die Bewertung erfolgt im Stu<strong>di</strong>engang in verschiedenen Phasen: Am Anfang, am Ende eines jeden Moduls,<br />

als Zwischenbewertung, am Ende des Stu<strong>di</strong>engangs.<br />

Die Eingangsbewertung der Stu<strong>di</strong>erenden<br />

Der Zugang zur Ausbildung erfolgt auf Grund einer Bewertung der Stu<strong>di</strong>enbewerber/innen in einem entsprechenden<br />

Aufnahmegespräch, nach eventuell vorausgegangenen schriftlichen, mündlichen oder grafischen<br />

Prüfungen, mit Anerkennung von Bildungsguthaben und der Auflage, eventuelle Defizite aufzuholen.<br />

Daraus ergibt sich <strong>di</strong>e Festlegung der persönlichen Stu<strong>di</strong>enpläne. Dabei werden auch evtl. erforderliche<br />

Ergänzungsprüfungen festgelegt.<br />

Bewertung der einzelnen Module<br />

Die Bewertung der einzelnen Module bezieht sich auf <strong>di</strong>e Kompetenzen, deren Erwerb das Ziel der Module<br />

ist. Die Entwicklung einer oder mehrerer Kompetenzen impliziert den gesicherten Erwerb von<br />

Kenntnissen und Fertigkeiten und der Fähigkeit, <strong>di</strong>ese in beruflichen Handlungen im betreffenden Beruf<br />

umzusetzen.<br />

Das heißt, dass man zur Bewertung vielfältige Informationen und Leistungsfeststellungen heranziehen<br />

muss: <strong>di</strong>e systematische Beobachtung, <strong>di</strong>e Selbstevaluation, Leistungsfeststellungen in Form praktischer,<br />

schriftlicher und mündlicher Prüfungen, Projektarbeiten, Praktika usw.<br />

Federführend bei der Bewertung der einzelnen Module ist jeweils der/<strong>di</strong>e hauptverantwortliche Dozent/in,<br />

der/<strong>di</strong>e vom wissenschaftlich-technischen Komitee dazu bestimmt wurde.<br />

Bei der Bewertung der Praktika ist der/<strong>di</strong>e betriebliche Tutor/in zustän<strong>di</strong>g, dessen/deren Bewertung wird<br />

vom/von der Tutor/in der Schule – gegebenfalls. mit Rückfrage an den betrieblichen Tutor/an <strong>di</strong>e betriebliche<br />

Tutorin – in Bewertungspunkte umgerechnet. Die abschließende Bewertung eines Moduls wird in<br />

Hundertsteln ausgedrückt. Die Bewertungskriterien werden den Stu<strong>di</strong>erenden am Beginn des Stu<strong>di</strong>enjahres<br />

vom/von der jeweiligen Modulverantwortlichen mitgeteilt.<br />

Zwischenbewertung<br />

Das wissenschaftlich-technische Komitee nimmt am Ende des ersten Stu<strong>di</strong>enjahres eine umfassende<br />

Bewertung des Lernerfolgs aller Stu<strong>di</strong>erenden vor. Dabei wird <strong>di</strong>e Dokumentation über <strong>di</strong>e Bewertung<br />

der einzelnen bis dahin abgeschlossenen Module berücksichtigt. Fallweise können von den Stu<strong>di</strong>erenden<br />

zusätzliche Maßnahmen zum Aufholen von Defiziten und Nachholprüfungen verlangt werden.<br />

Schlussbewertung und Zulassung zur Diplomprüfung<br />

Am Ende des Stu<strong>di</strong>enganges nimmt das wissenschaftlich-technische Komitee eine umfassende Bewertung<br />

der Lernergebnisse der einzelnen Stu<strong>di</strong>erenden vor. Dabei wird <strong>di</strong>e Dokumentation über <strong>di</strong>e Bewertung<br />

der einzelnen Module berücksichtigt, einschließlich der Praktika und des persönlichen Dossiers.<br />

Allgemein wird <strong>di</strong>e Entwicklung der Stu<strong>di</strong>erenden, ihre persönliche und berufliche Reife bewertet. Diese<br />

Schlussbewertung entscheidet über <strong>di</strong>e Zulassung der Stu<strong>di</strong>erenden zur Diplomprüfung.<br />

10. Abschlussprüfung/Diplomprüfung<br />

Die Diplomprüfung wird nach folgenden Richtlinien durchgeführt:<br />

Im zweiten Stu<strong>di</strong>enjahr hat jeder/jede Stu<strong>di</strong>erende eine Diplomarbeit zu verfassen, welche seine/ihre<br />

erworbenen Kompetenzen in zentralen Aspekten der beruflichen Anforderungen einer Fachkraft für das<br />

