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MASCHINEN & TECHNIK | April 2026

Messeausgabe zur IFAT MUNICH 2026

EDITORIALKreislaufwirtschaftzwischen Anspruch und RealitätDie Recycling- und Entsorgungsbranche steht an einem Wendepunkt. In einer Welt,die von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und strukturellenUmbrüchen geprägt ist, geraten auch etablierte Ordnungen der internationalenZusammenarbeit ins Wanken. Diese Entwicklung trifft die Kreislaufwirtschaftins Mark – nicht abstrakt, sondern ganz konkret in ihren Stoffströmen, Märktenund regulatorischen Rahmenbedingungen.Lange Zeit wurde die Frage der Rohstoffsicherheit unterschätzt. Heute ist sie zurückim Zentrum politischer Debatten. Dabei ist die Erkenntnis gereift, dass Sekundärrohstoffeein strategischer Baustein industrieller Versorgungssicherheit sind.Doch aus dieser richtigen Einsicht droht eine problematische Schlussfolgerung zuentstehen: der Ruf nach Abschottung. Forderungen nach Exportbeschränkungenfür Sekundärrohstoffe mögen auf den ersten Blick nachvollziehbar erscheinen – siegreifen jedoch zu kurz und verkennen die Funktionsweise globaler Märkte.Deutschland und Europa sind auf offene Märkte angewiesen. Das gilt gerade fürdie Kreislaufwirtschaft. Ein funktionierender Altpapierkreislauf etwa basiert nichtauf nationaler Abschottung, sondern auf internationaler Nachfrage. Die Realität isteindeutig: In Europa wird mehr Altpapier gesammelt, als die heimische Industrieaktuell nachfragt. Wer in dieser Situation Exporte behindert, riskiert nicht wenigerals die Stabilität des gesamten Systems.Hinzu kommt eine Regulierung, die zunehmend zur Belastungsprobe wird. Mitder neuen Abfallverbringungsverordnung und digitalen Nachweissystemen wieDIWASS werden bürokratische Hürden aufgebaut, deren Nutzen für Umwelt- undRessourcenschutz zweifelhaft ist. Besonders problematisch ist dabei die mangelndeEinheitlichkeit im Vollzug. Unterschiedliche Auslegungen auf nationaler und regionalerEbene führen zu Rechtsunsicherheit und erschweren operative Abläufe– vor allem für mittelständische Unternehmen.Die Branche hat frühzeitig und geschlossen auf diese Fehlentwicklungen hingewiesen.Im Schulterschluss mit europäischen Verbänden, der Industrie und derLogistik wurden praktikable Lösungen vorgeschlagen. Dass zumindest für nichtgefährlicheAbfälle Übergangsregelungen diskutiert werden, ist ein Schritt in dierichtige Richtung. Doch auch hier droht eine restriktive Umsetzung, die den eigentlichenZweck konterkariert.Gleichzeitig sieht sich die Branche mit weiteren strukturellen Herausforderungenkonfrontiert: eine zu geringe Nachfrage nach Rezyklaten, hoher Kostendruck durchEnergiepreise, zunehmende Konkurrenz durch Niedrigpreisangebote sowie Investitionshemmnisse.All das trifft auf eine Industrie, die eigentlich bereit ist, zuinvestieren, Innovationen voranzutreiben und ihre Rolle als zentraler Akteur derTransformation zu stärken.Was fehlt, sind verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen. Eine Politik,die Kreislaufwirtschaft ernst meint, darf funktionierende Märkte nicht durch Überregulierungschwächen. Sie muss Nachfrage nach Rezyklaten stärken, Wettbewerbsverzerrungenabbauen und für klare, einheitliche Regeln sorgen. Der Fokussollte auf Effizienz und Wirkung liegen – nicht auf immer neuen Nachweispflichtenund Handelshindernissen.Die deutsche Recyclingwirtschaft ist technologisch führend und ein unverzichtbarerBestandteil von Ressourcen- und Klimaschutz. Ihr Potenzial ist groß – doches wird nur dann ausgeschöpft, wenn die politischen Leitplanken stimmen. Es gehtnicht weniger als darum, wirtschaftliche Stärke und ökologische Nachhaltigkeitzusammenzuführen.Der Appell ist daher klar: Weniger Bürokratie, mehr Marktvertrauen. Weniger Abschottung,mehr internationale Integration. Und vor allem: der Mut, funktionierendeSysteme nicht zu gefährden, sondern gezielt zu stärken. Nur so lässt sich dieKreislaufwirtschaft als tragende Säule einer resilienten und nachhaltigen Industriepolitiksichern. Treffen Sie den bvse auf der IFAT: Halle A6, Stand 115.Eric Rehbockbvse-HauptgeschäftsführerHalle A6 / 1158 FACHEDITORIAL

Wenn Komponenten zumSystem werdenLösungen für mobile Maschinen – alles aus einer Handmobile IoTRadarsensorenioControlLeistungsstarke undrobuste HMIsSteuerungen für mobile Maschinenmit leistungsfähigen Schnittstellen fürvielfältige KommunikationsaufgabenInnovative KI‐Kamera fürPersonen- und KollisionsschutzCAN‐NeigungssensorenSafety‐SensorenecomatBasicControllerJede ecomatmobile‐Komponente für sich ist bereits leistungsfähig und vielseitig einsetzbar. Doch ihrewahre Stärke zeigt sich erst im Verbund: Wenn Sensorik, Steuerung, HMI, I/O‐Module und Software nahtlosmiteinander arbeiten.Integration, Kommunikation, Diagnose und Predictive Maintenance greifen dabei so ineinander, dassIhre mobile Maschine noch stabiler, transparenter und effizienter betrieben werden kann. Prozesse werdenharmonischer, Entscheidungen schneller, der Betrieb zuverlässiger. Unser Versprechen ist dabei ganz einfach:1 + 1 > 2. Weil ein abgestimmtes System mehr kann als die Summe seiner Teile.Neugierig geworden? Dann besuchen Sie uns auf derIFAT 2026 in München – Halle C6, Stand 141. SichernSie sich Ihr kostenfreies Ticket und erfahren Sie vorOrt mehr über unsere innovativen Lösungen für mobileArbeitsmaschinen!sensors.software.solutions.ifm.com