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Bock E-Paper 2022 KW26

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10 Anzeigen Anzeigenannahme: Verlag Bock AG | Telefon: 052 632 30 30 www.schaffhausen24.ch | Mail: info@bockonline.ch Bock | Dienstag, 28. Juni 2022 veranstaltungen Samstag, 2. Juli 2022, 10 Uhr, Finissage Kanton Schaffhausen Regierungsrat Stossen Sie mit den Mitgliedern des Bundesrates an! Apéro mit dem Bundesrat «Rettung vom Gauligletscher» Letzte Gelegenheit, diese einzigartige Sonderausstellung zu besuchen Ab 10 Uhr Referate des Gemeindepräsidenten von Meiringen und des Verantwortlichen für die Bergung der Trümmer; Mitwirkung des Jodlerklubs Hasliberg Alle Ausstellungen in Schaffhausen und Neuhausen und die Museumsbeiz sind von 10 - 16 Uhr offen. www.museumimzeughaus.ch Tel. 052 632 78 99 Donnerstag, 30. Juni 2022, 12.30 bis 13.30 Uhr, vor der Kirche St. Johann auf der Vordergasse, Schaffhausen (Schlechtwettervariante: Münstervorplatz/Kreuzgang) Der Regierungsrat lädt anlässlich der Bundesratsreise in den Kanton Schaffhausen die Bevölkerung zum Apéro mit dem Bundesrat ein. Zum Apéro wird neben Getränken zusätzlich Schaffhauser Gebäck offeriert. Der Anlass wird musikalisch umrahmt durch die Knabenmusik Schaffhausen. Mittagsgespräche zwischen dem Schaffhauser Moderator und Comedian Yves Keller sowie Schweizer Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur oder Sport Der schönste Bio-Bauer der Schweiz: Renzo Blumenthal, seines Zeichens Mister Schweiz 2005, Model, Moderator, Landwirt und Unternehmer. So produziert Renzo zum Beispiel auch Bio-Strom: Die Dächer seiner Wirtschaftsgebäude sind vollflächig mit Solarpanels belegt, ebenso ein Teil des Dachs seines Wohnhauses. Mit dieser Photovoltaik-Anlage liefert Renzo aktuell Strom für 15 Haushalte. Als Bio-Bauer legt Renzo Blumenthal Wert auf nachhaltige Landwirtschaft und respektvolle Tierhaltung. Die wertvollen Rohstoffe verarbeitet er nach der Ernte eigenhändig zu delikaten Produkten. Datum: 7. Juli 2022 ab 11.45 Uhr Programm: 12 bis 12.30 Uhr Talk Ab 12.30 Uhr Mittagslunch und Networking Eintritt: CHF 15.– inkl. Lunch und Getränke Meetingpoint Schaffhausen Haus zur Wirtschaft Herrenacker 15 8200 Schaffhausen Anmeldungen unter: info@meetingpoint-sh.ch

Bock | Dienstag, 28. Juni 2022 11 kuLtur Eine tänzerische Hommage Bock-Vorschau In die Welt des Flamencos von Enrique Morente eintauchen: Am 2. Juli findet im Stadttheater Schaffhausen die Premiere der Flamenco-Inszenierung «ALPHA» statt. In dem Stück unter der Leitung von Ladina Bucher stehen Profis und Laien sowie Jung und Alt zusammen auf der Bühne. Darunter auch 12 Schaffhauser Tänzerinnen. TANZ SCHAFFHAUSEN Lara Gansser In der generationenübergreifenden Inszenierung «ALPHA» trifft Tradition auf Innovation – ganz nach dem Stil des Flamencokünstlers Enrique Morente. Das Stück ist eine tänzerische Hommage an einen der grössten avantgardistischen Flamencokünstler, der von 1942 bis 2010 lebte. Schaffhauser Beteiligung Hinter der Idee zu «ALPHA» steht Ladina Bucher, selbst passionierte Flamencotänzerin und Tanzlehrerin in drei Studios (Schaffhausen, Zürich und Bern). Für die Interpretationen der Enrique-Morente-Stücke habe sie bewusst