Hotel- und Tourismusmanagement unter Beweis stellt. Es kann sich um eine Fallstu<strong>di</strong>e handeln oder um<br />

ein Konzept für innovative und qualitätssteigernde Maßnahmen in einem Betrieb, einem Dienstleistungsunternehmen<br />

und ähnlichem.<br />

Die Wahl des Themas für <strong>di</strong>e Diplomarbeit erfolgt in Absprache mit einem Dozenten/einer Dozentin,<br />

der/<strong>di</strong>e sich verpflichtet, <strong>di</strong>e Arbeit in Absprache mit dem/der Koor<strong>di</strong>nator/in zu betreuen. Das Thema<br />

wird vom wissenschaftlich-technischen Komitee genehmigt.<br />

Die Prüfungskommission wird vom zustän<strong>di</strong>gen Landesrat/von der zustän<strong>di</strong>gen Landesrätin ernannt und<br />

setzt sich wie folgt zusammen:


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 53<br />

- aus dem Direktor/der Direktorin der Schule als Vorsitzendem/als Vorsitzende,<br />

- aus dem Koor<strong>di</strong>nator/der Koor<strong>di</strong>natorin des Stu<strong>di</strong>engangs,<br />

- aus dem Dozenten/der Dozentin, der/<strong>di</strong>e <strong>di</strong>e Diplomarbeit betreut hat,<br />

- aus zwei weiteren, schulinternen Dozenten/Dozentinnen,<br />

- aus einem Vertreter/einer Vertreterin der Tourismuswirtschaft.<br />

Die Diplomprüfung besteht aus:<br />

- einer schriftlichen Prüfung aus dem Fach Betriebswirtschaftslehre,<br />

- einem Fachgespräch, das ausgehend von der Präsentation und Diskussion der Diplomarbeit alle<br />

wichtigen berufsrelevanten Kompetenzen zum Gegenstand hat. Das Fachgespräch wird zum<br />

Teil auch in der Zweitsprache und in einer Fremdsprache geführt. Das wissenschaftilchtechnische<br />

Komitee legt fest, in welcher Sprache <strong>di</strong>e Diplomarbeit abzufassen ist.<br />

Auf Grund der Bewertung der schriftlichen Prüfungsarbeit, der Diplomarbeit und des Fachgesprächs<br />

erteilt <strong>di</strong>e Kommission <strong>di</strong>e Endnote in Hundertsteln.<br />

Wer mindestens 60/100 erreicht hat, erhält das Diplom. Die Kriterien für <strong>di</strong>e Vergabe der Punkte und <strong>di</strong>e<br />

Gewichtung der beiden Prüfungsteile legt <strong>di</strong>e Prüfungskommission bei einer vorbereitenden Sitzung fest.<br />

Die Schule stellt außer dem Diplom auch den Diplomzusatz nach europäischem Modell aus.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 54<br />

A) Profilo professionale del “Tecnico Superiore dei servizi ricettivi e turistici”<br />

I Tecnici superiori dei servizi ricettivi e turistici svolgono compiti complessi nella gestione <strong>di</strong> aziende alberghiere<br />

o <strong>di</strong> imprese <strong>di</strong> servizi nel settore del turismo. Oltre a spiccate conoscenze specialistiche riguardo<br />

al management alberghiero <strong>di</strong>spongono <strong>di</strong> approfon<strong>di</strong>te conoscenze in economia aziendale nel<br />

campo del management finanziario, del management e dell’organizzazione strategica. Analizzano il<br />

mercato, riconoscono le tendenze, e sviluppano progetti per posizionare nel miglior modo possibile il<br />

proprio albergo.<br />

Conformemente alle peculiarità e ai pregi della regione sviluppano programmi e strategie per fare della<br />

regione, anche per determinati target, una destinazione attraente. Elaborano piani <strong>di</strong> marketing e offerte<br />

per agenzie <strong>di</strong> viaggi, organizzazioni turistiche, comuni, <strong>di</strong>stretti, e collaborano con manager <strong>di</strong> congressi,<br />

<strong>di</strong> eventi, del tempo libero e della cultura.<br />

Conducono trattative in <strong>di</strong>verse lingue con interlocutori nazionali e stranieri. Dirigono i propri collaboratori<br />

e li valorizzano secondo i principi <strong>di</strong> una moderna gestione del personale.<br />

B) Il profilo culturale generale in esito ai corsi <strong>di</strong> alta formazione<br />

Al termine del percorso <strong>di</strong> stu<strong>di</strong> il Tecnico Superiore deve possedere:<br />

- la visione <strong>di</strong> sistema del contesto nel quale opera, che lo rende consapevole dei problemi da affrontare<br />

nelle attività produttive, organizzative e <strong>di</strong> servizio e gli consente <strong>di</strong> in<strong>di</strong>viduare soluzioni<br />

innovative, soprattutto nelle applicazioni tecnologiche;<br />

- una solida base <strong>di</strong> competenze scientifiche, tecnologiche, organizzative, comunicative e <strong>di</strong> economia<br />

aziendale che lo pongono in grado <strong>di</strong> rispondere alla domanda <strong>di</strong> innovazione e <strong>di</strong> trasferimento<br />

tecnologico in situazioni ad elevata e crescente complessità;<br />

- le competenze linguistiche, con particolare riferimento alla lingua madre, la Seconda lingua e<br />

quella inglese e all’uso della microlingua <strong>di</strong> settore, necessarie per interagire nei <strong>di</strong>versi ambiti e<br />

contesti del proprio lavoro;<br />

- la padronanza dei linguaggi specialistici nei relativi settori, solide competenze applicative e capacità<br />

