2HintergrundBock | Dienstag, 2. Dezember 2025«Ich möchte die Geschichten andererPersonen erzählen können»Matthias Wipf hat ein Gespür und Lust auf alles, wasnach einer guten Geschichte klingt. Wipf ist Moderator,berät Firmen punkto Kommunikationsstrategie –und erweckt mit seinen historischen RecherchenGeschichte(n) wieder zum Leben.PORTRAITSCHAFFHAUSENSalome ZulaufBereits als Teenager entdeckte Matthias Wipfsein Interesse am Journalismus. «Mich habenschon immer Menschen und ihre Geschichteninteressiert, nachzugrübeln undetwas Neues herauszufinden, bereitet mir bisheute grosse Freude», erklärt Matthias Wipf.Seine ersten Erfahrungen im Journalismushat er bei den Schaffhauser Nachrichten machendürfen. «Ich war vorwiegend als Sportreporterim Einsatz, habe über das regionaleGeschehen in Schaffhausen geschrieben,durfte aber auch an Weltmeisterschaften oderEuropacupspiele ins Ausland», schwärmt er.«Meine Mutter meinte jeweils scherzhaft,ich solle mir gleich ein Bett in der Redaktionaufstellen, so oft war ich dort.» Diesesfrühe Interesse für die Kommunikation liessden Schaffhauser nicht mehr los. Nach derMatura studierte er Zeitgeschichte, Politologieund Medienwissenschaften an den UniversitätenBern und Freiburg und schlossmit dem Doktorat ab. Parallel dazu bliebWeniger planen,mehr machenGASTKOLUMNESCHAFFHAUSENElias Brasser, StartHubKürzlich binich in derNacht wachgelegen.Nicht wegeneines Albtraums,sondern wegen derendlosen To-Do-Liste in meinem Kopf. Zu viele offeneBaustellen, zu wenig Zeit. Jede Wochedachte ich: «Nächste Woche wird’sschon besser.» Wurde es aber nicht.Irgendwann habe ich gemerkt: Ich warzu perfektionistisch bei Dingen, dieüberhaupt nichts vorwärts brachten.Stundenlang an Details gefeilt, die nullUnterschied machten. Eine Grafiknoch dreimal angepasst. Einen Textnochmal umgeschrieben, obwohl erschon gut war. Hauptsache beschäftigt,aber nicht wirklich produktiv.Das Blöde dabei: Diese Aufgaben machenmir manchmal mehr Spass als diewirklich Wichtigen. Sie gaben mir dasGefühl, etwas zu schaffen, ohne dassich mich den grossen, unangenehmenAufgaben stellen musste.Also habe ich mir vorgenommen, beijeder Aufgabe ehrlich zu fragen: «Bringtdas wirklich das Grosse vorwärts? Oderist das gerade einfach eine Beschäftigungsaufgabe,die mir zwar Spass macht, michaber nicht weiterbringt?»Seitdem geht’s besser. Ich habe wiedereinen freieren Kopf und kann meinePrioritäten klarer setzen. Perfekt läuft’snoch lange nicht und die To-Do-Liste istimmer noch lang, aber Hauptsache, esgeht schrittweise vorwärts.er dem Lokaljournalismus treu, auch beim«Bund» und der «Berner Zeitung», und ermoderierte regelmässig auch beim Kult-Sender«Tele D». «Das Ganze hat sich über dieJahre irgendwie entwickelt, durch Leute, dieich getroffen habe und die mich wieder fürneue Projekte angefragt haben. Und ich lassemich schnell faszinieren», schmunzelt MatthiasWipf. Nach dem Studium war er unteranderem als Projektleiter bei Axel Springertätig, als Leiter Kommunikation und PublicAffairs bei der Kinderstiftung Pro Juventuteund daneben immer wieder als Moderatoran den verschiedensten Anlässen. 2017 folgtedann der Schritt in die Selbstständigkeit.«Mit allen Erfahrungen, die ich in den letztenJahren sammeln durfte, habe ich meinenRucksack ideal gefüllt, um meinen Kundeneinen echten Mehrwert bieten zu können»,so der 53-jährige Schaffhauser.