Auftaktsspiel in der European LeagueKadetten –Abanca Ademar LeónLive aufehf.tv undred.sportDIMITRIJ KÜTTELRückraum rechtsDienstag14. Oktober18.45 UhrBBC ArenaMatchprogramm aufwww.kadettensh.chKadetten Schaffhausen.Schweizer Champions im Internationalen Handball: 30 mal dabei.Günstiger anfeuernEinfach Bankkarte zeigen und Heimvorteil nutzenwww.shkb.ch/heimvorteilMatchtippPhilipp StauberMalergeschäft GmbH, Schaffhausen32: 31«Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen (9 Siege in 9Spielen) bin ich zuversichtlich, dass unsere Kadetten auchihr erstes European League-Heimspiel gewinnen werden.Hopp Kadette!»SpielplanMi 08.10.2025 19:15Kadetten 35:26 GC Amicitia ZürichQHLSchaffhausen BBC Arena ASa 11.10.2025 18:00RTV 1879 Basel 29:35 KadettenQHLBasel RankhofDi 14.10.2025 18:45Kadetten – Abanca Ademar LeónEHLSchaffhausen BBC Arena ADi 21.10.2025 18:45Partizan Belgrad – KadettenEHLSC BanjicaSa 25.10.2025 18:00TSV St. Otmar St. Gallen – KadettenQHLSt. Gallen KreuzbleicheLangjähriger Reisepartnerder Kadetten SchaffhausenRattin AG | Carreisen | NeuhausenTel. 052 633 00 00 | info@rattin.chwww.rattin.chIHR TRANSPORT- &LAGERLOGISTIK-PARTNERIN DER REGIONPlanzer Logistik AG | planzer.chEbnatstrasse 165 | 8207 SchaffhausenFanartikel vor Ort einkaufen | Öffnungszeiten Fanshop: Mo – Fr: 8 – 17 Uhr, Herrenacker 15 | 8200 Schaffhausen | meetingpoint-sh.ch
Bock | Dienstag, 14. Oktober 2025 11kuLturAuf der PilzsucheEs ist Pilzsaison. In den Wäldern spriessen die Hüte und viele Pilzfreunde machen sichmit Körbchen auf die Suche. Doch Vorsicht: Nicht alles, was appetitlich aussieht, istauch geniessbar. Pilzkontrolleurin Ruth Bänziger erklärt worauf man achten muss.PILZKONTROLLESCHAFFHAUSENSalome ZulaufKurz vor 17 Uhr, am vergangenen Donnerstag,bei der Freizeitanlage Dreispitz inHerblingen: In wenigen Minuten öffnetdie amtliche Pilzkontrolle. Vor dem rotenGebäude bildet sich langsam, aber sichereine kleine Schlange. Pilzsammlerinnen undPilzsammler mit Körben und Papiersäcken,darin die heutige Ausbeute aus dem Wald.Drinnen warten bereits Ramin Cheybaniund Ruth Bänziger, die amtlichen Pilzkontrolleure.Mit geschultem Blick prüfen siejeden Fund auf Essbarkeit und Qualität.Eine Familie voller PilzfreudeRuth Bänziger ist seit vielen Jahren Leiterinder amtlichen Pilzkontrolle Schaffhausen.«Meine Eltern waren beide Pilzkontrolleure,sie haben mir die Freude amPilzsuchen weitergegeben», erzählt dieSchaffhauserin. «Mit 22 Jahren habe ichdann selbst die Prüfung zur Pilzkontrolleurinabgelegt und bin seither aktiv, auchin der Pilzkontrolleurenvereinigung VAP-KO (Schweizerische Vereinigung amtlicherPilzkontrollorgane) war ich viele Jahre imVorstand.» Bis heute macht ihr die Arbeitgrossen Spass. «Ich gebe mein Wissen gerneweiter, sei es in Kursen oder direkt beiden Kontrollen.» Was das Pilzsuchen fürsie ausmacht? «Alles! Meine Mutter hatmir einmal etwas sehr Schönes gesagt: Pilzsuchenmacht dreimal Freude – zum erstenMal beim Spaziergang im Wald, zumzweiten, wenn man essbare Pilze findet,und schliesslich beim Geniessen der Pilze.»Wenn es im Herbst trocken ist, geht RuthBänziger fast täglich selbst in den Wald, umPilze zu suchen und an Wochenenden auchals Kursleiterin. Ihre Funde konserviertoder trocknet sie anschliessend.Vorsicht ist besser als NachsichtZurück