Aufrufe
vor 1 Monat

Bock E-Paper KW38_21

  • Text
  • Schaffhausen
  • September
  • Kadetten
  • Katzen
  • Schaffhauser
  • Bock
  • Millionen
  • Franken
  • Auerhammer
  • Verkauf

SEAT_20210915_OOH_Tarraco-e-HYBRID_2860x4400mm_Buẗikofer_DE_RZ.indd 1 15.09.21 14:31 SEAT_20210915_OOH_Tarraco-e-HYBRID_2860x4400mm_Buẗikofer_DE_RZ.indd 1 15.09.21 14:31 Jetzt bei Bütikofer Bütikofer Automobile AG | Messenriet, 8500 Frauenfeld | T. 052 728 36 Neftenbach 00 | bütikofer.ch 052 315 35 25 Frauenfeld West 052 728 36 00 Garage Trevisan AG | Weiachstrasse 90, 8413 Neftenbach | T. 052 315 35 25 | bütikofer.ch bütikofer.ch

Bock | Dienstag, 21. September 2021 Belle Epoque am Rheinfall 11 kuLtur Bock-Vorschau Nicht nur für Einheimische ist der Rhein ein Ort der Kraft und der Erholung. Auch Auswärtige geniessen seine Schönheit. Das beliebteste Reiseziel ist der Rheinfall. Die Grands Hotels von einst sind aber auch hier nicht mehr zu finden. Ihre Zeit war pompös und kurz zugleich. Das Grand Hotel Schweizerhof hatte in seiner Blütezeit 150 Gästebetten und 80 Betten für das Personal. RHEINSERIE NEUHAUSEN Yves Keller Prominente wie Johann Wolfgang von Goethe, der russische Zar Alexander oder die österreichische Kaiserin Sissi nächtigten schon in Neuhausen. Die Zeit der edlen Unterkünfte begann mit dem Bau des Hotels Weber. Es war die erste Gästeunterkunft über dem Rheinfall und wurde zwischen 1842 und 1844 erbaut. Von Anfang an beherbergte sie Herzöge und Grafen, edle Leute aus Deutschland, Frankreich und England. Als das Hotel später zum «Grand Hotel Schweizerhof» umbenannt wurde, stieg auch der Luxus nochmals an. 180 Gästebetten und 50 Betten für das Personal gab es im prunkvollen Haus. Die Ausstrahlung und Bekanntheit des Hotels wurden in gehobenen Kreisen immer grösser. 1867 residierte sogar die österreichische Kaiserin Sissi hier. Von ihrem Besuch ist überliefert, dass sie längere Zeit im Grand Hotel Schweizerhof weilte und unter anderem Lachs genoss, der damals noch im Rheinfallbecken gefangen werden konnte. Das Nachtessen von Sissi kostete Die Kunst des Epoxidharzes entdecken Aus Langeweile kam die Idee, ein eigenes Projekt zu starten. Fabiana Mazzeo und Jeanette Mtiri wurden kreativ und setzten ihre Ideen aus Harz um. Bild: Stadtarchiv Schaffhausen laut Überlieferungen etwa gleich viel wie ein Wochenlohn eines Arbeiters. Niedergang der Grands Hotels Bereits zuvor, im Jahr 1863, wurde ebenfalls über dem Rheinfall das Hotel Bellevue erbaut. Es war die höchste Blütezeit des Neuhauser Tourismus, die aber nicht allzu lange anhalten sollte. Wie in der «Schaffhauser Kantonsgeschichte des 19. Und 20. Jahrhunderts» nachzulesen ist, geriet der Tourismus am Rheinfall Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr in Schwierigkeiten. Besucherinnen und Besucher verweilten immer kurzfristiger in Neuhausen. 