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Anzeige Was ist eine Spondyloarthritis? Bei einer Spondyloarthritis kommt es zu einer Entzündung an den kleinen Wirbelgelenken der Wirbelsäule sowie an anderen Gelenken des Körpers. Das komplizierte Wort setzt sich aus „Spondylo-“ für Wirbelkörper bzw. Wirbelsäule, „arthr-“ für Gelenke und „-itis“ für Entzündung zusammen. Ärzte unterscheiden eine ganze Reihe von Spondyloarthritiden. Bei den meisten dieser Erkrankungen stehen für die Betroffenen Rückenschmerzen im Vordergrund. Im Gegensatz zur chronischen Polyarthritis finden sich weder Rheumaknoten noch sogenannte Rheumafaktoren in der laborchemischen Untersuchung des Blutes. Ebenso wie eine familiäre Häufung dieser Erkrankungsgruppe, besteht ein Zusammenhang mit einer Veränderung des so genannten HLA-B27 Gens. Welche speziellen Formen von Spondyloarthritis gibt es? Zu den Spondyloarthritiden gehören so unterschiedliche Erkrankungen wie: • Spondylitis ankylosans (auch Morbus Bechterew genannt) • Spondyloarthritis psoriatica (Arthritis bei Schuppenflechte) • Spondyloarthritis bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa (Arthritis bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen) • reaktive Arthritis; sie folgt auf eine infektiöse Erkrankung, meist auf einen Harnwegsinfekt oder eine Darminfektion • seltene Spondyloarthritiden in Zusammenhang mit anderen Erkrankungen Welche Symptome treten bei einer Spondyloarthritis auf? Viele Patienten beklagen tief sitzende Rückenschmerzen, die sich sowohl durch klinische Untersuchungen als auch durch radiologische Bildgebung (Röntgen) im Bereich des Kreuzdarmbeingelenkes (Iliosakralgelenk) und entlang der Wirbelsäule lokalisieren lassen. Es können ebenfalls weitere Gelenke befallen sein, insbesondere der unteren Extremität (Beine und Füße). Typisch sind auch entzündliche Veränderungen der Ansätze von Sehnen und Bändern. Augenentzündung, Schleimhautentzündung und Hautveränderungen zählen ebenfalls zum Erkrankungsbild einer Spondyloarthritis. Was kann man bei einer Spondyloarthritis tun? Es gibt eine ganze Reihe physikalischer Maßnahmen, die in der Regel bei Spondyloarthritis Linderung verschaffen und die Beweglichkeit der Gelenke erhalten: Krankengymnastik, Wärmeanwendungen, evtl. auch Kälteanwendungen, Bäderbehandlung und Elektrotherapie. Gegen Schmerzen und gegen die Entzündung werden als medikamentöse Therapieoption häufig Nicht-steroidale Antirheumatika oder Coxibe eingesetzt. Die Therapie orientiert sich zuerst an dem zugrunde liegenden Krankheitsbild, also beispielsweise der Schuppenflechte oder der chronisch entzündlichen Spondyloarthritiden können in vielen verschiedenen Formen auftreten. Die Behandlung der Symptome ist durch physikalische und medikamentöse Therapien gut möglich. Darmerkrankung. Einen Morbus Bechterew behandelt man mit ähnlichen Medikamenten wie Rheuma. Als Medikamente werden beispielsweise Sulfasalazin oder TNF-alpha-Blocker eingesetzt. Die medikamentöse und physikalische Therapie wird in der Regel in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachärzten und Therapeuten sowie unter Mitwirkung des Betroffenen selbst festgelegt. © high_resolution - Fotolia.com, Text: MSD Sharp& Dohme GmbH, Haar Deutschland entdeckt die Pflegevorsorge Günstige Beiträge und staatliche Förderung zahlen sich aus Seit ihrer Einführung am 1. Januar 2013 haben bereits über 350.000 Bundesbürger die staatliche