Aufrufe
vor 2 Jahren

COMPACT-Edition 3

  • Text
  • Merkel
  • Deutschland
  • Europa
  • Menschen
  • Deutsche
  • Deutschen
  • Zeitung
  • Welt
  • Merkels
  • Kanzlerin

Die Eurokratin 102

Die Eurokratin 102 Protest in Griechenland. Foto: pa/Thanasis Kamvysis Einheits-Zaubertrank «Die Einheit Europas verleiht uns Kraft. Ohne Europa hat Deutschland keine gute Zukunft.» (Tagesspiegel, 10.9.2011) Clevere Begründung für Vertragsbrüche «Wenn die Welt sich ändert, muss man auch bereit sein, Verträge zu ändern.» (Tagesspiegel, 10.9.2011) Hellas wird verramscht «Ich habe großen Respekt davor, dass viele Menschen, die nichts mit der großen Verschuldung zu tun haben, jetzt in Griechenland eine sehr, sehr schwierige Zeit haben. Auf der anderen Seite ist das Programm nicht einseitig nur auf die einzelnen Menschen ausgerichtet, nur aufs Sparen ausgerichtet. Sondern es gibt auch Elemente in dem Programm, die Strukturreformen beinhalten. Dazu gehört zum Beispiel die gesamte Anstrengung der Privatisierung.» (Griechisches Fernsehen, ERT, 27.9.2011) Du Merkel, Du! «Damit muss ich leben. Ich werde ja manchmal auch in Deutschland beschimpft.» (Darauf hingewiesen, dass «Merkel» zum Schimpfwort wird, Griechisches Fernsehen ERT, 27.9.2011) Kriegsfantasien «Niemand sollte glauben, dass ein weiteres halbes Jahrhundert Frieden und Wohlstand in Europa selbstverständlich ist. Es ist es nicht. Deshalb sage ich: Scheitert der Euro, dann scheitert Europa. Das darf nicht passieren.» (Regierungserklärung zum Eurogipfel, 26.10.2011) Alter Wein in neuen Schläuchen «Wir haben eine historische Verpflichtung, das Einigungswerk Europas, das unsere Vorfahren nach Jahrhunderten des Hasses und des Blutvergießens vor über 50 Jahren auf den Weg gebracht haben, mit allen uns zur Verfügung stehenden verantwortbaren Mitteln zu verteidigen und zu schützen. Die Folgen, wenn das nicht gelänge, kann niemand von uns absehen.» (Regierungserklärung zum Eurogipfel, 26.10.2011)

Die Eurokratin Kommt einem spanisch vor «Irische Sorgen sind slowakische Sorgen, griechische Sorgen sind niederländische Sorgen, spanische Sorgen sind deutsche Sorgen oder italienische, wie auch immer man es nimmt.» (Rede anlässlich der 3. Konferenz «Falling Walls», 9.11.2011) Euro-Absolutismus «Ich habe den absoluten politischen Willen (…), dass wir den Euro stärken, dass wir ihn zu unserer gemeinsamen, stabilen, zukunftsfähigen Währung weiterentwickeln.» (Rede anlässlich des IHK- Jahresempfangs in Düsseldorf, 9.1.2012) «Das ist unsere historische Aufgabe; denn scheitert der Euro, dann scheitert Europa.» 19.5.2010 Lob des IWF «Der Internationale Währungsfonds hat Erfahrung im Umgang mit überschuldeten Staaten wie keine andere Institution weltweit.» (Süddeutsche Zeitung, 2.7.2013) Ausrede «Die Jugendarbeitslosigkeit war in einigen der am schwersten betroffenen Länder schon vor der Krise hoch.» (Darauf hingewiesen, dass ihre Europolitik «desaströse Folgen» habe, Spiegel 25/2013) Klar erkannt «Europas Problem, auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, liegt darin, dass wir von dem, das wir versprochen haben, ziemlich wenig gehalten haben.» (Rede zum «Führungstreffen Wirtschaft» der Süddeutschen Zeitung, 21.11.2013) Merkel – Tochter des Zeus «Eine politische Union zu schaffen, ist eine Herkulesaufgabe. Es ist mühsam und langwierig. Aber ich halte es für unvermeidlich.» (Rede anlässlich einer Veranstaltung der Stiftung Familienunternehmen, 15.6.2012) Unumkehrbar – und wenn das Volk nicht will? «Meine Damen und Herren, mit diesen Verträgen machen wir unumkehrbare Schritte hin zu einer nachhaltigen Stabilitätsunion.» (Regierungserklärung zum Euro-Rettungsschirm ESM, 29.6.2012) Lippenbekenntnisse (Fortsetzung) «Alle Mitgliedstaaten bekennen sich zu solidem Haushalten und Strukturreformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit.» (Regierungserklärung zum Europäischen Rat, 13.12.2012) Als Terminatorin zeichnete der britische New Statesman Merkel bereits 2012. Für den Autor des Artikels, Mehdi Hasan, war die deutsche Kanzlerin gefährlicher als Nordkoreas de-facto-Präsident Kim Jong Un. Foto: New Statesman 103

© COMPACT-Magazin GmbH 2016 Alle Rechte vorbehalten

   Mediadaten  /  Datenschutz  /  Impressum  /  Kommentarregeln  /  Nutzungsbedingungen  /  Widerruf