zur Pilzkontrolle: Kaum geöffnet,herrscht reger Betrieb. Jede Sammlerin undjeder Sammler bringt die Pilze sortiert zurKontrolle. «Meistens sind sie in Körben,jede Pilzart sauber getrennt in Zeitungspapiergelegt, das ist uns sehr wichtig», erklärtRuth Bänziger. «Dabei ist zu beachten,dass die Pilze, die der Sammler nicht kennt,vollständig sind, also nicht abgeschnitten.Speisepilze, die der Sammler kennt, soll ersauber über dem Boden abschneiden. Manchegiftigen Arten ähneln den Speisepilzenstark und wir können sie nur sicher unterscheiden,wenn wir den ganzen Pilz sehen.»Bei den entsprechenden Pilzarten weisen diePilzkontrolleure die Sammler darauf hin.Die Funde werden anschliessend einzelnkontrolliert. «Manche bringen auch Artenmit, die sie nicht kennen, wir nennen sieWissenspilze», sagt die Pilzkontrolleurin.«Auch sie werden separat in Zeitungspapiergelegt, damit kein Bruchstück eines giftigenPilzes zwischen die essbaren geraten kann.»Nach der Kontrolle erhalten die Sammlerinnenund Sammler einen Pilzkontrollschein,auf dem die gefundenen Speisepilzartenund deren Gewicht notiert ist. Zudemsind wichtige Hinweise zur Zubereitung aufdem Schein vermerkt. Essbare Pilze dürfensie wieder mitnehmen, ungeniessbare odergiftige bleiben bei der Kontrolle und werdenkorrekt entsorgt. «Am häufigstenbringen die Leute grosse, leicht erkennbareArten wie Steinpilze, Riesenschirmlingeoder Champignons und von den kleinerenPilzen Eierschwämme, Trompetenpfifferlingeoder Totentrompeten», erzählt diePilzkontrolleurin. Doch gerade bei denChampignons ist Vorsicht geboten: «Esgibt rund 60 Arten, drei davon sind giftig,also lieber alle gesammelten Pilze unbedingtkontrollieren lassen.» Insgesamt wachsenin der Schweiz etwa 6000 Pilzarten, viele davonsind ungeniessbar. «Nur etwa 250 sindessbar, und gerade einmal rund 50 wirklichempfehlenswert», sagt Ruth Bänziger.Trotzdem wird sie jedes Jahr ein- bis dreimalins Spital gerufen, wegen einer möglichenschweren Pilzvergiftung.Verschobene SaisonDie diesjährige Pilzsaison läuft eher schleppend,wie die Schaffhauserin erklärt. ZwarRuth Bänziger ist leidenschaftliche Pilzkontrolleurin.hat es im Juli reichlich geregnet, doch derAugust war heiss und trocken. «Durch denKlimawandel verschiebt sich die Saison zunehmend,es kann gut sein, dass man auchim November noch Pilze findet», erklärtRuth Bänziger. Verändert hat sich auchdas Publikum. «Einen Hype rund um diePilze nimmt sie aber nur am Rande wahr.Durch Social Media gehen viele Leute zumersten Mal auf Pilzsuche – oft, um schöneFotos zu machen», sagt sie. «Sie drapierendie farbigsten Pilze im Korb für ein perfektesBild. Das ist zwar schön, birgt aber auchRisiken, wenn man die Arten nicht kenntund nicht zur Pilzkontrolle geht.»Tipps für das PilzsammelnWorauf beim Pilzsammeln besonders geachtetwerden muss hat Ruth Bänziger klareTipps für Einsteigerinnen und Einsteiger:• Einen luftigen Korb mitnehmen, keinePlastiksäcke oder geschlossenen Gefässe.• Zeitungspapier zum Trennen der Pilzartenverwenden.• Ein Messer zum sauberen Abschneiden.Die Ausbeute einer Pilzsammlerin:Stockschwämmchen.Bilder: Salome Zulauf• Von ausgewachsenen Speisepilzen, dieman sicher kennt, etwa Eierschwämmeoder Steinpilze, kann man beliebige Mengensammeln und sauber abschneiden,von nicht bekannten Pilzen nur ein oderzwei Exemplare mit ganzem Stiel und Fuss.Denn eines weiss die erfahrene Pilzkontrolleuringenau: Sicherheit geht vor undder Genuss schmeckt doppelt so gut, wennman weiss, was auf dem Teller liegt.