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MASCHINEN & TECHNIK | Dezember 2024 / Januar 2025

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Jahresabschluss-Ausgabe 2024 inklusive Beilage Maschinen-Almanach

Stefan Mitterer –

Stefan Mitterer – Oelcheck GmbHNachhaltiger undkosteneffizienter Maschinenbetriebmit Hilfe von Schmierstoff-AnalysenOELCHECK GMBH >> Die Herausforderungen der heutigenIndustrie sind klar definiert: Effizienzsteigerung,Kostensenkung und Nachhaltigkeit. Im Zentrum dieserZiele steht ein oft unterschätztes, aber essenziellesElement – die Schmierstoffe. Ihre gezielteAnalyse eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, nichtnur Betriebskosten zu senken, sondern auch ihrenCO 2-Fußabdruck signifikant zu reduzieren.SCHMIERSTOFF-ANALYSEN –MEHR ALS NUR ÖLPRÜFUNGUrsprünglich dazu gedacht, den Zustand gebrauchterÖle und Fette zu bewerten, hat sich die Schmierstoffanalytikin den letzten Jahrzehnten zu einemunverzichtbaren Werkzeug für den nachhaltigenMaschinenbetrieb entwickelt. Moderne Analysen ermöglichen:• Früherkennung von Schäden: Probleme wie Verschleiß,Oxidation oder Verunreinigungen werdenrechtzeitig erkannt.• Optimierung von Wartungsintervallen: Ölwechselund Wartungen können gezielt und nicht nachstarren Zeitplänen erfolgen.• Verlängerung der Ölstandzeiten: In der Praxis isteine Verdoppelung oder sogar Verdreifachung derbisherigen Intervalle keine Seltenheit.Die durch regelmäßige Analysen gewonnenen Datenliefern wertvolle Einblicke in den Zustand derMaschinen und Schmierstoffe. So können Ausfällevermieden, Betriebskosten gesenkt und der Ressourceneinsatzoptimiert werden.NACHHALTIGKEIT DURCH EFFIZIENZDer Umweltschutz steht in der Industrie zunehmendim Fokus. Schmierstoffe belasten die Umwelt entlangihrer gesamten Wertschöpfungskette – von der Herstellungbis zur Entsorgung.Eine gezielte Schmierstoffanalyse kann die Einsatzzeitvon Schmierstoffen erheblich verlängern und denVerbrauch reduzieren. Die positiven Auswirkungenauf die CO 2-Bilanz sind beeindruckend:• Reduzierte Produktion und Entsorgung: WenigerFrischöl und Altöl bedeuten geringere Emissionen.• Energieeinsparung: Effiziente Schmierung minimiertReibungsverluste in Maschinen, senkt denEnergieverbrauch und damit die CO 2-Emissionen.Ein konkretes Beispiel aus der Praxis von Oelcheck,einem führenden Labor für Schmier- und Betriebsstoffanalysenin Europa: Bei der Untersuchung vonmehr als fünf Millionen gebrauchten Schmierölenin den letzten Jahrzehnten zeigte sich, dass 25 %der Proben, die direkt vor einem prophylaktischenÖlwechsel entnommen wurden, im grünen Bereichlagen – die Schmierstoffe hätten weiterverwendetwerden können. Hätten die Betreiber in diesenFällen ihre Ölstandzeiten nur um 20 % verlängert,wären geschätzt über 120.000 Tonnen Schmierstoffeingespart worden. Die CO 2-Emissionen, die durchHerstellung, Transport und Entsorgung dieser Mengeentstehen, hätten ebenfalls drastisch reduziertwerden können. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wieviel Potenzial in der Optimierung von Wechselintervallensteckt – nicht nur ökologisch, sondern natürlichauch ökonomisch.VORAUSSETZUNGENFÜR EINE ERFOLGREICHE ANALYSEDie Effizienz der Schmierstoffanalytik hängt vonmehreren Faktoren ab. Besonders wichtig sind:• Unabhängige Labore: Sie garantieren neutraleErgebnisse und Empfehlungen.• Angepasste Prüfumfänge: Verschiedene Schmierstoffeerfordern spezifische Tests.• Gut verständliche Laborberichte: Klare Ergebnisseund Handlungsempfehlungen sindentscheidend.• Digitale Datenintegration: Die Übertragung derErgebnisse in Instandhaltungsprogramme ermöglichteine optimale Nutzung.FAZITDie Schmierstoffanalytik leistet einen wesentlichenBeitrag zu einem nachhaltigen und kosteneffizientenMaschinenbetrieb. Sie verbindet ökologischeVerantwortung mit wirtschaftlicher Effizienz undhilft Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsziele zuerreichen. Gleichzeitig trägt sie zur Reduktion vonCO 2-Emissionen bei und steigert die Lebensdauerder Maschinen.Werden Schmierstoffanalysen gezielt und regelmäßigeingesetzt, lassen sich nicht nur Ressourcen sparen,sondern auch ungeplante Ausfälle vermeiden.Damit wird die Schmierstoffanalytik zu einem unverzichtbarenWerkzeug für eine zukunftsorientierteIndustrie.© Oelcheck GmbH76 DEZEMBER 2024 / JANUAR 2025 » MOTOREN / ANTRIEBSTECHNIK / KOMPONENTEN

