E-Kehrmaschinen in der PraxisEin Plus für Umwelt, Anwender und AnwohnerHalle C6 / 105KÄRCHER >> Städte und Gemeinden sowie Dienstleister elektrifizieren zunehmendihre Fahrzeugflotten für die kommunale Reinigung – in Ländern wie Schweden,Norwegen oder der Schweiz sind bereits Quoten bis zu 50 % erreicht. Vor allemE-Kehrmaschinen sind auf dem Vormarsch, da sie vielerorts kraftstoffbetriebeneVarianten sehr gut ersetzen können. Zwar liegen die Investitionskosten höher, dieWartungskosten über die Laufzeit sind dafür aber sehr viel niedriger und Umweltvorgabensind berücksichtigt. Wer seine Flotte umstellt, sollte je nach örtlichenGegebenheiten auch die vorhandene Ladeinfrastruktur in den Blick nehmen, umvon Anfang an voll von der Umstellung zu profitieren. Ein 3-Besensystem erleichtert das Kehren an Straßenrändern oderermöglicht Kehren auf zwei Ebenen, zum Beispiel auf Bordsteinen. Auch wenn die Kehrmaschine einen normalen Arbeitseinsatzohne Zwischenladen erledigen kann, sollte die Infrastrukturgenügend Lademöglichkeiten beispielsweise für Sondereinsätzebei hohem Schmutzaufkommen bieten. / © KärcherWarum E-Kehrmaschinen?Weniger CO2, weniger Lärm, weniger VibrationDie Reduktion von CO2-Emissionen ist in vielen Bereichen gesetzlich vorgegeben,auch Kommunen haben entsprechende Richtlinien einzuhalten. Somit ist der Einsatzvon E-Kehrmaschinen überall angezeigt, wo sie kraftstoffbetriebene Variantenproblemlos ersetzen können. Lediglich dort, wo sehr lange Fahrstrecken zurückzulegensind und keine Ladeinfrastruktur zur Verfügung steht, ist dies noch nichtder Fall.E-Kehrmaschinen bieten jenseits der reduzierten CO2-Emissionen weitere Vorteilefür Anwender und Umfeld. So sind sie auch bei maximaler Leistung sehr leise,wodurch die Lärmbelastung für Fahrer, Anwohner und Passanten gesenkt wird.Anwender, die den Arbeitsplatz Kehrmaschine den ganzen Tag nutzen, profitierensomit von einem sehr viel höheren Komfort. Auch entfallen die Vibrationen des Dieselmotors,und bei der Wartung entsteht weniger Aufwand, da zum Beispiel keinÖlwechsel mehr erforderlich ist. Gleichzeitig steigt die Akzeptanz für Reinigungsarbeitenin der Bevölkerung, weil sie als weniger störend empfunden werden.18 KOMMUNAL- / FORST- / LANDTECHNIK
E-Kehrmaschinen sind flexibel einsetzbar und stoßenkeine CO2-Emissionen aus. Das macht sie für Anwenderzu einer angenehmen, nachhaltigen Lösung. Was heißt Kehren mit E-Antrieb?Ladeinfrastruktur, Rekuperation und Fahrerschulung im FokusWenn Kommunen oder Dienstleister in E-Kehrmaschinen investieren wollen,sollten Modelle ausgewählt werden, die eine Arbeitsschicht ohne Zwischenladenabsolvieren können. Zudem ist es ratsam, die örtlichen Gegebenheiten und dievorhandene Ladeinfrastruktur zu prüfen. Sind intensive Reinigungsarbeiten oderStrecken mit relativ viel Steigungen zu absolvieren, sollten stimmig zu Einsatzbedingungenund Fahrzeugflotte genügend Lademöglichkeiten mit der notwendigenAbsicherung zur Verfügung stehen.Ein anderer wichtiger Aspekt ist die Rekuperation. Wie bei allen E-Fahrzeugenwird auch bei E-Kehrmaschinen der Elektromotor bei Bergabfahrten und