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BUSINESS LOGISTIC 1/2020

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BUSINESS LOGISTIC JOURNAL

In der deutschen

In der deutschen Industrie, und nicht nur dort, zeigt sich ein klarer Trend zur Individualisierung. So gaben im Deutschen Industrie 4.0 Index vor eineinhalb Jahren immerhin 20 Prozent von 400 befragten Unternehmen an, Losgröße 1 realisiert zu haben. Und in den nächsten Jahren wollen beinahe 50 Prozent Einzelanfertigungen zu Kosten einer Serienfertigung umsetzen. Dabei sehen sechs von zehn der damals befragten Unternehmen die Losgröße 1 als wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg ihres Unternehmens. Smart Factory stockt Doch schon ein Jahr später wird im Deutschen Industrie 4.0 Index vom Oktober 2019 erkennbar, dass sich die Smart Factory, welche hinter der Losgröße 1 steht, nicht so einfach umsetzen lässt. Die Unternehmen treten auf der Stelle und kommen nicht über Einzelprojekte hinaus. Zwar sind rund 51 Prozent wenigstens in Projektphasen, doch lediglich acht Prozent der befragten Unternehmen sind mit ihrer Digitalisierung so weit, dass von einer Smart Factory gesprochen werden kann. Die Motivation zur Smart Factory Interessant ist in diesem Zusammenhang die Motivation der Entscheider zur Smart Factory. So geben, wenig überraschend, 79 Prozent der Unternehmen an, die Effizienz im Unternehmen steigern zu wollen. 71 Prozent wollen damit Transparenz in den Abläufen schaffen. Und immerhin 40 Prozent wollen sich mit Smart-Factory-Projekten Möglichkeiten zur wirtschaftlichen und individualisierten Fertigung eröffnen, also Losgröße 1. Individualisierung im Trend. Diese Trends in den Unternehmensstrategien bestätigt auch Heimo Robosch, Executive Vice Präsident des führenden österreichischen Spezialisten in der Logistik-Automation, KNAPP. Auch er sieht einen ganz klaren Trend zur Individualisierung der Produktion mit Losgröße 1. daher möglichst spät in der Serienfertigung erfolgen. Erst dann lässt sich Losgröße 1 wirtschaftlich realisieren”, erklärt H. Robosch. Komplexität vereinfachen. Bei KNAPP arbeitet man an diesem Prozess schon seit Jahren und fasste das in der Strategie “Making Complexity Simple” zusammen. Dabei sollen Innovationen wie etwa OSR Shuttle Evo-Technologien, Robots oder KiSoft dafür sorgen, dass Fragen nach der zunehmenden Komplexität der Wertschöpfungen und die immer höher werdenden Anforderungen beantwortet werden können. Dazu zählt eben auch die individualisierte Fertigung. Gefragt sind hierbei nachhaltige Lösungen, die sich an volatile Rahmenbedingungen rasch anpassen können. Solche Lösungen wird KNAPP auch auf der LogiMAT 2020 in Stuttgart zeigen. So präsentieren die Steirer in diesem Jahr Roboterlösungen für die Kommissionierung und andere Einsatzbereiche. Die industrietaugliche Lösung “Pick-it-Easy Robot” soll Unternehmen dabei auch unterstützen, den Individualisierungsprozess in ihrer Wertschöpfungskette zu realisieren und an die angestrebte Losgröße 1 wirtschaftlich heran zu kommen. Es handelt sich hierbei um eine leistungsstarke und intelligente Roboterstation für die vollautomatische Kommissionierung von Einzelstücken, die dann in weiterer Folge in der Produktion zusammengesetzt werden. Die auf der LogiMAT in Stuttgart gezeigte Lösung ist die neue Generation der im Jahr 2017 auf den Markt gebrachten Pick-Roboter. Der Nachfolger wird erstmals auf der heurigen LogiMAT in Stuttgart vorgestellt. Losgröße 1: Picking & Transport mit Shuttles kombinieren Das Herausragende des „Pick-it-Easy-Robot“ ist, dass er selbständig unterschiedlichste Produkte erkennt und dabei Strategien entwickelt, wie er Losgröße 1 in Kürze Die Losgröße beschreibt in der Fertigungstechnik die zu einem Los zusammengefasste Stückzahl einer Produktart, die hintereinander und ohne Unterbrechung hergestellt wird. Bei einer optimalen Losgröße sind die Stückkosten am geringsten. Losgröße 1 ist gleichbedeutend mit einer Sonder- oder Einzelanfertigung. Die Einzelanfertigung ist daher besonders teuer, weil damit etwa auch Umrüstzeiten verbunden sind, in der die Produktion steht. Dank moderner Fertigungsverfahren kann aber auch diese individuelle Herstellung für den Auftragsfertiger rentabel und für den Kunden erschwinglich sein. LOSGRÖSSE 1 Auf der Suche nach der smarten Fabrik Nicht das Produkt von der Stange, sondern die Einzelanfertigung zu den Kosten der Massenanfertigung bis zur Losgröße 1 ist heute das, was Anwender wollen. Für Unternehmen ist das eine große Herausforderung, welche sie vor allem mit Investitionen in Automatisierung und Robots bewältigen wollen. “Smart Factory” heißt dabei das Zauberwort. Anbieter wie etwa die Firma KNAPP in Hart bei Graz liefern hierfür adäquate Lösungen. Ein Bericht von CR Hajo Schlobach FOTO: SANDRO ALMIR IMANUEL / PIXELIO.DE FOTO: KNAPP “Die individualisierte Fertigung, d.h. die Losgröße 1, ist eines der Kernthemen, welche unsere Kunden auf ihrem Weg zur Smart Factory und Industrie 4.0 mit uns besprechen. Von ihren Märkten getrieben, sehen sie sich veranlasst, ihre Fertigungen auf die Bedürfnisse ihrer Kunden auszurichten. Dabei zieht sich dieser Trend über sämtliche Branchen hinweg”, bestätigt H. Robosch im Gespräch mit BUSINESS+LOGISTIC. Making Complexity Simple Die Herausforderung der Losgröße 1 ist für H. Robosch dabei, die hohe Komplexität eines Produktionsprozesses, der zudem noch in einem ganzen Wertschöpfungsnetzwerk eingebettet ist, auf ein individualisiertes Produkt herunter zu brechen. In Hinblick auf die Fertigungstechnik bedeutet das die Kunst, in Serie produzierte Komponenten zu einem individualisierten Produkt zusammen zu fügen. “Der Individualisierungsschritt muss H. Robosch: “Die individualisierte Fertigung, d.h. die Losgröße 1 ist eines der Kernthemen, welche unsere Kunden auf ihrem Weg zur Smart Factory und Industrie 4.0 mit uns besprechen.” JANUAR 2020 12 BUSINE$+LOGISIC 13 JANUAR 2020

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