SICHERHEITSSCHNITTSTELLE ZWISCHENMASCHINEN- UND HANDARBEITSPLÄTZENANZEIGEAuE Kassel installiert bei Hexagon Purus Upside-Down-Maschinenschutztorevon EFAFLEX zur Sicherung von RoboterzellenSie trennen Handarbeitsplätze von Roboterbereichen und beweglichenTeilen in Transportstrecken. Und sie öffnen von unten nach oben. Deshalbbieten die Maschinenschutztore EFA-SRT® MS USD (Upside-Down) vonEFAFLEX mehr Sicherheit für Mitarbeitende an Handarbeitsplätzen, die sichdirekt vor beweglichen Maschinenteilen befinden. A u E Kassel hat für eineneue Fertigungshalle von Hexagon Purus, in der Wasserstoff-DruckbehälterTyp 4 produziert werden, diese Version der Tore projektiert und eingebaut.„Die Auswahl dieser Tore ist nicht schwer zu begründen“, erklärt Dennis Sommer,technischer Projektleiter bei A u E. Der Kasseler Maschinenbauer ist fürdie gesamte Projektierung und für die Montage der Anlagen in der neuenProduktionshalle von Hexagon Purus verantwortlich. „Vor den Automatikzellenbefinden sich Handarbeitsplätze, an denen Mitarbeitende Ventile anWasserstoffbehältern montieren oder Adapter für die Prüfung anbringenoder demontieren. Wir brauchten deshalb eine Barriere von mindestenseinem Meter Höhe, damit niemand in den Automatikbereich treten kann. Dasschreibt die Richtlinie für diese Arbeitsplätze vor.“ Die MaschinenschutztoreEFA-SRT® MS Upside-Down öffnen von unten nach oben. An den Arbeitsplätzenbei Hexagon Purus fahren die Tore auf einen Meter Höhe. Damit ist denBeschäftigten der Zugang zur Roboterstrecke nicht möglich. Werden diebis zu vier Meter langen Behälter dann in die Roboterstrecke eingebrachtoder daraus entnommen, gibt das Tor für diesen Vorgang die Strecke nur fürkürzeste Zeit frei und fährt dann umgehend wieder auf einen Meter Höhe.SICHER UND ÜBERALL ZU MONTIEREN„Die Maschinenschutztore befinden sich an sehr neuralgischen Punkten derProduktion. Sie stellen eine wichtige Sicherheitsschnittstelle zwischen Roboternund Handarbeitsplätzen dar“, beschreibt Dennis Sommer ihre Wich-tigkeit. „Das bedeutet, dass sie perfekt mit dem Arbeitstakt der Maschineabzustimmen sein müssen.“Das EFA-SRT® MS USD ist das erste EFAFLEX Maschinenschutztor, das vonunten nach oben schließt. Das funktionssichere, platzsparende und wartungsarmeUpside-Down-Schnelllauftor wurde speziell für die intensiveindustrielle Anwendung konzipiert. In den Zargen des Rolltores befindetsich eine besonders leistungsfähige Zugvorrichtung, die das Abschlussschildnach oben zieht.Durch integrierte Fußbodenstützen in den Seitenzargen ist das Rolltorselbsttragend und kann problemlos im Boden verschraubt werden. Sicherungsknöpfean der Außenkante des Torbehangs halten diesen in denFührungsschienen.Die Torabmessungen sind mit Breiten von 600 bis 6.000 Millimeter und Höhenvon 1.000 bis 4.500 Millimeter konfigurierbar. Der flexible Torbehangist in mehreren Ausführungen und Farben erhältlich.Das EFA-SRT® MS USD verfügt über eine Verriegelung nach DIN EN ISO 14120und dient damit als alleinwirkende, kraftbetriebene, beweglich trennendeSchutz- sowie als Personen-Rückhalte-Einrichtung.In Kombination mit dem Steuersystem der Maschine garantiert das Torhöchste Sicherheit für Personen an Anlagen und Maschinen im industriellenund gewerblichen Bereich. Als elektrische Verriegelung zwischen Torund Anlage fungiert ein sicherer Endlagenschalter. Um den Eingriffschutzzu gewährleisten, sind sowohl die Wickelwelle als auch der Antrieb komplettmit Blechprofilen verkleidet.EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KGFliederstraße 14, D-84079 BruckbergTel.: +49 8765 82-433Mail: laura.birkmann@efaflex.com • Web: www.efaflex.com