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Gruess Gott - Herbst 2020

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Wenn die Welt Kopf steht - Das Magazin über Gott und die Welt

[HERR]GOTT „TÄNZER

[HERR]GOTT „TÄNZER SIND DIE ATHLETEN GOTTES“ Silke Grabinger vermittelt selbst in schweren Zeiten Leichtigkeit und Freude an der Bewegung. Für die Oberösterreicherin ist Tanzen mehr als ein Beruf – es ist auch Ausdruck der Seele, Quelle von Spiritualität und Schlüssel zur Selbstfindung. TEXT: JANINA LEBISZCZAK FOTOS: CHRISTOPH LIEBENTRITT Sie wird SILK genannt. Silk wie Seide, jener leichte und glatte Stoff, den man auf der Haut kaum spürt. Aber Silke Grabinger, 38, ist nicht wie Seide – und der Name nur eine Kurzform. Der Stoff, aus dem diese Frau gemacht ist, den hat sie selbst entworfen, selbst gewoben, und er ist wunderbar wandelbar. Wir treffen SILK bei den Vorbereitungen für einen Tanzworkshop, den sie beim Wiener Festival ImPulsTanz gibt. Und schon beim ersten Anblick strahlt die Künstlerin, Choreografin und Akrobatin eine Präsenz aus, die nur jene ziert, die lieben, was sie tun. Und die dabei so wirken, als würden sie sich kein bisschen anstrengen. Silke Grabinger ist immer in Bewegung und ruht dabei doch in sich selbst. Wie es dazu kam? Eine Prise Zufall war dabei, aber vor allem sehr viel Selbstbestimmtheit. Und das von klein auf. Können Sie sich noch daran erinnern, wann Sie sich zum ersten Mal tanzend bewegt haben? Wenn ich Musik gehört habe oder irgendwo eine Bühne war, hat mich das schon immer magisch angezogen. Meine Mutter hat mir erzählt, dass ich, noch bevor ich gehen konnte, einen Trick hatte, um aus dem Gitterbett zu kommen: Ich habe einen Polster genommen und ihn übers Gitter geschmissen, mich dann an den Stangen hinaufgehantelt und mich auf das Kissen fallen lassen. So bin ich meinen Eltern immer 20

Am Sprung. Als wir Silke Grabinger treffen, bereitet sie sich gerade auf einen Workshop vor. Akrobatik- Einlagen vor der Kamera gehen sich aber noch aus. 21