<strong>di</strong> assumere comportamenti responsabili e affidabili nell’adempimento della propria prestazione<br />

professionale, nonché riguardo alla sicurezza nei luoghi <strong>di</strong> lavoro e alla tutela<br />

dell’ambiente;<br />

- le competenze per interagire efficacemente in gruppi <strong>di</strong> lavoro multicompetenti, costituiti da operatori<br />

economici e tecnici, ricercatori, professionisti e manager. In tali gruppi svolge funzioni <strong>di</strong><br />

documentazione, ricognizione, elaborazione e rielaborazione dei concetti e delle informazioni,<br />

applicate e da applicare a specifici contesti <strong>di</strong> lavoro, attuali e potenziali;<br />

- le competenze per rapportarsi efficacemente con le <strong>di</strong>verse figure che operano nella „catena del<br />

valore“ delle filiere produttive e <strong>di</strong> servizio, anche a livello internazionale e in relazione a processi<br />

lavorativi esternalizzati e delocalizzati;<br />

- le competenze per offrire contributi innovativi tesi a valorizzare le vocazioni del territorio in una<br />

<strong>di</strong>mensione “glocale”.<br />

Competenze generali <strong>di</strong> base<br />

Ambito linguistico, comunicativo e relazionale<br />

- padroneggiare gli strumenti linguistici e le tecnologie dell’informazione e della comunicazione<br />

per interagire nei contesti <strong>di</strong> vita e <strong>di</strong> lavoro;<br />

- utilizzare l’inglese, in particolare quello tecnico, corrispondente all’area tecnologica <strong>di</strong> riferimento,<br />

per comunicare correttamente ed efficacemente nei contesti in cui opera;<br />

- concertare, negoziare e sviluppare attività in gruppi <strong>di</strong> lavoro per affrontare problemi, proporre<br />

soluzioni, riportare risultati, or<strong>di</strong>nare e valutare risultati collettivi;<br />

- pre<strong>di</strong>sporre documentazione tecnica e normativa gestibile attraverso le reti telematiche;<br />

- gestire i processi comunicativi e relazioni professionali all’interno e all’esterno dell’organizzazione<br />

nella lingua madre, nella seconda lingua e in lingue straniere;


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 55<br />

- valutare le implicazioni dei flussi informativi rispetto all’efficacia ed efficienza della gestione dei<br />

processi produttivi o <strong>di</strong> servizio, in<strong>di</strong>viduando anche soluzioni alternative per assicurarne la qualità.<br />

Ambito scientifico e tecnologico<br />

- utilizzare strumenti e modelli matematici e statistici nelle descrizione e simulazione delle <strong>di</strong>verse<br />

fenomenologie, tendenze e scenari dell’area <strong>di</strong> riferimento, nell’applicazione e nello sviluppo<br />

delle tecnologie appropriate;<br />

- utilizzare strumentazioni e metodologie proprie della ricerca sperimentale per le applicazioni<br />

delle tecnologie dell’area <strong>di</strong> riferimento;<br />

Ambito giuri<strong>di</strong>co ed economico<br />

- reperire le fonti e applicare le normative che regolano la vita dell’impresa e le sue relazioni e-<br />

sterne in ambito nazionale, europeo e internazionale;<br />

- conoscere i fattori costitutivi dell’impresa e l’importanza dell’azienda nel contesto economico locale;<br />

- utilizzare strategie e tecniche <strong>di</strong> negoziazione con riferimento ai contesti <strong>di</strong> mercato nei quali le<br />

aziende del settore <strong>di</strong> riferimento operano anche per rafforzarne l’immagine e la competitività.<br />

Ambito organizzativo e gestionale<br />

- conoscere ed applicare i modelli organizzativi della qualità che favoriscono l’innovazione nelle<br />

imprese del settore <strong>di</strong> riferimento;<br />

- riconoscere, valutare e risolvere situazioni conflittuali e problemi <strong>di</strong> lavoro <strong>di</strong> <strong>di</strong>versa natura: tecnico-operativi,<br />

relazionali, organizzativi;<br />

- conoscere, analizzare, applicare e monitorare, negli specifici contesti, modelli <strong>di</strong> gestione <strong>di</strong><br />

processi lavorativi e <strong>di</strong> fornitura <strong>di</strong> prestazioni <strong>di</strong> servizio;<br />