die Form eines Community-Dance-Projekts, also eines Cross-Generation-Projekts, gewählt. «Viele Flamencotänzerinnen und -tänzer trainieren hart, haben aber kaum eine Möglichkeit, ausserhalb ihres Studios aufzutreten.» Dementsprechend seien bei «ALPHA» viele ihrer Schülerinnen und Ladina Bucher, künstlerische Leiterin von ALPHA und selbst Flamencotänzerin. Bild: lg. Profis und Laien stehen in ALPHA zusammen auf der Bühne. Schüler beteiligt. «Einerseits vereint das Stück Generationen – die jüngste Tänzerin ist fünf Jahre alt, die älteste 63 Jahre.» Anderseits stehen in «ALPHA» neben vier Profi-Tänzerinnen, 20 Erwachsene und acht bis zehn Kinder aus den Tanzschulen von Ladina Bucher auf der Bühne. «Meine Motivation dahinter war, diese in den Choreographien bestmöglich zusammenzuführen – die Profis sind Ankerpunkte für die Laien. Alltagskörper zeigen die verschiedensten Lebensgeschichten», so die Produktionsleiterin. Aus Schaffhausen ist neben der Profitänzerin Tamara Mesonero und deren Tochter Aurelia unter anderem WEnn das Aquarium zu klein wird für den fisch Natur-Serie Teil 4: Nicht nur Pflanzen können invasiv sein. Auch nicht heimische Tiere gefährden die Artenvielfalt in Schaffhausen. NATUR SCHAFFHAUSEN Nathalie Homberger Ein süsser Goldfisch dreht elegant seine Runden in einem Teich, eine Schildkröte oberhalb des Kraftwerks in Schaffhausen streckt ihren Kopf aus dem Rhein, ein Sonnenbarsch fühlt sich in einem Naturschutzgebiet in Beringen pudelwohl: Eigentlich ganz idyllische Vorstellungen. Oder? «Nein», sagt Urs Capaul, Co-Präsident von Pro Natura Schaffhausen. Laut Monatliche Serie In Zusammenarbeit mit WWF, Pro Natura, turdus und dem Regionalen Naturpark Schaffhausen publiziert der «Bock» eine monatlich wiederkehrende Serie zum Thema «Natur vor der Haustüre». Diese soll das verantwortungsbewusste Verhalten gegenüber der Natur und den Lebewesen im Siedlungsraum thematisieren. Mit Praxisbeispielen wird gezeigt, wie naturnahe Gartengestaltung die Biodiversität (Artenvielfalt) fördert. (nh.) dem Ökologen sind solche Situationen absolut zu vermeiden. Der Goldfisch, die Gelbwangenschildkröte, der Sonnenbarsch und viele weitere exotische Lebewesen sind nicht einheimische Tiere, sogenannte Neozoen. Zusammen mit den invasiven Neophyten gehören sie zur Art der invasiven Neobiota. Kurzum: Gebietsfremde Pflanzen und Tiere, die sich auf Kosten der einheimischen Organismen ausbreiten. «Im Gegensatz zu Neophyten sind aber Neozoen beweglich», hält Urs Capaul fest. «Am und im Wasser gibt es viele Probleme im Zusammenhang mit Neobiota.» Was vielen aber nicht bewusst sei, ist, dass gebietsfremde Tiere auch eine Gefahr für die Biodiversität beziehungsweise Artenvielfalt darstellen. Gefahr für die Biodiversität Und wie breiten sich Neozoen aus? «Problemfälle haben wir, wenn Tiere einfach ausgesetzt werden. Das passiert gerne, wenn zum Beispiel der Goldfisch Hansli plötzlich zu gross wird fürs Aquarium», so Urs Capaul. «Das ist aber ganz heikel. Diese fressen den Laich der heimischen Amphibien sowie Kaulquappen.» Und das ist das Problem bei den invasiven Neozoen: Sie breiten sich auf Kosten einheimischer Tierarten relativ rasch aus und schädigen Bild: zVg. / Tata Lorenzo Beatrice