«Jeder hat eine Geschichte zu erzählen»Schreiben, recherchieren, Interviews führen– das gehört nun zu seinem Alltag.Seine Firma steht auf drei Pfeilern: Beratungin Strategischer Kommunikation undLetzten Sonntag konnte ich einengrossen To-Do-Punkt auf der Liste abhaken.David Togni und ich hatten mitMORE THAN A DREAM unserenersten Vision Board Day im Schupfenin Diessenhofen. Rund 50 Menschenwaren da, um ihre Ziele und Träumeauszuarbeiten. Eine wunderschöneLocation, die sonst hauptsächlich fürHochzeiten gebucht ist. David hat wertvolleInputs aus seinem Leben weitergegeben,ich habe mit den Teilnehmernihre Ziele Schritt für Schritt erarbeitet –mit einem System, das sie danach zuHause weiterführen können.Was mich besonders berührt hat: Vielehatten einmal grosse Träume, wie dieSelbstständigkeit zum Beispiel. Haben esprobiert, ist vielleicht gescheitert oder dasUmfeld war einfach nicht unterstützend.Und irgendwann hat sich dieser Traumeinfach ins Nichts verflüchtigt.Durch diesen Tag konnten sie sich endlichwieder Zeit nehmen, grösser zu träumen.Ohne schlechtes Gewissen, ohne «das isteh unrealistisch». Einige meinten danach:«Hey, vielleicht gebe ich dem Ganzendoch nochmal eine Chance. Aber diesmalrichtig.» Das hat mich zum Nachdenkengebracht. Bei mir war’s der Perfektionismus,der mich blockiert hat. Bei anderenist es die Angst vor dem Scheitern. Beiwieder anderen fehlt das unterstützendeUmfeld. Am Ende ist es aber oft dasselbeProblem: Wir denken zu viel nach undkommen zu wenig ins Handeln. Klarheitschaffen ist wichtig. Aus diesem Grundhaben wir dieses Event veranstaltet. Aberohne Umsetzung bringt die beste Planungnichts. Ein kleiner Schritt nach dem anderen.Unperfekt, aber vorwärts. Manchmalist «gut genug» einfach besser als perfekt.Im Gespräch mit dem «Bock» erzählt Matthias Wipf von seinen Tätigkeiten und was ihm am Reisen besonders wichtig ist.Krisenkommunikation, Moderation vonTalkrunden, Firmenevents und Konferenzen,sowie «Publizistisches», wie Wipf esnennt. Das reicht von Ghostwriting fürReden über einzelne Artikel und Beiträgebis zu ganzen Büchern. Wobei er durch seineArbeit fast täglich mit neuen Personenin Kontakt tritt. Das Kommunizieren istfür den Historiker ein sehr wichtiger Teil,nicht nur bei seiner Arbeit, sondern auch inseinem Privatleben. «Durch die Interaktionund Gespräche mit den unterschiedlichstenMenschen ergeben sich soviele Möglichkeiten, dieeinem in diesem Momentvielleicht gar nicht bewusstsind, aber dann ineinem späteren Momentetwas entstehen lassen»,weiss Matthias Wipf.Durch seine Tätigkeit alsModerator hat er schondie eine oder andere bekanntePersönlichkeitgegenübersitzen gehabt.Doch das seien nicht immerdie Geschichten, dieihn am meisten beeindrucken.«Jede Personhat eine Geschichte zuerzählen. Bei gewissen muss man einfachein bisschen genauer hinschauen, bei anderenliegt sie schon vor einem.» Für MatthiasWipf ist die Bühne ein Ort der Begegnung.«Wenn mich ein Thema interessiert, möchteich alles herausfinden, was dahintersteckt»,ergänzt der 53-Jährige schmunzelnd. Dabeiwolle er nie als Besserwisser vor seinem Publikumauftreten. Vielmehr gehe es ihm darum,gemeinsam etwas zu entdecken.