- gestire relazioni e collaborazioni nell’ambito della struttura organizzativa interna ai contesti <strong>di</strong> lavoro,<br />

valutandone l’efficacia;<br />

- gestire relazioni e collaborazioni con partner esterni – interpersonali e istituzionali – valutandone<br />

l’efficacia;<br />

- organizzare e gestire, con un buon livello <strong>di</strong> autonomia e responsabilità, l’ambiente lavorativo, il<br />

contesto umano e il sistema tecnologico <strong>di</strong> riferimento al fine <strong>di</strong> raggiungere i risultati produttivi<br />

attesi;<br />

- analizzare, monitorare e controllare, per la parte <strong>di</strong> competenza, i processi lavorativi al fine <strong>di</strong><br />

formulare proposte/in<strong>di</strong>viduare soluzioni e alternative per migliorare l’efficienza e le prestazioni<br />

delle risorse tecnologiche e umane impiegate nell’ottica del progressivo miglioramento continuo.<br />

C) Moduli e competenze riferite al profilo professionale <strong>di</strong> Tecnico superiore dei servizi<br />

ricettivi e turistici<br />

Turismo – Introduzione<br />

Gli studenti:<br />

- riconoscono l’importanza e lo sviluppo del turismo nell’ottica <strong>di</strong> <strong>di</strong>verse <strong>di</strong>scipline scientifiche;<br />

- intendono il sistema turismo come sistema aperto e complesso, in un rapporto <strong>di</strong> inter<strong>di</strong>pendenza<br />

con l’ ambiente;<br />

- conoscono la storia dell’evoluzione del turismo e i più rilevanti cambiamenti nell’organizzazione<br />

del tempo libero e nel comportamento consumistico;<br />

- conoscono varie tipologie <strong>di</strong> turismo e le loro ripercussioni sull’andamento della domanda.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 56<br />

Nuovi trend nel turismo<br />

Gli studenti:<br />

- conoscono, in base a esempi concreti, i meccanismi del management dell’innovazione e della<br />

qualità e sono in grado <strong>di</strong> riconoscere tendenze nel turismo, <strong>di</strong> valutarle e <strong>di</strong> analizzarle criticamente.<br />

Management delle destinazioni<br />

Gli studenti:<br />

- conoscono strategie, strumenti e provve<strong>di</strong>menti per promuovere con successo delle destinazioni<br />

sul mercato.<br />

Industria alberghiera<br />

Gli studenti:<br />

- sono in grado <strong>di</strong> occuparsi in modo approfon<strong>di</strong>to con l’orientamento strategico e programmatico<br />

<strong>di</strong> un albergo o <strong>di</strong> un’ azienda nel campo della gastronomia.<br />

Economia aziendale – elementi fondamentali<br />

Gli studenti comprendono i meto<strong>di</strong>, strumenti e le tecniche fondamentali dell’economia aziendale e<br />

sono capaci <strong>di</strong> applicarli a casi concreti e <strong>di</strong> esprimerne un giu<strong>di</strong>zio.<br />

a) Marketing<br />

Gli studenti:<br />

- sanno segmentare in modo sensato il mercato rilevante in base a determinati criteri e analizzare<br />

la situazione <strong>di</strong> partenza per un piano <strong>di</strong> marketing;<br />

- conoscono <strong>di</strong>versi modelli e meto<strong>di</strong> <strong>di</strong> ricerca <strong>di</strong> marketing;<br />

- sono capaci <strong>di</strong> elaborare un piano <strong>di</strong> marketing;<br />

- conoscono tendenze <strong>di</strong> marketing rilevanti per il turismo come event-management (management<br />

<strong>di</strong> eventi) ecc.<br />

b) gestione delle finanze e delle spese<br />

Gli studenti:<br />

- conoscono gli elementi fondamentali della contabilità;<br />

- sono capaci <strong>di</strong> gestire una contabilità finanziaria a partita semplice;<br />

- sono in grado <strong>di</strong> utilizzare lo strumento della gestione delle finanze e delle spese in una funzione<br />

<strong>di</strong>rigenziale;<br />

- sanno elaborare in modo autonomo un business plan (piano d’impresa).<br />

c) Gestione aziendale<br />

Gli studenti:<br />

- sono in grado <strong>di</strong> produrre una sintesi dei concetti <strong>di</strong> gestione correnti e maggiormente <strong>di</strong>scussi;<br />

- sanno quali sono i fattori <strong>di</strong> successo decisivi <strong>di</strong> gestione aziendale moderna;<br />

- riflettono sulla propria competenza gestionale e sul proprio potenziale <strong>di</strong> sviluppo;<br />

- riconoscono il potenziale dei collaboratori;<br />

- sono in grado <strong>di</strong> condurre colloqui con i collaboratori per concordare gli obiettivi da perseguire,<br />

nonché colloqui <strong>di</strong> valorizzazione;<br />

- conoscono gli obiettivi , contenuti e strumenti della conduzione strategica d’impresa.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 57<br />

Economia politica<br />

Gli studenti:<br />

- comprendono le connessioni più importanti <strong>di</strong> economia politica e sanno riconoscere l’importanza<br />