Pongracz (Vorstandsmitglied des Vereins Flamenco Schaffhausen) dabei. Die Flamencoszene bewegt «Enrique Morente ist einer der einflussreichsten Flamencokünstler, dessen Musik für viele erst im Nachhinein verständlich wurde», so Ladina Bucher. Der 2010 verstorbene Musiker verband den traditionellen Flamenco mit neuen Instrumenten und Musikstilen und öffnete sich mit dieser Kreativität nach aussen. «Als Morente, der die traditionelle Musik sehr gut beherrschte, Rockmusik in die klassischen Flamenco-Stücke brachte, waren viele Gelbwangenschildkröten, Dreikantmuscheln oder Goldfische gefährden die hiesige Artenvielfalt. Bild: Petra Dirscherl / pixelio.de so die Biodiversität und Ökosystemleistungen. Durch Aussetzen kam wohl auch die Rotwangen-Schmuckschildkröte oder die Gelbwangenschildkröte in den Rhein. Laut Urs Capaul sei noch nicht bekannt, wie sie sich hier im Rhein verhalten und ob sie sich fortpflanzen werden. Gesichtet wurden sie aber immer mal wieder im Rhein. Ein weiteres Augenmerk haben die verschiedenen Naturschutzorganisationen und Fachstellen in Schaffhausen unter anderem auch auf die Schwarzmund-Grundel. Diese habe Rheinfelden bereits erreicht und breite sich den Rhein in Richtung Schaffhausen weiter aus. «Vermutlich kommen sie den Rheinfall selbst nicht hoch», erklärt Urs Capaul. Denkbar sei aber, dass sie sich an einem Schiff festsaugen, welches dann hochtransportiert wird – und schon ist die Grundlage einer weiteren Verbreitung gegeben. Das Problem bei dieser Fischart ist, dass sie sich explosionsartig vermehrt und den Laich von heimischen Fischen frisst. Auch hier eine Gefahr für die heimische Fauna und Flora. Eine weitere gebietsfremde Art, die sich stark ausbreitet und oft unbemerkt von Menschen aus der Szene schockiert», erzählt die Produktionsleiterin. Heute mache genau dieses Wagnis die Musik von Enrique Morente aus. Ein gutes Beispiel sei die Interpretation der Mondscheinsonate von Beethoven. «Seine Musik ist spürbar und zugänglich», schwärmt Ladina Bucher. In seinen Stücken schreckte Enrique Morente auch vor politischen Statements unter anderem gegen Waffen und Krieg nicht zurück. Vorfreude auf Premiere «Ich träumte schon lange von einem Community-Dance-Projekt in dieser Form», erzählt Ladina Bucher freudig. Die definitive Planung startete vergangenen Sommer. Die Proben begannen im Januar – mit der Herausforderung, dass Tänzerinnen und Tänzer aus drei Städten beteiligt sind. Gemeinsame Proben habe es in unregelmässigen Abständen in Olten gegeben. Ladina Buchers Vorfreude auf die Premiere von «ALPHA» im Stadttheater in Schaffhausen ist gross. «Es ist die eleganteste Location in Schaffhausen und erinnert mich an ein Opernhaus. Die grosse Bühne mit den Gold-, Rot- und Schwarztönen im Raum wird ein Höhepunkt für unsere Tänzerinnen und Tänzer sein.» Von Alltagskleidung über spezielle Kostüme bis hin zum traditionellen Flamencokleid – die Garderobe der Künstlerinnen und Künstler reicht weit. Mit «ALPHA» ist eine Flamenco-Inszenierung der modernen Art im Form einer Hommage an einen der einflussreichsten Flamencomusiker zu erwarten. «ALPHA» wird am 2. Juli um 19 Uhr im Stadttheater aufgeführt. Tickets und weitere Informationen sind unter