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Bock E-Paper 2022 KW20

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18 FoKus

18 FoKus Bock Kirchen Sie mal wieder. Auch per Livestream Mückengitter / Rollos Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG keine Wegpauschale · Gratis-Offerte Ausstellung Rutschmann AG Tel. 052 369 00 69 · www.rr-ag.ch Eigene Produktion seit 1993 LIFE–CHURCH.CH «Wir sind sehr spät dran» Eine angeregte Diskussion zur Thematik Energiesicherheit und Stromversorgung entfachte am ersten Forum-sh.ch. Zumindest dem Titel der Veranstaltung stimmten alle Teilnehmenden zu: Energiesicherheit ist keine Selbstverständlichkeit. Mückengitter / Rollos Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG keine Wegpauschale · Gratis-Offerte – den Ausstellung geplanten Neubau eines Speichersees und eines Wasserkraftwerks an der Trift im Gadmental. Eigene Produktion seit 1993 Eigene Produktion seit 1993 Themen-Vorschau Beilage Das 29. Internationale Bachfest steht an. Montage: Kt. ZH/TG/SH/SG/AG Das Ziel ist das gleiche Nach einer kurzen Pause ging es direkt mit keine der Wegpauschale Rutschmann Podiumsdiskussion · Gratis-Offerte AG weiter. Gekonnt liess Moderator Peter Hartmeier ein angeregtes Gespräch entfachen. «Ich nehme aus den Referaten mit, dass die Zielvorstellungen Tel. Ausstellung 052 gar nicht 369 weit 00 69 weg · voneinander www.rr-ag.ch sind», stellte Thomas Kellenberger zu Beginn fest. Der Wirtschaftsvertreter sei überzeugt davon, dass technisch vieles machbar sei, es aber oft am politischen Willen scheitere. Rutschmann AG «Es ist nicht zielführend, immer noch mehr Verbote und Vorschriften einzuführen.» Im Kanton Schaffhausen können aus Wirtschaftssicht bereits viele Erfolge beim Energiesparen vorgewiesen werden. Tel. «Haben 052 369 wir in 00 30 69 Jahren · www.rr-ag.ch noch genug Energie?», fragte Peter Hartmeier in die Runde. Die Antwort war erschreckend wenig kontrovers: Nein, nicht wenn es so weitergeht. «Wir stehen an der Schwelle zu einem grossen Problem. Für die nächsten ein bis zwei Jahre ist unsere Energie gesichert, wie es weitergeht, kann ich nicht sagen», führt EKS CEO Thomas Fischer aus. Je vertiefter die Diskussion wurde, desto emotionaler äusserten sich auch die Teilnehmenden. «Die fünfte Landessprache sollte nicht Einsprache sein», merkte Christian Wasserfallen an. Auch das Publikum hatte die Möglichkeit, aktiv Fragen ans Podium zu stellen. Diese reichten von Themen aus der Praxis in Bezug auf die Berufsbildung bis zum ungenutzten Potenzial im Kanton. «Der Strom, der lokal produziert wird, ist wichtig – vordergründig steht die erneuerbare Energieproduktion. Und genau deshalb müssen wir Projekte ermöglichen und nicht 10 Jahre lang darüber diskutieren», so Thomas Fischer, der damit unter anderem auf den Windpark Chroobach anspricht. Abgeschlossen wurde das erste Forum-sh.ch von einem zufriedenen Urs Wohlgemuth: «Es ist das passiert, was ich mir erhofft habe – eine kontroverse und zukunftsorientierte Diskussion ist entfacht.» An der Podiumsdiskussion fühlte Moderator Peter Hartmeier (l.) den konträren – und teils unerwartet übereinstimmenden – politischen Ansichten der Teilnehmenden auf den Zahn. Von links: Christian Wasserfallen, Kurt Egger, Thomas Fischer und Thomas Kellenberger. Bilder: Lara Gansser POLITIK SCHAFFHAUSEN Lara Gansser «Wie kann die Energiesicherheit auch in Zukunft gewährleistet werden?» – dieser und weiteren Fragen widmete sich das erste Forum-sh.ch vergangenen Samstag im Pavillon im Park in Schaffhausen. Das neu lancierte Diskussionsgefäss der FDP Schaffhausen hat zum Ziel, politische Themen offen und kontrovers zu beleuchten und zu diskutieren. Knapp 90 Personen nahmen am ersten Anlass teil, darunter ein breit gefächertes Publikum aus Mitgliedern verschiedener Schaffhauser Parteien. «Es geht darum, ein breites Meinungsspektrum an politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen offenzulegen», so FDP-Parteipräsident Urs Wohlgemuth, der das Forum ins Leben gerufen