<strong>di</strong> questi per il turismo.<br />

Diritto<br />

Gli studenti:<br />

- conoscono le specificità della stipulazione del contratto nonché delle con<strong>di</strong>zioni generali <strong>di</strong> contratto<br />

nel settore del turismo;<br />

- Conoscono i concetti fondamentali del <strong>di</strong>ritto commerciale internazionale, le <strong>di</strong>fferenze nei confronti<br />

del <strong>di</strong>ritto nazionale, determinante l’economia internazionale.<br />

Tecnologia dell’informazione<br />

Gli studenti:<br />

- Sono in grado <strong>di</strong> analizzare materiale numerico in maniera statisticamente corretta nonché corredarlo<br />

con tabelle e grafiche corrispondenti;<br />

- Sono in grado <strong>di</strong> applicare il software <strong>di</strong> presentazione per presentazioni su schermo o pellicola<br />

trasparente a scopo <strong>di</strong> marketing e pubbliche relazioni nella loro sfera <strong>di</strong> attività;<br />

- sono in grado <strong>di</strong> applicare e <strong>di</strong> interpretare correttamente tutti gli strumenti <strong>di</strong> management supportati<br />

dall’elaborazione elettronica dei dati (EDP)(EED);<br />

- hanno padronanza del housekeeping management;<br />

- conoscono le basi dell’e-business e dell’e-commerce (commercio elettronico) compresi importanti<br />

aspetti <strong>di</strong> sicurezza.<br />

Competenza personale, competenza sociale e metodologica - intermodulare<br />

Gli studenti:<br />

- si rendono conto dei propri punti <strong>di</strong> forza e <strong>di</strong> debolezza, grazie alla riflessione su <strong>di</strong> sé e il feedback<br />

da parte dei docenti e tutor;<br />

- migliorano la propria capacità <strong>di</strong> agire nelle varie situazioni in maniera competente;<br />

- capiscono che la comunicazione con le persone sta alla base <strong>di</strong> ogni azione e determina lo svilupparsi<br />

<strong>di</strong> una cultura aziendale e <strong>di</strong> una relazione;<br />

- sanno comprendere, analizzare, giu<strong>di</strong>care e mettere in atto forme <strong>di</strong> comunicazione scritte, orali<br />

e nonverbali;<br />

- sono in grado <strong>di</strong> pianificare forme <strong>di</strong> comunicazione <strong>di</strong>fferenti nonchè applicarle in maniera appropriata<br />

e mirata nei confronti <strong>di</strong> clienti e me<strong>di</strong>a;<br />

- sono <strong>di</strong>sponibili a occuparsi nell’ambito del proprio lavoro e tempo libero in maniera più intensa<br />

con i mezzi <strong>di</strong> comunicazione e con la letteratura, impegnando e ampliando in questo modo<br />

continuamente le proprie competenze interculturali;<br />

- comprendono quali criteri sono decisivi affinchè le loro lettere, e-mail e testi siano letti, e conoscono<br />

l’impianto <strong>di</strong> un lavoro scientifico;<br />

- sono in grado <strong>di</strong> tenere un <strong>di</strong>scorso o fare una presentazione davanti a un pubblico;<br />

- gli studenti comprendono quanto sia importante la comunicazione interculturale per la loro vita<br />

professionale e privata. In tempi <strong>di</strong> globalizzazione economica sono in grado <strong>di</strong> afferrare e inquadrare<br />

lo scambio e il concorso <strong>di</strong> idee;<br />

- conoscono le basi del lavoro scientifico.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 58<br />

Corso <strong>di</strong> Alta Formazione “Tecnico superiore dei servizi ricettivi e turistici”:<br />

durata, piano <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>, organizzazione, valutazione, esame finale<br />

1. Durata del corso e piano <strong>di</strong> stu<strong>di</strong><br />

Il corso si articola in due anni <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o, ognuno della durata <strong>di</strong> almeno 800 e al massimo 900 ore.<br />

Per ogni e<strong>di</strong>zione del corso si stabilisce, sulla base del profilo formativo del Tecnico Superiore dei servizi<br />

ricettivi e turistici in seguito definito, un piano <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>, che è la base per la programmazione <strong>di</strong>dattica.<br />

Questo piano viene presentato dal coor<strong>di</strong>natore/dalla coor<strong>di</strong>natrice del corso, approvato dal Comitato<br />

Scientifico-Tecnico ed infine inoltrato alla competente Area dell’amministrazione provinciale della <strong>Provincia</strong><br />

<strong>Autonoma</strong> <strong>di</strong> <strong>Bolzano</strong>-Alto A<strong>di</strong>ge.<br />

Il piano <strong>di</strong> stu<strong>di</strong> comprende i seguenti elementi:<br />

- il quadro dei moduli previsti nonchè dei relativi docenti;<br />

- una descrizione dei moduli con in<strong>di</strong>cazione degli obiettivi, dei contenuti, della durata ed eventuali<br />

prerequisiti richiesti;<br />

- le tipologie <strong>di</strong> valutazione;<br />

- praticantato nonchè attività integrative alle lezioni (viaggi <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o, gite <strong>di</strong>dattiche, visite aziendali,<br />

