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Bock E-Paper KW43_21

2 Hintergrund

2 Hintergrund Bock | Dienstag, 26. Oktober 2021 Es ist Zeit für heisse Marroni Der Fronwagplatz ist von Oktober bis März ihr zweites Zuhause. Odellia und Patricia Fischer verkaufen in der Saison im Durchschnitt 50 Kilogramm Marroni täglich. Ein Besuch am Marronistand, der kaum mehr aus Schaffhausen wegzudenken ist. MARRONISTAND SCHAFFHAUSEN Lara Gansser Was darf in der Herbstzeit nicht in der Schaffhauser Altstadt fehlen? – Der Duft von heissen Marroni! Seit 47 Jahren führt Odellia Fischer den Marronistand auf dem Fronwagplatz. Unterstützung erhält sie von ihrer Tochter Patricia, welche sozusagen mit dem Marronistand aufgewachsen ist. «Patri- cia ist mit dem Stand im Jahr 1974 geboren», erzählt Odellia Fischer. Die damals 20-Jährige kam aus Kenia in die Schweiz und gründete den Stand gemeinsam mit ihrem Mann Robert Fischer. Gleichzeitig führten sie einen Gemüse- und Früchteladen in der Vorstadt. «Anfangs kamen vor allem Italienerinnen an den Stand», erinnert sich Odellia Fischer. Zu Beginn war der Stand direkt beim Landsknechtbrunnen, heute steht er vor dem Mohrenbrunnen. Fühlen sich auf dem Fronwagplatz zuhause: Odellia Fischer (l.) und ihre Tochter Patricia, die von Ende September bis mindestens Februar am Marronistand anzutreffen sind. Bild: Lara Gansser Marroni aus der Holzkohleschale Zwischen acht und halb neun Uhr kommen Odellia und Patricia Fischer morgens auf dem Fronwagplatz an. Als erstes werden die Klappen des Stands – mit der unverkennbaren grünen Blache – ausgefahren und der Stand aufgebaut. «Sobald die Holzkohle warm ist, geben wir die Marroni in die Pfanne», erklären die Standinhaberinnen weiter. Auch die Früchtelieferung kommt jeweils zwischen acht und zehn. Dann gilt: Ausräumen, einrichten, die tagesaktuellen Preise berechnen und möglichst schnell verkaufsbereit sein. Denn die ersten Kundinnen und Kunden stehen bereits früh morgens am Stand. Um sich Marroni zu sichern? « Unter anderem, wobei morgens verkaufen wir mehr Früchte, die Marroni laufen vor allem nachmittags», so Patricia Fischer. Marroni sind sehr gesund. Wie Odellia Fischer erklärt, liefern sie viel Energie, Vitamine und Mineralstoffe. «Sehr gut sind sie auch für die Milchbildung bei stillenden Müttern.» Bild: lg. Veränderungen der Verkäufe Marroni sind beliebt bei Jung und Alt. Im Durchschnitt 50 Kilogramm verkaufen Odellia und Patricia Fischer täglich in der Saison von Ende September bis Februar oder März. «Das Konsumverhalten der Kundschaft hat sich aber ganz klar verändert», sagt Patricia Fischer. In den Anfängen des Stands hätten sie mit den heissen Marroni eines der einzigen Take-away-Angebote in der Stadt gehabt und so entwickelte sich der Stand zu einem beliebten Treffpunkt in der Mittagszeit. Bei gleich bleibender Kundenzahl kaufen die Leute heute kleinere Mengen ein, Familien teilen sich die 200-Gramm-Säckli oft. «Die Preise sind auch gestiegen. 1974 konnten wir 100 Gramm für 2,50 Franken verkaufen», erinnert sich Odellia Fischer. Seit mehreren Jahren liegt der Preis für 100 Gramm nun bei 3,50 Franken. Marroni sind keine Kastanien Dass Marroni sehr gesund sind, ist auf dem Aushang am Stand zu lesen. Durch ihren hohen Gehalt an komplexen Kohlenhydraten sättigen sie schnell, weiter liefern sie Eiweiss und Fett, welches überwiegend aus wertvollen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht. Sie enthalten wichtige Vitamine (A, C, B1 und B2 sowie Niacin), Folsäure, Mineralstoffe, vor allem Kalium, Magnesium und Calcium. «Sehr geeignet für stillende Mütter, da sie den Körper mit wichtigen Nährstoffen versorgen und die Milchbildung fördern», erklärt Odellia Fischer weiter. Ausserdem können Marroni bei der Regulierung von Niereninsuffizienzen und Durchfall helfen. «Marroni sind keine Kastanien», bestätigt Odellia