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additive 02.2019

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FOKUSAutomation arm

FOKUSAutomation arm entnimmt die Bauplattform anschließend und liefert sie für die Qualitätssicherung an eine 3D-Vermessungsstation. Abschließend trennt eine Säge die Teile von der Plattform.“ Qualität ist entscheidend Entscheidend für den Erfolg einer automatisierten AM-Industriefertigung ist die Qualitätsabsicherung. „Schon kleinste Unebenheiten im Pulverbett können das Bauteil unbrauchbar machen. Die Anlage ist umsonst gelaufen und hat teures Material verschwendet.“ Um das zu vermeiden, setzt Trumpf-Manager Tobias Baur auf automatisiertes Monitoring während des Drucks. Gesamtverständnis ist Pflicht Für einen Einstieg in eine automatisierte 3D-Druck-Fertigung muss ein Unternehmen den Druckprozess beherrschen, die Automatisierung planen, Einzelschritte umsetzen und sich dann um eine tiefere Integration in den Produktionsprozess kümmern. Hersteller wie Trumpf leisten Schützenhilfe beim Anlagenaufbau, durch Schulungen für fehleranfällige Abläufe in den Griff bekommen?“ Dann geht es zur Sache: Software- Tools simulieren den Fertigungsablauf, der Lösungsvorschlag bestimmt auf Basis der Fertigungskapazität das benötigte Equipment, den Material- und Teilefluss sowie den Platz und Ressourcenbedarf. Priorisiert werden die für die Wertschöpfungskette wichtigen automatisierbare Schritte umgesetzt. Die Automationslücken bleiben Sache Bei Trumpf-Anlagen macht deshalb eine hochauflösende Kamera im Drucker nach jeder Schicht Fotos des Pulverbetts – eine Bildauswertung identifiziert Prozessfehler und schlägt sofort Alarm. Schmelzbad-Monitoring und ein Datenabgleich mit einem Referenzwerkstück erhöhen noch die Prozesssicherheit weiter. Auch EOS erfasst produktions- und qualitätsrelevante Daten in Echtzeit über eine modulare Hard-/Software-Lösung namens Eostate Monitoring Suite. Mirco Schöpf: „Da die Kontrolle bereits im AM-Bauprozess erfolgt, kann ein großer Teil der bisher nachgeschalteten Qualitätsprüfung zunehmend vermieden werden. Dies hat auch positive Auswirkungen auf die Stückkosten.“ Trumpfs Anlage Truprint 5000 übernimmt schon beim Rüsten viele Arbeitsschritte alleine bis hin zum Einrichten des ersten Pulverschichtauftrags. Bild: Trumpf 3D-gerechtes Konstruieren und beim Handling des Druckers. „Grundsätzlich aber muss ein Anwenderunternehmen ein Verständnis für den 3D-Druck entwickeln, zudem sind viele Konstrukteure mit dem Konstruieren ‚in 3D’ noch nicht vertraut“, berichtet Trumpf AM-Experte Baur aus der Praxis. Es geht zur Sache Den Einstieg über eine klare Zieldefinition empfiehlt Rainer Salzberger, Digital Manufacturing Consultant bei EOS, der Beispiele in Form von Fragen liefert: „Will man einen mannlosen 24/7-Betrieb der eigenen Fertigung erreichen, Mitarbeiter von einfachen, wiederkehrenden Tätigkeiten entlasten oder Taktzeiten optimieren sowie komplizierte, Automatisierungs-Roadmap: Die AM-Arbeitsgruppe des VDMA hat die Prozesskette des Additive Manufacturing in Einzelschritte gegliedert und den Stand der Technik bewertet. Bild: VDMA AM der Forschung und Entwicklung. Toolcraft- Chef Christoph Hauck, auch Vorstandsvorsitzender der VDMA-AG Additive Manufacturing, rät zu staatlich geförderten Verbundprojekten: „Schließlich geht es um eine Zukunftstechnologie mit großem technologischen und wirtschaftlichen Potenzial.“ ■ Siemens AG www.siemens.com/additive-manufacturing Additive Manufacturing Network www.additive-manufacturing-network.sws. siemens.com Trumpf GmbH + Co. KG www.trumpf.com EOS GmbH www.eos.info MBFZ Toolcraft www.toolcraft.de Additive Manfufacturing-AG im VDMA www.am.vdma.org 20 additive Juni 2019