<strong>di</strong> congressi, ecc..).<br />

2. Il Comitato tecnico-scientifico<br />

Prima dell’avvio dell’attività formativa deve essere costituito un Comitato tecnico-scientifico, composto<br />

da:<br />

- il <strong>di</strong>rettore/la <strong>di</strong>rettrice della scuola al quale compete la funzione <strong>di</strong> presidente;<br />

- il coor<strong>di</strong>natore/la coor<strong>di</strong>natrice del corso;<br />

- un tutor/una tutor;<br />

- un docente/una docente;<br />

- un rappresentante/una rappresentante dell’economia.<br />

Il comitato ha i seguenti compiti:<br />

- approva il programma formativo presentato dal coor<strong>di</strong>natore/dalla coor<strong>di</strong>natrice;<br />

- verifica e valuta perio<strong>di</strong>camente l’attività formativa, anche in riferimento agli incarichi assegnati<br />

a ciascun docente;<br />

- approva l’elenco dei docenti da incaricare, su proposta del coor<strong>di</strong>natore/della coor<strong>di</strong>natrice, e lo<br />

invia all’area competente della amministrazione provinciale;<br />

- approva le proposte <strong>di</strong> elaborato pre<strong>di</strong>sposte dagli studenti in funzione dell’esame finale <strong>di</strong> <strong>di</strong>ploma<br />

superiore;<br />

- certifica le competenze acquisite a quegli studenti, che lasciano il percorso <strong>di</strong> stu<strong>di</strong> prima della<br />

conclusione.<br />

Le sedute del comitato sono da verbalizzare.<br />

3. La funzione <strong>di</strong> coor<strong>di</strong>namento<br />

La funzione <strong>di</strong> coor<strong>di</strong>namento, esercitata attraverso la figura del coor<strong>di</strong>natore/ della coor<strong>di</strong>natrice del<br />

corso, è articolata secondo modalità in<strong>di</strong>viduate dal <strong>di</strong>rettore della scuola. In linea generale il coor<strong>di</strong>natore/la<br />

coor<strong>di</strong>natrice è responsabile della corretta attuazione del percorso formativo, della redazione del<br />

piano <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o, del monitoraggio nonché della documentazione.<br />

4. Tutorship<br />

Il <strong>di</strong>rettore del percorso <strong>di</strong> stu<strong>di</strong> incarica uno o più tutor dell‘appren<strong>di</strong>mento, che hanno il compito, <strong>di</strong> assicurare<br />

agli studenti un costante accompagnamento, <strong>di</strong> consigliarli e sostenerli nel loro appren<strong>di</strong>mento,<br />

nonché <strong>di</strong> coor<strong>di</strong>nare il praticantato degli studenti. I tutor aziendali sono in<strong>di</strong>cati dai responsabili delle<br />

aziende ospitanti gli studenti in praticantato. Concorrono alla valutazione del praticantato, e assicurano<br />

agli studenti in praticantato il supporto necessario allo svolgimento <strong>di</strong> eventuali project work.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 59<br />

5. Docenza<br />

Considerate le esigenze, fondanti il progetto <strong>di</strong> avvio dell‘Alta Formazione Professionale, <strong>di</strong> assicurare<br />

un pieno collegamento dei percorsi formativi con i reali fabbisogni del mercato del lavoro, tenendo conto<br />

delle tendenze dei cambiamenti in termini d’innovazione tecnologica e organizzativa, e <strong>di</strong> promuovere<br />

un’effettiva e solida cooperazione con gli ambienti <strong>di</strong> lavoro aziendali e professionali e il mondo della<br />

ricerca, si ritiene importante che la composizione della docenza sia:<br />

- in grado <strong>di</strong> garantire il migliore rapporto equilibrato possibile tra gli apporti <strong>di</strong> competenze provenienti<br />

dal sistema <strong>di</strong> istruzione/formazione, dall’economia nonché dal mondo della ricerca;<br />

- esercitata attraverso il coinvolgimento <strong>di</strong> risorse tecniche e professionali <strong>di</strong> alto profilo e qualificazione,<br />

provenienti <strong>di</strong>rettamente dal mondo del lavoro aziendale e/o professionale nonchè dal<br />

mondo della ricerca.<br />

Ciò significa, che non meno del 40% dell’attività <strong>di</strong>dattica dell’intero percorso formativo sono pertanto<br />

affidati a docenti provenienti dall’esterno delle istituzioni scolastiche e formative, in<strong>di</strong>viduati tra quadri<br />

tecnici e <strong>di</strong>rettivi e tra esperti dei settori professionali interessati aventi una comprovata esperienza pluriennale,<br />

nonché tra docenti universitari.<br />

6. Appren<strong>di</strong>mento multilingue e formazione interculturale<br />

Al livello terziario del sistema formativo, soprattutto in Alto-A<strong>di</strong>ge è necessario che l’insegnamento e<br />

l’appren<strong>di</strong>mento avvengano in più lingue e che vengano sviluppate le competenze interculturali. Di queste<br />

esigenze va tenuto conto nella scelta dei docenti e degli studenti.<br />

7. Frequenza delle lezioni da parte degli studenti<br />

Gli studenti sono tenuti a frequentare le unità formative (moduli) sulla base dei piani <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o personali<br />

concordati. Presupposto richiesto per l’ammissione all’esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore è la frequenza<br />

minima pari all’85% delle lezioni <strong>di</strong> ogni unità formativa (modulo) del percorso formativo personalizzato.<br />