Fischer. Doch wo liegt denn nun der Unterschied? Kastanien, wie man sie auch an den Bäumen in der Region findet, heissen eigentlich Rosskastanien und sind nicht essbar. Sie wachsen in einer grünen, glatten Schale mit Dornen. Marroni sind sozusagen die essbaren Früchte der weiter gezüchteten Sorten der normalen Edelkastanie. Jeweils drei Nussfrüchte befinden sich in einer Hülle, welche durch ihre vielen langen Stacheln auffällt. Jubiläumsfeier in Planung «Eines vom schönsten sind die vielen lachenden Kindergesichter, wenn sie am Stürmen sind», meint Odellia Fischer. Immer wieder bekommen sie Zeichnungen von Kindern und in der Herbstzeit kommen teilweise ganze Schulklassen an den Stand, um zu singen. «Marini, Maruni, Maroni», ertönt es dann über den ganzen Fronwagplatz. Das Lied von Andrew Bond hat wohl Tradition in den Schulklassen. «Und wir freuen uns jedes Jahr wieder», so Patricia Fischer. Verleidet ist der Geschmack von Marroni weder Odellia noch Patricia Fischer. «Sie machen einfach süchtig», sind sie sich einig. Die Tage am Stand erfüllen Mutter und Tochter sehr. «Egal, ob ich glücklich oder traurig bin – hier am Marronistand geht es mir gut», so Odellia Fischer. «Sobald ich 70 Jahre alt bin, übernimmt Patrica», so Odellia Fischer und die Tochter ergänzt: «Für mich ist es das Weiterführen des Lebenswerks meiner Mutter.» Und dann, 2024, steht auch das 50-Jahre-Jubiläum des Marronistands an. «Dann gibt es hoffentlich eine riesen Sause auf dem Fronwagplatz», freut sich Patricia Fischer. Unterwegs mit dem «Schlaatemer Bähnli» In dieser Serie blickt der «Bock» auf einstige Ereignisse, Bauten und Errungenschaften in der Region Schaffhausen zurück. Eine dieser Errungenschaften, an die sich die älteren Generationen noch erinnern mögen, ist die Strassenbahn zwischen Schaffhausen und Schleitheim. Das Depotgebäude, das in Siblingen gebaut wurde, steht heute noch. Das Foto ist eine Reproduktion einer Aufnahme aus dem Jahr 1905. Zwischen Siblingen und der Siblingerhöhe gab es zwei Abschnitte, auf denen die Bahn nicht auf der Strasse, sondern auf einem eigenen Trassee fuhr. Mitte des letzten Jahrhunderts waren auf der Strecke solche CFe 4/4 3 unterwegs. Das Foto entstand 1957 in Beringen. Bilder: Stadtarchiv Schaffhausen SCHAFFHAUSEN DAMALS KANTON SCHAFFHAUSEN Yves Keller Die Basler haben ihr «Drämmli» und auch in Zürich gehören die blauen Trams zum Strassenbild. Bis 1964 gab es auch in Schaffhausen eine Strassenbahn. Diese verkehrte ab 1905 auf der Strecke zwischen der Stadt Schaffhausen und Schleitheim. Aufstieg und Niedergang Um die Dörfer zwischen Schaffhausen und Schleitheim besser an die Kantonshauptstadt anzubinden, tauchten bereits nach 1863 verschiedene Bahnprojekte auf. Es sollte allerdings über 40 Jahre dauern, bis 1904 mit dem Bau der neuen Strassenbahn begonnen wurde. Im darauffolgenden Jahr konnte sie eingeweiht werden. Ihre goldenen Zeiten hatte die StSS, wie die Strassenbahn Schaffhausen-Schleitheim abgekürzt hiess, während dem Zweiten Weltkrieg, als aufgrund der Benzinknappheit viele Menschen mit der Bahn fuhren. Gemäss Unterlagen des Museums Schleitheim wurden 1938 276 000 Passagiere mit der Bahn befördert, 1945 waren es mit 600 000 mehr als doppelt so viele. Nach dem Krieg nahm die Beliebtheit der Strassenbahn allerdings rasant ab. Immer mehr Menschen konnten sich ein Auto leisten und für die vielen Autofahrerinnen und Autofahrer war die Bahn auf der Strasse ein störendes Hindernis. Zudem wurden Investitionen in die Bahn vernachlässigt, was ihrem Ruf ebenfalls nicht förderlich war. Am 1. Oktober 1964 wurde die Strassenbahn endgültig durch Busse der ASS, die «Autoverbindung Schaffhausen-Schleitheim», ersetzt. An die einstige meterspurige Strassenbahn erinnern heute unter anderem das Depotgebäude in Siblingen oder das Wartehäuschen auf der Siblinger Höhe auf 555 Metern über Meer.

