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LERNEN MIT ZUKUNFT Juni 2020

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information & entwicklung In Zeiten des Klimawandels: Ernährungssicherheit VERÄNDERUNG DURCH KLEINBAUERN*INNEN IN SÜDASIEN Denise Wilfinger, MA Internationale Programme Auslandshilfe Caritas Österreich www.caritas.at Fotos © Archiv Caritas 6 | JUNI 2020 Im Jahr 2018 litten weltweit über 820 Millionen Menschen an Hunger. Das ist eine von neun Personen. (FSIN, FAO, 2020). Darunter auch viele Kinder und Babys. Sie kommen mit niedrigem Geburtsgewicht zur Welt oder haben als Kleinkinder nicht genug zu essen, um sich optimal entwickeln zu können. Das Programm SAFBIN kämpft gegen den globalen Hunger. SAFBIN unterstützt 4.300 Haushalte und somit über 21.000 Personen in Bangladesch, Indien, Nepal und Pakistan in knapp 100 Dörfern dabei, ihre Lebensgrundlage trotz Klimawandel zu sichern. Denn durch Temperatur- und Niederschlagsschwankungen, sowie der Verfügbarkeit von Wasser, wird die landwirtschaftliche Produktion beeinflusst. SAFBIN steht für "Strenghtening Adaptive Farming and Biodiversity Network“ und ist ein länderübergreifendes Regionalprogramm welches die Ernährungssicherheit von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Südasien verbessern will. Das Programm trägt dazu bei, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen - vor allem SDG 2 „Zero Hunger“- zu erreichen. KleinbäuerInnen sind dabei die wichtigste Zielgruppe und tragen auch aktiv zur Lösung des Hunger-Problems bei. Denn die Zukunft der Landwirtschaft mit den vorhandenen Klimaveränderungen, sowie die Erreichung diverser Klimaziele liegt in den Händen von KleinbäuerInnnen. Innerhalb des Programms gibt es Partnerschaften mit Forschungsinstitutionen und Behörden und so werden Kleinbauern und -bäuerinnen zu ForscherInnen, die mit einfachsten Mitteln, zB. durch eine höhere Artenvielfalt, oder zeitliche Verschiebung der Aussaat, Wiederbelebung resistenter lokaler Sorten und geringem Ressourcenverbrauch (z. B. durch den Verzicht auf chemische Pestizide) die Ernte sichern können. Durch diese Expertise, sind sie gleichzeitig besser gegen die Folgen des Klimawandels geschützt. Ein weiteres Ziel ist die Förderung der Vermarkung, denn der Verkauf der nachhaltig produzierten Lebensmittel sichert zusätzliches Einkommen für KleinbäuerInnen und ihre Familien. Einzigartig dabei sind auch die Zusammenarbeit und der Wissensaustausch über die Grenzen von vier Ländern hinweg. Wie sich das auf die Lebensgrundlage und Ernährungssicherheit vieler Menschen auswirkt, möchten wir am Beispiel einer indischen KleinbäuerInnen Frauengruppe näherbringen. Aber lassen wir sie selbst erzählen: “We are a group with 15 members. Before SAFBIN came here, we used to do agriculture, but we did not use to do research on these crops. Rather than doing plenty of farming without doing research, now we focus on growing the variety which is suitable to the soil. Another thing we learned is off-season farming. A third thing is that we started saving money, by fundraising among ourselves. By collecting the fund, now we managed to gather around NPR 250,000 to 300,000. On the 6th of every month we have a meeting.” Nähere Informationen zum SAFBIN Regionalprogramm in Südasien unter: https://www.caritas.at/auslandshilfe/schwerpunkte/hunger/safbin-staerkung-von-kleinbaeuerinnen-in-suedasien/ und www.safbin.org