In casi eccezionali e in presenza della relativa documentazione <strong>di</strong> gravi motivi uno studente può essere<br />

ammesso all’esame finale <strong>di</strong> <strong>di</strong>ploma superiore, anche se non dovesse aver raggiunto il suddetto presupposto<br />

dell’85% delle lezioni <strong>di</strong> ogni modulo.<br />

8. Documentazione<br />

Per quanto riguarda l’attività <strong>di</strong>dattica sono previsti i seguenti strumenti <strong>di</strong> documentazione:<br />

- Registro <strong>di</strong> corso, che contiene l’elenco degli studenti, gli argomenti trattati, le firme <strong>di</strong> presenza<br />

dei docenti e degli studenti, eventuali altre informazioni a cura dei docenti, del coor<strong>di</strong>natore/della<br />

coor<strong>di</strong>natrice del corso e dei tutor;<br />

- Registro <strong>di</strong> valutazione, che contiene i verbali concernenti gli esiti delle <strong>di</strong>verse valutazioni previste<br />

al successivo punto 9;<br />

- Dossier del percorso formativo, che documenta : gli esiti della valutazione in ingresso; le eventuali<br />

decisioni assunte dal comitato tecnico-scientifico, dai docenti, dai tutor riguardo a cre<strong>di</strong>ti<br />

formativi, misure <strong>di</strong> sostegno, corsi <strong>di</strong> recupero ecc.<br />

Per quanto riguarda gli studenti si prevedono i seguenti documenti:<br />

- un libretto in<strong>di</strong>viduale, che contiene i riferimenti ai moduli seguiti in relazione al piano personalizzato<br />

<strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o approvato, i relativi cre<strong>di</strong>ti formativi, il monte ore <strong>di</strong> frequenza per ogni unità<br />

formativa (modulo), le valutazioni finali. Esso è controfirmato dallo studente e dai titolari dei moduli;<br />

- un Dossier dello studente, che documenta il processo formativo dello studente nel suo svolgersi<br />

temporale. E‘ curato dallo studente stesso con eventuale supporto da parte dei docenti e dei tutor.<br />

Il comitato tecnico-scientifico stabilisce in quale lingua è da re<strong>di</strong>gere il Dossier.


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 60<br />

9. Valutazione<br />

La valutazione nei percorsi <strong>di</strong> Alta Formazione si articola secondo <strong>di</strong>verse livelli: in ingresso, al termine<br />

dei singoli moduli, a livello interme<strong>di</strong>o, alla fine del percorso.<br />

La valutazione in ingresso dei partecipanti<br />

L’accesso ai percorsi formativi si basa su una valutazione degli aspiranti all’accesso ai percorsi formativi<br />

tramite un colloquio <strong>di</strong> ammissione, successivo a eventuali esami scritti, orali o grafici, con riconoscimento<br />

<strong>di</strong> cre<strong>di</strong>ti e l’obbligo dell’aspirante, <strong>di</strong> provvedere al recupero <strong>di</strong> eventuali debiti formativi, cui consegue<br />

la definizione <strong>di</strong> piani <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o personalizzati. Inoltre vengono anche stabiliti eventuali esami integrativi<br />

necessari.<br />

Valutazione dei singoli moduli<br />

La valutazione dei singoli moduli si riferisce alle competenze previste come loro obiettivi. Lo sviluppo <strong>di</strong><br />

una o più competenze implica un’acquisizione significativa e stabile <strong>di</strong> conoscenze e <strong>di</strong> abilità e delle<br />

capacità <strong>di</strong> valorizzarle nel contesto <strong>di</strong> attività professionali caratterizzanti la relativa professione.<br />

Ciò esige per la valutazione la presa in considerazione <strong>di</strong> una molteplicità <strong>di</strong> informazioni e <strong>di</strong>verse tipologie<br />

<strong>di</strong> verifiche delle prestazioni: l’osservazione sistematica, l’auto-valutazione del proprio operato, la<br />

valutazione delle prestazioni tramite esami pratici, scritti e orali, project work, praticantato ecc.<br />

Titolare della valutazione del singolo modulo è il docente in<strong>di</strong>viduato dal comitato tecnico-scientifico come<br />

principale responsabile dello stesso.<br />

La valutazione del praticantato è <strong>di</strong> competenza del tutor aziendale. La valutazione <strong>di</strong> questi viene convertita<br />

