Aufrufe
vor 3 Monaten

Umwelt Journal 2020-1

  • Text
  • Mobilitaet
  • Wirtschaft
  • Abfall
  • Recycling
  • Klima
  • Umwelttechnik
  • Umweltjournal
  • Energiesparmesse
  • Kreislaufwirtschaft
  • Bauen
  • Messe
  • Unternehmen
  • Umwelt
  • Energie
UMWELT JOURNAL 1/2020 (veröffentlicht: 31.01.2020) Themen: Kreislaufwirtschaft, IFAT 2020, Energiesparmesse Wels, Bauen & Energie Wien, E-world Essen, Regierungsprogramm Österreich - Umwelt, Living Standards Award 2020, Abfallentsorgung, Gasturbinen, Bibliothek, Personalia, Seminare.

UMWELTjournal

UMWELTjournal 1/2020 | S10 trächtigen Markt zu etablieren und sich mit potenziellen Partnern und Investoren zu vernetzen. So sorgen wir auch 2020 für neue Impulse in der Branche“, sagt Rummel. Digitalisierug treibt Kreislaufwirtschaft an Der Kreislaufwirtschaft verleiht die IFAT 2020 mit ihren Ausstellern besondere Bedeutung. Ganz im Trend der Zeit spielt dabei die Digitalisierung eine wichtige Rolle. „Die Digitalisierung wird die heutige Kreislaufwirtschaft deutlich verändern“, ist sich Naemi Denz sicher. Laut der Geschäftsführerin des VD- MA-Fachverbands Abfall- und Recyclingtechnik werden zum Beispiel digital weitergegebene Informationen dafür sorgen, dass Sekundärrohstoffe noch passgenauer designt werden können. „Die Zusammensetzung des Inputmaterials wird in Zukunft in Echtzeit analysiert und der Aufbereitungsprozess über den Output gesteuert werden. Für den Maschinen- und Anlagenbau heißt das, dass der Trend weggeht von der rein mechanischen Aufbereitung. Mess- und Analysegeräte kommen dagegen verstärkt zum Einsatz, ebenso Automatisierungskomponenten“, prognostiziert die Expertin. Kreislaufwirtschatf 4.0 Was bedeutet Kreislaufwirtschaft 4.0 für die etablierten Entsorgungs- und Recyclingunternehmen? „In erster Linie Investitionen auf allen Ebenen. Schließlich müssen die Firmen ihre Digitalisierung noch schneller und nachdrücklicher vorantreiben als bisher und sich mit neuen Mitbewerbern am Markt auseinandersetzen“, schildert Naemi Denz. Peter Kurth, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) ergänzt: „Reibungslose digitale Abläufe bieten den Unternehmen der Entsorgungswirtschaft die Chance zu einer noch effizienteren Zusammenarbeit. Dazu ist es allerdings auch wichtig, dass die Unternehmen in digitalen Abläufen zukünftig eine gemeinsame Sprache sprechen.“ Standards in der Kommunikation Gefragt sind nach Einschätzung des BDE einheitliche Standards in der digitalen Kommunikation der Unternehmen mit ihren Kunden und hierbei vor allem aufeinander abgestimmte Schnittstellen. In diesem Zusammenhang arbeitet der Verband an der Definition einheitlicher Datenfelder zum Austausch

auftragsbezogener Leistungsdaten (AvaL) unter Berücksichtigung der aktuell vorhandenen Kommunikationswege. „Gerade für den Mittelstand ist unser AvaL-Projekt essenziell. Wir laden alle Unternehmen der Branche ein, diese Schnittstelle gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Kurth. Der Green Deal und seine Auswirkungen Der „Green Deal“ ist ein zentrales Element der legislativen Agenda der EU-Kommission für die nächsten fünf Jahre. Kommt alles so, wie es die EU-Präsidentin Ursula von der Leyen plant, soll das europäische Wirtschaftssystem so umgestaltet werden, sodass Treibhausgase eingespart werden können, um die globale Erderwärmung einzudämmen. „Die Kreislaufwirtschaft spielt hier eine Schlüsselrolle“, weiß Kurth. Er erwartet vom Green Deal unter anderem einen noch stärkeren und vor allem den verpflichtenden Einsatz von Recyclingmaterialien in der Produktion. „Zusätzlich zu den bisherigen Erfolgen kann die Kreislaufwirtschaft noch erhebliche weitere Klimaschutzpotenziale realisieren“, ist sich Dr. Jochen Hoffmeister sicher. Möglich ist dies laut dem Experten des Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos durch technologische Verbesserungen in der gesamten Wertschöpfungskette – von der Sammlung über die Sortierung bis zur Verwertung. Thermische Abfallbehandlung und Deponien Um die aufgestellten EU-Ziele für den Umgang mit Siedlungs-, Gewerbe- und Industrieabfällen zu erfüllen, wird – neben den Recyclingpfaden – bis zum Jahr 2035 eine Restabfallbehandlungskapazität von 142 Millionen Tonnen benötigt. Dies errechnete der europäische Dachverband der Müllverbrennungsanlagen-Betreiber CEWEP. Nach seinen Angaben haben die Müllheizkraftwerke und Ersatzbrennstoffanlagen in Europa zusammen derzeit eine Kapazität von 101 Millionen Tonnen. Wasser umfassend behandelt Nicht zuletzt gehören auf der IFAT 2020 moderne Wasser- und Abwassertechnologien zu den Ausstellungsinhalten. Neben den traditionellen Leistungen der Aufbereitung, Verteilung und Reinigung gibt es weitere Herausforderungen – etwa Trockenperioden, Spurenstoffe und Bedrohungen der IT-Infrastruktur –, für die Lösungen gesucht werden.

UMWELT JOURNAL

Umwelt Journal 2020-1
MEDIADATEN | UMWELT JOURNAL
MEDIADATEN | LOGISTIK EXPRESS
MEDIADATEN | BUSINESS+LOGISTIC