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COMPACT-Edition 2

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Der Euro-Schwindel 62

Der Euro-Schwindel 62 haben, dann wird das bedeuten, dass der Euro auf einem festeren Fundament steht als vor der Krise.» (Angela Merkel über die Euro-Rettungspolitik, 7.7.2010) Krisenblind «In diesem Jahr ist es mit der Krise wie mit Lena Meyer-Landrut. Man fragt sich: Wo ist sie denn plötzlich hin?» (Daimler-Chef Dieter Zetsche, Pfälzischer Merkur, 5.11.2010) Wunschdenker «Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn warnte davor, die Situation zu dramatisieren. "Der Euro ist nicht in Gefahr, Europa ist nicht in Gefahr", sagte Asselborn.» (spiegel.de, 22.11.2010) Verheugen verhöhnt die Deutschen «Die deutsche Politik wird bei unseren Partnern in Europa als eigensüchtig, selbstsüchtig geradezu betrachtet, und unsere Partner vermissen an Deutschland, dass wir ein Stück der Solidarität zurückgeben, die wir über Jahrzehnte von ihnen erfahren haben. Wir sollten bitte nicht vergessen, dieses ganze Projekt europäische Einheit ist wegen Deutschland notwendig geworden. Es geht immer dabei [darum] Deutschland einzubinden, damit es nicht zur Gefahr wird für andere. Das dürfen wir in diesem Land nicht vergessen. Wenn irgendjemand glaubt, (…) dass das 65 Jahre nach Kriegsende keine Rolle mehr spielt, dann sind sie vollkommen schief gewickelt. Ich kann ihnen nach zehn Jahren Brüssel sagen, das spielt jeden Tag noch eine Rolle.» (Günter Verheugen, SPD, EU-Kommissar 1999-2010, in der ZDF-Talkrunde Maybrit Illner, 9.12.2010) Amerikanischer Humor «Der Deutschland-Chef der amerikanischen Großbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat sich für eine Umschuldung Griechenlands ausgesprochen. (…) Deutschland habe bei der Rettung Griechenlands eine große Verantwortung. Durch die Vorteile des Euro stehe Deutschland so stark da, "dass es sich eine Umschuldung Griechenlands theoretisch fast allein leisten könnte".» (Reuters, 4.2.2011) Gedächtnislücken «Eine Umschuldung griechischer Verbindlichkeiten ist absolut ausgeschlossen.» (Ehemalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des Internationalen Währungsfond (IWF), Christine Lagarde, 11.5.2011) Auch das selbsternannte Fakten,Fakten,Fakten- Magazin schoss sich auf die Helenen ein. Die Rolle der US-Großbank Goldman Sachs bei der Verschuldung der Griechen wurden jedoch zumeist nicht thematisiert. Foto: Focus

Der Euro-Schwindel Die Uschisierung Europas «Mein Ziel sind die Vereinigten Staaten von Europa – nach dem Muster der föderalen Staaten Schweiz, Deutschland oder USA.» (Ursula von der Leyen, Der Spiegel, 29.8.2011) Der deutsche Deckel «Man hat damals zu sehr auf die innenpolitische Stimmung und Ressentiments Rücksicht genommen – nach dem Motto: Die Deutschen sollen nicht der Zahlmeister Europas sein. (…) Natürlich müssen die Deutschen zahlen.» (Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, SPD, Der Spiegel, 12.9.2011) Volksverräter Schäuble «Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich, ihn zu gehen.» (Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.10.2011) Honecker spricht «Der Euro hat sich bewährt. Er ist eine stabile Währung. Nach innen und nach außen. Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten so weit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden.» (Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, handelsblatt.de, 30.12.2011) Gaucks Großmachtsträume «Für die Vision Vereinigter Staaten von Europa sei es noch zu früh. Das erklärte der neue deutsche Bundespräsident Joachim Gauck am Dienstag in Brüssel bei einem Besuch der EU-Kommission. "Wir sind noch nicht so weit, der Mentalitätswandel geht sehr viel langsamer als die Entwicklung des Intellekts". (…) "Als Europa sind wir stark, als Nationalstaaten nicht mehr stark genug."» (diepresse.at, 17.4.2012) EU-Motor wider Willen «Wir müssen Deutschland davon überzeugen, dass es eine Führungsrolle übernimmt und die Europäische Union erhält.» (US-Spekulant George Soros, Focus, 4.6.2012) Riskantes Versprechen «Keine Euro-Bonds, solange ich lebe.» (Angela Merkel vor der FDP-Bundestagsfraktion, Der Spiegel, 26.6.2012) Türkei-Fan «Auf Knien [wird] ein deutscher Kanzler oder Kanzlerin mit dem Kollegen aus Paris nach Ankara robben, um die Türkei zu bitten, Freunde, kommt zu uns.» (Günther Oettinger, spiegel.de, 20.2.2013) Euro-Rettungsschwindel «Wir werden in den Geschichtsbüchern lesen, dass diese Krise Europa noch stärker zusammengebracht hat.» (Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zur sogenannten Zypernrettung, zeit.de, 30.3.2013) Stern und Stürmer «Es ist an der Zeit, dem Ungarn die Grenzen aufzuzeigen. (…) Es ist an der Zeit, dem Spuk in Budapest ein Ende zu bereiten und (Premier) Orban zu einer Kurskorrektur zu zwingen.» (stern.de, 20.5.2013) 63

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