stadttheater-sh.ch zu finden. einem zum nächsten Gewässer verschleppt wird, ist die Dreikantmuschel. Diese verstopft beispielsweise Wasserleitungssysteme oder auch Bootsmotoren. Der Kanton Schaffhausen informiert seit 2020 an Einwässerungsstellen am Rhein über Neozoen in Gewässern. Um bei Gewässerwechsel die Verbreitung gebietsfremder Arten zu verhindern, gibt es laut Informationsplakat des Interkantonalen Labors drei Regeln: 1. Bootsrumpf, Wassersport- und Fischereigerät, Motor, Taue und Anker auf Rückstände von Pflanzen und Tieren kontrollieren; 2. sämtliches Material reinigen; 3. die Ausrüstung vor der Nutzung auf einem anderen Gewässer vollständig trocknen lassen. Zwar noch nicht in Schaffhausen, aber laut Ökologe Urs Capaul nur noch einen Katzensprung von hier entfernt ist der amerikanische Ochsenfrosch. Er kam für seine Schenkel als Delikatesse nach Europa. Er büxte aus und hat sich seither massiv verbreitet. Im süddeutschen Raum tritt er schon vermehrt auf. Der Riesenochsenfrosch frisst andere Amphibien, kleine Säugetiere, junge Wasservögel oder Fische. Er ist zudem Träger des Chytridpilzes – ein Pilz, der unter anderem mitverantwortlich ist für das Amphibiensterben. Ausbreitung verhindern «Mir ist sehr wichtig, dass keine Tiere mehr ausgesetzt werden», antwortet Urs Capaul auf die Frage hin, was Laien tun können, um eine Ausbreitung der Neozoen zu verhindern. Zudem: Wenn Neozoen gesichtet werden, dann sollen die hiesigen Fachstellen wie das Interkantonale Labor oder Organisationen wie Pro Natura kontaktiert werden. Genaue Informationen zu Neobiota in Schaffhausen sind unter interkantlab.ch zu finden. Am Wochenende spielt das KOS an zwei Standorten. Symbolbild: pexels.com Streichorchester zum Abschied Das Kammerorchester Schaffhausen (KOS) lädt zum Konzert «from Jewish Life» ein. Am 2. Juli wird ab 19.30 Uhr im Storchensaal, in Wilchingen sowie am Sonntag, 3. Juli ab 17 Uhr im Haberhaus, in Schaffhausen ein Konzert des Orchesters statt finden. Im Zentrum des Konzertes werden fünf jiddische Lieder für Bariton und Streichorchester stehen. Zudem wird der Abschied der langjährige Konzertmeisterin Sophie Ehrismann gefeiert. (shb.) Am Wochenende findet das OpenAirKino in Dachsen statt. Symbolbild: pexels.com Kino unter freiem himmel Das OpenAirKino in Dachsen lädt wieder ein. Am Wochenende können begeisterte Filmliebhaberinnen und Filmliebhaber von jeweils 20 bis 23 Uhr beim Primarschulhaus Dachsen zwei Filmklassiker mitverfolgen. Am Samstag wird der Film «Monsieur Claude 2» und am Sonntag der Film «Johnny English 3» gezeigt. Die Vorführungen beginnen ab etwa 21.30 Uhr. Der Anlass wird nur bei guter Witterung durchgeführt. (shb.) Schaffhauser Start-ups erzählen ihre Erfolgsgeschichten. Symbolbild: pexels.com Zu ehren der Gründerszene Ein Abend zu Ehren der Schaffhauser Entrepreneur-Szene. Der Verein StartHub Schaffhausen organisiert am Donnerstag, 30. Juni, ihr Sommerfest, an welchem drei erfolgreiche Schaffhauser Start-ups ihre Erfolgsgeschichte erzählen. Der Anlass findet im SIG-Areal in Neuhausen 17.30 Uhr statt. Weitere Informationen zum genauen Ablauf sowie zur Anmeldung sind unter starthub.sh zu finden. (shb.)

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