– all’occorrenza consultando il tutor aziendale - dal tutor del corso in un punteggio valutativo. La<br />

valutazione complessiva <strong>di</strong> un modulo viene espressa in centesimi. I criteri per la valutazione vengono<br />

comunicati agli studenti dal rispettivo responsabile per il modulo all’inizio dell’anno <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o.<br />

Valutazione interme<strong>di</strong>a<br />

Il comitato tecnico-scientifico esegue alla fine del primo anno <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o una valutazione complessiva degli<br />

appren<strong>di</strong>menti professionali conseguiti dai singoli studenti, prendendo in considerazione la documentazione<br />

riportata sui verbali <strong>di</strong> valutazione dei singoli moduli, fino ad allora conclusi. In qualche caso possono<br />

essere richieste allo studente misure formative integrative, per il recupero <strong>di</strong> deficit formativi, nonché<br />

il superamento dei rispettivi esami <strong>di</strong> riparazione.<br />

Valutazione finale e ammissione all’esame finale <strong>di</strong> <strong>di</strong>ploma superiore<br />

Al termine del percorso formativo il comitato tecnico-scientifico esegue una valutazione complessiva<br />

degli appren<strong>di</strong>menti professionali dei singoli studenti, prendendo in considerazione la documentazione<br />

riportata sui verbali <strong>di</strong> valutazione dei singoli moduli, compresa la documentazione riguardante il praticantato,<br />

nonché il dossier personale dello studente. In generale si valuta lo sviluppo degli studenti, la<br />

loro maturazione personale e professionale. Questo giu<strong>di</strong>zio determina l’ammissione all’esame finale <strong>di</strong><br />

Diploma superiore.<br />

10. Esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore<br />

L’esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore è attuato secondo i seguenti criteri:<br />

Nel secondo anno <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>o ciascun can<strong>di</strong>dato è impegnato nella preparazione <strong>di</strong> un elaborato per<br />

l’esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore, che evidenzi la qualità delle competenze raggiunte in aspetti centrali<br />

degli impegni professionali <strong>di</strong> un Tecnico Superiore dei servizi ricettivi e turistici. Tale elaborato può<br />

assumere la forma <strong>di</strong> un stu<strong>di</strong>o <strong>di</strong> un caso tipo, un progetto riguardante interventi innovativi, atti a migliorare<br />

la qualità in un azienda, in un impresa del settore terziario, ecc. La scelta del tema dell’elaborato per<br />

l’esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore va concordata con un docente del corso, il quale s’impegna a seguirne<br />

la realizzazione, d’accordo con il coor<strong>di</strong>natore/la coor<strong>di</strong>natrice. La proposta <strong>di</strong> elaborato va appro-


Bollettino Ufficiale n. 38/I-II del 17/09/2013 / Amtsblatt Nr. 38/I-II vom 17/09/2013 61<br />

vata dal comitato tecnico-scientifico. La commissione d’esame è nominata dall’assessore provinciale<br />

competente ed è composta:<br />

- dal <strong>di</strong>rettore/dalla <strong>di</strong>rettrice della scuola nella funzione <strong>di</strong> presidente della commissione;<br />

- dal coor<strong>di</strong>natore/dalla coor<strong>di</strong>natrice del percorso <strong>di</strong> stu<strong>di</strong>;<br />

- dal docente/dalla docente, che ha seguito la preparazione dell’elaborato per l’esame finale <strong>di</strong><br />

Diploma Superiore;<br />

- da altri due docenti interni della scuola;<br />

- da un rappresentante del settore del turismo.<br />

L‘esame finale <strong>di</strong> Diploma Superiore consiste in:<br />

- un esame scritto su argomenti concernenti la materia economia aziendale;<br />

- un colloquio tecnico che parte dalla presentazione e <strong>di</strong>scussione dell’elaborato per l’esame finale<br />

<strong>di</strong> Diploma e mira a esaminare la capacità <strong>di</strong> presentare e <strong>di</strong>scutere il proprio elaborato. Verte<br />

su tutte le competenze professionali rilevanti per la professione. Il colloquio tecnico si svolge in<br />

parte anche nella Seconda lingua nonché in una lingua straniera. Il Comitato Scientifico-Tecnico<br />

stabilisce in quale lingua è da re<strong>di</strong>gere l’elaborato per l’esame finale <strong>di</strong> Diploma.<br />

La commissione esaminatrice, sulla base della valutazione dell’esame scritto, dell’elaborato per l’esame<br />

finale <strong>di</strong> Diploma e del giu<strong>di</strong>zio sul colloquio tecnico esprime un giu<strong>di</strong>zio finale in centesimi.<br />

Chi raggiunge almeno 60/100, consegue il Diploma. I criteri per l’assegnazione dei punti e la ponderazione<br />

delle due parti dell‘esame vengono stabiliti dalla commissione d‘esame nell’ambito <strong>di</strong> una seduta<br />

preparatoria.<br />

La scuola rilascia oltre al Diploma Superiore anche il Supplemento al Diploma, sulla base del modello<br />

europeo.<br />

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