«Szenario» bringt Piratinnen-Geschichte auf die Fass-BühneDas «Szenario», ein Verein, welcher die Organisation und Durchführung von unabhängigen Theaterproduktionen in Schaffhausen undUmgebung bezweckt, präsentiert ein neues Stück: «Anne», welches die Lebensgeschichte der Piratin Anne Bonny erzählt. Am 17. Oktoberwird Premiere gefeiert. Die Regisseurin und Verfasserin des Skripts, Pia Kugler, gewährt spannende Einblicke in die Produktion des Stücks.THEATERSCHAFFHAUSENGinevra Lo PiccoloDie 26-jährige Pia Kugler ist hauptberuflichKindergärtnerin, leidenschaftlicheSchauspielerin und bereits zum zweitenMal Regisseurin eines Stücks des Theaterproduktionsvereins«Szenario». DiesesMal wird auf der Fass-Bühne das Stück«Anne» präsentiert, welches die Lebensgeschichtevon Piratin Anne Bonny erzählt.Das Theaterstück spielt im 18. Jahrhundert,als Anne Bonny als unehelichesKind einer irischen Dienstmagd und einesRechtsanwalts auf die Welt kam. «Damalsgab es solche Affären wie Sand am Meer,doch der Rechtsanwalt entschied sich, dieSchwangerschaft nicht zu verheimlichenund das Kind zu behalten.» Das war keinübliches Vorgehen für diese Zeiten, was zueinem riesigen Skandal führte, erzählt dieRegisseurin. «Anfänglich wurde sie alsJunge erzogen, da die Familie ihren Rufnicht ruinieren wollte. Somit konnte sieeinen Einblick in all die Freiheiten erhalten,die damals nur Männern vorbehaltenwaren.» Letztendlich kam die Wahrheitans Licht und die Familie musste fliehen.Mit 16 heiratete sie gegen ihren Willeneinen Segler und liess sich in Nassau nieder.Dort begann ihr Leben als Piratin,das sie zu Reichtum brachte. «Ob sie einegute Person gewesen ist, über das urteileich nicht. Ich finde sie aber eine sehr inspirierendeund spannende Figur für ihreZeit», erläutert Pia Kugler.Historisch korrekt, menschlich erzähltAlles, was in dem Theaterstück passiert,wurde minutiös recherchiert. «DieInformationen stammen aus verschiedenenPia Kugler und das Ensemble von «Anne».Podcasts und aus Daniel Defoes Buch‹A General History of the Robbers andMurderers of the Most Notorious Pirates›aus dem frühen 18. Jahrhundert, der erstenQuelle von modernen Piratengeschichten.»Die 300-jährige Geschichte möglichsthistorisch akkurat zu erzählen undein klares Bild von der Figur zu geben, warPia Kugler sehr wichtig: «Als ich das Stückschrieb, wollte ich die Geschichte einernormalen, unperfekten Frau mit Ängstenund Zweifeln, die ums Überleben kämpfenmusste, erzählen.» Das findet sie gelungen,auch dank der sensiblen Interpretation vonElena Fahrni, welche in die Hauptrolleschlüpft.Bild: zVg.Von der Schauspielerei zur RegiePia Kugler kann ihre Erfahrungen alsSchauspielerin gut beim Regieführen einsetzen:«Es ist anstrengender als spielen.Als Schauspieler gibt man die Verantwortungan den Regisseur ab, der entscheidet,was gut aussieht und wie etwas auf derBühne präsentiert wird, ohne dass sichdie Schauspielenden blamieren.» DieseVerantwortung hat Vor- und Nachteile,erzählt die Regisseurin: «Einerseits ist daslässig, weil ich alles steuern und das Stückso formen kann, wie ich es mir vorstelle.Andererseits