«Ich lassemich schnellfaszinieren,wenn Leute mittollen Projektenkommen.»Matthias WipfHistoriker und PublizistFundstücke aus dem ArchivIn den letzten Jahren hat sich bei MatthiasWipf eine zusätzliche Tätigkeit etabliert:das Verfassen von modernen Firmen- undInstitutionsgeschichten. Diese Idee entstandwährend der Pandemie, als kaumnoch Veranstaltungen möglich waren under neue Projekte suchte. Seither hat er fürverschiedene Schaffhauser UnternehmenJubiläumsschriften umgesetzt und schnellgemerkt, wie viele überraschende Geschichtensich in den Archiven der Unternehmenverstecken. «Wenn eine Anfragekommt, sage ich jeweils als Erstes: Ichmöchte in den Keller, ins Archiv und mirein Bild von dem Ganzen machen», erzähltMatthias Wipf. Alte Fotografien, handgeschriebeneErinnerungen oder längst vergesseneGegenstände – genau solche Fundelassen eine Geschichte wieder aufleben.Seine Bücher sollen für die Lesenden leichtzugänglich bleiben. «Ein Jubiläumsbuchdarf heute keine ‹Bleiwüste› mehr sein,sondern muss Kästchen, Grafiken und gutgewählte Bilder haben», findet er. «DieLeute sollen dort einsteigen können, wo sieeinen Bezug haben. Wenn es sie packt, lesensie dann automatisch weiter.» Zu seinenbisherigen Werken gehören etwa «100 JahreHauseigentümerverband», «150 JahreStadttheater», «50 Jahre Brütsch Elektronik»,«166 Jahre SpenglereiBollinger» undganz aktuell «100 JahreSchaff-Pensionskassehausen».Die Geschichteaufleben lassenBevor die Firmen- undJubiläumsbücher zueinem festen Teil seinerArbeit wurden, hatsich Matthias Wipf intensivmit der lokalenGeschichte des ZweitenWeltkriegs auseinandergesetzt.2005 erschiensein erstes Buch mit demTitel «Bedrohte Grenzregion». Inzwischenhat er bereits vier weitere Bücher zum ThemaZweiter Weltkrieg verfasst, insbesonderezum Thema Bombardierung. Weshalb ihngerade diese Geschichten so beschäftigen?«Es gibt nicht mehr viele Menschen, diediese Zeit miterlebt haben. Ich wollte ihreErzählungen hören und aufschreiben, solangesie sie selbst noch teilen können.»Man merkt, es geht dem Historiker um dieMenschen und deren Erinnerungen, diesonst irgendwann verschwinden würden.Der (kommunikative) AusgleichInsbesondere die Monate Mai und Junisowie September, Oktober und Novembersind für Matthias Wipf jedes Jahr einSprint: Events, Moderationen, Podien: «Daüberschlagen sich die Termine regelrecht»,sagt er. Andere Projekte wandern dannautomatisch weiter nach hinten. Trotzdemhat er gelernt, auf sich zu schauen und sichAnzeigeBild: Salome Zulaufbewusst Zeiträume für den eigenen Ausgleichzu schaffen. «Seit vielen Jahren habeich eine Routine, die ich wirklich schätze»,erzählt er. Jeden Morgen steigt er direktnach dem Aufstehen für eine halbe Stundeauf seinen Hometrainer und schaltet dasARD-Morgenmagazin ein. «So starte ichinformiert in den Tag und habe mich bereitsetwas bewegt. Abends fehlt mir nämlichmeist die Zeit, da bin ich oft noch anVeranstaltungen.» Das sei für ihn ein kleiner,aber wichtiger Moment nur für sich,bevor der Tag voll losgeht.Noch mehr Energie gibt ihm das Reisen – gemeinsammit seiner Partnerin Prisca Huguenin-dit-Lenoir.Wenn sie verreisen, gibt esfür ihn zwei klare Kriterien: «Es muss warmsein. Und ich möchte etwas erleben, meineNeugierde auf Kultur und Menschen ausleben»,sagt er. Faulenzen am Pool ist nichtsein Ding. Stattdessen sucht er unterwegs gezieltOrte auf, die ihn inspirieren. Ganz obenauf der Liste: Kinderhilfswerke mit SchweizerBezug, die er