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Bock | Dienstag, 13. Januar 2026 11kuLturChrigel Näf: EIn leben fürs theaterWenn sich jemand im Theater Hallau auskennt, dann ist es wahrscheinlich Christian Näf. Seit fast 60 Jahren ist der Hallauerein fester Bestandteil des Kult-Theaters. Auch dieses Jahr ist er wieder stark engagiert, zwar nicht als Schauspieler, dafür überall dort,wo es ihn braucht und er unterstützen kann.THEATERHALLAUSalome Zulauf«Damals, als ich beim Theater Hallauangefangen habe, hat es noch die dramatischeSektion des Turnvereins Hallaugeheissen», erinnert sich Christian Näfzurück. «Eigentlich war es fast Pflicht,beim Theater des Turnvereins mitzumachen.»So ist er zum Theaterspielengekommen – nicht wegen eines grossenTraums, sondern ganz selbstverständlich.Und dennoch hat ihn das Theaterspielennie mehr losgelassen. Seit 1967ist Christian Näf fast jedes Jahr Teil derProduktion im Gemeindesaal in Hallau.Auch dieses Jahr ist er wieder dabei, diesmaljedoch nicht als Schauspieler, sondernals Teil des Theaterchors, der dasStück musikalisch unterstützt.Das neue Geschäft in HallauAuch in diesem Jahr füllt sich der Saaldes Gemeindehauses von Hallau mitStimmen und erwartungsvollen Blicken.Aktuell zeigt das Theater Hallau dasStück «Altweiberfrühling – Herbstzeitlosen»von Stefan Vögel. Regie führtChristoph Wäckerlin, der den Text überarbeitetund auf Hallau angepasst hat.Im Zentrum steht die 71-jährige SchneiderinMartha, die nach dem Tod ihresMannes nicht in Trauer verharrt, sondernihr Leben neu ausrichtet. StattKaffeekränzchen eröffnet sie mitten imDorf eine Dessous-Boutique und bringtdamit mehr als nur Spitze und Seidenach Hallau.«Das Stück ist sehr lustig, hat aber aucheinen tiefen Hintergrund», sagt ChristianNäf. Marthas mutiger Schritt bringtdas Klettgauer Dorf in Bewegung. Moralvorstellungengeraten ins Wanken,der Gemeindepräsident sammelt Unterschriftengegen den vermeintlichen Sittenverfall,der Pfarrer ringt um Fassung.Gleichzeitig entdecken Marthas Freundinnenihren eigenen Mut. Es ist eineGeschichte über Freiheit, Zusammenhaltund den Entschluss, auch im Alternoch neue Wege zu gehen.Der alte Hase des Theater HallauDer 77-Jährige steht seit fast 60 Jahrenauf der Bühne. Seit seinem ersten Auftrittwirkte er bei nahezu jeder Produktion desTheaters Hallau mit – sei es als Schauspieleroder hinter den Kulissen. Als gelernterElektriker war schnell klar, dass er auchfür die Technik gebraucht wurde. Licht,Strom, Bühnenaufbauten: Näf kenntsich aus und hilft dort, wo es nötig ist. Sokam er zu seinem inoffiziellen Titel als«Mädchen für alles».Im aktuellen Stück übernimmt er zwarkeine Rolle auf der Bühne, doch bei denProben ist er regelmässigdabei, schaut zu, hört zuund packt an, wenn esihn braucht.Gründungsjahr 1921Das Theater Hallaublickt auf eine langeGeschichte zurück. Gegründetwurde es 1921,geprobt wird seit jeher imSaal des Gemeindehauses.Für Christian Näfist dieser Ort untrennbarmit dem Theater verbunden. «In einerHalle hat man nicht die gleiche Atmosphärewie hier. Bühne, Saal und Publikumgehören zusammen», sagt er. Umsodankbarer sei man, diese Räumlichkeitenweiterhin nutzen zu dürfen. Über die«Das TheaterHallau ist festim Dorflebenverankert.»Christian NäfLangjähriges Mitglieddes Theaters HallauJahrzehnte habe sich das Theater stetigverändert. Früher seien Bühnenbildermöglichst realistisch und detailreich gewesen,heute arbeite man stärker mitstilisierten Elementen. Auch die Stückewürden oft überarbeitet. «Viele Textesind sehr lang. Wir versuchen sie so zukürzen, dass sie auf den Punkt kommen»,erklärt Näf. Trotz aller Veränderungen istdas Theater Hallau festim Dorfleben verankertund bei den Besucherinnenund Besuchernsehr beliebt. «Es kanndurchaus