Bock | Dienstag, 26. Oktober 2021 Nachrichten 3 sein eigenes geschäft eröffnet Trotz Corona verwirklichte Christian Niederer seinen Traum. Er eröffnete inmitten der Schaffhauser Unterstadt einen Souvenir- und Geschenkelade. GESELLSCHAFT SCHAFFHAUSEN Salome Zulauf Seit Mitte März findet sich ein kleiner Souvenir- und Geschenkladen in der Unterstadt in Schaffhausen. Im Schaufenster sind Schweizer Sackmesser sowie viele weitere Souvenirs, welche die Region Schaffhausen widerspiegeln, zu sehen. Der Besitzer, Christian Niederer, eröffnete mit seiner Partnerin, Susanne Kohli, das erste Souvenir-Geschäft im Herzen der Unterstadt . «Der Standort ist perfekt», erzählt Christian Niederer. «Sowohl die Touristen von der Schifflände wie auch die Besucherinnen und Besucher, die vom Munot hinab in die Unterstadt kommen, erreichen mein Geschäft einfach». Mit dem Munot-Shop konnte sich der Schaffhauser einen grossen Traum verwirklichen und sich selbstständig machen. Niederer kennt sich gut aus Christian Niederer arbeitete 20 Jahre lang im Souvenir-Shop beim Rheinfall in Neuhausen. «Ich versuchte in diesen Jahren den Shop ständig zu optimieren und wusste daher, was es alles braucht, um einen eigenen Laden auf die Beine zu stellen», erklärt Christian Niederer. «Tourismus ist meine Welt, ich machte meine Lehrer bei den Rolf Meier Reisen.» Ausserdem arbeitete er schon mal als Reiseleiter und in einem Hotel. Der Munot-Shop soll nicht nur für Touristen attraktiv sein, sondern auch für die Schaffhauserinnen und Schaffhauser ein Geschäft sein, in welchem regionale Christian Niederer konnte sich mit seinen Geschäft einen grossen Traum erfüllen. Der Tourismus ist seine Welt, in welche er sich gerne investiert. Bild: Salome Zulauf Produkte oder Geschenke zu kaufen sind. Von regionalem Wein über bedruckte T- Shirts mit dem Munot-Logo bis zu Magneten in den unterschiedlichsten Motiven: Der Munot-Shop bietet ein abwechslungsreiches Sortiment. «Das Herzstück meines Geschäftes ist das vielfältige Sortiment von Victorinox», so der Ladenbesitzer. «Ich erstellte mein eigenes Sortiment. Mir war es wichtig, dass wir nicht nur die Standardprodukte verkaufen, sondern auch Produkte, die die Region widerspiegeln». Christian Niederer kennt sich in der Region Schaffhausen sehr gut aus, er freut sich immer auf einen kurzen Austausch mit seinen Kundinnen und Kunden. «Ich frage die Touristen immer, von wo sie kommen», fügt der Unternehmer hinzu. Aktuell gibt es viele Touristen aus der Westschweiz. Christian Niederer hilft seiner Kundschaft auch gerne weiter, wenn sie Fragen bezüglich der Region Schaffhausen haben. Schwieriger Start Im ersten halben Jahr war es für die Ladenbesitzer nicht einfach über die Runden zu kommen. «Uns war bewusst, dass es wegen der aktuellen Situation für uns schwierig sein wird, genügend Kundschaft in unserem Geschäft begrüssen zu können», so Christian Niederer. «Ich wollte diesen Sprung ins kalte Wasser wagen. Für mich ist es wichtig, dass ich einen Beruf ausüben kann, welcher mir Freude bereitet und in welchen ich Herzblut hineinstecken kann». Ein zukünftiges Ziel ist auch, dass Christian Niederer ausserhalb der Öffnungszeiten in seinem Lokal für Leute aus der Region breit gefächerte Themenabende anbieten kann. Beispielsweise eine Weinprobe oder eine Jemako-Putzparty. Und wie sollte es anders sein: Der Ladenbesitzer hofft sehr, dass es in Zukunft wieder mehr Touristen in den Gassen der Schaffhauser Altstadt haben wird. Bock-Blick Fristerstreckung eingereicht. Der Einwohnerrat Neuhausen hat am 13. Dezember 2012 das Postulat von Einwohnerrat Felix Tenger betreffend Verbesserung der Verkehrssituation Kreuzstrasse für Velofahrer einstimmig für erheblich erklärt. Die Frist zur Behandlung des Postulats wurde bisher dreimal und zwar bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Nun stellt der Neuhauser Gemeinderat erneut einen Antrag, um die Frist bis zum 31. Dezember 2023 zu verlängern. «Der Gemeinderat hat mit dem Bericht zur Kenntnisnahme vom 13. November 2018 dem Einwohnerrat das Betriebs- und Gestaltungskonzept der flankierenden Massnahmen zum Galgenbucktunnel aufgezeigt», heisst es in der Mitteilung des Neuhauser Gemeinderats. Die Kreuzung Kreuzstrasse sei in Etappe 7 geplant, welche ab 2024 umgesetzt werden könne. Die Etappe 7 befinde sich aber noch in der Projektierungsphase. Das ausgearbeitete Projekt werde ab 2022/2023 vorliegen. Aus der Gemeinde Neunkirch. Das Lohnreglement wurde am 1. Juni 2018 letztmals überarbeitet und von der Gemeindeversammlung genehmigt. Zwischenzeitlich hätten sich laut Mitteilung des Gemeinderats diverse Anpassungen ergeben: Unter anderem wurde die Basis des Landesindexes der Konsumentenpreise angepasst. Weiter musste mit der Einführung der Schulleitung mit Kompetenz die Lohnklasseneinreihung überprüft werden. Beim Forst wurde im unteren Bereich ein Niveauproblem im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden festgestellt und korrigiert. Zuletzt wurden mit der Auslagerung des Altersheimes Lohnklassen überflüssig. (shb.) Angebote gültig von Dienstag, 26.10. bis Samstag, 30.10.2021 SUPER-KNÜLLER 3 99 Conditorei Coppenrath & Wiese Meister-Torte verschiedene Sorten, z. B. Mandel-Bienenstich 800 g (1 kg = € 4,99), tiefgefroren, Packung Endiviensalat aus Deutschland, Klasse I, Endiviensalat in feine Streifen schneiden, waschen, und dann in warmes Wasser legen, dadurch werden die Bitterstoffe entzogen, Stück 1. 49 AUS DER REGION 3. 99 Duchtlinger Kartoffeln Klasse I, Kartoffelanbau hat in Duchtlingen Tradition. Marabel, vorwiegend festkochend Annabelle, festkochend, 2-kg-Beutel (1 kg = € 2,00) 3. 99 2. 29 2. 29 San Lucar Clementinen aus Südafrika, Klasse I, sehr saftig, angenehm süß und aromatisch, 750-g-Netz (1 kg = € 5,32) Selezione it Büffelmozzarella oder Mini-Büffelmozzarella mind. 52% Fett i. Tr., Abtropfgewicht 125 g (100 g = € 1,83), 260-g-Packung Hilcona Pesto Basilico Tortelli und weitere Sorten, 250-g-Packung (100 g = € 0,92) Deutsche Rumpsteaks das Rumpsteak, auch Roastbeef genannt, wird aus dem hinteren Rücken geschnitten, sehr saftiges und gleichzeitig bissfestes Fleisch, 100 g 2. 99 1. 49 2. 89 Spießbraten vom Schweinenacken, ein klassischer Spießbraten ist eine absolute Delikatesse. Der gefüllte Rollbraten mit Speck und Zwiebeln vom Grill oder aus dem Backofen, 100 g Salami Milano aus dem Hause Villani, aus Schweineschulter und wenig Speck, fein gehackt und mild gewürzt hergestellt, reift mind. 75 Tage, delikat im Duft, 100 g 4. 99 1. 49 Caotina Original, Noir oder Blanc 500-g-Dose (1 kg = € 9,98) Ricola Bonbons ohne Zucker verschiedene Sorten, 75-g-Packung (100 g = € 1,99) 1. 79 Edler Maxx 365 Arrigoni Löffelgorgonzola DOP Schweizer Hartkäse mit bis zu 365 Tage italienischer Weichkäse aus Kuhmilch, Reifezeit und feinen Reifekristallen. Ein mit Blauschimmel, mind. 50 Tage gereift, würziger, edler Käse, perfekt zu einem Norwegische Lachsfilets elfenbeinfarbener Teig mit feiner kräftigen Rotwein, mind. 58% Fett i.Tr., Edelpilzäderung, 48% Fett i. Tr, 100 g 100 g 1. 2. 99 39 Rexona Deo Spray 1. 99 2. 79 Lachsfilets mit Haut, schonend auf der Haut gebraten, ein wahrer Genuss für Lachsliebhaber, 100 g Irrtum vorbehalten. Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen, solange Vorrat reicht. Alle Preise sind in Euro angegeben. Herausgeber: Münchow Märkte OHG, Hegaustr. 19a, 78224 Singen 150 ml (100 ml = € 0,93) oder 75 ml (100 ml = € 1,85), Dose Felix Katzennahrung verschiedene Sorten, 12 x 85-g-Packung (1 kg = € 2,74)

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