recherchiert und dann die Verantwortlichenkontaktiert, ob man sich dasvor Ort anschauen dürfe. So geschehen etwain Kuba, in Guatemala, in Burkina Faso oderim Senegal. Daraus ergäben sich oft langjährige,sehr herzliche Beziehungen und Wipfkann diese nebst Spenden dann auch mit derModeration von Benefizveranstaltungen inder Schweiz sehr gezielt unterstützen. Oderer meldet sich bei Schweizer Auslandkorrespondenten.So wie zuletzt in den USA beiPascal Weber, dem Washington-Korrespondentenvon SRF, mit dem er sich verabredete.«Solche Momente erlebst du nicht in einemklassischen All-inclusive-Urlaub. Diese Begegnungenbleiben hängen.»Und stillstehen möchte Matthias Wipfauch künftig nicht. Ideen hat er genügend,einige davon warten schon seit Jahren in einerSchublade darauf, realisiert zu werden.Besonders eine reizt ihn: Er möchte einenhistorischen Roman schreiben. «Das isteine Disziplin, die ich noch nie ausprobierthabe», sagt er. Die Geschichte dafürträgt er schon länger mit sich herum, undklar ist auch: Schaffhausen und die weiteWelt werden dabei eine Rolle spielen. «Ichfreue mich auf diese und viele anderen Herausforderungen»,schmunzelt er.
Bock | Dienstag, 2. Dezember 2025 3NachrichtenKlatsche für nationale InitiativenDie Schweiz hat entschieden und dem Bürgerdienstsowie der Erbschaftssteuer eine Abfuhr erteilt. DieStadtschaffhauser stellten sich zudem gegen eineBewerbung als Kulturhauptstadt. Ein Ja gab es fürdie kantonale Mitfinanzierung des Spitalneubaus.ABSTIMMUNGSSONNTAGSCHAFFHAUSENSandro ZollerDie Initianten der Service-cityoen-Initiativewollten, dass auch Frauen Dienst amVaterland leisten müssen. Wer nicht insMilitär gehen will, hätte auch im Zivilschutzseinen Teil beitragen können. DieInitianten wollten es sich zudem offenlassen, dass zu einem späteren ZeitpunktMenschen mit einem Wohnsitz in derSchweiz, aber ohne einen Pass der Eidgenossenschaftebenfalls «eingezogen»werden können.Die «Initiative für eine Zukunft» hattezum Ziel, vermögende Menschen stärkerzur Kasse zu bitten. Die Gelder hättenKlimaprojekten zugutekommen unddie Vermögensungleicheit eindämmensollen.Service-citoyen-Initiative abgeblitztEs gibt erst vier Länder auf der Welt, dieauch eine Wehrpflicht für Frauen vorsehen.Alle anderen Nationen haben sichirgendwann für eine Berufsarmee entschieden.An der Urne wurde klar, dassdie Schweiz nicht das fünfte Mitgliedin dieser Riege wird. Von den 54 932Stimmberechtigten im Kanton Schaffhausenhaben 6340 ja und 28 081 neingestimmt. 15,9 Prozent aller SchweizerStimmberechtigten waren dafür, währendsatte 84,1 Prozent sich dagegenentschieden.Reiche müssen nicht mehr abgebenDie «Initiative für eine Zukunft» fandkeine Mehrheit an der Urne. Geradeeinmal 7478 sprachen sich dafür aus,während 27 079 sie ablehnten. Damitunterstützt die Schweizer Stimmbevölkerungden Kurs des Bundesrats. DieBefürchtung lag darin, dass Personenmit Vermögen wegziehen können. DieInitiative hätte die Einführung einerErbschafts- und Schenkungssteuer desBundes verlangt. Das Initiativkomiteeist von einem Ertrag von durchschnittlichsechs Milliarden Franken pro Jahrausgegangen – der Bund rechnete mitviel weniger.Schaffhausen wird nichtKulturhauptstadt 2030Schaffhausen nimmt nicht mehr nebenThun und Aarau am Rennen um dieKandidatur als Kulturhauptstadt 2030.Das Resultat kann als klar bezeichnetwerden. 