beimBremsen zu einem Generator umfunktioniert. Er wandelt die kinetische Energie inelektrische Energie um, mit der die Batterie geladen wird. Dieser Prozess kann dieEinsatzdauer verlängern, was sich in der Einsatzplanung sehr gut nutzen lässt. Beider Wahl des Herstellers empfiehlt es sich darauf zu achten, dass eine umfassendeBeratung sowie eine Schulung für Anwender angeboten wird, um die Vorteile durcheinen sachgemäßen Umgang mit dem Fahrzeug bestmöglich zu nutzen.Was sollte die E-Kehrmaschine können?Grundlegende Eigenschaften und wichtige DetailsWesentliche Faktoren bei der Anschaffung von E-Kehrmaschinen sind die Kapazität,die Effizienz und die daraus resultierende Laufzeit im Einsatz. Auch sollten dieFahrzeuge bei Bedarf im Straßenverkehr mit Höchstgeschwindigkeiten bis 60 km/hgut mithalten können und durch eine hohe Motorleistung eine gute Steigfähigkeitbieten. Ein großer Kehrgutbehälter sorgt zudem dafür, dass längere Einsätze nichtdurch häufiges Leeren unterbrochen werden müssen.Manche Modelle bieten die Möglichkeit, dass der Fahrer per Knopfdruck die Rekuperationverstärkt. Damit wird mehr Energie umgewandelt und der Batteriewieder zugeführt. Bei einem konsequent optimierten Energiemanagement oderdurch Zwischenladen während der Arbeitspausen sind ganztägige Einsätze mit E-Kehrmaschinen problemlos realisierbar.Verfügt die E-Kehrmaschine über zwei getrennte Batteriepacks, muss nur einBatteriepack getauscht werden, wenn daran ein technisches Problem auftritt. Danicht die komplette Batterie getauscht werden muss, lassen sich Kosten sparen.Zudem sollte darauf geachtet werden, dass alle innenliegenden Teile wie Akkus,Onboard-Ladegerät etc. so verbaut sind, dass ein einfaches Reinigen mit dem Wasserschlauchgefahrlos möglich ist.Hydraulisch gesteuerte Anbaugeräte? Zwei zentrale VorteileE-Kehrmaschinen können, je nach Hersteller, auch mit einem Schrubbdeck oderbei leichtem Schneefall mit einer Frontkehrwalze genutzt werden. Dies ist lediglichin Bergregionen nicht sinnvoll, wo ein 4x4-Antrieb benötigt wird undmeist größere Anbaugeräte hohe Schneemengen bewältigen müssen. Erfolgt dieSteuerung der Anbaugeräte, beispielsweise des Besenmotors, hydraulisch, hatdies zwei Vorteile: Zum einen ist der Wechsel von Anbaugeräten ohne elektrischgeschulte Fachkräfte sehr einfach möglich, was den Aufwand im Arbeitsalltagreduziert und die Handhabung erleichtert. Zum anderen ist es technisch unproblematisch,wenn der Besenmotor blockiert wird, beispielsweise durch Ablaufgitterin Schachtdeckeln oder andere Hindernisse. Der Ölfluss hält in diesem Fallan und läuft erst wieder weiter, wenn die Blockade nicht mehr besteht. Läuft dieSteuerung der Anbaugeräte hingegen mit einem Elektromotor, arbeitet dieser beieiner Blockade weiter und kann beschädigt werden, wenn sie zu lange anhält.MHS 600Straßenunterhaltungim ProfibetriebFBF 430 SBesuchen Sie uns:Messe München04.-07. Mai 2026Halle C6Stand 241/340Professionell. Innovativ. Zuverlässig.E-Mail info@mulag.comWeb www.mulag.comMehr Infos zum Thema Straßenunterhaltungwww.mulag.com/road
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