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Gruess Gott - Frühjahr 2021

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Das Magazin über Gott und die Welt

28 Wohin geht es? Schon

28 Wohin geht es? Schon als Kind wollte Stefanie Hinterleitner Pfarrerin werden. Und sie hat ihren Kindheitstraum nicht aufgegeben.

HIMMEL KRIEGEN WIR DAS AUF DIE WEIHE? In der Kirche engagieren sich weit mehr Frauen als Männer. Sie werden Pastoralassistentin, Pfarrleiterin, Seelsorgerin. Nur eines dürfen sie nicht: sich zur Priesterin weihen lassen. TEXT: SABRINA LUTTENBERGER FOTOS: ROBERT MAYBACH Schon als Ministrantin war Stefanie Hinterleitner Feuer und Flamme für ihre Aufgaben. Kein Wunder, dass sie am liebsten den Dienst der Fackelträgerin übernommen hätte. Ihr fehlte aber bereits im Kindesalter etwas Entscheidendes für eine Karriere in der katholischen Kirche: ein Y-Chromosom. Heute ist die 29-Jährige Pastoralassistentin in der Dompfarre Linz und Leiterin des Begegnungszentrums der Katholischen Jugend. Die Grenzen des Möglichen werden ihr aber auch Jahre später noch auf gezeigt. „Wenn ich Priester sehe, denk ich mir schon: Wir haben die gleiche Ausbildung und spüren die gleiche Berufung“, sagt sie, „aber als Mann kann er Priester sein und ich nicht – nur weil ich eine Frau bin. Das hab ich mir ja nicht ausgesucht.“ Wer Stefanie Hinterleitner bei Wortgottesdiensten erlebt, kann sie sich gut als Pfarrerin vorstellen. Auch sie selbst denkt oft daran, wie es wohl wäre, dürfte sie sich weihen lassen. „Mit der Weihe sind viele Dinge verbunden, zum Beispiel das Spenden der Sakramente, die für mich in der Seelsorge sehr wesentlich sind, ich aber nicht machen darf.“ Damit ist Stefanie Hinterleitner nicht allein. Die Frage nach der Weihe für Frauen ist ein theologisches Dauer thema, über »Wir haben die gleiche Ausbildung und spüren die gleiche Berufung. Aber als Mann kann er Priester sein und ich nicht – nur weil ich eine Frau bin. Das hab ich mir ja nicht ausgesucht.« Stefanie Hinterleitner 29