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bonalifestyle-Ausgabe 1 | 2014

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nen Kompromiss zwischen

nen Kompromiss zwischen Genuss und Gewinnstreben vor. Wichtig sei, dass der Wein punkto Alkohol-, Säure- und Tanningehalt das nötige Lagerpotenzial aufweise. Und dann auch entsprechend fachmännisch gelagert werde, idealerweise bei gleichbleibender «Das Geld ist im Keller verlocht» René Gabriel Schweizer Weinpapst Temperatur zwischen 10 und 18 Grad und bei einer Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent. «Die Auswahl der Weine muss sich nach dem Markt orientieren: Das Château, die Domaine muss man auch in 20 Jahren noch kennen», sagt Etter. Daher erstaune es nicht, dass sich die meisten Investoren auf die Premier Grand Crus des Bordeaux konzentrieren. Allgemein stellt Andreas Etter eine Vorliebe zu langlebigen, älteren Weinen fest. Auch beim Champagner des Hauses Bollinger, das er in der Schweiz vertritt. Dessen 1997er-Jahrgang kam eben erst auf den Markt, «récemment dégorgé», also kurz vor dem Verkauf von der Hefe genommen, ein Verfahren, das Bollinger unter dem Label RD seit genau 50 Jahren praktiziert. Manchmal wartet ein Sammler auch allzu lange zu. Dann ist die Enttäuschung – zumindest für die Erben – vorprogrammiert. Davon kann Alexander E. Bäggli, der gerne auch ganze Keller übernimmt, ein Lied singen. Todesfall, Scheidung oder gesundheitliche Gründe können der Grund sein, dass Kunden ihre ganze Weinkollektion veräussern möchten. «Oft lagern im Keller so grosse Mengen, dass sie gar nicht mehr selber getrunken werden können – vor allem wenn man älter wird und nicht mehr so viele Gäste bewirtet wie einst», erklärt Bäggli. Sind die Weine gut gelagert, nicht überaltert und tragen das richtige, gesuchte Etikett, übernimmt er einzelne Flaschen oder ganze Originalkisten und zahlt sogleich bar. Aber er kennt auch die peinliche Situation, wenn eine Witwe von der «wunderbaren, gehätschelten Sammlung» ihres Mannes schwärmt und diese zu Geld machen möchte. «Manchmal lagern da x-hundert miserable Flaschen, die an irgendeiner Ausstellung zu überrissenen Preisen gekauft wurden», ärgert er sich. «Eine Kiste trinken, eine verkaufen» Andreas Etter Jéroboam, Zürich Klar ist: Wer viel Geld mit Wein verdienen will, muss nicht eine oder zwei Flaschen, sondern mehrere Kisten des gleichen Weins kaufen, was eine gewisse Kapitalkraft voraussetzt. Nötig ist auch ein grosses Fachwissen – oder ein entsprechend gewiefter Berater. Denn gerade die grossen Bordeaux der Wunder-Jahrgänge 2009 und 2010 wurden wegen extrem gestiegener Nachfrage bereits im Einkauf immens teuer, was das Gewinnpotenzial einschränkt. Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss hat auch der amerikanische Weinkritiker Robert Parker: Wenn er 99 Punkte oder gar die Höchstnote von 100 Punkten vergibt, klettern die Preise des entsprechenden Weins über Nacht aufs Doppelte. Die Trends auf dem Markt für hochwertige Weine werden vom Benchmark-Index namens Liv-ex 100 (London International Vintners Exchange) erfasst, der die Wertentwicklung der 100 weltweit begehrtesten Weine verfolgt und deren Kistenpreise auflistet. London gilt als die anerkannte Metropole der Weinkenner. Verkauft werden die teuersten Weine allerdings zumeist nach Hongkong und China, als nächste Emerging Markets werden bereits Russland, Indien und Brasilien genannt. Die Kunst zu investieren heisst klug einkaufen und ebenso klug verkaufen. Die aufmerksame Beobachtung des Marktes zeigt, wann der gute Zeitpunkt gekommen ist, sich von seinem Wein zu trennen. Und sonst bleibt immer noch die – gar nicht so schlechte – Lösung, den Wein ganz bewusst selber zu geniessen. Was weit besser ist als eine Aktie, deren Gewinn sich bei einem Kursverlust einfach in Luft auflöst. www www.cavebb.ch | www.weingabriel.ch | www.jeroboam.ch 26 27 LIFESTYLE bona

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