Aufrufe
vor 11 Monaten

bonalifestyle Ausgabe 3 | 2016

  • Text
  • Lifestyle
  • Bona
  • Menschen
  • Orient
  • Grosse
  • Prosecco
  • Erben
  • Testament
  • Zeit
  • Bilder

NAH FERN FERNOST GRAZ

NAH FERN FERNOST GRAZ Zauberhaftes Graz im Schneegestöber. O du fröhliche Tipps BILDER HANDOUT Graz ist wunderschön. Vor allem, wenn die Stadt in der Adventszeit in unzählige Lichter getaucht ist. Graz zelebriert Weihnachten im grossen Stil, davon zeugen nicht nur die rund 14 Weihnachtsmärkte und die abends in buntes Licht getauchte Eiskrippe. Wie wichtig den Grazern ihre Adventszeit ist, zeigt sich auch an den vielen Menschen, die sich trotz bitterer Kälte zu den abendlichen Weihnachtsgesängen und Konzerten auf Plätzen und in Hinterhöfen einfinden. Und den Adventskalender, der täglich an die Fassade des Rathauses projiziert wird, bewundern. Die beleuchteten, dekorierten Stras- da geht es nur im Schneckentempo vorwärts. Das «K&Ö» ist nicht nur zur Vorweihnachtszeit schön dekoriert, es ist auch ohne Girlanden ein architektonisches Highlight. Im Jahr 2011 hat es dafür den A.R.E. Design Award erhalten. Die Weihnachtsmärkte sind in der ganzen Innenstadt verteilt. Wer es gerne turbulent und fröhlich mag, findet auf den Plätzen und auf dem Schlossberg verschiedene kleinere und grössere Märkte. Lebkuchen, Handgetöpfertes und -genähtes, Weihnachtsschmuck, steirisches Kunsthandwerk: Das Angebot ist «Steirischen Volksliedwerks». Hier an der Theke im Geschäft des Steirischen Heimatwerks, wo unter anderem auch Dirndl genäht werden, fragen Menschen nach vergessenen Weihnachtliedern und -strophen oder singen ein paar Takte vor, wenn die Worte fehlen. Eva Maria Hois, die Verantwortliche des Weihnachtslieder-Büros, hilft weiter. Auch wenn die Suche manchmal länger dauert, wie etwa damals, als jemand «Stille Nacht, heilige Nacht» in einen afrikanischen Dialekt übersetzt haben wollte. «Wir können lediglich 5 Prozent aller Anfragen nicht be- Die Faszination dieser Stadt hat verschiedene Gründe: Die gepflegten Häuser, die historischen Gebäude, der Mix von alt und topmodern, die lauschigen Plätze und Innenhöfe, wo sich im Sommer das Leben draussen abspielt. Die Lebensfreude der Menschen, die dort leben, ist ansteckend. Sogar die Kinder, für sie ist extra ein Kinderparlament geschaffen worden. Die vielen einladenden Restaurants und Kneipen mit ihren regionalen Spezialitäten, die schönen und originellen Geschäfte und die Vielseitigkeit und Überschaubarkeit der Stadt Von Zürich aus fliegt die Swiss direkt nach Graz, die Bahn bringt die Gäste von Zürich ebenfalls ohne Umsteigen in die Landeshauptstadt der Steiermark. Graz hat eine vielfältige Hotellerie. Besonders empfehlenswert ist das Hotel Wiesler. Es liegt direkt an der Mur, ein paar Schritte neben dem Kunsthaus und keine fünf Gehminuten von der Innenstadt entfernt. Der Gast wählt zwischen klassischen Jugendstilzimmern, sen und Plätze erwärmen das Herz der Besucherinnen und Besucher und lassen sie (zusammen mit dem Glühwein) in eine wohlige Feststimmung eintauchen. Graz’ Kneipen – davon gibt es viele originelle und urgemütliche – sind auch tagsüber gut besucht. Im «Fran- vielseitig. Besinnlicher stimmt der Krippenweg, jenseits von Hektik und Stress. Ein rot ausgerollter Teppich auf der Strasse weist den Weg entlang jener Geschäfte, die ihre Auslagen mit Krippen bereichern. Wer mehr über Graz erfahren will, begibt sich mit einer der kompetenten antworten», sagt sie. In der Vorweihnachtszeit wird sie täglich mit rund 60 Anfragen konfrontiert, über das Jahr sind es vier bis fünf täglich. Sie treffen von überall auf der Welt ein, meist jedoch von Menschen aus deutschsprachigen Ländern oder mit deutschsprachigen Verwand- wirken sich positiv auf das Wohlgefühl aus. Das topmoderne Kunsthaus, «Friendly Alien» genannt, ist ein Muss für Architektur- und Kunstinteressierte. Mit biomorphen Architektur von Peter Cook und Colin Fournier ist es Anziehungspunkt für Kulturinteressierte aus originellen und überraschenden Designzimmern bis hin zur Suite. Im hoteleigenen Restaurant «Speisesaal» wird nicht nur ein überdurchschnittliches Frühstück serviert, dort kann der Gast auch mittags und abends kowitsch» etwa, wo in der Adventszeit täglich 4000 Brötchen mit «Pfiff» (kleines Glas Bier), Wein oder Champagner serviert werden und wo ausgezeichnete Patisserie verführt, ist es um die Mittagszeit proppenvoll. Ein ebensolcher Magnet ist – vor allem samstags – das schöne Stadtführerinnen auf den besinnlichen Adventrundgang. Und die Kinder können sich indes in einem extra für sie gestalteten Rundgang auf die Spurensuche nach dem Christkind machen. Graz hat nicht nur seine Weihnachtsmärkte, sondern auch sein «Büro für ten. «Unser Büro ist in dieser Form weltweit einzigartig», so Eva Maria Hois. Ihr Ziel ist es, Menschen zum Singen zu motivieren. So stellt sie jährlich Broschüren mit Weihnachtsliedern zusammen, hilft Schulen bei Krippenspielen, bietet Kurse und offenes Weihnachtsliedersin- aller Welt und ein essenzieller Bestandteil der städtebaulichen Identität.Graz, die Landeshauptstadt der Steiermark, ist auf jeden Fall eine Reise wert. Nicht nur zur Adventszeit. www graztourismus.at gut speisen. Und: Männliche Gäste können sich bei der Hotel-Barbierin zudem kunstvoll den Bart schneiden lassen. Das «Wiesler» gehört zu den Weitzer Hotels, die in Graz neben dem Bahnhof auch noch das Hotel CHRISTINE KÜNZLER Warenhaus Kastner & Öhler. Nichts für Eilige, Weihnachtslieder», eine kleine «Filiale» des gen an, archiviert, sammelt und dokumentiert. hotelwiesler.com Daniel betreiben. 66 67 LIFESTYLE bona bona