1902 wurde im Verkehrsund Verschönerungsverein Neuhausen moniert: «Leider begnügen sich die meisten Besucher […] immer mehr damit, den Rheinfall nur oberflächlich und flüchtig zu betrachten. Solche Reisende – und ihre Zahl ist gross – verlassen dann in der Regel so schnell als möglich und in ihren Erwartungen in Bezug auf Grösse und Schönheit des Rheinfalles wenig befriedigt, Neuhausen.» Die immer stärker sinkenden Übernachtungszahlen führten dazu, dass 1911 die «Kurhaus & Grands Hotels Schweizerhof und Bellevue A.G.» Konkurs anmeldete. Das Grand Hotel Schweizerhof wurde später zum Ausbildungsinstitut «Rhenania» umgenutzt, bevor das Gebäude 1954 definitiv abgebrochen wurde. Heute befindet sich an dieser Stelle eine Aussichtsplattform, die Rhenania-Terrasse. Das Hotel Bellevue diente vor und während dem Zweiten Weltkrieg als Heim für jüdische Flüchtlinge. Danach wurde es unter verschiedenen Besitzern als Hotel weitergeführt. Die Gäste waren aber nicht mehr Touristen, die den Rheinfall besuchten, sondern vor allem Geschäftsleute aus aller Welt, die wegen der Neuhauser Industrie den Weg hierher fanden. Aber auch das Hotel Bellevue gibt es heute nicht mehr. 1998 wurde es abgebrochen. An seiner Stelle steht seit 2008 eine Überbauung an exklusiver Wohnlage. Auch heute kommen Touristen jedes Jahr in Scharen an den Rheinfall, um das Naturschauspiel aus nächster Nähe zu erleben. Der Trend des Tagestourismus konnte seit dem Ende der pompösen Hotels aber nie mehr rückgängig gemacht werden. Im Vortrag geht es um die Vogelwelt Neuseelands. Bild: Dieter Schütz / pixelio.de die Vogelwelt Neuseelands Am Donnerstag, 23. September, findet ein Vortrag des turdus Vogelund Naturschutzvereins statt. Um 19 Uhr referiert Hanspeter Bieri im Musuem zu Allerheiligen in Schaffhausen unter dem Titel «Aotearoa – unterwegs im Land der langen weissen Wolke» über die Vogelwelt Neuseelands. Eine Voranmeldung ist unter turdus.ch/Jahresprogramm erforderlich. Der Vortrag dauert zwei Stunden. Ein Ausweis sowie ein gültiges Covid- Zertifikat sind vorzuweisen. (shb.) Das Trio DUCADU entführt das Publikum in magische Momente. Bild: zVg. Trio Ducadu im haberhaus Die vom Schaffhauser Simon Schwaninger gegründete Formation DUCA- DU entführt das Publikum am Samstag, 25. September, in eine Welt voller magischer Momente. Zu erwarten ist eine spannenden Zusammenführung von Jazz, Pop, Rock bis Drum ’n’ Bass. Das Konzert im Haberhaus in Schaffhausen beginnt um 20.30 Uhr, die Abendkasse und die Bar öffnen um 19.30 Uhr. Eine Reservation unter haberhaus.ch wird empfohlen. (shb.) GESELLSCHAFT SCHAFFHAUSEN Salome Zulauf Homeoffice, Corona und Langeweile – Dinge die in den letzten zwei Jahren grosse Themen waren. Die Freundinnen Jeanette Mtiri und Fabiana Mazzeo nutzten diese Zeit, um kreativ zu werden und dabei ihren Bekannten eine kleine Freude mit selbstgemachten Harzprodukten zu machen. Von der Idee des Produktes bis zum Versand: die Jungunternehmerinnen stecken viel Herzblut und Freude in ihre Werke. Viel Kreativität und Arbeit stecken die beiden Freundinnen in ihre Produkte. Wie alles begann Im letzten Winter kamen die beiden KV- Absolventinnen auf die Idee, ein eigenes kleines Projekt zu starten. Wie viele andere junge Menschen verbrachten auch sie während des Lockdowns viel Zeit in den sozialen Netzwerken. «Trends, ein eigenes Small Business zu gründen, sind aktuell bei den Nutzerinnen und Nutzern dieser Plattformen sehr beliebt und eine gute Idee, um die Langeweile im Homeoffice zu überbrücken», erzählt Jeanette Mtiri. Dabei