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additive 02.2019

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SPECIAL Rapid.Tech Die

SPECIAL Rapid.Tech Die Foren Automobilindustrie und AM Science sind zwei von insgesamt 14 Foren im Kongressprogramm der Rapid.Tech + FabCon 3.D. Bild: Messe Erfurt 25. bis 27. Juni 2019 Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt Automobiler schalten beim 3D-Druck einen Gang höher Die Automobilindustrie legt in Sachen 3D-Druck den nächsten Gang ein. Das spiegelt sich auch im Programm des Forums Automobilindustrie am 25. Juni 2019 zur Rapid.Tech + FabCon 3.D in Erfurt wider. Forum AM Science stellt neueste Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung vor. 42 additive Juni 2019

■■■■■■ „Bisher wurde Additive Manufacturing in dieser Branche zumeist für die Herstellung von Prototypen genutzt. Jetzt erleben wir den Übergang in Richtung Kleinserienfertigung“, beschreibt Frank Cremer, Vertriebsmanager bei 3D Systems, den aktuellen Transformationsprozess, und ergänzt: „Mit der Weiterentwicklung der 3D-Drucktechnologien werden immer mehr Anwendungen identifiziert, beispielsweise im Bereich Ersatzteile oder bei Betriebsmitteln. Ebenso gewinnt die Individualisierung von Produkten weiter an Fahrt. Sowohl die Automobilhersteller als auch die Engineeringund Zulieferunternehmen greifen diese Themen verstärkt auf.“ Toyota druckt 2000 Teile im Monat für den Motorsport Über einen der größten Maschinenparks für Additive Manufacturing (AM) unter einem Dach verfügt der japanische Automobilhersteller Toyota an seinem Standort in Köln. Dort werden monatlich bis zu 2000 Teile hergestellt, die den extremen Bedingungen des Motorsports standhalten müssen. Die AM-Adaptionen vom Windkanal in den Motorsport bis hin zu Kleinserien sind Thema des Vortrags von Alexander Liebold, Ingenieur für Zukunftstechnologien bei der Toyota Motorsport GmbH. Über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen sowie Lösungsansätze für die Zukunft beim metallischen 3D-Druck bei Audi berichtet Martin Bock, Projektleiter des Metall-3D-Druck-Zentrums beim Ingolstädter Automobilhersteller. Die Ersatzteilproduktion mittels AM bei BMW stellt Lukas Knorr, Mitarbeiter im Bereich Additive Manufacturing des bayerischen Fahrzeugbauers, vor. Individualisierte Produkte Die Möglichkeiten der individualisierten Produktgestaltung dank 3D-Drucktechnologien zeigt Richard Kordaß, Entwicklungsingenieur bei der EDAG Engineering GmbH, am Beispiel eines Batteriekastens auf. Die Potenziale des Laserauftragschweißens im Automobilbau bei der Bauteilanpassung und Optimierung von Bremsscheiben beleuchtet Oliver Müllerschön, Leiter Industriemanagement Laser-Produktionstechnologien bei der Trumpf Laser- und Systemtechnik GmbH. Alexander Klose vom Zulieferer Hirschvogel Umformtechnik GmbH geht der Frage nach, wie stabil die Prozesskette der additiven Fertigung in der Automobilindustrie ist und welche Aufgaben für ihre weitere Stabilisierung zu lösen sind. Neue Erkenntnisse aus der anwendungsorientierten Forschung stellt Markus Oettel, wissenschaftlicher Mit- „Erfurt wird für einige Tage zur Hauptstadt des 3D-Drucks“ Diana Keucher die Abteilungsleiterin Messen, Veranstaltungen & Service bei der Messe Erfurt GmbH sprach mit der additive über die Highlights der anstehenden Rapid.Tech + FabCon 3.D. additive: Wie viele Aussteller aus welchen Branchen haben sich zur dieses Jahr angemeldet? Keucher: Aktuell haben sich knapp 200 Aussteller aus elf Ländern angemeldet. Wir begrüßen dieses Jahr unter anderem Unternehmen aus Italien, Spanien, Finnland und den USA. Unsere Aussteller bilden die gesamte Prozesskette der additiven Fertigung ab – also von Forschung & Entwicklung, über Datenvorund Aufbereitung sowie Material & Maschinen bis hin zur Nachbearbeitung. Wir erwarten an den drei Veranstaltungstagen vom 25. – 27. Juni 2019 rund 5000 internationale Fachbesucher und Kongressteilnehmer in Erfurt. additive: Was sind die Highlights der Rapid.Tech + FabCon 3.D 2019? Keucher: Ein Highlight ist ganz sicher der anwenderorientierte Fachkongress, der die perfekte Ergänzung zu unserer Messe bietet. Insgesamt werden in mehr als 100 Vorträgen an den drei Kongresstagen die neuesten Entwicklungen, Trends und Ergebnisse zu additiven Technologien und Anwendungen aus Theorie und Praxis vorgestellt. Unsere neu im Fachkongress aufgenommenen Themen Kunststoff, Software & Prozesse sowie Normung & Arbeitsschutz spiegeln sich auch in der Ausstellerstruktur wieder. Zum optimalen Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie zur Kontaktanbahnung bzw. -pflege tragen ebenso die neu strukturierten Präsentationsflächen und Netzwerkangebote in der Ausstellung bei. additive: Was ist das Besondere am Standort Erfurt? Keucher: Bei uns trifft sich nunmehr zum 16. Mal die „3D-Druck-Familie“ und Erfurt wird für einige Tage zur Hauptstadt des 3D-Drucks. Unsere Besucher, Aussteller und Kongressteilnehmer schätzen es sehr, dass auf der Rapid.Tech + FabCon 3.D individuelles Networking möglich ist. Dazu kommt natürlich auch die gute Verkehrsanbindung aufgrund des ICE-Hubs, sodass Erfurt von allen deutschen Großstädten aus schnell und unkompliziert erreichbar ist. arbeiter am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, vor. Er präsentiert eine Verfahrenskombination von Druckgießen mit additiver Fertigung für die Flexibilisierung und Individualisierung der automobilen Serienproduktion. Zukunftsthemen der additiven Fertigung Der Hype um den 3D-Druck ist einem professionellen Umgang mit der neuen Technologie gewichen. Additiv gefertigte Medizinprodukte oder Komponenten für die Luft- und Raumfahrt werden mittlerweile in Serie produziert. Weitere Branchen sind auf dem Weg dorthin. In Diana Keucher, Abteilungsleiterin Messen, Veranstaltungen & Service, Messe Erfurt GmbH. Bild: Messe Erfurt additive Juni 2019 43