Software Agile MES für die Automatisierung in der Produktion Lösung für die serielle Additive Fertigung Die 3Yourmind, der Berliner Softwareanbieter für die Prozesse rund um den 3D-Druck, hat die Produktionssoftware Agile Manufacturing Execution System (MES) vorgestellt. Mit der neuen Softwarelösung erzielen die Anwender eine hohe Effizienz durch intelligente Bauteilpriorisierung, dynamische Planung und Echtzeit-Maschinenüberwachung. ■■■■■■ Mit der Produktionssoftware Agile Manfacturing Execution System (MES) setzt das Start-up-Unternehmen 3Yourmind aus Berlin einen weiteren Meilenstein. Die Anwendung erhöht die Transparenz und beschleunigt den Informationsfluss in der gesamten additiven Fertigung durch eine datengetriebene Produktionsoptimierung. Die Entwicklung dieser Softwarelösung erfolgte mit einer neuen Methode, dem Early Access-Programm. Im Rahmen dieses Programms werden spätere Anwender be- reits mitaufgenommen. Teilnehmer am Early Access-Programm waren z.B. Voestalpine, Eckhart, EOS und Tenco. Als Projekteinstieg wurden die Kernfunktionen bestimmt, welche auf Anfragen aus der Produktion stammten. Gemeinsam beurteilten die 3Yourmind-Kunden und das Produktteam die vorhandenen Funktionen. Sie bewerteten den potenziellen Nutzen, indem sie die Funktionalität gegenüber der erforderlichen Entwicklungszeit erhöhten. Sehr schnell wurde festgestellt, dass die vernetzte Planung von benutzerdefinierten Workflows über die gesamte Nachbearbeitungskette die höchste Priorität haben muss. Mit der Software Agile Manufacturing Execution System (MES) erzielen die Anwender eine hohe Effizienz. Bild: 3Yourmind Bauteilübergabe ist der Knackpunkt Die „Bauteilübergabe“ war der Ort mit den meisten Fehlern und der größten Komplexität. Eine klare Nachverfolgungsdokumentation bot somit den größtmöglichen Nutzen, die Qualitätskontrolle nachgelagert hinzuzufügen. Das erreichte hohe Niveau der detaillierten Nachverfolgungsdokumentation führte sofort zu hohen Qualitätsstandards. Gleichzeitig wurde die Arbeitsplanung beschleunigt. Der nächste Entwicklungsschritt galt der Konnektivität der Maschine, der Dokumentation der Produktionsparameter sowie der Bewertung, damit die Qualitätssicherung im Arbeitsablauf automatisch integriert ist. Innerhalb von sechs Wochen wurde eine Lösung bereitgestellt und im Feld getestet. Die automatisch generierten Listen sparen zum Zeitpunkt der Planung enorm viel Zeit. Sie helfen vor allem bei der Qualitätssicherung, indem sie eine vordefinierte Dokumentation erstellen, die an die Produktionsauswahl zum Zeitpunkt der Bestellung oder der Zuordnung zu einem benutzerdefinierten Workflow gebunden ist. Die Einführung des Agile MES ist ein großer Schritt vorwärts für additive Fertigungsanlagen, die von digitaler Produktionsplanung und softwaregesteuerten Workflows profitieren, um die Effizienz und die Maschinenauslastung zu verbessern. Der nächste Schwerpunkt wird die Fertigstellung der Maschinenkonnektivität mit den aktuellen Hardware-Partnern sein. „Für Agile Manufacturing muss das Agile MES sowohl GET- als auch PUSH-Daten von allen großen AM-Maschinen und Nachbearbeitungssystemen erhalten“, sagt Stephan Kühr, Geschäftsführer von 3Yourmind. „Wir integrieren bereits die Daten verschiedener Hersteller in unsere Software und erwarten, dass wir alle großen Maschinen unterstützen. Durch den Empfang und die Verarbeitung von Maschinendaten können wir, die für die Qualitätssicherung erforderliche Dokumentation bereitstellen und die Wiederholgenauigkeit der additiven Fertigung erhöhen. Die direkte Weitergabe von Daten an Maschinen ist der Schlüssel zur Automatisierung der Produktion“. ■ 3Yourmind GmbH www.3yourmind.com additive Juni 2019 21