hat es das Epoxidharz Jeanette Mtiri und Fabiana Mazzeo sehr angetan. Mit den unterschiedlichsten Objekten wie beispielsweise einem Tassenuntersetzer, einem Schlüsselanhänger oder einer Schale gestalten die Jungunternehmerinnen farbige Kunstwerke und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. «Wir sahen immer diese wunderschönen Schlüsselanhänger und Dekorationen auf Social Media», erklärt Fabiana Mazzeo. «Das Problem ist nur, dass diese kaum in die Schweiz liefern oder der Versand sehr teuer ist». So entschieden sie sich, selbst solchen Schmuck zu produzieren. «Wir mussten uns alles selbst beibringen, es war ein Prozess», fügt Jeanette Mtiri hinzu. «Herauszufinden was es alles braucht, die richtigen Techniken anzuwenden, damit man schlussendlich ein gelungenes Werk in den Händen hält, mit welchem die Kunden zufrieden sind». Sie Seit Anfang diesen Jahres führen Fabiana Mazzeo (l.) und Jeanette Mtiri ihr eigenes kleines Projekt namens elua.more. Bilder: Salome Zulauf erstellten einen Instagram-Account und eine eigene Webseite mit dem Namen elua. more. Elua ist hawaiianisch und heisst so viel wie zwei – da sie zu zweit dieses Projekt starteten, kam der Namen sehr gelegen. Mit den Schlüsselanhängern hat alles begonnen: Buchstaben in allen Farben, mit Blumen oder Gold verziert. Zu Beginn war noch alles sehr klein, der Schreibtisch musste reichen, um die Flüssigkeiten anzumischen, zu dekorieren, zu schleifen und zu fotografieren. «Uns ist es wichtig, dass jede Person die Möglichkeit hat, bei uns zu bestellen», erklärt Jeanette Mtiri. «Somit haben wir entschieden, die Pakete auch in andere Länder zu versenden». Von Herzen gemacht Elua.more soll davon leben, dass sich die Kundinnen und Kunden auf der Webseite inspirieren lassen und ihre persönlichen Ideen miteinbringen können. «Wir dachten nicht, dass diese Produkte so gut bei den Interessierten ankommen werden», fügt Jeanette Mtiri hinzu. «Seit kurzer Zeit haben wir sogar einen Raum gemietet, damit wir unser Projekt erweitern konnten, da der Platz zu klein wurde». Das Projekt ist eine Herzensangelegenheit, jedes Werk ist ein Unikat, welches die Künstlerinnen handgefertigt mit viel Liebe herstellen. Auch ihre Familien unterstützen Fabiana Mazzeo und Jeanette Mtiri, wo sie nur können. «Wir sind sehr dankbar für die Hilfe, die unsere Familien und Freunde uns täglich zuteilwerden lassen, alle helfen mit ihren individuellen Begabungen mit», erklären die Freundinnen. «Uns ist es wichtig, dass sich die Kundinnen und Kunden auf ihre Bestellung freuen können». Weitere Informationen sind unter eluamore.com zu finden. Beim Begegnunscafé kommen Menschen im Museum zusammen. Archivbild: ms. Rundgang mit Geflüchteten Das Begegnungscafé, das im Haus der Kulturen regelmässig Menschen aus aller Welt zusammenbringt, findet am Samstag, 25. September, zum zweiten Mal im Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen statt. Bei Kaffee, Tee und Kuchen tauschen sich ab 14 Uhr Menschen mit Fluchterfahrung mit Ortsansässigen aus. Zu den kostenlosen Rundgängen von 15 bis 17 Uhr, welche Geflüchtete gemeinsam mit lokalen Personen durchs Museum anbieten, sind alle willkommen. (shb.)

weitere Ausgaben