ist es sehr anstrengend, wennalle Antworten erwarten, auch zu Dingen,mit denen ich mich noch nicht befassthabe.» Grundsätzlich geniesse sie es aber,so viele Möglichkeiten zu haben und ein sotalentiertes Ensemble begleiten zu können.Zusammenhalt im und aus dem TheaterDas Stück ist sehr spontan entstanden undwurde mit bestimmten Schauspielerinnenund Schauspielern im Kopf geschrieben:«Ich habe mit vielen von ihnen bereitsselbst auf der Bühne gestanden und sieschauspielern erlebt, daher kenne ich siesehr gut.» Man schaut füreinander und derZusammenhalt im und aus dem Theaterist sehr stark, erzählt Pia Kugler. Über dieVorbereitungen für das Stück hat sich dieRegisseurin auch geäussert: «Wir habenvor etwa einem halben Jahr mit vereinzeltenTreffen und kleinen Proben begonnen.Intensiv ist es etwa vor einer Woche geworden.Bis zur Premiere am 17. Oktoberwerden wir jeden Tag proben.», erklärt sie.Die Leidenschaft fürs TheaterDie Begeisterung für das Theater entdecktesie sehr früh, bei ihren Anfängenim «Jugendclub Momoll»: «Schon alsKind fand ich die Welt der Schauspielereifaszinierend, ebenso wie die Möglichkeit,Geschichten in einem sicheren Rahmen zuerleben.», so Pia Kugler. Einer ihrer stärkstenRegieeinflüsse stammt aus ihrer Zeitim Jugendclub: «Damals war Jürg Schneckenburgerder Leiter. Seit ich 12 bin,habe ich mit ihm gearbeitet, und seine Artspiegelt sich in meinem Theaterstil wider.»Die Schauspielerei begleitet sie auchin ihrem Lehrerinnenalltag: «Ich erzähleviele Geschichten. Dabei spielen Mimikund Aussprache eine grosse Rolle.» Sieerklärt, dass theaterpädagogische Einflüssesich sehr positiv auf Klassen auswirkenkönnen. «Das hat mit dem Selbstkonzeptder Kinder zu tun: Nicht nur das Selbstbewusstseinwird gestärkt, sondern auch dasKörpergefühl und die psychische Selbstsicherheit.»Die Erfahrungen im Klassenzimmerhaben ihr auch bei ihrer Tätigkeitals Regisseurin geholfen. Doch sie konnteauch viel von ihrer Vorgängerin ManuelaDe Ventura lernen, die bei diesem Mal dieUnterstützung der Regie übernommenhat. «Sie hat ein sehr gutes Auge für dieFigurenentwicklung. Das konnte ich letztesJahr von ihr lernen und dieses Mal beimStück einsetzen.», erklärt Pia Kugler.Vom Waldfriedhof aufs PiratenschiffDas erste Stück, bei dem sie Regie geführthat, fand im Waldfriedhof unterkomplett anderen Bedingungen statt:«Damals haben wir kein Licht und keinBühnenbild benötigt, jede Schauspielerinund jeder Schauspieler hatte nur einKostüm.» Dieses Mal haben die Darstellerjeweils etwa fünf Kostüme, es gibtLicht und Bühnenbild und auch mitMusik wird viel gearbeitet. «Es ist schonkomplizierter, aber auch sehr lässig», soPia Kugler. Die gewölbte Bühne im Fasskellereignet sich besonders gut, um dieStimmung auf einem Piratenschiff zuvermitteln. «Piraterie war nichts Gutes,doch die Kreativität, mit der man spielenkann, fasziniert mich besonders», fügtPia Kugler weiter aus.Im Stück werden dem Publikum alleInformationen aber nicht eindeutig geliefert:«Vieles ist impliziert und wird dereigenen Interpretation überlassen», erklärtdie Regisseurin abschliessend.Vom 17. bis zum 24. Oktober wird «Anne» an sechsAbenden im Fasskeller aufgeführt. Tickets sind beiEventfrog erhältlich. Mehr Infos: szenario-schaffhausen.ch
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