60 Prozent legten einNein (8945 Stimmen) und 40 Prozentein Ja (5885 Stimmen) in die Urne. DieStimmbeteiligung lag bei 68,7 Prozent.Der Kredit für den Bewerbungsprozesswäre bei vier Millionen Franken gelegen.Nur, wie die Gelder konkret zu verwendengewesen wären, wurde noch nichtaufs Papier gebracht.Der Weg zum Neubau ist geebnet84,8 Prozent (29 357 Stimmen) der SchaffhauserStimmberechtigten stimmten derMitfinanzierung des Spitals zu, während15,2 Prozent (5270 Stimmen) sie ablehnten.Somit darf der Kanton 130 MillionenFranken zum 400-Millionen-Franken-Projektbeisteuern. «Dieses Ergebnis ist einstarkes Signal für eine verlässliche, wohnortsnaheund zukunftsfähige Gesundheitsversorgungin unserem Kanton», schreibtder Verein Zukunft Spitäler Schaffhausenin seinem Statement.Verkehrsgarten erfährt AufwertungSVP, FDP und EDU hätten ihn gerne aneinem neuen Ort gesehen. Das Resultatder Abstimmung durchkreuzt das Vorhaben.53,5 Prozent der stimmberechtigtenNeuhauserinnen und Neuhauser kreuztenein Ja (1689 Stimmen) 46,2 ein Neinan. Somit kann der havarierte Verkehrsgartenmit dem Kredit von 281 000 Frankennicht nur saniert, sondern auch grünerwerden.Bagger dürfen in Beringen auffahrenDie Auszählung hatte ergeben, dass1485 Stimmberechtigte Beringerinnenund Beringer dem Planungskredit über340 000 Franken für einen neuen Werkhofdas «Go» gaben, während 662 nicht dafürwaren. Der Baustart ist für August 2026vorgesehen. Die Aufnahme des Betriebssoll im Sommer 2027 sein.Statement von Leonie Altorfer:Nach über einem Jahr Angstkampagneder Rechten und nach undemokratischenDrohungen der Superreichen hat immernoch jede fünfte Person am Sonntag einJa zur Initiative für eine Zukunft eingelegt,auch im bürgerlichen KantonSchaffhausen.Das Anliegen traf einen Nerv, denn dieGegnerschaft investierte Millionen ineine aufwändige Reichenschutzkampagne.Die breite Bevölkerung bezahltschon jetzt für die Kosten der Klimakriseund wird es leider weiter tun müssen,während die Superreichen immerreicher werden. In einer Welt, wo dieReichen sich Einfluss und Macht erkaufen,braucht es uns alle, um weiterhinder Reichenschutzlobby die Stirnzu bieten und gegen bürgerliche Wändeanzurennen.Leonie Altorfer, Co-Präsidentin und KantonsrätinJUSO Schaffhausen.Statement von Tim Bucher:Wir sind enttäuscht über das Resultat –aber keineswegs entmutigt. Zentrale Reformenverschwinden nicht, nur weil siebeim ersten Mal scheitern. Man denke andas Frauenstimmrecht, das in der Schweizmehrfach abgelehnt wurde, bevor es Realitätwurde. Trotzdem sind wir stolz auf dasErreichte: Als kleiner Verein ohne Lobbyhaben wir eine landesweite Diskussion überden nationalen Zusammenhalt, unsere Sicherheitund das Engagement der Bürgerinnenund Bürger angestossen – und aufgewaltige Herausforderungen hingewiesen.Diese Debatte war wichtig. Wir haben einekonkrete Lösung auf den Tisch gelegt, wiediesen Herausforderungen wirksam begegnetwerden kann. Nun liegt es an der Politik,ihrer Verantwortung gerecht zu werdenund echte Alternativen vorzulegen – stattweiterhin Pflästerlipolitik zu betreiben.Tim Bucher, Kantonsrat sowie VorstandGrünliberale Schaffhausen. Bilder: zVg.Einmaliges Projekt zur Schaffung einerPlattform für Rap-KunstschaffendeKulturschaffende um Marco Rifino haben «sh.ypher» ins Leben gerufen. DasRap-Cypher-Projekt soll Künstlerinnen