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UmweltJournal Ausgabe 2018-04

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UmweltJournal Ausgabe

U M W E L T T E C H N I K • E N E R G I E • A B F A L L W I R T S C H A F T Retouren an Postfach 555, 1008 Wien | Österreichische Post AG | SCIAM Fachmedien GmbH & Co KG, Geblergasse 95, 1170 Wien | Zulassungsnummer: MZ 02Z030100 M SEIT 1994 | JULI 2018 – AUSGABE 4 | EINZELPREIS: EURO 4,50,- Lilly Damm Hitzewellen haben schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen und Umwelt. Seite 9 AUS DEM INHALT Rund um den Globus fiebern die Menschen derzeit bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland mit. Anpfiff war am 14. Juni im Moskauer Luschniki-Stadion – das, erweitert auf rund 81.000 Sitzplätzen, heute eine der größten Arenen Europas ist. Am 15. Juli findet hier auch das Endspiel der WM 2018 statt. Damit der Rasen weltmeisterlich bespielbar und entwässert wird, dafür sorgte der deutsche Entwässerungsspezialist Hauraton. Seite 3 Stromspeicher in der Firma? Mit dem Start der Bundesförderung für Stromspeicher am 12. März 2018 wurden erstmals bundesweit Stromspeicher in Kombination mit Photovoltaikanlagen finanziell unterstützt. Aber welchen Nutzen hat ein Stromspeicher und unter welchen Umständen ist ein wirtschaftlicher Betrieb möglich? Seite 11 STANDPUNKT Tunnelblick „Der Lobau-Tunnel ist eine Idee aus den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts, beruht auf falschen Annahmen und ist nicht mehr zeitgemäß.“ So fasste kürzlich Verkehrsexperte Hermann Knoflacher vom Forum Wissenschaft & Umwelt seine Sicht der Dinge zur geplanten Umsetzung des Lobautunnels in Wien zusammen. Jahrzehntelang hatte die Asfinag um den Streckenabschnitt gerungen, mit Politik, Behörden und NGOs. Nun scheint das Projekt fixiert und wurde kürzlich vom Bundesverwaltungsgericht durchgewunken. Wie der Tunnel aber bei den zahlreichen Bedenken zur Wirtschaftlichkeit oder dem Lärmund Umweltschutz überhaupt bewilligt werden konnte, fragen sich viele. Rechtsanwalt Josef Unterweger glaubt die Gründe gefunden zu haben. So habe der Verfassungsgerichtshof sämtliche Bedenken des Bundesverwaltungsgerichtes vom Tisch gewischt und „die Entscheidungsbefugnis des Bundesverwaltungsgerichtes in Umweltsachen bis zur Unkenntlichkeit zusammengestutzt“, so Unterweger. Das Forum kündigte einen Gang vor den Europäischen Gerichtshof an; vermutet aber auch, dass „bis zur Herstellung einer europarechtlich zufriedenstellenden Gesetzeslage die Perspektive der Verwaltungsgerichte und der Verwaltungsbehörden wohl weiter der Tunnelblick sein wird“. Fotos und einen Original-Tonmitschnitt zum Pressegespräch vom 12.06.2018 zum Thema Lobau oder Tunnel? finden Sie hier: UmweltJournal goes Augmented-Reality Dass UmweltJournal-Leser Mehrwert geliefert bekommen, ist schon seit langem klar. Nun aber integriert das UJ als erstes Branchenmedium Österreichs auch AR-Inhalte, wie Videos, Bilderstrecken und Audioaufnahmen, in ausgewählte Artikel. Laden Sie sich aus Ihrem App-Store die Augmented Reality App „Zappar“, halten Sie Ihr Handy auf einen der Codes in dieser Ausgabe und genießen Sie AR-Content. (Mehr dazu auf Seite 20.) Ihr Mag. Alexander Kohl | alexander.kohl@sciam.at Hans-Jürgen August P.B.B. VERLAGSPOSTAMT A-1170 WIEN Im September verlieren die auf die ISO 9001:2008 und ISO 14001:2004 ausgestellten Zertifikate ihre Gültigkeit. Seite 14 Thema dieser Ausgabe: IFAT-REVIEW Kunststoff-Markt. Man müsse vor allem in der Verwertung von Recyclaten noch besser werden, so Schulze. Hier haben neue und innovative Umwelttechnologien eine Schlüsselrolle inne. Zahlreiche davon wurden auf der IFAT gezeigt. Sie sind bereits Teil der Zukunftslösung vieler Umweltprobleme: Mülltonnen mit Sensoren, autonom fahrende Kehrfahrzeuge oder virtuell vernetzte Pumpen – die digitale Transformation prägte viele dieser Innovationen. „Die IFAT präsentiert