vorkommen,dass wir zusätzliche Spieltageeinlegen müssen –so auch in diesem Jahr.Am 21. Januar gibt eseine zusätzliche Vorstellung,was uns natürlichsehr freut», ergänzt derHallauer. Beim aktuellenStück wirken rund 30 Personen mit– Schauspielerinnen und Schauspieler,Chor, Regie, Technik, Bühnenbau, Maskeund Theaterrestaurant. «Früher standenteilweise 30 oder 40 Personen für eineinziges Stück auf der Bühne», erinnertsich Christian Näf. Heute sei es schwierigergeworden, insbesondere junge Leutezu gewinnen. «Umso schöner ist es, wennJunge mitmachen und man sieht, dass sieFreude daran haben. Dieses Jahr machenzwei 15-Jährige mit, die Freude am Theaterspielenhaben.»Was Christian Näf über all die Jahre beimTheater gehalten hat, ist nicht nur dasSpiel selbst, sondern vor allem das Miteinander.«Das Theater Hallau ist fast wieeine verschworene Gesellschaft», sagt erlachend. Man kennt sich, hilft einanderund arbeitet gemeinsam auf ein Ziel hin.Besonders während der intensiven Probenzeit,wenn man sich ab Sommer zweimalpro Woche sieht, wachse man engzusammen.An besondere Momente erinnert sichNäf gerne zurück. Zu seinen persönlichenHighlights zählen die Aufführungdes Stücks «Die vode Fischergasse» imJahr 1996, aber auch auswärtige Gastspiele.Erlebnisse, die ihn geprägt haben undzeigen, warum das Theater für ihn bisheute mehr als nur eine Bühne ist.Weitere Informationen zum diesjährigen Stück sindunter theater-hallau.ch zu finden.Dieses Jahr präsentieren die Schauspielerinnen und Schauspieler das Stück «Altweiberfrühling –Herbstzeitlosen». Seit August proben sie zweimal pro Woche.Für Christian Näf gehört das seit fast 60 Jahren zu seinem Leben. Durch den Turnverein ist er damals zum Schauspielern gekommen, was ihm bisheute grosse Freude bereitet.Bilder: Salome Zulauf.Zugbrücke bei Feuerthalen: Sanierung mit dreimonatiger SperrungDie SBB startet im Januar mit der Sanierung der Rheinbrücke auf der Strecke zwischen Schaffhausen und Feuerthalen.Die 130-jährige Brücke erhält während rund anderthalb Jahren eine Gesamterneuerung. Die Arbeiten führen ab Mitte Mai zu einer runddreimonatigen Sperrung der Brücke für den gesamten Zugverkehr.SANIERUNGFEUERTHALEN/SCHAFFHAUSENDie Rheinbrücke Feuerthalen, Teil derBahnstrecke zwischen Schaffhausen undEtzwilen, wird umfassend erneuert. DieStahlkonstruktion aus dem Jahr 1895 stehtunter Denkmalschutz und weist nach über130 Jahren deutliche Abnutzungserscheinungenauf. Um die Sicherheit und Langlebigkeitder Brücke weiterhin zu gewährleisten,führt die SBB in den kommendenJahren eine Gesamterneuerung durch. DieArbeiten sollen im August 2027 abgeschlossensein. Für die Sanierungsarbeiten mussdie Brücke komplett eingehaust werden.Die Kosten für das gesamte Projekt betragenrund 15 Millionen Franken. Diese werdenüber die Leistungsvereinbarung der SBB mitdem Bund finanziert.Auswirkungen fürdie Kundinnen und KundenAufgrund der Bauarbeiten wird der Regionalverkehrzwischen Schaffhausen undFeuerthalen vom 18. Mai bis 7. Augustunterbrochen. In dieser Zeit fahren Bahnersatzbusse.Die SBB informiert im Vorfeldüber die genauen Fahrplananpassungen undempfiehlt vor der Reise den Online-Fahrplanoder in der App SBB Mobile zu prüfen.Um den regulären Betrieb möglichst wenigzu beeinträchtigen und die Sicherheit derBaustelle und des Zugverkehrs zu gewährleisten,müssen einige Arbeiten in der Nacht beigesperrtem Gleis und ausgeschalteter Fahrleitungdurchgeführt werden. Die SBB setztsich dafür ein, die unumgänglichen Lärmemissionenso gering wie möglich zu halten.Weitere Informationen zum Bauprojekt finden Sie auf sbb.ch/feuerthalen-sanierung-rheinbruecke.Die Rheinbrücke bei Feuerthalen wird saniert.Bild: Salome Zulauf.
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