Pflegezusatzversicherung abgeschlossen. Und das aus gutem Grund, denn wer frühzeitig vorsorgt, profitiert in der Pflegevorsorge nicht nur von staatlicher Förderung, sondern auch von günstigen Beiträgen. Um vollständig abgesichert zu sein, ist allerdings in den meisten Fällen eine Ergänzung zum sogenannten „Pflege-Bahr“ sinnvoll. Pflege ist kein Tabuthema mehr, im Gegenteil: Das Bewusstsein, dass jeder jederzeit zum Pflegefall werden kann, scheint in der Gesellschaft breit verankert zu sein. Die gesetzliche Pflegeversicherung übernimmt im Fall der Fälle aber nur einen geringen Teil der Pflegekosten. Was also kann man tun, um sich finanzielle Spielräume zu bewahren und die Angehörigen nicht mit den Kosten alleine zu lassen? Die Antwort lautet: private Vorsorge. Hierzu ist der „Pflege-Bahr“ ein erster Schritt. Denn der Staat zahlt allen Bürgerinnen und Bürgern, die pflege-pflichtversichert und über 18 Jahre alt sind, jährlich 60 Euro. Einzige Bedingung ist, dass eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen wird. Staatliche Förderung nutzen Wer heute 30 Jahre alt ist, kann zum Beispiel bei der HUK- COBURG auf diese Weise bereits ein Pflegegeld von 800 Euro versichern - mit einem Eigenanteil von lediglich 10 Euro pro Monat. Wer 50 Jahre alt ist, kann für 17 Euro pro Monat 600 Euro Pflegegeld versichern. Je früher man sich der Thematik widmet, umso stärker profitiert man also von günstigen Tarifen. Die Leistungen können bereits fünf Jahre nach Vertragsabschluss abgerufen werden. Tritt der Pflegefall in Folge eines Unfalls ein, hat der Versicherte allerdings sofortigen Anspruch. Und noch einen Vorteil bringt die private Pflegevorsorge mit sich: über das Geld kann frei verfügt werden, ganz gleich, ob man die Pflege zuhause oder im Heim, durch Angehörige oder einen ambulanten Pflegedienst vorzieht. Dank Pflegetagegeld optimal abgesichert So wichtig der Anreiz „Pflege-Bahr“ für die Akzeptanz der privaten Pflegevorsorge ist: Er schließt meist nicht die gesamte finanzielle Lücke, die zwischen den Pflegekosten und den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung besteht. Vielmehr stellt er eine Grundabsicherung dar. „Ausreichend versichert ist, wer darüber hinaus vorsorgt. Zum Beispiel mit dem Pflegetagegeld“, raten die Experten der HUK-COBURG. „Das gibt es in unterschiedlichen Tarifen und lässt sich so optimal auf die eigenen persönlichen Lebensumstände und Bedürfnisse abstimmen.“ Chronische Rückenschmerzen– Mythos und Wahrheit Rückenschmerzen sind weit verbreitet. Fast jeder Mensch leidet im Laufe seines Lebens darunter. Die Volkskrankheit „Rücken“ ist für den Laien ein Buch mit sieben Siegeln. Die Ursachensuche ist schwierig wegen der komplizierten Mechanik der Wirbelsäule und wegen des meist multifaktoriellen Geschehens . Erschwerend wirkt, dass die Ausgestaltung des Symptoms Rückenschmerz von der persönlichen Lebens -und Arbeitssituation, vom persönlichen Verhalten, vom individuellen Schmerzempfinden und von der psychischen Konstitution des Betroffenen maßgeblich beeinflusst wird. Daraus ergibt sich , dass die Therapie von chronischen Rückenschmerzen nach aktueller Auffassung multimodal, also mit einer Kombination verschiedener Therapieverfahren erfolgen sollte. Mehr oder weniger laienhafte Erklärungsversuche und überholte medizinische Erklärungsmodelle bilden den Nährboden für Mythen und Legenden. © WavebreakMediaMicro - fotolia.com 10 GesundPlus GesundPlus 11