und Künstlern im Schaffhauserland eineMöglichkeit bieten, ihre Musik einem grösseren Publikum präsentieren zu können.KULTURSCHAFFHAUSENProjekt 82xx, Marco Rifino«sh.ypher» ist ein einzigartiges Rap-Cypher-Projekt,das Künstlerinnen undKünstler aus der Region Schaffhauseneine Plattform bietet, sich musikalisch zuentfalten und für ein breiteres Publikumsichtbar zu werden. Musikalischer Hostdes Projekts ist der Rapkünstler DuZo(bürgerlich Raffael de Quervain).Ziel des Projekts war es, einen gemeinsamenTrack mit rund 44 Schaffhauser Rapperinnenund Rapper und 2 DJ’s zu produzieren,der sowohl die lokale Rap Szenestärkt als auch nationale Aufmerksamkeitschafft. Der Track wird am 29. Dezemberveröffentlicht, begleitet von einem aufwendigproduzierten Musikvideo mit allenbeteiligten Künstlerinnen und Künstler.Prüfung einer Release-VeranstaltungZudem prüft das Projektteam zurzeit eineLive-Release-Veranstaltung im TapTabSchaffhausen am 7. Februar 2026, im Rahmender Plattentaufe von «Ich so», demkommenden Album von DuZo, um denSong gebührend zu feiern und der Öffentlichkeitzu präsentieren.Die beteiligten Künstlerinnen undKünstler trugen jeweils 8 Bars zu einemvon zwei Beats bei. Zur Auswahl standenzwei Musikproduktionen von RomanWipf (Atticroom Studio) und DominikJordan (Isitjordan). Eine besonderemusikalische Note erhält das Projektdurch das Sample des Liedes «Blos echlini Stadt» von Dieter Wiesmann,das – mit Zustimmung der Rechteinhaber– in einen modernen Hip-Hop-Kontext überführt wurde. So entstandmit «sh.ypher» ein durchgängigerTrack von über 20 Minuten Länge – einkraftvolles musikalisches Statement derSchaffhauser Rapkultur.Die Projektleitung von 82xx umfasstfolgende Kulturschaffende:• Raffael de Quervain; RapkünstlerDuZo, Diessenhofen, Wilchingen,Schaffhausen• Roman Wipf; Musikproduzent, AtticroomStudio, Schaffhausen• Dominik Jordan; Beatproduzent «Isitjordan»,Schaffhausen• Marco Rifino: Mitgründer vonsh.ocken – 8200-gebrandetes Sockenprojektzur Förderung von Jugend,Sport und Kultur in der Region• Sascha Lendenmann: Art Director undVideoproduzent, SchaffhausenErfolgreiche UmsetzungDas Projekt 82xx konnte erfolgreich realisiertwerden: Fast 40 Rapperinnen undRapper haben im Atticroom Studio aufgenommen,darunter bekannte lokale Namenwie DuZo, Megan, Granpurismo, Sulaya,Kosi, Andrea Stamm, C-Real, DMS Boyz,Sherpa, Santa, Neon und viele mehr.Die Finanzierung des Projekts erfolgtüberwiegend durch ehrenamtliche Arbeit,regionale Sponsoringbeiträge sowie dieKulturförderung des Kantons Schaffhausen.Organisation, Kommunikation undKoordination leisten wir vollständig unentgeltlichin unserer Freizeit – getragenvon unserer Leidenschaft für Kultur undregionales Musikschaffen.Wir sind überzeugt, dass «sh.ypher»nicht nur musikalisch, sondern auch gesellschaftlicheinen wertvollen Beitrag zurkulturellen Vielfalt unserer Region Schaffhausenleistet – ganz im Sinne unseresMottos: «Alle für 82xx – 82xx für alle.»AnzeigeWussten Sie, dass:Musikern aus der Rap-Szene soll die Plattform in vielerlei Hinsicht helfen.Bild: PexelsHopfen, Malz und Millionen:2024 flossen 447 Mio. Liter Bierin die Kehlen der Nation – und spültendabei 109 Mio. Franken Biersteuerin die Bundeskasse.Quelle: Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik
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