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Das Netzmagazin mit Themenschwerpunkt: Rücken

Bei der Ischialgie

Bei der Ischialgie handelt es sich um einen häufig auftretenden, manchmal zu Beeinträchtigungen führenden Schmerz. In der Regel hängt die Ischialgie mit der Reizung eines Nervs (an der Nervenwurzel im Bereich der Wirbelsäule) zusammen. Die Ischialgie zeichnet sich durch einen heftigen Schmerz aus, der nur auf einer Seite auftritt und vom oberen Gesäß über den Oberschenkel und den Unterschenkel bis in den Fuß ausstrahlt. Die Weiterleitung des Schmerzes folgt dem Verlauf eines Nerven, der Ischiasnerv genannt wird. Der Ischiasnerv, der im Rückenmark entspringt und zwischen den Wirbelkörpern herauszieht, sorgt für die Empfindlichkeit der Haut und ermöglicht die Kontrolle über die Muskeln in einem großen Teil des Beins. Rückenschenschmerzen sind Ischalgien Was Sie selbst tun können © Clemens Schüßler - fotolia.com, Text: MSD Sharp& Dohme GmbH, Haar In der Regel heilt eine Ischialgie innerhalb von wenigen Wochen von selbst wieder ab. Strenge Bettruhe wird heute nicht mehr empfohlen. Wichtig ist, sich so schnell wie möglich Erleichterung zu verschaffen. Hier helfen Schmerzmittel, Entzündungshemmer und Infiltrationen. Ischialgie & Wärmebehandlung Unter einer Ischialgie versteht der Arzt Beschwerden, die durch eine Reizung des Ischiasnervs (medizinisch: Nervus ischiadicus) entstehen. Dabei treten in der Regel Schmerzen auf, die vom Rücken über das Gesäß und die Rückseite des Oberschenkels bis zur Kniekehle ziehen. Kommen zur Ischialgie starke Rückenschmerzen hinzu, spricht der Arzt von einer Lumboischialgie. Schmerzen im Verlauf des Ischiasnervs entstehen, wenn der Nerv gereizt wird. Diese Reizung tritt meist in der Lendenwirbelsäule bei Muskelverspannungen, bei einer Vorwölbung, einem Vorfall der Bandscheibe oder einer Blockierung der Wirbelkörper auf. Sehr selten können auch Tumore der Wirbelsäule oder Entzündungen für die Schmerzen verantwortlich sein. Wie wird eine Ischialgie behandelt? Die Beschwerden bei einer Ischialgie lassen sich durch Medikamente und durch eine Vielzahl physikalischer Maßnahmen lindern. In der Regel wird der Arzt ein Schmerzmittel oder muskelentspannende Medikamente verschreiben. Diese sollte man regelmäßig und nicht nur nach Bedarf einnehmen, damit Schmerz und Muskelverspannung sich nicht gegenseitig aufschaukeln. Zu einer physikalischen Therapie können folgende Maßnahmen gehören: Hochlagerung der Beine, z. B. Stufenlagerung auf einem Würfel zur Entlastung des Nervs, Krankengymnastik, Wärmeanwendung, Massage oder Rückenschule in der Rehabilitationsphase. Ischialgie & Wärmebehandlung Wärmeanwendungen bei Rückenschmerzen entspannen die Muskulatur und fördern die Durchblutung. Dies ist wissenschaftlich nachgewiesen. Viele Betroffene empfinden Wärme als wohltuend und schmerzlindernd. Es gibt verschiedene Formen von Wärmeanwendungen: • Wärmepackungen, z. B. mit Fango, Schlick, Moor • feuchtheiße Wickel, heiße Rolle • Infrarotbestrahlung des Rückens • Ultraschall; die Schallwellen dringen dabei bis zu 8 cm tief ins Gewebe ein und erzeugen darin Vibrationen und Wärme • Hochfrequenztherapie; dabei wird Wärme durch elektromagnetische Felder erzeugt • Bewegungsbäder bei 36 °C • Heißluft • durchblutungsfördernde Salben, Wärmepflaster Je nach Methode sollte die Dauer der Anwendung 15 Minuten nicht überschreiten, man kann sie aber unter Umständen mehrmals am Tag durchführen. Zur Vorbeugung kann warme, winddichte Kleidung den Rücken warm halten. Je nach Situation bietet sich dazu auch spezielle Sportunterwäsche an. Vermeiden Sie eine Ruhigstellung, lindern Sie den Schmerz so schnell wie möglich und haben Sie Geduld – in der Regel heilt die Ischialgie von selbst ab. Wärmeanwendungen werden von den Patienten bei Ischialgien häufig als wohltuend empfunden. Sie entspannen die Muskulatur und wirken durchblutungsfördernd. Eingesetzt werden zum Beispiel Packungen, Wickel, Infrarotbestrahlung, Ultraschall oder Heißluft. Der Schmerz ist die Folge einer Entzündung des Nerven, die meist von einer Kompression (einem Druck auf den Nerven) auf Grund eines Bandscheibenvorfalls herrührt. Man spricht hierbei auch von einer „diskogenen Radikulopathie“. Der Schmerz kann von einem Taubheitsgefühl, Kribbeln oder einer Missempfindung der Haut, der so genannten „Parästhesie“, begleitet sein. Ausgelöst wird die Ischialgie meist in Folge eines Verschleißes einer der Bandscheiben. Dabei spielen mehrere Faktoren zusammen: berufliche Belastung, Sport, Traumata und andere äußere Einwirkungen sowie genetische Veranlagung. Nach einem Bandscheibenvorfall kommt es häufig zu einer Kompression des Ischiasnervs. © Bernd Jürgens - fotolia.com, , Text: MSD Sharp& Dohme GmbH, Haar 6 GesundPlus GesundPlus 7