Jahresbericht 2015

verdigruene

ACCOGLIENZA

»Sich die Freiräume stehlen«

Andreina Emeri 30 Jahre danach

Caterina Maurer, Evelyn Gruber-Fischnaller, Co-Sprecherinnen Grüne Frauen

Evelyn Gruber-

Fischnaller

Ingrid Facchinelli

Valentina Emeri

Luisa Gnecchi

Caterina Maurer

Mimma Battisti

Il Gruppo Verde in

Consiglio provinciale

ha realizzato e distribuito

alla popolazione delle borse

di stoffa e delle cartoline

in ricordo dei due primi

rappresentanti verdi in

Consiglio provinciale e

regionale

Anlässlich des 30.

Todestages von

Andreina Emeri

haben verschiedene

Frauenorganisationen

auf Initiative

der Grünen Frauen

und in Zusammenarbeit

mit der

Grünen Fraktion im

Südtiroler Landtag

einen Abend mit

Erinnerungen und Musik veranstaltet.

„Andreina Emeri - Erzählungen, Erinnerungen,

Begegnungen” - unter diesem

Titel fanden sich am Freitag, 11.9.2015,

rund 100 Menschen zusammen, darunter

Kinder, FreundInnen, WeggefährtInnen

der Südtiroler Anwältin, Feministin,

Landtagsabgeordneten und Kämpferin.

Ausgehend von dem Buch „Andreina

Emeri, scritti e ricordi/Schriften und

Erinnerungen“, haben wir Kontakt

zu Menschen gesucht, die ihr

Leben mit Andreina geteilt

haben.

Valentina Emeri, Tochter

von Andreina, war eigens

aus den USA angereist:

„Meine Mutter war eine

energische, empathische

Frau, die die Natur liebte.

Sie kämpfte dafür, dass alle

Menschen die gleichen Rechte

und die gleichen Möglichkeiten haben.“

Luisa Gnecchi, Kammerabgeordnete in

Rom, erzählte vom Engagement rund um

die Beratungsstelle AIED, die heute noch

Anlaufstelle für viele Frauen ist. Mimma

Battisti, ehemalige Stadträtin und Freundin

von Andreina Emeri gleichen Alters,

erzählte von den vielen Treffen im Hause

Emeri, wo Frauen sich austauschten und

gemeinsam politische Ideen schmiedeten.

Grazia Barbiero, ehemalige Landtagsabgeordnete,

erinnerte schließlich an die

Arbeit im Landtag und Regionalrat, wo

sie häufig mit Andreina Emeri zusammenarbeitete,

obwohl unterschiedlichen

Gruppierungen angehörig.

Emeri war Mitbegründerin der Frauengruppe

Kollontaj in Bozen, die in den

1970er Jahren u.a. für das Recht auf

Abtreibung und für die Frauenhäuser

kämpfte, und sie engagierte sich als

Präsidentin für die Beratungsstelle AIED.

Andreina Emeri, 1983 in den

Südtiroler Landtag gewählt, verstarb

1985 an Herzversagen während einer

Reise in Norwegen.

Alle Menschen, die wir getroffen haben,

um uns von Andreina erzählen zu lassen,

taten dies in liebevoller Erinnerung und

auch mit Wehmut. Sie und ihre Weggefährtinnen

haben für Bozen und Südtirol

Wichtiges geleistet, für Rechte gekämpft,

die für uns selbstverständlich sind.

Andreina Emeri, deren Erfahrungen und

Wissen uns leider größtenteils verschlossen

bleiben, ist uns dennoch Inspiration.

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