Zukunftstechnologien für eine saubere Umwelt und treibt den gesellschaftlichen Diskurs aktiver voran denn je. Das zeigten die internationale politische Präsenz, die zahlreichen wirtschaftlichen Delegationen aus aller Welt und die Technologie-Experten, die sich auf der Messe intensiv austauschten“, erklärte Stefan Rummel, Geschäftsführer der Messe München. Die Messe spiegelt dabei die Bedeutung der Branche und des Themas wider: Die Zahl der Aussteller ist um sieben Prozent auf 3.305 gewachsen, die der Besucher um vier Prozent auf über 141.000. Rudolf Kanzian Leider wurde der Begriff Nachhaltigkeit zu einem Modewort, das immer mehr mit Marketing-Allüren verschwamm. Seite 15 Das war die IFAT 2018: Boom für Umwelttechnologien Die Rekordzahlen der Weltleitmesse IFAT zeigen, dass die Umwelttechnik-Branche weiter eine weltweit wachsende Nachfrage erfährt. Auch die österreichischen Aussteller legten wieder einen starken Auftritt hin. Daneben fokussierte die Messe in München die aktuellen Top-Themen des Umwelttechnik-Sektors: nachhaltige Ressourcennutzung, effektives Plastikrecycling sowie die Trendthemen „Wasser- und Abfall 4.0“. Auch die Abfall-Importverbote Chinas lagen im Zentrum der Debatten. Ob Technologien für die Kreislaufwirtschaft, Wasserinfrastruktur oder Digitalisierung – die IFAT 2018 führte den Aufschwung der Umwelttechnik-Industrie eindrucksvoll vor Augen. Fünf Tage lang drehte sich Mitte Mai auf der weltweit größten Umwelttechnologiemesse IFAT in München alles um die Themen Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Die Produkte dieser Industrie erfahren dabei eine stark wachsende Nachfrage aus aller Welt. Vor allem ein wachsendes Bewusstsein bei den Verbrauchern und deren Forderung nach Nachhaltigkeit stärken die Branche. Die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze sprach auf der Messe aus, was den Sektor derzeit antreibt: „Wir müssen Ressourcen stärker nutzen, Kunststoffe und andere Materialien effektiver recyceln und verhindern, dass Plastikabfälle in unsere Umwelt gelangen.“ Zudem bezeichnete Schulze die Importbeschränkungen Chinas im Abfallbereich als riesige Herausforderung für die Wirtschaft. Besonders betroffen sei der Starke Österreich-Präsenz Auch Österreich war auf der IFAT gewohnt stark präsent. Über 120 österreichische Aussteller präsentierten sich in München. 35 von ihnen machten den Gruppenstand der „Außenwirtschaft Austria“ zum größten nationalen Gesamtauftritt. „Unser Österreich-Pavillon unterstrich mit über 630 Quadratmetern Ausstellungsfläche wieder die Bedeutung der Umwelttechnologiebranche Österreichs auf internationaler Ebene“, sagte auch Standkoordinator Markus Gumplmayr von der Wirtschaftskammer Österreich. „Zahlreiche Firmen haben sich jetzt schon für die IFAT in zwei Jahren angemeldet, die dann von 4. bis 8. Mai 2020 stattfinden wird.“ Dass der Trend zu Umwelttechnologien weltweit steigt, zeigt laut Gumplmayr auch das verstärkte Interesse österreichischer Hersteller an weiteren internationalen Branchen-Messen: „Auf der IFAT konnten wir gleich mehrere Aussteller für den Gruppenstand auf der Greenexpo in Mexiko City gewinnen, wodurch nun erstmals ein österreichischer Gruppenstand auf dieser Messe zustande gekommen ist.“ Stattfinden wird die Greenexpo von 4. bis 6. September – Hauptthemen sind Kreislaufwirtschaft und Lösungen für die Auswirkungen von Wetterextremen. Foto: WKO Fotos: WKO Über 141.000 Fachbesucher aus 160 Ländern kamen vom 14. bis 18. Mai 2018 nach München (2016: 136.885 Besucher). Zu den stärksten internationalen Gewinnern zählten Japan, Russland, Australien, China und Slowenien. Insgesamt präsentierten 3.305 Aussteller aus 58 Ländern ihre Produkte und Innovationen. Der größte nationale Pavillon wurde von Österreich gestellt (630 Quadratmeter Ausstellungsfläche – siehe Bild). Die nächste IFAT findet von 4. bis 8. Mai 2020 statt.

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