hat. Im Fokus des Nachmittags standen Referate der Nationalräte Christian Wasserfallen (FDP Bern) und Kurt Egger (Grüne Thurgau) sowie eine Podiumsdiskussion mit Thomas Fischer, CEO EKS Schaffhausen, und Thomas Kellenberger, IVS-Vorsitzender der Umwelt- und Energiekommission. Schneller handeln Regierungsrat Martin Kessler begrüsste das Publikum mit den Worten: «Um Herausforderungen anzupacken, braucht es Konsens – dafür ist ein Forum die optimale Plattform.» Das Thema Energiesicherheit beschäftige den Kanton stark. «In der Schweiz ist Energie vielfach eine Selbstverständlichkeit, die wenigsten machen sich Gedanken darüber, woher diese kommt, wenn sie tanken oder das Licht einschalten.» Dass nach wie vor ein grosser Anteil an fossilen Brennstoffen verwendet werde, stehe im Widerspruch zu den Klimazielen. Das erste Fachreferat leitete Christian Wasserfallen, der seit 2007 für die FDP im Nationalrat sitzt und seinen Schwerpunkt auf Umwelt- und Energiethemen legt, mit einer deutlichen Aussage ein: «Wir sind zu spät dran. Bis 2035 fehlt uns mehr als ein Drittel der Stromproduktion.» Christian Wasserfallens Lösungsansatz basiert auf fünf «Wir stehen an der Schwelle zu einem grossen Problem» Thomas Fischer CEO EKS Schaffhausen Säulen (siehe Kasten): «Nur mit einem ausgewogenen Energiemix sind wir dieser Herausforderung gewachsen.» Vor allem sei es wichtig, Projekte schneller umzusetzen. Energie der Zukunft Kurt Egger ist Geschäftsführer der Energie- und Umweltberatungsfirma Nova Energie und politisiert für die Grünen im Nationalrat. Im ersten Teil seines Referats zeigte er die verheerenden Folgen des Klimawandels auf: mehr Hitzetage, heftige Niederschläge und Trockenheit. «Vieles davon ist menschengemacht», stellte er fest. Als Energielieferanten der Zukunft sieht Kurt Egger vor allem die Wasser- und die Windkraft sowie die Photovoltaik. «Das Hauptziel ist es, den Weg der Dekarbonisierung einzuschlagen.» Dass es vielfach an der langsamen Umsetzung von Projekten scheitert, stört auch den Grünen Nationalrat – wie sein Vorredner verweist er auf das Trift-Projekt Christian Wasserfallen (l.) erhält von Urs Wohlgemuth ein «Energiepaket». Elektrizität auf fünf Säulen In seinem Referat zeigte Christian Wasserfallen auf: ein ausgewogener Energie-Mix ist erforderlich, wenn die Versorgungssicherheit auch in Zukunft gewährleistet werden soll. Dabei orientierte er sich an einem 5-Säulen-Prinzip: 1) Energieeffizienz: Verbesserung bei Gebäuden und Mobilität mit Anreizen 2) Erneuerbare Energien: Wasserkraft und andere erneuerbare Energien ausbauen, Blockaden überwinden 3) Grosskraftwerke: Steuerbar einsetzbare Produktion für Bandenergie 4) Stromnetze und Speicher: Netze stärken und Speicher ausbauen 5) Energie- und Aussenpolitik: Integration Strommarkt Europa, Beschaffung von Primärenergie «Hauptziel ist es, den Weg der Dekarbonisierung einzuschlagen», so Kurt Egger. Mit Sonne, Wasser und Wind zum Ziel Von Wind- und Solarenergie als Traumpaar sprach Kurt Egger in seinem Fachreferat. Zudem zeigte der Grüne-Nationalrat die Potenziale in der Schweiz auf: neben Solaranlagen auf Hausdächern, Infrastruktur und in der Landwirtschaft sieht er einen Ausbau von Wind- und Wasserkraft, Biogas, Geothermie, aber auch alpinen Solaranlagen als notwendig an. Weiter appelliert er ans Sparen: Ein Drittel des Stromverbrauchs ist Verschwendung – das entspreche der Jahresproduktion aller Schweizer Atomkraftwerke (AKWs). «Die günstigste und umweltfreundlichste Kilowattstunde ist die Kilowattstunde, die nicht verbraucht wird.» Wir liefern was andere nur versprechen! 1 Gigabit/s an jedem sasag Anschluss Internet ab 29.-/Mt. Die Promotion gilt für Neukunden bei Abschluss eines Internet Abo. Der Rabatt gilt während der ersten 24 Vertragsmonate und wird in Form einer monatlichen Gutschrift gegen die Abogebühr verrechnet. Nach Ablauf der Rabattzeit gilt der reguläre Preis des jeweiligen Abos. Gültig bis 30.09.2022. Mindestvertragsdauer 24 Monate.

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