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MASCHINEN & TECHNIK | Dezember 2025 / Januar 2026

Jahresabschlussausgabe 2025

Wie Digitalisierungim

Wie Digitalisierungim Glasfaserausbaueingesetzt wirdREMBERG >> Wer im Glasfaserausbau unterwegs ist, braucht vor allem ein gutesProjekt-Management und verlässliche Maschinen. Sie graben, schleifen, verfüllenund müssen regelmäßig gewartet werden, damit die Projekte fristgerecht fertigwerden. Doch bis vor Kurzem war das für den Spezialisten von GlasfaserausbauFiber Europe Management GmbH leichter gesagt als getan. Das Unternehmen verlegtmittels dem eigens entwickelten und mittlerweile genormten Stufenschleif-Verfahren Glasfaserkabel direkt in der Asphaltdecke von Straßen und setzt seiteiniger Zeit auf digitale Instandhaltung mit der Software von remberg.© Fiber EuropeVon manueller Verwaltung zur zentralen Echtzeit-Übersicht„Früher erfolgte unsere Instandhaltung noch mit einfachen Excel-Listen und warstark vom Erfahrungswissen einzelner Mitarbeiter abhängig“, erklärt KonradMatheis, COO von Fiber Europe. „Das machte es herausfordernd, alle Service- undWartungsaufgaben jederzeit im Blick zu behalten.“Mit über 100 Maschinen und Fahrzeugen, verteilt auf mehrere Standorte, war dasSystem zunehmend unübersichtlich. Durch die Einführung digitaler Prozesse konnteFiber Europe die Transparenz und Effizienz deutlich erhöhen – Wartungszyklen,Zuständigkeiten und Serviceintervalle sind heute klar dokumentiert und jederzeitabrufbar.Der Weg zur passenden LösungZiel war es, mit einem neuen, digitalen System Transparenz zu schaffen und Prozessezu optimieren, erklärt COO Konrad Matheis. „So können wir Stillstandszeitenreduzieren, Ausfälle vermeiden und letztlich auch Kosten senken.“ In einer dreimonatigenEinführungsphase wurde das System von remberg mit den vorhandenenDaten befüllt und an die Anforderungen im Glasfaserausbau angepasst.Seither sind alle Maschinen, Fahrzeuge und Geräte digital erfasst. Zu jeder Einheitgibt es eine digitale Anlagenakte mit Dokumenten wie Zulassungsscheinen, Bedienungsanleitungenund Serviceprotokollen. Termine wie TÜV oder Wartungsterminewerden automatisch erinnert, Verantwortlichkeiten sind klar zugewiesen.Einsatz in der Praxis: Weniger Koordination, mehr DurchblickHeute laufen Service- und Reparaturprozesse bei Fiber Europe digital und nachvollziehbarab. In der Praxis sieht das so aus: Meldungen über Schäden oder Störungenwerden direkt auf der Baustelle per Smartphone oder Tablet erfasst und andie Instandhaltung weitergeleitet. Der zuständige Techniker erstellt daraus einenArbeitsauftrag und weist ihn der Werkstatt zu. Darin sind alle relevanten Informationenhinterlegt: von Arbeitsschritten über benötigtes Material bis zu Sicherheitsvorgaben.Fotos, Zeichnungen und Messwerte können ergänzt werden, Rückfragenwerden direkt im System geklärt. Der Status ist jederzeit in Echtzeit einsehbar –von »offen« bis »erledigt«. So entsteht ein transparenter und durchgängig gesteuerterProzess, der Baustelle, Werkstatt und Verwaltung effizient verbindet.Weniger Stillstände, mehr EffizienzSeit der Einführung des Systems haben sich Maschinenstillstände deutlich reduziert.Durch planbare Serviceintervalle konnte das Unternehmen die Zahl der vermeidbarenAusfälle um rund 20 Prozent senken – Tendenz steigend, da noch nichtalle Prozesse vollständig digitalisiert sind. Auch in der täglichen Arbeit ist der Effektspürbar: Die Zeitersparnis durch strukturierte Abläufe, klare Zuständigkeiten undtransparente Informationsflüsse liegt aktuell auch bei etwa 20 Prozent. Der Returnon Invest einer digitalisierten Instandhaltung zeigt sich somit nicht nur in wenigerAusfällen und Wartungsaufwand, sondern auch in effizienteren Prozessen und einernachhaltig höheren Produktivität.Digitalisierung als Fundament für resiliente InstandhaltungDas Praxisbeispiel zeigt, dass Digitalisierung in der Instandhaltung kein Selbstzweckist. Entscheidend ist, Prozesse zu vereinfachen und Wissen im Unternehmenverfügbar zu machen. „KI und Digitalisierung bringen nur dann etwas, wenn dieBasics stimmen: saubere Daten, klare Prozesse und geschulte Teams“, betont DavidHahn, CEO von remberg. David Hahn remberg-CEO / © remberg© Fiber Europe40 KANAL- / ROHR- / LEITUNGSBAU

Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburg wieder zum Treffpunktfür Fachleute des Tief- und Leitungsbaus. Die Mischungaus Tagungsprogramm und Fachausstellung ist eine idealeNetworking-Plattform für Fachleute aus Kommunen, Ver- undEntsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauunternehmen sowieForschung und Lehre. / © iro/ Hauke-Christian Dittrich38. Oldenburger Rohrleitungsforum:Zukunft gestalten zwischenBestand und NeubauOLDENBURGER ROHRLEITUNGSFORUM >> Am 5. und 6. Februar 2026 wird Oldenburgerneut zum zentralen Branchentreff für Fachleute aus Kommunen, Ver- undEntsorgungswirtschaft, Ingenieurbüros, Bauwirtschaft sowie Forschung und Lehre.Unter dem Leitmotiv »Alt und Neu – Strategien für Netze von morgen« fokussiertdas 38. Oldenburger Rohrleitungsforum die Frage, wie Bestands- und Neubauinfrastrukturenzu einem zukunftsfähigen Gesamtsystem entwickelt werden können.Unterirdische Leitungsnetze bilden das Fundament unserer Versorgung mitWasser, Energie, Wärme, Daten und für die Abwasserentsorgung. Sie stehen vorwachsenden Herausforderungen: Urbanisierung, Klimawandel, Dekarbonisierung,Digitalisierung sowie der Fachkräftemangel verändern Planung, Bau und Betriebgrundlegend. „Unser Bestandsnetz muss sich ebenso wie neue Infrastrukturen denHerausforderungen unserer Zeit stellen“, betont Mike Böge, Geschäftsführer desInstituts für Rohrleitungsbau. Gefragt seien praxisnahe Konzepte, die technischeInnovation und Betriebserfahrung verbinden.Der Auftaktabend am 4. Februar 2026 thematisiert Risikomanagement, den Umgangmit Kritischer Infrastruktur und die Zukunft des Gasverteilnetzes. In den folgendenzwei Tagen spannt das Forum den Bogen über alle zentralen Bereiche desTief- und Leitungsbaus – von Wasser und Abwasser über Energie und Digitalisierungbis zu neuen Infrastrukturen für CO 2-Transport.In der Wasser- und Abwasserwirtschaft stehen der Umgang mit Klimawandel,Wasserengpässen und die Modernisierung von Kanalnetzen im Fokus. Diskutiertwerden intelligente Netzsteuerungen, regionale Verbundleitungen, Monitoring inEchtzeit sowie datenbasierte Instandhaltungsstrategien. Auch Regenwassermanagementund Schwammstadt-Konzepte haben einen festen Platz im Programm.Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Energiewende. Beiträge adressieren denUmbau von Gas- und Wärmenetzen, den Ausbau leistungsfähiger Stromkorridoresowie Planung und Betrieb des künftigen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Sessions zurUmstellung bestehender Gasleitungen auf H 2– inklusive Normung, Werkstofffragenund Betriebssicherheit – zählen zu den Kernpunkten der Veranstaltung.Das Forum beleuchtet zudem den Aufbau neuer CO 2-Transportnetze als Bestandteileiner klimaneutralen Industrie, ebenso wie aktuelle Entwicklungen im Fernwärmeausbau,der für die Wärmewende zunehmend Bedeutung gewinnt. Praxisbeispieleaus HGÜ-Projekten, Trassenbau und innovativen Bohrverfahren zeigen den hohentechnischen Anspruch moderner Energieinfrastruktur.Traditionell stark vertreten sind die Themen Werkstoffe (Beton, Kunststoff, Stahl,Guss) sowie die digitale Transformation. BIM, georeferenzierte Dokumentation,Sensorik und KI-gestützte Überwachung werden als Schlüssel für Effizienz, Qualitätund Transparenz im Leitungsbau vorgestellt. Ein eigener Fachblock widmet sichder Emissionsmessung und dem digitalen Gasnetzmonitoring.Mit der »Diskussion im Café« bietet das Forum offene Gesprächsrunden zu Fachkräftesicherung,Wasserwirtschaft im Wandel und Energiepolitik. Insgesamt bleibtdie Veranstaltung mit über 450 Ausstellern und mehr als 30 Fachblöcken daswichtigste Treffen der leitungsgebundenen Infrastrukturbranche. Der traditionelleOldenburger Grünkohlabend rundet das Programm ab und unterstreicht, dass Fortschrittvor allem im Dialog entsteht.Mit seiner 38. Auflage setzt das Oldenburger Rohrleitungsforum nochmalsneue Akzente in der Diskussion um die Zukunft der leitungsgebundenenInfrastruktur. Dabei spiegelt das Tagungsprogramm in über 30Vortragsblöcken einmal mehr die gesamte Spannweite technischerInfrastrukturentwicklung wider. / © iro/ Hauke-Christian DittrichKANAL- / ROHR- / LEITUNGSBAU 41